- RS.Verlag C.m. b. ö., Detmold. Geschäftsst. u. Schriftl.: Detmold. Laulinenstr. 14, 2845. Bostscheckk. 8592 Hann. Bankkonten.: Deutsche Bank, Landesbauk. Städt. Spark. Die„Livo. Staatszeitung“ ersch. wöchentl. 7mal. Abbestellungen der Zeitung nur bis zum 25. Monats. ippischer Kurser Amtliches Organ des Sanes se MationalSregierung Ganb-rume Nord der 269A den Anzeigenvreise: Die 4.— Zelle 9 N0. f. Jamilienanz. 9###. Textanz., 77 mm breit 1####. 8.8. in Preisl. 7 gül. tig. Bezugspr.: Monatl. bei Zustellung d. Boten einschl. Bestellg. 2 2. b. Zust. durch Post 2.42 M einschl. 63 3. Postaeb. Die Bebind. d. Lieferung rechts. kein. Anspruch auf Rückzabl. d. Bezugsor. Nr. 167 Detwold, Donnerstag, 20. Juni 1940 12.(174.) Jahrgang Ansere Fahneüber dem Stra Sotdaten-— Im uvermüdlichen Einsatz Soldoten schleingefett, um die vom Brand bedrohte Aathedrale von Ronen Einsatz die Erhaltung es ermöglichte, in en# Talen einer Armee, die von in der Well werde! Demgegenüber slieben die Talen der britischen eger, die jener Nation angehören, die immer wieallein zur Rettung der ItoiliFlieger, die jener N der belont, daß sie btier Z gemeinsten und beni Sie suchten sich als Opser die beiden Lagher nür Armperges vad. An auorrer berichten wir Näheres daruber. iden Fälle zeigen deutlich den Anterschied cher ee che Illeger arissen in der hrutalsten Weise die Stadt Koblen; an. Die suchlen sich als Opfer die beiden Lazareite ##., Zphent.Ke—— Steile Diese beiden Fülle TE“ Schurfeane er Mün „„„„„ Auch Toul, Lunéville, Cherbourg und Nancy genommen— Frankreichs Wehrmacht in vollständiger Auflösung— Die Bretagne bei Rennes erreichr— Oberschreitung der Loire zwischen Orleans und Nevers— Tiefer Vorstoß in die Vogesen— Angriff der deutschen Kampffliegerverbände auf zahlreiche englische Flugplätze und die Großtanklager an der Themsemündung * Jührerhaupiquartier, 19. Juni. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Lunéville und die Festung Toul sind genommen. Die deutsche Flugge weri auf dem Straßburger Münster. Jührerhaupiquartier, 19. Juni. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: ranzösische Wehrmacht aus. Schuelle Truppen 2 rbeurg genemmen, bei Rennes ist o erreicht. Le Maus nach Süden Die mmer medr Normandie Cher die Breiagu durchscheitten. Zwischen Orléaus und Nevers gelang es an vielen Stellen, die Leire zu überschreilen. In Burgund sloßen schnelle Truppen schon in Richlung au Lyen vor. Westlich Möthausen sind Panzer und molorisierte kommend, in Begriff, sich mnn en die über den Oberrhein augegrissen #e Bogesen Divisionen, von Belfort Truppen zu vereinigen, haben und die bei Mänfter schon tlefind vergestoßen sind. Weiter nördlich ist Nauen geuemmen und der Rhein=Marne=Kaual östlich Raucy In breiter Sre#t überscheillen. In der M seils Diedenhofen leistet der Jeind noch Kampfe e-cen des in Lothringen Cherbourg wurde ein Bomben versenkt. Inoiliale beiderIn England grissen deutsche Kampffliegerverdände zahlreiche Ilngpläte sowie die Großzlanklager an der Themsemündung mil Bomben an und sehzlen diese in Brand. hierbei zeichneten sich besondere die von masor Coeler geführten Fliegerverbände aus. Britische Flugzeuge flogen auch 19. 6. in Nord= und Westbeutschland Ere Vomben über nichtmilichrischen in der Rachl zum ein, um wie bisher Zielen abzustrenen. habei sind etwa 18 Toie unter der Volizei und der Iivilbevölkerung zu beklagen, darunter eine Anzahl Personen, die sich nicht in die Luftschugzkeller begeben hatten. Die Gesamtverluste des Geguers in der Lust betrugen Jünf deutsche Flugzeuge werden gestern sechs Flugzeuge. Jün vermißl. Der Leutnank in einem Schützenregimenl Dietz hai eine wichtige Brücke durch kühnen Ingriff unversehrt in unsere Hand gebracht. Adler=Geschwader entscheidend beteiligt an dem erfolgreichen Augriff gegen feindliche Transportschiffe Berlin, 19. Juni. Der gestrige OKW.=Bericht geh bedeutende Erfolge der deutschen Luftwasse gegen seindliche Abberufung der Mittelmeerflotte Ium Schutze Englands.— Großbrikannien stehl allein. bö. Kopenhagen, 20. Juni. Wie aus vielen Blättern ebt, aibt man sich in London.(Przer Zaue ete pe age hin. Aufgabe und letz Der zu, die Vevösterung auf über den Ernst der wenig beneidenswerte—.— den Beginn des neuen und letzten Kampfabschnittes vorzubereiten. Den einzigen Trost, den die Blätter den verstörten Engländern noch geben können, ist der Hinweis auf die Flotte. Die„Times“ schreibt, ohne an Churchills Schiffsfriedhof zu denken, daß die Macht zur See den Ausschlag geben werde. Den Zusammenbruch des französischen Heeres bezeichnet das Blatt als den furchtbarsten Schlag für die Westmächte. Interessant ist das Eingeständnis, daß England überhaupt nichts anderes übrig bleibt, als den Kampf allein fortzusetzen. Erst die Niederlage Frankreichs hat dem englischen Volk den ganzen Ernst der Lage klar gemacht. Das Kopenhagener Blatt„National Tidende" will wissen, daß man sich in zuständigen militärisch=politischen Kreisen Londons mit dem Gedanken beschäftigt, die Mittelmeerflotte zum Schutz der heimischen Gewässer nach England zu beordern. Das würde bedeuten, so erklärt ganz richtig das Blatt, daß England das Mittelmeer kampflos den Italienern überlassen würde. Außerdem würde man auf die Einfuhr von Lebensmitteln und lebenswichtigen Kriegsrohstoffen aus dem nahen Orient völlig verzichten. 5000 Poitus in die Schweiz geflohen Vor dden schweizerischen Behörden entwaffnel und inkerniert. Gens. 19. Juni. Wie man von der Jura=Grenze erfährt, fanden sich in der Nacht vom Dienstag auf Mittwoch, wie auch im Laufe des Mittwochvormittags im ganzen an die 5000 französische Soldaten, die durch den raschen Vormarsch der deutschen Truppen abgeschnitten waren, an verschiedenen Punkten der schweizerischen Grenze ein und verlangten die Internierung. Sie wurden von der schweizerischen Grenzwacht gemäß dem Haager Neutralitätsabkommen entwaffnet= und in das Innere der Schweiz abtransportiert. Sowohl der Grenzübertritt wie die Tntwaffungsartion verliefen ohne jeglichen Zwischenfall. Trausportschisse an der Leire-Mündung bekannt. Wie wir hierzu erfahren, ist an diesen außergewöhnlichen Erfolgen des 17. 6. das bekannte Adler-Geschwader unter Führung el entscheidend beteiligt des Oberstlentuauts Loeb Englische Kolonne in Ostafrika aufgerieben Italieus Luftwaffe weiter im Angriff. Ein A-Booi versenkl. Rom, 19. Juni. Der italienische Wehrmachtsbericht vom Mittwoch hat folgenden Wortlaut: Das Hauptquartier der Wehrmacht glbi bekannt: Unsere Marine-Erkundungsflugzeuge haben liches A-Beoi versenkt. Auf, dem unverändert. stützt von Va unsere Liuien nordafrikanischen Kriegsschauplatz ist### In Ostafrika ist eine englische Kolonne, nzerwagen, die unter Hissung der Triko einzudringen versuchten, in einem wir die Lage unterTrikolore in einem wirksamen einzudringen versuchten, Gegenangriff zerstört worden. Unsere Lustwasse hat seindliche Luffflottenftützpunkte prissen und dabel drei Flugzenge in Berund, getett. angegriffen und dab Ben 2f Bauka k. wurden geiblet. haben eine landwit belegt. Drei Frauen irtschaftliche und dnige nige Kinder der Jeind unter Bombenin den Provinzer Opfer sind keine zu Ligurien beilegen. Erinnerungen an Straßburg Die wunderschöne Stadt der deutschen Baukunst 7 Die Schmach von November 1918 tritt Bild M lebe des Weltkrieges beherbergte. Pla Stadt, von dem eo in dem deutsch „Oh Straßdurg, ob Straßburg, du wunderschöne vor umzeren Augen in Erscheinung. Es sind schöne rungen, die uns mit Straßburg verbinden— und doch auch wieder recht schmerzliche, die wir in den düsteren Novembertagen des Jahres 1918 in Straßburg erleben mußten. Schön war alles in Straßburg. Die alten Bauwerke im gotischen Stil, die vom Stadtgraben und der Ill eingerahmte Altstadt mit den engen Straßen und alten Häusern lassen Vergleiche mit Nürnberg zu. Schön das Straßburger Münster mit seiner herrlichen Fassade und dem kühnen Turm. Einzigartig die vielen behäbigen Bürgerhäuser, der himmzelanstredenden Pfeiler und Bogen Erwin von Steinbachs. Aber auch die neueren Anlagen der Stadt hatten ihre Reize. Die großen Gebäude der Universität, der Kaiserpalast und die vielen schönen und großen Plätze wie: Kaiserplatz, Broglieplatz, Kleberplatz und die große, herrliche Orangerie gaben dieser Stadt ein besonderes Gepräge. Straßburg war immer eine alte Reichsstadt, bis im Jahre 1681 Ludwig XIV., im Einverständnis mit Bischof Egon von Fürstenberg diese deutsche Stadt mitten im Frieden kurzerhand besetzté. Zweihundert Jahre wehte die Trikolore über dieser wunderschönen Stadt, bis nach dem Deutsch=Französischen Kriege Straßburg wieder zum Deutschen Reich zurückkehrte. Im Kriege 1870/71 wurde Straßburg nach der Belagerung durch General von Werder am 27. September 1870 den deutschen Truppen übergeben. Unter der deutschen Herrschaft blühte Straßburg wieder zu neuem Leben auf Wirtschaftlich und kulturell war Straßburg der Mittelpunkt von Elsaß. Eine rege industrielle Entwicklung setzte ein und der Wohlstand der Stadt machte M E AFEITLEK sberoll bentertbes. Dinm tam, daß Straßzbueng emrichtige Solbatenstadt war. Infanterie, Husaren, Kanoniere us Pieniete beiebten das Straßenbild. Es ließ sich schon leben in dieser wirklich schönen Stadt. Doch dann kam jener Tag, der schwärzeste in Deutschland: Der 9. November 1918. Das heißt, in Straßburg trat die Revolte erst am 10. November in Erscheinung. Es war an einem Sonntagmorgen, als wir einen Bummel zum Kleberplatz machen wollten. Unterwegs sahen wir schon aufgeregte Menschen. Verschiedene ohne Achselklappen, andere wiederum ohne Kokarden, einzelne sogar mit einer TTrikolore herumlaufen. In der Manteuffelkaserne am Steinwall klärte guns unser Bataillonschef auf. Die Revolution sei nun auch in Straßburg ausgebrochen. Ein Reichstagsabgeordneter sei am frühen Morgen in der Kaserne erschienen und habe die Bildung von Arbeiter= und Soldatenräten gefordert. Mit betrübter Stimme und voll schmerzlicher Wut erzählt uns dieser schwerverletzte Offizier des Weltkrieges den Hergang. Wir sind tieferschüttert, entschließen uns aber, dennoch zum Kleberplatz zu gehen. Hier erleben wir ein Bild, wie wir es niemals vergessen werden. Auf einem Lastwagen stehen verwegene Burschen in feldgrauen Uniformen mit einer roten Fahne in der Hand. Ein Soldat spricht zur Menge. Freik Gleichheit, herhalten. Brüderlichkeit..., alte Schlagworte müssen Mit frecher Stirn behauptet er, die Franzosen (Fortsetzung auf Seite 2) sich zurückkehrte. Im Kriege ich der Belagerung durch September 1870 den deutsch Fromme Wünsche des Reuterbüros „Deutschland muß diesen Winter verhungern“ Geuf, 19. Juni. Nachdem alle Mittel versagt haben, die Stimmung der britischen Bevölkerung, die durch die Ereignisse der letzten Tage unter den Rullpunkt gesunken ist, zu heben, versuchen es die Giftspritzer in London wieder einmal mit der alten Lüge, daß Deutschland in diesem Winter vor dem Vethungern stehen werde. Da man keinem mehr Hoffnung machen kann, den Siegesmarsch der deutschen Truppen aufhallen zu können, verkündet die Agentur Reuter,„daß die Entscheldung des Krieges mit Deutschland in diesem Winter ausschließlich(1) aus wirtschaftlichen Gründen herbeigeführt werden könne. Man ist der Ausichl, sogl die Agenkur in dem tppischen ReutersIl, daß der Zusammenbruch der deutschen LebensmittelverHsegen für zsch grchel uu.s m r el Ambrnch in Wenn schon bei dieser Behauptung der Wunsch der Vater des Gedankens ist, dann spürt man das bei der Begründung dafür noch viel deutlicher. Zu gern möchte man in London, daß die englische Blockade die Einfuhr von Lebensmitteln unmöglich macht, daß die Bestellungsarbeiten durch die Mobilisierung vollkommen in Unordnung wären, daß eine Mißernte zu erwarten sei, daß der Coloradokäfer die Kartoffelfelder verwüchet hätte... Weil man das gern möchte, behauptet man es eben. Ob aber diese verstaubte Mär, die Reuter aus irgendeiner Klamottenkiste seines Lügenarchives hervorgezogen hat, beim englischen Volke noch zieht! Die Briten fühlen den Bumerang der Blockade am eigenen Magen zu empfindlich, als daß sie auf diesen plumpen Schwindel hereinfallen könnten. SMT Schreagespenst einer Invasion Vier Stunden im Luftschutzkeller. h5. Stockholm, 20. Juni. Die englische Regierung läßt gegenwärtig 20 Millionen Stück einer Broschüre mit einer Gebrauchsanweisung, wie jeder Engländer Falle einer feindlichen Invasion verhalten soll. Das motiv lautet:„Gebrauche deinen gesunden Menschenverstand“, der bekanntlich in England seit langem ein seltener Artikel geworden ist. Als erstes wird eingeschärft:„Fliehe nicht!“ Die Erfahrung in anderen Ländern hätte gezeigt, daß Flüchtlinge nur die Bewegung der Heeres behinderten und sich selbst in Gefahr gebracht hätten. Die Bevölkerung wurde ferner gewarnt, keine Gerüchte zu verbreiten oder zu glauben, feindlichen Truppen kein Benzin in die Hände fallen zu lassen, ihnen keine Fahrräder und Landkarten zu geben und jeden Verdacht sofort einer Polizeistation zu melden. Vor allem wird die Sorge ersichtlich, jedem Entstehen von Panik vorzubeugen. In dem dichtbevölkerten England müsse es, so wird erklärt, möglich sein, jeden Fallschirm=Landungsversuch zu entdecken. Der deutsche Luftangriff auf die Flugplätze und anderen militärischen Objekte Ostenglands hat den Briten anscheinend aber doch sehr große Unahnnehmlichkeiten und Sorgen verursacht, besonders längs der Themsemündung. Zwei Stunden lang— so melden offizielle englische Berichte— habe hier nahezu unaufhörliches Flakfeuer angehalten und der Alarm wurde stellenweise erst nach vier Stunden wieder aufgehoben. Reynand in London? Mandel in Algerien. b. Seuf, 19. Juni. Genfer diplomatische Kreise wollen en, daß die Weiterführung des Krieges und dessen Ausung von gewissen sanzösischen Eliquen eifrig betrieben keynaud hielte sich mit einem Mitarbeiterstab, dem auch der im englischen Rundfunk sprechende französische General Degaulle angehört, in London auf und bilbe dort eine Art Nebenregierung Frankreichs nach englischen Direktiven. Der Jude Mandel, Reynauds Außenminister, definde sich in Algerien und wolle inoffiziell das Land als nächste Verteidigungslinie vorbereiten. Auch an ihren neuen Zufluchtserten werden die deutsch=italienischen Waffen die französischen Kriegehetzer zu erreichen Seles München und Europas Krieg Berlin, 19. Juni. Die Welt versucht begierig den Schleier, der noch über dem Inhalt der Besprechungen von München liegt, zu lüften. Man fühlt, daß in der Hauptstadt der Bewegung wieder einmal ein entscheidendes Stück europäischer Geschichte von den Staatsmännern Deutschlands und Italiens gestaltet worden ist, und da diese jüngste Begegnung des Führers mit dem Duce unmittelbar durch das französische Waffenstillstandsgesuch hervorgerufen wurde, beschäftigten sich die politischen Kreise aller Länder stärker denn je mit der Zukunft Frankreichs. Eine solche Beschäftigung ist gut und nützlich, wenn man sich über den Weg klar wird, der zu viesem neuen, ganz anderen München geführt hat, ein Weg, der durch die starre, unversöhnliche Haltung Frankreichs bedingt ist, das bei jeder Gelegenheit seine Haßgefühle gegen Deutschland zum Ausdruck gebracht hat. Verwerflich und zwecklos sind jedoch alle willkürlichen Komdinationen über die Bedingungen, die zwischen Hitler und Mussolini festgesetzt wurden. Es ist kein Brauch autoritärer Regierungen, die Schicksalsfragen Europas durch unsichtbare Kanäle einer Tagessensation zu leiten. Die, die es angeht, erfahren in der gehörigen Form die Antwort der Neugestalter Europas. Wenn die Franzosen nach der schweren milttärischen und moralischen Niederlage jetzt um die Bedingungen zur Beendigung des Kriegszustandes zwischen Deutschland und Frankreich gebeten haben, dürften diese nach dem Willen des Führers und des Dure so sormuliert sein, daß die französtsche Regierung sich klar zu entscheiden hal. Inzwischen geht der deutsche und auch der stalienische Vormarsch unaufhaltsam vorwärts. Die Verfolgung des Feindes schafft nach dem Eingeständnis der Franzosen eine furchtbare Situation, die jedoch so und nicht anders sein muß, weil sie sie selbst heraufbeschworen und demnach auch auszubaden haben. Hierbei ist das Geschehen einzig und allein durch das harte Kriegsgesetz bestimmt, das so lange gilt, bis Frankreich die rasch gefaßten Beschlüsse von München zur Sicherstellung einer gerechten Neuordnung des europäischen Lebens akzeptiert hat. Die Franzosen haben nach dem Zusammenbruch ihrer Armeen und nach der Bankrotterklärung eines politischen Systems nichts mehr zu retten. Sie müssen sich nun dem von ihnen gewollten und von der Geschichte vorgezeichneten richt fügen. Ein Aushandeln von Bedingungen kann da nicht mehr geben. Kompromisse sind schon deshalb nicht mehr möglich, weil der Krieg zwischen DeutschlandItalien und Frankreich=England nicht eine militärische Kraftprohe darstellt, sondern eben der Kampf auf Todund Leben zweier Weltanschauungen, das Ringen des neuen und des alten Europas und die Entscheidung zwischen Gerechtigkeit und Vergewaltigung ist. Vielleicht mögen viele Franzosen am Dienstag, als der Führer und Duce im Führerbau am Königlichen Platz zusammentraten, an den Herbst 1938 gedacht haben, als an der gleichen Stelle auch die Vertreter Frankreichs und Englands zu den Beratungen über dag neue europäische Schicksal hinzugezogen wurden. Das ist nun vorbei! Damals hatten beide Länder noch alles in ihrer Hand. Sie mißachteten aber schändlich den Geist der weitblickenden Aufforderung des Führers zu einer Konferenz der Großmächte. Sie kamen mit ihren alten Vorurteilen und erklärten sich damals nur deshalb zu einer Einigung in der tschechoslowakischen Frage bereit, weil sie Zeit gewinnen wollten für die Vorbereitung ihres Krieges, den sie ein Jahr später vom Zaune brochen. Das München von 1938 war für Frankreich und England die große Chance, am Neuaufbau Europas aktiv mitzuarbeiten. Das München von 1940 konstatiert die längst vollzogene Tatsache, daß die Westmächte in beispielloser Verblendung ihre eigene Tragödie verursacht haben und keinen positiven Beitrag zum Aufbau eines Europas der Gerechtigkeit leisteten. Eine ganze Welt von Illusionen ist zwischen diesen beiden Münchener Konferenzen eingestürzt. Aus der für unbesiegbar erklärten Grande Armee wurde ein trost= loser Flüchtlingshaufen. Die Engländer gehen ebenso unheilschwanger umher und haben nur eine etwas längere Gnadenfrist erhalten dis zur Abrechnung für ihre Verbrechen. Geblieben ist jedoch ihr abgrundtiefer Haß gegen alles Deutsche, der seit Jahrhunderten den Franzosen im Blute steckte und der auch in der Stunde der großen nationalen Noi Frankreichs nicht durch einen Appell an das menschliche Mitgefühl zugedeckt werden kann. Wir Deutschen sind über jede kleinliche Revanche erhaben, wir baden uns nicht wollüstig in Vergeltungsgefühlen, aber was man uns angetan hat, kann man nicht einfach durch eine Erklärung, Frankreich wünsche den Frieden, aus der Welt schaffen. Wir waren auf einen solchen französischen Wunsch gefaßt, weil wir nach Beginn des Krieges mit unbändiger Zuversicht auf unsere ruhmreichen Soldaten und Waffen geblickt haben. Um so mehr verfallen wir nicht in der Stunde eines großen Triumphes über den Feind in einen Friedensrausch und falsche Humani=Obergruppenführer Weitzel A In Pflichterfüllung in der 19. Juni. Bei einem auf die innere Stadt Weidel iödlich ein Splitter einer Bemde traf. ** 18t. In der höchsten Not hat sich *—— Schilb vor die Marschall 97 etein ais dherun Said ur de keohische Raiten t. Einen solchen soldatischen Entschluch achten wir, erern aber nachdrücklich daran, daß 1918, als Deutschland unbesiegt die Franzosen um Waffenruhe bat, der Heros des deutschen Volkes, Generalfeldmarschall von Hindenburg, auf das unflätigste von jener Nation beleidigt und seine Auslieferung verlangt wurde, die heut durch die Herausstellung von Marschall Pétain ganz bestimmte Absichten verfolgt. Daß im übrigen Frankreich in seiner Gesamtheit keinerwegs seinem Vernichtungskriegsplan gegen Deutschland abgeschworen hat, gehi aus der Dienstagrede des Generals Degaulle im Vondoner Rundfunk hervor, in der dieser erklärte, daß England und Frankreich doch noch siegen würden, denn hinter ihnen ständen die großen Territorien des französischen und britischen Imperiums, die genug Mittel hätten,„unsere Feinde eines Tages zu zermalmen“. Auch das Ministerium Weygand hat in seiner Erklörung die noch unter den Waffen stehenden Franzosen aufgefordert, ihren Widerstand fortzusetzen, was natürlich ein Verbrechen am französischen Volke ist, jedoch von Deutschland entsprechend zur Kenntis genommen wird. Frankreich hat in allen siegreichen Friedensschlüssen gegen Deutschland alle Kraft daran verschwendet, Deutschland demütigende und entehrende Bedingungen zu diktieren. Weil wir diese französische Grundhaltung und politische Tradition kennen, ziehen wir daraus die Konsequenzen. Bei den Besprechungen in München dürften— ohne den In“anisch Inhalt der deutsch=italienischen Bedingungen vorweg zu nehmen— die notwendigen Sicherungen gekroffen sein, daß sich die Haßinstinkte Frankreichs gegen Deutschland nicht noch einmal wieder zum Schaden des europäischen Friedens austoben können.: O. H. Heim. n geErinnerungen an Straßburg (Fortsettung von Seite 1) und Engländer hätten ebenfalls die rote Fahne hißt. Ich trete näher heran und sehe mir diesen Burschen einmal an. Es ist ein Mann, der einige Wochen vorher, als er von unserer Kompanie ins Feld ausrücken sollte, krank wurde und ins Lazarett geschafft werden mußte. Jetzt plötzlich die große Klappe! Meine Erkundigungen ergaben, daß es ein Jude Schwarzschild aus Frankfurt am Main war, der in dieser sonst so ruhigen Stadt den Aufruhr proklamierte. Einige französische Chauoinisten schmücken das Kleberdenkmal mit der Trikoloré. Der Jude läßt das schweigend geschehen. Voll Abscheu wenden wir uns ab. Es hat uns allen einen Stich ins Herz versetzt. Wir besuchen am Nachmittag noch einen Sportplätz und haben hier wenigstens durch ein Fußballspiel etwas Ablenkung von dem widerlichen Treiben in der Stadt, das von Juden inszeniert war und das Juden dirigierten. Dann kamen Tage des Wartens und der Spannung. Wie mußten von Straßburg Abschied nehmen. Unsere Herzen waren voll Kummer über diese Schmach. Noch einen Tag bevor die Franzosen in Straßburg einrückten— nicht als Sieger, sondern als Nutznieser einer von Juden und Vaterlandsverrätern in Deutschland gemachten Revolte—. besuchen wir von Diersheim aus noch einmal Straßburg. Es ist ein Abschiednehmen, wie wir es uns nicht vorgestellt hatten, als wir freudig zu den Fahnen eilten. Alles schien verloren. Als wir dann über die Rheinbrücke schritten und uns eine große Ehrenpforte mit der Inschrift:„Seid uns willkommen, ihr deutschen Brüder“ in Kehl grüßte, da wurden die Augen feucht. Wir konnten es nicht fassen und wollten es nicht glauben, daß diese Schande über Deutschland durch Verrat und Feigheit hereingebrochen war. Der Gruß der Badenser aber deutete uns an, daß Deutschland nicht verloren sein konnte. Wenn heute, nach 22 Jahren, durch die gewaltigen Leistungen unserer Wehrmacht und durch die geniale Führung Adolf Hitlers deutsche Truppen diese deu besetzt haben. Deutsche Soldaten retteten die Kathedrale von Rouen Tatkräftiges Emgreifen des Goneralobersten von Kluga— Der Erzbischof würdigt das Verdienst der deutschen Wehrmacht jetzige Bürge gende Feststel „Im Ver! dnd. Berlin, 19. Juni. Es ist bekannt geworden, daß en durch das tatkräftige Einedie Kathedrale von Rouen durch das tatkräftige Eingreisen des Generalobersten von Kluge. Kommandeur einer deutschen Armee, und durch den opferwilligen Einsatz deutscher Truppenteile vor der Zerstörung gerettet wurde. L Fe durch Feuer : Der Erzbischof von Rouen, Pierre Petit Julleville, hat am 11. 6. das Verdienst der deutschen Wehrmacht um die Rettung der berühmten Kathedrale handschriftlich mit folgenden Worten bestätigt:„Das Feuer hat die Kathedrale von Rouen ergriffen. Ich erkenne bereitwillig an, daß die deutschen Militärbebörden alles getan haben, um den einzudämmen. Am Abend war alle Gefahr abgewandt.". Im Verlauf des Löschungswerkes###ind zwei deutsche Offiziere und einige Soldaten schwer verletzt worden. Auch über die Ursache des Brandes, dem beinahe eine der herrlichsten Kathedralen Frankreichs zum Opfer gefallen wäre, besitzen wir ein amtliches Dokument aus französischer Feder. Der Stadtverordnete und germeister von Rouen, Poissant, hat soltellungen zu Protokoll gegeben: erlauf des 9. 6. wurden mir mehrere Brände in verschiedenen Stadtvierteln an der Seine gemeldet. Sie konnten infolge des Mangels an Wasser nicht bekämpft werden, da die Kanalisation unterbrochen war. Ich glaube, diese Brände können durch die Wirkungen der Sprengung der durch die französischen Truppen minierten Brücke hervorgerufen worden sein; die Brücke ist durch die französischen Truppen in die Luft gesprengt worden. Möglicherweise haben auch englische Soldaten die Zündschnüre in Brand gesetzt. Um 10 Uhr vormittags ging ich mit dem Herrn Kommandanten auf die Kathedrale zu. Um diese Stunde hat das Feuer, vom Kai heraufkommend, die Rue St. Denis und die Rue de Bonnetières überschritten. Der starke Wind schürte den Brand. Die Feuerwehr und die deutschen Soldaten haben unter der Führung ihrer Offiziere wahrhaft heldenmütige Anstren: gungen gemacht, um die Kathedrale zu retten. Während des Rettungswerkes wurden zwei Offiziere und mehrere naswette„„ deutsche Soldaten ernst verwundet. Dank dieser Be Neuer Schurkenstreich englischer Lustpiraten Wieder ein deutsches Lazarett bombardiert 7 Krankenschwestern unter Trümmern begraben der Stadt wiebesetzt haben, wenn die Hakenkreuzfahne vom stolzen, zfah alles überragenden Straßburger Münster weht, dann ist das für alle, die Straßburg kennen, besonders aber für diejenigen, die die Novembertage in haben, ein Tag stolzester Freude und### Mit uns aber freut sich das ganze deut neuen gewaltigen Siegestaten unserer macht. urg miterlebt *: Dankvarkeit. Volk über die rrlichen Wehr„Der Kampf geht weiter“ Erklärung des französischen Verteidigungsministers. Seuf, 19. Juni. Der französische Minister der nationalen Verteidigung ließ im Nachrichtendienst gendes bekanntgeben:„Es besteht noch kein Waffenstand. Verhandlungen haben noch nicht begonnen. apf geht weiter!“ Aegypten prüst die Lage Lebhastere Lebhafte Auseinandersetzungen der verschieder schen Gruppen innerhalb der Regierung werden er ägyptische Ministerpräsident habe die Absich Kampfhandlungen— Minensperren bei Alexandrien. rd. Alhen, 20. Juni. Der Berichterstatter der„Wradini“ drahtet aus Alexandrien, daß der Krieg an allen ronten Ostafrikas und Libyens von Tag zu Tag an Intensität zunähme. Italienische Flugzeuge hätten zahlreiche Städte in Französisch=Somaliland mit Erfolg bombardiert. Die Behörden von Aeschäftigt, die heikle dip aus der Anwesenheit Truppen in Aegypten ergeben hat. en der verschiedenen politiverden gemeldet. Absicht bekanntegeben, daß die Regierung bereit sei, mit allen politischen Larteien zusammenzuarbeiten. Der Bericht vermittelt aber keineswegs den Eindruck vollkommener Einigkeit innerhalb der bisher tief zerrütteten Oeffentlichkeit von Aegypten. Der Hafen von Alexandrien wurde mit Minen belegt und für die Schiffahrt vollkommen gesperrt. Die Haltung der Türkei Istanbul, 19. Juni. Ministerpräsident Saydam gab am Dienstagnachmittag vor der Fraktion der Volkspartei Erläuterungen zur Haltung der Türkei angesichts der rasch aufeinanderfolgenden Ereignisse in der Welt. Außenminister Saradschoglu beantwortete Fragen von Abgeordneten. Die Fraktion nahm erneut Kenntnis vom Regierungskurs und billigte ihn. Der Abgeordnete Indschedayi hielt in Istanbul zweimal den gleichen öffentlichen Vortrag über die Einstellung der Türkei zu den internationalen Vorgänhen. Die Losung, so sagte er, sei Friede noch außen und im Innern. Das Abnen mit England und Frankreich sei gegen kein Land gerichtet. Die heutigen Ereignisse brauchten die Türkei nicht zu beunruhigen. Das türkische Volk erwarte und hoffe, dem Krieg fernzubleiben, nötigenfalls sei es aber zur Verteidijung bereit. lehnliche Vorträge wurden auch von anderen AbgeordIn Provinzorten gehalt gung neten in Provinzorten gehalten. sind die Schneider=Creusot Die Waffenschmiede Frankreichs. Berlin, 19. Juni. Mit der Besetzung von Le Creusot t befindlichen Werke der französischen Rüzsfirma Schneider&amr Cie. in deutsche Hand genommen. die Werke von Schneider& Cie. in Creusot sind die größten ihrer Art in ganz Frankreich. Das Produktionsprogramm dieser Werke ist außerordentlich weitreichend. So werden in Creusot Gewehre, Maschinengewehre, Geschütze aller Art, Artillerie=Munition und Bomben, namentlich schweren Kalibers, hergestellt. Außerdem werden fabriziert: Werkzeugmaschinen, Eisenbahnmaterial, Panzerstahl und Stähle der verschiedensten Art. Das Produktionsprogramm ist so umfangreich, daß sich diese Firma als Lieerant für Kriegsmaterial aller Art bezeichnen konnte. □ sch Berlin, 19. Juni. In seiner letzten Rede hat der Kriegsverdrecher Churchill, wie schon so oft, von neuem seiner Vernichtungswut gegen alles Deutsche Luft gemacht. Da seine pielgerühmten Truppen bisher in allen Lebenslagen bewiesen haben, daß sie dem deutschen Soldaten und seinen Waffon einfach nicht gewachsen sind, greift er, wie es schon Jahrhunderte hindurch in der englischen Geschichte geschehen ist, zu den gemeinsten Mitteln. Fast Nacht ür Nacht schickt er seine Bomber unter dem Schutze der unkelheit in deutsches Hinterland. Ziel sind nicht etwa militärische Objekte, denn dort könnte die deutsche Luftsicherung ihrem Flug ein jähes Ende bereiten. Ihre Bomben werfen sie fast ausschließlich auf Wohnbezirke, kleine Dörfer, auf die Ränder der Städte und oft auf freies Feld, um sich ihrer gefährlichen Aufgabe zu entledigen und daheim melden zu können: Bomben abgeworfen! In zahlreichen Fällen sind Schulen, Kinderspielplätze, Krankenhäuser und Lazarette das Opfer dieser hinterhältigen Angriffe gewesen. In det Nacht vom 17. zum 18. Juni flogen englische Bombenflieger Koblenz an und bombardierten ausschließlich zwei Objekte: die beiden Lazarette St.=JosephHaus und Kemperhof. Während die Brand= undn Sprengbomben, die dem Sl.=Joseph=Haus zugedacht waren, glücklicherweise alle ihre Ziele verfehlten und in der Umgebung des Krankenhauses niedersielen, war die Wirkung des Bombardements auf den Kemperhof um so furchtbarer. Ein Seitenflügel des Gebäudekomple ckwer Stol des Gebäudekomplexes wurde durch alle kehindurch aufgerissen, zwei Schwern, die sich um die Unterbringung der Verwundeten und Kranken in den Luftschutzkeller bemüht hatten, wurden vom ersten Stockwerk in den Trümmerhausen heruntergerissen und konnten erst nach schwieriger Arbeit verletzt aus dem Schutt geborgen werden. Auch der Innenhof wurde durch Bomben schwer demoliert. Sämtliche Fensterscheiben und zum Teil die Türen der Krankenzimmer wurden zerstört. Nür der Tatsache, daß alle Verwundeten in den Luftschutzkeller gebracht waren, ist es zu verdanken, daß niemand weiter verletzt wurde. Daßz es sich bei diesem Angriff, wie schon so eine bewußle Aktion gegen ein Lazareit handelt, folgenden Gründen klar hervor. um aus Kemperhof liegt einsam weit außerhalb gesamte Gebäudekomplex ist durch riefiger weißem Grund nach oben weithin sichtbar kl der Stadt. Der rote Kreuze auf seißem Grund nach oben weithin sichtbar gemacht. Die Nacht war mondhell und sternenklar. Außerdem aber haben die Flieger vor dem Abwurf der Bomben an Fallschirmen Leuchtraketen fallen lassen, die das ganze Lazareit taghell erleuchteten. Die Bomben wurden auch nicht aus großer Höhe abgewarfen, sondern die Maschinen gingen rorher auf Erdnähe. Dieses neue schändliche Verbrechen Cburchills wird zu den vielen anderen Posten auf die große Rechnung geschrieben, die ihm demnächst präsentiert werden wird. Daß er sie auf Heller und Pfennig begleichen wird, dafür bürgt das deutsche Schwerl. Europas Neuordnung und das tschechische Volk Rundtunkansprache des Staatspräsidenten Dr. Hacha frag, 19. Juni. Staatspräsident Dr. Hacha hielt Mitiwochabend um 19 Uhr eine Rundfunkansprache an das tschechische Volk, in der er u. a. ausführte: Das Waffenstillstandsangebot Frankreichs, mit dem eines der größten Kapitel der Weltgeschichte seien Abschluß findet, gibt mir Gelegenheit, an meine tschechischen Mitbürger einige offene Worte zu richten. Ich weiß wohl, daß mein Entschluß vom 14. März 1939, vom Führer eine endgültige Willensäußerung über das Schicksal der tschechischen Länder zu erbitten, von manchen Tschechen mit gewissen Zweifeln äufgenommen wurde. Damals war das tschechische Denken noch allzu tief in der Vergangenheit, insbesondere in der Entwicklung der letzten zwanzig Jahre, verankert, und nur wenige vermochten bereits damals zu ermessen, welch bedeutsamen historischen Wendepunkt wir durchleben. Die Ereignisse, die dann folgten, zeigten, daß der Weg, den ich im März des vorigen Jahres im Einvernehmen mit der Regierung betreten hatte, für die weitere Entwicklung des 'den Volkes der einzig richtige war. Trotz der swierigkeiten, die der Anfang iti sich bringt, müssen wir uns ständig das klare Ziel vor Augen halten: Eines der vollkommensten Teile des Großdeutschen Reiches zu bilden. Wir tun dies nicht unbelohnt, denn unsere: Eingliederung in das Großdeutsche Reich hat für uns die mannigfaltigsten Vorteile im Gefolge. Schon die Kriegszeit hat gezeigt, was für ein Glück es für uns ist, daß wir zur rechten Zeit unser Schicksal in die Hände des genialen Führers des deutschen Volkes, Adolf Hitler, gelegt haben. Das Los anderer kleiner Völker ist ein anschaulicher Beleg dafür. Für die Friedenszeit aber können wir fest auf das Wort des Führers und Reichskanzlers vertrauen, daß der siegreiche Ausgang des Krieges auch für unser Volk eine glückliche Zukunft erheischt. Der Schritt Frankreichs hat den letzten und schlagendsten Bewein dafür erbracht, wie irrig die politischen Vorstellungen derjenigen waren, die zwanzig Jahre hindurch der gedankenlosen Uebernahme westlicher Richtlinien sich hingaben, mochte es sich nun um die falsche Orientierung der auswärtigen Politik oder um die Nachahmung der überwundenen liberaldemokratischen Denkweise handeln. Diese Irrtümer setzen jene fort, die sich in das feindliche Ausland begaben. Der großen Mehrheit des Volkes blieben ihre Absichten völlig d. Die breiten Schichten kümmerten sich nicht um sie, weil der unserem Volk stets eigene nüchterne Sinn zeigte, daß es sich hier bloß um Irrwege einzelner handelte. Die Neugestaltung der europäischen Verhältnisse, die nach dem Endfieg der glorreichen deutschen Truppen ersolgen wird, wird auch uns zum Vorteil gereichen. Jeder einzelne kann dazu beitragen, nicht nur durch das Streben nach bestem Iusammenleben mit den deutschen Milbürgern im Dieuste der höheren gemeinschaftlichen Ziele des Großdeutschen Reiches, sondern auch durch ehrliche Arbeit in seinem Beruf, welcher von seher den Stolz eines jeden Tschechen bildet. Zu. dieser Arbeit fordere ich euch alle von neuem auf in dem festen Vertrauen auf eine glückliche Zukunft des tschechischen Volkes, welche ihm der Friede im Verband des Großdeutschen Reiches bringen wird. Der 17. Juni in Paris/ Ven Oberieuinent Stechen Paris, im Juni n1940. das Die deutsche Rundfunkmeldung über das Gesuch Res ranzösischen Regierung auf dem interessantesten a 10 Gesuch der aller Parier Plätze, der Place de la Concorde, zu hören, war icherlich ein Erlebnis ganz besonderer Art. Auf die Ankündigung, daß eine Nachricht von ganz ungewöhnlicher Bedeutung bevorstände, hatte sich eine große Anzahl deutscher Soldaten und französischer Zivilisten um den Lautsprecherwagen versammelt. Die Meldung wurde von allen Deutschen mit tiefer Ergriffenheit aufgenommen. Die Nationalhymnen wurden mitgesungen. Laut schallten das Deutschland= und das Horst=Wessel=Lied über den Platz, der von 1789 an im Zentrum des Pariser politischen Lebens stand. Aber bedeutsam ist, daß auch die Franzosen die Meldung mit lebhaftem Beifall aufnahmen. Die versammelte Menschenmenge gab laut ihrer Freude Ausdruck und wünschte nur, daß die Feindseligkeiten sohald wie möglich aufhören möchten. Die deutschen Offiziere waren bald überall umringt und konnten sich der Fülle von Fragen nach der weiteren Entwicklung kaum erwehren. Die lebhafte Bekundung setzte sich auf den großen Boulevards fort, als dort wenig später Gustave Hervés Zeitung erschien, die den stolzen Namen„La Bictoire“, „Der Sieg“, trägt. Die Blätter wurden den Verkäufern aus den Händen gerissen und alle halbwegs sprachkundigen Deutschen um eine Deutung der sensationellen Nachrichten gebeten. Verwünschungen gegen den zuruückgetretenen Ministerpräsidenten Reonaud wurden laut. Die Geste des Halsabschneidens wurde bei seinem Namen allgemein. Aber noch lauter waren die Zornesausbrüche gegen die Enaländer, denen die Pariser die Hauptschulo an ihrem nationalen Unglück zuschreiben. Während die Frauen vor allem wissen wollten, wann nun wohl ihre Männer aus dem Heer oder der Gefangenschaft zurückkehren würden, beschäftigte die Männer auch die Frage nach der politischen Zukunft, ob Frankreich wohl ein demokratischer Staat bleiben werde. Sicherlich— so wurde geantwortet— werde es die Staatsform bestimmen können, die es selbst wünsche. An den deutschen Verhältnissen interessiert, nachdem das französische Volk durch seinen Rundfunk und durch seine Presse grotesk trregeführt worden war, schlechthin alles. Allgemein war die Genugtuung, den Aufforderungen zum Abreisen aus Paris in der vorigen Woche nicht gefolgt zu sein, und mit Beklemmung wurde der Millionen Menschen gedacht, die infolge der Panikstimmung der französtschen Bebörden setzt auf den Straßen von Südfrankreich umherziehen, ohne geregelte Verpflegung, ohne Unterkunft, ohne Geldmit#el. Diese Bevölkerung von Paris, die jetzt den Kontakt mit den deutschen Soldaten aufgenommen hat und überrascht ist, sie so menschlich und hilfsbereit zu finden, ist erleichtert, daß sie in ihrer Stadt blieb und daß diese geliebte Metropole unversehrt ist. Verkehrswesen und Verpflegung kommen mit jedem Tage mehr in Gang. Die Straßen beleben sich, aber die Stimmung bleibt unausgeglichen. Die wirkliche Bedeutung der Niederlage, die Frankreich erlitten hat, wird der breiten Masse wohl erst viel später zum Bewußtsein kommen. Heute ist sie geneigt, jedem Schuld an dem Zusammenbruch zu geben, außer sich selbst. Der franzölische. Himmel ist entgöttert, die alten Ideale haben ihre ungskraft verloren, neue sind nicht vorhanden. Die Bundesgenossen, die von jenseits des Kanals ebenso wie die erhofften von jenseits des Ozeans, werden gehaßt. Die belgischen Soldaten, die aus den Gefangenensammelstellen entlassen, in kleinen Gruppen ihrer Heimat entgegen durch die, Stadt ziehen, werden mit feindseligen Blicken und Worten verfolgt. Die fremden Hilfsvölker aus dem „Großen Frankreich jenseits des Meeres“, die, entgegen den Erfahrungen vor. 1870 und 1914, bei der modernen Kampfführung versagten, sind plötzlich nicht mehr die lieben französischen Brüder von der anderen Rasse. Die Kirche ist längst entwurzelt, aber der Rationalismus ist es nicht weniger, und doch gab es an diesem seltsamen Nachmittag ein einziges Mal eine vollkommen einheitliche spontane Meinungsäußerung, das war, als ein junger deutscher Offizier auf die Frage, ob er sich nicht auch freue, beim Friedensschluß zu seiner Familie heimkehren zu können, zustimmend von seinen vier Kindern sprach. Da ging eine Bewegung durch die Menschenmenge, der zum Teil Belustigung und Schrecken auf der Miene stand.„Vier Kinder? Wie furchtbar! Welche Plage! Welche Verantwortung!“ Daß die Niederlage auch in der nun schon seit Generationen geubten Geburtenbeschränkung seine Ursache haben könne, kam offensichtlich keinem in den Sinn So diskutierte man in Paris am Tage des Gesuches von Pétain. Man hat auf die Verdündeten gehofft. Man hat an die Maginotlinie geglaubt. Als alles versagte, hat man auf das Wunder gewartet. Es ist ausgeblieben, weil es nur denen zuteil wird, die aus eigener Kraft die Voraussetzungen schaffen und denen sich dadurch das übernatürliche Wunderwerk verwirklichen kann. Im Paris von heute fehlen dafür alle Voraussetzungen. 4 mühungen wurde die Kathedrale von Rouen gerettet, und der Brand auf einen verhältnismäßig beschränkten Raum begrenzt.“ In einem Bericht des Kommandanten der. Städtischen Feuerwehr von Rouen heißt es wörtlich:„Als sich die Heftigkeit des Brandes verstärkte, arbeiteten die deutschen Behörden energisch mit den Feuerwehrleuten zusammen. Dank der übermenschlichen Anstrengungen haben wir die Kathedrale vor völliger Vernichtung bewahrt. Alle, ohne Ausnahme, Offiziere, deutsche Soldaten und Feuerwehrmänner haben ihre Pflicht getan trotz der großen Müdigkeit, unter der wir alle litten.“ Das Eingreifen der deutschen Soldaten war von entscheidender Bedeutung, denn der größte Teil der städtischen Feuerwehr hatte zusammen mit dem Oberbrandmeister die Flucht ergriffen, so daß die zurückgebliebenen Feuerwehrleute nicht in der Lage waren, den Brand einzudämmen. kämpfen unsere Truppen? Orte, die im Bericht des OKW. genannt wurden. Detmold, 19. Juni. Nach einem unaufhaltsamen Vormarsch haben die deutschen Truppen in den letzten 48 Stunden Städte erreicht, die in Kürze beschrieben werden sollen. Cherboura. Stadt im Departement Manche, hat 38 000 Einwohner, und ist als bedeutender Kriegs= und industrie. Lyon, die Stadt, vor der deutsche schnelle Truppen angekommen sind, ist Frankreichs drittgrößte Stadt, zählt 580 000 Einwohner, Festung, und durch ihre bedeutende Textilindustrie und als berühttes Zentrum der französischen Seidenindustrie in aller Welt bekannt geworden. Straßburg, in der Oberrheinebene gelegen, zählt 181 000 Einwohner. Der wichtige Handelsplatz besitzt einen der größten Häfen am Rhein. Die Stadt wurde 1870 von deutschen Truppen besetzt und wurde Deutschland durch den Versailler Schandvertrag genommen. Toul, Festung am Rhein=Marne=Kanal, ist stark ausgebaut, zählt 13 000 Einwohner und gehörte bis zum Mittelalter zum Deutschen Reich. Die Stadt ist durch Weinund Obstbau sowie Stickereierzeugnisse bekannt geworden. Luneville, Stadt in Lothringen, 25.000 Einwohner, Keram=, Textil=, Autoindustrie, Getreide=, Wein= und Hopfenhandel. Nancy, Hauptstadt im Departement Meurthe=etMoselle, war im Weltkriege mehrfach umkämpft und zählt 121 000 Einwohner, besitzt Universität und ist Mittelpunkt einer wichtigen Eisenindustrie. Zusätzliches USA.=Flottenprogramm Admiral Stark fordert weitere vier Milliarden Dollar. Washington, 19. Juni. Der Flottenchef. Admiral Stark, forderte am Dienstag im Marineausschuß des Abgeordnetenhauses weitere vier Milliarden Dollar für ein zusätzliches, rund 200 Kampfschiffe umfassendes Programm. Die Marine der USA., deren Tonnageraum zur Zeit etwa 1,7 Millionen Tonnen umfaßt, würde, falls der Kongreß die Forderung bewilligt, um 1,25 Millionen Tonnen vermehrt werden. Starks Forderung kam völlig überraschend, da erst am Montag in den Marineausschüssen beider Häuser mit Billigung der Regierung zwei gleichlautende Vorlagen eingebracht worden waren, die 1.2 Milliarden Dollar für 84 weitere Kriegsschiffe anforderten. Stark, der seine Forderungen in einer vertraulichen Sitzung begründete, bezeichnete in der anschließenden öffentn Sitzung das neue Programm angesichts der Weltzur Verteidiund ihrer InselMonroe=Doktrin. Der Marineausschuß hieß das zusätzliche Flottenausbauprogramm einstimmig gut. Die Bewilligung müßte jedoch von Fall zu Fau angefordert werden. Admiral Stark erklärte, die Durchführung des neuen Programms würde etwa sieben Jahre beanspruchen. li kauft weiter ausländisches Silber 35 Stimmen Washinglon, 19. Juni.: Mit 45 gegen lehnte der Senat einen Vorschlag des republikanischen Senators Townseno ab, der der USA.=Regierung die Ermächtigung, ausländisches Silber anzukaufen, entziehen wollte. Bei einer früheren Gelegenheit nahm der Senat einen ähnlichen Vorschlag an, jedoch hatte das Unterhaus nicht dazu Stellung genommen. Das Silberankaufsprogramm bildet einen wesentlichen Bestandteil der NewDeal=Politik. Finanzjude Rothschild nach Spanien geflohen Madrid, 19. Juni. Unter den in Son Sebastian eingetroffenen Flüchtlingen aus Frankreich befindet sich aauch der bekannte Pariser Finanzjube Baron Rothschild. Es ist bezeichnend, daß unter den Kriegsverbrechern und Schiebern, die jetzt, von panischem Schrecken gejagt, Frankreich den Rücken kehren, auch dieser Judenhäuptling zu finden ist, der als einer der maßgebendsten Vertreter der plutokratischen Clique Frankreichs vor allem an der französischen Rüstungsindustrie führend beteiligt war. Die Besetzung der französischen Waffenschmiede Le Creusot durch deutsche Truppen dürfte diesem Parasiten eindeutig klargemacht haben, daß die Zeiten für seine schmutzigen und verbrecherischen„Geschäfte" und Gewinne endgültig dahin sind. Die Werkzeitschrift im Kriege Wochenendtagung breier Gaue in der Schulungsburg Wiedenbrück.— Pg. Dr. Lehmann vom Reichspropagandaministerium sprach. Es besteht kein Zweifel, daß sich in den vergangenen Jahren, besonders aber während des Krieges die Werkzeitschrift nicht nur zu einem wichtigen und wertvollen Bindeglied zwischen Front und Heimat entwickelt hat, sondern daß ihr darüber hinaus eine erhöhte politische Bedeutung zukommt. Den erhöhten Anforderungen an die Werkzeitschrift durch die Vermittlung politischer und fachlicher Richtlinien gerecht zu werden, diente eine Arbeitstagung der Schriftwalter der Werkzeitschriften der Gaue Westfalen=Nord, Westfalen=Süd und Essen in der Schulungsburg des Kreises Wiedenbrück. Dr. Lebmann vom ReichspropagandaminiLerium Berlin sprach außerordentlich aufschlußreich über Aufgaben und Zielsetzung der Werkzeitschrift und ihre künftige Entwicklung wie die Stellung des Schriftwalters. t entwickelte in einem m Möglichkeiten der Gaupropagandawalter schl- der Wochenendtagung ein weltanschauliches Referat bot. Die allgemeine Aussprache legte im besonderen die Vorteile einer aus dem Betrieb selbst heraus gestalteten Werkzeitschrift dar. Donnerstag, 29. Juni 1949 12. Tapferer Soldatentod eines Gefreiten Seine letzten Worte: Von Kriegsberichter Dr. Joachim Fischer PK. Als die deutschen Geschütze in den frühen Morgenstunden dieses sonnenvollen Tages die französischen Stellungen mit einem glühenden Eisenhagel zudeckten, war der Franzose gewichen. Dann aber, als die deutschen Infanteristen nachstießen, stellte er sich, und seine Geschütze rasten tobenden Feuerschlag aus allen Rohren gegen die heranstürmende deutsche Infanterie, gegen die heranpreschenden deutschen Batterien, gegen die schnell vorstoßenden Pakkompanien. An einem Dorfrand, der nur noch ein trüber, rauchender Trümmerhaufen war, lag ein Zug der Infanterie. Die Gesichter preßten sich gegen das Gras, die Blumen des Juni blühten unbekümmert, und in den kurzen Feuerpausen waren die Vögel zu hören. Die Infanteristen lauschten auf das heranbrausende Wühlen der Geschosse. Sie wußten genau, wie sie kommen, wie sie einschlagen, und je nachdem gingen sie noch näher an die deckende Erde heran oder hielten die Köpfe hoch, nach vorn starrend, wo am Dorfausgang verschüttet ein französischer Panzerwagen stand. Das französische Feuer wurde stärker und versuchte, in die Mulde zu schlagen, in der die Begleitbatterien bereits in Stellung gegangen waren. Dichtauf war die Artillerie mit ihren bespannten Geschützen der stürmenden Infanterie. gefolgt. Die Gruppen von drüben wurden dichter und heftiger. Immer dringender wurde das Heulen, immer schmetternder die Einschläge, die näher rückten. Da schlug die erste Granate in den Hohlweg. Ein Gefreiter schrie auf, ein Granatsplitter war ihm in die Brust Ein Leutnant, nicht von keinem Zuge, der in seiner lag, kroch zu ihm heran:„Na, mein Junge, nur das werden wir gleich haben.“ Die hellen Augen des Gefreiten schauten auf die Hände des Leutnants, der ihm den Rock öffnete, von einem Strom jungen warmen Blutes überströmt, das die Hänbe des Offiziers bedeckte. Der Leutnant riß sein Verbandpäckchen aus dem freiter Räde Ruhe, worden war. Der Gefreite schluckte, er war sehr blaß geworden: „Herr Leutnant, muß ich sterben?“ Der Leutnant wollte es nicht glauben, daß dieses junge Leben zu Ende sein sollte:„Nein, es wird alles wieder gut. Sie werden dich gleich zurückbringen, dann wirst du operiert, und dann ist alles gut. Mach' dir keine Sorgen, mein Junge!“ als höre er nichts und auch den Leuthig, friedvoll, Einschlägen, daß er hier mit dem Verwundeten im ich der französischen Geschütze lag.„Ich nichts erlebt in meinem Leben, aber Das Gesicht war ruhig mehr von den drohenden nant störte es kaum, schwersten Feuerbereich habe doch noch gar wenn es sein muß, dann werde ich eben sterben. Herr Leutnant, schreiben Sie meiner Mutter, daß ich nicht schlecht genorden din. Sie ist so stolz auf mich gewesen, und sie soll es immer sein.“ Der Leutnant strich ihm über das Haar:„Junge, es wird gut, du kommst zurück; die Sanitäter müssen gleich da sein, dann brauchst du dir keine Gedanken mehr zu machen. „Ich weiß jetzt, daß es vorbei ist, Herr Leutnant. Es war so schön zu leben, und es ist so schade, daß ich den Sieg nicht mehr erleben darf.“ „Auch deine Schmerzen helfen zum Sieg, mein Junge.“ „Herr Leutnant, ich bin nicht feige, aber ich hätte gern noch weitergelebt; aber jetzt bin ich glücklich, etwas für mein Volk getan zu haben. Herr Leutnant, schreiben Sie meiner Mutter, daß ich gern für meinen Führer gefallen bin.“ Der Gefreite schluckte schwer, Schweiß rann ihm von der kühlen, feuchten Stirn, auf der die Hand des Leutnants lag, während die andere des Offiziers von denen des Sterbenden fest umschlossen war. Dem Leutnant wurde das Herz sehr schwer:„Ich verspreche dir, daß ich deiner Mutter schreie: „Das ist gut, Herr Leutnant, ich danke.“ Er schwieg, die Augen waren weit geöffnet und schauten auf den Leutnant, aber war tot. Der Leutnant befreite sich von dem festen Druck der Knabenhände. Er schrieb an die Mutter des toten Gefreiten, und er schrieb dies, weil er glaubt, daß es gut ist, wenn die in der Heimat wissen, wie tapfer die jungen und alten Soldaten des Führers sind, und damit sie in der Heimat wissen, wie stolz sie sein müssen auf die, die ihr Leben für ihr Volk, für ihren Führer geben, wohl zugebend, daß es schwer ist, ein junges Leben zu beenden, und doch bereit, es zu tun. Das ist mehr als die einfache Erfüllung eines Eides, das ist ein Geschenk, das beste, was ein deutscher Mann für sein Vaterland zu geben hat. hauten auf den die Lider bewegten sich nicht mehr. Der Gefreite nser Tünkdienst meldet Italienische Klüchtlinge aus regende Einzelheiten über die don Engländern behandelt ##den sind. en erzählen ermit der sie von In den franzssischen Grenzorten an der spanischen Grenze hat die riesige Zusammenhallung von Flüchtlingen zu einer empfindlichen Lebensmittelknappheit ichen Lebensmittelknappheit des französchen Senats, Jeannenagz, hat bei Veun die spanische Szepze lingen zu einer empfi geführt. Der Präsident überschritten und seine Reise nach Lissabon Die französische Negierung hat durch Rundfunk der Bevölkerung den Befehl erteilt, dort zu bleiben, wo sie segenwärtig gerabe befinde. Es sei unmöglich, es, die Tausende von Mäunern und Frauen vom nach dem Süden Frankreichs zu trausportieren. Nach Meldungen aus Alicante verletzte ein französiDie chinesische Zeitung„Tschen Pao“ schreibt, es sei durchaus nicht unerwartet daß Deutschland siegreich war und Frankreich geschlagen wurde. Fragen über Frankreich werden in China so beantwortet, daß er heißt, es gibt dort Champagner, Konnak, feine Seide Moden. Bei Fragen über Deutschland es gibt und herrliche de Gelste 13 entwicke eder, dake Industeien es hervorragenden Seist, und tadellos Aesche eiche bleiben werde. In Moskau finden die Besprechungen zwischen Führer und Duce die größte Beachtung. Man erwartet dort mit größter Spannung den weiteren Ablauf der lichen geschichtlichen Ereignisse. * l. sshrrre: Der historische 14. Juni in der französischen Hauptstadt der Deutsche Truppen in den Straßen von Paris auf dem Marsch zum Triumphbogen(Place de 1’Etoile), wo de historische Vorbeimarsch der deutschen Formationen stattfand.(PK.=Weber=Scherl=Autoflex.) Stukas greifen an spritzen die Erdfontänen empor Stoß tief ins Elsan— Bis zum Rhein-Marne-Kanal vorgedrungen PK...., 18. Juni. Die Abendsonne des 15. Juni steht nach einem Regentag golden über der fruchtbaren Ebene zwischen Rhein und Vogesen, die heute vom Schlachtgetöse umtobt war. In der Nähe von Burkheim, wo beim Angriff auf die Maginotlinie der Rheinübergang am besten gelang und der Stoß schon tief ins Elsaß vorgetragen wurde, sehen wir als erste Wirkung unserer Waffe zwei Dörfer in Flammen. Tiefschwarzer Rauch steigt hinter dem Rheinwald empor. Jeden Widerstand brechend, sind unsere tapferen Soldaten bis an den Rhein=Rhone=Kanal vorgedrungen. Die in den Dörfern verschanzten Gegner wurden durch unsere Artillerie vertrieben. Die Orte gingen in Fiammen auf. Am Kanal aber verteidigt sich der Feind noch zähe in seinen Hauptkampfwerken. Sturzflug und dann ein Donnerschlag Da— über uns Motorengeräusch. Silbern glänzen die Bombenvögel in der Abendsonne. Unsere gefürchtete Waffe, die Stukas, fliegen in mehreren Kurven an die Widerstandsnester heran. Hinter den brennenden Dörfern am Kanal und in den Wäldern liegen ihre Ziele. Die Motoren donnern, dann ein Sturz und ein Donnerschlag. Dicke schwarze Rauchfontänen steigen riesengroß empor. Steine, Erde und Sprengstücke fliegen mehrere hundert Meter in die Luft. Furchtbar ist die Wirkung der Stukas. Die Maschinen schießen sofort wieder hoch und setzen zu neuem Sturzflug an. Sie geben dem Gegner in seinen Panzerwerken keine Frist mehr. Schlag auf Schlag folgt. Mann kann sich kaum denken, daß noch ein Lebender aus dieser Hölle herauskommt. Nicht die geringste Abwehr haben die Franzosen diesen Angriffen entgegenzusetzen. Der Feind schießt weiße Leuchtkugein Stolz kreisen die Stukas in der Luft, als handele es sich um einen gefahrlosen Uebungsflug. Die deutsche Luftwaffe beherrscht den feindlichen Luftraum. Schwarze Rauchfontänen steigen immer wieder empor und heben sich vom goldenen Abendhimmel ab. Jetzt steigen Leuchtkugeln hoch. Der letzte Widerstand ist an dieser Stelle gebrochen. Der Feind kapituliert. Kriegsberichter Dr. August Remminger. Neues in Kürze Am letzten Tage der Kulturtagung der Reichsjugendführung sprach der bevollmächtigte Vertreter des Reichojugendführers Obergebietsführer Armann. Esei bezeichnend für die Kraft des deutschen Volkes, daß die Weimarer Festspiele in diesen Tagen der entscheidenden Schlachten weiterlaufen wie in Friedenszeiten. Nach Beendigung dieses Krieges werde die Zeit s großen deutschen Kulturlebens kommen. Anschließend sprach Dr. Rainer=Schlösser über Frau und Kultur. Mit ist ragide Mit dem militärischen Zusammenhruch Frankreiche auch die wirtschaftliche Notlage der Bevölkerung ide gewachsen. Es wurden daher weitere Nationie. Backwaren, Mehl, Zucker und Fleisch verDas franzssische Blett„Nouvellist“ schreibt zum Waffenstillstandegesucht von Bétatn u. a.:„Es muß gesagt werden, Frankreich wird nicht kapitulieren. Es verlangt nur einen Waffenstillstand. Sollten jedoch die Bedingungen des Gegners nicht annehmbar sein, so werden wir sie zurückstoßen müssen. In diesem Moment wied sich Frankreich dann noch einmal aufrichten gen sede Sacpt, Pranfreich ull jeben un Frankreich zu werven, das es früher war.“ um wieder (1) Blätter weisen allgemein darauf menbruch der englischen und frautia auch für Belgien das en gl demokratischen 81/8 des ganzen par Systemo bedeute. Das Reprüsentantenhaus in Washington nahm mit 382 gegen 8 Stimmen die bereits vom Genat einstimmig gutgeheißene Entschließung an, wonach die Vereitigten Staaten in eine Uebertragung von Besitzu einer nichtamerikanischen Nation auf der westl Halbkugel auf eine andere nichtamerikanische KE KLFEAN einwunigen warven. In seiner ersten gröheren außenpolitischen Rede in Brooklya betonte der republikanische Präsidentschaftskandidat Wilkie rückhaltlos, daß Amerika trotz seiner für die Alliierten aus dem Europakrieg müsse. Presse stellt fest, daß die internatioUung Frankreichs erledigt sei. Es sei ob England sich weiter verteidigen Wir haben es nicht vergessen Die sogenannten Siegermächte von 1919 fanden eine zynische Freude darin, das deutsche Volk zu quälen und es seine Ohnmacht in jeder nur erdenklichen Weise fühlen zu lassen. Die ganze Welt wußte, daß das deutsche Volk in diesen Jahren buchstäblich am Verhungern war und täglich Tausende von deutschen Frauen und Kindern vor Hunger starben. Trotzdem mußten große Mengen von Vieh an die Franzosen abgeliefert werden. Unser Bild zeigt das Verladen von Schafen für die Entente auf einem Berliner Viehhof. „Eiernale b'Italia“ schreibt, die Begegnung FührerDuce beweise, welcher Art die Solidarität zwischen den beiden Völkern und Revolutionen sei: Einheitsfront im Krien vom Atlantischen Ozean bis zum Mittelmeer, Einheitsfrout des Friedens für die Niederwerfung einer gegen die jungen Völker gerichteten dreisten und überheblichen Hegemonie. Zur Regelung der Beziehungen und der Zusammenarbeit zwischen den lettischen und dem sowjetrussischen Truppenteilen in Lettland hat die lettische Regierung auf Verschlag des Kriegsministers einen sogenannten Verbindungsstab ins Leben gerufen, dessen Leitung der lettische General für besondere Aufträge, Hartmanis, übernimmt. General Hartmanis war bisher der lettische Verbindungsoffizier für die Zusammenarbeit mit den sowjetrussischen Garnisonen in Liban und in Windau. Wie verlautet, wurde der 14000 BRT. große Oeltanker„Italia“ am 14. Juni in der Nähe der englischen Küste versenkt. 19 Besatzungsmitglieder werden vermißt. Der Tanker gehörte der Texas=Co. of Norway. Weiter wird gemeldet, daß die Bunderschiffahrtskommission den Verkauf des USA.=Frachters„Condor“ an eine englische Neederei genehmigte. Am Strand von Gandia wasserten zwei französische Flugzeuge, die von Marseille nach Oran fliegen sollten. Die Besatzungen erklärten, daß sie keine Lust hätten, ihr Leben für England zu opfern. Die Flugzeuge wurden von den spanischen Behörden beschlagnahmt, die Pikoten interniert. Wie die„Snisse“ erfährt, haben bis Mittwoch rund 2000 französische Soldaten über den Col des Roches, in der Nähe der schweizerischen Stadt Le Loele, die Grenze überschritten, wo sie vom Schweizerischen Grenzschutz entwaffnet und interniert wurden. Unter ihnen befand sich ein Generalstab der Luftwaffe, der einen General und mehrere sonstige Offiziere umfaßte. Wo eben noch heftig der Kampf tobte Franzosen durch den Ort. Ueberall sehen aufrieb. die vernichtende Wirkung Am Rande der deutschen Vormarschstraßen nach Süden, über die wenige Stunden vorher oft noch der fliehende Feind auf seinem heillosen Rückzug dahinflutete, begegnen unsere Truppen zahllosem vernichtetem Kriegogerät der Franzosen. Dieses Feld war völlig mit Teümmern von Lastkraftwogen bedeckt.(PK.=Borchert=Scherl=Sutosler.) Sehr wichtig bei Fliegeralarm ossen helten! sch bef Ilegpresanrm die Heanoschen ossenzuhalten Kud. Diese Anorbnung ist vlelfoch in VerRächt is wrscensches Get delastleuen und mus wroher Hühe # is Westeraischer Ger gaftlegen und aus Ureket Doer plaules Bomben ebwersen, muß auf diese Anordnung erneut hingewiesen werden. Wir elle wissen: Bei Fliegeralerm, bei Beschuß seindlicher Illeger durch unsere eigene Flokarsillerse, menn Bomben fallen, dann weg von der Straße, blauuter### ies huhraum zu erreichen, trotzdem deren viele erstellt flod. Es ist daher eine selbstverständliche Pflicht eines jeden Volksgenossen, keine Haustür bei Fllegerangrissen auszuschließen und Rettung suchende Volksgenossen im Luftschutzraum aufzunehmen. Wer mährend der Nachlstunden verdächtiges Flieger. geräusch hört oder sogenannte Leuchtschirme am Himmel enideckt, ohne Fliegeralerm zu vernehmen, muß sich ebensalls auf schnellstem Wege in den Lufischutzkeller begeben. Blumen für unsere fiegreichen Tief erschüttert, voll Stolz und innerster Freude steht das deutsche Volk unter dem gewaltigen Eindruck der bedeutenden Siege unserer Wehrmacht. Was diese Truppen in wenigen Wochen in ununterbrochenem Siegeszug vollbringen konnten, wird einzig in der Weltgeschichte dastehen. Es läßt sich heute kaum ermessen, wie groß und einmalig dieses Geschehen ist. Erst später wird die ganze heldenhafte Tragweite dieses Sieges sichtbar werden. Aber das eine wissen wir heute schon: Ein solcher Sieg war nur möglich durch den restlosen heldischen Einsatz eines jeden einzelnen Soldaten unseres Heeres. Wir wissen auch, daß der Kampf kein leichter war, da der Feind sich mit all seiner Kraft uns entgegenstemmte. Tapfexe Söhne unseres olkes gaben opferbereit ihr Leben für Heimat und Vaterland, in unbedingtem Glauben an den kommenden Sieg. Vielen wiederum sind vom Feind tiefe Wunden geschlagen worden. Aber alle Kriegskunst des Gegners vermochte den Siegeszug nicht aufzuhalten. Der Dank der Heimat für ihre Soldaten ist unauslöschlich. Durch das vom Führer geforderte und von der NSV. durchgeführte Kriegshilfswerk für das Deutsche Rote Kreuz ist Vorsorge getroffen worden, daß den verwundeten Soldaten in der Heimat die beste Pflege zuteil werden kann. Durch freiwillige Opfer bei Haus= und Straßensammlungen trägt das deutsche Volk seinen Anteil dazu bei. Am 22. und 23. Juni 1940 wird die 1. Reichsstraßensammlung des Kriegshilfswerkes für das Deutsche Rote Kreuz durchgeführt werden. Hitler=Jugend, das Deutsche Rote Kreuz und die Nationalsozialistische Kriegsopferversorgung werden an diesen beiden Tagen im ganzen Reich Wicken, bunten Mohn und Erntekränzchen verkaufen. Diese Blumen werden eine Brücke bilden von der Heimat zur Front. Jeder deutsche Volksgenosse trägt deshalb an den Sammeltagen diese Blumen, die das äußere Zeichen in der Verbundenheit mit unseren Soldaten sein werden. Alle werden sie tragen in dankbarem Gedenken an unsere siegreichen Brüder. An unsere Hausfrauen! Schon in den ganzen letzten Wochen Hab'n wir gesammelt treu die Knochen. Wir gingen rein in jedes Haus Und baten uns die Stümpe aus. ür vieles sie sehr nützlich sind, as weiß schon manches kleine Kind. um Bohnern— ihr könnt's doch nicht lassen— all'n wir die Dinger auch erfassen. Auch Seife wird daraus gemacht, Im Sinne der Erzeugungsschlacht. Sonst kamen sie vom Ausland rein, Jetzt machen wir das ganz allein. Hegt sie schön auf, verdrennt sie nicht, Das ist heut' unser aller Pflicht Viele Wenig machen doch ein Viel Und helfen mit zum großen Ziel. Drum, wenn wir an die Türen pochen, Dann rückt sie raus, die alten Knochen. Die Sammelkinder. Neues aus der Landeshauptstadt Morgenfeier im Landestheater für die Angehörigen der Detmolder Soldaten. Zu einer begrüßenswerten Veranstaltung laden in diesen Tagen die Detmolder Ortsgruppen der NSDAP. alle Detmolder Volksgenossen ein, deren Angehörigen h##e als Soldat ihre Pflicht dem Führer und dem lande gegenüber erfüllen. Die Ortogruppen veranstalten am Sonntagmorgen um 10 Uhr im Lippischen Landestheater eine Morgenseier, in der sämtliche Detmolder Gesangvereine sowie ein Musikkorps mitwirken. In Liedern und Musikstücken sagen uns deutsche Künstler, wie sie das Erwachen und Leben der Natur empfunden haben. So wird diese Morgenseier nicht nur ein Lobgesang auf den Schöpfer, sondern zugleich auch ein Loblied auf die deutsche Kultur, deren größte Schöpfungen am ten mit der Natur verbunden sind. Der Entscheiin dem unsere deutschen Männer heute Kampf um unser Leben und damit um diese Morgenseier für die Front der Heimat und die Angehörigen unserer Soldaten eine innere Stärtung und ein freudiges Bekenntnis desten Deurschtam weiden. serder: zum tue ich im Ernstfall?“ Die Blockleiter des Reicholuftschutzbundes werden den nächsten Tagen in den Haushaltungen die amtherguggegebene Aufklärungsschrift„Was tue ich im Ernstfall?“ verteilen. Diese Schrift soll dazu beitragen, jeden erwachsenen Volksgenossen zu richtigem Verhalten gegenüber den verschiedenen Gefahren im Kriege und im Frieden anzuleiten und zu erziehen. Deshalb gehört die Aufklärungsschrift in jede Haushaltung. Die Notwendigkeit der Spionageabwehr und der Schadenverhütung auf allen Gebieten soll durch diese leicht verständliche Aufklärungsschrift geistiges Gemeingut des gesamten deutschen Volkes werden. Außerdem wird diese Schrift in jedem Haushalt ein guter Ratgeber sein. Sie ist zum Preise von nur 20 Pf. erhältFür Tapferkeit vor dem Feinde Der Oberleutnant Fritz Korge, Sohn des Konzertmeisters Karl Korge, Marienstraße 58, wurde für besondere Tapferkeit vor dem Feinde mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse ausgezeichnet. Wir gratulieren herzlich! Krähenplage in„Obstgärten. Von verschiedenen Gartenbesitzern am Königsberg und in Friedrichshöhe wird über eine bisher noch nicht erlebte Krähenplage Klage geführt. Die Vögel stürzen sich augenblicklich in großen Scharen auf die reifenden Kirschen und Erdbeeren und haben vielfach schon erheblichen Schaden angerichtet. Wir machen darauf aufmerksam, daß Krähen nicht unter Schutz stehen. Wer dazu berechtigt ist, rann die Krähen jederzeit abschießen. Freude für alte Detmolderinnen. Ein in Lissabon (Portugal) wohnender Detmolder sandte an den Bürgermeister unserer Stadt ein Paket mit Bohnenkaffee zur beliebigen Verwendung. Der Vertreter des Bürgermeisters, 1. Beigeordneter Dr. Schmitz, übergab diese Bohnenkafsee=Spende der NS.=Frauenschaft zur Verteilung an alte Detmolder Frauen. Ein kleines Naturwunder. Auf den Bohnenkämpen entdeckte ein Gartenbesitzer zwei Margueriten, die von Grund auf in einem fast zwei Zentimeter breiten und zwei Millimeter dicken Stil zusammengewachsen sind. Die beiden Blumen haben sich ebenfalls fest vereinigt. Interessenten können das selsame Gewächs in unserer Schriftleitung besichtigen. Werbevorstellung 1 im Landestheater. Am komndet um 20 Uhr als Volks= und menden Sonntag Werbevorstellung zu halben Preisen eine Aufführung des neuen Lustspiels von Axel Ivers„Zwei im Busch statt. In den Hauptrollen sind Hilde Plaschke, Friedrich Berger, Richard Beron und Georg Vorn beschäftigt. Eine Detmolder Malerin stellt aus. Im Schaufenster einer Buchhandlung an der Langen Straße ist augenblicklich eine kleine, aber sehenswerte Auswahl von Aquarellen der Detmolder Malerin S. Stre mel zu sehen. m Allerlei Neuigkeiten aus Tage Wer kennt den Dieb! Eine Unterstützungsempsängerin hatte am vergangenen Sonnabend das ihre Handtasche mit Lebensmittelkarten und Bargeld zu verlieren, nachdem sie auf der Langen S.raße in einem Lehenomittelgeschäft Einkäufe getätigt hatte. 19 Uhr ein ehrbeschädigten labschnitten sen war. Auf dem Rückwege zu ihrer Wo wurde der Verluft bemerkt. Um 22 licher Finder die vermißte Tasche wieder ins Haus, da auf den Lebe die Adresse der Verlian Haus, da auf den Lebensmittelabse der Verliererin verzeichnet gewese ische geöffnet wurde, stellte sich jedo Als die Tasche geöffnet wurde, stellte sich jedoch eine große Enttäuschung ein, denn das Bargeld in Höhe von 18 RM. war fort. Die Tasche war am Werreufer unter einem Busch gefunden worden. Hiemach erklärt der Sachverhalt sich nur so, daß ein unehrlicher Finder die Tasche auf den Langen Straße in der Nähe der Pottenhauser Straße gefunden, untersucht, das Bargeld herausgenommen und die so erleichterte Tasche in den Busch am Werreufer geworsen hat, wo sie dann funden wurde. Da es sich um Unterstützungogeld t, wovon die Geschädigte ihren Lebensunterhalt den muß, ist solche ein Tun um so verwerflicher. le Personen, die Beobachtungemacht haben und Angaben können, werden gebeten, der men zu lassen. Alle Angaben werden auf Wunsch vertraulich behandelt.(75) Abhilfe tut ust! Uns wird mitgeteilt, daß an der Elisabethstraße der Dreschplatz sich in einem schlechten Zustande befindet. Die Abwässer von Gruben usw. wurden auf dem Platze angefahren, so daß bei der demnächstigen Ernte für die Benutzer des Platzes sich wahrscheinlich unliebsame Ueberraschungen ergeben werden. Schon heute wird an den Pächter die Bitte gerichtet, alsbald für die Instandsetzung des Platzeo zu sorgen, damit bei der demnächst einsetzenden Ernte alles in Ordnung ist. Vielleicht nehmen sich auch die zuständigen Stellen der Landwirtschaft einmal dieser Dinge an und sorgen dafür, daß keine Schwierigkeiten beim Dreschen entstehen werden.(75) Obstdiebe an der Arbeit. Schon jetzt werden wieder Diebstähle an den Kirschenbäumen der verschiedenen Straßen beobachtet. Ganz abgesehen davon, daß die Kirschen noch nicht ganz reif sind, werden auch die Bäume zerrissen. Die Polizei wird mit allen Mitteln dafür sorgen, daß Baumfrevler, ganz gleich, ob es sich um Jugendliche oder Erwachsene handelt, einen gehörigen Dentzettel erhalten. Wir möchten auch an dieser Stelle eine dringende Warnung aussprechen. Es geht in der heutigen Zeit einfach nicht an, daß wertvolles Obst der allgemeinen Volkvernährung entzogen wird. Bitte an die Stadtverwaltung. Die Brücke über den kleinen Bach im Mühlenbrink ist immer noch nicht in Ordnung gebracht. Wenn auch das eine Rohr notfalls für den Uebergang genügt, so wäre es doch zweckmäßig, alsbald für die Wiederherstellung zu sorgen. Vielleicht nimmt sich die Stadtverwaltung einmal der Dinge an im Interesse der Spaztergänger.(75) Für das Deutsche Rote Krenz. Zum Besten des Kriegehilfowerker finden am kommenden Sonntag mehrere Sonderveranstaltungen statt, auf die wir im Interesse der guten Sache schon jetzt empfehlend ausmerksam machen. Von 9 Uhr ab bieten die Central= Lichtsviele das ganze Wochenprogramm und stellen den Gesamterlös der für Sonntag angesetzten Sammlung Die Sängergruppe Lage hat sich ebenDienst gestellt; sie wird um 11.15 Uhr am in der Hitler=Allee schöne Chöre, besonders eder, zum Vortrag bringen. Bad Meinberg „Die drei Eisbären“ im Kurtheater Am Freitag, 20.15 Uhr, geht die reizende, ländliche Komödie von Maximilian Vitus„Die drei Eisbären" im Kurtheater in Szene. Das Stück hat bei seiner Erstaufführung in Detmold einen außerordentlich starken Erfolg errungen, so daß die Gewähr für ein paar recht vergnügte Stunden gegeben ist. Bad Salzusten Mit dem EK. II ausgezeichnet Der Oberleutnant Karl Bartling. Sohn der Witwe Helene Bartling, Brüderstraße 19, wurde für besondere Tapferkeit vor dem Feinde mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse ausgezeichnet. Wir gratulieren herzlich! Tagung der Politischen Leiter. Am Dienstag fand bei Pg. Schneider eine stark besuchte Tagung der Politischen Leiter beider Ortogruppen statt. Nach der Begrüßung durch Ortsgruppenleiter Hillebrenner wurde der gefallenen Kameraden gedacht. Schulungsleiter Schäfer sprach darauf über aktuelle Fragen. Die interessanten und lehrreichen Ausführungen wurden mit großem Beifall aufgenommen. Bekanntgegeben wurde, daß von jetzt ab wieder regelmäßig die Gaufilmstelle ihre Vorführungen aufnimmt. Nächster Filmabend ist der 28. Juni. Ferner wurde auf die am kommenden Sonntag im Theatersaal des Kurhauses stattfindende Schulung der DAF. hingewiesen. Unsere Geburtstagsecke. Frau Witwe Luise#A###mus, geb. Stranghöner, Bahnhofstraße 46, begeht heute ihren 73. und Frau Witwe Anna Preis, ged. Waschkeit, Riestestraße 31, ihren 78. Geburtstag. Wir gratulieren herzlich! Gastspiel Kammersänger Walther Ludwig. Der bestens bekannte lyrische Tenor vom Deutschen Opernhaus Berlin, Kammersänger Walther Ludwig, gibt am heutigen Donnerstagabend im Theatersaal des Kurhauses ein Gastspiel. Der Künstler war am Dienstagabend im Deutschlandsender zu bören und begeisterte durch seine Stimme viele Millionen Rundfunkhörer. Was Walther Ludwig in erster Linie auszeichnet, ist die außerordentliche Kultur seiner Stimme „Zwei im Busch.“ Dieses neue Lustspiel von Axel Ivers wurde am Deinstagabend durch das Lippische Landestheater hier erstmalig im Kurtheater mit großem Erfolg aufgeführt. Die Darsteller waren mit Lust und Liebe bei der Sache und ernteten wiederholt bei offener Szene starken Beifall. Barntrup Sitzung der Ratsherren Auf Einladung des Bürgermeisters Wedderwille, ver, aus den Ostgebieten kommend, einen mehrtägigen Urlaub in seiner Gemeinde Barntrup verbrachte, hatten sich die Ratsherren und Beigeordneten zu einer gemeinsamen den. Vor meister Wedderwille Führer, Volk und Vaterland gefallenen Sohnes unserer tadt, des Leutnants Kurt Bartels. Die Versammelten ehrten den Gefallenen durch Erheben von den Plätzen. In der Vorkaufsrechtssache Sundermann— Klaus, betr. ein Grundstück in Größe von rund 15 Ar, soll von der Ausübung des Vorkaufsrechts kein Gebrauch gemacht werden. Nachdem unter„Verschiedenes" noch kleinere Sachen ihre Erledigung gefunden hatten, wurde anschließend der Haushaltsplan der Stadt Barntrup beraten und verabschiedet. Der Haushaltsplan ist ausgeglichen und zeigt gegenüber dem Vorjahre in den Ansätzen keine wesentlichen Veränderungen. Auch im Kriegsjahre 1940 ist die Finanzlage der Stadt geordnet.(39) üus der RSDAP., Ortsgruppe Bad Salzuslen=Kurpark und Markt. Die Politischen Leiter beider Ortsgruppen haben die Sammelbüichsen am Sonntag, dem 23. d. M., ab 8 Uhr beim Pg. Schneider, Herforder Straße 14, abzuholen.— Um 10 Uhr nehmen die Politischen Leiter in Untform an der Schulungstagung der Deutschen Arbeitsfront im Theatersaal des Kurhauses teil. Es spricht Gauobmann Pg. Schürmann. Deutsches Frauenwerk. Ortsstelle Pivitsbeide B. H. Heute, 20.15 Uhr, Treffen am Tor vorm Walde zum ge meinsamen Spaziergang. NS.=Frauenschaft und Deutsches Frauenwerk, Orisgruppe Detmold=Süd. Der Gemeinschaftsabend findet heute, 20.15 Uhr, in Gellers Gaststätten statt. Es spricht die Kreissachbearbeiterin für Rassenpolitik, Frau Traupe. Gäste sind herzlich willkommen. Ortsgruppe Lage. Freitag. 20 Uhr, findet bei Schuster eine Arbeitstagung für alle Amtswalterinnen und den Ortsgruppenstab statt. Ortsgruppe Niederschönbagen. Sonntag, 15 Uhr, findet bei Beermann in Diestelbruch eine Pflichtversammlung statt. Die Gaufilmstelle zeigt: „Der slegreiche Vormarsch der deutschen Armeen durch Holland und Belgien und der Durchbruch durch die Maginotlinie. Donnerstag: Remmighausen, Niese und Lockhausen; Freitag: Detmold(Haus der Deutschen Arbeit), Sabbenhausen und Kusenbaum. „Eine Nacht im Mai.“ Donnerstag: Humfeld; Freiian: Leovoldshöhe. serren und Beigeoroneren zu einer gemeinsamen n Bürgermeisterzimmer des Rathauses eingefunEintritt in die Tagesordnung gedachte BürgerJedderwille zunächst in ehrenden Worten des für Leine Snür von Haüele Roman von Charlotte Kaufmann 9 Copyright by Carl Duncker, Verlag, Berlin Huith wurde verlegen ob dieser geraden Frage und ärgerte sich. Er überlegte rasch, ob er irgend etwas lügen sollte. Aber dann würden sie ihn ja doch sicher Sibylle sehen. Diese Leute hier in den Fischerdörfern hatten immer offene Augen und wußten stets mächtig gut über alles Bescheid. „Ach“, machte er deshalb gleichgültig,„ich warte auf Frau Hauck. Von Stein. Sie war in Hamburg. Sie... sie hat mir was besorgt.“ „So, so. Natürlich.“ Die Männer waren zufrieden. „Die kleine Frau Hauck. Was soll aus der nun eigentlich weiter werden?“ Hinrichs kam an den Tisch, und nun unterhielten sie sich über Sibylle. Aber es kam nicht viel dabei heraus. Die Meinungen waren, wie immer, höchst primitiv. „Er wird schon eine andere gehabt haben. Das kommt öfter vor, daß ein Mann seine Frau sitzen läßt.“ Karsten Huith bekam ein verbissenes Gbesicht. Idioten, dachte er wütend. Er zahlte und ging. Er schlenderte wieder hinaus auf die einsame und stille Mole zu den dümpelnden Fahrzeugen der Fischer von Teek. Er hörte auf das Scheuern der Fenster am Kai. Seltsame Musik schien ihm das zu sein. Herb, bitter und eintönig. Pünktlich um halb zwei Uhr legte der Dampfer an. Die Schraube quirlte das nächtliche Wasser aus der Tiefe herauf. Die Posttionslaternen sahen wie kalte Augen in die Nacht. Eines grün, das andere rot. Karsten Huith stand im Schatten des Molendammes und sah dem Matrosen zu. der die Reling aufklappte und den Laufsteg heranschob. Zwei Handwerker aus Teek verließen das Schiff. Dann wurde die Laufplanke wieder eingezogen, die Reling klappte zu. Ein leiser Pfiff, ein Besehl auf der Brücke. Die Schraube machte rasende Schläge. Karsten Huith stand ganz still, während das Schiff wieder aus dem kleinen, träumenden Hafen hinausglitt. Die Fahne am Heck flatterte in der Ferne, und die Lampe am Molenkopf starrte hinterher. Sibylle Hauck war nicht gekommen. * Joachim Keit begann sich nach den Rechtsanwälten der Stadt zu erkundigen. Er fragte die Leute auf der Werft und die Bekannten zu Hause. Immer so nebenbei. Ein Rechtsanwalt? Ein guter, ein sohr guter Rechtsanwalt? Fünfmal wurde ihm der Name des Rechtsanwalts Dr. Pletsch genannt, aber neun meinten, daß Miölln der beste sei.„Kennen Sie ihn nicht, den alten Miölln? Doktor Thomas Miölln? Drunten am Wall? Er schafft alles. Nichts ist ihm zu schwer. Jeden Prozeß gewinnt er.“ Joachim ging in die Kanzlei des Rechtsanwalts Dr. Thomas Mjölln. Es war Sonnabend, gegen Mittag Die Kanzlei war im ersten Stock eines alten. schmalen Hauses, das mit kleinen, engen Fenstern auf den Hafen sah. Im Büro tippten vier Stenotypistinnen. An einem altmodischen Stehpult schrieb ein Mann mit dunklen Haaren. Joachim Keit wurde angemeldet. Er wartete geduldig zehn Minuten und wurde dann ins Privatbüro Thomas Mjölln war ein würdiger älterer Herr, der ein Jäckchen aus dunkelgrauem Lüster anhatte und eine Brille trug. Er war sehr liebenswürdig, als er Joachim begrüßte und in einen Sessel nötigte. „Was führt Sie zu mir, Herr Keit?“ Joachim lehnte sich zurück.„Ich suche einen Kunstmaler“. sagte er,„einen Kunstmaler, der fpurlos verschwuhden ist, und ich möchte ihn mit Ihrer Hilfe Miölln nahm einen Bleistift in die Hand und klopfte damit auf die Schreibtischplatte.„Kleinigkeit", erwiderte er.„Wie heißt der Männ?“ „Hauck. Detlef Houck.“ Mjölln nickte.„So.“ Er tippte auf einen schwarzen Knopf an der Seite, und der Mann vom Stehpult draußen kam herein mit einem Stenogrammblock in der Hand. „Erzählen Sie, bitte“, wurde Joachim aufgefordert, und er erzählte das, was Sibylle ihm gesagt hatte. Er sprach etwas hastig und fast ein wenig aufgeregt. Aber Mjölln schien gunz ruhig. Er begleitete die Erzählung seines Besuchs mit Bleistiftklopfen und sah nicht ein einziges Mal auf. Als Joachim geendet hatte, stellte der Rechtsanwalt die drei Fragen, die er jedesmal seinen Kunden zu stellen pflegte und die er sich während der Darstellung des jeweiligen Falles rasch zurechtlegte „Haben Sie eine Photographie des Malers Hauck?“ fragte er. Joachim mußte verneinen, aber er brachte zum Ausdruck, daß ein Bild sicher von der Frau des Verschwundenen zu bekommen sei. „Welchen Ausdruck hatte die Frau, als ihr Mann sie malen wollte? Ich meine, war sie traurig oder..“ „Ich denke mir, daß sie gelächelt hat.“ „Er wollte also das Bild einer lächelnden Frau malen. So.“ Mjölln drehte den Bleistift um und begann einen zittrigen Kreis um einen Tintenklecks auf seiner Schreibunterlage zu zeichnen.„Und weshalb denken Sie, daß der Kunstmaler Hauck seine Frau verlassen hat?“. Das war die dritte Frage. „Ich denke... ich bin der Meinung, daß er sie überhaupt nicht verlassen hat, daß vielmehr ein Unfall vorliegt. Ich glaube, daß der Mann tot ist.“ Mfölln zog einen zweiten Kreis um den Tintenfleck. Langsam, bedächtig. Dann beschloß er, zur Verwunderung seines Sekretärs, noch eine vierte Frage zu stellen: „Sie wünschen, daß ein Unfall vorliegt?“ „Ich wünsche Aufklärung, so oder so. Sonst nichts", erwiderte Joachim. Diese vierte Frage befremdete ihn. Aber Mjölln sah ganz harmlos aus. Er hatte sich auch wirklich nicht viel bei seinen Fragen gedacht. Diese vierte war ihm sogar ganz plötzlich gekommen. Er wollte lediglich erkunden, nach welcher Richtung die Wünsche seines neuen Kunden lagen, und nach dieser Richtung hin würde er sich dann eben bemühen. „Ich werde Ihnen Nachricht geben, Herr Keit", sagte er und steckte den Bleistift in die Tasche seiner Lüsterjacke. Joachim nickte. Er hatte dabei das Gefühl, daß er doch vielleicht besser zu Dr. Pletsch in der Hauptstraße gegangen wäre. Er verabschiedete sich. Als er durch das Vorzimmer ging, waren die Stenotypistinnen beim Aufräumen. Sein Besuch hatte kaum zehn Minuten gedauert. Aergerlich und unbefriedigt trabte er über die enge, alte Stiege. Aber auch Thomas Mjölln war in keiner Weise froh über den Besuch. Jetzt, da er allein war, kam es ihm erst richtig zum Bewußtsein. Kopfschüttelnd ließ er sich in seinen Stuhl zurückfallen und starrte zur Decke. Wahrlich, er war doch ein Rechtsanwalt, ein altangesehener Rechtsanwalt mit einer langjährigen und ausgedehnten Praxis, aber doch kein Detektiv. Wahrhaftig, er hatte schon die unmöglichsten Fälle gehabt, aber das waren doch immer reale Dinge gewesen. Ein Schiffszusammenstoß beispielsweise, der machte ihm jedesmal Spaß. Auch ein bei Nacht und Nebel über Bord gefallener Matrose hätte ihn nicht im geringsten erregt. Er balgte sich immer wieder mit Freuden herum, wenn es um nicht abgenommene oder schlecht bezahlte Fischladungen ging. Raufhändel, die draußen am Hafen ausgetragen wurden oder in den kleinen Kellerkneipen, waren seine Sache. Aber ein Kunstmaler war ihm noch nicht untergekommen. Wohnten in dieser Stadt überhaupt Kunstmaler? Er erhob sich und holte das Adreßbuch aus dem Regal. Er blätterte das Berufoverzeichnis auf. Tatsächlich. Drei Kunstmaler wohnten hier. Drei. Und einer wohnte sogar in Gulden drüben und zwei gar in Maut, draußen an der Förde. In Stein wohnte keiner. Hm Er suchte nach dem Namen Hauck, ohne ihn zu finden. Natürlich, die wohnten ja noch weiter draußen als Kunst und Wissenschaft „Judas Maccabäus“ enkfudel. In Halle, der Geburtsstadt Händels, wurde dessen Oratorium„Judas Maccabäus“ in der von Professor Dr. Hermam. Stephani(Marburg) vollzogenen textlichen Entjudung unter dem neuen Titel„Der Feldherr“ erstaufgeführt. Stephani hat der hochwertigen Musik einen überzeitlichen Text unterlegt, der unserem heutigen Empfinden gemäß ist, und damit einen Weg gewiesen, die ausschließlich in nordischem Geist wurzelnde Oratorienmusik Händels aus einer artfremden Textverbrämung zu lösen. Generalmusikdirektor als Bühnenfänger. Der Mainzer Generalmusikdirektor Karl=Maria Zwißler, der bereits auf dem Konzertpodium wiederholt den Beweis für seine ausgezeichneten stimmlichen Mittel erbrachte, wird nun auch erstmalig auf der Bühne stehen, und zwar singt er in der Aufführung des„Don Carlos“ von Verdi(Abschluß der Gutenberg=Woche am 30. Juni) die Rolle des Königs Philipp. Kreuder dirigiert fürs Rote Kreuz. An der Spitze des aus 80 Künstlern bestehenden Ufa=Orchesters dirigierte Peter Kreuder in der vollbesetzten Philharmonie zugunsten des Kriegshilfswerkes für das Deutsche Rote Kreuz ein großes Programm eigener Kompositionen. Neben einer Auswahl seiner bekannten volkstümlichen Melodien gab es hierbei die Uraufführung von Kreuver=Musik zu zwei neuen, bald erscheinenden Filmen„Traummusik" und„Nora Terry“. Stein. Das gehört wohl schon zu einem ganz anderen Bezirk. Er klingelte dem Sekretär. „Ach, Frommel, sind Sie noch da? Haben Sie das Stenogramm schon in die Maschine übertragen?“ „Nein, ich dachte, es eilte nicht so.“ Der Sekretär war bereits im Mantel. „Na, es ist gut. Am Montag dann.“ Mjölln setzte sich wieder an seinen Schreibtisch. Er überlegte, was wobl gleich zu tun wäre. Polizei? Unsinn. Die hatte längst gesucht und nichts gefunden. Ein Bild wollte dieser Hauck malen, bevor er verschwand. Ein solches Vorhaben pflegten Künstler, nach Mjöllns Ansicht, auch gewöhnlich auszuführen. Man würde also einmal in den Ausstellungen nachfragen müssen. In den Kunsthandlungen. War eine ganz anständige Arbeit, und Heer Joachim Keit würde eine schöne Rechnung bekommen. Thomas Msölln begann sich in Gedanken Bilder vorzustellen. Eine Soche, mit der er sich bis jetzt nicht beschäftigt hatte. Er entdeckte dabei einen Kalender an der Wand. Ein sonnengehräuntes Mädchen, das am Strande lag und für eine Hautcreme Reklame machte. (Fortsetzung folgt.) Aus der Alten Hansesiadt Mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet Der Hotelier Fritz Schlepper, Breitestraße 57, wurde für besondere Tapferkeit auf dem Kriegsschauplatz in Norwogen mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse ausgezeichnet. Wir gatulieren herzlich!(145) Nadfahrweg ausbesserungsbedürstig. Wie wir feststellen konnten, mehren sich in letzter Zeit die Klagen der Radfahrer über den Zustand des Radfahrweges an der Detmolder Straße. Wenn in der jetzigen Zeit auch nur die dringendsten Arbeiten ausgeführt werden können, so wäre es doch empfehlenswert, wenigstens die größeren Schäden auf diesem Wege zu beseitigen.(145) Aus der Badeanstalt. Da der neue Bademeister Risse zur Zeit von hier abwesend ist, mußte dem Bademeister Kreimeier, der bis zum vorigen Jahr fast vier Jahrzehnte in unserer Badeanstalt als Bademeister wirkte, für die Kriegodauer sein altes Amt wieder übertragen werden.(145) Die Motorspritze wurde alarmiert. Die Lemgoer Motorspritze wurde am Montag kurz nach Mittemacht nach Bösingfeld gerufen, wo in einem Farben= und Lacklager ein Schadenseuer ausgebrochen war. Da die Bösingfelder Feuerwehr schon vor Eintreffen der Motorspritze das Feuer energisch bekämpft hatte, brauchte die Motorspritze nicht mehr in Tätigkeit zu treten.(145) Versammlung der Freischießengesellschaft Im kleinen Saale der Hauptversammlung der Freis der alle Mitglieder, soweit stehen, teilnahmen. In einer dachte Vereinsführer Oberst schen und militärischen Ereignisse wie unseres g tapferen Heeres. Zwei ältere, treue Kameraden, der mann Karl Stock und der Kaufmann Rudolf Sti web sind im vergangenen Jahre durch den Tod aus den Reihen der Mitglieder geschieden, zu deren Gedenken sich die Anwesenden von den Plätzen erhoben. Der Vereinsführer gab sodann einen ausführlichen Ueberblick auf das vergangene Geschäftsjahr Nach ützenhauses sand die engesellschaft satt, an richt an der Frout früßungsansprache geb der großen politider letzten Tage soFührers und des siegreichen t. diesem Ueberblick gab der Ka ngene Ge assenführer sich die rer Nackelmann den Kassenbericht, der zeigte, daß sich die finanzielle Lage weiterhin gut entwickelt hat, obwohl im vergangenen Jahre weitere Erneuerungs= und Ausbesserungsarbeiten vorgenommen wurden. Nachdem die Kassenprüfer dem Kassenführer die erforderliche Entlastung erteilt hatten, wurde der bisherige Vereinsführer einstimmig wiedergewählt und gleichzeitig die abgeänderten Einheitssatzungen ohne Aussprache angenommen. Es wurde sodann angekündigt, daß neben dem bisherigen Schießstand in nächster Zeit auch ein Pistolenstand eingerichtet werden soll. Im vorigen Jahre errang ein Mitglied der Schießgruppe, Kamerad Butterbrodt, mit 150 Ring die Kreismeisterschaft. Diesjähriger Vereinsmeister wurde Kamerad Heinrich Mesch mit 142 Ring.(145) Neues aus den Ortsbauernschaften Für Tapferkeit vor dem Feinde Der Soldat Friedel Görder. Sohn des Bäckers August Görder aus Dörentruv. wurde für beondere Tapferkeit vor dem Feinde auf dem Kriegschauplatz in Norwegen mit dem Eisernen Kreuz II. get. Wir“ Klasse ausgezeichnet. gratulieren herzlich! Heidenoldendorf. Unsere Alten. Der Werkmeister i. R. Fritz Hüdepobl, Sichterheide Nr. 329, feiert am heutigen Tage seinen 71. Geburtstag. Der Jubilar ist körperlich und geistig noch sehr rüftig. Er versäumt es nicht, regelmäßig an den Singstunden des Gesangvereins„Thusnelda“ teilzunehmen. Wir gratulieren herzlich!(11) Brokhausen. Unfall. Bei Reparaturarbeiten verletzte sich ein Landwirt an der rechten Hand. Er mußte für kurze Zeit das Landeskrankenhaus aufsuchen.(11) Meierberg. Sturz vom Wagen. Ein hiesiger Bauer wollte vor einigen Tagen auf seinem Hof Steine vom Wagen abladen. Bei dieser Arbeit rutschte er aus und fiel so unglücklich vom Wagen, daß er einen Bruch des rechten Armes erlitt.(32) Spork. Verletzt. In einer Möbelfabrik zog sich ein Arbeiter an der Kreissäge eine Verletzung an der linken Hand zu.(11) Lockhausen. Bersammlung der Kinderreichen. Der Kreisabschnitt Lockhausen des Reichsbundes „Deutsche Familie“(früher Reichsbund der Kinderreichen) hielt am vergangenen Sonntag unter Teilnahme des Ortsgruppenleiters der NSDAP. im Königskrug eine Versammlung ab, in der besonders über die Notwendigkeit der Neuordnung des RDK. gesprochen wurde. Deutschlands Zukunft, werde entscheidend von der Haltung seiner Famieinflußt. Ein aufstrebendes Volk brauche Kinderreichtum in allen seinen erbtüchtigen Familien. Nur aus den Familien heraus erwachse ein starkes Volk. Um diesem Familiengedanken auw nach außen hin finnfälligeren Ausdruck zu geben, wolle der RDK., der ein Elternbund gepesen sei, als Familienbund unter dem neuen Namen „Reichsbund Deutsche Familie“ mit noch größerem Einsatz dafür eintreten, daß der Wille zum Kinderreichtum wieder stark und stärker in den deutschen Familien werde.(84) Brake. Hohes Alter. In staunenswerter Frische konnte gestern eine geschätzte Mitbewohnerin, die Witwe Höchstpreise für Obst und Gemüse lterk bis auf weiteres kr Obst und Gemüse Mit Wirkung vom 20. Juni folgende Verbraucherböchstpreise in Reichspfennig: Obst: Sauerkirschen(Güteklasse A) je 500 a bis 42: Süßkirschen(Sützweichsel, Bigarroux, Cassins Frühe) je 500 g bis 49(Der Verkauf dieser drei Sorten ist nur in Ortainalpackung mit Sortenbezeichnung zulässig); Erdbeeren(Güteklasse 1 A) je 500 g bis 65(Als Güteklasse 1 A dürsen nur sortenreine, besonders ausgelesene, große gesunde Früchte, die sich stark von der Güteklasse A abbeben, gehandelt werden); Erdbeeren(Güteklasse a) je 500 g bis 57. Gemüse: Maiwirsing je 500 g 10. den lippischen Lichtspielhäusern (Kurze Inhaltsangabe.) Schauburg Blomberg.„Frau im Strom“. Dieser ihren„Häuptling“ anerkennen. Und Alois bringt eines Tages eine schöne junge Frau in den Kreis der vier. Er rettete die Lebensmüde aus der Donau. Aber ebenso plötzlich, wie sie den vier Männern und besonders ihm vom müssen Alois und seine Freunde Hannerl regelrecht aus der Umklammerung finsterer Mächte herausschlagen, mit den Fäusten und mit der Ueberlegenheit, die nur besitzt, wer für eine gute Sache und für das Glück einer geliebten Frau kämpft... Hertha Feiler und Attila Hörbiger sind die beiden Hauptdarsteller dieses Films, dem die Nähe des Lebens die Atmosrhäre gibt. Johanne Schmidt, Wiembecker Straße, ihren 91. Geburtstag feiern. Die zweitälteste Bewohnerin nimmt an den Geschehnissen dieser großen Zeit noch regen Anteil. Wir gratulieren nachträglich recht herzlich und wünschen einen zufriedenen Lebensabend.(32) Bösingseld. Die Quellen unserer Kraft. Der Reichsbund„Deutsche Familie“(früher Reichsbund der Kinderreichen) hielt am vergangenen Sonntag eine gutbesuchte Versammlung ab, in der der Kreiswart, Pg. Luking aus Detmold, über die Notwendigkeit der Neuordnung des RDK. sprach, der zukünftig unter dem Namen„Deutsche Familie“ größere Aufgaben zu erfüllen habe. Der Redner weiter über die deutsche bevölkerungspolitische Es werde, mehr und mehr nötig sein, daß weite Kreise des deutschen Volkes sich mit dieser Lebensfrage im wahrsten Sinne des Wortes ernsthaft befaßten. Deutschland, schöpfe seine Kraft allein aus dem ewig fließenden Quell jungen nachwachsenden Lebens.(84) Auszeichnung mit dem Eisernen Kreuz Der Feldwebel Werner Meier. Sohn der Witwe Meier aus Wöbbel, wurde für besondere Tapferkeit vor dem Feinde mit dem Eisernen Kreuz U. Kasse ausgezeichnet. Wir gratulieren herzlich! Plasael mim Ama Phsassenbmind Minden. Ein Brandstifter wurde verhaftet. Vor einigen Nächten brach hintereinander in drei verschiedenen Orten des Kreises Minden Feuer aus. Zwar blieben Wohnäuser und Scheunen verschont, doch wurde in Friedewalde und in Wegholm wertvolles Holz und in Stemmer ein Holzschuppen vernichtet. Gleich nach den Bränden tauchte der Verdacht der Brandstiftung auf, der sich jetzt bewahrheitete, Als Täter wurde der 19jährige Wilhelm Klöpper aus Friedewalde ermittelt, der im Mai seine Arbeitsstelle verlassen hatte und sich seitdem im Lande umhertried. Stehlend zog er durch verschiedene Kreise. Als er Kreise Warburg auf Grund verschiedener Straftaten verhaftet wurde, kamen auch die Brandstiftungen zur Sprache und konnten ihm nachgewiesen werden." Gülersloß. Statt Züchthaus jetzt Freispruch. Der 37 Jahre alte Wilhelm Lodenkämper aus Ahlen und seine fünf Jahre ältere Freundin Anni Stickling aus euenkirchen hatten sich bei ihrer Uebersiedlung nach Gütersloh im Oktober vorigen Jahres als Flüchtlinge ausgegeben. Sie nannten einen geräumten westdeutschen Ort, m dem L. als Westwallarbelter tätig gewesen war, als ihren Geburtsort und sollten sich auf diese Weise Flüchtlingsunterstützung erschwindelt haben. Im Januar dieses Jahres waren sie deshalb wegen gemeinschaftlichen Betruges nach der Volksschädlingsverordnung zu zwei bzw. einem Jahr sechs Monaten Zuchthaus und Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf je drei Jahre verurteilt worden. Auf die Revision der Angeklagten bin wurde jetzt in der neuen Verhandlung festgestellt, daß L. im freien Verhältnis in jenem Ort, der tatsächlich damals geräumt worden ist, gearbeitet hat. Deshalb ware auch bei wahrheitsgemäßen Angaben die Unterstützung gezahlt worden. Die alschen Angaben über ihren Geburtsort wollen die Angeklagten nur gemacht haben, um nicht nach Ahlen zurückzumüssen, da sie befürchteten, daß die vorgesehene Heirat von dort hintertrieben würde. Nach diesem Sachverhalt entfiel der Tatbestand des Betruges und zwangsläufig damit auch der des Volksschädlingsverbrechens, so daß die Angeklagten freigesprochen werden mußten. Gülersloh. Zwei Wochen Haft für Betrunkenen. Ein Mann aus Bielefeld hatte in Gütersloh derart einen„über den Durst“ getrunken, daß er total betrunken auf dem Bürgersteig liegenblieb und so in der Dunkelheit den Verkehr gefährdete. Er wurde zur Wache beförrt, wo er seinen Rausch ausschlafen konnte. Das dicke Ende kam aber jetzt noch mit einer Haftstrafe von zwei Wochen hinterher. Brakel. Kind fiel vier Meter boch aus dem Fenster. In dem nahen Dorfe Bellersen trug sich ein aufregender Vorfall zu, der sich durch ein Wunder als verhältnismäßig harmlos herausstellte. Eine Mutter hatte ihre Kinder zu Bett gebracht und begab sich in den Garten, um noch einige Arbeiten verrichten zu können. Kaum hatte sie das Haus verlassen, als sie ein dumpfes Geräusch vernahm, das von einem Fall herrühren mußte. Kurz darauf hörte sie das Schreien ihres dreijährigen Töchterchens, das aus dem Schlafzimmerfenster, vier Meter vom Erdboden entfernt, herausgefallen war Der sofort herbeigerufene Arzt stellte fest, daß das Kind eine leichte Gehirnerschütterung davongetragen hatte. Sandebeck. Polenweib wurde frech und handgreiflich. Hier trug sich ein Vorfall zu, der die ganze Unverschämtheit und Robustheit eines Polenweiber zeigte. Es war mit der Frau, bei der es in Diensten steht, wohl durch die mangelnden deutschen auf der einen und Turnen, Spiel und Sport Fortuna— Schalke in Dortmund Vier Gruvvensviele um die„Deutsche" am 23. Juni. Die Vorrundenspiele zur deutschen Fußball=Meisterschaft werden am Sonntag, dem 23. Juni, mit te einem Treffen in den vier Gruppen fortgesetzt. In jeder Gruppe kommt es zu einer entscheidenden Auseinandersetzung. In Westdeutschland interessiert in erster Linie der Ausgang der Begegnung zwischen Fortuna Düsseldorf und 8C. Schalke 04. Von dem ursprünglichen Plan, dieses Spiel in Erfurt stattfinden zu lassen, ist man wieder zurückgetreten. Der Kampf wird zur Freude der westdeutschen Sportgemeinde in einer westdeutschen Stadt ausgetragen. Die Wahl ftel auf Dortmund, wo das Spiel am Sonntag in der Kampfbahn„Rote Erde“ zum Austrag gelangt. In der ersten Begegnung vor vierzehn Tagen in Leipzig trennten sich die beiden Mannschaften in einem torlosen Kampf unentschieden. Der Niederrheinmeister muß auf jeden Fall gewinnen, wenn er noch eine Chance auf den Gruppensieg(Gruppe III) geltend machen will. Ein Sieg der Fortunen würde Punktegleichheit mit Schalke bedeuten, so daß das letzte Treffen, zwischen dem Köln=Mülheimer SB. und Schalke 04 am 30. Juni in Köln den Ausschlag geben würde. Ob Schalke aber zweimal hintereinander verliert...? In der Gruppe I treten Rapid Wien und Union Oberschöneweide zum ersten Entscheidungsspiel an, die Gruppe II hat ihr Ereignis in dem Zusammentreffen der beiden Favortten Eimsbüttel und Dresden, während in der Gruppe IV die stark nach vorne gekommenen Kickers Offenbach den Rückkampf in Nürnberg gegen den„Club“ austragen: Der genaue Spielplan lautet wie folgt: Gruvve I(erstes Entscheidungsspiel): Ravid Wien gegen Union Oberschöneweide im Wiener Stadion(Schtedsrichter Regending, Augsburg). Gruvve II: TSV. Eimsbüttel— Dresdner SC. in Hambure(Wittentus, Hattingen). Gruvve III: Düsseldorf— FC. Schalke 04 in Dortmund(Multer, Landau). Gruvve IV: 1. FC. Nürnberg— Kickers Offenbach in Nürnberg(Stephanides, Brix). Florenz Italiens Pokalsieger. Im Endspiel um den ttalienischen Fußballvokal flegte nach einem großen Kampf vor 35000 Zuschauern im Berta=Stadion zu Klorenz Ziorentina Florenz über Genua 93 mit 1:0. Darin heißt es u. a., daß bis zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der neuen Vorschriften die Durchführung des freiwilligen Leistungssports der 93. in der bisherigen Weise unverändert bestehen bleibt und daß die Freistellung der 16= bis 18jährigen nur im beiderseitigen Einvernehmen erfolgen kann. Der zuständige RSRL.=Bezirksführer fordert also den Jugendlichen bei der örtlichen Dienststelle der H3. an, die seine Freigabe ermöglicht, wenn nicht besondere Umstände eine Ablehnung erforderlich machen. Die grundsätzliche Freigabe derjenigen Hitlerjungen, die in der Zeit vom 1. 9. 20 bis 31. 8. 21 geboren sind, entbindet diese aber nicht von dem übrigen HJ.=Dienst, von der vormilitärischen Ertüchtigung, von Heimabenden usw. Da eine Ueberanstrengung unter allen Umständen vermieden werden Freiwilliger Leistungssport der H3. BOM.-Mädel nehmen au Frauen-Wettkämpfen teil Am 1. Juli 1940 tritt die zwischen der Reichsjugendführung und dem RS.=Reichsbund für Leibesübungen getroffene Vereinbarung über die Regelung des freiwilligen Leistungssports in Kriegszeiten in Kraft. Im Amtlichen Svortnachrichtendienst der Hitler=Jugend sind jetzt die Durchrungsbestimmungen zu diesen Richtlinien erschienen. muß und daß diese Jugendlichen sich bis zum 1. Juli für das eine oder andere entscheiden müssen. In den Ergänzungsbestimmungen zur neuen Vereinbarung wird weiterhin auch die Teilnahme der BDM.= Mädel an sportlichen Veranstaltungen des RSRL. geregelt. Danach können 18= bis 21jährige eingesetzt werden, ohne daß eine besondere Genehmigung der zuständigen Dienststelle erforderlich ist. BDM.=Mädel der Altersklasse A(16= bis 18jährige) können an Frauenwettkämpfen und Meisterschaften des RSRL. teilnehmen, wenn sie der Spitzenklasse angehören und vom BDM. auf Antrag freigegeben werden. LSd. Detmold— SuS. Tage 10:1 Zu einem Abendspiel hatten sich die beiden genannten Mannschaften auf dem Pinneichensportplatz in Detmold eingefunden. Hatten sich auch nur wenige Zuschauer eingefunden, so muß das Treffen beiden Mannschaften doch hoch angerechnet werden. Und wenn auch der Gast mit einer empfindlichen Schlappe das Spiel abschloß, so beweist er aber doch, daß er nach da ist. Bravo, das nennt man Interesse am Sport! Zum Spielgeschehen ist kurz zu sagen, daß der Sturm der Lagenser nicht so aufeinander eingespielt war, wie das in einem solchen Kampf notwendig gewesen wäre. Aber was in dieser Zeit nicht ist, wird später wieder der Fall sein. Der LSV. verfügte über die bessere Mannschaft und hat auch in dieser Höhe das Spiel verdient gewonnen. Beim Stande von 3:0 fiel der einzige Gegentreffer der Gäste, später hatten sie noch das Pech, einen Handelfer vorbeizuschießen. Die Tore der Gastgeber sielen mn gleichmäßigen Abständen... und sie mußten dank der besseren Leistungen fallen, obgleich der SuS. in seinem Eifer bis zum Schluß nicht nachließ.(26) Sviel und Svort Brake. Heute um 20 Uhr wichtige Jugendversammlung bei Kranz Kuhn. die mangelnden polnischen Sprachkenntnisse auf der anderen Seite in einen Streit geraten. Dieser artete durch die Hanke greiflichkeit des frechen polnischen Frauenzimmers in eine wüste Schlägerei aus. Drei Landjäger griffen schließlich ein und schlichteten den Streit auf energische Weise. Pederborn. Rasendes Gespann durchsuhr die Stadt. Ein aus der Gegend von Salzkotten stammendes Pferdegespann durchraste um die Mittagszeit die raß daß es seinen Drang nach den heimatlichen Gefilden ohne Rücksicht auf Verkehrszeichen und Warnkreuze fortgesetzt hat. Es war ein seltenes Bild, wie das Pferdefuhrwerk die Hauptverkehrsader von Paderborn durchraste und von den zahlreichen Fußgängekn am Bürgersteig noch obendrein ein improvisiertes Spalier der Neugierigen gebildet wurde. Paderborn. Der Einbrecher unter dem Ehebett. Der 37 Jahre alte Richard von Hall aus Hamburg ist ein alter Bekannter der Polizeibehörden. 22mal hat er mit ihnen und dann anschließend mit dem Richter zu tun gehabt. In der Mehrzahl der Fälle handelt es sich um Bettelei und Landstreicherei, aber auch neun Diebstähle sind unter der Anzahl der Strafen. Weil die Hamburger Polizei sein labiles Leben kannte, stellte sie ihn kurzerhand unter Polizeiaufsicht. Richard von Hall liebt aber die„Freiheit seiner Art. Er liegt gerne auf der Landstraße, bettelt sich sein Futter zusammen, stiehlt auch mal bei Gelegenheit und treibt im übrigen ein Leben, bei dem man ohne Arbeit durchkommen kann. Nun kam er von seiner Flucht aus den Augen der Hamburger Polizei in die Lippstädter und PaCE workwirksam, gegen Zahnsteinonsolz, zehnfleischkröfti gend wid eromatge und so. preiswert! derborner Gegend. Daß er hier aste Bekannte, bei denen er wohl schon mal gearbeitet hatte, aufsuchte, würde man verstehen können. Aber diese Besuche waren besonderer Art. Er kam nachts, kannte die Gewohnheiten der Leute genau und erreichte somit durch sein Einschleichen auch den Zweck, Eßwaren, Wertsachen und Bargeld zu stehlen. In einem Falle fand er einen Radioapparat im Werte von 250 RM., in einem anderen bei einem Landarbeiter zwei gute Anzüge, Wäsche usw. Diese drei Fälle ereigneten sich in Rixbeck und Grünninghausen bei Lippstadt und in Salzkotten, wo er schließlich unter dem Ehebett eines Einwohners von der Frau entbeckt wurde. Man verhaftete den Galgenvogel und brachte ihn ins Gefängnis. Das Urteil lautete auf fünf Jahre Zuchthaus. Von Sicherungsverwahrung wurde abgesehen, weil er noch nicht im Zuchthaus war und die eche soll, um so den Weg zur Besserung zu finden. mal würde er kaum daran vorbeit dieser imen zund üren hsstekommen. Gauleiter Dr. Meyer in Bad Eilsen Im Zeichen der stolzen Erfolge unserer jungen nationalacht stand der Appe"— sozialistischen Wehrmacht stand der Appell der Kreise Schaumburg=Lippe und Grafschaft Schaumburg in Bad Eilsen, auf dem Gauleiter Dr. Mever das Wort nahm. Wie sehr sich die Heimat in diesem uns von den Westmächten aufgezwungenen Krieg mit der Front eins fühlt, das bewies besonders eindrucksvoll diese Kundgebung im großen Kurhaussaal des schaumburg=lippischen Bades. Das deutsche Volk sieht heute die Früchte der nationalsozialistischen Erziehungsarbeit reifen und ist dem Führer für sein geniales Aufbauwerk aus tiefstem Herzen dankbar. Der Gauleiter, der sich in längeren Ausführungen mit der gesamtpolitischen Lage besaßte, verbreitete sich in einem entwicklungsgeschichtlichen Abriß über all die Einzelheiten, die schließlich das gewaltige Werk des Führers und die krönen halfen. Immer wieder des örerdankbar Beifall zollte. sor der Kundgebung hatte Gauleiter Dr. Meyer verwundeten Soldaten einen Besuch abgestattet und ihnen den Dank der Bewegung für ihren opferbereiten Einsatz ausgesgrachen. Auf einem Kreisappell in Lübbecke sprach Gaurichter Ummen. Auch diese Kundgebung, die von vielen tausend Volksgenossen besucht war, gestaltete sich zu einem erhebenden Treuegelöbnis für Adolf Hitiler und sein Werk. Wiedersehen mit dem Sohn Ergreisende Szeue beim Rolen-Kreuz-Dienst. Reutlingen, 19. Juni. Eine ergreifende Szene spielte sich in diesen Tagen bei der Ankunft eines Verwundetenzuges in Reutlingen ab. Am Bahnhof waren die Helferinnen des Deutschen Roten Kreuzes zur Betreuung der ankommenden Verwundeten angetreten. Im Mittelpunkt der jungen Helferinnen stand in der Tracht des Deutschen Roten Kreuzes eine ältere, schon ergraute Frau, die es sich trotz ihrer Jahre nicht nehmen läßt, heute noch Dienst zu tun. Ihre Gedanken waren in diesem Augenblick bei ihrem Sohn. Schon drei Wochen hatte sie keine Nachricht mehr von ihm erhalten. Der Zug fuhr in den Bahnhof ein. Die Frau hatte jetzt keine Zeit mehr, an sich und ihre Sorgen zu denken. Rührig griff sie zu. Plötzlich aber hielt sie in ihrer Arbeit inne. Ein junger Panzerschütze, mit einem frischen weißen Verband um die Stirne, eilte auf sie zu, und ehe die Umstehenden etwas von dieser Szene begriffen hatten, hielt die in den Armen. Lutter ihren Sohn Die heutige Ausgabe umfaßt 8 Seiten. etter: Auguß Grützner:„Stellv. aicd fück beicke Mhacbe Geaicke Lir Seirereich re August Koch: für den Bilderdienst: Die Ressortleiter. Verantwortlicher Anzeigenleiter: Ludwig Meier, sämtlich in Detmold. Paulinenstraße 14. Uerliner Schriftleitung: Graf Reischach. Berlin. KLEINANZEIGEN Stellen-Gesuche Rentnerin sucht dauernd leichte Betätigung. Angebote unter Nr. 316 an die Lippische Staatszeitung, Geschäftsstelle Lage. Freie Stellen Lastwagenführer sowie einige Leute, eventuell auch stundenweise, Setröht. Vug. Riemeter, Kohlenpanotung, Bad Salzuslen. hausgehlisin, füngere, die etwas kochen kann, gesucht. Schriftliche Meldungen an Lucas, Hillegossen bei Bielefeld 128. per bald ordentliche, einfache oder Hausgehilfin. KonditoBad Salzusten. eine nette, saubere HausFrau M. Geller, Gellers tten, Detmold, Luisenstr. 4. Zu vermieten Heiden, kleine drei ihige Mieter zu soWohnung in Zimmer, an ruhige fort abzugeben. Zu erfragen unter Nr. 318 bei der Lippischen Staatszettung, Geschäftsstelle Lage. Wohnung, sechs Räume mit Laden und Nebenräumen, im Zentrum der Stadt zu sofort zu vermieten. Näheres bei der Lip; Staatszeitung unter Nr. 211 Zimmer, möbliert, zu vermieten. Adolfstraße 4. Zimmer, möbliert, zu Freiligrathitraße 15 I vermieten. pche lagebol! Welcher Volksgenosse kann Frau mit 14jährigem Kinde einfache möblierte Wohnung mit Kochgelegenheit überlassen? Angebote unter Nr. 2156 an die Lippische Staatszeitung. Ruhige Dauerpension von älterem Herrn in Lippe gesucht. Preisangebote unter Nr. 00348 an die Lippische Staaiszeitung, Geschäftsstelle Bad Salzuflen. Zwei ruhige ältere Personen fachen in Heidenoldendorf kleine Wohnung. Miete im voraus. Angebote unter Nr. 2155 an die Lippische Suche sofort oder möglichst bald in Bad Salzuflen oder Detmold kleines neuzeitliches Einfamilienhaus, zirka 5 bis 6 Räume, Zentralheizung, oder entsprechende Etagenwohnung zu mieten. Angebote mit Mietpreis unter Nr. 00346 an die Lippische Staatszeitung, Geschäftsstelle Bad Salzuflen. Zu verkaufen 1 bei ), kompl. mit aufen. Bad Sa Blothoer Straße 10, (Natur atratzen, zu len, Alte (tage Damen= und Herrenfahrrad, gedr., Photoapporat mit Zubehör, 9X12, zu verkaufen. W. Kampmann, DetStraße 1a. Kinderwagen, neu. Lagesche Str. 64, Detmold. Luzerne, auf dem Stamme, abzugeben. Wendiggensen, Heiligenkirchen, Telephon 3218. Brennabor= Wagen, Viersitzer, in gutem Zustande, mit fester Bedachung, preiswert zu verkaufen. Zuschriften unter Nr. 00347 an die lippische Staatszeitung, Geschäftsstelle Bad Salzuflen. Lippische stelle Ba 5 Beleilign Verschiedenes elelligung. Tischler wird änstige Gelegenheit zur Beteiligung geboten. Kapikal nicht erforderlich. Bedingung ATeisterprüfung. Angebote unter Nr. 1953 an Anzeien-Mittler K. Welchert, Detmold, 22.— Au vom Grund des 1. 1935(R 3 der Deutschen Gemeindeordnung 49) unt Bl. I, S. 49) und des§ 8 des Lippischen Gemeindeabgabengesetzes vom 8. November 1930 (LGS. S. 243) wird nach Beratung mit den Ratsherren folgender Nachtesg zu der Ortssatzung über die Erhebung von gebühren in der Stadt Detmold vom 15. 2.1° § 1. Dem§ 2 wird folgender 3. Satz „Die doppelten Gebühren kommen nicht zur Erhebung, wenn in Detmold wohnhafte Personen für Verwandte auf= und absteigender Linie Grade Grabstätten erwerben.“ bis zum dritten Detmold. den 12. März 1940. Der Bürgermeister. Wird hiermit veröffentlicht. Detmold, den 15. Juni 1940. Der # Büs 545 Himmels Friede ewia uns veretat. liebte: Gräutigauz Ernst Wieneke Gefreiter in einem r sergs ehae: dld dein deben für das Baterlaud wie sein Bater Eesshs h Lina, geb. Wieneke Slteste Parter. 216 Verlobte Heiden. Heidenoldendorf. Orbke, 10. Juni 1940. Die Beisetzung erfolgte auf dem Ortsfriedhof in St. Leger les Domart. Nordfrankreich. Am 7. Juni starb in einem Feldlazarett den Heldentod unser lieber Vereinskamerad Gefreiter Ernst Wieneke * sein Leden für Führer und Vaterland. Ehre seinem An„Tura“, Verein für Leiberübung, Heiden. Er shriger Mitarbeter. d. unser lung, am 1. Juni 1940 Leben Gefreite Adolf Fillies r und 2 hat. altung d ilfen hat, gedenken für Führer und Vaterland geopfert hat. 0 sein junges bei den schweren Kämpfen im Westen So wie er uns in vielen Jahren in der Verwaltung der Ingenieur= und Bauschule treu und gewissenhaft geholfen hat, werden wir seiner auch immer gern in Liebe und Treue gedenken. Lage, den 18. Juni 1940. Schulleitung und Lehrkörper der Jugenleur= und Bauschule Lage. Oberschütze Rudolf Ahmeyer Für Führer und Vaterland fiel unser lieber Vereinskamerad, der Sein Andenken werden wir in Ehren halten. Turn= und Sportverein Istrup. In treuer Pflichterfüllung für Führer und Vaterland starb an den Folgen einer schweren Verwundung am 25. Mai 1940 auf dem Transport ins Lazarett unser lieber Sohn, Bruder, Schwager und Onkel, der Gefreite Heinrich Rau im blühenden Alter von 24 Jahren. In tiefer Trauer: Jamilie Wlihelm Rau und Angehörige. Hohenhausen, Rheinberg, Welstorf, im Juni 1940 Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme deim Heimgange unserer lieben Entschlafenen sagen wir herzlichen Dank. * gammen Börnheim und Tohofener Lage und Bielefeld, im Juni 1940 In Erfüllung seiner Pflicht fiel auf dem Felde der Ehre für Führer und Großdeutschland unser Arbeitskamerad Pg. Günther Fakubowski Unteroffizler in einer Saulidiskompanie. Er war uns allen ein guter Kamerad. Sein Andenken werden wir stets in Ehren halten. Die Deutsche Arbeitsfroul, Kreiswaltung Lippe. Müller, Kreisobmann. In treuer Pflichterfüllung für Führer und Reich starb den Heldentod unser lieber Parteigenosse und SA.= Kamerad Günther Fakubowski Unteroffizier in einer Saultätskompanie. Ein stets eifriger Gefolgsmann des Führers ist von uns gegangen. Wir werden sein Andenken in Ehren halten. NSDAP., Ortsgruppe Lage. SA.-Sturm 13/55, Lage. Es starb den Heldentod in einem Feldlazarett am 1. Juni 1940 unser lieber, treuer SA.=Kamerad, der Lur geis Meict nachdem er vor kurzem für besondere Tapferkeit vor dem Feinde das E. K. II erhalten hatte. Uns allen war er ein vorbildlicher Kamerad. Wir werden ihn nie vergessen. SA.-Sturm 31/55 Blomberg m. d. F. b. Lönnerer, Oberscharführer. Nachruf Im Freiheitskampf für Führer und Vaterland siel unser Vereinskamerad, der Unteroffizier Otto Stecker Wir verlieren in ihm einen sportbegeisterten und treuen Kameraden. Sein Andenken werden wir stets in Ehren halten. Balspielverein Heideneldender Hüdepohl, Vereinsführer. Am 16. lieber Mann, unser treusoxgender Vater, unser lieber, Altester Sohn der Landwirt Wilhelm Rey Kreblitz bei Luckau im 37. Ledensjahre. In tiefer Trauer: Frau Bärbel Rey und 3 Kinder Familie. Ney Kredlitz dei Luckau, Wiervorn bei Barntrup, den 17. Juni 1940. Von Beileidobesuchen bitten wir absehen zu wollen. Vor St S Dose A., 88. 80 Pf. in Apoth. u. Dregerten die Füße pflegen! Eteen-Tossewin hötel und besollig! Gerloch': Gehwol Die Lippische Staatszeitung lesen heißt in allem gut unterrichtet sein. DIE Posr Die graße FamilienSenntagebeltung Joden Freitag neu! 20 R Agordnune über die Durchführung der Bierpreissenkung und über die Andronung Erhebung des Kriegezuschlags für Bier in d Deutliche Handschrift vermeidet Fehler in Ihren Angeigen! Auf Grund des Gesetzes zur Durchführung des Vierjahresplanes— Bestellung eines Reichskommissars für die Preisbildung—(Preisbildungsgesetz) vom 29. 10. 1936(RGBl. I, S. 927) und der ersten Anordnung über die Wahrnehmung der Aufgaben und Befugnisse des Reichskommissars für die Preisbildung vom 12. 12. 1936 (R.=Anz. Nr. 291) wird für das Land Lippe mit Erg des Reichskommissars für die Preisbildung derlaß vom 11. 6. 1940— RfPr. 11— 121 — folgendes angeordnet: S 1. Die von dem Reichskommissar für die Preisbildung durch Anordnung vom 2a. 5. 1940(R.=Anz. Nr. 121 v. 2r. 5. 1940) angeordnete Senkung der Bierpreise ist von den Brauereien, Biergroßverteilern und Bierkleinverteilern rückwirkend mit dem 19. 5. 1940 durchzuführen. Preisüberforderungen nach dem 15. 5. 1940 sind unverzüglich zurückzuvergüten. S 2. Die P (auch Mal würzegebal Die Preissenkung tritt mit sofortiger Wirkung ein, den Bierren. den Gaststätten sie ist in den Preisverzeichnissen oder auf preistafeln der Gaststätten besonders aufzufüh § 3. Der Kriegszuschlag für Bier wird in den Gaststätten für das einzelne Gemäß nach folgenden Sätzen erhoben: 1 Ltr. Bier 14 Rpf. * 7„ „„ 6* „„„ 6„ „„ 5„ %„„ 4„ „„ 4„ „„„*„ „„ 2„ „„ 1„ Detmold, den 18. Juni 1940. Der Reichsstatthalter in Lippe und Schaumburg-Lippe (Landesregierung Lippe) Rreishilhunnastefl. „ Preisouldungssteue In Vertretung: Pr. IX—1. gez. Wedderchille. Erweise dich des Opfers der SOLDKTEN würdig Die Geburt einer gesunden Tochter zeigen in dankbarer Freude an Hildegard Koesling geb. Römer Ottomar Koesling Waltershausen(Thür.), den 14. Juni 1940. Ohrdrufer Str. 8 an Wir haben uns verlobt Paula Plöge Fübrerin im Karl Mentzing 3 Z. Uffs bei der Schieder Lippe im Juni 1940 2 Prasen Busano Ran. v. J. Luttwaffe z. Z. im Felde Es grüßen als Verlobte: Else Sewing Klaus Ditzel Detmold, den 20. Juni 1940 Nachzei Auf dem Kriegsschauplatz im Westen starb den Heldentod für Führer und Vaterland unser langjähriges GefolgschaftsmitSchreite Erich Schmidipott aus Aspe. Wir verlieren in dem Verstorbenen einen lieben Arbeitskameraden, dessen Andenken wir immer in Ehren halten. Er war einer unserer Treuesten! Betriebsführer und Gefolgschaft der Firma Dahmer, Quest& Co., Inhaber Gebrüder Quest, Schötmar. Schötmar, den 18. Juni 1940. Nach langem, schwerem, mit großer Geduld ertragenem Leiden verschied heute nachmittag meine liebe Frau, unsere gute, treusorgende Mutter, Schwiegermutter und Großmutter Martha Tiesler geb. Drerhage im Alter von 65 Jahren. In tiefer Trauer: Hermann Tiesler sen. „ und Kinder. Bad Salzuflen, Berlin=Frohnau, Hillegossen, den 18. Juni 1940. Die Beerdigung findet am Sonnabend, dem 22. Juni 1920, nachmittags 4 Uhr, vom Trauerhause, Hindenburgstraße 6, aus statt. Trauerfeier eine halbe Stunde vorher. Für die vielen Beweise inniger Teilnahme beim Heimgange unserer lieben Entschlafenen sagen wir unseren herzlichsten Dank. Fritz Stärker und Kinder. Werl, Werlerfeld, im Juni 1940. Stalt Korten Für die vielen und für die deim Heimgange unserer wir herzlich. Jowille Karl Detering Jamllie Karl Brakhage. Bad Salzuflen, Schötmar, im Juni 1940. elen Beweise herzlicher Teilnahme vielen Kranz= und Blumenspenden ange unserer lieben Mutter danken Möbelfabriken! gegen Bedarfsbestätigung in allen Stärken lieferbar. Knuftmann& Schlüfer, Bad Solzuhen Bad Salzutlen(Theatersaal) Donnerstan, 20.15 Uhr: Lieder- und Artenabend kammerränger Waltiier Lüdwig Presseurteil:„.. die schönste lyrische Tenorstimme unter den deutschen Bühnensängern Karten an der Theaterkasse Rubin trocken Abwaschen des Geschirrs Goßecks Kinder-Grieß die hochwertige Kindernahrung für fest. gesunden Fleischansatz Paket 0.60 RM. und 1.10 RM. Freiligrath-Drogerie E. Petri. Drogerie Hans Kaul. In Hiddesen: Fachdrogerie Hans Asendorf. in Horn: TeutoniaDrogerie Max Schmitt, in Schötmar: Bahnhof-Drogerie Kartheus, in Lemgo: Drogerie Kellner Stellenmarkt Zur Bedienung der Flachoraufmaschine 1Mann gesucht Lippische Hauplgenossenschaft Lage Lippe. Umstände halber suche ich zu sof. Hücht. öner. Verwaller Derselbe muß auch mit Trecker umgehen können. Familienanschl. Intensiver Betrieb, 135 Hektar. T. v. Donep, Rtigt. Wöbbel l. C., Post Steinheim in Westfalen. 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