und Verlag: Liovische Staatsetg. RS.=Verlag O. m. b. H., Dermold. Geschältost. u. Schriftl.: Detmold. Baulinenstr. 14, Fernr.: Sammeln. 2845. Postscheckk. 8592 Hann. Bankkonten: Deutsche Bank. Landesbank. Städt. Spark. Die„Lipp. Staatszeitung“ ersch. wöchentl. 7mal. Abbestellungen d. Zeitung nur bis zum 25. Uib. Monats. Zeile 19 20. Textans. 77 um breit. 78 AS. 8. 8. in Preislicke 8 gültig. Bezugspreis: Monatl. bei Zustellung d. Boten einschl. Oestellgeld 2 22. d. Zus. durch Bost 2.42 Mu einschl. 63 2. Postaeb. Die Bebind. d. Lieterung rechtl. kein. Anspruch aut Rückzaßl. d. Bezugsor. * 229 Sonntag, 23. August 1942 147.(16.) Ostwärts Wiasma neuer Bodengewinn —„„„„„„„„—„ Alle Sowjetangriffe im Raum von Rschew und am Wolchow in harten Kämpfen abgewiesen elin. 22. August. Das Oberkommando der Wehrteilt zu den Angriffs= und Abwehrkämpfen im mittleren und nördlichen Frontabschnitt ergänzend mit: Im Raum ostwärts Wiesma wurden von den deutschen Truppen Angrisse der Volschewisten unter schwersten Verlusten für den Feind abgeschlagen und im Gegenaugris! gegen zähesten Widerstand Boden gewonnen. So nähm eine niedersächsische Insanteriedivisionen im Gegenangriff zwei schwerumkämpfte Brückenköpfe über einen Fluhabschnitt und hielt sie gegen alle Gegenstöße des Feindes. Allein in diesem Kampfabschnitt wurden in den vier letzten Tagen 12 starke Angeisfe der Volschewisten abgeschlagen und dabei 21 feindliche Panzer vernichtet. Nachträglichen Meldungen zufolge schossen die Truppen dreier nebeneinander eingesetzter Divisionen lende Angriffe gegen vorgehende bolschewistische Infanterie= und Panzerverbände. Zahlreiche Panzer und Kraftfahrzeuge wurden bei der Bekämpfung feindlicher Angriffsvorbereitungen von den Bomben deutscher Kampfflugzeuge vernichtet. Südostwärts des Ilmensees wurde, wie gemeldet, in den letzten Tagen eine feindliche Kräftegruppe durch umfassenden Angriff in schwer passierbarem Sumpfgelände eingeschlossen, in heftigen Kämpfen zusammengedrängt und in zwei Teilkessel aufgespalten. Während die Vernichtung der einen Teilgruppe bereits gemeldet wurde, versuchte die restliche seindliche Kräftegruppe, unterstützt durch starke Entsetzungsangriffe von Osten, in verzweifelten Vorstößen aus dem Kessel auszubrechen. In harten Kämpfen scheiterten alle Ausbruchsversuche des Feindes, der in den WRKE des deutschen Brückenkopfes an. Die Vorstöße wurden im Nahkampf unter hohen Verlusten für den Feind abgewiesen, wobei sämtliche den feindlichen Angriff begleitenden Panzerkampfwagen vernichtet wurden. Bei er Bereinigung einer örtlichen Einbruchostelle durch Verbände der Waffen= verloren die Bolschewisten am 19. und 20. August weitere 16. Panzerkampfwagen. * D i e L u f t w a s s e u n t e r s t ü t z t e i m n ö r d l i c h e n A b s c h n i t t der Ostfront die Kämpfe des Heeres durch Bombenangriffe gegen Widerstandsnester und Nachschubkolonnen. Leichte deutsche Kampfflugzeuge unterbrachen durch zahlreiche Bombentreffer die Gleisanlagen einer für den Feind wichtigen Eisenbahnstrecke. Bei bewaffneter Aufklärung versenkten deutsche Kampfflugzeuge im Finnischen Meerbusen ein feindliches Minenboot durch Volltreffer und beschädigten ein weiteres schwer. Zwei Rohstoff=Frachter versenkt Berlin, 22. August. Ein mittelgroßer briti Achsenmächte an wurde gegriffen und versenkt. Der britische bereits, wie sich jetzt herausstellt, Mitte Juni, also vor mehr als zwei Monaten, versenkt, die Versenkung jedoch rinedepartement nach alter So endete die sogenannte„Zweite Front“. So endete die großsprecherisch verkündete„Zweite Front“.— Nach der Zerschlagung des Invasionsversuches wurden die gefangenen Briten ins Sammellagger abgeführt.(PK.-Kriegsberichter Hausmann(Sch)) vom 13. bis 16. 8. ab, wobei eine fränki insgese inkische esamt 117 Pan, Radfahr“ rkampfwagen dron durch deutsche Reaimenter starke Kräfte einer sowjetischen Garde=Divisiotz und verkichteten hierbei 21 feindliche Panzerkampfwagen durch Panzervernichtungstruppen und Panzerabwehrkanonen. Sturzkampfflugzeuge belegten zur Entlastung der schwer kämpfenden Verbände des Heeres feindliche Feldstellungen und Bunker und Reserven wirksam mit Bomben. Auch im Raum von Rschew dauern die schweren Abwehrkämpfe an. Die deutsche Infanterie und Panzerverbände wehrten erneut durch hervorragende Kampfleistungen alle feindlichen Angriffe ab. Die Luftwaffe unterstützte die Abwehrkämpfe durch rolSpähtrupptätigkeit an der Militärische Ziele auf Malta bombardiert. Rom, 22. August. Der ita lienische Wehrmachtbericht vom Sonnabend hat folgenden Wortlaut: An der Aegyptenfront normale Spähtrupp= und beiderseitige Artillerietätigkeit. Die Luftwasse der Achsenmächte war sehe tätig. Eine Spitfire wurde im Lustkampf abgeschossen. Italienische und deutsche Verbände bombardierten die militärischen Ziele von Malta und im Hasen von La Valetta vor Anker liegende Schisse.— Zwei unserer Flugzeuge kehrten von ihrem Einsatz nicht zurück. Im Mittelmeer schossen deutsche, zur Sicherung eines Geleitzuges eingesetzte Jäger vier feindliche Flugzeuge ab. * Berlin, 22. August. An der ägyptischen Front waren im Laufe des Freitag Kraftfahrzeugansammlungen der Briten südlich der Wüstenbahnstation El Ruweisat das Ziel wiederhe'#r Luftangriffe. Leichte deutsche Kampfflugzeuge belegten.: am Rande eine Piste aufgefahrenen beladenen Kraftwagen des Feindes mit Bomben aller Kaliber. Außerdem wurden Artilleriestellungen in der Nähe dieses Wüstenbahnhofes bombardiert. Mehrere Geschütze stellten nach den Detonationen das Feuer gegen die angreifenden deutschen Flugzeuge ein. Zwischen den abgestellten Kraftfahrzeugen entstanden Brände. Deutsche Jäger schossen ein britisches Flugzeug vom Muster Spitfire ab. Neue britische Armeekommandeure in Indien. Stockholm, 22. August. In der Londoner Presse wird am Freitag die Ernennung von zwei neuen Armeekommandeuren in Indien bekanntgegeben. Es handelt sich dabei um Generalmajor M. R. S. Irwin und Oberst d. A. P. Scones. frühen Morgenstunden des 20. August völlig vernichtet wurde. Am Wolchow=Brückenkopf griffen die Boschewisten am Abend des 20. August nach heftiger Artillerievorbereitung mit Infanterie und Panzern und mit Unterstützung durch einen Panzerzug die Ostfront vom amerikanischen MaMethode bis jetzt verschwiegen. Die Besatzung des britischen Schiffes war wochenlang auf dem Meer herumgetrieben, bis sie jetzt in der Nähe eines Hafens der südamerikanischen Nordküste das Land erreichen konnte. Beide Frachtdampfer hatten Nohstoffe für die amerikanische Rüstungsindustrie an Bord. Anschlag auf de Gaulle Der Syrienerxpreß entgleiste. rd. Rom, 22. August. De Gaulle, der in diesen Tagen die ärlichen noch in Vorien stationietten Trupdes sogenannten„kämpfenden Frankreich“ inspiwüre, wie aus verlässigen fürktschen Quellen stet, um ein Haar das Opfereines Attentats geworden. Gaulle befand#0 mit seinem ganzen Stad und De zahlreichen britischen Offizieren im 8rr Reise von Beirut nach Damaskus, als sie auf einer e Sonder rzug auf der vorinkleinen Station angehalten wurden, weil der ku er durchgefahrene fahrplanmäßige Syrienexpr je eines sehr ernsten Sabotageaktes entg war. Der Anschlag gegen den Jug galt nach türk schen Meldungen dem in Syrien verhaßten Ge de Gaulle. In italienischen militärischen Kreisen erklärt man, daß die Ferschlagung des großen britischen Seleitzuges im 2uliteimeer den Beweis erbrucht habe, daß die brill Beweis erbracht habe, da umn Maressriasst Iüc immar hahie uns Verherrschaft für immer Sahin die britische SeeZwei Orte am unteren Kuban erobert Krymskaja und Kurtschanskaja genommen— Der Feind aus befestigten Gebirgsstellungen im Kaukasus geworfen— 104 feindliche Hugzeuge an der Osttront vernichtet Aus dem kommando der Im Gebiel des und rum Führerhaupiquartier, 22. August. Das OberWehrmacht gibt bekannt: deutsche fland die Seust trotz harin unieren Ausau nadmen umänische Truppen gegen erbitterten seindliche die zäh verleidigten Orte Krymikals und Kur kase. Auch im Kaukasus wurde der Jeind hartnäckiger Gegenwehr und äußerst schwierigen Weiter= und Gelchndeverhältnissen aus befefüiglen Gebirgsstellungen geworsen. Ostwärts Wsasma und bei Rschew brachen wieder mehrere von Panzern unterstützle Angrisfe der Sowjets seiammer. Auch südostwärts des Ilmensees und vor Leuingrad scheiterlen örkliche Angriffe des Geguers. Im Finalschen Meerdusen wurde ein seindliches Minensuchboot durch Bombentresser versenkl. Im hohen Norden bekämpfie die Lustwasse einen Fluggebe Aumaft ferie dn Trupenieer ant dn Rcsusel. Ein kleines Frachtschiff wurde versenkl. Au der Ostfronl wurden gestern in Luftkämpfen und gester durch Flokartillerie 96 seindliche Fingzeuge ab weitere am Boden zerstörl. Sechs eigene Flngz Veriigl. An der englischen Südküfte erzielten leichte dentsche Kampfflugzeuge bei einem Tagesangriff Volllresfer in kriegswichtigen Anlagen. An der belgischen Ranalküste wurde ein brisisches Flugzeug durch Jäger zum Absturz gebracht. Marinearillerie schoß in der westlichen Ostsee vier britische Kampfflugzeuge ab. Vor den ersten Draktsperren blieben hler die Britenpanser liegen. Der britisch-amerikanische Invasionsversuch bei Dieppe wurde in rund neun Stunden völlig zerschlagen. Die mit schweren Waffen ausgerüsteten Landungstruppen wurden entweder gefangengenommen oder ins Meer geworfen. So endete die großsprecherisch verkündete„Zweite Front“.— Noch vor den ersten Drahtsperren brach der von Panzern unterstützte Invasionsversuch der Briten im deutschen Abwehrfeuer zusammen.(PK.-Kriegsberichter Koll(Schll „„„„„„„*„„„„„„„ Hetzer und Gehetzter J. O. ein Krieg es immer in der den Verfasser. Das war 1894, als Winston erst 22 alt war. Inzwischen hat er viel Gelegenheit gehabt, dieser Leidenschaft zu frönen und dem Krleg nachzujagen. Sei es als Reporter 1896 im Krieg Kitcheners gegen den Mahdi im Sudan, 1897 bei der Niederwerfung der aufständischen Pathanstämme an der indischen Grenze, um die Jahrhundertwende im Burenkrieg oder später als Mitglied des britischen Kabinetts. Als mehr oder weniger passiver Kriegsberichterstatter roch er Blut, als verantwortlicher politischer Drahtzieher hetzte er in skrupellosester Weise selbst zum Krieg. Mr. Winston Leonard Spencer Churchill wechselte zum Zweck des Aufstiegs auf der Leiteir zur politischen Macht die Parteien nach der Konjunktur wie sein Hemd. Endlich am Ziel seines Ehrgeizes, wurde er Brandstifter aus purer sadistischer Lust. Er blies ins Feuer, wo ein Brand im Entstehen war, bis es sich zu greller, alles zerstörender Flamme ausgebreitet hatte. Abgesehen von seiner verrecherischen Neigung mit ihrer grausamen Freude am Werk Ab erobern recherischen Reigung mu ihrer grausamen Freude am Werr er Zerstörung, leitete ihn bei seiner Kriegshetze auch die lbsicht, das„gottgewollte“ britische Recht, zu herrschen, zu robern und zu unterwersen, nicht antasten zu lassen. rtlichen für den Churchill war einer der Hauptvera ersten Weltkrieg, und Churchill war es wiederum, der mit der Entfachung des zweuen Weltkrieges namenloses Leid über viele Völker brachte. Nachdem er 1901 im Kabinett Campbell=Bannerman als Unterstaatssekretär für die Kolonien seine ministerielle Laufbahn begonnen hatte, wurde er 1909 unter Asquith Innenminister und 1911 Lord der Admiralität. Hier war ihm genügend Gele Ausübung seines unheilvollen Einflusses geboten. mit dem Schatzkanzler Lloyd George und dem für den Krieg Haldane bildete er die eigentliche Kriegspartei in dem im allgemeinen mehr friedlich zur Au Verein Staatosekreiche Kriegena ellten Kabinett. Deutschland, das der imperialen Ueberheblichkeit der Briten schon lange ein Dorn im Auge war, ersah er sich mit seinen Kumpanen als Opfer seiner Kriegsgelüste aus. Und Churchills Leidenschaft wurde befriedigt; er bekam seinen Krieg, zu dessen Ausbruch er durch den Befehl zur Modilisierung der Flotte, entgegen dem ausdrücklichen Beschluß des Kabinetts, den letzten Anstoß gab. Er lelbst ermand sich allerdines in diesem ersten Weltbrand Seine f Ssssrug A 8iswu ee wenig Ruhm und führte durch sein ntißglücktes GallipoliUnternehmen im Jahre 1915 seine Ausbootung aus der Ilottenführung sclost gelvei. Von 1917 an war Churchill in verschiedenen Aemtern wieder Kabinettsmitglied bis 1929. Dann mußte er sich aus der hohen Politik zurückziehen. Er widmete sich wieder der Schriftstellerei, die ihm gleichfalls willkommene Gelegenheit zur Kriegshetze bot. Immer von neuem richtete eine vergifteten Pfeile gegen die„Hunnen, Räuber, er r seine vergifteten Pfeile gegen die„Hann blutdefleckten Barbaren und verruchten Gangster“, welche schönen Attribute von seinem unauslöschlichen Haß gegen das deutsche Volk zeugen. 1938 schien ihm die Gelegenheit zu einer neuen Erniedrigung der inzwischen zu seinem Leidwesen wiedererstarkten deutschen Nation gekommen; höchster Mißmut erfüllte ihn barum über die sich im Münchener Abkommen scheinbar anbahnende Befriedung.„Ich war an dem denkwürdigen 28 September 1938 in London, als Churchill allein gegen den allgemeinen Wunsch nach Frieden um jeden Preis stand“, schreibt eine seiner früheren Sekretärinnen. Doch soon im nächsten Jahr bot ihm der Konflikt des Reiches mit Polen die erwünschte Gelegenheit, den Plan seines Lebens zu verwirklichen und aus einem kleinen Reinigungsfeuer einen neuen Riesenbrand zu entfachen. Nach Chamberlains Tod erklomm er den Gipfel leiner Ehrsucht, als er am 10. Mai 1942 zum Ersten Minister Großbritanniens ernannt wurde. Jetzt hatte er oße Macht in den Händen, sperrte jeden Weg zum Frien und opferte seiner Kriegsleidenschaft zahlreiche Staaten, Polen, außer Norwegen, Belgien und Frankreich, GrieDas höchste Opfer gebracht Ritterkrenztrüger Oberleutnan! Dr. Herbert Pollew gesallen. Berlin, 22. August. Bei den Kämpfen im Raum oftwärts Wjasma starb am 14. August Ritterkreuzträger Oberleutnant Herbert Pollow den Heldentod. Erst vor wenigen Wochen wurde dieser tapfere Offizier vom Führer für eine kampfentscheidende Waffentat im Raum nordostwärts Gshaft mit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet. Unter besonders schwierigen Umständen war er aus eigenem Entschluß Ende Juni mit nur zwei Kompanien in die feindlichen Stellungen eingebrochen und hatte diese aufgerollt. Dadurch hatte er nicht nur wertvolle Aufschlüsse über Stärke und Absichten des Gegners gewonnen, sondern auch eine wesentliche Voraussetzung für die weiteten erfolgreichen Angriffsoperationen geschaffen. Oberleutnant Dr. Herdert Pollow wor als Oberregierungsrat Hauptabteilungsleiter deim Werberat der Deutschen Wirtschaft in Berlin. In der RSDAP., der er seit April 1932 angehörte, hat er sich als Kreiswirtschaftsberater große Verdienste erworden. Im August 1935 trat er beim Ersatz=Bataillon 17 in Zerbst ein. Im September 1940 wurde er zum Leutnant der Reserve und am 1. Februar 1942 wegen Tapferkeit vor dem Feinde zum Oberleutnant der Reserve befördert. A#herführang has Hechlides Nchessall. Arberfagrung der stervilchen Alberrestr Stephan von Horthys. Budapest, 22 August. Die sterblichen Ueberreste des an der Front gefallenen Stellvertreters des Reichsverwesers, die vorübergehend im Fliegerhorst seiner Jagdstaffel aufgebahrt waren, wurden am Freitag in die Heimat übergeführt. Eine Abordnung unter Führung des ungarischen Justizministers wird dem Trauerzug bis an die Landesgrenze entgegenfahren. Beileidstelegramm des Tenno an Horlhp. Tokio. 22. August. Der Tenno sandte dem ungarischen Reichsverweser Horthy ein Beileidstelegramm anläßlich des Todes seines Sohnes. L# 17 111 T chenland und Jugoslawien, sa in seiner Verblendung auch Nacht und Ansehen des eigenen Empires. Er sorgte mit al.-aamEmn P.. an anteiengung fuss Sascftcunses Riboferen, der ian mi größerer Rüchternheit und aus realeren imperialistischen Erwügungen heraus geschickt zu seinem Werkzeug gemacht hatte, für die Ausweitung des Krieges auf sämtliche Erdteile. So erscheint uns Winston Churchlll, der sich sogar mit dem von ihm früher ko verbissen bekämpften Volschewismus kierte, wie ein zweiter Nero, der— ähnlich wie dieser Rom— die ganze Welt in Brand steckle, um sich an dem Schaufpiel zu ergötzen. Er erinnert uns aber bei g des bisherigen Kriegsverlaufes, besonders in Monaten, noch an eine andere legendäre Figur: ober, den ewig Gehetzten. Jagte ihn gestern nur seine jadistische Lust am Krieg, so heute noch stärker die Angst um das Mißlingen seiner verdrecherischen Pläne. Sein Stolz als aberster Leiter des weltumspannenden Empires ist unter den erfolgreichen Schlägen der von ihm herausgeforderten tungen Völker wie Spreu im Wind zerstoben, und der brikische Premier rennt als Bittgänger von Pontius zu Pilatus. Als er 1940 in Frankreich seine Felle davonschwimmen sah, erschien er bei Reynaud, um den mit so viel Sorgfalt geschmiedeten Festlanddegen zu aussichtslosem Kampf bis zum restlosen Bruch anzuhalten. Dann machte er Kniefälle vor Roosevelt, zu dem ihn das kreolische Blut seiner Mutter zieht, zunächst beim vielgerühmten und doch schließlich nur als großer Bluff entlarvten Atlantiktreffen. Bar jeder Würde flog er dann zweimal nach Washington, ohne damit jedoch das Unheil aufhalten zu können. Immer neue Riederlagen überzeugten chnell die Welt von der Sinnlosigkeit solcher Agitationsmanöver. Churchill geriet von Bittgang zu Bittgang mehr in den Ruf eines hohlen Scharlatans und hilflosen Zauberlehrlings, der die von ihm so leichtfertig herbeigerufenen Geister nun nicht mehr los werden kann. Den Höhepunkt der Würdelosigkeit aber erstieg dieser unfähigste aller brittschen Ministerpräsidenten, als er jetzt gar in aller Heimlichkeit nach Moskau flog, um in höchster Not selbst seinem bittersten Feind früherer stolzer Tage zu Füßen zu fallen. Stalin empfing den nominell ebenbürtigen Gast aus dem britischen Weltreich nicht persönlich auf dem Flugplatz, sondern ließ ihn von seinem Stellvertreter Molotow abholen. Wie mehrfach in Washington, wurde nun Churchill in Moskau ganz als Befehlsempfänger behandelt. Die von Stalin gegebenen Befehle wurden ingeichm in den tehgresenden Kommandametziel in beille chen Oberbefehl der Nahost=Streitkräfte und in dem verustreichen Abenteuer von Dieppe ersichtlich. So wurde aus dem haßerfüllten Hetzer selbst ein Gehetzter, der rastlos von einer Besehlsstelle zur anderen fliegt, in der vagen Hoffnung, das drohende Unheil in letzter Minute abwenden zu können. Da seine politische Laufbahn nur durch Blut und Tränen gezeichnet ist, kann man ihm noch nicht einmal Regungen des Mitleids entgegenbringen. Für einen Winston Churchill gibt es nur eines: das Verdammungsurteil der Geschichte. Der Weg klar vorgezeichnet „Es geht für Finnland um Freiheit und Selbständigkeit.“ Helsinki, 22. August. Anläßlich der einjährigen Wiederkehr der Befreiung des wichtigen finnischen Holzindustriezentrume Enso, das die Bolschewisten nach dem Moskauer Frieden, entgegen dem Erenzvertrag, den Finnen, widerrechtlich noch nachträglich abgepreßt hatten, hielt am Freitag Finanzminister Tanner eine Ansprache. Nach einem Rückblick auf den bolschewistischen Imperialismus wandte sich der Minister gegen die ausländischen Behauptungen, Finnland hätte besser getan, sich vom Kriege fernzuhalten, und stellte fest, daß alle diejenigen, die dieser Ansicht seien, die Finnen nicht verstünden. Es gehe für Finnland um Freiheit und Selbständigkeit. Finnland habe bei diesem Kriege keine Ueberlegungen darüber anzustellen brauchen, welche Geite siegen werde, um dann danach zu handeln, sondern einfach entschlossen die Angriffe abgewehrt und dazu alles getan, was ein Volk überhaupt nur tun könne. Der Kriegseinsatz von Kulturschaffenden Berlin, 22. August. Um den infolge der Einberufungen zur Wehrmacht und der Ausweitung unseres künstlerischen Lebens angespannten Einsatz aller Kulturschaffenden ausreichend und gerecht zu regeln, hat der Generalbevollmächtigte für den Arbeitselnsatz eine Regelung für den Kriegseinsatz Kulturschaffender getroffen. Hiemnach können in Zukunft Mitglieder der Reichstheaterkammer, der Reichsfilmkammer und der Reichsmusikkammer durch die Reichskulturkammer für diese oder eine mit kulturellen Betreuungsaufgaben befaßte Stelle in der Heimat oder im besetzten Gebiet durch die zuständigen Arbeitsämter obne weiteres kriegsdienstverpflichtet werden. Das Entgelt wird hierbei innerhalb eines angemessenen Rahmens vom Sondertreuhänder der Arbeit zur die kulturschaffenden Berufe festgesetzt. Die Dienstverpflichtung kann für einen bestimmten Zeitraum oder auch allgemein für unbegrenzte Zeit erfolgen. Die Hauptgeschäftsführung der Reichskulturkammer entscheidet, in welchen Fällen und unter welchen Bedingungen von der Kriegsdienstverpflichtung der Künstler Gebrauch gemacht werden witd. Londons Bilanz der Dieppe=Katastrophe Die Tommies sorgen für ihr eigenes Lob— Stalin nicht aufrieden dw. Stockholm, 22. August.„Den Bechsteinflügel stellte die Firma Müller& Co...“ Dies ist der einzige Satz, den Vizeadmiral Lord Mountbatten in seinem Kommuniqué über die mißglückte Dieppe=Aktion vergessen hat. Denn sonst führt er, in Ermangelung von Erfolgen, mit denen er prunken könnte, und zur Vermeidung von Ausführlichkeit alle Mitglieder mit einer Genauigkeit an, die, wie gesagt, nur die Angabe der Firma, die den Flügel stellte, vermissen läßt. In neutralen Kreisen hat ein Satz des englischen Kommuniqués besondere Beachtung gefunden, nämlich die Feststellung, daß neue deutsche Truppen und neue Geschütze die Engländer bei Dieppe überraschten. iese rühmen auch, daß ein übereifriger Lord, namens Lovart, den ersten angeblich englischen Trupp anführte. Er erklärte, kurz vor der Landung an Bord des Zerstörers, der seine Mannschaften nach Frankreich brachte:„Bleibt eingedenk, daß wir die Elite der nalischen Armee sind.“ Lord Mountbatten, der die Aktion höchst persönlich leitete, hatte seinen Leuten versprochen, um ihnen Mut zu machen, jeder von den Landungstruppen würde drei Flugzeuge zur Dekkung erhalten!). Das erwies sich als etwas übertrieben... Ein amerikanischer Berichterstatter schildert die Eroberung von Verneval durch USA.=Truppen. Es handelt sich um den gleichen Ort, den Kanadier stürmen sollten, die jedoch schon während der Landung zusammengeschlagen wurden und zugegebenermaßen eine blutige Niederlage erlitten. Dem braven USA.=Reporter war dies offenbar bei Absendung seines Berichts noch nicht zu Ohren gekommen, und er„meldete“ infolgedessen auf gut Glück die Erstürmung von Berneval mit seiner wichtigen Batterie, die in Wirklichkeit für die Angreiser bis zum Schluß äußerst verderdenringend blied, durch seine Landsleute Das kleine Versehen ist ihm aber zu entschuldigen, da er an Bord eines englischen Kanonenbootes Entsetzliches erlebte. Das englische Schiff geriet nämlich nach seiner Darstellung in das Feuer von vier deutschen Flakschiffen, die es förmlich durchlöcherten und seine sämtlichen Geschütze zum Schweigen brachte, sowie viele Leute der Besatzung außer Gefecht setzten. „25 entsetzliche Minuten" währte diese Beschiefung. Der Amerikaner spricht von einer verzweifelten Lage. „Die Wildheit des deutschen Angriffes auf unsere Flotte legte die besorgte Frage nahe, was eigentlich den englisch=amerikanischen Landungstruppen widerfahren möge...“ Der schwer erschütterte Amerikaner läßt die Schilderung von der angeblichen Bezwingung von Berneval folgen, obwohl die Kanadier selder zugeben, daß ihr Angriff hier zusammenbrach und keinerlei Kraut gegen die deutschen Befestigungen gewachsen war. Neben etlichen amerikanischen Stimmen, die die Engländer zur Fortsetzung solcher Aktionen wie gegen Dieppe ermuntern, fehlen in der englischen Presse erstaunlicherweise die Sowjets. Man könnte annehmen, daß Stalin diesen auf seinen Befehl hin unternommenen ersten Vorstoß der Engländer, der wenigstens zur Bildung eines Brückenkopfes als Uebergang zur ofortigen Invasion oder zu einem anderen Ersatz für die zweite Front führen sollte, seinen Beifall nicht versagen würde, wenigstens als Zeichen des guten Willens. Aber die Engländer finden keine einzige zitatfähige sowjetische Stimme! Stalin ist offensichtlich nicht zufrieden. Man kann das verstehen. Aber Churchill konnte nach seinem Canossagang und dem anschließenden Versuch, das Versäumte bei Dieppe nachzuholen, bessere Behandlung erwarten. Kanadier im schwersten Feuerhagel „Daily Expreß“ gibt deutsche Luffüberlegenheit zu osch. Bern, 22. August. Ueber die Größe des Umfangs des gescheiterten britischen Invasionsversuches geben weitere britische Einzelstarstellungen bezeichnenAufschluß. So werden für die Landungsversuche an zwei Stellen der Küste bei Dieppe von„Exchange“ zwei kanadische Regimenter genannt. Dabei läßt der gleiche Bericht erkennen, daß Kanadier auch noch an anderen Stellen eingesetzt wurden. Zu dem Landungsversuch bei Berneval, 7 Kilometer östlich von Dieppe, berichtet ein Korrespondent der brittschen„Exchange“=Agentur u. a.:„Der Ueberfall auf Berneval ging nicht glatt vor sich. Wenige Minuten, bevor die Truppen an Land gesetzt werden sollten, hatten deutsche Flakschiffe und Schnellboote die Anwesenheit der Panzerschiffe entdeckt und schweres Feuer auf sie gerichtet. Die üble Folge war, daß dadurch alle deutschen Küstenbatterien aufmerksam wurden und auch die weiter westlich landenden Truppen unter einen schweren Feuerhagel gerieten, bevor sie sth den Weg an Land bahnen konnten. Es gelang unem Verband bei Berneval nicht, gegen die Küstentterien anzukommen. Schwere Verluste mußten hingenommen werden." „Daily Telegraph“ muß in einer Betrachtung die volle Wirksamkeit der deutschen Luftwaffe bei der erst so erfolgreichen Abwehr des britischen Invasionsversuches unterstreichen. Landungsoperationen, so erklärte dieses Londoner Blatt, seien unmöglich, sofern nicht genügend Luftstreitkräfte zur Verfügung stünden, um alles, was die deutsche Luftwaffe an Einheiten einsetzten könne, unschädlich zu machen. Der Verlauf der Operationen zeige, daß noch größere Luftstreitkräfte notwendig seien. „Wer Juden entlarvi, ist rd. Stockholm, 22. August. Die Unschädlichmachung r beiden jüdischen Rundfunkspione Lennart und ichel Katz, die im Dienste der Sowjetunion standen, der Michel wird in der„Eöteborgs Handelszeitung“ mit der„Enthüllung“ quittiert, Spionageabteilung der Polizei in S nazistisch angesteckte Person Den jüdisch=plutokrat führendes Sprachre Handels= und Schi##—„...— darüber binaus gelungen, gewisse Kreise der Sozialdemokratischen Partei vor ihren Wagen zu spannen. So haben 2 B. Gruppen der sozialdemokratischen Jugend gegen„Naztsympathie innerhalb der schwedischen Polizei“ protestiert. etnige bunk beplutokratischen„Drahtziehern, deren prachrohr in Schweden„Göteborgs Schiffahrtszeitung" darstellt, ist es Stoßseufzer enthüllt die ganze Hohlheit Neuyorker Stadtverordnete stöhnen über die„erstaunlich große Arbeitslosigkeit“ ihnen die Unterstützung für die ohne eigenes Verschulden arbeitslosen Mitbürge Madrid, 22. August. Wie eine amerikanische Nachrichtenagentur meldet, stöhnten die Neuyorker Stadtverordneten vor einigen Tagen in einer Sitzung über die noch immer„erstaunlich große Arbeitslosigkeit“ in ihrer Stadt und vor allem über die unerfreuliche und kostspielige Arbeitslosenunterstützung, die den Vertretern dieser Judenmetropole natürlich nicht behagt. Sie beschwerten sich darüber, daß der überwiegende Teil der Rüstungsaufträge nach dem Süden des Landes vergeben werde, weil dort die Arbeitslöhne billiger seien. Die Meldung ist in mehr als einer Beziehung für die Zustände in„Gottes eigenem Land" bezeichnend. Erstens ist es Roosevelt selbst im Kriege nicht gelungen, die Arbeitslosigkeit in der USA., die vor dem Kriege einmal die Rekordhöhe von 11 Millionen Arbeitslosen erreicht hatte, zu beseitigen. Bis 1941 war diese Zahl bekanntlich dank des Pacht= und Leihgesetzes auf 3800 000 heruntergegangen, stieg aber im Januar 1942 nach den ersten Schlägen in Ostasien bereits wieder auf 4 200 000, und heute jammern selbst die verjudeten Neuyorker Stadtverordneten über die „erstaunlich große“ Arbeitslosigkeit. Sie tun dies zwar nur— und das ist das zweite interessante—, weil schulden arbeitslosen Mitbürger lästig ist. Das dritte Bemerkenswerte ist, daß die Juden die Aufträge lieber nach dem amerikanischen Süden mit seinen billigen, meist schwarzen Arbeitskräften vergeben, denn sie wollen ja natürlich an ihrem Krieg möglichst viel verdienen. Das Wohl des amerikanischen Volkes interessiert weder sie noch ihren Statthalter Roosevelt. Zum letzten aber wirft der Stoßseufzer der Neuyorker Stadtverordneten ein bezeichnendes Licht auf die illusionistischen Produktionsziffern Washingtons, die— wenn sie ganz der Wirklichkeit entsprächen— wohl kaum eine„erstaunlich große Arbeitslosigkeit“ hervorrufen würden. ASA.=Fabriken unter Militäraufsicht rd. Stockholm, 22. August. Wie englische Meldungen aus Washington besagen, ließ Roosevelt erneut eine Fabrik unter Militärkontrolle stellen. Diesmal handelt es sich um ein Werk der Maschinenindustrie in Boston, dessen Leitung angeblich den Regierungsordern und verschiedenen Forderungen der Gewerkschaften nicht nachgekommen sei. Derin sind sie Sieger! „Die Beushaieten Staslen elihcher Se die die USu. bis setzt gewonnen haben, ist die Schlacht der Schlagzeilen, der Feind besetzt einen Stützpunkt nach dem anderen und überläßt uns die großen Ueberschriftzeilon.“ Das Blatt begründet seine Stellungnahme mit folgenden Worten:„Die furchtbare Niederlage der amerikanischen Flotte in der Javasee wurde beispielsweise von den„New York Times“ unter der Schlagzeile gemeldet„Sechs feindliche Schiffe von amerikanischen U=Booten torpediert". Nelen dehauptet immer noch, das amerikanische Volk gewinne Produktionsschlacht. Diese Prahlerei für die Rüstungsproduktion gibt ein völlig schiefes Bild, und dieses Bild wird noch schiefer, wenn man der Oeffentlichkeit die schweren Verluste an Panzern, Geschützen, Kampfflugzeugen und anderem Kriegsmaterial verschweigt, die wir und unsere Verbündeten verlieren. Während wir von unseren Produktionsziffern reden, dringen die Truppen der Achsenmächte immer weiter vor und erobern einen festen Punkt in der Welt nach dem anderen. Was hat man uns alles von der bolschewistischen Winteroffensive erzählt, aber die Sowjets haben bei dieser„Offensive“ im Gegensatz zur jetzigen deutschen Offensive keinen einzigen wichtigen Stützpunkt zurückerobern können. Während unsere Zeitungen begeisterte Berichte über unsere Vorbereitungen in Nordafrika veröffentlichten, schlug Rommel die Engländer, und zu unserem allgemeinen Entsetzen fiel Tobruk dinnen kürzester Zeit. Auch die Japaner haben bisher Stützpunkt nach Stützpunkt geJapaner haben nommen. Uns überließen Zeitungen.“ sie die Schlagzeilen in den ASA.=Schiffahrtslage äußerst ernst „Roosevelt nicht imstande, Truppen nach Anstralien zu tradsportieren.“ Geuf, 22. August. Ein von Washington nach Australien übermittelter Bericht einer nordamerikanischen Nachrichtenogentur kennzeichnet die kritische Schiffahrtslage der Vereinigten Staaten in eindrucksvoller Weise. In dem Bericht heißt es: „Die in Washington von Präsident Roosevelt abgegebene Erklärung, er würde gern eine Million Soldaten nach Australten verlegen, sei jedoch nicht imstande, sie zu transportieren, unterstreicht den Ernst der Lage auf See, die, obwohl sie vielleicht nicht das dra* hat. als krieg das gleiche Stadium wie im letzten Kriege erreicht hat, als Jellicoe zugab:„Sie werden den Krieg gewinnen, wenn wir nicht die Versenkungen verhindern können, und zwar schnell.“ Das amerikanische Marinedepartement hat in seiner Bekanntgabe von Versenkungszahlen kein vollständiges Bild der Lage gegeben, das weder die auf der Geleitzugroute der Sowjetunion erlittenen Verluste, noch die beschädigren Schiffe angegeben hat.“ Das USA.=Marinedepartement bewahrte am Freitag strengstes Stillschweign zu dem Bericht aus Tokio, daß amerikanische Truppen bei einem Landungsversuch auf der Insel Makin in der Gilbert=Gruppe zurückgeschlagen wurden. Ein Sprecher des Marinedepartements erklärte, es läge noch kein amtlicher Bericht vor, außerdem fügte er hinzu:„Jeder Kommentar, der möglicherweise zu dem sapanischen Bericht über die Operationen auf der Insel Makin erwartet werden kann, wird vom Oberkommandierenden der PazifikFlotte, Admiral Nimitz, herausgegeben werden. Kurosturz für indische Aktien Harter Schlag für die Condeuer Plulokraten. der indischen Ungendem Maße auch auf wirtschaftlichem Gebiet bemerkbar. Die Kursstürze für indische Werte griffen jetzt auch auf die Londoner Börse Stockholm, 22. August. Die ruhen machen sich für England in indische Werte griffen jetzt auch auf über. Den größten Rückgang zeigten die Eisenbahnwerte von Rohilkund und Kumaon, die um fünf Punkte fielen. Auch die bengalischen Eisenbahnwerte gaben um 3½ Punkte nach. Von dem Sturz sind ferner die Hafenanleihen betroffen. Teeaktien gingen ebenfalls zurück. Schwere Zuchthausstrafen für Hersteller minderwertiger Luftschutzgeräte. Berlin, 22. August. Die beiden Brüder Oskar Paul Rudolph und Kurt Friedrich Rudolph standen vor dem Sondergericht in Leipzig unter der Anklage wegen Betruges und schweren Verstoßes gegen die Luftschutzbestimmungen, weil sie aus Gewinnsucht und unter Ausnutzung der durch den Kriegszustand verursachten außergewöhnlichen Verhältnisse minderwertige Luftschutzgeräte hergestellt und ohne Zulassung vertrieben hatten. Sie hatten es verstanden, durch betrügerische Machenschaften den Anschein des Besitzes einer eigenen Vertriebsgenehmigung zu erwecken und haben so die Behörden und die Abnehmer arglistig getäuscht. Das Sondergericht verurteilte Oskar Paul Rudolph als Volksschädling zu neun Jahren und Kurt Friedrich Rudolph zu fünf Jahren Zuchthaus und verhängte überdies gegen sie eine Geldstrafe von je 10000 Reichsmark. Das haben wir uns nicht so vorgestellt! Stoßseutzer eines kanadischen Otflziers— Dieppe 24 Stunden sparer— Die Trümmer von Churchills„zweiter Fror““ werden aufgelesen Von Kriegsberichter Kurt Neher. rd. An der Kanalküste, 21. August.(PK.) Das Dröhnen schwerer Abschüsse und die Detonationen der Bomben sind das tägliche Bild des Krieges am Kanal. Dieses Geräusch ist zu einem Teil der fruchtbaren Landschaft geworden, ebenso wie die Uniform des deutschen Soldaten und die gewaltigen, tief in der Erde steckenden Befestigungeg. Als am Morgen des 19. August der Gefechtslärm Bährend des ganzen Tages an einer Stelle der langen Küste sich zusammenballte und über die Stadt Dieppe dicke Rauchschwaden zogen, hoben die Bauern beim Garbenbinden und Dreschen wohl dann und wann erstaunt den Kopf, setzten ihre Arbeit aber gleichgültig fort Englische„Heckenspringer“ suchten vergeblich Der Engländer gelandet? Bien possible, aber was machte das schon! Bis hierher würde er nicht kommen. Die Straßen um Dieppe, die großen Anmarschwege von Osten, Süden und Norden blieben am 19. August leer. Im rasenden Flug brausten englische„Heckenspringer" über die Baumkronen der schnurgeraden Wege. Sie suchten lohnende Ziele für ihre Maschinengewhere, aber sie wurden enttäuscht. Vielleicht erwischten ste einmal einen PKW. Aber was machte das schon! Die Fahrer am Kanal haben Erfahrung, wie man mit solch unliebsamen Weggefährten fertig wird. Einige Male freilich bekamen sie sogar Truppenansammlungen und Lastkraftwagen vor die Gewehre. Es war Pech, daß es sich dabei meist um Gefangenensammelstellen und Wagen handelte, die Kanadier zur Vernehmung nach hinten brachten. Mochten Aufklärer und Jäger suchen, solange sie wollten, von morgens in der Frühe bis nachmittags, die großen Heerstraßen nach Dieppe blieben genau so zuhig wie an allen anderen Tagen der Woche. Die Küstenabwehr stand vorn, unsichtbar für den Feind in ihren Stellungen und wartete auf ihre Befehle. Deutsche Bergungskommandos sehreiben das Finale Kaum 24 Stunden sind vergangen, seit der letzte Kanadier die Hände hob, und schon sind deutsche BerRssmmachen Aahest. Bener aud den Wloer# in und die auf Strand gesetzten Schiffe und Spezialte der Engländer wieder flott zu machen. Für die war der er aufStrand wieder verschwunden. Die zusammengesunkene Glut glimmt am Morgen nach der zerschlagenen Landung dann und wann noch einmal zwischen den stählernen Wänden der ausgebrannten Transportschiffe und fächelt, ihren faden Rauch über die gefallenen Kanadier, * Flut in der Nacht ans Ufer gespült hat. Die französische Feuerwehr ist damit beschäftigt, die letzten Brände in den Hafenvierteln zu löschen und die baufälligen Häuser einzureißen. Mit finsteren Gesichtern schreiten Männer und Frauen über die Trümmer der engen Straßen und stehen fassungslos vor den qualmenden Ueberresten ihrer Wohnungen, in denen sie noch vorgestern friedlich beim Abendbrot saßen. Ihre ohnehin schon matte Sympathie für die Briten erhielt eine erneute kräftige Abkühlung. Gefangenenkolonnen zlehen durch Dieppe Gleichgültig und fast unberührt läßt die normannische Bevölkerung am Abend nach den heißen Stunden Abwehrkampfes die gefangenen Kanadier an sich vorüberziehen. Kein Gruß, dann und wann ein leises Lächeln, das aber mehr dem allgemeinen persönlichen Schicksal der Tommies gilt als dem Mißgeschick, von dem das gesamte Unternehmen„Jubiläum" betroffen wurde.(Dies war der Deckname für Dieppe!) Das heißt so viel wie:„Na, für dich ist der Krieg wohl nun zu Ende.“ Meist aber sind die Gesichter der Franzosen kalt und abweisend. Noch vor einem Jahr hätte man den Kanadiern Zigaretten und Süßigkeiten zugesteckt, heute läßt man sie vorüberziehen, als hätte man nie etwas mit ihnen zu tun gehabt. Sie rannten gegen eine Mauer von Eisen und Beton Auch die Zivilbevölkerung von Dieppe hatte Verluste. Wofür? Das ist es eben, daß die Franzosen keinen Sinn in diesen Operationen erblicken können. Jedes Kind weiß hier, daß die deutsche Küstenwacht sich nicht übertölpeln läßt. Und sahen etwa die Kanadier einen Zweck in ihren Landungsmanövern? Glaubten sie nach Dünkirchen wirklich an einen Sieg? Wochenlang hatte man sie auf die Landung trainiert, eder kannte genau seinen Abschnitt und wußte, was eine Aufgabe war. Die meisten führten Karten mit ich„Streng geheim!"; die Landestellen lagen nach dem Kampf voll davon. Die Sturmeinheiten des Unternehmens kamen zwar heran und warfen Panzer und Infanterie an den Strand, verbissen versuchten ste, in die deutschen Stellungen einzubrechen. Daß es hnen aber nicht gelang, war nicht ihre Schuld. Sie rannten gegen eine Mauer von Eisen und Beton, von der man ihnen nichts gesagt hatte oder deren Stärke man bagatellisierte, um ihren Kampf nicht von vornherein aussichtslos erscheinen zu lassen. Aber Churchill wußte, was er tat, als er die Kanadier gegen den Atlantikwall jagte, genau wie er damals wußte, daß er die neuseeländischen und australischen Expeditionskorps auf Griechischen Halbinsel im Ernstfalle opfern mußte, wenn nur das Blut der Insel dabei verschont werde! Alle waren für den Einmarsch in Frankreich gerüstet Was aber sollte das Ganze? Mit der lächerlichen Behauptung„Das ist nicht die Invasion“ ist gar nichts gesagt, viel sprechender sind die seidenen Taschentücher der Tommies mit den genauen Karten Nordfrankreichs und Deutschlands, sind die hohen Geldbeträge, die fast jeder in Form von französischen Francs mit sich führte, und die Ausrüstung der zahlreichen Sprengkommandos, die das Meer auf den Strand warf. Auf Grund der aufgefundenen Karten ging klar hervor, daß auf französischem Boden ein europäischer Brückenkopf gebildet werden sollte. Aber nicht einmal die zweite Welle des Landungskorps vermochte sich auszuschiffen, und nicht ein einziger englischer Soldat hat rlauf der Kämpfe die deutschen Küstenstellungen betreten. In nicht einmal zehn Stunden ist das ganze Unternehmen zusammengebrochen, ohne die leiseste Spur eines Erfolges. Angesichts Hunderter von Toten, von 28 vernichteten Panzern, der gesamten Ausrüstung einer halben Division, zahlreicher versenkter Kriegsschiffe und abgeschossener Jäger und Bomber fragt sich der deutsche Soldat vergeblich nach dem Sinn der fürchterlichen Opfer. Ja, wenn es keinen Atlantikwall gäbel Ein Leutnant der kanadischen Essex Scots antwortete auf unsere Frage nur:„Das haben wir uns so alles nicht vorgestellt!“, und ein junger abgeschossener nordamerikanischer Fliegeroffizier, den wir aus dem „Bach“ fischten, erklärte rund heraus, seiner Auffassung nach sei doch der Kampf bereits am frühen Morgen durch den Einsatz britischer Bomber und Jäger entschieden gewesen.„Wir hatten doch die Luftherrschaft, Dieppe war unser, aber die da draußen!“ Er deutete hinaus auf die hohe See und meinte, die britischen Flotteneinheiten, die es nicht mehr gewagt hatten. die Deckung der Expedition weiter fortzusetzen, seien Schuld am Zusammenbruch. Die Briten machen immer denselben Fehler. Nach einer Niederlage schimpfen sie auf die Führung, Luftwaffe oder Flotte und vergessen dabei, daß sie gegen deutsche Soldaten kämpfen. So war es bereits in Flandern und auf dem Balkan, als die Gefangenen erklärten, ihre Luftwaffe hätte sie im Stich gelassen, sie selber seien Opfer dieses Versagens. Es scheint eine Charaktereigenschaft des Engländers zu sein, den Gegner immer für schwächer zu halten als sich selbst. Wie ein Uhrwerk, wie die Schaltskizze eines Panzerwagens war das Unternehmen„Jubiläum“ abgerollt, bis zu dem Augenblick, wo der deutsche Infanterist, wo Luftwaffe und Artillerie in den Kampf eingriffen.„Es war ein schönes Unternehmen“, meinte bedauernd ein kanadischer Offizier bei seiner Vernehmung mit viel Trauer und heimlichem Stolz. Ja, es wäre ein„schönes Unternehmen“ geworden, wenn es keinen Atlantikwall gäbe. Neues aus den Detsbauernschaften Sensengedeugel— Erntegeläut Erntebeginn im lippischen Berglande. Der Morgen ist erwacht. Ueber dem Bergdörschen Talle breitet sich ein dunner Nedelschleier aus, mit dem starken Tau einen schönen Sommertag ankündend. Wie in einer Wiege liegt das Dors, einer Niesenwiege, gebildet vom hohen Steinhaufen und dem viel niederen Knappe. So scheint die Wiege mächtig aus dem Gleichgewicht gekommen zu sein. Doch das macht dem Wiegenkinde nichts aus. Schon von weitem sieht man es ihm schon an, daß es gut geschlafen hat. Doch nun ist es erwacht, reckt in seinem weißen Kirchturme gar einen Arm hoch aus der Wiege heraus. Ein paar blaue Rauchfahnen erheben sich über dem Taldunst. In den Häusern wird der Morgenkaffee gekocht, und dann wird es an die Arbeit gehen. Vom Morgen erzählen auch mancherlei Stimmen, die zu mir dringen auf meinen Hügel mit der einsamen Eiche. Auf den Hangweiden des Eichhofs brüllen die Kühe. Möchten wohl wieder ausbrechen wie gestern und es sich in den Runkeln gut sein lassen! Vom Gutshofe Röntorf herüber dringt wütendes Hundegebell, irgendwo in der Ferne knattert ein Motorrad. Ein paar Meisen locken im Gichbaum hinter mir, und in der Hecke nebenan wispert gar sein das Gelbgänschen sein„'s is,'s is,'s ist früh!“ Aber in dem vielstimmigen Liede dieses sommerlichen Morgens spricht kein Ton so eindringlich zu mie—“. Lon so mir wie das Sensenan wispert gar. is,'s ist früh!“ ieses sommerliche ringlich zu mir gedengel vom nahen Brinkhofe.„Tink, tink, tink— deng, deng, deng!“ so klingt es immer wieder hell und gleichmäßig durch den Morgen. Wie der Herzschlag dieses Tages klingt en. Ja, es ist der Herzschlag des Erntesommertages. Unter einer der mächtigen Eichen des Brinkhofer sitzt irgendein Landmann und klopft und hämmert seine Stahlsense, macht sie haarscharf, klingend scharf. Und dann geht's hinaus aufs Roggenfeld, und ährenschwere Schwaden werden zur taufeuchten Erde sinken. Die Ernte ist da, endlich da auch im hohen Berglande. Das kündet das Sensengedengel, das schönste Erntegeläut.—W.— Jerxen-Orbke. Jugendfußball. Auf dem Pinneiechnsportplatz in Detmold stehen sich am Sonntagvormittag um 9 und 10 Uhr die Jugendmannschaften von Jerxen=Orbke und LAV. Pivitsheide in Freundschaftsspielen gegenüber. Heiligenkirchen. Sechs Söhne sind Soldaten. Eine richtige Soldatenfamilie ist die des Grubensteigers i. R. Friedrich Taft in Heiligenkirchen. Sechs Söhne des Grubensteigers Taft, der selbst Weltkriegssoldat gewesen ist. tragen den Ehrenrock. Zwei Söhne stehen bei der Waffentf, einer ist Infanterist, einer Kraftfahrer, einer Vorsnker, und der jüngste befindet sich jetzt auf einer Flug„ sich jetzt zeugführerschule. Bis auf den Jüngsten stehen die Gebrüder Taft an der Ostfront im Kampf gegen den Bolschewismus. Waddenhausen. Die Kleinsten hatten ihre Feier. Im RSV.=Kindergarten Sylbach=Waddenhausen im„Löwen“ war Hochbetrieb. All die kleinen Leutchen hatten sich festlich geschmückt versammelt. Als Gäste waren die Angehörigen als Zuschauer anwesend. Die herzerfreuenden Darbietungen der Allerkleinsten, wie Reigen, Holzschuhtänze, Schneewittchen und Elfenspiele und vieles mehr wurden von den 2—5jährigen mit Sicherheit und Selbständigkeit vorgeführt. Auch„Kasperle“ war zur Erheiterung hergekommen und fand wie alles jubelnden Bei ders herzlicher Dank sei auch an dieser Stelle Kindergärtnerin ausgesprochen, die in ganz geschmackvoller Weise alles durchgeführt hatte. Die Veranstaltung legte das beste Zeugnis für nationalsozialistische Menschenführung ab. Selbständig= lerung extra oll. Besorder NSB.= Das Deutsche Krenz in für Jeldwedel Zeitz zahlreichen Fälhat, wurde der Wegen besonderer Tapferkeit, die er in len bei Feindflügen an den Tag gelegt Aldwebel Fritz Hosemann aus Wülfer mit dem DeutKreuz in Gold ausgezeichnet. Feldwebe! Fritz Hofemann ist 29 Jahre alt. Er ist der dreizehnte Lipper, dem diese hohe Auszeichnung zuteil wurde. Er war bisher in 35 Feindflügen sowohl gegen die englische Insel als später im Osten und hohen Norden eingesetzt. Im Nördlichen Eismeer gelang es ihm durch besonder Schneid einen amerikanischen Kreuzer zu versenken, wofür ihm die Verleihung des Deutschen Kreuzes in Gold zuteil wurde. Wir gratulieren dem tapferen lippischen Flieger zu der hohen Auszeichnung und wünschen für die Zukunft„Hais= und Beinbruch“. Biemsen-Ahmsen. RS.=Frauenschaft hatte Verwundete zu Gast. Das war wieder einmal ein Nachmittag voller Freude, als Verwundete aus einem Reserve=Lazarett Gäste der NS.=Frauenschaft von BiemsenAhmsen waren. Bei der Ankunft begrüßte Ortsgruppenleiter Meier die Feldgrauen herzlichst und wünschte ihnen eine Stunde wirklicher Freude. Die Jungmädel hatten die Ausgestaltung des Nachmittags übernommen. Ihre fröhlichen Lieder und lustigen Aufführungen wurden sehr beifällig aufgenommen. Gab es zu Beginn für die Ehrengäste einen reich gedeckten Kaffeetisch, so wurde das Beisammensein mit einer Abendbtottafel abgeschlossen, zu der alle Dorfbewohner beigetragen hatten. Alles das stand auf dem Tisch, was ein Soldatenherz erfreuen kann. Als die Stunde zum Aufbruch geschlagen hatte, da war ein so schönes Band zwischen Front und Heimat geschlagen. Ungern schieden die Gäste, die sicher den Tag noch recht lange in Erinnerung behalten werden. Aus der Bewegung RSDAP., Ortsar. Bad Salzuslen=Kurpark. Nächster Aovell der Polittschen Leiter findet Dienstag, 25. Aug., um 20 Uhr, beim Parteigenossen Schneider, Herforder Straße 14. statt. Keiner darf fehlen. Die Führer der Gliederungen werden gebeten, an dem Apvell teilzunehmen. SA., Sturm 6/55. Detmold, tritt am Dienstag, 25. August, 19.45 Uhr, am Gymnasium an. Hitler=Jugend, Gef. 11/55 und 12/55. Lage. Am Sonntag, 23. August, tritt die gesamte Gef. 11 und die Schar 1 der Gefolgschaft 12 um 9 Uhr am Eingang der AdolfHitler=Allee an. Aus den Bieleseld. Schwarzfahrt mit Hindernissen. Der 23 Jahre alte Heinz D. war vor dem Amtsgericht Bieleseld wegen mißbräuchlicher Benutzung eines Krastangeklagt. Er war als Kraftfahrer einer hiesigen Abend des 11. Juni dieses Jahres von einer zurückgekommen. Anstatt sich nach Hause zu kam ihn die Lust an, noch eine Spritzfahrt zu taut in Minden zu machen. Dafür benutzte er widerrechtlich den Personenwagen der Firma. Auf der Rückfahrt ging in Herford das Benzin aus. D. ging zu Fuß nach Bielefeld, um in einer Kanne Betriebestoff zu holen, den er natürlich bei seiner Firma entwenden mußte. So wurde es eine ziemlich ausgedehnte Fahrt. Als D. wieder in Bielefeld landete, war das Fehlen des Wagens längst bemerkt und die Polizei schon benachrichtigt worden. Das Amtsgericht erkannte antragsgemäß auf einen Monat Gefängnis. Minden. Mit dem Jagdgewehr auf der Lauer. Gewiß soll man Obstdieben tüchtig auf die Finger klopfen, aber man darf doch nicht so ins Zeug gehen, wie es ein Landwirt in Heimsen tat. Aus einem Schuppen in seinem Obstgarten ist angeblich wiederholt Obst gestohlen worden. Eines Nachts legte sich der Landwirt mit einem geladenen Jagdgewehr auf die Lauer. In der Nacht passierte nichts, aber in den frühen Morgenstunden nahte ein 18jähriger Bursche, der mit dem Zuge zu seiner Arbeitsstätte nach Minden fahren wollte. Als sich der Junge an einem Kirschbaum des Landwirts zu schaffen machte, jagte dieser ihm sofort eine Schrotladung in den Körper. Der Schwerverletzte mußte zum Krankenhaus geschafft werden, der Landwirt aber hatte sich jetzt vor Gericht zu verantworten. Er wollte sich damit herausreden, daß er nur habe einen Schreckschuß abgeben wollen. Das Gericht erkannte wegen schwerer Körperverletzung auf drei Monate Gefängnis. Münster. Warnung vor einer Gaunerin. F.# 4141 1. 0pfl gerin In der letzten Zeit treibt in Münster eine Betrüg iebin ihr Anwesen—.... und Einmietdiebin ihr Unwesen. Sie spricht in der Haurtoge auf der St bittet, wel auf der Straße ältere Frauen an. wobei ie sich als Soldatenfrau ausgibt und um Quartier dittet, welches ihr auch wiederholt gewährt worden ist. In einem Falle hat sie sich Frau Zimba und in einem anderen Frau Schwarz genannt. Für die erhaltene Unterkunft verspricht sie Lebensmittel. Während des Aufenthaltes in Wohnungen führt sie Diebstähle aus und entwendet hauptsächlich Lebensmittelkarten, Damenwäsche, Kleider und andere Gebrauchogegenstände. Nach den bisher getroffenen FestGesuchten stellungen handelt es sich bei der Ge um die Die neuen Hausschlachtungsbestimmungen worden sind. Wer in den Jahren chlachtet hat, darf auch Futterm r Bewirtschaftung unterliegen, für diese Personen der Zulauf der 11:= Die Ernährungsämter veröffentlichen en Nummer die neuen Vorschriften über Hal tungen. Neu ist insbesondere, daß Kinder bis zu #hren auf halbe Nationen gesetzt sind, was als durchaus gerechtfertigt anerkannt werden muß. Andererseits ist das Anrechnungsgewicht für nicht gewogene Schweine von 125 kg auf 110 ca herabgesetzt worden. Nach der Bekanntmachung darf seder, der ein beim Kauf nicht mehr als 60 kg., schweres Schwein mindestens 3 Monate oyne Zukauf von Futterejenig oder die als Tage in der La 50 volle lse gewährt worden sind. Wer in den Jahren 1938/39 stets hausgeEuttermittel, soweit sie nicht zukaufen. So ist z. B. #. Hurauf von Klee. Futterrunkeln usw. erlaubt, nicht dagegen der Kauf von Getreide oder Schrot. Wer in den Jahren seit 1938/39 oder in einem dieser Jahre nicht hausgeschlachtet hat, mutz eine Hausschlachtungs=Ausnahmegenehmigung bei dem Bürgermeister seiner Gemeinde beantragen und zu diesem Zweck einen Vordruck anfordern Allgemein dürfen Hausschlachtungen vor dem 15. Oktober 1942 nicht vorgenommen werden. Eine Ausnahme ist nur für diejenigen landwirtschaftlichen Selbstverforger zussig, die bis zum 3. Januar 1943 aus alten Schlachtungen nicht versorgt sind. Ehefrau Johanna sich umhertreiht. Stadt in Westdeut die nächste n. Oziembe aus Witten(Nuhe), die sollte die Dziemba in trgendeiner chland auftreten, so wird gebeten, Polizeidienststelle in Kenntnis zu nsch die wieder der Radiersich immer wieder wundern, über die bedenken! nen liest, auf n ins, Gefängnis bringen. Tatsache, daß sie mit einer dem Bezugsschein— sei es die oder des Datums— sich einer Uenloseston Fälwelch leichtferiis bringen. Sie " sie mit einer Bezugsschein— sei es die ung einer Zahl oder des Datums— sich einer enfälschung schuldig gemacht haben, für die es nur Gesängnis gibt. Oftmals sind dabei die Immer gummt. Man muß wenn man alle Tage schungen von B tige Weise sich verkennen völlig kleinen Aenderung au Aenderung einer Urkunden enh Sünder sonst nie in ihrem Leben irgendwie mit dem Gesetz in Konflikt gekommen und müssen jetzt gleich hart bestraft werden. Böse Erfahrungen auf diesem Gebiete hatte im Hammer Amtsgericht jetzt auch eine Frau aus Herringen gemacht, die auf zwei Bezugsscheinen„aus eins zwei“ gemacht hatte. Da half kein Lamentieren vor Gericht, da konnten alle Undescholtenheit und Milderungsgründe nichts nützen— drei Monate Gefängnis sind nun einmal die Mindeststrafe für solche Vergehen, und auf eine solche Strafe mußte auch erkannt werden. Werne. Rette Früchtchen. Um ihre Windvögel in größere Höhen steigen zu lassen, hatten kleine ungen einem Bauern an die 600 Garben auf dem lde aufgeschnitten und außerdem noch eine ganze e Bindegarn aus der Mähmaschine gestohlen. Einmal auf den Geschmack gekommen, schnitten die kleinen Bürschchen auch noch in Massen die Aehren von den Halmen und nahmen diese mit nach Hause. Für die ltern wird diese eigenartige Spielerei noch ein böses Nachspiel haben. Briefkasten (Jeder Anfrage int die Jeweilige Bezugsgalttung beizufügen.) Aug. W. Wir werden aus Ihrer Frage mit dem besten Willen nicht klug. Ihre Lebensmittelkarten können Sie unseres Erachtens doch nur da erhalten, wo Sie auch angemeldet sind. W. R. Nr. 73. Wenden Sie sich wegen genauer Auskunft an die Kreisamtsleitung Livve der RS.=Volkswohlfahrt, Detmold, Hermannstraße. Ant. Schn. 1. Es handelt sich im vorliegenden Falle um den Holzwurm oder Holzbock. Die Biologische Reichsanstalt Berlin=Dahlem hat auf Grund vieler Versuche ein Mittel gefunden, das eine unsehlbare Wirkung besitzt. Dieses Mittel gegen den Holzwurm setzt sich zusammen aus 30 ccm Tetrachlorkoblenstoff, 15 ccm Terpentinöl, 10 Gramm Herachloräthan, 5 Gramm hartem Paraffin. Diese Bestandteile läßzt man sich am bestenein der Drogerie mischen. Mit einem Maschinenöler werden die Bohrlöcher des Holzwurms ziemlich tief gefüllt, worauf man sie mit Wachs lustdicht abschließt. Die Stellen werden mit Möbelpolitur überrieben und dann unsichtbar gemacht.— 2. Der Hausbesitzer ist verpflichtet, diesen Schaden auf seine Kosten bebeben zu lassen. Versäumt er dies schuldhaft, so können die Mieter den Schaden reparieren lassen und die Kosten bei der Miete in Abzug bringen. K. U. 62. Ihre Frage ist uns nicht klar. Was hat der Kaufvertrag, und welcher Kaufvertrag überhaupt, mit der Löschung der Hypothek zu tun? Sie müssen uns den Sachverhalt schon etwas eingebender schildern. Die bentige Ausgabe umfaßt 6 Seiten Verlagsleiter: Eduard Preißler Hauptschrittleiter: Auguet Prüßner (a. 2. Münster). I. V.: Karl Kubl Verlag: Lippische Staatsreitung. d. m. b. H., Detmold, Paulinenbtraße 14— 2. 7. ist Pl. 8 gültig. Freie Stellen Hausgehilfin, tüchtige, zuverlässige, zum 1. 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Er wurde von einem Heldenfriedhof In tiefer Trauer: Cherie #ch. Goerke, und Hermerseler u. Frau Heartotte, geb. Krautkrüger und Anverwandte. Langenholzhausen, im August 1942. Die Landesregieruns Lippe verliert mit dem Gefallenen einen getreuen Mitarbeiter, dessen Andenken eie stets in Ehren halten wird. Der Reichestatthalter in Lippe u. SchaumAm Donnerstagmorgen entschlief sanft Mutter** unsere liebe Mutter, Schwiegermatter, Schwester, Großmutter, Urgroßm ter, Schwägerin und Tante, Frau ##r Heitkämper, im Alter von#4# ren. In tiefer Trauer: Hiddesen, den 21. August 1942. Die Beerdisung findet am Sonntag um ½3 Uhr vom Trauerhause, Hindenburgstraße Nr. 88, aus statt. Trauerleier 2 Uhr. Scher. asurnen Kehde, neb. Althof. — Brüntort Loholz, 23. August 1942. Uhr Aregptrauuing gebem bekaunt e. IIse Berchey, seb. Ko meter.— Wuppertal Selberk Nr. 12. im August 1912. Ihre Vermählung geben bekannt: Haus Echerminn, Oberteldwebel, Lieschen Eehermann, geb. Kirchner.— z. Z. im Felde. Bösingleld, im Aukust 1942. Ihre Vermählung geben bekarint: Kurt Westphale, Irmgard Westphale, geb. Riseds.— Lemgo, z. Z. Wehrmacht Eislingen File(Württemb.), Aug. 1942. ihre Kriegstrasung geben bekannt: Willy Stechmeler, Eltriede Stechmeler, neb. Krug.— Kleinenmarpe, z. Z. im Felde J Gehrenberg Nr. 10, den 18. August 1942. Für die uns anlaßlich unserer Vermählung erwiebenen Glückwünsche und Aufmerksamkeiten danken wir allen recht herzlichst. Wilhelm Telwes und Frau Hanna, geb. Kruse. Lage/ Holzminden, im August 1942. Für die um anlälllich unserer Vermählung erwiesenen Aufmerksamkeiten und Glückwünsche dalken wir hierdurch herzlichst: Angust Meierberd und Frou Hlldegard, geb. Buchholz.— Bed Salzuflen, im August 1942. Für die uns anläßlich unserer Vermählung erwiesenen Glückwünsche und Aufmerksamkeiten sagen wir allen unseren berzlichsten Dank. Wilhelm Niedermewe und Frau Priedchen, geb. Kleemeier.— Wüsten Nr. 153. um August 1942. Für die uns anläßlich unserer Vermählung erwiesenen Aufmerksamkeiten und Glückwünsche danken wir herzlich. Ewaid Schling und Frau Hilde, lien. Ewus Schauf uu Fran Ahltur! geb. Wengeler.— Knetterheide, im August 191.. 5 Wir erhlelten die schmerzliche Nachricht, daß mein lieber, 9e Tahr alnar beien Kinder, unser lieber Schn, Schwieger. Bruder, Schwagar, Onkel und Wilhelm Hosse Gefreiter in einem Pionier-Bataillon, im Alter von fast 24 Jahren am 2. August sein Leben für Führer und Vaterland an der Ostfront gelassen hat. In tiefem Schmere im Namen aller Hipterbliebenen: Frau Grete Heses. Drave, Edith und Giseis als Heiligenkirchen, im August 1942. Mit den Angehörigen trauern wir um einen lieben Arbeitskameraden, dessen Andenken wir stets in Ehren halten werden. Betriebsführer und der Firme Lippis# Detmold. e Kunt und ahver ternt uns die traurige Nachricht, daß wein lieber. berzensguter, treuer Mann, meines Kindes treusorgender Vater, mein lieber Sohn, Schwiegerer Shier Schuser und Ontel. Frütz Ottemeler Inh. des Schutzwall-Ehrenzeichens, kurs vor seinem 40. Geburtstage In Rußland den Heldentod starb. Fast 19 Monate kämpfte er für seine geliebte Heimat, ohne seine Lieben wiederzuschen. In tiefem Schmerz: Helene Ottemeler. seb. Wessel! Fritz Ottemeler Wwe. Miana Ottemeler Familie Ang. Ottemeler Pamille Heinrich Ottemeler Femille Erast Ottemeler, s. Z. im Felde 1 Familie Aug. Wessel Familie Friedrich Wendt. Lage(Lange Straße 130) und Loßbruch, den 8. August 1942. Wir erhielten unerwartet die schmerzliche Nachricht, daß mein lieber, guter Mann, meines Kindes treusorgender Vati, unser lieber Soha, Schwiegersohn, Bruder, Schwager und Onkel, der„Oberwachtmeister will Sisterhenn am 17. Juli Im blühenden Alter von 28 Jahren im Osten den Heldentod land. Er folgte seinen zwei Brüdern in die Ewigkeit. In tiefem Schmerz: Friedehen Sieterbenn, geb. Schneidermann, und Töchterchen Friedegande 1 Famille Willl Pamille Helnrich SchnelLage, Kröpplingen(Post Brodenbach) an der Mosel, im August 1942. Statt besonderer Anzeise. Am 7. S. 42 erreichte uns von seinem Kommandeur die schmerzliche Nachricht, daß unser innigstgeliebter, unvergeßlicher Sohn und Bruder, mein lieber Schwager, unser guter Nefle und Vetter, Leutnant der Laftwaffe Erich Bockmann Inhaber des E. K. I and II und der silbernen Frontflugspange, als Flug. zeugführer im Alter von 20½ Jahren in Nordafrika auf dem Transport in ein Lazarett an seiner schweren Verwandung gestorben ist. In tapferem und begeistertem Einsatz gab er sein lunges, blühendes Leben für Führer und Vaterland. In tiefer, sthller Trauer: August en becr B. er Pelts Beckmsnn, z. Z. an der Osttront 1 Aufte Bechmann 1 Gelr. Alfred Felbrich, z. Z. im Westen Anan Neses und alle Anverwandten. Kachtenhausen, Im August 1942. Heute nacht entschlief sanft nach schwerer Krankheit ganz unerwartet unsere herzensgute, treusorsende Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin u. Tante Pauline Ellermeier geb. Lapke, im Alter von 64 Jahren. In tiefem Schmerz: Paula Heretmann, geb. Ellermeier! Wilbelm Heretmaan Karela Wind, geb. Ellermeier Willi Wind Martha Ellermeier 7 Elfriede Droßel, geb. Ellermeier# Werner Dreßel# Emilie Weber, seb. Ellermeier! Frits Weber 1 und 3 Enkelkinder Schötmar, Graz, Berlin, Saarbrücken, den 22. August 1942. Die Beerdigung ündet am Montag, dem 24. August, nachm. 4 Uhr, vom Treuerhause, Oerlinghauser Str. 14, aus statt. Trauerfeler eine halbe Stunde vorher. Es hat Gott dem Allmächtigen gefallen, heute mittag 12 Uhr unsere liebe, gute Mutter, Schwiegermutter und Großmutter. Witwe Loise Weber geb. Schlepper, im vollendeten 65. Lebensjahre von ihrem langen, schweren Leiden zu erlösen. Dies zeigen an im Namen aller Hinpchiebeven. un ernten Blomberg. Detroit(USA.), den 20. August 1942. Die Beerdigung findet am Sepgieg. dem 23. August, nachmittags 5 Uhr. vom Trauerhause, Petersilienstraße 1, aus statt. Für die bewiesene berzliche Tell nahme beim Heimgange unseres lieben Entschlafenen sagen wir im Namen aller Angehörigen unseren tiefempfundenen Dank. Karl Griethe u. Freu Marta, geb. Niebuhr.— Bad Salzuflen, im August 1942. Geschäftliches Zurück! Dentist Krumbach, Hld Fernruf 2745. Zurück! Zahnarzt Mein Gescnäft bleibt mit behördl. Genehmigung von Montag, den 24. August, bis einschl. Freitag, den 4. September, geschlossen. Zeitschriften können donnerstags von 9 bis 13 Uhr abgeholt werden. Hlarichs'sche Hofbuchhandlung, Detmold. Bekanntmachungen Die Vorbrsorgung mit Bleisch und Hett— außer Butter—) haben durch die Erlasse, des Herrn Reichsministers für Ernährung und Landwirtschaft vom 30. und 31. Mai 1942 mit Wirkung vom 1. Juni 1942 eine neue Fassung erhalten. Die genannten Erlasse können bei den Herren Bürgermeistern(Kartenausgabestellen) eingesehen werden. Im besonderen wird auf folgendes hingewiesen: 1. Nichtlandwirtschaftliche Selbstversorger, die Hausschlachtungsigungen für zugekaufte Schweine beantragen, ereine Schlachtgenehmigung nur dann, wenn das Lebendgewicht des Tieres zur Zeit des Kauses nicht mehr als 60 kg betragen hat. Der Verkauf bew. Kauf über 80 ka schwerer Schweine an bew. durch nichtlandwirtschaftliche Selbstversorger ist strafbar. Um eine Nachprüfung des Gewichts zu ermöglichen, ist der Zukauf aller nach Erlaß dieser Bekanntmachung erworbenen Schweine innerhalb einer Woche nach Uebernahme dem zuständigen Bürgermeister unter Angabe des Gewichts und Namhaftmachung des Verkäufers zu melden. 2. Vor dem 15. Oktober 1942 bürsen nichtlandwirtschaftlichen Selbstversorgern Hausschlachtungsgenehmigungen grundsätzlich nicht erteilt werden. Landwirtschaftliche Selbstversorger erhalten die Genehmigung vor dem 15. Oktober 1942 nur dann, wenn sie aus Hausschlachtungen nicht bis zum 3. Januar 1943 versorgt sind. 3. Die Rationssätze sind für die landwirtschaftlichen Selbstversorger vom 4. Januar 1943, für nichtlandwirtschaftliche Gelbstversorger für die Versorgung aus nach dem 1. Juni 1942 erfolgenden Hausschlachtungen für über 6 Jahre alte Personen auf wöchenlich 750 g und für Kinder bis zu 6 Jahren auf wöchentlich 875 g festgesetzt worden. Werden Fleischberechtigungsscheine ausgegeben, so gilt ab 29. Juni 1942 für Personen über 6 Jahre ein Nationssatz von nur 650 a, für Kinder bis zu 6 Jahren von 325 g le Person und Woche. Durch diese Rationen sind alle Versorgungsansprüche auf Fleisch und Fett(außer Butter) abgegolten. 4. Für die Erteilung der Genehmigung von Hausschlachtungsanträgen in die Kartenausgabestelle zuständig, in deren Bezirk der Antragsteller seinen Wohnsitz hat. 5. Alle in der Landwirtschaft hauptberuflich tätigen Personen erhalten die Genehmigung zur Hausschlachtung, wenn sie die zur Schlachtung bestimmten. Tiere, Schweine mindestens drei Monate, bis zur Schlachtung selbst gehalten und gemästet haben. Devntanten und Altenteiler(Leibzüchter) sind jedoch nicht verpflichtet, die zu schlachtenden Schweine, soweit sie von dem landwixtschaftlichen Betriebe geliefert werden. 3 Monate selbst zu halten und zu mästen. Diese Ausnahme bezieht sich nur auf solche Altenteiler, die ihren wirtschaft hauptberuflich tätigen Personen(nichtland wirtschaftliche Selbstversorger) erhalten eine Haus schlachtungsgenehmigung nur dann, wenn sie die zur Schlachtung bestimmten Tiere eine angemessene Zeit Schweine mindestens 3 Monate, selbst gehalten und ge mästet und außerdem in den Hausschlachtungsjahren 1938/39. 1939/40. 1940/41 und 1941/42 bereits die gleich Zahl von Hausschlachtungen vorgenommen haben. In in den genannten Hausschlachtungsjahren eine Hausschlachtung nicht oder nur eine kleinere Zahl von Hausschlachtungen erfolgt, so kann eine Ausnahmegenehmi gung dann gegeben werden, wenn die Tiere die vor geschriebene Zeit selbst gehalten und mit Futtermittel gemästet wurden, die dem Antragsteller ohne Zu sehen, die als Abfälle gesammelt oder als Entgelt für geleistete Arbeit in der Landwirtschaft erworben wur den, wenn sich die geleistete Arbeit in der Landwirt. schaft während des Kalenderjahres 1942 über minde stens 50 volle Arbeitstage erstreckte. Arbeitern, die ein Futtermittelbedarfes selbst gewonnen werden kann können ferner Hausschlachtungsgenehmigungen für Neutere Ausnahmegenehmigungen für nichtlandw. Selbstversorger können aus noch so einleuchtenden Billigkeitsgründen im Hinblick auf die notwendige Sicherung der Futterselbst Schweine, Rinder, Kälber und Schafe halten mästen, für den Abgebenden keinen Anspruch auf Ausnahmegenehmigungen sind gibt auch die Antragsvordrucke aus. 7. oder im Haushalt hauptberuflich tätig sind, Ge Unser Geschäft bleibt mit behördlicher Genehmigung vom 31. Aug. bis einschl. 27. September geschlossen. Damen- u. HerrenSalon Twistel, Bad Salzuflen. Blomberg. Vom 24. August bis einschl. 5. September bleibt mein Geschäft mit behördl. Genehmigung geschlossen. Heinrich Schwarze, Uhren, Gold- u. Silberwaren, Optik, Photo, Blomberg. Mein Geschäft ist vom 24. August bis 5. September mit behördlicher Genehmigung geschlossen. Frau E. Hölting, Horn, AdolfHitler-Straße 26. Sofort lieferbar! Haustrauen! Jetst alles selbst zuschnelden nach allen Modeheften mit Schnittbogen! Alle Schnitte für groß und klein bis zur starken Figur, stets genau passend, selbst anfertigen! 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Die Anrech= nung aus Hausschlachtungen des Hausschlachtungs jahres 1942/43 soll bei allen Selbstversorgern nicht über den 14. November 1943 hinaus erfolgen, d. b. es sol nur so viel eingeschlachtet werden, daß die Versorgung der Selbstversorgergemeinschaft bis zum 14. Novembei 1943 gesichert ist. 13. Die Regelung unter Zisser 11 viele halbe Schweine auf einmal anfallen, haben die Hausschlachtenden, die ein halbes Schwein abgeben müssen, möglichst 4 Wochen vor der Schlachtung der Kartenausgabestelle von dem Schlachttermin Mitteilung zu machen, dami. die Abnahme der halben Schwein keine Schwierigkeiten bereitet. FleischberechtigungsKartenausgabestelle für einzelne Angehörige ausgegeben werden, wenn das Ende des Versorgungs zeitraumes infolge Abgabe mindestens eines halber schlachtungen ist verboten. Tausch steht dem Kauf gleich. Ausnahmegenehmigungen erteilen die Ernährungs ämter. 17. Bei Vernichtung oder Abbandenkommen der noch vorbandenen Vorräte aus einer Hausschlachtung kann eine weitere Hausschlachtungsgenehmigung oder die vorzeitige Ausgabe von Fleisch= und Fettkarten nur dann bewilligt werden, wenn Vernichtung oder Abban denkommen unverschuldet und auf außergewöhnliche Ereignisse zurückzuführen sind(z. B. Feuer, Diebstahl usw.). Die Folgen eigenen Verschuldens, also auch von Babrlässigkeit, hat der Betrosfene in jedem Hall selbst zu tragen. Bei der Prüfung dieser Voraussetzungen wird ein strenger Maßstab angelegt. Bei Verderb wird grundsätzlich Fabrlässigkeit angenommen. Den Nachweis, daß der Verlust auf außergewöhnliche Umstände kauführen in, hat in jedem Hasl der Antragsteller zu führen. 18. Zuwiderhandlungen gegen die Voren der eingaugl erwäbnte 31. Mai 1942 werden nach den gellenden Bestimmungen bestraft. Die Erzeugnisse, die aus einer nach diesen Erlassen verbotenen Hausschlachtung gewonnen worden sind, können nach den Vorschriften der Verordnung über Strafen und Strafverfahren bei Zuwiderhandlungen gegen Vorschriften aus dem Gebiet der Bewirtschaftung bezugsbeschränkter Erzeugnisse(Verbrauchsregelungs=Strafverordnung vom 26. November 1941— RGBI. I S. 734) eingezogen werden. Bei Hausschlachtungen, deren Genehmigung durch salsche oder unvollständige Angaben des Antragstellers herbeigeführt worden ist, kann das Ernährungsamt die gewonnenen tierischen Erzeugnisse gemäß 8 7 Abs. 2 der Verordnung über die öffentliche Bewirtschaftung von Tieren und tiertschen Erzeugnissen vom 7. September 1939(RGBI. I S. 1714) zugunsten der Hauptvereinigung der Deutschen Viehwirtschaft—. Geschäftsabteilung— für verfallen erklären: eine erschlichene Genehmigung kann nicht als rechtsgültige Genehmigung im Sinne des§ 7 Abs. 2 angesehen werden. Detmold Brake i. L., den 8. August 1942. Die Landräte, Ernährungsämter Abt. B. Alieres sucht für sei nen gepflegten Haushalt 4—5 Zimmer-Wohn., Küche, Bed, in guter Lage mit allen neuzeitl. Bequemlichkeit. Angebote unter Nr. 00889 an d. Lipp. Staatazig., Geschäftast. Bad Salzuflen. Pens. Beamter sucht 4-ZimmerWohnung in ländl. Gegend mit kl. Garten, evtl. Wohnungstausch in Essen. Umzug sof. od. später. H. Wisseh. Essen-Stadtwald, Gen.-Ludendorff-Str. 37. Helligenkirchen: 10 Uhr Gottesdienst(Schulanfänger). Bad Salzuflen. Luth. Gem.: 10 Uhr Gottesdienst(P.Tietz), 11.30 Uhr Kindergottesd. Freitag, 20 Uhr Bibelstunde. Lockhausen: 9 Uhr Gottesdienst, 11.30 Uhr Kindergottesdienst. VERANSTALTUNGEN Kurtheater Bad Salzuflen. Dienstag, 25. August, 20 Uhr:„Hilde und die 4 PS“, Lustapiel von Kurt Sellnick. Lippisches Landestheater. Heute, Sonntag. 19.30 Uhr:„Flitterwochen“, Lustspiel von Paul Helwig. Bad Meinberg. Veranstaltungsfolge: Sonntag, 23. August, nachmittags u. abends: Sonderblaskonserte der Kapelle Baule(Lemgo). Montag, 24. August, 20.15 Uhr, in der Wandelhalle: Belistenkonsert(Lieder. Arien und Duette). Margarete Eilers, Dortmund(Sopran), Kurt Lange, Opernhaus Düsseldorf(Bariton), Günther Schulz. Berlin(am Flügel). Freitag, 26. August, abends 20.15 Uhr, in der Wandelhalle: Vortrag des bekannten Flamenführers Prof. Dr. Marc. Breyne, Universität Berlin:„Das wahre Gesicht Englands“(mit Lichtbildern). Voranzeise: Montag, 31. August: Sollstenkonsert, Violin- u. Liederabend in der Wandelhalle. Ausführende: Kurt Richter(Violine), Hilde Völker(So pran), Graf Wesdehlen(Klavier). Freitag, 4. September, 9. Gastapiel des Lippischen Landestheater: Detmold:„Hllde und die 4 PS“. Sonntag, 5. September, nachm. u. abends: Blaskonserte der Kapelle Baule(Lemgo). VERSCHIEDENES Ziegen-Verstelgerung Mittwoch, 26. Aug., 11 Uhr, auf dem Grundstück des Kaufmanns Ostmann, Lage, Lange Straße 51, Richtung Bielefeld. Es kommen etwa 200 Jungböcke, Mutterlämmer u. Milchziegen zur Versteigerung. Auftrieb zur Sonderkörung 7 bis 8 Uhr. 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Vom Reichostatthalter in Lippe und SchaumburgLippe— Landesregierung Livve— Preisüberwachungsstelle— wird uns folgendes mitgeteilt: wiederholter Verstöße gegen preisregelnde isten wurde in letzter Zeit eine Obst= und Gemüsehandlung geschlossen und dem Betriebsführer jede Tätigkeit im Obst= und Gemüsehandel unter Gemüsehand In den Monaten Apxil, Mai, Juni und Juli 1942 wurden von der Preisüberwachungsstelle und den nachgeordneten Preisbehörden außerdem neben zahlreichen Verwarnungen und Ordnungsstrafen unter 100R M. die nachfolgenden Ordnungsstrafen von 100 RM. und mehr verhängt. Einige der erlassenen Ordnungsstrafbescheide sind noch nicht rechtskräftig geworden. 1. Wegen Verstoßer gegen Preisvorschriften für die holzverarbeitende Industrie und den Möbelhandel in 5 Fällen Ordnungsstrafen von 1000 bis 150 000 Reichsmark. 2. Wegen Verkaufs von Pferden zu überhöhten Preisen in vier Fällen Ordnungsstrafen von 100, 7 500, 17 500 und 35 000 RM. 3. Wegen Ueberschreitung der Handelespanne beim Verkauf von Pferden in zwei Fällen 100 und 200 RM. 4. Wegen überhöhter Preise für Photokarten in einem Falle eine Ordnungsstrafe von 1000 RM. 5. Wegen überhöhter Preise für Wurstwaren in drei Fällen Ordnungsstrafen von 100 bis 1000 RM. 6. Wegen überhöhter Preise für Spinnstoffwaren in sechs Fällen eine Ordnungostrafe von 100 bis 1000 RM. 7. Wegen unzulässiger Mietpreiserhöhung in zwei Fällen eine Ordnungsstrafe von je 100 RM. 8. Wegen überhöhter Preise für Vonbons. Wein Spixituosen, Bohnenkaffee, Zitronensprudel, Apfel in sechs Fällen Ordnungsstrafen von 100 bis 500 RM. 9. Wegen überhöhter Preise für Kohlen in einem Falle eine Ordnungostrafe von 150 RM. 10. Wegen überhöhter Preise für Blumen in einem Falle eine Ordnungsstrafe von 300 RM. 11. Wegen überhöhter Preise für Schlachtziegen in einem Falle eine Ordnungsstrafe von 150 RM. 12. Wegen überhöhter Preise für gebrauchte Anzüge in einem Falle eine Ordnungsstrafe von 100 RM. 13. Wegen überhöhter Preise für Gemüse(Spargel und dergleichen) in drei Fällen Ordnungsstrafen von 100 bis 150 RM. 14. Wegen überhöhter Speisenpreise in Gaststätten in einem Falle eine Ordnungsstrafe von 500 RM. Mimmmmmm Unsere Glückwunschecke Auf das hohe Alter von 89 Jahren kann am Sonntag Frau Witwe Pauline Ubden. geb. Graupner, Bad Salzuflen, Moltkestraße 6a, zurückblicken; das 85. Lebensjahr erreicht Adolf Weege, wohnhaft in Lockhausen Nr. 109; 80 Jahre alt werden der Zimmermeister Heinrich Krußner, wohnhaft in Bavenhausen, und Frau Karoline Prüßner, geb. Koch, Bad Salzuflen, Ahornstraße 102; ferner wurde der Direktor i. R. Hugo Nöhr, Bad Salzuflen, Stauteichstraße 17, am Sonnabend 75 Jahre alt: außerdem vollendet am Sonntag Fräulein Berta Beining, Detmold, Wallgraben 3, ihr 70. Lebensjahr. Wir gratulieren! Mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet. Für besonders tapferen Einsatz vor dem Feinde en der Hauptmann und Hauptsturmführer der## Karl Bracht aus Lemgo und der Gefreite Hans Vaas aus Heidenoldendorf mit dem Eisernen Kreuz 1. Klasse ausgezeichnet; ferner erhielten das Eiserne Kreuz 2. Klasse der Hauptseldwebel Gustap Krumme aus Heiden und der Gefreite Willi Siekmann aus Bredaerbruch. Unsere herzlichsten Glückwünsche! Als der lange Sonderzug des Gaues Westfalen=Nord zu den Bayreuther Kriegofestspielen 1942 nach der nächtichen Fahrt durch thüringisches und fränkisches Land sich einem Ziele näherte und im dellen Morgenlicht eines chönen Sommertages der schmucklose rote Bau des Festpielhauses auf dem grünen Hügel sichtbar wurde, fühlte wohl jeder der 675 nordwestfälischen Rüstungsarbeiter, Rüstungsarbeiterinnen und Soldaten, die als Gäste des Führers nun Bayreuth erleben sollten, unbewußt die WahrMancherlei besonders enge Beziehungen verbinden Detmold und Bayreuth, feste Fäden, die nun nur noch enger geschlungen wurden. Dieser Verbindungen gedachte auch der Oderbürgermeister von Bayreuth, Dr. Kempfler, der es sich nicht nehmen ließ, die Gäste aus dem Gau Westfalen=Nord am Morgen des Aufführungstages in der Ludwig=Siebert=Halle zu begrüßen. Er sprach dankbar von der Arbeit der Richard=Wagner=Schule und den RichardWagner=Wochen in Detmold, die alljährlich Tausende auf Vom Vorort von Bayreuth zum grünen Hügel 675 nordwestfällsche Arbeiter und Soldaten als Gäste des Führers in der Stadt Richard Wagners der Wechselgesang der Matrosen Dalands und der düsteren Holländer=Mannschaft zu einem grausigen Spuk steigert! Die musikalische Leitung war dem Generalmusikdirektor Richard Kraus(Halle a. S.) anvertraut, der seit einer Reihe von Jahren in der Regieassistenz bei den Bühnenfestspielen mit dem Wesen der Bayreuther Aufführungen aufs kuinigste vertraut geworden ist und nunmehr zum ersten Male eine große verantwortungsvolle Aufgabe mit straffer Hand löste. Kraus— übrigens ein Sohn des großen Heldentenors Ernst Kraus— dürfte nach dieser Leistung wohl noch häufiger von sich reden machen. Die Titelpartie sang Rudolf Bockelmann, den Besuchern der diesjährigen Detmolder Wagner=Tage als machtvoller Heexvater in der „Walküre" aufs beste bekannt. Auch in der weiteren Besetzung hörte man Stimmen, die auch in Detmold bereits erklungen sind, so Josef von Manowarda als biederen Daland., Maria Müller als ergreifende Senta und Erich Zimmermann als vorbildlich deklamierenden Steuermann. Der Schwede Set Svanholm fügte sich als jugendlicher Erik vorzüglich in dieses ausgezeichnete Ensemble ein. Die prachtvoll singenden Chöre betreute Gerhard Steeger. Dem Bühnenbild von Professor Emil Preetorius eignete packende Wirkung, die alle Möglichkeiten der riesigen Bayreuther Bühne ausschöpfte. Neben diesem Höhepunkt der Bayreuther Tage bot sich hinreichend Gelegenheit, die Sehenswürdigkeiten der Stadt und ihrer anmutigen Umgebung kennenzulernen. Wir weilten am Grabe des Meisters im Garten der Villa Wahnfried, wir besuchten die Richard=Wagner=Gedenkstätte, wo uns ihre Schöpferin und Betreuerin, Helena Wallem, willkommen hieß und uns ihre in langjähriger, unverdrossener Arbeit gesammelten wertvollen Schätze zeigte, wir standen an den Gräbern von Franz Liszt, Siegfried Wagner, Hans Schemm und Houston Stewart Chamberlain, dem Seher des Dritten Reiches, und gedachten seines schönen Wortes:„Die Sonne meines Lebens war und ist Richard Wagner. Er schenkte wir den archimedischen Standpunkt im Raum, er schenkte meinen Augen das gestaltende Licht, meinem Herzen die treibende Wärme.“ Unweit von Chamberlains Grab befindet sich die letzte Ruhestätte Hans Richters, der als erster Festspieldirigent in der Geschichte Bayreuths weiterlebt, und auch der große, efeuumrankte Granitblock, der das Grab Jean Pauls deckt, wurde nicht überUeberflüssig zu sagen, daß wir auch einen echten„EulenAbend“ in der weltbekannten, unscheinbaren Künstlerkneipe verbrachten, die während der Festspiele der Mittelpunkt eines fröhlichen Lebens und Treibens ist. Auch hier befand sich Oberburgermeister Dr. Kempfler in„drangvoll fürchterlicher Enge“ mitten unter den Nordwestfalen, die in die alten Räume, in denen viele hundert Bilder von Vergangenheit und Gegenwart der Bühnenfestspiele künden, mit Solound Chorgesang echte Eulenstimmung trugen. Als wir die gastliche Stadt verließen, begleitet von den Abschiedsklängen eines Musikkorps der Wehrmacht, begegnete unserem ausfahrenden Sonderzug bereits ein neuer Sonderzug mit Festspielgästen aus dem Nordosten des Reiches. Ostpreußen waren es, die jubelnd an uns vorüberfuhren, erlebnisreichen Tagen entgegen. So weilten in diesen Sommerwochen Männer und Frauen aus allen deutschen Gauen in Bayreuth. Sie alle waren Gäste des Fuhrers! Erich Meinhard. Im Kriege erst recht Kraft durch Freude Zu den Voraussetzungen des Sieges im gegenwärtigen Kampf gehört mit, daß unsere Nerven stark und unsere Kräfte elastisch bleiben. Deshalb ist die kulturelle Betreuung der Schaffenden auch im Kriege von äußerster Wichtigkeit. Im härtesten Kriege darf die Muse nicht schweigen, sondern erst recht von den großen, zeitlosen Werten unseres Lebens künden, um die es letzten Endes geht. Aus diesem Grunde lautet die Parole der Deutschen Arbeitsfront, Abteilung RS.=Gemeinschaft„Kraft durch Freude“, auch im Kriege Theater,„auch im Kriege Kino, Konzerte, Kunstausstellungen, leichtere, heitere Muse. Auch im Kriege Lustspiel, Frohsinn, wie sportliches Training und sportlicher durch FrDas Holländer-Motiv, gespielt von einem Fanfarenzug der Wehrmacht, ruft die letzten Gäste in das Festspielhaus. Aufnahmen: Archiv(). Hagemann(1) eit von Richard Wagners eigenem Ausspruch, daß sein estspielhaus„als ein Mahnzeichen in die deutsche Welt hineinragt“.„Die deutsche Welt“— das war es, was diesen Tagen ihren unvergeßlichen, tiefen Sinn verlieh. Nicht mehr wie ehedem glich die alte Markgrafenstadt einem turbulenten Ameisenhausen internationaler Provenienz, nicht mehr wie einst jagte die unabsehbare Autokolonne mit den Mond-Aufgang 18.26 □ Mond-Untergang Das Festspielhaus auf dem grünen Hügel. Kennzeichen aller Herren Länder die breite Auffahrtstraße zum Festspielhaus hinan, sondern deutsche Menschen, deutsche Arbeiter und deutsche Soldaten, wanderten durch die festlich geschmückten, freundlichen Straßen Bayreuths und gingen, hoher Erwartung voll, hinauf zum Festspielhaus. Für sie hatte Wagner einst sein unvergängliches Werk geschaffen, ihnen erschloß sich in diesen herrlichen Tagen das Geheimnis von Bayreuth m seiner ganzen Größe und Bedeutung. Dieses Geheimnis, einst für die Kommenden niedergelegt, enthüllt sich erst heute in seiner vollen politischen und künstlerischen Tiefe, erschlossen durch die geniale Tat Adolf Hitlers. Ueber den äußeren Ablauf jener Tage, deren auch zahlreiche Volksgenossen aus dem Kreise Lippe teilhaftig wurden, ist an dieser Stelle schon kürzlich berichtet worden, und wenig bleibt noch nachzutragen. das Bayreuther Erleben vorbereiten. Mit den Westfalen waren an diesem Tage auch die Sudetendeutschen dort versammelt, die in den schweren Jahren des Kampfes um ihre völkische Freiheit so pft nach Bayreuth geeilt waren, um hier ihren Führer zu seben und ihm zuzujubeln. Auch ihnen galten warmherzige Worte des Oberbürgermeisters. Dann sprach Otto Daube, der auch in diesem Jahre wieder die Einführungsvorträge zu den einzelnen Aufführungen hielt. Starker Beifall der vielen Hunderte, die die riesige Halle bis auf den letzten Platz füllten, begrüßte den Reichsbundesführer des Bayreuther Bundes und Leiter der Richard=Wagner=Schule, der wie kein anderer berufen ist, aufnahmedereite deutsche Menschen der schaffenden Arbeit in die Wagnersche Ideenwelt einzuführen. Fernab jeder trockenen Zergliederung, gab er eine in ihrer prägnanten Kürze wie in der vollrommenen Beherrschung des großartigen Stoffes meisterliche Einstimmung in die aufwühlende Ballade vom Fliegenden Holländer, die wir dann am Nachmittag dieses Tages im Festspielhaus erlebten. Die pausenlose Aufführung verdichtete in der Inszenierung von Heinz Tietien die Ballade zu unerhörter Wucht und Eindruckskraft, aus der der Chor der Spinnerinnen und der Sang der Matrosen als volkstümliche Elemente herausragten. Unheimlich, wenn im letzten Bild sich Das Grab des Meisters im Garten von Haus Wahnfried. Wettkampf und auch im Kriege erst recht„Kraft durch Freude“. Nicht um eines wahllosen Genusses wegen, sondern um uns als kämpfendes Volk zu freuen und zu stärken zu neuer Tat; denn starke Herzen sind die Seele jeder Front. Wir begrüßen es, daß viele Betriebsführer den Gefolgschaftsmitgliedern den Besuch des Veranstaltungsringes für das Winterhalbjahr finanziell erleichtern helfen. Der Veranstaltungsplan ist beim Betriebs=KdF.=Wart einzusehen und liegt, in der Kreisdienststelle„Kraft durch Freude" zur Einsichtnahme aus. Müller Kreisobmann der DAF. Heil Hitler! Wedderwille Kreisleiter. Aus der Chronik Die Lemgoer Ritter und Bürger Diabolus Ein häufig geübter Gebrauch war es im Mittelalter, den Familiennamen zu latinisieren. Davon machten auch Angehörige der Lemgoer Familie Düvel Gebrauch, von denen einige als Lemgoer Bürger und Ritter bezeichnet werden. In Akten aus dem Jahre 1282 über eine Güterübertragung im Dorfe Röntorf im Amt Hohenhausen finden wir schon einen Herbert Diabolus, der also seinen Namen Düvel ins Lateinische übersetzt hatte. 1307 wird ein Rembert oder Reinbert Düvel erwähnt als Provisor des Lemgoer Klosters. Sein Bruder, Ritter Herbord Düvel, tritt 1319 als Bürge in einer Schuldsache des Bernhard von Ravensberg auf und erwirbt vom Mindener Edelvogt Widekind vom Berge Besitz in Erder, hat auch Güter in Langenholzhausen und Hellinghausen, die an die Ritter von Kalldorf zu Lehn gehen. Die Brüder Friedrich und Rembart Düvel beteiligen sich in den Jahren 1375 und 1394 an Fehden, wobei dem Rembart aufgegeben wird, wenn er des Friedens gereue, er denselben auf dem Schlosse zu Brake acht Tage vorher kündigen müsse. Friedrich gibt dem Knappen Boldwin von Varenholz Ländereien„unter dem Osterholte" zwischen Erder und Varenholz in Pfand. 1429 sind mehrere Ritter, darunter Herberd de Düvel, dem Edelherrn Simon IV. zur Lippe und den Städten Herford und Lemgo 900 Fl. schuldig und geloben eidlich, die Schuld auf der „Wessele“ zu Herford oder Lemgo zu zahlen. Auf einem Lehnstage zu Blomberg im Jahre 1407 findet durch Bernhard zur Lippe eine Neubelehnung an Lüdeke Düvel, Bürger zu Lemgo, statt, und zwar von 19 Stück Land vor dem Spiegelberg bei Lemgo als Erbmannslehn. 1480 wird eine Rente aus dem Eichmannschen Hofe zu Dahlentrup an den Lemgoer Kirchherrn Johann Düvel verkauft. Neue Belehnungen erhält auf einem Lehnstage zu Brace im Jahre 1476 der Heinrich Düvel, Bürger zu Lemgo, der noch einder Stadt Lemgo — Das Armenhaus St. Loyen zu Lemgo mal 1507 erwähnt wird; einige Zeit darauf scheint diese alte Lemgoer Familie ausgeworden zu sein. * Das Armenhaus St. Loven, das vor zwei Jahren mit den anderen alten Lemgoer Stiftungen vereinigt wurde, tritt zum ersten Male in einer Urkunde vom Jahre 1455 auf, deren Original sich im Lemgoer Stadtarchiv befindet. Darin heißt es: Henke der Wegener und Hermann Zimmermann, Dechen der armen Leute in Sünte Loyen Heiligengeist zu Lemgo, verkaufen dem Bürger Heinrich dem Klöpper eine Rente aus der armen Leute sämtlichen Renten und Gute. Nach des Käufers Tode sollen u. a. den armen Leuten 7 Schilling zufallen, und die Dechen sollen an den vier Hohen Zeiten, zu Weihnachten, Ostern, Pfingsten und U. L. F. Würzmesse einen„drepliken Potharst“ von grobem Fleische kaufen und unter die armen Leute gleich verteilen. Ueber die Stiftung dieses Armenhauses St. Loyen selbst ist nichts weiter bekannt; dagegen kann die Stelle, auf der es gestanden, bestimmt werden. In einem Schriftstück des Nates der Stadt Lemgo vom Jahre 1519 wird gesagt, daß das Haus des Drostes Reineke de Wend auf der Altstadt neben seinem Hofe an der Mittelstraße, auf dem„Orde“ gegen den Heiligengeist zu Sünte Loyen belegen war. Im Jahre 1564 gestattete Graf Simon VI. der Stadt Lemgo, sowohl die Armen zu St. Loyen als auch die vom Heiligengeist=Hospital bei dem Fleischscharren auf der Neustadt in dem ehemaligen Franziskanerkloster unterzubringen, dessen Mönche nach der Resormation(1561) das Kloster verlassen hatten. Der in Lippe sonst nicht vorkommende Name St. Loyen ist auf den h. Eligius zurückzuführen(französisch St. Eloy), was sich aus dem Klosterspiegel ergibt. In einem alten Kalender in der Landesbibliothek ist der h. Eligius an seinem Ramenotag(1. Dezember) als„Sünte Loy“ eingetragen. Dieser Eligius war Goldschmied und Münzmeister, starb 1659 als Bischof von Noyon in Frankreich und war Patron der Goldschmiede. Wie der französische Goldschmiedebeschützer in Verbindung mit den Lemgoer armen Leuten kam, ist nicht aufgeklärt. Beide passen eigentlich nicht so recht zusammen, wenigstens nicht auf den ersten Blick; blättert man aber in alten Urkunden weiter, dann ändert sich das Bild. Die Goldschmiede waren in der alten, reichen Hansestadt gut vertreten und spielten keine geringe Rolle, waren auch offenbar recht vermögend, wie aus alten Aufzeichnungen hervorgeht. Leicht möglich, daß sie das Armenhaus gründeten und ihm den Namen ihres eigenen Schutzpatrons St. Loyen beilegten. — w. b.— Die beiden Lippsken Die Munitionskolonne bog von der Vormarschstraße in einen Seitenweg ab. Weit auseinandergezogen fuhren die Wagen in den Schatten der Bauernkaten und der wenigen Bäume, die sie vor der stechenden Mittagssonne und vor Fliegersicht schützten. Die Fahrer sprangen von ihren Böcken, zäumten die Pferde ab und warfen ihnen einen Zopf Heu vor. Erst dann dachten sie an sich selbst. „Karo enfach modd eck wier ierden!“ rief Hinnerk von den Pferden vorn dem Willem zu, der am Wagen hantierte. „Smuid mui doch moll muinen Broutbuül und den Kaffeebuddel runner!“ Willem reichte ihm beides. Sie ließen sich im Grase nieder. Er war Hinnerks Beifahrer, gutmütig und immer die Ruhe behaltend. Fluchte Hinnerk manchmal zuviel, da er wegen jeder unpassenden Kleinigkeit suchsteufels: wild werden konnte, schaute ihn Willem von unten herauf mit einem lachenden Augenzwinkern an, und komisch, Hinnerk wurde ruhig, bis eben zum nächsten Anlaß. Sie waren unzertrennlich. Wo der Hinnerk ging, war auch der Willem nie weit. Aber das tag wohl in erster Linie, neben ihrer gegenseitigen Ergänzung, an der gemeinsamen Heimat. Waren sie mal durch einen Befehl für einige Tage voneinander getrennt, liefen sie gedrückt und unzufrieden herum, als fehle ihnen etwas. Der Kompanieführer hatte das wohl bald erkannt und ließ sie, wenn eben möglich, beisammen. Denn für ihn und für die beiden anhänglichen Freunde sprang mehr dabei heraus. Abends, wenn die Pferde versorgt waren, und die Kameraden an ihre Wagen gelehnt herumstanden, und das Geschehen des sinkenden Tages überdachten, holte Hinnerk sexe Mundhermonikta dervor und enllocke ihr manch önes Lied. Die Kameraden kamen heran und summten mit. Ab und zu kam es auch vor, daß sie voll einfielen. Es war das stille Stündchen, das der Hinnerk da heraufzauberte. Und wenn er als Abschluß das Lied seiner Heimat spielte, fiel als erster der Willem ein, und laut klang es dann durch das ukrainische Dorf oder unter den Bäumen der Wagenburg:„Lippe Detmold, eine wunderschöne Stadt...“ Hinerk blies begeistert und schön. Seine Augen trafen auf Willem und beide schauten über die anderen hinweg ins Weite. Mochten sich ihre Blicke bei den Sternen treffen mit denen, die ihrer daheim gedachten. Das waren Hinnerk und Willem. In der Kompanie nur „Die beiden Livpsken“ genannt. So saßen sie zusammen im Gras.„Datt eck Dös auk just vandage muine Wurstpotsjuonen vochierten modd, wo'ck son grouten Hunger häw“, fluchte Hinnerk wieder drauflos und kaute an seinem„Karo einfach".„Eck leiwe, eck modden Dui doch twiefach maken, Hinnerk, süß lach'se mui no out, wenn'ak dui segge, datt eck, de en duinen Oaugen akurode Willem, vandage muinen Kaffeebuddel liggen loden häwwe.“—„Ja, do häw wui us sou nichs votosmuiden“, sprach Hinnerk,„un Votderhand mür wui no bierder unpenanner kuiken.“ „Die beiven Lippsker zum Leutnant!“ ging der Befehl durch die Wagenreihen. Hinnerk und Willem sprangen auf und gingen nach vorn zum Kopanieführer.„Ihr beiden bringt nachher beim Dunkelwerden zu dem X. Bataillon die angeforderte Munition. Es liegt sehr schlecht erreichbar in sumpfigen Wiesen und vor allen Dingen treiben sich in seinem Rücken noch versprengte Sowjets herum. Das Bataillon hat kaum noch bis zum Abend Munition. Ich traue euch beiden diesen nicht leichten Auftrag zu.— Ihr schafft es doch?“ „Jawohl, Herr Leutnant!“ Freudestrahlend, daß von ihnen mal wieder etwas mehr verlangt wird und in der Genugtuung, daß ihr festes Band der Freundschaft Anerkennung fand, gingen sie wieder zum Wagen und unter allerlei Snak klopften sie die Hälse ihrer Pferde. Beim Aufsitzen nach der Rast sprach Hinnerk:„Wui frögge eck mui, Willem, da'ck dui an muiner Suite häwwe un vo ollem, dou bis en düssem Drecklanne’n echten Lippsken blieben". Willems Augen leuchteten.„Jou, un datt wusck de seggen, dou bis bui duiner Brätspurgkeit doch ümmer de Hinnerk vanne Birkenhain, un duin Tüddag wäark dui auk no outdrieben." Gefr. herbert Niekamp. * aus der heil angee.. boben, mit eiter Streit schon viel Anun, wenn, wie wir Detwold oft gesehen gechelte: wick Bir vor dem Reichogericht zur hatte auf dem gang eingebüßt, zsgetingenen von einem 12jährigen Kameraden mit einer rechten Auge das weil er bei einem mit Ste Steinschleuder verletzt worden war. Der Vater des verletzten Jungen verlangte außer Ersatz des entstandenen und noch entstehenden Schadens 5 000 RM. Schmerzensge9d. Im Gegensotz zum Oberlandesgericht Düsseldorf, Im auf eine Te#g. Reichogericht der Klage dem Umsange statt. Es stand fest, schleuder benutzende Junge, der im lichkeit der S#### anderei Gegensatz zum Oberlandesgericht ine Teigung des Schadens erkannt, gab das *:— ven Grunde nach in vollem der die Steinübrigen die Gefährgedroht hatte, dem ren Jungen eine auszuwischen. Damit war eren, daß er seinen Gegner treffen und verletzen wollte, also vorsätzlich handelte. Vorsatz des Schädigers schließt aber die Annahme eines mitwi schuldens durch Fahrlässigkeit des Gesch § 254, Abs. 1 B6B. aus.(Der Verletzte Steinwürfen keine Deckung gesucht.) Das werden. irkenden VerGeschädigten nach hatte vor den Reichogericht der um ein durch Kinder angerichtet Kinder= und Ausbildungsbeihilfen für Familien Gefallener und Vermißter. Jur Klarstellung wird vom Reichsfinazministerium darauf hingewiseen, daß die Ehefrau eines Haushaltsvorstandes, der gefallen oder bei besonderem Einsatz oder durch Feindeinwirkung verstorben ist, Kinderbeihilfen bereits für das erste und jedes weitere Kind vom Sterbemonat ab erhalten kann. Das gleiche gilt für die vom Reich gewährte Ausbildungsbeihilfe. Bei Kriegovermißten wird wie folgt verfahren: Ein Kriegsvermißter gilt als verschollen, wenn binnen drei Monaten seit dem Zeitpunkt des Vermißtseins keine Nachricht darüber eingegangen ist, daß er noch lebt. Die Ehefrau eines Haushaltovorstandes aber, der vermißt wird und als verschollen gilt, oder dessen Tod festgestellt wird, kann Kinderbeihilfe und Ausbildungsbeihilfe des Reiches bereits für das erste und jedes weitere Kind vom Monat ab erhalten, in dem s Vermißtsein eingetreten ist. Die näheren Einzelheiten sind bei dem seweils zuständigen Finanzamt zu erfragen. em Meidebuch der Polizel. In der Zeit vom 14. August bis 20. August 1942 wurden im Bereich der Schutzpolizei Detmold folgende Vorgänge registriert: Zur Anzeige gelangten: zwei Perdie die Fenster ihrer Wohnräume zur Nachtzeit nicht verdunkelt hatten, ein Hundehalter, der seinen Hund ohne Steuermarke frei umherlaufen ließ. In Polizeigewahrsam wurden drei Personen genommen. Außerdem mußten wegen der verschiedensten Uebertretungen 73 Personen gebührenpflichtig verwarnt werden, davon 51 wegen Uebertretung der Straßenverkehrsordnung, 17 wegen leichter Verstöße gegen die Verdunkelungsvorschriften, drei wegen leichter Verstöße gegen die Gewerbevorschriften und zwei wegen nicht genügender Auszeichnung der Ware im Schausenster. Spendet Lesesteff für die Verwundeten! Die Ortsgruppe Detmold der RSV. hat am Eingang des Rathauses, in den Schalterräumen der Reichspost und im Bahnhofsgebäude Sammelurnen zum Einwurf von Lesestoff für unsere verwundeten Soldaten aufgestellt. An die Bevölkerung der Landeshauptstadt ergeht die Bitte, gelesene illustrierte Zeitschriften, Zeitungen und Kurzromane in die Urnen zu werEs wäre erfneulich, wenn die der in der Stadt weilenden Fremden von dieser neuen Einrichtung regen Gebrauch machen würde. Tennisturnier im Palaisgarten. Die Tennisvereine von Detmold, Lage und Barntrup veranstalten am Sonntag im Palaisgarten ein Turnier. Es kommen sowohl Einzelkämpfe als auch gemischte Doppel zum Austrag. Das Tumier bringt interessante Begnungen. Es beginnt vormittags 8.30 Uhr und nimmt den ganzen Tag in Anspruch. Lippisches Landestheater.„Flitterwochen“, das bestrikkende, amüsante Lustspiel von Paul Helwig, geht am Sonntag unter der Spielleitung von Richard Beron in Szene. Hauptrollen: Ruth Estlinbaum, Erika Gerheim, Else Hähnel, Adolf Kreutler, Georg Vorn. „Einsatzbereit zu jeder Zeil!“ Unter diesem Leitwort setzen sich die hiesigen Frauen der NS.=Frauenschaft und des Deutschen Frauenwerks ein, wenn es gilt, Hilfe für die Ernähtung unseres Volkes zu leisten. Sei es durch Einkochen von Gemüsekonserven oder durch tatkräftige Einatzbereitschaft während der Ernte. Freiwillige Helferinnen tellten sich auch diese Woche wieder zur Verfügung, indem ie den Landwirten in der näheren Umgebung bei der Flachsernte helfen. Aber auch Frauen, die nicht den Orjanisationen angehören, helfen täglich in der Landwirtchaft und tragen dadurch zur Ernährung unseres Volker und des Endsieges bei Unglücksfall. Ein Unglücksfall, der weit schlimmere gen hätte haben können, ereignete sich auf der Bah traße. Das dreijährige Söhnchen eines hiesigen Kohlenhändlers lief im unbeachteten Augenblick vor das seines Vaters, der allerdings den Kleinen nicht bemerkt atte. Der Kleine geriet unter das Auto, wurde zum lück jedoch nur leicht verletzt. Attertei aus Bad Salzusten Traurigkeit, Größe: immer fühlen wir, daß Worte unzulänglich sind. Nach der Wiedergabe durch das Solzusler Kurorchester unter Siovers oynamischem Hauch aber wissen Arigicpte in Bad Solzusten. Wet, boß 50 Lippische Badeverwaltung eine glückliche Hand in der Auswahl der Solisten und Gastdirigenten für Bad Salzuflen zeigt. Walter Stöver wird näch dem Donnerstagabend unvergeßlich bleiden. Man muß auf die Zeiten zurückgreisen, Jochum der Jüngere im Kurtheater Beifallsstürme entfachte, um einen Vergleich ziehen zu können, der, in Anbetracht der Zeitumstände, sehr zugunsten Stövers ausfällt; denn was er, besonders in Beethovens Fünfter, aus dem verhältnismäßig kleinen Klangkörper hervorzauberte, war sicher unglaublich. Bin ihm ging, Musiker wie Zuhörer gleich fühlbar, ein seolischer Ansporn aus, der auf geschmeidigere Art dem sein empfindsamen Orchester seinen Willen aufzwang. Wenn Dirigent sein bedeutet, sich bis zum letzten sanatisch einzusetzen für einen Meister, dann ist Stöver der Vollblutdirigent von ungewöhnlicher Prägung. Wir haben in ihm den geistigen Tonschöpfer vor uns, dessen Ausdrucksmöglichkeiten ihn in die erste Reihe aller Dirigenten stellt. Gleich in Mozerts„Schauspieldirektor“ gab Stöver edte Proben seiner versatilen Begabung. Welch festliche rhung verlieh er diesem von sonniger Heiterkeit erfüllten Vorspiel, wie wetteiferten die Instrumente in prächtiger Mischung von Farde und Leben, nainer Koketterie, fröhlicher Anmut und warmer Seelenfülle. Die„Kleine Nachtmusik“, eingetaucht in den Zauder Mozartscher Kunst, offendarte eine Gefühlstiefe und Inbrunst, deren Wohllaut kostbares Gefäß für den geistigen Inhalt bildete. Jos. Haydn eröffnete mit der Sinsonie Nr. 13 G=dur die ganze Integrität seines Wesens.„Glaubt mir“, schien er zu sagen,„die Kunst ist nicht so schwer, das Leben ist nicht so grausam und die Freude nicht so selten; immer noch singt der Ackersmann beim Bestellen der Felder, wie die Schnitter zwischen ihren Garben, wie die Winzer am Rebenhügel.“ Und endlich Beethovens Fünfte! Töne, die in unser aller Brust leben, ihm aber die Seele erfüllten, und die er mit Schönheit durchtränkt hat. Es ist unmöglich, die Musik Beethovens zu erklären. Sagen wir, sie sei Kraft, Pathos, Aus der Alten Hanfestadt Lemgs Winterhilfswerk=Spenden ohne Kriegszuschlag. Die Mittel für das mit dem 1. September 1942 beggende und die gemn vl. Mhn 1940 dnacheriüihende nterhilfswerk des deutschen Volk gleichen Weise wie im Reichsminister des Innern kes werden in der rjahre aufgebracht. Der sat dazu eine Reihe von Anweisungen für den Bereich der öffentlichen Dienste erlassen. Die Empfänger von lohnsteuerpflichtigen Vernasbezügen und Militärrenten werden an das sverfahren angeschlossen. Für die Beteiligung ensteten des öffentlichen Dienstes und der erten Versorgungs= und Militärrentenempfänger gilt, daß die Spende monatlich 10 v. H. der Lohnsteuer, jedoch ohne Kriegszuschlag, mindestens aber 0.25 RM beträgt. Die Spender in den steuerbegünstigten Ostgebieten stehen denen des übrigen Reichsgebietes nicht n9ch Ihre Spende ist also nicht nach der von ihnen geten Lohnsteuer zu berechnen, sondern nach der Steuerbegünstigung hätten ltvempfängern sowie m und Militärwegen ihres geringen Einkommens nicht zur Einkommensteuer herangezogen werden, wird empfohlen, monatlich 0,25 RM. zu spenden. Von Festbesoldeten, die neben ihrer Lohnsteuerleistung noch zur Einkommensteuer veranlagt werden, wird erwartet, daß sle neben ihrer monatlichen Spende von 10 v. H der Lohnsteuer(ohne Kriegszuschlag) noch monatlich 0,7 v. H. ihres für 1941 veranlagten EinkommenWer hilft dem Landestheater?, die Oetmelder eine Bitte an Bevölkerung Nur noch wenige Wochen trennen uns von dem vollen Einsatz des Landestheaters im Spieljahr 1942/43. Schon sind die Vorbereitungen für Schauspiel und Operette in vollem Gange. Eine Reihe von neuen Darstellern, die zum Teil von ersten deutschen Provinzbühnen kommen, wurde verpflichtet, ein wertvolles und reichhaltiges Programm erwartet die vielen tausend Theaterfreunde in Stadt und Land. Das Schauspiel wird uns mit mehreren neuzeitlichen Stücken bekanntmachen und daneben auch nach bewährter Tradition das klassische Drama pflegen. Die„leicht geschürzte Muse“ hat ebensoviel verheißende, anspruchsvolle Pläne und wird dabei m Detmold noch unbekannte Operetten auch hier zum Siege führen. Von seiten der verantwortlichen Stellen wird jedenfalls alles getan, um den guten Ruf des Landestheaters auch unter den erschwerten Verhältnissen des Krieges weiter aufrechtzuerhalten und zu mehren. Aber eine empfindliche Schwierigkeit ist no nicht behoben, wenn ein voller Erfolg der Spielzeit au im Winterhalbjahr gewährleistet sein soll. Diese Schwierig keit kann nur überwunden werden, wenn das Publikum zu seinem Teile dabei mitwirkt. Es fehlt noch an Unterkünften für die neuverpflichteten Künstler! Die neuen Mitglieder des Landestheaters kommen mit den besten Erwartungen nach Detmold, der Kunststadt am Fuße des Hermannsdeskmals. Sie freuen sich auf ihre hiesige Tätigkeit und werden den Theaterfreunden gewiß manchen schönen bescheren. Eine Gegenleiftung erbittet allerdings destheater, daß nämlich für seine neuen Kräfte geAbend das Landestheater, eignete Zimmer zur rfügung gestellt werden. Die Detnoch immer mit ihrem Theater m in schweren Jahren des alten. Sie wird ihre tätige molder Bevölkerung hat sich eng verbunden gefühlt und Michise gewih auch bet nicht ursagen, und es bedanr daber wohl nur dieses Appells an die so oft bewährte Hilfsbereitschaft der Detmolder Einwohner, um der Bitte des Landestheaters nachzukommen und so einen reidungslosen Ablauf des neuen Spielzeitabschnittes sicherzustellen. Deer daushaltung, die dagn um ironhole in ber Nage wird gebeten, ein oder zwei Zimmer für die Künstler und Künstlerinnen des Landestheaters zu vermieten. Das Theaterbüro(Fernruf 2089) und das Stäbtische Verkehrsamt(Fernruf 2866) sind gern Hereit, Anmeldungen entgegenzunehmen. Wer hilft dem Landestheater? Es ist eine dringliche Frage, die hiermit an alle Detmolder Einwohner ergeht. Von ihrer ungesäumten bejahenden Beantwortung hängt nicht zum geringsten Teile auch das künstlerische Niveau des Theaters ab. entrichten, soweit die tilgt ist. Die efaßt an das nicht dur „nahme in die die nicht mit der Gehalts= und sind, nicht gestattet. Jahrraddiebslahl. Ein bei dem Hansa=Lichtspieltheater hinterstelltes Herrenfahrrad, Marke„Limenia“, wurde gestohlen. Das Fahrrad trägt die Nummer 1 557575, hat schwarzen Rahmenbau mit gelben Streifen, gelben Sattel, Boschdeleuchtung und RSU=Lenker mit einem schwarzen Handgeiff. Sochdienliche Angaden erbittet die Kriminalpolizei. Reichliche Dreschgelegenheiten. Die Stadt Lemgo hat in diesen Spätsommertagen für reichlich Gelegenheit zum Getreidedrusch für die Bauern und Landwirte der Alten Hansestadt gesorgt. Am Sonnabend kamen vier Dreschmaschinen, und zwar am Pillerbruch, am Wilmersiek, am Steinstaß und an der Neuen Mühle zur Aufstellung. wir: Beethovensche Musik ist die Musik selbst; sie besitzt das musikalische Sein in ganzer Vollkommenheit der Unendlichkeit. Habt Dank! Peter Römer, Lenkungserfolge bei der Ferienreise. Nach den bisherigen Erfahrungen haben die Maßnahmen zur Lenkung des Erholungs=Reiseverkehrs im Kriegssommer 1942 sich bewährt. Die Gästeklassisizierung ergibt in den Fremdenverkehrsgemeinden durchschnittlich etwa 87 Prozent Fronturlauber, sonstige Wehrmachtangehörige und kriegswichtig Beschäftigte mit ihren gemeinsam reisenden Familienangehörigen; ihnen stehen nur 13 Prozent sonstige Gäste gegenüber. Voraussetzung für den vollen Erfolg der Lenkungsmaßnahmen ist, daß alle, insbesondere auch die Quartiergeber, ihre Pflichten und die gegebenen Vorschriften erfüllen. Schötmar Kleine Aepfeldiebe. In den letzten Wochen häusen sich die Klagen über Aepfeldiebstähle. In den meisten Fällen sind es halbwüchsige Burschen gewesen, welche die Aepfel abgepflückt haben. Einige wurden erwischt, die nach hartnäckigem Leugnen dann doch zugeben mußten, daß sie einige Abende hintereinander den Aepfelbäumen, die anderen Leuten gehörten, einen Besuch abgestattet hatten. Hin und wieder ist auch zu beobachten, daß Aepfelbäume an den Landstraßen geschüttelt werden, um das abfallende Obst zu ernten. 8age Die Anlage des Plasses. Von den öffentlichen Anlagen der Stadt Lage kann man mit Befriedigung feststellen, daß sie trotz der wenigen Arbeitskräfte, die der StadtverArbeiten zur Verfügung stehen, doch auch die Anlage waltung für städtische Arbeiten zur in gutem Zustande sind. Kürzlich wurde an der Friedrichstraße neu hergerichtet. Einen weniger Eindruck macht allerdings noch die Anlage des schönen—.— Plasses. Vielleicht ist es möglich, die dort lagernden Baustoffe gründlich aufzuruäumen. Un schaftshilfe... Inter Einsatz der Nachbarsollte dies doch möglich sein. Zwei Polen festgenommen. Von der hiesigen Schutzpolizei wurden zwei polnische Zivilarbeiter, die ihre Arbeitsstellen ohne Grund verlassen hatten, festgenommen und ihren Arbeitgebern wieder zugeführt. Bad Meinberg Zwei Sonder=Blaskouzerte. Die Badeverwaltung hat : Sonntag wieder einmal die Kapelle Baule aus Lei für den Sonntag wieder einmal die Kapelle Baule aus Lemgo verpflichtet. Kapellmeister Baule, der mit seinen Musikern dieses Jahr bereits mehrere Konzerte gab, und immer viel Beifall ernten konnte, wird nachmittags und abends Blaskonzerte bieten. Das zum Vortrag kommende Programm ist vielseitig und erstklassig. Sportgruppen vorm Gauentscheid Kreisentscheide im Sportgruppenwettbewerb der RSG.„Krast durch Freude" beendet des RSG.„Kraft durch sportlichen Gesichtspunkt be dem Gesichtswinkel der 1 rief die NSG. der SportOeffentlichkeit es schaffenden Menschen und der Vermittlung eines neuen Lebensgefühls ablegen soll. Die Sportgruppen gehen aus den Betriebssportgemeinschaften der Betriebe hervor und vereinigen die aktivsten Kräfte der Gedankens der Leideserziehung. Im Gau Westfalen=Norh sind' jetzt die Kreisentscheide beendet worden, die einen Ueberblick über eine erfolgreiche Breitenarheit ermöglichen. Aus den Kreisen Beckum(4), Bielefeld=Halle(3), umscher=Lippe(5), Herford(7), Lippe(9), Minden(2) und Wiedenbrück(8) stellten sich insgesamt 30 Frauengruppen und 8 Männergruppen zu den Kreisentscheiden. Die Gruppen werden in die Leistungsklassen! und II aufgeteilt. Gruppen, die bereits am vorjährigen Sportgruppenwettbewerb teilgenommen haben, fielen in die Leistungsklasse I, die zum erstenmal teilnahmen, in die Leistungsklasse II. Somit traten in Leistungsklasse I 23 Gruppen, und zwar 17 Frauengruppen und 6 Männergruppen, in Leistungsgruppe I1 15 Gruppen, darunter 13 Frauenaruppen und 2 Mänvergruppen an. Als teilnahmeberechtigt am Gauentscheid schälten sich in der Leistungsklasse II 5 Frauengruppen= und 2 Männergruppen heraus. Diese 17 Gruppen werden in nächster Zeit zum Gauentscheid antreten. Die siegreichen Sportgruppen werden anntgegeben. schließend bekanntgege Es wäre wettbewerb wie verfehlt, wollte man den vie überhaupt die gesamte A ruppeneit des Sportamtes des RSG.„Kraft durch Freude" unter einem rein sportlichen Gesichtspunkt betrachten. Sie ist allein unter dem Gesichtswinkel der Weckung der gemeinschaftsbildenden Kräfte zu sehen und trägt daher litischen und erzieherischen zur Gesunderhaltung beiVermittlung von viel Freude und rohsinn die Schaffenskraft stärkt, bedarf keiner Frage. Darum ist es auch von besonderer Bedeutung, daß manche der in diesem Jahr am Gauentscheid teil nie rtrschaftsorwendch=Kraftr einen ausgesprochenen polit Charakter. Daß sie natürlich trägt und durch die Vermittl von nordwestfälischen Zechen## diese Tatsache läßt den schon öfter gezogenen Schluß zu, daß der schwer arbeitende Bergmann und Rüstungsarbeiter nicht nur Zeit aufbringt, am KdF.=Sport teilzunehmen, sondern daß er sich beim tummelhaften, fröhlichen Spiel neue Lebensenergie holt. Der Rundfuur am Sonntag, 29. Auaust. Reichsprogramm: Luise Ullrich und Theodor sind die Sprecher des„Schatzkästleins“ von 9.00 bis 10.00 Uhr.— Eine neue Gendereihe unter dem Titel„Allen zur Kreude" entbietet von 16.00 bis 18.00 Uhr klingende Grüße für Kront und Heimat in der Gestaltung durch Heinz Goedecke.— Konzert der Berliner Philbarmoniker mit Werken von Mozart und Havdn von 18.00 bis 19.00 Uhr. —„Antennenzauber“ von 20.20 bis 22.00 Uhr. Deutschlandsender: Unterhaltungskonzert von 18.10 bis 19.00 Uhr.— Lieder von Josef Havdn von 20.15 bis 21.00 Uhr.— Aus Oper und Konzert von 21.00 bis 22.00 Uhr. in Wien. WIT Z 54) Copyright by Knorr& Hirth Kdt.-Ges. Manchen „Amtlicherseits?“ „Einwandfrei", wiederholte Barosch,„wenn Sie die entsprechenden Protokolle zu sehen wünschen—“ „O danke“, sagte Warduhne mit Gleichmut und hielt ein Streichholz an die Pfeise,„wissen Sie, Exzellenz“— er schielte auf den alimmenden Tabak und paffte dicke Rauchwolken—„mich interessiert diese ganze Sache nicht in dem Maße, wie Sie vielleicht meinen. Eine Zeitlang, sa, ich will's nicht leugnen, habe ich für diese Pogatsch— heißt sie nicht so!— ein gewisses Interesse an den Tag gelegt. So ein abenteuerliches Wesen, Exzellenz werden verstehen, kann zuzeiten einen gewissen Reiz— enfin... Aber es war ein Irrtum.“ „Ein Irrtum“. wiederholte Barosch mechanisch. „Ja. Wir alle können irren, Exzellenz, Sie, ich— der Irrtum ist ein bedeutsames Ingrediens des menschlichen edeng: Baroschs gelbe Augen schweiften umher.„Ich entnehme also Ihren Worten, daß Sie am weiteren Schicksal dieser Dame nicht interessiert sind—?“ „Ganz und gar nicht, Exzellenz“, versetzte Warduhne kühl. Barosch befingerte den kostbaren Schatz an seiner Brust und erhob sich. Er hatte seine Fassung wiedergewonnen, der Fall war geklärt, das Motiv gefunden. Die Isenflamm hatte Warduhnes ungehörige Anträge abgelehnt, und nun vergalt ers ihr, indem er sie fallen ließ. Diese Feststellung beruhigte Baroschs aufgewühlte Seele ungemein, nun wußte er, daß Warduhne nicht etwa aus reiner Zuneigung für ihn, Barosch, so gehandelt, sondern einzig, um der Isenflamm einen heimlichen Schlag zu versetzen. Dies leuchtete Barosch auch sogleich ein, denn eine niedrige Gesinig war die einzige menschliche Triebfeder, die er begeiff jederzeit gelten ließ. Er nahm seinen Zylinder, schüttelte Warduhnes Hand und empfahl sich, indem er nochmals in seinem eigenen wie nung war und auch im Namen des Hauses Habsburg seinen innigsten Dank aussprach. Der Diener, Nachtkastl genannt, geleitete ihn die Treppen hinunter.„Das ist halt eine Freud““, sagte Nachtkastl und wackelte mit dem großen viereckigen Kopf,„Ex'lenz werden mit so einem Präsent in der Burg erscheinen wie der heilige Nikolo. Da wird Seine Majestät vor lauter Freud' in die Höh' hopsen und der Ex'lenz sofort ein paar hübsche Orden an die Brust spendeln. Aber daß Ex'lenz nur Obacht geben und ihn nicht verlieren, den Diadem! Jessas Maria, heutigentags kugeln sich ja viele Raubersleut' auf den Gassen umher,=Ex'lenz! Stellen sich nur vor, Ex'lenz, so ein Gelichter möchte leicht Ex'lenz eins hurtig mit dem Gasrohr übern Schädel hauen, den Diadem herausreißen aus der Brust— und was dann?“ „Sparen Sie Ihre Worte“, entgegnete Barosch gemessen,„ich schlage es ohnehin in den Wind, Ihr dummes Geschwätz." Nachtkastl kicherte.„Ich schwätze gern dummes Geschwätz, Ex'lenz“, sagte er vertraulich,„es ist das einzige, was ich kann.“ Barosch wandte ihm grußlos den Rücken und eilte auf die Straße. Vom Stephansdom schlug es Mittag, Barosch lief mit kleinen, hastigen Schritten über den Graben, beide Hände hielten den kostbaren Schatz unter seinem Gehrock an die Brust gepreßt, die Rockschöße flatterten und die eleganten Nichtstuer, die um diese Stunde plaudernd auf dem Graben promenierten, blickten amüsiert auf den kleinen, dürren, gelbsichtigen Mann, der ungeachtet der Last seines riesigen Zylinderhuts wie auf Sturmes Fittichen der Burg zustrebte. Lakaien, Diener, Kanzlisten und Hofräte— er fegte sie zur Seite, der künftige Statthalter von Böhmen, mit einem Ungestüm, der alle erstarren ließ, und stürzte in das Geach des Obersthofmeisters. Barosch, der stets Gemessenheit, Würde und Besonnenit zur Schau getragen: in diesem einen einzigartigen ugenblick seines Lebens, da er, das Diadem der Anna von Ungarn an seiner Brust, in das Zimmer des Obersthofmeisters hereinbrach wie eine Naturgewalt, geschah ihm etwas höchst Rätselhaftes. gleichsam als explodiere etwas in seinem Innern, er warf den Zylinderhut in die Luft, und indem er in einem winzigen Augenblick die tiefbekümmerte Miene des Obersthofmeisters gewahrte, der bleich und finster, den Kopf k. beide Hände gestützt, am m Schreibtisch saß, rief er, als wollte er den Fürsten aufrichten und ermuntern, mit hinreißender Jugendlichkeit: „Holdrio!“ Wenn Barosch in späteren Jahren an diesen Augenblick zurückdachte, so fühlte er stets einen eisigen Schauer über einen Rücken rieseln. In seinem ganzen langen Leben hatte er noch niemals Holdrio gerufen, irgendein Dämon, eine geheime bösartige Macht, die ihn verderben wollte, mußte ihn bezaubert haben, er wußte wahrhaftig nicht, wie ihm geschah. Er rief Holdriol und warf den Zylinder in die Luk. Dann riß er das Etui aus seinem Gehrock hervor, schwang es hin und her, stürzte sich auf den Obersthofmeister und schlug ihm kordial auf die Schulter:„Durchlaucht“, rief er pathetisch,„wir sind gerettet! Hier ist das Diadem der Anna von Ungarn!“ Nun aber geschah etwas Seltsames. Der Obersthofmeister, der eiserne Hüter des spanischen Zeremoniells, ein mäßig beleibter Herr mit schneeweißem Scheitel und eckigen, harten Gesichtszügen, sprang auf und zuckte zurück. Sein Gesicht verzerrte sich, er streckte die Hände, mit entsetzt gespreizten Fingern, abwehrend gegen Barosch und rief. indem er Blicke wie giftige Pfeile gegen ihn schleuderte: „Exzellenz! Sind Sie verrückt geworden?“ „Verrückt? Höhö!“ Barosch lachte übermütig auf.„Es ist die Freude in mir, Durchlaucht! Das Diadem ist zur Stelle! Die Lubomirska überführt! Ein gütiges Geschick hat—“ Nun aber hielt er jäh inne und blickte erstaunt, mit klaffendem Mund, in das wutentbrannte Gesicht des Obersthofmeisters. Und es war ihm, als hätte jemand blitzschnell einen Eimer eiskalten Wassers über ihn ausgeleert. Die Dämonen, die ihn erfaßt hatten, ließen ihn plötzlich aus den Klauen und entflohen erschreckt. Exzellenz Barosch, ernüchtert und betreten, neigte den Kopf und sagte zaghaft:„Ich bitte um Verzeihung, Durchlaucht, ich habe mich gehen lassen. Hier“, er legte das Etui auf den Schreibtisch, „ist das Diadem.“ Allein der Obersthofmeister, mit violett angelaufenem Gesicht, zwei dicke Adern auf der Stirn, starrte Barosch unentwegt weiter an, mit bebenden, geballten Fäusten, schrecklich anzuschauen, als würde er jeden Augenblick zerknallen. Barosch runzelte die Stirn, ein qualvolles Unbehagen fiel ihn an. Warum betrachtete ihn der Fürst so. als wollte er ihn zerfleischen? Und warum sagte er nichts, keuchte Kunst und Wissenschaft Leipzig führt Don=Inan=Drama aus. Der General= intendant der Leipziger Bühnen hat das Drama„Don Jnan“ von Max Narbeshuber zur alleinigen Uraufführung erworben. Kasseler Uraufführungen. Im Schauspiel des Kasseler Staatstheaters sind das Samurai=Drama von Jelusich und ein Schauspiel von Werner Helwig„Der Barbar“ vorgeseben. An Opernuraufführungen verzeichnet der Spielplan„Die Hochzeit des Jobses“, eine komische Oper von Josef Haas, und das Werk des bulgarischen Komponisten Stojanoff„Salambo“. Birgels Sohn als Bühnenbildner. Georg Birgel, der einzige Sohn des Filmschauspielers Willv Birgel, wurde als Bühnenbildner an das Landestheater Altenbura verpflichtet. in.„Fühlen sich Durchlaucht vielleicht nicht wohl?“ fragte er und legte den Kopf auf die Seite. Allein der Fürst schüttelte wütend den Kopf. Und dann, jäh losbrechend, fuhr er los:„Ja, Exzellenz, von wo kommen Sie eigentlich? Kommen Sie vom Mond? Oder haben Sie geschlafen? Wiss Sie komn issen Sie denn nicht, was sich ereignet hat? Sie kommen daher und schreien Holdrio und behaupten, das Diadem zu bringen— ja wissen Sie denn nichts? Haben Sie geträumt?“ Barosch, von einem sausenden Schwindelgefühl ersaßt, ließ sich auf einen Stuhl fallen.„Meiner Seel', Durchlaucht", stieß er verwirrt hervor,„ich habe keine Ahnung! Ich komme soeben von Warduhne, der mir das Diadem überreicht hat!“ „Das Diadem! O mein Gott“, rief der Obersthofmeister und, einem Luftballon vergleichbar, dem die Lust entweicht, verfiel er rasch und landete in seinem Schreibtischseffel, ein zerschlagenes, vernichtetes Häuflein Unglück.„Exzellenz“, eß er mühsam hervor,„Sie haben alles verloren. Warduhne hat Ihnen einen tödlichen Schlag versetzt. Er hat—“ Barosch schloß entsetzt die Augen.„Warduhne!“ stöhnte er.„Hab ich's doch gleich—“ (Fortsetzung folgt.)