Druck b. O., Detmold. u. Schriftl.: Detmold. nenstr. 14, Ferur.: 2845. Bostscheckt. Bankkonten: De Landesbank, Stödt. Spark. Die„Livd. Staatszeitung“ ersch wöchentl. 7mal. Abbestellungen d. Zeitung nur 1i9. M pscher Kurhe bis ium 25. Monats. abesuues eMationalegierung Anzeigenbrette! Die 22=mmZeile 13 N0. Textans. 77 mm breit. 75 Jc. 8. 8. i5 Preiblike 8 gültig. Beauelbreis: Monatl. bei Zustellung d. Boten einschl. Bestellgeld 2 M. 6. Zust. durch Post 2.42 Du einschl. 63 S. Postgeb. Die Bebind. d. Lieferung rechtt. kein. Anspruch auf Rückzahl. d. Bezuasor. Nr. 297 Detmold, Freitas. 30. Oktober 1942 Sturmgeschütze öffnen die Barrikaden Wie die Stadt Naltschik genommen wurge— Die Kessel westlich des Terek ausgeräumt 29. Oktober. In der im achme von Ralischik durch rumsnische zu vom Oberkommande der Weyrmecht u# gemeiTrA olene schnell nach Süden Raum. Am 20. sie den Tschepen=Flotz und vernichteten de Krüfle, die eden zur Verstärkung der agen dagetnoffen waren. Berlin, deten Einnahme . o z4. 10. Rehen die druischen und rumsktalschen Truppen im Raum westlich des Terek im Augrisf. Rotz harlen Kämpfen um die Brückenköpfe über den Baksan, die von sterken Fllegerkräften wirksam unterstützt wurden, gewannen die Kampfgruppen in der von vereinzellen Hügeln durchzogenen Edene schnell nach Süden Raum. Am 20. 10. überschritten## dier bolschewistische bedrohten Stellungen Zu beiden Seiten des Dorfes stießen am folgenden Morgen rumänische Gebirgsjäger nach Süden auf Raltschik, die Hauptstadt der autonomen Sowjet=Republik, Karbadino=Valkarien, vor.=Während einige Hügel vor der Stadt noch erbittert umkämpft wurden, beschoß unsere Artillerie bereits die Stadt sebst. Auf der großen von Psatigorst über Raltschik nach Ordshonikidse verkaufenden Autobahn ging der Stoß weiter. Deutsche Sturmgeschütze halsen den rumänischen Verbänden vorwärts, die am Abend des 26. 10. die feindlichen Sperrbunker unmittelbar vor der Stadt erreichten. Am frühen Morgen des folgenden Tages erledigten zumänische Jäger die von der Sturmartillerie zerschossenen Sperren. Nach heftigen Straßenkämpfen in den Außenbezirken sormierte sich der Angriff von neuem. Die Sturmgeschütze, von rumänischen Einheiten begleitet, stießen im Keil aus dem Pahubs gruppen und Fabriken am Stadtrand mußten abgeriegel! werden, bis die Artillerie eingriff und sie mitsamt den Bolschewisten zerschlug. Als der Abend sank, hatten es die Rumänen geschafft. Naltschik war trotz erbitterter Gegenwehr des Feindes gefallen. Zur Sicherung des gewonnenen Stadtgebietes wurde der Angriff noch am 28. 10. weiter nach Süden vorgetragen und die Verbindung mit deutschen Kräftegruppen hergestellt.„ Durch die gemeinsamen Operationen der deutschen und rumänischen Truppen waren im Raum zwischen Raltschik und Terek, wie bereits gestern gemeldet, starke bolschewistische Kräfte abgeschnitten worden. In den von zahlreichen Böchen durchschnittenen Flußgebieten des Tschegen und linken Flanke gedeckt, drangen die Rumänen in die Stadt ein und stürmten, von den Geschützen und Granatwerfern gesichert, die Straßen mit ihren Barrikaden, Beionbunkern und besonder sterk bofestigten Eckhäusern. Am Abend war der Nordostteil der Stadt sost in der Hand der rumäntschen Truppen. Am 28. 10. ging der Angriff weiter. Wieder lebte der Straßenkampf in auer Härte und Verbissenheit aus. Flakund Wurfgranaten schlugen vian vor der Infanterie die Breschen in die feindlichen Widerstandsnester, deren Besatzungen im Nahkampf erledigt wurden. Einzelne HäuserAufspaltung der seindlichen Kräfte noch mehrfoch zu harten GefechUrwang kam es bei der in klemnere Teilgruppen noch ung-..... ten, bis der Widerstand endgültig gebrochen wer. Auch die em oberen Baksam abgeschnittenen Bolschewisten versuchten noch, in den Kampf einzugreisen. Sie wollten durch Vorstöße von Nordwesten im Vorland den Rautafas die tiese Flanke des deutsch=rumänischen Angriffskeiles durchbrechen. Die vergeblichen An noch die eingeschlossenen e konnten jedoch weder Raltschik lschewisten retten. Unsere InSalomonen— das„zweite Pearl Harbour“. Verlegenheit in Washington— Australien bettelt um Hilfe Die Seeschlacht bei den vor die internalonale Dr. H. G. Berlin. 29. Oktober. Salomonen beschäftigt nach wie Presse, wobei bemerkenswerierweise soger in amerikanischen Zeitungen von einem„zweiten Poarl hardoue“ die Rede iR. Es stellt sich jetzt heraus, daß Japan keineswegs der leichte Jeind ist, über den Roosevell und seine Anhänger rasch und müheles triumphieren zu können glaubten. Bisher haben jedenfalls die Vereinigten Staaten immer nur furchtdate und kalastrophale Riederlagen einstecken müssen. In Washingtoner Meldungen der Londoner Blätter wird nunmehr die Lage der Salomon=Insel Guadalcanar als geravezu verzweifelt bezeichnet, wenn nicht die amerikanische Luftwaffe das Gleichgewicht wieder herstellen würde. Natürlich versucht man auf der Feindseite, die schweren Verluste der amerikanischen Flotte und Luftwaffe zu bagatelliesieren. Aber diesmal ist es doch nicht so einfach, da die japanischen Angaben erfahrungsgemäß auch in den Vereinigten Staaten von der Masse als wahrheitsgemäß empfunden werden. Man kann daher feststellen, daß ein allgemeines verzweifeltes Darumherumreden in Presse und Rundfunk Platz greift, wobei man in Gemeinplätze flüchtet. Schon manche Nachricht habe sich ja nicht bestätigt, tröstet man die enttäuschten Massen. Das ist freilich ein schwacher Trost. Guardian" bezeichnend, dessen Neuyorker Korrespondent über die scharfe Kritik darüber berichtet, daß die amerikanischen Marinebehörden so lange mit der Bekanntgabe der eigenen Verluste zurückhalten. Die öffentliche Meinung Amerikas habe kein Vertrauen mehr in die amtlichen Bekanntmachungen. Die„New York Times“ spricht in diesem Zusammenhang geradezu von einer Sucht nach Geheimniskrämerei, aber nicht zu dem Zweck, Feinde wichtige Nachrichten vorzuenthalten, sondern um die eigene Oeffentlichkeit über wichtige Ereignisse, besonders militärischer Natur, im dunkeln zu lassen. Bei solcher Sachlage macht sich der Londoner Rundsunk nur lächerlich, wenn er jetzt seinen Hörern die Nachricht vorverlieh dem ##mader reggen Eichenlaub zum 100. Luststeg Berlin, 29. Oktober. Der Führer verlieh Oberleutnant Sünther Nall in einem Jagdgeschwa das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreu und übermittelte ihm folgendes Schreiben: „In dankbarer Würdigung Ihres heldenhaften Einsatzes im Kampfe für die Zukunft unseres Volkes verleihe ich Ihnen als 134. Soldaten der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub zum Ritterkreuz——. — 6b0l Kreuzes. Essernen Hitler.“ etunion im Osten. ielt##* seit Begi Osten. E elt nach fünfzig Luftsiegen am4 itterkreuz des Eisernen Kreuzes zuß wurde der tapfere Jagdflileihung des Eichen zeichnet. r wurde hier verwundet und erSeptember 1942 das s. Nach dem 100. Abpfere Jagdflieger jetzt durch Vernlaubes zum Ritterkreuz ausgesetzt, es habe sich im gesamten Südpazifik nichts von Bedeutung zugetragen. Auf einer Konferenz im Weißen Hause sei erklärt worden, so berichtet London weiter, daß die Kämpfe im Südpazifik beld beendet sein dürften. Freilich, wenn das letzte amerikanische Kriegsschiff gesunken sein wird, müssen natürlicherweise die Kämpfe als beendet angesehen werden! Gerade die Schlacht bei den Salomonen, die in den Pressedarstellungen der Feinde noch vor wenigen Tagen einen so günstigen Verlauf nahm, zeigt die Ueberlegenheit der Japaner. Die Inselgruppe, die man sich als eine Barriere zum Schutze Australiens vorzustellen hat, und die Tausende von Kilometern vom japanischen Festland entfernt liegt, kommt nach und nach vollständig in die Gewalt der Japaner. Aber plötzlich ist dieser Schutzwall Australiens in den feindlichen Zeitungen nur noch eine unwichtige Lichtung im Dschungel der Südsee, die man leichter Hand aufzugeben bereit ist. Es ist immer wieder dieselbe Taktik. Aber in Australien selbst denkt man anders. Dort hat der Hauptschriftleiter eines australischen Zeitungskonzerns in einem offenen Brief in amerikanischen Zeitungen Anklage gegen die USA. wegen ihrer mangelnden Hilfe für Australien erhoben. Es könne keine Rede davon sein, daß Australien bisher bevorzugt worden sei. Hilfe sei nötig. Sie wird — wie immer— zu spät kommen! fanteristen und Jäger räumten den Kessel westlich des Terek aus und zerschlugen die seindlichen Truppen völlig. Das bisherige Ergebnis aus den viertägigen Kämpfen meldet der Wehrmachtbericht. Neben den 7000 Gefangenen ist die Vernichtung von 122 schweren Infanteriewaffen des Feindes auffällig. Beide Zahlen zeugen, daß die Erfolge im Raum von Naltschik, abgesehen von der wirksamen Hilse der deutschen Luftwaffe beim Durchbruch am Baksan in erster Linie von der deutschen und rumänischen Infanterie erkämpft worden sind. te Bomben auf Südostengland Esserbeigneiiche zwischen Zamoggte und Margate nachhaltig gestört. Berlin, 29. Oktober. Am Nachmittag des Mittwoch belegten deutsche Kampfflugzeuge vom Muster„Do 217“ kriegswichtige Anlagen mehrerer Städte in Südostengland mit Bomben. Unsere Kampfflieger stießen durch die die Wolkendecke tief auf ihre Ziele herab und trasen in So end an der Themsemündung die Hafen= und Tankanlagen im Süden der Stadt. Der Eisenbahnverkehr zwischen Ramsgate und Margate wurde durch Unterbrechung der Schienenstränge nachhaltig gestört. In den Betriebsanlagen der beiden Bahnhöfe entstanden erhebliche Schäden. Obgleich britische Jagdflugzeuge die deutschen Angriffe abzuwehren versuchten, kamen unsere Kampfflieger zu wirkungsvollen Bombenwürfen und kehrten ohne Verluste zu ihren Startplätzen zurück. Ven Tante USA. auf den Arm „indereben, wenn ibr mol gens un uus geböet, daun gebl es ench get——* Karikatur: Key/Dehnen-Dienst. Das Ränkespiel um Iran Am 20. Oktober wurde ein Rebolveranschlag auf den britischen Gesandten Bishov in Teheran gemeldet, und schon hatten die Briten einen der von ihnen so beliebten fodenscheinigen Gründe zur Ausweitung und Stärkung einer ihrer imperialen Mochtposttionen: Der Oberbefehlshaber der Armeegruppe Jrak=Iran,— die erst vor kurzem als selbständiges Kommando errichtet worden war— General Sir Henry Maitland Wilson, erhielt den Oberbefehl über Heer und Luftwasse Irans. Damit wurden einmal dem unglücklichen Land, dessen Regierung nur ein Schattendasein führt, dessen Bevölkerung seit dem völkerrechtswidragen britisch=sowjetischen Ueberfall im August 1941 Terror und Hungersnot ausgesetzt ist und dessen Wirtschaft, wie die kürzlich erfolgte neuerliche Erhöhung des Notenumlauses um 2 Milliarden Rials erkennen läßt, dem Abgrund einer Inflation zutreibt, die letzten militärischen Rechte genommen. Zum anderen aber gibt sich darin auch eine Mochtverschiebung kund, die erneut das Ränkespiel der plutokratisch=bolschewistischen Interessenpoktik verdeutlicht. Das alte, troditionsreiche Persien, das seit 1933 den im Lande von jeher geltenden Namen Iran(Arierland) auch offiziell führt, war— noch seinem Verfall unter der seit 1794 herrschenden Kadjaren=Dynastie— von dem 1878 als Sohn eines Bauern in Mesanderan geborenen Reza Palahwiseiner neuen Blüte entgegengeführt worden. Dieser eroberte als Führer einer Kosakentruppe am 21. Februar 1921 Teheran, entthronte den letzten Kadjaren=Schah Achmed und bildete ein neues Kabinett, in dem er den Posten des Kriegsministers übernahm. Außerdem Rommels panzerarmee steht unerschütterlich Neuseeländische Infanterie konnte weder vorwärts noch rückwärts— Britische Panzer in Minenfolder gedrückt Berlin, 29. Oktober. Seil fünf Togen lobt Afrike die Abwehrschiacht. Sie nahm nach den beim Oberkommande der Wehrmacht vorliegenden Meldungen am 26. lober noch an Heftigkeil zu. An der unerschütterlichen Abwehr der deutsch-ltassenischen Panzerarmge zerbrach jedoch bioher der brikische Großangrif, obwohl die Angreifer durch schwerstes Artilleriesener und starken Panzereinsatz unterstützt Während der beiden letzten Tage hal sich der Haupsstoß ie Zuoisiente konmirten, Die ücherfossete Alunr und Drahlverhaue bildeten jedoch schwer zu nehmende Hindernisse für den Jeind. Wenn britische Pauzer auf den Sturmgassen zwischen den Stützpunkten eindrangen, traf sie das zusammengesaßzte Abwehrsener der Achsentruppen. Beim elle trennte schweres Flankensener von der folgenden neuserländiversuchten britische und amerikanische Bomber, das Jeuer unserer Geschütze und schweren Waffen niederzuhalten, um den Neuseeländern das Vorgehen zu erleichtern. Mit 8,8-cm-Flakgeschützen nohm sich inzwischen unsere Artillerie die Panzer vor. Ueber 30 beisische Panzer zerschlug der Wirbel der Geschosse. Die übrigen wandten sich rückwärts, wurden jedoch durch den Bediesem Acmpf ein Bllotrumen sete el Segenstößen in Aabaularte Iufantette der vor, die in rätwürke fonnte sprang, bruchen unsere In ILe su und Leißabien Beiten uuf die som Jeurr nom Deranoten Dritrn. fangene wurden allein bei OE tere Augehorige ormiseher ltellezicher Dougerurnen bei Im Luftraum über dem zerwühlten Schlachtfeld mit seinen Staub= und Rauchwolken standen die Flugzeuge der Achse ebenfalls in schweren Kämpfen. Unentwegt griffen sie die feindlichen Bomber und Jäger an, durchbrachen die Flaksperren und drangen tief ins feindliche Hinterland ein. Trotz der zahlenmäßigen Ueberlegenheit ihrer Flugzeu sich die Briten nicht davor schützen, daß deutsche zeuge mit ihren Bomben feindliche Vatterien am von El Alamein zerschlugen. Benzindepots in Brand warfen und Panzeransammlungen zersprengten. Der Großkampf geht weiter. Aber trotz allen Aufwandes an Truppen, Panzern, Geschützen und Flugzeugen konnten die Briten bisher keine Erfolge erringen. konnten Naltschik im Sturm genommen Die deutschen Erfolge westlich des Terer— Mehrere Sowjetdivisionen zerschlagen vordöstlich Raltschik eingeschlossenen seindlichen Kräfte wurden im Kampf aufgerieben oder gesangengengmmen. Damit wurden innerhalb von vier Tagen mehrere sowjelische Divisionen zerschlagen, bisher über 7006 Gelaugene eingebracht und 95 Geschütze, 38 Panzer sowie zahlreichen sonstiges Kriegsmaterial erbeutet oder vernichtet. Ja Stallugrad stürmten uusere Truppen nach Abwehr mehrerer Gegenangrisfe weilere Telle des Industrie= geüobes und Hiuseblote Gnstostangeengrüte sterter, von Aus dem Führerhauptquartier, 29. Oktober. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Im Wesikankasus wiesen die deutschen Truppen die in den letzten Tagen gewobei sie von der Lustwafse " Surven. Kroatische Jäger schossen seche sowjetische Flugzeuge bei einem eigenen Verlust ab. Westlich des Terek stürmten rumänische Gebirgstrup. pen im Verein mit deutschen Gebirgssägern die vom Jeind stark befestigte und züh verleidigte Stadt Rallschlk. Die Dr. Ley überreicht dem Duce die Botschaft des Führers. Unser Bildtelegramm zeigt Reichsorganisationsleiter Dr. Ley mit der deutschen. Abordnung während seiner Anspreche an den Duce(links) im Palazzo Venezia. Ferner erkennt man(von links) Reichsjugendführer Axmann. Reichsstudentenführer Gauleiter Dr. Scheel und Gauleiter Hanke.: Scherl(Luce) 44 Jingzeuge. Zwei eigene isatz übe dei Tag und Nacht seindliche Ilngplätze, Bakteriestellungen und Trausportbewegungen. Im Nordwestleil des Kaspischen Meeres wurden zwei Frachtschiffe mit zusammen 3000 BRT. versenkl, zwei Tanker und fünf andere Frachtschifse in Brand geworsen beschungemese beichtütet Der Jeind verlor gest Ilugzeuge werden vermiß Das erbitterte Ringen in Aegypten hai fünften Tage der Abwehrschlacht nochgestelgert. Trotz schwerster Angriffe und ungewöhnlich hohem Munikionseinsatz konnle der Feind infolge der kapferen Abwehr der deutsch-italienischen Truppen keine Ersolge erringen. Mehrere hundert Gefangene wurden eingebracht. Die Angriffe auf die Ilngplätze von Malla wurden In Sabosteuglaund führten densche Kampfliugzeuge am gestrigen Tage Angriffe gegen Industrie=, Verkehrs- und Hasenanlagen. 4 Kraftfahrbewährungsabzeichen vom Führer gestiftet. Berlin, 30. Oktober. Als Anerkennung für den Kriegseinsatz besonders bewährter Kraftfahrer hat der Führer ein „Kraftfahrbewährungsabzeichen“ gestistet. Es wird an Kraftfahrer verliehen, die, unter erschwerten Bedingungen, in bestimmten Kriegsgebieten eingesetzt, sich beim Fahren und um die Erhaltung und Pflege des ihnen anvertrauten Kraftfahrzeuges besondere Verdienste erworden haben. Der Führer hat den Chef des Oberkommandos der Wehrmacht beauftragt, Durchführungsbestimmungen zu erlassen. er Oderbefehlshaber des Heeres. 1923 erhielt er mit dem Posten des Ministerpräsidenten praktisch die gesamte Macht, die durch die am 15. Dezember 1925 erfoigte Wahl zum Schahinschah(Rönig der Könige) gekrönt wurde. Ei beherrschte nun ein Land, dreimal so groß wie Frankreich (1,64 Millionen akm) mit 15 Millionen Einwohnern. das in der Folgezeit auf allen Lebensgedieten gefestigt wurde. Seine seldständige Politik, nicht zuletzt auch die von ihm angestrebten sozialen Reformen, waren den möchtigen „Aurainern“, der brittschen Plutokratie sowie der nördlich gugrenzenden Somsetunten, ein Dorn im Auge. Rasch die sich früher gerade hier sehr heftig desehdenden neuen„Bundesgenossen“ einen Vorwand zum Ueberfall auf das Land gefunden. Die Bolschewisten gruben zu dieem Zweck, von den Briten sekundiert, den sowjettschirgnischen Vertrag vom 26. Februar 1921 aus. In dessen Artikel 6 wurde den Bolschewisten, falls Iran„Basis emes Angriffs auf die Sowjetunion“ werden sollte, der Einmarsch zugestanden. Diese Vertragsklausel bezog sich ursprünglich nur auf die zaristischen Emigranten und bezeichnendrweise auch auf Großbritannien. Die Welt erlebte nun das empörende Schauspiel, wie die Bolschewisten von Norden und die sich noch in der Agitations=Gloriole der berüchtigten„Atlantik=Charta“, die hier ihre erste mißratene„Bewährungsprobe“ erlebte, sonnenden Briten von Süden her in das Land einfielen. Der rücksichtslose Mord von tausenden unschuldigen Iranern und der blutige GPU.=Terror, vor allem in den von den Bolschewisten besetzten Provinzen Aserbeidschan und Mesanderan, sowie der heldenhafte Widerstand der an Zahl und Bewaffnung weit unterlegenen iranischen Armee sind noch in naher Erinnerung. Ebenso die immer von neuem aufflackernden Aufstände der Bevölkerung, die, wie die Berichte in den letzten Tagen erhellen, aach heute noch anholten. Uns soll hier vor allem das nun einsetzende Tauziehen zwischen den beiden„Eroberer"=Mächten und den USA. noch etwas beschäftigen, wobei am Rande vermerkt sei, daß der schon vor Beginn des neuen Weltkrieges als Kriegstreiber in Paris sattsam bekannt gewordene USA.= Botschafter Bullitt im Januar 1941 als„Sondergesadter Roosevelts für den Nahen Osten“ auf die irgnische Regierung einen Druck ausuwvie zur Unterzeichnung des Vertrages mit den Sowjets und Briten. England und die Sowjetunion hatten ihre„Interessenzonen" durch eine etwa von der Südostspitze der Türkei ausgehende, südlich von Hamadan und Sultanabad nach Issahan verlausende Linie begrenzt.— Eine ähnliche Aufteilung Persiens hatten übrigens Großbritannien und Rußland 1907 schon einmal vorgenommen. Als nun die Engländer gezwungen wurden, Truppen aus Iran nach Burma und später beim Vormarsch Rommels nach Libyen und Aegypten zu verlegen, nutzten die Bolschewisten die Schwäche ihres Bundesgenossen und durchsetzten auch die britische Interessenzone im Osten und Südosten des Landes bis an die Grenze des indischen Belutschistan=Gedietes mit ihren Spitzeln. Nach der Abdankung des Schahs Reza Pahlawi wurde sein am 25. Oktober 1918 geborener Sohn Mohammed Reza— allerdings mit stark beschnittenen Rechten— am 22. Oktober 1941 zu seinem Nachfolger erkoren. Das neue Kabinett unter dem Ministerpräsidenten Ali Furugi blieb nicht lange im Amt, und jetzt kam der moskauhörige Suheily ans Ruder, ein Zeichen der Stärkung des sowjetischen Einflusses. Inzwischen wandte sich jedoch das Blatt. Der kühne Vorstoß der deutschen und verbündeten Truppen im Kaukasus zwang Stalin nach Meldungen aus Teheran und Erzerum, seine Besatzungstruppen aus Iran abzuziehen. London fühlte wieder Oberwasser. Das Kabinett Suheily wurde am 31. Juli 1942 gestürzt, und an seiner Stelle trat ein neues mit dem Britenfreund Achmed Khawaml. Aalas al Sultaneh, der schon einmal untr der KadjarenDynastie Ministerprösident gewesen war, an der Spitze. So glaubt England, was auch die Uebertragung des Oberbefehls über Heer und Luftwasse Irans an Maitland Wilson(nach neueren Meldungen soll allerdings das iranische Heer unter den Besehl einer gemischtzen britischnordamerikantschen Militärmission gestellt werden), erhellt, wieder einmal die Oberhand zu haben. Aber:„Wenn zwei sich streiten, locht der Dritte.“ Und der ist in diesem polltischen Ränkespiel der Meisterintrigant und Erbschleicher auf dem Washingtoner Präsidentenstuhl. Er sandte nicht nur Truppen nach Basra im Irak und auf die Bahrein=Inseln im Persischen Golf, wo eine neue USA.=Militärbasis entsteht, sowie neuerdings nach Koweit und auf weitere Inseln des Perstschen Golfs, sondern auch nach Iran. In Kermanschah, einem strategischen Stützpunkt an der transsibirischen Bahn, wurde die aus 20 0, Mann und 150 Tanks bestehende nordamerikanische E###nison, die seit einigen Wochen besteht, etwa Mitte Oktober durch gemischte Brigaden von 4000 Mann und leichten Tanks verstärkt. In der Nähe des tranischen Flughafens bei Kermanschah wird ein nur für die USA.=Flieger bestimmter angelegt. Die von den Briten besetzte Zone östlich der Linie Kermanschah=Asobad=Hamadan=Kaschwin soll an die nordamerikanischen Truppen abgetreten werden. Roosevelt hat weiter eine Militärmission zur Reorganisation des tranischen Heeres noch Teheran sowie„Berater“ in das Landwirtschafts= und das Unterrichtsministerium Irans entsandt. So sucht sich Roosevelt in Iran wie in anderen früher britischen„Interessenzonen“ festzusetzen. Aber auch er wird einmal wieder aus diesem Lande verschwinden, und dann erlebt vielleicht der zunächst nach der Insel Mauritins verbrachte und jetzt auf St. Helena im Exil lebende große Einiger Irans, Exschah Reza Pahlahwi, die Befreiung seines leidgeprüften Landes. „ Bananalfaldemanernan unn Klna an Jahre an GIRT GRSHRTSEHGR Von RNG Do GER E uN Berlin. 29. Oktober. Am 30. Oklober 1942 Genrreiseldmarschall vonAluge.. herresgruppe an der Ostfroul, sein 80. Lebe Generalfeldmarschall Günther von Kluge stammt aus einer Offizierfamilie: er wurde am 30. Oktober 1882 als Sohn des späteren Generalleumants von Kluge in Posen geboren. Als Kadett erward er sich durch zweimaligen mutigen Einsatz seines Ledens die preußische und oldenburgische Rettungsmedaille. Seine erfolgreiche Offizierlaufbahn begann er 1901 als Leutnant im Niedersächsischen Feldartillerie=R giment Nr. 46 in Wolfenbüttel und Celle. Nach dem Besuch der Kriegsakademie 1913 in den Generaistav versetzt, rückte Hauptmann von Kluge 1914 im Stabe des 21. Armeekorps ins Feld. Der junge Generalstabsoffizier war in den ersten Monaten des Weltkrieges auch als Beobachtungsflieger eingesetzt und erhielt im Oktober 1914 an der Westfroni das E. K. I und das Fliegerabzeichen. Später fand er in verschiedenen verantwortungsvollen Generalstabsstellungen Verwendung, kämpfte gegen Rußland, in den Karpaten und an der Insonzofront und wurde für seine Verdienste mit dem Hausorden von Hohenzollern ausgezeichnet. Als 1. Generalstadsoffizier der 236. Infanteriedivision wurde er im Oktober 1918 bei Verdun in vorderster Linie schwer verwundet. In das Reichsheer übernommen, stieg Hauptmann von Kluge im Wechsel zwischen Front= und Generatstabsstellungan rasch auf, führte 1930 als Oberst das Artikerie=Regtment 2 und wurde 1931 Brüillerieführer III. Ais Generalmasor war er ein Jahr lung Inspekteur der Nachrichtentruppen, dann übernahm er— 1934 zum Generalleutnant befördert— als Kommandierender General das VI. Armeekorps in Münster und nach der Sudetenkrise 1938 als General der Artillerie und Oberbefehlshaber die neugebitdete Heeresgruppe VI in Hannover. Bei Kriegsbeginn rief der Führer General von Kluge an die Spitze der in Pommern aufmarschierten 4. Armec Mit dieser Armee vernichtete er die polnischen Kräfte im Korridor und stellte durch den Weichselübergang bei Kulm die Verbindung mit Ostpreußen her. Nach dem Polenfeldzug beförderte ihn der Führer zum Generalobersten und zeichnete ihn mit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes aus. Im Westfeldzug 1940 stieß Generaloberst von Kluge mit seinen Panzer= und Insanteriedivisionen zur Kanalküste durch und bahnte damit den gewaltigen Ersolg der Vernichtungsschlacht in Flandern an. Bei der Fortsetzung der Offensive gegen Frankreich überwand seine Armee die Somme und eroberte die französischen Häfen am Atlantik. Er wurde am 19. Juli 1940 vom Führer zum Generalfeldmarschall befördert. Im Feldzug gegen die Sowjetunion 1941 nahm der Generalfeldmarschall hervorragenden Anteil an den großen Kesselschlachten der deutschen Heeresmitte bei BialystokMinsk, Smolensk und Wjasma und stieß mit seiner Armee bis in die Nähe von Moskau vor. Im schweren Ringen der Winterschlacht 1941/42 übertrug der Führer Generalfeldmarschall von Kluge den Oberbefehl über eine Heeresgruppe der Ostfront. Der erfolgreiche Ausgang dieser schweren Kämpfe im Winter ist mit seinem Namen ebenso verknüpft, wie der deutsche Sieg in den erbitterten Abwehrschlachten des Sommers 1942, in denen alle Versuche der Sowjets, durch dauernd wiederholte Angriffe der deutschen Führung das Gesetz des Handelns zu entreißen, gescheitert sind. Yankees beerben England schon bei Lebzeiten Vergeblicher Appell Edens an die Sendbotin des Weißen Hauses Dr. H. G. Berlin, 29. Oktober. Für manchen mog es eine Ueberraschung gewesen sein, als Außenminister=Eden In einer Tischrede, mit der er Frau Roosevelt feiern sollte, nicht gerade Dinge sagle, die für nordamerikanische Ohren sonderlich angenehm und„ermutigend“ klangen. Eden bezog sich auf eine Aeußerung von Fran Roosevelt, daß das britische Volk nur wenig über die USA. insormiert sei und er krumpfte dafür mit der Gegenbemerkung auf: „Wenn ich die gangbarsten Zeitungen der USA. lese, muß ich feststellen, daß Amerska keine sehr gründliche Kenntnis der Bedeutung des britischen Common Wealth besitzl.“ Es ist nicht schwer zu erraten, woraus Eden hier angewielt dal. Der Gedanke, daß England„zu all“ sei, um ein o großes Empire noch aus eigener Kraft bewirtschaften zu können, ist in Nordamerika heute zum Gemeingut geworden. Erst dieser Tage hatte der Sendbote Roosevelts Willkie zum Ausdruck gebracht, daß dank der modernen Verkehrsmittel die Welt sehr klein geworden sei. Die Pläne und das Denken der Nordamerikaner könnten und müßten daher in Zukunft die ganze Welt umfassen. Bereits heute fände sich überall etwas, was die Nordamerikaner gebaut hätten. Nordamerika wolle nun beileibe keinen Imperialismus für sich selbst, aber der Krieg werde auch nicht zur Verteidigung des britischen Imperialismus geführt, es vielmehr Tatsoche, daß an Stelle des britischen Empire ein Bund stolzer und freier Nationen getreten sei und auch die Ueberreste des alten britischen Kolonialsystems würden durch den kommenden„Staatenbund“ zur Freiheit gelangen. Es seien nun die Vereinigten Staaten, die nun die Pflichi hätten, die ganze Welt zu einem einzigen freien Staatenbund zu gestalten.— Also auch hier wieder einmal— diesmal von Willkie offen ausgesprochen— der Gedanke, daß das Empire überlebt sei und daß es nunmehr an den USA, sein müsse, die Führung der Welt zu übernehmen. Zu diesen Erklärungen Willkies kommen gerade in diesen Tagen noch weitere Aeußerungen von durcha: maßgevlicher nordamerikanischer Seite hinzu Alle diese Aeußerungen zeigen, daß es dem YankeeImperialismus damit ernst ist, die Rolle zu übernehmen, zu der er sich in seinem hemmungslosen Größenwahn berusen glaubt, denn„das amerikanische Jahrhundert ist angebrochen!“ Der Sprung nach Liberia eröffnete nach der Gewinnung gewichtiger Stützpunkte m Süd= und Ostafeika ebenfalls neue Perspektiven für nordamerikanische Aktivitä:. die nach ihrem erfolgreichen Vordringen in Südamerika auch die entsprechenden„Sicherungen wirtschaftlicher, politischer und militärischer Art“ im gegenüberliegenden Afeika verlangt, im Sinne der neuen Monrovia=Doktrin. So in der Tat stellt sich die Lage für die dar, die jahrelang Roosevelt seinen politischen Willen getan haben, ihm Ar eiliten drmser bicen Aelle sboen kate len mußten und nun erkennen müssen, daß die zwangssige Schwächung ihrer einstigen Macht nun den„guten Freund“ von Uebersee auf den famosen Gedanken gebracht hat, die Nachfolge anzutreten. Soweit hat es also Chu.chill heute schon gebracht! Mit dem Tausch vergänglicher Zerstörer gegen soliden wertbeständigen Kronbesitz begann es und niemand kon ite erwarten, daß hier die Dinge stehen bleiben würden. Herrn Eden werden seine deutlichen Zurechtweifungen zenig nützen. Auch er wird sich daran gewöhnen müssen, daß se mehr Nordamerika sich an allen Ecken und Enden des Empire breit macht— das britische Mutterland nicht ausgeschlossen— um so mehr bei ihm die Ueberzeugung reisen wird, daß die Britischen Inseln die natürlichen Vorposten der USA. am Rande Europas darstellen. „ie Schlacht ernster als je zuvor“ hi. Stockholm, 29. Oktober.„Die Sowjets haben an einigen Punkten um etliches zurückgehen müssen. Der Feind ist mit überlegenen Kräften am Werk. Möglicherweise sind die Sowjets gezwungen, noch weiter zurückzugehen.“ Mit diesen, wie üblich, abgeschwächten, aber im Grundton durchaus düsteren Feststellungen saßte der britische Nachrichtendienst am Donnerstagnachmittag Gegenwart und Zukunft des Ostkrieges zuammen. Er entwarf danach ein Bild der Lage, das e jüngsten Moskauer Berichte in bezug auf Besorgnis und offeue Furcht noch um viele Grade übertraf. Kämpfe bei Stalingrad sind jetzt zu einer neuen igkeit aufgeflammt“, bieß es wörtlich in diesem doner Bericht.„Die Schlacht ist ernster denn jeuele zenor! In einem amtlichen sowjetischen Kommuniqué wurde am Donnerstag überraschend das erste Teilgeständnis zu den jüngsten deutschen Erfolgen bei Raltschik gegeben.„Im Nalschik=Sektor waren unsere Truppen in heftige Kämpfe gegen die angreifenden Feinde verwickelt", meldete das Moskauer Kommuniqué.„In einem Abschnitt glückte er den Deutschen, unsere Streitkräfte zum Rückzug zu zwingen.“ Außerdem wurde in dieser sowjetischen Verlautbarung mitgeteilt, daß die deutschen Truppen nordöstlich von Tuapse nach dem Eintreffen neuer Verstärtungen einen weiteren Angriff unternommen hätten. Gandhi wieder geflüchtet und wieder verhaftet? vl. Rom, 29. Oktober. Nach italienischen Pressemeldungen soll es Gandhi gelungen sein, aus seinem Verwahrungsort, einem Landhaus, wohin er kürzlich mit einigen seiner Schüler gebracht worden war. zu fliehen. Die britische Polizei sei daraufhn zu Nachforschungen im Umkreis von 200 Kilometer eingesetzt worden, in deren Verlauf es ihr gelungen sei. Gandhi erneut zu verhaften und unter scharfer Bewachung vorläufig in einer Villa des Aga Khan in Puna(Provinz Bombay) zu internieren. 1— Naltschik Paltschlk ist mit etwa 30.000 Einwohnern die Hauptstodt der enionomen Sowjetrexublik Kobardin=Volkarten und Ugt auf einer Hochebene am Ausläufer des zenwalen Kaukesus. Eine Stichbadn verdindet die Stadt, die Nechr nurr einer unfungrriche uns Vielseinige Intbuhlru beherbergt, sondern wegen ihres gesunden Gedirgoklmas und ihrer Mineralquellen ein vieldesuchter Kurort ist, ihrer Bedeutung entsprechend, mit der großen EisendahnUnie Baku=Rostow. Auch führt durch Raltschik die von Woroschilowsk über Psatigorsk und Ordshonikidse nach Grosny verlausende Autostraße. Aetschir negt mmnnen eines Gedietes iit darer Vandwirtschaft, sedoch überwiegt hier nicht mehr Wie sonst im Nordkautasus der Getreideanbau, sondern es werden hauptsächlich Obst= und Gartendau betrieben, daneden Sonnenblumen, Hanf, Weizen und Mais angebaut Von der hochentwickelten Biehwirtschaft ist besonders die Pferdezucht erwähnenswert. Auf den Erträgnissen der Landwirtschaft aufbauend, hat die Stadt eine vielfältige Lebensmittelindustrie entwickelt und sie zu einem Standort der Obstkonservenindustrie von größerer Bedeutung gemacht. Ein großes Muplenkombinat, ein Fleischkombinat, Brotsabriken, eine Fabrik für Konditorwaren, Oelmühlen, Konservenfabriken und Getreidesilos geben dem Stadtbild ihr Gepräge. Der Waldreichtum der Umgebung ermöglichte das Aufblühen einer Holzindustrie, neben der es noch Werke der Textil= und Lederindustrie, insbesondere Schuhsabriken, g0. Die Schwerindustrie ist in Raltschik nn durch je eine Eisengießerei und Wasserturdinenfabrik vertreten, die jetzt weitgehend Rüstungsmaterial, in erster Linie See= und Landminen. MG.=Schlitten usw. erzeugen. Von wehrwirtschaftlich größter Bedeutung ist das etwa 100 im südwestlich Raltschik gelegene Wolfram= und Molybdänvorkommen„Tarnyaus“, das das reichste sowsetische Vorkommen dieser wichtigen Stahlveredler sein soll. In Noschnoj=Baksam befindet sich eine größere Aufbereitungsanlage für die hier geförderten Erze. Ein zweites wichtiges Rohstoffvorkommen, das Eisenerzgebiet Bonmalka, liegt etwa 100 km nördlich von Raltschik. Die erbitterte Schlacht in Aegypten geht weiter Rom, 29. Oktober. Der italienische Wehrmachtbericht vom Donnerstag hat folgenden Wortlaut: Die hefüge Schlacht, die sell fünf Tagen an der ElAlamein-Frout sobl, soh auch gestern erneut bestige Angrisse, denen die Streitkräfte der Achsenmächle einen hartnäckigen Widerstand enlgegensetzlen. Wir zerstörten wiederum einige Dutzend Pauzer und machlen mehrere hundert Gesangene. In wirksamen Augrissen im Tiefflug griffen Abteilungen der lialienischen und deutschen Lustwasse Truppen= und Lastwagenansammlungen des Zeindes an und belegten sie mit Bomben und MS.=Jeuer. Zwei beisische Ilugzeuge wurden von deutschen Ilugzeugen abgeschossen, zwei weilere nan Au A.lmmnk. Son der Boschasweyr. Die Flugplätze von Lucca und La Venezia wurden von der Lustwasse der Achse bombardiert. Eine Spitsire wurde von deutschen Jägern in Brand geschossen. Ein Verband viermoloriger Liberator-Bomber, die versuchten, den hasen von Ravarrins anzugreisen, wurde von nuseren Jägern abgefangen und gezwungen, die Bomben lus Meer abzuwersen. Ein seindliches Flugzeug, das wiederbolt getroffen wurde, ftürzte dreunend ab. Ritterkreuz für tapfersten Einsatz Berlin, 29. Oktober. Der Führer verlieb das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Hauptmann d. N. Arthur Rittner, Vataillonsführer in einem Grenadier=Regiment. Ferner verlieh der Führer auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwasse, Reichsmarschall Göring. das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Hauptmann Heintz, Staffelkapitän in einem Kampfgeschwader; Oberleutnant Peteani, Flugzeugführer in einer Nahaufklärergruppe. * Hauptmann d. R. Arthur Rittner setzte bei den Kämpfen in Stalingrad Mitte September seine Grenadiere zu einem Angriff an, der sein Bataillon bis zur Wolga führte, die Feindkräfte in zwei Gruppen spaltete und die Voraussetzungen zur weiteren Eroberung des Südteils det Stadt bildete. Hauptmann Kurt Heintz hat auf allen Kriegsschauplätzen in rund 300 Feindflügen bedeutende Erfolge errungen. Ueberaus tapfer, rastlos und unermüdlich, trug er durch seine vorbildliche Führung wesentlich zu den Leistungen seiner Staffel und darüber hinaus der Gruppe bei.— Oberleutnant Josef Peteani hat sich als Aufklärer im Kampf gegen England, im griechischen Feldzug und im Kampf gegen die Sowjetunion in vorbildlicher Weise bewährt und Erkundungsergebnisse erflogen; die für die Kampfführung vielfach entscheidende Bedeutung befaßen. Oberleutnant Peteani ist von einem Feindflug nicht zurückgekehrt. Kriegsschauplatz Salomonen Die Inseln der Dämonen, Koptjäger und Menschenfresser Von Gino F. Moellwitz. Durch die„3. Seeschlacht bei den Salomonen“ und das Vorgehen der Japaner gegen die amerikanischen Landungstruppen auf Guadalcanar und der vorgelagerten kleinen Insel Tulagi, dem Sitz des britischen Gouverneurs, ist diese Inselgruppe neuerdings zu einem der Brennpunkte des großen Zeitgeschehens geworden. Die Salomonen—? Ein Blick auf die Karte bekehrt uns, daß sie die östliche Flankendeckung für Japans natürliche Aufmarschbasis gegen Australien auf Neuguinea bilden. Der Briefmarkensammler denkt bei dem Ramen mit Mißbehagen an Seiten in seinem Album, die sich niemals füllen wollen, oder weist mit besonderem Stolz darauf hin, wenn ein Stück dieser mit am schwersten erhältlichen Kolonial= marken seine Sammlung ziert. Und der eine oder andere mag sich erinnern, blutrünstige Geschichten von Kopfjägern und Menschenfressern gelesen zu haben, die natürlich der Vergangenheit angehören. Darin aber täuscht er sich. Die Salomonen sind eines der wenigen Gebiete unseres Erdballs, wo Kopfjagd und Menschenfresserei heute noch zum lebendigen Brauchtum gehören; die beiden Patres und die drei Missionsschwestern — so hieß es— wanderten in die Kochtöpfe der Eingeborenen. Einer Strafexpedition soll es später gelungen sein, aus einem Bergdorf die geräucherten Köpfe der beiden Missionare und einer Schwester zurückzuholen und ihnen ein christliches Begräbnis zu bereiten. Wie in solchen Fällen üblich, wurden einige Dörfer niedergebrannt und alle Eingeborenen erschossen, die den Soldaten vor die Flinte kamen. Aber da die eigentlichen Schuldigen sich längst in das unzugängliche Berginnere Malaitas in Sicherheit gebracht hatten, bestand auch in diesem Falle der Haupterfolg der Strafexpedition darin, dem Haß gegen alle Fremden, und besonders die Weißen, neue Nahrung zu geben. Die Gruppe der Salomonen besteht aus sieben großen und vielen hundert kleineren und kleinsten Inseln, die in zwei Reihen angeordnet sind und zusammen eine Landfläche von rund 49000 alm bedecken. Die großen Inseln Bougainville(9000 gkm), Choiseul(5850 gkm), Ysabel(5840 Um) und Malaita(6200 gkm) in der nördlichen, Neugia(2200 gkm), Guadalcanar(6500 gkm) und San Cristoval(3050 gkm) in der südlichen Reihe, sowie eine Anzahl kleinerer Inseln kann man als Reste eines gewaltigen Gebirgszuges betrachten, der sich von Ostasien her über die Philippinen und Neuguinea in die Südsee hineinzieht. Die kleinen Inseln sind zum Teil vulkanischen Ursprungs, zum Teil von Korallen erbaut. Sie werden häufig von vulkanischen oder tektonischen Erdbeben erschüttert. Alle Felseninseln sind von Korallenriffen umgeben, hinter denen geräumige Buchten natürliche Häfen bilden. Das Klima dieser tropischen Inselgruppe(zwischen. 2 und 13 Grad 30° südl. Breite) ist dauernd feuchtheiß mit geringen Schwankungen zwischen 26 bis 30 Grad. Die ständigen Monsumwinde wehen von November bis April aus NW, von Mai bis Oktober aus SO. Die Gebirge, die im tätigen Vulkan Balbi auf Bougainville mit 3070 Meter ihren höchsten Gipfel erreichen, führen häufige, heftige Regevgüsse herbei (jährliche Regenhöhe 6—8 Meter!). Infolgedessen sind die Inseln gut bewässert und von üppigster Fruchtbarkeit. Undurchdringlicher Urwald bedeckt die Hänge. In den Niederungen herrschen Kokos= und Sagopalmen vor, die mit den Knollenfrüchten des Yams und der Tarostaude die Hauptnahrung der Eingeborenen liefern. Der Bergwald ist reich an wertvollen Eben=, Sandel=, Rot=, Eisen= und Farbhölzern. Die Stämme stehen eng nebeneinander und erreichen im Kampf um Licht und Luft erstaunliche Höhen. Die Kronen verfilzen sich tneinander, daß kaum ein Sonnenstrahl den Boden erreicht. In der feuchtheißen Treibhausluft unter dem Laubdach wuchern Farne, Bambusgewächse und zahllose Schtingpflanzen, die ein Durchkommen fast unmöglich machen und von denen die mit Dornen und Widerhaken bewehrte Rotang= oder Kletterpalme das für Flechtarbeiten und Korbmöbel geschätzte„spanische Rohr“ liefert. In größeren Höhen finden sich prächtige, hochgewachsene Baumfarne. Ueberall wächst auch die hellgrüne Arekapalme, deren Nuß, in ein Blatt des Betelpfefferstrauches gehüllt, in ganz SO.=Asien und Ozeanien als Betel mit Leidenschaft gekaut wird. Die Salomonen sind ein Paradies meist giftiger Insekten. Käfer, Spinnen, Ameisen, Stechmücken, Wanzen, Erd= und Sandflöhe sind in unzähligen Arten vertreten. An Vögeln sieht man Tauben, Kakadus, Honigsauger, Eisvögel und Kuckucke. Lurche finden sich in allen Größen vom Grasfrosch bis zum Leistenkrokodil. An einheimischen Säugetieren sind jedoch nur„fliegende Hunde“ vorhanden, die großen, als Leckerbissen geschätzten Fledermäuse der Südsee. Schweine, Hunde und Ratten sind erst von den Europäern und Chinesen eingeführt worden. Das Innere der großen Inseln ist noch fast ganz unerforscht. Am weitesten sind die Deutschen Sapper, Frederici und Pater Rascher in die Bergwelt vorgedrungen, während der Geologe v. Foullon=Norbeck beim Versuch, die Insel Guadalcanar zu durchqueren, mit seinen Begleitern ermordet und aufgefressen wurde, wie es noch zahlreichen Forschern und Reisenden erging. Auf der Inselgruppe lebten etwa 300 Europäer, zum Teil Regierungsbeamte, zum Teil Missionspersonal, die dort mit wenig Erfolg wirkten, der Rest Koprapflanzer oder=händler, die sich auf kleineren Inseln oder an den Küstenstationen niedergelassen hatten. Neben Kopra, dem getrockneten, fettreichen Fleisch der Kokosnüsse, lieferten die Salomonen vor allem Arbeiter für Pflanzungen auf anderen Inseln. Die Werbemethoden, die oft sehr viel Aehnlichkeit mit Sklavenhandel hatten, trugen viel dazu bei, den Fremdenhaß der Eingeborenen zu schüren. Die Insulaner sind Melanesier, eine den Australnegern verwandte Rasse von brauner bis tiefschwarzer Hautfarde, mit wolligem Kraushaar und stumpfen, affenartigen Gesichtern, die oft abstoßend wirken durch ihren Ausdruck von Wildheit und Verschlagenheit. Sie sind meist größer und kräftiger als die Papuas auf dem benachbarten Neuguinea und deshalb als Arbeiter geschätzt. Die Insulaner huldigen einem finsteren Dämonenglauben. Auch die Ahnenverehrung spielt bei ihnen eine große Rolle. Vor den oft auf Pfählen errichteten Hütten stehen Stangen mit primitiv geschnitzten Ahnenbildern. Manchmal ziert der Schädel des Toten den Ahnenpfahl. Der Häuptling hat Gewalt über Leib und Leben seiner Untertanen. Die Sklaverei ist heute noch allgemein üblich. Das Erbe folgt dem Mutterrecht, der Bruder der Mutter gilt den Kindern näher verwandt als der eigene Vater. Trotzdem ist seltsamerweise die Frau geringer geachtet als selbst ein Sklave. Nicht selten kam es vor, daß ein Mann seine Frau, deren er überdrüssig geworden war, erst mästete und dann schlachtete, um seiner Verwandtschaft einen Festschmaus zu bereiten. Im übrigen sind die Salomonier in der ganzen Südsee nicht nur ihrer Wildheit wegen gefürchtet, sondern auch wegen ihrer Zauberkünste. Sie sind Meister in der Herstellung verschiedenster Gifte, die teils langsam, teils blitzartig, aber meist unfehlbar tödlich wirken. Auch für die Amerikaner hat sich die seinerzeit als großer Sieg ausgeschriebene Landung auf diesen Inseln der Dämonen und Gifte, Kopfjäger und Menschenfresser als verhängnisvolles Unterfangen herausgestellt. Schon das Landungsunternehmen führte für die britisch=amerikanische Flotte zu dem Verlust von 13 Kreuzern, 9 Zerstörern, sowie einer Anzahl Transportern und Begleitschiffen. Die Japaner haben sich nicht beeilt, ihre ganzen zur Verfügung stehenden Machtmittel zur Vernichtung der gelandeten Truppen einzusetzen. Durften sie doch damit rechnen, daß die feindliche Flotte versuchen müsse, dem Landungskorps Hilfe und Entsatz zu bringen. Tatsächlich ist es ihnen gelungen, mit diesem Köder die schon stark geschwächte Pazifikflotte der Amerikaner ein zweites und jetzt ein drittel Mal in den Bereich ihrer Bomber und Torpedoflugzeuge zu locken. Frau Roosevelt unter Zensur osch. Bern, 29. Oktober. Frau Roosevelt, die während ihres englischen Aufenthaltes ihr an etwa hundert amerikanische Tageszeitungen zu beträchtlichen Preisen weiterverkauftes sogenanntes„Tagebuch" weiter schreibt, ist mit der englischen Zensur in Konflikt geraten. Wie aus London berichtet wird, stellte man am Montagabend bei der Londoner Zensur, der auch die Weitergabe ihres Tageduches „ordnungshalber“ unterworfen wurde, mit Schrecken fest, daß in den Tagesartikeln von Frau Roosevelt„unabsichtlich ein militärisches Geheimnis ausgeplaudert wurde". Da man Frau Rosevelt in diesem Augenblick über die amerikanische Botschaft nicht habe auffinden können, sei mit deren Billigung an dem Artikel von Frau Roosevelt eine kleine Aenderung vorgenommen worden. 18 Worte seien dabei von dem Zensor gestrichen und durch vier andere ersetzt worden. Die Tatsache, daß dieser Vorfall veröffentlicht wird, läßt darauf schließen, daß sich Frau Roosevelt davon in den USA. eine günstige Reklamewirkung für ihre journalistische Tätigkeit verspricht. Sparen lohnt heute mehr denn je Es gibt Menschen, die in den Tag hinein leben und sich um die Zukunft keine Gedanken machen; mag ihnen auch eine Zeitlang das Glück zur Seite so dauert es doch zumeist nicht lange, bis ihr sorgloses Dasein durch die harte Wirklichkeit des Lebens zerstört wird. Diese Menschen stehen dann häufig vor einem Nichts. Andere Menschen dagegen überlegen alles gründlich, schmieden rechtzeitig ihre Pläne und sorgen vor. Sie wollen vorwärtskommen, sie wollen, daß es ihre Kinder einmal leichter haben als sie selbst; sie wollen sich auch für alle Fälle der Not sichern. Diese Menschen schaffen sich durch stetes Sparen einen festen Rückhalt für das Leben. Sie legen sich einen„Notfroschen" zurück, sie machen Ersparnisse, um Ausgaben ür größere Anschaffungen bestreiten zu können, sie paren für die Ausbildung und Ausstattung ihrer Kinder, sie schaffen sich ein Sparkapital für den Lebensabend; sie sparen auch noch für viele andere lohnende Ziele. Es ist hoher Anerkennung wert, wie weit es manche Volksgenossen durch behärrliches Sparen von Jugend auf gebracht haben. Manch anderer, dem es an der notwendigen Ausdauer fehlt, wird nachdenklich gestimmt angesichts der Erfolge des gewissenhaften Sparers, der an dem einmal gefaßten Entschluß, täglich, wöchentlich oder monatlich einen bestimmten Betrag zurückzulegen, festgehalten hat und dadurch zu Wohlstand gekommen ist. Gerade heute können in Stadt und Land die Hausfrau, der schaffende Mensch in den Betrieben und die deutsche Jugend zumeist mehr denn je sparen. Ein jeder möge deshalb zur Sparwoche, die noch bis 31. Oktober dauert, daran denken: Sparen lohnt! Ausbildungsbeihilfe für Kriegswaisen von Schwerbeschädigten. und Kinder Nach geltenden Bestimmungen kann Ausbilfür eine Kriegswaise und für ein Kind eines Schwerbeschädigten beim Besuch einer Volksschule gewährt werden, wenn das Kind aus zwingenden Gründen außerhalb des Haushalts wohnen und verpflegt werden muß. Ein zwingender Grund für die Unterbringung eines Kindes außerhalb des Haushalts wird immer anerkannt, wenn die Mutter einer Kriegswaise im Erwerbsleben steht oder wenn die Mutter durch die Pflege ihres schus beschädigten Ehemannes besonders beansprucht wird. Die Frage, in welchen Fällen die Mutter durch diese Pflege besonders beansprucht wird, ist nicht immer leicht zu entscheiden. Der Reichsfinanzminister hat sich damit einverstanden erklärt, daß eine besondere Beanspruchung der Mutter durch die Pflege des Ehemannes ohne Nachprüfung als gegeben angesehen werde kann, wenn der Ehemann entweder eine Pflegezulgge erhält oder zu 100 Prozent in seiner Erwerbsfähigkeit gemindert ist oder Versehrtengeld nach Stufe lll oder eine Rente für Arbeitsverwendungsunfähige erhält. Sturmabzeichen auch für Sanitäter. Das Oberkommando des Heeres bat klargestellt, daß auch Sanitätsoffiziere und Sanitätspersonal das Sturmabzeichen erwerben können, wenn sie unter gleichen Kampfbedingungen wie die stürmende Insanterie im Nahkampfraum Verwundete versorgen und bergen. In gleicher Weise kann auch das Panzerkampfwagenabzeichen erworben werden, wenn sie sich, im Panzer mitfahrend, beim Einsatz im Gesecht bei der Versorgung und Bergung von Verwundeten bewähren. Eierzuteilung. Für die 42. Zuteilungsperiode gelangen nach heutigen Bekanntmachung der Ernährungsämter Eier zu Ausgabe. der drei Der Rundfunk am Freitag, 39. Oktober. Reichsprogramm: Klassische Kammermusiksendung von 11.00 bis 11.30 Uhr.— Fröhliche Volksmusik aus Schlesien und anderen Gauen von 15.00, bis 16.00 Uhr.— Tänzerische Zeitmusik von 17.15 bis 18.30 Uhr.— Die dem Schaffen des Textdichters Hans Fritz Beckmann gewidmete Sendung unter Mitwirkung bekannter Filmschauspieler wird von 20.20 bis 21.00 Uhr wiederholt.— Bunte Melodienkette tänzerischen Charakters von 21.00 bis 22.00 Uhr. Deutschlandsender: Konzertmusik der klassischen Zeit von 17.15 bis 18.30 Uhr.— Conrad Hansen, Helmut Zernick, Heinz Kirchner und Artbur Tröster spielen das Brahms=Quartett A=dur von 20.15 bis 21.00 Uhr. — Die zweite Sendung„Marksteine Berliner Musikge= schichte“ von 21.00 bis 22.00 Uhr enthält unter Mitwirkung zahlreicher Solisten die drei Teile:„Das deutsche Singspiel blübt auf".„Ditter von Dittersdorf dirigiert seine Oper„Doktor und Avotheker" und„Händelfest im Tom“. Verdunkelung von 18.06 Uhr bis früh 8.10 Uhr. Mondaufgang 22.13 Uhr— Monduntergang 13.24 Uhr. Nikolaus Dürkopp lernte in einem Detmolder Betrieb Zum 75jährigen Bestehen der Dürkopp=Werke in Bielefeld Alo der 1842 in Herford geborene Nikolaus Dürkopp nach seinen Lehrjahren in dem Detmolder Handwerksbetrieb Köller und Wanderjahren in Berlin, Hamburg und Bremen im Jahre 1860 bei einem Bielefelder Uhrmacher und Feinmechaniker als Gehilfe eintrat, kam er zum erstenmal mit der„eisernen Nähmamsell“, wie man damals rzhaft die soeben aufgekommene Nähmaschine nannte, in hrung. E. war sozusagen seine Schicksalsstunde, denn die„Nähmamsell“ ließ den jungen Mechaniker nicht mehr los. Er erkannte mit scharfem Blick ihre Zukunftsaussichten, insbesondere ihre Bedeutung für die heimische Wäscheindustrie. Jede freie Stunde benutzte er, um sich mit der Konstruktion und Arbeitsweise der ausländischen Modelle vertraut zu machen. Bald saß er dann über einer eigenen Kontruktion und fertigte ein durchaus brauchbares Stück, die ogenannte„Bielefelder Einsatzmaschine", und nun war es ein allzu langer Weg mehr, bis auch seine Selbständigkeitspläne reiften. Ende Oktober 1867 legte Nikolaus Dürkopp mit einer kleinen„Werkstatt für Nähmaschinen“ den Grundstein für ein Werk, das sich schon bald mit seinen Fabrikaten „Dürkopp=Nähmaschine" und„Dürkopp=Fahrrad“ Weltgeltung eroberte. Dieses Hervorwachsen aus bescheidensten Anfängen ist immer Dürkopps besonderer Stolz gewesen und wird in der Werbung der ersten Jahrzehnte stets betont hervorgehoben. Daran ermessen konnte man aber auch die dem Weitblick des Gründers zu verdankende sprunghafte Entwicklung. Rikolaus Dürkopp war nicht der Mann, der sich allein mit der Herstellung von Nähmaschinen zufrieden gab. Er wandte sich dem damals noch um seine Anerkennung ringenden Fahrrad zu, konstruierte die ersten Hochräder selbst und nahm sie 1885 in den Produktionsplan auf, ein Entschluß, der für die weitere Entwicklung der Firma richtunggehend wurbe.— In Ubrigen Ind Bitolaus Bürkonge Veriste als Pionier der Nähmaschine und des Fahrrades, als Wegbereiter auch in der Entwicklung des Motorwagenbaues und des Motorrades bekannt und oft gewürdigt worden. Nikolaus Dürkopp war aber nicht nur ein unternehmender Fabrikant, er trug auch das Herz auf dem rechten Fleck und war ein Original, von dem manches lustige Stückchen erzählt wird. Im Juni 1918 entschlief der treffliche und erfolgreiche Westfale und fand in Bad Salzuflen seine Ruhestätte. Die Dürkopp=Werke verzichteten aus zeitbedingten Gründen darauf, ihr 75jähriges Bestehen festlich zu begehen, machten vielmehr den Jubiläumstag erst recht zu einem Arbeitstag. Betriebsführer Georg Barthel gab bekannt, daß aus Anlaß des Jubikäums die Mittel der„Kommerzienrat=Hermann=Barthel=Unterstützungs= und Hilfseinrichtung" um 250 000 RM. auf 1 250000 RM. erhöht wurden. Eine allen Bielefelder Soldaten gewidmete erweiterte Folge der„Dürkopp=Feldpost“ schildert in Wort und Bild=die Entwicklungsgeschichte des Werkes. Christel König. Kurznachrichten aus den lippischen Städten Detmold Heule Wehrmachtkonzert im Schloßgarten. Ein Musikkorps der Wehrmacht veranstaltet am heutigen Freitag von 17 bis 18 Uhr im Schloßgarten ein Platzkonzert. Die Bevölkerung ist herzlichst dazu eingeladen. Herbstwanderung der Tendl-Gesellschaft. Eine Wanderung von Schötmar aus zu den Hollensteinen führt am kommenden Sonntag, 1. November, die Wilhelm=Teudt=Gesellschaft durch. Die Wanderung war bereits für den 25. Oktober vorgesehen, mußte dann aber ausfallen. Lippisches Landesthealer. Die 4. Aufführung der Dauermiete und freier Verkauf bringt am heutigen Freitag eine Wiederholung des berühmten Singspiels von Franz Levär Friederike! Erste Jugendfilmstunde. Nachdem am letzten Sonntag im Rahmen einer Feierstunde der Reichsjugendführung die Filmstunden der Hitler=Jugend des Kriegswinters 1942/43 eröffnet wurden, findet nun am kommenden Sonntag, 1. November, die erste Jugendfilmstunde i Detmold im Landestheater statt. Lemgo Der MSV. am Sonntag spielfrei. Die Meisterschaftsspiele m der westfälischen Handballgauklasse werden am kommenden Sonntag fortgesetzt. In der Staffel Nord gidt es allerdings nur ein Treffen zwischen dem MSV. Herford und Hindenburg Minden. Damit ist erstmalig auch der MSV. spielfrei, nachdem er bereits vier schwere Spiele hat austragen müssen. In der ersten Runde steht für den MSV. nur noch der Kampf gegen den Meister Hindenburg Minden offen. Bad Salzuilen Goldene Hochzeit. Am heutigen Freitag können die Eheleute Fritz Horstmann, geb. 1868 in Bad Salzuflen, und seine Ehefrau Henriette, geb. Müller, geb. 1864, in Remmighausen, das Fest der goldenen Hochzeit begehen. Aus der Ehe sind 6 Kinder, 4 Söhne und 2 Töchter, hervorgegangen. Ein Sohn ist im Weltkriege gefallen, ein weiterer Sohn und eine Tochter sind verstorben. Die noch lebenden beiden Söhne tragen heute das Ehrenkleid. Horstmann betriebt am Platze seit langen Jahren ein Baugeschäft, das er trotz seines hohen Alters, da seine Söhne nicht da sind, allein führt. Beide Jubilare sind noch rüstig und nehmen an dem heutigen Zeitgeschehen regen Anteil. Wir gratulieren und wünschen alles Gute. Sehötger Ardeitskameraden bestohlen. Ein junger Mann hat in einer hiesigen Fabrik einem Arbeitskameraden die Raucher: karte und die Lohntüte mit 38 RM. gestohlen. Als er auf die Raucherkarte Tabakwaren kaufen wollte, sah ein anderer Arbeitskamerad, daß er eine fremde Karte in der Hand hatte. Dadurch wurde der Diebstahl aufgedeckt. Nach anfänglichem Leugnen gestand der Dieb schließlich, daß er den Arbeitskameraden bestohlen hatte. Oerlinghausen Bucheckernsammlung. In unseren Waldungen sind zahlreiche Volksgenossen eifrig damit beschäftigt, die seit einigen Tagen reichlich gefallenen Bucheckern zu sammeln. Beachtliche Ergebnisse konnten schon erzielt werden. Auch nehmen die oberen Klassen der Volksschule an dieser Sammelaktion teil. Obsl- und Gemüseausstellung. Der hiesige Obst= und Gartenbauverein hatte im Stadthotel unter seinen Mitgliedern eine kleine Ausstellung von Erzeugnissen in Obst und Gemüse aufgebaut, die mit einer Prämiierung der besten Obst= und Gemüsesorten ihren Ausklang fand. Blomberg Den Zns verpaß. Immer bört man wieder, daß Volksin den sogenannten„7=Uhr=Zug“" verpaßt haben. z erklärlich, denn der Frühzug fuhr bioher bereits immer um 6.53 Uhr. Mit Wiedereinführung der mitteleuropäischen Zeit, also ab 2. November, fährt dieser Frühzug bereits um 6.43 Uhr und der nächste Zug nicht mehr 9.08 Uhr, sondern bereits um 9 Uhr. Wer künftig diese Vormittagszüge nicht mehr verpassen möchte, muß sich die Abfahrtzeiten etwas mehr einprägen. Neuigkeiten aus den Ortsbauernschaften Zwei Jahre Zuchthaus für Rotzuchl. Wegen Notzucht, begangen an einem 16 Jahre alten Mädchen, verhandelte das Amtsgericht Detmold gegen den verheirateten, 37 Jahre alten Karl Flörkemeier aus Kalldorf. Durch die Beweisaufnahme wurde der Angeklagte überführt. Das Urteil lautete auf zwei Jahre Zuchthaus und Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf drei Jahre. Leopoldstal. Froher Nachmittag für Verwundete. Einige frohe Stunden erlebten etwa 30 verwundete Soldaten aus einem Detmolder Reservelazarett, die von der Leopoldstaler RS.=Frauenschaft zu einer gemeinsamen Kaffeetafel eingeladen waren. Bei ihrer Ankunft am ahnhof wurden die Gäste von einigen Frauen empfangen und zum Gasthof„Drei Linden“ geführt, wo sie von der Ortsfrauenschaftsleiterin herzlich begrüßt wurden. Nach der Bewirtung mit Kaffee und Kuchen wurde eine gemeinsame Wanderung durch Dorf und nach der Silbermühle angetreten. Von dieser Wanderung zurückgekehrt, begaben sich er und Gäste wieder zum Gasthof„Drei Linden“, wo die folgenden Stunden bei Vorträgen und fröhlicher Unterhaltung nur allzuschnell dahingingen. Der letzte Abendzug brachte die Gäste, die sich noch oft der hier verlebten Stunden erinnern werden, in die Landeshauptstadt zuruck. Hohenhausen. Hohes Alter. Schneidermeister Heinrich Exter, einer der ältesten Bewohner unseres Ortes, beging dieser Tage seinen 82. Geburtstag. Noch täglich sieht man den alten Handwerksmeister auf seinem Arbeitstische sitzen, um in heutiger Zeit mitzuhelfen, eine Lücke zu füllen. Eine besondere Freude ist es ihm immer, am frühen Morgen die Staatszeitung noch ohne Brille lesen zu können. Treu und in größter Liebe hat ihm seine Lebensgefährtin bis jetzt immer zur Seite gestanden. Ueber 40 Jahre lang wohnt das Ehepaar Exter in dem Hause des Tischlermeisters Dohmeier, hierselbst; das beste Zeichen großer Verträglichkeit auf beiden Seiten. Möge der greise Jubilar diesen Tag im Kreise seiner Lieben noch recht oft begehen. Das ist wohl der ehrliche Wunsch aller Hohenhauser und aller, die ihn kennen.(80) Der Heröst guckt ins Fenster guckt der farbenfrohe Herbst in unsere Detr Fenster, Zuerst schielte er herüber vom nettentale her, wo vier gelbe Kastanien= Nun molder Johannertentale pe.— kronen vor dem Eichenwalde neben dem Dolsterteiche standen. Dann zog er die Hornsche Straße entlang eine kräftige Linie, auch in Geld. Das waren die Lindenbäume am Straßenrande. Darauf sprang er zu der Baumgruppe hinüber, die die alte Werrerücke in den Kubkämpen unter ihrer Hut hat. Es sind hohe Silberpappeln mit mächtigen Kronen. Man sah richtig, wie in ihnen unser Meister Klechsel ausgetragen, daß es auf die Entfernung von 500 Meter nicht zu sehen ist. Und nun ist er eben dabei, im Palaisgarten sein Meisterstück zu machen. Die roten Dächer und weißen Wände des Papenberges sind ihm als Vordergrund gerade recht. Und die chwarzen Tannen, die uns im Sommer fast gar nicht auffielen, hat er in ihrer düsteren Eintönigkeit jetzt recht herausgestellt, um all seine leuchtenden Farben um sie herum wirkungsvoll ausbreiten zu können: Gelb und Gold jetzt vor allem, kräftiges Grün daneben, Rot und Braun hernach. Und wenn dann die Herbstsonne all seine Farbtöne erst recht lebendig macht und Silber darüber verstreut und der blaue Himmel mit seinen schneeweißen Wolkenballen die Farbenfreude noch erhöht, so ist der junge Herbst ganz außer sich vor Entzücken und Stolz und klopft immer wieder an unser Fenster und ruft hinein: Seht ihr mich auch, Kinder und Leute? Bin ich auch heuer nicht wieder wunder#in.— Die Offizierlaufbahn der Lustwaffe In Ergänzung der vom Oberkommando der Wehrmacht veröffentlichten neuen Grundsätze für die Einstellung von Bewerbern für die Offizierlaufbahn aibt der Reichsminister der Luftfahrt und Oberbefehlshaber der Luftwaffe bekannt: Bewerber reichen gelegenen Luftwaffe“ ein. Die nächsten Einstellungstermine sind: Für alle Waffengattungen 1. 3. 43, außerdem für Flieger= und Fallschirmtruppe 1. 7. 43, für Flakartillerie und Lu.Truppen 1. 8. 43. Es melden sich Geburtsjahrgänge 1925 und ältere sofort. Geburtsjahrgang 1926 bis spätestens 1. 4. 43. Alter am Einstellungstage mindestens 17, jedoch nicht über 24 Jahre. Bewerber für die Ingenieur=Offizierlaufbahn der Luftwaffe melden sich ebenfalls bei den unten aufgengsgesuche für die Luftwaffe sind jedoch zuständigen Luftgaukommando(Luftgauarzt) vorzulegen. Ueber die Einstellungsbedingungen für diese beiden Lufbahnen wird demnächst weiteres in der Tageszeitung bekanntgegeben. Anschriften: Annahmestelle 1 für Offizierbewerber der Luftwaffe, Berlin=Charlottenburg, Uhlandstraße 191, Annahmestelle bewerber der Luftwaffe, Hannover, Annahmestelle 3 für Offizierbewerber München, Franz Josefstraße 1, Annahmestelle 4 für Offizierbewerber der Luftwasse, Wien, Schopenhauerstraße 44—46. Aus der Bewegung RSDAP., Ortsgruppe Pivitsbeide. Sonntag, 1. Nov., um 10 Uhr findet eine wichtige Besprechung der Politischen Leiter und Führer der Gliederungen bei Parteigenosse Gore statt. 93., Stamm 1/55 und 2/55. Sonntag, 1. Nov., treten sämtliche Gefolgschaften der Stämme 1 und 2 zur Jugendfilmstunde um 8.10 Uhr am Landestheater in Detmold an. Die dazu schon vorber verteilten Filmkarten werden mitgebracht. 63., Fliegergefolgschaft 1155, Detmold. Sonntag, 1. November, tritt die ganze Gefolgschaft um 8 Uhr am Gomnasium an(Jugendfilmstunde). 53., Gef. 41/55. Die Scharen 1 und 2 treten Freitag, 90. Oktober, um 20 Uhr am HJ.=Heim, Papenstraße, mit Turnzeug zum Gefolgschaftsdienst an. 29. Jungzus Eichbolz. Der gesamte Jungzug tritt am Sonnabend, 31. Oktober, um 15 Uhr an der Schule in Eichholz an. RS.=Frauenschaft— Deutsches Frauenwerk, Ortsgruppe Bad Salzuflen=Kurpark. Unser Gemeinschaftsabend findet heute, Freitag, 20 Uhr, im Hotel„Luisenhof“ statt. Der Abend ist dem Erntedank gewidmet. Vollzähliges Erscheinen wird erwartet. Gäste sind berzlich eingeladen. Briefkasten Hauptmann. Wenden Sie sich einmal an die Kameradschaft ehem. 55er in Detmold, bzw. den Kreiskrieger= verband Lippe, Detmold, Schloßplatz. W. K. Setzen Sie sich mit ihrem zuständigen Bürgermeister in Verbindung, dieser wird sagen können, welche Schuhumtauschstelle für Sie in Frage kommt. E. D. 39. Anspruch auf diese Prämie besteht auch dann, wenn die Hausgehilfin in verschiedenen Haushaltungen in ununterbrochener Tätigkeit beschäftigt war. F. 18. Es war uns leider nicht möglich, auf einer Karte oder in einem Verzeichnis einen Ort dieses Namens festzustellen. Vielleicht können Sie durch die Zivilverwaltung der besetzten Ostgebiete hierüber Näheres erfahren. Roman von Marianne von Angern. 7) Copyright 1942 by Universitas-Verlag P. Schmid. Berlin „Zu Befehl, Exzellenz.“ „So... Förmlich erleichtert ließ sich Marai wieder auf seinen Sessel fallen und gab dadutch zu verstehen, daß das, was nunmeyr noch erfolgen werde, außerdienstlich und privat aufzufassen sei. „Ja, ja— mein Lieber— ein Honiglecken ist es für mich gerade nicht, dir das alles beizubringen... Denn daß die Zumutung, die da an dich gestellt wird, nota dene in deinem speziellen Fall, ein wenig— na, sagen wir— ans Groteske strefft, das liegt natürlich auf der Hand. Aber was ist da weiter zu machen? Der letzte Wunsch eines Kameraden— den müssen wir— zum Donnerwetter— respektieren. Meiner persönlichen Ansicht nach wäre mit einem anständigen Legat des Guten mehr als genug geschehen. Was aber— bitte— durchaus keine Kritik an der Verfügung unseres armen Ushazy bedeuten soll. Vielleicht sieht man in der Todesstunde die Dinge des Lebens ganz anders. Also jetzt geh, mein Sohn, und bring es deinen Leuten so schonend wie möglich bei. Eine leichte Mission wird es nicht sein...“ Nein— bei Gott nicht... Und wie von Zentnergewichten fühlt sich Béla beschwert, als er, sogleich nach dem Verlassen der Kommandantur, in rasender Fahrt dem südöstlich Budapest liegenden Ushazyschen Familienbesitz zustrebt. Die Benachrichtigung der Frauen— das ist es, was ihm von allen Hürden, über die es heute noch zu setzen gilt, das weitaus größte Kopfzerbrechen verursacht Wie werden sie es hinnehmen, die beiden... Großmama, die auf den Verlust des einzigen geliebten Sohnes vorbereitet werden muß, und— du lieber Himmel— Mutter! Ueberhaupt nicht auszudenken. Mutter, die hochmütige Aristokratin, bisherige unbeschränkte Gebieterin auf Ujhaza— sie soll zurücktreten zugunsten irgendeiner Person zweiselhafter Herkunft, obendrein mit einem unehelichen Kinde. Und dies alles noch auf Wunsch des eigenen Bruders Ueber sich selbst und seine nunmehr höchst fragwürdige Zukunft Beirachtungen anzustellen, unternahm Béla erit gar keinen Versuch. Wozu auch? Die unmittelbar einzuschlagende Marschroute lag jedenfalls klar und unmißverständlich fest. Punkt elf Uhr in großer Gala vor der Franziskanerkirche vorfahren und die künftige Herrin von Ushaza zum Altar führen. Sodann die neugebackene Gräfin beglückwünschen und sich späterhin— vorausgesetzt, daß man den Krieg noch überdauerte,— als armer Teufel irgendwie durchs Leben schlagen.“, gab es daran schon viel zu erwägen? Wenn man nur nocht so verdammt kaputt wäre... Zwei Nächte nicht ein Auge zugemacht. Getrunken... viel getrunken. Gespielt... hoch gespielt. Verloren... viel verloren. Nun ja— ein paar Spielschulden mehr oder weniger belasteten den Ushazyschen Erben bis jetzt nicht wesentlich... Nicht wenig erstaunt war die Baronin Munkács, als ihr Sohn zu so ungewöhnlich früher Stunde in ihrem Verwaltungsbüro erschien. Vor dem mit Abrechnungen und Verzeichnissen übersäten Schreibtisch sitzend, ließ sie sich eben, wie allmorgendlich um diese Zeit, von dem Gutsinspektor Bericht erstatten. Wohl hatte sie auf den ersten Blick die nervöse Abspannung in Bélas Zügen festgestellt, ihr jedoch, als vermeintlicher Folge einer durchbummelten Nacht, keinerlei Bedeutung zugeschrieben. „Nimm Platz, bitte; ich din sofort für dich da“, sagte sie gleichmütig und winkte dem Verwalter, in seinen Ausührungen fortzufahren. Seit sie Witwe geworden war, hatte sie mit fanatischer Hingabe die Bewirtschaftung des brüderlichen Besitzes übernommen. Und wenn die Ushazyschen Ländereien in Ertragsfähigkeit und Rentabilität Rekordziffern aufzuweisen hatten, so war dies in erster Linie ihr Verdienst. In diesem unermüdlichen Arbeitsdrang, der sich bis zur Besessenheit steigerte, tobte sich gewissermaßen ihre Liebe zu dem vergötterten Sohn aus. Sein dereinstiges Erbe sollte eines Tages Zeugnis ablegen für die zärtlichen Gefühle einer Mutter, deren sinnfälligere Kundgabe ihr ein herrisches, sprödes Naturell vorenthielt. seiner Mutter gemessen, gerabezu ender Nachsicht in sich schloß *, lächelte er bitter;„lassen wir den aus dem Spiel... Mutter— ich „Du scheinst ja eine ausgiebige Geburtstagsvorseier hinter dir zu haben“, wandte sich Frau von Munkács, als der Inspektor entlassen war, mit einem Anflug von Heiterkeit Béla zu. Jedem ungeübten Ohr hätte diese Bemerkung eber bissig als liebevoll geklungen; doch Béla wußte, daß sie, an den Möglichkeiten seiner Mutter gemessen, geradezu ein Maximum wohlwollender Nachsicht— sich „Ach— Geburtstag“ setzt um Himmelswillen aus dem Spiel nge eine schlimme Nachricht.“ Die strengen Züge der Baronin drückten keine wesentliche Bestürzung aus. „Pech gehabt— beim Spiel?“ fragte sie kurz. Béla winkte ab.„Wenn es das wäre... Mutter— es handelt sich um Onkel Elemér.. Frau von Munkäcs wurde fahl:„Tot...?“ preßte sie mühsam hervor. Béla zuckte die Achseln...„Schwere Komplikation nach einer an sich harmlosen Schrapnellverwundung...“ „Und keine Hoffnung „Wenig“. murmelte Béla,„vielmehr so gut wie gar keine... „Großer Got!“, flüsterte sie und schlug die Hände vor das Gesicht „Ich bin gekommen, um euch vorzubereiten, damit es nicht aus den Zeitungen erfahrt. Es bekanntgegeben..“ Von dem Wuns zu gewinnen, erging sich Béla in diesen Nevensächlichkei Aber einmal mußte es ja gesagt werden. „Mutter.... begann er wieder, gleichsam einen Anlauf nehmend,„leider ist das noch nicht alles...“ Apathisch, richtete sie den Blick auf ihn.„Was denn noch, um Jesu willen?“ sagte sie matt. „Ich wurde heute zu nachtschlafender Zeit von Marai auf das Stadtkommando zitiert“, begann Béla.„Nämlich — es soll irgendwo ein unehelicher Sohn Onkel Elemérs existieren...“ Unwillkürlich hielt er inne, die Baronin starrte ihn an, als zweifelte sie an seinem Verstand. „Was geht das uns an?“ verwies sie ihn unwillig. „Wir haben jetzt wahrhaftig andere Sorgen.. „Also— du wußtest davon, Mutter— Warum hast du mir nie etwas gesagt?“ „Gott— ist das so wichtig!“ entgegnete Frau von Mankäcs geretzt.„Ueberdies kiegt die Sache eine Ewigkeit ubereiten, damit ihr s ist bereits offiziell nsch getrieben, Zeit Nebensächlichkeiten. Kunst und Wissenschaft Der Bille=Romana=Preis. Der Villa=Romona=Preis 1943 ist an den Maler Oskar Kreibich=Prag und die beiden Bildhauer Hubert Nicolaus Lang=München und Paul Egon Schiffers=Frankfurt=Main verliehen worden. Die „Villa=Romona=Stiftung" gebt auf eine Gründung Mar Klingers im Jahre 1905 zurück. Der Preis besteht in Gewährung von Unterkunft in den für Wohn= und Arbeitszwecke eingerichteten Räumen der Villa Romona in Klorenz und dazu in einem Barpreis zur Bestreitung der Aufenthaltskosten. Verleihung der Düfseldorfer Kunstvreise. Der„Tag der Kunststadt Düsseldorf 1942“ wurde mit der Verleihung der Kunstpreise der Stadt Düsseldorf eröffnet. Der Cornelius=Preis für Malerei wurde Kunstmaler Albert Genrich und der für Bildbauerei dem Bildbauer Carl Vilz verlieben, während der Immermann=Literatur=Preis Wilbelm Schäfer und der Robert=Schumann=Musik=Preis Otto Leonhardt zuerkannt wurde. Der Gründer der Exl=Bühne gestorben. Im Innsbrucker Krankenhaus ist am Mittwoch Direktor Ferdinand Erl, der Gründer und Leiter der Exl=Bühne, im 67. Lebensjahre gestorben. zurück... Du warst damals, wenn ich mich recht besinne, noch auf der Militärakademie. Was willst du— eine Episode wie hundert andere... Das Mädel— ich glaube, sie war die Tochter eines Cafétiers... Kurz— er hatte sich ein bißchen arg verplempert, der gute Elemér... Na— und dann kam das Kind. Zum Glück war das Mädel vernünftig genug, die Unhaltbarkeit der Geschichte einzusehen... Aber ist jetzt der geeignete Moment, um von solchen Dingen.. „Onkel Elemer hat den Wunsch geäußert, das Mädel zu heiraten, ehe er stirbt.. Die Hand der Baronin stach in die Luft, als scheuche sie eine lästige Mücke fort. Fast hätte sie sich bewogen gefühlt, Béla eines unangebrachten Scherzes wegen zur Rede zu stellen. Erst der Bericht ihres Sohnes öffnete ihr nun allmählich die Augen über das, womit aller Wahrscheinlichkeit nach zu rechnen war. Und schließlich erfaßte sie ganz die Grausamkeit des Schlages, der die Zukunft der Ihrigen zu vernichten brohte. (Fortsetzung folgt.) Wesifalen und den Nachbargebieten Ungetreue Rädtische Wirtterin Großes Aufsehen erreate hier Mitte hres die Verhaftuag der A Jahre alten 4erin M. B., die seit 11 Jahren in der Städtihen Krankenanstalt zu Hamm als Wirtschafterin tend tätig war. Die Verhaftung erfolgte damals, weil im Wirtschaftsbetrieb umfangreiche UnterVerstöße gegen die Kriegsbewirt= die Verhaftete vorgekommen sein sollrer Vergehen hatte sich die in Unter#chaft befindliche Wirtschafterin jetzt vor dem Hammer Amtsgericht zu verantworten. Die Verhandlung. in der 5 Angestellte und Köchinnen des Krankenhauses als Zeugen vernommen wurden, erbrachte den Nachweis, dak sich die Wirtschafterin in den Kriegsjahren 1940 bis 1942 der Unterschlagung von Mehl und Bohnenkaffee sowie des unrechtmäßigen Erwerbs von einigen handert Eiern. ohne im Besitz von Bezugscheinen gewesen zu sein, schuldig gemacht hatte. Der Staatsanwalt beantragte gegen die Angeklagte für jedes der beiden Vergehen eine Gesängnisstrafe von Monaten oder eine Gesamtstrafe von 4 Monaten Gesängnis. Das Gericht erkannte auf insgesamt 3 Monate Gefängnis, die durch die Untersuchungshaft als verbüßt zu gelten haben. Dülmen. 40 Jahre Weidmann. Auf ein 40. jähriges, stets pflichtbewußtes Schaffen im grünen Rock konnte der im weiten Münsterland allseitig bekannte Revierförster Chr. Hummelt, Forsthaus Dernekamp, zurückblicken. Der Jubilar steht im Rufe eines kundigen und besorgten Hegers. Eggerode. Einbrecher am Werk. Einbrecher stiegen in die Wohnung eines Gärtnereibesitzers ein und entwendeten eine Menge Bettwäsche, Mantelstofse, ckwesten, einen Pelz und sogar Kleider einen Beute Vorn, risch Blusen, Strid schgebackenen Kuchen. Auf fielen den Dieben bei und Aepfel in die Hände. weiteren Bauern Den Betriebsherrn bestohlen Aus einer Spinnerei verschwanden in letzter Zeit wertvolle Garne, ohne daß zunächst der Dieb festgestellt werden konnte. Der Gronauer Kriminalpolizei gelang es nun, den Spitzbuben in der Person eines in der Schlosserei beschäftigten Holländers der Diebstähle zu überführen. Eine vorgenommene Haussuchung in der Wohnung des Holländers bracht große Mengen der gestohlenen Guts zum Vorschein. Einen Teil der s schon weiterverkauft. der Dieb schon verantworten, der sie einem Jahr verurteilte. Rhynern. Rekord unter Rekordfrü Alljährlich wird zur Zeit der Ernte über Rekor berichtet, die hier und da im Münsterlande werden konnten. Den Rekord unter den Reko# scheint aber in diesem Jahre' bei der au Rübenernte eine Rübe aufgestellt zu haben, die der Landwirt Wilhelm Bethken in Rhynern jetzt auf seinen Acker ernten konnte. Diese Rekordfrucht hat gut und gern ein„Uebergewicht" von rund zeh Dieses Riesenexemplar dürfte weit und breit seinen Riesendimensionen einzigartig sein. Die Gausilmstelle zeigt: „Der Strom.“ Freitag: Herrentrup: Sonnabend: Lügde. „Die schwebische Nachtigall.“ Freitag: Leopoldshöhe: Sonnabend: Knetterbeide.„Stukas.“ Freitag: Sonneborn; Sonnabend: Eschenbruch.„Die Kellnerin Auna.“ Freitag: Heidenoldendorf: Sonnabend: Horn. zu einer Gefängnisstrafe von ten erntet rüchten te 5e1 10 mit 25 Jal#re deutscher Handballsport 29. Oktober 1917 gab der damalige Berliner Krauenturnwärt Mar Heiser(geboren am 22. Januar 1879, gestorben am 15. Januar 1921 zu Berlin) die„Bestimmungen über die Durchführung von Handballspielen für die Damenabteilungen des Berliner Turnrathes" heraus und legte damit den Grnudstein zu dem heute über die ganze Erde verbreiteten zweitgrößten deutschen Kampfspiel. Heiser hatte das Handballspiel aus dem Königsberger Tor= und Berliner Raffballspiel entwickelt. Es sollte das Kampfspiel der Frau werden. Acht Turnerinnenmannschaften trugen am 2. Dezember 1917 in der Exerzierhalle Karlstraße die ersten Rundenspiele aus, die iur Revolutionswinter 1918/19 wiederholt wurden. Nach dem Weltkrieg fand das junge Spiel in dem damaligen Sportlehrer der Deutschen Hochschule für Leibesübungen, dem heutigen RSPL.=Reichstrainer Schelenz, seinen eifrigsten Förderer als Regelverbesserer, Lehrer und Propagandist, der auch seine hervorragende Eignung als Männekkampfspiel erkannte und damit die Grundlage für seine heutige Beliebtheit und weite Verbreitung schuf. Am 7. November 1920 fanden die ersten Berliner Meisterschaftsspiele für Männer, Frauen und Jugendliche statt, und am 20. Dezember 1920 erfolgte die erste Ausschreibung für die Groß=Berliner Schulen. Alle deutschen Turn= und Leichtathletikverbände nahnten sich des Spiels nach und nach an, in allen deutschen Gauett wurde es heimisch. Leipzig und Dresden trugen im September 1921 das erste Städtesptel aus, 1922 ist Handball bei den 1. Deutschen Kampfspielen in Berlin zu finden, 1923 auf dem großen deutschen Turnfest in München, 1924 wird anlätzlich des 7. Deutsch=Akademischen Olympias in Marburg(Lahn) die erste deutsche Hochschulmeisterschaft ausgetragen. Im selben Jahre entstanden die Spiele um den deutschen Handballvokal und am 12. September 1925 fand in Halle a./S. zwischen Deutschland und Oesterreich das FAMILIEN-ANZEIGEN erste Länderspiel statt, das Oesterreich überraschend mit 613 gewann. Inzwischen hatten auch andere europätsche Länder das Spiel ausgenommen, so z. B. Holland, Schweden und Dänemark, zu denen sich später Norwegen, Ungarn. Polen, Tschechoslowakei und Jugoslawien gesellten. Irland, Frankreich und die Schweiz folgten. 1930 waren es bereits gegen 40 Nationen, die das Handballspiel betrieben. Aber auch in Amerika, Japan und Aegypten hatte es Eingang gefunden. 1926 trat in Köln erstmalig das Handball=Komitee des Internationalen Leichtathletikverbandes, der das Spiel international betreute, zusammen. Auf seiner zweiten Tagung 1927 in Amsterdam wurden die deutschen Regeln international anerkannt, 1928 wurde in Amsterdam die Internationale Amateur=Handball=Fédération gegründet. 1931 beschloß das Olymvische Komttee in Monaco die Aufnahme des Handballspiels in das Olymvische Programm. 1932 sollte in Los Angles das erste Olymvische Handballturnier steigen, aber daraus wurde nichts. Erst 1936 bei den Olympischen Svielen in Berlin wurde dieser Gedaute verwirklicht. Sechs Nationen beteiligten sich daran, und Deutschlands Nationalmannschaft gewann die Olumpische Goldmedaille. Weiteren Auftrieb erhielt der internationale Spielverkehr durch die ersten Welt=Meisterschaften 1938 in Berlin, die ebenfalls von Deutschland gewonnen wurden. Bei Ausbruch des Krieges zählte der deutsche Handballsport etwa 25000 Männer=, Frauen= und Jugendmannschaften. Alles spielt heute Handball: Turner und Sportler, Wehrmacht, Polizei, Reichsarbeitsdienst,. SA. und Hitler=Jugend. Mann, Frau und Kind. So machte das Handballspiel seinen Weg. Max Heiser, sein Ersinner, ist tot, aber sein Werk lebt! Die neue Strauß=Oper„Capriceio Uraufführung im Nationaltheater Rlünchen Mit dem gefühlvollen Andante eines Streich=Sextetts leitet das kurze Vorspiel zur ersten Szene hinüber— Schauplatz: der Gartennsaal eines Rokokoschlosses nahe bei Paris um das Jahr 1775. Drei elegante Herren der Zopfzeit, Poet, Musiker und Theaterdirektor, sind die Gäste der schönen gräflichen Witwe, die sich das Sextett ihres Verehrers vorspielen läßt. Doch auch der Poet wirbt um sie mit einem Drama, dessen Aufführung der Direktor im Theatersaale nebenan vorbereitet hat. Von Wort= und Tonkunst zweifach umworben, schwankt die Gräfin,— denn so antwortet sie dem Spott des resoluten Bruders:„Hier zu wählen, hieße verlieren." Damit ist die Einleitung zu einer ausgedehnten Konversation gegeben, die sich in Prosa über die Wirkung von Musik und Poesi, über Stilfragen des Theaters und der Oper ergeht. Jeder der vier Herren vertritt eine besondere einung, ein geistiges Turnier wird ausgefochten mit Witz und Ironie, mit Pathos und verliebtem Eifer. Die Gräfin, zu der sich die berühmte Schauspielerin gesellt hat, würzt und belebt das Wortgefecht durch ihre heitere Gegenwart. Sie fühlt sich als die Muse der streitbaren Ritter in Samt und Seide, sie will„lauschend genießen“, wenn die Diskussion in Form einer Fuge das Thema„Wort oder Ton“ erörtert. Die Prosa dieses Dialoges wird zeitweilig unterbrochen durch die Liebeserklärungen der beiden Bewerber an die Gräfin, durch den Vortrag von Versen des Dichters, durch ein Duett italienischer Sänger im Stile der Opera seria, durch eine Tänzerin, die drei Proben des alten Balletts vorführt, Der Meinungsstreit setzt von neuem ein und steigert sich zu einem Oktett aller Beteiligten, das schließlich durch ein heiter pathetisches„Huldigungs=Quartett“ an die Gräfin abgelöst wird, die als„Göttin Harmonie" den Streit durch das Gebot schlichtet: alle Künste zum festlichen Spiel in Gestalt einer neuen Oper zu vereinen. Versöhnt begeben sich die Künstler ans Werk. Die Gräfin, die den Schluß der trennen und ihre Träger auch nicht, ihr Gefühl ist unteilbar, sie scheint wehmütig zu resignieren. Zu dieser Unterhaltung über die Geburt der Oper aus dem Geiste von Wort, Ton, Bild und verliebter Herzensnot, die Clemens Krauß teils in freier Prosa, teils in Versen formuliert hat, schuf Richard Strauß eine Vertonung, die sich durchaus in geistvoll anmutigen kammermusikalischen Bahnen bewegt und nur an gewissen Höhepunkten das Espressivo der gesteigerten Empfindung sprechen läßt. So zum Reispiel in den ariosen Beteuerungen der beiden Bewerber, im Terzett mit der Gräfin oder in ihrem bewegten Harfenmonolog vor dem Spiegel beim Finale. Hier ist die Entwicklung vom„Rosenkavalier“ her nicht zu verkennen. Im übrigen aber ist die neue Oper ein„Konversationsstück für Musik“ und als solches dem„Intermezzo“ des Meisters stilistisch enger benachbort als seinen Werken größeren Formates. Das Orchester, im zarten Geflecht der Stimmen und in der Klangfarde ganz in den Dienst der charakteristischen Untermalung der Vorgänge gestellt, arbeitet mit kammermusikalisch diskreten Mitteln. Es bleibt immer durchsichtig, auch wenn es sich zu symphonischen Wirkungen steigert oder, wie in dem großen Streitoktett, die virtuose Stimmführung der Sänger zu stützen hat. Eigentlich dramatische Impulse sind ja diesmal nicht gegeben, auch nicht gewollt. Es wird geplaudert, gelächelt, geflirtet, es bleibt alles im Rahmen einer verseinerten Lebenskunst und einer Unterhaltung über das Verhältnis von Kunst und Leben. Neben den gebändigten Ergüssen der verliebten Kavaliere, denen Strauß gelegentlich die schöne Spannweite seiner melodischen Lyrik verstattet, kommt das Theatervolk mit ironischem Pathos reichlich zu Wort, und namentlich die Partie des pompösen Direktors gibt hier den Buffoton drastisch an. Erstaunlich bleibt auch diesmal die seltene Gabe des Meisters, die nüchterne Prosa eines Saongesprächs musikalisch so zu erhöhen und zu veredeln, daß— wie der Graf einmal sagt: bei einer schönen Kantilene die Worte völlig gleichgültig werden. Während die Handlung sozusagen auf der Stelle tritt und sich um sich selber dreht, bleibt die musikalische Umrahmung in einem hönen Flusse geistvoller Interpretation und erhebt sich namentlich in den Ensemblesätzen zu bestrickendem Klangzauber von Wort und Ton. Mit dieser Altersgabe hat der bald achtzigjährige Meister sein stolzes Gesamtwerk um eine originelle Schöpfung vermehrt. Die Wiedergabe der Staatsoper war durch eine vollendete Leichtigkeit, durch einen gleichsam schwebenden Stil ausgezeichnet. Clemens Krauß, von jeher dem Schaffen von Strauß eng verbunden, war diesem launigen Spiel der sorgsame Interpret am Pult. Rudolf Hartmann lenkte die Szene im Rokokostil nach dem Rhythmus der Musik, wobei nur die drei Solotänze eine gefährliches Ritardando ins Ganze brachten. Rochus Gliese schuf den eleganten Gartensaal mit Blick in den Park und die prachtvollen Kostüme. Die schwierigen Anforderungen der musikalisch betonten Konversation wurden von den Sängern ganz ausgezeichnet bewältigt, sie trafen genau die kavaliermäßige Nonchalance in Gesang und Haltung und schwelgten doch, wo es not tat, in der Entfaltung der Stimme. Richard Strauß, dem schon bei der öffentlichen Generalprobe lebhafte Huldigungen zuteil wurden, wurde bei der Uraufführung im Kreise seiner Künstler immer wieder stürmisch gefeiert. Eugen Kalkschmidt. Kreuz und quer Der erste Landdienst=Lehrhof. In Glembowitz im Kreis Bielitz wurde der erste deutsche Landdienst=Lehreröffnet, in dem ausgewählte Jungen und Mädels flich und politisch auf ihre künftigen Auf politisch auf ihre künftigen Aufgaben ausgerichtet werden. Sie sollen später als Wehrbauern und Landdienstführer in den Gegenden Ostoberschlesiens eingesetzt werden, in denen der Landdienst der 53 gegenwärtig die Fundamente für einen gewaltigen Wall deutschen Wehrbauerntums im Osten legt. General der„Dicken Verta“. 85 Jahre alt. In Ellwangen(Württemberg) beging der Generalleutnant a. D. Johannes von Schnabel seinen 85. Geburtstag. Im Weltkrieg befehligte er die berühmten 42=Zentimeter=Mörser. General von Schnabel ist wohl der älteste noch lebende Offizier der alten deutschen Fußartillerie. Schneiderhandwerk sechs Generationen hindurch " w e r k s t r e u e a 47 halten. Ein seltenes Beispiel von Handwerkstreue gibt die Familie Hofmann in Konzell bei Mitterfels (Bayern), in der sich das Schneiderhandwerk nachweislich in nun sechs Generationen seit 1770 immner vom Vater auf den Sohn vererbt hat. Aber nicht nur der Schneiderbetrieb in Konzell ist in dieser langen Zeit immer in den Händen der Familie Hofmann geblieben, orene Söhne der Familie haben in sich dem Schneiderhandwerk veran anderen Orten ansässig gemacht. Reichsstand des deutschen Handwerks hat jetzt diese ndwerkstreue Sippe durch Verleihung des Sippenuchs des Deutschen Handwerks geehrt. Die heutige Ausgabe umfaßt 4 Sgiten. Verlagsleiter: Eduard Preißler. Hauptschrittleiter: August Prüßner (z. Z. Münster). I. V.: Karl Kuhl. Verlag: Lippische Staatszeitung. G. m. b. H., Detmold, Paulinenstraße 14.— 2. Z. ist Pl. 8 gültig. schrieben und sich Der Reichsstand de kstreu Frachterch. seb. Stuk Remmigha mold, den Unsere drei Madet haben ein en bekommen. Mimi Ahrene, Stukenbrok. Heinrich Ahrens.— sen, z. Z. Prauenheim Det23. Oktober 1942. Als Verlobte grüßen: Alma Beermann, Adell Brinhmenn.— Lase(Lippe) Heiden(Lippe), den 1. November 1942. Wir haben uns verlobt: Agnes Bleme, Kölling.— Schwalenberg, z. Z. ippe) Spiegelberg bei Belle, im Otteber 750. Ihre Vermähluns geben bekannt: Erich Meier-Bartheld, Eiami Meier-Barthold, geb. Brakhass.— Niedermeien Lüden hausen, im Oktober 1942. Für die uns anläßlich unserer Silberhochseit erwiesenen Aufmerksamkeiten danken wir herzlich. Wax Scherlewek! Juckel.— Det42. mold, im n wir herzlich rau Liescben. Oktober 15 Hart und schwer traf uns die noch unfaßbare, schmerzliche Nachricht, daß unser über alles geliebter, herzensguter jüngster Sohn, unsere einzige Hoffnung, unser treuer, guter Bruder, Schwager und Onkel, Obernefreiter August Böscher Gruppenführer in einem Krad-Schütz. Batl., Inh. des E. K. II, des Inf.Sturmabreichens u. der Ostmedaille, am 10. 9. 42 in den schweren Kämpfen um Stalingrad im biühenden Alder von 24½ Jahren sein Leben für Führer und Vaterland gab. Er starb denselben Tod wie sein altester Bruder 1915 in Frankreich. Unsere Hoffnung und Freude sanken mit ihm ins Grab. In tiefer, stiller Trauer: Fritz scher und Frau Luise, geb. Tölkemeier. als Eltern! Fr. Büscher. z. Z. im Felde, und Prau Frieda, geb. Kleesick W. Friedrichs und Frau Luise, geb. Büscher S. Pleiemeler und Frau Martha, geb. Büsther 4 Fr. Betser. z. Z. im Felde, und Frau Lins geb. Büscher Fr. Kech und Freu Aua, geb. Büscher/ W. Sekelewekl, z. Z. im Felde, und Freu Minna, geb. Büscher A. Winkelmann und Frau Hanna, geb. Büscher Fr. Schlüter und Freu Berta. geb. Büscher A. Simenemeler, z. Z. Im Osten, und Prau Frieda, geb. Büscher! H. Düune, z. Z. Lazarett, und Frau Erna, geb. Büscher sowie 29 Nichten und Neßfen. Niederntalle, im Oktober 1942. Mit den Angehörigen trauern um den bewährten Mitarbeiter und treuen Kameraden der Vörsland und die GePas Sesie eer.de Sporkaue We erchtterne unr die. 9nd unlasbare Nachricht, daß mein ebter, einziger, hoffnungsvoller Sohn, unser unverseßllicher, herzensguter Bruder. Schwager und Onkel, stud. Ingenteur. Gefreiter Arthur Hötger Melder in einer Inf.-Voraussbteilung, Inhaber des Inf.-Sturmabzeichens, im blühenden Alter von 22 Jahren am 21. August 1942 bei den schweren Abwehrkämpfen im Osten in soldatischer Pflichterfüllung sein junges, hoffnungsvolles Leben hat lassen müssen. All unsere Hoffhungen einken mit ihm ins Grab. In tießer. stiller Trauer: Wwe. Laise Hötger, geb. Kracht! Gefr. Friedrich Krüger, z. Z. im Osten, und Frau Hnlde, geb. Hötger Aunes Hötger Hlldegard Krüger als Enkelkind. Wöbbel, Im Oktober 1942. Für die uns beim Heimgange unseres lieben Sohnes und Bruders erwiesene Teilnahme danken wir hierdurch herzlich. Femille Jaliue Hlldebrand.— Detmold, im Oktober 1942. * Bei den schweren K Amplen ktober Erikas guter Vater, unser unvergelllicher Bruder, Schwager und Onkel, der Oberfeldwebel Albert Meise Inhaber des E. K. II u. I. des Verwundeten- und Inf.-Sturmabzeichens, im 28. Lebensjahre. In tiefer Trauer: Witwe 8. M Erika Meiee! Gefr. Fritz Meie# Frau! Oberseir. Erich Meise und Frau! Helnr. Meise und Frau! Oberwachtm. Walter Meiee und Prau Soldat Paul Meise. Brokhausen, den 19. Oktober 1942. unerwartet meinen lieben Sohn, un seren guten Bruder, Schwager und Onkel, meinen lieben, guten Freund Paul Strüßmann kurz nach seinem 32. Geburtstag. aus unserer Mitte. und allen Anverwandten. Wellentrup-Helpup, 27. Oktober 1942. Die Beerdigung findet am Sonnabend, deml 31. Oktober, nachm. 3.30 Uhr. vom Gemeindehaus Helpup aus statt. fleißligen Arbeitskameraden. Betriebsführung und Gefelgechalt Hermann Thorbecke. Gestern abend Ple Uhr entschliel sanft unser lieber Vater, Schwieger vater. Großvater, Urgroßvater, mein lieber Bruder und Schwager Frhz Krawinke! Im 90. Lebensjahre. Im Namen aller trauernden Hinterbliebenen: Frau Marta Blanke, geb. Krawinkel. Heipke, Lockhausen, Bremen, Chemnitz, St. Blasien und Lünen, den 23. Oktober 1942. Die Beerdigung findet am Sonnabend, dem 31. Oktober, nachm. 15.45 Uhr. von der Kirche in Lockhausen aus zum dortigen Friedhof statt. Statt besonderer Anzeige Nach jahrelangem, schwerem Leiden entschlief heute mein lieber Mann, unser guter Vater, Schwiegervater. Großvater, Bruder und Schwager, Postmeister a. D. Paul Arndt Im 70. Lebensjahre. In tiefer Trauer im Namen aller An gehörigen: Emflle Arndt, geb. Meier uth Welling, geb. Arndt 1 Edith Arndt Frans Weiling 1 und zwei Enkelkinder. Elbrinzen, Hörter. den 28. Oktober 1942. Die Beerdigung findet am Sonntag, dem 1. November, 12½ Uhr, statt. Statt besonderer Anzeige Gestern abend nahm der Herr unsere liebe Klare zu sich. In stiller Trauer: Familie Hermann Wagener-Appelkamp] Familie Walter Nast. Barkfeld, Detmold, 29. Oktober 1942. Die Beerdigung findet am Sonntag. dem 1. November, 15„Uhr, vom Trauerhause aus statt. Für alle Liebe und Teilnahme beim Heimgange unseres lieben Entschlafenen sagen wir allen unsern herzlichsten Dank. Frau Hermine Sander Familie Erich Radau] Familie Artur Müller.— Schôtmar. im Oktober 1942. Verschiedene zugstiefel, neue, Gr. 42. gegen derbe hohe Damenschuhe, Gr. 38. Angeb. unt. Nr. 4980 an die=Lipp. Staatszeitung. Tausche schönen langen Skunkssuchs gegen Sealmantel, Größe 46—48. Angebote unter Nr. 4985 an die Lipv. Staatszeitung. Schifferklavier, fast neu, gegen Ziebbarmonika u. Puppenwagen de gen Radio zu tauschen gesucht. Irmgard Meß mann. Lemgo, Schubstraße 68. VERANSTALTUNGEN Lippisches Landestheater. Heute, Freitag, 19 Uhr, 4. Aufführung der Dauermiete und freier Verkauf(2. u. 3. Rang):„Priederike“, Singspiel von Franz Lehár.— Sonntag, 1. November, und Montag. 2. November, vorläufig letzte öffentliche Vorstellungen:„Friederike“. Vorverkauf für die Sonntagaufführung ab heute, Freitag, 11 Uhr. Küken gegen Gänse oder der gleichen einzutauschen. Angebote 4989 L. Staatszeitung. Vorldren Armbanduhr, silberne, mit Lederarmband, Sonntag abend vom Theater, Rosen. tal, Lange Str., Richthofenstraße, Boelckestraße. Bei hoher Belohnung abzugeben unter Nr. 4997 bei der Lipp. Staatsztg. Füllfederbalter, Marke„Colleg“. auf dem Postamt liegengeblieben. Abzugeben gegen Belohnung: Detmold, Bachstr. 4. Damengeldbörse am Sonntagabd. verloren. Abzugeben: Brinkmann, Detmold. Klüter Straße 14. Schwerer goldener Siegelring verloren in Schötmar, Betrieb Widemann, früber Thiele, Monogramm H. C. Ueberbringer erhält hohe Belohnung. Vor Ankauf wird gewarnt. Abzugeb. Fundbüro Schötmar. Bekanntmachung — Bekanntmachung. In der 42. Zuteilungsversobe vom 19. Oktober 1942 bis 15. November 1942 werden auf den Bestellschein 42 der Reichseierkarte auf den Abschnitt a 2 Eier und auf den Abschnitt b 1 Ei für jeden Versorgungsberechtigten ausgegeben. Die Ausgabe erfolgt nach Maßgabe der Belieferung der Kleinverteiler im Laufe der Zuteilungsveriode. Münster, den 28. Oktober 1942. Der Obervräsident der Provinz Westfalen— Provinzialernährungsamt Abt. B. Detmolder Lichtspiele. Ab heute, Freitag. Marika Rökk in der erfolgreichen Wiederaufführung „Helßes Blut“, mit Hans Stüwe, Paul Kemp, Ursula Grabley, Max Gülstorfl. Gertrud Wolle, Eric Ode. Deutsche Wochensehauf Kulkurhim.— Beginn: 15.15, 17.15, 19.30. Für Jugendl. zugelassen. Central-Lichtsptele Lase. Freitag bis Montag. Anfang: Freitag und Montag 20 Uhr. Sonnabend 17 u. 20 Uhr, Sonntag 15, 17.30 u. 20 Uhr. „Die Nacht In Venedig“, mit Heidemarie Hatheyer, Lizzi Waldmüller, Hans Nielsen, Harald Paulsen, Erich Ponto, Paul Henckels. Ein heiterer Musikfllm, beschwingt von den unvergänglichen Melodien der gleichnamigen JohannStrauß-Operette und erfüllt von der zauberischen Atmosphäre Venedigs. Für Jugendliche über 14 Jahre zugelassen. Palast-Theater Lemgo. Freitag bis Montag. Anfang: Freitag u. Montag 20 Uhr, Sonnabend 17 und 20 Uhr, Sonntag 15, 17.30 und 20 Uhr. Ein neuer großer, dramatischer Film:„Freu am Abgrund“. Eine ergreifende Sittenschilderung. packend in ihrer Realistik, ergreifend in ihrer Menschlichkeit, ein Film von hoher Darstellungskunst.— Für Jugendliche nicht zugelassen. Wittekind-Liehtspiele Schötmar. Freitag bis Montag, nur 20 Uhr, Sonntag 17 u. 20 Uhr. Die große Filmoperette„Die Landstreicher“, nach der gleichnamigen Operette von Ziehrer, mit Paul Hörbiger, Lucie Englisch, Erika Drusowitsch, Gretel Theimer, Rudolf Carl, Rudolf Platte, Leo Peukert u. a. Ein Steildichein großer Komiker, und schöner Frauen! Ein Film, der Humor, Spannung und glänzende Musik vereint.— Jugendliche nicht zugelassen. Kammerlichtspiele Bad Salzuflen. Freitag bis Montag, 16.30 und 20 Uhr. Sonntag 17 und 20 Uhr. Die bezaubernde Filmkomödie der Tobis„Die Nacht in Venedig“, mit Heidemarie Hatheyer, Lizzi Waldmüller, Hanz Nielsen, Haruld Paulsen, Erich Ponto, Paul Henckels, Erika v., Thellmann, Walter Steinbeck, Kurt Vespermann. Ein heiterer Musikfilm, beschwingt von den unvergänglichen Melodien der gleichnamig. Johann-Strauß-Operette und erfüllt von dem Zauber der Lagunenstadt Venedig. Für Jugendliche über 14 Jahre zugelassen. Kur-Liebtspiele Bad Salzuflen. Freitag. Sonnabend u. Montag je 16.30 u. 20 Uhr, Sonntag 3 Vorstellungen: 15, 17.15 u. 20 Uhr. Ein packender Abenteuerflim mit Fosco Giachetti u. Doris Durant. den beiden bekanntesten italienischen Schauspielern:„Schüsse In der Wüste“. Eine Meisterleistung von Regie und Kamera, eine Schilderung exotischen Volkstums, von Frauenraub und Beutezügen, von Liebe und heldischen Freiheitskämpfen.— Für Jugendliche zugelassen. Hansa-Lichtspiele Lemgo. Freitag bis Montag. Anfang: Preitag und Montag 20 Uhr, Sonnabend 17 u. 20 Uhr, Sonntag 15. 17.30 u. 20 Uhr. Wiederaufführung! Paul Hart. mann, IIse Werner, Hannes Stelzer.„Bal paré“, mit Fritz Kam pers, Erika v. Thellmann, Käthe Haack, Theodor Danegger u. v. a Wirbeinde Tänze, mitreißende Musik, herrliche Ballettszenen, Frauenlachen und Geigenjubel, ein großes Glück und ein paar kleine Tränen— das ist„Bal paré“.— Für Jugendliche nicht zugelassen. VERSCHIEDENES Schauburg Blomberg. Sonnabend bis einschl. Montag, 19.45 Uhr, Sonntag 17 Uhr. Das große Filmwerk„Hochzelt auf Bärenhof“, mit Heinrich George, Ilse Werner, Paul Wegener, Ernst v. Klipstein usw. Ein großer und ungemein fesseinder Film, dessen Menschen uns nahekommen, uns erschüttern, und dessen menschliche Beweggründe zu unserem Herzen sprechen.— Woehenschan.— Für Jugendliche nicht zugelassen. Kaufe noch 300—400 Ztr. gelbfleisehige Speisekartoffeln auf Bezugschein. Sehröder, Detmold, Lange Str. 93, Fernruf 3330. Werkräume, etwa 400 bis 500 gm, hell, luftig, heizbar, für geräuscharme Fabrikation gesucht. Angebote unter Nr. 4945 an die Lipp. Staatszeitung. In Blomberg od. Umgegend suchen wir eine kl. Wohnung, bestehend aus 2—3 Zimmern u. einer Küche. Ubernahme oder Pachtung eines kleinen Wohnhauses nicht ausgeschlossen. Angeb. sind zu richten an Kuhlmann& Laik, Stuhlfabr., Blomberg. 2. und 3. Hypotheken durch Paul, Fleege, Immobil., Bielefeld, Brandenburger Str. 21. Tel. 4550 u. 4551. Achtung, Tischler! Wer baut maschinenfertige Kleinmöbel zusammen? Angeb. unter Nr. 4950 an die Lipp. Staatszeitung. Deutsche noche 1942 Rokteber in der gewaltigen Sperafkeer? derf es keine Löcken geben Auch der letzte Deutsche nuS jotzt Sparer werden. Die Unglschen Mtentlichen Spartassen mit sämtlichen Zweigstellen. KOSMETIK gtilt kichete Aragriche. sil eis un d. Erherderuisns anmes. 4019 a CO. PTITTIR VIR UTRLDD gebrasscheberelt! Jomand Reise fUt, Man beugt vormit dem Schnellverbend Honsaplest-slnstisch, der hechbektert zld wirkt s. vor Verschmutzung sichart. Elit-Kellen!