EE Lippische Staatszeitung erlag G.m. Geschä Druck und Verlag Staatszta. NS.=Ver. b. H., Detmold. Geschäftsst u. Schriftl.: Detmold, Paulinenstr. 14, Ferur.: Sammeln 2845. Postscheckk. 8592 Bankkonten: Deutsche Landesbauk. Städt. Spark. Die„Livv. Staatszeitung“ ersch. wöchentl. 7mal. Abbestellungen d. Zettun; nur bis zum 25. lib. Econats. r Loppscher Kursen sar Amtliches Organ des Gaues gierung Gondschtune Westfalen Mord der 160AB — alistische Zeitung örden Anzeigenpretse: Die 22=mmZeile 9 Rc, f. Familienanz. 9 Ru. Textanz., 77 mm breit. 40 R#. 8.S. ist Preisl. 7 gültig. Bezugsvr.: Monatl. bei Zustellung d. Boten einschl. Bestellg. 2 2. b. Zust. durch Post 2.42 M einschl. 63 Postgeb. Die Behind. d. Lieferung rechts. kein. Anspruch auf Rückzabl. d. Bezugsor Nr. 81 5o. Mer 14.(176.) Jahrgang „Heilig sei euch das Reich!“ Reichsteier zur Verpflichtung der Jugend 7 Erhebende Weihestunde im Deutschen Opernhaus Ansprachen des Reichejugendführers und des Stellvertretenden Gauleiters Görlitzer Berlin, 22. März. Im ganzen Großdeutschen Reich begingen am Sonntag die vierzehnjährigen Jungen und Mädchen in festlicher Weise den„Tag der Verpflichtung der m Sonntagpormittag in Berlin statt. Reichsjugendführer Ar Jugend Die Reichsfeier fand im Deutschen Opernhaus statt. Reichsjugendführer mann und der stellvertretende Gauleiter des Gaues Verlin, Staatsrat Görlitzer, ergrissen hier das Wort zu flammenden Appellen. Die Anwesenheit führender Männer von Partei, Staat und Wehrmacht, unter ihnen der Stabschef der SA., Viktor Lutze, Gauleiter Stürz, der Reichssportführer von Tschammer und Osten, der Kommandant von Berlin, Generalleutnant von Hase, und er Polizeipräsident von Berlin, Graf Helldorfs, unterstrich die Bedeutung dieser Feierstunde für die Jugend. Gegen ½11 Uhr war der Zuschauerraum des Deutschen Opernhauses bis auf den letzten Platz gefüllt, während sich vor dem Theater viele Hunderte von Jungen und Mädeln drängten, um die Anfahrt des Reichsjugendführers zu erwarten. Bei seinem Eintritt in das Opernhaus begrüßten den Reichsjugendführer Fanfarenrufe. Zur Rechten und zur Linken der Bühne grüßten Fahnen der 93. und der Partei Auf der Bühne hatten Jungen und Mädel des Verpflichtungsjahrganges Aufstellung genommen. Eine Intrade für Orgel führte in die feierliche Stimmung dieser Stunde ein. Das gemeinsame Lied„Deutschland, heiliges Wort“ leitete über zu einem Führerwort. Der Chor„Land, mein Land“, vom Mozartchor und der Rundfunkspielschar der Berliner Hitler=Jugend vorgetragen, bereitete die Ansprache des Stellvertretenden Gauleiters, Staatsrat Görlitzer. vor. Angesichts der großen Vergangenheit unseres Volkes und der gewaltigen Anforderungen der Gegenwart richtete Staatsrat Görlitzer an die nunmehr ins Leben tretende Jugend einen eindringlichen Appell, ihrem Volk gegenüber allezeit freudig ihre Pflicht zu tun. Auf ten die Jungen und Mädel### trägers. Nach seiner Rede stimmte des Orchester des Gedietes Sachsen der 53. unier der Siebführung des Hauptgefolgschaftsführers Dr. Walter Meyer=Giesom Ludwig van Beethovens dritte Leonoren=Ouvertüre an, deren feierliche Klänge überleiteten zu den Ausführungen des Reichsjugendführers Axmann. In seiner Rede an die zur Verpflichtung angetretenen 14jährigen Jungen und Mädel sagte Reichsjugendführer Axmann, daß diese Jugend heute in Dankbarkeit ihrer Lehrer gedenke, die ihnen viel gegeben und sie bis zum heutigen Tage geleitet haben. Der erste sichtbare Zeitabschnitt des Lebens liege hinter ihr, und vor ihr weite sich das große Land der Zukunft. Der Reichssagendführer würdigte die Hoffnung und Erwartungen, die die Jungen und Mädel mit dem heutigen Tage an ihre Zukunft knüpfen. Sie tue es mit Recht, denn im Deutschland Adolf Hitlers sei für jeden Tüchtigen der Weg nach oben frei. Jedem, sogte er, werde Ehre und Lohn zuteil, der sich einer harten Pflichterfüllung unterziehe. In einem verpflichtenden Schlußappell forderte der Reichsjugendführer die Jungen und Mädel cuf, einer kämpferischen Gesinnung zu leben nach dem Vorbild der alten Kämpfer der nationalsozialistischen Revolution und der tapferen Soldaten dieses Krieges. Nur wer sich in Gehorsam und Disziplin übe, werde einst führen und befehlen können. Natürlichkeit, Einfachheit, Bescheidenheit und härteste Pflichterfüllung seien Voraussetzungen für die Bewährung im Leben, die noch vor ihnen liege. „Verehrt die großen Helden des Seistes und des Kampses, verehrt die Helden dieses Krieges, nuler deuen ihr mit Stelz eure Bäter und Brüder wihl, und entzündet eure Herzen an ihren unvergleichlichen Taten! Seid vor allem dankbar euren Ellern, denn dieser Tag ist ihr Feiertag. Sie Herzliches Handschreiben des Führers an Generalseldmarschall von Rundstedt. Aus dem Jührerhaupiquartier, 22. März. Der Jührer ließ durch seinen Chefadjutanten der Wehrmacht, Generalmaser Schmundl, dem Generalfeldmarschall von Rundstedt, der sich nach seiner Genesung wieder auf veraulwortungsvollem Posten befindel, ein in herzlichen Worten gehaltenes Handschreiben überreichen, in dem er der hohen Verdienste des Jeldmarschalls in Krieg und Frieden geBotschafter Gerede bei Inönü Diplomatische Unterredungen in Istaubul. rd. Steckholm, 22. März. Präsident Inönü traf am Freitag, auf seiner Jacht von Smyrna kommend, in Istanbul ein. Er hatte kurz nach seiner Ankunft eine längere Unterredung mit dem türkischen Botschafter in Berlin, Gerede, der sich gegenwärtig zur Berichterstattung in der Türkei aufhält. Der Gesandte traf in Istanbul mit dem deutschen Botschafter von Papen zusammen, der sich auf der Durchreise nach Deutschland befand: Danama provoziert Argentinien Argenlinischer Konsul ohne Grund ausgewiesen. hn. Rom, 22. März. Eine ernste diplomatische Spannung ist zwischen Argentinier und Panama eingetreten. Die vollständig der USA. ausgelieferte Regierung von Panama hatte einen argentinischen Konsul aus ihrem taatsgebiet unter nichtigen Vorwänden ausgewiesen. Das argentinische Außenministerium ließ darauf mitteilen, daß der geschäftsführende Vizepräsident Castillo den neuen Gesandten der Republik Panama solange nicht zur Entgegennahme seines Beglaubigungsschreidens empfangen würde, als Panama nicht Genugtuung geleistet hötte. Die Beziehungen zwischen den beiden Ländern hatten sich schon vorher abgekühlt, nachdem Panama ohne stichhaltigen völkerrechtlichen Grund erklärte, es könne Argentinien nicht als Schutzmacht italienischer Interessen in seinem Staatsgebiet anerkennen. Gebi es ihnen Verpflichtel euch zum Bewegung, ohne die uch in eurem Leben alles gegeben. zurück durch Liede und Anftändigkeill Verpf lreuen Dieust in naserer herrischen wir nicht mehr leden können! Erkenul und empfindet das eine: Es ist der Wille der götllichen Vorsehung, daß ihr im deulschen Volk geberen seld. Gedenkt in Ehrsurcht der Opfer, die aus den vergangenen Jahrhunderten bis zum heutigen Toge für Deutschland gegeden wurden! Darum sei euch heilig das Reich! Wenn unsere Froulsoldaten aus diesem Kriege mit sie reichen Johnen in die eurer haltung und Kampfes finden!“ Nach dieser Verpflichtung führer zusammen mit Jugend und der die Seele unseres Volkes ist und heute in seinem Haupteldaten aus diesem Kriege mit flegHeimal ziehen, dann mogen sie in irem Andlick die Erfüllung ihres gedachte der Reichsjugendmnd Elternschaft des Führers, quartier die Geschicke unseres Volkes in eine große Zukunft lenkt. Die ernsten und getragenen Klänge des Liedes„Heilig Schwur abzulegen. Feierliche Stille legte sich über den Raum. Ergriffenen Herzens legten die Jungen und Mädel nun den Schwur ab:„Ich gelobe und verspreche, in der Hitler=Jugend allezeit meine Pflicht zu tun in Liebe und Treue zum Führer und unserer Fahne.“ für Orchester von Ottmar Gerster des Die festliche Mu erfüllte den Raum. Sodann erhoben sich alle zu Ehren Führers. Die Nationalhymnen erklangen. Mächtige Klänge der Orgel, gespielt von Professor Dr. Frotscher, gaben dieser Feierstunde einen würdigen Abschluß. Große Erfolge der Lustwaffe an der Ostfront 24 Nochschubzüge der Sowjets getroffen Briten in Nordafrika zurückgeworfen— Aus dem Jührerhaupiqnartier, 22. März. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Auf der Halblusel Kerisch wurden erneul Ankisse des Jeindes abgewiesen. Auch an medreren Abschultlen der äbrigen Ostfrout lebhafte beiderseitige Gesechlsikrigkell. Angriffsnnternehmungen deutscher Truppen waren er- 51 bolschewistische Flugzeuge vernichtet Britischer Zerstörer vor Sollum versenkt Die Beschietzung kriegswichtiger Anlagen in Ceningras wurde mit beobachteter Wirkung forigesetzt. Verisch ud Feast vr. 41ch, B. 224454 2. Fr. i mitleren Abschaln der Ostfroul hereie südlich des Amenlees un starfen Aompf- und Jagöstlegerkräften in die Erdkämpfe ein. Bei Luftangrissen aus Eisenbahnanlagen wurden 24 Nachschubzüge der Sowseis schwer getrossen und große Ferstörungen in Ausladebahnhösen verursacht. Am gestrigen Tage verlor der Jeind an der Ostfrout 51 Jluggeagt. An der Swir=Iront zerfiörten fiunische Luftstreitkräfte am 20. März molorisierte seindliche Rolonnen. In Nordatrika wurden britische Versuch, in die deutsch-itallenischen Stellut zurückgeworsen. Durch Bombenvolttresser Vordwassen wurden eine größere Anzahl britischer A ## Sesechl OKräfte bei dem ugen einzubrechen. Bombenvokktreffer und Beschußz mit er PauzerKraftfahrzeuge vernichtet, zwei Batterien gesetzl und mehrere Ilugzeuge am Boden bekam Aus Malle a grissen flarke Verbände den ugzeuge während des ganzen T der Jasel an. hierbei wurden von La Benezia schwer getroffen und sechs AEA jeich, nen Soden zerstell. Diet weneit Teitsische 1 nde deutscher Sturz gr gllriche Bo Vunscherigge einen flark gesicherten britischen Geleitzug an und versenkie herrieIm Mittelmeer vor Sollum einen Ferstörer der Klasse. Bei den Unternehmungen gegen seindliche Kriegs= und Transportschiffe vor der Cyrenalka hat sich das Anterseebeei unler Jührung von Rapiläuleutnaut Kraus besenders ausgezeichnet. Curtin als„Lnruhestifter“ gebrandmarkt Churchill nimmt den Fehdehandschuh über den Fall Casey aur— Beachtlicher Grod des gegenseitigen Zerwürfnisses rd. Stockholm, 22. März. Churchill hat den Fehdehandih des australischen Ministerpräsidenten Curtin, der irch die Veröffentlichung eines Weißbuches über den Fall Caseo die scharfen Gegensätze zwischen der australischen und der englischen Regierung der Weltössentlichkeit vor Sein Augen führte, aufgenommen. Sein Gegenzug wird, wie in Londoner Regierungskreisen angedeutet wird, in der Behandlung dieses Falles im Unterhaus bestehen. Churchill g, des australischen#.... Mitglied des britischen Kriegskabinetts in Kairo in völligem Einvernehmen mit der australischen Regierung vorgenommen worden sei. In englischen Regierungskreisen wird dementsprechend Ueberraschung über die Haltung Curtins geheuchelt, den man als„Unruhestifter“ zu brandmarken versucht, um die peinliche Aufdeckung der australisch=englischen Gegensätze auf dessen Person abzuwälzen. Daß London diese Meinungsverschiedenheiten„tief beklagt“, ist verständlich.„Man sieht ein, daß die Lage schnell aufgeklärt werden und die britische Regierung beweisen muß, daß sie nicht bewußt gegen die Wünsche Australiens gehandelt hat.“ Daneben werden gegen Australien jedoch die in britischen Augen höchst strafbaren Vorwürfe erhoben, daß es schon früher eine ausgesprochen kritische Haltung gedenüber den englischen Kriegsanstrengungen eingenommen habe, sowohl bezüglich det Operationen im Mittleren wie im Nahen Osten. Gleichzeitig wird größter Wert auf die Feststellung gelegt, daß Weise die 19 ziehungen zwischen Australien und den ten stören wolle" Cosey den Feuern sise die guten BeVereinigten Steaselbst steht in sammervoller Ratlosigkeit zwischen a es ihm offensichtlich nicht geraten erscheint, sich in direkten Gegensatz zu seiner Regierung zu stellen, versucht er, sich in einer Erklärung mit der Phrase aus der Patsche zu ziehen, er habe das Angebot Churchills lediglich„mit Rücksicht auf seine Pflicht gegen Auftralien und das Empire“ angenommen. Wenn er einen Augenblick lang geglaubt hätte, daß die Interessen Australiens darunter leiden könnten, würde er darauf nicht eingegangen sein. Er glaube jedoch nicht, daß es„im Interesse der Allgemeinheit" liegen würde, wenn er näher auf die Faktoren einginge, die ihn zur Annahme des Churchillschen Verschlages bewegt hätten.— Diese tiefgründige Feststellung des Curtin=Churchillschen Streitobjektes läßt ahnen, welcher Klamauk hinter den Kulissen stattfinden mag, wenn sich die Herren in London und Canberra bereits heute öffentlich in den Haaren liegen. Wie Stesaul aus Algeciras erfährt, muß ein englischer Ilugzeugträger der„Jormidoble“=Klasse weilerhin im Dock von Gibraltar bleiden, weil der Flugzeugaufzug, der seinerzeil durch eine Illegerbombe vernichtet wurde, noch nicht wieder in Gang gebracht werden konnte. Die papuas auf Neu=Guinea in Aufruhr Kopfjöger plündern die Plantogen— Britische Kolonialpolitik erleidet erneut Schiffbruch sap#talschen Teup10 Stockholm, 22. März. Während die pen auf Neu-Guinea in ruschem Vormarsch die stralegisch wichtigen Punkle, so vor allem den Australien gegenüberliegenden hasen Port Moresby, bedrohen, Ist unler den kriegerischen Eingeborenen der Rieseninsel, den dunkelhäntigen Popuas, ein wilder Aufruhr ausgebrochen. Zwischen den einzelnen Stämmen sind blutige Fehden entbrannt, jedoch richten sich die Gewaltakte der Eingevorenen auch gegen das Leben und Eigentum der dort lebenden Engländer und Australier. Die britische Kolonial= politik, die sich auf brataler Unterdrückung und Ausbeutung der Bevölkerung begründet, hat also auch auf Neu=Guinea in der Stunde der Gefahr die Bewährungsprobe nicht bestanden. Wie sechs Vergleute, die von ihren Arbeitsplätzen in der Nähe des Flusses Sepik im australischen Mandatsgebiet r wumn dm Vorcdrncheng un dont Bonco ige berichten, toben zwischen den dortigen Kopflägerimen erbitterte Kämpfe. Nach einem sapantschen gegen Madano und andere Küstenplätze sei die Zivilverwaltung zurückgezogen worden: australische Zivliverwaltung zurückgezogen worden und die Eingeborenen hätten sofort die Gelegenheit ergriffen, die alte Streitaxt wieder auszugraben. In den dichten Urwäldern am Sepikfluß bekämpfen sich die Eingeborenenstömme mit Blasrohren, Bumerangs und ähnlichen Wafen. Die alten Kopfjäger schienen wieder aufzuleben, und es sehe ganz so aus, als wenn die Streitigkeiten sich immer mehr auch auf andere Gebiete Neu=Guineas ausbreiten. Weiter wird gemeldet, daß die Eingeborenen auch auf den Plantagen plündern und rauben und die Gebäude zerstören. Die wenigen Engländer und Australier, die überhaupt noch in den erwähnten Gegenden zurückblieben, seien ernsten Gefahren ausgesetzt. Irgendwelche Nachrichten über ihr Schicksal seien bisher nicht eingegangen. Die wilden Gebirgsstämme sollen sich mit den Kannibalen des Flachlandes vereinigt und nun gemeinsam eine systematische Plünderung der Plantagen begonnen haben. Die Behörden bezeichneten diese Eingeborenen=Unruhen als völlig unerwartet und sehr diese errch. A O W S In gefährlichen Gewänsern. (Zeichnung: Brinkmann Deike.) Kann Australien sich verteidigen? Von Oberst von Caprivi Nach dem Fall von Java verkündete der Sender Sidney:„Die Schlacht um Australien hat begonnen.“ In der japanischen Presse(„Nitschi Nitschi“ vom 11 März) wurde ausgeführt, daß die einzige Aussicht für die Weiterexistenz Australiens und Neuseelands darin liege, daß beide sich entschließen, England und Amerika zu verlassen und statt dessen ihr heures Gebiet und #gtt dessen ihr ungeheur ffquellen für die Errichtung der ostasiatischen Sphäre gemeinsamen Gedeihens zur Verfügung zu stellen Die strategischen Vorteile und die materiellen Hilfsmittel Japans seien jetzt unerschöpflich geworden, während die Entsendung von Verstärkungen nach dem isolierten Australien und Neuseeland unmöglich geworden sei. Wenn die Australier eine Katastrophe verhüten möchten, müßten sie offen die Niederlage zugeben und ihren schwachen und nutzlosen Widerstand aufgeben. Das würde der einzige Weg zur Selbsterhaltung sein. In diesem Sinne sprach sich jüngst der japanische Ministerpräsident Tojo aus. Streifen wir einmal die strategische Lage! Der jüngste und kleinste Erdteil ist immerhin mit seinen 7 700000 gkm Bodenfläche noch größer als das europäische Festland unter Ausschluß von Rußland. Bewohnt wird aber diese Fläche nur von 7 Millionen Wer zum Vergnügen reist, wird bestraft Berlin, 22. März. Der Reichominister für VolksaufKrung und Propaganda und der Reichsverkehrsminister geben beiangt: Die Deutsche Reichsbahn hal im Kriege für den milllärischen und zioilen Bedarf Trausporte in bishet noch nicht dagewesenen Ausmaßen durchzuführen. Im hiablick auf die Verdringlichkeit dieser Ausgabe muß der ziolle Reiseverkehr auf ein Mindestman eingeschränkt werden. Das gill vor auem für die nun andrechende Frählingszeit und die bevorftehenden Ostertage. An die Bevölkerung ergehl hiermit die kalegerische Aussorderung, jede nicht nelwendige oder ausreichend begründete Reise unter allen Amständen zu unlerlessen. Reisende, die enlgegen dieser Aufforderung die mit kriegswichtigen Trausporten überlastete Reichsbahn zum Vergnügen benutzen, haben Strafe, bei schweren Verslößen Ueberführung in ein Konzentrationslager zu geBirügen. Berufsreisende sowie Personen, welche nach der Anordnung des Staatssekretärs für Fremdenverkehr vom 26. November 1941 berechtigt sind, ein Heilbad oder anerkannten Erholungsplatz aufzusuchen, werden aufgefordert, ihre Reisen nur anzutreten, wenn sie mit einwandfreien Ausweispapieren versehen sind. Menschen, d. h. eine Million weniger, als allein in der Großstadt London zusammengedrängt sind. Seit der europäischen Besiedlung ist Australien noch niemals von irgendeinem Kriege auch nur entfernt bedroht worden. Wohl aber haben seine Divisionen im und 100000 Neuseeländer gegen die Mittelmächte gefochten. Auch im jetzigen Kriege sind Australier, namentlich in Nordafrika und im mittleren Orient. sowie auf ostasiatischen Kampffeldern gegen Japan ein„Vor Dünkirchen“ Sinniges Verbrechergeschenk für Anthony Eden. Dr. b. Bichy, 22. März. Eine ebenso humoristische wie authentische Geschichte berichtet die französische Zeitung „Journal“ über den berüchtigten englischen Außenminister Anthony Eden. Am Weihnachtsmorgen des Jahres 1935 wurde Eden, der damals ebenso wie heute den Posten des Außenministers bekleidete, von Scotkend Yard benachrichtigt, daß das Haus seines Schwiegervaters von Einbrechern ausgeräuchert worden sei. Unter den gestohlenen Wertgegenständen befand sich neben kostbaren Juwelen und Kunstwerken auch ein besonders schönes Bild des berühmten französischen Malers Corot. Dieses Bild wurde nie mehr gefunden. Vor einigen Tagen nun wurde von unbekannter Seite im Foreign Office in London ein sorgsam verschnürtes großes Paket für den Außenminister persönlich abgegeben. Eden öffnete das mysteriöse Paket mit großer Vorsicht, und was kam zu Tage? Das lang vermißte Bild von Corot, welches den Titel trägt:„Au large de Dunkerque“(„Vor Dünkirchen"). Hat der freigiebige Verbrecher— so fragt die französische Zeitung— dem Eigentümer sein Bild sieben Jahre. später aus Reue oder aus Ironie wieder zugestellt? Bulgariens erste Schule für Seeoffiziere rd. Sosia, 22. März. Der bulgarische Kriegsminister Daskalov hat dem Parlament einen Gesetzesantrag zugeleitet, der die Umgestaltung der bisherigen Seemannsschule in der Schwarzmeer=Stadt Vardar in eine höhere Lehranstalt für die bulgarische Kriegsmarine vorsieht. In der neuen Schule sollen in Zukunft in erster Linie die Offiziere und Ingenieure für die Kriegs= und Handelsmarine ausgebildet werden, was im Hinblick auf die durch die Wiedergewinnung der ägätschen Küste erweiterte bulgarische Schiffahrt von größter Bedeutung erscheint. * — gesetzt worden. Trotz nicht mohr allzuviel bra Lande I#. Fie sein, Agemeiner Weh zuchbare Wehrkr mal die meisten Wehrpflicht wird raft aus dem zumal die meisten freiwilligen, igen und besten Kräfte, besenders an Offizieren und egern, schon vor dem japanischen Kriege in andere Erdteile gezogen worden sind, so daß es nicht nur an Waffen, sondern auch an brauchdarem Ausbildungsgaie e ieier urte Dr Shaunung un uhtelt. n Politikers, die wir unlängst in der Presse lasen, Australien sich nicht mehr selbst schützen könne, es schon zu viele Opfer für das Empire gebracht hätte, kann daher den Tatsachen entsprechen. Wehrwirtschaftlich ist für Australien von Wichtigkeit, daß Eisen und Kohle im Lande vorbanden sind und erhebliche Ansätze für eine eigene Rüstungsindustrie unter einem besonderen Rüstungsministerium bestehen. Man wollte 1941 schon eigene Flugzeugherellung in großem Rahmen aufnehmen und zahlte hohe Hämien für Auto=Herstellung. Landwirtschaftlich ist es ein Ausfuhrland, besonders für Weizen und Gefrierfleisch, daneben der größte Wollexporteur der Erde Australien und das 1700 km ostsüdöstlich davon gelegene Dominion Neuseeland— 260 000 gkm mit 1½ Millionen Einwohnern— sind auf die Unterstützung von außen angewiesen. Daß England sich diese Unterangesichts seiner bisherigen Niederlagen und weit in Burma an der Ostgrenze Indiens den japanischen Heeres nicht leisten kann, Händen zu greifen. Aber auch die USA. dürften zu einer ausreichenden Hilfe, selbst bei größtem Opferwillen, kaum in der Lage sein. Das erste Hindernis ist die ungheure Entfernung(San Franzisko— Brisbane an der Ostküste Australiens fast 10.000 km). Selbst die Entfernung von den Hawai=Inseln, die doch durch amerikanische Transporte auch erst erreicht werden müßten, beträgt immer noch 7500 km. Ende Februar hat sich zwar die französische Kolonie NeuKaledonien— 1 500 km östlich von Australien— für de Gaulle erklärt, worauf eie amerikanische Besetzung erfolgt ist, aber diese Kräfte werden für einen Kampf gegen Japan um den Erdteil Australien keinesfalls reichen. Daß nordamerikanische Flottenteile oder Truppentransporte in nennenswerter Stärke nach Australien unterwegs sein sollen, ist lediglich ein unbegen und stehenist mit sten zu 1i stätiges Gerücht, das zur Beruhigung der Australier ausgestreut worden zu sein scheint In dem in seiner Mitte fast unbewohnten Erdteil die wirtschaftliche Bedeutung hauptsächlich im Südosten, etwa an dem Küstenstreifen von Brisbane an der Ostküste, bis Adelaide an der Südwestküste, mit den beiden Millionenstädten Sidnen und Melbourne. Daneben spielt nur der Südwesten noch eine gewisse Rolle, während die mittleren Gebiete fast wertlos sind. England hat sich auf diesem Erdteil einen modernen Kriegshafen, Port Darwin, etwa in der Mitte der Nordküste, geschaffen. Er war bestimmt, im Zusammenwirken mit den bereits verlorenen Stützpunkten Hongkong und Singapur die britische Seeherraft im malatischen Archipel unter allen Umständen aufrecht zu erhalten. Nun ist ihm nur noch dieser einzige Rest seiner völlig an Japan verlorenen Herrschaft geblieben. Auch er ist schon mehrfach durch japanische Luftangriffe getroffen und seine Anlagen erheblich krä gente und vielleicht etwas größe mittel verstärkt sein— eine Verteidigung der gesamten Küstenlänge des Erdteils gegen die Japaner, die in den ersten drei Monaten so viele und stets restlose wenn die Japaner auf Australien landen wollen, so giht ihnen iyre jetzige Ueberlegenheit zur See und zur st jederzeit die Möglichkeit dazu, während die Abwehr einer solchen Landung, zumal nach den Erfahrungen von Java, weder vom Wasser noch von der Küste aus auch nur die geringsten Aussichten hat. Als Operation der Verteidigung käme ernsthaft also nur ein Kampf gegen schon gelandete japanische Wehrmachtteile in Frage. Die bisherigen Kämpfe sowohl der Amerikaner auf den Philippinen wie der Briten auf der Malayenhalbinsel und der Holländer auf Java laden aber wenig zu einer Wiederholung ein. Hat doch der Sprecher der japanischen Regierung in Tokio am 11. März noch betont, daß die Holländer auf Java ihre Waffen viel früher als notwendig niederdelegt hätten, weil sie über das Ausbleiben der amerikanischen und englischen Hilfe empört und verärgert gewesen seien und sich nicht für fremde Ziele gufopfern wollten. Das sei gerade die Erfahrung, die die Australier aus den Ereignissen der letzten Tage lernen könnten. Denn genau so erbittert würden sie über das Ausbleiben der englischen und amerikantschen Hlle sein, wenn die Aktionen erst einmal begonnen n. Mit einer Besetzung des ganzen Erdteils, so darf man annehmen, würde sich der siegreiche Angreifer nicht aufhalten, sondern nur die für ihn wichtigen See= und Flughäfen nebst einem gewissen Umkreis in die Hand nehmen. Im großen operativen Rahmen erscheint das ganze für Japan als eine Nebenoperation, die eine etwa auf dem asiatischen Festlande von japanischer Seite beabsichtigte Hauptoperation weder zu störe zu verzögern braucht. Prokiamation eines Geisteskranken Berlin, 22. März. Roosevelt proklamierte den 6. April Wad r imn ui dumn tuoch Aeien Btrdter all nur dem Gehirn eines Geisteskranken entstammen Voll frecher Heuchelei heißt es da:„Empört durch den Verrat der Achse und durch die Zurückweisung aller Ideale, wie Ehre, Wahrheit und Anstand, die wir als freie Nation, die nur Gott untersteht, hochgehalten haben, haben wir es übernommen, eine Armee von Bürgern aus allen Teilen der Nation zu mobilisieren. Unsere Leute kommen aus allen Schichten und sind bereit, den Sieg zu erkämpfen, auf dem wir das feste Gebäude des Friedens und der Freiheit aufbauen können.“ Im Munde dieses scheinheiligen Schurken und politischen Gangsters sind solche Worte direkt ekelerregend. Ehre, Wahrheit und Anfland sind überall eher zu finden als bei Roosevell. Denn mit#emeinen Lügen, planmäßigen Tän schungen und unler dem unerhörten Bruch seinetz Wahlver sprechens, die ASA. aus dem Kriege herauszuhalten, hal er das USA.-Volk in einen Krieg gestürzt, der keineswegs zur Retlung der amerikanischen Freihelt geführt wird, die von niemand bedrohl war. Die Vergewaltigung der mittel= und südamerikanischen Staaten, die Verwandlung englischer Inseln und holländischen Besitzes in amerikanische Stützpunkte, die Besetzung Grönlands, Islands und Nordirlands, der Griff nach Australien sind die ersten Räubertaten Roosevelts. Sie zeigen eindeutig an, was der Gangster unter seinen heuchlerischen Worten von„festem Gebäude des Friedens und der Freiheit“ in Wirklichkeit versteht. Ein festes Gedäude möchte der schurkische Kriegsnachläufer und heuchlerische Erbschleicher in der Tat errichten, ein Gebäude, das alle amerikanischen Staaten und den wankenden Besitz seines Kriegspartners Churchill mit eisernen Banden festhalten soll. Mit diesem Vorsatz und solchen Vorstellungen mischte sich der Wahnsinnige in Washington in den Krieg ein, den er doch niemals gewinnen kann. Seine erwiesene gemeine Gesinnung vermag er selbst unter noch so klangvollen Phrasen nicht zu verbergen. Seine Gangstertaten zeugen wil n! Zwei große amerikanische Handelsschiffe wurden am 21. März an der Allantictäfte der USA, lorpediert und versenkl. Die Versenkung beider Schisfe wird durch das USA.-Marineministerium jehzl zugegeden. Ceylon- Paradies und Hölle Englands Schlüssel zum Indischen Ozean farts an der Dai von Trincomalse Wie der englische Nochrichtendienst melbet. wird auf marsches mehr# rund des tapantschen Vorden Judischen Orean nunans Cevlon evakniert. Alle Brauen und Kinder sowie Personen, die nicht stoatlich angestellt find, müssen die Stadt sofort verlassen. Auf den Telegraphendrähten von Colomdo wippten die tropischen Vögel wie bei uns zu Lande die Schwalden und Spatzen, nur bunter und geschwätziger waren sie, wenn sie jeden Morgen im träumenden Halbdunkel der Stadt den Schnabel öffneten und sich nicht stören ließen von den schmetternden Trompetensignalen der Tommies, die auf ein Mastbion uicht gernde dn Leticed Büther Aüchen. ndern die gähnenden Soldknechte zur täglichen Parade hrer Macht auf den Kasernenhof riesen. Die vielen Statuen des Siddhartha im Gewirr der Straßen von Colombo lächelten dazu, dunkel und unergründlich, und keine Reitpeitsche konnte es ihnen wehren—— In den Büchern der gelden Mönche steht, daß der große Weise vor vielen Jahren meditierend durch die schwellende Fruchtbarkeit Ceylons wandelte und seine Erleuchtung nicht unter dem Feigenbaum von Uruwilna empfing, sondern unter den duftströmenden Callablüten der gesegneten Insel. Sie zeigen noch den Abdruck seiner Sohlen im Gestein des 2500 Meter hohen Adamo Peak und lächeln darüber, daß man diese Fußspur auch dem ersten Menschen zuschreiben will, aber selbst wenn man die alten Märchenbücher der Menschheit zuklappt und nur dem sachlich grabenden Spaten der Archäologen folgt, gewinnt die alte Sage an Wahrscheinlichkeit, wonach Ceylon ein Paradies gewesen sein muß, ehe es die Briten zur Hölle machten. Man muß einmal dem fabulierenden Rankengewirr folgen, das die Mönche von Anuradhapura um die hohen Steinmonolithen und bizarren Tempelkuppeln dieser um die Mitte des vorigen Jahrhunderts von europäischen Forchern dem Dschungel entrissene singhalesischen Millionenstadt legen. Bereits 500 Jahre vor dem Wiegenlied von Bethlehem soll das im Glanz seiner goldüberpuderten Tempol sich hestige London g dehnende Anuradhapuna punn größer el.- Beien#rioesen sein, eine blübende, arbettsame Stadt mit quietschenden Ochsenkorren in den Straßen und singenden Menschen auf den terrassierten Reisfeldern. Es war noch nicht der Brite, der mit barschen Musketenkolben an die Tore Anuradhapuras pochte. Er war noch nicht vorhanden und wußte noch nichts vom Tee auf Ceylon. Mit speerstarrenden Booten ruderten die südindischen Tamilen über den blaugrünen Golf von Manor, ein kriegerischer Stamm, der die sanften Singhalesen unter seine Herrschaft zwang und sogar die wilden Weddas in die Dschungel trieb. Das ledenspendende Geäder der Kanäle geriet in Verwirrung, die Tanks überwucherten mit weißem und rotem Lotos und trockneten aus, in Kandy errichteten die Tamilen ihre granitene Zwingburg und in die Straßenzeilen Anuradhapuras kroch der Dschungel mit Bamdus und Lianen, giftigen Kobras und schimpfenden Affen. Heute braucht man kein Buschmesser mehr und keine murrende Trägerkolonne, um von der 100 Meter hohen Rupan=Beli=Tagoha oder den kühnen Elesantenreliefs des Felsentempels Issurumuniya den Glanz verblichener Jahrtausende abzulesen, man springt das Trittdrett der Railway hinunter, die von Jaffa kommt und Ceylon offen legt wie das Innere einer saftigen Frucht. Der Brite hat nämlich nicht gespart mit dem Netz seiner Schienen, als er die Portugiesen und Holländer endgültig von den Zimtsäcken gesagt hatte. Er sprengte die Tunnels und spannte die Brücken nicht etwa, um einem schönheitshungrigen Strom von Besuchern die tausend Räume des Lohapasada oder die Babeteiche der heiligen Schildkröten im Monolithengewirr der Dschungelstadt zu zeigen, Gott bewahre, er war nicht Cooks Agent, er wollte den Tee und den Kautschuk Ceylons und brauchte daneben einen Stützpunkt für seine Schiffe, die über Aden nach Singapur unterwegs waren. Und er fand neden den geschäftigen Kais von Colombo im Osten der Insel eine Bai, deren Bedeutung schon die seetüchtigen Holländer durch ein Kastell gekrönt hatten: Trincomalee mit einem riesigen Naturhafen, hinter dessen Korallenbänken sich die gesamte britische Hochseeflotte verEine Woche härtesten Einsatzes Die Kämpfe an der Ostfront weiter im Zeichen des strengen Winters Berlin, 22. März. Nach den deim Oberkommando der Wehrmacht vorliegenden Meldungen haben die Kämpfe an der Ostfront in der vergangenen Woche wiederum hohe Anforderungen an die deutschen Truppen gestellt. Wenn auch im Süden der Ostfront die Kälte vorübergehend nachließ, so war doch insbesondere im mittleren und nördlichen Frontabschnitt die Kampftätigkeit durch strengsten Fron, eisige Schneestürme und meterhohe Schneeverwehungen behindert. Der Schwerpunkt der Kampfhandlungen dieser Woche lag im Südabschnitt der Front. Auf der Halbinsel Kertsch setzten die Bolschewisten ihren Großangriff sort, der die ganze Woche über angedauert hat. In fester Wasfenkameradschaft mit rumäniphen Verbänden wurden alle Angriffe unter schwersten Verlusten für den Gegner und unter Abschuß von über 200 Panzern abgewiesen. An der ostwärts Taganrog—Stalino verlaufenden Front herrschte nur geringe Kampftätigkeit. Im Donezgebiet kam en; dagegen verschiedentlich zu ledhaften Kämpfen, die teils durch vergebliche feindliche Angriffe, teils durch eigene erfolgreiche Angriffsunternehmungen ausgelöst wurden. An der ostwärts Charkow verlaufenden Front wurde der reich beteiligt. Im mittleren Frontabschnitt erforderten die Kampfndlungen infolge der großen Kälte und des tiefen Schnees öchste Anstrengungen von den fechtenden und Versorgungstruppen. Tag und Nacht mußten die Nachschudwege freigeschaufelt werden, um bei dem ständigen Wechsel von Angriff und Abwehr die eigenen örtlichen Angriffsunternehmungen erfolgreich durchführen zu können. Alle seindlichen Angriffe wurden unter hohen Verlusten an Mensch. Panzern und Material aller Art abgewiesen. Im Nordabschnitt der Ostfront sanden südostwärts und nordostwärts des Ilmensees erfolgreiche Abwehrkämpfe statt. An der Einschließungsfront von Leningrad wurden fast täglich Werften und Flugplatzanlagen von der deutschen Heeresartillerie wirkungsvoll beschossen. An der finnisch=karelischen Front und in Lappland waren deutsche Truppen in engster Waffenkameradschaft mit finnischen Verbänden bei örtlichen Kämpfen erfolgreich. Die deutsche Luftwasfe unterstützte durch Bomben= und Tiefangriffe wirksam die Heeresverdände bei ihren Abwehr= und Angriffskämpfen. Besonders auf der Haldinsel Kertsch, vor Sewastopol und am Ilmensee griffen die deutschen Sturzkampf= und Kampfflugzeuge erfolgreich in die bwehrkämpfe ein, zerschlugen Bunker, Panzer, Truppenansammlungen und Bereitstellungen und entlasteten so die schwer kämpfende Infanterie und schufen die Voraussetzung für erfolgreiche deutsche Angriffshandlungen. Große Erfolge hat die deutsche Lustwaffe bei der Bekämpfung der bolschewistischen Nachschubstraßen, Eisenbahntransporte und den Hafenanlagen mit den in ihnen ankernden Schiffen von Noworossijsk und Sewastopol gehabt. 386 bolschewistische Flugzeuge wurden in der vergangenen Woche vernichtet. Neuer Großangriff auf Malta Zerstörende Volltreffer auf Flugplätze und in Hallen und Unterkünften Berlin, 22. März. Wie das Oberkommando der Wehrmacht mitteilt, wurde am 21. 3. ein neuer Großangriff deutscher Sturzkampfflugzeuge auf den Flugplatz La Venezia auf Malta mit großem Erfolg durchgeführt. Die unter Jagdschutz anfliegenden Kampfverbände durchbrachen die Flaksperre, die von den Vatterien der Insel über die ganze nsel gelegt war. Im Sturz warfen die Flugzeuge ihre Bomben auf den von britischen Jagdverbänden belegten Flugplatz. Im Südwestgelinde des Rollfeldes wurden abgestellte Flugzeuge von Bomben getroffen. Zwei einmotorige und zwei zweimotorige Flugzeuge gerieten in Brand. In den Unterkünften und Hallen entstanden mehrere heftige Explosionen. Besonders die Gebäude im Südosten des Platzes erhielten zerstörende Volltreffer. Am Nachmittag wurden die Sturzkampfangriffe fortgesetzt. Ein großes Betriebsstofflager brannte vollständig aus. Weitere Spreng= und Splitterbomben lagen zwischen abgestellten Flugzeugen. Insgesamt wurden zehn britische Flugzeuge als zerstört gemeldet. Die nach den Angriffen durchgeführte Aufklärung über Malta bestätigte durch Lichtbilder und Augenbeobachtung den vollen Erfolg der deutschen Sturzkampfgeschwader. Die ununterbrochenen Angriffe richteten sich auch mit guter Wirkung gegen den Hafen von La Valetta und andere militärische Ziele auf der Insel. Zwei Bomben allerschwersten Kalibers trafen dort einen Schiffsliegeplatz, wo eine ungewöhnlich heftige Explosion beobachtet wurde. Trotz stärksten Feuers der Flakartillerie gelang es den deutschen Flugzeugen, ihre Bomben über den befohlenen Zielen abzuwerfen und auch britische Jäger, die zur Abwehr der deutschen Sturzkampfflugzeuge aufgestiegen waren, konnten den deutschen Erfolg nicht verhindern. Geeint im Kampf gegen den Bolschewismus Lissadon, 22. März. Bei der Verleihung spanischer Orden an die portugiesischen Generäle Fernando Gorges und Gaudencio Trintade durch den Militärgouverneur der Provinz Pontevedra und Militärkommandant von Vigo, General Alonso, die am Sonnabendnachmittag im spanischen Konsulat in Porto stattfand, trat erneut die herzliche Freundschaft zwischen den beiden Nachbarländern deutlich zutage. Der Feier wohnten die Militär= und Zivilbehörden Portos, der Kommandant der portugiesischen Legion und viele Mitglieder der spanischen Kolonie in Porto bei. General Alonso erklärte in einer Ansprache, die historische Begegnung Francos und Salazars in Sevilla sei der Beweis dafür, daß Portugal fest entschlossen sei, seine Unabhängigkeit zu verteidgen. Der portugiesische General Gaudencio Trintade betonte in seiner Antwortrede die brüderlichen Bande, die die beiden Völker verbinden, und hob die gemeinsame Aktion der beiden Nationen im Kampf segen den Bolschewismus auf der Iberischen Haldinsel ervor. Unser Türkdienst meldet: Auf der Ordensburg Southosen fand am Sonnabend der Schlußappell für die erstmals zur Entlaffung kommenden allesten Jahrgänge der zehn Adalf-Hiller-Schulen statt. Reichsleiter Baldur von Schlrach überreichte 230 Jungen das Diplom der Adolf-Hiller-Schule, das zum Studium an allen Hochschulen berechtigl. Nach der Verpflichlung auf die Bartel und dem Treueschwur auf den Führer übernahm Reichsorganisationsleiter Dr. Ley die Schüler in die 10bhul der Partei. fand heute auch im Generalgonvernement in rien der Partei die Ueberführung der VierJungvolk und Jungmädelbund in die M. sowie ihre Verallen Erstmalig a Stando zehnjährigen 53. und## den B0 Krakau nahm Geueralgonverneur Reichs lichtung ver. erpflichtung ichsleiter Dr. Irank statt. In ungsfeler der 1g in Rom mit saschistischen Kampfeinem Vorbeimarsch persönlich die Verpfli Die jährliche Gründu# bünde wurde am Sonntag von 150 Jugendbataillonen vor Parteisekretär Bidussoni und anderen hohen Parteifunktionären eingeleitel. Zur Jestigung der freuneschaftlichen Beziehungen zwischen Japan und den Philippinen erdnete der Chef der — vpinen-Regierung, Bargas, an, daß künfvortänsigen Pelltppinen-Regierung.. lig der 11. Jehruar(lapanischer Reichsgründungstag), der 29. April(Geburtslag des Tenno) und der 3. November (Geduristag des Kaisers Meisl) auch auf den Philippinen als nationale Jeiertage gelten. Das nordamerikanische Ranonenbool„Asheville“ wurde, wie von Reuter zugegeben worden ist, bei einem Iusammentressen mit sapanischen Flottenstreitkräften südlich von Java vernichtel. Das Kanonenboot hatte eine Wasserverdräugung von 1270 Tonnen. Seit der Besetzung der stralegisch wichtigen Stadt Vadang an der Westküste Sumatras am 17. März wurden durch die sapanischen Truppen, wie Domei meldet, annähernd 900 brilische und 800 niederländische Soldalen entwaffnet. Das sapanische Marineministerlum gab bekannl, daß Konteradmiral Takisire Nischi zum Leiter des Departements für allgemeine Angelegenheiten im Hauptquartier der Marine=Luftwasse als Nachfolger des Konteradmirals Vamagata ernannt worden ist. Blutige„Schlacht“ in Veracruz Vier Toie, 20 Schwerverletzte. San Sebastian, 22. März. In der Nähe der Hafenstadt Veracruz in Mexiko fand nach hier eingetroffenen Meldungen eine große„Schlacht“ statt, an der 500 mit Pistolen, Messern und eisernen Gerätschaften aller Art bewaffnete Arbeiter teilnahmen. Vier Männer wurden getötet und zwanzig Schwerverletzte bedeckten das Feld der blutigen Auseinandersetzung, die erst durch das Eingreifen von Militär beendet wurde. Die Unruhen sind durch Mißstimmigkeiten zwischen Transport= und Landarbeitern wegen sozialer Fragen ausgelöst worden. kriechen konnte, falls es einmal im Indischen Ozean nach Pulver riechen sollte. Zur gleichen Zeit, als sich die Sorge um Eingapur in eilig gegossenen Bunkern auszudrücken begann, wuchsen am grellgelben Strand von Trincomalee die Radiostationen, Oeltanks und Forts hoch, denn dieses unschätzbare Ceylon war ja nicht nur die goldspielende Teeschale des Empires, sondern ein strategischer Schlüssel von magischer Gewalt. Wer Leylon hatte, befaß Indien und legte zugleich die Hand auf den sagenhaften Reichtum aus Burma, Thailand und dem fernen China. Die Chronisten des Empire sind nicht müde geworden, Ceylon als die glücklichste Kolonie Britanniens zu preisen, ein palmwedelndes Schlaraffenland, wo einem die herrlichsten Bananen geradewegs in den Mund wachsen und man das feinste Krokodilleder aus den Flüssen angeln kann. Ceylon ist ein Paradies für die reichen Herren in Colombo und für die zu materiellem Wohlstand gekommenen Singhalesen, die sich als Wighs und Totries englisch gaben und sich nicht entblüdeten,„we are going home“(„wir gehen nach Hause") zu sagen wenn sie zur Season nach London fuhren. Wer aber in die ausgemergelten Gesichter der Kulis von Colombo gesehen hat, die früh morgens in müden Trupps in die Doks und Fabriken ziehen, summiert aus der Vielzahl sieberglänzender Augen die Erfahrung, daß die Hölle ist, mögen sich.... Ceylon auch mögen sich die farbigen Vergen sich vir—.treter im Parlament auch noch so süßlich mit„my honouenh“(Mai-..—.. rable friend"(Mein ehrenwerter Freund“) anreden. Einer der letzten Gouverneure Cehlons, Sir West Ridgeway, hat einmal in einer geschwätzigen Whisky=Paktie ausgeplaudert, die natürliche Fruchtbarkeit Ceylons gestattete 80 Millionen Menschen ein auskömmliches Leben. Die rücksichtslose britische Ausrottungspolitik hat es erreicht, daß die Singhalesen und Tamilen in einem Jahrhundert britischer Herrschaft auf drei Millionen zusammengeschrumpft sind, eine zu Skeletten erstarrte dumpfe Masse, der zu helfen wäre, wenn man ihr Chinin statt Gin reichte. Aber die Gouverneure Ceylons scheinen wenig Interesse daran zu haben, den Kampf gegen den„fliegenden Tod“ aufzunehmen. Solange mit, der Fähre von Manar noch genügend südindische Kulis kommen und ihre braunen Rücken mit Fronarbeit in den Tee= und Gummidistrikten sich beugen, tut man nichts gegen die Fiebersümpfe, aus derem Schilf die Malariamücken schwirren. Als einzige Medizin verabreicht man Schnaps in lärmenden Budiken, und zwar in derart freigidigen Portionen, daß es den Singhalesen und Tamilen bald wie den dunkelfarbigen Weddas gehen wird, die vor der Zivilisation in den Dschungel krochen und sich dort zum Sterben hingekauert haben. Man schätzt dieses drawidische Urvolk, das scheu von Waldlager zu Waldlager hetzt und nur nachts aus den Lianenschnüren des rwaldes tritt, um Wildbret, Honig und Wachs vor die inkle Kulisse des Waldes zu legen, das der singhalesische Händler gegen eiserne Pfeilspitzen eintauscht, auf 500 bis 155 Köpfe. Einen genauen statistischen Nachweis dieses steinzeitlichen Jägervolkes gibt es nicht, und amerikanische Museen haben sich schon in kluger Voraussicht einen ausgestopften Wedda mit vorschriftsmäßigem Ritidast=Schurz besorgt, wenn in nicht allzu ferner Zeit der letzte seines Stammes zu kraftlos ist, die Bogensehne zu spannen. Erich Winter. Vier englische A=Boote im Mittelmeer versenkt Rom, 22. März. Der italienische Wehrmachtbericht vom Sonntag hat folgenden Wortlaut: In der Cyrenalka wurden seindliche Kräfte, die versuchlen, in unsere Stellungen einzudringen, zurückgeworsen. Dabei leistele die Luftwasse tatkräftige Mithllfe durch kühne Bombenangrisse im Sturzslug und durch im Tiefflug ausgeführte Maschinengewehrangriffe. Jahlreiche Panzer wurden zerstört, viele andere unbrauchbar gemachl. Deutsche Jäger schossen drei Curliß ab. Unsere Ilugzeuge griffen im Verlauf eines Aufklärungsfluges im westlichen Mittelmeer zwei englische Elnheiten von geringer Tonnage an. Eines dieser Schiffe geriel in Brand und flog in die Lust, das andere, das ebenfalls getrossen wurde, schien stark beschädigt zu sein. Unsere U-Bool-Jäger versenklen im Mittelmeer weilere vier englische U-Boote. Mac Arthur baut vor Berlin, 22. März. Der von den Philippinen bei Nacht und Nebel desertierte USA.=General Mac Arthur übernahm, einer Meldung aus Schanghai zufolge, am Sonnabend offiziell den Oberbefehl im Südwestpazifik. Bei dieser Gelegenheit gab der mit so viel Vorschußlorbeeren geschmückte„USA.=Held Nr. 1“ eine Erklärung ab, deren essimistischer Unterton darauf abgestellt zu sein schien, im falle eines Mißlingens seiner Mission die Schuld dafür hon jetzt dem Mangel an Truppen und Material zuzureiben.„Natürlich“, so erklärte er einleitend noch in großsprecherischer Weise,„habe ich großes Vertrauen in den Enderfolg der verbündeten Streitkräfte", um dann aber weit weniger zuversichtlich hinzuzufügen:„Der Erfolg im modernen Kriege erfordert jedoch mehr als Mut, er erfordert sorgfältige Vobereitung, d. h. genügend Truppen und Material, um der unbekannten Stärke eines starken Gegners entgegentreten zu können. Kein General kann etwas aus nichts machen; mein Erfolg oder Fehlschlag hängt vornehmlich vor den Hilfsquellen ab, die mir von der Regierung zur Verfügung gestellt werden können.“ Wie riesig ist doch der Gegensatz zwischen dieser vorsichtigen Erklärung MacArthurs, der den Krieg aus nöchähe kennengelernt hat, und den Großsprechereien eines Roosevelt und Knox, die im sicheren Hinterlande sitzen und glauben, mit albernen Redensarten einen Krieg gewinnen zu können. Deutsche Großtat für die Gesundheit der Menschheit 60. Geburkslag der Euldeckung des Tuberkel-Bazillus. Deutscher Geist und Forschungsdrang haben gerade auch im Dienste der Gesundheitsförderung und der Krankheitsabwehr außerordentliche Leistungen vollbracht, die der ganzen Menschheit zugute gekommen sind. Mitten in der ersten Reihe dieser Großtaten deutscher Männer steht die Entdeckung des Tuberkel=Bazillus, des Erregers der Tuberkulose, durch Robert Koch. Am 24. März 1942 sind 60 Jahre vergangen, seitdem Robert Koch in einem Vortrag unter dem schlichten Titel„Ueber Tuberkukose" auf einer Sitzung der Berliner Physiologischen Gesellschaft in den Räumen des Hygienischen Instituts der Berliner Universität seine epochale Entdeckung zum erstenmal der Oeffentlichkeit bekanntgab. Kochs Vortrag machte ungeheures Aufsehen in der ganzen medizinischen Welt. Ueber den Verlauf der denkwürdigen Sitzung hat Kochs damaliger engster Mitarbeiter, Friedr. Löffler, in der Deutschen Medizinischen Wochenschrift bereits anläßlich des 25jährigen Gedenktages im Jahre 1907 eine sehr eindrucksvolle Schilderung gegeben. Koch faßte das Ergebnis in den im Sitzungsbericht verzeichneten Worten zusammen: „Das Resultat dieser Untersuchungen war also, daß konstant in tuberkulös veränderten Geweben Bazillen vorkommen, daß diese Bazillen sich vom Körper trennen und sich in Reinkulturen lange Zeit erhalten lassen, daß die mit den isolierten Bazillen in der verschiedensten Weise infizierten Tiere tuberkulös werden. Daraus läßt sich schließen, daß die Tuberkelbazillen die eigentliche Ursache der Tuberdaß kulo ose sind und letztere also als eine parasitische Krankheit anzusprechen ist.“ Durch die Entdeckung Kochs war die Basis gegeben für die folgerichtige Entwicklung und Ansetzung von Abwehrmaßnahmen gegen den nunmehr bekannten Feind der Menschheit auf dem Gebiete einer umfassenden Volksseuche, den Tuberkel=Bazillus. Der Tag der Wehrmacht Auch im Rahmen des Kriegs=WHW. 1941/42 wird wieder ein Tag der Wehrmacht durchgeführt, wie sich aus einer Verfügung des OKW. ergidt. Als Termin wurden der 28. und 29. März 1942 bestimmt. An diesen Tagen werden eine Straßensammlung und das össentliche Eintopfessen in den Kasernen durchgeführt. Bei der Straßensammlung werden drei Abzeichen aus Zink— nach Entwürfen von Prof. von Arent— und durch die Gaubeauftragten zusätzlich beschaffte Abzeichen verkauft. Es sammeln die GefolgAbzeichen zum Tag der Wehrmacht. schaften der Wehrmacht, also ihre Angestellten und Arbeiter, weiter die Mitglieder der RS.=Kriegsopferversorgung, des RS.=Reichkriegerbundes, des NS.=Marinebundes, des Reichstreubundes ehemaliger Berufssoldaten und des Deutschen Roten Kreuzes. Außerdem sammeln Soldaten an den Stellen außerhalb der Kasernen und militärischen Liegenschaften, an denen Waffen der Wehrmacht oder Beutestücke zur öffentlichen Ausstellung kommen. Ferner ist die Abgabe eines markenfreien Eintopfessens zum Preise von 0.50 RM. wieder vorgesehen, das wie immer, durch Einsparung von Verpflegungsmitteln gewonnen wird. Auf die gleiche Weise wurde es ermöglicht, auch Kaffee in Tassen abzugeben. Im Rahmen des Eintopfessens können abermals, wie in den Vorjahren, Musikkorps und Soldatenchöre eingesetzt, ferner Kleinkaliberschießen, Reiten der völkerung, Besichtigung der Unterkunft, dabei Vorführung von Lehr= und Anschauungsfilmen der Wehrmacht usw. veranstaltet werden. Frühling im Fischteich Was dem Landwirt der Acker, ist dem Teichwirt der Teich. Der Acker muß gepflügt und geeggt werden, ehe er die Saat erhält, der Teich aber muß auf andere Art für den Fischbesatz vorbereitet werden. Zunächst elso muß ausreichend Wasser in ihm sein und eine längere Zeit darin die Bildung von Naturnahrung ermöglicht haben. In den warmen Tagen des Vorfrühlings entwickelt diese sich. Wenn Fische wie Karpfen und Schleie gleich nach dem Umsetzen aus den Winterteichen einen reichlich gedeckten Tisch finden, erholen sie sich sehr rasch von irgendwelchen etwa anhaftenden Schwächen oder Schäden, fangen sogleich an zu fressen und aufzubauen, wachsen und gedeihen. Der Teich ist Weideplatz geworden, für die Fische natürlich. Bei größeren Teichen ist dabei die volle Bespannung schon vor der Besetzung nicht einmal so unbedingt nötig, wohl aber bei kleinen Teichen. Sie müssen gefüllt sein. Himmelsteiche, also solche, die ihr Wasser nur„vom Himmel“ erhalten, sind schon sehr früh im Jahre zu bespannen, weil man sich auf die Niederschläge allein nicht verlassen darf. Oft wird man schon bei Eis und Schnee an diese Arbeit gehen müssen. Liegen vom Herbst her Rasen am Rande des Teiches, die noch brauchbar sind, so legt man die jetzt gefrorenen Rasen ins Wasser, wo sie schnell auftauen und weich werden, so daß sie sich gut vor dem Staubrett zur Abdichtung der Sohle benutzen lassen. Fehlt es an Dichtungsmaterial, so erfüllt Pferdemist den gleichen Zweck wie der Rasen, ähnlich auch anderer Mist. Beim Zusetzen eines Teiches ist Hauptbedingung, daß die Staubretter, besonders das unterste, gut dicht halten. Zeigt sich, daß später, wenn der Teich höher gespannt ist, unter dem untersten Staubrett Wasser durchläuft, so ist es nicht immer leicht, diesen Schaden abzustellen. Undichte Stellen lassen sich leicht durch Einstreuen von Sägemehl, feiner Erde oder seinem Sand abdichten. Mitunter hört man, daß Bedenken bestehen, einen Teich mit Schmelzwasser zu füllen. Da läßt sich erwidern, daß das saure Schmelzwasser bald seinen Säuregehalt verliert und gutes Füllwasser für den Teich bildet. Fische kommen ja erst später in den Teich. deütsehe Meisterschaft Bereits zehn Fußballgaumeister ermittelt In allen Gauen konnlen am Sonnlag endlich die Jußballmeisterschaftsspiele wieder fortgesetzt werden. Auf Anhieb sind dabei eine Reihe Entscheidungen gefollen, so daß nun schon zehn von den insgesamt 25 Bewerbern zur deulschen Meisterschaft feststehen. Es sind dies im einzelnen: BfB Königsberg(Ostpreußen), Blau=Weiß Berlin (Berlin=Brandenburg), SV.02 Breslau(Niederschlesien), Germania Königshütte(Oberschlesien), SV. Dessau 05 (Mitte), BfL. 99 Köln(Köln=Aachen), Stuttgarter Kickers (Wüttemberg), TuS. Marienwerder(Danzig=Westpreußen), LSV. Olmütz(Sudetenland) und LSV. Boelcke Krakau (Generalgouvernement). In den übrigen Gauen sind nur noch wenige Spieltage erforderlich, um die Meister für den am 19. April festgesetzten Meldetermin zu ermitteln. Wenig Hoffnungen für den Dresdener SC. In Sachsen ist das Rennen nach der neuerlichen Niederlage des Dresdner SC. fAr den SC Planitz gelaufen. In seinem letzten Spiel wurde der DSC. vom Chemnitzer BC. mit 7:2 hoch geschlagen, obgleich der Pokalsieger durch Tore von Schade und Tittel zur Pause noch mit 2:0 geführt hatte. Aber die Dresdner hatten im zweiten Abschnitt restlos ihr Pulver verschossen und mußten noch sieben Tore über sich ergehen lassen. Planitz hat am 3. April allein noch den VfB. Leipzig als schweren Gegner. Da jedoch gegen den Tabellenletzten Guts Muts Dresden ein Erfolg kaum zweifelhaft ist, ist die Meisterschaft schon praktisch entschieden. Bienna Wien mit drei Punklen vorn. Das große Schlagerspiel Rapid Wien gegen Austria Wien hatte 15 000 Zuschauer in Wien angelockt. Der deutsche Meister gewann diesen Kampf nach aufregendem Verlauf mit 4:3 Toren. Innerhalb einer Viertelstunde schossen Roth und der junge Uridil vier Treffer für Rapid, obgleich der verletzte Wagner schon Mitte der ersten Hälfte ausgeschieden war. Als noch der Rapidler Fitz verletzt abtreten mußte, kam Austria zwar mächtig auf, aber nicht zum Gleichstand. Vienna hat den Vorsprung auf 22:6 Punkte „In Liebe und Treue zum Führer und unserer Fahne“. Der Tag der Verpflichtung der Jugend— Eindrucksvolle Feierstunden in allen Ortsgruppen der Bewegung Für die deutsche Jugend war der gestrige Sonntag ein besonderer Ehrentag. Mit der feierlichen Ueberführung der Dreizehn= und Vierzehnjährigen in die Hitler=Jugend und den Bund Deutscher Mädel, für viele verbunden mit der Schulentlassung und dem Berufseintritt, war dieser Tag der Verpflichtung ein bedeutsamer Markstein im Leben derer, die sich an diesem Tage dem Führer und seiner Bewegung angelobten. Allüberall in deutschen Gauen wurde erstmalig dieser Tag der Verpflichtung begangen, der von nun an seinen festen Platz innerhalb der Feiertage unseres Volkes haben wird. In sämtlichen Ortsgruppen des Kreises Lippe der NSDAP. versammelten sich gestern die Jungen und Mädel mit ihren Eltern und Erziehern zu ernsten Feierstunden, in denen der Bedeutung dieses Tages in eindrucksvoller Weise gedacht wurde. Einen besonders feierlichen Rahmen hatte die Feierstunde der Detmolder Ortsgruppen erhalten, die im vollbesetzten Lippischen Landestheater durchgeführt wurde. Ein festlichschönes Bild zeigte sich den Teilnehmern. Auf der Bühne, deren Rampe mit frischem Blumenschmuck versehen war, reckte im Hintergrund der Hoheitsadler seine mächtigen Schwingen über den Fahnen der Bewegung und ihrer Gliederungen. Davor hatte ein stattlicher Chor des Deutschen Jungvolks und des BDM. Aufstellung genommen, während unten im Parkett die weißen Blusen und die blauen Uniformen der zur Verpflichtung anwesenden Mädel und Jungen einen großen Block bildeten. Eltern, Geschwister und andere Angehörige sowie die Erzieher waren in großer Anzahl erschienen, ferner sah man Vertreter der Wehrmacht und der staatlichen und städtischen Behörden. Schmetternde Fanfarenrufe, begleitet vom Dröhnen der Jungvolktrommeln, leiteten die Feier ein. Dann spielte ein Blasorchester den Einzug der Gäste aus Wagners„Tannhäuser". Chorgesänge, Führerworte, gesprochen von Einzelsprechern, und das gemeinsam gesungene Lied„Deutschland, heiliges Wort“ leiteten über zu der Ansprache des Kreisleiters Wedderwille, der die Jugend in mahnenden Worten auf die Bedeutung dieser Stunde hinwies. Er stellte ihr vor Augen, daß sie nun in die große Gemeinschaft der Nation hineingestellt sei und damit verantwortungsvolle Aufgaben übernehmen müsse. Stets möge sie sich vom Vorbild des Führers und von der Stimme ihres Blutes leiten lassen. Der Kreisleiter übermittelte den Jungen und Mädeln für ihren weiteren Lebensweg die besten Wünsche, nachdem er an sie den Appell zur treuen Pflichterfüllung gerichtet und der vor dem Feinde stehenden Väter und Brüder gedacht hatte Nach dem Chorgesang„Heilig Vaterland“ entließ Oberlehrer Franzmeier namens der Erzieherschaft die 14= jährigen mit Worten ernsten Hinweises euf die erhöhten Pflichten, die ihnen nun erwachsen. Es folgte die Verabschiedung durch den Jungvolkführer, worauf der K.=Bannführer Dr. Donnermann die Uebernahme in die HitDas lippische und westfälische Ausstellung im Rathaussaal in Tage— Eröffnung durch Kreisleiter Wedderwille Die Ausstellung„Auskehr des Häßlichen, Heimkehr zum Schönen“, die von dem Westfälischen Heimatbund zusammengestellt ist, wurde gestern mittag im Rathaussaal in Lage in Gegenwart des Kreisleiters Wedderwille und weiterer Vertreter der Partei, sowie der Behörden, Schulen und des Baugewerbes eröffnet. In dem sich hierfür vorzüglich eignenden Rathaussitzungssaal ist in recht übersichtlicher und geschickt geordneter Form in über 80 Bildern und Plänen das lippische und westfälische Heimatbild ausgestellt, wobei das Häßliche immer wieder dem Schönen gegenübergestellt wird. In seinen Begrüßungsworten betonte Bürgermeister Gierlichs, daß es sich bei der Ausstellung um eine Maßnahme handele, die unter tatkräftiger Förderung unseres Gauleiters durch den Westsälischen Heimatbund inneralb des Gaues Westfalen=Nord durchgeführt werde. Für das Land Lippe habe es sich die Stadt Lage zum Ziel gesetzt, die Ausstellung für sich zu gewinnen und hier zu veranstalten. Nachdem die Kreisleitung Lippe der RSDAP. ihre Zustimmung erteilt und Unterstützung der Veranstaltung zugesagt habe, sei die Stadtverwaltung in Verbindung mit dem Lippischen Heimatbund an die Aufgabe herangegangen, in der Hoffnung, daß hiermit dem lippischen Heimatgebiet ein wertvoller Dienst erwiesen werde. Für das Zustandekommen dieser Ausstellung sprach der Bürgermeister dem Stadtbaumeister Graf seinen besonderen Dank aus. Anschließend nahm Kreisleiter Wedderwille das Wort und betonte, daß die Ausstellung„Auskehr des Häßlichen, Heimkehr zum Schönen“ ein ganzes Programm in sich schließe. Diese Worte aber bedeuteten, daß es eine Zeit gegeben habe, in welcher es sehr viel Schönes zu schauen gegeben habe, aber auch eine Zeit, in der man das Schöne nicht mehr sehen wollte. Hiervon gebe die Ausstellung einen beredten Ausdruck. In Zukunft müßten alle maßgeblichen Stellen auf die Heimkehr zum Schönen hinarbeiten. Er sei davon überzeugt, daß diese Ausstellung ein Schrittmacher auf diesem Gebiet werde. Nachdem der Kreisleiter dem Wunsche Ausdruck gegeben hatte, daß viele lippische Volksgenossen aus dieser Ausstellung neue Anregungen für die Gestaltung ihrer Aufgaben schöpfen möchten, eröffnete er sie mit dem Hinweis, daß diese Ausstellung der Verwirklichung des Schönen einen weiteren Auftrieb geben möge. Nach kurzen Erläuterungen des Stadtbaumeisters Graf fand eine Besichtigung der Ausstellung statt, die infolge ihrer Uebersichtlichkeit und Vielseitigkeit bei allen den besten Eindruck hinterließen. Treffende Beispiele werden gegeben, in welch unschöner orm das Stadt= und Landschaftsbild durch baulich schlechte ankstellen beeinträchtigt wird, im Gegensatz zu den teilweise in den letzten Jahren erbauten Tankstellen, die im Bau stets ihrer Umgebung angepaßt sind. Die Ausstellung bringt auch die Ueberzeugung, daß Behördenbauten Kulturerzeugnisse sein müssen: mehrere Bilder geben hiervon beredten Ausdruck. Ferner wird darauf hingewiesen, daß Straßenzüge, die die verschiedensten Bautypen aufweisen, ein recht unschönes Stadtbild ergeben im Gegensatz zu der geschlossenen und einfachen Bauweise. Daß die lebendige, sprechende Grünhecke immer noch ein vorzüglicher Ausgleich für einen Straßenzug, für ein Stadt= und Landschaftsbild ist zeigen auch hier verschiedene Aufnahmen. Neben der Ausstellung von lippischen und westsälischen Heimatbilbern hat die Stadt Lage der Ausstellung auch einen kleinen örtlichen Ausdruck durch das Auslegen von Aufnahmen und Plänen verliehen, unter denen der Umgestaltungsplan des Hermann=Panföder=Platzes besonders in Erscheinung tritt. Eine große Erziehungsaufgabe wird durch diese vielseitige, anregende Ausstellung erfüllt, die bis einschließlich Sonntag, 29. März, täglich von 9 bis 12 Uhr und von 15 bis 18 Uhr geöffnet ist. 10 Jahre Kammerchor Jording-Ridderbusch Ein Bekenntnis zum Der Kammerchor, den Frau Jording=Ridder= busch vor nunmehr einem Jayrzehnt in Detmold begründete, veranstaltete zur Feier dieses Jubiläums am Sonnabend ein dem deutschen Volkslied gewidmeten Festabend, zu dem sich eine erfreulich große Anzahl von Zuhörern in Gellers Gaststätten eingefunden hatte. Zehn Jahre mögen im Leben einer Chorvereinigung an sich nicht viel besagen, hier bedeuten sie aber für eine mit klugem Bedacht von Anfang an begrenzte Gemeinschaft sangesfreudiger und sangesbegabter Männer und Frauen doch mehr, als man gemeinhin dahinter vermutet. Denn dieser Kammerchor hat— und das darf hier einmal mit Nachdruck betont werden— niemals seine Existenz zum Selbstzweck gemacht, sondern in der Stille unendlich viel zur musikalischen Erziehung und Vertiefung gewirkt. Er hat auch niemals billige Konzessionen gemacht— die Programme dieser zehn Jahre beweisen es aufs deutlichste—, sondern ist seinen eigenen Weg gegangen, mit dem Erfolg, daß er am Ende der ersten zehn Jahre mit innerer Beriedigung feststellen kann: es hat sich gelohnt. Die Choreiterin hat es mit anerkennenswertem Spüreifer immer Deutschen Volkslied wieder verstanden, abseits der breiten Straße liegendes völkisches Liedgut aufzufinden und zugänglich zu machen. Wir erinnern uns einer Veranstaltung, in der finnische Lieder erklangen, heute mit besonderer Freude, und von diesem Spürsinn legte auch die Feier am Sonnabend einen schönen Beweis ab. Sie galt dem deutschen Volkslied von seinen ältesten Anfängen bis auf unsere Zeit, wobei manche seltene Kostbarkeit zum Vorschein kam. Lieder von Neidhardt von Reuenthal, Gesänge aus dem Glogauer und Lochhamer Liederbuch, vierstimmige Sätze von Heinrich Isaak und Ludwig Senfl, das Hildebrandslied aus dem 12. Jahrhundert, und dann in die Neuzeit übergehend Soldatenlieder des 18. Jahrhunderts, Spinnlieder aus dem Schönhengstgau und weiter Weisen von Silcher und Brahms, Neumeyer und Blumensaat— eine Fülle von schönen Melodien zum Preis der Natur, der Liebe und des Vaterlandes. Kurze Erläuterungen von Fkau Jording=Ridder= busch gaben dazu jeweils eine sinnvolle Einstimmung. Der Chorleiterin und ihren Sängern und Sängerinnen sowie den Begleitern wurde dankbarer Beifall zuteil, dem sich zum Schluß prächtige Blumenangebinde hinzugesellten. Erich Meinhard. ler=Jugend bzw. in den BDM. vollzog. Stehend sprachen die Jungen und Mädel das Gelübde der Verpflichtung nach: „Ich gelobe und verspreche, in der Hitler=Jugend allezeit meine Pflicht zu tun in Liebe und Treue zum Führer und unserer Fahne.“ Dann sielen in die feierliche Stille die Worte: „Wo einer schreitet, geht sein Schritt verloren; Mo tausend schreiten, ist ihr Gang voll Wucht. Drum haben wir uns unlösbar verschworen Und fügen uns in Ordnung, Sinn und Zucht.“ Die Jugend hat sich dem Führer und der Fahne verpflichtet, und dann hraust das Lied der Hitler=Jugend durch weite Rund:„Vorwärts, vorwärts schmettern die hellen Fanfaren“. Die Namen der Verpflichteten werden verlesen, die Gedenkblätter mit dem Bild der Führers verteilt. Die Führerehrung und der Gesang der Lieder der Nation beenden die weihevolle Stunde. Die Feier in Lemgo In der Alten Hansestadt Lemgo wurde die Feier der beiden Ortsgruppen im Rödingschen Saale durchgeführt. Der würdig ausgestaltete Raum mit einer besonders festlich abgestimmten Bühne war bis auf den letzten Platz gefüllt, als die Kapelle Baule die Feier einleitete. Nach sinnvollen Kernsprüchen und Gedichten sprach Ortsgruppenschulungsleiter Kleesiek über die Bedeutung und den tiefen Sinn des Tages. Die Jungen und Mädel verpflichten sich dem ganzen Volke, sie werden ausgenommen in die Gemeinschaft der schaffenden Nation. Es gilt für sie, trotz mancher Gefahren und Schwierigkeiten, die an sie herantreten und überwunden werden müssen, immer nützliche und wertvolle Glieder der Volksgemeinschaft zu sein. Oberlehrer Bunte verabschiedete als Vertreter der Erzieherschaft die Kinder und gab ihnen die Mahnung mit auf den Weg, wie bisher Lernen als Dienst aufzufassen, damit sie zu ihrem Teil am Aufbau des Reiches mitschaffen und einst die Fahne in die Zukunft tragen können. Ein Lied eines Jugendchores leitete sodann über zur Verpflichtung. Stehend sprachen die Jungen und Mädel das Gelöbnis der Treue zum Führer uno zur Fahne. Im Anschluß übergab der Jungvolkführer des Standortes die Jungen und Mädel der Hitler=Jugend und dem B0M. Der Standortführer der HJ. übernahm sie sodann in die Obhut von HJ. und BDM. und forderte sie auf, treue Kameraden und Kameradinnen zu werden. Das Fahnenlied der Hitler=Jugend, musikalische Vorträge der Kapelle Baule und des Jugendchores sowie die Namenverlesung der verpflichteten Jungen und Mädel und die Weihelieder der Nation beschlossen sodann die eindrucksvolle Feierstunde, die allen Eltern und den. Jugendlichen lange in Erinnerung bleiben wird. Der Rundfunk am Montag Reichsprogramm: Tibor de Machula, der bekannte Cellist, spielt im Solistenkonzert von 15.30 bis 16.00 Uhr.— Rühmann, Brausewetter, Sieber sind zu hören, wenn Leipzigs Sendung„Für jeden etwas“ von 20.20 bis 22.00 Uhr wiederkehrt und in froher und bunter Folge mit ersten Orchestern und klingenden Namen aufwartet, unter ihnen Erna Sack, Marika Rökk, Benjamino Gigli, Marcell Wittrisch, Helge Roswaenge, Karl SchmittWalter. Deutschlandsender: Ria Focke singt in der„Musik zur Dämmerstunde“ von 17.10 bis 18.30 Uhr die Solokantate von Haydn „Ariadne auf Naxos“. Bruno Masurgt und Hans Schrader spielen die Conzertante Sinfonie von Joh. Christian Bach. Hans Priegnitz ist der Solist in der Frühlingskantate von Niels W. Gade, in der der Berliner Rundfunkchor mitwirkt. Dirigent: Heinz=Karl Weigel.— Lore Hoffmann, Walther Ludwig, Eduard Kandl, Michael Raucheisen, Conrad Hanse. Helmut Zernick und Arthur Troester sind mit Werken von Beethoven zu hören.„Klassischer Humor und Tanz“ erfreuen von 20.15 bis 21.00 Uhr.—„Musik für Kammerorchester“ von 21.00 bis 22.00 Uhr. Von der deutsch=italienischen Kunstwoche in Hamburg wird als Aufnahme italienische Musik gesendet. Anschließend spielt das Kammerorchester des Reichssenders Hamburg unter Leitung von Eigel Kruttge das Konzert in B=dur für Violine und Orchester von Mozart mit Bernhard Hamann als Solisten. Aus der Bewegung BOM.-Werk, Gruppe 1a/55. Der Dienst für alle Arbeitsgemeinschaften ist vorläufig jeden Montag um 19.30 Uhr im RSV.=Kindergarten. Jm., Schar 46/55, Boßheide. Montag, 23. März, findet der IM.=Elternabend um 19 45 Uhr im Saale des Gastwirts Fuhlhage statt. RS.=Frauenschaft Deutsches Frauenwerk NienhagenDetmold. Gemeinschaftsnachmittag am 24. März, 3½ Uhr. Vorführung eines Films:„Knochenverwertung". oline OSC. und Rapid? — Weitere Entscheidungen stehen bevor vor dem FC. Wien(19:7 Punkte) Wacker(18:10), Austria und Rapid(je 17:11 Punkte) ausgedehnt. Der 1. JC. Nürnberg nicht mehr im Endkampf. Bei den in Bayern wieder aufgenommenen Spielen überraschte Neumeyer Nürnberg durch einen 1:0=Sieg über den 1. FC. Nürnberg. Der Ausgang der Meisterschaft scheint nun nur noch zwischen dem TSV. 1860 München (28:8 Punkte) und der Spielvereinigung Fürth(27:7 Pkte.) und dem FC. 05 Schweinfurt(25:7 Punkte) zu liegen. Aussichtslos liegt der 1. FC. Nürnberg mit 21:11 Punkten. Blau=Weiß Berlin ist Meister Gleich am ersten Spieltag nach langer Zwangspause ist im Kampf um die Fußballmeisterschaft des Bereiches Berlin=Brandenburg die Entscheidung gefallen. Blau=Weiß 1890 heißt der neue Meister des Sportbereichs. Den Ausschlag Meister FC. Schallee 04 Ueber den neuen Fußballmeister des Gaues Westsaben bestehen nach der Durchführung der am gestrigen Sonntag stattgefundenen Meisterschaftsspiele keine Zweifel mehr. Schalke 04 steht nach seinem großen 6:1=Erfolg über dem Tabellenzweiten Borussia Dortmund neuerdings vor der Meisterschaft Die Ueberlegenheit der Knappen war überzeugend. Kuzorra, Szepan und Eppenhoff(je 2) waren die Torschützen des vor 8000 Zuschauern in der GlückaufKampbahn in Gelsenkirchen durchgeführten Treffens. Die einzelnen Ergebnisse des Sonntags: FC.04 Schalke— Borussia Dortmund 6:1 Gelsenguß Gelsenkirchen—. Arminia Bielefeld 1:1 VfB. Bielefeld— BfL. 48 Bochum 1:3 SpVg. Herten— BfL. Altenbögge 0:0 Der Tabellenstand nach dem 22. März 1942. FC. Schalke 04 13 12 0 1 75:7 24•2 Borussia Dortmund 13 9 2 2 46:26 20:6 VfL. Bochum 12 S 1 S 20:20 13:11 hierfür gab der Altmeister Hertha BSC. durch seinen hohen 5:0=Sieg über Tennis=Borussia. Letzteren wurde dadurch die letzte Hoffnung genommen, ihren Titel erfolgreich zu verteidigen, zumal Blau=Weiß gegen die Ordnungspolizei mit 6:2 siegreich war. Blau=Weiß hat nun 28:6, TennisBoruffia 24:10 Punkte. Borussia Julda im Vorwarsch. Beide Spitzenreiter in Kurhessen waren am Sonntag weiter siegreich. Borussis Fulda überspielte den VfL. Marburg mit 10:1, dagegen wurde Kurhessen Kassel mit dem BC. Sport Kassel nur knapp mit 2:1 fertig. Zwar führt Kurhessen Kassel mit 26:6 Punkten noch die Tabelle an, ist aber mit seinen Spielen fertig, während Borussia Fulda bei 25:3 Punkten aus den letzten beiden noch ausstehenden Kämpfen noch einen Punkt zum Meisterschaftssieg benötigt. BfL. Köln„amtlich“ Meister. Troisdorf schenkte durch sein Nichtantreten dem BfL. 99 Köln zwei weitere Punkte, wodurch dieser nunmehr mit 25:3 Punkten weder vom Mülheimer SV.(18:8), noch vom BfR. Köln(19:9) erreicht werden kann. nieltt mellr auszühalten Hindenburg Minden in Geve sberg geschlagen Ein drittes Entscheidungsspiel erforderlich. Das Rückspiel der beiden Endrundenteilnehmer in Westfalen im Handball zwischen Sportring Gevelsberg und dem Altmeister Hindenburg Minden brachte noch keine Entscheidung in der Meisterschaft. Minden mußte sich nach dem 11:3=Siege im Vorspiel in Gepelsberg mit 4:7(3:2) geschlagen geben, so daß ein drittes Entscheidungsspiel auf neutralem Boden erforderlich ist. F#lsball in Zaliken Berlin(Mark Brandenburg: Hertha=BSC.— Tennis Borussia 5:0; Ordnungspolizei Berlin— Blau=Weiß 1890 2:6: Wacker 04— Minerva 93 4:1: Union Oberschöneweide — SV. Marga 1:1; Brandenburger SC. 05— Lufthansa 6:0. Sachsen: Chemnitzer BC.— Dresdner SC. 7:2. Mitte: Sportog. Zeitz— 1. SV. Gera 5:3; Crick Vikt. Magdeburg— Wacker Halle 2:0; BfL. 96 Halle— SV. 05 Dessau 3:3. Nordmark: Altona 93— Holstein Kiel 0:2; Victoria Hamburg— Eimsbüttel 1:6; Hamburger SV.— Barmbecker SG. 6:3. Niedersachsen: Werder Bremen— Wilhelmshaven 05 6:1; 1896 Hannover— Eintracht Braunschweig 1:1. Niederrhein: Hamborn 07— Rot=Weiß Essen 5:1; Schwarz=Weiß Essen— SSV. Wuppertal 4:1; Turn Düsseldorf— Duisburg 48/99 2:8; Rot=Weiß Oberhausen— VfL. Benrath 1:1; TuS. Helene Altenessen— Fortung Düsseldorf 3:1. Hessen-Nassau: Kickers Offenbach— Eintracht Frankfurt 3:2; FSV. Frankfurt— FC. 93 Hanau 4:1; Wormatia Worms— Rot=Weiß Frankfurt M. 2:6. Bayern: 1. FC. Nürnberg— WSK. Neumeyer Nürnberg 0:1: SpVg. Fürth— Schwaben Augsburg 0:2; 1860 München— Eintr. Franken Nürnberg 7:2. Donan Alpenland: Admira Wien— Floridsdorf 1:2; Austria Wien— Rapid 3:4; Post=SC. Wien— Wacker 0:4; Vienna Wien— Sportklub 5:1. Eder bleibt Weltergewichtsmeister. In der überfüllten Leipziger Alberthalle verteidigte Gustav Eder(Dortmund) seinen Titel als deutscher Boxmeister im Weltergewicht gegen Georg Sporer(Hamburg) durch einen verdienten und hohen Punktsieg nach zwölf Runden erfolgreich. Es war das dritte Zusammentreffen dieser beiden Gegner. Wie in den beiden vorausgegangenen Begegnungen, so vermochte Eder auch diesmal nicht seinen tapferen Herausforderer entscheidend zu schlagen. Kameramann Hlimte Abschuß. Diese britische Maschine wurde bei einem Angriff auf einen Geleitzug im Mittehneer abgeschossen. Der Kameramann an Bord des italienischen Begleitschiffes hatte Glück und konnte den Sieg über den Briten im Bild festhalten.(Scherl-Bilderdienst(Luce]) nachs erreichte die 2. Nnnummernonur-eutschene Ueberraschender 10: 1- sieg über die erstklassige WKG. Dürkopp Bielefeid wieder Lemgo aus dem Jahnpletz einmal ein Fußballspiel statt. Der Ballspielverein die WK6. Dürkopp Bieleseld, eine führende Mannschaft der Bielefelder 1. Kreisklasse, in der 1. Zwischenrunde um den Tschammerpokal zu Gast. Das vor nahezu 500 Zuschauern ausgetragene Spiel sah den BV. Lemgo überraschend als zweistelligen Sieger. Die Lemgoer Els zeigte ein ausgezeichnetes Spiel dem die Werksportler in keiner Minute gewachsen waren. Der Kampf, von Held(BV. Lemgo) umsichtig geleitet, begann gleich sehr flott. Nach einem kurzen Abtasten des Gegners gingen die Hansestädter sogleich zum Offensivspiel über, und schon nach fünf Minuten lagen sie. 1:0 in Führung. Durch diesen Treffer angespornt, setzte Lemgo, obwohl ein Verteidiger wegen Verletzung ausscheiden mußte, alles auf eine Karte, doch gelang vorerst nichts mehr. Im Gegenteil, der Gegner kam etwas auf und konnte durch einen Fehler der Hintermannschaft des Gastgebers ausgleichen. Aber bald stellte Lemgo wieder den alten Stand her. Bis zur Pause erhöhten die Platzherren dann sogar noch auf 3:1. Nach Wiederanspiel war Lemgo wieder vollzählig. Die Bielefelder drückten nun auf Tempo und wollten aufholen. Dabei erzielten sie jedoch das Gegenteil. Lemgo hielt nicht nur das Tempo mit, sondern steigerte es selbst und wurde bald wieder feldüberlegen. Im Sturm klappte es ganz ausgezeichnet. Mitte der zweiten Spielzeit lagen die Werksportler, die ihre besten Leute in der Abwehr hatten, schon mit vier Toren im Rückstand. Damit war ihr Widerstand gebrochen, und so mußten sie durch die ungestüm stürmenden Lemgoer bis zum Schluß noch vier Feldtore hinEin wegen Unsportlichkeit verhängter Elfmeter brachte den Hansestädtern schließlich gar noch einen zweistelligen 10:1=Sieg. Das Spiel stand auf erfreulich hoher Stufe. Die Lemgoer Elf spielte sehr gut. Sie fand sich nach der langen Spielpause und trotz einiger neuer Leute ausgezeichnet zusammen. Die Stürmer waren sehr schußfreudig, die Läufer unentwegt im Aufbau und in der Abwehr tätig, die Verteidiger überraschend sicher und der jugendliche Torwart löste seine Aufgabe zur Zufriedenheit seiner Kameraden. Die Bielefelder Gäste haben im allgemeinen ein gutes Spiel gezeigt, doch fehlte es am Zusammenspiel und an einem Torschützen. Die Elf hat eine Reihe vorzüglicher Einzelspieler. Sie hatte das Pech, auf einen Gegner zu stoßen, der nichts zu verlieren, aber alles zu gewinnen hatte. Jedenfalls darf man dem BV. Lemgo zu dem neuerlichen Erfolg und der Erreichung der 2. Zwischenrunde um den Tschammerpokal gratulieren. Vielleicht ist es dem Verein trotz der großen Schwierigkeiten möglich, die erste Elf weiter in den Spielbetrieb einzuschalten. Die Lemgoer Fußballfreunde würden es nur begrüßen. kö. Hamborn 07 oben— Fortuna Düffeldorf unlen. Am Niederrhein eroberte der SV. Hamborn 07 über Rot=Weiß Essen mit 5:1 zwei wichtige Punkte, wodurch der Vorsprung auf 19:7 Punkte vor Duisburg 48/99(17:9 Punkte) aufgebaut werden konnte. Fortuna Düsseldorf verlor mit Paul Janes gegen TuS. Helene Altenessen mit 1:3 und wird nun zusammen mit Turn Düsseldorf kaum noch dem Abstieg entgehen können. Vorenkscheldung in Baden gefallen. In der Viererrunde in Baden schlug der SV. Waldhof den B/B. Mühlburg 3·1. Der von Erb geführte Angriff stand hinter der starken Abwehr nicht zurück. Waldhof hat mit 4:0 Punkten vor Neckarau und Mühlburg mit 2:2 Punkten die besten Aussichten auf den Meistertitel. SC. Eimsbüttel holt stark auf. In der Nordmark hat der SC. Eimsbüttel sich wieder an die Verfolgung des führenden Hamburger SV.(26.6 Punkte) gemacht. Der Sieg über die alte Viktoria fiel mit 6:1 recht deutlich aus. Mit 22:6 Punkten ist Eimsbüttel schon näher an den Rivalen herangerückt. Werder Bremen nahe am Ziel. Viel Pech müßte Werder Bremen noch haben, um die schon sichere Meisterschaft in Niedersachsen noch verlieren zu können. Gegen den 1. SV. 05 Wilhelmshoven erzielten die Bremer mit 6:1 auch ohne den Schußgewaltigen Barufke einen klaren Sieg Werder führt die Tabelle mit 12:0 Punkten vor Eintracht Braunschweig(8:4) an, die gegen den SV. 96 Hannover nur ein mageres 1:1 zustande brachten. Kickers Offenbach und Rol-Weiß Frankfurt. Hessen=Rassau kann seine beiden Gruppensieger melden. Es sind dies in der Gruppe 1 die Offenbacher Kickers, die im Spiel des Tages Eintracht Frankfurt mit 3:2 besiegten, und in der Gruppe 2 Rot=Weiß Frankfurt nach einem überlegenen 6:2=Erfolg über Wormatia Worms. Kickers und Rot=Weiß werden nun zu den beiden Endspielen um die Meisterschaft antreten. Die heutige Ausgabe umlußt 4 Seiten Verlagsleiter: Eduard Preißler Hauptschriftleiter: August Prüßner (a. Z Münster). I. V.: Karl Kuhl. Verlag: Lippische Staatszeitung. G m. b. H. Detmold, Paulinchstraße 14.— Pl. 7. Schwer und hart traf mich die unfaßbar schmerzliche Nachricht von seinem Kom panieführer, daß mein über alles geliebter, unvergeßlicher Mann, meines Kindes berzensguter. treusorgender Vater, mein einziger, guter Sohn, unser lieber Bruder, Schwaser und Onkel, unser lieber Arbeitskamerad Gefreiter Otto Flügge im Alter von 35 Jahren Im Osten am 6. 2. 42 den Heldentod für Führer und Vaterland gestorben ist. Die Freude auf ein Wiedersehen war seine und unsere größte Hoffnung.— Dein Leben war Liebe, deine iebe mein gröltes Glück. Ruhe sanft in fremder Erdel In tiefem Schmers: Erna Flüsse, geb. Rieseberz, nebet Söhnehen Otte Auguste Flüsse, geb. Däke, als Mutter 1 nebst Geschwistern und allen Anverwendten! Betriebsführung und Gelolgschaft der Pirma Uhe& Niemöller G. m. b. H., Möbelfabrik, Detmold Detmold, z. Z. Altgandersheim. Hart und schwer traf uns der dritte Schickalbschlag in einem Jahre. Unerwartet erhielten wir die kaum faßbare, traurige Nachricht, daß mein lieber, hoffnungsvoller jüngster Sohn, unser unvergeßllicher, berzensguter Bruder, Schwager und Onkel, der Schütze WilhelmJohanning am 31. 1. 42 an seiner am 9. 1. 42 erlittenen schweren Verwundung im 32. Lebensjahre in einem Kriegslazarett im Osten in soldatischer Pflichterfüllung für das Vaterland gestorben ist. Er ruht auf einem Heldenfriedhof Im Osten.— Allzufrüh bist du von uns geschieden. Nun ruhe sanft in stillem Frieden, still von uns beweint, bis der Himmelstriede ewig uns vereint!— Ein Wiedersehen in der Heimst war seine und unsere Hoffnung. In tiefem Schmerz: Witwe Pauline Jchanning, geb. Werning August Johanning und Frau 1 Witwe Anna Hüllermeler, geb. Johanning Gustar Jehanning und Frau! Gustar Rettschäler und Frau Auguste, geb. Johunning. Lage(Lippe), Eflsabethstrabe#5. Oerlibkhausee.: Ubbedissen, Im März 1942. Am 10. März erhielten wir die traurige Nachricht, daß mein lieber Mann, unser guter Sohn, Schwiegersohn, Bruder, Schwager und Onkel, der Gefreite Karl König am 19. Februar 1942 im blühenden Alter von 31 Jahren bei den erbitterten Kämpfen im Osten sein Leben für Führer. Volk und Vaterland hingeb. Auf einem Ehrenfriedhof im Osten bettete man ihn zur letzten Ruhe In tiefem Schmerz: Friede König, geb. Sundermann Famille Kart König Familie Wilhelm SunderMann. Bad Salzuflen und Herlord. Mit den Angehörigen trauern„auch wir um einen guten und treuen Arbeitskameraden. Betriebsgemeinschaft der Firma Paul Clausen, Malergeschäft, Herford. Marienstraße. Ein unerbittliches Schicksal nahm uns unsern einzigen, hoffnungsvollen Sohn, meinen lebenstrohen Bruder, den Buchbinder Fritz Maschke Untereihsier im Stabe einer Inlanterie-Divielen im Alter von 27 Jahren. Er starb in treuer Pflichterfüllung am 22. Februar 1942 in einem Feldlazarett der Ostfront. In tielem Schmerz: Friedrich Maschke und Frau Marie, geb. Schild I Annemarie Maschke Emil Maschke und Frau Luise, geb. Meier. Bad Salzuflen, Schötmar. im März 1942. Von Beileidsbesuchen bitten wir abzusehen. * Tieferschüttert erhielten#wir von einem evangl. Kriegspfarrer und Gräberoffizier die unfallbar schmerzliche Nachricht, daß unser — geliebter einziger Sohn, unser ganzes Glück. unser lieber Enkel. Nefle und Vetter Uffz. Fritz Sander Inhaber des E. K. II, des Pionlerstumn- und des Westwallabseichens 5 Tage nach seinem 27. Geburtstage am 23. 1. an den Folgen einer schweren Verwundung auf einem Verbandplatz im Osten in treuester Pflichterfüllung für Führer und Vaterland den Heldentod gefunden hat. Die Feldzüge in Polen und im Westen halte er glücklich überstanden.— Die Sehnsucht, seine Lieben in der Heimat wiederzuschen, die er in jedem Brief äußerte; wurde nicht gestillt. Wir hoften auf ein Wiedersehen droben beim Herrn, wo es kein Leid mehr gibt: das ist unser Trost im tiefsten Weh. Frits Sander und Frau Anna, geb. Landermann, und Anverwandte. Schötmar(Kirchweg 24). Im März 1942. Hart und schwer traf uns die schmerzliche Nachricht, daß mein innigstgeliebter, unvergeßllicher Mann, unser lieber Sohn. Schwiegersohn. Bruder. Schwager und Onkel, der Uffz. Walter Due Inhaber des E. K. II und des Inf.-Sturmabselchene bei den schweren Kämpfen im Osten am 15. Februar 1942 im 29. Lebensjahre in treuer Pflichterfüllung den leldentod fand.— Du warst treu, du warst gut, im fernen Osten ruht dein Blut! In tiefem Schmerz: Anna Due, geb. Sellmann, und Rott, den 14. Marz 1942. Nach einem gezegneten Leben entschliet heute morgen um 10 Uhr unsere liebe, gute Mutter. Schwiegermutter. Großmutter und Urgroßmutter Pauline Echterling geb. Siekmann kurz vor Vollendung ihres 91. Lebensjahres. In tiefer Trauer: Eberhard Cronemeyer und Frau Paule, geb. Echterling 1 Wilhelm Brinkmeler und Frau Emilie, geb. Echterling# Bernhard Echterlins und Frau Lieschen, geb. Henneberg 1 Enkel und Urenkel. Lage, Detmold, Ehrentrup, den 21. März 1912. Die Beerdigung findet statt am Mittwoch, 25. März 1942, nachmittags 3 Uhr, vom Trauerhause, Lange Straße 24, aus. Trauerfeier vorher. Orgen u. herzliebe, immer treu sorgende Mutter, Schwicermutter, Großmutter, Schwägerin und Tante Wwe. Minna Büschenfeld geb. Wellenbüscher Im Alter von 54 Jahren zu sich in sein Himmelreich. In stiller Trauer: Wilh. Büschenfeld und Frau Käte. geb. Hildebrand# Heinrich Winter und Frau Mariechen, geb. Büschenfeld/ u. alle Anverwandten. Schötmar, Elberfeld und Lage, den 21. März 1942. Die Beerdigung flindet em Mittwoch, dem 25. März, 15 Uhr, vom Trauerhause, Lemgoer Straße 27, aus statt. Plötzlich und unerwartet entschlief sanft unser lieber kleiner Gankarr Im zarten Alter von fast 5 Monaten. In stiller Trauer: Femille Heinrich Liese. Reelkirchen, den 21. März 1942. Die.„ Hgerg gung Andet statt am Dienstag, dem 24. März, 3 nachmittags. Nachtragsbausbaltsplau der Stadt Blomberg für das Rechnungsjahr 1941. Auf Grund des 3 88. Abs. 1, der Deutschen Gemeindeordnung vom 30. 1. 1935(Reichsgesetzblatt 1, S. 49) wird nach Beratung mit den Ratsberren folgende Nachtragshaushaltssatzung erlassen: § 1(einziger. Paragraph) Der Nachtragshaushaltsplan für das Rechnungsjahr 1941 wird im ordentlichen Haushaltsplan in den Ausgaben auf 47 200.— RM. festgesetzt. Blombera, den 12. März 1942. Der Bürvermeister. Dr. Bargob. Allen denen, die uns beim Heimgange unseret lieben Vaters in so reichem Maße ihre Teilnahme bewiesen haben, sowie für die zahlreichen Kranz- und Blumenspenden danken wir auf diesem Wege recht herzlich. " Geschwister Büker. Lage, im März 1942. Wir danken herzlichst für die warme Teilnahme beim Heimgange unseres lieben Entschlafenen. Luise Lehbrink und Kinder. Lage in Lippe, Im März 1942. Für die uns in so reichem Maße erwiesene Teilnahme, für die Kranzspenden sowie für die trostreichen Worte des Herrn Pastor Schreck beim Heimgange unserer lieben Entschlafenen danke ich auf diesem Wege im Namen aller Angehörigen berzlich. Simen Mischer. Orbke, im März 1942. Beim Heldentode unseres lieben, unvergeßlichen und treuen Sohnes Huge ist uns von allen Seiten herzliche Teilnahme entgegengebracht, wofür wir hiermit unseren innigsten und tiefempfundenen Dank aussprechen. Belle, im März 1942. Famille Heinrich Velmer. Allen denen, die anläßllich des Heldentodes unseres lieben Sohnes Werner ihre Anteilnahme in Wort und Schrift zum Ausdruck brachten. sagen wir hiermit unseren herzlichsten Dank. Aug. Riesenberg# Lins Riesenberg, geb. Kaufmann. Schôtmar. im Märr 1942. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahfhe in Wort und Schrift bei dem schweren Verlust meines innigstgeliebten Mannes, unseres Vaters, meines einzigen, unvergeßlichen Sohnes sagen wir allen auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank. Frau Hülde Sprute, geb. Reuter. und Kinder Frau Wwe. Mlune Sprute, geb. Twelsick. Hohenhausen, den 16. März 1942. Pür die barzliche Teilnahre an dem Soldatentode unseres lieben Schnas und Druders danken wir allen sehr. Familie Pelts Kreit. Lemgo. Im März 1942. Für die vielen Beweise herzlicher Tellnahme beim Heimgange unseres lieben Entschlafenen danken wir auf diesem Wege allen recht herzlich. Wilwe Ludwis Friek mit Angehörigen. Bad Meinberg. Im März 1942. Überflüssige Mebrarbeit!.. Es kommt heine auf jede Arbeitskraft an! 1000 Arbeitskräfte werden der Deuschen Reichspost jährlich entzogen durch überflüssige Niebrarbeit bei der Bearbeitung von Sendungen mit mangelhafter Anschrift, bei der Bearbeitung unzustellbarer Briefsendungen ohne Absenderangaben, die deshalb erst amtlich geöffnet werden müssen. 5 Millionen Sendungen müssen jährlich vernichtet werden, weil auch in den Sendungen nähere Absenderangeben fehlene Helft solche Verluste vermeiden, sorge jeder für einwandfreie Angabe von Absender und Empfüngere Zustellpostamt(in Großstädten nach Postbezirk und Nummer, z.B.W8, SW 11 uns.) ennd Wohnung oder Geschüftsraum, Gebdudetell(Vorderbaus, Seitenflügel und Stockwerte, Untermieter) Unterstützt die Deutsche Reichspost durch einwandfreie Anschriften! eder Mieter und Untermieter bringe ein Türschild an! DEUTSCHE REICHSPOST Landhaus oder Hotten sofort gegen Barauszahlung zu kaufen gesucht. Frits Michel, Bleiefeld, Welle 7—9. Wohnungstausch Meinberg—Salzuflen. 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