Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn= und Feiertage. Bezugspreis halbmonatlich Mark 1.06, monatlich Mark 2.15, frei ins Haus gebeacht; durch die Post monatlich Mark 2.— einschließlich 48 Pf. Postzettungsgebühr, hierzu Bestellgeld 36 Pf.— Postscheckkonto: Dortmund 1907. Kreisanzeiger für den Stadtkreis Herne Sodinger Anzeiger„ Gerther Anzeiger Druck und Verlag: Koethers& Röttsches, Herne Hermann=Göring=Straße 8, neben der Hauptpost. Anzeigenpreise: 1 mm Raumböbe 4 Pf., im Textteil 26 Pf.; Vereinskalender(im Textteil) se mim 10 M.; Bäder und Sommerfrischenanzutgen se mm 3½ Pf. Siffer= und Auskunftsgebühr 25 Pf. Fernsprecher: Gammol=Nummer 52541„ Drahtanschrift: Anzeiger Hor#Nr. 80(Erstes Blatt) K Dienstag, den 5. April 1938 33. Jahrgang an Soneiag:„Tag des Großdeutschen Reiches“. Millionenaufmarsch des Volkes am Vorabend des Wahltages 7 Der Führer sp richt zur gesamten Nation Adolf Hitler in Klagenfurt: Kärntens jubelndes Ja Fürstbischof Dr. Heffter übermittelt den Dank des Landes an den Führer 7 Ein Meer von Fahnen Aufruf von Reichsminister Dr. Goebbels Berlin, 5. April. Der Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda, Dr. Goebbels, hat folgenden Aufruf erlassen: An das ganze deutsche Volk! Der Führer hat die deutsche Nation in ihrer Gesamtheit zum 10. April zum Bekenntnis ausgerufen. Es gilt, ein feierliches Ja=Wort abzulegen zu der geschichtlichen Tat der Wiederangliederung Oesterreichs an das Deutsche Reich, aber zugleich auch zu dem grandiosen Werk, das der Führer in fünf Jahren nationalsozialistischer Aufbauarbeit eingeleitet und durchgeführt hat. Damit erhält diese Wahl eine wahrhaft historische Bedeutung. Ueber Klassen, Stände, Berufe und Konsessionen hinweg schließt sich das ganze deutsche Volk zu einer 75=Millionen=Gemeinschaft zusammen, um vor sich selbst und vor der Welt Zeugnis abzulegen und feierlich zu bekennen, daß die Schaffung des neuen größeren Deutschland eine unwiderrufliche historische Tatsache ist, vom Führer vollzogen und von der ganzen Nation nicht nur gebilligt, sondern mit tiefer Bewunderung und dank barer Freude begrüßt. Der 10. April 1938 wird damit unauslöschlich in die Geschichte unseres Volkes übergehen. Früher stimmten wir nach Parteien ab, bekannten uns zu blassen Theorien, papierenen Programmen oder nebelhaften Forderungen. Heute aber stellt das ganze deutsche Volk sich durch sein Jawort hinter den Führer und sein Werk. Zur Einleitung dieses historischen Wahlvorganges findet am Samstag, dem 9. April, der„Tag des Großdeutschen Reiches“ statt Ganz Deutschland von Nachen bis Tilsit und von Flensburg bis Klagenfurt wird sich an diesem Tage feierlich zum Führer, zu seinem Werk und zur geschichtlichen Tat der Wiedervereinigung des deutschen Oesterreich mit dem Reiche bekennen. Mittags 12 Uhr wird der „Tag des Großdeutschen Reiches“ vom Balkon des Wiener Nathauses feierlich proklamiert. Auf das Kommando „Heißt Flaggen“ sollen in ganz Deutschland auf allen öffentlichen Gebäuden, an allen Privathäusern und Wohnungen die Fahnen des neuen Reiches hochgehen. Mit diesem feierlichen Akt tritt für das gesamte Reichsgebiet eine Verkehrsstille von zwei Minuten ein. Während dieser Verkehrsstille ertönen in ganz Deutschland alle Sirenen. Die deutschen Schiffe flaggen über die Toppen, die Lokomotiven und Triebwagen der Reichsbahn geben Signal, die Flugzeuggeschwader der deutschen Luftwasse erscheinen über Stadt und Land. In diesen zwei Minuten absoluter Verkehrsstille, die nur unterbrochen wird vom Donnern der Flugmotoren und vom Heulen der Sirenen, soll das ganze deutsche Volk sich der Groge unserer Zeit und der in ihr eingeschlossenen geschichtlichen Wende unseres nationalen Schicksals bewußt werden. Von 11,55 bis 12,05 Uhr finden in allen deutschen Betrieben Betriebsappelle statt. Ist dann zur gewohnten Zeit die Arbeit zu Ende gegangen, dann sollen die deutschen Schaffenden in Stadt und Land ihre Fabriken, Werkstätten, Büros und Aecker verlassen, sich nach Hause begeben und ihr festlichstes Gewand anlegen. In den Nachmittagsstunden marschiert das ganze Volk auf Straßen und Plätzen auf, auf denen Stand konzerte der Wehrmacht, sämtlicher Gliederungen der Partei, der Vereine und Verbände stattfinden. Um 18 Uhr werden die Geschäfte geschlossen. Um 19 Uhr beginnt dann der Millionenaufmarsch des Volkes zum letzten Generalappell. Unter Vorantritt aller Kapellen begeben sich die deutschen Menschen zu den von der Partei und ihren Gliederungen bekanntgemachten Sälen und freien Plätzen. Um 20 Uhr richtet der Führer von Wien aus seine letzte große Ansprache an die gesamte deutsche Nation. Keiner im ganzen Reich, der nicht in dieser geschichtlichen Stunde mitten im Volke Zeuge dieses Generalappells der Nation sein wollte. Nach der Rede des Führers wird von Wien aus das Niedetländische Dankgebet angestimmt, das im ganzen Reich auf allen Plätzen, in allen Sälen, in Lokalen und Privatwohnungen feierlich mitgesungen wird. Von den Türmen unserer Kirchen werden die Glocen ihre ehernen Stimmen in diesen Bitt= und Dankgesang eines ganzen Volkes miteinklingen lassen. Auf allen Höhen des Reiches entbrennen in diesem Augenblick die Freudenfeuer, die der ganzen Welt kundtun sollen, daß nun der Tag der feierlichen Bestätigung der historischen Tat des Führers durch das Volk selbst anbricht. In stolzer Freude werden sich darauf die Millionenmassen unseres Volkes durch die Straßen bewegen. Eine Nacht trennt uns dann nur noch von einem historischen Wahlgang, der Zeugnis ablegen soll von der Einigkeit unseres Volkes, von der Macht unseres Reiches und von der Größe unserer Nation. Deutsche in Stadt und Land! Rüstet für diesen letzten großen Generalappell unseres Volkes am dem Tag des Großdeutschen Reiches! Samstag, dem 9. April. Es lebe der Führer! Es lebe unser Volk und unser Reich! Berlin, den 5. April 1938. Der Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda: (gez.) Dr. Goebbels. Glückliche Klagenfurt, 4. April. Seit Freitag offiziell bekannt wurde, daß Adolf Hitler am Montag in Klagenfurt eintreffen werde, herrscht in der Landeshauptstadt fieberhaftes Treiben. Das Straßenbild wurde zu Ehren des Führers so schön und festlich gestaltet, wie man es nur konnte. In den Hauptstraßen ragen hohe Säulen mit Hakenkreuzen. In der Nacht wurden riesige Mengen von Reisig herbeigeschafft, mit Goldbändern umschlagen, schmücken sie nun die Häuser, die außerdem reichen Flaggen= und Wimpelschmuck tragen. Die Schaufenster werden von Bildern des Führers beherrscht. Heute vormittag gleichen die Straßen und Plätze einem einzigen Flaggenmeer. Seit Samstag treffen mit Kraftwagen und Lastwagen ununterbrochen aus allen Teilen des Landes Menschenmassen ein. Sonntag und Montag rollten die Züge an, denen Tausende von Menschen entstiegen. Lastwagen, vollgepfropft mit SA.=Männern, fahren auf den Straßen zur Stadt. Bereits der Sonntag zeigte im Straßenbild von Klagenfurt einen noch nie gesehenen Verkehr. Die Landbevölkerung, zum Teil in den schönsten Trachten, belebt seitdem Straßen und Plätze und veranstaltet Umzüge mit Trachtenkapellen. Nach amtlichen Schätzungen sind bisher gegen 150 000 Menschen nach Klagenfurt gekommen. In dieser für Kärntener Verhältnisse ungeheuren Zahl allein„liegt schon ein machtvolles Bekenntnis des Landes zum Führer und der nationalsozialistischen Idee. Hier dieses Volk an des großen Deutschen Reiches südlichster Grenze hält treue Wacht. Um 14 Uhr, nach einer Fahrt von viereinhalb Stunden unvergeßlicher Eindrücke, läuft der Sonderzug des Führers in Klagenfurt ein. Auf dem Bahnsteig. der kurz vorher noch erfüllt war von dem Jubel der mit Sonderzügen gekommenen Menschen, herrscht nun feierliches Schweigen. SS.=Obergruppenführer Lorenz, der Leiter der Volksdeutschen Mittelstelle, ist der erste, dem der Führer nach Verlassen des Zuges die Hand drückt Dann stellen sich SA.= und SS.=Führer vor. Adolf Wagner, der Gauleiter von München=Oberbayern, tritt mit dem Staatsminister a. D. Esser und Offizieren vor. Auf dem Bahnhofsvorplatz schreitet der Führer langsam die Reihen der österreichischen Insanterie ab, dann die Fronten der Ehrenkompagnie des bayerischen Jägerbataillons. der Ehrenkompagnie der Luftwaffe und einer Hundertschaft Schutzpolizei. Schließlich begrüßt er die Ehrenkompagnie der Leibstandarte, die mit ihren Feldzeichen präsentiert. Unter dem brausenden Beifall und der überschäumenden Freude der aus dem ganzen Gau zusammengeeilten Menschen besteigt dann der Führer seinen Wagen und fährt langsam zum Rathaus. Die Fahrt geht durch ein 14faches Spalier von Menschen, die sich an den Seiten der Straßen wie in einem Amphitheater noch bis zu den Fenstern des ersten Stockwerkes der Häuser aufgebaut haben, zum Platz. der heute den Namen des Führers trägt. Vor dem Rathaus stehen in purpurroten Leibröcken, weißen Hosen und schwarzen Stulvenstiefeln die Männer der Bürgergarde von St. Veit. Im Rathaus stehen vor den großen bunten Gobelins. auf bunten Teppichen, mit dem Fürstbischof Dr. Heffter und dem Senior der evangelischen Geistlichkeit Pichel an der Svitze. hohe Beamte und die Führerinnen der Frauenschaft und des BDM.: daneben die neuen Kreisleiter des Gaues Kärnten mit dem Landesrat Maier=Kaibitsch, dem Beauftragten für die Minderheitenfrage in Kärnten und dem ehemaligen Landeshauptmann Lehmisch, dem Führer des Abwehrkampfes im Jahre 1920. Der Fürstbischof tritt vor. Er dankt dem Führer und Reichskanzler dafür, daß er wieder Glück in das Land bringe und spricht die Ueberzeugung aus, daß sus der Friede auch in Oesterreich wieder einziehe. Ehrenbürger von Klagenfurt Der Bürgermeister bittet Adolf Hitler dann. die Ehrenbürgerschaft der Stadt Klagenfurt anzunehmen. dieser Stadt, die von jeher im Brennpunkt des Kampfes um deutsches Volkstum gestanden habe. Er überreicht dem Führer die Urkunde der Ehrenbürgerschaft, die in künstlerischer Ausgestaltung die Worte trägt:„Dem Einiger des deutschen Volkes Adolf Hitler in tiefster Dankbarkeit. Landeshauptstadt Klagenfurt.“ In zu Herzen gehenden Worten dankt der Führer der Bevölkerung von Klagenfurt und ganz Kärnten für den Empfang. der ihm zuteil wurde. Er gedenkt der schweren Zeiten, die Kärnten nach den unseligen Friedensschlüssen und in den letzten Jahren des politischen Kampfes durchlebt hat.„Es wird jetzt die Aufgabe von uns allen sein", so erklärt er,„alle diese Wunden immer mehr zu heilen und dieses wunderbare schöne Land einzugliedern als eine Perle in dem Kranz unseres wunderbaren deutschen Vaterlandes.“ Vorbei an dem Fürstbischof, den der Führer beim Eintritt herzlich begrüßt hatte, geht der Führer nun hinaus aus dem mit goldenem Lorbeer geschmückten Saal und erscheint nach kurzem Augenblick wieder inmitten der Volksmenge am Portal des Rathauses. Ihr hatte der feierliche Akt fast zu lange gedauert und ununterbrochen hatte sie ihre Sprechchöre zu den Fenstern bochschallen lassen. Nun fährt der Führer langsam um den Platz ine Hotel„Zum Sandwirt“, wo sich die Menge in 40 Reihen hintereinander staut und. nachdem der Führer das Hotel betreten hat, inbrünstig das Deutschlandlied singt. Der Führer ist noch einmal auf den mit goldenem Lorbeer geschmückten Balkon des niedrigen Hauses, das nach dem Freiheitshelden eines vergangenen Jahrhunderts benannt wurde, hervorgetreten. Was diese Menschen bewegt, auf die er schaut, das spiegelt sich in ihren glückstrahlenden Augen. Seit Tagen ist es auch in allen Blättern dieses Landes zu lesen, nicht zuletzt in dem Klagenfurter national=slowenischen Blatt, das in einer besonders großen Ausgabe die Minderheitenbevölkerung auffordert, mit Ja zu stimmen. Und die Staatsbürger slowenischer Nationalität sind auch jetzt in gleicher Begeisterung erschienen wie die DeutschOesterreicher: wissen sie doch, daß das mit dem benachbarten jugoslawischen Staat befreundete Dritte Reich sie schützen wid. Zwischen den präsentierten Gewehren tritt Adolf Hitler aus dem Hause. besteigt sofort den Wagen, um stehend und immer wieder grüßend zur Kundgebungsstätte zu fahren. Die Straßen sind eng. Die Heilrufe brechen sich an den Häuserwänden. Nun fährt der Führer über den Platz durch die von den hier stehenden 50000 Menschen freigelassenen Gassen. Die Arme fliegen ihm entgegen. Dann wendet sich der Wagen wieder dem Eingang der Festhalle zu. Ein kleines Mädchen in blauem Kleide und einer großen weißen Seidenschleife in den Locken steht allein am Eingang und reicht dem Führer lächelnd einen Strauß roter Nelken. Adolf Hitler nimmt die Blumen gerührt entgegen. Dann strafft sich seine Gestalt Er schreitet auf den goldenen Adler am Ende der Halle, wo die Kanzel errichtet ist. zu. Kärnten grüßt den Führer Ein Rauschen von Heilrusen dringt von drauben in die Halle. Der Gauleiter des Traditionsgaues MünchenOberbauern. Adolf Wagner, erscheint In seiner einleitenden Ansprache überbringt er die Grüße der Hauptstadt der Bewegung. spricht von dem seierlichen Bekenntnis der Volksgenossen in Bayern zu den Brüdern in Oesterreich und sagt, wie ungeheuer glücklich die Menschen im alten Neichsgebiet über die Ereignisse sind, die sich hier in Oesterreich abspielten. Unter tosenden SiegHeil=Rufen stellt Adolf Wagner fest, daß es das Herrlichste sei. wie sich das deutsche Oesterreich mit offenem Herzen zu Adolf Hitler bekannt habe. Nichts anderes können wir, so schließt Adolf Wagner, als im gleichen Schritt und Tritt diesem Manne folgen, immer wissend, daß das. was er tut, richtig und gut ist. Unser Bekenntnis nicht nur jetzt, sondern in aller Zukunft heißt: Adolf Hitler, wir gehören dir: Adolf Hitler, wir folgen dir. Die Tausende drinnen und die Hunderttausend draußen sprechen tief ergriffen die Schlußworte mit: Ein Volk— ein Reich— ein Führer! Und nun kommt die Stunde, die so lange von den Deutschen in Kärnten herbeigesehnt worden ist: der Führer ist da, er betritt die Halle. Hier empfängt ihn eine Welle des Jubels, wie wir sie von all den großartigen Wahlkundgebungen kennen, die zu beschreiben aber niemals gelingen wird. Man spürt die leidenschaftschaftliche Freude dieser Menschen der Südostmark. nun endlich den Mann, der jetzt auch ihr Führer ist, hier in ihrer Mitte zu sehen. Angesichts der Oufer und der Not kommt ihr Jubel wahr'ich aus besonders ergriffenem Herzen. Unter den Klängen des Badenweiler Marsches wird der Führer vom Kärtner Gauleiter Kutschera und vom Gauleiter Adolf Wagner zu seinem Platz geleitet. Fesitag aller Deutschen Die ganze Nation ist aufgerufen. Am Vorabend der Volksabstimmung werden die 75 Millionen Graßdeutschlands an dem größten Nationalfest teilnehmen, das je gefeiert worden ist. Dieser General=Appell wird der würdige Auftakt zum 10. April, dem Tag des Bekenntnisses, werden. Ueberall in deutschen Landen zwischen Aachen und Tilsit, Hamburg und Graz marschieren zur gleichen Stunde die Millionen auf. Jede Stadt, jedes Dorf wird Feststätte sein. Und alle werden vereint sein in einer ungeheuren Hörergemeinschaft, um Zeuge der Rede zu sein, mit der Adolf Hitler die grandiose Deutschlandfahrt abschließt. Wir alle haben in diesen denkwürdigen Tagen gelesen und am Lautsprecher gehört, mit welchem nie erlebten Jubel jeder Gau den Führer gefeiert hat. Jeder wollte dem Führer seinen Dank für die historische Tat aussprechen. Die Berichterstatter bekannten, daß an den Höhepunkten der Deutschlandfahrt, in Köln, München und Graz, die Kunst der Schilderung nicht ausreichte, Dolmetsch dieser Begeisterung zu sein. Zu Hunderttausenden strömten die Menschen von Stadt und Land zusammen und jubelten dem Führer zu. Am Samstag soll der Jubel dieser großen Bekenntnistage noch einmal zusammenklingen zu einem gewaltigen Akkord des Dankes und der Begeisterung. * Ein Jubelakkord der Freude wird es sein: Endlich geht die Sehnsucht vieler Generationen in Erfüllung. Alle Deutschen feiern gemeinsam das deutsche Fest. Wird der 10. April die Krönung des großen Geschehens sein, das am 13. März begann, so soll der 9. April immer in unserem Gedenken fortleben als der Tag des großdeutschen Manisestes. Es ist ein herrlicher Gedanke, das Volk in seiner Gesamtheit zu diesem Appell der Freude und des Dankes aufzurufen. Niemand von allen denen, die dann durch die festlich geschmückten Straßen und Gassen wandern, hochgestimmt im Gefühl der großen Stunde, wird je diesen Tag vergessen können. Für unsere Jugend wird dieses Bewußtwerden der Gegenwartsgeschichte unersetzlich sein. Denn von diesem Tage ab ist die neue Karte von Großdeutschland, ein stolzes Bild der Grenzlinien, keine „neue" Vorstellung mehr. Das ganze Deutschland soll es sein, sangen wir früher. Heuteistesdas ganze Deutschland! Wir erleben die Wiedervereinigung als Wahrheit und glückerfüllte Gegenwart. In den Klang der Glocken der Dome am Rhein fallen die jubelnden Erzstimmen vom Turm des Stephansdomes ein. Welch eine Symphonie über ganz Deutschland: Alle Glocken läuten über Stadt und Land. * Kein Deutscher ist von diesem Fest Großdeutschlands ausgeschlossen. Es gibt keinen Unterschied der Bekenntnisse und der Stände. Denn Deutsche kamen am 13. März zu Deutschen, sie gehören in ein gemeinsames Reich, weil Gott sie zueinander schuf. Es gibt keine Grenzen der christlichen Konfessionen, überhaupt keine inneren Grenzen mehr zwischen Deutschen. Alle leben im deutschen Raum unter einem gemeinsamen Schicksal. Und alle stehen vor den gemeinschaftlichen Aufgaben, die der Führer in seinen großen und zündenden Reden aufgezeigt hat. Der Fürstbischof Dr. Heffter hat gestern i Klagenfurt dem Führer die Hand gereicht und den Dank dafür ausgesprochen, daß er wieder Glück in das Land bringe. Ein symbolischer Vorgang: In dieser geschichtlichen Stunde stehen alle Deutschen zusammen. Unter Vergangenes ist ein Strich gezogen. Alle heben die Schwurhand: Das ganze Deutschland soll es sein! Dr. R. Er begrüßt dabei mit Handschlag die Hinterbliebenen der ermordeten Kämvfer der Bewegung und die verdientesten Kämpfer aus der illegalen Zeit. Nach herzlichen Grußworten des Gauleiters Kutschera, in denen er unter dem Jubel der Menge gelobte, in aller Zukunft zum Führer zu stehen, wenn es sein muß, bis in den Tod. betritt der Führer das Podium. Minutenlange Heilrufe und Sprechchöre grüßen ihn. Der Führer spricht Als dann der Führer beginnt, liegt gespannteste Aufmerksamkeit über der Menge. Alles hält den Atem an, als er von dem weiten und schmerzlichen Wege spricht, den unser Volk aus der Not bis zum Siege zurücklegen mußte. Und wieder braust der Jubel auf, als der Führer seine jetzige Fahrt durch Großdeutschland schildert, als er davon spricht, daß er vor wenigen Tagen noch in der nördlichsten Ostmark des Reiches geweilt habe und daß er jetzt in der südlichsten denselben Jubel und dieselben deutschen Menschen vorgefunden habe Aufbrausende Heilrufe und improvisierte Sprechchöre wechseln mit gespannter und atemloser Stille wahrend der packenden Schilderung, wie die nationalsozialistische Bewegung die frühere Klassentrennung und die innere Zerrissenheit Deutschlands durch unermüdlichen Einsatz überwand. Und erneut braust der Beifall aus. als der Führer dabei erklärt er sei auf seinen vielen Fahrten durch alle deutschen Gaue häufig monatelang nicht zwei Nächte nacheinander in demselben Quartier gewesen. Notizen Die deutsche Reichsbahn wird zur Wiederbelebung der österreichischen Wirtschaft Aufträge im Werte von 45 Millionen Schilling sofort an die österreichische Fabrzeugindustrie in Wien und Gras vergeden. Sieben Meilen südwestlich von Terschelling=Feuerschift fand am Montag die feierliche Begrüßung der von der Trivoliszuaort beimkebrenden KdF.=Flotte durch das neue KdF.=Schiff„Wilbelm Gustloff" statt. * Am Donnerstaa wird der Stellvertreter des Führers von Wien aus zur österreichischen Arbeiterschaft sprechen, die in ihren Betrieben zum Gemeinschaftsempfang zusammentrikt. Außer den bisber gemeldeten 45 Sonderzügen werden noch weitere 35 Transporte mit österreichischen Kindern bis zum 10. April im alten Reichsgebiet eintreffen, sodaß sich bis dabin 40000 Kinder bei deutschen Pflegeeltern definden. * Der Reichsminister des Innern. Dr. Frick, hat das „Internationale Olymvische Institut“ mit dem Sitz in Berlin in Form einer Stiftung errichtet. * Bei dem Brand auf dem Rennplatz Daalfina bei München wurde die ganze Tribüne mit den Wirtschaitsräumen, Verkaufstiosken und einigen Totalisatorschaltern vernichtet. Aber auf diesen Fahrten durch ganz Deutschland habe er sein Volk und sein Land kennengelernt, wie wohl kaum ein Staatsmann. Er habe in ganz Deutschland seine Heimat gefunden, aber er habe dabei niemals seine engere Heimat vergessen, und er habe nun in den letzten Wochen mit ganz besonderer Freude und mit tiefer Bewegung feststellen können, daß auch seine Heimat ihn nicht vergessen habe. Und wieder dankt die Südostmark das Bekenntnis des Führers mit bekennenden Rufen der Liebe und der leidenschaftlichen Treue, mit Rufen und Jubel, die kein Ende nehmen wollen. Gerade hier in Kärnten, wo man in langen Jahren mit Sehnsucht zum Dritten Reiche hinüberblickte, findet das besonderes Verständnis, was nun der Führer mit der Kraft der Ueberzeugung von der Einheit der Nation und von der nationalsozialistischen Aufgabe der Erziehung der lebenden und der künftigen Geschlechter sagt und was dem einen großen Ziel gilt: der Ueberwindung aller Gegensätze. der Schaffung einer geschlossenen Volks= und Hilisgemeinschaft. Mit tosender Zustimmung nehmen sie die Worte des Führers auf, daß das deutsche Volk in Oesterreich nicht dauernd gegen seinen Willen vom Reich getrennt bleiben könnte. und immer wieder aufs neue erzittert die Halle bei den Beifallsstürmen, die dann wieder von empörten Pfuirufen erfüllt ist, als der Führer die letzten entscheidenden Verhandlungen mit Schuschnigs schildert. Die Massen hier wissen nichts von einer eigenen Mission Oesterreichs im Sinne des wortbrüchigen Schuschnigg. aber sie bekennen vor ihrem Führer ihr gottgegebenes deutsches Volkstum. Sie danken dem Führer dafür, daß er den Toten der Bewegung in Oesterreich. die als Opfer des Kampfes um die deutsche Einheit gefallen sind. die höchsten Ehren erweist, sie danken ihm. daß er ihre Mission erfüllt bat. Tiefer Ernst erfüllt die Tausende bei den ergreifenden Worten des Führers:„Wer an Gott glaubt, der muß bekennen: Wenn sich in drei Tagen ein Völkerschicksal wendet, dann ist das ein Gottesgericht!" Es ist ein Schwur des deutschen Volkes in Kärnten. der Führer, immer wieder von einem jubeinden Orkan überquellender Begeisterung unterbrochen, erklärt. daß am 10. April nicht nur Oesterreich allein, daß ganz Deutschland aufstehen muß. Deutschland vom Nordmeer die zu den Karawanken. und sein Bekenntnis ablegen wird vor der Geschichte. Kärnten leistet mit tosender Begeisterung den Schwur, den der Führer fordert, als er in seinen letzten Worten zur Schaffung Großdeutschlands auf ruft: „Jetzt. deutsches Volk. halt“ es fest in Deiner Faust und laß' es niemals Dir entwinden!" Und der Schwur wird bekräftigt mit dem feierlichen Gesang der Lieder der Nation. Auch Kärnten hat sich zur unverbrüchlichen Gesolgschaftstreue gegenüber dem Schövfer Grohdeutschlands bekannt. Klagenfurt, 4. Avril. Der Gauleiter und der Landeshauotmann von Kärnten veröffentlichen folgende Kundgebung: Die größte geschichtliche Stunde hat sich erfüllt, der Führer betritt Kärntner Boden. Das ganze Kärntner Volk grüßt ihn aus tiefstem Herzen, es dankt dem Schickal, daß es sobald schon nach der Tat der Befreiung im äußersten Süden des großen Deutschen Reiches seinem Führer zujubeln dars. Das Kärntner Volk tut dies in dem stolzen Bewußtsein, dem Führer ein freies. ungeteiltes und sicher behütetes Grenzland überbringen zu können. Der größte Dank aber sei dem Führer aus jubelndem Herzen dafür gegeben, daß er uns Kärntnern die Wacht im Süden des Großdeutschen Reiches anvertraut hat. Kärnten war seinem Führer treu in Not und Leid und bleibt ihm treu im Glück und in der tiefen Freude. daß es nun endlich heimgefunden hat. Wirtschaftliche Wiedervereinigung Eine richtungweisende Rede des Reichswirtschaftsministers Funk in Wien Wien, 4. Avril. Im Konzerthaus in Wien, das bis aus den letzten Platz besetzt war, sprachen am Montagvormittag Reichswirtschaftsminister Funk und Reichsorganisationsleiter Dr. Ley vor den deutsch=österreichischen Wirtschaftsführern. vielen Abordnungen aus industriellen Werken und zahlreichen Vertretern von Staat und Partei. Unter dem lebhaften Beifall der Zuhörer, die die Ausführungen aufmerksam verfolgten, hielt Reichswirtschaftsminister Funk eine großangelegte Rede. Anschließend sprach der Leiter der Deutschen Arbeitsfront. Reichsorganisationsleiter Dr. Ley. der in den Mittelpunkt seiner Ausführungen den schaffenden deutschen Menschen stellte, dem Wirtschaft. Kultur und Staat zu dienen haben. Die Ausführungen beider Redner wurden von den anwesenden Wirtschaftsführern mit lebhaftem Beifall ausgenommen. Im Ueberschwang der Gefühle dieses großdeutschen Frühlings, in dem aufrüttelnden Erlebnis dieser herrlichen Tage fällt es schwer, in der nüchternen Sprache des Wirtschaftlers über Tatsachen und Probleme zu sprechen, die das große Ereignis ausgelöst hat, das seit drei Wochen das weltpolitische Geschehen beherrscht. Die Vereinigung Oesterreichs mit dem Reich müssen auch die Wirtschaftspolitiker und der praktische Wirtschaftler bei allen ihren Ueberlegungen und Entscheidungen in erster Linie von den großen staats= und volkspolitischen Gesichtspunkten aus betrachten, denn die staats= und volkspolitischen Vorgänge sind die primären; von ihrer Bedeutung und Gestaltung ist das Wirtschaftsleben abhängig; nach ihnen muß sich die Wirtschaft ausrichten und einrichten. Dieses Primat der Politik wird sogleich sichtbar, wenn man die geschichtliche Entwicklung des großdeutschen Gedankens betrachtet. Die Vereinigung Oesterreichs mit dem übrigen Deutschland zu einem Großdeutschland ist nicht nur eine tausendjährige Sehnsucht aller guten Deutschen und der Inhalt einer mehr als hundertjährigen politischen Forderung, sondern auch ein evenso altes wirtschaftspolitisches Problem. Der stärkste Verfechter einer einheitlichen großdeutschen Wirtschaftspolitik war kein geringerer als der große deutsche Nationalökonom Friedrich List, der schon 1820 vor dem österreichischen Kaiser Franz die Notwendigkeit dieses wirtschaftlichen Zusammenschlusses auf dem Wege einer Zollunion begründet hat. Auch in der Nationalversammlung von 1848 war ein geschlossenes großdeutsches Zoll= und Handelsgebiet in Aussicht genommen, und durch alle seitdem verflossenen Jahrzehnte hindurch ist dieser Gedanke von Jeir zu Zeit immer wieder aufgenommen worden. Er hat insbesondere in der Nachkriegszeit die Politik und die Wirtschaft bis in die jüngsten Zeiten hinein dauernd beschäftigt. Die Erinnerung an diesen Vorgang ist heute angesichts der vollzogenen Tatsache der Vereinigung besonders lehrreich und wichtig. Auch die Geschichte des großdeutschen Wirtschaftsstrebens lehrt uns, daß stets die politische Tat der wirtschaftlichen Tat vorausgehen muß, um diese wirksam werden zu lassen. Ohne ein politisches Großdeutschland konnte es nie ein wirtschaftliches Großdeutschland geben! Alle Versuche einer Zoll= und Wirtschaftsunion ohne staatspolitische Einheit mußten scheitern, weil die politischen Antriebskräfte immer erst die Voraussetzungen für die Begründung wirtschaftlicher Machteinflüsse schaffen. Die politischen Kräfte Großdeutschlands, also die Kräfte der nationalsozialistischen Bewegung, werden nunmehr auch vie Wirtschaftsführung in Oesterreich bestimmen. Der Nationalsozialismus hat nicht nur ein neues völkisches und politisches Ideal geschaffen und das deutsche Volk in diesem Ideal geeinigt, sondern er hat auch eine neue Wirtschaftsauffassung begründet. Und diese Wirtschaftsauffassung war die Voraussetzung für den gewaltigen deutschen Wirtschaftsaufstieg. Die deutsche Wirtschaft steht festgefügt in der vom Führer geschaffenen deutschen Volksgemeinschaft. Es gibt im nationalsozialistischen Deutschland keine Klassenkämpfe und sozialen Gegensätze, keine Arbeitgeber= und Arbeitnehmerorganisationen, keine Streiks und Aussperrungen. Es herrscht sozialer Friede. Der Arbeitsfriede wurde das feste Fundament für den Wiederaufstieg der deutschen Wirtschaft. Die in der ganzen Welt bewunderten Leistungen des deutschen Unternehmers und des deutschen Arbeiters konnten nur auf dieser Grundlage vollbracht werden. Die Arbeit hat im nationalsozialistischen Deutschland nicht nur einen völlig neuen politischen, sozialen und ethischen Wert bekommen, womit der deutsche Arbeiter zum vornehmsten Träger dieser idealen Schaffensgemeinschaft und seine Arbeit geachtet wurde, die Arbeit ist darüber hinaus als die einzige und wahre Grundlage des Volkswohlstandes überhaupt erkannt und anerkannt worden. Die Arbeit ist auch die Grundlage für unsere Währung und die Deckung für unser Geld geworden, und wir sind Anaufhaltsam voran: 9 Kilometer vor Tortosa Die Bolschewisten in Süd=Aragon in voller Auflösung Salamanca, 4. Avril. Der nationale Heeresbericht besagt u. a., daß die nationalspanischen Truppen in Fortsetzung ihres Vormarsches im Norden Leridas acht Ortschaften eroberten. Sie erbeuteten in diesem Abschnitt besonders große Mengen Kreismaterial und machten mehrere hundert Gejangene. Im Abschnitt Jaca rückten die Kolonnen auf der Straße Diescas—Broto vor und besetzten mehrere Dörser Der Vormarsch war jedoch in diesem Abschnitt insosern behindert, als es den Bolschewisten gelungen war. sämtliche Brücken zu sprengen. Auch ein Eisenbahntunnel war durch Sprengungen zerstört worden. Im Süden der erwähnten Straße eroberten die nationalspanischen Truppen fünf Ortschaften. Im Süden der Provinz Aragon waren die Legionäre wieder erfolgreich. Sie besetzten südlich van Gandesa an der Straße nach Tortosa den Ort Pinell und drangen weiter in das Pauls=Gebirge vor. Sie machten über 300 Gefangene, unter denen sich 200 Mitglieder einer internationalen Brigade befanden. In diesem Abschnitt wurden am Samstag und Sonntag zehn sowjetrussische Tanks erbeutet. Saragossa, 4. April. Die spanischen Nationaltruppen setzen ihren Siegeszug in Eilmärschen auf die Küste zu fort. Die entscheidensten Erfolge erzielte die Kolonne des Generals Valins, die, von Gandesa südwärts vordringend. den Paß, der das Razas=Gebirge und das Cardo=Gebirge verbindet, überschritt und bis neun Kilometer vor Tortosa kam. Dabei wurde der Ort Cherta im Ebro=Tal besetzt. Auch an den anderen Abschnitten erzielten die nationalen Truppen bedeutende Erfolge. Im südlichen Aragon befinden sich die Boschewisten in völliger Auflösung. Die Bedeutung der Einnahme Leridas Bilbao, 4. Aoril. Mit dem Fall von Lerida ist die Hauptstadt der gleichnamige katalanischen Provinz. eine Stadt von 30000 Einwohnern, mit Textilindustrie. Verarbeitungsindustrie für landwirtschaftliche Erzeugnisse. ferner mit mehreren bedeutenden Kriegsmaterialfabriken. die teilweise erst von den Bolschewisten angelegt worden sind. in den Besitz der Nationalen gekommen. Die Provinz Lerida ist die landwirtschaftlich wichtigste Kataloniens. Lerida ist auch der Mittelpunkt der wichtigsten Eisenbahn= und Straßenverbindungen nach allen Himmelsrichtungen. Durch die Einnahme Leridas bricht notwendigerweise das gesamte noch unter der Heerschaft der Roten befindliche, westlich der senkrechten Linie Lerida—Purenäen liegende Gebiet zusammen, da es in den Purenden und ihren Ausläufern keine Westostverbindungen, weder für Straßen noch für Bahnen, gibt. Direkte Bahnverbindungen bestehen von Lerida nach Saragossa, Barcelona, Tarragona. Die Entfernung bis Tarragona beträgt 70 Klm., bis zur Grenze der Provinz Barcelona 60 Klm. Madrid unter heftigem Feuer Paris, 4. April. Havas meldet aus Madrid die Stadt habe am Sonntag die schwerste Artilleriebeschießung seit dem 24. November 1937 erlebt. Zwei Stunden lang sei ein wahrer Hagel von Granaten auf militärische Punkte in der Stadt niedergegangen. der Ueberzeugung, daß dies die beste und sicherste Deckunfür das Geld ist, die es überhaupt gibt. Jede Reichsmark die in Deutschland ausbezahlt wird, muß erarbeitet sein, Auf diese Weise kann es in Deutschland nie eine Inslation geben. Wir sind ohne Gold und Devisen reicher geworden, während andere Länder mit einem Ueberfluß an Gold und Devisen armer geworden sind. Und zudem sind wir freier geworden. Es hat allerdings einer gewaltigen Kraftanstrengung bedurft, um diese grundlegende Umstellung der deutschen Wirtschaftsführung mit einem so durchschlagenden Erfolg durchzuführen, und möglich war dies überhaupt nur unter dem Einfluß einer autoritären Staatsführung in einer gut organisierten und straff geleiteten Wirtschaft. Nun gilt es, die österreichische Wirtschaft in den deutschen Wirtschaftsaufschwung miteinzubeziehen und das großdeutsche Wirtschaftsleben allmählich einheitlich zu führen und zu gestalten. Diese Aufgabe hat uns vor zum Teil recht schwierige Probleme gestellt, denn die Lage und Lenkung der österreichischen Wirtschaft war bisher grunoverschieden von der des Reiches: eine andere Währung, andere Devisengesetze, eine andere Geldund Kreditpolitik, unterschiedliche Preise, Zinsen, Löhne, eine unterschiedliche Kaufkraft, andere Steuer= u. Sozialgesetze, ein anderes Wirtschaftsrecht, andere Handelsverträge und dabei noch eine völlig verschiedene Konjunkturlage. Hätten wir die deutschen Wirtschaftsgesetze einfach auf Oesterreich übertragen, so wäre eine völlige Verwirrung und Lähmung in der österreichischen Wirtschaft die Folge gewesen. Wir mußten das Eigenleben der österreichischen Wirtschaft weitgehend schonen und schützen. Wie ist nun das Bild der gegenwärtigen österreichischen Wirtschaft? Die jahrelange schwere Depression war hervorgerufen durch die Friedensdiktate, die die österreichische Wirtschaft in einen unzureichenden Lebensraum ohne ein natürliches Absatzland und ohne das erforderliche wirtschaftliche Hinterland hineinpreßten. Die Diktatstaaten gaben Oesterreich Auslandsanleihen zu Wucherzinsen (Internationale Bundesanleihe 7 Proz.!), deren Verzinsung und Tilgung nur durch eine scharfe Deflationspolitik möglich war. Eine solche Wirtschaftspolitik bedingt stark gedrückte Preise und Löhne, um den Export forcieren zu können, gleichzeitig unerträglichen Steuerdruck und ungesunde Lebensbedingungen. In der gleichen Zeit, in der in Deutschland in den letzten 5 Jahren der Verbrauch an Lebensmitteln pro Kopf der Bevölkerung dauernd kräftig stieg, ging in Oesterreich der Verbrauch an Brot, Fleisch, Fett, Milch und Eiern dauernd zurück. Die österreichische Wirtschaftsnot fand ihren furchtbarsten Ausdruck in der Tatsache, daß der Geburtenüberschuß sich ständig verminderte und in den letzten Jahren Oesterreich als einziges europäisches Land weniger Geburten als Sterbefälle zu verzeichnen hatte. Eine andere Folge dieser verhängnisvollen Wirtschaftspolitik war die ständig steigende Zahl der Arbeitslosen Die sichtbare Arbeitslosigkeit drückt sich in der Zahl von 370000 Erwerbslosen zu Ende des Jahres 1937 aus, wozu noch zirka 300000 unsichtbare Arbeitslose kommen. Jeder 10. österreichische Staatsbürger war also erwerbslos, und wenn man die Familienangehörigen dazuzählt, war etwa ein Fünftel der Gesamtbevölkerung ohne ausreichende Versorgung. Von den gesamten Erwerbspersonen(3,2 Millionen) waren mehr als ein Fünftel arbeitslos. Der unerträgliche Steuerdruck führte zu einer ständig wachsenden Verschuldung der Unternehmer, insbesondere der kleinen Gewerbetreibenden und der Bauern. Die Steuern mußten bei diesen vielfach zwangsweise eingezogen werden. Durch den Anschluß an das Reich tritt nun eine völlig neue Situation ein. Diese bedingt eine Umkehr und Abkehr von dem bieherigen Kurs und von den bieherigen Grundsätzen und Methoden. Es müssen jetzt auch in der österreichischen Wirtschaft die Wege beschritten werden, die die deutsche Wirtschaft in den verflossenen 5 Jahren unter nationalsozialistischer Führung zu einem gewaltigen Aufschwung emporgeführt und die Lebenogrundlagen des deutschen Volkes gesichert haben. Der erste, und zwar der bedeutungsvollste Schritt geschah auf dem Gebiete der Die österreichische Schillingwährung wurde nach Beendigung der Inflation mit ausländischer Finanzhilfe eingeführt. Sie konnte sich jedoch nur eine Reihe von Jahren stabil halten, und zwar nur dadurch, daß die Stabilität von der österreichischen Wirtschaft und dem gesamten österreichischen schaffenden Volk durch einen schweren Deflationsdruck bezahlt wurde. Trotz alledem konnte die frühere österreichische Regierung die Währung nicht stabil halten, sondern mußte infolge des sich ständig mehr bemerkbar machenden Wirtschaftsniederganges 31. Fortsetzung. Die Trina will aufstehen, aber da steht der Fremde schon auf der Schwelle Die Reisemütze in der Hand, grüßt er freundlich, nickt Annemarie fast kameradschaftlich zu und dann der Trina. Flüchtig schweift sein Blick durch das einfache Zimmer, das von dem Licht einer Petroleumlampe matt erhellt wird. „Ja, da bin ich, kleines Fräulein, Frau Fink. Wie versprochen. Ihte Tochter hat Ihnen vielleicht schon gesagt, daß ich kommen würde, einige Kräuter zu holen. Vielleicht, wenn Sie auch zubereitete Tropfen haben. Das Herz kann gelegentlich einen kleinen Antrieb vertragen, ja. Ach so. Schmidt, mein Name.“ Er reicht der Trina freundlich die Hand und hält mit der andern einige Augenblicke die Rechte Annemartes fest. Trina Fink ist aufgestanden. Ihre Augen sind weiter als sonst geöffnet. So starrt sie einige Augenblicke lang den abendlichen Besucher groß an. Auch der blickt ernst in ihr Gesicht. „Ich wohne im Krug von Peter Malle“, sagt er beiläufig.„Man hatte mir dort erzählt, daß Sie von Kräutern und Mixturen viel verstehen und ich bin mehr für Naturheilmethoden als für Medizinen. Man muß solche Gelegenheiten ausnutzen.“ Trina Fink geht langsam, etwas schlursend, zu einem Schrank hinüber. Mit langsamen Bewegungen öffnet sie ein Schubfach, in dem kleine Fläschchen stehen Annemarie lehnt an der Rüchentür und wundert sich, wie langsam ihre Mutter da hantiert. Aber es hat schon seinen besonderen Grund. Was Annemarie nicht sonderlich aufgefallen ist. Trina hat es gemerkt: Den leichten. nasalen Unterton in der Aussprache des Fremden. Trina dreht sich um. „Ich habe hier ein Fläschchen, eine Mixtur. Herr, Pfefferminze, Salbei, Thymian, Mistel. es hilft für mancherlei Beschwerden und erneuert das Blut. Sie und nicht aus Deutschland, Herr—?“ Schmidt stutzt. Dann lächelt er. „O ja. Aber man kommt ja in seinem Beruf viel herum, liebe Frau. Sehr viel. ja. Mistel? Sehr gut. Ja, das Fläschchen nehme ich. Geben Sie mir nur gleich zwei davon, bitte.“ Trina nennt den Preis. Schmidt legt das Geld auf den Tisch. Und wieder spürt er, wie ihr Blick unter halb gesenkten Lidern auf ihm ruht. „Ein verwunschenes, kleines Häuschen, Frau“, meint er.„Ich glaub' gern, daß Sie hier gerne wohnen.“ Annemaries Blick ruht auf ihm. Sie wollte ja in die Küche gehen, aber es hält sie jetzt in der Stube fest, wie mit einem geheimnisvollen Zwang. Groß und hell sehen seine Augen in Trinas Gesicht, sehen die vielen Fältchen darin, sehen das Glimmen in ihrem Blick, sehen bis in die Seele hinein, bis in das gütige, mütterliche Herz dieser Frau. William Smith aus USA. hat es in einem harten Leben des Aufstiegs gelernt, in Menschenaugen und Menschengesichtern zu lesen „Ich danke Ihnen, Frau Fink.“ Er reicht Mutter Trina die Hand. Er hält die ihre eine kleine Weile in der seinen. Sie blickt den Fremden noch immer an, als er nun auch Annemarie die Hand reicht. Es ist eine kurze, rasche Bewegung in seinem Arm, aber dann ist es vorbei, und er lächelt Annemarie ruhig an. Ihr aber ist, als hätte er sie eben an sich ziehen wollen. „Guten Abend“, sagt er und greift nach der Mütze. Und dann bleibt er doch noch einmal stehen, da Annemarie ihn bis zur Tür bringt. Leise sagt er: „Gute Nacht, mein Kind. Schlaf gut, du liebes kleines Mädel.“ Er greift nach der Klinke. Die Tür schließt sich hinter ihm. „Wer ist das?“ murmelt sie verstört wie für sich Und ganz deutlich hört sie noch einmal in ihrem Ohr seine letzten Worte:„Gute Nacht. mein Kind.“ Hat Trina ihre halblaute Frage gehört? Sie steht noch immer da am Tisch und sieht Annemarie an, die den Kopf gewendet hat. „Mutter?“ „Ja“, antwortet sie und es ist ein paar Augenblicke lang. als wolle sie etwas herausschreien. Ihr Mund teht weit offen. Aber dann sagt sie nur: „Ich bin so müde geworden, Annemarie. Ich werde heute früh zu Bett gehen. Oh, ich bin sehr müde.“ Ihre Lippen liegen fest aufeinander gepreßt. „Ich mache gleich alles in der Küche zurecht. Mutter. bleih nur sitzen", und hastig eilt Annemarie durch die Küchentür und merkt nicht, daß sie noch immer die Hände wie in einem tiefen Erschrecken gegen das Herz gedrückt hat. Wilhelm Schmidt geht langsam durch die herbstliche Dunkelheit. Ein leichter Regen rieselt vom Himmel und macht den Feldweg weich und modrig. Er achtet nicht darauf. Ja, ja. Mutter Trina, so an die achtzehn Jahre ist es her. Man hat die Jahre nicht gezählt, man hat keine Zeit dazu gehabt. Annemarie, Mädel— Annemarie! Schmidt geht hastiger. Wilhelm Schmidt, Generaldirektor der Oil=Company Smith in Neuyork, bleibt an einem kotigen Feldrain mitten im herbstlichen Land stehen, das einmal alte Landedelleute und friderizianische Siedler aus Schlamm und Morast und wildem Brachland zu urbaren Aeckern und Wiesen gemacht haben— und er fährt sich leicht über Stirn und Augen. Dann stapft er wieder langsamer weiter, und nach einer Weile, da er schon die Dorfstraße unter den Füßen hat, flüstert er:„Das war deine letzte— und schönste Tat, liebe Lilian. Ich habe dir längst alles— alles verziehen! Schlafe sanft— ruhe dich aus— liebe Lilian— liebe Mutter!“ 19. Kavitel. Hans Jochen hat auf den Feldern zu tun. Die Wintersaat muß in die Erde. Frau Elsabe wirtschaftet im Haus herum— sie findet als praktische Frau, die so viele Jahre auf dem Lande gelebt hat, genug Beschäftigung. Und sie ist im Tiefsten so froh, hier für einige Tage wieder mal nach Herzenslust für ihren Jungen werken zu können Der Major von Trautenau ist mit Hans. Jochen losgezogen— er staunt nicht wenig, wie flott dem die Arbeit von den Händen geht. Hans Jochen weist einmal kurz in die Weite: „Da liegt noch Brachland genug. Vater— preiswert zu erwerben. Dag muß ich auch mal kriegen. Wenn's mir in den nächster Jahren bloß keiner wegschnappt.“ Krähen krakeelen in dichten Schwärmen über das Land. Der Alte knurrt: „Die Biester gibt's hier noch immer wie früher! Und gerade, wenn die Saat in die Erde kommt, scheinen sie sich zu vermehren.“ Er nimmt die Büchse von der Schulter, die er mitgenommen hat, und knallt ein paarmal zwischen die schwarzen Schwärme. Es gibt ein mächtiges Geschrei in der Luft und nach einigem Zögern segeln die schwarzen Raubritter der Luft ab, um andere Felder zu beglücken. Trautenau brummt lachend: „Und wenn die Biester nicht da wären, wäre einem auch nicht wohl. Man ist an das Zeug gewöhnt. Sie würden einem hier geradezu fehlen— zumal im Herbst und Winter.“ „Na, Junge, denn mak man noch'n beten. Ick warn man noch n lüttne Weg maken, is ja wedder drög Weder. Villich na Erlenried hen, ich glöv bina na de Finkenhüs.“ Und nach dieser heimatlichen Sprachprobe, die ihm wie von selbst über die Zunge rutscht, setzt er rasch hinzu: „Bloß mal reingucken, so im Vorbeigehen, weißte! Oder so von weitem. Bin ja neugierig auf das Vogelbauer, in dem so ein reizender Vogel aufgewachsen ist.“ Hans Jochen steht ihm lächelnd nach, wie er mit derben Landmannsschritten über den ungebrochenen Acker zum Feldrain hinüberstapft. Ist doch ein famoser Kerl im Grunde seines Herzens, der Alte! Der pfeift leise vor sich hin. Natürlich den Hohenriedberger. Barometer also: Ausgezeichnete Stimmung! Kräftig zieht er die reine, kühl=frische Luft in die Lungen. Hol's der Teufel, der Junge hat doch wohl recht gehabt, denkt er. Es dauert bloß immer eine Weile, bis ein besserer, älterer Krauter zugibt, daß so ein junger Dachs im Grunde genommen klüger gewesen, als man es selber mit seiner sogenannten Erfahrung war. Wer weiß, ob man sich da drüben— überm Fluß— in dem vompösen Rahmen des großen Selbitzschen Gutes so wohl gefühlt hätte wie hier auf der kleinen Klitsche, die überhaupt eine Klitsche erst werden will, die sich der Hans Jochen aber selber erschuftet hat! „Gottesdonner und Hagelschlag.“ brummt Herr von Trautenau vor sich hin,„es muß doch ein Unterschied sein!“ Pfeisend marschiert er weiter auf der etwas klebrigen Straße, die nach Erlenried hinüberführt.—— (Fortietzung folgt.) Nr. 80(Zweites Blatt) Herner Anzeiger Deutscher Bergmann, das tat der Führer für Dich! Von Albert Padberg. Leiter des Fachamtes Bergbau in der Deutschen Arbeitsfront. RSG. Allen Volksgenossen, die sich neben den Sorgen des Alltags auch für die kulturellen, wirtschaftlichen und insbesondere technischen Vorgänge innerhalb der deutschen Nation interessieren, wird die ungeheure Bedeutung, die unser kostbarer Rohstoff Kohle im Laufe der Jahre gefunden hat, bewußt geworden sein, denn wieviel andere lebenswichtige Stoffe werden aus der Kohle oder in Verbindung mit der Kohle gewonnen, welche Werte bringt sie uns ein und insbesondere, wieviel deutsche Volksgenossen sind im Dienste dieses Urproduktes tätig! Wie war es im Jahre 1933? Wer erinnert sich nicht der riesigen Mengen geförderter Kohlen, die in hohen Halden vor den Fördertürmen lagen und auf die Zeit warteten, da die Menschen wieder arbeiten, die Hochöfen glühen, die Schlote qualmen und die Hämmer wieder dröhden würden? Haben wir vergessen, daß die Produktion und die Zahl der tätigen Volksgenossen im rheinisch=westfälischen Bergbaugebiet, in diesem sonst stürmisch pulsierenden Herzen Deutschlands, auf einen Bruchteil zusammengeschmölzen waren, und daß selbst die noch Beschäftigten infolge Streiks, Aussperrungen, Kurzarbeit und Feierschichten mit ihrem„Einkommen“ unter der Grenze des Existenzminimums lagen? Allein der Bergmann an der Ruhr mußte an 45 Werktagen im Jahre vollkommen aussetzen. 45 Tage ohne Arbeit und Verdienst! Rund 175000 Bergmänner arbeitslos und nicht imstande, auch nur das tägliche Brot zu erwerben, um das nackte Leben zu fristen! Entsinnen wir uns noch der Zeit der Notverordnungen, die den invaliden Bergmännern, Witwen und Waisen die Rentenbezüge bis unter den Wohlfahrtsrichtsatz kürzten? Erinnern wir uns weiter der Zeit, die auf Grund ihrer Parteien und Interessenvertretungen und ihrer Mißwirtschaft die Rentenversicherung des Bergmanns, die Knappschaft, bis zum Bankrott ruinierte? Was aber tat der Führer in fünf Jahren für den deutschen Bergmann? Im Rahmen des wirtschaftlichen Freiheitskampfes der ganzen deutschen Nation stellte er dem Bergbau neue große Aufgaben und schaffte damit die Voraussetzung zu einem nie geahnten Wiederaufstieg dieses„Wirtschaftszweiges. Heute schaffen nicht 230000, sondern bereits wieder 356.000 Volksgenossen im rheinisch=westfälischen Kohlen= und Erzbergbau. Die vielen Kohlenhalden auf den Zechenplätzen, die Zeichen des Absatzmangels, der Arbeitslosigkeit und des Rückganges, sind längst verschwunden, und Kurzarbeit, Feierschichten und Arbeitslosigkeit nicht nur fast in Vergessenheit geraten, sondern der deutsche Bergbau ist heute mit allen Kräften bemüht, seinen Brdarf an einsatzfähigen Arbeitern irgendwie zu decken. Mit der wirtschaftlichen Gesundung des Bergbaues und der Sicherung des Ertrages der bergmännischen Arbeit legte der Führer die Grundlagen seiner Sozialpolitik. Er verschaffte dem Bergmann seit langem wieder den Platz, der ihm auf Grund seiner Leistung in der deutschen Volksgemeinschaft gebührt. Ein Ausbildungsabkommen für Bergjungmänner wurde geschaffen, in dem zum Ausdruck kommt, daß der Bergmann eine ordnungsmäßige Ausbildung erhält. Seit 1933 wurden durch die Schaffung neuer Tarif= und Betriebsordnungen die Arbeitsbedingungen des Bergmanns weitgehend verbessert. Der Bergmann erhält im Gegensatz zu früher heute nicht nur einen bezahlten Urlaub, der mit 6 Tagen beginnt und bis zu 15 Tagen gestaffelt ist, er erhält heute durch die Erhöhung des Gedingelohnes um 3,1 Prozent auch mehr Lohn. Unter Berücksichtigung des Fortfalls der Kurzarbeit und Feierschichten ist die tatsächliche Steigerung der Verdienste sedoch weit höher. So betrug beispielsweise das Bruttoeinkommen eines verheirateten Kohlenhauers mit 3 Kindern im Ruhrkohlengebiet im Januar 1933 im Januar 1938 173,04 RM., 213,50 RM. Weiter wurden gesunde Wohnungen gebaut. Im Ruhrgebiet, im Aachener Revier, in Oberschlesien und Kurhessen, im Salzgittergebiet, kurz, in allen Bergbaurevieren entstanden viele tausend Siedlerstellen, Eigenheime und Mietswohnungen für die Bergmänner. Gewaltige Bauvorhaben werden noch durchgeführt. Es sei nur daran erinnert, daß im Rahmen der Niederbringung neuer Erzbergwerke allein 30 000 bis 50000 Wohnungen errichtet werden. Weiter sei auf die Maßnahmen zur Bekämpung der Unfall= und Krankheitsgefahren hingewiesen, deren Erfolge bereits in dem Rückgang der Zahl der tödlichen Unfälle im Bergbau zum Ausdruck kommen. „Schönheit der Arbeit“ kommt auch im Bergbau zu Wort. Die alten, unpraktisch eingerichteten Waschkauen verschwinden, um den neuen, von der Deutschen Arbeitsfront angeregten Anlagen Platz zu machen. Es werden sogar Vorrichtungen für Höhensonnenbestrahlungen die dem Bergmann das während seiner Grubenarbeit entbehrte Sonnenlicht soweit wie möglich ersetzen solsen. Aber auch unter Tage wird alles getan, um den Arbeitsplatz des Bergmanns so zu gestalten, wie es der Ehre dieses schwer schaffenden Volksgenossen geziemt. In dem herrlich gelegenen Erholungsheim König. „Rosenau“ königswinter a. Rh. haben in den letzten 5 Jahren mehr als 4000 invalide Bergknappen einen 14tägigen kostenlosen Erholungsurlaub verbringen können, der für die meisten überhaupt der erste Urlaub ichres arbeitsreichen Lebens war. Den Hinterbliebenen tödlich verunglückter Bergmänner wurde in den letzten Jahren von seiten der Deutschen Arbeitsfront eine Sonderunterstützung im Gesamtbetrage von rund 500000 RM. gewährt. Der Führer sicherte nicht nur den Weiterbestand der nnappschafts-Versicherung. sondern baute sie auch aus. Insbesondere hat er durch das Gesetz vom 21. Dezember 1937 der Knappschaftspersicherung eine unerschütterliche Finanzgrundlage gesichert, weitere Leistungsverbesserungen eingeführt und darüber hinaus noch das bergmännische Einkommen durch eine Ermäßigung der Knappschaftsbeiträge um 6 Prozent entlastet. Dazu ist noch zu bemerken, daß sich diese Neuregelung„Gesetz über den Ausbau der Rentenversicherung“ nennt und erkennen läßt, daß es sich hierbei erst um die Schaffung der Grundlage für einen weiteren Leistungsausbau handelt. Jeder Knappe steht zu Adolf Hitler, dem ersten Arbeiter der Nation, und gibt sein Ja, sein Ja dem Führer! Betreuung einer neunköpfigen Familie durch das WHW. Nach dem Willen des Führers hungert und friert kein deutscher Volksgenosse. Dankt es ihm am 10. April: Ja dem Führer. Es kommt hinzu, daß seit Ende des Jahres 1937 die Wochenfeiertage bezahlt werden und daß seit Jahren auch die Bergmänner nach Maßgabe der wirtschaftlichen Lage ihres Betriebes Weihnachtsgratifikationen erhalten. Sicherer Schutz der Familie Kinderreiche stehen bereit! RSG. Ueberwältigend ist die Wende im Schicksal unseres Volkes, unübertroffen die Leistung des Führers für das ganze deutsche Volk. Die Systemregierung brachte leere Kassen, stillstehende Maschinen, ungeschützte Grenzen, darbende Menschen und degradierte Kinderreiche. Durch Notverordnungen wurde die Not geradezu für die Familie verordnet. Kein Gesetz, kein Erlaß sicherte das Dasein der Familie. Kinderreiche Familien hatten wohl„Anspruch auf ausgleichende Fürsorge", aber auch diese blieb aus. Welch eine Wendung durch den Führer und seine Bewegung, durch den 30. Januar 1933. „Wir werden die Familie in den sicheren Schutz des Staates nehmen", kündete unter anderen Maßnahmen der Aufruf an das Volk. Heute nach 5 Jahren stehen aufstiegsichere Stufen in ideeller und wirtschaftlicher Beziehung vor uns: Ideelle Maßnahmen: 1933 Erlaß über Bekämpfung von Schmutz und Schund. 1934 Gesetz zur Verhütung des erbkranken Nachwuchses. 1935 Gesetz zum Schutz des deutschen Blutes und Erbgesundheitsgesetz. 1936 Der Stellvertreter des Führers verkündet in Köln:„Kinderreiche sind Ehrenbürger der Nation!“ 1937 Schaffung des Ehrenbuches für Kinderreiche. Wirtschaftliche Maßnahmen: 1933 Gesetz zur Förderung der Eheschließung. 1934 Gesetz zur Behebung der Kaufkraft des deutschen Volkes, Fahrpreisermäßigung auf der Reichsbahn für Kinderreiche. 1935 Steuergesetzgebung bringt Entlastung für Kinderreiche, einmalige Kinderbeihilfen. 1936 laufende Kinderbeihilfen. 1937 Ausdehnung der Kinderbeihilfen auf 500 000 Kinder. 1938 Erhöhung der Kinderbeihilfen und Ausdehnung auf 2 Millionen Kinder. Der Ausbau der Beihilfen wird fortentwickelt bis zum Ausbau der Reichsfamilien= kasse. Von der Wende der Dinge sind wird alle beeindruckt. Jetzt steht als Krone der Leistung vor uns: Großdeutschland! Diese Leistung werden wir sichern mit unseren Kindern für die späteren Geschlechter in alle Zeit. Alle wahlberechtigten Familienmitglieder stehen am 10. April bereit zu einem„Ja“! Dienstag, den 5. April 1933 — : J u m 1 0. A p r i l 1 9 3 8. Bewahrst du deiner Bäter Gut? Hör auf den Sang in deinem Blut: Was sie ersehnten, war der Traum Von eines Reiches Mantelsaum. Heut stehn sie auf und sind dir nah— Schaff' du die Tat mit deinem Ja! Heinrich Zerkaulen. NSV-Arbeit in Westfalen=Süt = 640 im Reichsautobahn 28 059 375 Tagewerke ehrenamtlicher NSB-Dienst. in 5 Jahren. RSG. Welch ein Organisations= und Verwaktungsapparat muß allein im Gau Westsalen=Süd notwendig sein, um alle Arbeit der NSV und des WHW, das im Winterhilfswerk 1937/38 immer noch 413 553 Bedürftige betreut, zu bewältigen. Da muß doch eigentlich ein sehr hoher Teil der Spenden und Opfer der Volksgemeinschaft für den Verwaltungsapparat verwendet werden. Das meint man... und man irrt sich gewaltig. Es steht nämlich für das Amt für Volkswohlfahrr fest, daß für Verwaltungskosten nur ein kleiner Prozentsatz verbraucht wird, trotzdem in der Verwaltung und Organisation im ganzen Gau einschließlich der Kindergärtnerinnen, Fürsorgerinnen und des Personals in den Heimen rd. 1200 hautamtliche Männer und Frauen beschäftigt sind. Das ist sehr wenig, und das zeigt, daß diese Männer und Frauen bestimmt wissen, was Arbeit heißt. Bei aller Arbeitskraft und Arbeitsfreude könnten sie die Aufgaben aber nicht schaffen, wenn nicht neben ihnen rund 41 900 Männer und Frauen(32 000 im WHW und 9000 in der ASU) ehrenamtlich als Walter und Helfer tagaus, tagein unterwegs wären. Diese 41 000 Nationalsozialisten, die allen Berufen entstammen, sind das Rückgrat der nationalsozialistischen Wohlfahrtsarbeit der NSDAP. Wie sehr sie das sind, geht aus den Dienststunden hervor, die sie in den letzten fünf Jahren freiwillig, freudig und ohne materielles Entgelt taten. Es steht fest, daß jeder ehrenamtliche Mitarbeiter der ASV und des WHW im Durchschnitt mindestens 3 Stunden täglich arbeitet. Das heißt, daß in den letzten 5 Jahren 224 475000 NSV=Dienststunden im Gau WestfalenSüd ehrenamtlich geleistet wurden. Das find 28 059375 Tagewerke, das heißt, mit dieser Arbeitsleistung könnte eine Reichsautobahn von 640 Kilometern— von Aachen nach München— gebaut werden. also weit mehr als 1/10 der fertiggestellten, im Gau befindlichen und bis zum 1. Januar 1938 geplanten Autobahnstrecken. So sehen wir überall, wie hier in Deutschland gearbeitet wird, um den Weg des Volkes vorwarts zu bauen. Die Welt soll nun am 10. April ebenfalls klar und bündig erkennen, was das Deutschland des Führers bedeutet. Darum sagen wir alle„ja“! Den Kriegsopfern wurde geholfen NSG. Ab 1. Januar 1937 erhalten die Beschädigten, die noch unter die Ruhensbestimmungen fallen, mindestens 5/10 der Gebührnisse ausgezahlt. Eine ganze Anzahl Betriebsunternehmungen sind seit diesem Tage von der Anwendung der Ruhensbestimmung ausgeschlossen, so u. a. alle Aktien=Gesellschaften. Ab 1. Januar 1938 wird den Beschädigten das monatliche Mehreinkommen aus Ableistung von Sonntagsarbeit und Ueberstunden nicht mehr angerechnet. Eine wesentliche Verbesserung für beschädigte Frontkämpfer und Kriegerhinterbliebene ist mit der Gesetzesänderung zur RVO. vom 21. Dezember 1937 geschaffen. Die Ruhensvorschrift ist erheblich gebessert. Die Anrechnung der Kriegsdienstzeitals steigerungsberechtigt stellt eine soziale Gleichstellung des Frontkämpfers gegenüber dem Volksgenossen, der keinen Kriegsdienst geleistet, dar. Auf dem Gebiet der Berufs= und Erholungsfürsorge wurden ganz großzügige Maßnahmen getroffen. Mancher Kriegsbeschädigte und manche Hinterbliebene konnte zu einem mehrwöchentlichen unentgeltlichen Erholungsurlaub weggeschickt werden. Fast alle Kriegsbeschädigten stehen heute wieder an geeigneter Stelle im Berufsleben und haben wieder Freude am Leben bekommen. Das danken sie dem Führer. Sie danken es ihm am 10. April durch ein freudiges Ja. machen wir erst eine Weltreise... und dann... und dann... Noch scheint es ihnen wie ein Traum, daß all das viele Geld nun ihnen gehören soll. Und doch ist es kühle, nüchterne Wahrheit: ihr Los der Preußisch=Süddeutschen Staatslotterie hat einen der Haupttreffer gewonnen! Ein Achtellos war es, das nur 3.— RMje Klasse kostete und das jetzt alle Wünsche erfüllen wird! Wer wollte an Auf diese Nummern flel das Große Los von 2 Millionen Mark: Am 14. März 1935...... auf Los Nr. 332 168 am 11. September 1935... auf Los Nr. 259.620 am 13. März 1936...... auf Los Nr. 171 111 am 11. September 1936... auf Los Nr. 296 045 am 15. März 1937...... auf Los Nr. 271 935 am 10. September 1937... auf Los Nr. 196 710 am 14. März 1938...... auf Los Nr. 233 528 Sie können gewinnen! Spielen Sie mit! Ai éem Semi Pocterle: 2•1000000 2·200000 2r 500000 101100000 2r 300000 12: 50000 S9 solchen Möglichkeiten vorbeigehen! Die neue Lotterie beginnt am 22. April mit der Ziehung zur 1. Klasse. Wieder werden in I Klassen 343000 Gewinne im Gesamtbetrage von 67.650.180,-RMauf 800000 Lose ausgespielt. Sichern Sie sich rechtzeitig ein Los! Außerdem 2 Gewinne zu se 75.000,— XMn und 342968 weitere Gewinne im Gesamtbetrage von 61.910.180,— RM. Alle Gewinne sind einkommensteuerfrei! Sie erhalten den amtlichen Gewinnplan und Originallose, soweit vorrätig, bei allen Staatlichen Lotterie=Einnahmen. Anschriften erfahren Sie auf Wunsch direkt von der Preußisch=Süddeutschen Staatslotterie, Berlin W 35, Biktoriastraße 29. Der Präsident der Preußisch=Süddeutschen Staatslotterie Loonummern ohne Gercht: Aus und für Herne Hausputz Jede Hausfrau nimmt vor Ostern eine gründliche Reinigung der Wodnung vor. Einisse kleine Winke werden dabei willkommen sein. Geölte Jußböden erhalten ein neuartiges Ausseben, wenn man sie mit warmer Sodalösung scheuert und mit klarem Wasser abspült, um sie nötigenfalls schließlich mit etwas Leinölfirnis nach zuölen. Wasserflecken beseitigt man von Fußböden durch mehrmaliges Aufwischen mit Essig. Lackierte Möbel erhalten durch kräftiges Darüberwischen mit einem Lederlappen ein blankes Aussehen. Zur Entfernung etwaiger Flecken genügt Abreiben mit lauwarmem Wasser, dem etwas Salmiakgeist zugesetzt wird. Ein mit Petroleum angefeuchtetes Tuch nimmt alle Flecken von polierten Möbeln weg. Um Schramme rasch zu entfernen, reibt man die betreffenden Stellen mit einer Mischung aus gleichen Teilen Essig und Oel ab. Fliegenschmutz entsernt mun von Fenstern, Spiegeln und Bilderrahmen mit einem in Essigwasser getauchten Tuch. Gegen Marmorflecken hillt Abreiben mit Seise. Spirttus oder Benzin. Nötigenfalls scheuert man die Platte mit seinem Bimssteinpulver ab und poliert dann mit einem wollenen Lappen. Heißes Wasser mit einem Schuß Salmiakgeist eignet sich vortrefflich zum Reinigen von Parkett: nur nicht zu naß arbeiten und stets nur ein kleines Stück in Angriff nehmen, bürsten sowie sofort mit Tüchern abreiben. Erst folgenden Tags wachst man tüchtia ein. Tevviche reinigt man durch Reiben mit in Benzin getränkten Sägespänen solange, die letztere sauber bleiden. Kokosläufer taucht man in einen Eimer voll Wasser. in dem über Nacht einige Handvoll Panamaspäne eingeweicht werden, bürstet gut aus und wäscht mit klarem Wasser nach. Mit einem in Benzin getauchten Wattebausch entfernt man Flecken aus Taveten. Fettflecken bestreicht man mit einem dicken Brei aus Ton und Wasser, kratzt diesen nach einem Tage ab und wäscht leicht nach. „** Beiräte für das Herner höhere Schulwesen Oberbürgermeister Meister hat unter dem 20. 3. 1938 folgende Verwaltungsordnung für die höheren Schulen der Stadt Herne erlassen: § 1. Die Befugnisse des Schulausschusses für die städtischen höheren Schulen in Herne gehen auf den Oberbürgermeister über. In Angelegenheiten der staatlichen Zuständigkeit handelt er kraft Auftrags der staatlichen Schulbehörde. § 2. Zur ständigen Beratung des Oberbürgermeisters in den Angelegenheiten der städtischen höheren Schulen werden von ihm Beträte für das höhere Schulwesen berufen. Diese sollen von ihm vor Entscheidungen in wichtigen Angelegenheiten gehört werden. Es werden berufen: a) die Leiter der höheren Schulen, b) 5 Bürger der Gemeinde, unter denen sich Gemeinderäte befinden sollen; e) ein Vertreter der Hitler=Jugend, der Bürger ist Die Berufung zu b und c erfolgt im Benehmen mit dem Beauftragten der NSDAP. § 8. Der staatlichen Schulbehörde bleibt vorbehalten, nach Benehmen mit dem Oberbürgermeister einen Vertreter zu den Beratungen der Schulbeiräte zu entsenden. § 4. Im übrigen gelten in sinngemäßer Anwendung bis auf weiteres die Vorschriften der Verwaltungsordnung für städtische höhere Lehranstalten(Erl. des Preußischen Ministers der geistlichen und Unterrichtsangelegenheiten vom 1. 10. 18— U II Nr. 294 1— in der Fassung des Erl. vom 5. 11. 19— u II Nr. 1769 usw.— Zentr. Bl. 1918 S. 634 und 1919 S. 662). § 5. Diese Bestimmungen treten am 20. März 1938 in Kraft. Ein neuer Arbeitsdienstjahrgang rückt ein Die ersten 223 Mann verabschiedet. Wieder tritt ein neuer Jahrgang zum Ehrendienst mit dem Spaten an. 800 sind es, die im Bereich des Meldeamtes Herne jetzt hinausziehen. Die ersten 223 verließen uns gestern, heute folgen die übrigen. Schon in aller Frühe des gestrigen Tages kamen die jungen Leute aus allen Richtungen mit Koffern oder beladen und von Eltern, Geschwistern, Onkel, Tante oder Freunden begleitet zur Gaststätte Koopmann, um von dort aus die Reise zum Lager anzutreten, wo sie ein halbes Jahr Aufbauarbeit für das Vaterland leisten werden. In drei Transporten, einem zu 23 und zwei zu je 100 Mann, wurden sie verabschiedet, wobei der Meldeamtsleiter und der Ortsgruppenleiter der RSDAP Herne=Alt sie auf ihre kommenden Aufgaben hinwiesen, ihnen gute Retse und frohes Wiedersehen wünschten. Unter den Klängen des Gaumusikuges ging es dann im Gleichschritt durch die Bahnsofstraße, die von abschiedwinkenden Menschen umäumt war, zum Bahnhof. Ein letztes Lebewohl, und unter den Klängen des„Muß i denn, muß i denn...“ rollte der Zug aus der Bahnhofshalle. Auch die Sodinger Metzger müssen in Bochum schlachten Das Polizeiamt Herne teilt mit: Infolge der Einführung des Schlachthofzwanges für das gewerbsmäßige Schlachten von Rindvieh einschl. Kälber, Schweinen, Schafen, Ziegen, Pferden unw. in dem Gebiet desehemaligen Amtes Sodingen in den Grenzen vom 30. 3. 1928 ist der für das Stadtgebiet Herne— Stadtteil Sodingen— für die gewerbsmäßigen Schlachtungen eingerichtete staatlsche Ileischbeschaubezirk mit Ablauf des 31. 3. d. J. ausgehoben. Der für diesen Bezirk bestellte Fleischbeschautierarzt Dr. Deeken, Herne, ist gleichfalls mit Ablauf des 31. 3. d. J. ausgeschieden. * Damit ist, worauf wir schon in dem Erinnerungsartikel zum 10jährigen Eingemeindungsjubiläum hinwiesen, die durch den damaligen Eingemeindungsvertrag für 10 Jahre festgelegte Befreiung der Sodinger Metzger vom Schlachthofzwang zu Ende gegangen, auch sie müssen jetzt in Bochum schlachten. * Kolonialfrage und Volksabstimmung Die Krieger= und Landwehrkameradschaft Alt-Herne hielt am Samstag bei Hirdes(Ostentor) einen Kameradschaftsabend mit Familienangehörigen ab, mit dem ein Kolonialvortrag und entsprechende Filmvorführungen verbunden waren. Vor Beginn wurden die neuesten Bestimmungen über die Neuordnung des Kyffhäuserbundes bekanntgegeben. Kameradschaftsführer August Pleßzmann begrüßte nach einigen schneidigen Musikstücken der Kapelle Zimmer besonders den Kreisverbandsführer Oberstleutnat a. D. Hüger mit seinem Stabe und die Rednerin Frau Herta Seher und wies auf die großen Ereignisse in Deutsch=Oesterreich hin. Der Gruß an den Führer und die Nationallieder bekräftigten die Ausführungen des Kameradschaftsführers. Die Reichsrednerin Frau Seher sprach nun in längeren Ausführungen über das Thema:„Wir wollen unsere Kolonien wieder haben“. Die Kolonialfrage sei heute keine Angelegenheit des deutschen Volkes allein, sondern eine Weltfrage, weil es nicht lediglich eine wirtschaftliche, sondern eine Rassenfrage sel. Mit der Auslieferung unserer früheren Kolonien verlangten wir nichts Ungerechtes, weil man sie uns gestohlen habe. An Hand von vielen Zahlen belegte nun Frau Seher den Reichtum der Kolonien und den großen Aufstieg unter deutscher Herrschaft. Der Vortrag, der mit großem Beifall aufgenommen wurde, wurde mit Lichtbildeen ergänzt, zu denen Frau Seher die Erläuterungen gav. Der Kameradschaftsführer und der Kreisverandsführer sprachen Frau Seher ihren Dank für den interessanten Vortrag aus. Oberstleutnant a. D. Hüger gab der Erwartung Ausdruck, daß Frau Seher nach ihrer Rückkunft aus Afrika wiederum im Kreise der Kriegerkameradschaft sprechen möge. Zum Schluß verlas Oberstleutnant a. D. Hüger einen Aufrus des Reichsktriegerführers zur Volksabstimmung am 10. April. *** Statt Garten.- Bandschaftsgestalter NSG. Der Präsident der Reichskammer der bildenden Künste hat mit sofortiger Wirkung veranlaßt, daß die Fachgruppe„Gartengestalter“ ihre Bezeichnung abändert in Fachgruppe„Landschafts= und Garkengestalter“. Die Aenderung wird damit begründet, daß das Schwergewicht der von den Gartengestaltern zu leistenden Arbeiten sich auf die Lösung der Landschaftsgestaltung und der Raumordnung verlagert hat. *** Auch in der Berufungsinstanz gebrandmarkt Rehabilitierung des Elisabethstifts. Vor einiger Zeit berichteten wir über einen 65jährigen Mann, der als früherer Insasse des Elisabethstiftes die gemeinsten Verleumdungen über die Schwestern und Angestellten des Hauses sowie andere Persönlichkeiten, die mit dem Hause zu tun haben, aufgestellt hatte. Dafür hatte ihm das Herner Schöffengericht zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt und ihn sofort in Haft genommen. Er aber legte Berufung ein, so daß sich gestern die Große Strafkammer des Bochumer Landgerichts mit der Sache zu befassen hatte. Auch diese Verhandlung brachte allen von den Angeklagten angegriffenen Personen eine glänzende Rehabilktierung. Der zur Strafkammerverhandlung hinzugezogene ärztliche Sachverständige erklärte, daß man es keineswegs mit einem Mann zu tun habe, der von einer Wahnsinnsidee befallen sei, in ihm habe man vielmehr einen notorischen Trinker, Lügner und moralisch verkommenen Menschen vor sich. Er müsse dringend warnen, ihn als verrückt anzusehen; wenn er auch als minderwertiger Mensch und Plychopath anzusprechen sei, so sei er doch für sein Händeln voll verantwortlich. Der Mann wisse genau, daß er lüge, unverschämt lüge, um sich an den Schwestern und Anstaltsangestellten gemein zu raKonzert des Herner Männerchors 1869 Nach dem erfolgreichen Konzert der„Westfällschen Chorgemeinschaft" zum Besten der Winterhilfe bot der Herner Männerchor im Verein mit der Sängervereinigung Bochum am Sonntagabend bei Strickmann die für Berlin(Philharmoniel) einstudierte Vortragsfolge einem nicht sonderlich großen Kreis von Freunden des Männerchorgesanges. Nach dem Sängeraruß des Deutschen Sängerbundes erklang die durchkomponierte Arbeit„Talisman“ von W. Neb. Im Chorklang prachtvoll ausgeglichen, schritt sie harmonisch=melodisch wie ein Choral dahin, der von der Königin der Instrumente, der Orgel, gesungen schien. Es folgten zwei Bearbeitungen von Volksliedern des in Münster lebenden Komponisten Franz Ludwig, und zwar getragen und bewegt, homophon und polyphon gehalten,„Gib mir dein Herze" und lyrisch im Gesamtcharakter„Ich hör' ein Sichlein rauschen". Diese Art von Volksliedbearbeitungen, die im Volkslied das Wesentliche sehen und schlicht bleiben, sind durchaus zu begrüßen. Die beiden genannten kamen in jeder Beziehung ansprechend. Besonderes Lob den ersten Tenören für die sorgsame Behandlung des Falsetts in„Ich hör' ein Sichlein rauschen". Was den Klangcharakter des Chores sehr sympathisch macht, ist die vorzügliche Besetzung sämtlicher Stimmen, insbesondere der Eckstimmen. Aus dem Bereich des Volksliedes schritt der Chor zur Darbietung der Ballade„Totenvolk“ von Hegar. Die schon seit Jahren in Männerchorkreisen beliebte Arbeit bietet einem Vokalklangkörper alle Möglichkeiten, sie in ihrer homophon=polyphonen, stark dramatisch tendierten Struktur so auszuschöpfen, daß sie einen Konzertsaal in Bann schlägt. In Tongebung, Behandlung der Vokale, Konsernanten(Klinger!), dynamisch sorgfältigster Durchfeilung und sauberer Modulationstechnik wurde die Ballade zu einer mustergültigen Wiedergabe gebracht. Sie wird auch in Berlin zu einem Glanzstück des Konzertes werden. Uebrigens zeigte sich auch hier wieder die suggestivzwingende Art des Chormeisters Albert Lamberts=Dortmund, dem wie seinen Sängern langanhaltender, wohlverdienter Beifall gezollt wurde.„Ins Feld“ von Rich. Trunk und„Lied der Landleute“ von Buck besangen den deutschen Bauern in seiner werteschaffenden Arbeit für das deutsche Volk. Der erstgenannte homophonstrophische Satz kam markig wie ein Ruf zur Ernte. „Das Lied der Landleute“, komposttortsch durch die Melodieführung der Bässe, den Wechsel von Unisono und Mehrstimmigkeit ufw. sehr sympathisch, steigt zu großem Schluß machtvoll auf. Daß beide Sachen wie alle des Abends tonlich sauber kamen, bedarf bei dem Klangkörper eigentlich keiner besonderen Erwähnung. Der Meister im Volksliedsatz, Friedrich Silcher, war in der Vortragsfolge mit den beiden lyrischen Arbeiten„Herzensweh“ und„Süß' Liebe liebt den Mai“ sowie dem in frischem Tempo dahinschreitenden „Burschenlied“ vertreten. Die beiden ersten wären in dem Duft ihres musikalisch=textlichen Gehaltes vielleicht noch mehr auszuschöpfen. Viel Anklang fand wie sie das lebensbejahende„Burschenlied“. Ein Kabinettstück der Männerchorliteratur ist Franz Dahlkes „Saatgebet". Was er damit schuf, ist eine so in sich geschlossene Einheit von Text und Melos(bzw. Harmonik), daß man sich eine vollendetere Vertonung der Worte von Jos. Maria Lutz nicht denken kann. Man sieht im Musikalischen förmlich die Arbeit des Landmannes. Dynamisch gestaltete der Chor den durchkomponierten, homophon=polyphonen Satz meisterhaft. Hugo Kauns„Anakreontisches Liedl“ sprühte von Ja zu den Lebensfreuden. Septakkorde, Modulationen, Unisono, Tonmalerisches(Absteigende Bewegung bei „zur Hölle gehn") sind glücklich benutzte kompositorische Mittel. Rauschender Beifall! In„Lützows wilde Jagd“ zeigte die Sängerschar eine prachtvolle Beweglichkeit bei sauberster Tongebung und dabei sorgfältiger Wortbehandlung. Franz Dahlke erschien in der Vortragsfolge noch einmal mit der vorzüglichen Volksliedbearbeitung„Unter der Schönauer Linde". Von Georg Nellius begeisterte die Bearbeitung des Soldatenliedes„Musketier' seins lustge Brüder“. Mit„Die Abreise“ von Schauß schloß der eindrucksvolle Abend, der, trotzdem nur Männerchöre gebracht wurden, von Anfang bis zum Schluß gleichstarkes Interesse wachhielt. Die Vortragsfolge ist im Hinblick auf Wirkung zweifellos geschickt aufgebaut. Kleine Umstellungen hätten ihrer inneren Geschlossenheit von Vorteil sein können(z. B.„Saatgebet“ zwischen„Burschenled" und„Anakreontisches Liedl"?). Das als Generalprobe für Berlin angekündigte Konzert war ein starker künstlerischer Erfolg für die Sänger wie ihren Chormeister. Dr. Karl H. Schmidt. chen dafür, daß man es für nötig angesehen habe, ihn einer Anstalt zu übergeben. Die Strafkammer pflichtete dem Gutachten bei und sah die vom Schöffengericht erteilte Gefängnisstrafe von zwei Jahren für durchaus berechtigt an. So wurde die vom Angeklagten eingelegte Berufung kostenpflichtig verworfen mit der Maßgabe, daß den völlig zu Unrecht angegriffenen Personen die Publikationsbefugnis des Urteils in der Tagespresse zugesprochen wurde. *** Der Ring deutscher Unteroffiziere tagte in Herne Am Sonntag fand im Lokale Padberg die Jahressinung des Ringes Deutscher Unteroffiziere statt, zu der 17 Kameradschaften aus der weiteren und näheren Umgebung ihre Vertreter entsandt hatten. Im Namen der Kameradschaft Herne begrüßte Kameradschaftsführer Johann Krüger alle Vertreter, besonders aber den Ringführer Otto Kalwa aus Bochum. In längeren Ausführungen ging Kalwa auf die Ereignisse in Oesterreich ein, um dann alle Kameraden auf ihre Wahlpflicht aufmerksam zu machen. Der Ringgeschäftsführer, Kamerad Nadelstädt, gab den Jahresbericht und die im Jahre 1938 zu leistenden Arbeiten an Veranstaltungen, Ringbesprechungen, Kameradschafts= und Ringschießen und Bezirksversammlungen bekannt. Ringführer Kalwa ging nun zur Ehrung von verdienten Kameraden über. Dem Kameraden Friedrich Siebeck, Herne, konnte er die frohe Mittellung machen, daß Nachforschungen an maßgebenden Stellen in Berlin ergeben hätten, daß ihm der„Schlesische Adlerorden 1. und 2. Klasse für seine Teilnahme an den Freikorpskämpfen verliehen worden sei. Die Kameraden Krüger, Landwehr, Nadelstädt, Franz Seipel, Pittka und Korst wurden als Gründer der Kameradschaft Herne mit se einem Diplom ausgezeichnet. Für besondere Verdienste um die Kameradschaft erhielten die Kameraden Niehus und Fitkau die Ehrenurkunde. Dem Kameraden Ostendorf wurde eine Ehrenurkunde als bester Schütze im Winterhilfsschießen verliehen. Im Namen der Geehrten sprach der Kamerad Heinrich Landwehr den Dank aus. Landwehr ging des weiteren auf die Entwicklung der Herner Kameradschaft ein, um zum Schlusse alle Kameraden an ihre Wahlpflicht zu erinnern. Der unterhaltende Teil wurde mit einem Musikstück und Gedichtvorträge von Fittkau jun. eröffnet. Gemeinschaftliche Lieder und sonstige Darbietungen beschlossen den Abend. * Markscheider-Konzessionsprüfung bestanden. Diplom=Ingenieur des Markscheiderfaches Pg. Rudolf Kerksiek, wohnhaft in Castroß=Rauxel 3, Adolf=Hitler=Straße 46, Sohn des Kaufmanns August Kerksiet, hat die Konzessionsprüfung als Markscheider am Oberbergamt in Dortmund unter Vorsitz des Oberberghauptmanns bestanden. * W a r n u n g d e r W i r t e v o r A u s s p i e l u n g. In letzter Zeit ist wiederholt beobachtet worden, daß Wirte ihren Gästen einen Gewinn in Form von Waren in Aussicht stellen, wenn sie eine gewisse Punktzahl an einem in ihrem Lokal aufgestellten Spielapparat erreichen. Da es sich in diesen Fällen um eine unerlaubte Ausspielung im Sinne des§ 286 RStrGB. handelt, haben die Veranstalter Strafverfolgung und Beschlagnahme der Apparate zu gewärtigen. * Kinderwagen gestohlen. Am 3. d. M. wurde in den Abendstunden aus dem Hausflur eines Hauses an der Ringstraße ein Kindersportwagen gestohlen. Der Wagen war innen mit weißem und außen mit blauem Wachstuch versehen. Wer hat Beobachtungen gemacht? * Die Kameradschaft ehem. 16er(Hacketäuer) hielt am Sonntag nachmittag bei Vitsch, Josefinenstraße, einen gut besuchten Monatsappell. Vor Eintritt in die Tagesordnung ehrte man das Andenken des verstorbenen Kameraden Friedrich Vollmann mit einer Minute stillen Gedenkens. Unter den Eingängen waren von besonderer Wichtigkeit die Umänderungsbestimmungen im Parolebuch des Kyffhäuser und die Bekanntgabe der 125=Jahr=Feier mit Ehrenmaleinweihung in Köln=Mülheim. Hieran nimmt die Kameradschaft in ansehnlicher Stärke teil. Im Schlußwort wies der Kameradschaftsführer auf die am kommenden Sonntag stattfindende Wahl hin. Nach dem Appell fand ein gemütliches Beisammensein mit Kameradschaftsschießen statt. * Berichtigung. In unserem gestrigen Artikel„Der Herner Turnklub zog Bilanz“ mußte es heißen, daß die große Veranstaltung, die der Herner Turnklub am 22. Mai plant, in der Lichtburg in Herne stattfindet. Des Führers Handeln lichert den Frieden Deutichlands und der Welt. Unler Dank lei unler„Ja“ am 10. Aprill Werkpause zwischen Anprobierspiegeln und Konfektionsregalen Sechs Firmen bestritten die sechste Herner Werkpause des Reichssenders Köln. Wir sind in Herne schon mehrfach vom Reichssender Köln bei den Werkpausensendungen berücksichtigt worden. Erinnert sei an die Werkpausen bei Flottmann, Shamrock, Dorn und Friedrich der Große. Gestern mittag war der Reichssender Köln wieder hier, um aus dem Kaufhause Leitner& Co. die sechste Herner Werkpause zu übertragen, und Ende dieses Monats wird er wieder nach Herne kommen und die Werkpause in der Fabrik Halstrick auf den Sender übernehmen. Wenn bisher schon die Herner Werkpausen sich durchweg sehen lassen konnten, so muß man der gestrigen zugestehen, daß sie besonders munter und reizvoll wirkte. In ihrer leichtbeschwingten Art wird sie sicher allen Hörern an den Lautsprechern gut gefallen haben. Sie lzeichnete sich vor anderen schon dadurch aus, daß sie im Zeichen junger, holder Weiblichkeit stand, daß nicht weniger als sechs Firmen daran beteiligt waren und daß ein SA=Musikzug melodiöse Streichmusik dazu lieferte. Solch eine Werkpause in der Stadtmitte hätten sicherlich gern Hunderte besucht. Aber der Platzmangel gebot Beschränkung. Als die Angestellten der beteiligten Firmen Leitner& Co., Fischer, Niehage, Max Springer, Hövener& Bohe sowie Funke& Huster mit einer Reihe von Ehrengästen aus der DAF, der SA, der Wehrmacht und Polizei Platz genommen hatten, war die KonfektionsEtage bei Leitner reichlich gefüllt. Mit Recht mußten daher viele Herner, die sich vor dem Nebeneingang an der Von=der=Heydt=Straße drängten und gern hineingekommen wären, von der den Ordnungsdienst versehenden Kreiswerkschar der Flottmänner zurückgewiesen werden. Eine beängstigende Fülle herrschte schon oben auf der Konfektions=Etage, wo über zweihundert Gäste in Stuhlreihen auf den Beginn warteten. Die Leitung der Firma Leitner& Co. hatte für eine würdige Ausstattung des Raumes Sorge getragen. Die vielen Säulenspiegel, die sonst der Kundschaft des Hauses beim Anprobieren dienen, waren mit Fahnentuch verkleidet, und auch sonst trugen Hakenkreuzfahnen und Tannengirlanden eine festliche Note in den Geschäftsraum. Zwei Mikrophone waren aufgestellt. Das eine im Vordergrund für den ansagenden Wilm Böckenholt und den in weißen Blusen wartenden Mädchenchor von Leitner & Co., das zweite im Hintergrund für das Streich= orchester des SA=Standarten=Musikzuges 457. Und so stieg denn die Werkpause zwischen Anprobierspiegeln und Konfektionsregalen auf dem blanken Parkeit. Wilm Böckenholt, in aufgeräumter Stimmung, eröffnete die Werkpause mit dem Motto: Frisch und fröhlich, so wie es kommt, wird es genommen! Nach einer kleinen Stimmungsschilderung gab er der SA=Standarten=Streichmusik, die sich glänzend diesem Rahmen anzupassen verstand, und ihrem Leiter Adolf Bode die kameradschaftliche Aufforderung: „Aufgespielt, Adolf, hinein in die Werkpause!“ Zuerst stieg Teikes Marsch„In Treue fest“ schmissig und ntelodiös. Als Wilm nach Beendigung reden wollte, klang von der Bahnhofstraße die Blasmusik herauf, die einen Teil der Arbeitsdienstrekruten aus Herne, Wanne=Eickel und Castrop=Rauxel zum Bahnhof begleitete. Wilm meinte, nun würden ja wohl die Mäel traurig sein, aber er nehme an, daß sie schon am Sonntag auf der Herner Frühjahrskirmes ausgiebig Abschied von ihren Jungens genommen hätten. Und nun sang der Leitnersche Mädelchor unter Leitung von Margret Zumbansen und Begleitung eines Akkordeons, das von einem Dekorateur der Firma wirksam bearbeitet wurde, das Volkslied„Horch, was kommt von draußen rein". Wilm erging es wie den Zuhörern, auch er war erfreut von dieser frischen Art des Singens, und er sagte den Herner Mädels darauf einige Artigkeiten, die er mit westfälischen Scherzen und Vadder Piepenbrink würzte. Der Mädchenchor durfte noch die alte schwedische Volksweise„Im Frühtau zum Berge wir ziehn“ singen. Dann verlas Wilm ein Schreiben des Firmenchefs in Düsseldorf, Georg Leitner, eines geborenen Oesterreichers, der der Werkpause einen freudigen und erhebenden Verlauf wünschte und eine frohe Bedeutung in dem zeitlichen Zusammentreffen mit der Heimkehr Oesterreichs zum Reiche sehe. Und dann verkündete er unter zustimmendem Nicken von Dr. Saß, daß die Mädchen am nächsten Tage eine Kaffee= und Kuchenschlacht schlagen dürften. Nun drängte Wilm mehr auf„Tuchfühlung". Den Auftakt gab dazu die Musik mit Blankenburgs„Mit Schneid“, dann besorgte sie der Walzer„Liebesglück“, bei dem sich die Paare zum Tanze fanden. Halt, wer tanzt denn da vorbei? Bürgermeister Bongardt aus Coesfeld. Er hat Herne nicht vergessen. Während seine Gattin ihm aus der ersten Stuhlreihe zulachte und er ein Mädel im Kreise herumschwenkte, rief er der Presse zu:„Herne ist doch schän!“ Ganz unsere Meinung, Herr Bürgermeister, aber besonders ehrend, wenn es aus dem Munde eines Vertreters des schönen Coesfeld kommt. Ortsgruppenleiter Landwehr von Herne=Alt rief vom Tanzparkett aus den in der dritten Reihe in der Stuhlklemme sitzenden SA=Männern zu:„Wo ble die SA?“ und erhielt im Hinblick auf die sonntägl Propagandaaktion die Antwort:„Wir haben noch schwere Füße!". Nachdem dann Wilm wieder Wort genommen und begründet hatte, daß der Mo nur ein Geschöpf zur Probe, die Frau aber des He gotts Meisterstück sei, erklang so frisch und schnei wie selten das Werkpausenlied„Das Lieben bri groß' Freud“. Wilm plauderte etwas boshaft ü die verschiedenen Haarfarben, besonders die„fur bar dolle Aufordnung unserer Frauenwelt". De erklang der SA=Parademarsch der SA=Standartevon Hans Hoffmann, der mit einem Elan wieder geben wurde, daß großer Beifall die Musiker belohr Wir haben damit schon wieder einen Marschkom nisten aus Herne feiern dürfen. Böckenholt erzäl dann vom Lippenstift, den ein Stadtbesuch bei M der Piepenbrink zurückließ und den diese geeig fand, Hühner vor dem Verkauf an die Städter das zu verjüngen, weiter forderte er zur Pflege des Ple deutschen auf, das neben dem Hochdeutschen jeden z Beherrscher von zwei Sprachen, und wenn das P nische hinzukomme, sogar von drei Sprachen ma und gab darauf wieder das Parkett frei mit Dam wahl für den Walzer„Die guten alten Zeiten“ r Strauß und eine Polka. Der Mädchenchor brac danach„Regiment sein' Straßen zieht" zum Vortr was Böckenholt zu lustigen Bemerkungen über! zweierlei Tuch veranlaßte. Der Adlon=Marsch r Max Heineke beendete die Werkpause des Reichss ders Köln in Verbindung mit der Deutschen Arbei ront e## nso wirkungsvoll, wie sie verlaufen w Wills„Holl git froh un mnunter“ wurde mit ein kräftigen„Auk so!“ aus dem Munde der Mädel antwortet, dann war die Werkspause zu Ende, noch lange als wohlgelungen in der Erinnerung Beteiligten nachklingen wird. Nr. 80(Drittes Blatt) Herner Anzeiger Dienstag, den 5. April 1933 Es ist jetzt Sache der Horsthauser dafür zu sorgen, daß die Ausdehnung des Autobusbetriebes bleibt. *** Die billigste Herner Fahrstrecke Vom Verkehrsverein Herne wird uns geschrieben: Nach langen und mit Beharrlichkeit fortgesetzten Bemühungen ist es dem Nerkehrsverein unter tatkräftiger Mitwirkung der Stadtverwaltung jetzt endlich gelungen, die seit langem herbeigesehnte wichtige Verkehrsverbesserung im Stadtteil Horsthau sen zu erreichen. Entsprechend dem Vorschlag des Verkehrsvereins verkehren, wie schon berichtet, seit Montag, und zwar abwechselnd alle 40 Minuten, die Wagen der Linie D aus der Stadt kommend über den heutigen Endpunkt Möller hinaus bis Schleusenweg und vom Heinrichsplatz aus bis Schachtanlage Friedrich der Große 3/4, so daß zwischen Herne und Heinrichsplatz ein regelmäßiger 20-Minuten=Verkehr besteht. Da zu Arbeitsbeginn und Arbeitsbeendigung bzw. bei Schichtwechsel ein stär kerer Bedarf zu erwarten ist, wird sich der Fahrplan diesen Zeiten weitgehend anpassen. Durch die eingetretenen Verkehrsverbesserungen wird nunmehr der gesamte Stadtteil Horsthausen einschl. des Bezirks Pöppinghausen dem unmittelbaren Verkehr mit der Stadt erschlossen. Nicht nur die Bewohner der Randsiedlung werden diese Maßnahme begrüßen, sondern auch Handel und Gewerbe in der Stadt selbst, da die Verkehrserleichterung die Heranziehung der Käuferreihe aus dem von mehr als 2000 Menschen bewohnten Außenbezirk begünstigt. Ein regelmäßiger 40-Minuten=Verkehr während des ganzen Tages zum Schleusenweg ist nicht erforderlich. In den Vormittagsstungen wird sicherlich ein 2=Stunden=Verkehr bis zum Schleusenweg genügen. Die übrigen Fahrten sollen bei Möller enden. In den Nachmittagsstunden soll versuchsweise der 40=Minuten=Verkehr bis zur Schleuse durchgeführt werden. Die Besetzung der Wagen muß natürlich die Beibehaltung dieser Wagenfolge rechtfertigen. Die Abendstunden bringen wieder einen größeren Wagenabstand zwischen Möller und der Endstelle. Zur Zeche Friedrich der Große 3/4 soll vorläusig ein regelmäßiger 40-Minuten=Verkehr eingeführt werden, da sich dort zweifellos ein stärkerer Verkehr entwickeln wird. Die genauen Abfahrtszeiten werden noch festgelegt und an den Haltestellen entsprechende Tafeln angebracht. Die Strecken vom Schleusenweg und Friedrich der Große 3/4 bis Herne sind in zwei Teilstreckenabschnitte unterteilt, so daß der Barfahrpreis 20 Pf. beträgt und die Einzelfahrt bei Benutzung des Fahrscheinheftes sich auf 15 Pf. stellt. Die bisherige Einrichtung der neutralen Zone zwischen Bahnhof Herne und Ev. Kirche bleibt bestehen, so daß also Fahrgäste, die von Horsthausen kommend bis Herne gelöst haben, bis zur evangelischen Kirche fahren können. Für den Rückweg gilt das gleiche. Es wird darauf hingewiesen, daß es sich bei dem erweiterten Autobusverkehr zunächst um einen Versuch handelt, da man abwarten will, welchen Zuspruch die Wagen finden werden. Den Einwohnern ist deshalb dringend anzuempfehlen, von dem Verkehrsmittel regen Gebrauch zu machen, da hiervon letzten Endes die Beibehaltung der Verkehrserweiterung abhängig ist. Die Verkehrsgesellschaft wird die Frequenz im Auge behalten, und sollte es sich zeigen, daß die Benutzung der Wagen dauernd oder stundenweise sehr gering ist, so würde sie die Fahrten einstellen oder verringern. Er dürfte dann schwer halten, die erzielten Verkehrsverbesserungen wiederzugewinnen. Es ist jetzt also Sache der Einwohner, durch regelmäßige Benutzung der Autobuslinie sich den Verkehr zu erhalten. Aus der Vorgeschichte der Verkehrserneuerung dürfte noch das folgende Schreiben interessieren, das der Verkehrsverein Herne am 5. März an die Direktion der Bochum=Gelsenkirchener Straßenbahnen A.=G. in Bochum gerichtet hat: „Nachdem alle bisherigen Bemühungen um die Schaffung besserer Verkehrsverhältnisse für die Herner Randsiedlungen der Zeche Friedrich der Goße 3/4 und die Staatswerftanlagen(Pöppinghausen) fehlgeschlagen sind, wird hiermit erneut die dringende Forderung erhoben, durch Weiterführung des Autobusverkehrs die betr. Gebiete mit ihren mehreren tausend Volksgenossen dem Verkehr zu erschließen. Dieses Bedürfnis spricht zu den zahlreichen Eingaben und Klagen, die besonders in der letzten Zeit wieder sowohl tens der Betriebe und ihrer Gefoloschaft als auch von den Anwohnern vorgebracht worden sind. Schon in früheren Jahren hat stets eine Verkehrsverbindung zwischen Horsthausen bzw. Pöppinghausen und dem Herner Stadtzentrum bestanden. Die spätere Stillegung bzw. Einschränkung des Betriebes fiel in die Zeit fortschreitenden wirtschaftlichen Niederganges, der naturgemäß auch einen erheblichen Rückgang in der Beanspruchung der Verkehrsmittel zur Folge hatte. Heute aber, also unter weitaus günstigeren Bedingungen, wird der Autobus zweifellos den notwendigen Zuspruch finden. Schon die Schnelligkeit dürfte einen erhöhten Anreiz zur Benutzung bieten. Unser Vorschlag geht nun dahin, unter Beibehaltung des 20-Minuten=Verkehrs bis zum Heinrichsplatz den Autobus abwechselnd: 1. über die bisherige Endstelle Möller hinaus nach Haltestelle Staatswerft und weiter bis Schleusenweg als Endstelle, 2. über Haltestelle Pitsch bis Kasino Friedrich der Große 3/4 als Haltestelle durchzuführen, so daß ab Heinrichsplatz ein regelmäßiger 40=Minutenverlehr nach den beiden genannten Endstellen eingerichtet wird. Die Fahrtdauer ab Herne evgl. Hauptkirche beträgt ca. 9 Minuten. Die bisherige Wartezeit von ca 15—18 Minuten bei Möller kann dazu benutzt werden, den Wagen, wie unter Punkt 1 vorgeschlagen. weiterzuführen. Der Fahrplan hätte sich den Bedarfszeiten anzupassen, wie sie in den beiliegenden Schreiben der Gewerkschaft Friedrich der Große vom 19. 2. und des Preußischen Maschinenbauamts vom 26. 2. angegeben sind. Hierzu kämen noch die Spätwagen vorwiegend für die Heimbeförderung aus der Stadt. Begründung: Vor eingen Tagen hat im Einverständnis mit dem Verkehrsamt der Stadt Herne eine örtliche Besichtigung stattgefunden, bei welcher Gelegenheit auch mit den Bewohnern Fühlung genominen wurde. Er ergab sich, daß die Wegeverhältnisse durchaus günstig sind und entgegen der von der Straßenbahn vertretenen Auffassung eine Benutzung zu erwarten ist, bei der die Wirtschaftlichkeit des Fahrbetriebes außer Frage gestellt ist, sofern sich der Fahrpreis in angemessenen Grenzen hält.(Von der Belegschaft der Staatswerft wurde der Wunsch zum Ausdruck gebracht, den Fahrpreis von 20 Pf. bestehen zu lassen). Es ist festgestellt, daß der weite Fußweg besonders bei ungünstigem Wetter viele Volksgenossen zur Zurückhaltung zwingt. Zahlreiche Anwohner führen berechtigte Klage darüber, daß sie sich infolge der mangelhaften Verkehrsbediendungen häufig den Besuch kultureller und politischer Veranstaltungen, des Gysenbergs usw. versagen müßten und oft nicht einmal in der Lage sind, wichtige Angelegeiheiten, wie Aufsuchen von Behörden, der Arbeitsfront usw. und Einkauf des notwendigen Bedarfs in der Stadt abzuwickeln. Das Schiffspersonal hat seit der Stillegung des Zweigkanals ebenfalls keine Möglichkeit, schnell in die Stadt zu kommen, um dort seine Besorgungen zu erledigen. Nicht zu vergessen sind auch diejenigen Schulkinder, die vielfach bei schlechtem Wetter einen weiten Weg zur Schule zurücklegen müssen. Auch Geschäftsreisende und Vertreter auswärtiger Betriebsstellen sehen in den unzureichenden Verkehrsverhältnissen eine Behinderung ihrer Tätigkeit. Wir hoffen, daß Sie sich unter diesen Umständen der Einsicht nicht verschließen werden, daß für die be antragten Verkehrsverbesserungen ein dringendes Bedürfnis vorliegt und schnelle Abhilfe unbedingt notwendig ist. Hierzu übersenden wir die folgenden Antragschreiben: Vom 29. 1. 38 Gewerkschaft Friedrich der Große: vom 19. 2. 38 Gewerkschaft Friedrich der Große; vom 26. 2. 38 Preußisches Maschinenbauamt. Ferner Sammellisten mit Unterschriften(ohne Familienangehörige), vom 25. 2. Sammellisten mit Unterschriften des Schiffskontors G. Schwarz. Heil Hitler! Verkehrsverein Herne.“ Wie beantragt, so ist es geschehen. Hoffen wir, daß diese Verkehrsverbesserung nun für immer bleibt. Wie wird am Sonntag gewählt? Stimmscheine nur bis Freitag mittag 12 Uhr. 1938, findet die VolksGroßdeutschen Reichstag die der Sonntag, den 10. April abstimmung und Wahl zum statt. Die Abstimmungszeit dauert von 8 Uhr vormittags bis 5 Uhr nachmittags(8—17 Uhr). Die Abgrenzung der Stimmbezirke, Lage der Abstimmungsräume und die Namen Abstimmungsvorsteher sowie ihrer Stellvertreter werden in den nächsten Tagen durch Anschlag an den Plakatsäulen bekanntgegeben. Die Stimmzettel sind amtlich hergestellt und tragen den Aufdruck Volksabstimmung und Großdeutscher Reichstag. In der Mitte des Stimmzettels befindet sich ein großer Kreis. Hier hat jeder abstimmungsberechtigte Deutsche, der dem Führer seine Stimme geben will, seinen Willen durch Eintragung eines Kreuzes kundzutun. Der Stimmberechtigte erhält Umschlag und Stimmzettel am Eingang des Abstimmungsraumes von einem amtlichen Stimmzettelverteiler. Die Stimmabgabe erfolgt in einer der im Abstimmungsraum aufgestellten Stimmzellen, und zwar in der Weise, daß der Stimmberechtigte, der dem Führer seine Zustimmung geben will, in den großen Kreis in der Mitte des Stimmzettels ein Kreuz setzt. Der Sitmmberechtigte tritt alsdann an den Vorstandstisch, nennt unter Vorlage seines Stimmzettels seinen Namen und seine Wohnung und übergibt den Umschlag mit eingeschlossenem Stimmzettel dem Abstimmungsvorsteher. Zur Stimmabgabe werden nur Personen zugelassen, die in der Stimmliste verzeichnet oder im Besitze eines Stimmscheines sind. Abwesende Volksgenossen können sich weder vertreten lassen noch sonst an der Abstimmung teilnehmen. Der Abstimmungsvorsteher hat im Abstimmungsraum das Hausrecht. Er kann jeden Volksgenossen aus dem Abstimmungsraum verweisen, der die Ruhe und Ordnung stört.“ Ein Stimmberechtigter des Stimmbezirks, der hiervon betroffen wird, darf vorher seine Stimme abgeben. Die Entgegennahme von Anträgen auf Ausstellung von Stimmscheinen wird Freitag, den 8. April 1938, 12 Uhr, geschlossen. Bis dahin können Anträge auf Ausstellung von Stimmscheinen im Rathaus, Zimmer 320, gestellt werden. Das NSKK und der Führerschein der Klasse 4 RSG. Die Motor=Gruppe Westfalen teilt mit: Ab 1. Oktober dieses Jahres müssen die Fahrer der bisher noch führerscheinfreien Kraftfahrzeuge bis zu 20 km Höchstgeschwindigkeit und der Kraftfahrzeuge bis 200 cm Hubraum im Besitze des Führerscheines Klasse 4 sein. Die Erteilung des Führerscheins Klasse 4 wird von der Ablegung einer Verkehrsprüfung abhängig gemacht. Diese Verkehrsprüfung wird nach den gesetzlichen Bestimmungen von den Polizeibehörden abgenommen. Eine Ausnahme hiervon ist für die Männer des RSKK einschließlich der Korpsangehö rigen und für alle Angehörigen der H3 vorgesehen, die die Verkehrsprüfung bei den Motorstandarten der Nationalsozialistischen Kraftfahrkorps ablegen können. Damit erweitert sich das große Aufgabengebier des RSKK um eine weitere umfangreiche Aufgabe, die ebenso wie der Verkehrserziehungsdienst in der vorbildlichen und gründlichen Arbeit für die Verkehrssicherheit der Straße begründet liegt. Die Verkehrsprüfungen werde von den Führern der Motorstandarten in Verbindung mit fachlich ge eigneten RSKK=Führern durchgeführt. Der zu Prüsende hat nachzuweisen, daß er über genaue Kenntnisse der Verkehrsvorschriften und ihrer praktischen Anwendung verfügt. Ort und Zeit der Prüfung werden jeweils für einen ganzen Monat im voraus bekanntgegeben, jedoch empfiehlt es sich, die Anträge zur Verkehrsprüfung rechtzeitig zu stellen, da in den letzten Wochen vor dem 1. Oktober mit einem starken Andrang zu rechnen ist. Als Prüfungsort sind in erster Linie die überall im Bereich der Motor=Gruppe Westfalen bestehenden RSKK=Sturmheime, welche alle über vorbildlich eingerichtete Verkehrsunterrichtsräume verfügen, vorgesehen. Zulassungsanträge zur Verkehrsprüfung sind an die jeweils zuständige Motorstandarte zu richten. Deutsche Ehemie in der Welt wieder führend Gesamterzeugung seit 1932 verdoppelt. Berlin, 1. April. Das nationalsoziglistische Aufbauwerk, das sich auf allen Gebieten der Wirtschaft widerspiegelt, kommt besonders stark auch in der chemischen Industrie zum Ausdruck. Vor 1933 war keine feste Grundlage mehr da für langfristiges Arbeiten, Planen und Unternehmen. Es erschien sinnlos, langwierige Entdeckungsarbeiten zu beginnen, deren Ergebnisse vielfach Jahrzehnte auf sich warten lassen. Glaube und Zukunftshoffnung, die der Führer uns wiedergab, haben, so schreibt der Leiter der Fachgruppe Chemie im NS.=Bund Deutscher Technik, Dr. Karl Merck, in der„Rundschau deutscher Technik“, auch auf dem Gebiet der Wissenschaft und Technik Wunder gewirkt. Sie haben der Wissenschaft einen festen Standpunkt zum arbeiten, dem Techniker die Ueberzeugung, daß eine Lösung gefunden wird, und dem Unternehmer seinen Wagemut wiedergegeben. Den Anstoß zu diesem grandiosen Umschwung gab der Vierjahresplan des Führers. Die chemische Gesamterzeugung in Deutschland ist mit fünf Milliarden Reichsmark im Jahre 1937 bereits fast doppelt so hoch gewesen wie im Jahre 1932. Die Zahl der Arbeiter und Angestellten der chemischen Industrie stieg innerhalb des gleichen Zeitraums von knapp einer Viertel Million auf mehr als eine halbe Million. Viel wichtiger als diese Ziffern sind die praktischen Erfolge, durch die schon jetzt erwiesen ist, daß auf lebenswichtigen Gebieten innerhalb weniger Jahre die Wirtschaftsfreiheit des Deutschen Reiches erreicht werden wird. geht sprunghaft in die Höhe, obwohl die Großwerke des Vierjahresplanes dabei noch nicht in Erscheinung treten Die Erzeugung von Benzin und anderen leichten Treibstoffen ist von 386·000 Tonnen im Jahre 1933 auf 1.5 Mill. Tonnen 1937 gestiegen. Die Gewinnung von Dieselöl stieg von 60 000 auf 120 000 Tonnen, die von Heizöl von 167000 auf 320000 Tonnen, von Schmieröl von 45000 auf 140000 Tonnen. und es ist nur eine Frage der Zeit, bis wir den Bedarf an Fettsäuren und technischen Fetten in Höhe von 500 000 Tonnen ganz im Inlande decken. Bei Kunstharzen und Kunststorfen sowie synthetischem Gummi liegen die Dinge ähnlich. Es ist nicht zuviel behauptet, daß die deutsche Chemie nicht nur für Deutschland die tropischen Rohstoffe ersetzen wird, sondern dies für ganz Europa ermöglichen kann Aehnlich wie die Kohle dank der Chemie nunmehr zur unerschöpflichen Rohstorfquelle für Oele, Harze und Gummi wird, so wird das Holz zum Ausgangsstoff für die synthetischen Faserstoffe. Die Zellwolle= und Kunstseidenerzeugung ist von 1932 bis 1937 von 32000 auf fast 160000 Tonnen angewachsen und wird noch weiter erheblich ansteigen. Die Preise für Kunstseide und Zellwolle zeigen eine fortschreitende Verbilligung. Die Chemie trägt damit zur Hebung des Lebensstandarts im Inland bei und leistet einen wertvollen Beitrag zur Verwirklichung des sozialen Programms des Nationalsozialismus. Oesterreich im deutschen Wirtschaftsraum Unter obigem Titel hat die Deutsche Bank eine Broschüre herausgegeben, die neben einer Wirtschaftskarte Oesterreichs eine große Zahl interessanter Statisti ken über die Wirtschaftsstruktur Oesterreichs im Vergleich mit dem bisherigen Reichsgebiet enthält. Etwa 50 füh rende Wiener Börsenwerte werden unter Angabe von Aktienkapital, Werksanlagen. Kursen, Dividenden usw. geschildert. Besondere Beachtung verdient eine in dieser Broschüre außerdem enthaltene Aufstellung über die Be ziehungen von Industrieunternehmungen im bisherigen Reichsgebiet zu österreichischen Firmen. Warnung vor einer Schwindlerin Am 30. v. M. ist bei mehreren Mietern eines Hauses der Adolf=Hitler-Straße in Wanne=Eickel eine Frau erschienen, die kleine Töpfchen mit Bouillonextrokt zum Kauf anbot. Gleichzeitig brachte sie eine Sammelbüchse zum Vorschein und bat um eine Gabe für das Krüppelheim in Vollmerstein. Sie gab an, von einem Pastor beauftragt zu sein. Wie die Feststellungen ergaben, handelt es sich um eine Schwindlerin. Beschreibung: Etwa 20 Jahre alk, 1,65 Meter groß, schlank, frisches Gesicht. Bekleidung: Heller Sommermankel, heller Sommerhut. Da zu vermuten ist, daß die Schwindlerin noch weiterhin versuchen wird, die Sammlungen durchzuführen, wird gebeten, bei erneutem Auftreten deren Festnahme zu veranlassen. Alle Geschädigten oder Personen, die zur Ermittelung der Täterin Angaben machen können, werden gebeten, sich bei der Kriminal-Polizei zu melden. Quisburg am Rhein“ Die Stadt Duisburg hat einen neuen Stadtprospekt herausgegeben, der in seiner hübschen Aufmachung sehr ansprechend ist. Aber auch in seinem Text und in den Bildern ist alles Wissenswerbe über diese Großstadt am Zusammenfluß von Rhein und Ruhr gesagt. Die Bedeutung diesen interessanten, den größten Binnenhafen der Welt bergenden Stadt auf wirtschaftlichem und kulturellem Gebiete ist wirkungsvoll herausgestellt. Dabei ist das Niederrheingebiet, dessen Mittelpunkt Duisburg ist, nicht vergessen worden. Eine besondere Beilage behandelt anhand eines originellen Stadtplans die einzigartigen Sehenswürdigkeiten Duisburgs. Das Bestreben, die deutsche Heimat bekannter zu machen, hat die Stadt Duisburg durch diesen Prospekt in erfreulichem Maße gefördert. verden Traum vieler Generationen. Er schuf das ewige Frühjahrr-Schulie Reich. wir danken ihm dafür mit unserem „Ja“! DORTMUND, Hansastr. 5, Telefonische Auskunft unter Nr. 35254 56 Amfherdfeuer 4c Geschickte einer Autopanne Von Bruno Mannel. Auch mit einem Motor. der tadellos läuft, kann es plötzlich aus sein. Es ist nicht ratsam. auf ihn zu schwören. Wenn ein Motor stehen bleiben will, findet er auch einen Grund. Ich glaube nicht, daß es jemanden gelingt, ihn umzustimmen. Als wir in den Kurort einbogen, trat der Motor plötzlich in den Ruhestand. Wir waren damit nicht vollkommen einverstanden. Aber nach mehreren Versuchen. ihn anzuwerfen, mußten wir erkennen, daß er nicht wollte. Worauf wir uns bereiterklärten, zu bleiben. Mein Freund. als dessen Gast ich mich betrachten durfte, betrat das feine Hotel. Er ließ sich mehrere Zimmer zeigen. Er mietete auch zwei. Und sagte:„Wir werden einfach von hier aus unsere Ausflüge machen.“ Nachdem wir den Reisestaub von uns geschüttelt hatten. strebten wir den gedeckten Tischen zu. Es trat der Direktor auf und meinte:„Sie werden Ihren Aufenthalt nicht zu bereuen haben. Morgen trifft eine Berühmtheit ein. Sie kommt mit sieben Bediensteten und hat sich vierzehn Zimmer reservieren lassen.“ Weil wir auf Berühmtheiten nicht sonderlich fliegen, ließen wir die sehnsüchlig erwartete Frage. wer es sei, ungestellt. Es war uns vollkommen gleichgültig. Wir überredeten einen Mechaniker, der den Motor von einer besonderen Seite anpackte. Er versuchte an Hand von mathematischen Formeln nachzuweisen, daß der Motor im Unrecht war. Der Motor war aber im Recht. Er ging nicht. Wir wußten, daß wir ohne Motor in einer schrecklichen Lage waren und machten den schüchternen Ver such nachzudenken, wie es mit einer Fußwanderung wäre. Wir führten unsere Betrachtung nicht zu Ende. Es kam ein staubiger Wagen mit außerordentlichem Elan in unseren Hof gebraust. Ihm entstiegen zwei Gestalten. welche verwöhnten Männern durchaus nicht unähnlich saben. Sie zündeten sich mit einer Bewegung, die an Vornehmheit nichts fehlen ließ, je eine Zigarette an. Dazu redeten sie in einer Mundart, die nicht ganz die unsere war. Sie blieben bei uns stehen. Sie blickten auch auf unseren Motor. mit dem es aus war. Wir hatten nicht das geringste dagegen einzuwenden. Da unser Motor den Vorteil hatte, daß er neu war. betrachteten sie ihn mit Inbrunst. Es darf daher gesagt werden, daß sie über ihn redeten. Obwohl es in einer Mundart war. die wir nicht kannten. merkten wir sofort, daß sie ihn lobten. Infolgedessen waren uns die Herren sympathisch. Da eine Teilnahme der andern wert ist. wandten wir unserem Motor den Rücken und betrachteten den ihren. Wir betrachteten schließlich den ganzen Wagen. was eine Entdeckung zur Folge hatte. Wir wollten uns damit nicht brüsten. Weil sie dieser Geschichte aber erst den erforderlichen Glanz verleibt, darf sie nicht unerwähnt bleiben. Wir entdeckten an der Tür eine siebenzackige Krone. Das Nummernschild trug die Initialen der Niederlande. Wir ließen uns die Entdeckung listigerweise nicht anmerken und kehrten außerordentlich belanglos zu unserem Motor. mit dem es aus war, zurück. Einem der beiden Herren schien eine blitzartige Erleuchtung gekommen zu sein. Die Erleuchtung. uns zu helfen. Wir saben ihn den Motor anfassen. Wir sahen ihn einige Teile beklopfen und den Kovf schütteln. Damit war seine Tätigkeit aber nicht beendet. Im Gegenteil. Mit wahrhaft handwerklichem Eiser ergriff er einen Schraubenzieher. Er machte sich an der Benzinpumpe zu schaffen. Anscheinend gelüstete ihn sie auseinanderzunehmen. Es muß bemerkt werden, daß die Benzinvumpe einer der edelsten Teile des Motors ist. Wenige Automobilisten wagen es, sie anzurühren. Ueberdies prangte in unserm Praspekt an deutlichster Stelle der Satz, daß es in jedem Falle unzulässig sei, sie zu öffnen. Der Herr behauptete, sie öffnen zu wollen. Ich wäre jedem dankbar gewesen, der uns geholfen hätte, ihn davon abzubringen. Ich begnügte mich aber, an meinen Freund die Frage zu richten, welches die wahrscheinlichste Folge sein würde. Die wahrscheinlichste Folge, sagte er. wird sein, daß wir mit der Bahn nach Hause fahren. Der Herr hielt an seiner Absicht fest. Sein Eifer war noch triefender als der Schweiß. den es ihn kostete, das Werk zu vollenden. Nach einer halben Stunde wußten wir. in wieviel Teile eine Pumpe zerfällt. Die Schrauben eingerechnet waren es siebzehn einzelne Stücke. Der Herr betrachtete jedes eingehend. Dann schraubte er weiter und zerlegte die Teile in neue Teile. Nun betrachtete er auch sie. Jetzt wäre zu verbuchen, daß er eine Feder zutage förderte, ungefähr von der Größe eines Daumennagels. Er zog einen Zollstock aus der Tasche und maß die Feder. Sie war in Ordnung. Man sollte nun meinen, damit wäre seine Tätigkeit erledigt gewesen. Aber er förderte aus irgendeinem Winkel eine zweite Feder zutage. Er maß auch sie. Sie war nicht in Ordnung. Er beabsichtigte. sie um einen Millimeter zu verlängern. Wir fragten. weshalb. Er ließ sich durch unsere Frage nicht beirren und verlängerte sie. Die Sache wäre zweifellos so gekommen, daß wir es ihm verdoten hätten. Aber mit Rücksicht auf seine gesellschaftliche Stellung und weil es bei einem Motor, mit dem es Essig ist. keine Rolle spielt. gestatteten wir es ihm. Wir fanden es im allgemeinen recht beruhigend, als er nach einer Stunde anfing. die Pumpe wieder zusammenzusetzen. Er setzte die zerlegten kleinen Teile in die zerlegten größeren Teile. Somit wurden es immer weniger. Er schien sich alles genau gemerkt zu haben. Denn nach geraumer Zeit sahen wir keine Teile mehr herumliegen. Nur noch Schrauben. Ich dachte. er würde nicht für alle Schrauben Verwendung haben. Gewöhnlich bleiben beim Zusammensetzen einer Sache Schrauben übrig. Er verwandte sie alle, wodurch sich unsere Sympatbie für ihn steigerte. Ich wollte idm sogar sagen, wie sehr ich ihn schätze. Da sagte er, wir sollen versuchen zu starten. Anscheinend war er der Meinung, daß es mit dem Motor nicht mehr aus sei. Man muß nicht glauben. ich hätte schallend gelacht. Optimismus ist etwas zu Seltenes. Man soll ihn pflegen. Ich nahm nur meinen Freund beiseite und fragte:„Glaubst du. daß er anspringt?“—„Ausgeschlossen!“ sagte er.„Aber wir wollen ihm den Gefallen tun. Wir taten ihm den Gefallen. Wir starteten. Und wirklich sprang der Motor an. Es wäre zwecklos, unsere Ueberraschung zu beschreiden. Wir waren wie erschlagen. Wir bedankten uns. Wir machten auch erhebliche Verbeugungen. Und unter der Versicherung. diesen Augenblick so leicht nicht zu vergessen, schwirrten wir davon. Nun sind wir so weit, um die Wahrheit zu sagen: am nächsten Tage wollten wir uns von der Tadellosigkeit des Motors überzeugen und fuhren mit ihm die Berge emvor. In einer Kurve kam uns ein niederländischer Wagen entgegen. In den Polstern erblickten wir eine verschleierte Dame. Was dagegen am Volant saß und eine Livree trug. auf der es von Schnüren wimmelte, war besagter Herr. Leibchauffeur der Königin von Holland. Die Tirkusprinzessin Erzählung von Heinz A. Heilsberger. Die Manege war in gleißendes Licht getaucht. Eben hatte ein indischer Degenschlucker seine Künste beendet. Als er abging. trottete ein Rudel Spatzmacher von absonderlichen Gestalten in das helle Rund und erfreute die Zuschauer mit derben Späßen.„Hadschitii...“ nieste ein Clown. er zog ein Tuch vom Ausmaße eines Bettlakens aus seinem unergründlichen Hosensack und schnaubte die Nase. Dann lachte er glucksernd und tollte in grotesken Sorüngen durch den Sand.„Schenk mir dein Taschentuch!" bat ein langnasiger Zwerg und hängt sich an die flatternden Rockschöße des Clowns. Der wehrte ihn unge duldig ab.„Geh'. Luzian! Wisch' dir die Nase am Hemd ab.“ rief er.„aber wring' es nachher gut aus!" Die Zuschauer lachten und klatschten.—„Pfuiii!“ machte ein glatzkönfiger Hauswurst, dessen Ohrläppchen bis auf die Schultern hingen. Ein Kuall ertönte. noch einer. Da kam plötzlich Bewegung in die Zuschauerreihen, und das bunte Rudel der Clowns da unten teilte sich. „Gleich kommt sie.“ flüsterte mein Nachbar mir zu. Ein Tusch der Kapelle. Da sprengte sie auf einem edlen Schimmel mit rotem. alitzerndem Zaumzeug unter wirbelnder Musik in die Manege. triumphierend grüßte sie nach allen Seiten: Sobille Garcia, die Ziskusreiterin. „Hadschitii...“ nieste der Clown ihr nach, und unter Lärmen und Gebrumm trollten die Spaßmacher ins Dunkle zurück. Es ist eine seltsame Geschichte um die Reiterin. Zuerst einmal: Sie heißt nicht Garcia, wie die Plakate verkünden, sondern Maria Feodorowna und ist eine russische Emigrantin. Die Geschichte liegt weit zurück. Nach der Revolution floh sie aus Rußland mit ihrem Bruder Kolja und ihrem Geliebten, einem Offizier. der im Kriege erblindet war und heiratete ihn in einer euroväischen Hauptstadt. Er gehörte einem alten russischen Aristokratengeschlecht an, hatte aber alle Güter in der Revolution verloren. während es dem Bruder der Feodorowna gelungen war. einen großen Teil des Vermögens zu retten, das er dann mit der einzigen Schwester teilte. In Paris geriet der leichtlebige Kolia bald in die gefährlichsten Kreise. Spielschulden. ein Leben in Saus und Braus brachten ihn an den Rand des Verderbens. Sein Vermögensteil war bald aufgebraucht, und zum Schluß Zwei im Frühling) Das ist ein selig Wandern In Lenz und Licht hinein! Und einer sagt's dem andern— Dann singen sie's zu zwei'n. Und ist ein selig Singen Weiß keins mehr, was es will. Und wie die Herzen klingen. Da ist's auf einmal still. Da glüht wie heil'ge Brände. Was nie sich sagen läßt. Stumm finden u die Hände Im Glück— mner mustergültigen Wieder .— MDIef auch in Berlin zu einem werden. Uebrigens zeigte Rotel„Zu den Doms werden. Uebrigens zeigte Juggestivzwingende Art des meldeten sich die unbezahlten Wechsel. Maria hatte es immer versucht, ihrem blinden Gatten das Treiben ihres Bruder zu verheimlichen, da sie es nicht übers Herz brachte. diese Schande einzugestehen. Sie bewahrte den Bruder vor dem Aeußersten. in dem sie die Wechsel einlöste und einen großen Teil der Schulden bezahlte. Der Rest blieb nur. weil Maria nicht mehr zahlen konnte. Sie war arm geworden. Den geliebten Mann von diesem Zustand in Kenntnis zu setzen wagte sie nicht aus Stolzund Schamgefühl. Es blieb nichts übrig, als einem Erwerb nachzugehen. um dem blinden Gatten die Illusion der Wohlhabenheit und des standesgemäßen Lebens zu erhalten. Maria hatte von Jugend auf eine starke tänzerische Begabung gezeigt, sie machte sich diese notgedrungen zunutze, trat in Kabaretts auf und wurde schließlich Zirkusreiterin. Ihr Gatte durfte es um alles in der Welt nicht erfahren, denn sein stolzes Herz hätte es nie verwinden können, davon war Maria Feodorowna überzeugt. Bald siedelte sie nach Deutschland über, wo sie niemand kannte und trat unter dem Decknamen Sybille Garcia in diesen Zirkus ein. Aber sie konnte ihr Doppelleben nicht weiterführen, ohne daß ihr Gatte Argwohn schöpfte. Die unaufhörlichen Reisen, die Abende ihres Fernbleibens, die sie mit immer neuen Ausflüchten zu erklären versuchte, verstärkten in dem blinden Manne das wachsende Mißtrauen, ohne daß sie es anders als durch ein offenes Geständnis hätte beenden können. Aber sie wollte den Gatten um keinen Preis verlieren und wagte das Aeußerste. um ihn zu behalten. Auf die fortgesetzten Anschuldigungen, daß sie ihn betrüge, stammelte sie nur mit irrer Angst in den Augen die einzige Antwort. die sie ihm geben konnte, die Antwort ihres gehetzten Herzens:„Sei gut zu mir. Dimitri! Sei gut zu mir!"— Vor zwei Jahren lernte ich ihren Gatten auf einer Feierlichkeit russischer Emigranten kennen. Er stellte sich mir als Fürst Dimitri Alerandrowitsch Wassillijew vor. Damals wußte ich nicht, daß die stille Frau an seiner Seite als Zirkusreiterin ihr Brot verdiente. Als er erfuhr, daß ich Augenarzt bin und eine Klinik für Augenkranke unterhielt, flüsterte er mir zu, ich möchte ihn an einem der nächsten Abende einmal aufsuchen. Mich interessierte der Fall dieses Blinden, und ich stellte mich an dem festgesetzten Abend bei ihm ein. Er war allein. Seine Gattin trat, wie ich jetzt weiß, im Zirkus auf. Sogleich bestürmte er mich. seine Augen zu untersuchen. da er die Hoffnung nicht aufgeben könne. wieder sehend zu werden. Der Befund machte mich zuversichtlich, und ich sagte es ihm, doch wäre ein langwieriges Verfahren nötig. das nebenbei auch recht kostspielig würde. Er betonte, alles sei ihm nebensächlich, wenn er nur das Augenlicht wiederfände. Daraufhin nahm ich ihn in seiner Klinik auf. Er bat mich. die Einlieferung seiner Frau gegenüber mit einer Verschlimmerung seines Zustandes zu begründen und nichts von dem bevorstehenden Heilverfahren zu erwähnen, da er sie damit überraschen wolle. Welcher Art die Ueberraschung sein sollte, weiß ich jetzt: er gedachte seine Frau— sehend geworden— der Untreue zu überführen... Als ich Maria Feodorowna Mitteilung über die unwahren Gründe der Einlieferung ihres Gatten machte. sah ich eine lodernde Angst in ihren Augen, und es fehlte nicht viel, so hätte ich die Wahrheit gesagt, um sie von dem Schrecken zu befreien. Die Frau, das sah ich, liebte ihren Gatten abgöttisch und nahm alle Opfer auf sich. um ihm das Leben erträglich zu machen. Wie oft stammelten ihre Livven das gequälte„Sei gut zu mir! Sei gut zu mir. Dimitri!“ wenn sein Mißtrauen sie ansprang und ihn ihr immer mehr entfremdete. Und dann kam eines Tages die große Entscheidung. Nach etwa dreiviertel Jahren war die Overation der Augen ausgeheilt. die Binde fiel: Dimitri Alexandrowitsch konnte wieder sehen! Maria Feodorowna wußte von alledem nichts. Es sollte die Ueberraschung ihres Lebens werden. Am Abend des Tuges, da der Fürst die Klinik verlassen konnte, trat sie wie immer im Zirkus auf. Ich ließ mir später den Hergang genau erzählen... Sie hatte mit ihrem Schimmel bereits die ersten Uebungen erledigt und begann die wundervollen Kapriolen auf dem Rücken des Tieres, die wir eben sahen, als sie nach einem unwillkürlichen Blick in die Zuschauerreihen des Parketts mitten in der Ausführung der dopvelten Kapriolen erstarrte und wie bewußtlos vom Pferde stürzte. Die Zuschauer sprangen von den Sitzen. und die Zirkusangestellten eilten herbei, hoben sie auf und trugen sie aus der Manege in ihre Garderobe. Währendessen zwängte sich ein dunkler, vornehmer Mensch aus den Parkettreihen, wandte sich in eiliger Hast an den Direktor. Der Fremde, es war der Fürst. verlangte seine Frau zu sprechen. Er umfing sie mit seinen Armen, umschloß sie.— jest, immer fester. Er wußte bereits alles. „Maria Feodorowna. vergib mir! Vergib mir!" waren seine einzigen Worte. Er war erschüttert von dem Opfertum dieser Frau.— Heute gehört er dem Zirkus mit an. Sehen sie dort!“ Er wies mit der Hand nach dem Eingang der Manege. Ich spähte hinunter.—„Hadschitii nieste der Clown und zog das große Laken hervor. Und jetzt sah ich es ganz deutlich, als Sybille Garcia auf ihrem Schimmel die Arena verließ, winkte sie dem Clown ganz leise zu und— lächelte... Wissenswertes Allerlei. : Kilo Honig ist der Extrakt von etwa 7½ Millionen Blüten. Um diese Honigmenge zu sammeln, müssen Bienen so oft hin= und zurückfliegen, daß die gesamte zurückgelegte Wegstrecke dem dreifachen Umfang des Aequators entspricht. In früherer Zeit hielt man Schwämme für Pilanzen. die unter dem Wasser an Felsen hafteten. Jetzt aber weiß man, daß Schwämme Tiere sind und die niedrigste (orm des Tierlebens darstellen. Sie sind eine Gruppe von Einzeltieren, von denen jede mehr oder minder unabhängig von den andern lebt. Der Badeschwamm ist das Skelett des Schwammtiers. N „Und da sagen die Leute immer. Radfahren soll gefund sein..., ich kann das wirklich nicht finden!" aberts=Dortmund, dem inhaltender, wohlverdienter 5s Feld“ von Rich. Trunk “ von Buck besangen den SwolFhang mana!““ werteschaffenden Arbeit Roman von WOLFGANG MAHNgr erstgenannte homophonig wie ein Ruf zur Ernte. 47. Fortsetzung. Sie kämpfte um ein Wort. Sie sah die Männer um sich an mit forschenden Blicken. und dann schrie sie in ihrer Angst Hauptmann Staby an:„Ist es wahr?" „Miß Corinne, ich will Ihnen alles erzählen“, sagte der Hauptmann erregt.„Kommen Sie!" Da wußte Corinne Gold. daß es entsetzliche Wahrheit war. und ein unsagbares Grauen packte sie. Sie schrie auf. todwund. Und dann brach sie zusammen. Bestürzt trug Hauptmann Staby die Ohnmächtige emvor auf ihr Zimmer. Der Domkantor rief nach Zenzi. die sich dem Hauotmann sofort anschloß. Dann wendete er sich an Li Vsselv und sah sie hart an „Wie schlecht sind Sie, wie spottschlecht! Ich will Sie morgen nicht mehr im Hause der Domspatzen sehen. Eine schlechte Frau ist schlimmer als zehn schlechte Männer!" Dann verließ er die Gruppe. um Frau Anna aufzusuchen. Li Vsseln aber sah Direktor Severin fragend an. der von dem Geschehen noch ganz verwirrt war. und sagte: „Was hat er zu mir gesprochen?" „Er hat gesagt, daß Sie eine schlechte Frau sind und daß Sie morgen das Haus verlassen sollen.“ Da machte das Mädchen aus Schanghai ein erstanntes Gesicht und schüttelte den Kovf. Sie hatte doch nur ihr Recht gewahrt. Wollte ihr denn die andere nicht den Gatten nehmen? Nein, sie ist nicht schlecht, was sie tat. war richtig und notwendig. Das Teleson schrillt auf. Alle Gäste wissen non der Operation. und die Klingel läßt sie jäh auffahren. Dem Domkantor geht es nicht anders. Er sitzt eben mit Frau Anna zusammen und erbebt sich jäh. Seine Hand zittert, als er in der Dieie den Hörer abnimmt. und seine Stimme klingt heiser, als er sich meldet. „Hier ist Doktor Eck“, erklingt es durch den Draht. „Herr Domkantor. ich wollte Ihnen nur sagen, daß die Overation vollzogen ist und. den Umständen entsorechend. gut verlaufen ist.“ Sorge, und er fragt zurüch Sie mit den Umständen: „Das heißt. Herr Do fernt ist und daß. wenn Richard Rogaller geheilt „Als vollwertiger gest „Das ist schwer zu sagel Eck aus.„Das kommt auf spiegeln kann Ihnen der Geheimsenders Köln ist jedenfalls getan, wor bitte Miß Corinne, teleg#on, der den Ordnungsdienst r. Es war die schwerste Oyr, der Flottmänner zurück=ht habe, und ich bewundere fangstigende Fülle herrschtezt Robert von Kahr. Gutestions=Etage, wo über zweisehr müde." sihen auf den Beginn war„Gute Nacht. Herr Dfirma Leitner& Co. hatteu " ung des Raumes Sorge genspiegel, die sonst der KundWenige Augenblicke[Anprobieren dienen, waren! spatzenhotel, daß die Opt und auch sonst trugen Hageht wie ein Aufatmen nengirlanden eine festliche Nur eine weiß es nichk. in heitigem Fieber lieg.,/##wi. Milrophone wasich Zenzt, die die Pfie i# Vordergrund für den. Sorgen macht. enholt und den in weiAls der Domkantor z. Mädchenchor von Leitnern ihre Besorgnis aus und intergrund für das Streich„Zenzi“, entgegnet eten=Musikzuges 457. s5 Doktor Eck haben eben di Werkpause zwischen Andurchgeführt, sie sind erschtionsregalen auf dem blanihnen herüberzubitten.„Itenholt, in aufgeräumter „sslog Arge commt somerkwause mit dem Motto. prlege der Kranken, walM. 0 auf seinem Zim es komine,#b es genom“.. daß die Operation gutr Stimmungsschilderung gabig bittet, Frau Rogaller dereschmun, die sich glänzend Hilligon nickt mit und verstand, und ihrem Leisadschaftliche Aufforderung: . 1 in die Werkpause!" ZuIn der Nacht trat ein in 4 reule ton“ schmillis undl Gold erlebte einen Bluts Peendigung reden mallie1 das Schlimmste befürchtel P““oigung reden wollte, Sie weckten den Domfpße die Blasmusik herauf, se anrief, wo sich der alte Fdienstrekruten aus Herne, „Herr Quentner“. sagl te wecken Sie Dokter Eck woer den verrn weneimrat, wit brauchen hier dringend einen Arzt. Fräulein Corinne hat Stephan atmet aus. aber dann packt ihn wieder die even einen Blutsturz erlitten.“ Er hörte noch den erschrockenen Ausruf des alten Dieners. und dann wurde es still. Nach wenigen Augenblicken kam Quentner wieder und sagte:„Herr Geheimrat kommt sofort mit dem Wagen.“ Schweratmend hing Stephan Inniger an. Das war eine Nacht, die er nie vergessen würde! Er ging vor. schloß die Tür auf und wartete draußen auf das Eintreffen des Geheimrats. Siebenstuhl. den er geweckt hatte, war zuvor zum Tor gelaufen, um es zu öffnen. Der Domkantor atmete auf. denn jetzt sah er, wie die Scheinwerser des Wagens ihr grelles Licht zwischen den Bäumen und Sträuchern hindurchwarfen und wie der Wagen langsam näherkam. Als er jetzt hielt, sorang Siebenstuhl ab. der auf dem Trittbrett gestanden hatte, und öffnete die Wagentür. Blaß und übernächtig kletterte der alte Herr heraus und stieg die Stufen emvor. Stumm begrüßten sich die Männer. und dann begab sich der Geheimrat sofort zu der Kranken. Frau Anna und Zenzi erwarteten ihn aufatmend. und der Geheimrat ging unverzüglich daran, die wie leblos daliegende Kranke zu untersuchen. Dann gab er seine Anordnungen, überreichte Zenzi die Medizin. die ihr allstündlich trovsenweise eingeflößt werden solle, und sagte:„Morgen früh komme ich wieder.“ Der Geheimrat nickte den beiden Frauen zu und verließ das Zimmer. Unten traf er auf den Domkantor. der ihn bat, doch noch ein vaar Augenblicke Platz zu nehmen. „Sie sind erschöpft", sagte der Domkantor herzlich. „soll ich Ihnen einen Kaffee kochen lassen oder wollen Sie ein Glas Kognak?" „Geben Sie mir einen Kognak". bat der Geheimrat. Als er ihn getrunken hatte. wandte er sich an den Domkantor. der ihn erwartungsvoll ansah. „Hat Corinne Gold Angehörige? Wissen Sie darüber Bescheid. Herr Domkantor?" „Sie hat niemanden“, entgegnete der Domkantor.„Sie war das einzige Kind ihrer Eltern. die bereits einige Jahre tot sind. Der große ererbte Besitz wird von einem Notar verwaltet. Außer Richard und Frau Rogaller hat sie keinen Menschen, der ihr nahesteht.“ „Frau Rogaller ist noch in München?“ „Ja. Soll ich sie herbitten?“ „Es wird gut sein, wenn Sie es tun.“ „Steht es so schlimm, Herr Geheimrat?" fragte der Domkantor erschrocken. „Noch vierundzwanzia Stunden, und dann schließt sie die Augen. Schade um das schöne Geschöpf.“ Der Domkantor war im Innersten erschüttert. Er faßte die Hand des Geheimrats und sagte ernst:„Und es gibt keine Möglichkeit mehr, ihr zu helfen?" „Keine! Aber warum sind Sie darüber trauria. Herr Domkantor? Hilft ihr nicht der Tod aus der schlimmsten Not? Wissen Sie nicht, daß jetzt... Richard Rogallers Frau aufgetaucht ist? Seine rechtmäßige Frau, wie aus den Pavieren hervorgeht?“ „Ja. ja. ich weiß“, entgegnete der Domkantor erbittert. „Sie hat es ja Corinne zynisch ins Gesicht gesagt. Sie ist ja schuld an allem.“ „Ist es darum nicht Erlösung, daß sie der Tod in die Arme nimmt? Ueberlegen Sie sich. Herr Domkantor. wieviel Leid auf sie warten würde, müßte sie dieses Leben noch weiter tragen, und es ist ja sowieso befristet.“ „Und doch ist es furchtbar. Herr Geheimrat. Hier stirdt ein junger Mensch und drüben erwacht einer zu neuem Leben.“ „Das... wissen wir noch nicht", entgegnete der Geheimrat ernst. Stephan Inniger zuckte jäh zusammen.„Steht es nicht gut mit Richard Rogaller?“ „Doch, den Umständen angemessen sogar sehr gut. aber wir müssen erst abwarten, wie die Heilung verläuft und was uns dann für ein Mensch anschaut.“ Er erhob sich mühsam, atmete ein vaarmal tief und reckte sich.„Man wird alt. Herr Domkantor. Wenn man über die Siebzig ist, spürt man eben doch, was einem das Leben in den Jahren abgefordert hat.“ „Wenn ich einmal Siebzig bin. Herr Geheimrat. und ich bin noch so kraftvoll wie Sie. dann werde ich meinem Gott jeden Tag dafür danken", entgegenete der Domkantor. Dann rief er Frau Felicitas, die mit Siebenstuhl zusammen in der Küche saß und einen Kaffee trank. Wenige Augenblicke später fuhr der Wagen wieder davon. Corinne schläft tief und fest. Wachsbleich liegt sie in den Kissen, und ne schaut aus wie eine Tote. Da schleicht Frau Anna aus dem Zimmer und sucht den Domkantor auf. Sie findet ihn unten in der Diele mit bitteren Zügen an der Tür stehen und auf Siebenstuhl warten. Als er sich umwendet und Anna erblickt, da geht es wie Erleichterung über seine Züge. Anna tritt zu ihm und sagt angstvoll:„Was hat der Herr Geheimrat gesagt?“ „Er gibt ihr... nur noch vierundzwanzig Stunden Zeit entgegnet der Domkantor und sieht, wie Frau Anna blaß wird. „Barmberziger Gott!“ stößt sie hervor.„Das kann doch nicht möglich sein!" „Es gibt keine Rettung. Anna. Die Kunst des Arztes ist beschränkt. Ich will morgen früh sofort mit Frau Rogaller telephonieren.“ „Kann man denn gar nichts tun?“ „Nichts. Anna.“ Tief erschüttert geht Frau Anna ins Krankenzimmer zurück. Sie hat Mühe, die Tränen zurückzubalten (Fortsetzung folgt kind 60 tional verdie thr le derelf ihrem felert reichs Wien Präzi sich 6 der 5# ner 2 noch erford spieler st. 3 der L schaft Fußbo und d 4 nover Rärnt haben einen daßs ben w dung Huts Vorsch dorfer über bei ior tunen Start Hambr Ihren preuße der Je stand einer Hambu Tore tuaklon hler 5 ab me liner hohen Mann ferte 1 das Kö zu erb holten ken an steht al weist. zwei 2 Die S des Be Vorau schauer bracht ostwef mit 2 einand Sieg vergat nicht a du feld 3 gewor munde In de Münst beginn Gaul und o derlag mögen (auch Wesel Elf. d beben zählen zirksk Klasse schon den, d Im West große wurde mania Herte lleß rend 5:2 de nahmen Anspruc Tscheche genossen Die Sch hallsieg trenten 1:1. für hei möt batlwelt schlugen Polen und nun Drugge In Eng Mißerf sterschaf lung in die Aus lischen in die 1 sicher zu wartete Berlin allen Ec Stalljock ges. E Javorite Reiter wird, in bisher a ang. wit champs Flachren Favorit Starke Nationalmannschaft in Sicht Eindrücke vom Wiener„Länderspiel“.— Spieler, die wir gut gebrauchen können.— Ueberraschungen bei den Gaugruppenspielen.— Das erste Aufstiegsspiel.— Hochbetrieb im Rennsport. Gon. 99% bere####,#####iener, Prr gr#er deutschen ria= glückliches Rennen hake, in eine Karamdolage verwichelt n.n„isterten Empfang, 60 000 bejudelten den wurde und unplaciert endete. Sieger wurde E. Wideners Vivttrix, auf dem Bridgland ein seines Rennen riet und ihn mit drei Längen Vorsprung durchs Ziel brachte. Der Toto honorierte den Ueberraschungssleg mit der fetten Quo—#eiche Laute vei verdienten Sieg der österreichischen Mannschaft, die hier ihr letztes„Länderspiel“ lieferte. Die so viel zitierte„WunGerel*“ setzte noch einmal ihr ganzes Bestreben ein, ihrem Ruf gerecht zu werden. Die Wiener Fußbaüschule feierte noch einmal einen großen Triumph. Sie war der reichsdeutschen Elf, die nicht in stärkster Aufstellung nach wien fahren konnte, in dalllechnischer Hinsicht und in der Präziston des Zusammenspiels klar überlegen, und es zeigte sich hier in eindringlicher Weise, welchen wertvollen Zuwachs der deutsche Fußballsport durch die Eingliederung der Wiener Mannschaft erhält. In welcher Form sie erfolgt, steht noch nicht fest. Es wird eines gewissen Uebergangsprozesses erfordern, ehe die Rückkehr der Wiener Berufsfußballspieler in das Lager des Amateursports restlos durchgeführt ist. Jedenfalls wird der deutsche Fußballsport demnächst in der Lage sein, eine außerordentlich starke Nationalmannschaft ins Feld zu stellen. So fügte sich auch dieses große Fußdalltreffen ganz in den Rahmen all dessen, was Wien und das ganze deutsch=österreichische Land seit Wochen in einen Zustand der Begeisterung und Freude versetzt. Die Gaugruppenspiele. brachten mit der Niederlage des 1. FE Nürnberg in Hannover eine nicht geringe Ueberraschung. Der„Klud“ verlor gegen Hannover 96 mit 1:2. Damit ist der Gruppensleg der Nürnberger ernsthaft in Frage gestellt. Die Niedersachsen haben mit den Siegen über Hanau 93 und Nürnberg bereits einen Vorsprung von zwei Dunkten. Da anzunehmen ist, daß sie auch der Aachener Alemannia das Nachsehen geben werden, wird das Rückspiel in Nürnberg die Entscheldung bringen. Jedenfalls wird der 1. FC höllisch auf der Hut sein müssen, wenn er doch noch seinen Einzug in die Vorschlußrunde halten will.— In der Gruppe der Düsseldorfer Fortunen feierte der BfB Stuttgart einen 711-Sieg über Vorwärts Glelwitz. Trotzdem wird es den Schwaben bei ihren drei Verlustpunkten schwer möglich sein, die Fortunen noch zu gefährden.— Mit Spannung sad man dem Start der beiden Favortken in der Gruppe 4 entgegen, Hamburg SB und Eintracht Frankfurt. Beide rechtfertigten Ihren Ruf. Die Frankfurter schlugen in Insterburg den Ostpreußzenmeister Vork Insterburg überlegen mit 5:1, während der Hämburger SB beim Steitiner SC auf barten Widerstand stleß. Namentlich Stektins Tordater Kutz, übrigens einer der besten deutschen Tischtennisspieler, machte den Hamburger Stürmern schwer zu schaffen und ließ nur zwei Tore zu. Immerbin beberrschte der HSB jederzeit die Sikuakion. Die Begegnungen Frankfurt— Hamburg werden hier die Entscheldung bringen. In der Schalke-Gruppe sad man mit Spannung dem Ausgang des Treffens Beriner SB 92— DfR Mannheim enkgegen. Nach dem hoben 6:1=Sieg der Badener über Oessau 05 wurde die Mannhelmer Elf allgemein recht hoch eingeschätzt. Sie lieferte in Berlin auch kein schlechtes Spiel, zeigte jedoch nicht das Können, um in Ihr den ernstlichen Widersacher Schalkes zu erblicken. Die Berliner spielten besser zusammen und holten einen 3:1-Sieg heraus, der sie mit vier Gewinnpunkken an die Spitze der Tabelle bringt. Relativ am günstigsten steht allerdings Schalke 04, das erst einen Verlustpunkt aufweist. Er folgen Berlin 92 und BfR Mannheim mit se zwei Verlustpunkten, Dessau 05 mit drei Verlustpunkten. Die Situation ist also recht interessant, was sich hinsichtlich des Besuches der kommenden Spiele auch auswirken wird. Voraussichtlich wird diese Gruppe wieder die größten Juschauerzahlen auf die Beine bringen. Im Kampf um den Aufstieg brachte der Sonntag das erste Treffen. Der Meister der ostwestfällschen Bezirksklasse, Arminia Bielefeld, der sich mit Alemannia Dortmund und dem FC Schwelm 06 auseinanderzusetzen hat, gestaltete seinen Start zu einem 4:0Sieg über Schwelm 06. Die Bielefelder kamen auch im vergangenen Jahr gut vom Start, die Elf hielt dann aber nicht durch. Es muß sich zeigen, ob die Mannschaft, die a durch die früheren Rotthausener Walden und Kranefeld Zuwachs erhalten hat, inzwischen beständiger und zäher geworden ist. Sie wird sich in erster Linie mit den Dortmunder Alemannen um den Gruppensteg streiten müssen.— In der zweiten Gruppe(Union Gelsenkirchen, Preußen Münster, SG Wattenscheld und Sportfreunde BC Siegen) beginnen die Aufstiegsspiele erst am 24. Aprtl. Bei dem Meister des Siegerlandes gab unser heimtscher Gauligist SC Westfalia am Sonntag seine Visitenkarte ab und verlor mit 1:6(!). Ueber die Ursachen dieser dohen Niederlage ist im Spielbericht ja das Erforderliche gesagt. Aber mögen die Dinge liegen wie sie wollen, solche Ergebnisse (auch das 2:2 am Sonntag gegen den Milltärsportverein Wesel) hören sich nicht gerade Imponierend an. Von einer Elf, die auf Grund ihres Tadellenstandes den Anspruch erbeben kann, zu den drei desten Mannschaften Westfalens zu zählen, erwartet man auch gegen Mannschaften der Bezirksklasse hochstehende Spiele und Ergebnisse, die den Klassenunterschied widerspiegeln. Ueber dieses Thema ist schon bei früheren Gelegenheiten so viel geschrieben wor den, daß es eigentlich dieses Hinweises nicht mehr bedarf. Im üdrigen weilten wieder rheinische Mannschaften im Westfalengau. Fortuna Düsseldorf stellte seine derzeilig große Form auch ohne Janes unter Beweis. Preußzen Mün wurde mit 8:0 abgefertigt. Der DfL Benrath gab Ger mania Bochum mit 2:1 das Nachsehen, und die Spielvg. Herten spielte gegen Tura Düsseldorf 1:1. Arminia Marten ließ sich von Alemannia Dortmund mit 1:2 schlagen, wädrend die Sptelvg. Röhlinghausen Union Gelsenkirchen mit 5:2 das Nachsehen gab. Drei Länderspiele nahmen im internationalen Fußballsport das Interesse in Anspruch. Die Schweiz bestätigte im Kampf gegen die Tschechoslowakei den guten Eindruck, den die Elf der Eidgenossen im Länderspiel gegen Deutschland hinterlassen hat. Die Schweiz feierte mit 4:0 einen ihrer bisher größten Fußballsiege. Die belden alten Rivalen, Holland und Belgien, trenten sich in Antwerpen vor 50000 Zuschauern mit einem 1:1. für Belgien, deren bester Mann Braine war, ein gro pei moralischer Erfolg. Eine Vorentscheldung für die Fuß batlweltmeisterschaften gad es in Belgrad. Die Jugoslaven schlugen Polen mit 1:0, schelden aber trotzdem aus, da die Polen im ersten Spiel mit 4:0 siegreich geblieden waren und nun auf Grund ihres besseren Torverhältnisses mit dem Gruppensieger Norwegen in die nächste Runde kommen.— In England hielten sich Arsenal und Aston Villa für den Mißerfolg dei den Pokalspielen durch Siege in den Meisterschaftsspielen schadlos, so daß beide ihre führende Stel lung in der 1. bzw. 2. Liga befestigen konnten. Insbesondere die Aussichten Aston Villas, die nach Abschluß der en lischen Saison bekanntlich nach Deutschland kommen wir in die 1. Liga wiederaufzurücken, scheinen nunmehr ziemlich sicher zu sein. Der Turf wartete mit Rennen in Neuß, Strausberg, Hannover und Frankfurt auf. Die Traber gaden sich in Gelsenkirchen, Berlin und Hamburg ein Stelldichein, also Hochbetried an allen Ecken und Kanten. In Neuß war der Rößlersche Stalljockey Max Schmidt wieder einmal der Held des Tages. Er steuerte mit Heidgraf und Gastgeber zwei heiße Javoriten zum Stege. Damit hat„Max“, wie der populäre Reiter allgemein auf den westdeutschen Bahnen genannt wird, in diesem Frühjahr sämtliche sechs Ritte, die er bisher absolvierte, zu Siegen gestalten können. Ein Ansang, wie man ihn sich besser nicht wünschen kann. In Longchamps gad es das erste große diesjährige französische Flachrennen, das die besten dlteren Pferde vereinte. Heißer Favorit war die Sternsche Sanguinette, die jedoch ein unei von 144:10. Oesterreiche Laute vernahm man auf der Gelsenkirchener Trabrennbahn, wo die Rennen die Namen österreichischer Städte trugen. Das Hauptrennen des Tades, den Preis von Wien, holte sich der frühere Speckmannsche Hengst Duck, der dier zeigte, daß er immer noch, wenn er will, ehrlich gehen kann. Auch in den übrigen Rennen kamen auf der Gelsenkirchener Trabrenndahn die am stärksten gewetteten Pferde zum Siege, so daß trotz des ungemütlichen Aprilwetters gute Stimmung unter den Besuchern berrschte. Meilterichaftsiplele In der Bezirksklalle Dortmund: Sportfreunde Dortmund— SuS Ahlen 5:1(303) Minden: Teutonia Lippstadt— Vorussia Lippstadt 3:1(2:0) BfL Geseke— Dfl Paderborn 08 7:1(4:0) SD Neuhaus— Union Herford 2:2(0:1) SpDg Güterslod— DfB Bielefeld 0:1(0:0) Siegerland: R8 Lüdensch.=Höd— SpDg Klafeld=Geisweld 0:1 abg. Freundschaftsspiele Preußen Münster— Fortuna Düsseldorf DfL Benrath— Germania Bochum So Bag Herten— Tuca Düsseldorf Alemannia Dortmund— Arminia Marten Sp Dg Röhlinghausen— Union Gelsenkirchen 5:2(4:1) 0:8(0:5) 2:1(2:0) 1:1(0:1) 2:1(0:1) Ausscheidungen zur Belgien— Holland 1:1. Vor 55000 Zuschanern trugen am Sonntag im Stadion von Antwerpen Belgien und Holland ihren 28. Länderkampf aus. Diese Begegnung zählte gleichfalls mit als letzte Ausscheidung zu;, Weltmeisterschaft. Jedoch haben zählte sscheidung zur Weitmeisterschaft. sich beide Länder durch ihre Siege über Luxemburg die Teilnahme an der Endrunde in Frankreich bereits gesichert. Die Gäste konnten ihren letzten in Rotterdam erzielten 7:2-Sseg nicht wiederholen, sondern mußten mit dem Unentschieden noch sehr zufrieden sein. Holland bolte bei verkeiltem Spiel vor der Pause durch den Halbrechten van Spandonck die Führung heraus, aber nach dem Wechsel zogen die immer besser werdenden Belgier in der 65. Minute durch ihren Mittelstürmer Isenborg gleich. Braine. der beste Mann auf dem Platz, hatte seinem Kameraden die Schußzgelegenheit erarbeitet. Jugoslawien beflegte Polen 1:0. In Belgrad standen sich die Nationalmannschaften von Jugoslawien und Polen im Rücksptel ihrer zur Vorrunde um die Weltmelsterschaft zählenden Länderkämpfe gegenüder. Dlesmal flegten die Jugoslawen mit 1:0. Dadurch kommt Polen dank des besseren Tordurchschnitts zusammen mit Norwegen, der Sieger der Gruppe, in den Endkampf. Das von 22000 Zuschauern besuchte Spiel wurde von dem Italtenischen Schiedsrichter Barlassina mustergültig gelettet. Beide Mannschaften konnten nie ihrer Nervosität Herr werden, und so gab es auf beiden Seiten verkrampfte Leistungen. In der 26. Minute glückte Ingoslawiens Mittelürmer Marianovitsch das einzige Tor. Großer Jußballfieg der Schweiz. Die Tschechoslowakei verlor 4:0. Gegen die Tschechoslowakei erkämpfte die Schweiz am Conntag vor 13 000 Zuschauern in Basel mit 4•0(3:0) ihren ersten, vielleicht aber auch einen ihren schönsten Siege. Die Eidgenossen hatten idre Mannschaft gegenüber dem Spiel gegen Deutschland ziemlich stark, wie sich aber herausstellte, äußerst vortellhaft umgestellt. In der 28. Minute schoßz Monnard das erste Tor, dem sieden Minuten später der Halblinke Grasst einen zweiten Treffer anreihte. In der 40. Minute stellte der Linnsaußen G. Aebi mit dem dritten Tor den Halbzeltstand der. In dieser Zeit hatten die Tschechen nur zehn Mann im Feld, da sich der Angriffsführer Boucek verletzt hatte und vorübergehend ausscheiden mußte. Nach der Pause gingen die Gäste angesichts der zu erwartenden schweren Niederlage stark aus sich heraus. Nunmehr zeigte sich das schwelzerische Schlußzdreiech mit Huder Im Tor, Minellt und W Weiler als Verteidiger von seiner besten Seite. Alle Bemühungen der Prager Berufsspieler scheiterten an diesem starken Bollwerk. In der letzten Viertelstunde kamen die Schweizer wieder mächtig auf. Amado stellte mit dem vierken Tor das Schlußergebnis der. Einem fünften Treffer versagte der englische Schiedsrichter Rudd wegen Abseits die Anerkennung. Aufstiegsspiele zur Handball=Gauklasse schen GauIn den Handballaufstiegsspielen zur westfälise klasse gad es am Sonntag eine voll ausgenußte Tageskarte. In allen vier Gruppen waren die Vertreter restlos eingesetzt, und es gab— das sel vorausgeschickt— Kampf auf der ganzen Linie. Wie sollte es anders sein; jede Mannschaft setzt ihr Höchstes ein, um einmal mit in der Klasse spielen zu dürfen. In der Grupoe A mußte sich Eiche Dankersen zu Hause gegen den MscB Hörter, der erstmals eingriff, mit einem Unentschieden von 4:4 zufriedengeben, während TB Einigkeit Iöllenbeck durch den 8:6-Sieg über TB Künsebeck nun die erste Stelle einnimmt. In der Gruove B befestigte RTSB Recklinghausen-Ost mit einem 8:3=Siege über Rheine 09 seine Favoritenstellung. 28B Preußen Hamm wurde vom SC Münster 08 überraschend mit 3:6 geschlagen. In der Gruppe C befestigte Hüttenverein Dortmund mit dem hohen 15:2-Sieg über Schalke 06 seine Stellung, während der Post-SD Hagen nach dem 5:5 gegen BfTuB Hattingen einen wichtigen Punkt abgeben mußte. In der Grupoe D slegte MS B Arnsberg in Werdobl gegen den Sportbund 7:6 und der TB Weidenau üder Reichsbahn SD Hagen mit 7:5, so daß zwischen diesen beiden die Entscheidung llegt. Nachstehend die Ergebnisse. TB Eiche Dankersen— MSB Hörter TV Einigkeit Jöllendeck— T3 Künsebechk SC Münster 08— MSB Preußen Hamm RDSB Recklinghausen— Rheine 09 Post SD Hagen— VfTuB Hattingen SpSp Schalke 96— Hüttenverein Dortmund Sportbund Werdodl— Ms' Arnsberg TV Adc Weldenau— Reichsbahn SD Hagen 7•5(3:1) Die Tabellen: Gruppe A: 4•4 8:6(8:3) 6•3(3:2) 8:3(4:2) 5:5(4:2) 2:15 6:7 1. TV Einigkeit Jöllenbeck 2. TV Eiche Dankersen 3. TB Künsedeck 4. MSB Hörter Gruppe B: 1. RTSB Recklinghausen-Ost 2. MSB Preußen Hamm 3. Münster 08 4. Rheine 09 Gruppe C: 1. Hüttenverein Dortmund 2. Post-SB Hagen 3. VfXuBV Hattingen 4. Schalke 96 Gruppe D: 1. MSB Arnsberg 2. TB AdH Weidenau 8. Reichsbahn=SB Hagen 4. Sportbund Werdohl 22:19 20:17 17•23 4•4 19•11 22:21 17:18 6:14 46:28 29:21 27•30 11:39 82:24 82•26 27•31 22:32 schen Jeitungen:„Der österreichische Sport wird in dem deutschen Sport aufgehen“, oder„österreichische Sportler werden die deutsche Ländermannschaft verstärken“. Das sagt genug über die weitere Entwicklung im österreichischen Sport.“ So laukei die Grabrede dieses schwedischen Journalisten. Und wir sehen ihn, wie er sich eine Träne aus dem Auge wischt— der österreichische Sport ist to!! Ja, glaubt man denn wirklich, daß der Zusammenschluß mit dem Reich den österreichischen Sportler verändern kann? Glaubt man, daß er nun nicht mehr liebenswürdig, nicht mehr gemütlich sein wird, daß er das Kämpfen verlernen wird, und den sportlichen Anstand? Mit dem gleichen Recht könnte man befürchten, daß der Kaffee in Wien bald nicht mehr zu genießen sein wird. Er wird sich ebenso wenig verändern, wie all“ das, was den österreichischen Sportler auf den Sportplätzen der Welk so beliebt gemacht hat. Nur eines wird man feststellen können— und dies wird die einzige Veränderung sein— daß diese Menschen, die nun zum ersten Mal neden den Brüdern aus dem Reich an den Start gehen, um für die deutschen Farden ihr ganzes Können einzusetzen, glücklich sind, daß sie dies nun dürken. So überlassen wir es gern den Schweden, die Grabrede zu halten. Wir selbst feiern indessen frohe Auferstehung und werden In Zukunft vereint, die sportlichen Schlachten gewinnen und wenn es sein muß, auch ritterlich verlieren. Das SA-Sportabzeichen, das Zeichen der Kraft und des Glaubens. Adolf Heuser in seiner Seimat gefeiert Der deutsche Welt= und Europameister Adolf Heuser wurde in seiner Heimat Weiß(nahe bei Köln) herzlich emofangen. Die gesamte Gemeinde war auf den Beinen, um „Ioren Adolf“ zu feiern. Sie hatte einen Fackelzug vorbereitet, der in einer Feststunde in einem de. größten Säle des Ortes ausklang.— Alles in allem: Sein Wodnort Weiß ehrte seinen Weltmeister Adolf Heuser in einer Art, die einzig dastehen dürfte. Heuser selbst sand vor Freude keine Worte, um all denen zu danken, die dieses Fest vorbereitet hatten. Darum dat er seinen Betreuer Fritz Rolauf, für ihn Worte der Anerkennung auszusprechen, was dieser auch in launiger Weise tat. Sonstige Sportnachrichten Sindelar in großer Form. Die besterreichische Auswahl, die gegen die Nattonalmannschaft ein Freundschaftstreffen bestrettet, führte am Donnerstag ein leichtes Training durch Unter der Leitung von Hussaks erledigten die Aktiven ihr Programm. Einen besonderen Ehrgeiz legte der ausgezeichnete Austria=Mittelstürmer Sindelar an den Tag. Sindelar war in der besten körperlichen Verfassung. Es fehlte nur Binder, der wegen einer geringfügigen Verletzung dem Training fernbleiben mußte. Unsere Veraussagen Enghien. 1. R.: La Captive— Scherzo; 2. R.: Pieoteur — La Resultat; 3. R.: Pescofi— Stall E. Veil— Pieard; 4. R.: Papillon Bleu— Epi Normand; 5. R.: 5f— Flef. Wien-München in 4½ Stunden auf der Autobahn „Sofort-Programm“ im Landstraßenbau.— Für den Verkehrszuwachs aufnahmefähig gemacht. Wien, 29. März. Um Oesterreich streckenmäßig ebenso aufzuschließen, wie das Reich innerhalb der alten Grenzen, wird— Generalinspektor Dr. Todt hat das ja bereits bei der Eröffnung der Ausstellung„Die Straßen Adolf Hitlers“ mitgeteilt— das Reichsautobahnnetz um 1100 Kilometer neuer Strecken erweitert. Welche Beschleunigung des Verkehrs damit erzielt wird, ergidt sich z. B. aus der Tatsache, daß die Fahrzeit auf den Strecken künftig betragen wird: Wien—Nürnberg 5½ Stunden, Wien—München 4½ Stunden, Wien—Innsbruck 5 Stunden. Auf dem Gebiet des Landstraßendaues handelt es sich in diesem Jahr als erste Maßnahme um die Durchführung eines Sofort=Programms, das die für den Fremdenverkehr wichtigsten Bundes=, autonomen und Bezirksstraßen staubfrei macht. Diese Sofort=Maßnahme soll möglichst bis zum Beginn der diesjährigen Reisezeit durchgeführt sein, um die Straßen für den zu erwartenden verstärkten Zustrom von Wagen aus den anderen deutschen Gauen aufnahmefähig zu machen. Beim Einschätzen des zu erwartenden Verkehrs muß berücksichtigt werden, daß sich innerhalb der alten Reichsgrenzen der Fahrzeugbestand seit 1933 bis heute dank der Maßnahmen der Reichsregierung verdoppelt hat und daß das Reiseland Oesterreich nunmehr durch die bestehenden Autobahnen über Salzburg nicht nur von Süden, sondern in Bälde auch von Nord= und Westdeutschland außerordentlich leicht und bequem zu erreichen ist. Neben dem Sofort=Programm in Fremdenverkehrsgebieten ist ein Ausbauprogramm für die wichtigen Durchgangsstraßen in Aussicht genommen, das sich auf mehrere Jahre erstreckt und im Jahre 1938 tatkräftig begonnen wird. Keine Gebühren beim Umtausch von österreichischen Geldsorten in Reichsbanknoten und münzen. Berlin, 1. Avril. Das Reichsbankdirektorium teilte auf Anfrage mit, daß ein Umtausch österreichischer Geldsorten in Reichsmarknoten und=münzen und umgekehrt gebührenfrei vorzunehmen ist. „Rekrolsg über Sport Oesterreich Eine schwedische Sportzeitschrift besaßt sich eingebend mit der durch den Anschluß Oesterreichs an Deukschlands geschaffenen neuen Lage im Sport.„Nekrolog über SportOesterreich“ heißt die Schlagzelle eines langen Artikels, in dem sich ein schwedischer Journalist bemüht, dem österreichischen Sport eine Grabrede zu halten. Mit Oesterreich, heißt es, verschwindet eine der liebenswürdigsten Sportnationen der Welt!" Der Leser kann nicht umhin, sich vorzustellen, wie ein Sarg, in dem die ganze österreichische Gemütlichkeit und Liebenswürdigkeit zu Grabe getragen wird, langsam in die Grube gleitet, während ein schwedischer Journaltst im schwarzen Rock am Rande steht und mit herzlichen Worten den„lieden Toten“ würdigt. Doch hören wir welter:„Nachdem nun der österreichische Sport mit dem deutschen vereinigt ist, werden wir all das vermissen müssen, was wir am österreichischen Sportler so geliebt haben: seine Gemütlichkeit, seine Natürlichkeit, seine Liebenswürdigkeit. Wir werden nun nicht mehr auf de#n Fußballplätzen diesen Ruf hören, der so dezeichnend we für die Oesterreicher:„Gehn mer“. Wir werden verzichten müssen auf dieses glückliche Verhältnis zwischen Sportler und Publikum, das für jeden Aktiven einen treffenden Spitznamen sand. Sesta, den Verteidiger der Nationalmannschaft, man nannte ihn nur„den Blöden“ und Sindelar hieß„der Papierne“, und keiner von beiden nahm dies übel. Daß die Oesterreicher auch Kämpfer waren. wissen wir Schweden am besten. Wir erinnern uns noch alle an den Kampf um die Weltmeisterschaft im Eishockev in Prag, wo eine unterschätzte österreichische Mannschaft 1:1 gegen Schweden spielte. Nun aber schreiden die deutDer Führer verwirklichte den Traum vieler Generationen. Er schuf das ewige deutsche Reich. Wir danken ihm dafür mit unserem „Ja“! v. PlIgg Fur den Kerrn Topfenbinder aus reiner Selde, gute Qualitét, als Longbinder oder ois Schlei- 175 fenbinder Binder aus reiner Selde, schöne lange Form, moderne Streifen# 90 und Muster Herren-Handschuhe, echt Schweinsieder, naturforben, handgenöht, mit Perlmon- 1075 knopf Elegenter Herrenhut aus glattem Hoarfliz, in neuen Frühjahrs-□.50 Formen u. Forben 7 Oberhemd aus durchgewebtem, gestreitten Popeline, mit 2 losen Stöbchen. 4 23 kragen— O Oberhemd mh 2 losen Stäbchenkragen, aus durchgewebtem Popeline, modisch 675 korter 0 /40#ngenen und andek DORTMUND, Hansastr. 5, wiet Ne. 33834 55 Hier spricht die Tat! Leistungen der Partel Seit dem 1. Oktober 1935 sind mit einmaligen Kinderbeihilfen über 400 000 Fumten mit Durchschnittsbeträgen von 390 RM. bedacht. 2¼ Millionen Kinder konnten dadurch bessere Lebensbedingungen erhalten Laufende Kinderbeihilfen erhielten 240 000 Familien mit 320 000 Kindern. Den höheren Sinn des Lebens im deutschen Volk wieder erweckt zu haben, ist ausschließlich das Verdienst des Nationalsozialismus. Aber nicht nur ideell hat der Nationalsozialismus den Druck von den Herzen genommen, er hat auch gleichzeitig die materiellen Voraussetzungen für ein lebenswertes Leben geschaffen. 460 000 Eheschließungen sind ausschließlich durch die Maßnahmen des Nationalsozialismus ermöglicht worden. Soviel Ehen sind nämlich seit 1933 mehr geschlossen worden, als nach dem Stand des Jahres 1932 zu erwarten war. * 952773 Broschüren sind im Jahr 1937 von der NS.= Frauenschaft und dem Deutschen Frauenwerk an deutsche Frauen verteilt worden, in denen ihnen Anregungen gegeben wurden über eine volkswirtschaftlich richtige Haushaltsführung. Zu fast allen Fragen, die den Haushalt und die Aufgaben der Frau berühren und die Richtlinien geben für die Erziehung und Berufsausbildung der Kinder, haben die Frauen durch diese Broschüren einen ausgezeichneten Ratgeber erhalten. * 16 930 Filmvorführungen sind von der RS.=Frauenschaft und dem Deutschen Frauenwerk im Jahr 1937 veranstaltet worden. In 4720 von diesen Filmvorführungen wurden Themen der Kultur und Weltanschauung behandelt. 1831 Filmvorführungen zeigten den Frauen die Tätigkeit und die Arbeitsweise des Mütterdienstes. 10 309 Filmvorführungen gaben den Frauen Anregungen für ihren Haushalt, zeigten ihnen neue Arbeitsweisen in der Hauswirtschaft oder vermittelten ihnen auf sonstigen Gebieten die Errungenschaften der neuen Zeit bis in die abgelegensten Dörfer. * deutschen Volksgenossen im Ausland werden in kortem Maße von der NS.=Frauenschaft— Deutsches Frauenwerk betreut. In jedem Jahr gehen große Matertalsendungen an sie ab. In den letzten zwei Jahren sind insgesamt 12000 Bücher aller Art ins Ausland gegangen. Zu Weihnachten spendete jeder Kreis der RS.=Frauenschaft— Deutsches Frauenwerk ein selbst hergestelltes Liederbuch für die Deutschen im Ausland. Volke zur Verfügung stehenden Raumes zwingt zu ganz besonderen Maßnahmen im Hinblick auf die Sicherung der deutschen Nahrungsfreiheit. Eine der wichtigsten Aufgaben ist in diesem„Zusammenhang die Verbesserung der landwirtschaftlich nutzbaren Fläche durch entsprechende Kultivierungsarbeiten. Während man in den Jahren 1929 bis 1932 327000 Hektar Land verbesserte, wurden allein in der Zeit von 1933 bis 1936 1 460 000 Hektar Land kultiviert. Dabei ist aber die Oedland= und Neulandgewinnung der letzten Jahre nicht einmal mitgerechnet. * In den Jahren 1933 bis 1937 wurden insgesamt 19 000 Neubauernstellen geschaffen mit einer Gesamtfloche von rund 298 000 Hektar. Bei der Besetzung der Neubauernhöfe wurden insbesondere Landarbeiter berücksichtigt, um diesem Teil unseres Volkes die Möglichkeit eines sozialen Aufstiegs zu gewähren. So wurden bisher rund 35 v. H. der Neubauernhöse mit Landarbeitern besetzt. Als der Nationalsozialismus die Macht übernahm, war. insbesondere durch die Machenschaften der jüdischen Bodenspekulation, für 1019000 Hektar Bauernland die Zwangsversteigerung bereits eingeleitet. Dieses Elend der Austreibung von zehntausenden deutsches Gauern aus Hof und Heimat hat der Nationalsozialism durch die Verkündung des Vollstreckungsschutzes verhindern* Einen überzeugenden Beweis für die Tatsache, daß die wirtschaftlichen Erfolge allen Volksschichten, auch den kleineren Einkommensempfängern, zugute gekommen sind, gibt die Entwicklung der Spareiplagen bei den Sparkassen: 1932 waren es 11.4 Millie####en. 1933 12.1 Milliar= den. 1936 14,6 Milliarden und 37 16.1 Milliarden Spareinlagen. Danach haben die#areinlagen in fünf Jahren um meht als ein Drittel zugenommen. Diese Zahlen sind ein Beweis für das unerschütterliche Vertrauen des Volkes in die Stabilität der deutschen Wähtung. NSV auch am Wahltag an der Spitze! Aufruf Hilgenfeldts zur Stimmabgabe schon in der ersten Stunde. Berlin, 2. April. Reichshauptamtsleiter Hilgenfeldt erläßt für die Reichswaltung der RSV. folgenden Aufruf zum 10. April: „Die Reichswaltung der NSV. ruft alle Mitglieder. alle ehrenamtlichen treuen Helfer und Helferinnen der RSB. und alle von ihr betreuten Familien auf, am Sonntag. 10. April 1938, dem deutschen Vaterland und dem Führer als erste ihre Stimme zu geben in stolzer Freude und Anerkennung für die bisherigen Leistungen. Die Mitglieder der NSV. und ihre betreuten Volksgenossen erfüllen ihre Pflicht schon in der ersten Wahlstunde.“ Gau Weler-Ems Die Provinz aus dem Moor Der nordwestliche Raum des Reiches, das Land zwischen Weser und holländischer Grenze, bildet den Gau Weser=Ems. Marsch. Geest, Heide und Moor bestimmen seinen Charakter. Fruchtbar ist die grüne Marsch mit ihren setten Wiesen. auf denen ein Vieh gedeiht, dessen Ruf weit über die Grenzen Deutschlands hinausgeht. Der Geestbauer aver muß sich schwer um den Ertrag des sandigen Bodens plagen. Hart und mühsam ist die Arbeit des„Fehntiers", des Moorbauern. der die Torfsoden gewinnt und bearbeitet, um sie im Herbst mit geringem Verdienst zu verkaufen. Und doch hängen alle Menschen im Raum Weser=Ems mit einer zähen, unerschütterlichen Treue an diesem Land. das ihnen Heimat ist. und das in seiner Vielsalt unendliche Schönheiten birgt. Ungeheuer sind die Flächen des Moores. Der Gau Weser=Ems ist das Gebiet der größten Oedlandflächen Deutschlands. Zwischen drei und zehn Meter Dicke wächst der Torf im Moor. Emsland ist Grenzland. Ader es ist eine neue Provinz. die wir uns im Frieden erobern. Es ist ein Land, das in der Bevölkerungsdichte weit unter dem Reichsdurchschnitt liegt. Es ist mit Oberschlesien dennoch das geburtenreichste Gebiet des Deutschen Reiches. Verdienst und Einkommen der Bevölkerung sind gering in diesem Land von ungeheurer Größe und voll ungeahnter Möglichkeiten. Die Männer in der nationalsozialistischen Bewegung erkannten seine Bedeutung und sie haben seit der Machtübernahme in diesen weltvergessenen Landstrichen Gewaltiges geleistet. Niemals gab es während der Systemzeit irgendwelche sozialen Hilfswerke. Hier herrscht schon seit Jahrhunderten Elend. Die Menschen hausten teilweise zu elf Personen in vier Betten. Ihr Verdienst betrug zwischen 40 und 70 RM. im Monat. Manchmal noch weniger. Die Steuern wuchsen ins ungeheuerliche. Die Not kannte keine Grenzen. Das alles konnte nicht mit einem Schlage beseitigt werden. Reichsminister Kerrl sagt über das Emsland: „Die Aufgabe ist nicht leicht. Einem solchen durch Boden und Wasser, Klima. Natur und Mensch so eigenwilligen Lande eine neue, ihm gemäße Gestaltung geben, indem es aufgeschlossen und besiedelt und in eine blühende Provinz des Reiches verwandelt wird, wird sicherlich zu den schwierigsten Raumordnungs= und Kultivierungs= aufgaben des Dritten Reiches gehören.“ Was in Jahrhunderten nicht geändert werden konnte. vermag auch das neue Reich nicht in wenigen Monaten zu schaffen. Dennoch aber hat der Nationalsozialismus das große Werk in Angriff genommen. Man begann nicht nur mit ungeheuren Landeskulturarbeiten, man sorgte auch durch eine Reihe von sozialen Maßnahmen für die grundlegende Besserung des Lebensstandards der bevölkerungspolitisch so wertvollen Einwohnerschaft. Während vor der Machtübernahme keinerlei nennenswerte soziale Einrichtungen bestanden, wurden bisher allein im Emsland nicht weniger als 24 Schwesternstationen eingerichtet, ferner sind 23 Kindergärten und=heime gebaut, die je 20 bis 60 Jugendliche fassen. Teilweise in Angriff genommen oder aber für die nächste Zeit geplant uind weitere 5 8 Schwesternstationen, 75 Kindergärten und =heime. sowie 17 große und kleine NSV.=Häuser. Jene Menschen, die es seit Generationen gewöhnt sind. in baufälligen, erbärmlichen Hütten ihr Leden zu fristen, werden durch diese Großtaten der NSB. aus dem Elend derausgerissen. Kein Mensch, der es nicht selbst erlebt und gesehen hat. kann sich einen Begrif von der ungeheuren Wandlung machen, die sich in diesem Gebiet des Deutschen Reiches vollzieht. Ein anderes Bild. 400000 Hektar ist das Emsland groß. Weißt du. was das heißt? Endlos sind die Moorflächen. so weit das Auge reicht. Torfstich und Heidekraut ringsum. Stundenlang fährst du mit dem Auto durch riesige Sandlöcher und Wasserpfützen, während der monotone Gesang des Regens an die Fenster schlägt Jahrhundertelang hat der Bauer mit seinen Heuerlingen dem herben Land Saat und Ernte abgetrotzt. 100 000 Hektar Oedland umsaßte das Emsland bei der Machtübernahme. Dazu kommen weitere 100 000 Hektar im übrigen Gau. Aber bereits im Jahre 1933 wurden 15 Abteilungen des Arbeitsdienstes mit 3000 Mann für die Rultivierungsarbetton in der oftfriesischen und Oldenburger Mooren eingesetzt. Weiter8000 und zuletzt 6000 Mann nahmen die Erschließung und Kultivierung des Emslandes in Angriff. Seitber wurden im Gaugebiet Weser=Ems durch den Reichsarbeitsdienst mehr als 3 Millionen Lohntagewerke für die Verbesserung des landwirtschaftlich genutzten Bodens und für die Gewinnung neuer Siedlungsgebiete abgeleistet. Der Wagen rast durchs Land. Neuland. Neuland, Neuland. Hier wird gerodet, dort vlaniert Hier reißen hundert Arbeitsmänner mit ihren Spat das Oedland um. Fruchtbarer Acker entsteht. Aus Flüssel und Bächen wird Schlick geholt. Tausende bauen Böschungssicherungen oder machen Durchstiche. Nach einem sein durchdachten großzügigen Sostem schreitet die Binnenentwässerung voran. Staub wirbelt auf. Neue Straßen und Wirtschaftswege entstehen. 240 Kilometer hast du bereits feste Fahrbahn unter den Füßen. 140 Neusiedlungen bescheint die Frühjahrssonne. Viele, viele tausend Hektar Land tragen Korn. sind Wiesen oder frische Weideflächen. Und auch der Wald wächst in breiten, dunkelgrünen Streifen durchs Land. Wenn man heimfährt aus diesem Land. das das Reich als eine neue Provinz für sein Volk erobert, hört man noch den Wind in den Kornfeldern singen, steht man noch die endlos düsteren Flächen schwarzen Moordodens vor den Augen. und man weiß, daß dieses Land einmal Heimat zu sein vermag— Raum für neue Generationen. Stetig wachsende Geburtenziffer Fünf Jahre nationallozialiltilche Bevölkerungspolitik.— Vergleichszahlen fü Weltdeutichland: Gellenkirchen, Bottrop, Bochum, Herne, Wanne-Eickel# Welches Erbe der Nationalsozialismus auch auf bevölkerungspolitischem Gebiet bei seiner Machtübernahme antrat und welcher Wandel sich auch auf diesem Gebiet vollzogen hat. wird offenbar. wenn man einige Zahlen aus dem Jahre 1933 vergleicht mit denjenigen des Jahres 1937. Als Vergleichsgebiet sei das besonders dicht bevölkerte und städtereiche Westdeutschland herangezogen. ein Gebiet also. das für eine Geburtenzahlentwicklung als bezeichnend angesehen werden muß. Nach der von der Arbeitsgemeinschaft westdeutscher Städte veröffentlichten Statistik hatten die westdeutschen Großstädte 1933 im Gesamtdurchschnitt einen„Geburtenüber= schuß" von 2,7 auf 1000 Einwohner; 1937 waren es 6.3 v. T. Mit aller Deutlichkeit tritt zu Tage, daß Deutsch= land 1933 ein sterbendes Volk zu werden drohte. Es gab sogar Städte, wie Frankfurt M., Krefeld Uerdingen, Wiesdaden und Bonn, die 1933 mehr Sterbefälle als Geburten hatten. Ein„Geburtenüberschuß" im eigentlichen Sinne des Wortes verlangt(nach. Direktor Burgdörser vom Statistischen Reichsamt) zur Erhaltung des deutschen Volkes aus ie 1000 Einwohner 22 Geburten im Jahr. Das große Leid und Heimweh eines Volkes! Sorgt dafür, daß am 19. April auf ewig dieses Leid gestillt und dieses Heimweh erfüllt wird! Alle sagen„Ja“ Das obige Bild zeigt eine erschütternde Szene aus dem Sommer 1937 auf dem Obersalzberg. Mädchen und Frauen aus Wels in Oberösterreich besuchen den Führer. Das Mädchen, auf dessen Schulter der Führer seine Hände legt, klagt ihm, daß sein Bruder im Kampf für die Bewegung erschossen worden sei. Von den umstehenden Mädels und Frauen hatte fast jede einen Bruder oder Gatten im Zuchthaus. Ihre Mienen spiegeln so recht das iese Heimweh des geknechteten und unterdrückten deutschen Volkes in Oesterreich. Der Führer r#östet sie mit den Worten:„Das Volk, das den Kampf oder das Blut scheut, wird nie den Sieg erringen. Habt Geduld, es wird nicht mehr lange dauern!"(Scherl-Bilderdienst-M) Gestern arbeitslos, heute auf Arlaubsreise Gespräche mit österreichischen Arbeitskameraden im KdJ-Zig. Vor vielen Jahren einmal ist der Franzl Wieder aus dem 1. Bezirk auf Besuch zu seiner Schwester nach Gastein gefahren. Das war die einzige Reise seines Lebens. A's Hilfsarbeiter in einer chemischen Fabrik verdient man gerade so viel, daß man mit Frau und Kind nicht zu hungern braucht. Kaum daß es noch für eine Sonntagszigarre dann und wann und für eine Straßenbahnfahrt ins Wochenende reicht.„An Reisen hätt' ich schon gar nicht denken können", bekennt er, als ich ihn in seinem Abteil aufstöberte.„Damit haben wir uns abgefunden.“ Umso mehr freute er sich, als am vergangenen Freitag in der Mittagspause der neuernannte Zellenobmann eines Betriebes an seinen Tisch— ausgerechnet an seinen— trat und ihn fragte, ob er mit nach Berlin fahren wollte. Mit„Kraft durch Freude" „Mit Kraft durch Freude?“ fragte er, als er sich erholt hatte.„Ja, das geht doch nicht. Was soll denn das kosten? Wer macht meine Arbeit? Und wovon leht meine Frau in der „ichts kostet's“, beruhigte ihn der Mann von der RSBO.„Ihr seid eingeladen. Von der Deutschen Arbeitsfront. Und über den Lohn habe ich schon mit dem Alten gesprochen. Er zahlt ihn weiter in den acht Tagen, die du verreist bist. Du kannst ihn dir nachher abholen!“ Ja, dann— dann ware er natürlich mit von der Partie, erklärte der Hilfsarbeiter Franzl Wieder. Nur schade, daß seine Trudel nicht mitkommen dürfe. Rein, das ginge allerdings nicht, meinte sein Kamerad. Es sei eine reine Männerfahrt. Im ganzen führen 10000 österreichische Arbeiter, davon 2000 nach Berlin Es sei zwar eine Ferienfahrt aber sie sollten immerhin die Augen offenhalten und sich umschauen, die Berliner seien in ihren Betrieben in mancher Beziehung um Jahre voraus. Da gäbe es schon was zu sehen. Alle möglichen Fragen platzen einem immer wieder entgegen, wenn man zugibt. aus Berlin zu kommen. Viele standen gestern noch auf der Gegenseite. Sie sind auch heute noch keine Naziv. Aber sie haben den ehrlichen Wunsch, uns und unsere Sozialpolitik kennenzulernen. * Wie mancher, gehörte auch der Peter Reilbach vor ihrer Auflösung zur Kommune. Seit zwei Jahren liegt er arbeitslos auf der Straße. Sein eigentlicher Beruf ist Bürstenmacher. Aber den hat er längst verlernt — er gibt es selber zu. Umschulungskurse, wie sie die Tranbreich „NIPNAERG Von der Nordsee bis zum Schwarzen Meer— Europas größter Wasserweg 0 B-ean P K C W PRSS 11 B45E Wabtn Anggrn ### Rtetan Durch das von Hermann Göring verkündete Aufbauprogramm für Oesterreich ist die seit 18 Jahren im Bau befindliche Großschiffahrtsstraße Rhein—Main—Donau wieder in den Mittelpunkt des allgemeinen Jnteresses gerückt. Der deutsche Aufbauwille wird dieses gewaltige Werk beschleunigt durchführen und damit die größte Wasserstraße Europas von der Nordsee bis zum Schwarzen Meer vollenden.(Scherl-Bilderdienst-M) Diese Zahl wurde 1937 noch von keiner westdeutschen Stadt erreicht, wenn auch z. B. Bottrov ihr mit 21.3 v. T. recht nahe kommt. Aber die stetig ansteigenden Geburtenzisfern sind dennoch ein Beweis dafür, daß sich das deutsche Volk wieder auf seine sittlichen Kräfte besonnen hat und daß der wirtschaftliche Aufstieg auch in dieser Beziehung sich auszuwirken beginnt. In diesem Zusammenhang dürfte die Gegenüberstellung der Zahl der Lebendgeborenen auf 1000 Einwohner von 1933 zu 1937 in den einzelnen westdeutschen Großstädten von Interesse sein. Diese Ziffern sind für Köln 1933: 12.4(1937: 15.6), Essen 13.7(17,8), Frankfurt M. 9.6(12.5), Dortmund 12.7(17.6), Düsseldorf 11.2 (17.1), Duisburg 15.4(19.3), Wuppertal 10.5(13.1), Gelsenkirchen 16.7(18.1), Bochum 14.4(16.2). Genau das gleiche wie bei den Großstädten war 1933 bei den Mittelstädten Westdeutschlands der Fall. Auch sie wissen bei ebenfalls insgesamt nur 2.7 v. T. „Geburtenüberschuß“ einen geradezu katastrophalen Zugang an Neugeborenen auf. 1937 betrug bei diesen Städten der„Geburtenüberschuß“ 5.6 auf 1000 Einwohner, liegt also etwas niedriger als bei den Großstädten. Der Anteil der Lebendgeborenen auf 1000 Einwohner war hier von 1933 zu 1937 folgender: Oberhausen 1933: 16.3 (1937: 20.2). Krefeld=Aerdingen 11.3(15.6), Aachen 14.5 (14.4), Wiesbaden 11.2(13.9). Mainz 15.2(15.8). Mülheim=Ruhr 12.0(16.4), Saarbrücken 13.7(18.5), M.Gladbach 15.3(15.8), Remscheid 11.4(13.5). Die kleineren Städte des Westens bis 50.000 Einwohner verzeichneten sowohl 1933 als auch 1937 mit insgesamt 4.2 bzw. 8.9 v. T.„Geburtenüberschuß" den größten Zugang an Neugeborenen, also fast doppelt so hoch wie bei den Großstädten und Mittelstädten. Es wurden auf 1000 Einwohner hier folgende Lebendgeborene verzeichnet: Herne 1933: 15.3(1937: 16.8). WanneEickel 14.7(17.4), Bonn 16,6(14.6), Recklinghausen 15.0 (18.5). Rheydt 12.3(15.0). Trier 21,9(20.7). Koblenz 15.5(16.8). Neuß 15.3(18.8). Wenn man auch bei der Steigerung der Geburtenziffern berücksichtigen mun, daß durch die Förderung der Familienaründung seitens der nationalsozialistischen Regierung die Zohl der Eheschließungen seit 1935 rd. 27 v. H. höher war als 1932, so muß demgegenüber darauf hingewiesen werden. daß nach den Berechnungen des Statistischen Reichsamtes von den in den Jahren 1934 bis 1936 insgesamt im Deutschen Reich mehr geborenen rd. 900 000 Kindern rd. 300 000 auf die Zunahme der Eheschließungen, dagegen 600 000, also das Doppelte an Mehrgeburten, auf eine echte Steigerung der ehelichen Fortpflanzungshäufigkeit zurückzuführen ist. Das Tragen von Uniformen nach der Entlassung Der Chef des Oberkommandos der Wehrmacht gibt einen Erlaß des Obersten Besehlshabers der Wehrmacht über das Tragen von Uniformen der alten und neuen Wehrmacht durch aus dem aktiven Wehrdienst und dem Beurlaubtenstand Entlassene bekannt. Danach ist das Tragen einer Uniform der alten oder neuen Wehrmacht mit den vorgeschriebenen Abzeichen für Entlassene ausschließlich denjenigen Personen gestattet, denen das Recht hierzu ausdrücklich verliehen wurde. Die Uniform darf nur dann getragen werden, wenn das Ansehen der Wehrmacht dies gestattet In folgenden besonderen Fällen darf die Uniform nicht getragen werden: 1. in der Ausübung eines bürgerlichen Berufes einschließlich des Vorbereitungsdienstes hierzu, gleichviel ob Staatsdienst. Parteidienst oder sonstiger Beruf. 2. bei politischer Betätigung im Sinne des § 26 des Wehrgesetzes. Deutsche Arbeitsfront bei uns einführte, kennt man nicht Vielleicht hätte er sonst noch eine andere Beschäftigung gefunden. „Umschulungskurse? Was ist das?“ fragt er wißbegierig und läßt sich ein wenig ungläubig erzählen, daß wir aus manchem arbeitslosen Buchdrucker schon einen anständig bezahlten Werkzeugschlosser, aus Bäckern Stanzarbeiter, aus Holzarbeitern Eisendreher gemacht haben. „Da wär' ich inzwischen vielleicht auch schon am richtigen Ort“. meint der seit zwei Jahren erwerbslose Bürstenmacher Peter Reilbach,„— glauben Sie, daß es nun was wird?.. Im gleichen Abteil mit ihm sitzt der Wiener Buchhalter Elger, aus dem Sudetendeutschen gebürtig, seit vielen Jahren aber in Wien ansässig. Er war einmal wohlsituierter Bankbeamter, zog Anno 14 als Feldjäger nach Rußland und kehrte 1921 aus der sibirischen Gefangenschaft und in seinen alten Beruf zurück. Wenige Jahre später aber brach die Bank zusammen und er flog auf die Straße. Erst 1933 trat er als Inkassant eine neue Stellung bei einem großen Zeitungsbetrieb an. Eine schlecht und recht bezahlte Stellung, die ihm keine großen Sprünge erlaubt. Umso dankbarer ist er, daß er von KdF. aus mit nach Berlin darf und in acht Tagen sogar mit nach Hamburg zum Stapellauf. Er will genau wissen, was eine Fahrt nach Norwegen auf solch einem Dampfer kostet.„Ja, dafür kann man sich's natürlich schon mal leisten“, sagt er.„Man muß eben spären!" * Ein anderer hat sich den Seewind schon um die Nase wehen lassen. Allerdings nicht auf fröhlicher Ferienfahrt mit„Kraft durch Freude“ sondern als simpler Leichtmatrose. Zwischen Linz und Passau erzählt er, wie es dazu kam: Drei Jahre erwerbslos. Dann hielt's ihn nicht mehr in Wien. Er schlug sich durch bis Amsterdam und ließ sich nach Südamerika anheuern. Drüben versuchte er es zunächst als Arbeiter auf einer Zuckerplantage. Für einen Schundlohn. Nach sechs Wochen hatte er genug. Auf einer anderen Plantage dreihundert Kilometer tiefer im Lande holte er sich den Typhus Man hätte ihn verrecken lassen wie ein Stück Vieh. Aber er überstand es, wanderte auf durchlöcherten Sohlen wieder zurück zur Küste und spielte eine Zeitlang Stauer im Hafen. Bis er eines Tages ein Schiff auftrieb, das ihn zerlumpt und abgerissen wieder in die Heimat zurücktrug. Dort hatte sich inzwischen wenig geändert Nur daß die Arbeitslosenzahlen ein wenig höher geklettert waren Immerhin man wußte, wohin man gehörte. Ja. und dann lernte er ein Mädel kennen, das er gern heiraten möchte. Ein paar Tage nach dem ersten Zusammentreffen gelang es ihm, eine Stellung als Hilfskraft in einem technischen Büro zu bekommen. Und kaum hat er die Stellung, schickt man ihn auch schon auf Urlaubsreise nach Berlin „Es ist, als hätt“ mir das Reserl richtig so das Glück mitgebracht", lacht er... al. **— schließlich eine Abwertung von Über 30 Prozent des Wertes zulassen. Erst der Führer hat durch die Einführung der Reichowährung zu dem Umrechnungskurs von 3:2 in der stabilen Reichomark die Wiederauswertung der österreichischen Währung vorgenommen! Damit ist zugleich die Kaufkraft des österreichischen Volkes der Kaufkraft des gesamten deutschen Wirtschaftsraumes angepaßt worden. Bei der Festsetzung des Umrechnungskurses selbst war zu berücksichtigen, daß beim Kurs auf der alten Basis, also etwa 1 Reichsmark==2 Schillinge, das österreichische Lohn= und Preisniveau ganz bedeutend unter dem deutVschen gelegen hätte. Deshalb entschloß sich der Führer zu einem außerordentlich weitgehenden Entgegenkommen in der Währungsfrage und setzte den Umrechnungskurs von Mark zu Schilling auf 2:8 fest, was eine Aufwertung des Schilling um mehr als 33 Prozent bedeutet. Auf diese Weise rückte das Wertniveau der österreichischen Wirtschaft sofort an das hohe Wertniveau der deutschen hochkonjunkturellen Wirtschaft heran. Es liegt auf der Hand, daß damit das Deutsche Reich dem österreichischen Volk ein Entgegenkommen und eine Vergünstigung erwies, die dem Wunsche entsprachen, in Oesterreich sofort stabile und gesunde Wirtschaftsverhältnisse zu schaffen und mit der Währungseinheit auch sogleich die Grundlage für eine Wirtschaftsund Konjunktureinheit herbeizuführen. Das wichtigste Ziel der nationalsozialistischen Wirtschaftsführung in Oesterreich muß die Beseitigung der Abhängigkeit der österreichischen Wirtschaft vom Auslande ein, insbesondere auch von den Schwankungen der Weltkonjunktur, denen die österreichische Wirtschaft infolge der unter dem überwundenen System betriebenen Deflationsund Exportforcierungspolitik völlig ausgeliefert war. Während die deutsche Konjunktur, die zum weitaus größten Teil inlandsgebunden ist, der Weltkrise trotzte, ja diese sogar zu wesentlichen Teilen auffing, sich mithin als durchaus krisenfest zeigte, brach die österreichische Konjunktur, weil völlig auslandsgebunden, schon beim ersten Ansturm zusammen. Damit der österreichschen Wirtschaft jetzt nicht Rohstoffe entzogen werden, die sie dringend braucht, wurde besondere Vorsorge getroffen, um die österreichische Wirtschaft vor Nachteilen zu schützen. Die Verbindung mit der gesamtdeutschen Wirtschaft wird durch Ausgleichungsund Angleichungsmaßnahmen erzielt. Die Einführung des Vierjahresplanes in Oesterreich und die Verkündung des Aufbauprogramms für das Land Oesterreich durch Generalfeldmarschall Göxing machen diese Ausgleichsmaßnahmen sofort erforderlich. Was wir aber verhindern wollen, ist, daß einzelne persönlichen Nutzen aus der Vereinigung zu Lasten der österreichischen Volksgenossen und der österreichischen Wirtschaft ziehen. Ich habe bereits angeordnet, daß mir jede Ausdehnung marktregelnder Vereinbarungen auf Oesterreich zur Genehmigung vorzulegen ist. Das größere Exportgeschäft Schutz und Stärkung des inneren Marktes in Oesterreich bilden die Voraussetzung für einen gesunden und entwicklungsfähigen Export. Die neuen großen Aufträge werden alsbald eine starke Belebung der österreichischen Wirtschaft und eine wesentliche Verbesserung der allgemeinen Lebensbedingungen bringen. Aber dieser neue Aufschwung wird zunächst auch auf der Einfuhrseite neuen Bedarf hervorrufen. Wir müssen also alles tun, um auch die Ausfuhrleistung zu erhöhen. Mit der wachsenden wirtschaftlichen Belebung in Oesterreich muß auch eine Belebung des Exports Hand in Hand gehen. Die österreichische Wirtschaft wird nicht nur auf dem Inlandsmarkt, sondern auch im Export und im Transitverkehr einen Aufschwung nehmen, weil die Kraft des neuen großdeutschen Marktes in Oesterreich und mit Oesterreich potenziert zur Auswirkung kommen wird. In einem weiteren Teil der Rede befaßt sich Minister Funk mit der Neuordnung des österreichischen Kredit= und Kapitalmarktes und der Förderung des Wohnungsbaues als einer der vordringlichsten Aufgaben. Die Durchführung des Vierjahresplanes erfordert eine Erneuerung und Erweiterung der Produktionsanlagen der österreichischen Industrie. Der österreichischen Wirtschaft wird zu ihrem Ausbau langfristiger Investitionskredit zur Verfügung gestellt werden. Die österreichische Versicherungswirtschaft lag zur Zeit der Wiedervereinigung völlig darnieder Durch den Gewaltfrieden von Saint Germain war das Tätigkeitsgebiet der Versicherungsgesellschaften stark eingeengt worden. Mit Genugtuung und Freude kann ich feststellen, daß die zur Deckung des Versicherungsfonds von 290 000 000 Schilling erforderlichen Mittel aus die gesamte reichsdeutsche Versicherungswirtschaft übernommen werden. Diese Maßnahme wird der österreichischen Wirtschaft, insbesondere der österreichischen Versicherungswirtschaft, neuen Auftrieb geben. Der Minister schloß: So haben wir das Tor zur Arbeit in Oesterreich weit geöffnet und die Voraussetzungen für die Mobilisierung aller Arbeitskräfte und Enecgien geschaffen. Auch die österreichische Wirtschaft soll stark und frei werden. Auch Oesterreich muß aus eigener Kraft wieder hochkommen, wenn ihm auch das Reich die starke Hand zur Ueberbrückung der Uebergangsschwierigkeiten bereitwilligst darbietet. So wollen wir gemeinsam„von der großen Schuld der Zeiten Minuten, Tage und Jahre streichen“ und mit heißem Dank an den Führer freudig bekennen:„Von hier und heute geht eine neue Evoche der Weltgeschichte aus, und ihr könnt sagen, ihr seid dabei gewesen!“ Die an ürgan Horthy begrüßt den Anschluß Der nationale Besehl an die ungarische Nation7„Deutschland ein guter Freund und Waffengefährte Ungarus“ Budapest, 4. April., Reichoverweser Horthy richtete am Sonntagabend im Rundjunk eine Botschaft an die ungarische Nation, in der er auf die außenpolitische Lage und den Anschluß Oesterreichs einging Er betonte, daß die Wiedervereinigung Oesterreiche mit Deutschland nichts anderes bedeute, als daß ein durch die Friedensverträge in eine unmögliche Lage gebrachter alter guter Freund sich mit dem anderen alten, guten Freund und getreuen Waffengefährten Ungarns vereinigt habe, der alle Zeit aus Leben und Tod ein verläßlicher und worthaltender Verbündeter gewesen sei. Die Vereinigung komme bloß scheinbar unerwartet, da sie ein jahrhundertealter Wunsch des Deutschtums war. Leute. so führte der Reichsverweser aus, die gern im Trüben fischten, versuche mit Schauermärchen eine Erregung hervorzurufen. Er könne jedoch jedermann beruhigen und versichern, daß hier niemand die Ordnung und Ruhe ungestraft stören dürfe. Durch lange und emsige Arbeiit sei es gelungen, den zu Wohlstand und Glück führenden Weg zu betreten. Der Fünfjahresplan wolle den Ausbau der Honved. ferner tiefgreifende soziale und wirtshaftliche Reformen nachholen. Für jeden werde Arbeit geschaffen werden. Der Reichsverweser wandte sich dann gegen die Verbreiter salscher Nachrichten, die dadurch die Wirkung des Programms untergraben wollten. Solche Lügennachrichten könnten jedoch die allgemeine Stimmung nur für Augenblicke beeinflussen. In seinen weiteren Ausführungen wies Horthy auf die Bedeutung der Armee hin, die über den Parteien stehe und der ganzen Nation gehöre. Die ungarische Politik sei stets von Verläßlichkeit, vornehmer Denkart und hoher Sittlichkeit gelenkt worden. Der ungartschen Jugend rief der Reichsverweser zu, sie möge stets fleißig arbeiten, dann könne der Erfolg nicht ausbleiben. Zu den wirkungsvollsten Mitteln des Gedeihens der Völker gehöre der Handel. Der Schlüssel für den Aufstieg liege in rechtschaffener ernster Arbeit, nicht aber in demagogischen Phrasen. Diese Einsicht sei besonders wichtig heute, wo die Lage sich auch außenpolitisch langsam zu klären beginne. Die Genser Liga habe in der Europa=Politik ihre frühere Wichtigkeit verloren. Die Aufgabe eines wirklichen Völkerbundes wäre die Ausmerzung der Kriegsursachen durch eine völlige Neuregelung der Verhältnisse. Auf dem Boden der Ungerechtigkeit könne ein Frieden nicht gedeihen. Da die Genfer Institution ihre Aufgabe nicht ersüllt habe, werde der Regelungsprozeß auch ohne sie in Fluß kommen. Die Lage könne nur der richtig übersehen, der über alles orientiert sei. Deshalb solle der verantwortlichen Regierung von seiten der Oeffentlichkeit das gleiche Vertrauen entgegengebracht werden, wie sie es von seiten des Reichsverwesers genieße. Sowohl im politischen wie im wirtschaftlichen Leben brauche man zur Verrichtung einer großen Aufbauarbeit Ruhe und Vertrauen. Es müsse damit ausgeräumt werden, daß jeder sich anmaße, der auswärtigen Politik eine Richtung vorzuzeigen und sich unterfange, die innere Ordnung irgendwie zu stören. Wer Unruhe und Zwietracht säen wolle, sei gewarnt. Nach 1919 hätten die Ungarn bereits einmal gezeigt, daß sie ihr Vaterland von ordnungsstörenden Elementen säubern könnten. Die Ungarn hätten dies nicht vergessen. Reichsverweser Horthy schloß seine Ansprache, indem er betonte, er kenne nur ungarische Zielsetzungen und nur gesetzliche Mittel zu ihrer Erreichung. Er vertraue auf die Rüchternheit, und die Vaterlandsliebe des ungarischen Volkes und darauf, daß, wenn Ungarn einig sei, auch Gottes Hilfe sicher sei. Neue Reichsanleihe über 1 Milliarde Zeichnungsfrist vom 19. April bis 4. Mai( Bereits 250 Millionen fest gezeichnet Berlin, 4. Avril. Zur Fortführung der von der Reichsregierung übernommenen Aufgaben begibt das Deutsche Reich 1 Milliarde Reichomark 4½prozentige auslosbare Reichsschatzanweisungen von 1938, 2. Folge. Die Schatzanweisungen werden spätestens in 20 Jahren fällig; je 1/ des gesamten Betrages der Schatzanweisungen wird vom 1. April der Jahre 1953 bis 1958 nach vorangegangener Verlosung zum Nennwert zurückgezahlt werden, sodaß die durchschnittliche Laufzeit sich auf 17 Jahre errechnet. Das Reich behält sich jedoch die Kündigung aller Schatzanweisungen dieser Folge oder von Teilen der Schatzanweisungen dieser Folge nach Ablauf von fünf Jahren vor. Der Zinslauf beginnt am 1. April 1938. Von dem Gesamtbetrag dieser Emission sind bereits 250 Millionen Reichsmark fest gezeichnet. Die verbleibenden 750 Millionen Reichsmark werden durch das unter Führung der Reichsbank stehende Anleihekonsortium, das durch Aufnahme österreichischer Geldinstitute erweitert worden ist, zum Kurse von 98 3/4% zur öffentlichen Zeichnung in der Zeit vom 19. April bis 4. Mai 1938 aufgelegt. Die Einzahlungen durch die Zeichner auf die zugeteilten Schatzanweisungen verteilen sich auf die Zeit vom 13. Mai bis 24. Juni 1938, und zwar sind 40 Prozent am 13. Mai und je 20 Prozent am 27. Mai, 10. Juni und 24. Juni 1938 zu entrichten. Frühere Zahlungen sind zulässig. Die neuen Reichsschatzanweisungen sind mündelsicher. Ihre Stücke sind bei der Reichsbank lombardfähig. Die Schatzanweisungen können auf Antrag in das Reichsschuldbuch eingetragen werden; ein dahin gehender Antrag kann sofort bei der Zeichnung gestellt werden. „Wilhelm Gustloff“ rettet 19 Engländer Englischer Frachtdampfer auf Grund geraten 7 Schwierige Rettungsarbeiten Glückwünsche für mutigen Einsatz der deutschen Rettungsmannschaft An Bord des„# nelm Gustloss“. 4. April. In der Nacht zum Montag geriet der englische Frachtdampfer„Pegaway“ auf der Höhe von Terschelling, einer der holländischen Küste vorgelagerten Insel, durch Leck in schwerste Seenot. Auf die SOS.=Ruse des Dampfere eilte das KdF.=Schiff„Wilhelm Gustloff“ zu Hilfe und nahm gegen 8 Uhr MEZ. die Besatzung des Engländers, 19 Mann, an Bord. Die Rettungsarbeiten waren bei dem starken Seegang außerordentlich schwierig. Ueber die Rettungsaktion des„Wilhelm Gustloff“ berichtet unser an Bord des KdF.=Schiffes befindlicher Sonderberichterstatter nähere Einzelheiten: In der Nacht zum Montag hatte der Engländer mehrere Male Hilferufe ausgesandt. Auf seine dringenden SOSRufe gegen 4 Uhr morgens nahm der„Wilhelm Gustloff“ sofort Kurs auf den Dampfer, der etwa 2 Stunden später auf der Höhe von Terschelling in Sicht kam. Kavitän Lübbe ließ ein Ruderboot mit 10 Mann unter Führung des Zweiten Offiziers klar machen. Jedoch der hohe Seegang machte es unmöglich, an den Engländer heranzukommen. Daraufhin wurde ein Motorboot unter Führung des Zweiten Offiziers ausgesetzt, das mit acht Matrosen und einem Ingenieur mit Assistent auf die „Pegaway“ zusteuerte. In direktem Kurs wurde der mit einem Leck treibende Dampfer erreicht. Die„Pegaway“ lag hart über und hatte große Schlagseite nach Backbord, wo der Dampfer bis zur Reling im Wasser stand. Nach vielem Hin= und Hermanövrieren kämpfte sich das Motorboot heran und übernahm die ganze Besatzung des Engländers: 18 Matrosen und den Kapitän. Auch die Rückfahrt ging glatt vonstatten. Mit Hilfe einer Strickleiter wurden die englischen Matrosen einzeln an Bord übernommen. Dem Kapitän des„Wilhelm Gustloff“ sind inzwischen von einigen in der Nähe kreuzenden englischen Schiffen anerkennende Glückwünsche ü.er den mutigen Einsatz der deutschen Retzungsmannschaft zugesunkt worden. Der Bergungsdampfer, der den leck gewordenen englischen Kohlendampfer„Pegaway" abschleppen wollte. sah keine Möglichkeit mehr, sich des Schiffes anzunehmen. es war bereits in den Wogen untergegangen. Erst im letzten Augenblick hatte sich die Mannschaft des„Pegaway" entschlossen, ihr Schiff zu verlassen. Ueber ihre Aufnahme an Bord des„Wilhelm Gustloss“ haben sich die Engländer sehr zufrieden geäußert. Vor allem waren sie erfreut über die ihnen zugewiesenen Kabinen. die sie zuerst für Kabinen l. Klasse hielten, da ihnen der Zweck und die Aufgabe des KdF.=Schitses„Wilbelm Gustloff“ zunächst unbekannt waren. Der Wert einer Verständigung London—Berim Ein Buch Lord Londonderrys. London, 3. April. Lord Londonderry hat soeben ein Buch veröffentlicht, das den Titel„Wir und Deutschland" trägt. Im„Evening Standard“ erklärt Lord Londonderry, warum er dieses Buch geschrieben habe. Seit Jahren habe er sich für ein besseres Verstehen Deutschlands und seiner Probleme eingesetzt. Da man aber diese seine Haltung mißverstanden und in gewissen Kreisen falsch ausgelegt habe, habe er sich genötigt gefühlt, seine Ansichten schriftlich niederzulegen. Lord Londonderry beschreibt dann die verschiedenen öffentlichen Erklärungen, die er zugunsten einer deutsch=englischen Verständigung abgegeben hat, und erklärt u. a., daß die Angebote des Führers mehrmals übergangen worden seien. Hitler sei wiederholt um eine freundschaftliche Zusammenarbeit zwischen dem deutschen und dem englischen Volk bemüht gewesen. Jetzt aber könne die Zeit kommen, wo die Deutschen in Anbetracht der unbefriedigenden und ungewissen deutsch=englischen Beziehungen die Hoffnung auf eine Verständigung aufgeben und sich offen zu einer Weltpolitik bekennen würden, die den britischen Interessen zuwiderlaufe. Um eine derartige Möglichkeit zu vermeiden, habe er sich alle Mühe gegeben, um die Engländer von dem Wert und der Wichtigkeit einer freundschaftlichen Verständigung zwischen England und Deutschland zu überzeugen. Begeisterndes Graz Von Richard Euringer. Dieser Brief des Dichters. uns allen durch Buch und Vortrag bekannt. wurde am Tage vor dem FührerBesuch in Graz geschrieben. Es ist Graz in diesen Tagen nicht nur eine begeisterte, sondern begeisternde Stadt! Das liegt nicht etwa am Häuserschmuck; einem Schmuck, wie wir ihn fast nur vom Reichsparteitag aus dem festlichen Nürnberg kennen. Es liegt auch nicht nur an Görings Besuch, der noch in allen Herzen nachklingt. Selbst nicht an der Erwartung des Führers, dem die Hauptstadt Steiermarks mit glühender Liebe entgegeneifert. Es ist auch nicht allein die „Stimmung“, wie sie in überwältigter und überwältigender Freude überall sich im Reich entlädt, nein, es ist die Art der Menschen, die hier litten, trotzten, kämpften, ihre ungebrochene Art. ihre Haltung, ihr unwiderstehliches Menschentum.„Wildfremd“ noch vor Stunden, sind wir uns förmlich um den Hals gefallen. Der Leiter des Landesmuseums, der erste, den ich aufgesucht, ließ alles andere liegen und stehen und hat mich bis spät in die Nacht hinein zu lauter lieben Menschen„geschleppt“, im Wagen, einfach von Haus zu Haus. von Wohnung zu Wohnung, und überall war ich gleich daheim. überall erzählten sie, Männer und Frauen, die seit Wochen nicht mehr richtig zum Schlafen gekommen vor Hochspannung, vor Erregung, vor Arbeit. „Nachts sind wir auf die Gassen gegangen“, sagt die Frau des verewigten Arktisforschers Wegener. Ihr klares Auge lacht vor Stolz, daß sie seit jener historischen Berchtesgadener Stunde das Abzeichen nicht mehr abgelegt. Mit der Hakenkreuzbinde am Arm sind die Grazer trotz Terror, Verbot, Militäraufgebot offen durch die Straßen gelaufen. Die Reaktion kam nicht mehr durch. Auf dem Landhaus schildern sie mir. wie der Kern der Bevölkerung den Bürgermeister gezwungen, Schuschniggs Rede abzuschalten und— während er noch sein Angstpamphlet aufreizend in die Welt hinausschrie— die Hakenkreuzflagge zu entrollen!— Ein Rechtsanwalt zeigt mir Lichtbilder regelrecht uniformierter SA., die offen auf der Straßenbahn winkt, aus Tagen, da auf dem Gruß„Heil Hitler“ mindestens noch Gefängnis stand! Schulkinder sind in unbändigen Scharen gegen Militär angestürmt, das man von auswärts nach Graz geworfen, weil die einheimische Truppe schon nationalsozialistisch „zersetzt“ schien. Mit Stahlruten und„Gummiwürsten“ sind Kinder und Mädels geschlagen worden. Durch eine „Kommunistengasse“, fahren wir in die Außenstadt. Ein Mädel in einem Zeitungslädchen, ein rankes, liebes Menschenkind, das eben sein Maturum macht, erzählt, wie ihr Gymnasialprofessor, der Obernazi an der Schule. die Schüler immer rechtzeitig gewarnt hat, wenn wieder eine Haussuchung drohte. Jetzt hält er die Abschlußprüfung ab!(Da kann es mit der„Reise“ nicht fehlen.) Wir fallen bei einer feschen Frau ein, die sagt: Man hat bei den Dienstmädeln immer nur danach fragen brauchen, ob der Schatz bei den Nazis steht. Wenn ja, dann ging alles gut. Ging er aber mit den andern, dann mußte man sehen, die Person rasch wieder aus dem Hause zu bringen. Zu Zeiten, da man nicht mehr wußte, wie es glücklich enden könnte, hat man fest damit gerechnet, daß mindestens zwanzig, dreißig Menschen beim ersten Umbruch erschlagen würden aus Erbitterung und Rachsucht. Einem hochmögenden Herrn, den man nun über die Grenze geschubt, hat der. der ihn rechtens verhaftet, sein künstliches Gebiß gewiesen und ihm gesagt: „Das verdanke ich Ihnen. Und nun schlagen wir Sie nicht tot. Bedanken Sie sich bei Adolf Hitler!“ Einer. ein alter Parteigenosse, der im Kerker saß. hat wochenlang um ein frisches Hemd gebettelt. Der Schuschniggkujon, der dem Gefängnis vorstand. aber hat es ihm verweigert. Jetzt, da sich das Blatt gewandt, hat ihm der befreite Mann am zweiten Tag ein Hemd ausgehändigt, daß er lerne, sich zu schämen. Eine schmerzliche Einzelheit erzählt mir einer aus der Zeit des „ersten Aufstandes“, der sich gegen Dollfuß erhob. Schaudernd mußten die Männer sehen, daß es ihnen nicht gelungen, der Tyrannei das Kreuz zu brechen. Die Erhängungen setzten ein. Man wußte nicht, wer verhaftet war, wer gefallen. Hinter verschlossenen Türen rettete man sich ans Rundfunkgerät, um vielleicht vom Münchener Sender näheren Ausschluß zu erfahren. „Manchmal sind wir fast verzweifel!“, sagt mir eine Grazerin, ein liebes Menschenkind von Frau, der das verfluchte Schuschniggsystem für immer ein Ehrenmal der Schande mit der Stahlrute aufgestriemt hat,„neulich noch, als man bangen mußte, nun wird noch einmal alles zertreten, niedergeknüppelt und zerbleut, hab ich fast nicht mehr gekonnt. Und nun ist es doch geworden! Ach, Kinder, es ist so schön, o schön! Man kann es kaum glauben „Lieber Gott, mach mich taub!“ hat der Stoßseufzer gelautet, den man jahrelang„gebetet".„Lieber Gott. mach mich taub, daß ich alles dem Dollfuß glaub! Lieber Gott, mach mich blind, daß ich alles herrlich sind! Lieber Gott, mach mich stumm, daß ich nicht nach Wöllersdorf kumm! Lieber Gott, mach mich taub, blind, stumm zugleich, dann bin ich reif für Oesterreich!“ Ein Grazer aber hat in sein Tagebuch geschrieben: „Was du verwünschst, was du verwarfst, das sagst du, bis du reden darfst!“ Es sind erschütternde Bilder des Jammers, die sich auftun, nun da man wieder„reden“ darf. Aber es sind auch ergreisende Bilder eines verbissenen Widerstandes. Man weiß davon im Reich noch nicht, oder doch nicht in weiten Kreisen, die das Wesen Oesterreichs nur aus schiefer Literatur, aus„Wiener Walzern", aus schmalzigen Filmen und Witzblättern „kennen“. Hier ist beispielhaft gestanden, heldenhaft ernanden worden. So wie mir es von den Tirolern wissen, vom Sandwirt im Passeiertal, so werden wir es aus Steiermark, so werden wir es aus Kärnten lernen, und nicht nur aus Kärnten und Steiermark. Im Landeszeughaus zu Graz, der gewaltigsten Waffensammlung vielleicht Europas, wo heute noch an die dreißigtausend Schutz= und Trutzwaffen aus alten Südostmark=Kämpfen lagern, ahnt es sich, daß dieser Geist nicht von ungefähr dort weht; es ist altvererbter, es ist blutvererbter Geist. Grenzlandtrutz von destem Schlag. Er wird die Mission erfüllen, die ihm der Führer und Befreier wieder zugewiesen hat, weiter zugewiesen hat, im Rahmen des geeinten Reiches: Bollwerr zu sein für alle Zeit! Polen und Belgien erkennen Großdeutschland an Wiener Gesandtschaften in Generalkonsulate umgewandelt. Berlin. 4. Avril. Die polnische Regierung hat ihre Gesandtschaft in Wien ausgelöst und ihr dortiges Konsulat in ein Generalkonsulat umgewandelt. Ebenso hat die belgische Regierung ihre Gesandtschaft in Wien aufgelöst und ein Generalkonsulat errichtet. en auch Von Rheinisch=Westsälische Börse Düsseldorf, 4. April. Die Börse eröffnete heute in festerer Haltung, da die vorliegenden günstigen Wirtschaftsberichte eine gute Anregung boten. In der Geschäftstätigkeit traten nennenswerte Aenderungen nicht ein. In einigen Spezialwerten wurden Anlageverkäufe vorgenommen. Auf dem Rentenmarkt war die Stimmung fteundlich. Nach den ersten Kursen kam es vereinzelt erneut zu kleinen Besserungen. Eine Bevorzugung fand Chemiepapiere. von denen sowohl Farbenaktien als au Goldschmidt ¾ Prozent höher gehandelt wurden. Von den Montanvavieren gewannen Ver. Stahl und Mannesmann je ½ Prozent. Klöckner lagen ebenfalls eher etwas jester. Einige Umsätze hatten Demag auf ¾ Prozent höherer Basis. RWE. waren ziemlich gehalten. Unter kleineren Umsätzen gewannen Wintershall ½ Prozent. Sonst sind noch Bemberg mit einem Kursgewinn von 44% zu erwähnen. Warenmärkte Hamburger Warenmarkt. Hülsenfrüchte: Zum Wochenbeginn liegt der Markt noch ziemlich unentwickelt. Doch scheint sich das Kaufinteresse für Linsen weiter zu erhalten, während Bohnen und Erbsen weniger begehrt sein dürften. Die Preise waren wie zuletzt zu hören. Kafsee: Zum Wochenbeginn war die Geschäftstätigkeit zunächst noch etwas eingeengt. Auch im Durchfuhrhandel kam es vorerst noch nicht zu größeren Abschlüssen. Die Forderungen lauten ohne Abweichung gegen die Vortage. Schmalz: Ruhig. American Steamlard 22¼ Dollar, American Purelard 22¾ bis 2276 Dollar.— Dänisches Schmalz nicht notiert. Fettwaren: Unverändert. Oele und gerte: Der deutsche Markt liegt zunächst noch recht still. Billigere Fettsäuren aus der Raffination sind gut befragt, jedoch oft nur spärlich am Markt. Die Oelmühlen nehmen Aufträge in Leinöl weiter entgegen. Gewürze: Der Handel beschränkte sich zunächst auf kleine Bedarfskäuse, die zu unveränderten Preisen unterzubringen waren. Waubfutter: Absatz= und preismäßig traten keine Veränderungen ein. Kakaohalbfabrikate sind weiterhin gesucht. wobei Angebote zu annehmbaren Preisen schlank Aufnahme finden. Kautschuk: Stetig. Sheets loko 5 25/32. Mai=Juni 5 13/16. Juni=Juli 5¾ Pence per lbs. Zucker: Effektivmarkt: Auf stetige Auslandsmärkte war die Lage ruhig und unverändert. Terminmarkt: Die Lendenz blieb ruhig und die Preise unverändert. Schalke in Dessau und daheim gegen Mannheim Um die„Deutsche“ am Karfreitag und Ostermontag Das Reichsfachamt Fußball hat für Karfreitag und Ostermontag folgende Gruppenspiele zur Deutschen Fußballmeisterschaft engesetzt: Karfreitag: Gruppe 1: Porck Insterburg— Hamburger SV. in Königsbean. Stettiner SC.— Eintracht Frankfurt in Stettin. Gruppe 2: Dessau 05— Schalfe 04 in Dessau. Grupve 3: BC. Hartha— Fortzna Düsseldorf in Chemnitz. Vorw. RSV. Gleiwitz— VfB. Stuttgart in Gletwis Gruppe 4: Hanau 93— Alemannta Aachen in Hanau. Ostermontag: Gruppe 1: Stettiner SC. Hamburger SV. in Stettin. Gruppe 2: Schalke 04— VfR. Mannbeim in Gelsenkirchen. Gruppe 4: Alemannia Aachen— 1. FC. Nürnberg in Nachen. Hanau 93— Hannover 96 in Kassel. Pferdesport Rennen zu Saint=Clond. 1. Rennen: 1. La Flamme III(Destandau). 2. Gabalka, 3. Saint Corim. Toto: Sieg 13:10. Platz 26. 46:10. Lg.: K. H., 2. K. Ferner liefen 4 Pferde 2. Rennen: 1. Emisseire(de Dionne), 2. Procrts, 3. Al'Arrivee. Toto: Sieg 60:10. Platz 19. 31. 18:10. La.: 2. 1½. 3. Ferner liesen 7 Pserde. 3. Rennen: 1. La Fileuse(Delaurie). 2. Iroirp. 3. Pearlbris. Toto: Sieg 55:10. Platz 26. 21:10. La.: 1½. 2. 2. Ferner liesen 3 Pferde 4. Rennen: 1. Six Avril(Herve), 2. Regulus, 3. Flicker. Toto: Sieg 159:10. Platz 29. 40. 17:10. La.: K., 2. k. K. Ferner liefen 6 Pferde. 5. Rennen: 1. Mounette(Dusorez). 2. Ca Altao Na. 3. Kirga.= Toto: Sieg 19:10. Platz 13. 16:10. La.: 4. 3. 4. Ferner liefen 3 Pferde 6. Rennen: 1. Indiara(Allemand), 2. Tcison d'Or in. 3. Uv to Date. Toto: Sieg 13:10, Platz 29. 14. 41:10. La.: 2. 3. H. Ferner liefen 8 Pferde. wird das Wetter? Vorbersage für Dienotag: Westliche, zeitweise auffrischende Winde, wechselnde Bewölkung und noch vereinzelt schauartige Niederschläge. noch kühl und in der Nacht geringe Frostmöglichleit Für Mittwoch und Weiterentwicklung: Unbeständig. bei westlichen ung: Unbeständig. Zinden Milderung, nicht ganz tsoden. — —** Zuschauer und„Objekt“ haus-Sachs-Spiele und Gemeinschaftsbildung.— Die Hans=Sachs-Bühne spielt am 8. April für die Herner Arbeitsopfer. Als Fragestellung taucht von Zeit zu Zeit und immer neu geformt der Gedanke auf, wie die Guckkastenbühne so umzuformen sei, daß zwischen dem Spiel auf den Brettern und dem Zuschauerkreis eine engere Verbundenheit möglich werde. Befriedigende Lösungen konten bisher nicht gesunden werden, weil zumeist nur vom Räumlichen ausgegangen wurde, aber im Spiel selbst die Voraussetzung für einen Umschwung zu liegen hat. Unsere Zeit ist in dieser Aufgabe besonders interessiert; denn das Bühnenwerk und seine Darsteilung sollen gestaltend in das Leben eingreifen und eine nachhaltige Wirkung ausüben. Der restlosen Durchführung dieser Ziele stellen sich aber allerlei Schwierigkeiten in den Weg; deshalb wird es gut sein, zunächst am kleineren Objekt zu beobachten, wie überhaupt sich ein derartiger Zusammenklang vonzieht, sei es auch dort nur immer für einige Spielmomente. Hierfür erscheint das Hans=Sachs=Spiel außerordentlich geeignet zu sein. Die alte Guckkastenform ist dem Zuschauer so eingewöhnt, daß es für ihn kaum störend ins Gewicht fällt, ob nun vor ihm ein Theaterstück, ein Kinowerk oder sogar irgendeine artistische Sensation auftaucht. Man setzt sich dem Objekt gegenüber, das sozusagen durch ideelle Gitter(in diesem Fall die Rampe) vom Publikum abgesperrt ist und das an den Zuschauer nur den Anspruch auf ein Eintrittsgeld erheben darf. Bei Kleinkunstveranstaltungen ändert sich das Bild; denn hier erscheint in älterer Zeit der Hanswurst, später ein Clown, neuerdings in der Stadt ein„Conferencier“, und sagt nicht nur als eine Art lebendiges Programm die Vorgänge auf den Brettern an, sondern zieht durch Scherz und Ironie das Publikum selbst in den Bann,— erfährt zuweilen sogar aus dessen Kreis ein witziges Widerwort. Das Hans=Sachs=Spiel bringt nun eine Art Verbindung beider Formen, wenigstens entfernt, zustande. Nicht nur dadurch, daß die Typen der Fastnachtsspiele wie aus ihrer Zeit heraus auf die Bretter gestiegen erscheinen, sie sprechen auch aus ihrer Zeit heraus und unterziehen Sitten und Zeiterleben einer lustigen Kritik. Die Knappheit und scharfe Charakteristik, mit der dies geschieht, übertrifft zuweilen sogar das Satyrspiel des Griechen und gemahnt unsere germanischen Vorstellungen recht oft an Shakespeare. Fast sieht man dabei den spottlustigen Nürnberger Schuster im Hintergrund sitzen und mit dem Hammer seine prasseinden Knittelverse dazu klopfen. Aber auch das Gerechtigkeitsempfinden des Deutschen bedenkt der Meister, uno zum mindesten in der Schlußansprache, wenn nicht schon im Stück selbst, vernimmt man die Moral, die aber keineswegs eng oder prüde vorgetragen wird und zumeist einen erhebenden Ausklang des Ganzen schafft. Es scheint, daß eine engere Verschlingung der beiden Welten: nämlich der phantasievollen des Dichters und der realen der Zuhörer kaum herzustellen sei, daß sie aber keinesewgs von räumlichen Bearfffen ausgeht, sondern aus dem Gedanklichen heraus die trennende Schranke überspringt Die NS=Gemeinschaft„Kraft durch Freude“ hat seit einigen Monaten den Dichter Hans Sachs in meh(sofern man sich bewußt bleibt, daß unsere Auffafsung vom Bauerntum heute sich mit derjenigen des Hans Sachs nicht immer zu decken braucht:— aber das versteht sich als etwas Selbstverständliches nebenbei und am Rande). Zu dieser Schaffung einer wirklichen Verbindung zwischen Volk und Kultur gehört aber— und das zeigten uns die Hans=SachsSpiele—, daß nicht äußere Gestaltung oder gar Er perimente dazu notwendig sind, sondern daß der den sche Sinn selbst sich hierzu Bahn bricht. Der Zuschaue wird weniger die Vorstellung eines Sehens=Würdigen, als eines Erlebens=Würdigen haben. Willi Zimmermann. (Zeichnungen: Werner Knoth) reren Gauen wieder zu Wort kommen lassen und an den kleinen volksnahen Bühnenstücken gezeigt, daß auch hier eine Verbindungslinie zwischen echter deutscher Kultur und der Volksgemeinschaft herzustellen ist Die neue Führerinnenkleidung des In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Modeinstitut und ersten Modehäusern der Reichshauptstadt hat die Reichsreferentin für den BDM. beim Reichsjugendführer. Jutta Rüdiger. eine neue FührerinnenDienst= und Führerinnen=Festkleidung entworfen, die von der Untergauführerin an aufwärts gétragen wird. Links: Dienstkleidung aus dunkelblauem Jackenkleid mit weißer Bluse. daneben mit Mantel in Dunkelblau. Rechts: die Festkleidung, hochgeschlagenes Jackenkleid in Dunkelbiau, daneben mit Hut und Cape in gleicher Farbe. Anno Tobak Im Jahre 1874 starb in einer größeren Stadt Ostpreußens ein älterer, in guten Verhältnissen lebender Junggeselle, der in seinem Testament einen entfernten Verwandten zum Erben eingesetzt hatte, jedoch unter der Bedingung, daß dieser etwa 8000 verschiedene Gegenstände, die der Erblasser im Laufe der Jahre aus krankhafter Veranlagung gestohlen hatte, den Eigentümern zurückgeben solle. Zur Orientierung des Erben wur jeder Stück mit einer Nummer versehen und in einem Buch verzeichnet. Der Name des Eigentümers und der Tag des Diebstahls waren neben dieser Nummer vermerkt. * Ein gelehrter Engländer berechnete 1878, daß sich ein Mann damals im Durchschnitt täglich drei Stunden unterhielt. Er rechnete auf die Minute 100 Worte oder 28 Seiten in Achtelbogengröße in der Stunde, so daß nach seinen Feststellungen ein Mann in der Woche rund 600 Seiten redete, das macht 52 starke Bände im Jahr Ein Spaßvogel fragte den findigen Statistiker ob fia seine Berechnung auch auf die Frauen anwenden lasse „Gewiß,“ sagte der,„man braucht nur zu multiplizieren!“ * So schrieb im Jahre 1879 ein Lehrer an seine vorgesetzte Behörde:„Nachdem der Unterzeichnete durch seine tens erfolgte Heirat mit Leopoldine. L. ein schönes Stück Rindvieh ins Haus bekommen wird, bittet derselbe um gütige Erweiterung der Schullokalitäten durch einen großen Stall, nämlich für die erheiratete Kuh und allenfalls später nachkommendes Rindvieh, wozu für die ländliche Hauswirtschaft im engen Familienkreise und bei der schon im elterlichen Hause anerkannten guten Viehzucht seiner Auserwählten alle Aussicht vorhanden ist.“ * Im Sommer 1880 erließ die Badepolizei in Dieppe folgende Verordnung:„Den Badewärtern wird hiermit befohlen, wenn eine Dame in Gefahr des Ertrinkens gerät, dieselbe am Kleide zu erfassen und nicht an den Haaren, weil diese gewöhnlich in der Hand des danach Greifenden zurückbleiben.“ In Paris wetteten im Jahre 1882 vier ältere Damen, zehn Partien Whist durchzuspielen, ohne ein Wort zu sprechen. Obgleich das Spiel vier Stunden dauerte, gab tatsächlich keine einen Laut von sich. Aber nach beendigtem Spiel wurden drei von der Anstrengung des Schweigens — ohnmächtig! Lesen Sie den Herner Anzeiger täglich und empfehlen Sie ihn Ihren Freunden und Nachbarn! Wer spielt mit in der Itaatslotterie? 1. Klasse beginnt am 22. April! 1 Achtel 3.— RM., 1 Viertel 6.— RM. Xoau.. Staatliche Lotterie-Einnahme KIauS ierne, Bahnhofstraße 46 Ruf 50390 Nebenstelle: Ferd. Lücker, Sodingen, Mont-Cenis-Str. 288 beachten sie bille die Anzeise des Herrn Präsidenten der Preubisch-Süddenischen Sianislotterte 9/27 Samstag, Sonntag und Montag(9. 10., Il. April) Palmkirmes in Recklinghausen Die ganze Altstadt ein einziger Kirmesplatz.— 200 Karussells und Buden.— Fröhlicher Jahrmarkttrubei.— In den Lokalen die alten Palmkirmes-Nationalgerichte. Statt besonderer Anzeige Heute morgen 4 Uhr entschlief nach schwerer Krankheit meine innigstgeliebte, treusorgende Gattin, unsere gute Tochter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Hermann Barten Gertrud geb. Ardes im Alter von 48 Jahren. tiefer Trauer: Hermann Barten. Herne, D.=Hamborn, Walsum, den 4. April 1938. Bahnhofstraße 8a. Die Beerdigung findet am Donnerstag, dem I. April, nachmittags 3.15 Uhr vom Ev. Krankenhaus, Wiescherstraße, aus statt. Von Beileidsbesuchen bitte ich Abstand zu nehmen. Ihr alter Damen Strohhut wird wie neu nach den modernsten Formen umgearbeitet, gereinigt und gefärbt. Hutfabrik Jul. Heilmann Herne. Hermana-Göring-Straße 12, gegenüber der Hauptpost C Hauptschriftleiker Dr. Leo Reiners. Herne Stellv. des Haupkschriftleiters Jos Möller. Herne. Verantwortlich für Politik Dr. Arthur Ruppert, Gelsenkirchen; für Kommunalpolitik und Lokales Dr, Leo Reiner Herne; für Unterhaltung Franz Gruns, Gelsenkirchen; für Sport Jos. Möller, Herne; für Anzeigen Josef Röttsches, Herne. Bildverantwortliche: Ressortleiker. Beiträge sind an die Schriftleitung(Herne, H.-Göring-Skr. 8) nicht an ihre einzelnen Mitglieder zu richten. D. A. II. 38 über 3500.— Druck und Verlag Roethers& Röttsches, Herne. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 5 gastig.— Mengenstaffel E. in großer Auswahl Koethers 4 Röttsches Hermana-Görine-Strabe 4 Lies Dein Heimatblatt, den Herner Anzeiger. WeihwasserEinige gebrauchte Pianos vollsländig durchrepariert. gerantiert wurm- u. mottenfrei, preiswert absugeben. Teilzahung. Lieferung frei Haus an Private. Verlangen Sie unverbindliches Angebot von Plano-Fabrik Roth& Junius Hagen, Bahnhofstraße 29 Altertümer(B.-Zinn) 2 Kaffeekamen, 2 Teller, 1 Teekanne, 1 gr. Löfsel, 1 Kerzenhalt. 1 kupf. Wasserkessel etc. gegen Meistangebot zu verkaufen. Brühl, Roltstr. 6 Sohn achtbarer Eltern findet eine gute Lehrstelle in der Metzgerei Paul Schulte Hattingen, Vikt.=Lutze=Str 43 Teleson 3138 Frau f. ¼T gesucht. Bahnhofstr. 34. In Freitag, den 3. April. bis Donnerstag, den 14. April in der LICHTBURG Auch Sie können gewinnen! Spielen Sie mit! bei neuen Botterle: 2X 1000000 2x 500000 300000 200000 100000 50000 A ußerdem Gewinne zu je 75.000.— RM. und 342 968 weilere Gewinne im Gesamt. betrage von 69 010.180.— RM. Alle Gewinne sind einkommensteuerfrei! Sie erhalten den amtlichen Gewinnplan und Originallose in allen Teilungen bei der Staatl. LotterieEinnahme Heene. Straße der Sx 3 Heimberg Suche für sofort ein ordenkl., perfektes, selbständ. Metzgerei Steiniger Bahnhofstr. 35. Suche für sofort ehrl. saub. über 18 Jahren. f. sämtl. Hausarb. Gastwirtschaft E. Weghaus, Recklingh.=S. V. Westfalenstr. 84. Sie sind noch gar nicht so alt und doch mussen sie schon geflickt werden. WDie kommt das? Ja, das viele Reiben und Bürsten schadet der Wasche, mehr ale man glaube! Aber warum auch viel Reiden und Bursten? Einweichen der Wasche mu Jenko Bleich Boda bewahrt die Wasche por Ochaden. Henko'o Ktarke Rinweichkrafe lost den Schmug viel schonender und verkürzt die Wascharbeit um die Zaltte. Dor amm Suche für sofort ein ehrl., kath. Hausmädchen nicht unter 18 J. Zu erfragen im H. Anzeig. 11500 Tüchtige, ältere f#: sofort gesucht Bahnhofstr. 135. 16—17jähriges 0 für Tag ges. Näheres Goethestr. 68. Zu vermieten: Moderne 5-Zimmer Wohnung oo 1. Juli 1938. Pletzmann & Schrader, Oskarstraße 9. 11074 Eine 4-ZimmerWohnung an der MontCenis-Straße zu vermieten. KettelerBaugenossensch. Bahnhofstr. 36. Schöne, sonnige 3-Z.-Wohnung in gut. Hause, z. 1. Mai gesucht. Off. u. T F 109 an den Herner Anzeiger. Kl. Frontzimmer an alleinst. Frau od. Mädchen für 5 RM. zu verm. Brühl, Rottstraße 6. das sind die Vorzüge von LUHNS Seifenpulver in der neuen verbesserten Qualität. Zum Hausputz und für die Wäsche sollten Sie mit LUHNS jetzt wirklich einmal einen Versuch machen. LUHNS reinigt gründlich, ist gerantiert unschädlich und sehr ergiebig— und was Ihnen noch besonders gefallen wird— DieZeitungsanzeige st die grohebewegende Kraft des Geschältsebens LIRLEEIIEEEL Fahrräder für Berut und Sport! Größte Auswahl# Kleine Preise Angenehme Zahlungserleichterung Neumann sul.“ Ein Andenken an ihren Verstorbenen möchten alle Verwandten und Bekannten haben. Wir halten stets eine große Auswahl in Totenzetteln vorrätig. Bitte sehen Sie sich bei Bedarf unsere Muster an. Buchdruckerei Koethers& Röttsches Herm.=Göring=Str. 8, neben dem Postamt.