Tageszeitung Erscheint täglich, mit Ausnahme der Tage nach Sonn= und Feiertagen ##eis ¼ jährlich 2.00#e. ¼ jährlich srei ins Haus bei Vorauszahlung 7 cK, nachher 7,50 c, durch die Post ¼ jährlich 1,58 cst, mil Bestellgeld 2,00 Druck, Verlag und verantwortlicher Schriftleiter: Franz Schlüter, Bad Essen für den Kreis Lübbecke (Amtlicher Anzeiger) Anzeigen losten für 45 mm Breite(1spaltig) 1 mm Höhe 3#7 Reklamen für 90 mm Breite(2spaltig) 1 mm Höhe 10 Schluß der Anzeigen=Annahme: Mittags des vorhergehenden Tages, größere Anzeigen früher Telegramme:„Lokalanzeiger, Bad Essen“ Fernruf: Nr. 7 Nr. 79 Preuß. Oldendorf, Sonntag, 2. April 1916 10. Jahrgang Sinigkeit und Kraft. [Am Wochenschluß.) Er. Der beste Ausweg ist gefunden worden dadurch, daß der Streit um die Führung des U=Bootkrieges und um das Recht der Einzellandtage, sich grundsätzlich und somit wenigstens in Ausnahmefällen mit Fragen der Reichspolitik beschäftigen zu dürfen, gelöst ward, wie er gelöst worden ist. Kurz vor Schluß der Woche hat auch das preußische Herrenhaus im Einverständnis aller seiner Mitglieder, das heißt also sowohl seiner Fraktion der Rechten als auch der sogenannten Oberbürgermeister=Fraktion, geglaubt, ein grundsätzliches Recht zur Besprechung wahren zu sollen. Auch wenn die Regierung nicht zugestimmt hat, so bleibt über die Meinungsverschiedenheit hinaus doch eine gewisse stillschweigende größere Rücksichtnahme aufeinander überall zurück. Die Regierung hat sich den Abgeordneten gegenüber einmal so vertraulich und umfassend ausgesprochen, wie überhaupt noch nicht wieder seit den Tagen des Kriegsausbruchs; die Abgeordneten haben in der Streitsache des U=Bootkrieges den Wünschen der Regierung nachgegeben; allgemein ist die Genugtuung darüber, daß die Gedanken der leitenden Männer und die Empfindungen aller Volksschichten sich wieder einmal innig berührt und daß sie sich, wie wir hoffen dürfen, gegenseitig bereichert haben. Da die Einmütigkett von Herrn v. Heydebrand und der Lasa bis zu den Sozialdemokraten Ebert und Scheidemann reicht, da allein der abgesprengte Fraktionssplitter der Gruppe Haase=Ledebour außerhalb des geschlossenen Ringes steht, so darf man wohl folgern, daß auch in diesem Falle nach dem Spruch des alten hellenischen Weisen„der Kampf" als„Vater aller Dinge“ uns Siegeswerte eingebracht hat: Aus dem Kampf erwuchs eine außerordentlich vertiefte Einigkeit; und diese Einigkeit wird sich umsetzen in erhöhte Kraft. Auch Paris hat ja in der vergangenen Woche jene Veranstaltung erlebt, aus der es im Namen des Vierverbandes und aller seiner Diener und Anhängsel hervorslammen sollte, wie„Vollendung“ der Einigkeit sämtlicher neun bis elf Alliierten und wie die„Gipfelung“ der Kraft, für die man bisher nur die funkelndsten und gewaltsamsten Worte, aber keinerlei Taten und Leistungen gefunden hat. Schier ergreifend war die Begrüßung, mit der der Vertreter der Stadt Verdun im französischen Senate, der Senator Humbert, diese letzte Vierverbandskonferenz namens aller ehrlichen französischen Patrioten bedacht hat. „Wir“— so etwa lautete sein Notschrei—„bluten aus tausend Wunden; und was macht Ihr, geehrte Verbündete?“ „Wir“, so hieß es weiter,„haben unsere 47jährigen und unsere 17jährigen zu den Fahnen einberufen; und was unt Ihr? Ihr überlegt jetzt schon für Euch in London und der Theorie nach auch für alle gemeinsam auf der neuen Pariser Konferenz, wie Ihr den eigenen und unser aller Handel nebst Industrie nach dem Frieden fordern und bevorzugen und wie wir zusammen die Wirtschaftsleistung Deutschlands niederdrücken und erwürgen können; aber wir, das arme Frankreich, werden nach dem Kriege gar nicht mehr genügend Menschen haben, um die herrlichen Pläne, die Ihr vor uns gaukeln läßt, auszuführen.“ Dieser Einleitung haben denn auch die Ergebnisse der Konferenz in Paris entsprochen. Nichts weiter gab es als„Bestätigungen",„Feststellungen", Pläne über „künftigen Ausbau weiterer Sicherung“ und dann das Schlagwort von der„einheitlichen Front“, das weder die Engländer noch die Italiener in die Wirklichkeit, in die militärische Praxis übertragen wollen und werden. England wollte Jialien vorschieben, Italien aber sagte: Ich handle mie du; ich kämpfe an meiner Front und beteilige mich gleichfalls in Gedanken an der„allgemeinen Reserve",(die noch nicht da ist). Nur mühsam hat man denn auch bei den Auffahrten zum Elysee und am Luaid OrsaneinpagrHuldigungsrufe gus Riegierzugssiatisten und flanierenden Damen herausgelockt, die die fremden Gäste begrüßten. Paris ist tot und hoffnungslos. Italienische Berichterstatter versichern uns, daß es nach dem äußeren Zuschnitt wie nach der inneren Stimmung, die nur noch auf das nächstliegende, sozusagen auf das Kleinkrämerische gerichtet ist, überhaupt nicht mehr das alte Paris sei mit seiner Grazie und seinem Zauber, der ehedem so magisch wirkte in dem silbrigen Dunst des SeineTals, sondern daß es heutzutage völlig einer französischen Provinzstadt gleiche. Zu einigen bescheidenen Phrasen haben sich in dieser Umrahmung die Vierverbändler, ehe sie von der Konferenz abzogen, auch nur aufzuschwingen vermocht. Und doch hatte es werden sollen der„Chimborasso“ der Einigkeit, der„Himalaya“ der Kraft. Die Einigkeit weilt bei Deutschland und seinen Verbündeten; und die Kraft entlädt sich nach wie vor vor Verdun. Der Jahrestag des Unterganges von Weddigen mit seinem„U 29“, eines Helden der künftigen See=Legende, ist in den vergangenen acht Tagen an uns vorübergerauscht. Tapfer, wie ein Held, ist S. M. S. Hilfskreuzer „Greif“ in der Nordsee untergegangen und hat einen viel stärkeren Feind mit in die gläserne Tiefe gezogen. Und nun ist Bismarcks hundertster Geburtstag da. Die Lieder brausen und die Flammensäulen rauchen. Bismarck und seine Denkmäler— sie predigen uns: „Einigkeit und Kraft.“ Die Sinigung über die C-Boot-Anträge. Berlin, 31. März. Nach dem ganzen Verlauf, den die Verhandlungen des Hauptausschusses des Reichstags in den letzten beiden Tagen nahm, konnte man eine Verständigung zwischen den Parteien und der Regierung in der U=Bootfrage auf der aus den Zeiten Bülows bekannten„mittleren Linie" mit Sicherheit erwarten. Und diese Verständigung kam auch zustande. Mit allen gegen eine Stimme wurde bei vollbesetzter Kommission folgender Antrag der Abga. Bassermann, Bruhn, Ebert, Frhru. von Gamp=Massanen, Gröber, Dr. v. Heydebrand und der Lasa, Dr. Müller=Meiningen, v. Payer, Dr. Rösicke, Scheidemann, Schiffer=Magdeburg, Dr. Stresemann und Graf v. Westarp angenommen: Die Kommission wolle beschließen, dem Reichstage folgende Erklärung an den Herrn Reichskanzler vorzuschlagen: Nachdem sich das Unterserhoot als einr wirksame Waffe gegen die englische auf die Anohungerung Deutschlands berechnete Kriegführung erwiesen hat, gibt der Reichstag seiner überzeugung Ausdruck, das es geboten ist, wie von allen unseren militärischen Machtmitteln, so auch von den Unterseebooten denjenigen Gebrauch zu machen, der die Erringung eines die Zukunft Deutschlands sichernden Friedens verbürgt, und bei Verhandlung mit auswärtigen Staaten die für die Seegeltung Deutschlands erforderliche Freiheit im Gebrauch dieser Waffe unter Beachtung der berechtigten Interessen der nentralen Stanten zu wahren. Ob diese Frage in der Vollsitzung des Reichstags noch überhaupt besprochen werden wird, ist noch nicht bestimmt. Sicher ist aber eines: Sollte eine solche Besprechung herbeigeführt werden, so wird dies mit aller durch die Sache gebotenen Rücksichtnahme erfolgen. Die Regierung über den Beschluß. Die Nordd. Allg. Zig. schreibt in ihrer FreitagMorgen=Ausgabe: Das Ergebnis der Kommissionsverhandlungen über die U=Bootfragen ist in einem Beschluß niedergelegt worden, der als einmütige Kundgebung der Parteien mit Genugtuung begrüßt werden wird. Wenn sich ein Mitglied des Ausschusses von dieser Kundgebung ferngehalten hat, so wird dies weder das Inland noch das Ausland überraschen. Wer den Verhandlungen der Kommission beiwohnte, hat unter dem Eindruck gestanden, daß eine das Land auf das tiefste bewegende Frage von allen Seiten mit größtem patriotischen Ernste und mit gleicher Höhe der Auffassungen behandelt k worden ist. Der Freimütigkeit und Ossenheit der Aussprache war die Sachlichkeit gleich, die alles Kleinliche der Debatte fernhielt. Die Erörterungen der Kommission haben die aufgeworfenen Fragen in allen Einzelheiten erschöpft. Aus der Kommission selbst ist daher von den verschiedensten Seiten der Wunsch geäußert worden, es bei der vertraulichen Aussprache in der Kommission bewenden zu lassen. Der Gesamtauffassung des Volkes, das sich mit seinen Vertretern einig weiß, wird es entsprechen, in der festen Geschlossenheit gegen den Feind das oberste Gebot der Stunde zu sehen. Dreußischer Landtag. Derrenbaus. (8. Sitzung.) Rs. Berlin, 31. März 1916. Das Haus nahm zunächst das Gesetz über die Dienstvergehen der Beamten der Orts=, Land= und Innungskrankenlassen in der vom Abgeordnetenhause abgeänderten Fassung Das Rosenschlößchen. Roman von Karl Schilling. 30)(Nachdruck verboten). Selbst der Bräutigam war von dem überwältigenden Anblicke so gebannt, daß er. der Weltgewandte. Sekunden verstreichen ließ, ehe er zu seiner Braut schritt, sich vor ihr verneigte, ihr galant den Arm bot und sie nun zu den einzelnen Gruppen geleitete, mit jeder Worte des Scherzes und der leichten Unterhaltung tauschend. Ja, er war stolz auf seine Braut. Gab es aber irgend einen wahrhaft Glücklichen in der Menge, so konnte das nur der Brautvater, der Baron von Wettenstein, sein. In frohester Zufriedenheit strahlte sein Gesicht, und seine glänzenden Augen und geröteten Wangen verrieten, daß er in der Verlobungsfreude wohl mehr als em Glas des perlenden Sektes bereits getrunken hatte. Run war ja erreicht, was sein Herz so oft ersehnte, nun ging ja sein Lebenswunsch in Erfüllung, herrlicher und schöner, als er es nach den trüben Wochen der letzten Vergengenheit, nach der bösen Geschichte mit Protowska zu hoffen wagte. O. seine Eva Marie war ein gutes, ein braves, ein solgsames Kind. Daß sie in ihrer jugendlichen Unerfahrenbe tagelang für den fremden Waldwart geschwärmt, durfte man ihr doch nicht als Fehler anrechnen. Nein. nein, der Dalwanger mußte sich wirklich glücklich schätzen, dieses Keinod erworven zu haben. Eine große, fast weinerliche Nührung überkam ihn Da schlugen sich die breiten Flügeltüren zurück. Mit zierbet gereimten Worten bat der Festordner zur Tafel. Unter seötlichem Lachen ordneten sich die Paare und schritten nein in den altertümlichen Saal. In dessen Mitte erhob sich eine lange, blumengeschmückte Tasel. Vornehm nahm sich das ehrwürdige, schneeweiße aus, solid und reich der schwere Silberschmuck, als dehen wertvollstes Stück der mächtige Aufsatz mit dem Wappenzeichen des Geschlechtes der Wettensteiner prunkte. Käustlerische Blumenkärtchen, auf silberne Ständer gesteckt, wiesen den Gästen die für sie bestimmten Plätze an. Wie berauschend auch die kostbaren Orchideen dufteten, wie lockend auch aus den mit Lorbeerbäumen verdeckten Nischen die Geigen sangen: in das Herz der Baronesse wollte kein Friede kommen. Wohl hörte sie die flüsternden Worte ihres Bräutigams, wohl spürte sie den verstohlenen Druck seiner Hand. aber nichts als Weh empfand sie. Sterben können! Das war ihr einziger, ihr Verlobungswunsch Ahnte der Freiherr von Dalwang, was für Gedanken hinter der stolzen, ernsten Stirn des schönen Mädchens arheiteten, fühlte er. daß ihre Sehnsucht weit ab vom Feste irrte und den suchte, den er so tödlich haßte? Es mußte wohl sein; denn allmählich verstummte auch er, seine Miene verdüsterte sich, und in seiner Seele stieg die häßliche Freude auf, ihr, der Baronesse, dereinst an Demütigungen heimzahlen zu können, was er eigentlich ihrem Geliebten, dem Protowska, zugedacht hatte. Noch war Eva Marie aber nicht völlig sein, noch mußte er sich mäßigen, noch mußte er, wie in den letzten Wochen, den Höflichen den Verliebten, den Zärtlichen spielen, noch seine wahre Gesinnung verbergen, aber war sie erst seine Gattin, besaß er erst Herrenrechte über sie, dann wehe ihr Seine rohen Gedanken wurden gestört. Denn soeben klopfte sein künftiger Schwiegervater, der ihm gegenübersitzende Baron von Wettenstein, stark und nachdrücklich an das Weinglas. Das Gemurmel erstarb, leises Flüstern noch, nun erwartende Stille. Alles schaute auf den Sprecher. Der hatte das Glas erhoben, sein Gesicht erglühte, und fast schreiend erklangend seine Worte: Sehr geehrte Gäste! Das Rosenschlößchen feiert heute ein hohes Fest. Mein Lieblingswunsch hat sich erfüllt. Ein ehrenwerter Mann aus altem Adelsgeschlechte wirbt um die Hand meines einzigen Kindes, meiner Tochter Eva Marie!" Erstockte. Das Gedächtnis schien ihn verlassen zu wollen. doch nein, schon sprach er weiter, aber mit einer seltsam klingenden Stimme: „Ich gebe ihm das Liebste, was ich habe, den Sonnenschein neines Lebens. Ich folge meinem glücklichen Herzen, wenn ich mein Glas erhebe und rufe: das Brauwaar!———“ Doch, was war das? Der Baron schwankte. Das volle Glas entfiel seiner Hand, und wie ein Blutstrom ergoß sich der dunkle Rotwein über das blendend weihe Linnentuch. Entsetzt blickten die Gäste auf. Da— das Gesicht des Barons verzog sich. seine Augen begannen zu rollen, mit befremdlicher Hast griff er an seine Brust, riß sich Rock und Wesse auf, stöhnte— und stürzte zu Boden im Fallen seinen Stuhl mit Gepolter nach sich reißend. Erschrocken sprangen die Gäste auf. Mit jähem Angstschrei eilte Eva Marie an die Seite ihres Vaters. Aber ein junger Doktor der Medizin, der Sohn eines Gutsnachbars, schob sie sanft zurück und warf sich neben dem Unglücklichen nieder. Totenstille folgte. Der Arzt fühlte nach dem Pulse des Gestürzten. Bange Augenblicke verstrichen Endlich erhob er sich, langsam, felerlich. Sein Angesicht schien zu Stein erstarrt, als er mit dumpfer Stimme per kündete:„Meine Herrschaften! Wir stehen vor einem er schütternden Rätsel. Den Schloßherrn, unsern gnädige Herrn Varon von Wettenstein, hat soeben der Schlag gerührt. Friede seiner Seele!“ XII. „Erde gleißt auf Erden In Gald und Pracht. erde wird Erden. Bevor es gedacht. Erde türmt auf Erden Schloß, Burg, Stein. erde spricht zur Erden: Ales wird mein!" Der dicke Dieter drückte seine niedere Stirn an die kleine Fensterscheibe des Gastzimmers und spähte mit listigeblöden Augen erwartend auf die Dorfstraße, ob die ersehnten Trauergäste noch nicht kämen. (Forts. solgt). ohne Erörterung an. Auch die Regierung stimmte dieser Fassung zu. Desgleichen wird das Fischereigesetz in der Fassung des Abgeordnetenhauses im ganzen angenommen. Die Ergänzung des Knappschaftskriegsgesetzes wird erledigt. ebenso angenommen der Gesetzentwurf über die Erhebung von Beiträgen für die gewerblichen und kaufmännischen Fachschulen. Der Betriebsbericht der preußischen Bergverwaltung wird zur Kenntnis genommen. Mit dem Gesetzentwurf über den Ausbau von Wasserkräften des Mains in der Fassung des Abgeordnetenhauses wird gleichzeitig eine Entschließung des Ausschusses angenommen, bei Ausbau des Deisterwerkes die Interessen der Städte Hannover und Minden und der in den kommunalen Elektrizitätswerken Minden=Ravensburg vereinigten Kreise und Gemeinden zu berücksichtigen. Der Eisenbahnminister erklärte sich damit einverstanden und hob die Bedeutung der Vorlage hervor, die als Abschluß der Elektrizitätsversorgung von der Nordsee bis zum Main gelten könne. Angenommen wurde ferner der Gesetzentwurf über Bereitstellung von Staatsmitteln für Wasserstraßenbauten. Nachdem noch eine Reihe von Bittschriften erledigt waren, verlaß der Minister des Innern eine Königliche Verordnung, wonach die beiden Häuser des Landtages bis zum 30. Mai d. J. vertagt werden. Dolitische Kundschau. Deutsches Reich. * Im Hauptausschuß des Reichstages beschäftigte man sich mit dem Etat des Auswärtigen und dabei mit der Lage deutscher Kriegsgefangener im feindlichen Auslande. Ein nationalliberaler Redner wies besonders auf die Klagen über die Behandlung in Frankreich hin, wo selbst Schwerverwundete von Licht und Luft abgesperrt und erbärmlich genährt würden. Ebenso schlimm liegen die Dinge in Rußland, wogegen in England die Lage der Gefangenen sich erheblich gebessert habe und kaum noch zu wünschen übrig lasse. Ein Regierungsvertreter antwortete, gegenüber dem Anfang des Krieges hätten sich überall die Verhältnisse gebesserte. Was seitens der deutschen Regierung geschehen könne, werde getan, um den Kriegs= wie den Zivilgefangenen zu helfen. Ein Redner des ZZentrums forderte, daß die in Afrika gesangengehaltenen Deutschen von Frankreich zurückverlangt werden, da sie sonst dort zugrundegingen. Den armen Angehörigen der in der Schweiz zur Pflege weilenden deutschen Schwerverwundeten sollte zum Besuche Freifahrt gewährt werden. * Im amtlichen„Deutschen Kolonialblatt“ wird eine im belgischen Kolonialministerium aufgefundene Denkschrift veröffentlicht, die den Titel trägt„Der unabhängige Kungostaat und Frankreich 1885—95“. Die Denkschrift ist voll von Kummer und Beschwerden darüber, wie Frankreich den Kongostaat schlecht behandelt, wie es ihn fortwährend zu vergewaltigen, zu schwächen und zu schädigen gesucht hat. Für diese Tatsachen werden eine Reihe einwandsfreier Beweise beigebracht. Als ein Beitrag zu der Art und Weise, wie auch die dritte französische Republik mit den Rechten und Interessen ihrer kleineren und schwächeren Nachbarn umgesprungen ist, wo sie es ungestraft konnte, verdient diese Denkschrift vom historischen Standpunkt aus größte Beachtung. * Im bayerischen Landtag sprach Kultusminister Dr. v. Kuilling über die Stellung Deutschlands zum Auslande nach dem Krieg. Der Minister sagte u. a.: Wir hoffen, daß die unsinnige Ausländerei eine überwundene Krankheit ist, aber wir können uns in Zukunft von dem Auslande nicht durch eine chinesische Mauer abschließen, am wenigsten auf geistigem Gebiete. Auf die Dauer können sich die Völker Europas nicht voneinander abschließen. Der deutsche Gelehrte und der deutsche Kaufmann werden die Schrittmacher sein, um abgerissene Fäden nach dem Kriege wieder aufzunehmen. Wir vergeben uns dabei nichts, weil bei dem Austausch von geistigen Gütern mit anderen Völkern wir immer die Gebenden bleiben. Die Welt kann deutschen Geist, deutsche Tüchtigkeit und deutschen Unternehmersinn auf die Dauer nicht entbehren. Belgien. X Der vielgenannte Kardinal Mercier ist vom Papst ausgefordert worden, den Wortlaut seines letzten Fastenhirtenbriefes und das Original des Schreibens, das er vem Generalgonverneur Frhru. v. Bissing erhielt, schleintigst einzusenden. Ein aus Rom nach Belgien zurückgekehrter Prälat bezeichnet übrigens die Lage des Kardinals als kritisch, da er des unerlaubten Briefverkehrs mit Le Havre überführt sei. So berichten italienische Blätter. Griechenland. X Die griechische Regierung übergab den Gesandten Frankreichs, Englands. Italiens und Rußlands eine gleichlautende Antwort auf die Note wegen Nordepirus. Die Antwort beschränkt sich auf die Frage der Ausdehnung der für Griechenland geltenden bürgerlichen Gesetze. Diese Anordnung sei aus inneren Gründen getrosfen worden. Man mimmt an, daß kein weiterer Notenwechsel folgen wird und daß die Frage der Hoheitsrechte und der Grenzen des Nordepirus auf dem Friedenskongreß endgültig geregelt werden Aus In- und Auoland Berlin, 31. März. Von jetzt an dürfen Salzheringe über die Grenzen des Deutschen Reichs nach den besetzten Gebieten Rußlands nur mit Zustimmung der Zentral=Einlaufsgesellschaft m. b. H. in Berlin durchgeführt werden. Amsterdam. 31. März. Die portugiesische Regierung beschloß, die Kuponzahlungen einstweilen nur in Paris und London einzulösen. Die niederländische Zahlstelle leitet Schritte ein, damit die Zahlung auch in Holland erfolge. Von der Schweizer Grenze, 31. März. Das Pariser Polizeigericht hat den Schweizer Bürger Assal, der als Vertreter der Mannheimer Maichinenfabrik Lanz den Zwangsverwalter des Maschinenlagers dieser Firma in Paris Beistand leistele und dafi sein Gehall von der deutschen Firma weiterbezog, zu drei Monaten Gefangnis und 100 Frank Geldbuße vernrteilt. Stockholm, 31. März. Der schwedische Reichstag hat nahezu ohne Widerspruch die Forderungen des Kriegsnunisters für die Landesverteidigung bewilligt. Ein Antrag auf Einschränkung von Seiten der Sozialdemokraten, den man erwartet hatte, unterblieb Sofia, 31. März. Generalseldmarschall v. Mackensen traf aus Konstantinopel hier ein, wurde vom König empfangen und reiste abends wieder ins Hauptquartier ab. Tokio, 31. März. Kriegsminister General Oka ist zurückgetreten. Sein Amt führt sein Stellvertreter General Oshima. Der Krieg. Die stetige, zielbewußte Aufräumungsarbeit in dem „Sack“ zwischen Malancouri— Béthincourt— Avocourt— Esnes am linken Maasufer ist mit der Einnahme des Dorfes Malancourt um einen bedeutsamen Schritt vorwärts gerückt. Die Engländer haben wieder einmal die deutsche Überlegenheit im Luftkampf empfindlich verspüren müssen, wobei der bekannte deutsche Flieger Immelmann den Vorsprung seines Kameraden Boelcke einholte und ebenfalls sein 13. feindliches Flugzeug abschoß. Das Dorf Malancourt erstürmt. Drei englische Doppeldecker abgeschossen; Immelmanns dreizehnter Luftsieg. Großes Hauptquartier, 31. März. Westlicher Kriegsschauplatz. In vielen Abschnitten der Front lebte die beiderseitige Artillerietätigkeit während des klaren Tages merklich auf. Westlich der Maas wurden das Dorf Malancvurt und die beiderseits anschließenden französischen Verteidigungsanlagen im Sturm genommen; sechs Offiziere und 322 Mann sind unverwundet in unsere Hand gefallen. Auf dem Ostufer ist die Lage unverändert; an den französischen Gräben südlich der Feste Douaumont entspannen sich kurze Nahkämpfe. Die Engländer büßzren in Luftkämpfen in der Gegend von Arras und Bapaume drei Duppeldecker ein, zwei von ihren Jusassen sind tot. Leutuant Immelmann hat dabei ein 13. feindliches Flugzeug abgeschossen. Ostlicher Kriegsschauplatz. Die Russen beschränkten sich auch gestern auf starke Beschießung unserer Stellung an den bisher angegrissenen Fronten. Balkan=Kriegsschauplatz. Die Lage ist unverändert. Oberste Heeresleitung. Amtlich durch das W.T.B. Nachdem die stark verschanzten Stellungen des Feindes zwischen den Orten Malancourt und Avocourt in mehreren Stürmen dem deutschen Angreifer zugefallen waren, behaupteten sich die Franzosen noch hartnäckig in dem Dorf Malancourt selbst ebenso wie in dem östlich davon gelegenen Dorf Böthincourt. Am 29. März konnte der deutsche Generalstab melden, daß die in 800 Meter Entfernung vom Ortsrande belegenen feindlichen Stellungen in zwei Kilometer Breite überrannt worden seien und unsere Truppen in das Dorf selbst eingedrungen wären. In den südöstlichen Häusern des Dorfes suchten sich die Verteidiger weiter zu halten. Nach 48 Stunden mußten sie auch dort einem neuen Ansturm weichen. Dorf Malancourt mit seinen flaukierenden Anschlußstellungen ist in deutscher Hand. Aus Wien wird vom 31. März amtlich verlautbart: Russischer und südöstlicher Kriegsschauplatz: Nichts Neues. Italienischer Kriegsschauplatz: Infolge der ungünstigen Witterung ist eine Kampfpause eingetreten. Der deutsche Luftangriff auf Saloniki. In Ergänzung der kurzen Mitteilung des deutschen Generalstabes teilt jetzt der bulgarische über den letzten Fliegerangriff auf Salonili die folgenden Einzelheiten mit: Am 27. März hat ein Geschwader von 15 deutschen Flugzeugen den Hafen von Saloniki und das englischfranzösische Lager in der Stadt bombardiert. Es wurden 800 Bomben abgeworfen, die großen Schaden anrichteten. Die Flieger beobachteten eine Explosion in einem unmittelbar beim Bahnhof gelegenen Depot, sowie eine zweite auf einem feindlichen Schiff. Feindliche Flugzeuge versuchten einen Angriff gegen die deutschen Flugzeuge; ihr Versuch blieb jedoch ergebnislos. Vier von den englisch=französischen Flugzeugen wurden zur Landung gezwungen, die übrigen mußten den Rückzug antreten. Wie aus Athen weiter berichtet wird, ist kein griechischer Soldat getötet, nur drei sind leicht verletzt worden, dagegen wurden 15 Einwohner getötet und verwundet. Die Zahl der getöteten englischen und französischen Soldaten wird auf mindestens zweihundert geschätzt. 20 Tonnen Sedit wurden zur Explosion gebracht und zahlreiche Holzbaracken in Brand gesetzt. 27 serbische Eisenbahnwagen mit Kriegsmaterial wurden zerstört und das Munitions= depot in der Stadt vernichtet. Die Methode der Vierverbandsgenerale, Hauptquartier und militärische Anlagen inmitten der Stadt zu haben, um gegen den Angriff deutscher Flugzeuge gesichert zu sein, findet in Athen scharse Verurteilung. Die Opfer der„Provence“. Im französischen Marineministerium gibt man jetzt offen zu, daß an Bord des am 26. Februar im Mittelmeer versenkten französischen Hilfskreuzers„Provence" viertausend Mann waren. Die Besatzung der„Provence" setzte sich zusammen aus dem Stab der dritten Kolonial= insanteriearmee, dem dritten Bataillon, der zweiten Kompagnie des ersten Vataillons. der zweiten Maschinengewehrkompagnie und noch einer anderen Kompagnie. 296 Überlebende wurden un atta gebracht und ungefahr 400 Gerettete nach Milos. Der übrige größte Teil der Besatzung ist untergegangen. Bevorstehender Rücktritt Tokio, 31. März. Nach brieflichen Berichten aus Peking und Schanghal soll der Rücktritt Yuanschikats bevorstehen. Sein Nachfolger wird wahrscheinlich der jetzige Vizepräsident Li Yuang Hung. Die Ereignisse in China überstürzen sich. Erst vor wenigen Tagen wurde bekannt, daß Yuanschikai auf die Wiederherstellung der Monarchie in China verzichtet habe, und nun wird sein bevorstehender Rücktritt angekündigt. Wer mag im Reiche der Mitte hinter den Kulissen spielen: England? Japan? Oder beide? Dse Lehren der Dariser Konferenz. Bern, 31. März. Ein treffendes Nachwort zur Pariser Konferenz schreibt das hiesige„Tagblatt". Es weist mit Nachdruck darauf hin, daß die Wirkung der Konferenz eine ganz andre sein werde, als die Drahtzieher des Verbandes erwarten. Das Blatt schreibt: Aus dem Satze„den Krieg bis zum Siege der gemeinsamen Sache fortzusetzen“, werden wirklich Neutrale nicht das Bewußtsein der Kraft herauslesen, sondern werden wieder einmal feststellen, welcher von den beiden Gruppen die Schuld zufällt, wenn der mörderische Krieg noch immer kein Ende nimmt. Seitens der Zentralmächte wurde klar und deutlich gesagt, daß sie zum Frieden bereit seien, wenn der Feind die militärische Lage anerkennt und das Friedenswort ausspricht. Daß die Konsequenz der erwähnten Ankündigung auf deutscher Seite das Erlöschen jeder versöhnlichen Gesinnung sein muß, ist wohl die zweite Lehre aus der Pariser Konferenz. Vor allem aber muß die Konferenz, die als Werkzeug des Sieges gelten möchte, als Eingeständnis der großen Schwäche der Ententemächte wirken. Nach einem sast zweijährigen Kriege müssen die Alliierten erst gemeinsam nach einer Einheit der militärischen Aktion usw. in langen mühsamen Beratungen suchen, um endlich den Erfolg zu versuchen, der ihnen bisher beharrlich versagt blieb. Ein trasseres Eingeständnis der Unterlegenheit und Schwäche der Entente ist kaum denkbar. Dem gegenüber weist das Blatt auf die Geschlossenheit, Zielsicherheit und Einheit der deutschen politischen und militärischen Leitung hin, die die Bewunderung aller wahrhaft Neutralen erregen muß.— Dieses Nachwort wird den Pariser„Machern" lange in den Ohren klingen. England verschärft seine Diratenpolitik. Amsterdam, 31. März. Die amtliche„London Gazette" veröffentlicht eine Königliche Ordre, wonach in Zukunft Artikel 19 der Londoner Deklaration nicht mehr angewendet werden soll. Weder Schiff noch Ladung sollen vor der Wegnahme fernerhin geschützt sein, wenn sie die Blockade brechen, auch wenn sie sich auf dem Wege nach einem nichtblockierten Orte befinden. Damit wird ein neuer Schritt gegen den neutralen Handel unternommen. Alle neutralen Schisse sollen sich der angeblichen oder wirklichen englischen Blockade und damit der Untersuchung unterwerfen, selbst wenn sie von einem Neutralen zum anderen gehen, also von Amerika nach Dänemark oder Holland. Die Untersuchung bedeutet aber in den meisten Fällen die Beschlagnahme, wie die Vorkommnisse mit den holländischen Wertpapieren und der standinavischen Post beweisen. Die Spiegelfechterei mit der Londoner Deklaration ist besonders bezeichnend für britische Praktik. In Wirklichkeit hat England die Londoner Deklaration nicht unterzeichnet wie die anderen Staaten, weil diese Deklaration das alte Piratenunwesen zur See verbot, wie die Beschlagnahme privaten Eigentums ohne Kontrebande=Charakter oder von Ernährungsmitteln für die nichtkriegführende Bevölkerung der feindlichen Staaten. England wollte eine derartige Verständigung der Kriegführung nicht und hält sich als getreuer Erbe an die wüsteste Seeräuberei vergangener Tage. Die hölzerne Kanone. Amsterdam, 31. März. Im englischen Unterhaus ging Pemberton Billing, der neugewählte flugsachverständige Abgeordnete, mit den Mängeln des englischen Luftdienstes scharf ins Gericht. Er warf der Regierung vor, daß von den nach einer unvollständigen Liste getöteten 150, verwundeten 169 und vermißten 105 Fliegeroffizieren die meisten„Fokker=Futter“ gewesen seien. Englische Flugzeuge wurden unbewassnet an die Front geschickt und dort erst vom Schwadronsschmied in Kriegswassen umgewandelt. Sie seien denn auch danach! Und die Abwehrkanonen ständen auf derselben Höhe. Zwei— sage und schreibe— stets dieselben zwei seien zur Beruhigung der Bevölkerung durch alle englischen Küstenstädte geschleppt worden und, als es schließlich einer großen Stadt gelungen sei, eine davon ganz allein für sich zu bekommen, da habe sich herausgestellt, daß sie aus Holz war. Der Unterstaatssekretär Tennant leugnete nicht, meinte aber zur Entschuldigung, man habe vielleicht die Deutschen foppen wollen. Darauf tönte es ihm aber aus der Versammlung entgegen:„Die Deutschen soppt man nicht, die sind viel zu gut unterrichtet!“ Filipescu hat die Sprache wiedergef unden. Bularest, 31. März. Es war hier aufgefallen, daß Filivescu nach seiner Heimkehr aus Rußland nichts, gar nichts verlautbaren ließ über die Eindrücke, die er am Hofe wie an der From des großen Nachbarn empfangen hat. Man glaubte, er sei stumm vor Enttäuschung. Darum hat er sich von einem Vertreter des„Steagul" ausfragen lassen, dem er erklärte, er sei nur stumm vor Bewunderung. Mit dem Oberhaupt des Reiches begonnen, erklürt er den Zaren als den wahren Pionier der Zivilisation, unter dessen Leitung die russische Armee die Lebensverhältnisse Europas verbessere und auf das barbarische Deutschland Licht ausstrahlen werde. Die russische Armee sei nicht nur die größte, sondern auch die beste der Welt. Die Vorgänge in Masuren und der Rückzug am Dunajec nichts als Kriegslist.„Man wollte nur den Feind ins Land locken.“ Die russische Zivilisation werde siegen. „Von der strotzenden Kraft des mächtigen Nordreiches erfrischt, kehre ich heim“, schloß Filinescu. Merkwürdig! Der Schnaps soll ja in Rußlund sich jetzt vervönt und verboten sein. Woran hat sich da Filipescu sein kiesgründiges Urteil gebildet? Bern, 31. März. Ein italienisches Blatt behauptet. daß sich General Cadorna auf dem versenkten „Susser" befunden habe. Nach dem Schiffbruch sei er nach London zurückgekehrt und habe sich deshalb beim Empfang in Paris verspätet. Rotterdam, 31. März. Wie das Marineministerium mitteill. ist die telegraphische Verbindung zwischen England und Holland wiederhergestellt worden ag. Paris, B1. Monz. Zumn Generalgonverneut von Paris wurde General Dubail ernannt an Stelle des Generals Manoury, der im März vorigen Jahres am Reichsackerkopf schwer verwundet worden Ist. Deutscher Kriegsbericht Hauptquartier, 1. April 1916 Westlicher Kriegsschauplatz Bei St. Eloi wurden englische HandgranatenAngriffe abgeschlagen.— Lebhafte Minenkämpfe spielten sich zwischen dem Kanal von La Bassée und Neuville ab.— Nordwestlich von Roye entwickelte sich die französische Artillerie sehr lebhaft. — Wir nahmen die feindlichen Stellungen an der Aisne=Front unter wirksames Feuer.— In den Argonnen und im Maas=Gebiet fanden heftige Artilleriekämpfe statt. Unsere Kampfflieger schossen 4 französische Flugzeuge au, je eins bei Laon und bei Mogeville (in der Woevre), in unseren Linien, je eins bei Ville au bois und südlich von Haucourt hinter der feindlichen Front.— Der französische Flugplatz Rosnay(westlich von Reims) wurde ausgiebig mit Bomben belegt. Oestlicher Kriegsschauplatz Keine besonderen Ereignisse. Balkan Kriegsschauplatz Nichts Neues. Oberste Heerssleitung Holländische Vorbereitungen wtb. Amsterdam, 31. März. Heute wurden telegraphisch alle Urlaube der Offiziere und Mannschaften der Land= und Seemacht außer denen, die vom Kriegs= oder Marineminister erteilt worden sind, zurückgezogen. Aus dem Haag wird hierzu gemeldet: Wie das Berichterstatterbüro erfährt, werden vorläufig bei der Land= und Seemacht keine Urlaube mehr erteilt werden. Die höchsten Stellen der Land= und Seemacht hielten heute früh eine wichtige Beratung ab. Der Minister des Innern hatte heute früh eine Unterredung mit dem Direktor des Kabinetts der Königin und mit dem Minister des Aeußern. Wie verlautet, soll eine geheime Sitzung der zweiten Kammer unmittelbar bevorstehen. Griechenland und Italien Frankfurt a. M., 31. März. Der„Frankf. Ztg.“ zufolge meldet die Schweizer Telegrapheninformation aus Athen, daß starke Truppenmassen im Nordeplrus gesammelt sind, wo sie sich feldmäßig verschanzen. Sie hätten den Befehl, einem etwalgen Vormarsch der Italiener energischen Widerstand entgegenzusetzen. An der Grenze hätten Relbungen zwischen griechtschen und italientschen Grenztruppen begonnen. Der Entschluß, Nordepirus nötigenfalls mit der Waffengewalt zu behaupten, errege große Genugtuung in Athen. Französische Flugzeuge über der Schweiz Köln, 31. März. Nach einer Meldung der„Köln. Zig.“ überflogen heute morgen gegen 5 Uhr zwei fremde Flugzeuge Pruntrut, eine Stadt im nordwestlichen Schweizer Jura, gegen die französische Grenze zu. Es wurden vier Bomben abgeworfen, davon zwei Blindgänger. Eine amtliche Mitteilung über den Vorsall, der viel Aufsehen erregt, vermutet, daß es franzäsische Flugzeuge gewesen sind. Personen sind nicht verletzt. Kleine Kriegepoft. Wien, 31. März. Vier österreichische Seeflugzeuge bombardierten Valona. Sie erzielten Tresser in Batterien und Unterkünften, sowie auf dem französischen Flugzeugmutterschiff„Foudre“ und kehrten unversehrt zurück. Konstantinopel, 31. März. Eine russische amtliche Meldung, in Persien seien acht türkische Kanonen erbeutet worden, trifft nicht zu. Es handelt sich um sehr alte persische Kanonen. Die Türken haben in Persien kein einziges Geschütz verloren, sondern den Russen mehrere abgenommen, Hang, 31. März. Das gesunkene englische Kriegschiff„Medusa“ rechnete als Kreuzer dritter Klasse und hatte einen Verdrang von 2800 Tonnen. Sie maß etwa 120 Meter in der Länge und war 1888 vom Stapel gelausen. der Heima zur die Heimat Pr. Oldendors, 1. April 1916 Pr. Oldendorf, 1. Avrll. Diese Zeitung erscheint von heute an unter neuem Titel, mit neuem„Kopf“, wie der Zeitungsfachmann sagt. Viele Wünsche bisheriger Leser haben uns zu der Aenderung veranlaßt. Nicht unangenehm war es uns auch, daß bei dieser Gelegenheit das Fremdwort „Lokal“ fortsallen konnte. Möge der bisherige„LokalAnzeiger“ auch als„Tageszeitung“ den Beifall unserer Leser in immer größerem Maße finden. Holzhausen, 1. Aorll. Jubiläum. Am heutigen Tage sind es 50 Jahre, als Herr Förster Redecker als Kutscher beim Herin Landrat von Oheimb eintrat. Durch seine stets bewiesene Treue und Zuverlässigkeit hat sich derselbe die größte Achtung der von Oheimb'schen Famllie erworben. Herr Redecker ist dann vor etwa 15 Jahren auf dem Rittergute Hudenbeck zum Förster aufgerückt. Hier war er gerade an den rechten Plotz gekommen; mit größter Umsicht und vielem Fleiß hat derselbe stets die Forsten des Rittergutes Hudenbeck in besonderer Ordnung gehalten. Alle, die den schönen Limberg zum Forsthaus besteigen, werden siets ihre helle Freude an den schön gepflegten Forsten gehabt haben. Wo an einer Stelle Holz abgetrieben wurde, stand stets im nächsten Jahre aules wieder bepflanzt da. Auch in unserer Gemeinde Holzhausen steht Herr Redecker in größtem Ansehen, und bei neuen Anpflanzungen in den Bergen wird er oft um Rat befragt. Wir wünschen dem Jubilar, daß er noch recht lange und gesund seines Amtes walten möge. Destel, 1. April Der Pferdediebstahl, der Im Dezember v. J. beim Wirt Winkelmann hier verübt wurde, hat sitzt vor der Bielefelder Strafkammer selne Sühne gefunden. Bekanntlich gelang es damals, dank dem frisch gefallenen Schnee, die Spuren des entführten Pferdes bis nach Herford zu verfolgen. Die Spuren hatten bis zur Wohnung des Produktenhändlers Vogt geführt. Das Pferd fand man aber erst später im Stalle des Gelegenheitsarbeiters Zumbansen. Vogt und Zumbansen hatten gemeinschaftlich das Pferd gestohlen. Natürlich versuchte in der heutigen Sitzung ein jeder der Angeklagten, die Schuld von sich abzuwälzen. Das Gericht nahm an, daß Zumbansen der eigentliche Urheber sei. Er wurde wegen Diebstahls im wiederholten Rückfalle zu zwei Jahren Zuchthaus, fünf Jahren Ehrverlust und Stellung unter Polizel=Aussicht verurteilt. Vogt bekam 9 Monate Gefängnis, ihm wurden mildernde Umstände zugesprochen, trotzdem er auch schon rückfälliger Dieb ist. Dielingen, 31. März. Die Preise für Ferkel haben einen derartig hohen Stand erreicht, daß man sich wundern muß, wenn sich noch Käufer dafür finden. Nach dem Urtell Sachverständiger wird in den nächsten Wochen ein starkes Angebot zu erwarten sein, sodaß die Preise um ein erhebliches abschlagen werden. Man sel daher beim Einkauf sehr vorsichtig. Lübbecke, 1. April. Auf die am 6. April in Lübbecke Im Hotel Bürgerpark, am 7. April in Nahden im Zentralhotel und am 8. April in Wehdem im Hackemeyer'schen Saale stattsindenden Kontrollversammlungen sei auch an dieser Stelle noch einmal hingewiesen. Minden, 31. März. 42 v. H. Kreissteuer werden hier auch in diesem Jahre erhoben werden. Bohmte, 1. Aprtl. Gewissermaßen ausgeschwärmt ist jetzt der größte Tell der Krlegsgefangenen aus dem hiesigen Lager. Die Gefangenen wurden auf die Ortschaften der Umgegend verteilt, um bei den landwirtschaftlichen Arbeiten jeder Art mit zu helfen, und zwar nicht nur im Kreise Wittlage, sondern es sind auch viele hunderte Gefangener an die Kreise Melle und Lingen abgegeben. Die Erfahrungen des verflossenen Jahres haben gezeigt, daß durchweg ein gutes Einvernehmen zwischen Arbeitgebern und Gefangenen bestand. Hoffen wir, daß es auch in diesem Jahre zu einer wirksamen Hülfeleistung in friedlicher Arbeit kommt. Die Kriegsgefangenen werden hier bei der Bevölkerung durchweg so gut ausgenommen und behandelt, wie wir es von unseren Söhnen und Brüdern in feindlicher Gefangenschaft ebenfalls wünschen möchten. Diepholz, 31. März. Vorläufig keine Kartoffelflockenfabrik. Vor einigen Tagen hielt, wie die „Dieph. Krsztg.“ meldet, das Komitee für Errichtung einer Kartoffelflockenfabrik in hiesiger Gegend auf dem Holzkrug bei Drentwede elne Sitzung ab, um sich einen Ueberblick über die Zahl der Bettrittserklärungen und der von den Beteillgten gezeichneten Kartoffelmengen zu verschaffen. Das Ergebnis der in zahlreichen Gemeinden der drei beteiligten Kreise(Dlepholz, Syke und Sulingen) abgehaltenen Versammlungen sowie der von den einzelnen Komiteemitgliedern ausgeübten Werbetätigkeit entsprach leider nicht den Erwartungen. Im ganzen waren nur 5000 Zentner Kartoffeln gezeichnet, also etwa der achte Tell der unbedingt notwendigen Menge. Damit muß zunächst der Plan der Errichtung einer Kartoffeltrocknungsanlage aufgegeben werden. Gleichwohl war man einstimmig der Ansicht, daß das Komltee als solches weiter bestehen bleiben solle, um vor allem nach Beendigung des Krieges seine aufklärende und werbende Tätigkeit sogleich wieder aufnehmen zu können. Denn man führte das jetzige ungünstige Ecgebnis in der Hauptsache auf die Abwesenheit einer großen Zahl jüngerer und deshalb gerade unternehmungslustiger Besitzer zurück, deren Frauen begreiflicherweise allein die Verantwortung für ihre Beteiligung nicht auf sich nehmen wollen. Man hofft, daß mit dem Eintritt geordneter und übersichtlicher Verhältnisse das geplante Unternehmen sich doch noch verwirklichen lassen wird.— Im Kreise Uelzen bestehen bereits zwei Kartosselslockenfabriken: davon hat diejenige in Bienenbüttel 40 000 und diejenige in Wrestedt 35000 Zentner Kartoffeln in diesem (Oktober bis März) verarbeitet. Daraus sind 9000 Zentner Flocken gewonnen worden. St. Hülfe, 31. März. Vlehmarkt. Der Auftrieb in Pferden und Rindvleh war ziemlich gut. Für einjährige Pferde wurden 600—1000 J, für 2jähr. 1500—2000+ bezahlt, ältere Pferde wurden je nach Güte bezahlt; viel gutes Material war aber unter den sogen. Arbeitspferden nicht vorhanden. Für eine Fuchsstute wurden Hofbesitzer Hinners=Holte 3500 cA geboten, doch ging dieser auf das Angebot nicht ein. Auch das Weidevieh stand hoch im Preise. Hannover, 30. März. Die Zentralstelle für Heereslieferungen der deutschen Handwerkskammern wird mit Zustimmung des Deutschen Handwerks= und Gewerbekammertages von Hannover nach Berlin verlegt, und zwar hat diese Verlegung auch die Zustimmung des Krlegsministeriums und der militärischen Vergebungsstellen gefunden. Lüchow, 29. März.„Schweineglück“ hat ein Landwirt in Schweskau; seine Sau warf 20 Ferkel, die jetzt sämtlich verkaufsreif find. Da die Ferkel jetzt auf 50 A stehen, bringt der Wurf dem Besitzer 1000 c. Everswinkel, 31. März.(Blutvergiftung.) Der Arbeiter H. Hagemann hatte vor einigen Tagen ein kleines Geschwür, das nur unbedeutend schien. Plötzlich ver schlimmerte es sich derart, daß sich H. zum Krankenhause begeben mußte. Dort starb er ganz kurz darauf an Blutvergiftung. Er hinterläßt eine Witwe mit 8 Kindern. Barensell, 31. März. Ein äußerst frecher Ueber sall und Diebstahl wurde hier auf den in der Nähe der Voßschule wohnenden Kötter Pähler verübt. Als dieser am Sonntag abend in seiner Stube saß, bemerkte er einen Frem den auf seinem Hofe. Als der alte Mann vor die Tür trat. um nachzusehen, erhielt er einen Hieb über den Kopf, daß er biutüberströmt zusammensank. Während nun seine Frau Hilfe herbeiholte, hatten die Räuber bereits mit ein paar Seiten Speck das Weite gesucht. Pähler mußte wegen seiner schweren Verletzung zum Neuenkirchener Krankenhause gebracht werden Minden, 31. Mär. iwischen die Puffer geraten.) Auf dem yinigen Ueberlade=Bahnhof kam gestern ein Bahnarbeiter Hille mit dem Kopf zwischen die Puffei zweier Güterwagen. Die Verletzungen waren derart, daß der Tod auf der Stelle eintrat. Detmold. 31. März.(Achtzehn Monate als tot betrauert.) In die freudigste Aufregung versetzt wurde hier die Familie Otto Früttemeier. Nachdem sie bereits Ende September 1914 die Nachricht erhalten hatte, daß ihr Sohn Karl, der dem Königs=Jäger=Regiment zu Pferde angehörte, bei Blaschki in Rußland in einem Kampfe, den 15 Jäger 200 Kosaken lieferten, gefallen und nach Feststellung seiner Per sönlichkeit in der Nähe des Kampfplatzes im gemeinsamen Grabe beerdigt sei, langte vor einigen Tagen ein Schreiben des als tot Betrauerten in Detmold an. In diesem teilte er mit, daß es ihm leidlich gut in russischer Gefangenschaft gehe. daß er beim Bahnbau in Sibirien beschäftigt sei und daß er sich in Sorge um seine Eltern und Geschwister, von denen eine ganze Anzahl im Felde sich befindet, sei. Die Freude der Familie über das Lebenszeichen des Totgeglaubten kann man sich vorstellen. Dortmund, 30. März.(Preiserhöhung beim Rheinisch=Westfälischen Zementverband.) In der Gesellschafterversammlung wurden mit Rücksicht am die gestiegenen Selbstkosten mfolge der höheren Preise für Materialien, Kohle, Löhne, der Kriegsfürsorge usw. die Preise für Zement ab 10. Avril bis 31. Dezember dieses Jahres um 30 Mk. für den Waggon erhöhl. Gleichzeitig wurde mit Rücksicht auf die außergewöhnliche Preissteigerung, die im Handel in Jutesäcken stattgefunden hat, der Preis für die Verpackung in Jutesäcken um 10 Pf. für den Jutesack von 50 Kilo Inhalt erhöht. Duisburg, 31. März. Die Butterknapphe machte sich der Kaufmann Heinrich Mürkshoff aus Oberhausen zunutze, indem er den Kunden nicht eher Butter verkaufte, als sie auch Eier genommen hatten. Das Gericht sah in dieser Vertaufsmethode eine Ausbeutung des Publikums und verurteilte ihn wegen Vergehens gegen eine Anordnung des steilvertreienden kommandierenden Generals zu 40 Mk. Geldstrafe. Ja den nächsten Tagen kommen etwa 24 kriegsunbrauchbare pferde in Lübbecke zur Versteigerung an Landwirte. Die näheren Bestlmmungen werden rechtzeitig bekannt gegeben werden. Lübbecke, 31. März 1916 Der Landrat. Freiberr von Ledebur Todes-Anzeige Es ist bestimmt in Goltes Rat, Dass man vom Liebsten was man hat Muss scheiden! Nach Gottes weisem Ratschluss starb den Heldentod fürs Vaterland am 22. März mein lieber, unvergesslicher Mann, meiner Kinder treusorgender Vater, unser lieber Sohn, Schwiegersohn, Schwager, Bruder und Oheim, der Wehrmann Fritz Kasper Reserve-Infanterie-Regiment 92, 4. Komp. im Alter von fast 33 Jahren. Dieses zeigen tietbetrübt an Frau Sophie Kasper nebsi 4 Kindern und Angehörigen. Schwege, 28. März 1916 Weiße Schmierseife, gute Sorte, vorzüglich zum Waschen. Kochen usw., in Elmern zu 20 Pfund Inhalt 8#. Versand unter Nachnahme nach jeder Bahnstation. Fr. Pottkamp, Pr. Oldendort Fernruf Nr. 44 Ich habe noch einen größeren Posten verschulte Forstpflanzen Rottannen, Kiesern Weimutsliesern Hitliasichten, Buchen Eichen, Eschen usw. abzugeben; an Sämlingen Zichten, Kiesern und Weimutskiefern. Wllh. Hinrichsmoyer, Hofbesitzer, Rattinghausen Fernruf: Bad Essen 47 für die Feldpost! Briefpapier Briefbüllen mit Vordruck Jeldpostkarten Ausklebezettel Kartenbriefe(Kurzbriefe) empfiehlt Franz Schlüter Ziegelsteine und Pflasterklinker empfiehlt Dampfziegelei H. Hansick Buer bei Melle. Grösste Auswahl modernster N-uheiten Damen-, Mädchenund Kinderhüten geschmackvoll beselzte Formen. Da ich noch günstig eingekault habe, bin ich in der Lage, noch 2u vorjährigen Preisen 2u verkaufen. Frida Klainhang, Bohmte 141 Max Blank& Co. Fernruf 219. Osnabrück. Großestraße 5051. Pernruf 219. Grosse Auswahl in allen Abteilungen. Vorteilhafte Preise, Besichtigung gern gestattet. Jacken-Kleider und fertige Kleider. 33% Jackenkleider, Fhmgulom, auf Seide gearbeitet, blau 2/00 sehr sesche Glockenjacke, Rock m. Tasche Seickenkteicter, auch für starke Damen, blau, schwarz, 3000 grün und frann „ Ersatz für Maß, Sacco- und andere K 000 Formen, blau, schwarz, grün u. braun SO Jackenkleider, auchelegen, Modelle, viele Macharten, 7800 Sarnierte Kleider, teizende Nacharten 23 0 63680 Garnierte Kleider, Porfoslenus Seide allereucst 29 400685%, 489 6899 959 Jacken und Mäntel. Blusen= und Falten=Form, auch Sacco-Form Koverkot-Jacken, Sport-Jacken, dunkel und helle Farben, viele Macharten Popelin-Jacken, Wetter-Mäntel, grün, blau, modefarben, kleidsame Formen. in Gummi, Gummitin, Loden, grün, blau, schwarz, brann Schwarze Frauen-Mäntel, Seidene Jacken, Seidene Mäntel, viele Formen, kurz u. lang, sehr kleidsam schwarz und farbig, große Auswahl, alle Weiten 18 8%s 78% 1150 36% 10%% 28% 19 389 23 0 680 24%%0 599) 0900 7800 28 bis 18. Blusen. Farbige Wasch-Blulen, sche gand bellezuuter, 100 gis 659 Woll-Biusten, karrierl und einfarbig, kleidsame Fassons 2 80 bis 16.44 Seidene Bluten, wunderbare Macharten, weiß, sarbig 6 0 6is 39. Doile-Bluten, sarbig und schwarz, mitFältchen garniert 9 0 bis 36., Seidene Trikot-Blufen, undtzunr gcwarz. weit 12 50/68 28 Weiße Wasch-Bluten, große Auzwahl 249 bis 18.4 Backtilch-Bluten, weiß und sarbig, reizende Formen, 1°0 bis 16. Kleiderröcke. Kleiderröcke, aus praktischen Stosfen, auch schwarz Kleiderröcke, Frgez weitz kariett, sesche lugendliche Kleiderröcke, in modernen Schotten, Glockensorm Kleiderröcke, schwarz u. marine Cheviot, weite Fassons Kleiderröcke, für Backsische, in Falten u. Glockenform Kleiderröcke, aus reinw. Kammgarn, aparle Formen Passe Kleiderröcke. aus Taffet, in Glockenform u. gezogener 290 299 23 35% Kinder-Mäntel— Kinder-Kleider. KinderKinder Kinder Kinder Kinder Kinder Kinder aus weißen u. tarbig Stoffen Babg-Mäntel, Jacken, in hellkarr Stossen mit farbigem Kragen Iäntel, in sarvigen Cheviots u Conercoals Wetter-Mäntel, tleidsame Formen Kleider, Kinelform, aus guten Stossen aus Mousselin= und Wollstossen, Kleider, reizende Macharten -Blulen, aus gestreisten u. karrierten Stoffen Gardinen— Teppiche. Gardinen am Stück Mtr. 63 8 b. 1,65.4 Gardinen, abgep. Paar 3,95 b. 13.50. Stores, creme u. weiß St. 1,95 b. 11,50.A Scheibengardinen Mtr. 43 S bis 1,50.# Künstler=Gardinen Paar 5,75 b. 15,50.A Leinen=Garnitur. Paar 6,90 b. 15,75.A Madras-Garnitur. Paar 6,90 b. 19.75. Rolostoffe Mtr. 588 bis 1,65.# Teppiche in all. Größ. 10,75 bis 34.50.4 Teppiche, prim. Sort. 48.— b. 89.—.4 Steppdecken, all. Farb. 6,50 b. 15,50 Tischdecken jed. Art 2,45 bis 19,50.# Läuferstoffe Mtr. 48 J bis 3.75c4 Bettvorlagen 95§ 1,45 bis 5.90.4 Spachtel-Blenden Mtr. 28 bis 988 Lüllborden Mtr. 68 8 bis 1.65 Kleiderstoffe—Seidenstoffe. 110 bis 140 cm breit, farbig u. schwarz Koltümstoffe, Mantelltofte, Schottenkleiderstoffe, Meier fte, n Meter Schw. Kleiderstoffe, nur. 65 Seidenltotte, Voile, Colienne, in gros Blusenstoffe, Auswahl Handschuhe Strümpfe. Glace=Handschuhe für Konfirmanden 1.45 1.65.4 Damen=Glacchandschuhe, gute Verarbeitung. schwarz und farbig.. 1.95 bis 4,25.4 Damen=Stofshandschuhe, schw. weiß Raupen 1.15 bis 1.95. Damen-Stosshandschuhe, in allen Farben, mit Druckknopf.33 bis 953 Damen=Handschuhe. Seidenimitation, 955 bis 1,75. Damen=Handschuhe, sarbig mit schw. Raupen 1,15 bis 1,95./ Damen=Handschuhe, Seide, schwarz u. farbig 1.75 bis 3.60.4 Damen=Handschuhe, die große Mode, ohne Raupen...... 1,35 bis 1,75.4 Damen=Handschuhe, weiß mit schwarzen Raupen..... 1.10 bis 1.65.4 Damenstrümpfe. und brann Damenstrümpfe. Hacke und S Damenstrümpfe Damenstrümpfe Kinderstrümpfe, brann Kinderstrümpfe, Kinderstrümpfe. Kinderstrümpfe, Kindersöckchen. Baumwolle, schwarz 35„ bis 1.45.4 schwarz. Flor, doppelte spitze... 1.25 bis 3.20.4 in brann, blau, lila 95. bis 2.60.4 in Caschmir, reine Wolle 1,75 bis 3.50. Baumwolle, schwarz und . 2 6 b i s 7 8 · 3 Halbwolle, alle Größen 44 5 bis 2.60.4 reine Wolle. 98 J bis 3.60l weiße Baumwolle 64 5 bis 1.35.4 einfarbig und bunt, 38.. bis 1.20.1 Schürzen— Wäsche. Zierschürzen, weiß Batist, reich mie Feston 95J bis 3.60.4 Zierschürzen aus getupftem Mull 1.45 bis 5.25.4 Zierschürzen aus buntem Satin 95 3 bis 1.95.4 Zierschürzen. Wiener Form, 2,90 bis 4.80.4 Wirtschaftsschürzen, schön weit. 1.25 bis 3.20.4 Wirtschaftsschürzen in bunten Satins 1.85 bis 5.20.4 Wirtschaftsschürzen in weiß, mit schönen Festons..... 1.25 bis 3.90=4 Servierschürzen, reich mit Durchsatz und Festons.... 1,85 bis 3.90.4 Damenhemd. Schulterschluß, mit Languette 1.95 bis 2.80. Damenhemd, Schulterschluß mit Durchsatz und Festons.. 2.45 bis 4.25.4 Damenhemd, Vorderschluß, einfache Zacke 1.75 bis 2.60.4 Damenhemd. Vorderschluß, ausfestonierte Passe 2.30 bis 3.50.4 Damenbeinkleider, Knie= und Passenform 1.45 bis 3.75.4 Untertaillen mnnt Festons und Durchsatz 78 J bis 4.70.A Unterrocke in Piqué 1.25 bis 3.80.4 Festonröcke mit breitem Volant 1.65 bis 8.90.9 Damen-Modewaren. Damen-Aragen Damen-Kragen Damen-Kragen Damen-Kragen, Damen=Besten. Damen-Westen Stehkragen Damen-Westen in Rips und Banst 42 4 bis 1.60.4 in Glasbatist und Tüll 85 J bis 3.25.4 in Glasbatist, Stuartform 1.25 bis 2.95.4 Rüschenfurm, weiß schwarz 95 J bis 1.90.4 mit und ohne Hohlsaum 1.35 bis 1.95.4 in Glasbatist, mit und ohne 1.50 bis 3.20.4 in Glosbatist, weiß und schw 2.25 bis 4.25.4 in Biasbanst, mit Kragen 1.95 bis 3.75#4 Damen-Kragen, Tellerform. 68 J bis 1.95.4 Damen=Kragen, Stehkragen, mil Ecken 73 J bis 2.25.4 Ecken und Rüschen für Stehkragen 42 5 bis 1.554 Damen=stragen in Tüll, breite Rüschenform. 2.45 bis 4.25.4 Damen=Tüllwesten, weiß, creine, schworz 68 5 bis 3.75.4 Damen-Garnituren in Rips 1.35 bis 2.25-4 Damen=Garnituren in Glasbatift 1.85 bis 3.75-4 Damen-Garnituren, Tellerferm, 2.45 bis 3.25.4