Erscheint 1äglich, u Auen### der Toge noch Gour= und Feiertagen. Preis durch die Pos ¼ jährlich 9,00 nech Privatbeten ¼jährlich 9.00 J. Verantw. Schriftleiter: Dr. Hugo Schlüter, Bad Essen Druck und Verlag: Frenz Schlüter, Bad Essen für den Kreis Lübbecke (Amtlicher Anzeiger) Enzeigen koßen füür 64 mm Breite(1spaltie) 1 mm Höhe 10 M, Retlamen für 90 mm Breite nud 1 um Höhe 50. Schluß der Anzeigen=Annahme: Mittags der vorhgehenden Tages, größere Anzeigen früher. Ferurn: Nr. 7 Postscheckkonto Hunnover 179) Nr. 189 Preußisch Oldendorf, Sonntag, 1a. August 1921 15. Kleine Zeitung für eilige Leser. * Der Oberste Rat hat beschlossen, die oberschlesische Frage dem Völkerbund zu überweisen. * Der Reichskanzler hat den Reichstagspräsidenten Locbe und den stellvertretenden Vorsitzenden des Reichstagsausschusses für auswärtige Angelegenheiten, Abg. Müller=Franken, empfangen. * Ein Delegierter des Deutschen Roten Kreuzes ist nach Moskau unterwegs. * Dr. Davy, der ungarische Regierungskommissar für das Burgenland, ist nach Oedenburg abgereist, um Westungarn zu übergeben. Man denkt, bis zum 27. August die Übergabe zu * Der spanische General Navarro und zwölf Offiziere, die auf dem Berge Arrusit(Marokko) eingeschlossen waren, soll in Melilla angekommen sein; über das Schicksal der Truppen ist nichts bekannt. De neuesten Drahmeldungen siehe Seite 3. Völkerbund, hilf! Der Bölkerbund soll ein Gutachten abgeben. Paris. Der Oberste Rat hat in seiner letzten Sitzung beschlossen, den Völkerbund um ein Gutachten über die Grenzlinie in Oberschlesien zu bitten. In Anbetracht der Lage wird der Völkerbundsrat gebeten, dieses Verlangen als äußerst dringend zu betrachten. Daraus geht hervor, daß der Oberste Rat sich die letzte Entscheldung noch vorbehält, wohl aber den Bölkerbund in Bewegung setzt, um einesteils Zeit zu gewinnen, andernteils auch eine Möglichkeit zu finden, einen Teil der eigenen Verantwortung von sich abzuschieben. Der Beschluß des Obersten Rates Paris. Der Oberste Rat hat in seiner gestrigen Vormittagssitzung folgende Entschließung angenommen: Der Oberste Rat hat beschlossen, bevor er über die Grenzfestsetzung zwischen Deutschland und Polen auf Grund des Artikels 98 des Friedensvertrages entscheidet, die Schwierigkeiten, die bei der Festsetzung dieser Grenze entstanden find, dem Böllerbundsrat zu unterbreiten. Der Oberste Rat wünscht ein Gutachten über die Grenzlinie herbeizuführen, dessen Bestimmung den alliierten und assoziierten Großmächten obliegt. In Aubetracht der Lage in Oberschlesien wird der Völkerbundsrat gebeten, dieses Verlangen als sehr dringend zu betrachten. In der Frage der Aburteilung der Kriegsbeschuldigten hat der Oberste Rat beschlossen, die Jusizbehürden der verschiedenen beteiligten Länder zu ersuchen, daß ihre Beamten, die den Verhandlungen vor dem Reichsgericht in Leipzig beigewohnt haben. Vorschläge über die einzunehmende Haltung machen. Die nächste Sitzung des Obersten Rates ist auf heute vormittag 10% Uhr festgesetzt worden. Tagesordnung; Frage der Sanktionen. Paris. Havas meldet, daß die Verweisung der oberschlesischen Frage an den Bölkerbund auf britischen Wunsch hin erfolgte, der von Japan und Italien unterstützt worden ist. Die Verhandlungen in Paris haben mit einer großen Überraschung ihr vorläufiges Ende gesunden. Die Gegensätze zwischen der englischen und der französischen Aufsassung haben sich entgegen allen Erwartungen doch nicht ülberbrücken lassen. Einen Augenblick lang schien es, als sei ein Bruch unvermeidlich. Bereits war der Ton der Pariser Presse gegen Lloyd George auf äußerste erregt geworden. Da bat man in letzter Stunde an Stelle einer wirklichen Lösung der Frage einen Ausweg gesucht und auch gefunden, allerdings einen Ausweg, der sowohl für dic zur Entscheidung berusenen Mächte, die sich damit der eigenen Verantwortung entziehen, eine Blamage ist, als auch für Deutschland, und besonders für das unglückliche Oberschlesien selbst, denkbar ungünstige Aussichten eröffnet. Die letzte Nachricht aus Paris lautet: Die Oberschlesische Frage wird durch ein Kompromiß geregelt. Man ist übereingekommen, die Angelegenheit auf Grund von Artikeln 11 und 12 des Völkerbundsstatuts dem Völkerbund zu überweisen. Dieses Kompromiß ist von allen möglichen Lösungen die schwächlichste und zugleich bedeutlichste, wenn man einmal als selbstverständlich annimmt, daß eine Zuteilung wesentlicher Stücke des Industriegebietes in Paris nach dem Stande der Verhandlungen unmöglich beschlossen werden konnte. Einmal bedeutet dieser Ausweg eine weitere Verschleppung der ganzen Frage auf zunächst unabsehbare Frist, und damit ist einer der wesentlichsten Wünsche der Franzosen erfüllt, die ihren polnischen Freunden soviel wie möglich Zeit zur„Bearbeitung“ des oberschlesischen Landes und Volkes lassen wollen. Die Unsicherheit bleibt also zunächst auch weiterhin bestehen und kann in Oberschlesien selbst nur eine tiese Enttänschung zur Folge haben. Dann aber fragt man sich, welche Aussichten für die Lösung der Frage vor dem Völkerbund bestehen? Ganz abgesehen davon, daß Deutschland diesem Bunde nicht angehört und daß diese ganze Einrichtung überhaupt keinen Anspruch darauf erheben kann eine wirkliche unparteiische, überparteiliche Justanz zur Entscheidung internationaler Fragen zu sein, hat der Völkerbund bisher noch keinerlei Leistungen aufzuweisen, die ihn berechtigen könnten, in einem so hervorragend wichtigen Falle seine Stimme hören zu lassen. Die Bedeutung dieser überflüssigen und aus den Reihen der Eutente selbst oft mit abweisender Ironie behandelten Korporation ist im Lause der kurzen Zeit ihres Bestehens immer mehr gesunken. In einzelnen Fällen, es sei nur an die Alandsfrage erinnert, hat die Rechtsprechung dieses internationalen Tribunals völlig versagt, und nun soll die gleiche Stelle zum Schiedsrichter in der brennendsten Lebensfrage Deutschlands, ja Europas, berufen werden. Diesen üblen Verlegenheitsbeschluß des Obersten Rates, der damit auf seine Vorrechte als„oberster“ Rat gewissermaßen verzichtet, kann man selbstverständlich nicht als die wirklich endgültige Lösung des overschlesischen Problems ansprechen. Wer ist denn dieser Völkerbund, und wessen Stimme spricht denn aus ihm, wenn er wirklich eines Tages zu einem Spruch über Oberschlesien kommen sollte? Es sind doch nur die gleichen Staaten, deren Führer letzt in paris angesichts der Notwendigkeit einer selbständigen Entscheidung versagt haben. Allerdings sind noch eine Reihe anderer Staaten im Völkerbund vertreten, aber die wirkliche Entscheidung wird nicht durch die Menge der Stimmen der kleinen, auch zumeist uninteressierten Staaten getrofsen, sondern letzten Endes doch wieder von den gleichen Mächten, die jetzt zu keiner Einigung kommen konnten. Nur wird alles in eine unklarere verschwommene Atmosphäre hineingesteuert, in der sich die unterirdischen politischen Machenschaften zwischen Paris und Warschau leichter verbergen und durchsetzen lassen, als es bisher der Fall gewesen sein mag. Und wenn schon in Paris unter drei Männern keine klare Lösung gefunden werden konnte, wie soll ein so ungehener schwieriges Problem von dem schwerfälligen Apparat des Völkerbundes bewältigt werden? Mau sieht schon heute den Tag voraus, an dem die oberschlesische Frage auch vor dem Völkerbund— vorausgesetzt immer, daß sie wirklich dorthin gelangt, und daß Lloyd George und Briand sich die Sache nicht noch zweimal anders überlegen— in eine Krists über die andere gerät und letzten Endes wohl wieder von den gleichen Machthabern, die jetzt ihren Bankerott ansagten, herausgefischt und nach eignem Ermessen„gelöst" wird, falls man bis dahin Zeit fand, sich hinter den Kulissen besser zu einigen und vorzubereiten. Jetzt aber gilt wieder wie bisher die trostlose Parole: Warten— warten, und weiter dulden. Armes Oberschlesien! Mit wie wenig Weisheit wird die Welt regiert. Wo nehmen wir die Milliarden her? Die Kritik der Parteien am Steuerprogramm. Seit der Reichskanzler seine ersten 15 Steuerentwürfe bekanntgegeben hat, ist durch die gesamte deutsche Presse aller Parteien ein großes Schütteln des Kopfes gegangen. Fast ohne Rücksicht auf die sonstige mehr oder weniger freundliche Haliung gegenüber dem jetzigen Kabinett bat sich in der Steuerfrage eine Art Einheitsfront im ablehnenden Sinne gebildet. Niemand findet sich, dem dieses Programm restlos gefällt, und zwar nicht etwa deshalb, weil Steuern im allgemeinen wenig Wohlgefallen zu erwecken pflegen, sondern diesmal eigentlich mehr aus dem entgegengesetzten Grunde. Man sagt ganz übereinstimmend, daß diese 15 neuen Steuern alle zusammen nur Stück= und Flickwerk darstellen und bei weitem nicht ausreichen, um den Bedarf an Milliarden zu decken, die wir für unsere innere Unterbilanz, für die Besatzungstruppen und für die„Wiedergutmachungszahlungen brauchen. Das allgemeine Mißfallen wird vor allem dadurch erregt, daß dieses Steuerprogramm nicht gleichzeitig mit einer großen, auf wirtschaftlichen Reformen beruhenden Neuordnung des staatlichen Finanzwesens verbunden, nicht von einem einheitlichen großen neuen Gesichtspunkte aus aufgestellt ist, sondern sich ganz in den ausgetretenen Bahnen der alten Steuerpraxis bewegt. Wenn sich also so ziemlich alle Parteien in der Meinung einig sind, daß es mit dem bisherigen Plan des Reichskanzlers nicht geht, so weichen doch die Ansichten sehr start voneinander ab, wenn es sich um die Frage handelt, was nun geschehen soll. Daß etwas geschehen muß, darüber ist sich jedermann im klaren. Das kürzlich bekanntgegebene Steuerprogramm deckt höchstens 70—80 Milliarden Mark von den 120—150 Milliarden, die wir nach den verschiedenen Schätzungen für den diesjährigen Bedarf des Reiches brauchen. Woher nehmen wir also die fehlenden 50—60 oder gar 70 Milliarden? Die Regierung selbst hat sich noch nicht darüber klar werden können, welche Wege in dieser Frage eingeschlagen werden sollen. Die Beratungen im Kabinett sind noch nicht abgeschlossen und kommen nicht recht vorwärts wegen der Meinungsverschiedenheiten über das Problem der Erfassung der Sachwerte. Darunter versteht man eine Beteiligung des Reiches an allen denjenigen Gütern, die nicht oder nur wenig von dem schwankenden Kurse des Papiergeldes abhängig sind. Man spricht daher auch von„Goldwerten“ und versteht darunter jede Art von Grundbesitz, Fabrikanlagen usw., vor allem also Werte, die kein totes, sondern werbendes Kapital darstellen. Nun wünscht der sozialdemokratische Reichswirtschaftsminister Robert Schmidt, daß alle solche „Sachwerte" durch hypothekarische Belastung für das Reich mit großen Summen zur Aufbringung der nötigen Milliarden herangezogen werden sollen. Der Reichs kanzler, und mit ihm die Mehrheit des Kabinetts, kann sich jedoch nicht entschließen, diesem Vorschlag seine Zustimmung zu geben, da man mit Recht befürchtet, daß durch ein solches Verfahren große Erschütterungen und Krisen innerhalb der Wirtschaftskreise, die als Besitzer solcher Werte in Frage kommen, herbeigeführt würden und daß damtt nicht nur eine allgemeine volkswirtschaftliche Schädigung, sondern auch eine Entwertung dieser „Goldwerte“ selbst verbunden sein würde. Man betont, daß es jetzt zwar leicht wäre, von den Sachwerten große Steuern zu erheben, damit aber wird die Kapitalskraft dieser Werte zu sehr geschwächt, und damit auch ihre Ertragfähigkeit für die Zukunft. Daß die Erträgnisse besonders in der Großindustrie stärker als bisher und möglichst unmittelbar an der Quelle, wo sie als Reingewinn entstehen, erfaßt und zu Steuerzwecken ausgenutzt werden müssen, darüber herrscht auch in den Kreisen der Industrie selbst kein Zweisel mehr, aber der Weg, auf dem das möglichst ohne Schädigung des Organismus der Industrie geschehen kann, soll erst noch gefunden werden. Es wird allerdings eine ernste Aufgabe derjenigen politischen und wirtschaftlichen Kreise sein, die den Gedanken der hypothekarischen Belastung ablehnen, nunmehr mit eigenen, besseren Vorschlägen hervorzutreten, um dem Ziele der Erfüllung des Ultimatums wenigstens möglichst nahe zu kommen, wenn es auch nicht möglich sein dürfte, auf die Dauer die auf Grund des Londoner Diktats unterschriebenen Verpflichtungen restlos innezuhalten. Die innerpoli#gen Folgen dieser Meinungsverschiedenheiten in der Steuerfrage lassen sich schon jetzt ziemlich deutlich voraussehen. Die Sozialdemokraten, die bis jetzt im Bunde mit Zentrum und Demokraten die Grundlage der Regierung bilden, sehen sich hier allein dem Widerspruch der andern Parteien gegenüber. Sie sind aber nicht zu Zugeständnissen geneigt. Der Vorwärts gibt der Stimmung seiner Partei u. a. in den Worten Ausdruck: „Es wird Aufgabe der sozialdemokratischen Reichstagsfraktion sein, dafür zu sorgen, daß die ursprünglich gesorderte Goldhypothek auf den Grunsbesitz eingeführt wird. Wehren sich die bürgerlichen Politiker dagegen, so wird man ihnen die Verantwortung dafür überlassen müssen, das ein Zustand geschaffen wird, in dem der besitzende Teil des Volkes steuerlich privilegiert wird, während der Verbrauch und die Produktion damit gänzlich abgedrosselt werden.“ Damit ist klar ausgesprochen, daß die Sozialdemokraten in der Steuerfrage von ihrem Plan nicht abgehen wollen, und das Gespenst der Regierungskrisis, welches man schon am Tage der Regierungsbildung vor der Unterschrift unter das Ultimarum von ferne erblickte, rückt langsam näher. Der September wird mit dem Wiederbeginn des Reichstages Klarheit darüber bringen, ob die jetzige Regierung in der Lage sein wird, ausreichende Steuerquellen aufzuschließen, denen nicht die Gefahr der Zerstörung wichtiger Wirtschaftszweige innewohnt, oder ob sich eine andere Regierung mit der Frage, wo wir die fehlenden Milliarden hernehmen, befassen muß. Zunächst ist jedenfalls eine Beantwortung dieser Frage überhau: unmöglich, solange wir nicht wissen, was aus Oberschlesien wird, denn erst die Entscheidung in dieser Frage wird gestatten, die künftigen wirtschaftlichen Kräfte Deutschlands so weit zu überblicken, als es zur Beurteilung unserer finanziellen Leistungsfähigkeit nötig ist. Deutsche Luftfahrt. Ob die Aufsicht aufhören kann? über die Besprechung der Frage der deutschen Luftschiffahrt im Obersten Rat in Paris berichtet Havas folgendes: Es standen sich zwei Auffassungen gegenüber. Von englischer Seite wurde erklärt: Man muß Deutschland Vertrauen schenken und vorweg an seinen guten Willen glauben; es müßte denn den Beweis des Gegenteils liefern. Der Krieg ist munmehr seit drei Jahren zu Ende, wir müssen endlich einmal zu einm wirklichen Frieden kommen und alle Organisationen aufheben, die noch zu sehr an den Krieg erinnern. Es ist daher geboten, es dem Völkerbund zu überlassen, die nötigen Nachforschungen über die militärische Lage in Deutschland anzustellen, so wie es in Artikel 213 des Friedensvertrages von Versailles bestimmt. Diesen Ausführungen trat Briand mit folgender Begründung entgegen: Frankreich hat schon seiner Lage nach ein ganz anderes Verhältnis zu Deutschland als England, das vor jedem Angriff durch seine Lage geschützt ist. Frankreich hat eine gemeinsame Grenze mit dem Volk, das zu allen Zeiten, seine Geschichte beweist es, nur daran gedacht hat, es anzugreisen(11). Es hat daher wohl ein gewisses Recht, mißtranisch zu sein und sich die Gewißheit zu verschaffen, daß seine kriegerischen Nachbarn ihren Angriff nicht wieder beginnen werden. Daher will Frankreich die Kontroll=Organisationen dauernd beibehalten. Jum Schluß wurde das interalliierte Militärkomitee sändt die 8 Beschl guthei soll a legt u# aus b Mense KKreise nach 1 Igroße dessen Reise Prote der 8 stimm Deut schlos ger nischbereits Tlichung will Dr. A * „aber n deren### du will To# gehofft, Linden; Ste sich ab. Bedeine u jetzt all der tigen, De Herme Le S siegreich wilder biumer linder zahlte. 2 Brust. den T dem Gesich Bild, mir d beauftragt, einen Bericht zu erstatten, aus dem hervorgehen soll, ob die Kontrollausschüsse für das Heer, die Flotte und das Luftschiffahrtswesen ihre Aufgabe fortsetzen müßten. Im verneinenden Falle soll das Komitee angeben, zu welchem Zeitpunkt diese Ausschüsse ihre Arbeiten einstellen sollen. Schließlich soll das Komitee noch erklären, ob diese Ausschüsse unter Umständen anderen Organisationen Platz machen sollen. Für die Art, in der die Bespreckingen geführt werden, ist eine kleine Episode bezeicmend: Lloyd George versuchte zwischen Lord Curzon und Briand zu vermitteln, wobei es zu folgendem Dialog kam:„Es gibt zwei Methoden, mit einer Kuh umzugehen“, sagte der Engländer,„man kann sie melken und man kann aus ihr Beessteak machen. Ich halte die erste Methode für besser.“ Darauf erwiderte Briand:„Ich auch, aber ich habe Furcht, daß die Nuh mit den Hörnern stößt.“ Massenflucht aus Rußland. Polnische Angst vor der Cholera. Während ganz Europa und Amerika, Freund und Feind, sich zur Hilfeleistung für das unglückliche Rußland zusammentut, haben die Polen nur Sorge um sich selbst. Eine Warschauer Meldung besagt: An der polnischen Ostgrenze, namentlich nach Ostgalizien zu, macht sich in letzter Zeit ein sehr starker Zustrom russischer und ukrainischer Flüchtlinge bemerkbar, die unter dem Druck der aus den russischen Hungergonvernements flüchtenden Abwanderer polnisches Gebiet betreten. Damit ist die große Gefahr der Einschleppung von ansteckenden Krankheiten, namentlich der Cholera, verbunden. Der polnische Ministerrat beschloß, Maßnahmen zur Abstellung dieser bedrohlichen Zustände zu treffen. Die polnischen„Maßnahmen", von denen hier die Rede ist, können natürlich nur Absperrungen sein, denn zu hygienischer oder sanitärer Hilfeleistung ist die polnische Lotterwirtschaft nicht in der Lage. Der Angabe, daß die Massenflucht aus Rußland sich gerade auf Polen zu bewege, wird übrigens stark widersprochen. Die Engländerin Ellen Wilkinson, die sich seit über einem Monat in Rußland aufgehalten hat, um die dortige Gewerkschaftsbewegung zu studieren, hat einiges über ihre Erfahrungen im„Manchester Guardian“ mitgeteilt. Sie widerspricht aufs entschiedenste der Annahme, daß die Hungerauswanderungen sich nach Westen bewegten. Sie gingen nach Sibirien oder sonstwohin, aber nicht nach Westen. Nach dem Westen zu gehen, läge gar kein Grund für die Verhungernden vor, denn die Zustände in Polen sind unbeschreiblich, und auch dort ist nichts zu finden. Die Hilfeleistung sei vorzugsweise eine Transportfrage, die Zahl der branchbaren Lokomotiven in Rußland betrage nur 2000, eine Zahl, die zu gering sei, um das Getreide aus den getreidereichen Gegenden Rußlands heranzuschaffen. Die Zahl der Cholerafälle beziffert sich nach Ellen Wilkinson auf 130.000. Weiter sagt Fräulein Wilkinson, es sei durchaus nicht wahr, daß in Rußland Anarchie herrsche. Die Leistungen der großzügigen Unterstützungsorganisationen fußen auf der Militärorganisation, an deren Spitze Trotzki steht. Die Militärmacht sei die leistungsfähigste öffentliche Einrichtung des Landes. Von Differenzen zwischen Trotzki und Lenin sei keine Rede. Sie ständen zueinander als Leute, die viel zusammen durchgemacht hätten, aber Lenin sei ermüdet und überarbeitet, Trotzkt sei gesund und leistungsfähig. Irlands Sinnseiner=Parlament einvernfen. Wie eine Bombe ist die Depesche aus London, die de Valeras Antwort meldele, in die Pariser Verhandlungen hineingeplatzt. Lloyd George kündigte sofort an, seine Anwesenheit in London sei dringend nötig, wichtiger jedenfalls als die in Paris— das Hemd ist mir näher als der Rock. Der Inhalt der Antwort de Valeras ist jatürlich noch unbekannt, man ist auf Vermutungen angewiesen. Eine Londoner Depesche meldet uns: Die Antwort von de Valera auf die englischen Regierungsvorschläge über die irische Regelung ist Chamberlain überreicht worden. Chamberlain sagte, als er diese Tatsache dem Unterhause mitteilte, daß er de Valeras Antwort sofort an Lloyd George nach Paris weitergegeben habe. In unter richteten Kreisen behauptet man, daß die irische Antwort ernster Art sei, so ernst, daß dadurch die Rückkehr Lloyd Georges veranlaßt werde. „Ernster Art“. d. h. mit andern Worten, es fällt den Sinnseinern gar nicht ein, sich von Lloyd Georges schönen Redensarten einwickeln zu lassen. Sie haben kein Vertrauen zu der englischen Regierung, und das kann ihnen wahrhaftig kein Mensch verübeln. Es will dagegen nicht viel bedeuten, wenn die englischen Stimmen sanfter klingen. Man kennt die englische Preßmache. Reuter erfährt aus wohlunterrichteten Kreisen, daß die Antwort de Valeras eine Fortsetzung der Verhandlungen wahrscheinlich macht und nicht darauf berechnet ist, ihren Verlauf in der Zukunft zu gefährden.„Star“ erfährt, daß die Sinnfeiner die Vorschläge Lloyd Georges mit gewissen Vorbehalten annehmen werden. Das sind, wie gesagt, Reutermeldungen, die nur mit Fragezeichen genießbar werden. Aber selbst Reuter muß die folgende Meldung verbreiten: Das Sinnseiner=Kabinett hat seine Vertreter in Rom, Paris und Washington beauftragt, nach Irland zurückzukehren, um einer Sitzung des Sinnseiner=Parlaments beizuwohnen. Das bedeutet, daß die irischen Nationalen vor die schwerste Entscheidung gestellt werden, die sich denken läßt, und daß sie durchaus nicht gewillt find, die Katze im Sack zu kaufen. Spanien. X Regierungswechsel. Nach einer Meldung aus Madrid ist das spanische Kabinett zurückgetreten. Maura ist mit der Bildung des Kabinetts beauftragt worden. Türket. X Abkommen mit der Ukraine. Der türkische Botschafter bei der russischen Sowjetrepublik Ali Fund forderte die ukrainische Regierung auf, die Verhandlungen über das beabsichtigte ukrainisch=n kische Abkommen in Angora zu führen und ihre Vertreter dorthin zu senden, da die türkischen Staatsmänner infolge der Größe des historischen Augenblicks, den das türkische Volk durchlebte, nicht abkömmlich sind. Zugleich schlägt Ali Fuad eine türkisch=ukrainische Konvention über die Rückkehr der Kriegsgesangenen vor, die vor Abschluß des Hauptvertrages in Kraft treten soll. Japan. X Noch ein Bölkerbund! Aus Tokio wird gemeldet: Ein höherer japanischer Beamter des Außendepartements erklärte, daß Japan bereit sei, wenn die Konferenz in Washington es beschließen sollte, sich an einer von ding zu errichtenden Völkergemeinschaft zu beteiligen. Politische Rundschau. Deutsches Neue deutsche Zahlungen an die Entente. Deutschland hat jetzt zur Einlösung der von ihr an die Entente übergebenen Schatzwechsel wieder Zahlungen im Betrage von ungefähr 250 Millionen Goldmark geleistet. Infolgedessen sind der deutschen Regierung von der Reparationskommission fünf Schatzwechsel, von denen jeder auf 10 Millionen Dollar lautet, zurückgegeben worden. Die Summe, die zur Einlösung des nächsten Schatzwechsels erforderlich ist, befindet sich auch schon in den Händen der Reparationskommission. Freigabe der Getreideeinfuhr? Dieser Tage hat eine Sitzung im Reichsministerium für Ernährung und Landwirtschaft stattgefunden, in der die Frage der freien Einfuhr von Brotgetreide, Weizen und Roggen mit den in dem Aufsichtsrat der Einfuhrgesellschaft für Getreide und Futtermittel vereinigten Vertretern von Handel, Landwirtschaft und Mühlenindustrie erörtert worden ist. Sämtliche Vertreter der genannten Wirtschaftsgruppen haben sich, namentlich mit Rücksicht auf die derzeitige Preisbildung für Weizen im Inland, einstimmig für sofortige restlose Aufhebung der bisher bestehenden Einfuhrsperre für Brotgetreide ausgesprochen. Die Entscheidung des Reichsministeriums in dieser Frage soll schon in den nächsten Tagen erfolgen. Wied der Reichstag einberusen? In Berlin fand eine Besprechung zwischen Reichskanzler Wirth, Reichstagspräsident Löbe und dem stellvertretenden Vorsitzenden des Auswärtigen Ausschusses, Hermann Müller, statt. Die Besprechung drehte sich natür: lich um die oberschlesische Frage. Als Ergebnis dieser Besprechung ist festzustellen, daß der Auswärtige Ausschuß bald zusammentreten soll. Wenn jedoch eine Verschärfung der Lage eintritt, soll unter allen Umständen das Plenum des Reichstages zusammentreten. Griechenland. X Vom Orientkrieg. Aus Athen wird geineldet: Ein griechischer Minister hat den Blättern mitgeteilt, daß die Griechen nicht wieder den Fehler von 1918 wiederholen würden und sich mit den Türken auf einen Waffenstill stand einließen. Die Griechen seien fest entschlossen, sich Bürgschaft dafür zu verschaffen, daß die Türken die Feindseligkeiten nicht wieder aufnehmen können. Man hat den Eindruck, als sei diese Meinungsäußerung vor der letzten griechischen Niederlage erfolgt. Nordamerika. X Die Abrüstungskonserenz. Reuter meldet aus Washington: Die Einladung zur Abrüstungs= und Pacific= konferenz ist an Großbritannien, Frankreich Japan, China und Italien abgesandt worden. Der Text der Einladung wurde veröffentlicht. Er schränkt den Spielraum der Verhandlungen nicht ein, regt aber an, den Rüstungen zur See den ersten Platz unter den Verhandlungsgegenständen einzuränmen, wenngleich die anderen Rüstungsarten von der Diskussion nicht ausgeschlossen sein sollen. und Volkswirtschaft. Der Stand der Mark. Die nachstehende Tabelle besagt, wieviel Mark für 100 Gulden, 100 dänische, schwedische, norwegische, österreichische, ungarische oder tschechische Kronen, 100 schweizerische, belgische und französische Frank, 100 italienische Lire, sowie für Dollar und 1 Pfund Sterltng gezahlt wurden.,(„Brief“— angeboten;„Geld“— gesucht.) Danach war also Holland 6,7; Italien 24 die Mark in Pfennigen ungefähr wert in 2: England 6,9; Amerika 5,1; Frankreich 12.8 Drahtmeldungen vom 13. August Oberschiesiens Aussichten Berlin. Die Frage, welche Aussichten die neue Wendung Deutschland bietet, wird von den Blättern verschieden beantwortet. Das„Berliner Tageblatt“ glaubt feststellen zu bürfen, daß sich materiell in der Frage der Grenzfestsetzung die Lage Deutschlands durch die überweisung vor das Forum des Völkerbundes nicht verschlechtert habe. Im Gegensatz zu dieser Auffassung spricht die„Germania“ von einer Enttäuschung. Der„Vorwärts“ äußert sich über die deutschen Aussichten folgendermaßen: Man darf wohl annehmen, daß Lloyd George dem Vorschlag nicht zugestimmt hätte, wenn er eine diplomatische Niederlage seines Landes befürchten würde. Auch lasse die Zusammensetzung des Völkerbundsrates darauf schließen, daß Frankreich außer vielleicht Belgien kaum jemand in dieser Völkerschaft zu seinem Standpunkt bekehren dürfte. Der„Lokal=Anzeiger“ zweifelt daran, daß das Kollegium des Völkerbundsrates überhaupt eine befriedigende Regelung der overschlesischen Frage vornehmen könne. Berlin. In der Beurteilung des Auftrages des Obersten Rates, die oberschlesische Frage an den Völkerbundsrat zu überweisen, sind sich sämtliche Morgenblätter in dem Punkte einig, daß die neue Verzögerung m der Entscheidung über Oberschlesien aufs schwerste nicht nur die Interessen der oberschlesischen Bevölterung schädige, sondern auch neue Beunzuhigung in die weltpolitische Lage hineintrage. Die Blätter wünschen daher dringend, daß der Völkerbundsrat so schnell wie möglich sein Gutachten über Oberschlesten abgebe. Glühender Lorbeer Roman von A. Seyffert=Klinger Nachdruck verboten Bes aller Objektivität meiner Empfindungen kann ich es doch nicht verhindern, daß das Gift des Hasses mich beschleicht, wenn ein anderer die Lorbeeren erntet, welche mir gebühren. Neid und Mißgunst aber zersplittern die Kraft zum Schaffen. Nur in der Ruhe, im ungestörten Frieden llegt wahre Größe, kann ein gutes Werk gedeihen. Darum gehe ich. Drüben will ich zu vergessen suchen, was mich jetzt mit tausend Zweiseln peinigt, mir Herzklopfen und Gewissensbisse verurfacht. Durste ich Beeskow den Willen tun? Auf diese Frage finde ich noch keine Antwort. Das aber weiß ich, wenn es sich zeigt, daß mein Outer dem Freunde genützt hat, wenn er selbst ein vollwertiges Werk geschaffen, werde ich zur Ruhe kommen, unseren Irrtum milder beurtellen. Von Beeskows Streben, nene geliebte Marion, hängt gewissermaßen auch meine Zukunft ab. Bleibt er ein Stümper, so wird das Schuldbewußtsein mich nie zur Ruhe kommen lassen. Ueberwindet er Unlust und Unfähigkeit, so wird das für mich ein Sporn zu froher, emsiger Arbeit sein; denn mein Opser wurde hann ja nicht umsonst gebracht. Durch die gemeinsame Schuld ist Reinholds Schicksal mit dem meinigen eng verknüpft. Und nun eine Bitte. geliebte Marion: Eine Irau vermag so unendlich viel, und Reinhold Ist sanstem Einsluß überaus zugänglich. Seien Sie lhm die Freundin, welche er in seiner Gattin, mag sie nach so viele Vorzüge besitzen, niemals finden kann! Versuchen Sie es, ohne daß es lom aufdringlich zum Bewußtsein kommt, sein gebrochenes Selbst wieder auszurichten, wenn er in Untätigkeit verl#nkt, ihn anzuspornen, die Lusi zum Scha#ffen in ihm zu wecken! Ich glaube an sein Talent, seine Vollwertigkeit. Auch Sie mussen an Reinhold Beeskow glauben. Ich muß sernbleiben, e dursen in seiner Nahe ausharren. Und wenn der #an kommt, Geliebte, wo Reinhold selbsterrungene Lorheren pstückt, dann schlagt auch für uns die Erlösungskunde, dann habe ich es nicht mehr nötig, mich in Sehnncht nach Dir zu verzehren. Noch eins: Da ist ein Kollege, der Maler Tondor#, ein trotz seiner Tüchtigkeit miserabler Kerl. Dem mißtraue, und wenn Du dazu imstande, so verleide ihm das Wiederkommen! Wenn dieser Brief Dich erreicht, Marion, umspülen schon die grünen Fluten des Meeres das Schiss, welches mich der neuen Heimat entgegenträgt.... Ohne daß ich es wollte, bin ich von der konventionellen Form zu dem„Du übergegangen, mit dem ich Dich in meinem sehnsüchtigen Herzen längst anrede. Du wirst mir nicht drum zürnen. Mit Dir weiß ich mich eins. In Zeit und Ewigkeit Dein. Linden." Mehrere Male noch las Marion den Brief, der ste im innersten Herzen sroh und glücklich machte. Nun hatte sie eine heilige Mission zu erfüllen, und sie war nahe daran gemesen, Beeskows Bitte zurückzuweisen. Eins nur siel ihr schwer auss Herz. das Bewußtsein, gerade an Tondorf die Schuld ihres Schwagers verraten zu haben, an Tondorj, vor dem Linden so eindrinnlich warnte 10. Kapttel. Langsam schritt Beeskow von einem Raum seinen vornehmen Heims in den anderen. Wohin auch dar Auge blickte, es begegnete wohlgehegter Schönheit. Was aber nützte ihm die ganze Herrlichkeit, kam er sich doch wie ein Fremoert#azwischen vor Den Salon, in welchem das Porträt der Signora hing, mied er konsequent, weil beim Anblick des Bildes sein mühsam aufgerichtetes Selbst wieder zusammenbrach. Heute in seiner gehobenen Stimmung wagte er er zum erstenmal, ohne daß der Zwang es forderte, vor das Bild hinzutreten. Wohl bäumte sich. als er es in seiner Vollendung vor sich hatte, alles in ihm auf, dach zuversichtlich flüsterte er:„Du sollst mich nicht länger an mein Unrecht erinnern, sondern mir Sporn zu unermüdlichem Streben sein!“ Er war überzeugt, daß W ion nachgeben mußte. Er war aus seiner Schlaffheit erwacht und fühlte die Kraft in sich, zu gestalten. Das Bild, auf welchem Marions Gestalt die Hauptfigur bilden sollte, stand bereits fertig vor seinem Geiste da. Er wollte fort, ohne sich von seiner Gattin zu verabschieden, doch da lief er ihr gerade in den Weg. Sie trug eine Schale mit wundervor dustenden Mürvekuchen. Die Schleppe ihres seidenen Hauskleides hatte sie hochgesteckt und eine große weiße Wirtschaftsschürze darübergebunden. „Ich wollte dir und Marion eine Kostprobe meines Selbstgebackenen bringen,“ sagte sie heiter,„greif nur zu, Mannchen! Hast du eine Ahnung, wo ich meine Schwägerin iinde?“ „Marion ist in ihrem Zimmer, ich war soeben bei ihr.“ „Sieh, steh! Wäyrend ich mich draußen um euer Wohl abmühe, haltet ihr traute Zwiesprache „Das nun gerade nicht, Thusst— ah— deine Kochkunst verdient, prämüiert zu werden. Das Zeug schmeckt nach mehr. Weißt du was? Gib mir den Rest da in einer Tüte mit, ich wollte nämlich soeben aus ein paar Stunden nach meinem Atelier gehen.“ „Dann vergiß nur das Wiederkommen nicht!" meinte Thesnulda, aus einer Schublade, wo man Tüten aufbewahrte, eine solche herausnehmend und füllend, und hartnäckig, nach Art der meisten Hausfrauen, fuhr sie fort: „Was führte dich in Marions Zimmer?" Mu einem Anflug von Laune entgegnete Beeskom: „Meine Kunst. Ich will Marion malen. Das Bild soll mir neuen Ruhm und Ehren einbeingen. Aber Marion tragt noch Bedenken; ou mußt sie überreden, Schatz, ja?“ Wiederho kommen, unt wied polnische polnischen schaftlicher die Arbei der Insur mee eing Grenze an auf Oberf nicht entsp wa Die poln die Grenze Oberschleft London Frage seiel in dei Englä Fragen, die herangetreten die französis Deutschlands Regelung Dies sei wie in der werde die Versuch, De und es risk einem überle habe, daße Paris. Mitglied des oberschlesische Auch die Zule scheinlich besti daß der Völk linien festzuse völtischer, geo begründetes oberschlesischen Paris. sich mit der Völkerbundsrat England, Italie punkt vertreten reichs nicht und die Vernun nicht den Vorwu die Krisenstimmu französische Regi dem Schiedsspru wenn er nicht abgegeben werde Pertinax Ergebnis in de - und Lloyd Georg kurz oder lang Meinung Ministerpräsident nahme der Löst Bölkerbundrates Sonnta nachm bei Herrn Gastw Verso ehemalge wecks Grün Nach Aufna Freibier u. 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Daher ist mit einer Beteiligung der Insurgenten um zu rechnen, wenn die polnische Armee eingerückt ist. Du man in polnischen Kreisen jenseits der Grenze angeblich darüber flat ist, dan den polnischen Wünschen auf Oberschlesien nach den bisherigen Pariser Verhandlungen nicht entsprochen wernen dürfte, will man sich einfach mit Gewalt hollen was man auf andere Art nicht erhalten kann. Die polnschen Soldaten un der Grenze rusen jeden Tag über die Grenze hinweg, daß sie spälestens am Sonntag in Oberschlesien einmarschieren werden. Welche Anschauung wird flegen? London.„Westminster Gazette“ schreibt, die oberschlesische Frage sei ein gutes Beispiel der verschiedenen Geistesverfassung, in dei Engländer und Franzosen an eine ganze Gruppe von Fragen, die sich aus dem Friedensvertrage ergeben haben, herangetreten seien. Es handle sich hier um die Frage, ob die französische Theorie der gewaltsamen Zerstückelung Deutschlands oder die hritische Theorie einer friedlichen Regelung durch Versöhnung die Oberhand gewinnen sollen. Dies sei ebenso in der Frage der Sanktionen am Rhein, wie in der oberschlesischen Frage zu erwägen. Frankreich werde die Unterstützung der Welt nicht erhalten bei seinem Versuch, Deutschland zu seiner eigenen Sicherheit zu zerstören, und es riskiere, daß es sich in einer isolierten Minderheit einem überlegenen Feinde gegenüber befinde, den es so geplagt habe, daß eine Versöhnung ausgeschlossen sei (Mittags=Meldungen) Der Arbeitsplan des Völterbundes Paris. Wie der„Matin“ mittellt, wird Polen als Mitglied des Bölkerbundes bei der Beratung über die oberschlefische Frage jedenfalls konsultativ zugelassen werden. Auch die Zulassung eines deutschen Delegierten wird wahrscheinlich bestimmt werden. Das Blatt sagt, es sei Tatsache, daß der Völkerbundsrat es übernehmen werde, die Grenzlinien festzusetzen. Man erwartet von ihm, daß er in völtischer, geographischer und wirtschaftlicher Beziehung ein begründetes Gutachten abgeben werde, nach dem sich die oberschlesischen Grenzlinien von selbst ergeben werden. Die Stimmung in Frankreich Paris. Die gesamte französische Morgenpresse beschäftigt sich mit der Verweisung der oberschlesischen Frage an den Völkerbundsrat.„Petit Parisien“ schreibt, die Tatsache, daß England, Italien und Japan anscheinend den gleichen Standpunkt vertreten haben, könne die einmütige Meinung Frankreichs nicht erschüttern. Wenn aber Frankreich das Recht und die Vernunft für sich zu haben glaube, könne man ihm nicht den Vorwurf machen, durch seine eigene Halsstarrigkeit die Krisenstimmung in Europa verlängert zu haben. Die französische Regierung sei anscheinend geneigt, sich dem Schiedsspruch des Völkerbundsrates zu fügen, selbst wenn er nicht einstimmig, sondern mit Stimmenmehrheit abgegeben werde. Pertinax sagt im„Echo de Paris=: Um zu einem Ergebnis in der Teilungsfrage zu kommen, haben sich Briand und Lloyd George auf ein Verfahren eingelassen, daß über kurz oder lang ein Aufgeben der französischen Meinung nach sich ziehen wird. Pertinax erklärt, daß Ministerpräsident Briand sich schon im voraus für die Annahme der Lösung verpflichtet habe, die die Mehrheit des Bölkerbundrates finden werde. Aus der Heimat— für die Heimat Lübbecke, 13. Aug. Zur Regelung des Brot“ und Mehlverbrauchs ist eine neue Verordnung erlassen, die bereits morgen in Kraft tritt. Es sei deshalb auf dieselbe auch an dieser Stelle besonders aufmerksam gemacht. Lübbecke, 12 August. Schöffengerichtssitzung. In der heutigen Sitzung des Schöffengerichts kamen folgende Sachen zur Verhandlung: Die Ehefrau Qu. in F., der am 1. Juli 1905 geborene August Qu., der Karl Qu. und der Fritz S. sind angeklagt, am 3. Februar d. J. in F. gemein. schaftlich eine silberne und eine goldene Uhrkette, zwei Geldbörsen mit 10 und 20 e Inhalt und einige Säcke entwendet zu haben. Da die heutige Beweisaufnahme eine direkte Schuld der Ehefrau Qu. und des August Qu. nicht erbrachte, so mußte die Freisprechung dieser beiden Angeklagten erfolgen, dagegen waren din Angeklagten Karl Qu. und Fritz S. auf Grund ihres teilmeisen Geständnisses und der Zeugenaussagen zu verurtellen Es wurde gegen Karl Qu. auf sechs Wochen und gegen Fritz S. auf 3 Monate Gefängnis erkannt. Gleichzeitig wurde aber die Strafvollstreckung auf drei Jahre ausgesetzt.— Dem Arbeiter M. in J. war ein Strafbefehl über 300 M zugestellt, weil er fortgesetzt ohne Erlaubnis gewerbsmäßig Vieh zum Weiterverkauf aufgekauft hat. Gegen diesen Strafbefehl hat M. rechtzeitig Einspruch eingelegt. Da der Angeklagte aber trotz nachgewiesener ordnungsmäßiger Ladung zum heutigen Termin nicht erschienen, auch nicht durch einen Rechtsanwalt vertreten war, wurde der Einspruch ohnn Beweisaufnahme verworfen.— Dem Landwirt W. in H. wird zur Last gelegt, 325 kg Brotgetreide unbefugt beiseitegeschafft zu haben. Behufs weiterer Aufklärung des Sachverhalts wurde die Sache vertagt.— Wegen Unterschlagung eines Jagdhundes war gegen den Ackersmann T. in Et. ein Strafbefehl über 100 M erlassen, gegen welchen T. rechtzeitig Einspruch eingelegt hat. Die Sache wurde behufs weiterer Aufklärung vertagt— Beiseiteschaffung von 350 Pfund Roggen wird dem Kolon T. in G. zur Last gelegt. Gegen den in Höhe von 350 J erlassenen Strafbesehl war Einspruch eingelegt. Erkannnt wurde auf eine Geldstrafe von 250 K. Pr. Oldendorf, 13. Aug. Die Ungültigkeit oder der Verfall des Notgeldes wird vom Publikum noch zu wenig beachtet. Die Banken und Kassen müssen die Einzahler sehr häufig mit den ungültigen Scheinen und Stücken zurückweisen. Es wird daher nochmals an dieser Stelle darauf aufmerksam gemacht, daß Notgeld(Scheine und Münzen) von verschiedenen Städten nicht mehr gültig und verfallen sind. Genauere Auskunft erteilen die Banken und öffentlichen Kassen. Man tut daher gut, sich daselbst frühzeitig zu erkundigen und die Geldscheine vorm Verfall dort einzulösen. Dielingen, 13. August. Der Mörder des Fräulein Lohmeyer, der später das Haus, in dem diese mit ihrem Bruder wohnte, in Brand steckte, Heinrich Redecker, wurde gestern von der Strafkammer Bielefeld zu 12 Jahren Gefängnis verurteilt. Das Geständnis des Angeklagten machte die Vernehmung einer Reihe von Zeugen überflüssig. Der Staatsanwalt hatte 15 Jahre Zuchthaus beantragt und fand sehr scharfe Worte zur Verurteilung der rohen Tat. Lembruch, 11. August. Ein schändlicher Streich. In der letzten Nacht sind von ruchloser Hand 14 Pferden, die im Wetscher Bruche weideten, die Schweife bis oben hin abgeschnitten worden. Wimmer, 12. August. Schadenfeuer, Gegen 5 Uhr gestern nachmittag brach gleichzeitig im Wohnhause und in der Scheune des Christian Stegmann in der Kalender der Woche Sonntag, 14. August Pr. Oldendorf: Junggesellen=Verein„Beharrlichkeit", Harlinghausen Sommerfest Reiningen: Schützenfest Holzhausen: Ehemalige Feldzugsteilnehmer Versammlung zwecks Gründung eines Kampf=Vereins Montag, 15. August Inkrafttreten der neuen Mehl= und Brotpreise Mittwoch, 24. August Rahden: Tierschaufest Donnerstag, 25. August Rahden: Tierschaufest In diesem Kulender finden alle öffentlichen und Vereinsveranstaltungen Aufnahme, die in dieser Zeitung angezeigt sind. Wimmer Feldmark Feuer aus, das an den Erntevorräten reiche Nahrung fand. Dem tatkräftigen Zugreifen einiger Leute, die in der Nähe des Hauses heuten, ist es zu verdanken, daß alles Vleh und das ganze Mobiliar gerettet werden konnte. Unglücklicherweise war Herr Stegmann kurz vorher fortgefahren. Die Scheune ist vollständig niede gebrannt, während von dem steinernen Wohnhause die Umfassungsmauern noch stehen. An der Brandstelle erschienen Bohmter Feuerwehrleute mit Spritze und Wimmer Feuerwehrleute. An eine wirksame Bekämpfung des Brandes konnte bei dem herrschenden Wassermangel jedoch nicht gedacht werden. Seit dem Ausbrechen des Feuers vermißte man den Vater des Besitzers und brachte sein Verschwinden gleich mit dem Brande in Verbindung. Die Nachforschungen am heutigen Vormittag haben tatsächlich ergeben, daß St. sich durch einen Karabiner= schuß selbst getötet hat. Vollkommen unkenntliche Teile der Leiche wurden an der Stelle des Pferdestalles gefunden. Daueben lag der Karabiner und eine abgeschossene Patrone. Hiernach ist bestimmt anzunehmen, daß der alte St. den Brand an zwei Stellen selbst angelegt und danach Selbstmord begangen hat. Gründe, die so schwerwiegend sind, daß sie ihn zu einer solchen Tat treiben konnten, sind nicht bekannt. Quakenbrück, 12. August. Während die Schlachterei Max Kossens in den hiesigen Zeitungen bekannt gibt, daß sie infolge günstigen Einkaufs junges dickes Rindfleisch heute und morgen für 7 0n das Pfund verkauft, ist in Berge A. Neublum, der vorläufig jeden Freitag bestes Rindfleisch für 8 M abgibt. Rheine. 12. Aug. An Alltoholvergislung gestorben ist in der vorletzten Nacht ein Mann aus dem Amte Rheine, der 500 Mart gestohlen und sich von dem gestohlenen Golde sinnlo; betrunken hatte. Als er gestern morgen vorgeführt werden sollte, lag er tol in der Zelle. Er war im Alkohol erstickt. Rinteln, 12. Aug.(Von Warschau bis Rinteln zu Fuß.) Einen bemerkenswerten Marsch vollführte die Schwiegermutter des Herrn Wilh. Behrens in Silixen, eine geborene Deutsche. Sie hatte bisher ihren Wohnsitz in Warschau und da sie es dort nach ihrer Angabe in letzter Zeit zu ungemütlich sand, beschloß sie, nach Silir ihrer Tochter überzusiedeln. Vor etwa sechs Wochen machte sie sich auf den Weg und tras am Sonnabend in Rinteln ein, um den Weg nach Silixen fortzusetzen. Die Leistung dieser vierundsechzigjährigen Frau ist um so bewunderungswürdiger, als sie den weiten Weg barfuß und mit einem schweren Bündel, das ihre Habseligkeiten barg, zurückgelegt hat. Sonntag, 14. August, nachmittags 5 Uhr bei Herrn Gastwirt Kleimann, Holzhausen Versammlung ehemalger Feldzugsteilehmer von 19/4/18 wecks Gründung eines Kampf=Vereins. Nach Aufnahme der Mitglieder Freibier u. gemütl. Beisammensein. Um zahlreiches Erscheinen bittet der vorläufige Vorstand NB. Zutritt haben nur Kameraden, welche in Feindesland waren Beeskom: Das Bild ten. Aber überreden. Zinkwaren billig: Zinkeimer 12.50 Zinkwannen 30.— Zinktöpfe 35. Emailletöpfe, Aluminiumtöpfe und Kessel. Reiningen Unser diesjähriges Schützenfest findet am Lonntag, 14. August und Montag, 15. August bei Herrn Wirt Bahrenholt statt. Am 1. Tage 12½ Uhr Antreten im Vereinslokal zum Abholen des Königs, von 3 Uhr ab Königsschießen, von 1 Uhr ab Konzert u. Ballmusik. Am 2. Tage von 4 Uhr an Preisschießen. darauf folgen Konzert und Ballmusik. Drogen Medikamente, Medizinische Präparate, Oceinfektionsmittel, Schmerzstillmittel, Einreibemittel, Tierarzneimittel, Ungeziefergifte ständig vorrätig. IV. Schluer##### Bohmte Tose zum Tierschaufest in Rahden (auch ganze Listen) zu haben bei G. T. Meyersieck. Pr. Oldendorf Roßschlachterei— Speisewirtschaft Friedrich Gensch, Osnabrück Gr. Hamkenstr. 32— Fernruf 393 zahlt höchste Preise für Schlachtpferde. Fur Vermittelung vergüte hobe Provision. Bei Not chlachtungen komme sofort zu jeder Tageszen# Eigene Trausportwagen Reine neue eingerichtete Damen= Schneiderei übernimmt die Anfertigung von Kleidern, Blusen, Röcken, und Kostümen aller Art. * Ferner wird das Amändern, Modernisieren und Aufarbeiten schnellstens besorgt. * Für eilige Sachen ist die augenblickliche Zeit am besten geeignet, da zum Herbst der — Andrang größer wird.— * Machen Sie einen Versuch. W. Schluer kach, Bohmte — Hagen-und Leberleiden+— behandelt mit nachweisbar guten Erfolgen F. H. Mill, Lübbeoke, Mindenerstr. 30. Sprechstunden Dienstags und Donnerstags von 9—5 Uhr. bie 99 gauibel soll #legt u aus b Menso Kreise nach große dessen Reise Prote der 9 stimm D Deut schlos ger nischbereits Tlichung Iwill „über nitt deren du will To gehofft, Linden St# sich ab. Bes deine v jetzt all B demsell sene Sn tigen,## P c c Herme# Le# siegreich wider blumen linder D Brust. den T# dem Gesich 2#d, mir d zu dem am Programm und Einladung 24. und 25. Hugust 1921 in RAHDEN stattfindenden Tiersc des landtoirtschaftlichen Kreisvereins kübbecke. Am 2a. August: Morgens 7½ Uhr: Versammlung der verschiedenen Kommissionen. Die Kommission für Prämiierung landwirtschaftlicher Maschinen tritt bereits am 23. August, nachmittags 2 Uhr zusammen. Morgens 8 Uhr: Aufstellung der vorzuführenden Tiere 9„ Beginn der Tätigkeit der Prämiierungs. Kommissionen „ 12„ Vorführung der prämiierten Tiere 2„ Gemeinschaftliches Festessen, das Gedeck 15.— K. kein Weinzwang. Morgens und nachmittags sowie während des Festessens großes Militär=Konzert, ansgeführt von der gesamten Kapelle des Ausbildungs= Bataillons Infanterie=Regiments Nr. 16 Osnabrück, unter persönlicher Leitung des Obermusikmeisters Georg Voigt. Abends 7 Uhr: Beginn des Festballes. An Prämien werden gezahlt: 2) für Pferde 3000 M b)„ Rindvieh. 5000„ c)„ Schweine 1500„ d)„ Ziegen und Schafe 1000„ e)„ Federvieh und Bienen..... 1000„ 0)„ landwirtschaftliche und Molkerei=Produkte 1000„ g)„ landwirtschaftliche Maschinen und Geräte 2000„ Ferner stehen den Kommissionen mehrere Diplome zur Verfügung. Bedingungen der Prämiierung 1) Die Prämien werden nur an Kreiseingesessene verabfolgt, und zwar unter nachfolgenden Bedingungen: a. Die Tiere müssen schon sechs Monote im Besitz des Ausstellers sein; b. gewerbsmäßige Händler können nur mit selbstgezüchtetem Vieh konkurrieren. 2) über das ausgestellte Vieh und andere Gegenstände wird ein Verzeichnis herausgegeben, das auf dem Ausstellungsplatze zum Preise von 3 M erhältlich ist. Eine genaue Anmeldung, die spätestens bis zum 15. August d. J. beim landwirtschaftlichen Ortsverein zu Rahben durch die landwirtschaftlichen Oitsvereine zu erfolgen hat, ist erforderlich. Nicht angemeldete und in das Verzeichuis nicht aufgenommene Tiere und Gegenstänbe sind von der Prämtierung ausgeschlossen. 3) Die Prämien für Vieh und landwirtschaftliche Produkte werden nur an Vereinsmitglieder vergeben, gewerbemäßige Händler können auch hier nur mit selbstgezüchtetem Vieh konkurrieren. Bei der Prämiierung landwirtschaftlicher Maschinen findet eine Beschränkung inbezug auf die Aussteller nicht statt. Die Aufstellung der Tiere geschieht nach Anweisung der vom Vorstande dazu angestellten Kommission. Ohne ausdrückliche Erlaubnis derselben darf kein Tier auf einen anderen Platz gebracht oder von der Ausstellung entfernt werden. Sämtliche ausgestellten Bullen sind mit zuverlässigen Nasenringen zu versehen oder müssen derartig gefesselt sein, daß sie keinen Schaden anrichten können. Nach der Vorführung des prämiierten Viehes stellen verschiedene Rindviehzuchtgenossenschaften des Kreises Lübbecke männliche und weibliche Tiere zum Verkauf. Diese Tiere sind im Katalog besonders aufgeführt. Für Vieh und Gespanne von außerhalb wird auf vorhtrige Nachricht vom Vorstande des landwirtschaft. lichen Losalvereins Rahden für die Tage vom 24. bis 25. August Stallung nachgewiesen. Die Aussteller von größeren landwirtschaftlichen Maschinen müssen dieselben schon am 28. August bis mittags 12 Uhr betriebsfertig aufgestellt haben Anmeldungen sind schleunigst an den Vorstand des landwirtschaftlichen Lokalvereins zu Rahden zu richten. 4) Der Zutritt zum Festplatze für Vereinsmitglieder und deren Familienangehörtge beträgt 5 J. Nichtmitglieder zahlen 10 M. Die Eintrittskarten müssen sichtbar getragen werden und sind nicht übertragbar. Eintrittskarten haben zum Festballe Gültigkeit. Die Mitglieder der dem Kreisverein angeschlossenen Ortsvereine müssen die Eintrittskarten für sich und ihre Familien bei den Vorsitzenden ihrer Ortsvereine vorher in Empfang nehmen; auf dem Festplatze werden Karten an Mitglieder der Ortsvereine nicht mehr verabfolgt. Kommissions=Mitglieder I. Verwaltung=Kommission 1. Vereinsdirektor Freiherr von Ledebur zu Crollage, Vors2. Okonomierat Bückendorf zu Rahden 3. Kreisstraßenmeister Weckner zu Rahden. II. Brämtierungs=Kommission für Pferde 1. Tierarzt Dr. Dettmer zu Rahden, Vorsitzender 2. Kolon Schlottmann zu Pr. Ströhen Nr. 63, Stellvertr. 3. Pächter Langewisch zu Fabbenstedt 4. Kolon Langelahn zu Destel Nr. 6 5. Kolon Christian Ortgies zu Rahden Nr. 39. II. Prämiierungs=Kommission für die Rindvieh=Zuchtgenossenschaften 1. Zuchtinspektor Dr. Bölng zu Paderborn, Vorsitzender 2. Kolon Install zu Pr. Ströhen Nr. 8, Stellvertreter 3. Kolon Uffelmann zu Twiehausen Nr. 16 4. Kolon Ummelmann zu Rahden Nr. 38 5. Kolon Glauert zu Hedem Nr. 3. IV. Prämiierungs=Kommission für Rindvieh, schwerer Schlag 1. Kolon Steinkamp zu Sielhorst Nr. 7, Vorsitzender 2 Kolon Dieckhoff zu Levern Nr. 4, Stellvertreter 3. Kolon Hahler zu Destel Nr. 17 4. Kolon Niemeyer zu Wehdem Nr. 68 5. Kolon Obermeyer zu Drohne Nr. 70. V. Prämiierungs=Kommission für Rindvieh, leichter Schlag 1. Inspektor Höpker zu Crollage, Vorsitzender 2. Inspektor Kreutzer zu Obernfelde, Stellvertreter 3. Landwirt Beiert zu Lübbecke 4. Kolon Redecker zu Engershausen Nr. 7 5. Kolon Blankenstein zu Heddinghausen Nr. 3 6. Kolon Hesekamp zu Dielingen. VI. Prämtierungs=Kommission für Schweine 1. Kolon Steinkamp zu Hartenfelde, Vorsitzender 2. Kolon Huchzermeyer zu Huchzen Nr. 1, Stellvertreter 3. Kolon Spreen zu Pr. Ströhen Nr. 6 4. Kolon Böker zu Hüllhorst 5. Kolon Ehlert zu Dielingen Nr. 55. X. Prämiierungs=Kommission für landwirtschaftliche Maschinen und Geräte 1. Gutsbesitzer Kämper zu Renkhausen, Vorsitzender 2. Schmiedemeister Wellpott zu, Gestringen, Stellvertreter 3. Kolon Sander zu Rahden Nr. 5 4. Schmiedemeister Knollmann zu Heddinghausen Nr. 49 5. Kolon Meyer zu Stockhausen Nr. 49. XI. Verlosungs=Kommission 1. Amtsrentmeister Bock zu Rahden, Vorsitzender 2. Kaufmann Rudolf Hunke zu Lübbecke, Stellvertreter 3. Lehrer Kleese zu Lashorst 4. Kaufmann August Wagenfeld zu Barl Nr. 71 5. Kaufmann Albert Gröne zu Schnathorst 6. Kaufmann Alfred Grosser zu Lübbecke 7. Kaufmann Meyersieck jun. zu Pr. Oldendorf 8. Landwirt Röhr zu Sundern Nr. 1. Am 25. Augusi, vorm. 10 Uhr beginnt die große Verlosung, während derselben Militär=Konzert. Nachmittags von 4 bis 7 Uhr großes Militär=Konzert, chafe VII. Prämtierungs=Kommission für Ziegen und 1. Hauptlehrer Freund zu Wehdem, Vorsitzender 2. Schneidermeister Pottschmtdt zu Levern, Stellvertreter 3. Werkmeister Schröder zu Isenstedt 4. Färber Dökel sen. zu Gehlenbeck 5. Zahntechniker Hodde zu Rahden Nr. 154. VIII. Prämiierungs=Kommission für Federvieh I. Hauptlehrer Gärtner zu Oppendorf, Vorsitzender 2. Lehrer von Aschen zu Hüllhorst, Stellvertreter 3. Kaufmann Wilh. Kaiser zu Isenstedt Nr. 96 4. Landwirt August Löhr zu Barl Nr. 9 Landwirt Hehe zu Twiehausen 6. Heuerling Angelbeck zu Dielingen. X. Prämiierungs=Kommission für landwirtschaftliche und Molkerei=Erzeugnisse 1. Schuldirektor Dr. Altfelix zu Stockhausen, Vorsitzender 2. Kolon Schäfer zu Behlage Nr. 46, Stellvertreter 3. Kolon Vortriede zu Harlinghausen 4. Kolon Meyer zu Tonnenbeide Nr. 14 5. Kolon Stockmann zu Frotheim Nr. 7. darauf Zur Ausgabe gelangen 7000 Lose zu 10 Mark und kommen u. a. zur Verlosung: mehrere Stück Vieh, landwirtschaftliche Maschinen und Geräte. Die Verlosungs=Kommission wird sämtlich Verlosungs=Gegenstände auf dem Ausstellungsplatze ankaufen Lose zu 10 M sind bei den Mitgliedern der Verlosung Kommission zu haben. Die einige Tage nach der Verlosung erscheinende Gewinnliste wird der„Tageszeitung für den Kreis Lübbecke“, der „Rahdener Wochenblatt“ und dem„Lübbecker Kreisblat beigelegt. Die Gewinne für das Amt Rahden sind bei Herr Amtsrentmeister Bock in Rahden, für Lübbecke und Umgegen bei Herrn Rudolf Hunke in Lübbecke, für Oldendorf Herrn G. T. Meyersieck in Preuß. Oldendorf, für Hüllhol und Umgegend bei Herrn Gröne in Schnathorst, für Wehde bei Herrn Kaufmann Wilh. Lohmeyer(früher Heitkamp Wehdem, für Dielingen bei Herrn Kaufmann Grönemer in Haldem und für Levern bei Herrn Gastwirt Otto Mei in Levern abzuholen. Der Vorstand des landwirtschaftlichen Kreisvereins Lübbecke Freiherr von Ledebur, Vorsitzende: