ronik Sammeln. segen die von inns er der Naraiom#a werden achtmallge berung rumänischer Pestteil des Cernae abgewiesen. werden französische sebirge werden die Nordwestlich Camsische Angriffe füdder Szurduk=Straße ingen an der Cerna en. kämpfen im Sommeet.— Im Gyergyoenze zurückgeworfen. von Siebenbürgen. in der Ebene von Tageszeitung Erscheint täglich, mit Ausnahme der Tage nach Sonn= und Feiertagen Preis ¼ jährlich 2.00. ½ jährlich frei ins Haus bei Vorauszahlung 7 K, nachher 7,50#, durch die Post ¼ jährlich 1,58 4, mit Bestellgeld 2,00 4 Ornc, Verlag und verantwortlicher Schriftleiter: Franz Schlüter, Bad Essen für den Kreis Lübbecke (Amtlicher Anzeiger) Anzeigen kosten für 45 mm Brette(1spoltig) 1 mm Höhe 3 J7, Reklamen für 90 mm Breite(Tspaltig) 1 mm Höhe 10 47 Schluß der Anzeigen=Annahme: Mittags des vorhergehenden Tages, größere Anzeigen früher Telegramme:„Tugestzeitung, Bad Fernrust Nr. 7 Nr. 286 Preuß. Olbendorf, Mittwoch, 6. Dezember 1916 10. Juhrgang t dauert an. Den irt zu nehmen, im .— An der Naraigen.— Erfolgreiche jastir=Ebene werden Bogen müssen einige nder an der Straße lich von Beaumont Osttell von Saillisel ront scheitern östlich erstärkte Kamnftätiggriff bei Beaucourt öße beiderseits von eine Vorteile.— An cheln wird der Gipfel 1. Unsere Truppen in die rumänischen Donau lebhafteres den erneute Angriffe natiff gegen Saillise! der Rumänen gegen lich Campolung. ngriff in den Walddes Alt und des Itu. ingriffe abgewiesen. Jäger bei Ludowo stellungen am Alt erJnd. ziffe bei Guendecourt .— In Macedonten ees zum Rückzug ge Terna und gegen die an der Ancre breche d Turnu Severin ge dscha zurückgeschlagen nd Makovo zusammenden rumänische Stelgengenommen werden iegern überschritten. =Severin Kämpfe mu n.— Nach Ülberschreisich deutsche und vertien Valcca genommen llt zersprengt. Rasi oßen deutsche Truppen dscha und Macedonter hinter den Tovolua#### geschlagen. Einnah# der abgeschnittenen u eneraloberst Erzheuz## ehmen Curtea de Arger e und nimmt Giurgir der große Angriff der griffe in den Waken Grenze abgeschlages n R u m ä n e n n a c h O f t e n Teilvorstöße zusammen griffe bei Opern in den Waldkarpathe# Ciolanesti 34 Offlin. e, 3 Maschinengewehscheitert ein feindliche ua des Grunisteberge inen erleiden bei wieder schwerste Vexluste. mänen in der Walache risse restlos abgewiele Bukarest.— stöße der Sarrail=Arna bel Smorgon Waldkarpathen un Die 1. rumsnl“ n Kampf erreicht. rechen seindliche Der Königsder Anilinfarbstoffe wandt und kann— tsfällen über auß# dieser Neuerung Bakterien und fühn von Eiterungen,— ken der Temperat inbefindens. In Chikago und muar ein zehntägle des Vierverbank lich Elsab=Lothrine Vierverbandes geböl stenmal treten bei estes die Tschechen Vierverbandes, Kolonie. Abgeorde sestes wählte (eft-Oestliches. Es scheinen wieder einmal einige Ministerstühle des Vierverbandes ins Wanken geraten zu sein Der britische Leu, den unser General Gröner mit höflicher Handbewegung zum Granitbeißen eingeladen hat, erlebt offenbar einen Augenblick des Zweifels und der Unschlüssigkeit; soll ich oder soll ich nicht? In der Londoner Wochenschrift„Nation“ läßt sich eine bemerkenswerte Stimme vernehmen, die uns verrät, daß es in England zwei Parteien gibt: die eine will einen raschen, gemäßigten, ehrenvollen Frieden, gestützt auf solide internationale Abmachungen, die andere will sich auf unbestimmte Zeit in den Krieg stürzen. Die Friedenspartei sei am Gewinnen, aber ihr werde durch den sensationellen Pessimismus der Presse und durch Deutschlands häßliche Art den Krieg zu führen entgegengearbeitet, während die gemäßigteren Gefühle der Armee, die erfahren habe, wie auf den Schlachtfeldern gegenseitige Achtung entsteht, ihr günstig sei. Etwas Wahres muß an dieser Schilderung der Lage in England sein, denn in London sind seit Beginn der neuen Woche Gerüchte verbreitet, daß Lloyd George und Bonar Law zurücktreten wollten und daß Lord Derby mit ihnen der dritte im Bunde sein wolle. Das sind die drei Scharfmacher des Kabinetts, denen Asqnith, Balfour und Genossen immer noch zu ängstlich auftreten und die sie deshalb am liebsten aus dem engeren Kriegsrat oder Kriegsausschuß der Regierung überhaupt entfernt sehen möchten. Hier wird hinter den Kulissen wieder einmal um die Macht gekämpft. Draußen im Volke läßt man bereits den Ruf nach einem Diktator erschallen— man denke: ein Diktator in England! und niemand zweifelt daran, daß Lloyd George derjenige sein würde, der die unbegrenzte Fülle der staatlichen Gewalt zu übernehmen hätte. Aber Herr Asquith ist schon des öfteren totgesagt worden in diesem Krieg, und ist doch immer wieder auf die Füße gefallen. Vielleicht findet der listenreiche Mann auch jetzt wieder einen Mittelweg, denn daß Granit eine unverdauliche Speise ist, diese Weisheit ist dem alten Herrn sicherlich nur zu geläusig. Ist einstweilen im Westen die Ratlosigkeit das Zeichen der Lage, so weiß man dafür im Osten um so bestimmter, was geschehen muß. Acht Tage lang hat Herr Trepow, der Nachfolger Stürmers, angestrengt darüber nachgedacht, mit welchen schönen Worten er sich der Duma am 2. Dezember vorstellen solle, und siehe da, er hat den Stein der Weisen schließlich wirklich gefunden: Rußland wird die Waffen nicht niederlegen, ehe ein völliger Sieg errungen lst. Dieser Entschluß hat zwar nicht gerade den Reiz der Neuheit. Wenn es nach dem„unbeugsamen Willen des Beherrschers von Rußland“ gegangen wäre, der auch das kleine Japan vor zehn Jahren nicht verhindert hat, seinen Willen im Fernen Osten durchzusetzen, wir weren schon längst bis hinter die Elbe zurückgeworfen und rustische Kulturträger führten das Szepter in Deutschland. Aber Herr Trepow kennt augenblicklich nur ein Programm, das ist der Sieg, koste er was er wolle, ein völliger und endgültiger Sieg. Wie groß die Schwierig8ie Sin ungarischer Bufar. Kriegsroman von Artbur Brehmer. Nachdruck verboaten „Ich wollte nur sehen, was hier los ist. Sind Russen da?“ „Leider, Herr Oberleutnant.“ „Dann führen Sie mich hin zum Kornett Wo er?“ „Wollen Monsieur nicht vorher Madame und das gnädige Fräulein begrüßen?" „Nein, und es ist auch nicht nöttg ihnen zu sagen, daß ich da bin. Mein Kommen gilt nur dem Kornett und dem Lentnant Dragusoff. Ist der schon hier?“ „Nein, Gott sei Dank nein.“ „Dann wird er im Augenblick hier sein. Hal der Kornett den Verwundeten schon entdeckt?“ „Nei“ „Er hal keine Haussuchung gehalten?“ „Keine.“ „Das ist sein Glück. Also bitte. führen khm hin.“ Wie ein Lauffeuer hatte sich unterdessen die Nachricht verbreitet, der russische Offizier von der gute Offlzier, sei wieder da und überall wurde Oberleutuant Jannschka fast freudig begrüßt. Seine Person allein schten ja allen die Gewähr, daß sich von der russischen Soldateska, so lang er da war, keiner einen Übergriff erlauben würde. Keiner, auch der gefürchtete Dragusoff nicht, dem der Ruf seiner seigen #ilen Grausamkeit längst vorausgeeilt war Ohne zu klopsen, trat Oberleutuant Januschka in dus Zimmer, das ihm als das des Kornetts bezeichnet worder war. Wundervolle Klavierklänge waren längst aus diesen zu ihm herausgedrungen und jetzt, als er die Tür öffnete Krömten sie ihm entgegen mit all dem überwältigender Zauber der Chovinschen Musik, in der die Seele von Poler verborgen liegt. nich zu Schlusse leulich, KLIHPELLLIR PEEDE keiten auch sein mögen, der letzte Soldat soll aufgeboten werden, um den deutschen Militarismus zu vernichten, um die russische Industrie, die russische Schule, die russische Wissenschaft und die russische Kunst vom Joche des Deutschtums zu befreien. Mit festem Fuß und entschlossen soll Rußland jetzt auf die Seite der— Freiheit und der Unabhängigkeit treten und deshalb nicht nur das zeitweilig durch Waffengewalt abgetrennte Polen, sondern auch die einst polnischen Gebiete jenseits der Grenze dem Feind entreißen, um ein freies Polen— in unlöslicher Vereinigung mit Rußland, herzustellen! Aber das ist noch lange nicht alles: sein„Recht" auf die Meerengen und auf Konstantinopel hat der Zar sich feierlich von den Westmächten unter Brief und Siegel geben lassen, endgültig, wie Herr Trepow mit Nachdruck betonte, und er weiß, daß daraus Verpflichtungen herzuleiten sind, die erfüllt werden müssen. Also ruft er zur Sammlung der ganzen nationalen Kraft auf, um sie gegen den Feind zu werfen, dessen Macht, wie er der gläubigen Duma versichert,„nicht mehr ungebrochen“ ist. Wie grausam auch seine Schläge sein mögen, der Endsieg ist doch unser— gehen wir ihm vereint entgegen— so suchte der neue Ministerpräsident sich bei der Volksvertretung einzuschmeicheln, der er die Absicht vorspiegelte, in Gemeinschaft mit ihr an die Arbeit gehen zu wollen. Was größer ist an diesem Manne, seine Verlogenheit oder seine Frechheit, das haben wir in Deutschland nicht zu unterscheiden. Man hat ihn ein unbeschriebenes Blatt genamt, als die„Gnade des Zaren“ ihn an die Spitze der Reichsgeschäfte stellte; diese eine Rede genügt vollkommen, um uns seine Wesensart zu enthüllen. Spiegelt sie sein Denken und Fühlen zutressend wider, so wissen wir hier einen Staatsmann am Werk, der mit der Verzweiflung eines Spielers sein Ziel zu erreichen sucht. Ist sie nach Ton und Inhalt künstlich zurechtgestutzt, um auf die Duma und die Offentlichkeit des Vierverbandes Eindruck zu machen, dann ist Rußland jetzt einem Meuschen ausgeliefert, der zu alllem fähig erscheint. In dem einen wie im andern Falle hut die vollendete Skrupellosigteit Besitz ergrifsen von den Machtmitteln des Zarenreiches, und wir wissen also, woran wir sind. Das Kraftmeiertum eines Trepow wird uns ebensowenig blenden oder gar schrecken wie die Schweigsamkeit eines Stürmer. Unsere„nicht mehr ungebrochene" Kraft ist eben dabei, dem vor kurzem noch völlig unverbrauchten walachischen Bundesgenossen der Entente den Todesstoß zu versetzen. Danach werden wir stärker als je zuvor den Kriegsschauplatz beherrschen. Und wir erwarten mit Freuden Herrn Trepow, wenn er uns wirklich mit der Duma entgegenkommen will; auch er soll auf Granit beißen— wenn ihm bis dahin unser Hindenburg nicht schon die Rauh= zähne ausgezogen hat! London, 4. Dez. Reuter meldet: Amtlich wird bekanntgegeben, daßt Asquith zum Zwecke der wirksamsten Durchführung des Krieges beschlossen hat, dem Konin zu raten, einer Nengestaltung der Regierung zuzustimmen. „Bravo. Herr Kornett“, sagte er, dem Spieler, der ganz von seinem Spiele benommen war und das Eintreter Jannschkas nicht vernommen hatte, die Hand auf die Schulter legend.„Bravo, ganz ausgezeichnet, aber wir haben von anderem zu reden.“ Erschreckt sprang der Kornett auf. „Kornett Stanislaus Stiepanowitsch Bugalski“ stellte er sich vor.„Kommandiert um „Ich weiß, ich weiß“, unterbrach Oberleutnant Januschke die strammdienstliche Meldung.„Eben deshalb bin ich je hier. Also, Ihre Befehle stoße ich um. Ich mache Sit darauf aufmerksam, Kornett, daß der. der Ihnen die Be fehle gab, in Disziplinaruntersuchung steht. Das Kom mando habe ich übernommen. Leutnant Dragusoff hazwar versucht herzukommen und kommt wohl auch her, ich bitte Sie aber, sofort zu veranlassen, daß der Leutan hier keinen Einlaß findet. Alle Tore sind zu schließen und durch einen Posten zu besetzen. Haben Sie genug Mann Sonst ziehen Sie die meinen hinzu. Aber bilte, geben Sidie Befehle sofort, ich warte unterdessen hier und mach' mir. wenn Sie nichts dagegen haben, ein klein wenig be quem. Ja so, Oberleutnant Iwan Feodorowitsch Pitorkoff Sie werden den Namen ja schon gehört haben: Feodor Bogdanowitsch, Exzellenz.“ Das war jetzt der Talisman, unter dessem Schutze e alles tat und sich alles zu tun traute. Und demnächst, das schwor er sich zu, wollle er sich auch erkundigen, we eigentlich dieser Feodor Bogdanowitsch war, dessen Vater schaft er sich hier in so ausgiebiger Weise ersreute. Die Wirkung war denn auch auf den Rornelt eine große, aber es war auch möglich, daß sie ebenso grotz gewesen wäre wenn der Kornett gar nicht gewußt hätte, wei Feodot Bogdanowitsch war, da schon die bloße Exzellen in Ruß land Wunder wirkt. Der Kornett eille denn auch sofor hinaus, um die nötigen Befehle zu geben „Nun?“ fragte Oberleutnant Januschka, als der Kornet wieder eintrat „Alles nach Besehl geschehen. Soll ich selbst an Hauptportal Posto fassen?“ Clas geht in Atben vor? Die ersten Zusammenstöße— Vorschläge Admiral Fournets— Blockade Griechenlands— Wiederkehr Dusmanis. Was in Griechenland vorgeht, weiß kein Mensch. Was die„Agence Havas“ meldet, deutet darauf hin, daß die Reservisten endlich aufsässig zu werden und Widerstand zu leisten beginnen. Allein man darf nicht vergessen, daß die „Havas“ die französische Zwillingsschwester Ehren=Reuters ist, so daß man auch nie wissen kann, was Wahrheit, was Dichtung und böswillige Erfindung. Nicht minder trübe sind die anderen Vierverbandsquellen, und doch ist man nur auf sie angewiesen, da die„Alliierten“ den Draht nach und von Griechenland in Händen haben. Hier eine Anzahl von Verbands=Meldungen. Die ersten Zusammenstößze erfolgten als eine Landung von französischen, englischen und italtenischen Seeleuten im Piräus erfolgt war. An verschiedenen Stellen schossen Griechen auf die unwillkommenen Gäste. Auf das Zappeion, wo sich französische Seesoldaten befanden, wurde sogar von einem Hügel mit Kanonen geschossen. Das Geschwader der Verbündeten antwortete, indem es einige Granaten in die Stadt schoß. Das Endergebnis war, daß die englisch=französischen Füsiliere und Seesoldaten das Zappeion verlassen und sich nach dem Piräus bringen lassen mußten, worauf das Feuer aufhörte. Am 2. d. Mts. soll sogar die britische Gesandtschaft in Athen angegriffen worden sein. Der genügsame Admiral Fournet. Eine italienische Quelle, der„Secolo" in Mailand will gestern aus Athen folgendes erfahren haben: Nach den ersten Zusammenstößen zwischen griechischen Truppen und Marinesoldaten des Vierverbandes wurde ei. Waffenstillstand vereinbart, worauf sich die Truppenabteilungen des Vierverbandes zurückzogen. Admiral Fournet soll erklärt haben, er wolle die Übergabe von sechs Vatterten annehmen und bei den alllierten Regierungen dahin vorstellig werden, daß sie von dem Verlangen nach Überlassung des anderen Artilleriematerials abstünden. Griechenland wird blockiert. Die Verbändler greifen nun zu dem bei ihnen beliebten Mittel: zu der Blockade, der Aushungerung des Gegners. Denn Havas weiß weiter zu melden, zunächst etwas dunkel: Die Regierungen der Alliierten ergreifen gemeinschaftliche Maßregeln, um Genugtuung für den am 1. Dezember in Athen begangenen Anschlag zu erlangen. Worin diese Maßregeln bestehen, verrät der Pariser„Matink, der zu berichten weiß, daß die griechischen Schisse, die in Marseille und den übrigen Häfen Frankreichs und der alliterten Länder liegen, mit Beschlag belegt wurden. Daraus ergibt sich, daß Griechenland blockiert ist. Dusmanis wieder Generalstabschef. Die griechische Regierung, von der man bei diesen Auflehnungen der Reservisten nichts gehört hat, scheint nun auch ihrerseits Maßregeln zu ergreifen. Ein Havas= Drahtbericht meldet: „Das ware ganz neut von Ihnen, das givi meh Autorität, und dann, Dragusoft hat keine Ahnung davon daß ich ihm zuvorgekommen sein könnte. Er glaubt mich noch in dem Nest, na wie heißt es doch, sa richtig, i: Truscaviec. Aber er irrt sich. Ich kenne seine Absichter hier, kenne sie ganz genau.“ „Ich auch“, sagte der Kornett „Traurige Absichten, sehr traurige für einen Offizier Und doppelt traurig, daßer auch Sie Kornett mit hinein verwickeln will“ Die heiße Röte trat in das Antlitz des jungen Ostiziers „Er ist mein Vorgesester.“ „Leider, leider, aber sett hat er ausgesptelt Ich bitt Sie, gehen Sie. Ich werde hier einen Rapport schreibe# und ihn Ihnen aushändigen oder hiet zurücklassen, dem ich muß gleich mieder fort.„Hollahl was ist das?“ zorchte hinaus Ganz deutlich wa es ein Schuß gewesen „Kommen Sie, Stanislaus Stiepanowitsch, mir scheint die Sache geht da unten schon los.“ Und ob sie losgegangen war In rasendem, wildem Galopp, bei dem das Pferd unter den Peitschenhieben der Gerte beinahe zusammenbrach, war Dragusoss zum Schlosse herangesnrengt.„Auf zemacht!“ schrie er dem Posten zu, der vor ihm das Gevehr präsentierte.„Ausgemachl. Hundesohn, hörst on denn nicht?“ Und er rüttelte an dem schweren schmiederisernen Gitterwerk des Tores.„Ausgemacht!" „Ich habe Besehl, niemanden einzulassen" „Mich aber, mich Kennst du mich deun nicht on Sohn einer Hündin! Aufl auf!“ „Ich habe strengen Besehl, gerade Herrn Leutan sicht einzulassen.“ „Wie? Was sagst dur Gerade mich? Von wem. on Schurke du, hast du diesen Besehl?. Vom Kornet?“ „Ja, vom Kornetl, durch den neuen#remden Ottizter „Offizier? Du irrst dich, mein Lammchen. Mach iu, meine Seele, ich bitte dich ich beschle es dir. Hier, hier, willst du Geld? Auch der Soldat muß ja leben, da hast du.“ walz Ver Por Kuo „Du wie bm Athen, 4. Dez. Makuris, der ehrmalige Bürgermeister von Athen und Führer der Reservisten, nahm an Stelle von Benakts seine Stellung wieder ein. General Dusmants und Oberst Metaxas nahmen gleichfalls ihre Stellungen an der Spitze des Generalstabes wieder ein. Und eine weitere Havas=Meldung aus Paris besagt, daß dort der griechische Gesandte Romanos wie der Gesandtschaftsrat Kaklamonos um Enthebung von ihren Posten eingekommen seien. Weshalb? Weil sie die Vorgänge in Athen nicht billigen? Das wird nicht gesagt, das soll aber der Leser aus der Meldung herauslesen. Dreußischer Landtag. Abgeordnetenhaus. (41. Sitzung.) Rs. Berlin, 4. Dezember. Präsident Graf Schwerin=Löwitz gedenkt, während die Abgeordneten sich von den Sitzen erhoben haben, des Ablebens des Kaisers Franz Joseph, der sieben Jahrzehnte hindurch mit väterlicher Fürsorge und nie ermüdender Pflichttreue die Geschicke der ihm anvertrauten Völker geleitet habe. Anläßlich des 60. Geburtstages des Reichskanzlers v. Bethmann Hollweg hat das Abgeordnetenhaus ihm seine Glückwünsche ausgesprochen. Auf der Tagesordnung steht der Antrag Schweckendieck(natl.) auf Ergänzung des Einkommensteuergesetzes. Der Antrag ist in die Form eines Gesetzentwurfs gekleidet und enthält zehn Paragraphen. Danach sollen Kriegsgewinne, die nach der bisher vom Einkommengesetz vertretenen sogenannten Quellentheorte beim Wegfall der Einkommenquelle vor Beginn des neuen Steuerjahres steuerfrei bleiben, mit rückwirkender Kraft von Kriegsbeginn an zur Veranlagung gebracht werden können. Ferner soll bei Gesellschaften, die sich fusioniert haben, die Besteuerung fortlaufen. Mannschaften und Unteroffiziere sollen von der staatlichen Besteuerung befreit bleiben, wenn sie lediglich auf Grund des Kinderpri#ilegs zu dem Steuersatz bis 8000 Mark veranlagt sind. Die Abgg. Schweckendieck(natl.), v. Loos(kons.), Keil(natl.), Bredt=Marburo(freik.), Dr. Meyer=Frankfurt a. O. treten für die Vorlage ein, obwohl der letztere Bedenken wegen einer gewissen Tendenz gegen den städtischen Handel hat. Die allgemeine Besprechung schließt, der Gesetzentwurf wird in 2. und 8. Lesung angenommen. Die Königl. Verordnungen über eine Abänderung des Verzeichnisses der Wasserläufe erster Ordnung und über die Verschiebung der Gemeindewahlen wird zur Kenntnis genommen. Nächste Sitzung morgen mit der Tagesordnung: Emjährungsfragen. Dolitische Kundschau. Deutschee Reich. * Zwischen Generalfeldmarschall Hindenburg und Reichskanzler v. Bethmann Hollweg fand im Anschluß an das Zustandekommen des Gesetzes über den Vaterländischen Hilfsdienst ein Depeschenwechsel statt. Hindenburg sagte dabei: Wir werden siegen, wenn das ganze Volk sich in den Dienst des Vaterlandes stellt. Der Reichskanzler antwortete, Regierung, Volksvertretung und Volk wollten mit dem Vaterländischen Hilfsdienst der kämpfenden Armee in Liebe und Bewunderung zeigen, daß auch sie alles setzen an des Vaterlandes Ehre, Sieg und Freiheit. * Der preutztsche Minister des Innern richtete eine Erlaß an die Landräte zur weiteren Förderung der Er nährung der Schwerarbeiter. Was ein jeder, insbesondere der Landwirt an Nahrungsmitteln über die ablieferungspflichtige Menge hinaus entbehren kann, soll freiwillig für die Arbeiter der Kriegsindustrie gespendet werden. An allen geeigneten Orten sollen Sammel= und Anmeldestellen eingerichtet werden, die dann die Vorräte größeren Lagern für Provinz oder Regierungsbezirke zuzusenden haben. Die Landbevölkerung ist in Wort und Schrift mit allem Nachdruck über die hohe vaterländische Bedeutung der Sammlungen für die Hindenburgspende der deutschen Landwirte zugunsten der Industriearbeiterschaft aufzuklären. * Schon jetzt melden sich zahlreiche Personen beim preußischen Kriegsministerium und beim Kriegsamt zur Verwendung im vaterländischen Hilfsdienst. Solche Gesuche haben gegenwärtig keinen Zweck und können nicht berücksichtigt werden. Wenn nähere Bestimmungen erst festgesetzt sind, wird durch Anschlag oder andere Veröffentlichungen bekanntgegeben werden, wohin die Gesuche * Vom 7. Dezember ab werden die preunzise Verlustlisten in neuer Form erscheinen, und zwar verden die Namen der Heeresangehörigen durch alle Truppenteile hindurch in alphabetischer Reihenfolge ordnet erscheinen, unter Angabe des Namens, Vornamens, Geburtsdatum, Geburtsort und Kreis und Art des Verlustes, aber unter Fortlassung des Truppenteils. Bei Anfragen aus dem Publikum an das Zentralnachweisbureau des Kriegsministeriums ist die Angabe des Truppenteils seitens des Anfragenden jedoch nach wie vor erforderlich B * Das Reichskolonialamt veröffentlicht eine Denkschrift über das Vorgehen englischer und französischer Truppen in Kamerun und Togo. Die Denkschrift bringt eine Einzeldarstellung zahlreicher Übergriffe und Roheiten, die sich Engländer und Franzosen gegen die Deutschen und Neutralen in Kamerun und Togo haben zuschulden kommen lassen, nebst Beweismaterial, und legt ferner dar, daß die Schuld an den kriegerischen Ereignissen in Afrika vor allem England zur Last fällt; sie gibt dann einen allgemein gebaltenen Überblick über die Ausschreitungen der seindlichen Truppen gegen das Privateigentum und Freiheit und Leben der weißen Bevölkerung. * Halbamtlich wird zur Angelegenheit des in Schutzhaft beiindlichen sozialdemokratischen Schriftstellers Dr. Franz Mehring erklärt, daß auf Auregung der Reichsleitung das Oberkommando in den Marken mit Rücksicht auf das Alter und den Gesundheitszustand des Dr. Franz Mehring bereit sei. ihn aus der Schutzhaft zu entlassen, wenn er einen diesbezüglichen Antrag stelle und das Versprechen gebe, furderhin die Agitationen zu unterlassen, die die Verfügung der Schutzhaft über ihn notwendig machten. * In der katholischen Hedwigskirche zu Berlin sand Montag ein feierlicher Tranergottesdienst aus Anlaß des Hinscheidens des Kaisers Franz Joseph statt. Vor dem Hochaltai war zwischen Kandelabern und Lorbeerhäumen der Katafalk errichtet; Trauerfahnen schmückten die Kirche. Propst Dr. Kleineidam hielt das Hochamt. Der österreichtsch=ungarische Botschafter Prinz Hohenlohe empfing die Trauergemeinde. An der Feier nahmen teil; die Kronprinzessin, auch in Vertretung der Kaiserin, Prinz Joachim in Vertretung des Kaisers mit seiner Gemahlin, Prinz Friedrich Leopold mit Gemahlin, zahlreiche andere Fürstlichkeiten, die Generale und Admirale à la suite, die königlichen und prinzlichen Hofstaaten und die Ritter des Schwarzen Adlerordens, der Reichskanzler, die Minister und Staatssekretäre, die Bevollmächtigten zum Bundesrat, der stellvertretende Kommandierende General des Gardekorps, der Kommandant von Berlin, die Mitglieder des diplomatischen Korps mit ihren Damen, der Vizepräsident des Reichstags, Geheimrat Dove, die österreichisch=ungarische Kolonie und zahlreiche Offiziersabordnungen. Belgien. a Nach der Kölnischen Volkszeitung wurde in Abänderung des Befehls vom 8. Oktober d. J. und gemäß Artikel 49 der Haager Übereinkunft über Regelung der Gesetze und Gebräuche des Landkrieges der belgischen Bevölkerung bis auf weiteres eine Kriegsauflage von 50 Mitlionen Frank monatlich als Beisteuer zu den Kosten des Heeresunterhaltes und Verwaltungsausgaben im besetzten Gebiete auferlegt. Die neun belgischen Provinzen haben diese Summe auf dem Wege der Anleihe zu beschaffen. Die erste Zahlung hai spätestens am 10. Dezember, dann allmonatlich am gleichen Tage zu erfolgen. Die bisherige Kriegsauflage betrug monatlich 40 Millionen. Amerika &a Die Frage des Ausfuhrverbots für die Vereinigten Staaten bewegt lebhaft die öffentliche Meinung. Der amerikanische Arbeiterverband fordert Verbot der Ausfuhr von Weizen und anderen Lebensmitteln. Die Interessenversammlung der Farmer stellte fest, daß, wenn überhaupt ein Ausfuhrverbot erlassen werden solle, um die Lage zu verbessern, dies für industrielle Fabrikate, insbesondere für Kriegsmunition geschehen müßte. Staatssekretär Lansing erklärte, das Staatsdepartement habe keinerlei Ansicht über diesen Gegenstand, der eine rein innere Frage sei. Lansing fügte hinzu, das Staatsdepartement habe ein Ausfuhrverbot weder befürwortet, noch ilm widersprochen, noch auch darüber verhandelt, da er nicht der Ansicht sei, es berühre die internationalen Beziehungen in irgendeiner Weise. Aue In- und Aueland Berlin, 4. Dez. Reuter meldet aus Washington, daß Botschafter Gerard am Dienstag. 5. Dezember nach Deutschland abfahren wird. Wien, 4. Dez. Die„Wiener Zeitung" veröffentlicht ein kaiserliches Handschreiben an Baron Burian, wonach dieser von der provisorischen Leitung des gemeinsamen Finanz= ministeriums enthoben und Prinz Konrad zu Hohenlohe zum gemeinsamen Finanzminister ernannt wird. Budapest, 4. Dez. Die Mitteleuropäischen Wirtschaftsvereine in Deutschland, Osterreich und Ungarn treten am 11. und 12. Dezember zu einer gemeinschaftlichen Beratung in Budapest zusammen. Bern, 4. Dez.„Secolo" zufolge hat sich die Kohlenkrise in Italien wieder verschärft. Die Kohlenpreise, die vor einigen Wochen auf 170 Lire gefallen waren, sind wieder auf 200 und 210 Lire gestiegen und zeigen weiter steigende Tendenz. Bern, 4. Dez.„Temps“ meldet aus Washington: Die amerikanische Regierung richtete an England und Frankreich Noten, in denen sie neuerliche Prüfung der Frage der Gewährung des freien Geleites für den österreichisch= ungarischen Botschafter verlangt. Rotterdam, 4. Dez. Nach Pariser Meldungen sind bei den Kämpfen vom 1. Dezember 29 griechische Soldaten, darunter 8 Offiziere, getötet worden und 54 verwundet. Die Franzosen verloren 47 Marinesoldaten, darunter 2 Offiziere als Tote, und hatten 97 Verwundete. London, 4. Dez. Die Regierung hat den Bergarbeitern von Südwales eine Lohnerhöhung von 15% bewilligt. Der Krieg. Zu einem großen Erfolge der verbündeten Mittelmächte führten die Operationen in Rumänien. Die rumänischen Heere werden auf der ganzen Front geschlagen und unwiderstehlich rücken die Kolonnen der Angreifer gegen den Mittelpunkt des rumänischen Widerstandes, die Hauptstadt Bukarest. vor. Die Schwierigkeiten am Argeefluß. Zu den glorreichen Kämpfen in Rumänien wird aus Berlin von amtlicher Seite noch gemeldet: Der Argesul, an dem am 3. Dezember die Schlacht stattfand. ist ein Gebirgsstrom von wechselnder Breite, diese beträgt von Pitesti bis südwestlich Titu zwischen 200 bis 300 Meter, der Fluß hat hier eine Wassertiefe bis zu 20 Metern, an verschiedenen Stellen sind Furten vorhanden. Weiter abwärts verengt sich das Bett, der reißende Strom wird hier überall zum absoluten Hindernis, die vorhandenen Brücken haben eine Länge bis zu 300 Metern. Wäre es nicht geglückt, durch schärfstes Nachdrängen den Feind am Sprengen der Brücken und am planmäßigen Besetzen der am senseitigen Ufer befindlichen ausgebauten Stellungen zu verhindern, so wäre voraussichtlich ein längerer Aufenthalt vor dem starken Abschnitt unvermeidlich gewesen Unsere Beute in Rumänien. In den siegreichen Kämpfen in Rumänien wurden bisher gegen 30000 Rumänen in Gefangenschaft gesetzt. liber die Beute an Geschützen, Material usw. liegen abschließende Zahlen noch nicht vor. Insbesondere scheint aber die Beute an wirtschaftlich Verwendbarem außerordentlich groß zu sein. Im Alttal sind starke Viehherden gefunden worden, deren Kopfzahl noch nicht belannt ist, serner umfangreiche Vorräte an aufgestapelten Körnerfrüchten, hauptsächlich Mais. In dem bereits besetzten Gebiet finden sich ferner gute Bestände an Haustieren, Rindvieh, Schweinen und Geflügel. Die in der Walachei eingesetzte deutsche Verwaltung unter dem General o. Tülff ist mit einem Wirtschaftsstab ausgestattet und im Begriffe, die Vorräte festzustellen und ihren Abtrausport nach Abzug der im eigenen Lande erforderlichen Mengen zu organisieren. Es ist nicht nur möglich, sondern höchst wahrscheinlich, daß erhebliche Teile dieser Beute zur Abhilfe des Lebensmittelmangels in der Heimat zur Verfügung gestellt werden können. Damit wird die englische sogenannte Blockade, die ja allerdings auch ohnedem aussichtslos gewesen ware, völlig zunichte gemacht. Das in Rumänten besetzte Gebiet umfaßt jetzt 45000 Quabratlilometer, also doppelt soviel wie die von uns besetzten Teile Frankreichs und der Boden des besetzten Gebieles lst hauptsächlich fruchtbarster Weizenboden, der natürlich von uns voll ausgewertet werden wird. Von Freund und Feind. [Allerlei Draht= und Korresponbenz= Meldungen.] Zustimmung dee Bundesrate zum Hilfodlienstgesetz. Berlin, 4. Dezember. In der heutigen Sitzung des Bundesrats wurde dem vom Reichstag angenommenen Entwurf des Gesetzes über den vaterländischen Hilfsdienst die Zustimmung erteilt. Da nunmehr beide gesetzgebenden Faktoren, Bundesrat und Reichstag, einmütig dem vorliegenden Entwurk zugestimmt haben, können die Bestimmungen des Gesetzes jeden Tag in Kraft treten. „Nieder mit der englischen Gewalther#se. Stockholm, 4. Dezember. Über eine riesige Straßendemonstration, die sich ter voriger Woche in Petersburg abspielte, dringen trotz aller Verheimlichungsversuche jetzt weitere Nachrichten durch. Eine gewaltige Menschenmenge, die Schilder mit der Aufschrift„Nieder mit der englischen Gewaltherrschaft" trug, zog vor das englische Gesandtschaftsgebäude und mußte dort von Polizei und Militär auseinandergetrieben werden. Geheul und schrillendes Pfeifen erfüllte die Luft, zahlreiche Verwundete lagen auf dem Boden. Die Kundgebung war die bedrohlichste, die Petersburg bisher gesehen. Nichte weiter ale Kanonenkutter deo Verrn Bern, 4. Dezember. Unter der Überschrift„Die Niederwerfung Rumäniens“, schreibt die radikal=sozialistische„Berner Tagwacht": Die Rumänen waren und sind nichts weiter als Kanonenfutter für die Entente. Die aber ließ ihren„lieben Verbündeten“ von Anfang an im Stiche. So erfüllt sich hier im Grunde nur das unausweisliche Geschick eines Kleinstaates, dessen Machthaber in Größenwahn und Gewissenlosigkeit, unter Ausnützung einer anscheinend günstigen augenblicklichen Konsunktur sich anmaßten, Eroberungspolitü zu tretben, ohne dazu auch nur annähernd über die mülltärischen und technischen Kräfte zu verfügen. Dieses harte Urteil über die von den rumänischen Kriegstreibern beliebte Politik ist reichlich verdient. Abdankung dee rumänischen Könige? Stockholm, 84. Dezember. Nach aus Petersburg einlaufenden Nachrichten spricht man dort ganz offen von der Wahrscheinlichkeit, daß König Ferdinand von Rumänien in nächster Zeit abdanken werde. Nicht die uninteressanteste Seite bei diesen Gerüchten ist die Leichtherzigkeit, mit der man in Petersburg dieses Gerücht aufnimmt. Weder in Regierungs= noch sonstigen Kreisen scheint starke Neigung vorhanden zu sein, sich besonders für die Erhaltung des jetzigen Rumänenkönigs auf seinem Thron einzusetzen. Die Abwendung des russischen Hofes von Ferdinand glaubt man auch darin zu erkennen, daß der abberufene russische Gesandte in Bukarest nur durch einen vorläufigen Geschäftsträger, den General Mossolow, ersetzt wurde, der ohne das übliche Beglaubigungsschreiben der Gesandten seine Wirksamkeit aufnahm. Kleine Kriegepolt. Berlin, 4. Dez. Eine französische Meldung, daß ein Zeppelin auf einer Versuchsfahrt in der Gegend von Mainz durch Explosion zerstört worden sei. ist in allen Teilen glatt erfunden. Berlin, 4. Dez. Der englische Flleger Simson behauptet bei einem Fluge über Oberndorf durch Bombenabwurf zwei wichtige Werkstätten vernichtet und mehr als 800 Personen hierbei getötet oder verwundet zu haben. Diese Heldentat existiert nur in Simsons Phantasie. Wien, 4. Dez. Kaiser Carl hat den Oberbefehl über die gesamten österreichisch=ungarischen Streitkräfte übernommen. Sein Stellvertreter im Armee=Oberkommando ist Feldmarschall Erzherzog Friedrich. Kopenhagen, 4. Dez. Ein deutsches U=Bool versenkte an der Westlüste Islands den englischen Fischdampfer „Nelly Bruce". Isländische Dampfer mußten, um der Versenkung zu entgehen, sich verpflichten, während des Krieges keine Lebensmittel nach England zu bringen. Rotterdam, 4. Dez. Wie festgestellt ist, hatte der geunkene englische angebliche Lazarettdampfer„Britannic“ 400 bis 500 Mann Truppen, außerdem über 100 Offiziere, unter ihnen einige Flieger und auch für Mudros bestimmte Ladung an Vord. Volke- und Kriegowirtschaft. * Billigere Preise für Gersten= und Malzkaffee sowie Kasser=Malz. Der Kriegsausschuß für Kassee, Tee und deren Ersatzmittel hat mit Genehmigung des Kriegsernährungsamts die Preise für Malzlassee, Kassee=Malz und Gerstenkassee neu festgesetzt. Fortau beträgt für 100 Pfund Malzkaffee oder Kassee=Malz in Paketen: der Herstellerpreis 44,50 Mark der Großhändlerpreis 47 Mark, der Verbraucherpreis 52 Mark; für lose Ware: der Herstellerpreis 42 Mark, der Großhändler= preis 44,50 Mark, der Verbraucherpreis 50 Mark. Die bisherigen Preise betrugen für Paketware: 48 Mark, 51 Mark und 58 Mark; für lose Ware: 44 Mark, 46.50 Mark und 53 Mark. Für losen Gerstenkaffee beträgt fortan der Herstellervreis 36.20 Mark, der Großhändlerpreis 38 Mark, der VerDauchervreis 43 Mark an Stelle der bisherigen Preise von 87 Mark, 39 Mark und 44 Mark. Die Preise gelten auch für den Verkauf von einem Psund und weniger. * Der Verkehr mit Rübensaft. Gemäß Bundesratsverordnung vom 6. Juli 1916(§ 1 Absatz 1) darf Rübensast (Rübenkrant, Rübenkrende) nur mit Genehmigung der KriegsRübensaftgesellschaft m. b. H., Berlin SW. 68, Kochstraße gesetzt werden. Zuwiderhandlungen gegen diese Vorschrift werden laut§ 3 vorgenannter Verordnung mit Geldstrafe bis zu fünfzehnhundert Mark oder mit Gestnguis bis zu 6 Monaten bestraft. Eine gerechte gleichmäßige Verteilung von Rubensaft(Rübenkraut, Rübenkreude und Sveisesirun) ist umr durch eine in Kürze erfolgende allgemeine Verbrauchsregelung zu erzielen. Der unmittelbare Absatz von Rübensaft und Speisesirup durch die Hersteller an Händler und Verbraucher ist untersagt. X Hüchstpreise slle Pferdesteisch in Sicht Die Preise. d i#desteisch gefordett werden, haben in der leuten Bei eine berartige Höhe erreicht, daß die ma benden Stellen sich veranlaht gesehen haben, der Festietzung von Höchstmellen näherzutreten. Eine entsprechende Verfügung ist durch das Krlegsernährungsamt zu erwarten. Die in Aussicht ge nommenen Höchstvreise bewegen sich zwischen 1.20 und 1.80 Maiur das Pfund. Gegenwärtig beläuft sich der Preis für ei Piund Vferdesleisch auf etwa 4 Mark * Toristren. Die Bezugsvereinigung der deutschen Landwirte in Berlin weist darauf hin, daß noch erhebliche Menoen Tortstreu vorhanden sind, die seitens der Verbraucher bei ihren Kommunalbebörden bestellt werden Können Im F wirkung eng Warlencourt Bei nachmit! an der ganz der Nacht le ont des 0 Südlich Augustowka jüngst entriss Fron Währen nordöstlich U Tale österreich=ung für uns wi Aus diesen Debi Mann un (nördlich de Maschinen Front d In der brechend, hat Pletrosita ost nach ihren a Ueberlegenhei die 217. In welchenden Flügel kämpf der Donau=A Die gestern erhöhte sich bei der Dona und 6 Artille In der Dohr Oeßtlich Serbische Vozont sind ges Der E Aus der eind. z= Meldungen.] ilfodlienstgesetz. in, 4. Dezember. srats wurde dem des Gesetzes über imung erteilt. aktoren, Bundesegenden Entwurk igen des Gesetzes therrser 4. Dezember. ttion, die sich ter ringen trotz aller kachrichten durch. der mit der Auftherrschaft" trug, äude und mußte einandergetrieben ifen erfüllte die dem Boden. Die Zetersburg bisher eo Verrn 4. Dezember. derwerfung Rue„Berner Tagsichts weiter als ließ ihren„lieben e. So erfüllt sich che Geschick eines zenwahn und Gecheinend günstigen Eroberungspolith nd über die mill1 den rumänischen verdient. Könige? ##. Dezember. kachrichten spricht ichkeit, daß König abdanken werde. en Gerüchten ist Jetersburg dieses ss= noch sonstigen mnden zu sein, tzigen Rumänen= e Abwendung des an auch darin zu andte in Bukarest ger, den General as übliche Beine Wirksamkeit seldung, daß ein egend von Mainz llen Teilen glatt ger Simson bedurch Bombenet und mehr als t zu haben. Diese e berbefehl über die ste übernommen. ist Feldmarschall Boot versenkte hen Fischdampfer en, um der Verrend des Krieges st, hatte der gefer„Britannie“ 00 Offiziere, unter bestimmte Ladung ß Bundesratsver) darf Rübensast igung der KriegsKochstraße 57, abi diese Vorschrift mit Geldstrafe bis uis bis zu 3 MoVerteilung von Speisesirup) ist nur erbrauchsregelung u Rübensaft und und Verbraucher reise, 8 der geuten Zei mebenden Stellen von Höchsinrelten ng ist durch das in Aussicht ge 20 und 1,80 Mar der Preis für ein beutichen Landerhebliche Mengen Verbraucher bei Deutscher Kriegsbericht Hauptquartier, 5. Dezember 1916 Westlicher Kriegsschauplatz Heeresgruppe Kronprinz Ruprecht v. Bayern Im Frühnebel stießen nach kurzer starker Artilleriewirkung englische Abteilungen östlich der Straße Albert— Warlencourt vor; sie wurden durch Feuer zurückgewiesen. Bei nachmittags sich bessernder Sicht wurde der Geschützkampf an der ganzen Somme=Front stärker und blieb auch während der Nacht lebhafter als in der letzten Zeit. Oestlicher Kriegsschauplatz zut des Generalseldmarscholls Prinz Leopold v. Bayern Südlich der Bahn Tarnov##— Krazue stleßen bei Augustowka vergeblich russische Abteilungen gegen ein ihnen jüngst entrissenes Grabenstück vor. Front des Generalobersten Erzherzog Jose Während eineute Angriffe der Russen am Capul, vordöstlich von Dorna=Watra, im Putna=, Trotosul= und Uz Tale ohne jeden Erfolg blieben, haben deutsche und österreich=ungarische Truppen in den Vortagen verlorene, für uns wichtige Stellungen im Sturm zurückgewonnen. Aus diesen zum Tell sehr erbitterten Kämpfen blieben am Werch Debry(südlich des Tantaren=Passes) über 100 Mann und 5 Maschinengewehre, am Mt. Nemira (nördlich des OjtozTales) 350 Gefangene und 8 Maschinengewehre in unserer Hand. Front des Generalseldmarschalls von Mackensen In der Verfolgung den Widerstand feindlicher Nachhuten brechend, hat die 9. Armee die Bahn Bukarest—Targovisie— Pletrosita ostwärts überschritten. Die Donau=Armee folgt nach ihren am unteren Argesul gegen flarke, zahlenmäßige Ueberlegenheit erfochtenen Siegen, an denen insbesondere die 217. Infanterie=Division rühmlichen Anteil hatte, dem welchenden Feinde bis an den Abschnitt mit dem linken Flügel kämpfend und darüber hinaus. Der Ostflügel wies in der Donau=Niederung russisch=rumänische Angriffe blutig ab. Die gestern gemeldete Gefangenenzahl vom 3. Dezember erhöhte sich auf 12500; bei der 9. Armee sind noch 2000, bei der Donau=Armee 2500 Mann, letztere 22 Jufanterteund 6 Artillerie= Regimentern angehörend, hinzugekommen. In der Dobrudscha keine größeren Kampfhandlungen. Mazedonische Fron Oeßlich der Czerna haben sich neue Gefechte entwickelt. Serbische Vorstöße bei Bahova und Nonte an der Moglena##nt sind gescheitert. Der Erste Generalquartiermeister Ludendorff Aus der Heimat— für die Heimat a Immer wieder Surrogatschwindel. Die meisten Anpreisungen von Ersatzstoffen, Surtogalen und ähnlichen Erzeugnissen sind durchaus irreführend. Leichtgläubigen Zeuten wird in geradezu unverschämter Weise das Geld aus der Tasche gelockt. Der Mangel an Fleisch hat dazu jeführt, daß man das Blut von Schlachttieren mehr als onst benutzt. Infolgedessen wurde der Preis für Blut so zetrieben, daß schließlich ein Höchstpreis festgesetzt werden nußte. Jetzt wird mittels Blut eine feuchte Dauerware Sparfleisch",„Fleischersatz" und eine trockene zubereitet. Anter Zusatz von Fischen, wie Salzfisch, Stock= und Klippisch, wird Fleisch und Wurst gestreckt. Eine Zentrale in Bremen bringt große Mengen dieser„Wurst“ in den Handel. Sie ist mit„Würze“ schmackhaft gemacht und oll viel gekauft werden. Als Ersatz für Fleisch kommt sann ferner die„Nährhefe“, dann die sogenannte„Mineral= bese“, sowie die entbitterte Brauereihefe noch im Handel vor. Wenn diese Mittel preiswert sind, ist wenig gegen sie einzuwenden, anders sieht es dagegen mit teuren und ninderwertigen Wurstkonserven aus, die vom Ausland in großen Mengen eingeführt werden. Geringer wett= und Fleischinhalt, hoher Wassergehalt, reichlicher Rehlzusatz kennzeichnen fast alle diese mit schönem Namen bezeichneten Waren. Bekanntlich ist jeder Mehlzusatz verboten. Von etia 35 untersuchten Wurstkonserven war mur eine frei von Mehl. Die übrigen enthielten bis zu 12% Getreide= mehl neben 55—78% Wasser und nur 2-11% Fett Es haudelte sich olso um absolut minderwertige Erzeugnisse. für die hohe Preise als Empfehlung dienten. a Gestandaufnahme und Beschlagnahme von Kakao und Schokolade. Durch eine neue Verordnung wird eine B#standaufnahme und Beschlagnahme von Rohkatao(auch zehrannt oder geröstet), Kakaomasse. Kataobutter, Kalaopreizkuchen, Kakaoschrot, Kataopulver(auch in Mischungen nit anderen Erzeugnissen, z. B. Haferkakao, Banauenkakao, Nährkatao usw.), Schokoladenmasse(auch Überzagsmasse), Schokolade aller Art(auch Schokoladenpulver), Kakaoabfälle(Kalaogrus und Kakaokeime) veringt. Wer mit dem Beginn des 5. Dezember 1916 it: seine oder fremde Rechnung obige Waren in Gewahrium hat, ist verpflichtet, die vorbandenen Mengen, getrennt nach Art und Eigentümer unter Bezeichnung der Eigenanter und der Lagerungsorte der Kriegs=Kalao=Gesellschaft, Hamburg 1. Mönckebergstraße 31, bis zum II. Dezember zurch eingeschriebenen Brief anzuzeigen. Alle Mengen derselben Warengattung, die demselben Eigentümer gesoten, sind zusammenzufassen und in Kilogramm anzugeben. Anzeigen über Mengen, die sich mit Beginn des 5. Dezember unterwegs befinden, sind unverzüglich nach Empfang zu erstatten. Die Anzeigepicht erstreckt sich nicht auf Mengen, die, für die einzeln#n Eigentümer genommen, insgesamt weniger als 10 Kilozramm von jeder Warengattung betragen. Der Eigenlümer von iusgesamt mehr als 200 Kllogramm der genannten Waren(alle Bestände zusammengerechnet) hat den gesamten Bestand der Kriegs=Katav=Gesellschaft nach Gewicht In Kilogramm, und zwar jede Warengattung in einer besonderen Ziffer, anzuzeigen. Die anzeigepflichtigen Meugen gelten vom 5. Dezember ab als zugunsten der Heeresverwaltung beschlagnahmt und dürfen nur mit Genehmigung der Kriegs=Kakao=Gesellschaft anderweitig abgesetzt, verarbeitet oder weitergegeben werden. Durch die Beschlagnahme soll der Geschäftsverkehr, wenn irgend möglich, keine Unterbrechung erleiden. Die KriegsKakao=Gesellschaft gibt daher den Eigentümern der beschlagnahmten Waren 20% von jeder Warengattung(mindestens 10 Kilogramm von jeder Gattung) frei. Fabrikanten der Kakao= und Schokoladenindustrie und Kleinhändler dürfen diese 20% ohne weiteres absetzen; wer diesen Verkäusergruppen nicht angehört aber nur dann, wennn er von der Kriegs=Kakao=Gesellschaft dazu ermächtigt worden ist. Pr. Oldendorf, 4. Dez. Landwirtschaftlicher Lokalverein. Die heutige von etwa 150 bis 200 Damen und Herren besuckte Hauptversammlung des biesigen Landwirtschaftlichen Lokalvereins eröffnete der Vorsitzende, Herr Stadtvorsteher Kleffmann, durch Mittellung des heutigen Stegestelegramms und durch ein„Hoch“ auf Se. Majestät den Kaiser. Sodann ertellte er dem Herrn Landrat von Ledebur das Wort zu dem Vortrag:„Deutschlands Lage und Nöte“. In einem fast 2 slündigen, herzerfrischenden und heizgewinnenden Vortrage schilderte er, nachbem er derer gedacht hatte, die auf dem Felde der Ehre geblieben sind(aus der Kirchengemeinde Oldendorf sind 65 Mann gefallen und 12 vermißt), wie die Ernährungsfrage schwieriger geworden sei infolge der geringen Karloffelernte, der Unterstätzung unserer Verbündeten, der Verspätung der Ernte, des Mangels an Arbeitskräften, der Schwierigkeiten auf dem Futtermittelmarkt, des Mangels an Kunstdünger, namentlich des Stickstoffes; kurz, die Lage der Landwirtschaft sei so schwierig, wie sie es zuvor noch nie gewesen sei. Und doch sel es eine unerläßliche Aufgabe der heutigen Landwirtschaft, für die Ernshiung der Industriearbeiter zu sorgen, denn ein einziger größerer Streik bedeutet den verlorenen Krieg. Anknüpfend an Hindenburgs bekannten Brief tichtete der Redner einen Mahneuf an die Gesinnung, an das Gewissen, an die Freiwilligkeit aller. Ein B'ick in die helmischen Wirtschaften würde uns zu der Ueberzeugung ingen, daß wir wohl noch mehr tun könnten, als der staatliche Zwang von uns verlangt.„Mein Gewissen ist die Obrigkett“, das müsse die Losung jedes einzelnen sein. „Ich bitte Sie, nihmen Sie es genau, nicht schätzen, sondern wiegen und missen, peinlich genau, in frelwilliger Erfüllung unserer Pflicht“. Nachdem der Herr Landrat noch auf die Familienunterstützung(Kreis Lübbecke hat bis 1. Jan. 1917 2½ Millionen Mark gezahlt) zu sprechen gekommen war, vor den„Jammerbriefen“ an die Front gewarnt und auf die Wichtigkeit der Gründung und Ausgestaltung des Genossenschaftswesens aufmerksam gemacht hatte, schloß der Herr Vorsitzende nach einer regen Besprechung des Vortrages die Versammlung mit einem„Hoch“ auf unsere braven Krieger. Levern, 3. Dez. Das Elserne Kreuz wurde dem Musketier Ludwla Schlüter, Nr. 9 von hier, und dem Gefreiten der Landwehr Wilhelm Kreienbrock aus Sundern verliehen. Dielingen, 4. Dezember. Von den Postanstalten müssen häufig Feldpostbriefe wegen Ueberschreitung der Gewichtsarenze den Absendern zurückgegeben werden. Bei den Erörterungen hlerüber geben die Absender vielfach der Auffassung Ausdruck, daß die Zurückweisung der Sendung mit Uebergewicht auf eine engherzige Auslegung der Bestimmungen und auf mangelndes Eatgegenkommen der Beamten zurückzuführen sei, oder sie bemäggeln die Festsetzung der Gewichtsgrenze auf 550 gr. Sie vergessen ganz, daß das verordnungsmäßige Höchstgewicht für die gebührenpflichtigen Feldpostbriefe 500 gr beträgt und daß gerade infolge von solchen Klagen, wie man sie jetzt erhebt, in meitestgehendem Entgegenkommen gegenüber etwalgen Irrtümern des Publikums inbezug auf die Gewichtsermittelung eine Ueberschreitung des verordnungsmäßigen Höchstgewichts um 10 v. H. bis zu 550 gr zugelessen worden ist. Würden die Post= und Heeresverwaltung nun wieder darüber hinaus Gewichtsüberschreitungen(etwa 5 oder 10 gr) zulassen, so würde der Vorgang sich wiederholen: auch das neue Ausnahmegewicht würde als Regel angesehen und bei geringfügiger Ueberschreitung würde über kleinliche Handhabung der Bestimmungen geklagt werden. In der Tat muß aber mit Rücksicht auf die mit der Ausdehnung der Kriegsschauplätze ständig zunehmenden Schwierigkeiten in der Zuführung der Feldpost an die Truppen an der Gewichtsgrenze von 550 gr unbedingt festgehalten werden, und weltere als die bereits zugelassenen Gewichtsüderschreitungen können nicht nachgegeben werden. Die Schalierbeamten usw. müssen bei der Prüsung des Gewichts und der Zursickweisung von Sendungen mit Urbergewicht nach den Bestimmungen verfahren, weil erfahrungsgemäß in überaus zahlreichen Fällen immer wieder der Versuch gemacht wird, diese zu umgehen. Dem Publikum kann zur Vermeldung von Wetterungen nur empfohlen werden, bei der Fertigstellung der Feldvostbeiefe besonders sorgfältig darauf zu achten, daß das Gewicht unbedingt in der zugelassenen Ueberschreitungsgrenze bleldt. Für die Sendung im Gewicht von mehr als 550 gr ist der Militar=Paketverkehr eingerichtet worden, woduich allen Absendern möglich ist, auch schwerere Sendungen ihren Angehörigen im Felde gegen eine äußerst gering demessene Gebühr zu überweisen. Diepholz, 4. Dez. Mord? Der Wegeausseher Wegehöft fand heute morgen gegenüber dem Hause des verstordenen Staubmühlenhändlees Klußmann an der Graftlage Chaussee, im Wegegraden legend, die Leiche eines Mädchens, das als die 17 jährige Tochter der Witwe Pümmler=Mehweg (in der Nähe von Graftlage) festgestellt worden Ist. Ihr Hut und schwarzer Muff lagen einige Schritt sells wärts der Leche an der Erde. Gesunden wurde auch ein grüner Männerfilzhut und eine bunte Herrenmanschette. Es scheint eis Kampf zwischen dem Manne und dem Mädchen staltgesunden zu haben. Das junge Mädchen ist gestern abend im Theater in Diepholz gewesen und hat dann wahrscheinlich in Beglettung eines Mannes den Helmweg angetreten. Eine Gerichtskommission hat sich heute vormittag an die Fandstelle der Leiche begeben. Minden, 4. Dez.(Nachprüfung der Kartoffe vorräte.) Die bis jetzt vorliegenden Nachrichten über die im Kreise stattfindende Nachprüfung der Kartoffelvorräte haben ein recht gutes Ergebnis gehabt. Ueber alles Erwarten große Kartoffelmengen sind von den Militärkommandos festgestellt worden, die alle der Versorgung unserer Industriearbeiter zugute kommen. Dortmund. 4. Dez.(Prozeß Menke.) Der Prozeß gegen den Kaufmann Frank Menke ist heute, nach fünfwöchiger Dauer. noch nicht zu Ende gegangen. Nachdem der Verteidiger Rechtsanwalt Seinsch 3½ Stunden gesprochen und in den meisten Punkten Freisprechung, vor allem aber milde Strafen und Anrechnung der schon zwei Jahre dauernden Untersuchungshaft beantragt hatte, wurde dem Angeklagten das Wort gegeben. Da er erklärte, er sei heute sehr ermüdet, als daß er sich verteidigen könne, wurden der Montag und Dienstag nächster Woche zur Weiterverhandlung bestimmt. Menke will angeblich zwei Tage sprechen. Bochum, 4. Dez.(Zur Warnung.) Die Ehefrau eines Händlers aus dem benachbarten Gerthe schickte auf Bestellung eine Packung Karbid ins Feld. Da die Sendung unbestellbar, auch der Absender unbekannt war, wurde das Paket von der Oberpostdirektion geöffnet, die Absenderin ermittelt und zur Anzeige gebracht, weil die Versendung von explosiven und leicht entzündlichen Stoffen mit der Post verboten ist. Die Frau entschuldigte ihr Verhalten mit Unkenntnis, die aber bekanntlich nicht vor Strafe schützt. Essen, 4. Dez.(Patetversand an deutsche Kriegsgefangene.) Der Zweigverein vom Roten Kreuz, Essen, teilt zum Paketversand an deutsche Kriegsgefangene in Frankreich und Rußland mit. daß, um unsere heimischen Vorräte zu schonen, das Rote Kreuz für die Kriegsgejangenen in obigen Ländern Pakete im neutralen Auslande fertigstellen lassen habe, über deren Zusammensetzung bei der unterzeichneten Stelle gern Auskunft erteilt wird. Zur Zeit können einheitliche Normalpakete in verschiedenen Zusammenstellungen gesandt werden, doch sind bereits Vorkehrungen getrossen worden, um auch Einzelwünsche zu berücksichtigen. Die Waren sind gut und preiswert. Die bisherigen Bestätigungsschreiben der Kriegsgefangenen lauten in jeder Hinsicht zufriedenstellend. Es ist dringend erwünscht, daß der Paketversand von Deutschland aus auf das äußerste beschränkt wird, wofür die Pakete vom neutralen Auslande vollwertigen Ersatz bieten. Hohenlimburg, 4. Dez.(Städtische Teuerungs= zulage an Beamte.) Die Stadtverordnetenversammlung bewilligte allen vor dem 1. Januar 1916 angestellten städtischen Arbeitern eine einmalige Teuerungszulage von 10 Prozent des Jahresgehalts. Im Felde stehende Beamte, deren Familien das Gehalt fortbeziehen, erhalten 5 Prozent. Für das Lebensmittelamt soll ein Leiter mit 5 bis 8000 Mark Jahresgehalt angestellt werden. Attona. 3. Dez. Eine gemeingefährliche Wahr agerin ist durch Verurteilung zu drei Jahren Zuchthaus unschädlich gemacht; es ist die Ehefrau Leontine Arps geb. Schwartz, aus Altona, die im ganzen fünf Frauen aus Hamburg und Altona um Beträge bis zu 8000 Mt. geprellt hat, indem sie ihren Aberglauben auf das gemeinste ausnußte. Einer Frau, die ihren Vater vermißte, sagte sie, sie habe ein unsehlbares Mittel, eine unter Wasser laufende Wundermaschine, durch die sie den Vater herbeischaffen könne; mit einem in einer Kirche geweihten Wasser mußte die Frau zu nächtlicher Stunde einen auf einem Friedhof stehenden Baum begießen. 2000 Mk. kostete das Experiment. Kassei, 14. Dez. Eine Aufsehen erregende geheimnisvolle Vergiftungsangelegenheit hat sich in dem Dorfe Helmshausen bei Gensungen(Station der Mam=Weserbahn) zugetragen. Die aus fünf Personen bestehende Familie eines polnischen Arbeiters, welche auf dem Gutshose der Witwe Sinning in Arbeit stand, ist in der Nacht unter auffallenden Vergiftungserscheinungen erkrankt. und die Ehefrau des Arbeiters, eine Frau von einigen vierzig Jahren, ist gestorben unter Anzeichen, die auf Vergiftung schließen lassen. Zwei weitere Mitglieder der Familie, darunter ein Schulmädchen von 10 Jahren, liegen bedenklich erkrankt darnieder. Die Untersuchung ist im Gange. Köln 4. Dez.(Mißbräuchliche Verwendung von Kartoffeln.) In einer Vorstandssitzung des Verbandes Rhein.=Westf. Gemeinden wurde bei Besprechung der Kartofselfrage bemerkt, daß das Brot immer noch mit Kartoffeln bezw. Kartoffelmehl gestreckt werde. Das sei unverständlich weil die Getreideernte gut ist. es dagegen an Kartoffeln fehlt. Es soll beantragt werden. daß hier eine Aenderung eintritt. Auch wurde von einem Mitgliede des Vorstandes bemerkt, daß nach seiner Kenntnis mmer noch Kartoffeln zur Spiritusbereitung verwandt mürden Damit die Anbaufläche für Kartoffeln im nächsten Jahre nicht zurückachl sei erforderlich, daß auch wirklich einwandfreies Saatant gelie#ert wird. Das Saatant, das ent zu haben war untererde sich vielfach von der gewöhnichen Ware nur dadurch, daß man für den Zentner 9—10 M' verlange. Hierbei wurde noch bemerk“, daß in einzelnen Teilen der Mestprovinzen die Landwirte, um die Kartoffelnot zu heben vor einiger Zeit ihren gesamten Vorrat zur Versügung gestellt haben. wabei ihnen versichert wurde, daß sie demnächst Saatant geliesert erhielten. Bei diesen Erzeugern verbesser zulatz fortfält weil##e an K beuern dürfen keine Fntter nicht für sogenannte Staate Gerste für 1917 sofor hst. Lefer KartoffelDen Gerstenan= herwiesen werden auch weine. Auch muß dle emenschliche Ernährun anahmt werden; dasselbe gilt für die Feldbohnen Die Provisionen für die Blehhandelsverbände Gutachter und Kommistionäre erachtet der Verband als viel zu boch A A I 140 bis Leht dem digk Eler um ten gerun Oörund wirt dickle und gers“ stadt mann obien 4e vr Mitbi haltig den## ab, wi# des## 9 mann tauft, brillie dem ihm a ten zu blatt den der Fish daß auch vollau überlei Frühst verzeh nenten Woche nicht: E kelstuh schien ziöser Knacken loch genblic Dieser freut, welt die„e and zahlun Maler, bestens 2 fältig i um St machte tröstetel geniale meine Sc Knacken ins K welches nach au mit e malen Jahrhu Sc sich spitzen Reinfal Da## acht Tah lesen,### ihn vr einem Maler ehrter wahrsch K walzen Verbreg Da geholt Portrat Knopflen „Dumm wie Such geschrop# hm so Aufruf an die deutschen Landwirte und Lundwirtsfrauen. Deutsche Landwirte! Hindenburg ruft!— rust uns und mit uns alle Stände unseres Volkes auf zur äußersten Hingabe und Kraftentfaltung im Dienste des Vaterlandes.— Dll tiesem Verständnis für die schweren Aufgaben unserer Landwirtschaft erhofft er von der hohen vaterländtschen Gefiunung der deutschen Landwirte, daß sie ihm heifen werden bei der siegreichen überwindung der in immer größerem Umfange von der ganzen Welt gegen uns aufgebotenen Kriegsmittel. Ungeheures haben unsere herrlichen Truppen im Felde geleistet. Gewaltiges ist von Landwirtschaft und Industrie daheim geschaffen. Wir können nicht unterliegen, wenn wir alle zusammenstehen, um mit vereinter Kraft die in immer größerem Masse erforderlich werdenden milltärtschen und wirtschaftlichen Kriegsmittel zu schaffen. Immer größer wird das heimtsche Heer unserer Brüder, die in der Tiefe heißer Schächte oder vor glühendem Fener uns die Waffen schmieden, welche nnsere Feinde vernichten und uns einen ehrenvollen Frieden bringen sollen. Immer schwieriger wird diesen unseren Brüdern die Arbeit, und fast unmöglich wird sie, wenn die schwer arbeitenden Männer und Frauen, denen die natürlichen Hilfsquellen nicht in gleichem Maße wie uns zur Verfügung stehen, nicht soviel Nahrung bekommen, wie zur Aufrechterhaltung ihrer vollen Arbeitskraft erforderlich ist. Unsere onterländische Pflicht ist es darum, alles zu vergessen, was uns Landwirte wohl manchmal bedrückt und verbittert hat. In noch wett höherem Masse als je zuvor ist es heute unsere vaterländische Pflicht, unsere ganze Kraft freudig in den Dienst der Erzeugung von Lebensmitteln für unser Volf zu stellen. Jede wenn auch noch so große Schwierigkeit muß überwunden, jedes Opfer muß gebracht, jede Kraft muß angespannt werden, um zu schafsen, zu erhalten und unserem Heer und Volke zu geben, wad es braucht, um mit uns den endlichen vollen Siegespreis zu erringen. Wie der eine Teil unseres Volkes in beispiellosem Heldentum im Felde gegen eine Welt von Feinden kämpft und ein anderer Teil in rastlos schwerer Arbeit uns die militärischen Kriegsmittel schafft, so wollen auch wir Landwirte unter Hintausetzung aller eigenen Wünsche, wo und wie immer es geht, für die Ernährung unserer Kriegsarbetter sorgen und freudig alles hingeben, was wir mit Gottes Hilfe in mühseliger Arbeit unserm Boden abgewinnen und nur irgend selbst entbehren können. Hindenburg vertrant, und mit ihm und durch ihn vertrant das ganze deutsche Volf auf ur“. So wollen wir denn frendig jedes Opser bringen, weiches der Ernst einer — unsere ganze Zukunft entscheidenden— Zeit von uns fordert. Deutsche Landwirte, schafft und gebt, bis der endliche volle Sieg über alle unsere Feinde und ein der Größe unserer Opfer entsprechender Friede errungen sein wird. Berlin, 10. November 1910. Der Vorstand des Deutschen Landwirtschaftsrates. Dr. Gras v. Schwerin. Dr. Frhr. v. CeltoLöwitz. Reichertshausen. Dr. Mehnert. sich die strafbare Handlung bezleht, ohne Unterschied, ob sie dem Täter gehören oder nicht, eingezogen werden. Lübbecke, 24. Novemher 1916 Namens des Kreisausschusses Der Vorsitzende Freiherr von Ledrbur, Landrat Um den Besitzern der durch die Bekanntmachung betr. Beschlagnahme und Bestandserhebung der Fahrradbereifungen (Elnschränkung des Fahrradverkehrs) von 12. Juli 1916 beiroffenen Fahrradbereisungen eine nochmalige Gelegenheit zur freiwilligen Ablieferung der beschlagnahmten Fahrradbereifungen zu geben, wird hiermit nochmals eine Ablieferungsfrist für die meldepflichtigen Bereifungen für die Zeit vom 15. 12. 1916 bis zum 15. 1. 1917 festgesetzt. Nach Ablauf dieser Frist wird sofort zur Enteignung geschritten. Die aledann zu zahlenden Preise werden vermutlich 10 v. H. unter den jetzt in§ 6 der oben bezeichneten Bekanntmachung festgejetzten Preise liegen. Lübbecke, 1. Dezember 1916 Der Landrat. Frhr. v. Ledebur Vom Westsclischen Futtermittelverbande sind mir 90 Zentner Kleie speziell als Biegenfutter überwiesen wordeu, mit der Bemerkung, daß diese Klele zur Deckung des Bedarss an Ziegensutter für 4 Monate bestimmt sel. Die Vertellung erfolgt durch die Gemelndevorsteher, an die sich alle, die Zlegensutter erhalten wollen, wenden müssen. Der Landrat J A:Klug 9. Auf Grund der§§ 12, 15, 17 der Bunde####ate verordnung betressend die Preismüsungestellen und die Versorgungsrigelung vom 25. September und 4. November 1915(R. G. Bl. S. 607 und 728 und der§§ 4 und 7 der Verordnung des Präudonten des Kitegsernährungsamtes über preise für Rüben vom 26. Oktober 1916(R. G. Bl. S. 1204) wiro mit Zustimmung des Herrn Regierungspräsidenten Folgendes angeordnet: § 1 Die im§ 1 der Verordnung vom 26. Oktober 1916 (R. G. Bl. S. 1204) aufgeführten Rüben, nämlich: 1. Wasserid. u. Stoppelrüben, Herbstrüben unter Ausschluß der Talto er Rübchen, 2. Runkelrüben und Zuckerrunkel unter Ausschluß der rote Rüben(rote Bele), 3. Kohlrüben(Wruken, Bodenkohltabi, Steckrüben) und 4. Möhren aller Art dürsen vorbehaltlich der Bestimmungen im§ 4 aus dem Keise nur mit Genehnigung des Vorsitzenden des Kreisausschusses ausgesührt werden. § 2 Der gewerbsmäßige Einkauf von Steckeülben im Kreise Lübbecke ist nur den von der W stsälischen Zentralgenossenschaft bezeichneten Genessenschaften und einzelnen mit scheiftlichem Erlaubnisschein des Landrats versehenen Ankäufern gestattet. § 3 Der Erlaubnleschein ist widerruflich und kann jederzeit entzogen werden. Die zugelessenen Ankäufer haben den Eclaubalsscheln deim Ankauf stets bei sich zu führen und dem Verkäuser vorzulegen. Sie haden ihn den Polizeibeamien und den Beauftragten der Kommunalvetbände auf Verlangen vorzuweisen. § 4 Die genannten Gerofsnschaften und Ankaufer dürfen Steckrüben aus dem Kreise Lüddecke ohn: Genehmizung des Land#al ausführen. Der Vorsitzende des Kreisausschusses kann Ausnahmen von dem Ausfuhrverbot zulassen. Der Versand mu der Eisen= oder Kleinbohn und zu Wasser darf nur auf Grund einer Bescheinigung der Westsällschen Zentral=Gerossenschaft für den Elz- und Verkauf landwirtschaftlicher Beda###artik=! und Wirtschoftserzeugnisse In Munster oder im Falle des Absatz 2 einer Bescheinigung des zuständigen Vorsitzenben des Krei#ausschusses erfolgen. s 5 Zum derhandtungen gegen§ 1 bis 3 dieser Anordnung wirden gewäß§ 17 der Bundreratsverordnun; vom 25. Sept. und 4. Noo. 1915 mi Gesängnis bis zu 6 Monaten oder mit Gelestrafe dis zu 1500 M bestaalt. Zuwlderhandlungen gegen§ 4 dieser Anordnung werden gemaß§ 7 der Verordnung vom 26. Oktober 1916 (R. G. Bl S. 1204) mit Gesäggnis bis zu einem Jahre und mit Geldstrafe dis zu 10 000 K oder mit einer dieser Strafen bestraft. Auch können die Gegenstände, auf die Veranlagungsbezirk: Ludbecke. Luvbecke, im Dez. 1916 Oeffentliche Bekanntmachung Steuerveraulagung für das Steuerjahr 1917 Auf Grund des§ 25 des Einkommensteuergesetzes wird hiermit jeder bereits mit einem Einkommen von mehr als 3000 M veranlagte Steuerpflichtige in diesem Kreise ausgefordert, die Steuererklärung über sein Jahreseinkommen nach dem vorgeschriebenen Vordruck in der Zeit vom 4. bie 20. Januar 1917 dem Unterzeichneten schriftlich oder zu Protokoll unter der Versicherung abzugeben, daß die Angaben nach bestem Wissen und Gewissen gemacht sird. Die oben bezelchneten Sieuerpflichtigen sind zur Abgabe der Steuererklärung verpflichtet, auch wenn ihnen eine besondere Ausforderung oder ein Vordruck nicht zugegangen In. Die Einsendung schriftlicher Erklärungen durch die Post zulässig, geschleht aber auf Gefahr des Absenders und des halb zweckmäßig mittels Einschreibebrieses. Mündliche Erklärungen werden von dem Unterzelchneten vormittags von 10—12 Uhr auf dem diesseitigen Bureau Im Königlichen Landratsamte zu Protokoll entgegengenommen. Wer die Frist zur Abgabe der ihm obllegenden Steuererklärung versäumt, hat gemäß§ 31 Absotz 1 des Einkommen= steuergesetzes neben der im Veranlagungs= und Rechtemittelverfahren endgtltig festgestellten Steuer einen Zuschlag von 5 v. H. zu derselben zu entrichten. Wissentlich unrichtige oder unvollständige Angaben oder wissentliche Verschweigung von Einkommen in der Steuererklärugg sind im§ 72 des Einkommensteuer#esetzes mit Strafe bedroht. Gemäß§ 71 des Einkommensteuergesetzes wird von Mitaliedern einer in Preußen steuerpflichtigen Gesellschaft mit beschränkter Hastung der jenige Tell der auf sie veranlagten Einkommensteuer nicht erhoben, welcher au Gewinnantelle der Gesellschaft mit beschränkter Hastung entfällt. Diese Vorschriften finden aber nur auf solche Steuerpflichtige Anwendung, welche eine Steuerklärung abgegeben und in dieser den von ihnen emt fangenen Geschäftsgewinn besonders bezeichnet haben. Daher müssen alle Steuerpflichtigen, welche eine Berücksichtigung gemäß§ 71 a. a. O. erwarten, mögen sie bereits im Vorjahre nach einem Einkommen von meor als 3000 A veranlagt gewesen sein oder nicht, dinnen der oben bezeichneten Frist, eine die nähere Bezelchnung des empfangenen Geschäftegewinns der Gesellschaft mit beschränkter Haftung enthaltende Steuererklärung einreichen Steuerpflichtige, welche gemäß§ 26 des Ergänzungssteuergesetzes von dem Rechte der Vermögensanzeige Gebrauch machen wollen, haben dieselbe ebenfalls innerhalb der oben angegebenen Frist nach dem vorgeschriebenen Formular be dem Unterzeichneten schriftlich oder zu Pratokoll abzugeben. Auf die Berücksichtigung später eingehender Vermögensanzeigen bei der Veranlagung zur Ercänzungssteuer kann nicht gerechnet werden Wissentlich unrichtige oder unvollständige tatsächliche Angaben über das Vermögen in der Vermögensanzeige sind Im§ 44 des Eegänzungssteuergesetzes mit Strafe bedroht. Die vorgeschriebenen Formulare zu Steuererklärungen und zu Vermögensanzelgen werden vor heute ab von dem Unterzeichneten und den Gemeindevorstehern auf Verlangen kostenlos verabfolgt. Der Vorsitzende der Sinkommenstener-Veranlagungskommisston —Frdr. v. Ledebe Kreisstelle vom Roten Kreuz zu Lübbecke. In unserer Sammelstelle für Liebesgaben gingen weiter folgende Geldspenden ein: 1918 9 12. Septhr. Lehrerverein Lüdbecke 15,— 14.. Amt Dielingen: Inhalt einer gesundenen, nicht abgeholen Geldbörse 3.71 21.. Amt Gehlenbeck: aus einnem Sühnetermin 9.— 26.„ von dankbaren Urlaubern aus der Kirchengemeinde Isenstedt=Frotheim und aus Kriegsbetstunden 100.— von der Bremer Papierfabrik in Lüddecke: Anteil an dem abgelieferten Alwapier 115,80 vom Lüdbecker Kreisblatt: Ueberschuß aus einer Sammlung für einen Nachruf seitens der Arbeiter der Firma Bellner& Co. in Gehlenbeck 7,10 12 Paar Strümpte, 17 Bettischer, 42 Handtüch 2 Spültücher, altes Leinen 2. Novbr. Frauenverein Rahden: 2 Mundharmonikas, 20 Mappe Briespapier, 6 Dosen Zahnpaste, 4 Dosen s. onserven 6 Kämme, 5 Zahnbürsten, 36 Bleisedern, 4 Messe18 Pfeisen, 37 Pakete Tabak, 25 Sterne Zwirn, Paar Hosenträger, Lesestoff Mente& Holle hier: 1000 Zigarren Eduard Gerlach hier: 300 Dosen Gehwohl Kail Meyer hier: 12 Taschenlampen 11.„ H. Rüter hier: 6 Paar Fellsohlenwärmer, 3 Ohrenschüt Gustav Thiel hier: 20 Paar Hosenträger Bremer Papter= u. Wellenpappenfabrik hier: 1000 Karton 14.„ Schäter& Hartien Bremen: 2000 Zigarren 21.„ Frauenverein Blasheim: 18 Paar Strümpse Bei der Annahmestelle A. Watermann hier gingen weiter ein von von Spiegel Groß=Engerrhausen: 15 Glas Früchte Gärtner Müller Pr. Oldendorf: 3 Glas Früchte, 5 Fluschen Saft Frau H. Hüsemann Engershausen: 8 Flaschen Saft Frau Reinhold Wilhelmy Pr. Oldendorf: 6 Glas Früchte, 6 Fl. Freistäulein von Veln Jungkern Hüffe: 8 Glas Früchte, 60 Fl. SFrau Pohlmann Pr. Oldendorf: 10 Flaschen Saft Frauenverein Blasheim: 2 Töpse Pflaumen Vaterl. Frauenverein Lübbecke: 28 Weckgläser Früchte Außerdem gingen beim hiesigen Vereinslazarett direkt ein vo Herin Pastor Olpp Levern aus einer Elersammlung: 600 Eler der Firma Menke& Holle Lübbecke: 2500 Zlgarren Herrn Meyer Nr. 8 Oberbauerschaft: 17 Eier 1 Pfund Butter 10 Eter 8 E54 13 Eser 10 Eter 17 Eier 50 Alben„Feldgrau im Weltk Festmeter „ Schrewe Nr. 8 „ Huchzermeier " Uthoff " Meter " T h ü n e r der Firma Ang. Blase Lübbeck. 91416 dem Verwalter des Gutes Obernfelde: 150 Zigarren, 100 Zigarette Allen Gedern herzlichsten Dank! Lübbecke, 1. Dezember 1916 Der Vorsitzende des Zweigvereins vom Roten Kreut# Frhr. v. Ledebur, Lano. 33 33 Ich erhielt Prima Karbis. Milchzentrifugen, Buttermaschinen, Nähmaschinen, (aschmaschinen, bestes Tentrifugen-Oel, Karbidlampen und Taschenlampen mit Batterie u. Birne von 1,60 Mk. an, Gummi=Ersatz=Bereifung empfiehlt billigst H. Fischer, Levern i.W. 4 Elehtrische Lict-und Kratanlager Dirjenigen, welche noch Anlagen wünschen, wollen sich baldigst melden. — Karte genügt— 4 4 Heinr. Lohmeyer, Installationsgeschäft, Holzhausen(Kr. Lübbecke SWNNNNNNN Am Freitag, 8. d. Ml. findet der Bohmter ie Für die Feldpo Briefpapier Briefßüllen mit VeJeldpostkarten Aufklebezettel Kartenbriefe(Kunde Der Ortsvorsteher Franz Schlüler, Bad Elli