Lippische Staatszeitung Druck und Verlag: Lipptsche Ctaatszta. NS.=Verlag G.m. b. H., Detmold. Geschäftsst u. Schriftl.: Detmold. Paulinenstr. 14, Ferur.: Sammeln. 2845. Postscheckk. 8592 Hann. Bankkonten: Deutsche Bank, Landesbank. Städt. Spark. Die„Lipp. Staatszeitung“ ersch. wöchentl. 7mal. Abbestellungen d. Zeitung nur bis zum 25. lid. Monats. ippischer Kurser Amtliches Organ des Haues Amtliche Nationalder Landesregierung Rechalmserbdernade slistische Zeitung örden Anzeigenpreise: Die 22=mmZeile 9 Res. f. Familienanz. 9 N#. Textanz., 77 mm breit, 40 Rck. 8.8. ist Preisl. 7 gültig. Bezugspr.: Monatl. bei Zustellung d. Boten einschl. Bestellg. 2 2K. b. Zust. durch Post 2,42 NK einschl. 63 R. Postueb. Die Behind. d. Lieferung rechtf. kein. Anspruch auf Rückzahl. d. Berugspr. Nr. 77 Detmold, Donnerstag, 19. März 1942 14.(176.) Jahrgang Mac Arthur kassiert Australien für LISAl. Amerikas„Held Nr. 1“ flüchtete von den Philippinen und übernahm den Oberbetehl in Australien— Die Hintergründe der Ernennuna— Churchill lediglich„in Kenntnis gesetzt“ Dr. H. G. Berlin, 19. März. Der bisherige Oberbesehlshaber der USA.=Truppen auf den Phillppinen, der General Max Arthur, von dem die amerikanische Presse schreibt, sein Rame habe einen„magischen Klang“, ist inlit ner Frau und seinem Sohn sowie seinem engeren Milarbeiterstab bei Nacht und Nevel von der Philippinen=Halblnsel Balgan, dem letzten Widerstandsnest der USA.=Truppen, nach Australlen geflüchtet, wo er den Oberbeehl über die australlschenglisch-amerikanischen Truppen übernommen hat. In Japan zeigt man sich über diese Flucht überrascht, denn Mac Arthur wollte bekänntlich als„Held Nr. 1“ die Philippinen unter allen Umständen gegen die Japaner halten. Zur gleichen Stunde, in der Roosevell durch die Beanstragung Mec Arthurs seine Hand nach Australlen und Neuseeland ausstreckt, haben die sapanischen Truppen auf den Philippigen gegen die Festung von Corregidor einen Großangriff begonnen. Die Versetzung und die Flucht Mac Arthurs erinnern an die Flucht Wavells aus Singapur und Java. Tokio bemerkt hierzu:„Dieses verräterische Verlassen eines sinkenden Schiffes scheint alle alliierten Oberbefehlshaber zu charakterisieren, die von einem Posten zum anderen fliehen und ihre Soldaten im Stich lassen.“ Bei einer solchen Feigheit ihrer Generale sei es daher kein Wunder, daß die britisch=amerikanischen Truppen keinen besonderen Kampfgeist zeigten. Jedenfalls besage die Flucht Mac Arthurs zweierlei: 1. die Amerikaner haben nunmehr die Philippinen vollkommen abgeschrieben. Sie ziehen sich auf Australien und Neuseeland zurück. 2. England schreibt seinerseits Australien ab, während sich Roosevelt die englischen Dominien Australien und Neuseeland durch die gesamte Uebernahme der Militärgewalt unterwirft. Tatsächlich hat jetzt auch ein USA.=Generalmajor namens Bratt den Oberbefehl über alle Luftstreitkräfte in Australien und Neuseeland übernommen. Das weltbeherrschende England hat also auch in diesem Raum endgültig seine Rolle ausgespielt und tritt nur noch als Statist im Hintergrund auf, der die Maßnahmen des„Weltstralegen“ Roosevelt einsoch zur Kenntnis zu nehmen hat. Das bestätigt sich auch durch die Art, wie Australien über den Kopf Churchills hinweg die Ernennung Mac Arthurs von Roosevelt in der Form eines australischen Hilfegesuches verlangt hat Man setzte Churchill von diesem Wunsch lediglich„in Kenntnis“. Bei seiner Ankunft in Australien wurde Mac Arthur von dem australischen Verteidigungsminister Forde mit den Worten begrüßt, die australische Regierung rechne mit einem schweren Kampf um Australien. In der Tat scheinen die Japaner ihre Operationen gegen Australien planmäßig vorzubereiten. Dabei wird möglicherweise Port Darwin umgangen, da von hieraus ein Vormarsch durch riesigen Wüsten und ohne Straßen sehr schwer bewerkstelligt werden könnte. Die„Times“ hält es daher für möglich, daß die jüngsten japanischen Bombenangriffe gegen Moresby(Süd=Neu=Guinea) nur ein Ablenkungsmanöver seien, während eine feindliche Invasionsflotte westlich von Australien im Anmarsch sei. Riesige japanische Flugzeugverstärkungen sind inzwischen auf NeuGuinea eingetroffen. Die übertriebenen Hoffnungen, die man an die Ernennung Mac Arthurs in der englisch=amerikanischen Presse geknüpft hatte—„Exchange Telegraph“ spricht pathetisch von der„besten Nachricht seit Kriegsausbruch“— sind denn auch schon wieder wesentlich gedämpfter. In London erklärt man jetzt, daß Mac Arthur in Australien eine schwePavolini an den Führer Berlin, 18. März. Der italienische Minister für Volksaufklärung Pavolini hat bei seiner Abreise aus München an den Führer ein Telegramm gerichtet, in dem er dem Führer ehrerbietige Wünsche übermittelte und die Bedeutung der kulturellen Zusammenarbeit der Achsenmächte heivorhob. Der Führer dankte Minister Pavolini mit einem herzlich gehaltenen Antworttelegramm. Fidschi=Inseln im Aktionsbereich Neue japanische Luftangriffe gegen die Salomon=Inseln. osch. Bern, 19. März. Die japanische Luftwasse unternahm im Verlaufe des Mittwoch einen neuen Angriff gegen die Salomon=Inseln. In Canberra erklärt man dazu, noch keine näheren Einzelheiten über die Auswirkungen dieser japanischen Aktion zu besitzen. Die anhaltenden Luftangriffe gegen die SalomonInseln haben in Washington und London um so mehr beunruhigt, als man dort ein Vorstoßen Japans nach weiteren Inselgruppen befürchtet. Der Londoner „Evening Standard" erklärt selbst, die britischen Fidschi=Inseln müßte man heute als bedroht betrachten, nachdem die Japaner von dieser Inselgruppe nur noch 800 Seemeilen entfernt seien. Beaverbrooks Abhalfterung Unterstellung unter Littleton. hw. Stockholm, 19. März. Im Unterhaus wurde erneut die Frage gestellt, welche Aufgaben der bisherige Minister Lord Beaverbrook erhalten solle, der bekanntlich von Churchill und Cripps gemeinsam verdrängt wurde, weil der eine ihn als Nebenbuhler fürchtete, der andere in Moskau peinliche Auseinandersetzungen mit ihm hatte. Minister Attlee erklärte, Beaverbrook werde nach den Vereinigten Staaten reisen, um seine früheren Aufgaben dort fortzusetzen, zusammen mit weiteren Aufgaben, die ihm das Kriegskabinett übertragen könnte. Wahrscheinlich werde später aus der jetzt von Beaverbrook wahrgenommenen Funktion ein Unterstaatssekretärposten gemacht werden. Beaverbrook werde unter Leitung Littletons arbeiten und nicht Mitglied des Kabinetts sein, später vielleicht aber eine andere Verwendung erhalten. rere Aufgabe zu lösen haben werde als auf den Philippinen. Die Verteidigung der Philippinen habe er selbst organisieren können, während er jetzt das australische Verleidigungssystem einfach übernehmen müsse. Man erwarte allgemein, daß Mac Arthur zunächst die Verteidigung Moresbys in Angriff nehmen werde. Es wird von militärischen Beobachtern in Australien auch vermutet, daß die Japaner gleichzeitig mit einem Angriff auf Port Moresby einen Schlag gegen Port Darwin führen werden, was man aus einer verstärkten japanischen Erkundungstätigkeit folgere. Amerikanische Nachrichten behaupten, Mac Arthur werde im großen Stile die Offensive gegen die Japaner ergreifen und die japanischen Brückenköpfe auf Neu=Guinea vernichten, bevor die Japaner Verstärkungen größeren Umfanges heranziehen könnten. Wir wissen, was wir von derartigen Redereien zu halten haben. Wenn der Sender London heute behauptet,„eine neue Phase im Kriege mit Japan hat begonnen“, so hört sich das ganz schön an, doch werden uns die britischen Agitatoren ebenso enttäuschen wie die amerikanischen Großsprecher. Unsere Gegner sind in der Mauloffensive ja immer schon Meister gewesen. Daß nun jetzt der 62jährige Mac rthur, der nach amerikanischer Auffassung in den Augen des amerikanischen Volkes bereits zu einer„legendären Figur“ geworden ist, die große Wendung bringen wird, ist höchst unwahrscheinlich. Er hätte sie ja schon auf den Philippinen herbeiführen können. Imerhin beglückwünschen wir die Amerikaner, daß sie auch jetzt über einen reisenden General verfügen, wie die Engländer in der Person des Rückzugsstrategen Wavell. Wieder 41000 BRT. an der ASA.=Küste versenkt Die Sowjets verloren in drei Tagen 131 Panzer und an einem Tage 68 Flugzeuge Aus dem Führerhaupiquartier, 18. März. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Auf der halbinsel Kerisch wurden weitere seindliche Angriffe zells abgewiesen, teils schon in der Bereitstellung durch Arlilleriesener und Bekämpfung aus der Lust zerschlagen. An der übrigen Ostfront griff der Jeind an einzelnen Stellen auch gestern mit stärkeren Kräften ohne Erfolg an. In der Zeit vom 15. bis 17. März verlor der Geguer an der Ostfront insgesamt 131 Panzer. Die sowjelischen Luftstreitkräfte verloren am gestrigen Tage 68 Flugzeuge, hiervon 56 in Luflkämpfen; ein eigenes Ilugzeug wird vermißt. In Nordasrika Spähtrupptätigkeit. Auf Malla verursachten Tages- und Nachlangrisse deutscher Kampffliegerverbände große Brände und heflige Explosionen in Flugplatz= und Hasenanlagen. Im Miltelmeer griff ein deutsches Unterseebool ostwärts von Tobruk einen stark gesicherten britischen Geleitzug an und versenkle einen Tanker von 8 000 BRT. An der amerikanischen Küfte versenkten deutsche Unterseeboole[Auf seindliche Haudelsschisse mit 41 000 BRT. und ein Küslenwachschiff der USA.Kriegsmarine. Dabei zeichnete sich das Unterseebool unter Führung von Kapitäulentnant Rostin besonders aus. uuternahm am Tage militärisch wirkungsEin einzelnes britisches Flugzeug Im Schutz tiefliegender Wolken einen losen Augriff auf wesidenisches Gebiel. England muß sich noch mehr einschränken Kürzungen auf allen Gebieten unter dem Druck der deutschen Blockade Dr. Hi. G. Berlin, 19. März Im Londoner Rundfunk erklärte Major Oliver Stuart, der hier öfter das Wort ergreift, um das englische Volk aufzumuntern, in England würde man demnächst mehr und mehr zum Vegetarismus übergehen.„Lord Woolton sagte uns, daß die Fleischrationen weiter herabgesetzt werden. Diese Maßnahmen sind uns ganz willkommen.“ Der Major spielte hierbei auf die verschiedenen Einschränkungen an, die jetzt in England in erhöhtem Maße unter dem stärker werdenden Druck der Blocaoe durchgeführt werden müssen. Es handelt sich zunächst um die Kürzung der Fleischrationen, um die Kürzung der Stoffzuteilung, um die Verminderung der Kohlenfeuerung sowie um die Einführung von Steuern auf Vorratsgüter. Durch die Kürzung der Textilien von 25 v. H. werde, wie der Londoner Rundfunk sagte, nicht nur Material, sondern auch Arbeitskraft eingespart. Nach der Ansicht des englischen Senders sei die Nationierung in England streng, müsse aber noch strenger werden. Es sei anzunehmen, daß die Regierung auch die Preiskontrolle verschärfen werde. Nach dem Kommentar von Fraser werden die Briten noch durch weitere Nationierungsmaßnahmen überrrascht worden.„Die britische Bevölkerung sähe es am liebsten, wenn sie so bald wie möglich eingeführt würden! Ehe der Krieg zu Ende geht, werden wir vielleicht zum ersten Male seit vielen Generationen gelernt haben, wirklich gut zu kochen.“ Neben den Einschränkungen im Konsum und in der Kleiderversorgung ist auch die Kohleversorgung in England äußerst ungenügend. Nach der Auffassung des Abgeordneten Dalton im Unterhaus seien die Vorräte allzusehr vermindert worden.„Wir werden uns in diesem Winter gerade noch über Wasser halten können.“ Wir verzeichnen lediglich diese Tatsachen und stellen fest, daß sich nach 2½ Kriegsjahren die Auswirkungen des Krieges überall. bei kriegführenden und nichtkriegführenden Staaten, bemerkbar machen. Es gibt heute keine Nation, die sich davon ausnehmen könnte, erst recht natürlich nicht England, dessen Vorräte langsam aufgebraucht worden sind, und daß durch die Gegenblockade Deutschlands und Italiens nicht genügend Rohstoffe von Uebersee mehr einführen kann. Hel#t Stalins Keiegenferden Der„Dally Mirror“ macht in einem Führseligen Aufruf unter der Ueberschrift„Helft Stalins Kriegspferden“ für eine Hilfsektion zugunsten der in der Sowjetarmee dienenden Pferde Propaganda. Das Blatt behauptet, daß die Sowjets England dringend um die Ueberlassung von möglichst viel Arzneimitteln für die Tausende ven Pferden an der sowjetischen Front gebeten hätten, die während des Winterkrieges für alle Arten von Transporten eine entscheidende Rolle splelten. Die„königliche Gesellschaft zur Verhinderung von Grausamkelten gegen Tiere“, die In Kriegszelten die, Rolle des Roten Kreuzes für die Tiere übernommen habe, wolle zu diesem Zweck 100 000 Pfund zusammenbringen, und Spenden in jeder Höhe selen daher sehr erwünscht. Während die Welt seit Monalen das abstoßende Schausplel miteriebt, wie die Moskauer Blutsäufer Tausende und aber Tausende von Sowjetarmisten in einnlosen Massenangriften gegen die stählerne Mauer der deutschen Winterverteidigungslinie aufopfern, wird den tierliebenden alten Jungiern Englands vorerzählt, wie rührend besorgt die „guten“, Bolschewisten um ihre Pferde eind. Als in der Sowjetunion Millionen Menschen verhungerten und weitere Millionen von den Moskauer Henkern auf viehlsche Weise hingeschlachtet wurden, zeigten dle„mildtätigen“ Engländer allerdings kein derartiges Mitgefühl. Die indischen Fürsten Von K. v. Ungern-Sternberg Indien ohne das Fürstentum Nepal hat eine Fläche von 4684 298 gkm. Davon entfallen 1841 496 gkm, also mehr ols ein Drittel auf die Fürstentümer, die von sehr verschiedener Größe und von verschiedener Bedeutung sino. Es gibt im ganzen 700 selbständige Staaten in Indien, von denen einige, wie z. B. Haidarabad, Kaschmir und Myrsore so groß wie manche europäische Staaten sind. Andere haben nur winzige Ausdehnungen, der Fürst von Bilbari z. B- gebietet über nur 27 Untertanen. Alle diese Maharadschas, die zum Teil über immense Reichtümer verfügen, sind mehr oder weniger Puppen in der Hand des britischen Residenten oder Beraters, der ihnen zugeteilt ist, der sich zwar nicht in die Despotenlaunen der Fürsten einmischt, aber der sorgfältig darüber wacht, daß sie nichts unternehmen, was den britischen Interessen abträglich sein oder das Ansehen Englands schädigen könnte. Es geht auch nicht an, alle Maharadschas und ihre Regierungen nach demselben Maßstab beurteilen zu wollen. Es gibt unter ihnen Fürsten, wie z. B. der Maharadscha von Travancore, die sich ganz dem Wohl ihrer Untertanen widmen und die ihr Land möglichst mustergültig regieren. Auch die Fürsten von Mysore, Baroda und Cochin zählen zu diesen Ausnahmen, sie gelten als patriotisch im indischen Sinne, sie sorgen für Schulen, für eine gerechte Steuerverteilung und für eine gute Rechtspflege. Sie sind deshalb bei der britisch=indischen Regierung nicht besonders gut angeschrieben. England bevorzugt die weniger guten Herrscher, die sich als unbeschränkte Despoten ihrer Länder fühlen, die selbst die obersten Richter und Gesetzgeber sind, die zwischen den Staatseinnahmen und ihrer Privatschatulle keinen Unterschied machen und sie den Grundsatz Lugwig XIV.„Der Staat bin ich" nachahmen. Diese Maharadschas umgeben sich in ihren märchenhaften Palästen mit einem unerhörten Luxus, laden bekannte englische Offiziere zu Tigerjagden ein, lieben abenteuernde Engländerinnen und Französinnen, interessieren sich für Rennen und Sport usw. Sie sind in Belhi, dem Sitz des Vizekönigs, gut angesehen, man erweist ihnen dort die ihnen zukommenden Ehrenbezeigungen von so und sovielen Kanonenschüsfen und hätt sie politisch für ungefährlich. Wenn die Briten mit der Unterstützung ihrer Interessen durch die mehr oder weniger deklassierten Fürsten rechnen, so glauben sie auch, sich auf die sogenannten Anglo=Inder stützen zu können. Es gibt deren nicht auzuviele, aber mehrere von ihnen nehmen einflußreiche Stellungen in der Verwaltung ein. Etwa im Jahre 1833 haben die Engländer, die nach Indien kamen, unter dem Vorwand der Sklavenbefreiung zahlreiche junge Inderinnen der niedersten Klassen für den Preis von 16 bis 100 Rupien gekauft, haben sie taufen lassen und haben sie dann in ihren HaushaltunEngland mordete täglich fünf Franzosen jv. Bichy, 19. März. Die neuen Polizeimaßnahmen gegen die in Frankreich lebenden Engländer haben in der französischen Oeffentlichkeit große Befriedigung ausgelöst. Nach amtlicher Feststellung wurden seit dem Waffenstillstand über dreitausend Franzosen durch englische Schüsse getötet und fast zehntausend verletzt. Demnach haben die Engländer seit dem Waffenstillstand täglich fünf Franzosen erschossen und täglich fünfzehn Franzosen verwundet. Die französischen Verluste seit dem Waffenstillstand durch englische Einwirkung sind weit höher als die französischen Verluste von der Kriegserklärung an bis zum Beginn der Westoffensive im Mai 1940. Infolgedessen werden die jetzt ergriffenen Vergeltungsmaßnahmen als ungenügend erachtet, zumal da in Südfrankreich einige tausend Engländer völlig unbehelligt leben. Reichsmarschall Göring ruft das Landvolk „Eure Arbeit ist genau so kriegsentscheidend wie Kampf und Sieg des deutschen Soldaten an der Front— Aussaat und Ernte sind die Schlachten, die thr zu schlagen und zu gewinnen habt!“ Berlin, 18. März. Der Reichsmarschall des Großdeutschen Reiches, Hermann Göring, erläßt folgenden Aufruf an das deutsche Landvolk: Deutsches Landvolk! Später als sonst könnt ihr in diesem Jahre an die Frühjahrsbestellung gehen; Unmengen von Schnee und eisiger Frost haben den Beginn der Arbeiten auf den Feldern ungewöhnlich lange hinausgezögert. Jetzt endlich weicht der Winter, der seit über einem Jahrhundert der längste, ärgste und hartnäckigste war, und vor euch liegen nun Wochen und Monate angespanntesten und härtesten Einsatzes. Führer und Volk erwarten von euch, daß ihr auch in diesem Jahre wieder mit bewährter Kraft und Zühigkeit eure Pflicht errüllt. Gerade in den Kriegsjahren habt ihr unter schwierigsten Arbeitsverhältnissen aufs neue bewiesen, was deutscher Bauernfleiß und deutsche Bauernkraft selbst bei ungünstiger Witterung zu leisten vermögen. Ihr habt trotz der arbeithemmenden wochenlangen Nässe im letzten und vorletzten Sommer und der bitteren, an Dauer und-Schärfe kaum dagewesenen Kälte in drei Kriegswintern bei Mangel an Arbeitskräften und vielfach auch an Betriebsmitteln die euch gestellten Anforderungen erfüllt und dabei zeitweise fast übermenschliche Anstrengungen auf euch genommen. Es gibt nicht einen Volksgenossen, der diese von euch vollbrachte gewaltige Leistung nicht rückhaltlos anerkennt. und wenn ich euch heute, ihr Landmänner, und vor allem euch, ihr Bauersfrauen, die ihr die schwerste Bürde aller Schaffenden tragt, dafür danke, so iue ich es im Namen aller, die das tägliche Brot aus eurer Hände Arbeit empfangen. Auch dieses Jahr verlangt von euch gleiche, ja sogar noch höhere Leistungen. Was unter den Kriegsverhältnissen möglich ist, um eure Arbeit zu erleichtern und zu fördern, habe ich getan. Ich weiß, daß eure größte und dringendste Sorge der Beschaffung der notwendigen Arbeitskräfte gilt. Solange deutsche Bauern, Bauernsöhne und Landarbeiter in großer Zahl an der Front stehen, müßt ihr euch mit Kriegsgefangenen und Ausländern notdürftig behelfen und sie durch tägliche Anweisung zu brauchbaren Hilfsarbeitern heranziehen. Auch die Kräfte, die jetzt für euch aus den neu besetzten Gebieten im Osten herbeigeschafft werden, werdet ihr zweckentsprechend einsetzen müssen, damit sie euch bei euren schweren und entsagungsvollen Arbeiten wirksam unterstützen. Darüber hinaus sollen in Zukunft auch alle auf dem Lande und in den Landstädten noch einsatzfähisen heimischen Arbeitsreserven für die Landwirtschaft herangezogen werden. Durch eine neue Verordnung habe ich diesen zusätzlichen Arbeitseinsatz auf dem Lande geregelt. Auch für die Bereitstellung von Düngemitteln ist gesorgt. Die Erzeugung wurde auf das äußerste gesteigert. Auf der Reichsbahn rollen für den Transport von Dünger und Saatgut alle nur irgend verfügbaren Waggons. In der Treibstoffzuteilung sind zugunsten der Landwirtschaft erneut starke Abstriche gemacht worden, da die Einziehung der Pferde für Wehrmachtzwecke nur über den Schleppereinsatz auszugleichen ist. Der aus Kriegsgründen zeitweise stark abgedrosselten Landmaschinen-Industrie sind zur vermehrten Erzeugung der notwendigsten landwirtschaftlichen Geräte besondere Rohstoffkontingente zugeteilt worden. Ebenso haben die Ersatzteilbeschaffungswerkstätten zur Durchführung der Reparaturen eine besondere Förderung erfahren. Geht jetzt an die Arbeit, sobald die Witterung es erlaubt! Die Richtlinien für die Anbauplanung und die Betriebsausrichtung habt ihr bereits von euren Bauernführern erhalten. Eure Arbeit ist genau so kriessentscheidend wie Kampf und Sieg des deutschen Soldaten draußen vor dem Feind. Aussaat und Ernte sind die Schlachten, die ihr zu schlagen und zu gewinnen habt. Erfüllt eure Aufgabe mit ganzer Hingabe und größtem Eifer. Front und Heimat und namentlich“ auch unsere tüchtigen Rüstungsarbeiter vertrauen darauf, daß ihr ihnen auch für die Zukunft die Ernährung sichert. Habt in eurer Dorfgemeinschaft auch Verständnis für die Nöte des Nachbarn. Fehlt auf einem Hof der Betriebsleiter, fehlt eine Arbeitskraft, ein Pferd oder eine Maschine, so springt freiwillig ein und heift, wo ihr nur könnt. Auf jedes Hektar kommt es an! Sorgt alle dafür, daß der deutsche Boden in diesem dritten Kriegsjahr die höchsten Erträge hervorbringt! Der Führer hat in seiner Rede vom 30. Januar die Bedeutung der landwirtschaftlichen Erzeugung für das deutsche Volk klar herausgestellt, ich weiß, daß ihr alles daransetzen werdet, das in euch gesetzte Vertrauen au rechttertigen. gen angestellt oder sie mit englischen Soldaten verheiratet. Alle diese Mädchen waren aus ihren Familien ausgestoßen, die Kinder aus diesen Mischehen wurden nach englischer Art erzogen und bilden eine Klasse für sich. Erst als viele englische Frauen nach Indien zu kommen begannen, wurden die Mischehen unerwünscht, und kamen nur noch als Ausnahme vor. Die Zahl dieser Anglo=Inder ist statistisch nicht genau ermittelt, sie sind meistens in Vertrauensposten in der Verwaltung und in der Industrie tätig, einige von ihnen die das Glück hatten, vermögende Eltern zu besitzen, haben in England Schulen besucht, und haben es zu erheblichem Reichtum gebracht. Die Inder meiden sie, aber auch von den Briten werden sie ein wenig über die Schulter angesehen. Die Erfahrungen, die die Briten in den Malaienstaaten und in Burma machen mußten, haben in London ein Gefühl der Bestürzung hervorgerufen. Es ist den Engländern unverständlich, daß die Fürsten und die Bevölkerung dieser Länder, die jetzt unter japanischem Schutz stehen, den Einmarsch der Truppen des Tenno mit Jubel begrüßten und gar nicht daran dachten, sich für Britannien zu schlagen Die Engländer sprechen von schwarzer Undankbarkeit der Eingeborenen. Jetzt fürchtet London neue Enttäuschungen in Indien. Es scheint, daß es sich dabei gar nicht bewußt wird, daß es die Kolonialländer Asiens immer als Ausbeutungsobjekte betrachtet hat, als ein Gottesgeschenk an die britische Herrenschicht. Die Briten haben die Eingeborenen immer als Menschen niederen Rechtes und als zu einer niederen Klasse gehörig behandelt, die dazu da sind, um den Briten und ihren Interessen widerspruchslos zu dienen. Ein Beispiel für diese Einstellung ist die in den indischen Kreisen oft erwähnte fromme englische Lady, die sich für die christliche Mission im Lande aufopferte, die aber fest davon überzeugt war, daß der liebe Gott„coloured people“ nur als Dienstboten für die Briten in den Himmel zulassen werde. Der Siegeszug der Japaner= ist für die Engländer nicht nur eine politische und wirtschaftliche Katastrophe, sondern ein Aufrütteln aus einer jahrhundertealten, tief verwurzelten Tradition. Weder die Untertanen der Maharadschas noch Kongreßindien streben die Abschaffung der Fürstentümer an, aber die großindische Freiheitsbewegung verlangt, daß sich die Maharadschas der allindischen Bewegung einordnen und sich von der britischen Bevormundung lösen. Das Bündnis mit den Sowjets ist den Maharadschas ein Dorn im Auge, sie befürchten ein Anwachsen der kommunistischen Agitation, die ihren Interessen diametral entgegensteht, und versuchen deshalb, ebenso wie es die Sultane der Malaienstaaten gemacht haben, rechtzeitig mit Japan Verbindungen anzuknüpfen. Gerade die indischen Fürsten, die am meisten für den britischen Kriegsschatz geopfert hatten, und die am häufigsten in Delhi beim Bizekönig zu sehen waren, sind in ihrer Haltung schwankend geworden. England kann sich nicht mehr auf ihre unbedingte Ergebenheit verlassen. Wie überall in Asien, so hat auch an den Fürstenhöfen Indiens die Götterdämmerung für Britannien begonnen. Ein Soldat— 20,4 Tonnen rd. Stockholm, 19 März. Ein in England neu erschienenes Buch über die britische Seemacht stellt unter Heranziehung historischer Tatsachen fest, daß England wieder zu der Quelle seiner Macht, der Flotte, zurückkehren müsse. Wenn diese vernichtet sei werde der Untergang des Landes nur noch eine Frage von Wochen sein. Der Versuch, gleichzeitig eine starke Luftmacht zu schaffen, habe lediglich eine Schwächung und Störung in der industriellen Organisation zur Folge gehabt, ohne daß die Zusammenarbeit zwischen See= und Landstreitkräften vollkommen geworDiese Erkenntnis ist teuer erkauft, nachdem England heute feststellen muß, daß ein Invasionsunternehmen auf rund der ungeheuren Tonnageverluste beinabe unmöglich ist. Nach amerikanischen Berechnungen wären allein 20,4 Tonnen für den Transport und die Versorgung eines einzigen Soldaten über eine Strecke von 3000 Scemeilen erforderlich * Flaggenwechsel auf Trinidad gn. Ram, 19. März. Nachdem der USA.=General Brab ommandogewalt auf der bisher britischen Insel Trinidad übernommen hat, ist der englische Gouverneur in Port of Spain, Major Sir Herbert Young, um seinen Abschied eingekommen. Wie der nordamerikanische Nachrichtendienst mitteilt, hat der englische König seinen Rücktritt genehmigt. Sowjetexpansion im Rahen Osten Ankara, 18. März. Aus Teheran wird bekannt, daß das sowjetische Vorrücken im Nahen Osten gegen Süden in größerem Umfange und weit rascher erfolgt als bisher befürchtet wurde. Ueber die sowjetisch=britischen Vereinbarungen hinsichtlich Irans sind nähere Einzelheiten noch nicht bekannt. England sah sich anscheinend gezwungen, für die aus ungewöhnlich zahlreichen Mitgliedern bestehende sowjetische Mission, die sich aus Ingenieuren, Marineoffizieren sowie politischen Agenten zusammensetzt, Passierscheine für den Besuch der Häfen Bender, Schahpur, Buschir, sowie anderer Häfen im Persischen Golf auszustellen. Aufgabe der Mission soll es sein, in erster Linie die für Stützpunkte geeigneten Häfen zu prüfen und Vorbereitungen für die spätere Besetzung der Häfen zu treffen. Aufbaupolitik in Thailand Bangkok, 18. März. Währen5 der Sitzung der thailändischen Nationalversammlung skzzierte der Premierminister Luang Songgram die Politik des neuen Kabinetts. Die Verteidigung des Landes wird verstärkt werden, die Stabilität der Finanzen erhöht und die Beziehungen besonders mit den Achsenmächten verstärkt werden. Die wirtschaftlichen Bedingungen sollen verbessert werden. Durch eine Förderung der Volksgesundheit soll die Bevölkerung vermehrt werden. Eine Verbesserung der Verbindungen zu Land, zu Wasser und in der Luft soll dem Handel und Verkehr zugute kommen. Die Sparbanken der Regierung sollen ausgebaut, die Polizei vermehrt, die Jugend in höherem Grade als bisher ausgebildet werden. Die Kammer gab dem Premierminister ein volles Vertrauensvotum. Britischer Sadismus Berlin, 18. März. Nach einer Reutermeldung aus London erklärte Churchill vor einer Gruppe von Unterhausabgeordneten, daß die„Enthüllungen" Edens über die angeblichen japanischen Greuel in Hongkong ihren Zweck erfullt hätten. Er sei dessen gewiß, daß diese„Enthüllungen“ die Entschlossenheit Englands wesentlich vetgrößern werden. Aus diesem Grunde sei auch die Erklärung-Edens zu dieser Angelegenheit so groß aufgemacht worden. " Churchill gibt mit zynischer Offenheit zu, daß die sogeenannten„Enthüllungen“ Edens aus reinen Zweckmanigkeitsgründen erfolgten, um das englische Volk noch tiefer in den Krieg hineinzupeitschen. Es versteht sich von selbst, daß hierbei Wahrheitsliebe und Achtung vor der Waffenehre des Gegners ebenso wie bei den englischen Greuellügen im Weltkrieg nur eine untergeordnete Rolle gespielt haben. Was nach unseren Begriffen an den neuen Greuellügen über Japan besonders insam ist, ist die Brutalität Churchills, die bei der Verbreitung solcher Greuellügen nicht einmal auf die Sorgen und Gefühle englischer Mütter und Frauen Rücksicht nimmt. Nach Churchills Willen sollen fortan ungezählte Angehörige der gegen Japan kämpfenden englischen Soldaten tagaus, tagein unter den furchtbarsten Zwangsvorstellungen stehen, daß ihre Männer, Väter und Brüder einem grausamen Schicksal ausgesetzt sind. Churchill verspricht sich hiervon, daß das englische Volk dadurch zu größeren Kriegsanstrengungen aufgepeitscht wird. Eine derartige Geisteshaltung bezeichnet in zivilisierten Ländern als Sadismus. Rücksichtsloser Einsatz mut dem Ritterkrenz belohnt Zwei toptere Otfiziere des Hoeres und Kopftänleutnant Bauer ausgezeichnet Berlin, 18. März. Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: Oberst Georg Kosz= mala, Regimentskommandeur; Hauptmann Kurt Christel. Kompanieführer in einem Baubataillon. Oberst Georg Koszmala bat durch den rücksichtslosen Einsatz seiner Person und durch Kaltblütigkeit seine Insanteristen bei der Verteidigung eines Stützpunktes im Raume südlich des Ilmensees trotz schwerer Entbehrungen zu zähestem Widerstand gegen einen zahlen= und waffenmäßig überlegenen Gegner angespornt. Durch das Ausharren des Obersten Koszmala und seiner tapferen Schützen wurden alle schweren, rücksichtslos vorgetragenen Massenangriffe der Bolschewisten, die dem Feind mehrere tausend Tote gekostet haben, zerschlagen. Oberst Georg Koszmala wurde am 22. 10. 1896 als Sohn des Lokomotivführers Rudolf K. in Myslowitz(Oberschlesien) geboren. Hauptmann Kurt Christel zeichnete sich bei der Abwehr feindlicher Angriffe im nördlichen Abschnitt der Ostfront als Träger des Abwehrwillens hervorrageno aus. Angriffe gegen die von ihm geführte Truppe wurden unter hohen Verlusten für die Bolschewisten abgewiesen. Hauptmann Christel ist im Verlauf dieser Kämpfe gefallen. Er wird als leuchtendes Vorbild der Opferbereitschaft in der Geschichte des deutschen Heeres weiterleben. Ferner verlieh der Führer auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Kriegsmarine, Großadmiral Naeder, das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Kapitäuleutnant Ernst Bauer, der als Unterseeboot=Kommandant bisher insgesamt 18 be waffnete feindliche Handelsschiffe mit 101 000 BRT., darunter neun Schiffe von 52000 BRT. vor der amerikanischen Küste, versenkte. Schon auf seiner ersten Unternehmung schoß Bauer aus einem ktark gesicherten Geleitzug fünf bewasfnete Handeloschiffe mit 22.000 BRT. heraus. Auch bei der Rettung der Besatzung eines deutschen Schiffes, das durch einen englischen Kreuzer persenkt wurde, zeigte Kapitänleutnant Bauer hervorragende seemännische Fähigkeiten und großes Geschick in der Führung seines Das höchste Opfer gebracht Ritterkreuzträger Oberleutuant Ruppert, fand an der Spitze seiner siegreichen Staffel den Fliegertod. Berlin, 18. März. Der Träger des Ritterkreuzes Oberleutnant Hermann Ruppert, Staffelkapitän in einem Sturzkampfgeschwader, hat im Ostfeldzug an der Spitze seiner in zahlreichen Angriffen siegreichen Staffel den Fliegertod gefunden. Oberleutnant Ruppert besuchte die Oberrealschule in Lübeck. kam 1938 als Leutnant zu einem Sturzkampfgeschwader, in dem er auf allen Kriegsschauplätzen Beweise unerschrockener Tapferkeit gegeben hat. Seine Auszeichnung mit dem Ritterkreuz erfolgte am 23. 11. 41 als Belohnung für eine außergewöhnliche Waffentat. Bei Angriffen auf Schiffoziele im Schwarzen Meer war es ihm gelungen, trotz stärkster Abwehr mit seiner Staffel fünf feindliche Kriegsschiffe, darunter einen Kreuzer von 6000 BRT. und ferner vier Frachter von insgesamt 11000 BRT., zu versenken und einen weiteren Kreuzer durch Bombenvolltreffer schwer zu beschädigen. Obwohl er bei einem dieser Angriffe abgeschossen wurde und bis zu seiner Errettung mehrere Stunden im Schlauchboot trieb, war er bereits am nächstüen Tage erneut zu erfolgreichen Angriffen gegen Schiffsziele vor Odessa gestartet. von Robert Feierlicher Staatsakt in Stuttgarr— Reichsminister Funk legt den Kranz des Führers nieder Stntigart, 18. März. Mit einem feierlichen Staatsakt nahm das deutsche Volk am Mittwoch Abschied von einem seiner größlen Wirtschaftsführer, Dr. E. h. Roberl Bosch, der im Aller von 30 Jahren durch den Tod aus einem erfolgreichen Leben gerissen wurde. In der König=Karl=Halle des Landesgewerbemuseums war der Sarg in einer Fülle von Blumen und Kränzen aufgebahrt. Acht Werkscharmänner hielten die Ehrenwache bei ihrem„Vater Bosch“. Zu beiden Seiten des Sarges erhoben sich drei Pylonen, aus denen Flammen loderten. Außer Reichsminister Funk als Vertreter des Führers, Reichsorganisationsleiter Dr. Ley und Gauleiter Reichsstatthalter Murr sah man unter den Trauergästen weitere führende Männer aus Partei und ihren Gliederungen. aus Wehrmacht, Staat und Stadt, aus der Wirtschaft, Technik, Wissenschaft und dem kulturellen Leben. Die weihevollen Klänge des ersten Satzes der Fünften Symphonie von Ludwig van Beethoven leiteten die Feier ein. Dann sprach Reichsminister Funk: „Robert Bosch ist in die Ewigkeit eingegangen“, so führte der Reichsminister u. a. aus,„wahrhaft in die Ewigkeit, denn sein Name und Werk sind unvergänglich. Dem großen deutschen Wirtschaftsführer, dem hervorragenden Techniker und Kaufmann, dem vorbildlichen Betriebsführer, dem Pionier der Arbeit entbiete ich den letzten Gruß des Führers und des Reichsmarschalls. Der Führer hat für die technischen und sozialen Leistungen Robert Boschs stets das größte Interesse bekundet und den Menschen und das Werk hoch geachtet. Die mitreißende Initiativkraft des Reichsmarschalls bei der Gestaltung des Vierjahresplanes hat auch Robert Bosch und sein Werk in dieses gewaltige Leistungswerk der deutschen Wirtschaft an hervorragender Stelle mit einbezogen. Nun senken sich die Fahnen der Werkscharen vor dem großen Toten,„dem Manne rastloser Arbeit und tätigen Erfindungsgeistes“, wie es auf dem Adlerschild des Reiches heißt, mit dem Robert Bosch ausgezeichnet worden ist. Wir nehmen Abschied von Robert Bosch. Das Vorbild großer Männer gibt uns die Kraft zur Ueberwindung der Schwierigkeiten im eigenen Lebenskampfe. So möge es auch hier sein. Wir wollen ihm danken für all das Große und Bleibende, das er uns hinterläßt, und geloben, in seinem Sinne und Geiste zu leben und die deutsche Zukunft zu gestalten.“ Der Betriebsführer der Robert=Bosch=Werke GmdH., Direktor Hans Walz, feierte in seinem Nachruf den Entschlafenen als einen großen Menschen und überragenden Wirtschaft.führer. Die Fahnen senkten sich, und=unter dem leise erklingenden Lied vom guten Kameraden legte Reichsminister Funk als letzten Gruß des Führers einen Kranz an der Bahre nieder und ebenso einen Kranz des Reichsmarschalls. Den Kranzniederlegungen schlossen sich die Lieder der Nation an. Nachdem Reichsminister Funk sich von den Angehörigen des Verstorbenen verobschiedet und mit seiner Begleitung die Halle verlassen hatte, wurde der Sarg mit der sterblichen Hülle Robert Boschs unter den Klängen des Trauermärsches aus der„Eroica“ zu dem Totenwagen getragen und dort mit dem Kranz des Führers bedeckt. Während der Ueberführung zum Pragfriedhof säumten Tausende in dichten Reihen die Straßen und entboten dem Entschlafenen ihren ehrfurchtsvollen Gruß. Landeseigene Verwaltung im Ostland Mitarbeit und Entfaltung aufbauwilliger Krätte— Erlaß des Reichsministers Alfred Rosenberg Berlin, 19. März. Im Zuge des Verwaltungsaufbaues in den besetzten Ostgebieten hat Reichsminister Alfred Rosenberg einen Erlaß für das Reichskommissariat Ostland herausgegeben, der die Verwaltung in den Grenzlandbezirken Litauen, Lettland und Estland regelt und der insbesondere die eigenverantwortliche Mitarbeit der jeweiligen Landesbehörden vorsieht. In den Durchführungsbestimmungen zu dem Erlaß heißt es u. a., daß die einheimische Bevölkerung während des Kampfes und in der Zeit während der Besetzung des Landes so viele Beweise ihres guten Willens zur Zusammenarbeit geliefert hat, daß die Gewährung weitgehender Selbstverwaltung möglich ist. Daraus ergibt sich, daß die deutsche Führung in den drei Generalbezirken eine Aufsichtverwaltung dartellt, während die unmittelbare Verwaltungstätigkeit von n landeseigenen Behörden zu leisten ist. Im einzelnen stellt sich die Verwaltungsorganisation wie folgt dar: die deutsche Hoheitsgewalt und die politische Führung liegen unter der Gesamtleitung des Reichsministers ür die besetzten Ostgediete in Händen des Reichskommifars für das Ostland bzw. dessen nachgeordneten Diensttellen, der Generalkommissare für Litauen, Lettland und Estland und in letzter Instanz bei den einzelnen Gebietskommissaren. Der jeweilige Generalkommissar führt die Aufsicht über die gesamte Landesverwaltung und ist befugt, diejenigen Maßnahmen zu treffen, die zu ihrer Ordnung notwendig sind. Dieses gilt insbesondere von Angelegenheiten der Wirtschaftsverwaltung, soweit deren unmittelhare Führung nach den kriegswirtschaftlichen Erfordernissen des Vierjahresplanes geboten ist. Die Landesverwaltung wird im Rahmen der gegebenen Bestimmungen durch eigene d. h. also litauische, lettische und estnische Organe und Behörden mit eigenen Amtspersonen wahrgenommen, deren Ernennung je nach dem Grad ihrer Stellung unmittelbar von den deutschen Zivilbehörden oder mit deren Genehmigung erfolgt. Die oberste Landesbehörde bilden in Litauen die Generalräte, in Lettland die Generaldirektoren, in Estland die Landesdirektoren, deren jeweils erster der Behördenleiter für das Innere ist, während sich die anderen auf die verschiedenen Fachressorts verteiln Nachgeordnete Dienststellen der landeseigenen Verwaltung sind die Selbstverwaltungskörperschaften der Kreise, kreisfreien Städte(mit einem Kreisältesten an der Spitze, der eine dem Landrat bzw. Oberbürgermeister vergleichbare Stellung hat), Gemeinden und Gemeindeverbände. Die Amtssprache im Verkehr mit den Behörden der deutschen Zivilverwaltung ist deutsch, innerhalb der landeseigenen Verwaltung deutsch und die jeweilige Landessprache. Mit dieser Neuordnung auf dem Gebiet des Verwaltungswesens im Ostland ist den drei baltischen Völkern nicht nur die Gelegenheit zur tätigen Mitarbeit an der Gestaltung ihres Daseins gegeben, sondern auch weitestgehende Eigenverantwortlichkeit. Wenn der zum Ostland gehörige Generalbezirk Weißruthenien in diese Regelung nicht einbezogen worden ist, so liegt der Grund darin, daß hier im altsowjetischen Gebiet infolge der langandauernden Herrschaft der Bolschewisten die Voraussetzungen organisatorischer und personeller Art noch fehlen. Nach der neuen Agrarordnung stellt nun auch dieser Erlaß des Reichsministers für die besetzten Ostgebiete einen weiteren entscheidenden Schritt zur endgültigen Beseitigung der bolschewistischen Erbschaft und zur Entfaltung der aufbauwilligen Kräfte des Ostens dar. Unser Lürekdienst mecher: Im Frühjahr dieses Jahres krill die neugegründete rumänische Staatsjngendorganisation in Tätigkeit. Vor mehreren Tagen ist in Deutschland eine erste Abordnung von 40 rumänischen Offizieren und Erziehern eingekroffen, die als Führer der Staatsjugendorganisation vorgesehen sind und zu Beginn ihrer Tätigkeit die deutsche Jugenderziehungseinrichtungen kennenlernen werden. Die japanische Regierung hült nach einer Meldung von Domei ihren Beschluß aufrecht, am 30. Aprll eine allgemeine Neuwahl des Abgeordnetenhauses durchzuführen, vorgedk Keuir Versicher Brihnr bund ut. Reglerung wird am 4. April, wie es die Verfassung vorI, das genaue Dalum der allgemeinen Wahl bekannten. Die britische Admiralität fleht sich gezwungen, den Verlust des Zerstörers„Vortigern“ zuzugeben. Der Ferstörer wurde beim Angriff deutscher Schnellboote auf einen beilischen Zerstörerverband torpediert und ging nach zwei starken Deionationen unter. Nach Osloer Pressemeldungen ging das 4079 BRT. große, für England fahrende norwegische Schiff„Brast“ verloren. Wie kürzlich gemeldet, wurde im Karibischen Meer ein für England fahrender norwegischer Tanker versenkl. Das norwegische Telegrammbüre erklärt hierzu, daß es sich wahrscheinlich um den 9 957 BRT. großen norwegischen Tanker„Charles Naciv=“—“ Den Verlust eines amerikanischen Frachlers von 6 000 bis 7 000 BRT. muß das ASA.=Marineministerium erneut zugeben. Das Schiff wurde vor der Aklanlikküste der USA. lorpediert. Im Hasen von Piräus lief ein schwedischer Dampfer mit einer Ladung von 7 000 Tonnen Brolgetreide für das griechische Volk ein. Diese Sendung stellt einen Teil der vor langer Zeit gekauften und mit dem Schweiß des griechischen Volkes bar bezahllen 70 000 Tonnen australischen Getreides dar. Die Weltersendung des in Alexandria und Haisa liegenden Getreides ist monatelang von den Briten hintertrieben worden. In Paris vorliegenden Meldungen aus Bichy zufolge haben die französischen Behörden in Marokko alle englischen Staatsangehörigen unter besondere Ueberwachung gestellt. Es ist den Engländern untersagt, sich in den Küstenstädten aufzuhalten. Aus Ceuta(Spanisch-Marokko) wird gemeldet, daß Stafford Cripps aus seiner Indienreise im Ilugzeug in Gibraltar eingetroffen sei und seine Reise bald darauf fortgesehzl habe. schleien ungeheuer istiippi, Ilineis, größten Schaden au. Bisder, wurden über hundert Tofe und mehrere bundert Verle gemeldet. Die Schäden werden auf viele Millionen Dollars geschäßzt. Wie Domei aus Nanklng meldel, ist im Innern Chinas eine Pestepidemie ausgebrochen, die sich wie ein Lauffeuer über die achl unter der Herrschaft Tschungkings slehenden nordwestlichen Proviagen ansbreitel. Wie aus Washingion gemeldet wird, eis heftige Wirbelstürme in den Staaten Mis Tennessee, eAntuckn und Indlang größten Zusätzliche Arbeitskräfte für dte Landwirtschaft Der Mangel an Arbeitskräften in der Landwirtschaft machl es erferderlich, jede geeignete und noch nicht voll ausgenuhete Arbeitskraft sur Arbeit in der Landwirtschaft berannusichen. Während die wehrfähigen Männer an der Frent kämpfen, ist es Pflicht der Daheimgebliebenen, besonders- auch der Frauen und Jugendlichen in den Dörfern und kleinen Landstädten, mitzuhelfen, die Versorgung des deutschen Volkes mit Lebensmitteln zu eichern. Um diesen netwendigen Elnsatz zu fördern, hat der Beaustragte für den Vierjahresplan, Reichsmarschall Göring, am 7. Märs 1942 die Verordnung über den Einsatz susätzlicher Arbeltskräfte für die Ernährungssicherung des deutschen Volkes erlassen. Dansch können Personen auf dem Lande und in Landstädten, denen nach Alter, Familienstand und Gesundheitszustand sowie nach Ihrem Pflichtenkreis die Aufnahme landwirtschaftlicher Arbeit ausumuten ist, insbesondere Personen, die schon in der Landwirtschaft tätig gewesen sind, von den Arbeitsämtern auf begrenzte Zeit verpflichtet werden, sich dem für ihren Wohnslts auständigen Ortsbauernführer zum Einsatz In landwirtschaftlicher Arbeit gegen ertsüblichen Lohn zur Verfügung zu halten. Der Ortsbauernführer besimmt den jeweiligen Arbeitsplatz. Mit der Bekannigabe des Arbeltsplatses an den Dienstverpflichteten wird für die Dauer der Zaweisung ein Arbeltsver.hältnis zwischen dem Betriebsführer und dem Dienstverpflichteten zu den für die Arbeitsstelle maßgeblichen Arbeitsbedingungen begründet.: Der Ortsbauernführer hat Dienstverpflichtete, welche die ihnen zugewiesene Arbeit ohne berechligten Grund verweigern, dem Arbeitsamt zu melden. Die Arbeitsverweigerung ist unter Strafe; gestellt. Außerdem verlieren die dienstverpflichteten Selbstversorger, die die Ihnen zugewiesene Arbeit ohne berechtigten Grund ablehnen, den Anspruch auf Selbetversorgung. Der italienische Wehrmachtbericht Rom, 18. März. Der italienische Wehrmachtbericht hat folgenden Wortlaut: Feindliche Truppen griffen einen Stützpunkt südlich von Tmimi an. Durch einen sofortigen Gegenangriff wurden sie zurückgeworfen und ließen einige Gefangene, darunter einen Offizier, m unserer Hand. Tmimi liegt südöstlich von Derna am Golf von Bombo in der östlichen Cyrenaika. Malias systematische Vertrümmerung Briten gestehen schwere Schäden an militärischen Objekten ein. hw. Stockholm, 19. März. Das englische Hauptquartier auf Malta gibt in einem Bericht über die schweren Luftangriffe der letzten Tage ausdrücklich schwere Schäden an militärischen Objekten zu. Die Angriffe hätten stundenlang angedauert und sich vor allem gegen Flugplätze sowie gegen Schiffe im Hafen gerichtet. Inönü skizziert die Lage der Türkei „Wir werden mit allen Mitteln bestrebt sein, außerhalb des Krieges zu bleiben.“ rd. Ankara, 19. März. Der türkische Staatspräsident Inönü hielt im Anschluß an eine Inspektionsreise in das südanatolische Gebiet in Ismir eine Rede, in der er sich eingehend mit der außenpolitischen Lage des Landes befaßte. Er wies darauf hin, daß die Türkei entschlossen sei, in voller Klarheit ihren bisherigen außenpolitischen Weg weiterzugehen und den sich aus den Verträgen ergebenden Verpflichtungen ehrlich und unterschiedslos gerecht zu werden„Was unsere Zukunft betrifft"— schloß der türkische Staatspräsident die Rede—„ist unsere Entscheidung einfach und klar. Wir werden mit allen Mitteln bemüht sein, außerhalb des Krieges zu bleiben.“ Die Rede Inönüs wird in der gesamten türkischen Presse in größter Aufmachung veröffentlicht. In den Ueberschriften wird unterstrichen, daß die Regierung keine bedingungslose Neutralitätspolitik verfolge, sondern eine Neutralität des Friedens, der Freiheit und der Ehre. „Widerstand darf nicht nur im Reden bestehen“ De Valera sprach am St.=Patricks-Tag. Dublin, 18. März. Eire beging am Dienstag mit hergebrachten Feiern den St.=Patricks=Tag, den Namenstag des trischen Schutzheiligen. Aus diesem Anlaß sprach Ministerpräsident De Valera im Rundsunk zur Bevölkerung, die er vor allem zu geschlossener Einigkett, ermahnte. Eine Nation, die am Leben bleiben wolle, müsse sich mit Härte und eiserner Disziplin wappnen, um Opfer bringen zu können. Niemand könne die Irland drohenden Gefahren verkennen. Das Gottvertrauen des irischen Volkes müsse daher auf der Entschlossenheit seiner Söhne, es zu verteidigen, beruhen. „Bei unseren begrenzten Mitteln brauchen wir jeden Mann, der im dienstfähigen Alter stehl, für die Verleidigungskräfte. Wir haben den Willen, uns im Falle eines Angriffs zu verleidigen und unser Widerstund darf nicht nur im Reden bestehen. Wir sind es unieren Kindern und unseren Kindeskindern wie auch den früheren Generationen schuldig, das zu erhalten, was wir gewonnen haben und unser Land mit der gesamten Kruft zu verleidigen, die ein entschlossener Wille und ein mutiger Geist geben können. Was auch immer kommen mag, das Vertrauen auf eine tapfere und unnachgiebige Verteidigung wird uns begeistern und unseren Nachkommen Mut und Kraft geben.“ Ministerpräsident De Valera betonte in diesem Zusammenhang, er könne nicht umhin, am St.=Patricks=Tage jene verhängnisvolle Teilung Irlands zu bedauern, die die Gefilde von St. Patrick und die Stätten seines ersten und seines letzten Wirkens von dem Hauptteil des Volkes trennt. Diese unnatürliche Verstümmlung stehe gleichermaßen der wirksamen Verteidigung der irischen Insel als auch freundschaftlichen Beziehungen zu dem Volk der benachbarten Insel im Wege. Das„Mitgefühl“ des Mörders England heuchelt Anteilnahme für die Opfer des :„ V e r s e h e n s“ v o n M i l a s. Ankara. 18. März. Für die ganze Welt stand fest, daß der feige Ueberfall auf die türkische Stadt Milas in Westangtolien nur vor einer britischen Bomberformation durchgeführt sein konnte, die in der gleichen Nacht die Insel des italienischen Dodekanes anzugreifen versuchte. Auf Grund dieser unwiderlegbaren Beweise und des aus der sofort eingesetzten türkischen Untersuchung hervorgegangenen Materials über den englischen Ursprung der Bomben haben die Briten diesen schändlichen Akt englischer Flieger heute kleinlaut eingestanden. Man versucht, die Tat als ein Versehen hinzustellen. Die Bombardierung, bei der etwa 20 Personen getötet wurden, hat, wie Reuter berichtet, in England „allgemeines Mitgefühl für die Opfer und deren Familien“ ausgelöst. Angesichts dieser, einer befreundeten Nation auferlegten schmerzlichen Prüfung sei allenthalben große Anteilnahme festzustellen(!). Auf die heuchlerischen Krokodilstränen der britischen Mörder hat die Welt allerdings noch gewartet. Neues aus der Die Preisbüldung für photographische Vergrößerungen Der Reichsstatthalter in Lippe und SchaumburgLippe, Preisbildungsstelle, hat im Staatsanzeiger für das Land Lippe eine Anordnung über die Preisbildung für photographische Vergrößerungen beim Vertrieb durch Versandgeschäfte nach vorgängiger Werbung von Haus zu Haus erlassen. Diese Anordnung gilt für alle Photovergrößerungs=Anstalten(Versandgeschäfte), die im Bereich des Landes Lippe ihren Sitz haben, auch soweit der Versand nach außerlippischen Bezirken erfolgt. Sie gilt weiter für Photovergrößerungs=Anstalten (Versandgeschäfte), die außerhalb des Landes Lippe ihren Sitz haben, soweit innerhalb des Landes Lippe Photovergrößerungen erfolgen. Für photographische Vergrötzerungen dürfen keine höheren Preise gefordert, geboten, gezahlt oder angenommen werden, als sie für gleiche Vergrößerungen am 17. Oktober 1939 gegolten aben. Keine Sonderwünsche in der Schaufenstergestaltung. Nachdem kürzlich durch eine Zusatzweisung die noch offengebliebenen Zweifelsfragen über die Schaufenstergestaltung im Einzelhandel geklärt worden sind, ist es möglich, alle aus der gegenwärtigen Situation sich ergebenden Probleme der Schaufenstergestaltung mit den erlassenen Vorschriften zu lösen. Der Reichswirtschaftsminister hat deshalb die bezirklichen Verwaltungsbehörden ersucht, nunmehr von örtlichen Sonderregelungen der Schaufenstergestaltung abzusehen und diese Sonderregelung aufzuheben. Die grundsätzlichen Anweisungen des Leiters der Wirtschaftsgruppe Einzelhandel könnten nur dann ihren Zweck erfüllen, wenn sie auf beiden Seiten, vom Kaufmann und vom Kunden, für verbindlich angesehen werden. Mit der Durchsetzung örtlicher Sonderwünsche würde die Ordnung in der Schaufensterwerbung erschwert oder gar in Frage gestellt. Gültigkeitsdauer der WHW.=Wertscheine verläugert. Der Reichsbeauftragte für das Kriegswinterhilfswerk 1941/42 gibt folgendes bekannt: Die Gültigkeitsdauer der Wertscheine für das Kriegswinterhilfswerk 1941/42 wird bis zum 30. April 1942 verlängert, d. h. der Betreute kann die Wertscheine auch noch im Monat April in Zahlung geben. Gleichzeitig werden die Einlösungsfristen der Wertscheine wie folgt geändert: Bis zum 31. 5. 1942 Einlösung der Wertscheine durch den Einzelhandel bei den Banken; bis zum 15. 6. 1942. Abgabe der Wertscheine durch die Banken bei ihren Zentralstellen; bis zum 30. 6. 1942 Abrechnung der Wertscheine durch die Zentralstellen beim Reichsbeauftragten für das WHW. Luftangriff— auf der nächtlichen Landstraße erlebt. Ein LKW=Fernfahrer hatte sich, nachdem er schon zweimal auf der Landstraße nächtliche Luftangriffe erlebt hatte, mit der Frage an den Reichsluftschutzbund gewandt, was er in diesen Fällen zu tun habe. Die Antwort besagt, laut„Sirene“, folgendes: Wenn man außerhalb von Ortschaften feststellt, daß in der Umgenung Fliegeralarm gegeben ist, dann muß man unverzüglich die Fahrbahnbeleuchtung auf die Tarngeräte beschränken. Bei unmittelbar drohendem Luftangriff, wenn man etwa die feindlichen Flugzeuge schon hört oder sieht, wenn das Feuer der Flak vernehmbar näherkommt, oder Leuchtfallschirme am Himmel stehen, dann muß man halten und das Fernlicht, das Abendlicht sowie den Tarnscheinwerfer ausschalten. Das Kraftfahrzeug darf dabei nicht auf Brücken, unter Unterführungen, an Straßenkreuzungen und sonst freizuhaltenden Stellen abgestellt werden. Der Fahrer selbst begibt sich am besten abseits der Straße in Deckung. l Ih. Verpflichtung neuer JugendgruppenMitglieder Die Jugendgruppe der NS=Frauenschaft der Ortsgruppe Detmold=Süd hatte sich zur Verpflichtung neuer Mitglieder zusammengefunden. Nach der Eröffnung des Abends durch die Jugendgruppenleiterin und dem gemeinsamen Gesang eines Liedes ergriff die Ortsfrauenschaftsleiterin das Wort und ermahnte die Mädel in eindringlichen Worten, stets der Verpflichtung, helfende Mitglieder unserer großen Gemeinschaft zu sein, eingedenkt zu bleiben und ihr Deutschtum immer. über all und unter allen Umständen als oberstes Gesetz für ihr Leben und Wirken zu betrachten. Ein nochmaliges gemeinsames Lied beschloß die Aufnahme der neuen Kameradinnen, nachdem sie von der OrtsUnsere Glückwunschocke Mimmmmmmmmmmmmmm Ihr 81. Lebensjahr vollendet heute Frau Witwe Johanne Thiemann, geb. Menke, Salzuflen, Obere Mühlenstraße 4; 80 Jahre alt wurde heute der Bauer August Diekmann. Schuckenbaum bei Leopoldshöhe; ferner begehen heute der Oberpostschaffner i. R. Georg Vogelsänger. Bad Salzuflen, Ahornstraße 37, und Frau Witwe Elise Fritze, geb. Danker, Detmold, Seminarstraße 6, ihren### gratulieren! 75. Geburtstag. Wir tigkeit der Kindergruppen als Erziehungsfaktor. Sie führte aus, wie befriedigend gerade die Arbeit mit den Kindern ist und forderte die Mädel zur Mitarbeit an diesem Zweige unserer Organisation auf. Mit einem fröhlichen Lied wurde der Abend beschlossen. Aus den Ortsgruppen Nord und Oft. Im Rahmen der Ostasien=Schulung hielt am vergangenen Montag im„Grünen Jäger“ vor den Politin Leitern beider Ortsgruppen der NSDAP. Parteigenossin Frl. Seißmann den Schluß ihres Vortrags über Japans Kultur. Im Anschluß daran sprach Pg. Tittel über unseren großen Landsmann, den ersten Japan=Forscher Engelbert Kämpfer aus Lemgo, über seinen Werdegang, seine Forschertätigkeit und sein Leben, besonders über seinen Aufenthalt in Japan. Umtausch von RbF.=Eintrittskarten. Die Abonnenten der KbF.=Ringgemeinschaft B erinnern wir an den Umtausch der Eintrittskarten„Bordorchester Gustloff“, gegen eine Theaterkarte zur Operette„Schäfchen zur Linken" bis zum 24. März. Ein Umtausch an der Abendkasse kann nicht erfolgen. Die nicht umgetauschten Theaterkarten werden an der Abendkasse verkauft. Detmolder Turnverein von 1860 e. V. Die KinderAbteilung turnt von jetzt ab jeden Freitag von 15.15 bis 16.15 Uhr. Turnlustige Mädel im Alter von 6 bis 10 Jahren sind herzlich willkommen. Abschlußprüfung an der Kreishandels. schule Detmold Am 16. März 1942 fand in Detmold an der zweijährigen Kreishandelsschule unter dem Vorsitz des Vertreters der Landesregierung, Berufsschuldirektor Köller, und im Beisein des Schulträgers, Oberregierungsrat Dr. Petri, die Abschlußprüfung für die Handelsschüler statt. Die zugelassenen 35 Prüflinge haben sämtlich die Abschlußprüfung bestanden. Den Schülerinnen Ursula Engeland, Kohlstädt, und Ursula Steinwerth, Detmold, wurde für besonders gute Leistungen die Note„Mit Auszeichnung bestanden" zuerkannt. Die Gesamtnote„Gut“ erhielten: Kurt Diers, Detmold; Annemarie Hinder, Meiersfeld; Erich Krüger, Blomberg; Helmut Lesemann. Blomberg; Margarete Reiling, Bad Meinberg; Hildegard Schäfer, Detmold; Heinz Steffen, Detmold; Lieschen Vordemwenne, Lage; Christa Wellige, Wellentrup; Lilli Wilke, Detmold. Ferner bestanden die Abschlußprüfung: Friedel Bachler, Detmold Erich Beckmann, Lage; Erich Biere, Lage; Hans Claus, Detmold; Friedrich Deppemeier, Bielefeld: Rudolf Eikermann, Detmold; Klara Fischer, Heiden; Elsheth Gierhartz, Detmold; Heinz de Greiff, Schlangen; Reinhold Hahn, Herrentrup; Hildegard Hunke, Heidenoldendorf; Helga Knieps, Detmold; Gerhard Kulnat, Lage; Gesa=Maria Mandel, Detmold; Walter Möller, Bellenberg; Hannelore Narr, Detmold; Magdalene Reineke, Heidenoldendorf; Wilhelm Riechmann, Detmold: Inge Schäfer, Meiersfeld; Paul Scheulenburg, Detmold; Annelore Stapela, Pivitsbeide V. L.; Karl=Heinz Tötemeier, Detmold; Ilse Wellner, Detmold; Friedrich Winter, Erdbruch. Mit einem Schlußwort des Regierungsvertreters und des Direktors der Schule wurden die Prüflinge auf ihre ferneren Aufgaben, die sie an der Wirtschaft in Zukunft zu erfüllen haben, hingewiesen und mit einem„Sieg=Heil“ an den Führer aus der Prüfung entlassen. * „Krach um Jolanthe“ im Landestheater. August Hinrichs Standardwerk, die Bauernkomödie„Krach um Jolanthe“, die den Ruhm des Volksdichters begründet hat, ist wieder in den Spielplan aufgenommen worden. Die erste Aufführung dieses entzückenden Werkes findet am morgigen Freitag in der Dauermiete und im freien Verkauf statt. Spielleitung: Georg Born. Beginn 18.30 Uhr. Neuigkeiten aus der Stadt Lage morgen Mond-Aufgang 8.190 Mond-Untergang 22.00 Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge Die Ortsgemeinschaft Lage des Volksbundes Deutsche Kriegsgröberfürsorge hielt im Amtshause ihre Jahreshauptversammlung ab. Der große Saal war bis auf den letzten Platz gefüllt, ein Zeichen, daß nicht nur die Ortsgemeinschaft rastloe arbeitet, sondern auch dafür, daß die Volksgemeinschaft sich immer mehr bewußt wird, was sie ihren toten Helden schuldig ist. Gemeinschaftsführer Bürgermeister Gierlichs begrüßte alle Mitglieder, die zahlreichen Gäste, ferner die Sängergruppe Lage. Sodann wurden die gefallenen Helden des gegenwärtigen Krieges durch Aufruf der Namen und durch Erheben von den Plätzen geehrt. Im Anschluß gab der Gemeinschaftsführer einen Ueberblick über die Tätigkeit des Volksbundes, insbesondere der Ortsgemeinschaft. Von letzterer ist zu sagen, daß sie sich ständig weiter entwickelt und steigende Mitgliederzahlen aufzuweisen hat. Erhebliche Geldsummen wurden freiwillig für die Ausgestaltung der Heldengräber aufgebracht. Nach einer kurzen Pause hielt Oberlehrer Tippen: hauser einen Lichtbildervortrag. Lichtbilder, namentlich aus Flandern, führten in das große Geschehen des Weltkrieges ein und zeigten die heldenhafte Größe der damals gebrachten Opfer. Sie zeigten eine Reihe noch unausgebauter und im Gegensatz dazu die vom Volksbund bereits ausgebauten vorbildlichen deutschen Heldenfriedhöfe. Der Vortragende verstand es, die rechten Worte zu den einzelnen Bildern zu sprechen und damit ihre Wirkung zu vertiefen. Jedem Beschauer wurde zwingend klar, daß hier eine Gemeinschaftsaufgabe vollbracht wird, an der jeder mithelfen sollte. Die Sängergruppe Lage verschönte die sinnvolle Jahreshauptversammlung mit gesanglichen Darbietungen. Die unter sicherer Leitung von Oberlehrer Stolte vorgetragenen Lieder entsprachen ganz dem tiefen Sinn des Heldengedenktages. Zum Schluß rief Gemeinschaftsführer Bürgermeister Gierlichs zur Werbung für die große Sache des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge auf. Und wir wollen nicht verfehlen, auch an dieser Stelle nochmals werbend für die Sache einzutreten.(75) Jungmädel wiederholen Märchenspiel. Auf vielseitigen Wunsch wiederholen die Jungmädel ihr Märchenspiel „Schneewittchen“ am Freitag, dem 20. März, in der „Reichskrone" noch einmal. Nachdem die erste Aufführung so großen Anklang gefunden hat, darf man hoffen, daß auch dieser Abend den Besuchern viel Freude machen wird. Kraniche kehrten zurück. In mustergültiger Ordnung kehrten vor einigen Tagen Kraniche aus dem Süden zurück. Sie überflogen in zwei Abteilungen in gewohnter„Marschordnung“ unser Stadtgebiet in nördlicher Richtung. Der Flug war von der bekannten Vogelsprache begleitet. Dieses Ereignis dürfte ein sicheres Zeichen für das baldige Kommen des Frühlings sein. Immer daran denken! Zur Zeit läßt die Straßenreinigung in unserer Stadt wieder stark zu wünschen übrig. Hierdurch wird das sonst so freundliche Straßenbild stark beeinträchtigt. Wir machen daher alle Hausund Grundbesitzer auf ihre Pflichten aufmerksam und hoffen, daß dieser Hinweis genügen möge, das Versäumte nachzuholen. In erster Linie geht es die Anwohner der Hauptstraßen unserer Stadt an, für ein auberes Straßenbald zu sorgen, denn nach dem Bilde dieser Straßen wird die Stadt von den fremden Besuchern eingeschätzt; und daran wolle man immer denken.„ Beschädigung eines Holzhäuschens. Mehrere Jugendmitgebracht und hier ein Feuer angezündet. Für den Rauchabzug schlugen sie eine Oeffnung in die Bedachung, die hierdurch stark beschädigt wurde. Inzwischen wurde die Sachbeschädigung vom Besitzer festgestellt, der die Polizei benachrichtigte. Diese ermittelte die Täter, die einen fühlbaren Denkzettel für das verwerfliche Tun erhielten. Remgo Was jedermann vom DRK. wissen muß. Das Deutsche Rote Kreuz teilt mit: Die Ortsgemeinschaft des Deutschen Roten Kreuzes erteilt allen Volksgenossen in Vermißten=, Gefangenen= und Internierten=Angelegenheiten Rat. Es ist unnötiger Zeitverlust, wenn Nachfragen an das Deutsche Rote Kreuz in Berlin oder an die DRK.=Landesstelle VI in Münster oder an andere DRK.=Stellen gerichtet werden, da alle Nachfragen zunächst der zuständigen Ortsgemeinschaft zugesandt werden. Auskunft wird für Lemgo und weiterer Umgebung erteilt von W. Wippermann, Kramerstraße 5. und zwar in der Zeit von 9 bis 12 Uhr und von 15 bis 17 Uhr, außer sonnabends nachmittags. Der Rundfunk am Donneretag Reichsprogramm: Alexander Welitsch von der Königsberger Oper singt eine Arie aus den„Jahreszeiter" von Haydn und eine Ballade von Loewe in dem„Nachmittagskonzert“ aus Königsberg von 16.00 bis 17.00 Uhr, das unter der Leitung von Wolfgang Brückner Orchestermusik von Mozart, Schubert, Goetz und Grieg bringt.— Erste Solisten der Oper hören, wir mit schönen Opernmelodien in der Sendung„Wie es euch gefällt“ von 20.20 bis 21.00 Uhr.— Neben Johannes Heesters und Marika Rökk tragen Herbert Heinemann. Gerhard Gregor, die Kapelle Jan Hoffmann und ein großes Rundfunkorchester zum„Heiteren Spiel“ von 21.00 bis 22.00 Uhr mit Kapriolen, Scherzi und Liebesliedern bei.—„Kurz und gut“ ist alles in der Sendung. von 22.00 bis 23.00 Uhr, in der Otto Dobrindt und dazu eine bunte Palette erlesener Kapellen mit kleinen musikalischen Leckerbissen aufwarten Deutschlandsender: Zum Geburtstag von Max Reger und Josef Haas dirigiert Adolf Mennerich, München, in der„Musik zur Dämmerstunde“ von 17.10 bis 18.00 Uhr Werke der beiden Komponisten.—„Zeitgenössische Kammermusik“ von 18.00 bis 18.30 Uhr. Nia Schmitz=Gohr spielt die Senate h=moll für Violine und Klavier von Max Trapp. Am Flügel der Komponist.— Die Sendung„An die Musik“ von 20.15 bis 21.00 Uhr bringt zwei Sätze aus dem Konzert für Violine und Orchester in a=moll von Joh. Seb. Bach, ausgeführt von den Wiener Symphonikern unter Leitung von General= musikdirektor Hans Weisbach und Franz Bruckbauer als Solisten. Sie erfreut ferner mit Kostbarkeiten alter Tonkunst aus dem Lochheimer Liederbuch, der Quelle alter deutscher Volkslieder. Es singt der Konzertchor der Hitler=Jugend Wien Werke von Karl Stamitz und Joh. Chr. Fr. Schneider vervollständigen das Programm.— Der italienische Cellist Nerio Brunelli, begleitet von Ricardo Simonelli, ist neben vielen anderen Solisten von 21.00 bis 22.00 Uhr zu hören. Lieder von Schubert, Arien von Haydn und Kozart, Orchester und Kammermusik setzen sich zu einem „Klingenden Reigen“ zusammen. Sor0 Goldene Hochzeit. Am heutigen Tage feiern die Eheleute Heinrich Schimpf, Malermeister, Horn, Heerstraße, das schöne Fest der goldenen Hochzeit. Den vielen Glückwünschen aus nah und fern schließen auch wir uns gern an. Das Jubelpaar war schon vor der Machtübernahme dabei, wenn es galt, für den Führer Arbeit zu leisten. Gerade in den schweren Jahren war es Malermeister Schimpf, der immer helfend zur Seite stand, um bei den Wahlsämpfen Werbeplakate für die Ortsgruppe kostenlos ertigen. Auch die Kinder seiner Töchter waren vor der Machtübernahme in den Reihen der HJ.; zwei davon sind Träger des goldenen Ehrenzeichens der H3. Wir wünschen den Eheleuten Schimpf für die Zukunft alles Gute und geben der Hoffnung Ausdruck, daß sie ven siegreichen Kriegsabschluß erleben, damit sie weiter den Aufbau des Dritten Reiches sehen, an dem sie selbst mitgearbeitet haben.(22) Arbeitstagung der Partei. Im Hotel„Zur Post“. fand am Dienstagabend eine Besprechung der Ortsgruppe statt. Außer den Politischen Leitern nahmen auch die Führer der Gliederungen sowie die Betriebsobmänner daran teil. Eingehend wurde die am kommenden Sonntagvormittag um 9 Uhr im Hotel„Jur Post", stattfindende Feierstunde(Verpflichtung der Jugend) besprochen und die letzten Anweisungen gegeben. Es wurde bekanntgegeben, daß Kreisleiter Wedderwille in dieser Feierstunde sprechen wird. Die Musik zur Feierstunde wird von Mitgliedern des Landestheaters ausgeführt. Weiter gab der Ortsgruppenleiter bekannt, daß am Sonntag, 29. März, der Kreisleiter in einer öffentlichen Kundgebung im Saale des Ratskellers sprechen wird. Die Politischen Leiter erhielten die Anweisung zur Durchführung der Versammlung. Nach Bekanntgabe einiger Anordnungen und Richtlinien wurde die Besprechung mit einem Treuegelöbnis für den Führer gechslossen. Blomberg 40 Jahre in einem Haushalt. Auf eine 40jährige Tätigkeit bei der Familie Kommerzienrat Bernh. Hausmann kann die Hausangestellte Luise Eggert zurückblicken. Wahrlich ein Zeichen treuer Anhänglichkeit und guten Einvernehmens, aber auch ein Vorbild für viele Volksgenossen.(40) Schötmar Heute Vortragsabend! Wir erinnern daran, daß am heutigen Donnerstag um 20 Uhr auf Veranlassung der NS.=Frauenschaft Deutsches Frauenwerk im Saale des Hotels Korf ein Vortragsabend stattfindet, zu dem alle Volksgenossinnen und Volksgenossen herzlich eingeladen sind.(79) Verpflichtung der Jugend. Die Verpflichtung der 14jährigen Jungen und Mädel und die gleichzeitige Aufnahme in die Hitler=Jugend und den Bund Deutscher Mädel findet in Schötmax am Sonntag um 10 Uhr in der Turnhalle statt. Zu dieser Feierstunde werden hierdurch alle Volksgenossen und Volksgenossinnen eingeladen.(79) Glück auf, Katrin! Roman von Karl Unselt Copyright be Verlas Knon& Hirth, Kommandisges München 1940 36) Aber als dann später sein Blick über die weite Ebene wanderte, mußteger an Hollborns wunderbare Worte über die Dynamik dieser Landschaft denken, und er erkannte, daß es eine Landschaft von schicksalhafter Berufung war, gegen die sich kein Mensch auflehnen konnte. * An einem Morgen der nächsten Woche wurde die ländliche Stille des Gutshofes und Dorfes durch eisernen Lärm aufgestört. Lastwagen mit langen Röhren und mächtigen Bohrern, deren kalte, stählerne Windungen in der Sonne gleißten, tauchten auf. Ihnen folgten Bohrmaschinen, fahrbare Motoren von klobigem Aussehen und ein Troß von Menschen, die mit ameisenhafter Geschäftigkeit das Material und die Geräte abluden. Unter ihnen waren auch Männer mit klugen und besinnlichen Gesichtern. Sie breiteten große Karten aus, studierten sie und verglichen sie mit der Landschaft, die sie darstellten. Katrin eilte hinaus und suchte voller Schrecken ihren Vater. Zu ihrem größten Erstaunen war er ruhig. Ja, es schien ihr, als verfolge er das Tun der Leute mit einem spöttischen Lächeln. „Geh nicht von seiner Seite“, hatte die Mutter gebeten, und nun war kein Grund zu irgendwelcher Besorgnis vorhanden. Erleichtert atmete sie auf. „Das wird die Herrschaften eine Stange Geld kosten", sagte der Vater, als sie neben ihm stand und der Errichtung eines Bohrgerüstes zusah.„Außerdem kommt nichts dabei heraus. Wenn hier wirklich genügend Braunkohle läge, dann hätte man das früher schon festgestellt. Die Fachleute waren ja damals nicht dümmer als heute. Was wir im Brunnen gefunden haben, wird nichts weiter sein als ein kleines Kohlennest.“ Die Geschirre fuhren wie jeden Morgen hinaus auf die Felder. Die Schweine tummelten sich grunzend und quiekend in ihrem Auslauf. Nur die Hühner, Gänse und Puten waren ein wenig aufgeregt. Tell hatte sich anfangs beinahe heiser gekläfft, aber dann gewöhnte er sich schnell an den neuen Zustand, lief schnüffelnd vom einen zum anderen und schloß Freundschaften. Einige Bauern kamen vom Dorf herüber und wollten von Braake Auskunft über dieses und jenes haben. Zaunitz war auch unter ihnen. Er hielt sich aber abseits und sprach wenig. Den meisten ging es nicht gut, und sie wiegten sich in der Hoffnung, daß nun für sie eine etwas bessere Zeit anbrechen würde Sie sagten es nicht offen heraus, aber Braake hatte ein seines Ohr für die Sprache seiner Bauern und kannte sie gut. Jebem, der ihn fragte, was er denn von der ganzen Sache hielte, sagte er:„Nichts. Gar nichts. Blinder Alarm, weiter nichts. Ich gehe wie immer an meine Arbeit, lue so, als wenn die Leute überhaupt nicht da wären, und lasse mir nachher, wenn alles vorbei ist, meinen Schaden auf Heller und Pfennig bezahlen. Und das rate ich euch auch. Baut bloß keine Luftschlösser. Ihr denkt immer an das bare Geld, das euch die Braunkohle zahlt.“ „Man denkt immer gern an das, was man nicht hat", rief einer mutig. Die anderen lachten. „Mein Land ist nicht besser als eures“, fuhr Braake fort, den Zuruf überhörend.„Wir Braakes haben etwas daraus gemacht.“ „Das ist schon richtig“, meinte ein anderer Bauer,„Sie haben mit Ihrem Vater, Großvater und Urgroßvater Glück gehabt Allein hätten Sie das auch nicht geschafft. Wir müssen dafür büßen, daß unsere Ahnen vielleicht dumm oder faul waren. Aber ändern können wir heute nichts mehr daran, daß der Boden versaut ist. Das ist nun zu spät. Dafür haben wir auch nicht Geld genug.“ „Ihr dürft nicht kleinmütig werden. Wir brauchen jeden Morgen Land. Euch wird allen geholfen werden. Das geht nur nicht von heute auf morgen. „Dann wird es aber Zeit, sonst laufen uns die letzten Leute auch noch weg. Zwei von mir gehen den nächsten Monat ins Aluminiumwerk, weil sie dort mehr verdienen und auch mal Zeit für sich haben. Ich kann es Ihnen nicht mal verdenken. „Ich weiß, ich weiß“. kämpfte Braake mit erhobener Stimme gegen den Widerstand, der aus allen Gesichtern auf ihn eindrang.„Das wird aber anders. Wir kriegen hier für unseren Bezirk Trecker und Motorpflüge, die jedem der Reihe nach zur Verfügung gestellt werden. Das ist doch schon mal eine große Entlastung. Für Düngemittel wird auch gesorgt. Der Staat kann aber nicht alles auf einmal machen. Eisen und Stahl werden ja auch noch für andere wichtige Dinge gebraucht. Ich brauche ja wohl nicht zu sagen, wofür.“ Ja, sa, meinten sie und lächelten einander zu. Dann wollten sie mal abwarten, was würde. Braake sah ihnen finster nach, als sie den Hof verließen. „Es ist wie eine Seuche, diese Industrie“, sagte er verbittert.„Alle werden nacheinander davon angesteckt. Und dann die Großstädte“, fügte er noch hinzu. Katrin nickte mechanisch. Sie fühlte sich selbst durch den Nachsatz beschwert. Sie war nach Berlin gegangen, um landwirtschaftliche Buchführung zu lernen, und nun hieft sie die Großstadt mit ihren vielfältigen Möglichkeiten fest. Als ob Braakes Gedanken denselben Weg gegangen wären, sagte er unvermittelt:„Du fährst heute noch nach Berlin und beendest den Kursus so schnell wie möglich. Jetzt wird hier jeder Mensch gebraucht!" Nach diesen Worten wandte er sich ab und ging an den Stapeln der eisernen Röhren vorbei zum Schweinestall. Unentschlossen sah sich Katrin um. Etwas Fremdes lag plötzlich über dem Hof. Es kam von den anderen Menschen und von den Geräuschen ihrer Tätigkeit. Sie paßten nicht in das ländliche Bild, sie veränderten es sogar auf eine gewalttätige Art und Weise. Da der Anblick schmerzlich zu werden begann, flüchtete sie vor ihm in den Garten, wo die Mutter zwischen den Beeten stand und Unkraut ausjätete.— Es wurde beim Mittagessen beschlossen, daß Katrin erst am Adend fahren sollte Es gab im Büro noch allerlei zu tun, und der Vater brauchte den Wagen, weil er zur Kreisstadt zu einer Sitzung mußte. Er nahm dann im letzten Augenblick noch die Mutter mit, die die Gelegenheit zu Einkäufen benutzen wollte. Katrin saß in dem kleinen Büro am Schreibtisch und rechnete. Als sie einmal aus dem Fenster unwillig in den Hof sah, weil sie der Lärm störte, gewahrte sie Cornelius. Gleichzeitig hörte sie, wie semand seinen Namen rief. Er wandte sich um und ging eilig zur Einfahrt. Katrin erhob sich, sie trat neugierig an das Fenster und entdeckte am Hostor Hollborn. Er schien aus irgendeinem Grunde den Hof nicht betreten zu wollen. Wahrscheinlich scheute er nach der Anklage des Vaters eine neue Begegnung mit ihm. Er sah schlecht aus. Seine Bewegungen hatten etwas Hastiges und Fahriges, und die Augen suchten unablässig den Hof ab, während er mit Cornelius sprach. Irgendwie tat er Katrin leid. Sie hatte schon bei der Auseinandersetzung mit dem Vater den Eindruck gehabt, Kunst und Wissenschaft Die Titanie-Katastrophe Im Fllm. In Johannisthal bei Berlin wurden die Aufnahmen für den Film „Titanic“, begonnen, der eine der furchtbarsten Schiffskatastrophen und ihre dunklen Hintergründe schildern soll. Regie führt Herbert Selpin. Die Hauptrollen sind mit Charlotte Thiele, Monika Burg, ErnstFritz Fürbringer und Otto Wernicke besetzt. Eine Landesmusikschule In Straßburg. Im Zuge des kulturellen Aufbaues im Elsaß wurde das Straßburger Konservatorium in eine Landesmusikschule umgewandelt. Leiter des Instituts wurde Prof. Fritz Münch Hans-Leip-Uraufführung In Bernu. Das Deutsche Theater der Reichshauptstadt bringt als nächste Uraufführung Hans Leips„Idothea“ heraus. daß er von den Aktiengeschäften seiner Frau nichts wußte. Seine Ueberraschung, Bestürzung und Erschütterung waren echt gewesen. Schade, daß er ein Gegner des Vaters war. Seiner ganzen großzügigen, verständnisvollen und behutsamen Art, wie er mit dem Vater umgegangen war, hatte sie sich nur schwer entziehen können. Er war schon ein imponierender Mensch. Dieser Kopf mit der mächtigen Stirn erweckte plötzlich in ihr das Interesse der Photographin. Sie vertiefte sich in sein Gesicht und fand darin die Vitalität eines Tatmenschen so stark ausgeprägt, daß selbst das schlechte Aussehen sie nicht verdecken konnte. Als er sich verabschiedete und ihren Blicken entschwand, empfand sie ein Gefühl des Bedauerns. Sie wollte gerade vom Fenster zurücktreten, als Cornelius herübersah und sie entdeckte. Er grüßte unsicher und ein wenig verlegen und schien zunächst nich recht zu wissen, was er tun sollte. Dann aber hog er von seinem Wege ab und kam näher. Eigentlich müßte ich jetzt das Fenster schließen und ihm damit deutlichmachen, daß ich mit ihm nichts zu tun haben will, schoß es ihr flüchtig durch den Kopf. Aber dann fiel ihr ein, daß er sie doch vor dem schimpflichen Verdacht des Verrates gerettet hatte, und so blieb sie am Fenster stehen, nachdem sie sich vergewissert hatte, daß niemand von ihren Leuten auf dem Hof war.(Fortsetzung folgt.) Aus der Bewegung RSRK., Motoriturm 7/M 65. Trupp 1 und 3 Dienst heute, Donnerstag, 20 Uhr, im„Odeon“, Schötmar. 93.,Pflicht=93., Standort Detmold. Alle erfaßten Jungen des Jahrgangs 1924 treten am Freitag, 20. März, um 1945 Uhr, am Lippischen Hof an. Schreibzeug ist mitzubringen. 69.. Standort Holzbausen=Externsteine. Der gesamte Standort tritt heute 8 Uhr an der Schule an. BDM., Heiden. Am Donnerstag um 20 Uhr Dienst in der Küsterschule. NS.-Frauenschaft— Deutsches Frauenwerk, Lage. Zelle 5 näht am Freitag, 15 Uhr, bei Frau Huve, Hellmeverstraße 17. NS.=Frauenschuft— Deutsches Frauenwer', Bad Salzuflen. Zu der am Freitag, 20. März, im Hotel Luisenhof stattfindenden Kundgebung der Partei wird um zahlreiche Beteiligung gebeten. Beginn: 20 Uhr. NSKOB., Kameradschaft Bad Salzuflen. An der am Freitag, 20. März, 20 Uhr, im Hotel Luisenhof stattfindenden Kundgebung der Partei nimmt die Kameradschaft geschlossen teil. NS.=Frauenschaft— Deutsches Frauenwerk. Jugendgruppe Detmold=Süd. Heute Gemeinschaftsabend, 20 Uhr, in Gellers Gaststätten. Thema:„Japan“. Gäste willkommen. Jugendaruppe Heiden. Freitag, 20 Uhr, Heimabend in der Meier=Schule. Da Werkarbeit gemacht wird, bringen sich alle Kameradinnen eine Schürze mit. Alle Mädel, die eine Laubsäge haben, bringen sie mit. Liederbücher nicht vergessen! Die Gaufilmstelle zeigt: Peters.“ Donnerstag: Herrentrup; Freitag: Schie„Kampfgeschwader Lützow.“ Donnerstag: Retzen: Freitag: Hobenhausen. „Annelie.“ Donnerstag: Rischenau; Freitag: Brakelsiek. „Overette.“ Freitag: Heidenoldendorf: Sonnabend: Horn. Neues aus den Ortsbauernschaften Prämien für lippische Viehzüchter Die 163. Zuchtvieh=Versteigerung der Herdbuchgesellschaft in Hamm war bei einem Auftrieb von 238 Bullen und 100 Rindern äußerst gut besucht. Die Versteigerungshallen konnten kaum die Menschenmassen fassen. Sämtliche aufgetriebenen Tiere fanden bei flottem Angebot ihre Käufer. Bei der Prämiierung wurden auch einige lippische Viehzüchter ausgezeichnet: So bekam die Witwe Klöpper aus Werl für den Bullen„Gigant“ in der Klasse 1 einen ersten. Preis, und der Züchter B. Reithmeier aus Billinghausen in der Klasse 5 einen ersten Preis für seinen Bullen„Merkur“. Außerdem wurde die Gutsverwaltung Wistinghausen für das Rind„Wilke" der Zuchtwertklasse 2 ebenfalls mit einem ersten Preis bedacht. Weitere 5 Millionen Reichsmark für den landwirtschaftlichen Wegebau. Wie der Generalinspektor für Wasser und Energie mitteilt, stellt die deutsche Rentenbank=Kreditanstalt zur weiteren Förderung des landwirtschaftlichen Wegebaues aus Mitteln ihres Meliorations=Dauerkreditkontingents einen Betrag von fünf Millionen RM. für zinsverbilligte Darlehen zur Verfügung. Hörste. Ausder Partei. Dieser Tage waren alle Politischen Leiter zu einer wichtigen Besprechung zusammengekommen. Nachdem der Ortsgruppenleiter wichtige Anordnungen bekanntgegeben hatte, wurden die Grüße der Front verlesen. Dann wurde die Durchführung der Feierstunde zur Verpflichtung der Jugend eingehend besprochen. Heiden. Appell der Kriegerkameradschaft. Zu dem üblichen Monatsappell hatten sich die Kameraden bei Oberkrome eingefunden. Nachdem der Kameradschaftsführer Brinkmann die Kameraden begrüßt hatte, gedachte man durch Erheben von den Plätzen der gefallenen Kameraden. Anschließend wurden mehrere Eingänge zur Kenntnis genommen. Ferner gedachte man in einer würdigen Feierstunde des 65jährigen Bestehens der Kameradschaft. Der Kameradschaftsführer gab einen Ueberblick über den ehrenvollen weg der Kameradschaft durch die verflossenen 65 Jahre. Als Gründer der Kameradschaft lebt noch der im 90. Lebensjahre stehende Kamerad Fritz Wessel. Mit dem Führergedenken fand der ehrenvolle Appell seinen Abschluß.(27) Heiden. Arbeitstagung der Politischen Leiter. Zu einer Arbeitstagung der Politischen Leiter hatte der Ortsgruppenleiter nach Linke eingeladen. Nach der Begrüßung durch den k. Ortsgruppenleiter besprach man die Gestaltung der Feier anläßlich der Verpflichtung der Jugend. Wie an allen Orten, findet die feierliche Verpflichtung am Sonntag, 22. März, um 16 Uhr im Saale Oberkrome statt. Mit dem Verlesen mehrerer Eingänge nahm die Tagung ihr Ende.(27) Heiden. Feuerwehr erhielt Motorspritze. Mit einer Ueberraschung wurden dieser Tage die Musterdörfler erfreut. Die Freiwille Feuerwehr erhielt ihre Motorspritze. Wir wollen aber wünschen, daß sie nicht oft ernstlich in Erscheinung bras zu treten braucht. (27) Briefkasten (Jeder Anfrage ist die jeweilige Bezugsqulttung beizufügen.) Nr. 191. Sie können hiergegen keinen Einspruch erbeben, da in der Landwirtschaft die Belange des Betriebes in erster Linie berücksichtigt werden müssen. P. Sch. Das Fleisch des Bibers ist nicht genießbar. Nr. 169. Der Enkel gehört zur Steuer(Erb)klasse II. In diesem Falle ist ein Betrag bis einschließlich 10.000 RM. erbschaftssteuerfrei. Wird dieser Betrag überschritten, ist der ganze Erbanfall steuerpflichtig. Die Höbe richtet sich nach der Höbe des Betrages. A. D. 1099. Der über 8 Proz. hinausgebende Zinssatz ist mit Wirkung vom 1. Januar 1932 herabgesetzt worden. Ein Zinssatz von 5 Proz. ist also auch jetzt noch als angemessen anzusehen, sofern es sich um Hypothekenzinsen handelt. Aug. H. Da das Vermögen Ihrer Schwester nicht für den Unterbalt der geschiedenen Frau ihres Mannes herangezogen werden kann, besteht u. E. keine Möglichkeit, den Unterhaltsbetrag, den der Betreffende zahlen muß, zu erböben. L. 50. Wenn der Ebegatte in kinderloser Ehe gestorben ist, ohne daß ein Testament vorhanden ist, tritt gesetzliche Erbfolge ein. In diesem Falle erben seine Eltern die Hälfte seines persönlichen Nachlasses. An die Stelle bereits verstorbener Eltern oder Elternteile treten deren Abkömmlinge. Die andere Hälfte des Vermögens des Mannes fällt der überlebenden Ebefrau zu, die außerdem Anspruch auf den beweglichen Hausrat(Einrichtungsgegenstände, Wäscheausstattung, Hochzeitsgeschenke usw.) hat. Der Ehemann konnte über seinen Nachlaß in einem Testament frei verfügen, ohne der Einwilligung seiner Ehefrau zu bedürfen. Die heutige Ausgabe umfullt 4 Seiler. Verlagsleiter: Eduard Preißler. Hauptschriftleiter: August Prüßner (z. 2. Münster). I. V.: Karl Kuhl. Verlag: Lippische Staatszeitung. G. m. b. H., Detmold, Paulinenstraße 14.— Pl. 7. Gestern abend 20.30 Uhr entschlief sankt nach kurzer, schwerer Krankheit mein lieber Mann, unser guter Vater, Schwiegervater, Grollvater und Urgroßvater Ludwig Gronemeier im Alter von fast 79 Jahren. Im Namen aller Hinterbliebenen: Karoline Gronemeler, geb. Remmert, u. Kinder. Werlerfeld, den 17. März 1942. Die Beerdigung findet am Freitag, dem 20. März, nachmittags 6 Uhr, vom Trauerhause, Werlerfeld 181, aus statt. Trauerleier eine halbe Stunde vorher. Nach kurzer, glücklicher Ehe entschlief sankt heute mittag 1 Uhr meine innigstgeliebte Frau, die liebevolle Mutter ihrer Zwillinge, mein einziges, geliebtes Kind. unsere gute Schwiegertochter. Schwägerin und Tante Thea Bißmann geb. Winter Im blühenden Alter von 23 Jahren. In tiefem Schmerz: Hans Bißmann Hannelore und Renate als Kinder] Frau Witwe Frieda Winter nebst Anverwandten. Detmold(Gerichtsstraße 10), den 17. März 1942. Die Beerdigung flndet am Sonnabend, nachm. 2 Uhr. vom Hause Meyercordt in Wahmbeckerheide aus statt. Nach kurzer, schwerer Krankheit wurde uns unsere liebe Wilma Im Alter von fast 9 Jahren plötzlich und unerwartet durch den Tod entrissen. Sie war unser aller Sonnenschein In tiefem Schmerz: Frits Pohlmann und Anverwandte! Familie Fr. Osterhase als Pflegeeltern. Lemgo, den 18. März 1942. Die Beerdigung findet am Sonnabend, dem 21. März 1942, 3 Uhr nachmittags, vom Krankenhause aus statt. Trauerfeier eine halbe Stunde, vorher. Von Beileidsbesuchen bitten wir abzusehen. Heute morgen 1 Uhr verschied nach kurzer, schwerer Krankheit unsere liebe, herzensgute Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwägerin und Tante Frau Johanne Sieweke geb. Funke Im Alter von fast 80 Jahren.— Ein treues Mutterherz hat aufgehört zu schlagen. Um stille Teilnahme bitten: Die trauernden Kinder und Enkelkinder. Pivitsheide, Heidenoldendorf, Hannover, Ehrentrup, den 17. März 1942. Die Beerdigung findet am Sonnabend, dem 21. März. nachmittags um 3 Uhr, statt. Statt besonderer Anzeige Nach einem Leben voll Mühe und Sorgen für ihre Familie entschlief heute nachmittag nach kurzem Krankenlager meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Emilie Stöcker geb. Kauert. Trägerin des deutschen Mutterkreuses kurz nach Vollendung ihres 66. Lebensjahres. Im Namen aller Hinterbliebenen: Oberstudienrat i. R. Prof. Adoll Stöcker Hans u. Magdalene Stöcker Günther und Käthe Stöcker 7 Ulrich und Hilde Stöcker I und 8 Enkelkinder. Bad Salzuflen, Lüdenscheid, Bielefeld, den 16. März 1912. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Heimgange meines lieben Mannes danke ich allen recht herzlich. Frau Luise Schmidt, geb. Steinmeier. u. Kinder. Schwalenberg, den 16. März 1942. Für die liebevolle Teilnahme beim Heimgange unserer teuren Entschiafenen sprechen wir allen unseren tiefempfundenen Dank aus. Fritz Klinge und Angehörige. Detmold, im März 1942. Statt Karten Mit großer Freude zeigen wir die Geburt eines Sonntagsjungen an. Hanna Weise, geb. Winter Dr. Artur Weise Lemgo, Rampendal 20, z. Z. Krankenhaus Wolfische Stiftung, den 15. März 1912. Magdalene Röther Walter Richter Verlobte Belle i. L. St. Egidien i. Sa. Im März 1942 Ihre Vermählung zeigen an: Jupp Focke Gauhauptstellenleiter Ingeborg Focke geb. Eitzenberger Hagen, Roonstraßse 9. Bad Salzuflen, Haus Oldenburg, Sophienstraße 7. Für die vielen Aufmerksamkeiten, welche uns anläßllich unserer silbernen Hochzeit zuteil wurden. danken wir hiermit allen recht herzlich. Ludwig Walthemathe und Frau. Bad Salzuflen, Riestestraße 35, den 19. März 1942. Selbsnahrer oder Jagdwagen einen eleganten, zu kaufen gesucht. Kramer, Gütersich. Berliner Str. 14. Ruf 2324. Betrifft: Zuteilung von Salzheringen In Ergänzung der Bekanntmachung vom 16. 3. 1942 wird den Kleinverteilern zur Kenntnis gebracht, daß sie die von den Markenabrechnungsstellen erhaltenen Bezugschein für abgelieferte Abschnitte Fl 1 der Reichsfleischkarte Nr. 34 nicht nur an die in der obengenannten Bekanntmachung aufgeführten Großverteiler, sondern auch an alle in Livve wohnenden Großverteiler für Lebensmittel bis zum 27. 3. 1942 abgeben können. Krar; schrar, den 18. Märs 193. Der Landrat Der Landrat Ernährungsamt Abt. B Ernährungsamt Abt. B J. V.: Dr. Petri. Grunes. Viehseuchenvolizeiliche Anordnung Nachdem die Maul= und Klauenseuche unter dem Klauenviehbestande des Bauern Karl Niederkrüger, Herrentrun Nr. 8, amtstierärztlich festgestellt worden ist, wird zum Schutze gegen diese Seuche auf Grund der §§ 18 ff. des Viebseuchengesetzes vom 26. Juni 1909 (RGBl. S. 519) mit Ermächtigung der Landesregierung folgendes bestimmt: 1. Den Sverrbezirk bildet das Seuchengehöft. 2. Die Gemeinde Herrentrup wird zum Schutzgebiet erklärt. 3. Auf den Sverrbezirk und das Schutzgebiet finden die viebseuchenvoltzeil. Anordnungen v. 17. 1., 1. 3. und 22. 7.1938(Ges.=S. Nr. 5. 10 u. 27) Anwendung. 4. Die Anordnung tritt sofort in Kraft. Blomberg, den 17. März 1942. Der Amtmann als Ortsvolizeibebörde. Seileelandesheder 3a5 Morgen, Freitag, 18.30 Uhr: Freitag-Dauermiete u. freier Verkauf Krach um Jolanthe (Schweideschlachten) Bauernkomödie von Aug. Hinrichs. Sonntag, 22. März, 18 Uhr(6 Uhr): Zum letzten Male Mascottchen Operette von Walter Bromme. Der Vorverkauf für diese Vorstellung beginnt ab heute, Donnerstag, 10 Uhr. Weltere LI 1112S Annahme von MUTEn zum Umarbeiten vom 30. März bis zum 1. April. Den neuen Hut in jeder Preislage und ohne Punkte. Marie Flake, Damenputz, Detmold Lange Straße 2 HAUS (Land- oder Bauernhaus) in landschaftlich schöner Gegend, möglichst sofort beziehbar, nicht zu weit vom Bahnhof gelegen, bis en. 15 890 RM. Berauszahlung. zu kauten gesucht. 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