Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn= und Feiertage. Bezugspreis halbmonatlich Mark 1.08, monatlich Mark 2.15, frei ins Haus gebracht; durch die Post monatlich Mark 2.— einschließlich 48 Pf. Postzeitungsgebühr, hierzu Bestellgeld 36 Pf. Preis der Einzelnummer 10 Pf. Kreisanzeiger für den Stadtkreis Herne Sodinger Anzeiger 7 Geriher Anzeiger Druck und Verlag: Koethers& Röttsches, Herne. Hermann-Göring-Straße 8. Anzeigenpreise: 1 mm Raumhöbe 4 Pf., im Cextteil 25 Pf. Vereine kalender(im Textteil) se mm 10 Pf. Bäder= und Sommerfrischenanzeiger. se mm 3½ Pf. Ziffer= und Auskunstsgebühr 26 Pf. Postscheckkonto: Dortmund 1907; Fernruf: Sammel=Nr. 52541; Telegr.: Anzeiger Herne. Im„freiesten Lande der Welt“ Von unserer Berliner Schriftleitung. □ Berlin, 23. Januar. Unter dem Druck des Krieges hat sich die britische Regierung gezwungen gesehen, die Maßnahmen zu ergreifen, die, als sie in den autoritär regierten Ländern ergrifsen wurden, jenseits des Kanals auf heftigste Kritik und Verhöhnung stießen. Im„freiesten Lande der Welt“ ist man dazu übergegangen, die Menschenkraft unter Zwangswirtschaft zu stellen, weil man glaubt, mit, den bisherigen Methoden nicht weiterzukommen. Der Arbeitsminister Bevin, der aus den Gewerkschaften hervorgegangen ist, hat im Unterhaus weitgehende Maßnahmen auf dem Gebiet des Arbeitszwanges angekündigt, #nd Churchill hat im Unterhaus zu diesem Thema gesagt: Wir sind jetzt dabei, zum erstenmal in eine Periode der * znappheit an Menschenkraft zu gehen. Das ist der Grund für die sehr weitreichende Erklärung, die Bevin gestern abgab. Ich dachte manchmal, daß es sehr notwendig sei, die Personalbestände in Armee und Luftwaffe— nicht so sehr bei der Flotte— auszukämmen, um den Menschenmangel in der Kriegswirtschaft zu mildern. Manchmal dachte ich, daß man Menschenkraft in beträchtlichem Umfang in den Nachhut= und Vorbereitungsdiensten sparen könnte. Während die Armee wächst und die Luftwaffe sich ausdehnt, werden es in den nächsten fünf oder sechs Monaten die Munitionsfabriken und die Landwirtschaft sein, die mehr Nachfrage nach Menschenkraft haben als die kämpsenden Truppen. Der Gipfel der Anstrengungen wurde noch nicht erreicht.“ Gegenüber der Aeußerung Churchills von einem Mangel an Menschenkraft in England besteht die Tatsache, daß auch heute noch England über 700000 amtlich festgestellte Arbeitslose verfügt. Der Londoner Korrespondent der„Newyork Herald Tribune" sieht in den von Bevin angekündigten Maßnahmen ein Eingeständnis der britischen Regierung, daß Englands Arbeitsreserven stark erschöpft seien. Vor allem sei ein großer Mangel an gelernten Arbeitern vorhanden. Dies sei mit ein Grund, warum die kriegswichtigen Betriebe die volle Produktionsfähigkeit noch nicht erreicht hätten. Im Zusammenhang mit der Furcht von einer Invasion und vor den Luftangriffen über England werde der Arbeitermangel noch aruter werden, weil die Heimwehr, die freiwillige Feuerwehr und andere Organisationen gleichfalls Verstärkungen anfordern würden. Der Korrespondent gibt die Ansicht verschiedener Parlamentsmitglieder dahin wieder, es sei fraglich, ob das vorgesehene Zwangsgesetz durchführbar sein werde. In demselben Augenblick, in dem der Arbeitsminister seinen Vorschlag im Unterhaus einreichte, ist die linksradikale Zeitung„Daily Worker“ verboten worden, was den Abgeordneten Gallagher veranlaßte, die Frage zu stellen, ob das zeitliche Zusammenfallen dieser beiden Ereignisse Zufall sei oder ob man damit das Ziel verfolge, alle Opposition gegen die Zwangsgesetze zu unterdrücken. So sieht sich England genötigt, auf allen Gebieten die Freiheiten, auf die man dort bisher so stolz war, abzubauen. Auf die Einführung der allgemeinen Wehrpflicht und so manche andere Beschränkung der persönlichen Freiheit folgt nun noch das neue Gesetz, mit dem man der Unordnung auf dem Gebiet des Arbeitseinsatzes steuern zu können hofft. Ob das Ziel damit erreicht wird, ist allerdings mehr denn zweifelhaft. Denn dazu gehört mehr als ein Gesetz. Dazu gehört die Erziehung eines ganzen Volkes zum Gemeinschaftsgedanken. Das ist eine Arbeit, die sich nicht im Handumdrehen und erst recht nicht in einem Plutokratenstaat bewerkstelligen läßt. Ganz abgesehen davon, daß das Maß der englischen Rüstungsproduktion ganz erheblich und in künftig verstärkter Weise von den Kampfmaßnahmen der deutschen Luftwafse abhängen wird. Sämtliche Post verloren „Durch feindliche Aktionen“. (I Amsterdam, 23. Januar. Der britische Generalpostmeister ließ im englischen Kundfunk bekanntgeben, daß sämtliche Postsenungen von Neuseeland, Wellington und sen englischen Südseeinseln, die für England bestimmt, zwischen dem 5. und 22. November aufgeliefert worden seien,„durch feinoliche Aktionen= verloren gingen. Dasselbe gelte für Drucksachen und Pakete, die in denselben Ländern zwischen dem 1. und 8. November sowie zwischen dem 21. und 22. November für England aufgegeben worden seien. Briese und Drucksahen, bestimmt für Aden, Birma und Indien, die zwichen dem 9. und 14. 11. in Englano zur Post gegeben worden seien, seien ebenfalls verloren. Dasselbe zelte für Postsendungen bestimmt für die französische Sonaliküste, den Kongo, Madagaskar, Sansibar, Seychellen. Rhodesien und Südafrika, die in der Zeit zwischen dem 12. und 14. November sowie dem 9. und 14. November in England zur Post gegeben worden seien. Ferner eien alle Luftpostsendungen, gleichgültig für velche Teile des britischen Empires bestimmt, verlo„engegangen, die man zwischen dem 12. und 14. November aufgeliesert habe. Der Aufstand in Palästina „ Drahtbericht unseres römischen Korrespondenten. SF Rom, 23. Januar. In Ergänzung ihrer Meldungen über das Ausmaß der arabischen Aufstandsbewegung in Palästina können die römischen Zeitungen noch melden, daß es den arabichen Freiheitskämpfern offenbar gelungen ist, bei Anzrifsen auf britische Flugstünzpunkte auch inige Flugzeuge zu erbeuten. In der Tat konnte man mehrfach geheimnisvolle Apparate feststellen, die über den Konzentrationslagern, in denen die Eng länder zahlreiche arabische Nationalisten unter strengster Bewachung halten. kreisten. Kritik an Churchills Plänen Mißtrauen gegenüber den Maßnahmen zur hebung der Küstungsproduktion Dor äußerst schwierigen sozialen Umstellungen in England Drahtberichte unseres Stockholmer Korrespondenten G. Stockholm, 23. Januar. Die stärkere Einspannung der englischen Frauen in die britische Rüstungsproduktion wird hinsichtlich ihrer Durchführbarkeit von Vertreterinnen der Frauen im englischen Unterhaus mit großer Skepsis beurteilt. So erklärte die Labourabgeordnete Dr. Summerskill, oaß die englischen Frauen mit dem Essenkochen, der Wäsche und der Kindererziehung beschäftigt wären und nicht über Nacht in Industriearbeiterinnen verwandelt werden könnten. Man vermag aus dieser Kritik bereits für einen einzelnen Punkt des Bevin=Programms zu erkennen, daß England in der Tat vor außerordentlich schwie rigen sozialen Umstellungen steht, die Reibungserscheinungen von einem Ausmaß mit sich bringen müssen, die zum mindest beim Beginn der Umstellung wesentlich größere Belastungen bedeuten müssen, als zunächst Vorteile aus der massenweisen Heianziehung von Frauen und der Umsiedlung von männlichen Arbeitskräften in neue Berufe erwartet werden können. Es wird andererseits deutlich, daß die englische Oeffentlichkeit und insbesondere die Unterhausabgeordneten nach der zweitägigen Debatte über die weiteren verstärkten englischen Rüstungsanstrengungen nur noch sehr wenig Geduld mit der Regierung Churchill haben. Zwar spricht man in London von einer Atempause, die Churchill und Bevin, die im Angriff und in der Vorlegung sogenannter neuer Pläne die beste Verteidigung sehen, jetzt zugebilligt werde. Doch diese Atempause dürfte nicht sehr lange dauern, sondern man erwartet auf der Insel sehr schnelle und spürbare positive Auswirkungen der neuen Regierungsmaßnahmen. Es bleibt auch ein Satz von Mißtrauen. ob es der Regierung gelingen wird, in den nächsten so entscheidenden Wochen wirklich eine Intensivierung der englischen Aufrüstung durchzusetzen, insbesondere falls sich bei Besserung der Wetterlage eine neue Verschärfung der Zerstörungen in den englischen Industriegebieten ergeben sollte. Das langsame Küstungstempo G. Stockholm, 23. Januar. Zwei Beispiele für die Langsamkeit, mit der sich die Rüstungsanstrengungen des Empire entwickeln, werden heute auf ganz verschiedenen Gebieten bekannt. Australien hat jetzt volle drei Monate. nachdem die DelhiKonserenz für den Ausbau der Rüstungsverselbständigung getagt hatte, zwei Repräsentanten für die in Delhi zu wählende Empire=Einkaufs= und Versorgungskommission ernannt, darunter den früheren Ministerpräsi. denten von Neusüdwales Stephens. Beispiel zwei ist die Mitteilung aus Washington, daß nunmehr sämtliche der von den USA an England überlassenen fünfzig alten Zerstörer ihre Stationen in England bezw. Kanada erreicht haben, mit Ausnahme eines Zerstörers, der in einer Kollision beschädigt wurde. Man kann sich ein Bild davon machen, wie auch sämtliche wichtigeren Aufgaben im gleichen„atemberaubenden Tempo“ in Angriff genommen werden, während sich unaufhaltsam das Schwert der Achsenmächte für den Entscheidungsschlag härtet. heftiger Kampf um Tobruk Fünf feindliche gegen eine italienische Division- Australier nach hartnäckigem Widerstand der Italiener in die Stadt eingedrungen DNB Rom, 23. Januar. Der italienische Wehrmachtsbericht# Donnerstag hat folgenden Wortlaut: Das Hauptquartier der Wehrmacht gibt bekannt: alierte Schisf„San Eiorglo“ mit Dynamit in die Lust gesprengt worden war. Im Westabschnitt leisten noch einige Stützpunkte dem seindlichen Angriff An der griechischen Front Kämpfe örtlicher Bedeutung, in denen wir dem Feind empfindliche Verluste zugefügt haben. Feindliche Truppen wurden mit Bomben belegt. Während eines seindlichen Einfluges aus eine albanische Ortschaft stellte eines unserer Jagdflugzeuge die seindlichen Flugzeuge, von denen es eines abschoß und die anderen in die Flucht trieb. Der äußerst heitige Kampf zwischen den Stützpunkten des Platzes Tobruk hat den ganzen gestrigen Tag angedauert. Erst am Nachmittag sind Austratter ru die Stadt selbst eingedrungen, wo alles in Brand gesteckt und das überGroße Erfolge in Uebersee Weitere 31 000 BRS versenkt— Landelsschiff durch Kampfflugzeug vernichtet DNB Berlin, 23. Januar. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Ein in überseeischen Gewässern operierendes Kriegsschiff hat weitere seindliche Handelsschisse mit zusammen 31 000 BRT versenkt. Seine früheren Erfolge von über 100 000 BAT wurden schon bekanntgegeben. Im Zuge der bewaffneten Aufklärung versenkte ein Kampfflugzeug westlich Irland ein Handelsschiff von 3500 BR T. Außerdem wurden ein Hafen an der Südostküste Englands und Bahnanlagen erfolgreich mit Vomben belegt. In der letzten Nacht grissen einzelne Flugzeuge verschiedene kriegswichtige Ziele an der britischen Ostküste an. Der Feind wars in den gestrigen Abendstunden in Westdeutschland wenige Spreng= und Brandbomben. Kriegswichtige Ziele wurden nicht getrossen. Der entstandene Sachschaden ist gering. Eine Zivilperson wurde getötet, drei weitere sind leicht verletzt. Jagdflieger schossen gestern zwei seindliche Flugzeuge av. ein deittes wurde durch Marineartillerie zum Absturz gevracht. Ein eigenes Flugzeug wird vermißt. Britischer Terstörer versenkt DNB Lissabon, 23. Januar. Die britische Admiralität bedauert mitteilen zu müssen, daß der=britische Zerstörer„Hyperion" verloren ging. Der Zerstörer„Hyperion“ war im Jahre 1936 in Dienst gestellt worden und hatte eine Besatzung von 145 Mann. Seine Wasserverdrängung betrug 1340 Tonnen, die Bewaffnung bestand aus vier 4.7 Zoll=Geschützen und 8 Torpedorohren, die Geschwindigkeit betrug 36 Knoten. TTEL hartnäckigen Widerstand. Die in Tobruk kämpfenden italienischen Streitkräfte bestanden aus einer einzigen Division sowie einigen Marineabteilungen und Grenzwächtern. Der Feind selbst sieht sich gezwungen, zuzugeben, daß die von seinen den Angriff durchführenden fünf Divisionen erlittenen Verluste besonders schwer sind. Unsere Lustwaffe hat feindliche Truppenzusammenziehungen bombardiert. Die feindliche Luftwaffe hat Einflüge auf einige Ortschaften in Libyen unternommen, wo einiger Schaden verursacht wurde. In Ostafrika an der Sudan=Front Artillerie= und Spähtrupptätigkeit im Gebiet von Galabat. Feindliche Angrisse im Gebiet von Cheru wurden durch unsere Gegenangrisse abgewiesen, durch die dem Gegner empfindliche Verluste beigebracht wurden. Im Aegäischen Meer versuchten feindliche Flugzeuge einen unserer Luftstützpunkte anzugreisen. Sie wurden durch das Feuer unserer Luftabwehr vertrieben, ohne irgendeinen Schaden verursacht zu haben. Ein Flugzeug wurde von unserer Flak getrofsen und stürzte brennend ab. Ein anderes Flugzeug(Katapult=Flugzeug) wurde von unseren Jägern in der Nähe eines seindlichen Stützpunktes abgeschossen. In der Nacht zum 23. Januar haben britische Flugzeuge Einflüge auf Catania und eine andere Ortschaft auf Sizilien unternommen, ohne daß Schaden verursacht wurde. S Notbrücken In London zur Ueberquerung der deutschen Bombentrichter Wie das OKW mehrfach meldete, wurden bei den letzten Anzriffen der deutschen Luftwafe auf kriegswichtige Ziele in England auch Bomben schweren und schwersten Kalibers abgeworsen. Die Trichter dieser Bombeneinschläge sind so gewallig, daß die Ensländer gezwunzen sind. sie mit Behelfsstraßen zu überbrücken, um den Verkehr einizermalen wieder in Ganz zu bringen. Unser Bild zeist einen Omnihus, der in London auf einer Behelfsbrücke einen riesisen Bombenkrater übergueren muß. rinied-Prek-Weltbild-M.) Eine fünffache Uebermacht Drahtbericht unseres römischen Korrespondenten. SF Rom, 23. Januar. Den italienischen Verteidigern der afrikanischen Küstenstadt Tobruk, die, wie„Giornale d'Italia“ andeutet, aus einer einzigen Division, verstärkt durch einige Abteilungen der Marine und der Grenzwache bestanden, standen drei durch zwei Regimenter schwerer Artillerie verstärkte australische Divisionen, zwei Panzerdivisionen und ein motorisierter Kampfverband von de GaulleTruppen gegenüber, der aus ehemaligen, Angehörigen der französischen Syrien=Armee gebildet war und von General Catroux befehligt wurde. Die Italiener hatten so einer fünffachen Uebermacht die Stirn zu bieten. Das in dem heutigen Wehrmachtsbericht erwähnte Italienische Kriegsschiff„San(iorato“ war die älteste Einheit der italienischen Marine. Dieser im Jahre 1905 erbaute 9000 Tonnen=Kreuzer konnte daher nur als eine Art schwimmende Küstenbatterie gewertet werden, denn als Kampfmittel gegen feindliche Flottenverbände konnte das veraltete Schiff. das übrigens anläßlich der Flottenmanöver der letzten Jahre häufig als Zielscheibe benutzt worden war, nicht mehr in Betracht kommen. Durch die Versenkung der„San Giorgio" verliert die itglienische Marine daher nur ein Erinnerungsstück. Der Fäu von Tobruk selbst wird, wie„Giornale d'Italia“ feststellt, den Verlauf des Krieges in keiner wesentliche'n Weise beeinflussen noch auch die Möglichkeiten der Kriegführung Italiens lliederträchtige Greuellüge Celdotenfriedhei als Bembenübungsplatz- Gemeingefährliche Setze südtsch angelsächsischer Pressegangster in den USA Das andere Illalta Neben den militärtschen und strategischen Problemen, belche die Stellung der Insel Malta innerhalb der Hertschaftsansprüche im Mittelmeer kennzeichnen, besitzt diese von England für seine Interessen in Besitz gehaltene Insel ein in krassen Zügen zutage tretendes völkisches Prodlem. Die aus den Hauptinseln Malta und Gozo und der Rebeninsel comino bestehende, von 250000 Menschen bewohnte Inselgruppe, 80 Kilometer von Sizilien entkernt und damit geopolitisch zum italienischen Mutterboden geyoria. wird von Italien als „unerlöstes Land" betrachtet. Die Forderung des faschistischen Italiens, daß Malta italienischer Besitz werde, beruht insgesamt auf drei Beweisführungen: einmal der histerischen, die sich darauf berufen kann, daß Malta seit 2000 Jahren zum römisch=italienischen Kulturboden gehört, zum andern der völkischen, die nachweist, daß die Bewohner Maltas gleicher Rasse und verwandter, wenn nicht gleichlautender Sprache mit der sizilischen Bevölkerung sind, und schließlich der politisch=strategischen, die in einer britischen Festung Malta eine Bedrohung nationaler Lebensinteressen sehen kann, welche die bedeutendste Mittelmeermacht vor ihren Toren nicht zu dulden braucht. England hat Malta auf echt englische Weise unter dem Bruch gegebener Versprechungen und Verträge an sich ebracht. Die wechselvolle Geschichte der Insel, die auf ie Phönizier zurückgeht, verläuft über die Griechen, Karthager, Römer, Vandalen, Ostgoten, Normannen, über Frankreich und Spanien zu Italien, von dem aus Kaiser Karl V. die Insel dem von Rhodos vertriebenen Johanniter=Orden als Ordnungsmacht zuwies. 1798 beginnt dann die gegenwärtige Geschichte Maltas, als Navoleon zur Stützung seiner ägyptischen Expedition von ihr Besitz nahm. Im selben Jahr erschien Nelson, der Sieger von Trafalgar, mit seinem Geschwader, der sich vom König von Neapel als dem Lehnsherrn des Ordens das Recht zur Führung eines Angriffe gegen die Franzosen hatte zugestehen lassen. Dies geschah unter dem Versprechen, daß Malta dem Orden zurückgegeben und die Lehnsrechte des Königs von Neapel, der in Palermo residierte, wiederhergestellt werde. Die Engländer begannen Malta zu blockieren, aber sie benötigten zwei volle Jahre, um die Franzosen auszuhungern und zur Uebergabe zu zwingen. Im englischfranzösischen Vertrag von Amiens verpflichteten sie sich zwei Jahre später:„Die Streitkräfte Seiner Britischen Majestät werden die Insel innerhalb dreier Monate nach Austausch der Ratifikationsurkunden raumen. oder früher, wenn es sich machen läßt. Seine Britische Majestät aber dachten nicht daran, Malta aufzugeben. Die Truppen blieben und der Wiener Kongreß anerkannte später notgedrungen Malta als britischen Besitz. Seither datiert die Leidenszeit der Insel, die in einer Vielzahl von Verfassungen, zugestandenen und zurückgenommenen Rechten und anderen Schlichen um ihr nationales Recht immer wieder geprellt worden ist. Das englische Programm für Malta lautete: Anglisierung, Ausschaltung des Italienischen als Unterrichts=, Gerichts= und Umgangssprache sowie Kampf gegen den Katholizismus, der dem italienischen Nationalismus den Rücken stärkte. Das ist die Situation: Das Italienische bleibt verboten, die nationalen Führer sind verhaftet, Malta steht unter brutaler Militärdiktatur. Die Bomben, welche die deutschen und italienischen Flieger auf La Valetta geschleudert haben, mögen daher der geknebelten Bevölkerung wie die Glocken der Freiheit geklungen haben... Protest Brasiliens gegen den britischen Ueberfall auf die„Mendoza“. DNB Rio de Janeiro, 23. Januar. Die brasilianische Regierung hat in London Protest erhoben gegen die Verletzung der amerikanischen Sicherheitszone bei dem britischen Ueberfall auf die„Mendoza“. Außerdem regte das brasilianische Außenministerium bei der Regierung von Panama einen gemeinsamen Protest aller amerikanischen Staaten gegen den englischen Rechtsbruch an. DNR Chicago, 23. Januar. Die Zeitung„Chieago Daily Newo“ berichtet aus Washington, das Staatsdepartement habe Grund zu der Annahme, daß die deutschen Militärbehörden bei Verdun einen Bombenübungsplatz einzurichten beabsichtigen, der moglicherweise Amerikas größten Soldatenfriedhof im Auslande, Romagne sous Monfaucon einschließe. Die USA=Regierung habe, wie angenommen werde, um Erklärung gebeten und vermutlich die Gründe auseinandergesetzt, warum das USAVolk nicht 15000 Soldatengräber Experimentierzwecken zuliebe bombardiert sehen möchte. Die Deutschen sähen anscheinend keinen Grund. warum einige amerikanische Soldatengräber verschont bleiben sollten, falls der Friedhof sich für den angeführten Zweck als am besten geeignet erweise(!). * Die füdisch=plutokratische Verbrecherelique, die einen großen Teil der USA=Presse kontrolliert, setzt im Rahmen ihrer üblichen Hetzkampagne gegen die Achsenmächte von Zeit zu Zeit besonders gemeine und niederträchtige Greuellügen in die Welt, deren Inhalt in raffinierter Weise dazu angetan ist, die heiligsten Gefühle des amerikanischen Volkes aufzuwühlen. So wurde seinerzeit während der Schlacht in Frankreich die insame Behauptung aufgestellt, daß deutsche Truppen das kanadische Weltkriegs=Ehrenmal auf der Vimy=Höhe zerstört hätten. Der Zufall wollte es, daß einen Tag später der Führer diesem Ehrenmal einen Besuch abstattete und die zahlreichen in seiner Begleitung befindlichen AuslänUeber den umfangreichen Einsatz der deutschen Polizei und ihre Bewährung veröffentlicht der amtliche deutsche Polizeikalender 1941 einen Rechenschaftsbericht. Der Einsatz der Polizei erstreckt sich gegenwärtig über weite Teile Europas, auf die Heimat, auf das Feindesland und die besetzten Gebiete. Der Bericht verweist auf den von der Ordigungspolizei gefuhrten Sicherheits= und Hilfsdienst, der mit seinen Fachkräften zur Verfügung steht, wenn der im Reichsluftschutzder die völlige Gegenstandslosigkei: dieser Greuellüge mit eigenen Adgen feststellen konnten. Es ist überflüssig, zu betonen, daß auch an der neuen Greuelmeldung aus der Gangster=Hochburg Chicago kein wahres Wort ist. Die jüdisch=angelsächsischen Pressegangster haben sich diese Meldung genau so aus ihren schmutzigen Fingern gesogen in der alleinigen Absicht. das amerikanische Volk noch stärker gegen Deutschland aufzuhenen. Das deutsche Volk, das auch gegenüber den Toten der ehemaligen Gegner die ritterliche Achtung hegt. die bei einer Kulturnation selbstverständlich sein sollte, wendet sich mit tiefem Ekel und heiligem Zorn gegen solche widerlichen Entartungen des propagandistischen Kampfes, die nur in der veraniwortungslosen und verjudeten Presse der Demokratien denkbar ist. bund organisierte Selbstschutz der Bevölkerung nicht aus reicht. Wenn irgendwo in Deutschland englische Flieger einfliegen, übernimmt die Ordnungspolizei mit ihren Hilfsorganisationen die luftschutzmäßige Sicherung. Aber auch im Feindesland und im besetzten Gebiet haben Offiziere und Männer der Ordnungspolizei ihre Bewährungsprobe überstanden. Der Bericht hebt besonders die Schaffung der /=Polizeidivision innerhalb der Waffen=] hervor, die sich im Einsatz und beim Sturm auf wichtige Stellungen des Feindes=Waffenruhm erworben hat. Darüber hinaus wurden der Wehrmacht stärkere Kräfte aus dem Bestand der Polizei als Reservisten gestellt. Die Feldgendarmerie wurde größtenteils aus Offizieren und Männern der Ordnungspolizei gebildet. Auch an die Marine gab die Ordnungspolizei Kräfte ab. die als Marineküstenpolizei von Narvik bis zur französischen Westküste ans den Brennpunkten des Geschehens eingesetzt waren. Auße## diesem Einsatz übernahm die Ordnungspolizei im Ve## laufe des Polenfeldzuges Ordnungsdienst. Nach Abschluß. des polnischen Feldzuges sorgte sie im Generalgouvernement für Ruhe und Ordnung, für die Entwaffnung der Bevölkerung, für die Bekämpfung von Schleichhandel und Preiswucher Auch bei der Umsiedlungsaktion, bei der Bewachung lebenswichtiger Betriebe usw. war die Polizei eingesetzt. Wahrend sie im ehemaligen Polen mit Energie und Strenge vorgehen mußte, beschränkte sich ihre Tätigkeit in Norwegen und in den besetzten Westgebieten lediglich auf Ueberwachung. In Norwegen sind die Polizeibataillone in enger Zusammenarbeit mit Wehrmacht und Sicherheitspolizei, vor allem im Grenzwachdienst auf einer 1500 Kilometer langen Linie vom Skagerrak bis zum Nordkap eingesetzt. In den befreiten deutschen Reichsländern liegt das Schwergewicht beim Aufbau einer allgemeinen deutschen Polizeiverwaltung. Eine völlig neue Aufgabe brachte der Kriegsverlauf der Ordnungspolizei mit der Errichtung der Polizeigrenze. Im Osten an der gesamten ehemaligen Reichsgrenze. von Suwalki bis Kattowitz, und im Westen an der bisherigen Reichsgrenze des Elsaß=Lothringen und Luxemburgs wurde eine Polizeigrenze geschaffen, um ein eigenmächtiges Passieren der Zivilbevölkerung und den wirtschaftlichen Ausverkauf der befreiten Gebiete zu verhindern. Auf einer Linie von 1760 Kilometern kontrol= lieren Polizeikräfte die Einhaltung der Bestimmungen. Der Rechenschaftsbericht erwähnt weiterhin den Polizeieinsatz in den Freimachungshundertschaften bei der Räumung im Westen, die wirkungsvolle Unterstützung durch die Hilfsformationen der Polizei, wobei besonders auf den wertvollen Einsatz des Feuerschutz=Polizei=Regiments Sachsen verwiesen wird. und gedenkt schließlich mit höchster Anerkennung der Männer der Polizeireserve. geistige Kriegführung Dr. Goebbels sprach vor Offizieren des Heeres DNB Berlin, 23. Januar. Reichsminister Dr. Goebbels stattete am Mittwochnachmittag einem Truppenübungsplatz des Heeres einen Besuch ab. Dr. Goebbels sprach vor einer größeren Anzahl von Offizieren, die dort zu einem Lehrgang zusammenberufen waren, über die Erfolge der geistigen Kriegführung des Reiches. Nach den mit lebhafter Zustimmung ausgenommenen Ausführungen dankte Generalleutnant Weisenberger Dr. Goebbels für den Vortrag und für die ständige Betreuung der Truppe durch das Reichspropagandaministerium sowie die Reichspropagandaleitung. Der Honvedminister in Berlin DNB Berlin, 23. Januar. Der ungarische Honvedminister Vitez Bartha. der am 23. Januar in Berlin eintraf, ist am Abend des 28. Januar Gast des Chefs des Oberkommandos der Wehrmacht, Generalfeldmarschall Keitel. und folgt am 24 Januar einer Einladung des Oberbefehlshabers des Ersatzheeres, Generaloberst Fromm. in Vertretung des Oberbefehlshabers des peeres, Generalfeldmarschall von Brauchitsch. „Absolute Einigkeit" in Fapan Burgfriede zwischen Regierung und Parlament- Weitgehende Vollmachten im Interesse des nationalen Aufbaues und der Landesverteidigung * Tokio, 23. Januar. Amtlich wird mitgeteilt, daß die Regierung fast die Hälfte aller schwebenden Gesetzvoxlagen. soweit sie nicht unmittelbar mit dem Haushalt und den für die Durchführung des Generalmobilmachungsplan bestimmten Gesetzen zusammenhängen. nicht vor den Reichstag bringen wird. Hierzu gehören u. a. das Wahlreformgesetz und eine Reihe wirtschaftlicher Vorlagen. Dagegen werden das Gesetz zur Aenderung des Generalmobilmachungsgesetzes und eine Vorlage zur Vervollkommnung der Landesverteidigung dem Reichstag sofort zugehen. Da das neue Wahlgesetz vorläufig nicht zur Verhandlung kommt, beabsichtigt die Regierung, die Mandate der Abgeordneten des Reichstages, der Provinziallandtage usw. um ein Jahr zu verlängern. Bezüglich der Aenderung und Ergänzung des Generalmobilmachungsgesetzes, das weitgehende Vollmachten für die Regierung vorsieht, sei anzunehmen, daß es mit großer Mehrheit vom Reichstage angenommen werde. Die Regierung werde auf Grund dieEine Sondermarke mit dem Kopf des Führers und des Duce DNB Berlin, 23. Januar. Am 30. Januar läßt die Deutsche Reichspost bei sämtlichen Postämtern und Amtsstellen eine Sondermarke ausgeben, deren Markenbild den Kopf des Führers und des Duce trägt. Durch das neue Wertzeichen wird die deutsch=italienische Waffenbrüderschaft im gegenwärtigen gemeinsamen Abwehrkampf der beiden europäischen Nationen vor aller Welt in besonderer Weise hervorgehoben und sinnvoll dargestellt. Das Wertzeichen zu 12 Apf und einem Zuschlag von 38 Rpf. der dem Kulturfonds zufließt, wurde von Professor Richard Klein in München nach Lichtbildern des Reichsbildberichterstatters Professor Heinrich Hoffmann entworsen. Auch die italienische Postverwaltung gibt demnächst eine Markenreihe von sechs Werten in ähnlicher Ausführung heraus, deren Markenbild neben den Köpfen des Führers unddes Duce je einen deutschen und italienischen Soldaten zeigen wird. Ganze 500000 Reichsmark! Plutokratische„Opfer“ für Griechenland 9 Berlin, 23. Januar. Die Herren Plutokraten in England haben, wie Neuter meldet, wieder einmal„ganz großzügig“ in ihre Taschen gegriffen. So jedenfalls will es der Herr Lordsiegelbewahrer Attlee mit seinem Unterhaus=Gerede nicht nur seinen Zuhörern, sondern vor allem der„notleidenden tapferen griechischen Nation“ weismachen. Großsprecherisch posaunt er in die Welt, daß„46000 Pfund ses Ermächtigungsgesetzes eine Reihe der jetzt nicht eingebrachten Vorlagen auf dem Wege der Verordnung zur Durchführung bringen. Laut„Tochio Asahi Schimbun“, handelt es sich hierbei in erster Linie um die wichtigsten Wirtschaftskontrollgesetze. In der neuen nationalen Ausrichtung sind die Parlamentssitzungen in Japan äußerst eingeschränkt. So hielt das Oberhaus heute keine Sitzung ab. Die Haushaltsberatung im Unterhause dauerte 30 Minuten. Bereits am 10. Februar wird der Haushalt dem Plenum zugehen. Da die Beendigung des diesjährigen Reichstages für Mitte Februar vorgesehen ist. „Kokumin Schimbun“ stellt dazu fest, daß die„absolute Einigkeit zwischen der Regierung und dem Parlament“ allen kommenden Schwierigkeiten mit der totalen Kraft des Staates gegenübertrete. Der neue Botschafter für USA. Admiral Nomura. reiste heute nach Amerika ab. Kriegsminister General Tojo und Innenminister Baron Hiranuma wurden heute vom Kaiser zum Bericht über militärische und innere Fragen empfangen. Sterling für den griechischen Hilfsfonds gezeichnet worden seien.“ Also 46000 Pfund(etwa 500000 RM) brachte das plutokratische England für den notleidenden, von ihm inden englischen Krieg gehetzten Bundesgenossen auf. Die Höhe dieser Summe wird erst recht deutlich, wenn man die Ergebnisse der WHW=Opfersonntage in Deutschland in Vergleich stellt. So brachte z. B. der 1. Opfersonntag in diesem Jahr(12. Januar) in Berlin über 1.59 Millionen Mark. Das ist also das Dreifache von dem, was die Herren englischen Plutokraten zusammen für die Notleidenden in Griechenland aufbrachten. Offensichtlich fand auch die britische Regierung diese 46000 Pfund für kläglich. Deshalb hat sie, um mit Attlee zu sprechen,„trotz zahlreicher innerer Notwendigkeiten beschlossen, 25.000 Pfund(etwa 300 000 RM) dem britischen Gesandten in Athen zur Unterstützung der griechischen Bevölkerung zur Verfügung zu stellen". Diese Summe schlägt erst recht dem Faß den Boden aus. Es dürfte übrigens der englischen Regierung nicht sehr schwer gefallen sein, diese paar lumpigen Pfund aus den eben erst„vertraglich“ geraubten Gold= und Devisenbeständen Belgisch=Kongos abzuzweigen. Englands Ausverkauf geht weiter 8 Newyork, 23. Januar. In Hamilton, der Hauptstadt der Bermuda=Inseln, wurde amtlich bekanntgegeben, daß die Inseln Morgan und Tucker an die Vereinigten Staaten als Luftbasen auf 99 Jahre verpachtet worden seien. Aus London meldet INS. hierzu, daß die britische Regierung diese Verpachtung bestätige. Es handelt sich um zwei kleine Inseln, die auf der Südwestseite der Bermudas liegen und für Flugzeugbasen besonders geeignet seien. der Polizei im Kriege Bewährung in den Gebieten von Rarvik bis zum Kanal und im Osten Lebensmittel als Brennmaterial So sieht der„Fortschritt“ aus, Wenn man den verführerischen Reden der englischen Plutokraten und ihrer treuen Gewerkschaftsvasallen, wie Greenwood. Bevin. Attlee, glauben wollte, so wären alle sozialen und wirtschaftlichen Fortschritte, die der Nationalsozialismus dem deutschen Volke und darüber hinaus auch schon manchen anderen Völkern Europas gebracht hat, von jeher auch die Ziele der englischen Politik gewesen. Wir kennen diese Methode der demokratischplutokratischen Torschlußpanik nur zu gut. Wenn alle Mittel zur Bekämpfung einer neuen Idee versagen, wenn man mit Schrecken erkennt, daß ihr Sieg nicht aufzuhalten ist, dann bleibt immer noch der letzte Versuch, dem anstürmenden Gegner damit den Wind aus den Segeln zu nehmen, daß man seine Ziele für die eigenen ausgibt und sie mit noch größerer Lautstärke der Welt anpreist. Selbstverständlich mit der Absicht, nichts davon zu halten, wenn die Gefahr vorüber ist. Aber uns will Herr Chutchill ja auch nicht bluffen. Das Getue soll vielmehr dazu dienen, das eigene Volk bei der Stange zu halten und England in der übrigen Welt. insbesondere in Amerika. noch einmal zum Bannerträger des sozialen und wirtschaftlichen Fortschritts zu stempeln. England behauptete ja immer, der Vorkämpfer des Fortschritts zu sein. Es beruft sich dabei auf James Watt, auf Arkwright, den Erfinder der Spinnmaschine, auf Oartwright, den Erfinder des mechanischen Webstuhls ua., vergißt aber, daß noch bis zum Jahre 1842 bei Todesstrafe(!) die Ausfuhr von Textilmaschinen aus Großbritannien verboten war. einzig und allein zu dem weck, die Errichtung einer eigenen Textilindustrie in den ereinigten Staaten zu hintertreiben, um diesem Lande, das damals der einzige Großerzeuger von Baumwolle war, die Preise diktieren zu können. Erst nach dem amerikanischen Sezessionskriege 1865 konnte Amerika den Aufbau einer eigenen Textilindustrie durchsetzen, während England seinerseits sofort daranging, nun überall in der Welt den Baumwollanbau zu fördern. ein Plan. dessen Erfolgen die amerikanischen Baumwollfarmer ihre heutigen Wirtschaftsnöte verdanken. Wo England wirklich einmal der Erfinder eines techzischen Fortschritts war. versuchte es immer, ihn der den England der Welt bringt übrigen Welt möglichst lange vorzuenthalten, um ganz allein Nutzen daraus zu ziehen. Vielleicht wird in späteren Zeiten den Engländern einmal zum überhaupt schwersten Vorwurf dies gemacht werden, daß sie die Technik, den wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Fortschritt aus kapitalistischer Eigensucht mißbraucht haben und damit die eigentliche Triebseder der wirtschaftlichen Fehlentwicklung der letzten zwei Jahrhunderte mit der furchtbaren Geißel der Massenarbeitslosigkeit geworden sind. Welche Zustände gerade in der beginnenden Zeit der Technisierung in den Weberbezirken Englands auf sozialem Gebiete herrschten, ist ja bekannt. Die Schmach der mißbrauchten Kinderarbeit klebt seitdem für ewig an Britanniens Stirn. Der kapitalistische Mißbrauch der Technik verhinderte den sozialen Fortschritt. Der„englische“ Fortschritt brachte nur Elend über das eigene Volk und alle anderen Völker, die ihm dienstbar wurden, so sehr auch die Engländer diese Tatsache durch fiktive Theorien über die Eigengesetzlichkeit der Wirtschaft und die Regeln der Weltwirtschaft zu verschleiern suchten.„Wo eine Wirtschaft ist, muß auch ein Wirt sein“, sagte Bernhard Köhler und widerlegte damit zum erstenmal das Märchen von der Weltwirtschaft, deren Gesetzen so viele Völker sich freiwillig gebeugt hatten, ohne zu wissen, daß sie sich damit dem Gesetze Englands beugten. Denn England und das plutokratische Kapital, das waren in Wirklichkeit die Herren der Weltwirtschaft. Der Krieg hat auch hier die Maske vom englischen Gesicht gerissen. Wo ist denn die Weltwirtschaft heute? Aufgeflogen und zerstoben in alle Winde! Und weshalb? Nur weil England es so wollte, weil England allen Ländern der Erde das Recht auf freien Handel abspricht und Befolgung seines Gesetzes verlangt, das jetzt im Kriege„Blockade gegen Deutschland. Blockade gegen Europa“ heißt. Deswegen müssen die Kaffee erzeugenden Länder Südamerikas ihre hochwertigen Kafsee=Ernten entweder ins Meer schütten oder verheizen. Deswegen verfaulen in Jamaika Millionen von Bananen; deswegen werden in Britisch=Malaya mehr als 10000 Arbeiter der Ananaskonservenindustrie brotlos; deswegen muß jetzt auch Aegypten darangehen, seinen wertvollen Baumwollsamen zu Feuerungszwecen zu verwenden. Das lohnt sich wohl einer näheren Betrachtung. Aegyptens Baumwolle, die Sakellaridies, ist die beste der Welt. Sie zeichnet sich durch die Länge ihres Stapels, durch ihre hohe Festigkeit bei außergewöhnlicher Feinheit, Weichheit und Glanz, aber auch durch hohe Erträge vor allen anderen Baumwollsorten der Welt aus, so daß ihr Samen zu Zuchtzwecken hoch begehrt ist. Neben dem Verkauf von Baumwolle stellte daher auch der Verkauf von Baumwollsamen eine nicht unbeachtliche Einnahmequelle Aegyptens dar, die jetzt ebenfalls verschlossen ist. Leider kann man hier aber nicht die Werte durch Einlagerung erhalten, wie bei der Baumwolle selbst— von der freilich ebenfalls ein Teil aus Mangel an Lagerräumen dem Verfaulen auf dem Felde ausgesetzt ist— weil nämlich die rund zwei Drittel der Baumwollfrucht ausmachenden Kerne bei der Zersetzung nicht nur einen fürchterlichen Gestank entwickeln, sondern geradezu zu einem Gift werden, wie man aus bitteren Erfahrungen in Amerika nur zu gut weiß. Vieh, das von diesen Abfallhaufen fraß, ging ein, die Felder, auf die man sie warf, wurden unfruchtbar, ganze Landstriche unbewohnbar. Zu Beginn des achtzehnten Jahrhunderts wurden in den ameritanischen Südstaaten aus diesem Grunde sogar Gesetze eingebracht, die im Interesse der Volksgesundheit den Baumwollanbau ganz und gar verbieten wollten. Erst als 1820 der Franzose Roger=Douille, der in Indien gesehen hatte, wie man dort die Baumwollsamen durch Auspressen des Oels entgiftete, in Marseille eine Oelmühle errichtete, in der er Baumwollkerne verwandte, wurde man die bisherige Plage los. Wenn nun Aegypten dazu übergehen muß, seinen Baumwollsamen in die Oelmühlen zu schicken, anstatt ihn als Saatgut ins Ausland zu verkaufen und die verbleibenden Rückstände auf seinen Bahnen zu verheizen, so ist damit der Schaden keineswegs beseitigt, denn dieses Saatgut fehlt jetzt überall in der Welt zur Verbesserung der Qualität und des Ertrags der Baumwollé. Schlechtere und kleinere Ernten sind die Folge. Der Schaden läßt sich überhaupt nicht berechnen. England hat wieder einmal meyr den Fortschritt in der Welt verhindert. Wir machen wertvollste Rohstoffe aus Kohle und schaffen damit neue Lebensmöglichkeiten für Millionen Menschen, wofür man uns als„Ersatzfabrikanten" beschimpft. England aber zwingt die Welt, ihre wertvollsten Lebensmittel und Agrarprodukte in zu werfen. Das ist sein Fortschritt. Andererseits aber verspricht es den Völkern ein Paradies„nach dem Kriege". Will ihm die Welt das wirklich glauben? Dr. B. Englands geraubte Kunstschätze Es gibt den gestohlenen Parthenon=Marmor nicht an die Griechen beraus V Berlin, 23. Januar. Nach einer Meldung des englischen Nachrichtendienster fragte die konservative Abgeordnete Miß Cazalett im Unterhaus an, ob der Premierminister einen Gesetzentwurf einbringen werde, um die Rückgabe des Marmors von Elgin bei Beendigung der Feindseligkeiten „als Zeichen der Anerkennung für den großartigen Widerstand Griechenlands gegen die Aggression" zu gestatten. Attlee erteilte hierauf den schriftlichen Bescheid, da die Regierung sich nicht vornehme, einen Gesetzesvorschlag zu diesem Zwecke einzubringen. Bei dem in Frage stehenden Elgin=Marmor handelt er sich um eine kostbare Sammlung von Skulp: turen aus der Blütezeit der griechischer Plastik, die von dem englischen Diplomaten Thoma: Elgin, als er um die Wende des 19. Jahrhunderte bri tischer Gesandter in Konstantinopel, war, auf einer Reise durch Griechenland„entführt“ wurde. Dieser geschäfte tüchtige Abkömmling Albions hatte es dann verstanden seinen wertvollen Raub, unter dem sich Giebelfi guren und Teile des Parthenonfrieses un eine Kore des Erechtheion befanden. Für teueres Geld in London loszuschlagen. wi er seit 1816 im britischen Museum aufbewahrt wird Diese Geschichte macht es verständlich, daß die Anfrag von Miß Cazalett im Unterhaus als äußerst pein lich empfunden wurde. Ihr wurde, wie zu erwarten war die entsprechende Antwort zuteil. Denn noch nie hat eir britischer Minister daran gedacht, einen Verbündeten für die England geleisteten Dienste zu belohnen, noch vie weniger daran, einen einmal in Sicherheit gebrachter Raub freiwillig herauszugeben. Im vorstehenden Fal hätte es sich übrigens nicht einmal um eine Belohnung vielmehr nur darum gehandelt, einen vor langer Zeit in Griechenland verübten Raub„wiedergutzumachen“ Aber auch dazu sind die Engländer auf Grund ibder Mentalität nicht einmal imstande. □ Kr. 20(Zweites Blatt) Herner Anzeiger Freitag, den 24 Januar 1941 Aus und für Herne Für die Gelundheit des Bergmanns Bitamin C für alle Untertagearbeiter. Die vor etwa einem Jahre in einigen Bergwerksbetrieben durchgeführte zusätzliche Vitamin=C= Versorgung. der Gefolgschaft ließ so günstige Wirkungen auf den Gesundheitszustand der versorgten Bergleute erkennen, daß bei der Reichsknappschaft der Plan entstand, aue unter Tage beschäfligten Bergmänner während der vitaminärmsten Zeit des Jahres, also in den Monaten Februar bis Mai, zusätzlich Vitamin C zu verabreichen Professor Wirz vom Hauptamt für Volksgesundheit der NSDAP, führte eingehende Untersuchungen durch, deren Ergebnis die Zweckmäßigkeit der geplanten Aktion erkennen ließ. Die Bergbauwirtschaft sand sich bereit, die Hälfte der erforderlichen beträchtlichen Geldmittel zu übernehmen, wäh rend die andere Hälfte von der Reichsknappschaft aufgebracht wird. Inzwischen sind auch die anderen Maßnahmen in Zusammenhang mit den zuständigen Stellen des Hauptamtes für Volksgesundheit der NSDAP, der DAF und der Wirtschaftsgruppe Bergbau soweit gediehen, daß die Großaktion im Februar begonnen werden kann Das Vitamin C ist bekanntlich im vergangenen Jahre „schon an einen großen Teil der deutschen Schulkinder verabreicht worden und gleicht bis zu einem gewissen Grade auch den Mangel an Sonnenbestrahlung aus. Im Hinblick auf A#e in ihm ruhenden Eigenschaften und weil es in den für eine große Maßnahme erforderlichen Mengen nur unter Ueber„###dung erheblicher Schwierigkeiten beschafft werden konnte, ##ibt die Verabreichung des Vitamin C auf die unter stän digem Lichtmangel leidenden Bergmänner unter Tage beschränkt. Der Tagesbedarf an Vitamin C beträgt durchschnittlich 50 mar für den Erwachsenen. Nach den Erhebungen von Professor Wirz können 150 mar je Woche aus der üblichen Ernährung gedeckt werden, so daß die fehlende Zufuhr von 200 mgr zu ergänzen wäre. In Zusammenarbeit mit„dem Hauptamt für Volksgesundheit der NSDAP und der Hertellerfirma wurde für die Verabreichung des Vitamin C eine für den Bergmann besonders glückliche Form, namlich Drops mit Zitronengeschmack, gefunden. Jeder der Untertagebergmänner wird zum Beginn einer jeden Schicht in der Pause je einen Drops erhalten. Jede Rolle Vitamin=Drops (Inhalt 12 Stück) enthält so viel Vitamin C, daß der persönliche Bedarf an diesem Schutzstoff bei jedem Untertagebergmann gedeckt wird. Die Großaktion dient der Förderung der Gesundheit des Bergmanns und der Hebung und Kräftigung seines Allgemeinbefindens. Die Sorge für Untallverletzte Erhaltung der Arbeitskraft oberstes Gesetz. Die Berufsgenossenschaften sind als Träger der reichsgesetzlichen Unfallversicherung nach der Reichsversicherungsordnung verpflichtet, bei Verletzung Krankenbehandlung zu gewähren. Diese soll nach gesetzlicher Vorschrift mit allen geeigneten Mitteln die durch den Unfall hervorgerufene Geundheitsstörung oder Körperbeschädigung und die durch den Unfall verursachte Erwerbsunfähigkeit beseitigen und eine Verschlimmerung verhüten. hierzu gehört eine möglichst bald nach dem Unfall einsetzende, schnelle und sachgemäße Durchführung der Kraukenbehandlung, insbesondere auch, soweit nötig, eine fachärztliche oder besondere unsallmedizinische Versorgung. In Erfüllung dieser Aufgaben ist von den Berufsgenossenschaften nach den Bestimmungen des Reichsversicherungsamtes vom 19. 6. 1936 u. a. das Verletzungsartenverfahren eingeführt worden. Ausgehend von dem Grundgedanken, daß möglichst schon der erste, meist für den weiteren Verlauf entscheidende ärztliche Eingriff(Einrichtung, Amputation, Resektion ufw.) durch den Facharzt(nötigenfalls in der Heilanstalt) erfolgen soll, haben die Berufsgenossenschaften den Unternehmern der versicherungspflichtigen Betriebe und den Krankenkassen den Auftrag erteilt, bei bestimmten schweren Verletzungsarten die Unfallverletzten unverzüglich in die hierfür in Betracht kommenden Heilanstalten zu überweisen. In jedem Betriebe muß nach den Unfallverhütungsvorschriften mindestens eine Tafel aushängen auf der die erste Hilfeleistung bei Unfällen allgemeinverständlich beschrieben ist. Auf dieser Tafel sind je nach den Verhältnissen u. a. Angaben über Krankenwagen, Arzt und Krankenhaus zu machen. Auch Sonderaushänge über das bei Betriebsunfällen zu beachtende Verhalten stehen den versicherungspflichtigen Betrieben zur Verfügung Die Berufsgenossenschaften machen den Unternehmern fortlausend Mitteilung, welche Heilanstalten für das Verletzungsartenverfahren in Betracht kommen. Der Erfolg eines speziellen unfallmedizinischen Heilverfahrens besteht darin, daß die Unfallverletzungen, im allgemeinen gesehen, besser geheilt werden, als wenn eine solche Begandlung nicht stattfindet. Dieses früher tediglich im Altreich durchgeführte Verletzungsartenverfahren findet nunmehr nach Einführung der Reichsversicherungsordnung auch in der Ostmark, in den neuen Teilen Schlesiens, in den sudetendeutschen Gebieten, im Memelgebiet und in Danzig Anwendung. Wer will noch mitarbeiten? Zur Zeit sind im Schaufenster der Firma Lewecke die Preise ausgestellt, die demnächst für den Säuglingswettbewerb der Mütterschule verliehen werden. Wie man sich überzeugen kann, sind recht wertvolle und nützliche Preise zu gewinnen. Anfang März wird die Ausstellung der Säuglingswäsche stattfinden, die von den Teilnehmerinnen am Wettbewerb hergestellt worden ist. Wer sich noch am Wettbewerb beteiligen will. kann sich jetzt noch dazu an die Mütterschule wenden. Die Jozialen Merkmale der Betriebsordnungen Seit Erlaß des Gesetzes zur Ordnung der nationalen Arbeit Anfang 1934 hat sich das deutsche Wirtschaftsleben in damals noch unvorstellbarem Maße auswärts entwickelt. Entsprechend sind auch die Möglichkeiten sozialen Fortschritts gestiegen. Nur in den allerseltensten Fällen wird eine Betriebsordnung aus dem Jahre 1934 unserer heutigen Auffassung noch genugen Die Betriebsordnung muß vor einer unerwünschten Erstartung bewahrt und ständig dem Fortschritt angepaßt werden. Wie das DAF=Blatt„Der deutsche Kaufmann“ mitteilt, hat das Fachamt„Der deutsche Handel“ in letzter Zeit die Ueberprüfung einer größeren Zahl von Betrievordnungen durchgeführt. Die dabei gemachten Erfahrungen werden als Anregung für die Neufassung von Betriebsordnungen mitgeteilt. Das Gesamtergebnis der Ueberprüfungen war durchaus erfreulich, da nichts den sozialen Fortschritt dieser sieben Jahre besser beleuchten kann als ein Vergleich der Betriebsordnungen. Dennoch wurden große Verschiedenheiten ind Unzulönglichkeiten festgestellt. Betriebsordnungen, sie kaum über die Mußbestimmungen des Gesetzes hinaussehen, lassen sozialen Leistungswillen vermissen. Aber auch die Beitschweisigkeit einer Betriebsordnung ist kein Beweis für hren Wert, wenn der innere Gehalt sehlt. Ein wichtiges Merkmal für die sozialpolitische Wertung ines Betriebes ist die Urlaubsgewährung. Die tariflichen Mindestsätze sind erfreulicherweise von vielen Betriebsführern weit überschritten. Die Urlaubszuteilung an Jugendliche wird häufig mit einem Hinweis auf das Jugendschutzgesetz abgetan. Nicht alle Gefolgschaftsmitglieder können aber das Gesetz nachschlagen und richtig auswerten. Die Betriebsordnung soll auch den bezahlten Sonderurlaub bei besonderen Familienereignissen, zur Ausübung von Ehrenämtern usw. regeln. Ganz besonders geben die sozialen Sonderleistungen, wie die Lohnfortzahlung bei Krankheit, die Bezahlung des Unterschiedes zwischen Nettolohn und Wochengeld, die Zahlung von Heirats= und Geburtsbeihilfen, die zusätzliche Altershilfe, dem Betriebsführer Gelegenheit zu sozialer Willensäußerung. Bei Erwähnung der Kündigungsfristen ist ein Hinweis auf die gesetzliche Regelung unzureichend. Langjährige Betriebsleute sollte durch fortschreitende Verlängerung der Fristen betont werden. Sehr oft wird die Bedeutung des Vertrauensrates und des Betriebsobmannes noch ungenügend herausgestellt. Die Betriebsordnung ist ein wichtiges Wertungsmittel im Leistungskampf der Betriebe. * * Die Verwaltungsakademie Industriebezirk veranstaltet in Gemeinschaft mit den Volksbildungsstätten Bochum und Dortmund innerhalb ihrer Sondervortragsreihe des Wintersemesters 1940/41 einen Vortrag des Herrn Staatsrats Professor Dr. Carl Schmitt, Berlin, über das Thema„Der Großraum als das Gegenwartsproblem der weltpolitischen Entwicklung". Der Vortrag findet statt in Bochum im großen Saal des Parkhauses am Sonntag, dem 26. Januar 1941. 1.15 Uhr. Der Vortrag ist öffentlich und frei. * L o h n s t e u e r b e i L o h n a u s s ä l l e n. D e r R e i c h e f m a n z m i n i s t e r hatte darauf verzichtet, die Vergütungen, die die Unternehmer zum Ausgleich von Lohnaussällen bei Fliegeralarm an die Gefolgschaftsmitglieder zahlen, zur Lohnsummensteuer heranzuziehen. Es handelt sich hier um die Steuer, die der Unternehmer von der Lohnsumme zu zahlen hat. Der Reichsarbeitsminister weist in einem Erlaß darauf hin, daß die Lohnsteuer des Gefolgschaftsmitgliedes davon zu unterscheiden ist. Auf die Heranziehung der Vergütungen zur Lohnsteuer hat der Reichsfinanzminister nicht verzichtet. Auch diese Lohnsteuer ist aber Gegenstand der Erstattung durch das Arbeitsamt, da vom Arbeitsamt die Bruttobeträge der den Arbeitern gezahlten Vergütungen erstattet werden. * Blutspender werden gesucht. Das Amt für Volksgesundheit der RSDAP weist darauf hin, daß in allen Kreisen Blutspender=Zentralen eingerichtet werden sollen. Als Blutspender kommen gesunde, unbescholtene Männer und Frauen deutschen Blutes im Alter von 21 bis 50 Jahren in Frage, und zwar aber nur solche Volksgenossen, die keine längere Anmarschzeit als von ½ bis X Stunde zum Krankenhaus haben. Meldungen sind an die Staatlichen Gesundheitsämter zu richten Für jede Blutentnahme wird ein Betrag von mindestens 20 RM. gezahlt. * Eine seste Brücke von der Heimat zur Front ist das deutsche Buch. Du hilfst an ihrem Bau durch eine Spende für die Büchersammlung der Partei. Neues Leben im Bürgerlichen Brauhaus Zweckmäßige Verwendung entrahmter Frischmilch. Ein neues, hochwertiges Volksnahrungsmittel Die erste Anlage dieser Art in Westdeutschland. Ein stillgelegter Betrieb ist in einer Stadt der Arbeit immer so etwas wie ein kleiner Schönheitsfehler. Schornsteine sind dazu da, daß sie rauchen, und eine Arbeitsstätte ist geschaffen für die Arbeit. Schon seit einigen Jahren liegen die Baulichkeiten des ehemaligen Bürgerlichen Brauhauses Herne, das seinerzeit in den Besitz der Schlegel=Scharpenseel-Brauerei in Bochum überging, ohne Leben da. Einsam zog ein Wächter seine Runden, und nur bei notwendigen Instandsetzungen zur Erhaltung der Werte erklang das Lied der Arbeit in den leeren Räumen. Ende des Jahres 1940 entfaltete sich nun an der ehemaligen Quelle des Gerstensaftes eine rege Tätigkeit. Auf großen Wagen wurden Einrichtungsgegenstände und Apparate angefahren. Ingenieure und Arbeiter gingen daran, die Räume neu herzurichten und die Maschinen einzubauen. Vielfach hörte man in Herne, die Erzeugung des Herner Bieres werde wieder ausgenommen, aber Anfragen an zuständiger Stelle ergaben, daß dies nicht der Fall war Wir sind nun in der Lage, den Schleier des Geheimnisses in etwa zu lüften. Die Schlegelbrauerei hat der Moccarahmgesellschaft Dr. Löchel u. Co., Berlin, Zweigwerk Herne, vier der großen Räume des früheren Bürgerlichen Brauhauses abvermietet. Die Moccarahmgesellschaft beabsichtigt, in Herne nach einem neuen Verfahren entrahmte Kondensmilch herzustellen, der sie den Namen „Land=Edel“ gegeben hat. Das Verfahren ist in milchreichen Gegenden wie Dänemark, aber auch in Pommern bereits mit Erfolg erprobt und zur Fabrikationsreife gebracht worden. Gestern lief in Herne die neue Anlage zum ersten Male Probe. Wie wir uns bei einem Besuche überzeugen konnten, waren die Erbauer mit der ersten Prüfung sehr zufrieden. Es folgen nun noch einige Tage der Vorarbeit, in denen kleine Kinderkrankheiten, die einer neuen Anlage ja immer anhaften, behoben werden sollen. Auch der abschließenden Schulung der vielen neu eingestellten Arbeitskräften wird in den nächsten Tag erhöhte Aufmerksamkeit gewidmet. In etwa zwei Wochen hofft man soweit zu sein, daß die Produktion voll lausen und die entrahmte Kondensmilch zum Verkauf an die Bevölkerung freigegeben werden kann. Wie wir weiter hören, wird das neue Produkt 24 Prozent fettfreie Trockenmasse enthalten. Der Füllinhalt der einzelnen Flaschen wird 250 Gramm betragen und der Preis dafür 20 Pf. Es handelt sich also um ein hochwertiges, dabei preiswertes Volksnahrungsmittel. Verschlossen ist die Kondensmilch monatelang haltbar. Durch Sterilisierung ist die Gewähr gegeben, daß nur einwandfreie Milch den Verbrauchern zugeführt wird. Jedenfalls ist es erfreulich, daß Herne durch die Einrichtung der neuen Fabrik wieder einen neuen Wirtschaftszweig bekommen hat. Auch für das neue Volksnahrungsmittel wird die Herner Bevölkerung gewiß dankbar sein. Und nicht zuletzt — es ist wieder eine Betriebsstätte mehr einem volkswirtschaftlichen Zweck zugeführt worden, die im Kriege schon eine große Friedensproduktion vorbereitet. Vom Bier zur Milch, ein interessanter Weg! Das hätten sich die Gründer des Bürgerlichen Brauhauses auch nicht träumen lassen. L. Auch der Betriebsführer wird geschult Das„Betriebsführerseminar". Menschenführung und Arbeitseinsatz vordringliche Probleme Je höher die Stellung im Betriebe, desto größer ist auch die Verantwortung. Je größer aber die Verantwortung, desto notwendiger ist das Verständnis, die richtige Einstellung und die völlige Beherrschung der Aufgaben, die man übernommen hat. Am notwendigsten sind diese Voraussetzungen aber beim Betriebsführer eines Unternehmens, da er der Höchstverantwortliche des Betriedes ist. Wenn schon der Arbeiter nicht mehr lediglich nur Arbeitnehmer ist, sondern Arbeitsbeauftragter und in dieser Eigenschaft Beauftragter seines Volkes und dessen oberster Führung, so ist auch der Betriebsführer nicht mehr nur Privatunternehmer, der seinen Betrieb ohne Rücksicht auf größere Zusammenhänge, so führt als ob der Betrieb ihn nur ganz allein anginge. Auch er ist Führeungsbeauftrager im Namen des Volkes, seiner Wirtschaft und seiner obersten Fühtung. Wenn daher die Partei und in ihrem Auftrage die Deutsche Arbeitsfront in einem großangelegten Berufserziehungswerk den Arbeiter und Angestellten zu einer solchen Einstellung erzieht, dann kann sie dabei selbstverständlich auch nicht den Höchstverantwortlichen des Betriebes, den Betriebsführer, umgehen. Die Erfassung des Betriebsführers ist ja gerade die Krönung der gesamten Betriebserziehungsarbeit, denn dadurch wird erst das, was der Nationalsozialismus unter Betriebsgemeinschaft und Volksgemeinschaft versteht, richtig verwirklicht. Erst damit wird erreicht, daß alle an einem Strange ziehen und auf das große Ziel ausgerichtet sind, nicht um des eigenen Vorurteils willen zu leben und zu arbeiten, sondern um des Volkes und der Nation willen. Die Entwicklung der Berufserziehung ging schrittweise vor sich und baute sich von Stufe zu Stufe auf. Nunmehr ist dieser Auf- und Ausbau aber bereits soweit vorgeschritten, daß die Abteilung Berufserziehung und Betriebsführung der Deutschen Arbeitsfront es seit einigen Monaten schon unternehmen kann, in einem Betriebsführerseminar die für jeden Betrieb lebenswichtigen Fragen zu behandeln und damit den Betriebsführern eine wertvolle Aufklärung über ihre Führungspflichten und Führungsrechte zu vermitteln. Sorgfältig ausgesuchte Männer der Berufs- und Betriebsführerpraxis behandeln in den Betriebsführerseminaren Themen wie„Menschenführung im Betriebe",„Wege zur Leistungssteigerung",„Das politische Gesicht der Wirtschaft", „Von der Betriebsgemeinschaft zur Betriebsbereitschaft", „Der Leistungskampf der deutschen Betriebe",„Die Heranbildung des Unterführemachwuchses zum Willensträger des Betriebes" und„Der Nachweis des Betriebsführers". Als eine der entscheidendsten und in ihrer Auswirkung weitreichendsten Aufgaben des Betriebsführers wird daber der Arbeitseinsatz angesehen und betrachtet, da jeder Fehleinsatz bedeutet, daß ein deutscher Mensch mit seinem Schicksal unzufrieden und daher zum höchsten Einsatz weder bereit noch fähig ist. Zu den weiteren Gesichtspunkten, nach denen die Schulung der Betriebsführer von heute und von morgen erfolgt, gehört die Herausstellung der Bedeutung der Menschenführung und das Problem des ungelernten Arbeiters. In den Kreisen der deutschen Betriebsführer erfreut sich dieses Werk der Deutschen Arbeils front bereits großen Ansehens. Die Beteiligung der befolgschaft am bewinn Interessante Versuche in verschiedenen Berufsgruppen Das Gefühl sozialgesinnter Unternehmer, daß den Mitgliedern der Gefolgschaft ein Anteil an dem Erfolge der Betriebsarbeit gebühre, ist so alt wie der Wunsch vieler Unternehmer, durch eine solche Beteiligung die Leistungen der Arbeiter und Angestellten zu erhöhen. Daher besteht seit langem die Uebung, die Weihnachtsgratikikationen und sonstigen Sonderzuwendungen zum Jahresschlusse in ihrer Höhe von dem Ergebnis des Geschäftsjahres abhängig zu machen oder aus Anlaß eines günstigen Abschlusses besondere Gratifikationen zu verteilen oder Zuwendungen an eine soziale Betriebseinrichtung zu machen. Problematisch ist aber immer die Einräumung eines Rechtsanspruches geblieben, stellt die„Soziale Praxis“ in diesem Zusammenhang fest. Während bei leitenden Angestellten die Gewinnbeteiligung ziemlich verbreitet ist, vermeiden es die Unternehmer im allgemeinen, der Gesamtheit der Gefolgschaft einen Rechtsanspruch auf bestimmten Anteil an den Betriebsergebnissen einzuräumen. Eine Art von Gewinnbeteiligung liegt in den Gewerben vor, in denen das Entgelt des Gefolgsmannes in einem Anteil am Umsatz besteht, wie beim Bedienungszuschlag des Keilners oder bei der vielfach üblichen Teilung des Aurobesitzers und des Fahrers in den Erlös. Neu ist, daß im Friseurgewerbe von Hamburg eine solche Beteiligung durch Tarifordnung festgelegt wird: Erreicht hier der Gefolgsmann einen Wochenumsatz, der das Doppelte seines latsächlichen Lohnes übersteigt, so erhält er von dem diesen Betrag übersteigenden Umsatz eine Vergütung von 20 v. H. neben dem Wochenlohn. Obwohl es sich hier um eine Anteilnahme am Unternehmergewinn handelt, ist die Umsatzvergütung(wie alle anderen Provisionen, Tantiemen usw.) Arbeitsentgelt; sie ist daher dem übrigen Lohne zuzurechnen und unterliegt wie dieser dem Lohnsteuerabzug und den Pfändungsbeschränkungen. Bemerkenswert ist auch ein am 1. Januar 1941 ins Leben getretener Versuch, der., I=Se#denzinr Dann mußt ihr eben recht bald ihre Sachen brih lie Franz. sie wird sie notwendig brauchen: Aber ve E nicht, auch die drei neuen Kleider mitzuneymen. ab ihr, sie konne sie ruhig tragen. Es sei reine SanUnd was ich gestern zu ihr gesagt habe, soll sie Laß dir beim Einpacken von der Marianne helfen versteht so was besser als unsereiner. ging Franz auf die Suche nach Willi.e wollte noch heute das Geld los sein. Aber gerade! fügte es sich, daß Willi aus irgendwelchen Gründen; hindert war und Franz die Berta allein tra Berta war voller Lockungen wie steto, er ging ihr aus, sein Herz brannte, als sie sich sehr spat in Nacht trennten, heftiger denn se. Die zwanzig Mark aber waren ausgegeben. * S e c h s z e h n t e s K a p i t e l. Mit Anni Notnagel war es nichts Rechtes n Doktor machte sich ihretwegen große Sorgen. Ein Wort an die Zehnjährigen Der Jührer rust Euch! Nun werdet Ihr in die Reihen der großten Dugend. bewegung der Welt, in die Hitler=Jugend, ausgenommen Damit beginnt für Euch ein neuer Ledensabschnitt Von jen ab wachset Ihr in das politische Lebden unseres Voskes hin ein. Nun könnt Ihr die großen geschichtlichen Ereignisse unerer Zeit richtig miterleben, denn in den Heimabenden wer den Euch Eure Führer und Führerinnen das große Ge schehen nahebringen und verständlich machen— nicht minn das! Ihr dürft sogar selbst mit anpacken und dem Führer bei seinem großen Werk helfen. Vielerlei Arbeit gidt es fur unsere Jüngsten, die in unsere Reihen eintreten. Die Pimpfe sammeln Altmaterial und allerlei anderes was für den Krieg wichtig ist; stolz ziehen sie zum erstenmal mit den rasselnden Sammelbüchsen durch die Straßen und verkaufen Abzeichen für das Winterhilsowerk. So heifen sie mit im Kampf gegen Hunger und Kälte. Die Madel suchen Heilkräuter und betreuen die verwundeten Soldaten in den Lazaretten. Später werdet Ihr andere Aufgaben bekommen, und schließlich habt Ihr seldst das zu übernehmen und fortzuführen, was unsere Soldaten. Eure Vater. jetzt draußen im Felde unter Einsatz ihres Lebens erkämpfen Viel Neues werdet Ihr in Eurem Dienst in der HitlerJugend erleben, Lustiges und Eindrucksvolles. Bei Fahrten und Zeltlagern werdet Ihr die engere und weitere Heimat kennenlernen, sowie Land und Leute unseres Volkes. Wohrend die Jungen im Rahmen ihrer vormilitärischen Ausbildung sich im Schieß= und Geländesport üben, dasteln unsere Mädel die nettesten Sachen. Wie in jedem Jahre, so werden sich auch diesmal wieder die Zehnjährigen freudig und gern zum Eintritt in die Hitler=Jugend melden. * * Hohes Alter. Heute kann der Berginvalide Justus Keßler, Hiberniastraße 55, seinen 85. Geburtstag feiern. Keßler wurde am 24. Januar 1856 in Rödenau, Kreis Frankenberg, geboren. Als er 16 Jahre alt war, wanderte er nach Westfalen aus und fand in Herne auf der Schachtanlage Shamrock 1/2 Arbeit, wo er bis zu seiner Pensionierung im Jahre 1926 arbeitete. Das hohe Alter sieht man ihm kaum on, so rüstig und gesund ist er noch. Haus= und Gartenarbeiten gehen ihm noch spielend von der Hand. Seinen Lebensabend verbringt er bei seiner jüngsten Tochter, der Familie Hövel in der Hiberniastraße. Geachtet und beliebt in einem großen Bekanntenkreis werden ihm heute an seinem Ehrentage viele Glückwünsche dargebracht, denen auch wir uns anschließen * 90 Jahre alt. Der Vg. Heinrich Braun, Vellwigstr. 19 vollendet heute sein 90. Lebensjahr. Die Stadt Herne wird ein Glückwunschschreiben und eine Ehrengabe überreichen * Jugend der Welt glaubt an Deutschlands Sieg. Der beste Beweis hierfür ist die Tatsache, daß nach wie vor der aus ländische Besuch der deutschen Universitäten so stark wie vor dem Kriege ist. Einer Statistik des Außenamtes der Reichsstudentenführung zufolge haben sich zur Zeit mehr als 33.000 ausländische Studenten und Studentinnen an deutschen Universitäten, Technischen Hochschulen und Akademien als Hörer eingetragen. Nicht weniger als 65 Staaten der Welt entsandten Abordnungen ihrer studentischen Jugend zum Studium nach Deutschland. * Die Polizei nimmt sich der Tiere an. Seit einigen Tagen kann man im Straßenbild unserer Stadt die Feststellung machen, daß die Streifen der Polizei die parkenden Pferdefuhrwerke einer genaueren Kontrolle unterzieht. Besonders achtet sie darauf, daß stehende Tiere mit einer der Jahreszeit entsprechenden Decke behangen sind. Einige Pferdelenker, die glaubten, ihre vierbeinigen Arbeitskameraden in der Kälte einfach ohne Umhang stehen lassen zu können werden angesichts eines Strafbefehls wohl ihr unschönes Tun bereuen. * D a s i s t k e i n e P r i v a t s a c h e! I r g e n d w o h a t t e e i n M a n n eines Abends gehörig gezecht. Auf dem Heimweg lärmte er in angeheiterter Laune auf der Straße so erheblich, daß viese Leute aufwachten. Das Amtsgericht, vor dem der Rubestörer jetzt stand, ließ ihn nicht mit einer Geldstrafe wegen ruhestsrenden Lärm davonkommen, sondern verurtellte ihn zu zwei Wochen Haft. Bemerkenswert ist die Urteilsbegrundung. Das Gericht erklärte, in einer Zeit, in der jeder Deutsche über das in Friedenszeiten übliche Maß hinaus arbeiten, in der er zudem mit Störungen seiner Nachtruhe durch Fliegeralarm rechnen müsse, sei jedem eine möglichst ausgiebige Nachtruhe zu gewährleisten Außerdem habe jeder die moralische Pflicht, sich nachts nach Möglichkeit einsatzbereit zu halten. Wer dann trotz der Möglichkeiten eines Fliegeralarms bis in die späte Nacht im Gasthause sitze und sich betrinke und dann obendrein auf dem Heimwege durch seinen Lärm die Nachtrube der andern Volksgenossen störe, beweise eine große Verantwortungslosigkeit. Ruhestörender Lärm sei heute nicht mehr wie im Frieden ein belanglose Aeußerung von Uebermut, sondern eine grode Rücksichtslosigkeit gegen die große Masse der Bevölkerung, der er nicht nur die notwendige Nachtruhe nehme, sondern für die er in einem etwa entstehenden Ernstfalle als Hilfskraft ausfallen würde. * E i n J u c h s t r e i b t s e i n U n w e s e n. D a ß M e i s t e r R e i n e c k e i n unserer Heimat noch nicht ausgestorben ist, erlebten wir erst im Herbst noch, als es im Gysenberger Wald Förster Lindemann gelang, einen Fuchs zu erlegen. Runmehr treibt an der Holthauser Grenze ein Fuchs sein Unwesen. Einige dort wohnende Kleintierhalter haben schon den Verlust einiger Hühner zu verzeichnen, die den ausgefundenen Spuren nach von einem Juchs geraubt worden sind, der von den Bladenhorster Waldungen seine Diebeszüge unternimmt. * Arbeitsunfälle. Von einem bedauerlichen Unfall wurde der Lehrhauer H. Sch. aus der Altenhöfener Straße betroffen Er war mit dem Anknebeln von Kohlenwagen beschäftigt, als sich die Wagen in Bewegung setzten. Er geriet dazwischen und trug einen schweren Beckenbruch davon.— Einen Beinbruch und schwere Kopfverletzungen zog sich der Gesteinshauer Anton W. aus der Bismarckstraße zu, der von einer Bühne stürzte Beide mußten dem Krankenhaus zugeführt werden * Unsall auf der Straße. Der Anwohner T. von der LaRoche=Straße kam auf der Straße zu Fall und zog sich Rippenbrüche zu. Er wurde in das Ev. Krankenhaus eingeliefert. * A r b e i t s u n f a l l. D e r A r b e i t e r L. a u s d e r K o l o n i e C o n s t a n t i n erlitt gestern bei Ausübung seines Berufes in einem hiesigen Betrieb dadurch eine Beinverletzung, daß er von einem schweren Gegenstand getroffen wurde. Er wurde in das Ev. Krankenhaus gebracht 2Antasw M19404 □ 0er Fühker in Die freiwillige der deutschen Delbegemelnfcheß in ihrer eeesesserre Der Sport am Wochenende Das deutsche Sportprogiamm für das kommende Wochenende ist zwar weniger umsangreich als dar letzte, verzeichnet dafür aber eine ganze Reihe bedeutender Meisterschaftsvero staltungen. Der Winlersport erlebt seinen ersten Höbepunkt mit den Schnellauf=Meisterschaften. Dazu kommen die Hallen-Meisterschaften im Wasserspringen und der Beginn der Amateur-Boxmeisterschaften. Schließlich gibt es auch noch zwei deutsch-italienische Länderkämpfe im Baskelbal Als wichtigste Reisterschaftsveranstaltung des Wochenendes sind die der Skiläufer in Spindelmühre##nennen, wo vom Freitag bis Sonntag rund 500 Bewerder aus allen Bereichen des RSRL um die Titel im 18-Kilometer= Langlauf. im Spezialsprunglauf, in der nordischen Kombination und im Amal 10-Kilometer=Staffellauf der Bereichsmannschaften kämpfen. Zugleich stellen diese Reisterschaften die Generalprobe für die kommenden Weltmeisterschaften in Cortina d'Ampezzo dar, so daß auf der ganzen Linie mit großer Kämpfen zu rechnen ist.— In Igls sollen internationale Bobrennen durchgeführt werden, während in Hofgastein und Villach SA-Stiwetlkämpfe im Beisein des Stabschefs veranstaltet werden. Gleich zwei Reisterschaftsveranstaltungen gibt es für die Eisläufer. In München bewerben sich elf Paare, an der Spiße Ehepaar Baler und Geschwister Pausin, um den Titel im Paar-Kunstlaufen. Dabei wird auch das neue Berliner aar Strauch Noack erstmalig auf Herz und Nieren geprüft. Eine gute Rolle dürften auch die jetzt in Berlin ansässigen Dortmunder Ria Baran/ Paul Falk spielen. An dem Siege von Maxi und Ernst Baier kann aber kein Zweifel bestehen.— Zell am See ist vom Freitag bis Sonntag der Schauplatz der Schnellaufmeisterschaften, bei denen Karl Wazulek(Wien) und Ruth Hiller (Berlin) als Titelverteidiger wieder die besten Aussichten baden.— Zur Eishockey-Meisterschaft gibt es ein, weiteres Vorrundenspiel zwischen Klagenfurt und Weißwasser, in Homburg trägt eine deutsche Auswahl zwei Spiele gegen Südschweden aus, und in Düsseldorf stehen sich die H3-Gedietsmannschaften von Düsseldorf und Ruhr-Niederrhein gegenüder. Nach monatelangen Kämpfen in ihrern Bereichen stehen/ nun auch die Amateurboxer zu ihren Endkämpfen um die deutschen Kriegsmeistertitel bereit, die am Sonntag mit der ersten Vorrunde in Görlitz in Angriff genommen werden, um eine Woche später in Breslau ihr Enoe„# erreichen. Unter den fast 200 Bewerbern aus allen Bereichen befinden sich nicht weniger als 31 Kämpfer aus Westfalen und dem Rheinland.— Im Berufsboxsport warket Berlin mit einer Großveranstaltung auf, in deren Mittelpunkt der Schwergewichtskampf zwischen den Exmeistern Walter Neusel und Adolf Heuser steht. Dazu kommen noch die Begegnungen Vogt—Andersson und Besselmann—Holdl als interessante Paarungen. Auch im Lager der Schwimmer gidt es eine Meisterschaftsveranstaltung, und zwar in Wien die der Kunstund Turmspringen. Bis auf den vielmaligen Europameister Erhard Weiß(Dresden), der sich ganz vom Wettkampfsport zurückziehen will, sind bei Männern und Frauen alle Spitzenkönner am Start.— In Leipzig wird ein Vierklubkampf mit der Kriegsmarine Kiel, dem LSV Berlin und Post BerUn durchgeführt. Die Rasenspieler stehen weiter in ihren BereichsMeisterschaftskämpfen, in denen nun mehr und mehr die Entscheidungen heranreifen. Im Baskerball haben Deutschland und Italien zwei Länderspiele vereinbart, die am Wochenende in Triest ausgetragen werden. knapp verloren. Er muß diesen Kampf gegen Heuser, der als offigielle Ausscheldung gilt, gewinnen, wenn er noch eine Chance haben will, in der nächsten Zeit zu einem neuen Titelhalter oder zu einer weiteren Ausscheidung zu kommen. Aber auch Heuser hat seinen Ehrgeiz. Irgendwie möchten alle deutschen Schwergewichtsboxer der Spitzenklasse einmal zu einem Kampf gegen Schmeling kommen und alle wissen, daß das vorerst nur einem möglich ist. Heuser hat sich in Berlin vordereitet, Neusel hat Benneckenstein im Haiz vorgezogen. Beide haben alles getan, in bester Form in den Ring zu kommen. Od es für Heuser ein glückliches Omen ist, daß so viele Stimmen vor allem aus Fachkreisen in Neusel den Sieger sehen wollen? weitere Programm läßt ebenfalls keine Wünsche offen. Richard Vogt(Hamburg) trifft auf den Schweden John Anderslon, Josef Besselmann(Köln) bal in dem Dänen Hans Holdt einen nicht mehr jungen, aber erfahrenen Gegner. Erwin Bruch(Berlin) und Arno Przybilski(Potsdam) werden dem Publikum bestimm! einen schönen Kampf zeigen.— Die Einleitung bestreilen Hans Heuser(Bonn) und Stinv(Aachen), die beide gut in Schwung sein sollen und im Tempo etwas versprechen Boxer beteiligt sind. Der Herner Kuvtak greift erst am Dienstag ein, und zwar muß er gegen Schneider(Liegnitz) oder Zitterbarth(Litzmannstadt) antreten. Die Paarungen: 26. Januar, nachmittags: Federgewicht: Schlüler(Dorlmund)— Literski 2(Danzig), Jäger(Köln)— Schneidei (Gotha); Leichtgewicht: Wallrafs(Aachen)— Weisheit(Dievenow); Halbschweigew.: Prosittlich(Köln)— Berg(Elsaß). 26. Januar, abends: Fliegen: Wienskowski(Magdeburg) Schlitzer(Köln); Feder: Quabeck(Hagen)— Naudascher (Singen), Tatzkowste(Meiderich)— Rademacher(Breslau). Virnich 2(Köln)— Samel(Memel); Leichtgew.: Mainzer (Dortmund)— Jatsch(Görlitz), Brand(Oberhausen) Heute von 18.15 bis 8.45 Uhr verdunkein! ling(Neustadt); Welter: Noreck(Gladbeck) künstlichen Düngemittel— Kall, Phosphaten usw.— die Mog lichkeit, seine Bevölkerung zu ernähren. Die Zeit ihrer Bewährungsprobe ist demnach lang genug, um sich ein Urteil über die Wirkung zu bilden. Wann besteht nun die Gefahr, daß Schädigungen auftreten können? Einmal während ihrer Herstellung; dann bei Ausstreuung auf dem Acker. Der Kalt stickstoff besitzt zwar die gefährliche Eigenschaft, daß er die Haut und die Atemwege des Bauern beim Ausstreuen angreift wenn dieser nicht die nötigen Schutzmaßnahmen berücksichtigt Auch kann der Ertrag der Ernte bei der Verwendung künst V1e= liche Düngemittel im Anfang um wenige Prozent zurückgehen Die westsalischen Vorer der Vorrunde Kubiak ist erst am Dienstag an der Reide. Din Kämpfe in der Vorrunde der großdeutschen Meisterschaften im Amateurboxen beginnen tag. Wir bringen die Paarungen, am kommenden Sonnin denen westdeutsche (Wien), Lewanskowski(Gladbeck)— Leu(Stektin); Schwer Drägestein(Berlin)— Kemmann(Düsseldorf). Weitere Vorrundenkämpfe der westfälischen Teilnehmer: Montag, den 27. Januar: Banlamgew.: Manczyk(Bochum)— Baumbusch(Stuttgart); Federgew.: Petri Kassel)— Schlüter oder Literski 2; Leichtgew.: Trittschak(Hannover) Mainzer oder Jatsch; Mittel: Pepper(Dortmund)— Dannehl oder Bauch; Halbschwergew.: Uma(Dortmund)— Rosenkaimer oder Lay. Dienslag, 28. Januar: Kämmerer(Lüdenscheid)— Schopp 2(Speyer); Bankamgew.: Kleinschmidt(Dortmund) Dietrich(Nürnberg) oder Fricker(Elsaß); Federgewicht: Hirsch 2(Augsburg)— Quabeck oder Naudascher; Leichtgewicht: Schmedes(Dortm.)— Ringswandl oder Kretzschmar; Welter: Herchenbach(Breslau)— Lewanskowski oder Leu, Raeschke(Hamburg)— Noreck oder Kultschar. Kubiak (Herne:— Schneider(Liegnitz) oder Zitterbarth(Litzmann= stadt). Kultschar doch auch hier haben wir Mittel und Wege des Ausgleich: Die Bereichsmeister 1940-41 im Amateurbogen bereits gesunden. An der Pflanze selbst werden jedoch keine Stofswechselvorgänge ausgelöst, die zu schädlichen Produkten führen; denn die Stofse, die der Pflanze als Düngemittel zugeführ werden, sind genau dieselben, die die Pflanze auch aus eigener Kraft aufnehmen würde. Sie brauch also ihre Nanrungsaufnahme gar nicht besonders anzupassen. Auch die Frage, ob die Pflanze minderwertiger wird durch geringere Bilduna von Vitaminen, ist damit zum Teil beantwortet Bei den Pflanzen spielen nämlich die Vitamine eine bedeutende Rolle. An vielen Instituten werden zur Zeit weitgehende Versuche durchgeführt, um die vollkommene Gleichwertigkeit der Düngemittel hinsichtlich der Vitaminbildung zu beweisen. Nach den grundlegenden Ausführungen von Professor Eichler ist eine Schädigung des menschlichen„Organismus“ auf dem Umwege über die Nahrung von vornherein ausgeschlossen.! Der Staat, der ja für die Gesundheit jedes einzelnen genossen verantwortlich ist, würde bestimmt den Schafsenskraft des Menschen in irgendeiner Weise bee Mannschaftskämpfe im Gerätturnen Westfalen mit Niedersachsen. Nordmark und Pommern. Im ersten Vierteljahr 1941 kommen die Bereichsmannschaftskämpfe im Gerätturnen zur Durchführung. Insgesamt haben 17 Bereiche gemeldet, die je einen Führer, sechs Turner und einen Ersatzmann zu entsenden haben. Geturnt werden ausschließlich Kürübungen, und zwar am Reck, Barren, Boden, an den Schaukelringen und im Pferdsprung. Die Gruppeneinteilung ergab folgendes Bild: In der folgenden Zusammenstellung bringen wir die Bereichsmeister, soweit sie bisher feststehen. Vom Fliegengewicht aufwärts. Ostpreußen: Samel(Memel), Louis(Königsberg), Martsch (K'berg), Mantwitz(Memel), Sohn(K'berg), Wittmann (K'berg). Brandenburg: Tietzsch(Bernau), Schiller(Allsanz), Graaf (B'BG), Tathe(Prenzlau), Nürnberg(BVG), Schellin (Hermes), Kleinwächter(SS), Drägestein(Hermes). Schlesien: Möhwald(Görlitz), Kuschmann(Heydebreck, A. Büttner(Breslau), E. Büttner(Breslau), Herchenbach (Breslau), Morkis(Hindenburg), Birka(Breslau), Klose (Breslau). Sachsen: Kotte(Dresden), Hacker(Leipzig), Amelang(Leipzig), Steinmetz(Dresden), Gehro(Leipzig), Dannebl(Leipzig). Pietsch(Leipzig), Eckmüller(Riesa). Mitte: Wienskowski(Magdeburg), Liwekski(Magdeburg) Kretschmer(Altenburg), Murach(Dessau), Grünewald (Dessau), Schenk(Magdeburg). Vollmer(Magdeburg). Nordmark: H. Götzke(Hamburg), Platte(Hamburg), Heß Kiel), Einfeld(Kiel), Räschke(Hamburg), Schmidt(Hamburg), Baumgarten(Hamburg), J. ten Hoff(Hamburg). Niedersachsen: Kielhofer(Braunschweig), Wilke(Hannover), A. Schudert(Hannover), Trittschak(Hannover), Hampel (Braunschweig), Harms(Hannover), Kölgen(Bremen), Kohldrecher Hannover). Westfalen: Kämmerer(Lüdenscheid), Kleinschmidt(Dortmund), Quabeck(Hagen), Schmedes(Dortmund),“ Noreck (Gladbeck), Pepper(Dortmund), Umar(Dortmund), Koosche(Altena). Niederrhein: Koschir(Altenessen), Kocibar(Hamborn), Kühne (Mörs), Brand(Oberhausen), Heese(Düsseldorf), Tabe Hamborn), Baumann(Duisburg), Kemann(Düsseldorf). Mittelrhein: Schlitzer(Köln), Birnich(Wehrm.), Wallraf (Aachen), Paffen(Kohlscheid), Noppenev(Wehrm.), Profitlich(Köln), Kloth(Wehrm.). Hessen: Werner(Kassel), Petri(Kassel), Baumecker(Kassel), Malchus(Hanau), Lehmoser(Hanau), Krüger(Hanau), Krämer(Kassel). Südwest: Raposilder(Frankfurt), Schöneberger(Frankfurt), Vierling(Wehrm.), Krielenstein(Wiesbaden), Zettler (Ludwigshafen), Ims(Wehrmacht), Schramm(Wehrmacht). Baden: Audascher(Singen), Schemutzki(Wehrmacht), Kahmann(Karlsruhe), Weirich(Singen), Lay(Mannheim) Württemberg: Klaus(Prag Stutt.) Baumdusch(RPSG), Ackerle(Stuttgart), Keßler(Prag), Nanz(RPSG), Held (Stuttgart), Haug(Prag), Trautwein(Schlaitdorf). Bayern: Düsel(Schweinfurt), Dietrich(Nürnberg), Dieß (Würzburg), Ringswand!(München), Strehle(München), Wolf(München), Lettedacher(Schweinfurt), Fischer(Nürnberg). Ostmark: Wohlmuth(Post-SV.), Suchan(Jovorit), Jaro Wehrmacht), Swatosch(Wehrmacht), Kultschar(Wehrm.), Jahn(Wien), Koller(Klagenfurt), Weidinga(Wien). Danzig-Westpr.: Kaminski(Gotenhafen), Literski II(Danzig), Literski 1(Danzig), Schilinski(Elbing), Bork(Gotenhafen), Kosz(Danzig), Golemkirski(Danzig) Warthegau: Lasari, Bitzer I. Bitzer II(alle Litzmannstad!), Itlerbarla(Litzmannstadt), Fischmann(Posen), Pielsch (Litzmannstadt). tigten. Zudem läßt sich heute kaum noch feststellen, w# Grenze zwischen natürlicher und künstlicher Düngung liegt. Briefmarkenlammler, herhören! Es handelt sich um die KdF-Sammlergruppen. Die außergewöhnlichen Anforderungen, die an das Personal der Versandstelle für Sammlermarken in Berlin gestellt werden, haben das Reichspostministerium veranlaßt, in der neuesten Nummer des Amtsblattes darauf hinzuweisen, daß in Zukunft keine Bestellungen von Einzelsammlern, die keiner Fachorganisation angehören, entgegengenommen werden. Alle diese Einzelsammler haben Gelegenheit, sich den KdFSammlergruppen gegen eine geringe Monatsgebühr von nur 20 Rpf. anzuschließen. Sie finden hier alles, was sie suchen: Kameradschaftliche und sorgfältige Betreuung und Vertretung ihrer Interessen sowie weitgehende Preisvergünstigung durch den verbilligten Bezug ihrer Neuheiten. Meldungen nehmen alle KdF=Dienststellen zur Weiterleitung entgegen. Ein unbelehrbarer Hetzer Wegen Verletzung des Heimtückegesetzes ein Jahr Gesängnis und Unterbringung in die Trinkerheilanstalt. Dem Trunke ergeben ist der 45jährige Otto H. aus Herne, s 40 Mark in Alkohol umgesetzt haben. In diesem Rauschzustand Gruppe 1: Ostpreußen, Brandenburg, Sachsen, Württemberg. Schlesien; Gruppe 2: Westfalen, Pommern, Nordmark, Niedersachsen: Gruppe 5: Niederrhein, Baden Gruppe 4: Mitte, Mittelrhein, Hessen, Südwest. Die Vorrunde wird am 9. März für die Gruppe 1 Berlin, für die Gruppe 3 in Straßburg oder Augsburg, die dergericht der sich vor der Strafkammer des Landgerichtes Bochum wegen Verstoßes gegen den§ 2 des Heimtückegesetzes in Tateinheit mit Beleidigung zu verantworten hatte. In der Trunkenheit ergeht er sich vielfach in feindseligen Aeußerungen gegen Staat und Partei. Bei der Machtübernahme huldigte er marxistischen Gedankengängen, von denen er sich nicht getrennt hat trotz unseres nationalen, sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Aufbaues seit der Machtübernahme. Das beweisen auch seine vielen Vorstrasen. Sie haben bereits die Zahl 19 Bavern, Ostmark; erreicht. Unter ihnen definden sich Notzucht, Diebstahl, Widerstand gegen die Staatsgewalt. Betrug, Unterschlagung und eine Reihe politischer Vergehen, kurz, eine Mustersammlung in asozialer Handlungen. Im Jahre 1932 bürdete ihm das Sonwegen politischen Terrors in Tateinheit mit öffentGruppe 4 in Heuchelheim bei Gießen bezw. am 16. März licher Beleidigung 1 Jahr 7 Monate Zuchthaus auf, eine für die Gruppe 2 in Hagen Westf. veranstaltet. Strafe, die später in Gefängnis in gleicher Höhe umgewandelt Die Siegermannschaften und die an zweiter Stelle stehenden Mannschaften, also acht Bereichsmannschaften, stehen für die Zwischenrunde am 11. April(Karfreitag) bereit, die in zwei Gruppen zu je vier Mannschaften durchgeführt wird. Die 1. Gruppe kämpft in Greiz oder Neugersdorf, die zweite Gruppe trifft sich in Mannheim. Jum Endkampf am 27 April werden wieder die beiden besten Mannschaften um den Titel in Wien oder Essen antreten. Leistungsnadeln in der Leichtathletik vergeben 28 Leistungsabzeichen für Westfalen. Für das Jahr 1940 wurden insgesamt 889 Leichtathleten und Leichtathletinnen aus den Sportbereichen mit dem Leistungsabzeichen des RSRL ausgezeichnet. Während bei den Männern Berlin=Brandenburg mit 42 goldenen bezw. silbernen und 55 bronzenen Abzeichen die Liste der Sportbereiche vor Bayern, Mitte und Sachsen anführt, hat sich Bayern bei den Frauen eine knappe Führung vor Berlin und Nordmark gesichert. Westfalen steht in dieser Liste bei den Männern mit 18 Abzeichen an 12. und bei den Frauen mit 10 an 13. Stelle, insgesamt 28. Davon entfallen je eine goldene bezw. silberne an die Männer und Frauen sowie 17 bezw. 9 bronzene Abzeichen. Heusers dritter Ansturm im Schwergewicht Schafft er es gegen Walter Neusel? Am Sonntag stehl in der Deutschlandhalle im Mittelpunkt worden ist. Auch wurde er wegen schweren Verstoßes gegen den§ 2 des Heimtückegesetzes in Tateinheit mit Beleidigung zu einer Freiheitsstrafe verurteilt, so daß er jetzt als rückfälliger Sünder galt. Diese Strafe verbüßte er bis zum 10. Januar 1940. Am Abend des 12. Juli 1940 besuchte er eine Reihe Wirtschaften in Herne. Wie er selbst behauptet, will er hierbei begab er sich in der Nacht auf die Straße und belästigte ihm entgegenkommende Personen. Auf der Bahnhofstraße wurde er von Polizeibeamten angehalten und zurechtgewiesen. Darauf antwortete er mit groben Anrempelungen, so daß er mit zur Polizeiwache genommen wurde. Auf dem Wege dorthin setzte er seine Beschimpfungen fort und erging sich auch in herabsetzenden Aeußerungen gegenüber staatlichen Einrichtungen. Dabei saßte er einen Polizeibeamten an die rechte Schulter und riß ihm die Achselstücke entzwei. Auf der Wache setzte er seine Beschimpfungen fort. In der Gerichtsverhandlung kam er mit dem Einwand sinnloser Betrunkenheit. Er meinte, in diesem Zustande neige Aus wenig viel machen Gemüse und Nährmittel vielseitig verwendbar. Wenn auch naturgemäß die Beschickung und die Auswahl an Gemüse jetzt nicht so reichhaltig sein kann wie während der Sommer= und Herbstmonale, so weisen die westfalischen Märkte doch noch dank einer weitsichtigen Vorratswirtschaft und der Schleusung der verfügbaren Zufuhren ein befriedigendes Bild auf. Bei geschickter Zubereitung unter Ausnutzung der vorhandenen Möglichkeiten läßt sich auch jetzt der Küchenzettel durchaus vielseitig und abwechslungsreich gestalten. Von den Hauptnahrungsmitteln, die im Rahmen der Zukeilungen regelmäßig zur Vrfügung stehen, soll hier nicht die Rede sein— mit Ausnahme der Nährmittel, die bei der Zubereitung einer gesunden und schmackhaften Kost ebenfalls weilgehend herangezogen werden können. Es kommt bei der Gestaltung des läglichen Küchenzettels heute in erster Linie auf die Geschicklichkeit und die Anpassungsfäbigkeit der Hausfrau an. Eine Wirtschaft aus dem Vollen heraus ist an und für sich kein Kunststück, aber es wird für viele Hausfrauen eine gute und nachhaltige Lehre sein, das Ernährungsproblem auch unter den oowallenden Umständen zu meistern. Auch in der jetzigen Jahreszeit lassen sich noch viele weniger bekannte Gerichte herstellen, die die Auswahl in der täglichen Kost erweitern und ebenfalls zu sätttgen vermogen. Es ist bekannt, dan.inohl als Beikoft nicht nur in Form von Gemüsesalat zubereitet werden kan, doch lassen sich neben den bekannten Hauptgemüsegerichten auch noch andere Hauptmahlzeiten durch die Beigabe von Nährmitteln herstellen. Die er zu dummen Schwätzereien. Nach eingehender Prüfung der 2ichtmittein versiellen. Die Verwendung von Graupen, Sachlage kam die Strafkammer im Sinne der Anklage wegen g#er, ocken und Grüße mit Gemüse als Hauptmahl. Verstoßes gegen das Heimtückegesetz und wegen Beleidigung geut ergior vorzügliche und schmackhafte Gerichte, zumal wenn zur Verurteilung des Angeklagten zu 1 Jahr Gefängnis. Dem beleidigten Polizeibeamten wurde die Publikationsbefugnis des Urteilstenors an der Anschlagtafel des Polizeireviers zugesprochen. Weiter hielt es die Strafkammer für angebracht, ihn einer längeren Entziehungskur in einer Trinkerheilanstalt zu überantworten, die für diesen Menschen außerordentlich geeignet zu sein scheint. Auch ein dummes Gerede Sind künstliche Düngemittel schädlich? Die Wissenschaft sagt:„Nein!“ Aufgeregt und atemlos kommt Frau Schulze die Treppe heruntergestürzt.„Stellen Sie sich nur vor, Frau Meyer, wieder sind eine ganze Reihe Gläser meiner eingemachten Erbsen und Gurken schlecht geworden! Ich weiß wirklich nicht, war ich da noch machen soll. Das muß bestimmt an den künstlichen Düngemitteln liegen. Früher ist mir doch so etwas nicht passiert!“ Auch heute gibt es noch viele Volksgenossen, die ähnlich wie Frau Schulze, die künstlichen Düngemittel nicht nur für Fäulnis und vorzeitiges Verderben von Früchten und Gemüsen verantwortlich machen, sogar die Schuld an bestimmten Krankheiten, z. B. dem Krebs, oder die Schwäche kleiner Kinder, die immer ganz anderen Ursprungs sind, schreibt man ihnen zu. Pros. Dr. Oskar Eichler, Direktor des In stituts für Pharmakologie und experimentelle Therapie an der Universität Breslau, hat sich in der Zeitschrift„Die Umschau“ eingehend mit der Frage beschäftigt: „Können Schadigungen durch künstliche Düngemittel hervorgerufen werden?" Ganz abgesehen von der allgemein bekannten Tatsache, daß neue chemische Stoffe nur dann im täglichen Leben Anwendung finden, wenn sie einen Vorteil gegenüber den bisher üblichen aufweisen, wollen wir nun an Hand wissenschaftlicher Feststellungen mit manchem Vorurteil und Irrtum auf diesem Gebiet aufräumen. Seit Jahrzehnten verdankt Deutschland den man es an einigen Zutaten von Brühwürfeln oder Kräufern nicht mangeln läßt. Zu halbgar gedünstetem Gemüse als Hauptmahlzeit gehört am besten eine passende Tunke und etwas Reibbrot. Ein solches Gericht läßt sich durch die Hinzufügung von Nudeln und Kartoffeln noch schmackhafter gestalten. Stadt Wanne=Eicke Goldene Hochzeil. Die Eheleute Martin Plewczynski und Frau Franziska, geb. Balcerek, Röhlinghauser Str. 47, seiern heute das Fest ihrer Goldenen Hochzeit. Herzl. Glückwunsch! Seinen 75. Geburtslag feierte gestern der Maurer Johann Menzel, Unser=Fritz=Straße 18. Herzl. Glückwunsch! Arbeitsjubiläum. Der Zugführer Wilhelm Grigo, Park straße 7, und der Stellwerksmeister Theodor Sommer. Auf dem Hörstgen 8. beide bei der Reichsbahn beschäftigt, konnten auf eine 40jährige ununterbrochene Betriebszugehörigkeit zurückblicken. Irau stürzle aus dem 2. Stockwerk. In einer im zweiten Stockwerk eines Hauses an der Hofsteder Straße gelegenen Wohnung bekam eine Frau beim Oeffnen eines Zimmersensters das Uebergewicht und stüzrte in den Hof. Zwei Bauhandwerker, die in der Nähe beschäftigt waren, eilten herbei und sorgten für sofortige Hilse. Die Frau hat derart schwere Verletzungen erlitten, daß sie in bedenklichem Zustande einem Krankenhaus zugeführt werden mußte. hritt brachte nur Elend über das eigene Volt und i nderen Völker, die ihm dienstbar wurden, so sehr an e Engländer diese Tatsache durch fiktive Theorien üb se Eigengesetzlichkeit der Wirtschaft und die Regeln 9 eines großen Progkamms eine Begegnung, die so recht ge Peltwirtschaft zu verschleiern suchten.„Wo eine Wit „*„„# Lrn 18 Gnd JuK II. Mi.! Teia“, lonte Bernharb Göhl eignet sein müßte, die Massen zu ziehen: Walter Neusel trifft auf Adolf Heuser! Unser jahrelang bester Mann im Halbschwergewicht pendelte seit 1936 zwischen dem Halbschwer= und Schwergewicht. Er selbst schten am besten zu wissen, daß körperlich die Notwendigkeit gegeben war, in die schwerste Klasse zu gehen, und daß es zwecklos war, immer wieder Gewicht zu machen und dann in den Ring zu gehen, I!### Krieg nar unm ohne in körperlich bester Kampfverfassung zu sein. Sein ischen Gesicht gerissen. Wo ist denn die Weltwirtsche zweiter Weg in die Schwergewichtsklasse endete allerdings sseute? Aufgeflogen und zerstoben in alle Winde! Uh recht dramatisch; denn einem Siege über Europameister Heinz weshalb? Nur weil England es so wollte, weil Englai Lazek, der in der fünften Runde für die Zeit zu Boden allen Ländern der Erde das Recht auf freien Hand ging, folgte die Stuttgarter Blitzniederlage gegen Mar abspricht und Befolgung seines Gesetzes„verlangt, de Schmeling. Heuser dat es dann wieder im Halbschwergewicht steht im Krie, Hlodgdergegen Deutschland, Blocka versucht, bis die entscheidende Niederlage gegen Jean Kreiß leügenden Länder Ky. peowege. haft ist, muß auch ein Wirt sein“, sagte Bernhard Köhl nd widerlegte damit zum erstenmal das Märchen vo er Weltwirtschaft, deren Gesetzen so viele Völker keiwillig gebeugt hatten, ohne zu wissen, daß sie sich d kit dem Gesetze Englands beugten. Denn England un as plutokratische Kapital, das waren in Wirklichkeit herren der Weltwirtschaft. Der Krieg hat auch hier die Maske vom en müssen die Kaffee Südamerikas ihre hochwertigen Ka ihm bewiesen hat, daß für ihn hier nichts mehr zu bolen war. sse Ernten entwever ins Meer schütten oder verhe Nun versucht sich Heuser gegen Walter Neusel, den zen. Deowegen versaulen in Jamaika Millionen v# Mann der schweren Klasse, der neben Mar Schmeling in Bananen; deswegen werden in Britisch=Malai ternational die schönsten Erfolge der deutschen Schwergewichtsborer in den letzten zehn Jahren zu verzeichnen hat. Neusel hat seine deutsche Meisterschaft gegen Lazek nur Rotz: Droue fn ode Dert: BOCHCAUATSTD: gTG!EE. MAGG „Würze Wenige sropfen genügen ja schon! feum domt sem. Atogg here I enackon ge und uugebeg, Aenn . wird jeder etwos bekommen, und einem Gebote der Zeit. haber verlangen Sie ausslrücklich A MAGGI Würze * 97 Gufe Bücher erhallen Sie bei Koether:& Röltschez Ein aff Im We Windbeutel sen schnell in einer kl licher Co trug, obsch es sei den ewigen S Abrasse gute Sta licher un deres, ei Sonne d lecken bie nert hatt gleich wi gewesen dige H• Kein Herrn Cle. sitzen blieb Bürgermei Westfalen## Der Fr daraus. m lich über Satzen. mußte de unter die Latrioten unseres Städtchens trat u heimlich und, trafen Vorbereitungen, die Macht des Kommissers bei Gelegenheit zu brechen, was sich aber zwangsläufig erübrigte, indem nämlich der Herr Abrassaton über Nacht verschwand samt seiner ganzen Diener= schaft. Jetzt glaubten die Patrioten, sei die Stunde gekommen, auch dem Clechenhahn die Welt von der Höhe eines Galgens aus zu zeigen, aber ein alter Mann erhob sich und sprach: Junge Freunde. sprach er, denn er war wirklich sehr alt und folglich auch sehr weise, schlagt diesen Clechenhahn nicht tot. schade wärs um die Mistgabel oder den Holzpflock. schade auch um den Strick, an dem dieser Schandbube hängen sollte. Töten wir ihn, in dem wir über ihn lachen, und lassen wir ihn leben. damit noch unsere Kinder und Enkel sehen, wie ein Affe aussieht, der ein Welscher sein wollte. Wie er das sagte, fügten sich die andern. Clechenhahn, der von der Flucht seines Herrn und Meisters noch nichts gehört hatte, wurde durch einen Boten eilig zum Herrn Commissar bestellt, ihm Vortrag zu halten. Er erschien in dem bekannten Zimmer, von inwendig wurde die Nachbartür ein wenig geöffnet, und Clechenbahn begann dröhnend, daß der Herr Commissar ganz unbesorgt sein möge ob der Treue der Stadt. Er. der Bürgermeister, mache sich stark dafür, daß alles ruhig bleiben und in Treue dem angestammten Herrscherhause anhängen werde. Conspirationen aber würde er mit der Wurzel ausreißen. Er bitte weiter um das gnädige Vertrauen des hohen Herrn Commissars In diesem Augenblick ging die Tür auf. Man sah den leeren Armsessel Abrassatons und auf demselben nun, wie soll ich es sagen?.. ich muß mich an die Wahrheit halten.. auf demselben einen Nachttopf Dem Clechenhahn rollten die Augen aus dem Kopfe, da er solches sah. Er wußte nicht, wie ihm geschah, und erst das unbändige Gelächter der Patrioten, die überall hinter Teppichen und Gardinen versteckt standen, brachte ihn wieder zur Besinnung. So tötete man ihn, indem man ihn lächerlich machte, und ließ ihn doch leben. Wo er sich sehen ließ, fingen die Leute an zu lachen und nannten ihn seitdem nur immer den Herrn Nachttopf. Diesen Namen führte er bis ans Ende, und da er schon ein uralter Mann war. wiesen die Leute mit Fingern auf ihn und sprachen zu ihren Kindern: Das ist der Mann, der unsere Stadt für die Franzosen regierte, ein gar erbärmlicher Wicht, seht ihn euch an, Kinder, so sieht er aus, der Herr Nachttopf. Und die Straßenjungen schrien das Wort hinter ihm her, wo er sich blicken ließ geschah der Spott weiter. und fern. onisten Januar. der letztervorgetre= „Doktor schrieb. chein Januar. se spielte In eine ung seines eferwaischen. In agen gegen raumit ##n dem GeJunge auf dreijährige nach Einbefindliche # an ihrer tter des e ein Verische Weise an der rief verletzt Januar. das Hamper ver schuldi Körpervervorden, den die Angeklagte an die Zeugin Oe., eine Kriegermutter schrieb. Eines Tages erhielt Frau Oe. einen angeblich von einem Kameraden ihres Sohnes geschriebenen Stief. in dem ihr mitgeteilt wurde, daß ior Sohn von einem Feinoflug nicht zuruckgekehrt sei. Diese Mitteilung hatte für die Mutter schwere seelische und körperliche Folgen; an einem Nervenschock hat sie mehrere Wochen gelitten. Der Brief war ein gefühlsroher Schwindel. Als Briefschreiberin wurde die Margot K. ermittelt, mit der Willi Oe. ein Verhältnis gehabt hatte. Bei ihrer Vernehmung lenkte sie den Verdacht zunächst auf ein anderes Mädchen, dessen Schuldlosigkeit sich aber herausstellte. Die K. gab schließlich zu den Brief geschrieben zu haben. Ein Satz in diesem Brief ließ auch das Motiv vermuten. Es hieß darin, daß die Braut des Oe., deren Adresse man nicht kenne, benachrichtigt werden solle. Die K. hat durch den Brief erreichen wollen, daß die Eltern des Oe. sie als Braut anertannien— Der Oberamtsanwalt war der Ansicht, daß bei der von der Angeklagten an den Tag gelegten Gefühlsroheit nur eine Freiheitsstrafe in Frage komme. Anstelle der Gesamtstrafe von zwei Monaten beantragte er 150 Mark Geldstrase. Das Gericht verurteilte die K. wegen Körperverletzung zu 50 Mark Geldstrafe, wegen der wissentlich falschen Anschuldigung anstelle von einem Monat Gefängnis zu 60 Mt Geldstrafe. Wildschwäne am Möhnesee O Soest, 23. Januar. Am Möhnesee wurden in diesen Tagen— ein außerordentlich seltenes und jahrelang nicht mehr erlebtes Schauspiel— wiederholt Wildschwäne beobachtet, die in majestätischer Ruhe auf dem Wasserspiegel einherzogen und sich beim Nahen von Menschen erhoben und mit brausendem Flügelschlag über dem See kreisten. Diese seltenen Gäste sind aus weit nördlichen Zonen nach Westfalen gekommen. Nach alter Volksmeinung wandern sie nur in besonders strengen Wintern so weit südlich, um sich ihre Winterqual##### zn suchen. und selbst auf seinem Grabe sie Stimme nicht geringer Große und'galt's vom schmalen, schwankenden Gerüstbrett, das sich zehn Meter über der Erde befand und die Verbindung zwischen zwei nebeneinanderliegenden Koksösen herstellte, in die Arme zu nehmen. Eine verdammt brenzlige Sache! Beim ersten Mal klappte es nicht richtig. Die linke Seite ließ. nachdem wir wohl fünf Zentimeter hochgehohen hatten, wieder fallen.—„An“ schrie da der Hein. Doch zugleich ertönte auch wieder das:„Angepackt!— — Los!— In die Arme!“ und dieses Mal klappte es wie am Schnürchen. Hein hat„Au“ geschrien! schoß es mir ins Gehirn, ist ihm was geschehen? Ach. Quatsch, verscheuchte ich diesen Gedanken wieder. Und dann war es aus mit dem Denken; es blieb nur der eine Gedanke: festhalten, denn das Ding lag verflixt schwer in den Armen. Und wozu brauchte ich mir denn noch Gedanken zu machen, Hein trug ja zwei Mann vor mir, wie konnte ihm da was geschehen sein. Doch dann. als wir das Ding an Ort und Stelle hatten, zeigte es sich, daß Hein blutete. Ein Stück Finger war ihm— wie er später auf seine drollige Art zu sagen pflegte— abhanden gekommen. Doch stimmte dies nicht ganz, denn das Stück Finger war nicht„abhanden gekommen“, sondern zerquetscht.— Ich habe verdammt starke Nerven, aver als ich das sah! Hein, warum hast du das nicht gleich gesagt, fragte ich ihn, als ich ihn schnell zur Verbandstelle führte. „Dumme Frage!“ sagte er.„Sollte ich vielleicht schreien, damit dat Ding womöglich aus euren Klauen mang de Kumpels unter uns geplumpst wäre?“ Diese Rede war bestimmt gut, wenn er auch dabei ein wenig das Gesicht verzog. Und stumm machte mich diese herrliche Rede auch. Sie gab mir gewissermaßen'nen Hieb, daran man stark wird; denn— ich will ehrlich sein: ich hätte damals, wenn es mir geschehen wäre, bestimmt geschrien. Ob ich's heute auch noch täte, ist freilich eine andere Frage! Giraffe- mit Jsarwasser getauft Ein„Säugling“, der schon 1,80 Meter groß ist. Der Name Giraffe, unter dem man sich als Earopäer eigentlich gar nichts vorstellen kann, ist lediglich eine Verstümmelung des arabischen Wortes„Serashe"(„Die Liebliche"). Nach Rom kamen die ersten langbeinigen Tiere dieser Art aus dem schwarzen Erdteil bereits unter Julius Cäsar. nach Deutschland 1212, um dann für Jahrhunderte wieder von der Bildfläche zu verschwinden. Erst 1827 tauchten in Wien, London und Paris erneut lebende Girafsen auf. Mit ihrem ungeheuer hohen Hals und den nicht minder langen Vorderbeinen, durch welche diese Tiere eine Größe bis zu sechs Metern erreichen können, muten sie wie groteske, zoologische Ueberbleibsel der Vorzeit an. In der Tat hat man in Griechenland, Frankreich, Ungarn. Indien und Persien vorgeschichtliche Reste echter Giraffen und ihrer Verwandten entdeckt. In ihrer afrikanischen Steppenheimat lebt die Giraffe in Trupps von sechs bis acht, mitunter auch dreißig bis vierzig Stück. Ihr gewöhnlicher Gang ist ein langsamer Paßschritt, ihr Lauf ein plumper und schwerfälliger, aber ein schnell vorwärtsspringender Galopp, wodet das Die es selbst mit einem guten Pferd aufnimmt, und dieses der Ausdauer schlägt. Obwohl im allgemeinen friedlic und von sanftmütiger Natur, weiß sich die Giraffe, ein mal angegriffen, doch durch gewaltige Schläge ihrer Läufogar gegen den„Herrn der Steppe“, den Löwen, zu verteidigen. In zoologischen Gärten gehen die Giraffen sehr oft an einer Knochenkrankheit oder sonstiger gesundheitlicher Schädigung zugrunde, sind aber bei sorgsamer Pflege langere Zeit zu erhalten. Ungemein schwierig und nur in den seltensten Fällen von Erfolg gekrönt ist ihre Zucht in der Gefangenschaft. Schon die Zusammenstellung für die Fortpflanzung geeigneter Paare bereitet den. Zoodirektoren und Tierwärtern viel Kopfzerbrechen. Während der Tragzeit bei und nach der Geburt können dann noch genug unvorhergesehene Zwischenfälle eintreten. Die kürzlich im Münchener Tierpark Hellabrunn erfolgte Geburt eines gesunden Girassenbahns ist unter diesen Umständen als großer und seltener Zuchterfolg zu betrachten. Es ist ein stattlicher Bulle, der seinem pflichtgetreuen Wärter Joachim Herzuer zu Ehren den Namen „Jochen“ erhielt. Schon in den ersten Stunden seines Erdendaseins war er mit seinen 1.80 Metern dem Manr buchstäblich über den Kopf gewachsen. Wahrhaftig— eir „Säuglin=“, der sich sehen lassen kann und im Tierreich an Größe und grotesker Langbeinigkeit kaum seinesgleichen hat! Er verspricht heute schon. einst so turmartig stattlich und dabei überschlank zu werden wie seine Eltern Weiser als der Weise Der große Physiker Newton befand sich auf einen Spaziergang. Der Himmel war ungetrübt und wolkenlos, und dennoch rief ihm ein kleiner Schäferjunge zu „Beeilen Sie sich, mein Herr, damit Sie noch vor dem Regenguß nach Hause kommen!“ Newton legte den Worten des Knaben kein Gewicht bei, da ihm das Wetter freundlicher denn je erschien. Nach einer Stunde begann es tatsächlich zu regnen. nachdem sich der Himmel vorher schon mit Wolken nach und nach bedeckt hatte. „Nun muß ich doch zu dem Hirten zurück und erfahren, wie er, der unwissende Knabe, mehr über das Wetter wissen soll als ich, der berühmte Natursorscher.“ Newton kehrte also zu dem kleinen Wetterpropheten zurück und versprach ihm eine ansehnliche Summe Geldes. wenn er ihm das Geheimnis seiner vorausschauenden Wetterkunde mitteilen wolle. Das Bübchen lachte verschmitzt und gab bereitwilligst Auskunft. „Wissen Sie, mein Herr. wenn mein schwarzer Hammel dort dem Winde den Rücken zukehrt, dann ist es ein sicheres Zeichen dafür, daß spätestens innerhalb einer Stunde Regen vom Himmel fällt.“ Verärgert wandte sich der Gelehrte weg. Für solche Weisheit fand sich kein Platz in seinem hochentwickelten Gehirn. Aus dem Wirtschaftsleben. Zwiebeln aus den neuen Ditgebieten Die beiden neuen Reichsgaue Warthegau und Danzig=Westpreußen sind nicht nur Kornkammern, sondern auch bedeutende Ueberschußgebiete von Gemüse, vor allem von Zwiebeln. Früher wurden die Zwiebeln viel nach England ausgeführt, heute stehen sie dem deutschen Markt zur Verfügung. Im vorigen Jahre sind allein aus dem Warthegau rund 10 000 dz nach Deutschland zur Kühllagerung versandt worden. Außer Zwiebeln ernten die neuen Ostgebiete vor allem Gurken, rote Rüben, Kohlrabi, Tomaten und Weißkohl. Die Ueberschüsse an diesen Gemüsen, die früher vornehmlich nach dem oberschlesischen Revier, nach Warschau und Gotenhafen geliefert wurden, werden jetzt an die Märkte des Altreichs abgegeben. Auch im Generalgouvernement liefert der Zwiebelanbau, der schätzungsweise 2000 Ueberschüsse, die frü führt wurden. Heut abgegeben. Auch am Donn wegung der Ku merkenswert ist, da Umsätzen erfolgt. und Maschinenbauf kaum über 1 v. H te sich eine gewisse rus, Hoesch und R##. Klöckner und Ver St Braunkohlenwerten sind Rheinebraun mit— 2 v. H. zu erwähnen. Am Kaliaktienmarkt stellten sich Wintershall um ¾ v. H. niedriger. In der chemischen Gruppe setzten Farben mit 201¾ um ¼ v. H. höher ein, notierten alsbald aber 201. Schering ermäßigten sich um 1¼ v. H. Bei den Gummi= und Linoleumwerten büßten Deutsche Linoleum 1% und Conti Gummi 2½ v. H. ein. Elektrowerte gaben auf kleines Angebot bereits stärker nach. So verloren AEG ¾, Gesfürel 1, Lahmeyer und Siemens je 1½, Dt. Atlanten 2 und Siemens Vorzüge 2¼ v. H. Versorgungswerte veränderten sich kaum. Bei den Maschinenbaufabriken verloren Bahnbedarf 1, Rheinmetall Vorsig 1½ und Berliner Maschinen 2 v. H. Zu erwähnen sind noch Daimler mit— 1¾. BK für Brauindustrie, Schlesische Gas und Felten mit je 1. Andererseits Engelhardt mit+ 1, Berger mit— 1½ und Dortmunder Union mit+ 2 v. H. Düsseldorfer Schlachtviehmarkt. 9 Düsseldorf, 23. Jan. Es kosteten: Ochsen: a) 46,5. b) 42,5, c) 37.5; Bullen: a) 43—44,5, b) 39—40,5, c) 35.5; Kühe: a) 43—44.5, b) 38—40,5, c) 32—34,5, d) 19—25; Färsen: a) 43—45.5, b) 41,5, c) 36.5; Kälber: Doppellender 63—72. a) 55—57, b) 55—57, c) 45—48. d) 32—38; Weidemasthammel: 51; Schweine: a) 57.5, b1) 57,5, b2) 56,5, c) 54,5, d) 51,5, e) 49.5, f)—. g1) 57.5. Frankfurter Schlachtviehmarkt. X Frankfurt, 23. Jan. Es kosteten: Ochsen: a) 45— 46.5. b) 40—42.5; Bullen: a) 43—44.5. b) 40—40.5; Kühe: a) 43.5—44.5, b) 38—40.5, c) 32—34.5, d) 18—25;, Färsen: a) 44.5—45.5, b) 41—415; Kälber: a) 59. b) 55 Hammel: a) Schafe: a) 41 57.5, b1) 57,5, 575. inmtinmmnalumn Bäckermeister Koller Und seine Münder. ROMAN VON JOHANN F. EHRHART. 26) „So— das schreibt sie. Dann hat sie also allen Ernkes vor, wegzubleiben.“ „Sie wird schon ihren Grund dafür haben!“ sagte Franz feindselig. „So, meinst du? Du mußt es ja wissen.“ „Natürlich weiß ich das! Wäre sie denn sonst weggelaufen!“ „Da hast du wieder recht. Aber ich kann's dir ja sagen, was los war. Ich habe sie nämlich gefragt, ob sie meine Frau werden möchte.“ Dem Jungen verschlug es die Sprache. Seine Schwester Frau des Bäckermeisters Holler? Nun zeigte sich Willis Einfluß auf Franz. Die laute Hochachtung. die dieser vor Hollers Reichtum bei jeder Gelegenheit bezeigte, hatte sich uneingeschränkt auf Franz übertragen Und darum dachte er keinen Augenblick lang an die seelische Not. die das Leben mit einem so viel älteren Mann für Fränze im Gefolge haben mußte, er sah nur die goldene Seite der Angelegenheit, sah, daß seine Schwester und bis zu einem gewissen Grad auch er selbst. künftig aller materieller Sorgen enthoben wären. er empfand Hollers Antrag als Ehre, ja, als das größte Glück, daß seiner Schwester je hätte widerfahren können. Holler las die Gedanken, die sich in Franzens Gesicht spiegelten, und fuhr fort: „Du scheinst ja nicht Fränzes Meinung zu sein, aber denk dir, sie hat mir einen Korb gegeben. Nun, ich will mich nicht besser machen, als ich bin: ich war vielleicht nicht immer so zu ihr, wie es meine Pflicht gewesen wäre, als Kamerad ihres Vaters sowohl wie als Vormund. Aber sei du mal verliebt! Blind bist du dann und blöd! Du wirst's ja selbst wohl noch mal erfahren. was für Viecherle wir Männer in diesem Zustand sein können. Aber Fränze hat etwas getan, was sie sich in der Aufregung wohl nicht so recht überlegt hat. Sie hat mir mein Alter vorgeworfen, ich habe erst sogar gemeint, sie het sich darüber lustig gemacht, und da habe ich in meiner Wut etwas zu ihr gesagt, was ich nicht hätte sagen Hürfen. Daraushin ist sie davongelaufen. Und das tut mir wirklich leid.“ Franz stand noch immer da und starrte vor sich hin. Er war durchaus nicht mehr trotzig oder gar angriffslustig. Er war nur mehr ein halbwüchsiger, gutmütiger Junge. der von einem Erwachsenen ganz unverhofft als Erwachsener behandelt wird und nun nicht weiß, wie er sich dafür erkenntlich zeigen soll. Wie geladen mit Vorwürfen aller Art war er aber gewesen, als Marianne ihn endlich gerufen hatte. Und nun lag die große Rolle. die er hatte spielen wollen, vor ihm wie ein Prinzenmantel am Aschermitwoch. Es war eben doch nicht so einfach, ritterlicher Beschützer zu sein; jedes Ding hat eine zwei Seiten. Holler sah, wie betreten der Junge vor ihm stand, und nun empfand er zum ersten Male so etwas wie zärtliches Mitleid mit ihm. Er klopfte ihm wohlwollend auf die Schulter und sagte gutmütig humorvoll: „Aber ich denke. Franz. wir werden das schon überleben So geht's halt manchmal im Leben.“ Jetzt erst fand Franz Worte. Holler war ein Ehrenmann, das war nun seine unerschütterliche Ueberzeugung. Seine Schwester hatte bestimmt unrecht. Er stand ganz auf Hollers Seite. „Soll ich zu Fränze gehen und ihr den Kopf zurechtrücken. Onkel?" fragte er. „Nein, nein, mein Lieber, gerade das sollst du nicht tun. Ich will dir was sagen, was ich heute nacht nach vielem Hin und Her selbst erkanckt habe. Sie hat nämlich recht, die Fränze. Es wäre wirklich ein Blödsinn. Das sehe ich jetzt selber ein, und auch das habe ich einsehen gelernt, daß wir Männer in meinem Alter auf manches verzichten müssen, wonon wir uns den Himmel versprechen. In meinem Alter muß man fest auf dem Erdboden stehen, da kann man keine Luft mehr unter den Sohlen vertragen. Das ist also vorbei, und wir wollen auch nimmer darüber reden. Aber wenn du mir einen großen Gefallen tun willst, dann geh zu Fränze und sage ihr, oaß ich sie bitten ließe, wieder heimzukommen. Sage ihr, daß mir vieles arg leid tut, vor allem die häßliche Bemerkung. wegen der sie aus dem Hause gelaufen ist. Sage ihr, sie braucht nichte mehr zu fürchten, und es würde bestimmt alles wieder so sein. wie es früher war. Wie es früher war. mußt du sagen, und nicht so allgemein, wie es war Und ihre Sachen nimmst du nicht mit, die bringst ihr erst. wenn sie durchaus nimmer mag. Magst mir den Gefallen tun?“ „Darf ich jetzt gleich gehen?“ fragte Franz voller Feuer. „Ja, geh gleich. Je früher du gehst, desto besser ist's!“ Franz war schon aus dem Hause, da fiel ihm ein, daß er dem Meister die zwölf Mark noch nicht zurückgegeben hatte. Er kehrte wieder um. „Ich habe ganz vergessen. Onkel. Du hast ja Geld für mich ausgelegt.“ Er hielt Holler den Schein hin. Der wehrte ab. „Laß nur, ich habe ohnehin vorgehabt, dir einen richtigen Lohn auszusetzen. Du bist ja nicht nur ein Lehrbub, sondern auch der Chauffeur, und als solcher hast du natürlich auch Anspruch auf tarifliche Bezahlung Wenns's dir recht ist, dann verrechnen wir die zwölf Mark so nach und nach mit deinem Lohn. Von deinen Ersparnissen wird sowieso nicht allzuviel übrig sein.“ Das Gelo brannte Franz in der Hand. Er nahm sich vor, es noch heute abend Willi zurückzugeben. Der Auftrag, den er übernommen hatte, war ihm unangenehm. Irgendein unklares Gefühl sagte ihm, daß da etwas nicht in Ordnung sei. Dann lief er zu seiner Schwester. Er traf sie nicht an. Muter Heimerl hatte ihr schon am selben Vormittag eine gute, anständig bezahlte Stellung verschafft, die Fränze gleich antreten konnte. „Dann ist's halt nichts mehr mit dem Zurückkommen ins Haus.“ Gefaßt, als hätte er dies vorausgesehen, nahm Holler die Mitteilung entgegen. „Dann mußt ihr eben recht bald ihre Sachen bringen. Franz. sie wird sie notwendig brauchem Aber vergiß nicht, auch die drei neuen Kleider mitzunehmen. Sage ihr, sie könne sie ruhig tragen. Es sei keine Schande. Und was ich gestern zu ihr gesagt habe, soll sie vergessen Laß dir beim Einpacken von der Marianne helien, die versteht so was besser als unsereiner" Abends ging Franz auf die Suche nach Willi. Er wollte noch heute das Geld los sein. Aber gerade heute fügte es sich, daß Willi aus irgendwelchen Gründen verhindert war und Franz die Berta allein traf Berta war voller Lockungen wie steto, er ging mit ihr aus. sein Herz brannte, als sie sich sehr spät in der Nacht trennten, heftiger denn je. Die zwanzig Mark aber waren ausgegeben. " Sechszehntes Kapitel. Mit Anni Notnagel war es nichts Rechtes mehr. Der Doktor machte sich ihretwegen große Sorgen. EDie kalten ind unerbitt* Himmel, das und Dahlien bekamen an den ihrer bunten Blumenblätter häßliche braune Flecke und starben. Und nun hockte auch wieder dieser harte, böse Husten wie ein Alb auf Annis Brust und quälte das arme Mädchen bis zur Erschöpfung. So ein Winter tut weh. das weiß man. Das wußte auch der Doktor. Er brachte Tränklein und Kräuter, manchmal erreichte er auch, daß eine gewisse Erleichterung Anni empfand, wenn sie sich von ihm hatte betreuen lassen. Meist aber schob sie seine Mittel mit einer müden, ja angeekelten Miene beiseite. Nein, der kalte Wind und das herbstliche Sterben waren es nicht allein, die Anni zerstörten. Man mußte sie ja nur sehen, wie sie sich am Fenster der väterlichen Werkstatt die Nase an den Scheiben platt preßte, um zu wissen, was mit ihr los war. Nach einigem Warten verkroch sie sich in den finstersten Winkel des kleinen Ladens und setzte sich inmitten eines Berges ausgelatschter Stiefel auf einen Schemel. Das Licht, das sich in der Schusterkugel brach und mild sich darin verwandelte, umrahmte den schönen, bleichen Kopf wie einen Heiligenschein, die Augen glühten in verzehrendem Feuer, die Hände rieben und preßten sich gegenseitig. Sie waren feucht und immer, immer kalt. Sie sprach nur wenig. Manchmal ein paar kleine Worte mit Emanuel Stricker, seltener noch mit dem Vater, dem die Sorge um sie fast das Her zerbrach. Es war schon so. Seit damals, als ihr der Doktor von seinem Gespräch mit Franz erzählt hatte, war etwas in ihr gebrochen. Und wie sorgsam, wie bedächtig, gleichsam durch einen Schalldämpfer hatte er damals zu Anni gesprochen. Es war eine harte Aufgabe für Emanuel Stricker gewesen. Er hatte Anni abholen wollen, damit sie ihn begleite aber sie hatte sich geweigert. Sie hatte das Fenster nicht verlassen wollen. an dem sie hoffnungslos wartend stand, und hörte den Doktor gar nicht an. Nein, sie wollte ihren Platz nicht verlassen. Wie einen Posten hatte sie ihn bezogen, es war, als habe sie sich vorgenommen, Franz Pentenrieder mit ihren heißen Gedankere herbeizuziehen. (Jortsetzung folgt.) #ercer SCHAUBURG Ein Film von Format mit der großen Besetzung! Lichtburg Sonntag, d. 26. Jan. vorm. 10.30 Uhr (Einlaß 9.30 Uhr) Große MärchenVorstellung ∆ W so. Der Heiner Kublak greist erst am Heute von 18.15 bis 8.45 Uhr verom muß er gegen Schneider( Sbuonnsod) antreten. MHe, Bungenutel— Kalt, Bugsenueg uer Pi dis Vootungen: zu, seine Bepolterung u ernähren. Die sien uure u shmlttags: Rebeigewichl. Schlan? fevr: wahrungsprove m demnach lang g Panzsy), Dager(Röln)— Schneider über die Wirkung zu bilden. Wann beucht nun die G.— 78 0 gew.: Prosittlich(Köln)— Berg(Elsatz). Herstellung; dann bei Ausstrenung auf dem auer..— ude Pururee. eeienserun Pereug- ur. Aie *(etteiderich)— ngimacher(Breslau), Wbenn dieser nicht die notigen Schutzmaßnahmen berücksich.— P: Mainzer Auch kann der Ertrag der ornie vei, De,„Tgzmenhung,##1 Z (Görlitz), Brand(Oberhausen)— Vier=siche Düngemittel im Anfang um wenige Proz Veler: Norech(Gladbeck).— Kulschar doch auch hier haben wir Mitel und Wege v. Augle in): Schwer: bereits gesunden. — Seuinonn(ouledoiy). Au der Planze selbst werden jedoch keine„. Apscte indenkämpfe der westsälischen Teilnehmer: vorgänge ausgelöst, die zu schadlichen Probutten führen7 9° denn die Stoffe, die der Pflanze als 0 Paul Hörbiger als verliebter, schüchterner Musikus Karln Hardt als süßes Konsulstöchterchen Sybille Schmitz als temperamentvolle Ungarin da Wüst als resolute Frau Mama Hubert von Meyerinck als Hochstapler der Musik und der Liebe in dem großen Lustspielfilm as Lied 1. Der kleine Häwelmann 2. Die Sterntaler 3. Kasper bei den Wilden 4. Der süße Brei Preise der Plätze: Kinder: 39. 40. 50. 60 Piz. Erwachsene: 59. 70. 90. 120 Pig Karten im Vorverkauf an der Theaterkasse. vorgange aus denn die Stoffe, werden, sind genou dieset#en ge gucht alg ihre 3 rungsaufnahme gar nicht besonders anzupassen. Auch die Pflanze minderwertiger wird durch 27. Januar: Banlamgem (Stuttgart); Federgew.: Petri Kassel) erski 2; Leichtgew.: Trittschak(Hannover) eigener Kraft aufnehmen würde Jalsch; Mittel: Pepper(Dortmund) uch: Halbschwergew.: Uma(Dortmund)—(FFlage, vo vier Ptuuge unttg, geu beammartet Bildung von Bilaminen, ist damit zum Teil beanwortet Januar: Kämmerer(Lüdenscheid)— Schopp, den Pflanzen spielen nämlich die Vilamine eine. enlamgew.: Kleinschmidt(Dortmund)— Rolle. An vielen Instituten werden zur gen—.„... g) oder Fricker(Elsaß); Federgewicht; suche durchgeführt, um die vollkommene Gieschwerng a)— Quabeck oder Naudascher: Leichtge- Düngemittel hinsichtlich der Vitaminbildung zu beweise Dortm.)— Ringswandl oder Kretzschmar; den grundlegenden Ausführungen von Proses ach(Breslau)— Lewanskowski oder Leu, #rg)— Noreck oder Kultschar, Kubiak eine Schädigung des menschlichen„Orgonismus“ auf.d. Umwege über die Nahrung von vornherein ausgeschlossen ede: Crautz oer Illrtaurth(Cthnenu...... su die Gesanohel sedes einsetlnen De wortlich ist, würde besinmumt den Gehrg künstlicher Düngemmel nicht Schaffenskraft des Menschen in irgendeiner Weise been Ein großer Könner in der Musik, ein großer Stümper in der Liebe, so geht Paul Hörbiger in liebenswürdiger Unbeholfenheit durch diesen Film und gerät immer wieder in die vertracktesten Situationen. Frei für Jugendliche über 14 Jahre Apollo-Theater Bous vorsthousen mm Herzhaft lachen werden Sie über das Bevaria-Lustspiel Der Herr im Haus mit Hans Moser, Leo Siezak, Marie Anderdan u v. a. Anfang Wochentags 4.30 Uhr. Sonntags 4 Uhr. Letztes Programm Anlang 6 Uhr n Amateurbogen thir(Altenessen), Kocibar(Hamborn), Kühne (Oberhausen), Heese(Düsseldorf), Tabel umann(Duisburg), Kemann(Düsseldorf). litzer(Köln). Birnich(Wehrm.), Wallraf in(Kohlscheid), Noppeney(Wehrm.), Profitstb(Wehrm.). (Kassel), Petri(Kassel), Baumecker(Kassel), au), Lehmoser(Hanau), Krüger(Hanau), Anfangszeiten: Sonntag:. 10.30 12.20 2.10 4.10 6.10 Uhr. Wochentags: 12.40 3.00 5.20 Uhr. Bitte besuchen Sie möglichst auch die beiden ersten Vorstellungen! Warum husten Sie? Trinken Sie bei Heiserkeit, Verschleimung, Bronchialkatarth, Asthma den bewährten Bergona Brust- und Lungen-Tee Mk. 1,19— In allen Apotheken zu haben. Bestimmt: RathausApotheke und Alte Apotheke. GLORIAPALAST Dem Trunke ergeben ist der 45jährighr sich vor der Strafkammer des Lande In Verstoßes gegen den§ 2 des Hein sheit mit Beleidigung zu verantworten heit ergeht er sich vielfach in feindseli Staat und Partei. Bei der Machtül Kristischen Gedankengängen, von denen hat troß unseres nationalen, sozialen, schaftlichen Aufbaues seit der Machtüber auch seine vielen Vorstrafen. Sie haben Ein spannender Großlilm, den Sie nicht versäumen dürfen! stpreußen, Brandenburg, Sachsen, Württemrg. Schlesien; estfalen, Pommern, Nordmark, Niederee## Ostmark= Verreicht. Unter ihnen definden sich Notzug lederrdetn, Baden, Vavern, Olmonu, nang gegen die Staatsgewalt, Betrug.] Iuwporog Mite, Mittelrdein, Hessen, Südwest. uin, Reihe politischer Vergehen, kurz, nde wird am 9. März für die Gruppe 1 in asozialer Handlungen. Im Jahre 1932 bi Wiescherstr. 35 Mühlhan's Hieren-Tee Marke „Wurzelsepp“. kann sehr wohl neben den ärztlichen Anordnungen getrunken werden. Er kräftigt und unterstützt d. Nieren als wichtige Ausscheidungsorgane. Original-Pack. RM. 1.—. se Gruppe 3 in Straßburg oder Augsburg, die Heuchelheim bei Gießen bezw. am 16. Marz uppe 2 in Hagen Westf. veranstaltet. nnschaften und die an zweiter Stelle stehender also acht Bereichsmannschaften, stehen unde am 11. April(Karfreitog) bereit, die i z u j e v i e r M a n n s c h a f t e n d u r c h g e f ü h r t e kämpft in Greiz oder Neugersdorf, die sich in Mannheim. Zum Endkampf #a dn hesen Mannschaften Fiderhalt Mit Oiga Techechowa, Ada Tschechewa, Adele Sandrock, Trude Marien, Willy Eichberger, H. A. Schlettow. Episode aus dem reichbewegten Liebesleben der schönsten Zarin Rußlands: Elisabeth I. Die Liebe eines jungen Olfiziers. Eine unfreiwillige Nacht im Schlafgemach der lebenslustigen Zarin. Die Entlarvung des Vertäters. Jugendliche zugelassen Hierzs: Die neueste deutsche Wochenschau Achtung! Sonntag 11 Uhr: Sondervorstellung für Jung u. Alt. Pat und Patachon schlagen sich durch. Lachsalven am laufenden Band. ericht mens Sauberes Halbtagsmädchen oder Putzfrau für 2 halbe Tage der Woche zum 1. 2. 1941 gesucht. Frau Rudolf Köller, Bahnhofstraße 63 11111 Tüchtiges für sof. gesucht. Wellhausen Bahnhofstr. 103. Wirtschaft „Zur Klause“. Schenkt Böcher a. Ev. Krankenh. Guterhaltene Schreibmaschine zu verkaufen. Zu erfragen im Herner Anzeiger. (Branntkalk) wieder vorrätig. Sügewerk Herne. Bochumer Str. 88, Telef. 511 84. Sonntag, d. 19. 1., abends, zwischen 21 u. 22 Uhr, eine Geldbörse auf d. Wege v. d. Lichtburg bis B.= der- Heydt- Str. verloren. Inhalt: Trauring u. Bargeld. Geg. gute Belohnung abzugeben i. Herner Anzeiger. Wer Bücher schenkt. hat Kultur! tigten. Zudem läßt sich heute raum noch feststellen, in Grenze zwischen natürlicher und künstlicher Düngung liegt. der(Frankfurt), Schöneberger(Frankfurt), hrm.), Krielenstein(Wiesbaden), Zettler #sail Schramm(Wehrmacht). Der Name„Wunschkonzert Briefmarkenlammler, herhören! Es handelt sich um die KdF-Sammlergruppen. Die außergewöhnlichen Anforderungen, die an das sonal der Versandstelle für Sammlermarken in Berlin gestell werden, haben das Reichspostministerium veranlaßt, in de neuesten Nummer des Amtsblattes darauf hinzuweisen,## in Zukunft keine Bestellungen von Einzelsammlern, die kein Fachorganisation angehören, entgegengenommen werden.* diese Einzelsammler haben Gelegenheit, sich Sammlergruppen gegen eine den Ke geringe Monatsge —.#- elles ung. ist für jeden Deutschen ein Begriff geworden! Ein Cine-Allianz-Film der Ufa mit Heinz Goedecke, dem bekannten Ansager der Wunschkonzerte Joachim Brennecke/ Ida Wüst I Hedwig Bleibtreu H. H. Schaufuß/ H. A. Schlettow Malte laeger Albert Florath und im„Wunschkonzert“ Marike Rökk Heinz Rühmenn/ Paul Hörbiger# Hans Brausewetter Joseph Sieber Weih-Ferdl und das Philharmonische Orchester, Berlin Spielleitung: Eduard v. Borsody Dieser schöne. Leid, Freude, Kampf und Jobel des ganzen deutschen Volkes widerspiegelnde Uia-Film vom Wunschkonzert, der die fesselnde Geschichte einer ungewöhnlichen Liebe erzählt, wird die Herzen ebenso reich u. frob machen, wie sein einzigartiges Vorbild selbst Höchste Prädikate: Staatspolitisch wertvoll— Künstlerisch wertvoll— Volkstümlich wertvoll— Jugendwert Vorher: Die neueste deutsche Wochenschaul Programm-Anfengszeiten: 12.50 3.00 5.20 Uhr Besuchen Sie bitte nach Möglichkeit die erste Vorstellung 12.50 Uhr Früh kommen heißt: sich einen guten Platz sichern LICHTBURG Hauptschriftleiter: Dr. Leo Reiners(z. Zt. Wehrmachtsdienst) Stellv. Hauptschriftleiter und verantwortlich für den Textteil: Heinz Lubbers, Herne;“ für Anzeigen: Hubert Beyer, Herne. Beiträge sind an die Schriftleitung(Herne, Hermanst=Göring=Straße 8), nicht an ihre einzelnen Mitglieder zu richten.— Druck und Verlag: Koethers u. Röttsches. Herne. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 6 gültig.— Mengenstaffel E. Eine gute Tageszeitung gehört zum Leben des Wenschen wie eine gute Wohnung. Nichages kae krat Mischung ist in Geschmad wirklich katiccähnlich dunkler, goldbrauner Aufguß, sehr kräftig und viel ergiebiger als Kornkaffee! Echte Ersparnisse Die Sparkassenentwicklung im Jahre 1940. Gefolgschaftssparen wird erweitert. Das durch Anordnung des Regierungspräsidenten(Bevollmächtigter für den Nahverkehr) ab 1. Januar 1941 zu führende Fahrtenbuch ist bei uns zu haben. Preis 0,40 RM. Duchbhemdiesung Hocthers& Röttsches Hermann-Göring-Str. 8, neben dein Postamt. Die allgemeinen Tendenzen der neueren Sparkassenentwicklung sind bekannt. Sie lassen sich stichwortartig etwa folgendermaßen zusammenfassen: stärkster Einlagenzugang, lebhafter Kreditumschlag bei rückläufiger Nachfrage nach neuen privaten Krediten, Einsatz der Geldkapitalneubildung vornehmlich zugunsten der öffentlichen Finanzierung, unveränderter Hochstand der Dienstleistungen im Zahlungsverkehr. Die spezifisch sparkassenmäßige Problematik aber lag und liegt im Charakter des Einlagenzustroms und den dadurch ausgelösten Fragestellungen, die in das Gebiet vornehmlich der Zins- und Liqulditätspolittk übergreifen. In einem Rückblick auf 1940 stellt nun die„Deutsche Sparkassen-Zeitung" die Grundlinien der Sparkassenentwicklung heraus. Sie führt dabei u. a. folgendes aus:„In den letzten Jahren vor diesem Kriege bewegte sich der Zuwachs an Spar= und sonstigen Einlagen üblicherweise um etwa 2 Mrd. RM. Wenn jetzt Größenordnungen erreicht worden sind, die das Drei= bis Vierfache dieser Summe ausmachen, so ist die Beispiellosigkeit des Vorganges gekennzeichnet. Jetzt handelt es sich allerdings, was nicht übersehen werden darf, um Ziffern Großdeutschlands, während früher nur die Sparkassen des Altreiches herbei den Sparkassen äußert, wird nicht bestritten. Bei den Sparkassen hält sich der Zugang jedoch in Grenzen, die die üblichen und bekannten Verhältnismäßigkeiten zwischen kurzund langfristigen Einlagen bisher nicht derührt haben. Entscheidend waren und sind die vielen kleinen Einzahlungen, die für das langfristige Sparen der breiten Bevölkerungsschichten typisch sind. Verbesserte Einkommensverhältnisse auf der einen Seite— ausgelöst durch erhöhte Ueberstundenverdienste, Einkommensbezug mehrerer Familienmitglieder— und auf der anderen Seite verringerte Kaufmöglichkeiten Jahre 1940 dagegen schwankt die Rückzahlungsquote nach den bisher vorliegenden Ziffern zwischen nur 40 und 45 v. H.; sie hat sich also annähernd halbiert, odwohl die Bestände inzwischen um mehrere Milliarden Reichsmark gewachsen sind. Der weit größere Einzahlungsüberschuß ist also nicht nur die Folge erhöhter Einzahlungen, sondern ebensosehr auch der weit unterdurchschnittlichen Rückzahlungen Intere Berechnungen haben erkennen lassen, daß von der zusätzlichen Sparkapitalbildung dieses Jahres— zusätzlich im Vergleich zu den Leistungsziffern der Vorjahre— etwa je die Hälfte durch die erhöhten Einzahlungen und durch die unterdurchschnittlichen Rückzahlungen zustande gekommen ist Bei der Gewinnung neuer Sparer konnten erfreuliche Fortschrilte erzielt werden. Beim Gesolgschaftssparen wie bei allen Sparformen konnte jeglicher Zwang mittelbarer oder unmittelbarer Art verangezogen wurden; der Anteil der neuen Gebiete ist nicht dem Zugang öffentlicher Einlagen, der sich aber im üblichen unerheblich. Jahmen hält— nach wie vor ganz entscheidend aus der Die Versuche, den Einlagenzustrom bei den Sparkassen in Konsumsphäre der Bevölkerung gespeist wird, daß es sich entscheidendem Umfang mit Liquidierungsvorgängen in Ver- also auch weiterhin ganz überwiegend um echte Ersparbindung zu bringen, erscheinen nicht als berechtigt. Das wird nisse handelt. am nachdrücklichsten auch durch die Tatsache belegt, daß sich: Im Vergleich zu den seit Jahresbeginn 1940 anhaltend geder Anteil der Giroelnlagen am gesamten Einlagen= stiegenen Einzahlungen sind die Rückzahlungen sehr abgefallen bestand bei gleichzeitiger kräftiger Erhöhung der Kontenzahl mit dem Ergednis, daß der Einzahlungsäberschuß stark stei1940 kaum verändert hat. Daß auch in mittleren und Klein= gende Tendenz aufwies. In den Jahren 1937 bis 1939 z B betrieben die geldliche Liquidität nennenswert zugenommen beliefen sich die Rückzahlungen auf Sparkonten jeweilz auf hat und sich in einer vergleichsweise döheren Kassenhaltung!rd. 80 bis 58 v. v. der Einzahlungen des betr. Jahres. Im usw. haben dazu geführt, daß die Beträge se Einzahlung im mieden werden. Jeder Zwang oder Druck müßte hier letztlich Durchschnitt etwas höher liegen als in früheren Jahren. Dazu sparfeindlich wirken und das erstrebte Ziel in sein Gegenteil kommt, daß Millionen von Volksgenossen, die zwar„von verkehren. Die technischen Möglichkeiten des Gefolgschaftsspafrüher der“ ein Sparkassenbuch besaßen, aber aus wirtschaft rens sind in dur Meari=#.####.### v= Hesothschaltsspe lichen Gründen schon jahrelang keine Einzahlungen getätigt hatten, wieder aktive Sparer geworden sind. Gleichzeitig ist es den Sparkassen gelungen, auch schnellere Fortschritte zu erzielen als in den Vorjahren. Es konnten im ersten Halbjahr 1940, für das Ziffern bereits vorliegen, erheblich mehr neue Sparkassenbücher ausgegeben werden, als in der Vergleichszeil 1939. Alle Anzeichen sprechen somit dafür, daß die Neubildung langfristiger Ersparnisse bei den Sparkassen— abgesehen von rens sind in der Praxis so verschieden, daß sich unzählige Varianten ergeben bis zu dem in ein festes System gebrachten, mit Beiträgen des Betriebs dotierten und ausgebauten Prämiensparsystem mit 25= bis 30jähriger Sparhöchstdauer, wie es etwa jetzt die IG. Fardenindustrie AG. entwickelt hat. Einen wesentlichen Auftrieb hat das Gefolgschaftssparen durch die Gewährung von Sparpramien durch die Betriebe erhalten. In der Kapitalbildungsdebatte des vergangenen Jahres hat die Zinsfruge wiederholl stark im Vordergrund gestanden. Normal ist, daß der Sparer in seinem haushälte. rischen Sinn sehr Dringlich an Zinshohe und Zinslauf inter: essiert ist. Wirtschaftliche, soziale und psychologische Gründe sprechen in gleicher Weise dafür, den Sparzins auf einer Höhe zu halten, die vom Sparer selbst als gerecht und billig empsunden wird.E Was die tatia j#he Zinsentwicklung anlangt, so ist mit der Senkung der Haben und Sollzinsen im Mai 1940 eine Entwicklung vorweggenmmen, die erst mit der Ansgabe 3½prozentiger Schatzanwasungsanleihen des Reiches zu Amang dieses Jahres zu emem gemissen Adschluß gelangt ist