erner Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn= und Feiertage. Bezugspreis halbmonatlich Mark 1.06, monatlich Mark 2.15, frei ins Haus arbeacht: durch die Post monatlich Mark 2.— einschließlich 48 Pf. Postzeitungsgebühr, hierzu Bestellgeld 36 Pf.— Postscheckkonto: Dortmund 1007. Kreisanzeiger für den Stadtkreis Herne Sodinger Anzeiger2 Gerther Anzeiger Druck und Verlag: Koethers& Röttsches, Herne Hermann=Göring=Straße 8. neben der Hauptpost. Anzeigenpreise: 1 mm Raumböde 4 Pf., im Cextteil 26 Pf.; Vereinskalende=(im Textteil) se mm 10 Pf. Bäder= und Sommerfrischenanzeigen se mm 3½ Pf. Siffer= und Auskunftsgebühr 25 Pf. Fernsprecher: Sammel=Nummer 52541„ Drabtanschrift: Anzeiger Heme. Nr. 79(Erstes Blatt) Montag, den 4. April 1938 33. Jahrgang Triumphfahrt des Führers durch Steiermark Unvergeßliche Stunden in Graz 7 Höhepunkt der bisherigen Deutschlandfahrt Beispiellose Begeisterung Graz, 3. April. Ueber acht Tage ist der Führer nun durch alle deutschen Gaue gezogen, in einer einzigartigen Fahrt des Jubels und der Freude. Hatte man schon manchmal geglaubt, daß die Augenblicke der Begeisterung der Volksgenossen im Osten und Westen, im Norden und Süden des Reiches unübertreffliche Höhepunkte dieser grandiosen Deutschland=Fahrt des Führers darstellten, so wurde man schon auf dieser seiner ersten Fahrt in der Ostmark, auf der Fahrt nach Graz, der steierischen Landeshauptstadt, eines Besseren belehrt. An allen Orten bereiteten die Volksgenossen der Ostmark auf der ganzen Strecke in stärkstem Maße dem Führer geradezu unbeschreibliche, tosende Kundgebungen. Aus ihren jubelnden, ununterbrochenen Heilrufen sprach der Erlösungsruf der Freiheit, sprach der Jubelschrei des Glückes, dessen diese deutschen Menschen seit nunmehr drei Wochen teilhaft geworden sind, uno wofür sie dem Schöpfer Großdeutschlands aus übervollem Herzen danken wollen. Die Gaue Salzburg und Steiermark erlebten ihren größten Tag. Jeder Ort, jedes Haus dieses wunderschönen Landes hatten das festlichste Gewand angelegt. Ueber den herrlichen schneebedeckten Bergen und lieblichen Tälern, über den sprudelnden Flüssen und Wildbächen, über den grünen Almen, Wäldern und Wiesen strahlte am klaren, wolkenlosen, blauen Himmel eine fast sommerlich warme Sonne, die das Land der Burgen und Berge in eine leuchtende Helle tauchte. Ein Sonntag— ein Sonnentag und ein Freudentag brachte diese Fahrt des Führers den Steirern. Sie dankten dem Führer mit unvorstellbaren Kundgebungen dafür, daß er in der alten nationalsozialistischen Hochburg, in Graz, den Wahlkampf für Oesterreich eröffnete und von hier aus zum erstenmal an das Volk der Ostmark appellierte. Sonderzug auf Sonderzug, Kraftwagen auf Kraftmagen, Omnibus auf Omnibus brachten seit den frühen Morgenstunden Hunderttausende von Menschen aus nah und fern nach Graz. Da die Waggon=Halle nur 20 000 Menschen im besten Falle faßt, hat man durch die Aufstellung von Lautsprechern an den Triumphstraßen dafür gesorgt, daß auch die Hunderttausende, die der Kundgebung nicht unmittelbar beiwohnen können, die erste Rede des Führers bei seinem zweiten Aufenthalt in Oesterreich mithören können. Bunt ist das Bild an den Hängen des Schloßberges, wo die Menschen in ihren Festtagskleidern mit Fähnchen und Blumen sitzen und warten. An vielen Stellen der Stadt sind große Landkarten des neuen Großdeutschland angebracht, die von den Menschenmassen eingehend betrachtet werden. Immer noch kommen ganze Kolonnen von Menschen in die Stadt, kommen Sonderzüge und Omnibusse. Die Ehrenformationen der Partei und der Wehrmacht mit ihren Fahnen sind bereits aufmarschiert. Die SA.= Gruppe Oesterreich ist in Uniform angetreten, andere Formationen aber tragen noch die weißen Hemden, die HJ. dazu Lederhosen oder Knickerbocker. General Daluege mit Obergruppenführer Sepp Dietrich werden beim Betreten des Platzes jubelnd begrüßt. Dann treffen Gauleiter Bürckel, Reichsstatthalter Dr. SeyßInquart und SA.=Obergruppenführer Reschny ein. Pünktlich auf die Minute läuft der Zug des Führers ein. Und jetzt brandet der Jubel auf. als der Führer als erster aus dem Zuge steigt und den Reichsstatthalter Dr. Seyß=Inquart, Gauleiter Bürckel und die anderen Männer mit Handschlag begrüßt. Mit dem Führer sind der Reichsführer SS. Himmler, der Reichspressechef SS.= Gruppenführer Dr. Dietrich und die beiden Adjutanten Obergruppenführer Brückner und Gruppenführer Schaub gekommen. Drei Mädchen in Steirertracht überreichen dem Führer Blumen aus der Heimat, Sprechchöre der SA.=Stürme auf dem Bahnsteig bitten den Führer, zu ihnen zu kommen, und er macht ihnen auch die Freude. Er schreitet ihrer Front entlang, um dann weiter durch die Halle an den Ehrenformationen vorbei auf den Vorplatz zu treten. Der ungeheuere Jubel übertönt die Marschmusik. Man hört nur einen einzigen Schrei der Freude, der sich fortpflanzt durch die Menschenmauer, an der der Wagen des Führers in ganz langsamer Fahrt entlangfährt, hin zur Maschinenhalle, wo 20000 Volk.sgenossen seit Stunden auf ihn warten. Ein Wald von Hakenkreuzfähnchen über den Köpfen der Menschen läßt die Straßenzüge in einem einzigen roten Band erscheinen. Der Führer grüßt mit erhobener Hand, im Wagen stehend, seine Oesterreicher, die vor Freude weinen. Und diese Ergriffenheit überträgt sich auf alle, die hinter dem Führer herfahren. Kurz vor der Halle ist ein Aufenthalt von ein paar Minuten. Der Führer hat den Wagen verlassen. Eine tiefe Stille liegt jetzt über all den Menschen, als der Führer vor ihnen steht. Neues Leben in der Weitzer Waggonfabrik Die riesige Halle der Weitzer Waggonfabrik hat rund 10 Jahre leer gestanden. Als die Systemregierung stürzte, machte sie einen trostlosen Eindruck, während sie einst die größte Waggonfabrik Oesterreichs beherbergte. Ein Teil der Maschinen war zuletzt schon an einen jüdischen Althändler zur Verschrottung abgegeben worden. Nun ist plötzlich seit dem 11. März wieder frisches Leben eingezogen in die eben noch so trostlose Halle. In der vergangenen Woche hatte schon Generalfeldmarschall Göring hier gesprochen, und heute wird diese Halle zur Stätte des grandiosen Triumphes des Führers. Unter der gewaltigen Decke der annähernd 200 Meter langen und 50 Meter breiten Halle hängen die Eisenerüste für die Loren, Flaschenzüge und die verschiedenen inrichtungen zur Beförderung der Blöcke und der Fertigerzeugnisse von einem Arbeitsplatz zum anderen. Bald wird hier in den eben noch verfallenen Hallen das frische Leben im Gleichklang der Arbeit und im Rhythmus des deutschen Fleißes pulsieren. Ringsum hat man die Wände mit stolzen Hakenkreuzfahnen verkleidet. Der Mittelraum ist mit Bänken besetzt, die dazwischenliegenden Gänge sind dicht gedrängt von Volksgenossen, die sich das Erlebnis nicht nehmen lassen wollen, den Führer nicht nur zu hören, sondern ihn während der Ansprache auch zu sehen. Ein Jubelsturm begrüßt den Führer Jetzt plötzlich rauscht am Eingana der Halle drüben am anderen Ende ein Jubelsturm auf. Die Musik setzt ein, alles erhebt sich, und unter den freudigen SieaheilRufen der Zehntausende marschieren Fahnen und Standarten der Bewegung ein, die das große Podium mit den Feldzeichen der Bewegung einrahmen. Um 15,45 Uhr klingt der Badenweiler Marsch auf. Der Führer ist da! Langsam schreitet er den Gang entlang. Die Halle dröhnt von den Siegheil=Rufen, die sich schnell zu begeistertem Jubel steigern. Es dauert wohl zehn Minuten, bis der Gauwahlleiter Landeshauptmann Ingenieur Helfrich sich einigermaßen verständlich machen kann. Immer wieder werden seine wenigen Grußworte von lautem Jubel, von Sprechchören unterbrochen, als er feststellt, daß der Führer jeden Steirer unendlich glücklich und stolz gemacht hat. Begeistert stimmten die Zehntausende zu als Helfrich zum Führer gewendet erklärt, daß man ja sehe, wie die Liebe, das Glück und die Freude aus allen Augen leuchte. Es ist ein seierliches Gelöbnis, als die Erklärung von der Treue und der Tapferkeit des Steirers, von der Liebe bis zum letzten Atemzug und von der Bereitschaft, dem Führer zu folgen, wohin er auch führen mag, im Sturm der Zustimmung fast untergeht. Nicht anders ist es bei Gauleiter Bürckel, der fast bei jedem Satz mit Heilrufen und Sprechchören:„Wir danken unserm Führer!“ unterbrochen wird. Siegheil=Rufe tönen auf, sobald nur der Name des Führers erwähnt wird. Und nun spricht der Führer. Er steht ruhig und gelassen mit strahlenden Augen und freudig=bewegtem Gesicht auf dem Podium. Der Führer hat kaum ausgesprochen, daß er eigentlich damals nach dem Umbruch Mitte März sofort nach Graz hätte kommen sollen, da dankt ihm der Jubelschrei dieser Menschen, die nun so glücklich und stolz geworden sind. Satz auf Satz wird so freudig bedankt, insbesondere wie der Führer dann von Die Leistung des Führers zur Behebung der wirtschaftlichen und sozialen Not. IEEP UIN AS G TEE AE EKEEI T IIINLN H.EEEIE E KIII K CREILE ELI EEENE EEINEEEE 1937 Arbeitermangel n der westee kirbchetangagen Stergerung der Ferderung auf 134.5 Milliogen Tonnen E#zelhendelsumsatz 21 Milliarden Reichsmark Umselz im Hondver 22 Milliarden Reichsmark 1120090 Tonnen Bauaulträge allemn fur die Mendelsschiffahr 1s##ag 1 Milliarde 490 Millionen RA von der Winterheilte gesommelt 937138 Sommelergebnr des Winterhitzwert: 410 Millionen Reichsmark lnsgesomt sen der Machtergrestung Milliarde 800 Millien. RM Winterhille Das sind ülewidersegliche Ockümerte eines wirtschaftlichen und sozialen Aufstiegs, wie ihn die Geschichte bisher nicht gekannt hat! Ganz Deutschland bekennt sien am 10. Apri zum Führer und seinem Werk mit Lerida von den Nationalen erobert Ein großer Erfolg der Truppen Francos 7 25 Kilometer vor der Küste Burgos, 3. Aortl. Nach einer amtlichen Mitteilung haben die nationalspanischen Truppen am Sonntagnachmittag nach heitigem Kampf Lerida eingenommen. Sie stürmten zuerst den Schloßbers. nahmen dann die Höhen und besetzten darauf in Zusammenarbeit mit Kampfabteilungen den Rest der Stadt. Die zersprengten bolschewistischen Horden, die in der Stadt noch Widerstand leisteten, wurden gefangen genommen. Auch an einem weiteren Frontabschnitt konnten die nationalspanischen Truppen neue Geländegewinne erzielen. So besetzten sie südlich des Ebro Stellungen, die nur mehr 25 Kilometer von der Küste entfernt sind. Gandesa gefallen Bilbao, 3. April. Die nationalen Truppen an der Aragon=Front setzten ihren Siegeszug unaufhaltsam fort. Nach einer amtlichen Mitteilung aus Salamanca sind die Truppen des Generals Valina am Samstagmittag in die Stadt Gandesa(Provinz Tarragona) eingerückt. Nördlich von Gandesa nahmen die Truppen die Ortschaft Villalba. Im Abschnitt Lerida führen die Truppen im Norden eine Schwenkung nach Osten aus, um so die Stadt zu schonen. Diese Operation führte zum Fall der wichtigen Ortschaft Tamarite de Litera. Panik in Barcelona Die zu den Waffen Einberufenen stellen sich nicht. Paris, 3. Avril. Der„Jour“ erfährt, daß in Varcelona eine unbeschreibliche Panik herricht. Die Umzingelung von Lerida und der Vorstoß der Nationalen auf Tortosa und Castellon habe einen massenhaften Aus zus der Beoölkerung zur Folge gehabt. Die kürzlich erfolgte Absetzung der roten„Armeeführer" habe tiefste Bestürzung hervorgerufen. Die katalonische Hauptstadt zweisle nun nicht mehr an der Niederlage. Ausländer, die in den letzten Tagen aus Barcelona kommend in Frankreich eingetroffen sind. berichten, daß der Aufruf zum erhöhten Widerstand gegen die nationalspanischen Truppen nicht den erwünschten Erfolg gehabt habe. Aus den zu den Waffen berufenen Jahrgängen hätten sich verschwindend wenig Betroffene gestellt. Paris, 3. Avril. Der„Temps“ veröffentlicht eine Meldung seines Sonderberichterstatters aus Pervignan. wonach dort aus Barcelona eingetroffene Franzosen die unhaltbaren Zustände schildern, die in der katalanischen Hauptstadt berrschen. Die Zivilbevölkerung sei teils demoralisiert, teils lehne sie das rote Gewaltregime ab. sodaß alle Aufrufe zum Widerstand gegen die nationalen Truppen ungehört verhallten. Gegen diese Passivität der Bevölkerung schreite man jetzt energisch ein, und täglich würden zahlreiche Verhaftungen vorgenommen. Unter den Verhafteten befänden sich auch 80 Franzosen. Das Schicksal alle dieser Verhafteten sei ungewiß. Geflüchtete Bolschewisten wollen nach Nationalspanien Salamanca, 3. April. Die nationalen Behörden erhielten von den französischen Grenzbehörden in Hendave die Mitteilung, daß etwa zwei Drittel der über die Purendengrenze nach Frankreich übergetretenen roten Milizen den Wunsch geäußert hätten. nach Nationalspanien einzureisen Die nationalen Behörden antworteten, daß der Rückkehr der politisch irregeleiteten Massen nach Nationalspanien nichts im Wege stehe. Ueber die Schuld der einzelnen werde nach den Gesichtspunkten strengster Gerechtigkeit eine gerichtliche Untersuchung vorgenommen werden. seiner Reise spricht, die ihn von Königsberg nach Stuttgart und München und nun in das Land Oesterreich geführt hat, wo er überall den gleichen Deutschen und die gleiche freudige Bereitschaft zu Opfer und Pflichterfüllung gefunden hat. Es klingt wie ein Gespräch von Mann zu Mann, wie das Familienoberhaupt zu seinen Familienmitgliedern spricht, als nun der Führer erzählt, wie er damals in dem großen Weltkrieg einer der Millionen Soldaten war. Wie er dann den Entschluß gefaßt hat, den Staat aufzubauen auf der Kraft der Millionenmassen ohne Trennung durch Parteien, Schichten und Konfessionen. Wieder brechen spontane Sprechchöre aus, als der Führer schildert, wie er damals den Entschluß gefaßt hat, Deutschland zu retten. Tag für Tag hat der Führer damals versucht, die deutschen Menschen zu gewinnen für sein großes Werk. Er schildert den Gang der Bewegung, bis die fünf, die zehn, die dreizehn Millionen erreicht waren, mit denen der Nationalsozialismus die Macht im Reich bekam. Der Führer wendet sich mit seinem Spott und herzhaftem Humor gerade an die Herzen dieser Volksgenossen im österreichischen Land. So setzt er sich, oft von herzlichem Lachen der Hörer, oft von stürmischem Beifall unterbrochen, mit den wenigen auseinander, die sich nicht zur Volksgemeinschaft bekennen wollen und die eben aussterben mögen. Es zeugt von dem köstlichen Humor und wird mit lautem Klatschen quittiert, wenn er feststellt, daß diese alles vererben, nur ihre Beschränktheit nicht. Doch der Führer zeigt auf, wie die Jungen bereits in den Reihen des Nationalsozialismus marschieren von der Schule, vom Jungvolk an, vom Arbeitsdienst, wo die jungen Leute zum Entsetzen der letzten reaktionären Elemente lernen, daß Arbeit keine Schande ist. Dann folgt der Gang jedes Deutschen zur Wehrmacht Der Führer schließt diesen Teil ab mit der Feststellung, daß es nicht nur einen Nationalsozialismus der Verständigung und der Versöhnung gibt, sondern auch einen der Kraft und der Entschlossenheit, gegen alles rücksichtslos vorzugehen, was glaubt, sich unserem Weg entgegenstellen zu können. Alles hängt an der Lippen des Führers, als er von der Entwicklung der Gedanken einer unlösbaren Volksgemeinschaft übergeht zu den besonderen Sorgen im Lande Oesterreich, die nun in Freude umgewandelt sind. Man versteht es hier in dem verelendeten Volksstamm besonders gut, wenn der Führer sagt, daß er es aufgegeben habe, zu glauben, daß man aus Nichts etwas schafsen könne. Diese Kundgebung wird zu einem einzigartigen, noch nie dagewesenen Erlebnis, als der Führer auf Oesterreich selbst kommt, auf den Sinn der Dinge und auf die Entwicklung der Geschichte der letzten Jahre, der letzten Monate und Tage in diesem kerndeutschen Land. Er beginnt in Anknüpfung an die grundsätzlichen Gedankengänge mit der einfachen Erklärung, daß man sehen werde. wie schnell man auch hier die Arbeitslosigkeit beseitigen kann. Wieder und wieder rollen die Sprechchöre der Zehntausende spontan durch die Halle und pflanzen sich fort über die Hunderttausende durch die Triumphstraßen der Stadt:„Wir folgen unserem Führer!“. Es ist ein Bekenntnis des Gesamtdeutschlands, ein Bekenntnis des bisherigen Reiches zu den Volksgenossen aus österreichischem Stamm, als das Wort in den Saal klingt: „Die Not wird nun überall durch die zusammengefaßte Energie und die materiellen Werte eines 75=Millionen= Volkes endgültig überwunden.“ 9 Keine Gelbständigkeit von der Gnade des Auslandes Dann behandelt Adolf Hitler die besondere Fragder sogenannten österreichischen„Unabhängigkeit, von der in der Welt und in den internationalen „Konversationen“, so viel gesprochen worden ist. Diese „Unabhängigkeit“, über die man in der Bevölkerung des osterreichischen Landes, also bei den Menschen, um die es sich handelt, nur lacht! Es mußte dem deutschen Volk in Oesterreich aus dem Herzen gesprochen sein, als der Führer sagte. „Oesterreichs Unabhängikeit mußte beseitigt werden. Es ist die selbstverständliche Meinung, nicht nur jedes Volksgenossen in Oesterreich, sondern überhaupt jeder Gliedes des deutschen Volkes, daß es nur eine Selbständigkeit gibt, die Selbständigkeit des deutschen Volkes. Hier in österreichischen Landen weiß man nur zu gut durch all die Not und Schmach, daß Selbständigkeit nicht vom Auslande gewährleistet werden kann. Hier sind vielleicht mehr noch als in den Gauen des alten Reiches, in denen wir die Erbärmlichkeit und dieses tragische Elend nicht kennengelernt haben, die Voraussetzungen für das Verständnis einer Erklärung gegeben. die von dem Willen zeugt, lieber zu Grunde zu gehen. als eine solche Selbständigkeit von der Gnade der Fremden entgegenzunehmen.“ Der Führer erinnert daran, daß er wie kein Staats mann sonst die herrliche deutsche Heimat kennt und daß er gerade aus dieser Erkenntnis beraus dem abgetretenen Bundeskanzler Schuschnigg den Weg zum deutschen Einkeitsstaat weisen wollte. Der Name Schuschnigg braucht nur zu fallen, da gellen die Pfuirufe durch die Kundgebung. Ein Orkan von Sieg=Heil=Rufen bricht los, als der Führer dann die Feststellung macht, daß er ein Recht hat, im deutschen Oesterreich mitzureden, weil es doch auch seine Heimat ist. Weiter schildert der Führer nun die Einzelhetten der Verbandlungen damals mit Schuschnigg auf dem Obersalzberg. Mit verbaltener Erregung und gebanntem Stolz begleiten die Massen diese erste Darstellung jenes Gespräches, bei dem der Führer und Reichskanzler den Weg des Friedens gewiesen und bei dem letzten Endes Schuschnigg den Weg der Gewalt und Wortbruches gewählt hat. Das befreiende Lachen und der Jubel kann nun dem Führer bestätigen, welch sinnlose Konstruktion die sogenannte„Mission Oesterreichs" des Herrn Schuschnigg gewesen ist. Sie bestätigen, daß der deutsche Mann in Oesterreich mit dem Führer der Meinung ist, daß nur jemand Bestimmungen über deutsches Land und Volk tressen kann. der das Vertrauen genießt. Abrechnung mit Schuschnigg Schuschnigg aber hat dann leichtfertig dee ehen geschlossene Abkommen gebrochen. Es beweist die Großmut des Führers, daß er trotz aller bitkeren Erfahrungen doch noch darum bemüht war. Schuschniag den Wen ins Reich zu öffnen. Als eine nachträgliche Klarstellung eines längst bekannten Tatbestandes gibt die Versammlung pontan die Antwort, daß Schuichniga nie der Beauftragte des deutschen Volkes in Oesterreich gewesen is. Die Masse erlebt noch einmal die Spannung jener merkwürdigen Ankündigung vom 9. März, die erst später voll verständlich geworden ist. Ein stürmisches Lachen dröhnt durch die Halle und durch die Straßen der Stadt. als von der „Volksabstimmung" Schuschniggs gesprochen wird. Noch einmal erleben die Hunderttausende in Graz in der Darstellung des Führers die drei Tage. in denen Weltgeschichte gemacht worden ist, in denen Schuschniag mit seinem ganzen Anbang zerbrochen int. Jeder Satz wird mit einem befreienden Jubelschrei ausgenommen. Ja. man hat oft genug heimlich und offen dis zum 10. März gesungen, wie es der Führer aus seiner Jugend erzählt:„Das Volk steht aus. der Sturm bricht los!“ Es ist ein Bekenntnis des Volkes zu der Außenpolitik des Friedens, die der Führer vertritt, wie auch jeder Satz der Erklärung über die friedliche Zusammenarbeit mit Italien und über das, bedingungslose Halten eines deutschen ortes. über die Unmoglichkeit des Verzichtes auf den militärischen Schutz der neugewonnenen Grenzen des größeren Deutschen Reiches von der Volksmenge unterstrichen wird. Im Jubel der Begeisterung und des vorbehaltlosen Bekenntnisses zum deutschen Volkstum und zu dem vom Führer gewiesenen Werk gebt diese Kundgebung, die großartiger und eindrucksvoller auch in einem sorgfältig vorbereiteten Rahmen nicht gedacht werden könnte, zu Ende. Diese Menschen jubeln, viele unter Tränen der Freude. dem Führer zu, wie er von der glücklichen Vollendung des Verschmelzungsprozesses spricht. Mit den Millionen im bisherigen Reich wissen auch die Millionen der befreiten Volksgenossen in Oesterreich. was es bedeutet, daß der Führer Adolf Hitler der Bürge des neuen Deutschen Volkereiches ist. Wahrer Lebrer und Führer seines Volkes hat sich Adolf Hitler zum Schluß der Grazer Rede genannt. Geschlossen hat er damit, daß er nur ein Gebot kennt, das ihn verpflichtet: Deutschland. Triumphaler Ausklang Der Orkan der Heilrufe begleitet den Führer wieder auf seinem Triumphzug durch den weiten Mittelgang der Halle binaus in den Wagen, mit dem er zur Freude der Hunderttausende draußen nun durch die Straßen fährt. Graz erlebt einen Tag von so beschwingter Freude und erfüllt von einem so großartigen Erlehnis. wie es noch niemals hier der Fall war. Hier in Graz hat eigentlich nichts vorvereitet werden können. Gewiß hat man sich bemüht. schnell einen feierlichen Rahmen zu schaffen, aber wie es der Landeshauptmann auch zu Anfang schon ausgesprochen hatte, es war ja nicht möglich, den großartigen Rahmen zu schaffen. der eigentlich für diese Kundgebung angemessen gewesen war. Doch gerade deshalb ist diese Kundgebung so großartig. so eindruckevoll und so herzergreisend geworden, so sehr ein Erlebnis, das man im Leben nicht wieder vergessen kann. Eine noch nie erlebte Triumpbfahrt wurde der Weg des Führers zum Parkhotel. Geduldig warteten die vielen. vielen Menschen an der fünf Kilometer langen Straßenführung von der Weitzer Waggonhalle bis zum Parkhotel. In der Stadt von wenig mehr als 150 000 Einwohnern war im wahrsten Sinne des Wortes jeder an der Jubelstraße. Es mag leicht sein. in Suverlativen zu sprechen, denn jede Führerkundgebung ist ein einzigartiges Ersebnis, das schon Guperlative verdient. Was wir aber hier sahen, das hat alles übertrossen, auch die großen letzten Kundgebungen in den deutschen Gauen von Königsbera bis München Man kann es schon nicht mehr in Worten ausdrücken. was wir hier in Graz erlebten. Dazu ist selbst unsere schöne deutsche Sprache zu arm. Auch Film und Funk werden das nicht wiedergeben können. Diese Menschen weinten vor Freude und jubelten lange bevor der Führer kam. und auch noch lange. als er längst vorbei war. Besonders Überwältigend war es bei der Vorbeifahrt am Schloßberg. Es war eine einzige, eine nie erlebte Triumphfahrt. Dann drängten die Menschenmassen nach dem Parkbotel. verstopften hier alle Nebenstraßen, und in der Stunde, die der Führer im Hotel weilte, rissen die SiegHeil=Rufe nicht mehr ab. Kurz vor 19 Uhr bestieg der Führer dann wieder den Wagen, und die Triumphfahrt wiederholt sich noch einmal in der gleichen Weise in den abendlichen Straßen auf dem Wege zum Landeshaus. der mit Leuchtbändern von vielen, vielen Hunderten und Tausenden von Glüblampen gezeichnet war. „Wir haben es damals geschafft!“ Männer aus dem Kerker— Männer an der Arbeit 7 Erfolgsbilanz im Bezirk Friedrichshafen Von unserem auf eine Deutschlandreise entsandten Sonderberichterstatter Heins Otte. Versuiebung der Volks=, Berufs= und Betriebszählung Berlin, 3. April. Wie von zuständiger Stelle mitgeteilt wird, ist die ursprünglich für den 17. Mai 1938 angeordnete Volks=, Berufs= und Betriebszählung mit Rücksicht auf die Wiedervereinigung Oesterreichs mit dem Deutschen Reich sowie die Vorbereitung der Abstimmung und der Reichstagswahl verschoben worden. Die allfährlich stattfindende, Bodenbenutzungserhebung wird unter Verwertung der Vorerhebung im alten Reichsgebiet im Juni 1938 durchgeführt. Nähere Weisungen an die mit der Durchführung des Zählungswerkes beauftragten Verwaltungsbehörden ergehen in Kürze. Friedrichsbasen. im Avril 1938. Tirol liegt binter uns. Der Kraftwagen rollt auf der eben erst fertig gewordenen Reichsstraße zum Arlberg. Doch der Wettergott hat uns einen Strich durch unsere Rechnung gemacht. Der Arlbergpaß ist tief verschneit. Der Föhn, der über die Berge heult, bringt Lawinengefahr. sodaß wir in St. Anton den Wagen verladen müssen, um durch den 10 Klm. langen Tunnel mit der Eisenbahn nach Langen zu fahren Dann gebt es weiter nach Bregenz durch die mondbelle Nacht. Wir kommen in Bregenz gerade zurecht, um in einem SA.=Lokal zusammen mit den Vorarlberger SA.= Männern die Uebertragung der Rede von Dr. Goebbels aus Wien zu hören. Nachher sitzen wir noch stundenlang zusammen. Diese Männer haben so viel zu erzählen, daß eine Nacht gar nicht ausreicht, um ihnen zuzubören. Aus der Zeit der Konzentrationslager. aus der Zeit der Illegalität und des Kampfes erzählen sie. und nicht einer ist unter ihnen, der nicht im Kerker oder im Lager gesessen hätte. Der Kreisleiter saß zwei Jahre in Wöllersdorf, andere Kameraden saßen im Kaiser=Steinbruch. in den Gefängnissen in Innsbruck und Wien. „Aber selbst im Lager haben wir unsere Arbeit weiter fort geführt.“ so erzählt einer der Kameraden,„wir hatten im Lager Kaiser=Steinbruch eine straffe Organisation. so als ob wir draußen unsere Stürme und Standarten weiter geführt bätten nur eben, daß wir binter Stachetdraht saßen. „Die Kameradschaft in unserem Lager war so vorbildlich, daß selbst die Wachmannschaften unter dem Eindruck unserer Disziplin und Kameradschaft standen. Als wir damals in den Hungerstreik traten, um endlich herauszukommen, und über 200 Kameraden auf Bahren hinausgetragen werden mußten, um ins Spital eingeliefert zu werden, da haben 30 Männer von der Bewachung sich zur Abrüstung gemeldet und ihre Posten zur Verfügung gestellt. Sie sehen, es gab auch auf der anderen Seite anständige Kerle. welche die Schinderei nicht mitmachen wollten.“ „Wir haben es damals geschafft. berauszukommen. Allerdings waren die meisten von uns bald wieder eingesperrt. Manch einer darunter sogar lebenslänglich. Aber selbst solche Urteile haben wir hingenommen, ohne mit der Wimver zu zucken, denn wir wußten ja. daß der Führer uns nicht vergessen würde. Lebenslänglich, daran haben wir nie geglaubt, im Höchstfalle„regierungslänglich“, so haben wir damals gesagt.“ Jeder zehnte Mann im Kreise Bregenz war eingesperrt. selbst Frauen und Kinder wurden nicht verschont von der Verfolgung. und doch hat man heute schon. kaum zwei Wochen nach dem Umschwung. diese Zeit fast vergessen. Als ich am anderen Vormittag auf der Geschäftsstelle der Kreisleitung sitze, da bin ich nicht unter rachedurstigen Landsknechten, sondern unter Männern, die mit ungebrochenem Einsatz an dem friedlichen Aufbau des neuen Landes Oesterreich arbeiten. Es ist ein ständiges Kommen und Gehen. In dem Treppenhaus. in den Warteräumen sitzen Arbeiterfrauen, die voll Vertrauen zur Partei gekommen sind. um ihre Sorgen und Nöte vorzubringen. Nach Möglichkeit wird auch jedem der da kommt, geholfen. Es ist falsch zu glauben, daß die vielen Männer und Frauen Oesterreichs, die sich früher nicht zum Nationalsozialismus bekannten, und die heute offen ihr Bekenntnis zum Führer ablegen. dies lediglich aus Zweckmäßigkeit täten. Die letzten Tage. in denen ungehindert die Nachrichten aus dem Reich nach Oesterreich hineinkommen konnten, haben diesen Menschen die Augen geöffnet. Sie haben erkannt. daß man sie jahrelang belogen und betrogen hat. Wenn sie sich heute zum Dritten Reich bekennen so ist das ehrlich und in voller Ueberzeugung. Jetzt, da die Grenzen verschwunden sind und sich jeder ungehindert selbst überzeugen kann von dem. was im Dritten Reich an Aufbauarbeit geleistet wurde, gibt es keine Zweifel mehr. Man weiß, daß jetzt auch Oesterreich in den großen Arbeitsprozeß. der Deutschland völlig umgewandelt bat, mit einbezogen ist. Gerade an dieser Südwestecke des Deutschen Reiches, ist der Gegensatz zwischen dem Zustand des ehemaligen Oesterreich und dem deutschen Reichsgebiet besonders augenfällig. Wenn man. von Bregenz kommend. über die alte Landesgrenze am Bodensee entlang über Lindau nach Frieorichshafen fährt, so sieht man fast alle hundert Meter die Zeichen des Aufbaues: Ueberall neue Siedlungen und Häuser. In den Fabriken wird gearbeitet. Es gibt kein Werk. das nicht voll beschäftigt wäre. Besonders im Kreis Friedrichshafen zeigt sich ein wirtschaftliches Leben, das alle Vorstellungen übertrifft. Allein die Einwohnerzahl der Stadt Friedrichshafen stieg von 13 200 im Jahre 1932 auf 23 300 im Jahre 1937. Siedlungen entstanden rings um die Stadt, so das Zeppelindorf, die Dorniersiedlung. Löwental. Reute und Fremdenzustrom nach Friedrichshasen hat alle Erwartungen übertrossen. In den Jahren vor 1933. da die allgemeine Wirtschaftlage im Reich das Reisen kaum möglich machte, war kaum ein Fremdenverkehr zu verzeichnen. Im Jahre 1937 dagegen besuchten 1.7 Millionen Touristen und Reisende Friedrichshafen. Es ist verständlich, daß sich ein so großer Zustrom von Fremden auf die ganze Wirtschaftslage der Stadt ausgewirkt hat. Die Absatzmöglichkeiten, die die württembergischen Bauern in den letzten Jahren gefunden haben. haben es möglich gemacht, daß heute fast jeder Bauer dieses Gaues seinen eigenen Kraftwagen fährt. Die Gesamtzahl der Kraftwagen in diesem Gebiet hat sich infolge der die Motorisierung ankurbelnden Maßnahmen des Führers mehr als verdreifacht, das sei nur am Rande bemerkt. * Vor den Toren der Stadt Friedrichshafen erheben sich die beiden mächtigen Hallen der Luftschiffwerft. Hier steht die Wiege des deutschen Luftschiffbaues. Schon am Eingang des Werkes hört man das Dröhnen der Niethämmer. aus den Spenglerwerkstätten, die zur Luftschiffwerft gehören. Ein Werkmeister, der schon über 25 Jahre hier auf der Werst arbeitet, führt mich stolz in die große Montageballe, in der das jüngste Luftschift„L3 130“ seiner Vollendung entgegengeht. Es ist ein überwältigender Anblick, den der Besucher hat, wenn er durch eine der kleinen Seitentüren in die riesige, über 200 Meter lange und über 50 Meter hohe Halle tritt. in der das teilweise schon überspannte Gerippe des„L3 130“ wie ein urweltliches Ungetüm liegt. Die vielen Arbeiter und Handweker, die an seiner Vollendung arbeiten. verlieren sich völlig in dem Gewirr von Drähten und Streben, sodaß man zunächst annimmt, daß kein Mensch m der riesigen Halle arbeite, und doch and es navezu 200 Männer, die hier schaffen „Ich habe hier schon unter dem Grafen Zeppelin an dem ersten Luftschiff, das von ihm konstruiert war, mitgebaut, und seitdem bin ich ununterbrochen aus der Werst", lo berichtet mein Führer.„Die meisten von meinen Arbeitskameraden hier sind schon Jahre dabei. Viele so wie ich über 25 Jahre. Wir haben immer ganz gut zu tun gehabt; aber es war doch kein sehr beriedigendes Gefühl, da man ja niemals wutzte, ob das Schiff. an dem wir gerade bauten. nicht das letzte sein würde. Wer hat damals schon vor 1933 bei uns ein Luftschiff bestellen können? Heute ist das anders. Die großzügige Aufbauarbeit aus dem Gebiet des deutschen Weltverkehrs, wie sie im Dritten Reich geleistet wurde, gibt uns die Zuversicht, daß wir auf Jahre hinaus weiterarbeiten können.“ Der Werkmeister führte mich unter dem langen Rumpf bindurch bis zum Heck des Schiffes. Dort obend arbeiten in schwindelnder Höhe auf langen Leitern zwei Männer an der Verspannung. „Die beiden da oben“, so erklärte der Werkmeister, „sind gelernte Schneider, aber die müssen schon etwas mehr können, als mit gekreuzten Beinen aus dem Tisch sitzen: die müssen beinabe Artisten sein, wenn sie da oben in 30 Meter Höhe die Verspannung befestigen. Das sind eben auch besondere Schneider.“ Aus den Worten dieses Mannes und seiner Arbeitskameraden spricht immer wieder der Stolz jedes einzelnen. Mitarbeiter an dem großen Werk zu sein. Keiner von ihnen fühlt sich nur als Handlanger oder Hilfsarbeiter, wenn er es auch dem äußeren Anschein nach ist: denn jeder von diesen Männern weiß, daß vielleicht an seinem Stück Arbeit, das er an dem großen Werk tut, an dem Teil der Verspannung. an dem Niet oder an der Schraube, die er einzieht, das Leben der ganzen Luftschiffbesatzung hängen kann. Auch der kleinste Fehler, der hier bei der Montage gemacht wird, kann sich surchtbar auswirken. Das weiß jedermann und deshalbkommen keine Fehler vor. Denn jeder einzelne fühlt sich verantwortlich für das Gesamtwerk.— Und dieses Gefühl der Verantwortlichkeit ist zugleich ein Gefühl der Verbundenheit dem Volke gegenüber, für dessen Größe und Ruhm auch dieses Werk geschaffen wird. Gescheben Tager Wöllersdorf brennt Freiheitsfeuer des befreiten Oesterreich Bürckel sprach den Feuerspruch Meckenbeuren, um nur die wichtigsten zu nennen. Auch der Wöllersdors. 3. Avril. Nun ist auch der letzte Wunsch der Nationalsozialisten in Oesterreich in Erfüllung gegangen und der letzte Schandfleck, den das verschwundene System hinterlassen hat, ausgelöscht. Das Lager Wöllersdorf, jenes berüchtigte Anhaltelager, das über Tausende und aber Tausende von treuen Nationalsozialisten Not. Leid und Elend gebracht hat, ist heute Nacht in Flammen aufgegangen. Damit ist eine Einrich= tung hinweggesegt, die nicht nur in Oesterreich, sondern weit darüber hinaus nur mit Schimpf und Schande genannt wurde. Wir stehen auf dem Lagergelände und sehen nichts wie Gräben, Stacheldraht. halb versaulte Baracken. Wüsten öden Steinbodens, das Ganze ein Bild niederdrückender Trostlosigkeit. Heute aber liegt frohes Lachen über dem Lager des Leides. Menschen sind hier versammelt, Nationalsozialisten. Kämpfer und Streiter Adolf Hitlers, die hier in diesem Lager gesessen haben, die gemartert wurden und Not und Pein erdulden mußten. Und alles nur deshalb, weil sie dem Führer folgten in ihrem Glauben und ihm die Treue hielten. Nur eines hat die Nationalsozialisten, die in Wöllersdorf saßen, hoch gehalten. Die Kameradschaft, das unzerstörbare Band der Gemeinschaft und der unerschütterliche Glaube an den Führer und seine Bewegung. Inzwischen haben sich um die schlichte Rednerkanzel. die mitten auf dem Lagergelände zwischen Schutt und Geröll errichtet ist, die alten Sturmfahnen der SA. geschart. Davor stehen die braven Kämpfer Adolf Hitlers. Der Landesleiter der Partei. Major Klausner. erinnert daran, daß im Verlause von 4½ Jahren 45 000 der besten Deutschen der Ostmark hier an dieser Stätte eingekerkert waren. gesesselt und in Ketten geschlagen wie die größten Schwerverbrecher. Und alles nur deshalb, weil sie in unerschütterlicher Treue zum Führer und seiner Idee standen. Dann teilte der Landesleiter mit, daß der Name Wöllersdorf, der in der ganzen Welt eine traurige Berühmtheit erlangt hat für immer bleiben soll. Als Ehrenname aber soll es von nun an: Wöllersdorf—Trutzdorf heißen. Ein ungeheurer Jubelsturm bricht bei dieser Mitteilung los. Dann nimmt Gauleiter Bürckel das Wort. Wir stehen an einer Stätte, so sagt er u. a., die wie wenige andere geeignet ist. Anklage zu erheben. Richter zu sein gegen alle die Zeiten, Systeme und Menschen, die im Dienste fremder Mächte die Stimme des eigenen Blutes zu ersticken versuchten. Die jüngste Vergangenheit dieses gequälten Volkes in diesem deutschen Land hat in der grausamsten Weise ein Leid getragen, das man mit Recht als die letzte Station der deutschen Passion bezeichnen kann. Die Mittel und Wege, mit denen an solchen Leidenswerten eine Weltanschauung oder ein System verteidigt wird. verweist immer auf die ethische Qualität der verteidigten Anschauung oder des Systems. Wir stehen in Andacht und Ehrsurcht vor den Opfern, die das Schicksal als letzte Prüfung für unsere geschichtliche Bewährung Euch braven Oesterreichern geschickt hat. Wir senken unsere Fahnen zu dem Treuegelöbnis: Ihr gehört uns, wir gehören Euch, damit das Volk ewig lebe! Auf einmal geht ein Jubelsturm durch die Massen. ein einziger gewaltiger Jubelschrei. Mit einem Schlag lodern die Flammen aus der größten Gefangenenbaracke, die hier auf dem Gelände steht. An allen Ecken und Enden lodern die Flammen zum nächtlichen Himmel empor— das Feuer prasselt und brodelt. Ein turmhohes Flammenmeer rötet weithin den Himmel und die ganze Umgebung des Steinseldes ist in ein gespenstiges Rot getaucht. Gauleiter Bürckel spricht den Feuerspruch: „Die Flamme. die jetzt zum Himmel emvorlodert, sie möge aller Welt verkünden: die innere Kraft unseres Reiches hat ihren Verteidiger im deutschen Herzen gefunden! Die Wahrheit unseres Glaubens braucht weder Schrecken noch Haß zu ihrem Schutze. noch lebt sie von menschlichen Konstruktionen und Paragraphen. Sie ist uns vom Schöpser in die Seele gebrannt! Das ist unsere Freiheit! Sie lebt nicht hinter Stacheldraht und in dumpfen Zellen, sie wird nicht gezwungen mit der Peitsche. sie krönt vielmehr das vergangene Martvrium durch die Bruderhand. Um mich sind die Männer versammelt, die hier gelitten haben um ihr Volk. Im Namen aller Deutschen danke ich allen! Ich weiß es. Ihr Braven. Tausende und aber Tausende. die Ihr Eure Pflicht getan habt, daß Ihr überglücklich seid. endlich gesiegt zu haben. Unser Glaube, unser Reich, unser Führer brauchen zu ihrem Schutze nicht die Folterkammer. Euch ist es ja zu danken, daß in der Liebe zu Volk und Führer in diesem Lande eine Bresche geschlagen wurde. So war doch Euer Kampf am Ende ein Eroberungskampf um alle. Erobern tut man aber nicht um zu vernichten, sondern um zu besitzen. Und wenn alle in diesem Lande den Führer lieben und ihre Hand zum Gruß erheben, so heißt das zugleich, daß alle sagen: Euch danken wir, daß Ihr uns befreit habt vom falschen Glauben. Diesem Sinn von Opfer und Sieg soll. so verkündete der Gauleiter am Schluß seiner Rede. an dieser Stelle nnemärte Roman von PAUL HAIN Urbeber-Rechtsschuts: Deutscher Roman-Verlag vorm. E. Unverricht 29. Fortsetzung. Annemarie wird rot. „Sie verkauft Kräuter und Heiltränklein.“ „Da werde ich vielleicht auch noch zu Ihnen ins Haus kommen— mir etwas an guten Kräutern kaufen, die nie schaden können und zuweilen ja wirklich heilbringend sind. In meinen Jahren muß man etwas für den inneren Menschen tun, und ich habe eine Schwäche für Naturheilkunde. Auf dem Land findet man die besten Kenner der Heilkräuter. Vielleicht zum Abend oder auch morgen, nicht wahr? Ich bleibe noch ein paar Tage in der Gegend.“ Er nickt dem Mädchen lächelnd zu, greift noch einmal nach ihrer Hand. und als sie davongeht, schaut er ihr noch eine kleine Weile nach. Dann wird sein Gesicht ernst. Langsam schlendert er weiter. Sie weiß wirklich nichts, denkt er, sie nicht und auch nicht der Baron Trautenau. Nein, nein, sie haben beide Zzine Ahnung. Mr. Pfefferkorn hat recht. Diese Trina ak hat nichts verraten. Vielleicht weiß sie überhaupt auch nichts oder nicht viel! Aber der Ring, der Ring! Er tupft sich mit dem Tuch über die Stirn und über die Augen. Jetzt, nachdem er sich nicht mehr zusammenzureißen braucht, kann er die Feuchtigkeit, die ihm in die Augen quillt, nicht mehr zurückhalten. Er ist gewiß kein sentimentaler Mensch, der Mr. William Smith. Das harte Leben, das hinter ihm liegt, hat ihn zäh und robust gemacht. Aber nun ist es doch, als ob ihn dus bißchen Naß, das ihm die Augen feuchtet, sehr froh mach:. Und nun ist schon wieder ein stilles. versonnenes Lächeln in seinem kantigen Gesicht. Mit raschen Schritten wandert er eiter. Siebzehntes Kapitel. Es scheint, als ob es an diesem Tage überhaupt die unterschiedlichsten Ueberraschungen regnen sollte. ans Jochen hat in der Kreisstadt doch länger un als er wollte. Es ist Nachmittag, als er mit Lleis nach Hause kommt. Vor dem Zaun springt er ab, um den Torweg zu öffnen. Hoho, wer war denn hier und hat das große Tor aufgeschlossen? Die Annemarie hat nur den Schlüssel zu dem kleinen Seitengatter, und das ist verschlossen. Aber der Torweg? Er stößt die Flügel weit auseinander und führt die Liese in den Hof. Es dürfte auch hohe Zeit sein, das Viehzeug noch für den Abend zu versehen. Forschend blickt sich Hans Jochen um. Was ist denn da schon wieder? Fallen hier neuerdings Koffer vom Himmel? Da stehen doch vor der kleinen, offenen Veranda am Hause zwei Koffer! Sein Blick überfliegt den Hof. Nanu— die Tür zum Schweinekoben ist auch halb offen! Und das Hühnervolk krakeelt auch so sonderbar! Ob die Annemarie im Stall ist? Hm— aber die hätte ihn doch bestimmt kommen hören und stände schon im Hof. Hans Jochen läßt die Liese=los und saust zum Schweinestall hinüber. Auf ein Haar prallt er mit einer Frau zusammen, die gerade aus dem Stall herauskommt. Bums— die Tür ist aufgeflogen und Hans Jochen kriegt sie gegen die Stirn, hat einen Funkenregen vor den Augen, hört einen Aufschrei, der aus einer Frauenkehle kommt, hört eine kräftige, etwas schnarrende Männerstimme auflachen— und dann steht er da und schreit: „Mutter— Vater— alter Herr!“ Ja, da stehen sie nun alle drei. „Haben uns gerade deine Borstenviecher angesehen. Junge— das eine wird ja wohl im November drau glauben müssen, wie? Wird so an zwei Zentner haben, schätze ich. Wir konnten ja nicht immerzu auf unseren Koffern sitzen, nicht wahr? Die Hühner haben sich auch riesig gefreut, als ihnen Mutter aus dem Sack hinstreute. Sie meint, die fressen noch zu wenig Kalk Ha, die Geschichte hier sieht ja gar nicht so gefährlich nach Wildwest aus, wie wir uns das vorgestellt haben!“ Der Major von Trautenau lacht dröhnend. und nun erst streckt er Hans Jochen die Hand hin, der inzwischen die Mutter umarmt hat. „Junge, Junge—“, flüstert die nur.„Wir sind seit zwei Stunden hier.“ „Und schon überall herumgekrochen. Dein Heuboden ist ja einigermaßen voll. Hier und da fehlt allerdings noch manches, aber immerhin, faul scheinst du ja nicht gewesen zu sein. Das Häuschen— Kompliment. Sieht soweit ganz propper aus.“ Er schüttelt Hans Jochen fast die Hand aus dem Gelenk. „Herrgott— ist das’ne Ueberraschung! Vater— Mutter— ist das endlich mal wahr geworden!“ „Wenn du uns so bombardierst, Junge!" lacht der alte Trautenau.„Na— neugierig war man, ja nun doch!“ „Ich— ich hatte Besorgungen in der Stadt gemacht", stottert Hans Jochen.„Hätt' ich das geahnt! Kinder, Kinder! Liese— heute gibt's’ne doppelte Ration, hast sie dir eigentlich sowieso verdient!“ Liese trabt wiehernd in ihren Stall, der Major gibt ihr noch rasch einen Klaps auf das Hinterteil. „Ja“, meint er,„zufällig paßte unser Hausschlüssel zu deinem Torweg— haha!“ „Großartig! Aber nun erst mal rein in die Gute Stube“, ruft Hans Jochen aus. „Futteralien haben wir natürlich mitgebracht, darin ist Mutter ja groß, min Söhn. Weißte doch.“ Sie stehen im Hause, gehen dann durch die unteren Zimmer. Hans Jochens Junggesellensachen stehen da— etwas von dem alten Hausrat der Trautenaus ist auch hinzugekommen, was in der Berliner Wohnung so herumstand oder auf dem Boden logierte all die Jahre über. Und da muß nun sogar Frau Elsabe staunen. Großartig sieht's nicht aus— aber unendlich behaglich und sauber. Alte Stühle, für die kein Altwarenhändler mehr einen Groschen bezahlt hätte, sind neu aufpoliert, Sessel und ein Sofa neu bezogen, Tische haben saubere Wachstuchbezüge, alte, zu Hause ausrangierte Lampen hängen blitzeblank von der Decke, die Fußböden sind weiß gescheuert. Hans Jochens Schlafzimmer enthält Bett und Möbel seiner ehemaligen Studentenbude zu Hause— auch hier alles sauber und ordentlich. Zwei Fremdenkammern sind im Dachgeschoß— da steht in jeder eine Feldbettstelle, eine Kommode und ein eiserner Waschtisch. Hier und da hängen ein paar hübsche Bilder an den Wänden, die in hellen Kalkfarben fröhlich leuchten. „Junge— sag mal, wie hast du das gemacht?“ fragt Frau von Trautenau verwundert.„Das sieht doch gar nicht nach Junggeselle aus!" Hans Jochen lacht schallend „Na,'n bißchen Arbeit hat's schon gekostet, Mutter. Wozu ist man denn'n halber Handwerker? Gehärt doch mit zur Allgemeinbildung. Viel sogenannte Mußestunden hat's bisher hier nicht gegeben. polieren, die Wände anmalen— alles mein Werk. Na, darüber später. Ihr werdet ja doch wohl länger hierbleiben. Und daß alles so blitzeblank aussieht— das Werk meiner Annemarie! Und da wären wir ja denn überraschend schnell beim springenden Punkt angelangt, hm?“ Er sieht die Mutter, den Vater listig an. „Aber nun macht es euch erst mal bequem. Mutter kann sich in meinem Schlafzimmer vom Reisestaub säubern — Vater kriegt eine Kammer als puritanisches Quartier, wie sich das für einen alten Soldaten gehört, und ich beziehe die andere. Somit ist die Wohnungsfrage in der großzügigsten Weise gelöst. Tja— wie stehen wir da?“ „Gar nicht so wacklig, Junge“, lacht der Major,„bis auf den springenden Punkt— hm— na, darüber auch ein bißchen später. Und nun rein ins Vergnügen!“ „Ich sehe inzwischen nach dem Vieh“, sagt Hans Jochen und holt sich seinen Alltagsanzug aus dem Schrank. Zwischendurch springt er in die Küche, wo ja nun nicht mehr als ein einfacher, ebenfalls selbstgezimmerter Schrank für einige Teller und Schüsseln und Töpfe, ein Stuhl, ein Tisch und der Kochherd steht. Schnell Feuer angemacht. Eine halbe Tüte Kaffee muß ja noch da sein — ein Laib Brot, Wurst und etwas Käse ist natürlich auch noch vorhanden. Schöner, selbstgemachter weißer Käse, in dessen Zubereitung er sich bereits zu einem Meister entwickelt hat. Wenn die Mutter nach unten kommt, soll sie doch einen Kaffee vorfinden— echten, richtigen Bohnenkaffee, hoho! Und da sitzen sie denn nun eine halbe Stunde später richtig in der Wohnstube um den Tisch— das Fenster steht offen, denn es ist heute noch ein gnädiger Herbsttag mit milder Luft, und die letzten goldenen und roten und sandfarbenen Blätter der alten Linde, die Hans Jochen als einzigen Baum aus dem Gehölz neben dem Haus hat stehen lassen, segeln langsam ab und zu vorbei im sinkenden Sonnenlicht. Der Kaffee dampft. Frau Elsabe hat selbst Brot aufgeschnitten— mitgebrachten Kuchen auf die Teller gelegt; Marmelade und Butter hat sie ebenfalls mitgebracht. Alle Mütter der Welt glauben wohl, daß ihre Söhne nichts zu essen hätten, wenn sie allein hausen! Und schließlich ißt sie doch selber von dem weißen Käse— mit prüfender Zunge— und nimmt noch einmal eine Schnitte damit und fragt dann: „Junge— den hast du doch nicht allein gemacht?“ Nr. 79(Zweites Blatt) Herner Anzeiger Montag, den 4. April 1938 legierungsprälident Dr. Runte, Arnsberg: Das gemeindliche Aufbauwerk in Südwestfalen Die Haushaltslage der lüdweltfälilchen Stadt- und Landkrelle beim Beginn des Rechnungsjahres 1938. Die Gemeinden danken dem Führer Einem Artikel von Regierungsprä sident Dr. Runte, Arnsberg, über das Aufbauwerk in den südwestfälischen Gemeinden entnehmen wir: Wenn jetzt in den Gemeindehaushalten wieder Ordnung eingekehrt ist, wenn die Gemeinden ihre Rechnungen wieder pünktlich zahlen, wenn für die wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Bedürfnisse der Bevölkerung wieder Mittel bereitstehen, wenn für künftige Aufgaben jetzt wieder weitschauend Vorsorge getroffen werden kann, dann kommt das manch einem schon wieder fast wie eine Selbstverständlichkeit vor. Gar mancher vergißt, daß das alles vor noch gar nicht so langer Zeit unter den Auswirkungen der Mißwirtschaft des verflossenen Systems so ganz an ders war. Es ist gut, sich einmal wieder in das Ge dächtnis zurückzurufen, wie es um die Jahreswende 1932 33 in den südwestfälischen Gemeinden ausgesehen hat, um dann mit um so heißerem Dank zu ermessen, was für ein Wandel setzt in so erstaunlich kurzer Zeit erreicht ist. Für die damaligen, jetzt für immer überwundenen Zustände seien nur einige wenige Zahlen angeführt, die besser als lange Abhandlungen die ganze Tiefe der Not, aus der der Nationalsozialismus uns auch in Süd=Westfalen herausgeführt hat, erkennen lassen: Die Jahl der Wohlfahrtserwerdslosen betrug Anfang 1933 noch 164 000. Jetzt ist sie unter 3000 gesunken. Die 13 Stadtkreise des Bezirkes hatten Anfang 1933 60 Millionen Reichsmark Jahlungsrückstände. Die Rückstände sind jetzt restlos abgedeckt. In den Stadt- und Landkreisen waren bei Beginn 1933 149 Millionen Reichsmark Fehlbeträge in den Haushaltsplänen veranschlagt. Jetzt gibt es in Südwestfalen— von ganz verschwindenden Ausnahmen abgesehen— keine ungedeckten Fehlbeträge mehr. Diese wenigen Beispiele könnten aus allen Gebieten gemeindlicher Betätigung in gleich eindrucksvoller Weise weiter verfolgt werden. Ueberall würde sich zeigen, daß die Gefahrenquellen für die gemeindliche„Wirtschaftsführung abgefangen sind, und daß die Verwaltung nach dem restlosen Zusammenbruch der Systemjahre in den Gemeinden wieder aus eigener Kraft zu neuer aufbauender Leistung befähigt ist. So ist denn das Bild in den Gemeinden des Regierungsbezirks Arnsberg am Beginn des neuen Rechnungsjahres durchaus erfreulich. Gewiß: hie und da bestehen noch Krisenreste, ist die volle Bemeglichkeit noch nicht wieder erreicht. Doch das sind Ausnahmeerscheinungen, welche für das Gesamtbild völlig belanglos sind. Auch in diesen Gemeinden wird ohne Zweifel dank der zugreifenden Tatkraft der nationalsozialistischen Staatsführung in aller Kürze durch umfassende Maßnahmen auf dem Gebiete des Finanzausgleichs die Ueberwindung der noch bestehenden Schwierigkeiten erreicht sein. Gelang es im Jahre 1936, die ungedeckten Fehlbeträge von den 149 Millionen des Jahres 1933 auf 42 Millionen abzubauen, so konnte bereits 1937 eine weitere Einschränkung der die gemeindliche Wirtschaft schwer belastenden Fehlbeträge auf 10 Millionen Reichsmark erreicht werden. Auch diese 10 Millionen Reichsmark sind jetzt am Beginn des Rechnungsjahres 1938 aus den gemeindlichen Haushalten verschwunden, die Haushaltspläne sind fast durchweg ausgeglichen. Besonders erfreulich ist dabei, daß der Haushaltsausgleich nicht etwa um nur rein formal mit dem Rechenstift künstlich hergestellt ist. Das zeigt sich darin, daß es jetzt bereits gelungen ist, in weitem Umfange für künftige Ausgaben Rücklagen in den Gemeinden anzusammeln. Während 1933 fast die ganzen Rücklagebestände in den Gemeinden aufgezehrt wa ren und daneben zur Bestreitung der notwendigsten Aufgaben kurzfristige Verbindlichkeiten im Betrage nieler Millionen eingegangen werden mußten, haben die füdwestfälischen Stadt= und Landkreise jetzt bereits 45 Millionen Reichsmark Rücklagen angesammelt und sehen für 1938 weitere Millionenbeträge für die Neubildung von Rücklagen vor. Die gleiche erfreuliche Entwicklung, wie bei der Bildung der Rücklagen können wir auch bei dem Schuldenstand in den Gemeinden feststellen. Im Jahre 1933 betrugen in den Stadt= und Landkreisen des Regierungsbezirkes die Schulden noch rund 446 Millionen RM. Sie sind jetzt auf 354 Millionen RM., also fast um 100 Millionen RM. gesenkt worden. Angesichts der außerordentlichen Aufgaben, die die westfälischen Gemeinden wegen der dort besonders tiefgehenden Krise beim Wiederaufbau ihrer eigenen Wirtschaft zu erfüllen haben, ist diese Senkung des Schuldenstandes neben der Rücklagebildung eine besondere erfreuliche und anerkennenswerte Leistung. Die gewaltigen Summen, die zur Rücklagebildung und Schuldentilgung sowie zur Abdeckung der riesigen Fehlbeträge benötigt worden sind, mußten durch Einsparungen bei den sachlichen Ausgaben freigemacht werden. Auch für die Zukunft wird eine vorsichtige Gestaltung der Ausgaben nach wie vor oberstes Gebot bleiben müssen. Immerhin ermöglichen es die ständig wachsende Steuerkraft sowie der Rückgang der Wohlfahrtslasten, jetzt Aufgabengebiete stärker zu pflegen, die in den Jahren der Krise und den ersten Rechnungsjahren nach dem Umbruch noch zurückgestellt werden mußten. So kann für den Straßenbau, für die Unterhaltung der gemeindlichen Gebäude, für die städtischen Einrichtungen und Veranstaltungen jetzt mehr getan werden als bisher. In Erkenntnis der besonderen Bedeutung, die der Arbeit der Hitlerjugend zukommt, haben die südwestfälischen Stadt= und Landkreise für den Bau von HJ=Heimen und für laufende Zuwendungen an die HI im Rechnungsjahre 1937 den Betrag von 1 500000 Reichsmark verausgabt, für 1938 ist mit entsprechenden Ausgaben zu rechnen. Die erfreuliche Auflockerung in der Ausgabenseite des Haushaltsplanes ist in erster Linie der gestiegenen Steuerkraft zu danken. So hat sich zum Beispiel in den Stadtkreisen des Gaues Westfalen=Süd das Gewerbesteueraufkommen gegenüber 1933 von 18 Millionen auf 46 Millionen Reichsmark erhöht. Auch bei den übrigen Steuerarten: der Bürgersteuer, der Biersteuer und den sonstigen gemeindeeigenen Abgaben hat sich eine entsprechende Erhöhung des Aufkommens erjeben. Von besonderer Bedeutung ist dabei, daß das Rehraufkommen nicht durch erhöhte Zuschläge, sondern durch die Verbreiterung der Steuerbasis erreicht ist. Der Ausschwung der Wirtschaft kommt darin sinnfällig zum Ausdruck. In dieser Feststellung liegt der Kernpunkt der Entwicklung der Haushaltswirtschaft in den Gemeinden. Die Gemeinden sind infolge der Steigerung der Steuerkraft im weitesten Umfange Nutznießer der wirtschaftlichen Aufbaumaßnahmen der Reichsregierung geworden. Gilt dies schlechthin für alle Gemeinden, so sind darüber hinaus die Gemeinden in Südwestfalen dem nationalsozialistischen Staate zu besonderem Danke verpflichtet. Ueber die allgemeinen Maßnahmen hinaus hat hier der Staat in Erkenntnis der Schwere der Not mit besonderen Mitteln eingegriffen. Auf fahrtslasten gewährten tionen und Staats„Erfaßt den Einn der großen Zeit“ Eine Imposante Wahlpropagandafahrt der SA-Stan darte 457 durch den gesamten Siandartenbereich. Die erste große Wahlpropaganda=Aktion der SAStandarte 457 liegt nun hinter ihr, und mit Stolz können ihre braunen Kolonnen auf den gestrigen Sonntag zurückschauen. Schon in aller Frühe sammelten sich die Herner Stürme, um unter Führung von Hauptsturmführer Markfort auf Lastwagen die Fahrt nach Castrop=Rauxel anzutreten und von dort durch den Standartenbereich zu fahren. Der Morgen begann keineswegs ermutigend, doch Windstürme und Hagelböen haben noch nie die SA davon abgehalten, eine Aufgabe im Dienste der Nation durchzuführen. Als gegen 10 Uhr die Wagenkolonnen von Castrop=Rauxel her über die Castroper Straße unsere Vaterstadt erreichten, hatte der Wind die Wolken auseinandergerissen, und die Sonne lachte für kurze Zeit vom blauen Himmel hernieder. Die Witterung war jedoch Grund genug, daß die Standartenführung auf eine Kundgebung auf dem Adolf=Hitler= Platz verzichtete und gleich in Richtung Wanne=Eickel weiterfahren ließ. Dafür wird die Herner Bevölkerung am Vorabend der größten Wahlschlacht, am kommenden Samstag, zur Stelle sein, wenn unsere SA die letzte und größte Propagandaaktion für den 10. April ansetzt. In der Stadtmitte hörte man gestern morgen schon aus der Ferne die Sprechchöre der braunen Kolonnen auf den Lastkraftwagen. Dann kamen sie in mäßigem Tempo heran, voran der Wagen der Standartenführung und dahinter ein anderer mit Kreisleiter Nieper und seinem Stabe. Auf einem großen Lastwagen war der Musikzug der SAStandarte 457 untergebracht. Und wenn ein Marsch verklungen war, setzte der Gesang von Kampfliedern der Bewegung ein, dem wiederum Sprechchöre folgten. Neben markigen Sprüchen, die auf den 10. April hinwiesen und Treue zum Führer forderten, wurde auch auf das erwachte Großdeutschland ein Hoch ausgebracht. Wir zählten über 60 Lastkraftwagen, dichtbesetzt mit SA=Männern, Marine=SA, RSFK und auch SS. Alle diese Wagen waren mit wirkungsvollen Wahlplakaten und den großen Aufrufen der Bewegung versehen. Wir nennen nur eine Anzahl der kleinsten, aber schlagkräftigsten Wahlparolen: Erfaßt den Sinn der großen Zeir!— Volk steht zu Volk!— Ein Volk, ein Reich, ein Führer!— Dein Dank sei Dein„Ja!“— Wir wollen sein ein Volk, ein Reich, ein Führer usw. Die Herner Bevölkerung hatte Fahnen und kleine Fähnchen aus ihren Fenstern zur Begrüßung herausgehängt und allerorts winkte man den durchfahrenden braunen Kolonnen begeistert zu. Ueberall wurden sie schon erwartet, und die Mütter und Väter hoben ihre Kinder an die Fensterscheiben, auf daß auch die Kleinsten ihr„Heil Hitler“ herunterrufen konnten. Und wie waren sie stalz, wenn ihnen im Chor von den braunen Soldaten erwidert wurde. Und die Begeisterung von jung und alt feuerte die braunen Soldaten des Führers an und immer heller, kräftiger und stolzer klangen ihre Chöre für Volk, Vaterland und Führer. Durch die Bahnhofstraße ging es nach Herne=Süd und von dort zurück zum Adolf=Hitler=Platz, wo unsere Herner SS unter Obersturmführer Mückenheim stramm stand und die Wagenkolonnen mit frohem„Heil Hitler" begrüßte. Weiter fuhren die Kolonnen die Behrensstraße hinunter zum Gertrudenplatz und nach einem kleinen Umweg, überall begeistert empfangen, verließen sie in Richtung Wanne=Eipel unsere Vaterstadt. Meldung zum 10. April 1938 Dem Mann, den Gott gesendet, der Bismarcks Werk vollendet, ihm, der aus Schwäche, Not und Nacht Deutschland zu Macht und Ehr gebracht, dem melden wir: Ein Volk steht da und sagt zu Deinem Werke Ja! Will Vesper. dem Gebiete der Arbeitsdeschaffung sind aus den verschiedenen Arbeitsbeschaffungsprogrammen und Sondermaßnahmen der Regierung mehr als 40 Millionen Reichsmark in den Bezirk geflossen. Neben dieser besonderen Förderung des Bezirkes hat die Reichsregierung aber noch weitere Mittel angesetzt, um die Haushaltslage in besonders notleidenden Stadt= und Landkreisen durch umfassende„Sanierungsmaßnahmen zu entlasten. Ueber die ohnehin zur Milderung der ten Dotatir eigener Kraft nie eine Ueberwindung der Schwierigkeiten erreichen könnte, besondere Sanierungsmaßnahmen eingesetzt. Aus diesen Sondermitteln sind dem Bezirk mehr als 40 Millionen Reichsmark zugeflossen. Durch diese Mittel konnten auch in den besonders notleidenden Gemeinden die letzten Reste der Krisenzeit zurückgedämmt und damit die Grundlagen zu neuem Aufstieg geschaffen werden. des NSKK. Am Samstag kam die 1. Wahlkolonnenfahrt der Motorstandarte 69 über Herne. NSG. Am Samstag traten die Männer im Sturzhelm im Bereich der Motor=Standarte 69 des NSKK zu ihrer ersten großen Wahlkolonnenfahrt an. Eine Kraftradstaffel und eine Lastwagenkolonne trugen die Stander des RSKK, der motorisierten Kampfgliederung der Bewegung, als Rufer für die Wahl am 10. April durch Stadt und Land, über die Straßen und Wege des Ruhrgebietes und bis ins Sauerland hinein. Die Kolonne, die von dem Führer der Motor=Standarte 69, Oberführer Sonnenschein, geführt wurde, trat ihren Marsch in Bochum vom Moltkeplatz aus an. Ihre Fahrt führte am Vormittag durch die Stadtgebiete von Bochum, Wattenscheid, Wanne=Eickel, Herne, Castrop=Rauxel, BochumLangendreer, Witten, Wetter, Vorhalle und Hagen. Ueber Mittag rastete die Kolonne in Hagen, wo die Männer aus der Feldküche verpflegt wurden. Dann ging es weiter durch das Gebiet des Ennepe=Ruhr= Kreises über Dahl, Breckerfeld, Milspe, Voerde, Gevelsberg, Haßlinghausen, Sprockhövel und Hattingen nach Altendorf auf der Ruhrhalbinsel. Ueberall warben die Fanfaren des Deutschen Jungvolks und Sprechchöre der RSKK=Männer für die große geschichtliche Wahl am 10. April. „Der 10. April, Dein Dank, Dein Ja!“, das war die Losung, die von den Plakaten der Kolonne überall aufleuchtete. Von der Ruhrhalbinsel ging es dann weiter über Dahlhausen, Linden und Weitmar zurück nach Bochum=Mitte, von wo aus nach einer abschließenden Kundgebung auf dem Moltkeplatz die Männer wieder in ihre Standorte entlassen wurden. So stand wie immer, auch am Samstag, das NSKK mit seinem Einsatz, seiner Kampfesfreude und seiner mustergültigen Organisation in vorderster Front. Das As=Fliegerkorps startete für die Wahlpropaganda. Flieger über Herne. Gestern starteten vormittags und nachmittags Flugzeuge der RSFK=Gruppe 10, Westfalen, von Dortmund aus zu Fahrten über das Gaugebiet und warfen über den Städten Flugblätter ab. Die Männer des RS=Fliegerkorps forderten hierdurch zum geschlossenen Bekenntnis des deutschen Volkes zum Führer am 10. April auf. Die Maschinen starteten in Dortmund, um in drei Routen folgende Städte zu überfliegen: Route 1: Dortmund, Hamm, Lippstadt, Warstein, Brilon, Meschede, Hirschberg, Arnsberg, Neheim, Soest, Werl, Kamen, Dortmund. Route 2: Dortmund, Lüneen, Castrop=Rauxel, Herne, Wanne=Eickel, Wattenscheid, Bochum, Witten, Wetter, Hagen, Iserlohn, Menden, Unna, Dortmund. Route 3: Dortmund, Hattingen, Gevelsberg Schwelm, Lüdenscheid, Olpe, Siegerland, Berleburg, Altena, Hohenlimburg, Dortmund. Gegen 12 Uhr sah man drei Flugzeuge unsere Stadt überfliegen und Flugblätter abwerfen. rd. 460 000 Soldaten damit bekleiden und außerdem rd. 60 000 Bräute mit je 3 Dutzend Handtüchern aussteuern. Diese Zahlen geben einen Begriff von der Leistung der westfälischen Landwirtschaft auf dem Gebiet der Rohstofferzeugung. Ganz unberücksichtigt sind dabei bisher die 17000 dz Leinsamen der Ernte 1937, die nach Abzug von rd. 3000 dz Saat zu Oel verarbeitet werden können. Aus diesen 14000 dz Leinsamen fallen etwa 4600 dz Leinöl und 9200 dz Leinkuchen an, der bekanntlich ein hochwertiges Eiweißfuttermittel ist. Diese 30 Eisenbahnwaggons Leinöl zu je 150 dzesind zwar nur ein Bruchteil des Bedarfs für die verschiedensten Verwendungszwecke, wie auch die 60 Waggons Leinkuchen nur erst zu einem ganz kleinen Teil zur Versorgung des deutschen Futtermittelmarktes beitragen. Immerhin mag man aber an den Zahlen doch ermessen, welche Bedeutung die vielen, vielen Tausende kleiner und kleinster Flachsflächen in Westfalen allein insgesamt für die deutsche Wirtschaft haben. Der deutsche Bauer und Landwirt möge aus den Zahlen entnehmen, wie wichtig es also ist, daß jeder einzelne Hof sein auf ihn entfallendes Stückchen Flachs anbaut. Sie mögen ihm weiter zeigen, welche Leistungen allein durch den Willen und durch ein klares Ziel erreicht werden können. Vor diesen Erfolgen müßten eigentlich kleinliche Bedenken, wie sie häufig gerade von solchen Leuten angeführt werden, die es kaum einmal mit dem Flachsanbau versucht haben, zurückstehen. Deshalb gehört auf jeden westfälischen Hof ein Stückchen Flachs. 3.5 Millionen am Leinwand aus der westfälischen Flachsernte 1937 Was aus den 14000 Doppelzentnern Flachsfaser her gestellt werden kann.— Drillichanzüge für 460 000 Soldaten und Handtücherausstattung für 60 000 Bräute. NSG. Die Fasererzeugung des Deutschen Reiches durch einheimischen Flachs ist in den Jahren seit der Machtübernahme des Führers um das Achtfache, nämlich von 3000 t auf 24000 t im Tahre 1937 gesteigert worden. Hieran ist Westfalen ungefähr mit 1400 t Faser(Lang= und Wergfaser) beteiligt, entsprechend seinen Anbaumöglichkeiten und seiner Ackerfläche. Da bei können wir voller Freude feststellen, daß rd. 2 Drittel der westfälischen Flachsernte in der Qualität gut war und nur 1 Drittel auf die mittleren und geringeren Güteklassen entfiel. Was die westfälische Flachsernte für die deutsche Wirtschaft bedeutet, wird dem Leser klar werden, wenn die vorjährigen Erntezahlen einmal etwas näher betrachtet werden. Es war vorhin gesagt worden, daß Westsalen mit rd. 1400 t oder 14000 dz Faser an der Gesamterzeugung beteiligt ist. Da im allgemeinen etwa 8 dz Faser zur Erzeugung von 1665 m Militärdrill von 84 cm Breite und 1250 m reinleinenem Handtuchstoff von 50 cm Breite ausreichen, so würde das bedeuten, daß aus der vorjährigen westfälischen Ernte rd. 2800 km Militärdrill ger genannten Breite und rd. 2200 km des genannten Handtuchstoffes hergestellt werden können. Das bedeutet, daß man mit beiden Stoffarten zusammengesetzt etwa 1 Achtel des Erdumfangs am Aequator umspannen kann. Wer diese Entfernung mit der Eisenbahn zurücklegen möchte, müßte 5mal die Strecke von Münster i. W. nach Königsberg i. Preußen reisen. Wer dagegen es vorzöge, sich eine dementsprechende Ackerfläche zu kaufen, müßte die gewiß nicht kleine Geldausgabe für 1400 Morgen aufwenden, die sich mit den erzeugten 3.5 Mislionen gm Leinwano gut bedecken ließe. Will nun einer aus der erwähnten Fasermenge lieber Drillichanzüge und Handtücher herstellen, so kann er Bekenntnis der Deutschen in aller Welt. Aufruf des Gauleiters Bohle zum 10. April. Gauleiter Bohle veröffentlicht in der NSK folgenden Aufruf: Auslandsdeutsche, Männer der Seefahrt! Der Führer hat zur geschichtlichen Tat aufgerufen: Am 10. April 1938 soll das gesamte deutsche Volk dem neuerstandenen Großdeutschen Volksreich in freudiger Einmütigkeit die Weihe geben. Am 10. April 1938 soll ein 75=Millionen=Volk sein blutmäßiges Bekenntnis zu dem ehernen Grundsatz nationalsozialistischer Weltanschauung legen, daß der Wille zweier Bruderstaaten zum Zusammenschluß nicht durch eine naturwidrig aufrechterhaltene Grenzziehung auszulöschen ist. Am 10. April 1938 soll sich vor aller Welt die um den österreichischen Bruderstamm erweiterte deutsche Volksgemeinschaft erneut als höchsten Ausdruck unerschütterlicher Schicksalsverbundenheit erweisen. Ueber die Grenzen der Heimat hinaus, über die Meere hinweg und auf die hohe See ist zu Euch über Nacht die beglückende Kunde von der neuen deutschen Staatsordnung gedrungen. Als neue Bürger eines Großdeutschen Volksreiches habt Ihr Euch überall zusammengefunden, um fern der Heimat mit freudigster Anteilnahme das große Geschehen festlich und würdig zu feiern. Nationalsozialist sein, heißt, sich dem ganzen Volk in jeder Stunde verpflichtet fühlen. Nationalsozialist sein, heißt, dem aus seinem Volk geborenen Führer unwandelbare Gefolgschaftstreue durch die Tat zu beweisen, wenn er es um des Volkes willen sordert. Gedenkt zur Volksabstimmung Eurer staatsbürgerlichen Aufgabe. Ihre Erfüllung ist Erfüllung einer Dankesschuld. Darum sei Euch Wahlrecht Wahlpflicht. Beweist der Welt, daß auch Euch, die Ihr außerhalb der Reichsgrenzen deutsch denkt, fühlt und handelt, das Bekenntnis eine Selbstverständlichkeit ist: Ein Volk— ein Reich— ein Führer! Neuordnung der technischen Ueberwachung von Dampfkesseln Herne gehört zum Bezirk 4. Durch Erlaß vom 19. 3. 1938 hat der Reichswirt schaftsminister mit Wirkung vom 1. 4. 1938 eine Reichshauptstelle für die technische Ueberwachung der Dampfkessel und der sonstigen überwachungspflichtigen Anlagen mit dem Sitz in Berlin errichtet. Alle mit der gesetzlich vorgeschriebenen Uebermachung beauftragten Stellen mit Ausnahme der Gewerbe= und Bergaussichtsbehörden und der allgemeinen Polizei sind dieser Reichshauptstelle unterstellt. Das Reichsgebiet ist in 14 Ueberwachungsbezirke geteilt. Uns Herner interessiert der Ueberwachungsbezirk 4 mit dem Sitz in Essen. Er umfaßt die Regierungsbezirke Arnsbera und Münster ohne die Kreise Ahaus, Steinfurt und Tecklenburg und vom Regierungsbezirk Düsseldorf linksrheinisch die Kreise Geldern, Kleve, Mörs, und rechtsrheinisch die Kreise Dinslaken, Duisburg=Stadt, Essen=Stadt, Mülheim(Ruhr)=Stadt, Oberhausen=Stadt und Rees. Leiter der Bezirksstelle 4 ist der Direktor des Vereins zur Ueberwachung der Kraftwirtschaft der Ruhrzechen zu Essen, Dr. Ing. eh. Dipl.=Ing. Fr. Schulte, vom Minister berufen worden. Die technischen Ueberwachungs=Vereine(Dampfkessel=Ueberwachungs=Vereine) werden bezirksweise zusammengeschlossen. Der Bezirk 4 umfaßt den Verein zur Ueberwachung der Kraftwirtschaft der Ruhrzechen zu Essen, die Dampfkessel=Ueberwachungs=Vereine Duisburg, Hagen und Teile von M.Gladbach, Düsseldorf, Dortmund und Siegen. Der freie Nachmittag der Hausgehilfinnen! RSG. Eine besondere Rundfrage bei den Hausgehilfinnen ergab, daß bedauerlicherweise eine große Anzahl von Hausgehilfinnen immer noch nicht in den Genuß eines freien Nachmittags in der Woche gelangen. Die Gaufachgruppe Hausgehilfen der Deutschen Arbeitsfront wendet sich daher an dieser Stelle nochmals an alle Hausfrauen mit der Bitte, ihren Hausgehilfinnen die ihnen zustehende Freizeit zu gewähren. Nach den Richtlinien des Reichstreuhanders der Arbeit haben die Hausgehilfen Anspruch auf einen freien Nachmittag und Abend an einem Werktag jeder Woche und den gleichen Anspruch an jedem zweiten Sonntag oder staatlich anerkannten Feiertag. —— Aus und für Herne Oeffentliche Wahlkundgebung der NSDAP Herne=Mitte. Am kommenden Mittwoch, dem 6. April 1938, findet abends 20.15 Uhr im Saalbau= Strickmann eine öffentliche Wahlkundgebung der NSDAP Herne=Mitte statt. Gauamtsleiter der NSV von Westfalen=Süd Pg. Hütwohl=Hagen spricht über Sinn und Bedeutung der Volksabstimmung am 10 April. Da es sich um eine große Wahlkundgebung handelt, wird es als selbstverständlich angesehen, daß alle Mitglieder der Partei, Parteianwärter und Gliederungen vollzählig zur Stelle sind. Auch die Frauenschaftsmitglieder haven restlos an dieser Kundgebung teilzunehmen. Alle Volksgenossen und Volksgenossinnen sind ebenfalls zu dieser äußerst wichtigen Wahlkundgebung herzlich eingeladen. Die für den gleichen Tag in der Westfalenschänke(Linsel) vorgesehene Wahlkundgebung fällt aus. Die hierfür bereits verkauften Eintrittskarten gelten für die Wahlkundgebung im Saalbau Strickmann. * 22* Pg. Dr. Schmidt, Innsbruck, spricht. Offentl. Großkundgebung der Ortsgruppe Herne-Alt. Heute abend 8 Uhr findet in Koopmanns Gaststätten eine öffentliche Kundgebung statt. Es spricht Pg. Dr. Schmidt aus Innsbruck. Der Ortsgruppenleiter macht es allen Parteigenossen und Parteianwärternn zur Pflicht, zu dieser Kundgebung zu erscheinen. Es sind auch alle Volksgenossen aus Herne eingeladen. *** Kranke und Körverbehinderte melden! Für den Kraftwagen-Wahldienst. Der Kreispropagandaleiter gibt bekannt: Am Wahltage setzt sich ein besonderer Wahldienst mit Kraftwagen für den Transport zum Wahllokal ein. Damit alle Kriegsbeschädigten, Kranken und Körverbehinderten erfaßt werden können, werden die Angehörigen dieser Personen dringend gebeten, unverzüglich bei ihrem Luftschutzhauswart zu melden, wer und wieviel Personen mit Kraftwagen zum Wahllokal zu bringen sind. Die Luftschutzwarte melden unverzüglich an die Ortsgruppe. ** Auch die Kumpels sind dabei. Auch unsere Kumpels wissen dem Führer Dank dafür, daß unter ihm der Bergbau ein anderes Gesicht erhalten hat, und daß jedem Bergmann der Arbeitsplatz gesichert ist. Daher kann man jetzt im Grubenbetrieb der Zechen Shamrock und Constantin eine Anzahl Kohlenwagen sehen, an die Bergleute die Worte: „Unser Ja dem Führer" geschrieben haben und die so von„Ort" zu„Ort“ werben. Auch die Eisenbahner werben für den 10. April. An sämtlichen Zügen, die durch Herne kommen, tragen die Lokomotiven und Tender in riesigen Lettern Wahlparolen. *** 126 263 Schaffende nahmen teil. Kurzer Streifzug durch die KdF-Februar=Arbeit. NSG. Im Monat Februar war die Deutsche Arbeitsfront, NS=Gemeinschaft„Kraft durch Freude", Westfalen=Süd, unablässig bemüht, dem Schaffenden schönste Feierabendstunden zu vermitteln. Es konnten im Gaugebiet 242 Veranstaltungen(Konzerte, Opernaufführungen, Theateraufführungen, Variete=Veranstaltungen usw.) durchgeführt werden, an denen 126 263 Besucher teilnahmen. Auch auf den anderen großen Aufgabengebieten entwickelte KdF. wiederum eine rege Tätigkeit. „Schönheit der Arbeit" führte rund 40 Betriebsbesichtigungen durch und erfaßte damit 9340 Arbeitskameraden. Die Abteilung konnte im Berichtsmonat insgesamt 117 Betriebsverbesserungen erreichen. Das Sportamt veranstaltete 1020 Kurse mit 21 972 Teilnehmern. An den Februar=Kurzfahrten beteiligten sich 4299 Schaffende. Weiterhin betreute KdF. in der Sonderaktion„Reichsautobahnen“ 11 Läger mit etwa 750 Arbeitern. *„* Heute Werkpausen=Sendung aus Herne Wie bereits mehrfach mitgeteilt, weilt der Reichssender Köln heute wieder einmal in Herne, um in Verbindung mit der Deutschen Arbeitsfront die Werkpause der Firmen Leitner u. Co., J. Fischer, Max Springer, Funke u. Huster, August Niehage und Hövener=Bohe zu übertragen. Die Durchführung der Werkpause erfolgt in den Räumen der Firma Leitner u. Co. Daß alle Herner Lautsprecher heute mittag um 12 Uhr auf den Reichssender Köln und die Werkpause aus Herne eingeschaltet werden, ist wohl selbstverständlich. Wir wünschen der Veranstaltung einen schönen und heiteren Verlauf, mit dem sich Herne sehen lassen kann. Pensionierung bei der Kriminalpolizei. Am 31. 3. 1938 ist beim Polizeipräsidium Bochum nach Erreichung der Altersgrenze der Leiter der Kriminalpolizei, Regierungs= und Kriminalrat Knippschild. in den Ruhestand getreten. Regierungs= und Kriminalrat Knippschild war von 1906 ab ununterbrochen im staatlichen Kriminaldienst tätig. Ihm unterstand die gesamte Kriminalpolizei des Präsidialbezirks, also auch die Herner. Die dienstliche Verabschiedung sand am 31. 3. 1938 in der Ehrenhalle des Polizeipräsidiums durch den ständigen Vertreter des Polizeipräsidenten, Oberregierungsrat Dr. Claus, in Anwesenheit eines großen Teils der Beamten statt. Am Abend des 31. 3. 1938 fand im Kreise der Kriminalbeamten des Polizeipräsidiums in Anwesenheit einiger Vertreter auswärtiger Kriminalpolizeistellen und der Schutzpolizei eine Abschiedsfeier statt. U. a. hat auch der ständige Vertreter des Polizeipräsidenten, Oberregierungsrat Dr. Claus, dem schenidenen Kriminalbeamten unter Anerkennung der dem Staate geleisteten treuen Dienste Abschiedsworte gewidmet. Mit der Leitung der Kriminalpolizei ist bis zum Eintreffen des Nachfolgers Kriminalrat KrügerThiemer beauftragt worden. Der Ostschacht der Zeche Recklinghausen I soll bekanntlich im Ostfelde niedergebracht werden, die Tagesanlagen werden im Grullbad zwischen Walkmühle, Gaswerk und Zechenbahn König Ludwig (Recklinghausen=Süd) angelegt. Man hat das Zechengelände soweit hergerichtet, daß man einen Lagerplatz von ungefähr 2000 qm angeschüttet und die Zufahrtsstraße im Zuge des Walkmühlenweges von der Bochumer Straße aus hergestellt hat. Man ist außerdem jetzt mit dem Fällen des Baumbestandes, dem Einmessen der Tagesanlagen und dem Aufstellen der zur Stromversorgung dienenden Beton=Hochspannungsmasten beschäftigt. „* Als der Schachtturm Julia brannte. Es jährte sich jetzt zum 70. Male, daß der erste Schachtturm der Zeche Julia, der noch aus Holz bestand, durch Heißlaufen der Seilscheiben in Brand geriet uno vollig abbrannte. An seiner Stelle wurde dann ein Turm aus Ziegelsteinen, ein sogenannter Malakowturm erbaut, der ein Jahrzehnt später, einem eisernen Schachtgerüst weichen mußte. Guter Besuch der Herner Frühjahrskirmes. Falls das Sprichwort„Schlechter Anfang, gutes Ende" ein Wahrheitskörnchen enthält, müßte die Frühjahrskirmes auf dem Herner Schützenplatz einen guten Ausklang nehmen. Sie begann nämlich gestern nachmittag mit einem Hagelkörnergeprassel, dem hemnach noch Regen und Schnee folgten. Da mußten die Mütter und Väter mit ihren Kindern gute Miene zum bösen Spiel machen, aber sobald die Schauern vorüber waren, entwickelte sich fröhlicher Kirmesbetrieb. Als dann zum Abend eine Wetterberuhigung eintrat, füllte sich der Schützenplatz mit Menschenmassen, und es setzte der richtige Kirmestrubel ein. Was man an Schau= und Fahrgeschäften sah, befriedigte, denn manche Neuheit ist vorhanden, die sogar der Vergnügungspark der verflossenen Düsseldorfer Ausstellung„Schaffendes Volk“ beherbergte und der gewiß nicht jedes erste beste Geschäft aufnahm. Aus Köln ist in einem Schaugeschäft sogar„Der treue Husar“ vertreten. Neben den artistischen Attraktionen der Frühjahrskirmes und den immer großen Zuspruch findenden Fahrgeschäften, wobei die Raketenfahrten dominieren, erfreuen sich die Gewinnbuden sowie die Stände mit Gebäck und Fisch besonderer Aufmerksamkeit. Versorgungskrankengeld bei Kuren. RSG. Das Gaupresseamt gibt folgende Mitteilung der NSKOV bekannt: Bei kriegsbeschädigten Krankenkassenmitgliedern ist es in letzter Zeit wiederholt vor gekommen, daß die Krankenkasse für die Zeit einer de= oder Heilstättenkur wegen des anerkannten Dienst= oder Kriegsdienstleidens die Zahlung von Kranken= oder Hausgeld abgelehnt hat, weil der Vertrauensarzt der Kasse Arbeitsunfähigkeit für diese Zeit nicht feststellte. Ein Versorgungskranken. oder Haus nicht feststellte. ein Versorgungskranken, oder Haus=s##a##ns####l####. Oarbietungen. Zu den weitegeld kann in solchen Fällen nach den Bestimmungen benhansl“ acht große Darbietungen. Zu den weitealich nicht gezahlt morden— Durch die MSOON Undliren Künstlern gehören u. a. die 3 Dubskys, Tirpo u. Das ganze Deutsche Reich eine Volksgemeinschaft! Bestätige auch Du es an 10. April! Dein„Ja“ dem Führer! auch nicht gezahlt werden.— Durch die RSROV sind mehrere solcher Fälle dem Reichsarbeitsminister zu Entscheidung vorgelegt worden. Auf Grund der Ent scheidung ergibt sich, daß Versorgungskrankengeld un Hausgeld auch bei Bade= und Heilstättenkuren de versicherten Beschädigten nicht gewährt werden, solange sie Versicherungsansprüche auf Geldleistungen gegen die Krankenkasse haben.— Eine Aenderung dieser grundsätzlichen Vorschriften ist nicht zu erwarten. Es soll aber den Krankenkassen durch Vermittlung ihrer Spitzenverbände nahegelegt werden, bei der Beurteilung der Frage, ob einem versicherten Beschädigten während einer vom Reiche gewährten Bade= oder Heilstättenkur Krankengeld oder Hausgeld gezahlt werden kann, einen möglichst wohlwollenden Maßstab anzulegen. * 2* Osterkonzert des Més. Concordia Herne=Sodingen Allen Freunden des Deutschen Liedes kündet der Männergesangverein Concordia, Herne=Sodingen, sein am 1. Ostertag stattfindendes 1. Hauptkonzert, das von seinem bewährten Chorleiter Paul Folge-Bochum diri. giert wird, an. Die Programmgestaltung, eine feinsinnige Chorfolge, die den Leitgedanken„Frühling und Vaterland“ trägt, wird vervollständigt durch die Solodarbietungen des Tenors Fritz Brambach, Dortmund, und des durch den Westdeutschen Rundfunk bekannten Pianisten Willy Breuer. ** Der„Schwabenhanst“ kommt nach Herne Der„Schwabenhansl“ ist im Gau Westfalen=Süd nicht mehr unbekannt. Er weilte im vergangenen Jahr fast einen Monat lang in Westfalen=Süd und hat ungezählte Volksgenossen begeistert. Immer und überall, wo der„Schwabenhansl“ mit seiner Truppe hinkam, sah man fröhliche Menschen. Der sympathische„Hansl“ aus dem Schwabenland, der sich so wunderbar der ganzen Wandlungsfähigkeit der deutschen Sprache bedienen kann, gefiel den südwestfälischen Schaffenden ganz besonders. Den Kopf immer voller Schnurren und Schwabenstreiche, aufrichtig, gutmütig und gradaus, das ist der„Schwabenhansl“, Hans Lorenz. Der beliebte Vortragskünstler sagt diesmal ein Programm an, das die Erwartungen nicht nur erfüllt, sondern gar übertreffen wird. Alle, die die in diesem Variete=Programm auftretenden Künstler und Künstlerinnen in den Vorstellungen sehen konnten, waren immer wieder begeistert. Mochten Jaqueline u. Jark ihre herrlichen Tänze zeigen, mochte Perkeo seine vielgestaltigen Künste vorführen, immer wieder waren die Zuschauer voller Begeisterung. Insgesamt verzeichnet das Variete mit dem„Schwa und die besonders beDie bisher beste Straßensammlung 185 000 RM. mehr als im Jahr 1934. Das vorläufige Gau=Ergebnis. NSG. Kann man den Zeitwandel, den Unterschied von 1934 bis 1938 deutlicher kennzeichnen, als mit der Gegenüberstellung zweier WHW=Sammelergebnisse? 40 678 RM. erbrachte die Reichsstraßensammlung im März 1934. Die letzte Sammlung im März 1938 dagegen verzeichnet als vorläufiges Ergebnis den Betrag von RM. 225000. Das sind bis jetzt schon 185000 RM. mehr als 1934. Das Opfer ist der Gradmesser der seelischen Größe eines Volkes. Wir haben uns gewandelt. Wie ist uns, nachdem es uns alle besser erging, echter Sozialismus zum Bedürfnis geworden. Wir stolz können wir aber auch auf unsere sozialistischen Erfolge sein., 71 Mill. RM. erbrachten vier Winterhilfswerke, 2,6 Mill. Bedürftige wurden betreut. Das sind nüchterne Zahlen, die aber die Erfolge des Nationalsozialismus im Gau Westfalen=Süd beweisen und die alle, die mit einem Opfer sich zu diesem Sozialismus bekannt haben, mit Skolz erfüllen können. * Daß die Gebefreudigkeit der Herner mit der Dauer des Winterhilfswerks nicht abnimmt, sondern sogar wächst, bewies die letzte Straßensammlung, die von der Deutschen Arbeitsfront durchgeführt wurde. Es kamen im Kreise Herne Castrop=Rauxel insgesamt 11 582,98 M. zusammen. Das ist das höchste bisherige Straßensammlungs= Ergebnisdessen Bedeutung man am besten daraus ermißt, daß die Eintopfsonntage mit rd. 14000 M. auch nicht viel mehr ergaven. Auch im Abzeichenverkauf hält die letzte Straßensammlung den Rekord, denn es wurden 28 666, der hübschen Frühlingsabzeichen verkauft. Dadurch kamen 5732,20 M. zusammen, die mit den 5849,78 M. aus der Büchsensammlung den Gesamtbetrag von 11 582,98 M. ergaben.— Uebrigens macht auch das bisherige Ergebnis des„Eisernen Buches“ den Hernern alle Ehre. Ausgabe der Fettscheine Für arbeitende Volksgenossen erst Mitte des Monats. Die Ausgabe der Fettscheine an Sozialrent= ner und Kriegsopfer. die nicht in laufender Fürsorge stehen, findet an folgenden Tagen statt: an Volksgenossen mit den Anfangsbuchstaben A—H am Mittwoch, dem 6. 4., 8—11 Uhr, I—9 Donnerstag dem 7. 4., 8—11 u. 15—17 Uhr, P—3 Freitag, den 8. 4., 8—11 und 15—17 Uhr. Ausgabestelle für Herne: Rathaus(Erdgeschoß), für Sodingen: Peter= und Paulschule. Die Ausgabezeiten sind unbedingt einzuhalten. Wer an anderen Tagen kommt, muß zurückgewiesen werden. Dies wird streng durchgefükhrt. Die Empfangsberechtigten müssen die Fettscheine selbst abholen. Wenn ausnahmsweise ein anderer Familienangehöriger damit beauftragt wird, ist die Vollmacht des Empfangsberechtigten vorzulegen. Die Fettscheine für die Volksgenossen mit geringem Lohn werden wieder im Katholischen Gesellenhaus ausgegeben. Die Ausgabezeiten stehen aber noch nicht fest. Die Ausgabe erfolgt wahrscheinlich erst Mitte oder in der zweiten Hälfte des Monats April. Die Ausgabetage werden rechtzeitig durch die Presse und durch Aushang im Rathaus(Erdgeschoß) und im Sparkassengebäude bekanntgegeben. Reine Renderung in der Mietzahlung ab 1. April Voller Ausgleich der fortfallenden Stundung der Hauszinssteuer für hilfsbedürftige Mieter. Goldenes Ehejubiläum. Den Eheleuten Wilhelm Katzorowski und Thefrau Maria, geb. Maletz in Herne, Ludwigstraße 71, wurde anläßlich ihres 50jährigen Ehejubiläums am 2. April 1938 durch den Beauftragten des Polizeipräsidenten in Bochum im Namen der Preuß. Staatsregierung ein Glückwunschschreiben und eine Ehrengabe überreicht. Am 1. April 1938 treten die Landesbestimmungen über die Stundung und Niederschlagung der Gebäudeentschuldungssteuer(Hauszinssteuer) zugunsten hilfsbedürftiger Mieter außer Kraft. Die hilfsbedürftigen Mieter, zu deren Gunsten bisher die Gebäudeentschuldungssteuer gestundet oder niedergeschlagen worden ist, brauchen jedoch nicht zu befürchten, daß sie durch diese lediglich in der Technik des Steuerrechte begründete Maßnahme Schaden leiden. Sie erhalten vielmehr vollen Ausgleich durch erstattungsfreie Mietbeihilfen Das Nähere wird aus einer in den nächsten Tagen im Reichsgesetzblatt erscheinenden Verordnung des Reichsinnenministers, Reichsarbeitsministers und Reichsfinanzministers über Mietbeihilfen ersichtlich sein. Diese Verordnung wird die Stadt= und Landkreise verpflichten, für die hilfsbedürftigen Mieter an Stelle der zu ihren Gunsten bisher gestundeten oder niedergeschlagenen Steuerbeträge Mietbeihilfen zu gewähren Diese Mietbeihilfen werden keine Leistungen der öffentlichen Fürsorge und daher auch nicht von den Mietern zurückzuerstatten sein. Hierauf wird besonders hingewiesen Die Mieter brauchen auch keinen Antrag auf Gewährung der Mietbeihilfen zu stellen. Die Mietbeihilfen werden vielmehr für die hilfsbedürftigen Mieter von Amts wegen gewährt. Die Stadt= und Landkreise zahlen sie unmittelbar für die Mieter an die für die Erhebung der Gebäudeentschuldungssteuer zuständigen Steuerbehörden. Die Steuerbehörde hat dem Steuerschuldner den vollen Betrag der Beihilfe auf die von, ihm insgesamt geschuldete Gebäudeentschuldungssteuer anzurechnen. Der Vermieter ist verpflichtet. dem Mieter den vollen Betrag der Beihilfe auf die Miete anzurechnen Erstattungsfreie Mietbeihilfen. Hierzu wird uns vom Haus= und Grundbesitzerverein Herne geschrieben: Die angekündigte reichsrechtliche Verordnung ist inzwischen erschienen. Es ergibt sich daraus, daß irgend eine Aenderung in der Mietzahlung ab 1. April 1938 nicht eintritt, es sei denn, daß sich die wirtschaftliche Lage eines Mieters so gebessert hat, daß auch bei Weitergeltung der bisher gellenden Vorschriften über die Hauszinssteuerstundung für bedürftige Mieter die Vergünstigung in Fortfall gekommen wäre. Für den größten Teil des Hausbesitzes ist ab 1. April eine Senkung der Hauszinssteuer um 16 eingetreten. Darum vermindert sich auch die auf die Wohnung des einzelnen Mieters entfallende Hauszinssteuer in der Regel um 116. Hervorzuheben ist aber, daß trotzdem der Mieter, zu dessen Gunsten bisher die Hauszinssteuer gestundet wurde, keine höhere Miete zu entrichten hat, da die erstattungsfreie Mietbeihlilfe in Höhe des Betrages gewährt wird, der bis zum 31. 3. 1938 an Hauszinssteuer mit dem Ziele der Niederschlagung gestundet wurde. Der volle Betrag dieser Mietveihilfe ist von den zuständigen Stadt. und Landkreisen auf das Steuerkonto des Vermieters zu überweisen, so daß der Hausbesitzer nur eine um den Betrag der Mietbeihilfe verminderte Hauszinssteuer zu zahlen hat. ren Künstlern gehören Williams, Smoll u. Conny rühmte Hungariatruppe. Es ist ratsam, sich umgehend Einieittskarten für die große Veranstaltung zu besorgen, die zum Preise von RM. 1.00 und RM. 0,75 in den bekannten Vorverkaufsstellen und bei den KdF-Betriebswarten zu haben sind. Ringmitglieder bitten wir gegen Vorzeigung der Quittung ihre Eintrittskarten kostenlos abzuholen auf der Kreisdienststelle, Schulstraße 28. * 2 Meldepflichten des Kraftfahreuobesitzers Pünktlichkeit aus eigenem Antrieb. Der Polizeivräsident in Bochum teilt mit: Der Eigentümer eines Kraftfahrzeuges muß der Zulassungsstelle Anzeige erstatten, wenn er seine Wohnung wechselt, das Fahrzeug veräußert, es umvaur oder außer Betrieb setzt. Zieht er mit dem Fahrzeug in den Bezirk einer anderen Zulassungsstelle, hat er sich bei der einen abzumelden und bei der anderen anzumelden. Wechselt er seine Wohnung im Bezirk der gleichen Zulassungsstelle, sind die Angaben über die Wohnung im Kraftfahrzeuabrief und=schein und in den amtlichen Karteien zu berichtigen. Es ist auch der Zulassungsstelle zu melden, wenn technische Aenderungen am Fahrzeug vorgenommen werden, z. B. der Motor ausgewechselt, der Aufbau geändert, zu einem Kraftrad ein Beiwagen beschafft wird. Dabei ist immer der Kraftfahrzeugbrief vorzulegen. Wird das Fahrzeug— nicht nur vorübergehend— außer Betrieb gesetzt, so sind Kraftfahrzeugbrief und=schein abzuliefern. Ohne pünktliche Erfüllung dieser Verpflichtungen durch die Eigentümer der Kraftfahrzeuge ist die richtige Führung der Kraftfahrzeugkartei bei den Behörden nicht möglich. Nachlässigkeit der Kraftfahrzeughalter bei diesen Obliegenheiten muß daher streng bestraft werden, uno zwar mit Geldstrafe bis 150 Mark oder mit Haft bis 6 Wochen. Jeder deutsche Eigentümer eines Kraftfahrzeuges sollte aber aus eigenem Antrieb diese Pflichten gegenüber dem Staat, der den Kraftverkehr vielfältig fördert, erfüllen. *** Autobusfahrten zur Rede Seyß-Inquarks in Essen. Die Ortsgruppe Herne des Hilfsbundes der DeutschOesterreicher gibt bekannt, daß zu der Rede des Reichsstatthalters Dr. Seyß=Inquart, welche am Donnerstag, dem 7. April, abends 20 Uhr in Essen stattfindet, ein Autobus fährt. Anmeldungen bei A. Rutrecht, Castroper Straße 343. Ebenso fährt ein Autobus für die Frauengruppe, Fahrpreis 1,00 M. Anmeldungen bis spätestens Montag abend 8 Uhr im Kasino Teutoburgia. * Propagandafahrten der Gaufilmstelle. NSG. Mit ihrer aus 10 Vorführwagen bestehenden Fahrzeugkolonne unternimmt die Gaufilmstelle während der Wahlzeit Propagandafahrten. Die roten Wagen, die mit Wahlplakaten geschmückt sind, verursachen Aufsehen, wohin sie kommen. Ein Lautspecherwagen läßt Märsche erklingen und Auszüge einer Rede des Reichsministers Dr. Geobbels werden auf Schallplatten wiedergegeben. * J u b i l a r e b e i H a r p e n. Auf der Zeche Mont Cenis kann der Rangiermeister Oskar Weiner auf eine 25jährige Tätigkeit zurückschauen, auf der Zeche Julia begeht gleichzeitig der Schießmeister Wilhelm Klemann sein silbernes Werksjubiläum. Herzl. Glückwunsch! * Primizfeier in St. Bonisatius. Gestern vormittag feierte der Pallotinerpater Werner Poieß aus Herne in der Bonifitauskirche sein erstes feierliches Meßopfer. In Prozession wurde er mit Engelchen und Fahnendeputationen vom Pfarrhause abgeholt und in das geschmückte Gotteshaus geleitet, wo bei überaus starkem Besuch das Primizhochamt gefeiert wurde. Die Festpredigt hielt der Bruder des Neupriesters, der demselben Orden angehört und vor wenigen Jahren an derselben Stelle seine Primiz feierte. Nach dem Hochamte wurde der Primiziant in Prozession zum Pfarrhause zurückgeleitet. Am Nachmittag fand eine feierliche Dankandacht statt, nach der der Primiziant den Primizsegen erteilte. * Baubetrieb an der Kaiserstraße. An der Kaiserstraße ist man jetzt mit dem Bau zweier Wohnhäuser beschäftigt, wodurch eine große Baulücke ausgefüllt und das Bild der Straße geschlossener wird. * Ostschaft Mont Cenis 100 Meter tiefer. Der vor einigen Jahren gebaute Ostschacht der Zeche Mont Cenis, der nach der Erbringung der Leistungsfähigkeit nur mehr der Personenförderung dient, wird jetzt 100 Meter von der 6. bis 7. Sohle geteuft. * K e i n e P o s t a n w e i s u n g e n a u s M e x i k o n a c h D e u t s c h land. Die Postverwaltung von Mexiko hat die Annahme von Postanweisungen nach Deutschland vorübergehend eingestellt. * Eine schwierige Arbeit. Die Schachtanlage Julia erhielt für die C=Sohle vier Diesellokomotiven. Da der Querschnitt des Schachtes 1 zu gering war, wurden die Lokomotiven über Tage abmontiert und auf der Zeche von=derHeydt“ zur C=Sohle befördert. * Bei der Montagearbeit fiel dem Arbeiter Wilhelm H. von der Kirchstraße am Samstag ein Moniereisen auf den Arm. Mit einem Armbruch wurde H. dem Marienhospital zugeführt. * Edelgeflügel abgeschlachtet— Täter verhaftet. In der Nacht zum 1. April wurden einem Wirt an der Baukauer Straße aus seinen Volieren 1 Silberfasan und 2 Zwerghühner gestohlen. Die Täter, drei junge Burschen, konnten im Laufe des Tages ermittelt und festgenommen werden. Die Tiere, welche bereits abgeschlachtet waren, konnten den Geschädigten wieder zurückgegeben werden. * A n g e t r u n k e n u n d o h n e L i c h t! Am 1. April gegen 20.45 Uhr stieß auf der LaRoche Straße ein Radfahrer, der ohne Licht fuhr, mit einem Personenauto zusammen. Da der Radfahrer stark angetrunken war, wurde er dem Kath. Krankenhaus in Herne zwecks Entnahme einer Blutprobe zugeführt. Personen wurden nicht verletzt. Der Kraftwagen wurde leicht beschädigt. Die Ermittelungen sind eingeleitet. * J a h r r a d d i e b s t a h l. Am 1. April wurde auf der Hermann=Göring=Str. ein Herrenfahrrad, Marke Melior, Nr. unbekannt. gestohlen. 4 Montag, 4. April 1938 Wiener Fußballschule erfocht den Sieg 2:0 vor 60000 Zuschauern Die Wiener besser als die Nationaleli Zusammenhangloser Länderelf=Sturm Nur Gellesch konnte überzeugen 2:0 durch Sindelar und Gesta ** An einem herrlichen Sonnentag wurde der große Provagandafeldzug des deutschen Sports in Wien beendet. Das Wiener Prater=Stadion prangte in reichem Flaggenschmuck. Mit 60000 Zuschauern waren die Ränge voll erwartungsfroher festlich gestimmter Menschen. Zum ersten Mal standen sich die deutschen Amateure und Oesterreichs Berufsfußballer nicht mehr in einem Ländersviel. sondern als Deutsche und Volksgenossen in einem Freundschaftskampf gegenüber. Nichts hätte diesen Tag würdiger gestalten können, als das wirklich großartige Sviel der Wiener Fußballer, die mit ihren technisch prächtigen Leistungen ihren Dank abstatteten für die großen Ereignisse der letzten Wochen. Das war noch einmal die so oft gefeierte Wiener Schule, die sich mit ihrer Ballartistik. dem klugen Feldsviel und den stellenweise mustergültigen Kombinationen über das vielleicht kräftigere. wuchtigere und schnellere Spiel der deutschen Länderelf erfolgreich hinwegsetzte und schließlich mit 2:0 (0:0) auch einen durchaus verdienten Sieg errang. Der deutsche Sturm zu schwach Wieder waren es Abwehr und Läuferreihe, die in der deutschen Nationalelf ihr Bestes taten, kämpften und kämpften, aber dann durch eine Ueberbelastung schließlich auch die Niederlage nicht mehr abwenden konnten. Jakob. der riesige Regensburger, leistete im Tor wohl den erbittertsten Widerstand. Mit Sekundenschnelle reagierte er auf den Wiener Angriff. immer wieder dankten ihm die Tausende für seine prächtigen Paraden, bis auch ihn schließlich die Nerven verließen. Einen von Sesta aus 55 Meter Entfernung geschossenen Freistoß berechnete er falsch. Unerklärlich verließ der Regensburger das Tor. um dem Ball entgegenzukommen. Zur großen Ueberraschung aller aber senkte sich das Leder über seine Hände hinweg ins völlig ungedeckte Tor. Das war sein einziger Fehler, der auf seine allerdings hervorragenden Leistungen einen Schatten warf. Ausschlaggebend für unsere Niederlage aber wurde das zusammenhanglose Sviel des Sturms. der umso mehr abfiel, als die Wiener gerade hier mustergültig zusammenarbeiteten. Mit Ausnahme von Gellesch, der sich alle Mühe gab. hielt keiner einen Vergleich mit den Wienern aus. Großes Feldspiel der Wiener Seit Jahren hatte man die früheren österreichischen Nationalspieler nicht mehr in einer derartigen Form gesehen. Sie wollten am Sonntag noch einmal alles das zeigen, was den Wiener Fußball so vopulär gemacht hat. Vor allem aber waren die Spieler restlos von einem Eiser durchdrungen und von so großem Kampfgeist beseelt, wie seit vielen Jahren nicht mehr, Platzer und die Verteidiger begingen keinen Fehler und beherrschten ihren österreichischen Strafraum meisterlich. Mock war im Gegensatz zu Goldbrunner, der die Weisung hatte. Sindelar zu bewachen, fast ausschließlich offensiver Mittelläufer, während die beiden Außenläufer sich mehr der Abwehr widmeten. Der Angriff ließ alle seine technischen Künste spielen. kombinierte zeitweise derart planvoll, daß kein Spieler unserer Nationalelf die Kreise zu stören vermochte. Mit einem auf den Zentimeter genauen Abspiel zwang er unsere Spieler zu einer ungeheuren Laufarbeit. der auf die Dauer selbst so unverwüstliche Kämpfer wie Kitzinger und Kupfer zum Opfer fallen mußten. Der große Stratege dieses Fünf=Stürmer=Spiels war Stroh. der in Hahnemann und Sindelar blitzschnell reagierende Nebenspieler hatte. Torlos bis zur Pause Münzenberg und Sindelar. die beiden Spielführer. losen die Spielhälften aus. Die deutsche Länderelf hat Anstoß. kämpft aber gegen Wind und Sonne. Ungenaues Zuspiel auf beiden Seiten verrät zunächst die Nervosität der Spieler. Nach wenigen Minuten schon hatten sich die Wiener gefunden. Mit einem Mal läuft ihre Kombinationsmaschine, von dem technisch hervorragenden Mittelläufer eingeschaltet. Angriff auf Angriff rollt vor das deutsche Tor. Münzenberg und Janes sind aber ihrer Aufgabe gewachsen. Wenn auch sie machtlos werden, setzt sich Jakob prächtig ein. Die Wiener geben dem Kampf sein Gepräge. Sie beherrschen das Feld in wundervoller Zusammenarbeit, glänzendem Stellungsspiel und vorbildlichem Paßspiel. In der 37. Minute sind sie einem Tor nahe. aber der Schuß von Stroh prallt von der Latte zurück. Jakob ist nicht zu schlagen. Meisterhaft klärt er alle noch so brenzlichen Situationen. Sie kommt es, daß der Kampf trotz eines 5:1=Eckenverhältnisses der Wiener Berufsspieler bis zur Pause torlos bleibt. 1000 Meilen von Brescia Gespenstisches Leben und Treiben herrschte auf dem Startplatz zu den 1000 Meilen von Brescia. Ueber 40 Wagen wurden zwischen 2 und 5,30 Uhr ln der Frühe auf die 1621 Klm. lange Reise geschickt. Ueber Bologna und Florenz führte die Strecke zum südlichen Kontroll= punkt nach Rom. Zum ersten Male wieder waren deutsche Wagen vertreten. Die vier BMW. hielten sich ganz hervorragend und übernahmen in ihrer Klasse sofort die Spitze. Bis Bologna war Graf von der Mühlen=Eckart mit 138,5 Klm.=Std. der schnellste Mann. Jeweils eine Minute später trafen Prinz zu Schaumburg. Fane und Richter ein. Durch die Kurven des Apennin sank das Tempo bis Florenz auf 113.34 Klm.=Std.; Fane führte seine Kameraden an. Unter großer Anteilnahme der Bevölkerung trafen die Fahrer in Rom ein. In der großen Klasse wurde der Zweikampf Alfa Romeo— Delahaye vorerst zu Gunsten des italienischen Wagens entschieden. Pintacuda, der Vorjahrssieger, hatte seinen Alfa Romeo in der absolut schnellsten Zeit zur Kontrolle gebracht und mit 141.27 Klm.=Std. wiederum den Preis des Duce erhalten. Seine Markengeführten Biondetti und Dusio folgten, dann erst kam der dunkelblaue Delahaye von Dreifus. Farina auf Alfa Romeo hatte nach einem leichten Unfall und Comotti=Delahane nach einem Reifendefekt aufgegeben. In der internationalen kompresserlosen Zweiliter=Svortmagenklasse waren die vier BMW. mit der Regelmäßigkeit eines Uhrwerks gefahren. Im Startabstand von je einer Minute trafen sie ein. Prinz zu Schaumburg führte das Quartett mit 119.7 Klm.=Std. an, dann folgten Richter. Fane und von der Mühle. Von den acht Bewerdern dieser Klasse war außer den vier BMW. nur noch ein Fiat im Wetthemerb. 48 Minuten trennten ihn in Rom von den deutschen Wagen. Pech der Länderelf ist es, daß sich in der Pause, während der Reichssportführer in einer Rede auf die Bedeutung der Ereignisse hinweist, der Wind gedreht hat und sie erneut gegen ihn anzukämpfen hat. Die Ueberlegenheit der österreichischen Berufsspieler hält an. Die deutsche Länderelf muß sich auf Durchbrüche beschränken. wird hierbei aber von Sesta und Platzer gestovpt. In der 62. Minute fällt schließlich das längst verdiente erste Tor der Wiener. Vom linken Flügel wandert der Ball von Mann zu Mann, kommt von Stroh zu Binder. der mit wuchtigem Schuß die Latte trifft. Geistesgegenwärtig ist Sindelar zur Stelle. um den abprallenden Ball placiert und unhaltbar für Jakob zum 1:0 zu verwandeln. Die Wiener werden mächtig angefeuert, kommen auch wirkungsvoller ins Spiel. bis in der 70. Minute schließlich durch einen Fehler von Jakob ein 55=Meter=Freistoß Sestas zum zweiten Tor führt. Noch einmal hat die Länderelf eine große Chance. Fath steht in der 89. Minute völlig frei vor Platzer— ihm fehlt, aber die Ruhe und sein Schuß fegt über die Latte ins Aus... Deutsche Fußballsiege in Oesterreich Wie vor acht Tagen die Handballstädtemannschaften aus dem alten Reichsgebiet in Oesterreich ihre Kämpfe gewannen, so kamen diesmal die Fußballspieler in ihren Städtekämpfen durchweg zum Sieg. Berlin in Innsbruck überlegen. Einen herzlichen Empfang bereiteten die 6000 Tiroler den Vertretern der Reichshauptstadt im Innsbrucker Spiel, dem eine Wahlkundgebung mit einer Rede des Stellvertreters des Reichssportführers Arno Breitmayer voranging. Die Berliner zeigten in der ersten Hälfte eine erdrückende Feldüberlegenheit, ohne aber ein einziges Tor zu erzielen. Nach dem Wechsel stellten die Berliner ihren 3:0=Sieg sicher, obwohl Innsbruck zunächst drängte. In den letzten 20 Minuten sielen die drei Treffer durch Schneider(2) und Sucrow. Schußfreudiger Innensturm Breslaus. Auf dem festlich geschmückten Platz des Klagenfurter HC. feierte die Städtemannschaft aus Breslau einen überlegenen Sieg mit 5:1(3:1) über die Vertretung Klagenfurts. Nach einer herzlichen Begrüßung der Gäste wurden Ehrengeschenke zwischen den Bürgermeistern der beiden Städte ausgetauscht. Der großartige Innensturm der Breskauer war in dem Kampf nicht zu halten und sorgte für eine klare Ueberlegenheit, die bis zur Pause mit 3:1 Toren zum Ausdruck kam. Fleischer und Pawlitzki(2) waren die Schützen. Graber erzielte das einzige Tor der Klagenfurter. Nach dem Wechsel waren Gietl und Feigel nochmals erfolgreich. 2000 Zuschauer spendeten den Leistungen reichen Beifall Sefunderhaltung durch Sport Bei Kraß durch freude nahmen seit 195 rund 21 Millonen Besucher an den Sportkursen leil 4500 Sportichrkrafte wurden eingesetzt, in mehr als 1200 Setrieden entsranden neue Sportanlogen. Am Reichssportwenkampf betelligten sich: starken Abwehr mit Köhl. Kreißel und Billmann den torlosen Stand bis zur Pause. Nach dem Wechsel hatte der„Club“ den Wind im Rücken und es gelang ihm schon in der dritten Minute, im Anschluß an eine Ecke, durch Kopfball von Friedel das Führungstor zu erzielen. Doch damit war die Entscheidung keineswegs gefallen. Die 96er verdoppelten ihre Anstrengungen und ihre Bemühungen wurden durch den Ausgleich belohnt, den der Rechtsaußen Malecki nach einem siegreichen Zweikampt mit Billmann herbeiführte. Nürnberg mußte streckenweise hart verteidigen, denn die stark angefeuerten Hannoveraner erhielten mehr und mehr Oberwasser. Fünf Minuten vor Schluß wurde die Niederlage des 1. FC. Nürnberg besiegelt. Der für Erich Meng den Angriff führende Wente erhaschte bei einem Eckball das Leder mit dem Kopf und zum zweiten Male hatte Köhl das Nachsehen. Beim„Club“ gefielen Abwehr und Deckung. im Angriff dagegen überragten nur Gußner und Eiberger am linken Flügel den Durchschnitt. Arminia Bielefeld holte die ersten Punkte Die Aufstiegsspiele zur westfälischen Fußball=Gauklasse kommen nur langsam in Gang. Allerdings ist bei der Unterteilung in zwei Gruppen kaum eine Terminnot zu befürchten. Den Anfang machte am Sonntag die Gruppe 2, der Arminia Bielefeld. Alemannia Dortmund und Schwelm 06 angehören, mit dem Treffen zwischen Bielefeld und Schwelm. Die Arminen bestätigten ihre gure Form und gewannen nach einer torlosen ersten Halbzeit am Ende noch sehr deutlich mit 4•0. Die gesamte Bielefelder Elf machte einen vorzüglichen Eindruck und ließ kaum irgend welche Schwächen erkennen. Lediglich vor der Pause. als der Vertreter der Sauerland=Grupve den überaus starken Wind im Rücken hatte, war das Sviel ausgeglichen. Später übernahmen die Gastgeber ganz und gar das Kommando und schossen noch vier schöne Treffer. sodaß Arminias Start gleich ein gutes Torverhältnis brachte. Sportler. stimmt mit einem ftrudigen Hannover schlug den Die fünf Gruppenspiele um die deutsche Fußballmeisterschaft Am die Deutsche 1: Insterburg: Vorck Insterburg— Eintr. Frankfurt 1:5 Hamburg: Hamburger SV.— Stettiner SC..„ 2:0 Gruppe 2: Berlin: Berliner SV. 92— BfR. Mannheim. 3:1 Gruppe 3: Stuttgart: V/B. Stuttgart— V. RSV. Gleiwitz 7:1 Gruppe 4: Hannover: Hannover 96— 1. FC. Nürnberg 2:1 Eintracht Frankfurt eine Klasse besser Trostlose Bodenvethältnisse herrschten im Insterburger Stadion, als Eintracht Frankfurt und Vorck Insterburg zum Gruppenspiel antraten. Seit Freitag hatte es ununterbrochen geregnet. sodaß nur etwas über 2000 Zuschauer dem Kampf beiwohnten. Eintracht Frankfurt zeigte ein technisch ausgezeichnetes Spiel. war vor allem während der zweiten Halbzeit eine Klasse besser und siegte auch in dieser Höhe verdient mit 5:1(2:1). Die gesamte Elf des Südwestmeisters verdient ein Lob. Nicht einen schwachen Punkt wies die Mannschaft auf. einer aber übertraf sie alle: Adam Schmitt. Dieser tüchtige Halblinke sorgte nicht nur für seine Nebenspieler. sondern setzte sich mit drei Torerfolgen auch selbst erfolgreich ein. Ostvreußens Meister traf auf einen zu starken Gegner. Bis zur Pause hatte er den Kampf durch riesigen Eiser zwar noch fast offen gehalten, als Eintracht die zweite Hälfte aber mit einem Zwischenspurt eröffnete. war innerhalb von zehn Minuten die Niederlage nicht mehr abzuwenden. Bester Mannschaftsteil war die Abwehr. der Angriff spielte ohne Zusammenhang und verlor sich in Einzelaktionen. HéV. siegt nach Kampf Sicherlich hatte sich der Hamburger SV. seinen ersten Kampf zur Deutschen Fußballmeisterschaft gegen den Stettiner SC. leichter vorgestellt. Aber der Pommernmeister machte ihm einen derben Strich durch die Rechnung. Er kämpfte noch und noch und an seinem ausgezeichneten Schlutzmann bissen sich die Hanseaten gar oft die Zähne aus. Kutz ist eben nicht nur ein bekannter Tischtennisspieler, sondern auch ein ausgezeichneter Fußball=Torwart. Eine ganze halbe Stunde lang spielte der Nordmarkmeister überlegen, erst dann saßte Hoeffmann eine Flanke von rechts und mit einem Pfundschuß setzte er den vom Pfosten absoringenden Ball ins Netz. Im sweiten Akt spielte der HSB. nach wie vor groß auf. aber Stettin rief so ziemlich alles nach hinten und da war das Toremachen natürlich schwer. Man war in der Wahl der Abwehrmittel nicht gerade vorsichtig und so hagelte es Strafstöße. Wieder verrann fast eine halbe Stunde. ehe die Hanseaten durch Carstens aus unmittelbarer Tornähe ihren Sieg endgültig sicherstellten. Ueber das 2:0 hinaus kam der HSV. allerdings nicht. Eiserner BSV. 92 Als Badens Meister am letzten Sonntag Dessau 05 im Kanter mit 6:1 besiegte, da rechneten viele damit, daß der VfR. Mannheim dem Deutschmeister Schalke 04 in dieser Gruppe schwer zusetzen würde. Aber die Lage hat sich am ersten Aprilsonntag durch das 3:1 des BSV. 92 über den als Favoritenschreck angekündigten Meister von Baden doch schnell geklärt. Bei echtem Aprilwetter— Hagel. Wind. Regen und Sonnenschein— kamen 20 000 ins Berliner Poststadion. die Brandenburgs Meister verdient siegen sahen. Allerdings hätte ein 211 auch gereicht. Bemerkenswert ist, daß beide Mannschaften ihre besten Leistungen gegen den starken Wind erreichten. Die Berliner bewiesen vor der Pause ihr großes Können in der Abwehr und nahmen dadurch den in dieser Zeit stürmischen Angriffen Mannheims die Wirkung. Badens Meister konnte seinen Vorteil nicht auswerten, da die Mannschaft ihr Spiel den veränderten Verhältnissen nicht anpaßte. Dazu kam. daß der Sturm die Ballkontrolle sehr erschwerte und nur wirklich ausgezeichnete Zusammenarbeit den natürlichen Widerstand der Elemente überwinden konnte. In dieser Beziehung muß Berlin den Gästen als Lehrmeister hingestellt werden. Im Gegensatz zu den vielen ergebnislosen Einzelaktionen der Mannheimer arbeitete die Elf des Sportvereins als ein geschlossenes Ganzes. Stuttgart wollte es wissen Nach dem etwas unglücklichen Kampf gegen Fortuna Düsseldorf ging der VfB. Stuttgart. Württembergs Meister. in seinem dritten Spiel zur Deutschen Fußballmeisterschaft aufs Ganze. Vor kaum mehr als 3000 Zuschauern holten sich die Schwaben mit 7:1(2:1) einen überragenden Sieg über Schlesiens Meister. Die Gleiwitzer hatten in der Stuttgarter Adolf=Hitler=Kampfbahn Pech. Sie wurden gleich nach der Pause durch eine Schulterverletzung ihres guten Torwarts zu einer den Kampf entscheidenden Umstellung gezwungen. Mettke ging nach rechtsaußen und der linke Läufer Richter hütete für ihn das Tor. Als Gleiwitz dann auch noch die starke Verteidigung zerriß. indem es Kubus in den Angriff nahm, fiel die Elf restlos auseinander. Innerhalb von 15 Minuten kamen die Stuttgarter so zu 5 Toren. Stuttgart spielte ohne Bökle und Kraft, Gleiwitz ohne Wilschek und Schaletzki. Ueberraschung in Hannover Die wenigsten der 22000 Zuschauer im HindenburgStadion zu Hannover werden die Unbill des Wetters aus Freude des Sieges ihrer Meisterelf über den berühmten„Club“ aus Nürnberg mit 2:1(0:0) so recht gemerkt haben. Hannover 96 hat sich mit dieser Leistung zu einer noch stark zu beachtenden Rolle in den Gruppenspielen aufgeschwungen. Beide Mannschaften traten in etwas geänderten Aufstellungen zu dem großen Kampf an. Besonders einschneidend für Nürnberg war der Ausfall des tüchtigen Läufers Oehm. sodaß Uebelein. Weigmann und Luber die Mittelreihe bildeten. Das mit dem Anpfiff hereinbrechende Unwetter konnte den Elan der Niedersachsen nicht brechen. Alle ihre Aktionen waren von Schwung und Kraft beseelt. Bei einer Eckenausbeute von 5:1 verdanken die Süddeutschen in erster Linie ihrer Mitte und Schlesien im Finale Mittelrhein und Bayern im Handball=Adlerpreis besiegt Um den Handball=Adlervreis werden heuer die Gaue Mitte und Schlesien kämpfen. In der Vorschlußrunde am ersten Aprilsonntag mußten Bayern und der Mittelrhein ihre Hoffnungen begraben. Sie wurden beide klar besiegt. In Köln warf der Gau Mitte den letzten Westdeutschen mit 12:3(8:2) aus dem Rennen, und in München hielten die Schlesier die Bayern ebenso sicher mit 11:3(6:2) nieder. Mitte und Schlesien werden also das Endsviel bestreiten. Hindenburg Minden endgültig Meister Nach Kampf ein 8:3=Sieg über den TV. Spenge. Das Kuriosum, daß der MSV. Hindenburg Minden nach seinem Entscheidungsspiel gegen die Dortmunder Eintracht noch den derzeit geschenkten Punktekampf in Spenge austragen mußte. änderte, wie man erwarten durfte, nichts an der Tatsache, daß sich die Mindener Pionier=Elf. jetzt schon zum sechsten Male, in der westfälischen Handballmeisterschaft durchgesetzt hat. Der TV. Svenge, der bekanntlich auch die Eintrachtler auf eigenem Platz zu Fall bringen konnte, hatte zwar den Triumph, in der ersten Halbzeit zweimal in Führung zu gehen. aber am Ende hatten die Soldaten mit 8:3 gewonnen. Damit wurde endgültig der Schlußstrich unter die Meisterschaftsspielzeit 1937/38 in der westfälischen Handball=Gauklasse gezogen. Bielefelder To. vor Hüttenverein Dortmund In der Dortmunder Eintracht=Halle kam am Wochenende das traditionelle westfälisch=lippische Hallensportfest zum 18. Male zur Durchführung. Wenn auch die Veranstaltung gegenüber den Vorjahren die gleiche geblieben ist, so bewiesen doch die zahlreichen Teilnehmer, daß sie diesen Leistungsvergleich doch nicht missen wollen. Schließlich kommt dadurch eine gewisse Beurteilung den in Aussicht stehenden sommerlichen Wettbewerben zu. So läßt das überraschend gute Abschneiden der Bielefelder Turngemeinde 1848 im Mannschaftsvierkampf der Männer Klasse A vermuten, daß die Ostwestfalen in der kommenden Saison ein ernstes Wort mitreden werden. Durch ihre vorzüglichen Kräfte wie Strasen, der auch in der Einzelwertung den besten Platz belegte, ferner Schlichthaber, Keilhauer, Lange, Gieselmann und Kirchhoff, holte sich die Bielefelder TG. den Mannschaftssieg mit 22463/12. Punkten vor dem Dortmunder Hüttenverein mit 2210 5/12 und dem TV. Jahn Siegen mit 2200 10/12 Punkten. Damit war die Reihenfolge gänzlich anders als kürzlich in Bielefeld, wo Jahn Siegen vor dem Dortmunder Hüttenverein und der Bielefelder TG. gewonnen hatte. Von den sieben Teilnehmern, die jeder Verein stellen mußte, wurden nur die besten sechs gewertet, so daß in erster Linie der Leistungsdurchschnitt entschied. Der Mannschaftsvierkampf der B=Klasse wurde von Herne TC. mit deutlichem Abstand gewonnen. Er erreichte durch seine gleichmäßige Mannschaftsbesetzung 10413112 Punkte vor dem zweiten Vertreter der Dortmunder Eintracht, die noch den TC. Gelsenkirchen auf den dritten Platz verwies. Bei allgemein guten Leistungen war der Sieg in der Einzelwertung des Vierkampfes bis zum Schluß eine offene Sache. Bester blieb schließlich der Bielefelder Strasen mit 415 4112 Punkten. der 1.80 Mtr. hoch sprang, den Stein 7,40 Mtr. und die Kugel 11,39 Mtr. weit stieß. Freitag=Jahn Siegen kam durch seine schwächeren Sprünge auf den zweiten Platz vor seinem Vereinskamerad Sarr und dem Dortmunder Regeuer, der noch immer sich überall zurechtzufinden weiß. Diederichs und Bartoskiewicz Sieger Berlin—Kottbus—Berlin in Sturm und Regen Mit der Spreewaldfahrt Berlin—Kottbus—Berlin über 260,5 Klm. wurde am Sonntag das neue Straßenrennjahr begonnen, nachdem es in einzelnen Gauen schon kleine Vorpostengefechte gegeben hatte. Selten hatten die Kottbus=Fahrer Glück mit dem Wetter, und auch die 32. Fernfahrt auf dieser Strecke machte darin keine Ausnahme. Regen und Hagel wechselten ständig ab, und dezu fegte ein Sturm über die Straßen, der den Fahrern das Letzte abforderte. Es war schon eine ganz große Leistung, unter diesen Umständen überhaupt das Rennen durchustehen. Ein besonderes Lob gebührt den Siegern und Placierten. Bei den Berufsfahrern siegte Fritz Diederichs=Dortmund in 8:06:35 vor seinem Landsmann Siebelhoff und Den Neisen Schwemfartern Wülkerk und bei den Amateuren die beiden Vereinskameraden Max Bartoskiewicz und E. Meier in 8:11:15 allein weit vor ihren Gegnern eintrafen. Hervorragend ist diese Zeit der beiden auch auf der Winterbahn so erfolgreichen Amateure, die knapp fünf Minuten mehr benötigten als die Berufsfahrer.— Der Entscheidung wohnten die beiden Dortmunder Sechstagefahrer Kilian und Popel sowie der neue Radsportführer Viktor Brack bei, die das Rennen im Wagen begleiteten. Am Ziel wurden Kilian und Vopel durch eine kurze Ansprache besonders geehrt. Müller- Haymann remis 1200 bei den Berufsboxkämpfen m Münster Vor 1200 Zuschauern wurden am Samstagabend in Münster wieder Berufsborkämpfe durchgeführt. die freilich kein überragendes Ereignis hatten. Im Mittelpunkt stand der Schwergewichtskampf zwischen dem Düsseldorfer Willi Müller und Kurt Haymann aus München, der nach acht Runden unentschieden endete. Der Rheinländer war schlagstärker. Haymann technisch besser, und das Unentschieden richtig. In einem wenig aufregenden Einleitungskampf punktete Czicho=Hamm den Recklinghäuser Draber in sechs Runden knapp aus. Für den erkrankten Mannheimer Schmidt borte Pagen=Düsseldorf gegen den jungen Krefelder Kleinhütten. Trotzdem Pagen 12 Pfund mehr wog. verlor er nach Punkten. Eine gute Energieleistung bot Siepmann gegen Hintemann=Abaus im Halbschwergewicht. Der Düsseldorfer mußte in der ersten Runde dreimal zu Boden, erholte sich aber erstaunlich gut und erst in den zwei letzten Runden pnukte Hintemann den Sieg heraus. Im Abschlußkampf brach sich der Düsseldorfer Drebkopf in der fünften Runde die Hand und gab auf. nachdem bis dahin Krüppel=Krefeld in Führung gelegen hatte. BFK.„Schmeling“ Wanne=Eickel gegen 9B6. 20 Dortmund 8:8 Schöne Leistungen gab es am Samstag in der Sporthalle Schulte=Berge in Wanne bei dem Klubkampf wischen BFK.„Schmeling“ und DBS. 20 Dortmund, der, wie schon im Hinkampf. wieder unentschieden ausfiel. Bei der Mannschaftsmeisterschaft hatte sich Dortmund „Schmeling“ Wanne=Eickel als Meister herausg schied aber wegen interner Schwierigkeiten innerhalb des Vereins vorzeitig aus. In dem Revanchekampf zwischen Schweika und Wiedemann gab es einen Punktfieg von Schweika. Die Ergebnisse: Fliegen: Meudt We. unterlag Kleinschmidt D. nach Punkten; Bantam: Stach WE. schlug Blum D. in der ersten Runde ko.; Feder: Ernst D. Punktlieger über Mondkowski WE.: Leicht: Schweika WE. Punktsieger über Wiedemann D.; Welter: Pastuschek WE. Punktsieger über Kister D.; Mittel: Weidner WE. gegen Gehlker D. unentschieden; Juschkewitz WE. unterliegt Umar D. in der 3. Runde durch Aufgabe wegen einer Augenverletzung; Halbschwer: Stratenhoff WE. gegen Grauthoff D. unentschieden. Schlauch. Heina und Ohrdorf Nationales Schwimmfest in Zu einem recht schönen Erfolg wurde das nationale Schwimmfest, das der KCP.=Sportverein Köln aus Anlaß seines 10jährigen Bestehens am Samstagabend im Hohenstaufen=Bad auszog. Bedauerlich bei den Schwimmfesten in den Kölner Hallenbädern ist stets die Unzulänglichkeit der Austragungsstätten für Schwimmer und die Räumlichkeiten für die Zuschauer. Die meiste Beachtung fanden naturgemäß die Wettbewerbe mit den deutschen Rekordschwimmern Schlauch. Heina und Obrdorf. Europarekordmann Schlauch holte sich auf der 20=Meter=Bahn die 100 Meter in 1:09.1 Min. überlegen vor dem Gladbecker Simon: der Gladbecker Heina hatte nur auf den ersten 100 Meter im 200=Meter=Brustschwimmen mit Obligschläger zu kämpfen, um dann überlegen in Front zu ziehen und in 2:41.8 Min. zu siegen, während im 200Meter Kraulschwimmen Bachmann von Westfalen Dortmund überraschend gegen den Magdeburger Ohrdorf nichts zu bestellen hatte. Eine famose Leistung vollbrachte der jugendliche Bonner Schröder, der in der Klasse A das 200=Meter=Kraulschwimmen in 2:23 Min. an sich brachte. Recht erfolgreich waren auch die Schwimmer der Marinestation Kiel. Bei den Frauen trat die Ueberlegenheit von Düsseldorf 98 klar heraus. Viel Beifall spendeten die Zuschauer für die guten Leistungen aller Schüler aus der Kölner Springerschule, die Altmeister Heinz Plumanns leitet. Duck Sieger im Preis von Wien Gelsenkirchener Trabrennen in Sturm und Hagel Der erste Tag des Ostermeetings des Westdeutschen Traber=Zucht= und Rennvereins auf der Gelsenkirchener Traberbahn stand unter einem nicht gerade günstigen Stern. Ein böiger Westwind, der immer just dann. wenn die Rennen liefen. Hagel. Schnee und Regen vor sich her trieb, war gleichsam die wenig erfreuliche„Begleitmusik". Dieses echte Aprilwetter und dazu noch der Geschäftsfreie Sonntag mögen manchen treuen Pferdefreund abgehalten haben, der Traberbahn einen Besuch abzustatten. Schade darum. Denn der gebotene Sport brachte bei gut besetzten Feldern recht interessante Kämpfe. Allerdings waren die gelaufenen Zeiten sehr mäßig. Man muß eben berücksichtigen, daß die Bahn sehr schwer war, daß dazu aber auch der starke Gegenwind. vor allen Dingen auf der langen Geraden. starke Ansprüche an die Pferde wie auch an die Fahrer stellte. Im allgemeinen kamen die Favoriten zu ihren Siegen. Und dennoch gab es kleinere Ueberraschungen. Schon gleich im ersten Rennen, dem Preis von Braunau, ging es los. Die savorisierte Davids Bertha versuchte im Schlußkampf die führende Heliade zu erreichen, kam aber von den Beinen, fiel zurück und galopvierte als Dritte durchs Ziel. Marie Dear stellte im Preis von Innsbruck ihre gute Form wieder einmal unter Beweis. Mit sechs Längen konnte die Hellmannsche Stute das übrige Feld hinter sich lassen. Auch beim Hauptrennen des Tages verlief alles programmäßig. Duck enttäuschte seine Anhänger nicht. Mehr und mehr machte er an Boden gut. rückte schließlich im Einlauf nacht vorne und gewann klar vor Luitpold. Im Preis von Graz gab es dann die zweite Ueberraschung. Feinsliebchen hatte sich von Anfang an zu stark ins Zeug gelegt und hatte vor der Tribüne schon die zweite Stelle hinter Ostermaid. Gegenüber trabten beide Pferde Kopf an Kopf. Feinsliebchen hatte sich aber schon ausgegeben. Als sie kurz vor dem Ziel einen Angriff auf die Spitze machte, kam sie von den Beinen und mußte selbst noch Amalie und Daisy passieren lassen. Im Preis von Salzburg verdarb sich Dominikus die Chance dadurch, daß er bei einem Schlußangriff auf Humulus aalopvierte und bis zum Zielband nicht mehr ausvariert werden konnte. So kam Humulus zu einem leichten Sieg. Verlauf der Rennen Der einleitende Preis von Braunau, der sieben Pferde am Start sah. nahm einen recht interessanten und überraschenden Verlauf. Lord Hildebrand hatte zunächst das Kommando übernommen, dicht gefolgt von Davids Bertha und Constantia. Aber schon vor der Tribüne hatte Davids Bertha den Kopf vorn vor Bergstein, Constantia und dem stark aufkommenden von Hünefeld. Davids Bertha fiel Gegenüber zurück und mußte die Führung Bergstein abgeben, der ein gutes Rennen ging. Constantia. von Hünefeld und Davids Bertha lagen dichtauf. Constantia machte verschiedentlich einen Fehler und fiel zurück. Im Einlauf ging Heliade in einem prächtigen Sveed nach vorne. Davids Bertha. die Favoritin des Rennens. galopvierte und fiel von dem anfänglichen zweiten Platz zurück und galopvierte schließlich noch als Dritte durchs Ziel. Bergstein hielt sich gut und konnte vor Constantia, die zum Schluß noch einmal gut aufkam, als Zweiter das Ziel passieren. Im Preis von Linz gingen sechs Pferde auf die Reise. Rheinstolz. der vorne stand, führke das Feld mit Else Lee und Herodias W. an. So blieb es bis zum Einlaufbogen. Else Lee ging zwar etwas näher an Rheinstolz beran. Aber dann kam außen plötzlich Herodias W. auf. per sich gegen den starken Wind taktisch richtig binter die beiden führenden Rheinstolz und Else Lee gelegt hatte. In der Distanz hatte Ahrens den Sieg sicher, als jedoch der Hengst galopvierte. verlor er an Boden und mußte Rheinstolz den Sieg überlassen. Peter Duffo jr. rückte zum Schluß noch auf und zahlte drittes Geld. Acht Pferde stellten sich dem Starter im Preis von Innsbruck. Ausbund führte eine Zeit lang das Feld an. Marie Dear kam aber mehr und mehr auf und hatte bald die zweite Stelle inne. Vor der Tribüne übernahm sie dann endgültig die Führung. die sie immer mehr verstärkte, um dann mit sechs Längen als Siegerin durchs Ziel zu geben. Ausbund. der in der Geraden noch an zweiter Stelle lag. sprang mehrfach an und fiel weit zurück. wogegen Milanka sich an die zweite Stelle setzte. Im Schlußbogen kam außen noch Christoph gut auf und konnte vor der auch gut gehenden Lydia das zweite Geld zahlen. Acht Pferde der besten Klasse trafen sich im Preis von Wien. Graf Geßler, Goldine. Luitpold. Cito Watts. Duck das war die Reihenfolge kurz nach dem Start. Graf Geßler sprang an. konnte sich aber noch halten. Vor der Tribüne hatte Goldine das Kommando übernommen. gefolgt von Lederstrumpf und dem etwas zurückgefallenen Graf Geßler. Luitpold und Duck, der mehr und mehr an Boden gut machte. Lederstrumpf ging dann Gegenüber in Front. fast neben ihm Duck und dichtauf Luitpold und Graf Geßler. Im Bogen kam dann Duck nach vorne und konnte unangesochten den Sieg nach Hause fahren. Luitvold kam sicher als Zweiter ein. Zum Schluß wurde Cito Watts noch gefordert, konnte aber Graf Geßler nicht mehr erreichen. Eine große Enttäuschung für die Anhänger der savorisierten Feinsliebchen brachte das Amateurfahren im Preis von Graz, der sechs Pferde am Start sah. Hünefeld lag zunächst mit Estländer und Ostermaid vorn. die dann aber an der Tribüne schon in Front lag vor Feinsliebchen, die ein sehr schnelles Rennen ging. Daisy folgte auf dem dritten Platz. Gegenüber lagen Ostermaid und Feinsliebchen lange Kopf an Kopf. Im Schlußkampf kam Feinsliebchen von den Beinen und fiel auf den vierten Platz zurück. Dadurch kam die Middeldorfsche Stute zu einem leichten Sieg. Daisy ging als Zweite durchs Ziel. Kurz vor der Ziellinie wurde dann Feinsliebchen, die noch auf den dritten Platz vorgekommen war, von Amalie abgefangen. Der Preis von Salzburg sah ein Feld von sechs Pferden. Nach einem Fehlstart setzte sich Humulus an die Spitze. gefolgt von Handball und dem vom Start galoppierenden Dominikus. Volker Guy blieb am Start stehen. Vor der Tribüne änderte sich nichts an der Reihenfolge. Im Bogen setzte Herenjunge. der hinten stand, an und konnte sich auf den vierten Platz vorarbeiten. In der Einlaufgeraden wurde Dominikus. der als Favorit galt. außen stark angetrieben. lag bald an zweiter Stelle. galoppierte aber durchs Ziel. Humulus blieb klarer Sieger vor Handball und Herenjunge. Der abschließende Preis von Kufstein war wieder mit sechs Pferden besetzt. Mit Tosca. Westerholt. Natango, der sprang. und Morgenlied, ging das Feld auf die Reise. Vor der Tribüne hatte Westerholt bereits die Führung übernommen. Tosca. Natango und Morgenlied lagen dichtauf. Gegenüber hatte sich Morgenlied hinter die noch immer führende Westerholt gelegt, ging dann im Bogen vorbei und konnte Westerholt noch mit drei Längen das Nachsehen geben. Als Dritte ging Tosca durchs Ziel. Ergebnisse 1. Preis von Braunau. 1. Middeldorfs Heliade (Schürmann). 2. Bergstein. 3. Constantia. Ferner: Lord Hildebrand. Davids Bertha. von Hünefeld. Berni Loh. Toto: Sieg 63, it. 39. Platz 19. 17, 14:10. Ri.: 1, 1 Lg. Zeit 1:38.8. 2. Preis von Linz. 1. Büchels Rheinstolz(W. Büchel). 2. Herodias W. 3. Peter Duffy fr. Ferner: Else Lee. Quintilian, Dirigent. Toto: Sieg 28. it. 37. Platz 10. 10. 10:10. Ri.: ½, 3 Lg. Zeit 1:39.2. 3. Preis von Innsbruck. 1. Hellmanns Marie Dear (Piotrowski). 2. Christoph. 3. Lydia. Ferner: Ausbund. Morea. Via von Welhe. Rheinmädel. Milanka. Toto: Sieg 17, it. 34, Platz 12, 15. 19:10. Ri.: 6, 1 Lg. Zeit 1:40. 4. Preis von Wien. 1. Teßmanns Duck(A. Forth= mann). 2. Luitvold. 3. Graf Geßler. Ferner: Goldine, Lederstrumpf. Cito Watts. Cavitän, Angelus. Toto: Sieg 20. it. 48. Platz 17. 22, 18:10. Ri.: 2, 1. ½ Lg. Zeit 1:29.2. 5. Preis von Graz. 1. Middeldorfs Ostermaid(Bes.). 2. Daisy. 3. Amalie. Ferner: Estländer, von Hünefeld, Feinsliebchen. Toto: Sieg 50, it. 71. Platz 11, 17. 12:10. Ri.: 8, 3 Lg. Zeit 1:36.4. 5. Preis von Salzburg. 1. Stall Forelles Humulus (W. Teßmann). 2. Handball. 3. Herenjunge. Ferner: Dominikus. Justina. Volker Guy. Toto: Sieg 44, it. 62. Platz 13. 12, 11. Ri.: 6. ½ La. Zeit 1:32.9. 7. Preis von Kufstein. 1. Rivolls Morgenlied(Irbach). 2. Westerholt. 3. Tosca. Ferner: Natango. Arrak. Deutscher Vater. Toto: Sieg 24. it. 48, Platz 12. 12. 13:10. Ri.: 3. 3 Lg. Zeit 1:36.5. Ebenkünl-Luoten 1. Preis von Braunan: Lord Hildebrand 227. Davids Bertba 18. Heliade 63. Constantia 64, Bergstein 100. von Hünefeld 64. Berni Lob 181. 2. Preie von Linz: Rheinstols 28. Herodias W. 28. Else Lee— Quintilian 117. Peter Dufso jr. 33. Dirigent 82. 3. Preis von Innsbruck: Ausbund 48. Morea 168. Via von Welbe 516. Marie Dear 17. Rheinmädel 84. Christopb 67, Milanka 336. Ludia 194. 4. Preie von Wien: Goldine 152. Graf Geßler 50, Luitpold 52. Lederstrumpf 87. Cito Watts— Duck 20, Cavitän 365. Angelus 83. 5. Preis von Graz. Estländer 240. Amalie 29. Ostermaid 50. von Hünefeld 158. Daiso 140. Feinsliebchen 21. 8. Preis von Salzburg: Humulus 44. Handball 151, Dominikus 17. Justina 364, Volker Guv 154, Herenjunge 40. 7. Preis von Kufstein: Tosca 90. Westerholt 25. Morgenlied 24, Natango 113. Arrak 66. Deutscher Vater 205. Terh#r. Grolern. Chikos. Mdfbus. Kektikaster. Sokrufe Fatima. Salpie. Toto: Sieg 106:10. Platz 21, 14. 21 16:10. EW.: 316:10. La.: 1½, 1. 2. 4. Frankenstein=Jagdrennen: 1. Ludwigs Mahatme (Lt. Schwetsegert), 2. Gangani. 3. Chemielehrer; ferner: Punktina, Solvestra, Dompfafs. Pomvon. Toto: Sier 103:10, Platz 19. 17, 15:10. EW.: 464:10. Lg.: K. 2. ½ 5. Preis vom Sportseld: 1. Holtheys Bekassine(Krug) 2. Wintersturm, 3. Marmolata; ferner: Flüsterton Tristesse. Toto: Sieg 51:10, Platz 24. 26:10. EW 820:10. Lg.: 4. 2, 10. 6. Preis vom Luisenhof: 1. Mitzlafss Heimi(Besitzer 2. Rosen, 3. Rolanda; serner: Martina. Quedlinbur Quickneß. Toto: Sieg 18:10, Platz 10, 10,. 10:10. EW. 48:10. La.: 4. 4. 6. 7. Preis vom Main: 1. Hörs Royal Pantalion(Dettloss), 2. Patroklus, 3. Ilmenau; ferner: Mixer. Grifson, Berna, Marland. Toto: Sieg 33:10, Platz 14, 18. 14:10, EW.: 468:10. Lg.: 1, 2, 3. Rennen zu Neuß. 1. Eröffnungsrennen: 1. Breithors Lonsky(Holtei). 2. Faland. 3. Saarfreund; ferner: Lonka, Blumenkönig. Eisenkönig. Maharon. Natter. Kernpunkt. Toto: Sieg 26:10, Platz 10. 11, 11:10. EW.: 78:10. La.: 5. K., 2. 2. Preis vom Zolltor: 1. Westhoffs Sbeila(H. Westhoff), 2. Gamin, 3. Alp; ferner: Letzter Sioux. Aiwan. Mardonius, Maasliebchen. Tote: Sieg 64:10, Platz 18. 21, 15:10. EW.: 880:10. La.: 2. H., 1. 3. Obertor=Jagdrennen: 1. Arenz' Agnus(Sauer), 2. Stora, 3. Kurzer Kopf; ferner: Finor. Antiochus. Titine. Toto: Sieg 52:10. Platz 18. 19. 23:10. EW.: 230:10. Lo.: K. K., 5. 4. 4. Preis vom Zeughaus: 1. Röslers Heidaras(M. Schmidt), 2. Sankt Märgen, 3. Gnu; ferner: Colorado. Hochmeister. Toto: Sieg 16:10, Platz 12. 14:10. EW.: 30:10. La.: 2½, 2, 3. 5. Hammtor=Hürdenrennen: 1. Tholls Steinmetz (Stangl), 2. Schloßfrau, 3. Sextus; ferner: Matador, Selim. Toto: Sieg 48:10, Platz 19, 15:10. EW.: 146:10. La.: 2½, 6. W. 6. Preis der Erft: 1. Röslers Gastgeber(M. Schmidt). 2. Sandmann, 3. Helmwiege; serner: Lebenslust. Thurilind. Vaterlandsliebe. Toto: Sieg 16:10„Platz 15, 25. 13:10, EW.: 184:10. Lg.: K. ½, 3 7. Preis vom Römerturm: 1. Zimmermanns Graf Moltke(Buge), 2. Evikur, 3. Ordensritter: ferner: Aviatik. Perbellina, Melle, Thuribert. Toto: Sieg 28:10, Platz 12, 23, 12:10, EW.: 694:10. Lo.: H., F. 2. Rennen zu Hannover. 1. Aveil=Preis: 1. Weismanns Brunbilde(Kassebaum), 2. Gräsin Mariza, 3. Maserati; ferner: Fandango. Toto: Sieg 14:10. Platz 12. 24:10. EW.: 83:10. Le.: H., 2, 4. 2. Hannsverscher Beginn 1938: 1. Koerners Imperator(Besitzer), 2. Abendrot, 3. Waldteufel, 4. Erbmädel: ferner: Pluto. Orkan, Quadrillion, Grenadier, Gernot, Latte. Toto: Sieg 18:10. Platz 10, 11, 11, 13:10, EW.: 115:10. La.: 2½. 10. 2. 3. Frühjahrs=Hürdenrennen: 1. Kav.=Schule Hannover' Ginster(Lt. Krieger), 2. Felchen, 3. Pelzjäger; ferner: Queis, Vale, Immertreu, Pfalzburg. Toto: Sieg 21:10. Platz 12, 14, 14:10, EW.: 60:10. Lg.: 4. 1½. 4. Pokal: 1. Gräfenkämpers Grassittich(Kassebaum), 2. Faust. 3. Landois: ferner: Gleisner, Zentauer, Whist. Toto: Sieg 60:10. Platz 14, 12:10. EW.: 85:10. Lg.: 1. 4, 2. 5. Bemeroder Jagdrennen: 1. Kav.=Schule Hannover' Ikarius(Lt. v. d. Groeben), 2. Sauhatz, 3. Bangali; ferner: Vagabund, Lachendes Leben. Toto: Sieg 73:10, Platz 22, 14:10, EW.: 282:10. Lo.: K., 3, 6. 6. Bennigsen=Ausgleich: 1. Quadbecks Frigga(Schiemann), 2. Glasbläser, 3. Pyramide: ferner: Dorsch, Furchtlos. Meisterhieb. Horus. Nostrus, Abendstern. Toto: Sieg 42:10. Platz 16. 33, 18:10. EW.: 525:10. La.: 2. K., 5. 7. Amateur=Flachrennen: 1. Reinickes Chrysler(Oblt. Hasse), 2. Feuerwarte, 3. Sense; ferner: Caramba, Ellen, Komödiant. Dennoch. Konvent. Toto: Sieg 14:10. Platz 12, 14, 17:10, EW.: 43:10. Lg.: 5. 1½. ½. 8. Pferdeturm=Flachrennen: 1. Madeyskis Rücktritt (Jentsch jr.), 2. Liberto. 3. Milotti; ferner: Helena, Heidekind, Imme. Toto: Sieg 18:10, Platz 10. 11. 13:10. EW.: 40:10. Lg.: 1¼. ¾. H. 9. Hannoversches Halbblut=Flachrennen: 1. Jacobs' Diana(Broda), 2. Leuchtboje, 3. Ideal: ferner: Dammbruch. Nahe, Calla, Irma, Astra. Toto: Sieg 35:10, Platz 16, 17, 77:10. EW.: 127:10. La.: 1½. N. ½. Rennen zu Berlin=Strausberg, 1. Friedrichfelder Hürdenrennen: 1. Fellers Petrarca (Unterholzner), 2. Jupiter, 3. Günstling; ferner: Grollenie, Leuthen. Toto: Sieg 35:10, Platz 13, 14:10, EW.: 128:10. Lg.: 2. 6. 7. 2. Kallberger Flachrennen: 1. Weismanns Elfmeter (Zade), 2. Sahara, 3. Immerweiter; ferner: Favors Prinz Augit. Königskerze. Toto: Sieg 19:10. Platz 11. 13:10. EW.: 36:10. La.: 1. L. ½. 3. Rüdersdorfer Jagdrennen: 1. Ahlefelds Marc Aurel (Flieth), 2. Fahnenwache, 3. Mars; ferner: Maat, Parsenn, Ausschreibung. Maikäufer. Toto: Sieg 38:10, Platz 18. 20, 31:10. EW.:276:10. Lo.: 8. 9. 10. 4. Müncheberger Flachrennen: 1. Falkenhausens Fatinelli(Lengert). 2. Gilt. 3. Bahland. 4. Lucifer; ferner: Sperling, Arabba, Oberin, Vorwärts. Pommeranze, Lausejunge. Toto: Sieg 40:10, Platz 14, 14, 22, 16:10, EW.: 104:10. La.: 2. ½, 3. 5. Preis vom Alten Schützenhaus: 1. Borckes Gronika (Streit), 2. Ledinchen, 3. Mentor, 4. Marga; ferner: Akritos. Goldvokal, Athanagilt. Cid Campeador. Ihringer, Landvirat. Michel, Tintoretto. Tuhoma. Toto: Sieg 69:10, Platz 17. 25, 16. 14:10. EW.: 964:10. La.: K., K., ½ 6. Tasdorfer Ausgleich: 1. Solms Goldrubin (Starosta), 2. Walthari. 3. Metternich; ferner: Scävola, Linda, Monte Christo. Toto: Sieg 20:10, Platz 17, 20:10. EW.: 68:10. La.: 1. 5. 6. 7.Schlagmühle=Ausgleich: 1. Ramms Balilla(Hiller), 2. Quasi, 3. Juist; ferner: Altgesell. Barheim. Trara, Walküre. Toto: Sieg 89:10. Platz 19, 16, 24:10, EW.: 608:10. La.: H., 3. H. Rennen zu Frankfurt. 1. Preis von Hessen=Nassau: 1. SA.=Gruppe. Hessen' Graf Tucky(Am. H. Fuchs), 2. Dobler, 3 Eissprosse; ferner: Lordmajor. Kaukasus, Maikönigin, Porthenovea. Toto: Sieg 12:10. Platz 12, 15, 15:10, EW.: 24:10. La.: 4. ½, 6. 2. Begrüßungs=Flachrennen: 1. Mellenthins Genoveva (Olt. Wangenheim), 2. Mon Amour III. 3. Madrilene, 4. Sarro; ferner: Pistoja. Geige. Gracias. Glanzzeit. Reiher. Toto: Sieg 130:10, Platz 14. 11, 11. 16:10. EW.: 848:10. Lo.: 6, 4, 2½. 3. Preis vom Flughasen Rhein=Main: 1. Metzsch' Bastler(Gorman), 2. Bellona, 3. Impasse, 4. Wildfang: Rennen zu Longchamp. 1. Rennen: 1. Barillers Reine d'Ifs(Dupuit). 2. Naricapa, 3. Furneß. Toto: Sieg 32:10, Platz 16. 20:10. La.: H., 5. 1. Ferner lief 1 Pferd. 2. Rennen: 1. Rothschilds Anchois(Bouillon), 2. Molitor. 3. Forglove. Toto: Sieg 49:10. Platz 17. 23. 14:10. La.: H..“ H. Ferner liefen 9 Pferde. 3. Rennen: 1. Rotbschilds Asheratt(Bouillon), 2. Ma Normandie, 3. Feerie. Toto: Sieg 18:10, Platz 12. 18:10. Lo.: 1. 1½. H. ferner liefen 3 Pferde. 4. Rennen: 1. Wideners Victrir(Bridgland), 2. Chuchoteur, 3. Vatellor. Toto: Sieg 114:10. Platz 48, 22, 30:10. Lg.: 3. K., 1½. Ferner liefen 10 Pferde 5. Rennen: 1. Granards Cavallino(Allemand), 2. Pylos. 3. Sweet Dream. Toto: Sieg 72:10. Platz 17. 16, 16:10. Lg.: K., 1½. 1½. Ferner liesen 5 Pferde. 6. Rennen: 1. Decrions Predicateur(Delaurie). 2 Jacquet, 3. Quelle Hazard. Toto: Sieg 58:10. Platz 2 23, 21:10. Lo.: 2½, 3. 2. Ferner liefen 5 Pferde. 4 Joe Louis neuer Sieg Harro Thomas in„Runde 5“ k. o. Im Chicagoer Stadion bestritt der amerikanische „Weltmeister“ im Schwergewicht. Joe Louis=Detroit. in der Nacht zum Samstag den letzten Aufgalopp vor seinem Titelkampf mit Max Schmeling. Der mit 20:1 savorisierte Neger feierte nach seinem kürzlichen k.o.=Sieg über Nattie Man einen neuen Erfolg. Den von Max Schmeling im Dezember vorigen Jahres durch k. o. besiegten Chicagoer„Eisenbahner“ Harry Thomas schlug er evenfalls entscheidend. Nach vier Niederschlägen in der vierten und zwei in der fünften war der auf 15 Runden angesetzte„Weltmeisterschaftskampf“ bereits beendet und Joe Louis k.o.=Sieger. Dieser Erfolg wird Joe Louis bei der breiten Masse der amerikanischen Boxsportfreunde für seinen JuniKampf mit Schmeling sicherlich wieder zum Favoriten machen, da er ja Harry Thomas drei Runden früher k. o. schlug als der Deutsche Meister aller Klassen. Die Fachwelt allerdings weiß aus zahlreichen Beispielen— Doung Stribbling. Mickey Walker, Steve Hamas— daß ein von Schmeling einmal schwer geschlagener Boxer nie wieder seine frühere Leistungshöhe und Widerstandskraft findet. Rudersport Orsord besiegte Cambridge Das 90. Achterrennen auf der Themse. Auf der Themse bei London wurde am Samstag das große Bootsrennen, das sich die Rudermannschaften der Universitäten von Oxford und Cambridge in ständiger Wiederholung seit dem Jahre 1829 liefern, zum 90. Male entschieden. Die auf den Tag in beste Form gebrochte Orford=Mannschaft gewann das über 4¼ englische Meilen führende Rennen in 20:32 Minuten verhältnismößig leicht mit 2½ Längen vor Cambridge. In dem klassischen Achterkampf hat Cambridge bis jetzt 47. Orford 42 Siege zu verzeichnen, der Kampf im Jahre 1877 endete mit einem toten Rennen. Zwei Bergknappen von Gesteinsmassen erschlagen Siegen, 3. April. Am Freitagabend verunglückten auf der Grube„Storch und Schöneberg“ in Gosenpach durch herabfallende Gesteinsmassen die Hauer Rudolf Klappert aus Oberhäuslingen und Walter Braas aus Niederndorf. Klappert war sofort tot; der schwerverletzte Braas wurde in das städtische Krankenhaus nach Siegen geschafft, wo er in der Nacht zum Samstag starb. Beide Verunglückten hinterlassen Frau und Kinder. Bemerkenswertes Urteil für Kraftfahrer Zu enge Unterführungen! Altenkirchen, 3. April. Ein bemerkenswertes und sicher bei allen Kraftfahrern beifällige Aufnahme findendes Urteil fällte das Amtsgericht in Kirchen in einer Strafsache gegen einen Lastwagenführer aus Dortmund. Dieser war im Oktober 1937 mit seinem Lastwagen und zwei Anhängern auf der Straße Kirchen—Siegen unterwegs. Dicht bei einer Eisenbahnunterführung bei Freusburg kam ihm ein anderer Lastwagen mit einem Anhänger entgegen. Obwohl nun der Dortmunder langsam rechts fuhr, fuhr der entgegenkommende Lastwagen, dessen Fahrer auch den Zusammenstoß voraussah. auf ihn auf. Es gab schwere Sachschäden Das Gericht hat den Angeklagten freigesprochen. Auch den anderen Fahrer trifft keine Schuld am Unfall, da nach der Urteilsbegründung Lastzüge von solchen Ausmaßen, wie sie im modernen Verkehr notwendig sind, überhaupt nicht in diesen engen und den Erfordernissen des neuen Verkehrs in keiner Weise gerecht werdenden Unterführungen aneinander vorbeikommen können. Unfälle sind also für ortsfremde Fahrer, die sich auf ordnungsmäßige Straßen verlassen, unvermeidlich. Mit diesem Urteil hat das Kirchener Gericht in Erkenntnis der berichtigten Forderungen der Kraftfahrer auf einen Mißstand hingewiesen, der dringende Abhilfe bedarf, wenn nicht größere Unfälle eintreten sollen. 7 Tote beim Tausendmeilenrennen Rom, 3. Avril. Während des 12. internationale Tausendmeilenrennens ereignete sich neben mehrere kleineren Unfällen auch ein schweres Unglück. Der Lanci von Bruzzo und Mignanego fuhr um 17,15 Uhr in Be logna auf der Geraden in voller Geschwindigkeit in di dichten Zuschauerreihen, da der Fahrer di Herrschaft über den Wagen verlor. Sieben Zu schauer wurden getötet, zwanzig verlet! darunter mehrere schwer. Die beiden Fahrer befinde sich unter den Schwerverletzten. Rundfunk=Programm Montag, den 4. April 1938. 6.00 Morgenlied— Wetterbericht. 6.10 Freut euch des Lebens(Industrie= Schallvlatten). 6.45 Anie—e beugt! 7,00 Nachrichten— Morgenlied— Morgenruf. 7.10 Frühkonzert(Industrie=Schallvlatten). 8.00 Wetter. Wasserstand— Kalenderblatt. 8.10 Frauenturnen. 8.30 Morgenmusik. 9.30 Ratschläge für den Küchenzettel der Woche. 9.45 Nachrichten. 10.00 Der Kampf, der unsere Ketten bricht. 0.30 Was brachte der Sportsonntag? 1.45 Bauer, merk“ auf! 13.00 Nachrichten— Glückwünsche. 13.15 Schloßkonzert aus Hannover. Das Niedersächsiche Sinsonie=Orchester(Ltg.: Otto Ebel von Soden). Elisabeth Reichelt (Sopran) vom Stadttheater Düsseldorf. 1. Krug: Romanische Tänze. 2. Wolf=Ferrari: Zwei Intermezzi aus„Der Schmuck der Madonna“. 3. L. Delibes: Glöckchen=Arie aus „Lakme“: Seht ihr des Paria Tochter“. 4. Aus„Oesterreichs Gauen. 14.00 Nachrichten. 14.10 Melodein— aus Köln am Rhein. Die Schrammeln soielen. 15.00 Für große und kleine Kinder. 15.30 Lesefrüchte. Aus d. neuesten Zeitschriften 15.45 Wirtschaftsmeldungen. 16.00 Musik am Nachmittag. vom Deutschlandsender. 17.00 Wir suchen und sammeln Klavier. 2. Lieder. 3. Kleine Sonate für Klavier. 4. Kleine Stücke für Violine und Klavier. 18.00 Kleine Kunstchronik, Unterhaltung und guter Rat. 18.30 Peter Anders singt(Industrie=Schallvl.). 18.50 Und was meinen Sie? 19.00 Nachrichten. 19.10 Volksmusik. Köln. Mandolinen=KonzertGesellschaft„Harmonie".„Kölner Mandolinen=Kränzchen“ u. Kölner Zither=Verein. 20.00 Ludwig van Beethoven. 1. Leonore II. 2. Sinfonie Nr. IV B=Dur. 3. Sinsonie Nr. V C=Moll. In der Pause von 20.55—21.15 Westdeutsche Wochenschau. 22.00 Nachrichten. 22.15 Zwischenmusik(Schallplatten). 22.30 Nachtmusik und Tanz. 12.00 Die Werkvause bei der Firma Leitner 17.10 Gedenkstonde zum 5. Todestag Ewald & Co., R.=G., Herne. 1 Sträfserg. 1. Sonate für Violine= und Dienstag, den 5. April 1938. 6.00 Morgenlied— Wetterbericht. 6.10 Freut euch des Lebens(Industrie=Schallplatten). 6.45 Knie—e beugt. 7,00 Nachrichten— Morgenlied— Morgenruf 7.10 Frühkonzert. 8.00 Wetter. Wasserstand— Kalenderblatt. 8.10 Frauenturnen. 8.30 Morgenmusik. 9.30 Viele Kinder— viel Freude. 9.45 Nachrichten. 10.00 Wir und die Welt. 10.30 Kindergarten. 11,45 Bauer, merk' auf! Deutsches Frühgemüse unter Glas! 12.00 Mittagskonzert. 1. Marschner: Ouvertüre zu„Der Vampyr“. 2. Amadei:„Menuett 3. a) Friedemann: Bayerisch Blau: b) Zigeunerlied und Tanz. 4 Haydn: Die Jaad. 5. Hartung: Serenade. 6. Winkler: Scharf gehn mas an. 7. Richartz: Traum melodien..S. Hiovmann: Russische Nacht. 9. Tschaikowfky: Internationale Suite 13.00 Nachrichten— Glückwünsche. 13.15 Konzertsortsetzung. 10. Mozart: La finta semplice. 11. Lebar: Serenade 12 O.Frühling, wie bist du so schön. 13. Rirne Rhavsodie. 14. Mausz: Kubanische Serena! 15. M. Oscheit: Manöverleben. 16. Ru Frühlingsgeschichten. 17. Komzak: Sturt galopp. 14.00 Nachrichten. 14.19 Melodein—.aus Köln am Rhein. 15.00 Aus der Gezähkiste. Ernstes und Heiter aus dem Bergmannsleden. 15.45 Wirtschaftsmeldungen. 16.00 Im roten Haus in Monschau. Hausmust stunde des BDM. 16.30 So treiben wir den Winter aus. 17.10 Blasmusik. Regimentsmusik des In Regts. 57. 18.00 Ruckzuck— Sendung Köln=Franksur „Der Rhein grüßt die Donau“. 19.00„Der Rhein grüßt die Donau“.(Fol setzung.) 20.00 Kleine Musir zum Feierabend.(Industr Schallplatten.) 20.30—24.00 Alles tanzt mit. Bunter Tan abend fur jung und alt „Darin.„22.00 22,15 Nachrichten. Notizen Zwischen dem ttalienischen Außenminister Graf Ciano und dem englischen Botschafter Lord Pertb hat im italienischen Außenministerium am Samstag eine neue Unterredung stattgesunden. * In der letzten Sitzung des ungarischen ministerrates ist der Plan zur Einsetzung eines Preisrommissars erwogen worden, dem die Kontrolle der Preisbildung aller Lebensmittel sowie der Bedarfs= und Industrieartikel unterliegen soll. * Der Reichsjustizminister hat eine Verordnung erlassen. wonach die im alten Reichsgebiet geltenden Bestimmungen für die Berufsausübung von Rechtsanwälten und Verteidigern in Strafsachen auf Oesterreich übertragen werden. ein Denkmal Ausdruck geben. Es soll erstehen inmitten einer herrlichen Anlage und soll die Aufschrift tragen: „Ihr habt Treue gesät und Sieg geerntet. Eure Ernte aber ist unser Deutschland!“ Donnernder Beifall gilt dem Gauleiter für seine mitreißenden Worte. Inzwischen hat das Feuer die letzten Reste der Baracke zerstört. Bis auf Grund und Boden muß die Anlage vernichtet werden. Ausgerottet muß es werden mit Stumpf und Stiel, ein letzter schmählicher Zeuge eines vergangenen schändlichen Systems. Wahlanordnungen für Oesterreicher im Reich Der Beauftragte für die Wahlhandlung der Oesterreicher im Reich, Gauleiter Hofer, teilt folgendeg mit: 1. Der Termin zur Anmeldung der im alten Reichsgebiet wohnhaften Oesterreicher für die Wahl am 10. April 1938 ist bis zum 8. April 1938 verlängert worden Die wahlberechtigten Oesterreicher, die sich bisher noch nicht zur Eintragung in die Sonderlisten bei den Gemeindebehörden gemeldet haben, holen dies nunmehr unverzüglich nach. 2. Oesterreichische Politische Leiter können nur dann eine Einreiseerlaubnis nach Oesterreich erhalten, wenn Originalanforderungen von österreichischen Partei=Wahldienststellen vorgelegt werden. 3. Oesterreichische Politische Leiter im Reich, deren Einsatz im Wahlkampf in Oesterreich derzeit nicht möglich ist und die von mir nicht bis zum 5. April 1938 zur Mitarbeit herangezogen werden, stellen sich den örtlichen Parteidienststellen zum Einsatz im Wahlkampf im Reich zur Verfügung. Die Aufenthaltsgenehmigungen für Reisende nach Oesterreich Gauleiter Bürckel gibt folgendes bekannt: „Um falschen Meldungen und Gerüchten entgegenzutreten, wird bekannt gegeben, daß Ausländer und Reichsdeutsche, die sich privat zur Zeit in Oesterreich aufhalten bzw. zur Wahl in Oesterreich einreisen wollen, keiner besonderen Aufenthaltsgenehmigung bedürfen. Für diese Reisenden genügt ein gültiger Reisepaß mit den in einzelnen Ländern vorgeschriebenen Sichtvermerken. Auf Anweisung des Beauftragten des Führers für die Volksabstimmung in Oesterreich, Gauleiter Josef Bürckel, haben nur Reichsdeutsche, die im Auftrage der Partei, der Gliederungen der NSDAP. oder des Staates zu dienstlichen Zwecken nach Oesterreich reisen und sich in Oesterreich zur Zeit aufhalten, die Aufenthaltsgenehmigung des Gauleiters einzuholen.“ Hunderttausende auf der Theresienwiese München erlebt seinen größten Tag! Jubelumbrauste Fahrt des Führers durch die Stadt München, 3. April. Schon von der vierten Nachmittagsstunde an begann am Samstag, nachdem die Betriebe geschlossen hatten, der riesige Aufmarsch der Bevölkerung zur Theresienwiese, auf der am Abend Hunderttausende die Rede des Führers hörten. Dieser fast unübersehbare Riesenplatz, eingeschlossen von roten, mit schwarzen Feuerschalen gekrönten Pylonen, ist heute die Stätte der größten Kundgebung, die München je in seinen Mauern gesehen hat. Heute ist die Theresienwiese zum Aufmarschforum der 600000 geworden, die in der Hauptstadt der Bewegung, in der Wahlheimat des Führers Adolf Hitler, dem Einiger des deutschen Volkes, dem Mehrer und Schmied des neuen Reiches, ihre Herzen in überströmender Dankbarkeit und Liebe entgegentragen. Gleich einer Sturzflut strömen die Tausende, die Zehntausende, die Hunderttausende hinaus auf diesen Kundgebungsplatz und rüsten sich zur schönsten Feierstunde ihres Lebens. Um 20.25 Uhr tritt der Führer von seiner Wohnung aus die Fahrt in den Ausstellungspark über die Theresien= wiese an. Durch ein so stilles und fast wie ausgestorben scheinendes München ist der Führer wohl noch nie gefahren, sind doch die Münchener ausgewandert zu ungezählten Tausenden zu der gewaltigsten Kundgebung, die die Hauptstadt der Bewegung je gesehen. Als der Wagen des Führers sich der Gegend der Theresienwiese nähert, bauen sich dichte Menschenmauern in den Straßen auf und ein begeisterter Ausdruck des Jubels und der Freude begleitet ihn hinein in die von einer prächtigen Flaggengale geschmückten Beethovenstraße zum König=Ludwig=Platz. Nun donnern von der Höhe des Russtellungsparkes her die Salutschüsse, ymbolischer Ausdruck der gewaltigen Zusammenballung und der elementaren Entladung all der Freude und Begeisterung, die hier auf diesem Platze nun zu ungeheurem Ausdruck drängt. Und nun die Theresienwiese! Blutrot leuchtet die Phalanx der Pylonen auf einer Front von vielen hundert Metern, loht ihr Feuerbrand rund um die Schwurgemeinschaft der Hunderttausende. Ein phantastisches Bild bietet die hellbeleuchtete mit rotem Tuch bespannte Triumphpforte, mit der die Via Triumphalis quer über die Theresienwiese ihren Anfang nimmt. 120 Musiker von drei SA.=Musikzügen setzen auf ihren Zinnen zum Badenweiler Marsch an und sein wuchtiger, hämmernder Rhythmus Sinnbild vorgehender Sturmbataillone und jubelnder Siegesfreude mischt sich mit dem Freudenrausch der Hunderttausende. In langsamer Fahrt geht die Fahrt des Führers über die Triumphstraße. Man muß diesen Augenblick erlebt haben, um zu verstehen, daß die Sprache fast zu arm ist, um den Reichtum und die Schönheit dieser Augenblicke zu schildern. Aufrecht steht der Führer im Wagen und freudigen Auges schaut er auf das schöne, stolze, begeisternde Bild, das sich ihm bietet. Rechts und links von der breiten Triumphstraße haben 800 Fahnen der Bewegung sich zum Gruß gesenkt. Hinter ihnen sind Angehörige der Formationen angetreten. In ihren Mauern aber rauscht und brandet unaufhörlich wie die Welle eines Meeres das Jauchzen und das Jubeln der Massen, die die Hakenkreuzfähnchen in ihren Händen und die Tücher schwenkend nicht müde werden, immer England anerkennt die Wiedervereinigung Aufhebung der Gesandtschaft, Einrichtung eines Generalkonsulats in Wien Abänderungsbestimmungen für den Verkauf von Heliumgas Washington, 3. April. Der amerikanische Innenminister hat mit Zustimmung Roosevelts die vom 10. März datierten Abänderungen zu den Bestimmungen veröffentlicht, die auf Grund des Helium=Gesetzes für den Verkauf von Heliumgas an inländische oder ausländische Käufer am 14. Januar 1938 erlassen worden waren. Erstens muß bei Stellung eines Antrages eine Kaution zur Sicherung der Innehaltung aller Bestimmungen hinterlegt werden. Zweitens muß sich der Käufer zu jeder Zeit eine Untersuchung seiner Luftschiffanlagen und seiner Luftschiffe gefallen lassen. Drittens hat der Innenminister das Recht, jede weitere Lieferung von Telium einzustellen und die in Amerika in Dollar hinterlegte Kaution für verfallen zu erklären, falls er die Ueberzeugung gewinnt, daß das amerikanische Helium zu militärischen Zwecken benutzt wird oder die Verkaufsbedingungen in sonst irgend einem Punkt nicht genau innegehalten worden sind Die praktische Auswirkung dieser Ausführungsbestimmungen auf den zwischenstaatlichen Luftschiffverkehr bleibt abzuwarten. Berlin, 2. Avril. Der beitische Botschafter Sir Neville Henderson hat dem Reichsminister des Auswärtigen heute zwei Noten überreicht, in denen die Wiedervereinigung Oesterreichs mit dem Deutschen Reich anerkannt und das Exequatur für ein in Wien zu errichtendes Generalkonsulat erbeten wird. Die Noten haben folgenden Wortlaut: „Ew. Exzellenz. ich habe die Ehre. Ew. Erzellenz aus Weisung S. M. Staatssekretärs für Auswärtige Angelegenheiten davon zu benachrichtigen, daß S. M. Regierung im Vereinigten Königreich beschlossen hat. S. M. Gesandtschaft in Wien zurückzuziehen und durch ein Generalkonsulat zu ersetzen. Es ist beabsichtigt, diesen Wechsel etwa am 15. April durchzuführen. Herr D. St. Gainer, C. M. G., O. B. E., zur Zeit S. M. Generalkonsul in München ist für den Posten S. M. Generalkonsul in Wien ausersehen. Unter diesen Umständen habe ich die Ehre, zu bitten, daß Herrn Gainer in seiner neuen Eigenschaft das Exequatur bewilligt werden möge; zu diesem Zwecke füge ich seine Bestallungsurkunde bei. Ich benutze diesen Anlaß usw.“ „Ew. Exzellenz. mit Beziehung auf meine Note vom heutigen Tage, mit der ich die deutsche Regierung von dem Beschluß S. M. Regierung im Vereinigten Königreich, S. M. Gesandtschaft in Wien durch ein Generalkonsulat zu ersetzen. Kenntnis gegeben habe, habe ich die Ehre. Sie auf Weisung S. M. Staatssekretärs für Auswärtige Angelegenheiten in diesem Zusammenhang davon zu benachrichtigen, daß S. M. Regierung im Vereinigten Königreich sich naturgemäß ihre Stellungnahme zu den Fragen vorbehalten muß, die sich auf Verträge und andere Angelegenheiten beziehen, die sich draus ergeben, daß Oesterreich aufgehört hat, als souveräner, unabhängiger Staat zu bestehen. Ich werde deshalb zu gegebener Zeit die Ehre haben. Ew. Exzellenz eine weitere Mitteilung über diese Angelegenheit zugehen zu lassen. Ich benutze diesen Anlaß usw.“ Erklärung der evangelischen Kirche Oesterreichs Vorbehaltloses Bekenntn is zum Werk des Führers Wien, 2. April. Der Evangelische Oberkirchenrat hat anläßlich der Volksabstimmung am 10. Aoril 1938 folgende Erklärung beschlossen, die am Sonntag, dem 3. April 1938, in allen evangelischen Kirchen verlesen werden wird: „Für den 10. April ist das deutsche Volk Oesterreichs aufgerufen, in einer ehrlichen und freien Abstimmung vor aller Welt zu bekunden, daß die Rückkehr ins Reich und damit die poliitsche Neugestaltung unserer Seimat den tiefsten Verlangen und Wunschen des Volkes entspricht. In diesem Herzenswunsch hat sich unsere evangelische Kirche in Oesterreich stets, ohne Rücksicht auf Gunst oder Mißzaunst früherer Machthaber, einig gewußt. Wenn daher der Evangelische Oberkirchenrat sich heute an das evangelische Kirchenvolk wendet, so geschieht dies nicht aus der Sorge heraus, daß irgend jemand nicht wüßte. was er an diesem entscheidenden Tag zu tun habe. Die evangelische Kirche in Oesterreich hat schon am 12. März. und seither wiederholt ihrer ungeheuchelten Freude über die geschichtliche Wende Ausdruck gegeben. Als Trösterin und Helferin, die unsere Kirche in den letzten Jahren vielen kämpfenden Deutschen in Oesterreich war— weit über den Kreis ihrer Glaubensgenossen hinaus— empfindet sie die ganze große Freude dieser Tage mit und nimmt sie dankbar aus Gottes Händen als sein Geschenk. Wir stehen zur rettenden Tat des Führers. Das vorbehaltlose„Ja“ der Evangelischen Oesterreichs als die dem Führer schuldige Antwort des Volkes ist für uns nur selbstverständ'iche völkische Pflicht, an die wir niemanden zu erinnern brauchen. Dieses„Ja“ ist aufrichtiger Dank an den gnädigen Gott für Rettung und Befreiung unserer Heimat aus einer Unterdrückung, die uns die Zeiten der Gegenreformation wieder beraufzuführen schien, Evangelischer Oberkirchenrat. A. und H. B. gez. Dr. Kauer.“ * Hierzu erklärt der Präsident des Evangelischen Oberkirchenrat s:„Unserer evangelische Kirche ist ihrem Wesen nach die christliche Tat. getragen non aufrichtiger Ueberzeugung. stets maßgebender als bloß lehrhafte Worte. Im Führer und in seiner Bewegung wie in den Leistungen des deutschen Volkes erkennen wir solches Christentum. Denn der Führer hat dem durch Materialismus zersetzten deutschen Volk vorgelebt und daher auch die wirksamste Art gelehrt, wie Liebe zum Nächsten durch die Tat verwirklicht wird. Dadurch hat er es aus tiefstem Abgrund emvorgeführt zu stolzer Höhe. Auch eine christliche Kirche, die unverrückt auf ihren geistlichen Grundlagen verharrt, wie sie des deutschen Volkes Reformation wieder aufgedeckt haben, muß dies anerkennen. Wir stehen vorbehaltlos zum Werk des Führers und danken Gott dafür, daß er dem deutschen Volk in schwerster Stunde Rettung brachte.“ nneiäcte Roman von PAUL HAIN Urheber-Rechtsschutz: Deutscher Roman-Verlag vorm. E. Unverricht 30. Fortsetzung „Ganz ehrlich— meine ersten Versuche waren nicht sehr ermunternd auf diesem Gebiet. Aber nachher hat die Annemarie mir das einzig richtige Rezept klargemacht— und da ging's. Dieser hier ist allerdings von ihr selber gemacht— und damit begrüßt sie euch, ohne daß sie eine Ahnung hat, auf das herzlichste. Schade, daß sie nicht——“ Ja, es ist eben ein Tag der Ueberraschungen! Sie fallen nur so vom Himmel herunter! Noch bevor Frau von Trautenau etwas antworten kann, geschieht das Sonderbare, daß Hans Jochen plötzlich vom Stuhl ausspringt, als hätte ihn etwas gestochen— und— hoppla!— einfach mit einem federnden Satz über das Fenstersims setzt! Zwei Augenpaare starren ihm erschrocken nach. „Ausgezeichneter Sprung“. sagt Herr von Trautenau anerkennend.„Der Junge hat wirklich so seine Eigenheiten!“ Eigenheiten? Das gerade nicht. Hans Jochen hat nur einen Kopf da drüben hinterm Zaungatter gesehen, und diesen Kopf kennt er nur zu gut! Ein Kopf mit goldenem Haar. Annemarie hat keine Ruhe mehr zu Hause gehabt. Sie hat lange gewartet, ob Hans Jochen nicht nach Erlenried käme, sie hat der Mutter von der Begegnung mi: dem Fremden erzählt, und dann hat sie es nicht mehr ausgehalten und ist noch einmal nach Langemoor hinübergelaufen. Sie weicht erschrocken ein paar Schritte zurück, als da Hans Jochen über den Zaun springt „Annemarie— verstecken is nicht! Fein, daß du noch gekommen bist, es paßt wunderbar. Da drinnen sitzen Vater und Mutter und haben eben deinen weißen Käse mit Appetit gegessen. Nun können sie dich gleich begrüßen.“ „Hans Jochen— ich kann doch nicht so, wie ich bin—“ Aber der faßt sie an beide Hände. „Wem du so nicht gefällst, dem gefällst du auch nicht im schönsten Abendkleid. Uebrigens siehst du sein genug aus, wie immer. Wie es kommt, ist es schon richtig.“ Er ist ja so froh, der Hans Jochen. Nun zieht er die leicht Widerstrebende einfach ein Stück mit sich, stößt das Gatter auf— und da gibt es kein Entrinnen mehr. Annemarie hat sich auch schon ein Herz gefaßt und geht jetzt hoch und schlank und zierlich mit der natürlichen Anmut und Sicherheit ihrer Haltung neben Hans Jochen her, die Hand leicht in seinen Arm gelegt. Ich gehör' ja zu ihm, denkt sie, da mag nun kommen was will! Der Major von Trautenau summt so ein bißchen durch die Zähne, als er die beiden ankommen sieht. Es ist der Hohenfriedberger Marsch, den er besonders liebt, der Marsch Friedrichs des Großen. Er summt ihn immer, wenn etwas angenehm Ueberraschendes über ihn herfällt. Frau von Trautenau ist dicht ans Fenster getreten „Wie das Mädel ausschreitet— alle Wetter! Wie eine straffe Tänzerin, wie— Elsabe? Schockschwerenot — wo hat der Junge denn seine Annemarie so schnell aufgegabelt? Springt aus dem Fenster und führt sie herein! Zauberhaft!“ „Ja“, sagt Frau Elsabe mit einem leisen und tiefen Aufatmen,„sie sieht wirklich zauberhaft aus— noch schöner und lieber als auf dem Bild.“ „Na— so meint' ich's gerade nicht— aber recht hast du auch“, brummte Trautenau. Da steht seine Frau schon draußen vor der Haustür. „Meine Braut— Mutter“, sagt Hans Jochen.„die Annemarie— die nicht nur so echten Bruchkäse machen kann, sondern auch nähen und stricken und meine Strümpfe stopfen und waschen und dabei aussieht, als— na—— Nein, da kann kein Mensch ernst und böse oder abweisend dreinschauen. Am wenigsten Frau Elsabe. Das Mädel da ist ein Herrgottsgeschöpf. Das Haar ist wirklich naturgoldfarben— kein gebleichtes Platinblond aus einem eleganten Frisiersalon, und die Augen leuchten blau und wie zwei Sonnen auch ohne verlängerte Wimpern und diskrete Untermalung. der Mund, der zwischen seinen Lippen die weißen, ebenmäßigen Zähne schimmern läßt, ist jugendfrisch— und rot und färbt gewiß nicht ab, wenn ihn Hans Jochen küßt, und dieses ganze Menschenkind steht so sicher und anmutig und gestrafft auf seinen hohen, schlanken Beinen und strahlt gleich so viel anmutige Natürlichkeit aus, daß Frau Elsabe ihr impulsiv beide Hände entgegenstreckt. „Kind—“, flüstert sie,„Annemarie— von der der Hans Jochen uns schon so viel geschrieben hat!“ „Vor dem Zaun stand sie und traute sich nicht herein. Angst vor dem„Kommandierenden“— haha! Jedenfalls gerade richtig zum Kaffee!“ Angst vor dem„Kommandierenden"? Da steht sie vor ihm in der kaffeeduftenden Wohnstube und spürt die schöne, beruhigende Nähe Hans Jochens, der so dicht neben ihr steht. Spürt die scharfen, durchdringenden Majorsaugen auf sich gerichtet. Steht stramm und straff da wie ein Soldat, ein Soldat des Bruchs, wo alle, Männer und Frauen. Soldaten des heimatlichen Bodens sind, auf dem sie aufwuchsen. „Na, ich glaube, die gestrenge Majorin hat da wohl schon entschieden, ja hm“, räuspert er sich und sein Blick schweift zu Hans Jochen ab und hat ein kleines listiges Funkeln, das dieser ganz richtig dahindeutet: Geschmack sehr gut! Und wenn ich trotzdem jetzt euch in die Parade führe und nicht so nett wäre, wie ihr es erwartet— gegen den Dickkopf Hans Jochen ist ja unter solchen Umständen doch nicht anzukommen. „— und ich kann nur sagen, mein liebes Fräulein Annemarie, daß der Junge seinen Geschmack von mir geerbt hat!“ Er streckt ihr die Hand hin. „Herzlichen Glückwunsch und alles Gute nachträglich. Fein, daß Sie gerade noch gekommen sind. Als ob Sie's geahnt hätten. Ordentliche Wut auf uns gehabt, daß wir nicht früher hergekommen sind, wie?“ Er tastet sehr behutsam über Annemaries Wange, er scheint mit einem Schlage einige Jahre jünger geworden zu sein. „Ach nein“, antwortet Annemarie mit einer leichten, schwingenden Stimme und blickt zu Hans Jochen hin und faßt nach seiner Hand.„Wir haben ja hier alle Tage zu tun gehabt und wir wußten ja, daß Sie einmal schon kommen würden.“ Frau Elsabe drückt sie neben sich auf einen Stuhl. Hans Jochen rennt in die Küche nach einer neuen Tasse, ein Glück, daß gerade eine noch da ist. „Sie müssen mir alles erzählen. Annemarie. Ihr beide müßt ja soviel zu erzählen haben! Wie das alles gekommen ist— mit euch beiden. Hier den Kuchen bitte. Verspäteter Verlobungskuchen. Morgen müssen wir auch Ihre Mutter kennenlernen.“ Hans Jochen lacht: „Na. haben wir die Attacke, die Annemarie und ich, nicht glänzend geritten, wie? Lieber alter Herr, wie s dir jegt?“ wieder in Sprechchören„Wir danken unserem Führer! Ein Volk. ein Reich. ein Führer!“ zu rusen. Nun setzen Fanfaren der H3. ein. Wie Jubelrufe klingt es und wie Gelöbnis der Jugend, alle Kraft einzusetzen für die Erhaltung und Fortführung des großen Werkes Adolf Hitlers auch in ihrer Zeit. Adolf Wagner. der Gauleiter des Traditions= gaues, hatte kurz zuvor eine begeisternde Ansprache an die Zehntausende gehalten. Nun steht der Führer vor ihnen. Adolf Hitler spricht zu seinen Bayern Er wendet sich in anderer Weise als sonst an die Massen im Vaterland. Die hier kennen ihn am besten, sahen staunend seinen Aufstieg aus nächster Nähe. So ist die Anrede vertraut. Der Führer sprach wie zu einer Familie Schon nach der ersten Frage, ob die hier entstandene Bewegung dieser ihrer Hauptstadt Segen brachte, schallt ein solch herzliches, einmütiges Ja auf, das von der engsten Verbundenheit miteinander zeugt. Mit glänzenden Augen hören sie, wie ihr Führer nun zu den schon geschehenen Großtaten weitere Schönheit und Hoheit dieser großen suddeutschen Stadt prophezeit und eben gefaßte Beschlüsse mitteilt. Unbändige Freude drückt sich in ihren Gesichtern aus, als der Führer mit liebevoller Anerkennung hervorhebt, daß der Aufstieg durch das aufslammende Reichsgefühl der Besten dieses Bayerngaues gewährleistet wurde. Mit heißer Liebe jubeln Männer und Frauen dieses kernigen Stammes Adolf Hitler zu, als er sie zurückführt auf den Punkt, an dem er vor 20 Jahren in dieser Stadt anfing, als er den„Kreuzzug gegen Trägheit, Unvernunft, Lügenhaftigkeit“ zu predigen begann. Die Münchener, Bamberger, Ingolstädter und die Bergbauern in ihren Dörfern, die am Rundfunk die Kundgebung miterleben, sie fühlen langsam in sich aufsteigen den Stolz, der ihre Brust zu sprengen droht. Heute ist ihr großer Taa! Der Führer sagt es ihnen! Das Land südlich des Mains von Verrätern am Reich und Abtrünnigen einst demagogisch ausgespielt gegen die Brüder im Norden, hat längst niedergerissen die Schranken und erlebt jetzt die Vereinigung mit den Stammesgenossen im Salzburger Land, in Kärnten, im Burgenland, von Wien! Das Angesicht des Führers ist hart und gespannt geworden, als er nach dem Verweilen in der Urzeit der Partei nun einen Aufriß seiner Arbeit der letzten fünf Jahre als Reichskanzler gibt.„Dieses Wunder aber hat das deutsche Volk selbst vollbracht dadurch, daß es mir treuen Herzens Jahr für Jahr folgte.“ Die Auferstehung der in Versailles niedergetretenen, fast tödlich getroffenen Nation wird nochmals lebendig. Und als der Führer hervorhebt, daß er nur das Volk, keine Kanonen und Truppen hatte, als der Beginn gemacht wurde mit dem Dritten Reich, erhebt sich abermals der Leidenschaftssturm der Menge. Sie versteht sehr wohl, daß es Höheres gibt als Gewalttätigkeit mit Bajonetten, wie sie gerade darum uns von hetzerischen Juden fälschlich in der Welt nachgesagt wird. Der goldene Adler auf dem roten Riesenvorhang hinter dem weißen Kanzelstand scheint seine kraftvollen schönen Riesenschwingen zu regen, der Flügelschlag eines großen Jahrhunderts braust durch die Atemlosigkeit. So hat die Hauptstadt der Bewegung. die Keimzelle des Großdeutschen Reiches, ihren Führer noch nie gehört. Begeistert hören sie zu, mitgerissen von der Weihe der Stunde. So, als der Führer von dem seltsamen Begriff der sich demokratisch nennenden Welt spricht, mit ihren bizarren Verwechslungen von Diktatur und Demokratie, so als Adolf Hitler in stärkster Erregung erinnert an Reaktion und Rotfront, die dank den Garanten der „Weltordnung“ nach dem Krieg unangefochten hausen durften, bis es dem Volke genug war. Der Führer schildert heute mit besonderem Nachdruck die Phasen des österreichischen Dramas, das mit Meisterhand fest und friedlich beendet wurde, Die Inbrunst der Kampfzeit, der alles Kleine und Alltägliche hinwegreißende Leidenschaftssturm— Urtrieb eines großen, stolzen, gottaesegneten Volkes steht auf. Ein Reich wird gebaut. Das ist das Gefühl, das diese Menschen haben, als sie ihr dröhnendes Sieg=Heil ausbringen und als von dannernden Sprechchören gefolgt, die unvergeßliche Feier endet. Wie wird das Wetter? Erneut aufkommende Unbeständigkeit. Für Montag: Frische Winde aus West bis Nordwest. wechselnd bewölkt, einzelne Schauer, kühler. Weiterentwicklung: Unbeständig. Herr von Trautenau lacht, während er Annemarie zublinkt und den Stuhl ein bißchen näher an den ihren rückt und ihr den Kuchenteller zuschiebt. „Genau genommen, verdammt wohl, du Lausejunge!“ Achzehntes Kapitel. Mutter Trina hat still zugehört, was Annemarie. als sie in der Abenddämmerung nach Hause kam, erzählt hat. Morgen oder übermorgen wollen Hans Jochens Eltern mal vorbeikommen, haben sie bestellen lassen. Trina nickt leicht vor sich hin. Ja, ja, das ist nur recht, daß sich auch die Eltern Hans Jochens bei ihr sehen lassen, wenn alles seine Ordnung haben soll. Ab und zu geht ein mattes Lächeln um Trinas Mund, wenn Annemarie in so herzlich=frohen Worten von den beiden alten Trautenaus spricht. Dann aber wird sie gleich wieder ernst und eine dunkle Angst beschleicht sie und eine dunkle Ahnung, daß nun wohl doch bald der Augenblick da ist, da sie die Vergangenheit wieder wach machen muß. Daß Annemarie erfahren muß, wie sie einmal zu ihr gekommen ist, daß sie gar nicht ihre, Trinas, Tochter ist! Wie wird Hans Jochen diese Enthüllung aufnehmen? Und seine Eltern? Und Annemarie selbst? Wenn es wirklich zur Hochzeit kommt, muß sie ja die Papiere vorzeigen, muß die Urkunde vorweisen, aus der hervorgeht, daß Annemarie nur adoptiert worden ist, daß man nur ihre Mutter kannte. Wird nicht alle Zärtlichkeit und kindliche Liebe Annemaries auslöschen, wenn sie die wahren Zusammenhänge erfährt? Immer wieder denkt sie: Und ich bin= doch wie eine Mutter zu ihr gewesen, ich habe sie erzogen und geliebt wie eine Mutter. Mich gesorgt und mich gefreut um sie und mit ihr, ein halbes Menschenleben lang. Sollte das dann vielleicht nicht mehr gelten? Annemarie lächelt und geht zu ihr und legt den Arm um ihre Schulter. „Mutter, Muttle— min leve Moder.“ Leise streicht sie über das graue Haar. „Es wird alles gut werden, auch dir wird es besser gehen, du wirst zu uns ziehen, später.“ Da klopft es an der Haustür. Beide wenden den Kopf. Annemarie sieht durche Fenster und erschrickt: „Der Herr. Mutter, von dem ich mit dir heute sprach, er kommt wirklich!“ (Fortsetzung folgt.) Keine günstige Bilanz für Westfalia Reichlich mager schnitten die Herner in ihren beiden Wochenend=Spielen ab. Einer hohen Niederlage in Siegen folgte gestern in Wesel ein Unentschieden. Allerdings traten die Westfalen beidmalig mit vier Nachwuchskräften an, die sich am ersten Tage nicht ganz in der für sie ungewohnten Umgebung zurechtfanden. Gestern allerdings waren die Leistungen der Neulinge schon besser, so daß man mit Vertrauen in die Zukunft schauen kann. Sportfr. Siegen- Westsalia Herne 6:1(2:1) Die Westfalia mußte die Fahrt nach Siegen mit vier Ersatzleuten antreten, u. a. fehlten Krüger und van Haren. Von den Ersatzleuten versagten die beiden Jungliga=Verteidiger vollkommen. Die kräftigen Siegener Stürmer hatten mit ihnen immer leichtes Spiel. Im Sturm gab es auch mehrere Versager, die Flankenbälle waren außerdem zu ungenau und ebenso fehlte der Einsatz vollkommen. Die übrigen Mannschaftsteile aber waren schon besser besetzt, so daß das Spiel jederzeit von den Hernern offen gehalten wurde. Zeitweise drängten die Westfalen mächtig, konnten aber die stark verteidigenden Siegener nur einmal überwinden. Vor ca. 1000 Zuschauern begannen die Siegener gleich mit stürmischen Angriffen. In der 8. Minute wurde Beeking vom rechten Außenstürmer glatt überlaufen, und dieser konnte unbehindert an Sobota vorbei unhaltbar einschießen. Ungefähr in der 15. Minute das gleiche Bild. Wieder konnte die Verteidigung die schnellen Außen nicht halten, der Mittelstürmer bekam freistehend, den Ball und schoß unhaltbar ein. Die Westfalen machten sich nun frei und belagerten das Siegener Tor sehr stark. Bonner konnte dann nach wunderbarem Alleingang die gesamte Siegener Hintermannschaft überspielen und den Ball unhaltbar für Schneider=Siegen einschießen. Nach der Halbzeit wurde die Hintermannschaft immer nervöser. Gleich nach Halbzeit schoß der Mittelstürmer der Gastgeber an Sobota vorbei unhaltbar ein. In regelmäßigen Abständen schossen die eifrigen Sportfreunde=Stürmer noch drei weitere Tore, wovon der nicht immer korrekt leitende Schiedsrichter zwei wegen Abseits unter keinen Umständen geben durfte. Mss Wesel- Westsalia Herne 2:2(1:1) Auch im zweiten Spiel der Westfalen langte es für die Herner nicht zum Siege, sie mußten sich vielmehr mit einem Unentschieden begnügen. Abermals traten die Besucher mit Nachwuchskräften an, die sich aber gestern weit besser als am Tage vorher in Siegen fanden. Auch in Wesel hatten sich gut 1000 Zuschauer eingefunden, die auch ein schönes Spiel zu sehen bekamen. Die Herner waren im Felde zeitweilig merklich im Vorteil, aber dem Sturm mangelte es an Durchschlagskraft. So blieben eben zahlreiche Tormöglichkeiten unausgenützt. Bereits nach 10 Minuten Spielzeit gingen die Gastgeber durch unhaltbaren Schrägschuß in Führung. Diese konnte aber erst nach weiteren 15 Minuten durch den Herner Rechtsaußen ausgeglichen werden. 10 Minuten nach der Halbzeit schoß Hernes Linksaußen das zweite Tor. Viele Gelegenheiten, den knappen Vorsprung zu erweitern, hatten die Westfalen, aber mangelnde Durchschlagskraft und auch verschiedentliches Schußpech ließen weitere Tore nicht zu. Im Gegenteil, 7 Minuten vor Schluß holten sich die Weseler sogar den Ausgleich. In der letzten Minute erzielten die Herner zwar noch ein Tor, aber der Leiter übersah, daß der gegnerische Hüter die Kugel aus dem Tor zurückgeholt hatte. Teutonia Riemke— Germania Herne 7:0. Einen bösen Hereinfall erlebten die Bahnhofler gestern morgen auf dem Phönix=Gelände in Marmelshagen. Die vom Abstieg bedrohten Teutonen waren sich der Bedeutung dieses letzten Meisterschaftsspieles bewußt und legten den Gästen ein Spiel hin, das diesen keine Chance auf Erfolg ließ. Allerdings setzten sich die ersatzgeschwächten Germanen auch nicht voll ein, da dieses Spiel für sie ohne Bedeutung war. Durch diesen Sieg aber dürften sich die Teutonen den Klassenverbleib gesichert haben, das Torverhältnis gibt ihnen gegenüber den Holthausern den Ausschlag. Gleich vom Beginn an merkte man dem Gastgeber an, daß er sich etwas Besonderes vorgenommen hatte. Immer wieder stürmten die Teutonen=Stürmer in die Germanenhälfte, und so konnte es nicht ausbleiben, daß sich auch Tore einstellten, zumal die Herner nie den richtigen Spielfaden fanden. In groker Form erwies sich auch gestern wieder Riemkes Hintermannschaft, die dem gegnerischen Sturm arg zusetzte und diesen völlig lahmlegte. Tor auf Tor fiel durch den flinken Riemker Sturm, und die Germanen konnten zum Schluß froh sein, daß die Niederlage nicht zweistellig ausfiel. Den Teutonen muß man diesen hohen Sieg besonders hoch anrechnen, da derselbe auf fremdem Gelände zustandekam. Während der ganzen Meisterschaft mußten sie bekanntlich auf fremden Plätzen antreten. Also eine besonders schwierige Leistung, wenn sie sich dennoch den Klassenverbleib gesichert haben. Die Germanen müssen nun noch am 17. April gegen Viktoria antreten, dieses piel muß allerdings gewonnen werden, soll der Tabellenplatz gehalten werden. Tabelle der 1. Kreisklasse: 2. Kreisklalle. " Sus Gerthe— Bruchstraße 4:0 Wanne=911— Rasensport Wanne 3:2. Fußball=Gesellschaftsspiele. Tus Mengende—. UfB Börnig 3:3(1:2) Die Börniger benutzten den freien Sonntag zu einem Gesellschaftsspiel gegen den Dortmunder Bezirksligisten und schnitten sehr gut ab. Durch ihren Mittelstürmer gingen die Schadeburger in der 12. und 15. Minute mit 2:0 in Front. Noch vor der Pause kamen die Mengeder auf 2:1 heran. Durch ein Selbsttor der Herner fiel der Ausgleich, später oder wiederum das Führungstor. Kurz vor Schluß kamen die Gastgeber zum verdienten Ausgleich Herne-Süd— Constankin Bochum 4:4(2:1) Einen etwas eigenartig anmutenden Scherz leisteten sich gestern die Süder, denn sie lagen bereit## mit 4:1 in Führung, ließen sich dann aber von ihren Gästen in der letzten Viertelstunde überraschen, so daß diese sogar zum Ausgleich kamen. Bereits nach 6 Minuten Spielzeit holte Süds Mittelstürmer das erste Tor. Aber nach Verlauf von weiteren 10 Minuten glückte den Gästen im Nachschuß der Ausgleich. Im Gegenstoß erzielte Süd eine Ecke, aus der das zweite Tor fiel. Nach der Pause beherrschten die Gastgeber klar die Situation. Immerhin dauerte es 20 Min., bis aus einem 11 Meter der dritte Erfolg angebracht werden konnte. Der Halblinke erhöhte kurz darauf auf 4:1. Pech hatte dann noch verschiedentlich der Süder Halbrechte, denn mit seinen Torschüssen traf er sicherlich viermal die Torlatte. Im Gefühl des sicheren Sieges ließen die Süder merklich nach, selbst der rechte Verteidiger wirkte mit im Sturm. Diese Gelegenheit nutzten die Bochumer weidlich aus, in der Schlußminute erreichten sie sogar noch den Ausgleich. Immerhin war dieses Ergebnie für die Besucher sehr schmeichelhaft ausgefallen. Jortuna Herne— Suderwich 5:0. Einen guten und vielversprechenden Auftakt leisteten sich die Fortunen gestern bei ihrem ersten Gesellschaftstreffen. Wenn die Gastgeber auch nicht ihre stärkste Einheit aufstellen konnten, weil einige Spieler noch verletzt sind, so bot die Elf auch gestern einen geschlossenen Eindruck. Gegen das technische Können der Einheimischen kamen die Besucher nicht an, so daß sie sich hauptsächlich um eine ehrenvolle Niederlage bemühten, die allerdings mit 5:0 reichlich hoch, aver doch zurecht ausfiel. BfE herne— Röllinghausen 3:1. Der nicht in bester Verfassung befindliche Platz stellte an die Aktiven erhöhte Anforderungen. Die Gäste waren nicht schlecht, denn sie gestatteten ihren Gastgebern bis zur Pause nur ein Tor. Erst in den letzten 45 Minuten konnten die VfLer den Sieg endgültig sicher stellen. Herne 16— Hansa Herne 3:6. Auf eigenem Gelände mußten die 16er eine klare Niederlage einstecken, da sie nicht ihre besten Kräfte alle zur Stelle hatten. Bereits bei Halbzeit lagen die spieltüchtigen Hanseaten mit 6:0 im Vorteil. Herne 16 lI— Postsportverein Herne 1:1. Um die Bannmeisterschaft Spy Sodingen— Castrop-Erin 11 4:3. Einen spannenden Kampf lieferten sich gestern morgen diese beiden Jugendmannschaften vor etwa 500 Zuschauern auf dem Germaniaplatz. Bereits bei Halbzeit stand die Partie mit 2:0 für die Sodinger sehr günstig. Die Castroper wehrten sich mit aller Macht gegen die drohende Niederlage, mußten aber gegen Schluß mit 4:3 diese hinnehmen. Sodingen gewann das Spiel verdient und trägt mit Recht den Titel des Bannes 259. Acht Tage nach Ostern beginnen die weiteren Spiele um die Gebietsmeisterschaft im k. o.=System. Hofsen wir, daß sich die Sodniger auch dann zu behaupten wissen. Entscheidung im Kreishandball gefallen Der neue Kreismeister heißt Westfolia Herne.— TV. 01 Wattenscheid— Westsalla Herne 2:14(1:9). Am Beckmannshof in Wattenscheid gad es eine interessante Auseinandersetzung. Hier wurde die Kreismeisterschaft im Handball entschieden. Wer die Spielstärke der Herner Handballmannschaften kannte, konnte weniger an einen Sieg der Wattenscheider glauben. Trotzdem, groß war der Siegeswille der Wattenscheider. Eine Niederlage entschied für diese Mannschaft über den Verbleib oder den Abstieg. Aus diesem Grunde konnte man die Anstrengungen der Gastgeber wohl verstehen. An die Spielstärke der Herner kamen die Platzherren nie heran, sie wurden vielmehr von den Besuchern bereits bis zur Halbzeit ganz einwandfrei mit 9:1 geschlagen. Nach der Pause legten die Wattenscheider nochmals mächtig los, sie wollten das Ergebnis günstiger gestalten. Aber die gut eingespielten Herner ließen nur einen Erfolg zu und fertigten die Gastgeber mit 2:14 ab. Am Beckmannshof in Wattenscheid hatte sich eine ansehnliche Zuschauermenge eingefunden, die anscheinend eine Niederlage der Herner erleben wollten. Die Einsatzbereitschaft der Herner aber machte alle Hoffnungen der Bochumer zunichte. Durch diesen erneuten Sieg haben sich die Westfalen den Aufstieg zur Bezirksklasse wieder errungen, sie werden mit allen Mittlen versuchen, diesen Platz zu behalten. Vorerst wollen wir aber die zur Zeit stehende Westfalia Mannschaft benennen, welche sich den Aufstieg zur Bezinksklasse erkämpfte: Starke Telkemeyer Klopothet Ribycki Föllmer Wille Kaminski Padberg Simon Zoyt Rosche In ganz überzeugender Manier fertigte diese Elf ihren Gast ab. Auch von dieser Stelle aus wollen wir es nicht versäumen, den Westfalen unsere herzlichsten Glückwünsche zu ihrem schwer erkämpften Aufstieg auszusprechen. Neben den genannten Spielern wollen wir auch aller Ersatzleute gedenken, welche durch ihren Einsatz zum Aufstieg und zur Meisterschaft beigetragen haben, es waren dieses die Spieler: Rathmann, Serpais, Grossek, Oleinik, Schorrig usw. Nach 2jähriger Abwesenheit kehren die Herner nun in die Bezirksklasse zurück, wo sie sich hoffentlich gut halten werden. 18. westf.=Lipp. Hallensportfest in dortmund Großer Erfolg des Herner Turn-Clubs im Mannschaft skampf.— Bielefelder Turngemeinde Sieger in der A-Klasse.— Gute Beteiligung und hervorragende Leistungen auf der ganzen Linie. In der Dortmunder Eintrachthalle trafen sich am Sonnabend und Sonntag die besten leichtathletischen Mannschaften und hervorragende Einzelkönner der Fachschaft Turnen aus den Gau Westfalen zum 18. Male. Neben den großen Mannschaftsvierkämpfen für Männer und Frauen kamen noch Einzelkämpfe im Vierkampf für Männer und Dreikampf für Frauen, sowie zahlreiche Einzelwettbewerbe zur Austragung. Gegenüber dem Vorjahr war diesmal die Beteiligung noch günstiger ausgefallen. Den Mannschaftsvierkampf der Männer, Klasse A, gewann überraschend die Bielefelder Turngemeinde vor dem Hüttenverein Dortmund mit 2246 Punkten. Allerdings war der Vorjahrssieger, der Siegener Turnverein, nicht vertreten. Den Einzelvierkampf der Männer gewann der Bielefelder Straßen mit 415 4/12 Punkten vor Freitag Siegen. Im Mannschaftsvierkampf der Männer, Klasse B, wurde der Herner Turn-Club überlegener Sieger mit 1041 3/12 Punkten vor Eintracht Dortmund 2. Mannschaft, die 920 9/12 Punkte erringen konnte. An dritter Stelle landete der Turner Club Gelsenkirchen mit 901 6/12 Punkten vor TV Hoesch Dortmund mit 864 4/12 Punkten. Die Herner Mannschaft, die aus Thöne, Wietelmann, Hosberg und Rochol bestand, bot hervorragende Leistungen. Im Einzelvierkampf kam Thöne mit 353 1/12 Punkten auf den 20. Platz. Wietelmann erreichte mit 352 5/12 Punkten den 21. Rang. Den 33. Platz belegt Hosberg mit 335 9/12 Punkten und Rochol den 43. Rang mit 322 6/12 Punkten. Im Hochsprung schafften Thöne und Rochol je 1,62 m und Wietelmann und Hosberg je 1,57 m. Im Weitsprung kam Rochol auf 6,19 m, Wietelmann auf 5,99 m, Hosberg auf 5,90 m und Thöne auf 5,46 m. Beim Steinstonen war Wietelmann der Beste der Herner Mannschaft mit 7,64 m, gefolgt von Hosberg mit 7,46 m, Thöne mit 7,35 m und Rochol mit 6,81 m. Beim Kugelstoßen ging wieder der HTC. ter Thöne ganz aus sich heraus und schaffte 11,89 m. Auch Wietelmann kam mit 11,46 m über die 11=MeterGrenze. Hosberg stieß die Kugel 10,76 m und Rochol 9.55 m. Letzterer kam im Stabhochspringen, das diesmal zahlenmäßig gut besetzt war, auf den 5. Platz mit der Höhe von 3.10 m. Erster im Stabhoch wurde Kehrstephan vom Hüttenverein Dortmund mit 3,30 m. Den Mannschaftsdreikampf der Frauen sicherte sich der TV Münster mit 931 6/12 Punkten vor der Bielefelder Turngemeinde. Die Beste im Einzeldreikampf war Frl. Stracke vom Siegener Turnverein mit 375 6/12 Punkten, die ebenfalls die Einzelwettbewerbe im Hochsprung mit 1,55 m und den Weitsprung mit 5.46 gewann. Das Kugelstoßen sicherte sich Frl. Wessel(Rote Erde Iserlohn) mit 12,77. m. Bei den Männern siegten, im Hochsprung Strasen(Bielefeld) mit 1,80 m, im Steinstoßen Harweg(Hüttenverein Dortmund) mit 9,51 m, im Kugelstoßen Sarx (Jahn Siegen) mit 12,91 m und im Weitsprung Weller(Hüttenverein Dortmund) mit 6,73 m. Aufruf des Ganführers. Kameraden! Kameradinnen! Am 10. April marschiert das ganze Deutschland. An diesem Tage werden unsere Kampfplätze und Uebungsstätten kein kampfbewegtes Treiben sehen. Unser Kampfgelände ist dann unsere große deutsche### Erde, unsere deutsche Heimat. Und unser Kampfgse Ein Volk— Ein Reich— Deutschland! Ihr Männer und Frauen im DRL. zwischen Rhein und Weser! Ein Wunder ist geschehen. Traum und Sehnsucht vieler Jahrhunderte wurden Erfüllung: Das volksdeutsche Reich ist erstanden! Und im beseligenden Glücksgefühl dieser Tage und Wochen stolzen geschichtlichen Werdens hat der DRL. im Westfalenund Lipperland am 20. März die gemeinsame Frontstellung mit der Partei bezogen, in Reih und Glied mit den Bataillonen unseres Führers, gewillt zu gemeinsamer Tat und gemeinsamer volklicher Aufbauarbeit. Am 20. März legten wir ein Bekenntnis ab zur politischen deutschen Leibeserziehung. Nun find die ersten großen Stunden der Bewährung gekommen. Nun haben wir ganz verschworene Werk= und Bauleute dieses neuen und ewigen Reiches zu sein. Kameraden! Kameradinnen! Am 10. April weiten sich unsere sportlichen Kampfstätten zum großen deutschen Raum. Am 10. April treten im Westfalen= und Lipperland die Riegen und Mannschaften des DRL. an. „Ein junges Volk steht auf, zum Sturm bereit! Reißt die Fahnen höher, Kameraden! Wir fühle nahen unsere Zeit, die Zeit der jungen Soldaten.“ Vor uns marschieren mit sturmzersetzten Fahnen die toten Helden der jungen Nation, und über uns die Helden ahnen Deutschland. Vaterland, wir kommen schon!“ Ja, wir kommen am 10. April zur„heiligen Wahl". Wir legen Bekenntnis ab: Ein Volk— Ein Reich— Ein Führer! Adolf Hitler! Sieg Heil! Max Lorenz, SA=Brigadeführer, Gauführer des DRL., Gau 9 Westfalen=Lippe. Rollschuh=Meisterschaften in Breslau. Das Deutsche Turn= und Sportfest in Breslau wird eine weitere Programmbereicherung erhalten. Die ursprünglich für die Zeit vom 20. bis 21. August nach Dortmund vergebenen Rollschuh=Kunstlaufmeisterschaften sind nach Breslau verlegt worden und kommen dort am 28. und 29. Juli zum Austrag. Herne 22- Faustkämpfer Mulheim Bei gutem Besuch nahm dieser Klubkampf, in dem vorzügliche Leistungen geboten wurden, einen unentschiedenen Ausgang. Rumpfhardt=Herne blieb Punktsieger über Hamm. Ceranna=Sodingen kämpfte gegen Zimmermann unentschieden. Kubiak gewann auch diesmal sehr sicher gegen Vollberg. HackebarthHerne siegte durch K.=o. über Feldermann 2. Dagegen verlor Röttger 1, Herne, nach Punkten gegen Feldermann 1. Orsick=Herne und Schüttenberg trennten sich unentschieden. Henzelek=Herne kam gegen Esser über ein Unentschieden nicht hinaus. Richter 2 verlor gegen Süßmilch in der 3. Runde durch Abbruch des Kampfes. Richter 1 dagegen mußte sich nach Punkten von Börske geschlagen bekennen. Sonstige Sportnachrichten Trimhold beim ETB Schwarz=Weiß Essen. Der tüchtige Mittelstürmer des BV Altenessen, Trimhold, hat seinen alten Verein verlassen. Er wird in Zukunft für den ETB Schwarz=Weiß Essen spielen. Aus amtlichen Bekanntmachungen In unser Handelsregister ist am 1. April 1938 bei der unter H. R. A. 762 eingetragenen Firma„Adolf Steffen senior und Frau, Nachfolger der Lichtburg=Gesellschoft mit beschränkter Haftung in Herne“ folgendes eingetragen worden: Die Firma ist infolge Verpachtung mit dem Recht zur Fortführung der Firma an die„Lichtburg offene Handelsgesellschaft Inhaber Gebrüder Steffen in Herne“ erloschen. Diese neue Firma ist unter H. R. A. 993 eingetragen worden. Persönlich haftende Gesellschafter sind: 1) Kaufmann Adolf Steffen junior in Herne, Bahnhofstraße 15, 2) Kaufmann Alberk Steffen in Bochum-Weitmar. An der Landmehr 65, 3) Kaufmann Arthur Steffen in Herne, Bahnhofstraße 15. Offene Handelsgesellschaft. Die Gesellschaft beginnt am 1. April 1938. Ihre Dauer ist auf 10 Jahre festgesetzt. Wird sie nicht ein Jahr vor dem Ablauf gekündigt, so verlängter sie sich jedesmal um fünf weitere Jahre. Zur Vertretung der Gesellschaft sind die drei Gesellschafter gemeinschaftlich berechtigt, jedoch können Anschaffungen im Werte bis zu 30,00 RM. einschließlich von einem Gesellschafter allein, im Werte bis zu 100,00 RM. einschließlich von zwei Gesellschaftern gemacht werden. Amtsgericht Herne. Müh und Arbeit wer ihr Leben, Ruhe hat ihr Gott gegeben. Statt besonderer Anzeige. I. Gott dem Allmächtigen hat es gelallen, 1 heute morgen 3,30 Uhr unsere liebe Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Vv. Katharina Grast geb. Benner nach kurzer Krankheit, versehen mit den hl. Sterbesakramenten, im Alter von 65 Jahren zu sich in die Ewigkeit zu nehmen. Im Namen der trauernden Histerbliebenen: Christlan Brast. Herne, Büdingen Westerwald, Ahaus, den 2. April 1938. Die Beerdigung findet Diensrag nachmittag 4 Uhr vom Trauerhause, Bismarckstraße 90. aus statt. Das Seelenamt ist am gleichen Tage, morgens 7,10 Uhr, in der St.-Marien-Kuche. Das Rückgrat der Presse ist der Inseratenkeil. Wollen auch Sie mitwirken am Aufbau Idres Blattes. dann kaufen Sie bei den Inserenten des Herner Anzeigers! Päll ihnen das Laulen und Siehen schwer“ Dann kommen Sie am Mittwech, den S. April 1938. von 19-18 Uhr in das Hetel Schmitt. Herne. Ruf 51165 Kein Vertras! Ner Einzeiberelung durch mich brv. meine Unverbindlich sollen Sie sich überzeugen, wie ihnen das Gehen und Siehen durch meine sell jehren bewährten Bandegen bei senk-, Platt-, Knick-, Spreiz-Fuß, Frestballen, Hernhaut, Hühnereugen, Krampfadern, Ermüdens in Wade u. Kale, auch ohne Einsefort wieder Freude macht. Komme unverbindl. I. Haus. auch nach auswärts. Ruten Sie an oder legen Sie Adresse für mich in obig. Holel nieder. Albert Scheilig, Fuborthopädie, Waldenburg 1 Sa. Sohn achtbarer Eltern findet eine gute Lehrstelle in der Metzgerei Paul Schulte hattingen, Vikt.=Lutze=Str. 43 Teleion 3138 Eine Anzeise Indieser Größe 22 mm breit. 40 mm hoch kestel Nur noch M 1.60 bei Wiederhoung bis zu 20“ Pabatt Der Blinden=Verein Herne erbitkek für nachstehende Mitglieder Aufträge: Kunststickerei und Häckelarbeiten: Aenne Pützer, Schloßstraße 26. Blumen u. Kränze: Wienholk, Steinweg 4; Tel. 512 94. Schreibmaschinenarbeiten alle: Art(Abschriften, Gesuche): Otto Busse. Am Westbach 19. Strick= und Häkelarbeiten: Maria Makowiak, Nordstraße 34. Annahme von Reparakuren und Verkaufsstelle Blindenwerkstatt Städtisches Altersheim, Herne Wiescherstraße, Ruf 521 93, sowie bei Wienbolk, Steinweg 7. Ruf 51294. Blindenwerkstatt des Westfäl. Blindenvereins Ortsgruppe Herne. Jeder kann Ton- Filmen Die kommende Sensation der Lichtburg Hauptschriftleiter Dr. Leo Reiners. Herne Stellv des Haustschriftleiters Jos. Möller. Herne. Verantwortlich für Politik Dr. Arthur Ruppert, Gelsenkirchen; für Kommunalpolitik und Lokales Dr, Leo Reiners, Herne; für Unterhaltung Franz Bruns, Gelsenkirchen: für Sport Jos. Möller, Herne; für Anzeigen Josef Röttsches. Herne. Bildverantwortliche: Ressortleiker. Beiträge sind an die Schriftleitung(Heine, H.=Göting-Skr. 8) nicht an ihre einzelnen Mitglieder zu, richten. D. A. II. 38 über 3300— Druck und Verlag Roetbers& Röttsches, Herne. Jur Zeit ist Preisliste Nr. 5 gültig.— Mengenstaffel E. In jeder gewünschten Ausführung Preislisten Kataloge Briefbogen Mitteilungen Briefumschläge Rechnungen Postkarten Besuchskarten GeburtsVerlobungs= VermählungsAnzeigen Totenbriefe Totenzeltel Trauerkarten Dankkarten Zirkulare Eintrittskarten Plakate Programme Festbücher Koethersakötsches Buchdruckerei Herm.=Göring-Str. 6 Die Sensation der Lichtburg vom 8. bis 14. April Je Ro Jeder kann Ton- filmen . lassen Jielhren Monn ein Waschen ·- dann kauft er Ihnen sofort eine Waschmaschine Gelir Heiland Nerne. Banuhofsir. 3