Lippische Staatszeitung Druck und Verlag: Lippische Staatszta. NS.=Verlag G.m. b. H., Detmold. Geschäftsst u. Schriftl.: Detmold. Paulinenstr. 14, Fernr.: Sammeln. 2845. Postscheckk. 8592 Hann. Bankkonten: Deutsche Bank, Landesbank. Städt. Spark. Die„Eiov. Staatszeitung“ ersch. wöchentl. 7mal. Abbestellungen d. Zeitung nur bis zum 25. lid. Monats. Aun haunt der Landesregierung des baues eNational# K s S h Westfalen Porh der 269A6 sozialistische Zeitung uns sämtl. Behörden Anzeigenpreise: Die 22=mm. Zeile 9 R#. s. Famtlienanz. 9 Ru. Textanz., 77 um breit. 40 R-4. 8.Z. ist Preisl.7 gültig. Bezugsvr.: Monatl. bei Zustellung d. Boten einschl. Bestellg. 2 2. b. Zust. durch Post 2.42 Mu einschl. 63 J. Postgeb. Die Bebind. d. Lieferung rechts. kein. Anspruch auf Rückzabl. d. Bezugsor Ne. 85 Detmold, Freitag, 27. März 1942 14./176.) Jahrgang Moskau bläst erneut die Hilfstrompete Ein neuer Vorstoß Maiskys in London— Düsteres Frühlingsahnen der Sowjets Englisch-amerikanische Kombinationen über den nächsten Schlag der Achse Dr. H. G. Berlin, 26. März. Ein Schlaglicht auf die wirkliche Lage an der Ostfrout wirft eine Rede des Sowjelbotschafters Malsky in London, in der er in kalegerischer Ferm von neuem sofortige Hilse der Plutokralennder fordert und die englisch-amerikanische Aufsassung zurückweist, daß es 1943 oder 1944 zu der„enlscheidenden Offensive“ der Alltierten kommen werde. Auch die Zeil, so erklärt der jüdische Abgesandte Sialius, werde unter Umständen als Verbündeter auf der Seite Deutschlands stehen. Jedenfalls werde derjenige flegen, der mit größler Schnelligkeil und mit größtem Wagemut den Krieg zu führen verslehe. Die Waffenhilfe der Alllierten müsse gerade setzt augenblicklich und in vollem Umfange für Sowjelrußland einsetzen. Nach der Botschaft Stalins an die USA. und nach Litwinow=Finkelsteins Rede in Neuyork drückt jetzt also auch noch Maisky in London auf die Hilfstrompete. Es muß den Sowjets demnach nicht ganz geheuer vor dem Frühling sein Offensichtlich meldet Stalin nunmehr auch durch seinen Botschafter die Einlösung der englischen Versprechungen an, die seinerzeit im Kreml zwischen ihm und Eden ausgehandelt wurden. Jetzt, wo es sich herausstellt, daß die ganzen Hoffnungen, die von der seindlichen Seite auf die Winteroffensive der Sowjets an der Ostfront gesetzt worden waren, sich nicht erfüllt haben, wird es plötzlich brenzlig. Das geht auch aus dem Nachrichtendienst des Londoner Senders hervor, wo es heißt:„An der Ostfront beginnt es zu tauen. Die sowjetischen Angriffe sind schwieriger geworden. Den Deutschen ist es gelungen, Rschew, Wjasma, Orel, Charkow zu halten.“ Die Londoner Wochenzeitschrift„Illustrated London News“ stellt gleichfalls fest, es sei nicht bekannt, daß die Russen jemals während ihrer langen Winteroffensive größere Ortschaften zurückeroherten, Diese Feststellung wird heute, am Ende des Monats März, getroffen, nachdem man drei Monate lang vorher Taganrog, Neizsperren schützen griechischen Hafen vor englischen U-Boot-Angriffen. Die Haltebojen im oberen Bild lassen die Linie erkennen, auf der hier die gefährlichen Netze ausgeworfen wurden.— Unten schwere Ankerplatten, die das Sperrnetz senkrecht halten. PK.-Aufnahme: Kriegsberichter Ripken(PBZ.)-Sch. Ouerschnitt des Tages Der Führer hat auf Vorschlag des Reichsministers für Justiz mit Wirkung bis zum 31. Dezember 1943 den Generallentnant Reinecke in Berlin erneut zum ehrenamtlichen Mitglied des besonderen Senals des Volksgerichtshofes und den Fregattenkapilän Symons in Berlin als Stellvertreier bestellt. Die Ueberreste des am 22. und 23. 3. von italienischen und und deutschen Lufl- und italienischen Flottenstreitkräften zersprengten englischen Geleitzuges wurden erneul von zwei lialienischen Torpedoflugzeugen angegriffen. Zwei Kreuzer erhielten Torpedotresser. Einer der Kreuzer halte sosort Schlagseite. Am Mittwochnachmittag stürzie ein über Sibraltar ausgestiegenes zweimoloriges Bombenflugzeug aus 500 Meier Höhe brennend ins Meer. Die Besatzung konnle nicht aufgefunden werden. Jur Erinnerung an die schweren Kämpfe nordwestlich von Singapur wurde auf den Keppelhöhen ein zehn Meter hohes Monument in Anwesenheit sapanischer Armeesormationen feierlich enthüllt. Zur Besetzung der Andananen-Inseln wird ergünzend mitgeleilt, daß die dort stehenden britischen Truppen, die Zwecklosigkeit eines Widerstandes einsehend, bedingungslos kapikuliert hütten. Angreifenden sapanischen Streitkräften gelang Dienslag abend die Umflügelung der Tschungking-Streitkräfte nördlich der Stadt Toungoo in Burma. Japanische Kovallerie erreichte in weilansgreisender Bewegung Bedoshe, eiwa 30 Kllomeler nördlich von Toungoo, wodurch Toungee von der Straße nach Mandalay abgeschnitten wurde. Wjasma und viele andere Orte spielend zurückerobert hatte. Es ist dabei sehr interessant, daß Maisky auch in seiner letzten Rede in London sehr schulmeisterlich und frech die Londoner Behauptung abgelehnt hat, daß der Krieg im Osten von den Sowjets gewonnen werden müßte Diese Tatsachen beweisen 1, daß die Sowjets mit ihrem Ruf nach Waffen und mit ihrer Parole nach der Aufrichtung einer zweiten Front gegen Deutschland die strategische Lage als ernst anzusehen beginnen 2., daß eine unterschiedliche Aufsassung über die militärischen Operationen zwischen den Engländern und Amerikanern einerseits und den Sowjets andererseits besteht. Bekanntlich ist man sich im Lager unserer Gegner auch über die Kriegführung im Pazifik nicht im klaren. Man weiß aber, daß die nächsten Monate militärisch große * 2. meiter die Jahr Ereignisse dringen werden. Je weiter die Jahreszeit tingen vorschreitet, desto stärker wird das Bestreben der Kriegshetzer in London und Washington, die öffentliche Meinung der Welt schon heute auf gewisse Möglichkeiten der Kriegsentwicklung vorzuvereiten. Dabei verliert man sich in die verschiedensten Spekulationen über die deutsch=italienischen Angriffspläne. So meldet die amerikanische Nachrichtenagentur United Preß aus Syrien, man spräche immer mehr von einer deutschen Offensive von der Krim aus in Richtung auf die Petroleumquellen von Baku und von einem Vorstoß von Rhodos und den anderen Mittelmeerinseln durch Syrien. Ein Marsch durch Syrien würde türkisches Gebiet nicht berühren, aber gleichzeitig drei Haupt(Fortsetzung nächste Seitel Sowjets in erbittertem Nahkampf geworfen Bolschewistische Angriffe bei fortdauerndem Tauwetter überall gescheitert Aus dem Führerhauptquartier, 26. März. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Auf der Halbinsel Kertsch wurden schwächere seindliche Angrisse abgeschlagen. Im Donesbecken scheiterten Angrisfe der Zeindes, die zum Teil von Panzern unterstützt waren, in erbittertem Nahkampf an dem hartnäcktigen Widerstand deutscher und rumänischer Truppen. An verschiedenen Abschnitten der übrigen Ostfront wurden bei sortdasernden Tanwetter seindliche Angriffe in teilweise harten Kämpfen ebenfalle abgewiesen. Oertliche Angriffounternehmungen verliefen erfolgreich. Am 24. März warsen Kampfflugzeuge in einem Hasen an der Kankasusküste ein Handeloschiff wittleser Gröbe in Soamte.. p. 5 ltsches Unterseebort versenkte ostwärte einem stort gesicherten beitischen Geieltzug rer und einen Dampfer von 5 000 BNT. Ein deut Sollum aus eiten Zerstörer an Deutsche Kampflieger griffen den Hasen La Valetta Malta mit guter Wirkung an. Vor der Bucht Marsa Scirocco erhielt ein beitisches Vorpostenboot einen Bombentreffer. Nachtangriffe der Luftwasse mit Bomben schweren Kalibers auf das Hasengebiet von Dover und kriegswichtige Anlagen der Stadt verursachten große Schäden. Ein zur Aufklärung eingesetzer Kampfflug. zeug schoßz am Tage über der Südostküste Englands ein britisches Jagdflugzeug ab. Der Feind warf in der vergangenen Nacht Spreugund Prandbomben auf mehrere Orte in Westdeutschland. Die Zivilbevölkerung hatte Verluste an Toten und Verletzten. Störungoflüge einzelner seindlicher Flugzeuge führten in das südli #ger und Flatartillerie dor Vomber ab. Hierbei einen 15. und 16. Nachtjagdsieg. liche Reichsgebiet. Nachtillerie schossen acht der angreisenerzielte Oberleutuant Becker und Flakart ##u ber ab.## 15. und 16. Hauptmann Ihleseld schoß am 24. März seinen 79. bie 74. Gegner im Luftkampf ab. * Totes Hammelfleisch Das neue britische Armeeluftkorp: 9 Die langwierigen Geburtswehen des englischen Armerluftkorps, dessen Gründung jetzt offiziell in London bekanntgegeben wurde. haben sich nicht unter Ausschluß der Oeffentlichkeit vollzogen Das heute gezeugte Baby kann darum kaum als freudige Ueberraschung, sondern höchstens als Spätgeburt bezeichnet werden Seit Jahren beschäftigt sich die englische Kriegführung mit dem Problem einer Heeresluftwafse, und mehr als einmal ist auch die Weltöffentlichkeit darauf hingewiesen worden, daß hier eine wunde Stelle in der englischen Wehrmacht besteht. Nun beendet eine dreizeilige dürftige Ankündigung die vielfältigen Diskussionen, die London gewiß nicht als angenehm empfand. Die Zeit holi damit auch den voreiligen Redner Churchill ein, der schon im Juni 1941 großsprecherisch festgestellt hatte:„Es ist nach meiner Ansicht von großer Bedeutung, daß jede Division, besonders jede Panzerdivision, die Möglichkeit bekommen soll, sich mit einer gewissen Anzahl von Flugzeugen einzuarbeiten, die diese Division je nach Wunsch und Bedarf heranholen kann.“ Die ersten Kommentare, die jetzt zu der verspäteten Neuschöpfung in London vorliegen, beweisen aber, daß die Absicht zur Gründung eines englischen Armeeluftkorps noch viel älter ist. Wie General Hubert Gough, der militärische Kommentator von Reuter, feststellt, ist das englische Armeeluftkorps nach deutschon Vorbild entstanden. Den ersten Anstoß habe her erfolgreiche Einsatz während des Polenfeldzuges gegeben. Auch die Kämpfe in Belgien und Holland, die Invasion von Norwegen, der deutsche Angriff auf Kreta und die japanischen Schläge gegen Manila und Singapur, so schreibt der englische General. hätten den Wert einer derartigen Waffe bewiesen. Gough gibt damit indirekt zu, daß England volle zwei Jahre brauchte, um aus den praktischen Kriegserfahrungen die nötigen Konsequenzen zu ziehen. In einem Reuterbericht wird dafür behauptet, daß die neue Heeresluftwaffe schon einsatzbereit sei. Die Stadien der Versuche und Vorarbeiten seien überwunden. Aus Händen der williürichen Geheinhelbung könnten zwar me Zahlen genannt werden, doch sei eine Zahlen genannt werden, doch sei die Ausbildung der Truppen so weit fortgeschritten, daß die neugeschaffene Einheit sofort zusammengestellt und einsatzbereit gemacht werChurchill prophezeit neue Katastrophen Der britische Premier sprach vor den Konservativen—„Singapur die größte Kotostrophe der englischen Geschichte“ Churchill hiell am Donnersg der Konservaliven in Ceumit den am Vortage erneut vorgebrachten hw. Stockholm, 27. März. tag anläßlich der Jahreslagung don eine Rede, deren Zusammenhang durch den Sowjelbotschafter Maisty Forderungen Sialius nach einer Enklastungsofsensive unverkenbar war. Während Maisty unter Abkehr von den üblichen englisch=amerikanischen Vertröftungen auf 1943 oder 1944 kategorisch verlangt halte, alles müsse auf 1942 gecl wrden veriliche Sdurchlt seine hher darant ver. 1942 ein kaum minder kalastrophenreiches Jahr werden dürfte als seine Vorgänger. „Ueber Katastrophen der Vergangenheit und Hoffnungen der Zukunft“, so lautete das vielversprechende Thema seiner Ansprache, die jedoch in dem zweiten Punkt schwerenttäuschte und insgesamt beinahe noch pessimistischer war als die letzte Erklärung Churchills, auch wenn er sie mit den gewohnten Redensarten verbrämte.„Trotz aller Katastrophen werden wir gewinnen mit Hilfe unserer mächtigen Verbündeten", verkündete das Haupt des englischen Kabinetts, ohne sich darum zu kümmern, daß ganz genau die gleichen Hilfsspekulationen von seiten der sowjetischen Verbündeten kommen— nur noch weit dringlicher. Churchill zählte zunächst die Niederlagen des letzten Jahres auf. Obwohl er einige unterschlug, beispielsweise den besonders folgenschweren Zusammenbruch der mit großen Erwartungen eröffneten Libyenoffensive oder das nicht minder folgenschwere Scheitern der Luftoffensive gegen Deutschland, bestanden selbst die von ihm genannten Niderlagen aus folgenden Posten: Griechenland, Kreta, Hong kong, Malaya, Java, Rangun und Singapur. Den Verlu t dieser letzten Festung nannte er„die größte Katastrophe der englischen Geschichte“. Nach der stürmischen Oberhausdedatte vom Vortage ließ sich das wohl selbst für Churchill nicht länger verheimlichen Während Churchill, wie gesagt, Lidyen und den Luftkrieg vergaß, fügte er außerdem und bemerkenswerterweise noch den Krieg zur See hinzu. Er erklärte:„Mehr als das hat die Schlacht um den Atlantik sich, obwohl sie sich doch zeitweise günstiger anließ, gegenwärtig wieder verschlechtert“. Churchill meinte, der Ton liege auf gegenwärtig, aber, so fuhr er fort, und das war zweifellos der Kern und tiefste Sinn seiner ganzen Darbietungen, er könne leider nicht die Garantie bieten, daß England bereits am Ende seiner Mißgeschicke angekommen sei. Wenn er jedoch im Vorjahre erklärt habe, er könne Erfolge erwarten, die vielleicht durch Mißerfolge beeinträchtigt werden könnten, so sei er jetzt in der Lage, diese Formel zu ändern und anzukündigen, daß künftige Rückschläge nicht frei sein würden von Erfolgen. Nach diesen ärmlichen, aber für die konservativen Zuhörer vielleicht imponierenden rednerischen Taschenspielerstückchen kam Churchill auf sein bewährtes Lieblingsmotiv: „Insgesamt bei einem Rückblick in das vorige Jahre kann doch niemand die enorme Verbesserung verkennen, die darin liegt, daß England nicht mehr wie einst allein steht. An unserer Seite stehen jetzt drei der größten Nationen der Welt mit ihrer machsenden Macht.“ Vor einem Jahr habe er nichts sagen können über die endgültige Methode, den Krieg zu gewinnen. Jetzt aber könne er sagen:„Wir können den Krieg nur noch verlieren durch eigene Malta hat seine Rolle ausgespielt Die Lustherrschaft im Mittelmeer klar in unserer Hand Dr. H. G. Berlin, 27. März. Nachdem die Briten noch estern jeden Verlust bei der Zerschlagung des für Malta estimmten Geleitzuges geleugnet hatten und Churchill an den britischen Admiral Cunningham anläßlich der„sicheren und glücklichen Ankunft des Geleitzuges in Malta“ ein Glückwunschtelegramm sandte, sieht sich jetzt die englische Admiralität doch gezwungen, wenigstens ein teilweises Geständnis abzulegen. Ein Kreuzer und vier Zerstörer seien beschädigt, ein weiterer Zerstörer sei von einer Bombe schwer getroffen worden. Mehr gibt man allerdings vorläufig in London nicht zu. Wenn man das Ganze mit zwei pliziert, kommt man der Wahrheit schon näher! Das See=Luftgefecht im Mittelmeer beweist, daß Malta seine ursprüngliche Rolle nunmehr ausgespielt zu saben scheint. Die völlige Zerschlagung des britischen Geleitzuges im Seegebiet dieses britischen Stützpunktes sowie die pausenlose Bombardierung der kleinen, aber strategisch wichtigen Insel haben die dort stationierten Kriegsmittel Englands in einer Weise niedergehalten, daß Molta zu einer Wiederausnahme seiner Offensiofunktion nicht mehr in der Lage ist. In diesem Zusammenhang kann festgestellt werden, daß Generalfeldmarschall Kesselring seine Aufgabe, die Luftbeerschaft über dem Mittelmaer zu erringen, bereits gelöst hat, wodurch praktisch auch die britische Seeherrschaft um Mittelmeer in Frage gestellt ist. Die eer m. Frageg strategische Lage Englands im Nahen Osten und im Mittel meer ist also denkbar ungünstig. Malta kann seine Aufgabe, als Angriffsbasis gegen deutsche und italienische Geleitzüge zu dienen, nicht mehr erfüllen und vermag auch nicht mehr seine zweite Aufgabe zu tösen, die britischen Geleitzüge zu schützen, ist also als englischer Stützpunkt im Mittelmeer so gut wie ausgeschaltet. Nach den Verlusten an Schlachtschiffen und schweren rd im Mittelmeer erlitten hat, Kreuzern, die England im Mittelmeer erlitten ist nun die ganze englische Tätigkeit zur See im telmeer nur noch Kriegsschiffen mittlerer und kleinerer Wasserverdrängung überlassen. England hat seit Kriegsbeginn 36 Prozent seiner Schlachtschiffe verloren. Ein weiterer Prozentsatz ist außer Gefecht gesetzt worden, während die italienische Schlachtflotte wieder aus den sechs Riesenschiffen, besteht, mit denen Italien in den Krieg eingetreten ist. Das Kräfteverhältnis an der Schwelle des Frühlings 1942 beweist also, daß die„Winterschlacht im Mittelmeer“, auf die Churchill so große Hoffnungen gesetzt hat, die britische Mittelmeerslos4sc entscheidend gechwächt hat. Schuld.“ Gerade mit der Oberhausdebatte als Hintergrund ist dieser Satz das Eingeständnis Churchills, daß England nunmehr die endgültige Methode gefunden hat, den Krieg zu verlieren. Zum Schluß wurde Churchill so melodramatisch, als wenn es gelte, den Sturm einer kommenden Revolation durch Sirenentöne oder konservative Beruhigungspillen zu bannen. Die Unfähigkeit zu jeglicher Reform oder zu positiven Kriegszielen begründete er mit der Erklärung, später könne man mehr Aufmerksamkeit auf den Bau einer neuen Welt verwenden. Zunächst handele es sich darum, alles an die Pflicht der Selbsterhaltung zu setzen. Stets habe Neues und Altes in England Seite an Seite gewohnt. Durch Vermählung großer Traditionen mit neuem Geist habe man auf friedliche Weise Probleme gelöst, die anderswo die Einheit von Staaten zerstörten. Durch diesen Prozeß sei es gelungen, einen anständigen Levensstil zu finden, für den das englische Volk gern leben und, wenn nötig, auch gern sterben werde. Churchill will also die Gefahren, die das dolschewistische Bündnis und die anhaltenden Niederlagen auch von innen her für England heraufbeschworen haben, mit den typischen Phrasen konservativer Begründung wegleugnen. Ein schwedischer Bericht faßt das Londoner Echo auf die neuen sowjetischen Forderungen wie folgt zusammen:„Geringe Resonanz für Maisens Osfenlloverlangen: Die Churchillrede bestätigt das und läßt durch die Vorbereitung auf neue Katastrophen sogar erraten, daß selbst Churchill dem weiteren Kampf der Sowjets mit düsteren Ahnungen entgegensieht. Amerika soll 500 Lastflugzeuge schicken Aber leider nicht vorhanden. hd. Madrid, 26. März. Wie hilflos und pessimistisch man in England dem Vordringen der Japaner im pazifischen Raum gegenübersteht, geht aus einem Bericht des Londoner Vertreters der Zeitung„Pa“ hervor, der unumwunden mitteilt, daß die Stärke der japanischen Luftflotte und ihre Treffsicherheit eine der größten Ueberraschungen des Krieges darstellten, und daß Japan infolgedessen die Ueberlegenheit in der Luft besitze, der zu trotzen man außerstande sei. Die Streitkräfte in Nordburma, deren Aufgabe es sein sollte, die Japaner wieder herauszuwerfen, befänden sich in äußerst bedrängter Lage, weil linien drunge Vorrä gierung von Tschungking bestimmt waren. Ein trauriges und entmutigendes Resultat für die Chinesen, deren letzte Hoffnungen damit entschwinden. „Fachleute“ forderten sofort 500 Niesenflugzeuge von 7 Tonnen Tragleistung, die Amerika liefern müsse, um von Indien aus Hilfe zu bringen, obwohl man wisse, daß diese Flugzeuge gar nicht voryanden sind auch nicht beschafft werden können. Was Australien anlange, so beurteile man in London die Lage ebenfalls mit abwartenden Gefühlen; denn es genüge für Japan vollständig. Neu=Guinea, den Salomon=Archipel und einige andere Inseln in dieser Gegend zu besetzen, um Australien für immer als Basis der alliierten Gegenoffensive, von der man so viel Wesens mache, auszuschalten. — e K 1 könne. General nn bezeichnen luffassungen nicht sicht, klingen we ist zweifellos ! Gouoh, n muß, s# zu tetten. den man doch immerhin als scheint jedoch diese optimistischen Die Hoffnungen, die er ausaghafter und unsicherer:„Ein ngriffswaffe, und seine uftkorps ist zweifellos eine Angriffswasse, und seine Hauptcharakteristik ist die Ueberraschung, die fast der wichUgste Faktor bei jeder offensiven Operation ist. Aus der Errichtung dieser Luftkorpe können wir folgern, daß eine offenfive Strategie und offensive Schläge jetzt wirklich zu den ernsten Absichten unserer Kriegführung gehören sollen. Zur vollen Ausgüstung von Lufttransporttruppen muß die engste Zusammenarben in der Luft und eine tatsächliche Luftüberlegenhett vorhanden sein Wenn sich diese Lustüberlegenheit in den Hönden des Feindes befindet, so sind biche Lufttransporttruppen nur totes Hammelleisch.“ wlce sorsichtigen Formuliert.“ s: daß die Ankündigung gen verraten zum n über die Gründung des ChurDiese vor besten eines: daß Armeeluftkorps in erster Linis eine chills auf die immer ungestümer hervortretenden Wünsche des englischen Volkes nach einer Olsensive bedeutet. Schon die Einschräntungen General Konods deuten aber an, daß die jetzt so freudig degrüßte Waffe wohl nie mehr lein wird als das, was der britische General befürchtet: „totes Hammelf’eisch“ Das ist die deutsche Infanterie Hervorragende Kompf= und Marschleiflangen eines estpreußischen Insanierie-Betaillons. Berlin, 26 März. Ein anschauliches Beispiel für die gewaltigen Marsch= und Kampfleistungen deutscher Infanheristen an der Ostfront dietet ein ostpreußisches Vataillon, das bereits im Feldzug gegen Polen 1 022 Kilometer und im Westfeldzug 1 263 Kilometer kämpfend und marschierend Während des Krieges mit der Sowjetunion haben die ostpreußischen Grenodiere trotz schlechtester Straßen und ungünstiger Witterung weitere 1303 Kilometer bezwungen und damit insgesamt etwa 3 700 Kilometer zurückgelegt. Diese Marschleistungen sind umso höher einzuschätzen, als sie von borten Kämpfen begleitet waren. Allein im Ostfeldzug 1941/42 hatte das Botaillon bis jetzt 188 Kompftage, dobei hat dieses eine Vataillon im Ostseldzug 1 391 Gesangene“ gemocht und den Volschewisten blutige Verluste in Höbe von mehr als 1800 Mann zugefügt. Neunzehn Geschütze, ei# Granatwerfer, zweinndneunzig Maschinengewehre, zweiundvierzig Kraftfahrzeuge, drei Wassen=, Bekleidungs= und Verpflegungslager sowie zahlreiche endere Waffen umfangreiches Gerät wurden erbeutet oder vernichtet. 1n0 Beispielhafte Standhaftigkeit Berlin, 26. März. Durch seine ste Standreiter entMärz der OstAls die Bolschewisten gegen Mitternacht deutsche Gefechtsvorposten zu überfallen versuchten, schickte der Gefreite, der den Feind trotz seiner geschickten Tarnung erkannt hatte, den zweiten Posten zurück, um die in einem Dorf liegende deutsche Kompanie zu alarmieren. Er selbst blieb mit seinem Maschinengewehr in Stellung und ließ den Feind bis auf 150 Meter herankommen. Dann eröffnete er schlogfertig gut gezieltes Feuer auf die dichten Scharen der Bolschewisten. Nach dem ersten Schrecken begann der Feind, der nicht ahnte, daß ihm nur ein einziger deutscher Soldat gegenüberstand, ein Feuergesecht, in dem der Gefreite von allen Seiten beschossen wurde. Ein Explosivgeschoß traf die Lafette des Maschinengewehre. Seine Splitter verwundeten den tapferen Sudetendeutschen mehrmals im Gesicht. Trotzdem blieb er unerschütterlich an seinem Maschinengewehr und nahm die Volschewisten weiter unter Feuer. Auch als die inzwischen alarmierten Kameraden in den Kampf eingriffen, beteiligte er sich um weiterhin an der Morgen in immer Erst als ilsche inzwischen——. Kampf eingriffen, beteiligte er sich Abwehr des Feindes, der bis zum neuen Wellen anzugreisen versuchte war, ging er schinengewehr fünfzig tote " Sieben Franzosen erhielten das Eiserne Kreuz. v. Bichy, 26. März. Wie jetzt in Poris bekannt wurde, sind im Laufe der Kämpfe der letzten Woche an der Ostont sieben Mitglieder der französischen Freittilligenlegion gegen den Bolschewismus mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet worden. Unter ihnen befinden sich ein Masor, zwei Leutnante und vier Begionäre. „Trotz heftiger Abwehr voll durch Genf, 26. März. Ueber die deutschen Luftangriffe in der Nacht zum Dienstag veröffentlicht der„Doily Expreß“ eine Meldung, in der festgestellt wird, daß es den deutschen Kampfflugzeugen trotz heftiger Luftabwehr gelungen sei. bron Unarist enf Doon vell Du Se###. ist au viels Stunden später seien Luftschutz, Vo litär mit den Aufräumungsarbeiten beschäftigt ge habe sich um den heftigsten Angriff seit langer en. Ee eit geMoskau bläst e. Hilfstrompete Ueder das gleiche Thema läßt sich die englische Nochrichtenagentur Exchange Telegraph aus, wobei darauf hingewiesen wird, daß Rommels Armee in den letzten betröchtlich verstärkt wurbe, während andererseits festgetellt worden sei, daß starke Truppenzusommenziehungen der Achse auf dem Dodekanes(auf der italienischen Inselgruppe vor der Südwestküste Kleinasiene) und nomentlich in Rhodos vorgenommen worden seien Es scheine, daß sich ver deutsche Vorstoß gleichzeitig in mehreren Richtungen dewegen solle. Während die Armee Rommels in Lidyen vorstoße und die englischen Streitkräfte binde, hötten die deutschen Truppen an den anderen Fronten eine doppelte Offenswe zu unternehmen, die eine von der Krim aus auf die Rohölquellen des Kaukasus, die andere vom italienischen Dodokanes aus, um nach einem Flottenangriff Fuß in Syrien zu fassen. Von dort könne man dann nicht nur nach Süden auf den Suezkanal. sondern auch nach Osten gegen den Jrak und gegen Iran vormarschieren, um so von Westen her den sapanischen Angriff auf Indien zu unterstützen Man sieht also, daß in zwei verschiedenen Nochrichtenzentren dieselden Komdinationen angestelt werden. Auch an anderen Stellen finden sich feindliche Berichte über angede liche deutsche Vordereitungen im mittleren Osten, die nach schwedischen Meldungen in Inglend Keigende Aufmerksomkeit finden, wobei auch aus die Tatsache hingewiesen wird, daß der bulgarische König in Berlin weile und der türkische Botschafter in Berlin bereits in Ankare eingetroffen sei. Wir verzeichnen diese Kombinationen lediglich deshalb, um zu zeigen, wie sehr man sich im gegnerischen Lager DE ESE T: den Feinden Regt. seine Rolle ausgeDie verdiente Onittung Stockholm, 26. März. Die Londoner„Daily Mail“ beklagt, sich bitter über den angeblichen„Verrat“ der Burmesen, die kurzerhand als Mitglieder der fünften Kolonne de J# degeichee ini erenben un Pahr. mit Japan sympathit das Blatt,„Frugen bei.“ Sie sollen, wie virlsam zum Fall von Rangun bei.“ Sie sollen, wie das Blatt behauptete, die Japaner in kleinen Cruppen in den Rücken der britisch=indischen Stellungen am Billin= und am Sittangfluß geführt und ihnen außerdem den Weg auf Elefantenpfaden durch den Dschunge! gezelgt und ne über die Bewegungen der englischen Truppen unterrichtet haben, Burmesische Zischer hätten die Japaner mit kleinen Booten auf Flüssen und Kanklen in den Rücken der englischen Stellungen gebracht, und mehrere burmesische Regimenter seien zu Japanern übergegangen. Der Versuch der Engden segan e# Rückzug zu zerstören, sei oft durch den Ueberfall von Burmesen verindert worden. Um weiterem„Berrat" vorzubeugen, leien, die Engländer gezwungen gewesen, die Zivilbevölkerung aus der Kriegszone zu entfernen. Die„Daily Mail“ vermeidet es auch naheliegenden Gründen peinlichst, die Ursachen für dieses Verhalten des burmesischen Volkes zu beleuchten, das jetzt den verhaßten Beiten die jahrelange Unterdrückung und Knechtung quittiert. Mit der blanken Waffe zurückgeschlagen Sowjetische Angriffe erfolgreich abgewiesen— Der Feind verler 2000 Tote und Kriegegerät Berlin, 26. März. Wie das Oberkommando der ocht mitteilt, wurden am 34. 3. on der nordostOshailt verlausenden Prantn wagen=Unterstützung vorgstragene### grifse gegen die deutschen Stellungen on abgewiesen. I. 3. an der nbrbostmit Panzerkampfe dolschewistische Anen in harten Kümp. Ein örtlicher Einbruch des Feindes wurde im sofortigen Gegenstoß, der durch das zur Zeit herrschende Tauwetter sehr erschwert wurde, unter hohen Verlusten für den Gegner vereinigt, Erneute Angriffe gegen eine von unseren Truppen besetzte Höhe brachen im zusammengesaßten Feuer aller Waffen ebenso zusammen, wie ein aus einem Wald heraus vorgetragener Angriff, der mit der blanken Waffe zuruckgeschlagen wurde. Der Feind hatte bei diesen Kämpfen schwere blutige Verluste. Neben zahlreichen Gefangenen verlor der Gegner, wie ein deutscher Spähtrupp Jeststellte, rund 1000 Tote allein in dem Gefechtsabschnitt einer einzigen deutschen Division. Auch südostwärts des Ilmenseon, wo die Bolschewisten am 24. 8. verschiedentlich ihre vergeblichen Angriffe wiederholten, hatte der Feind große Menschenverluse. Ein von starkem Artillerieseuer eingeleiteter Angriff., wurde durch das deut Sperrfeuer zerschlagen. Auch auf diesem Kampffeld stellte ein Spähtrupp nach erfolgreicher Abwehr der eindlichen Angriffe in den beiden letzten Tagen über 1000 Gefallene sist. Der Feind hatte bei seinen nutzlosen Vorstößen aber nicht nur hohe Menschenverluste, sondern er verlor auch wertvolles Kriegsmaterial, So wurden bei einem Gegenstoß durch Teile einer deutschen Panzer=Division einige neue Stützpunkte gewonnen, dabei mehrere feindliche Panzer vernichtet und zahlreiche Pelcinzngewehre, Handfeuermassen und PanzerTrotz des im Südabschnitt herrschenden unsichtigen Tauwekters griff die deutsche Luftwasse am 25. 3. im Donezgebiet, nachdem sie am Vortage durch Abschuß von 29 feindlichen Flugzeugen die Luftverteidigung der Bolschewisten schwer angeschlagen hatte, erneut die Nachschudlinien des Feindes an. Der Schwerpunkt lag bei der Bekämpfung der Eisenbahnlinien im tückwärtigen feindlichen Gebiet. Durch Bombentreffer und Bordwaffenbeschuß zerschlugen die deutschen Kampfflugzeuge drei vollbeladene Züge, vernichteten vier Lokomotiven und beschödigten eine Anzahl Züge, Bahnhöse und Gleisanlagen schwer. Japaner beherrschen den Golf von Bengalen Ausgezeichneter Hlotten- und Lußtstützpunkt—. Die strategische Bedeutung der Andomanen Berlin, 25. März. Wie bereits gtmeldet, haben sapanische Streitkräfte die Inselgruppe der Andamanen im Golf von Bengalen besetzt. Diese Operation ist von großer strategischer Bedeutung. Die Andamanen liegen nur noch rund 1 000 Kilometer von der Ostküste Britisch=Indiens entfernt. Die Entfernung bis zu dem wichtigen britischen Flottenstützpunkt Trincomales auf Ceylon beträht nur rund 1 200 Klometer. Die wichtigsten Gesverdindungen nach Indien laufen aus dem Indischen Ozean in den Colf von Bengalen, der jetzt, nachdem die Andamanen in japanischer Hand sind, von der jepanischen Flatte be*— nach Kalku herrscht wird. Die Seezufuhren nach Kalkutta und Madras sind damit stark bedroht. Der sapanische Vorstoß in den Golf von Bengalen, der setzt zu der Besetzung der Andamanen geführt hat, ist die konsequente Auswertung der Eroberung von Singapur. Nachdem praktisch ganz Sumatra, Jova, die Halbinsel Malakka und damit ein großer Teil der burmesischen Küste in japonische Hand gefallen sind, befinden sich fost 4000 Kilometer Küstenlinie am Indischen Ozean unter jopanischer Kontrolle. Die Andamanen sind sowohl als Flotten= wie als Luftbast für die nüchsten“ sapanischen Opexationen von unschätzbaremn Wert. Die Hauptstadt der Inselgruppe, Port Blase, besitzt ebenso wie Port Comwall einen ausgezeichneten Flugpletz Nord=Sumatra wird gesäubert Fast 3000 Gesangens und reiche Beute der sezanischen Truppen. Tokio, 26. März. Wie Domei aus Medan meldet, hat eine Einheit des japanischen Heeres, die in NordSumatra operiert, vor kurzem 2 975 feindliche Soldaten, die, in Mißachtung der Befehle der niederländichen Behörden zur Einstellung des Kampfes, ihren lderstand gegen die japanischen Truppen fortsetzten, gefangengenommen Es handelt sich bei den Gesangenen um 2102 Niederländer und 878 Beiten. Der Feind ließ auf einer wilden Flucht 148 Gefallene zurück. Bei den Kämpfen erdeuteten die japanischen Trupven sieben schwere Geschütze, zwei leichtere Geschütze, zwei Minenwerfer, 90=schwere und leichte Maschinengewehre, zahlreiche Kraftwagen, 13 Boote und 90 000 Tonnen Köhle. Im Osten ist überall Front: Jede Minute kann den Kampf bringen Ober die alten Komptstätten des Kessels neuen Kämpten entgegen rd. Im Osten, im März. Die Kolonnen zogen über die alten Kampfstätten des Kessels neuen Kämpfen antgegen. Infanteriekompanien, Mot= und Schlitt=Verbände, Stäbe waren aus dem Marsch. Panzer, Flak und Sturmgeschütze rollten wieder. Zwischen den Schneewällen zu beiden Seiten der Rollbahn ging es nur ruckweise vorwärts Auch die geländegängigen Panjeschlitten und Zugmaschinen konnten wegen Minengefahr nicht abseits vom Wege fahren. Links und rechts waren die Soldaten der Baubataillone unentwegt bemüht, die Straßenbreite zu erweitern, Ausweichstellen anzulegen und aus Eisblöcken längs= und quergezogene Mauern zum Schutz gegen Schneewehen aufzuschichten. Die unermüdlichen Feldgendarmen versuchten den Verkehr in Fluß zu halten und hatten an den zahlreichen schwierigen Passagen ein schweres Amt, Heute schlen die Sonne, morgen konnte wieein Schneesturm wehen. Hier trat immer etwas Unerwartetes und Unvorhergesehenes ein, hier gab es stöndig Ueberraschungen Wandlung der sowjelischen Augeissspläne. Die Einheiten rückten an die Front und doch auch wieder nicht an die Front: die Front war überall. Es gehörte zu den üblichen Selbstverständlichkeiten d# ser Bewegungen, daß sie jederzeit in Kampf übergehen konnten Handgrangten und Maschinenpistolen woren griffberest gegen den immer zu erwartenden Ueberfoll, unablässig ten hinter den schußbereiten Zwillingsmaschinengswehren wachsame Augen den wolkenlosen Himmel nach Ratas ab. Da war rechts unmittelbar an der Straße eine Vatterie in Stellung gegangen, um Ansammlungen versprengter Kröfte drüben im Wald zu zerschlagen, Weiterdin sicherte Pak pegen immerhin mögliche Angeiffe von Panzern, da der T 34 mit seiner großen Bodenfreiheit und den breiten Gleisketten auch durch den hohen Schnes kom und nicht unbedingt on Wege gebunden war. Die bolschewistische Kampfführung stützte sich nun wieder vorzugsweise auf Störung und Veunruhigung durch Banden und Stikommandos, nachdem ihr erster Ansatz zur Initiative und zu Operationen größeren Stils nach unserm Muster in der Winteroffensioe fürchterlich gescheitert war. reien Die Landschaft des Todes. An der ziegelroten Bahnhofsruine, die mitten im fr Gelände in der Nähe der Reste des bolschewistischen Truppenübungsplatzes stand, wurde die Ausstattung der in der Winterschlacht von Rschew vernichteten Divisionen gesammelt, die über Winter von der Wolga bis an die Weichsel hatten dringen sollen Sie hatten alles verloren und hiergelassen. Die Armisten der Stoßdivisionen bedeckten die Schneefelder vor den alten deutschen Stellungen. Sie waren noch nicht mal von der Wolga fortgekommen und sollten doch die Weichsel erreichen. Der Winterdurchbruch nach Deutschland, der eigene hierfür aufgestellten und angesetzten Massen war schon hier, kaum versucht, auch gestoppt Es waren grausige und schaurige Leichenfelder. Die weiten weißen Flöchen sahen aus, als wären sie von brauen Maulwurfshügeln aufgebrochen. Reihenweise und übereinander lagen die zusammengeschossenen Sowjetarmisten da, verkrümmt oder zersetzt, mit starr erhobenen Armen und Beinen. Der Fuß konnte nicht zutreten, ohne an eine Leiche zu stoßen Es war die Landschaft des Todes. Ungeheure Verluste dn Sowiele. In dem Dorf, in dem nachmittags drei Uhr zur Mittagsraft gehalten wurde und die dampfende Feldküche unter einer Gruppe kahler Birken auffuhr, war kein Haus mehr zu betraten, daß man etwa auf einem Stuhl oder an einem Tisch und doch ein wenig geschützt den duftenden Schlag Erdsensuppe aus dem Kochgeschier hätte lösseln können. Hier war nichte mehr heil, hier lebte nichts mehr. Drüden an einer Hauswand saßen sieben Volschewisten nedeneinander in sich zusammengesunken, die därtigen grauen Gesichter auf der Brust. An der Hausocke waren zwei vier, fünf lang hingestreckt Ein sechster klebte förmlich am Geböude, schräg, wie ein Akrobai im Sprung. Bis zu seiner Höhe war die Hausfront vom Dach glatt ausgerissen. Der breite Osen, von dem gespensterhoft die dunklen Augenausschnitte einer Gasmaske berunterglotzten und über dessen Rand ihr Rüssel herüberding, erhod sich über Schutt und Staub. Hinter dem Haus ragten aus einem Sprengtrichter verstümmelte und verbrannte Leiber hervor, zwischen ausgeglühten Stahlhelmen und Gasmaskenbüchsen und einem zertrümmerten Maschinengewehr. Ueberraschend und unerbittlich hatte der schnelle Tod zugeschlagen und getroffen. Bunker unler Häusern. Da wurde an dem Ort, an dem alles tot und erstorben hien, das verborgene Leben entdeckt. Von irgendwoher wankten zwei Frauen heran, die eine mit den beiden Eimern am Wasserholz, die andre mit einem Bündel auf dem Handschlitten hinter sich, und verschwanden plötzlich unter der Erde. Dort, wo sie ihre Lasten eben abgestellt hotten, war gerade neben einer kleinen Mulde voller toter Bolschewisten ein Brett flach in der Erde. Man klappie die Falluke auf. Stickiger widerlicher Dunst quoll einem entgegen. Da unten zeigte sich nach einer Pause ein bleicher Kinderkopf wie ein Geistergesicht, blickte verständnislos aus hohlen Augen nach oben und brachte allmählich auch ein paar russische Brocken heraus, die keiner verstand. Dabei tauchten mehr und mehr Gesichter in dem dunklen Ausschnitt zusammengedrängt auf. So hausten in den Bunkern, die die Bolschewisten kunstfertig und mit dreifacher Balkendecke unter den Häusern gebaut hatten, Freuen und Kinder, die nach der Schlacht in ihre Dörfer zurückgekehrt waren und nichts mehr als des vorfanden. In den kaum haldmannshohen Unterständen, in die kein Luftzug und kein Lichtschein drang, fristeten sie ihr Dasein bei Pferdefleisch als letzter Nahrung, und auf halbverfaultem Stroh in ihren Lumpen und mit ihren Läusen. Wirklich ein Leben von Leichen unter Leichen. Initialide in deutscher Hand. Die Kolonnen zogen vorbei und weiter dortdin, wo chon die Geschütze brüllten und wo es auch über kurz oder lang nach hartem und erbittertem Kampf ebenso aussehen würde, wie in dem durch den brutalen Zerstörungswillen der Bolschewisten zu einem Elendsquartier gewordenen und zu. einem Griedhof wordenden Gebiet, das sie dinter sich Die Schlacht ging fort. Neue Operationen bahnten sich an, die die Sowjets wiederum vernichtend traffen sollten. Sie begannen den Winter mit einem massierten Ansturm, der uns erschüttern und werfen und sie bis ins Reich bringen sollte Sie bezogen eine maßlose Abfuhr. Sie wollten uns unter den Einwirkungen des barbarischen Winters das Heft aus der Hand schlagen. Wie bestimmten auch im Winter nach wie vor das Gesetz des Handelne und entschieden, wann und wo sie gepackt und geschlagen wurden. Kriegsberichter Wilhelm Dieckmann. Das Ritterkreuz für Oberst Seidemann Auch zwei naue Ritterkrenzträger des Heoren.„ Vorktu. 29. Mürz, Der Bührer aurle, auf Vorschlag Reichsmer ——— Nreuzus in Oderst mann, Sdef des Generalstades Hbers in Gupraches, Haus Heideunsn, an 15. Junuar 1902 geboren, hat als Chef des Generalstabes einer Luftflotte, vorher als Ehef des Stabes eines Fliegerkorps, durch seine umfassenden Kenntnisse in der Truppenführung und im Einsetz von Fliegerverbänden sowie durch seine großen liegerischen Föhigkeiten an den Erfolgen der Lustflotte im Westen, und besonders auch an den Angriffen gegen England, hervorragenden Anteil. Im Ostfeldzug hat er die Angriffsoperationen ebenfalls maßgebend zahlreiche Aufklärungsflüge über dem Bei einem Sonderunternehmen hat er als Führer von Luftwaffenverhänden im Zusammenwirken mit einer Armee durchschlagende Erfolge erzielt, die die rückhaltlose Anerkennung der Führung der beteiligten Heeresverbände gefunden haben. Sowohl als Generalstabschef als auch ale Truppenführer hat er persönliche Tapferkeit und Kühnheit des Wagens, gepaart mit höchster persönlicher Verantwortung, bewiesen. * Ferner verlieh der Führer das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Oberleutnant Gerbard Werner, Kompaniefer in einem Insanterie=Regimont und Oberleumant miechef in einem eim Gagers, Kompanie Insaniertelhelm Regiment. Oberleutnant Gerhard Werner hot als Kommandant eines Stützpunktes trotz zweifacher schwerer Schulterverwundung einen entscheidenden wichtigen Abschnitt tapfer verteidigt, während Oberleutnant Wilhelm Eggers in den harten Adwehrkämpfen südlich des Ladogasees durch seinen umnermüdlichen und rücksichtslosen Einsotz wesentlich dazu beigetragen hat, daß mehr als 40 Feindangriffe— zum Teil im Gegenstoß— abgewiesen werden konnten. Aufklärungsvorstöße nach Südlibpen Rom, 26. März. Der italienische Wehrmachtbericht vom Donnerstag meldet: Sahara=Abteilungen drangen in Aufklärungsvorstößen ins südlibysche Wüstengebiet vor und stellten fest, dak dort überhaupt keine seindlichen. Verbünde vorhanden sind. Starke deutsche Luftwaffenverdände erzielten Trefe fer im Hafen von La Valetta und geiffen zu wiederholten Malen die Anlagen und Einrichtungen der Flugplätze Halsar, Mieabba und Gudia an. Zwei Spitfire wurden im Luftkampf abgeschossen, zwei weitere Flugzeuge am Boden zerstört. Englische Flugzeuge überflogen in dieser Nacht einige Ortschaften in Norditalien, darunter Mailand und Turin, ohne Vomben abzuwersen. Einige Flakdatterien traten in Tätigkeit Kein Interesse an der„Todesfahrt“ Der Vorsitzende der Verbandes der norwegischen Seeleute zu den Verhaftungen in USA. Oslo, 26. März. Anläßlich der Verhaftung von 3000 norwegischen Seeleuten in USA. erklärte der Vorsitzende des Verbandes der norwegischen Seeleute dem norwegischen Telegrammbüro: Durch den Entschluß, ihre Schisse zu verlassen, haben die norwegischen Seeleute unzweldeutig ihren Sandpunkt gegenüber der Fortsetzung der„Todessahrt für England und USA.“ zum lusdruck gebracht. Die Seeleute verstehen den Ernst der Zeiten durchaus und nehmen die Konsequenzen aus ihren Verhalten und aus den gemachten Erfahrungen auf sich. Die Verhaftung ist nach Ansicht des Vorsitzenden aus zwei Gründen erfolgt: 1. weil die Seeleute für England und die USA. nicht mehr zur See fahren wollen und 2. weil die englischen und die USu.=Behörden wissen, daß die Seeleute, sowelt ihnen dies jrgend möglich ist, der Aufsorderung des Reederverbandes, ven nöchsten neutralen Hafen in den ostasiatischen Gewössern aufzusuchen, folgen würden. Von den geflöchteten Geeleuten llegen überdies Mitteilungen vor, daß sie nur einen Bruchteil ihrer Heuer ausbezahlt bekommen hätten, während sie den Rest in Form von zweiselhaften Anweisungen vom sogenannten norwegischen Einanzministerium in Vondon erhalten sollten. Viele Seeleute seien auch in England an Alkoholver= giftung gestorden und viele haben sich wegen der schlechten Behandlung das Leben genommen. Hinter dem Betrug steht das Diktat Berlin, 26. März. Den schlagendsten Beweis für das großangelegte Botrugsmanöver der Briten gegenüber Indien erbrachte kein geringerer als Erippe selbst mit folgender vom englischen Nachrichtendienst am Donnerstagmittag veröffentlichten Aeußerung über seine Verhandlungen mit den indischen Persönlichketten.„Unser Schema ist das beste und kann auch in seinen fundamenialen Punkten nicht irgendwie verändert werden.“ Deutlicher konnte die Absicht Englands, den Indern auch diesmal wieder ein glattes Diktat au“ und sie zur vielfach verstärkten Hilfeleistung für Churchills und Roosevelts zu werden Diktat aufzuerlegen Hilfeleistung für den Krieg prossen, gar nicht enthüllt Weitere Beweise für Englands einziges Ziel, die Inder gegen billige Versprechungen als Kanonenfutter einzusetzen, bringt eine Neuvorker Meldung. Danach berichtet der internationale Nachrichtendienst aus Neu=Delhi, der britische Plan zur Regelung der indischen Forderungen sehe in den Hauptpunkten die Gewährung des Dominien=Status nach dem Kriege sowie Wadlen für die regierenden Körperschaften der Provinzen gleichfalls nach dem Kriege vor. „Nach dem Kriege!“— Das haben die Inder schon einmal gehört! London wendet auch heute— in der Stunde seiner größten Not— die alten Betrügerknifse an, um weitere Dumme zu finden, die zum Sterben für Englands Krieg bereit sind. Gandbi trifft Crippe ep. Bangkok, 27. März. Mahatma Gandhi ist nach Delhi avgereist. Er hat von Cripps ein Telegramm erhalten, in dem dieser ihn für Freitag zu einer Unterredung einlud. England unterdrückt die Wahrheit Der britlsche Informationsminister kündigt schkriste Feusurmaßnahmen an. Steckholm, 20. März. Der britische Onformationsminister hat, laut Reuter, unter dem Eindruck der stöndig schwieriger werdenden Lage Englands eine bedeutende Verschärfung der Zensur angekündigt. Es solle dadurch u. a. verhindert werden, daß„verzerrte Bilder hiesiger Zustände“ ins Ausland gelangen, ebenso Meldungen, die vazu Anlaß geben könnten, eine„gewisse Reibung zwischen den Alliierten“ zu verursachen. Sowjetbotschaft schult Londons Lehrer Englische Behörden öffnen der bolschlwistischen Prepagande alle Türen. osch. Bern. 20. März. Die Lehrer aller Londoner Schulen wurden, wie der Leiter des britischen Erziehungsamtes, Butler, bekanntgab, aufgeferdert, an einem Sonderkurs über die Sowjetunion teilzunehmen. Die sollen auf diese Weise mit dem Leben und den Errungenschaften der Sowjetunion bekannt gemacht werden. Der Kurs wird vom 18. bis 10. April unter der Mitwirkung der Sowjetbotschaft in Lonvon stattfinden. Damit öffnen die hritischen Behörden der doischewistischen Propaganda alle Türen. Verhinderter Raubüberfall vn S## zu Eulenburg „Die Kinder sind die dankbarsten Zuhörer“, sagte Olsen, ein dekannter Rezitator.„Wäre es möglich, ich möchte immer nur vor Kindern sprechen. Ihnen entgeht kein einziges Wort. Ihr Ergriffensein ist so echt, ihre Erschütterung so tief und ihr Lachen so defreiend herzlich, daß darin wohl der schönste Lohn liegt, den der Sprecher jemals empfangen kann. Dieses Gespräch in kleinen Kreis einiger Freunde hatte mit einer allgemeinen Betrachtung über die Kräfte, die sowohl dem gesprochenen, als auch dem geschriebenen Wort inne wohnen, seinen Anfang genommen. Man hatte sich auch einige Erlebnisse zu diesem Thema erzählt, und nun, da Olsen angefangen hatte von den Kindern zu sprechen, nahm Holten plötzlich das Wort. „Meine Geschichte ist deshalb ein wenig ungewöhnlich", sagte er,„weil sie von einem verhinderten Raubüberfall auf einen Eisenbahnzug handelt, und doch nicht erzählt werden kann, ohne daß ich ein äußerst belanglos erscheinendes Erlednis berichte, das ich vor drei Jahren mit einem etwa siebenjährigen, sehr aufgeweckten Jungen hatte. Vor drei Jahren war ich noch in D. stationiert, einem geradezu zum Sterden langweiligen, kleinen Ort, der nur deshalb einige Bedeutung hatte, weil sein Bahnhof den Schnittpunkt zweier großer Fernstrecken bildete. Ich war dort Bahnvorstand, Schalterbediensteter, Weichensteller, Auskunfts= und Aufsichtsbeamter, alles in einer Person, und hatte trotz diesen Aufgaden immer noch genug Zeit übrig, um meinen aus= und einsteigenden Fahrgästen, die ja fast immer dieselben waren, auf das persönlichste zu begegnen. Unter diesen täglichen Reisenden besand sich auch der kleine Junge, den ich schon erwähnt habe. Er hieß Helmut, hatte in D. seine Großzmutter, zu der er im Auftrage seiner Mutter mit dem vier=Uhr=Nachmittogszug kam, um dann um sechs Uhr, eine Station weit, wieder nach Hause zu fahren. Mit ihm unterhielt ich mich besonders gern, da er in seiner kindlich unbekümmerten Art mich oft zum Lachen reizte und außerdem seine Mutter mich gebeten hatte, ihn ein wenig zu überwachen. Ich erinnere mich noch genau, es war an einem jener ersten herrlich schönen und warmen Tage im Jahr, die alle Menschen verzaubern können, als Helmut, ein wenig vor der üblichen Zeit, zur Rückfahrt bei mir auf dem Bahnhof erschien. Er hatte ein dlendend weißes Matrosenjäckchen an und machte mir an diesem Tage einen besonders übermütigen Eindruck. Kaum hatte ich ihm für einige Minuten den Rücken gedreht, turnte er schon lustig auf einer jener Eisenstangen umher, die die Reisenden am Ueberschreiten der offenen Geleise hindern sollen. Ich hatte Helmut schon einmal gewarnt, diesen mit Rost und Ruß behafteten Stangen zu nahe zu kommen. Als er mir nun lachend und vielleicht auch sogar ein wenig stolz seine gräßlich beschmutzten, schwarzen Hände entgegenstreckte, durfte ich dies, schon seiner Mutter wegen, nicht ungetadelt hinnehmen. Ich wußte, daß Helmuts Mutter in ärmlichen Verhältnissen lebte und das nette, weiße Matrosenblüschen ihres Kindes sicher ein Opser für sie bedeutete; andererseits war ich mir auch darüber im klaren, daß Helmut, turnlustig wie alle Jungen nun einmal sind, schwer einsehen würde, daß er etwas getan hatte, was nicht recht war. Ich mußte für meine Zurechtweisung also den Mittelweg finden. „Komm einmal her, Helmut!“ sagte ich, und hielt dann diesen Vortrag: Es ist recht und gut, wenn du fleißig turnst und auch viele Purzelbäume schlägst, aber es muß nicht gerade hier über diese garstige Eisenstange sein.“ „Aber ich weiß doch nicht, daß diese Stange so garstig ist“, versuchte Helmut nun ein wenig kläglich auszuweichen. „Das weißt du schon“, erklärte ich ihm,„du hast eine so schöne weiße Jacke an, und wenn du sie schmutzig machst, wird deine Mutter sehr traurig sein. Du bist doch schon ein großer Junge und kannst bei allem, was du tust immer daran denken: Was würde meine Mutter dazu sagen? Dann ist es doch gar nicht so schwer, zu wissen, was man tun darf, und was nicht, und daß diese Eisenstange wirklich garstig ist.“ Ich hatte diese letzten Wörte, um Eindruck zu machen, ehr laut gesagt, so daß ein nicht weit von mir entfernt ehender, einzelner Reisender, ein Mann, den ich im übrigen noch niemals zuvor gesehen hatte, jedes Wort sehr klar hatte verstehen müssen. Dieser Umstand, daß mir dieser Reisende vollkommen fremd war, hinderte mich nicht daran, mich an ihn zu wenden, um seine Unterstützung für Helmut zu erlangen, da bekanntlich etwas, was von einer zweiten Seite bestätigt wird, überzeugender wirkt, als wenn nur einer es ausspricht. „Nicht wahr, mein Herr“, sogte ich deshalb mit drobend tiefer Stimme,„Sie wissen es auch, daß man bei allem sich fragen muß: Könnte ich meiner Mutter jetzt offen in die Augen schauen?!“ Der Fremde starrte— vielleicht mochten ihm meine Worte zu albern vorkommen— an mir vorbei und schwieg. Ich war einen Augenblick lang über sein unhöfliches Verhalten— er hätte doch wenigstens mit dem Kopf nicken können— verürgert, konnte dann aber nicht weiter auf ihn achten, da in diesem Moment schon der Zug einlief, in den Helmut stieg. Und als Helmut mir aus dem geöffneten Fenster noch einmal zuwinkte, was mußte ich da zu meinem Erschrecken bemerken? So gewaltig hatten Ion meine schönen Worte beeindruckt, daß er, schon im ersten unbewachten Augendlick, ohne den leisesten Gedanken an seine Sage mir, wie Von Otto Sage mir, wie du heißest, und ich sage dir, woher du bist! So glaubt man, in Kenntnis der deutschen Sprache, ohne weiteres sagen zu dürfen. Aber die Sprache hat ihre Heimlichkeiten und Fährnisse. Ein Wiener stammt aus Wien, ein Berliner aus Berlin, so weit ist die Sache klar. Fraglich ist schon, ob der Bewohner der Steiermark ein Steiermärker ist oder ein Steirer. Aber das sind noch ganz einsache Formen, die Sprache kennt kompliziertere Probleme. Daß wir nicht von Dänemärkern sprechen, sondern von Dänen, und nicht von Portugalern, sondern von Portugiesen, ist uns ganz selbstverständlich geworden. Aber es gibt auch keine Chinaer, sondern Chinesen, und die Einwohner von Bologna heißen in gleicher Weise Bolognesen. Wer in Neapel lebt, ist ein Repalese, odwohl man hier ebensogut Nepaler sagen könnte. Ader auch die Albaner heißen Albanesen. Merkwürdig ist, daß man zwar von Oesterreich die Oesterreicher, von Fronkreich ober nicht analog die Frankreicher. sondern die Franzosen abgeleitet hat. Wer aus Savoyen stammt, führt das klangvolle Prädikat Savoyarde, und in Venedig trifft man die Venezianer. In Tokio leben die Tokioten, in Peking die Peklnesen, die also nicht nur vierbeinig sein können. Man spricht auch nicht von Florenzern, sondern von Florentinern, nicht von Sofianern, sondern von Sofloten, und wer in Parma geboren wurde, muß als Parmesaner durchs Leben geben. Er teilt dieses anrüchige Schicksal mit den in Emmental geborenen Schweizern. Ueppige Namen liebt man in Südamerika. In Chile nd die Chilenen beheimatet, was uns noch durchaus plauibel erscheint. Barocker klingt es schon, daß in Venezuela ie Venezolaner hausen, aber ganz phantastisch mutet die Mutter, seelenruhig beide schmutzigen Hände an dem weißen Jäckchen gerieden hatte.“ Nun schwieg Holten. „Das war wirklich eine zahme Geschichte! Und du hast sa damit das Gegenteil bewiesen, von dem, was wir feststellten. Noch weniger Wirkung hätten deine Worte auf das Kind wirklich nicht haden können“, wurde ihm mitleidsvoll bestättgt. „Und doch sind auch in diesem Falle wenige nackte Worte nicht ohne tiesen Eindruck auf das Kind geblieden“. fuhr Holten fort.„Nur ist setzt nicht von dem Kind Helmut, dem kleinen Jungen, die Rede, sondern von dem Kind, das jeder Mensch bleibt, so lange er lebt: Das Kind seiner Mutter. Ich habe nie erfahren, ob die Mutter dieses Fremden, den ich am Bahnsteig ansprach, und der mir keine Aniwort gab. noch lebte. Nur dies wurde mir bekannt: was er selbst zu Protokoll gegeben hat. Er war Mitglied einer Bande, die Ueberfälle auf Eisenbahnzüge ausführte, und sollte an jenem Tag, als er in D. in den Zug einstieg, in dem sich auch Helmut befand, zum erstenmal für sie „lätig“ sein Er hatte die Aufgabe, auf veradredeter freier Strecke die Notdremse zu ziehen und den Zugführer mit der Wasse in Schach zu halten, während die anderen das ihre tun sollten. Er befand sich im richtigen Zug, aber er zog die Rotbremse nicht, als die Stelle, wo seine Komplizen warteten, passiert wurde. Die Worte, die ich Helmuts hmutziger Hände wegen ausgesprochen hatte— so lautete sein Geständnis— hatten ihn von dem geplanten, schweren Verbrechen zurückschrecken lassen, da auch er sich in diesem Augenblick die Frage vorgelegt hatte: Könnte ich jetzt meiner Mutter offen in die Augen schauen?“ du heißest... §. Beer Bezeichnung für die Bewohner von Buenos Aires an: sie heißen Bonarenser. Uebrigens steht auch Europa nicht hinter solchen Bildungen zurück, und wer in Monaco zur Welt kam, ist weder Monacoer noch Monacote, sondern Monegasse. In ähnlicher Weise werden auch die Bewohner von Madagaskar nur Madegassen genannt. Die selsamste Bezeichnung ist wohl in Ceplon üblich: die Bewohner dieser Insel heißen Singalesen. Völlig salsch aber wäre es, in Singapur von Singapuritanern zu sprechen. Man sieht, es ist gar nicht so einsoch, für jeden Landsmann immer gleich das rechte Wort zu finden. Nicht nur in der Welt, auch bei uns gibt es solche Merkwürdigkeiten. Aus Baden bei Wien gehen keine Boder, wohl aber Badener hervor, wogegen die Bewohner des badischen Landes Im Volksmund Badenser heißen. Aus dem Elsaß kommen die Elsässer, aber die Lipizzaner kommen bestimmt nicht aus Lippe, sondern aus Lipizza. Die Mönche von Athos verwahren sich dagegen, für Atheisten gehalten zu werden, und Alexandrien beherbergt die Alexandriner Die Bewohner von Sardinien sind aber keine Sardinen, sondern Sarden, Südamerika stellt die schwierigsten Probleme: kommen aus Gan Dominge die Dominikaner, sind die Bewohner von Kude Kubisten und heiten die Bewodnerinnen Kudas Kudinen? Jedenfalls kommen aus Frisko die Friskoten, und die Kairoten sind kein Gemüse, sondern Bewohner von Kairo. Zwischen einem alten Perser und einem modernen Persianer ist ein ähnlich fundamentaler Unterschied wie zwischen einem Inder und einem Indianer. Man sieht also, daß die Formel„Sage mir, wie du heißest, und ich sage dir, woher du bist“ nicht so ohne Schwierigkeiten anzuwenden ist. Der Amateur=Oetektiv Von Ormgard Sprenger. Sie waren Freunde: Felix war 19 Jahre, Rose war 17 Jahre alt. Er half ihr bei ven mathematischen Ardeiten und mochte ihr die französischen Uebersetzungen. Sie fuhren zusammen Rad, spielten im Sommer Tennis und gingen im Winter zur Eisbahn. Sie teilten ihre für sie stets bedeutsamen Leiden und Freuden Niemals hätte es Meinungsverschiedenheiten zwischen ihnen gegeben, wenn Felix nicht die unselige Ueberzeugung gehabt hätte, er sei der gedorene Detektiv. Es verging kein paziergang, kein Ausflug, kein Theaterbesuch, ohne daß Felix einem Verdrechen auf der Spur war. Oft hatte Rose schon zu ihm gesagt:„Soviel Schlechtigkeiten und soviel schlechte Menschen, wie du immer vermutest, giht es auf der Welt überhaupt nicht!“ Allmählich lachte sie ihn nur noch aus, wenn er diesen oder jenen verdächtigte und ihr die „belastenden Momente“ auseinandersetzte. Eines Tages aber ereignete sich folgendes: Es war an einem kalten Wintertag. Felix hatte Rose zum Schlittschuhlausen abgeholt.„Du“, sogte er.„wir wollen heute mal einen anderen Weg gehen, ich muß dir was zeigen!“ „Ach“, meinte Rose und sah ihn von der Seite an, „Du hast wohl wieder einen Verdacht?“ „Ja, und ich bin mir sogar ganz sicher diesmal, Rose. Du wirst es ja selbst sehen— paß auf!“ Es dämmerte schon, als sie in eine stille Straße einnatürlich!— Siehst du da hinten auf der anderen Seite den jungen Mann? Heute ist es der dritte Tag, daß ich ihn beobachte: immer so gegen 5 Uhr erscheint er, in der linken Hand bält er einen eingeschlagenen Gegenstand. Er trägt ihn vorsichtig; ich vermute nur, was es ist.“— Felix' Stimme hatte sucn zu einem geheimnisvollen Flüstern gesenkt.„Alle Tage schleicht er an dem großen Hause vorbei; er läßt es nicht aus den Augen, und er ist so vertieft dabei, daß er nicht einmal Passanten bemerkt. Er scheint ein Anfänger zu sein, sonst würde er sich nicht so auffällig benehmen; aber seine ganze Haltung, die scheue Art, wie er den Kopf hält— ein richtiger Verdrechertyp, wirklich! Dabei ist er doch so gut gekleidet! Aber das sind gerade die Gerissenen, die Erfolgreichen, weil man ihnen nicht so leicht eine Untat zutraut.“ Inzwischen waren sie längst an dem Mann auf der anbern Straßenseite vordeigegangen, ohne daß dieser tatsächlich den Blick von dem Haus, das in einem großen Garten lag, fortgewendet hatte. „Meinst du nicht auch, es wäre besser, die Polizei zu benachrichtigen, Rose? Wer weiß, was der Kerl vorhat!“ Rose aber zuckte nur etwas verächtlich die Schultern und lachte kurz auf.„Du bist wahnsinnig, Felix!— Soll Ich dir mal erzählen, wie ich das sehe? Also: das ist ein wohlerzogener junger Mann, vielleicht ein Peimaner wie du. Er trägt einen Beilchenstrauß, den er wegen der Kälte gut verpackt hat. Er wandelt hier vor dem Hause seiner Angebeteten, mit der er sich gestritten hat, auf und ab und hofft, daß sie ihren dunklen Lockenkopf wenigstens huldvoll an einem Fenster zeigen möge. Brieflich hat er sie gebeten, ihn am Nachmittag im Dömmern auf der Straße zu treffen. Zwei Tage ist er bereits vergeblich erschienen, aber seine Liebe ist hartnäckig...“ „Natürlich“, unterbrach Felix sie ungeduldig und gereizt,„typische Mädchenideen: Beilchensträuße und Liebe! Es fehlen nur noch lyrische Gedichte und Ständchen! Immerhin ist es ganz lobenswert, daß du auch mal eine Stellung einnimmst— vielleicht verrätst du mir auch, wie du zu deinen scharfsinnigen Vermutungen kommst, du kriminalistisches Genie?!“ „Du“öipel“, sagte Rose einfach,„dein Verdrechertyp da drüben ist doch mein Bruder!" Die beutige Ausgabe umfaßt# Beiten Verlagsleiter: Eduard Preißler. Heuptschriftleiter: August Prühner (a. Z. Münster). I. V.: Kerl Kuhl Verlag: Lippische Sieatereitung. G m. b. H., Detmold, Peulinenstraße 14.— PI. 7. Infolge einer ver vier Wochen er###sem littenen Verwundung nahm uns der Herr einen Tag vor seinen! 29. Geburtstage unseren lebenstrohen, über alles geliebten Sohn, Verlobten, Bruder, Schwager, Neflen, Schwiegersohn, Onkel und Vetter, den Obergefr. Frifz Obernelte Inh, des E. K. II und des Verwendetenabzeichens. Wie sein Vater 1915, geb auch er sein Leben für: Veterland hin. In tiefem Schmerz: Mina Obernelle, geb. Niehage Anna Lenniger# Heinr. Obernelte, z. Z. im Oeten, und Frau Anna, geb. Frevert# Wilhelm Eiekmann. z. Z. im Westen, u. Preu Mine, seb. Obernalte Auguste Niebage als Tente Famille Lenniger. Matorl. Lieme, Lemge, Herferd, den 24. März 1942. Die Beerdigung Andet am Mentag, dem 20. Märs 1042, 11.30 Uhr, vom Trauerhause, Maforf, aus statt. Nach Gottes heiligem Willen starb bei den schweren Abwehrkämpfen im Osten unser einziger, heillgeliebter, sonnier Sohn, Bruder und Schwager Oberleutnant Werner Weßel Inhaber des E. K. II u. I und des Inlanterle-Sturmebzeichens, Kempanieführer in einem Int.-Regiment den Heldentod für sein geliebtes Vaterland. In bitterm Schmers: Paster Werner Weßel 1 Luele Weßel, geh. Schreiber Mariene Menges, geb. Wellel Schwester Waltreud Weßel Paster Herbert Menges, z. Z. im Felde. Elbrinzen, Hohenhausen, Lage, im Märn 1942. e liche, untallbere Nachricht, daß am 12. 2. 42 bei den schweren Kämpfen an der Ostfront. nach glücklich überstandenem Feldrus gegen eich, unser lieber, einziger, hoffnungsvoller Sohn, unser stets Jebenstroher Bruder, Schwager und Onkel, mein lieber Bräutigam Heinrich Döse Gefreiter in einem Inlanterle-Regiment in treuer Pflichterföllung sein junges Leben für Führer und Vaterland dahingegeben hat. Sein Wunsch, seine Lieben in der Helmat wiederauschen, wurde AA Wiedg ihm nicht erfüllt.— Nun ruhe sanit, du gutes Herz. wer dich gekannt, fühlt unsern Schmerz. In tiefem Schmers: Heinrich Döse und Freu Lina. geb. Strate Peul Pleper, s. Z. Im Felde, u. Frau Ina, geb. Döse# Wilhelm Beine, z. Z. Im Osten, und Freu Alwine, geb. Döse Merta Döse Annl Kuhlmeler als Draut. Spork, Lemgo, Humfeld, Dürentrup, Im März 1942. Wir verloren in dem Gefallenen einen gutan und stets pflichtgetreuen Arbeitskameraden, dessen Andenken wir In Ehren helten werden. Beiriebsföhrung uns, Seäcrchei; der Dörentruper Band- und ThenIlart und echwer griß Gottes Hand in mein Erdenglück. Am 9. 2. 42 erhleiten wir die unfallbare. schwerzliche Nachricht, daß mein innigetgeliebter, unvergeßlicher Mann, mein ganses Glück, unser licheter, bester Pape, mein lieber Sohn, unser guter Druder, Schwiegersohn, Schwaser und Onkel Gottlieb Biere Obersoldst in einer Ben.-Komp. an einer schweren Verwundung in einem Kriegelersrett gestorben ist. Er geb sein Junges Leben für Führer, Volk und Vaterland. In tiefem Schmers: Heiene Plere, geb. Hagemeler Lieselotte u. Dieter als Kinder Berta Biere als Mutter und alle Anverwandten. Oesterhols, P#rarteriggek,„ Schlangen, Lemge, Resikire orn. Kars 1 123 942 Von seinem Oberleutnant erhlelten wir die □ untellbare, schmerzliche Nachricht, daß mein über alles geliebter, hersensguter Mann, der treusornende, slückliche Vater meiner beiden Kinder, unser hoffnungsvoller Sohn, die Stütze unseres Alters, unser guter Schwiegersohr, Druder. Schwager. Onkel, Nefle und Vetter, der Tisehlermeister Wülhelm Lüking Getreiler in einer Panzerjäger-Abl., Inbaber des Inlenterie-Sturmebzeichene am 19. 1. 42 im Alter von 29 Jahren in treuer Pflichterföllung bei den schweren Kämplen irs Oeten sein Leben für Führer. Velk und Vaterland lassen mullte. Ee war ihm nicht vergönnt, sein Iüngstee Töchterehen au schen. Wer ihn gekannt, wird unsern Sehmera ermessen.— Du werst se gut. du starbet zu früh, vergessen werden wir dich nie! eb. Grabe1 Früte geb. Echterhölter August Grabe und Fres, geb. Hey und alle Anverwendien. Ehlenbruch und Kachtenbausen, im Nürz 1942. In tiefem Schmerz: Hange Lüking, geb. Grebe E und Gerde Lükina] Meinrieb Löking und F neb. Echterhölter: August Grabe und Pras. Nach Gettes heiligem Willen sterb am 22. 2, 42 an den Folgen seiner Verwundung Im Feldlazarelt mein lieber Sohn, unser herzensguter Bruder, Schwager, Onkel und Neffe, mein geliebter, unvergelllicher Bräutigam, der Obergefr. Wilhelm Kopp Im Alter von fast 29 Jahren. Er war auch Teilnehmer an dem Feldzug im Westen. In tiefer Trauer: Anten Kopp I Jesel Nageldinger und Frau Alwine, geb. Kepp, und Kinder Christine Mendritchl, geb. Kopp, nebei Schn Meinrich Rehme und Frau Teni, geb. Kepp, und Bohn 1 Theoders Langenwellpent als Braut Famille Theoder Lengenwellpolt. Horn, den 13. März 1942. Gestern vormittan 10 Uhr stard nach kurzem, schwerem Leiden mein lieber Schn, unser guter Druder, Schwager und Onkel Heinrich Plöger im 50. Lebensjehre. In tiefer Trauer: Wilwe Friederike Pläger und Angehörige. Hohenhausen, den 26. März 1942. Die Beerdigung Andet am Sonntag, dem 29. Märt. um 13 Uhr vom Trauerhause. Nr. 205, aus statt. Am Diensteg, dem 24. März, um 29 Uhr entschlief sanft nach kurzer, schwerer Kr Nach Gettes unerforschlichem Ratschluß sarb in Ruhland kurs nach seiner schweren Verwundung am 14. Februar, getreu seinen! Fehneneid, unser Ueber, guter Sohn, Bruder und Arbeitskamerad, der Obergefreite Heinrich Heidergett Im blühenden Alter von 28 Jahren. Ein Wiedersehen in der Helmat wer seine und unsere Hoffnung.— Deine Todesstunde schlus zu trüh, dech Gott der Herr bestimmte sie. In Liefem Schmers: August Heldergett und Frau verwundet nebet allen Anverwandten Betriebsführer und Gelolgsshalt der Firma Karl Jewing, Lemgo. Rhliene, Im Märn 1942. rankheit mein lieber Mann, unser treusorgender Vater, Schwiegervater. Oroßvater, Bruder und Onkel Heinrich Hoffmeister Im 73. Lebenzjehre. Wühelmip Hocmeister, geb. Niebur, und Kinder. Augustdert, den 24. März 1942. Die Beerdigung ündet am Sennabend, dem 28. Märt. um 16 Uhr vom Trauerhause, Nr. 118, aus statt. Statt besenderer Anzeige Am Donnerstagmorgen um 9½ Uhr ist mein lieber Mann, unser treusorgender, guter Veter und Großlvster Friedrich Hildebrand Im Alter von 73 Jahren sankt entschlafen. In tiefer Trauert Frau Sephie Hildebrand, geb. Dubbert 1 Hermann Hildebrand und Frau, geb. Grote/ Prils Hlldebrend und Frau, geb. Jung Erast Hlldebrand und Prau, geb. Humbbe Kerl Steck und Frau Luise, geb. Hlldebrand August Kort und Frau Feide, geb. Hildebrand Heinrich Tappe und Frau Mertha, geb. Hildebrand und 8 Enhelkirder, Lanbruch, den 28. Märe 1942. Die Beerdigung flndet am Sonntag, dem 29. März. nachmittags 2 Uhr, vom Trauerhause, Laübr aus statt. bruch 42. Heute nachmittag 5% Uhr entschlief plétslich und unerwartet unsere liebe, treusorgende Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester. Schwägerin und Tante Wwe. Luise Nagelsmeler geb. Bornemeier Im Alter von 77 Jahren, In stiller Trauer: Famille August Negelameter Pamille Simen Nagelsmeler. Lemgo(Hornecher Weg 10). Nerne(Willi-WoldeStraße 100. den 24. Mürs 1962. Die Beardigung. Andet am Sonnabend, dem 28. Mar: 1942, um 2 Uhr nachmittage von der Friedhofe: kapelle in Lemge aus etatt. Trauerteler eine halbe Stunde vorher. Plötzlich und unerwartet wurde uns unser lieben Söhnehen, Brüderchen, Enkel, Nefle und Vetter Manfred Im zarten Alter von Inst 2 Jahren genommen. Er war unser aller Sonnenschein.(Jer. 20, 11.) In stiller Trauer: August Herske und Freu Marle, geb. Steinmeier Gerhard u. Friedhelm. Hernoldendert, den 24. Märs 1942. Die Beerdigung andet am Sonnabend, dem 29. März, um 4½ Uhr vom Trauerhause aus stalt. Heute nechmittag 13½ Uhr entschlief senlt nach kurzer, schwerer Krankheit unsere liebe, hersensgute Mutter. Schwiesermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Witwe Wilhelmine Boberg geb. Wallmeler Im 62. Lebenejehre. In tiefem Schmerz: Die trauernden Kinder und Anverwandten. Lage, den 25. Märr 1942. Die Beerdigung flndet am Sonnabend, dem 29, Märt 1942. um 18 Uhr vom Trauerhause, Lese, In der Bdlte 3, aus statt. Trauerleier verher. Die„Verlobung unserer Tochtar Elisabeth mit dem Arzi Herrn Heinrich Hagemenn seigen wir hiermit an. WilI Barbemeler und Freu, Elisabeth, geb. Niebling Breitenheide. Post Lage. Meine„Verlobung mit Präulein Elisabeth Berkemeler zeige ich hiermit en. Neinrich Hegemann Detmold, Lertsingstreße 5 Märs 1942„ Ihre vollzogene Vermählung geben bekannt Wolfgang Wagner Elisabeth Wagner geb. Steinmeler Detmold, im März 1942 Riehtholenstr. 16 Gosthestr. 4 " Kient Ihre Vermählung geben bekannt Hans Lampe Resi Lampe geb. Rieke Detmold Riehtholenstr. 24 Im März 1942 Oberhausen (Rhid.) S Ihre Vermählung seben bekannt Gustav Brummermann Martha Brummermann geb. Kespohl Schötmar. Schlageterstraße 14, 27. Mörz 1942 Ihre Verlebung geben bekannt irmgard Hövelmann Otte Droste Dülmen I. W., Bad Salsullen, Gartenstr. 4a Luisenstr. 5 (u. Z. Wehrrmacht) Im Märr 1942. Zs grüßen als Verlobte Trudis von Steegen Ernst Laufhöger Leutnant Dasseldort g. Z. im Lazerett 1. März 1042 Ihre Vermählung seben bekannt: Albert Winzeck Gerda Winzeck geb. Sander Bochum Weatt, Madbruch 126 Im März 1942. Für die uns anläßlich unserer Vermähluns erwiesenen Aufmerksamkeiten sagen wir allen herzlichen Dank. Ileini Ellermann und Freu, Gustchen, geb. Kuhfuß Hüger. 20 Bega 1. L. b. Bielefeld Statt Karten Für die uns anlälllich unserer Vermählung erwiesenen Aufmerksamkeiten denken wir herzlichst. Heinrich Bartels und Frau, Prieda, geb. Kreter Lemgo. Im März 1942. Für die vielen Beweise herzlieher Tellnahme an dem so schweren Verlust, der uns durch den Heldentod unseres innigstgeliebten, unvergeßlichen Sohnes und Brudere Waller getroffen hat, sprechen wir hiermit allen unseren herzlichen und tiefempfundenen Dank aus. Pomille August Meier. Meiersfeld, Im Märs 1942. Für die vielen Beweise herzlichster Tellnahme, für die zahlreichen Kranz- und Blumenspenden, und das ehrende Geleit, sowie für die trostreichen Worte des Herrn Pastor„Veget beim Heimgange, meines lieben Sohne: sage ich hiermit allen meinen herzlichsten Dank. Frau Witwe Drage. Fromhausen, im Märn 1942. Stait Karten Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Heimgange unseres lieben Entschlafenen danken wir auf diesem Wege allen recht herzlich, Frau Minna Dusch, geb. Obermann, und Kleder. Heiden, Im März 1942. Stalt Kerten Für die Tellnahme en dem echweren Verluste, den wir durch den Ted unseres lieben Albrecht erlitten haben, danken wir hierdurch allen recht herslich. Pr. Husemenn und Preu. Lase. Im Mära 1942. Wir danken allen lieben Verwandten, Freunden und Teilnahm Bekennten sehr Heimgange unserer gel unserer fernen Geschwister. herslich für ihre Teilnahme beim r g e l i e b t e n M u t t e r, a u c h i m N a m e n Schwester Margarete, Krose, Krenkenhaus am Falkenstein,„Dr- Thoss-Hlanheness, Kösterbergstrale m Hamburg. Lippstadt. Im Märs 1942. Auls Land tüchtige Haussehilßn für-Haus und Garten in Dauerstellung gesucht, keine Landwirtschaft. Frau Echterling. Ferstamt Langenhoisin I.1 hausen Lippe Werde Mitglied der 4 Geschäftsräume In guter Lage, geeignet für PotoAtelier, gesucht. Ang. unt. Nr. 1564 an die Lippische Steatsseitung. Wegen Erkrenkung meiher Jetzigen suche ich für sofort eder apiter jüngere Hauspehllin Freu Neah, Lemgo, Schuhstraße 44. Hausnahlllia Pauepent für sofert oder spiter sucht Frau H. Rehpeter, DetKrumme Strabe 4 Bekanntmachung Betr.: Allgemeine Versorgungsbedingungen. Gemeinsam mit dem Reichskommissar für die Preisbildung dat der Generalinspektor für Wasser und Energie unter dem 25. Januar 1942(Reichs= und Staatsanzeiger Nr. 29 vom 16. Februar 1942, Seite 2) angeordnet, daß ab 1. April 1942 bei allen deutschen Elektrizitätsversorgungsunternehmungen einheitliche Versorgungsbedingungen in Kraft treten. Der Wortlaut dieser neuen Bedingungen, die von unseren bisberigen Bedingungen nur in einigen Einzelheiten abweichen, kann auf unseren Geschästsstellen eingesehen werden. Die Tarife bleiben unverändert. Hameln, den 24. März 1942. Elektrizitätswerk Wesertal Ges. m. b. D. Oeffentliche Bekanntmachung Der Kaufmann August Haase in Bega Nr. 19. geb. am 8. 9. 1877 daselbst, ist durch rechtskräftiges Urteil des Amtsgerichts in Lemgo vom 16. März 1942 wegen Zurückhaltung von Waren gemäß 8S 1. 5 und 6 der Verordnung über Strafen und Strafverfahren bei Zuwiderhandlungen gegen Preisvorschriften vom 3. Juni 1939 in der Fassung vom 28. 8. 1941 zu 2000,00 RM. Geldstrafe, im Nichtbeitreibungsfalle zu 2 Monaten Gesängnis und in die Kosten des Verfahrens verurteilt. Die öffentliche Bekanntmachung in der Lipvischen Staatszeitung ist angeordnet. Lemgo, den 24. März 1942. Höthker, Justizobersekretär, als Urkundsbeamter der Geschäftsstelle des Amtsgerichts. Städtischer Musikverein Lomgo (korp. Mitglied des Bayreuther Bundes) Sonntas, den 12. April 1942, 18 Uhr. Im Rödingschen Saale Lieder-Abend Ciemens Kalser-Breme, dssen(Bartton) Am Flügel: Fritz Thoke, Lemgo. Schubert: Müllerlieder. Eintritt für Mitglieder frei, für Nichtmitglieder 2 RM. Vorverkauf bei Volland und Weege. Schauburg-Lichtspiele Blomber Sonnabend bis einschl. Mentag, abends 19.45 Uhr, Sonntag nachmittag 14.30 und 17.00 Uhr. Das lustige Filmwerk Jalre Pech mit Hans Moser, Ida Wüst. Olly Heizmann, Weil Albach-Reity, Thee Lingen, Clars Tabody, Oskar Sima. Der Pechvogel und seine abenteuerliche Liebesgeschichte. Theo Lingen sorgt hierbei wieder einmal für allerhand Verwirrungen als Diener bei der Geliebten. Wochenschau! Kulturßim. — Für Jugendliche augelassen.— Vertellung von Fisch Die in der Bekanntmachung vom 12. 1. 1942 aufgeführten Verteiler haben erneut Räuchersisch(Bücklinge) erhalten. Gegen Vorlegung der Haushaltsausweise gelangen bis Ende dieses Monats je Person etwa 100 Gramm zur Verteilung. und zwar an die Verbraucher mit den Anfangsbuchstaben 6—8 und 9—J. soweit sie bei den Verteilern in die Kundenlisten eingetragen sind. Frar;(Foge, den 26. Män 1912. Der Landrat Der Laudrat Ernäbrungsamt Adt. B Ernährungsamt Abt. B 9. B.: Dr. Betri. Gruner. Um die Auszählung und Verteilung der Lebensmittelkarten für die 35. Zuteilungsvertode an die Kartenausgabestellen(Bürgermeister) zu ermöglichen, bleiben die Diensträume des Ernährungsamts Abt. B und des Wirtschaftsamts in Detmold, Lortzingstr. 2 und Wiesenstr. 22 am Freitag, dem 27. März 1942, für den Publikumverkehr geschlossen. Detmold, den 26. März 1942. Der Landrat. In Vertretung: Dr. Petri. Kammer-Lichtspiels Bad Salzulen Freitog bis Montag, täglich 16.30 und 19.30 Uhr. Der neue, spannende Bavaria-Film „Gehelmahte W. B.“ mit Alexunder Gelting. Eva Immermann, Riebard Häußler. Gänther Lüdere, Ilerbert Hübner, Willz Rese, Gustav Waldau u. a. Gefangen von der Kraft eines großen, männlichen Lebens und von der Wucht seiner Ereignisse folgt man gespannt diesem dramatischen Film. Für Jugendliche zugelassen. Willekind-Lchtspiels Schölma Freitag bie Montag. 19.30 Uhr. Sonntag 16.30 und 19.30 Uhr. Der spannende Terra-Film Der Strom mit Hans Söhnker, Lette Kech, E. W. Borehert, Friedrich Kayßler, Malte Jneger, Paul Henckeie, Chariott Daudert, Clemene Hasse. Z.wei Brüder stehen im Kampf um eine Frau. Wie sich ihr Schicksal entscheidet, schildert dieser Film nach dem Drama ven Max Halbe. Für Jugendliche über 14 Jahre sugelassen. EEE Büie mndeses nechmels verlängern) Der neue epannende Terra-Pilm: Sein Sohn = Karin Hardt Otto Wernicke Rell Weih 1 Her-= = mann Brix: Ida Wast Hilde Schneider 1 Caria= Rust 1 Max Gülsterß. Ferner: Deutsche Wechenschau Kulturdim.= Beginn: 14.30, 16.30 u. 19.00 Uhr. Sillmmmmmmmin Fer Jusendliche zugelassen. Ilmg Freitag bis Montag. Der große Lustspielflim der Terre Heinz Rühmann duak, der Bruchpliot Lothar Firmans, Karin Him.beldt, Hllde Sessak, Herry Liedtke, Eige Brink u. v. a. Central-Lichtspiele, Lage Hansa-Lichtspiele, Lemgo Anfangszeiten: Freitag und Montag 19.30 Uhr. Sonnabend 16.30 und 19.30 Uhr. Sonntag 14.30. 17.00 und 19.30 Uhr. Jugendliche zugelassen. Palast-Theater Lemgo Freilag bis Montag. Anfang: Freitag und Montag 19.30 Uhr. Sonnabend, 16.30 und 19.30 Uhr. Sonntag 14.30, 17.00 und 19.30 Uhr. Hell Finkenseller# Ernst v. Klipstein in dem neuen Bavaria-Film Alarmstufe V Ein epannender Kriminalfall— eine konfliktreiche Liebesgeschichte— ein überraschendes Abenteuer auf dem Münchener Oktoberfest— und der heldenmütige Einsatz der Feuerschutzpolizei bei einem Großieuer— das sind die Höhepunkte dieses interessanten Filmst — Für Jugendliche nicht zugelassen.— Luftschutz ist Seibstschat Jüngere Kontoristin ertl. auch Schreibhilfe, für sofort gesucht. Angebote unter Nr. 0252 an die Lipp. Staatsztg., Geschäftsstelle Lemgo. wünecht eich jede Mutte: eich jede Mutter. Bei„Kufeh-“ und frischer Milch entwicheln sich die Kinder zus, werden herngesund und froh. Junges Mädchen zum Anlernen als Büglerin für mög lichst sofort gesucht. Ebenfalls eine Hausgehllfln. Färberei Knellmann, Schötmar. Seielondesheder san Heute, Freilan. 18.30 Uhr: Freitag-Dauerm u. freier Verkauf u. Sonntag. 29. März. 18 Uhr(6 Uhr) außer Dauermiete die Erstaufführungen Schälchen zur Linken Operette von Karlheinz Gutheim. Die letzte Rate der Dauermiete ist fällig! Bestatlungshiltsverein Hloussen Sonntag, 29. März, 16 Uhr: Jabrashauptversam mlung in der Schule. Der Vereinsfährer. Bäder aller Art Besonders hervorzuheben sind: Lichtbäder und Bad-Bramstedter Moorbäder gegen Gicht. Rheuma und Ischias Hermannsbad Wiesenstr. Detmeld. Fernruf 2607. Gelunden sind im Gebäude des Wirtschaftsamtes (Landratsamt) ein Paar Herrenhandschuhe, ein Dainenschirm, ein größerer Geldbetrag. Die gefundenen Gegenstähde werden nach Ablauf einer Frist von 4 Wochen abgeschätst und verkauft, der Erlös und Geldbetrag werden 3 Jahre bei der Kreiskasse in Detmold hinterlegt. Detmold. den 24. März 1942. Der Amimann als Ortspellselbehürde. Laden mit Nebengelaß und Küche, Stadtmitte, evtl. mit Bodenlager, ab 1. April zu vermieten. Schriftl. Anfragen unter Nr. 1568 an die Lipp. Staatszeitung -5-Zimmer-Wohnung von Dauermieter(Miete bis 120.— RM.) gesucht. Moderne Tauschwohnung von 4 Zimmern mit Bad(90.— RM.) in Mänster vorhanden. 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März 1942 Eisbische Sicalszeitung Zum Tag der Wehrmacht Syrabol unseres Kampfes. Ist das eine Ausdruck des Kampses, so bedeutet das andere Sinnbild einer Weltanschauung. Und so, wie Schwert und Hakenkreuz zusammengehören, haben sich unser Schicksalskampf und unsere Weltanschauung verbündet, sind eine Einheit geworden. Der Schwertträger ist zugleich Gla ensträger der Idee. Die Idee des Nationalsozialismus, dessen Symbol das Hakenkreuz unserer Vorfahren geworden ist, hat das neue Reich geschaffen. Diese Idee des Nationalsozialismus aber hat auch dem Kämpfer sein Schwert geschmiedet und diese Idee gibt ihm die Kraft, es zu führen und mit ihm tödliche Schläge auszuteilen. Schwert und Hakenkreuz, was haben sie gemein und was führt sie zusammen? Der Schicksalskampf unseres Volkes, das— wie zu allen Zeiten in der Geschichte— nun für seinen Glauden und sein Recht zu Felde ziehen muß. Mehr noch als Symbol unseres Kampfes sind Schwert und Hakenkreuz. In ihnen leuchtet bas Wesen unseres Volkes in einer lauteren Schönheit und Klarheit heller als in einem silbernen Spiegel. Immer war die deutsche Nation ein Volk von Kämpfern und Gläubigen. Immer hat es in einer Idee sich zu vollenden gesucht, und oft mußte es— wie jetzt— für diese Idee das Schwert aus der Scheide ziehen. Jetzt aber wurde nicht, wie so oft, nur ein Teil von der Idee durchdrungen und hat nur ein Teil die Waffen ergriffen, heute ist es das ganze deutsche Volk, das mit Wehr und Waffen seine Idee und damit sein Reich verteidigt und sich darum in diesem Kriege auch die Lorbeeren des Sieges erringen wird. Schwert, Hakenkreuz und das Eichenlaub des Sieges, sie gehören zusammen und bedingen einander. Zu ihnen gesellt sich noch das Eiserne Kreuz als Zeichen der Tapferkeit und des Heldentums. Aus diesen vier Zeichen wurden für den Tag der Wehrmacht Abzeicen geschaffen, wie sie schöner und finnreicher in ihrer Symbolik nicht zu denken sind. Wir alle werden sie tragen in Treue zu Führer, Reich und Volk, im Willen, für diesen Führer und unser Reich bedingungslos zu kämpfen und alles einzusetzen, im Stolz auf unsere tapferen Helden und im unerschütterlichen Glauben an unseren endgültigen Sieg. nsg. Ferieneinsatz der Lehrerschaft für die Schule In einem Bericht über die Arbeit der höheren Schule im Jahre 1941 in„Weltanschauung und Schule" werden Mitteilungen über den Ferieneinsatz der Lehrkräfte und seine künftige Entwicklung gemacht. Der Ferieneinsatz war bisher nur allgemein verfügt worden, und es war den Lehrkräften freigestellt, sich selbst einen entsprechenden Arbeitsplatz zu suchen. Die Wichtigkeit der Aufrechterhaltung des Leistungestandes der Lehrerschaft sowie die Instandhaltung der Sammlungen gerade an der höheren Schule wird es verlangen, daß geeignete Lehrkräfte einen größeren Teil ihrer Ferien entweder ihrer Weiterbildung oder den Einrichtungen ihrer Schule widmen. Es ist nicht zu verantworten, wenn man die gesamte Lehrerschaft während der Ferien ausschließlich in schulfremden Betrieben arbeiten läßt. Die mmerferien werden in Zukunft unter allen Umständen für die Schule selbst genutzt werden müssen, und zwar einem einheitlichen Plan für den Einsatz der LehrNicht weniger wichtig ist die Fortbildung der in der Heimat verbliebenen Lehrer. Auch für die Mehrzahl der Fachlehrer ist es unerläßlich, sich einmal im Jahre längere it ihren Fachstudien zu widmen. Alle Unterrichtsgebiete oder weniger durch die Entwicklung des letzten worden. Der Somm auch fi nache kräfte. nd mehr... Jahrzehnts berührt worden. Der Lehrer ist verantwortlich für das Wissen und Können der Generation von morgen. Er kann deshalb nicht immer von dem zehren, was er sich als Student angeeignet hat. Neue Lehrlingszahlen vom Handwerk Rund 40 Prozent aller Lehrlinge im Reich wurden auch nach dem Stande von 1941 vom Handwerk in seinen Betrieben ausgebildet. Dieser große Anteil des Handwerks am gesamten Ausbildungswesen ist um so bedeutsamer, als die Entwicklung des handwerklichen lingen Vorjahrszahl betrug noch 511 000. Mit als Hauptanlaß für den Rückgang wird im„Deutschen Handwerr“ die allegemeine sgggizzung der Lehrzeit bezeichnet, die sich erstmalig 1939 auswirkte. Schätzungsweise ist dadurch eine Abnahme des absoluten Lehrlingsndes um etwa 15 Prozent eingetreten. Weiter haben rlingshaben handich hat kaufmännischen, techntschen und Verwaltungsberufen dem Handwerk Nachwuchskräfte entzogen. Während früher das Handwerk als die fast alleinige Ausbildungsstätte des gewerblichen Facharbeiternachwuchses gelten konnte, beeinflußt heute auch die erheblich verstärkte Lehrlingshaltung der Industrie den handwerklichen Lehrlingsstand. Der Lohnstop muß gehalten werden des Reichstrenhänders für das Wirtschaftsgebiet Westfalen=Niederrhein Bei meinen Beauftragten und in meiner Dienststelle gehen täglich Anträge auf Lohn= und Gehaltsverbesserungen in solcher Anzahl ein, daß ich baraus ersehe, daß man sich über die Bedeutung des Lohnstopps an vielen Stellen nicht klar ist. Die Lohnstoppverordnung verbietet im Kriege grundsätzlich die Erhöhung der bestehenden Lohn= und Arbeitsbedingungen. Die Erhaltung unserer Währung und der geordnete Arbeitseinsotz sind Vorbedingungen einer stabilen Wirtschaft, die ohne Erschütterungen Front und Heimat versorgt. Die einem geringeren Vorrat an Gütern geerihertehende Kastratt much gehonat worden. Die streuhänder der Arbeit haben die schwierige Aufgabe, den deshalb nötigen Lohnstopp zu überwachen und durchzuführen. Sie allein haben das Recht, in ganz besonderen Härtefällen Ausnahmen vom Lohnstopp zuzulassen. Daraus Keine Preisvorbehalte mehr bei Wohnungsmieten Der Reichskommissar für die Preisbildung hat in einem neuen Erlaß klargestellt, daß das Verbot von Preisvorschriften im vollen Umfang auch für den Bereich der Mieten gilt. In der Vergangenheit haben einzelne Preisbehörden gegen Preisvorbehalte bei Neuabschluß von Mietverträgen dann keine Einwendungen erhoben, wenn die bisherige Miete offensichtlich auf Gefälligkeit beruhte oder wenn anläßlich des Mieterwechsels bauliche Verbesserungen ausgeführt worden sind. Im Interesse der Rechtseinheitlichkeit kann eine solche Sonderbehandlung von Mietverträgen nicht mehr zugelassen werden. Es liegt auch kein sachliches Bedürfnis dafür vor, da die Angleichung der Krisenmieten an den allgemeinen Stand des Mietzinses bei den Wohnungen im allgemeinen durchgeführt ist. Falls es nach Lage der Verhältnisse geboten ist, kann die Preisbehörde eine Mieterhöhung mit Rückwirkung vom Einzug des Mieters für beide Teile bindend festsetzen. Voraussetzung dafür wird allerdings sein, daß der Vermieter den Mieter bereits bei Vertragsabschluß davon unterrichtet hat, daß er eine Mietzinserhöhung mit dieser Wirkung beantragen will. nes jeden Volksgenossen, für sein Vat Zeit so fleißig und gewissenhaft zu kann, und es ist mit dem Grundgedan arken land in schwerer beiten, wie er nur des deutschen Sozialismus nicht vereinbar, jedesmal nach einer besonderen Belohnung zu fragen. Unsere Soldaten müssen heute— unter stündigem Einsatz ihres Lebens— auf so viele Dinge verzichten und soviel Opfer bringen, daß es nur recht und billig ist, wenn auch in der Heimat Verzicht für die Kriegsdauer auf manche Verbesserung geleistet wird. Ich weise deshalb eindringlich auf folgendes hin: 1. Es ist Pflicht jedes Betriebsführers, Anträge an den Keichstreuhänder oder seinen Beauftragten nur dann zu stellen, wenn ein besonderer Härtefall vorliegt und dem Gefolgschaftsmitglied aus dringenden Gründen geholfen werden soll. Bei Angestellten in gehobener oder leitender Stellung mit durchaus genügendem Einkommen liegt ein solcher Grund im allgemeinen nie vor, dasselbe gilt für weibliches Büropersonal. 2. Anträge, die nach sorgfältiger Prüfung vom Betriebsführer gestellt werden, sind grundsätzlich nur an meine Beauftragten(Leiter des zuständigen Arbeitsamtes) zu richten. Bergbau und eisenschaffende Industrie reichen Anträge bei meiner Dienststelle Essen unmittelbar ein. 3. Anträge sind nur auf den von mir zusammenstellten Formularen an den Beauftragten einzureichen. ormulare sind von der Essener Verlagsanstalt, Essen, Postfach 917, zu beziehen. Diese Formulare verlangen alle nötigen Angaben, um die Anträge überprüfen zu können, ersparen Rückfragen und damit zusätzliche Arbeit. 4. Auch die Hauswirtschaft unterliegt dem Lohnstop, der Haushaltungsvorstand ist für seine Einhaltung genau so verantwortlich wie ein Betriebsführer. 5. Bereits über 300 Betriebsführer sind mit Ordnungsstrafen bis zu 30000 RM. belegt worden. In Zurunft werde ich noch höhere Strafen festsetzen. Auf Beschwerden gegen von mir verhängte Strafen hat der Herr Reichsarbeitsminister vielfach noch Erhöhungen vorgenommen. Zum Schluß weise ich noch darauf hin, daß jeder Betriebsführer von sich aus alle Anträge auf Verbesserung der Lohn= und Arbeitsbedingungen, wenn nicht Härtefälle vorliegen, abzulehnen hat. Unbegründete Anträge sind gewissenlos, erwecken falsche Hoffnungen, führen nur zu Enttäuschungen, belasten meine Mitarbeiter und verzögern andere, wichtige Arbeiten. Für den Lohnstop sind die Betriebsführer selbst genau so verantwortlich wie der Reichstreuhänder der Arbeit. Wenn die Flut der Anträge nicht abreißt, werde ich demnächst Antragssperren verhängen. Der Reichstrenhänder der Arbeit für das Wirtschaftsgebiet Westsalen= Riderrhein. gez. Hahn. Neues aus der Landeshauptstädt Konzertabend des RbF.=Kulturringes A. Im Hotel„Stadt Frankfurt“ findet am heutigen Freitag um 19 Uhr der vor längerer Zeit ausgefallene Konzertabend des Kulturringes A statt. Die rdene Kolceriadend Ao KulkutringerA jout:. eranstaltung, durchgeführt von der NS.=Gemeinschaft „Kraft durch Freude" in Verbindung mit dem Bayreuther Bund, bringt unter dem Titel„Heitere Weisen großer deutscher Meister“ ein ganz erlesenes Programm, geboten von erstklassigen Künstlern aus dem Reich. Von Detmold über Selsenkirchen nach Kiel. Die frühere Operettensängerin unseres Landestheaters Hilda Husemann, die von Detmold an das Stadttheater Gelsenkirchen verpflichtet wurde, hat einen theat dort ebenfalls als Erste Operettensängerin tätig sein Ein grüner Damentuchmantel gestohlen. Von der Flurgarderobe eines größeren Detmolder Lokals in der Nähe des Bahnhofs wurde dieser Tage ein grüner Damentuchmantel entwendet. Von dem Dieb fehlt bis jetzt jede Spur. Etwaige Wahrnehmungen erbittet die Kriminalpolizei Detmold. leiben zu können, obwohl er weder krank war noch sonst einen Grund hatte. Anstatt zu arbeiten, wie es e jedermanns Pflicht in der Heimat ist, bummelte er tagelang herum. Nun mußte sich der leichtsinnige junge Mann vor dem Amtsgericht Detmold verantworten. Bei der Beweisaufnahme ergab sich der Tatbestand der Arbeitsverweigerung durch den Angeklagten. Das Gericht verurteilte ihn zu fünf Monaten Gefängnis und ordnete sofortige Strafvollstreckung an. Heute„Schäschen zur Linken“ im Landestheater. In der heutigen 21. Freitag=Dauermiete und im freien Verkauf, 18.30 Uhr, und am Sonntag. 29. März, 18.00 * Ex“* birgt eine schöne Reihe entzüc Es wird sich daher auch in Detmold viele Freunde erwerben. Nach Detmold versetzt. An den Bahnhof Detmold versetzt wurden der Ladeschaffner Hellweg aus rford und der Bahnwärter Frühling aus nnover=Süd. Großveranstaltungen in allen Kasernen Zum„Tag der Wehrmacht“ in Detmold— Gemeinschaftliches Eintopfessen Wie in früheren Jahren, so stellt sic auch in diesem Jahr die Wehrmacht in allen Standorten Großdeutschlands in den Dienst des WHW. des deutschen Volkes. Auch die alte Soldatenstadt Detmold wird an diesem Tage ganz im Zeichen der Soldaten stehen. Wie wir erfahren, werden in allen Kasernen Großveranstaltungen militärischer Art durchgeführt. Der schon immer aufs engste mit ihren Soldaten verknüpften Detmolder Zivilbevölkerung wird hier Gelegenheit geboten, Einblick in den Ausbildungsbetrieb ihrer Soldaten zu nehmen. Sportliche Vorführungen und den Gang der Ausbildung Ausstellungen von chfuhrung von Kampfaufe gainn einzelner Gruppen, geben ein Bild der militärin Ausbildung unserer Soldaten. Zeltebau, Biwak, Singen und Musizieren am Lagerfeuer beschließen die militärischen Uebungen. Humoristische Veranstaltungen, Kabarett. Varieté werden zur Unterhaltung der Gäste wesentlich beitragen. Während der ganzen Dauer der Veranstaltungen ist der Zivilbevölkerung Gelegenheit geboten,„ihre Fertigkeit im Schießen, Reiten, Handranatenwerfen und Kleinkaliberschießen auf Ehreniben gegen Entrichtung eines geringen Entgelts unter Beweis zu stellen. Den Freunden des Films wird der Besuch eines Kurzfilms empfohlen. Auf einem Platz der Stadtmitte werden eine Ausstellung und Veranstaltungen verschiedener Art ebenfalls viele Besucher zusammenführen. Bei der Fülle der Darbietungen ist es nicht möglich, die einzelnen Veranstaltungen besonders zu erwähnen. Auf jeden Fall werden ein reichhaltiges und wechselvolles Programm und viele Ueberraschungen die Detmolder Bevölkerung erwarten. In der Zeit von 11 bis 14 Uhr vereinigt ein gemeinschaftliches Eintopfessen(Erbsensuppe mit Einlage) in den Räumen der Kasernen und auf dem Marktplat die Detmolder mit ihren Soldaten. Um einen Andrang in den Hauptessenzeiten zu vermeiden, bitten wir die Detmolder Bevölkerung, nicht die Zeit zwischen 12 und 1 Uhr zu benutzen, sondern sich schon recht früh zum gemeinschaftlichen Mittagstisch einzufinden.— Und noch eins:„Bitte Löffel mitbringen.“ Karten zum Essen werden von den Politischen Leitern der vier Ortsgruppen verkauft. Sie sind noch bei diesen und auf der Geschäftsstelle der NSDAP.= Ortsgruppe zu haben. Mond-Autgang 13.38 □ Mond-Untergang 4.18 Fördert das Echte und Schöne der Kleinstadt Versammlung des Verkehrs= und Heimatvereins Tage mit interessanten Vorträgen Gegen diese Auswüchse habe sich der Heimatbund aufgelehnt, und die Bestrebungen dieses Bundes hätten erst Aus Anlaß der Ausstellung„Auskehr des Häßlichen— Heimkehr zum Schönen“, hatte der Berkehrs= und Heimatverein Lage am Mittwochabend seine Mitglieder zu einer Versammlung in das Hotel„Deutsches Haus“ eingeladen. Der stellvertretende Vereinsführer Ottd Busemeyer hieß die Erschienenen willkommen und betonte eingangs, daß der Verein in der letzten Zeit weniger an die Oeffentlichkeit getreten sei, aber dennoch weitergearbeitet habe. Anschließend nahm Bürgermeister Gierlichs das Wort und wies zunächst auf das Zustandekommen der im Rathaussaal gezeigten Wanderausstellung hin. Er verbreitete sich weiter über die Ausstellung selbst und kam zu der Ueberzeugung, daß diese Veranlassung sein müsse, an der Heimat begangenes Unrecht wiedergutzumachen. Nachdem der Bürgermeister den Redner des Abends, den Geschäftsführer des Lippischen Heimatbundes, Dr. Moes, begrüßt und Berufsschuldirektor Köller für seinen sprechenden Lichtbildervortrag in der Tagung des Heimatbundes gedankt hatte, bat er die Anwesenden, die Ausstellung zu besuchen und das Gesehene hinauszutragen, damit das Schöne auch in hiesiger Gegend wieder zu seinem Recht kommen. Ueber den„Sinn der Heimatpflege“ sprach sodann in längeren Ausführungen Geschäftsführer Dr. Moes, der nach Erwähnung einiger persönlicher Belange betonte, daß die Arbeit des Heimatbundes einerseits und die des Verkehrsvereins andererseits aus der Quelle der Heimatliebe entstanden sei. Um die Frage, warum die Heimatvereine gegründet seien, näher zu erläutern, griff er wett in die Zeit der Geschichte zurück, in der der Sinn für alles Schöne entstanden ist. Er ließ dann vor dem geistigen Auge des Zuhörers die Zeit des Liberalismus erstehen, die die Gemütswerte vernichtete, den schönen Grünschmuck in den Städten ausrottete, Wälder für Nutzstellen verschwinden und häßliche Bauwerke erstehen ließ. Stadterweiterungen seien im 19. Jahrhundert nach dem Lineal geschaffen, ein Gewirr von dunten Häusern sei entstanden und viele Häuser hätten den Stempel des geschäftlichen Rutzens getragen. Gegen diese Auswüchse habe sich ehnt, und die Bestrebungen dieses Bundes hätten allmählich wieder zurück zur Heimat geführt. Neue Wege wären gesucht und gefunden; der Grünschmuck habe wieder Einlaß im Stadtbilde gefunden; die Technik sei der Natur als Feind gewichen, ja man könne heute sogar von einer naturnahen Technik sprechen. Im weiteren Teil seines Vortrages behandelte Dr. Moes die Fremdenverkehrswerbung. Jeder Kleinstädter, so betonte der Redner, müsse stolz auf seine Stadt sein; hierbei müsse er vor allem die Vergleiche mit einer Großstadt unterlassen und nur die echte Sprache der Kleinstabt sprechen. Die Werbung müsse heimatecht und heimatbewußt getrieben werden. Nach weiteren Erläuterungen über die Art der Werbung wies Dr. Moes auf die Verganlagen der Stadt Lage hin, die mit ihrem herrlichen Ausblick von der Bergkuppe eine Perle im Lipperlande seien, was leider die meisten Lipper nicht wüßten. Um die Zusammenarbeit zwischen Heimatbund und Heimatverein herauszustellen, wies er auf den in Verbindung mit dem Lippischen Heimatbund zu schaffenden musterhaften Heimatgarten an den Johannissteinen hin, der ein Stück schönster lippischer Heimatlandschaft werden soll Zum Abschluß seines Vortrages empfahl der Redner den Mitgliedern des Verkehrs= und Heimatvereins Lage, als Ortsgemeinschaft dem Lippischen Heimatbund beizutreten, was ihm von dem stellvertretenden Vereinsführer in Aussicht gestellt wurde. Den Abschluß der Versammlung bildete dann der Lichtbildervortrag des Stadtbaumeisters Graf, der sich das Thema„Wie verschönern wir das heimatliche Ortsbild?“ gewählt hatte. In vielen Aufnahmen führte er den Anwesenden das Schöne dem Häßlichen gegenüber vor Augen. Richt nur die Verunstaltung in der Bauweise, sondern auch die Anbringung von schlechter und übersättigter Reklame brachten den Beweis des Häßlichen gegenüber dem Schönen, das in der schlichten und sauberen Bauweise und dem auflockernden Grünschmuck besteht. In recht anschaulicher Rane 6 000 Portionen Erdsenfuppe mit Einlage. Am kommenden Sonntag, dem 29 März, wird die Bevölkerung der alten Hansestadt aus Anlaß des„Tages der Wehrmacht" für das Kriegswinterhilfswerk bei den Soldaten des Lemgoer Standortes zu Gast sein. Interessante Vorführungen auf dem Exerzierplatz und in der Exerzierhalle, Sportwettkämpfe, musikaltsche Vorträge, Kleinkaliberschießen und Filmvorführungen werden einander abwechseln. Die Bleidornkaserne ist von 10 bis 19 Uhr für die Zioilbevölkerung geoffnet. Von 11.30 is 14.30 Uhr steigt das große Eintovfessen. 6000 Portionen Erbsensuppe mit Fleischeinlage stehen für die Bewohner der GarnisonWODER GEGNER RUCN AUFTRITT. WERDEN WIRINN SCHLAGEN SE DER PONRER S 381.42 AM 28.UND 29. MARZ stadt Lemgo und Umgebung bereit. Eßkarten sind durch die Beauftragten des örtlichen Winterhilfswerkes(Blockwalter der NSV.) und an zwei Kassen in der Bleidornkaserne erhältlich. Das Essen wird im Wirtschaftsgebäude und in der Exerzierhalle ausgegeben. Ein Löffel ist mitzubringen. Nachmittags kann außerdem gesußter Kaffee empfagnen werden. Nun am Sonntag rechtzeitig auf zur Bleidornkaserne. Die Soldaten des Standortes Lemgo erwarten euch alle! Versetzung. Der Reichsbahnbetriebswart Lüttmann, bisher am Bahnhof Dörentrup tätig, wurde an den Bahnhof Lemgo versetzt. Jugendgruppe Leigo. Alle Mitglieder nehmen an dem heute vom Deutschen Frauenwerk im Saale des Hotels „Zum Stadtwappen“ angesetzten Gemeinschaftsabend teil. Bad Salzusten Abschlußprüfung an der Oberschule für Mädchen. An der Oberschule für Mädchen(hauswirtschaftliche Forn)„sand unter Vorsitz von Frau Oberstudienrin Kost in Anwesenheit von Bürgermeister Breimann die Abschlußprüfung statt. Allen 12 Schülerinnen— nachstehend aufgeführt— konnte das seidemann, friede Erika ling, mann, Bad Salzuslen(Innenarchitektin), Elzuslen(Volkswirtschaft), Marianne 1, Kiel(Bibliothekarin), Hannelore Pott, Schötmar(wissenschafftliche Zeichnerin), Erika Strehle, Bad Salzuflen(Laborantin), Annemarie Veith. Bad Salzuslen(Volkspflegerin), Anne=Magret Westphal, Bad Salzuflen(Medizin). Beethoven-Feierstunde. Da eine äußerst rege Nachfrage nach Eintrittskarten zu dieser Veranstaltung besteht, weisen wir darauf hin, daß die Karten nur im Vorverkauf zu bedeutend ermäßigten Preisen zu haben sind. Schötmar Fünf Raninchen gerissen. Vor einigen Wochen berichteten wir, daß ein herumstrolchender Hund an mehreren Kaninchenställen den Draht abgerissen und die Kaninchen gerissen hatte. In den letzten Nächten hat wiederum ein Hund, wahrscheinlich derselbe, an verschiedenen Stellen Kaninchen gerissen. In einem Falle vier Stück; drei wurden in der Erde verscharrt wiedergefunden. Sie waren allerdings für den menschlichen Genuß nicht mehr verwertbar. Dieser herumstrolchende Hund konnte bisher nicht gestellt werden. Es ist daher anzunehmen, daß er auch weiterhin auf Kaninchenraub ausgehen wird. Den Kaninchenbesitzern können wir deshalb nur empfehlen, ihre Kaninchenställe so zu befestigen; daß Hunde die Kaninchen nicht erreichen können. Die Hundebesitzer werden gebeten, ihre Hunde nachts einzusperren, damit sie draußen keinen Schaden anrichten können.(79) holt nach Vorn Wichtig für Jugendliche! In letzter Zeit ist wiedert festgestellt worden, daß sich jugendliche Personen h 9 Uhr auf der Straße befinden; ferner werden beachten. Bas Meinberg Die Prüfung als RSB.=Schwester bestanden. Dora Heine von Bad Meinberg meldete sich nach Ablauf ihres freiwilligen Arbeitsdienstjahres als Schwester der NSV. Runmehr hat sie nach längerer Vorbildung ihre Prüfung als Braune Schwester der NSP. in Münster bestanden. Freudig wird sie sich den kommenden Aufgaben widmen. gen zu den einzelnen Bildern zu geben. Mit dem Hinweis auf den Besuch der Ausstellung im Rathaussaal klang der interessante Vortrag aus. * Weit über 500 Besucher hat die Ausstellung„Auskehr des Häßlichen— Heimkehr zum Schönen“ bereits aufzuweisen. Bis einschließlich Sonntag, den 29. März, ist jedermann in der Zeit von 9 bis 12.30 und von 15 bis 18 Uhr noch Gelegenheit gegeben, die Ausstellung zu besuchen. Br. 8.00 Flieger=HJ.=Gefolgschaft stellt aus. In einem Schaufenster der Bergstraße hat die Flieger=HJ.=Gefolgschaft 3/55 eine wertvolle und vielseitige Ausstellung in Zusammenarheit mit dem RSFK.=Trupp Lage eingerichtet. In sauberster Ausführung werden Modellflugzeuge gezeigt in Holz= und Metallbeauweise, außerdem Teile von Leistungsseglern, die in den Luftfahrtlehrgängen der Berufsschule Lage gebaut wurden. Ferner lassen Nachbildungen von begebaut währten Flugzeugen, ein„Brummer“ mit Motor, ein Flugzeugkompaß und technische tungen in Einzelapparaten die Vielseitigkeit Zeise verstand es der Redner, die notwendigen Ferner lassen Nachbildungen ein„Brummer“ mit BenzinEinrich= nzelapparaten die Vielseitigkett der Ausbildung in der Flieger=H3. Lage erkennen Die Ausstellung ist mit Liebe und Sorgfalt gestaltet. Ein besonderes Augenmerk findet die von einem Weltkriegsflieger aus Lage gebastelte Nachbildung der von ihm einst 1917 in Frankreich geflogenen„Albatros“. Heute Itkriegsflieger als Flieger= Hauptmann land Ausgelegte Bilder und Ausen ein weiteres Bild edanken in mehr 12jähriger ununterbrochener Tätigkeit in den Lehrgängen in Lage gewidmet wird. Das große Interesse und Verständnis für diese Schau zeigt sich täglich in den zahlreichen Beschauern. ist dieser Weltkriegs. wieder in Feindesland Ausgelegte# bildungslehrpläne des RSFK. geben e von der Arbeit, die dem Luftfahrtge als 12jähriger ununterbrochener Tät Aus den Orisbauernschaften 4.000 RM. Geldstrafe für mangelhaste Milchoblieferung. Das Amtsgericht in Schwolm i. Westf. verurteilte zwei Mitglieder einer offenen Handelsgesellschaft zu je 2.000 RM. Geldstrafe bzw. Ensängnis, weil sie die in ihrem landwirtschaftlichen Betrieb gewonnene Milch von vier bis fünf Kühen nicht in vollem Umsange abgeliefert haben, sonsich selbst butterten. Ferner K211.=— Aus den dern für sich selbst butterten. Ferner hatten sie es unterlassen, die in ihrem Besitz befindlichen Butterfässer und Zentrifugen dem Milch= und Fettwirtschaftsverband zur Verfügung zu stellen. Keine Juliermitlel für hausschlachtungsschweine. Nachdem die Hausschlachtungszeit dieses Winters im wesentlichen verstrichen ist, sind bei vielen, die jetzt ein Ferkel für die neue Hausschlachtungszeit kaufen wollen, Zweisel darüber entstanden, ob und inwieweit sie im nächsten Jahr hausschlachten dürfen und Futtermittel für die Schweinemast zur Verfügung gestellt bekommen können. Um Schäden und Härten zu vermelden, die daraus entstehen können, daß jemand ein Schwein aufzieht, aber lester„die Haueschlachtungsgenehmigung nicht erhält, sei schon setzt darauf hingewiesen: Futtermittel sind so knapp, daß für Privatzwecke nichts zur Verfügung gestellt werden kann. Es ist nicht mit Futtermittelzuteilungen für Hausschlachtungesschweine zu rechnen. Auch werden Futtermittelscheine aus der Aktion der DAF. grundsätzlich nicht zur Ausgabe gelangen können. dem Anka Dieses möge jeder vor dem Ankauf von Ferkeln beachten, solbst wenn er im Vorjahre einen Futtermittelschein bzw. die Hausschlachtungsgenehmigung erhalten hat. Heillgenklechen. Dringende Besprechung. Am nnadend. 28. März, findet um 20 Uhr dei Loges eine prechung der Politischen Leiter statt. Die Kartei ist mit(28) Sonnadend, Besprechung zubringen. Aus der Bewegung 69., Gefolgschaft 17/55. Bad Meinberg. Sonntag, 29. 3. 42, tritt die gesamte Gefolgschaft um 8.90 Uhr an der Schule zur Jugendfilmstunde an. 69., Gef. 11/55. Sonntag. 29. März, tritt die gesamte Gefolgschaft um 8.45 Uhr am Eingang der Adolf=Hitler= Allee an. Sämtliche Jag., die aus dem Jungvolk in die Stamm=HJ. ausgenommen werden, treten ebenfalls um 8.45 Uhr mit an. 93., Gef. 46, Brake. Sonntag, 10 Uhr, Antreten zum Sonderdienst in Uniform(soweit vorhanden) an der alten Schule. Schar Brake tritt am Freitag vor dem Krullkrug zum Film an. DI., Standort Alut. Der Jungzug tritt am Sonnabend, 28. 3., um 15 Uhr an der Schule an. BDM., Mädelgruppe, Bad Meinberg. Sonntag, 29. 8. 42, tritt die gesamte Gruppe um 8.30 Uhr an der Schule zur Jugendfilmstunde an. B2M. Schar Bahlbausen bei Detmold. Heute, Greitag, treten sämtliche Mädel um 19.30 Uhr in Diestelbruch an der Schule an. Mädelgruppe 255. Alle Mädel treten am Sonntag, 29. 8., um 10 Uhr an der Werrestraße an. Die Gausilmstelle zeigt: „Carl Peters“. Freitag: Giddesen, 15.30 und 20 Uhr: Sonnabend: Pivitsbeide. „Kampfgeschwader Lübow“. Freitag: Brake: Sonnabend: Lieme. „Annelie“. Breitag: Livverreihe: Sonnabend: Hörste. „Der lausende Berg“. Preitag: Heidenoldendorf: Sonnabend: Horn. Jugenbfilmstunde in Horn. Mit dem Film„Der lausende Berg“ veranstaltet die Ortsgruppe Horn am Sonnabend, 28. März, um 16 Uhr. eine Jugendfilmstunde. Eintritt 30 Pfg. Briefkasten (Jeder Anfrage ist die seweilige Bezugsquittung beizufügen.) A. 3. 100. 1) Zu Iüren Fragen ist zusammenfassend zu sagen, daß nach Inkraftreten des Preisstovvgesetzes(Geptember 1937) jegliche Mieterböhung ohne ausbrückliche Genehmigung der zuständigen Preisbebörde ausgeschlossen ist. Sowohl Mieter als auch Vermieter machen sich in einem solchen Falle strafbar. Im vorliegenden Falle können wir Ihnen also nur raten, sich an die zuständige Preisbehörde zu wenden, um eine Nachprüfung zu veranlassen. Im übrigen sind jedoch Anträge auf Mietsenkung bew. Mieterhöhung den Antragstellern zurückzugeben. Die bestehenden Bestimmungen haben Mietern wie Vermietern ausreichend Gelegenheit gegeben, bei erhöbter oder zu geringer Miete entsprechende Anträge zu stellen. Es kann in der gegenwärtigen Zeit also Unangemessenheit des Mietzinses nicht mehr geltend gemacht werden, es sei denn, daß der Vermieter bei Absedluß eines neuen Mietverhältnisses willkürlich und unberechtigt eine Mieterhöhung vorgenommen hat. Hierüber werden Sie durch die genannte Bebörde unterrichtet. 2) Zur Schneebeseitigung bew. zum Streuen bei Glatteis ist grundsätzlich der Vermieter des Grundstücks verpflichtet. Er haftet auch auf jeden Hall der Behörde gegenüber. Er kann die Pflicht hierzu jedoch auf einen bzw. mehrere Mieter abwälzen, was jedoch ausdrücklich bei Abschluß des Mietverhältnisses geschehen mus. Unseres Erachtens können Sie keinesfalls verpflichtet werden, den 35 m langen Zugangsweg, der zudem im Eigentum der Stadt steht, von Schnee zu befreien bzw. bei Glatteis zu streuen. Sie können diese Arbeit ablehnen und es dem Hausbesitzer überlassen, sich diesbezüglich mit der städtischen Verwaltung zu einigen. 3) Ihre diesbezügliche Frage erledigt sich durch die Beantwortung der Frage 1. Haunover. Die Verlegung kann nur mit Genehmigung des Gewerbeaufsichtsamtes erfolgen, an das man sich zweckmäßig wendet. Bielefeld. Werbotener Umgang mit Kriegs— ge alte Elli Vormfeld genen. Die 20 Jahre alle En Vormfelde aus Brackwede und die 20 Jahre alte Ingeborg Vorn aus Bielefeld wußten sehr gut, welch gefährliches Spiel sie belrieden, als sie sich mit französischen Kriegsgefangenen, die gleich ihnen in einem Bielefelder Betrieb arbeiteten, einließen. Als sie von einem Gefolgschaftsmitglied ertappt und sofort fristlos entlassen wurden, warteten sie die weiteren Dinge nicht ab. Ihr Plan, mit den Kriegsgefangenen, für die sie schon Zioilkleider besorgt hatten, zu fliehen, schlug fehl. Deshlab rissen sie allein aus, nach Köla, über die„grüne Grenze“ nach Belgien. Hier standen sie bald hilflos mit ihren Talenten, gingen zurück nach Deutschland und wurden festgenommen. Ihre Bemühungen, dem Bieleselder Sondergericht, vor dem sie sich jetzt zu verantworten hatten, Sand in die Augen zu streuen und ihre Beziehmngen zu den Franzosen als„harmlos“ hinzustellen, mußten fehlschlagen, da ein ganzer Stapel von„Liebesbriefen“ eindeutig zegen sie zeugte. Die Angeklagte Born hatte sich außerdem des Volksschädlingsverdrechens schuldig gemacht, indem sie den Anzug ihres eingezogenen Bruders stahl. Das Sondergericht bestrafte die ehrvergessenen Mädchen exemplarisch mit je vier Jahren Zuchthaus und vier Jahren Ehrverlust.(84) Halle i. W. Sechs Kühe durch elektrischen Strom getötet. In Hörste wurden sieben Kühe eines Bauern, die im Stall gestanden hatten, vom elekrischen Strom getroffen, der anscheinend durch Erdschluß von der elektrischen Lichtleitung aus abgewandert war. Sechs der besten Kühe wurden dadurch getötet, eine siebente hofft man am Leben erhalten zu können. Quakenbrück. Wertooller Fund. Beim Schuttabladen auf dem Rennplatz in Quakenbrück machte ein Angestellter einen wertvollen Fund, indem er ein Kästchen mit einem echt goldenen Ring mit einem Brillanten besetzt fand. Vom Fachmann wird der Wert des Ringes auf 300 RM. geschätzt. Salzkoiten. Vom Zuge erfaßt und getötet. Der aus Verlar stammende Bahnunterhaltungsarbeiter F. Discher hatte wahrscheinlich einen bei unsichtigem Wetter herannahenden Güterzug nicht bemerkt und wurde von ihm erfaßt. Fischer geriet unter die Räder und wurde auf der Stelle getötet. Heeten. Kindersplel mit Handgranate. Hier wurde von einigen Schülern eine Handgranate gefunden, Neustaum. 25 KiIs Seibentorons Schule. Einen schönen volkswirtschaftlichen Erfolg die hiesige Volksschule aufweisen, die sich mit der raupenzucht beschäftigt. Während im Jahre 1940 die sie mit nach hause nehmen und dann alle möglichen Experimente damit anstellten. Zuletzt gingen die Burschen mit einem Streschholz an den Zünder, so daß die Handgranate krepierte. In dem Wohnraum, wo dieses Unglück geschah, wurde ein 18jähriger Junge tot aufgefunden, während ein anderer schwer und zwei weitere leicht verletzt wurden. Seppenrade. Geschlachtet, gepökelt— und gestohlen. Diebe erbrachen in der Bauerschaft Neckelsum einen Kellerraum, in dem sich das einige Tage vorher geschlachtete Schwein im eingepökelten Zustande in der Pökeltonne befand. Die Einbrecher nahmen fast das ganze eingesalzene Schwein„mit. Neubeckum. 23 Kile Seidenkokons einer konnte Seiden= bereits 6,34 Kilogramm Kokons abgeliefert wurden, stieg das Ergebnis des Jahres 1941 auf 23 Kilo, die als Sonderklasse bewertet wurden. Von der Reichsfachgruppe Seidenbauer wurde der Schule eine Auszeichnung verliehen. Gelsenkirchen. Gefängnisaufseher von Verbrecher getötet. Am 21. März wurde der Gefängnisaufseher des Polizeigefängnisses Gelsenkirchen von dem wegen Verdachts eines Sittlichkeitsverbrechens festgenommenen O. O. durch mehrere Schüsse getötet. Ein zu Hilfe eilender Schutzpolizeibeamter wurde ebenfalls durch einen Schuß verletzt. Der Täter flüchtete nach der Tat. Durch sofort eingeleitete Fahndungsmaßnahmen konnte O. kurz darauf in seiner Gelsenkirchener Wohnung durch Kriminaldeamte gestellt werden. Er gab auf die Beamten einen Schuß ab, der glücklicherweise sehl ging. In dem sich entwickelnden Feuergesecht wurde der Täter durch mehrere lebensgefährlich verletzt und verstard nach kurzer t. Eine in seiner Begleitung defindliche Frau wurde rbei ebenfalls getötet. 10 Recklinghausen. Freiplätze — „. für 120 Berg= manner. 120 Bergmänner der Schachtanlage Recklinghausen können durch das Reichserholungswerk für Bergmänner 14 Tage in Urlaub fahren. außer der vorgesehen. Frühjahrswaldlauf in Bad Salzuflen am Sonntag, dem 12. April 1942 im Stadion bis 51. 5. 2 Für 5 in Brage, werden. 2 Ausschreibung: Klasse I, Männer(vor dem 1. 9.23 geboren): zirka 5000 Meter.— Klasse II, Jugend A(geh. 1. 9. 28 bis 31. 8. 26): zirka 3000 Meter.— Klasse III, Jugend B(geb. 1, 9. 25 bis 81. 8. 27): zirka 2000 Meter.— Klasse IV, Pimpfe(geb. 1. 9. 27 bis 1930): zirka 1900 Meter.— Klasse V, Brauen(geb. vor dem 1. 9. 29): Staffel: 800, 200, 100 Meter im Stadion.— Klasse VI, BDM.(geb. 1. 9. 29 bis 81. 6. 27): Staffel: 800, 200, 100 Meter im Stadion. für die Mannschaftswertung kommen 4 Teilnehmer , von denen die zuerst einlaufenden drei gewertet . Die Mannschaften müssen vor dem Start auf einem Meldezettel namentlich eingetragen und gemeldet sein. Startgebühren: Klasse I und V 0.50 RM., Mannschaften und Staffeln 0.50 RM. Klasse II und III 0.30 Reichsmark. Klasse IV(Pimpfe) 0.20 RM. Startkartenausgabe ab 19.30 Uhr. Umkleideräume im Stadion. Start und Ziel Stadion. Kampfrichtersitzung im Stadion 13.45 Uhr. Antreten 14.30 Uhr. Ansprache, Blaggenhissung 14.45 Uhr. Start: Klasse II, Jugend A: 15 Uhr: Klasse III, Jugend B: 15.20 Uhr: Klasse I, Männer: 15.33 Uhr: Klasse IV, Pimpfe: 15.15 Uhr: Klasse V und VI. Kranen und B0M.: 15.90 Uhr.— Siegerebrung: 10.15 Uhr. Der Lauf führt über gute Waldwege; es können Nagelschuhe mit kurzen Dornen verwendet werden. Der Lauf wird nach den Bestimmungen des NSRL., Fachamt Leichtatblettk, gewertet. Die Meldungen sind bis zum 6. Avril 1942 an Willy Meiertohann, Bad Salzuflen, Postfach 45, mit genauer Klassen= und Altersangabe zu richten. Das Startgeld wird bei Empfang der Startnummer entrichtet. Teilnehmer(innen) der Klassen II, III. IV und VI müssen der HJ. oder dem BDM. angehören und müssen ihren Ausweis mitbringen. Sieger erhalten Diolom und Eichenblatt. Siegerauszeichnungen(Eichenblatt) werden bis zu 30 Prozent der Teilnehmer vergeben. Meiersobann, Kreiskampfrichtes=Obmann. Pisper. Kreis= und Bannsachwart für Leichtathletik. Elisabeib Viever, Kreisfachwartin für Leichtatbletik. Abstiegskandidaten haben es nicht leicht Bier Sviele um die westfälische Fusballmeisterschaft. Man wird sich jetzt mehr mit den Mannschaften der unteren Tabellenhälfte boschäftigen müssen, nachdem es mit ziemlicher Sicherheit feststeht, daß der SC. Schalke 04 auch diesmal seinen Titel wieder erfolgreich verteidigen wird. Aber wer steigt ab? BfB. Bielefeld als Tabellenvorletzter holte sich am vergangenen Sonntag zwei weitere Minuspunkte und wird es genau wie die zuletzt nicht in den Kampf eingesetzte SpVg. Röblinghausen außerordentlich schwer haben, sich in den restlichen Spielen noch zu erholen und in Sicherheit zu bringen, zumal beide am Sonntag den Gegner aufsuchen müssen. Die Erfolgsaussichten sind sowohl für den VfB. in Altenbögge als auch für Röhlinabausen in Gelsenkirchen gegen Gelsenguß ziemlich gering. Aber auch die übrigen vom Abstieg noch bedrobten Mannschaften, Westfalta Herne und SpVg. Gerten, steben vor schweren Aufgaben, die sie kaum zu meistern In der Lage sein werden. Bochum, das inzwischen den dritten Tabellenplatz sich erobert hat, müßte Herten genau so gut schlagen wie es die Schalker gegen Herne tun werden. Oder glaubt temand anders...? Das Fußballvrogramm des 29. März erhält mit zahlreichen Svielen von Wehrmachtmannschaften anläßlich des „Tages der Wehrmacht“ eine interessante Bereicherung. Der Meisterschaftsspielolan lautet wie folgt: 9C. Schalke 04— Westfalia Herne(Hinsp. 0:3) Gelsenguß Gelsekirchen— SpVa. Röblinghausen(2:2) P/L. Bochum 48— SpVg. Herten(1:3) — 91B. VfL. Altenbögge 3/B. Bielefeld(3.20). Meisterschaftsspiel B/B. Detmold— TuS. Horn. Am kommenden Sonntag findet auf dem Arminsportplatz in Detmold, 14.30 Uhr, das Entscheidungsspiel um die Grupvenmeisterschaft der oben genannten Mannschaften statt. Da beide Vereine ausenblicklich noch über eine sehr gute Mannschaft verfügen, ist mit einem flotten und spannenden Kampf zu rechnen. Westsalens Oaubbal=Entscheidung vertagt. Der ursprünglich für den kommenden Sonntag, 29. März, nach Hamm angesetzte Entscheidungskampf um die westsältsche Handballmeisterschaft zwischen dem MSV. Hindenburg Minden und Soortring 33 Gevelsberg ist verlegt worden und findet nun erst am 12. Aoril statt. Austragungsort ist Hamm. Westsalenmeisterschaft der Turneznnen. Bei der in Glegen durchgeführten westsälischen GauMeisterschaft der Turnerinnen gab es sehr gute Leistungen. Nach Erledigung der ersten drei Uebungen führte Mararet Dürr(TV. Jahn. Bad Lipvspringe), die aber bei den Ringen als viertem Gerät Pech hatte, jedoch durch drei „Zwanziger“ im Kürsprung am Längspferd sowie in der Barren= und Ballkürübung den Verlust wiedergutmachte und sich den ersten Platz und die Meisterschaft sicherte. Außer Mararet Dürr als neue Meisterin werden noch Agnes Dahmen(Bochum), Adelbeld Rieda(Gladbeck) und Hertba Birr(Witten), die in Siegen die nächsten Plätze belegten, den Gau Westfalen bei den deutschen Meisterschaften am 10. Mal in Mannheim vertreten. Das C. K 1 für Rudolf Hardig. Wie auf der Aschenbahn, so hat der deutsche Meister und Weltrekordläufer Rudolf Hardig sich bei seinem Fronteinsatz bewährt. Als Führer verschiedener Stoßztruppunternehmen wurde Feldwebel Harbig mit dem Eisernen Kreuz I. Klasse ausgezelchnet. Die Kriegsmarine sucht Fachpersonal Berlin, 25. März. Für ein großes Forschungs= und Entwicklungs=Laboratorium der Kriegsmarine an der Ostseeküste werden gesucht: 1. Diplomingenigure, Ingenieure und Techniker(innen) der Fachrichtung Elektrotechnit für interessante, weitgeplante Forschungs= und Entwicklungsaufgaden in den Spezialgedieten Hochsrequenztechntk, Hochspannungstechnik, elektrische Nachrichtentechnik und Starkstromtechnik. 2. Patentingenteure oder Ingenteure bzw. Akademiker mit Kenntnisser' der Hochfrequenztechnik oder Elektrotechnik, die Neigung haben, sich in das Gebiet des gewerblichen Rechtsschutzes einzuardeiten. Englische und französische Sprachkenntnisse erwünscht. 3. Konstrukteure und Zeichner(innen) für entw cklungssähige Stellen im Konstruktionsbüro. 4. Absolvent(inn)en von Mittelschulen und verwandten Lehranstalten, welche Interesse für Physik bzw. Funktechnik besitzen und Wert darauf legen, sich durch Mitarbeit an phystkalischen Versuchen im Ladoratorium einzuarbeiten und zu leistungsfähigen Fachkräften auszubilden. Bewerdungen sind zu richten an das Oberkommando der Kriegsmarine, Amtsgruppe N Wa, Berlin W 35, Tirpitzuser 72/76. Langemarck=Studium im Kriege Das Langemarck=Studium der Reichostudentenführung hat auch im dritten Kriegswinter seine Ausleseund Erziehungsarbeit erfolgreich in 13 Hochschulstädten fortgesetzt. In diesen Tagen haben sich in sieben Lehrgängen 250 Langemarck=Studenten einer schwierigen Leistungsprüfung Anterzogen und in ihr den nationalsozialistischen Geist ihrer polttischen Mannschaftserziehung und das hohe Maß ihrer wissenschaftlichen Ausbildung unter Beweis gestellt. Sämtlichen Männern, die am Ende der dreisemestrigen Vorstudienausbildung standen, konnte im Auftrage des Reichsstudentenführers durch den Leiter des LangsmarckStudiums, Reichsamtsleiter Dr. Gmelin, das Zeugnis der Reise ausgehändigt werden, das zum Studium an allen deutschen Hochschulen berechtigt. Erstmals wurden im abgelaufenen Winterhaldjahr Lehrgänge Teg von Kriegsteilnehmern durchgeführt, in denen bewährte Frontsoldaten mit mindestens dreijähriger Dienstzeit Aufnahme fanden. Die Leistungsprüfung dieser Soldaten bewies, mit welchem Ernst und welchem Erfolg die wenigen Monate der Beurlaubung genutzt worden sind. Diese beurlaubten Soldaten sind inzwischen wieder zu ihren Truppenteilen zurückgekehrt. Vielseitige Kunstschau in Paderborn Eine Ausstellung von Werken der im Großdenischen Reich schöpferisch fäligen bildenden Künstler. Das Hilfswerk für deutsche bildende Kunst, das mit seinen bisher etwa fünsundsiebzig, in den größeren Städten wie Berlin, Wien, Leipzig, Hannover, Prag, Brünn, Krakau usw. durchgeführten umfassenden Kunstausstellungen sowohl in kunstfördernder als auch für die ausstellenden Künstler in finanzieller Beziehung außergewöhnlich große Erfolge zu verzeichnen hat, wird im Rahmen der Paderdorner Kulturwoche im Alten Rathaus am Montag, dem 13. April, eine vielseitige und umfassende Kunstschau von Werken der im Großdeutschen Reich schöpferisch tätigen Maler und Bildhauer eröffnen. Sie wierd nicht nur täglich unentgeltlich zu besichtigen sein, sondern es werden auch in der ersten Woche nach der Eröffnung vom 13. bis 18. April um 11 und 15 Uhr mit einer fachwissenschaftlichen Persönlichkeit kunstbetrachtende Rundgänge stattinden, in denen vor den einzelnen ausgestellten Werken e künstlerischen Gestaltungswerte und die geistig=seelischen Inhalte eine eingehende Erklärung finden. Um aber auch die Liede und das innere Verständnis für die deutsche Kunst zu wecken und die darin verankerten hohen ethischen Werte verständlich zu machen, wird am Sonntag, dem 19. Aprll, vormittags 11 Uhr, ein Lichtbildvoxtrag über Gedanke im Kogmann, Berlin, gehalten werden. Auch diese Veranstaltung ist kostenfrei zu besuchen. Diese vor etwa fünf Jahren von Reichsminister Dr. Goebdels geschaffene kunstfördernde soziale Einrichtung des Hüfswerkes für deutsche bildende Kunst will einerseits die von den deutschen Kunstgestaltern hervorgebrachten hochwertigen Werke den kunstsinnigen Menschen zuführen, damit ste sich daran erfreuen und erbauen können, andererseits wird aber den Schöpfern der Werke durch die Ausstellung die Möglichkeit geboten, ihre durch eigene Kraft geschaffenen künstlerischen Produkie zu verkgufen, ohne daß le dadurch in irgendeiner Weise finanziell belastet werden. Die Trägerin des Hilfowerkes ist die RSB. das Thema:„Der Pealistsch=herosch, deutschen Kunstschaffen" durch Dozent H. G. rlin, gehalten werden. Auch diese Be Blätter des Basrenther Bundes. Das erste Heft des Jahrganges 1942 in dieser Tage erschienen. An lettender Stelle enthält es einen Artikel„Mozart und Wagner“ von Karl Grundsko, dem ein arundsätzlicher Aussatz von Otto Daube über den Bavreuther Kulturgedanken folgt. Ueber die Beziebungen zwischen Wagner und Wilbelm Raabe sinden wir in einer Abbandlung von Ernst Daube interessante Einzelbetten. Dem unlängst verstorbenen selbstlosen Förderer Bayreutbs, Griedrie von Schoen, widmet Helena Wallem, die Betreuerin der Richard=Wagner=Gedenkstätte In Bayreutb, einen warm empfundenen Gedenkartikel. Ein weiterer Nachruf gilt dem im Alter von 92 Jahren verstorbenen Erbauer des Bestsoielbauses auf dem Grünen Hügel, Karl Runkwitz. Berichte aus der Arbeit der Ortsverbände des Bavrentder Bundes sowie weitere Mittellungen beschließen das Hest. em. Glück auf, Katrin! Roman von Karl Unsel! Cepyright by Verlan Knort& Hirth, Kommandisges Mürchen 1940 43) Unbarmherzig und mahnend läuteten draußen die Förderwagen, klirrten die Räder der Transportschnecken, tackten die Pressen. Es klopfte. Hollborn fuhr auf und riß sich zusammen.„Herein!“ rief er, verärgert über die Störung. Direktor Lorenz trat ein, eine blaue Aktenmappe in der Hand. Um seine Lippen lag ein geheimnisvolles Lächeln. Hollborns Gesicht verfinsterte sich. Er konnte jetzt Menschen, die lächelten, nicht ertragen.„Haben Sie etwas sehr Dringendes?“ fragte er sofort, ohne Lorenz' Gruß zu erwidern.„Ich habe die Post noch nicht durchgesehen.“ Lorenz ließ sich weder durch das finstere Gesicht noch durch den schroffen Ton beirren.„Im Gegenteil“, meinte er beinahe fröhlich.„Es ist ganz undringend. Aber es wird Sie sehr interessieren. Ich glaude, Sie werden sogar sprachlos sein, Herr Hollborn.“ „Uebertreiben Sie nur nicht gleich so“, drummte Hollvorn, aber seine Neugier war doch geweckt.„Nach Ihrem Lächeln zu urteilen, kann es nicht sehr erschütternd sein. Er deutete ungeduldig auf die Aktenmappe„Zeigen Sie schon her. Was ist es denn?“ „Sie hatten doch die Absicht, für den neuen Sitzungssaal ein Bild zu kaufen“, sagte Lorenz gemütlich. Holldorn zog seine Hand zurück und musterte Lorenz von oben bis unten.„Ich glaube, Herr Lorenz, Sie baben sich in der Tür geiert. Für Scherze habe ich wirklich keine Zeit. Lorenz trat trotzdem an den Schreidtisch.„Warten Sie ab, Herr Holldorn.“ Dann entnahm er der Mappe eine aufgeschlagene Zeitschrift und fuhr seelenruhig fort:„Dieses Heft, es ist eine Kunstzeitschrift, hat meine Frau heute morgen bekommen. Sie ist darauf abonniert.“ „Das ist allerdings ungeheuer interessant“, sagte Hollborn ironisch. „Nein, aber das hier.“ Er legte die Zeitschrift vor ihn hin.„Was halten Sie von dem Bild?“ Widerwillig blickte Hollborn auf die Seite. Dann beugte er sich tiefer hinab, nahm das Heft in die Hand und sagte plötzlich:„Ja, das ist doch Cornelius.“ „Eden, eben“, meinte Lorenz belustigt.„Das ist das Interessante daran. Aber es ist noch nicht alles. Die Aufnahme hat noch einen besonderen Reiz, wenn man so sagen soll. Sehen Sie mal nach, wer sie gemacht hat.“ „Katein Braake“, las Hollborn und schüttelte ein wenig ratlos den Kopf. Wie kam sie dazu, ausgerechnet eine Auf nahme von diesem Bild zu machen, dachte er, und zus keimte Verdacht gegen Cornelius in seinem Herzen au Sollte er vielleicht heimlich auf der anderen Seite stehen Katrin konnte doch eigentlich nur durch ihn auf die Existenz dieses Bildes aufmerksam gemacht worden sein. „Wer besitzt denn das Gemälde?“ fragte er plötzlich, zu Vorenz aufsehend. „Es ist in Berlin ausgestellt. Wahrscheinlich gehört es noch der Malerin. Es sind übrigens noch mehr Bilder von ihr in dem Heft.“ „So. Es ist ausgestellt“, sagte Hollborn machte schon, es bestände da vielleicht eine u erleichtert.„Ich unterirdische Bezwischen Fräulein Braake und Comelius. Das wäre mir bei der augenblicklichen Situation nicht gerade angenehm gewesen.“ Er blätterte zurück und stutzte. Da stand eine Frau neben einem Bild, das ein Landhaus mit einer Mutter und ihrem Kind darstellte. Mechanisch las er daneben den Namen: Carola Cornelius. Sein Atem stockte. Er nahm das Heft und hielt es in das Licht, das war doch das Gesicht aus war doch— das mußte doch tem stockte. Er nahn um besser sehen zu können. Roggenkamps Atelier. Das Carola Heidorn sein. „Na, hatte ich nicht recht?“ fragte Lorenz triumphierend „Ist das nicht alles außerordentlich interessant?“ Hollborn nickte abwesend.„Es ist mehr als das. Es ist geradezu unheimlich“, sagte er leise, als spräche er zu sich selbst. Seine Gedanken suchten sich an dem Faden entlangzutasten, der da plötzlich aus dunkler Vergangenheit aufgetaucht war und ihn auf eine geheimnisvolle Weise mit Roggenkamp, Cornelius und Fräulein Braake zu verbinden schien. Sein Verstand konnte keinen logischen Zusammenang finden, immer wieder entschlüpfte ihm der Faden, und ie Gedanken zerrannen ihm wie feiner Sand zwischen den Fingern. „Wir wollen doch mal Heern Cornelius rufen“. sagte Lorenz und ging zum Ferasprecher. In diesem Augenblick flemmte in Hollborns Erinnerung ein grellgs Dicht auf. Er sah Roggenkamg neben dem steinernen Frauengesicht und hörte ggenkamp seine Sti imme, und was jener von dem Leiden der Frau um einen Mann gesagt hatte, wurde setzt zu einer gellenden Anklage gegen ihn selbst. Er wollte aufspringen und Loxenz den Hörer vom Kopf reißen und ihm sagen, daß die Malerin Cornelius' Mutter sei, und daß man nicht von ihr in seiner Gegenwart sprechen dürfte, aber es war schon zu spät. Gleich darauf trat Cornelius ein. „Wir haben ein Bild für den neuen Sitzungssaal geunden“, ging Lorenz geradewegs auf das Ziel los.„Ee tellt zwar keine Szene aus dem Braunkohlenbergbau dar, ondern zeigt ein paur junge Häuer beim Frühstück vor Ort unter Tage, aber es ist ein sehr echt empfundenes und ausgezeichnet wiedergegebenes berg näunisches Motiv. Sie werden das Bild kennen und wissen sicher, ob es käuflich ist.“ Lächelnd reichte er ihm das Heft. Wenn er bloß nicht immer lächeln wollte, dachte Hollborn, obwohl er wußte, daß der Vorwurf ungerecht war, denn Lorenz konnte die Zusammenhänge nicht ahnen Beklommen sah er zu Cornelius hinüber, der mit einem irren Ausdruck in den Augen auf das Bild staerte. Dann überzog sich ein frisches Gesicht mit einer kalkweißen Blässe, und seine bläulichen, schmalen Lippen begannen zu zittern. „Ich werde die weitere Veröffentlichung dieses Bildes unterbinben", stieß er unbeherrscht hervor,„und wenn Sie es erwerben und in den Sitzungssaal hängen wollen, muß ich meine Stellung hier aufgeben.“ Lorenz starrte ihn bestürzt an.„Aber, Herr Cornelius. Was ist denn los? Weshalb regen Sie sich denn so auf? Doch nicht wegen Fräulein Braake?“ Cornelius schnellte den Kop lein Braake? Was hat Fräulein.—. „Sie hat doch die Aufnahmen von den Bildern gemacht.“ Cornelius Augen gingen in hastigem Suchen über die Seite. Dann schien er den Namen entdeckt zu haben.„Das ist doch gar nicht möglich“, stammelte er, vollkommen ratlos und blätterte zurück. Jetzt sieht er seine Mutter, dachte Holldorn und erhod sich schwerfällig Cornellus schlug die Zestschrift mit einer heftigen Bewegung zu und gad sie Vorenz.„Es bleidt dabel“, sagte er kalt und beinahe gerächtlich.„Ich will Ihnen dazu eine Erklärung abgeden. Wie Fräulein Braake zu diesen Aufnahmen kommt, weiß ich nicht. Ich werde aber feststellen, ob es Absicht oder Zufau war. Sie ist jedenfalls nicht der 92 zur Seite„Wieso Gräu. n Braake damit zu kun?“ Kunst und Wissenschaft Hohe Itallenische Ehrung für Emil Jannings. Der Königlich Itallenische Botschafter in Berlin. Dino Allleri, überreichte in den Räumen der Italienischen Botschaft dem Staatsschauspieler Emil Jannings für seine besonderen Verdienste um die deutsch-italienischen Kulturbeziehungen das Große Offizlerskreuz des Ordens der Krone von Italien. 15jähriger spielt Beethoven. Das Düsseldorfer Wunderkind, der 15jährige Planist Wilhelm Tatarczyk, trat jetzt in seiner Vaterstadt sum ersten Male vor die Oeffentlichkeit. Der junge Pinanist spielte Werke von Beethoven und errang mit seinem Spiel einen beachtlichen Erfolg. Mit fünf Jahren musizierte der junge Künstler bereits im westdeutschen Rundfunk. Er ist Schüler von Professor Abendroth(Köln), Professor Schünemann(Berlin) und Professor Erwin Fischer. Grund, weshald ich Sie bitten muß, das Bild nicht zu erwerden. Die Malerin ist meine Mutter. Zwischen ihr und mir gibt es keinerlei Beziehungen mehr, und zwar war ich es, der sie abbrechen mußte.“ Hollvorn trat vor ihn hin und sah ihn scharf an.„Herr Cornelius, ich will mich nicht in Ihre persönlichen Verhältnisse einmischen. Aber ich möchte Sie doch etwas fragen. Haben Sie, bevor Sie einen so schwerwiegenden Schritt taten, einmal mit einem älteren, vorurteilslosen und unbefangenen Menschen darüber gesprochen, ob Sie auch recht handel'en: „Nein“, sagte Cornelius schroff.„Das war auch nicht notig. Ich wußte allein, daß ich recht handelte.“ „Wie alt waren Sie denn, wenn ich fragen darf?“ „Das alles spielt in diesem Fall gar keine Rolle, Herr Holldorn. Ich bitte Sie, mich nicht weiter zu fragen. Es hat wirklich keinen Zweck. Für mich ist diese Angelegenheit ledigt. Vielleicht genügt es Ihnen, wenn es mir unmenschlich schwer geworden ist, kommen.“ Er wandte sich um und ging hat wirklich ein für allemal erledigt. Vielleicht ich noch sage, daß es mir darüder hinwegzukommen.“ zur Tür. „Würden Gie mir noch sagen, wie der Mädchenname Ihrer Mutter ist“, rief ihm holldorn nach. (Fortsetzung folgt.)