Lippische Staatszeitung Druck und Verlag: Lipvische NS.=Verlag G.m. v. H., Detmold. Geschäftsst. u. Schriftl.: Detmold. Paulinenstr. 14, Fernr.: Sammelu. 2845. Postscheckk. 8592 Hann. Bankkonten.: Deutsche Bank. Landesbank. Städt. Spark. Die„Lipp. Staatszeitung“ ersch. wöchentl. 7mal. Abbestellungen der Zeitung nur bis zum 25. lid. Monats. spscher Kurie Amtliches Organ des Gaues NationalSsregierung Westfalen Mord der 169AR Anzeigenvreise! Die 22=mmZeile- 9 Ko. I. Ramilienanz. 9 R#. Textanz., 77 mm breit. 40 Rcs. 8.8. ist Preist.? gültig. Bezugspr.: Monatl. bei Zustellung v. Boten einschl. Bestella. 2 M. b. Zust. durch Post 2.42 M einschl. 63 5. Postaeb. Die Behind. d. Liefernne rechts. kein. Anspruch auf Rückzabl d. Bezugsor Nr. 26 Detmold, Dienstag, 22. Januar 1942 14.4176.) Jahrgang Tatsachen widerlegen Churchill Eine sorgfältige Auswahl Churchillscher Prophezeiungen— und was aus ihnen wurde 7 Er macht seinem Weltkriegsnamen„Erster Lord der Unfähigkeit“, auch heute alle Ehre 7 Der größte politische Betrüger und Schwindler aller Zeiten Berlin, 27. Januar. Das Deutsche Nachrichtenbüro veröffentlicht folgende interessante Gegenüberstellung dessen, was Churchill versprach und was er hielt: I. Churchill als Kriegsstratege Am 8. Oktober 1914 erklärte Churchill dem Bürgermeister von Antwerpen:„Es geht alles in Ordnung, Sie brauchen keine Sorge zu haben, wir werden die Stadt retten.“ Zwei Tage später, am 10. Oktober, siel Antwerpen in deutsche Hand Am 21. September 1914 erklärte Churchill:„Wenn die deutsche Flotte nicht aus ihren Häfen kommt, werde ich sie ausgraben, wie Ratten aus ihren Löchern.“ Tags darauf, am 22. Sextember 1914, torpedierte Weddigen die britischen Kreuzer„Aboukir",„Hoque" und„Cressy“. Im März 1915 wollte Churchill den Weltkrieg in Gallivoli entscheiden. Das dilettantische Abenteuer kostet England 34000 Tote und war ein völliges Fiasko— und damals wurde Churchill als„Erster Lord der Unfähigkeit" schleunigst ausgebootet. Und wie ist es in seinem jetzigen Krieg? Im April 1940 startete Churchill das Norwegen=Abenteuer unter der Parole:„Wir werden an der norwegischen Küste das besetzen, was wir für notwendig halten.“ Die harte Wirklichkeit war auch hier schneller als Churchills Lügen. Die Kosten auch dieses Churchill=Abenteuers bezahlte das englische Volk. Im Westfeldzug erklärte er noch nach der Niederlage in Flandern am 28. Mai 1940 im Unterhaus:„Die französische und die britische Armee werden trotz der letzten kückschläge in Holland und Belgien die Sommelinie und die Maginotlinie halten, und wir werden siegen.“ Vierzehn Tage später war nicht nur die Maginotlinie zerbrochen, sondern lag ganz Frankreich am Boden, während die englische Kontinentilarmee zerrissen und zerlumpt „ihr Dünkirchen“ hinter sich hatte. Im März 1941 überraschte Churchill das englische Volk durch die Nachricht vom Putsch der Kriegshetzer in Belgrad mit den berühmten Worten, die er vor dem Zentralamt der Konservativen Partei sprach:„I have great news for hou!“(„Ich habe gute Nachrichten für Sie!") Vier Wochen später war Jugoslawien militärisch erledigt, hatte England Macht und Einfluß auf dem Kontirestlos verlo nent restlos verloren. Bevor der Kampf um Kreta begann, erklärte Churchill am 6. Mai 1941:„Wir beabsichtigen, Kreta bis zum Tode und ohne irgendeinen Gedanken an Rückzug zu verteidigen.“ Am 2. Juni 1941 war der fluchtartige Britenrückzug aus Kreta bereits beendet. Als die Briten ihre Dezemberoffensive in der Cyrenaika begannen, kündigte Churchill an:„Jetzt ist die gekommen, den bisher stärksten Streich für den Endsieg, die Heimat und die Freiheit zu führen. Die Armee in der Wüste kann dem Buch der Geschichte ein weiteres Blatt hinzufügen, welches den Blättern, auf denen Blenheim und Waterloo geschrieben steht, ebenbürtig ist.“ Heute, nach zweimonatigem Kampf, stehen die deutschen und italienischen Streitkräfte in Libyen ungebrochen, und die britische Armee in der Wüste sieht sich den gleichen Schwierigkeiten gegenüber wie zuvor. Am 22. Juni 1941, dem Tage, an dem Europa unter Führung Adolf Hitlers der bolschewistischen Bedrohung entgegentrat. frohlockte Churchill über den neuen Bundesgenossen und versprach ihm die Hilfe des gesamten britischen Empire. Er erklärte:„Wir werden Deutschland bombardieren bei Tag und bei Nacht, in immer zunehmendem Maße, und werden Monat für Monat schwere Bombenladungen abwerfen, um die Niederlage Deutschlands zu erzwingen.“ Heute ist fast die Hälfte des europäischen Teiles der Sowjetunion mit seinen Rohstoffquellen in deutscher Hand ASA.=Kriegsschiffe im Südatlantik ollen“, haben hn. Rom, 27. Januar. Zwei USA.=Kri „die südamerikanischen Gewässer schützen sollg, in den letzten Tagen mehrere nordbrasilianische Häfen angelaufen. Es handelt sich um den 7040 TonnenKreuzer„Omaha“ und den 1 850 Tonnen=Zerstörer „Soners“. Daß diese kleinen Schiffe die in Rio verammelten Delegierten beeindrucken sollten, ist nicht chwer zu erraten. Allerdings werden auch sie sich geragt haben, warum Knox seine Flotte nicht nach Ostasien schickt. Auch die englische Südatlantik=Flotte ist in Bewegung. Der 22000 BRT. große Hilfskreuzer„Asturias“ at den Hafen Montevideo verlassen. In der La PlataMündung wurde der 10000= Tonnen= Kreuzer „Dorsetshire“, gesichtet, der angeblich ein Gefecht mit einer feindlichen Einheit hinter sich hat. ASA.=Lebensmittel nach der hw. Stockholm, 27. Januar. Roosevelts Sonderbeauftragter für den Nahen Osten, Bullit, hat den Polen in der Sowjetunion ein merkwürdiges Geschenk gemacht. Er hat ihnen offiziell mitgeteilt, daß amerikanische Lebensmittel, die in Aegypten liegen sollen, an die Polen in der UdSSR. geliefert werden könnten Diese Geste spricht nicht gerade für günstige Ernährungsverhältnisse in der Sowsetunion, auch nicht für gute Beziehungen zwischen Sowjetrussen und Polen— und erst recht nicht für guten Zustand der in Aegypten lagernden Lebensmittel. Wenn sie nämlich für menschlichen Genuß noch verwendbar wären, hätten sie sich bestimmt die Engländer zugeführt. Befehlswechsel auf Malta rd. Stockholm, 27. Januar. Der bisherige Befehlshaber auf Malta, Vizeadmiral Ford, ist, wie die englische Admiralittä meldet, zum Admiral befördert und als Oberbefehlshaber nach Schottland versetzt worden. Sein Nachfolger auf Malta wird Admiral Letham. und Churchills Prophezeiungen haben sich wieder einmal als Geschwätz erwiesen. Am 8. Dezember 1941 versicherte Churchill den Mitgliedern des englischen Unterhauses:„Einige unserer schönen Schiffe haben ihre Stationen im Fernen Osten erreicht. Jede Vorbereitung, die in unserer Macht lag, wurde getroffen, und ich bin überzeugt, daß wir uns gut halten werden.“ Zwei Tage später, am 10. Dezember, lagen die Schlachtschiffe„Prince of Wales" und„Repulse“, der Stolz der britischen Flotte, vor Singapur auf dem Meeresgrund. Churchill aber entzog sich der blamadlen Situation durch schnelle Abreise nach Amerika. Wie immer, wenn die Tatsachen ihn Lügen strafen, inszeniert er einen neuen Theatercoup, um die Aufmerksamkeit des englischen Volkes von den Katastrophen abzulenken, die er verschuldet hat. Schon Lord Fisher hatte den miserablen Kriegsstrategen Churchill verächtlich einen„schlechten Verlierer“ genannt. Er hat sich seinen Weltkriegstitel„Erster Lord der Unfähigkeit“ in diesem Kriege reichlich aufs neue verdient. 2. Churchill verlert den Kontinent Churchill hat durch sein verbrecherisches Spiel zu diesem Krieg getrieben und ihn angefacht, um Englands Vorherrschaft über die Völker Europas zu sichern. Was ist daraus geworden? England hat alle seine Bundesgenossen auf dem Kontinent verloren. Nach furchtbaren Blutopsern für England haben sich die verführten Völker erbittert von ihm gewandt. Polen, Norwegen, Holland, Belgien, Frankreich, Jugon uid Stchrnind munn dut Achgelen dr beliVormacht in Europa. Churchill hat sie verloren; Engist vom Kontinent verjagt. (Fortsetzung nachste Seite) Schwere Verluste der Briten in Nordafrika Allein am Sonntag 96 Panzer und 38 Geschütze erbeutet oder vernichtet Bombentreffer auf Britenkreuzer— Angriffe auf Malta und auf britische Häten Januar. Das 1 Meuschen und Material zu. Allein am gestrigen Tage l wurden 96 Pauzer, 38 Geschütze und zahlreiches sonstiges Kriegsmaterial erbeutet oder vernichtet. Im Mittelmeergebiet stellten deutsche Kampfflugzeuge nördlich Tobruk einen beitischen Flottenverband und erzielten Bombenvolltresser aus einem leichten Kreuzer. Bei einem Tagesangriff deutscher Kampffliegerkräfte auf den Flugplatz Halfar auf der Insel Malta wurden Bombeneinschläge in Hallen und zwischen aberzielt. Den##Aus dem Führerhauptquartier, 26. Jan Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Im Osten auhaltende Kümpfe. Im Seegebiet um England beschädigten Kampfflugzeuge in der vergangenen Nacht westlich Pembroke einen daß gten! vergangenen Nacht westlich Det ait eieg, Bertes u.2e, a. Psher, Kast. angrisse der Luftwasse richteten sich gegen einen Hasen an der Südwesttüste der Jusel. In Nordasrilg stießen die Verdände dem gächlageren Sionet ihm in heftigen pitalient gestellten hierbei in Luftkämpfen iche Jogdfirgzenge ab. Der Krieg vor den Toren Australiens Erster Lußangriff auf Port Darwin# Fortschritte der Japoner auf Malaya 7 Neue Landungsoperationen auf Borneo und Celebes 7 Auf Burma 50 Flugzeuge zerstört Berlin, 26. Januar. Die Lage auf dem oftasiatischen Kriegsschauplatz ergab am Montag um Mitternacht folgendes Bild: Kriegsschauplatz Malava. Mit der Einnahme der stark befestigten Stadt Mersing an der Ostküfte der Malaiischen Halbinsel, die am Sonntag von den japanischen Truppen erobert wurde, ist auch der rechte Flügel der britischen Truppen ins Wanken geraten. Nach einem DomeiFrontbericht sind die strategisch wichtigen Orte Kluang und Ayer Itam im Zentrum Südmalayas am Montag von den Japanern genommen worden. In diesem Gebiete macht die Vernichtung der feindlichen Streitkräfte ebenso wie das axanische Vordringen große Fortschritte. Die an der Westvorgehenden Truppen standen Sonntag nachmittag in der Nähe von Senggarang, 15 Kilometer östlich Batu Pahat. Burma. Auf dem burmesischen Kriegsschauplatz wurden am Sonntag bei dem Luftangriff auf den Flugplatz von Rangun zehn feindliche Flugzeuge, darunter drei Curtißmaschinen, von den Japanern abgeschossen; 40 weitere Flugzeuge wurden zerstört. Die USA.=Zeitung„Financial Times“ kommt zu der bitteren Erkenntnis, daß der japanische Angriff auf Burma und insbesondere der Verlust von Tavoy und der anliegenden Gebiete für England und die USA. einen weiteren schweren Verlust an Zinn bedeute Man könne annehmen, daß er die Jahresproduktion an Zinn betrage, was soviel heiße wie 2,3 Prozent der gesamten Weltproduktion. Die Gesamtproduktion der Länder, die jetzt Japan zur Verfügung ständen, ergebe 108 950 Tonnen oder 41,5 Prozent der Weltproduktion. Borneo. Die sapanischen Truppen nahmen auf Borneo und Celedes neue Landungsoperationen vor. In Tokie wurde die neue Landung der Japauer bei Balik Papan bestätigl, während in Batavia die Landung der Japaner auch in Rendari bekannigegeben wurde. Balik Papan ist eine Hafenstadt von 30 000 Einwohnern an der Ostküste Vorneos und liegt in der Nähe eines bedeutenden Erdölgebietes. Erdöl und Kopra werden hier ausgelshzrt. Kendarl ist ein Hafenort im südlichen Teil der ste Borneos. Neuguinea. Nach einer Mitteilung des Hauptquartiers haben japanische Streitkräfte, die am 23. Januar bei Kawieng auf Neumecklenburg landeten, bereits am folgenden Tage die Stadt unde die umliegenden Gebiete besetzt. Auf dem austeallschen Ariegsschauplat Wu tenr und uichitien Bohrns un Betlede nische Flugzeuge Vort Darwin bombardiert und damit zalig das australische Festland angegriffen. Nach weiteren Meldungen aus Vort Darwin wurden dorl vom australischen Milltär fieberhafte Vorbereitungen getroffen und Uebungen zur Abwehr von eiwaigen Landungen und Luflangrifsen abgehalten. Das Militär führt über die indifferente Haltung der Zivilbevölkerung, die bei dem Bau von Luftschutzanlagen nicht mit dem Militär zusammenarbeitete, lebhafte Klage. Nach einer Meldung aus Melbourne gab der australische Kriegsminister Forde bekannt, daß verschiedene Plätze an der Ostküste Neuguineas, die bereits von der japanischen Luftwaffe bombardiert wurden, geräumt worden seien, da man eine sapanische Landung befürchtet. Australien spürt also bereits den Krieg vor seinen eigenen Toren, während seine Landsleute sich zum Wohle Englands auf nordafrikanischen und malaiischen Kriegsschauplätzen opfern müssen. Japans Zwel-Mann-U-Boote, die bereits wiederholt mit großem Erfolge eingestst wurden. Bei dem Angriff auf den USA.-Kriegshufen Pearl Harbour auf Hawali, der zu der sensationellen Vernichtung der amerikanischen Paziflk-Flotte führte, wurden, auch die japanischen Zwei-Mann-U-Boote eingesetzt. Einige dieser II-Boote gingen bei dem heldenhaften Einsatz der Japaner verloren.— Unser Bild zeigt ein japanisches Zwei-Mann-U-Boot, das beim vollen Einsatz von Boot und Mannschaft verlorenging. (Scherl-Bilderdienst-Autoflex.) Kleine Diebe kenlet man.. Zwar sel in Kongreßkreisen die Offenheit der Untereuchung über die Gründe der Katastrophe in Pearl Harbour gelobt worden, meldete eine USA.-Nachrichtenagentur, doch sei man über die Entseheidung getellter Melnung. Die Chefs der Armee und der Marine, se heißt es hier, insbesondere Kriegsminister Stimson und Marineminister Knex, würden durch die Belastung Shorts und Kimmels von jeder Verautwortung befreit, obgleich sie doch die Hauptschaldigen selen. Auch in den Vereinigten Staaten merkt man also, daß das Weiße Haus nach der Parole, die kleinen Diebe zu henken, um die großen zu schützen, sich ver der Verantwortung zu drücken versucht. Die Maulheiden Stimson und Knox, die sich überheblich rühmten, die Japaner in 14 Tagen schlagen au wollen, verstecken sich nun hinter die Ortskommandanten, denen ele die Verantwortung für das Flasko Ihrer leeren Prahlerei aufbürden wollen. Sultanr kische Ri choelt an Dardanellen-Schacher Von Kleus zur Mühlen. Ankara Der große englisch=russische Interessen= und Machtkampf um den beherrschenden Eingang zum Schwarzen Meer fand seit anderthalb Jahrhunderten keinen wirklichen Stillstand, geschweige denn ein Ende. Traten Pausen ein in dem Ringen um die Machtpositionen an den Dardanellen und am Bosporus, so geschah es, wenn England oder Rußland etwas in den Hintergrund trat, wenn eine der beiden Mächte oder alle beide gerade anderweitig stark„in Anspruch" genommen waren oder der türkische Staat selbst so stark war, daß es weder den Briten noch den Russen ratsam schien, ihre Machtgelüste hinsichtlich der Meerengen offen in das politische Spiel einzusetzen. Diese Pausen aber waren ebeno wie die angebliche„Zusammenarbeit" zwischen der englischen und der russischen Politik, bei der es immer nur dann Zusammenhänge gab, wenn es beiden schlecht ging. nur eine äußere Fassade, hinter der es beider Bemühen war, einander den Vorrang abzujagen. Jeder hoffte bei einem Fiasko des anderen um so billiger erben zu können. Seit der Zeit Peters des Großen stand die Beherrschung der Meerengen an erster Stelle des zaristischen Expansionsprogramms. Nach einer kurzen Zeitspanne außenpolitischer Unbeweglichkeit ist diese Forderung in das bolschewistischimperialistische Konzept aufgenommen worden. Demgegenüber hat Großbritannien seinerzeit die Beherrschung der Meerengen stets als ein wichtiges Glied der Sicherheitskette seiner nahöstlichen Position und des Weges nach Indien betrachtet und ebenso verbissen wie skrupellos um diese Herrschaft gekämpft. Die Türkei wurde von beiden Mächten in ihrem Ringen um den Schlüssel der Meerengen immer nur als Objekt behandelt, wobei sowohl England als auch Rußland, das eine im Südosten, das andere im Vorderen Orient, nichts unversucht ließen, dem alten osmanischen Vielvölkerstaat das Leben schwer zu machen, seine Position so viel wie möglich zu schwächen. Ob nun das arenreich sein angebliches Interesse für die Sicherheit der orthodoxen Kirche in den Balkanländern des Osmanenreiches vorschod oder London von einer„Wahrung der Freiheitsrechte" der vorderasiatischen Volksstämme des alten ultanreiches redete, alles war nur Vorwand, das TürReich zu schwächen und sich eine Ausgangsstellung zu n für den Weg zum gleichbleibenden Ziel der Herran den Dardanellen und am Bosporus. Aus der Geschichte des englisch=russischen Gegensatzes und der Meerengenfrage ergeben sich drei Grundsätze der politischen Taktik der beiden Antipoden. Jede der beiden Mächte versuchte zunächst, das akte Osmanenreich zu schwächen. Wenn nun z. B. England eine Politik der Schwächung der Türkei betrieb, um damit größere Chancen am Bosporus zu haben, so versuchte Rußland die Hohe Pforte zu unterstützen und umgekehrt. Bestand aber die Gefahr, daß dritte Mächte, z. B. Frankreich oder die alte österreichisch=ungarische Monarchie an den Meerengen Einfluß gewinnen konnten, dann fanden sich England und Rußland immer wieder zusammen. Ebenso trieb man Zusammenarbeit, wenn das Türkische Reich sich aus eigener Kraft eine starke Position geschaffen hatte oder wenn Großbritannien wie Rußland durch Kriege oder diplomatische Niederlagen in eine schiefe Lage gekommen waren, so war es für Rußland und England das kleinere Uebel, sich vorübergehend einander zu nähern. Die Basis dieser Koalition war und blieb bis in unsere Tage das gegenGemeinsamer Kampf für ein neues Oftasien Teso zur Kriegserklärung Thailands Tokio, 26. Januar Premierminister Tojo gab in der Vollsitzung des Oberhauses am Montag folgende Erklärung zur Kriegserklärung Thailands an Großbritannien und die USA. ab: „Wie Ihnen bekannt ist, hat Thailand seit langem die wirklichen Absichten Japans begriffen. Es hat am 21. Dezember 1941 ein Schutz= und Trotzbündnis mit Japan abgeschlossen. In Anbetracht der andauernden wahllosen Ander Briten auf thailändisches Gebiet hat Thailand nunmehr Großbritannien und den USA. formell den Krieg erklärt und seine Truppen mit Japan an der gemeinsamen Front zum Kampf gegen die britischen Truppen vereint. Bei dieser Gelegenheit möchte ich meine tiefe Ehrfurcht vor der Weitsicht und der Entschlossenheit der thailändischen Nation zum Ausdruck bringen. Gleichzeitig gebe ich der festen Ueberzeugung Ausdruck, daß der Tag nicht fern ist, an dem eine neue Ordnung im größeren Ostasien, für deren ethische Prinzipien sowohl Japan wie auch Thailand gemeinsam alle Anstrengungen machen, vollständig verwirklicht sein wird.“ Seychellen=Insein in der bedrohten Zone Neuer brikischer Gouverneur ernannt. osch. Bern, 27. Januar. Wie wenig sicher sich die Briten angesichts der Bedrohung im Indischen Ozean fühlen, beweisen neue Maßnahmen auf den Seychellen=Inseln, die im Norden der Insel Madagascar liegen. Im Rahmen dieser„notwendig gewordenen Maßnahmen“ ist dort jetzt ein neuer Gouverneur in der Person des bisherigen Generalsekretärs von Nord=Rhodesia, Marson Logan, ernannt worden. Logan führt gleichzeitig auch den Oberbefehl über die kleine Streitkraft der Seychellen=Inseln. Batu-Pahut von den Japanern erobert Englischer Rückzug auch in Burma. hw. Steckholm, 27. Januar. Das englische Hauptquartier in Singapur meldet, daß die sapanischen Truppen den wichtigen Plotz Bain-Pahnt in Johur, um dessen Besitz lagelange Rämpfe sobten, erobert haben. Es wird eingeräumt, daß die Japaner diesen Erfolg trotz heftigen Widerstandes der hier eingesetzten amerikanischen Verbände errangen. Auch in Burma müssen die Engländer weilere sapaErfolge hinnehmen. Der Rückzug aus dem Ka-Gebiet der—“-— Kareikvor Mulmein dauert an. Ja Süd-Peringal stürzte ein brisisches Bombenflugzeug breunend eb. Von der secdsköpfigen Mannschaft sind vier 1 lestige Mißtrauen und wöhrte demnach auch nur urze Zeit. Nach diesen Stadien traten dann die alten Gegensätze um so stärker hervor. Das war so 1806, wo sich Russen und Briten zu gemeinsamem Vorgehen gegen die Türkei gesunden hatten, das blied so in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts, wo„Zusammenarbeit" und gegenseitige Kriegsdrohungen zwischen den beiden meerengenhungrigen Großmächten in buntem Wechsel standen. Dabei war es London zuerst gelungen, den überaus befähigten Vizekönig von Aegypten, Mohammes All. bei der Hohen Pforte als Revellen zu verdächtigen und den Sultan gegen seinen treuesten und befähigtsten Statthalter am Nil und in Syrien in den Krieg zu hetzen. Man rechnete sich in London aus, daß dadurch der ägyptische Vizekönig und seine im Nahen Osten immer gefährlichere Position vernichtet und gleichzeitig Konstantinopel den gewünschten Aderlaß erfahren werde. Die Hilfe für den Sultan blieb natürlich aus, auch als der ägyptische Bizekönig Sieg um Sieg über Konstantinopel errang. Man ließ in London Mohammed Ali gewähren, odwohl man wußte, daß er im Grunde der gefährlichste Gegner war, hoffte aber mit ihm allein zu gegebener Zeit fertig zu werden. Die Herren an der Themse sielen aber aus allen Wolken, als sich die Pforte an Rußland um Hilfe wandte und der Zar nicht zögerte, sie zu gewähren. Im Jahre 1833 wurde ein russisches Expeditionskorps von 5000 Mann an der asiatischen Küste des Bosporus ausgeschifft und russische Kriegsschiffe eingen, in den Meerengen vor Anker. In London herrschte stimmung. Die britische Diplomatie versuchte verschiedene europäische Staaten zu einem Einschreiten gegen Rußland zu bewegen. Trotz aller britischen Versuche, die Position des siegreichen ägyptischen Vizekönigs von innen heraus durch Anstiftung von Aufständen zu erschüttern und der Hohen Pforte damit den Grund zur Inanspruchnahme einer russischen Hilfe zu nehmen, blieb Mohammed Ali weiter erfolgreich. Sein Vordringen bis an die Meerengen hatte dem entschlossenen, umsichtigen Staatsmann die Sympathien Frankreichs gewonnen, das mit seiner nahöstlichen Politik im Gegensatz zu Großbritannien stand. Die Russen waren andererseits der Ansicht, daß der schwache Sultan an den Meerengen für sie besser sei als der befähigte Mohammed Ali. So entschlossen sich Briten und Russen zunächst wieder das kleinere Uebel zu wählen und„zusammenzuarbeiten“. Da man sowohl den Vizekönig wie den Sultan nicht für stark genug hielt, beiden Mächten Widerstand entgegenzusetzen, trieb man das Spiel der Zusammenarbeit ohne Maske in zynischer Offenheit. 1939 wurde eine Vereinbarung ausgehandelt, die unverblümt auf die Aufteilung der Türrei hinauslief. Die„Sicherung" des Gebietes am Bosporus und in Kleinasien sollte Rußland zufallen, während England an den Dardanellen sowie in Syrien und Aegypten für„Sicherheit" sorgen sollte. Außerdem sollte Rußland die mit der Türkei bestehenden Verträge nicht erneuern. Sowohl der Russe wie der Brite waren also bemüht, sich einen Brocken zu sichern, denn beide machten sich sofort daran, sich neue Ausgangsstellungen zu sichern. Dieses Spiel dauerte Jahre und diese Phase der Zusammenarbeit fand schließlich in dem von England gegen die Russen provozierten Krimkrieg ihren Abschluß. Die Russen hatten ihre Position verloren, die Engländer waren nicht viel weiter gekommen. Der Interessenkampf ging also mit allen Mitteln und Methoden von neuem los. Im Weltkrieg wurde er nochmal unter dem Motto„Verbündete" ausgefochten. In der Stunde der höchsten Not verkaufte London sogar die Meerengen an die Russen, weil es wußte, daß das russische Reich bereits als Machtfaktor ausgeschaltet war, aber mit irgendwelchen Zusagen im Kampf gehalten werden mußte. 1918 sah sich England am Ziel. Britische Truppen rückten in das Meerengengebiet ein. kan hatte sich aber getäuscht. Der junge Staat war stärker als London vermutete. Man kann also als eine ausgleichende Gerechtigkeit der Geschichte verbuchen, daß es der jungen kemalistischen Türkei nach ihrem erfolgreichen Freiheitskampf möglich war, gerade im Zeichen des russischenglischen Gegensatzes Schritt für Schritt die Souveränität über die Dardanellen und den Bosporus zurückzuerobern. Um die Wahrung dieser Souveränität geht es heute. Das System in Rußland hai gewechselt. Die Forderung nach den Meerengen ist dieselbe geblieben. In London hat weder das System noch die Forderung eine Aenderung erfahren. Auch zwischen London und Moskau sind die politischen Methoden die gleichen geblieben. Nur eine wesentliche Voraussetzung des einstigen Spieles ist nicht mehr vorhanden: der junge türkische Staat ist als in sich geschlossener Nationalstaat nicht mehr von innen her zu zermürben wie das osmanische Vieivölkerreich. Der„kranke Mann am Bosporus“ ist mit dem Sultanreich endgültig ins Grab gestiegen. Nicht einmal Konstantinopel ist als Symbol und Hauptstadt des türkischen Staates geblieben, es ist Ankara. Es ist ein selbstbewußter, junger Nationalstaat, mit dem die jahrhundertealte englisch=russische Politik um die Meerengen heute zu rechnen hat und die neue Türkei weiß, daß die Meerengen auch die wichtigste Lebensfrage sind. Mit dem Notbündnis zwischen London und koskau aber wird eine neue Lage geschaffen. Es ist kein Wunder, wenn man in der Türkei deshalb angesichts dieser angelsächsisch=bolschewistischen Zusammenarbeit in den Blättern wachsam über einer Erklärung sitzt, die über die britisch=sowjetrussischen Pläne ausgegeben wurde. Man denkt und rechnet zu realpolitisch, um sich nicht zu sagen, daß die Sowiets ihr Blut nicht billiger verkauften als einst die Zaren und England stets mit fremden Münzen bezahlt. Es wird auch nicht übersehen, daß in den beruhigenden Kommuniqués aus Moskau und London immer nur die Achtung der türkischen Neutralität erwähnt, der Begriff der Meerengen aber sorgsam vermieden wurde. Die Frage liegt deshalb nahe, ob die englisch=russische Zusammenarbeit diesmal im Stile von 1839, also Aufteilung der Meerengen oder nach dem Stile des Weltkrieges auf der Grundlage der Auslieferung des Bosporus und der Dardanellen an die Sowjets erfolgt. Jedenfalls findet man den Eifer britischer Agenten verdächtig, der Türkei einzureden, daß die Sowjets nach dem Kriege auf Jahrzehnte hinaus kein Machtfaktor mehr seien. Je mehr aber solche Fragestellungen durch das angelsächsisch=sowjetische Zusammengehen ausgelöst werden, um so mehr tritt die Wahrung der absoluten Selbständigkeit der Türkei als oberstes soluten in den Vordergrund Gesetz Ritterkreuz für einen Alt=Elsässer Früher Abteilungskommandeur in Detmold. Durch den Führer ist terkreuz worden. Oberst rd. Straßburg, 24. Januar. kürzlich Oberst Alfons Hitter des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet Hitter, 1892 in Hochstatt bei Mühlhausen geboren, entstammt einer altelsässischen Familie. Während seines Studiums an der Straßburger Universität brach der Weltkrieg aus, an dem er bis zuletzt teilnahm und mit dem Eisernen Kreuz 1. und 2. Klasse ausgezeichnet wurde. Nach dem Waffenstillstand wollte er in Straßburg sein Studium fortsetzen, doch wurde ihm dies wegen seiner kompromißlosen Haltung gegenüber der fremden Herrschaft unmöglich gemacht. Er wurde in eine der brüchtigten„Komplottaffären" verwickelt, Hitter mußte aber von dem Straßburger Schwurgericht freigesprochen werden. Nun stand sein Entschluß, ins Reich zu gehen, fest. Er trat 1922 in die damalige rückte er ins besuchte er Bekannten E ausgesetzt gewesen war. Oberst Hitter war vor Ausbruch des Krieges auch einige Zeit Abteilungskommandeur in Detmold. Ritterkreuz für einen Fernaufklärer VormarBerlin, 26. Januar. Der Führer verlieh auf iagn Sberbeschleheben der Autwaste, Reiche Göring, das Ritterkrenz des Eisernen Kreuzes an Oberleutnant Waldemar Felgenhauer, Flugzeugführer in einer Aufklärungsstaffel. Churchill und seine falschen prophezeiungen 1 2 Fortsetzung von Seite 1) Der gleiche Churchill, dessen Kriegsziel die Beherrschung Europas durch England war, wird heute von den Sowjets beherrscht und hat ihnen sein eigenes Kriegsziel ausgeliefert. 3. Chuschill und die Blockade Sürct“ hat prophezeit:„Die Blockade ist Englande affe. Deutschland kann sich aus dem Würgegriff der britischen Blockade nicht befreien.“ Heute hat sich Deutschland aus diesem Würgegriff befreit und Churchill hat sein eigenes Volk der Rohstoffblockade ausgeliefert. Heute muß England selbst seine eisernen Gartenzäune, seine alten Autoreisen, Altmetall, Knochen und Küchenabfälle sammeln Die englische Bevölkerung erhält um 10 Prozent weniger Zucker als die deutsche, und nur zwei Drittel des Fettes, was in Deutschland zugeteilt wird. Deutschland ist blockadefest geworden und alle Rohstoffe Europas stehen ihm für die Kriegführung und die Steigerung seines Wirtschaftspotentials offen, während England durch die fortschreitende Schiffsraumnot in seiner Versorgungslage immer stärker eingeengt wird und nun selbst die Wirkung einer doppelten Blockade durch den Verlust seiner ostasiatischen Rohstofsbasis zu spüren bekommt. 4. Churchill und der Luftkriag Churchill hat schon zum dritten Mal prophezeit: England hat die Luftparität mit Deutschland erreicht, und bald wird es die Luftüberlegenheit haben.“ Tatsächlich ist die mit größtem Optimismus angekündigte Nonstoppoffensive der RAF, nach dem Eingeständnis militärischer Sachverständiger Englands ein völliges Fiasko gewesen. Unter den Schlägen der deutschen Luftwaffe sind viele Städte Englands in Trümmer gelegt, zahlreiche britische Produktionsstätten und Hafenanlagen verwüstet. Deutschlands Produktion aber arbeitet pausenlos. Am 20. August 1940 erklärte Churchill:„Bis jetzt sind die Luftschlachten für uns günstig verlaufen. Die Luftkämpfe führen uns jedenfalls auf dem sichersten und kürzesten Wege zum Sieg.“ Nach einem Jahr, am 9. September 1941 mußte er selbst als Lügner entlarven mit der Feststellung:„Vor einem Jahr sah unsere Lage verloren, sa sogar verzweifelt aus.“ Wo ist seine Luftüberlegenheit? Sie ist weder in Europa noch in Ostasien vorhanden. 5. Churchill und der O-Boot-Krieg Churchill erklärte am 20. Januar 1940:„Die deutsche U-Boot=Kampagne ist vollständig gescheitert!“ Und am 20. August 1940 log er frech:„Die Meere sind frei, und die U=Boote werden im Zaum gehalten." In Wirklichkeit bestreiten die deutschen U=Boote nach wie vor die Schlacht im Atlantik mit größtem Erfolg; sie haben zusammen mit der Luftwaffe seit jener ersten Siegesbotschaft Churchills nicht weniger als 13 207 Bruttoregistertonnen versenkt. Seit Kriegsbeginn hat England insgesamt rund 15 Millionen Bruttoregistertonnen der eigenen und der ihm dienstbaren Versorgungsschiffstonnage verloren. 6. Churchill und die Freiheit der Völker Churchill verkündet:„Englond kämpft für die Freiheit der Völker.“ In Wirklichkeit ist diesem ruchlosen Vergewaltiger des Völkerrechts jede Brutalität recht, wenn es gilt, Englands plutokratisch=imperialistische Interessen gegen andere Völker durchzusetzen. Den Buren verkündete er im Jahre 1902:„Es gibt nur ein Mittel, den Widerstand der Buren zu brechen, und das ist die härteste Unterdrückung.“ Mit anderen Worten: „Wir müssen die Eltern töten, dmait ihre Kinder Respekt vor uns haben. Zur Behandlung der Iren gab er 1917 folgendes Rezept:„Man muß die Iren niederschlagen wie Hunde.“ Gegenüber Indien pries Churchill im April 1919 im Unterhaus das berüchtigte Blutbad von Amritsa, bei dem 379 unschuldige indische Männer, Frauen und Kinder erbarmungslos zusammengeschossen wurden. Am 20. Januar 1940 erklärte Churchill über FinnHeftige Angriffe Curtins gegen Churchill Fauler Rückzug Londons aus gegebenen Zusicherungen?„, wir befinden uns in einer einsten Lage“ Schanghal, 26. Januar. Der australische Ministerprästdenk Curtin richtete, wie Reuter meldel, in einer Rundsunkansprache einen scharfen Angriff gegen Churchill. Keine Nation könne so führte Curtin aus, ihr Schicksal von der Unfehlbarkeit eines einzigen Mannes abhängig machen und das Rechl aufgeben, wegen der sich selber zugeschriebenen Allwissenheit Englands seine eigene Meinung zu behaupten. Die Erbitterung in Australien gegen Churchill ist um so heftiger, als dieser seine gegebene Zusicherung des Eintritts Vertreter Australiens und anderer Dominien in das Kriegskabinett anscheinend wieder fallen gelassen hat. Reuter macht nämlich in seiner Londoner Meldung den faulen Zurückzieher, daß zur wirksamen Vertretung eines Dominions im Kriegskabinett die Anwesenheit des Ministerpräsidenten notwendig sei. Angesichts des schnellen Wechsels der Lage würde es jedoch für den Ministerpräsidenten, so meint Reuter, schwierig sein, auf längere Zeit außerhalb seines Landes zu weilen. Wenn an seine Stelle ein Beauftragter trete, so müsse dieses zu unvermeidlichen Verzögerungen führen und das werde die gegenwärtige Lage nicht verbessern. Es sollen aber, so hofft Reuter im Auftrage Churchills beschwichtigen zu können, die Entscheidungen des Kriegskabinetts den Regierungen des Dominions durch den Sekretär für die Dominions und die Hochkommissare schnellstens übermittett werden.r a cret. So verständlich es schließlich ist, daß Australien sich dagegen verwahrt, von Churchill, der selbst unter dem Pantoffel Roosevelts steht, weiter bevormundet zu werden, so komisch wirkt es auch, wenn Curtin in seiner Angst und Verzweiflung gegen seinen Genossen Churchill vom Leder zieht, mit dem er jüngst noch so herrliche Maulheldentaten vollbrachte und gemeinsam mit ihm den Sieg schon in der Tasche hatte. Die Hilferuse Australiens an das britische Mutterland werden inzwischen immer zahlreicher und lauter. Man fleht, droht und bietet alle Leute auf, die früher einmal in der australischen Politik etwas zu sagen hatten, als wenn dadurch die Engländer eher in die Lage kämen, nach Ostasien Verstärkungen zu schicken. So erklärt jetzt, wie der Londoner Nachrichtendienst meldet, der ehemalige australische Ministerpräsident Fadden öffentlich:„Wir befinden uns in einer schwierigen Lage, wenn nicht wirksam und unverzüglich etwas unternommen wird, um die ganze Nation in den uneingeschränkten Kriegszustand zu versetzen.“— Diese ganze Aufregung hätten sich die Australier ersparen können, wenn sie nicht auch bei jeder Gelegenheit gegen die Mächte des Dreierpraktes gehetzt hätten. Die australische Regierung hat übrigens, wie Reuter meldet, die Feiern zum 154. Jahrestag der Staatsgründung abgesagt. Es ist das erstemal in der Geschichte Australiens, daß diese alljährlich begangenen Feierlichkeiten ausfallen. Australien bereite sich jetzt, so fügt Reuter hinzu, auf stere Dinge vor, als auf eine Gründungsfeier. am ernBerlin. 26. Januar. Ein flürkerer Verband deutscher Kampfflugzeuge unternahm gestern im. Südteil der Ostfront einen Augriff aus einen Bahnhof. Als die deutschen Flieger über dem ausgedehnten Bahnhofselände erschienen, waren die Bolschewisten gerade dabei. Truppen zu verladen. Unsere Besatzungen flogen die Ziele in mehreren Wellen an und belegten 23 Züge, die zum Teil mit Truppen angefüllt waren, mit zahlreichen Bomben. Außer den durch starke Splitterwirkung beschädigten Wagen geriet eine große Anzahl in Brand. Weitere Bombentreffer lagen in einem Lokomotivschuppen und sieben Lageshallen und richteten dort umsangreiche Zerstörungen an. Die deutsche Luftwaffe setzte am 25. 1. wiederum starke Verbände von Kampf= und Sturzkampfflugzeugen gegen Stellungen und Kolonnen der Bolschewisten im mittleren Teil der Ostfront ein. Neben sehr empfindlichen Menschenverlusten büßte der Feind eine große Menge von Kriegsgerät aller Art ein. U. a. wurden bei Angriffen auf Batterie=Stellungen 19 Geschütze und eine Flak-Batterie zerstört. 20 Lastkraftwagen, 80 Im richtige Moment erwischt! Bolschewistische Truppentransportzüge erfolgreich bombardier:— Zahlreiches feindliches Kriegsmaterial vernichter— Deutsche Lustwafte zerschlug feindliche Truppenverbände Schlitten und 180 Pferde fielen außerdem den deutschen Bomben zum Opfer. Die Bolschewisten leiteten am 24. 1. einen starken Angriff gegen deutsche Stellungen nordwestlich des Ilmensees mit heftigem Artilleriefeuer ein. Nach diesem vorbereitenden Artilleriefeuer stürmte der Gegner umfassend gegen unsere Stellungen, die einen wichtigen Ort sicherte. Zahlreiche sowjetische Kampfflieger unterstützten den seindlichen Angriff. Während die deutschen Infanteristen aus ihren Stellungen heraus die miederholten Angriffe des Feindes abwiesen, nahm unsere Bodenabwehr die angreifenden Flugzeuge unter Feuer. Wo= der Gegner in einzelnen vorgeschobenen Stellungen durch sein Uebergewicht an Zahl zunächst kleinere Einbrüche erzielte, wurde er im Gegenstoß wieder zurückgeworfen. Bei starker Kälte leisteten unsere Truppen nicht nur so hartnäckigen Widerstand, daß der Ort nach Abschluß der Kampfhandlung fest in deutscher Hand blieb, sondern daß die Bolschewisten auch außerordentlich hohe Menschenverluste erlitten. Die britische Niederlage in Nordafrika Der Feind verlor 26 Flugzeuge und über 1000 Gefangene vom Rom, 26. Januar. Der italienische Wehrmachtbericht m Montag hat folgenden Wortlaut: Die im Gebiet nordöstlich Agedabia operierenden Motor= und Panzerstreitkräfte der Achse haben gestern starke englische Panzerverbände angegriffen und ihnen schwere Verluste zugefügt. 38 Geschütze und 96 KampfOte Munition und Kriegsmaterial wurden, wie festges wird, an diesem siegreichen Tage zerstört oder erbeutet, Die Niederlage des Gegners, deren Ausmaß noch zu wachsen scheint, kostete unseren Abteilungen äusterst geringe Verluste. Die feindlichen Verluste belaufen vom 21. bis zum 25. Januar auf insgesamt 118 Geschütze, 230 Kampfwagen und Straßenpanzerwagen, 28 Flugzeuge, über 1000 Gefangene und Kriegsmaterial sowie Kraftfahrzeuge in sehr großer Meng e Sandstürme haben Heftige Sandstürme er Menge. die italienische und deutLuftwaffe daran gehindert, den Landstreitkräften Kampf ihre an den Vortagen geleistete kräftige Mitkung zu leihen. Eine Hurricane wurde abgeschossen. im Kampf wirkung zu leihen. Eine Hurricane Drei unserer Flugzeuge sind nicht an ihren Stützpunkt zurückgekehrt. Ein weiterer großer Geleitzug ist trotz heftiger und nachdrücklicher feindlicher Gegenwirkung in Libyen eingetroffen. Eines der zahlreichen Schiffe des Geleitzuges wurde getroffen und ging danach unter. Das Schiff hatte nur Truppen an Bord, die nahezu sämtlich auf im Geleitschutz fahrende Zerstörer übernommen wurden und ebenfalls am Bestimmungsort angekommen sind. Die anderen Dampfer und die Begleitschiffe rugen nicht den geringsten Schaden davon. Eines unserer U=Boote ist nicht an seinen Stützpunkt zurückgekehrt. Die Ziele auf Malta wurden mit Bomben aller Kaliber angegriffen.— Es entstanden große Brände und beträchtliche Zerstörungen. Unser Tünkdienst meldet: Reichsfinanzminister Graf Schwerin von Krosigk hal Monlag Mailand wieder verlassen, um sich über Verong nach Deutschland zurückzubegeben. Reichsminister Dr. Goebbels besichtigte heute mittag die Italienische Buchausstelluug im Kronprinzen-Palais. Der Minister wurde in Vertretung des dienstlich abwesenden Königlich Italienischen Bolschafters Alfieri von Botschaftsrat Graf d Cessalo und anderen herern der Ialienischen Botschaft begrüßzt. Graf Cittodial, der Vertreier des Italie. nischen Ministeriums, für Volkskultur, führte Dr. Soebbels durch die Ausstellung, deren sorgfällig ausgewähltes Maierial einen wertvollen Einblick in das auf höchster Stufe stehende Schrifklumschaffen des befreundeten Italten gewährt. Deutsche Gebirgstruppen, die im Hohen Norden der Oftsron! Schuller an Schuller mit den finnischen Verbänden kämpfen, wehrlen am 24. 1. mehrere Vorstöße bolschewistischer Kräfte erfolgreich ab. Anhaltende Schneefälle und starker Frosi verhinderten die Entwicklung größerer Kampfhandlungen. Der sapanische Ausschuß slimmte einmätig dem zusätzin Höhe von 18 umie—.— lichen Kriegshaushalt öhe von 18 Milliarden Veu zu. lands Freiheitskampf:„Das Licht der Froiheit, das so hell im eisigen Norden leuchtet, gibt zu der Hoffnung Veranlassung, daß ein Verkünder kommen und dem Fortschritt der Menschheit die Spur weisen werde.“ m Als Finnland seine Freiheit erkämpft hatte, erklärte burchill Finnland den Krieg, um es aufs neue den dolscheitstischen Unterdrückern auszuliefern. Das jüngste Beispiel für Churchills lügnerische Haltung gegenüber den freiheitswilligen Völkern bildet der britische Gewaltakt gegen den Ministerpräsidenten von Burma, U. Saw, der maßvoll in London unter Hinweis auf den Freiheitswillen von 15 Millionen Burmesen den Dominion=Status für sein Land gefordert hatte, aber kalt abgewiesen und auf Geheiß Churchills der Rückkehr in seine Heimat durch die Verhaftung entzogen wurde. 7. Churchil und die Kriegsschuld Churchill erklärte jüngst in Ottawa:„England hat den Krieg nicht gewollt.“ Aber schon im Jahre 1936 sagte er dem amerikanischen General Wood:„Deutschland wird zu stark— wir müssen Deutschland vernichten.“ Churchill schrieb am 21. Juni 1939 im„Paris Soir“: „Es liegt schon ein gutes Stück Wahrheit in den Vorwürsen der Einkreisungspolitik der Westmächte— es ist heute nicht mehr möglich, die Wahrheit zu verbergen." 8. Churchil und Old England Churchill hat versprochen:„There will always be an England“(England wird nie untergehen). Tatsächlich hat er an die Vereinigten Staaten äbgetreten: Neufundland, die Bermuda=Inseln, die Bahama=Inseln, Jamaica, Santa Lucia, Trinidad, Britisch=Guyana, ntiqua. 2 Churchill hat durch seine eigene Kriegführung verloren: Englands Ansehen in Europa und in Asien. An Territorialbesitz die hundertjährige britische Kronkolonie Hongkong, den östlichen Eckpfeiler des Empires, Malaya, das Tor nach Indien, Britisch=Borneo. die Oelquelle der britischen Oftasienflotte Die britischen Guthaben in den USA. betrugen zu Kriegsbeginn 4½2 Milliarden Dollar. Heute hat England dort über 1 Milliarde Dollar Schulden. Dazu kommen etwa 3 Milliarden Dollar Kapitalverluste, die nach 1 ½ Monaten Krieg in Ostasien bereits eingetreten sind. Diese Territorial=, Kapital= und Prestigeverluste muß England tragen, weil Churchill keinen Frieden wollte. 9. Der Hasardeur verspielt das Empire. Churchill erklärte:„Unsere Aufgabe ist, das Empire und den Union Jack in der Welt aufrechtzuerhalten.“ Im zweiten Jahre der Churchillschen Ministerpräsidentenschaft schließt Kanada ein Währungs=, Wirtschafts= und Verteidigungsabkommen mit den Vereinigten Staaten und gibt die Zollgrenzen auf; verhandelt Australien unter Umgehung der Londoner Regierung mit Roosevelt über einen Militärpakt, wie der australische Ministerpräsident erklärt:„Wir arbeiten für die USA.!“, debattiert das Parlament der Südafrikanischen Union über einen Antrag auf Ausrufung einer selbständigen Südafrikanischen Republik, für die sich mehr als ein Drittel der Abgeordneten aussprach. Den Union Jack hält Churchill aufrecht, indem er seine Befehle in Washington einholt und britsiche Admirale einem amerikanischen Oberbefehl unterstellt. Churchill hat das britische Empire an Amerika ausgeliefert. Der amerikanische Kriegsminister Stimson erklärte kürzlich:„Churchill ist der Liebling von ganz USA. Aber er ist noch mehr: Er ist der unsrige!“ Auf Anordnung des britischen Informationsministeriums wurde der englischen Presse die Veröffentlichung dieses Passus untersagt. 10. Das einzige Versprechen, das Churchill hielt Churchill ist der größle Schwindler und polikische Betrüger aller Zeiten. Das einzige Versprechen, das er bisher gehalten hat, waren seine Worte:„Ich habe dem englischen Volk nichts anderes zu bielen als Blut, Schweiß und Träuen“. R Acht neue Ritterkreuzträger des Heeres Berlin. 26. Januar. Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: Oberst Gustav von Zaugen, Führer einer Insanterie=Division; Oberst Smilo Freiherr von Lüttwitz. Kommandeur eines SchützenRegiments: Oberstleutnant Hubert Ritter von Heigl. Kommandeur eines Pionier=Vataillons; Oberentnant Paul Dowerk, Kompanieches in einem Insanterie=Regiment; Leutnant Hermann Rusvert, Zugführer in einem Infanterie=Regiment: StabsseldHelmut Wierschin, Zugführer in einem Panzer=Regiment; Oberfeldwebel Josef Reisig, Zugührer in einem Insanterie=Regiment: Obergefreiter -lob Pelzer in einem Insanterie=Regiment. Rumänischer General erhielt das Ritterkreuz Berlin, 26 Januar. Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Brigade-General Mihal Lascar. Kommandeur einer ramänischen Gebirgsbrigade. Brigade=General Mihai Lascar hat sich wegen seiner persönlichen Tapferkeit und der vorbildlichen Führung der von ihm befehligten Gebirgsbrigade wiederholt ausgezeichnel. So warf er am 26. November 1941 den stark verschanzten Gegner aus Alau und stürmte aus eigenem Entschluß mit seinen tapferen rumänischen Gebirgsjägern die Höhen ostwärts des Kapellenberges. Einen Tag später nahm seine Brigade nach hartnäckigem Bunkerkampf eine wichtige Höhe, die für die Führung des weiteren Kampfes von besonderer Bedeutung war Am 17. Dezember führte General Lascar seine Truppen persönlich in vorderster Linie zum Sturm auf den Ort Korlowka und die wichtigen Höhen von Tschorbuny. Durch diesen mutigen Einsatz wurde die Verbindung mit einer deutschen Angriffsgruppe hergestellt und hierdurch wurden die Vorbedingungen für die weiteren erfolgreichen Angriffe geschaffen. Mit der Verelihung des Ritterkreuzes an General Lascar, der bei seinem persönlichen Mut und der oft bewiesenen Kaltblütigkeit seinen Soldaten ein Vorbild ist, wird auch seine tapfere Brigade ausgezeichnet, die im Verband der anderen rumänischen Truppen seit dem 22. Juni auch in den harten Kämpfen des Winters nunmehr schon sieben Monate ununterbrochen Seite an Seite mit dem deutschen Heer in treuer Waffenkameradschaft kämpft. Brigade=General Mihai Lascar wurde an 8. 11. 1889 geboren. Nach dem Besuch der Kadettenschule wurde er im Juli 1910 zum Leutnant befärdert. Nach Absolvierung der Kriegsakademie war er von 1922 bis 1929 in Generalstabsstellungen tätig und später sechs Jahre lang Kommandeur des 2 Infanterie=Regiments. Von 1929 bis 1931 wurde er als Souchef im Generalinspektorat der rumänischen Luftwaffe verwendet. Tonsilmwagen vollen zur Front Berlin, 26. Januar. Von der Reichspropagandaleitung der NSDAP. ist dem deutschen Ostheer eine größere Anzahl von Tonfilmwagen zur Verfügung gestellt worden, von denen ein Teil am Sonntag auf dem Wege zum Südabschnitt die Hauptstadt des Generalgouvernements Krakau passierte. Zwei weitere Kolonnen befinden sich auf dem Wege zum mittleren und nördlichen Abschnitt der Ostfront, um auch dort in den Ruhestellungen unserer Feldgrauen Entspannung nach den harten Kämpfen zu bieten. Wir sind nur Rädchen echung von Wolfgang Federau Vom Personalbüro war die Nachricht durchgesickert und hatte sich durch all die Zimmer des großen Gebäudes verbreitet:„Doktor Säumenicht ist erkrankt und wird voraussichtlich für längere Zeit seinen Dienst nicht wieder aufnehmen können.“ Und es wurde in diesem Zusammennang auch die Krankheit selbst genannt, eine nicht alltägliche Krankheit, mit einem komplizierten wissenschaftlichen Namen. Eine langwierige, schmerzhafte und wohl auch kostspielige Krankheit, aber nicht lebensgefährlich. Es gab viel Kopfschütteln hin und her, gerade in diesem Falle. Denn Siumenicht— nun ja, niemand aus dem Betrieb konnte sich erinnern, daß Säumenicht überhaupt je erkrankt gewesen war, in all den vergangenen Jahren und Jahrzehnten. Immer hatte er sich gewundert, wenn einer Kollegen mal gesehlt hatte, aus dem oder jenem Grunde, wegen Erkältung, wegen Grippe, wegen Rheuma oder derlei, immer hatte er auch die Nase gerümpft und gesagt: „Versteh' ich nicht. Daß man so anfällig sein kann, daß einen jede Kleinigkeit hinschmeißen kann. Haben alle keinen Murr in den Knochen, keine richtige Widerstandskraft. Ich für meinen Teil— erstens werde ich nicht krank, weil ich nicht krank werden will, und zweitens werde ich es nicht, weil ich es mir einfach nicht leisten kann. Was soll hier aus meiner Abteilung werden, wenn ich nicht da bin? Keiner weiß in all den unzähligen und wichtigen Einzelheiten so genau Bescheid wie ich, der ich in ihnen sozusagen groß geworden bin. Keiner könnte mich ersetzen — es würde in kürzester Zeit alles drunter und drüber geden: Ja, das war seine Einstellung gewesen, und weil er so dachte, weil er seit jeher so gedacht hatte, hatte er auch nie richtig seinen Urlaub genommen. Es stand ihm ein ganz schöner Urlaub zu, rund vier Wochen im Jahr, aber er zerlegte ihn regelmäßig in lauter kleine Teilabschnitte von etwa acht Tagen— von höchstens acht Tagen, wohlgemerkt. Ja, und nun lag er selbst auf der Nase, der kleine rührige Doktor Säumenicht. Jetzt hatte es ihn gepackt, und es würde nicht mit einer Woche abgetan sein. Freilich— Säumenicht selbst dachte während der ersten zwei oder gar drei Wochen weder an seine Arbeit, noch an seine Kollegen und das, worüber sie etwa reden mochten. Er war vollauf damit beschäftigt, krank zu sein. Mählich erst, mit langsam wiederkehrenden Kräften, wurde das anders Mit immer wachsender Ungeduld sah er seiner endgültigen Genesung entgegen, und wenn seine Frau sich für einige Zeit an seinem Bett niederließ, um ihm ein wenig die Zeit zu vertreiben, dann wurde er nicht müde, vor ihr seine Sorgen auszubreiten, über all das, was inzwischen in seinem Betrieb geschehen sein mochte. Eines Tages war es dann so weit, durfte er, mit Einwilligung seines Arztes, seinen Dienst wieder aufnehmen. Er hatte, aus einem gewissen Aberglauben heraus, nichts vorher darüber verlauten lassen, und so erschien er an diesem Morgen völlig unerwartet in seinem Büro. In seinem Zimmer saß Bellmann, der junge Bellmann, den man— das wußte Säumenicht schon. seit langer Zeit— mit der Vertretung des Erkrankten beauftragt hatte. Säumenicht mochte ihn gern, er hatte ihn vom ersten Tage an ut leiden können, weil er immer so frisch und stets guter laune war. Ueber seine Fähigkeiten und Leistungen hatte Säumenicht nie versucht, sich ein Bild zu machen, ihre Arbeitsbereiche hatten ja auch zu wenig miteinander zu tun gehabt. Sehr überrascht sprang Bellmann hinter seinem Schreibtisch auf, schüttelte dem Eintretenden herzlich die Hand. „Das ist ja großartig, Doktor“, sagte er,„daß Sie wieder da sind. Hoffentlich nun endgültig wiederhergestellt?“ „Ich denke doch“, bedankte sich Säumenicht, und es gab dann noch ein kleines Geplauder über Krankheiten im allgemeinen und seine, Säumenichts, Krankheit im besonderen. Bis schließlich, zögernd und mit leisem Herzklopfen, der wieder gesund Gewordene leise die Frage stellte:„Und hier— bei mir, wie ist das inzwischen gegangen?“ „Ach“, lächelte Bellmann beruhigend,„keine Sorge. Es war mir ja ein fremdes Gebiet, anfangs, aber ich habe mich ziemlich rasch hineingefunden. Und wenn es auch anfänglich nicht ganz einfach war, Ihr Pensum so mitzuerledigen, und mich etwas hart in Anspruch nahm, es lief doch alles ganz glatt. Und ich habe meinen Ehrgeiz darein gesetzt, Ihnen keine Reste nennenswerter Art zurückzulassen...“ Säumenichts Gesicht blied unbewegt. Er bedankte sich noch einmal und sehr herzlich, dann ließ ihn der andere allein. Für kurze Zeit, bis die Kameraden kommen würden, den Genesenden willkommen zu heißen. Doktor Säumenicht trat ans Fenster und schaute auf die Straße hinunter. Aber er nahm nichts von dem wahr, was draußen vorging. Eine große Trauxigkeit griff von seiner Seele Besitz. „Er hat das so nebenher gemacht", dachte er.„Viel gearbeitet hat er, natürlich— aber er ist ja jung und robust und fähig ihn schmeißt so leicht nichts um. Aber dennoch: nebenher! Mein ganzes, schweres Pensum machte er nebenher. Und ich dachte...“ Er versank in Grübeln. Aber je tiefer er nachsann, besto mehr lockerte sich langsam der harte schwere Reif, der sein Herz umklammert hielt Es ist alles ganz anders, als ich es vordem immer gedacht hatte:— es ist nichts zusammengebrochen und in Verwirrung geraten, es ist alles geruhig weitergelaufen. Ich könnte noch ein Jahr lang krank sein, und es würde ebensa weiterlaufen. Man ist eden doch nur ein Rädchen in einem großen Getriebe. Das Rädchen kann schadhaft werden oder gar zerbrechen, und der Mensch kann krank werden oder selbst sterben... was tut es? Mensch und Rädchen, sie werden ausgewechselt, sie werden ersetzt, und die Maschine läuft weiter. Auch das Leben läuft weiter. Ist das nun traurig? Nein, es ist gut so, es ist sehr gut so. Zu wissen, daß man sterben kann, aber daß das Leben bleibt— es ist ein großer Trost. Es macht bescheiden, aber es macht auch glücklich. Denn aufs Leben, darauf allein kommt es an. Komisch, daß ich so lange Zeit brauchte, um diese einfache Wahrheit zu begreifen. Sein Gesicht hellte sich auf. Nächstes Jahr, dachte er, da werde ich mit Gabriele eine ganz lange Ferienreise machen. Sie hat es sehr verdient, um mich... Da klopfte es, seine Kameraden kamen, ihn zu begrüßen. Er lächelte ihnen entgegen, eine stille Heiterkeit strahlte aus seinem Antlitz. „Er hat sich mächtig verändert", flüsterten sie sich zu, äußerst erstaunt, als sie wieder draußen im Korridor standen.„Aber zu seinem Vorteil. Er ist, man kann das ohne Uebertreibung sagen, ein neuer Mensch geworden.“ gehören zusammen! Von R Urban Um vier Uhr nachmittags marschierte das Bataillon in das Städtchen ein. Es roch nach Schweiß und Leder, die Gesichter der Manner waren grau vom Staub. Hinter ihnen lagen die endlosen Sträßen, die Schlacht von Frankreich und der Sieg. Heute traten ihre schweren Marschstiefel wieder den Boden der geliebten Heimat. Und morgen ging es weiter. Wohin? Das weiß man nicht. „Wir gehören zusammen, wie der Wind und das Meer—“ sang die Kompante, die an der Spitze marschierte. Wohin morgen? Was kümmert es heute den Soldaten. Zum Städtchen hinaus und weiter auf der Straße, die sich in der blauen Ferne mit dem Himmel traf und an deren Ende doch wieder Kampf und Sieg standen. Halt! Die Kompanien rückten mit den Quartiermachern nach den verschiedenen Richtungen ab. Feldküchen rauchten. Nach dem Abendessen begann der Bummel durch die Stadt, die heute soviel Türen und Fenster mit Mädchen dazwischen hatte. Es war ein Abend, so schön und freundlich. Die drei Musketiere vom Stoßtrupp zwo hielten vorerst an der Ecke bei ihrem Quartier, um sich zu orientieren. „Bin müde wie ein Hund“, knurrte der Oberschütze Heiß, „am liebsten möchte ich in die Klappe gehen.“ „Ich habe Durst“, meinte der Gefreite Kral,„es riecht nach Bier.“ „Wollen einmal das nette Muttchen fragen“, sagte der Schütze Hammerstein,„wo hier was los ist.“ Und setzte sich auch schon nach der Haustür schräg gegenüber in Bewegung, in der eine Frau stand, die schon seit einer Weile mit freundlichem Ernst herübersah. Nur die weiße Strähne in ihrem dunklen Haar verriet, daß sie nicht mehr recht jung war. Ansonsten nichts zu tadeln. Die Auskunft dauerte den beiden anderen zu lange. Der Hammerstein, der Schwerenöter. Auch der Gefreite und der Oberschütze zwo nahmen Richtung Haustür gegenüber „Na, also“, meinte das nette Muttchen mit den Silbersträhnen,„wenn ihr wollt, könnt ihr hereinkommen. Kuchen habe ich zufällig und Kaffee ist bald gemacht.“ Der Schwerenöter Hammerstein stieß den Kameraden Reiß ur die Rippen, der Gefreite raunzte leise:„Durst!“ Dann schlurften ihre Stiefel über eine blanke Diele und polterten eine Holztreppe hoch, bis sie in einer blitzsauberen Wohnstube vor Besinnlichkeit erstarrten. Schütze Hammerstein ging natürlich mit in die Küche, allerdings kehrte er mit Enttäuschung im Gesicht und der Kaffeekanne in der Hand zurück. Es schmeckte. Auch blieb es nicht bei Kaffee und Kuchen. Der Flaschenwein mundete herrlich, obwohl man noch von Frankreich her verwöhnt war. Ein guter Tropfen. „Prost!“ sagte die Frau.„Dieser Wein hier— ja— wenn er euch nur schmeckt— dann hat er doch noch seine Bestimmung gefunden—“ Die Beklommenheit vor dem ungewohnten bürgerlichen Heim wich froher Gesprächigkeit. Bei der dritten Flasche vom goldenen Rheinwein bekam der Gefreite das heulende Elend nach einem Mädchen, das Maria hieß. Da strich ihm die seltsame Frau über das Haar und alles war wieder gut. Auch die beiden andern fühlten mitunter diese weiche Frauenhand, die soviel Wärme und Mütterlichkeit ausstrahlte. „Ihr Jungens und ich“, so sagte die schöne Frau,„wir gehören irgendwie zusammen. Ich wollte, ich könnte so mit euch marschieren" „Ja Muttchen, das wäre fein“, meinte der Oberschütze Heiß und lehnte seine Wange an die volle Schulter. Es wurde Zeit. Und sie standen wieder unten in der Diele, die nach Sauberkeit roch, aber keiner wollte recht gehen. Soldaten sind Soldaten. „Wir gehören zusammen“, summte der Schütze Hammerstein und schob seine Hand unter den Arm der netten Wirtin. „Ja“, sagte die Frau, und in ihren Augen begann es seucht zu schimmern,„kommt gut wieder! Mein Junge, der ist bei Radom gefallen.“ Schweigen. Jeder wollte etwas sagen, doch es fehlte das Wort. So sah einer den andern verstohlen an und dann knallten ihre Stiefelabsätze zusammen, so stramm und gleichzeitig, als wäre eben ihr Kommandeur eingetreten. Zackig war die Wendung, und schweigend schritten sie zum Tor hinaus. Und schweigend legten sie die kurze Strecke bis die kurze Strecke Weges zu ihrem Quartier zurück. Die drei Musketiere vom Stoßtrupp zwo schwiegen auch noch, als die Kompanie im Morgengrauen weitermarschierte, stumm und verdrossen, wie es die ersten zwei Kilometer mit sich bringen, da noch Schlaf und Müdigkeit in den Gliedern liegen. Aber dann begannen die Vögel zu singen, vorne der Kompanieführer unterdrückte ein Gähnen, bevor er mit einem Fragezeichen im Gesicht seinen Kopf wandte, worauf alsbald das Lied erklang, in dem es heißt:„Wir gehören zusammen wie der Wind und das Meer—“ Da brüllten auch jene drei Musketiere mit, daß das Laub der spärtichen Pappel am Wegrand raschelte. Und so ziehen sie weiter auf ihrer grauen Straße, an deren Ende wieder einmal als leuchtendes Fanal Kampf und Sieg stehen werden. Die Macht der Fahne Von Friedrich Wilhelm Pirwitz. Die Fahne der schwarzen Dragoner zu Schwedt war so pulverdampfgeschwärzt und von Kugeln zersetzt, daß sie nicht mehr entrollt werden konnte und stets im Futteral getragen werden mußte. Mein Urgroßvater hat unter ihr gedient, fünfundzwanzig Jahre lang, bis ein Nervenschlag ihn vom Pferd herunterholte; da war es aus. Er konnte nicht mehr stehen und gehen, geschweige denn reiten. Aber einmal stand er doch noch, sogar stramm, und die Ursache dieses Wunders war die alte Dragonerfahne. Sie war in einem der Franzosenkriege verlorenzegan, aber 1870 holte sich das ruhmreiche Regiment seine hne wieder. Eines Tages standen die Schwedter Bürger freudigen Herzens auf den Straßen von Schwedt und erwarteten den Einzug des siegreichen Regiments Auch mein Ahne, der alte Rablow, ließ sich dorthin bringen. Auf Krücken gestützt und von zweien meiner Urgroßtanten gehalten, stand er in der Menge und wartete auf sein Regiment. Endlich kam der große Augenblick. Musik klang auf, fernes Hurrarufen. Die Schwedter reckten die Hälse und Vater Radlow drängte nach vorn. Bereitwillig machte alles dem Veteranen Platz. Jetzt kamen sie! Unter den Klängen des Hohenfriedberger Marsches ritten die Schwadronen heran. Vieltausend Hufe klapperten aus dem Pflaster, die Gäule wieherten und spitzten freudig die Ohren. Ein Dunst warmer Pferdeleiber wehte herüber zu Großvater Radlow. Als die Fahne nun unter brausenden Hurrarufen der Schwedter vorbeizog, geschah etwas Seltsames. Der alte Soldat ließ plötzlich die Krücken fallen, stieß die beiden Frauen beiseite und— stand! Stand stramm angesichts des alten, wiedergewonnenen geliebten Feldzeichens. Stand so minutenlang, was er seit Jahr und Tag nichk mehr vermocht hatte. Die Offiziere sahen den Veteranen stehen, sahen wohl auch die verschmähten Krücken liegen und salutierten mit dem Degen. Großvater Radlow aber sah der Fahne nach und Tränen der Freude rannen über sein altes Gesicht, hinab in den eisgrauen Bart. Dann brach er zusammen und bedurfte wieder der Krücken und liebevoller Stützung. Er hat noch manches Jahr als Militärinvalide in Schwedt gelebt, aber stehen konnte er nie mehr. Kein Arzt und keine Pflege erreichten das, was für einen heiligen Augenblick nur einer Macht gelang: der Gewalt der alten schlachtzersetzten Preußenfahne aus König Friedrichs Zeiten. Ertahrung Nun müßte man sich gut auskennen, denkt Frau Lotte.— Schöne Ware ist nicht immer gute Were. und was teuer ist, muß nicht immer gut sein. Oft trügt der Schein und gerade junge Haustrauen wissen, wie schwer es ist, richtig zu wählen, wenn Sachkenntnis und Erfahrung fehlen. Nur Erfahrung und Wissen schützen vor irrtum. Darum ist es gut für uns Frauen, zu wissen, daß auch die billigste„Camelia“. Sorte aus dem besonders saugtahigen„Camelia“. Zeilstoff-Flaum hergestellt wird, dessen Vorzüge sich erst beim Gebrauch so richtig zeigen. Zellstoff-Fleum klumpt nicht und wird nicht hart, sondern bleibt echmiegsar und löst sich im Wasser vollständig auf. Mag sein, daß anderes Material sehr schön und weich erscheint, die erfahrene Frau nimmt trotzdem nichts anderes, denn Sicherheit und Frische an allen Tagen ist eine allzulieb gewordene Selbstverstandlichkeit. Wan möchte sie nicht gerne aufs Spiel setzen Oie twvertiselge Reform-Sinde erhältlich nicht doch tmal einen gutisch: MONDAMIN PUDBING auf die Abschnitle N21Stund N22St der Nährmittelkarte drei Stück, zu verkaufen. Lemge, Echternstr. 191. Fernruf 828. Kammer-Lichtspiele Bad Salzulle Dienstag bis Donnerstag, tägl. 16 u. 19 Uhr: Maada Schneider— Wolf Albach=Rett in einem Film voller Frobsinn und berauschender Klänge: G’schichten Gus dem Wienerwald mit Leo Slezak. Georg, Alexander, Herbert Hübner, Truns van Aalten. Oskar Gabo u. a. Ein amüsanter, scharmant unterhaltender Film, der auch in ernster Zeit jedem Freude bereitet. Für Jugendliche zugelassen. Kurthealer-Lichtspiele Bad Salzullen Von Dienstag bis einschl. Montag: Ein Lustspiel von Format Kleines Mädel— Großes Glück mit Willy Eichberger, Dollv Haas. Theo Lingen, Reva Holsav, Franz Weber u. a. m. Zwei Stunden Vergnügen, Ausspannung, Schmunzeln und Lachen. Dienstag, Mittwoch u. Donnerstag je zwei Vorstellungen: 16 u. 19.30 Uhr. Für Jugendliche nicht zugelassen. Willekind-Lichtspiels Schölma Dienstag bis Donnerstag, nur 19 Uhr: Relph Artbur Robert— Geraldine Katt Meine Tochter tut das nicht mit Rolf Wanka, Erika v. Thellmann, Lina Carstens, Hilde Hildebrand, Rudolf Platte. Erich Jiedler. Verliebte Jugendstreiche, Entaleisungen väterlichen Zorns und komische Erlebnisse im Irrgarten des Nachtlebens... Grund genug zu bershaftem Lachen. Jugendliche nicht zugelassen. Central-Lichtspiele, Lage Dienstag bis Dounerstaa. 19 Uhr: Hannelore Schroth— Geraldine Katt Keine Mädchen grosse Soegen mit Dagus Servaes, Fris Odemar. Hermann Brann, Carsta Löck, Haus Brausewetter u. v. a. Jugendliche nicht zugelassen. Bei schweren Verbrennungen sofort zum Arzt, bei leichteren genügt sein Rat, und der heißt: „Brandblasen nicht aufstechen sondern eintrocknen lassen.“— Im übrigen ein schützendes Wundpflaster darauf, dessen weiches Mullkissen mit dem Brandwunden heilenden Wismut getrankt ist, also an läßt wehe Wunden schnell gesunden. Selbstbemeisterung die nur allein zum Ertola in jeder Hinsich führt, Orlernen Sie richtig, mündlich und schrittlich durch Frans Mergelsberg, Perchagoge, München 13. Posttach 4e Fen-u. Maltereme sowie Hautöle vorrätig. Salon Salmann, Detmold Detmold. 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S Heli Zinkenzeller— Erst von Klipstein in 2 Alarmstule U! Charlotte Dalus, Albert Lippert. Bruno Hüb= = ner. Viktor Afritsch, Friedrich Domin, Hanne= Mertens, Liesl Karlstadt. Beginn: 14.40, 16.45, 19 Uhr:“ sonntags 13.80, 14.40, 16.45, 19 Uhr. Zimmmm Für Jugendliche nicht zugelassen! iunmlcc Hania-Lichtlpiele, Lemgo Bis einschlietlich Donnerstag. Anfangszeiten: Dienstag u. Donnerstag 19 Uhr, Mittwoch 16.30 u. 19 Uhr. Der neue Spitzenfilm der Terra 2 Die Hellnerin Anna mit Franziska Kinz. Otto Wernicke, Elfriede Datzia. Hermann Brix, Gustav Waldag u. v. a. Jugendliche nicht zugelassen. Palast-Theater Lemgo Dienstag bis Donnerstag. Ein neuer Großfilm der Bavaria-Filmkunst. Anfang: Dienstag u. Donnerstaa 19 Uhr. Mittwoch 16.80 u. 19 Uhr. Willv Birgel— Karin Hardt in Kameraden Ein Film vom Kampf und Opfer eines Patrioten in der Zeit preußischer Ohnmacht und Rechtlosigkeit. Jugendliche haben Zutritt. Sielondeslheder 3a Morgen, Mittwoch, 18.30 Uhr: (außer Dauermiete) Leist. Gaatsp. 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Nun ruhe sanft in kremder Erde, still von uns beweint, bis der Himmelstriede ewig uns vereint. In stiller Trauer: Hanna Diekmann, geb. Schulze und Söhnehen Werner! Familie August Diekmann Famille Wilbelm Schulse. Lockhausen, Oldentrup, Ubbedissen, Sieker, im Januar 1942. Mit den Angehörigen trauern auch wir um einen treuen Arbeitskameraden. Wir werden seiner immer ehrend gedenken. Betriebsführer und Gefolgschaft der Firma Störmer& Sohn. Nach Gottes unerforschlichem Ratschluß verschied am 25. d. M. mein lieber, unvergelllicher Mann, unser lieber Bruder, Schwager, Onkel. Neffe und Kollege Bernhard Ebeling In tiefem Schmerz: Aenne Ebeling, geb. Kohlus, nebet Angehörigen sowie die Kollegen des Lippischen Landestheater-Oschesters. Detmold, den 26. Januar 1942. Die Belsetzung findet am Mittwoch, dem 28. Januar, nachmittags 2 Uhr, von der Kapelle des Landeskrankenhauses aus statt. Trauerfeier vorher. Heute morgen um 6 Uhr entschlief nach längerem Leiden mein lieber Mann, Onkel und Großlonkel, der Rentner August Jakob Im 79. Lebensjahre. In tiefer Trauer: Prau Laise Jakob 1 Familie Stölting. Laubke, den 25. Januar 1942. Die Beerdigung findet am Mittwoch, dem 28. Januar. nachmittags 2% Uhr, vom Trauerhause, Laubke 94, aus statt. Trauerfeier eine halbe Stunde vorher. Am Sonntag um 2 Uhr entschlief rubig und gettergeben nach kurzer, schwerer Krankheit mein innigstgeliebter Mann, unser guter Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Fritz Dreckmeier Im 73. Lebensjahre. In tiefem Schmerz: Auguste Dreckmeler, geb. Schormann] Frits Dreekmeier und Frau Luise. geb. Hollmann Auguste Dreckmeler Albrecht Dreckmeler und Frau Bertha, geb. Rottschäfer und drei Enkelkinder. Ehrsen, Ehrentrup, Knetterheide, 25. Januar 1942. Die Beerdigung findet am Mittwoch, dem 28. Januar, nachmittags um 4 Uhr, vom Trauerhause, Ehrsen Nr. 7, aus statt. Am 24. Januar, mittags 12 Uhr, wurde mein lieber, unvergeßlicher Mann, unser treuer Vater, Schwiegervater, Grollvater, Schwager und Onkel, der Apotheker Karl Meyer unerwartet Im 78. Lebensjahre heimgerufen. Die trauernden Hinterbliebenen: Emma Meyer, geb. Lange Studienrat Frits Balster und Frau Gustl, geb. Meyer Apotheker Dr. Hermann Meyer und au Ruth, geb. Christian/ Chemiker Dr. Karl Meyer und Frau I’äule, geb. Cornelius! Apotheker Otto Kern u. Frau Gertrud, geb. Meyer und acht Enkelkinder. Bad Salzuflen(Lärchenpfad 3), Wuppertal-Barmen, Duisburg-Meiderich, Schwarzheide(Oberlausitz), Wermsdorf b. Leipzig, den 26. Junuar 1942. Die Trauerfeier findet am Mittwoch, dem 28. Januar. 11 Uhr, im Hause Bad Salzutlen, Lärchenpfad 3, statt. Oberführung nach Duisburg-Meiderich. Dortselbst Trauerfeier am Freitag, dem 30. Januar, 15 Uhr, in der Gedächtniskapelle des Pfarrfricdhofes in MittelMeiderich, anschl. Beisetzung. Nach langem, schwerem, mit großer Geduld ertragenem Leiden verschied in der Nacht vom Samstag zum Sonntag unsere innigstgeliebte, unvergellliche Mutter, Großmutter, Schwiegermutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Witwe Henny Budde Im 67. Lebensjahre. Sie folgte unserem geliebten Vater nach neun Monaten. In tiefer Trauer: Lenchen Budde 1 Wilhelm Budde und Frau Irmgard, geb. Schürmann Elisabelh Budde Ruth und Burkhardt als Enkeikinder und Anverwandte. Bad Salzuflen(Wellenfeldstraße 16), 25. Januar 1942. Die Trauerfeier findet am Donnerstag, dem 29. Jan., 14 Uhr, im Trauerhause, Wellenfeldstraße 16, statt. Anschließend Uberführung nach Leopoldshöhe zur Beisetzung. Gestern nachmittag 4.30 Uhr entschlief sanft nach langem, schwerem Leiden meine liebe Frau, unsere liebe, herzensgute Mutter. Großmutter, Schwiegermutter. Schwiegertochter, Schwester, Schwägerin und Tante Hermine Lindheim geb. Lehmeier Im 56. Lebensjahre. Dies zeigt tiefbetrübt im Namen aller Angehörigen an: Rudolf Lindheim. Schötmar, den 25. Januar 1942. Die Beerdigung findet am Mittwoch, dem 28. Januar. nachmittage 3 Uhr, vom Trauerhause, Schötmar, Heldmanstraße 24, aus statt. Trauerfeier ¼/ Stunde vorher. Statt Karten Für die Beweise herzlicher Teilnahme beim Hinscheiden meiner lieben Frau, unserer guten Mutter sprechen wir allen unseren herzlichsten Dank aus. Ebenso auch allen denen unseren Dank, die unser beim Heldentode meines lieben Sohnes und Bruders in inniger Teilnghme gedachten. Familie Gottlieb Kohring. Lage, den 20. Januar 1942. Far die vielen Beweise herzlicher Tellnahme an dem so schweren Verlust, der uns durch den Heldentod unseres in Owdokalo gefallenen lieben und unvergeßlichen Sohnes und Bruders Rebert getroffen hat, sprechen wir hiermit allen unsern herzlichsten Dank aus. Hermans Homeler und Preu August Wehmeier und Frau. Hiddentrup und Kreuztal, im Januar 1942. Am Sonntagmorgen starb nach kurzer, schwerer Krankheit unser hoffnungsvoller jüngster Sohn, unser lieber Bruder, Schwager und Onkel, treuer Mitarbeiter Erich Wiese Im Alter von 16½ Jahren. In tiefer Trauer: Familie Gustar Wiese und alle Anverwandten Familie Bauer Heinrich Linke. Spork-Eichholz, den 26. Januar 1942, Die Beerdigung findet am Donnerstag, dem 29. Januar. vom Landeskrankenhause aus statt. digung Ar nachm. 3½ Uhr. Nach langer, schwerer Krankheit stard meine liebe Frau, unsere gute Mutter. Großlmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Hermine Penning geb. Hebrok. Die trauernden Hinterbliebenen. Lage, Im Januar 1942. Die Beerdigung findet am Mittwoch, dem 28. Januar 1942, um 3 Uhr vom Trauerhause, Lage, Ottenhauser Straße 10, aus statt. Trauerleier ½/ Stunde vorher. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Heimgange unserer lieben kleinen Helde sowie für die zahlreichen Kranz- und Blumenspenden sagen wir auf diesem Wege unsern herzlichsten Dank. Famille Aug. Windmann. Vahlhausen bei Detmold, im Januar 1942. Für die herzliche Anteilnahme beim Heldentode unseres lieben Paal sprechen wir allen unseren innigsten Dank aus Im Namen aller Angehörigen: Konrad Weige sen, und Frau Pauline, geb. Tarneden. Schling. im Januar 1942. Allen, die unser in den schweren Wochen anläßlich des Heldentodes unseres hoffnungsvollen Sohnes und Bruders Walter in aufrichtiger Teilnahme gedachten, dankeh wir herzlich. Familie August Kessemeler Berlebeck, im Januar 1942. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Heldentode meines lieben, unvergeßlichen Mannes, unseres herzensguten Vatera, Sohnes, Bruders, Schwiegersohnes und Schwagers sagen wir hiermit allen unseren tiefempfundenen Dank. Frau Elise Kapelle und Kinder] Familie Fritz Kapelle Familie Wilhelm Temme. Holzhausen und Horn, im Januar 1942. Krankenversicherung billiger, als Sie denken! Monatsprämie für 30jährigen bei Krankenhausbehandlung: 1. Klasse 5.80 RM.(Tarif N 2 c. St. mit 2 2 und Z 1) 2. 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Nr. 413 an die Seitung. r nimmt gelegentgten Wäscheschrank abausen nach Gelbote unter Nr. 430 Staatszeitung. r Mann kann in nheim in Lipve gute Kost gegen und Gartenarbeit sote unter Nr. 429 Staatszeitung. nkuhlenstraße—Ecke Schlüsselbund mit sseln und anderen erfragen Schötmar uner, mit grünem usen, hört auf den *. Abzugeben bei ld. Theaterplatz 3. ltere, fromm und in jüngeres, 8—12 10 Zentner schwer, cht. Angebote umter Lipp. Staatszig. n. Jugendarrest schon im ersten Jahre bewährt Der Sachbearbeiter des Reichsjustizministeriums, Landgerichtsrat Dr. Kümmerlein, berichtet, in der Sozialpolitischen Zeitschrift der Reichsjugendführung„Das junge Deutschland" über die Bewährung des Jugendarrestes während seinen jetzt einjährigen Bestehens. Schon im ersten Vierteljahr 1941 lauteten über 52 Prozent aller Urteile gegen Jugendliche auf Jugendarrest. Im Laufe des Jahres ist diese Zahl weiter gestiegen. Die Geldstrafe spielt nur noch bei Ordnungswidrigkeiten eine Rolle. Schon im ersten Vierteljahr 1941 erreichte sie keine zehn Prozent der Verurteilungen mehr gegenüber früher 25 Prozent. Auch die Haftstrafe ist gegen deutsche Jugendliche nicht mehr angewendet worden. Die Gefängnisstrafen sind auf 26,2 Prozent der Verurteilungen gegenüber früher 50 Prozent gesunken Ausschließlich Erziehungsmaßregeln sind im ersten Vierteljahr 1941 in rund zehn v. H. der Jugendgerichtsurteile angeordnet worden. Dieses Ergebnis wurde erreicht, obwohl die Anwendung des Jugendarrestes nicht zwingend vorgeschrieben ist. Dieser große Erfolg darf eber, wie der Referent hervorhebt, den Blick dafür nicht trüben, daß der Jugendarrest kein Allheilmittel ist. Es muß verhindert werden, daß die Gefängnisstrafe zu stark zurückgedrängt wird und Jugendliche in den Jugendarrest kommen, die nicht hineingehören. Auf der anderen Seite dürsen nicht kleine Ordnungswidrigkeiten in den Bereich des Jugendarrestes gezogen werden. Den Anwendungsbereich des Jugendarrestes bilden die leichten und mittleren Straftaten gutartiger Täter, die durch den Jugendarrest energisch aufgerüttelt und zur Ordnung gerufen werden können. Die Berichte der Jugendrichter aus allen Gauen stimmen überein, daß sich der Jugendarrest bei richtiger Anwendung als ein geeignetes Zuchtmittel bewährt habe. Er hat sich bereits in der kurzen Zeit seines Bestehens eine beherrschende Stellung im Jugendstrafrecht errungen. Wie bei der Gesamtkriminalität überwiegen auch bei der Anwendung des Jugendarrestes die Vermögensdelikte mit 50 bis 65 Prozent aller Verurteilungen. Sittlichkeitsdelikte sind von 3 bis 10 v. H., Roheitsdelikte bis zu 8 Prozent, Vergehen gegen die Arbeitsdisziplin von 8 bis 18 v. H., Berufsschulversäumnisse von 3 bis 20 v. H. und Uebertretungen der Polizeiverordnung zum Schutze der Jugend mit 5 bis 12 Prozent vertreten. Kinderbeihilfen werden vierteljährlich gezahlt Der Reichsfinanzminister hat das Verfahren bei der Auszahlung von Kinderbeihilfen ab 1. April neu geregelt. Aus Gründen der Vereinfachung wird die Kinderbeihilfe künftig in Vierteljahresbeträgen Mitte Mai, Mitte August, Mitte November, Mitte Februar eines jeden Jahres ausgezahlt. Die monatliche Auszahlung erfolgt nur noch auf ausdrücklichen Antrag. Die vierteljährlich zahlbare Kinderbeihilfe kann ferner ab 1. April auch auf ein Konto bei einer Sparkasse, einer Bank oder einem anderen Kreditinstitut überwiesen werden, wenn der Kinderbeihilfsberechtigte es beantragt. Die Ueberweisung der Kinderbeihilfen auf ein Konto bringt beachtliche Vorteile. Er kann über das Guthaben jederzeit verfügen. Er kann das Geld aber auch für künftige Zeit sparen. Die Kinderbeihilfe von monatlich RM 10.—, die von der Geburt des Kindes ab regelmäßig gespart wird, ergibt, wie in der„Deutschen Steuerzeitung“ mitgeteilt wird, nach 21 Jahren unter Einrechnung von aufgelaufenen Zinsen ein Kapital von etwa RM.3 000.—. Ein solcher Betrag kann eine spürbare Hilse bei der Ausstattung der Töchter oder bei der Ausbildung der Söhne sein. Ueber die Sparbeträge kann nach Maßgabe der Kündigungsbestimmungen aber auch jederzeit verfügt werden. Verbraucherhöchstpreise für Obst und Gemüse ab 27. Januar 1942 in Reichspsennig. Diese Preise dürsen nicht vom Erzeuger genommen werden. Die Erzeugerpreise können bei den Bürgermeistern der Gemeinden erfragt werden. Gemüse: Grünkobl je 500 a bis 11: Rotkobl bis 11: Rosenkohl bis 39; Weißkobl(A=Ware) bis 8: Wirsing bis 11: Möhren ohne Laub Nantaiser bis 11; andere Sorten rote Möhren gewöhnl.) bis 8; Schwarzwurzeln bis 42; Steckrüben, geputzt, bis 6; ungeputzt bis 5: Rote Beete bis 8: Feldsalat großblättrig bis 45: kleinblättrig bis 58: Sellerie ohne Laub bis 20: Spinat bis 19: Suppengrün ie Bündchen bis 10: Porree Größe 1 35 mm Durchm. und mehr je 500 g bis 24: Größe 2 über 10 mm Durchm. und mehr bis 20; Zwiebeln, Größe 1 bis 12; Größe 2 und gemischt bis 11. Kartosseln: gelbe Sorten, 5 ka 0.43 RM., 50 kg 3.70 RM.; weiße, rote und blaue 5 ka 0.40 RM., 50 kg 3.40 RM. Obst: Birnen= und Aepfelpreise unverändert. Die erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen beachlen! Durch den leichtfertigen Umgang mit Lötlampen ist schon m zahlreichen Fällen wertvolles Volksvermögen vernichtet worden. Da sich ein derartiger Fall erst dieser Tage wieder im Lipperlande zugetragen hat, weisen wir darauf hin, daß alle Arbeiten mit Lötlampen nur von gelernten Fachkräften unter Anwendung der erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen ausgeführt werden dürfen. Fahrlässiger Umgang mit Lötlampen oder sonstigen Erwärmungsmitteln wird mit Gesängnis bestraft. Einsendung von Heimarbeiterlisten. Der Reichstreuhänder der Arbeit für das Wirtschaftsgebiet Westfalen=Niederrhein gibt bekannt: Im Januur 1942 sind wieder die Listen der in Heimarbeit Beschäftigten im Wirtschaftsgebiet Westfalen=Niederrhein in zweifacher Aussertigung beim zuständigen Arbeitsamt einzureichen. Die Listen müssen sämtliche Namen der Heimarbeiter enthalten, die im Kalenderjahr 1941 beschäftigt wurden, und zwar auch die Heimarbeiter, die inzwischen bereits ausgeschieden sind. Die vorgeschriebenen Vordrucke sind unentgeltlich von den Arbeitsämtern zu beziehen. Unsere Glückwunschecke Ihren 81. Geburtstag feiert heute Frau Witwe Berabahn, Herrentrup Nr. 48; 80 Jahre alt wurde gestern Karl Poggemeier, Bad Salzuflen, Bahnhofstraße 23; ferner vollendeten heute ihr 70. Lebensjahr der Beamte a. D. Fritz Wöhning, Detmold, 55er Straße 2, und Frau Meta Krückeberg, geb. Schenck, Detmold, Richthosenstraße 2. Wir gratulieren! 9erdünkelsing von reute 18.06 Uhr bis morgen fröh 9 20 Uhr Sonnen Aufgang 8.50"— Mond Aufgang 13.46 Sonnen-Unterg., 17.36- Mond-Unterg. 4.32 Kaptlt. Hardegens Mutter wohnt in Detmold Ein Besuch bei der Mutter des erfolgreichen A=Boot=Kommandanten— Er trägt den Offizierdegen von Paul König, dem Weltkriegs=Kapitän von A„Deutschland“ Mit stolzer Freude und Genugtuung vernaym das deutsche Volk am Sonnabendmittag die Kunde von dem schweren Schlag, den deutsche U=Boote bei ihrem ersten Auftreten in nordamerikanischen und kangdischen Gewässern der seindlichen Handelsschiffahrt zugefügt haben. Unmittelbar vor der seindlichen Küste versenkten sie, wie es in der Sondermeldung hieß, 18 feindliche Handelsschiffe mit zusammen 125000 Bruttoregister= tonnen.:„Bei diesen Kämpfen hat sich besonders das Unterseeboot des Kapitänleutnants Hardegen ausgezeichnet; es versenkte allein acht Schiffe mit 53000 Bruttoregistertonnen, darunter drei Tanker vor Neuyork.“ Es wird unsere Leser ganz besonders interessieren, daß die Mutter des kühnen U=Boot=Kommandanten Hardegen seit zwei Jahren in Detmold, Emilienstraße 14, wohnt. Ihr Sohn Reinhard wurde am 18. März 1913 als Sohn des Studienrats Dr. Friedrich Hardegen in Bremen geboren, steht also im 29. Lebensjahre. Sein Vater ist im Weltkrieg gefallen. 1933 trat Reinhard Hardegen in die junge deutsche Kriegsmarine ein. Kapitän Paul König, der vom Weltkriege her bekannte Kommandant von U „Deutschland“, ein naher Freund des Hauses, befürwortete seinen Eintritt in die Kriegsmarine und schrieb damals über ihn, er hielte ihn für besonders befähigt dafür. Er schenkte ihm noch kurz vor seinem Tode seinen Offizierdegen, der ihm als Kadett dann feierlich überreicht wurde. Nach einer Reise um die Welt auf dem Kreuzer„Karlsruhe" wurde er bald zu den Marinefliegern kommandiert. Am 1. Oktober 1939 trat er dann zur U=Boot=Waffe über und ist seit einem Jahr U=Boot=Kommandant. Auf mehreren erfolgreichen Fahrten hat er bereits 66000 Bruttoregister= tonnen feindlichen Schiffsraum versenkt, so daß er mit seinem Boot nunmehr über 100000 Bruttoregistertonnen vernichtet hat. Unter den hervorragenden Leistungen deutscher U=BootKommandanten wird die Tat des Kapitänleutnants Hardegen für alle Zeiten mit an erster Stelle genannt werden. Wir freuen uns, daß ihn so nahe verwandtschaftliche Beziehungen auch mit Lippe verbinden und sprechen ihm und einer Mutter zu seinem großen Erfolge die besten Glückwünsche aus. Mhd. Die reichseinheitliche Raucherkarte Für Männer über 18 und Frauen über 25 Jahre Im Inleresse einer zweckmäßigen und gerechleren Versorgung mit Tabakwaren ist nunmehr reichseinheitlich eine kontrollkarte für den Einkauf von Tabakwaren für den Einkauf Anordnung des Reichswirtschaftsc durch entsprechende ministers eingeführt worden. Die Produktion von Tabakwaren hielt sich bisher trotz des Ausfalls erheblicher überseeischer Rohtabakzufuhren im Durchschnitt noch auf der Friedenshöhe. Wenn gleichwohl gewisse Spannungen in der Versorgung eingetreten sind, so lag das an der allgemein gesteigerten Nachfrage, ferner an der bevorzugten Versorgung der Wehrmacht, aber auch an Transportschwierigkeiten der Erzeugungsländer und an einer in zunehmendem Maße zu beobachtenden Vorratsversorgung der Raucherkreise. In mehreren Bezirken des Reiches hatte man bereits bisher gute Erfahrungen mit der Raucher=Kontrollkarte machen können. Die reichseinheitliche Raucherkarte wird nach Maßgabe des Verbrauchs ausgegeven, ohne daß ein Anspruch auf bestimmte Mengen festgesetzt wird.. Nach der Anordnung des Reichswirtschaftsministeriums erhalten Männer über 18 Jahre auf Antrag eine Kontrollkarte, M, die mit Tagesabschnitten versehen ist und zum täglichen Einkauf in einer beliebigen Tabakwarenverkaufsstelle des Reiches, einschließlich der Gaststätten und Kantinen berechtigt. Frauen über 25 Jahre wird eine KontrollkarteF auf Antrag ausgehändigt, die mit der Hälfte der Tagesabschnitte der Kontrollkarte M ausgestattet ist. Soldaten in der Heimat erhalten durch ihre Wehrmachtdienststellen ebenfalls eine M=Karte zum Einkauf in Wehrmachtkantinen oder einer beliebigen Tabakwarenverkaufsstelle. Fronturlauber erhalten einen besonderen Kontrollausweis auf Grund ihres Urlaubsscheines von den Dienststellen, die für die Ausgabe der Ernährungskarte zuständig sind. Durch die allgemeine verbindliche Einführung der Kontrollkarte wird eine gleichmäßige Verteilung der für den Bedarf der Bevölkerung zur Verfügung stehenden Tabakwaren herbeigeführt. Diese Entscheidung nimmt Rücksicht auf den Wunsch der Frauen, ihren Männern an der Front etwas schicken zu können. Die Verkäufer in den Tabakwarengeschäften usw. stellen die Raucherkarte aus gegen Abtrennung des Abschnitts F der Reichskleiderkarte. Aus technischen Gründen ist für die Einführung in den einzelnen Landeswirtschaftsämtern eine Zeitspanne zwischen dem 26. Januar und dem 15. Februar gelassen. Es kann also sein, daß das eine Wirtschaftsamt die neue reichseinheitliche Karte früher einführt als das andere. Jeder Fabrikant hat seinen Einzelhändler entsprechend der Vergleichszeit zu beliefern. Ein besonderer Vorteil der Kontrollkarte liegt darin, daß der Verbraucher nicht für den Bezug von Tabakwaren an eine bestimmte Verkaufsstelle gebunden ist und daß ermöglicht werden soll, daß die Verbraucher, soweit die Bestände im Einzelhandel jeweils reichen, sich auch für einen längeren Zeitabschnitt unter Hingabe der Kontrollmarken eindecken können Nicht ausgenutzte Tagesabschnitte verfallen, mit Ausnahme der jeweils beiden letzten Abschnitte. Ausdrücklich sei nochmals hervorgehoben, daß irgendein Anspruch auf Belieferung mit Tabakwaren selbstverständlich nicht besteht. Neues aus der Landeshauptstadt Ein Waldvogel, aus dem ein Stadtvogel wurde Noch vor einigen Jahrzehnten war die Amsel, die auch der Namen Schwarzdrossel führt, ein scheuer Waldrogel, der die Nähe des Menschen mied. Nur im strengen Winter, wenn Frost und Schnee ihr draußen die Nahrungssuche erschwerten, kam sie auf der Futtersuche in die Gärten der Dörfer und Städte. Inzwischen haben sich die Lebensgewohnheiten der Amsel wesentlich geändert. Sie ist schon lange kein ausschließlicher Waldnogel mehr, sondern nistet auch mitten in der Großstadt. In Anlagen und Parks ist sie neben dem Sperling— und vielleicht auch dem Star— der häufigste Vogel; und größere Gärten, in denen kein Amselpärchen nistet, dürften selten sein. Vielfach trifft man ihr Nest sogar in Mauerlöchern der Höfe an, an Hausipalieren und in den Bäumen und Sträuchern auch der kleinsten Gärten. Diese Anpassung an jede Umgebung ist wohl nur bei wenigen Singvögeln anzutreffen. Die auffällige Zunahme der Amsel erklärt sich ohne weiteres aus der Tatsache, daß ein Pärchen durchschnittlich zwei bis drei Bruten im Jahr großzieht. Das war früher nicht so, und die im Walde lebenden Schwarzdrosseln dürften auch heute noch höchstens zweimal zur Brut schreiten. Man darf wohl annehmen, daß die stärkere Fortpflanzung der„städtischen“ Amseln auf eine reichlichere und bequemere Ernährung zurückzuführen ist. Stellenweise haben die Schwarzdrosseln so überhand genommen, daß fast von einer Plage gesprochen werden kann. Besonders Gartenbesitzer, denen die schmucken Vögel im Sommer die Erdbeerbeete und Kirschbäume plündern, sind ihnen oft arg gram. Auch sagt man der msel nach, daß sie sich gewöhnlich an den Nestjungen kleinerer Singvögel vergreife. Inwieweit ihr diese Raubvogelgelüste mit Recht vorgeworfen werden, läßt sich schwer sagen. Wahrscheinlich handelt es sich aber um ausnahmsweise Entartungserscheinungen, die nicht gut der ganzen Sippe zur Last gelegt werden können. Jedenfalls steht fest, daß die Amsel als Vertilgerin von schädlichen Insekten und wertlosen Abfällen trotz kleiner Untugenden ein nützlicher Vogel ist, der unseren Schutz verdient. Vor allem aber lieben wir die Schwarzdrosseln, weil sie einer unserer besten Sänger ist. Ihre feurigen und melodischen Strophen erfreuen uns vom zeitigen Vorfrühling bis tief in den Sommer hinein. Die WHW.=Veranstaltung nicht vergessen! Komiltige Programm wird unter Leitung von Spielleiter Heinz Schien von der Künstlerschaft des Lippischen Landestheaters ausgeführt. Den musikalischen Teil bestreitet Kapellmeister Alfred Fürch. Wir behaupten jedenfalls nicht zu viel, wenn wir sagen, daß die Besucher der Veranstaltung einige schöne Stunden erleben werden. Der Vorverkauf für den Abend hat bereits begonnen. Amtswalterinnen der NS.=Frauenschaft bieten die Karten an, die im Vorverkauf 1,20 RM. und an der Abendkasse 1,50 RM. kosten. Soldaten erhalten Eintrittskarten nur in der NSV.=Geschäftsstelle. Wiesenstraße 3. RSB.=Kindergarten bis auf weiteres geschlossen. Durch besondere Umstände mußte der NSV.=Kindergarten der Landeshauptstadt(Hotel„Zum Hermann") bis auf weiteres geschlossen werden. Die Wiedereröffnung wird den Eltern rechtzeitig zur Kenntnis gegeben. Kursus für Säuglingspflege. Am Montag, dem 9. Februar, 19.30 Uhr, beginnt in der Mütterschule ein Kursus für Säuglingspflege. Der Kursus findet zu mal beträgt 4 RM. Alle Mütter und Mädchen sus für Säuglingspflege. Der Kursus findet zweiwöchentlich 5 Wochen lang statt. Die Kursusgebühr igt 4 RM. Alle Mütter und Mädchen über 18 Jahre, auch die nichtorganisierten, sind herzlich eingeden. Anmeldungen nimmt die Mütterschulleiterin täglich zwischen 11 und 12 Uhr entgegen. täglich zwischen Nähstube der Frauenschaft gAD Uhr entgegen. rauen. Die Mitglieder der NS.= — der Fra schaft und des Deutschen Frauenwerks, OrtsDetmold=Süd. nähen heute, Dienstag. ab 15 Uhr in der Nähstube in der„Herberge zur Heimat“. Auch nichtorganisierte Frauen können mithelfen. Bestandene Prüsung. Der Obersekretär Karl Tölle in Detmold, Werresträße 7, der lange Jahre in der Verwaltung des hiesigen Landeskrankenhauses tätig war, hat vor der Sparkassen= und Verwaltungsschule der Regierung in Litzmannstadt die Inspektorenprüfung bestanden. Tölle ist seit dem 1. April 1941 bei dem Amtskommissar Kalisch=Land im Warthegau beschäftigt. Letztes Sastspiel Harald Junk im Landestheater. Es wird noch einmal besonders auf das letzte Gastspiel des beliebten Operettentenors Harald Junk(Duisburg) am Mittwoch, 28. Januar, in Lehärs Operette„Das Land des Lächelns“ hingewiesen. Ganzjährige Spielzeit im Lippischen Landestheater Erfreulicher Beschluß des Theatervereins— Winterspielzeit bis 3. Mai verlängert In einer Mitglieder=Versammlung des Lippischen Theatervereins(Land Lippe, Stadt Detmold, Kreis Detmold spiel zufül nur für knapp 7 Monate verpflichtet 9=Monats=Verträge erhalten sollen. * Dieser Beschluß des Lippischen Theatervereins wird von allen Theaterfreunden in Stadt und Land dankbar begrüßt werden; er bedeutet ein Geschenk an unser Theaterpublikum, für das sich dieses durch regen Besuch der erstmalig schon in der gegenwärtigen Spielzeit zusätzlich veranstalteten Aufführungen erkenntlich zeigen wird. Die Winterspielzeit wird um vier Wochen, d. h. bis Sonntag, 3. Mai, verlängert. Landestheater rückt damit nun ebendas Lippische in die Reihe derjenigen deutschen Bühnen, die in Das falls den letzten Jahren eine Erweiterung ihrer Spielzeiten vorgenommen hal eindeutio" Landest! Rasing hervor. Sie ist ferner ein überzeugender Beweis für den im Kriege nur noch verstärkten deutschen ommen haben. Aus dieser Neuregelung geht am igsten die ständige Aufwärtsentwicklung des theaters unter der Intendanz von Otto Willträgen für das Operettenpersonal eine wesentliche elle Besserstellung unserer Künstler, finanzielle Besserstellung unserer Künstler, die somit einer alljährlich an sie herantretenden großen wirt schaftlichen Sorge enthoben sind. Auch sie werden den Entschluß des Theatervereins mit findungen aufnehmen. daher nkbaren EmpMhd. Kriegswinterhilfswerk 1941-42 Struwelpeter in der Kriegs=WhW.=Sammlung. Am 31. Januar und 1. Februar wird die 5. Reichsdes Reichsluftschutzbundes den Spendern angeboten. (Scherl=Bilderdienst NSV.=Bildarchiv]=Autoflex.) Alte Bekannte Den Struwelpeter— kennt ein jeder, Auch Friederich— den Wüterich. Paulinchen, das in Flammen stand, Kennt man ja auch in Stadt und Land. Den Kater Murz, im Katzenchor, Unwiderstehlicher Tenor, Die Buben Ludwig, Kaspar, Wilhelm.— weiter Den kohlpechschwarzen Mohr recht heiter, Den Nikolaus, der in der Tinte Fülle Erstickt der bösen Buben Angstgebrülle. Ihr kennt sie, wie den Jäger jeder kannte, Der vor dem Hasen angstvoll heimwärts rannte. Auch Daumenlutscher, dessen üble Sitte Der Schneider abgestraft mit einem Schnitte, Und noch dazu nun Hans Guck in die Luft, Mit jenen allen euch die Spende ruft. Es hat das WHW. sie eingeladen. Sie sollen euren Kindern Freude bringen! Seid dankbar und laßt reichlich Münzen klingen Fr. Kpr. Morgenfeier der Richard=Wagner=Schule Abschluß des ersten Lehrganges 1942 Es ist nicht zum wenigstens ein Kennzeichen für die verdienstliche Arbeit der Richard=Wagner=Schule in Detmold, daß deren Leiter. Otto Daube, zu den einzelnen Lehrgängen auswärtige Künstler und Künstlerinnen gewinnt, die das gesprochene Wort durch die Macht des Gesanges ergänzen und vertiefen. So auch beim ersten Lehrgang des neuen Jahres, der am Sonn. tag mit einer schönen Morgenfeier im Rathaussaal beschlossen wurde. Zwei Berliner Sopranistinnen, Margarete Kalz und Ilse Schilling, die auch bei dem bevorstehenden öffentlichen Sonderlehrgang mitwirken werden. waren es, die diesmal ihre Kunst in Detmold zur Verfügung gestellt haben. Die Agathenarie, die heitere Ballade von„Nero, dem Kettenhund“ und ein Duett aus dem„Freischütz“ sowie ein Gesang aus„Siegfried“ offenbarten ihre gediegenen Stimmmittel und gaben im Verein mit der gepflegten Begleitung Otto Daubes aufs neue einen Einblick in die Zielsetzung der Richard=Wagner=Schule. Auch das Orchester des Landestheaters war bei der künstlerischen Ausgestaltung der Morgenfeier hervorragend beteiligt. Eingangs erklang der 2. Satz aus dem Klavierkonzert in D=dur von Mozart(K. V. Nr. 537)— Otto Daube spielte mit subtiler Einfühlung den Solopart—, und zum Abschluß erhob das Siegfried=Idyll von Wagner Herzen und Sinne zu dem unvergänglichen Genius des Bayreuther Meisters. Kreisleiter Wedderwille überbrachte danach die Grüße des Gauleiters und wies in seinen weiteren fin, baß die großen gaben und Ziele niemals verwirklicht werden können, wenn nicht unser Volk auch innerlich reif ist für die ihm vom Führer gestellten Aufgaben. Heute sei das erständnis immer mehr gewachsen, daß die Kultur eines Volkes auch die Voraussetzung für seine politische Entwicklung ist. Hierin liege auch die Bedeutung der Richard=Wagner=Schule, wie wohl jedem Lehrgangsteilnehmer in diesen Tagen bewußt geworden sei. So schöpfen auch unsere Soldaten draußen an der Front ihre Kraft aus den Tiefen des deutschen Herzens. Der verheißungsvolle Beginn des zweiten Arbeitsjahres der Richard=Wagner=Schule konnte keine würdigere Unterstreichung finden als durch diese gehaltvolle Morgenfeier, bei der neben den Lehrgangsteilnehmern auch Vertreter von Partei, Staat und Stadt zugegen waren. Erich Meinhard. Der Rundfunk am Dienstag Die Rundfunkspielschar des Deutschlandsenders singt Madrigale und alte Volkslieder unter Leitung von Erich Steffen von 18.00 bis 18.30 Uhr.—„So klingt's bei uns in Wien.“ Den Stefansturm und das schöne Wien besingen Adele Kern, Lillie Claus, Lisl Andergast u. a. von 20.20 bis 21.00 Uhr.— Vasco Abadien (Violine), begleitet von Michael Raucheisen, spielt den Hexentanz von Paganini im„Klassischen Humor und Tanz“ von 21.00 bis 21.10 Uhr.—„Saitenspiel und Bläserklang“ bringt die Sendung von 21.10 bis 22.00 Uhr. Es spielen Dore Giesenregen(Harfe), Arthur Schulz(Flöte) und ein großes Rundfunkorchester unter Leitung von Otto Ebel von Sosen.—„Guten Tag, liebes Glück.“ Eine kleine Plauderei am Abend mit Gerda Sommerschuh, Joscy Trojan=Regar, Walter Carnuth, Ully Engel u. a. von 22.30 bis 24.00 Uhr.— Kapellmeister Winfried Zillig vom Reichsgautheater Posen dirigiert in der„Musik zur Dämmerstunde“ von 18.00 bis 19.00 Uhr im Deutschlandsender Werke von Schubert, Schumann und eine eigene Komposition. Solist der Sendung ist Hans Priegnitz. Ie2 M EE X 1 Remgo Trophagener Weg für Bulchhungsverkehr gesperrt. Der Trophagener Weg, ein unbefestigter Feldweg, vom Bahnübergang am Wasserturm bis zur Laubke führend, war bisher für Motorfahrzeuge gesperrt. Das gleiche war vom Verbindungsweg vom Trophagener Weg bei der Laubker Schule bis zur Reichsstraße 238— Detmolder Weg, der Fall. Die Wege, die vorwiegend als Schulwege zur Laubker Schule dienen wurden durch Pferdelastfuhrwerk so stark zerfahren, daß bei Regenwetter diese Wege als Schulwege für die Laubker Schule nicht zu benutzen waren. Jetzt ist von der Wegeaussichtsbehörde die Sperrung dieser Wege für jeden Durchgangsverkehr verfügt. Die Sperrung ist verfügt für den ganzen Trophagener Weg vom Reichsbahnübergang beim Wasserturm bis zum Laubker Friedhof und für den Verbindungsweg zum Detmolder Weg von der stlichen Grenze des Grundstückes Werk II Gebr. Wilmsmeier bis zur Reichsstraße 238— Detmolder Weg. Die Sperrung tritt mit der Aufstellung der vorschriftsmäßigen Verkehrszeichen in Kraft. Diese Verkehrsegelung muß so lange im Inteesse der Passierbarkeit der Zuwege zur Laubker Schule bestehen bleiben, bis durch den straßenmäßigen Ausbau dieser Wege eine Wegebefestigung geschaffen ist, die den durch die Verhältnisse bedingten Verkehr aushült. Als Zufahrt für das Gebiet der Laubker Schule für schweren Verkehr kann zur Zeit lediglich der Laubker Weg dienen, der bei der Nonenstelle von der Reichsstraße 238 abzweigt. Neues aus den Ortsbauernschaften Zum Gastspiel des Dresdner Streichorchesters. Wie bereits kurz mitgeteilt wurde, gastiert am Mittwoch, 28. Februar, das Dresdner Streichquartett in der alten an durchgeführt Streichquartett ste Reicheunter den Quartettvereinigungen des Reiches insofern eine Besonderheit dar, als seine Mitglieder— Kopatschka, Schneider, Hofmann=Stirl und von Bülow— weder führende Plätze als Konzertmeister in einem der deutschen Kulturorchester einnehmen, noch als Solisten ihres Instruments, z. B. in Sinfoniekonzerten, die Konzertliteratur ihres Faches vertreten. Ihr Ehrgeiz und ihre Domäne liegt in der Pflege der Streichgartettliteratur. Die Konzentration auf das Musizieren zu viert gewährleistet— das ist ebenso einleuchtend wie selbstverständlich— eine einmalige Leistung.„In der Beschränkung zeigt sich erst der Meister“! Und die Dresdner sind Meister in der geistigen Gestaltung der Werke, die sie auf ihre Programme setzen. Bad Salzuflen Voller Erfolg des Wunschkonzertes. Am Sonnabend fand in den Räumen des Hotels Luisenhof ein Wunschkonzert zum Besten unserer Soldaten, veranstaltet von der Kavallerie= und Artillerie=Kameradschaft Bad Salzuflen, statt. Die Musik wurde von einem auswärtigen Musikkorps ausgeführt. Die Ansage hatte Franz Engelbardt aus Enger, uns kein Unbekannter, der es ausgezeichnet verstand, mit viel Humor und Witz die Veranstaltung zu leiten. Starken Beifall zollte das ausverkaufte Haus den schneidigen Märschen der Kapelle. Die Veranstalter dürften mit dem vollen Erfolg der Veranstaltung zufrieden sein. Dahlke=Trio kommt Anfang Februar. Das bekannte und überall gern gehörte Dahlke=Trio wird, wie wir hören, Anfang des Monats Februar wieder in Bad Salzuflen auftreten und mit einem auserwählten Programm aufwarten. Zu gegebener Zeit bringen wir Näheres über die Veranstaltung. Interessanter Vortragsabend. Der Bayreuther Bund, Ortsgruppe Bad Salzuflen, hatte den Geschäftsführer der Grabbe=Gesellschaft, Dr. Hollo, Detmold, zu einem Vortragsabend eingeladen. Die Ausführungen über „Soldatenhumor in Grabbes Werken“ fanden eine aufmerksame Zuhörerschaft. Dem Redner wurde herzlicher Beifall zuteil. Turnstunde fällt aus. Ab sofort fallen die vom Turn= und Spielverein wöchentlich durchgeführten Turnstunden aus. Schötmar An alle WHW.-Betreuten! Am Freitag, dem 30. Januar, in der Zeit von 8.30 bis 13 Uhr werden in der Geschäftsstelle der NSV., Vehrlingstraße, an alle vom Winterhilfswerk betreuten Personen der Ortsgruppe Schötmar Gutscheine ausgegeben. Ausweiskarten sind mitzubringen.(79) Verkehrsordnung durch Marktordnung Die Marktordnung des Reichsnährstandes hat den Absatz der landwirtschaftlicher Erzeuger ebenso gesichert wie die Versorgung der Verbraucher. Weniger bekannt ist aber die Tatsache, daß zu diesem Erfolg in starkem Maße auch eine durchgreifende Ordnung der Verkehrsbeziehungen beigetragen hat. Reichshauptamtsleiter Dr. Reischle berichtet darüber im„Großdeutschen Verkehr". Danach wurde Berlin auf dem Gebiet der Milchwirtschaft nicht etwa aus seinem natürlichen Einzugsgebiet, der Provinz Brandenburg, beliefert, sondern erser mühle(371 km) rollte Milch nach Berlin. Bei dieser #eliner—"" en ferJordansUeberschwemmung des Berliner Milchmarktes konnte die in Brandenburg erzeugte Milch vielfach nicht ihren natürlichen Absatz finden, sondern mußte verarbeitet werden. Durch die Marktverordnung ist das Milcheinzugsgebiet Berlins im wesentlichen auf die Mark Brandenburg beschränkt worden. Dadurch konnten ervansporkoste hebliche Transporkosten eingespart werden. Wenn kürzlich die de"“.—-— ich die durch die Marktverordnung in der Milchwirtschaft gemachten Einsparungen auf insgesamt 325 Millionen Reichsmark jährlich beziffert wurden, so entfällt ein erheblicher Teil dieser Summe auf die Verkehrsvereinfachung. Eine ähnliche Flurbereinigung ist in der Brauwirtschaft durchgeführt worden. Jede Brauerei soll ihr natürliches Absatzgebiet in ihrem engeren Umsoll ihr natürliches Absatzgebiet in ihrem engeren kreis haben. Wo diese Maßnahmen bisher durchgeführt wurden, insbesondere in Ost= und Südostdeutschland, war der Erfolg durchschlagend. Allein in Ostdeutschland konnten 170 Bierniederlagen geschlossen werden. Viele Millionen Gewichtstonnen=Kilometer wurden eingespart. Auf anderen Marktgebieten wurden ähnliche Lösungen gefunden. Der Frachtaufwand für Butter konnte kürzlich um eine Reichsmark je Doppelzentner gesenkt werden. Bei allen Massengütern ließen sich auf em Wege erhebliche Einsparungen erziehlen. am Weltkrieg teilgenommen. Zu den zahlreichen ratulanten zählen heute auch neun Enkel= und drei Dem I Urenkelkinder. Dem Jubelpaar wünschen ferneren Lebensabend alles Gute. wir für den (85) Ohrsen=Ehleubruch. WHW.=Opferschießen Die Kriegerkameradschaft Ohrsen=Ehlenbruch beschlof bei ihrem kürzlich abgehaltenen Generalappell, au dieses Jahr wieder ein Opferschießen Krie Un G—— Zahlreiche Beteiligung wird erwartet es Jahr wieder ein Opferschießen zugunsten des egswinterhilfswerkes durchzuführen. Es findet statt Sonntag, 1. Februar, und beginnt um 15.30 Uhr. Ehrsen-Breden. Generalappell der RSDA P.= Ortsaruppe. Die Ortsgruppe der NSDAP. EhrsenBreden hielt am letzten Sonnabend im kleinen Saal bei König ihren Generalappell ab. Ortsgruppenleiter Eggert eröffnete den von den Parteigenossen und Mitgliedern der Gliederungen gut besuchten Appell mit der Gefallenenehrung. Im Anschluß gab er einen Rechenschaftsbericht über die Tätigkeit im vergangenen Jahr Die weiteren Berichte erstatteten Organisations= und Kassenleiter Blesch, RSV.= Ortsgruppenamtsleiter Langejürgen und Frauenschaftsleiterin Hüllinghorst. Aus den Berichten war zu ersehen, daß die Ortsgruppe sehr rege gearbeitet und alle Pflichten erfüllt hat. Zum Schluß dankte der Ortsgruppenleiter seinen Mitarbeitern für ihre rege ehrenamtliche Tätigkeit. Erweiterter Mädeleinsatz im Offen Orbke. Goldene Hochzeit. Bei bester körperlicher Rüstigkeit können heute die Eheleute Heinrich Watermann und Frau Sophie, geb. Hesse, Orbke Nr. 62, das schöne Fest der goldenen Hochzeit feiern. Heinrich Watermann wurde am 26. Oktober 1864 in Nienhagen geboren. Er war in seinen jungen Jahren ein Vierteljahrhundert auf einer Ziegelei in Ostpreußen tätig, über 10 Jahre in einer Möbelfabrik und dann 12 Jahre auf dem Güterbahnhof in Detmold, wo er nach einem Dienstunfall pensioniert wurde. Seine Ehefrau steht im 73. Lebensjahr. Sie erblickte am 23. Oktober in Heidenoldendorf das Licht der Welt und schenkte 11 Kindern(7 Söhnen und 4 Töchtern) das daher mit Stolz das goldene Mütter——** vereinen Unglücksfall Zwei Söhne tragen jetzt den feldgrauen Rock, drei Brüntrup. Verkehsunfall. In den gestrigen Nachmittagsstunden ereignete sich auf der Landstraße Brüntrup—Vahlhausen ein Verkehrsunfall, der zum Glück ohne größere Folgen blieb. Der dort verkehrende Omnibus verlor in vouer Fahrt das linke Rad. Bei der Prüfung der Ursache stellte sich heraus, daß ein Achsenbruch eingetreten war. Der vollbesetzte Wagen, der noch eine Strecke auf drei Rädern gefahren war, mußte abgeschleppt werden. Brake. Verschohene Veranstaltung. Die von der NS.=Frauenschaft und dem Deutschen Frauenwerk, Ortsgruppe Brake, für den 1. Februar vorgesehene Veranstaltung mußte aus bestimmten Gründen verschoben werden. Voraussichtlich findet sie am 15. Februar statt. Näheres darüber folgt noch. Humfeld. Durch herabstürzeden Astschwer verletzt. Beim Fällen von Bäumen im Walde verunglückte ein ausländischer Landarbeiter, der bei einem hiesigen Bauern beschäftigt ist, schwer. Dem Arbeiter fiel ein starker Ast aus beträchtlicher Höhe mit einer lchen Wucht auf den Kopf, daß er eine Gehirnerschütterung davontrug und ins Lemgoer Krankenhaus gebracht werden mußte.(32) Rott. Zwei Rippen georochen. Ein Bauer im benachbarten Bösingfeld wollte Dünger auf sein Land fahren. Beim Einfahren des leeren Düngermagens in die Düngergrube kam der Bauer zu Fall, wobei ihm die Wagendeichsel an die rechte Brustseite schlug und ihn verletzte. Die Untersuchung hat den Bruch zweier Rippen ergeben.(32) Aus den Nachbargebieten Herford. Bei der Hausschlachtung gemogelt. Wie der Landrat des Kreises Herford(Ernährungsamt) mitteilt, ist ein Landwirt aus Kirchlengern mit einer Ordnungsstrafe von 1000 RM. bestraft worden, weil er bei einer am 30 12. 1941 stattgefundenen Hausschlachtung das tatsächliche Gewicht um 12 kg dadurch herabgemindert hat, daß er die für die Gewichtsfeststellung benutzte Dezimalwage durch Anbringung eines Eisenstückes fälschte. Darüber hinaus wurde das fragliche Schwein eingezogen und der Erlös aus dem Fleisch dem Reich für verfallen erklärt. Als Zusatzstrafe wurde die Veröffentlichung der Ordnungsstrafe auf Kosten des Bestraften in der Ortspresse angeordnet, um so uneinsichtigen und böswilligen Volksgenossen als Warnung zu dienen. Bieleseld. Im Feuerlöschteich ertrunken. Der der Familie fjährige Junge der Familie Sch. hatte an einem Feuerlöschteich gespielt. Er war dabei ins Wasser gefallen. Als mon ihn abends vermißte und suchte, konnte man ihn nur noch als Leiche bergen. Zwanzigfaches Todesurteil. endschutzkammer beim Landgericht BieleBielefeld. Von der Jugendschutzkammer#n—.“ feld wurde am 27. Oktober 1941 der im Jahre 1894 seborene Bernhard Friedrich Wortmann aus Bünde Westf.) als gefährlicher Gewohnheitsverbrecher wegen Vergehens nach§ 175 a, Ziffer 2 StGB., in 16 vollendeten und vier versuchten Fällen in Verbindung mit § 1 des Gesetzes vom 4. September 1941, davon zwei älle in Tateinheit mit§ 176, Ziffer 3, in jedem Falle m Tode verurteilt, ferner wegen zehn Vergehen nach 175 StGB., wegen Diebstahls und wegen Beihilfe zur versuchten Abtreibung in zwei Fällen zu zehn Jahren Zuchthaus und zur Sicherungsverwahrung verurteilt. Die bürgerlichen Ehrenrechte wurden ihm auf Lebenszeit aberkannt. Der bisher unbescholtene. Angeklagte, der in Bünde als Präparator angestellt war, hatte sich in den letzten Jahren in einem kaum zu beschreibenden Ausmaße als hemmungsloser Triebver= brecher und Jugendverderber betätigt. Daneben stahl er aus dem Museum Gegenstände und stand auch Westfalen“ wurde der Jahresprei: verliehen Ausgezeichnet wurden mit dem Gra Gelsenkirchener Künstlerinnen Hanni Spai schwangeren Frauen und Mädchen mit Rat und Tat zur Seite. Das Reichsgericht hat jetzt das vom Angeklagten angefochtene Urteil in allen Teilen bestätigt, wodurch es rechtskräftig geworden ist. Münster. Jahrespreis„Jung=Westfalen“ 1942. Im Rahmen der Eröffnung einer Ausstellung„JungJahrespreis für Graphik und Plastik raphikpreis die nke und mit dem Plastikpreis die Münsterische Bildhauerin Hilde Schürk=Frisch. Als Träger des zweiten Preises erhielten der Graphiker Robert Baretti aus Gelsenkirchen und der Bildhauer H. Harwich aus Frankfurt am Main die große Plakette des Westfälischen Kunstvereins. Das Preisgericht rühmt die Arbeiten Hanni Spankes als Werke einer„weit überdurchschnittlichen zeichnerischen Begabung“, die sich durch eine besonders gute Naturbeobachtung und hervorragende künstlerische Gestaltung auszeichnen. Beim zweiten Graphikpreisträger Robert Baretti wird vor allem die gute Kompositionsgabe hervorgehoben. Von Hilde Schürk=Frisch stellt das Preisgericht fest, daß sie ein sehr starkes und gutes plastisches Gefühl zeige, verbunden mit einer sicheren und persönlichen Formgebung. Ueber die Arbeiten des zweiten Preisträgers heißt es: Sie lassen eine sehr kräftige plastische Peranlagung erkennen. Der anwesenden Bildhauerin Schürk=Frisch konnte der Preis persönlich, überreicht werden. Die Ausstellung vereinigt nicht nur die besten Arbeiten der genannten Künstler, sondern gibt einen charakteristischen Querschnitt durch die gesamte aufstrebende junge Künstlergeneration Westfalens. Teckleuburg. Gemeinderundfunkanlagen. Um Gemeinschaftsveranstaltungen besser durchführen zu können, gab der Bürgermeister in der letzten Sitzung des Gemeinderates bekannt, daß Brochterbeck nunmehr auch eine Gemeinderundfunkanlage bestellt hat. Damit sind im Kreise Tecklenburg 17 Anlagen bestellt bzw. geliefert. Mit diesem Ergebnis steht der Kreis Tecklenburg an der Spitze aller Kreise im Gau WestfalenNor Schulhelferinnen werden Volksschullehreripnen. Im Rahmen der HJ.=Varole für den Osteinsatz ergeben sich auch für die Mädel erweiterte Aufgaben, über die die Reichsreferentin Dr. Jutta Rüdiger im„Jungen Deutschland" berichtet. Im Sommer 1940 wurden im Wartheland die ersten Altreichsführerinnen eingesetzt. Je zehn Führerinnen wurden in einem Einsatzlager zusammengefaßt, von dem aus drei bis vier Dörfer zu betreuen waren. Eine Führerin übernahm die Schule, eine andere richtete einen Kindergarten ein, andere betätigten sich im Gesundheitsdienst und in der kulturellen Arbeit. Im Jahre 1940 konnten in fünf Lagereinsätzen diese auf 9 973 erhöht werden, wobei auch in Danzig=Westpreußen und Oberschlesien Einsatzlager stattfanden. Der Einsatz von Schulhelferinnen insbesondere hat sich so bewährt, daß deren Schulhelferin die Möglichkeit gegeben werden soll, nach einer längeren Tätigkeit im Osten in Sonderkursen oder nach einer einjährigen Ausbildung ihr Examen als Volksschullehrerin abzulegen. Gegenwärtig arbeiten 174 Führerinnen als Schulhelferinnen im Osten. Im neuen Jahr wird nun auch die Mädelarbeit im Osten weiter ausgebaut. Jeder Führerin wird nun noch ein Mädel beigegeben. Es werden hauptamtliche Lagerleiterinnen eingesetzt, die die betreuten Höfe genau kennen und so die Lagerteilnehmerinnen richtig ansetzen können Alle Mädel, die älter als 15 Jahre sind und noch ihr Pflichtjahr abzuleisten haben, sind aufgerufen, diesen Ehrendienst bei den deutschen Bauern im Osten zu erfüllen. Ueber den Landdienst der Hitler=Jugend sollen die Mädel vorbereitet werden, dereinst gemeinsam mit den Wehrbauern im Osten zu siedeln. Aus der Bewegung NSDAP., Ortsgruppen Bad Salzuflen=Kurvark und Markt. Die Politischen Leiter beider Ortsgrupven treten heute, Dienstag, 15 Uhr, beim Casé Rheinland zur Beerdigung des Kameraden Albert an. NSDAP., Ortsgruppe Bad Salzuslen=Kurpark. Heute, Dienstag, 20 Uhr dringender Appell aller Politischen Leiter bei Parteigenosse Schneider. Fliegergefolgschaft 1/55, Schar 4. In dieser Woche fällt der Baudienst noch aus. Dienstag, 19.30 Uhr, Schardienst in der Luftschutzschule. NSKOB., Ortsgruppe Bad Salzufleu. Die Mitglieder treten heute, Dienstag, 15 Uhr. beim Café Rheinland zur Beerdigung des Kameraden Albert an. Mädelring Lemgo. Die Schar= und Schaftführerinnen kommen heute abend um 20 Uhr zur Jugendherberge. Dienstkontrollbücher sind mitzubringen. NS.=Frauenschaft— Deutsches Frauenwerk. Bad Salzuslen=Kurpark. Heute, Dienstag, 20 Uhr, Gemeinschaftabend im Hotel Luisenhof. Die Jugendaruppe nimmt ge schlossen teil. Gäste willkommen. NS.Franenschaft— Deutsches Frauenwerk, Ortsaruppe Detmold=Ost. Heute(Dienstag) Uebungsabend für den Singkreis um 20 Uhr, Richtbosenstraße 34. NS.=Frauenschaft, Ortsgruppe Ehrsen=Breden. Mitt woch, 28. Januar, erster Pflichtabend im Nebenzimmer bei König. Die Gaufilmstelle zeigt: „Jud Süß.“ Dienstag: Lieme und Oesterholz: Mittwoch: Retzen und Heimathof bei Augustdorf. „Friedrich Schiller.“ Dienstag: Heiligenkirchen: Mittwoch: Biddesen. Briefkasten (Jeder Anfrage ist die jeweilige Bezugsqulttung beizufügen.) S. Fr. Sie erhalten für den einberufenen Sohn Steuerveigünstigung, wenn er keinen höberen Dienstarad ein nimmt, nicht älter als 25 Jahre ist und sich in Schuloder Berufsausbildung befindet. Sie müssen also dem Finanzamt Mitteilung machen, wenn diese Voraussetzungen nicht mehr zutreffen. 104 K. Maßgeblich sind die Bedingungen, die im Vertrage enthalten sind. Nachträglich können nur Zusätze mit Einwilligung beider Vertragsschließenden binzugefügt werden. 3. J. Für die Verbunklung im Hausflur und im Treppenhaus ist der Hausbesitzer verantwortlich. Der Mie ter hat lediglich die Pflicht, für die vorschriftsmäßige Verdunklung seiner gemieteten Räume zu sorgen. In vielen Fällen haben jedoch die Mieter auch die Sorge für die Verdunkelung des Treppénhauses bzw. des Hausflurcs übernommen, und zwar vornehmlich da, wo der Hausbe sivzer selbst nicht im Hause wohnt. K. in Schw. Es besteht eine gesetzliche Bestimmung. nach der kleingärtnerisch genutztes Land nicht gekündigt werden kann. Ob Sie dieses Gesetz auch für sich in An spruch nehmen können, unterliegt nicht unserer Beurtei lung. Wir raten Ihnen, sich einmal an den Ortsbauern führer bzw. das Pachteinigungsamt zu wenden, um sich dorüber aufklären zu lassen, inwiewett Sie die nach Ihrer Schilderung arundlose Kündigung der Besitzerin anerken nen müssen. Paul D. Nach Ihren Angaben handelt es sich nicht um einen Schadensfall, der durch Ihre Schuld oder Fahrlässig keit, sondern durch die Tatsache verursacht wurde, daß das Gerät durch Abnützung schadhaft geworden war. Unseres Er achtens können Sie in diesem Falle die Firma für den Ihnen entstandenen Schaden in vollem Umfange haftbar machen. Wir raten Ihnen, sich an die Rechtsberatungestelle der DAF. zu wenden, um sich darüber aufklären zu lassen. ob Sie sich mit dem abschlägigen Bescheid zufrieden geben müssen Die heutige Ausgabe umfaßt 6 Seiten Verlagsleiter: Eduard Preißler Hauptschriftleiter: August Prüßner Haupts Verlag: Lippische Staatszeitung. NS.-Verlag. G.m b H Detmold Paulinenstraße 14— Pl. 7 Beiese Mimm in Vareiros Hand Roman von Anna Weirauch Rechte: Carl Duncker Verlag. Berlin W 33 33)„Weiter, Butenschön, weiter!“ „Gerade weil das Haus einen reichen und wohlgepflegten Eindruck macht— gerade weil diese reizenden Kinder vorhanden sind— gerade weil die Frau unendlich viel zu verlieren hatte, darum kann sie zu dem verzweifelten Entschluß gekommen sein, sich dieses Glück zu erhalten— um sen Preis. Und daß sie nicht sofort zusammengebrochen ist und alles gestanden hat— Frauen können sich bewundernswert beherrschen— auch die zartesten und empfindsamsten— das wissen wir doch aus Erfahrung: daß sie innerlich erregt war, das konnte man sehr gut merken— Frauen sind so gewöhnt, in kleinen Dingen zu lügen, daß sie's auch in großen tun können.“ „Ich wollte, Sie hätten recht, Butenschön!“ Bauer hat endlich seine Entscheidung getroffen und mit einem kummervollen Seufzer seine Zigarre in Brand gesetzt.„Beruflich gesprochen, natürlich, auch wenn es einem menschlich leid tun könnte. Aber für uns wäre es sehr erfreulich, wenn wir so im Handumdrehen den Töter ermittelt hätten. Aber leider bin ich nicht überzeugt.“ „Nicht, Herr Rat? Das ist aber ärgerlich, beruflich gesprochen.“ Butenschön lächelte etwas.„Menschlich könnte ich mich beinahe darüber freuen... Das Lächeln verschwindet, und sein junges Gesicht zieht sich grübelnd zusammen. „Ich kann mir die Situation sehr gut vorstellen— diese junge, reiche, glückliche Frau fällt einem Erpresser in die Hände, die Angst um ihre Ehe, ihre Kinder, die Angst vor dem Skandal, gerade in diesen Kreisen. Wahrscheinlich ist sie nicht mit der Absicht hingegangen, ihn zu töten, sie wollte sich loskaufen. Aber Herrn Bareiro war keine Summe hoch genug. Das sieht man schon an dem Schwindel. den er mit den Briefen vorhatte. Wahrscheinlich hatte sie gar keine Waffe bei sich. Haben Sie schon Antwort auf Ihr Kabel?“ „Nö, kann auch noch nicht.. „Also nehmen wir ruhig an, daß der Revolver sein Eigentum war. Vielleicht hat er sie sogar damit bedroht, sie zwingen wollen, irgendeine ungeheure Zahl auf den Scheck zu setzen, oder ihn an die eigene Schläfe gehalten: wenn ich nicht soundso viel bekomme, muß ich mich vor deinen Augen erschießen! Dann hat also der Revolver lugen dagelegen, sie hat den Scheck ausgeschrieben, und er hat hohngelacht. Das Dreifache, das Zehnfache verlangt. Ihr gedroht, ihr das ganze Elend vor=Augen gehalten, in dos er sie stürzen kann, sie aufs äußerste gereizt... und veng! Da schießt sie eben.. „Und peng! Da schießt sie daneben! Es ist alles gut und schön, bis zu diesem Moment. Wenn diese Frau in diesem Augenblick schießt, danr müßte es ein verdammt merkwürdiger Zufall sein, wenn sie trifft, so trifft. Ein geradezu ausgesuchtes Pech für sie. Es wird mehr geschossen, Butenschön, als wir zu wissen kriegen. Weil es meistens daneben geht. Wenn da ein halb Dutzend Kugeln in der Wand steckten... und Herr Bareiro ihr den Revolver kaltlächelnd aus der Hand gewunden hätte, und sie hätte einen Weinkrampf bekommen, und er hätte noch mehr von ihr verlangt, und noch mehr, ja, dann hätte man uns mit der ganzen Angelegenheit gar nicht bemüht oder jedenfalss erst sehr viel später...“ 40. Irmela Sierinck nimmt das kommissarische Verhör nicht allzu ernst. Sie kommt nicht auf den Gedanken, daß sie auch nur der Schatten eines Mordverdachts treffen könnte. Aber immerhin ist es ernst genug. daß sie Albrecht Mitteilung machen muß. Die Tatsache, daß da überhaupt ein Mord geschehen ist, daß sie als Zeugin in einen Prozeß hineingezogen werden kann, läßt all ihre Nerven schwingen und zittern. Es ist etwas so Ungeheuerliches, so Grauenhaftes, was sie da streift, daß daneben alles andere klein und belanglos erscheint alles, auch ihre eigenen Vergehen, ihre eigenen Torheiten, ihre kleinen Heimlichkeiten. Sie wartet in fiebernder Ungeduld auf Albrechts Rückkehr, sie läuft ihm entgegen bis in den Windfang, sie empfängt ihn schon mit den Worten:„Ich muß dir etwas sagen, Albrecht, bitte, laß uns gleich nach oben gehen. Es ist etwas Furchtbares passiert. Nein, nein! Nichts, was uns angeht. Du brauchst nicht zu erschrecken. Ich muß nur ungestört mit der reden können.“ Albrechts erster Gedanke sind die Kinder, sein zweiter ist Gerd und sein dritter ist, daß man ihn mit Katta Serena gesehen hat, und daß Irmela ihm eine Eifersuchtsszene machen will. „Bareiro ist ermordet!“ sagt Irmela leise, blaß und zitternd, als sie die Tür hinter sich geschlossen hat. „Wer ist denn das?“ fragt Albrecht.„Ach ja, ein Bekannter von dir, von früher, du hast ihn kürzlich noch einmal getroffen Abar aahl Ai- has la naha?“ nal getroffen. Aber geht dir das so nahe?“ „Nahe? Nein— obgleich— die Vorstellung ist scheuß lich, daß ein Mensch ermordet ist, den man gekannt hat.“ egt Ja, natürlich hast du's in der Zeitung gelesen? es dich so auf, arme kleine Maus?“ Albrecht setzt sich auf den Bettrand und wechselt die Schuhe Er ist sehr freundlich mit ihr, trotz eines leisen Aergers kiß sie ihn so erschreckt hat— um etwas so Fernliegendes wie den furchtbaren Tod eines wildfremden Menschen. „Ja, es regt mich auf Albrecht, weil die Kriminalpolizei heute hier war, um mich zu vernehmen...“ „Dich? Ja, was weißt du denn davon?“ „Nichts. Aber... es ist sehr unangenehm... man hat Briefe von mir bei him gefunden. Nicht von jetzt natürlich, von damals.“ „Hast du je im Briefwechsel mit ihm gestanden? Davon weiß ich ja gar nichts!“ „Nein Albrecht, davon weißt du nichts. Ich habe dir's nicht mit Absicht verheimlicht, es war mir nur zu unwichtig. Es waren ganz dumme, kindische Liebesbriefe, wirklich. Ich war damals nicht viel mehr als ein Kind. Und plötzlich ist er wieder aufgetaucht und hat mir die Briefe angeboten, und ich sollte ihm aus alter Freundschaft eine Stellung bei dir verschaffen; und ich wollte dich nicht damit behelligen.“ „Aber, Irmela!“ Albrecht springt auf und faßt sie an beiden Armen.„Warum hast du mir das nicht gesagt? Das nehme ich dir wirklich übel! Auf diese Weise kannst du einem Erpresser in die Hände geraten!“ Sein Ton ist so vorwurfsvoll und streng, daß ihr Zittern heftiger wird und ihr die Tränen in die Augen schießen.„Ich kann nicht sagen, daß er erpreßt hat. Er hatte sa auch gar keine Handhabe, wirklich nicht, glaub mir!“ „Natürlich glaube ich dir!“ Er schüttelt sie etwas.„Aber du konntest wissen, daß ich dir glaube! Du hättest sofort zu mir kommen müssen! Hast du so wenig Vertrauen zu mir? Schäm dich! Wie konntest du dich hinter meinem Rücken mit so einem Gauner einlassen? Du siehst sa, wohin das führt! Ein Mensch, der ein solches Ende nimmt! Das wird auch schon seine Ursachen haben, du kannst dich in Teufels Küche bringen mit solchen Dummheiten.“ Kunst und Wissenschaft Zwei Uraufführungen in Teschen. Das junge Stadtlheater Teschen brachte innerhalb einer Woche zwei bemerkenswerte Uraufführungen heraus:„Britta“ von Rudolf Klutmann und„Zuletzt die Liebe“ von Haus Ulrich Metzger. Beides Komödien, in beiden das alle, unerschöpfliche Thema— die Liebe. „Rumänische Volkskunst“ in Stuttgart. In Stuttgart wurde in Anwesenheit zahlreicher Vertreter von Partei, Staat und Wehrmacht eine umfangreiche Ausstellung über„Rumänische Volkskunst“ im „Ehrenmal der deutschen Leistung“ eröffnet, wobei Reichsstallhalter Murr, der rumänische Gesandte in Berlin, Exzellenz Bossy, sowie der Staatssekretär im rumänischen Propagandaministerium, Exzellenz Badautza, einführende Worte sprachen. „Ach, ich hoffe, es wird sich schnell aufklären; aber ich muß morgen wieder hin, und wieder irgendwelche Aussagen machen.“ „Dann geh ich selbstverständlich mit! Ich lass' dich nicht allein gehen.“ „Es ist lieb von dir, Albrecht, aber ich glaub' nicht, daß das geht. Zum Zahnarzt muß ich ja schließlich auch allein.“ Sie lächell unter Tränen zu ihm auf.„Und viel schlimmer ist es nicht. Die Leute sind sehr freundlich. Ich habe jo schließlich nichts getan.“ „Unangenehm bleibt es doch!“ Albrecht zieht die Stirn kraus.„Vor allen Dingen sei nicht nervös, dazu liegt s# kein Grund vor. Ueberlege dir genau, was du sagst, und gib prazise Antworten. Am besten natürlich so, daß du in einem etwaigen Prozeß nicht als Zeugin aufzutreten brauchst; dat wäre ziemlich scheußlich. Selbstverständlich mußt zu dich strikt an die Wahrheit halten, aber du brauchst keine Generalbeichte über deine Gefühle abzulegen, außer bei init naturlich!“ 47. So unangenehm der bevorstehende Gang ist— Irmeld eiwacht mit einem Glücksgefühl: sie hat mit Alorecht al“ rrochen, sie hat keine Heimlichkeiten mehr vor ihm, ihr Herz ist von diesr drückenden Last befreit (Fortsetzung folgt.) Druck und! Staatszig. RS.= b. H., Detmold. a. Schriftl.: Detm nenstr. 14, Bernx.: 2845. Bostscheckk. 6 Bankkonten.: Deu Landesbank. Stä Die„Lipv. Staersch. wöchentl. bestellungen der 34 112 bis zum 25. Nr. 27 Weitere Schlachtse Aus dem Fü Oberkommando! Im Often dauernden hart chwere Verl Die Luftwafse un Wetterlage. Die Leningradn Wie durch senkten deutsche schen und kauad griffe auf die sei weitere zwö 103 000 B9 diesen Augrifsen kapitäus Japp Seit ihrem treten am West! unsere Untersei Handelsschifse m Kampfflugzen gesetzt waren. gr tischen Ostküste: In Norda italienischen Tru Jannar auf 283 Kampfwagen sonstiges Kriegs Heeres wurden britische Flugzen In den Gere Kampfflugzeuge Zerstörer. Ein g schwer getroffen. punkte der Jusel Britische Bo Spreng= und Br westdeutschland. Toten und Verl drangen bis in Wieder ein Drei herverr Berlin, 27. J kreuz des Eiser: von Scholz, Oberst Curt J Regiments: F#e Zugführer in ei =Obersturm 22. 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