Lippische Staatszeitung Druck und Verlag: Lipvische Staatszta. NS.=Verlag O.m. b. H., Detmold. Geschäftsst. u. Schriftl.: Detmold, Paulinenstr. 14, Fernr.: Sammeln 2845. Postscheckk. 8592 Hann Bankkonten: Deutsche Bank. Landesbank. Städt. Spark. Die„Lipp. Staatszeitung“ ersch. wöchentl. 7mal. Abbestellungen d. Zeitung nur bis zum 25. lid. Monats. Amtliches Organ des Saues Amtliche Nationalder Landesregierung n# We S 8 Ganden ume Weftfalen Nord der 10 DEK beis: Monatt dei ZustelArzeigenbreise! Die1 Zeile 13 Nö. Textanz. I7 mm breit, 75 Ros. 8. 8. in Preisliste 8 gültig. BezugsKaldb fchlmrt. Sehörde en lung d. Boten einschl. Bestellgeld 2 M. d. Zust. durch Post 2.42 M einschl. 63 J. Postged. Die Bebind. d. Lieferung rechts. kein. Anspruch auf Rückzahl. d. Bezugsor Nr. 220 Detmold, Freitag, 14. August 1942 147.(16.) Jahrgang Rooserett grodtinfert O#isien diese Anzahl wöchentlich der Trappe VerOfflziere sind also auscheinend in Ameriks su Massenartikein geworden. Massenware aber taugt sellen viel! Alexandrien-Geleitzug im Mittelmeer zerschlagen Der aus 46 Einheiten bestehende aufs stärkste gesicherte teindliche Geleitzug völlig zersprenar— Bisher neun Handelsschiffe und Flogzeugträger„Eagle“ versenkr— Zwei weitere Hugzeugträger schwer beschädlar— Der Kampf dauert an Aus dem Führerhauptquartier, 13. August. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Zur Entlastung Ihrer stark bedrüngten Streitkräfte In Aegypten versuchten die Briten, einen aus Tankern und Transportern susammengestellten Geleitzug von Insgesamt 21 großen Handelsschiffen, der durch drei Schlachtschiffe, vier Flugzeugträger und zahlreiche Kreuzer und Zerstärer gesichert war, durch das Mittelmeer anscheinend nach Alexandrien zu bringen. Dieser aus 48 Einheiten bestehende Geleitzug wurde Im weatlichen Mittelmeer trotz stärkster Flakund Jagdabwehr selt dem 11. August In fortlaufendem Einsatz und in vorbildlichem Zusammenwirken von den verbündeten deutsch-itallenischen Luft- und Seestreitkräften bekämpft. Nach der bereits bekanntgegebenen Versenkung des Flugzeugtragere„Lugie- am 11. August durch ein deutsches Untersceboot wurden bisher neun Handelsschiffe mit insgesamt 90000 Bruttoregisterionnen versenkt. Es wurden schwer beschädlst der britische Flugseugträger„Furlous“, der mit starker Schlagselte In Gibraltar einlief, und der amerikanische Flugzeugträger „Waap“, der nach sechs Bombenvolltreffern in Brand gerlet und Malta zu erreichen sucht. Ferner wurden beschädigt drei Kreuser sowie sechs große Handelsschiffe und Tanker mit gusammen 51 000 Bruttoregistertonnen. Der Geleitzug wurde versprengt. Der größte Tell der Deckungsstreitkräfte läuft nach Westen zurück. Die restlichen Einhelten versuchen, Malta anzulaufen. Der Kampf dauert noch an. Weltere grOße Erfolge sind zu erwarten. Dnk) * Der in der Sotzdermeldung genanuie amerikanische Flugzeugträger„Wafp“, der schwer beschädigt wurde, ist ein ganz modernes Schlff. Er lief erst im April 1939 vom Slapel. Bei einer Wasserverdräugung von 14 700 Tonnen und einer Geschwindigkeit von 30 Knolen hat satzung von 1173 Mann. Die Bewaffnung beit 12,7-cm-Ilakgeschützen, sechzehn 2.8-cm-Flakgeschützen Viererlaselte. Die Baukosten beliefen sich auf 20,7 millionen er eine Beand aus achl Dollar. Der Ilugzengträger„Walp“ hat noch amerikanischen Angaben aus der Friedenszeit 83 Flugzeuge an Bord und gehört in dieser Beziehung sowohl als auch in der Bewaff zu den Agragge. nung schifse Beziehung stärksten seindlichen Schiffen dieser Kriegsurtaus“ hal bei einer GeDer Flugzeugkräger„Iu schwindigkeit von 31 Knolen eine Wasserverdräugung von 22 450 Tonnen. Außer seiner Friedensbesatzung von 750 Mann bal er noch 450 Mann Illegerpersonal an Bord. Seine Bewaffnung beläuft sich auf zwölf 10.2-cm-Flakgeschütze, vier 4.7-cm-Geschütze, vierundzwanzig 4-cm-Flakgeschütze und 14 Mös. Er hal 36 Flugzeuge an Bord, die in zwei Decks unlergebracht sind. Die„Jurlous“ war früher ein großer Kreuzer und ist bereits im Jahre 1916 vom Stapel gelausen. Inzwischen ist sie mehrmals, zuletzt im Jahre 1939, umgedaut worden. Die Welt im Banne der deutschen Siege im Osten Stärkste Auswirkungen der schweren bolschewistischen Verluste—„Vorbereitung zur Entscheidungsschlacht beendet WGrd all G6. Berlin, 13 August. Das Bild der heutigen Weltwird beherrscht von dem furchtbaren Desaster der bolistischen Armeen, der enormen Kriegsbeute der Deulschen und der katastrophalen Bilanz der sowielischen Verluste. Allgemein erwartet man als Folge der Vernichtungsschlacht bei Kalotsch bedenlende Operalionen im Raum von Stallugrad. Gleichzeilig wid des Schweigen der Sowsete bei Werenesch els das Eingeständute S garctl. Jahlen der deutschen Tondermelsung degemeiner Ansicht, das nicht nur das ganze Winiers von England und Amerika gelie. ferle Kriegsmaieriol, sondern auch ein großer eigener Teil der Sowsets beirächtliche Einbuße erlitten hot, als deren Jolge immer weilere Verlufte entsiehen würden. Dagegen versäglen die Achsenmüchle und ihre Verbündeten setzl nichl nar über das Ariegsproteulial ganz Europas, sondern, auch über die reichen Rohstoffe der eroberten Oftgediele, in denen viele Millionen ehemaliger Sowjeldürger heute schon für Deutschland und seine Verbündeten arbeitelen. Es sei alse nicht schwer zu erraten, wem der Endsieg zufallen müsse. Gerade die Tatsache, daß die Sowjetunion außer dem Verlust ihrer Rüstungszentren und Kornkammern nunmehr auch numerisch ihre Ueberlegenheit eingebüßt habe, findet stärkste Beachtung, da alle diese Faktoren zu einer Lahmlegung des sowjetischen Widerstandes führen müßten. Dazu erwartet man von der Krim her erhöhte Gefahren für die Häfen des Schwarzen Meeres. Es sei daher als Folge des deutschen Sieges mit einem weiteren Vorrücken der Deutschen zu rechnen. Bis jetzt habe es sich um die Vorbereitungen für die Entschei dungsschlacht gehandelt, wobei es um den Besitz jener Stadt gehe, die Timoschenko um jeden Preis verteidigen wolle und der er die Verteidigung des Kaukasus geopfert habe. Der Sieg von Kalatsch besitze eine um so größere Bedeutung, als die beiden geschlagenen Armeen Timoschenkas nicht nur die Aufgabe hatten, Stalingrad zu verteidigen, sondern auch ihrerseits eine Gegenoffensive in Richtung Rostow und auf das Asowsche Meer unternehmen sollten. Trotz aller vielsagenden Eingeständnisse glaubt man in London feststellen zu können, daß„die Lage in Rußland Ritterkreuz für hervorragende Truppenführer Berlin, 13. August. Der Führer verlieh das Ritterkreuz des eisernen Kreuzes an: Major Arthur Schulz, Vataillonskommandeur in einem InfanterieRegiment; Hauptmann Karl Langesee, Vataillons. kommandeur in einem Jäger=Regiment: Hauptmann Karl Hofbauer, Vataillonsführer in einem Inuse, Pesteier Oberleutnant Erich Giten: änger, Bataillonsführer in einem Insanterie=Regiment. Jerner verlieh der Führer das Ritterkrenz des Eisernen Areuzes an Masor Rudolf Richter, Jührer eines Insanterie-Regiments. Major d. R. Rudolf Richter hatte mit einem In fanterie=Regiment an der Bezwingung Sewastopols hervorragenden Anteil. An der Spitze seiner Infanteristen stieß er durch die feindlichen Befestigungen bis an das Schwarze Meer vor und schuf danach die wesentlichen Voraussetzungen zur Inbesitznahme des Festungsgeländes an der Westküste. Das sind unsere Jäger! Glänzender Erfolg deutscher Jagsflieger an der Agyplischen Fronk. Berlin, 13. Augu. Wie das Oberkommande der Wehrmacht mitteilt, kam es in den Vormiklagsstunden des Mittwochs über der ägpplischen Froui zu einem Lustgesechl zwischen einem deuischen Jagdschwarm, der aus vier Messermitl-Jagöflugzeugen bestand, und etwa 40 britischen 1. Trotz der zahlenmäßigen Ueberlegenheil der Briten n die vier deuischen Jagdflieger den brilschen Verimmer wieder an und schosfen innerhalb kurzer Zeit 12 britische Jagdflugzeuge vom Muster Hurricane und Cursitz ab. Der durch die kähner Angrisse der deutschen Jagdflleger zersprengte britische Verband drehle nach diesen Verlusten eb, während die vier deutschen Jagöflieger unversehel auf ihren Feldsingplähen landeten. zwar kritisch, aber doch nicht von einer zweiten Front avyängig“ sei. Diese Aeußerung legt in geredezu klassischer Form die britische Scwäche bloß. In dem Augenblick, in dem der Krieg im Osten mit den gewaltigen deutschen Siegen in ein neues Stadium eintritt, vermögen die Gegner höchstens wieder einmal auf Besprechungen hinzuweisen, die diesmal zur Adwechftung in Moskan stattfinden. Die japanische Zeitung„Hotschi Schimdun“ meint dazu ironisch, daß die Alktierten innmner mit ihrer Hüfe zu spät kämen. Die Bildung einer zweiten Front sei völlig aussichtslos, nachdem sich der größte Teil des Kaukasusgebietes in deutscher Hand befinde und Stalingrad schwerstegs bedroht sei. Der militärische Korrespondent der„Times“, Cyril, läßt dann auch die Katze aus dem Sack, wenn er erklärt, die Alliierten könnten sich bei dem Versuch, eine zweite Front zu errichten, wohl Verluste und Opfer leisten, aber sie dürften nicht riskieren, materiell und moralisch gesehon, ein Fiasko zu erleiden. Ein solches jedoch könne dabei für die Verbündeten nur all zu leicht herausWreieen Boien in Geich eun gerten so viel Schwierigkeiten entgegen, daß man sich vom den Standpunkt aus überlegen müsse, wem jetzt an erster Steile die Loyalität Großpritanniens gebühre. Diese Loyalität habe man aber vielen versprochen. Die britische Haltung wird zweifellos nicht zuletzt bestimmt von den Ereignissen zur See, die in dem Bericht des Oberkommandos der Wehrmacht gleichfalls Erwähnung (Fortsetzung auf Seite 2) Die Sowjets weiter zurückgeworfen Elista, die Hauptstadt des Kalmückengebietes, genommen— 234 feindliche Panzer im Raum von Woronesch in zwei Tagen zerstört Aus den Führerhauptquartier, 13. August. Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Das Deutsche und verbündete Truppen warfen trotz hartnäckigem Widerstand den Feind im Kankasusgebiet weiter zurück. Eine von ihren Verbindungen abgeschnittene bolschewistische Gruppe wurde vernichtet. Nördlich des Manytsch nach Osten nahmen bewegliche Kräfte der Insanterie im raschen Vorstoß nach Osten die Hauptstadt des Kalmücken=Gebieter. Elista. Die Luftwasse bekämpfte erneut mit starken Kräften Schiffsverkehr im nordkaukasischen Küsten= und Seegebiet sowie in der Straße von Kertsch. Dabei wurden ein Rüstenfahrzeug versenkt, mehrere Frachter sowie drei Trausportschiffe in Brand geworfen. Zwischen Wolga und Dou gewann der Angriff deutscher und rumänischer Truppen gegen verteidigte Stellungen im harten Kam,f weiter an Boden. Bei einem Angriffsversuch sowjetischer Schlachtflugmit Im Raum von Woronesch nehmen die Kämpfe an Heftigkeit zu. Alle von zahlreichen Pauzern unterdurch Nachtjäger und Entlastungsangriffe des Feindes brachen unter schweren Verlusten im Abwehrfener der deutschen Truppen und unter den Bombenangriffen starker Kampf= und Stuezkampfflugzeuge zusammen. Allein während des 11. und 12. August wurden in diesen Kämpfen 234 feindliche Pauzer vernichtet. Südwärts und nördlich Rschew stehen Insanterieund Panzerdivisionen weiterhin in schwerem Abwehr= Brandbomben. Bei guter Tresserlage kampf. An gestrigen Tage wurden in diesem Kampf= plosionen und zahlreiche Brände. abschnitt 71 Panzer, davon 55 allein im Abschnitt einer Insanterie=Division, vernichtet. Südostwärts des Ilmen=Sees setzten die Sowjete ihre vergeblichen Augriffe fort. Eine im unübersichtlichen Gelände eingeschlossene kleine Gruppe der Feinder wurde in erbittertem Nahkampf aufgerieben. An der Ostfront wurden am 11. und 12. August in Luftkämpfen und durch Flekartillerie 181 sowjetische Flusierse abgeschossen. Acht eigene Flugzenge werden Ueber Nordasrika schossen vier deutsche Jäger in Luftkämpfen zwölf beitische Flugzeuge ohne eigene Verluste ab. Ein Unterseeboot versenkte im östlichen Mittelmeer fünf Transportsegler. Im westlichen Mittelmeer greifen seit dem 11. August deutsche und italie. nische See= und Luftstreitkräfte einen großen, stark gesicherten britischen Geleitzug an. Die gestern von einem britischen Flugzeug über einer westdeutschen Stadt aus großer Höhe abgeworsenen Bomben blieben ohne Wirkung. In der Nacht zum 13. Tpast michertalter Bertiche ber belichen Autmaste re Störangriffe auf das Rhein=Main=Gebiet. Bei der ombardierung von Wohnvierteln der Stadt Mainz hatte die Zivilbevölkerung, deren Haltung vorbildlich ist, wieder Verluste. Zerstörungen und Brände größeren Umsanges wurden verursacht. Nach bisherigen Meldungen wurden vier der angreifenden Bombenflugd F l a t a r t i l l e r i e abgeschossen. 2 In Kampf gegen, Sroßbeitannien belegten L#stampfflugzeuge bei Tage und in der vergangenen # Nacht Hasen= und Rüstungsanlagen in Süd und OstI england sowie in Südschottland mit Spreng= und entstanden Ex„Union now?“ Als im Jahre 1939, einige Monate vor Beginn des Krieges, der bis dahin ziemlich unbekannte nordamerikanische Journalist Clarence Streit in einem gleichzeitig in den Vereinigten Staaten und England herauskommenden Buch„Union now“ den staatlichen Zusammenschluß Nordamerikas mit dem britischen Empire forderte, da wurde seine Veröffentlichung in beiden Ländern zwar eine Sensation, aber sein Plan galt doch außer bei den wenigen Eingeweihten als eine kühne Phantasterei. Was damals die Privatmeinung eines politisch nicht verantwortlichen Schriftstellers zu sein schien, ist heute beinahe Wirklichkeit geworden, und Churchills Besuche bei Roosevelt sind ein weiterer Schritt aus diesem Wege, der zu einem der Lieblingsziele des Rooseveltschen Größenwahns führen soll. Bisher kaum beachtete, aber gerade für die Gegenwart sehr wesentliche Zusammenhänge werden klar, wenn man genauer untersucht, wer eigentlich von Anfang an hinter Clarence Streit und seinem Buch gestanden hat. Den Erfolg seiner Riesenauflage verdankt das Werk einer selbst nach amerikanischen Maßftäben ungewöhnlich großzügig aufgezogenen Reklame in allen Zeitungen und Zeitschriften. Wer hat sie fananziert? Wie Giselher Wirsing in seinem für die USA.=Politik sehr aufschlußreichen Buch„Der maßlose Kontinent“ mitteilt, die vom Bankhaus Morgan abhängige jüdische Maklergesellschaft Nathan und Roselli. Nicht nur für die Verbreitung des Buches„Union now“ sorgte das Geld der amerikanischen Hochfinanz, sondern es wurde auch eine regelrechte Organisation aufgezogen mit Massenversammlungen, Pressekorrespondenzen, Rundfunkvorträgen und allem, was dazu gehört. Als Clarence Streit im größten Saal der Bundeshauptstadt Washington sein Frosramm, vor den führenden Männern des poltischen ns entwickelte, führte Frau Eleanor Roosevelt den Beißen daug be ull muchz br Mann wollen. De dm Haus nahestehende Zeitschrift„Newo Week“ konnte ziemlich offen ausplaudern:„Der Präsident und Frau Roosevell sind beide außerorbentlich an der univerfalen Idee einer Weltunion interessiert und haben sich hierüber in verschiedenen peivaten Unterredungen mit Clarence Streit eingehend unterhalten Natürlich wird das Staatsoberhaupt dieses Thema nicht öffentlich anschneiden, ebe es nicht durch eine längere Zeit hindurch zur öffentlichen Diskussion gestellt und ehe nicht das isolationistische Grundgefühl der Amerikaner gebrochen ist Das war im September 1940. Damals hatte der Unionsplan bereits die ganz allein auf England zugeschnittene Abwandlung erfahren. Ursprünglich war er nämlich gedacht als eine Vereinigung der USA. mit England, Frankreich, Holland, Belgien, den sandinavischen Ländern, Finnland und der Schweiz. Nach der Niederlage Frankreichs hatte das Projekt, das Deutschland und Italien unter dem wirtschaftlichen und militärischen Uebergewicht einer solchen Staatengemeinschaft erdrücken sollte, in dieser Form seinen Sinn verloren. Man muß sich aber im Zusammenhang damit döch daran erinnern, daß Churchill in den letzten Tagen der Regierung Reynauds Frankreich den Vorschlag eines staatsrechtlichen Zusammenschlusses mit dem britischen Reich unterbreitet hat. Jeder Franzose sollte zugleich die englische, jeder Engländer die französische Staatsangehörigkeit besitzen. Die Verlängerung dieser Starke Explosionen und Brände In Tiesangriffen gegen wehrwirtschaftliche Anlagen Englands. Berlin, 13. August. Wie das Oberkommando der Wehrmacht mitteilt, bombardierten am Mittwoch gegen 19.30 Uhr leichte deutsche Kampfflugzeuge in Tiefangriffen wehrwirtschaftliche Anlagen einer Stadt an der englischen Südküste. Mehrere Versorgungsanlagen innerhalb des Stadtgebiets gerieten in Brand, und größere Gebäude wurden durch Bombenvolltreffer zerstört. Im Laufe der Nacht wurden die Hafenanlagen einer Stadt im Firth of Forth mit Bomben schweren Kalibers belegt. Auch ein Flugplatz südlich des Firth of Forth war heftigen deutschen Angriffen ausgesetzt. In einer mittelenglischen Stadt, in der sich Betriebe der britischen Flugrüstungsindustrie befinden, entstanden nach den Bombenwürfen starke Explosionen und Brände. Weitere Angriffe deutscher Kampfflugzeuge richteten sich während der Nacht gegen militärische Anlagen in verschiedenen Städten der englischen Ostküste, in denen die abgeworfenen Bomben in den befohlenen Zielräumen detonierten. Auch Flak= und Scheinwerferstellungen wurden wiederholt mit Bomben angegriffen. 6 Der britische Flagseugträger meer versenkt wurde. „Eagle“, der bei der Zerschisgune nes Alexandrien-Geleitzuges im Mittel(Scherl-Archiv) Schwierigkeiten auf Malta nehmen zu Stockholm, 13. August. Der Londoner„Daily Herald“ veröffentlicht einen Bericht über die Verhältnisse auf Malta. Der Korrespondent erklärt, es sei zwar bisher, wenn auch unter großen Schwierigkeiten, möglich gewesen, die Lebensmittelversorgung einigermaßen aufrechizuerhalten, aber nur unter Hintansetzung aller gesundheitlichen Erfordernisse. 80 vom Hundert der Zivilbevölkerung litten an Skorbut, der verheerende Ausmaße angenommen habe. Alle Bequemlichkeiten des Lebens blieben mehr und mehr aus. Es fehle infolge der Zerstörung wichtiger Wasserleitungen und Brunnen vielfach sogar an Wasser. Ein großer Teil der Häuser sei vollkommen zerstört, und man könne sie nicht wieder aufbauen. Den Schutt benutze man zur Wiederherstellung der fortgesetzt schwer mitgenommenen Rollfelder. Malta verfüge zwar über tiefe Felsenschutzräume. Die meisten seien aber so eng, daß man in ihnen nicht einmal aufrecht stehen könne. Konstruktion nach Amerika wird für Churchill im geheimen, obwohl er es damals nicht ofsen aussprach, selbstverständlich gewesen sein. Churchill, der eine Amerikanerin zur Mutter hatte und keineswegs die Traditionen des konservativen Altenglands. vertritt, aus denen sein Vater stammte, ist ein überzeugter Anhänger der Unionsidee, die jetzt in den Vereinigten Staaten nicht mehr mit der allgemeinen Parole„Union now“, sondern mit dem viel präziseren Schlagwort„Union now with Britain“(jetzt Zusammenschluß mit Großbritannien) verfochten wirh. Er hält diese Entwicklung für unvermeidlich, und schon im Juni 1940 wagte er im Unterhaus das Bekenntnis, die Vereinigung des Empire mit Amerika ließe sich nicht aushalten.„Wie der Mississippi strömt es dahin“, sagte er, ein bekanntes amerikanisches Lied zitierend,„laßt es strömen! Laßt es strömen mit starken Wellen zu breiteren Ufern und besseren Tagen“. Wie dieser Strom wertvollste Bestandteile des britischen Weltreiches in den Machtbereich Roosevelts geschwemmt hat, konnte die Welt immer deutlicher beobachten. Mit den Stützpunkten auf den britischen Besitzungen in Mittel= und Südamerika fing es an. Dann kam Kanada unter den wirtschaftlichen und militärischen Einfluß Roosevelts. Später übernahm ein amerikanischer General das Kommando in Australien. Inzwischen hat Roosevelt in Afrika, in Indien, im Nahen Osten, in Nordirland und wo es auch immer sei, mit seinen Truppen zugleich seine Ansprüche an Land gesetzt. Wie er sich die endgültige Form diese# systematischen Durchdringung des geschwächten Empire schließlich denkt, braucht man nicht zu erraten. Erst kürzlich wieder ließ er von seinem schon öfters vorgebrachten Plan eines angelsächsischen„Ueberparlaments“ reden machen. Wahrscheinlich hält er den Zeitpunkt, wo Churchill abermals als hilfesuchender Bittgänger bei ihm vorspricht, dafür besonders geeignet. Dieses Rooseveltsche Ueberparlament soll, so hörte man bereits, aus einer überwiegenden Mehrheit von Amerikanern und einer entsprechenden Minderheit von Vertretern des britischen Commonwealth zusammengesetzt sein. Sich selbst hat Roosevelt in seinem amerikanisch=englischen Ueberstaat die Rolle des Präsidenten vorbehalten, während Churchill der Posten des Premierministers zugedacht ist. In den Vereinigten Staaten spricht man auch über die Geschicke von Ländern und Völkern in der Sprache der Geschäftsleute und bezeichnet das künftige Verhältnis mit England als eine Teilhaberschaft, bei der Amerika ganz selbstverständlich der Seniorpartner zu sein hätte. In England denkt man nicht anders darüber. Die Londoner Wirtschaftszeitschrift„Economist“ schrieb im Februar 1941: „Wenn irgendeine ständige engere Verbindung zwischen England und den Vereinigten Staaten erreicht wird, kann ein Inselvolk von weniger als 50 Millionen nicht erwarten, daß es dabei der Seniorpartner wird. Der Schwerpunkt und die letzten Entscheidungen müssen im wachsenden Maße in Amerika liegen. Wir können diese historische Entwicklung nicht aufhalten.“ Und das Echo aus Amerika, das von einem Manne kommt, der im Auftrag des Weißen Hauses schreibt, lautet selbstbewußt:„Die überragend wichtige Feststellung, die hier zu machen ist, lautet, daß jetzt die Gelegenheit, die Führung zu ergreifen, bei uns ist. Wir führen nun unseren eigenen Krieg.“ Ja, es taucht sogar schon ganz ernsthaft das Schlagwort auf:„England— der 49. Staat der USA!“ Selbst wer davon überzeugt ist, daß die Weltgeschichte durch den gigantischen Herrschaftsplan Roosevelts und seiner jüdischen Antreiber einen dicken Strich machen wird, kann ihre Ernsthaftigkeit nicht übersehen. Heinz Henckel Britisches Gemetzel„mit allen Mitteln“. Schwerverletzte Inder verbluten vor überfüllten Krankenhäusern Die Welt im Banne der deutschen Siege im Often (Fortsetzung von Seite 1.) finden, wenn hier gesogt wird, daß im westlichen Mittelmeer e deutschen und italienischen Kräfte seit dem 11. August eine britischen Geleitzug angreisen. Die spanische„Alcazar“ bezeichnet im Zusammenhang damit die Versenkung der „Cagle“ als einen„Gruß der deutschen U=Boote, der aber nur der Auftakt eines Geloitzugschicksals sei.“ Und der Sprecher des Londoner Rundfunks gesteht ei, daß auch dieser Verlust die Gefahren zeige, die die britische Flotte zu bestehen habe. Demgegenüber seien Ddie Deutschen niemals in ihrem Glauben an die U=Boot=Waffe erschüttert worden. Hitler selbst habe erklärt, er werde eine U=BootFlotte bauen, wie sie die Welt noch nie gekannt habe. Augenblicklich stehe der Seekrieg zugunsten Deutschlands. Der Kampf in Europa jedoch hänge in großem Maße von dem Kampf zur See ab. Bezeichnend ist, daß ein so vielsagendes Eingeständnis aus englischem Mund gerade am Jahrestag der Verkündung der„Atlantik=Charta“ gemacht werden muß, die die Engländer als das wichtigste Mittel ansahen, um die Völker für ihren Krieg zu gewinnen und auf diese billige Art den eg zu erringen. Heute liegt das englische Schlachtschiff „Prince of Wales", von dem aus die„Atlantik=Charta verkündet wurde, auf dem Grunde des Pazifak. Die„Atlantik=Charta“ selbst aber hat mit den Ereignissen mn Indien vor der Welt ihren völligen Bankrott erlitten. Die Verkündung der„Aklantik=Charta“ dürfte daher heute für die Briten keine allzu freundliche Erinnerung sein, denn diejenigen, die sie mit Hilfe dieses Machwerks zu unterjochen trachteten, sind im Begriff, aufzustehen und die englischen Fesseln einmal für immer abzustreifen. Wie weit die Dinge schon gediehen sind, beweist die Tatsache, daß der britisch: Generalleutnant Gott in Aegypten von indischen Soldaten auf offener Straße niedergeschossen wurde. Mrbrs, 13. August. Das beitische Bluldad in Jutien, Staate Roosevells„herzliche Symputhien“, in ge wissen anderen Ländern beklommenes Schweigen und bei der Mehrzahl der gerecht denkenden Staaten Erbitlerung und flefstes Mitgefühl mit den für ihre Freihelt leidenden Indern hervorgerusen hat, dauerte auch den ganzen Donverslag über an. Trotz der aus begreiflichen Gründen immer streuger werdenden britischen Zeusur kommen aus indischen und neutralen Quellen doch immer wieder neue Nachrichten über die Grenzen Indiens, die alle das furchtbare Wülen der von dem britischen Gouverneur mit einem Mordfreibrief ausgestalteten englischen Soldalen und Polizisten bestätigen. Wenn man diese Berichte über die vor den überfüllten Krankenhäusern auf den Straßen liegenden Verwundeten liest, die in der glühenden Sonne eines qualvollen Todes sterden, wenn man von dem Verwesungsgeruch erfährt, der ganze Stadtviertel erfülll, weil die Briten die hingemordeten indischen Freiheitskämpfer zu„Abschreckungszwecken" dort Uegenlassen, dann bedarf es kaum der zyalschen Erklärung, die erst heute wieder ein Masor Kennedy im Londoner Nachrichtendienst abgab, daß die britische Regierung„alle Mittel“ gebrauchen werde, um die„Meuterei“ in Indien niederzuschlagen. Wenn aber dieser englische Major im weiteren sagt, daß England„dies alles anwenden müsse, damit Indien sich nicht aus dem Kriege ausschaltet und die Produktion des indischen Kriegsmaterials weitergeht“, dann verdient dieses brittsche Freiheitsideul, für das Tausende von Indern jetzt verbluten müssen, doch immer wieder festgehalten zu werden. Selbst die wenigen Nachrichten, die Reuter am Donnerstag über die Lage in Indien herausgab, lassen erkennen, daß das britische Unterdrückungsgemetzel„mit allen Mitteln" weitergeht. Hiernach wurde in Bombay, wo weiterhin alle Märkte geschlossen bleiben,„an einigen Stellen" auf die Menge scharf geschossen. In Nagpur flackerten die Unruhen wieder auf, und die Polizei machte von der Schußwasse Gebrauch. Die der britischen Militärverwaltung gehörenden Eisenbahngüterschuppen in den Vororten wurden von den empörten Indern erbrochen. An den Einrichtungen der Eisenbahn und den Wasserleitungen wurde„einiger Schaden" angerichtet. Später am Tage wurde an zwei, weiteren Stellen Nagpurs erneut geschossen. Die Polizei wandte Tränengas an, um die Menge zu vertreiben. In Secunderabad wurden drei britische Polizeibeamte, die einige Inder niederknüppeln wollten, verletzt. In Amroata sind über hundert Inder verhaftet und ausgepeitscht worden. In Lucknow wurden am Donnerstag drei Postämter in Brand gesteckt. In Tenali, im zentralen Madras, wurden, nach Reuter, vier Inder getötet und zehn verwundet, als die Polizei das Feuer auf die Menge eröffnete. Die Eisenbahnstation dieser Stadt wurde anschließend von den indischen Freiheitskämpfern in Brand gesteckt. Die Kämpfe im Kaukasusgebiet und am Don Starker Widerstand gebrochen— Schwarzmeerhäten von der Luftwaffe bombardiert Berlin, 13. August. Das Oberkommando der Wehrmacht teilt zu den Mittwochkämpfen im Kankasusgebief und am Don folgendes mit: Ostwärks des Asowschen Meeres fühten deutsche, rumänische und slowakische Truppen erfolgreiche Kämpfe gegen dolschewistische Kräfte, die vergeblich versuchten, das weilere Vordringen aufzuhalten. Besonders an Flußzufern, in schmalen Gebirgskälern sowie in unübersichtlichen Wald- und Sumpfgebieten leistelen die Bolschewisten hartnäckigen Widerstand. Eine Kampfgruppe stieß in blühenden Sonnenblumenfeldern auf stärkeren Widerstand, der aber durch rücksichtslosen Einsatz deutscher Infanteristen in kurzer Zeit gebrochen wurde. Zahlreiche Gefangene sowie sechs Geschütze und mehrere Granatwerser wurden eingebracht. Im Raum von Piatigorft wurde in hartem Kampf eine zäh verkeidigte Ortschaft eingenommen. Kampffliegerverbände setzten am Mittwoch ihre Angriffe auf die Rückzugsbewegungen feindlicher Kräfte und Verladungen an der Schwarzmeerküste mit nachhaltiger Wirkung fort. Bombentreffer zerstörten im Hafen von Tuapse Verladebahnhöfe und Kaianlagen. Drei Transportzüge des Feindes wurden auf der an der Küste verlaufenden Eisenbahnstrecke zerstört. Im Hafen von Noworossisk wurden drei Handelsschiffe schwer getroffen; auch die Anlagen des Hafens Anapa wurden wirksam mit Bomben belegt. Nördlich des Manytschabschnittes nahmen bewegliche Infanterieabteilungen in schneidigem Vorstoß nach Osten den Ort Elista, die 8000 Einwohner zählende Hauptstadt der in diesem Raum angesiedelten mongolischen Kalmücken. Die Stadt liegt am Uebergang eines bergigen Hochlandes zur wasserreichen und salzhaltigen Steppe der Wolganiederung. Im Raum zwischen Wolga und Don griffen Schlachtund Sturzkampfflugzeuge bereitgestellte Truppen und Panzer wirkungsvoll an. Zehn bolschewistische Panzerkampfwagen und eine gleiche Anzahl schwerer Geschütze wurden vernichtet. Deutsche Jäger sicherten den Luftraum über den Kampfabschnitten zwischen Don und Kaukasus und schossen ohne eigene Verluste 46 feindliche Flugzeuge ab. Secret Service leistete ganze Arbeit Die Ermordung des USA.-Journalisten Webb Miller— Rache für seine Berichterstattung über die britischen Greuel in Indien Berlin, 13. August. In früheren Zeiten, als Amerika und die Amerikaner noch nicht unter der Diktatur Roosevelts standen und noch eine eigene Meinung haben durften, war r Abscheu der amerikanischen Oeffentlichkeit vor den brutalen Unterdrückungsmaßnahmen groß— so groß, daß einer der besten und seriösesten Journalisten Amerikas, der Londoner Vertreter und zugleich der europäische Chefkorrepondent der United Preß, Webb Miller, nach Indien entandt wurde, um den englischen Blutterror aus eigener Anschauung kennenzulernen. Die Berichte Webb Millers über ne erschütternden Erlebnisse wurden, wie er selbst in seinem Buche„Ich fand keinen Frieden" schildert, auf dem Telegraphenamt in Bombay teilweise unterschlagen oder von englischen Regierungsvertretern„korrigiert“, d. h. schamlos gefälscht. Trotzdem gelang es ihm, die britische Zensur zu umgehen; seine Berichte, die den Engländern sehr peinlich waren, weil sie rückhaltlos ihre Grausamkeit enthüllten, erschienen in 1350 von der United Preß belieferten Zeitungen der ganzen Welt. Das alles ist jetzt in Amerika vergessen. Wer es aber nicht vergessen hatte, war der englische Secret Service, der seit jenem Bericht Webb Miller auf die Schwarze Liste gesetzt hatte. Die Mühlen des Secret Service mahlen mitunter langsam, so auch im Falle Webb Millers: Im Mai 1930 hatte er gegen die gegen die wehrlosen, unbewaffneten Inder vorgehenden, lahtischwingenden britischen Mörderbanden eine Anklage vor der ganzen Welt erhoben— genau zehn hre später, Anfang Mai 1940, erreichte ihn der Mörderarm der Secret Service: er wurde am Morgen des 8. Mai 1940 neben den Gleisen einer Londoner Vorortbahn mit einer Kopfverletzung tot aufgefunden. Der Londoner Polizeibericht nannte seinen Tod einen Unfall: er sei„aus dem Zuge gefallen". Schon damals glaubte kein Mensch an den„Unfall“ und man sprach öffentlich und ungeniert davon, daß der britische Geheimdienst an einem unbequemen, weil unbestechlichen Journalisten ganze Arbeit geleistet habe. Webb Miller stand dabei nicht etwa im Verdacht deutschfreundlicher Gesinnung, dem Secret Service genügt es eben, daß Webb Miller nicht davor zurückgeschreckt war, britische Methoden beim rechten Namen zu nennen. In Amerika war man damals dank Roosevelts Einstellung bereits so stark an die englischen Interessen gekettet, daß man die Ermordung eines seiner fähigsten Publizisten ruhig hinnahm. Wie ein deutscher Heimkehrer aus USA. mitteilt, war man sich im Neuyorker Hauptbüro der United Preß von vornherein völlig klar darüber, daß der Secret Service die Verdunklung des Londoner Vorortzuges, mit dem Miller stets nach Hause fuhr, dazu ausgenutzt hat, den wehrlosen Mann brutal zu ermorden und ihn dann aus dem fahrenden Zug zu wersen, doch wagte man schon um der Einstellung Roosevelts willen keine andere Meinung, als die der offiziellen englischen Darstellung, ferner aber auch deshalb nicht, weil man sonst hätte fürchten müssen, daß ihr Londoner Büro geschlossen würde. Stimmung wie nach Dünkirchen „Südafrika hal von allen britischen Dominions die größten Menschenopfer gebracht.“ Genf, 13. August. In einem Korrespondentenbericht aus Kapstadt schreibt die Londoner Abendzeitung„Star“, die gegenwärtig in der südafrikanischen Union herrschende Stimmung sei mit der in Großbritannien unmittelbar nach dem Dünkirchenrück zug zu vergleichen, denn die Mehrzahl der beim Reinfall von Tobruk geopferten Männer seien Südafrikaner gewesen. Daß ihre Zahl groß gewesen sein müsse, könne man im Uniongebiet feststellen, denn kaum eine Stadt, eine Ortschaft oder auch nur ein Dorf habe keinen Toten oder Vermißten zu beklagen. Bringe man diese Verluste in ein Verhältnis zum Umfang der weißen Bevölkerung im Uniongebiet, dann gelange man zu dem Ergebnis, daß Südafrika von allen britischen Dominions bisher die größten Menschenopfer gebracht habe. 12 Britenflugzeuge abgeschossen. Der Augrisf aus den Geleilzug im Mistelmeer. Rom, 13. August. Der italienische Wehrmachtbericht vom Donnerstag hat folgenden Wortlaut: Im westlichen Mittelmeer wurde ein von einer stattlichen Anzahl von Kriegoschisfen, darunler zuhlreichen Ilugzenkrügern, geschützter, im Morgengrauen des 11. August gesichteter seindlicher Geleitzug von flarken Lustwassen- und U-Boot-Verbänden der Achse angegrissen. Die noch im Gang besindlichen Kampfhandlungen haben bisher für uns günstige Ergebnisse gehabt. Schwere Verluste wurden dem Geleitzug, den Geleitschifsen, besonders den. Flugzengträgern, die schwerste Treffer erhielten, sowie den seindlichen Lufistreitkräften beigebracht. Diese Verluste werden später genauer bezeichnet werden. Im Nordabschnitt der Aegypienfroul verstärkte Artillerietätigkeit. In Lusikämpfen schossen deutsche Jäger 12 britische Ilugzeuge ab. Unsere Ilugzeuge führten Bombenangrisse auf die Ilugplätze von Malta durch. Eines unserer U-Boole schoß ein feindliches SunderlandIlugzeug ab. Westfälische Infanteristen zeichnen sich aus Besondere Erfolge bei bolschewistischen Panzerangriffen. Berlin, 13. August. Bei der Zerschlagung der im Raum nördlich von Rschew mit starken Kräften geführten bolschewistischen Angriffe wurden im Kampfabschnitt einer deutschen Infanteriedivision in den letzten Tagen 37 feindliche Panzerkampfwagen vernichtet. Hiervon entfallen allein auf ein westfälisches Regiment 17 bolschewistische Panzerkampfwagen, die zum größten Teil von einzelnen Infanteristen im Nahkampf mit Handgranaten oder Minen zur Explosion gebracht wurden. Die blutigen Ver-, luste, die den Bolschewisten bei ihren täglich bis zu zehnmal.: wiederholten erfolglosen Angriffen zugefügt wurden, sind: außerordentlich. Kühne Tat eines Oberschützen Sowsetpanzer mit aufgesessener Insanierie vernichtel. Berlin, 13. August. Der überlegene Kampfgeist des deutschen Soldaten bewährte sich in den letzten Tagen wieder bei n erfolgreichen Abwehrkämpfen nördlich von Rschew. Die Tat eines Oberschützen, der sich bei den letzten Kämpfen einem feindlichen Panzer mit aufsitzender Infanterie gegenübersah, ragt besonders hervor. In einem Panzerdeckungsloch ließ der deutsche Infanterist den feindlichen Panzer über sich hinwegfahren. Dann tauchte er blitzschnell wieder auf. Mit seinem Gewehr schoß er dann alle auf dem Panzer sitzenden feindlichen Infanteristen nacheinander ab. Gleich darauf sprang er, ungeachtet des gegen ihn gerichteten seindlichen Feuers, auf den Panzerkampfwagen, riß die Turmluke hoch und warf eine geballte Ladung Handgranaten hinein. Kurz nach dem Absprung des Oberschützen: brachte eine heftige Explosion den bolschewistischen Panzer mit seiner Besatzung zur Vernichtung. Der Untergang der„Cagle“ Die Schilderung eines Beleiligten. Stockholm, 13. August. Reuters Sonderberichterstatter Norman Thorpe, der sich an Bord des von einem deutschen U-Boot versenkten britischen Flugzeugträgers„Eagle" befand, gibt nach Londoner Berichten seinem Büro folgende Schilderung vom Untergang des Schifses. Zusammen mit drei Offizieren befand ich mich gegen 13 Uhr in einem der Räume, als plötzlich zwei ungeheure Detonationen mich aus meinem Stuhl warfen. Als wir die Tür öffneten, durchschüttelten zwei weitere Detonationen das Schiff. Es schien, als ob die Wände auf uns zustürzten. Ich hörte das unheilverkündende Zischen des Dampfes. Als wir über das Deck liefen, sah ich mittschiffs Rauchwolken aufsteigen. Wasser umsprudelte unsere Füße. Wir kletterten eine Leiter zum Oberdeck empor, und das Schiff begann sich gefährlich auf die Seite zu neigen. Das Meer, das sich sonst zehn Fuß(drei Meter) unter uns befand, war nunmehr kaum noch zwei Fuß(60 cm) unter uns. Ich blies meinen Schwimmgürtel auf und bemerkte, daß sich das Schiff immer mehr auf die Seite legte. Dumm fragte ich den Ersten Offizier:„Geht es mit dem Schiff zu Ende!“ Er nickte. Die Mannschaften machten sich bereit. Ich ließ mich ins Wasser gleiten, sank unter, und als ich wieder auftauchte, bemerkte ich mit Entsetzen, daß ich den Schwimmgürtel nicht ausreichend mit Luft gefüllt hatte. Mein Kopf ragte kaum aus dem Wasser. Verzweifelt versuchte ich, aus der Nähe des Schiffes fortzukommen. Oelige Wellen gingen über mich hinweg, und ich gab mich verloren, da ich nirgends Trümmer oder Balken sah, an die ich mich hätte klammern können. Endlich sah ich ein mit Kork gefülltes Netz schwimmen, an das sich Matrosen geklammert hatten. Nach verzweifeltem Bemühen konnte ich mich am Netz festhalten. Dann betrachteten wir stumm den Untergang unseres stolzen Schiffes. Worte können nicht beschreiben, was wir dabei fühlten. Mehrere Stunden später nahm uns ein Zerstörer auf. Der ehemalige Berliner USA.=Botschafter Schurmann gestorben. Berlin, 13. August. Einer Globe=Reuter=Meldung aus Neuyork zufolge ist der ehemalige USA.=Botschafter in Berlin, Jacob Schurmann, im Alter von 88 Jahren gestorben. Timoschenkos talsche Lohren: „Die Kugel ist eine Närrin’’ Leningrader Professor über die Gründe für Stalins Niederlagen— Wie der Sowjef-Marschal! die Armee neu organisierte— Die fähigsten Otfiziere hingerichtet ein jüdischer Professor namens Fichtenholz, rief mir beim Ausbruch des Krieges zu, als wir uns auf dem KirowskiProspekt trafen:„Wie soll das gut enden! Das organie sierteste Volk führt Krieg gegen das unorganisierteste!“ I# war über diese Worte sehr erstaunt, denn bis dahin konnten uns die Juden nicht genug als das mächtigste Volk der Erde preisen.“ Der Oberleutnant war kein Jude, er war auch nicht alt, sagte ich. Jurij überlegte, dann stellte er monoton die nächste Frage:„War er vor dem Krieg in Deutschland?“ Ohne Glauben heimgekehrt. Wohl kaum. Aber der Oberleutnant führte einige Monate ein Sonderkommando in Estland. Er war Zeuge, als man den letzten estnischen Präsidenten, Konstantin Paetsi, nach Sibirien verschleppte. Ich sagte es Jurij. Er nickte daraufhin mit dem Kopf:„Dann könnte es stimmen. Unsere jungen Offiziere, die am Einmarsch in die baltischen Staaten teilgenommen haben, sind ohne Glauben an die bolschewistischen Lehren heimgekehrt. Sie sahen in Reval und Dorpat, in Riga und Kowno, daß der Arbeiter in den bürgerlichen Staaten genau so wenig hungert, wie ein Fabrikdirektor, daß es in diesen bürgerlichen Staaten im Gegensatz zur Sowjetunion für jeden Lebensmittel, Kleidung, Schuhe, und Strümpfe genug gibt. Viele Offiziere sind damals, als sie wiede: in innerrussische Garnisonen zurückkehren mußten, desertiert. Einige sollen sich erschossen haben, Moskau schwieg dazu. Wir durften die baltischen Staaten nicht besetzen. Es war ein Fehler. Sie lehrten uns die Wahrheit.“ Deutschland kein„bürgerlicher“ Staat. Unser Professor ist nachdenklich geworden, als müßte er eine Brücke von dem eben Gesagten zum Heutigen finVon Karl Behrend. Am 22. Juni des vergangenen Jahres ging ein Beben durch den Riesenleib der Sowjetunion. Bomben und Granaten kündeten ihre letzte Stunde an. Ein junger sowjetischer Oberleutnant, Peter Kruglow, sagte einige Wochen später— wir schnappten ihn bei einem Waldgesecht—: „Als uns am 22. Juni der Donner deutscher Geschütze aus dem Schlaf riß, hatten wir bereits den Krieg verloren.“ Hieß das, wer den Gegner weckt, wird immer Sieger sein?— Die„Prawda“ hat einmal den deutschen Soldaten zweideutig einen„Frühaufsteher“ genannt. Der Oberleutstant erklärte sich nicht näher. Er schien sich nur noch für die Tabakreste zu interessieren, die er aus seiner Hosentasche zupfte, um sich aus ihnen und einem Fetzen Zeitungspapier eine Zigarette zu drehen. Jurij stellt seltsame Fragen. Wir haben noch oft über die Worte des schweigsamen Oberleutnants debattiert, während im Laufe der Monate Tausende und aber Tausende von Gefangenen an uns vorüberzogen. Wir sprachen mit Hunderten. Vielleicht hat der 28jährige Professor Jurij den Sinn der Worte richtig erklärt. Jurij war Lehrer an der Militärakademie in Leningrad. Sein Vater haßte Skalin, wie man nur einen Verbrecher hassen kann, der einem die Ehre genommen hat. Jurij verehrte Stalin, bis ihm dieser Krieg die Augen öffnete, die er als Komsomolze stets vor der Wahrheit verschlossen hatte. Als wir Jurij den Satz des sowjetischen Offiziers wiederholten, sagte er:„Der Oberleutnant kann nicht jung gewesen sein.“ Warum nicht?— Wie ein oft gesprochener Satz klang die Antwort:„Der junge Mensch kann in Rußland nicht so weit denken.“ Nach einer Weile fügte Jurij hinzu:„Oder war der Oberleutnant ein Jude?“ um dann unvermittelt zu sagen:„Mein Lehrer in Leningrad, den. Wir wechseln ein paar unwichtige Worte, ehe er seine Ansicht mit folgenden Worten formuliert:„Im russisch=japanischen Konflikt am Halchingol, kurz vor Beginn des deutschpolnischen Krieges, kämpften unsere Truppen sehr tapfer. Genau so in Finnland. Das war jedoch das letzte Mal. In den Krieg gegen Deutschland traten wir ohne Vertrauen auf unsere Kraft. Unsere Führung fühlte sich klein vor dem Genius der deutschen Feldherrnkunst. Deutschland warf Polen in 18 Tagen nieder. Unsere Presse brachte diese Meldung mit dem Kommentar, daß wir in den Kampf eingreifen mußten, um ihn blitzschnell zu beenden. Wir hätten uns sagen können, daß wir eigentlich erst nach der Zerschlagung des polnischen Staates in seinen Raum einmarschiert seien. Doch unsere Eitelkeit wollte das nicht zugeben. Wir schenkten allzugern der jüdischen Propaganda Gehör. Frankreichs Zusammenbruch binnen sechs Wochen wurde weniger als grandioser Sieg Deutschlands als ein abschreckendes Beispiel für die Brüchigkeit der bürgerlichen Staaten hingestellt. Der Tenor unserer Propaganda hieß: „Seht, so morsch sind die bürgerlichen Staaten, daß sie trotz ihres gewaltigen Reichtums schon beim ersten Schwertschlag fallen!“ Gewiß sei Deutschland ein Verdienst an der Niederwerfung zuzusprechen, aber Deutschland rechne dafür auch nicht mehr zu den rein bürgerlichen Staaten...! Nicht jeder glaubte diesen Worten. Manch einer war hellhörig geworden, vor allem viele unserer befähigsten Offiziere.“ „Glauben Sie wirklich, daß die Rote Armee viel befähigte Offiziere besitzt oder besaß?“, werfe ich zweifelnd ein. Wegen Ehrgeis hingerichtet. Jurij antwortet ernst:„Heute glaube ich es nicht mehr. Tausende sind 1937 als Gegenrevolutionäre hingerichtet worden. Sie fehlten uns in diesem Krieg, denn es waren unsere klügsten Köpfe, die in England und Frankreich, vor allem aber in Deutschland Militärakademien besucht hatten. Der größte unter ihnen war Marschall Tuchatschewskl. Stalin fürchtete ihn wegen seines Ehrgeizes. In meinem Elternhause verkehrten viele hohe Offiziere. Ihre Zahl ist 1937 klein geworden. Der Kommandeur des Leningrader Militärbezirks, Primakow, war ein Freund unseres Hauses. Die Rote Armee besang seine Taten. In einer Strophe heißt es: „Und die schnaubenden Rosse des Primakow Dringen ein in die rauchende Stadt...“ Auch dieser Offizier durfte im vergangenen Sommer seine Reiter nicht mehr gegen den Westen führen. Er fand in einem Keller der GPU. sein ruhmloses Ende. Wissen zu gering geachtet. „Vielleicht“, so fährt Jurij mit seiner anscheinend leidenschaftslosen Stimme fort,„wäre noch manches besser geworden, hätte nach Tuchatschewski ein anderer Marschall die Neuorganisation der Sowjetarmee durchgeführt. Timoschenko bildete sie zu einer Paradetruppe aus, lehrte sie exerzieren, achtete auf die beste körperliche Ausbildung und vernachlässigte dabei den Waffenunterricht. Die Kanoniere konnten wundervoll marschieren, sie ertrugen die größten Anstrengungen, aber an ihrem Geschütz beherrschten sie nur wenige eingedrillte Handgriffe. Die kleinsten Ladhemmungen bereiteten ihnen große Sorgen. Das Wissen fehlte! Ich e meinen Lehrstuhl auf der Militärakademie in Leningrad verlassen, weil die Wissenschaft in der Roten Armee über die Achsel angeschaut wird. Timoschenko predigte seinen Soldaten:„Die Kugel ist eine Närrin, das Bajonett ist brav.“ Er war der Ansicht, daß auch heute noch der Kampf Mann gegen Mann die letzte Entscheidung bringe und diesen Kampf nur der stärkste und gewandteste Soldat, der mit dem Bajonett kämpfen kann, gewinnen würde. Das sind“— so schließt Jurij seine Ausführungen— „vielleicht die wichtigsten Gründe für die Behauptung des Oberleutnants. Es mag auch stimmen, was viele sagen, daß uns Deutschland um ein paar Tage oder Wochen mit dem Angriff zuvorgekommen sei. Unsere Truppen erhielten am 18. Juni scharfe Munition. Sei hätten am 19. Juni schießen müssen. Wir warteten damals täglich auf die Landung der deutschen Truppen auf englischem Boden. Das wäre das Signal für unseren Angriff gewesen...!“ Der ehemalige Professor an der Militärakademie in Leningrad zuckt mit den Achseln, als wollte er sagen:„Vielleicht ist es besser, das alles so gekommen ist.“ Statt dies auszusprechen, greift er nach dem Komißbrot, das vor ihm auf dem Tisch liegt. Bedächtig schneidet er sich eine breite Scheibe ab. Es ist Frühstückszeit. Versorgung mit Pflanzkartoffelsoatgut Alljährlich müssen große Pflanzkartoffelmengen vom Osten zum Westen befördert werden. Kriegsbedingte Schwieden letzten Auyin Es ist deshalb auch für den kleinen Kartoffelanbauer wichtie, sich rechtzeitig auf alle eventuellen Schwierigkeiten vorgubereiten. Mit anderen Worten, jeder Kartoffelanbauer muß bestrebt sein, aus dem eigenen Aufwuchs der gesundesten Sorten vorsorglich die für das nächste Jahr die, auch am Gesamtbedarf gemessen, immerhin einen ganz erheblichen Pflanzgutbedarf aufzuweisen haben. Natürlich handelt es sich nur um eine vorsorgliche Maßnayme. Alle zuständigen Stellen bleiben nach wie vor bemüht, Pflanzgut in ausreichender Menge zur Verfügung zu stellen. Wie verfährt man nun bei der Pflanzgutgewinnung im eigenen Betrieb oder Garten? Im allgemeinen rechnet man auf einen Morgen 12 Zentner Pflanzkartoffeln. Für den Nachbau soll man in erster Linie die gesunden und ertragreichen Sorten wie beispielsweise Ackersegen, Voran, Ostbote, Mittelfrühe, Flava usw. berücksichtigen. Im eigenen kranke und kümmernde Stauden mit„Stumpf und Stiel“ entfernt werden, weil diese auch den gesunden Bestand in hohem Maße gefährden. Besondere Sorgfalt muß man der Aufbewahrung des so ausgewählten Pflanzgutes schenken, worüber wir später berichten. Jeder Kartoffelanbauer legt sich also zur Sicherheit solange Pflanzgut aus bestem eigenem Aufwuchs zurück, bis er die Möglichkeit hat, einen Teil des Pflanzgutes durch zugekauftes neues Pflanzgut zu ersetzen. usg. Preissenkung auch für Stamm- und Feldküchengerichte. Zu der gemeldeten Anordnung über die Senkung der Gaststätten= und Beherbergungspreise, die der Reichskommissar für die Preisbildung und der Staatssekretär für Fremdenverkehr gemeinsam herausgegeben haben, ist noch folgendes hervorzuheben: Die Speisenpreise haben den verabreichten Speisen nach Zusammensetzung, Güte, Menge und Zubereitung zu entsprechen. Die Angabe mancher Gastwirte, die Minderung der Fleisch= und Feitmenge werde durch reichlichere Zugabe von Gemüse, Kartoffeln usw. ausgeglichen, trifft erfahrungsgemäß meist nicht zu. Die Leistungsminderung ist deshalb durch dementsprechende Preissenkung auszugleichen. Die vorgeschriebene Preissenkung zwischen 5 und 15 Prozent gilt auch für Speisen und Gedecke, für die Höchstpreise festgesetzt sind, so u. a. markenfreie Stammgerichte, das preisgebundene Tops= oder Tellergericht, das Feldküchengericht und das preisgebundene Gedeck, so weit die Leistungsminderung nicht schon bei Festsetzung der Höchstpreise für diese Gerichte berücksichtigt ist. Der Rundfunk am Freitag, 14. August. Reichsvrogramm: Emmt Braun spielt Noveletten Robert Schumanns von 11.00 bis 11.30 Uhr. Nachmittagskonzert des Reichssenders München von 16.00 bis 17.00 Uhr. Von Sonne und Heide erzählt die unterhaltsame Musiksendung von 20.15 bis 21.00 Uhr. Ein„Farbenspiel der Klänge“ vermitteln die Kapellen Adolf Secker und Jan Hoffmann mit Solisten in der beiteren Unterhaltungssendung von 21.00 bis 22.00 Uhr. Deutschlandsender: Pfitzner, Schumann, Walter Niemann und Paul Graener sind die Komponisten de: Konzertsendung von 17.10 bis 18.30 Uhr. Zum 70. Geburtstag von Siamund von Hausezger singt Luise Richartz „Hymnen an die Nacht", Adolf Mennerich dirigiert die sinfonische Dichtung„Aufklänge“(20.15 bis 21.00 Uhr). Pergolesis Singspiel„Die Magd als Herrin“ und ein Concerto Grosso von Bach bilden den Inhalt der Sendung von 21.00 bis 22.00 Uhr. Unsere Glückwunschecke„i, Auf das hohe Alter von 84 Jahren kann im heutigen Freitag der Rentner Friedrich Schmidt, Pivitsheide V. H.(Bollerbruch), zurückblicken; 80 Jahre alt wurde Fräulein Henriette Albert, Blomberg, Langer Steinweg; ferner vollendeten Frau Witwe Paula Vormbusch, geb. Schwabedissen, Bad Salzuflen, Lange Straße 51, Frau Witwe Marie Knipp, geb. Hellbeck, Bad Salzuflen, Obernbergstraße 39, und der Fabrikarbeiter Andreas Nex, Bad Salzuflen, Fischerkamp 22, ihr 70. Lebensjahr. Wir gratulieren! Mond-Aufgang 8.07 fl Mond-Untergang 21.28 helfen den lippischen Bauern Die Ablösung im langfristigen Einsatz rückt am 17. August an In diesen Tagen ging der lapgfristige Einsatz der Schülerinnen der jetzigen Klasse 8 zu Ende, die seit Mitte Juni draußen im Lipperland auf den Bauernhösen, in den Kindergärten und in Haushaltungen an ihren Arbeitsplätzen standen und dort von früh bis spät ihre Pflicht getan haben. Vor allem in den bäuerlichen Einsatzstellen war ihre Hilfe dringend notwendig. Es wird manche Bäuerin, die zu Ostern kein Pflichtjahrmädel bekommen hatte, aufgeatmet haben, als sie Mitte Juni durch den Einsatz dieser Mädel eine Hilfe bekam. Wenn auch anfangs eine leichte Abneigung gegen die „Schülerin“ bestand, so haben doch die Mädel schon in den ersten Tagen durch ihre Arbeitsleistung und durch ihren guten Willen, den sie mitbrachten, jedes Mißtrauen beeitigt und haben gezeigt, daß sie ihren Platz voll ausfüllen konnten. Und wo das Mädel mit viel Freude und einem festen Willen an die neuen Aufgaben heranging und die Bäuerin auf der anderen Seite auch das Verständnis dafür zeigte, daß dieser Einsatz für das Mädel ja eine große Umstellung bedeuteie und es sich zunächst einmal einarbeiten mußte, da entstand bald eine gute Arbeitskameradschaft. So fühlten sich die Mädel bald sehr wohl in ihren Einsatzstellen, auch wenn sie tüchtig und schwer arbeiten mußten. Sie Hilfe und haben die Mädel jetzt nur ungern gehen lassen. Doch sie bekommen schon nach einigen Tagen neue Hilfskräfte. Während die Klasse 8 jetzt ihr kurzen, aber wohlverdienten Ferien genießt, und dann ab 1. September die Schule wieder besucht, wird die Klasse 7 in denselben Einsatzstellen noch einmal für zehn Wochen eingesetzt. Vom 17. August bis 1. Oktober stehen neue Mädel zur Verfügung, die mit der gleichen Freude an die Arbeit herangehen, wie ihre Kameradinnen. Da diese Klasse zahlenmäßig etwas größer ist, können auch noch neue Einsatzstellen besetzt werden. Falls Bauern, die bei dem ersten Einsatz nicht mehr berücksichtigt werden konnten, auch jetzt noch dringend eine Hilfe benöligten, so müssen sie ein Mädel schriftlich oder lelephonisch bei der Bauumüdelführung Lippe. Detmold, Bismarckstraße 2(Tel. 2802) beantragen. Die Mädel werden zum 17. August oder 1. Sepiember eingesetzt und bleiben jeweils zehn Wochen. Die Ankräge müssen umgedend gestellt werden. den lippischen Städten Detmold Auf frischer Tat ertappt. In den Vormittagsstunden des Donnerstag wurde in einem Detmolder Schuhgeschäft eine Ladendiebin auf frischer Tat ertappt. Es konnte beobachtet werden, wie die Diebin ein Paar Kinderschuhe in ihrer Handtasche verschwinden ließ. Die von auswärts stammende Frau wurde festgenommen und ins Untersuchungsgefängnis eingeliefert. Bei der Festnahme stellte sich heraus, daß die Verhaftete innerhalb von acht Tagen in dem gleichen Schuhgeschäft fünf Paar Kinderschuhe gestohlen hat. Zwei Paar der gestohlenen Schuhe hatte sie bereits wieder verkauft. Die gestohlene Ware konnte sämtlich wieder herbeigeschafft werden. Fundunterschlagung. Dieser Tage verlor ein wenig begüterter Kriegsbeschädigter aus der Landeshauptstadt seine Geldbörse mit 120 RM. Inhalt. Leider hat sich der Finder bis jetzt noch nicht gemeldet. Es muß daher Fundunterschlagung angenommen werden. Anmeldung möblierter Zimmer. Nach einer kürzlich erlassenen Anordnung müssen zur Vermietung kommende möblierte Zimmer in Detmold bis zum 15. August 1942 angemeldet werden. Gleichzeitig müssen nähere Angaben über die Höhe des Mietpreises usw. gemacht werden. Der Bürgermeister der Stadt Detmold erinnert heute in einer Bekanntmachung an die Einhaltung dieser Vorschrift. Säumige haben mit Bestrafung zu rechnen. Lenee Im Entstehen gelöscht. Am Donnerstagvormittag gegen 9 Uhr wurde die Feuerwehr Lemgo zum Ablöschen eines Brandes gerufen, der in einem Lemgoer Betried in der Laubke ausgebrochen war. Es handelte sich um einen Exhaustorbrand, der durch raschen Einsatz im Entstehen gelöscht werden konnte. Die Feuerwehr brauchte kaum mehr einzugreifen. Gegen 11 Uhr war jede Gefahr beseitigt. Der entstandene Sachschaden ist ehr gering. schneiden lassen, so daß diese einen gepflegten Eindruck machen. Im Zusammenhang hiermit wird darauf hingewiesen, daß das Schneiden der Hecken an Privatgrundstücken besonders in den schmaler Tweten wenigstens soweit durchgeführt werden muß, um den Verkehr nicht zu behindern. Das trifft auch zu bei größeren Hecken an Feldwegen. Hier ist eine glatte Schur nicht erwünscht, ein Auflichten muß aber so erfolgen, daß das Getreide ungehindert eingefahren werden kann. Bad Salzuflen Größere Bargeldsumme gestohlen. Während der liegenden Lebensmittelkarten, ein größerer Bargeldbetrag und Zigaretten. Der Dieb hatte noch die Frechheit den Rest einer Flasche Nordhäuser, die ebenfalls im Zimmer stand, auszutrinken, sodann den Wohnraum abzuschließen und den Schlüssel mitzunehmen. Wahrnehmungen erbittet die Kriminalpolizei. Kurtheater Bad Salzuflen. Auf die am morgigen ende Auffüh Sonnabend stattfindende rung des unterhaltenworden. Lage Schlecht belohnte Gastfreundschaft. Eine aus Blomberg stammende Frau hatte sich bei einer ihr bekannten Familie im benachbarten Pivitsheide für eine Nacht einquartiert. Als Dank für diese Gastfreundschaft i de an nüchten worgen Votmaten und vernd. Sie kam jedoch nicht weit, denn noch am en Tage wurde sie von der hiesigen Schutzpolizei am Bahnhof festgenommen. Kaninchendiebstahl. Vor einigen Nächten wurde einem Anwohner in der Bülte ein schlachtreifes Kaninchen gestohlen. Das Fell wurde jetzt in der Nähe der Gemeinde Hagen gefunden. Wer Angaben über den Täter machen kann, wende sich umgehend an die zuständige Gendarmeriestation, Pottenhauser Straße. Blomberg Eine teure Angelegenheit. In einer der letzten Nächte wurde hier eine große Schaufensterscheibe eines Geschäftes am Marktplatz stark beschädigt. Der untere Teil der Scheihe wurde zertrümmert, der Rest bekam Sprünge. Der Täter meldete sich gleich beim Inhaber des Geschäftes zur Tragung des Schadens. Sommerfeit des RSV.=Kindergartens Horn Schon seit Wochen waren die Kleinen des RSB.=Kindergartens der Stadt Horn erfüllt von dem in Aussicht stehenden Sommerfest. Sie hatten unruhige Nächte und träumten von all dem Schönen, was da kommen sollte. Als der Tag gekommen war, ging es in festlicher Kleidung mit frohem Gesang zur Silbermühle. Dort hatten fleißige Hände bereits alles bestens vorbereitet. Allerlei war aufgebaut, was ein Kinderherz erfreuen kann. Im Garten und in der Halle waren die Kaffeetische auch schon nett gedeckt, so daß sich alle Teilnehmer zuerst laden konnten. Dann ging es zum Spielplatz. Ortsgruppenamtsleiter Donner begrüßte die Kinder, Mütter und Gäste auf das herzlichste. Anschließend begann dann der fröhliche Teil. Gemeinsam gesungene Lieder, Tänze und Spiele folgten in bunter Abwechslung. Den größten Anklang fand das Eselreiten, zu dem ein richtiger Grauschimmel eingetroffen war. Beim Sacklaufen und an der Kletterstange konnten die Kinder ihre Geschicklichkeit zeigen, wobei dann nette Preise winkten, die von der Leiterin des Kindergartens und ihren elferinnen angefertigt worden waren. Leider verging die eit allzuschnell. Gegen 18 Uhr wurde der Rückmarsch angetreten, der durch den schönen Wald führte. In Horn dankte Ortsgruppenleiter Koch der Leiterin und den Helferinnen, die sich um das Gelingen des Festes so verdient gemacht hatten. Dabei darf auch Onkel Heini nicht unerwähnt bleiben, der sich in den Dienst der schönen Sache gestellt und seinen freien Nachmittag geopfert hatte. Dieser Nachmittag wird den Kleinen noch lange in Erinnerung bleiben. Schweinezählung am 3. September Am 3. September 1942 findet auf Anordnung des Reichsministers für Ernährung und Landwirtschaft im gesamten Deutschen Reich die übliche Schweinezwischenzählung statt. Da die Ergebnisse dieser Erhebung für die Durchfühlich sind, ist es Pflicht eines jeden Viehhalters, den von den Gemeinden eingesetzten Zählern richtige und ausführliche Angaben zu machen. Insbesondere sind die Viehhalter auch verpflichtet, sich über die Höhe ihrer Schweinebestände so rechtzeitig zu unterrichten, daß sie den amtlichen Zählern am Zählungstage die gewünschten Auskünfte über Zahl und Art ihrer Schweinebestände zuverlässig geben können. Die Ernährungsämter, Abteilung A. Kreisbauernschaften, werden auch diesmal vom Reichsernährungsminister beauftragt werden, die Angaben der Viehhalter nachzuprüfen. Gegen Viehhalter, denen falsche Angaben nachgewiesen werden, wird auf Grund des Gesetzes über Viehzählungen vom 31. Oktober 1938 mit strengen Strafen vorgegangen werden. Arbeitslagung mit dem Gauleiler. Nachdem die Gauleiter des Großdeutschen Reiches vor einigen Tagen beim Reichsmarschall Hermann Göring zu einer Arbeitstagung zusammengekommen waren, batte Gauleiter und Oberpräsident Dr. Alfred Meyer dieser Tage im Landeshaus in Münster die führenden Männer der Partei, des Staates und der Wirtschaft ebenfalls zu einer Arbeitstagung eingeladen, auf der der Gauleiter RichtAinien über kriegswirtschaftliche und volkspolitische Fragen bekanntgab. nsg. Neues aus den Ortsbauernschaften Heibenoldendorf. Opferschießen für das D.R K. Die NSKOV=Kameradschaft Heidenoldendorf führt am kommenden Sonntag von vormittags 9 Uhr ab ein Opferschießen zugunsten des Deutschen Roten Kreuzes durch. Das Schießen wird am Schießstand am Postteich abgehalten. Heiden. Goldene Hochzeit. Heute seiern Ludwig Mölling und Frau Karoline, geb. Jasper, das seltene Fest der goldenen Hochzeit und zugleich ihr fünfzigjähriges Mietverhältnis im Hause Heiden Nr. 77. Ludwig Mölling schnürte schon in frühester Jugend sein Bündel und wanderte in die Fremde, um dort sein Brot zu verdienen. Der Jubilar steht im 75. Lebensjahre und ist noch sehr rüstig, verrichtet er doch heute noch alle vorkommenden Arbeiten. Die Jubilarin, im 74. Lebensjahr stehend, ist leider schon einige Jahre kränklich. Sie schenkte sieben Kindern das Leben und ist stolz, heute als Urgroßmutter dieses seltene Fest feiern zu können. Das Ehepaar Mölling erfreut in der Gemeinde allerseitiger Beliebtheit, nehmen en Anteil an den Geschehnissen die wol Kalb beide auch noch regen Anteil an den Geschehnissen iserer Zeit. Wir wünschen dem Jubelpaate noch einen cht langen und schönen Lebensabend. Sylbach. Wußte das Kalb Bescheid? Als ser Tage ein hiesiger Schlachter ein Kalb schlachten te, ließ er das Tier für Augenblicke allein. Das lb rückte aus, und zwar gleich so, daß man fünf Stunden suchen mußte, bis man es in einem entfernten Runkelfeld fand. Wußte das Tier vielleicht um sein Schicksal? Man sollte es fast meinen, weil es gar so weit weglief. Holzhausen bei Sylbach. Meister Reineke wieder am Werk. Hier sind die Füchse in letzter Zeit so frech geworden, dast sie selbst am Tage auf Raub auszu bewahren. Die PEN SCHRON schne llsteue versracktet? Die Röben- und Kortoffelernte sicht bevor. in wonigen Wochen sind die Erzeugnisse des deutschen Bodens zu den großen Verbrauchastätten zu leiten, bevor der Winter Schoden anrichten kann. Vorher jedoch muß die Schroftreserve erlaßt und über alle einsatzbereiten Transporteinrichtungen gehen. Durch schnelles Schrottoufbringen kann in der Zwuüschenzas der Abtronsport eriedigt werden, bevor die Hocktruchternte ihre Aneprüche stollt. Donm muc der betriebetöhrer Sichl-,„Geer- und Gußbestände prüfen und den ersten Meldezeitel durch eine Nochtrogsmeldung ergönzen und die Entiernung seines be. triebes zu Bahnstation und Wasterweg genou angeben. U Un TNICELE 46) Copyrignt br Knorr& Hirth Kdt.-Ges München Barosch, mäßig interessiert an dem arglosen Spiel der beiden Mädchen, räusperte sich.„Wenn es sich tatsächlich so verhält, wie Sie sagen, dann wird die Gräfin Dorival ohne Zweifel bezeugen können, wer Sie sind. Ich stelle Ihnen anheim, ein Telegramm nach Brünn zu senden. Die Gräfin könte dann schon morgen früh in Wien sein.“ Martina wischte mit dem Handrücken die Tränen von den Wangen und hob den Kopf.„Natürlich wird die Gräfin bezeugen, daß ich Martina Isenflamm bin— aber wird mir das helfen?“ „Warum sollte Ihnen das nicht helfen?“ fragte Barosch ein klein wenig verwundert. „Weil—“, Martinas verzweifelte Augen füllten sich von neuem mit Tränen,„— weil alles vergeblich ist! Sie wollen mich vernichten! Sie wissen genau, daß ich unschuldig bin, und ich— ach, ich weiß schon“, rief sie klagend, „ich weiß, wo Sie hinauswollen! Ich durchschaue Sie!" Barosch hob amüsiert die eine dünne Braue.„Nicht wahr, ich bin ein gräßliches Ungeheuer, das nichts anderes im Sinne hat, als Sie ins Unglück zu bringen?“ „Weiß Gott", rief Martina mit prachtvoll wilden Augen,„das sind Sie! Sie lassen die Gräfin kommen und die Gräfin wird aussagen, wer ich bin. Und dann, anstatt mich in Ruhe zu lassen, werden Sie kommen und sagen: aber das Diadem! Ich leugne's nicht, es war in meiner Handtasche, Castriota muß es hineingetan haben, denn er sah mich nur flüchtig. Aber werden Sie mir das glauben? Werden Sie dan nnicht wieder sagen: Sie sind zwar nicht die Lubomirska, aber das Diadem—“. „Beruhigen Sie sich“, erwiderte Barosch nachsichtig, „sobald die Gräfin Dorival Ihre Aussage bestätigt, sind Sie sofort frei. Es läge ja dann klar zutage, auf welchem Wege Sie in den Besitz des verhängnisvollen Diadems gekommen wären.“ Martina sah ihn mit weitaufgerissenen Augen an. Es fiel ihr so schwer, ihm zu glauben.„Ist das auch wirklich wohr!“ „Aber ja!“ rief er, ungeduldig geworden,„ich verbürge mich mit meinem Wort dafür! Und jetzt bitte schreiben Sie das Telegramm.“ Er deutete auf den Tisch.„Je früher die Gräfin hier eintrifft, um so früher sind Sie frei — vorausgesetzt, daß die Gräfin tatsächlich—“ „Ach“, rief Martina mit neuem Mut,„daran zweifle ich keine Sekunde! Wenn ich an etwas zweifle, so nur daran, ob Sie mich dann auch wirklich freilassen.“ Barosch aber war in solchen Dingen recht empfindlich, zumindest, er ließ es so erscheinen.„Hören Sie“, sagte er charf.„es kommt Ihnen keineswegs zu, meinem persönichen Worte Zweifel entgegenzubringen! Wenn ich sage, daß ich mich dafür verbürge, so hat Ihnen das zu genügen!“ Martina, tödlich erschrocken, senkte den Blick.„Verzeihung Exzellenz.“ Er wandte sich nachlässig ab und trat ans Fenster. „Jetzt schreiben Sie. Meine Zeit ist knapp bemessen. Martina setzte sich an den Tasch und schrieb:„Liebe Antschi! Bitte komm schnell nach Wien, ich bin verhaftet, und Du mußt bezeugen, wer ich bin! Aber eile, es ist alles so schrecklich! Deine Martina.“ Sie legte die Feder hin und reichte Barosch das noch seuchte Papier. Er überlas es und schüttelte ein wenig opf.„Wie unsachlich, und mindestens zehn Worte u viel“, sagte er, indem er das Papier durch die Lust hwenkte, um die Tinter zu trocknen. „Ich werde die Kosten selbst bezahlen, wenn Sie gestatten", warf Martina schüchtern ein. „Wenn ich gestatte?“ Er zuckte verwundert die Achseln. „Das müssen Sie ohnehin. Bitte sich nun fertig zu machen.“ Martina holte ein kleines Köfferchen vom Schrank herunter und begann Seife, Waschsachen, Zahnpasta, Hausschuhe und Nachthemd einzupacken. Während sie dies tat, war ihr so seltsam zumut, wie noch nie zuvor m ihrem Leben. Wie wunderlich, Koffer zu packen, wenn man sich auf die Reise ins Gefängnis macht! Ihre Hände zitterten, und sie hatte gar nicht das Gefühl, sie selbst zu sein. Es war ihr, als blickte sie durch eine Glaswand auf eine fremde, vom Unglück geschlagene Person, mit der sie nichts gemein hatte. ierhin und ihr Hirn arbeitete fremd war sie sich geworden, sie erkannte sich nicht mehr. 6 Ihre Hände hantierten mechanisch, sie ging dahin, öffnete Schubläden und Schränke, auch heitete zusammenhängend, aber wie namenlos Sie nahm ein Bündel eingerollter Strümpfe in die Hand, hob es hoch, legte es jedoch wieder zur Seite.„Wozu denn“, sprach sie dabei vor sich hin,„es ist ja nur bis morgen. Der Herr Hausgenoß aber, der ihrem umsichtigen Tun gelangweilt zusah, kratzte sich den Kopf.„Das soll man niemals nicht sagen, Fräulein: bis morgen! Niemand kann wissen, was nicht alles noch passiert. Nehmen S' die Strümpfe nur ruhig mit, und auch mehr Wäsch', wenn ich Ihnen raten derf. Ich weiß schon, wie das ist mit dem bis mörgen“.“ Damit drehte er sich diskret zur Seite, während Martina gehorsam Wäsche einpackte, wenngleich sie innerlich die Worte des Herrn Hausgenoß in den Wind schlug, würde doch morgen Antschi angebraust kommen und das ganze Netzwerk des gelben Teufels Barosch in Fetzen schlagen! „Hier, Hausgenoß“, sagte Barosch und reichte dem Geheimagenten das Telegramm,„bringen Sie das bitte gleich nachher auf die Post. Und hinterlassen Sie beim Portier einen Brief für die Gräfin Dorival, wo wir zu finden sind.“ Herr Hausgenoß nahm das Papier, faltete es sorglich und steckte es in die Tasche.„Ich nehme an“, fuhr Barosch fort und wandte sich an Martina,„daß Ihnen daran liegt, kein Aufsehen zu erregen. Ich gehe daher voraus und erwarte Sie im Wagen. Sie, Hausgenoß, kommen etwas später mit dem Koffer nach.“ Damit setzte er seinen hohen Zylinderhut behutsam auf den Kopf und verließ das Zimmer. Martina, in ihrem zyklamenfarbenen Leinwandkostüm, einen runden Hut aus Roßhaargeflecht auf dem weizengelben Haar, folgte Ihm nach einer oder zwei Minuten. Ihre Augen waren verweint, die Lippen blaß, sie schritt mit gesenktem Kopf durch die Halle und meinte, alle Blicke waren auf sie gerichtet wie zahllose runde Pistolenmündungen. Jedoch achtete niemand auf sie— einen kleinen Mann mit auffallend viereckigem Kopf ausgenommen, der mit scharfen Augen hinter einer bestaubten Palme hervorpähte—, und sie trat hinaus auf die Kärntner Straße, ie in tausend Lichtern erstrahlte. Die warme Augustnacht riff wie mit weichen Händen nach ihr, und ihr wurde altlos weh zumute. Sie sah die beleuchteten Fenster der Häuser, und in jedem Fenster blühte eigenes Leben. Vor dem Hotel aber hielt, glanzlos und düster, ein UnnumeKunst und Wissenschaft Selbstbildnisse des Altomontes restauriert. Durch den Restaurator des Gaumuseums G. Somzé, Linz, wurden die in St. Florian befindlichen Selbstbildnisse der beiden bedeutenden Barockmaler Martin und Bartholomäus Altomonte einer sachgemäßen Erneuerung unterzogen. Sie werden auf der Jubiläumsausstellung zu sehen sein, die die Wiener Akademie der bildenden Künste, die älteste Kunstakademie auf deutschem Boden, anläßlich ihres 250jährigen Bestehens veranstaltet. Düsseldorfer Uraufführung. Das neue Schauspiel von Hanns Gobsch,„Die Weltenuhr“, wird von den Düsseldorfer Städtischen Bühnen im Oktober innerhalb der Kunstwoche der Stadt Düsseldorf uraufgeführt. Zunahme des Theaterbesuchs im Westen des Reiches. Die Bühnen Westdeutschlands hatten im vergangenen Jahre eine Steigerung der Besuchsziffern zu verzeichnen, die in einigen Fällen 30 und 50 v. H. betrug. So stieg die Besucherzahl der Essener Städtischen Bühnen von 240000 auf 302 000 rierter mit halb herabgelassener Gardine. Auf dem Bock saß ein verschrumpfter Kutscher in einer grauen Pelerine und starrte mißmutig auf seine mageren farblosen Gäule herab. Unter den Fransen der Fenstergardine gewahrte sie das kleine runzlige Gesicht Baroschs, das ihr ausdruckslos entgegenstarrte wie ein Gesnenst. Gleich neben dem gelben Briefkasten an der Hotelwand stand ein uniformierter Polizeimann und blickte sie an. Ihr wurde schaurig kalt, sie meinte er stünde ihretwegen auf diesem Fleck, und ahnte nicht im entferntesten, daß sie hätte auf ihn zutreten und um seinen Schutz bitten können— oder hatte Exzellenz. Barosch etwa einen Haftbefehl in der Tasche? Er hatte keinen, er vertrat kein Amt und keine Behörde, er handelte nach eigenem Ermessen und stets im Dunkeln. Gerade als sie die Hand nach der Klinke des Wagenschlags ausstreckte, fuhr plötzlich nah und zischend eine Stimme sie an, daß sie erschrak:„Nur keine Angst nicht! Wir hauen Frau Baronin schon heraus..““ Sie blickte sich betroffen um, und da gewahrte sie das Männchen, Nachtkastl genannt, Warduhnes Gnom, in fliegender Hast durch die Menschenmenge davoneilen. (Fortsetzung folgt.) Aus den Nachbargebieten Bieleseld. Kinder zum Diebtahl verleitet. Während die Leherin M. in Senne II Besorgungen machte, verschwanden aus ihrer Wohnung Bettbezüge, Handtücher und andere Gegenstände. Das Haus war gut verschlossen gewesen. Wie war der Dieb am hellichten Tage in die Wohnung gelangt? Aufklärung brachte eine Verhandhlung vor dem Bielefelder Amtsgericht gegen die 32 Jahre alte. unlängst von #####ermde Wohnung zu..— ihr von innen ein Fenster zu öffnen. Sie stieg dann selbst ein und entwendete die Sachen, die der Junge anschließend im Walde versteckte. Er wurde dabei von dem Bauern G. beobachtet, der die Wäsche zunächst sicherstellte. Die W. aber, frech und dreist, ging zu dem Bauern und forderte ihren Raub heraus, da sie die Wäsche für die Lehrerin waschen wolle. Das schlechte Beispiel der W. führte dazu, daß der Schüler später mit einem andern Jungen noch einmal in die Wohnung der Lehrerin einstieg, Geschirr, einen Fußball und Tenniobälle stahl, um diese Sachen der W. zu bringen. Das Gericht verurteilte die W. jetzt zu vier Monaten uns zwei Wochen Gefängnis Münster. Großkundgebung mit Gauleiter Dr. Meyer. In der festlich geschmückten Stadthalle hatten sich die Männer und Frauen der Gauhauptstadt eingefunden, um aus dem Munde ihres Gauleiters die Parole für die kommenden Monate entgegenzunehmen. Auch diese Großkundgebung wurde zu einer Manifestation des Glaubens und der Opferbereitschaft der münsterischen Bevölkerung. Nachdem Gauleiter Dr. Alfred Meyer in einem zusammenfassenden Ueberblick die militärischen Erfolge auf den Kriegsschauplätzen gekennzeichnet und die politische Lage kurz gestreift hatte, wandte er sich in einem aufrüttelnden Appell an die Heimat.„Wir im Westen“, so sagte er,„müssen nun den Krieg in seiner ganzen Härte spüren. Wenn auch unsere Abwehrwaffen immer besser und besser werden, so ist er doch das oberste Gebot für die Zivilbevölkerung, sich selbst zu heifen. Unser Leben ist nicht kostbarer als das Leven der Soldaten an der Front. Jeder muß mithelfen, damit größerer Schaden vermieden werden kann. Als Vorbild muß uns immer wieder die Front dienen, mit deren Opfern unser Einsatz auch in den schwersten Fällen noch immer nicht zu vergleichen ist. Gewinnen wird das Volk, das die höchsten seelischen Kräfte hat, den stärkeren Glauben, die festesten Nerven und den höchsten Opfermut, und bisher haben wir Deutsche. diese Eigenschaften besessen und wollen sie auch weiterhin behalten.“ Kreisleiter Mierig dankte dem Gauleiter für seine Worte und konnte ihm im Namen der Bevölkerung versprechen, daß er sich auf Münsters Männer und Frauen voll und ganz verlassen könne. Aus der Bewegung RSDAP., Ortsgruppe Werl=Asve. Sonnabend, 15. August, um 20.15 Uhr Dienstbesprechung der Politischen Leiter bei Pg. Wehmeier in Knetterbeide. Hitler=Jugend, Bann Lippe(55), Hauptstelle II. Bis zum 1. September 1942 gibt jede Gefolgschaft die KK.=Gewehre zwecks Ueberprüfung auf der Dienststelle des Bannes ab. Auch die dazugehörigen Reinigungsgeräte. Fliegergefolgschäft 2/55. Schar 1. Die Schar tritt heute. Freitag, um 19.30 Uhr, vollzählig am Schießstand an. Schießbücher sind mitzubringen. IM., Gruppe 58/55, Barntruv, Schar 1 und 2. Alle Jungmädel treten heute um 15 Uhr am Heim an. Bei gutem Wetter mit Bade= und Turnzeug. Jugendaruppe Bad Salzuflen. Freitag, 14. August, 20 Uhr, Heimabend in der Alten Schule. Folgendes Material bitte mitzubringen: Hammer, kleine Stifte, Lederoder Filzreste. Alle Mitglieder werden erwartet. Unsere Kurzgeschichte 1 Heimweh) Von Eena Meyer=Koenig 2 Briefkasten Hündersen. Die Tierärztliche Hochschule befindet sich in Hannover. Die Bauernbacköfen Nordwesideutschlands Der Backofen ist für den Bauern genau so unentbehrlich wie beispielsweise der Pflug, denn die Bäuerin des abgelegenen Dorfes kann nicht„eben mal zum Bäcker laufen", um ein Brot einzukaufen, sondern muß, wie in vielem anderen, auch darin Selbstversorger sein. Daß sie deshalb bemüht ist, immer einen zuverlässigen Backofen zu besitzen, versteht sich also von selbst. Es ist nun sehr interessant, die einzelnen Bauernbacköfen nach Art und Stil zu betrachten. Da ist zunächst der uralt anmutende, ovale, mit Lehm verschmierte, unbedachte Bauernbackofen, wie ihn Vorgeschichtsforscher schon ausgegraben und in die spätere Eisenzeit eingestuft haben. Die Ofentür ist in der Regel wohl aus Eisen, aber es gibt auch noch zahlreiche Oefen, deren Tür aus einer Holzklappe besteht, die einfach vor die Oeffnung gestellt und durch ein Scheit gehalten wird. In den weitaus meisten Fällen findet man jedoch derlei Backöfen überdacht, uno zwar hat man einen Dachstuhl lose mit Pfannenziegeln belegt. Jene anderen Oefen, bei denen das Pfannendach direkt aufgemauert ist, sehen schon sehr modern aus. Zwar stehen sie auch noch allein, abgelegen vom Hofe, aber sie sind viereckig gemauert, die Wände sind je nach Größe bis zu eineinhalb Meter hoch, das Giebeldach ist nach dem Muster eines Hauses aufgesetzt, und was noch bemerkenswert ist, diese Backöfen haben einen mehr oder minder hohen Kamin, je nachdem es der Standort zuläßt oder erfordert. Eine andere Technik kommt in den Bauernösen zum Ausdruck, die mit einem Backhaus verbunden sind. Es besteht aus einem einzigen Raum mit dem nötigen Inventar, nicht zu vergessen den Backtrog, in dem der Brotteig durchgeknetet wird. Der Ofen ist auch vom Innern des Backhauses zu bedienen.— Die nächste Entwicklungsstufe verlegt den Backofen bereits ganz in das Innere des Hauses und stellt damit den direkten Vorläufer des modernen Backofens dar. Die Beheizung der Bauernbackösen geschieht ausschließlich durch Holz. Die Einrichtung verlangt eine gewisse Erfahrung, da das Feuer den ganzen Ofen gleichmäßig erhitzen soll. Ist das Holz verbrannt und hat das Gestein eine Hitze aufgespeichert, die für den folgenden Backprozeß mit Sicherheit ausreicht, dann wird das Loch abgedichtet, damit die Hitze nicht entweicht, und die inzwischen zubereiteten Brote werden mittels des langen Schiebers eingeschoben, nachdem man die Feuerrückstände entfernt hat. Die Bäuerin öffnete die Tür und trat in die Sonne hinaus. Sie atmete tief auf und legte die Rechte schützend über die Brauen, bevor sie mit halbgeschlossenen Augen in das weite Land blickte. Ueber dem großen Strom flimmerte die Luft, und das Grün der tiefen Wiesen säumte die User in fruchtbarem Ueberfluß, dazwischen glänzte das satte Schwarz, frisch umgebrochener Felder Eine Heidelerche trillerte, begann ihr klagendes Lied wie eine kleine, traurige Erzählung, sang Strophe um Strophe und fand kein Ende, von all dem Dunkel zu künden, das über der Welt liegt. Die Bäuerin lehnte an den breiten, festen Bohlen der Tür, hielt den Kopf gesenkt und preßte die flachen Hände an das glatte Holz. Plötzlich schien es ihr, als habe sie rufen gehört. Da bückte sie sich nach dem Korb. der neben ihr stand, und ging langsam die Straße hinab zum Fluß mit seinen Weiden und Feldern. Am Wegrand blühten blaue Blumen, die wie Glocken aussahen, und andere. weißen Sternen gleich, neben gelben Samtgesichtern und blaßblauen Vergißmeinnicht. Ueber allem sang die Lerche. Unter den Weiden am Fluß packte die Bäuerin den Korb aus, stellte Becher und Schüsseln ins Gras und füllte Ddas Essen auf. Sie brauchte nicht lange zu warten, die Leute ließen die Geräte liegen und kamen zu ihr, um Mahlzeit zu halten. Als Letzter kam der Bauer. Sorgsam hatte er zuvor die beiden Ochsen ausgespannt und sie in das dichte Gras am Ufer geführt, damit auch sie sich ausruhen sollten. Zuweilen sprachen die Leute miteinander, stellten Fragen und antworteten in ihrer harten, fremden Sprache, sogar ihr Lachen kam tief aus der Kehle, war ungelenk und ohne Helligkeit. Aber die Lerche sang auch hier, und wenn man die Augen schloß, konnte man von fern die Wasser rauschen hören. Der Bauer schwieg und beschäftigte sich mit dem Essen; bedächtig zerschnitt er das Brot und trank den Becher mit Milch leer. Da sagte die Bäuerin plötzlich leise: Dnr Der, Peiten Dir Ge. 5 ar- Miegz. 432. ei. e: wir im Schatten der Weiden. Und alles Land um dus herum war Heimat.“ Der Bauer antwortete nicht, aber er lächelte voll Zuversicht. Plötzlich griff seine Rechte in den schwarzen Acker, der sich neben der Wiese entlangzog. Er beugte sich etwas vor, wie um der Bäuerin die Erde in einer Hand zu zeigen. Aber als er in den weitoffenen Frauenaugen Tränen sah, ließ er die Erde durch die Finger rinnen und wandten den Kopf. Die Ochsen grasten am Ufer, sie hielten ihre schweren Köpfe tief gesenkt und entfernten sich langsam voneinander. Da stand der Bauer auf und ging zu ihnen, um sie wieder vor den Pflug zu spannen. Die Mittagszeit war beendet. Die Bäuerin packte das Geschirr zusammen und ging mit dem leichten Korb heimwärts. Sie hörte nicht mehr den Gesang der Lerche und sah auch nicht mehr die Blumen am Wegrand. Kleine flache Staubwolken tanzten um ihre Schritte und färbten Schahe und Rocksaum grau. Als sie vor der Haustür stand, war ihr plötzlich, als bewegten sich die breiten Bohlen in zuckendem Tanz. Der Boden schwankte, ein ängstlich würgendes Gefühl zwängte ihr den Hals zu. Schnell stellte sie den Korb auf die Erde und hielt sich am Türpfosten fest, dabei atmete sie tief und lehnte den Kopf gegen das Holz. Ja, die starke Tür bot Halt für eine junge Frau der sich plötzlich eine neue Welt auftat, und die mit ungläubigen, noch zweifelnden Augen in das weite Land hineinsah. Aber die Lerche sang ihr jubelndes Lied voll Hoffnung und Vertrauen, als wisse sie, daß: übers Jahr zwei Kinderaugen alles hier verwandeln würden. All die Wiesen am Fluß und die weiten Weizenfelder, all das Vieh in den Ställen und das belle Haus sollten dem freundlichen Zauber eines Kinderlachens verfallen. Sie sang: wo immer ein deutscher Bauer im Schweiße seines Leibes die Erde pflügt, da ist diese Erde deutsch, wo immer ein freier Mann über eigene Felder schreitet, da ist sein Vaterland, und wo ihm Kinder geboren werden, da ist seine Heimat Silmmmmmmmmmmmmmm Kleine Sportnotizen Dritter Sieg von Dessau 05. Die Fußballmannschaft des SV. Dessau 05 war auch im dritten Sviel ihrer Norwegenreise erfolgreich. In Tönsberg wurde eine Auswahlelf der Bezirke Vestfolf und Telemarken mit 5:0 Toren geschlagen. Heute trägt nun der Mittemeister sein letztes Spiel in Oslo gegen eine norwegische Auswahlelf aus. Letztes Vorundenspiel. Zun Ermittlung des Gebietsmeisters von Westfalen im Fußball wird am Sonntag das letzte Vorrundenspiel zwischen Borussia Dortmund und Arminia Bielefeld in Dortmund ausgetragen. Der Sieger steht acht Tage später mit dem VfL. Bochum 48 im Endspiel. Der Schuß ins Lippische In der Nähe Mindens, der alten Festung, die früher die Weserscharte zu bewachen hatte, verfolgte einst ein Gendarm einen Mann, den er bei einem Einbruch überrascht hatte. Der Verbrecher lief, was die Beine aushalten konnten. Er rannte und rannte. um die nahe Grenze des damaligen Fürstentums Schaumburg=Lippe zu erreichen. Der Gendarm folgte, so schnell es ging. Endlich war der Grenzbach erreicht. Wenn es dem Flüchtling gelang, auf das andere Ufer zu kommen, war er vorläufig frei, weil der preußische Beamte ihn zunächst nicht weiter verfolgen durfte; das mußte in der damaligen Zeit der schaumburg=lippische Gendarm übernehmen. Eine Brücke gab es hier nicht, aber der Dieb sprang mit einem gewaltigen Satze über den Bach. Als er sich vorläufig in Sicherheit wußte, packte ihn der Uebermut. Noch schwer atmend vom tollen Laufen macht er dem Gendarmen auf der anderen Seite des Erenzbaches zunächst eine lange Nase; und dann, ja dann entblößte er seine Kehrseite und zeigte sie dem Verfolger mit einer Verbeugung. Da packte den Gendarm die Wut, er steckte eine Schrotpatrone in den Lauf des Karabiners und schoß dem Frechling eine Ladung in die Sitzfläche. Der heulte auf vor Schmerz und Wut. Drohend seine Fäuste gegen den Preußen ausstreckend, schrie er: „Warte nur. warte nur! Du hast ins SchaumburgLippische geschossen!“ Diese Worte haben damals durch den ganzen deutschen Bund die Runde gemacht. Sie halsen dem Verbrecher allerdings nicht von der Strafe. Moritz Wieprecht. Prater=Lillputbahn entgleift. Die Liliputbahn, die im Prater schmalspurig dis zum Stadion fährt, war am Sonntag wegen des Großen Preises von Wien derart überfüllt, daß viele Benutzer in den kleinen Wagen stehend mitfuhren statt vorschriftsmäßig zu sitzen. Dadurch stürzte die Bahn abends in einer scharfen Kurve um. Eine Person wurde getötet. Außerdem gab es mehrere Schwer= und über 70 Leichtverletzte. Die heutige Ausgabe umfalt 4 Sellen. Verlagsleiter: Eduard Preißler. Hauptsch: iftleiter: August Prüßner (z. Z. Münster). I. V.: Karl Kuhl. Verlag: Lippieche Staatszeitung. G. m. b. H., Detmold, Paulinenstraße 14.— 2. 7. ist Pl. 8 gültig. Die gläckliche Geburt eines gesunden Mädels“ zeigen hocherfreut un: A. Kaufmenn und Prau Lina, geb. Oetzmann. Hersgrd, den 11. Ausust 1042. Unsere Gerda und Renate haben ein Schwesterchen bekommen: Rita. In dankbarer Freude: Marta Twistel, Erich Twistel.— Bad Salzuflen, Adolf-HitlerStraße 50. Statt Karten. Ihre Verlobung geben bekannt: Friedchen Ehlert, Emil Oberschelp. Hestrupl Barntrup. im August 1942. Ihre Vermählung geben bekannt: Werner Stukenbrek, Pastor, Elisabeth Stukenbrek, geb. Prölß.— Detmold (Brahmsstraße 5), den 14. August 1942. Ihre Trauuns geben bekannt: Fritz Tappe. Alme Tappe, geb. Brüggemann. Hiddesen Oettern, Im August 1942. Ihre Vermählung geben bekannt: Jesef Verpell, Lies Verpell, geb. Krüger.— Düsseldorf! Eichholz bei Detmold, im August 1942. Statt Karten. Ihre Vermählung geben bekannt: Ludwig Böger, Mimml Böger, geb. Dißmeler— Meierberg# Almena, en 14. August 1942. Ihre Vermählung geben bekannt: Rebert Titel, Lueie Titel, geb. Pandel.— Bad Salzuflen Asperheide, 14. August 1942. Wir wurden getraut: Wally Bering, Frieds Bering, geb. Heithecker.— Gelsenkirchen Blombers(Lippe), 13. Aug. 1942. Nach langer, schwerer Krankheit verstarb heute abend 19.30 Uhr mein lieber Mann, unser treusorgender Vater. unser lieber Schwiegervater, Großlvater, Bruder, Schwager und Onkel, der Pisnist Wilhelm Schlicht In tiefer Trauer: Marte Schlicht, geb. Reinert Huge Göhner u. Frau, geb. Schlicht/ Pani Sehulz u. Freu, geb. Schlicht! Wilhelm Seblicht u. Frau, geb. Hellweg! Hans Vehlew u. Frau, seb. Schlicht# Allred Ide u. Frau, geb. Schlicht Karl Schlicht u. Frau, geb. Hlll Karl Ridder u. Frau, geb. Schlicht Rudl Heidrich u. Frau, geb. Schlicht I und 19 Enkelkinder. Schötmar, Berlin, Vorderberg(Kärnten), Trier u. Münster, 11. August 1942. Die Beerdigung findet am Sonnabend, dem 15. August, 16 Uhr, vom Trauerhause, Schlageterstraße, aus statt. Trauerfeier 1/ Stunde vorher. Der Herr über Leben und Tod nahm heute nacht unseren lieben Vater, Schwiegervater, Grollvater, Bruder und Onkel, den Rentner Mathlas Hilgers zu sich in die Ewigkeit. Er starb nach langer, schwerer Krankheit im Alter von 70 Jahren. Um stilles Beileid bitten: Die trauernden Angehörigen. Ahlen(Schützenstraße 26), Bad Salzullen, Insterburg, Attendorn, M.Gladbach u. Münster, 11. August 1942. Beerdigung: Freitag, den 14. August 1942, 9 Uhr, vom Krankenhause aus. Nach kurzer. echwerer Krankheit verschied plötzlich und unerwartet mein lieber Mann, unser guter Vater. mein guter Sohn. Bruder, Schwiegersohn, Schwager und Onkel Gustav Plotroszewsky im Alter von 40 Jahren. In tiefer Trauer: Frau Pletresseweky. geb. Herdemeier. und Kinder. Belle, den 11. August 1942. Die Beerdigung findet am Freitag. dem 14. August, nachm. 3 Uhr, vorn Trauertmause aus statt. Statt jeder besonderen Anzeige Gott dem Allmächtigen hat es gefellen, heute morgen ½8 Uhr meinen lieben Mann, unseren treusorgenden Vater, Schwiegervater und: Großvater, Bruder, Schwager und Onkel, den Altbauern Hormann Bohike nach kurzer Krankheit im 78. Lebensjahre zu sich in die Ewigkeit zu nehmen In tiefer Trauer: Frau Luise Bohlke, geb. Idel Gustav Hom un und Frau Lieschen, geb. Bohlke 1 Fritz Kroos und Frau Martha, geb. Bohlke Sophie Bohlke. Großenmarpe, Leese, 12. August 1942. Die Beerdigung findet am Sonnabend, dem 15. August, nachmittags 3 Uhr, vom Trauerhause aus statt. Dienstag morgen 2 Uhr verschied nach langem, mit großer Geduld ertragenem Leiden, jedoch plötzlich und unerwartet mein lieber, herzensguter Mann, mein treusorgender Vater, unser guter altester Sohn, unser Schwiegersohn, Bruder, Schwager, Onkel und Vetter August Wöhler im Alter von 45 Jahren. In tiefem Schmerz die trauernden Hinterbliebenen: Marie Wöhler, geb. Flitters. und Sehn Herbert] Familie August Wöhler Johann Flittere u. Geschwister. Bielefeld, Schlageterstraße 57. Die Beerdigung findet am Sonntag, dem 16. August, um 16.30 Uhr vom elterlichen Hause in Lockhausen, Nr. 102, nach Schötmar statt. Trauerfeier eine halbe Stunde vorher. Mit den Angehörigen trauern auch wir um einen treuen und pflichtbewußten Arbeitskameraden. Betriebsführer und Gefolgschaft der Firma H. C. Friche, G. m. b. H., Maschinenfabrik, Bielefeld. Nach einem arbeitsreichen Leben ist heute morgen 2 Uhr im 86. Lebensjahre unsere liebe Mutter. Schwiegermutter, Großmutter, Urgroßlmutter und Tante, Frau Witwe Auguste Vogt geb. Sülwald, in Frieden heimgegangen. Die trauernden Kinder und Anverwandten. Bad Salzuflen, Recklinghausen, den 12. August 1942. Die Beerdigung findet am Sonnabend, dem 15. August, nachmittags 4 Uhr, vom Trauerhause, Am Ostpark 6, aus statt. Trauerfeier 1/ Stunde vorher. Nach kurzer, schwerer, unerforschter Krankheit verschied plötzlich und unerwartet unsere liebe, gute Mutter, Schwester, Schwägerin und Tante, die Kriegerwitwe Elise Loßmann geb. Klenke, im Alter von 52 Jahren. In tiefer Trauer: Heinrich Leßmann, Walter Leßmann als Söhne 1 Fritz Hartmann und Frau, geb. Klenke Heinrich Klenke und Frau 1 nebst allen Anverwandten. Brakelsiek, Schieder, Goldenstedt. Die Beerdigung findet am Sonnabendnachmittag um 14 Uhr vom Trauerhause aus statt. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme durch Wort und Schrift, die Kranzspenden, auch für die trostreichen Worte des Herrn Pastor Eichhorst am Sarge unserer lieben Entschlafenen sprechen wir auf diesem Wege unseren tiefempfundenen Dank aus. Hans Gedrat nebst Kindern.— Klüt, im August 1942. Geschäftliches Vom 17. bis 31, August bleibt mein Geschäft mit behördl. Genehmigung geschlossen. Rudolf Holzkämper, Schötmar. AdolfHitler-Straße 17. Kaufe laufend jedes Quantum Falläpfel. Karl Lüpke, Lemgo. Als Auffangstelle der Bezirksabgabestelle zugelassen. Schlachtgeflügel übernimmt jeden Posten zu den festgesetzt. Höchstpreisen zuzüglich Ablieferungspramie. Wildhandlung Kottmann, Detmold, zugelassene Erfassungsstelle des Eierwirtschaftsverbandes Westfalen. STELLENMARKT Melkermeister mit 2 Gehilfen für modernen Kuhstall mit ca. 50 Milchkühen und entsprechender Anzahl Jungvieh gesucht. Bewerbungen mit beglaubigien Zeug. nisabschriften an Gutsverwaltung Schönhagen. Post Bösingfeld i. L. Zum sofortigen Eintritt werden gesucht: Zwei männliche oder welbliche Angestellte(Sachbearbeiter) nach TO. A Vb u. VII. u. zwei welbliche Angestellte, eine für die Wirtschaftsstelle und eine für den Dienst in der Hauptverwaltung. Vergüt. nach Leistung, bei entsprechenden Leistungen evtl. außertariflich. Zureisekosten werden vergütet, bei Verheirateten wird Beschäftigungstagegeld gewährt. Ledige erhalten Aufbauzulage und Ausgleichszuschuß. Wohnung für einen Verheirateten ist vorhanden. Beherrschung der Kurzschrift und Schreibmaschine erwünscht. Bewerbungen mit Gehaltsansprüchen und Angabe des frühesten Antrittstermins umgehend erbeten, Aufrückung in Beamtenstellen(A 4c1, A 4c2, A 5. A6 u. A 7) ist möglich. Die Verwaltung umfaßt 26 Gemeinden mit rund 15000 Einwohnern. Der Amtskommissar der Amter Klonowa und Godynice In Klonowa. Kreis Schieratz(Warthegau). gez. Deppe. Suche für sofort eine füchtige Bürokraft. Heinrich Läger. Möbelwerkstätte. Sonneborn i. L. Haushälterin für frauenlosen Haushalt zu sofort oder später nach Bielefeld gesucht. Dieselbe muß in allen Haushaltsfragen bewandert sein und selbständig arbeiten und kochen können. Ange bote unter Nr. 3812 an die Lipp. Staatszeitung. Tüchtige Hausgehllfin für den I. Sept., evtl. später, gesucht. Oberst Pfitzner, Bielefeld, Fröbel straße 47. Kleine Anzeigen i WreID STAIlon Tüchtige, saubere Hausgehilfin sofort nach Berlin gesucht. Zuschrift. an Arch. Longworth, Bielefeld, Zastrowstraße 64. Hausgebilfin, selbständige, in allen Zweigen des Haushalts erfahren, für Etagenhaushalt für sofort od. später nach Bielefeld gesucht. Zuschriften unter Nr. 333 an I. D. Küster Nachs., Bieleseld. Für sofort eine ehrliche, selbständige Hilfe gesucht. Frau Bernbard Ühe, Detmold, Bruchstraße 41. Dame zur Beaussichtigung und Erziehung meiner beiden Kinder(7 und 10 Jahre) für nachmittags, etwa v. 2 bis 8 Uhr, gesucht. Frau Franziska Müller, Detmold, HansHinrichs=Straße 65. Dame sucht Hilfe für leichte Arbeiten(Besorgungen machen, Kleidung instandhalten und dergl.). wöchentlich 3—4 Stunden. Angeb. u. Nr. 3761 an d. Livp. Staatszta. Hausgebilfin zum 1. Oktober gesucht. Frau Bönning, Bad Salzuflen, Moltkestraße 3. Suche für Einfamilienhaus für sofort oder später Hausgehilfin, nicht unter 18 Jahren. Wasch= und Putzhilfe vorhanden. Zuschriften erbeten an Frau Ingeborg Müller. Halle i. Westf., Im Wischkamp 14. Hausgebilfin zum 15. September oder 1. Oktober gesucht. Kochen kann erlernt werden. Frau Kruel, Augustdorf, Schule I. Tüchtige Haushälterin zu alleinstehendem älteren Herrn für bald oder später gesucht. Erwünscht ist, schriftliche Arbeiten mit zu übernehmen. Auskunft: Lage, Hindenburastr. 17, und Detmold, Annastraße 5. Schulmädel zur Beaussichtigung eines 1½jährigen Kindes gesucht, evtl. nur einige Tage der Woche. Harke, Detmold, Paulinenstr. 12. Waschfrau sucht Friseur Jung, Detmold, Bruchstraße 41. Zu verkaufen Wäschemangeln, gebrauchte, gut erhalten, 55.—; Teppichkehrmaschine, 9.—; Obstpresse, 5.—; verk. Klein, 81128 Herd. gebrauchter, zu verkaufen. Heiden Nr. 67. Kinderwagen zu verkaufen. Detmold, Ernststraße 24. Kautgesuche Kinderschube, Größe 20 oder 21, und Sportkarre, gut erhalten, zu kaufen gesucht. Angebote unt. Nr. 3752 an die Lipp. Staatszeitung. Stahlmatratze, gut erhalten, für einschläfriges Bett, möglichst mit Polster, gesucht. Ullrich, Detmold, Krumme Straße 5, 1 Treppe. Polster füs zweischläfrig. Bett, gut erhalten, zu kaufen gesucht. Angeb. unter Nr. 362 an die Lipp. Staatszeitung. Geschäftsstelle Lage. Kachelosen oder Allesbrenner zu kauf. gesucht. Schule I. Augustdorf. Fahrradanhänger zu kauf. gesucht. H. Prasse, Detmold, Mühlenstr. 12. Verschiedens stopft Strümpfe für berufstätige Frau? Angeb. unter Nr. 3772 an die Lipp. Staatszeitung. Junge, erfahrene Büroangestellte übernimmt in Detmold zwei= b. dreimal wöchentl. stundenweise Arbeiten im Rechnungs=, Mahnu. Korrespondenzwesen. Angebote unt. Nr. 3775 der Lipv. Staatszta., Detmold. Wer führt kleine Maurerarbeiten an meinem Hause aus? Angeb. unt. Nr.=3788 an die Livh. Staatszeitg. Heide, wo bist du? Schreibe bitte an Nr. 339 J. D. Küster Nachf., Bielefeld. Verloren Goldene Halskette am 8. 8. 42 in Lage verlor. Abzugeben geg. gute Belohnung. Lage, Grüner Weg 4. Schlüfselchen(2, zusammengebunden), abhanden gekommen. Abzugeben gegen Belohnung bei der Lipp. Staatszeitg. oder Fundbüro Detmold. Goldenes Gliederarmband Mittwoch morgen Paulinenstraße— Kronenplatz. Abzugeben geg. Belohng. Detmold. Fürstengartenstraße 8 II. Goldener Herrenring, mit U. K. eingraviert, in Detmold verlor. Vor Ankauf wird gewarnt. Gegen Belohnung abzug. b. Fundbüro oder Lipp. Staatszeitg. Handtasche, kleine, auf dem Wege Oberschönbagen— Mosebeck verlor. Abzugeben: Poststelle Mosebeck. THEATER FHM:• VERANSTRLTUNGEN Lippisebes Lendestheater, Heute, Kammerlichtaphele Bad Salzüflen. Freitag. 19.30 Uhr:„Johann“, Lustspiel von Theo Lingen.— Sonntag, 16. August, 19.30 Uhr: „Renate fragt ihr Herz“. Lustspiel von Anneliese Schmolz. Der Vorverkauf für diese Vorstellung beginnt ab heute, Freitag, 11 Uhr. Kurtheater Bad Salzuflen. Morgen, Sonnabend, 20 Uhr:„Renate fragt ibp Herz“, Lustspiel von Anneliese Schmolz. Detmolder Lichtspiele. Ab heute, Freitag, der spannende und doch fröhliche Terra-Film„Hlmmelhunde“, mit Malte Jaeger, WalGemar Leitgeb, Albert Florath, Erik Schuhmann u. a. Deutsche Wochenschauf Kulturflim. Beginn: 15.30, 17.15, 19.30 Uhr. Jugendliche zugelassen. — Für Kurtheater-Lichtspiele Salzuflen. Freitag und Sonntag 16.30 u. 20 Uhr. Sonnabend u. Montag nur 16.30 Uhr. Der hundertprozentige Lustspielschlager„Ein Mädel wirbeit durch die Welt“, mit Magda Schneider, Theo Lingen, Harald Paulsen, Fita Benkhoff, Jakob Tiedtke. Für Jugendliche zugel. Central-Lichtsplele Lase. Ab Freitag bis Donnerstag. Anfangszeit: Wochentags 20 Uhr, außer Sonnabend, 17 u. 20 Uhr, Sonntag 15. 17.30 u. 20 Uhr. Willi-Forsts „Wiener Blut“. Ein Wien-Film im Verleih der Tobis. Willy Fritsch, Maria Holst, Hans Moser, Theo Lingen, Dorit Kreysler, Paul Henckeis, Hedwig Bleibtreu u. a. Eine köstliche Probe herzlichen Wiener Humoss u. Leichtsinns ist dieser neue Willi-ForstFilm, in dem Lachen und Lebensfreude sich mit rauschender Walzermusik zu einem beschwingten Reigen formen. Pür Jugendliche über 14 Jahre zugelassen. Hansa-Lichtsplele Lemgo. Freitag bis Montag. Anfangszeiten: Freitag u. Montag 20 Uhr, Sonnabend 17 u. 20 Uhr, Sonntag 15, 17.30 u. 20 Uhr. Wiederaufführung! „Sein bester Freund“, mit Harry Piel, Edna Greyff, Paul Westermeier. Die Geschichte von dem Polizeihund, der sich opfert, um das Leben seines Herrn zu retten, wird durch die Kunst Harry Piels zu einem Film von nicht alltäglicher Wirkung. Jugendliche über 14 Jahre zugelassen Bekanntmachungen Aumeldung möblierter Zimmer. Nach der Preisanordnung für möblierte Zimmer im Kreise Detmold vom 20. 7. 42 haben sämtliche Vermieter die zur Zeit bestehenden Untermietverhältnisse in Detmold bis zum 15. August 1942 bei mir anzumelden. Ich erinnere hiermit an diese Anmeldung und weise gleichzeitig auf die Strafbestimmungen beim Unterlassen der Anmeldung bin. Detmold, den 10. August 1942. Der Bürgermeister als Ortsvolizeibebörde der Landesbauptstadt Detmold. Ab Freitag tägl. 16.30 u. 20 Uhr, Sonntag 17 u. 20 Uhr. Der erste deutsche Farbengroßfilm:„Frauen sind doch bessere Diplomaten.“ Marika Rökk, Willy Fritsch, Erika v. Thellmann, Aribert Wäscher, Hans Leibelt, Georg Alexander, Rudolf Carl, Edith 0ß. Eine bezaubernde Ufa-Schöpfung, die mit schwungvoller Musik, mit spannenden Konflikten, mit witzigen, flotten Dialogen und mit herrlichen tänzerischen Darbietungen zu erfreuen und zu begeistern versteht. Jugendliche nicht zugel. Palast-Theater Lemgo. Freitag bis Montag. Anfang: Freitag u. Montag 20 Uhr, Sonnabend 17 u. 20 Uhr, Sonntag 15, 16.30 u. 20 Uhr. Wiederaufführung! Franziska Kinz in dem ergreifenden Großfllm„. aus erster Ehe“, mit Maria Landrock, Ferdinand Marion. Franziska Kinz und anderen Künstlern. Eine menschlich spannende Handlung, ein Film, der zum Herzen spricht.— Jugendliche nicht zugelassen. Wittekind-Lichtspiele Schötmar. Freitag bis Montag, 20 Uhr, Sonntag 17 u. 20 Uhr. Heinrich George, Ernst v. Klippstein, Ilse Werner: „Hochselt auf Bärenhof.“ Ein neues Meisterwerk aus der Hand Prof. Carl Froelichs nach der Novelle„Jolanthes Hochzeit“ von H. Sudermann, das als künstlerisch überlegen geformtes Lebensbild aus der Zeit um die Jahrhundertwende überaus stark fesselt. Jugendl. nicht zugelassen. VERSCHIEDENES Kisten, verschiedene Größen, abzugeben. Karl Helper, K.-G., Detmold. Verkauf Freitag, von 15 bis 18 Uhr. Schuppen. 10X5 m, 3 m hoch, hat abzugeben Wasserverband Lieme, Fr. Adam. Nr. 121. Laserraum(Saal, stillgelegte Molkerei) langfristig zu mieten=gesucht. Angebote an Schließfach 554, Essen. Ackerland zwischen Meinberg u. Steinheim zu pachten oder zu kaufen gesucht. Angebote unter Nr. 3796 an die Lipp. Staatszig. Zu mieten oder kaufen gesucht: Fabrik oder Lager mit besserem Wohnhaus(Villa) Gegend Detmold oder Umgegend(Harz) oder Westfalen. Angeb. an Postfach 603, Köln I. RM. 100 009.—, ertl. mehr, auf Haus- oder Grundbesitz, auch auf Erbhöfe, gegen hypothekarische Sicherheit zu verleihen. Gefl. Anfragen unter Nr. 3733 an die Lippische Staatszeitung.