5.=Verlag G.m. Id. Geschäftsst. detmold. GauliDruck und Verlag: Liovische Staatsztg. NS.=Be b. H., Detmold. O u. Schriftl.: Detmold. neustr. 14, Ferur.: Sammeln. 2845. Postscheckk. 8592 Henn. Bankkonten: Deutsche Bank, Landesbank. Städt. Spark. Die„Lipp. Staatszeitung“ ersch. wöchentl. 7mal. Abbestellungen d. Zeitung nur — lid. Monats. bis zum Lppischer Koriee Amtliches Organ des Hanes Amtliche Nationalder Lauberregierung Ganbeume Anzeigenpreise: Die 22=mmZeile 13 J#. Textanz., 77 um brett, 75 A##. 8. S. in Preisliste 8 gültig. BezugsPreis: Monatl. bei Zuttellung d. Boten einschl. Bestellgeld 2 20. d. Zust. durch Post 2.42 M einschl. 63 5#. Postgeb. Die Bedind. d. Lieferung rechts. kein. Anspruch auf Rückzahl. d. Bezugspr. Nr. 324 Velnioss, Vonnerstag, 20. Abellnder 14.(176.) Roosevelt läßt neue Seifenblasen steigen Buntschillernde Zukunftsprojekte für die„betreiten Völker“— Das englische Wunschbild getan— den von ihm beherrschten oder durch den Dollarimperialismus unterjochten Völkern jede bessere Zukunft (Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung.) Dr. H. G. Berlin, 25. November. In einer neuen Agilationsrede suchle der Gaukler und Völkerbetrüger Roosevell von neuem Dumme für seine Ausplünderungspolitik zu finden. Er kündigle nämlich sogenannte Pläne für die„befreiten Länder“ an, das heißl, er entwickelte von neuem buntschillernde Inkunftsprosekte, die sich in allen bisherigen Fällen immer noch als Seifenblasen herausgestellt haben, die in der rauhen Wirklichkeit zerplahzen müssen. Der Prästdeut verleidigte seine Politik der„Versorgung der befreiten Gebiele" und erklärte, sie werde sortgesetzt, wobei er hinzufügle, daß diese Polikik gleichzeitig„vom Gesichtspunkt des amerikanischen Schatzamtes und der amerikanischen Verteidigung vorleilhaft sel“. Die Projekte Roosevelts sind sämtlich gekennzeichnet durch ihren imperialtstischen Charakter, der trotz aller phrasenhaften Tarnung siets zu erkennen ist. Die im Zuge dieser Kriegspolitik durchgeführten Raub= und Vergewaltigungsaktionen haben diesem„Heilsbringer“ schon längst die Maske vom Biedermannsgesicht gerissen. Gerade der Raubüberfall auf Französisch=Nordafrika bewies von neuem das geradezu krankhafte Weltherrschaftsstreben dieses Tyrannen, der— mit dem Mantel der Demokratie anverbaut. Daß er sich hierbei besonders der Juden bedient, ist bekannt. So hat er jetzt für den geplanten sogenannten „amerikanischen Wirtschaftsblock“, der vom Atlantik bis nach der Türkei reichen soll, den früheren Gouverneur von Neuyotk, den Juden Lehmann, mit besonderen Aufgeimn girschallenellischer An für Fronsslich=Podafrig u. Der gleiche Jude ist dazu ausersehen, eine Organisierung der von Roosevelt vorgesehenen„Wiederaufrichtung der befreiten Gebiete" vorzunehmen.„Ein Ausschuß von alliierten Vertretern“, so heißt es großmäulig in einem „Times“=Artikel,„befaßt sich seit einiger Zeit mit der Aufstellung von vielen notwendigen Dingen“. Wir können uns schon denken, daß die Sache bei dem Juden in den richtigen Händen ist! Der amerikanische Wirtschaftsimperiglismus ist bekanntlich rein jüdisch, aber Roosevelt eines bei seinen wilden Spekulationen: die euro; Solidarität gegenüber den frechen amerikanischen Eindr lingen, die ganz vergessen, daß auch Nordafrika zu des erwachenden Europas gehört. Wie antikontinental in dieser Hinsicht auch die Briten denken, geht aus einer jetzt bekannt gewordenen englischen Instruktion an die Offiziere Nordafrikas hervor, zur Sphäre Harte Abwehrkämpfe im großen Donbogen Schwere Schläge der Luftwatfe gegen bolschewistische Bereitstellungen wietpanzer und 45 mit Truppen und Munition beladene stkroftwagen wurden vernichtet, 20 weitere Panzer und enbegen uns juswestiich StallnBolschewisten am gefirigen Tage wieInfanieriekrüften an, die von einer groumpfwagen unterstätzt wurden. Besouders durch hartnäckigen Verteidigungeinseln seindliche Krafte gebunden waren, Kämpfen. In erbitiertem Ringen u un wwihe tolee Vaeitelunger Bolschewisten blutige Verlufte Rach dem Durchbruch auf schmalerer Fronk ver die Bolschewisten, ihren Augriff auch auf den R zwischen Weige und Dou auszudehnen. Die rumänisches— wehrien sewisten Berlin, 25. November. Im Kaukasusgebiet hielt die Schlechtwetterlage auch am 24. November an. In den Tälern und den tiefergelegenen Hängen verursachten die anhaltenden Regenfälle zunehmendes Hochwasser, während im Hochgebirge weiter Schnee fällt. Es kam deshalb, wie das Oberkommando der Wehrmacht mitteilt, nur zu örtlichen Kampfhandlungen. In der Kolmückenstepp.e führten scher motorisierter Einheiten zum Erfolg. An der Gedirgsschwelle, die der eigentlichen Salzsteppe westlich vorgelagert ist, griffen unsere Truppen stark ausgebaute feindliche Stützpunkte an. Durch eine Umfassungsbewegung gelang es, den Gegner einzukesseln und einen wichtigen Stützpunkt auszuheben. Hierbei vernichteten unsere Grenadiere eine Batterie und erbeuteten zehn Geschütze, 40 bespannte Troßfahrzeuge, Pferde, Kamele sowie zahlreiche schwere und leichte Infanteriewaffen. Die Reste des geschlagenen Feindes wichen nach Osten aus. Im großen Doubesen und südwestlich Stalingrad grissen die derum mit starken .—" unterstützt mnäckigen Widerstand deutscher digungsinseln auf schmalem Raum gebunden waren, kam en zu schweren wurden die Verbindunwiederhergesselt und ingetägt. alerer Fronl versuchten Raum zwischen Welge und Dou auszubehnen. Die deutschen und rumänischen Verbände, die an diesem Froulabschnitt eingesehzl sind, geben jedoch keinen Meier preis und wehrten den Feind in harten Nahkämpfen Die Bolschewisten führten auch hier zahlreiche Panzerka# wagen in die Schlacht. Durch Artillerie, Panzer kanonen und Panzervernichtungstrupps wurden 24 wistische-Panzer abgeschossen. Weitere hohe Ausfälle hatte der Feind durch die erfolgreichen Unternehmungen der Luftwaffe. Bombenangriffe stärkerer Kampfflugzeugverbände, darunter auch rumänische und slowakische, fügten den Bolschewisten von den vorderen Spitzen ihrer Stoßkeile bis in ihre Bereitstellungen im rückwärtigen Gebiet hohe Materialverluste zu. Fünf schwere Mit dem Ritterkrenz ausgezeichnet Berlin, 25. November. Der Jührer verlieh das Rilterkreuz des Eisernen Kreuzes an: Oberstleutnan! Ollo Böslug. Kommandeur eines Panzer=Regiments, Oberstleutnank Ludwig Kohlbaas. Bataillonskommandeur im Vligs=Tosomt Keahdruschhat utraffeler HeueMöller, Jugführer in einem Greuadier-Re Ferner verlieh der Jührer auf Voi befehlshabers der Lustwasse, Reichsmarschall Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Oberleutnaut Maier, Beobachler und Kommandant in einem Kampfgeschwader. Oberstleutnant Otto Büsina stieß während der schweren Kämpfe nördlich Orel Mitte August mit Teilen seines Panzerregiments bis in die feindliche Artilleriestellung vor, schoßz dort vier Batterien zusammen und nahm anschließzend eine das Gelände beherrschende Höbe, wobei 16 Panzerkampfwagen der Bolschewisten vernichtet wurden.— Oberstleutnant Ludwig Kohlbaas nahm an der Spitze einer von ihm gebildeten motorisierten Vorausabteilung einen wichtigen Uebergang über den Tim unerwartet rasch in Besitz und schuf damit eine entscheidende Voraussetzung für die erfolgreichen weiteren Angriffsoverationen in diesem Abschnitt.— Unteroffizier HansWalter Möller, am 29. 4. 1919 als Sohn des Kaufmanns Eduard M. in Bielefeld geboren, übernahm nach Ausfall seines Kompaniechefs bei den schweren Abwehrkämpfen Anfang August im Raume von Rschew die Führung seiner Kompante und wehrte zwei Wochen lang alle erbitterten und zahlenmäßig weit überlegenen Durchbruchsversuche des Gegners erfolgreich ab. In zwölf Gegenstößen warf er örtlich eingedrungene seindliche Kräfte aus den Stellungen zurück und vernichtete persönlich im Nabkampf einen bolschewistischen Panzerkampfwagen. Oberleutnant Kurt Mater steht seit Beginn des Westseldzuges ununterbrochen im Kampf. Mit über 400 Feindflügen wurde er der bisher erfolgreichste Angebörige seines Geschwaders. Für seine groten Leistungen und Erfolge wurde ihm im Januar d. J. bereits das Deutsche Kreue in Gold verlieben. Regiment. orschlag des Oberschall Göring, das So1 Lastk einer Stelle in die Reil bnittes n des Gegners. An und Don Bordwaffen Verwirrun Stelle des e in die Flanke—— Das Vorhaben wurde von der entdeckt und die defamtte feindliche Abteilung den und Vordwaffenbeschuß deutscher Kampfflugzeuge vernichtet. durch Die dritte Frau mit dem EK. DRL.-Schwester r Marga vom Jührer mit dem E. K. II Deosfe anggereichur. Berlin, 25. November. Der Führer hat der Schwester Marga Droste für ihren heldenhaften Einsatz bei dem feindlichen Terrorangriff auf die Kriegsmarinestadt Wilhelmshaven das E. K. II anstelle des für sie beantragten Kriegsverdienstkreuzes mit Schwertern verliehen. Schwester Marga, die nach Hanna Reitsch und Elfriede Wnuk die dritte Frau in diesem Kriege ist, die die soldatische Auszeichnung des Eisernen Kreuzes erhält, hat trotz starken Flakbeschusses und der rings um sie herum einschlagenden Spreng= und Brandbomben aus einer Abteilung eines Kriegsmarinelazaretts einige schwerverwundete und gerade operierte Soldaten geborgen. Die tapfere Frau trug bei ihrem pflichtbewußen Ausharren im feindlichen Feuer Verwundungen davon. Der Kommandierende Admiral überreichte ihr im Namen des Führers bei einem Betriebsappell des Marinelazaretts zusammen mit einem Glückwunschschreiben des Großadmirals Raeder die für eine Frau sehr seltene Auszeichnung. Schwester Marga ist die erste deutsche Frau, die wegen ihrer Bewährung bei einem britischen Luftiff das Eiserne Kreuz erhie angriff Eiserne Kreuz erhielt. als Kriegsziel aufgestellt haben, sondern darüber sogar die Bolschewisierung Mitteleuropas wünschen, n Ruin Zentraleuropas. die ein geschichtlicher Beweis für die vollkommene Gleichgültigkeit Englands gegenüber einer Bolschewisierung Europas ist. Heißt es doch in dieser Instruktion, die den Zweck hat, ein etwa noch bestehendes Mißtrauen im englischen Offiziekorps den Bolschewisten gegenüber zu zerstreuen, ein in einzelne bolschewistische Republiken aufgespaltene: Deutschland sei noch lange nicht so gefährlich wie ein nationalsoziakistisches Reich! Aus dieser ungeheuerlichen Einstellung geht klar hervor, daß die Engländer nicht nur die völlige politische Ohnmacht Deut lands als hinaus also den Ruin Zentraleuropas. So also sieht die von Churchill und Roosevelt so leidenschaftlich propagierte„Zukunft“ aus! Dahinter steckt natürlich die alte These, die europäischen Völker ohnmächtig am Boden zu halten— und sei es auch durch eine vollständige Bolschewisierung— damit England vor den Toren des Köntinents auch in Zukunft noch seine Rolle als Ketten! Nur schade, daß solche Zurwirklichung auch unsere Zu„Abschlachtung der Deutschen“ Abgerundet aber wird das Bild, das der Wahnsinnige im Weißen. Haus von dem Europa der Zukunft entwirft, auch von dem an Delirium grenzenden Haßausbruch eines britischen Journalisten über die britische Auffassung von der künftigen Gestaltung unseres Kontinents und vor allem über das Schicksal, das Deutschland nach der Meinung dieser„Politiker" treffen soll. „Je länger der Krieg dauert, um so besser werden Deutschlands Aussichten“, so stellt der Herausgeber der englischen Zeitschrift„Kineteenth Century“ in einem Artikel über die englische Außenpoltttk fest, und polemisiert gegen das Durcheinander der britischen Regierungsmethoden. England hat keine auswärtige Politik, und darum verlängert es den Krieg, fährt er darum warnend fort. Früher es von sanstits des Kanalz stets anders heute auf einmal des b# gefehlt: ten Eigens# verschämibet F ieles zu sprechen kommt. Aber weit hat niemals zu den bemerkensweren der Söhne Aldions gehört, aber die Unmit der der Herausgeber jener englischen tsetsung nüchste Seite) Französlsch-Nordafrika. „Was heißt Verbrechen, Darling— es ist die traditionelle Methode, unser ramponlertes Anschen un regarteren!“ Karikatur: Hicks Dehnen-Dienst. Dakar als Maßstab Von Josef Berdolt, Vichy. Seit dem Ausscheiden Frankreichs als aktiver Faktor aus den englischen Plänen läßt sich der politisch=strategische Gedankengang Londons zum guten Teil an den Etappen ablesen, in denen England gegen das restliche Potential des früheren Bundesgenossen vorging. Kurz nach dem Wafsenstillstand erfolgte als erste Aktion der Ueberfall auf das abgerüstete französische Geschwader im algerischen Hafen Oran. Dabei wurden keine territorialen Ziele verfolgt. Diese Aktion entsprang einzig dem Willen, die französischen Kriegsschiffe entweder in britische Hand zu bringen oder sie zu vernichten. Als zweite Aktion erfolgte die Besetzung von Französisch=Aequatorialafrika, das unverteidigt war und nur reizte, weil es einen eindrucksvollen Gebietskomplex darstellt. Obwohl diese Aktion für die Kriegführung Englands bedeutungslos war und blieb, so zeigte sie doch eine neue Phase der englischen Taktik an. Es war die Zeit, da England noch dringender als vor der französischen Katastrophe Hilfsvölker suchte und vor allem die USA. zur vorzeitigen aktiven Kriegsteilnahme herauslocken wollte. Die etwaigen Hilfsvölker sollten durch englische Territorial= gewinne— auch wenn sie strategisch noch so wertlos waren — beeindruckt und über die englischen Niederlagen und Verlufte hinweggetäuscht werden. Bei den USA. aber sollte die imperialistische Begierde, unter der das Emptre selbst zu leiden hat, gekitzelt werden, um dadurch die Vereinigten Staaten nicht nur von dem schwächer werdenden englischen Weltreich abzulenken, sondern auch um sie rascher, als in Washington geplant war, zum Kriegseintritt zu bringen. Diese Spekulation war nicht ganz unrichtig, denn der USA.=Imperialismus hat gerade an Afrika ein ganz unverhülltes Interesse, weshalb er damals schon nach der Südafrikanischen Union und Belgisch=Konübergriff. Deshalb schritt England im zum Frantalangriff auf Dakar, denn der afrikanischen Westküste liegt Amerika am nächsten und ist von Natal kaum 4000 Kilometer entfernt. In Washington selbst war damals schon— trotz der in Vichy betriebenen„Freundschaftspolitik“— ständig behauptet worden, Dakar stelle eine„Bedrohung“ der USA. dar und müsse aus diesem Grunde in die Hände der Angelsachsen gelangen. Mit überstürztem Eiser griff daher Churchill in der Annahme, der befestigte Hafen werde sic ergeben. Das war ein böst ongo sichtbar binSeptember 1940 r beste Hafen der nächsten In Washi der Annahme, kampflos ergeben. Das war ein Dakar en werde sich ihm sofort er Fehlschluß, denn die Churchill verbot de Gaulle das Wort Enthöllungen Edens im Unterhaus—„Daily Herald“ gegen Darlan hw. Stockholm, 25. November. Der Labourparteiler Stokes ersuchte Außerminister Eden am Mittwoch im Unterhaus um Auskunft darüber, ob es richtig sei, daß Churchisl am Sonntag de Gausle verboten habe, eine Rundfunkansprache zu halten, obwohl sie vorher von Eden genehmigt gewesen sei. Eden bestritt den Sochverhalt nicht. Er bestättigte, daß die Rede vervoten worden sei, weil man sie wegen der militärischen Lage nicht für zweckmäßig gehalten habe. Eine schöne Ohrseige für de Gaulle, der hier ganz offensichtlich als der Kommis Churchills behandelt wird. Für sich selber versicherte Eden natürlich, daß er in vollster Uebereinstimmung mit Churchill gewesen sei. „Daily Herald“ äußert am Mittwoch erneut sein Mißvergnügen mit Darlan. Dieser habe zwar erklärt, daß ein Deutschlands jüngster General Berlin, 25. November. Der Jührer#ul Oderst Salland mit Wirkung vom 19. Rovember 1942 zum Wenergimeser befördert. Wenn Deutschlands Jagdflieger an Europas Himmel oder unter der brennenden Sonne Afrikas täglich neue Siege erfechten, seien es brennende Flugzeugfackeln, die ihre Kanonen zur Erde schicken, seien en durch Bomben wirksam getroffene Ziele, dann darf man einen Mann nicht vergessen, der unwägbaren Anteil an diesen Erfolgen hat: den Inspekteur der Jagdflieger. Seine Aufgabe ist es, die Ausbildung der jungen Mannschaft zu überwachen, ihren Einsatz zu lenken, die Erfahrungen des Krieges taktisch auszuwerten und die technische Fortentdieser Spezialwaffe zu fördern. Eine äußerst und verantwortungsvolle Aufgabe, die bedingt, der Beste auf diesen Posten gestellt wird. Erster mnserer wicklung daß Inspekteur der Jagdflieger war unserer unvergeßlicher Mölders, bis ihn ein Unfall jäh aus seiner glänzenden Laufbahn riß. An seine Stelle trat— wie hätte es anders sein können— sein tüchtigster Kamerad und langjähriger Freund: Adolf Galland. Steil und leuchtend wie Kometen jagten beide zum Himmel des Ruhms. Galland war der Glücklichere. Um o schwerer mag die Pflicht sein, die heute auf seinen jungen Schultern ruht. Gerade erst 30 Jahre alt ist der Kämpfer und Sieger in zahlreichen Schlachten, in die er sich zu Beginn des Krieges als Oberleutnant und Kapitän einer Jagdstaffel stürzte, um über Polen die ersten Striche für das Leitwerk seiner Maschine zu erbeuten. Schwerer war es schon im Westen, wo die Engländer zähere Gegner tellten. Aber Galland und seine Männer waren bald ebeno gefürchtet wie geachtet. In den ersten Septembertagen des Jahres 1940 schmückte ihn bereits das Ritterkreuz. Wenige Tage später— Galland hatte inzwischen seinen 50. Gegner heruntergeholt— verlieh ihm der Führer außerdem das Eichenlaub. Die großen Luftschlachten über dem Kanal im Sommer 1941 ergaben ein besonders ergiebiges Jagdrevier. Ein Engländer nach dem anderen zerschellte an Flanderns Küste oder stürzte ins Meer. Als der 69. gemeldet wurde, gesellten sich zum Eichenlaub die Schwerter. Galland war der erste deutsche Offizier, dem diese hohe Auszeichnung zuteil wurde, und immer wieder kehrte der Kommodore wackelnd vom Feindflug zurück. Dankbar ernannte ihn der Führer zum Oberst. Als man den 94. Strich ans Leitwerk seiner Me malte, stand er an der Spitze aller seiner Kameraden. Das Eichenlaub mit Schwertern und Brillanten war für ihn als zweiten Offizier der deutschen Wehrmacht der stolzeste Lohn aus der Hand des Führers. Nach dem tragischen Tode des Obersten Mölders gab es darum keinen Würdigeren, dem die Inspektion der anvertraut werden können. Daß Galland diesem Posten aufs beste bewährte, beweist durch seine Ernennung zum Generalmajor zuteil gewordene Anerkennung. twirken mit den Alliierten nötig sei, aber er habe auch seinen Preis dafür. Die Militärchefs seien offenbar der Ansicht, daß dieser Preis bezahlt werden müsse. Bielleicht auch mit Recht, aber dann seien künftig leider Schwierigkeiten zu befürchten. Neben und hinter den Auseinandersetzungen um Darlan spielt, wie auch die englischen Erklärungen durchschimmern lassen, die englisch-amerikanische Verstimmung eine beträchtliche und nicht ganz klare Rolle. In militärischen Kreisen Londons herrscht auch plötzlich Unzufriedenheit über das von Eisenhower bestimmte, nach Londoner Ansicht zu langsame Vormarschsenne gegen Tunessen. Engsänder und merikaner ermuntern sich gegenseitig zu rascherem Vorgehen. Die Amerikaner finden, daß Montgomery sich zu viel Zeit lasse mit dem Marsch gegen Tripolitanien, während die Engländer sein Vorrücken rekordartig nennen und neven allen meteorologischen und geographischen Erschwerungen anführen, daß der Feind zu geschickt ausweiche. Sie ihrerseits finden das Vorgehen der Amerikaner gegen Tunesien zu langsam. Makler in Militäruniform Die Saullisten sind enttäuscht. ep. Madrid, 25. November. Nach Nachrichten aus Nordafrika spielen sich schwerwiegende interne Konflikte zwischen den Gaullisten und den nordamerikanien Besatzungsbehörden ab. Es wird immer deutlicher, iß die Nordamerikaner jetzt auch die wirtschaftliche Durchdringung Nordafrikas betreiben. Man ist systematisch daz der: und Wie weiter berichtet wird, hat in Kreisen der Gaullisten die erste Begeisterung einer Ernüchterung Platz gemacht. Nachdem die nordamerikanischen Propagandaparolen über Freiheit und Demokratie verklungen waren, hätten sich die Amerikaner als Makler in Militäruniform entpuppt. „Herabgebrückt“ Der Oberbesehlshaber der USA.=Armeeluftstreitkräfte in Enropa von einen Fiechegeglgnd-Nordsfelte nicht Stockholm, 25. November. Neuter meldet aus Washington, daß der Oberbefehlshaber der USA.=Luftstreitkräfte auf dem europäischen Kriegsschauplatz, Brigadegeneral M. S. A. Duncau. auf einenk Flug von England nach Nordafrika vermißt wird. Das Flugzeug Duncaus, das schon vor einer Woche, am 1:. November, gestartet war, wurde vor der Nordküste von Frankreich— wie Neuter sich ausdrückt— „herabgedrückt“. Seit dieser Zeit habe man nichts mehr von ihm gehört. — De in Westafrikg stellle sich den Bienglische Angriffogeschwader erlitt eine und mußte nach Verlusten erfolglos e e eae ses sche eice Zwilbeamter nicht ganz falsch war, denn Generalgounerneur Boisson war— wie rmationen belegen— damals schon bereit, auszuliefern, was nur an dem Widerstandswillen der französischen Kriegomarine scheiterte. Die Folgen dieser damaligen englischen Riederlage waren in don USA, außerordentlich groß. Wenn das besiegte Frankreich, so sagte man, selbst dem angeblich meerbeherrschenden Ungland Widerstand bieten kann, wie soll England dann dei Krieg gewinnen! Inzwischen nerloren England und die USt. überdies an Japan ungeheure. wirtschaftlich und stretegisch außerordentlich wertvolle Gediete. Jetzt galt es für beide Partner, sich Prestigeausgleiche irgendwie zu verschaffen. Und so fiel ihr Auge wieder auf das nach ihrer Ansicht erledigte Frankreich und sein Imperium. Bei dem Atlantiktreffen Churchills und Roosevelts wurde der Plan ausgeheckt, sich Französisch=Afrikas zu bemächtigen. Aber es wurde dabei keine Einigkeit erzielt. Churchill, der angebliche„Seestratege“, plädierte für a mit Dakar und wollte Nordafrika erst später nach Eroberung der Sahara in Besitz nehmen, denn er hielt die englische Mittelmeerposition für zu schwach, um emen Frontalangriff zu wagen. Roosevelt hatte einen anderen Plan, der jedoch nicht militärischer Art war. Er wollte die wirtschaftlich und politisch wertvolleren Besitzungen Frankreichs in Nordafrika zuerst, und zwar für die USA. erobern, wonach ihm Westafrika automatisch in die Hände fallen würde. Diese Eroberung wollte Roosevelt durch die nere Unterminierung Frankreichs mit Hilfe seiner Agenten durchführen, so daß die militärische Besetzung nur noch eine Formalität sein würde. In Anbetracht der Zweitrangigkeit, die Churchill gegenüber Roosevelt jetzt einnimmt, siegte der amerikanische Plan, und so wurde die nordafrikanische Aktion eine überwiegend amerikanische. Wenn nun in Washington und in London die„Eroberung". Marokkos und Algeriens als„Wendepunkt der Kriegführung“ und als„großer militärischer Sieg“ gefeiert wird, so ist dies einfach Bluff, der niemand täuschen kann. Von einer militärischen Leistung der Angelsachsen kann überhaupt nicht die Rede sein. Ebenso verhält es sich mit Dakar und Französisch=Westafrika. Wenn auch nach der Besetzung Französisch=Marokkos die Verleidigung Westafrikas schwierig geworden ist, so hätten die Angelsachsen an Dakar doch eine sehr harte Nuß zu knacken athabt, falls sie hätten kämpfen müssen. Admiral Darlan hatte noch kurz vor seinem Verrat eine Inspektionsreise nach Dakar unternommen und sich dabei überzeugt, wie stark inzwischen dieser Hasen zur Verteidigung ausgebaut worden war. Darum wohl auch war der militärische Angriff gegen Dakar von den Angelsachsen überhaupt nicht gewagt worden, sondern es mußte der gleiche Darlan, nachdem er der Verräterei erlegen war, mit der Autorität seines hohen Postens, den er schon gar nicht mehr inne hatte, den Kommandeuren von Westafrika den„Befehl“ geben, das Gebiet den Angelsachsen kampflos auszuliefern. Daß dieser Besehl an den gleichen unwürdigen Generalgouverneur gerichtet wurde, der schon 1940 durch die Tapferkeit der französischen Matrosen beschämt worden war, ist nur ein kleiner, für die Angelsachsen günstiger Nebenumstand gewesen. Zieht man hieraus den Schluß, so ergibt sich für die Leistungsfähigkeit der angelsächsischen Kriegführung ein recht beschämendes Bild. Statt Kriegstaten zu vollbringen und die so sehr erstrebten militärischen Siege wirklich kämpsend endlich zu erringen, wie Stalin erhofft hatte, wurden Gediete des ehemaligen Bundesgenossen maittels gekaufter Verräter erschlichen. Noch beschämender sind die feindlichen „Kriegsberichte" hierüber, die nun krampfhaft versuchen, diesen Sieg des Verrats und der Bestechlichkeit in einen militärischen umzudeuten, als ob sich Heldentaten ergaunern ließen. Ritterkreuz für rumänischen General Auszeichnung für die kapfere und kühne Führung seiner Gebirgosäger. Berlin, 25. November. Der Jührer verlleh dem Kommandeur einer rumänischen Gebirgsdivision, Generalmasor Joan Dumltrache. in Anerkennung seines hervorragenden Elnsatzes und der entschlossenen Jührung selner Division das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Am 29. Oktober 1942 meldete der Wehrmachtbericht die Erstürmung der westlich des Terek gelegenen stark befestigten und vom Feinde zäh verteidigten Stadt Naltschik durch rumänische und deutsche Truppen. An diesem großen Erfolg war die Division des Generalmajors Dumitrache maßgeblich beteiligt. Bereits am 26. Oktober 1942 hatten seine Regimenter in zügigem Angriff die Stadt erreicht. In erbittertem Ringen setzten sie sich— wie immer in treuer Waffenkameradschaft mit den deutschen Verbänden Schulter an Schulter kämpfend— in den Besitz des nordwestlichen Stadtteils. Dieser Erfolg war in besonderem Maße der Tatkraft des rumänischen Divisidnskommandeurs zu verdanken, der sich selbst rücksichtslos einsetzte und immer auf vorzügliche Zusammenarbeit mit den deutschen Truppen bedacht war. Die zielbewußte Entschlossenheit des Generalmajors Dumitrache, der wiederholt in vorderster Linie den Angriff vorriß, fand in der Verleihung der hohen Auszeichnung ihre Würdigung. Zugleich bedeutet sie eine Anerkennung der vorzüglichen Leistungen seiner rumänischen Gebirgsjäger, die an den Erfolgen der Kämpfe im Kaukasus hervorragenden Anteil haben. Vorstoß in der Kalmückensteppe 10000-Tonner ver Algier vernichter— Transporter in Brand gewerfen Aus dem Rüdrerdnuntanartier. 25. November. Das. Merlulten für gab gesteen Vorstoß in der Ralbetliche Kämpfe statt. Bei einem erfolgreichen#. mütenstenge brachen deutsche motorisierte Truppen in die Stellungen des Feindes ein, warsen ihn nach Osten zurück und vernichteten eine Vatterie und eine Auzahl Bauzer. Südwestlich Gralingrad und im großen Donbegen setzte der Gegner seine Angrisse mit starten Insanterie= und Panzerkräften fort. Die eigene Abwehr wurde durch starte Nahlampffliegerveroande sowie drutsche und rumänische Kampfflioger in rollenden Einsätzen wirlsam unterstützt. Die Cowjettruppen erlitten erneut hohe Verluste an Meuschen und Material. Sleichzeitige Angriffe des Segners zwischen Wolgs und Dou wurden von deutschen und rumänischen Truppen in erbitterten Kämpfen unter hohen Aarche seindliche Angrisse. wurden eigene Stoßtruppdurchgefühet und örtliche des Feindes zurückgewiesen. In der Cyrenaika und in Tunesien keine Kampfhandlungen von Bedeutung. Beitische Krüfte wurden in der Cyrenaika von Jagdflugzeugen fllugzeugen im Tiefflug 5 und abgestellte Flugzeuge auf einem Bomben belegt. Kampfflieger vernichteten in wüssern von Algier bei Nacht ein Handelsschiff von 19 000 BNT, warsen einen großen Tranoporter in Braud und beschädigten zwei Zerstörer schwer. Vombentreffer in den Hasenanlagen von Algier, Vone und Philippeville riesen starke Brände hervor. Darüber hinaus wurden motorisierte seindliche Abteilungen und Eisenbahnziele wirksam bekämpft. einem Flugplatz mit Vormarsch im tunesisch=algerischen Gebiet Weitere Rückschläge der britisch-amerikanischen Verausabteilungen- Deutsche Luftwaffe schlägt zu Berlin, 25. November. Die beitisch=amerikanischen Vorausabteilungen erlitten im tunestschralgerischen Sreuzgebiet durch die vordringenden deutsch=italienischer Truppen am 24. November weitere Rückchläge. Diese zwangen, nach Meldungen des Oberkommandos der Wehrmacht, den Feind zu noch größerer Vorsicht bei seinen Aktionen. Am Eisenbahnknotenpunkte, Straßenkreuzungen und Gebirgsstellungen entwickelten sich kleinere, aber hart geführte Gefechte. Aus den bisherigen Erkundungsvorstößen ergab sich, daß die heitischen Einheiten des seindlichen Landungskorps im Küstenabschnitt, die amerikanischen und gaullistischen Verbände dagegen weiter südlich im Innern Algeriens bereitgestellt wurden. Ohne ernsthafte Behinderung setzten die Achsentruppen ihren Vormarsch fort. Trotz erschwerender Wetterverhältnisse bekämpften Stukas und schnelle deutsche Kampfflugzeuge mit guter Wirkung motorisierte Kolonnen und Kraftfahrzeugansammlungen des Feindes. Bei der Plötzlichkeit und Wucht der überraschenden deutschen Luftangriffe war der Gegner nicht mehr in der Lage, den Bombenwürfen auszuweichen. Im Tiefflug warfen unsere Flieger ihre Bomben in die Ansammlungen und griffen anschließend mehrfach mit ihren Bordwaffen an. Dabei wurden zehn mit Truppen, Material und Munition beladene Kraftfahrzeuge vernichtet, zahlreiche weitere schwer beschädigt. Auch feindliche Artilleriestellungen wurden von schnellen deutschen Kampfflugzeugen bombardiert. Zahlreiche Geschütze wurden getroffen und außer Gesecht gesetzt. In der Nacht zum 24. November wurden neue Erfolge gegen die amerikanisch=britischen Schiffzeinheiten in den algerischen Gewässern erzielt. Im Gleitflug stieß eine„„u 88“ auf ein seindliches Handelsschiff von 10.000 BRT. berab und brachte ihm mehrere schwere„Bombentreffer bei. Nach einer heftigen Ezplosion sank das Schiff. Ein weiterer großer Transporter wurde ebenfalls von mehreren Bomben getroffen, geriet in Brand und blieb bewegungsunfähig liegen. Zwei Zerstörer, die vor der Neede von Algier kreuzten, erhielten durch Bombentreffer schwere Beschädigungen. Die Hafenanlagen von Algier, Vone und Philippeville waren in der Nacht zum 25. November das Ziel karker deutscher Luftangriffe. In den Kai=Anlagen, gerhallen und Schuppen entstanden heftige Brände, die sich besonders im Hafengebiet von Bone mit großer Schnelligket ausdehnten. Der Schiffsfriedhof Gibraltar vI. Rom, 25. November Die Zahl der in den letzten beiden Wochen in beschädigtem Zustand in Gibraltar eingelaufenen englisch=amerikanischen Einheiten beläuft sich auf mindestens 66. Nach den neuesten Meldungen sind im Laufe der letzten beiden Tage im Hafen von Gibraltar noch Meldangen aus La Linea insgesamt neun mehr oder weniger schwer beschädigte brittsche Flotteneinheiten eingelaufen, um die ersten Renaraturen vornehmen zu lassen. Es handelt sich um sechs Zerstörer und drei Flugzeugträger, von denen zwei als zu den Klassen„Furious" und„Formidablea“ gehörig erkannt wurden. Am Montog wurden insgesamt 42 Frachtdampfer auf der Reede von Gibraltar beobochtet, von denen wenigstens vier Zeichen schwerer Beschädigungen aufwiesen. Die wahren Hintergründe des Weltkampfes Antikominternpakt erhellt die verworrene Bahn der Geschichte Dr. H. G. Berlin, 25. November. Das Presseeche aus Anlaß des sechsten Jahreslages des Antikominiernpaktes dokumentiert in auschaulicher Weise die Einheitlichkeit der politischen Ausrichlung jener Bölker, die sich zu einem entscheidenden Kampf gegen die bolschewistische Menschheitsgefahr und die piulokralisch-südischen Bölkerbedrücker sollda##9., zusammengeschlossen hoben. Die von Deutschland, Italien und Japan angestrebte Neuordnung der Welt ist, se elwa lautei das zusammenfassende Urteil der Weltpresse, nur auf der autidotschewistischen Basis mögtich. Der Sinn des Paktes, so schreibt die sapanische Nachrichtenagentur Domei, habe angesichts der geschichtlichen Weltlage an Bedeutung noch zugenommen. Für Japan sei der Schutz vor dem Bolschewismus um so wichtiger, als es heute den großostasiatischen Lebensraum aufbaue, während Tschiankaischek immer noch stillschweigend die Bolschewisierung Chinas dulde. Die italienische Nachrichtenagentur Stefani sagt r treffend, der Antikominternpakt zeige die eigentichen Hintergründe des Weltkampfes auf. Unterstützt von England und Amerika, könne der Bolschewismus die ihm zugefügten militärischen Niederlagen zwar noch überstehen, aber es werde die Stunde kommen, in der der Bolschewismus die Völker nicht mehr bedrohen könnte. In diesem Kriege, der eine Umwandlung der Weltpolitik und Weltwirtschaft nach sich ziehe, könnte man den Antikominternpakt als einen hellen Scheinwerser bezeichnen, der die vorworrene Bahn der Geschichte erleuchte. Auch die spanischen Zeitungen betonen, daß Spanien in einer Reihe mit denen stehe, die gegen den Bolschewismus heute kämpften.„Arriba“ meint hierzu, die jungen Völker Europas müssen fester denn je zusammenarbeiten und mahnt alle Spanier, sich noch einmal alle Schrecken des spanischen Bürgerkrieges zu vergegenwärtigen. 7 Der Jahrestag der Unterzeichnung des Antikomintern= paktes, dem insgesamt 13 Nationen angehören, findet auch im Südosten und Norden Europas ein lebhaftes Echo, besonders in den Ländern— wie Rumänien und Ungarn—, sie den Bolschewismus am eigenen Leide verspürt haben. So zeigt das Echo, wie stark die weltanschaulichen Bindungen der im Antikominternpakt zusammengeschlossenen Nationen sind. Der Vertrag ist bis 1946 gültig. Die plutokratischen Länder, die heute die Waffenlieferanten, Brotund Kreditgeber der Bolschewisten sind, haben inzwischen zu spüren bekommen, welche gewaltigen Kräfte in den Völkern entfaltet worden sind, die sich dem weltumfassenden Antikominternpakt angeschlossen haben. Das Ziel aber heißt: Zertrümmerung des Bolschewismus — Aufbau einer neuen und besseren Weltordnung. Irlands Versorgungsschwierigkeiten durch Englands Arleg. Stockholm, 25. November. Nach Meldungen aus Dublin erklärte der irische Versorgungsminister Lemaß, daß der Verkehr auf den Straßen Irlands, soweit er dem Transport diene, auf ein Viertel des Vorkriegsstandes zurückge: gangen sei und infolge weiterer Einsparung von Treibstoff und Vereifung wahrscheinlich einen weiteren scharfen Rückgang erfahren werde. Rassentheorie für das französische Volk. Paris, 25. November. Die bereits angekündigte wissenchaftliche Kommission für biologische Rassenfragen wurde etzt durch den französischen Generalsekretär für Judenragen geschaffen. Mitglieder dieser Kommission sind rund 20 prominente Wissenschaftler, die das Ziel haben, dem französischen Volk eine Rassentheorie für Frankreich auszuarbeiten und durch Publikationen in das französische Leben einzuführen. 14 1 Italiens Torpedoflagzeuge am Zeind Große Erfolge auch der italienischen U.=Soote. Tutgteit me Lande und in der Luest aus beiden Ceiten — Abschnitt Tunis lebhafte Spähtrupptätigkeit. Itslienische Jäger schossen im Luftkampf eine Spitftre ab. In den algerischen Gewässern versenkten unsere Torpedoflugzeuge bei rollenden Angrissen gegen einen seindlichen Geleitzug einen Ueberseedampfer von 20 000 BRT., einen Handelsdampfer von 5000 BRT. und einen dritten Dampfer von mittlerer Tonnagegröße. Die angreisenden Verbäude standen unter dem Befehl von Major Francerco Campello, von Hauptmann Einseppe Zuccai, von Oberleutnant Alessandro Setti, von Oberleutnant Siovanni Searpato und von Leutnant Romano Bazza. Zwei unserer Flugzeuge sind von den verschiedenen Einsätzen des Täges nicht an ihre Stützpunkte zurückEin unter dem Befehl von Kapitänleutnant Mario Priggione stehendes A=Boot drang in die Neede von Vougie ein und torvedierte aus kürzester Eutsernung einen Zerstörer mit drei Torpedos. Der Zerstörer ging unter.— Ein anderes unter dem Besehl von Kapitänleutuant Alpinolo Cinti stehendes U=Boot fing vor Kap de Fer(Algerien) einen feindlichen Verband ab. Ein großer Dampser wurde torpediert und sank. Am späten Abend überflogen 24 Feindflugzeuge Trapani. Die Flak griff sofort ein und beachte eine Blenheim zum Absturz. Zwei Besatzungsangehörige wurden gefangengenommen. Roosevelt läßt neue Seifenblasen steigen (Fortsetzung von Seite 1. Zeitschrift die Kriegsziele bekanntgibt, ist tatsächlich nicht mehr zu überbieten. In einem Augenblick, in dem Deutschland im Osten gewaltige Siege errungen hat, in dem es der Schiffahrt der Verbündeten Tag für Tag vernichtende Schläge zufügt, in dem der Versuch der Errichtung einer zweiten Front im Abwehrfeuer von Dieppe blutig zusammengebrochen ist, da wagt man es in London, Kriegsziele zu veröffentlichen, als ob England auf der ganzen Linie gesiegt habe. Italien, so heißt es in dem Artikel, müsse„natürlich“ entwaffnet werden, es müsse sich vom Balkan zurückziehen und Istrien mit Triest, Fiume und Pola an Jugoslawien abtreten. Daß Abessinien für Italien verloren sei, sei selbstverständlich, die Cyrenaika müsse den Anforderungen der britischen Mittelmeerstrategie angepaßt werden, denn das Mittelmeer soll gänzlich englisches Interessengebiet werden. Wie zum Hohn aber nennt der Artikelschreiber alles dies „maßvolle Frieden'sbedingungen“ für Italien. Wie sich der Verfasser dabei das Schicksal des Deutschen Reiches vorstellt, kann man sich nach diesen „maßvollen“. Bedingungen für Deutschlands Verbündete ausmalen. Ein unabhängiges vergrößertes Polen, Wiederherstellung und Vergrößerung der Tschecho=Slowakei, das sind die Grundlagen dieser„Friedensbedingungen". Ferner müsse„wenigstens ein Teil der westdeutschen Industrien ebenso wie ein Teil seiner schlesischen Industrien“ von den Verbündeten übernommen werden. Auch die Grenzen des Reiches„müssen gemäß den strategischen Bedürfnissen der Siegermächte geandert werden". Was aber jeder einzelne Deutsche zu erwarten hat; das wird in zynischer Offenheit mit folgenden Worten gesordert:„Der Glaube, daß das deutsche Problem nur durch lie Abschlachtung von Deutschen gelöst werden kann, wird immer stärker, einerlei wie drastisch die Methode auch sein mag". Man könnte über diese Dekirien eines wahnwitzigen britischen Journalisten zur Tagesordnung übergehen, zumal selbst der Schreiber dieses Haßausbruches einsieht, daß die Zeit für Deutschland arbeitet. Es ist aber doch notwendig, daß jeder Deutsche weiß, welchem Untermenschentum er ausgeliefert würde, wenn die deutsche Wehrmacht die Heimat nicht vor den mordlüsternen britisch=bolschewistischen Horden geschützt hätte und noch schützte. Arbeitstagung der TN. in Leipzig Leipzig. 25. November. Eine unter dem Vorsitz des Stellvertretenden Chefs der Technischen Nothilfe, Generalmajor der Polizei Siebert, abgeschlossene Arbeitstagung führte die Leiter der auswärtigen Befehlsstellen der TN. in der Reichsmessestadt zusammen. Im Vordergrund der Dienstbesprechung standen richtungweisende Ausführungen des Stellvertretenden Chefs der TN. sowie des Chefs des Stabes im Reichsamt TN., Junecke, über den Einbau der TN. in die Polizei. Anschließend gaben die Leiter der TN.=Befehlsstellen aus den Gebieten außerhalb des Reiches, die ihrerseits unter dem ebenfalls anwesenden Generalinspekteur für den Auswärtigen TN.=Einsatz, Dr. Etmer, zusammengefaßt sind, eine Uebersicht über den Stand der Arbeiten in ihren Bereichen. Bemerkenswert war die Feststellung des zum Teil bereits hohen Standes der nach deutschem Vorbild betriebenen Ausbildung. Die Tagung brachte einen regen Erfahrungsaustausch, der für die künftige Tätigkeit der TN.= Befehlsstellen außerhalb des Reiches von hohem Nutzen sein wird. Deutsche Truppen in der Stadt Tunis Freudige Begrüßung durch die Bevölkerung— Ihr Erscheinen bedeutete ein Fest Von Kriegsberichter Robert Büschgens. Das erste Antlitz dieser Stadt, von den Scheinwerfern unserer Lastkraftwagen unsicher und sprunghaft beleuchtet, zeigte sich als gespenstische Fratze, während wir durch winklige orientalische Gassen fuhren, die kreuz und quer in eine scheinbar unentwirrbare Irre führen. Kein Mensch zu sehen trotz der frühen Nachtstunde, ausgestorben und öde die Gassen, nichts Lebendes außer zahllosen, lautlos huschenden Katzen. Und förmlich erschreckend, ganz plötzdie zusammengesunkene Gestalt vor einem Haus: ein in seinen Burnas eingehüllt schlafender Wächter. Das war unser erster Eindruck, als wir mit den ersten in Tunis einfuhren. Am Morgen, den wir auf einem die Stadt beherrschenden Punkt erwarteten, umgab uns ein milchiger See, der ringsum bis an den Rand des Himmels schwebte, und aus dem ganz allmählich mit steigender Sonne eine weiße leuchtende Stadt emporwuchs, hohe, moderne Gebäude mit flachen Dächern neben niedrigen Araberhütten aus Lehm, als Ganzes gesehen mit den silbernen Wassern der Bucht ein Angesicht von großer Schönheit, durch den Glanz der Ferne vergoldet. Das dritte Gesicht dieser Stadt erblickten wir, als wir später ihre Straßen betraten. Es war das menschliche Gesicht. Wir sind durch viele Städte des In= und Auslandes gegangen und man hat uns beachtet oder nicht beachtet, e nachdem wir uns verhielten oder die Situation es ergab. hier aber bedeutete unser Erscheinen ein Fest. Wir waren anscheinend die ersten deutschen Soldaten, die an diesem Morgen nach der nächtlichen Besetzung so unbefangen durch die Stadt schlenderten, und diese Nachricht schien sich mit Windeseile zu verbreiten. Zunächst in den verhältnismäßig leeren Randgebieten, durch die wir uns auf das Zentrum zu bewegten, wurden wir durch Entgegenkommende freudig begrüßt, schon hier mußten wir so manchen Händedruck austauschen, und für die mit strahlenden braunen Gesichtern und blinkenden weißen Zähnen gegebenen Grüße und Zurufe danken. Ach, wie stolz war der Alte in seinem ungeheuerlich geflickten Habit, der uns an diesem hellen Vormittag mit„Gute Nacht" begrüßen konnte. Aber dies alles war erst das Vorspiel. Kaum hatten wir die dichter bewohnten Straßen betreten, da waren wir bereits der Mittelpunkt einer begeisterten Menge, die sich gleich einer Lawine mit uns fortwälzte, und mit einer Flut von Fragen und Begrüßungen auf grabisch; italienisch und französisch überschwemmte und Zigaretten, Datteln, Gebäck und völlig unbekannte Früchte in die Hände zu drücken suchte und uns schließlich durch ihre Begeisterung zur Flucht zwang... Den ganzen Fluch der Hilfsbereitschaft aler erfuhr ich, als ich am Nachmittag an einem zur Verfügung gestellten Wagen eine Panne hatte. Im Augenblick hatten sich aus der sofort versammelten Menge etwa sechs Fachleute herausgeschält, die zugleich heftig zu reparieren begannen und von denen durchschnittlich drei in den genannten drei Sprachen auf mich einredeten, wobei sie— um sich verständlich zu machen— mit voller Lautstärke sprachen, nicht ohne eindringliche, mir leider trotzdem unverständlich bleibende Gestikulationen. Zum Schluß verstand ich— der ich mich wenigstens auf französisch ganz gut verständlich machen kann— auch kein Wort dieser Sprache mehr und ah mich abermals zur Flucht gezwungen. Diesmal schwang ch mich rasch aus eine Straßenbahn. Als sich heraustellte, daß im kein französisches Geld hatte, drückten mir ofort zwei Leute Frankstücke in die Hand, und als ich samit bezahlen wollte, war mir ein dritter bereits zuvorgekommen. Ich stieg aus, nachdem fast der gesamte Wagen mir gezeigt hatte, daß ich an meinem Ziele angelangt sei, und begab mich in meine Unterkunft, um mich und meine Eindrücke von Tunis zu sammeln. „Zwei Bomben liegen mittschiffs: Bombenregen unserer Kampfflugzeuge über der nordatrikanischen Küste Von Kriegsberichter Gerhard Jaeckel. Pausenlos trägt die deutsehe Luftwaße im Zusammenwirken mit den Kameraden der Italienlachen Luitwalle Ihre Angrißle gegen die nerdalrikanischen Hatenplätze und die Flottenstreitkräfte der Angle-Amerikaner vor. Gleißendes Mondlicht flegt über der unabsehbaren Wolkendecke, die zwischen Sizilien und der Küste von Französtsch=Nordafrikg das Mittelmeer unseren Blicken entzieht. Unsere Kampfgruppe fliegt in Richtung auf den Hafen Philippeville, der für das amerikanische Landungskorps lebenswichtig ist. Nach Westen zu reißt die Ve. lkung zu großen Löchern auf, in denen vereinzelte Wölkchen schwimmen und ihren Schatten auf das im Mond aufglänzende Wasser werfen. Auf der leicht gekräuselten Wasserfläche zeichnen sich die Fahrspuren von Schiffen ab, die vor Stunden hier gekreuzt sein müssen. Jetzt aber ist kein Fahrzeug zu entdecken. Wir stürzen uns also auf die Hafenanlagen, wo die Flak uns mit einem Feuerzaubek begrüßt, der wie der Funkenregen eines frisch geschürten Reisigfeuers gegen den Nachthimmel sprüht. „Steinbock“, raft beinen Staffelkapltän. Den ganzen Flug über ist im Vordspruch Stille gewesen. Was gäbe es auch viel zu reden. Jetzt meldet sich eine Besatzung,„Steinbock“ ruft seinen Staffelkapitän. Der gibt nun seinen Flugzeugführern, die ihre Bomben noch nicht geworfen haben, den Befehl, ein entdecktes Schiffoziel anzufliegen, inzwischen hat„Steinbock“ angegriffen. Seine Bomben liegen steuerborbs daneben. Vergebens suchen die übrigen Flugzeugführer nach dem Schiff, fragen erneut nach dem genauen Standort, der wechselnden Bewölkerung wegen kann man das Ziel leicht verfehlen. Jetzt greift„Jumbo“ an. Er geht in Angriffsposition, kippt ab. Aber immer wenn er den schmalen Schiffsgrundriß mit der langen Schaumwelle am Heck im Visier zu haben glaubt, schlägt er einen Haken.„Jumbo“ jedoch will um jeden Preis treffen. Er hat schon einen Kreuzer versenkt und verschiedene großen Handelsschiffe. Ein Zerstörer würde sich in seiner Erfolgsliste nicht schlecht ausnehmen. Sofort sängt er ab und versucht eine andere Angriffsmethode, mit der er den Ausweichbewegungen besser olgen kann. Tief stößt er herunter, ehe er auf das Knöpfchen drückt. Jetzt fegt er über das Schiff hinweg, zweimal ruckt es in der Maschine.„Jumbo“ an Staffelkapitän: „Have angegriffen, zwei Bomben liegen mittschiffs". Stille herrscht wieder im Bordspruch. Eine Gruppe Ju 88 fliegt mit Ost=Kurs über das weiße Wolkenmeer ihrem Heimathorst zu. An der nordafrikanischen Küste teht, über allen Häsen Feuerschein. Kais und Lagerspen wurden für den Feind unbrauchbar gemacht, und ein Kriegsschiff sogar beschädigt. Deutsche Zeitschriftenausstellung in Rom Rom, 25. November. Die Ausstellung„Die deutsche Zeitschrift“, die unter der Schirmherrschaft des Volksbildungsministers Pavolini und des Reichspressechefs Dr. Dietric vom Reichsverband der deutschen Zeitschriftenverleger in Zusammenarbeit mit dem italienischen Institut für kulturelle Beziehungen zum Ausland veranstaltei wird, wurde am Mittwoch im Palazzo delle Espositione in Rom eröffnet. Nachdem in der„Eröffnungsansprache Botschafter von Mackensen zugleich im Namen des Reichspressechefs die Gäste begrüßt hatte, schilderte Senator Balbino Giuliano in einer kurzen Rede die kulturelle und geistesgeschichtliche Verbundenheit des deutschen und des italienischen Volkes. Ziel und Wesen der Ausstellung wurde sodann von dem Präsidenten des Reichsverbandes der deutschen Zeitschriftverleger, Bischoff, dargelegt, der u. a. ausführte, als Träger deutschen Kulturschaffens und als Zentrum geistiger Willensbildung habe die Zeitschrift seit Jahrhunderten eine historische Aufgabe zu erfüllen. Botschafter von Mackensen erklärte sodann die Ausstellung für eröffnet. An die kurze würdevolle Feier, die im Zeichen der deutsch=italienischen Kampfverbundenheit und des gemeinsamen Siegeswillens stand, schloß sich ein Rundgang durch die Räume der Ausstellung an. Die Lustschutzdienstpflicht bei Fliegeralarm . r 8 em beich ech .. 4 2ech ud Hostsantgesch dus dusthut, mngezogen sind, verpflichtet wären, pflicht hera se Kusch Pe frce, Wor. De Feschatsiast. ngezogen ist, hat während des Fliegeralerr.e t die Dienstobliegenheiten zu erfüllen, die Nach dem biöherigen Rcht kourte eine Bestretung von Personen, die bei Fliegeralarm die LuftschatzNume nicht aussuchen, nicht erfolgen. Runmehr können die Personen, die sich in Dienststellen oder Betrieben des Werkluftschutzes oder des erweiterten Selbstschutzen anfhalten und sich weigern, bei Fliegerglarm den Luftschutzraum aufzusuchen, durch polizeiliche Verfügung nnter Festsetzung von Zwangegeld, im Nichtbeitreibungsfalle Zwangshaft oder durch unmittelbaren Zwang, dazu angehalten Weihnachtswein für Lanz= und Schwerarbeiter. Der Reichsernährungsminister hat allen deutschen und deutschstämmigen Lang=, Nacht=, Schwer= und Schwerstarbeitern als Sonderzuteilung zu Weihnachten je eine Flasche Wein zur Verfügung gestellt. Die Verteilung wird über die Weinbauwirtschaftsverhände im Benehmen mit den Ernährungsämtern durchgeführt. Das Verfahren soll möglichst einfach geregelt werden. Nach Möglichkeit sind die Zulage= und Zusatzkarten heranzuziehen. Die Verteilung kann auch durch Ausgabe von Berechtigungsscheinen erfolgen. Jedem Betrieb sind zunächst so viel Ausweise oder Berechtigungsscheine auszuhändigen, als er Zulage= oder Zusatzkarten für die laufende Zuteilungsperiode erhalten hat. Der Bezug der Weinsonderzuteilung für die in Lagern untergebrachten Schwer= und Schwerstarbeiter erfolgt durch die Lagerverwaltungen. Die Kenntlichmachung der Geschäfte, in denen der Wein bestellt und bezogen werden kann, ist den Ernährungsämtern überlassen. Es gibt jetzt Oel für Bucheckern! Vom Provinzialernährungsamt Westfalen erfahren wir, daß von der Hauptvereinigung der deutschen Milch= und Fettwirtschaft die für die Einzelsammler erforderlichen Mengen an Speiseöl nun zur Verfügung gestellt sind. Die Einzelsammler erhalten also von ihrem Ernährungsamt oder von ihrer Kartenstelle gegen Abgabe der Ablieferungobescheinigung einen Berechtigungsschein zum Empfang von Speiseöl, wenn nicht der Sammler selbst einen Berechtigungsschein über Margarine wünscht. Bei Sammlergemeinschaften (Schulen usw.) bleibt es allerdings bei der bestimmungsgemäßen Ausgabe von Reisemarken für Margarine, die auf die einzelnen Teilnehmer verteilt werden Iönnen. 598 Abgabe von Gemüsekonserven. Wir verweisen auf die heutige Bekanntmachung der Ernährungsämter, wonach in beschränktem Umfange Gemüsekonserven- an Krankenanstalten, Heime usw. und an Zuckerkranke abgegeben werden können. Speisereis für Kinder. Durch einen Erlaß des Reichvernährungsministerwird die Möglichkeit geschaffen, in der laufenden Zuteilungsperiode auf die mit einem Kreuz versehenen Abschnitte der Brotkarte für Kinder bis zu sechJahren an Stelle von Kinderstärkemehlen auch Speisereis zu beziehen. Der Rundfunk am Donnerstag. 26. November. Reichsvrogramm(Reichssender und Deutschlandsender): 13.25 bis 13.55 Uhr: Deutsch=italienisches Austauschkonzert mit Musik aus der Tonfilmwochenschau.— 16.00 bis 17.00 Uhr:„Liebe in Dur und Moll“, mit Overnmusik und tänzerischen Einlagen.— 17.15 bis 18.30 Uhr: Unterhaltungsmusik unserer Zeit.— 18.30 bis 19.00 Uhr: Der Zeitspiegel. Ein Bericht über die neuen Waffen. Wetterhin ein Gespräch mit dem flämischen Dichter Stiin Streuvels.— 20.20 bis 21.00 Uhr: Beethoven=Abend mit Eduard Erdmann und Oswald Kabasta.— 21.00 bis 22.00 Uhr: Zweiter Akt der„Meistersinger“ von Richard Wagner. Deutschlandsender: 17.15 bis 18.30 Uhr: Nordische Konzertmusik neuerer Zeit.— 19.45 bis 20.00 Uhr: Major Balzer gibt militär=politische Betrachtungen.— 20.15 bis 21.00 Uhr: Bekannteste Overetten= und Tanzmusik.— 21.00 bis 22.00 Uhr: Beliebte Tanzorchester in neuer Schlagermusik. Mm Unsere Glückwunschecke„Mhnn. ulmnsenuninusenanniunnunugnunugungunugg. Körperlich noch rüstig vollendete der Ziegelmeister Christoph Luersen aus Augustdorf sein 80. Lebenssahr. Wir gratulieren. Verdunkelung von 16.29 Uhr bis krüb 8.05 Uhr. Mondaufgang 19.04 Uhr— Monduntergang 10.21 Uhr. Soldatenwünsche für Kleine Anregungen für die in der Heimat— Was scheuren wir der Front? Es wird überall so sein. In den Tundren Lapplands. unter der sengenden Sonne Afrikas, im Osten und Westen schlägt des Hauptfeldwebel: geheimnis, vollste kompaniemütterliche Stunde. Wiederholt war er einige Stunden weg, ohne Amtobuch und odne Dienstmiene, einfach verschwunden. Kameraden haben ihn in der Marketenderei gesehen. Und die neuen großen Kisten beim Stab, die besagen alles! Flaschen? Ueberraschungen? Wir lassen uns überraschen.— So beginnt bei uns die weihnochtliche Vorzeit. Ehe der erste Adventstag die Herzen höher schlagen läßt, bat ein anderer geheimnisvoller Spähtrupp längst die kleine Tanne ausfindig gemacht, die unserem Weihnachtsfest den heimatlichen Glanz geben soll. Und die Heimat kann ein übrige###tun. Die Feldpost hat uns durch den vielbeschäftigten„Postminister“ der Kompanie acht rotbraune Marken auf den Tisch des Hauses gezaubert: Acht Päckchenmarken für die daheim. Fahrkarten für Muttis Weihnachtsstollen und für die Pfeffernaüsse der Braut. Acht Päckchen pro Kopf! Das wird uns am festlichsten Tag des Jahres an allen Fronten mit der Heimat verbinden. . und was wünscht Du Dir im Weihnachtspäckchen?“ Der Frage begegnen wir jetzt in vielen Briefen der Heimat. Deshalb soll unser erster weihnachtlicher Feldpostgruß für alle, die ihrem Soldaten mit Päckchenmarken und Gaben Freude bereiten wollen, einige kleine Ratschläge enthalten. Was soll ins Weihnachtspäckchen? Unsere erste Bitte: Gebt die Päckchen reaptzeitig(bis 30. November) auf und denkt immer an die Schwierigkeiten des Postversandes. Der Soldat ist auf die praktischen und nützlichen Dinge des Alltags angewieesn. Was nützen ihm die prächtigsten bayerischen Knödel, der stattlichste Kartoffelpuffer? Die Haare sind aus dem Postsack gewachsen, ehe er die Wüstenstraße erreicht hat. Und ein wohlgemeinter Festtagskuchen hat nach einer Dreiwochenreise die Härte eines Plastersteines. Natürlich muß Gebäck ins Päckchen. Süßigkeiten sind immer dankenswerte Abwechllung im Landserasein. Der Weihnachtestollen in keiner Dose kommt wohlbehalten an. Päckchenlücken nehmen alles Rauchdate, Tabak und Zigaretten, auf. Und dann die notwendigen Dinge des feldgrauen Alltags: Die alten Rasierklingen sind abgestumpft, ein verlorenes Taschenmesser schkummert irgendwo im fremden Lande, und die Borsten des Rasterpinsels haben sich längst aus allen Angeln gehoden. Auf dem Vorwarsch gibt es nur schwer Ersatz für gewinedlahme Bartschaber. Ihr glaubt nicht, wieviel Freude ihr mit solch nützlichem Solinger Allerlei bereiten könnt! Oder das Feuerzeug zündet nicht mehr, die Skatkarte hat Eselsohren, die Schachspieler haben Turm und Dame verloren, der Fußpuder stäubt nur noch spärlich aus schmaler Streudose und die Zahnpastg ist ausgequetscht. Der Füllhalter spuckt aus allen Oeffnungen; die Bleistifte sind zu Däumlingen geworden. Dazu etwas Briefpapier, ein paar Ergänzungen fürs Nähzeug, ein Dutzend Knöpfe und eine kleine Schere. Wie oft hat uns die Mundharmonika über schwere Stunden hinwegoeholfen! Und fast alle Kameraden lieben guten Lesestoff in Taschenformat. Denkt an die neuen Taschenkalender, an wärmende Socken und vielseitig verwendungsfähige Taschentücher. Ein Fläschchen Tinte, ein handfestes Eßbesteck, Butterdose, Trinkbecher, Handbürsten, oder habt ihr gar einen Rollfilm übrig? Der Oberfeldwebel lobt seit Monaten die schmackhafte Würze des Mostrichs. Das Senfglas ist längst leer, und im neuen Päckchen wünscht er sich Ersatz. Um das Ganze bindet den traditionellen Weihnachtsbogen. Eine Weihnachtskerze hat im kleinsten Päckchen Platz. Ganz obenauf darf der Tannenzweig als sinnvoller Gruß der Heimat nicht fehlen. Das sind ein paar Wünsche eurer Soldaten. Prakti* Kleinigkeiten heben die Stimmung, wenn in Kürze e ersten Feldpostpäckchen anrollen. Kriegsberichter Hans König. PK. Kurznachrichten aus den lippischen Städten Detmold Sofortige Strafvollstreckung. Die im Jahre 1907 im Sudetenland geborene ledige Haustochter Anna F., setzt in Detmold wohnhaft, handelte in den benachbarten Dörfern mit Kurzwaren ohne Wandergewerbeschein und versuchte, dabei andere Waren einzutauschen. Das Amtsgericht Detmold verurteilte die F. gestern wegen ihrer dunklen Geschäfte zu drei Monaten Gefängnis und ordnete sofortige Strafvollstreckung an. Gefängnis für Körperverletzung. Vor dem Amtsgericht Detmold hatte sich gestern Frau A. M. aus Detmold wegen Körperverletzung zu verantworten, weil sie eine Hausbewohnerin im Verlaufe einer Auseinandersetzung mit einem Besen geschlagen hatte. Das Gericht verurteilte die einschlägig vorbestrafte Angeklagte zu zwei Monaten Gefängnis. Für des BhW.=Wehrmachlkonzeri am kommenden Montag, dem 30. November, im Landestheater erfolgt heute ab 10.30 Uhr der Vorverkauf der Eintrittskarten an der Kasse im Landestheater. Das Konzert wird vom Standortmusikkorps durchgeführt und bringt ein auserlesenes Programm. Nochmals„Sueewillchen“ im Landestheoter. Um allen Kindern, die keinen Einlaß erhalten konnten, eine Freude zu machen, ist„Sneewittchen“ für den morgigen Freitagnachmittag nochmals angesetzt worden. Lemgo Die Ausgabe der Wertgutscheine an die vom WHW Betreuten findet Freitag, den 27. November, in der Zeit von vormittags 9 bis 12 Uhr und nachmittags von 15.30 bis 17 Uhr in der Geschaftsstelle der RSV., Echternstraße Nr. 65, statt. Die Ausweiskarte ist unbedingt mitzubringen. Bad Salzutlen Ehrliche Finderin. Eine hier zur Kur weilende Frau fand dieser Tage eine Geldbörse mit Inhalt. Da sich in der Geldbörse ein Zettel mit der Anschrift der Verliererin befand, konnte dieser die Geldbörse schnell ausgehändigt werden. Glück muß man haben. Dies konnte gestern morgen in der Dämmerung eine junge Dame für sich in Anspruch nehmen. In der Bismarckstraße löste sich ein Dachziegel und fiel kurz vor ihren Füßen nieder. Zwei Schritt weiter, und der Ziegel hätte unfehlbar ihren Kopf gestreift. Vom Bostaml. Beim hiefigen Postamt wurde der Postfacharbeiter Vernhard Kaufmann als Postschaffner in das Peamtenverhältnis übernommen. Schölmer Ausgebe von Whw.=Gutscheinen. Am Sonnabend werden von 8.30 Uhr bis 13 Uhr in der Geschäftsstelle der NSV., Vehrlingstraße, an die vom Winterhilfswerk betreuten Personen Gutscheine ausgegeben. Ausweise sind witgabringen. 178) Lnge Jeierstunde der Frauen, RS.=Frauenschaft Deutscher Frauenwerk Lage veranstaltete im Saale des Konzerthauses Schröder einen Tag der deutschen Hausmusik. Lieder der Singgruppe wechseiten mu gemeinschaftnch gefungenen Liedern und Musikstücken ab. Die Abtlg.=Leiterin Kultur, Erziehung, Schulung schilderte das Leben unserer großen unsterblichen Komponisten Ludw. van Beethoven und fand dankbare Zuhörerinnen. Es waren zwei schöne Feierstunden, durch die allen Teilnehmerinnen viel Freude in den Alltag mitgegeben wurde. Neuigkeiten aus den Ortsbauernschaften Hiddesen. Oeffentliche Verlammlung. Am Freitag, dem 27. November, um 20 Uhr veranstaltet die NSDAP., Ortsgruppe Hiddesen, im Hotel Waldheim eine öffentliche Versammlung. Hierzu sind alle Volksgenossen herzlich eingeladen. Für die Parteigenossen und Mitglieder der Formationen und Gliederungen der RSDAP. ist die Teilnahme Pflicht. Es spricht der Gauredner Pg. Hoyer. Bentrup. Volksbücherei. Die Ausgabe der Bücher findet jeden Freitag von 14.30 Uhr bis 15.30 Uhr in der Schule statt. Es wird nochmals darauf hingewiesen, daß das Ausleihen unentgeltlich erfolgt. Orbke. Silberne Hochzeit. Die Eheleute Karl Stöffgen und Frau Ella, geb. Klinger, feiern heute das Fest der silbernen Hochzeit, wozu wir herzlichst gratulieren. Klüt. Gemeinschaftsnachmittag. Donnerstag, 26. Novdr., findet ein Gemeinschaftsnochmittag des Frauenwerkes, Ortsgruppe Brokhausen, um 15 Uhr bei Frau Tubbesing(Klüt) statt. Wir hören aus der Arbeit der Abteilung Grenzland=Ausland. Teilnahme aller Mitglieder ist Pflicht. Es wird dringend, gewünscht, daß alle Bäuerinnen, die ausländische Arbeitskräfte beschäftigen, daran teilzunehmen; auch Nichtmitglieder. Hagen. Schulungsabend der RSDAP. Die RSDAP., Ortsgruppe Hagen, veranstaltet am Freitog, dem 27. November, um 20¼ Uhr in der Schule einen Schulungsabend. Es spricht der Ortsgruppen=Schulungsleiter Pg. Volma über Deutschlands Schicksalskampf im Osten. Es haben teilzunehmen: Parteigenossen, Walter und Warte sowie Führer der Gliederungen und Verbände. Volksgenossen sind herzlich willkommen. Cleamische E#ssPeanen Aadellen(Ooielzeng Lippische Werrsrauen bestellen Spleizeug Das Frauenamt der DaF=Kreiswaltung Lippe zeigte in einer Ausstellung im Haus der Deutschen Arbeit in Detmold Spielzeng, das die lippischen Werkfrauen in ihren Gruppenabenden bezgestellt haben. Die von vielen Volksgenossen, inebesondere Müttern und Schulkindern, besuchte Ausstellung zeigte viele schöne Dinge. Wir haben auch einen Blick in den Saal geworfen und müssen sagen, wir sahen mehr, als wir erwartet hatten. Auf langen Tischen waren Puppen, Puppenstuhen und Puppenküichen, Bauernhöse, Hampelmänner, Pferdchen, allerlei Tiere und Geflügel und viele nette Sachen, die wir gar nicht alle aufghlen Gonen, pr Shoen gefellt, Alles Spielznng 0 geschmackvoll, und, was viel wert ist, sehr solide gearbeitet, so daß schon eine längere Lebensdauer vorausgesetzt werden kann. Auch eine größere Zahl Kinderbekleidungen, die ebenfalls von den Werkfrauen gefertigt wurden und als Weihnachtsgeschenke vorgesehen sind, waren zu sehen. Zusammengenommen ab die nunmehr wieder geschlossene Spielzengausellung ein Bild vom Idealismus unserer Werkfrauen. Ziele Stunden waren nötig, um all die schönen Dinge herzustellen. Wir sind gewiß, die Sachen werden zahlreichen Kindern Weihnachtsfreude bringen. Und das wird dann der schönste Lohn für unsere Werkfrauen sein. Diamantene Hochzeit in Oerlinghausen Nach Jahren ist nun wiederum in unserer Bergstadt eine diamantene Hochzeit zu verzeichnen. Zwei beliebte, stadtbekannte und gehorene Oerlinghauser, der Ziegelmeister i. R. August Neuter und Frau Lina, geb. Nolte, Detmolder Straße 36 wohnhaft, können am heutigen Donnerstag nach einem arbeitsreichen Leben das seltene Fest der 65jährigen Ehegemeinschaft begehen. Der Jubilar, der vor zwei Tagen seinen 88. Geburtstag feiern konnte, ist geistig noch sehr rege und wohlauf. In Zieglerkreisen ist Opa Neuter im Lipperland bekannt Schon seit seiner frühesten Jugend zog er als Ziegler in die Fremde und eignete sich allerlei Kenntnisse an, die ihm dann die Gewähr für eine Meisterstelle boten. Im Auftrage des Staates war er ein Jahr in Westafrika(Kamerun) sowie drei Jahre in Rumänien als Ziegelmeister tätig. Bis zum Jahre 1922 blieb er seinem Handwerk treu und setzte sich dann in den wahlverdienten Ruhestand. Die Jubilarin, die im 84. Lebensjahr steht und Trägerin des goldenen Ehrenkreuzes der deutschen Mutter ist, erfreut sich noch der besten Gesundheit. Sechs Knaben und zwei Mädels hat sie das Leben geschenkt. Ein Sohn starh im Weltkrieg den Heldentod. Aber auch in diesem Ringen für die Freiheit Großdeutschlands riß der Tod wiederum eine Lücke in ihren Familienkreis. Ein Enkel der Jubilare fiel in den schweren Kämpfen im Osten. Am heutigen Ehrentag, den die Jubilare im Kreise ihrer Kinder, Enkel und Urenkel begehen, werden ihnen sicherlich viele Ehrungen zuteil werden. Auch wir schließen uns den Gratulanten an und wünschen ihnen alles Gute und einen zufriedenen, wohlverdienten Lebensabend. Ratsherrensitzung in Lemgo In einer von Bürgermeister Gräfer einberufenen Sitzung der Ratoherren wurde zuerst der Ausgleich der städtischen Haushalts besprochen und Beschluß über die erforderlichen Maßnahmen gefaßt. Sodann stand der Landaustasch mit dem Bauern Meier in Laubke no#mals zur Beratung. Es hatte sich als zweckmäßig erwiesen, die Linienführung für den Austausch so zu wählen, daß eine größere Fläche Gelände im Anschluß an den Steinbruch am Biesterberge verbleibt, da mit der Möglichkeit gerechnet werden kann, daß dieser wieder in Betrieb genommen wird Gegen diese Linienführung, entsprechend dem Vorschlag IV des Stadtbauamtes und den sonst getroffenen Abmachungen, wurde kein Einspruch erhoben, so daß auch hler entsprechender Beschluß vom Bürgermeister erfolgte. Aus den weiteren kleineren Mitteilungen müßte hervorgehoben werden, daß der Kläschenmarkt in diesem Jahre wahrscheinlich nicht abgehalten werden wird, und daß in den nächsten Tagen die so dringend notwendigen Reparaturen an den Asphaltbürgersteigen zur Beseitigung der Frostschäden des letzten Winters zur Durchführung gelangen. Hausmusikabend des Orchester=Vereins Lage. Der gut besuchte Hausmusikabend des OrchesterVereins Lage am letzten Dienstag im Saale des Amtehauses war ein voller Erfolg. Hierzu hatte die Unterstützung durch die Ortsgruppenleitung der RS.9AP. nicht unwesentlich beigetragen. Hinzu kam, daß alle Mitwirkenden sich mit einer seltenen Freude und Hingabe ihrer Aufgabe entledigten. Der Dank der begeisterten Zuhörer blieb dann auch nicht aus. Im Laufe der Veranstaltung wurde dem Vereinsführer, Oberlehrer Horstbrink aus Breitenheide, voParteigenosse Börger im Auftrage des verhinderten Leiters der Reichsmusikkammer für Minden=Rapensberg=Lippe als Anerkennung für vorbildliche Pflege der Hausmusik eine Ehrengabe des Präsidenten der Reichsmusikkammer, die„Inventionen und Sinfonien von I. S. Bach“ als Fakstmile nach der im Besitz der Preußischen Staatsbibliothek in Berlin befindlichen Urschrift, überreicht Roman von Marianne von Angern. 30) Copyricht 1942 by Unlversitas-Verlag P. Schmid. Berlin Rgemd leß Bela ich ueden den Beit gieher. Die ia deutete auf eine längere Sitzung hin, und unten auf der Straße wartete die Taxe, um ihn nach Ushaza zu bringen. „Wird es nicht für beute noch zu anstrengend sein, Exzellenz?“ tippte er vorsichtig an. „Paperlapap... Sei nicht so rücksichtsvoll und red' schon. Wie steht es übrigens mit deinem Arm? Fängt er allmählich an in Schuß zu kommen?“ „Gottlob ja— ein bißchen kann ich ihn schon bewegen.“ Und ohne sein Wollen brach es mit einemmal aus Béla heraus:„Ach. Exzellenz, ich wünschte, ich wäre schon wieder im Feld...“ „Na, na— wird schon werden, mein Junge", beschwichtigte der General. Jetzt, wo sein Gesicht ruhigen Ernst aufwies, merkte man erst, wie erschreckend abgemagert es war.„Sind wohl ziemlich unerquickliche Verhältnisse bei euch? Wie trägt es denn deine Mutier?“ „Gott— sie hat sich gefügt.“ „So so— gefug!.“ wiederholte Marai nachdenklich „Das ist eigentlich sonst nicht ihre Art.“ Mit einem Male richtete er sich im Bett ein wenig auf, äußeres Kennzeichen für den inneren Ruck, den er sich gab.„Also, paß gut auf. mein Sohn. Wegen dieser Geschichte habe ich dich nämlich hergerufen...“ Verstohlen schielte Béla nach der Uhr. Jetzt nur keine endlose Auseinandersetzung, sonst fiel die geplante Aktion ins Wasser Wie ein Engel der Erlösung erschien in diesem Moment die Pflegeschwester im Türrahmen.„Die Viertelstunde ist um, Exzellenz“, verkündete sie mit mahnend erhobenem Zeigefinger.“„ Erleichtert schnellte Béla empor.„Ich komme ein andermal, Exzellenz...“ Sonderbararweise schien der Kranke über die Unterbrechung gar nicht ungehalten. „Schön, schön— ein andermal“, stimmte er bereitwillig zu und ließ sich erschöpft in die Kissen zurücksinken.„Ich bin halt immer noch ein rechtes Wrack.. Erst als Béla, im Auto sitzend, in rasendem Tempo Ushaza entgegenfuhr, begannen seine Gedanken die vorhin empfangenen Eindrücke zu verarbeiten. Offenbar quälte sich der Alte mit irgendeiner Nachricht herum, die er ihm hatte mitteilen wollen. Förmlich verfallen sah er von einem Augenblick zum anderen aus, so ehr schien ihm die Sache zuzusetzen. Was, zum Kuckuck, konnte es nur sein das auszusprechen ihn solche Ueberwindung kostete? Die letzte Unterredung, die sie vor der Erkrankung Marais miteinander hatten, fiel Béla ein. Das war damals, als der General persönlich die Botschaft vom Tode Onkel Elemers überbrachte. Auch da erging er sich schon in allerlei dunklen Andeutungen... Etwas Ernstes steckt bestimmt dahinter— stellte Béla mit aufsteigendem Undehagen fest; der Alte ist alles eher als ein Schwätzer oder Schwadroneut. Aber mu dem Gesundwerden scheint es noch gute Weile zu haben... Je näher seinem Ziele er war, um so mehr übertrug sich Bélas Unbehagen von dem, was hinter ihm lag, auf das setzt unmittelbar Bevorstehende. Wenn die Sache nun nicht klappte. Quälend malte sich seine Phantasse Katas Bestürzung, ihre Hilflosigkeit aus... Und daß ausgerechnet Erzsi noch dabei sein mußte, empfand er als besondere Niedertracht des Geschicks. Dieser weibliche Grenadter, aufreizend gesund und erschütternd geradeaus, mit einer unverblümten Art, Sympathien und Antipathien gleich peinliche Ausdrucksform zu geben. Arme Katja— sollte sie das Pech haben, nicht günstig abzuschneiden, dann wehe bei der geringsten Blöße, die man an ihr entdeckte Beim Einfahren in das Rondell gewahrte Béla als erstes die wohlbekannte, gelb und braun gestrichene Kalesche der Hatvanys Zu spät. Er kommt zu spät. Alles, was er abzuwenden gestrebt hat, muß bereits geschehen sein... Verstimmt springt er aus dem Wagen und schreitet langsam dem Portal zu. Auf den entfernteren Partwegen, seitlich des Herrenhauses, sieht er Laci dahinstürmen, mit großem Geschrei seinen Reisen vor sich hertreitend. Und etwas weiter zurück, in geruhsamer Promenade, den Hauslehrer mit einer Dame. Die Dame dürfte Aranka sein. So winzig wirkt sie neden dem langen Menschen, als hätte er aus seiner Tasche verloren. Wie es scheint, unterhalten sich lebhaft miteinander. Ach ja— Béla entsinnt sich flüchtig einer abfälligen Aeußerung seiner Mutter über die wenig aristokratischen Neigungen des Mädchens. Offenbar schätzt die Mutter den Herrn Hauslehrer nicht sonderlich. Aber wen schätzt die Mutter überhaupt, dessen Name nicht von mindestens sieben Zacken gekrönt wird? Fekete, bedauernswerter Geselle— wie mag er sich inmitten dieser vier Frauen zurechtfinden? Unwillkürlich sucht Bélas Blick die stämmige Knabengestalt. Der kleine Bursche dort hat schuld an der ganzen Konfusion, denkt er verdrießlich. Aber als Laci jetzt bei einer kühnen Schwenkung das Gleichgewicht verliert und mit aller Macht zu Boden fällt. tut ihm das arme Kerlchen doch wieder leid. Indessen hat sich auch der alte Istvän zum üblichen Sonntagswillkommen eingefunden. Respektvoll, sorgsam zwei Schritte Distanz einhaltend, schlurft er hinter seinem geliebten jungen Herrn daher, den er einst— ach Gott, lo lange ist's ja nicht— auf seinen Knien geschaukelt Nach altem Brauch führt er ihn sogleich in den jeweiligen Stand der Ereignisse auf Ufhaza ein. „Baron und Baronesse Hatvany sind vor zehn Minuten vorgefahren", berichtet er. „Und hat die junge Frau Gräfin sie empfangen?“ „Rein, Herr Rittmeister. Die Frau Baronin befindet sich mit den Herrschaften im Rokokosalon.“ Mutter... erleichtert atmet Béla auf Dann ist sa vielleicht noch nicht alles verloren. Noch auf der Treppe läßt er sich Jacke und Säbel abnehmen. In sieberhafter Ungeduld betritt er das kleine Emyfangegemach Ein Bild friedlicher Eintracht tut sich vor ihm auf. Mutter und Erzsi, Seite an Seite auf dem Louis=seizeSosa, tauschen Ansichten über ein neues Dungverfahren aus. Alle Dinge der Gutsbewirtschaftung bilden seit seher ein mit umnverminderter Hingabe erörtertes Thema swischen diesen beiden so ungleichen Frauen. Auf einem zerdrechlichen Goldstühlchen, das unter seiner Fülle fast zusommenzubrechen droht, macht Hatvany eine nicht eben glückliche Figur. Mit erheuchelter Aufmerksamkeit Kunst und Wissenschaft Ein Chorwerk um Schlageter. In der Wuppertaler Stadtballe brachte der Männerchor„Beethoven" das Voem „Schlageter“ in der Vertonung des Wuppertaler Gesangspädagogen Otto Brill zur Uraufführung. Den Text, dem eine evische Schilderung der Erschietzung Schlageters durch die Franzosen auf der Golzheimer Heide zugrunde liegt. schuf Fritz Neikes. Otto Brills Musik hat das Sombolhafte, das Leben und Heldentod Schlageters überstrahlt. überzeugend zu gestalten versucht. Blücherausstellung in Rostock. Anläßlich des 200jährigen Geburtstages des Feldmarschalls Leberecht von Blücher am 16. Dezember d. J. wird in seiner Geburtsstadt Rostock eine Ausstellung von Blücherdarstellungen u. a. veranstaltet werden. Künstlerisches Frauenschaffen der Gegenwart. Im Gästehaus der Reichsfrauenführerin in Dahlem geben annäbernd 70 Bilder, Plastiken und kunstgewerbliche Arbeiten einen vielseitigen Querschnitt aus dem künstlerischen Frauenschaffen der Gegenwart. folgt er dem Gespröch, springt aber sichtlich erlöst auf, als er Béla erblickt. „Famos, mein Junge, dich wieder einmal zu sehen“, begrüßt ihn Erzsis sonorer Alt, und huldreich überläßt sie ihm die grübchenreiche, im Verhältnis zu ihren sonstigen Proportionen auffallend kleine Hand zum Kuß.„Machst dich ja recht rar bei uns seit einiger Zeit... Seit dem gescheiterten Ehestiftungsplan ihres Bruders — für sein Leben gern hätte Hatvany aus ihr und Béla ein Paar gemacht— befleißigt Erzsi sich ihm gegenüber eines besonders kordialen Verkehrstones. Wahrscheinlich um ihm dadurch zu verstehen zu geben, daß sie iym sein zartes bwinken nicht nachträgt. In manchen Dingen ist sie eben doch recht vernünftig, die Erzsi, und für einen Mann, der für schweres Kaliber schwärmt, wäre sie gar nicht so übel.. Durch den unerwartet glatten Ablauf dieses gefürchteten Besuches versöhnlich gestimmt, ist Béla geneigt, sein schrofes Urteil von vorhin zugunsten Erzsis abzuschwächen. Auch seiner Mutter gegenüber empfindet er etwas wie eine dankbare Regung. Nett von ihr, wirklich, daß sie diese underechenbaren Gäste auf sich genommen und Katja für diesmal ihrer hausfraulichen Pflichten entbunden hat... (Fortsetzung folgt.) Aus Westsalen und den Nachbargebieten unberechtigt erhielt, ließ sich Wahner mit Geld bestechen. Einen Teil des bezogenen Fleischee lieferte Kruse an die Wirtin Frau Brenscheidt. Dieser verProzeß um ein Kinderporträt. In Bad Pyrmont kamen der Besteller eines Kinderbildes und der Maler nicht überein, weil das Kinderbild, das 350 RM. kosten sollte, dem Käufer nicht lebenswahr erschien und der Maler das Bild nicht zurücknehmen wollte. Vor dem Amtsgericht kam man zu folgendem Vergleich: Das Bild geht in das Eigentum des Justizfiskus A einer Gastand befindet, singt am 27. Novur Deutsche Rote Kreuz Seiam eine une.wartete Spende, und die Ehre des Malers war auch gewahrt. Minden. Schwedisches Gastspiel. Die schwedische Sängerin Brigit Akerlund(Stockholm), die sich auf Einladung der Nordischen Gesellschaft au spielzeise durch Deutschland befindet vember in Minden. Heeßen. Herumtreiben statt arbeiten wird nicht mehr geduldet. Die A. S. aus Heeßen fühlte sich anscheinend wohler, wenn sie statt zu arbeiten lieber herumbummeln konnte. Tage= und nächtelang trieb sie sich herum, bis nun eines Tages das dicke Ende in Gestalt eines Briefes ihres Vaters auf den Tisch der zuständigen Behörde geflattert kam, der darin eine exemplarische Bestrafung seiner Tochter forderte, damit ihr endlich in bestimmter Form beigebracht werde, daß das Bummeln in Kriegszeiten überhaupt nicht am Platze ist. Das Amtsgericht Münster schickte die Angeklagte für drei Monate ins Gefängnis. Hoffentlich hat sie nach Verbüßung der Strafe eine ganz andere Arbeitsauffassung für ihr zukünftiges Leben. Dortmund. Wegen Kriegswirtschaftsverbrechens zum Tode verurteilt. Der frühere Karteiführer Paul Wahner von der Marktgemeinschaft des Viehwirtschaftsverbandes in Dortmund gab sich dazu her, in großem Umfang Wehrmachtbezugscheine mehrere Iserlohner Metzgermeister zu fälsch diese Weise wurden der Allgemeinheit größere Mengen Fleich und Fett entzogen und von den begünstigten Metzgern in ihrem Betrieb verwirtschaftet. Von dem Metzgermeister Hermann Kruse aus Iserlohn, der durch die Machenschaften des Wahner allein 6700 kg Fleisch für Auf kaufte er außerdem aus einer dunklen Quelle 150 Pfund Butter, 50 Pfund Schmalz und 40 Pfund Speck. e Genannten hatten sich vor dem Sondergericht Hagen zu verantworten. Dieses verurteilte nach dreitägiger Verhandlung Wahner wegen Kriegswirtschaftsverbrechens, schwerer Urkundenfälschung im Amt und stechung zum Tode. Der M rmeister passiver Beste erhielt geklagte Frau Brenscheidt Jahren davonkam. gngerdem angeklagte Metzgermeister wurden mangels Beweises freigesprochen. Kruse erhielt sechs Jahre Zuchthaus, während die An## Brenscheidt mit einer Gefängnisstrase en davonkam. Gegen Wahner und Krufe wurde außerdem auf Ehrverlust erkannt. Zwei außerUnsere Kurzgeschichte Der Besuch# Von Peter peioe Besuchszeit! der Pförtne 's sie ihren Aus der Bewegung Führer= und Führernachwuchszug. Gef. 11, Lage. Donnerstag, 26. November, antreten um 20 Uhr am 5J.=Heim in Uniform. Fertiges Spieldeug mitbringen. 63., Beranstaltungs=Ring. Die 5 J.=Veranstaltung der „Biberpelz" beginnt Montug 15.45 Uhr. RS.=Frauenschaft— Deutsches Frauenwerk., Pivitsheide B. L. Die für heute angesetzte Zusammenkunft findet nicht bei Hellemann, sondern um dieselbe Zeit(16 Uhr) in der Hilfsstelle, im Hause Brinkmann, statt. RS.=Frauenschaft— Deutsches Frauenwerk, Hörste. Heute Gemeinschaftsabend, die Jugendgruppe nimmt daran teil. NS.=Frauenschaft— Deutsches Frauenwerk. Jugendgruppe Detmold=West. Heute, 20 Uhr, Heimabend in der Landesregierung. RS.=Frauenschaft— Deutsches Frauenwerk, Leopoldstal. Der Gemeinschaftsabend(Singabend) findet nicht am Donnerstag, sondern Freitag, 20 Uhr, statt. Die Gaufilmstelle zeigt: „Quax. der Bruchvilot". Donnerstag: Retzen: Freitag: Holzhausen bei Sylbach(im„Löwen"). „Der lausende Berg". Donnerstag: Helvup; Freitag: Klüt. „Das tapfere Schneiderlein"(nachmittags) und klage an“(abends). Donnerstag: Linderhofe: Freitag: Asmissen bei Bösingfeld. „Nivvons wilde Adler“. Freitag: Heidenoldendorf(20 Uhr): Sonnabend: Heidenoldendorf(14 Uhr) und Horn (20 Uhr, Rathaussaal). Der geutselte Wektreltord im ist Mittagsruhe. Die Besuchrzeit beginnt um zwei Uhr nachmittage“, so sagte der Pförtner am Lazarett zur Sonnleitenbäuerin, als sie ihren Sohn, den Florsan, besuchen wollte. Sie nahm ihren Koffer wieder auf und schritt die lange Straße dem Walde zu, durch den sie gekommen war. Zu steigen brauchte man nirgends. Flach lag die ganze Gegend wie ein Tisch. Am Waldrand stand eine Bank. Auf der ließ sich die Sonnleitenbäuerin nieder und blickte nach dem großen Hause mit den vielen, vielen Fenstern hin, wo ihr ältester Sohn, der Florian, leicht verwundet lag. Ab und zu pfiff ein Vogel im Buschwerk, sonst ringsumher kein Laut. Und die Sonnleitenbäuerin dachte nach, was sie so alles in den letzten Tagen erlebt hatte. Zuerst der Abtrieh von der Alm. Dann mußte das Vieh im heimeschen Stall versorgt werden. Eine unruhige Nacht folgte. Frühmorgens zwei Stunden bis zur Bahn. Dort eine Stunde gewartet. Im überfüllten Zug acht Stunden bis nach Wien, wo am Bahnhof die Tante Resi, der die Bäuerin geschrieben hatte, natürlich nicht va war. In Wien drei Stunden auf den DJug gewartet. Dann die Nacht durchgefahren bis in die große Stadt mitten im Reich. Vom Schlaf konnte keine Rede sein. Auf dem Bahnhof wollte man der Sonnleitnerin ein Quartier verschaffen, damit sie sich ausschlafen könne. Aber die alte Frau wollte weiter. Und wiederum stieg sie in einen Zug. Stunden dauerte die Fahrt, bis zu einer kleinen Haltestelle. Durch ein Dorf ging der Weg der Bäuerin. Die Leute hatten eine Sprache, die sie nicht verstand. Ueberall arbeiteten sie auf den Feldern, die breit und lang waren. Aus den Ställen hörte die Bäuerin das“ Vieh brüllen. Freundlich waren die Menschen. Die Bäuerin aß in einer Wirtschaft einen Teller Suppe. Dann ging sie durch den Wald und saß jetzt auf der Bank. Sie war eingeschlafen. Und im Schlaf schritten an ihr vorbei die Kühe, die Kühe, die mit geschmückten Hörnern von der Alm ins Tal zogen. Der Halterbub, der Franz, jodelte neben dem Zug her. Wie er das nur konnte? Er war doch schon im vorigen Jahr gefallen, der Franz. Und hinten nach humpelte der Sonnleitnerbauer. Dem hatte als junger Mensch beim Wildern ein Jäger in den Fuß geschossen, obwohl er doch wahrhaftig das Wildern nicht notwendig hatte als reicher Bauernsohn! Dann war der ja auch schon drei Jahre tot. gewandert. Viele Leute gingen vorbei. Lazarett wollten. Und aus dem Lazareit Soldaten heraus. Einer von ihnen sagte könn So war ihr der Schrea in die Glieber gen freudiger Schreck, aber ein anderer war I. Denn ihr Sohn, der Florian, kam auf sie as Mädchen bei ihm war die Gretta. Der Zuletzt kam der Florian daher, fesch und stark, mit dem Gamsbart am Hut. Und seinen rechten Arm hatte er um den Hals der— Gretta gelegt. Das war ja ein blitzsauberes Weibsbild, die Gretta. Aber arm! Arm wie ein Kirchenmäuserl... Als die Bäuerin auf der Bank am Waldrand aufwachte, war die Sonne ein Stück weiter die alle ins kamen sir.—.——.r zu der Bäuerin, sie könne jetzt hinein, wenn jemanden besuchen wolle. Die Sonnleitnerin faßte nach ihrem Koffer und stand auf. Langsam schritt sie dem Lazarett zu. Als sie sich dem Tor näherte, kam ein Soldat heraus. Der hinkte auf dem rechten Fuß. Neben ihm ging ein junges Mädchen. Der Soldat aber hatte seinen rechten Arm um den Hals des Mädchens gelegt, weil er so einen Halt hatte und besser laufen konnte. Die Sonnleitnerin blieb stehen. Den Koffer mußte sie So war ihr der Schreck in die Glieder geahren, ein auch dabei. und das Mädchen bei ihm Florian lachte und gab der Mutter gleich die Hand. „Ja, Gretta“, sagte die Mutter,„ich habe gedacht, du mußt zu deiner kranken Großmutter, wie du mir gesagt hast. Acht Tage Urlaub von der Alm herunter? So eine Lügerei!“ Aber sie schämte sich gar nicht, die Gretta.„Ja ja“, rief sie.„Zwei Tage bin ich schon hier, und vorhin bin ich bei Ihnen vorbeigegangen, Bäuerin Aber Sie haben so schön g'schlafen, daß ich Sie nicht geweckt habe. Und wenn Sie hier bleiben und übernachten wollen? Neben mir ist unten im Dorf ein Bett frei!“ Nur einen Blick warj die Bäuerin auf ihren Sohn, den Florian. Der aber wurde rot.„Na, da wollen wir miteinander weitergehen!“ meinte die Bäuerin. Der Florian hinkte neben der Mutter. Akkurat an derselben Stelle saß der Granatsplitter, an der sein Vater damals den Schuß bekommen hatte. Aber auf dem Wege ins Lazarett hatte er seinen rechten Arm um die Schultern der Mutter geschlungen. War doch auch ein fester Halt, die Mutter... „Meine Mutter und meine Braut!“ sagte der Florian am Tor zu dem Pförtner. Dem war das völlig gleichgültig. Auf dem Besuchszettel notierte er es aber. Und der Zettel ist auch ein Dokument. Zimmmmm Am Wochenende ließ inmitten der politischen Ereignisse eine kurze Meldung die gesamte Welt für einige Sekunden aufbören: der NSFK.=Sturmbannführer Erich Bergens hatte über dem Gelände der Reichssegelflugschule Spitzenbers bei Heimburg an der Donau mit 45 Stunden und 33 Minuten einen deutschen und internationalen Rekord im Dauerflug aufgestellt. Mit dieser Leistung hat unsere Segelfliegerei selbst im schicksalhaften Entscheidungskampf der Nation die großen Taten der deutschen Segelflugvioniere fortgesetzt. Der neue Rekordmann RSFK.=Sturmbannführer Erich Vergens int am 10. 11. 1899 in Berlin geboren, also schon 48 Jahre alt. Im Mai 1939 stellte er auf seinem 504 km langen. Flug von Rhinow nach Tiefenried(Bavern) einen deutschen Segelflug=Streckenrekord auf und wurde dadurch zugleich dreimaliger und endgültiger Gewinner des KrollWandervreises Erich Vergens ist nicht nur Träger des goldenen Segelflieger=Leistungsabzeichens, sondern auch Inhaber des Kriegsverdienstkreuzes I. Klasse mit Schwertern. Vergens hat seine ersten Versuche, den Dauerrekord zu brechen, schon im Juli dieses Jahres begonnen und seit dieser Zeit ist er nicht weniger als zehnmal gestartet. Ueber 200 Stunden, darunter acht Nächte, war er in der Luft, aber immer zwangen widrige Windverhältnisse ihn zum Abbruch seiner Flüge. Erst der 11. Versuch, am 19. November mit der genauen Startzeit von 10.45 Uhr im Flugzeugschlepp brachte ihn trotz der vorgeschrittenen Jahreszeit an das Ziel seiner Wünsche. Am 21. November landete Vergens um 8.18 Uhr glatt und batte mit seiner Klugzeit von 45:38:00 einen neuen internationalen Dauerrekord erzielt. Briefkasten Fr. O. Unserer Meinung nach ist die Leiterin verpflichtet, den Mädchen entweder die Marken oder die Lebeusmittel auszuhändigen, die sie für den freien Samstagnachmittag und Sonntag benötigen. Man kann von Ihnen nicht verlangen, daß Sie Ihre Tochter während dieser Zeit von Ihrer Ration mitbeköstigen. W. 189. Hierüber können wir uns kein Urteil bilden. Zunächst sind die Marken für die Wethnachtsvakete bestimmt, die bis zum 30. 11. aufgegeben sein müssen. K. B. Dieses Buch ist uns nicht bekannt. Wir konnten es auch in keinem Katalog ermitteln, da der Name des Verfassers unbekannt ist. Wir empfehlen Ihnen, Ihre Anfrage an die Auskunftstelle der Deutschen Bücherei in Leipzia, Leipzia C 1, Deutscher Platz, zu richten. Gegen Entrichtung einer geringen Gebühr erteilt diese Stelle Auskunft in solchen Fragen. Kreuz und quer 250 Jahre alte Oelmühle im Vergischen. Im bergischen Land kann ein schmucker, sauberer Fachwerkbau, die alte Oelmühle von Wipperau, auf ein 250jähriges Bestehen zurückblicken. Arbeitsmaiden als Straßenbahnführer. Nicht nur scheine knipsen lernen die bei den Solinger ßenbhahnen angestellten Arbeitsmaiden, sondern inem Lehrgang werden sie auch mit der Führung des Straßenbahnwagens vertraut gemacht. Sie erhalten eine gründliche Ausbildung als Straßenbahnführerin, um im Notfall ihren Wagen auch selbst fahren zu können. Der älteste Westwall=Ehrenzeichenträger. In Kamen bei Dortmund feierte der Krankenkassengeschäftsführer i. R. Richard Scharfenberg seine goldene Scharfenberg ist der älteste Westwall=Ehrenzeichenträger, Deutschlands. Im Jahre 1938 wurde ihm als 72jährigem das Westwall=Ehrenzeichen verliehen. Kuhwarme teuer. In# Pfiffikus auf ie Milch zum Morgenfrühstüc— allzu Neviges(Westfalen) verschaffte sich ein schlaue Weise einige Male in der Woche ein nahrhaftes Frühstück. Sein Weg zur Arbeit führte ihn an einer Weide vorüber, auf der mehrere Kühe grasten. Mit Schwung setzte er über den Zaun und molk jeweils eine der Milchspenderinnen. Den kuhwarmen Morgentrunk genoß er entweder sofort oder nahm ihn mit zur Arbeitsstätte. Auf diese Weise hat er sich nach seinem eigenen Geständnis etwa 50 Liter Milch ohne Marken und Geld verschafft, allerdings muß er sie jetzt mit einer Zuchthausstrafe von 1½ zren bezahlen. Zweimal Apselernte im Jahr. Zyeinal, Blüte im Jahr ist in diesem Herbst keine Seltenheit gewesen. Ein Schlüchtener Handelsgärtner aber hat jetzt ein Naturwunder erlebt, das sich nicht so rasch wiederholen dürfte. Ein Apfelbaum hatte nach der zweiten Blüte richtige Aepfel angesetzt, die allerdings nicht ganz die normale Größe erreichten. Die beutige Ausgabe umlußt 4 Seiten. Verlagsleiter: Eduard Preißler Hauptschriftleiter: August Prüßner (z. Z. Münster). I V.: Karl Kuhl Verlag: Lippische Staatszeitung. G. m b H., Oetmold. Paulinenstreße 14.— 2. Z. ist Pl. 8 galtig. FAMILIEN-ANZEIGEN Ihre Verlobung geben bekannt: Frieds Tito. Grin. November 1942. Bellenberg# VelWir haben uns vermählt: Otto Kleimann, EIl Kleimann, geb. Brand.— Krentrup (Post Leopoldshöhe) Schötmar(Hindenburgstraße 31), den 26. November 1942. Ihre Vermählung geben bekannt: Fritz Streie, Eltriede Streie, geb. Horstschäfer.— Detmold Klüt b. Detmold, den 26. November 1942. Für die uns anläßlich unserer Verlobung erwiesenen Aufmerksamkeiten danken wir herzlich. Else Detering. Feldwehel Paul Busch.— Detmold(Freiligrathstr. 21), im November 1942. Für die uns zu unserer Silberhochzeit erwiesenen Aufmerksamkeiten und die Glückwünsche danken wir herzlich. Karl Biere und Frau, geb. Schrahe.— k. im November 1942. Berlebeck, Weverresch atichen ur d. schmerzvolle, kaum faßbare Nacht, daß unser lieber Sohn, Bruder. Onkel, Neffe. Gefreiter Paul Jakubowsk! Inhaber des Westwallabzeichens, im Alter von 21 Jahren bei den schweren Abwehrkämpfen im Osten in treuer Pflichterfüllung für Führer und Vaterland gefallen ist. In tiefer Trauer: Emil Steinbach und Frau Helene] Lene Elendt, geb. Jakubowski. Detmold, Bruchmauerstraße 10. Hart und schwer traf uns die noch unfaßbare Nachricht, daß bei den schweren Kämpfen um Stalingrad am 15. Oktober unser lieber, einziger, hoffnungsvoller Sohn, mein liebes Enkelkind, Neffe und Vetter, der Panzergrenadier Heinz Bollmann Im blühenden Alter von 19½ Jahren nach kurzem Einsatz den Heldentod fand. In tiefem Leid: Heinrich Bollmenn und Frau Lina, geb. Linnenbröker Heinrich Linnenbröker als Großvater und alle Anverwandten. Unterwüsten über Herford, im November 1942. Unerwartet erhielten wir die erschütternde Nachricht, daß unser lieber, einziger, lebensfroher Junge, unser ganzes Glück, der Forstanwärter Friedrich Wilheim Haase Gefreiter und Geschützführer in einer Infanterie-Geschütz-Kompanie, in den schweren Kämpfen um Stalingrad am 2. Oktober 1942 in treuer Pflichterfüllung für Führer und Volk im blühenden Alter von 20 Jahren den Heldentod fand. In tiefem Schmerz: Wilhelm Hal und Frau Wilhelmine, geb. Nolte. Langelsheim(Harz). Steinkuhlenberg 243, den 5. November 1942. Wir betrauern den Verlust dieses all seits beliebten und zu den schönsten Hoffnungen berechtigenden Arbeits kameraden und legen in stillem Ge denken einen letzten Bruch auf sein fernes Soldatengrab. Für die Beamten und Waldarbeiter des Ferstamts Altenau: Martin. Forstmeister. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und für die reichen Kranzund Blumenspenden beim Heimgange meiner lieben Frau, meiner Kinder treusorgenden, herzensguten Mutter. sowie für die trostreichen Worte des Hierrn Pastor Hundertmark sage ich im Namen aller Angehörigen meinen herzlichen Dank. Familie Ausust Kruse. Hohenhausen, den 23. Noveinber 1942. Statt besonderer Anzeige Dem Herrn über Leben und Tod hat es gefallen, am Montagnachmittag um 15 Uhr unseren lieben Vater, Bruder, Onkel, Schwiegervater und Großvater. Bauer Heinrich Hofomann nach arheitsreichem, aufopferungsvollem Leben, nach längerem Leiden, jedoch plötzlicht und unerwartet, im Alter von 73 Jahren in die Ewigkeit abzurufen. In tiefem Schmerz: Geschwister Hofemann. Waddenhausen, 26. November 1942. Die Beerdigung findet am Sonnabend, dem 28. November, 14 Uhr, vom Trauerhause, Waddenhausen Nr. 4, aus statt. Statt besonierer Anzeige Am Montag, dem 16. November 1942. während eines Erholungsaufenthaltes in seiner alten Heimat, entschlief sankt mein lieber Mann, mein guter Vater Hugo Rose Kapitän a. D. der H.A.L. und Korvettenkapitän d. S., Inh. des E. K. I u. II, des finnischen Kronenordens mit Schwertern und anderer hoher Orden aus dem Weltkrieg, im 79. Lebensjahre. Im Namen der Hinterbliebenen: Aline Rose, geb. Eltze. und Anna-Marie Richter, geb. Rose. Brake(Lippe), 20. November 1942. Die Beerdigung land in seiner alten Heimat, in Kochem an der Mosel, statt. Heute morgen 2 Uhr entschlief sankt nach kurzer, schwerer Krankheit und einem arbeitsreichen Leben mein lieber Mann, unser guter Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder und Onkel, der Landwirt August Wöhler kurz vor Vollendung seines 72. Lebensjahres. In tiefer Trauer im Namen aller: Frau Lina Wöhler, geb. Sturhahn, und Kinder. Lockhausen, den 24. November 1942. Die Beerdigung findet am Freitag, dem 27. November, uln 14.30 Uhr vom Trauerhause in Lockhausen, 102, aus statt. Trauerfeier eine halbe Stunde sorde: Heute morgen durfte meine liebe, treue Mutter, unsere gute Schwägerin und Tante Elisabein Schimmellennig nach kurzem, schwerem Leiden in Frieden heimgehen. Im Namen aller Anverwandten: Dorle Schimmellennig. Bad Salzuflen, den 24. November 1942. Die Beerdigung findet am Freitag, dem 27. November, um 15 Uhr von der Leichenhalle, Herforder Straße, aus statt. Trauerfeier daselbst 14.30 Uhr. Von ihrem langjährigen, schweren Leiden wurde unsere liebe, treusorgende Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwägerin und Tante, Frau Witwe Lina Rahning geb. Billerbeck, im fast vollendeten 75. Lebensjahre durch einen sankten Tod erlöst. In tiefer Trauer: Hanna Borm, geb. Rahning/ Elisabeth Rahning! Hela Brennert, geb. Rahning/ Willl Rahning und Angehörige. Bad Salzuflen(Bergstr. 32), Dayton u. Madeira(Ohio), 25. November 1942. Die Beerdigung hat dem Wunsche der Entschlafenen entsprechend in aller Stille stattgefunden.— Ea wird gebeten, von Belleidsbesuchen Abstand zu nehmen. Statt besonderer Anzeige Heute abend 9.30 Uhr entschlief bankt nach kurzer Krankheit unser lieber Vater, Großvater, Schwager und Onkel. Uhrmacher August Niedermeier im 84. Lebensjahre. In tiefer Trauer: Anna Niedermeier A. E. Niedermeler Walter Niedermeler. Blomberg 1. L., 23. November 1942. Die Beerdigung findet am Freitag, dem 27. November, nachm. 2 Uhr, vom Trauerhause, Neuetorstraße 66, aus statt. Heute morgen um 1 Uhr entschlief sanft nach langem, schwerem Leiden unsere liebe Tochter, meine einzige, herzensgute Schwester, unser liebes Enkelkind, Nichte und Kusine Elfriede Rodomeler im blühenden Alter von fast 22 Jahren. In stillem Leid: Gustav Rodemeler u. Frau Wilhelmine, geb. Wiehemeier Mimi Rodemeler 7 Familie Köllermeler I und alle Anverwandten. Lothe, den 25. November 1942. Die Beerdigung findet am Sonnabend, dem 28. Navember 1942, nachmittags 3 Uhr, von Trauerhause aus statt. Geschäftliches Weber& Co., K.-G., Kontor für Versicherungen. Bielefeld, Herforder Str. 47, Schließfach 1567, Telephon 6870/71. Frisches Sauerkraut wieder eingetroffen, 500 g 14 Pf. Chr. Köster, Detmold. Schülerstraße 22. Ab Freitag zwei allerbeste, dickfette 3jährige Tiere Im Anschnitt. f Knoblauchwurst u. kl. Würstchen. Liebermann, Detmold, Meierstraße. Schreibtiscn u. Büroschrank oder Regal sofort zu kaufen gesucht. O. Ottbmeyer& Sohn, Detmold, Lange Straße 28, Tel.-Nr. 3410. Zugochse. ca. 12 Zentner schwer, zu verkaufen. Wilhelm Pestrup, Augustdorf i. L. STELLENMARKT Bürokraft mit Kenntnissen in Buchhaltung, mögl. bilanzsicher, für halbe Tage oder auch Stunden für einen Fabrikationsbetrieb gesucht. Angebote erbeten unter Nr. 5296 an die Lipp. Staatszig., Geschäftsstelle Lemgo. Technikerin öder techn. Zeichnerin mit guter Begabung u. Allgemeinbildung(auch Anfängerin) zu sofortigem oder späterem Eintritt gesucht. Ahgebote mit ausführlicher Bewerbung. Zeugnisabschriften, Lebenslauf u. Lichtbild sowie dem frühesten Eintrittstermin erbeten. WIll! F. Grassel, Maschinenfabrik. Bad Oeynhausen i. W., Postfach 2. Stütze, welche selbständig kocht, für Gasthaus für bald oder später sucht Frau Johannsmann, Bielefeld. Gasthaus zur Sonne, Herforder Straße 32. Einladung zur Geueralversammlung der landwirtsch. Buchführungsgenossenschaft für Lippe, e. S. m. b. H. am Donnerstag. dem 3. Dezember 1942, um 14.30 Uhr in Lage(Lipve), Hotel Freitag. Tagesordnung: Punkt 1: Geschäftsbericht über das Geschäftsj. 1941/42: Punkt 2: Genehmigung der Bilanz 1941/42 und Entlastungs= erteilung für den Vorstand und Aufsichtsrat: Punkt 3: Beschlußfassung über die Verwendung des Reingewinns aus 1941/42; Punkt 4: Ersatzwahl des gemäß der Satzung- ausscheidenden Vorstandsmitgliedes; Punkt 5: Ersatzwahl der gemäß der Satzung ausscheidenden Aufsichtsratsmitglieder: Punkt 6: Verschiedenes. Anschließend Besprechung über Buchführung und Steuerfrage. Die Bilanz sowie der Geschäftsbericht über das Geschäftsjahr 1941/42 liegen bis zum 3. Dezember zur Einsichtnahme für alle Mitglieder in den Geschäftsräumen der Genossenschaft aus. Lage den 24. November 1942. Der Vorsitzende des Aussichtsrats: Sültemeter. Bekanntmachun Bekauntmachung über die Ausgabe von Gemüsekonserven an Anstalten usw. und an Zuckerkranke. Für Krankenanstalten, sonstige Fachanstalten, Krüppelheilanstalten, Nationalpolitische Erziehungsanstalten, Kindertagesstätten, Jugendertüchtigungslager der Träger der Reichsversicherung, Mütterheime und Müttererbolungsheime, Waisenbäuser, Erbolungsheime der Träger der Reichsversicherung, Jugenderbolungsheime der NSV., BDM.=Haushaltsschulen, Jugendheimstätten der NSV., Anstalten für chronisch Kranke und Steche, Taubstummenheime usw., soweit sie nicht gewerbsmäßig betrieben werden, Diätvensionen und ambulante Diätküchen können einmalig in beschränktem Umfange Gemüsekonserven zur Verfügung gestellt werden. Entsprechende Anträge sind bei uns unter Benutzung von bei uns anzufordernden Vordrucken bis zum 31. Dezember 1942 zu stellen. Die Anstalten und Heime beziehen auf Grund der Bezugscheine die Konserven vom Großhändler oder unmittelbar vom Hersteller. Ein Umtausch dieser Bezugscheine— auch durch Großverteiler— in Großbezugscheine findet nicht statt. Die Anstalten und Heime übergeben dem Großverteiler oder Hersteller, von dem sie beliefert werden wollen, die Bezugscheine. Die Bezugscheine sind bis spätestens zum 15. Januar 1943 den Herstellern vorzulegen. Des weiteren erhält jeder Zuckerkranke im kommenden Winter insgesamt achtzehn ½ Dosen Gemüsekonserven. Die Zuckerkranken müssen sich von dem behandelnden Arzt eine Bescheinigung ausstellen lassen, der sie der ärztlichen Genehmigungsstelle in Dortmund, Münsterstraße 207, weiterreicht. Diese gibt die Bescheinigung mit kurzer Stellungnahme an die zuständige Kartenausgabestelle weiter, worauf der Kranke den Berechtigungsschein ohne besonderen Antrag zugesandt erhält. Der Kranke gibt den Berechtigungsschein dem Kleinverteiler ab, der ihm hierüber eine Empfangsbescheinigung ausstellt. Der Kleinverteiler tauscht den Berechtigungsschein unverzüglich bei der Kartenausgabestelle in einen Bezugschein A um. Die Bezugscheine sind baldmöglichst den Herstellern vorzulegen. Der Kleinverteiler schreibt auf der Empfangsbescheinigung, die er ausgestellt hat, die vom Bezugsberechtigten bezogenen Dosen ab. Der Bezugsberechtigte ist nicht verpflichtet, die bestellten Dosen auf einmal abzunehmen; er soll jedoch die Dosen spätestens bis zum 1. Avril 1943 abnehmen. Werden Berechtigungsscheine für Zukkerkranke nach dem 30. November 1942 beantragt, so ist die Gesamtmenge der zuzuteilenden Dosen so zu berechnen, daß auf jeden Monat(gerechnet von dem Monat ab, in dem der Berechtigungsschein beantragt wird, bis einschließlich Avril 1943) je drei ½1 Dosen entfallen. Zuckerkranken stehen in diesem Jahre Weißblech= oder sparverzinnte Dosen nicht zur Verfügung. so daß die Wünsche der Zuckerkranken auf Zuteilung solcher Dosen nicht berücksichtigt werden können. Konserven in Schwarzblechdosen sollen, um äußeren Rostansatz zu vermeiden, an einem trockenen Ort, auf keinen Fall in Eisschränken oder an sonstigen kühlen, feuchten Plätzen aufbewahrt werden. Detmold Brake i. L., den 24. November 1942. Die Landräte, Ernäbrungsämter Abt. B. Bezirksinspektor und gelegentl. Vermittler für den Kreis Halle gesucht. Bezirksdirektion der Central-Krankenversicherung A.-G., Bielefeld. Herforder Straße 47. Schließfach 1567, Tel. 6870/71. Erfahrene Hausgehilfln mögl. bald gesucht. Frau WIlh. Rlechers, Lemgo, Leopoldstr. 23. VERANSTALTUNGEN Die akte gute Qualitätund doch kostet Backpuilver „Nackin nurnoch CONTINENTAL Schreibmaschinen lohnen gute Pilege durch noch längere Lebensdauer. Zeinen Radlerslaub la-dle Meschine ialden lassen! Wn Kinderschuhe(29/30), Kinderaummischuhe(26), suche Damenbalbschube(37), Kinderstiefel(32), Gummtschube(28). Angebote unt. Nr. 5555 an die Lipp. Staatsztg. h Hautpflege mit Mitcheiweiß Lustschut i Gelbstschub!