Detmols. 24. Oktober 1942 14.(176.) Jahrgeng Stukas bahnen Gebirgsjägern den Weg Die Sowjets aus Feisstellungen geworren— Deutsche Jäger beherrschen den Luftraum Neue Fortschritte im Westkaukasus * Tiefgestaffelte Widersfandsnöster, der Sowjets nordostwärts Tuapse genommen npfflugzenge britische Stellungen sowie Kraftwagenansammlungen mit Bomben ibers. Begleitende deutsche Jäger brachten Letster AppelL „Kämpft, Bolschewiken, ich habe nur noch einen Verbündeten, auf dem ich mich verlassen kann!“ Karikatur: Hövker Dehnen-Dienst. Berlin, 23. Oktober. Wie das Oberkommande der Wehrmachl mitteilt, warsen Einheilen von Gebirgs= und Jägerdivisionen am 22. Oktober die Bolschewisten aus gut ausgebauten Höhenstellungen des westlichen Kankasus und nahmen mehrere Bergkuppen nach vernichlender Jeuervorbereilung durch uusere Sturzkampfflieger, Besonders beim Kampf um eine vom Feinde hartnäckig verleidigte Schlucht unweit der Eisenbahnstrecke nach Tuapse bewährte sich die verständnisvolle Zusammenarbeil von Heeresverbänden und LuftDie bolschewistischen Geschäße standen hier nuler Ausier Winkel " Das Grahmal als Sowjetbunker. Ein Grabmal auf einem Friedhof in Stelingrad, das noch aus der Zeit vor dem Weltkfieg stammt, war von den Bolschewwisten als Bunker eingerichtet worden. PK.-Aufnahme: Kriegsberichter Bauer-Altvater(Sch) daß sie von unserer Gebirgsarfillerie nicht gefaßl werden konnten. Wöhrend mehtere Reiten von Sturzkampfftiegern die seindliche Artillerie zu einem großen Teil außer Gesechl sehlen, ftleßen audere Sturzkampfflieger auf die tielte#ekselten Widerstandsuester, zerschlugen mit ihren Bomden die in den Jeisen eingehauenen MG.-Bunker und brachen so an verschiedenen Stellen Breschen in die seindlichen Verteidigungslinien. Während das Echo der Detonationen von den Bergwänden widerhallte und die Explosionswolken der Bomben in einem Regen von Steinsplittern in sich zusammenfanken, stürmten Infanteristen und Jäger bis in die Bunkerlinie Aus dem Führerhauptquartier, 23. Oktober. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Im Raum nordwärts Tuavse warfen Gebirgsund Ilger=Dirisionen den Feind aus tiefgestaffelten Widerstandsnestern. Gie wurden bierbei trotz ungünstiger Wetterlage lausend von Luftwassenverbänden unterstützt. Vor der Kankasusküste wurde ein sowjetisches Handelsschiff durch Bomben schwer getroffen und von der Besatzung auf Strand gesetzt. In Stalingrad wurde ein feindlicher Gegenangriff abgewiesen. Zwisches Wölge und Don führten die Sowjets gestern zusammenhanglose Entlastungsangriffe, die tlatte ghernicen gmeten. An dee Dou##ront vernichteten ungarische Truppen bei einem örtlichen Unternehmen eine seindliche Im mittleren und ubrdlichen Froutabschnitt beider. selles Söchtmmpgllighet. Die Austwaste sehte die elkmpfung der Bahnbewegungen des Feindes fort. Agyptischen Frout belegten leichte deutsche Kampfflugzeuge britische Stell Panzer= und Kra schweren Kalibers. wen— in heftigen Lustkämpfen zehn seindliche Flugzeuge bei drei eigenen Verlusten zum Absturz. Weitere drei wurden bei einem Augrifssversuch auf einen eigenen Fegilespiet durch hielgeitlerte der Austwaste abgeIm Roten Meer versenkten deutsche Kampfflugzeuge in der Nacht zum 22. Oktober ein Handelsschiff von 5 000 BRT. Flugplätze und Hasenanlagen der Insel wurden erneut bombardiert. Nordwestdeutschland wurde am Nachmittag der 22. Oktober von einigen seindlichen Flugzeugen im Schutze tiefliegender Wolken überflogen. Vereinzelte Bombenabwürse richteten unwesentliche Gebäude= und Flurschäden an. Die Verluste der Bevölkerung waren Leichte deutsche Kampfflugzeuge bekämpften am Tage Ziele an der Südoß= und Südwestküste Englands. alte vor und überrampelten im Nahkampf die Besatzung, die unter der Wucht des deutschen Feuerschlages in Deckung gegangen war. Unter Einduße vieler Toter und Verwundeter ließen die Sowjets ihre Bunkerlinie im Stich und zogen sich auf ein weiter rückwärts gelegenes Verteidigungssystem zurück. Jetzt grissen deutsche Zerstörerflugzeuge ein. Nur wenige Meter über dem Erdboden kurvend, durchschnitten die schnellen deutschen Flugznvor die Täler und bestrichen die keindlichen Marinchaafladtenltenen umett- Iinam Marhnehfien Glarhef tichen Ausgatgsftetimgen un ihren Vordwaffen. wurde eine mu Zugtieren ausgerüttete feindliche Kolonne, die zur Verstärkung nach der vorderen Linie unterwegs war, angegriffen und vernichtet. Botschewistische Flugzeuge, die den bedrängten Erdtruppen Entlastung bringen sollten, stießen bereits weit über eigenem Gebiet auf deutsche Jagdoerbände, die die Front vor Tuapse gegen jeden Luftangriff abriegelten. In den sich entwickelnden Luftkämpfen wurden ohne eigene Verlufte gebracht. acht sowjetische Flugzeuge zum Absturz Harte Schläge für den Tunosecheen bud, Srarg, either damstiogene Berlin, 23. Oktober. Nach wie vor gehört die Bekämpfung des bolschewistischen Nachschubs im rückwärtigen Feindgebiet zu einer wichtigen Aufgabe beutscher Kampfflieger. Einzeln oder im Verband fliegend, dringen sie weit in das rückwärtige Bediet der Volschewisten vor und überwachen den Verkehr auf Eisenbahnlinien und Straßen. Während auf vielen Strecken nur wenig Verkehr herrscht, stauen sich Brite gesteht: England— der Aggressor Vernon Bartlett verplappert nen— Wieder mal Familienkrach Dr. H. G. Berlin, 23. Oktober. Es gibt wieder elumal neues Jamilienkrach bei den Plulokraten. Vor einiger Zeit hatte— wie wir damals meldeten— die amerikanisiche Zeitschrift„Lise“ den Engländern zu verstehen gegeden, daß die Vereinigten Staaten keinesfalls etwa für die Erhaltung des Empire kämpfteu. Das hal böses Blut in London gemachl. Jetzt nimmi unn auch der britische Pubkizist Bernon Barlleit. einer der übelsten Kriegshetzer und Versechter eines Ueberverfaillen, zu diesem Thema wutschnaubend Stellung. Das interessiert aus weniger, denn bei den„vereinigten Nationen“ herrscht fortwährend Uneinigkeil. Aber eine andere Stelle Bartletts fludei unsere höchste Ankeilnahme. In der Eeregung der Auselnandersetzung nämlich ist ihm soltschlüpfl:„England ist der einzige Staat nigten Ralionen, der zu den Wassen dne zuers angegrisfen worden zu Pett. e Das muß man zweimal lesen. Bisher jedenfalls fühlte England stets angegriffen— in der Aufrechterhaltung r Freiheit und der Demokratie oder dergleichen. Jetzt erOktober Der Jührer verlieh auf Vorschlag abers der Lustwasse, Reichsmarschall SöRitterkrenz für bewährte Flieger Berlin, 23. des Oberbefsehlshaber ring, das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes Riedesel Irhr, zu Eisenbach, Gruppenkommandeur in einem Kampfgeschwader, und Hauptmenn Somran, Staffelkapitän in einem Nachtsagdgeschwader. Hauptmann Volprecht Riedesel Frhr. zu Eisenbach hat sich als ebenso hervorragender Einzelkämpfer wie als Verbandsführer im Westfeldzug und im Kampf gegen die Sowjetunion bewährt. Auf über 250 Feindflügen, in Tages= und Nachteinsätzen erzielte er bedeutende Erfolge.— Hauptmann Paul Somrau hat sich in 160 vielstündigen Feindflügen als Aufklärer, Zerstörer und Nachtjäger im Kampf gegen England hervorragend ausgezeichnet. So schoß er in Nachteinsätzen über der Britischen Insel und in Nordafrika 14 englische Bombenflugzeuge ab, sechs weitere zerstörte er in wagemutigen Tiefangriffen am Boden. Darüber hinaus führte er wichtige Begleitschutzaufträge planmäßig durch und fügte in zahlreichen Nachtbombenangriffen gegen Malta dem Gegner empfindlichen Schaden zu. klärt ein Brite entgegen dieser schamlosen Lüge von dem angeblichen Verteidigungskrieg Englands, daß die Engländer die Angreifer sind, daß also England das ist, was die Briten und Amerikaner in bezug auf Deutschland immer mit dem Ausdruck„Aggressor“ gemeint haben. Wir wollen uns diese Feststellung Bartletts„England— der Aggressor“ gut merken. Bei passender Gelegenheit wird sie ein wichtiges Zeugnis für die Kriegsschuld Englands sein, das uns am 3. September 1939 den Krieg erklärt hat. dort, wo der Feind infolge außerordentlicher Materialverluste gezwungen ist, seine Kräfte aufzufrischen, die Transgerhige und Lolomen. Sa lnden unsere Kamgslieger anf in Astrachan nach Norden und Nordwesten führenden wichtigen Bahnlinien immer wieder lohnende Ziele. Am 22. Oktober, wurden auf der mehrgleisigen Hauptstrecke nach Krassnij Kut zwei lange Transportzüge angercht, Deteole der bunch Borbmtichten uf freier entstondenen Gleisunterbrechung nicht weiterfahren konnten. Die Bomben trasen mitten in die mit Geschützen und Panzerkampfwagen beladenen Güterzüge und richteten schwere Beschädigungen an. An einer Ausladestation wurden allein zehn an den Verladerampen stehende vollbeladene Güterwagen vernichtet. Verspielte Macht Von Klaus von Mühlen. Ankara. Aufstände in Iran, Unruhen und Regierungskrisen im Jrak, Hungerrevolten in Syrien=Libanon, Massenverhaftungen in Aegypten, Ausweitung des amerikanischen Einflusses, Streitigkeiten mit den Gaullisten, Vorstoß der bolschewistischen Agitation— täglich wird die Lage in dem von den Engländern besetzten vorderasiatischen Raum durch Nachrichten dieser Art gekennzeichnet. Es ist aber gut, sich einmal aus dem Bannkreis dieser turbulenten Ereignisse zu lösen und die entscheidende Tatsache hervorzukehren, die sich letzten Endes aus diesem Geschehen herausschält. Sie besagt nicht mehr und nicht weniger, als daß das Ende dessen, was man in den großen Zeiten des britischen Empires die„Politik um Nahost“ nannte, bereits gekommen ist. Eine solche gibt es für England heute nicht mehr. Der Nahe Osten hat aufgehört, ein interessanter und verlockender Raum zu sein, der von London mit souveräner Gelassenheit nach einem festgelegten machtpolitischen Programm beurteilt, behandelt und nach Gutdünken in das Empiresystem eingebaut werden kann. Er ist heute lediglich noch ein Faktor des britischen Kriegspotentials. Um die Erhaltung und Auswertbarkeit dieses Faktors zu erreichen, hat London den Notwendigkeiten dieses Gebietes— wirtschaftlich, politisch und territorial gesehen— alles das unterzuordnen, was man früher unter dem Motto„Pokitik auf weite Sicht“ mit absoluter Selbstverständlichkeit als das Primäre zu betrachten gewohnt war. Die britische Macht verzehrt sich heute selbst in dem Bemühen, ihre Stellung mit allen Mitteln wenigstens noch für den Augenblick zu halten. Es mag einem Oberst Lawrence zu Zeiten des vergangenen Weltkrieges noch vergönnt gewesen sein, durch Einsatz des britischen Prestiges, durch das Versprechen einer „Befreiung und Befriedung" der grabischen Welt das Militärische vom Politischen der zu lösen. Schon in der Nachkriegszeit verloren diese Karten aber angesichts des nackten Betruges an Zugkraft. Sie sind heute an Hand der Tatsachen in Aegypten, Iran, Irak und Syrien=Libanon völlig aus dem britischen Spiel gefallen. Müt ihnen das politische Prestige Englands Und zwar endgültig. Alle Versuche Lonzons, auch in diesem Kriege den Noden Osten sich im gleiden Sinne dienstbar zu machen, sind bereits bei den ersten Versuchen fehlgeschlagen. Das immer erneute Bemühen, die grabischen Staaten zu einer Union oder Föderation unter britischen Auspizien zusammenzuschließen, zeigt, wie sehr der britischen KriegGangster als Völkerrechtspriester USA, reden von der Genfer Konvention—. Die Wirklichkeit sieht andess aus rd. Berlin, 23. Oktober. In Washinglon fiel das Worl von den Bestimmungen der Geuser Konvention. Die enthalten auch jene Richtlinien, die niederzulegen man einst für notwendig hielt, um eine ritierliche Kriegführung zu gewährleisten und Aumenschlichkeilen im Kriege zu vermeiden. Der ASA.=Kriegsminister Stimson besaß die Unverfrorenheit, mahnend auf die Einhaltung dieser Abmachungen hinzomesen. Damit wurde Washington, die Zentrale der Kriegshetzer und Kriegsverbrecher, zum Ausgangspunkt einer neuen Heuchelei der plutokratischen Agitation. Gerade die USA. waren es, die im bisherigen Verlauf des Krieges eine Sünde nach der anveren gegen die Gebote von Genf begingen. Angefangen mit der Fesselung und Auslieferung von aus Kanada geflohenen kriegsgefangenen Deutschen, mit dem Schießbefehl, den Roosevelt als Oberhaupt eines noch neutralen Staates an seine Marinestreitkräfte gab und der fortlaufenden einseitigen. Unterstützung Englands in Form von Kriegslieferungen hatte Washington bereits vor seinem Kriegseintritt bewiesen, wie wenig es gewillt war, sich an die Genfer Konvention zu halten. Als Nordamerika dann die Maske der Neutralität fallen ließ und in den Krieg eintrat, setzte eine Hetze und eine Agitation ein, deren Auswirkungen die japanische Zivilbevölkerung kürzlich erlebte, als spielende Kindergruppen das Ziel nordamerikanischer Bombenangriffe waren. Die Veröffentlichungen nordamerikanischer Zeitschriften liefern Großadmtral Raeder in Nikolajew. Gelegentlich seiner Inspektionsreise zu den deutschen Marine-Stülzpunkten am Schwarzen Meer besichtigte der Oberbefchlshaber der Kriegsmarine, Großadmiral Raeder, die Werftanlagen von Nikolajew. PK.-OKW.(PBZ-Sch) weitere Beweise, wie man in den USA. den Rekruten die Gesetze einer„ritterlichen" Kriegführung beibringt. Die Mächte der Achse die in zahllosen Fällen alle diese Verletzungen einer menschenunwürdigen Kriegführung dokue mentarisch nachwiesen, haben den Plutokraten die heuchlerische Maske der angeblichen Fairneß abgerissen, die der USA.=Kriegsminister jetzt vergeblich zu wahren versucht. Sie werden solches Gangstertum mit den schärfsten Gegenmaßnahmen ahnden. Von unseren Jägern zerschlagen Britischer Bomberverband in Nordafrika zerspreugl. Berlin, 23. Oktober. Britische Bomberverbände, die im Morgengrauen des 22. Oktober im Schutze zahlreicher Jagdflieger die Alamein=Stellung überflogen, stießen auf die schlagartig einsetzende deutsche und italienische Abwehr. In kühnem Ansturm sprengten die Jagdstaffeln die feindlichen Verbände und drängten die britischen Bomber in das Sperrfeuer der Flakgeschütze der deutschen Luftwaffe. Drei Britenbomber wurden von unserer Flak über den vorderen Linien abgeschossen. Den deutschen Jägern gelang es, die britischen Jagdflugzeuge auseinanderzutreiben und zehn britische Flugzeuge abzuschießen. Die völlig fehlgeschlagene britische Aktion kostete den Feind nach bisher vorliegenden Meldungen allein durch die deutsche Abwehr.13 Flugzeuge. Nachdem der Angriff der Briten gescheitert war, griffen leichte deutsche Kampfflugzeuge überraschend britische Kräftegruppen und Verkehrskokonnen an der südlichen AlameinStellung an. Motorisierte britische Kolonnen in der Nähe des Hügels Quaret El Somarg, die im Schutze von Panzerkampfwagen sich zur Bereitstellung formierten, wurden so wirkungsvoll angegriffen Ddaß mehrere Kraftfahrzeuge verbrannten und drei Panzerkampfwagen schwer beschädigt wurden. Nur eine Losung:„Vorwärts!“ Italiens führende politische Wochenschrift zum 20. Jahreslag der faschistischen Revolution. Mailand, 23. Oktober. Italien hätte den 20. Jahrestag seiner Revolution im Frieden feiern wollen, aber andere, so betont Italiens führende politische Wochenzeitschrift„Relazzioni Internazionali“. wollten den Krieg. Italien habe ohn. Furcht oder Vorbehalté die Herausforderung angenommen, denn es handelte sich für das italienische Volk um die Alternative: frei oder Sklave. Die Achse Rom—Berlin habe vor aller Welt den Willen zur Befreiung des jungen Europa bekundet. München war der letzte Akt guten Willens und die Verteidigung des Friedens. Das neue Europa konnte aus diesem Akt guten Willens erstehen. Wie alle großen und dauerhaften politischen Konstrukttonen, mußte es aus dem Blut erstehen" Das italienische Volk gibt hierzu täglich seinen Beitrag, was unbestreitbar und unverrückbare Rechte verleiht. Auf die Verachtung des Feindes antwortet Italien mit Verachtung, auf den Haß mit Haß. Der Barbarei stellt es die Kultur entgegen, zwanzig Jahre Kampf geben Italien das Recht, vertrauensvoll in die Zukunft zu blicken. Heute wie gestern und wie vor 20 Jahren gebe es nur einen italienischen Willen, nur eine Losung des italienischen Volkes: Vorwärts! Druck und Verlag: Liovische Staatszta. NS.=Verlag G.m. b. H., Detmold. Geschäftsst. u. Schriftl.: Detmold. Paulinenstr. 14, Hernr.: Sammeln. 2845. Bostscheckt. 8502 Hann. Bankkonten; Deutsche Bank. Landesbank. Städt. Spark. Die„Livp. Staatszettung“ ersch. wöchentl. 7mal. Abbestellungen d. Zeitung nur bis zum 25. lid. Monats. Anzeigenbreise Die 22=mmZeile 13 Ro. Textans., 77 um breit, 75 A#. 8. 8. in Preisliste 8 gültig. Bezugsbreis: Monatl. bei Zustellung d. Boten einschl. Bestellgeld 3 au. d. Zuk. durch Bost 2.42 M einschl. 63 Postged. Die Behind. d. Lieferung rechts. kein. Anioruch anf Rückzahl. d. Bezuasor Uührunng daran gelegen ist, sich diesen Erfolg zu erringen. Bis jetzt vergedens, und erst in den letzten Tagen sind sowohl aus Aegypten wie Sorien=Lidanon kategorische ErKärungen gekommen, daß derartigen Bestrebungen auch in Zukunft kein Erfolg beschieden sein könnte. Der Vorgänger des gegenwärtigen britischen Nahostministers Casey, Herr Lyttelton, hat in der Zwischenzeit einmal versucht, diesem Ziel vom Wirtschaftlichen her näherzukommen, und auf einer ausgedehnten Reise kreuz und quer durch den englischen Herrschaftsbereich im Vorderen Orient versucht, zunächst einmal eine„Wirtschaftsunion“ auf die Beine zu stellen. Wie ein syrisches Blatt zu dem eklatanten Mißerfolg leses Unternehmens ironisch bemerkt, hätte es Lyttelton leichter gehabt, wenn er sich um eine„Union der Wirtschaftskrisen“ angestrengt hätte Angesichts dieses Fehlschlages kehrte man in London, ohne dadurch gerade viel Phantasie zu beweisen, wieder zu dem Gedanken einer arabischen Unton zurück. Nahas Pascha, der ägyptische Ministerpräsident, wurde dazu aus" ersehen, den Schrittmacher zu spielen. Er lehnte diesen Auftrag entschieden ab. Vor uns liegt eine, allerdings nicht in der englischen Presse erschienene Feststellung des ägyptischen Regierungschefs gegenüber dem englischen Botschafter, in der offen mitgeteilt wird,„daß die Möglichkeit einer arabischen Union unter englischem Patronat angesichts der in egypten, Irak, Palästina und Syrien=Libanon herrschenden Zustände und der Verhaftung zahlreicher führender Araber nicht besteht und eine solche wohl von keiner der Regierungen der genannten Länder der Oeffentlichkeit gegenser verantwortet werden kann". Der libanesische Außenminister Boulos übergab der Presse eine Erklärung, in der es heißt, es werde von niemandem bestritten, daß die grabischen Staaten durch Retigion, Sprache und Kultur einander eng verbunden seien. Ihr Nationalbewußtsein sei aber zu ausgeprägt, als daß sie darin einwilligen könnten, diese Verbundenheit politisch in einer Weise einspannen zu lassen, die ihren Nationalinteressen nicht gerecht werde. Diese Tatsache stehe allen Versuchen, einen arabischen Uniongedanken zu verwirklichen, entgegen. Selbst von seiten der englandhörigen irakischen Regierung wurde durch die Feststellung, man halte das Bündnis mit England für eine ausreichende Klärung des politischen Status des Ländes, zu verstehen gegeben, daß man an dem britischen Uniongedanken wenig Gefallen findet. Diese Nachrichten mögen vielleicht nicht so in die Schlagzeile drängen wie Aufstandsmeldungen, sie rühren aber im Grunde genommen an den Kern dessen, wofür diese der Ausdruck sind. Sie stellen klar heraus, daß die Staaten des Nahen Ostens, mögen noch so viel Komganien britischer Besatzungstruppen innerhalb ihrer Grenzen stehen, England zu keinen politischen Geschäften mehr die Hand reichen, sich London nicht mehr auf eine Zurunft verpflichten wollen. Das englische Prestige ist erloschen und mit ihm die Möglichkeit,„Politik“ zu machen. Neben dieser Erenntnis, die England selbst und allein betrifft, steht aber heute noch die Ueberzeugung, daß Dokumente aus London, auch wenn man bereit wäre, ihnen Glauben zu schenken, mit den Pfandscheinen aus Washington und Moskau belastet und daher wertlos sind Es hat also seinen tiefen Sinn, wenn sich heute die Staaten des Nahen Ostens von allem distanzieren, was„britische Politik“ heißt. Wenn England heute gezwungen ist, unter Einsatz aller ihm zur Verfügung stehenden Machtmittel im Nahen Osten aufzuziehen, so handelt es unter der Notwendigkeit, diese Position dem Augenblick zu erhalten. Die wirkliche Macht ist bereits verspielt. Kalinin schreit b Hilferuf an die Jumgkommunisten—„Die Die„Expertin“ aus USA. 28. Oktober. Nach einer Neuter=Meldung aus Moskau erklärte der Vorsitzende des Prästdiums des. Obersten Nates der Sowsetunion, Kalinin, einer Gruppe Jungkommunisten, die er im Kreml empfangen hatte, die Sowjetunion hätte auf dem Gebiet der Landwirtschaft die schwierigste Aufgabe. Die Deutschen hätten die Ukraine und das KubanGebiet besetzt. Diese Ländereien pflegten der Sowjetunion Weizen zu liefern. Wegen dieser Tatsache sei nunmehr die ganze Last des Kampfes um das Brot auf die Ostgebiete übergegangen. Kalinin rief daher, ein Zeichen wie gefahrvoll sich der Verlust der Ukraine und des Kuban für die Ernährungslage der Sowjets auswirkt. alle auf, jeden Muskel anzuspannen, damit diese Gebiete ihre äußersten Erträge an Brot hergeben Zum Schluß führte Kalinin aus:„Wir müssen unbedingt die Getreideproduktion vergrößern. Das ist ein sehr ernster Sektor unseres Kampfes. Die Jungkommunisten müssen im Dorf und auf dem flachen Lande überall auftreten und den Charakter der eingetretenen Schwierigkeiten auseinandersetzen.“ Wie katastrophal Kalinin die Loge ansieht, geht auch daraus hervor, daß er den Jungkommunisten die gesamte moralische und politische Verantwortung für an mus ihren Kompf allein derchföhren“ die Landwirtschaft übertrug und drohte, daß für jeden Kolchos, der schlecht arbeitet, die jungrommunistische Organisation zur Verantwortung gezogen werde. * Dr. H. G. Damit bestätigt Kakinin eindeutig die deutschen Feststellungen, daß durch die Eroberung der Ukraine und des Kuban=Gebietes, die früher die Ueberschüsse für die Weizenausfuhr der Sowsetunion geliefert haben, das Land in eine schwierige Lage geraten Is. Aber noch aus einem anderen Grunde ist die Alarmrede Kalinins bemerkenswert. Er beklagte sich über die mangelnde Hilfe Englands und merikas. Das ist zwar nichts Neues, zeigt aber die Angst der führenden Sowjets vor der weiteren Entwicklung. Kalinin betonte dabei— was anscheinend großen Eindruck auf ihn machen muß—, daß auf der deutschen Seite Rumänten. Ungarn, Italien und Fiunland kämpfen,„während die Sowjetunion ihren Kampf allein durchführen muß“.# In der Tat wird man im Kreml immer mehr ein. sehen lernen, daß die Alliierten die Sowjets vor allem als Kanonenfutter ansehen. Stalin begreift langsam, daß er keine Luftschlösser bezüglich der zweiten Front an diesem Jahr mehr bauen kann, sondern selbs eine zweite Front ergichten muß. Offensive birgi Gefahr“. Times“ warnt trotz„Offensivrausch“.) Empireschicksal auf Rasierklingenschneide * hi. Stockholm, 23. Oktober. Nach einer ersten leichten Ernüchterung auf die Smuts=Dusche hin schien schon am Donnerstagnachmittag ein neuer„Offensivrausch" breite Kreise der britischen Oeffentlichkeit gepackt zu haben. Obwohl die Ausführungen Smuts besonders scharfe Ausfälle gegen die Londoner Schreibmaschinenstrategen und ihre gefährliche Invasionspolitik enthielten, fühlte sich niemand getroffen, und die Prognose„unmittelbar bevorstehender Ereignisse“ florierte bereits in den Abendblättern wie kaum jemals zuvor. Die letzten Berichte der schwedischen Korrespondenten aus der britischen Hauptstadt melden die schon seit Tagen gewohnten aggressiven Ueberschriften Londoner Zeitungen. Daneben laufen aber immer noch die vorsichtigen, abwartenden Stimmen, die bezeichnenderweise fast ohne Ausnahme gerade aus den bestinformierten und politisch maßgebenden Kreisen kommen. So rechnet die„Times" recht schroff in einem Leitaufsatz am Donnerstag mit dem Geschrei der breiten Masse nach der zweiten Front ab.„Eine wohldurchdachte Strategie ersorderte“, so schreibt die ZeiRh nen ür ke. Ssthote ir süchen chen Offensive mit äußerster Umsicht gewählt wer5. Nicht, weil das Empire, dessen Existenz solange auf einer Rasierklingenschneide balancierte, Gefahren fürchtet, sondern weil eine schwache OffenEisenhower vier Wochen duf der Suche Nach Ueberlebenden der versenkten USA.-Transporter# Verschleiertes Geständnis Berlin, 23. Oktober. General Eisenhower, der Befehlshaber der amerikanischen Truppen in England, hat am 22. Oktober eine Erklärung herausgegeben, die einer Bestätigung der deutschen Sondermeldung 28. September über die Verseukung der drei Reina dei Paeisene und„Derkpshtret gleich: kommt. Die Erklärung hat den offensichtlichen Zweck, die Unruhen zu beseitigen, die unter den zur Verschiffung bestimmten USA.=Soldaten und der amerikanischen Oeffentlichkeit entstanden ist. Inhaltlich stellt General Eisenhower den Untergang der drei Truppentrauz. porter nicht in Abrede, sondern beschränkt sich darauf, zu bestreiten, daß diese„mit amerikanischen Truppen schwer beladen gewesen“ seien. Da es auffallen muß, daß er mit dieser Erklärung fast vier Wochen gewartet hat, setzt er hinzu, die Erklärung sei zurückgehalten worden, bis die amerikanischen Soldaten, die damals auf dem Atlantik befanden, unversehrt in England an Land gebracht worden wären und man sich über ihr Schicksal versichern konnte. Diese„vorsichtige Zurückhaltung“ wäre nicht nötig gewesen, wenn die britische Admiralität den amerikanischen Stellen gegenüber den Untergang der drei Transporter hätte dementieren können. Es ist auch nicht anzunehmen, daß der amerikanische Befehlsstab in London nicht wissen sollte, auf welchen Schiffen amerikanische Truppen unterwegs sind. Die wochenlangen Nachforschungen, die nun angestellt wurden, bestanden also in der Suche nach Ueberlebenen, die durch andere Schiffe gerettet worden sein könnten. Die drei Truppentransporter würden, wären sie nicht versenkt worden, in etwa vier Tagen britische Häfen erreicht haben. Spätestens vier Tage nach der Versenkung hätte also General Eisenhower in Besitz der Tatsachen sein können, denen er fast vier Wochen lang nachforschte. Packeis sperrt das Nördliche Eismeer Geleitzüge immer schwieriger. tz. Helsinki, 23. Oktober. Die englischen und amerikanischen Materiallieferungen an die Sowjetunion werden, wie der finnische Admiral von Schoultz in einem Aufsatz der Zeitschrift„Svensk Botten“ unterstreicht, mit der fortschreitenden Jahreszeit immer schwieriger. Die Packeisgrenze des Nördlichen Eismeeres schiebt sich immer mehr an die norwegische Küste heran und vereitelt jeden Versuch, der Angelsachsen, größere Geleitzüge nach den Nordhäfen der Sowjetunion durchzubringen. Materiallieferungen nach der Sowjetunion müssen also vermehrt über den viermal längeren Weg um das„Kap der Guten Hoffnung“ gesandt werden; gerade dort haben allerdings die U-Boote der Achse ein neues erfolgreiches Jagdgebiet gefunden. gegen demonstrierende Inder Toklo, 23. Oktober. Die erstmalige Anwendung von Giftgas gegen Demonstranten in Allahabad meldet „Yomiuri Hotschi“ aus Bangkok. Der Zusammenstoß erfolgte nach dem Bericht am 24. Oktober, wobei Truppen gegen demonstrierende Studenten nicht nur Schußwaffen und Tränengas, sondern auch Giftgas anwendeten. Die Demonstranten hatten dabei eine erhebliche Zahl von Opfern zu beklagen. Aller indischen Kreise habe sich die größte' Empörung über diese Unmenschlichkeit der Engländer bemächtigt, wie„Yomiuri Hotsch'“ den Meldungen des indischen Geheimsenders entnimmt. Endlose Kette britischen Terrors Zunahme der Unruhen in Indien infolge der maßlosen Uebergriffe der Engländer. Bangkok, 23. Oktober. Aus Indien liegen Meldungen vor, die deutlich erkennen lassen, daß in fast allen Teilen des Landes die, Kongreßunruhen während der letzten 24 Stunden an Heftigkeit zugenommen haben. Bei Zusammenstötzen zwischen Demonstranten und der Polizei in Kalkutta wurden 27 Personen verhaftet. Diese Unruhen erstreckten sich hauptsächlich auf die industriellen Bezirke der Stadt. In einem Ort des Kishor=Bezirkes eröffnete die Polizei das Feuer auf eine Renschenansammlung und tötete zwei Personen, Ztrch it vermindet buchen. Jchlreiche Hollesklioafen wurden Ortschaften im Burdwan=Bezirk in der ntal=Provinz auferlegt, ebenso einigen Ortschaften in der Assab=Provinz, in denen Kongreßunruhen besonders drohende Ausmaße angenommen hatten. Auch in den stark mohammedanischen Staaten Kaschmir und Mysore fanden zahlreiche Zwischenfälle statt. Ebenso brachen umfangreiche Unruhen auch in lreichen Bezirken der Bombay=Provinz aus. Jädischer Bankkrach in Palästina Britischer Oberkommissar muß eingreisen. Dr. v. L. Rom, 23. Oktober. Die betrügerischen Manipulationen jüdischer Banken haben in Palästina einen Bankenkrach hervorgerufen, in den sämtliche jüdischen Banken in Palästina verwickelt sind. Trotz der von London in Hinsicht auf die USA.=Juden anbefohlenen Zurückhaltung in allen Fragen sah sich der britische Oberkommissar, Sir Harold St. Michael, infolge des öffentlichen Skandals gezwungen, gegen die jüdischen Finanzkreise einzuschreiten. Die„Ashni Bank“ in Tel Aviv sowie die beiden „Palestine Cupat“=Banken in Haisa und Jerusalem wurden unter die direkte Kontrolle des Oberkommissars gestellt, der zur Untersuchung der Betrugsmanöver zwei Regierungskommissare bestellt hat. Sämtliche Reserven der Geldinstitute erwiesen sich bei den Untersuchungen als nicht mehr vorhanden. In der Geschichte des Judenstaates Palästina wird es zum ersten Male öffentlich bekannt, daß die Gaunerei der Juden untereinander derartige Ausmaße angenommen hat, daß die Briten zum Schutze der von ihren eigenen Rassegenossen geprellten Juden einschreiten mußten. Pausenlose Seegefechte im Pazisik rd. Stockholm, 23. Oktober. Nach amerikanischen Berichten geht die Schlacht um die Salomon=Inseln in Form von pausenlosen Seegefechten weiter. Nördlich der Inseln seien am Donnerstag neue japanische Schiffsanhäufungen gesichtet worden. Die Bodenstreitkräfte auf Guadalcanar entfalteten gegenwärtig nur geringe Tätigkeit. Auf Neuguinea herrsche eine lebhafte Luftaktivität. Dabei sei der Kriegskorrespondent der„New York Times“, Byron Donton, der aktiv an den Kämpfen teilgenommen habe, gefallen. sive die ernste Situation der Alliierten im Osten nur verschlechtern würde". Außer der erstaunlich einsichtsvollen Formulierung über die Situation des auf einer Rasierklingenschneide balancierenden Empires darf man aus diesen Feststellungen der „Times“ wohl eine neue Aufforderung an die Sowjets herauslesen, sich doch, bitte schön, auch weiterhin zu gedulden, weil man in England noch nicht so weit sei, wie es die Voulevardpresse leichtfertigerweise den leichtgläubigen Massen vortrompetete. Enttäuschte Wetterhoffnungen Stalingrad„in der keitischsten Sitnation“. hi. Stockholm, 23. Oktober. Die ersten Jubelausbrüche in London und Moskau über die Verschlechterung det Wetters an der Ostfront haben nicht lange angedauert. Die mit unverminderter Stärke anhaltenden deutschen Angriffe haben die Alliierten im Gegenteil darüber belehrt, daß es durchaus nicht angebracht ist, von den Generalen Spätherbst und Winter das Wunder einer Wendung der militärischen Lage zu erwarten. Die angto=sowietische Agitation trut deshalb am Donnerstag deutlich den Rückzug an.„Man darf nicht allzuviel mit dem Regen rechnen, so meint man in London“, berichtet der„Aftontidninven“=Vertreter aus der britischen Hauptstadt.„Erstens könne der Regen ganz aufhören und zweitens ständen wahrscheinlich noch trockene Wochen bevor, ehe es dem Winter einfalle, sich an allen Abschnitten der Ostfront einzufinden". Auch aus einem Bericht von Radio Moskau war deutlich herauszulesen, daß die Wetterunbill weniger die deutschen Angreifer als die Sowjets getroffen habe. Nach dem Bericht des Londoner Korrespondenten waren die militärischen Kreise Englands jedenfalls am Donnerstag der Ansicht, daß sich„die Sowjets fortwährend in der kritischsten Situation befinden, trotz aller erhofften Erleichterung durch den Wetterumschlag“. Britische Flieger über dem Rhonetal Auch die Schweiz meldel Ueberfliegung. Bichy, 23. Oktober. Das gesamte Rhone=Tal wurde in der vergangenen Nacht von englischen Fliegern überflogen. In Clermont=Ferrand, Lyon und Marseille waren britische Flieger in der Zeit von Mittemnacht bis 1 Uhr früh. Ueberall trat die Bodenabwehr in Tätigkeit. Auch von Schweizer Seite wird amtlich gemeldet, daß Donnerstagabend um 20 Uhr britische Flugzeuge die Westschweiz von Nordwesten nach Südosten überflogen. Der Rückflug erfolgte zwischen 22.15 und 23.15 Uhr, wobei der südwestliche Teil des Waadtlandes und Genf von veremzelten Maschinen überflogen wurde. Fliegeralarm erfolgte in mehreren Städten, so in Genf, Lausanne, Freiburg und Neuenburg. Verschiedene Flakgeschütze traten in Tätigkeit. in Großbritansien eingetroßfen. bis drei Wechen in EngMrs. Anne Eleanor Roosevelt hat in allen Jahren ihres politischen Propagandarummels nie für Franklin Delano, ihren Mann, allein Feder und Zunge bewegt, sie hat für sich geworben, die ehrgeizige Nichte des alten Rauhbeines Theodore, der von Kindesbeinen an ein hemmungsloser Drang nach öffentlicher Geltung innewohnte. Diese politischen Propagandajahrzehnte haben ihr auch äußerlich den Stempel aufgedrückt und ihren ohnehin unschönen Zügen jenes unruhige und geifernde Gepräge gegeben, das in zahllosen ihrer Reden, vor allem seit Beginn Ihres kriegshetzerischen Wirkens, Ausdruck gewann. Denn die alternde Eleanor het nie für uneigennützige Dinge gekämpft, sondern nacheinänder alle jene Ziele erreicht, die ihr erstrebenswert schienen. Dabei kam ihrer Mentalität entschieden die Tatsache zu Hilfe, daß sie ja„in Gottes eigenem Land“ lebte. in dem Begabungen ihrer Art reichlich Platz hatten, sich in der Oeffentlichkeit zu erproben. Eleanors ganz große Zeit— populär-amerikanisch und in Dollars gesprochen— begann mit jener Epoche, die die Welt als die kriegstreiberische des Präsidenten- und seiner jüdischen Clique angeprangert hat. Wie in den besten Jahren ihrer Wahlkampagne für Roosevelt, die sie vor nicht allzu langer Frist noch unter dem Motto der Kreigsenthaltung propagierte, warb sie für Roosevelts Krieg um die Söhne aller amerikanischen Mütter, indessen ihre eigenen Söhne besondere Beispiele leitlen, reichen Nichtstuns und mannigfacher Skandalaffären geliefert haben oder sich wie James mit Orden und Uniformen schmücken, die ihnen gar nicht gebühren. Inzwischen ist die Präsidentin gar, wie sie es bezeichnet hat, zur„Expertin für internationale Jugendwohlfahr!“ avanciert— in einem Lande, da neun Millionen Kinder in Elend, Schmutz und beispielloser Not vegetieren, da mehr als 16 Millionen über 10 Jahre kaum lesen und schreiben können. Bei den britischen Freunden sucht die ehrgeizige Eleanor nun ein neues Betätigungsfeld. Sie wird auch dort ihren Ehrgeiz zu befriedigen wissen. „ Tagesbefehl des Stabschefs der SA. zum Abschluß=der Wehrkampflage 1942. Berlin, 23. Oktober. Nach Abschluß der Wehrkampftage 1942 erläßt der Stabschef der SA. folgenden Tagesbefehl an die SA.: ##-Mömner! D Wehrkampflage 1942 sind durchgeführt. Auf meinen Besehl ist in 600 Veranstallungen mit über 500 000 akliven Teilnehmern unter Eurer Führung eine machtvolle Demonstration der wehrhaften Haltung der deutschen Heimal im vierten Ariegsjahr erfolgt. Eure Einsatzberestschaft hat alle durch den Arieg bedinglen Schwierigkeiten überwunden und erreicht, daß die Heimat dem Führer idre ungbrochene Kraft als einen wichtigen Beitrag zum Endsteg für alle Welt sichlber aufzeigen konnte. Mein Dank und meine Anerkennung gelten den Wehrkämpfern und allen, die mitgeholfen haben, dieses Werk der Kameradschaft deutscher Männer in SA., den anderen Gliederungen der Pariel, AoJ. und RSRC, ersiehen zu lassen. Die Wehrkampflage 1943 werden Euch wieder zu neuen Taten aufrusen, denn die SA. wird nicht nachlassen, den ihr vom Führer gegebenen Auftrag der Wehrerziehung des deutschen Volkes weiler auszubauen und zu erfüllen. Der Stabschef der SA. gez. Lutze. Jraks Kabinett ohne Minister Die wahre Lage im lrak— Größte Erregung der Bevölkerung Mailand, 23. Oktober. Wenn man auch offiziell in Bagdad erkläre, daß die jüngste Regierungskrise nichts mit der Außenpolitik des Landes zu tun habe, sondern auf Meinungsverschiedenheiten internen Charakters unter den Kahinettsmitgliedern zurückgehe, so hätten doch, so führt der Istanbuler Vertreter des„Corriere della Sera“ aus, die über die Grenzen gedrungenen Nachrichten ein wesentlich anderes Licht auf die wahre Lage im Irak geworfen. Minister seien auf geheimnisvolle Weise verschwu ihre Plantagen in Brand gesteckt oder verwüstet den. So habe man auch den Minister für erziehung tot vor seinem brenn### worVolkserziehung tot vor seinem brennenden Hause gefunden. Außenminister, der Finanzminister, der Innenminister und der Minister für soziale Angelegenheiten einernach dem anderen„aus Gesundheitsrücksichten“ zurücktraten. Nuri Said Pascha mußte ihre Aemter übernehmen. Wehrmachtsender„Kaukasus“ ruft „Hörst du mein heimliches Rufen“, als Pausenzeichen Von Kriegsberichter Heinz Grothe. (PK.) Der Wehrmachtsender„Kaukasus“, dessen vorläufiges Pausenzeichen durch die ersten Takte des Liedes „Hörst du mein heimliches Rufen“ gebildet wird, ist in Betrieb genommen, um von Soldaten für Soldaten zu arbeiten. Er ist auf der Welle 491,8 bei 610 Kiloherz von allen Rundfunkhörern zu hören. Damit hat sich die Zahl der Sender für die Truppe im Südabschnitt auf drei erhöht. Die Soldaten der Südarmeen haben den Sommer über, wenn sie die deutschen Nachrichten in den Kampfstunden hören wollten, denn zum Abhören anderer Sendungen langte ja meist die Zeit nicht, die Sender„Gustav" und „Krim“ gehört. Der jetzt hinzugekommene. Wehrmachtsender „Kaukasus“ trägt seinem Namen gemäß der inzwischen veränderten Lage Rechnung. Es ist wie bei allen neuen Kindern des Rundfunks mitten im Kriege: die Improvisation muß zunächst den ganzen„Laden“ zusammenhalten. Jedermann kennt die Anänge solcher Sender für Soldaten. Der Sender Belgrad wird für lange Zeiten ein geradezu klassisches Beispiel bleiben. Auch er konnte dank einer glücklichen Improvisation sich durchsetzen. Jedermann, der die ersten Tage an einem solchen neuen Sender mitmachte, kennt die Sorgen und Schwierigkeiten nicht nur technischer Art. Da will ein wohlgeordnetes Programm gestartek sein. Da muß die Abwechslung allen Hörern etwas bieten, da sollen die besonderen Wünsche der kämpfenden Truppe berücksichtigt werden. Das ist alles für die meist geringen Kräfte eines neuen Senders, der oft aus dem Boden„gezaubert“ werden muß, nicht leicht. Die ersten Tage=bringen alle Kinderkrankheiten wieder. Sie müssen überwunden werden. Probesendungen steigen, und dann rollt das Eröffnungsprogramm ab. Nun hat der Wehrmachtsender„Kaukasus“ seine ersten regelmäßigen Darbietungen zu Gehör gebracht. Er stützt sich auf einen zunächst noch geringen Fundus an Schallplatten, auf die Teilnahme aus den Truppenteilen, auf einheimische künstlerische Kräfte, die zufällig am Orte seßhaft sind. Von anderen Soldatensendern werden Sendungen übernommen und die Nachrichtendienste gehen regelmäßig mit. Das ganze Programm aber ist auf Originalität eingestellt. In einem kleinen Haus in dem kleinen Ort dieser Landschaft finden wir nach einigem Suchen die Sendeleitung. Zwei Ofiziere und zwei weitere Fachkräfte setzen das Unternehmen in Szene. Die Schwierigkeiten mit den Apparaturen, mit den Mikrophonen, die verschiedenen anderen Zwischenfälle mußten all; erst überwunden werden und sind noch zu überwinden. Hauptsorge bleibt für den Programmgestalter vorerst die Materialbeschaffung, aber hier wird die Truppe in den kommenden Wochen dem Sendeleiter alle Sorgen abnehmen und sich selbst gestaltend einschalten. Als jetzt eine irakische Division nach der ägyptischen Front geschickt werden sollte, erklärten die restlichen Kabinettsmitglieder dem Ministerpräsidenten, wenn er schon Krieg führen wolle, solle er dies selbst und auf eigene Rechnung tun. Hieraus entstand ein Kabinett, das ohne Minister blieb. Wenn Nuri Said Pascha jetzt ein Kabinett bilden wolle, das gewillt sei, seiner politischen Linie zu folgen, der zu folgen das Land sich weigere, werde er schon auf ein halbes Dutzend Briganten zurückgreifen müssen, die nichts zu verlieren hätten. So werde der Popanz, den England an die Spitze Jraks gestellt hat, auch auf den Schein einer nominellen Unabhängigkeit verzichten müssen und in seiner wahren Rolle erscheinen, nämlich als unterwürfiger Diener Englands,o der sein Land, das seine Unabhängigkeit wolle und die Angelsachsen hasse, zum Ruin führe. Erneute Lufkkämpfe über Aegypten Wieder zwanzig britische Flugzeuge abgeschossen. Rom. 23. Oktober. Der italienische Wehrmachtbericht vom Freitag hat folgenden Wortlaut: Am gestrigen Tage fanden zwischen den beiderseitigen Luftwaffen über Alegupten weitere heftige Käupfe statt, die den Jägern der Achsenmächte neue Erfolge brachten. Es wurden zwanzig britische Flugzeuge abgeschossen, davon fünf von italienischen, zehn von deutschen Jägern und fünf von der Bodenabwehr. Alle unsere Flugzeuge kehrten zu ihren Stützpunkten zurück. An der Landfront lebhafte Aufklärungstätigkeit im nördlichen Abschnitt. Unsere Sturzkampfbomber setzten ihre Angeisse auf die Flugplätze von Malta fort. In der vergangenen Nacht unternahm der Feind Angrisse auf Tuein und Genna. In Turin entstanden kleine Brände, die rasch gelöscht wurden. In Genua nahm der feindliche Angriff, der in mehreren Wellen mit dem Abwurs von Spreng= und Brandbomben durchgeführt wurde, beträchtliche Ausmaße an. Es wurden erhebliche Schäden an Wohnhäusern verursacht. Zur Zeit wird die Zahl der Opfer ermittelt. Die Haltung der Bevölkerung war vorbildlich. Am 23. Oklober 1942 vollendete der Vizepräsiden! am Volksgerichtshof. Karl Enger!, Trüger des Goldenen Ehrenzeichens der Parlei und 65-Oberführer, sein 85. Lebensjahr. Reichominister der Justiz Dr. Thierack hat dem bewährten Beamten und verdienstvollen schen Vorkämpfer zu diesem Tage sein wünsche und Dank und Auerkennung Wirken ausgesprochen. lvollen nationallozialiftieine herzlichsten Glückung für sein berufliches Bre Nur noch eine Laterne an Fuhrwerken irwerke und Handwagen über einen Meter eüer i Seihst siche enr bund enl und hinten durch eine rote Laterne gesichert . In einem gemeinsamen Erlaß des Reichsführers 1 und Chefs der deutschen Polizei im Reichtgipisterium des Innern und des Reichsministers der Luftfahrt und Oberbefehlshabers der Luftwaffe wird nunmehr bestimmt, daß diese Fahrzeuge bis auf weiterer nur noch eine wein oder schwachgelb brennende Laterne zu führen brauchen Die Laterne muß an oder unter dem Fahrzeu links so angebracht werden, daß sie dieses nach vorn und rückwärts ausreichend erkennbar macht. An der Rückseite des Fahrzeuges muß selbstverständlich ein roter Rückstrahler geführt werden. Den Fuhrwerksbesitzern ist jedoch zu empfehlen, ihre Fuhrwerke nach vorn zusätzlich durch weiße Rückstrahler zu sichern. Hierbei hat sich die seitwärts pendelnde Aufhägung eines weißen Rückstrahlers in Höhe von nicht mehr als 50 cm über dem Erdboden besonders bewährt.— Da Fuhrwerke im Straßenverkehr nunmehr erst auf wesentlich kürzere Entfernung wahrnehmbar sind, ergeht vor allem an die Kraftfahrer die dringende Mahnung, bei Fahrten während der Dunkelheit— vor allem auf dem Lande— erhöhte Aufmerksamket anzuwenden und vorsichtig zu fahren. Gebt alte Kupfer= und Nickelmünzen dem Kriegs=W5W.! Viele unter uns haben es seinetzeit übersehen, die außer Kurs gesetzten Kupfer= und Nickelmünzen vor Ablauf der Einlösungsfrist auszugeben oder gegen kursfähiges Geld umzutauschen. In allen möglichen Behältern, Schubladen, und sogar in Geldbörsen, sind immer noch derartige Münzen zu finden. Das KriegsEUTSCHE LIE AN 24./25. ORTOBER winterhilfswerk 1942/43 gibt Gelegenheit, uns dieser außer Kurs gesetzten Münzen auf bequeme Art zu entledigen, indem wir sie bei der Reichsstraßensammlung am kommenden Sonnabend und Sonntag neben unserer üblichen Spende in die Sammelbüchsen der ehrenamtlichen Helfer stecken. Wir geben damit diesen für uns wertlosen Münzen eine neue Bestimmung und stellen sie in den Dienst jener Kraft, die uns den Endsieg Der Rundfunk am Szunabend, 24. Oktober. Reichsprogramm: Zwei frohe Stunden zum Wochenende von 16.00 bis 18.00 Uhr.—„Mittelmeerskiszen“ bietet Franz Marszalen mit großem Orchester von 19.00 bis 19.15 Uhr.— Zeitgenössische Musik von 20.20 bis 21.00 Uhr.— Beschwingte Weisen ab 22.30 Uhr. Deutschlandsender: Konzertsendung von 17.10 bis 18.30 Uhr.— Tresi Rudolph, Marieluise Schilv. Walther Ludwig u. a. hören wir im Operettenauerschnitt „Der Zigeunerbaron“ in der Besetzung des Deutschen Overnhauses Berlin von 20.15 bis 22.00 Uhr. 4 Unsere Glückwunschecke Mm lhu. Auf das hohe Alter von 84 Jahren kann am heutigen Sonnabend der Oberbahnassistent i. R. Ferdinand Klinke, Bad Sal blicken. R. F fstraße, bei bester Rüstigkeit zurückMit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet. Für Tapferkeit vor dem Feinde wurde der Unteroffizier Erich Tünker aus Bad Salzuflen mit dem Eisernen Kreuz 1. Klasse ausgezeichnet; ferner erhielten der Matrosen=Obergefreite Walter Henning aus Helpup, der Gefreite Friedrich Bröter aus Detmold, Gefreite Helm der schürmann aus nar und Hörstmo der 4=Sturmmann Werner Richter aus Schwalenberg das Eiserne Kreuz 2. Klasse. Unsere herzlichsten Glückwünsche! Verdunkelung von 18.19 Uhr bis früh 8.08 Uhr. Mondaufgang 18.24 Uhr— Monduntergang 7.33 Uhr. .5 Die neue Deutsche Wochenschau Menschenivven der Krieasevome— Bei der deutschen und italienischen Kriegsmarine Der Krieg formt neue Menschentypen. Und es nicht so, daß sich der einzelne immer bewußt eine neue saltung verleiht, sondern die Notwendigkeiten der neuen imwell, in der wir leben, verlangt diese Art neuer Menschen und— wie die nerue Wocherschan zeigt— sehl es on jetzt nicht an ihnen. Am deutlichsten wird diese Umformung wohl im Ausdruck des modernen Mädchens. Es hat sich eine Entwicklung, die vielleicht schon einige Jahrzehnte währt, in diesem setzt bis zu einem Endziel realisiert. seiten Kriege setzt bis zu einem Endziel realisiert. Die Frau st zur arbeitenden Frau geworden, aber nicht im Sinne der primitiven Völker, bei denen sie nahezu Sklavendienst tut, sondern im modernen Deutschland aus dem Drang heraus, unabhängig zu sein und selbst etwas darzustellen. Die Gesichter der Nachrichtenhelferinnen jedenfalls, die uns die Wochenschau vorstellt, und der Lebenskreis, in den sie als Angestellte der Wehrmacht berufen sind, zeugen von einer ganz neuen Haltung. Freilich ist auch der Typ des Mannes durch den Krieg weitgehend bestimmt. Die ikalienische U=Boot: De: — nung. die wir sehen, besteht aus Männern, die ihre portlichen Qualitäten jetzt nicht mehr im Spiel einsetzen, ondern im Kampf zu gebrauchen wissen. Die deutschen 1=Boot=Kommandanten, von der Feindfahrt zurückgekehrt, sind— wir sehen es deutlich an den wenigen Bildern— reise, überlegene Offiziere geworden. Ueberwältigend aber ist immer wieder der Eindruck von dem undeont. Die ganze igkeit, seine ille sind hier in ausgerichtet auf das des feindlichen Grain einem sgüter. kannten Infanierinen an der dem deutschen allgemein nochgesagte zähe Entschlußkraft, sein undändiger jedem einzelnen zusammengesaßt und jeweils nächste Ziel: die Erstürmung bens, die Beseitigung des letzten Widerstandes in Häuserblock oder die Vernichtung seindlicher Rüstungsg Wenn wir diese deutschen Menschen mit dem Charakter der Köpfe vergleichen, die die Dichter tragen, die zur Tagung des europäischen Schriftsteller=Verhandes in Weimar zusammengekommen sind, und die wir als Hörer der Kulturrede von Reichsminister Dr. Goebbels erleben, dann stellt sich uns dieset neue Typ besonders deutlich dar. Zwar sehlt ihnen sicher jene überlegene Geistigkeit, die das Antlitz des Mannes in eine komplizierte Reihe von Flächen aufteilt und jeden einzelnen sofort in sein geistiges Gebiet weist, aber es ist eine andere Form der Sicherheit in ihnen, jene, die das Kompltzierte nicht sucht und vertieft, sondern es mutig angeht und durch Vereinfachung meistert. Der neue Mensch, aus einem Zwang in seine Bahn gestellt, macht aus der Not seine Lebensform und wird so zum Gliede eines Volkes, däs geseit ist vor den gefährlichsten Gedankenkomplexen der beiden vergangenen Jahrhunderte Hans-hubert Gensert. Kurznachtichten aus den lippischen Städten Detmold Wer hat den Schwau verletzt? Einer der schönsten Schwäne auf dem Wallgraben wurde dieser Tage mit einer ernstlichen Kopfverletzung angetroffen. Das Tier konnte nicht mehr gerettet werden und wurde deshalb getötet. Wer dem Schwan die Verletzung beigebracht hat, ist bis jetzt ein Rätsel. Sehr nahe liegt es, daß das Tier durch einen Steinwurf so schwer am Kopf verletzt wurde. Für klare und genaue B Schulungswoche„Der gute Brief Aus Anlaß der aben einige Detmolder den bei der Bevölkerung große Aufmerksamkeit. Zweimal„Friederike“ im Landesthealer. Der morgige Sonntag und der Montag bringen zwei Wiederholungen von Lehärs berühmtem Singspiel„Friederike“ in der Originalbesetzung. Herbstwanderung fälll aus. Die Wilhelm=Teudt=Gesellschaft plante für den morgigen Sonntag eine Herbstwanderung mit Mittagsrast und Vorträgen am Hollenstein. Durch besondere Umstände muß die Wanderung jedoch ausfallen. Lomgo DRA.-Grundausbildungslehrgang. Das Deutsche Rote Kreuz, Ortsgemeinschaft Lemgo, führt einen neuen DRK.= Grundausbildungslehrgang in Lemao durch. Der Lehrgang beginnt, worauf alle DRK.=Anwärterinnen hingewiesen werden, am kommenden Dienstag, 27. Oktober, um 19.15 Uhr in der Berufsschule. Handballspiel auf dem Jahuplatz. Die Handhallelf des MSV. Lemgo empfängt am morgigen Sonntag die Spielvereinigung Bielefeld im fälligen Pflichtspiel um die Meisterschaft. Es ist mit einem schönen Spiel zu rechnen, wobei sich allerdings die Hansestädter durchsetzen müßten. Das Spiel beginnt bereits um 10.30 Uhr vormittags, nicht wie zuerst vorgesehen um 11 Uhr. Jugendfilmstunde. Der HJ.=Standort Leme Bad Salzuilen Tage Volksfest. Das diesjährige Herbst— Abschluß. Nur volksfest findet mit dem morgigen Sonntag seinen Ab Es ist also nur noch heute und morgen Gelegenheit, sich eine Stunde auf dem Salzhof zu vergnügen. Gelenheit dazu ist reichlich geboten. Abnahme der Radfahrprüfung. Für die neuen Bewerber für das Reichs= und Jugendsportabzeichen findet am morgigen Sonntag die Radfahrprüfung über 20 Kilometer statt. Die Bewerber finden sich d Luisenhof ein. dazu um 10 Uhr am Hotel morgigen Sonntagvormittag eine Jugendfilmstunde durch. Zur Vorführung kommt der gute Film„Ueber alles in der Welt“. WhW.-Illmvorführung in den Kurthealer=Lichtspielen. In die Reihe der Veranstaltungen zugunsten des Kriegswinterhilfswerkes aus Anlaß der Reichsstraßensammlung wurde auch eine Filmvorführung eingeflochten. Diese findet am heutigen Sonnabend um 16 Uhr in den KurtheaterLichtspielen statt(nicht Kammer=Lichtspiele). Gezeigt wird „Die große Liebe“. Schöfmar WhW.-Schießen. Die Kriegerkameradschaft Schötmar veranstaltet am morgigen Sonntag aus dem Schießstand am Sportplatz ein WHW.=Schießen, und zwar von v bis 12.30 Uhr. Dieses Schießen hat öffentlichen Charakter, sodaß jedermann daran teilnehmen kann. Die E#nwohner= schaft wird sogar herzlich eingeladen, sich an dies Schießen zu beteiligen, damit das finanzielle Ergebnis für das Winterhilfswerk ein recht gutes wird. Blomberg Ernennung. Zum Regierungsoberinspektor im Reichsarbeitsministerium wurde Rolf Rautenberg von hier ernannt. Neuer DRL.-Grundausbildungslehrgang. In nöchster Zeit führt das Deutsche Rote Kreuz, Bereitschaft(w.), Detmold 3, Zug Blomberg, einen Grundausbildungslehrgang durch. Diejenigen Frauen und Mädel, die sich in den Dienst des DRK. stellen wollen, melden sich umgehend bei der Führerin der Bereitschaft, Frau M. Götte, Schulstraße 9, oder bei der Zugführerin E. Mahris, Langer Steinweg 6. Neuigkeiten aus den Ortsbauernschaften Augustdors. Die Sportkästen beschädigt. Die vom Sportverein Augustdorf aufgehängten Sportaushängekästen wurden in letzter Zeit mehrfach beschädigt. Leider konnte man bisher den oder die Täter noch nicht ermitteln. Augustdörf. Jugendfußball. Auf dem hiesigen Sportplatz findet am morgigen Sonntag ein Jugendfußballspiel zwischen der 1. Jugendelf vom SV. Augustdorf und per 1. Jugendelf vom TuS. Lage statt. Herrentrup. Abschiedsfest. Am kommenden Sonntag feiert der Erntekindergarten sein diesjähriges Abschiedsfest. Die Veranstaltung wird im Saale des Gastwirts Wallbaum durchgeführt. Alle Mütter, Parteigenossen und kinderlieben Volksgenossen sind dazu herzlichst eingeladen. Der Beginn ist um 15 Uhr. Schwelentrup. Schadenfeuer. In der großen Scheune des Bauern Heinrich Gödecke jun. brach nachmittags Feuer aus, das sich rasch über das ganze Gebäude verbreitete. In der Scheune lagerte die ganze Ernte, die dem Feuer vollständig zum Opfer fiel. Mitverdrannt sind außerdem eine Dreschmaschine und eine Strohpresse. Die Scheune, ein Bruchsteinbau, ist bis auf die Umfassungsmauern völlig ausgebrannt. Das Feuer soll durch einen fünfjährigen Jungen angesteckt sein, der mit Streichhölzern hinter der Scheune gespielt haben soll. Der Schaden ist nicht nur für Gödecke sehr groß, sondern auch für die Allgemeinheit ein empfindlicher. Hier haben wieder Streichhölzer in Kinderhand den Schaden verursacht. Wir können nur immer wieder warnend derauf hinweisen, daß die Streichhölzer so aufzubewahren sind, daß sie von Kindern nicht erreicht werden können.(33) Erder. Goldene Hochzeit. Das schöne Fest der goldenen Hochzeit konnten am gestrigen Freitag die Eheleute Heinrich Hilker und Frau, geo. Schwarze, begehen. Das Jubelpaar ist noch rüstig und geistig frisch. Vater Hilker ist 78 Jahre alt und noch in seinem Beruf als Schneider tätig. Seine 71 Jahre alte Ehefrau arbeitet auch heute noch fleißig in der Landwirtschaft. Hilker hat vor über einem halben Jahrhundett bei den Neuhauser Husaren gedient und bis vor wenigen Jahren den Fährdienst auf der hiesigen Fähre versehen. Wir gratulieren dem Jubelpaar und wunschen noch recht viele gemeinsame Jahre. Vor dem Oetmolder Nichter Zuchthaus= und Gefüngnisstrase für diebischer Ehepaar. Vor dem Amtsgericht Detwold hatte sich das Eheaar Dietrich und Erna Büker aus Waddenausen wegen Diebstahls, Betrugs und Urkunden ug zu verantworten. Dietrich Büker, schon eir vorbestraft, bestahl Mitbewohner, indem e. ubruch aus deren Vorratsbühne Fleisch= und Wurstwaren entwendete. Ferner ließ er auch in Ausübung seines Berufes da und dort Eßwaren verschwinden, wenn er Kohlen in den Kellern zur Ablieferung brachte. Da bei ihm Rücksalldiebstahl vorlag. kannte das Gericht keine Milde. Es verurteilte den ers 30 Jahre alten Angeklagten zu einer Gesamtstrafe von zwei Jahren und zehn Monaten Zuchthaus und Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrecht auf drei Jahre. Die Ehefrau Erna Büker hat sich der Hehlerei straftbar gemacht, da sie die gestohlenen Sachen ihres Mannes annah fängnisstrafe von einem Jahr für angemessen. Geldbörsendiebstähle in Detmolder Telephonzellen. Am Nachmittag des machtangehöriger von der führte machtangehöriger von der Telephonzelle im Detmolder Bahnhof aus ein Ortsgespräch. Beim Verlassen der Zelle ließ er aus Versehen seine Geldbörse mit einem hohen Bargeldbetrag liegen. Als er kurze Zeit später den empfindlichen Verlust bemerkte und zum Bahnhof zurückeilte, war in der Telephonzelle keine Geldbörse mehr zu finden. Bis in die Abendstunden des Freitags hinein hatte sich der Finder noch nirgends gemeldet, weshald Fundunterschlagung angenommen werden muß. Das gleiche Mißgeschick passierte vor einigen Tagen auch einer jungen Frau aus einem benachbarten Dorf. Sie führte von der Telephonzelle am Horst=Wessel=Haus aus ein Ortsgespräch und vergaß beim Weggehen, die Geldbörse mitzunehmen. Auch sie fand rurze Zeit später in der Zelle ihre Geldbörse, in welcher sich einige Zehnmartscheine befanden, nicht mehr vor. Leider hat sich auch in diesem ein im WehrDetU bis heute kein Finder gemeldet, so daß auch hier indunterschlagung vorliegt. Oder sollten die ehrlichen nder bioher noch keine Zeit gesunden haben, die ldbörsen im Fundbüro der Stadt Detmold abzuliefern Detmold abzuDas neue Mutterschutzgesetz. Das Frauenamt der DAF. teilt mit: „Am 17. Mai 1942 wurde das Gesetz zum Schutze der erwerbstätigen Mutter(Mutterschutzgesetz) erlassen. Da Paragraph 10 dieses Gesetzes besagt, daß in allen Betrieben, die Frauen beschäftigen, dieses Gesetz zur Einsicht auszulegen ist, so wird allen Betriebsführern empfohlen, für die Beschaffung besorgt zu sein. Um so mehr, da es grundsätzliche Aenderungen enthält und es notwendig ist, daß Betriebsführer und erwerbstätige Frauen sich mit dem Wortlaut dieses Gesetzes bekanntmachen. Der Abdruck dieses Gesetzes ist im Verlag W. Kohlhammer, Stuttgarut und Berlin, zum Preise von 20 Rpf. zu beziehen. SHERRE VebpachtFELDPOSTPACKCHEN Verpackt so fest wie möglich! Der Weg ist weit. Nur was Stoß und Druck aushält, kann gut ankommen. Schreibt die Feldpostnummer ichtig und deutlich! Streichhölzer und gefüllte Benzinfeuerzeuge gehören nicht in die Feldpostpäckchen! DEUTSCHE REICHSPOST AIEEEEEEEETEE Roman von Marianne von Angern. 2 Copyright 1942 by Universitas-Verlag P. Schmid, Berlin. Und nun trat Katja ihren Rundgang an. Grüße nickend und erwidernd, bewegte sie sich fraulich anmutig und doch gebieterisch zwischen den Tischen vorwärts. Blicke, frappierte, begehrliche, abschätzende, folgten ihr. Da und dort wurde sie angehalten. „Wollen Sie uns ein Viertelstündchen die Ehre geben, Fräulein Katja?“ schmeichelte die fettige Stimme des Herrn Oedön Piros, des Königs der Schieber, wie er in Budapest hieß. Umgeben von seinen Trabanten, gehörte er zu den treueften und einträglichsten Gästen der Paloma. Wer er in Wirklichkeit war, woher er kam, aus welchen Niederungen er emporschoß, hätte niemand zu sagen gewußt. Aber jeder kannte ihn, jeder verachtete ihn, und fast jeder— wollte etwas von ihm. Katja nippte an dem ihr dargereichten Glas.„Keine Zeit, mein Herr, lewer.... weyrte sie die Einladung ab. Piros nahm nicht übel. Es gab reizvollere Gesellschaft als die seine, darüber war er sich klar.„Ts, ks, ts— immer so beschäftigt“, ließ er halb bedauernd, halb ironisch vernehmen und zwinkerte mit den schwarzen, hinter feisten Backen listig funkelnden Aeuglein.„Aber so ganz ohne weiblichen Schutz können Sie uns dach nicht lassen...“ „Ich will sehen, was ich für Sie tun kann“, vertröstete tia lächelnd, schon im Weiter eltergeben. was Katja lächelnd, schon im—.— Gleich darauf leuchtete es in der Nähe des Büffets korallenrot auf. „Kümmert euch um Ptros und Genossen“, wies sie die beiden Mädchen an, die immer noch müßig umherstanden. „Ach— die faden Geschäftzmocher“, maulte Rozsit; „quatschen nur von Waggonlodungen und Provisionen...“ „Kann man wissen“, verjetzte die praktischer denkende Braske,„vielleicht fällt ein 2 ein Waggon Mandelseise für uns ab.“ Ka neue lichkeit ssen. lich erregt, hielt sie den vorbeieilenden Jozsi an. Was soll das...“ raunte sie ihm zu.„Wißt ihr denn noch immer nicht, daß Herr von Munkacs...“ „Kruzitürken“, drummte der Alte,„hab's dem Rotzlöffel, dem Jancsi, schon zehnmal gesagt, daß der Tisch Ffür die Herren Offiziere freigehalten werden muß. Na— das wollen wir gleich haben...“ Und im Ablauf weniger Minuten hatte er das unerwünschte Pärchen mit der hinreißenden Verbindlichkeit eines alten Grandseigneurs an einen anderen Platz komplimentiert. Befriedigt rieb er sich die Hände. Gut is gangen, nix is g'schehn. Verteufeltes Frauenzimmer, diese Katja. Ob sie einmal auch nur das Geringste übersehen würde! Und gar, wenn es sich um das Wohl und Wehe des Herrn Rittmeisters von Munkacs handelte. Na ja überhaupt und o Jozsis Versuch, das erwartete anerkennende Lächeln einzuheimsen, scheiterte an Katjas bereits einem neuen Vorgang zugewandter Aufmerksamkeit. Also jetzt geruhte die Sari endlich in Erscheinung zu treten, wenn auch mit fast zweistündiger Verspätung. Und — Istenem— in welchem Zustand... Schwankend, das weiße, gedunsene Gesicht mit Lippenschminke beschmiert, stelzte sie unsicher auf das Büffet zu. Betrunken, durchblitzte es Katja. Und schon verstellle sie der jungen Person den Weg. „Schämst du dich nicht? Mach gleich, daß du hinauskommst, und laß dich nicht wieder hier blicken...“ Aus verglasten Augen glotzte das Mädel sie an, und ohne einen Laut von sich zu geben, sackte es plötzlich zusammen. Nur der schnell zufassende Griff Katjas verhütete, daß es vollends zu Boden glitt. Einzzerknüllter Fetzen be— Maniera anifiel ihrer Hand. Die Verlustliste... lug ihr se den besenden Körper an sich, sorgsam bedacht, ihn gegen neugierige Blicke zu schützen. „Stephan?“ fragte sie flüsternd. Das Mädel nickte und schluchzte trocken auf. Katja wußte Bescheid. Der Bruder. Das einzige Wesen, druckten Papiers entfiel ihrer Hand. Jetzt glaubte Katsa zu verstehen, und sogle in in drennendes Mitleid um. Fest drü dem dieses kaltschnäuzige, berechnende Geschöpf von Herzen zugetan war. „Hascherl, armes— möchtest nicht lieber heimgehen? „Heim?“ brüllte das Mädel auf,„damit ich ganz und rirrsinnig werde? Nein— das hier ist schon das Richür mich...“ ehrere vom Personal, denen die Szene aufgefallen war bemühten sich nunmehr um die Erschöpfte. Sogar der Stimmungssänger Aladär tänzelte in rhythmischem Walzerschritt heran und beklopfte gönnerhaft Sáris Schulter. „Laß gut sein, Kleine. In fünfzig Johren ist sowieso. alles vorbei“, versicherte er tröstend, ehe er zur Wiederholung seines Schlagerrefraius anhub. Aber Jozsi, der Ober, wußte wirksoneren Rat. „Hier Fräulein— ein Doppelkognak. Das= hilft.“ Gierig schluckte Süri das Ganze hinunter.„Hach— gut ist das. Noch eins, ditte...“ Ebenso jäh, wie sie zusammengeklappt war, riß sie sich wieder empor. Mit wilder Entschlossenheit strich sie die brandrote Mähne aus der Stirn und rieb sich mit ihrem Taschentuch die Flecke vom Gesicht. „Ach was— Schluß mit dem Geflenne. Ich geh' zu den Schiebern.“ Und hüftenwippend segelte sie geradewegs auf Piros Tisch zu und nahm unverfroren Platz. Nicht einen Deut scherte sie sich um Brzkes und Rozsis scheele Blicke. „Kennt ihr den neuesten Witz, meine Herren?“ drang ihr heiseres Raucheroxgan bis zum Büffet hinüber.„Ein General und ein Schnorrer begegnen sich auf der Andrässydt... „Das ist ein Luder“, nickte Jozsi, der mit Sochverständnis den Vorgang verfolgt hatte.„Die macht ihren Weg, oder ich versteh' nichts vom Geschäft. Reine Aschenbrödel, die beiden anderen, mit ihr verglichen. Spielen sich auf als seine Damen, und der Erstbeste kriegt sie derum. Aber die — die hat einen eisernen Willen. Die geht über ihre eigene Leich'. Passen S' auf, Fräulein Katja, die schafft es, und die andern kommen vor die Hund“...“ Nachdenklich hörte Katja auf die Auslassungen dieses alten Spezialisten des Nachtgewerdes. In all ihrer anfechtbaren Einseitigkeit erweckten sie etwas wie Widerhall in ihr. Der eiserne Wille— ja— der tat hier wohl not, wenn man sich nicht selber verlieren wollte. Ueber seine eigene Leiche gehen, das eigene Glückvorlangen abwürgen... Ach, manchmal wurde es nur so unvorstellbar schwer. Kunst und Wissenschaft Geschichte des Ruhrbergdaues auf Ka#eln gebrannt. Als einen wertvollen Beitrag zur Geschichte des Ruhrbergbaues kann man die künstlerisch wertvollen Kacheln bezeichnen, die von dem bekannten Gelsenkirchener Maler und Grapbiker Josef Arens bergestellt werden. Neben einer Kachelreibe„Bergmannstrachten“, die auf Grund des Uniformierungs=Reglements aus dem Jahre 1856 gestaltet werden sollen auf Veranlassung des Bergbauvereins in Essen auch Kacheln aus dem Unter= und Uebertagebetrieb im Bergbau geschaffen werden, zu denen schon zahlreiche Entwürfe vorliegen. Einsonie=Urauffübrungen. Unter der Leitung von Generalmusikdirektor Prof. Hugo Balzer gelangen anläßlich des Tages der Kunststadt in Düsseldorf die„Sinsonie in D=dur“ von Hermann Schroeder und die„Sinfonie Nr. 8 in B=dur“ mit Schlußchor über Hoelderlins Gedicht... „per Tod fürs Vaterland“ von Otto Leonhardt zur Uraufführung. Denn— mochte man sich auch dagegen wehren— jetzt, wo die Uhr auf drei ging, begann schon wieder diese qualvolle Unruhe des Wartens, dieses zerrende Vibrieren der Nerven. Das Aufzucken, wenn die Eingangstür sich öffnete. um Gäste einzulassen. Und die Möglichkeit allein, daß er fortbleiben könnte, ließ alles sinnlos und öde erscheinen... Und doch— gut wäre es, er käme nicht und machte dem verbissenen Kampf ein Ende, von dem man kaum mehr wußte, ob Haß oder Liebe ihn schürte. Dieser Kampf in so schleierloser, krasser Art, wie derlei Dinge eben hier ausgefochten wurden. Hier breitete man kein Mäntelchen über seine Absichten, hier gab es keine Umwege und Winkelzüge. Hier sagte man einfach„ich will dich" und„komm Und mit jedem Tag kostete das Rein mehr Ueberwindung, denn in Wirklichkeit wollte man ja den geliebten Mann mit jedem Nerv, mit allen Sinnen, mit der ganzen Heftigkeit eines gesunden Frauentums Unversehens schrak Kätja aus ihren Grübeleien auf Um sie herum war es plötzlich auf besondere Weise lebendig geworden. Eine kleine Gruppe von Honvédhusaren durchquerte sporenklirrend das Lokal. Allen voran, lässig, vergnügt, der Rittmeister Béla von Munkkes Und ihm zur Seite dieser unvermeidliche Hatvany.. (Fortsetzung folgt.) 414 1 — Aus Westfalen und den Nachbargebieten Paderborn. Im Gerichtssaal verhaftet. In der heutigen Zivilkammersitzung des Landgericht: Paderborn wurde ein 23jähriges Mädchen aus Hagen (Westfalen) im Gerichtssaal verhaftet und ins Gefängns abgeführt, weil es unter Eid bewußt die Unwahrheit gesagt hatte.— Leider kommen solche Eidesverletzungen in Ehescheidungs- und Unterhalsklagen immer noch häufig vor. Insbesondere sind es junge Mädchen, die entweder aus Scham oder weil sie glauben, sie könnten durch unwahre Aussagen den Ausgang des eindringlich belehrt werden.— Diese gewissenlosen Frauen sollen bedenken, daß in den meisten Fällen heute der Meineid ans Tageslicht kommt und lange Zuchthaus= oder Gefängnisstrafen gegen sie verhängt werden. Herford. Der Sohn ktahl, die Mutter hehlte. Die Strafkammer hatte über die Berufung der Ehefrau Sch. aus Herford zu entscheiden, die das Amtsgericht Herford wegen Hehlerei zu einem Monat Gefängnis verurteilt hatte. Ihr 15jähriger Sohn brachte allerhand leckere Dinge mit nach Hause, die gestohlen waren und von der Angeklagten im Haushalt verbraucht wurden. Die Angeklagte will an nichts Böses gedacht haben, hat aber selbst einmal geäußert: „Winn es herauskommt, fallen wir aule herein.“ Die B ufung wurde verworfen.(29) Hamm. Walter verspekulierte sich Als er mit seinen Pfennigen nicht mehr ganz hinkam, begab sich Walter Hönnemann aus dem benachbarten Herringen auf Reisen. Als„Vertreter“ klapperte er die Gemeinden in der Umgebung ab, um hier Bestellungen— punktfrei natürlich!— auf Tischdecken, Wandschoner und Sofakissen vorzunehmen. Leider gibt es ja heute immer noch Leichtgläubige genug, die auf jeden Schwindel hereinfallen, vor allem dann, wenn ihnen etwas„ohne“ in Aussicht gestellt wird. Selbstverständlich mußte gleich bei Bestellung eine Anzahlung geleistet werden; auf diese kam es Wakter ja an. Großzügig händigte er den Bestellern eine Quittung aus. die er mit„Walter Möhler, Hamm, Münsterstraßfe.“ unterschrieb. In Braam=Ostwennemar hatte Walter aber Pech, als er sich mit salschem Namen in einem Hause vorstellte, in dem ein früherer Schulkamerad ihn wiedererkannte. Mit Walters Geschäften war es nun vorbei. Es wurde Anzeige erstattet, und seine letzte Reise führte ins Gefängnis. Dortmund. Der Lünener Mörder gefaßt. Durch tatkräftiges Zusammenarbeiten der Mordkommission der Kriminalpolizeistelle Dortmund mit der Kriminalpolizei Lünen und durch rege Mitarbeit der Bevölkerung ist es gelungen, den Mord an dem Arbeiter Paul Klonnek in Lünen restlos zu klären. Der festgenommene Schlosser Ferdinand Stoppe, der der Mordes dringend verdächtig war, ist überführt und geständig, Klonnek mit einem Hammer erschlagen und seiner Ersparnisse beraubt zu haben. Das Tatwerkzeug konnte bisher nicht herbeigeschafft werden. Nach seinen Angaben hat Stoppe den Hammer in den Abendstunden des 30. 9. unmittelbar nach der Tat in ein Gartengelände geworsen. Necklinghausen. 1.570 Zentner Altstoffe gesammelt. Die Sammelaktion für Altstoffe ist von der Oberschule für Jungen in Recklinghausen von Anbeginn mit Nachdruck betrieben worden. Von 1940 bis 1942 wurden insgesamt abgeliefert; 1. Eisenschrott 36 830 kg; 2. Altpapier 36 125 kg; 3. Lumpen 3621 26; 4. Buntmetalle 798 kg; 5. Knochen 558 kg; 6. div. Altstoffe 544 kg; zusammen 78 476 kg, das sind. 1 369,5 Zentner. Gronau, Jährlich 200 EHW.=Schweine. Von der EHW.=Mastanstalt in Gronau können jährlich etwa 200 Schweine von 280 Pfund an die Metzger von Gronau, Ahaus und Koesfeld abgesetzt werden. Die Schweinemastanstalt des Ernährungshilfswerkes Gronau besteht seit drei Jahren und konnte bisher 84.000 kg Fleisch abliefern, eine Entlastung des Fleischmarktes, die ins Gewicht fällt. Unsere Kumgeschichte Dämmerstunde am Deich von FC. Schallte 04 vor einer echweren Aulgabe Werder Bremen am Sonntag in Geisenkirchen— Siegt 1860 über Lipine? Kürzlich kam ich wieder mit Sönke Fedders zusammen. Viel Worte macht er nie. Seine Besitzung binter dem Deich und die wenigen Morgen Ackerland sind ihm Heimat genug, mit der er Zwiesprache halten kann Oft traf ich ihn singend an, wenn er gerade die Takelage an seinem kleinen Boot zurechtzimmerte, mit dem er auch jetzt wieder auf Granatsang über das Watt fahren wollte. Die Fülle des leuchtenden Sommertages war dem dämmernden Geheimnis dieser Stunde gewichen, im rollenden Gleichmaß spülten die leichten Wellen über das Watt. Die Endlosigkeit der Marschen schob sich mit ihrem satten Grün zwischen die Buntheit der Farben, die hier wechseln wie der wundersame Klang einer Melodie. Sönke Fedders hämmerte gerade mit besonderem Eiser an den Planken seines Bootes herum, so daß er mich zuerst gar nicht bemerkte. Als ihn das Geräusch meiner Schritte ausschreckte, machte er eine kurze Bewegung. Zuerst mußte die Arbeit fertig werden, denn die Fahrt zu den Inseln sollte in aller Frühe angetreten werden. Sönke Fedders ist Lebensphilosoph. Er will auf alles eine Antwört haben, auch bei den letzten Dingen, und diese Antwort mußte mit dem Erlebnis stimmen, das er auf seinen vielen Fahrten hatte. Sein Alter mag an die siebzig reichen, aber was besagen diese Jahre, da bei uns der einzelne wie die Gesamtheit in einem Kampf um Sein oder Nichtsein steht? Auf dem Heimweg, den wir über den Außengroden nahmen, verhielten wir an den Steinen, die roh und ohne weiteren Zierat, in den Deich gegraben waren. Da standen einige Ziffern verzeichnet. 1717, 1825 und noch einige Jahreszahlen mehr las ich auf einem der großen Quadern, Zeichen für die schrecklichen Wasserfluten, die damals in gewaltigen Stößen gegen die Nordseeküste losgebrochen waren und Tausende von Menschen mit sich in die Tiefe gerissen hatten. Sönke Fedders schaute mich bedächtig an.„Was solch ein Stein nicht alles besagt, wenn der Mensch seine Sprache versteht! Wir an der See klammern uns nie an die Bequemlichkett, wir erfahren täglich wie unsicher das Schicksal ist, wenn man nicht mit dem Herzen sein Leben erfüllt.“ Wir erreichen die ersten Häuser an der langen Straße, die sich endlos in die Ferne zu ziehen schien. Sönke Fedders war sehr aufgeschlossen. Er erzählte mir alte Geschichten aus dem Freid=itskampf der Geschlechter und von dem ewigen Trotz der Menschen, die sich niemals unterkriegen ließen, mochte die tobende Wut der Brandung auch noch so sehr an ihrem Besitz gezerrt haben. ist viel härter und zuversichtlicher als alle wilden Leidenschaften. Sieh, diese Leidenschaften verfangen sich schließlich doch einmal, und wer das Warten versteht, wer sich zur rechten Stunde die Kraft aufspart, der wird immer mit dem Leben fertig.“ Als wir die blitzsaubere Diele des Feddereschen Hofes betraten, kam uns Mutter Haike schweren Scheittes entgegen. In ihrer Hand hielt sie einen zerknitterten Brief. Ueber ihr faltenreiches Gesicht rannen Tränen. Sönke Fedders nahm das Blatt. In einfachen, herzlichen Worten teilte der Kompanieführer den Eltern mit, daß ihr jüngster Sohn vor dem Feinde geblieben. Es sei ein harter Kampf gewesen, da drüben im Osten. Ihr Sohn habe mit mehreren Kameraden eine vorgeschobene Stellung tapfer gehalten, bis die letzte Patrone verschossen war. Der Alte führte seine Frau in das Zimmer, dann schob er den Vorhang zurück und öffnete das Fenster, in das die Nacht mit ihren Armen griff. Mit der Hand wies er in die Ferne:„Mutter, da hinten liegen unsere Söhne, ganz weit da draußen. Und weil sie da schlummern, darum können wir hier noch stehen, darum steht auch unser Haus noch.“ Immmmm Der diesjährige Tschammervokalwettbewerb ist nun soweit gediehen, daß, am Sonnntag die Vorschlußrunde steigen kann, der dann vierzehn Tage später, am 15. November, im Berliner Olympiastadion das Endspiel folgen wird. Die„letzten Vier“, die am 25. Oktober zur Vorentscheidung autreten werden, sind die deutsche Meisterelf des FC. Schalke 04, der TSV. München 1860. Werder Bremen und TuS. Lipine. Nur Schalke hat von diesen Mannschaften bisher schon den Pokal gewinnen können. Jedem eintgermaßen Eingeweihten im deutschen Fußballsport ist Werder Bremen hinreichend bekannt. Man weitz auch, daß dort der frühere Schalker Haus Tibulski schon sett vielen Jahren spielt, ebenso Schaarmann von Schalke, Hundt von Essen und Münzenberg von Nachen. Da Schalke als Mittelläufer Otto Tibulskt zur Verfügung hat, werden demnach die beiden Brüder gegeneinander spielen. Werder hat im letzten Frübjahr in der Deutschen Meisterschaft die Vorschlußrunde erreicht, scheiterte Barin aber gegen Kickers Offenbach. Nun soll der seinerzeit verloren gegangene Boden im Pokalwettstreit gutgemacht werden. Man ist in der Hansestadt nicht schlecht gerüstet und schlug noch am Vorsonntag im Punktekampf den BfL. Osnabrück mit 13:0. Schalke kann sich also auf einen großen Gegner gefaßt machen, der nur mit einer erstklassigen mannschaftlichen Leistung zu schlagen sein wird. Daran sollte es aber bei den„Knappen“, wie immer schon in entscheidenden Spielen, zuch diesmal nicht fehlen. Das svielerische Uebergewicht ist zweifellos bei Schalke zu sehen. Gewit ist die Bremer Abwehr ein starkes Hindernis, aber auf die Dauer wird sie wohl doch nicht der Schalker Kombination gewachsen sein. In Gelsenkirchen werden wahrscheinlich folgende Mannschaften gegeneinander spielen: Schalke 04: Flotbo; Hine, Schweißfurtb: Bornemann, Otto Tibulski, Zwickhöfer: Kalwitzki, Srevan, Evvenhoff. Kuzorra, Urban.— Werder Bremen: Uelzmann; Hundt, Münzenberg; Schaarmann, Stürmer, Kraatz; Ziolkewitz. Heinrich, Gornick, Lotz und Hans Tibulfki. Tschammerpokalendspiel erst am 15. November. Das Endspiel um den Reichsbund=Pokal ist für den 15. November festgesetzt worden. Es stehen sich an diesem Tage die Fußball=Auswahlmannschaften der Gaue Niederrhein und Nordmark in Essen gegenüber. Gleichzeitig wird eine Verlegung des Endsviels um den Tschammervokal bekanntgegeben. Das bereits für den 8. November angesetzte Schlußrundenspiel wird nun acht Tage später, am 15 November, im Berliner Olympiastadion veranstaltet. Es gibt also am 15. November zwei große Endspiele des deutschen Fußballsports und damit einen eindrucksvollen Abschluß des sich zu Ende neigenden Jahres. Zwei Handballspiele der Staffel Nord. Das westfälische Handballprogramm der Gauklasse sieht insgesamt fünf Punktespiele vor, und zwar drei in der Staffel Süd und zwei in der Staffel Nord. Erstmals greift Hindenburg Minden ein. Der Meister hat den schweren Gang zum LSV. Gütersloh, der sich in guter Form befindet. Im zweiten Spiel erwartet der MSV. Lemao die Spielvereinigung Bielefeld. Das Lemgoer Spiel steigt vormittags 10.90 Uhr aus dem Jahnplatz. Vier Jußballvutktesviele in Weitfalen. Aus Anlaß des Tschammervokal=Vorschlußrundenspiels FC. Schalke 04 gegen Werder Bremen am Sonntag in der Glückauf=Kampfbahn zu. Gelsenkirchen hat das Meisterschaftsprogramm im Gau Westfalen noch eine Aenderung erfahren. Das angesetzte Punktespiel SB. Alemannia Gelsenkirchen(früher Gelsenguß) ist nach Dortmund verlegt worden und als vierte Begegnung steigt in Marten das neu angesetzte Spiel Arminia Marten gegen 8fL. Altenbögge, so daß am Sonntag, 25. Oktober, folgende Meisterschaftsspiele zum Austrag kommen: TuS. HorstEmscher— SpBa. Röhlinghausen; BfL. Bochum 48.— Arminta Bieleseld; Borussia Dortmund— SB. Memannia Gelsenkirchen; Arminia. Marten—. BfL. AltenHockerländerkampf gegen Ungarn in Budavest. Die deutschen Hockenspieler setzen den Reigen der Länderkämpfe fort; sie treten am Sonntag in Budavest gegen Ungarn an, das sie zuletzt in diesem Frühjahr in Wien mit 4:0 geschlagen haben und auch diesmal wieder bezwingen sollten. Im Westen gibt es neben der Fortführung der Meisterschafsspiele zwei Städtekämpfe: Essen— Düfseldorf der Männer und Gladbach Krefeld— Düsseldorf der Frauen. Kurze Sportnotizen Mailands Ruabrivieler flegten kuapv. Die Mailänder Rugbymannschaft führte am Dienstäg ihr zweites Sviel auf deutschem Boden in der Reichshauptstadt durch. Die schon in Hannover mit 3:0 zu einem Erfolg gekommenen Italiener gewannen auch das Sviel gegen die Berliner Stadtmannschaft, allerdings nur mit dem denkbar knappen Ergebnis von 10:9. Musina ohne Echwergewichistitel. Luigi Musina, der zuletzt im Besitz von drei Titeln war, verlor jetzt am grünen Tisch seine Würde als italientscher Meister im Schwergewicht, weil er nicht gegen Lazzari antrat. Der Italiener hält nunmehr nur noch die Titel als Halbschwergewichtsmeister von Italien und Curova. Amateurdorkämpfe in Herford. Die Verstafsel des Wehtmachtspörtvereins. Herford hat sich für den Sonntag die Mannschaft von BSG. 19 Bochum zu einem Wettkamp verpflichtet. Für Herford starten bekannte westfällsche Boper. Aus der Bewegung Sturm 11/55. Sonntag, 25. Okt., vormittags 10 Uhr. Antreten Realschulbof(Oberschule für Knaben). 93., Mot. 2/55, Lage. Schar? tritt Sonntag, 25. Oktober, 9.30 Uhr, zur Jugendfilmstunde am Heim an. RSRK., Metorsturm 7/M 65. Sonntag, 25. Okt., 8.45 Uhr, Sturmappell bei König, Leopoldshöhe. Jede Beurlaubung ist aufgehoben. RSRK., Motorsturm 6/M 65. Detmold, Trund 4. Sonnkag, 20. 16. 42. 9.30 Uhr, Antreten am Landestbeater. Gefolschaft 17/55. Bad Meinberg. Conntag, 25. Oktober, 8.30 Uhr, tritt die Gefolgschaft zur Jugenöfilmstunde an der neuen Schule an. 93., Mot.=Gef. 3/55. Lemgo. Die gesamte Gefolgschaft tritt am Sonntag en Untform, pünktlich um 8 Uhr auf dem Jahnplatz an. 69., Standort Lemgo. Sonntag, 25. Oktober, in Lemgo Jugendfilmstunde mit„Ueber alles in der Welt“. Alle Jungen und Mädel treten hierzu um 9.30 Uhr auf dem Kastanienwall an. Gefolgschaft 10/55. Die gesamte Gefolgschaft 16/55 tritt am Sonntagmorgen um 8 Uhr an der neuen Schule in Uniform zur Jugendfilmstunde an. Faufarenzug. Lemgo. Heute, Sonnabend, 24. 10. 42, tritt der Fansarenzug mit sämtlichen Instrumenten um 15 Uhr an der Kastantenallee an. mlmll D9., Fübnrernachmuchs, Lemgo. Der Führernachwuchs tritt am 24. 10., 15 Uhr auf dem Jahnplatz an. DI., Standort Klüt=Brokbausen. Der Jungeng tritt am Sonnabend, 24. Oktober, um 15 Uhr an der Schule in Klüt an. BDM., Landdakmannschaft, Detweld. Die Mannschaft trainiert am Sonntag, 25. Oktober, um 10 Uhr in der Sportdalle Klüter Straße. BDM.=Werk. Gruvve laföb. Arbeitsgemeinschaft Singen. Die Fahrt nach Bielefeld fällt aus. BDM., Grupoe 7155. Bahldausen d. Detmold. Alle Mädels, die den Svort für ihr Leistungsabzeichen noch nicht beendet haben, kreten am Sonntag bei gutem Weiter um 10.30 Uhr aus dem Sportvlatz Diestelbruch=Bahldausen an. Der Dieust für die Schar Klüt fällt hiermit aus. aamslommn Ciunhrassssuscs Deb NO.-Grauenscoaf— Drulicdes Vrauenwert, Das Mrinberg. Sounabend. 20 Uhr, findet ein Gemeinschaftsabend im Lindenhaf statt. Jugendgruppe der NS.=Franenschaft, beiden. Die angesetzte Singstunde am Sonntagmorgen fällt aus. Dafür nehmen wir an einer Morgenfeter in Detmold im Theater teil. Abfahrt: 8.30 Uhr vom Marktplatz in Dienstkleidung. Am Montag um 20 Uhr ist Orntedankfeier bei Oberkrome. Dafür müssen noch einige Lieder geübt werden. Dazu trefsen wir uns am Sonnabend um 20.15 Uhr in der Meierschule. Die Gaufilmstelle zeigt: „Der Strom.“ Sonnabend: Hörste: Conntag: Augustdorf(16 und 20 Uhr, im Geidskrug); Montag: Helvup. „Die schwedische Nachtigall.“ Sonnabend: Boßheide: Sonntag: Brake: Montag: Lieme.„Siukas.“ Sonnabend: Bremke: Sonntag: Goldbeck(15 Uhr) und Meierberg(20 Uhr): Montag: Nalhos.„Wenn wir alle Engel wären.“ Sonnabend: Horn. Die heutige Ausgabe umfaßt 4 Seiten Verlagsletter: Eduard Preißler Hauptschrittieiter: Ausust Prühner (a 2. Münster) V.: Karl Kuhl Verlag: Lippische Staatszeitung. 6. m ö H., Detmeld. Paulinenstraße 14.— 2. Z. ist Pl. 8 galtig. FAMILIEN- ANZEIGEN Helga. Unser Manfred hat ein Schwesterchen bekommen. In dehkbarer Freude: Aenne Grundmann, geb. Pankoke. Frits Grundmann.— Lage(Lange Straße 104), den 20. Oktober 1942. e grüblen: Elisabeth Bechmaan, WIllx Prüsmeier, Obergeir, der Luftwaffe.— Hiddesen b. Detmold Lobe b: Bad Oeynhausen, z. Z. Wehrmacht, den 25. Oktober 1942. Statt Karten. Es grüßen als Verlobte: Erns Meiges, Rudi Steinhöreter.— Kachtenhausen I. L. Breitenheide 1. L., im Oktober 1942. Wir haben uns verlobt: Auguste Kehne, Frits Wendissensen. Ufkz. in einem Art.Regt.— Heiden i. L. Rethem(Aller). z. Z. im Felde, Oktober 1942. — Vermanlung kannt: Wellgang Scheidt(Blitz). Feldwebel der Luftwaffe. Eltriede Seheidt, geb. Finke.— Lemgo(Lippe), z. Z. im Felde# Hann.-Münden(V. den 17. Oktober 1942. Vogelsang 18), Vermählte: Albert J. Tiehler, Hedwig Tiehler, geb. Zillies.— Lemao, den 24. Oktober 1942. Ihre Vermählung geben bekannt: Heinrich Niewald, Elisabeth Niewald, geb. Schmiedeskamp.— Heidenoldendorf 325. den 24. Oktober 1942. Ihre Vermählung geben bekanht: Karl Risse, Hlldegard Risse, geb. Siepe.— Detmold(Elisabethstr. 72) Bad Salzuflen(Obere Mühlenstr. 3) den 23. Oktober 1942. . In einem Kriegslazarett starb am 16. 9. an seiner schweren Verwundung unser lieber Sohn, unser guter Bruder, Onkel, Nefle und Schwager, der Soldat Heinrich Tünnermann Er starb für Führer. Volk und Vaterland im blühenden Alter von 20 Jahren. Auf einem Heldenfriedhof im Osten wurde er in aller Stille beigesetzt. In tiefer, stiller Trauer: Heinrich Tünnermann und Frau Minna, geb. Schwarze Gustav Tünnermann und Frau Minna, geb. Schötka] Soldat Wilhelm Kert und Frau Eise, geb. Tünnermann# Erich Tünnermaan Anail Tünnermann Werner Tünnermann und alle Anverwandten. Bremke, Hummerbruch, Oktober 1942. Statt Karten Am Mittwochmorgen um 3 Uhr entschlief nach kurzer, schwerer Krankheit meine über alles geliebte Frau. meines Kindes treusorgende Mutter, unsere liebe einzige Tochter, Schwiegertochter, Schwägerin und Tante Fride Schlepper geb. Kuhhirte, im 32. Lebensjahre. in tiefer Trauer: Adolt Schlepper u. Töchlerchen Waltrand 1 Wilhelm Kuhhirte u. Frau] Friedr. Schlepper u. Fran. Pivitsheide V. L., Hörste, Duisburg. Heidenoldendorf, den 24. Oktober 1942. Die Beerdigung findet am Sonntag, dem 25. Oktober. 2 Uhr. vom Trauerhause, Nr. 222, aus statt. Statt besonderer Anzeige Am Donnerstagmorg nach kurzer, ech en entschlief sankt mein geliebter Mann, unser guter Bruder, Schwager und Onkel, der Kaufmann Rudolf Altregge im 67. Lebensjahre. Im Namen aller Angehörisen: Alwine Altresge, geb. Mohrmann. Leopoldshöhe, den 22. Oktober 1942. Die Beerdigung ündet am Montag, dem 26. Oktober, 18 Uhr, von der Kirche Leopoldshöhe aus statt. KLEINE ANZEIGEN Preie Steilen Geschäftliches Nachtdienst der Detmolder Apotheken. Vom 24. bis 31. Oktober: Adler-Apotheke.(Täglich durchgehend geöffnet.) Meine Wohnung befindet sich ab 23. Oktober Bad Meinberg, Haus Timmermann. Fernspr. 374 Horn. Tierarzt Neumann, Bad Meinberg. Bei der Kopfwäsche das Haar nicht regellos durcheinanderreiben, sondern bei der Massage in einer Richtung nach vorn schieben! Sonst verfllzt es leicht. Zur Kopfwäsche das nicht-alkalische„Schwarzkopf-Schaumpon“, Denke dran bei jedem Schritt: Deine Sohlen schützt„Soltit“! Soltit gibt Ledersohlen längere Haltbarkeit, verhütet nasse Füßel I., 2. und 3. Hypotheken durch Paul Fleege, Immobil., Bielefeld, Brandenburger Str. 21. Tel. 4550 u. 4551. Kirchliche Nachrichten Marktkirche. 10: Schreck, anschl. Kind. Res. Stadtk. 10 Uhr: Missionsgottesdienst, Berner: 11.15 Uhr: Kinder; 17 Uhr: Missionsbericht, Berner. Landeskrankenbaus. 9 Uhr: Pastor Reck. Evang. Gemeinschaft. Detmold: 10; Lage 15.80; Blomberg: 20(Handt). Giddesen. 9½: Kramer, Gedi., Nhr. Pivitsbeide, 9%: Jürges. Kinder. Bad Salzuflen. Res. Gem. 10: Salzwerkbettag. Metger: 11.15: Kinder. Mittwoch, 17: Bibelstünde. Bad Salzuflen. Luther. Kirche. 10 Uhr: Gottesd., Peters; 11.30 Uhr: Kinderad. Freitag, 17 Uhr: Bibelstd. Schötmar. 10: Dassel: 13.30: Kindergottesd.: Dienstag, 20: Bibelstunde: Donnerstag, 15: Frauenstunde. Retzen. 9: Thiele. Volbach. 9½ Uhr: Vollem. Laufjunge für 6 Wochen zur Aushilfe ges. Buchhandlung Schnelle, Detmold, Lange Straße 12. Hausgebilsin od. u 8 Pflichtjahrmädoen, das zu Hause schlafen kann, zu sofort ges. Dr. Hoppe, Lemgo, Mittelstraße 87. Hausgebilfin od. Pflichtjahrmädchen, ehrlich, sofort ges. Dr. Stenzel, Detmold, Wittjestraße 7. Hausgebilfin für ganze oder halbe Tage zu sofort oo. später gesucht. Amtsgerichtsrat Weßel, Detmold, Gartenstraße 20. Suche für sofort ein zuverlässiges, ehrliches jung. Mädchen, nicht unter 18 Jahren, für Haushalt und Geschäft. Wilh. Brinkmann, Detmold, Bruchstraße 1. Junges Mädchen für Haushalt und zur Hilfe im Tagescafé gesucht: selbiges hat Gelegenheit, sich im Kochen und Servieren auszubilden. H. Prasse, Detmold, Bismarckstr., Ecke Mühlenstraße, Teleph. 2618. Zu verkauten Kindersachen: Sporthemd, J. 4—6jähr., 1.50 RM., Hose, 10—12jähr., 2.— RM., Hemden 2.— RM. Sonnabend 3—6 Uhr. Detmold. Niedersachsenstraße 8. Kisten, leere(1.— bis 2.—), verkauft Walter Kahn, SüßwarenGroßhandlung, Lemgo. Wurf Ferkel, 8 Stück, 6 Wochen alt, verkauft Simon Oesterhaus, Augustdorf 62. Milchschafe, 2 gute, zu verkaufen oder gegen gute Ziege zu tauschen. Wilh. Meinberg, Billerbeck 34. Post Steinheim(Land). Milchschaflamm, gedeckt, zu verkaufen od. Tausch gegen einige schlachtreife Kaninchen oder Geflügel. A. Böb, Hörste Nr. 36. Schweine, zwei, zum Weiterfüttern, verkauft Aug. Hanning. Helpup 72. Kautgesuche Wer liefert 20 Ztr. gute Speisekartoffeln gegen Bezugschein? Angebote unter Nr. 4859 an die Livo. Staatszeitung. Kommode. Natureiche oder braun, zu kaufen oder zu leihen gesucht. Wellner, Detmold, Alter Postweg 49. 2 Bettstellen mit Matratzen, evtl. mit Betten, von kinderreicher Familte sofort zu kaufen gesucht. Hohm, Wöbbel 16, Post Steinheim. Kleiner Ofen zu kaufen gesucht. Angebote: 0746 Lipp. Staatsztg., Leingo. Arbeitsschube, Gr 41/42, zu kaufen gesucht. Remmighausen 90. Radio, auch Batteriegerät. sowie Kochberd für Schwerbeschädig. ten zu kaufen ges. Golücke, Blom berg, Mühlen. breite 9. Taschenuhr, gut erhalten, zu kauf. gesucht. Angebote unt. Nr. 4921 an die L. Staatszta. Ziebkub zu kaufen gesucht. Billing hausen 19. Post Kachtenhausen. Verloren Verloren in Lage ein Paket mit Wäsche von Lemgoer Straße Krankenhaus. Abzugeben: Lage, Lemgoer Str. 48. Hoirat Geschäftsmann, Anfang 40, 1.70 groß, sucht liebes nettes Mädchen, Alter 25—30 J., kennenzulernen zwecks Heirat. Gefl. Zuschriften mit Lichtbild(sofort zurück) unter Nr. 4883 an die Lipp. Staatsztg. Verschiedene Schaukelpferd, größeres, gegen einen modernen Puppenwagen zu tauschen gesucht. Bad Salzuflen, Rudolf=BrandesAllee 13. Schlachtzlege tauscht gegen autes Ziegenlamm Wols. Klein=Nalhof, Post Böstng= feld. Damenschube, 2 Paar. Gr. 87, einzutauschen gegen 1 Paar 38. Detmold. Alter Postweg 24. VERSCHIEDENES Für Altersheim sucht Pflegerin geeignetes Haus mit Garten in schöner Gegend zu mieten. Angebote unter G 3583 an Herm. Wülker, Anzeigenmittler, Bremen, erbeten. Herrenarmbanduhr gefunden. Abzuholen bei Aug. Blankenburg. Kürschnermstr., Lemgo, Am Markt. Wir stellen zum 1. 4. 1943 für unser Lebensmittelgeschäft eine welbliche Lehrkraft ein. Vollkaufmänn. Ausbildung gewährleistet. Schriftl. Bewerbungen erbitten Fr. Rutbe& Co., Lage(Lippe). Wir käufen für sofort oder apä ter jedes Quanlum Steckrüben. Dieselben werden auf den einzelnen Stationen verladen. Anmel dungen bei der Bezirksabgabestelle für Gar tenbauerzeugnisse, e6mbH., Lemgo, Tel. 461, Sammelstelle Bad Salzuflen Telephon 2174. Deutlich. Hand schrift vermeid. Fehler in Ihren Anzeigen, Größerer Planwagen(Einspänner) zu käufen gesucht. Gebr. Klingenberg. G. m. b. H., Detmold. Ländl. Besitzung, auch mit In ventar, gegen Kasse zu kauf. ges. Ein modernes Etagenhaus in der Großstadt kann auf Wunsch in Tausch kommen. Angeb. an Wilh. Everts, Herten i. W., Neustr. 8. Oberer Bergbeamter sucht fünf räumige Wohnung(evtl. kleines Haus). Eilangebote mit Angabe über Mietpreis und Lage erbeten unter Kennziffer O. R. 13790 an Ala, Essen. Junge Frau mit Kleinkind sucht in Lage 2 leere Zimmer für November oder Dezember. Angeb.: 495 Lipp. Staatsztg., Lage. Suche 2—8 leere Zimmer mit Küche oder ein leeres Haus zu mieten für sofort oder später. Strauß, Bremen, Schwachhauser Ring 139. Einige 100 Zentner Stroh u. Rankein zu kaufen gesucht. Dr. C. K. Tiemann, Augustdort 87, Tel. 68. Zwei 8 Wochen alte. schwarz und weiß gescheckte Deutsche Doggen gibt ab C. Redeker, Niedernmühle Post Kalldorf i. L.), Bahnstation Vlotho an der Weser. VERANSTALTUNGEN andestheater. Morgen, Sonntag. u. Montag. 19 Uhr: „Friederike“, Singspiel von Franz Lehár. Der Vorverkauf für die Montagvorstellung beginnt ab heute, Sonnabend, 11 Uhr. Landestheater-Lichtsplele. Heute, Sonnabend, 15.30 u. 19.30. Sonn tag nur 15.30 Uhr. Dienstag bis Sonnabend Zarah Leander in dem neuen Ufa-Großfiim„Die gro Liebe“, mit Grete Weiser, Viktor Staal, Paul Hörbiger. Deutsche Woehenschau Kulturfilm.— Für Jugendliche zugelassen Schauburg Blamberg. Sonnabend bis einschl. Montag. 19.45 Uhr, Sonntag 14.30 und 17 Uhr: Willy Forsts„Wiener Blut“, nach der gleichnamigen Operette von Jo hann Strauß, mit Willy Fritsch, Maria' Holst, Dorit Kreyaler. H. Moser, Theo Lingen usw. Hier haben alle guten Geister des Weins, der Musik, des Lachens und zu Herzen gehende Fröblich keit Pate gestanden.—— Wochenschau Kulturflim.— Jugendl. ab 14 Jahre zugelassen Großes Volksfest in Bad Salzuflen auf dem Salzhofplatz. Nur noch Sonnabend und Sonntag geöffnet. Aufgestellt sind: die Rau penbahn, Autoselbstfahrer. Kin derkarussell, moderne Schieß-, Spiel- und Verkaufsgeschäfte. Auf nach Bad Lippepringe(Kir. mes-Nachfeier)! Am Sonnabend, dem 24., u. Sonntag. dem 25. Oktober, sind sämtliche Geschäfte nochmals geöffnet. Am Platze sind: Berg- und Talbahn, Kinderkarussell, Fliegerkarussell, Schiffschaukel, Belustigungs-, Schieß-, Spiel- und Verkaufsbuden aller Art. Es laden freundlichst ein: Die Unternehmer. STELLENMARKT Schachtmeister und Hilfsschachtmeister für den Tiefbau im Osteinsatz gesucht. Bewerbung. unt. Pr. 68301 an Ala, Berlin. Zeltungsträger(innen) für unsere Zeitungsvertellerbezirke in Bad Salzuflen, Bentorf, Eichholz, Erder. Lemgo und Silizen zum 1. November oder später gesucht. Angebote sind zu richten an die Lippische Staatsseltung. NS.-Verlag. Detmold, od. an d. Geschäftsstellen in Bad Salzuflen u. Lemgo. Die Allich als Rüger ebenewichtiger Ainereisteft der wobergen Poltrens Minegal-Milcheiweiß nera Aäparate Barichner’s HunyadiJanos mittel für eiar gebekanster Gete in Apotheken und Dregerien erhaltlich. In Detmold Hotel Deutsches Haus Alexanderpletz 1 findet bis 25. Oktaber Sonnteg, letzter Tag) eine einmallge BenälssVerkautsausstallung vor haufsnusstenung namhafter Düsseldorter Künstler statt derunter Werke von Prot. Hans Herrmann. Prot. Fritz von Wille, Prot. Eugen Kampt, Wilh. Hambüchen, F. W. Schreiner, G. Grobe " u. v. G. Zwenglose Beeichtigung erbeten OrTO NOPTMANN, Kunsthöndler Düsselderf, Richthofenstraße 32