Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn= und Feiertage. Bezugspreis dalbmonatlich Mark 1.08, monatlich Mark 2.15, frei ins Haus gedurch die Post monatlich Mark 2.— einschließlich 48 Pf. Postzettungsgebühr, dierzu Bestellgeld 36 Pf.— Postscheckkonto: Dortmund 1007. Kreisanzeiger für den Stadtkreis Herne Sodinger Anzeiger„ Gerther Anzeiger Druck und Verlag: Koethers& Röttsches, Herne Hermann=Göring=Straße 8. neben der Hauptpost. Nr. 113(Erstes Blatt) Montag, den 16. Mai 1938 Anzeigenpreise: 1 mm Raumböbe 4 Mf., im Textteil 26 Pf.; Vereinskalender(im Textteil) se mm 10 Pf. Bäder= und Sommerfrischenanzeigen se mmn 3½ P“. Siffer= und Auskunftsgebühr 25 Pf. Fernsprewer Sammel=Nummer 52541" Drahtanschrift: Anzeiger Hooue. S 34. Jahrgang Deutsche Mutter, Hüterin deutschen Schicksals Reichsminister Dr. Frick zum Muttertag 7 Die kinderreiche Familie als Keimzelle völkischen Lebens Berlin, 15. Mai. Der Reichs= und Preußische Minister des Innern Dr. Frick hielt anläßlich des Muttertages, der im Dritten Reich einen neuen und tieferen Sinn bekommen hat, am Sonntagvormittag folgende Rundfunkansprache: Deutsche Mütter und Frauen! Die seit dem Weltkriege sich langsam einbürgernde Sitte, an einem Tage des Jahres der Mütter zu gedenken, hat die nationalsozialistische Regierung mit neuem Geist erfüllt, der über den ursprünglichen Inhalt des Muttertages weit hinausgeht. In der hingebenden Fürsorge für die Kinder und den Haushalt sieht die nationalsozialistische Bewegung nicht die alleinige Aufgabe der Mutter, weit höher steht für sie ihre Bedeutung für die Erhaltung der Art und den ewigen Lebensquell der deutschen Sitte und damit der Nation. Die Mütter entscheiden über das Schicksal der kommenden Generation! Mit Zahl und Gesundheit ihrer Kinder steht und fällt Deutschlands Zukunft! Keine noch so weitreichenden Erfolge, keine Höchstleistungen auf kulturellem, technischem oder wirtschaftlichem Gebiet vermögen den Bestand eines Volkes zu gewährleisten, wenn diese Quelle versiegt. Darum hat der Führer der deutschen Mutter in unserem Volk wieder die hohe Stellung zugewiesen, die ihrer gottgewollten Bestimmung entspricht, in der sie ihre ureigensten Kräfte entfalten kann. Erkennt der Staat die Bedeutung der Mutter und der Familie für seine Zukunft, so ist es seine Pflicht. ihnen ihre Aufgabe in jeder Weise zu erleichtern und ihnen seine Unterstützung zu leihen, wo Umweltmängel oder=schäden hemmend wirken. Zahlreich sind daher auch die gesetzlichen Maßnahmen, die die Regierung Adolf Hitlers nach der Machtergreifung zu diesem Zweck in Angriff genommen hat. Abgesehen von der Gewährung von Ehestandsdarlehen, die die Eheschließung fördern sollen, gehen die Bestrebungen der Reichsregierung dahin die wirtschaftliche Lage aller deutschen Familien zu erleichtern und ihnen auch ein gesundes Wohnen zu ermöglichen. Daneben soll das Ehegesundheitsgesetz, das die biologischen Voraussetzungen für die Gründung erbgesunder Familien schafft, die Grundlage einer Erbpflege darstellen, indem es die Belastung der Familien und Mütter mit lebensuntüchtigen Nachkommen verhütet. Mit de- Heirat entscheidet die Frau nicht nur ihr eigenes Glück, sondern über das Schicksal ihrer Kinder und Kindeskinder. Um ihr die Gattenwahl zu erleichtern, stellt ihr der Staat neben dem Arzt ihres Vertrauens auch eine öffentliche Beratungsstelle für Erbund Rassenpflege in den staatlichen Gesundheitsämtern zur„Verfügung. Aber auch in allen übrigen Fragen der Gesundheitspflege und Krankheitsvorbeugung, die ihr eigenes Wohl und das ihrer Familie angeht, findet die Mutter ärztlichen Rat in den Mütterberatungs=, den Säuglings= und Kleinkinder=Fürsorgestellen, die die staatlichen Gesundheitsämter auf Grund gesetzlicher Vorschrift unterhalten. Weiter zeigt sich die Fürsorge des Staates in den gesetzlichen Maßnahmen des Mutterschutzes, der den im Erwerbsleben stehenden Frauen in ihrer schwersten Zeit Hilfe bringen und ihnen die Existenzgrundlage sichern will. Sie kommt zum Ausdruck in den Bestimmungen über die Wochenhilfe und Wochenfürsorge und durchzieht wie ein roter Faden die gesamte soziale Gesetzgebung. In ganz besonderem Grade gilt die Sorge des Staates aber der kinderreichen Familie. Familien mit fünf und mehr Kindern erhalten Beihilfen in Höhe von 10 RM. monatlich für das fünfte und jedes folgende Kind, wenn das Einkommen der Eltern 8000 RM. nicht übersteigt. Für die sozialversicherte Bevölkerung stehen darüber hinaus erweiterte Kinderbeihilfen vom dritten Kinde an zur Verfügung, die vom fünften Kinde an auf je 20 RM. erhöht werden. Daneben werden Ausbildungsbeihilfen gewährt, wenn die Kinder körperlich und geistig dessen würdig sind. Diese Maßnahmen, mit denen Deutschland bereits an der Spitze der Länder marschiert, sind aber, wie bei dem Erlaß der entsprechenden Vorschriften klar hervorgehoben wurde. lediglich als erster Schritt zu einer viel umfassenderen Regelung gedacht, nämlich der allgemeinen Reichsfamilienausgleichskasse. Wir wissen, daß ohne die Errichtung einer solchen Ausgleichskasse, deren Schaffung sich stets als Grundziel unserer Bevölkerungspolitik herausgestellt habe, unsere Maßnahmen unvollständig bleiben, daß nur ein wirksamer Ausgleich der Familienlasten die völkische Zukunft Deutschlands zu sichern vermag. Auf diese Weise werden wir dazu beitragen, daß die kinderreiche Familie wieder zur Keimzelle völkischen Lebens wird. Im Kreise einer Schar gesunder Kinder vermag die Mutter ihre weiblichen Tugenden und Fähigkeiten in reichstem Maße zu entfalten. Hier findet sie höchste Befriedigung, die sie für all ihre unendlichen Sorgen und Mühen reichlich belohnt. Aber auch für das heranwachsende Geschlecht bietet die kinderreiche Familie die besten erzieherischen Möglichkeiten. Das Kind, das sich nicht mehr, wie bei den Ein= und Wenigkinderehen als den Mittelpunkt der Fanzilie steht, lernt von frühester Jugend an Rücksicht zu nehinen, sich einzuordnen in eine Gemeinschaft, helfend einzuspringen und so frühzeitig sittliche Kräfte zu entwickeln. Es ist kein Zufall, daß bedeutende Männer aufsallend häufig aus kinderreichen Familien stammen. Beim Ein= und Zweikindersystem hätten wir wenig große Deutsche gehabt. Denken Sie daran, daß ein Bach. ein Schubert. ein Mozart. ein Richard Wagner daß Männer, die deutsche Geschichte gemacht haben, wie Bismarck. Friedrich der Große, prinz Eugen, Feldmarschall Blücher nicht geboren wären, wenn ihre Eltern sich mit drei Kindern begnügt hätten. In glucklichen und großzügiger Weise wurden die Maßnahmen des Staates zugunsten der Familie und der Mütter durch die Einrichtungen der Bewegung ergänzt, die sich auf dem nationalsozialistischen Grundsatz Seiosthilfe aufbauen. Das Hilfswerk tter und Kind“ hat sich die Forderung gesunder Fattilien durch Fernhaltung sozialer Schäden zur Auf gaße gestellt. Außerordentlich hoch sind die Mittel, die die NSV. für Unterbringung von erholungs bedürftigen Müttern und Kindern in Heimen, für die Schaffung von Kindergärten und für die Errichtung von„Hilfsstellen für Mutter und Kind“ zur Verfügung gestellt hat. Das Absinken der Säuglingssterblichkeit seit der Machtergreifung stellt den Erfolg der Arbeit der amtlichen Beratungsstellen für Mütter, Säuglinge und Kleinkinder wie den der Hilfsstellen der NSV. unter Beweis. Die Zunahme der Eheschließungen und der Geburten aber zeigt, wie stark das Vertrauen in Adolf Hitler und die von ihm getroffenen Maßnahmen im Volke Wurzel geschlagen hat. Soll der Mutter aber im Volke wieder die Achtung verschafft werden, die ihr im Leben der Nation zukommt. soll sie sich selber ihrer hohen Pflichten gegenüber dem Volksganzen bewußt werden, so ist es mit gesundheitlicher und wirtschaftlicher Fürsorge allein nicht getan. Und so hat sich die Bewegung hier eine ihrer schönsten Erziehungsaufgaben gestellt. Noch ist die Zeit zu kurz, als daß sich das deutsche Volk nach langen Irrjahren von den Schlacken materialistischer Denkweise schon völlig befreit hätte aber langsam und sicher setzt sich die Erkenntnis von dem hohen und heiligen Beruf der Mutter im Leben des Volkes durch und wird Allgemeingut aller Schichten. Und wenn sich heute die Wiegen, die volksseindliches und rassefremdes Denken sich leeren ließ, wieder füllen, so verdanken wir diesen Umbruch unseres Denkens und Fühlens in erster Linie der Wien, 15. Mai. Nach dem feierlichen Spatenstich in Schwechat begab sich Generalfeldmarschall Göring auf den Kueniglberg, um dort das Kommando zum Arbeitsbeginn für die großen Bauten der Luftwasse im Bereich von Wien zu geben. Auf dem Weg durch die Semmeringer Hauptstraße ließ der Generalfeldmarschall, auf die Elendsquartie re von Semmering aufmerksam gemacht, unvermutet Halt machen und besichtigte die schauerlichen Stätten der Not, die sein Entsetzen erregten. eine surchtbare Anklage gegen ein System, das nicht imstande war. solchem Elend zu steuern. Die Erregung über das Geschaute zitterte noch in seiner Rede nach, die er später am Kueniglberg hielt. Weiter führte der Weg über den Landstraßen= und Margaretengürtel, über die Eichenund Edelsinnstraße auf den Kueniglberg. überall das gleiche Bild an frohen begeisterten Menschen, die ihrem „eisernen Hermann“ zuwinkten, den unerbittlichen Garanten für Freiheit. Arbeit und Brot. Die ganze Kuppe des Kuenialberges erhebt sich im Süden der Stadt, dicht hinter dem Schloß Schönbrunn. Auf dem Kueniglberg. einst ein belebtes Ausflugsziel von Zehntausenden von Wienern. die Sonntag nachmittags von Schönbrunn und Hietzing hier heraufzuschlendern pflegten, werden nunmehr die großen Bauten der Luftwajse erstehen. Hier wird der gewaltige Arbeitsrhythmus auch in Wien einsetzen, der in Kürze die ganze Stadt in Bann schlagen soll. Im großen Geviert haben eine Kompagnie des Flieger=Regimentes„Hermann Göring". eine InsanterieKompagnie, die Ehrenstürme der Parteiformationen, SS.=Leibstandarte, SS., SA., RSKK., NSFK. und Abteilungen der HJ. Aufstellung genommen. Auf den Fahnenmasten zu beiden Seiten der Rednertribüne flattert die Reichskriegsflagge. Das Brausen der Heilrufe kündet das Nahen des Generalfeldmarschalls. Begleitet von Gauleiter Bürckel. Staatssekretär Körner. Reichsstatthalter Seyß=Inquart, dem Oberbefehlshaber der Heeresguuppe 5. General der Insanterie Lilt. dem Chef des Luftwaffenkommandos für Oesterreich. General= leutnant Loehr. und Minister Glaise=Horstenau, schreitet der Generalfeldmarschall die Fronten ab. Dann tritt er auf ein Modell der Bauten zu und läßt sich die vorbereiteten Pläne und Kartenskizzen vorlegen. Zunächst begrüßte Gauleiter Bürckel den General= feldmarschall.„Für nichts“, so sagte er.„hat ein Volk mehr Verständnis als für die Tat. Niemand wird von Erziehungsarbeit der nationalsozialistischen Bewegung. Dankbar erkenne ich besonders das Bestreben des Deutschen Frauenwerkes an, in seinem Reichsmütterdienst die angehende Frau und Mutter für ihren kommenden Beruf vorzubereiten. Weil ich diese Arbeit für ganz besonders wertvoll und aussichtsreich halte, habe ich sie stets nach Kräften gefördert. Nicht nur praktische hausfrauliche Kenntnisse und Fertigkeiten will der Reichsmütterdienst vermitteln, er will vor allem in den Frauen das Gefühl für die Verantwortung stärken. die sie Mann. Familie und Volksgemeinschaft gegenüber tragen. Die von Jahr zu Jahr steigende Teilnahme an den vom Reichsmütterdienst veranstalteten Kursen legt Zeugnis dafür ab, wie sehr bei unseren Mädchen und Frauen das Verständnis für ihren Pflichtenkreis verbreitet ist. Wenn wir, meine Volksgenossen, heute wieder ein starkes Volk sind, das sich in der Welt die nötige Achtung verschafft hat, so verdanken wir das nicht zuletzt unseren Müttern. Kein Geringerer als der Führer selbst hat das oft betont. Zu allen Zeiten deutscher Geschichte haben unsere Frauen und Mütter bewiesen, daß sie bereit waren. mit all ihrem Sein einzutreten für Volk und Vaterland! Das hat sich niemals so klar gezeigt, wie jetzt wieder in den Tagen der Heimkehr Oesterreichs zum Reich und in den Tagen der Abstimmung. In dieser dankbaren Erkenntnis grüße ich Euch, deutsche Mütter und Frauen, als die Hüterinnen deutschen Schicksals. dem Volk mehr geachtet, als ein Mann. der immer wieder durch die Tat sein Wort bestätigt. Die Liebe des Volkes gilt vor allem den Männern des Handelns. Deshalb, lieber Generalfeldmarschall. ist der Gruß. den ich Ihnen im Nomen von Partei und Staat entbiete, auch ein Gruß des Volkes, ein Gruß höchster Verehrung.“ „In das Heer der Arbeitslosen in Oesterreich ist eine Bresche geschlagen“ Unter ereneutem Jubel nahm darauf Generalfeldmarschall Göring das Wort und führte u. a. aus: „An sich ist der Spatenstich einer Kaserne kein besonderer Anlaß. Und doch begehen wir ihn in diesem Augenblick besonders festlich und geben ihm damit eine größere Bedeutung, als sie dem Bau an sich zukommt. Und mit Recht, denn dieser Tag trägt in sich zwei Symbole: Einmal das Symbol der Arbeit und zweitens das Symbol des Schwertes. der Wehr! Der Arbeit deshalb. weil es unser Wille war. nach den wunderbaren Tagen der Befreiung der Ostmark nun auch mit der Tat helsend einzugreisen. In das Heer der Arbeitslosen ist nun eine Bresche geschlagen, um Tausende und Zehntausende und hoffentlich bald Hunderttausende von Menschen wieder der Arbeit und damit der Lebensfreude zuzuführen. Wenn ich noch Zweisel gehegt hätte, wie dringend diese Arbeit ist und wie notwendig es ist, endlich darüber nachzudenken, wie dieses gewaltige Elend angepackt werden kann, dann wurden diese Zweifel bei mir beseiitgt, als ich auf der Fahrt hierher Elendsquartiere gesehen habe, neben prunkendem Reichtum. Elendsquartiere, wie sie für einen Menschen, der das deutsche Antlitz trägt, unwürdig sind. Baracken. in denen wir deutsche Menschen niemals hausen lassen werden. Ein System, das ein Volk in solcher Not. igesolcher Armut und damit in Schande stecken läßt, mußte fallen, sonst gäbe es keine Gerechtigkeit des Allmächtigen. Diese deutschen Menschen der Ostmark, die ein gewaltiges Aufbauwerk von Jahrhunderten hinter sich haben. Kulturträger, wie kaum ein anderer deutscher Stand, der jahrhundertelang einen mächtigen Pack auf seinen Schultern trug, wie wurden diese Menschen betrogen! Internationaler Haß hat dieses Volk der Heimat entfremden wollen. Innere Verblendung hat dieses Volk gequält. in Armut, Elend und bittere, bittere Not gebracht. Daneben der Reichtum tenes Volkes, das für uns nicht das auserwählte, sondern als das auszu weisende Volk zu gelten hat.“(Stürmischer Beifal und lebhafte Zustimmung.) „Es wäre gut“, so fuhr der Ministerpräsident fort „wenn jeder Deutsche, der aus dem Altreich hierher gekommen ist, sich darüber im klaren wäre. was wir unsere: herrlichen Bewegung, waz wir der Partei und dem Führer unsagbar zu danken haben, daß e uns vor fünf Jahren in letzter Stunde errettet hat, damit nicht zu der Not. die auch bei uns schon groß war. nicht auch noch ienes fürchterliche Elend kam, das ich hier heute mit ansehen mußte. Darum muß sich jetzt jeder anstrengen und alles daransetzen, um zu helfen, wo er nur helsen kann. Ich habe gestern in Linz erklärt, daß diese Hilfe nicht so verstanden werden darf, daß wir arbeiten und Ihr zusebt, sondern daß wir diese Hilfe bringen wollen als Grundlage der Arbeit für Euch. Arbeiten müßt Ihr. und zwar schwer und hart, denn sonst kommt Ihr aus diesem Elend nicht heraus. Was an uns liegt. werden wir alles tun. um die Voraussetzungen zu schafsen, daß Ihr Arbeiten könnt.“ „Der Arbeiter schafft für den Frieden. der Soldat sichert ihn“ „So sieht es die Wehrmacht als ihre Aufgabe an. beschleunigt, rascher vielleicht als andere Unternehmungen, nun ihre Bauten und Werke auszuführen. Zunächst vor allem aus dem Grunde. weil man dabei im allgemeinen schneller vorgehen kann und dadurch sofort Tausenden ein Arbeitsplatz gegeben wird. Das Symbol dieser Arbeit seiern wir heute mit dem Spatenstich der Arbeit. die unseren Brüdern, die solange gelitten haben. Segen bringen soll. Das zweite Symbol ist das der Wehr. der Kraft. Das Symbol des Baues, der hier auf den Höhen dieser herrlichen Stadt errichtet wird. ist der Wille. die Stadt zu schützen. Unsere Luftwasse aber soll hier ebenso wie in den Fliegerhorsten, die ich in diesen Tagen weihte. ihre Heimat finden, für die Jahre. die für sie einmal die schönsten sein sollen, die Jahre des Dienstes unter den Waffen. So sind die Aufgaben der Arbeiter und Soldaten redlich und richtig verteilt. Der eine schafft für den Frieden, der andere sichert ihn.“ Darauf tritt der Generalfeldmarschall an die vorbereitete Baustelle, ergreift den Svaten und wirft dreimal nacheinander die schweren braunen Schollen in die kleinen Transvortkarren. Das Kommando zum Beginn der Arbeitsschlacht auch in Wien ist erteilt. Häßliche Grimassen des„Telegraaf“ Ein widerlich verlogener Bericht. Berlin, 15. Mai. Ueber einen Bericht von besonderer Verlogenheit und damit Gesinnungslumperei. der im Amsterdamer„Telegraaf" über den Führerbesuch in Florenz erschienen ist, schreibt der„Völkische Beobachter“:„Viele non den Vertretern der sogenannten Weltpresse, die anläßlich des Führerbesuches in hellen Scharen nach Italien gefahren sind, um ihren Lesern über dieses einmalige Ereignis zu berichten, haben diesen Auftrag mit gemischten Gefühlen entgegengesehen, weil ihnen die Bewegungen und die Regierungssysteme der beiden Völker, die sich dieses Freundschaftsfest gaben, in der Seele zuwider sind. Aber nur einige wenige haben es nicht fertiggebracht. ihre eigene Kleinheit zu besiegen. Zu diesen gehört ein Mitarbeiter des Amsterdamer„Telegraaf", und zwar ausgerechnet der Musikberichterstatter dieses angesehenen holländischen Blattes in Florenz. Mit Musik hat sein Bericht ebensowenig zu tun, wie mit der Wahrheit. Der Anblick deutscher Uniformen hat ihm offenbar die ganze Tonleiter durcheinandergebracht. Er sah überhaupt nichts mehr als SA. und SS., und vor den braunen und schwarzen Uniformen bekam er offenbar so Angst, daß er diese wenig männliche Untugend auch den Florentinern in die Schuhe schob, von denen er behauptet, daß sie in den Tagen des Besuches von Befangenheit und Angst beherrscht worden seien, nur sehr wenig Beifasl geklatscht und sich erst wieder erholt hätten, als die „Truppen“ einmarschiert waren. So sehr war dieser arme Musikkritikus verwirrt, daß ihm der Führer auf seiner Fahrt durch die Stadt„schüchtern“ vorkam! Wer wie wir den strahlenden Tag von Florenz miterlebt hat, steht angesichts dieses Berichtes im Amsterdamer„Telegragf“ vor einem Rätsel. Vor einem Rärsel nicht so sehr deshalb. weil der Musikkritikus Artzenius das Blaue vom Himmel herunterlügt; dafür ist er bekannt und außerdem verrät er seine schmutzige Gesinnung selbst, indem er offen bedauert, daß es an diesem Florenzer Montag nicht in Strömen geregnet hat. Rätselhaft finden wir nur, daß ein Blatt wie der„Telegrauf“, das schließlich seinen Artzenius kennen muß und dem auch andere Nachrichtenquellen zur Verfügung stehen. die Geschmacklosigkeit und Unanständigkeit besitzt, eine derartige Reportage abzudrucken.“ Die„Deutsche Allgemeine Zeitung“ erklärt, der Amsterdamer„Telegraaf“ ärgert sich über das Wetter. das beim Besuch des Führers in Florenz herrschte. „Der Tag— und das ist das verdrehteste an der ganzen Geschichte—“, so schreibt der Berichterstatter,„strahlte über Florenz“, und das.„obgleich es eine Woche lang zuvor getropft, geweht und gegossen hat.“ Wirklich ein besonders ärgerlicher Zufall.— Daß sich die Sonne so freundlich der Feststimmung der Arno=Stadt angepaßt hat, kann selbst der„Telegraaf“ nicht leugnen. Dafür versucht er aber die übrigen Tatsachen, die den Tag von Florenz zu einem besonders schönen Ausklang des Führer=Besuches werden ließen, zu leugnen und erfindet eine Atmosphäre der„Befangenheit und Angst“, die ebenso wie der Regen zwar einem Wunschbild des „Telegraaf“, aber nicht der Wirklichkeit entspricht. Neben den zahlreichen Fremden waren ja an diesem Tage die Berichterstatter sämtlicher großer Blätter des Auslandes persönlich in Florenz anwesend. Aus ihren Berichten hätte sich auch der„Telegraaf“ danon überzeugen können. daß sein Korrespondent die Wahrheit ins Gegenteil verkehrt hat. Die„Berliner Börsenzeilung" stellt u. c. fest: Wer diese Tage in Italien miterlebt hat. weiß am besten, wieviel Gesinnungslumperei gehören muß zu dem Versuch gerade eines Augenzeugen, die klaren. harmonischen Züge dieses Bildes zu entstellen. Nun, der Amsterdamer„Telegraaf“ hat jetzt den Beweis dafür erbracht, daß keine Niedertracht zu gemein, keine Bosheit zu niedrig, keine Lüge zu schmierig ist, als daß sie nicht irgendwo in der„demokratischen“ Welt gedruckt und honoriert würde. Die Schlacht an der Lunghai=Bahn Nachdem Japaner und Chinesen starke Reserven herangeholt haben, ist nunmehr der Kampf um den Besitz der Lunghai=Bahn in China wieder heftig ausgeslammt. Besonders wertvoll ist für die Japaner der Besitz des Eisenbahnknotenpunktes Hütschau, wo die Ost=Westbahn, die sogenannte Lunghai Bahn, die Nord=Südstrecke von Tientsin kreuzt. Die Pfeile auf unserer Karte kennzeichnen den Vormarsch der japanischen Truppen.(Scherl-Bilderdienst-M) Hermann Göringaufdem Kueniglberg Kommando zum Arbeitsbeginn für die großen Bauten der Luftwaffe bei Wien Notizen Die Stadt Antwerven empfing am Samstag den Oberbürgermeister von Duisburg. Freutag. Die deutschen Gäste wurden im Antwervener Rathaus von Pütgermeister, Huosmans feierlich empfangen. Anschließend besichtigten sie den Hafen und die Hasenanlagen. Durch eine königliche Verordnung ist die Ernennung des Fliegerobersten Hiernaux zum Befeblshaber der belgischen Luftwaffe bestätigt worden. Konrad Henlein von London abgereist Reuter glaubt, daß die Besprechungen für alle Teile von Nutzen waren. London, 14. Mai. Konrad Henlein hat London am Samstagabend auf dem Luftwege verlassen. Die Londoner Blätter befassen sich noch immer eingehend mit seinem überraschenden Besuch. Allerdings können sie nur schildern, wie Konrad Henlein die beiden Tage in London verbracht hat. Der divlomatische Korrespondent Reuters erklärt. es sei schwierig, die Ergebnisse der Besprechungen in London klar zu umreißen, denn auf allen Seiten sei großes Stillschweigen gewahrt worden. Doch es sei klar, daß die Besprechungen für alle Teile von Nutzen gewesen seien. Konrad Henlein befindet sich auf dem Wege nach Berlin, wovon aus er nach Prag weiterfliegen wird. Regierung Spaak gebildet Vier Sozialdemokraten, vier Katholliken, zwei Liberale und ein Militär Sonntagmorgen gebildet werden. a M Regierung Spaak konnte am erden. Die endgültige Zuammensetzung des neuen Kabinetts ist wie nisterpräsident und Aeußeres: Spaak(Sozialdemokr.) Post: Mara ailbem Ossene Worte Hamiltons an die Hetzer London, 15. Mai. General Sir Jan Hamilton befaßte sich bei einer Rede, die er anläßlich der feterlichen Eröffnung der Britischen Legion der Bezirke Cheshunt und Waltham hielt, mit Deutschland. Wenn alle Engländer, so erklärte er, nur wirkliche Deutsche sehen könnten anstatt jener von den dann würde eine kommen. Schließlich sche Problem und erklärte, man könne sich die Gefühle der Sudetendeutschen ungefähr vorstellen, wenn man bedenke, daß sie, obwohl sie keine Verbrechen begangen hätten, unter das Joch der Tschechen gestellt seien. Deursche sehen ronnten anstart Politikern zurechtgestutzten„Kerle“, Verständigung sehr rasch zustande kon streifte Hamilton das sudetendeut Auch Chile hat genug Austritt aus der Genser Liga. Gens. 15. Mai. Der chilenische Delegierte Edwards keilte Samstagabend in öffentlicher Sitzung des Rates der Liga mit, daß seine Regierung angesichts der verhängnisvollen Entwicklung. die die Genfer Politik genommen habe, zu dem Beschluß gelangt sei. aus der Liga auszutreten. In den Technischen Kommissionen sowie im Internationalen Arbeitsamt und im Haager Gerichtshof werde Chile weiter mitarbeiten. Edwards sprach von der Möglichkeit, daß eine gründliche Reform des Paktes Chile vor Ablauf der Kündigungsfrist veranlassen könnte. in der Liga zu bleiben. Die Schweiz setzt ihren Neutralitätsstandpunkt durch Ent#slung aus allen Verpflichtungen des Artikels 16. Angit, daß das Schweizer Beispiel Schule macht. Genf, 15. Mai. Die Genfer Liga beschloß am Samstag. den Schweizer Neutralitätsantrag anzunehmen. Dabei wurde klargestellt, daß die Schweis an keiner im Artikel 16 der Satzung vorgesehenen Maßnahme teilzunehmen braucht, ohne Unterschied. ob eine solche Maßnahme in Anwendung des Artikels 16 oder eines anderen Artikels ergrifsen wird. Andererseits bleibt die Haltung der Schweiz dem Genfer Verein gegenüber unverändert. weshalb die Schweiz den Organen der Liga volle Freiheit für deren Betätigung sichert. Die der Schweiz gemachten Zugeständnisse dürfen aber— wie es in der Entschließung heißt—„in keiner Weise die gegenüber Artikel 16 eingegangene Stellung anderer Mitglieder beeinträchtigen noch etwaigen Entschließungen innerhalb der Liga vorgreifen". Diese Feststellung ist als eine Ansvielung auf die Wünsche der nordischen Länder zu werten. Mit Panzerwagen und Flugzeugen gegen grabische Freischärler Jerusalem, 15. Mai. Am Samstagnachmittag kam es in Acco in Nordvalästina zu einem heftigen Zusammenstoß zwischen Freischärlern und britischen Truppen. die Panzerwagen und Flugzeuge einsetzten. Die Verluste auf arabischer Seite sind unbekannt. Auf britischer Seite wurden zwei Soldaten verwundet. Die Gerüchte, daß die englische Regierung noch vor dem Ausscheiden Ormsby=Gores aus dem Kabinett die Palästina=Teilung und die Errichtung eines Judenstaates endgültig festlegen will. verstärken sich hier immer mehr. Unterricht: Dierck(Liberal), Finanzen: Gerad(Konservativer Katholik), Inneres und Gesundheit: Merlot(Sozialdemokrat), Verteidigung: Generalleutnant Denis, Wirtschaft und Landwirtschaft: Heymans(Katholik), Arbeit und Sozialministerium: Delattre(Sozialdem.), Oeffentliche Arbeiten: Balthazar(Sozialdemokrat), Kolonien: De Vleeschauwer. Zum erstenmale in der parlamentarischen Geschichte Belgiens ist ein Mitglied der Sozialdemokratischen Partei Ministerpräsident geworden. Spaak gilt als Führer des äußersten rechten Flügels der Partei der sogenannten nationalen=sozialistischen Gruppe.— Die Regierung Spaak umfaßt vier Sozialdemokraten, vier Katholiken, zwei Liberale und einen Militär, sechs Minister sind Kammerabgeordnete und zwei Senatoren, die übrigen drei(Finanzminister Gerad, Kriegsminister Denis und der Wirtschaftsminister Heymans) sind Nichtparlamentarier. Das neue Kabinett enthält fünf Flamen, vier Wallonen und zwei Brüsseler. In dem neuen Kabinett sind sechs Mitglieder des vergangenen Kabinetts Janson vertreten. Die neuen Minister sind Pholien, Heymans, Balthazar, Vleeschauwer und Gerard. Der letztere war bereits im ersten Kabinett van Zeelands Finanzminister. Am Sonntagmittag begab sich Spaak zum König, um ihm die neuen Regierungsmitglieder vorzustellen.— Das Kabinett Spaak wird am kommenden Dienstag vor die Kammer treten. Das neue Kabinett Spaak konnte knapp 45 Stunden nach dem Rücktritt des Kabinetts Janson vor die Oeffentlichkeit treten. Im Vergleich zu früheren Ministerkrisen bedeutet dies einen SchnelligSpaak (Scherl-Bilderdienst-M) keitsrekord für Belgien. Man betont, daß es in der Hauptsache die augenblickliche schwierige politische und finanzielle Lage Belgiens war, die es ermöglichte, unter Hintanstellung von Parteiinteressen eine schnelle Beilegung der Krise herbeizuführen. Die einzelnen Parteigruppen stehen den Ereignissen vorlaufig abwartend gegenüber. Das stärkste Mißtrauen zeichnet sich bei den Katholiken ab, die zwar die Persönlichkeit Spaaks durchaus anerkennen, aber der Zusammenstellung des neuen Kabinetts skeptisch gegenüberstehen. Symbolischer Akt zi. Tannenberg=Schlachtfeld Wasser von den Schlachtseidern Ostpreußens für den Guß einer italienischen Heldengedenkglocke Allenstein, 15. Mai. Der italienische Generalkonsul in Berlin Oberst Renzettt weilte am Samstag auf den Schlachtfeldern Ostvreußens. um hier an bistorischer Stätte Wasser für den Guß der Heldengedenkglocke in Rovereto in Oberitalien zu bolen. Oberst Renzetti. der von Vertretern des Berliner Fascio und vom SS.=Hauptsturmführer Professor Langsdorf. als Vertreter der Dienststelle Ribbentrov. begleitet war. wurde bei seiner Ankunft auf dem Flugplatz von Allenstein vom Gauleiter Erich Koch und den Vertretern aller Parteigliederungen sowie der Wehrmacht und der Behörden begrüßt. Allenstein hatte zu Ehren des italienischen Gastes festlichen Flaggenschmuck angelegt. Der erste Besuch des Obersten Renzetti galt dem Reichsehrenmal Tannenberg, wo er von dem Sohn des verewigten Generalfeldmarschalls. Generalmajor von Hindenburg. begrüßt wurde. Durch ein Spalier des Reichsarbeitsdienstes betrat der Generalkonsul das Reichsehrenmal. Er legte einen Kranz mit den italienischen Farben am Sarge Hindenburgs nieder. Nach einer eingebenden Besichtigung des Reichsehrenmals wurde den italienischen Gästen das leuchtende Relief der Tannenberg=Schlacht vorgeführt, das in anschaulicher Weise den Verlauf der Schlacht erkennen läßt. Vom Reichsehrenmal begab sich der italienische Generalkonsul zu den Höhen von Wapolitz, wo ein Offizier eine Darstellung der schweren Kämpfe der letzten Augusttage des Jahres 1914 gab. Die italienischen Gäste verweilten dann zum stillen Gedenken auf dem Ehrenfriedhof Wapolitz. Unmittelbar am Ehrenfriedhof fand die symbolische Handlung der Wasserentnahme aus, dem Maranse=Fluß statt, der in den masurischen Seen entspringt. Gauleiter Koch übergab Oberst Renzetti den Wasserbehälter in einem Kästchen aus Bernstein geschmückt mit dem nationalsozialistischen Hoheitszeichen und dem Liktorenbündel. Der Gauleiter betonte dabei in einer kurzen Ansprache, Ostpreußen wisse aus seiner Geschichte, was Krieg bedeute.„Bestellen Sie“, schloß er seine Rede.„Ihrem großen Führer und Frontsoldaten Mussolini, daß wir nicht nur stolz sind auf den großartigen Empfang unseres Führers in Italien, sondern daß wir daran glauben, daß die Achse Berlin=Rom Eurova nunmehr endgültig den Frieden sichern wird, für den so viele der Besten gefallen sind.“ Oberst Renzetti nahm das Wasser als heiliges Symbol des Opfers entgegen. Er wolle an diesem heiligen Ort hervorheben, daß aus den Opfern des Weltkrieges die beiden heiligen Revolutionen erwuchsen, die sich durch ihre Führer zu einer Freundschaft verbunden hätten, die auf den gleichen Idealen beruhe. Oberst Renzetti schloß mit einem ehrerbietigen Gedenken an den verewigten Generalfeldmarschall von Hindenburg und an alle Toten des großen Krieges. Nach dieser feierlichen Stunde unternahmen die italienischen Gäste noch einen Rundflug über die ostpreußischen Schlachtfelder. Abends veranstaltete Gauleiter Erich Koch im Schloß von Königsberg einen Empfang zu Ehren des italienischen Generalkonsuls. Prags Nationalitätenstatut Regelung vom grünen Tisch aus ohne Mitarbeit der Nationalitäten. Prag. 14. Mai. Eine amtliche Meldung über die Sitzung des Ministerrats am Freitag besagt, daß ein Referat über das Ergebnis der Beratungen des Ministerausschusses zur Abfassung eines Nationalitätenstatuts entgegengenommen wurde. Es könne festgestellt werden. daß die Vorbereitungen im wesentlichen fertig seien. Die Regierung sei daber in der Lage. an die Verwirklichung ihrer Pläne und Vorschläge durch Verhandlungen mit den interessierten Faktoren wie auch auf legislativem Wege zu geben. Die Regierung habe weiter beschlossen, daß ihre Mitglieder an Wahlversammlungen im Lande Böhmen und Mährisch=Schlesien nicht teilnehmen. Der Minister des Innern erörterte dann die Maßnahmen, die in den nationalgemischten Gebieten zur Sicherstellung von Ruhe und Ordnung getroffen werden. Wie aus unterrichteten Kreisen der Prager Regierung verlautet, wird das Nationalitätenstatut aus einem Hauptgesetz mit etwa 80 Paragrapben und einer Reihe von Sondergesetzen über einzelne Fragen der nationalen Angelegenheiten bestehen. Dem Gesetz wird eine historische Einleitung vorangeben, in der die Lage der Nationalitäten in der Tschechoslowakei vor und nach dem Weltkriege geschildert wird und die heutigen Beziehungen zwischen Tschechen und Slowaken und den übrigen Volksgruppen dargestellt werden. Die Durchführung der Bestimmungen des Nationalitätenstatuts soll durch ein eigenes Inspektorat überwacht werden, zu dem auch Vertreter der Nationalitäten herangezogen werden. Am 20. Mai beabsichtigt Ministerpräsident Dr. Hodscha, die Einzelheiten in einer Rundfunkansprache bekanntzugeben. Am 24. Mai wird Außenminister Dr. Krofta im Prager Parlament Bericht erstatten. Später soll eine Aussprache darüber stattfinden. Jedoch wird schon jetzt darauf hingewiesen, daß die Regierung an den wesentlichen Grundgedanken der Vorlage fest zuhalten beabsichtige. Werden in der Parlamentsaussprache von den Parteien Aenderungswünsche vorgebracht, so will die Regierung sie nur dann berücksichtigen, wenn sie nicht die grundsätzliche Stellungnahme betreffen. Mit anderen Worten heißt das, daß die Prager Regierung die Nationalitätenfrage regeln will, ohne die Vertreter der Nationalitäten selbst zur Mitarbeit heranzuziehen. Ueber 90000 gefangene Bolschewisten Bilbas, 15. Mai. Amtlich verlautet, am 27. April betrug die Anzahl der gefangengenommenen Bolschewisten 90 850. Sehr bezeichnend für die unmenschliche und verabscheuungswürdige Art der Kriegsführung dieser roten Horden ist es, daß allein 10 000 dieser Gefangenen ihrer Aburteilung wegen gemeiner Verbrechen entgegensehen. Ein großer Teil der übrigen Gefangenen ist entweder als bezahlte Spezialarbeiter angestellt oder in die Arbeits=Bataillone für die Aufbauarbeiten im Hinterland eingereiht worden. Vormarsch an der Teruel=Front Mehrere Stellungen um 10 Klm. vorverlegt. Salamanca, 15. Mai. Der nationale Heeresbericht vom Samstag beginnt mit der Mitteilung, daß der siegreiche Vormarsch weiter fortgesetzt wird. In einigen Abschnitten der Teruelfront gelang es. die Stellungen um 10 Klm. vorzuverlegen. Die feindlichen Verluste sind sehr hoch.— Unter den 732 Gesagnenen befinden sich auch zahlreiche Anführer der Roten. Baubeginn des neuen Schlachtschiffes„Imperio' Feierstunde auf der Ansalde=Werft in Genua. Genua, 15. Mai. Am Nachmittag seines ersten Aufenthaltstages in Genua besichtigte der Duce die weitausgedehnten Hafenanlagen und die großen Schiffswerften. Zunächst brachte ihm die Marinejugend eine große Kundgebung dar. Anschließend besuchte Mussolini die Kaserne der Marinejugend, neue Dockanlagen und das im Bau befindliche Schlachtschiff„Littoria“. Im Motorboot begab sich der Duce darauf zur Riellegung des neuesten Schlachtschiffes der italienischen Kriegsmarine auf den gewaltigen Anlagen der Ansaldo=Werft. Mussolini bestieg unter ungeheurem Beifall der Massen das Podium und gab durch ein Klingelzeichen Befehl zum Baubeginn des neuesten italienischen Schlachtschiffes, das den Namen„Impero“ erhält und mit seinen 35000 Tonnen zu den größten Schiffen der italienischen Schlachtflotte gehören wird. Unter stürmischem Jubel zogen die mächtigen Krane lI bi. Höbe die ersten Stahlplatten in die Höhe. Ohrenbetäubender Lärm setzte ein, als sie aneinandergenietet wurden. Zum Abschluß der eindrucksvollen Zeremonie richtete Mussolini an die Arbeiterschaft einige Worte. Er gedachte dabei u. a. seines Besuches vor zwölf Jahren. Heute erblicke er auf den Gesichtern der treuen Arbeiterschaft den gleichen Glauben, den gleichen Willen und die gleichen Vorsätze. Die„Impero“ werde die Macht der italienischen Kriegsflotte weiter stärken. Friedenshoffnung nach einer Deutschlandreise Paris, 15. Mai. Der bekannte französische radikalsozialistische Abgeordnete und Berichterstatter des Heeresausschusses der Kammer, Archimbaud, der gerade von einer längeren Reise nach Deutschland zurückkehrt, sprach am Sonntag in Valence vor der dortigen Vereinigung der Inhaber von Kriegsauszeichnungen und gab der Hoffnung Ausdruck, daß die kommenden Generationen diese Auszeichnungen, welche den Krieg voraussetzen, nicht mehr trügen. Die Spannung England- Meriko Auch England beruft seinen Gesandten ab. Meriko. 15. Mai. Am Samstag hat die englische Regierung ihren Gesandten in Mexiko abberufen und die Schließung der Gesandtschaft angeordnet. Die Archive der Gesandtschaft gehen auf das britische Konsulat über. Der Auslandsvresse teilte der britische Gesandte mit. daß er im Auftrage seiner Regierung den mexikanischen Außenminister eine Note übermittelt habe, in der die Abberufung des gesamten britischen Gesandtschaftspersonals als Antwort auf das mexikanische Vorgehen mitgeteilt werde. Der merikanische Außenminister überreichte dem italienischen Gesandten einen Scheck in Höhe von 29 414,96 Pesos als Jahresrate für die Revolutionsschulden. Auch der französische Gesandte erhielt einen Scheck über 127 184,21 Pesos. Die mexikanische Antwort auf die britische Mahnung wegen der rückständigen Revolutionsschädenzahlung und die Abberufung des mexikanischen Gesandten hat in weitesten Kreisen allgemeine Befriedigung ausgelöst. Die merikanische Haltung wird gegenüber der„imvertinenten“ Haltung Großbritanniens als allein richtig angesehen. Ueberfall auf die Vergangenheit Roman von H. PASSER Ceppricht dr Verlag Oskar Meister. Werdau I. Ba. 33. Fortsetzung. „Was?“ staunt er in kaum verhehltem Entsetzen. „Verarmt... lo von einem Tag auf den andern? Ulfers...? Ja. das ist doch unmöglich!“ „Halt leider nicht", erwidert Orth bekümmert.„Und ich begehe keinen Vertrauensbruch, wenn ich Ihnen sage. was eb schon die Spatzen von den Dächern vseifen und sowieso keine Geheimnis bleiben kann. Die Rechnung ist ja auch gar so einfach gewesen. Was verdient wurde. ist verbraucht worden. Jetzt wird nix mehr verdient. Also hat man auch nix mehr zum Verbrauchen.“ Während Orth die Umstellung des Lebens von Benedikt und Evelon Ulfers auf„Valerienruh“ schildert und die tapfere Aufnahme des Lebenskampfes der kleinen Titti in Wien, muß Maroldt an das große Vermögen denken, das auf einen Wink Frau Evelyns bereitstünde. um sie samt Mann und Kind aus ihrer bedrängten Lage zu befreien. „Die Titti ist ein Goldberzerl", erklärt Orth schließlich gerührt. Doch Maroldt, der nicht abnen kann, wer diese Titti ist, hat viel mehr Interesse für die Frau Professor Ulfers. Darnach stellt er seine Fragen und erfährt so von der alten Freundschaft, die Orth schon mit dem„verdrebten Ambros. dem Vater vom Everl“. verbunden hatte. Der alte Advokat ist mitteilsam. Er redet gern. Von dem was war. von dem was ist, von dem was vielleicht werden kann. Und der junge ist ganz Ohr. Gepackt, gefesselt und tief bewegt. Strich um Strich. Farbton um Farbton fügt sich zum Bilde der Frau. der Urban Maroldt alle Verebrung entgegenbringt. Seine Gedanken beschäftigen sich auch noch am nächsten Tage— und selbst während seiner Kanzleistunden— so sehr mit Evelyn Ulfers' Geschick, daß ihm die scheue Gedrücktheit seiner Sekretärin entgeht. Nach und nach überwindet Titti die Hemmung, die sie seit ihrer Flucht aus Baden Maroldt gegenüber befallen hat. Und nach und nach verblaßt vor dem Erleben eigener Gegenwart das Schicksal fremder Menschen in Maroldt. Denn in immer stärkerem Maße beschäftigt sich sein Inneres mit dem seltsamen Mädchen Gisela— es ist Tatsache. vor der er nicht mehr die Augen verschließen kann. Wenn sie blond wäre...! muß er einmal ganz plötzlich und ebenso abwegig denken, als er ihren. über die Arbeit gebeugten Kovf betrachtet. Er ruft sich aber sogleich derart energisch zur Ordnung, daß er diesen soeben begonnenen Gedankengang nicht zu Ende führt. Das ganze ist Unsinn, blühender Unsinn! hält er sich vor. „Hören Sie eigentlich zuweilen noch von Ihrem früheren Verlobten?“ Seine jähe, herrische Frage reißt Titti herum. Sie starrt ihn entgeistert an und schüttelt dann den Koof. Sie kann nicht verhindern, daß dabei heiße Glut in ihre Wangen und verräterisches Naß in ihre Augen steigen. Maroldt sieht es, sieht ihr Erröten und denkt: Sie lügt. Mag sie. Was geht sie mich an! Und der Teufel fährt in ihn, das Mädchen zu quälen. dafür. weil er sich ihretwegen auälen muß. Er vergißt sich. Nein, das ist er nicht mehr selbst, der spöttisch fragt: „Hat er vielleicht schon einen Nachfolger bekommen. der ... hem... süße Zuckerbäcker...?“ Ebenso jäh, wie sie vordem errötet war. erblaßt Titti nun. Ihr schneeweißes Gesicht sieht erschreckend aus Erschreckend abweisend. Und— Maroldt erschrickt auch Was gäbe er jetzt darum, seine verletzende Bemerkung ungesagt machen zu können! Aber das ist unmöglich. Die häßlichen Worte stehen im Raum. Zwischen ihm und dem Mädchen. das mit einemmal alles Kindliche verloren hat und seltsam gereift erscheint: beinahe wissend und erfahren. Eine kleine Dame ist es, die nun aufsteht von ihrem Arbeitstisch in der Zimmerecke und ihre Paviere zusammenrafsend, mit einer erzwungen gleichmäßigen Stimme, weder zu laut noch zu leise, sagt:„Ich glaube weder, daß solche Fragen Ihnen zustehen, Herr Doktor. noch. daß deren Beantwortung zu meinem Pflichtenkreis gehört. Ich bitte, meine Arbeit— die auszugsweise Erläuterung des Schriftsatzes Sonthosen gegen Sonthofen für unsere Mandantin— drüben im Schreibzimmer fortsetzen zu dürfen.“ Und ohne eine Entgegnung abzuwarten. hat sie, weder zu rasch noch zu langsam. den Raum verlassen. Wie ein abgekanzelter Schulbub steht der große Dr. Urban Maroldt. Advokat und Strafverteidiger. Chef einer wohlangesehenen Wiener Kanzlei. da. Gerügt. getadelt. in seine Schranken zurückgewiesen von der kleinen Stenotyvistin und sitzengebliebenen Braut eines Purkersdorfer Konditors. Aber, ach. damach hat diese Gisela jetzt gar nicht ausgesehen. Darnach sieht sie eigentlich nie aus. Bis auf den kleinen Schwindel, mit dem sie damals ihren Konkurrentinnen um den Posten bei ihm den Rang ablief. wielmehr ablistete— und das hatte sie mit ungeheuer viel Scharm gemacht—. wirkt sie überhaupt wie aus einer anderen Welt. So. als ob sie, eine Prinzessin inkognito. die Sekretärin spielte. Wie eine Rolle. Trotz ihrer Tüchtigkeit. ihres Fleißes, ihrer Fachkenntnisse und Erfahrungen. Ja. Prinzessin inkognito, das war die richtige Bezeichnung für sie. Er aber hat sich soeben übel aufgeführt und dementsprechend elend abgeschnitten. Er ist ein Tölvel. Ein lächerlicher. unfreier, engherziger beschränkter Patron, und überdies ein höchst ungezogenes Exemplar der Gattung Mann. die... Er wird unterbrochen in der mitleidslos strengen Philivvika, die er sich hält. Die Mandaten. angesagt, bestellt und vorgemerkt, sind da. Sie wollen nun auch empfangen, angehört, beraten werden. Urban Maroldt reißt sich zusammen. schaltet energisch seinen Privatmenschen aus. nicht ohne sich vorher noch einen Jammerlappen zu heißen, und ist nur noch Anwalt. Rechtsberater. Rechtsbeistand. Rechtsfreund. Eine halbe Stunde vor Büroschluß hat er den letzten Klienten verabschiedet. Aufatmend klingelt er nach seiner Sekretärin. Allein an ihrer Stelle erscheint Bürovorsteher Adam, der meldet:„Fräulein Frohwein fühlte sich so schlecht. daß sie schon vor einer Stunde wegging.“ „So „Ja. Herr Doktor. Sie hat auch tatsächlich elend ausgesehen.“ „So „Aber auch ohne dies wäre ihr unbedingt zu glauben. Die ist keine, die Finten macht, sich von der Arbeit drücken will und Dummheiten im Kopf hat. Die nicht!“ „Ganz bestimmt. Herr Doktor. Ich habe dafür schon einen sichern Blick. Schließlich habe ich ja auch genug Erfabrungen gerade auf diesem Gebiet.“ „So „Hoffentlich steckt keine ernstliche Krankheit in ihr. die sie der Kanzlei für längere Zeit ferndätt. Das wäre gerade jetzt höchst bedauerlich. Es würde Rückstände geben. da besonders viel vorliegt. Aber abgesehen davon täte mir das Mädchen auch leid. Sie ist ein so... seines Geschöpf. Dergleichen hat sich noch nie zu uns verirrt und ist wohl überhaupt eine Seltenheit. „Na. na „Aber Herr Doktor sind ja auch ganz besonders zufrieden mit ihr. Müssen es ja sein. Oder etwa nicht?“ „Schon. schon... gewiß... und jedenfalls war mit Ihre Meinung über Fräulein Frohwein sehr interessant, mein lieber Adam.“ Damit ist der Bürovorsteher entlassen. Urban Maroldt geht nachdenklich im Zimmer auf und ab. Bleibt schließlich sinnend vor dem Arbeitsplatz seiner Sekretärin stehen und fragt sich, was ihn an ihr mehr fesselt: die lebendige Anmut oder ihr seltsam verschleierter innerer Mensch. der geheime Reichtümer einer schönen Seele abnen läßt. Doch dann schilt er sich aufs neue einen Toren.] jetzt darüber zu grübeln und das im Augenblick Wich###e. dringend Notwendige zu vergessen— das, was nun## oone Ausschub zu geschehen hat. „So Eine knappe halbe Stunde sväter steht er im### lichen Wohnzimmer der Paniglgasse Amadeus Frol gegenüber. Dieser ist ein wenig verlegen vor Tittis lich auftauchendem Chef. „Ach“, sagt er.„sie klagte nur über heftige schmerzen. Es wird schon nichts Schlimmes sein.“ „Könnte ich sie nicht vielleicht doch einen Auge sprechen?" bittet Maroldt berzlich „Ich weiß nicht... Vorhin hat sie nicht mal zu sich gelassen. Aber, ich will es gern versuchen. nehmen Sie doch Platz und gedulden Sie sich so 14 Damit verläßt Amadeus das Zimmer. Maroldt hat sich kaum in dem gemütlichen, gepfle Raum umgesehen, als Giselas Bruder unverrich Dinge zurückkommt. 9 ∆ per nah 193 stütz in wer wan perr mar Man! Erge werk was Lohn mere geger 1935. Fürse mark. D stütz den C Proze Großf Bei d auf 1 2l der G nungs Schon Gesam Gemei hält ar einnah um ru Gesamt 1937.38 Entwick derum den, die men ha Diese definanz gerur zuführen Unterstü Zu gegen Erob100 Mitte deutu scheide Limes und 1 gange nutzt. Eisern Reiche Verkeh brüche als Vi entspre einer: mischen Macht kommer Im Grenzei pest an dung zi men, de graben) nik der gabe ve wohl fü politische Eindeuti bindung Ludwig 100 Jahr Tat umse ihn erwo Hand in Die el rung voll für das damalige merhin ei der gleich so gut w Wettbewe und Leist Schon ein de nämlic Fürth den den Schie das zuerst tenwende bedeutete. Wasserstraf doch wiede tigung für derungsauf Das zu forts ren M 30 Jal Rhein= Schiffal regulier 1. 4. 11 an das landkan Wassern Das Wich Schuhe gl gepflegt u guten Erdben länger billiger ge gutscheine. Nr. 118(Zweites Blatt) Herner Anzeiger Montag, den 16. Mai 1938 Die sozialen Aufgaben der Gemeinden Erneuter Rückgang um 223,9 Millionen Reichsmark RSG. Wie einem in„Wirtschaft und Statistik“ veröffentlichten Artikel über die Ausgaben und Einnahmen der Gemeinden und Gemeindeverbände für 1936=37 zu entnehmen ist, sind die sozialen Unterstützungen der Gemeinden im Rechnungsjahr 1936=37 in Folge der Abnahme der Zahl der Wohlfahrtserwerbslosen und der Verminderung des Lohnaufwands für die Fürsorgearbeiter bei den Kämmereiverwaltungen erneut um 223,9 Millionen Reichsmark auf 814,1 Millionen Reichsmark zurückgegangen. Im einzelnen beliefen sich nach den vorläufigen Ergebnissen die Unterstützungen an Wohlfahrtserwerbslose im Berichtsjahr auf 223,8 Millionen RM. gegenüber 428,9 Millionen RM. im Jahre 1935=36, was einen Rückgang um 47,8 Prozent bedeutet. Der Lohnaufwand für Fürsorgearbeiter bei den Kämmereiverwaltungen betrug 29,7 Millionen Reichsmark gegenüber 58,5 Millionen Reichsmark im Jahre 1935=36; dies entspricht einer Vermindung um 49,3 Prozent. Die sonstigen Unterstützungen in offener Fürsorge beliefen sich auf 560,5 Millionen Reichsmark. Die Ausgaben für die sozialen UnterBen eensches ues ank iristen zurüche den Gemeinden bis zu 10 000 Einwohnern(um 29,8 Prozent). Dann folgen bemerkenswerterweise die Großstädte mit einem Rückgang von 22,6 Prozent. Bei den Kreisverbänden belief sich die Verminderung auf 14,6 Prozent. Allgemein wird festgestellt, daß die Finanzlage der Gemeinden und Gemeindeverbände sich im Rechnungsjahr 1936=37 weiterhin erheblich gebessert hat. Schon im Rechnungsjahr 1935 36 ist sowohl der Gesamtüberschuß als auch die Zahl der UeberschußGemeinden beträchtlich gestiegen. Diese Bewegung hält an. Für das Jahr 1936=37 waren die Gesamteinnahmen der Gemeinden und Gemeindeverbände um rund 190 Millionen Reichsmark höher als die Gesamtausgaben. Auch für das Rechnungsjahr 1937=38 sicherte der Wirtschaftsverlauf eine günstige Entwicklung der Ausgaben und Einnahmen. Wiederum konnten eine erhebliche Anzahl von Gemeinden, die noch Fehlbeträge aus Vorjahren übernoammen hatten, ihre Gesamtabschlüsse ausgleichen. Diese günstige Entwicklung der Gemeindefinanzen ist in stärkstem Maße auf die Verringerung der sozialen Ausgaben zurückzuführen. Im Jahre 1932 beliefen sich die sozialen Unterstützungen(einschließlich der Beiträge zur Krisenfürsorge) noch auf über 2 Milliarden Reichsmark. 1936=37 beliefen sie sich nur noch auf 814,1 Millionen Reichsmark. Dieser Rückgang ist in erster Linie zu erklären durch die fast vollständige Beseitigung der Wohlfahrtserwerbslosen und die starke Vermindeung der Zahl der Hilfsbedürftigen im Sinne der Reichsfürsorgepflichtverordnung. In diesem Zusammenhang sei darauf hingewiesen, daß die Leistungen der freien Wohlfahrtspflege keine Pflichtleistungen gemäß den gesetzlichen Vorschriften sind. Es sind zusätzliche Leistungen. Sie können daher nicht gegenüber den Pflichtleistungen in Anrechnung gebracht werden, mit anderen Worten, es darf sich die reguläre Unterstützung, die ein Hilfsbedürftiger von seinem Fürsorgeverband erhält, nicht deswegen vermindern, weil er nebenher auch noch von der NSV oder vom Winterhilfswerk unterstützt wird. Im übrigen ist auch der Begriff der Hilfsbedürftigen im Sinne der RSV ein anderer als im Sinne der gemeindlichen Wohlfahrtspflege. Das ergibt sich klar aus der grundsätzlichen Abgrenzung der Aufgaben der öffentlichen und der freien„Wohlfahrtspflege. Die freie nationalsozialistische Wohlfahrtspflege will denjenigen Volksgenossen und Familien, die hierzu aus eigener Kraft nicht im Stande sind, mithelfen, daß sie ihre Gemeinschaftspflichten wieder restlos erfüllen können. Die Grundlagen der Arbeit der NSV sind rassepolitischer und vorsorgender Art. Wann die öffentliche Fürsorge eintreten muß, ist gesetzlich genau bestimmt. Als hilfsbedürftig und damit für die Pflichtleistungen in Frage kommend ist derjenige, der den notwendigen Lebensbedarf für sich und seine unterhaltsberechtig ten Angehörigen nicht oder nicht ausreichend aus eigenen Kräfte und Mitteln beschaffen kann und ihn auch nicht von anderer Seite, insbesondere von Angehörigen, erhält. Die öffentliche Fürsorge muß jeden unterstützen, der im Sinne dieser gesetzlichen Begriffs bestimmungen hilfsbedürftig ist. Die freie national sozialstische Wohlfahrtspflege stützt dagegen nur den jenigen, der im Hinblick auf die Volksgemeinschaft der Hilfe würdig ist. Gerade darum ist es aber not wendig, daß der zusätzliche Charakter dieser freiwil ligen Leistungen vollauf gewahrt wird. Einer an ständigen, gesunden, deutschen Familie, die in Not geraten ist, gebührt nun einmal insgesamt eine grö ßere Hilfe von Seiten der Volksgemeinschaft als einer verwahrlosten asozialen Familie, für die nach ihrer Ansicht die gesetzliche„Wohlfahrtsunterstützung regu läres Einkommen darstellt. Zur beschichte der Rhein-main-Donau-Verbindung Als das Römische Reich im Jahre 40 v. d. Zeitt. gegen die Donau vorzurücken begann und mit der Eroberung des heutigen Rumäniens um das Jahr 100 seine größte Ausdehnung erreichte, hatte der Mittellauf der Donau im wesentlichen nur die Be deutung eines Grenzflusses. Sie setzte die Grenz scheide des bei Regensburg auf die Donau stoßenden Limes bis in die Gegend des heutigen Mitroviza fort und wurde zwar zu militärischen Beförderungsvor gangen, aber nicht als regelmäßiger Handelsweg be nutzt. Trajan erweiterte für die Schiffahrt das Eiserne Tor. Mit der Errichung des oströmischen Reiches wuchs die Bedeutung der Donau für den Verkehr, sie konnte jedoch infolge der dauernden Einbrüche fremder Völkerschaften gegen den Donauraum als Verkehrsstraße nicht zu einer ihrer Bedeutung entsprechenden Entwicklung gelangen. Der Gedanke einer Rhein=Main=Donauverbindung konnte im Römischen Reich nicht Wirklichkeit werden, weil seine Macht sich niemals auf die einzig dafür in Frage kommende Landbrücke erstreckt hat. Im ersten Deutschen Reich Kaiser Karls, der die Grenzen seines Reiches bis zur Linie Belgrad=Budapest ausdehnte, wurde die Ausführung der Verbindung zwischen Main und Donau in Angriff genommen, deren Spuren in der„fossa carolina“(Karlsgraben) noch heute sichtbar sind. Wenn auch die Technik der damaligen Zeit vor dieser gewaltigen Aufgabe versagen mußte, so spricht der Versuch doch sowohl für die Großzügigkeit des militär= und staatspolitischen Denkens seines Urhebers, wie auch für die Eindeutigkeit der von der Natur für die Kanalverbindung vorgeschriebenen Linienführung. Als König Ludwig I. von Bayern von 1836—1846— also vor 100 Jahren— den 1000jährigen Plan endlich in die Tat umsetzte, hatte 30 Jahre vorher schon Napoleon I. ihn erwogen, als das erste Deutsche Reich durch seine Hand in Trümmer zerfallen war. Die ebenfalls in der heute festgelegten Linienführung vollendete Bauausführung Ludwigs I., die nur für das 120=Tonnen=Schiff Raum bot, wäre für die damalige Zeit gegenüber dem Fuhrwerksverkehr immerhin ein bedeutender Gewinn gewesen, wenn nicht der gleichzeitig entstandene Schienenverkehr sie bald so gut wie wirkunglos gemacht hätte. Denn zum Wettbewerb gegen die Eisenbahnen reichten Ausmaß und Leistungsfähigkeit des Ludwigskanals nicht aus. Schon ein Jahr vor Beginn dieser Bauarbeiten wurde nämlich die erste deutsche Eisenbahn Nürnberg= Fürth dem Verkehr übergeben. Mit den nachfolgenden Schienensträngen erbrachte sie den Beweis, daß das zuerst verspottete neue Verkehrsmittel eine Zeitenwende auf allen Gebieten des menschlichen Lebens bedeutete. Nach anfänglicher Zurückdrängung der Wasserstraßen durch die Eisenbahnen wurde ihnen jedoch wieder im Laufe der Zeit die volle Gleichberechtigung für die ihrer Eigenart entsprechenden Beförderungsaufgaben zuerkannt. Das zweite Deutsche Reich brachte nur die fortschreitende Kanalisierung des unteren Mains bis Frankfurt, während erst 1922, nach 30 Jahren Vorarbeit, die in München gegründete Rhein=Mai=Donau=A.=G. mit dem Großausbau der Schiffahrtsstraße von Bamberg und mit der Donauregulierung von Passau aus begann. Zuvor, am 1. 4. 1921, war der Wasserstraßenbesitz der Länder an das Reich übergegangen, das außer dem Mittellandkanal und der Neckarkanalisierung auch diesen Wasserweg nach Maßgabe der aufbringbaren Mittel zu fördern sich verpflichtet hatte. Infolge der Wir ren der Nachkriegszeit, der Inflation und der niederbrechenden Wirtschaft schritt der Bau aber immer langsamer und unter unzureichender geldlicher Unter stützung des Reiches und Bayerns voran, bis die na tionalsozialistische Regierung auch hier nach erfolg ter Festigung der Wirtschaft und Wiedererlangung der Stromhoheit des Reiches ganze Arbeit machte und auch den Rhein=Main=Donau=Kanalausbau großzügig förderte. Naturgemäß hatte die Führung der Großschiff fahrtsstraße durch die zu überbrückenden Wasserschei den zwischen den beiden größten Stromgebieten Mittel europas immer einen Doppelzweck im Auge, nämlich die Standortverbesserung der abgelegenen und ver nachlässigten bayerischen Wirtschaft und sodann das weitergesteckte Ziel, das in dem Wort„Nordsee— Schwarzes Meer“ am kürzesten zum Ausdruck kommt. Aber erst die große Tat des Führers, die Wieder vereinigung Deutsch=Oesterreichs mit der alten Hei mat, gab im Rahmen der damit erst möglich gewor denen großdeutschen Wirtschaft und Verkeyrspolitik und des Virjahresplans den mächtigen Antrieb, das für Großdeutschland und ganz Mitteleuropa bedeutungsvolle Werk mit einer Schnelligkeit und Wucht der Vollendung entgegenzuführen, für die sonst Anlaß und Mittel gefehlt hätten.— Sm. Das Wichtigste beim Schuhputzen ist nicht, daß die Schuhe glänzen, sondern daß das Leder sachgemäß gepflegt wird. Das macht man am besten mit dem guten Erdal, dann halten die Schuhe länger und bleiben länger schön. Jetzt ist's noch einfacher, weil Erdal billiger geworden ist. Zu jeder Dose Erdal=Bildergutscheine. Anmeldungen zu Wochenendfahrten. Die NSG.„Kraft durch Freude" führt folgende Wochenendfahrten durch: K F. 198/38 nach Soest zur Baumlüte zum Preise von 1,70 Mark ab Wanne=Eickel am 26. 5. 38(Himmelfahrt). K F. 20938 zum Internationalen Eifelrennen auf dem Nürburgring am 12. 6. 38 zum Preise von 5,90 Mark mit Eintrittskarte(Schwalbenschwanz, Karussel, Wehrseifen, Quiddelbacher Höhe). Zum Preise von 4,85 Mark(Waldplatz). KF. 212/38 ab Hagen zum Freizeitkongreß nach Hamburg vom 10. bis 12. 6. 1938. Die Abfahrt erfolgt ab Hagen, und zwar am 9. 6. 38 abends gegen 24 Uhr. Die Rückfahrt ab Hamburg ist auf Sonntag, den 12. 6. 1938, ebenfalls abends gegen 23 Uhr festgelegt. Die Fahrt selbst kostet 14,40 Mark und enthält Fahrt und zwei Uebernachtungen mit Frühstück. Ohne Uebernachtung mit Frühstück kostet die Fahrt 9.00 M. Ferner ist eine Urlaubsfahrt UF. 126/38 nach Berlin zur Rundfunkausstellung in der Zeit vom 8. 8. bis 15. 8. 1938 zum Preise von 27,00 Mark eingelegt. Anmeldungen zu diesen Fahrten auf der Kreisdienststelle Herne, Schulstraße 28, umgehend, da mit starker Nachfrage zu rechnen ist. Ferner wird zu Pfingsten in der Zeit vom 4. 6. bis zum 6. 6. 1938 eine Omnibusfahrt nach Cochem an der Mosel mit Verpflegung zum Preise von 19,00 Mark durchgeführt. In der Zeit vom 2. 7. bis 3. 7. 1938 ist eine Omnibusfahrt OF. 1300 38 zum Ahrtal zum Preise von 12,20 Mark mit Verpflegung eingelegt. Die Abfahrt dieser beiden Omnibusfahrten erfolgt ab Castrop (Markt). Anmeldungen werden in Herne auf der Kreisdienststelle, Schulstraße 28, entgegengenommen. Neue Dienststunden der Ns Rechtsberatungsstelle Die Dienststunden der NS=Rechtsbetreuungsstellen werden vorläufig auf 15—17 Uhr(früher 16—18 Uhr) festgesetzt. Die Sprechstunden finden an jedem Mittwoch im Amtsgericht Herne, Zimmer 16, statt. Die Volksgenossen, die die NS=Rechtsbetreuungsstelle in Anspruch nehmen wollen, werden darauf hingewiesen, daß sie dem diensttuenden Anwalt zum zum Nachweis ihrer Bedürftigkeit entsprechende Unterlagen vorlegen vorlegen müssen. Ohne diesen Nachweis kann eine Beratung nicht erfolgen. Die Beratung erfolg durch die beim Amtsgericht in Herne zugelassenen Rechtsanwälte. beachtet die Verkehrsregein! NSG. Die vielfachen Klagen aus Kraft= und Radfahrerkreisen über das verkehrswidrige Verhalten der Fußgänger, insbesondere der weiblichen Verkehrsteilnehmer, veranlassen, diesen Mißständen nachdrücklichst entgegenzutreten. Es sei daher nochmals auf die Beachtung nachststehender Verkehrsregeln hingewiesen: 1. Gehe stets rechtwinkelig über die Fahrbahn! 2. Ueberzeuge dich vor Ueberqueren der Fahrbahn stets, ob Fahrzeuge in der Nähe sind! 3. Benutze beim Ueberqueren der Straße immer den Fußgängerüberweg! 4. Benutze nach Möglichkeit stets den rechten Bürgersteig, jedenfalls weiche immer rechts aus! 5. Begehe so wenig wie möglich die Fahrbahn; denn diese ist in erster Linie für den Fahrzeugverkehr geschaffen und kann dir verderblich werden! Die Polizei hat strengste Anweisung erhalten, gegen jeden Verstoß unnachsichtlich vorzugehen und in geringfügigen Fällen gebührenpflichtig zu verwarnen, in schweren Fällen, insbesondere bei Rückfall, Anzeigevorzulegen. Fußgänger, bedenkt auch, daß ihr bei Beachtung der Verkehrsregeln Zeit und Geld spart. Schulfrei am Tage des Reichssport Wettkampfes. NSG. Die beiden Samstage sind nach einem Erlaß des Reichserziehungsministers vom 24. Mai 1937 für alle, die an diesem Reichssport=Wettkampf teilnehmen, schulfrei. Es wird darauf hingewiesen, daß die Lehrerschaft wir im vergangenen Jahre auch jetzt wieder sich als Kampfrichter zur Verfügung stellt. Die Fähnleinund Stammführer, Ring= und Gruppenführerinnen sind für die Abwicklung der Kämpfe verantwortlich. Soweit die Schulen im Besitze von Sportgeräten, wie Stoppuhren, Bandmaße und Schlagbälle sind, wird gebeten, den Wettkampfleitern diese weitmöglichst für die Sportwettkämpfe zu überlassen. Aus und für Herne Heute spricht Staatsrat Pros. Börger Der Kreisleitung der NSDAP. des Kreises Herne=Castrop-Rauxel ist es gelungen, einen der ältesten Kämpfer des Westens und langjähriges Mitglied des Reichstages, Staatsrat Professor Willy Börger, zu einem Botrag in Herne zu verpflichten. Die Kundgebung, zu der sämtliche Herner Volksgenossen eingeladen sind, findet heute abend im Saalbau Strickmann statt und beginnt um 20 Uhr.. Parteigenosse Börger ist Treuhänder der Arbeit. Seine fesselnde und volkstümliche Rednergabe verbürgt einen einzigartigen Genuß. Unkostenbeitrag 10 Pf. Vorverkaufskarten sind bei den Ortsgruppen und an der Kasse zu haben. **** Ein hoher Wanderungsverlust im Monat April Die Bevölkerungszahl sank um 667. Es war in den letzten Jahren um diese Zeit wohl immer ein Abgleiten unserer Bevölkerungszahl festzustellen. Schon der vorletzte Monat ließ eine leichte Verminderung der Bevölkerung erkennen, die mit 57 aber nicht so in Erscheinung getreten wäre, wenn wir nicht im Monat März eine besonders hohe Sterblichkeitsziffer(104) gehabt hätten. Im Monat April hielt sich zwar die Geburtenziffer fast in gleicher Höhe wie im Vormonat; die Sterblichkeitsziffer dagegen lag sogar fast um 50 Prozent tiefer als im Vormonat. Aber alle diese günstigen Momente konnten den Wanderungsverlust nicht ausgleichen, da dieser durch das Einrücken zum Arbeitsdienst, aber wohl noch mehr durch die Vermittlung auf das Land bedingt war. Die Einwohnerzahl betrug am 1. Mai 96 032(96699). Geboren wurden im April 144(148) Kinder, davon 5(6) unehelich. Totgeburten waren 3(5) zu verzeichnen. Die Zahl der Sterbefälle fiel ersreulicherweise auf 56(104). Von den Gestorbenen waren nur 3(14) Säuglinge unter 1 Jahr und 1(5) Kind zwischen 1—5 Jahren. Im Alter von 5—15 Jahren starben 2(—) Kinder. Im Alter von 15—20 Jahren war diesmal kein(2) Sterbefall zu verzeichnen. Höher lag dagegen die Sterblichkeitsziffer bei den älteren Jahrgängen. Im Alter von 20 bis 40 Jahren gab es 5(16), im Alter von 40 bis 60 Jahren 12(23) und über 60 Jahre 33(44) Todesfälle. Die Todesursache war in 1(5) Falle Tuberkulose, in 6(9) Fällen Krebs, in 2(4) Gehirnschlag. in 8(11) Herzkrankheiten, in 10(20) Lungenentzundung und in 1(—) Falle sonstige Erkrankung der Atmungsorgane. Durch diese geringere Sterblichkeit betrug der Geburtenüberschuß auch 88(44). Die Zahl der Eheschließungen stieg auf 90(68). Es zogen zu 770(692) Personen, dagegen 1525(749) fort, so daß em Wanderungsverlust von 755(57) Personen entstand. Da diese Zahl den Geburtenüberschuß sehr stark überwog, nahm die Einwohnerzahl um 667 ab. ** Herner spendeten für den Bau neuer Jugendherbergen. Für die Jugend, unsere Zukunft, wurde auch am Samstag und Sonntag auf allen Straßen und Plätzen und in den Wohnungen unserer Heimatstadt fleißig gesammelt, damit sie endlich in den Besitz der fehlenden Jugendherbergen komme. Das herrliche Maiwetter war an beiden Tagen diesen Sammlungen günstig. Für die Bevölkerung bot sich ja das schönste Ausgehwetter, und wer einmal unterwegs war, gab auch.„Und wenn es nur ein Reichspfennig ist", ermunterten die Sammler, Amtswalter der Bewegung, H3. BDM und Schulkinder. Und wer keine Plakette trug, ließ sich bewegen, eine solche zu kaufen. Es wor oft köstlich anzuschauen, wie die Jüngsten aus unserer Schuljugend, die kleinen Sammelheftchen schwingend. sich an die Erwachsenen heranmachten und um die Einzeichnung einer kleinen Geldspende baten. Die roten Sammelbüchsen beherrschten an beiden Tagen das Straßenbald bis zum späten Abend. Es dürfte jedenfalls ein erkleckliches Sümmchen für unsere Jugendherbergs=Neubauten auch in Herne zusammengekommen sein. ** Rekordbesuch am Eröffnungstage im Herner Sommerbad. Rund 3700 Besucher, darunter viele Auswärlige. Die Badelust der Herner spiegelte sich gestern in dem äußerst zahlreichen Besuch im städtischen Sommerbad wieder. Es war vorauszusehen, daß der Eröffnungstag, würde der Wettergott der Sonne weiter 10— —— S 63 S 2= K S 9 5 2 27 * S 9 80 84 80 E — =— ** 80 * □ S— * —— A. E OSA.8 üür den Herrn Herren- Halbschuhe aus hellbraunem Boxcslfieder, bequeme Form, mit Kappe in sorgtaltiger Rah.150 menarbeit 4 Herren-Halbschuh aus braunem Boxcelfleder, schlanke, schnittige Form, Original Coodyear. 4 50 Welt 12 füür die Dame Sommer-Sandalette, bieg sam und luttdurchlässig, aus beigeferbigem Roß chevreau, mit feiner ∆ Zierlochung 8 Schnallen-Schuh aus sattelbraunem Boxcalf, mu biegsamer Schle 175 und Blockabsalz 10 Druckknopf-Spengenschuh aus Chevrolinieder, in dunkel-beige, elegante Karreeform mit Block 75 absalz Laschen-Pumps, braun, elegante Karreeform mit Schleife und mittel hohen Absaiz. 10 Damen-Strump#e Aus künstlicher Wasch seide, mit Florsohle, Ferse und Spitze besenders verstarkt, in allen mo dernen Ferben— 4 Aus künstlicher Waschseide, besonders feinfädig, Ferse und Sohle werlach verstärkt, in neu en Sommertarben 4 Auf Wunsch die bekannte Zahlungserleichterung — 00 0 — 0 00 8 80 Drfaka DORTMUND, Hansastraße 5, Anruf 35254, 35255 und 35256 U die Herrschaft überlassen, einen otelversprechenden Austakt für die Badesaison 1938 bedeuten werde. Man hatte aber nicht mit einer solch starken Besucherzahl gerechnet, da in all den Vorjahren der Mai immer nur einen mäßigen Badebetrieb gebracht hatte. Der Besuch setzte am stärksten um die Mittagszeit gegen 13 Uhr ein. Zwar suchten nicht alle das Badebecken auf, es hatte sich nämlich schon herumgesprochen, daß die Grunanlagen im Sommerbad für die Herner der Ort für Sonnenbader ist. Die Zahl der besuchenden Erwachsenen kam mit der Zahl der Kinder ungefähr gleich. Gegen 18 Uhr konnten rund 3700 Besucher gezählt werden, und immer noch kamen Nachzügler. So waren denn die Grünanlagen, das Becken für Nichtschwimmer, das Schwimmer= und Springerbecken gleichmäßig gut besetzt, aber auch im Kinder=Plansch= becken herrschte reges Leben und Treiben. Nach der fast sechs Monaten Winterzeit, eine Seltenheit in all den Jahren, gingen die Herner, die sich vor Erkältungen zuletzt nicht mehr retten konnten, gestern mit Gewalt daran, sich abzuhärten. Das Wasser war aber auch durch die warmen Vortage gut vorgewärmt und klar, so daß es eine Freude war, sich darin zu tummeln. Im Sommerbad wurde gestern eine Wasserwärme von 16.5 Grad und eine Lufttemperatur von 26 Grad Wärme im Schatten ermittelt. So darf man wünschen und hoffen, daß unser Sommerbad im Vergleich zum letzten Jahr in diesem Jahre eine größere Anzahl von heißen Tagen und damit auch eine höhere Besucherzahl am Schluß der Badesaison 1938 aufweisen kann. Wir wollen aber auch hoffen, daß der zahlreiche Besuch aus der Herner Umgegend nicht nachlassen, sondern vielmehr zunehmen wird, wurden doch gestern bereits über 500 Fahrräder abgegeben, deren Besitzer meistens aus der Nachbarschaft stammten. * 50 Jahre Maschinenfabrik Beien. Eines unserer bedeutungsvollen Werke, die Maschinenfabrik Beien kann in diesem Jahre ihr goldenes Jubiläum begehen. Die Maschinenfabrik und Eisengießerei wurde im Jahre 1888 teilweise in den Räumen der früheren„Herner Eisenhütte", eines 1879 stillgelegten Werkes, gegründet. Anfänglich handelte es sich noch um einen kleinen Betrieb, der 35 Arbeiter beschäftigte. Heute ist es ein Werk, dessen Erzeugnisse in alle Welt gehen und das aus dem Wirtschaftsleben unserer Heimat nicht mehr wegzudenken ist. Vermißt. Seit dem 10. d. M. wird der Schüler Alwin Kublak, geb. am 8. 3. 1929 zu Herne,, Herne, Hiverniastraße 47 wohnhaft, vermißt. Er ist 1,35 Meter groß, dreitschulterig, hat dunkelblondes, ungescheiteltes Haar (Pony), volles, rundes Gesicht mit roten Wangen, große, graue Augen, kleine Stumpfnase und anliegende Ohren. Er spricht westfälische Mundart. Bekleidet ist er mit dunkelgrauem Pullover, kurzer, schwarzer Kniehose, braunen Kniestrümpfen und hohen schwarzen Schnürschuhen. Wer kann über den Verbleib des Kubiak Auskunft geben? Angaben erbittet die Kriminalpolizei in Herne oder jede andere Polizeidienststelle. *** Preisflug ab Lehrte. Der gestrige Preisflug unserer Brieftaubenreisevereinigung führte ab Lehrte. Jurückzulegen waren bis zum heimatlichen Schlag 211 Kilometer. Der Auflaß erfolgte um 6 Uhr bei leichtem Südostwind. Auf dem Fluge erhielten die Tiere aber bald Südwestwind, der bis in die Heimat anhielt. Die erste Taube, die eine Geschwindigkeit von 1111 Meter in der Minute entwickelte, erreichte den heimatlichen Schlag um 9.10 Uhr, Konkursschluß war bereits um 9.37. Die ersten 10 Plätze belegten: August Jakob (Fortuna), Lenings(Gut Flug). Freese(Frohes Wiedersehen), Klaas(Vereinte Freunde), Wilhelm Frie(Westfalia), Klaas(Vereinte Freunde), Klaas (Vereinte Freunde), Dreckmann=Groß(Treue Heimat), Justkobiak(Edeltaube), Gottschlich(Frohes Wiedersehen). * * Personalveränderung in der Wehrmacht. Zum Stabsarzt der Landwehr wurde befördert: Feldhilfsarzt a. D. Dr. med. Baumert, Herne, Kirchstraße 7. * I h r s i l b e r n e s A r b e i t s j u b i l ä u m begingen auf der Schachtanlage Julia die Hauer August Wagner, August Schwarz, Karl Zink und Paul Grunert. Das gleiche Jubiläum konnte der Rohrschlosser Friedrich Ellerbrock auf der Zeche Mont=Cenis begehen. Wir gratulieren! * Straßenausbesserungen. In den letzten Tagen wurde eine Anzahl von Herner Straßen ausgebessert. Die Arbeiten an der Straßburger Straße konnten jetzt ebenfalls beendet werden. * Arbeit für den Sprengwagen. Die Hitze am Samstag und Sontag brachte unserem stätischen Fuhrpark viel Arbeit. Die SprengHerne beging den Ehrentag der deutschen mutter Die AS-Frauenschaft und das Deutsche Jrauenwerk weihten der deutschen Mutter eine Feierstunde. entgegengebracht wird. In den Geschäfzur Abwechslung mal die Männer, um Hohe Nacht der klaren Sterne, die wie weite Brücken stehn, über einer tiesen Ferne, drüber unsre Herzen gehn. Mütter, euch sind alle Feuer, alle Sterne aufgestellt, Mütter, tief in euren Herzen schlägt das Herz der weiten Welt. Das waren die Leitverse, die unsere RS=Frauenschaft mit dem Deutschen Frauenwerk der gestrigen morgendlichen Feierstunde vorangestellt hatten. Vor gutbesetzten Stuhlreihen reihte sich im Saale der Westfalenschänke eine Darbietungsperle nach der anderen zum Hohelied der deutschen Mutter zusammen. Diese Kette der Liebe aber umfaßte alle Kleinodien deutscher Dichtung und Musik, die der Mutter gewidmet sind. Für den politischen Kreis waren Kreisleiter Nieper und Kreispropagandaleiter Nordmann erschienen. Die Kreisfrauenschaftsleiterin Frau Pletz begrüßte die Anwesenden, die zu Ehren der deutschen Mutter dieser Veranstaltung ihre Aufmerksamkeit geschenkt hatten. Das kammermusikalische Terzett unter Lutz Krys eröffnete die Feierstunde mit Mozartmusik, die innig und zart wiedergegeben wurde. Aus dem Frauenchor, der auf der Bühne Platz genommen hatte, flochten einzelne Mitglieder glutvolle Dichtung in den Kranz, der hier der Mutter gewidmet war. Kleine Mädel spielten auf Blockflöten und der Frauenchor unter Frl. Köller sang der Mutter und dem Leben, das sie dem Dasein zur Beglückung schenkt, trauliche Gesänge. Frl. Köller trug außerdem einige gehaltvolle Solis zur Mutterehrung vor. Alle Vorführungen waren aus der Tiefe der mütterlichen Quelle geschöpft worden und drückten der Bedeutung des Muttertages in Herne ihren besonderen Stempel auf.. Der strahlende Maientag draußen war dazu ein besonderes Geschenk für die Mütter. Schon am Vortage durften wir in Herne feststellen, wieviel Liebe der Mutter ten standen Ueberraschungen für die treusorgende Gattin und Mutter ihrer Kinder, für die eigene Mutter, Schwiegermutter und Großmutter einzukaufen, aber auch die Kinder fehlten unter der Käuferschar nicht. Und daß Mütter für ihre eigenen Mütter kaufen kamen, war ja selbstverständlich, nur man durfte den eigenen Angehörigen nicht begegnen, da es ja eine Ueberraschung werden sollte. Auch die Männer bewiesen ihre praktische Seite beim Einkauf, selbst wenn es nur eine Wand=Kaffeemühle war, die der Mutter ein besserer Ersatz für die Handmühle sein sollte. Und neben den Haushaltungswaren wurden Schmuckssichen, Konditorenwaren und zu guterletzt auch Blumen viel gesauft. Und wie war es dann daheim am Sonntagmorgen? Da deckten Gatten und Kinder den Tisch, stellten die Geschenke unter Blumenschmuck auf, und dann durfte Muttchen hereinkommen. Dann strömten vielleicht oft die Freudentränen, und die Ueberraschungen gaben den Müttern die Gewißheit, daß trotz allen kleinen Schatten in der Familie doch die enge Gemenschaft zwischen Frau und Mann, Mutter und Kindern besteht und bestehen wird. Nun wurde der Muttertag am Kaffeetisch in aller Gemütlichkeit begangen. Vielleicht schickte man jetzt schon die Kinder mit Geschenken zu den Großmüttern fort, vielleicht auch, daß man sich am Nachmittag gemeinsam aufmachte; um nach dem Spaziergang durch Gottes lachende Welt auch das xunzelige Muttchen in ihrem Stübchen zu überfallen, zu beschenken und dafür zu danken, daß man durch ihre Mütterlichkeit es zur eigenen gebracht hat. Und dann, wenn man mit ruhigem Gewissen sagen konnte, Liebe mit Gegenliebe vergolten zu haben, dann empfand man den Ehrentag der deutschen Mutter als ein wertvolles Mosaiksteinchen der großen deutschen Volksgemeinschaft, deren tiefster Sinn ja auch der gestrige Ehrentag der deutschen Mutter gewesen ist. wagen mußten dauernd auf Fahrt geschickt werden. Die Mont=Cenis=Straße brauchte infolge ihres Kopfpflasters, das immer schnell trocknete, etliche Tonnen Wasser. Die Staubplage ließ aber merklich nach, sobald die Sprengwagen eingesetzt wurden. * Hochbetrieb an den Sandkästen. Die Sandkästen in den Parkanlagen unserer Stadt weisen gegenwärtig einen Rekordbesuch auf. Unsere Jüngsten tummeln sich nach Herzenslust dort in dem Sande, der teilweise eine Auffrischung erfahren hat. Mit einem kleinen Schüppchen, Eimer und Blechformen wird der Kuchen aus Sand geformt, der aber bald wieder zerfällt. Abseits des Verkehrs sind die Kinder unter Aufsicht einer erwachsenen Person wohl geborgen. In manchen Tagesstunden wimmelt und kribbelt es aber in den Kästen derart, daß man zu der Einsicht kommt, daß die vorhandenen Kästen und Spielanlagen nicht mehr ausreichen. * Eine schwere Förderstörung verhütet und dafür belohnt worden. Während des Schichtwechsels beobachtete der Bergjungmann Edmund Buichwald auf dem Wege von der Zentralaufbereitungsanlage zur Schachtanlage Julia auf der Oberkettenbrücke, daß durch ein großes Kohlenstück die Kette aus dem Herzstück eines Wagens herausgehoben war und seitwärts des Wagens lag. Bei Inbetriebnahme der Brücke wäre dadurch eine schwere Förderstörung hervorgerufen worden. Buchwald machte dem Maschinensteiger von seiner Beobachtung rechtzeitig Mitteilung, der den Schaden beheben ließ. Buchwald erhielt für seine Meldung eine Prämie ausgehändigt. * 5000 Stiefmütterchen sehen dich an. Ein wechselvolles, der Jahreszeit entsprechendes Bild bietet jedem jetzt unsere dem Bahnhof vorgelagerte Grünanlage, die besonders auf den fremden Besucher, der aus dem Bahnhof tritt, einen freundlichen Eindruck macht. In einem bunten Farbenmeer sind dort 5000 Stiefmütterchen angepflanzt, die in einer geschmackvollen Beetanordnung eine wesentliche Verschönerung bedeutet. * F e s t n a h m e n. Im Hausflur des Hauses Altenhöfener Straße 129 entstand am Freitag eine Schlägerei. Zwei Personen, die daran beteiligt waren, wurden festgenommen.— Am 16. 4. d. J. haben vier Personen auf der Weichselstraße einen Personenkraftwagen demoliert und in Brand gesteckt. Durch die Nachforschungen der Kriminalpolizei gelang es jetzt, die Personen zu ermitteln. Sie sind geständig.— Wegen Einbruchsdiebstahls zum Nachteil der Witwe Stoodt(Wirtschaft), Schadeburgstraße, wurden zwei Personen festgenommen. Sie sind geständig, den Einbruch ausgeführt zu haben. * Vom Zuge erfaßt und verletzt. Ein Mann aus der Wilhelm=Meier=Straße, der am Freitag gegen 22 Uhr mit dem Zuge von WanneEickel kommend, auf dem Bahnhof Herne eintraf, sprang während der Fahrt aus dem Zuge zum Bahnsteig. Er verfehlte den Sprung, wurde vom Zuge erfaßt und erlitt Verletzungen am Kopf und an den Beinen. Im Krankenhause, wohin er gebracht worden war, erwiesen sich die Verletzungen als nicht so schwerwiegend. * Glück im Unglück hatte gestern mittag der Fahrer eines Dreiradlieferwagens. Beim Einbiegen in die Von=der=Heydt=Straße fuhr er mit dem Fahrzeug gegen die Bordsteinkante, so daß es auf die Straße kippte. Der Fahrer kam glücklicherweise unverletzt davon. Materialschaden gab es natürlich. * Einen Werksunfall erlitt Samstag mittag der Dreher Bernhard B. aus der Bismarckstraße. Aus bisher ungeklärter Ursache geriet er kurz vor Feierabend mit beiden Armen in ein Getriebe. Hierbei trug er so erhebliche Quetschungen davon, daß seine Ueberführung in ein Krankenhaus erfolgen mußte. * Einen Schwächeanfall erlitt am Samstagabend eine ältere Frau auf der Bahnhofstraße in der Nähe der Persiluhr. Sie stürzte dabei so erheblich auf das Pflaster, daß sie empffindlich verletzt wurde. Sie mußte dem Krankenhaus zugeführt werden. * Die Zehe gebrochen. Ein junger Wanne=Eickeler, der gestern nachmittag nach Herne zum Baden gekommen war, stieß mit dem Fuß gegen einen Tribünenpfosten und brach sich dabei eine Zehe. Er wurde einem Wanne=Eickeler Krankenhaus zugeführt. * Eine tüchtige Hausschutz-Feuerwehr. Am Samstagvormittag brach in einem Hause an der Düngelstraße ein Dachstuhlbrand aus, wozu die Feuerwehr alarmiert wurde. Als sie zur Stelle war, brauchte sie nur noch abzulöschen, da die HausschutzFeuerwehr inzwischen rege Hand ans Werk gelegt und den Brand zum größten Teil selber gelöscht hatte. * J a h r r a d d i e b s t a h l. Am Donnerstag zwischen 21 und 23 Uhr wurde ein vor der Wirtschaft Flake, Von=der=Heydt=Straße, stehendes Herrenfahrrad mit schwarzem Gestell und schwarzen Felgen gestohlen. Der rechte Gummigriff fehlt. * Papiere gestohlen. Am Donnerstag wurden in den Vormittagsstunden aus einem Personenkraftwagen, der auf dem Hofe Horsthauser Straße 18 stand, folgende Papiere gestohlen: Ein Füyrerschein, eine Steuerkarte und eine Zulassungsbescheinigung. Die Papiere lauten auf den Namen Hermann Feldmann. u hasen und Wildkaninchen am Kanal. Wer in diesen Tagen, besonders in den Morgenund Abendstunden, der Gegend am Kanal und der Emscher einen Besuch abstattet, wird erstaunt sein, in welchen Scharen Hasen und Wildkaninchen dort auftreten. Im nahen Hertener Wald und auf dem früheren Flugplatz Herne—Wanne=Eickel konnten im letzten Jahr 2500 Wildkaninchen abgeschossen werden. Jetzt treiben sie dort in Rudeln ihr Unwesen, so daß schon mancher Gartenbesitzer den Verlust frischgesetzter Pflanzen zu beklagen hatte. Noch sind die Mümmelmaner klein und jung, aber in diesem Herbst dürften sie einen fetten Braten liefern. * Appell der Freikorpskämpfer. Am Samstagabend fand im Lokale Fritz Möller, Von=der=Heydt=Straße, ein Appell der Freikorpskämpfer statt, der wiederum den Beweis erbrachte, daß die Freikorpskämpfer, ob sie im Baltenlande, in Schlesien, in Sachsen, an Rhein oder Ruhr für Deutschlands Befreiung von den roten Horden gekämpft haben, eine geschlossene Kämpfertruppe bleiben und alle die Erinnerungen aus der großen und schweren Zeit für immer lebendig erhalten wollen. Der Appell wurde von dem Kameradschaftsführer Walter Strovp mit dem Führergruß eröffnet. Er begrüßte besonders die Freikorpskämpfer Bergrat Buddenhorn und den Kämpfer in der Brigade Ehrhardt, Kameraden Puller. Kamerad Bergwerksdirektor Tillessen, der entschuldigt fehlte, hatte der Kameradschaft eine Reihe Bücher von den schweigenden Burgen der Saaleck, wo die Offiziere Fischer und Kern in den Freiheitskämpfen den Heldentod fürs Vaterland gestorben sind, übersandt, die zur Verteilung gelangten. Kameradschaftsführer Stropp teilte dabei mit, daß die Kameraden Tillessen und Puller an diesen Kämpfen beteiligt gewesen seien, worauf die Kameradschaft recht stolz sei. Stropp gab seiner Freude darüber Ausdruck, daß er gerade diesen Kameraden die Ehrenurkunde für den Einsatz von Blut und Leben überreichen dürfe. Die Kameraden Dörfer und Gruber erhielten ebenfalls die Ehrenurkunde, so daß bis jetzt 50 Kameraden in Herne mit dieser Auszeichnung bedacht werden konnten. Für die Geehrten sprach Kamerad Bergrat Buddenhorn den Dank aus.— Im geschäftlichen Teil wurde bekannt gemacht, daß der Kamerad Heinrich Köster zum stellv. Kameradschaftsführer bestellt wurde. Kamerad Stropp gab nun die Umwandlung im Reichskriegerbund bekannt. Es wurde beschlossen, am 3. Juli eine Fahrt ins Blaue zu machen. Die Kameraden wurden gebeten, ihre Anmeldungen bis zum 2. Juni beim Kameraden Köster, Bismarckstraße 89, machen zu wollen. Auch die Angehörigen der Kameraden dürfen daran teilnehmen. Einer Einladung der Kameradschaft Wanne=Eickel zu einer Feier am 22. Mai und einer Einladung zum Militärkonzert der Kameradschaft des 15. A. K. leistet die Kameradschaft Folge. Am Schlusse des Appells teilte der Kameradschaftsführer mit, daß von nun ab der Name„Kameradschaft der Freikorpskämpfer“ geführt würde und der Zuname„Baltikumer“ in Wegfall käme. * Die Krieger- und Landwehrkameradschaft Alt-Herne hielt gestern morgen im Kameradschaftsheim Knapp an der Bahnhofstraße ihren Monatsappell ab, der in Abwesenheit des Kameradschaftsführers Pletzman vom Schriftwart Schweitzer mit dem deutschen Gruß eröffnet wurde. Nach der Verlesung der Niederschrift über den Jahreshauptappell konnten drei neue Mitglieder ausgenommen werden. Ueber den Verlauf der Kameradschaftsführerbesprechung im Kreiskriegerverband Herne, worüber wir Samstag eingehend berichtet haben, wurde Kenntnis gegeben. Desgleichen auch von dem Militärkonzert der Kameradschaft des 15. A K. im Salbau Strickmann am 21. Mai. Aus den Parolebestimmungen des NS. Reichskriegerbundes Kyffhäuser war die Werbung um neue Mitglieder von besonderer Wichtigkeit. Es wurde den Kameraden ans Herz gelegt, daß sie ihre gedienten Söhne der Kameradschaft als Mitglieder zuführen. Ueber die Kleinkaliberwettkämpfe und das Schießen in der Kameradschatf erstattete Schießwart Georg Hodde Bericht Um auch den abwesenden Kameraden von dem Verlauf Kenntnis zu geben, wurde beschlossen, ihnen ein Rundschreiben zugehen zu lassen, in dem folgende Fragen zu beantworten sind; ob sie an dem am 24 Juli in Bochum stattfindenden Kreisverbandsappell und an einem geplanten Ausflug teilnehmen, ob sie sich die Kyffhäusermütze beschaffen und ob sie ihre gedienten Söhne als Mitglieder anmelden wollen. Nach Erledigung interner Fragen wurde der Appell geschlossen. Die RS=Volkswohlfahrt rust! Deutscher Volksgenosse, wie lange willst Du noch fernbleiben. Du bist verpflichtet, mitzuarbeiten am Aufbau der deutschen Nation! Werde Mitglied! Bunter Abend des Herner Volkschors Der vom Herner Volkschor am Samstagabend im Saalbau Strickmann veranstaltete Bunte Abeno stand mit allen seinen Darbietungen im Zeichen der Frühlingsfreude. Der Chor leitete die Reihe seiner Vorträge mit dem homophon=strophischen Satz „Maienwonne“ von E. L. von Knorr(Tert: Walter v. d. Vogelweide) ein, der in der Reinheit der Tongebung des von E'ser(Essen) sorgsam geschulten Materials sympathisch kam. Es wäre zu empfehlen, ihn seinem textlich=musikalischen Charakter entsprechend künftig noch etwas beschwingter(„Fröhlich“ ist vorgeschrieben!) zu nehmen. In seiner Struktur höhere Anforderungen stellend, folgte Stürmers Arbeit„Guter Rat“. Auch sie wurde einwandfrei gebracht und verdient in der Bewäligung der Halbtonschritte der etwas ruhiger dahinschreitenden dritten Strophe besondere Anerkennung. Am Schluß des ersten Teiles des Abends erklangen Schuberts„Deutsche Tänze“. Man mag zur Textunterlegung bei ursprünglich instrumentalen Kompositionen stehen wie man will. Der durch Bochumer Kräfte verstärkte Volkschor bot hier einen tonlich wie dynamisch mustergültigen Vortrag(Begleitung: Esser jr.), der der Musikalität des Chorleiters wie der der Sänger alle Ehre machte. Für die instrumentalen Darbietungen setzte sich die MaKo=Ver. 1918 bestens ein. Sie brachte(ohne Diriaenten) Blankenburgs Marsch„Deutschlands Waffenehre", Komzeks„Münchener Kindl“, das Volksliederpotpourri„Unter der blühenden Linde" (Ritter) und„Tanz der Liliputaner“ von Breuer zum Vortrag und erntete viel Beifall. An dieser Stelle sei einmal die Frage aufgeworfen, ob es nicht zatsam wäre, bei dem zurzeit herrschenden Schwund der Spieler(Militärdienst usw.) die Mondolinen=Konertvereinigung Hernes zu einem leistungsfähigen langkörper zu vereinen. Spieler und Freunde ihres Rusizierens würden dadurch viel Gewinn haben. Aus dem Reiche des Kunsttanzes sah man zwei junge Herner Tänzerinnen in Solotänzen wie„Walzer, cismoll“ von Chopin,„Spitzentanz“ nach einer Komposition von Rathke(Am Klavier: Esser jr.). Die beiden Künstlerinnen werden nach diesen verheißungsvollen Darbietungen und nach weiterem Eindringen in Technik und Gestalt des künstlerischen Tanzes noch manches Schöne zu bieten wissen. Der zweite Teil des Abends sah zunächst drei volkstümliche Sätze bzw. Volkslieder auf der Vortragsfolge. Immer wieder erfreut man sich an der schlicht=innigen Art des Vortrags solcher Arbeiten durch den Volkschor, zumal, wenn sie so ansprechenden Satz fanden wie ihn Mar Gebhard dem Melos von„Kein schöner Land“, „O du schöner Rosengarten“ und„Das Lieben bringt groß' Freud“, die frei sind von aller„erdachten“ Satztechnik, zu geben wußte. Großen Anklang fanden die Rollschuhläufer Gisela Müller und Hubert Theis. Der Einzellauf(G. Müller) wie der Paarlauf(G. Müller und H. Theis) wurden begeistert beklatscht. Einer der meistgespielten Straußwalzer, der„Kaiserwalzer“, war die letzte Chordarbietung. Ihrer weitbogigen melodischen Linie ging der Vokalklangkörper seinempfindend nach, so daß der Walzer mitriß. In humorvoller Weise machte sich der Ansager Haus herr um die die einzelnen Darbietungen verbindenden Worte verdient. Der Besuch der Veranstaltung hätte besser sein dürfen. Das Warten auf die Gäste brachte eine fast einstündige Verspätung des Beginnes der Abwicklung der Vortragsfolge mit sich. Die letzte Schuld daran trifft den Mai mit seinem prächtigen Wetter. Dr. Karl Heinr. Schmidt. „Spektakel in Kleinhörn Zwei Theateraufführungen zum Besten des Herner Blindenvereins. Einen guten Besuch hatten am Samstag im Kolvinghaus an der Franz=Seldte=Straße und am Sonncag im Saale Borgmann in Sodingen die Theateraufführungen des Ersten Herner Theatervereins zum Besten des Herner Blindenvereins aufzuweisen. Zur Aufführung gelangte in beiden Sälen die dreiaktige Komödie von Karl Bunje,„Spektakel in Kleihörn". Beide Veranstaltungen wurden zu Beginn und in den Pausen mit musikalischen Vorträgen der blinden Musiker umrahmt. Die Mitwirkenden waren Lackner (Geige), Gerke und Schwan(Klavier), wobei Kosch auf dem Akkordeon den blinden Musikern aushalf. Man hörte von ihnen schöne und flotte Märsche, Straußwalzer und andere lustige Musikweisen, die den Beifall der Besucher nach jeder Darbietung fanden. Die Ansprachen hielt an beiden Orten der Leiter des Herner Blindenvereins, Pg. Schwan. Er dankte den Besuchern im Namen seiner Schicksalsgefährten für den stattlichen Besuch, wodurch in erster Linie die engste Verbundenheit mit den Lichtlosen bewiesen sei. Er dankte ihnen allen für das Verständnis, denn hart und schwer sei das Los eines Blinden, der aber mit Freuden sein Schicksal trage, wenn er das warme, mitfühlende Herz der sehenden Volksgeonssen um sich wisse. Er empfinde seine soziale Lage leichter, wenn er nur den Willen der Sehenden feststelle ihm die Not lindern zu helfen. So danke der Blindenverein dem Ersten Herner Theaterverein, daß er sich stets zur Verfügung stelle, er danke der Kreisleitung der DAF und dem Deutschen Frauenwerk, die beim Kartenverkauf den Blindenverein so unterstützt hätten. Vereinsleiter Pg. Schwan schloß seine Ansprache mit einem dreifachen Siegheil auf den Führer, unter dessen Regierung das Los der Blinden ein besseres geworden sei. Es folgten die Bühnendarbietungen. Die Komödie „Spektakel in Kleinhörn“ ist bei ihrer Herner Erstaufführung von uns bereits besprochen worden, so daß sich ein näheres Eingehen auf die Handlung erübrigt. Wir stellen aber mit Genugtuung fest, daß sich unter der Spielleitung von Willy Schäfer die Leistungen der Darsteller weit über das Können von Laienspielern emporheben. An dem Erfolg beider Abende waren beteiligt: Willy Haselhorst, Else Keller, Käthe Hoppe, Grete Jüttemann, Else Schäfer, Franz Nemennarz, Willy Schäfer, Willy Knippschild, Heinrich Caspelherr und Arthur Damm. Die Besucher schenkten den Darstellern noch jedem Akt reichen Beifall. Ein Maiabend mit Volksmusik. Die Mandolinen=Konzert=Gesellschaft Herne 1924 hatte ihre Freunde und Anhänger der Volksmusik am Samstagabend zu einem Mai=Abend im Saale des Kasinos Friedrichseck, Roonstraße, eingeladen. Unter ihrem Dirigenten Karl Spahn leisteten die Streich= und Zupfmusiker Beachtliches und zeigten sich abermals als Könner auf dem Gebiete der Volkshatte das Programm gut zusammengestellt, Kostbarkeiten der Volksmusik wurden vorgetragen. Bei voller Orchesterbesetzung erklang das schmissige„Rheinische Potpourri“ von Hannemann und erfreute sich eines starken Beifalls. Die nachfolgenden Walzer und Charakterstücke fanden ebenfalls eine flotte Wiedergabe, wobei das Gemütvolle den Zuhörern sehr zusagte. Einen großen Erfolg hatte auch das volksmusikalsche Werk„Im Krug zum grünnen Kranze“. Als eine Verstärkung der Streicherbesetzung war die Mirtwirkung des Geigers Kalamini anzusehen. Eine angenehme Unterbrechung des Programms brachten die Kylophonsolis von Stephan Przybilski, der sich als ein Virtuose auf diesem Instrument vorstellte. Auch der Nachwuchs der MaKo=Ge. kam auf der Bühne zu Worte, er brachte einen schönen Reigen zur Darbietung. In seiner Ansprache zum Schlusse des Konzertes richtete der Vereinsleiter Ma=Ko=Ge, Albin Schellenberger, vornehmlich an die Eltern die Bitte, ihre Kinder für die Volksmusik zu interessieren und sie darin unterrichten zu lassen, auf daß auch die Herner Volksmusik um den Nachwuchs nicht zu bangen brauche. Der gehaltvolle volksmusiSalische, anAbend sand in einem Festball seinen + Englische Schule siegte in Hochform Neun Tore in Berlin: Sechs zu drei 7 Schalke und Wien besorgten die deutschen Gegentore Der Tag des großen Länderspiels war erfüllt von Frühlingsduft und Sonnenglanz. Gewaltig war der Ansturm der Fußballfreunde auf die Karten zu diesem Länderspiel. Von den 500000 Bestellungen konnte nur ein Fünftel berücksichtigt werden. Mit 63 Sonderzügen kamen die glücklichen Kartenbesitzer aus dem ganzen Reich ∆ zur Reichshauptstadt., Das riesige Stadion glich einem wahren Hexenkessel, keiner der Hunderttausend hielt es bei dieser Spannung auf dem Sitzplatz aus. Groß war der Beifall, als zuerst die englische Mannschaft und dann die deutsche Elf unter Führung von Fritz Szepan erschien. Die Engländer nahmen Aufstellung mit Front zur Ehrentribüne und entboten den Deutschen Gruß. Die Nationalhymnen klangen aus. während beide Mannschaften in der Mitte des Spielfeldes angetreten waren. Der belgische Schiedsrichter Langenus erwartete die beiden Svielführer, die schon 1935 in London die Wahl vornahmen, und zwar für England Hapgood und für Deutschland Szevan. Hapgood gewann die Wahl. die Deutschen mußten zunächst gegen die Sonne spielen. Die ersten Spielminuten brachten schon aufregende Momente. In der 4. Minute hatten die Engländer eine große Chance. Reinhold Münzenberg hatte den trickreichen Rechtsaußen Matthews nicht halten können, die Flanke wechselte zum Linksaußen Bastin, dieser ließ einen harten, flachen Schuß los. doch konnte der herausgelaufene Jakob noch rechtzeitig abwehren. Der deutsche Mittelstürmer Gauchel war dem Mittelstürmer Doung durchgegangen. stand auch schon in guter Schußposition. aber der belgische Schiedsrichter Langenus hatte schon Abseits gepfiffen. Die Spielhandlungen wurden von Minute zu Minute schneller. die Briten gingen auf Vorsprung aus. Die große Hitze machte sich bei ihnen stark bemerkbar. Mit weiten Vorlagen wurden die englischen Außen immer wieder nach vorne geschickt und machten der deutschen Hintermannschaft schwer zu schaffen. In der 12. Minute erzwangen die Engländer ihre erste Ecke, die im Sande verlief. Auf der Gegenseite schaffte Pesser die erste Ecke für Deutschland. Die Engländer kamen in der 16. Minute zum Führungstor. Der Rechtsaußen Mattbews war wiederum mit einer direkten Steilvorlage dem steif wirkenden Münzenberg davongezogen. Jakob vermochte den scharfen Schuß zunächst abzuwehren, das Leder kam Bastin vor die Füße. und ruhig und besonnen jagte er den Ball ins Netz. Die deutsche Elf ließ nicht locker, und schon war bald die zweite Ecke durch Pesser erzwungen. Fritz Szepan stopvte den Ball famos, legte seinem Klubkameraden Gellesch vor die Füße. dieser schoß aus fünf Meter Entfernung flach und entschlossen zum Ausgleich ein. Der Beifall der Hunderttausend brauste auf. Die Zuschauer gingen nun mächtig mit. und alle Vorstöße der Deutschen waren orkanartig begleitet. Immer wieder konnten sich die englischen Außen durchsetzen, die zweite und dritte Ecke waren für England fällig, und dann fiel wieder das Führungstor. Plötzlich flankte Bastin zur Mitte. der Halbrechte Robinson erwischte den Ball. und mit einem unheimlichen scharfen Schuß führte England 2:1. Schon drei Minuten später erhöhte der Mittelstürmer Broome auf 3:1. Im deutschen Sturm zeichneten sich dann Pesser und Gauchel aus. während der Rechtsaußen Lehner stark vernachlässigt wurde. In der 42. Minute schraubte der Rechtsaußen Matthews das Ergebnis durch einen scharfen Schuß auf 4:1. Kurz vor der Pause rettete zunächst Sprosten, es gab eine Ecke für Deutsch land. die Pesser samos hereingab. blitzschnell erkannte Gauchel die Situation und korrigierte das Ergebnis auf 2:4. Dann war Halbzeit. Mit Szepan und Gellesch gegen England Diesen interessanten Moment sah die Kamera in den ersten 10 Minuten des siebten Länderkampfes zwischen den Fußball=Nationalmannschaften von England und Deutschland am Samstag im Berliner Olympiastadion, wo 100 000 einen verdienten Sieg der Profi=Elf aus dem Inselreich erlebten.— Und unser Bildberichterstatter schrieb dazu im Nacherleben dieser Spielszene:„... und das hatte sich Szepan anders gedacht, als er jedoch von dem englischen rechten Läufer Willingham gestoppt wird.“ Links unser Linksaußen Pesser, ganz hinen links Gellesch.(Schirner-M.) „Die zweite Spielhälfte begannen die Deutschen recht forsch, sie drängten die Engländer in ihre eigene Spielhälfte zurück. In der 47. Minute hatte Kupfer großes Pech, als sein scharfer Schuß. aus vollem Lauf abgefeuert. knapp an dem nahen Eckpfosten vorbei ins Aus ging. Zwei Minuten später klappte die Zusammenarbeit zwischen Läuferreibe und Verteidigung wieder einmal nicht. Robinson erhielt etwa 20 Meter vor dem deutschen Tor den Ball, lief einige Meter, ohne angegriffen zu werden, und erzielte mit Flachschuß aus 16 Meter Entsernung das fünfte englische Tor. Beifall gab es oft auf offener Szene, wenn Robinson oder Matthews mit glänzenden Kabinettsstückchen die hobe britische Schule vorführten. Etwa von der 55. Minute ab erzwang unsere Mannschaft offenes Feldspiel. wirkte aber vor dem englischen Tor zu harmlos und unentschlossen. Der gefährlichste Mann war ohne Zweifel Pesser, der in der 60. Minute auch die fünfte deutsche Ecke erzwang. die aber ohne Erfolg blieb. Zu allem Pech wurde Pesser in der 63. Minute bei einem Zusammenvrall mit Sproston angeschlagen und mußte für kurze Zeit abtreten: Die 66. Minute brachte uns die sechste Ecke, die Lehner schoß. aber zu unplaziert hereingab. Bei einem Angriff der rechten deutschen Flanke waren sich Willingham und Woodlev in der Abwehr nicht einig. Der rechte Läufer gab den Ball zurück. Woodlev verpaßte aber das Leder. und in der 79. Minute war es Pesser, der die Gelegenheit erfaßte, den am Tor vorbeilaufenden Ball im Spurt noch erreichte und zum 5:3 einschoß. Die deutsche Elf schlug sich tapfer. Pech war es, daß die Engländer bei einem wenig gefährlich anmutenden Angriff in der 84. Minute zum sechsten Tor kamen. Matthews flankte fast von der Ecksahne nach innen. und Broome knallte aus 16 Meter Entfernung für Jakob völlig überraschend einen unerbört scharfen Ball unter die Latte zum 6:3. Immer noch hielten die Deutschen den Kampf offen. drängten sogar zeitweise, vor allem in den letzten Minuten. Es gab noch zahlreiche Torgelegenheiten und eine siebte Ecke. die Pesser wieder hervorragend hereingab, aber auch sie konnte nicht verwandelt werden. Selten sah man die Engländer auf dem Kontinent in einer derartigen Form. Das Spiel war aus. Hunderte von Zuschauern strömten auf den Platz. Kopf an Kopf stand die Menge, da nutzten alle Absverrungen nichts mehr. Die Jugend wollte ihr Recht, sie wollte die Sieger sehen, aber auch die Besiegten bejubeln, die sich tapfer geschlagen haben. 3:- Deutscher Hockeysieg über Holland Holland wurde im 16. Länderspiel mit Deutschland von unserer jungen Nationalmannschaft mit 3:1(2:0) besiegt. In der Kette der bisberigen Begegnungen steben zehn deutschen drei holländische Siege gegenüber, während drei weitere Treffen unentschieden endeten. Im Beisein von 6000 Zuschauern entwickelte sich im prächtigen Olympia=Hockeystadion ein fesselnder Kampf. Ungeachtet ihrer Niederlage boten die Holländer eine gute Gesamtleistung. aber dem Angriff fehlte die Durchschlagskraft. Der verjüngte deutsche Sturm erfüllte die auf ihn gesetzten Erwartungen in bester Weise. In erster Linie ist dies von dem linken Flügel Lange(Harvestebude) und Meßner(BSV. 92) zu sagen. Von dem Mittelstürmer Raack vom BSC. läßt sich noch kein endgültiges Urteil fällen, sein Sviel war noch zu unausgeglichen. Der Münchener Baum hatte sichtlich Lampenfieber, darunter litt auch der Rechtsaußen Huffmann=Essen, der sich jedoch in der zweiten Hälfte stärker zur Geltung bringen konnte. Geschlossen war die Leistung der Berliner Gerdes. Keller und Schmalix, die im Verein mit dem Schlußdreieck als bester Mannschaftsteil bezeichnet werden müssen. Droese ließ kein Tor zu. Preuß war schlagsicher und Griesinger bestach durch sein gutes Stellungsspiel. Die Stützen der bolländischen Mannschaft waren der Halbrechte Schnittger und der erfahrene Verteidiger de Waal. Sehr gut gesielen auch die Außenstürmer Esser und De Loover Kegelländerkampf Deutschland gegen Schweden Im Anschluß an die Europameisterschaften im Einzel kegeln wurde in Stuttgart der Länderkampf Schweden gegen Deutschland vor zahlreichen Zuschauern, darunter auch der Oberbürgermeister Dr. Strölin, ausgetragen. Etwas überraschend siegten die Schweden mit 5767:5626 Punkten. Beide Mannschaften waren ziemlich gleichwertig, hatten jedoch einige Versager. Europameister Kurzenberger=München war durch einen geschwollenen Daumen benachteiligt. Bester Einzelkegler war der 67= jährige Schwede Edlund mit 815 P. Schweden gewann durch diesen Sieg den vom schwedischen Verband gestifketen Wanderpokal endgültig. Von den deutschen Keglern erzielte Frank=Erfurt den besten Durchschnitt. Ausgezeichnet hielten sich auch Hartmann=Frankfurt u. MeierStuttgart. Am 3. Juni: Bantam=Meisterschaft Offermanns— Remscheid Der Ständige Borring in Gelsenkirchen hat viel vor. Die Premiere mit der sensationellen k.o.=Niederlage von Meister Esser hat sicherlich den Boden bereitet. Und so kommt der Veranstalter zu seinem nächsten Kampftag am Freitag. 3. Juni. schon mit einer Deutschen Meisterschaft heraus. Offermanns=Neuß und der Solinger Remscheid. die in der Rbeinlandhalle seinerzeit unentschieden machten. kämpfen um den Titel im Bantamgewicht. Weiter wird der Holländische Halbschwergewichtsmeister Nico Droog. der vor kurzem nach den Heuser=Bezwinger Karel Spa (verletzt) durch Aufgabe besiegte, in der Rundhalle kämpfen. Man wird ihn wahrscheinlich gegen Erwin Klein=Solingen oder den Frankfurter Kurt Jost stellen. Der schlagstarke Solinger Bieski. gegen den Meister Esser die unliebsame Ueberraschung erlebte, die ihm den Titel kostete, hat den Krefelder Klockhaus zum Gegner und im Federgewicht kämpfen Draber=Recklinghausen und Breenkötter=Bielefeld. Für den 25. Juli ist der Kampf Gustav Eder gegen Vittorio Venturi in Vorbereitung. Der Italiener hat den Vertrag schon in der Tasche. Auch Aston Villa gewinnt Berliner Auswahl besiegt Kursus=Elf 3:2 Ostmark-Elf 3:2(1:1) geschlagen Während des Vorspiels füllt sich das Stadion immer mehr. Schließlich sind es wieder 100000 Menschen. die in dem weiten Oval Platz genommen haben und voller Spannung dem zweiten Großkampf der deutschen Fußballbeerschau entgegensehen. Die berühmte englische Vereinself hatte vom englischen Verband die Erlaubnis erhalten, ihren zur Zeit gefürchtetsten Stürmer. den jungen Broome, der am Vortag noch den Sturm in der englischen Ländermannschaft führte,“ auf seinen Stammplatz auf Rechtsaußen einzusetzen. Aston Villa in ihren weinroten Hemden mit himmelblauem Aermeleinsatz hat Anstoß. Die Ostmark=Elf muß gegen die starke. drückende Wärme ausstrahlende Sonne svielen. Gleich in den ersten Minuten entwickelt sich ein äußerst schnelles Spiel. Kaum hat Shell einen wuchtigen Weitschuß über das Wiener Tor gejagt, da leiten die Wiener durch Hahnemann einen gefährlichen Angriff ein. Auch Neumer versucht einen Alleingang. wird aber durch Callaghan vom Ball gedrängt. Das Schwergewicht der englischen Vorstöße liegt offenbar bei dem ausgezeichneten, wieselflinken und zur Ueberraschung aller völlig frischen Broome. Genau wie am Vortag Matthews es machte, schlägt der kleine Brite mit spielender Leichtigkeit verblüffende Tricks. Er allein macht Schmaus und Skoumal schwer zu schaffen. Ein wuchtiger Zehnmeterschuß Broomes prallt von Raftl zur ersten englischen Ecke ab. In prächtiger Kombination wandert der Ball bei den Briten von Mann zu Mann, bis es in der 7. Minute durch Broome 1:0 heißt. Bei einem seiner blitzschnellen Vorstöße überspielt der tüchtige Brite drei, vier Gegner. steht plötzlich vor dem Tor. 5 Meter frei vor Raftl und schießt zum Führungstor ein. Raftl muß in den nächsten Minuten ganze Arbeit verrichten. Die Gäste erzwingen weitere zwei Ecken. Nur wenig später aber können die englischen Verteidiger sich bei einem Vorstoß Hahnemanns auch nur durch Ausschlagen zur Ecke retten. Ein plötzlicher Kopfball Starlings vervaßt knapp das Ziel. Habnemann ist äußerst aktiv. kommt erneut zum Zuge, seine Flanke findet aber den Innensturm nicht zur Stelle. da Binder oder Jerusalem meist hinten sich aufhalten. Broome geht zweimal kurz hintereinander durch, wird aber jedesmal von dem aufmerksamen Schmaus gestoppt. Wieder ist es Hahnemann. der einen Wiener Angriff vorträgt. Seine Flanke wird von Jerusalem mit dem Kovf angenommen. aber knapp neben dem Tor landet der Ball. Dann erzielt Aston Villa die dritte Ecke. Binder geht hierauf mit dem Ball los. nur der Torwart steht noch vor ihm: der lange Wiener feuert aus 20 Meter Entfernung einen scharfen Schuß ab. der knapp über die Latte streift. Pech! Im Fallen meistert Raftl einen Prachtschuß von Starling. Aston Villas Halblinken. Neumer fällt verschiedentlich auf die britische Abseitsfalle berein. Bei einem Zusammenprall zwischen Callaghan und Neumer gibt es einige erregte Szenen vor dem englischen Tor. In der 40. Minute des ideenreichen, prächtigen Kamrses flankt Neumer zur Mitte. Strob ist zur Stelle, seinen barten Schuß wehrt Bidlestone zwar noch so eben ab. den Nachschuß aber verwandelt Binder zum 1:1. Dabei bleibt es bis zur Pause. Ein gerechtes Ergebnis. denn die Ostmark=Elf hat einen völlig gleichwertigen Gegner abgegeben in einem Spiel zweier technisch bochwertiger Mannschaften. Bei etwas mehr Verständnis im Sturm wäre eine knappe Führung der Wiener sogar durchaus möglich gewesen. Nach dem Wechsel ist der Kampf nicht mehr ganz so schnell wie vor der Pause. Die große Hitze und der große Einsatz in der ersten Hälfte haben selbst den Berufsspielern zugesetzt. Die ersten 20 Minuten stehen im Zeichen der Briten, die aber bei ihren Angriffen zunächst nicht mehr über die notwendige Wucht und den starken Druck verfügen, dann aber auch von der deutschen Verteidigung. in der der junge Streil ein überraschend schönes Sviel zeigt. wirkungsvoll gestört werden. Auf der Gegenseite stopven die Briten einen großen Teil der Wiener Angriffe durch ihre immer wieder erfolgreiche Abseitsfalle Der Kampf ist jedoch immer noch rassig und gespickt voll von technischen Feinheiten. Binder bricht in der 63. Minute wieder allein durch, wird aber von Allen derart gestoppt, daß sein Schuß ins Aus landet. Die Wiener kommen wieder etwas auf und erzwingen zwei Ecken. Neumer läßt einen scharfen Schuß los, aber die Engländer überstehen die kurze Drangveriode. In der 69. Minute heißt es plötzlich durch Kopfball Broomes 2:1 für Englands Vereinsmannschaft. Der rechte Flügel Aston Villas stößt vor. Broome erhält das Leder zugespielt, der dann mit dem Kopf das englische Führungstor erzielt. Gleich darauf kann Rastl in größter Not nur durch Fußabwehr zur fünften britischen Ecke abwehren. Die deutsche Mannschaft macht sich noch einmal frei. Binder startet erneut zu einem seiner gefährlichen Durchbrüche, wird aber in der Näbe des Tores vom Ball gedrängt. Mehr Glück hatte der englische Halblinke Starling. Aston Villas teuerster Spieler. Mit weiten Schritten, den Ball am Fuß, braust er auf das Wiener Tor zu, umspielt die sich ihm entgegenstellenden Gegner und verwandelt aus 10 Meter Entfernung zum 3:1 für Aston Villa. Damit haben die Engländer dieses schwere Spiel gewonnen. Die Abseitsentscheidungen des Berliner Schiederichters Birlem finden nicht den Beifall der Zuschauer und werden regelmäßig ausgenfiffen. Neumer, der spurtschnelle Linksaußen der Deutschen, gibt schließlich bei einem seiner zahlreichen Durchbrüche eine samose Ilanke. die Strob in der 86. Minute zum 3•2 verwandeln kann. Mit letztem Einsatz versuchen die Wiener in den wenigen Minuten bis zum Schluß. noch ein Unentschieden zu erzwingen, sie haben aber kein Glück. Die britische Abwehr ist zu stark und hält den knapven Sieg. Englande Fußballsport hat damit seinen zweiten Triumph innerhalb von 24 Stunden in Berlin gefeiert. Noch sind die englischen Berufsfußballer nicht zu erreichen das zeigte klar Berlin. Von dem imposanten Bild, den das gewaltige Olymviastadion am Samstag noch beim Länderkampf Deutschland— England geboten hatte, war über Nacht nichts verlorengegangen. Dem Merseburger Schiedsrichter Rühle stellten sich die beiden Mannschaften wie vorgesehen mit folgenden Spielern: Kursus=Elf: Buchlob(Hertba BSC.): Welsch (Neunkirchen). Müsch(Troisdorf): Joksch(Wien). Sold (Saarbrücken), Rohde(Eimsbüttel); Malecki(Hannover). Siffling(Waldhof). Lenz(Dortmund), Berndt(TennisBorussia), Fath(Worms). Berlin: Schwartz(Hertha(BSC): Simon 1(BSP 92), Krause(Hertha BSC.): Raddatz(Union Oberschöneweide), Apvel(BSV. 92). Buchmann(Babelsberg 03): Ballendat(BSV. 92). Hewerer 2. Morokutti(beide BSV. 92), Kästner, Wilde(beide Tennis=Borussia). Beide Mannschaften beginnen mit recht flüssigem Kombinationsspiel. Die Kursisten verlegen sich auf schnelle Flügelangriffe, die vor allem Malecki. aber auch Fath in schöner Manier vortragen. Dennoch fällt in der 14. Minute das erste Tor für Berlin. Bei einem Vorstoß des zur Mitte gelaufenen Hewerer 2 läßt der Berliner seine Gegner glatt hinter sich, um aus 15 Meter Entfernung unbehindert mit seinem Schuß Buchloh zum ersten Male zu schlagen. Die Berliner spielen einfacher. aber zweckmäßiger, während die Kursus=Elf zeitweilig das Kombinieren übertreibt. Vorübergehend haben die Reichsstädter sogar etwas mehr vom Kampfe. Welsch zeigte in der Verteidigung einige Unsicherheit und verwirkt kurz hintereinander zwei Eckbälle. In der 30. Minute erst kommen die Nationalspieler zum Ausgleich. Nach einem zügigen Angriff erhält Siffling das Leder. dessen Koofball August Lenz wundervoll ebenfalls mit dem Kopf an Schwartz vorbei ins Berliner Tor leitet. Gleich vom Wiederanstoß weg zieht Siffling mit dem Ball auf und davon. Der Dortmunder Lenz ist seinem schnellen Lauf gefolgt, erhält des Mannheimers Flanke und schießt aus vollem Lauf zum 2:1 ein. Berlin läßt sich durchaus nicht entmutigen, hat aber bei einigen Angriffen Pech. da die Stürmer meist im ungünstigen Schußwinkel zum gegnerischen Tor stehen. So bleibt es nach völlig verteiltem Spiel bis zur Pause bei der 2:1=Führung der Reichsauswahl. Gleich die erste Minute der zweiten Halbzeit bring. einen gefährlichen Berliner Angriff. den die unsichere Kursistenverteidigung nur mit Mübe zerstören kann. In der 52. Minute ist dann aber Berlins Ausgleich fällig. Wilde erhält einen abgewehrten Schuß vor die Füße. kurz entschlossen schießt der junge Berliner Linksaußen an dem auf dem Boden liegenden Buchlob vorbei zum 2:2 ein. Berlin drängt, durch den Erfolg ermutigt. Ein durch Morokutti erzieltes drittes Tor der Reichshauptstädter kann in der 56. Minute wegen Abseits des BSVers nicht gegeben werden. Zehn Minuten später wird Kästner verletzt und vom Platz getragen. Sobeck tritt an seine Stelle und setzt das gute Zusammenspiel des linken Flügels fort. So fällt in der 70. Minute bereits die Entscheidung. Wieder hat sich der eifrige Wilde vorbildlich eingesetzt, seine Flanke erhält er aus der Mitte wieder zurück, und mit flachem Schuß in die kurze Ecke erzielt er für Berlin das dritte und siegbringende Tor. Auf beiden Seiten gibt es noch eine Reihe von Torchancen. die aber ausgelassen werden. Sieben= Minuten vor Schluß der regulären Spielzeit pfeift der Schiedsrichter Rühle dann plötzlich den Kampf ab, da die Kampfstätte für den Großkampf des Tages. das Treffen Ostmark=Elf gegen Aston Villa, geräumt werden muß. Drei Deutsche in Tripolis in Front Deutschlands Vormachtstellung im Motorsport unerschütterlich Seien wir ehrlich, wir bangten doch alle etwas um Deutschlands Vormachtstellung im internationalen Rennsport, als sich drei Mercedes=Benz unter Eurovameister Rudolf Caracciola, Manfred von Brauchitsch und dem Vorjahrssieger Hermann Lang im 12. Großen Preis von Tripolis einer Uebermacht aus Itallen und Frankreich zum ersten großen Preis dieses Jahres stellten. Umso größer ist die Freude über den herrlichen Sieg gegen die hellblauen Delahaves, die roten Alsa Romeos und die Maseratis. Hermann Lang. der genau vor einem Jahr an der gleichen Stelle seinen ersten Sieg ersocht, gewann auch dieses Rennen mit einer Runde Vorsprung vor seinem Markengefährten von Brauchitsch und Caracciola. die dicht zusammenlagen. Klar abgeschlagen folgte das übrige stark gelichtete Feld. Durch diesen triumphalen Sieg der deutschen Wagen wurden alle Wenn und Aber hinweggesegt und der Welt gezeigt, daß deutsche Konstruktionskunst, deutsche Wertarbeit und deutsches Fahrerkönnen ihre Vorherrschaft weiter behaupten wollen und können. Eine riesige Zuschauermenge hatte sich zu dem über 40 Runden— 525 Kilometer führenden Rennen eingefunden, man sah allein 25 000 Personen auf der prachtvollen Tribüne. Es war ein farbenfrohes Bild, Europäer und Farbige verfolgten mit gleicher Spannung auf der Rennstrecke die Schlacht der Motoren. Marschall Balbo und Kornsführer Hühnlein begrüßten persönlich die Fahrer. Nach dem Start übernahm Hermann Lang sofort die Spitze, die er nur von der fünften bis zur achten Runde an von Brauchitsch abgab. Alle übrigen Runden war er der Führende. Die Italiener gaben besonders zu Beginn des Rennens auf ihren Alfa Romcos einen gefährlichen Gegner ab. Fartna auf Alsa Romeo mußte schließlich mit Motorschaden und Trossi(Maserat) mit Getriebeschaden aufgeben. Lang siegte in 2:33:171 mit Rundenvorsorung vor von Brauchitsch in 2:37°55.6 und Rudolf Caracciola in 2•28:20 7 Doppelsieg über Holland im Handball In Aachen kämpfte am Sonntag der deutsche Handball „auf zwei Fronten“ gegen die Niederlande. Freilich waren es nicht Kampfe im eigentlichen Sinne, sondern für unsere Sportfreunde aus Holland mehr Lehrspiele, aus denen ne viel mitnehmen konnten. So wollen auch die Zahlen nicht viel besagen. Mit 22:2 bezahlten die Manner und mit 6:0 die„Meisies“ die Lehrstunde im schonen Waldstadion zu Aachen. Unsere Frauen siegen 6:0(2:0) Große Veranstaltungen anderer Art ließen den Zuspruch zu den Länderspielen nicht allzu groß werden: 3000 kamen. Sie sahen ein schönes Spiel unserer Frauen, das sie klar für sich entschieden. An der Leistung der Sieger war auch rein nichts auszusetzen. Hier spielten hervorragende Einzelkönnerinnen und doch auch eine Elf. die sich ausgezeichnet in allen Linien verstand. Auch Holland wußte sehr zu gesallen, man war überrascht. Nur noch etwas Erfahrung, und dann werden auch die „Meisies“ mehr mitsprechen. Nach der 2:0=Führung zur Pause durch Imbeck=Hamburg und Galowski=Karlsruhe kam der deutsche Sturm vor allem in der zweiten Halbzeit auf volle Touren. Bei drückender Ueberlegenheit warfen noch Stang=Köln, Kühnel=Berlin, Galowski und Imbeck die Tore, die am hohen Siege sehlten. Auch die Holländerinnen kamen oft schön zum Zuge, aber die Hamburgerin Gatermann war die beste Spielerin auf dem Platze und im Tor unüberwindlich. ... und die Männer 22:2(10:1) Ein Ergebnis, das für sich spricht und genau auf zwei Halbzeiten verteilt. Holland=konnte den deutschen Sturm einsach nicht halten. Die ganze Elf spielte so ausgezeichnet zusammen, wie unsere Sportfreunde aus den Niederlanden mit viel gutem Willen, aber ohne Erfahrung. So wurde es eine einseitige Sache. Der Mittelstürmer N. Berghout warf bei 0:4 das erste Gegentor, der Rechtsaußen Punter nach dem Wechsel das zweite. In den ersten Phasen der zweiten Halbzeit rissen sich die Hollander noch einmal zusammen. aber unsere Elf ließ nicht locker und so brach der Widerstand vollends zusammen. Von den Toren warfen Kritzokat allein neun. der bervorragende rechte Verbinder Daun ein halbes Dutzend. Braselmann und Fechtenhövel je drei und Schiffers eines. Unsere Elf war wirklich eine Einheit. Bauch als Mittelläufer hervorragend in Zerstörung und Aufbau. Schwung und Siebje verteidigten ausgezeichnet und alle fünf Stürmer waren erstklassig. Kritzokat im Torwurf unwiderstehlich. Lüdicke im Tor hatte fast nichts zu tun— wir zählten drei Phasen: in die ereeingriss... Hindenburg Minden klar in Front Die Gruppenspiele zur Deutschen Handballmeisterschaft waren am 15. Mai in allen vier Gruppen wieder heiß umstritten. Im Vordergrund standen wieder die Spiele in der Gruppe, wo die drei westdeutschen Meister vertreten sind. In Minden hatte Hindenburg Minden den ViB. 08 Aachen zu Gast und konnte einen knappen 8:6= (7:2=) Sieg feiern. Damit liegen die Mindener Soldaten mit 6•0 Punkten ungeschlagen an der Spitze. Der SV. Lintfort besiegte Post=SV. Hannover in einem torreichen Spiel mit 11:8(7:3). Lintfort ist durch diesen Sieg auf den zweiten Platz vorgerückt. Post Hannover und BiB. Aachen belegen die letzten Plätze. In der Gruppe 1 stand die Begegnung MTSA. Leipzig gegen Oberalster Hamburg im Mittelpunkt. Die Leipziger entschieden das Sviel mit 18:3(11:2) für sich und übernehmen damit die Spitzenführung ungeschlagen. Flak Stettin fertigte VfL. Königsberg mit 12:8(5:5) ab. In der Gruppe 4 konnte der SV. Waldhof den Post=SV. München mit 10:5(6:2) schlagen und somit die Spitzenführung weiter befestigen. VfL. Haßloch besiegte SpV. Urrach mit 10:6(4:2). In der Gruppe 2 gab es eine große Ueberraschung. Borussia Carlowitz schlug den Tabellenführer Polizei Berlin mit 11:8(5:5), wogegen MSV. Weißenfels den 7P. 47 Wetzlar ganz überlegen mit 18:3(11:0) abfertigen konnte. Gruppe 1. Flak Stettin— VfL. Königsberg 13•7 MTSA. Leipzig— Oberalster Hamburg 11:9 Gruppe 2. MSV. Borussia Carlowitz— Polizei Berlin„ 11:8 MSV. Weißensels— TV. 47 Wetzlar 18•3 Gruppe 3. Hindenburg Minden—. VfB. 08 Aachen.. SV. Lintfort—. Post=SV Hannover Gruppe 4. SV. Waldhof— Post=SV. München 10:5 VfL. Haßloch— SpV. Urach...." 10:6 8:6 11:8 Graf Geßler schlägt Stall Teßmann Ein weiterer erfolgreicher Trabrenntag bei gut besetzten Feldern und spannenden Kämpfen 7 Schürmanns Doppelerfolg Zunächst einmal darf die erfreuliche Feststellung gemacht werden, daß sich der Westdeutsche Traberzucht= und Rennverein alle Mühe gibt, das Interesse für diesen Svort mehr und mehr zu wecken. Einmal hat er das dadurch getan, daß er für dieses Jahr die Preise höher gesetzt hat. als Anreiz für Ställe und Besitzer, und zum andern sorgt er durch gut zusammengestellte Programme auch das Interesse des Publikums zu wecken. Daß ihm das letztere auch gelungen ist, hat der vergangene Montag gezeigt. Aber auch der gestrige Sonntag stellt dem Verein ein schönes Zeugnis für seine fleißige Arbeit aus. Auch die gestrigen Rennen waren so interessant zusammengestellt, daß es einmal zu spannenden Kämpfen kam, zum anderen aber auch dem Publikum manch harte Nuß aufgegeben wurde. Der Besuch war wiederum recht gut und der Toto wurde fleißig in Anspruch genommen. sodaß der Verein auch mit dem gestrigen Tage vollauf zufrieden sein darf. Daß es natürlich auch mal Ueberraschungen gibt. ist selbstverständlich und erhöht den Reiz gerade dieser Sportart. Das einleitende Rennen sollte eigentlich eine Sache für Natango werden, der sich aber gleich nach dem Start schon die Chancen verdarb, sodaß Davids Bertha zu einem sicheren Sieg kam. Der Trudewind=Preis war eine ziemlich offene Angelegenheit, da gute Pferde vorne standen. Volly und National galten als Favoriten. aber in einem prächtigen Rennen wurde der etwas vernachlässigte Humulus Sieger, der dafür auch siebenfaches Geld zahlte. Der Heide=Preis wurde eine sichere Beute von Constantia, die Gegenüber schon die Führung an sich genommen hatte. Die savorisierte Kardia kam dadurch, daß Amenophis als Zweiter durch das Ziel galoppierte, zu einem billigen zweiten Platz. Im Hauptrennen des Tages mußte sich der Stall Teßmann klar geschlagen bekennen. Graf Geßler ging in einem rasanten Tempo nach vorne und konnte, da Cito Watts gleich einen nicht mehr auszugleichenden Fehler machte, das Rennen klar und eindeutig nach Hause fahren. Im GrafschafterRennen kam Edith Loh zu Favoritenehren. nachdem sie gegenüber den lang führenden Matador an der Spitze abgelöst hatte. Zwischen Herodias W. und Hanni H. sollte die Entscheidung im Tuja=Guy=Preis liegen, der zu einem Start=Ziel=Sieg von Herodias W. wurde. Der abschließende Bernhardine=Preis brachte Lederstrumpf. der als Favorit ins Rennen ging und einen schweren Fehler machte, nur einen halben Sieg ein, da er mit Dirigent in einem toten Rennen einkam. Die Quoten hielten sich in mäßigen Grenzen. . Verlauf der Rennen Der einleitende Luise=Marie=Preis brachte gleich zehn Pferde auf die Bahn. Rheinmädel, die vorne stand. übernahm für kurze Zeit das Kommando, gefolgt von Morea und Davids Bertha. Natango, der hinten stand. lrang im ersten Bogen, wurde dann angehalten, kam aber bald wieder in Fahrt. Vor der Tribüne hatte sich Davids Bertba an die Spitze gearbeitet, dicht vor Bettie. Bergsein und Hadubrand. So blieb es bis zum Einlauf. Davids Bertha machte zum Schluß noch mehr Boden gut und konnte das Rennen sicher nach Hause fahren. Haduprand ging noch an Bettie und Bergstein vorbei und landete den zweiten Sieg. Der savorisierte Natango kam an sechster Stelle ein. Zehn Pferde wurden auch im Trudewind=Preis aneespannt. Volly, die vorne stand, sprang an und fiel mehr und mehr zurück. Dadurch ging Deutscher Vater an Front. gefolgt von Humulus und dem gut gehenden Wenzel. Vor der Tribüne hatte Wenzel hinter Deutscher Vater den zweiten Platz, während Humulus und Quintilian folgten. In der langen Geraden übernahm dann Wenzel die Führung vor Quintilian und Humulus, der sich noch Zeit ließ. Ende der langen Gerade aber stark in Front ging. mehr und mehr Vorsprung gewann, um dann sicher zu siegen. Feinsliebchen wurde schließlich in der Distanz noch mit Erfolg gefordert und sicherte sich das zweite Geld vor Nationale und Fridolin. Els Pferde sah der Heide=Preis am Start, von denen zunächst Albin das Feld anführte. Hinter ihm lagen Lotte Mochester. Gerberga und Kardia. die gut ging. Kardia ging dann langsam in Front. vergrößerte den Abstand mehr und mehr, während Amenophis. der sein erstes Rennen lief. sich tapfer aus dem zweiten Platz hielt, gefolgt von Lotte Mochester. Gegenüber war Constantia an die dritte Stelle vorgegangen. kam mehr und mehr auf und übernahm im Einlauf schließlich die Führung. die sie als Siegerin auch bis ins Ziel behielt. Amenophis kam zum Schluß von den Beinen und galopvierte als Zweiter durchs Ziel. Kardia kam so zum zweiten Geld vor Lord Hildebrand, der erst im letzten Augenblick aufkam. und Lotte Mochester. Im Hauptrennen des Tages. im Tuja=Preis, waren fünf Pferde am Start erschienen. Graf Geßler diktierte ein schnelles Tempo, ließ das übrige Feld, das mit Cito Watts und Duck angeführt wurde, mehr und mehr hinter sich und ging als überlegener Sieger durchs Ziel. Cito Watts hatte kurz nach dem Start einen Fehler gemacht. den er später nicht wieder gut machen konnte. Duck „manschte“, gegenüber und konnte hinter seinem Stallgejährten erst als Dritter einkommen. Neun Pferde gingen im Grasschafter=Rennen an den Start. Matador ging vorne gut ab und schien das Rennen fast sicher zu haben. Nach dem Start lagen Bernstein und Ostermaid hinter ihm. Vor der Tribüne hatte Edith Loh schon Auschluß an die Spitze bekommen und ging an dritter Stelle. Gegenüber machte Östermaid einen Fehler, fiel stark zurück, während Daisy den vierten Platz belegte. Im Einlaufbogen übernahm dann Edith Loh endgültig die Führung, um sie bis ins Ziel nicht mehr abzugeben. Matador konnte noch von seinem Vorsprung zehren und kam völlig ausgerumpt an zweiter Stelle ein, während Daisy sich noch das dritte Geld sicherte. Der Tuja=Gun=Preis mit sieben Pferden am Start sah Herodias W. als klaren Sieger. Der Hengst übernahm vom Start weg das Kommando, gefolgt von National und Hanni H. Vor der Tribüne sah man Diskont auf dem vierten Platz. Gegenüber griff dann Hanni H. an und es gelang ihr, sich auf den zweiten Platz vorzuarbeiten. Zum Schluß unternahm sie einen vergedlichen Angriff auf die Spitze. Herodias W. ging klar durchs Ziel vor Hanni H. und Diskont. Zum abschließenden Bernhardine=Preis stellten sich neun Pferde ein. Goldine, die eine kurze Strecke führte, sprang an. Dadurch kam Benedikt an die Spitze. Dirigent hatte den dritten Platz inne. Vor der Tribüne tauschte letzterer den Platz mit Schmeling. der dann in der langen Geraden das Feld anführte. Lederstrumpf. der dort gut aufkam, sprang an und fiel etwas zurück. Dirigent hatte sich mittlerweile die Spitze erobert. Lederstrumpf wurde zum Schluß noch einmal in die Entscheidung geworfen und erreichte mit Dirigent ein totes Rennen. Als dritter kam Angelus ein, der ein gutes Rennen hinter sich gebracht hatte. Ergebnisse 1. Luise=Marie=Preis: 1. Langensievens Davids Bertha (Jung). 2. Hadubrand. 3. Bergstein. Ferner: Rheinmädel, Morea. Bettie. Heliade. Morgenlied. Natango. Hansi Watts(o. W.). Toto: Sieg 47. Platz 18. 21, 15. it. 42:10. Ri.: 2. ½ Lg. Zeit: 1.31.8. 2. Trudewind=Preis: 1. Forelles Humulus(Rothkopf). 2. Feinsliebchen. 3. Nationale. 4. Fridolin. Ferner: Vollv. Deutscher Vater. Peter Dussy jr., Prinzeß Elisabekk. Qutntsken. Toko: Stea 71. Platz 18. 13. 12. 27. f. 62:10. Ri.: 3. 2½ La. Zeit 1.30.1 3. Heide=Preis: 1. Thenagels Constantia(C. Forth= mann). 2. Kardia. 3. Lord Hildebrand. 4. Lotte Mohester. Ferner: Albin. Gerberga. Amenophis, Milanka. von Hünefeld. Tosca, Amalie. Toto: Sieg 65. Platz 17. 14. 60. 25. it. 56:10. Ni.: Kopf. 8 Lg. Zeit 1.32.3. 4. Tuja=Preis: 1. M. Berns und E. Borchards Graf Geßler(Pütz). 2. Cito Watts. Ferner Duck. Capitän. Maria R. Toto: Sieg 20. Platz 14, 16. it. 41:10. Ri.: 6. 8 Lg. Zeit 1.26.8. 5. Grafschafter=Rennen: 1. Meyers Edith Lob(Dahl). 2. Matador. 3. Daisy. Ferner: Berni Loh. Amalie. Ostermaid. Bernstein, Justina, Else Lee. Toto: Sieg 18. Platz 12, 17, 12, it. 61:10. Ri.: 3. 5 La. Zeit 1.31.6. S. Tuja=Gun=Preis: 1. Ahrens Herodias W.(Schürmann). 2. Hanni H. 3. Diskont. Ferner: National, Volker Guv(disau.). Herenjunge. Luitpold. Toto: Sieg 39. Platz 13. 13. 14. it. 44:10. Ri.: 2, 6 Lg. Zeit 1.28.4. 7. Bernhardine=Preis: 1. totes Rennen Stall Mias Dirigent(Irbach) und Middeldorfs Lederstrumpf(Schürmann). 3. Angelus. Ferner: Goldine. Benedikt, Harvest Frisco. Schmeling. Fiedler, Arrak. Toto: Dirigent Sieg 33. it. 23. Platz 19. Lederstrumpf Sieg 13. it. 14. Platz 14. Angelus 35:10. Ni.: totes Rennen: 1 La. Zeit 1.28,9. Eventual=Duoten 1. Luise=Marie=Preis: Rheinmädel 311, Davids Bertha 47. Morea 139. Bettie 411. Hadubrand 33. Heliade 306. Morgenlied 128. Bergstein 121, Natango 28. 2. Trudewind=Preis: Volly 38. Deutscher Vater 466. Peter Duffo jr. 291. Feinsliebchen 55. Humulus 71. Nationale 38. Prinzeß Elisabeth 97. Fridolin 466. Quintilian 66. Wenzel 583. 3. Heide=Preis: Albin 34. Gerberga 200. Lotte Mochester 333. Amenophis 90. Lord Hildebrand 666. Kardia 29. Milanka 166. von Hünefeld 159. Constantia 65, Tosca 333. Amalie 128. 4. Tuja=Preis: Graf Geßler 20. Cito Watts— Duck 20. Cavitän 100. Maria R. 100. 5. Grafschafter=Preis: Matador 95. Berni Loh 190. Amalie 85. Ostermaid 112. Bernstein— Justina 411. Daisy 51. Else Lee 137. Edith Loh 18. 8. Tuja=Gun=Preis: Herodias W. 39. Hanni H. 30. National 42. Diskont 66. Volker Guy 205. Herenjunge 87. Luitpold 143. 7. Bernhardine=Preis: Goldine 483. Benedikt 120, Harvest Frisco 260. Dirigent 66. Schmeling 48. Fiedler 51, Arrak 141. Lederstrumpf 26. Angelus 241. Rennen zu Köln. 1. Preis der Erit: 1. Bylandts Fallstaff(Haut). 2 Feldmesser. 3. Teranthemum; ferner: Lebensart. Toto: Sieg 17:10. Platz 12, 12:10, EW.: 22:10. Lg.: 4, 2, 1. 2. Raubritter=Jagdrennen: 1. Herdings Denar(Hochstein), 2. Krititaster, 3. Ideal: ferner: Aiwan, Pfalzburg. Goldkorn. Toto: Sieg 14:10. Platz 12, 14, 27:10. EW.: 60:10. Lg.: 1, 3, 1. 3. Preis der Sieg: 1. Eichholz' Thammo(M. Schmidt). 2. Guernika, 3. Dickwurz; ferner: Sorgenwende. Toto: Sieg 31:10, Platz 10. 10:10. EW.: 48:10. Lg.: 5. 5. 6. 4. Preis vom Rhein: 1. Knoops Grimbarts Bruder (Lommatzsch), 2. Zelina, 3. Stromer: ferner: Hansemann. Anton d. I., Ortenau. Toto: Sieg 17:10. Platz 18. 15. 19:10, EW.: 100:10. La.: ½. 1½. 3. 5. Mai=Hürdenrennen: 1. Hörs Royal Pantalion (Detloff), 2. Firestone, 3. Berna; ferner: Janiculus. Sextus. Toto: Sieg 30:10, Platz 14, 13:10. EW.: 78:10. Lg.: 1, 1, 5. 6. Preis der Nahe: 1. Röslers Brocken(M. Schmidt). 2. Clain. 3. Irmgard; ferner: Agnat. Sarro. Toto: Sieg 14:10, Platz 11, 12:10, EW.: 30:10. Lg.: 1½, 8, 4. 7. Preis der Agger: 1. Schaumanns Prior(Knoche). 2. Romantik, 3. Silberner Pfeil; ferner: Strandlaut, Festland. Tivo. Hochmeister, Saarfreund. Toto: Sieg 56:10. Platz 14, 34, 17:10. EW.: 754:10. Lg.: 2. 2. ½. 8. Preis der Urft: 1. Westhoffs Faland(Dreißkämver), 2. Kitzbock, 3. Cornet: ferner: Lonka. Hans=Hein. Eisenkönig, Jägermeister, Wölund. Toto: Sieg 27:10, Platz 10, 10, 10:10. EW.: 76:10. Lo.: ½. 3. 6. Rennen zu Hoppegarten. 1. Oberwinter=Rennen: 1. Weils Saarkampf(Berndt). 2. Höllenfürst, 3. Hanseat. Toto: Sieg 30:10. EW.: 40:10. La.: ½ 8. 2. Preis der Nachtigall: 1. Waldfrieds Origenes (Held), 2. Lampe, 3. Taifun; ferner Adria. Toto: Sieg 20:10. Plad 12. 13:10. EW.: 36:10. Lg.: 4. P. 2. 3. Favor=Rennen: 1. Stoofs Broock(Narr), 2. Zither. 3. Sonntagsmädel; ferner: Wirrnis. Brachvogel. Toto: Sieg 16:10. Platz 15. 20:10. EW.: 68:10. Lg.: 2½. 2½, 2. 4. Henekel=Rennen: 1. Schlenderhans Orgelton (Streit), 2. Jaromir, 3. Liebesgabe; ferner: Astrologie. Toto: Sieg 32:10, Platz 14, 12:19, EW.: 68:10. La.: ½. 6. 8. 5. Chamant=Rennen: 1. Schlenderhans Walzerkönig (Berndt), 2. Abendfrieden. 3. Atis: ferner: Reichsfürst, Ebro. Trollius. Toto: Sieg 35:10, Platz 18. 15:10, EW.: 136:10. La.: 1¼. 2. 1¼. 6. Cassius=Rennen: 1. Waldfrieds Faustitas(Held), 2. Föhrental, 3. Zibebe: ferner: Garnele. Toto: Sieg 25:10, Platz 17, 12:10. EW.: 76:10. Lg.: 8. 2. 7. Aurelius=Rennen: 1. Westerkamps Pollux(Jäckel), 2. Clarice. 3. Albatros. 4. Rheinländer; ferner: Blason. Matthias, Purpurstern. Metternich. Monte Christo. NaNa. Toto: Sieg 63:10. Platz 17, 24, 13, 15:10, EW.: 1956:10. Lg.: 2. ¾ 3. 8. Ordensjäger=Rennen: 1. Röttgens Frauenvreis (Printen), 2. Söubrette, 3. Ostinato; ferner: Sankt Andreas II, Sahara. Toto: Sieg' 18:10, Platz 13, 17:10. EW.: 56:10. Lg.: 2, 2, K. Rennen zu Lonachamp. 1. Rennen: 1. Rothschilds Synthol(Buoillon), 2. Chateau Gontier. 3. Avicius. Toto: Sieg 21:10. Platz 13, 22:10. Lg.: 2½. k. K., 2. Ferner liefen 4 Pferde. 2. Rennen: 1. Adams Ma Normandie(Laumain), 2 Juvigny, 3. Salieri. Toto: Sieg 54:10. Platz 28. 33:10. Lg.: H., K., H. 3. Rennen: 1. Rothschilds Feerie(Rochetti), 2. Gossiv. 3. Shrew. Toto: Sieg 66:10. Platz 15. 13, 17:10. Lg.: 2½. 1½, 1. Ferner liefen 8 Pferde. 4. Rennen: 1. Prats Gaspilage(Dupuit), 2. Cavallino, 3. Tranquil. Toto: Sieg 23:10. Platz 15. 22:10. Lg.: K., H., 2½. Ferner liefen 3 Pferde. 5. Rennen: 1. Wideners The Spy(Gautier), 2. Il Ka Cha, 3. Crete. Toto: Sieg 56:10, Platz 29, 26:10. Lg.: K., H., 2½. Ferner liefen 4 Pferde. 6. Rennen: 1. Champions Evolene(Truin), 2. Oriflamme II, 3. Tra Mek. Toto: Sieg 54:10. Platz 24, 24. 114:10. Lg.: ½. 2. H. Ferner liefen 9 Pferde. Deutschland Sieger im Viersänderkampf im Radbali Zu den großen Radsportveranstaltungen des Wochenendes im Rahmen des Münchener zählte auch der Vierländerkampf im Radball am Samstagabend, zu dem über 1000 Zuschauer erschienen waren. Deutschland, Belgien, Frankreich und die Schweiz kämpften mit ihren zur Zeit stärksten Vertretungen um den Preis des Reichssportführers. Köpinga Schäfter(Hamburg) stellten erneut ihre Weltklasse unter Beweis. Zwar fiel der Sieg über Osterwalder Gabler(Schweiz) mit 7:6 sehr knapp aus, dafür wurden aber die Belgier (Rostagni Hendricx) und die Franzosen(Gebr. Weichert) klar besiegt. Köping war der überragende, Mann auf dem Parkett und dürfte zur Zeit der beste Radballer der Welt sein.— Die Ergebnisse: Frankreich—Schweiz 4:4(4:2), Deutschland—Belzien 8:1(2:0), Schweiz—Belgien 13:2(7:0), Deutschland gegen Frankreich 7:1(3:1), Frankreich—Belgien 16:3(8:2), Deutschland—Schweiz 7:6(5:2). Der Endstand: 1. Deutschland 6:0 P., 22:8 Tore; 2. Schweiz 3:3 P., 23:11 Tore; 3. Frankreich 3•3 P., 21:14 Tore; 4. Belgien 0:6 P., 6:37 Tore. Müller=Wuppertal siegt im Spurt# Großer Preis der Reichsgartenschau Essen. Mit geschickter Hand ist auch der Sport in die bunte Veranstaltungsfolge der Reichsgartenschau in Essen eingebaut. Sorgfältig und mit ihrer ganzen Liebe zur Sache bereiteten die Radsportfreunde den Großen Straßenpreis vor. Sie vermittelten ihm trotz der großen Konkurrenz von„Rund um Köln" noch eine gute Besetzung und so wurde der große Kampf über die 238.5 Klm. durch die weiten Ebenen Westfalens mit Münster als nördlichen Punkt und über die klotzigen Steigungen der Ruhrberge am Sonntag schon eine bedeutsame Sache. Zwei Sieger mit frischem Ruhm fuhren mit: Retels (Bochum—Münster—Bochum) und Willi Müller aus Wuppertal, der erst am Sonntag zuvor als Erster über den Zielstreifen in Bocholt jagte. Und einer von ihnen fuhr auch in Essen abgekämpft und trotzdem glückstrahlend mit dem Lorbeerkranz die Ehrenrunde des Siegers: Müller! Stattlich war das Feld am Start. mehr und mehr lichtete sich die Schar und schließlich rüsteten zehn Mann zum Endspurt. 500 Meter vor dem Ziel sammelten sie noch einmal allen Willen und Kraft. Müller kam schnell frei, spurtete unwiderstehlich und schoß schließlich mit einer Radlänge vor dem Dortmunder Bille und Walter Ketels=Bielefeld als Sieger über den Zielstreifen. Sporturlaub Das Svortamt der NS.=Gemeinschaft„Kraft durch Freude“ gibt in landschaftlich schön gelegenen Gegenden Deutschlands jedem Volksgenossen Gelegenheit, seinen Urlaub sportlich zu verbringen. Diese neue Art der Urlaubsgestaltung hat sich in den beiden vergangenen Jahren bereits eine Zahl begeisterter Anhänger erworben. Während der Lehrgänge wird in zwangsloser Folge fast jede Sportart betrieben. Jeder Teilnehmer hat die Möglichkeit, sich auf das Reichssportabzeichen vorzubereiten und es bei Erfüllung der Bedingungen zu erwerben. Ebenfalls kann das Freischwimmerzeugnis sowie der Grundschein der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft erworben werden. Bei den Lehrgängen in Breisach Rhn. kann gleichzeitig gepaddelt werden. Ferner hat der Teilnehmer Gelegenheit, auf Wanderungen die schöne Umgebung der Sportheime kennenzulernen. Jedem bleibt Zeit, sich nach Herzenslust zu tummeln und zu sonnen. Die Durchführung der Sportlehrgänge steht unter Aufsicht staatlich geprüfter Sportlehrer und ist nicht vom Wetter abhängig. Die Lehrgänge finden ein= und mehrwöchig statt. Es können mehrere Lehrgänge hintereinander belegt werden. In solchen Fällen sind die jeweiligen Lehrgangsnummern in der Anmeldung zu verzeichnen. Die Lehrgänge sind für Männer und Frauen offen. Der Bewerber muß Mitglied der DAF bzw. der RSc. „Kraft durch Freude“ sein. Nichtmitglieder zahlen höhere Teilnehmergebühren, die auf Anfrage bekanntgegeben werden. Der Besitz einer gültigen Jahressportkarte ist nachzuweisen. Die Ausstellung dieser Karte kann auch in den Urlaubsorten erfolgen. Der Teilnehmer muß organisch gesund sein. Etwaige Mängel oder Schwächen, die Berücksichtigung erfordern. sind anzugeben. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen. daß auf den Gesundheitszustand, da es sich um einen Sportlehrgang handelt, nur in beschränktem Maße Rücksicht genommen werden kann Anmeldungen sind nur unter Benutzung des für die Sportlehrgänge anhängenden Anmeldeformulars vorzunehmen. Sie sind, wie alle schriftlichen Anfragen, für Sportheim Belzig Mark an: Die Deutsche Arbeitsfront. NSG.„Kraft durch Freude“. Gau Kurmark. Sportamt. Berlin N 4, Johannisstraße 14/15. Fernruf: Berlin 41 6361. Breisach Rhn. an:. Die Deutsche, Arbeitsfront. RSc. „Kraft durch Freude“. Gau Baden. Sportamt. Karlsruhe. Beiertheimer Allee 8d. Fernruf: Karlsruhe 8250. Feudingen Lahn an: Die Deutsche Arbeitsfront. RSch. „Kraft durch Freude“. Gau„Westjalen=Süd. Svortamt, Bochum, Wiemelhauserstraße 40a. Fernruf: 64545. Rothenburg o. d. Tauber an: Die Deutsche Arbeitsfront. NSG.„Kraft durch Freude“. Gau Franken. Sportamt. Nürnberg. Essenweinstraße 1. Fernruf: Nürnberg 25641. Sportheim„Wernigerode Harz an: Die Deutsche Arbeitsfront. RSG.„Kraft durch Freude“. Gau Magdeburg=Anhalt, Svortamt. Magdeburg. Askanisches Platz 5. Fernruf: Magdeburg 20251. zu richten. Es ist unbedingt notwendig, sich bei der Anmeldung für Ersatzlehrgänge zu entscheiden. Auf die genaue Ausfüllung des Anmeldeformulars muß geachtet werden. Die Anmeldung wird von der betreffenden Dienststelle bestätigt. Erst nach Eingang der Bestätigung kann der Bewerber mit der Teilnahme rechnen. Bei Rückfragen ist stets die Lehrgangsnummer anzugeben. Die Zahlung des Teilnehmerpreises ist sofort nach Erhalt der Bestätigung mittels der vorgedruckten Zahlkarte vorzunehmen. Ist der Teilnehmerbetrag 3 Wochen nach der„Bestätigung nicht eingegangen, so erfolgt die Streichung aus der Teilnehmerliste. Ausnahmen bedürfen einer schriftlichen Vereinbarung. Nach Eingang der Zahlung werden dem Teilnehmer die Fahrtvapiere zugestellt. In den Teilnehmervreis ist das Fahrgeld für die Hin= und Rückfahrt nicht miteingeschlossen. Für den Sportunterricht sind besondere Gebühren nicht zu zahlen. Das Mitbringen folgender„Kleidungsstücke= wird empfohlen: Straßenanzug bzw. Sportanzug(Kleid)— Trainingsanzug— Sportschuhe— Badeanzug(Hose)— Waschzeug— Sportzeug— Rucksack oder Brotheutel. Mehr Kleidung außer der notwendigen Leibwäsche ist wegen Raumbeschränkung nicht erwünscht und überflüssig. Die Lehrgangsteilnehmer erhalten für die Reise von und zum„Wohnort eine fünfzigprozentige Eisenbahnfahrpreisermäßigung. Rundfunk=Programm Dienstag, den 17. Mai 1938 6.00 Morgenlied— Wetterbericht. 6.10 Anie—e beugt! 6.30 Freut euch des Lebens! 7.00 Nachrichten— Morgenlied— Morgenruf. 7.10 Frühkonzert. 8.00 Wetter— Wasserstand— Kalenderblatt. 8.10 Frauenturnen. 8.30 Morgenmusik. 9.30 Kinder aufs Land. 9.45 Nachrichten. 10.00 Das alte Puppenspiel von Dr. Johann Faust. 10.30 Kindergarten. 11.45 Bauer, merk' auf! 11.55 Wettermeldungen für den Bauern. 12.00 Mittagskonzert. 1. Boccherini: Ouvertüre D=Dur. 2. Ramean: Suite aus„Kastor und Pollux“. 3. Hanon: Serenade F=Dur. 4. Mozart: Klavierkonzert B=Dur. Nr. 595. 5. Gluck: Ballettmusik aus„„Armida“. 6. Mozart: Türkischer Marsch. 7. Rossini: Ouvertüre zu„Tankred“. 13.00 Nachrichten— Glückwünsche. 8. Bizet: Aus„Diamileh": Ouvertüre, Klage, Tanz. 9. Billi: Nacht auf dem Meer. 10. Massenet: a) Elegie. b) Oeffne deine blauen Augen. 11. Gounod: Frühlingslied. 12. Lanner:„Maxienwalzeg 13 Stkauß: Frauenherz. 14. Biese: Surmmarsch. 15. Suppe: Ouvertüre zu„Fatinitza“. 14.00 Nachrichten. 14,10 Melodein— aus Köln am Rhein. 15.00 Vom Herrn und von der Dame. 15.15 Kleine Zwischenmusik von Schallvlatten. 15.30 En Mul voll Platt vam Selfkan: sungen und gesprochen. 15.45 Wirtschaftsmeldungen. 16.00 Musik am Nachmittag. vom Deutschland sender. 17.00 Im Noten Haus in Monschau. Eine Hausmusikstunde des BDM. 17.30 Zur Unterhaltung. Da. Unterhaltungs sertett. Marga Bäuml(Gitarte) 18.30 Englische Unterhaltung. 18.50 Momentaufnahme 19.00 Nachrichten. 19.10 Deutsch. Turn= u. Sportfest Breslau 1938. 19.15 Musik zum Feierabend(Industrie=Schall= platten und Aufnahmen). 20.10 Das starke und das schwache Geschlecht. Ein heiteres Gespräch von Balzer. 20,30 Alles tanzt mit! Ein bunter Tanzabend für jung und alt. Mitw., Schneider(BaßBariton), das„Heitere Instrumentalquar= tett". Beuster(Baß), Engels(Gitarre), das Tanzorchester, der Gaumusikzug 21 des RAD. Ratingen. 22.00 Nachrichten. 24.00—3,00 Nachtmusik. Montag, den 16. Mai 1938 6.00 Morgenlied— Wetterbericht. 6.10 Knie—e bengt! 6.30 Freut euch des Lebens! 7.00 Nachrichten— Morgenlied— Morgenruf 7.10 Frühkonzerl. §.un Wetter— Wasserstand— Kalenderblatt. 8.10 Frauenturnen. 8.30 Für die Arbeitokameraden in den Betrieben: Unterhaltungsmusik. 9.30 Ratschläge für den Küchenzettel der Wache. 9.45 Nachrichten. 10.00 Die Mutter und die Sonne. 10.30 Was brachte der Sportsonntag? 11.45 Bauer, merk' auf! 11.55 Wettermeldungen für den Bauern. 12.00 Die Werkpause bei der Hochfrequenz Tiegelstahl EmbH. Bochum. 13.00 Nachrichten— Glückwünsche. 13.15 Schloßkonzert. 1. Ravel: Spanische Rhausodie. 2. Franck: Sinsonische Pariationen für Klavier und Orchester. 3. Sibelius: Valse triste und Balse lyrique. 4. Grieg: Hoch zeitszug auf Troldhaugen. 14.00 Nachrichten. 14.10 Melodein— aus Köln am Rhein. 15.00 Alle Kinder machen mit! 15.30 Das gute Buch. 5.45 Wirtschaftomeldungen. 16.00 Nachmittagskonzert. 1. Kick=Schmidt: Lumpazi=Vagabundus. 2. Steck: Flirtation Rust: Aus meinem Tagebuch. 4. a) Robrecht: Jugendlaune, b) Friml: Allüber all ist Liebe, 5. Fischer: Großstadtromantik. 6. Ferraris: Zwei Gitarren. 7. Ensoldt: a) Mein Rosenstock. b) Wenn nicht Frühling war. c) Wickede: Herzensfrühling. 8. Plato: Tanzt alle mit! v. Lautenschläger: Blauer Pavillon 17,00—17.10 Wir suchen und sammeln. Von den Vogelstimmen unserer Heimat. 10. a) Edwarös: Mein Leben ist mein Lied. b). Schulenburg: Majarska. 11. Heuser: a) Csardas. b) Kubanischer Tanz. c) Baskischer Tanz. 12. Krome: Sehnsucht. 13. a) Othegraven: Hochzeitslied im Maien. b) Strecker: Heimat. 14. Lehar:„Melodien aus„Das Land des Lächelns". 15. Leoncavallo: Meeresbrise. 16. Engleman: In einem Spielwarenladen: Die Puppe in der Wiege. b) Das Schaukelpferd. c) Pierrette auf der Schaukel. d) Puppenparade. 17. Krüger„Hanschmann: Kleine Freuden. 18.00 Von deutscher Art und Kunst. 18.20 Klaviermusik zu vier Händen. 18.50 Und was meinen Sie? 19.00 Nachrichten. 19.10 Die Woche sängt gut an!(Industrie= Schallplatten und Aufnahmen.) 20.40 Westdeutsche Wochenschau. 21.00 Abendmusik. 22.00 Nachrichten. Zwischenmusik(Schallvlatten) 22.30 Nachtmusik und Tas= 21 on nn * Schön und gesund an Körper, Geist und Seele Gauleiter Dr. Meyer und Obergauführerin Clementine zu Castell bei der Eröffnungsseier des BOM.=Werkes der Partei, der, Gliederungen, des Staates. WedrAlstate des Kescheingendiübtere süir doen 85m. wei Zum ersten Mal traten in dieser Festveranstaltung die im Rahmen des BOM.=Werkes„Glaube un Schonm.itugeen Arbeitogemeinschaften für Musi] und, Gomnanik vor die Oeffentlichkeit und en den Gaste,###, Obergauführerin einen Einblick in ###r Wesen und Schaffen. Nach den Begrüßungsworten der Oheroaufubrerin, gätbe Schoneweg begannen die Ruchen Verktetunger. uns vorgesehenen musiStaud b.; Man g## die schon jetzt von einem bohen des BDM: zeugten. Im Mittelzunkt:. gmciee, rand die Ansprache der Beaustragten für das BDM.=Werk„Glaube und Schönheit". Clementine zu Castell, die in längeren Ausführungen Ziel und Weg dieser neugeschaffenen Einrichtung umriß. Obergauführerin Clementine zu Castell setzte sich einleitend mit der früher oft vertretenen Ansicht, daß Frauen und Mädel nicht in eine politische Organisation gehören. auseinander. Wenn man die Auffassung vertrete, daß der gewaltige Umbruch unseres Volkes nicht nur den Volkskörper. sondern auch jeden einzelnen Menschen erfasse dann bestehe, kein Zweifel darüber, daß im nationalsozialistischen Staat auch die Frau und das Mädel ihre ganz klaren Aufgaben erhalten haben. Deshalb müßten auch die Frauen und Mädel einer Organisation angehören, die die Formung zum nationalsozialistischen Menschen zu übernehmen habe. Die Entwicklung. die der seit 1933 trotz aller entgegenstehenden Schwierigkeiten genommen hat. beweise, daß man den richtigen Weg eingeschlagen habe. Im Januar dieses Jahres habe der Reichsjugendführer das BDM.=Werk„Glaube und Schönheit“ gegründet, in dem die 17—21jährigen Mädel zusammengefaßt worden seien. Dieses Werk habe vor allem das Ziel. dem Mädel alles das mitzugeben, was es für ihr künftiges Leben stark und bereit macht.„Wir wissen“, so betonte Obergauführerin Castell.„daß das wirkliche und ernste Leben mit all seinen schweren und sorgenvollen Alltagsdingen erst dann an das Mädel herantritt, wenn es älter ist, wenn es vielleicht im Beruf steht, oder sich innerhalb einer Familie für diese einsetzen und für sie sorgen muß. Wir wissen, dann kommen erst die wahrhaften Sorgen. Und so arbeiten wir ganz klar darauf hin. den weiteren Organisationen der Frau einen Menschen zu geben, der wenigstens um die Richtung weiß, die er in seinem künftigen Leben einschlagen muß. Ich habe mir als Ziel gesetzt, daß wir in diesen 4 Jahren. in denen wir das Mädel erfassen, erreichen, daß sie körperlich so ertüchtigt ist, daß sie die Notwendigkeit erkennt. auch weiterhin ihren Körver zu stählen und nicht zu vernachlässigen, daß sie weiß, wie wichtig ein gesunder Mensch. eine gesunde Familie für ein Volk ist und daß sie diese Erkenntnis verbreitet in ihrem kommenden Leben. Wir wollen ein Mädel schaffen, das um die kulturellen Werte ihres Volkes weiß, das sich damit beschäftigt hat, damit sie einmal in der Lage ist, den Alltag in seiner Schwere richtig zu ertragen, ihn zu formen und zu gestalten.“ Im Gegensatz zu früher werde der BD M.=Dienst für die 17—21jährigen Mädel nur noch einmal in der Woche stattfinden. Darüber hinaus werden die Mädel einmal im Monat zu einem Gemeinschaftsabend zusammenkommen, der den ganzen Standort. eine Gruppe oder einen Ring umfassen kann. Dieser Gemeinschaftsabend soll nicht unter einem starren Programm stehen. sondern sich nach den Menschen richten, die innerhalb des Gaues oder des Reiches sich für die Arbeit des BDM. zur Versügung gestellt haben und die den Mädeln aus ihrem Wissen und Können etwas Wertvolles geben werden. An einem solchen Gemeinschaftsabend könne ein Konzert gegeben werden. ein Leseabend stattfinden oder ein Redner der Partei zu irgend einem politischen Thema Stellung nehmen. Im weiteren Verlauf ihres Vortrages streifte die Obergauführerin die einzelnen Arbeitsgemeinschaften, zu denen die Mädel wöchentlich zusammenkommen werden. Sie schilderte insbesondere die „Glaube und Schönheit“. kunde. nationalsozialistische Weltanschauung. Luftschutz und Einsatzdienst. Gesundheitsdienst und Hauswirtschaft gebildet. Auf der Grundlage der in den vergangenen Jahren geleisteten Erziehungsarbeit sei das BDM.=Werk„Glaube und Schönheit“ ausgebaut worden. Im Namen des Werkes liege schon das ganze Programm.„Der Glaube ist das, was unsere Weltanschauung umfaßt. der Glaube ist das, was dem Führer zur Formung der Bewegung geholsen hat. Wir arbeiten für die große Zielsetzung des deutschen Volkes und so sehen wir den gesunden und starken deutschen Menschen, den frischen und aufgeschlossenen Menschen und den schönen Menschen als ein Erziehungsideal, auf das wir hinarbeiten. Wir bekennen uns nicht zum Begriff der Trennung von Körper. Seele und Geist, wie es uns in früheren Jahren gepredigt worden war. Es bat einmal ein Deutscher gesagt: „Nur wer das Ziel des Glaubens hinaus bis in die Wolken weit geworfen hat, der wächst ihm nach. Darum hört das Wort:„Nicht aus der Kraft allein, nur aus dem Glauben reift die Tat.“ Im zweiten Teil der Festveranstaltung gab der in die Reichsjugendführung berufene Leiter der bekannten Gomnastikschule Medau mit den westsälischen Untergausportwartinnen Beispiele anmutsvoller und gelockerter gomnastischer Uebungen. wie sie in den Arbeitsgemeinschaften des BDM.=Werkes „Glaube und Schönheit“ systematisch getrieben werden. Im Anschluß an die mit großem Beifall aufgenommenen Vorführungen begrüßte Gauleiter Dr. Mener die Obergaufüdrerin Clementine zu Castell mit berzlichen Worten im Gaugebiet. Der Gauleiter gab seiner Ueberzeugung Ausdruck, daß durch das BDM.=Werk„Glaube und Schönheit“ auch die Mädel von 17 bis 21 Jahren eine wertvolle nationalsozialistische Ausrichtung erhalten. Als Mutter der Kinder der Nation sei die deutsche Frau dafür verantwortlich, daß aus diesen Kindern gesunde Männer und gesunde Frauen werden. Daher sei es notwendig, daß die jungen Mädel und Frauen das Leben und die Feinde des Lebens kennen lernten. Der Gauleiter ging dann auf die Möglichkeiten ein, die die Frau habe, um ihrer Familie ein schönes und behagliches Heim zu gestalten. Darüber hinaus sollen die Mädel und Frauen zur Mitverantwortung des deutschen Volkes erzogen werden. Der Ruf des Führers gehe nicht nur an die Jungen und Männer, sondern richte sich ebenso stark an die Mädel und Frauen. Jeder Deutsche habe sein Leben in den Dienst des Volkes zu stellen, und wenn einmal ernste Stunden für dieses Volk kommen, dann müsse auch die Frau und das Mädel einsatzberett sein.„Wenn das BDM.=Werk„Glaube und Schönheit“ das erfülle. was es verspreche“, so erklärte Gauleiter Dr. Meyer, „dann erhalten wir deutsche Mädel und Frauen, die Großdeutschland brauchen kann. Mädel und Frauen, stark im Glauben an Deutschland, schön und gesund an Körper, Geist und Seele.“ Durchführung eines umfassenden Rundflugbetriebes Gründung einer Hansa=Flugdienst=EmbH 7 Flugwerbung unter der Jugend Berlin, 14. Mai. Als Tochtergesellschaft der Deutschen Flugdienst, die sich als vornehmste Aufgabe das Ziel usthansa wurde jetzt die Hansa=Flugdienst EmbH. in setzte, der deutschen Jugend das Erlebnis des Fliegens erlin gegründet. Die Hauptaufgabe des neuen Unter=smit Verkehrsflugzeugen zu vermitteln. In den letzten le Lufthansa vielen hunderttausend Ki 9 Berlin gegründet. nehmens ist die Durchführung eines alle Gebiete Deutsch lands erfassenden Rundflugbetriebes. Außerdem wird sich die Hansa=Flugdienst mit Bedarfs=, Sonder= und Reklameflügen beschäftigen und Flugzeuge verchartern. Die Entwicklung der letzten Jahre machte die Gründung des neuen Unternehmens notwendig, da die Deutsche Lufthansa, deren vornehmliche Aufgabe der Betrieb planmäßiger Luftverkehrsstrecken in Deutschland und darüber hinaus in aller Welt ist, sich von diesem zusätzlichen, an Bedeutung ständig wachsenden Aufgabenkreis mehr und mehr freimachen will. Eine ebenso sorgfältige Organisation, wie sie der große Streckenluftverkehr verlangt, ist dadurch gewährleistet, daß diese neue Fluggesellschaft sich ausschließlich der technischen Einrichtungen der Deutschen Lufthansa bedient. Die neue Hansa=Flugdienst=Gesellschaft steht unter der Leitung von Direktor Walter. der vorher lange Jahre als Vertreter der Lufthansa und Direktor der deutschchinesischen Luftverkehrsgesellschaft„Eurasia“ in China weilte. Dem Aufsichtsrat gehören die beiden Vorstandsmitglieder der Deutschen Lufthansa, Direktor Luz als Vorsitzender. und Freiherr von Gablenz an. Große nationalpolitische Aufgaben harren der HansaJahren konnte die Lufthansa vielen hunderttausend Kindern in Stadt und Land Rundflüge ermöglichen. Dieser Anfang einer großen Flugwerbung unter der deutschen Jugend ist die Grundlage, auf der die Hansa=Flugdienst aufbaut. Mit Unterstützung des Reichsministers der Luftfahrt und des Reichsministers für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung sowie„in engster Zusammenarbeit mit dem RSFK. wird die neue Gesellschaft in allen deutschen Gauen für die Luftfahrt werben. Es ist insbesondere die Absicht, abseits der großen Luftverkehrswege mit den Maschinen der Hansa=Flugdienst zu erscheinen. Für die vielfältigen Aufgaben der Hansa=Flugdienst stehen ihr zur Zeit 24 Flugzeuge verschiedener Muster zur Verfügung. Für Rundflüge wird in erster Linie die zwölfsitzige Messerschmidt M 20. die zehn Erwachsene oder 17 Kinder aufnehmen kann. Dieses Flugzeugmuster bietet als Hochdecker von allen Kabinenplätzen aus beste Sicht. Daneben gehören verschiedene Junkers=Maschinen zum Park der Hansa=Flugdienst, so die F 13. W 33. W 34 und Ju 46. außerdem auch Klemm=Leichtflugzeuge zweimotorige Focke=Wulf 58„Weihe“, welch letztere als Luftbild=Flugzeuge verwendet werden. Stabschef Lutze in Dortmund nie wieder zerrissen und zum Spielball volksfremder Elemente werde. Zum äußerlichen Zeichen dieser unlöslichen kameradschaftlichen Vetbundenheit machte der Stabschef dem Flieger=Commodore Oberst von Doering eine geschnitzte hölzerne Truhe zum Geschenk, die in einem Jahren erfolgte Indienststellung des Geschwaders Horst prachtvollen Band Namen und Lebenslauf der im Kampf n g r o ß e n f ü r D e u t s c h l a n d s G r ö ß e u n d f ü r s e i n e n W i e d e r a u f s t i e g gefallenen SA.=Kameraden enthält. Machtvoll brauste Aufgaben und das Leben in den Arbeitsgemeinschaften: Feierlicher Empsang durch das Geschwader Horst Wessel. Dortmund, 14. Mai. Zur Erinnerung an die vor zwei oren erfolgte Indienststellung des Geschwaders Horst Wessel hatte der Fliegerhorst Dortmund einen großen Tag. Von herrlichem Frühlingswetter begünstigt, erwartete man aus Anlaß eines Fliegerappells den Stabschef der SA., Victor Lutze, mit zahlreichen hohen SA.= Führern aus dem ganzen Reich. Gegen 11 Uhr war die Paradeaufstellung der Gruppe Dortmund auf dem Rollfeld beendet und gegen 11.15 Uhr landete die Maschine des Stabschefs, dem ein herzlicher Empfang bereitet wurde. Unter den Klängen des Präsentiermarsches schritt Stabschef Lutze, begleitet. von Generalleutnant Lentsch. Generalmajor Student und dem Flieger=Commodore Oberst von Doering sowie den anwesenden hohen SA.= Führern. die Front der angetretenen Formationen ab. Nach kurzer Begrüßung durch Generalmajor Student ergriff Stabschef Lutze das Wort. Er unterstrich die enge Verbundenheit der SA. mit der jungen Luftwaffe. Gymnastik. Leistungssport. Musik. Spiel und gesellige Der Geist der politischen Soldaten des Führers und die Kultur. Werkarbeit und Wohngestaltung. Weiter werden starke Einsatzbereitschaft der jungen Wehrmacht müßten die Arbeitsgemeinschaften Volkstumsarbeit, Auslands= für ewig die Garantie dafür sein, daß das deutsche Volk Ueberfall auf die Vergangenheit Roman von H. PASSER Cooyright dr Verlag Ostar Meister. Werdau I. Sa. 34. Fortsetzung. „Sie mussen vielmals entschuldigen, Herr Doktor. Die Gisl hat sich aber schon zu Bett gelegt. Sie hat ein Kovfwehpulver genommen, das gleichzeitig eine einschläsernde Wirkung haben soll und da.. Maroldt steht auf. „Da will ich nicht stören. Gute Besserung, und ich hoffe, daß ich öhre Schwester bald wieder in der Kanzlei haben werde... so frisch wie stets. „Es ware freilich höchst unangenehm, wenn die Gifl ihre Arbeit vernachlässigen müßte.“ „Ach. das ist das wenigste. Viel betrüblicher wäre es. wenn sie wirklich krank würde. Schmerzen hätte. Ich... das heißt, wir alle in der Kanzlei haben sie nämlich besonders gern. Mein Bürovorsteher war recht bekümmert. als er mir ihre Unväßlichkeit meldete, daß ich... eben gleich vorbeigekommen bin und...“ „Darüber wird sich meine Schwester riesig freuen. Sie ist doch so schrecklich gern bei Ihnen im Büro. Und wenn ich ihr nun sagen kann, daß das sozusagen auf Gegenseitigkeit beruht, da wird das sicher besser wirken als jede Medizin. Das heißt, Freude kann doch gesund machen. nicht wahr?"— „Gewiß, Herr Frohwein. Dann bestellen Sie also Fräulein Gisela alles Herzliche von... der Kanzlei Maroldt.“ „Mit dem größten Vergnügen. Herr Doktor. * Anderntags beginnen die Gerichtstermine, die Maroldt persönlich wahrnehmen muß, bereits um acht Uhr fruh und schließen sich vausenlos aneinander an. Erst nach halb zwei Uhr kommt er abgespannt in die Bellariastraße. Eine halbe Stunde gönnt er sich in seiner Wohnung. um sich ein wenig zu erfrischen, auszuruhen und zu essen. Als er die Kanzleiräume aussucht, wird die bieher zurückgedrängte Frage. ob Gisela wohl da ist, ganz laut in ihm. Sie macht sein Herz schneller vochen. Er geht geradeswegs in sein Zimmer. Der Arbeitsplatz, der ihr hier eingerichtet ist, ist leer. Aber das besagt ja noch nichts. Er beordert Adam zu sich und bespricht zunächst mit erzwungener Ruhe die Ergebnisse des Vormittags. Dann erst fragt er: „Und Fräulein Frohwein...?“ „Ist seit früh hier und behauptet, wieder vollkommen wohlauf zu sein. Sie hat schon die ganze Post bearbeitet.“ „Wohl drüben?“ „Ja. Es ist da verschiedenes auch in der Registratur einzusehen gewesen, und so hat Fräulein Frohwein ihre Arbeit gleich im Schreibzimmer erledigt.“ „Wollen Sie sie jetzt zu mir schicken.“ „Bitte. Herr Doktor.“ Und dann steht das Mädchen vor ihm. In dieser unbeschreiblich anmutigen Haltung, die er so an ihr liebt. Jawohl: liebt. Man gestehe sich das nur ruhig ein. Weil Ausflüchte und Umschreibungen ja doch nichts daran zu ändern vermögen. Ja. das ist sein Entzücken. diese schmale Gestalt und das seine Kövschen mit dem leider etwas strunvigen Haar. Nein. nicht leider. Gott sei Dank. Denn sonst würde er ja noch— verrückter nach ihr sein. Zum Verrücktwerden sind auch diese wunderseinen. edlen Hände, die jetzt— um Stenogrammblock und Bleistift gelegt— ein wenig beben. Rührend ist dieses Beben. Man kann den Blick nicht davon lassen. Uebrigens auch schon deshalb nicht, weil man Angst hat. eine richtige Dummejungenangst, ihn zu heben und dem Gesicht zuzuwenden. Aber nun muß man etwas sagen. Denn nach seiner mechanischen Erwiderung ihres gehauchten Grußes herrscht eine Stille, die beginnt veinlich zu wirken. „Ich... ich bin so frob, daß Sie wieder da sind. Fräulein Frohwein.“ „Oh. ich hätte jetzt keinesfalls gefehlt, wo so besonders viel zu tun ist. Herr Doktor können sich darauf verlassen, daß ich...“ „Bitte. keine Phrasen.“ „Was ich sage, ist ehrlich gemeint.“ „Dann sagen Sie mir zuallererst. ob Sie auch wirklich gesund sind.“ „Gewiß. Herr Doktor und... ich bin auch gestern gar nicht krank gewesen, sondern nur. trotzig" „Berechtigterweise. nachdem ich mich derart vorbeibenommen habe.“ „Ob „Verzeihen Sie mir, ich bitte Sie berzlich darum.“ das dreifache Siegheil auf den Führer über den weiten Platz. Die Lieder der Nation beendeten die Ansprachen, denen ein strammer Vorbeimarsch der Formationen folgte. Fliegerische Vorführungen der Einheit des Geschwaders Horst Wessel, verstärkt durch auswärtige Verbände und Flak=Batterien, bildeten den wirkungsvollen Abschluß des Gedenk=Appells der Fliegerhorstkommandantur Dortmund. Die Uebung bestand im einzelnen aus der schulmäßigen Abwehr eines Bombenangriffs. Staffelexerzieren einer Jagdgruppe aus Köln und Abwehr durch zwei Batterien des Flak=Regiments 4. In den Nachmittagsstunden wird Stabschef Lutze im Rahmen einer Volkskundgebung auf dem Hansaplatz in Dortmund 200 österreichische SA.=Kameraden begrüßen. die von der SA.=Gruppe Westfalen eingekleidet worden sind. Darauf begibt sich der Stabschef nach Werl, um den Ehrenbürgerbrief der Stadt Werl entgegenzunehmen. „Ich habe um Entschuldigung zu bitten. Ich.. „Wollen wir wieder streiten?“ „Nein... nie mehr.“ Der letzte Wechsel von Rede und Gegenrede folgte Schlag auf Schlag. Fegte alle Wohlbedachtheit binweg. Durchbrach letzte Schranken. Schuf Nähe. selbstverständliche, beglückende Nähe. Er hat ihre Hand ergriffen. „Gisela „Nicht sprechen!" fleht sie. „Warum?“ „Weil... weil es mir schon genug sagte, daß Sie gestern in der Paniglgasse gewesen sind und... wie Sie dort zu Amade gesprochen haben.“ „Und Ihnen gegenüber soll ich schweigen?" Sie nickt heftig. beschwörend. „Dann wissen Sie also auch ohne Erklärungen, warum mich ein gewisser... Purkersdorfer Konditor stört. So entsetzlich stört, daß es nicht wahr sein soll. nicht wahr sein kann, daß ich... Also. es darf kein Vorher' geben. Es muß erst alles beginnen. Das versteben Sie doch...?“ Sie schluchzt auf. „Um Gottes willen. Gisela, regen Ste sich nicht auf. Ich halte ja schon den Mund. Berubigen Sie sich nur.“ „Es... es ist alles so schwer“, flüstert sie,„schwerer als Sie abnen.“ „Kann ich es Ihnen denn nicht erleichtern?“ „Ich... weiß... nicht...“ Denken Sie einmal in Ruhe darüber nach. Wollen Sie?“ :„Ja. ja. So gern.“ „Und werden Sie mir das Ergebnis Ihres Nachdenkens mitteilen? Von selbst?...“ „Ja... und ich danke Ihnen auch so sehr, daß Sie mich nicht drängen" „Wie könnte ich?! Bin doch im allgemeinen kein Rohling. Sondern nur dann, wenn... wenn etwas im Augenblick stärker wird als ich und mir dann über den Kovf wächst. Dann... dann geht es durch mit mir. Das gibt es halt im Leben. Ich darf aber behaupten, daß diese Fälle bei mir immerhin zu den Seltenheiten gehören. Und gestern...“ Da legt sich eine weiche, zarte Hand über seinen Mund und bindert ihn am Weitersprechen. Er nimmt diese Hand langsam in die seine und küßt andächtig jeden einzelnen ihrer seinen Finger. In dieser Stunde hat Urban Maroldt sich gelodt, sich Den Abschluß bildet ein Kameradschaftsabend der anwesenden Vertreter der Partei, der Wehrmacht und des Staates im Festsaal des historischen Rathauses in Dortmund. 1.2 Milliarden BuchhandelsJahresumsatz Kantate=Versammlung der deutschen Buchhändler in Leipzig. Leipzig, 15. Mai. Die 113. Hauptversammlung der Börsenvereins der deutschen Buchhändler zu Leipzig, die von beinahe 500 Mitgliedern aus allen Teilen des deutschen Sprachgebietes besucht war, wurde am Samstagnachmittag vom Vorsteher Hauptamtsleiter Wilhelm Kaur(Berlin) eröffnet. Darauf gab der stellvertretende Vorsteher Martin Wülfing(Berlin) einen kurzen geschichtlichen Ueberblick über die bieherige Entwicklung des österreichischen Buchhandels. Der Redner gab der Hoffnung Ausdruck, daß sich der kulturelle Austausch nunmehr gewaltig steigern moge. Wülfing stellte dann bei der Behandlung des Geschäftsberichtes fest, daß es mit dem Buchhandel in allen seinen Zweigen hinsicht lich Produktion wie Absatz im Laufe der letzten Jahre unbestreitbar aufwärts gegangen sei. Den Gesamtjahresumsatz des deutschen Buchhandels glaubt er mit 1200 Millionen RM. nicht zu hoch anzunehmen. Danktelegramm des Königs von England an den Führer und Reichskanzler. Berlin, 15. Mai. Der König von England hat dem Führer und Reichskanzler für die Beileidekun? gebung zu dem Bergwerksunglück auf der Markbam=Grube in einem Telegramm seinen aufrichtigen Dank zum Ausdruck gebracht. Neuer Rekord von Hanna Reitsch Berlin, 15. Mai. Dem am Freitag aufgestellten Segelflugrekord des RSFK.=Obertruppfüdrers Kraft im Zielflug mit Rückkehr zur Startstelle war nur eine kurze Lebensdauer beschieden. Schon 24 Stunden später wurde er von Flugkavitén Hanna Reitsch von 168 Kilometer auf 250 Kilometer gewaltig verbessert. Hanna Reitsch flog mit ihrem Segelflugzeug„Reiber" in 5½ Stunden von Darmstadt zur Wasserkuppe und zurück. Dabei benötigte sie für die weitaus größere Strecke genau eine Stunde weniger als Kraft. ihre Leistung stellt einen neuen absoluten Weltrekord dar. Von Cramm zu einem Jahr Gesängnis verurteilt Berlin, 14. Mai. Das Schöffengericht Berlin verurteilte am Samstag den 28 Jahre alten Gottfried von Cramm wegen seines fortgesetzten Vergehens gegen§ 175 St.G.B. zu einem Jahr Gefängnis. Die Untersuchungshaft von zwei Monaten wird auf die Strafe angerechnet. Der richterliche Haftbefehl bleibt bestehen. Großwaldbrand bei Dessau Dessau, 15. Mai. Nachdem erst am Samstagnachmittag in der Mosigkauer Heide ein Waldbrand ausgebrochen war, ohne größeren Schaden anzurichten, entstand am Sonntagnachmittag wieder ein Brand in einer Schonung unweit des Parkes Königendorf. Dort verbrannten etwa 50 Hektar wertvollsten Baumbestandes. Großbrand eines Holzindustrieunternehmens Schneidemühl, 15. Mai. Am Sonntag gegen 18 Uhr brach in den Fea=Werken, dem größten Holzindustrieunternehmen der Grenzmark Posen=Westpreußen. Feuer aus. Gegen Mitternacht war der Brandplatz noch ein riesiges Flammenmeer. Der Schaden ist gewaltig, läßt sich jedoch im einzelnen noch nicht abschätzen. Jugendliche Opserstockdiebe Essen, 14. Mai. Vor einigen Tagen wurde von einem Schutzpolizeibeamten in Essen=Borbeck ein junger Bursche festgenommen, der sich planlos umhertrieb. Auf der Wache stellte sich heraus, daß es sich um einen 17jährigen handelte, der seinen Eltern in Berlin=Lichterfelde entlausen war. Er fuhr mit dem Zug bis Rüdesheim und lernte dort einen 23 Jahre alten Essener kennen, mit dem er in der Gegend von Rüdesheim bis Koblenz Opferstockdiebstähle ausführte. Mit dem erbeuteten Geld fuhren beide nach Essen=Borheck, wo sie festgenommen werden konnten. Der Berliner wurde von seinen Eltern abgeholt, während der Essener, der geständig ist, 17 Ovferstockdiebstähle verübt zu haben, dem Richter vorgeführt wurde, der Haftbefehl gegen ihn erließ. Drei verschüttete Bergmänner auf„Jägersfreude“ lebend geborgen Saarbrücken, 15. Mai. Nach mehr als zwölfstündigen Bergungsarbeiten konnten von den sechs verschütteten Bergmännern auf Grube„Jägersfreude“ zwei unverlert und einer leicht verletzt geborgen werden. Die drei am Samstag noch nicht gefunden Bergmänner in Grube„Jägersfreude“ konnten in der Nacht zum Sonntag nur noch als Leichen geborgen werden. Das Grubenunglück hat damit drei Todesopfer gefordert. nicht mehr von Aeußerlichkeiten beeinflussen zu lassen und letzte, unbestimmt suchende Gedankenspiele um Mädchenerscheinungen aus Kirchenkonzerten und von Bergesspitzen endgültig auszuschalten. Er wird sich völlig auf Gisela einstellen, so wie sie ist, indem er ihr sein ganzes, uneingeschränktes Vertrauen schenkt: in der Hoifnung auf ein endgültiges Sichfinden in ihr und mit ihr zu einer barmonischen, beglückenden Lebensgemeinschaft. Allein diese Hochstimmung verfliegt. Sie hält den Belastungsvroben des Alltags nicht stand. Denn er zeigt Widersprüche und nährt damit den Zweisel an der Aufrichtigkeit des Mädchens, das zu lieben sein Schicksal ist. Immer wieder kommen Stunden, da er sich gegen eine Liebe wehrt, der das Letzte fehlt— das tiefe Wissen umeinander, das erst ihre Krönung und Weihe bedeutet. Giselas Zurückhaltung. ihr scheues Ausweichen, dieses ängstliche Festhalten des Schleiers, den sie über ihr Wesen gebreitet hat, das seltsame Verstecken, lassen ion schmerzhaft fühlen, daß ihm ihrer Seele letztes Tor nach wie vor verschlossen bleibt. Trotz ihrer offensichtlichen Zuneigung, die er in all ihrer Wortlosigkeit doch so umemein stark verspürt, daß es ihn hinreißen will. die Schranke zu durchbrechen, die sie gezogen, und die zu respektieren er ihr versprochen hat. Aber er hält sein Wort, so schwer es ihm auch fällt. Doch seine Ungeduld steigt. reißt an keinen Nerven und fesselt in ihm eine Gegenströmung wider alle guten Gefühle. Und Titti? Für sie ist die Welt ganz voll Bejahung und jeder Augenblick unverlierbar: weil ihre Liebe erwidert wird. Das ist so einfach und in seiner Einfochheit mit allen Wundern gesegnet. Für Titti gibt es keine Wirrnisse in dem starken. reinen Gefühl, das als herrlichste Blüte im Garten ihres Herzens aufgebrochen ist, das sie beseligt als gottlichstes Empfinden, das Echo auslösend in dem geliebten Menschen. Die großen. nicht so ohne weiteres zu überwindenden Schwierigkeiten, die vorerst nicht aufhören, sie zu bedrücken, liegen außerhalb ihres ängstlich behüteten Herzenserlebnisses. Ihr Grübeln, wie diesen Schwie#igkeiten beizukommen wäre, hat noch zu keinem Ergebnis geführt. So flüchtet sie sich schließlich in die Hoffnung. daß ihr Sommerurlaub in Valerienruh“ die Lösung aus allen Verwicklungen und Wirren bringen wird. Sie denkt an eine rückhaltlose Aussprache mit der Mutter. Ihr sicheres Empfinden läßt sie in dieser die erste Verti nle erblicken. Deshalb bewahrt sie auch vor ihren Freunden noch tiefstes Stillschweigen.(Fortsetzung folgt.! Westfalia Herne siegte in Wanne Preußen Wanne- Westfalia Herne 1:3(0:1) mutten die Märker auch diesen Sonntag eine hohe Niederlage hinnehmen, welche wohl kaum zu entschuldigen ist Nur mäßig war der Besuch bei diesem Treffen in Wanne. Es wurde eine ziemlich zahme Angelegenheit, weil der Gauligist sich nicht richtig ins Zeug legte. Die Gastgeber strengten sich zwar mächtig an, wurden aber immer noch sicher gehalten. Die Herner traten natürlich mit einer ziemlich geschwächten Mannschaft an. Sie hatten nur ihre Hintermannschaft komplett zur Stelle. In folgender Besetzung stellten sich die Herner vor: Sobota, Krüger, van Haren, Wischnewski, Niklas, Hans Klein, Joswiak, Sylken, Jankowski, Kroll, Kannacher. Obwohl sich diese Elf nicht sonderlich ausgab, konnte sie den Sieg sicherstellen. In der ersten Halbzeit kamen die Herner lediglich durch ein Tor von Sylken zur Führung. Nach der Pause erhöhte Kroll auf 2:0, dann kamen die Preußen zum Gegentor. Kurz vor Schluß stellte Kannacher mit einem Kopfball das Endergebnis her. Wie gesagt, das ganze Spiel war eine ziemlich zahme Angelegenheit. Preußen Wanne Res.— Westfalia Herne Res. 3:7. Wanne 11— Hansa Herne 3:0(1:0) Die Hanseaten trugen in Wanne ein Freundschaftsspiel aus und konnten sich gut behaupten. Die Niederlage gegen eine so starke Mannschaft wie die der 11er aus Wanne hat wenig zu besagen. Zur Halbzeit hieß es 1:0 für Wanne. Nach der Pause stellten diese den Sieg sicher. Spy Sodingen— Essen 99 3:7(1:2) Einen hervorragenden Gegner aus der Kruppstadt hatten die Sodinger verpflichtet. Leider traten sie selbst mit fünf Ersatzleuten an und hatten dadurch wenig Erfolgsaussichten gegenüber den Essenern. Diese hatten zur Halbzeit schon eine 2:1=Führung erzielt. Nachher kamen die Leute von der Hubertushöhe in Essen erst recht zur Geltung und fertigten ihre Gastgeber mit 7:3 ab. Ueberraschend gut in Form war die Essener Mannschaft, lange hatte man an der Mont=Cenis=Straße nicht mehr einen derart guten Gegner gesehen. Die 300 Zuschauer kamen jedenfalls voll auf ihre Kosten, wenn auch das Spiel der Sodinger nicht befriedigen konnte, so waren die Gastgeber umso besser. Viktoria herne— Gerta Recklinghausen 2:1(2:1) Auch dieses Spiel litt sehr unter dem heißen Maientag. Immerhin rafften sich beide Mannschaften zu geschlossenen Leistungen auf. Die Herner kamen gleich besser in Tritt und waren immer leicht im Vorteil. Erst in der 20. Minute war ihnen der erste Erfolg beschieden. Der Rechtsaußen Viktorias nahm eine Vorlage seines Mittelstürmers gut an und 1:0 stand die Partie. In der 28. Minute flankte der Herner Rechtsaußen gut herein und Viktorias Mittelstürmer sorgte für das 2:0. Durch ein Selbsttor der Herner kamen die Gäste zum Ehrentor, welche auch für den Rest der ersten Halbzeit besser zur Geltung kamen. In der 2. Halbzeit wurden die Herner mehr und mehr überlegen, aver zu Erfolgen kamen sie nicht. In der 33. Minute mußte der Schiedsrichter von jeder Partei einen Spieler ermahnen. Der Gertaspieler aber ließ nicht locker, wurde unfair und sollte den Platz verlassen. Mit ihm ging eine undisziplinierte Mannschaft. Viktoria Herne 1. Jgd.— Gerta 1. Jgd. 711. Constantin Herne— UfL Herne 1:5(0:3) Schon am Vorsonntag horchte man auf, als der &aC Constantin in Langendreer hoch geschlagen wurde. Allgemein glaubte man an ein zufälliges Ergebnis. Das hat sich aber nicht bestätigt. Auf jeden Fall Unter der Hitze hatten beide Parteien zu leiden und beide Mannschaften hatten auch Ersatzspieler eingestellt. Vorbildlich war nur der Eifer der VfLer. Mit großem Elan gingen sie an den Gegner und hatten beim Seitenwechsel schon eine 3:0=Führung erzielt. Nach der Pause rafften sich die Märker etwas auf, konnten aber Den Sieg der Gäste nicht mehr gefährden, der ein großer Erfolg für die Horsthauser ist. Die Nation gelund machen und erhalten, ilt das Ziel der N. Werdet Mitglied! elund V.! Sodingens Zußballsugend flegte weiter. Um die Gebietsmeisterschaft der H0-Fußballjugend. Spy Sodingen— Hoesch Dortmund 4:2(1:2) Vor einem zahlreichen Publikum stieg dieses H3Fußballspiel um die Gebietsmeisterschaft von Westfalen. Wiederum gelang es den Sodingern, sich eine Runde weiter zu kämpfen. In der 10. Minute gingen sie durch ihren Mittelstürmer in Front, der Rechtsaußen hatte scharf aus Tor geschossen, der gegnerische Torwart wehrte zwar ab, mußte aber den Nachschuß passieren lassen. Drei Minuten später kamen die Dortmunder durch ihren Halbrechten zum Ausgleich und fünf Minuten vor der Pause verhalf ihnen ein Selbsttor der Sodinger zur Führung. Nach der Pause legten die Sodinger mit Wind und Sonne mächtig los. In der 10. Minute kamen sie durch Handelfer zum Ausgleich. Kurz darauf legte der rechte Läufer gut vor und der Mittelstürmer knallte zum Führungstor ein. Zehn Minuter vor Schluß erhöhte Sodingens Rechtsaußen auf 4:2, und damit war das Endergebnis hergestellt. Von den 33 Bannmeistern sind zur Zeit nur neun im Rennen. Zu ihnen gehört auch der Sportverein Sodingen. Eine Mannschaft bekommt nun das Freilos, die übrigen acht spielen am kommenden Sonntag untereinander. Das Endspiel kommt auf dem Gebietsfest der HI in Münster zur Durchführung. Hoffentlich ist der SpV Sodingen dabei zu finden. Jahresbilanz beim BSC 22 Herne Seine diesjährige Jahreshauptversammlung hielt gestern abend der Box=Sport=Club 1922 Herne bei gutem Besuch in seinem Vereinsheim Kolpinghaus ab. Gausportwart Pohle(Wanne=Eickel) war ebenfalls erschienen, da wichtige Punkte auf der Tagesordnung ständen. Der Vereinsführer des BSC 22, O. Tietze, begrüßte die Erschienenen und gab die Tagesordnung bekannt. Geschäftsführer P. Sennekamp verlas den Geschäftsbericht. Wenn es im Jahre 1937 durch den Abgang mehreree Kämpfer zum Arbeistdienst oder zu den Soldaten viele Schwierigkeiten gab, so konnte der Verein doch insgesamt zwölf Klubkämpfe aufziehen, von denen vier im eigenen und acht in fremden Ringen durchgeführt wurden. Bei allen Kampfabenden wurden zwar Ueberschüsse erzielt, die sich aber in kleinem Rahmen hielten. Außer in diesen Klubkämpfen waren die Herner Borer aber in zahlreichen anderen Kämpfen bei Nachbarvereinen, z. B. bei Schmeling Wanne=Eickel, Recklinghausen=Süd 28, BSK 19 Bochum, Herten 07/12 usw. beschäftigt. Theo Kubiak und Paul Röttger starteten zudem mehrmals für Sparta Nordhorn und kamen hier zu schönen Siegen. An den Meisterschaftskämpfen nahmen Kubiak, Röttger 1 und Hendzelek teil. Im Weltergewicht nahm Kubiak erfolgreich teil, er holte sich mit Siegen über Badzinski und Distelrath(BSK 19 Bochum) den Kreismeistertitel. Später vertrat er den Kreis Bochum im Mittelgewicht, wo er bekanntlich ebenfalls zur Meisterschaft kam. Hendzelek und Röttger 1 verloren gegen Gänserig(Polizei Bochum), der später Gaumeister im Federgewicht wurde. An kampffähigem Nachwuchs fehlt es leider heute im Verein. Dies liegt in erster Linie daran, daß wegen der Trainingsmöglichkeiten zu viele Schwierigkeiten zu überwinden sind. Die Turnhalle steht zwar den Kämpfern zur Verfügung, doch ist die Zeit von 18 bis 20 Uhr ungeeignet, da zu dieser die Mehrzahl der Kämpfer durch Arbeit unabkömmlich ist. Die Bemühungen des Vereinsführers um eine günstigere Regelung hatten noch nicht den gewünschten Erfolg, der sich aber hoffentlich bald einstellen wird. Der BSC 22 hat im Vorjahr den bekannten Trainer Theis(Bochum) wieder verpflichtet, um dem Nachwuchs entsprechend fördern zu können, so daß die Boxstaffel über kurz oder lang die frühere Schlagkraft wieder erhalten dürfte. Der Kassierer W. Schult gab dann einen ausführlichen Bericht über die Kassenverhältnisse des Vereins. Der Verein ist erfreulicherweise vollständig schuldenfrei und verfügt noch über ein Guthaben. Immekhin darf auch nicht übersehen werden, daß in Zukunft die einzelnen Veranstaltungen bedeutend höhere Unkosten erfordern werden, da man entweder stets auswärtige Kämpfer heranziehen, oder die eigenen Kämpfer in Urlaub kommen lassen muß. Die Kassenprüfer F. Kilian und W. Steppotat hatten die Kassenverhältnisse für gut und geordnet befunden, und so konnte der Vereinsführer den Kassierern und seinen übrigen Mitarbeitern Entlastung erteilen. Anschließend ernannte er dann seinen diesjährigen Mitarbeiterstab wie folgt: Stellv. Vereinsführer W. Nähle, Geschäftsführer P. Sennekamp, 1. Kassierer W. Schult; 2. Kassierer A. Nickel, Sportwerbewart W. Nähle, Trainingsleiter Trainer H. Theis, Kassenprüfer F. Kilian und W. Steppotat. Der Vereinsführer richtete dann noch einen Appell an alle Mitglieder, sich in Jukunft doch recht rege für die Werbung neuer Mitglieder einzusetzen. Sodann hielt er Rückschau über die geleistete Arbeit des BSC 22 in den Jahren von 1932 bis 1937. Er führte aus, daß sich der Verein im Gau Westfalen überall sehen lassen könnte, da er zu den führenden Vereinen des Gaues gehöre und stets Breitenarbeit geleistet und sich jederzeit für die Förderung des Boxsports eingesetzt habe. Daß wirklich Breitenarbeit geleistet sei, gehe daraus hervor, daß der Verein in dieser Zeit vier westfälische Gaumeister gestellt habe. Im Jahre 1932 war es Alfred Stratmann, 1933 Erich Bregenstroth, 1936 Arnold Richter und 1938 Theo Kubiak. Kubiak nahm in Frankfurt a. Main an den Deutschen Amateurvoxmeisterschaften teil und konnte dritter Deutscher Meister werden, obwohl sein Gewicht nicht besonders günstig gewesen sei. Der Box=Sport=Club 22 habe immer wieder neue Leute herausgebracht, während die übrigen westfälischen Vereine ebenfalls oft Gaumeister gestellt hätten, aber meistens mehrfach ein und denselben Spitzenkönner. Nachdem der Vereinsführer alle Kämpfer und Mitarbeiter zum restlosen Einsatz für den Borsport aufgefordert hatte, wurde der Punkt„Arbeitsgemeinschaft mit Schmeling Wanne=Eickel" aufgegriffen. Der Gausportwart Pohle, der Verantwortliche des BfK Schmeling Wanne=Eickel, machte interessante Ausführungen. Er trat für die Gründung eines Großvereins ein, der dann zwei Abteilungen— Herne und Wanne=Eickel— führen sollte. Die Hauptführung des Vereins solle von Herne aus erfolgen. Alle Anwesenden folgten diesen Ausführungen mit Interesse. Vereinsführer O. Tietze äußerte sich dahin, daß man über diesen Punkt noch später verhandeln und vorerst die Meinungen aus den Mitgliederkreisen prüfen müsse. Es wurde dann auch über einen Anschluß an einen Herner Sportverein gesprochen. Kampf dem Schlepperuniug! Hein sogenannter Möbelvorkauf mehr in Ihrer Wohnung durch Schlepper! Diese versuchen dann, Sie unter lockenden Versprechungen in irgendeinen Möbelladen zu schleppen, wo Sie geheimnisvoll bei strengster Verschwiegenheit angeblich billiger kaufen können, Geschenke erhalten, gratis Vergnügungsfahrten, Umzüge und sonst noch mehr. Schenken kann Ihnen niemand etwas, Sie zahlen am Ende doch alles mit. Dabei sind diese Machenschaften laut Gesetz verboten! Mébelkäufer! Behalten Sie doch Ihre eigene Entschlußkraft. und kaufen Sie Ihre Möbel ohne Zwang, nach Ihrem Willen und Ihrer Entscheidung in einem Möbelgeschäft, das Ihnen als zuverlässig und solide bekannt ist, außerdem jahrelange Garantie für die gekautten Möbel zu leisten im Stande ist. Solche Möbelgeschäfte belästigen Sie auch nicht mit Schleppern in Ihrer Wohnung. Eine gutbekannte Adresse für Ihren Möbeleinkauf ist die Firma HERNE Bahnhofstraße 3 WANNE - Hindenburgstraße 251 Ausstellung über 200 Zimmer Spezlalabteilungen: Herde, Oefen, Gaskühlschrönke, Waschmaschinen, Nähmaschinen, Hinderwagen, Fahrräder Günstige Zahlungsweise in jeder Hinsicht. Annahme von Bedarfsdeckungsscheinen der Ehestandsdarlehen und Kinderbeihilfen. Angeschlossen der Wirtschaftshilfe für Kriegsbeschädigte und Sozialrentner. 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Durch Simon und Rosche kamen die Herner zu einer 3:1=Führung, ein Gegentor der Post war fällig, aber Bodenstein stellte den alten Abstand wieder her. Die Post glich sogar nochmals aus, aber Simon sorgte für das Halbzeitergebnis. Nach der Pause machte sich das Tempo der ersten Halbzeit bei den Postsportlern sehr bemerkbar. Die Herner zogen durch Kaminski, Rosche, Simon auf 9:4 davon. Wieder war ein Gegentor der Postler fällig. Dann folgten drei weitere Tore der Herner durch Bodenstein, Rosche und Simon, und das 12:6 folgte aus einem weiterem Gegentor der Postler. Damit müßte der vierte Recklinghäuser Verein eine zweistellige Niederlage hinnehmen. Westfalia Herne 1. Jgd.— Post Recklingh. 1. Jgd. 9:2(2:0). Die Westfalia=Jugend konnte zu diesem Spiel komplett antreten uno zeigte ihre alte Form. Die Leute, welche noch am Vorsonntag in der Führerschule waren, wirkten erstmalig wieder mit und der Gegner wurde einwandfrei abgefertigt. Es ist nur bedauerlich, daß diese Kräfte am Vorsonntag zum Bannspiel nicht zur Verfügung standen. Turnklub Wanne— Herner Turnklub ausgef. Handball-Städtespiel: Wanne=Eickel— Dortmund 3:7(2:1) Aus amtlichen Bekanntmachungen In unser Handelsregister, Abt. B. Nr. 214—. Firme Wissmann, Gesellschaft mit beschränkter Haftung in Herne— ist am 13. Mai 1938 folgendes eingetragen worden: Die Firma ist geändert und lautet jetzt:„Wollstein=Gesellschaft mit beschränker Haftung.“ Amtsgericht Herne. Hauptschriftleiker: Dr. Leo Reiners. Herne, z. It. beurl. Stellv. d. Hauptschriftl. Jos Möller, Herne. Verantwortlich für Politik Dr. Arkhur Ruppert, Gelsenkirchen; für Kommunalpolitik und Lokales Dr., Leo Reiners, Herne, z. It. beurlaubt; Stellvertreter für Kommunalpolitik und Lokales Josef Möller, Herne; für Unterhaltung Franz Bruns, Gelsenkirchen; für Sport Jos. Möller, Herne: für Anzeigen Josef Röttsches. Herne. Bildverantworkliche: Ressortleiter. Beiträge sind an die Schriftleitung(Herne, H.-Göring-Str. 8) nicht an ihre einzelnen Mitglieder zu richten. D. A. IV. 38 über 3500.— Druck und Verlag Koethers& Röttsches, Herne. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 5 gültig.— Mengenstaffe! E. wird immer größer, wenn Sie ein schlechtsitzendes Bruchband tragen. Es kann auch Brucheinklemmung entstehen. Fragen Sie Ihren Arzt. Ein Unterleibsbruch ist bicht ein Riß in der Netzhaut, sondern stellt eine Bauchtellausstülpung dar und ist besserungsfähig. Viele Bruchleidende haben sich mit Hille meiner Spezielausführuhgen sogar geheilt. U. a. schreibt Herr Grahn:„Teile Ihnen mit, daß mein doppelseitiger Leistenbruch trotz meines Alters von 62 Jahren durch das Tragen Ihrer Bandage vollkommen geheilt ist, ich habe nichts gegen die Verötientlichung des Dankschreibens. Friedrich Grahn, Bauer, Kahlau, Kreis Mohrungen Ostpr den 1. Juni 1937.“ Weshalb wollen Sie sich weuter quälen? Kommen Sie zu mir. Sie werden überrascht sein, wie leicht und bequem sich Ihr Bruch zurückhalten läßt ohne starren Eisenbügel, von RR 15,— an. Wein Vertreter ist kostenlos zu sprechen in: Herne. Mittwoch, 18. Mai, v. 8—12 Uhr im Hotel Schlenkhoft. Wanne-Eidhel. Mittwoch, 18. Mai. v. 1—3 Uhr im Hotel Westtälischer Hol K. Rufling, Spezial-Randagist, K ölm, Richard-Wagner-Str. 15 Geranien Petunlen Lobellen Ib Montag. 16. Mai Verkauf in der Gärtnerei Tomaten Sellerie Blumenpflanzen Dienstag, den 17. Mai auf dem Wochenmarkt. Gartenbau Leister Ecke Saar- und Horst-Wessel-Straße, Ruf 51361 Fahrräder Nähmaschinen. 2-ZimmerWohnung zum 15. 6. zu vermieten. Zu erfr. Braun, Mt.=Cenisstr. 309. Frdl. möbliertes Zimmer — Stadtm.(BahnHausgehilfin jüngere— Ansängerin, sucht Frau Filges Bielefeld T hielenstraße 4 Lest und verbreitet den Herner Anzeiger in großer Auswahl 1 Koethers a Röftsches Anzeiger.(1534a#s kermaan-Gering-Srere Gem Brannthalk kohlens. 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