Herner Anzeiger Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn= und Feiertage. Bezugspreis halbmonatlich Mark 1.08, monatlich Mark 2.15, frei ins Haus gebracht; durch die Post monatlich Mark 2.— einschließlich 48 Pf. Postzeitungsgebühr, hierzu Bestellgeld 36 Pf.— Postscheckkonto: Dortmund 1007. Kreisanzeiger für den Stadtkreis Herne Sodinger Anzeiger„ Gerther Anzeiger Druck und Verlag: Koethers& Röttsches, Herne Hermann=Göring=Straße 8. neben der Hauptpost. Anzeigenpreise: 1 mm Raumhöhe 4 Pf., im Textteil 25 Pf. Vereins kalender(im Textteil) se mm 10 Pf.7 Bäder= und Sommerfrischenanzeigen se mm 3½ Pf. Ziffer= und Auskunftsgebühr 25 Pf.7 Fernsprecher: Sammel=Nummer 52541 Drahtanschrift: Anzeiger Herne. 1— Nr. 301(Erstes Blatt) Sonnabend, den 23. Dezember 1939 35. Jahrgang Streiflichter Zwei Welten. Die kanadische Division, die jetzt auf dem englischen Truppenübungsplatz Aldershot vom britischen Kriegs minister, dem Juden Hore Belisha, besichtigt wurde, ist nach Europa gekommen, um die Zivilisation zu verteidigen, wie der General. dem sie untersteht, neulich erklärte. Auch die englischen Staatsmänner pflegen vor dem Rundfunk. im Parlament oder wo sie sonst gerade eine ihrer zahllosen Reden vom Stapel lassen, den Mund mit öligen Phrasen dieser Art bis zum Rande vollzunehmen. Das hindert sie aber keineswegs daran. die englischen Arbeiter selbst verelenden zu lassen und zum Beispiel tatenlos zuzusehen, wie in Wales 143000 Bergarbeiter, das sind mehr als 30 v. H. aller überhaupt erwerbsfähigen Männer dieses Gebietes, daburch erwerbslos wurden, daß die Kohlenerzeugung um 60 v. H. sank. Die Zahlen entspringen nicht etwa der Phantasie eines gehässigen Deutschen, sondern entstammen amtlichem englischem Material. das eigentlich auch den Phrasendreschern im Unterhaus bekannt sein dürfte. Sie müßten daher auch wissen, daß es in Wales 40000 Juden gibt, die schon seit fünf Jahren überhaupt keine Arbeit mehr kennen. Zu den primitivsten Pflichten verantwortungsbewußter Staatsmänner gehörte es, gegen dieses Elend ener gisch einzuschreiten und zunächst einmal die Not der Erwerbslosen mit Hilfe öffentlicher Rittel nach Kraften zu lindern. Aber dafür haben= die Herren in London weder Zeit noch Geld. Sie sind vollkommen damit beschäftigt. gegen Deutschland zu hetzen und fremde Völker gegen das deutsche Volk Krieg führen zu lassen. Sie küm mern sich daher auch nicht darum, daß eine englische Untersuchungskommission amtlich festgestellt hat, daß## v. H. aller Wohnungen in Schottland als menschliche Behausungen absolut ungeeignet sind. So sieht es in dem Lande aus, das aus Kanada Hilfstruppen herbeiholte, um im Kampfe gegen Deutschland die Zivilisation zu verteidigen. In England haben die Kriegstreiber über ihr frevelhaftes Unternehmen ganz groß das Wort„Profit geschrieben. In Deutschland dagegen gestaltet der nationale Sozialismus das Leben des Volkes. Er bewährt sich auch im Kriege, wie unter vielem das soeben in Angriff genommene umjangreiche Erholungsz und Fürsorgewerk der Deutschen Arbeitsfront zeigt. Hunderttausend deutsche Arbeiter, deren Leistungsfähigkeit durch besonders starken Arbeitseinsatz beeinträchtigt worden ist, werden von Januar ab drei Wochen kostenlos zur Erholung und vollen Wiederherstellung ihrer Arbeitskraft verschickt werden. Die Frage liegt nahe, warum das reiche England nicht zu etwas ähnlichem in der Lage ist. Nun. die Antwort ist nicht schwer zu finden: In Deutschland gestaltet eben der nationale Sozialismus unser Leben. in England aber herrscht rücksichtslos und brutal der Kavitalismus, die kleine Clique vom Reichtum übersättigter Lords und Juden über die große Masse der sich gerade so durchs Dasein kämpfenden Männer und Frauen. Deutsch=rumänische Wirtschaftsvereinbarungen Berlin, 22. Dez. Der deutsche und der rumänische einanzausschuß für die Regelung der deutsch=rumänischen Wirtschaftsbeziehungen haben in Butarest eine gemein lame Tagung abgehalten, die am 21.12. 1939 abgeschlossen wurde. Während dieser Tagung haben die beiden Ausschüsse in freundschaftlichem Einvernehmen eine Reihe von lausenden Fragen besprochen. die die Regelung des Waren= und Zahlungsverkehrs zwischen den beiden Ländern betreffen. Insbesondere wurde im gegenseitigen Einvernehmen festgestellt, dor es im Interesse der weiteren Förderung eines Warenaustausches zwischen den beiden Ländern zweckmäßig ist. das Umrechnungsverhältnis zwischen Reichsmark und Lei. das nach den geltenden Vereinbarungen von den beiden Regierungs ausschüssen zu bestimmen ist, anderweitig zu regeln als bisher. Demgemäß soll vom.1. 1. 1940 ab das Ver rechnungsverhältnis zwischen Reichsmark und Lei im Verrechnungsverkehr 49 Lei für eine Reichsmark beim Verkauf und 50 Lei für eine Reichsmark beim Einkauf betragen. Um Nachteile für die an dem rumänischen Handel Beteiligten nach Möglichkeit zu vermeiden, wurden angemessene Uebergangsbestimmungen vereinbart. Die getroffene Regelung bedeutet gegenüber dem bisherigen Zustand eine wesentliche Verbesserung unserer Bezugsmöglichkeiten aus Rumänien. Darüber hinaus ist es jedoch gelungen, die übrigen vorwiegend aus Preisund Lieferungsgründen sich ergebenden Schwierigkeiten auf dem Gebiete des Worenbezuges durch Sonderabreden auszuräumen, sodaß nunmehr eine den beiderseitigen Wünschen entsprechende Abwicklung des gesamten Warenverkehrs zwischen Deutschland und Rumänien erwartet werden kinn. Deutsch=niederländisches Verrechnungsabkommen verlängert Berlin, 22. Dez. In Berlin haben in der Zeit vom 13. bis zum 21. Dezember 1939 Wirtschaftsverhandlungen zwischen einer deutschen Delegation unter Führung von Ministerial direktor Dr. Walter und einer niederländischen Delegation unter Führung des Ministerialdirektors Dr. Hirschfeld stattgefunden. Das Verrechnungsabkommen ist verlängert worden; im Warenverkehr wurden die Zahlungswertgrenzen für das erste Vierteljahr 1910 festgesetzt. Vereinbarungen über den deutso=lettischen Warenverkehr Berlin, 22. Dez. Die deutsch=lettischen Verhandlungen über die Regelung des beiderseitigen Warenverkehrs im Jahre 1940 wurden am 21. ds. Mts. zum Abschluß gebracht. Die getroffenen Vereinbarungen lassen auch für das kommende Jahr eine Steigerung des Warenumsatzes erwarten. Deutsch=schwedische Wirtschaftsverhandlungen ersolgreich abgeschlossen Berlin, 22. Dez. In Berlin haben in der Zeit vom 11. bis 22. Dezember 1939 Verhandlungen zwischen einer deutschen Delegation unter Führung des Ministerial= direktors Dr. Walter und einer schwedischen Delegation unter Führung des Berliner schwedischen Gesandten Richert über die Verlängerung des Privatschuldenabkommens und über die Gestaltung des deutsch=schwedischen Warenverkehrs im Jahre 1940 stattgesunden. Die Verhandlungen haben zu einer Regelung dieser Fragen geführt. Deutsch=dänisches Warenabkommen unterzeichnet Berlin. 22. Dez. In Berlin hat am 22. Dezember 1939 die Unterzeichnung des Abkommens über den deutsch=dänischen Warenverkehr im Jahre 1940 statt gesunden, das im November in Kovenhagen zwischen einer deutschen Delegation unter Führung des Mini sterialdirektor Dr. Walter und einer dänischen Belegation unter Führung des Kontorcheis Wassart vereinbart worNu uar. Das deutsche Volk verteidigt sein Leben! Dr. Goebbels sprach zu Volks- und Grenzlanddeutschen 7 Ein Weihnachten der ernsten Entschlossenheit Berlin, 22. Dez. Auch in diesem Jahre hatte Reichsminister Dr. Goebbels eine Anzahl von Volksgenossen mit ihren Kindern zu einer Weihnachtsfeier, diesmal in den Räumen seines Ministeriums am Wilhelmsplatz eingeluben. Münnel, Glauen und Kinder von Rückgeführten aus dem Saargebiet und Deutsche aus dem Baltikum und Wolhynien fanden sich am Freitagnachmittag im Theatersaal des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Provaganda zusammen. Von dieser Weihnachtsstunde, die Reichsminister Dr. Goebbels den Erwachsenen und Kindern bereitet hatte, wurde eine Ansprache des Ministers über den Rundfunk zu den zahllosen Parallelfeiern übertragen. in denen sich ebenfalls die aus der Fremde zurückgeführten Volksgenossen und die von der Saar mit ihren Brüdern und Schwestern im Reich versammelt hatten. Kurz vor 3 Uhr füllte sich der Theatersaal im Reichsprovagandaministerium. Unter dem Scheine des Lichterbaumes leuchteten bald die Augen der großen und kleinen Gäste. Insbesondere dort, wo die Kinder Platz genommen hatten, herrschte nach kumer Zeit fröhliche, unbekümmerte und kindliche Weihnachtsfreude. Auch die Erwachsenen, deren Heimat oft viele Hunderte von Kilometern voneinander enktiernt liegt, hatten bald kameradschaftliche Fühlung miteinander ausgenommen. Gemeinsames Schicksal und die gemeinsame Freude über diese weihnachtliche Festesstunde schlossen an diesem Nachmittag ein inniges Band um Gastgeber und Gäste. Dr. Goebbels. der zusammen mit seiner Frau und seinen Kindern„in Begleitung des„Stellvertretenden Gauleiters von Beilin, Staulskal Görlitzer, und der Beauftragten für das WHW. Reichshauptamtsleiter Hilgenfeldt erschien, wurde bei seinem Eintreten freudig begrüßt. Es folgten dann mancherlei Ueberraschungen. die Dr. Goebbels für seine großen und kleinen Gäste vorbereitet hatte. Ein Pastorale aus dem Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach leitete die Stunde ein. Dann sang der Kinderchor von Elly Goerdel=Dreysing weihnachtliche Lieder, die mit stürmischem Beifall aufgenommen wurden. Der Jubel der Kinder steigerte sich noch, als sich der Vorhang hob und die Hohnsteiner Puppenspieler auftraten und ein lustiges Kasverletheater aufführten. Musik aus Humverdincks„Hänsel und Gretel“ schloß diesen Teil der Feier ab. Dann erschien der Weihnachtsmann und lud die Kinder und Erwachsenen zur Bescherung in den Kurfürstensaal des Ministeriums. Wohl selten hat hier solch ein Jubel und so fröhliche Begeisterung geherrscht wie jetzt, als die Kinder aus der Hand von Dr. Goebbels ihre Weihnachtsgeschenke erhielten. Der Gabentisch enthielt alles, was ein KinderL=Boot greift Geleitzug mit 20 Dampfern an Den 22. Dez.(P.K.) Im Atlantik schwabbert im eiskalten Nordost U... herum. Wenn die Winterstürme die See aufwühlen, an Turm, Antenne und Geschützen sich schon Eis bildet, ist die U=Boot=Fahrerei höchste Anforderung an Mensch und Boot. Das Turmluk ist wegen der hochgehenden See dicht. Warm verpackt und von Kopf bis Fuß in Oelzeug gehüllt, stehen die Männer im Turm angegurtet, damit sie von der See nicht außenbord geschwemmt werden. Der Vormittag ist trübe. Da heißt es besonders aufpassen, damit das Boot nicht von feindlichen Fliegern erwischt wird. Der Kommandant ist gerade heruntergestiegen. Als scharfe Konkurrenten stehen der Erste Wachtoffizier und der Brückenmaat auf Ausguck. Stunde um Stunde verrinnt. Immer wieder geht das Glas an das Auge, um Himmel und See abzusuchen. Der 1. W.O. reckt sich, gurtet sich los, um auf die Reling zu klettern, um dort von einem höheren Standpunkt aus noch besser sehen zu können. Jetzt hat er Gewißheit! Meldung an den Kommandanten:„Mastspitze Steuerbord vorauf in Sicht"! Der Kommandant klettert in den Türm. Nach einiger Zeit hat der Mast Junge bekommen: ein ganzer Mastwald mit Rauch fahnen taucht vorn am Horizont auf. Hurra, ein feindlicher Geleitzug! Der Kommandant gibt durch Mikrophon an alle Abteilungen:„Jagdfahrt geht los!“ In allen Männern wird jenes leichte Prickeln wach, das jeder Jäger hat, dem bald ein edles Wild vor die Flinte kommt, Das trübe Wetter ist jetzt der Verbündete. Die Gläser machen etwa 20 Handelsdampfer aus, um die, wie Hunde um eine Schafherde, mehrere Zerstörer kreisen. In kurzen Abständen zickzackt der ganze Verband als Vorsichtsmaßnahme gegen U=Boot=Angriffe.„Alle Mann auf Tauch stationen!“ Unter Wasser geht die Jagd noch einige Stunden weiter. Immer wieder läßt der Kommandant das Seerohr einherz ersreut: Soldaten. Puppen. Baukästen, Spiele, daze Pfefferkuchen und Nüsse und allerlei Süßigkeiten. Im Mittelpunkt dieser Weihnachtsfeier stand die An sprache von Reichsminister Dr. Goebbels. in der er sich vornehmlich an alle deutschen Volksgenossen wandte. die in diesem Jahre zum ersten Male das Weihnuchipse in den Grenzen des großen deutschen Vaterlandes feiern können. In seiner Rede, die über alle Sender übertragen wurde, führte Dr. Goebbels aus: In diesem Jahre seiern wir ein ernsteres Weihnachten als in allen vorangegangenen Jahren des nationalsozialistischen Regimes. Es ist ein Kriegsweihnachten, ein Weihnachten der geschlossenen und entschlossenen Bereitschaft eines ganzen Volkes. Trotzdem haben wir, traditionellem Brauch entsprechend. Männer. Frauen und Kinder zu einer gemeinsamen vorweihnachtlichen Stunde zusammenberufen und sie dieses Mal aus den Kreisen der ins Reich umgesiedelten Baltendeutschen und der aus dem Saargebiet Evakuierten gewählt. Sie sind die Träger der großartigsten und modernsten Volkswanderung der neueren Geschichte. Ihre Umsiedlung ins Reich verfolgt ein wahrhaft historisches Ziel. und es ist deshalb nicht zu ve meiden gewesen, daß sie vor allem für sie versönlich mit Sorgen und Schwierigkeiten verbunden ist. Das trifft in erhöhtem Maße für die aus dem Saargebiet Evakuierten zu. Aber Sorgen und Schwierigkeiten haben wir Deutschen heute ja alle. Es gibt niemanden mehr in unserem Volke. der nicht daran und ausfahren. Zwei fette Brocken hat er sich schon ausgesucht. „Torpedorohre klar!" Alle Männer im Boot fiebern. Nur einer kennt die Situation, weiß die Stellung des Bootes zum Geleitzug, sieht die gegnerische Abwehr und trägt die Verantwortung für Boot und Besatzung: der Kommandant! Er überlegt einen Augenblick, gleich muß der erste Torpedo feindwärts herausfahren. Da ändert der Geleitzug den Kurs und das Boot steht abseits. Ein bedeutend mageres Ziel kommt in Schußrichtung. Das Sprichwort von dem Spatzen in der Hand, der besser ist als die Taube auf dem Dache kommt dem Kommandanten in den Sinn. Da zackt der Geleitzug wieder. Ferner liefen! Verflucht noch eins! Es hat keinen Sinn mehr, alle Felle sieht der Kommandant wegschwimmen. Sechs Stunden Jagd sind umsonst gewesen! Vorsichtig will er wieder durch die Seitensicherung brechen, doch da kreuzt vor ihm, vollbepackt bis an die Reling, ein Tankdampfer auf.„Rohr 1— los!" Der Torpedo rauscht hinaus. Alle Mann sehen auf die Sekundenzeiger ihrer Uhren. Der Kommandant hängt am Sehrohr. 20, 30, 40, 45 Sekunden ... eine Detonation läßt auch das Boot erzittern, der Kommandant sieht noch eine riesige Sprengwolke.„Auf Tiefe!" befiehlt er. „Alle Mann voraus!“ brüllt der leitende Ingenieur. Ueber die Eisenplatten rumpeln die Männer in den Bugraum, damit das Boot schneller auf Tiefe kommt. Schon krachen die ersten Wasserbomben. Rums, durchzittert es das Boot. Der Segen wird immer toller. An allen Ecken und Enden knallt es. Die Wasserbomben krevieren zwar in einiger Entfernung, schlagen aber trotzdem einige Apparate durch. Doch auch dieser Spuk geht vorüber. Der Funkenpuster in seinem Horchraum legt eine Schallvlatte auf, in allen Abteilungen klingt es und wird von den Männern mitgesummt:„Das kann doch einen Seemann nicht erschüttern... Kurt Parbel. Nun auch„Graue Listen“ in England Völkerrechtswidriges Verhalten wird ver schärft 7 Neue Knebelung der Neutralen Berlin, 22. Dez. Aus einer Reihe von Vorkommnissen ist jetzt bekannt geworden, daß England neben seinen„Schwarzen Listen" zur Ergänzung auch noch sogenannte graue Listen führt. In diesen Ergänzungslisten, die bei allen britischen Konsulaten und auch auf den britischen Seekontrollstationen in Gebrauch sind, hat England alle jene neutralen Firmen der ganzen Welt eingetragen, die den Engländern wegen Iihres deutschen Charakters oder wegen ihrer personellen kapital mäßigen Beziehungen zu Deutschland verdächtig erscheinen. Lieferungen von oder zu derartigen Firmen sind damit der Gefahr einer Beschlagnahme durch die Engländer ausgesetzt, auch wenn die britischen Konsulate Ursprungsbescheinigungen ausgestellt haben sollten. Zweifellos bedeuten diese„Grauen Listen“, in die ein neu trales Unternehmen auf einen bloßen Verdacht englischer Kreise kommen kann, einen noch weitergehenden Eingriff in die Wirtschaftsleben der neutralen Länder als die„Schwarzen Listen“ England bewirkt durch dieses System schwerste Schädigungen des neutralen Handels, der in einen Zustand völliger Unsicher heit gebracht wird. Nachdem bereits„Schwarze Listen“ auch mit der Souveränität der Neutralen unvereinbar und von allen Ländern teilweise sogar geschlossen wie etwa durch die Panama=Konferenz der amerikanischen Staaten als völkerrechtswidrig abgelehnt wurden, sind die„Grauen Listen“ Englands noch verwerflicher, weil sie auf einen bloßen und unbegründeten Verdacht hin neutrale Unternehmen in hinterhältigster Weise schwerstens schädigen. Sie sind ein besonders eindringliches Beispiel der brutalen britischen Rücksichtslosigkeit gegen die neutralen Wirtschaftsinteressen. Englands Küste ein Schiffsfriedhof Maßnahmen zur Vertuschung der Wahrheit. Lolo, 22. Dez. Aus England zurückgekehrte norwegische Schiffer klagen über die Schwierigkeiten, die von der britischen Admiralität der neutralen Schiffahrt in den englischen Küstengewässern bereitet werden, nachdem die britischen Marinebehörden innerhalb der englischen Küstengewässer die Be gewalt übernommen hat und damit alle seemännischen Zivilbehörden ausgeschaltet sind. Von dem Kommandanten von Portsmouth und dem Kommandanten der westlichen Zugänge nach Rosyth wurde neutralen Schiffen das Anlaufen be stimmter Häfen und die Durchquerung bestimmter Küstengewässer streng verboten. Die Unterstellung der Küstengewässer unter Militärbefehl hat nach den Erfahrungen norwegischer Handelsschiffer nicht nur einen militärischen Zweck. Es soll anscheinend verhindert werden, daß die Besatzungen der neutralen Schiffe angesichts der vor der englischen Küste liegenden Wracks in die Lage versetzt werden, sich ein Bild von der Größe der britischen Schiffsverluste durch Minen explosion und Torpedierung zu machen. Die britische Admi ralität befürchtet, daß die vielen Wracks, unter denen sich auch zahlreiche Schiffe befinden, deren Verlust noch nicht amtlich bekanntgegeben wurde, abschreckend ans die neutrale Schiffahrt wirken könnte. Man führt die Beschränkung der Bewegungs freiheit in den englischen Küstengewässern, die von der neutralen Schiffahrt als neue erhebliche Schwierigkeit im Inlands verkehr bezeichnet wird, darauf zurück, daß kürzlich die britische Admixalität in eine peinliche Lage versetzt wurde, als der Kapitän eines neutralen Schiffes berichtete, an einer Stelle vor der englischen Küste allein 20 Wracks gezählt zu haben, nach dem diese Verluste geheim gehalten worden waren. Italienischer Dampfer im Hasen von Vlissingen gesunken Amsterdam, 22. Dez. Nach einer ANP Meldung aus Blissingen ist am Donnerstag gegen 18,30 Uhr im Hasen von Vlissingen, etwa bei Boje III. der auf dem Wege nach Aummerven befindliche italienische Dampfer„Comitas“(3085 BRT.) gesunken. Die Besatzung des Dampfers ist sofort in die Rettungsboote gegangen. Man vermutet, daß die„Comitas“ auf eine Mine gelaufen ist. Fahrzeuge der holländischen Marine sind sofort nach Empfang der Notzeichen des italienischen Schiffes ausgefahren, um das Wrack ausfindig zu machen. Man nimmt an, daß sich das Wrack noch einige: Zeit über Wasser gehalten hat. Die„Comitas“ gehört der italienischen Reederei Ravano. Zum Untergang des italienischen Dampfers„Comitas“ wird jetzt zusätzlich vom holländischen Nachrichtenbüro A RP. mitgeteilt, daß am späten Donnerstagabend die gesamte Be satzung des italienischen Schiffes, bestehend aus#s Mann, in Vlissingen an Land gebracht worden ist. Unter den Schiffbrüchigen befinden sich auch einige Leichtverletzte. Wie die Besatzungsmitglieder der„Comitas" nach ihrer Landung mitteilten, ist das Schiff in der Fahrt auf eine Mine gelaufen und habe sich nach zwei Explosionen in sinkendem Zustande befunden. Das Wrack der„Comitas“ ist inzwischen aufgesunden und mit Hilfe zweier Schlepper auf Grund gesetzt worden. Die„Comitas“ befand sich nach Aussagen des geretteten Kapitäns aus dem Wege von Dschibuti nach Antwerpen und hatte keine Ladung an Bord. Schwedischer Dampfer gesunken Stockholm, 22. Dez. Wie die hiesige Presse meldet, ist der schwedische Dampfer„Mars“(1500 Tonnen) am Mittwoch vor der englischen Ostküste auf eine Mine gelaufen und gesunken. Von der 22köpfigen Besatzung wurden bisher 15 gerettet. Die Explosion ereignete sich nach den hier vorliegenden Nachrichten direkt unter der Kommandobrücke, dazu noch an der selben Stelle, an der am Dienstag der dänische Dampfer „Jytte“ gesunken ist. Das Schiff fiel innerhalb weniger Minuten der Explosion zum Opfer. Amsterdam, 22. Dez. Wie erst jetzt bekannt wird, ist am Dienstagabend der schwedische Dampfer„Vega" unweit von Ymniden auf eine Mine gelaufen und später auf Strand gesetzt worden. Die Besatzungsmitglieder, die sich in die Rettungsboote begaben, sind später von dem schwedischen Dampfer„Venern“ an Bord genommen worden. Die„Venern“ ist am Mittwoch mit der Nachricht über das Schicksal der „Vega“ und den 17 geretteten Besatzungsmitgliedern an Bord im Hafen von Ymuiden eingelaufen. Drei der Schiffbrüchigen sollen schwere und drei weitere leichte Verletzungen erlitten haben. Die„Vega" hatte eine Ladung Holz an Bord. Ungarischer Dampfer von britischem Zerstörer nach Malta verschleppt Istanbul, 22. Dez. Der ungarische Dampfer„Tisza“, der Feigen und Rosinen für Ungarn geladen hatte, wurde nach dem Verlassen Smyrnas von einem englischen Zerstörer aufgebracht und nach Malta verschleppt. Die türkischen Exporteure in Smyrna protestieren bei der Regierung in Ankara wegen Behinderung der Ausfuhr. Britendampfer„Granten“ gesunken Die Besatzungsmitglieder von einem Schweden übernommen. Colo, 22 Dez. Im Hasen von Kopervik ist ein schwedischer Dampfer mit 10 Besatzungsmitgliedern des britischen Vorpostenbootes„River“ und des britischen Dampfers„Granton“ sowie danischen Matrosen eingetroffen, die am Sonntagmorgen von einem Kutter ausgenommen wurden, als sie auf einem Boot auf der See umhertrieben. 2 Dienstagmorgen von 2 deutschen Fliegern angegriffen und versenkt worden. Von dem Untergang des Damviers„Granton“ war bisher nichts belans Keine besonderen Kampfhandlungen Aufklärungsflüge über Nordfrankreich u. Südengland. Berlin, 22. Dez. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: An der Westfront keine besonderen Kampfhandlungen. Die Luftwaffe führte Aufklärungsflüge über Nordirankreich und Südengland durch. Bei der Grenzüberwachung im Westen fand ein Luftkampf zwischen deutschen Messerschmitt=Jagdflugzeugen und französischen Jandflugzeugen statt. Ein feindliches Flugzeug wurde nach hartnäckiger Gegenwehr zur Notlandung gezwungen; die eigenen Flugzeuge kehrten ohne Verluste zurück. mitzutragen hätte. Keiner kann sich der Last. die ein Krieg nun einmal mit sich zu bringen pflegt. entziehen. und man darf auch wohl sagen: keiner will das mehr. Das deutsche Volk ist erst recht in diesen wenigen Kriegsmonaten eine Gemeinschaft der Brüderlichkeit und der Zusammengevorigkeit geworden. Vielsach wird das im Ausland gar nicht richtig erkannt und eingeschätzt. Denn wie sollte man es sich sonst erklären, daß in den feindlichen Ländern immer wieder Versuche gemacht werden. das deutsche Volk vom Führer zu trennen? Demgegenüber können wir zu unserer Freude und zu unserem Stolz feststellen, daß die nationale Solidarität bei uns noch niemals so stark und so für jedermann verpflichtend gewesen ist wie gerade in dieser Zeit. in der alles darauf ankommt, daß die deutsche Nation in Einigkeit und Entschlossenheit den kommenden Ereignissen gegenübertritt. Daß diese Ereignisse von uns den Einsatz der ganzen Nation erfordern werden, ist für jeden klar. der offenen Auges die Lage übervrüft. Vielfach allerdings wird das bei den Unbelehrbaren noch gar nicht richtig erkannt. Sie wollen nicht einsehen, daß Krieg Krieg ist, wo und mit welchen Mitteln er auch immer geführt wird. Es wäre für unser ganzes Volk verhängnisvoll, wenn wir uns darüber irgend einer Täuschung hingeben wollten. Es ist in der Vergangenheit bei uns alles so reibüngslos und glatt vor sich gegangen, daß man vielleicht auf den Gedanken kommen könnte. der Krieg wäre gar nichts Absonderliches. dem man mit starkem Herzen entgegentreten muß. Vor allem in der Heimat gibt es Menschen, die da zu glauben scheinen, daß das Leben an der Front heute jenseits jeder Gefahr sei und im wesentlichen ausgefüllt werde mit militärischen Uebungen und Warten. So ist das denn doch nicht, davon kann in Wirkrichkeit gar keine Rede sein. Der Soldat tut seine harte Pflicht: selbst in dieser Zeit, in der der Krieg noch nicht in voller Schärfe entbrannt ist, fordert sein Leben ungleich viel größere. Opfer von ihm als das Leben in der Heimat. Der Dienst ist schwer. Der Soldat lebt fern von Zuhause und Familie. Er muß im täglichen Einsatz den Unbilden der Witterung Frost. Regen. Schlamm und Kälte und oft auch schwerster Gefahr für Leben und Gesundheit entgegentreten. Dazu fehlt es ihm meistens an jeder Möglichkeit. neben dem Dienst Erholung und Entspannung zu suchen. Er muß schon glücklich sein. irgendwo einen Rundsunkapparat auszutreiben. der ihm dann wenigstens eine gewisse Verbindung mit der Heimat gibt. Dazu muß er Verzicht leisten auf einen ihm liebgewordenen Beruf. dessen Sorgnisse und Kümmernisse ihn trotzdem vielfach begleiten. Gewiß tun wir in der Heimat alles. um ihm seine Last zu erleichtern. aber es bleibt davon noch so viel übrig, daß er genug und übergenug zu tragen hat. Daß wir für ihn nach besten Kräften einzutreten versuchen, ist unsere elementarste Pflicht und gar nichts Besonderes oder Rühmenswertes. Deutschland führt heute einen totalen Krieg. der Front und der Heimat wenn nicht mit denselben Opfern. so doch mit denselben nationalen Verpflichtungen umfaßt. Es geht in diesem Krieg um unsere nackte Eristenz. Immer klarer wird das aus den Zeugnissen, die aus London und Paris zu uns herüberdringen, sichtbar. Wenn in den ersten Wochen dieses Krieges die maßgebenden englischen Politiker noch versucht haben, dem deutschen Volk einzureden, sie führten nur Krieg gegen den Hitlerismus, ohne dem deutschen Volk Schaden zufügen zu wollen, so machen sie heute kein Hehl mehr daraus. daß es ihr Ziel. ist. Deutschland niederzuschlagen, es als Nation zu zerstückeln und aufzuteilen und damit in politische und wirtschaftliche Ohnmacht zurückzuwersen. Es handelt sich also nicht etwa um eine Art Kartoffelkrieg, den Deutschland heute führt, und es geht auch nicht um Prestigefragen vdn mehr oder minder groner Bedeutung. Im Gegenteil. in diesem Krieg wird die geschichtliche Entscheidung über unser zukünftiges nationales Schicksal gefällt. Wir müssen entweder als Großmacht abdanken und als Volk zugrundegehen, oder wir gewinnen diesen Krieg. Es ist dabei auch für unsere nationale Zukunft ziemlich unerheblich, wer im einzelnen auf der Gegenseite diesen Krieg gewollt hat und ob das englische oder das französische Volk ihn gern und mit Freuden führen oder nicht. Sie führen ihn: das ist ausschlaggebend. Es ist auch ein Irrtum. anzunehmen, die Kriegshetzerclique in Paris etwa wolle uns mehr schonen als die in Loudon. Die eine iR in thren offen verlautbaren Zieken genau so brutal und zonisch wie die andere Das heißt also. die vlutokratische Welt hat sich in ihrer Gesamtheit gegen das deutsche Volk in seiner sozialen Gemeinschaft erhoben und will es niederschlagen und vernichten. Wir aber setzen uns dagegen zur Wehr, und zwar als geeintes Volk. denn wir wissen diesen Mal. worum es geht. Bei uns hat der Krieg nichts mit einer kapitalistischen Führungsschicht zu tun. Er ist ein Volkstrieg in des Wortes wahrster Bedeutung. Das deutsche Volt setzt sich deshalb in seiner Gesamtheit gegen diese internationale Bedrohung zur Wehr. und zwar verteidigt es nicht nur seine Ehre, seine geistige Welt, seine sozialen Vorstellungen und Errungenschaften oder seine soziale Gemeinschaft, nein, es verteidigt sein Leben! Expeditionskorps für Kleinasien? Die Mächte und Kräfte. die uns heute gegenüberp treten, haben uns seit jeher in unserem Kampf gegenübergestanden. Es sind die des Rückschritts. der plutokratischen Ausplünderung des arkeitenden Volkes. der Anhäusung riesiger Vermögen, gepreßt aus dem Elend der unterdrückten Nationen. Wir unterschätzen die Trager dieses Kampfes auf der Gegenseite nicht Wir kennen auf das genaueste ibre Hilfsmittel und Methoden. Sie kommen zu uns mit verlogenen Phrasen. aber sie sind reißende Wölfe. Weil wir sie kennen, deshalb überschätzen wir sie jedoch auch nicht. Sie werden fallen, wenn wir ihnen mit der geballten Kraft unseres Neunzigmillionenvolkes gegenübertreten. Wir haben sie vor 7 Jahren zusammen. geschlagen, als sie uns in unserem innervolitischen Kampf von der Macht zurückstoßen wollten. Auch da wiegten sie sich in billigem Triumph. die Juden. Pluto= und Demokraten, auch da erklärten sie den Führer in ihren seilen Gazetten für eine gefallene Größe, aber auch da konnte ein aufmerksames Ohr aus ihrem Geschrei schon die Ana't heraushören, und wenig später lagen sie zerschmettert am Boden. Und wie sie damals ihre letzte Hoffnung darauf setzten, die nationalsozialistische Bewegung vom Führer zu trennen oder sie zu zerspalten, so setzen sie heute ihre letzte Hoffnung darauf. das nationalsozialistische deutsche Palr nom Führer zu trennen oder doch zu zerspalten. Es wird ihnen diesmal so wenig gelingen, wie es ihnen damals gelungen ist. Wir kennen sie. und das deutsche Volk kennt sie auch. Ihr Lügengestammel prallt wirkungs. los an der Geschlossenheit der deutschen Nation ab. Sie werden nicht noch einmal. wie 1918. einen Sieg der Täuschung erleben. In dieser inneren Versassung begehen wir das Weihnachtsfest 1939. Wir seiern es in einer ernsten Entschlossenheit. Der Sieg wird unser sein. Das hoffen wir nicht nur, das wissen wir auch. Dieses Weihnachten begehen wir mit jener tiefen inneren Gläubigkeit. die immer noch die Voraussetzung des Sieges war. Wir lassen es trotz allem ern recht nicht an jenem Optimismus fehlen, der nötig ist zum Leben und zum Kämpfen. Nicht Schmerz und Trauer bewegen uns in diesen Tagen sondern Stolz und Zuversicht. Wir fühlen uns als Volk wie eine große brüderliche Familie und werden entschlossen die notwendigen Opfer des Kampfes und der Arbeit auf uns nehmen. Mit jedem Soldaten sind wir in diesen Tagen auf das innigste verbunden. Wir versprechen der kämpfenden Front, gewissenhaft darüber zu wachen, daß die Heimat genau so ihre Pflicht erfüllt wie sie. Wo Lasten und Opfer gemildert werden können. haben wir das getan und werden es auch in Zukunft tun; wo sie unvermeidlich find, werden wir sie gemeinsam tragen, damit sie leichter werden und jeder im Nebenmann ein Beispiel und ein Vorbild erkenne. Vom Frieden aber. der immer noch der Inhalt des Weihnachtsfestes war, wollen wir erst nach dem Siege reden. sich kämpfen läßt, Hilf Engl die Dummen nicht alle werden, die es für nicht nur in Curopa, sondern überall da, wo Hilfstruppen, vor allem auch farbige Hilfstruppen zur Verfügung stehen und England sich einen Vorteil aus kriegerischen Verwicklungen verspricht. Wenn es nach England ginge, wäre die Kriegsfackel schon längst über die Grenzen der heute unmittelbar am Kampf beteiligten Staaten und auch über die Grenze Europas hinausgetragen. Zum Beispiel wird auch der vordere Orient immer wieder in den Kreis dieser englischen Plane zur Erweiterung des Kriegsschauplatzes einbezogen, besonders nachdem man in dem französischen General Weygand einen Mann gefunden hat, der den Oberbefehl über das englisch=französische Expeditionstorps übernehmen soll.„Englisch=französisch“ ist eine etwas ungenaue Bezeichnung, denn das Hauptkontigent an Soldaten sollen die Araber stellen, die Offiziere sollen Franzasen und Inder sein, und nur dem Generalstab sollen englische Offiziere zugeteilt werden. Die Frage, für wen dieses Korps kämpfen soll, beantwortet sich von selbst, wenn man bedenkt, daß Frankreich in Kleinasien nur das Mandat über Eyrien besitzt, während Palastina, Transjordanien und das Oelland Jrak Interessengebiete erster Ordnung für England sind, ganz abgesehen davon, daß der Landweg nach Indien durch diese Länder führt und das England aus der Buntheit der arabischen Staaten seit jeher Kapital zu schlagen gewußt hat. Der Plan ist also: Ein Heer mit arabischen Soldaten, französischen und indischen Offizieren unter englischer Kontrolle für englische Interessen. Solange eben die Dummen nicht alle werden... dern viel eber um eine Verzweiflungsaktion der ge quälten indischen Bevölkerung gegen die englischen Unterdrücker gehandelt haben dürfte, die mit den üblichen brutalen Metboden niedergeknüppelt worden ist. England muß fünf neue Regimenter in Indien ausstellen Berlin, 22. Dez. Die Lage in Indien ist so kritisch geworden, daß sich die Regierung. wie der Londoner Rundfunk meldet, zur Aufstellung von fünf Regimentern gezwungen gesehen hat. Davon werden zwei in Pundschab und je eins in Delbi. Bombay und Madras aufgestellt. 250 Milliarden Franken jährlich Der französische Kriegskosten=Jahresvoranschlag. Paris, 22. Dez. Der Voranschlag der insgesamt für das Jahr 1940 in Aussicht genommenen Kredite für die Kriegsführung Frankreichs wird in varlamentarischen reisen auf fast 250 Milliarden Franken beziffert. Die Aufwendungen für die Luftwaffe stehen mit 106.14 Milliarden bei dem Voranschlag bei weitem an der Spitze. England verschleiert die wahre Lage in Indien D=Zug=Zusammenstoß im Bahnhof Genthin Hohe Zahl an Opfern zu befürchten. Das Spiel um die Kelle Roman von Paul van der Hurk Copyright by Knorr& Hirth O. m. b. H., München 1936 3. Fortietzung. Ohne die bevorstehenden Ereignisse gewissermaßen vorauszuahnen, wie es nicht selten bei langjährigen Kriminalbeamten der Fall ist, benutzte Dornburg die Gelegenheit. während Armant noch immer auf der Bühne Kunststücke zeigte und Sorantekow andächtig zuschaute, diesem Gast seine ganze Aufmerksamkeit zu widmen. Sein Anzug. obwohl schon alteren Ursprungs, hatte einen Sitz. der auf einen erstklaingen Schneider schließen ließ. Die Manschette eines seidenen. aber nicht mehr ganz sauberen Hemdes lugte aus dem Aermel hervor und außerdem trug der Fremde, wie Dornburg mit seinen Luchsaugen erkennen konnte, am Mittelfinger seiner schmalen, fast knochigen Hand einen alten Siegelring. Soeben wandte der Mann, der unentwegt, auch während er die Flasche zum Munde führte, zur Bühne starrte. ein wenig den Kopf. und nun erst erkannte der Kommissar das auffallend blasse, zweifellos vergrämte, aber scharfgeschnittene Gesicht eines kaum fünfundzwanzigjährigen jungen Menschen, den man überall eher als in einem Ganovenkeller zu sehen erwartet hätte. Was jetzt auf der Bühne geschah. ein Exveriment der Gedankenübertragung. vermutlich eine abgekartete Sache. schien nun auch Sorantekows Interesse verloren zu haben. Er wandte sich wieder seinem Freunde zu und folgte wie von ungefähr dessen Blick. Svrantekow erschrak, beherrschte sich aber im nächsten Augenblick. „Was haben Sie?“ forschte Dornburg. Der Gutsbesitzer versuchte gleichgültig zu erscheinen. konnte aber seine. Erregung dem Kommissar nicht verbergen.„Ich glaube, diesen Herrn da kenne ich.“ Dornburg löchelte.„Das braucht Sie gar nicht zu verwundern. Außer Ihnen gibt es noch andere Neugierige, die mal einen nächtlichen Ausflug in diese Gegend machen. Es gibt sogar Lokale, wo man auf solche Leute eingerichtet ist, und wo dann vrogrammäßig etwas passiert. Wir nennen diese Stätten harmtoser Hintertrevpenromantik: Grussellokale.“ Absichtlich zeigte Dornburg keinerlei Anzeichen von Neugier. Er hatte es sich zur Gewohnheit gemacht. die Neugier, die ihm von Berufs wegen anhaftete, in privatem Kreise zu unterdrücken. Irgendwie würde Sorantekow schon mit seiner Geschichte, die ihm ohnehin auf der Zunge brannte, herausrücken. Aber dazu lam es einstweilen nicht. Armanto Exveriment erfordert es. daß er von der Bühne herabstieg, sich zwischen den Tischreihen bindurchzwängte und sein Seltsamer Reuter=Bericht über einen schweren Aufstand in Gorakhvur. ——— Meldung aus Lucknau(Britisch=Indien) berichtet Reuter von einem schweren Aufstand in Gorakhvur. bei dem 50 Personen verletzt worden sein sollen. Betende Mohammedaner seien von einer an der Moschee vorbeiziehenden Hindu=Prozession gestört worden und hätten sich auf diese gestürzt. Nach dieser Bezugnahme auf die religiösen Gegensätze in Indien, die bekanntlich von England mit Vorbedacht geschürt werden. folgt der geheimnisvolle Satz:„Im europäischen Stadtteil ist die Ordnung wiederbergestellt.“ Wenn man die Lügen= und Verschleierungstaktik des halbamtlichen britischen Reuterbüros kennt. wird man unschwer erraten, daß es sich bei den Ereignissen in Gorakhvur sicherlich nicht um religiöse Zwischenfälle, sonEuropas Gold wandert nach den USA. Neuyork. 22. Dez. Auf dem holländischen Dampfer „Zaandan“ trafen im Hafen von Neuvork Goldbarren im Gesamtwert von zwei Millionen Dollar ein, die von der holländischen Regierung für die Bundesreservebank bestimmt sind. Britische Ihilesophie“ Wlmecht wird Stück für Stück durch Krieg und Eroberungen, durch Diebstadl un Kaute, durch das gewöhnliche brutale Anwenden physischer Uebermacht zusammengefügt.“ bekennt der englische Staatsphilosoph Homer Lea in seine Schrift„The dan of the Saxon“, in der er schon 191 die Ansicht vertrat, daß England Deutschland durch einen Krieg vernichten müsse, wenn das britische Weltreich nicht zusammenbrechen solle. Das ist der Weisheit letzter Schluß für diesen Philosophen, der allerdinge ein Engländer ist und dessen Weltanschauung und Charakter derer entspricht, die auch heute das Weltreich Auch über Neutralität denkt der Staatsphilosoph genau so wie die heutigen Machthaber in London, wenn er schreibt:„Die komplizierten Anordnungen dei politischen Grenzen in Friedenszeiten haben mit der brutalen Vereinsachung der Verhättnisse im Kriege nichte zu schaffen. Die Länder Belgien, Holland und Dänemark müssen strategisch der militärischen Overationsbasis des britischen Reiches einverleibt werden, indem ihre östlichen und südlichen Grenzen zur Militärgrenze des britischen Reiches gemacht werden.“ Das ist die englische philosophische Untermauerung der Verlogenheit der gerade in diesen Tagen aufgerührten neuen Welle von Greuelmärchen, mit denen London und Paris Neutralen vor Deutschland Anast zu machen suchen, weil sie in Aufregung und Unruhe immer noch am besten im Trüben fischen können. Werden die Neutralen immer noch nicht munter? Rapid wachsendes Defizit im englischen Staatshaushalt Amsterdam, 22. Dez. Die englischen Staatsausgaben haben in der vergangenen Woche. wie„Financial Neu: mitteilt, einen neuen Höchststand erreicht. Sie beliefen sich auf 44½ Millionen Pfund und überstiegen damit um etwa 10 Millionen Pfund die Ausgaben der vorletzten Woche und um etwa 26¾4 Millionen Pfund die Staatsausgaben der entsprechenden Woche des Vorjahres. Mit diesen erhöhten Staatsausgaben ist das Defizit im englischen Staatshaushalt im lausenden Finanzjahr auf 602 291 996 Pfund gestiegen. In der entsprechenden Zeit des Vorjahres belief sich das Defizit auf 266 692470 Pfund. Englands Gendarmenrolle im Mittelmeer Scharfe italienische Ablehnung 7 Abrechnung mit unzeitgemäßen„Kriegszielen“ Rom, 21. Dez. Unter der Ueberschrift„Thesen. die anerkannt werden müssen“ wendet sich der Direktor des halbamtlichen„Giornale d'Italia“ gegen die von der englischen Wochenschrift„Nineteenth Century Review“ angegebenen Kriegsziele der Westmächte. In Frankreich und England habe man sich bisher, wie das Blatt im einzelnen ausführt, in bezug auf Definierung der Ziele in omiziellen Kreisen sehr vorsichtig geäußert. während sie in der sogenannten„freien Presse“ in immer deutlicherer Weise zum Ausdruck gelangten. So habe z. B. die„Nineteenth Century Review" als Kriegsziel eine na der deutschen Au*4 nannt. das verwirklicht werden solle, indem die beiden Westmächte 1. ein dauerndes militärisches Uebergewicht in Europa beibehalten. 2. den Rhein als strategische Grenze bekämen. 3. die dauernde und unbedingte Vorherrschaft im Mittelmeer besäßen. Auf diese Mittelmeerforderung der englischen Zeitschrift, die zu den wiederholten Drohungen einer Mittelmeerblockade hinzukomme, so schreibt das halbamtliche Blatt u. a., könne die italienische Nation sofort eine entschlossene und klare Antwort erteilen:„Italien erkennt So wende ich mich an Sie. meine Volksgenossen aus enden E K Saargebiet. haben in den letzten Monaten und Wochen Opfer bringen müssen. Sie verließen ihre Wohnstätten. Häuser und Höse, mit denen sie eine lange Geschichte und Tradition verband. Sie folgten dem Ruse des Reiches. und das Reich hat Sie in seine Arme ausgenommen. Sie kamen aus nationalem Pflichtgefühl und weil Ihnen in Wahrheit Deutschland über alles geht. Ihnen wollten wir in diesem Jahre ein bescheidenes Weihnachtsfest richten. Mitten in Ihrem Vaterlande, das Sie sich wiedereroberten oder das wir Ihnen neu bereiteten. sind Sie mit uns versammelt. Seien Sie uns willkommen mit Ihren Kindern, die nun zu der Millionenkinderschar unseres Volkes hinzutreten, für die und deren Leben und Zukunft unsere Soldaten die Wassen tragen und führen. Stellen wir uns bei dieser Kriegsweihnacht alle fest und geschlossen hinter den Führer und zeugen wir mit ihm in Deutschlands großer und schwerster Zeit für inseres Reiches Zukunft und unseres Volkes Ewigkeit. Berlin, 22. Dez. Um 0.55 Uhr fuhr im Bahnhof Genthin der D 180(Berlin— Neunkirchen= Saar) in voller Fahrt auf den im Bahnhof außerplanmäßig haltenden D 10(Berlin— Köln). Die Lokomotive und sechs Wagen des D 180 und vier Wagen des D 10 entgleisten bei dem Aufprall. Bei der starken Besetzung der Züge ist zu befürchten, daß etwa 70 Tote und 100 Verlente zu beklagen sind. Der Präsident der Reichobahndirektion Berlin eilte sofort zur Unfallstelle. Eine Untersuchung der Schuldfrage ist eingeleitet. Der Zugverkehr wird behelfsmähig aufrechterhalten. Zur Hilfeleistung an der Unfallstelle waren Aerzte, Reichsbahnhilfszüge. Rotes Kreuz, Feuerwehr und Technische Rothilfe sofort zur Stelle. die Durchfahrtinteressen an. die sich England im Mittelmeer erworben hat. nachdem es sich ein Imverium schuf und der Suezkanal eröffnet wurde. Es erwartet jedoch. daß die Demokratien die Lebensinteressen Italiens. wie „„ f. b..„„ A.## n M i c h t a l l g m a n es fiin gebuhrk, uneriennen und amh„. Vorherrschaft im Mittelmeer kann man reden, sondern vom Gleichgewicht der Interessen, indem man ihnen angesichts ihrer geistigen Bedeutung einen breiteren Raum einräumt. Nur ein solches Gleichgewicht könnte der Gerechtigkeit entsprechen und für ein europäisches System tragbar sein, das nicht ein dauernder Kriegszustand ist. Eurova duldet keine Hegemonien mehr. umso weniger duldet sie Italien, das seit 1919 mit dem Ende der Hegemonien den wahren Frieden erwartet. Die Vorherrschaft Englands als Gendarm im Mittelmeer zunächst gegen die spanische und dann gegen die französische Macht sollte endlich zu den Akten des 18. und 19. Jahrbunderts werden.“ Deutschlands Gegenblockade wirkt England hat Angst um das tägliche Brot. Amsterdam. 22. Dez. Die Frage der Brotgetreideversorgung wird für England infolge der schweren Schiffsverluste derart dringlich, daß die englischen Zeitungen mit großer Nervosität durchgreifende. Maßnahmen zur landwirtschaftlichen Ausnutzung des Mutterlandes fordern. Die Ankündigung des Ernährungsministers, wonach zwei Millionen acres Land unter den Pflug genommen werden sollen, wird scharf kritisiert und betont, daß diese Maßnahme bei weitem nicht genüge.„Man verspricht uns einen halben Brotlaib“. so schreibt der„Daily Expreß“. „vor nicht allzu langer Zeit machte das nicht viel aus. Wir konnten die andere Hälfte vom Auslande bekommen. Jetzt müssen wir das ganze Brot selbst bervorbringen.“ „Uruguay in Englands Polypenarm“ Neuyorker Blatt prangert die Bevormundung durch England an. Neuyork, 22 Dez. Unter der Ueberschrift„England bevormundet Lateinamerika“ geißelt die Zeitschrift„The Gaelie American“, am Jeispiel Uruguay im„Spee"=Fall die englischen Erpressermethoden gegenüber den kleineren ibero=amerikanischen Länder. Im„Spee"=Fall habe England nicht etwa das Volkerrecht oder irgendwelche Verträge angerufen, sondern unter Androhung wirtschaftlicher und finanzieller Vergeltung Daumenschrauben angesetzt, die die kleine Republik zum Gehorsam gezwungen hatten. England halte Uruguay mit seinem Polypenarm fest umschlungen. Trotz alledem aber fasele die englandfreundliche Presse Nordamerikas von wirtschaftlicher und finanzieller Bedrohung Iberoamerikas durch Deutschland und Italien, Englands Verbrechen in Jugoslawien — Dev' essere stato tutto un talso allarme: I'Ammiragliato smentisce II siluramento della nostra nave. Erlebnisse schiffbrüchiger Engländer... So glossiert ein italienischer Karikaturist die lächerlichen englischen Versuche, die schweren Verluste aus der Welt zu lügen!„Tus muß wahrhaftig aues falscher Alarm sein, denn gerade dementiert die Admiralität die Torpedierung unseres Schiffes!".(Scherl-Bilderdienst-M.) Ueberwachung durch britische Geheimagenten verstärkt. Belgrad. 22. Dez. Von einer besonderen jugoslawischen Seite wird die Tätigkeit britischer Agenten in den slowenischen Grenzgebieten sowie in Slawonien und der Wojwodina mit größtem Argwohn verfolgt, da man zu der Befürchtung Anlaß zu haben glaubt, daß diese nicht nur Hanffabriken niederbrennen wollen, sondern auch planmäßig wie im Weltkriege die Maul= und Klauenseuche weiterverschleppen, um so die jugoslawische Viehausfuhr nach Deutschland zu beeinträchtigen. Auch die Ueberwachung der Bahnhöse und Bahnstrecken wurde in den Grenzgebieten verstärkt, um jeder Sabotage vorzubeugen. Sprengunglück in jugoslawischem Kohlenbergwerk. In der Lignit=Kohlengrube Kosoro bei Prischtina auf dem Amselfelde wurden bei einem Sprengunglück von den herabstürzenden Gesteinsmassen zwei Bergmänner getötet und drei schwer verletzt, von denen inzwischen zwei verstorben sind. 1400=To.=U=Boot in USA. vom Stapel gelausen Neuyork, 22. Dez. In New London im Staate Connecticut lief das erste der neun im Jahre 1938 bewilligten 1400=To.= U=Boot vom Stapel. „Medium“, ein junges Mädchen, das mit verbundenen Augen auf der Bühne stand. nach Gegenständen fragte. die ihm aus dem Publikum überreicht wurden. Auf diese Weise kam er näher und näher zu. dem Tisch des jungen Menschen. Dessen Gesicht hatte inzwischen einen erschreckenden Ausdruck bekommen. Haßerfüllt starrte er dem Zauberkünstler entgegen. Und dann sah Dornburg. wie seine rechte Hand zögernd in die hintere Hosentasche griff. Noa einen Tisch näher kam Armant. Kaum noch fünf Schritte war er von dem anderen entfernt. Das Gesicht des jungen Menschen wurde immer drohender. Noch zogerte er. noch saß er wie angenagelt auf seinem Stuhl. Armant hätte zurückweichen können. Er mußte doch sehen, was in dem Jungen vorging. Und er hatte es gesehen, denn mit seiner Gedankenleserei war er vollkommen durcheinander. Die Herumsitzenden waren schon aufmerksam geworden und verursachten eine Unruhe. die sich in wenigen Sekunden im ganzen Zuschauerraum zu verbreiten drohte. In diesem Augenblick trat Atmant lächelnd und mit erhobener Stimme auf den jungen Menschen zu. Hinter spöttischer Ueberlegenheit versuchte er seine Furcht zu verbergen. „Na. und Sie. mein Herr—— was haben Sie in der rechten Hand, zeigen Sie mir Ihre rechte Hand!“. Und an das Medium gerichtet, fragte er mit allzu auffälliger Betonung:„Sage mir. Felicitas, was hat dieser junge Herr in der rechten Hand?“ „Eine Wasse!" antwortete Fräulein Felicitas mit bochgeschraubter Stimme. „Was für eine Wasse?“ fragte Armant. „Eine Feuerwaffe——“ In diesem Augenblick knallte ein Schuß. Eine Sekunde lang war es totenstill. Dann brach ein wilder Lärm los. „Was ist denn los?“ kreischte Paulkes Stimme, „Mord!"—„Polizei!“—„Licht aus!“—„Ruhe!" schrie es durcheinander. Dazwischen: Fluchen. Schimpfen und Gekreisch von Frauen. Alles war von den Sitzen aufgesprungen. Stühle und Tische wurden gerückt. Flaschen jielen um—— Dann eine alles übertönende Stimme:„Ruhe!— Hier Kriminalpolizei! Ruhe!" Syrantekow sah den Kommissar inmitten des Trubels. wie er den jungen Menschen am Aermel saßte und unsanft vorwärtsschob. Die Umstehenden wichen scheu zur Seite. Der Wirt hatte sich mühsam einen Weg zu ihnen gebahnt und schritt ihnen voran. Sie verschwanden durch eine Seitentür, die anscheinend in einen Nebenraum führte. Sorantekow wußte nicht, wie er sich verhalten sollte. Am besten war es wohl, abzuwarten. Er fühlte sich nicht gerode behaglich: aber niemand kümmerte sich um ihn. Alles drängte sich um Armant, der sich mit verzerrtem Lächeln dem Ansturm seiner neugierigen Freunde zu erwehren suchte und schließlich die Bühne erreichte, wo er mit seinem Medium zwischen den Kulissen verschwand. Inzwischen hatte die Musik wieder eingesetzt und bald darauf erschien Paulke auf der Bühne und erklärte. es sei überhaupt nichts passiert. Kommissar Dornburg habe nur einen grünen Jungen, offenbar einen seinen Pinkel. ein bißchen hovsgehen lassen, das brauche aber doch die Gemütlichkeit nicht zu stören, und jetzt werde die berühmte und allseits beliebte rheinische Stimmungssängerin. Toni Schmidt einige ihrer neuesten Lieder zur Laute singen und er bitte, die Künstlerin mit herzlichem Applaus zu empfangen. Während dieses Applauses wurde Sorantekow von einem Kellner zum Kommissar gebeten. Sorantekow nahm ihre Hüte und folgte dem Kellner in ein kleines Zimmer. das anscheinend Herrn Paulke als Büro diente. Dornburg stand, gemütlich rauchend. gegen einen, wenn auch altmodischen, so doch handfesten Geldschrank gelehnt, der junge Mann saß in sich zusammengesunken in einem abgeschabten Ledersessel. Auch er rauchte. Gespannt sah er dem Eintretenden entgegen. Der Kommissar hatte ihm wohl gesagt, daß er jetzt einem alten Bekannten begegnen würde. Einen Augenblick ging ein nervöses Zucken über sein Gesicht, dann aber hatte er sich in der Gewalt und er sah den Gutsbesitzer an, als hätte er ihn noch niemals in seinem Leben gesehen. „Die Herren kennen sich?“ sagte Dornburg lächelnd. als wollte er zwei Leute, von denen er nicht genau wußte. ob sie sich schon einmal begegnet waren, einander vorstellen.„—— Hert— sagen wir einstweilen— Unbekannt—.— Herr Wolfgang von Sprantekow.“ Der junge Mann war aufgestanden und begrüßte Sprantekow mit einer leichten Verbeugung. Der Gutsbesitzer zögerte einen Augenblick, ob er ihm die Hand entgegenstrecken sollte, tat dies aber nicht. sondern sagte mit frostiger Stimme:„Sie sind Hasso von Minkrod. nicht wahr?" „Bedaure“, sagte der Unbekannte.„das muß wohl ein Irrtum sein.“ Sorantekow sah ihn scharf an.„Das glaube ich kaum. Ich habe Sie zwar nur einmal. und nur ganz flüchtig gesehen. aber ich habe im allgemeinen ein ganz gutes Personengedächtnis und glaube bestimmt, mich nicht zu täuschen.“ Der andere zuckte, scheinbar gleichgültig. die Schultern. „Ich kann Sie nicht zwingen. Ihre Ansicht zu ändern. halten Sie mich meinetwegen für wen Sie wollen.“ Dornburg räusperte sich.„Tia. was machen wir denn nun mit Ihnen? Ich dachte es wäre für Sie ein günstiger Zuiall. sich durch die Bekanntschaft mit Herrn von Sprantekow legitimieren zu können. Da Sie aber von dieser Gelegenheit keinen Gebrauch zu machen wünschen, bleibt nichts anderes übrig, als Sie zwecks Feststellung miT Ihrer Personalien dem Polizeipräsidium vorzuführen.“ Der junge Mann richtete sich aus seiner nachlässigen Haltung auf.„Es wäre mir lieber gewesen, Herr Kommisiar, das hätten Sie sofort getan.“ Dornbura betrachtete wieder einmal aufmerklam seine Zigarette.„Es tut mir leid. Herr von Minkrod. das diese Gegenüberstellung Sie in eine veinliche Lage gebracht hat. Sie hätte vermieden werden können, wenn Sie eine weniger ablehnende Haltung eingenommen hätten. Schließlich habe ich Ihnen einen nicht unbeträchtlichen Dienst erwiesen.“ „Das ist Auffassungssache", unterbrach ihn Hasso. „Gewiß. ich verstehe— es ware Ihnen zweisellos eine Genugtuung gewesen. Herrn Emil Pinnewitz, genannt den Hausen zu schießen, und ich nehme zu Armant. über den Hausen zu schießen, und ich nehme zu Ihrer Entschuldigung an, daß Sie das nicht ohne triftigen Grund getan hätten. aber ob es klug gewesen wäre, das ist eine andere Frage." „Ich pfeise auf die Klugheit. Herr Kommissar.“ Dornbu surg zündete sich an dem Rest seiner Zigarette eine neue an.„Sehen Sie. da liegt der Hase im Pfeffer. Sie pfeisen auf die Klugheit. Hätten Sie das nicht getan. auch schon früher nicht, dann wären Sie als anständiger junger Mann mit Leuten wie Pinnewitz überhaupt nicht in iger Berührung gekommen. Herr von Minkrod.“: „Ich bitte Sie, mich nicht immer wieder Minkend zu nennen. Ich heiße nicht Minkrod.“ Syrantekow bewunderte die Geduld des Kommissars. der sich durch die störrischen Antworten des jungen Mannes keineswegs aus der Ruhe bringen ließ. „Nun seien Sie mal vernüftig“. fuhr Dornburg fort. „Glauben Sie wirklich, daß die Berliner Polizei nicht in der Lage sein sollte. Ihre Personalien festzustellen? Es ehrt Sie zwar. daß Sie unter den gegebenen Umständen bemüht sind. den Na amen Ihrer Familie aus dem Spiele zu lassen, aber glauben Sie mir. diese Bemühung ist fruchtlos. Seien Sie froh, daß die Sache so glimpflich verlaufen, ist und daß Sie dank meiner Hilfe statt einen Schuß auf Pinnewitz einen Schreckschuß in die Luft abgefeuert haben. Und da Sie ja nach Ihrer Behauptung im Besitz eines Waffenscheines sind. wird Ihnen nichts weiter passieren, als daß man Ihnen diesen Waffenschein entziehen wird.“ Der junge Mann knönfte sein Jackett zu und griff nach seinem Hut.„Ich bitte. dem Polizeipräsidium vorgeführt zu werden. Der Kommissar setzte ebenfalls den Hut auf „Bitte sehr, wie Sie wollen.— Haben Sie hier noch etwas zu bezahlen?“ Der junge Mann kramte zwei Fünfzigpfennigstücke aus seiner Tasche und war sie auf den Schreibtisch.„Zwei Flaschen Bier. Das wird wohl reichen.“ Dornburg nahm das Geld und drückte es beim Hinausgehen dem Wirt in die Hand. Sprantekow und der junge Mann gingen langsam voraus dem Ausgang zu. 0 zu„hezgkgen, Paulte „Zwei Bier sind no## sagen Sie, was ist nun mit d und raut von Neumann?" „Lonie von so und so heißt sie, den Namen hab' ick gessen, und sie wohnt in einer Pension am Kurfürstenum", flüsterte Paulke.„aber ick will nischt jesagt haben. (Fortsetzung isiat) verg damm Herr Kommissar 1 T deut zieh bis da a Kr fest zum belnt deut Li Der daß geschi Ta Lani igen See chen rauß Eaus der lepf Schn Fruchk schen Vieh D er pndert kreisen rohen 2 durch alle o h berge lied, uns serem na Kal No haft Ka russ Leh Nr. 301(Zweites Blatt) Herner Anzeiger Sonnabend, den 23. Dezember 1939 Herner Streiflichter Deutsche Kriegsweihnacht 1939. Bunte Uniformen veleben das Stadtbild.] Wie geht es weiter im Text? 7 Nüsse auf dem Weihnachtsteller?] Wie ist die Stimmung bei uns?/ Ein Hebeldruck genügte, und der Kriegsapparat der Ernährung lief an. Kein Wort der deutschen Sprache umschließt mehr die deutsche Seele als wie das Wort: Weihnacht. Die Beziehungen des deutschen Menschen zum Weihnachtsfeste reichen bis weit in die Zeit der Vorfahren zurück. Wie alle anderen Feste unserer Ahnen, so stand auch das Weihnachtsfest in Beziehung zum Lauf der Erde um die Sonne. Es war ihnen das wichtigste aller Feste, weil es die Rückkehr der Sonne ankündigte(Wintersonnenwende). Wenn wir Deutsche daher auch in der jetzigen schweren Kriegszeit dennoch darauf bedacht sind, das Weihnachtsfest würdig und gebührend zu begehen, dann kommt hier eiwas zum Durchbruch, was in der deutschen Seele tief und fest für alle Zeiten verankert ist und einen Kernpunkt deutschen Wesens bildet. Das Hauptsymbol dieses Festes, der Lichterbaum, gilt als ein typisch germanisches Sinnbild. Der Tannenbaum ist so unmittelbar mit Weihnachten verknüpft, daß dieses in Deutschland und bei den Auslandsdeutschen ohne geschmückten Baum nicht zu denken ist. Und die immergrüne anne oder Fichte ist es ja, die auch unter den jetzigen schwiesigen Kriegsverhältnissen an der Front, am Westwall, auf der See in fremden Ländern mit viel Liebe von deutschen Menchen beschafft, geschmückt und umstanden wird und ihnen da sraußen die Heimat erleben läßt. Um die Weihnachtszeit ranken sich viele Sitten und GeDie Rückkehr der Sonne war immer ein Freudenfest. Aber das ist eine recht lahme Entschuldigung. Denn für Kinder und Erwachsene ist in deutschen Landen das Weihnachtssest das Fest der Feste. Für dieses Fest sollte man ein wenig gerüstet sein. Man suche nicht nur mit Bedacht und Liebe für jeden die richtigen Geschenke aus. Man ziehe sich nicht nur den besten Anzug und das beste Kleid an, man bemühe sich auch sonst einigermaßen, in Form zu sein. Und zu einem richtigen Weihnachtsfeste gehören nun einmal auch die schönen alten Weihnachtslieder. Noch haben wir 48 Stunden Zeit, um Versäumtes nachzuholen. Und da müssen wir schon mal wieder unsere Soldaten hauten wir uns gestern schon mit der Frage beschäftigt zur Unterstützung heranziehen. Sie haben doch alle, wir hörten atten, was die Herner woyl zu Weihnachten singen würden es so ont am Radio, singen gelernt. Sie sollten die Führung übernehmen und die Familie uns was sich sonst noch zu ihr eccvn rechnet, mit den Liedern ein wenig vertraut machen, die Die nächste Ausgabe des Herner Anzeigers erscheint Mittwoch früh. räuche. bo mar wir noch auf eine sich alljährlich wiederholende Tatsache hin weisen. Am Heiligen Abend gibt es gewöhnlich einen Augenblick, der für viele der unter dem Lichterbaum Stehenden eine kleine Peinlichkeit bedeutet. Das ist der Moment, in dem man sich anschickt, die altbekannten Weihnachtslieder zu singen. Es sind immer einige Menschen, die das Bedürfnis dazu verspüren, ein paar oder wenigstens eines der altbekannten, trauten Lieder mitzusingen, und das ist auch ganz in Ordnung so. Unter dem Weihnachtsbaum soll gesungen werden. Leider stellt es sich aber fast jedes Jahr heraus, daß manche der Anwesenden bei diesen Weihnachtsliedern nicht mehr ganz sattelfest sind. Vielleicht die erste Strophe können sie noch so ungefähr mitsingen, aber dann ist es auch aus. Den Rest schenken sie sich und lächeln dazu ein wenig verlegen. Denn es ist nie schön, wenn man dabei ertappt wird, daß man etwas vergessen hat, was man eigentlich für diesen Anlaß beherrschen sollte. Es gibt deshalb weise und vorsehende Leute, die sich jetzt allein oder mit ein paar Gesinnungsgenossen in ein stilles Kämmerlein zurückziehen und sich darin kleinen und nützlichen Gesangsübungen hingeben. Das ist beileibe keine Schande. Waa man das ganze Jahr nicht übt, das kann man naturlich natürlich, daß man Freude hervorrufen wollte, nicht immer auf Anhieb beherrschen. Und hier geht es doch idem man andere beschenkte. Wenn unter diesen Geschenken Ulepfel und Nüsse eine große Rolle spielen und diese zum Schmuck des Baumes gehören, so ist dies ein altgermanisches Fruchtbarkeitssinnbild, das bedeuten soll, daß man dem Beenkten im kommenden Jahre Fruchtbarkeit für Acker und ieh wünscht. Mehr als dann am Abend des 24. Dezember gesungen werden. Es lohnt sich! Man mache daher einen Versuch. * Wie immer herrscht zur Weihnachtszeit rege Nachfrage nach Nüssen. Deutschlands Walnußbestand reicht aber leider nicht aus, um diese Nachfrage voll befriedigen, zu können. Nach der letzten Obstbaumzählung sind einschließlich der Ostmark rund 1640000 Walnußbäume ermittelt worden. Für die Einfuhr von Nüssen geben wir viele Millionen im Jahr aus, für Walnüsse etwa 8 bis 9 Millionen RM. und für Haselnüsse sogar 23 Millionen RM. Der Walnußbaum ist eine unserer anspruchslosesten Obstarten. An den Boden stellt er geringe Ansprüche und ist mit einem durchlässigen und nicht zu trockenen Erdreich zufrieden. Wichtiger ist dagegen die Wahl eines geeigneten Standortes. Der Baum. der ursprünglich aus Persien stammt, hat als einziges Merkmal seiner südlichen Heimat eine gewisse Frostempfindlichkeit während des ersten Antriebs im Mai bewahrt. Wie dürfen ihn deshalb nicht an solchen Lagen pflanzen. wo erfahrungsgemäß Spätfräste zu erwarten sind, sonst muß ein ausfall der Ernte in Kauf genommen werden. Dem strengen Winter 1928/29 ist der größte Teil unserer unlamtliche— dia Alu#kkrischung das(Aadschinit## Walnußbäume zum Opfer gefallen. Die Walnußim wesentlichen um die Auffrischung des Geoachtnisses. jernte, die vom Klima und den Bodenverhältnissen Denn alle haben wir ja einmal schon diese Lieder gekannt und säußerst abhängig ist, betrug in dem ausgesprochen un beherrscht.„O Tannenbaum, o Tannenbaum",„Alle Jahre günstigen Jahr 1935 63 168 Doppelzentner. Im Jahr kehrt es wieder“,„O du fröhliche, o du selige",„Stille Nacht, 1937 betrug sie fast das Fünffache, nämlich 306 671 heilige Nacht", und wie sie noch alle heißen mögen, denn in Doppelzentner. Unterdurchschnittlich sind im lausenden den verschiedenen Gauen unseres großen Vaterlandes singt! Wirtschaftsjahr die Ernteergebnisse bei Walnüssen in den europäischen Anbaugebieten ausgefallen. Hohe Erwartungen über die Belieferung von Nüssen jeglicher Art zum Weihnachtsjest wird wohl niemand hegen. Die Anlieferungen aus den uns befreundeten und neutralen Ländern des Südostens laufen. Die Nüsse werden nach einem bestimmten Schlüssel an Einzelhändler verteilt werden. Auf diese Weise soll eine möglich ehr als andere Jahresfeste gilt Weihnachten als Fest man ja verschiedene Weihnachtslieder. Das eine ist in Bayern der Gemeinschaft. Nicht nur alle Familienangehörigen, etwa beliebter als in Westfalen und umgekehrt. ondern auch geladene Gäste aus Freundes= und Bekannten=] Ein paar Proben genügen schon. Schnell stellt sich das kreisen versammeln sich unter dem strahlenden Lichterbaum zur' Gedächtnis wieder ein. Der Text sitzt gewöhnlich nach einer rohen Gemeinschaftsfeier. Stunde wieder. Aber mit der Musik! Mit der Melodie? Die Kerzen leuchten am ewigen Weihnachtsbaum und Liebe Sänger unter dem Weihnachtsbaum, laßt euch sagen, ihr durchwärmen Herzen und Räume. Wie Kinder umstehen ihn singt oft greulich falsch. Auch die einfachste Melodie, und unsere gleichmäßige Belieferung gesichert sein, so daß wenigstens alle voller Freude am hellen Glanz. Liebe und Frieden, alten Weihnachtslieder sind meist sehr einfach, will richtig ge in bescheidenem Umjang der Kauf von Nüssen gewährso hallt es in unser Herz und Ohr, und läßt uns den Alltag sungen sein. Laßt euch die Lieder, wenn ihr selber es nicht leistet sein wird. Schließlich wissen wir alle, daß wir könnt, von jemand vorsingen oder vorspielen und übt dann, uns im Kriegszustand befinden.-Unseren Soldaten an bis es einigermaßen geht. So schwer ist das nicht! der Front danken wir es, daß wir in Ruhe und Sichervergessen. Dann singen wir wieder zusammen das Lichtbaum lied, das von Herz zu Herzen geht, gläubig hossend, daß Gott uns neu verleiht des Lichtes Kraft fürs neue Jahr und unserem Volke Leben und Ewigkeit. Waren wir auch jedesmal froh und stolz, wenn unsere schmucken Soldaten als Urlauber vor besonderen Festtagen das Stadtbild belebten, so ist doch diesmal unsere Wiedersehensfreude mit ihnen besonders groß und berechtigt. Zwar hielten mancher Feldpostbrief und viele Heimatbriefe die Verbindung zwischen der äußeren und inneren Front dauernd aufrecht, trotzdem aber bleibt das schöne Soldatenlied immer wahr:„In der Heimat, in der Heimat, da gibt's ein Wiedersehn". Und zu diesem frohen Wiedersehen nach längerer Trennung begaben sich in diesen Tagen viele Herner Väter, Mütter, Brüder und Schwestern zum Hauptbahnhof, wo dann auch alsbald unsere Weihnachtsurlauber eintrafen. Nach einem kräftigen Händeschütteln wurde der von Kraft und Gesundheit Strotzende dann unter fröhlichem Geplauder heim zu„Muttern“ geleitet, die schon zum Empfang an der Haustür bereitstand, und wo in der mollig warmen guten Stube ein weihnachtlicher Strauß und ein kräftiger Imbiß als liebevolle Begrüßung durch Heimat und Vaterhaus auf den Ankömmling warteten. Nach langem, gutem Schlaf und frohem Erwachen gings dann fein gestriegelt und gebügelt zur Vorstellung in Richtung „Brautwohnung" und von dort in„Reih'n zu Zwein“ zur Parade auf der Bahnhofstraße, wo sich das schöne militärische Bild inzwischen durch die vielen bunten Uniformen unserer Weihnachtsurlauber aller Dienstgrade immer vielseitiger und abwechslungsreicher gestaltete, um an den beiden Festtagen dann seinen Höhepunkt zu erreichen. Mit den Eltern, Angehörigen und Bräuten sind alle Herner ohne Ausnahme stolz auf ihre tapferen und stattlichen Heimatsöhne. Soldatentum ist insbesondere in der jetzigen Kriegszeit mehr als ein Begriff. Soldatentum ist vielmehr eine Idee von solcher Kraft, daß sie Menschen zu gestalten weiß, wie es unsere Urlauber durch ihre ganze Haltung eindeutig in diesen Tagen beweisen. Echtes Soldatentum erfaßt und sarmt den Menschen in seiner Totalität. Ganz besonders anziehend wirken die Soldatenurlauber auf die Herner Jugend. Sie sieht in ihnen die Verkörperung ihrer Ideale und still gehegter Wünsche, und ihr Erscheinen ist für die Jugendlichen erfreuend und belehrend zugleich. Die deutsche Jugend soll gerade heute erzogen werden zur Ehrfurcht vor der Größe der deutschen Vergangenheit und Gegenwart, zur Anerkennung und Würdigung der gewaltigen Leistungen deutscher Soldaten, insbesondere im Weltkriege, bei der Befreiung der Ostmark und im Polenfeldzuge. So sehen wir alle in unseren Soldaten, die als Weihnachtsoder Neujahrsurlauber unter uns weilen, die Repräsentanten der Ehre, Treue, Tapferkeit, Vaterlandsliebe, Kameradschaft und des Gehorsams. Und ein jeder, der nach diesen Gesetzen lebt, darf soldatische Haltung für sich in Anspruch nehmen, denn er erweist sich den Besten seiner Zeit wert und würdig. In diesem Sinne begrüßt die Heimatstadt ihre tapferen Söhne und wünscht ihnen allen frohe und erholende Stunden während der Urlaubstage. Wollen wir uns denn durch die Kinder beschämen lassen? Die Kinder merken es unter dem Lichterbaum recht gut, wenn Papa oder ein Onkel nur so mit Ach und Krach mitkommt. Und dann fragen sie. Und wie sie fragen können! Man redet sich dann lachend und ärgerlich heraus, daß man ja auch eine kleine Nebenbeschäftigung habe und beim besten Willen nicht das ganze Jahr Weihnachtslieder üben könne. heit, auch in diesem Jahr unser Weihnachtsfest feiern können. Im Gedenken an sie und an die wichtigeren Aufgaben unserer Zeit wollen wir uns gern bescheiden. denn unsere Wünsche zum Fest gehen hinweg über die gewohnten kleinen Festesfreuden zu dem großen Ziel eines siegreichen Friedens! * Hin und wieder wird man nach der„Stimmung“ Unser Zeichner erlebte: Abschuß durch Küstenflat Unsere Küstenflak ist ständig auf der Wacht, um jeden feindlichen Einflug von der See her abzuwehren. Noch vor einigen Tagen meldete der Bericht des Oberkommandos der Wehrmacht, daß erneut britische Flugzeuge durch die Abwehr unseres Küstenschutzes vertrieben wurden. (Zeichnung MDK.=Treß-Scherl=M.) gefragt, die bei uns herrscht. vor allem unter der Arbeiterbevölkerung oder den Bergleuten. Die Antwort hierauf fällt nicht schwer, aber es wäre billig. wollte man die„Stimmung“ einfach mit dem Prädikat„Gut" belegen. Besser wäre sie schon mit dem Ausdruck„entschlossen“ zu umreißen, denn in„auter Stimmung“ ist wohl niemand in Deutschland, dazu ist die Situation zu ernst, und dazu ist der Grimm zu groß, den nicht zuletzt der deutsche Arbeiter empfindet, denn er ist nicht erst seit 1933 zu einem politisch denkenden Menschen geworden. Seit 1933 hat sich nun die Zusammenschmelzung dieser Arbeiterschaft unter der Idee des Nationalsozialismus vollzogen, und durch Wort und Tat sind die Arbeiter des Führers treue Gefolgsleute geworden. Es wird für die Gegenseite noch verhängnisvoll werden, daß sie von dieser Entwicklung glaubte. keine Notiz nehmen zu brauchen oder eine Uebertragung ihrer eigenen traurigen Verhältnisse auf Deutschland vornehmen zu können. Und wenn schon mit Ausdrücken wie„Hunnen“ in diesem Krieg operiert werden soll, so sind es jedenfalls nicht die deutschen Arbeiter, auf die dieser Ausdruck passen würde. Vielleicht stellt man sich außerhalb einen Arbeiter als einen Mann vor der in trüben, grauen Mietskasernen kümmerlich sein Dasein fristet und der in einer Sprache spricht, durch die nur schwer eine Verständigung möglich ist. Das mag in den Londoner Slums zutreffen, im Ruhrgebiet wird man jedenfalls solche Existenzen nicht finden. Allein die„Entwicklung der Technik läuft einem der artigen Menschentyp konträr zuwider. Die großen Fabriksäle, in denen unzählige, Männer, Frauen und womöglich auch Kindk und steif pochst#mbie mecnnische Tatigkeiten Tag für Tag und Jahr um Jahr verrichten, die gibt es schon lange nicht mehr. In den Fabriksälen stehen heute Maschinen. Wunderwerke moderner Präzisionsarbeit. In den großen Hallen sieht man kaum Menschen. Irgendwo steht ein einzelner an einer Schalttafel, ein König in seinem Reich, an Wissen und Erfahrungen vielleicht reicher als mancher Betriebsführer alter Zeiten. Selbst dort, wo die körverliche Arbeit nicht entbehrt werden kann, vollzieht sie s# wie beisvielsweise im Bergbau, unter weitgehendem Einsatz mechanischer Hilfsmittel und Werkzeuge, deren Behandlung allein schon ein besonderes Maß von Fähigkeiten und Urteilsvermögen verlangt. .. Dieser Aufgabenstellung des Arbeiters entspricht auch seine innere und äußere Haltung. Maderne Industrie= siedlungen, in denen zu wohnen und zu leben eine Freude ist, sind der weithin sichtbare Ausdruck für die neue Entwicklung. die wiederum erst einen Anfang darstellt auf einem Wege, den Deutschland als einziges Land der Erde beschreitet. England hat die deutschen Ansprüche auf Kolonien nicht zuletzt aus dem Grunde abgelehnt, weil es nach den Worten eines seiner Kolonialbeamten befürchtete.„die Deutschen würden auch in Afrika ihre sozialistischen Lehren einführen, und wenn einmal eine Nation anfängt, einen Neger menschlich zu behandeln, wird man in allen Kolonien nach der deutschen Herrschaft schreien, und das ist es. was wir fürchten". Ebenso ist nicht der letzte Kriegsgrund für die plutokratische Herrenschicht Englands gewesen, daß sich in Deutschland eine soziale Wandlung vollzieht, die man draußen auf keinen Fall mitzumachen bereit ist. deren Wirkung man aber— nicht zu Unrecht— auch auf die eigene Arbeiterschaft befürchtet. Wenn dem Arbeiter bei uns diese Dinge vielleicht auch nicht so ganz bewußt sind, jedenfalls fühlt er— und gewisse Erfahrungen aus einer traurigen Vergangenheit, da Armut und Arbeitslosigkeit regierten, sind nicht vergessen—. daß der Schicksalskampf des deutschen Volkes, wie für jeden Deutschen, so auch besonders für ihn die Entscheidung über seine Zukunft bedeutet. Vor kurzem sind nun sehr einschneidende Bestimmungen der Kriegswirtschaftsverordnung über Ueherstundenzuschläge und andere Lohnbeschränkungen. Urlaub usw. aufgehoben worden. Das hat nicht nur Genugtuung bei der Arbeiterschaft des Ruhrgebietes hervorgerufen, sondern auch die Zuversicht gehoben, daß jedenfalls in dieser Beziehung die schmalste Stelle des Engpasses durchschritten ist. Aehnliches gilt für die Ernahrung und wird wohl auch für die Bekleidung noch durchgeführt werden können. Auch hier sind für den Arbeiter durch Schwer= und Schwerstarheiterzulagen, neuerdings auch durch Gewährung von Langarbeiterzulagen. Erleichterungen geschaffen worden, die weit über das hinausgehen, was je im Welttrieg in dieser Beziehung geschehen konnte. Nunmehr ist auch die für die Bergleute so wichtige Frage der Schweinehaltung und Schweineschlachtung gelöst worden. Dem„Bergmannsschwein". einer sehr bedeutsamen zusätzlichen Einkommens= und Ernährungsquelle, ist gerade noch rechtzeitig durch eine großzügige Aktion um di Beine geholfen“ worden, so daß heute uber=###uWeine mehr als im Vorjahr allein von Bergleuten des Ruhrgebietes gehalten werden. Ein beiom#itermittel behebt alle Futterschwierigkeien= u# die Fleisch= und Fettkarte sorgen dafür, daß de: Bergmann und überhaupt jeder private Schweinehalter ein ordentliches Stück mehr erhält. Aus diesen und anderen Regelungen erkennt der Arbeiter unschwer die Sorge der Staatsführung um sein Woyl. Stimmuna:— Fast erübrigt sich nunmehr diese Frage. und man möchte antworten: Stimmung kennt man nicht im Ruhrgebiet, sondern nur den harten Willen des Durchstebens. Denn, wie gesagt. der Arbeiter ist ein politisch denkender Volksgenosse. der weiß, daß seine vermehrte Arbeit sowie die Beschränkungen, die ihm so gut wie jedem anderen auferlegt werden mußten. die Waffen sind, mit denen in diesem totalen Krieg die Heimat zugleich mit der Front der Soldaten kämpft. Viele Worte werden hier nicht gemacht. Die Sprache des Arbeiters ist einfach und hart wie die des Soidaten.„Selbstverständlich siegen wir“— das steht für die Front und für die Heimat fest. Von neuem haben die Westmächte im vergangenen Herbst mit der Möglichkeit gerechnet, uns wie im Weltkriea mit der Hungerblockade auf die Knie zu zwingen. Diese Gefahr war von uns schon frühzeitig, lange vor Kriegsausbruch, erkannt 10 Tur Unterhaltung Besehl ist Besehl Kriegserzählung von Alfons v. Czibulka. Es war im Vorfrühling des Jahres 1915, vier Wochen vor Gorlice. Das heißt, Vorfrühling war es nur dem Kalender nach. Die mächtigen Waldkuppen, die weitgeschwungenen Kamme, die unermeßlichen Forste, die Straßen und Pässe lagen noch tief unter dem winterlichen Schnee, der sich als ein riesen haftes Bahrtuch breitete über den ganzen weiten Bogen der Karpathen und die hunderttausende österreichischer, deutscher un russischer Soldaten, die in dem Inferno dieses Winters ihr Leben gelassen hatten. Noch einmal versuchte die russische Heeresleitung in gewal tigem Ansturm den Bergwall vor Ungarn zu durchbrechen. Mit letzter vervissener Kraft hielten die durch Waffen und Kalte zusammengeschmolzenen Divisionen der Verbündeten. Nur toll kühnes Wagen verhinderte da und dort den fast schon ge lungenen Durchbruch. So stand auch auf dem 1.00 Meter hohen Berge Smerek ein Zug der 5. Batterie des k. und k. Feld kanonenregiments Nr. 16 in weit vorgeschobener Stellung. In schwerster erschöpfender Arbeit waren die beiden Geschütze auf den Gipfel gebracht worden. So gefährdet aber schien die Stellung, daß bei einem plötzlichen Ruckzug ein Bergen der Geschätze unmöglich werden konnte. Darum führte der Ranonen zug befehlsgemäß Spreugmunition zum Unbrauchbarmachen. de Kanonen mit sich. Der Rest der Batterie stand seuerbereit unten im Tal, an der Straße oder was sich in den Karpathen so nannte. Da mußte unter dem übermächtigen seindlichen Druck die eigene Insanterie zurück. Der Batterieführer Hauptmann Anderl erhielt den Befehl, weiter rückwärts in Stellung zu gehen, die zwei Kanonen auf dem Smerek aber zu sprengen. Diesen weiten Teil des Befehls befolgte der Häuptling nicht. Die Artillerie war der Stolz der Armee. Die österrei##n Kanniere fühlten sich als die besten der Welt. Wenn die Batterte schon zurück mußte, dann wenigstens mit allen Geschüpzen. Hauptmann Anderl wußte, daß keine Infanterie mehr vor der Batterie lag. Aber das scherte ihn nicht. Er versammelte die Offiziere und Unteroffiziere, gab ihnen Kenntnis von dem Befehl und schloß mit den geradezu an große Vorbilder mah nenden Worten:„Das Regiment hat seit seinem Bestehen noch niemals ein Geschütz verloren. Die fünfte Batterie wird damit nicht den Anfang machen oder aber, sie wird ganz hierbleiben!" In furchtbarer Arbeit wurden die beiden Feldkanonen wäh rend der Nacht über die steile, tiefverschneite Bergflanke abgeseilt und stießen im Morgengrauen zu der schon marschbereit an der Straße, haltenden Batterie. Totenstille lag über den von Nebeln verschleierten Karpathenhöhen. Kein Schuß war zu hören. Ohne jede Bedeckung, auf sich allein gestellt, bahnten sich die sechs Kanonen Schritt für Schritt ihren Weg durch die Schneewächten, durch die Löcher, über Glatteis oder metertiefen Schlamm Der erbärmlichen Straße. Jeden Augenblick konnten russische Bataillone aus dem Nebel tauchen. Die Batterie wäre wehrlos gewesen. Selbst die Stutzen waren au Geschütz und Protze geschnallt, weil die Kanoniere bis auf den letzten Mann in die Räder greifen mußten. Da kam auch, noch ein steiler, teils vereister, teils ver sumpfter Hohlwea. Ein Geschütz wurde mit Muh' und Not auf die Höhe s#racht. Dann war es mit der Kraft der Leute, die schon die ganze Nacht gearbeitet hatten, zu Ende. Ohne neue Mannschaft ging es nicht mehr. Aber woher sie nehmen? Hauptmann Anderl schickte einen Offizier vor, er solle ver suchen, zurückgehende Infanterie einzuholen, die Hilfe leisten könnte. Der Offizier reitet ab. Wenige Minuten später sieht er durch den weißen, ziehenden Nebel schattenhafte Gestalten vor sich anf der Straße. Wohl die Nachhut eines slowakischen Regiments, das hier in der Nähe in Stellung lag. Er ruft den Leuten in der Regimentssprache zu, daß unten im Hohlweg Ge schütze steckten. Sie sollten helfen, sie herauszuziehen. Da wirft ihn der Schrecken fast vom Pferd. Was das trampelnd aus dem Nebel taucht und an ihm vorüberstürzt, sind russische Soldaten: an die hundert Mann: Im Laufschritt stürmen die Russen den Hohlweg hinunter. Ehe die Kanoniere noch die Stutzen von den Fahrzeugen reißen, sind die hundert Russen schon in der Batterie. Aber kein Ringen auf Leben und Tod beginnt. Mit Hin jebung stemmen sich die russischen Insauteristen in die Speichen von Geschütz und Wagen. Nach einer halben Stunde steht die Batterie oben am Ausgang der Schlucht. Die russische Halb kompagnie formiert sich. Der älteste russische Unteroffizier bant sich vor dem Batterss#ührer auf und meldet stramm:„Alle sechs Geschütze auf der Höhe!“ Hauptmann Anderl nickt und befiehlt dem Russen, mit seiner Abteilung nun wieder zur österreichischen Bedeckungsmannschaft einzurücken. Denn daß es Gefangene sind, scheint allmählich klar zu sein. Doch der Russe sieht den Hauptmann treuherzig an und sagt:„Bedeckung? Wir haben doch keine. Wir sind doch keine Gefangenen..."“ Der Hauptmann hat Mühe, nicht allzu entgeistert dreinzusehen. Etwas beklommen fragt er, was denn der Herr Feind eigentlich hier suche? Erstannt über so viel Unkenntnis= einfachster Dienst vorschriften schüttelt der bärtige Russe das Haupt und berichtet, daß die Kompagnie gestern alle Offiziere verloren habe und bis auf den Rest versprengt worden sei. Laut Reg'= ent aber hätten sich Versprengte unverzüglich der näcsten Truppe an zuschließen. Und das sei eben die nächste Truppe. Ueberdies haben Seine Kaiserliche Hoheit der Großfürst befohlen, daß In fauterie niemals Geschütze stecken lassen dürfe. Sozusagen unter Bedeckung einer russischen Halbkompagnie rückte zwei Stunden später die österreichische Batterie zu ihrer Brigade ein. Schnelligkeitsrekorde in der Natur Von der Schnecke bis zur Rauchschwalbe.— Ein Insanterie geschoß ist schneller als der Schall. Aus Los Angeles wurde kürzlich gemeldet, daß bei einem Rennen über 1600 Meter ein Strauß mit mehr als 100 Meter Vorsprung vor den schnellsten Rennpferden das Ziel erreichte. Dabei ist das Rennpferd der schnellste Vierbeiner, der als Hochstleistung 25 Meter in de. Sekunde zurucklegen kann, eine Leistung, deren höchstens noch der Jagdhund fähig ist. Sie gewinnt erst richtig, wenn man vergleichsweise anführt, daß die höchste Geschwindigkeit emes normalen Schneuzuges Meter pro Sekunde beträgt. Auf eine kurze Distanz kann es also ein Rennpferd beinabe mit dem Schnellzug aufnehmen, während der Strauß sogar auf Strecken bis zu 1500 Meeinen erheblichen Vorsprung gewönne. Sehen wir uns einmal die verschiedenen Geschwindigkeitsgrade in der Natur an, Eine Schnecke legt pro Sekunde 0,0015 Meter zurück, eine Schneeflocke fällt in ruhiger Luft pro Sekunde 0,2 Meter. Ein Infanterist legt bei kurzem Marsch pro Sekunde durchschnittlich 1.4 Meter zurück und wird dabei noch von einer Fliege übertroffen, die es im ruhigen Flug auf 1,6 Meter bringt. Der Golfstrom schlägt seinerseits die Fliege, denn er fließt in der Straße von Florida, wie die neuesten Messungen ergeben haben. 1.9 Meter pro Sekunde. Eine Durchschnittsleistung von 2,1 Meter=Sekunden erreicht ein Pferd im gewöhnlichen Trab, während es ein Fußgänger im eiligen Schritt auf 2,4 MeterSekunden bringen kann. In gewöhnlichem Galopp bringt es ein Pferd auf 4,5 Meter, was natürlich nichts mit den Höchstleistungen eines Rennpferdes zu tun hat, während ein Radfahrer auf guter Straße 5.4 Meter, ein Langstreckenläufer 4,1 Meter und ein Regentropfen 11 Metter pro Sekunde durcheilt. Eine Brieftaube übertrifft mit einer durchschnittlichen Sekundengeschwindigkeit von 16,7 Meter noch den Schnell dampfer„Bremen“, der es auf genau 16 Meter bringt. Die Durchschnittsleistung eines Kraftwagens ist 21 Meter pro Sek.; sie wird vom König der Lüfte, dem Adler, noch um drei Meter übertroffen. ie Mauerschwalde kann mit Meter pro Sek beinabe mitessem modernen Verkehrsflugzeug, das 42 Meter Sekunden erreicht, Schritt halten, während die Hausschwall diese Leistung mit 45—60 Meter=Sekunden noch weit uven trifft. Bei der Hausschwalbe hat man gar eine Höchst geschwindigkeit von 90 Meter in der Sekunde gemessen. Man muß sie wohl als das schnellste Lebewesen der Welt bezeichnen. den Geschwindigkeits= und Langstreckenretorden in der Natur keine Levewesen mehr vertreten. Das Macheinm oesr, e pro Sekunde, das des Bambusrohres 0.000 006 Meter. Der Montblane=Gletscher bewegt sich mit einer Geschwindigkeit von 0.0000 100 Meter pro Sekunde vorwärts, während das Blut in fe.= rin#an mi#0 Meter=Sekunden daher, der Schall eilt mit 332,3 Meter vro Sekunde durch die Luft. Ein Feldartilleriegeschoß legt m Meter pro Sekunde zuruck und wird dabei noch weit vom Infanteriegeschoß übertroffen, das es auf 700 Meter pro Sekunde bringt. Die Erde durcheilt aut ihrer Bahn um die Sonne 30 700 Meter in, der Sekunde und das Licht bewegt sich— ein absoluter Schnelligkeitsrekord im leeren Raum mit 300000000 Meter in der Sekunde vorionrts. Morgen Sonntag (Goldener Sonntag) sind die Geschäfte von 9 bis 10 Uhr worden. Das neue Deutschland hat sich desyald in Gestalt des Reichsnährstandes eine Organisation geschaffen, die nicht nur eine immer intensivere Bearbeitung des heimischen Bodens durchsetzte, sondern es auch durch ein wohlgeordnetes Erfassungssystem aller landwirtschaftlichen Erzeugnisse und durch eine planmäßige Verdraucholenkung in kurzer Zeit erreichte, die Ernährung des 80=Millionen=Volkes, der Soldaten und der Heimat, auf lange Jahre fast unabhängig vom Ausland sicherzustellen Wenn bisher der Reichsnährstand als Standesorganisation die Erzeuger, die Be= und Verarbeiter und die Verteiler erfaßte, so mußten für den Kriegsfall staatliche Stellen geschaffen werden, die mit größeren Machtdefugnissen ausgestattet waren, um notwendige Maßnahmen noch schneller und wirksamer durchführen zu können. So wurden die staatlichen Ernädrungsömter mit ihren Unterorganisationen ins Leben gerufen. Bei Kriegsausbruch stand der notwendige Apparat zur gerechten Verteilung der Lebensmittel bereits fix und fertig fest. Es drauchte nur der Hebel des ganzen Apparates auf den Kriegszustand herumgeworsen zu werden. Der Reichsnährstand wurde kurzerhand einer staatlichen Stelle, dem Ernähgungsministegium, unterstellt, um die glänzende Vorarbeit diees Meisterwerks deutscher Organisationsarbeit voll zu nutzen. In der Kriegszeit zeigt sich nun erst richtig der wahre Seten und die große Bedeutung des weitverzweigten und alles 1 erfassenden Apparates des Reichonährstandes. Seit 1934 wurden schstematische Hauptvereinigungen für alle landwirtschaftlichen Erzeugnisse, so für Milch und Fett, Bieh, Itsch, Eler, Getreide, Kartoffeln, Zucker, Gartendau und Waldbau aufgebaut. Ihnen sind die Geschäftsabteilungen und Marktverbände, die Wirtschaftsverdände und Erfassungsstellen angegliedert. Ein festes, allwochentliches Meldesystem gibt den verantwortlichen Männern der Ernährungswirtschaft sofort einen klaren Ueberblick über den Stand der Erzeugung und die Lebenemittelvorräte. So ist es möglich, Ueberschüsse rein ländlicher Gaue schlagartig z. B. in den Großstädten verteilen zu lassen, wenn dort einmal die Vorräte nicht ausreichen, oder aber sie werden in Kühlhäusern eingelagert. Ee kann auf viele Monate voraus annähernd berechnet werden, wieviel Lebenomittel dem Volke zur Verfügung stehen. Da man durch das Kartensystem auch den Bedarf und Verbrauch auf das genaueste kennt, kann man auf lange Sicht eine Verteilung vornehmen, ohne Gefahr zu laufen, sich nach kurzer Zeit verausgadt oder gar ganz auf den Nullpunkt zu kommen. Andererseits kann diese oder jene Hauptvereinigung vorsorglich Großbestellungen in das Ausland vergeben, wenn der Bedarf eo verlangt. Daneben läuft noch die unausgesetzte Betreuung der Landwirtschaft, die es sich zum obersten Gesetz gemacht hat, die Erzeugung nur nicht absinken zu lassen, sondern noch zu steigern und die Qualität bei gleichbleidendem Verbrauchspreis zu verbessern. Aus und für Herne Zum Feit der Liebe In deutschen Landen heben die Glocken an, die Wethnachtssotschaft zu verkünden. Aus dem schweren Klang der Dome, lus dem hellen vom Dorfturm und dem leisen Klingen der Bergkapelle tönt groß die Verheißung, der alle Menschensehnucht entgegenbrennt: die Botschaft der Liede. In der Heiligen Nacht tönt sie üder die feierlichen Weiten er deutschen Heimat, üder die Dächer der Stadte und uder die iedlichen Dörfer, üder Berge und Meere und Grenzen. Und m Westen horcht stumm die eiserne Front... Weihnacht ist das Fest der Jiede. Noch keine Kanone vermochte die Liebe aus der Welt zu schaffen. In dieser Heiligen Nacht gehört sie vor allem jenen, die für Deutschlands Ehre gefallen. Und trotzdem leben sie lebendig im treuen Herzen der Heimat. Wenn dann die Bilder der Erinnerung kommen aus frühester Weihnachtszeit, da noch alles anders war, wollen wir ihnen gern die Türe unseres Herzens öffnen. Manch' wehem Herzen ist es eine Labe, den Stimmen der Toten zu hören, und den Toten ist es eine Wohltat, wenn ihrer in Liede gedacht wird. So soll Weihnachten zu Tagen der Liebe werden. Auf der weiten Erde ist noch so viel Raum für diese Wunderkraft. Sie soll sich wärmend und einhüllend auch um's Herz unserer Krieger draußen legen, die in Bunker und Gräben und im Vorfeld Weihnachten erleben. Es gibt auch ein Glück in der Entfernung, und nur, wo Trennung war, gibt es ein Wiedersehen. Im Geiste der Liebe wollen wir Weihnacht feiern, wenn auch die Kanonen donnern. Wir wollen Liebe geben, gaben sie gestern und werden es morgen tun, damit uns wieder Liebe gegeben werde. Bald vier Monate dauert schon der Krieg an Deutschlands Grenzen. Und trotzdem rufen in der deutschen Heimat die Glocken zum Fest der Liebe. Gesegnet seien deshalb die Tage der deutschen Weihnacht, wo die Geister der Liebe lebendig werden, damit sie uns dorthin lenken, wo man der Liebe bedarf. Auch du, mein harter Krieger, bedenke, daß auch die rauhe Kriegspflicht Liebe ist, zu Frau und Kinder, zu Vater und Mutter, zur Heimat und zum Vaterland. Heiliger Abend!“ Das ist ein stilles Wort, so still wie die Stunde der Besinnung Es ist eine seltsame Nacht, diese stille, diese Heilige Nacht. Droben stehen die ewigen Sterne. Aus allen Herzen schwingt der Wunsch zu denjenigen, die wirklich guten Willens sind:„Friede den Menschen auf Erden!" Behördendienft während der Feiertage Soldaten können heute, morgen und am 2. Jeiertag Lebensmittelkarten erhalten. Die Bevölkerung wird darauf hingewiesen, daß, wie bisher, die Dienststellen der Stadtverwaltung mit Einschluß des Standesamtes während der Feiertage geschlossen sind. Es ist lediglich eine Stelle des Ernährungsamtes für die Austeilung von Lebensmittelkarten an Soldaten, die Urlaub erhalten haben, zu folgenden Zeiten geöffnet: Sonnabend, den 23. Dezember, dis 19 Uhr, Sonntag. den 24. Dezember, von 9—17 Uhr, Dienstag, den 26. Dezember, von 9—12 Uhr. Die Ausgabestelle befindet sich im Erdgeschoß des Rathauses, Zimmer Nr. 128. 92 Jahre alt Der Invalide und frühere Landwirt Gottfried Pietsch, Rottbruchstraße 107, wird am 2. Feiertag 92 Jahre alt. Er kann seinen Geburtstag noch bei guter Gesundheit feiern. Pietsch mußte seiner Heimat Elsenhain, Provinz Posen, auf Druck der polnischen Regieerung kurz nach dem Weltkrieg den Rücken kehren und siedelte nach Herne über. Sein Sinnen und Denken ist trotz seines hohen Alters immer noch auf seine frühere Heimat eingestellt, und nur zu gern möchte er dieser nochmal einen Besuch abstatten. Wir gratulieren Pietsch zu seinem Geburtstage und wünschen ihm auch für die Zukunft einen unbeschwerten Lebensabend. Abbrennen von Feuerwerk ltreng verboten Der Polizeipräsident in Bochum teilt mit: Es wird darauf hingewiesen, daß das Verbot des Abbrengens und Abfeuerns von Feuerwerkskörpern, pyrolechnischen Artikeln und ähnlichen Erzeugnissen im Freien selbstverständlich auch für die Neujahrsnacht gill. Desgleichen sind alle Verdunkelungsmaßnahmen mit äußerster Gewissenhaftigkeit durchzuführen. Wer glaubt, sich zum Jahreswechsel leichtfertig auf Kosten der Allgemeinheil vergnügen zu können, wird rücksichtslos zur Verantwortung gezegen. Untallgefahr bei der Verdunkelung Jeder hat Vorsicht walten zu lassen und Rücksicht zu üben! Die Unfallgefahr ist infolge der Verdunkelung bedeutend erhöht worden. Es ist dahei jeder einzelne verpflichtet, durch vorsichtiges Verhalten im Verkehr sowie durch weitestgehende Rücksichtnahme Unfälle zu verhüten. Hierzu gehört auch die Pflicht der Haus= und Grundstückseigentümer, hervorstehende Treppen, Zäune, Mauervorsprünge usw. durch weißen Anstrich so kenntlich zu machen, daß eine Gefahr für die Allgemeinheit ausgeschlossen ist. Jeder Haus= und Grundstückseigentümer hat sein Haus bzw. Grundstück daraufhin noch einmal eingehend zu überprüfen. Es wird darauf aufmerksam gemacht, daß für alle sich aus der Vernachlässigung dieser Pflicht ergebenden Unfälle der Haus= bau Grundstückseigentümer voll haftet. Reis und Kunlthonig Wie uns die Ortsstelle Herne der Wirtschaftsgruppe Einzelhandel im Einvernehmen mit dem Herner Ernährungsamt au; Nährmittelkarte 38/34 in der: Zeit nam 18. 12. bis 14. 1. zusammen 875 Gramm Reis abgegehen werden. Kunsthonig ist auf die alte Karte Fl 16 und Fl 3 für Kinder in Mengen von 125 Gramm abzugeben. Für Weihnachten und Neujahr: Aufhebung des Tanzverbotes vor 19 Uhr Der Reichsminister des Innern hat für den 25., 26. und 31. Dezember 1939 und für den 1. Januar 1940 das Verbot öffentlicher Tanzlustbarkeiten vor 19 Uhr aufgehoben. Nach dem 1. Januar 1940 tritt wieder die alte Regelung in Kraft, nach der öffentliche Tanzlustbarkeiten erst ab 19 Uhr gestattet sind. Achtung, Verlegung der Bochumer HJ-Aufführung Wie bereits bekanntgegeben wurde, mußte die Theateraufführung des Veranstaltungsringes am 26. Dezember 1939 (2. Weihnachtstag) aus verkehrstechnischen Gründen auf vormittags 10.30 Uhr vorverlegt werden. Die angegebenen Abfahrtszeiten ändern sich wie folgt: Wagen 1. Um 8.30 Uhr fahren von Hiedes: Gefolgschaften 1. 3, 4. 6, 7. 8, Nachrichten, Fliegergefolgschaft 1, Marinegefolgschaft 1, Motorgefolgschaft 1, Gef. S, Streifendienst, Reitergefolgschaft. Wagen 2. Um 8.35 Uhr fahren: Jungstamm V, VI, VII, M.=Gruppe 1, M.=Gruppe 2. Wagen 3. Um 8.40 Uhr fahren: M.=Gruppe 3, 6, 7, 1a, 2a, JM=Ring I, II, III, IV, V. Oberschule für Jungen, Oberschule für Mädchen Firma Flottmann. Wagen 4. Um 8.45 Uhr fahren: Städt. Handelsschule Wagen 5. Um 8.55 Uhr fahren: Firma Kuntze, Stadtverwaltung, Firma Kreß, Firma Sinn, Firma Lewecke. Wagen 6. Am 9.03 Uhr fahren: Hibernta, Fa. Beien, Fa. Breinig. Alle Nichtmitglieder des Veranstaltungsringes, die sich nur für diese Veranstaltung eine Karte geholt haben. Wagen 7. Um 9.15 Uhr fahren: Schulklasse des Herrn Lehrer Hartert sowie alle Einzelmitglieder, die sich am Bann gemeldet haben. Die Abfahrtszeiten sind genauestens einzuhalten und haben sich die Igg. und Ing. 10 Minuten vor Abfahrtszeit an der Haltestelle Hirdes einzufinden. Das Fahrgeld ist abgezählt bereitzuhalten und direkt an den Schaffner zu zahlen. Es fahren zwei Personen auf einen Fahrschein. Die Rückfahrt erfolgt vom Hauptbahnhof in derselben Reihenfolge von 13.15 bis 13.50 Uhr. Der Rentenanspruch bei Wiederbeichättigung Um den Schwierigkeiten, die sich im Arbeitseinsatz von Ruhegehaltsempfängern der Angestelltenversicherung ergeben haben, zu begegnen, hat sich der Reichsardeitominister damit einverstanden erklärt, daß die Karenzzelt von einem Jahr Arbeitolosigkeit vor Weitergewährung der Rente bei einer erneuten Beschäftigung von mehr als vier Monaten Dauer in Fortfall kommt. Die Rente soll vielmehr mit dem 1. des Monats weitergewährt werden, der auf den Monat folgt, in dem die neue Beschäftigung des Versicherten endet. Neue Anrechnungslätze für Schalenwild Wildpret von Schalenwild(Rot-, Dam-, Roh=, Gamsund Schwarzwild) ist bekanntlich auf die rechten Adschnitte der Reichsfleischkarte oder die entsprechenden Adschaitte der Reise- und Gaststättenkarte zu bezlehen. Nach einer kürzlich ergangenen Anordnung der Hauptvereinigung der deutschen Biehwirtschaft ist Wildpret vom Schalenwild statt bisher in 2facher nunmehr in 3facher Menge auf die für die einzelnen Abschnitte festgesetzten Gewichtsmengen abzugeben. Ferner ist der Bezug von Wilopret gegen die rechten Abschnitte der Reichsfleisch= erleichtert worden, daß diese Adschnikte ohne Rücksicht auf die aufgedruckte Geliungsdauer während der des Siummabschnitls(Juleilungsperiode) gelten. Den Jagdausübungsberechtigten, die das von ihnen erlegte Schalenwild ganz oder teilweise zur Selbstversorgung verwenden, ist bei den ganzen Stücken statt 30 v. H. nunmehr nur 15 v. H. des Gesamtgewichts anzurechnen. Bei Tellstücken werden statt bisher 50 v. H. nur noch 30 o. H. des Gewichtes der Teilstücke angerechnet. Gewerdliche Betriebe(Wildprethändler, Gastwirtschaften, usw.), die Schalenwild zerwirken, baben die nach der Zerwirkung tatsächlich verbleibende Menge, mindestens ledoch 50 v. H.(bisher 60 v. H.) des Gesamtgewichtes(Gewicht im aufgebrochenen Zustand) gegen Abschnitte der rechten Seite die Reichsfleischharte oder gegen Abschnitte der Reise- und Gaststättenkarte abzugeben. Die Abgade hat in 3facher Menge auf die für die einzelnen Abschnitte festgesetzten Gewichtsmengen zu erfolgen. Wildragont#ist wie bisher ohne Abschnitte abzugeben. Ein frohes Weihnachtsfest wünschen Lesern und Geschältstreunden Verlag und Schriftleitung des Herner Anzeigers. Für Geflügelfutter wird gelorgt Von den im Altreich gezählten 88.5 Millionen werden etwa 63 Millionen in landwirtschaftlichen Betrieben mit ausreichender Futtergrundlage gehalten. Die restlichen 25 Millionen sind in städtischen oder nichtlandwirtschaftlichen Betrieben. Wie der Leiter der Futtermittelabteilung der Hauptvereinigung der Deutschen Getreide= und Futtermittelwirtschaft im„Deutschen Heimstättensiedler“ mitteilt, werden sowohl die in Erwerbsgeflügelhöfen gehaltenen Hühner als auch das Geflügel der Stadtrandsiedler, Laubenbesitzer usw. ausreichend mit Körnerfutter versorgt werden. Allerdings müsse das Weichfutter unter Verwendung von Küchenabfällen mehr denn je die Grundlage der städtischen Geflügelhaltung werden. Befürchtungen, wegen Futtermittelmangels größere Mengen Geflügels abschlachten zu müssen, seien unbegründet. Das ändere nichts an der Notwendigkeit, sich von überalterten Weihnachten am Lautsprecher Das Weihnachtsprogra ist in mm des Großdeutschen Rundfunks ist in diesem Jahr besonders sorgfältig zusammengestellt worden. Eine zentrale Planung, die langfristig einsetzte und an der alle Sender beteiligt waren, hat ein Programm geschaffen, das in bunter Folge künstlerische Sendungen, leichte Unterhaltung und Sendungen für die Front umschließt. Der Rundfunk ist heute die führende deutsche Kulturorganisation geworden. Noch nie ist ein Hörerkreis so groß gewesen wie jetzt. Der Front, der Heimat, den Deutschen in Uebersee wie der ganzen Welt verkündet unser Rundfunk ständig unsere Leistung und unser Wollen. Diese Tatsache verpflichtet zu besten programmlichen Darbietungen. Für die bevorstehenden Feiertage des Weihnachts- und Neujahrsfestes hat sich daher die Führung des Großdeutschen Rundfunks entschlossen, eine einheitliche und zentrale Programmplanung durchzuführen, für die Intendant Stoffregen(Deutschsandsender) und Intendant Stueber(Reichssender Leipzig) die Entwürfe ausarbetteten. Für unsere Soldaten werden zwei große Weihnachtssendungen veranstaltet: Am Sonnabend. 23. Dezember, von 16 bis 18 Uhr„Weihnachten im Lazarett“, eine Gemeinschaftssendung des Deutschlandsenders mit den Reichssendern Böhmen, Frankfurt, Köln und München, der am Sonntag, 24. Dezember, von 16 bis 18 Uhr die große Reichssendung„Soldatenweihnacht— Volksweihnacht“ folgt. In dieser Sendung werden Berichte von soldatischen Weihnachtsfeiern vom Westwall, von der Nordseeküste und von hoher See gegeben, denen sich volkstümliche Weihnachtsgrüße aus den deutschen Gauen anschließen. Die Aufnahmen für diese Sendung wurden durchgeführt von den Reichssendern Danzig, Frankfurt, Hamburg, Köln, Stuktgark und vom Hauptsender Lodsch I. „Großdeutschlands Weihnachtsglocken“ läuten am 24. Dezemder von 19 bis 20 Uhr die Heilige Nacht ein, und werden die rechte Stimmung vermitteln für die Weihnachtsansprache des Stellverkreters des Führers, Reichsmintster Rudolf Heß, die am 24. Dezember um 21 Uhr aus München als Reichssendung gesendet wird. Ein „Weihnachtskonzert“, des Reichssenders Wien wird von 22 bis 2 Uhr das Programm des 24. Dez. beschließen. Am 1. Weidnachtstag dringt der Rundfunk um 19 Uhr die erste Sendung der Reihe„Feldzug in Polen“ mit der Schilderung des Heldenkampfes des Heeres, die am 2. Weihnachtstag und am Neujahrstag mit der Schilderung der Waffentaten der Luftwaffe und der Kriegsmarine ihre Fortsetzung und Abschluß findet. Von 21 bis 23.15 Uhr geht über den Deutschlandsender, dem die Reichssender Berlin, Böhmen, Breslau, Leipzig und München zuhören, das große„Deutsch-Italienische Austauschkonzert“, das im ersten Tell vom Großen Orchester des Deutschlandsenders unter Leitung von Generalmusikdirektor Hans Rosbaud und den Solisten Margarethe Teschemacher, Helge Boswaenge und Hans Hermann Nitzen bestritten wird. Den zweiten Teil des Konzertes gestaltet das Orchester der itallenischen Rundfunkgesellschaft F32R. das unter Leitung von Pietro Malipsero spielt; Solistin ist Toti dal Monte. Der 2. Weihnachtstag hat mehrere große Soldatensendungen im Programm, von denen wir die Aufführung des„Wethnachtsmärchen des 50. Regiments“ von Walter Fler. die vom Reichssender Leipzig ausgeführt wird und das„Weihnachtswunschkonzert“ des Deutschlandsenders um 16 Uhr nennen. In den Tagen zwischen den Jahren bringt der Deutschlandsender mit den Reichssendern Berlin, Danzig, Frankfurt, Hamburg, Köln, Königsderg, Leipzig, München, Saarbrücken, Stuttgart, dem Sender Bremen und dem Hauptsender Lodsch l am 28. Dezember um 19 Uhr einen Bericht „Einsatz der Polizei und H im Osten“, und am 29. Dezemder führt der Deutschlandsender, angeschlossen die Reichssender Berlin und Danzig um 20.15 Uhr die„Fünfte Sinfonle“ von Anton Bruckner auf. Es spielen die Berliner Philharmoniker unter Leitung von Generalmustkdirektor Joseph Keilberth. und wenig leiftungsfähigen Tieren mehr und leichter als sonst zu trennen. Die Abgabe des Geflügelfutters erfolge grund satzlich ohne Futtermittelscheine, solange die nötige Disziplin gewahrt werde. Wenn gegenwärtig an einzelnen Platzen ein gewisser Futtermangel zu beobachten sei, dann deshalb, weil ein erheblicher Teil der Hühnerhalter Vorratsbildung getrieben hat. Es könne aber damit gerechnet werden, daß schon bald die Verteiler wieder im Besitz ausreichender Mengen Hühner sutter sind. Die Futterversorgung der als Zuchten anerkannten Hühnerbestände erfolge dagegen auf Abrechnungsscheine. Der Referent kündigt weiter an, daß auch unsere wertvollen Taubenbestande hinreichend mit Jutter versorgt werden sollen. Eingezogene Hunde Iteuertrei Der Reichsinnenminister hat eine Neuregelung der Hundesteuer für eingezogene Hunde verfügt. Die Wehrmacht kauft lausend für ihre Zwecke geeignete Hunde an. Vom Tage des Ankaufes an ist für diese Hunde von der Wehrmacht keine Steuer zu entrichten. Die Steuerpflicht des disherigen Halters des Hundes erlischt aber erst mit dem Ende des lausenden Viertel= oder Halbjahres, nach manchen Steuerordnungen sogar erst mit dem unde des Rechnungsjuhlsv. Die Gemeinden werden ersucht, in diesen Fällen mit Rücksicht auf die besonderen Umstände die Hundesteuer nur bis zum Ende des Monats zu erheben, in dem der Hund durch die Wehrmacht angekauft worden ist. m Ernennung. Der Assessor Bernhard Rox, Kaiser=Wilhelm= Straße 42, wurde vom Reichswirtschaftsministerium zum Regierungsrat bei der Devisenstelle Karlsbad(Sudetenland) ernannt. Herzl. Glückwunsch! * * A u c h b e i G e m e i n d e s t e u e r n k e i n S ä u m n i s z u s c h l a g f ü r E i n derufene. Von Steuerpflichtigen, die in den aktiven Wehrdienst eingestellt sind, wird nach einem Erlaß des Reichsfinanzministers wegen der verspäteten Entrichtung von Steuern kein Säumniszuschlag erhoben. Der Reichsinnenminister hat jetzt die Gemeinden und Gemeindeverbände ersucht, bei der Erhebung ihrer Steuern entsprechend zu verfahren. * N a c h p r ü f u n g d e r E r b h ö s e r o l l e. D i e f ü r d a s J a h r 1 9 4 0 vorgesehene erstmalige Nachprüfung der Erbhöferolle im alten Reichsgebiet findet nach einer Allgemeinen Verfügung des Reichsjustizministers erst im Jahre 1941 statt. * Was gibt es in den Gaststätten? Der erste Weihnachtsseiertag und der Neujahrstag fallen auf einen Montag, d. h. auf einen Tag, an dem Gaststätten keine Fleischgerichte verabfolgen dürfen. Auf Antrag der Wirtschaftsgruppe Gaststätten= und Beherbergungsgewerbe hat sich der Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft damit einverstanden erklärt, daß an den genannten Tagen Fleischgerichte abgegeben werden dürsen. Der 25. Dezember und der 1. Januar gelten also nicht als fleischlose Tage. * D a s P f l i c h t j a h r g e h ö r t z u r B e r u f s a u s b i l d u n g. N a c h e i n e r grundsätzlichen Entscheidung des Reichsfinanzministers wird die Teilnahme am weiblichen Pflichtjahr als Ausbildung für einen künftigen Beruf anerkannt. Dieser Grundsatz erhält auch für die Berechnung des Schulgeldes Geltung, das für Geschwister von Pflichtjahrteilnehmerinnen beim Besuch höherer Schulen zu entrichten ist Ein Kind, das das Jahr ableistet und dessen Einkommen weniger als 40 RM. manatlich beträgt. kann bei der Feststellung der Zahl der Geschwister berücksichtigt werden, nach der sich die Ermäßigung des Schulgeldes berechnet. Diese Entscheidung umfaßt jedoch nicht die Kinder, die das Landjahr besuchen, das im Anschluß an die Volksschule absolviert werden kann. * Aenderung der Vorschriften für die Katasterlechalkergrüfung. Die preußischen Vorschriften für die Katastertechnikerprüfung sind dahin abgeändert worden, daß den Katastertechnikern bei entsprechender Förderung der Ausbildung künftig allgemein die Möglichkeit gegeben wird, den Nachweis für die Fertigkeit im Zeichnen, Kartieren und und Flächenberechnen bereits vor dem Eintritt in den Wehrdienst oder Arbeitsdierst zu erbringen. Es wird jedoch gefordert, daß die Antragsteller in der Regel bis dahin insgesamt mindestens 40 von Katasterämtern selbst ausgeführte Fortschreibungsmessungssachen, barunter einige größere, vollständig bearbeitet haben. * E i n S t ü c k E i s e n f i e l i h m a u f d e n K o p f. D e r F a b r i k a r b e i t e r Gottfried G., Vinckestraße, verletzte sich gestern in einem hiesigen Betrieb, in dem ihm ein Stück Eisen auf den Kopf fiel Er wurde mit einer Kopfverletzung in das Ev. Krankenhaus eingeliefert. * I n d e r D u n k e l h e i t g e s t ü r z t. D e r A r b e i t e r B e r n h a r d H. aus der Eckstraße kam am Donnerstagabend auf dem Hof zu Fall und zog sich ein Kopfverletzung zu, die seine Aufnahme in das Kath. Krankenhaus erforderlich machte. * Mit der Hand in die Hobelmaschine geraten. Der Schreiner Friedrich O., Wiescherstraße, geriet gestern morgen in einem hiesigen Betrieb mit der Hand in eine Hobelmaschine. Er zog sich eine schwere Verletzung zu und wurde in das Ev. Krankenhaus eingeliefert. Ver Slückmann meldet: 500 RM gezogen Eine glückliche Hand hatte vorgestern ein Beamter der Schutzpolizei in der Westfalenschänke. Kam da ein grauer Glücksmann herein und forderte die Gäste auf, ihr Glück zu versuchen. Schon waren einige Lose gezogen... ohne Erfolg. Als der Graue dann an einen Tisch trat. an dem mehrere Polizeibeamte saßen, versuchten fünf ihr Glück. Und groß war natürlich die Freude, als sie feststellten, daß Fortung ihnen 500 Emmchen beschert hatte. Stadt Wanne=Eickel Goldene Hochzeit. Den Eheleuten Michael Bartlik und Frau Marie, geb. Meya, Schlachthofstr. 29, wird am 1. Weihnachtstag anläßlich ihres 50jährigen Ehejubiläums durch den Beauftragten des Polizeipräsidenten in Bochum im Namen der Preußischen Staatsregierung ein Glückwunschschreiben und eine Ehrengabe überreicht. Dem Jubelpaar unsere herzl. Glückwünsche! Verhaftet, well Arbeitskameraden bestohlen. Ein Mann aus der Füsilierstraße, der auf der Arbeitsstelle dauernd seine Arbeitskameraden bestohlen hat, wurde festgenommen und dem Amtsgericht zugeführt. Kaninchen entwendet. In der Nacht zum 20. d. M. wurde ein Stall in der Aschebrockstraße erbrochen und daraus zwei weibliche und ein männliches Kaninchen gestohlen. Fahrraddiebstähle. Ein Herrenfahrrad, Marke und Nummer unbekannt, wurde vor dem Hause Hindenburgstraße 327 gestohlen, ebenso aus einem verschlossenen Schuppen des Haues Querstraße 1! ein Damenfahrrad Marke Kursur, Nummer unbekannt, ferner das Herrenfahrrad Marke Adler Nr. 1 117 502, welches vor dem Hause Richard=Wagner=Straße 7 stand.— Vor Ankauf der Räder wird gewarnt. Die Rathreiner Oe* Richtig durchkochen, 3Minutenlang, und dann ebensolange ziehen lassen! N 2 de ni du jet die sta In den außer dem Küsterei und Herne, auf Kotten Fl felbeck bzw. entstande war. Er war berg zu Lehe 1645 dem berung an Strünkede seinen Lehn Frh. vonM tel des Hofes währenden P Strünkede 170 Summe Geldes von Strünkede war und 1742 seinen Vetter burg, über, ängere Zeit man es Lul Ludwig v Besitz seit Johal die Gläubiger zu Heeren, auf versteigerung Kotten Fleigen Biermann unt Plettenberg mit der Limburger Klever Regieru Ein Limburg 20 Jahre Leynbote Wier tung zur L war der Graf Steinfurt und den Frh. Conr sorderung, am persönlich ober in Limburg zur hof mit dem Lehnspertinenzien vom 19. 7. ie Tochter Empfang, die ausfertigte:„Das eine Verschlossene eische Dau inigen wir 1776 erwidert de er sehe sich zur den verlangten zur Hand habe. zierung in Klev hn vor dem Sch nen. Sobald er Lehnserneuerung Am gleichen einging, antworte legung des Lehn Entschuldigung insehen und setze Dezember, fest. Heimfalls„verable den ersehen, daß Ludwig von und Nachfolger möge sich zur Lehnsnachf Person des Lehn sich gegangen sei üchtet werden. Au suf dem Hause nachen. Der Bote ersche Wieder hat abe mgetroffen, denn olgenden Wortlaut hit, daß in Abwe Ein großer Brief laß Hauß Strüne jegeben ist. Dat Baron v Wo sich zu die schreibt er selbst in Briefe. Das Dekre eingetroffen, als er age abgerei kleve zu Händen aachrichten zur A zifikation der Leh sich bis zur Be velche bis ins kür zegeben. Er bitte elbst noch durche finden könne, und 3 Monate auszuse der 1751 belehnte storben sei, er selb erhielt!) Der dritte Bes Wie eine um nächste Schreiben der Freiherr von den könne, werde auf Dienstag, den Freiherr„verabladet Verzug nicht mehr der Lehnbote Wiem Strünkede bekannt Antwort trägt die ich auf dem Hause gegeben. d 17. 1. 11 st am 10. 1. 1778 Empfangsbest beeligen H: Seine ind wegen daß anh nen, und ob die als nan wird daß über hes presentiret ist Strünckede d 10. 1 en.“ in 16 9 zu me ner sem 109 anund eihden der eine ZlückRann seine dem burde zwei um 327 Hauimer Nr se 7 Herner Anzeiger Hohenlimburger Lehen der Strünkeder Der Hof Schlenkhof und die Kotten am Steinweg Von Dr. Leo Reiners(z. Zt. im Heeresdienst). Nachdem die Artikelserie über die Hohenlimburger Lehen der Strünteder(siehe die Samstag=Ausgaben des H. A. vom 27. 5. bis 5.§. 39) durch die Ereig nisse, die dem Kriegsgusbruch vorangingen und durch den Krieg selbst unterbrochen wurde, wird sie jetzt, soweit es dem Verfasser während des Wehrdienstes möglich ist und die Platzverhältnisse es gestatten, zu Ende geführt werden. Die Redaktion. In den bisherigen Darlegungen war gezeigt worden, wie außer dem Schultenhofe in ümmingen mit Pastorat, Küsterei und Patronatsrecht auch der Hof Schlenkhof in Herne, auf dessen Grund an Steinweg und Goethestraße die Kotten Fleigenschmidt, Feldmann, Dur, Wefelbeck, Jasper und Biermann entstanden waren bzw. entstanden, in den Lehnsbesitz oder Strünkeder gelangt war. Er war von den Limburger Grasen dem Hause Grimberg zu Lehen gegeben und von den Grimbergschen Erden 1645 dem Frh. Conrad von Strünkede für eine Schuldforderung an Zahlungs Statt angeboten worden. Daraufhin war Strünkede damit belehnt worden, aber 1681 schränkte man seinen Lehnsanteil auf ein Viertel ein, während man dem Ffrh. von Nessolrade ale Erben von Haus Grmmberg die tel des Hofes zu Lehen gab. Nach einem über 20 Jahre währenden Prozeß einigte sich Frh. Johann Conrad von Strünkede 1703 mit seinem Lehnskonkurrenten, der gegen eine Summe Geldes seine Ansprüche aufgab. Von Johann Conrad von Strünkede, der Präsident der Cleo=Märkischen Regierung war und 1742 starb, ging das Lehen durch Testament auf seinen Vetter, den Frh. Ludwig von Strünkede zu Dorneburg, über, wogegen dessen älterer Bruder Karl vergeblich längere Zeit hindurch Sturm lief. Im Jahre 1751 übertrug man es Ludwigs noch minderjährigem Sohne Conrad Ludwig von Strünkede. Indes war der Strünkeder Besitz seit Johann Conrads Zeiten schwer verschuldet, weshalb die Gläubiger, an ihrer Spitze der Freiherr von Plettenberg zu Heeren, auf Zwangsversteigerung drängten. Dieser Zwangsversteigerung sollten 1756 auch der Hof Schlenkhof und die Kotten Fleigenschmidt, Feldmann, Dux, Weselbeck, Jaspe. und Biermann unterworfen werden, doch hatte der Freiherr von Plettenberg mit seinen Bemühungen, dazu die Zustimmung der Limburger Lehnskammer zu erlangen, trotz der Hilfe der Klever Regierung vorerst keinen Erfolg. Ein Limburger Bote erscheint auf Strünkede. 20 Jahre später erscheint auf Strünkede der Kanzlei= und Lehnbote Wiemann aus Limburg mit einer Aufforderung zur Lehnserneuerung. Bereits am 2. 6. 1768 war der Graf Moritz Casimir von Bentheim, Tecklenburg, Steinfurt und Limburg gestorben, aber erst jetzt ergeht an den Frh. Conrad Ludwig von Strünkede die schriftliche Aufsorderung, am Montag, dem 12. August, vormittags 10 Uhr persönlich ober durch einen Bovollmächtigten auf dem Schlosse in Limburg zur Erneuerung der Lehen Ummingen und Schlenk hof mit dem letzten Lehnsbrief und einer Aufstellung der Lehnspertinenzien zu erscheinen. Die Citation, die das Datum vom 19. 7. 1776 trägt, nahm eine Bedienstete(offenbar sie Tochter einer bekannten Baukauer Bauernfamilie) in Empfang, die darüber folgende Empfangsbestätigung ausfertigte:„Das der Lehen Botte vom grafen zu Limburg eine Verschlossene insienuwassion(— Insinuation, Einhändi gung) Aufm Hause strünckede abgelieffert d 24ten July 1776 escheinigen wir Maria gertrutd grütter“. Am 6. 8. 1776 erwidert der Freiherr von Strünkede auf das Schreiben, er sehe sich zur Befolgung der Citation nicht imstande, da er den verlangten letzterhaltenen Lehnsbrief vom 9. 12. 1751 nicht zur Hand habe. Er habe ihn in einer Prozeßsache bei der Rezierung in Kleve im Original vorlegen müssen und werde hn vor dem Schlusse des Prozesses nicht zurückerhalten können. Sobald er den Brief zurück habe, werde er sich zur Lehnserneuerung anmelden. Am gleichen Tage, an dem dieses Schreiben in Limburg einging, antwortete die Lehnskanzlei, da man auf die Vorlegung des Lehnsbriefes nicht bestehen wolle, könne man die Entschuldigung für das Nichterscheinen nicht als ausreichend insehen und setze einen neuen Termin auf Dienstag, den 17. Oezember, fest. Der Vasall werde hierzu unter Strafe des Heimfalls„verabladet". Außerdem habe man aus dem Schreiden ersehen, daß der im Jahre 1751 belehnte Basall Conrad Ludwig von und zu Strünkede nicht mehr am Leben sei. Der Nachfolger moge also dessen Tod glaubhaft bescheinigen und sich zur Lehnsnachfolgerin qualifizieren. Da nun aber in der Person des Lehnsherrn wie des Vasalls eine Aenderung vor sich gegangen sei, müßten die doppelten Lehnsgebühren ent üchtet werden. Auch dies sei durch den Lehnboten Wiemann suf dem Hause Strünkede durch Insinuation bekannt zu nachen. Der Bote erscheint zum zweiten Male. Wieder hat aber Wiemann den Frh. von Strünkede nicht mgetroffen, denn die Empfangsbestätigung trägt olgenden Wortlaut:„Ich unter schriebener Bescheinige hierhit, daß in Abwesenheit des Baron von und zu Strünckede Ein großer Brief worauf Lehn Sachen geschrieben Steht an laß Hauß Strünckede durch den Lehen Botten Weimann abjegeben ist. Datum Strünckede d 27ten Roffember 1776 : G: Baron von Düngellen.“ Wo sich zu dieser Zeit der Frh. von Strünkede besand, schreibt er selbst in einem am 10. 12. 1776 aus Kleve datierten Briefe. Das Dekret, so legt er darin dar, sei auf Strünkede eingetroffen, als er bereits nach dem„hiesigen“ Landage avgereist gewesen sei. Es sei ihm daher erst in Kleve zu Händen gekommen. Hier habe er aber keine Lehnsnachrichten zur Anfertigung der von ihm verlangten Spezifikation der Lehnspertinenzien bei sich, außerdem dürfe er sich bis zur Beendigung der Land= und Deputationstage, welche bis ins künftige Neujahr anhalten dürften, nicht wegsegeben. Er bitte daher um Entschuldigung, daß er weder elbst noch durch einen Bevollmächtigen sich am 17. Dez. ein finden könne, und füge weiter die Bitte an, den Termin auf 3 Monate auszusetzen. Im übrigen sei es ein Irrtum, daß der 1751 belehnte Basall Conrad Ludwig von Strünkede gestorben sei, er selbst sei derjenige, der damals die Belehnung erhielt.!) Der dritte Besuch des Limburger Boten. Wie eine um ein Jahr verzogerte Antwort mutet das nächste Schreiben vom 8. 1.1778 an, in dem es heißt: Da der Freiherr von Strünkede in Kleve weile und nicht erscheiden könne, werde zur Lehnserneuerung anderweitiger Termin auf Dienstag, den 17. Februar, angesetzt. Dazu werde der Freiherr„verabladet“ mit dem Bemerken, daß ein weiterer Verzug nicht mehr„nachgesehen“ werden könne. Dies solle der Lehnbote Wiemann durch Insinuation auf dem Hause Strünkede bekannt machen. Eine zweite Ausfertigung dieser Antwort trägt die Bemerkung„Das Original hiervon habe ich auf dem Hause Strünkede verschlossen überliefert und ab gegeben. d 17. 1. 1778 welches referiere. Wiemann.“ Wiemann ist am 10. 1. 1778 auf Strüntede gelbesen, von wo er folgende impfangsbestätigung mitgebracht hat:„Weilen des beeligen H: Seine Schwester Vor drey wochen Verreiset ist ind wegen daß anhaltende Wetter nicht hatt retorniren können, und ob die als Erbin Sich erklären will, ist mir unbewust, nan wird daß überbrachte Schreiben nach Schicken, daß Sol hes presentiret ist habe hiedurch Quitiren wollen. Datum Strünckede d 10. 1. 1778. J: G: Baron von Düngelen.“ Der Tod des letzten Strünkeders. Aus dieser Quittung geht hervor, daß der Empfänger des Brieses, der Freiherr Conrad Ludwig von Strünkede, gar nicht mehr am Leben und seine Schwester(Carolina) verreist war. In der Tat war der Freiherr Conrad Ludwig von Strünkede bereits am 3. September 1777, also mehr als 4 Monate vor der Absendung des Briefes, gestorben. Auch über seinen Tod finden wir unter den Rhedaer Archivalien neue Einzelheiten. In einem wahrscheinlich aus dem Juli 1778 stammenden Zeugnis bescheinigt nämlich Albert Voget, ref. Prediger zu Strünkede und Herne, der aus Mangel eines Kirchensiegels*) seine eigene Petschaft anwendet, daß„der Freiherr Conrad Ludwig Henrich von Strünkede, Herne, Castrop, Sodingen am 3. 9. 1777 mittags zwischen 3 und 4 Uhr im 34. Jahre seines Alters zu Wickerad, nachdem er von Cleve vom Landtag seine Frau Mutter') besucht, an einer zweitägigen Brustkrankheit daselbst gestorben sei Ihm(dem Prediger) sei der Trauerbrief nach Strünkede zugeschickt und der Tote dann in Herne und Castrop einige Tage beläutet worden. Darauf bin ich nach Wickerad geritten, woselbst er in der Kirche zu Wickeradberz im Gewölbe vor der Sungel, so mir der Herr Prediger Backosen gewiesen, beigesetzt“ ist. Untereinziger männlichen Geschlechts von der hochadligen Familie von Strünkede mehr am Leben sei, außer dem Freiherrn Sigismund Friedrich Ludwig Carl von Strünkede zu Cruden burg, und am 13. 5. 1778 stellt der Richter Pagenstecher in Wesel eine Bescheinigung aus, daß der Freiherr von Strünkede zu Crudenburg der einzige eheliche Sohn des verstorbenen Freiherrn Sigismund von Strünkede zu Crudenburg sei. Am folgenden Tage besiegelt der Pastor Schindler in Crudenburg eine Abschrift der Tauseintragung aus dem Kirchenbuch, wonach Ludovicus. Fridericus, Sigismundes, Carolus aus dem freiherrlichen Hause Crudenburg am 7. 5. 1748 geboren und am 20. 5. getauft ist: Es werden dann elf vornehme adlige Gevattern und Gevatterinnen ausgeführt, darunter der Graf von Gronsfeld=Diepenbruch, Geheimer Rat des Prinzen von Oranien, und Graf von Gronsfeld=Diepenbruch, holländischer Gesandter am Berlinischen Hofe. Diese Zeugnisse sind nach einer späteren Aeußerung des Crudenburgers im Mai durch den Landrichter Goecke zu Altena in Limburg eingereicht worden, doch hat Limburg darauf offenbar nicht reagiert. So wird denn am 6. 6. 1778 durch den Hoffiscal und Advocaten Starman in Herbede ein neuer Vorsioß bei der Lehnskammer in Limburg unternommen, um die Belehnung mit dem(hierbei allein genannten) SchulDer Kotten am Steinweg Sonnabend, den 23. Dezember 1939 ist in erster Linie für die Stimmung in den Handwerksstätten verantwortlich. Da die Läden unserer„Nahrungsmittelhandwerker in dieser Zeit besonderen Belastungsproben ausgesetzt sind, hat er sich auch hier mit seinem Rat und seiner Erfahrung zur Verfügung zu stellen und dafür zu sorgen, daß sich der Verkehr mit der Bevölke rung reibungslos abwickelt. Der jüdische Ungeist, der in der Zeit des Weltkrieges dazu führte, daß jeder nur seinen persönlichen Vorteil suchte, bis das Volk und mit ihm die Front zusammenbrachen, ist von uns gewichen. Wenn wir heute über unser deutsches Handuerk blicken, so sehen wir es in die große Schicksalsgemeinschaft unseres Volkes eingeordnet, getragen von der Erkenntnis. welche Bedeutung seine Arbeit hat und daß von seinem Einsatz nicht nur die Versorgung unseres Volkes mit„Lebensmitteln. Kleidung und vielem anderen abhängt, sondern daß es in erser Linie mitverantwortlich ist für die seelische Haltung der breiten Masse. die letzten Endes für den Ausgang des Krieges entscheidend sein wird. Wir sehen aber mehr: Eine wahrhaft ideale Kameradschaft, und Zusammenarbeit allet Handwerker. Wo ein Meister zur Fahne einberufen wird wo die Gesellen die Werkstatt verlassen müssen. dort springen andere Meister ern, dortbin geben sie ihre eigenen Gesellen, um dem verwaisten Betrieb. der allein zurückgebliebenen Frau. Bilie zu geben. Sie sollen der Männern. die draußen stehen. ihre Werkstätten erhalten: ie beraten eingehend darüber, was sie tun können. um den einberufenen Meistern ihre Kundschaft zu erhalten. Und wenn ein Betrieb schließlich doch geschlossen werden muß, so nehmen sie sich der Lehrlinge an. nehmen sie in Werkstatt und Familie auf. um sie zum alten Meister zurückzugeben, wenn dieser seine eigene Werkstatt wieder öffnen kann. Sie bilden Transvortgemeinschaften und Hilfsdienste aller Art. kurz wir sehen eine innere Geschlossenheit und Hingabe an die großen Ziele des Fühters. wie sie früher einjach unvorstellbar waren. Die deutschen Handwerker, die dem Führer schon ir der Kampszeit treue Gefolgschaft leisteten, sind auch jetz wieder zu höchstem Einsatz bereit. Gemeinnun get vor Eigennutz. Das ist die Parole. unter der daz Handwerk mitkämpft. So dankt es seinem Führer. s## leistet es ihm treue Gefolgschaft bis zum Siege und darüber hinaus in die schönere Zeit eines Friedens der Gerechtigkeit und der Freiheit. Von den hier Feldmannsche nach der Katasterkarte von 1823 gezeichneten Gebäuden stehn nur noch das Wohnyaus von Dur; das Haus(es war nicht meyr das von 1823) wurde kürzlich abgebrochen, auch das Haus Biermann ist nicht mehr das alte. schrieben ist das Zeugnis noch von J. R. Eck, Aeltester, und C. Schlünder. In einer Bekundung des Strünkeder Gerichts schreibers Kipp vom 13. 7. 1778 wird bescheinigt, daß der tote Frei= und Gerichtsherr nach der Observanz zwei Wochen lang beläutet worden sei. Erbanspruch des Frh. von Strünkede zu Crudenburg. Mit dem Tode des Freiherrn Conrad Ludwig von Strünkede war auch die Dorneburger Linie auf Haus Strünkede erloschen. Nunmehr trat mit dem Erbanspruch der Freiherr Sigismund von Strünkede zu Crudenburg (bei Wesel) auf. An ihn war auch von der Schwester des Ver storbenen die Aufforderung zur Lehnserneuerung weitergesandt worden. So schreibt er denn am 17. 2. 1778 von Crudenburg aus(angekommen in Limburg am 19. 2.), er habe das zur Lehnserneuerung cam 17. 2. vorladende Citationsschreiben von dem Freifräulein von Strünkede erst am 17. 2. erhalten, er sehe sich also genötigt, dem Grafen vorzustellen, daß sein Vetter„auf Wickrade im Holländischen“ verstorben, er aber der nächste Agnat und einzige männliche Stamm der von Strünkedischen Familie sei. Er habe, gleich nachdem er von dem Absterben vernommen habe, dem Hoffiscal Starman zu Herbede Vollmacht gegeben, alles Notwendige in dieser Lehnssache wahrzunehmen. Er bitte also, ihm einen anderweitigen Termin zur Lehnserneuerung zu setzen. Am 24. 2. 1778 langt in Limburg auch ein„gehorsamstes Memoriale und Bitte des Hoffiscals Starman zu Herbede“ an, in dem dieser erklärt, er sei bereits unterm 24. 10. 1777 von dem Freiherrn von Strünkede zu Crudenburg zum Empfang der Lehen und Ausschwörung des Lehneides bevollmächtigt worden, trotzdem habe er nichts von dem auf den 17. 2. festgesetzten Termin vernommen. Nachdem ihm nun von dem Freiherrn von Strünkede zu Crudenburg Nachricht zugegangen sei, bitte er um Mitteilung des neuen Termins. Er soll Beweisurkunden beibringen. In Limburg war man indes vorsichtig und gab dem Crudenburger auf, zuerst den Tod seines Vetters zu bescheinigen und dann sich selbst als Lehnsnachfolger zu qualifizieren. So bescheinigen denn am 27. 4. 1778 Landrichter und Assessor des Kgl. Landgerichts zu nien“), daß ihres Wissens kein tenhofe zu Ummingen für den Freiherrn von Strüntede zu Crudenburg, dessen„Vatters seel. vollbürtiger Bruders Sohn“ der verstorbene Freiherr Conrad Ludwia von Str. gewesen sei, zu erlangen. Am 16. 6. beschließt die Lehnskam mer zu Limburg(gez. L. Freudenberg, M. von Fürstenwaerther), dem Freiherrn von Strünkede zu Crudenburg, der die Belehnung mit dem Gute Ummingen und dem„Schled dinghoff nebst dieses Hofes Zubehör alter und neuer Gerech tigkeit" beantragt habe, durch seinen Beauftragten Starman mitteilen zu lassen, wenn er eine glaubhafte Bescheinigung über den Tod des bisherigen Lehnsinhabers beibringe und seine eigenen Lehnsfolgerechte als nächster Agnat nachweise, wolle man über die nachgesuchte Belehnung näheren Beschluß fassen. Das Original dieses Schreibens ist, wie eine Notiz am 22. 6. besagt,„dem Johann Diederich Hageman, welcher selbiges namens des lit. Herrn Starman abgefordert, anheute verabfolget". (Fortsetzung folgt.) ) A u c h d i e s e k B r i e f s t e c k t e, e i n g e g e n d e m b i s d a h i n g e übten Brauch, den Briefbogen zusammenzufalten und zu ver siegeln, in einem Briefumschlag, der die Aufschrift trägt:„An die hochgräflich Bentheim=Tecklenburg=Limburgische Lehnkam mer zu Limburg. Franco Hagen per Lünen et Dortmund (statt Dortmund stand zuerst Iserlohn). Abgegangen d 10 Xbris 76.“ Der Brief ging also mit der von Kleve über Lünen nach Berlin gehenden Post bis Lünen, dann über Dortmund nach Hagen, bis wohin das Porto bezahlt war. Von Hagen aus wurde er offenbar durch einen Landboten in Limburg zugestellt. *) Die reformierte Gemeinde hat im Gegensatz zur lutherischen, die das ihre aus der vorreformatorischen Zeit über nommen hatte, kein Kirchensiegel geführt. *) Seine Mutter war Irmgard Maria ged. Freifrau von Quad und Wickrath. *) Unterschrieben ist die Bescheinigung von Notz. Dieser Notz hatte 1770 als Assessor des Landgerichts Xanten und Richter zu Winnenthal und Borth in der Kirche zu Strünkede die Witwe des französischen Grafen Pierre Augustin Vincant Marie de Beauchesne, Freiherrn von Pontavice, eine geborene Conradine Charlotte von Strünkede zu Dorneburg, geheiratet. Feldpoltpäckchen haben Vorrang vor den zivilen Aus den bisherigen Erfahrungen der Praxis beraus wird in der„Deutschen Postzeitung" darüber berichtet. was jeder von Feldvostväckchen wissen müßte. Feldpostväckchen werden mit allen Beförderungsgelegenheiten für den zivilen Päckchendienst befördert, wenn nicht überhaupt besondere Beförderungsmittel dafür eingesetzt sind. Sie haben den Vorrang vor der zivilen Päckchen=Post. aber nicht vor der zivilen Briefpost. Trotz aller inzwischen bereits veröffentlichten Ermahnungen läßt die Verpackung der Feldpostväckchen und väckchenartigen Feldvostbriefe, namentlich der aus Landorten herrührenden. noch oft zu wunschen übrig und macht den Dienststellen viel Verdruß. Die Verpackung zahlreicher Sendungen hat bereits auf dem kurzen Wege bis zur Feldvostväckchenstelle mitunter schon io gelitten, daß sie in besonderen„Lazaretten“ ausgebessert oder ganz erneuert werden muß. Manchmal lohnt sich diese Arbeit gar nicht. weil der Inhalt zerbrochen oder verdorben ist. Die Verpackung muß den Druck. Stoß. Wurf aushalten können. dem alle Feldpostsendungen bei der Beförderung in Säcken ausgesetzt sind. Sie muß also besonders haltbar und dauerhaft sein. Ist ein Behölter nicht voll ausgefüllt, so muß er durch Füllstoffe, wie Strob. Heu oder Knüllpavier, erganzt werden, damit er nicht während der Beförderung eingedrückt wird. Von Schuhschachteln darf man keine ausreichende Widerstandsfähigkeit erwarten. Ein gewöhnlicher Briefumschlag eignet sich schlecht als Hülle für eine kantige Zigaxettenschachtel. Viele Verstöße beruben darauf, daß zur Verpackung einzig und allein einfaches Papier verwendet wird. Zerbrechliche oder zerdrückbare Dinge sind aber in einfacher Papierumhüllung unmöglich. Das gilt für Flaschen mit Flüssigkeit aller Art. für Tees. Kuchen. Honig. Marmelade. Lebkuchen. Eier. Pralinen. Zigaretten usw. Flüssigkeit jeder Art muß so verwahrt werden, daß keine Beschädigungen durch Druck oder Stoß zu fürchten uind. Möglichst Behälter aus Blech. Kunststoff usw wählen. Wer glaubt. leicht verderbliche Sachen unbedingt verschicken zu müssen. vermerkt am besten gleich, daß die Sendung der Truppe zur Verfügung gestellt wird. wenn ne unanbringlich ist. Daß selbstverständlich Streichhölzer. Feuerwerksartikel oder Flüssigkeiten, die leicht entslammen, wie Hoffmannstropsen und Benzin, nicht versandt werden dürfen, sei mit einer Warnung vor drobender Strafe nochmals erwähnt. Hochachtung vor dem Handwerk Seine Kriegsausgaben, seine Kriegsleiftung Von Reichsleiter Dr. Rovert Ley. Innerhalb der deutschen Wirtschaft nimmt das deutsche Handwerk einen großen Abschnitt ein. Seine 1½ Millionen Werkstätten und die in ihnen beschäftigten sunf Millionen Meister. Gesellen und Lehrlinge lassen erkennen, daß ees einen Vergleich mit den Großbetrieben durchaus nicht zu scheuen braucht. Dement sprechend sind auch seine wirtschaftlichen Leistungen ge waltig: 20 Milliarden Jahresumsatz wollen schon etwas bedeuten und zeugen von einer Intensität des Schaffens. die kaum zu überbieten ist. Aber diese Zahlen lassen die wirkliche Bedeutung des Handwerks dock nur unvollkommen erkennen. Tatsächlich in es weit wichtiger, denn es ist zugleich die große Schule der vielen Millionen tätiger Facharbeiter. die in den Werkstätten des Handwerks ihre fachliche Ausbildung genossen haben. Aus deutschen Handwerksbetrieben entwickelte sich serner im letzten Jahrhundert zum großen Teil die mächtige deutsche Industrie. und man kann nicht übersehen, daß auch heute noch aus den Werkstätten des Handwerks fortlaufend— je nach dem Grade der Tüchtigkeit ihrer Meister— immer wieder Mittel= und Großbetriebe entstehen, die von mitentscheidender Bedeutung für die Entwicklung unseres Volkes sind Die Kriegszeit lenkt naturgemäß den Blick neiter Kreise. wenn es um Fragen der Versorgung unseres peeres geht zunächst auf die Großbetriebe. Dies ist verständlich, es wäre aber salsch, darüber die Betriebe des Handwerks zu vergessen. Ihre Funktionen sind in Kriegszeiten so wenig zu entbehren, wie wir uns einen Ausfall der Großbetriebe vorstellen könnten. Sie haben bedeutungsvolle Ausgaben nicht nur bei der Versorgung der Bevölkerung mit Nahrungsmitteln und Bekleidung. sondern auch bei der Versorgung des Heeres und ebenso bei der Erstellung von Kriegsmitteln aller Art einschließlich der Befestigungen. Niemand wird leugnen können daß unsere Volkswirtschaft ohne die kleineren Betriebe der Fleischer, der Bäcker oder der Schneider einfach unvorstellbar wäre. Es wird aber auch niemand bestreiten, daß Kraftfahr zeughandwerker. Zimmerleute und Maurer für die Kriegführung unentbehrlich sind. Und es ist bezeichnend für die„Bedeutung des Handwerks, daß der General bevollmächtigte fur die Regelung der Bauwirtschaft. Dr. Todt. darauf hinweist, daß 70000 mittlere und kleinere Betriebe des Handwerks zur Durchführung von Bauaufträgen zur Verfügung stehen, und daß ihre Einsatzfähigkeit mit einem sehr hohen Prozentsatz bei der Erbauung des Westwalls nicht nur erfolgreich war. sondern sich ausgezeichnet bewährt hat. Die nationalsozialistische Bewegung hat von jeher diesen Kleinbetrieben, in denen Millionen schaffensfrohe Menschen arbeiten. ihre besondere Fürsorge zugen andt. Sie hat sich um ihre Erhaltung bemüht und ist für sie immet wieder eingetreten. Sie hat Organisationsformen entwickelt, die der besonderen Struktur des Handwerks entsprechen. Denn es ist klar. daß die Betreuung einer großen Zahl von Kleinbetrieben andere Maßnahmen er fordert. als die Betreuung eines Großbetriebes. Diese Aufgabe ist, wie ohne weiteres zugegeben werden darf. schwieriger und setzt deshalb auch seitens der Männer. die die„Verantwortung für diese Betreuungsarbeit tragen. hochsten Idealismus voraus. Ihr Einsatz ist in Kriegs= und Friedenszeiten von eminenter Be deutung. und ihre Aufgaben sind geradezu unvorstellbar vielseitig. Die Betreuung der pandwerksbetriebe erfolgt. soweit es sich um wirtschaftliche Angelegenheiten handelt, durch die wirtschaftliche Organisation des Handwerke. Es ist von jeher Grundsatz der Bewegung gewesen. sich nicht mit wirtschaftlichen Fragen zu beschäftigen. weil dies die Kräfte zu sehr zersolittern würde. Sie beschränkt sich auf die politische Führung und die soziale und menschliche Betreuung der Volksgenossen Dieses Gebiet ist so umfangreich, das es wahrhaftig nicht noch eine zusätzliche Belastung durch wirtschaftliche Angelegenheiten verträgt. Damit auch diese, falls sich einmal jemand aus Unwissenheit und auf Grund der eng beieinanderliegenden Probleme wirtschaftlicher und sozialer Natur an eine falsche Stelle wendet, doch ord nungsmäßig erledigt werden. ist eine gute Zusammen arbeit zwischen den genannten Dienitstellen erforderlich und durch die zwischen Reichswirtschaftsminister Funk und mir getrofsenen Vereinbarungen gewährleistet Die örtliche Betreuung des Handwerks mit seinen vielen kleinen Werkstätten liegt in den Handen d Ortshandwerksmeisters. Er in der Mann. der die Verbindung des Handwerks mit der Kartei berstellt. Er ist der lebendige Träger der nationalsozialistischen Weltanschauung. An ihm liegt es den Handwerkern Mut und Zuversicht zu geben'. Er hat überall einzugreifen, wo Gefahr im Verzuge ist und er Lotlendienit für Reilende und Kraltfahrer Anregung des Reichsfremdenverkehrsverbandes. —. Mit dem Hinweis auf das lobenswerte Vorbild von SA. und NSKK., die in Berlin während der Verdunkelung einen Lotsendienst für heimkehrende Frauen organisiert haben, empfiehlt das amtliche Organ des Reichsfremdenverkehrsverbandes. diese Einrichtung in allen Stadten mit regem Fremdenverkehr Durch die Mertehreuelen au übornehn „* Benis und Grembenheime batten baher die Aufgabe, darauf bedacht zu sein, daß die Fremden. die abends. nachts oder frühmorgens ankommen bzw. abreisen, sich in der Dunkelheit nicht verlaufen. Ein Vorschlag. der gemacht sei. wolle, daß in den Stunden der Verdunkelung die Hotelvortiers bei den wichtigsten Zügen die Fremden in Empfang nehmen und sie in das Hotel geleiten. Di. Fremdenverkehrsträger sollten mit den Organisationen des Gangewerbes gemeinsam die Betreuung der Fremden in der Zeit der Verdunkelung regeln. wobei außer Ankunft und Abreise auch der Beuch von Theatern, Konzerten. Kleinkunstbühnen und sonstigen Unterhaltungsstätten in Betracht komme. Auf alle Fälle müßte in Städten mit regem Reiseverkehr ein entsprechender Lotsendienst entstehen. Weiter müßte scho.. der Bahnhofshalle ein beleuchteter Stadtvlan mit Straßenbahnlinien angeben, wie der Fremde sein Ziel. z. B. die Hotels. erreichen könne. Für den Autoreisenden muste bei den Ausfallstraßen ein Lotsendienst erstellt werden. und zwar von den Fremdenverkehrsstellen im Verein mit dem DDAC. eunge1• Kampf dem Verderb auch im Obstkeller! Nur gut und sorgfältig aufbewahrtes Obst bleibt frisch und genußsähig.(Aufn.: Reichsnahrstand Scherl=M.) O Steimmes 9 * 0 FI Weihnachten in broßdeutschland Nacht Stumm liegt die Welt, von Träumen übersponnen. verweht in Nacht, aus der kein Rul sie weckt:— nur Du blickst traumbelangen und versonnen durchs Feuster, vor dem sich dunkles Land erstreckt, worüber sich die goldnen Sterne wiegen. umsilbert von des Mondes blassem Strahl, und Jetzt fühlst Du. Versonnener. Dich fliegen um Berge, Schluchten und um jedes Tal. Noch dringt kein Lant aus all den stillen Hütten. die Du mit Deinem Herzen iroh umlängst. doch jahlings ist die Luft wie durchgeschnitten, rings wird es hell, sodaß Du jauchzend denkst: „Nun kommt das Licht, nach dem mein Herz sich sehnte. an das ich glaubte mit der Liebe Macht: das Licht, wonach mein Auge oftmals tränte;— es kommt! Es kommt!-Noch jetzt! Noch diese Nacht!“ Für Dich wirds hell; die Nacht wird Dir zum Taxe; es singt und klingt, und lauchzt von überall.— Verschollen ist des Alltags düstre Klage, das Glück umschließt die Menschen wie ein Wall: denn alle Bande sind von Dir getallen;— rel ist der Weg zum ewigen Gericht!——— Drum magst auch Du zur stillen Krippe wallen. und fülle Deine Brust mit Weihnachtslicht!—— HEINRICH BRAUKAEMPER Christfest in Steiermark Von ERICH KERNMAYR Die Weihnachtsgeschichte fand in dem Altar, den Veit Stoß für die Obere Pfarrkirche zu Bamberg 1823 schuf, die gleiche kraftvolle Gestaltung, die allen Werken dieses Meisters der deutschen Bildschnitzerei des Mittelalters eigen ist.(Scherl-Bilderdienst-M.) Das Lichtlein von Soest Von E. TROST nche seltsamen Vorstellungen, uralte, oft noch aus dem fruhen Mittelalter, ja selbst aus fernen Heidentagen stammenden Volksauschauungen schlummern in den vielen eigenartigen Bräuchen, die sich bei uns und in andern Ländern an die großen Festzeiten des Jahres knüpfen. Weihnachten, überhaupt die ganze geheimnisreiche Zeit der Zwölf Nächte, in denen das alte Jahr dem neuen die Hände reicht, ist besonders reich an alten schönen Sitten. Reigte doch das Volk von jeher dazu, den Rauhnächten wundersame Kräfte und allerlei geheimen Zauber zuzuschreiben. Vielleicht stecken Reste eines mittelalterlichen Weihnachtsfpieles, möglicherweise aber auch gerade solche eines uralten Damonenabwehrglaubens in dem Schweizer Weihnachtsbrauch des„Klausengehens“ von Zürich. Die von der Jugend stets mit viel Begeisterung begrüßten„Klausenmänner“ tragen über ihrer Kleidung lange weiße Hemden und auf den Schultern wunderliche Kopfputze, die an mächtige bunte Pilze erinnern. Der„Strunk" dieser Vilzgebilde ist über den Kopf des Trägers gestülpt und besitzte Einschnitte für Augen, Nase und Mund. Der hohe, runde Pilzhut zeigt kunstvoll geschnittene Muster: Blumenornamente, Kreise und Ringe wechseln mit zierlichen Tier= und Menschenfiguren. Die Muster sind sorgsam ausgeschnitten und mit durchsichtigem, farbigem Papier unterlegt. Dahinter steckt innen im Kopfputz eine brennende Kerze. Die Klausenmänner ziehen mit lautem Kuhglockengeläut, Kettengerassel und Trompetenblasen durch die nächtlichen Straßen und bieten mit dem bunten, seltsamen, von innen erleuchteten Masken einen sehr hübschen, aber wunderlichen Anblick. Das„Christkindl=Anschießen“, das jetzt noch im Berchtesgadener Land geübt wird, diente noch vor einigen Jahrhunderten ganz offensichtlich dazu, böse Geister abzuwehren, die nach dem Volksglauben in den rauhen Nächten ihr Wesen trieben. Heute ist es allgemein Sitte, ein paar Schüsse abzugeben, wenn ein neugevorenes Kind, zumal ein Junge, zur Taufe gebrucht wird. Um wie viel mehr muß man da die Geburt des CChristkindleins mit lautem Getöse feiern! Sehr reizvoll erscheint gegen diesen Lärm ein Weihnachtsbrauch, mit dem man zu Soest das Christkind empfängt. Deese Sitte,„das Christkindchen einzuwiegen“, ist jedenfalls ein Ueberbleibsel des einst weit verbreiteten, heute aber lange vergessenen„Kindelwiegens“ der Weihnachtszeit. In früheren Jahrhunderten stellte man in der Christnacht in den Kirchen kleine Wiegen auf, in denen kunstfertig geschnitzte und gezierte, oft lebensgroße Christkindlein ruhten. Die Andächtigen gingen in langen Reihen voruher und jeder schaukelte sie ein wenig hin und her, während Kinderchöre leise, volkstümliche Wiegenliedchen sangen. Sicherlich wiegte man einst auch in Soest das Kindlein in der Wiege. Doch stellen sich alljährlich am Weih nachtsabend Kinder und Musikanten auf dem breiten Umgang des Turmes der Petrikirche auf und singen bzw. blasen alte deutsche Weihnachtslieder. Während des Singens schwenten die Kinder brennende Laternchen emsig hin und her. Nach allen vier Himmelsrichtungen wird die Weihnachtsbotschaft verkündet und nach Beendigung der Feier erhalten die Kinder als Belohnung für ihr Singen je eine große süße Brezel. In dem kleinen Dorf Moggast in der Fränkischen Schweiz ist die schöne alte Stephanuskirche das Ziel des von den Bauern von Moggast und der weiteren Umgebung alljährlich am zweiten Weihnachtsfeiertage abgehaltenen Stephansrittes. Sämtliche Pferde sind glanzend gestriegelt. Die Reiter tragen ihren besten Sonntagsstaat und versammeln sich mit ihren mit bunten Bändern und Tannengrün gezierten Tieren nach dem Hauptgottesdienst vor der Kirche, wo der Pfarrer ihnen den Segen spendete. Hernach reiten die Bauern in langem Zuge mehrmals um die Kirche herum. Auf eine kleine Opferschale, die neven einem an der Außenmaner angebrachten steinernen Bildnis des heiligen Stephan steht, legt man kleine Geldstücke nieder und begivt sich dann in die verschiedenen Wirtshäuser des Dorfes, um sich nach dem„Stephansritt“ einen guten Trunk schmecken zu lassen. Franken, aber auch da und dort in Schwaben und Südbayern, herrscht der Brauch des„Schön= und Stärketrinkens" am zweiten Weihnachtsfeiertag. Da führen die Burschen ihre Mädchen zum Wirt oder zum Lebzelter und spenden ihnen dort den süßen„Stephansmet" und braune Lebkuchen. Durch den Mettrunk am Stephanstage soll man Schönheit, Kraft und Stärke für das kommende Jahr gewinnen. Aehnlich ist es mit dem St.=Johannes=Wein, auch„Johanneswein“ genannt: Man kennt den jahrhundertealten, rein deutschen Weihnachtsbrauch in Schwaben und Franken. Am 27. Dezember wird in den kleinen Dorfkirchen nach der Messe Wein geweiht und den Andächtigen aus einem Kelch unter eigenen Gebeten dargereicht. Viele Leute bringen aber auch Wein mit in die Kirche, um ihn dort weihen zu lassen, ähnlich wie es mit den Österspeisen geschieht. Diesen Wein genießt man dann zu HHause. Einen Teil hebt man aber auf: Er soll bei Krankheiten heilsam sein und auch sonst vor allerlei Ungemach bewahren. icht wirbelten die weißen Flocken über die hohen Dächer der Gassen. Sie ruhten noch ein wenig auf dem barocken Fensterengerl aus, ehe sie langsam auf die zertretene Straße glitten. Der Mauerbogen in der kleinen Barnabitengasse, der sich an die alte Mariahilfer Kirche lehnt, hatte eine schwere weiße Schneehaube aufgestülpt und schaute verdrossen hinüber zu dem hastenden Treiben der breiten Straße. Hier, in der kleinen Gasse, war es still und der gelbe Schein der wackligen Gaslaterne beleuchtete nur ab und zu verspätete Menschen, die heimzu eilten... Langsam kam von der Gumpendorfer Straße ein schlankes Mädel den engen Durchgang herauf. Die Schneesterne hafteten auf dem kleinen, aufgeschlagenen Hut und ließen die krausen, braunen Haare nicht frei. Weihnachten, nun waren sie da! Weihnachten, in der fremden, großen Stadt! In den kleinen und großen Läden standen die brennenden, winzigen Bäumchen und strahlten die silbernen Lichterkränze. Eine geheimnisvolle Stimmung war aus den dunklen Winkeln der Stadt herausgekommen und hatte sich in die Herzen der Menschen hineingeschlichen. Heller blickten die müden Augen, die das Leben und der Tag oft so trübe werden ließ. Und jeder trug in seinem Innern einen geheimen Wunsch, irgendeine stille Sehnsucht. Aber in der kleinen Eva war es durcheinander. Gerade heute abend war diese dumme Stimmung uver sie gekommen und hatte sie nicht losgelassen. Trotz Einspruches der griesgrämigen Tante war sie im Sturm und Gestöber fortgelaufen. Uebermorgen ist Weihnachten. Die Tante wird wieder bei Frau Amtsrat eingeladen sein. Und sie bleibt dann in der großen Wohnung allein. Schwere, große Tropfen kollerten ihr bei diesen Gedanken über die kalten Wangen. Drunten im kleinen Dorse wird sich schon der Geruch von Kuchen, Lebzelt und Krapfen durchs Haus stehlen. Und die Nüsse, golden und silbern, werden aus den Ecken hervorschimmern, und die Aepfel werden in drallen Säcken im Flur stehen. Und Michel wird aus dem! Wald den kleinen Baum gebracht haben. Michel! Noch nie hatte sie eine solche Sehnsucht nach ihm gehabt als heute. Ob sie damals auch wirklich richtig gehandelt hatte? Oh, was hatte sie von dieser Stadt alles erwartet, aver wie wenig hatte sie ihr gegeven und wieviel hatte sie ihr genommen! Verstört lief sie durch den Torbogen, der ihr etwas verwundert nachguckte. Und dort, wo das brausende Leben sie empfing, stieß sie bart mit einem hochgewachsenen, jungen Mann zusammen.„Ich war schon dreimal bei deiner Tante!" sagte er langsam.„Und jetzt laufe ich' schon eine volle Stunde da auf und ab. Mir war, als müßte ich dich treffen!" „Michel!“ rief sie fassungslos.„Was machst du hier? Wo kommst du her?“ Aber er antwortet nicht.„Daß du es aushalten kannst, hier in der Stadt!" „Es gibt auch Lichter!“ sagte sie tapfer, und dabei kamen ihr, ohne daß sie es wollte, die Tränen.„Hm!“ machte er undeutlich.„Lichter? Ich weiß nicht, ob du daran gedacht hast— in der Stadt. Uebermorgen ist Weihnachten!" Wortlos gingen sie neben her. Die strahlenden Auslagen spiegelten sich in den vielen Kinderangen wider, die sehnsüchtig und begehrlich an den Herrlichkeiten hingen. Ein Dichter in der Nacht Baltische Weihnacht Von SIEGFRIED VON VEGESACK n i e W i n t e r m o r g e n i m m e r d u n k l e r w u r d e n, K e r z e n und Lellämpchen durch das finstere Haus flackerten und der Ofenheizer die Flammen schürte, daß es durch das ganze Haus prasselte— dann war Weihnachten nicht mehr fern. Ueberall wurde am Abend getuschelt und geflüstert, plötzlich eine Tür verschlossen oder ein rätselhaftes, schwerverpacktes Ungetüm lautlos im Dunkeln vorübergetragen. Das ganze Haus roch nach Pfefferkuchen, nary Syrup, Marzipan und gelven Safränkringeln. Im Saal aber, um den großen, runden Tisch, wurden kleine Tannenzapfen und Walnüsse mit Schaumpapier vergoldet, große, bunte Kugeln mit neuen Schnürchen versehen, gelve Wachskerzen in die Baumleuchter hineingedreht, Ketten aus Goldpapier gekleistert und köstliche Rosen aus buntem Seidenpapier geschnitten und mit einem klebrigen Bonvon in der Mitte zusammengeschnürt— diese waren für den„Leutebaum“ in der Gesindestube bestimmt. Und dann kam die Dämmerstunde, wenn man mit plattgedruckter Nase an der Fensterscheibe hockte und zum Wald hinausspähte—„ob sie schon kommen?". Es wurde dunkler und dunkler. Schon stolperte der alte Indrik mit einer Laterne über den Hof zum Viehstall— da plötzlich tauchte ein Pferderucken aus dem Schnee, und etwas kam schwer über den hartgefrorenen Weg geschleift: ein ungeheurer schwarzer Baum tauschte am Fenster vorüber, und Vater und die Brüder gingen wie Gespenster hinterher. Dann wurde die große Haustür aus den Angeln gehoben— ein schneidender Wind wehte bis in den Saal hinein, es wurde an Stricken gezogen, gehämmert mit dem Beil geschlagen, dann ein Ruck— und der Riesenm stand da, dunkel und eiskalt, als wäre der Wald selbst das Haus eingebrochen. Im anderen Morgen, wenn die breiten Zweige allmählich stauten und sich senkten, Eis= und Schneeklumpen auf das rriett niedertropften und der ganze Saal nach Harz und innennadeln duftete, dann begann das Schmücken. Und zust, wenn alles fertig war, wenn auch die unzähligen Wachszen rittlings auf den Aesten saßen— dann kam das Allerligste, die„Engelgruppe“, die Mutter selbst anlegte. Lauter vernde Papierengel, jedes Kind hatte seinen, und in der te schwebte ein rosiger Wachsengel mit einer weißen Fahne, au der in Goldbuchstaben die Weihnachtsbotschaft strahlte: „Ehre sei Gott in der Höhe!" Und dann, nach dem Mittag, schallten draußen vor der Veranda die vielen Schlittenglocken. Dick verpackt, daß man sich kaum rühres konnte, stolperte man hinaus: Mutter und die Jüngsten in die verdeckte Kivitke, Vater und die großen Brüder in die offenen Einspännerschlitten. Die alte Karlin brachte noch schnell eine glühendheiße Wärmflasche, die in einem Meer von Fellen unter Mutters Füßen versenkt wurde, dann knallte der alte Janz mit der Peitsche, die drei Apfelschimmel, der eine spitzgespannt, zogen an, und mit hellem un hat in Glockengeläut flogen die Schlitten knirschend über die frostglatte Bahn zur Kirche. In der Kirche war es aber eisig, zwei dünne Weihnachts häume flackerten am Altar. und schnausend und stöhnend, wie von Frost geschüttelt, tremolierte die Orgel:„O du fröhliche So saß man frierend, trat heimlich mit den Füßen, zählte die brennenden Kerzen und sah den Dampf aus den Mündern steigen. Dann aber, wenn der letzte Vers ausgesungen war, die Orgel in Uebermut noch die seltsamsten Töne ausstieß und alles hinausdrängte in die blanklare Winterdämmerung— dann gab es ein Sichbegrüßen von allen Seiten: Nachbarn. vom Doktorat und Pastorat— ein Winken u. Peitschenknallen, Schellen= und Glockengeläut, bis sich alles in Bewegung setzte. Und nun begann die Wunderstunde, die Stunde im Dunkein am brennenden Kamin unter der mattblauen Ampel. Hier saßen alle Geschwister dichtgedrängt auf dem Sofa und auf dem weichen Teppich gelagert, und indes man einander„gruselige“. Geschichten erzählte, starrten die Angen gespannt zur Saaltürritze, die immer heller aufglühte. Dann klingelte es, noch einmal und ein drittes Mal— und die Flügeltüren öffneten sich weit, ein Lichtmeer tat sich auf, in das man geblendet hineintaumelte. Unten aber in der weiß gescheuerten Gesindestube brannte ein ungeheurer, von bunten Papierrosen ganz überschütteter Weihnachtsbaum. Die Knechte schneuzten sich verlegen, die Mägde, Viehweiber und alten Waschfrauen standen da mit gefalteten Händen, kleine Mäochen und Buben drängten sich schen hinter buntkarierten Schürzen, der Gärtner taktierte, und ein schriller, langgezogener Gesang ließ die Fenster klirren. Der alte Indrik las aus der Bibel, der Verwalter hielt eine kurze Ansprache, und dann drängte sich alles zu den Tischen, wo die Bescherung begann, Und dann kamen die Weihnachtstage, Besuch von den Nachbarn. Das Schellengeläute vor der Veranda hörte gar nicht aut. Und der hahme Theodor vom Pastorat mußte„Blinde Kuh“ spielen, bis er stolvernd unter dem Weihnachtsbaum hinfiel, und die vielen bleichsüchtigen Damen vom Doktorat teilten Pfände= aus, tranken beißen Punsch und aßen Konfekt, bis sie, leise stöhnend, in ihren altmodischen Pelzkappen wieder abfuhren. Wenn aber aller Besuch fortgefahren war, nur noch eine kleine Kerze am Baum brannte. der gespeusterhafte Schatten an die Decke und die Wande warf, dann nahm uns Karlomchen still an der Hand, führte uns vor die Engelgruppe und zeigte auf drei kleine Papierengel, die höher als die anderen hingen. oas sind die drei kleinen Schwestern im Himmel“, sagte Karlomchen.„und einmal kommen wir auch dorthin!" Vater aber klovfte an den Barometer:„Es klärt sich auf. Morgen geht's mit den Hunden auf die Hasenjagd!“ (Mit besonderer Genehmigung des Verlages Carl Schüne= mann. Brenten, dem Werk„Das Kritzelbuch“ von Siegfried von Begefack im Nuszug entnommen.) wischen Manthausen und Grein, dort, wo die Donau die rauschende Enns, das herrlichste Wildwasser Oesterreichs aufgenommen hat und sich anschickt, über Felsen und Wirbel den Strudengau zu erreichen, liegt ein einsames Gut. Von seinen Fenstern sieht man im Sommer über Wälder und Berge, über grune Matten und blühende Felder bis zu den Schncebergen der Steirer Alpen. Jetzt aber, mitten im Winter, sind Berge und Wälder tief verschneit und die Sonne wirft blaue, kalte Schatten über blinkende Firnfelder. Man schreibt Weihnacht 1893. Wie in jedem Jahr, so hat man auch diesmal auf dem Gut nach alter Sitte gemeinsam gesungen, das Gefinde hat mit einem„Vergelts Gott“ die einfachen Gaben in Empfang genommen, und dann ging man zur Ruhe. Licht um Licht erlosch, nur die Sterne spenden, geheimnisvollen Glanz und hüllen die Flußlandschaf in den silbernen Schein der Schneenacht. Aber die junge Frau, die seit kurzem bei den Großeltern zu Besuch weilt, um das erste Weihnachtsfest ihrer Ehe in dieser Stille zu verbringen, ist noch nicht zur Ruhe gegangen. In dem großen Zimmer im zweiten Stock, von dem man geradewegs herabschaut auf die Donau, geht sie leise hin und her und trifft ihre Vorbereitungen für den Weihnachtsabend, den sie jetzt, nachdem die allgemeine Feier zu Ende gegangen ist, mit ihrem Gatten feiern will. Lächelnd öffnet sie den riesigen, altmodischen Eichenschrank und holt die Weihnachtstanne heraus, die sie beide wie die Räuber heimlich aus dem Wald geholt haben. Schlanke, weiße Wachslerzen befestigt sie an den grünen Zweigen, und ganz oben, auf der Spitze, tbront ein winziger, weißer Weihnachtsengel. Zu Füßen des Baumes legt sie die Geschenke: Tuben mit Oelfarbe, eine große Flasche Koviertinte, zwei kleine Bilderrahmen, einige chemische Retorten und Tiegel, eine Flasche Punsch und endlich ein Paar weiche, behagliche Pantoffel, auf die sie nicht gerade stilvoll. aber mit vielen freundlichen und heiteren Gedanken eine Rose gestickt hat. Mit einem letzten prüfenden Blick überschaut die junge Frau den Weihnachtstisch. Dann öffnet sie die Tür und lauscht. Das Gespräch zweier Männerstimmen tönt zu ihr herauf. Ein leises Klappern und Stühlerutschen: Aha, jetzt schiebt Großvater die Figuren auf dem Schachbrett zusammen. Jetzt wünscht er ihm gute Nacht. Eilig schließt sie die Tür und zündet die Kerzen an. Nach wenigen Augenblicken steht ihr Mann auf der Schwelle. Mit strahlenden Aigen, wie ein glückliches Kind, sieht er den schönen, schlichten Baum. Dann geht er leise zu seinem Schreibtisch und holt ein kleines Bild heraus, eine Bleistiftzeichnung, die einen etwa 13jährigen Knaben darstellt. Sein eigenes Jugendbildnis. „Da hast du mich als Kind!“ flüsterte er.„Aber gibt acht... Kinder leiden mehr als Erwachsene——“ Dann zieht er die Vorhänge der beiden Fenster zurück. Draußen schimmert der nächtliche Strom im Glanz der Sterne. Ziel W „Du wirst vielleicht eine große Frau werden", sagte Michel nachdenklich,„und vielleicht sitzen wir noch einmal alle drunten im kleinen Kinosaal und droben auf der weißen Leinwand spielst du kuns das Leben vor. Ich will dich beileibe nicht halten. Vielleicht ist das wirklich so schön und so wertpoll, daß man sein eigenes Leben hinwirft, um das der anderen zu spielen. Aber heute, da hat es mich doch nimmer gehalten. Heute habe ich dir es noch einmal sagen wollen: Uebermorgen ist Weibnachten, Everl!“ Haltlos liefen ihr die kleinen Tränenkügelchen über die Wangen. Er sagte nichts dazu. Nur von Zeit zu Zeit wischte er mit seinen festen, brannen Händen die nassen Augen wieder blank. Die Leute blickten dem ungleichen Paare neugierig und verwundert nach. Everl in ihrem eleganten Mantel sah trotz ihrer verweinten Augen wie eine kleine Prinzessin aus. Der große, braungebrannte Bursch neben ihr, dessen kühler, grauer Blick die hohen Häuserwände feindselig streifte, sah unter den Großstädtern in seinem derven Lodenrock etwas fremdartig aus. Fast konnte Everl mit den weiten Schritten Michols nicht auf gleich kommen. Michel mußte noch mit dem Nachtzug zurück in die Steiermark fahren. Sie sprachen noch über viele kleine Dinge. Nur die große Frage, die iinmer wieder in den scheuen Blicken aneinander herunterglitt, berührten sie mit keinem Wort. Er sagte nichts mehr dafür und sie nichts mehr dagegen. Aber als sie mit festem Händedruck voneinander gingen, da wußten sie beide: die Entscheidung war herangekommen. Entscheidung, dachte Evell auch am nächsten Tag, als sie mit klopfendem Herzen und schwingender Stimme am Südbahnhof vor dem Schalter stand und„Semriach!“ hineinrief. Der Zug poltert und rattert. Draußen vor dem Fenster fliegen tausend Wünsche und tausend Gedanken im flammenden Funkenregen, bis einer größer, immer größer wächst und Einzug hält in Evas kleinem Herzen: Heim zu!... Die Stadt und der Traum vom Märchenglück und vom Erfolg versinken still in weiter Nacht und heimlich wird ein ruhiges, starkes Gefühl im kleinen Mädel wach: Heimzu! Die verschneiten Stationen fliegen vorbei. Mati grüßen die eisbezapften Laternen an den=chranken und nur hie und da blinkt ein einsamer Bauernhof von der steilen Höhe. Heimzu! Leer ist die kleine Haltestelle. Enttäuscht springt das Mädel den Wagentritt herab und geht verloren den vereisten kleinen Steig zwischen den hoben Schneehaufen entlang. Vom niedrigen Holzzann löst sich eine verschneite Gestalt. Langsam kommt er ihr entgegen. „Dek Zug hat Verspätung gehabt!“ sagte sie, nichts weiter. Und er, wie selbstverständlich:„Hab es mir gleich gedacht. Haben alle Verspätung gehabt, seit sechs in der Früh!“ Langsam gingen sie, eng nebeneinander, die Gasse hinunter. Hie und da blitzt hinter den vereisten Fenstern schon ein verstohlener Schein. Die hundert Lichter, die am klaren, Himmel flammen, glimmen gleichmäßig über den der das Tal beherrscht. Ein leiser Geruch von Lebzelt und Kletzenbrot streicht um die Häuser. Oben im Fenster des ersten Stockwerkes grüßt ein schmaler Frauenkopf entgegen. Und als Everl ein bisserl beklommen die breite Stubentür aufklinkt, flimmert ihr aus strahlenden Lichterkerzen die Heimat warm entgegen. Von ELSE MOBUS fern leuchten weiße Schneefelder. Und die Nacht Leten ius Ziumer“ autiose Schweigen der sülen Landschaft Der Mann zieht die junge Frau an sich. „Ich werde dir ein Märchen erzählen“, sagt er.„Es war einmal ein armer Mensch auf der Erde, der sehnte sich krank er h. nicht finden konnte. Das sahen die Engel Gottes, und am Weihnachtsabend flüsterten sie leise zusammen, und dann sprangen sie alle mit beiden Füßchen in hotter““ Leutstondeu a... 10 am Himmel gelagert . n entstanden überall tiefe kleine Locher. Der arme Mensch auf der Erde aber blieb wie gebannt stehen und blickte durch diese unzahligen Himmelsfenster hinein in eine Welt. die er auf der Erde nicht finden konnte. Die Himmelsfenster abe die ihn so glücklich machten und seiner Sehnsucht ein setzten, nennen wir seitdem Sterne..“ un d#stunge Frau lebnte leise ibren Rovi an seine Schtlter und schwieg. Der Mann streichelte ihr schönes, volles Haar. „Du bist müde“, sagte er.„Es ist längst Zeit für dich. schlafen zu gehen. Ich komme gleich nach.“ „ Als ne das Zimmer verlassen hat, kommt etwas Unruhiges, sicht die Madutreuruea, Min jabem Ruck stebt er auf und löscht die Wachskerzen. Dann nimmt er die neuen Tiegel und eine Retorte zur Hand. Seitlich an der Wand steht ein riesiger Kachelosen, den eine hreite Bank umaibt. Bald ist sie naGläsern und Flaschen bedeckt. Selisam aeformte Steine, klei Tüten, in denen gelbes und rotes Pulver ist, Näpschen, mit grunen und weißen Flüssigkeiten gefüllt, befinden sich daneben. wehe die Ban: a einen großen Holzschemel und stellt ihn Peaetr Cin öcher Caen Srcaut das gan gu luiger Damyf gnillt alsbald beraus und Zusammengekauert sitzt der Mann und starrt in das brauende, qualmende Element. slüstert er vor sich din vga und aller Dinge berankommen“. finnerr er vor sich yin.„Alles, was bis heute feststand. müßte muserer Shense“ wag gedi der Bissenschaft, die Säte Umspissende, Suchende durch di wir endlich einstezet munie Himmelssenster schaffen, seisten Welträtfel Als nach Stunden die hellen Glocken des Ardanger Kirchleins zur Christmette riefen, brannte noch Licht in dem großen Zimmer des zweiten Stockwerkes, und aus den geöffneten Fensterflügeln quollen breite Schwaden von Schwefeldampf. in den Händen und flüiter die Gesangbücher reinste Teufelsküchen hat er da droben", sagte eine junge Magd.„Mit dem möcht i nöt verheirat sein!" auch gar koanen Beruf zu hobn“, warf eine andere Stimme halblant ein.„Wenn ein Brief an ihn aus ##en tmmt, neur niur drauf als„An Herrn August Strindscmme#n#re großen Dichters war noch nicht bis in das weltverlorene Donaudörschen gedrungen ( ******* and ER NMAYR sagte Michel alle drunten n Leinwand beileibe nicht so wertpoll, der anderen mer gehalten. Uebermorgen z über die eit wischte er Angen wieder re neugierig Mantel sah rinzessin aus. dessen kühler, streifte, sah Lodenrock etwas ten Schritten u die Steierkleine Dinge. den scheuen mit keinem sts mehr dander gingen, angekommen. Tag, als sie me am Süd!“ hineinrief. dem Fenster im flammenr wächst und ück und vom seimlich wird wach: Heimzu! Matt grüßen nur hie und steilen Höhe. gt das Mädel eisten kleinen Vom niedrigen gsam kommt er nichts weiter. gleich gedacht. Früh!“ die Gasse hinFenstern schon die am klaren, iber den Berg. zenbrot streicht ockwerkes grüßt als Everl ein klinkt, flimmert warm entgegen. MOBUS Ind die Nacht, llen Landschaft er.„Es war hute sich krank ite. Das sahen üsterten sie leise iden Füßchen in mmel gelagert her. Der arme ehen und blickte eine Welt, die melsfenster aber, ucht ein Ziel seine Schtilter , volles Haar. Zeit für dich, was Unruhiges, eht er auf und nen Tiegel und teht ein riesiger ald ist sie von Steine, kleine Näpfchen, mit n sich daneben. und stellt ihn ine Gasslamme vorsen hat, aufs bald heraus und starrt in das herankommen“, feststand, müßte haft, die Sätze ermutungen für senster schaffen, Lösungen der rdanger Kirchin dem großen geöffneten Fenfeldampf. ie Gesangbücher en“, sagte eine sein!“ bu“, warf eine ef an ihn aus August Strindicht bis in das 3,2 Millionen Reichsmark Wertgutscheine vom kriegs-WyW in drei Monaten im Gau Westsalen-Süd verteilt. Partei. NSG. Wiederum betreut das Winterhilfswerk bedürftige! Diese Volksgenossen. In den vergangenen Jahren konnte das Win= Beweis terhilfswerk bekanntlich riesige Mengen Lebensmittel, Kohlen, Kartofseln und Bekleidungsstücke verteilen. Die Zeitumstände machten auch hier eine Umstellung notwendig, und doch wirkt sich die praktische Fürsorge des Kriegs=WHW nicht anders aus als die praktische Hilfe der vergangenen Winterhilfswerke Deshalb gibt das Kriegs=WHW statt der bisherigen Sachspenden jetzt Wertgutscheine aus, mit denen der Betreute wie mit Bargeld umgehen kann, allerdings mit einer sehr wesentlichen Einschränkung: Er darf diese Wertgutscheine nämlich nur für Lebensmittel, Bekleidungsstücke und Brennstoff, also Holz und Kohlen, in Zahlung geben. Es gibt die Scheine in drei Weren, zu 0,50 RM., 1.— RM. und 5.— RM. Die Ausgabe großzügigen Betreuungsmaßnahmen sind ein weiterer für die erfolgreiche Arbeit des Kriegs=WHW und der Neuer Völkeritamm in Neuguinen entdecht Bei Kirche Arbeiten zur Ausbesserung des Holzwerkes der in Gemtoite, einem Dorf bei Assens auf Fünen, wurden, wie aus Kovenhagen gemeldet wird. von den Handwerkern im Hohlraum einer Mauer zwei Eier gefunden. die dort. einer alten Sitte entsorechend. seinerzeit niedergelegt worden waren. Das eine Ei stammt aus dem Jahre 1400. in dem die Kirche errichtet wurde, das andere aus dem Jahre 1780. in dem ein Umbau vorgenommen wurde. Beide Eier waren wohl Wirwollcn nichts ernngenfürnas „spucktmn glics fll Mognticheih achnwirsing oepangllmhabg BüsrNcgsle mußleball Aobunter 0 C8956181 Krirgswintrchilfswart □ 4 Ein Luftschutzheller„mit allen Schihanen Vorbildliche Leistung einer Hausgemeinschaft. Der Luftschutzwart berichtet. B RIEFMARKENREIHE Druttsche Burgen# und Ballten Es war keineswegs ein besonderes Haus. das wir betraten. aber es verfügte über einen Luftschutzraum. der einem wirklich alle Achtung einflößen konnte. Es war hier für alle nur möglichen Eventualitäten gesorgt. so daß wir uns im stillen sagten, daß man sich hier wirklich ruhin niederlassen könne, auch wenn es noch so hoch hergehen sollte. Hier brauchte keiner der Luftschützlinge es mit der Angst zu tun kriegen. Mit sichtlichem Stolz führt uns der Luftschutzwart des Hauses in diese unteren Regionen. deren Zugang durch zahlreiche Pfeile gekennzeichnet ist.„Ja“. meinte er.„der Raum hat uns allerhand Arbeit gekostet, aber wir haben uns eben gleich damals. als der Befehl kam. alle mit vereinten Kräften darangemacht, ohne uns viel darum zu kümmern, ob es auch mal 12 oder 1 Uhr in der Nacht wurde. So waren wir seinerzeit in acht Tagen mit allem fertig und kamen gleich damals bei dem Alarm in den Genuß unserer Selbstschöpfung. Und nachdem wir auch seither nicht müßig waren. weiter an der Ausgestaltung des Raumes zu arbeiten, blieb eigentlich für uns jetzt grundsätzlich nicht mehr allzuviel zu verbessern. als die Anordnung mit den neuen Richtlinien für die Ueberholung der Luftschutzräume herauskam" Inzwischen waren wir vor dem Eingang zu dem ellex angekommen, wo wir zunächst durch einen dichten Vorhang— es mag wohl ein alter Teppich eines der Hausbewohner gewesen sein— in die sogenannte wasschleuse traten.„Diese Gasschleuse", so erklärte uns der Luftschutzwart. soll verhindern, daß beim Betreten oder Verlassen des eigentlichen Schutzraumes bzw. durch Zugluft chemische Kampfstoffe eindringen können.“ Nun kommen wir durch einen weiteren dichten Vorhang. der wohl auch schon mal bessere Zeiten gesehen hatte, in den eigentlichen Luftschutzraum. Alles war hier — für unsere Begriffe wenigstens— aufs beste eingerichtet. Es waren für alle Hausbewohner Sitzgelegenheiten vorgesehen, die allerdings vom einsachen Küchenhocker bis zum überlebten Klubsessel in allen Variationen vertreten waren: ferner waren für allenfalls erkrankte Personen Liegestühle vorhanden. ein kleiner Raum innerhalb der Gesamtanlage war als Sanitätsraum und Krankenzimmer eingerichtet. Hier fanden wir neben einem Liegesofa. das für diese Zwecke noch vollauf seine Dienste tat. die übliche Luftschutzhausapotheke, einige Tragen. die sich die Hausbewohner selbst aus alten Tüchern und Stöcken und Latten gezimmert hatten, weiter einen kleinen Wasch tisch und einige Handtücher für den„behandelnden Arzt“ und noch manches andere mehr. was eben so zu einem guten Sanitätsraum gehört. „Das hat alles unsere Krankeniwwester eingerichtet“, meinte der Luftschutzwart.„die hier im zweiten Stock wohnt. Die wußte doch mit solchen Dingen Bescheid und hat daher den verschiedenen Frauen im Haus angegeben, was sie bereitstellen sollen, und wie sie es am besten verwenden können.“ Weiter war in dem weit ausgedehnten Luftschutzraum auch noch ein besonderes Abteil eingerichtet, in dem die erforderlichen Geräte, wie Hammer. Beil. Zange. Brechstange. Säge usw., aufbewahrt werden. Sie sind alle sein säuberlich auf einem gleichfalls selbst gczimmer ten Regal untergebracht, daß man sie im Ernstfall gleich 5*• S—. G—.4 v. der der Band hal. Ganz am Ende des Raumes stoßen wir dann noch auf eine wiederum stark abgedichtete Tür. über deren Zweck uns der Luftschutzwart dahingehend belehrt, daß dies der Notausgang sei, der unter dem Nachbarhaus hindurch ins Freie führe. Dies sei deshalb erforderlich, um bei etwaigen Versverrungen des eigentlichen Zugangs nicht von der Oberwelt abgeschlossen zu werden. Uns war— wie gesagt— der Raum als ganz aus gezeichnet erschienen, sodaß wir sehr erstaunt waren. von dem Luftschutzwart zu hören, daß sie gerade in letzter Zeit noch allerhand zu verbessern und neu einzurichten hatten, auf was sie zunächst nicht so sehr geachtet hatten.„Da hatten wir z. B. an einigen Fenstern, die nicht über die Erdgleiche hinausragten, ebenfalls Splitterschutzvorrichtungen angebracht, die wir nun wieder entfernten, da sie unzweckmäßig sind. Statt dessen haben wir diese Fenster an ihren Anschlußflächen mit „Kein Weihnachts- und Neujahrsgruß ohne Briefmarke des Kriegs-WHW versenden.“ Gartenstadt im luftharten Raum Begriffe und Grundsätze der Stadtbauplanung unter Berücksichtigung der Luftsicherheit. estreckt sich über das ganze Reich. Im Gau Westfalen=Süd lamen bisher folgende Wertgutscheine zur Verteilung: Monat Oktober 1 005000 RM., Monat November 1000000 RM. und Monat Dezember 1 205000 RM. In drei Monaten wur Die Aufgaben des zivilen Luftschutzes sind heute neben den organisatorischen Maßnahmen insbesondere Aufgaben des Bauwesens. Sie müssen bei den städtebaulichen Planungen der Zukunft den entscheidenden Einfluß ausüben, um durch zweckmäßige Ausbildung aller Bauten und Anlagen eine weitgehende Sicherung des deutschen Lebensraumes gegen Luftangriffe zu schaffen. Im„Deutschen Baumeister“, veröffentlicht Ministerialrat Dr.-Ing. Löfken vom Reichsluftfahrtministerium Richtlinien für den baulichen Luftschutz, der das Gesicht unserer künftigen Städte und der Industrieanlagen durchgreifend ändern den an die betreuten Volksgenossen in unserem Gau 3210 000 wird. Die Vorbereitung, Planung und Ausführung jeder Reichsmark in Wertgutscheinen verteilt. Die erhöhte Betreu= Neuanlage muß von den Grundsätzen des baulichen Luftung im Monat Dezember wurde aus Anlaß des Weihnachts=schutzes maßgebend beeinflußt sein, ebenso wie die Prüfestes vorgenommen. Mit ungezählten Spielsachen werden weiter eine ganze Anzahl Kinder. zum Weihnachtsfest bedacht. Viel Weihnachtsfreude hat die NSV mit ihrer Hilfe in zahlreiche bedürftige Familien hineintragen können. Mit den Gaben der Volksgemeinschaft feiert die große Familie Deutsch land ihre ersten Kriegsweihnachten.„Niemand wird frieren, niemand wird hungern"; diese alte nationalsozialistische Forherung wird auch im Kriegs=Weihnachten 1939 ihre Erfüllung inden. fung von Altanlagen auf ihre Weiterverwendung. Das Endziel muß sein, aus einem luftempfindlichen Raum einen luftharten Raum zu schaffen. Eine übergeordnete Planung muß erreichen, daß der enge deutsche Raum sinnvoll in einzelne wirtschaftlich gesicherte, lebensund arbeitsfähige Landschaften aufgeteilt wird, die in sich so gefestigt sind, daß die Abwehrmöglichkeit auch dann erhalten bleibt, wenn einzelne Glieder ausfallen. Der Standort jeder Anlage muß richtig gewählt und Zur Unterhaltung Der Deutsche Hausfreund Johann Peter Hebel. Im Verlage von Wilh. Gotti. Korn in Breslau erscheinen soeben die klassischen Kurzgeschichten von Johann Peter Hebel unter dem Titel„Der Deutsche Hausfreund". Diese Neuausgabe enthält zum ersten Mal eine größere Auswahl der Bilder von J. Dambacher, die er 1827 für den „Rheinischen Hausfreund“ geschaffen hat. Der Band ist sehr schön ausgestattet und wird deshalb in vielen deutschen Familien mit Freude ausgenommen werden.(Papppand 4,80 RM.). Wie man aus Barmherzigkeit rasiert wird In eine Barbierstube kommt ein armer Mann mit einem starken schwarzen Bart, und statt eines Stücklein Brotes bittet er, der Meister soll so gut sein und ihm den Bart abnehmen um Gottes willen, daß er doch auch wieder aussehe wie ein Christ. Der Meister nimmt das schlechteste Messer, das er hat; denn er dachte: Was soll ich ein gutes daran stumpfhacken für nichts und wieder nichts? Während er an dem armen Teufel hackt und schaht, und er darf nichts sagen, weil's ihm der Schinder umsonst tut, heult der Hund auf dem Hof. Der Meister fragt:„Was fehlt dem Mopper, daß er so winselt und heult?" Der Christoph sagt:„Ich weiß nicht.“ Der Hans Frieder sagt:„Ich weiß auch nicht.“ Der arme Teufel unter dem Messer aber sagt:„Er wird vermutlich auch um Gottes willen balbiert wie ich.“ Seltsamer Spazierritt. Ein Mann reitet auf einem Esel nach Haus und läßt seinen Buben zu Fuß nebenherlaufen. Kommt ein Wanderer und sagt:„Das ist nicht recht, Vater, daß Ihr reitet und laßt Euern Sohn laufen; Ihr habt stärkere Glieder." Da stieg der Vater vom Esel herab und ließ den Sohn reiten. Kommt wieder ein Wandersmann und sagt:„Das ist nicht recht, Bursche, daß du reitest und lässest deinen Vater zu Fuß geben. Du bast jüngere Beine.“ Da saßen beide auf und ritten eine Strecke. Kommt ein dritter Wandersmann und sagt: „Was ist das für ein Unverstand, zwei Kerle auf einem schwachen Tiere? Sollte man nicht einen Stock nehmen und euch beide hinabjagen?" Da stiegen beide ab und gingen selbdritt zu Fuß, rechts und links der Vater und der Sohn und in der Mitte der Esel. Kommt ein vierter Wanders mann und sagt:„Ihr seid drei kuriose Gesellen. Ist's nicht genug, wen zwei zu Fuß gehen? Geht's nicht leichter, wenn einer von euch reitet?" Da band der Vater dem Esel die vorderen Beine zusammen, und der Sohn band ihm die hinteren Beine zusammen, zogen einen starken Baumpfahl durch, der an der Straße stand, und trugen den Esel auf der Achsel heim. So weit kann's kommen, wenn man es allen Leuten will recht machen. Der schlaue Mann. Einem andern, als er das Wirtshaussitzen bis nach Mitternacht anfing, schloß einmal die Frau nachts um zehn Uhr die Türe zu und ging ins Bett. und wollt' er wohl oder übel, so mußte er unter dem Immenstand im Garten über Nacht sein. Den andern Tag, was tut er? Der geneigte Leser gebe acht!„Als er ins Wirtshaus ging, hob er die Haustüre aus den Kloben und nahm sie mit, und früh um ein Uhr, als er heimkam, hängte er sie wieder ein und schloß sie zu, und seine Frau hat ibn nimmer ausgeschlossen und ist ins Bett gegangen, sondern hat ihn nachher mit Liebe und Sanftmut gebessert. Gute Antwort. In Segringen im Wirtshaus klagte ein Krämer über einen Sohn, daß er ihm soviel Geld durchbringe und doch zu keinem Geschäft zu gebrauchen sei.„Ganz recht“, sagte darauf der liederliche Zirkelschmied:„so ein Einkommen wie das Eurige braucht zwei Schelme, einen, der es erwirbt, und einen, der's vertut.“ Dem antwortete der Kramer:„Da macht Ihr eine artige Bemerkung, Zirkelschmied! Es ist mir schon lange vorgekommen, in Euern Schuhen gebe ein zweifacher Spitzbube; denn was Ihr vormittags in der Werkstatt verdient, das ver###ft Ihr nachmittags im Wietehaus selber, und wenn man's Euch gibt. noch mehr daan. Eine merkwürdige Abbitte. Das ist merkwürdig, daß an einem schlechten Menschen der Name eines ehrlichen Mannes gar nicht haftet, und daß er durch solchen nur arger geschimpft ist. Zwei Manner saßen in einem benachbarten Dorf zu gleicher Zeit im Wirtshaus. Aber der eine von ihnen hatte bösen Leumund wegen allerlei, und sah ihn und den Iltis niemand gern auf seinem Hof. Aber beweisen vor dem Richter konnte man ihm nichts. Mit dem bekam der andere Zwist im Wirts haus, und im Unwillen und weil er ein Glas Wein zuviel im Kopf hatte, so sagte er ihm:„Du schlechter Kerl!"— Damit kann einer zufrieden sein, wenn er's ist, und braucht nicht mehr. Aber der war nicht zufrieden, wollte noch mehr haben, schimpfte auch und verlangte Beweis. Da gab ein Wort das andere, und es hieß:„Du Spitzbub! Du Felddieb!"— Damit war er noch nicht zufrieden, sondern ging vor den Richter. Da war nun freilich derjenige, welcher geschimpft hatte, übel drau. Leugnen wollt' er nicht, beweisen konnt' er nicht, weil er für das, was er wußte, keine Zeugen hatte, sondern er mußte einen Gulden Strafe erlegen, weil er einen ehrlichen Mann Spitzbube geheißen habe, und ihm Abbitte tun, und dachte bei sich selber: Teurer Wein! Als er aber die Strafe erlegt hatte, so sagte er:„Also einen Gulden kostet es, gestrenger Herr, wenn man einen ehrlichen Mann einen Spitzhuben nennt? Was kostet's denn, wenn man einmal in der Vergeßlichkeit oder sonst zu einem Spitzbuben sagt: Ehrlicher Mann?". Der Richter lächelte und sagte:„Das kostet nichts, und damit ist niemand geschimpft.“ Hierauf wendete sich der Beklagte zu dem Kläger um und sagte:„Es ist mir leid, ehrlicher Mann! Nichts für ungut, ehrlicher Mann! Adien, ehrlicher Mann!". Als der erboste Gegner das börte und wohl merkte, wie es gemeint war, wollte er noch einmal anfangen und hielt sich jetzt für arger beleidigt als vorher. Aber der Richter, der ihn doch auch als einen verdächtigen Menschen kennen mochte, sagte zu ihm, er könne jetzt zufrieden sein. Suwarow. Der Mensch muß Herrschaft über sich selber ansüben können, sonst ist er kein braver und achtungswürdiger Mensch, und was er einmal für allemal als recht erkennt, das muß er auch tun, aber nicht einmal für allemal, sondern immer. Der russische General Suwarow, den die Türken und Polacken. die Italiener und die Schweizer wohl kennen, der hielt ein scharfes und strenges Kommando. Aber was das Vornehmste war, er stellte sich unter sein eigenes Kommando, als wenn er ein anderer und nicht der Suwarow selber wäre, und sehr oft mußten ihm seine Adjutanten dies und jenes in seinem eigenen Namen befehlen, was er alsdann pünktlich befolgte. Einmal war er wütend aufgebracht über einen Soldaten, der im Dienst etwas versehen hatte, und fing schon an, ihn zu verprügeln. Da faßte ein Adjutant das Herz, dachte, er wolle dem General und dem Soldaten einen guten Dienst erweisen, eilte herbei und sagte:„Der General Suwarow hat befohlen, man solle sich nie vom Zorn übermannen lassen.“ Sogleich ließ Suwarow nach und sagte:„Wenns der General befohlen hat, so muß man gehorchen.“ Das übet in Einfalt ein kindlich Gemüt Eine Geschichte von Wilhelm Lennemann. Krischan Haverkamp war Knecht auf der Edelburg. Er tat, was er sollte; und der Verwalter war auch mit ihm zufrieden. Er schätzte ihn als fleißigen, soliden und willigen Arbeiter. Aber die vier übrigen Knechte hielten ihn für reichlich minderwertig; denn Krischau war etwas schwerfällig und hinkte mit seinen Gedanken immer um einige Vorstellungslängen nach. Auch wußte er sein Maulwerk nicht so flink und frech in Bewegung zu setzen wie seine Kameraden. Die glaubten ihn darum hänseln zu dürfen; das war nicht bös gemein:; aber Krischan litt doch darunter. Kirchweih war gewesen.— Die Knechte hatten sich nach dem Abendessen noch eine Weile in das lange Gras gelegt. Sie prunkten mit ihren angeblichen Eroberungen, als hätten die Dirnen des Nachbardorfes just gerade auf sie gewartet Krischau war auch auf dem Fest gewesen, natürlich: denn er besaß ja gum ein junges Herz! War auch herumgesprrn wic sich das gehört; aber sonst: da wußt er nicht viel zu er jäblen. die Anlage selbst in natürliche Verbindung mit der Landschaft gebracht werden. Unsere künftigen Städte werden ein anderes Bild zeigen müssen als die heutigen, um die neuzeitliche Stadt gegen Angriffe aus der Luft„# wappnen. Am wirksamsten wird dies durch Auflockerung und Weitlaufigkeik erreicht. Die Erhaltung und planvolle Vermehrung der städtischen Grün= und Freiflächen ebenso wie von Baulücken gehört somit zu einer der wichtigsten Luftschutzmaßnahmen des Städtebauers. Es muß der Grundsatz aufgestellt werden, daß nicht wie bisher die Grünflächen Inseln im Häusermeer bilden, sondern daß zukünftig umgekehrt die Baugebiete Inseln innerhalb der Freiflächen bilden. Die Gartenstadt, wie sie aus gesundheitlichen und bevölkerungspolitischen Gründen von allen Stadtebauern gefordert wird. ist auch für die Ziele des Luftschutzes eine der besten Lösungen. Die Richtlinien befassen sich weiter mit dem industriellen Luftschutz, für den ebenfalls eine grundsätzliche Ordnung und Aufteilung der Erzeugung, richtige Standortwahl und Auflockerung der Anlagen gefordert werden. „Na, Krischan", ermunterte ihn einer, hast dir keine aufgetan!" Krischau schwieg. „Eine,“ antwortete für ihn ein anderer,„zwei!“ Ein lautes Lachen belohnte den Witz. „Hast doch mit die Marie getanzt! War denn das nix!"— Marie war die Jungmagd und Tochter eines kleinen Bauern. „Denn rate ich dir nur,“ mahnte einer gar gewichtig,„bleib da von ab; da ist der Verwalter hinter her!" In Krischan rumorte es:„Hab die Marie nicht nötig!“ knurrte er. „Das mein ich auch,“ stocherte es,„ein Kerl wie Krischau kriegt jeden Tag eine!— Ist's nicht so Krischan lächelte verlegen. Er konnte ja auch einmal den Schwerenöter spielen:„Hab schon!“ sagte er vieldeutig und geheimnisvoll. Einen Augenblick schwiegen die vier, als hätten sie einen aufs Maul bekommen; dann aber berannten sie ihn mit ihren Fragen und trieben ihn in die Enge, daß er zornig wurde vor lauter Hilflosigkeit. „Ich will dir mal was sagen, Krischan,“ nagelte ihn einer fest,„du meinst, du könntest deinen Spaß mit uns haben; ich glaube dir das nicht eher, als daß du einen Brief an dein Mädchen schreibst!" „Jawohl!— Jawohl!“ stimmten alle zu,„Krischan soll schreiben, oder er ist man einen alten Windbühl!“ Der arme Kerl! Da hatten sie ihn im Eisen! Aber er biß nicht um sich; er ergab sich:„Morgen mittag!"— Die Knechte konnten kaum den folgenden Tag erwarten. Als endlich die Mittagspause gekommen, zerrten sie den Krischan in die Kammer und legten ihm einen hübschen rosa Briefbogen, Feder und Tinte vor. „Nu aber auch los!“ drängten sie. Krischan saß da, wie ein Häuflein Unglück. Herrgott!— Er wäre lieber in den Mühlteich gesprungen!— Einer hatte Mit leid:„So geht das auch nicht, wenn wir alle drum herumstehen! Laß uns mal in den Schuppen gehen, dann braucht er auch keine Bange zu haben, daß wir zugucken!" So— und nun war Krischan allein mit seinem Herzen und seiner Liebe! Er hätte heulen mögen in seiner Unglückseligkeit! — Die ver... Kerle! Mußte es denn sein, daß er so gottverlassen war und niemanden auf Gottes weiter Welt lersaß, der ihn ein wenig lieb hatte. Er legte den Kopf auf den Tisch, und da quollen die Augen wirklich über.— „Was ist dir, Krischan!“ sagte auf einmal eine weiche Stimme. Das Knechtlein fuhr auf. Da stand die Marie. Gott weiß, was sie in die Knechtskammer getrieben hatte; aber da war sie jedenfalls! Krischau wischte sich mit dem Rockarmel über die verweinten Augen. Und wie er da die Marie mit ihren lieben Augen sah, flossen ihm auf einmal die Worte zu und er erzahlte und beichtete seine Torheit. Aber die Marie war hellsichtig; sie erkannte die Treuherzigkeit dieses einen und die Schalkhaftigkeit der andern Knechte, und da sagte ihr mutig Herz: Also denn schreib mal, was ich dir jetzt sage: Liebe Marie! (Schreiben, nicht aufgucken, Krischan!) Weil die Knechte mir so zusetzen, ich soll partout an mein Mädchen schreiben, so muß ich das denn auch wohl tun! Liebe Marie, ich hab' aber keins; und wenn du mir da aus der Verlegenheit raushelfen willst, so sag mir das!(Schreib man, Krischan, über die Fehler, da guck ich weg! So, und nun der Schluß). In treuer Liebe bis ans kühle Grab Dein ewiger Krischan Krischau zitterle an allen Gliedern.—„Marie“, stotterte er. „wenn das der Verwalter zu sehn kriegt, schlägt er mich halbtot!? „Du bist nicht gescheut,“ entgegnete das resolute Mädchen, „der Verwalter hat längst eine aus seinem Dorf!" Sie faltete den Brief, schob ihn in den Umschlag.„Und nun die Adresse drauf: An Fräulein Maria Eckershagen auf der Edelburg „So, das ist geung!“ „Ja, und was soll das nun,“ fragte Krischan, der immer noch nicht begriff. „Krischau! Krischan!" tobte das Mädchen,„den Brief laß man so liegen, hier ans den Tisch. bie die andern kommen, denn sollst du's wohl sehen! Und laß dich nich verbistern! Adi Krischan!“ In der Kammertür wandte sie sich noch einmal um:„Al Mut" hast du nich ne kleine Westen: voll; da kann ach von aboben Wen war sie. Bald kamen auch die Knechte. Sahen d Streifen aus Sroff ver#irht. woan vomit sowohl die Kampfstoffsicherheit wie auch die Durchlüftungsmöglichkeit gewahrt bleibt: denn ebenso wichtig. wie ersteres im Ernstfall ist, ist das letztere im Normalzustand. weil ja schließlich hier in den Kellerräumen allerhand Dinge lagern, die sonst allenfalls verderben könnten. Außerdem ist eine gewisse regelmäßige Durchlüftung auch für das ganze Gebäude wichtig.“ „Dann haben wir den ganzen Raum mit Kalkweiß gestrichen, damit er etwas freundlicher aussieht und auch hygienischer ist, wir haben alle Löcher, Ritzen und Schlüssellöcher an Türen und Fenstern nochmals übervrüft, ob sie auch entsprechend sicher verkittet waren, und haben ebenso auch die Durchführungsstellen von Rohrleitungen sowie einige offene Stellen in der Mauer nochmals mit Papier überklebt und verstopft. Außerdem haben wir auch die Deckenabsteifung nochmals überholt und dabei die Eisenträger der Decke an einigen Stellen noch durch mit Sand gefüllte Kisten und Ziegelsteine abgesteift. Schließlich sind durch gemeinsame Umlage unter den Hausbewohnern auch noch elektrische Lamven mit Trockenbatterien angeschafft worden, damit man nicht im Dunkeln zu sitzen brauch: denn Karbidlampen sind im Luftschutzkeller nicht erlaubt.“ „Jetzt aber steht unser Raum endgültig“, meinte der Luftschutzwart abschließend.„Jetzt ist alles so sicher und bequem wie möglich gemacht. und sogar die Toilette haben wir nicht vergessen, die liegt links von der Gasschleuse. natürlich getrennt vom eigentlichen Schutzraum durch einige Vorhänge. Aber um das eine möchte ich Sie doch bitten, wenn Sie vom Luftschutz sprechen oder schreiben, sagen Sie doch. daß die Volksgenossen nicht so unvorsichtig sein sollen, wie sie es manchmal noch sind. Ich erlebe und sehe es z. B. immer wieder, daß die Menschen die Fenster offen haben und dabei in Gedankenlosigkeit das Licht anzünden. Und wenn sie es auch im allgemeinen rasch merken, es is doch besser, wenn man vorher aufpaßt. Für allzu Vergeßliche empfehle ich außerdem aus Erfahrung. sich ein großes Schild in der Wohnung aufzuhängen, das sie immer wieder an ihre gewohnheitsmäßigen Fehler mahnt.“ Die Bitte haben wir hiermit erfüllt und wollen nur noch hinzufügen, daß dieser Luftschutzkeller und die Mitarbeit der Hausbewohner für alle Hausgemeinschaften ein Vorbild sein kann. Diefront###derkeimat KRIECSWIN: 1930 TERHILESWERIA Brief. Ihr Lachen knallte gegen die Wände. Einer riß das Schreiben an sich, rannte damit hinaus:„Den will ich man gleich abgeben; da kost er kein Porto!“ Auf dem Hof stößt er aegen die Marie.„Marie“, prustete er heraus,„da hab ich einen Liebesbrief für dich von Krischan!" „Tu man her,“ sagte das Mädchen,„da hab ich schon lange drauf gewartet!" Der Knecht stand wie vor den Kopf geschlagen. Ganz kleinlaut klomm er die Treppe hinauf:„Die Marie hat sich nin merken lassen," berichtete er,„aber ich glaub, das gibt noch ein Ungluck!“ Eine kleine Reue kam den Knechten. Der Verwalter würde sicherlich ordentlich mit ihnen ins Geschirr fahren. Sie berieten, was da zu tun sein, Krischan saß noch ganz verdattert, da schrillte die Pfeise, die Arbeit rief.— Am Abend lag ein Brief auf dem Tisch: An Herrn Krischan Haverkamp.— Krischan wollte ihn heimlich an sich nehmen; aber die andern merkten seine Absicht:„Hier bleiben, Krischan! Aufmachen und lesen! Das geht uns jetzt alle an!— Wir hann dich auch beim Verwalter heraus, brauchst keine Bange zu haben!" Sie umringten ihn, und Krischan mußte den Umschlag öffnen; und alle lasen: Mein lieber Krischan! Das ist aber schön, daß du mir geschrieben hast; ich mein je nur, das hattest du mir auch so sagen können! Aber denn mu# ich nu auch wohl die Feder ergreifen. Ich will dir nur sagen, daß du ein lieber Dummrian bist, aber das soll sich wohl noch ändern, wenn wir mal beieinander sind. Mein Vater war auch so; meine Mutter aber nich; und die hat ihn auch herumgekriegt. Und die beiden haben ganz gut zusammen gepaßt, vas ich von uns hoffe. Womit ich verbleibe Deine Marie. Den Knechten erstarb das Wort im Maule. Krischan aber warf den Kopf auf den Tisch und weinte lautlos und wußte nicht warum. Ohrseigen gegen Zahnschmerzen Die rumänischen Behörden haben einem„Wunderarzt“ in einer kleinen Landgemeinde in der Nähe von Constanza das Handwerk gelegt, der trotz der primitiven Methoden, die er an1 Heilerfolge erzielte. Dabei bestanden seine Rezepte ausschließlich aus— Prügelkuren, denen sich seine Patienten unterziehen mußten und auch willig unterworfen. Vom Zahnweh dis„um Sentenntechen. von der Po####ra nis##-ellsucht, vom Stottern bis zur Verstopfung heilte der alte Bozidaru alle Leiden mut Hilfe eines derben Stockes oder ein paar wohlgezielter Maulschellen, die er persönlich verabreichte. Aber man glaube ja nicht, daß sich die Kranken, die durchweg bäuerlichen Kreisen entstammten, etwa über diese schmerzhafte Behandlung beschwert hätten. Der Fall ist vielmehr nur zur Anzeige gelangt, weil das Treiben des seltsamen Heilkundigen zu Ohren des Bezirksamtsarztes gelangte. Im Gegenteil, die Vernehmungen der Patienten, die derartige Prügelkuren durchgemacht hatten, ergaben größtenteils, daß der Zustand sich infolge der Behandlung zusehends gevessert habe. So berichtete eine alte Bäuerin allen Ernstes, daß sie ständig unter Seitenstechen gelitten hätte, bis sie Bozidaru aufsuchte und ihm ihr Leid klagte. Der habe ihr eine derbe Prügelkur verordnet, und binnen weniger Stunden hätten sich die Schmerzen vollständig verloren und seien auch seitdem nicht wiedergekehrt Ein anderer Patient versicherte, er sei seine Rann=maen, die ihn woche##and auälten nachternar nan einem halben Dutzend Maulschellen losgeworden. Eine Magd, die infolge Fiebers dermaßen entkräftet war, daß sie zu keiner Arbeit mehr zu gebrauchen war, wurde von dem Jünger Dr. Eisenbarts mit dem Stock behandelt und genas nach kurzer Zeit. Aehnlich sei es einem Bauernjungen ergangen, den kein Arzt von seinen evileptischen Anfällen heilen konnte, bis ihm der„Wunderarzt“ eine Tracht Prügel verabreichte, nach der jeder weitere Anfall ausblieb. Trotz dieser erstannlichen„Erfolge“, die natürlich in erster Linie auf das Konto der Einbildungskraft der Patienten zu setzen sind, hielten es die Behörden## vesser, den Prügeldoktor in Gewahrsam zu nehmen. Er wird sich in Kürze vor dem Gericht zu verantworten haben. Bei seiner Vernehmung erklärte der Alte. neun Zehntel aller Krankheiten seien nur auf Einbildung zurückzuführen. Eingebildete Kranke aber würden durch eine körverliche Züchtigung sehr schnell von ihren Tor* kunde wird das Gericht vermutlich nicht teilen Uhne Baum kein Weihnachtstelt „Na. Frau Ebel, haben Sie schon einen Meihnachtsaum gekauft““. Die beiden Frauen schleuderten durch sine Gasse von Tannenbäumchen. Es dustete nach Wald. Weibnachtliche Stimmung kam aus dem Nadelgrün. „Warum Weihnachtsbaum?“ Frau Ebel sah aus, als äße ihr ein Eisblock in der Brust.„Wo mein Mann an der Front ist...!“ „Und Ihre beiden kinderchen? Aber Frau Ebel! Das konnten Sie übers Herz bringen?" „Mein Gott... Wir werden schon darüber hinwegkommen! Wenn ich nicht einmal einen bunten Teller hinstellen kann.. —„Aber Sie erhalten doch für jede Lebensmittelkarte genug Schokolode und Pfefferkuchen. Dominosteine. Pfeffernüsse. Printen. Schokoladenherzen. Brezeln.. „Tia natürlich... aber das ißt man so nebenbei au „So ist das aber nicht gedacht. Frau Ebel. Auf drei Karten erhalten Sie einen ganzen Berg Süßigkeiten! Wenn Sie das gleich alles aus der Tüte angeln und im Handumdrehen verputzen, bleibt für die bunten Teller allerdings nichts übrig.“ Hmm.. wenn mein Mann hier wäre.. „Was, glauben Sie wohl. würde Ihr lieber Mann im Bunker sagen, wenn er wüßte, daß Sie Weihnachten ohne Bäumchen und bunten Tellern bleiben wollten? Wie ich den kenne, würde er Ihnen gehörig den Kopf waschen! Wo er doch immer so für seine Familie lebte und Stimmung in die Bude brachte.. „Das ist's ja eben.. „Und nun stellen Sie sich einmal folgendes vor: Der Weihnachtsabend-ist da. Ihre Kinder haben Sie ins Bett gesteckt. Sie sitzen in der Schmollecke und blasen Trübsal. Plötzlich klingelt es. Ihr Mann steht da! Urlaub! Ich will Ihnen ja keine Hoffnung machen. aber möglich ist es doch! Schief würden Sie sich ärgern. wenn es bei Ihnen so ganz unweihnachtlich aussähe. Und kommt Ihr Mann nicht auf Urlaub. so schreiben Sie ihm einen nach Pfefferluchen duftenden Brief wie schön das beim strahlenden Lichterbaum war... wie die Kinder ihre Geschenke und bunten Teller umjubelten ... wie sie alle an den Vater da draußen dachten.. Der Eishlock in Frau Ebel schien geschmolzen. Wärme strahlte ans ihrem Rlie Sie ging an ven nüchsen Verkaufsstand und fragte den Nadelmann:„Was kostet denn das Bäumchen da?“ Erleichterungen für Baulultige Der Reichsarbeitsminister hat zur erleichterten Durchführung von Wohnungsbauten, die trotz der gegenwärtigen Verhältnisse auf dem Baumarkt in Angriff genommen werden können, bestimmte Ausnahmen von den Richtlinien für die Verwendung der zur Förderung der Neubautätigkeit bestimmten Mittel aus RückDie neuen 5O-Pfg.-Stücke Die Reichsbank beginnt in diesen Tagen, wie berichtet, mit der Ausgabe von 50=Pfennig=Stücken aus Aluminium. Diese Münzen sind dazu bestimmt, die 50=Pfennig=Stücke aus Nickel, deren Einziehung zu einem späteren Zeitpunkt vorgesehen ist, zu ersetzen.— Vorder= und Rückseite der neuen 50=Pfennig=Stücke aus Aluminium, die mit der Jahreszahl 1935 den alten Reichsadler und mit der Jahreszahl 1939 den Reichsadler mit dem Hakenkreuz zeigen. (Scherl=Bilderdienst=M.) Herner Filmschau „Jus Gewehr über!“ Von der„Krone" zur Lichtkultur Auch der Platz vor dem Spiegel ist im Grunde genommen ein Arbeitsvlatz, der gute Beleuchtung erfordert. Hier bearbeitet man das Haupthaar mit Kamm und Bürste oder handhabt die scharfe Rasierklinge oder treibt Schönheitspflege. Da kann man keine störenden Schatten brauchen. arbeitet aber völlig im Schatten, wenn nicht beiderseitige Leuchten am Spiegel für gut verteiltes Vorderlicht sorgen. Mancher Leser erinnert sich vielleicht der früher üblichen Nachttischleuchte mit kleinem, farbigem Seidenschirm. aus dem eine lichtschwache Glühlampe herausragte und blendete. Längeres Lesen im Bett war bei solcher Beleuchtung nicht möglich. Wie zweckmäßig und schön ist dagegen die neuzeitliche Leseleuchte mit einer 40=Watt=Lampe an der„Rückwand des Bettes. Wer hätte früher daran gedacht. der Wickelkommode eine Sonderbeleuchtung zu geben. obgleich sie wegen dürftiger Allgemeinbeleuchtung des Schlafoder Kinderzimmers dringend notwendig gewesen wäre? Heute ist diese Sonderbeleuchtung trotz guter Raumbeleuchtung eine Selbstverständlichkeit in Rücksicht auf sorgsame Pflege des jüngsten Nachwuchses Was ist nun Lichtkultur? Kultur bedeutet Verbesserung und sorgsame Pflege. Lichtkultur also Verbesserung und Pflege der Beleuchtung. Wir haben heute eine Lichtkultur dank der technischen Vervollkommnung der Glühlampen und Leuchten und dank der Erkenntnis. daß gute. d. h. reichliche und richtige Beleuchtung eine Lebensnotwendigkeit ist. Daß die Beleuchtung in der Wohnung. selbst wenn ne nur den häuslichen Arbeiten dient. auch schön sein kann, schön in besser verstandenem Sinne, als er sich bei den früheren Kronen zeigte. werden die Ausführungen bewiesen haben. Also trotz abgedunkelter Fenster— Lichtkultur im Heim.—1. Gschpise an, warg I. d=Teichnete Nährmittelee eiens iue unz e. Jahren erhalten Sie 2wöchentlich ein M nzena, das seit über 70 Jahren hrte Säuglings= und Kindernährmittel. Lichtburg. Als wir im Inseratenteil unserer gestrigen Ausgabe die Filmankündigung„Dus Gewehl über“ jasen, oachten wir unwillkürlich an ein heiteres Erlebnis auf dem Kasernenhof aus dem Jahre 1914, als ein junger Musketier zwecks Kommandoabgaben vor die Front befohlen wurde und nach dem„Stillgestanden“ in seiner Aufregung mit dem„Das Gewehr über sich“ heraus kam, was natürlich, troß des Ernstes der verfahrenen Situation, ein allgemeines Gelächter beim Korporal und der Mannschaft auslöste. Mit Witzen dieser und noch gröberer Art hatten wir auch bei diesem Film gerechnet. Nachdem wir aber den Bildstreifen gesehen hatten, waren wir eines Besseren belehrt. Um jeden Zweifel von vornherein auszuschließen: Es handelt sich bei diesem neuen Soldatenfilm„Das Gewehr über!“ weder um einen jener ulkigen Vorkriegsfilme mit möglichst viel saftigen Soldatenhumon, noch um jene kitsche Mischung aus Hurra-Patrotismus und süßlicher Liebelei. Jürgen von Alten hat als Spielleiter darauf sein besonderes Augenmerk gerichtet, daß bei aller Buntheit des spannenden Geschehens männliche Härte und soldatische Disziplin obersten Grundsatz bilden. so daß der Titel des Films in der vollen Bedeutung dieses soldatischen Kommandos zu verstehen ist. Etwa im Augenblick Filme erstgenannter Art starten zu lassen, das paßt auch in die jetzige Zeit nicht hinein. Denn Härte und Disziplin bildeten auch im Polenfeldzug mit die Grundlagen der hervorragenden Erfolge unseres dortigen Heeres, so daß auch für die Zukunft bei der Truppe gerade auf die Beachtung dieser beiden Momente unbedingt Wert gelegt werden muß. In diesem Film nun ist alles Menschliche mit verständnisvoller Einfühlung behandelt, und kein falscher Ton stört das Niveau dieses wirklich anständigen, technisch und darstellerisch ausgezeichneten Films. Man glaubt es tatsächlich, daß aus diesem verwöhnten Farmerssohn, der von seinem Vater in Sydney auf eine Weltreise geschickt wird und nun plötzlich in einer kleinen deutschen Garnisonstadt einen Gestellungsbefehl erhält, mach und nach ein brauchbarer Soldat und ein anständiger Kerl wird. Und man gönnt ihm und seinem prächtigen Freund die beiden herzigen Mädel und freut sich ehrlich, daß die exkravagante Evelyn aus Sydney schließlich den Laufpaß bekommt. Rolf Moebius und Rudi Godden geben den beiden nach Deutschland verschlagenen„Australiern“, jeder in seiner Art, überzeugende Gestalt. Hilde Schneider und Carsta Löck sind zwei nette, verliebte Mädel, die um ihre Soldaten bangen und kämpfen und die aufgeputzte und eingebildete Außenseiterin(Charlotte Dauder!) aus dem Felde schlagen. Der Film klingt kraftvoll aus mit dem Aufmarsch der deutschen Wehrmacht zum Abwehrkampf gegen den übermütigen Feind. Josef Möller. „Burra, ich bin Pape“ Schauburg. Wegen seines großen Zuspruchs zeigt die Schauburg den Film„Hurra, ich bin Papa“, auch an den Feiertagen, in dem Heinz Rühmann durch seinen Humor dafür sorgt, daß die Lachmuskeln der Besucher angestrengt in Tätigkeit bleiben. „Fräulein Winnetou“ Gloria-Palast. Der Gloria-Palast brachte gestern in Erstaufführung für Herne den neuen Fox-Film„Fräulein Winnetou“ heraus, in dem Shirley Temple eine große Rolle spielt. Die Handlung des Films schildert den Kampf der weißen Pioniere Ende des vorigen Jahrhunderts gegen die Der Übersichtsplan des Verbrauchers Rothäute. Beim Bau der Eisenbahn vom Osten zum Westen ereigneten sich immer wieder blutige Indianerüberfälle und aus solchem Drama ist die kleine Shirley als einzige Ueberlebende übrig geblieben. Dackender und aufregender ais aule Karl-Aay-Geschichten schildert hier der Film den Gang der Geschehnisse. Es ist ein Film entstanden, der an Spannung und Tempo und auch an einem gehörigen Schuß Humor nichts zu wünschen läßt. Für Erwachsene, die sich ein jugendliches Herz bewahrt haben und sich gern noch an Old Shatterhand und Winnetou erinnern, ist der Film ebenso geeignet, wie für onsere Jugend, die sich hierfür immerhin am meisten begeistern wird. „Die Geliebte“ Alhambra-Theater, Sodingen. Der Spielleiter Gerhard Lamvrecht schafft nicht nur das stilechte Milieu, sondern auch eine echte Atmosphäre. Eine zarte, von Viktoria wv. Ballasko als der „Geliebten“ unvergleichlich anmutig und mit stark schwingenden, echten Herzenstönen getragenen Romanze, die in der Tragödie endet. Willy Fritsch ist der Partner, ein liebenswerter, herzhafter junger Offizier. Zwischen aller Berliner Zungenfertigkeit läßt Grethe Weisers Freundin Pauline viel herzerquickend Menschliches und eine gute Portion Lebensweisheit aufblitzen. Von bestem Charakterformat ist Paul Bildts Onkel. kluge Schwiegermutter" Apollo-Theater, Horsthausen. Es läßt sich eigentlich schon erraten, daß niemand anders als twa Wüst diese kluge Schwiegermutter sein kann. Man kann sich in sie ebenso gut verlieben wie in ihre Tochter, die hier von Charlokte Daudert dargestellt wird. Das Verwechslungsspiel um die beiden Schmidts wird von Christian Gollona und Georg Alexander mit vielen komischen Einfällen durchgeführt. llüssigen der Hauszinssteuerhypotheken allgemein zugelassen. Der Normalbetrag der Hauszinssteuerhovothet kann nunmehr bis auf 1500 RM. bemessen werden. eine Erhöhung bis auf 2000 RM. je Wohnung bei Bauvorhaben für kinderreiche Familien oder Schwerkriegsbeschädigten sowie in anderen aus sozialen Gründen zu berücksichtigten Fällen ist zulässig. In besonderen Ausnahmefällen kann die Hauszinssteuerhypotbek bis auf 2500 RM. je Wohnung erhöht werden. Der Zinssatz für Hauszinshypotheken kann bei Wohnstätten. die als Arbeiterwohnstätten im Sinne der Verordnung vom 1. 4 1937 anerkannt werden. auf 2 v. H. festgesetzt, nötigenfalls bis auf 1 v. H. berabgesetzt werden. Die Wohnfläche der mit Hauszinssteuerhypotheken zu fördernden Wohnungen kann bis auf 55 am. bei Wohnungen. die für Familien mit Kindern bestimmt sind. bis auf 70 am betragen. Zur Behebung von Zweiseln weist der Erlaß ferner darauf hin, daß die Rückflüsse der Hauszinssteuerhypotheken auch zum Ausbau von bisher gewerblich ge nutzten Räumen oder zur Aufstockung von Wohngebäuden eingesetzt werden können, wenn dadurch neue Wohnungen geschaffen werden. Die Hauszinssteuerhypothek darf in diesen Fällen zwei Drittel der Neubaukosten nicht übersteigen. Gartenbauerhebung In der Zeit vom 23. bis 30. Dezember finde auf Anordnung des Reichsministers für Ernährung und Landwirtschaft eine auf die Bedürfnisse der Kriegswirt schaft avgestellte Gartenbauerhebung statt. Die Erhebung bezieht sich auf alle gärtnerischen und land wirtschaftlichen Betriebe, die zu Verkaufszwecken. Gartengewächse jeglicher Art. wie Gemüse(auch Kohl bzw. Kraut. Spargel u. dgl.). Obst. Blumen. Zierpflanzen. Baumschulerzeugnisse anbauen oder gärtnerischen Samenbau betrieben. Es wird darauf hingewiesen, daß die Erhebung wich tigen und in der gegenwärtigen Kriegswirtschaft vordringlichen Feststellungen dient. Namentlich sollen der Gemüseanbau 1939 und der für 1940 geplante Anbau von Gemüse für die Zwecke der Ernährungssicherung ermittelt werden. Obwohl die Erhebung unter erschwerenden Zeitumständen stattfindet. müssen zuverlässige Gesamtergebnisse erzielt werden. Es kommt deshalb auf genaue Angaben jedes einzelnen an. Für die abwesenden Betriebsleiter sollen die Angaben von einem mit den Betriebsverhältnissen vertrauten Familien= oder Betriebsangehörigen. Bekannten oder Nachbarn gemacht werden. In berufskameradschaftlicher Zusammenarbeit muß es für jeden möglich sein, den Fragebogen vollständig und richtig auszufüllen. Um möglichst zuverlässige und einwandfreie Ergebnisse zu gewinnen. werden die Betriebsangaben nachgeprüft. Die Betriebsinhaber müssen daher richtige Angaben machen, zumal diese den genannten statistischen Zwecken dienen. Filmprädikate im Dritten Reich Eine recht interessante Abhandlung über die deutschen Filmprädikate veröffentlichte jüngst in der Fachzeitung „Lichtbildbühne“, Regierungsrat Dr. Arnold Bacmeister. Er führte u. a. aus:„Die Tatsache, daß der Staat im In teresse des künstlerischen Fortschrittes und der weltanschau lichen Ausrichtung des deutschen Films auf steuerliche Ein nahmen verzichtet, bedeutet, daß die Bestrebungen der in der Systemzeit aus verlorenem Posten kämpfenden Idealisten unter den Filmschaffenden auf der ganzen Linie gesiegt haben. Der Streit, ob der Film nur ein oberflächliches Mittel der Unter haltung oder eine mit den übrigen Künsten auf gleicher Stufe stehende Form schöpferischen Schaffens darstellt, ist zugunsten der letzteren Auffassung eindeutig und endgültig entschieden. Die Filmprädikate stellen Zuwendungen des Staates dar, die ihrer Bedeutung und ihrem Umfange nach mindestens dieselbe großzügige Einstellung verraten wie die Subventionen an die Theater. Nach der jetzt geltenden Regelung können acht verschiedene Anerkennungen ausgesprochen werden. Die erste Gruppe umfaßt die drei höchsten Prädikate:„staatspolitisch und künstlerisch besonders wertvoll“,„staatspolitisch besonders wertvoll" und„künstlerisch besonders wertvoll". Derart aus gezeichnete Filme sind als Spitzenwerke der Filmkunst zu betrachten und genießen völlige Befreiung von der Vergnügungssteuer. Die zweite Gruppe enthält die Prädikate„staatspolitisch wertvoll",„künstlerisch wertvoll“,„kulturell wertvoll“,„volfs bildend" und„volkstümlich wertvoll“. Diese Anerkennungen sind unter sich als gleichwertig zu betrachten und haben auch die gleiche steuerermäßigende Wirkung. Das neue Prädikat „volkstümlich wertvoll“ wurde, wie es in der amtlichen Begrün dung heißt, geschaffen, um„auch denjenigen Filmen, die wegen ihres volks= und zeitnahen Inhalts und ihrer lebendigen Gestaltung besonders fördernswert erscheinen, eine Anerkennung zu gewähren". Vereinskalender Meisterschaftsspiel gegen Schalke 04 am 26. Dez. 1939 Anstoß 14.30 Uhr. Eintrittspreis im Vorverkauf: Sitzplatz 1,00 RM. Stehpl. 0,60 RM. Vorverkaufsstellen: Restaurant Knapp, Zigarrenhaus Meyer, Blumengeschäft Lubbers, Zigarrenhaus Mühlensiepen, Restaurant Hengesbach, Zigartenhaus Wolsdorff, Zigarrenhaus Brockhaus, Vereinsheim Landsberg, Restaurant Wiegmann, Restaurant Lickfeld, Seifenhaus Döveling. Mitglieder erhalten verbilligten Eintrikt nur gegen gültigen Beitragsausweis an den Kassen für Mitglieder. SC. Westfalia 04. Reichsfettkarte So.-Zutlg. 4 Butter Schlachtfette Margarine urw Köse oder Quarg Butter Kondensmilch 62.5(18.-31.12.) 62.5(25.12-7.1.) 250(für 3 Wo.) 62.51(25.12.od. 125) 7.1.) 125(18.-31.12.) 170(18.12.-14.1.) Reichamlichkarte Erwachsene erhalten keine Vollmlich, Sonderregelung für Kranke. stillende und werdende Mütter und besondere Berufe Butter Margarine usw desal. Käse oder Quarg Butter Kondensmilch Marmelade. Kunsthonig. Kakaopulver eiche Erläuterungen 125 62.51(25.12.od. 125) 7.1.) 125(18.-31.12.) 170(18.12.-14.1.) 200 125(18.-31.12.) 62,5(25.12.-7.1.) 62.51(25.12.od. 125) 7.1.) 125(18.-31.12.) 170(18.12.-14.1.) Butter Käse oder Quarg Butter Kondensmilch Kunsthonig., Kakaopulver lehe Erlauteri 8—14 8—14 „ und Liter ie ¼ Ilter täglich ie ½ Liter täglich ie% Liter täglich 90 f. 4 Wo. 62.5 1 125 (18.-31.12.) 90 f. 4 Wo. — Schwerarbeitererh % 1 lten nur Milch 01 wenn sie zu den Berufen zählen. die der Einwirkung von Giften ausgesetzt eind Nährmittelkarte N I-5 N 6—10 N 17—21 N 22—26] N 13.N 29 N 14 N 33. 34 Zutellungswoche 25. bis 31. Dezember 1939 Reichskarte für Marmeade, Zucker und Eler Abschnitt— 100 Marinelade oder 40 Zucker 250 Zucker 25 -Ausatzmittel (18.12.-14.1.) ev. 375— 1 Reia. Die auf die freien Abschnitte zu entnehmenden Mengen und Waren werden jewells bekannt gegeben n auf die Abschnittea—d wird bekanntgegeben KIK K Kleinstk. S Sst wie Normalverbraucher Wst! ERLAUTERUNGEN I. Soweit die Abechnitte keine Mengen- und Werenangabe enthalten, bleibt eine Zutellung vorbehalten. 2. der Fettkarte auf einmal beziehen. 6. Lang- und Nachtarbeiter erhalten auf Zulagekarte wöchentlich 100&g Fleisch 600 amp; Brot und für 4 Wochen 80 g Margarine usw. 4. Neichsfettkarte. Alle Kinder erhalten auf den Abschnitt F 3125 g.Kunsthnitt F 5 125 g Kaksopulver für 4 Wochen. Die Kinder 10- Marme2. gültig Mein Vater u. ungezählte Leidenegefährt. wurd durch ein einfach an zuwend. Mittel in kurzer Zeit von dieserhaßlich, oft jahrel.Krankheit befreit. Schreib. Sie mir, ich sende lhnen gern kostenlos meine Aufklürungeschrift m. Dankschrelb. v. Gehellt. Das Mittel konn. Sie d.d.Apotheke bezich. Max Müller, Heilmittelvertrieb Bad Weißer Mirech bei Dresden Planos, moderne Kleipianes Radlogeräte Akkordions kaufen Sie nach wie vor mit Zahlungserleichterung im Planchaus Carl St11 Herne, Streße der SA. honig, auf den Abschnitt Fo 120g Kakaopulver für 2, wgrhen# von 6—14 Jahren bekommen außerdem auf Abschultt F 1.100 g lade für 2 Wochen.— Der Abschnitt 1(Käte oder Quarg) ist bis 31. 12 5. Etwaige örtliche Abweichungen bitten wir an anderer Stelle nachzulesen. wie Schwerarbeiter In Gasislätten können am Montag, 25. Dezember(1. Weihnachtsfeiertag) und am Montag, 1. Januar, Reischhaltige richte abgegeben werden. Bekanntlich zählt sonst der Montag zu den fleischfreien Tagen. Der Kunsthonig aus der vor einiger Zen freigegebenen Sonderzuteilung kann bis einschliefllich 30. Dezember bezogen werden. Zu ciesem Zwecke bleiben die Abschnitte Fl 16 der bis zum 17. Dezember befristeten Reichsfleischkarte für Normalverbraucher und Fl 3 der Fleischkarte. für Kinder bis zmd 20 12. güllig. Maß- und Fertigkleidung punkimäßig gleichgesteill Wer ein Kleidungsstück bein Schneider oder der Schneiderin anbeiten läßt, verliert nicht die hohe Punktzahl für Meterstoffe, sondern die niedrigere Punktzahl, die für das ganze Kleidungsslück vorgeschrieben ist. Will der Kunde den Stoff selbst beschaffen, dann läßt er die dem Kleidungsstück entsprechenden Punkte vom Schneider entwerten. Darauf kauft und bezahlt er den Stoff im Einzelhandelsgeschäft, das ihn dirckt zum Schneider schickt. Die Kundin kann auch Oberstoff und Futterstoft in verschiedenen Geschäften kaufen. Ist Oberstoff oder Futter schon vorhanden. so wird nur ein Teil der vorgeschriebenen Punkte entwertet Die Bewertung von Stoffen auf der Reichskleiderkarte ist auf volle Meier abgestellt. Braucht man nun aber vielleicht 1.5 Meter. so können sich halbe oder Zehntelpunkte ergeben, die dann auf volle Punkte aufzurunden sind. Ein Paar gewirkte Handschuhe Männer und Frauen können auf Sonderabschnitt II ihrer Reichskleilerkarte je ein Paar gewirkte Stolfhandschuhe. soweit vorrätis, beziehen, die also nicht auf die „Punkte“ angerechnet werden. Der Abschnitt gilt bis 31. Oktober 1940. man kann sich demnach auch später ein Paar Sommerhandschuhe kufen. Strickhandschuhe sind weiter punktpflichtig. alter wird nach den modernsten Formen umgearbeitet, gereinigt und gefärbt bei billigster Berechnung. Herren-Hüte konnen zu DamenHuten umgearbeltet werden. Hutfabrik Jul Heilmann Hurne, Hermann-Göring-Straße 12 gegenüber der Hauptpost. Max valentin Herne-Sodingen am Denkmal. Zentra-Uhren Goldwaren— Optik Geschenkartikel Küchenzettel für die Zeit vom 25. bis 31. Dezember 1939. Montag: Legierte Suppe, Braten, Schwarzwurzeln Kartoffeln, Weincreme aus Apfelwein mit selbstgebackenen Plätzchen. Dienstag: Obstsuppe aus Obstsaft von eingemachten Früchten, Kartoffelauflauf mit Fleischfüllung, Frischkostsalatplatte(Möhren, Weißkohl, Rotkohl, Sellerie), Banillecreme mit eingemachten Früchten. Mittwoch: Selleriesuppe, Kartoffelklöße mit Obst. Donnerstag: Stecktübeneintopf m. Fleisch, rohes Obst. Freitag: Grünkernsuppe, Apfelpeter. Rezepk: Apfelpeter: 4—5 altbackene Semmeln oder Brotreste Liter entrahmte Frischmilch, 65 g Rosinen oder Korinthen, Zucker uach Geschmack, 500 g Aepfel. Die Aepfel werden geschäll, in dünne Scheiben geschnitten, mit wenig Wasser und Zucker gedünstet. Die altbackenen Semmeln werden in Stückchen geschnitten, mit der heißen Milch übergossen, mit Rosinen oder Korinthen und Zucker vermischt. Beides wird in eine geseltete, mit Semmelnbröseln ausgestreute Puddingform oder Auflaufform eingeschichtet und ¾ Stunde im Wasserbad gekocht oder 30 Min. im Ofen überbacken. Der Pudding wird gestürzt und kann mit Vanilletunke gereicht werden. Sonnabend: Dicke Gemüsesuppe mit Wurststückchen, rohe Aepfel. Sonntag: Gemüsegulasch, Pellkartoffeln, Apfelmus. Rezept: Gemüse gulasch: 250 g Möhren, 250 g Rosen= oder Weißkohl, 1 kleine Knolle Sellerie, 1 Gurke. 2 bis 3 Aepfel, 250 g Rote Beete, 30 g Fett, 30 g Mehl. Salz, Gemüsebrühe oder Wasser, Essig, 1 Prise Zucker— Möhren, Kohl und Sellerie werden in ziemlich grobe Schet ben geschnitten und mit wenig Wasser gargedünstet. Die Rote Beete kocht man exkra, schält sie dann und schneidet sie ebenfalls. Aus Fekt, Mehl und Gemüsewasser stell man eine braune Tunke her, gibt da hinein Gemüse und Aepfel und die Gurkenscheiben, schmeckt mit Essig, Zuckerund Salz ab und läßt alles noch einmal eine Weile ziehen aber nicht mehr kochen. ∆ ut 91 an Glicht einer si aufgeba Händen verlieren gewinne Als Mute Hitle Wir uns die nicht A trauen würde dung ge hat er gang zw Wo trieb. be Volk. u ruhig u der A bevie Mu Lebens assung Berechtign perrt Lage Fußbe Ar Di raschu Gelän gibt man in Zweife stärkere des Sp Gesamt! nach Papiei fällig Marten ersetzt ihrem Am einen wird. burg bei### halb Ausei werden ahren dei seln Genders Idkowia nachen verfügba Herne Hoffen an die Kampf rachte aß allDörf sont und seine Offiz Waf aus Krie den schon Mut Früg ung alle Kom Altol dem über Herr e ral der an lau ner lug mi une lun Sei Bar b best sch! Mo sein Dio in! me lan 1o1 „E Tapferkeit wirkt Wunder Des Führers Beispiel in Stunden härtester Entscheidung. Ven Ernst Günter Dicmann. Auf des Messers Schneide kut muß ener sein ganzes Leben lang haben. Es gi nicht, daß man ihn von einem bestimmten Augenan gewillermaßen pensioniert, als habe er seine und Schuldigkeit getan. Es würde sonst. was einer sich tapfer ein halbes Leben hindurch erkämpft und aufgebaut hat, in einer schwachen Stunde unter seinen Händen zerfließen. Wer Mut hat, kann auch ein Gesecht verlieren, denn er weik. er wird am Ende den Kampf gewinnen. Wer Mut bat, muß etwas wagen können. Is leuchtendes Beisviel wirklichen Mutes besitzen mir Deutschen Adol Ditler. Wir fragen uns: Was kann uns schon geschehen. da uns die lebendige Unverzagtheit führt? Auch wenn uns nicht Adolf Hitlers Zug von Erfolg zu Erfolg das Vertrauen zu ihm und seiner Sache schenken würde. dann würde uns die von ihm in Stunden schwerster Entscheidung gezeigte Haltung aufrichten und anfeuern. Wie oft hat er den Kampf ausgenommen. auch wenn der Ausgang zweiselhaft war! Wo ihn das innere Gebot des geborenen Kämpfers trieb. band er den Sieg an seine Fahne. Das weiß unser Volk. und im Rückblick auf Hitlers Weg wird es ganz ruhig und zuversichtlich. Nie war die beste Sache der Welt so in den besten Händen wie bevie. Mut gehörte bereits dazu, sich ein persönliches Lebensziel zu stecken. das nach allgemein=gültiger Auf#aslung, und durch die Hemmungen des bürgerlichen Berechtigungswesens dem jungen Hitler überhaupt verzu sein schien. Mehr Mut gehörte dazu. alles zu werfen und sich nur und restlos Schon Feiertagen und gegen Schalke 04 am 2. Weihnachtstag Helsinki, 22ungen in Holthausen, Constantin und Horstmer“ vo: Sngt den Dfl Hadingdorst Schwere Gegner fürchterliche Sorsthausen zwischen Vikloria und BfL // SB Gegend rast, Hall-Neuling. schwanken zwif—" die in diesem 1 1 Greiablasse overieren, unn 1. Kreisklasse. da ihnen der st Holthausen— SD Sodingen(Sonntag) versperrt wurhntin— SpVag Castrop 02(Sonntag) abschnitten sein Castrop— B° Herne=Süd(Sonntag) und Aufflärun Castrov— Sportfr. Schwerin(Sonntag) Auch di n 09—.Dfx' Habingd.(1. Weibnachtstag) Schneesturm b####tin— B3 Herne-Süd(2. Weihnachtstag) Im nordöst nach Meldunginsport Holthausen— S3 Sodingen. begriffen Ankalspiel im Herner Osten wird seine Zugkraft weitere Fortsch. Dis Holthauser, die in den disderigen Trefhier auf dem Lezeichnete Partie boten, hinterließen am verabend stellten sintag trotz der klaren Niederlage einen guten järvi eine neus Herner Bahnhof. Sie werden also für die Ifl. gsgen,## noch ein ernstes Wort in der Spitzengruppe 22 Apari# kolaß die Sodinger morgen vor einer schweren überschreiten. D“. Es wird ihnen, das ist mit aller Sicherist nocht nicht##n, an der Bladenhorster Straße nichts geMoskau, 22“: vieser Tatsache steht der Siegeswille der stades im M haben Patrouil gefunden. Heft Landenge. Ru kundungsflüge finnische Flugze Sodinger, mit aller Kraft die Spitze zu halten, gegenüber, so daß ein harter Kampf zu erwarten ist. SC Constantin— SpBag Castrop 02. Auf dem Constanttner Berg stellt sich morgen der Börnig-Bezwinger zum Kampf. Die junge Costroper Mannschaft hat durch ihren schönen Sieg am Vorsonntag mächtig aufborchen lassen, so daß man ihrem weiteren Spielen mit Spannung entgegen sehen wird. Die Märker, die ebenfalls an den Feterlagen einen Doppeltampf, uno zwar am 2. Wethnachtstog gegen Herne=Süd austragen, stehen gleich im ersten Kriegsmeisterschaftsspiel der Festwoche vor einem schönen Kampf. Auf Grund der eigenen Platzvorteile rechnen wir mit einem Herner Sieg. BSG Erin 11 Castrop— 33 Herne-Süd. Auch der 3B Herne=Süd dat mit seinen zwei Spielen an den Feiertagen eine große Leistung zu volldringen. Die erste Auseinandersetzung haben sie in Castrop gegen die ausgezeichneten Betriebssportler der Jeche Erin zu bestrelten. Nach der Papierform haben hier die Süder weniz Hoffnungen, aber bei allem Einsatz sollte es doch dem Gastgeber schwer fallen, zu beiden Punkten zu kommen. Jedenfalls sind wir uns klar, daß nur die beste Gesamkleistung den Steg davon tragen wird. SC Germania 09— BfL Habinghorst. Beide Mannschaften dringen ihr fälliges Meisterschaftsspiel erst am 1. Weibnachtstag unter Dach und Fach. Die Rot-Weißen, die bisher in allen Spielen eine gute Vorstellung doten und neben Sodingen ungeschlagen in der Spitzengruppe stehen, hatten die Gäste im Notrundenspiel zu leicht genommen und mußten seinerzeit eine 3:2-Nieder= lage hinnehmen. Die Herner haben also etwas gut zu machen, was um so wichtiger ist, weil es diesmal um Punkte geht. Die Leistungen, die die Germanen in letzter Zeit aufwie Ka Zeit aufwiesen, sprechen aber eindeutig für eine gute Kampfkraft, so daß diesmal die Gäste leer ausgehen werden. Aber an Achtung für den. Gegner darf es nicht fehKarlchens Weihnachtswünsche alten Bekanten // Diesmal der Gabentisch für die Fußdaller reich bestellt]] Am zweiten Feiertag allgemeiner Treffpunkt am Schloß Strünbede Solfferhare Lage sein. Jahlreiche Jugenöst Fußballprogramm der Feiertage ab. der Freichhaltige Arminia Marten- SC Weittalia Herne Die Herner Westfalen besuchen morgen den Ueberraschungssieger über die BSG Gelsenguß, die auf eigenem Gelände mit 1:2 den kürzeren ziehen mußte. Jedenfalls gibt diese Tatsache den Herner eindeutig zu denken. Daß man in Marten den Hernern gut einheizen wird, steht odne Zweifel fest. Nur kommt es in diesem Kampf auf die stärkeren Reserven an, die vor allem in der zweiten Hälfte des Spieles ausschlaggebend sein sollten. Eine kraftvolle Gesamtleistung sollte den Hernern viel nützen, wobei man nach Möglichkeit für Alleingänge absehen sollte. Nach der Papierform müßte ein Sieg für die Herner Westfalen fällig sein, zumal man in früheren Spielen immer auf in Marten bestand. Krüger und Sobota werden diesmal noch ersetzt werden müssen, aber dafür rechnet man stark mit ihrem Erscheinen gegen den Großdeutschen Meister. SC Weitfalia 04- FC Schalke 04 Am 2. Weihnachtstag erlebt man an der Ritterfeste einen Großkampf, der sich eines starken Besuches erfreuen wird. Immer, wenn die Schalker Knappen an der Wasserburg erscheinen, sind unsere Fußballfreunde recht begeistert bei der Sache. So wird auch diesmal der Kampf innerhalb der Kriegsmeisterschaft eine harte und spannende Auseinandersetzung werden. Aller Wahrscheinlichkeit nach werden die Blau=Weißen mit ihren besten Geschütz aufahren. So werden Krüger, Sobota und Joswiak wieder dabei sein, so daß die Elf mit Sodota, Krüger, van Haren, Gendersat, Niklas, Kroll, Behrendt, Klein I, Matzkowski, Idkowiak und Joswiak den Schalkern schwer zu schaffen nachen wird, die ihrerseits wieder mit den besten zur Zeit verfügbaren Kräften zur Stelle sind. Jedenfalls haben die Herner Gelegenheit, zu einer Meisterleistung aufzulaufen. Hoffen wir, daß die hohen Anforderungen, die zweifellos an die Blau=Weißen gestellt werden, von einem unerhörten Kampf- und Siegeswillen begleitet sind. BfE Osnabrück rachte den Großdeutschen Meister zu Fall und bewies, aß alles möglich ist. Wer ist der Zweite? r kömmt denn da...?“, so pflegt man#a Stammtischen zu sagen, wenn ein, lang Verauf der Bildfläche erscheint. Und das gleiche uch die Herner Sportfreunde tun, wenn nach e ihr alter Bekannter Karlchen wieder einergreift. Da sind nun schon bald vier Moegangen, seitdem John Bull den Krieg and vom Jaun brach. Millionen deutscher unter Waffen, in ihrem Schutz nimmt das Helmat seinen gewohnten Gang, ist auch der der ganz da. Und da erscheint es Karlebracht, mal wieder ein bißchen nach dem „ ehen und über dies oder jenes ein wenig zu „klönen“. Es ließ sich ja ein bißchen reichlich langsam an mit der Kriegsmeisterschaft, ader nun geht es im Eilkempo. Die Weihnachtstage descheren uns sa ein wahres Mammutprogramm und auch zum Jahresschluß gibt es keine Pause, müssen alle zehn Mannschaften der westfälischen Gauliga wieder ins Gefecht. Die Sache schten sich bis zum vergangenen Sonntag zu einem Duell zwischen dem Deutschen Meister Schalke 04 und seinem jungen Lokalrivalen. BSG Gelsenguß, zuzusoitzen. Nun aber hat es am vergangenen Sonntag den Knall mit Gelsenguß gegeben, mußte auch diese ehrgeizige Elf erfahren, daß noch kein Meister vom Himmel gefallen ist, daß es auf dem Fußballplatz nicht nur Siege, sondern auch Niederlagen gibt. Damit hat die„interne Gelsenkirchener Angelegenheit“, wie man in der Dresse schon lesen konnte, einen tüchtigen Puff erhalten. Auch der phantastebegabte Schreiber, der dem Gelsenkirchener„Feldherrnviertel“(der Platz von Gelsenguß wird von der Dessauer- und Seydlitzstraße umgrenzt) einen Besuch abstattete und in der jungen Elf bereits einen„neuen Stern am Fußballdimmel“ erblickte wird die Dinge jetzt wieder mit etwas nüchterem Blick betrachten.„So schnell schleßt Gelsenguß denn doch nicht!“ In Schalke scheint man jedenfalls der Auffassung zu sein, daß von anderer Seite ernstere Gefahr droht. Wie Karlchen hörte, ist man am Schalker Markt froh, daß das Treffen am Schloß Strünkede am zweilen Wethnachtstag zum Austrag kommt, hofft man doch bestimmt, daß man die Mehrzahl seiner Soldaten an diesem Tag zur Stelle hat. Urdan und Berg sind, wie Karlchen aus erster Quelle weiß, bereits eingetroffen. Weiter ist bestimmt mit Klodt und Bornemann zu rechnen, auch Ernst Kuzorra, der an den letzten Sonntagen aussetzte, wird wohl wieder mit von der Partie sein. Jedenfalls wird der Deutsche Meister mit einer starken Elf zu uns kommen. Ader auch auf Seiten der Strünkeder besteht die Hoffnung, mit einer starken Streitmacht ins Feld rücken zu können. Sabokta und Krüger werden voraussichtlich zur Stelle sein. Auch Joswiak wird seine Verletzung inzwischen überwunden haben. Macht auch dazu Gott Pluvius ein gnädiges Gesicht und sind die Bodenverhältnisse einwandfrei, dann sieht Karlchen alle Voraussetzungen erfüllt, daß es am zweiten Feiertag im Westfalia-Stadion mal wieder anders auslehen wird als an den letzten SonnNarlchens Tips für die Feierlage. tagen, wo der Besuch recht dünn war. Wie Karlchen hört, ist auch außerhalb des heimischen Bezirks das Interesse an dieser Begegnung groß. Im Westfalia-Klubheim sind aus dem Sauerland, aus dem Bergischen und dem Münsterland bereits eine ganze Reihe von Kartenbestellungen eingegangen. Daß die Herner Fußballgemeinde vollzählig zur Stelle sein wird, versteht sich am Rande. Also wird es am zweiten Weidnachtstag am Schloß Strünkede ein frohes Wiedersehen geben, gedenkt Karlchen manchem alten Haudegen wieder einmal die Flosse drücken zu können. Hoffentlich geht diesmal alles nach Wunsch, können wir uns nach dem Spiel unseren Weihnachtskrunk zu Gemüte führen, mit dem froben Gefühl, dem Deutschen Meister einen großen Kampf geliefert zu haben. Was die Bezirksklasse angeht, so sind wir sa diesma!„draußen". Denn der VfB Börnig ist mit seinem berechtigten Wunsch durchgedrungen. Karlchen kann es den Leute von der Schadeburg wirklich nicht verargen, wenn sie immer mit leeren Taschen aus dem Gelsenkirchener Revier zurückfuhren, sie sich eine Gegend aussuchen, in der sie finanziell besser zurecht kommen. Denn mit leerem Geldsäckel läßt sich auch eine Kriegsmeisterschaft nicht bestreiten. So hat auf diese Art und Weise unsere heimische Kreisklasse wertvollen Zuwachs erhalten. Karlchen verspricht hier recht reizvolle und spannende Kämpfe, die sicherlich ihr Publikum finden werden. Weihnachten aber ist, wie schon gesagt, der Blick auf den Großkampf am Schloß Strünkede gerichtet, tritt alles andere im Herner Sportleben hinter der Erwartung zurück, daß die Westfalia in diesem Treffen gegen Deutschlands volkstümlichste Mannschaft die Farben der Stadt Herne ehrenvoll vertritt. In diesem Sinne wünscht Karlchen denn auch allen Herner Sportfreunden. Fußballern und Handdallern, Leichtalhleten und Schwerathleten, Ringern und Boxern, Tennisspielern und Ruderern, Radfahrern, Kanuten, Schach- und Billardsportlern ein frodes Fest! len, sonst kann es doch böse ausgehen. SC Constantin— B3 Herne=Süd. Ein weiteres Lokaltreffen gibt es am 2. Wethnachtstag in der Herner Mark, wo das am Vorsonntag ausgefallene Spiel nachgeholt wird. Beide Einheiten sind sich zur Zei durchaus gleichwertig, so daß es auch diesmal einen Kamp auf Biegen und Brechen geben wird. Die Märker bewiesen noch vor 14 Tagen im Spiel gegen Germania, daß sie über eine harte Kampfkraft verfügen und den Gegner zur Hergabe des ganzen Könnens zwingen können. Die Süder haben somit schon in einer guken Verfassung anzutreten, falls lie den Männern der Herner Mark eins auswischen wollen. Die letzte Begegnung zwischen beiden Einheiten brachte einen 3:1-Sieg der Constantiner, so daß die Süder diesmal Gelegenheit zur Revanche haben. 2. Kreisklasse. SC Viktoria Herne— VfL Herne S Fortuna— Tus Holsterhausen Jahn Holsterhausen— Tus Altenbochum Tus Harpen— SD Wanne 1911 SuS Gerthe—. Rasensport-Wanne B3 Hiltrop— BC Hordel 19 SC Viktoria Herne— PfL Herne Dieser Lokalkampf in Horsthausen am morgigen Tag wird eine entsprechende Anziehungskraft ausüben. Die Viktorianer haben sich mit drei gewonnenen Spielen d### Spitze in dieser Gruppe gesichert und werden diese, nach ihren Leistungen zu urteilen, mit aller Kraft zu halten wissen. Mit einem klaren Erfolg kehrten sie am vergangenen Sonnigg aus Hordel heim. Dagegen konnten die BfLer in letzter Zeit nicht gefallen. Jedenfalls rechnen wir in diesem Lokalspiel mit einem spannenden Kampf. Die Platzvorteile könnten vielleicht für den Gastgeber ausschlaggebend sein. Fortuna Herne— Tus Holsterhausen. Die Fortunen empfangen den Fußball-Neuling aus Holsterhausen. Den letzten Start In Herne, und zwar an der Schleuse 7, mußten die Holsterhauser bitter beschließen. Mit 5:0 blieben sie auf der Strecke. Auch am Vorsonntag gab es eine hohe Niederlage, so daß die Fortunen hier vor einem klaren Siege stehen. So ganz leicht wird es ihnen jedenfalls nicht gemacht werden, aber die zwei Punkle, so glauben wir, sind so gut wie sicher. Jugendspiele am Sonntag. BfL Herne 1a— SC Germania 09 1a SC Westfalia la— SD Fortuna 1a BV Herne=Süd la— SC Constantin 1a SD Sodingen 1a— SpVgg. Castrop 02 1a Schwacher Betrieb im Handball HXC beim Tabellenführer Eickhoff Bochum. Recht schwach ist die Ausbeute im Handball an den drei Feiertagen. Insgesamt sind vier Meisterschaftspaarungen im Kreis Bochum angesetzt. Der Herner Turn-Club hat sein Können gegen den Tabellenführer BSG Eickhoff Bochum zu beweisen, während die Herner Westfalen nach der Terminliste spielfrei sind. Einen harten Kampf wird es in Wanne zwischen den Turn-Club und der BSG Henrichshütte geben. Der TB Wattenscheid empfängt BfL 48 Bochum und wird gegen die Bochumer wenig zu bestellen haben. Die Polizei Bochum hat auf eigenem Gelände die BSG Müller A.=G. Bochum zu Gast. BSG Eickhoff Bochum— Herner Turn-Club. Die Herner Turner müssen Ju den ungeschlagenen Betriebssportlern der Filma Eickhoff Bochum Alle bisherigen Treffen konnten die Bochumer klar und sicher gewinnen, so daß sie nuch gegen Herne ihren Siegeslauf fortsetzen werden. Tagung der westdeutschen Rennvereine Galopprennzeit 1940. 1 Wahrscheinlich erste Rennen in Horst=Emscher am 17. März. Das Kartell westdeutscher Rennvereine beabsichtigt im nächsten Jahre wieder sein volles Programm vom 17. März bis 29. Dezember mit insgesamt 79 Renntagen durchzuführen, und auch die Rennpreise in der gleichen Höhe wie 1939 auszuschreiben, sofern die Vereine die gleichen Zuschüsse von der OBB wie in diesem Jahre erhalten. Der Start zum neuen westdeutschen Rennjahr wird voraussichtlich am 17. Mürz in Horst=Emscher erfolgen, wayrend Mülheim-Dutsbura die Rennzeit am 29. Dezember deschließen soll. Die einzelnen Renntermine wurden festgelegt und der Obersten Behörde für Vollblutzucht und Rennen zur Genehmigung eingereicht. iu s Zur Unterhaltung Zunul an der Moskwa Stizze von S. Droste=Hülshoff. Kühk und sternlos dunkelte die Septembernacht über den Dörfern und Wäldern an der Moskwa. Westwarts am Horizont leuchtete ein roter Schein. Ein Meldereiter rast über Stock und Stein durch die Finsternis, daß die Fünken unter den Hufen seines Rosses aufsprühten. Bald nach ihm preschte eine Gruppe Offiziere aus derselben Richtung einher. Die Pferde schnaubten, Waffen klirrten. Da und dort schielten ein paar Bauern scheu aus den Türen ihrer niederen Hütten und bekreuzigten sich: Krieg war im Land! Der böse Feind aus dem fernen Westen, den der Teufel in Person als Geißel über die Welt sandte, stand schon unweit von Moskau, dem Herzen Rußlands. Heilige Muttergottes von Kiew, was würde noch werden?! Im Gouverneurspalast saßen sie im großen Saal vor Weinkrügen und Schnapsgläsern, Fürst Trubetzkoi, Romanzow, der unge Skawronkit, Apraxin, Rasumowskij und wie sie sonst noch alle hießen. Sie wollten das Frösteln, die Unsicherheit vor dem Kommenden, die ihnen leise Schauer durchs Blut jagte, mit Alkohol vertreiben.— Man lärmte, verfluchte den Westen, aus dem nur Unheil für das Russenreich, kam, und riß derbe Witze über den kleinen Korporal aus Frankreich, der sich anmaßte, Herr der Welt werden zu können Plötzlich verstummte das Getöse. Im Rahmen der hohen Flügeltür erschien Graf Feodor Rostoptschin, der Oberkommandierende von Moskau, an seiner Seite der Pope Alexeis, General Kutusow und mehrere Offiziere. Ihre Uniformen waren verschmutzt und von Pulver auch geschwärzt. Rostoptschin trat an den Tisch. Hart und trocken klang seine Stimme durch die lautlose Stille: Die Schlacht bei Borodino sei geschlagen. General Kutusow habe seine Stellungen bei der Mündung der Kaluga in die Moskwa mit drei und bei Semenowskoje mit einer Schanze verstarkt. Von sechs Uhr morgens bis drei Uhr nachmittags tobte heißer Kampf um diese Befestigungen. Erst nach unendlichen Anstrengungen sei es den Generalen Navoleons gelungen, die Schanzen zu nehmen. Die Verluste auf beiden Seiten, seien groß, etwa 45000 Russen gefallen, Feldmarschall Bagration und andere hohe Offiziere schwer verwundet. Gegen Abend hätten sich die Russen zurückgezogen. „In wenigen Tagen wird Napoleon in Moskau sein! Es besteht zur Zeit keine Möglichkeit, ihm den Weg zu versperren,“ schloß der Graf seine Rede. Stumm standen die Adeligen und die Offiziere. Napoleon in Moskau! In Rußlands heiliger Stadt! General Kutusow stieß seinen Säbel klirrend auf den Boden: „Der kleine Korvoral hat uns noch lange nicht besiegt! Trotz Moskau und Borodino!!“ „Aber wenn er erst einmal in Moskau ist? Unsere Truppen sind zu erschöpft, um seinen Einzug zu verhindern—“ murmelte Apraxin. „Er wird sich in der Stadt festsetzen! Wer weiß, für wie lange!“ der junge Skawronskiji zuckte mutlos die Achseln. Graf Rostoptschin streifte ihn mit einem schrägen Blick: „Napoleon wird sich nicht in Moskau festsetzen!" „Willst du es ihm persönlich verbieten?“ lachte Fürst Trobetz loi höhnisch, Rostoptschin beachtete ihn nicht. „Napoleon wiro nicht in Moskau bleiben!“ wiederholte er „Er wird abziehen, und dann soll der russische Winter unser Verbündeter sein.“ Alle Anwesenden starrten auf den Oberkommandierenden. „Was weiß dieser Südländer von unserem Land?“ sprach Rostoptschin gelassen,„er kämpfte bisher in Italien, in Spanien, in Deutschland. Nun er wird erfahren, daß Rutzland eine andere Welt ist! In vier Wochen brausen die ersten Winterstürme über unsere Steppen—.—“ Rostoptschin schwieg einige Sekun. den. Seine Augen blickten geradeaus, als könnten sie die Mauern des Saales durchdringen und in ferne Zukunft schauen: „Der große Napoleon— haha— der kleine Korporal wird auf russischem Boden wohl keine Schlacht mehr schlagen. Er wird nach Westen eilen, fliehen, nur um unserem Winter zu entkommen! Seine Soldaten, die verweichlichten Burschen aus dem Süden, werden sich wehrlos durch Winterwüsten schleppen! Schnee so weit das Auge reicht, Wölfe heulen, Kälte lähmt den Schritt—.— Sie werden verhungern; erfrieren, zugrundegeben unter dem Schnee des ewigen Rußzland! Der Einzug in Moskau wird für Napoleon den Beginn seines Unterganges bedeuten!" Unbeweglich lauschten die Offiziere. Nach einer Weile nahm General Kutusow das Wort: „Wir haben vorhin beschlossen, Napoleon ein Winterquartier in Moskau unmöglich zu machen. Er wird weder Nahrung, noch Obdach für seine zahlreichen Truppen finden. Weder hier, noch anderswo! Fackel und Feuerstein sollen alles vernichten.“ „Das heißt?“ „Daß Moskau in Flammen aufgehen wird, sobald die Franzosen in der Stadt sind!“ erklärte Rostoptschin fest. „Du bist verrückt!“ Feodor Wasiljewitsch!“ schrie Fürst Trubetzkoi entsetzt. Rostoptschin ergriff ein Glas und stieß es so heftig auf den Tisch zurück, daß die blanken Scherben in einem roten See schwammen. „Ich war nie klarer als heute! Es gibt keinen anderen Weg! Er ist sehr grausam, ja! Doch Moskau wird später schöner aus der Asche auferstehen. Die heilige Stadt des alten Reiches muß geopfert werden! Zum Segen Rußlands— und vielleicht ganz Europas! Ich werde meinen Palast mit eigener Hand in Brand setzen!" „Alles ist schon gut vorbereitet—“ sprach General Kutusow sachlich,„Die Schätze des Kremls und der Kirchen sind bereits entfernt. Der Abtransport der Bevölkerung und was sonst noch zu geschehen ist, wird in den nächsten Tagen erfolgen. Doch Ihr alle schweigt vorläufig über das, was in dieser Stunde gesprochen wurde!" In den nächsten Tagen herrschte in Moskau fieberhafte Geschäftigkeit. Ueberall wurden Wagen und Karren mit der Habe der Einwohner beladen. Weinend nahmen Männer und Frauen Abschied von ihren Heimen. Auf Anordnung des Grafen Rostoptschin mußten sie alle unter dem Schutz von Soldaten oftwarts abziehen. Man folgte dem Befehl und ballte die Fäuste in Gedanken an die Franzosen. Moskau hatte im I 1812 etwa 300 000 Bewohner. Kaum 10 000 davon— fast alles Gesindel und Kranke— weilten noch in der Stadt, als Navolcon um 14. September einzog. Die Generale Ney und Davout bemerkten, es sei ein seltsames, fast unheimliches Gefühl, so durch die verödeten Straßen zu reiten, vorbei an lauter leeren Häusern, verlassenen Kirchen und Pa lästen. Navoleon hob gleichgültig die Schultern.— Er nahm Quartier im Kreml. Einige Stunden später loderten an verschiedenen Stellen der Stadt gleichzeitig Feuersäulen auf. Der Kaiser gab sofort Befehl, die Brande mit allen Mitteln zu bekämpfen. Doch seine Soldaten suchten vergeblich nach Lösch= geraten Nirgends waren solche zu finden. Dafür lagen in den Speichern der Häuser überall Pechkränze, Strohbündel, Nulverbaufchen, die knallend explodierten—— In der Nacht des 16. September brannten Tausende von Holzhäusern lichterloh, und auch die Steinbauten wurden von dem entfesselten Element ergriffen. Am Morgen erblickte der Kaiser vom Kreml aus ein Feuermeer.. Der Nordwind veitschte es, rasend, ein glühendes, prasselndes Fanal, verzehrte es unersättlich Stadtteil um Stadtteil. Entsetzt verließ Napoleon den Kreml und floh nach dem kaiserlichen Lustschloß Petrowskoje, das eine Stunde von Moskau entfernt lag. Hinter ihm stürzten die Bauwerke ganzer Straßenzüge glühend und krachend zusammen.— Noch nach Jahren, als der gestürzte Kaiser längst auf der einsamen Insel im Meer lebte, gedachte es noch der Nächte im brennenden Moskau", deren gräßlicher Anblick nie aus seiner Seele verschwinden könne.“ 4.5 Kilometer in die Erde Der Welt tiefstes Bohrloch in Kalifornien. Des Menschen Verlangen ist nicht nur, mit seinen Luftfahrzeugen immer höher und höher in den Himmelsraum vorzudringen, sondern sein Bestreben geht auch dahin, die Geheimnisse im Innern der Erde zu entschleiern, die unterirdischen Kräfte uns Schätze seinem Wirken dienstbar zu machen und deshalb so tief als nur möglich unseren Planeten anzubohren. Als vor etwa hundert Jahren in einem kleinen Ort Westfalens der Berghauptmann v. Oeyn hausen nach einer Thermalquelle suchen ließ und es dabei nach einem neuartigen Bohrsystem gelang, eine Tiefe von 695 Meter zu erreichen, horchte die ganze Welt auf. Aber nicht deswegen, weil in Deutschland damit ein neuer Badeort entstand, der den Namen seines Begründers, eben dieses Oeynhausen, erhielt, sondern weil man es kaum fassen konnte, daß es Menschen fertig brachten, der alten Erde ein so gewaltiges Loch zuzufügen, nachdem man bisher nur Bobrtiefen bis zu 50 Meter kannte. Man muß dabei bedenken, daß den Bohrmeistern damals nicht die technischen Mittel zur Verfügung standen, mit denen man heute der Erde„auf den Zahn fühlt". So waren das Bohrloch von Speremberg bei Potsdam im Jahre 1870 mit 1273 Meter und jenes von Schladebach bei Merseburg mit 1748 Meter wirklich hervorragende Erfolge deutscher Ingenieurkunst, auf die man mit Recht stolz sein konnte. Um die Jahrhundertwende setzte ein wahres Wettrennen um die längste Strecke in das Innere der Erde ein, Deutschland behielt jedoch jahrzehntelang mit dem 2240 Meter tiefen Bohrloch in Czuchow(Oberschlesien) die Oberhand. Der„Tiefenweltrekord“ fiel dann mit 2251 Meter in Clarksburg und später mit 2311 Meter in Fairmont, beide Orte in Westvirginia, wo nach Erdöl geschürft wurde, in die Hände der Amerikaner, die schließlich sogar mit dem nun 15 Jahre alten Rotary=Verfahren bis auf 3170 Meter vorstoßen konnten. Aber damit noch nicht genug: im Wasco=Erdölfeld in Kalifornien übertraf man kürzlich diese gigantischen Ziffern um nicht weniger als 1000 Meter! Nachdem es gelungen war, zunächst eine Tiefe von 4372 Meter zu erreichen, führte ein zweites Bohrloch der Erde eine noch tiefere Wunde zu: 4573 Meter! Das ist vorläufig der Weltrekord im Tiefbohren. Aber auch Deutschland ist in dieser Zeit nicht müßig geblieben und es gelang erst jüngst bei der Erschließung einer neuen Erdölquelle in Holstein auf 3818 Meter vorzustoßen, wo mit die deutsche Bohrtechnik in Europa an erster Stelle steht Es sind jedoch bereits schon wieder Versuche im Gange. um nicht nur die 4000 Meter=Grenze zu erreichen, sondern sogar noch zu überschreiten. Der Laie macht sich allerdings keine Vorstellung, mit welch ungebeuren Schwierigkeiten solche Bohrungen verbunden sind. Vielleicht erhält er einen geringeren Begriff davon, wenn er hört, daß schon eine Bohnung bis zu 1500 Meter eine Summe von rund 250000 Mark verschlingt bedeuten die versenkten Tonnen? Unsere drei Zeichnungen erläutern in leichtverständlicher Form den Unterschied in den Tonnenangaben, die bei den Meldungen über den See= und Handelskrieg ständig wiederkehren. Bei Kriegsschiffen(mittere Zeichnung) ist. allein das Gewicht des Schiffes ausschlaggebend, das immer der Menge des verdrängten Wassers entspricht. Ein Schlachtschiff mit einer Wasserverdrängung von 29150 Tonnen, wie die in Scapa Flow von einem deutschen U=Boot versenkte„Roval Oak“, hat also auch ein Gewicht von 29 150 Tonnen. Bei Handelsschiffen entspricht eine Tonne keineswegs der im Frachtverkehr benutzten Gewichtstonne= 1000 Klg., sondern hier ist das in der, ganzen Welt übliche Einheitsmaß, die Regemartt war die Latnaß zu werten. Die Vermessung des scen ruhig doch##lso die Größenangabe der Handelser: Effektivmarkt: 613 ir ruhig. Oele un ikte sich auf kleine auf Rüböl. Gew s Geschäft. Rohka so daß nur ao-Halbfabrik opulver vorhanden Dortmunder schiffe, wird in Bruttoregistertonnen(BRT. oder Br.=Reg.=T.) gemacht. Es wird also der gesamte Raum vermessen(Zeichnung unten). Die Angabe des Nutzladeraumes, der bei unserer Zeichnung oben schraffiert ist, wird nach Abzug des Betriebs=, Maschinen= und Wohnraumes in Nettoregiskertonnen angegeben. Die Nutzladefähigkeit in Gewichtstonnen ist größer als die Bruttoregistertonnage; denn in einer Registertonne sind 2,83 Gewichtstonnen unterzubringen. (Zeichnungen von v. Zglinicki— Scherl-M Statt Karten Ihre Vermählung geben bekannt: Norbert Altmeyer Funkmeister Paula Altmeyer geb. Bornecke Herne-Sodingen z. Z. im Felde Kirchstraße 66 I. Weihnachtstag 1939 Wir geben unsere Vermählung bekannt: Hans-Joachim Ruge Bergassessor Magdalene Ruge geb. Bönnebruch gnt. Althoff Kattowitz O.S. 26. Dezember 1939 Herne i. W. Steinweg 3 Ihre Vermählung geben bekannt: Dr. med. Altred Schumacher Elisabeth Schumacher geb. Küpper-Fahrenberg Herne, Altenhöfener Str. 82 Aachen, Hindenburgstr. 57 Hotel Schlenkhoff, den 26. Dezember 1939 Ihre Vermählung geben bekannt: Josef Meyer Thea Nleyer geb. Bosbach Weihnachten 1939 Herne Bochumer Str. 71 Ihre Verlobung geben bekannt: Liesel Golz Günter Henseler Polizei-Oberwachtmeister Weihnachten 1939 Herne I. Westt. Landsberg a. Warthe z. Z. Lutherstadt Wittenberg Statt ,Karten. Als Verlobte grüßen: Hanni Nichalczak Heinz Klug Herne Weihnachten 1939 Herne Mitleistraße 12 Schulstraße 41 el seit 1872 Herne Bahnhofstrasse 49 Haus der guten Qualitäten Statt Karten Ihre Verlobung geben bekannt: Gertrud vor der Sielhorst Otto Lange Herne Körnerstr. 10 Wanne-Eickel Brennerstr. 13 I. Weihnachtstag 1939 C Statt Karten Ihre Verlobung geben bekannt: Tini Stenert Hans Brömmel Buer Beckerradsdelle 71 Weihnachten 1939 Herne Franz-Seldte-Str. 20 Augustin Wibbelt DRUKEMÖHNE Vertellels uuf'n Mönsterlann 214 Seiten Mit farbigem Schutzumschlag Leinen RM 2,90 Vorrätig in der Buchhandlung Koethers Röttsches H.-Göring-Str. 8, neb. d. Postamt WeihnachtsKarten mit oder ohne Umschlag empfichlt in sehr großer Auswahl: Buchhandlung Koethers& Röttsches I.-Göring-Str. 8, ncb. dem Postamt. Für Kassakäufer lohnt sich der Weg Mode in jeder Preislage. Besond. zu empfehlen: Eichenschlafzimm. Jtur., 200 cm br., 400.- RM. Eichenwohnzimmer 275.- RM. Kompl. Küche 250.- RM Lieferung frei Haus. Mobelfabrik Altmann Bochum-Riemke Poststraße 8e Tel. 631 70 Eine Wohltat f. jed. Juckerkranken ist der bewährte NeserdnaTee Auskunft und Alleinverkauf Fachdrogerie Kottsieper Nachfolger. Beweise bringt nun seit 1913 bei Zucken. Kratzen, Brennen der Haut, Flechten. Pickel. Ekzem. 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In besonderen Ausnahmefällen kann die Hauszinssteuerhypothek bis auf 2500 RM. je Wohnung erhöht werden. Der Zinssatz für Hauszinshyvotheken kann bei Wohnstätten. die als Arbeiterwohnstätten im Sinne der Verordnung vom 1.2 1937 anerkannt werden. auf 2 v. H. festgesetzt. nötigensalls bis auf 1 v. H. berabgesetzt werden. Die Wohnfläche der mit Hauszinssteuerhypotheken zu fördernden Wohnungen kann bis auf 55 am bei Wohnungen, die für Familien mit Kindern bestimmt sind. bis auf 70 am bei tragen. Zur Behebung von Zweifeln weist der Erla## serner darauf hin, daß die Rückflüsse der Hauszinssteuen hypotheken auch zum Ausbau von bisher gewerblich### nutzten Räumen oder zur Aufstockung von Wohngebäuden eingesetzt werden können, wenn dadurch neue Wohnungen geschaffen werden. Die Hauszinssteuerhypothek darf in diesen Fallen zwei Drittel der Neubaukosten nicht übersteigen. das willkommene Geschenk Buchhandlung Koethers& Röttsche;, Herne. Samstag, 23. 12., 20—23 Uhr, Vormiete B 9: Westdeutsche Erstaufführung! „Rebellion um Preußen". Tragödie von Fr. Bethge. Sonntag, 24. 12.: Geschlossen. Montag, 25. 12., 19.30—22.15 U. außer Vormiete: „Minna von Barnhelm". Lustspiel von G. E. Lessing: Dienstag, 26. 12., 10.30—13 Uhr, Geschl. Vorst. f. d. Hitler=Jugend: „Minna von Barnhelm"; 20—22.30 Uhr, außer Vormiete: „Der Manlkorb“ Lustspiel von H. Spoerl. Mittwoch, 27. 12., 19.30—22.30 U. Vormiete A 9: „Rebellion um Preußen". Suche zu kauten und zahle den Höchstpreis. Stickcler. Bahnhofstr. 30 Gen. 26 500. Unterm Christbaum! Eine Sammlung der schönsten Weihnachts-Lieder 32 Seiten stark Stück 10 Pf., 10 Stück 85 Pf. Buchhandlung Koethers& Röttsches Hermann=Göring=Straße 8, neben dem Postamt. Wer Bücher schenkt. hat Kultur! Reichssender Köln Sonnabend, den 23. Dezember. 6.00 Morgenruf, Morgenlied 6.05 Wiederholung der Abendnachrichten. Durchsprüche für den Bauern 6.10 Knte—e beugt! 6.30 Frühkonzert(Schallpl.), darin: 7.00 Nachr. 8.00 Frauenturnen 8.20 Die drei Musikanten spielen! 9.00 Zum letzten Male vor Weihnachten: Zwischen schönen Schallplatten und neuen Büchern. 9.15 Fröhliches Spiel für die Kleinsten 9.45 Jur Unterhaltung(Schallplatten) 10.00 Nachrichten, Marktberichte des Reichsnährst. 10.10 Musik zur Weihnacht aus unserer Zeit 10.30 Sendepause. 11.30 Die goldene Geige(Schallplatten) 1 11.50 Bauer, merk' auf! 12.00 Frankfurt: Mittagskonzert I 12.30 Nachrichten von Berlin. 13.00 Breslau: Mittagskonzert II 13.45 Nachrichten(franz.) 14.00 Nachrichten, Glückwünsche 14.15 Wochenendkonzert(Schallplatten) Darin: 15.15 Nachrichten(franz.) 15.40 Allerlei vom Sport 16.00 Weihnachten im Lazarett darin: 17.00 Nachrichten 18.00 Kleines Konzert 18.15 Nachrichten(franz.) 18.25 Schön ist die Stille, die zu mir spricht! 19.00 Berlin: Otto Dobrindt spielt! darin: 19.10 Berichte 19.45 Politische Zeitungs= und Rundsunkschau 20.00 Berlin: Nachr., 20.15: Zwei bunte Stunden darin: 21.15 Nachrichten(franz.) 22.00 Nachrichten, 22.15 Nachr.(franz.) anschl.: Uebertragung aus Berlin, dazw.: 23.15 Plauderei(franz.) 24.00 Nachrichten. 0.15 und 1.15 Nachrichten(franz.) Sonntag, den 24. Dezember. 6.00 Hamburg: Hafenkonzert. darin: 7.00 Nachrichten. 8.00 Das schönste Fest der Familie 8.10 Musik am Sonntagmorgen(Schallplatten) 9.30 Ich werde beschenkt. 9.45 Euch zur Freude und Erbauung 11.00 Ein Wort, ein Lied, ein Stundenklang 11.30 Ausschnitte aus Humperdincks Oper„Hänsel und Gretel“(Schallplatten) 12.15 Album für die Jugend, Klavierstücke. 12.30 Nachrichten. 12.40 Musik am Mittag. Leo Eysoldt spielt! 13.45 Nachrichten(franz.), 13.55 Zwischenmusik 14.00 Nachrichten, Glückwünsche 14.15 Melodein— aus Köln am Rhein 15.15 Nachrichten(franz.) 15.30 Leipzig(aus Weimar): Weihnachten fern der Heimat. 16.00 Deutschlandsender: Soldaten- u. Volksweihn. 18.00 Das Weihnachtspaket. Eine heit. Erinnerung. 18.15 Entzünden möcht' ich alle Kerzen. Weihnacht am deutschen Rhein. 21.00 Weihnachtsansprache des Stellverkrekers des Führers, Reichsminister Rudolf Heß anschließend bis 22.00 festliche Klänge 22.00 Zwischenmusik, 22.15 Nachr.(franz.) 22.30 bis 24.00 Wien Konzerk, 23.15 Nachr.(frz.) 0.15 und 1.15 Nachrichten(franz.) 1. Weihnachtstag, Montag, 25. Dez. 6.00 bis 7.15 Musik am Weihnachtsmorgen (Industrie-Schallplatten) 7.15 Weihnachtslieder. 8.00 Ein besinnliches Wort. 8.10 Meister ihres Fachs(Schallplatten) 8.40 Liebl. Weihnacht. Ein Singen u. Musizieren 9.15 Goethes Weihnachtsbriefe 9.30 Festliches Konzert Gartenbauerhebung In der Zeit vom 23. bis 30. Dezember finde auf Anordnung des Reichsministers für Ernährung und Landwirtschaft eine auf die Bedürfnisse der Kriegswur# schaft, abgestellte Gartenbauerhebung statt. Die Erhebung bezieht sich auf alle gärtnerischen und landwirtschaftlichen Betriebe, die zu Verkaufszwecken Garteggewächse jeglicher Art. wie Gemüse(auch Kohl nzw. Kraut. Spargel u. dgl.). Obst. Blumen. Zierpflanzen. Baumschulerzeugnisse anbauen oder gärtnerischen Samenbau betrieben. Es wird darauf hingewiesen, daß die Erhebung wichtigen und in der gegenwärtigen Kriegswirtschaft vordringlichen Feststellungen dient. Namentlich sollen der Gemüseanen un9 und der für 1940 geplante Anbau von Gemüse fur die Zwecke der Ernährungssicherung ermittelt werden. Obwohl die Erhebung unter erschwerenden Zeitumständen stattfindet, müssen zuverlässige Gesamtergeh„ ernen: werden. Eo kommi deshalb auf genane Angaben jedes einzelnen an. Für die abwesenden Betriebsleiter sollen die Angaben von einem mit den Betriebsverhältnissen vertrauten Familien= oder Betriebsangehörigen. Bekannten oder Nachbarn gemacht werden. In perufskamergdschaftlicher Zusammenarbeit muß es für , üssli0 sein den Fragebogen vollständig und richtis Um möglichst zuverlässige und einwandfreie Ergebnisse zu gewinnen, werden die Betriebsangaben nachgeprüft. Die Betriebsinhaber müssen daher richtige Angaben zumal diese den genannten statistischen Zwecken Willkommene Geschenke von bleibendem Wert in Uhren, Sold und Silberwaren von Bochum, Bongardstraße 5, am Rathausplatz Astronomische Kunstuhr Donnerst., 28.12. 18.30—22.30 U. Vormiete C 10, Gastspiel der Kölner Oper: „Der Rosenkavalier“, Oper von R. Strauß. Freilag, 29. 12., 20—22.30 Uhr, Vormiete B 10 „Jugend“, Schauspiel von M. Halbe. Samstag, 30. 12. 19.30—22.15 U Roter Ring 4: „Die Spielereien einer Kaiserin“ Schauspiel von M. Dauthendey Sonntag, 31. 12. 20—22 Uhr, auß. Vormiete, Neuinszenierung: „Ingeborg“, Komödie von Curt Götz. Montag, 1. Jan., 20—22 Uhr, blauer Ring 5: „Ingeborg“. Dienstag. 2. Jan. 19.30—22.15 U. gelber Ring 4: „Iphigenie auf Tauris", Schauspiel von Goethe. „Der Froschkönig" 23. Dez., 15 Uhr 24. Dez., 14 Uhr 26. Dez., 14 Uhr 30. Dez., 14 Uhr 31. Dez., 14 Uhr 1. Jan., 14 Uhr Kartenvorverk. in Fr. Stücks Buchh., Herne, Bahnhofstraße. 10.30 11.00 11.30 13.45 13.55 14.00 14.15 15.15 15.30 16.00 17.30 18.00 18.15 18 19.00 20.00 21.00 22.00 23.15 „Ich trag ein gülden Ringelein“ Ewiges Deutschland Musik am Mittag Darin: 12.30 Eine Weihnachtserzählung. Nachrichten(franz.) Zwischenmusik Nachrichten, Glückwünsche Melodein— aus Köln am Rhein Nachrichten(franz.) Für große und kleine Kinder Frankfurt: Klingende Liebesgaben Der lustige Rätselfunk Neue Musik zur Weihnacht für Cembalo Nachrichten(franz.) Alte und neue Weihnachtsklänge Deutschlandsender: Der Feldzug in Polen(1) Berlin: Nachrichten, 20.15 Tanzmusik. Deutsch-Italienisches Austauschkonzert. Darin: 21.15 Nachr.(franz.) Nachrichten. —24.00 Berlin: Heileres Nachtkonzerk 2. Weihnachtstag, Dienstag, 26. Dez. München: Frühkonzert, darin: 7.00 Nachrichk. Morgenruf. Blasmusik von Burg Altena. Musik am Morgen. Leo Eysoldt spielt! Der Erzähler. Kleine Zwischenmusik Nachrichten, Glückwünsche Melodein— aus Köln am Rhein Nachrichten(franz.) Sonnenkringel im Schnee Kiepenkerl packt aus! Weihnachts-Wunschkonzert für die Wehrmacht darin: 17.00 Nachrichten Nachrichten(franz.) Deutschlandsender: Luftkrieg in Polen Nachrichten Leipzig: Operetten-Kaleidskop darin: 21.15 Nachrichten(franz.) Nachrichten Nachrichten(franz.) -24.00 Wien: Nachtmusik. Hauptschriftleiter: Josef Moller, Herne. Verantwortlich für Politik: Friedrich Böhmer, Gelsenkirchen; für Kommunalpolitik, Lokales und Sport: Josef Möller, Herne; für Unterhaltung: Franz Bruns, Gelsenkirchen; für Anzeigen: Hubert Beyer, Herne. Bildverantwortliche: Ressortleiter. Beiträge sind an die Schriftleitung(Herne, Hermann=Göring=Str. 8), nicht an ihre einzelnen Mitglieder zu richten.— Druck und Verlag: Koethers& Röttsches, Herne. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 5 guung.— Mengenstaffel E. Togal ist hervorragend bewährt bei Rheuma Ischlas Hexenschuß Nerven- und Koptschmerz Erkältungen Unzähligen haben Togal-Tabletten rasche Hilfe gebracht. 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Frauen darf nach den Bestimmungen Erwerbsarbeit nicht zugemulet werden, wenn dadurch die geordnete Erziehung ihrer Kinder gefährdet würde; auch sonst sind bei Frauen die Pflichten besonders zu berücksichtigen, die ihnen die Führung eines Haushalles oder die Pflege von Angehörigen auferlegt. Wie man sieht, wird auf die Mütter und auf die Frauen, die beispielsweise ihre kranken Eltern zu pflegen haben, besondere Rücksicht genommen. Es ist Vorsorge getroffen worden, daß verheiratete Frauen und insbesondere die Mütter ihren hauswirtschaftlichen, erzieherischen und pflegerischen Aufgaben erhalten bleiben. Bereits durch einen Runderlaß des Reichsarbeiksministers vom 25. Septemder 1939 wurde die Meldepflicht der Familienunterhaltungsberechtigten beim Arbeitsamt aufgehoben. Die Frauen der Einberufenen können sich demnach ihren hausfraulichen Aufgaben widmen. Um die Frauen und Mükter ihren hauswirtschaftlichen und erzieherischen Aufgaben zu erhalten, wurde dann weiter durch einen Erlaß vom 29. September 1939 ein Vorrang der Arbeitsvermittlung für Männer, ledige Frauen und Frauen, die bisher schon in Erwerbstätigkeit gestanden haben, aufgestellt. Nur insofern Männer nicht zur Verfügung stehen, kommen Frauen und Mädchen als Ersatzkräfte in Frage. Von Dienstverpflichtung ist nur bei Männern und ledigen Frauen Gebrauch zu machen, jedoch kommen auch ledige Frauen unter 16 und über 50 Jahren und ledige Frauen des Hausgehilfinnenberufes für Dienstverpflichtungen nicht in Betracht. Natürlich können Mütter, die auf Erwerb angewiesen sind, auf eigenen Entschluß hin auch einer außerhäuslichen Arbeit nachgehen. Es ist dabei aber Sorge getragen,, daß durch ihre Abwesenheit der Haushalt nich leidet und die Versorgung der Kinder nicht beeinträchtig wird. Iu diesem Zweck sind die Arbeitsämter angewiesen, laufend mit der NS=U und dem Deutschen Frauenwerk Fühlung zu halten Sehr wichtig ist auch der Hinweis auf die Tatsache daß der Familienunterhalt nicht gekürzt wird, wenn die Ehefrau eines Einberufenen einem geringjugigen Verdienst nachgeht. Es bleiben alle Einkommen unberücksichtigt, die ein Drittel des Anterhaltssatzes nicht übersteigen; von einem Mehrbetrag soll nicht mehr als die Hälfte angerechnet werden. Wenn also z. B. der monatliche Unterhaltssatz 96.— RM. beträgt, so könnte die Ehefrau 32,— RM. hinzuverdienen, ohne daß die Unterstützung gekürzt wird. Bei einem Nebenverdienst von 80.— RM. würden in diesem Falle höchstens 24.—. RM. monatlich angerechnet werden. Auch das Kriegs=HHw. ist eine Schlacht, die siegreich geschlagen werden muß rme und Kälte an Fortschritte der Russen im nordöstlichen Kampfabschnit Helsinki, 22. Dez. Der Pormarsch der Russen auf der in Salmijärpi Eismeerfront ist auf den Höhen von Hövenjärvi. 50 Kilo= geben weiterbin Schneide meter von Salmijärvi, zum Stehen gekommen. Der noch Süden * eegucee türchterliche Schneesturm, der seit Mittwochfrüb über die russischen Trupp ein ganzes Leben lang haben. Es Gegend raft, dauert noch an, und die Temperaturen Tagen sind zahl: daß man ihn von einem bestimmten Augen= schwanken zwischen 30 und 36 Grad Kälte. Die Russen.(Nordost=Norwege gewissermaßen vensioniert, als habe er seine die in diesem Kampfabschnitt mit motorisierten Kolonnen Pflicht und Schuldigkeit getan. Es würde sonst, was overieren, unternahmen eine Schwenkung nach Westen.„Finnla einer sich tapfer ein halbes Leben hindurch erkämpft und da ihnen der Weg nach Voris Gleb durch die Finnen ausgebaut hat. in einer schwachen Stunde unter seinen versperrt wurde. Die Luftwaffe kann in den Kampf= Wallstreetbankiers Händen zeriließen. Wer Mut hat, kann auch ein Gefecht abschnitten seit Dienstag nicht mehr eingese verlieren, denn er weiß. er wird am Ende den Kampf da der Schneesturm die Tätigkeit von Bomb gewinnen. Wer Mut bat, muß etwas nanen konnen. und Aufklärungsflugzeugen so gut wie uchtendes Beispiel wirklichen Auch die Aktionen der Artillerie werden Mutes„besitzen mir Deutschen Adolf Schneesturm behindert. Hitler. Im nordöstlichen Kampfabschnitt waren Wir fragen uns: Was kann uns schon geschehen, da nach Meldungen aus Helsinki während des uns die lebendige Unverzagtbeit führt? Auch wenn uns und in der Nacht zum Donnerstag weiter im nicht Adolf Hitlers Jug von Erfolg zu Erfolg das Ver= begriffen. An der Front bei Salla haben trauen zu ihm und seiner Sache schenken würde, dann weitere Fortschritte gemacht. Die Russen be würde uns die von ihm in Stunden schwerster Entschei= hier auf dem Vormarsch nach Savukoski. Am dung gezeigte Haltung aufrichten und anfeuern. Wie oft abend stellten sich die Finnen, die nordöstlich hat er den Kampf ausgenommen, auch wenn der Aus= järvi eine neue Verteidigungslinje gebildet gang zweifelhaft war! Angrtff gegen die vormarschierenden zussisch Wo ihn das innere Gebot des geborenen Kämpfers Der Angriff kam überraschend, als russische P trieb, band er den Sieg an seine Fahne. Das weiß unser technische Truppen sich anschickten, den Volk. und im Rückblick auf Hitlers Weg wird es ganz überschreiten. Der Kampf, der zur Stunde ruhig und zuversichtlich. Nie war die beste Sache ist nocht nicht entschieden. der Welt so in den besten Händen wie Moskau, 22. Dez. Nach dem Bericht „„ stades im Militärbezirk Leningrad vom mut gehörte bereits dazu, sich ein persönliches haben Patrouillentätigkeit und kleine Lebensziel zu stecken, das nach allgemein=gültiger Auf= gefunden. Heitiges Artilleriefeuer auf der #aslung und durch die Hemmungen des bürgerlichen Landenge.„Russische Flieger hätten verschied Berechtigungswesens dem jungen Hitler überhaupt ver= kundungsflüge unternommen und in## sperrt zu sein schien. Mehr Mut gehörte dazu. alles finnische Flugzeuge abgeschossen rich zu werfen und sich nur und restlos dar shen Mitglieder der Bewegung haben Feindschaft. Gegner nicht zu fürchten, sondern### I Voraussetzung zur eigenen Daseinsberechtigung empfinden.“. Die Maxxisten waren fest entschlossen, eine im Mün hener„Holbräuhaus angesetzte nationa sozialistische Kundgebung zu sprengen. D## Führer schrieb später dazu:..„ „Als ich um 7.45 Uhr in die Vorhalle des Hofbra# hauses kam. konnte allerdings ein Zweisel über die vo# handene Absicht nicht mehr bestehen. Der Saal m## übervoll und deshalb volizeilich gesperrt worden. Segner, die sehr früh erschienen waren, besanden sich Sudl und unsere Anhänger zum größte Bereits seit Monaten verhandelt England lietzt auch nur mit einem einzigen Lande zu ei friedigenden Ergebnis gekommen zu sein. Es ist . nicht verwunderlich, daß sich in der holländischen schen und schweizerischen Presse, täglich lebhafte über die Verzöggrung der englischen Wirtschafts## lungen finden. Die Schwierigkeiten auf englisch 20 sind so eindeutig durch die Tatsache gekennzeich en England seiner schwachen Devisenlage wegen en lebensnotwendigste Einfuhren aufnehmen und al mseine Ausfuhr kaum noch zur Hälfte aufrecht mu kann. Es ist nicht mehr in der Lage, den Neuit früher bezogenen Erzeugnisse abzunehmen und t gekehrt auch nicht mehr alle deren Bedurfnisse di Ausfuhr decken. Weiterhin steht England auch ten Hemmnissen durch die gewaltige Ahmertun Währung gegenüber und den damit verbundenen schwierigkeiten im Handelsverkehr. Auch mit den Südoststaaten, vor allem slawien, ist es England nicht gelungen, zu eine Neutralen annehmbaren Regelung zu komme ritische Handelspolitik ist also seit Ausbruch des urch eine Erfolglosigkeit auf der ganzen Linie chnet und spiegelt die wirtschaftlichen Schwier es Landes wider. Ausbau der rstärkung de rkt verzeich weiter ruhiger Gesam R Ser u Hulsenfrüchte: Der Hülsenf deutschen meinen ruhia, doch lamen ver [Zucker: Effektivmarkt: Rugig, oh " Sorvperen Ertent. hren Zuchthaus Weiter rubig. Oele und Fette: tsrus, 22. Dez. Im Rahmen der großen Verteidzungs= perurteilte Fritz Brehmer wurde am 21. Dezember bei Wider= schrankte sich auf kleine Partien in uno Befestigungsanlagen Englands und Frankreis im stand gegen die Staatsgewalt erschossen. sowie auf Rüböl. Gewürze: Der es brulschen Kundsunns Vorderen Orient wird zur Zeit die Bagdadbahn in der noch Brehmer hatte sich an Angehörige gefallener Soldaten kleines Geschaft. Rohlakao: Die Ne fehlenden Verbindungsstück von Kalat—Schergat über Kossul herangemacht und, unter der Angabe, Näheres über das Schick= klein, so daß 758000 neue Hörer in drei Monaten. nach Nissibin ausgebaut. Dämit wird der Persische volf von sal der Gefallenen zu wissen, auf gemeinste Weise Geld zu Kakao=Halbfabrikat werlin, 22. Dez. Der deutsche Rundsunk bat am 1. Dezem= Basra über Bagdad—Mossul—Rissibin—Aleppo nac Beirut erschwindeln versucht.. Kakaopulver vorhanden war, kommen ber nunmehr eine Hörerzahl, von 13.435301 aufzuweiser Bei bzw. dem sorischen Tripolis mit dem Mittelländisen Meer Kriegsbeginn hetrug die Zahl der Rundfunkhörer 12 6110#, verbunden. Von dieser Linie zweigt in Aleppo d Ankara= Verräter hingerichtet Viehmärkte Die Zunahme seit Kriegeveginn betragt also in drei Monaten Strecke ab, die setzt neuerdings bis zur ostturria# nen# rd. 758 000 neue Hörer. In dieser Zahl ist lediglich die bisher Erzerum durchgeführt worden ist. Ferner ist eine iber 1000 Berlin, 22. Dez. Die Justizpressestelle beim Volksgerichtshof Dortmunder Schlachtviehmarkt vom Freie Stadt Danzig mit 50.000 Görern einbegriffen, während Itlomete, lange. Asphaltstraße im Bau, die von Badad durch teilt mit: D M33rict#hof am 20. Dezember 1939 wegen:: Bezahlt fur 50 Klg. Lebendgewicht. Ochsen: Vollfleischige, die übrigen rückgegliederten Ostgebiete in diesen Zahlen noch die, egnesotzgtgmische,„u., transjordanische„Wüste und das.— Der vom Volksgerichtshof am 20. Dezember 1939 wagen ausgemastete, höchsten Schlachtwerts 46—46½, sonstige vollnicht enthalten sind. palästinensische Hügelland nach Haifa, dem Ende de Mossul= Vorbereitung zum Hochverrat und Verbrechens gegen die Ver= sseischige 421. fleischige 37⅛. Bullen: Jüngere, vollDamit hat der großdeutsche Rundfunk in drei Monaten die Lelleitung führt. Ehrverlust verurteilte Erich Sch“ und der vom Bolfafleischige, höchsten Schlachtwerts 44½, sonstige vollfleischige Kinder klagen England al Särserbosh verartelle 10. Jahre“2 konnte. Diese Zahlen sind ein ganz besonderer Beweis für die Render klügen Englund ul Heutge'uy PezpteHeate bingerschtet worden“ Schaer ha#i fleischige oder ausgemastete 3u. uune, fleischige 30—34½;, gering enge Verbandenheit von Volt und Rundfunk im Kriege. Weihnachteseier für die Waisen ermordeter Bimberger Witen a. d. Ruhr bis in die, singste, Jeit als, Postsgstarbezter armästete, böchsten Schla, Resärderung zum Admiral„I Volksdeutscher. zahlreiche Postsendungen, deren Zustellung ihm : Telorderung zum Aomiral. Bromberg. 22. Dez. Eine ergxeifende Vorwihnachts getlgg#lk: Daneben nar er durch hochverräterische tinten Mgst 71—78, beste Mast= und Saugkälber 61—63, mittlere MastBerlin, 22. Dez. Der Führer und Oberste Befehlshaber der seier, fan), am Donnerstag in Bromberg stat zu der aufzuwiegein ve fu Stanir hat aus Geminnsuche wahrar= und Saugkälber 55—57, geringere Saugkalber 45—48, geringe Wehrmacht hat den Vizcadmiral Marschall mik Wirkung vom gusschließlich die Kinder ermordeter Volksdeuscher ge Takr###aug“#### uchrig Star### hot,,#M mehrere Kalber 31—38. Lämmer, Hammel und Schafe: Beste 1. Dezember 1939 zum Admiral befördert. laden waren. Vater= und mutterlos müssen dies Kinder, a##re lang dem volnischer. gttrpent gaß Veisctzez#getem: Stallmastlämmer 50—51, beste jüngere Stallmasthammel 50, denen man die Eltern im Auftrage Englands ingemor= macht, die im Interesse der Sicherheit des Reichet geheim= beste jungere, Weidemasthammel 48—49, mittlere Mastlämmer Die ernen Velksdeutschen aus Wolkunien det hat, das diesjährige Weihnachtsfest begehen Wer die## alten waren. und ältere Masthammel 40—44, geringere Lämmer und Hammel ### verhärmten Gesichter dieser Kinder sah, die mi großen! Garskuune u.a1 S#sn 40—44, beste Schafe 40—42, mittlere Schafe 35—39, geringe in Lodz eingetrossen verwunderten Augen die Lichterpracht der Tannnbäume Dorsbrand bei Bozen Schafe 32. Schweine: Fettschweine über rund 150 ocf. 99 S., u. U iih m. destaunten, der wird niemals diese kleinsten Inkläger 15 Hänlee serits=: Lebendgewicht 551z, vollfleischige Schweine von 135—149 Klg. Lodz. 22. Dez. In den frühen Morgenstunden des Englands vergessen können. Was die britische Itorova= 15 Häuser derstort. Lebendgewicht 55⅛, vollfleischige Schweine# CrSets ma slaicen“ Welssniant dius,e ersten ganda an„Scheußlichkeiten vorbereitet und ob dann Pozen, 22. Dez. Durch Kursschluß entstand in einer Klg. Lebendagmaur zotg, vollfleischige Schweine von ca. 100 tausend Volksdeutschen aus Wolhnnien auf dem Bahnhof polnische Mörderhand vollendet hat, das hilftletzt die Ortschaft der Gemeinde Waidbruck(Eisaktal) in einem bis 120 Kla, Lebendgewicht 51½, vollkleischige Schweine von ###e bei Lods gin. Die Rückwanderer wurden im RSDAP und in ihrem Rahmen die RSV aus lem Ge Bauernhaus ein Brand, der mit ungeheurer Schnellig= ca. 80—101 Klg. Lebendgewicht 51½, fleischige Schweine von Sohbssitess. Sspe es Meedentsa Mseisesler 3, Bigins= der Uklrasiggn Kinder ausmerzet Vom keit auf die umliegenden Häuser übergriff. In weniger ca. 60—-80 Klg. Lebendgewiczt 49, fleischige Sctweine unter Volrsoeutigen, Mitte,stelle. H= Braunen„Haus in München aus waren für di Brom= als einer halben Stunde waren 15. Häuser vollständig i Klg. Lebendgewicht 40—49½, fette Specksauen du, andere Obergruppenführer Lorenz. war zu ihrer Begrüßung an= berger deutschen Kinder die schönsten und besten Winter= von den Flammen zerstört,„wodurch 20 Familien mit Sauen 51 1/8, Altschneider 55/8. Marktverlauf: Rinder, lachen geschickt worden. Alle Sonderwünsche der Kleinen! 99 Personen obdachlos geworden sind. Kalber Schafe Schweine: zugeteilt — E Hans-Joachim Ruge Bergassessor Magdalene Ruge geb. Bönnebruch gnt. Althoff Kattowitz O.S. 26. Dezember 1939 Herne i. W. Steinweg 3 Liesel Golz Günter Henseler Polizei-Oberwachtmeister Weihnachten 1939 Herne 1. Westt. Landsberg a. Warthe z. Z. Lutherstadt Wittenberg von Rieseneriolg Sckrönt Weihnachts-Opfe:r ..— I., Gensesten Vehnscht Der heitere Spielfilm von der deutschen Ihre Vermählung geben bekannt: Dr. med. Altred Schume Elisabeth oh geb. Küor:„0 46/80.J0 57= 0Kö-T X,XC Statt„Karten. Als Verlobte grüßen: Hanni Nichalczek Heinz Klug Herne„Weihnachten up“ Golk! Tne Mittelstraße 12„Hodih## so0 S 4 Shirlevlerppie *“ Ein Film, der die ganze herre Geichen uiske. Heslelide 1in aultegender als alle indaner□ Geschichten ausammen Ues neuere Sorr### Das Gewehr über! Hilde Schneider, Charlott Daudert Bossoum edtimngeshenr. 84h be A un ue ben uie obehie e chene bellce heaus uahen Sonntag, den 24 Dez.(Fleing Hierzu ein schönes Beiprogramm.— Wi wünschen allen Besuchern ein trohes weihnachtsicg1! kanden ui Ihre Ve.r z.n P.gei lhiht 30 asg B Presusgzea. Pziozz2s gn os ur. ugne 0 u0, b M alu pa 1 Herne Körnerstr Statt Karten KU den der n gehörigen Erwachsene, d sich gern ern, ist der e sich hierPg1 36 gc 2P%Pchol 1.63129 1 g 10Is aot Tüc 22:31120„ 42419E, guhb#c P##n Han sss120 Buer Beckerradsdelle Augustin Wibbelt DRUKEMÖHNE Vertelldels uufn Mönsterlang 214 Seiten Mit farbigem Schutzumschlag Leinen RM 2,90 Vorrätig in der Buchhandlung Koethers Röttsches H.-Göring-Str. 8, neb. d. Postamt e), gacd SEEEE I UIAE 1 in Für Kassakäufer lohnt sich der Weg Mode in jeder Preislage. Besond, zu empfehlen: Eichenschlaszimm. 4tür., 200 cm br., 400.- RM. Eichenwohnzimmer 275.- RM. Kompl. Rüche 260.- RM Lieferung frei Haus. Mobelfabrlk Altmann Bochum-Riemke Poststraße 8e Tel. 63170 Eine Wohltat f. jed. Zuckerkranken ist der bewährte NeserdnaTee Auskunft und Alleinverkauf Fachdrogerie Kottsieper Nachfolger. 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(Schallplatten) JULIU en! % ittagskonzert Berlin. rt 11 Berlin: Otto Dobrindt spielt! darin: 19.10 Berichte 19.45 Politische Zeitungs- und Rundfunkschau 20.00 Berlin: Nachr., 20.15: Zwei bunke Stunden darin: 21.15 Nachrichten(franz.) 22.00 Nachrichten, 22.15 Nachr.(franz.) anschl.: Uebertragung aus Berlin, dazw.: 23.15 Plauderei(franz.) 24.00 Nachrichten. 0.15 und 1.15 Nachrichten(franz.) Sonnlag, den. 24 6.00 Hamburg: Hafenko darin: 7.00 Nachri8.00 Das schönste Fest? 8.10 Musik am Sonnta 9.30 Ich werde beschenkl 9.45 Euch zur Freude u 11.00 Ein Wort, ein Lied 11.30 Ausschnitte aus Hi und Gretel“(Schal 12.15 Album für die Jug 12.30 Nachrichten. 12.40 Musik am Mittag. 13.45 Nachrichten(franz. 14.00 Nachrichten, Glückn 14.15 Melodein— aus 15.15 Nachrichten(franz.) 15.30 Leipzig(aus Weim. Heimal. 16.00 Deutschlandsender: 18.00 Das Weihnachtspah 18.15 Entzünden möcht'i am deutschen Rhei 21.00 Weihnachtsansprach Führers, Reichsmir anschließend bis 22. 22.00 Zwischenmusik, 22.1 22.30 bis 24.00 W 0.15 und 1.15 erschwerenden Zeittunden stattfindet, müssen zuverlässige Gesamtergebnisse erzielt werden. Es kommt deshalb auf genane Angaben jedes einzelnen an. Für die abwesenden Betriebsleiter sollen die Angaben von einem mit den Betriebsverhältnissen vertrauten Familien= oder Betriebsangehörigen. Bekannten oder Nachbarn gemacht werden. In berufskameradschaftlicher Zusammenarbeit muß es i“ jeden möglich sein, den Fragebogen vollständig und rich auszufüllen. Um möglichst zuverlässige und einwandfreie Ergek zu gewinnen, werden die„Betriebsangaben nachge#t. Die Betriebsinhaber müssen daher richtige Ar den machen, zumal diese den genannten statistischen T#ecken dienen (O— Willkommene Geschenke von bleibendem Wert in Uhren, Sold und Silberwaren von Uhren-Wedekind Bochum, Bongardstraße 5, am Rathausplatz Astronomische Kunstuhr Donnerst., 28.12. 18.30—22.30 U. Vormiete C 10, Gastspiel der Kölner Oper: „Der Rosenkavalier“, Oper von R. Strauß. Freitag, 29. 12., 20—22.30 Uhr, Vormiete B 10 „Jugend“. Schauspiel von M. Halbe. Samstag. 30. 12. 19.30—22.15 U Roter Ring 4: „Die Spielereien einer Kaiserin“ Schauspiel von M. Dauthendey Sonntag, 31. 12. 20—22 Uhr, auß. Vormiete, Neuinszenierung: „Ingeborg“, Komödie von Curt Götz. Montag, 1. Jan., 20—22 Uhr, 3.55 Zwischenmusik 4.00 Nachrichten, Glückwünsche 10.30„Ich trag ein gülden Ringelein“ 11.00 Ewiges Deutschland 11.30 Musik am Mittag Darin: 12.30 Eine Weihnachtserzählung 13.45 Nachrichten(franz.) 1 14 14.15 Melodein— aus Köln am Rhein 15.15 Nachrichten(franz.) 15.30 Für große und kleine Kinder 16.00 Frankfurt: Klingende Liedesgaben 17.30 Der lustige Rätselfunk 18.00 Neue Musik zur Weihnacht für Cemhal Gaststätte Altt. Bahnhoistraße 249 . 19.00 20.00 21.00 ius 22.00 23.15 An beiden Weihnachtstagen Konzert und Tanz la gepllegte Biere. Wünsche meinen Gästen, Freunden und Bekannten ein frohes Fest! Uhsviot spielt! Rhein Saalbau Schneider I.a-Roche-Str. 35 La-Roche-Str. Feiertag: 1. und 2. Konzert und Es spielt die beliebte Kapelle H eiglatter Parkettboden. Janz Schirmer Eintritt frei 6.00 8.00 Musik am 10.00 Der Erzähler. 10.15 Kleine Zwischenmusik 14.00 Ne hrichten, Glückwünsche 14.15 Melodein— aus Köln am 15.15 Nachrichten(franz.) 15.25 Sonnenkringel im Schnee iepenkerl packt aus! Beihnachts-Wunschkonzert für die Wehrmacht rin: 17.00 Nachrichten achrichten(franz.) zutschlandsender: Luftkrieg in Tachrichten eipzig: Operetten-Kaleidskop rin: 21.15 Nachrichten(franz.) #richten arichten(franz.) Wien: Nachhmus#= Polen 1 Praktische Weihnachtsgeschenke Herne, Bahnhofstraße 62 Salon Gropp, Dauerwellen- Wasserwellen. Bedienung durch I. Htaile. Sonntas, den 24. Dezember von 9-14 Uhr 2. Felerlag von 9—12 Uhr für die Bedienung Am Viel Freude am Weihnachtstest machen lederngr aus dem Fachgeschäft 2 Ein wer Velhagen Großer Volks-Allas Das Jubiläumswerk des Verlages zu seiem 100 jährigen Bestehen in stark erweiterter Ausgabe mit vielen Wirtschaftskarten und vielen physischen Karten. Herausgegeben von Dr. Konrad Frenzel. 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