Westfälischer Beobachter Verlag:westfällscher Beobachter“ C.m.b.H.: Verlagsleltung u. Hauptsehrlftlallung: s. grmauser Stzss 5. Kal: u alc6. Gesehtltestelles iu Boeri deia cheralerse=sState 7. Bisctentrase ia post: zngr in v... 1 96 6: in Rechliuspensen: Lorholstraße 10. Rol: 4733: un Merten: „###. B— marit Losstraße 24. Rul: 261: In Bottrop: Kirchhellener Straße 9. Rul: 2648: in Gladbeck: Hochstraße 5. Ruf: 2004: in Dorsten: Bismarckwall 27. Ruf: 2282: in Haltern: Weseler Straße 40. Ruf: 423 Sprechstunden der Schriftleitung von 12—13 Uhr mittags,— Sonntazs sind keine Sprechstunden. Der„Westfällscher Beebachter“ erscheint täglich. Bezugspreis monatlich RM. 2.— einschl. Botenlohn. Postbezug monatlich RM. 2.—(einschließlich 21.7 Rpi. Postzeitungsgebühr) zuzüglich RM. 0.42 Bestellzeld. Im Falle von höherer Oewalt und Betriebsstörungen hat der Bezieher keinen Anspruch auf Lieferung und Rückzahlung des Bezuzszeldes. 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Die bisherigen Feststellungen haben ergeben, daß der Generalstab von Hawai die Verantwortung für die Niederlage trägt, denn schon seit dem 16. Oktober hat Washington auf die große Gefahr eines japanischen Augriffs aufmerksam gemacht. Aber wie war es den Japanern möglich, die nordamerikanische Flotte so zu überraschen? Nach den Feststellungen der Kommission waren am Morgen des 7. Dezember 88 Prozent aller Streitkräfte auf ihren Posten, 60 Prozent der Offiziere und 96 Prozent der Mannschafteu waren im Dienst. Was ist aber in diesem Falle unter Dienst zu verstehen, wenn man nicht einen plötzlichen feindlichen Angriff abwehren kann? Die Antwort darauf ist eine bittere Anklage gegen das nordamerikanische System, das mit seinem ständigen Wechsel in Personal keine straffe Zusammenfassung der Einheiten zuläßt, damit diese Tag und Nacht auf jede Gefahr vorbereitet sind. Außerdem ist die ganze USAStreitmacht mit einem bürokratischen Netz überzogen, das eine schnelle Durchführung von Entschlüssen unmöglich macht. Gegenüber diesen Mängeln bestand in der japanischen Marine eine einzige Kommandostelle, die durch ein einziges Wort die ganze Kriegsmaschine in Bewegung setzte. Bezeichnend für das schlechte Funktionieren des nordamerikanischen Nachrichtenapparates ist die Feststellung, daß ein Warnungstelegramm, das von der Regierung in Washington aufgegeben wurde, erst seinen Bestimmungsort erreichte, als die Katastrophe bereits vollendet war. Zwar kann sich auch noch heute kein Amerikaner vorstellen, daß das Schicksal der mächtigen USA=Flotte von der Schnelligkeit eines Telegramms abhängen soll. Das Ende der Untersuchungen besteht vorläufig darin, daß General Short und Admiral Kimmel vor ein Kringsgericht gestellt werden, von dem man noch weitere interessante Einzelheiten zu erfahren Tokio weiß besser Bescheld Tokio. 28. Jan. Der Bericht des nordamerikanischen Untersuchungsausschusses über die Hawai=Schlacht enthüllt, wie„Japan Times and Advertiser“ ausführt, in höchst aufschlußreicher Weise die Unfähigkeit der USAKommandostellen. Er beweise, daß die Katastrophe von Pearl Harbour trotz aller Verkleinerungsversuche der nordamerikanischen Bebörden höchstwahrscheinlich bereits die Entscheidungsschlacht im großasiatischen Kriege war. Der Bericht beschuldigte Admiral age auf sie ab. Tatsächlich gehe aber aus dem Bericht die allgemeine Unfähigkeit auf der ganzen Linie vervor. Beisvielsweise sei kurz vor Beginn des Angriffes ein U=Boot=Netz vor Pearl Harbour entfernt worden, um zwei nordamerikanischen Minensuchern die Durchfahrt zu gestatten, was für kurze Zeit den japanischen U=Booten die Einfahrt in den Hafen ermöglicht habe. Ferner habe der Oberbefehlshalber der USA=Flotte um 7.12 Uhr Mitteilung von einem Gefecht zwischen USA=Zerstörern und japanischen U=Booten erhalten und dennoch versäumt. Generalalarm zu geben. so daß die Amerikaner vollrommen unvorbereitet waren. als wenige Minuten wäter der javanische Luftangriff erfolgte. Ein nordamerikanischer Posten habe die javanische Luftflotte 130 Meilen von Pearl Harbour entfernt bereits um 7.20 Uhr entdeckt, aber habe 18 Minuten gebraucht, um den wachhabenden Offizier zu erreichen, der seinerseits entschied, daß es sich nur um USA=Flugzeuge handeln könne. Soeben eintreffenden Berichten zufolge, so fährt das Blatt fort, sei Kimmel zum Tode verurteilt worden. eine Maßnahme, die mehrere Kongreßmitglieder seit einigen Wochen befürwortet hätten. Wenn man schon die Verantwortung einem einzigen Manne zuschreibe, wie stehe es denn eigentlich mit der Verantwortung des Marineministers Knox. der Kimmel unter Uebergehung mehrere dienstältester Offiziere zum Oberbefehlshaber gemacht habe, und wie stehe es mit dem Chef der amerikanischen Wehrmacht, Roosevelt, selbst, so fragt das Blatt. Die Tatsache, daß gegen einen der höchsten Offiziere in einem in der Geschichte der USA beispieklosen Urteil die Todesstrafe verhängt oder auch nur erwogen werde, zeige deutlicher als alles andere die verzweifelte Stimmung der USA=Führung. Auf lange Zeit hinaus sei eine nordamerikanische Flottenoffensive im Pazifik angesichts der Demoralisierung des USA=Marinekommandos völlig unmöglich. Sollte sich die USA=Flotte nach vielen Jahren wieder erholen. dann werde sie, wie die Nachricht von der Besetzung des Bismarck=Archipels erkennen lasse, feststellen müssen, daß die südliche Verbindungslinie zwischen den USA und Australien bereits von der japanischen Flotte unterbrochen sei. Leichte japanische Panzer durchqueren einen Fluß (Presse-Hoffmann, Zander-Multiplex-K.) 100 Siege einer Nacht=Jagdstaffel Ein wahrhaft stolzer Erfolg im Dienst des Schutzes unserer Heimat gegen eingeflogene Britenbomber Rückzug der Briten in Johur Ohne Flugplätze auf der Malayen-Halbinsel Tokio, 28. Jan. Nach Mittwochabend in Tokio eingegangenen Frontberichten von Domei haben die britischen Streitkräfte in Johur seit Dienstag den allgemeinen Rückzug angetreten. Nur fünf Eisenbahnstationen trennen die japanische Vorhut noch von der letzten Station auf dem malayischen Festland. Die japanischen Overationen im Staate Johur werden dadurch bedeutend erleichtert. daß den Briten keine Flugplätze mehr auf der MalayenHalbinsel zur Verfügung stehen, während die vier Flugplätze Singapurs durch die wiederholten javanischen Bombardierungen aus der Luft praktisch unbrauchbar gemacht wurden. Die Berichte lassen erkennen, daß selbst die gelegentlichen Luftangriffe durch kleinere britische Einheiten aufgehört haben, den japanischen Vormarsch auf Singapur zu belästigen. Evakuierung von Nord=Singapur angeordnet Stockholm, 28. Jan. Wie der Londoner Nachrichtendienst meldet, ist angeordnet worden, daß das nördliche Küstengebiet der Insel Singapur bis Freitag von der Zivilbevölkerung vollständig evakuiert werden muß. England hört die„Internationale“ Von unserem wa-Vertreter Lissabon, 29. Jan.(Drahtbericht.) Die„Internationale“, die bereits vergangene Woche für die Militärkapellen der gesamten britischen Armee freigegeben wurde, ist nun auch, wie„Daily Mail“ meldet, für den britischen Rundfunk offiziell zugelassen worden. Die„Internationale“ soll so oft, wie es die Gelegenheit erlaubt, gespielt werden. Drei deutsche U-Boote in 48 Stunden gesichtet Von unserem WS.-Vertreter Von unserer Berliner RD-Vertretung Berlin, 29. Jan.(Drahtbericht.) Bei der Abwehr nächtlicher britischer Einflüge in das Reichsgebiet erzielte eine deutsche Nacht=Jagdstaffel ihren 100. Luftsieg, wie der Bericht des Oberkommandos vom Mittwoch mitteilt. Man bedenke, daß es die Leistung einer einzigen Staffel in der Nachtjägerei ist, die naturgemäß größere Ansorderungen an die Besatzungen stellt. Ein wahrhaft stolzer Erfolg dieser Staffel, deren Führer Hauptmann Lent und Oberleutnant Prinz zur Livve=Weißenfels sind— bereits schon früher in Anerkennung besonderer Leistungen in der Nachtjagd im Wehrmachtsbericht genannt— und die beide das Ritterkreuz tragen. Hundertmal standen Angehörige der Staffel nach aufregenden Nachtstunden am frühen Morgen an den zerschellten Resten von abgeschossenen Britenbombern und sahen die Trümmer der Wellingtons, Whitleys, Hampdens und der großen viermotorigen Maschinen, die von London zwar als unübertrefflich gerühmt wurden, im Feuer der Bordwaffen deutscher Nachtjäger ihrer Vernichtung aber genau so wenig entgehen. Die gefangenen Besatzungen dieser englischen Nachtbomber waren Angehörige der verschiedensten Nationen, selten aber echte Inselengländer, getreu dem alten englischen Prinzip, andere für sich bluten zu lassen. Churchill pflegt von Zeit zu Zeit nach bekannter Manier von großzügigen Luftaktionen gegen Deutschland zu reden. Die Tommies, die im Rahmen der verkorksten „Non=Stop=Offensive“, staffelweise in den Kanal fielen und jene, die nach wie vor auch jetzt im Winter bei nächtlichen Einflügen von der deutschen Abwehr gefaßt und zu Boden geschickt werden, sie sprechen eine deutliche Sprache dafür, daß London den Mund immer wieder zu voll nimmt. Bei der englischen Luftwaffe sollte man sich die im Wehrmachtsbericht bekanntgegebene Erfolgsziffer einer Nacht=Jagdstaffel genau merken, dabei aber nicht vergessen, daß es sich eben nur um die Siege einer einzigen Staffel handelt und daß die Gesamterfolge der Nachtjagd ein Vielfaches hiervon betragen. Der Rohstoff Mensch Von Walter Estermann Die Demokratie ist verliebt in die Zahl. Sie mißt das Glück der Welt an dem Preis eines Börsensitzes in Neuyork. Sie befrägt Narren und Weise, Hypochonder und Brüder Leichtfuß, Stenotypistinnen und Peuerschlucker um ihre Meinung zum U-Boot-Krieg und zur Preiheit der Meere, gründet eigene Institute, die errechnen, daß 51 Prozent des„Volks auf der Straße“ der Meinung sei, die Burma-Straße müsse unter allen Umständen geöffnet bleiben. Nichts imponiert den Männern, die selbst mit schwankenden Mehrheiten, mit schwankenden Bestechungssummen, mit wechselnden Aktienkursen zu rechnen gewohnt sind, mehr als die Macht der Zahl. Deshalb rechnen sie nicht nur Rohstoff-Anteile und Industrie-Kapazitäten zusammen und stellen sie gegeneinander, sondern sie addieren auch alles, was Menschenantlitz trägt, wahllos und stumpfsinnig zusammen und fühlen die eigene Stärke im Meer der Millionen wachsen. Die Melodie ist alt. Sie war schon der Schwanengesang. den Benesch anstimmte, als seine tschecho-slowakische Republik zum Sterben ging.„Wir fürchten uns nicht!“ schrien seine Plakate ins Volk, auf denen das kleine Deutschland zwischen den französischen und russischen Koloß eingeklemmt saß. „Wir fürchten uns nicht, denn drei Viertel der Menschheit ist gegen die Aggressoren!“ Bei Paul Reynaud klang es ähnlich— wir fanden die Plakate an allen Häuserecken kleben, als wir durch Frankreich marschierten.„Warum wir siegen müssen!“ stand über einer Weltkarte in Mercatorscher Projektion, auf der Deutschland kaum zu erkennen war, während Kanada und Australien breitlappig sich über die entgegengesetzten Ecken dehnten.„Die Zeit arbeitet für uns— und eine Milliarde Menschen!“ Aehnlich klingt es jetzt. 400 Millionen Chinesen, 330 Millionen Inder, plus 200 Millionen Russen. plus 150 Millionen Amerikaner— wem sollte da bange werden? Der Rohstoff Mensch drängt sich in beängstigender Pülle m Neu-England und Bengalen, auf Java und in Aegypten und alle diese Myriaden Arme arbeiten für die Kriegskomplotteure. Was die Russen gekonnt hätten, nämlich aus ostjakischen Anglern und samojedischen Pelzjägern Mechaniker für die Flugzeugindustrien zu machen, das müsse doch mit den intelligenten Malayen,. den Chinesen und Pellachen auch gelingen. Seht doch, was an der weiten russischen Front die Masse Mensch allein durch ihre Zahl vermag: Warum sollte nicht eine Million Chinesen imstande sein, die Japaner in Thailand zu erdrücken, warum sollte man nicht zehn Millionen Chinesen aus den kommunistischen Armeen über die alte Seidenstraße nach Europa werfen, um die Deutschen aufzuhalten. Auch das Töten nehme eine Zeit in Anspruch: Imme“ mehr und mehr Kanonenkutter. ein qualliger Wall von Leichen werde die Deutschen schon zum Stehen bringen. Der blitzschnelle lapanische Zugriff hat auch diese Reden zum Verstummen gebracht. So wie kaum noch von den angloamerikanischen Rohstoffmonopolen des Gummis und des Zinns, der Kopras und des Rohrzuckers, der Härtungsmetalle und des Erdöls die Rede ist, so haben erhebliche Teile des Rohstoffs Mensch ebenso inzwischen den Besitzer gewechselt. Die Plutokraten trifft das zutiefst. Denn ein Gutteil ihrer Macht baut sich la auf der rücksichtslosen Ausnutzung des Rohstoffs Mensch auf. Damit die Plutokratie so himmelhoch in der Macht steigen konnte, brauchte sie ein höllentiefes Gegenstück: den Kuli. In den britischen Zwingburgen In Ostasien gab es keine Verladeeinrichtungen, keine Kräne und Elevatoren im Hafen: Maschinen hätten Anschaffungsgeld und Antriebskraft gebraucht. während Menschen zahllos und billig zur Verfügung standen. In ununterbrochener Kette trugen die Kulis Kohle und Reis. Weizen und Gummi, Zinnschlamm und Kopra auf dem wundgescheuerten Rücken in den Bauch der Schiffe, klapperdürre Chinesenweiber, zusammenbrechende Singhalesen, zierliche Inder und Malayen. Mit nichts konnte man so unbedenklich Verschwendung treiben wie mit Menschen: Denn die Kulis waren obendrein noch so freundlich, die erschleppten Hungergroschen in Opium umzusetzen und die Briten so doppelt verdienen zu lassen. Brauchte man irgendwo im britischen Empire Menschen, dann verschleppte man mit Methoden, die sich vom Sklavenhandel alten Stils nur durch den schriftlichen Kontrakt(den der arme Analphabeth nicht lesen konnte) unterschieden, eben Kulis aus dem unerschöpflichen Menschenreservoir an die Mangelstelle. Inder kamen so nach Westindien, Philippinos nach Tapferkeitsauszeichnung für Oberst Galland Eichenlaub mit Schwertern und Brillanten vom Führer persönlich überreicht Zum Inspekteur der Jagdflieger ernannt Aus dem Führerhauptquartier, 28. Jan. at Der Führer hat Oberst Galland das Eichenlaub mit Schwertern und Brillanten zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen. In Gegenwart der Generalfeldmarschälle Keitel und Milch überreichte der Führer heute in seinem Hauptquartier dem verdienten Jagflieger als zweitem Offizier der deutschen Wehrmacht persönlich die höchste deutsche Tapferkeitsauszeichnung. Oberst Galland schoß in unermüdlichem heldenhaften Einsatz 94 Gegner im Luftkampf ab. Die Masse dieser Gift-kan 90 Saa vm....#.....„ Lustsiege errang er im Kampf gegen England. Lissabon, 29. Jan.(Draytbericht.) Ueber das Oberst Galland murne nac 5— Wah sns Otant erfolgreiche Auftreten deutscher U=Boote an der nord. Mölders als dessen Nachfolger zum Inine! amerikanischen und kanadischen Küste liegen jetzt Augen= Jaadslieger im Luktmaffenführungsstaß ernannt. zeugenberichte vor. Ueberlebende eines in amerz= S#sdstleger im Lustwaffenführungsstab ernannt. kanischen Diensten fahrenden Panama=Dampfers schildern, daß sie in der kurzen Zeit von 48 Stunden von ihrem Rettungsboot aus nacheinander drei verschiedene deutsche U=Boote gesichtet hätten Die U=Boote beobachteten das Rettungsfahrzeug eine Zeitlang aufmerksam, ließen es aber seine Reise unbehindert fortsetzen. In einem Hafen der kanadischen Ostküste wurden 34 Ueberlebende eines bolschewistischen Dampfers gelandet, von denen 11 verletzt waren. Man nimmt an, daß der Sowjetdampfer durch Auflaufen auf eine Mine versenkt wurde. Ritterkreuze für vorbildliche Truppenführung Berlin. 28. Jan. Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: Oberst Graf von Schwerin. Kommandeur eines Insanterie=Regiments; Oberst Seyffardt, Kommandeur eines InfanterieRegiments: Hauptmann Knöspel. Kompaniechef in einem Insanterie=Regiment: Oberleutnant Fricke, Kompanieche in einem Infanterie=Regiment; Oberleutnant von Harnack, Kompanieführer in einem PanzerRegiment. Als zweitem Offizier der deutschen Wehrmacht hat der Führer Oberst Galland die höchste Auszeichnung verliehen, die Deutschland an seine Tapfersten zu vergeben hat. Die Brillanten zum Eichenlaub mit Schwertern zum Ritterkreuz trug bis zu seinem tragischen Tode allein der unvergeßliche junge Held Oberst Mölders. Jetzt ist Oberst Galland der einzige lebende Träger. Der Name Galland ist längst bei Freund und Feind, besonders aber in seiner und unserer westfälischen Heimat, ein Begriff geworden und seine Taten werden dem deutschen Volk erzählt wie einst vielleicht die Heldenstücke deutscher Sagengestalten von Mund zu Mund gegangen sein mögen. Voll Dankbarkeit gedenkt die Heimat vor allem seines Einsatzes zur Verteidigung des westlichen Luftraumes gegen britische Angriffsversuche. Während der größte Teil der deutschen Luftwaffe an den gewaltigen Fronten im Osten kämpfte, stand Galland mit seinem Geschwader im Westen bereit, um jeden Versuch des Feindes. diese Lage auszunutzen. entschlossen abzuwehren. Schon der erste Versuch des Feindes, dese Mauer der deutschen Jäger unter dem Kommando Gallands zu durchbrechen, endete mit einer (Presse-Hoffmann, 2.-M.) furchtbaren Niederlage, und ebenso zäh wie die Briten ihre Angriffe wiederholten, zerschlug Galland mit seinen Männern jedesmal die feindlichen Verbände. Fast täglich stiegen die Abschußzahlen, und dank dieses Einsatzes wurde die von Churchill großmäulig angekündigte„NonStop-Offensive" der Briten in eme„Non=Stop=Nöederlage“ umgewandelt bis der Feind schließlich seine Absichten aufgeben mußte. Oberst Galland hat eine einzigartige militärische Karriere hinter sich. 1934 begann er nach Ablegung der Reifeprüfung am Humanistischen Gymnasium in Buer seine Laufbahn als Schütze im Infanterie=Regiment 10. Noch im selben Jahre wurde er zum Fähnrich befördert ##d trat dann 1935 nach der Schaffung der jungen deutschen Luftwaffe zu dieser über. Als Staffelkapitän holte A## spu ischen Krieg seine erste Kampferfahrung. Am 1. Oktober 1939 wurde er zum Hauptmann befördert. Schon im Frankreich=Feldzug hatte er Gelegenheit, sich als der große Meister im Einzelkampf der Luft zu beweisen. Im Juli 1940 wurde er außer der Reihe zum Major befördert, und schon in den ersten Septembertagen nach den großen Einsätzen gegen England mit dem Ritterkreuz zum Eisernen Kreuz ausgezeichnet. Als drittem Offizier der Wehrmacht verlieh ihm der Führer das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes, und als erster Offizier erhielt er im Juli 1941 die Schwerter zum Eichenlaub des Ritterkreuzes. Am 8. Dezember 1941 wurde Galland wegen Tapferkeit vor dem Feinde zum Obersten befördert. Die Beförderung zum Oberstleutnant war bald nach seinem 50. Luftsieg im November 1940 ausgesprochen worden. Seinem unentwegten kämpferischen Einsatz und seiner hundertfachen Erprobung als Jagdflieger verdankt er nicht zuletzt seine Berufung auf den Platz des Inspekteurs der Jagdflieger, den vor ihm Oberst Mölders. sein bester Kamerad, eingenommen hatte. Er. der schon als Gymnasiast seinen Mitschülern und Segelflugkameraden in den Borkenbergen durch seinen Schneid und seine vorbildliche Zähigkeit ein Lehrmeister wurde, wird besonders dem Nachwuchs seiner Waffe den Geist und die Fähigkeiten vermitteln, die einen ganzen Jagdflieger ausmachen. Front und Hemat aber, nicht zuletzt seine Heimatstadt Westerholt und mit ihr das ganze Land zwischen Emscher und Lippe mit seinen Hunderttausenden an Werktätigen, freuen sich mit Adolf Galland der höchsten Auszeichnung, die ihm als Tapfersten und den Tapferen aus der Hand des Führers zuteil wurde. Nr. 29(3. Jahrgang) Westfälischer Beobachter Donnerstag, 29. Januar 1942 Hlawal, Chinesen in die Dschungeln von Malakka und NordBorneo, Singhalesen in die Häfen Südarabiens, Annamiten während des Weltkrieges in die französischen Granatendrehereien— es war plutokratische Sitte, Arbeitsfäuste so unbedenklich zu verladen wie Bananen und Apfelsinen. Nun ist das alles anders geworden: Mit der alleinigen Ausnahme von Indien ist das reichsortierte Lager an Menschen Südostasiens dem angloamerikanischen Zugriff gesperrt— genau so wie der Gummi und das Zinn. Das hat aber seine erheblichen Rückwirkungen auf das Kriegspotential der beiden Länder, die ja innerhalb der Grenzen des Mutterlandes in nichts für eine Ersatzindustrie vorgesorgt haben. Eine der billigen Tröstungen, die die Demokratien stets für sich bereit haben, lautete nämlich, der Verlust Ostasiens mache deshalb wenig aus, weil man ja die Plantagenwirtschaft zwischen Kalkutta und Brisbane ganz einfach nach Afrika und Südamerika verlegen könne. Bevor der Kautschukbaum in Malaya so reiche Ernte trug, habe er schon Brasiliens heimlichen, streng gehüteten Schatz gebildet, habe detn belgischen Leopold Milliarden in seinem KongoReich eingebracht— nichts hindere also, die„Hevea“ wieder in ihre alten Herkunftsländer zurückzuverpflanzen. Aehnlich sei es mit den anderen Erzeugnissen der Plantagenwirtschaft, mit den Oelfrüchten und dem Zuckerrohr, mit dem Hanf und dem Tabak— eine Brasil schmecke nicht schlechter als eine Manila und der Sisalhanf wachse in Ostafrika ebenso gut wie seine Hanf-Vettern auf der australasiatischen Inselbrücke. Fs komme also nur darauf an, die südamerikanischen Republiken in Rio unter das angloamerikanische Joch zu beugen und Airika zu sichern— womöglich auch noch die westafrikanischen Gebiete via de Gaulle dem„Pfundblock“ anzuschließen, wie der neue terminus technicus für britische Raubzüge lautet. Diese gigantische Westwanderung der Plantagenwirtschaft. die sich Churchill und Roosevelt in Washington ausgedacht haben, hat einen Haken: Der Atlantik mag den Pazifik in vielem ersetzen können, in einem jedenfalls nicht, nämlich im Menschenreichtum seines Tropengürtels. Die Tagesleistung eines Gummi-Kulis beträgt 200 Bäume, die er anritzen und deren Saft er sammeln kann— wo sollen denn in Innerbrasilien die billigen Arbeitskräfte herkommen, die den Urwald erst einmal zu Kautschukpflanzungen lichten, das jahrelange Wachstum abwarten und schließlich mühselig ernten sollen? Wie soll denn im immer menschenärmer werdenden französischbelgischen Kongogebiet ohne Wiederholung der Kongo-Greuel onne Abhacken der Hände für unzureichende Kautschukablieferung durch die eingeborenen Sammler, ein Arbeiterheer aus dem Boden gestampft werden, das ausreichend genug wäre, den angelsächsischen Kautschukbedarf zu decken? Das eine kleine Java hat mehr Einwohner als das riesige Brasilien und als der ganze zentralafrikanische Urwaldgürtel! Plantagenwirtschaft aller Art setzt einen Menschenüberfluß voraus und jenen unglaublich niedrigen Lebensstandard, den die Plutokraten so erfolgreich in weiten Teilen der Welt verbreitet haben. Ein freier brasilianischer Bürger wird sich kaum bereitfinden, einen malayischen Kontrakt-, lies Zwangsarbeiter zu ersetzen. Für eine Ueberführung der Menschenmillionen aber fehlt nicht nur der Schiffsraum, sondern bei Fortschreiten der japanischen Erfolge bald auch jede Möglichkeit. Wie so vieles ist also auch der„strategischste“ aller Rohstoffe, der Rohstoff Mensch in letzter Zeit knapp geworden auf der nun mit„Engpässen“ und„Flaschenhälsen“ plötzlich so gesegneten Gegenseite. Ja, noch schlimmer: Zu den fast 400 Millionen Europäern, hochwertigen, intelligenten, freiwilligen Facharbeitern, gesellt sich nunmehr die ostasiatische Menschenmilliarde, um unter der klugen, organisatiohsbegabten lapanischen Führung mit der Rohstoffgewinnung mit an den Waffen zu schmieden, die gegen die plutokratischen Ausbeuter und Blutsauger sich richten— bisher die ausschließlichen und gewissen- und erbarmungslosen Nutznießer des„Rohstoffs Mensch“ dieser Erde Australien ruft vergeblich nach seinen Soldaten Churchill verspricht Heimbeförderung, weiß aber selbst nicht, wie die Truppen zurückgeschafft werden sollen X Stonholm, 28. Jan. Kriegsminister Forde gab, wie Reuter aus Melbourne berichtet, bekannt, daß alle Milizsoldaten, denen ein längerer Urlaub gewährt worden war, um sich in der Landwirtschaft zu betätigen, sofort zurückberufen werden, um die allgemeine Mobilmachung zu vervollständigen, mit der der japanischen Gefahr entgegengetreten werden müsse. In einer Erörterung zu der Erklärung Churchills, daß „den australischen Truppen, die in ihre Heimat zurückzukehren wünschten, keine Hindernisse in den Weg gelegt werden sollten", schreibt„Sydney Mirror", daß dies zwar sehr schön klinge, Churchill aber selbst nicht wisse, wie die Truppen zurückgeschafft werden sollten. * „Adolf— we come!“ stand vielversprechend in dicken Kreidebuchstaben auf den Transportzügen, die aus dem Innern Australiens nach Melbourne rollten. Ein reizender Krieg war verheißen, und die Boys aus dem australischen Busch durften sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen, zu beweisen, daß sie mehr konnten als Schafe züchten und Wollfäden spinnen. Am Pier der schönen großen Stadt Melbourne, wo man den letzten Penny verjubelt hatte, wartete eine riesige Menschenmenge auf das Auslaufen der Truppentransporter. Es war sehr feierlich: Die Bordkapelle intonierte das„God save the king", die Fahnen rauschten, und viele tausend Taschentücher wünschten einen vergnügten„Trip to Berlin“. Zwei Jahre und mehr sind darüber ins Land gegangen. Die Australier, die den zweifelhaften Vorzug genossen, immer dort, wo es heiß herging, in erster Linie zu stehen, wollen nicht gern an die Abschiedsstunden von Melbourne erinnert sein. Ihre Ansichten über den „reizenden Krieg“ haben sich gewandelt, und die jungenhafte Fröhlichkeit, die sie nach Europa mitbrachten, ging auf vielen Kriegsschauplätzen verloren. Die englische Heeresleitung vermeidet aus gutem Grunde. die noch verbliebenen Kontinente an australischen Hilfstruppen in allzu nahe„kameradschaftliche" Berührung mit englischen Heimattruppen kommen zu lassen. Man hat in der Vergangenheit unangenehme Erfahrungen gemacht, die man im Interesse des harmonischen Zusammenwirkens aller unter englischem Kommando kämpfenden Truppenteile künftighin gerne vermieden sehen möchte. Noch während die Kämpfe in der Cyrenaika tobten, überraschte die auf dem heißen Boden Afrikas stehenden australischen Truppen die Nachricht vom Kriegsausbruch im Pazifik. Australien, das dem Mutterland so viele hervorragende Truppenkontingente gestellt hatte, befand sich mit einem Male selbst in prekärer Lage. Das mit der Blitzesschnelle tropischer Unwetter heraufgezogene Unheil zwang die Blicke der australischen Soldaten zur bedrohten Heimat hin. Warum, so fragten sie, schlagen wir uns hier mit den Deutschen und Italienern herum, wo Australien selbst gefährdet ist? Sie wußten, die australische Regierung hatte in London die Forderung auf sofortigen Rücktransport der auf fremdem Boden kämpfenden Australier erhoben, aber Churchill durfte es bei einem Gegner vom Formate Rommels nicht wagen, bedeutende Verbände von der libyschen Front abzuziehen. Die Japauer sind mittlerweile vor den Toren des fünften Erdteils angelangt, und noch immer stehen die Söhne des bedrohten Kontinents mit gebundenen Händen viele tausend Kilometer entfernt. Sie, die in der Tat die Elitetruppen des Empire darstellten, die auf griechischem, kretischem und afrikanischem Boden tapfer gefochten hatten, ohne freilich den deutschen Siegesmarsch zu stoppen, sie, die ungeheure Blutopfer im Dienste Englands brachten. müssen heute erleben, wie England die verzweifelten Hilferufe Australiens überhört, nur auf das eigene Wohl und die eigene Sicherheit bedacht. Australien hat den bisher größten Beitrag zum englischen Krieg geleistet. Selbst in der Stunde, da der Krieg den südlichen Pazifik erreichte, stellte das Dominion dem Empire noch einmal wertvolle Streitkräfte zur Verfügung. In den Dschungeln Malayas trafen die vordringenden Japaner auf Australier, die unter dem Motto Feindgruppe auf der Krim vernichtet Waffen-t zerstörte 58 Bunker und Kampfstände vor Leningrad 100. Abschuß einer Nacht-Jagdstaffel X Aus dem Führerhauptauartier. 28. Jan. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Eine an der Südküste der Krim gelandete feindliche Kräftegruppe wurde in mehrtägigen Kämpfen zurückgeworfen und bis auf kleine Reste vernichtet. An zahlreichen Stellen der Ostfront führten die deutschen Truppen erfolgreiche örtliche Angriffe. Panzer, Geschütze und anderes Kriegsmaterial wurden erbeutet oder vernichtet. Vor Leningrad zerstörten Verbände der Waffen=f bei einem Stoßtruppunternehmen 58 feindliche Bunker und Kampfstände. Die Luftwaffe führte wirksame Angriffe gegen Truppenbewegungen. Nachschubkolonnen, Eisenbahnzüge und Flugstützpunkte der Sowjets. In Nordafrika beiderseitige Aufklärungstätigkeit. Deutsche Kampfflugzeuge bombardierten Baräckenlager und Kraftfahrzeugansammlungen der Briten in der nördlichen Cyrenaika. ASA will Frland überfallen Ankündigung einer„geeigneten Prozedur“.] Die Möglichkeiten werden noch ausgeforscht Von uoserem ha-Vertreter Stockholm, 29. Jan.(Drahtbericht.) Die Vermutung, daß die Festsetzung des amerikanischen Truppenkontingents auf Nordirland nur die Vorstufe zum Ueberfall auf die Flug= und Seestützpunkte von Eire darstellt, wird durch unvorsichtige Auslassungen amerikanischer Blätter bestärkt.„Washington Post" beispielsweise deutet ganz offen an, daß die Vereinigten Staaten die irischen Stützpunkte übernehmen würden, sobald eine geeignete Prozedur für die Verwirklichung dieses Plaues gefunden sei. Das ist nach Ansicht des Blattes die annehmbarere Alternative gegenüber der sonst einzig übrig bleibenden Möglichkeit einer Entsendung englischer Truppen. Roosevelt will, wie man jetzt erfährt, für die in Nord Besprechungen anführen konnte, wurden in aller Eile. wie schwedische Meldungen aus London berichten, durch ein Telefongespräch Churchill—Roosevelt die Einzelheiten für den gemeinsamen Munitions=, Schiffahrts= und Rohstoffausschuß vereinbart. Churchill schweigt über den Attentatsplan Von unseremhu-Vertreter Stockholm, 29. Jan.(Drahtbericht.) Als im Unterhaus am Mittwoch eine Frage wegen der Pläne der Besetzung der Häfen des irischen Freistaates gestellt werden sollte, kam sofort die Antwort von den Regierungsbänken:„Der Ministerpräsident wünscht in dieser AnTag= und Nachtangriffe deutscher Kampffliegerverbände richteten sich gegen Hafenanlagen auf der Insel Malta. Bombenvolltreffer schweren und schwersten Kalibers richteten vor allem in der Staatswerft Schäden an. Bei der Abwehr eines Angriffs britischer Bomber auf das Reichsgebiet in der Nacht zum 27. Januar erzielte eine Nacht=Jagdstaffel unter Führung von Hauptmann Lent und Oberleutnant Prinz zu Lippe=Weißenfeld ihren 100. Abschuß. Panzerdivisionen halten Fühlung mit dem Feind Rom, 28. Jan. Der italienische Wehrmachtbericht vom Mittwoch hat folgenden Wortlaut: Das Hauptquartier der Wehrmacht gibt bekannt: An der CyrenaikaFront blieben die deutsch=italienischen Panzerdivisionen im Verlauf des gestrigen Tages mit den auf dem Rückzug befindlichen feindlichen Streitkräften in Fühlung, die von der Luftwaffe der Achse bombardiert und mit den Bordwassen angegriffen wurden. Die vom Feind im Verkauf Verluste sind nach bisherigen schütze, 283 Panzer= und Straßen, unner den von der Luftwasse vernichteten und 563 Lastwagen angewachsen. Deutsche Flugzeuge griffen einen englischen Geleitzug südöstlich von Malta an und erzielten Volltreffer auf einen 8000=Tonnen=Dampfer und einen Zerstörer. Der Hafen von La Valetta und die Flugplätze der Insel Malta wurden ebenfalls wiederholt durch Bomben mittleren und schweren Kalibers getroffen. „Australier an die Front!“ nach vorne geworfen wurden. um einen lebenden Schutzwall um Singapur zu bilden. Die australischen Soldaten haben England kennengelernt, ohne selbst auf der Insel gewesen zu sein. Viele von denen, die in Melbourne eingeschifft wurden, ruhen in fremder Erde, weitere werden folgen. Die aber einstmals zurückkehren, wissen nicht, welche Verhältnisse sie in der Heimat vorfinden. Schändlicher hat Großbritannien noch keinem seiner Hilfsvölker mitgespielt, und es liegt ein geschichtlicher Sinn in der heute schon feststehenden Tatsache, daß Australien der englischen Krone verloren ist. Kurt Gayer Churchill von seinem Sohn Lügen gestraft Stockholm, 28. Jan. Churchills Rede, die mit den Worten schloß:„Ich halte mein ursprüngliches Programm von Blut, Schweiß und Tränen aufrecht, die alles sind, was ich jemals geboten habe und denen ich fünf Monate später viele Mängel, Irrtümer und Enttäuschungen hinzufügen muß,“ hat zusammen mit seiner Drohung, er werde bei zu starker Opposition den ganzen Kram hinschmeißen, die Schwätzer im Unterhaus so niedergedrückt, daß zu Beginn der Debatte nur wenige Abgeordnete eine scharfe Kritik vorbrachten. Das einzige Pikante während der bisherigen Aussprache waren einige Ausführungen des jungen Churchill zu den Kämpfen in Nordafrika. Während der alte Lügenmeister in seiner Rede erklärt hatte,„wir brachten niemals mehr als 45000 Mann bei dieser Schlacht gegen die feindlichen Streitkräfte zum Einsatz, die weit als doppelt so stark waren", stellte sein Sohn folgendermaßen richtig:„Wir hatten an Panzern eine zahlenmäßige Ueberlegenheit von mindestens 7:4. Eine noch größere Ueberlegenheit hatten wir in der Luft.“ Damit hat der Sohn, wenn auch wahrscheinlich unbeabsichtigt, den Vater als Lügner entlarvt. Australien braucht jeden wasfenfähigen Mann Schanghai, 28. Jan. Zur Lösung des im menschenarmen Australien besonders dringlichen Problems der Arbeitskräfte hat Ministerpräsident Curtin, einer Meldung aus Sydney zufolge, bekannt gegeben, daß die australische Regierung die sofortige Schließung aller für die Kriegsführung unwichtigen Industrien planr, um die dadurch freigewordenen Arbeitskräfte der Kriegsproduktion zuzuführen. Curtin erklärte weiter, daß die australische Regierung es ablehne, mit einer Diskussion über diesen Schritt Zeit zu verlieren und daß keine Gegenaktion geduldet werde. Der Schritt sei notwendig, um jeden waffenfähigen Mann für den Heeresdienst freizumachen. Curtin gab ferner bekannt, daß Pläne ausgearbeitet worden seien, die die Zerstörung aller Industriewerke und die Sicherstellung der Vorräte einschließlich Wolle sowie des lebenden Inventars der landwirtschaftlichen Betriebe vorsehen, falls die japanischen Fortschritte solche Maßnahmen erforderlich machen sollten. Kinderbeihilsen werden vierteljährlich gezahlt Berlin. Der Reichsfinanzminister hat das Verfahren bei der Auszahlung von Kinderbeihilfen ab 1. April neu geregelt. Aus Gründen der Vereinfachung wird die -i-hrasboträgen Mitte coruar Die monatliche Auszahlung erfolgt nur noch auf ausdrücklichen Antrag. Die vierteljährlich zahlbare Kinderbeihilfe kann ferner ab 1. April auch auf ein Konto bei einer Sparkasse, einer Bank oder einem anderen Kreditinstitut überwiesen werden, wenn der Kinderbeihilfeberechtigte es beantragt. Die Ueberweisung der Kinderbeihilfen bringt beachtliche Vorteile. Er kann über das Guthaben jederzeit verfügen. Er kann das Geld aber auch für die künftige Zeit sparen. ricge eritsstienekherne Pec, esichr aser e, den, Ause gelegenheit keine Erlätrung mehr abzugeben“ Churchil Stockholn, 28. Jan. Augen sind sie em bleibender Bestandteil bei Zeit zum Handeln geiommen sei. Die Attentatspsine sebrachten Agentur=Reldung an der progressiven Eingliederung Englands in die USA. gegen Eire werden damit indirekt bestätigt. An keiner Auftreten japanischer U=Boote in Dringende Hilferufe aus Tschungking der progressiven Eingliederung Englands in die USA. Charakteristisch ist auch ein anderer Wunsch, den Roosevelt in der Pressekonferenz im Weißen Haus vorbrachte. Er will den Südwest=Pazifik das„ABDA=Gebiet“ nennen, gemäß den Anfangsbuchstaben der hier beteiligten Völker: American, British, Dutch und Australian. Roosevelt unterscheidet also bereits zwischen Briten und Australiern, obwohl bisher die Bezeichnung„britisch“ für alle Mitglieder des Empires galt. Damit aber Churchill für seine Unterhausrede ebenfalls etwas Konkretes als Ergebnis der Washingtoner gegen Eire werden damit indirekt bestätigt. An seiner Stelle ließ Churchill den englischen Ministerpräsidenten von Nordirland, Andrews, sprechen. Er beschimpfte de Valera, der kein Recht habe, sich in die Angelegenheiten Ulsters einzumischen und der durch die Torheit, die Stützpunkte nicht ausliefekn zu wollen, viel Menschenleben auf dem Gewissen habe. Nordirland betrachte die Anwesenheit der USA.=Truppen als eine Angelegenheit innerhalb seiner* keiten und als Be.gung der Achsenmächte. Japanische U-Boote im Golf von Bengalen] Zwei britische Schiffe torpediert Nachschub gefährdet Stockholm, 28. Jan. Nach einer von„Nya Tid“ sich handele, erklärte man doch, daß das plötzliche Vor—"—„ das handensein einer U=Boot=Gefahr in der Bucht von BenAuftreten japanischer U=Boote in der Bucht von Bengalen grten äußerst ernst sei. Ein Sprecher der chinesischen dein der Bucht von Bengaten gierung habe unter Hinweis auf die japanische Bedrohung der Burma=Straße, auf die Offensive in Malatka und auf die kritische Lage Australiens hin erklärt, daß Tschungking mit Niederländisch=Ostindien und Australien in den dringenden Hilferuf einstimme, daß Großbritannien und die Vereinigten Staaten unverzüglich Verstärkungen entsenden müssen. aus Tschungking wird das „ A=Doote in der Bucht von Bengalen von militärischer Seite Tschungkings sehr ernst beurteilt. Anläßlich der Meldung des britischen Nachrichtendienstes in Rangun, daß japanische U=Boote jetzt in der Bucht von Bengalen operieren, wird in Tschungking hervorgehoben, daß die Japaner offensichtlich die britischen Seeverbindungen zwischen Malakka und Indien systemaer-Ar eint. Angelegenheit tisch stören wollen. Zwei namentlich nicht genannte r eigenen verfassungsrechtlichen Zuständig= britische Schiffe seien in den letzten Wochen dort wahrBestandteil eines Großplanes zur Beseiti=, scheinlich infolge von Torpedotreffern gesunken. Obwohl es nicht bekannt sei, um wieviel japanische U=Boote es Die inwiederbeineliche Zeit Roman von Fred Rachetti Alle Rechte vorbehalten: Horn-Verlag. Berlin SW 11 8. Fortsetzung. Petra ist an diesem Tage unruhig und zerstreut. Es passiert ihr öfter als einmal, daß sie auf die Fragen der Kinder ganz verdrehte Antworten gibt. Der Name Robert Wolter hat frohe Jugenderinnerungen in ihr wachgerufen, Jugenderinnerungen, die im Drange des täglichen Einerlei schon beinahe ausgelöscht waren: Wanderungen durch heimatliche Wälder, Schülerfeste, Tanzstunde— und dann der Abschied, der zugleich ein Abschied von der Jugend gewesen war. Aus Hamburg und später aus Leipzig hatte Robert noch hin und wieder geschrieben. Schließlich war das unterblieben. Petra und Robert— jeder hatte jetzt seinen engen Kreis, seine eigenen Pflichten; die Jugendliebe und die Illusionen, die dazu gehören, waren versunken; nur manchmal, in einer besinnlichen Stunde, war wohl plötzlich ein flüchtiges Erinnern aufgetaucht und hatte um Petras schmalen Mund ein Lächeln gezaubert. Das war alles, was von damals geblieben war. Da drüben im Sandkasten, der von bunten Blumenrabatten umschlossen ist, spielen Heinz=Dieter und Helmut. Petra kann sich über den Jungen nicht genug wundern. Sie bemerkt immer mehr Aehnlichkeit zwischen ihm und seinem Vater. Natürlich, Robert hatte denselben eigenwilligen Mund. dieselbe hohe Stirn und dasselbe blonde Haar. Sogar einige Gesten, die für Robert typisch waren, hat auch Helmut übemnommen. Wenn Robert irgend etwas nicht paßte, machte er zunächst ein verdutztes Gesicht und sah sein Gegenüber lange Zeit verständnislos an, als ob er nur langsam begriffe, daß jemand anderer Ansicht sein könne als er; aber dann. nach Sekunden des Besinnens, brach es aus ihm heraus: Er ruderte wild mit den Armen in der Luft und versuchte mit klaren, schneidenden Worten seinen Widersacher zu überzeugen. Je mehr Petra sich mit der Vergangenheit beschäftigt, um so gegenwärtiger wird sie. Die Schleier des Vergessens fallen. Ein Zufall hat sie zu dem zurückgeführt, was einmal war. „Wo eine Burg ist, da muß auch ein Wassergraben sein oder ein Abgrund! Wozu sonst die Zugbrücke!“ sagt Helmut heftig,„mein Vati hat mir das genau erklärt!“ Er versucht Heinz=Dieter zu bereden. Aber der hat wenig Verständnis für Erläuterungen, obgleich er in demselben Alter ist wie Helmut. Von dem„Neuen“ will er sich schon gar nichts sagen lassen. „Zu Weihnachten habe ich eine Burg bekommen. Ich weiß, wie eine richtige Burg aussieht!“ meint er streitsüchtig. Die Jungen sind nahe daran, sich zu prügeln. Schon will Petta eingreifen. Da erscheint Max Süße als der friedenstiftende Engel, setzt sich zu den Jungen und vollendet die Burg. Natürlich wird auch ein Wassergraben gezogen, sogar mit richtigem Wasser darin, das Max mit einem Spieleimer aus dem Planschbecken geholt hat. Da ist Heinz=Dieter befriedigt. Und Helmut hat seinen Trotzkopf durchgesetzt.—— Als Edith Gräfe auf eine Stipppisite kommt, erhebt sich Max Süße sofort, klopft den Sand von Hose und Rock und macht eine ungelenke Verbeugung. Er steht abseits, wackelt mit seinen abstehenden Ohren und ist hocherfreut, als ihm Edith die Hand drückt und ein paar freundliche Worte mit ihm wechselt. Dann sind die beiden Kameradinnen allein.—„Nun schieß los, Petra! Ich kann es gar nicht erwarten! Ich berste vor Neugierde!“ sagt Edith und rückt unruhig auf der Bank hin und her,„was haben Lissi und Rolf angestellt?“ „Ach, eine dumme Geschichte! Beide waren heimlich aus, zum Blütenfest der Modepnesse. Deswegen allein ist es ja nicht, ich bin nicht kleinlich. Es schmerzt mich nur, daß Rolf so oft die Unwahrheit sagt.“ „Frechheit! Na,— ich werde Lissi mal gründlich den Standpunkt klarmachen! Amüsiert sich mit deinem Verlobten! Du bist zu bescheiden, Petra! Ich ließ mir das nicht bieten! Mir sollte einmal eine ins Gehege kommen! Der rupfte ich jedes Haar einzeln aus!“ „Bitte, keine Dummheiten!“ ermahnt Petra die Freundin.„was ich gesagt habe, ist natürlich vertraulich.“ Sie erzählt ausführlich, wie sie zufällig herausbekommen hat, daß Lissi und Rolf das Fest gemeinsam besucht haben müssen. „Selbstverständlich, die Einladungskarte zum Fest ist ein ausgezeichneter Beweis. Ich würde sie Rolf unter die Nase halten und Rechenschaft fordern. Das ist doch das mindeste!“ „Tue ich auch, Kleines, tue ich auch!“ „Aber bitte nicht so zimperlich! Was soll denn das für eine Ehe werden, wenn dein Zukünftiger immer wieder mit deiner Nachsicht rechnet? Er tanzt dir ja schon jetzt auf der Nase herum! Liebst du ihn denn so sehr, daß du ihm immer wieder verzeihst—— ich könnte das nicht!“ Petra gibt eine ausweichende Antwort. Sie blickt hinüber zu Helmut, der kleine Papierkähne, die Max gefaltet hat, in dem Wassergraben schwimmen läßt. Es freut sie von Herzen, daß sie den Jungen jetzt jeden Morgen sehen und bemuttern darf. Die Mißstimmung, die zwischen Rolf und ihr lastet, hat plötzlich an Ernst verloren... Auch Edith scheint das zu bemerken. Wie aufgeregt war Petra noch gestern abend. Und heute diese Abgeklärtheit! Edith geht bald. Zu einem demnächst stattfindenden Konzert der Meisterklasse, das auch durch Rundfunk übertragen werden soll, ist noch manche harte Probe zu bestehen. Edith muß üben und nochmals üben. Gegen 16 Uhr macht Petra die Kinder zum Nachhauseweg fertig. Die Hausdame, Christine Wehlau, erscheint pünktlich und holt den kleinen Helmut ab. Petra hatte insgeheim gehofft, daß Robert Wolter selbst kommen würde. Sie hätte sich gefreut, den Jugendfreund wiederzusehen. * Der Abend bei Rolfs Mutter ist fade und langweilig. Rolf versucht krampfhaft, gute Stimmung zu erzeugen und erreicht das Gegenteil. Es ist nicht einfach. Petra umzustimmen. Dabei hat es ihm Mutter leicht gemacht: Sie will absichtlich erst eine Stunde später erscheinen. damit sich die Brautleute vorher aussprechen können. Eine Flasche Wein soll ein übriges tun.—— „Darf ich dir einschenken?" fragt Rolf und nimmt eine Flasche Domthaler vom Teewagen; er füllt die Gläser.„Du hast mich glänzend überführt, Petra. und ich gebe zu, daß ich erbärmlich gehandelt habe! Aber es ist nichts zwischen Lissi und mir vorgefallen, das darfst du mir glauben—“ „Wie oft habe ich versucht, dir zu glauben. Rolf. Eine Enttäuschung folgt der anderen.“ sagt Petra gelassen und zieht die weiße Schleife an ihrem dunkelblauen SommerVerlag„Westfällscher Beobachter“ O.m.b.H., Gelsenkirchen. Verlagsdirekter: Hans Jacobs: Hauptschriftleiter. Woligang Bergemann. Druck von Chr. Münstermann. Oelsenkirchen. Preisliste Nr 1 ist gültig. kleid zurecht,„du hattest eine berufliche Besprechung vorgeschoben, wolltest es sogar„beschwören'— und in Wirklichkeit triffst du dich mit Lissi. Ist das recht?“ Rolf reicht Petra ein Glas.„Abscheulich ist es, ich gestehe das ein, Petra!— Aber bitte, nimm das nicht so schwer, laß uns trinken.— Auf dein Wohl!“ Die Gläser klingen aneinander. Beide trinken. Nachher sagt Rolf, indem er zaghaft Petras Hand ergreift:„Ich habe dich lieb. Peterle, das weißt du. Wenn trotzdem mein Temperament einmal durchgeht und ich einen harmlosen Seitensprung mache, so darfst du das nicht tragisch nehmen. Ich bin nun einmal etwas leicht—“ „Diese Entschuldigungen kann ich nicht mehr gelten lassen. Du mußt dir eben Mühe geben, dich zu ändern. Wenn ich nun ebenso„leicht" wäre wie du?“ „Bitte, keine üblen Scherze, Petra! Wir sind Gegensätze— Gott sei Dank Gegensätze!— vielleicht haben wir gerade darum zueinander gefunden!“— Er trinkt erneut, fährt mit der flachen Hand über die Stirn:„Wir wollen Schluß machen mit diesem Thema, Peterle. Ich sehe mein Unrecht ein.— Na?“ Sie reicht ihm die Hand. „Also, also!“ meint er erleichtert,„dem reuigen Sünder sei verziehen! Wir haben uns doch sonst immer glänzend vertragen, warum soll es jetzt denn anders sein?“ Rolf macht ein unschuldiges Jungengesicht, und Petra kann nicht anders, sie muß ihm verzeihen... Es ist so schwer, gegen Rolf. der immer voller Lebensfreude steckt, hart zu sein... Frau Dahlinger, eine kleine magere Frau mit grauem Scheitel, klinkt vorsichtig die Tür auf und kommt näher. Sie begrüßt Petra mit sichtlicher Zurückhaltung. Rolf füllt die Gläuser neu. „Na, Mutting, nun mal Stimmung! Ich darf dir verraten, daß wir ein kleines Versöhnungsfest feiern. Prächtig. was? Darf ich dir auch ein Glas Wein einschenken?“ „Danke!“ erwidert die Mutter und nimmt in einem Lehnstuhl am Fenster Platz.„ich möchte keinen Alkohol trinken. Mir bekommt das nicht. Meine Magennerven—“ „Ach, schlag ruhig einmal über die Stränge! Deine Magennerven werden das nur begrüßen!“ erwidert Rolf fröhlich,„ein bißchen unsolide sein bewirkt manchmal Wunder!“ (Fortsetzung folgt) Nr. 29(3. Jahraang) Westfälischer Beobachter Buersche Zeitung 7 Horster Zeitung Donnerstag, den 29. Januar 1942 Aus der Freikeit Zuer Feierstunden am 30. Januar Veranstaltungen in allen Ortsgruppen. In sämtlichen NSDAP.=Ortsgruppen im Kreis Emscher=Lippe finden am morg gen Freitag, dem 30. Januar, zum 9. Jahrestag der nationalen Erhebung öffentliche Feierstunden der Partei statt, in denen erneut die unerschütterliche Treue des Volkes zum Führer und zur Idee zum Ausdruck kommen und in denen in würdiger Weise enes historischen Tages gedacht werden wird, an dem die große Schicksalswende des deutschen Volkes begann. Ueber diese Veranstaltungen hinaus findet am Freitag um 19.30 Uhr im großen Saale des Hans=Sachs=Hauses in Gelsenkirchen eine besondere Feierstunde statt, die von der NSDAP.=Ortsgruppe Wiese vorbereitet wird und an der sich außerdem die Ortsgruppen Altstadt, Rundhöfchen und Wildenbruch beteiligen. In dieser Feierstunde wird der Hoheitsträger des Kreises Emscher=Lippe, Kreisleiter Plagemann, sprechen. Orchesterdarbietungen mit Werken von Wagner und K. M. von Weber. sowie Sprecherworte aus dem Kampf des Führers um Deutschland und aus nationalsozialistischen Dichtungen, Fahneneinmarsch, Fahnenausmarsch und Führerehrung werden die Rede des Kreisleiter umrahmen. Die Partei= und Volksgenossen der genannten Ortsgruppen werden um vollzähliges Erscheinen gebeten. Ortsgruppe Buer=Löchterheide Die Parteigenossen der Ortsgruppe Buer=Löchterheide nehmen am 30. Januar 1942 um 19.15 Uhr an der Feier in der Aula der Knabenoberschule. Breddestraße, teil. Die Teilnahme an dieser Veranstaltung am Tage der Machtübernahme ist für alle Parteigenossen Pflicht. Arbeit für die Heimat Versammlung der„Groka“ Buer ! Unsere Zeit ist für leichte Vergnügungen nicht angetan. das Leben in der Heimat geht seinen stillen und schlichten Gang im Dienst für die Front, in der Arbeit für den Sieg. Das schließt aber nicht aus, daß die stilleren Bestrebungen, die sich den Dienst für die Heimat, für die Erhaltung der seelischen Kräfte des Volkes zur Pflicht gemacht haben, in dieser Zeit unterdrückt werden sollen. Im Gegenteil: die starke Beanspruchung der seelischen Kräfte der Menschen durch den harten Dienst verlangt nach auflockernden Erholungen. Die Kameraden draußen an der Front werden, wenn sie als Sieger heimgekehrt sind, mit Freude feststellen, daß während ihrer Abwesenheit die Menschen in der Heimat sich alle Mühe gegeben haben, um den Soldaten jede liebgewesene Einrichtung aus vergangenen Friedenstagen nicht nur zu erhalten, sondern sie auch zweckmäßig und zweckbewußt in den Dienst des Ringens um den Sieg gestellt haben. Dazu gehört auch die Arbeit in den Vereinen, in den der Unterhaltung oder Heimatsache dienenden Gesellschaften. Die Groka Buer trat im Posteck nach langer Zeit wieder zu einer Arbeitstagung zusammen. Der gute Besuch der Versammlung bewies den ungebrochenen Willen der Mitglieder, die Gesellschaft auch über diese Kriegsjahre hinweg zu erhalten und sich ihre Pflege nach besten Kräften angedeihen zu lassen. Der Präsident der Gesellschaft, Verlagsdirektor Jacobs, warf einen kurzen Rückblick auf die verflossene Zeit der Ruhe und des Stillstandes in der Vereinsarbeit. Das besage aber nicht, daß die Gesellschaft nach dem Kriege ihre Arbeit nicht fortsetzen wolle, vielmehr sei sie bestrebt, den aus dem Felde heimkehrenden Mitgliedern die Groka in alter Frische zu erhalten. Die Mitglieder ehrten das Andenken des verstorbenen Mitgliedes Gottbrath durch Erheben von ihren Sitzen. Als nachste Veranstaltung plant die Gesellschaft einen heiteren Nachmittag für unsere Verwundeten. Die Vorbereitungen für diese Veranstaltung wurden eingehend besprochen. Deutscher Zirkus auf Weltfahrt Spannende Vorträge Will Auredens. Hauptschriftleiter Will Eureden(Braunschweig), alljähriger Gast des Deutschen Volksbildungswerks im Kreis Emscher=Lippe der NS.=Gem.„Kraft durch Freude“, sprach am Montagabend in der ersten Vortragsveranstaltung der Betriebsgemeinschaft Althoff Buer und am Dienstag vor den Gefolgschaftsmitgliedern der Schalker Eisenhütte und des Westfalenkaufhauses in Gelsenkirchen über seine Weltreise mit dem deutschen Zirkus Hagenbeck nach Nordafrika, Asien und Südamerika. Angesichts der gegenwärtigen Weltlage beanspruchte der Filmvortrag Will Auredens natürlich diesmal ein besonders starkes Interesse, ein Interesse, das in der gespannten Anteilnahme der Hörerschaft in allen drei Vortragsveranstaltungen seinen fühlbaren Niederschlag fand. Die Besucher der Vortragsveranstaltungen erkannten, wie sehr das Hagenbecksche Unternehmen mit den Mitteln zirzensischer Kunst auf seinen Weltfahrten dazu beigetragen hat, von deutschen Leistungen und deutschem Können auf fernen Kontinenten zu künden. Die Welt auf Rädern Stockungen, die keiner voraussehen kann— Gegenseitige Rücksichtnahme erleichtert schwierige Lagen Der Reichsluftschutzbund sammelt zur 5. Reichsstraßensammlung für das Kriegs=WHW. am 31. 1. und 1. 2. 1942. Jetzt sammelt für das W5W. Im ganzen Land der R2B. Er gibt dir Rat in Luftschutzdingen, Den Dank laß in die Büchse springen! Wir nehmen alles Tagtägliche als etwas Selbstverständliches, über dessen Entstehen und Hergang wir gar nicht oder nur selten nachdenken. Nur wenn es einmal nicht so geht, wie wir es gewohnt sind, dann stutzen wir wohl und ärgern uns. Selten aber denkt jemand darüber nach, wie es vorher, als es nicht gestört wurde, alles so gut geklappt hat und klappen konnte. Unsere Lebensgewohnheiten, unser Lebensstil, wie vornehm sein wollende Menschen sagen, hat alle Vorgänge sehr kompliziert. Alles läuft auf Rädern. Das ist nicht nur bildlich gesprochen, sondern in der Wirklichkeit auch so: unser Leben bewegt sich auf Rädern. Das verwundert uns sonst nicht, nur, wenn, wie in diesen Wintertagen, Störungen in dem Räderlauf eintreten, horchen wir unwillig auf. Dann spüren wir aber auch auf einmal unsere Abhängigkeit von diesem Räderwerk. von der Welt auf Rädern. Alles, was in den Städten in großen Mengen zum Leben gebraucht wird, Lebensmittel, Kohlen. Holz. Treibstoffe, Kleidungsstücke, wird angerollt. Dieses Anrollen setzt einen gewaltigen Verkehrsapparat voraus: Eisenbahnen. Autoverkehr, Fuhrwerke, Kleinbahnen und was sonst noch alles an fahrbarem Gerät für diesen Zweck vorhanden ist. Die Eisenbahn erstreckt sich über das ganze Land. Die Linien umfassen viele tausend, ja hunderttausend Kilometer, die wiederum gebaut und erhalten werden müssen. Die Pflege der Schienenwege allein verlangt von der Reichsbahn die höchsten Anforderungen, und nicht minder das sogenannte rollende Material, die Lokomotiven, die Waggons. Dazu kommen die Sicherheitseinrichtungen auf der Reichsbahn, die Telephon= und Telegraphenleitungen, die Masten der Signale, die Weichen und Laderampen und was nicht alles zu einem geordneten Bahnbetrieb gehört. Das beste Material. die bestausgebauten Anlagen nutzen nicht, wenn die Menschen sie nicht in Gang setzen und in Betrieb bringen. Und das wieder verlangt von den Menschen ein Höchstmaß von Pflichterfüllung und Verantwortungsaefühl von Arbeitseifer und Einsatz, der die Arbeitszeit nicht nach Stunden und Minuten rechnet. sondern nach dem Bewußtsein, daß sie dazu beiträgt, das seine Räderwerk, das auf jede kleine Dienstverletzung empfindlich reagiert, auch in Ordnung zu halten. Das ist schon schwer in normalen, in Friedenszeiten. Dieser Krieg aber, der, wie auch kein anderer Krieg vorher, auf dem Rollen der Räder beruht, des Heranrollens der Waffen und Geräte, des Nachschubes jeder Art. erschwert die Arbeit am rollenden Material, stellt die Menschen, die die Räderwerke bedienen, ob auf der Maschine. ob als Bremser in zugigen Kabinen, als Weichensteller oder Bahnhofdienstleiter, vor viel schwerere Aufgaben. Die Strecken haben sich ausgedehnt, unsere Züge rollen im Osten und Westen weit über die Grenzen in fremde Gebiete. Die Menschen müssen länger Dienst machen. An die Stelle der Männer sind viele Frauen getreten. Sie Bunter Nachmittag in Vuer=Hassel Am 8. Februar, um 16 Uhr, wird im Saale des Zechengasthauses in Buer=Hassel von Hasseler Vereinen und Einzelkräften eine Veranstaltung zugunsten des Kriegs=WHW. stattfinden. Musik. Gesang, Spiel und Volkstänze werden in bunter Reihenfolge die Besucher dieser WHW.=Veranstaltung erfreuen. Außer der beliebten Kapelle der Bergwerksdirektion Buer wirken der Männergesangverein Harmonie. der Bayrische Gebirgstrachten=Erhaltungsverein, die heimattreuen Ost= und Westpreußen und der Theaterverein Volksbühne mit. Weiter werden die Humoristen Wilmsen und Bormann für die Erheiterung der Gäste sorgen. so daß alle Besucher einige frohe Stunden erleben. Die Veranstaltung ist vom 1. auf den 8. Februar verlegt worden. Schach=Blitzturnier in Buer Heute um 20 Uhr gelangt im Lokal Berger=Kerkhoff ein Blitzturnier zur Austragung, zu dem auch Nichtmitlieder herzlich eingeladen sind. Auf das im Februar attfindende Simultan=Gastspiel des Großdeutschen Meisters 1940 wird hingewiesen. Vereinskamerad Duwe hat sich in überzeugender Weise die Teilnahmeberechtigung zur Endrunde um die Kreiseinzelmeisterschaft erkämpft. Billardsport in Buer Am Sonntag standen die erste und die zweite Mannschaft des Billardsportvereins„Grüner Tisch“ Buer gegen die gleichen Mannschaften des Billardsportvereins„Kickser“ Brauck im Kampf um die Meisterschaft. Die erste Mannschaft holte nur ein Unentschieden von 6:6 heraus. Die Partie Ingenhaag— Galla hatte zahlreiche Zuschauer angelockt. Der Gladbecker Ingenhaag war von Anfang an der Partie so stark in Führung gegangen, daß Galla schon etwas zeigen mußte, um mitzukommen. Es zeigte sich bald, daß sich die Gegner gleichwertig waren; Ingenhaag gewann knapp mit 150 zu 149 Punkten. In der zweiten Paralle tun, was sie nur vermögen. Aber wenn im Winter noch die Natur die Arbeit erschwert, wenn die technischen Einrichtungen unter den Einwirkungen von Frost und Schnee leiden, dann sind Stockungen und Stauungen nicht verwunderlich. Die Männer und Frauen aber tun an diesen Tagen ihre Pflicht in verdoppelter Anstrengung. Der Güterverkehr muß unter allen Umständen aufrecht erhalten bleiben, der Nachschub an die Front darf nicht aussetzen oder unterbunden werden. Auch der Berufsver kehr muß seinen Fortgang nehmen. Dafür setzen sich die Männer und Frauen der Reichsbahn mit aller Energie ein. An den Benutzern der Bahn liegt es, sie bei ihrer schweren Arbeit zu unterstützen. Das kann man dadurch, daß man in diesen Tagen allenicht ganz dringenden Fahrten und Reisen unterläßt. Gelegenheitsfahrten müssen ganz unterbleiben. Zuerst müssen die für die Allgemeinheit lebenswichtigen Züge gefahren werden. „Auch der Straßenbahnverkehr kann heute nur unter erschwerten Umständen vor sich gehen. Der Nahverkehr hat heute viele Aufgaben zu erfüllen, die sonst anderen Verkehrswegen und Verkehrsmitteln zufielen. Der Andrang der Fahrgäste ist gewaltig, er steigert sich noch in den Stunden des Hauptverkehrs, vor Geschäftsbeginn, zum Geschäftsschluß und während der Mittagsstunden, wenn Büros und Geschäfte schließen oder wieder beginnen. Ballungen der Fahrgäste erschweren den Verkehr. Die Straßenbahngesellschaften machen alle Anstrengungen, um diese Verkehrsstöße ab= und aufzufangen. Aber der Winter bringt Erschwerungen mit sich. vor denen menschliche Hilfsmaßnahmen versagen. Die Straßenbahner und die Frauen, die auf den Straßenbahnwagen Dienst tun, haben in dieser Zeit sehr schwere Aufgaben, sie stehen an Posten, an denen keinem etwas geschenkt wird. Deshalb muß von den Fahrgästen verlangt werden, Einsicht und Verständnis für die Arbeit der Straßenbahner aufzubringen. Nur wer wirklich dringend Fahrten machen muß, der soll sie unternehmen, alle anderen aber sollten zu Hause bleiben und die Fahrt auf später verschieben. Die Fahrgäste, die die Straßenbahnen zu ihren täglichen Berufsfahrten brauchen, klagen immer wieder darüber, daß viele Fahrgäste gerade die Hauptverkehrszeiten dazu benutzen, um auf der Straßenbahn kurze Strecken zu fahren. Die Kreisleitung der NSDAP. machte in unserer gestrigen Ausgabe auf die Notwendigkeit aufmerksam, in diesen verkehrsgehemmten Tagen die Wagen der Eisenbahn und Straßenbahn den Fahrgästen zu überlassen, die weite Strecken fahren müssen. Wer nur zehn Minuten oder eine Viertelstunde zu gehen hat, der kann diesen Weg auch zu Fuß zurücklegen. Wenn alle soviel Verständnis und Einsicht aufbringen, werden diese winterlichen Verkehrserschwernisse überwunden, ohne daß größere Schäden eintreten.(pk) tie ging der junge Schuckart ganz aus sich heraus und konnte mit einem Durchschnitt von 6,5 klar vor Mays mit 150:129 Punkten gewinnen. Wilmsen spielte gegen Schurkart sen. und gewann hoch mit 150:80 Punkten. Für Bohmert spielte Floßbach jun. als Ersatz und verlor gegen Kenko mit 125:111 Punkten. Maas konnte sich gegen Gork erst in der Mitte der Partie finden und gewann hoch mit 125:97 Punkten. Pustelny ging gegen Felski gleich stark in Führung. Die Partie verlief mäßig mit dem Siege von 125:97 für Pustelny. Die zweite Mannschaft des Billardsportvereins„Grüner Tisch“ Buer war in Brauck zu Gast und konnte einen hahen Sieg von 10:2 Punkten herausholen. Kröckert zeigte gegen Cermäck nicht eine seiner in letzter Zeit erreichten Glanzpartien und gewann hoch mit 100:83 Punkten. Schütz war seinem Gegner Schmidt technisch überlegen, aber vom Pech verfolgt, so daß er eine Niederlage von 91:100 Punkten einstecken mußte. Auch Schuster hatte gegen Kuptur einen schweren Stand. Er konnte erst im Endspurt seinen Gegner mit 100:92 Punkten niederzwingen. Gärtner war seinem Gegner Köller technisch klar überlegen und gewann mit 100:86 Punkten. Bei Theune war gleich eine starke Ueberlegenheit zu erkennen. Mit einem Vorsprung von 100:69 Punkten gewann er gegen Fr. Müller. Auch Heyduck zeigte eine technisch bessere Ueberlegenheit als Rob. Müller. Im Endspurt gewann Heyduck mit 100:95 Punkten. Bottrops erste Niederlage Zwei Punkte aberkannt, Beckhausen allein unbefiegt In der 2. Klasse kämpfen seit langem Beckhausen 05 und Bottrop 11 erbittert um die Spitze. Bis jetzt standen beide punktegleich, keine der Mannschaften hatte bisher ein Spiel verloren, beide nur je ein Unentschieden. Nunmehr ist die Tabellenführung aber endgültig an Beckhausen 05 übergegangen, und zwar hat Bottrop 11 jetzt seine erste Niederlage erlitten. Aber nicht auf dem Sportfeld, sondern auf dem grünen Tisch. Der Kreisfachwart für Fußball hat entschieden, daß das Spiel Bottrop 11 gegen Resse 08, das in Resse stattfand und von Bottrop gewonnen wurde, für Bottrop 11 verloren ist, weil Bottrop einen Gastspieler mitwirken ließ, der in dem Sviel zwar ein hervorragender Fußballer war und alle Tore schoß, aber keinen rechtskräftigen Spielerpaß besaß. Bottrop sollte den Gastspielausweis für diesen Spieler beibringen, hat es aber in der vorgeschriebenen Frist nicht getan, so daß die Punkte Resse 68 zuerkannt worden sind. Für Bottrop 11 ist das ein empfindlicher Verlust, der bei der Spielstärke der Mannschaft von Beckhausen vielleicht schon entscheidende Bedeutung haben kann. Die Tabellenspitze hat jetzt folgendes Aussehen: Beckhausen 05 10 9 1. 0 37:6 19:1 Bottrop 11. 9 7 1 1 34:12 15:3 Resse hat sich durch diesen Punktegewinn in seiner Lage etwas verbessert, es steht jetzt punktegleich mit Hansa Scholven und Moltke, die alle wie Resse 08 7 Pluspunkte aufweisen. * Die beiden Tabellenführer der 2. Klasse, Beckhausen 05 und Bottrop 11, sind mit Zweckel, Gelsenkirchen 1910 und BSG. Küppersbusch für die nächste Runde der TschammerPokalspiele gemeldet worden. Neue Kunstausstellung. Die Stadt Gelsenkirchen veranstaltet in den Ausstellungsräumen des Georgshauses, Ahstraße 1. eine Kunstausstellung mit Werken von Rudolf Hellwig, Buer, und Hanns Schaefer, Gelsenkirchen. Die Eröffnung der Ausstellung findet am Sonntag. dem 1. Februar 1942. um 11.30 Uhr statt. Die Ausstellung dauert vom 1. Februar bis einschließlich 1. März 1942 und ist täglich von 10 Uhr bis 13 Uhr und von 15 Uhr bis 17 Uhr geöffnet. Aus Gerst MHW.=Wertgutschein=Ausgabe. Die WHW.=Ortsgruppen Horst=Nord und Horst=Süd veranstalten am heutigen Donnerstag, 29. Januar, eine WHW.=Wertgutschein=Ausgabe für die von ihnen betreuten Volksgenossen und Familien. Die Ausgabezeiten für die WHW.=Ortsgruppe Horst=Nord finden folgendermaßen statt: Für die Gruppen 1 und 2 von 9—10.30 Uhr, es folgt die Gruppe 3 von 11—12 Uhr und von 12—12.30 Uhr schließen sich die Gruppen 4—10 an. Für die WHW.=Ortsgruppe Horst=Süd sind die Ausgabezeiten folgendermaßen festgesetzt: Für die Gruppen 1 und 2 von 9—10 Uhr, es schließt sich an die Gruppe 3 von 10—10.30 Uhr, dann die Gruppe 4 von 10.30—11 Uhr und abschließend folgen die Gruppen 5 bis 10 von 11—12 Uhr. Die Ausgabezeiten müssen genau eingehalten werden. WöW.= Ausweise sind mitzubringen! Rentenzahlungen. Die Auszahlung der Militär=Hinterbliebenen=Versorgungsgebührnisse erfolgt am heutigen Donnerstag, 29. Januar, während die Unfall= und Invalidenrenten schon am Samstag, 31. Januar, ausgezahlt werden. Beide Auszahlungen erfolgen beim Postamt Horst=Nord zu üblichen Dienststunden. Stadt OOesterholt Veränderter Zahltermin Die Auszahlung des Familienunterhaltes erfolgt wie üblich am 31. Januar in der Zeit von 9 bis 11 Uhr durch die hiesige Stadtkasse. Die Unterstützungszahlungen des Fürsorgeamtes erfolgen ebenfalls bereits am gleichen Tage. Bertlich Zum Tage der Machtübernahme, am Freitag. dem 30. Januar, führt die Ortsgruppe im Saale des Parteiheimes eine Feierstunde durch. Die Bevölkerung ist hierzu eingeladen. Erwartet wird die Teilnahme von allen Parteigenossen und den Angehörigen der Gliederungen.— Die Bücherausgabe der Bücherei in Bertlich muß am Freitag, dem 30. Januar, wegen der Feierstunde der Partei vorverlegt werden. Sie erfolgt in der Zeit von 16 bis 18 Uhr.— Die nachste Filmveranstaltung der Gaufilmstelle ist am Montag, dem 2. Februar. In zwei Vorführungen um 15.30 Uhr und 18 Uhr läuft neben der neuen Deutschen Wochenschau und einem Kulturfilm der Film„Annelie“ mit Luise Ullrich und Karl Ludwig Diehl. Der Film ist frei für Jugendliche ab 14 Jahren. Verantw. für den lokalen Teil: Paul Klose. G.-Buer, Wir erhielten die tieftraurige Nachricht, daß der Herr über Leben und Tod am 1. Januar 1942 unseren lieben Sohn, Bruder, Schwager, Neffen und Vetter Ewald Finke Gefr. in einer Beob.-Abtig. aus den Kämpfen im Osten zu sich nahm. Er fand den Heldentod im Alter von 22 ahren In tiefe“ Trauer: Familie Josef Finke und Anverwandte. Gelsenk.-Buer(Koloniestr. 45) und im Felde, im Jan. 1942. Das Leviten-Seelenamt findet statt am Samstag, dem 31. anuar 1942, morgens 8 30 Uhr (bezw. um 10 Uhr) in der Sankt-Ludgeri-Kirche. Danksagung. Statt Karten! Die Beweise inniger Anteilnahme waren uns ein Trost in dem großen Schmerz, der uns durch den Heldentod unseres unvergeßlichen Sohnes Hleinz so schwer getroffen hat. Wir sprechen hiermit unsern tiefempfundenen Dank aus. Famitie Rektor Horstmann. Vesterholt, im Januar 1942. Das Sechswochen-Seelenamt ist am Samstag, dem 31. Januar 1942, um 8 13 Uhr, in der Pfarrkirche zu Westerholt. Schmerzlich und unfaßbar erhielten wir 4 am 15. Januar die traurige Nachricht, daß mein innigstgeliebter und unvergeßlicher Mann, unser lieber Sohn, Schwiegersohn, unser guter Bruder, Schwager, Onkel und Neffe, der Gefreite Allred Urban im blühenden Alter von 29 Jahren bei den schweren Kämpfen Im Osten in treuer soldatischer Pflichterfüllung den Heldentod gefunden hat, nachdem er den Feldzug im Westen gut überstanden hatte. Sein so sehr ersehnter Wunsch, seine Lieben in der Heimat wiederzusehen, ging nicht in Erfüllung. In tiefem Schmerz: Anni Urban geb. Rumler. Famille Karl Urban und Anverwandte. Ober-Rosenthal(Sudetengau), Marschendorf, Buer-Scholven. Cadbeck, Berlin und Amsterdam, den 29. Januar 1942. Das Secienamt findet am Samstag, dem 31. Januar, um 8 45 Uhr, in der St.Josefskirche in Buer-Scholven statt. Oerstien der echunt“ Tod nahm heute morgen nach langem schweren, mit vorbildlicher Geduld ertragenem Leiden, meinen innigstgeliebten Mann, den treusorgenden Vater meiner Kinder Julius und Lothar, unsern guten Schwiegersohn Bruder, Schwager, Onkel, Vetter und Neffen, den Deutisten Julius Backhaus Wachtm. der Schutzpollzei der Reserve im Alter von 33 Jahren, versehen mit den Sterbesakramenten der kath. Kirche, zu sich in die Ewigkeit. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Helene Backhaus geb. Gräbert. Westerholt, Eisbergen, Gelsenkirchen, Darmstadt, den 27. Jan. 1942. Das Levitenseelenamt findet statt am Samstag, dem 31. Januar, um 9 Uhr, in der Pfarrkirche zu Westerholt. die Beerdigung anschl. vormittags um 9.45 Uhr vom Trauerhause, Westerholt, Bahnhofstraße 42 aus. Familien-Anzeigen Hans-loachim! Die Geburt ihres ersten Kindes, eines prächtigen Stammhalters, zeigen hocherfreut an: Hans Vagedes. Bankleiter, z. Zt. bei der Wehrmacht, und Frau Maria, geb. Kochem Kutno(Gau Wartheland), z. Zt. Kreiskrankenhaus. Wir haben uns verlobt: Hildegard Kostorz, Bottrop, Scharnhölzstraße 69. Franz Gelhar. Gladbeck, zur Zeit im Felde, den 27. Januar 1942. Verkäufe Guterhaltene Küche zu verkaufen. Zu erfragen i. d. Gesch. Buer. Achtung! Morgen, Freitag, Verkauf von frostfreien gelben Steckrüben zum Tagespreis in der Wirtschaft Egbering. Buer, Dorstener Str. 29, von 9 bis 4 Uhr. Kaufgesuche Radio(Netzgerät) zu kaufen ges. Zu erfragen i. d. Gesch. Buer. Guterhaltenes Klavier zu kaufen gesucht. Zu erfragen in der Geschäftsstelle Buer. Das Vertrauen der Käufer kann man nicht durch eine einmalige Werbung erringen. Die Wiederholung bringt Erfolge. Begnugen Sie sich nicht mit einer Anzeige, wenn Sie bessere Geschäfte machen wollen. Ihr bester Helier in der Kundenwerbung ist der„Westfälische Beobachter“ Unterricht Wer erteilt Mädel Unterricht in Italienisch? Einige Kenntnisse vorhanden. Angebote unter 4470 an die Geschäftsstelle Buer. Verschiedenes Freibank Gelsenkirchen. Heute, Donnerstag, von 10 bis 11,30 Uhr Nr. 2651 bis 2900, von 11.30 bis 12,30 Uhr Nr. 2901 bis 3050. Schlachthofverwaltung. Geschäftliche Empfehlungen Die Zahltage der Ruhrknappschaft sind zu haben in der Verlagsanstalt F. Post. Buer, Hagenstraße 24. Verloren Mittwoch morg. a. d. Wege Kaiserau, Kindergarten Urnenfeldstraße weißen Beutel mit Kinder=Ledersandalen verl. Gegen Belohnung abzugeben Buer, Cranger Straße 60. Stellen-Andebote Fleißige Hausgehilfin für bald gesucht. Restauration Schloß Berge. Buer. Freundliches, junges Mädchen für halbe oder dreiviertel Tage geucht. Zu melden bei Frau Erna Jacobs, Buer, Turmstraße 17. Ordentl., jüng. Mädchen für Putzarbeiten in Apothekenbetrieb ges.(eotl. f. halbe Tage). Mädchen aus Resse werd. bevorzugt. Glück=auf=Apotheke, Buer=Resse. Suche für die Saison eine perfekte Köchin, 1 Beiköchin, 2 Zimmermädel, 1 Servierfräulein, 2 Mädel zum Bedienen der Gäste und Wäschebetreuung, 1 Hausgehilfin. Eintritt 1. oder 15. März. Hermann Steding. Holzhausen=Externsteine, Hotel„Zur Eiche". Fernruf Horn 354. Sauberes, ehrliches Mädchen für Privathaushalt für halbe Tage gesucht. Möller, Buer, Mühlenstraße 93. Tüchtige Hausgehilfin gesucht. Buer, Cranger Straße 75, Erdseschob. Bote oder Botin für den Bezirk Buer=Hugo sofort gesucht. Meldungen: Westfälischer Beobachter. Geschäftsstelle Buer, de=laChevallerie=Straße 27. Für den Bezirk Polsum suchen wir zum 1. Februar 1942 einen Boten(in). Westfäl. Beobachter, Geschäftsstelle Buer, de=la=Chevallerie=Straße 27. Tiermarkt Ig. reinrass. Kleinspitz, weiß, sofort zu kaufen gesucht. Zu erfragen in der Gesch. Buer. Nr. 29(3. Jahrgang) Admiral Nagano DD. Man muß sich vergegenwärtigen, über wieviel Tausende von Kilometer von ihrer Inselheimat entfernt die japanische Wehrmacht ihre ebenso kühnen wie siegreichen Angriffsoperationen gegen die pazifischen Landstützpunkte Britanniens und Nordamerikas vorgetragen hat, um die Leistung jener Waffengattung im ostasiatischen Kriege richtig ermessen zu können, die seit Tsuschima am 27./28. Mai 1905 einen klassischen Ruhm besitzt: die lapanische Marine. Wenn die Welt und am meisten der Feind, den sie zwiefach tral, von der Schnelligkeit, Wucht und Gleichzeitigkeit ihrer Initiative ergriffen wurde, so geschah dieses Werk nicht als ein Wunder geglückten Mutes, sondern Westfälischer Beobachter Karte vom Kriegsschauplatz in Ostasien Donnerstaa. 29. Jannar 1942 Admiral Nagano Porträt: Dehnen-Dienst vielmehr als die zur entscheidenden Stunde bewiesene Befähigung eines Einsatzes, der gewachsen ist auf der sorgsam gepflegten Tradition der lapanischen Flotte des Jahrhundertbeginns in rüstungstechnischer Vervollkommnung wie menschlicher Ertüchtigung ihres Nachwuchses. Jene Energie, die vor sieben Jahren zur Aufhebung des Diktats der Verhältnisbegrenzungen schritt, in dem Britannien und die USA. Japan als drittrangige Flottenmacht im Pazifik gefangenhalten wollten, jene nimmermüde Zähigkeit und hohe Verantwortung der Führung vor der Ehre und dem Lebensanspruch des japanischen Volkes ist es, die nun in heldenhaftem Kampf die Bewährungsprobe ablegt. An der Spitze der lapanischen Marine steht ein Mann, der sein Leben dem Werk, dem er dient, verschrieben hat. Oberbefehlshaber Admiral Osamu Nagano. heute 61jährig, trat als junger Offiziersanwärter in die Flotte ein. Sein Berufsweg führte ihn über die Marineakademie. in der er bald zum Offizier befördert wurde. Seine Befähigung brachte ihm im Verlauf späterer Jahre, in denen er von Rang zu Rang stieg, die Präsidentenstellung der Marineakademie von Etajima ein. Nach der Betrauung zum Chef des Admiralstabes konnte er seine umfassenden Kenntnisse einsetzen, um seit Jahresende 1933 als Vizeadmiral, später als Admiral den Oberbefehl über die Plotte auszuüben. Die Berufung zum leitenden Mitglied des-Obereter Kriegr#m dem Admiral in den letsten Jahren die Möglichkeit, die Summe sentlichen Anteil an dem Gelingen und der Kämpfen sa Landejan ein Merkmal aller lapanischen Offensivkämpfe zu erkennen ist. (Kartendienst Zander-M.) TVETTTST Der Volkswagen in seiner vielseitigen Verwendung in Afrikas Wüsten und Steppen Staub gumn scutdigen Respekt: Er kann mehr als wirbel, und von sich reden machen! Er ist im Gegenteil ein leuchtendes Beispiel des Moltkeschen Spzuches: Mehr sein als scheinen! Aeußerlich merkt man ihm kam an, daß mit ihm ein in der Geschichte des so fanatisch verkehrss Afrika aufgeschlagen wurde: Kleinwinzig und federleicht, hinten drin ein kleiner Motor, der kaum für die Wasserpumpe eines mittleren Bauernhofes auszureichen scheint— alles in allem aber das Si sehes sestashebelden Beitod), Saisder Bise, Pelse uin denr Ceshl puabt a.=31=3, Lerne mit hiner Anfang, der sie erst zu den richtigen Taten anspornte! über mit Staub bedeckt, den niemand aber das Wasser dazu hätte, denn die Staubschicht tarnt besser als jeder Anstrich genügsam und geduldig, erinnert er irgendwie an die Eselchen, die hierorts die Wüstenpisten hact aft der K. uu mi. einem Unterschied: der Esel bockt oft, der Volkswagen, Gott sei Dank, fast nie! Worl, er in ein anspruchsloser kleiner Sandfloh, der nie enttäuscht und treu und zuverlässig seine Dienste tut— nicht ohne Grund ist er der Liebling der Neid der ortsansässigen Afrikaner weißer und brauner Hautfarbe, die voller Bewunderung vor allem der Tatsache gegenüberstehen, daß das kleine unermüdliche Ding keinen Tropfen Wasser, sondern nur Luft zur, Kühlung braucht, und die platt darüber sind, wie leicht das ganze Dingelchen ist, wenn sie gelegentlich hilfreich hinzuspringen, um sein Hinterteil aus dem Sand zu heben, in den sich seine hochnasigen Räder selten genug eingraben. So leicht ist er, daß zwei Paar handfeste Fäuste beim Reifenwechsel den Wagenheber ersetzen so wendig, daß mancher von den kleinen Volkswagen schon im Zickzackkurs querwüstein englischen Tieffliegern entronnen ist, die sich ihn zum Ziel genommen hatten, so Westfälischer Sport=Beobachter Spielruhe auch in Westsalen Nach dem Niederrhein hat nun auch der Gau Westfalen alle Fußballspiele des kommenden Sonntags abgesagt. Die neuen Termine werden noch bekanntgegeben. Unsere Wirtschaftsecke Märkte. Hamburger Warenmarkt vom 28. Januar Reis. Das Geschäft blieb im allgemeinen klein, da nur kleines Angebot im Markt war.— Hülsenfrüchte: Erbsen und Bohnen standen dem Konsum in kleinen Posten weiter zur Verfügung.— Zucker: Ohne Notierungen. Terminmarkt: Ruhig-stetig und gleichbleibende Forderungen.— Oele und Pette: Das Geschäft hielt sich in engen Grenzen bei nur geringen Preigaben.— In Gewürzen bestand Nachfrage, die zum Teil befriedigt werden konnte.— Trockenfrüchte: Das Angebot blieb durchweg gering.— Rauhfutter und Puttermittel: Ruhig.— Rohkakao: Der Markt wies nicht viel Angebot auf.— Kakao-Halbfabrikate: Die Umsatztätigkeit ist etwas kleiner geworden doch besteht noch Nachfrage für kakaopulverhaltige Mischungen. im gottverlassensten Gelände der Libyschen Wüste kaum mehr als seine acht Liter Treib### je#err Kilometer säuft, so unverwüstlich, daß ihm Dutzende von Einschüssen— Narben trägt jeder von den„alten“— nichts ausmachen, und lo zweckmäßig zusammengebaut, daß man notfalls— auch das kommt vor vier Zylinder aus dem Motor einer abgeschossenen enalischen Jaadmaschine aushant—. m 62—17“ erbittlichen Klima so nötige Ruhe und Erholung findet? Zeit und Ausrüstung, Waffen und Verpflegung schleppt er getreulich die Tausende von Kilometern nach vorne: Daß er nun aber auch noch die Sessel freigebig zur Verfügung stellt, ist des Edelmutes leuchtender Gipfel. In Wüste und Steppe liegt das Glück der Erde weder auf dem Rücken der Pferde noch dem der Krafträder: Es gehört der breitere Rücken des Volkswagens dazu. Kriegsberichter Walter Estermann. notwendig. Der Reichsmarschall hat deshalb eine einheitliche Zusammenfassung sämtlicher mit dem Arbeitseinsatz zusammenhängender Fragen unter der Leitung des Ministerialdirektors Dr. Mansfeld angeordnet. der mit zugleich die Vertretung des schwer erkrankten Staatssekretärs Dr. Syrup übernimmt. Dr. Mausfeld ist mit unbeschränkten Vollmachten für die Arbeitseinsatzenkung ausgestattet. Für die Erfüllung seiner Aufgaben steht ihm die Arbeitseinsatzverwaltung zur Verfügung. eine besondere Organisation wird nicht aufgezogen. Eine e. o# Itaufgaben die Beschaffung neuer Arbeitskräfte. Neben den Kriegsgefangenen wird man noch einige hunderttausend ausländische Arbeiter gewinnen können. Aber auch im Inlande werden verschiedene Maßnahmen notwendig sein. In vielen Betrieben werden noch Arbeitskräfte unzeitgemäß beschäftigt. Im Baugewerbe wird noch eine gewisse Drosselung möglich sein. Schließlich Zentrale Lenkung des Arbeitseinsatzes cen, Sehshch, Kan ist und. der Veleuagen anlerer beten Feckarhestershast, an, der Froaut mis Leischeidenen Motor enhant us mehr im Verbraug lo Zaigggnib zu Enopäsen im innerdentchen ArbeitzUeberhaupt: Was an den Volkswagen in Afrika schon Rüstungsinduktrie nicht nur aufrechtzuerbalten, sondern nach eine gomisse Draslalung—.3a12 Pandegerde wit er. m.—c„worden ist. das genr auf keine Kamelhautl weiter zu steigern. Eine zentrale Lenkung des gesamten bietet aug die N. c—— Aig., ein. Schlieblich Wishei Peansdetsles eüisdige sie auls hn isge Peesiteraicte Ke ounter Aicher Untinder ache dena ie Bultug dch Meterven Aie der Achsileazaiagt P Funkwagen, fahrbare Marketenderei, ja selbst Rundfunk= und Filmaufnahmewagen, so wurde zu Porsches genialer Konstruktion von den treuen Fahrern schon allerlei dazuerfunden. Um den Luftfilter vor Versandung zu schützen, hat einer den Schlauch einer alten britischen Gasmaske angeschraubt und in den staubfreieren Kofferraum geführt, eine Einrichtung, die nun nicht nur im ganzen Afrikakorps allgemein ist, sondern die für augeinern ifr, sondern die für die künftigen Neukonstruktionen auch vom Werk übernommen wurde! Ein anderer wieder hat für Hunderte m ern den gebrochenen Gashebel durch ein Stück Kameldornbusch ersetzt. Das geht auch! Groß wie seine technischen, sind auch seine militärischen Leistungen. Der größte Flugplatz der Cyrenaika wurde im April von Volkswagen erobert, in denen Mö.=Schützen Platz genommen hatten. Der Staub der Volkswagen veranlaßte die stolzen Briten mehr als einmal zu siegFeicen R1. ö. gr#— n. er Fehlmeinung, da seien starke Panzerkräfte im Anmarsch. Das Schönste aber sind seine Sessel: Was wären die Hunderte von Wüstenwigwams, wenn vor ihnen nicht ein ausgebauter Volkswagenstuhl stände, in dessen weichen Pfühlen der glückliche Besitzer die in diesem harten, unWestfalen-Nord und Nachbargaue „Willert aus Vorrmund=Scharnhorst und der 18 wahrend sich die uovgen drei in ärztliche Behandlung sahre alte holländische Arbeiter Louwe Smilde sind aus begeben konnten. em Gerichtsnefänonis in G#raral-n—.— vom Werk über= Führ eit hougnoische Arbeiter Louwe Smilde sind aus hat für Hunderte dem Gerichtsgefängnis in Gütersloh ausgebrochen, nachbebel durch ein dem sie vorher gemeinsam den aussichtsführenden Gefängnisbeamten niedergeschlagen und erheblich am Kovfe verletzt hatten. Sie nahmen vier Schlüssel des Gefängnisses, ##s., 10. bis 15 Zentimeter lang sind, mit. Da die beiden Ausbrecher ohne Barmittel sind, sind sie also gezwungen ihren Lebensunterhalt zu erbetteln oder zu stehlen. Durch Rauchgas vergiftet. Mülheim=Ruhr. In dem Hause Kronenstr. 11 wurden vier Bewohner bewußtlos aufgefunden. Die Ann a..„ keit war durch Einatmen von Rauchgas eingetreten. Ein Mitbewohner des Hauses hatte seit zwei Tagen versucht, im Keller die Wasserleitung durch Anlegen von Feuer aufzutauen. Die sich dadurch entwickelnden Kohlenoxidbegeben konnten. Ausstellung„Der Deutsche Westen— Köln 1942“ " Kön. Während des Frühjahrs 1942 veranstalten die Seisten swalg die un der Kölnsche Kunstverein zum „Der Deutsche Westen". ausstellung, die in früheren Jahren stets starke Beachtung fand, wird auch in diesem Jahre Meisterwerke der Malerei und Plastik aus dem gesamten deutschen Isten, zenl#n und g., diesem Wege das künstlerische Gesicht dieser Landschaft aus dem Geiste unserer Zeit zum Ausdruck zu bringen suchen. Die im deutschen Westen ansässigen oder beheimateten Künstler, die die Absicht haben. die Ausstellung zu beschicken, werden gebeten. ihre Werke bis zum 5. Februar d. J. der Ausstellungsleitung in Köln. Friesenplatz 27. einzusenden. Werbe-Anzeigen Razch verklingend wie ein Jon d schwindet Ichmerr durch ETTTET häuzbarkeit und Arbeitsbeeinträchtigen die freude. Rasche Linderung bringt oft Melabon, das sich auch bei rheumatischen und gichtischen Beschwerden sowie gegen Zahnschmerzen bewährt hat. Verwenden Sie es auch bei starken Schmerzen sparsam, meist genügt schon eine Kapsel! Packung 72 Pfg. in Apotheken. Stellen-Angebote Servierfräulein, durchaus tüchtig und selbständig, für mein HotelRestaurant gesucht. Gute Verdienstmöglichkeit. Eintritt nach Uebereinkunft. Bewerbungen mit Zeugnisabschriften u. mögl. Bild erbeten an Bürgerhaus Weis, Bad Honnef a. Rhein. Ballett(auf Reisen) sucht für sofort Lehrmädchen. Ausbildung kostenl. Jos. Piotrowski, Karl=LaforoeStraße 16 1. 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Betr.: Ausgabe der Gemüfekonserven Die Ausgabe der Gemüsekonserven erfolgt in der Zeit vom 27. Januar 1942 bis 14. Febr. 1942. Der Verbraucher rann die Konserven gegen Vorlage des Stammabschnittes der Gemüsekonservenkarte nur bei dem Kleinverteiler, bei dem er sie bestellt hat, einkaufen. Anspruch auf Lieferung einer bestimmten Konservensorte besteht nicht. Die Ausgabe der Konserven kann nur nach Maßgabe der Belieferung des Kleinverteilers erfolgen. Die Kleinverteiler haben die Bezugsabschnitte A und B für Gemüsekonserven bei Belieferung abzutrennen, zu sammeln und aufzubewahren. Der Oberbürgermeister Günnewig. Werbe-Anzeigen Rolligert die Kehie io bierteaften 6 StandardHelfer Samstags sind unsere Geschäftsstellen durchgehend von 8 bis 14.15 Uhr geöffnet.„Westfälischer Beobachter“. Hauptgeschäftsstelle Rotthauser Straße 5. Nebenstelle Adolf-Hitle- Straße 45.