erner Druck u. Verlag: Koethers& Röttsches, Herne. Bevelstr.§. neden der Hauptpost Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn= und Feiertage. Bezugspreis dalbmonatl. Mk. 1.08, monatl. Mk. 2.15, frei ins Haus gebracht.; Porscheckkonto: Dortmund 1907." Verantwortlich für den redaktionellen Teil: Or. Leo Reiners, für den Anzeigen- u. Reklameteil: Carl Bartels in Herne. Kreisanzeiger für den Stadtkreis Herne Sodinger Anzeiger„ Gerther Anzeiger Kostenlose Anfallunterstützung von Mk. 250.— bei ködlichem Berufsunfall nach Maßgabe besonderer Bedingungen, die in unserer Geschaftsstelle erhältlich sind. Anzeigenpreise: 1 mm Raumböbe lokal 7 Pfg., auswärts 8 Pfa., Arbeits und Wohnungsmarkt 6 Pfa. 1 mm Raumhöbe, im Reklameteil 30 Pfa Der aus die Inserate eingeräumte Nachlaß oder Kassaskonto wird be# Konkursen und gerichtlicher Klage binsällig. 2 Jernsprech Anschluß: Sammel Rummer 62561: Telegramm-Adresse: Anzeiger Herne. Nr. 67(Erstes Blatt) Montag, den 20. März 1933 28. Jahrgang Notverordnung der Reichsregierung über Maßnahmen auf dem Gebi et der Finanzen, der Wirtschaft und der Rechtspflege 7U. Berlin, 18. März 1933. Der Reichspräsident hat auf Vorschlag der Reichsegierung unter dem 18. März eine Notverordnung über MRaßnahmen auf dem Gebiete der Finanzen, der Wirtschaft und der Rechtspflege erlassen, die u. a. Aenderungen des Besoldungsgesetzes. eine Aufwertung der Bürgschaftsschuld des Deutschen Reiches für die deutschen Schutzgebietsanleihen. Maßnahmen auf dem Gebiete der Zollverwaltung. Maßnahmen auf dem Gebiete der Steuerverwaltung. Maßnahmen zur Arbeitslosenhilfe, eine Aenderung des Münzgesetzes, die Ergänzung einiger Vorschriften des Bürgerlichen Gesetzbuches über die Zwangsversteigerungen. Vorschriften über die Zuziehung von Hilfsrichtern zum Reichsgericht, eine Aenderung der Rechtsanwaltsordnung, eine Verlängerung des Pächterkreditgesetzes, Maßnahmen betr. die Einrichtung von Ausgleichskassen, 30 Millionen für die Stützung mittelständischer Kreditinstitute. Maßnahmen betr. die Zulassung der Wertpapiere der deutschen Reichsbahngesellschaft zum Börsenverkehr und Vorschriften über die Enteignung auf dem Gebiet des Städtebaues und des Baues von Wasserstraßen enthält. Kapitel 1 sieht Aenderungen des Besoldungsgesetzes vor. deren wichtigste die Verlängerung der Frist der Gehaltskürzungen der 1., 2. und 3. Gehaltskürzungsverordnung bis zum 31. März 1934 vorsieht. Bekanntlich galten diese Gehaltskürzungen bisher nur bis zum 31. Januar 1934. Weiter werden die Vorschriften über die wegfallenden Planstellen bis zum 31. März 1936 verlängert. sowie die Möglichkeit zur Erleichterung des Erlasses von Durchführungsbestimmungen für die Notverordnung vom 6. Oktober 1131 schaffen. Kapitel 2 und 3 sehen Aenderungen auf dem Gebiet der Zollverwaltung vor. wie Maßnahmen zur Bekämpfung des Schmuggels, Aenderungen des Gesetzes über das Branntweinmonovol, die auf die Erhöhung von Zwangsbeimischung von Spiritus zu Treibstossen zurückgehen, sowie einige Vorschriften zur Aenderung des Salzsteuer=Gesetzes Kapitel 4 bis 8 sehen eine Reihe von Maßnahmen auf dem Gebiete der Steuerverwaltung vor. Die Einkommensteuerbelastungen(Krisensteuer usw.). die in den letzten Jähren eingeführt wörden sind, werden für die Einkommensteuerveranlagung für das abgelausene Jahr 1932 in den allgemeinen Tarif hineingearbeitet. Daneben bleiben nur die Abgaben zur Arbeitslosenhilfe und die Zuschläge für Aussichtsratsmitglieder bestehen. Aus einer der Verordnung beigefügten Tabelle geht hervor, daß die Familienermäßigungen neu geregelt werden und daß von der Krisensteuer Gehaltsbezüge bis zu 16 000 Reichsmark befreit sind. Weiter werden die Verrechnungen mit den Ländern und die Biersteuer neu geregelt. Die Vermögenssteuer, die Erbschafts= und Grund vermögenssteuer für 1933 wurden bisher auf Grund der Vermögensbewertung nach dem Stand vom 1. Januar 1931 erhoben. Hier wird die für 1932 bereits bestehende Regelung übernommen, wonach eine Ermäßigung der Vermögenesteuer um 20 v. H. infolge der entstandenen Vermögen sverluste berechnet werden. Entsprechende Maßnahmen sind für die Erbschaftssteuer und die Grund erwerbssteuer vorgesehen. Für die Erhöhung der Realsteuern besteht bisher eine Sperre für das Rechnungsjahr 1932, die am 31. März abläuft. Da eine Erhöhung der Realsteuern für die Wirtschaft unerträglich sein würde, werden die Vorschriften bis zum 31. März 1931 verlangert. Dafür wird den Ländern die Möglichkeit gegeben, auf dem Gebiete der Filial= und der Warenhaussteuer Erhöhungen vorzunchmen. Weiter werden Vorschriften über die Grundsteuer und die Gewerbesteuer getroffen. Die Notverordnung schreibt eine Erstarrung der Grundsteuer in der bisherigen Höhe bis zum Ende des Rechnungsjahres 1938 vor. Auch im Gewerbesteuerrahmengesetz werden einige Einzelheiten geändert. So soll die Freigrenze bei freien Berufen auf 4500 RM. erhöht werden können. Auf eine in einer Gemeinde entrichtete Lohnsummensteuer soll die Gewerbesteuer angerechnet werden, die auch den fiktiven Ertrag umfaßt, der auf 5 v H. ermäßigt werden kann. Sodann wird eine Reihe von Vereinfachungen im Steuerverfahren vorgesehen. wonach den Steueraussaussen bei den Finanzämtern in Zukunft Vertreter der Gemeinde nur dann angehören sollen, wenn die Gemeinde mindestens 2000 Einwohner(bisher 300) hat. Weitere Vereinfachungsmaßnahmen dienen dann der Dezentralisation. Das Landesfinanzamt braucht in Zukunft nicht mehr mitzuwirken bei Steuerstundungen auf mehr als ein Jahr usw. Ferner wird die Rechtsbeschwerde gegen Urteile der Finanzgerichte auf Fälle von über 500 RM. beschränkt. Die Kapitel 9 bis und 19 sehen Maßnahmen zur Arbeitslosenhilfe vor. die Ueberschüsse anderer Zweige der Arbeitslosenhilfe zu verfügen, wird auch für dieses Rechnungsjahr gegeben. Eine weitere Ermächtigung zu verwaltungsmäßigen Eingriffen wird ebenfalls für den gleichen Zeitraum verlängert. So wird die Wohlfahrtshilfsverordnung auch auf das Rechnungsjahr 1933 ausgedehnt. Kapitel 10 enthält Die„Ermächtigung für die Reichsregierung, über Ueberschüsse der Arbeitslosenversicherung zugunsten 1. Gott ruft die Nationen der Welt, in dieser Zeit!, 4. Das christliche Volk soll beten, daß durch diese als eine Familie zu leben. Mittel die Treue gehalten, das Vertrauen wieder2. Der Völkerbund ist das beste verfügbare Mittel, hergestellt und der Krieg verhindert werde. um die Grundsätze der Lehre Christi zur Beendigung des Die Versammlung setzte einen Ausschuß ein, um soKrieges, zur Schaffung von Gerechtigkeit und zur Förde= fortige Schritte für einen pazifistischen Feldzug unter rung des Friedens anzuwenden. den Christen Englands zu eroffnen und eine entsprechende 3. Die Anwendung dieser Grundsätze ist gegenwärtig Zusammenarbeit unter allen Christen der Welt herbei die einzig praktische Politik. zuführen. Englisch=russische Spannung England droht mit diplomatischem Bruch Aenderungen des Münzgesetzes, ermöglicht. Ein=Mark=Stücke aus Nickel zu pragen und Füns=Mark=Stücke in kleinerer Form neu heraus zu bringen, unter Erhöhung der jetzigen Legierung von 500 auf 900 Feinsilber. Auch Zwei= und Drei=Mark=Stücke sollen bei dieser Gelegenheit geändert werden. Die DreiMark=Stücke werden außer Kurs gesetzt und eingezogen. Kapitel 11, 12 und 13 sehen einige Rechtsmaßnahmen vor. Die Vorschriften für Mündelgelder. die Hinterlegung von Wertpapieren und die Befreiung von der Bietungs=Sicherheit gilt reichsgesetzlich künftig auch für die deutsche Zentralgenossenschaftskasse und die Deutsche Girozentrale(Deutsche Kommunalbank). Die Bestimmungen über die Zuziehung von Hilfsrichtern zum Reichsgericht werden verlängert. Die Aenderungen der Rechtsanwaltsordnung sehen vor, daß in Fällen von Ehrengerichtsverfahren gegen Rechtsanwälte das Ehrengericht Vertretungsverbote verhängen kann. Kapitel 14 sieht eine Verlängerung des Pächterkreditgesetzes vom 9. Juli 1926 um 10 Jahre vor, Kapitel 15 schafft Vorschriften gegen die sogenannten Ausgleichskassen. Hiernach sind Satzungsbestimmungen und Vereinbarungen, nach denen über Guthaben durch Ueberweisung, nicht aber durch Barabhebung verfügt werden kann, insoweit nichtig, als sie die Barabhebung aufheben. Kapitel 16 sieht vor. daß für die gewerblichen Kreditgenossenschaften 30 Millionen Mark Stützungsgelder gegeben werden sollen. In diese Aktion sollen auch die sogenannten Mittelstandsaktionsbanken einbezogen werden. Kapitel 17 bestimmt, daß die Anleihen und Vorzugs aktien der Reichsbahn=Gesellschaft von den Kosten und Umständen des üblichen Zulassungsverfahrens entbunden werden. Kapitel 18 sieht vor. daß die Vorschriften über die Entschädiaunaspflicht und den Rechtsweg bei Eineignungen auf dem Gebiet des Städtebaues vom 5. Juni 1931, die am 31. März 1933 ablaufen, um zwei Jahre verlangert werden. Moskau, 19. März 1933. Die Telegraphen=Agentur der Sowjet=Union veröffentlicht folgende Mitteilung: Am 16. März besuchte der englische Botschafter Sir Esmond Ovey den Volkskommissar des Aeußern, Litwinoff. und setzte ihn in Kenntnis von der Erklärung Baldwins im Unterhaus über die Verhaftung mehrerer Vertreter der englischen „Metro=Vickere“, wobei Sir Esmond Ovey die Feststellungen der erwähnten Erklärung ausführlich erläuterte. Litwinoff erteilte dem Botschafter folgende Antwort: Die Ansprüche des englischen Botschafters im vorliegenden Falle laufen tatsächlich auf den Vorschlag hinaus, alle britischen Bürger der sowjetistischen Rechtsprechung zu entziehen und ihnen Straflosigkeit für beliebige Vergehen und Verbrechen zu sichern oder darauf, daß im Falle der Beschuldigung irgendeines Engländers wegen eines Verbrechens die Untersuchung sofort eingestellt werde. und zwar ungeachtet vorliegender Informationen und Beweise und sogar eigener Aussagen der Verhafteten, wenn nur ihre Regierung ihre eigene Ueberzeugung von der Unschuld der Beschuldigten zum Ausdruck bringt. Es genügt, diese Vorschläge zu sormulieren, damit ihre Unannehmbarkeit und die Unmöglichkeit, darüber auch nur zu diskutieren, für jede Regierung eines unabhängigen Landes augenscheinlich werden. Wenn Berichte und Beweise über von irgend jemandem verübte Verbrechen vorliegen, so sind die Organe, die die Befolgung der Gesetze und die Sicherheit des Staates überwachen, dazu verpflichtet, Maßnahmen zu unternehmen, um Verbrechen zu durchkreuzen und auf dem Wege der Untersuchung vorhandene Mitteilungen und Beweise zu prüfen. und nur auf diese Weise sind die Schuld oder Unschuld Festgenommener und auch die Gründe eines Verbrechens festzustellen. Dies ist das unvermeidliche Verfahren in allen Ländern. Verhaftungen von Ausländern kommen nicht nur in der Sowjerunion vor. # London, 19. März 1933. Die scharfe Erklärung Litwinoffs auf die englischen Vorstellungen zu der Verhaftung der 6 Engländer und die Ankündigung des gerichtlichen Vorgehens gegen diese unter dem Savorageartikel. der die Todes= strafe vorsieht, hat in englischen Kreisen Aufsehen erregt und die bereits bestehenden äußerst gespannten BeAm Europas Befriedung Macdonalds Besuch in Rom Ein Mussolini=Plan zur Verständigung Der amtliche Bericht WTB. Rom, 19. März 1933. Ueber die englisch=italienischen Besprechungen ist heute folgendes amtliches Kommunique ausgegeben worden: „Der italienische Regierungschef hat am Samstag von 18 bis 19,30 Uhr im Palazzo Venezia und am Sonntag von 14.30 bis 16 Uhr in der englischen Botschaft mit dem englischen Ministerpräsidenten Macdonald und dem Außenminister Sir John Simon Besprechungen gehabt. Nach einem ausgedehnten und erschöpfenden Gedankenaustausch über die allgemeine Lage wurde bei diesen Unterredungen ein Plan zur Verständigung über die politischen Hauptfragen geprüft, der vom italienischen Regierungschef vorbereitet worden war und die Zusammenarbeit der vier Westmächte vorsieht, mit dem Ziele, im Geiste des Rellogg=Paktes und der Erklärung über die „Richtanwendung von Gewalt“ für Europa und die Welt eine lange Friedensperiode zu gewährleisten.“ Zusammenarbeit der vier Westmächte TU. London, 19. März. Der den englischen Ministern in Rom vorgelegte Abkommensentwurf tragt den Titel: „Ein politischer Pakt der Entente und Zusammenarbeit zwischen den vier Westmächten.“ Der Vertrag enthält acht bis neun Artikel. Die vier westlichen Mächte sind England, Frankreich, Deutschland und Italien. Der Wortlaut legt die gesamte politische Zukunft Europas fest und erkennt alle bestehenden Vertragsverpflichtungen einschließlich des Locarno=Vertrages erneut an, ohne aber England auf neue Verpflichtungen jestzulegen. Außerdem wird ein fünfjähriger Rüstungsund politischer Wassenstillstand vorgeschlagen. In einer Klausel des Vertrages wird gesagt, daß eine Revision der Friedensverträge nur durch die Maschinerie des Völkerbundes vorgenommen werden kann. Diese Bestimmung ist mit Rücksicht auf Frankreich eingesetzt worden. Die Unterzeichnung des Vertrages würde nach Ansicht Mussolinis die politische Atmosphäre Europas klären und den Erfolg der Weltwirtschaftskonferenz sicherstellen. Der ursprüngliche Vertragsentwurf war sowohl dem französischen Botschafter de Jouvenel wie dem deutschen Botschafter von Hassel vorgelegt worden. Man rechnet in Rom damit, daß Daladier nach Rom kommt, um diesen Pakt zu unterzeichnen. Bei dieser Gelegenheit will Mussolini zu einer Vereinbarung mit Frankreich über die Flottenfrage gelangen. Sollte Kanzler Hitler nach Rom kommen, so würde dies geschehen, um den Mussolini=Plan zu studieren und zu erörtern und. falls er damit einverstanden ist, ihn gleichfalls zu unterzeichnen. Macdonald beim König und beim Papst 1: Rom, 19. März. Am Sonntagmorgen um 8 Uhr besichtigte Ministerpräsident Macdonald den Capitols= Platz. Dann begab er sich zum Colosseum. Um 11 Uhr wurde Macdonald vom König empfangen. Um 12,30 Uhr fand das Fruhstück bei Hof statt, an dem die englischen Minister und Mussolini teilnahmen. Am Abend um 7 Uhr waren die englischen Minister in Audienz beim Papst, und zwar wurde zuerst Macdonald allein in Privataudienz empfangen, dann Simon mit den übrigen Herren. Am späten Abend jand das Essen in der englischen Botschaft statt. ziehungen noch weiter verschärft. Die„Times“ nennen die Erklärung Litwinoffs„unverschämt". Verschnupft hat es auch, daß die Verhafteten nicht durch englische Juristen verteidigt werden dürfen. Die Andeutung Litwinoffs. die Engländer hätten bereits ein Geständnis abgelegt, wird ungläubig ausgenommen.„Morningpost“ will wissen daß die Verhafteten brutalen Verhörmethoden dritten Grades ausgesetzt würden, um ihnen ein Geständnis abzupressen Die russischen Behörden haben jeden weiteren Besuch des englischen Botschafters oder englischer Botschaftsbeamter bei den Verhafteten abgelehnt. In London wird die Ansicht vertreten, daß die russische Diplomatie anscheinend der GPU. gegenüber, die die Verhaftungen veranlaßt hat. hilflos sei. Der englische Dominienminister Thomas nahm am Freitag als erster englischer Regierungsvertreter in einer sehr scharfen Weise öffentlich zu der Verhaftung der Engländer Stellung. Er kenne nichts, was die englisch Meinung mehr in Aufregung versetzt hube als diese An gelegenheit. Es handele sich um angesehene und harm lose englische Staatsangehörige. Ganz England werd ihm in der Ansicht zustimmen, daß man englische Staats angehörige für Fehlschläge amtlicher russischer Plännicht verantwortlich machen dürfe. Möglicherweise woll die russische Regierung durch eine Verwicklung in aus wärtige Schwierigkeiten die Aufmerksamkeit von innerpolitischen Angelegenheiten ablenken, wodurch sich aber in England niemand täuschen lassen werde. Man dürfe nicht annehmen, daß die Handels= und diplomatischen Beziehungen zwischen England und Rußland fortgesetzt werden können, wenn englische Staatsangehörige derartiger Tyrannei ausgesetzt würden. Neuer britischer Schritt in Moskau Moskau, 19. März. Der britische Botschafter sprach erneut im Außenkommissariat vor und teilte dem Stellvertreter des Außenkommissars mit, daß die Erklärung Litwinows über die Gründe der Verhaftung der britischen Staatsangehörigen von der englischen Regierung als unbefriedigend und unzureichend bezeichnet werden müsse. Am Montag wird den englischen Staatsangehörigen im Gefängnis die Anklageschrift überreicht werden. Es drohen ihnen schwerste Strafen bis zur Todesstrafe. „Es ist die Zeit zu handeln“ Das Geld=, Bank- und Kreditwesen Gegen den Krieg Kundgebung englischer Kirchenführer London, 19. März. In der Westminster=Abtei sand am Freitag eine Kundgebung von 50 englischen Kirchenführern christlicher Konsession statt, um eine gemeinsame Aktion gegen den Krieg einzuleiten. Die Kirchenführer gaben eine aus den vier folgenden Punkten bestehende Erklärung an die Oeffentlichkeit ab: Dr. Schacht im Rundsunk Reichsbankpräsident Dr. Schacht hielt am Samstagabend im Rundfunk eine Ansprache, die über alle deutschen Sender übertragen wurde. Der Reichsbankpräsident erklärte: „Es ist heute nicht mehr die Zeit für lange Reden. Es ist die Zeit zu handeln. Sie werden es deshalb verstehen, wenn ich mich bei meiner heutigen Ansprache auf einige kurze Sätze beschränke. Das Geld=, Bank= und Kreditwesen ist keine Angelegenheit, die nach irgendwelchen mathematischen Regeln ein Sonderdasein führt, sondern ist in stärkstem Maße mit den Interessen der nationalen Wirtschaft und damit des gesamten Volkslebens verwoben. Es ist deshalb nicht möglich, eine Notenbank zu leiten, ohne mit den politischen Grundsätzen der Regierung im Einklang zu sein. Aus Meinungsverschiedenheit über die nationalen Grundlagen der gesamtpolitischen Führung habe ich vor genau drei Jahren mein Amt als Reichsbankpräsident niedergelegt. Die Befürchtungen, die ich damals gehegt habe, haben sich leider erfüllt. Willkürliche Beeinflussung von außen her hat den, durch die falsche Auslandsanleihepolitik an sich schon geschwächten Wirtschaftskörper Deutschlands in solchem Maße ausgedörrt, daß die Rückwirkungen davon nicht nur im deutschen Volke selbst, sondern auch im internationalen Wirtschaftsleben schwer fühlbar geworden sind. Als ich vor drei Jahren aus der Reichsbank schied, stand die Bank mit rund 3.3 Milliarden eigenem Gold und Devisen da. Heute beträgt der eigene Besitz der Reichsbank an Gold und Devisen nur den neunten Teil danon. Der Zusammen bruch der Oesterreichischen Kreditanstalt Mitte Mai 1931 war die bewußt herbeigeführte Folge einer gegen Deutsch= land gerichteten Politik. Ihr folgte in Deutschland die Kündigung naheza aller kurzfristigen Auslandskredite seitens der ausländischen Geldgeber! Von jenem Ereignis bis heute hat die deutsche Voltswirtschaft rund 10 Milliarden Reichsmark an das Ausland zurückgezahlt. Das ist ein Aderlaß von so unerhörtem Ausmaß, daß er auch auf eine weniger verarmte Volkswirtschaft, als es die deutsche nach dem Kriege ist, verheerende Folgen ausüben mußte. Solche Riesenzahlungen haben uns dennoch nicht vor einer zwangsweisen Regelung unseres Zahlungsverkehrs mit dem Ausland bewahren können. Diesem Kontrollzwang allein verdanken wir es, daß die Wertbeständigkeit der Mark aufrechterhalten worden ist. Die Entziehung von 10 Milliarden Mark in einem Zeitraum von weniger als zwei Jahren hat den Schrumpfungsprozeß der deutschen Wirtschaft erheblich verschärft. Die Aufgaben für eine nationale Rotenbank= politik ergeben sich daraus von selbst. Wir werden jeden möglichen Weg beschreiten müssen, um die Reichsbank wieder mit Gold und Devisen anzureichern. Solange die internationale Welt fortfährt, sich unseren Waren zu versverren, werden wir eine starke eigene Initiative für die Erreichung dieses Zieles nicht entbehren können. Dabei darf das Ausland versichert sein, daß wir unsere kommerziellen Schuldverpflichtungen in vollem Umjange anerkennen. Ich hosse aber, daß die übrige Welt gemeinsam mit uns den internationalen Zahlungsverkehr wieder in Gang bringen wird, ohne den auch der Warenverkehr nicht wieder in Gang kommen kann. Solange indessen die Neigung. unsere Warenexporte aufzunehmen, in der Welt so gering ist wie jetzt, oder sogar sich noch verringert, werden wir nicht umhin können, der Pflege des inländischen Marktes eine weit stärkere Beachtung zu schenken als bisher. Wo immer sich produktive Möglichkeiten in Deutschland ergeben, sei es in der Landwirtschaft, sei es im Gewerbe wird die Reichsbank Hilfsstellung geben. Gerade der Initiative und Verantwortung des einzelnen kleinen Geschäftsmannes. Fabrikanten. Landwirts und Unternehmers wird jedes mogliche Entgegenkommen gezeigt werden müssen, nachdem die Ueberorganisation und Bürokratisierung der großen Konzerne nicht nur soziale, sondern auch so manche wirtschaftliche Nachteile ans Licht gebracht hat. Die künftige Währungspolitik wird ihrer Aufgabe, die Wertbeständigkeit der Mark zu erhalten, unverandert treu bleiben. Aber sie wird mit größtem Nachdruck darauf ausgehen, diese Wertbeständigkeit wieder organisch in einer kraftvollen Wirtschaft zu verankern. Die gleiche Willensrichtung von Reichsregietung und Reichsbank wird ein einheitliches Zusammenarbeiten im gesamten Finanz=, Bank= und Kreditwesen sowohl bei den staatlichen wie gegenüber den privaten Stellen gewährleisten. Große Arbeit steht hier bevor. An diese Arbeit wollen wir jetzt herangehen zum Wohle unseres arbeitenden und arbeitswilligen Volkes.“ Schacht im Urteil der internationalen Bankkreise CNB Berlin, 19. März, In internationalen Bankkreisen ist die Ernennung Dr. Schachts zum Präsidenten der deutschen Reichsbank mit großem Interesse zur Kenntnis genommen worden. Ganz allgemein wurde der Auffassung Ausdruck verliehen, daß die Wiederbetrauung Dr. Schachts mit dem Amt des Reichsbankpräsidenten. sowohl vom Standpunkt des Inlandes als auch des Auslandes gesehen, stark deruhigend wirken dürfte. Die bekannte konservative Einstellung Dr. Schachts in allen Fragen der Wirtschaft sowie seine reiche Erfahrung auf dem Gebiete des nationalen und internationalen Bankwesens dürften die Gewähr bieten, daß eine Ipflation schon Auskunft über die Adschton der geben konnen, da die Besprochung mit dem Reichskanzler vorausgegangen sein dürfte und, daß die Reichemar! avil bleiden wird * Lutder deutscher Votschafter in Washingten se u e Referungen des deufschen Borufobechrrennrms Dech. gehalten Der Reschsbund der hoheren Beamten kann für sich und seine Mitglieder in Anspruch nehmen, die alten Tugenden des deutschen Beamtenzums. Lauterkeit, Pflichttreue und Hingabe an das Vaterland. durch cwere Jahre hindurch gereitet zu daben. Hierdurch hat er an seinem Teil grundlegende Vorardeit für den Li Lueber zum deutichen Botschafter ist von der amerika nien Regierung erteilt worden Die Ernennung Dr. Luthers zum Botschafter hat überall einen ausgezeichneten Eindruck gemacht Der Name Dr. Luthers ist in ganz Amerika gut bekannt und seine offene und energische, dabei aber versohnliche Art im internationalen Verrehr. ist sowohl im Staatsdepartement als auch in der Wasdingtoner Presse ruhmend hervorgehoben worden. Angesichts der Nervosität, die hier über die gespannte außenpolitische Lage Europas herrscht, hat die Berufung des Unterzeichners des Locarno=Paktes auf uinen wichtigen Posten in den Verenngen Staaten eine besondere Beruhigung dervorgerufen Pramts dchr unch mautel ce Pr. v. vi.. V. u Aag, ung Slast Numen Ain mut ehen Preiten Po Larien, nax Dis naflonal. .. Leduzen Paamien Vertrauen entgegen. Regierung den bon###r.— Rolt und Baserlanb anPricgt vue iu dus We) v., der Gagenwort erheische: gesichts der schweren Aufgaden der Gege TU. Müncen, 19. Marz. Haldamtlich wird mit geteilt:„Reichskanzler Hitler wird am Montagfruh mi! Sonderflugzeug nach Berlin zurückkehren. Die Verhand lungen wegen der Regierungsbildung in Bayern wur den am Sonntagabend zunachn abgebrochen und die zu: Beendigung der kurzen Tagungsperiode des Reichotages vertagt.“ Verhandlungen mit dem Zentrum? VDr Berlin, 18. Marz. Wie das Büro der Deutschen Zeizungsverleger aus parlamentarischen Kreisen erfährt, ir für Montag eine Besprechung Hitlers mit den Füh igen der Reichstagsfraktionen des Zentrums und der Bover Volkspartei in Aussicht genommen. Der Reichskanzler dürfte die Absicht haben, das Zentrum darüber zu insormieren, wie sich die Regierung den Verlauf der Reichstagssitzungen denkt. und welche Gegenstände sie beraten und erledigt zu sehen wünscht. Ob auch andere politische Fragen zur Erorterung kommen, steht noch nicht fest. Der wichtigste Gegenstand der Verhandlungen zwischen Regierung und Zentrum wird demnach das von der Regeerung gewunschte Ermächtigungsgesetz Annahme oder Ablehnung dieses Gesetzes konnte man sich natürlich bisher in Zentrumskreisen noch nicht clüssig werden, da man den Umfang der beabsichtigten Ermächeigung für die Reichsregierung noch nicht kennt. Die Jentrumsfraktion des Reichstages tritt am Montagnachmittag im Reichstagsgebäude zu ihrer ersten Sitzung ziammen. Voraussichtlich wird ihr Parteiführer Dr. Kaas in seinem Bericht über die politische Lage Vor Neubenennung Berliner Straßen CRV. Berlin, 19. Marz 1983. Wie wir erfahren, dürften. nachdem in zahlreichen anderen Stadten Straßenumbenennungen vorgenommen worden sind, auch in Berlin in nächster Zeit Neubenennungen einer Reihe von Straßen zu erwarten sein. Diese Neudenennung wird erfolgen vom Berliner Polizeipräsidenten im Einvernehmen mit dem Magistrat und dem preußischen Ministerium des Innern. Es wird daran gedacht, besonders der Friedrich=EbertStraße und der Stresemannstraße neue Namen zu geben. ferner den Play der Republik wieder in Königsplatz umzudenennen und dem Bülow=Platz. an dem das HorstWessel=Haus, das frühere Karl=Liebknecht=Haus, steht. den Namen Horst=Wessel=Plaz zu geben. Ferner dürften repräsentative Straßen nach dem Reichspräsidenten und dem Reichskanzler benannt werden wobei man von dem Brauch abgeht, Straßen nicht nach lebenden Perionen zu benennen s wird dazu von österreichischer Seite vorgeschlagen der Stresemann=Straße nicht wieder den Namen Königgräger=Straße. sondern Osterreichische Straße zu geben womit die Verbundenheit zwischen Deutschland und Oesterreich, dem Heimatlande des Reichskanzlers Adolf Hitler, besonders betont wurde. Ferner werden vermutlich in einem Neubauviertel eine Reihe von Straßen nach den Namen gefallener Berliner SA=Leute benannt werden im Gedenken daran, daß sie für die Erringung des Sieges der nationalsozialistischen Bewegung in Ber lin ihr Leben gaben. Amfangreiche Waffenund Munitionsfunde in Limbach 7I. Limdach d. Chemnig, 19. März. Bei don Hausuchungen, die in den letzten Tagen in Limbach durchgeführt wurden wurden u. u. 20 Revolver entdeckt und beschlagnahmt. In der Nahe der Siedlung„Am Quirl= dusch“ wurde eine Kiste mit einer Bombe und etwa 50 000 Schuß Munition gefunden. In einem Mietshaus des Bau= und Sparvereins fand man 6 Gewehre und etwa 1000 Schuß Munition sowie ein Maschinengewehrgloß. 4 Trommelrevolver und Handgranaten. Die Neu 7 ikanischen Präsidenter Sachen waren auf dem Dachdoden unter der Diele ver= dessen Anschlag auf den mit Schrauben gesichert war. Durch die auf X00]e P#l7. F#. 7##am Montag durch den elektrischer gefundene Bombe hätte ein ganzer Häuserdlock zerstort ewpiev. Avv Ver, Haiaten Leugtigt vird, snd varnich ter e: Ran vermutet, daß der Prand durch flug hervorgerufen worden ist. Zangara wird hingerichtet ∆ Baris. 19. März. Nach einer Meldung des vork Herald“ aus Miami wird der Jsaligneg Zazen: dessen Anschlag auf den amerikanischen Präside Opfer ges Stuhl hingerichtet werden. werden können. Im Zusammenhang mit diesen Funden wurde eine Reihe von Kommunisten verhaftet. Gie er.„„„llis Zehan-Schiln#e# sahlien, daß in der Kür in sogenannten gunfer=Terrer= Uebernahme des alten Emden=Schilbe: Gruppen gearbeitet worden sei und daß Unterricht im bevernühme—. Gebrauch von Waffen, in der Ausführung von Spreng= gus Kreuzer„Emben stoffanschlägen und in Straßenüberfällen erteilt worden!**0 sei. Den Teilnehmern an solchen Kursen war strenges! xr Wildelmshaben, 19. März. Auf dem gntn Stillschweigen auferlegt. Wer es brechen würde, sollte„Emden“ erfolgte heute vormittag die geseklicht„„., mit dem Tode bestraft werden. Die Rädelsführer sind gung und Uebernahme des Westfalen und Rheinland Eisweihung der Sportflughalle Ruhrgau 2 Essen. 19. März. Die im Luftfahrtverein Ruhrgau vereinigten Luftfahrtvereine weihten am Sonntagvormittag bei stromendem Regen die auf dem Flugplat Esen Mülheim errichtete Sportflughalle Ruhrgau. Die erwa 600 Quadratmeter große Halle, die nunmehr den Maschinen des Luftfahrtvereins Ruhrgau Unterkunft hietet, dürfte sich in der Folgezeit neben dem idealen Gelände des Flughafens auch als das starke Bindeglied der aufstrebenden Vereine erweisen. Zahlreiche Ehren galte und viel Flugsportbegeisterte waren zu den Einweihungsfeierlichkeiten, dem Zielpunkt der zu der Platettenfahrt der„Dela 1933“ gestarteten Autos und Motorräder, erschtenen. Die Jugend des Wuppertaler Vereins war in Starfe von 70 Mann sogar zu Fuß angeruckt. Die Deutsche Verkehrsfliegerschule Braunschweig war mit zwolf Maschinen nach Essen=Mülheim geflogen, ebense viele Maschinen stellten befreundete Luftfahrt vereine aus der naheren und weiteren Umgebung. so daß mit den Maschinen des Luftfahrtvereins Ruhrgau etwa 20 Flugzeuge auf dem Platz vertreten waren. Namens der Flughafen=Gesellschaft Essen=Mülheim übergab der Erbauer der Halle Stadoberbaurat Beigeordneter Brocke=Mulheim. diese mit einem herzlichen„Glück ab“ in die Obhut des Vereins. Dr. Schacht, der Obmann der Abteilung Motorflug vom Luftfahrtverein Ruhrgau, begrußte besonders den Vertreter des Danziger Vereins und wies darauf hin, daß der Flugsport auch ein Mittel zur Jugenderziehung und Erfullung unserer vaterlansischen Pflicht sei. Nach weiteren Glückwunschreden von Oberbürgermeister Dr. Schmidt=Mülheim, der für die Stadte Essen. Mülbeim. Langenberg=Neviges und Ober hausen sprach. Majol a. D. Noror fur die Deursche Lufthania und Hauptmann Keller jur die Deutsche Verkehrsfliegerschule Braunschweig taufte Beigeordneter Dr. Meurer=Essen das Segelflugzeug„Falke“ des Luftfahrtvereins Ruhrgau auf den Namen„Stadt Essen". Raubmord in Essen Essen, 19. Marz. Einem Raubmord fiel hier der Lotterieeinnehmer Volkening zum Opfer. Die Polizei fand ihn in seiner Geschäftsstelle an Handen und Füßen gefesselt ermordet auf. Volkening hatte eine klaffende Wunde an der Stirn. Man glaubt, daß die eigentliche Todesursache Ersticken ist, da Druckmale am Hals darauf schließen lassen, daß der Täter ihn erdrosselt hat. Der in der Lotterieeinnahme befindliche geflüchtet. Im Erzgebirge und im Vogtland haben sich unter dem Eindruck der kommunistischen Attentatspläne verschiedene kommunistische Ortsgruppen aufgelöst. Kommunistische und sozialdemokratische Gemeindeverordnete sind in großer Zahl aus den Gemeindeparlamenten ausgeschieden oder aus ihren Parteiorganisationen ausgetreten. In Halsdrücke bei Freiberg z. B. sind sämtliche Gemeindeverordnete aus der SPD. ausgetreten. Braunkohlenhalde durch Feuer vernichtet Stolberg, 19. März. In Munsterbusch geriet die große Braunkohlenhalde des Zinkwerks Heinrichshutte der Stolberger Zink A.=G. in Brand. Die Halde bildete in kurzer Zeit ein einziges Feuermeer. Da die FabrikArbernaume Namensschildes der alter „Emden“. Man hatte das vor einigen Tagen von Berli: nach Wilhelmshaven übergeführte Schild auf den Achterdeck, oberhalb des letzten Geschutzes. angebracht Das australische Volk. sagte der Stationschef Vizadmiral Foriter vor der Besatzung. hat dem deutscher Volk das Namensschild unseres alten Kreuzers gegeben. Die Rückgabe erfolgte, wie der Vertreter Ausra liens Bruce unserem Reichsprasidenten sagte. in An erkennung der ritterlichen Kriegsführung der erner Emden". Die Feindschaft zwischen beiden Volkern se — 4— d e m a u s t r a l i s c h e n de: alten Emden“ für Volk und Vaterland einzutreten. Die Ansprache schloß mit einem dreifachen Hurra auf den Reichsprasidenten. Unter den Klangen des Deutschlandliede„Emden". Die Feindschaft zwischen oriden nun endgültig begraben. Wir danken dem australe Volk, daß es so großmütig auf diese Siegestrophae sichtet hat und legen das Gelohnis ab. im Geiste der a Geldschrank war ausgebrochen. Den Raubmordern sind 450 Mark in die Hände gefallen. Offenbar haben der oder die Täter in großer Eile gehandelt, da der Geldschrank nicht völlig ausgeraubt war. Man vermutet. daß die Tat kurz nach 19 Uhr ausgeführt wurde, zu welcher Zeit in der Straße, in der die Lotterieeinnahme liegt. noch ein außerordentlich starker Verkehr herrscht Auf die Ergreifung der Täter ist fur das Publikum eine Belohnung von 500 Mark ausgesetzt worden. 200 Sparer betrogen Zwecksverkasse aufgeflogen. 9 Koln, 18. Marz. Auf Grund einer Anzeige wegen Betruges und Untreue sind eine 36jahrige Frau und ein 14jahriger Mann aus Koln festgenommen worden. Die Beschuldigten hatten in Opladen unter der Firma„All gemeine Darlehnskasse“ eine Zwecksparkasse gegrundet, der väter ein zweites Unternehmen in Godesbera folgte. Die eingehenden Sparraten, die zur Darlehnszahlung vorgesehen waren, sollten sotzungsgemäß auf Sperrkonto von einem Treuhänder verwaltet werden. In Wirklichkeit nat aber kein Sperrkonto bestanden, wie auch ein Treuhänder nicht bestellt worden war. Die vorgefundenen schriftlichen Belege und Geschäftsbücher wurden beschlagnahmt. Die Festgenommenen hatten über die eingehenden Gelder wahllos verfügt. Als Geschadigte kommen etwa 200 Sparer in Betracht. wehr nicht ausreichte, wurde die Kreisfeuerwehr alar= wurde dann das Fahnentuch der alten Kriegsslagge vom miert, der es im Laufe der Nacht gelang, den Brand zu Namensschild weggezogen Beamtenfragen Der Reichobund der hoheren Beamten an seine Unterverbeude. CNP Berlin. 19. März. Der geschaftsführende Vortand des Reichsbundes der höheren Beamten ist heute mit den Vertretern sämtlicher Landesverbände zu einer Beratung zusammengetreten. Die Erörterung der gegenwartigen beamtenpolitischen Lage hat in folgender eintimmig angenommener Entschließung ihren Niederschlag gefunden „Der Reichsbund der hoheren Beamten ist aus dem Kampfe gegen das Uebergreisen gewerkschaftlicher und parteipolitischer Tendenzen auf die Beamtenschaft entstanden. Er sowie seine Berufs= und Landesverbände haben on in schwerem Ringen gegen offentliche Meinung und frühere Regierungen beharrlich die bewährten UeberZeit wird sichtbar Eine millionstel Gekunde im Mikroskop.— Maschinen= gewehrsener der Elektronen.— Einblicke in geheimnisvolle elektrische Vorgange. .—.. und was sie deinem Geist nicht offenbaren mag. das zwingst du ihr nicht ab mit Hebeln und mit Schrauden...“ sagt Faust über die Erforschung der Natur. Und doch haben uns die immer vollkommener gewordenen Meßinstrumente den Einblick in die physikalischen Gescheh nisse ständig erweitert. Mit dem Mikroskop decken wir dem bloßen Auge verborgene Feinheiten der Materie auf. das Ultramikroskop laßt uns gar die zitternden Bewegungen der kleinsten Bausteine unserer chemischen Verbindungen, die Moleküle, erkennen. In den letzten Jahren hat uns die Elektrophysik ein Gerät beschert, mit dem wir in ähnlicher Weise wir zuvor den Raum nun auch die Zeit in ihre kleinsten Bruchteile zerlegen können. Es fuhrt zwar den hochwissenschaftlichen Numen„Kathoden stradlen=Oszillograph“. z. aber doch in seiner Arbeitsweise leicht zu verstehen. Wir brauchen uns hierzu nur ein Maschinengewehr vorzustellen, das auf eine Scheibe schießt. Normalerweise schlagen die Geschosse stets auf der gleichen Stelle der Scheibe ein. Nun moge sich ein Wind erheben: sogleich verlagert sich der Einschlagsort etwa nach rechts oder links neben die nolmale Einschlagstelle. Ein narker Wind oder Sturm führt eine großere Abweichung herbei. ein schwacher Wind wirkt weniger stark auf die Flugbahn ein. Wurden wir nun etwa statt einer Zielscheibe ein endloses Papierhand benutzen und dieses während des Schießens ablaufen lassen, so erhielten wir auf diesem Band eine unregelmäßige Linie von auseinanderfolgenden Einschlägen. Aus dieser Linie könnten wir nicht allein die Richtung und Größe der jeweiligen Abweichung. also die Richtung und Stärke des in jedem Zeitpunkt herrschenden Windes entnehmen, sondern auch erkennen. wie rasch sich die Windstärke geandert hat Es liegt auf der Hand, daß eine derartige Aufzeichnung umso genauer wird, je rascher die Einschlage aufeinander folgen und je starker die Beeinflussung der einzelnen Geschosse durch den Wind ist. Die raschesten Geschosse, die wir kennen, sind die maßelosen Elektronen, d. h. die elementaren elektrischen Ladungsträger, die in der modernen Elektro= und Atomphysik eine so bedeutende Rolle spielen.„Geschosse" haben die Eigenschaft, durch elektrische und magnetische Felder genau so aus ihrer geraden Bahn abgelenkt werden zu können, wie die Geschosse des Maschinengewehrs von einer Luftstromung beeinflußt werden. Und. was noch viel wichtiger ist ihre Ablenkung folgt den Aenderungen solcher Felder momen: tan. wir sind also in der Lage. aus dem Linienzug der „Einschläge", die man auf einem Leuchtschirm oder auf photographischem Papier sichtbar machen kann. nicht nur die Größe. sondern auch die Aenderung solcher ablenken: den Felder mit der Zeit zu entnehmen. Da aber die Elektroneneinschlage ungeheuer rasch auseinanderfolgen kann man auf diese Weise elektrische Vorgange. die sich in zehntausendstel, hunderttausendstel oder gar millionstel Sekunden vollziehen, völlig zuverlässig verfolgen. Man hat also in diesem Gerät in der Tai ein außerordentlich stark vergrößerndes„Mikroskop der Zeit" vor sich. Die große Bedeutung, welche derartige Untersuchungen für die Elektrotechnik. insbesondere für die Erforschung von Schwingungsvorgängen, von elektrischen Ausgleicherscheinungen u. dergl. haben zu einer ständigen Vervollkommnung dieses Meßgerates gefuhrt. Dabei zeigte sich, daß für viele Zwecke sehr schnelle Elektronen weniger geeignet sind. als verhaltnismaßig langsame Elektronen= strahlen. Derartige Strahlen sind namlich gegen ablenkende Einflüsse wesenzlich empfindlichet, was ohne meiteres begreiflich ist, wenn man daran denkt, dak ein langsamfliegendes„Maschinengewehrgeschoß der Ablenkung durch den Wind in stärkerem Maße unterworfen sein muß, als ein mit großer Durchschlagskraft schnell dayinsausendes Geschoß. Die im Forschungsinstitut der Allgemeinen Elektrizitats=Gesellschaft vor wenigen Jahren erstmalig gegluckte Erzeugung langsamer Elektronenstrahlen war daher für die Weiterentwicklung des neuen Meßgerätes von großer Bedeutung. Dem Kathodenstrahlen=Lszillo= graph trat als neuenes Gerät der im gleichen Institut entwickelte Elektronenstrahlen=Oszillograph zur Seite. Egelang. dieses Gerät. mit dem man elektrische Schwingungserscheinungen bis herab zu ein dreißigtausendstel Sekunde untersuchen kann. in seiner gesamten Ausführung so kompakt, handlich und leichtbedienbar zu Die Göchter des alten Bracht Von Leontine von Winterteld-Platen Copyrisht by K. Kohler& Co., Berlis-Zehlendert 30. Fortsetzung. Der alte Mann am Fenster kann die Augen nicht losreißen von all der Gottespracht da draußen. Er sieht die tiefen, strohgedeckten Scheunendacher, die großen und kleinen Stallungen, die schon seines Vaters Vater gebaut. Er kann von hier hinübersehen bis zur großen Kuppel, die hinuntergeht an den stillen Waldsee. Wo sich das Jungvieh tummelt in ungebandigter, wilder Jugendlust. Er wird dies Bild immer, immer vor Augen haben, auch da draußen später— in der unbekannten Fremde irgendwo. Wenn er auf dem Sterbebett liegt und die Augen schließt für immer, wird das Bild der Heimat vor ihm stehen— in lichten und dunklen Tage— wie er sie gesehen von Kindesbeinen an.—— Eines Autos fernes Hupen reißt ihn jäh aus einem Träumen. Er zuckt zusammen. Nun kommen die Herren aus Pommern— nun muß er sich ent scheiden— nun muß der Würfel fallen. Seine Augen suchen den blauen Himmel.„Gib mir Kraft, mein Gott, daß ich fest und stark bleibe! Es kommt ja alles aus deiner Hand!" So flüstern seine Lippen. Dann richtet er sich hoch auf, streicht das weiße Haar aus der Stirn und geht zum Schreibtisch hinüber, wo die Akten liegen. Er hört, wie das Auto hält. Nun wird man die Fremden gleich anmelden bei ihm. Und schon hört er die Schritte im Nebenzimmer und ein leises Klopfen an der Tür. Er ruft„herein!" und wendet langsam den Kopf Auf der Schwelle steht Moni. Ein solch strahlendes Glück in den tiesen, dunklen Augen, daß er aufmerksam wird. Aber er hat jetzt keine Zeit für andere Gedanken.„Sind die Herren da?“ sagt er ernst, und seine Hände zittern dabei, so sehr er sich auch zu beherrschen sucht. Moni fliegt auf ihn zu, schmiegt sich an ihn und breichelt seine Wangen. „Liebes, liebes Väterchen, du brauchst Frieden nicht zu verkaufen. Nein, bestimmt nicht! Ich habe mich eben mit Job Ingelheim verlobt, und er sagt, er kann dir das Geld geben, was du brauchst. Er kommt auch gleich nach und will alles mit dir besprechen.“ Der alte Bracht mußte sich setzen. Er zieht das Kind zu sich auf das kleine Sofa „Moni, Madchen— ich kann das alles noch gar nicht so schnell fassen. Aber wir können das doch unmög lich von Ingelheim annehmen. Wie käme er dazu?“ Moni lächelt. Weil er mich so lieb hat, Vater. Nun möchte er gerne, daß ich auch wieder froh und sorglos bin. Er sagt, es sei für ihn doch ganz gleich, von wem er die Zinsen bekäme, ob er sein Geld hier in Frieden oder irgendwo anders eintragen ließe.“— Vater Bracht preßt die Lippen gegen die Stirn und atmet schwer. Er kann es immer noch nicht fassen. Endlich nimmt er das Gesicht seines Kindes zwischen seine beiden Händen und sieht ihr tief in die Augen. „Hast du dich auch geprüft. Moni, ob du ihn wirklich so lieb hast, wie er es verdient? Ob du auch mit ihm gehen würdest, wenn er heute all sein Geld verlöre? Ob du gar und gar keine Hintergedanken dabei hattest, als du ihm dein Jawort gabst? Wenn ein anderer uns seine Seele schenkt. Moni, so dürfen wir nur in reiner Liebe und Treue ihm nahen. Nichts Aeußeres darf uns beeinflussen. Liebe um Liebe— und Treue um Treue. Das ist der Grundstein des Fundamentes einer christlichen Ehe.“ Moni war weiß geworden bis in die Lippen. Sie war sich des Ernstes dieser Stunde voll bewußt. Hatte sie es sich leichter gedacht? Hatte sie nicht gemeint, der Vater würde sie jubelnd in die Arme schließen? Und nun war er so ernst. Sah den Dingen so tief, tief auf den Grund. Wenn er alles wußte! Ihr Blick irrte ab. Irrte durch das offene Fenster uber die strohgedeckten Dacher von Frieden. Ueber des Vaters Heimat. Und doch wußte sie, daß sie nun durchhalten mußte Stark und tapfer durchhalten bis zum Ende. Um des alten Vaters willen. Aber auch um des Mannes willen, der da draußen wartend im bluhenden Gacten stand Vor wenigen Sekunden noch war es ihr, als müsse sie dem Vater entgegenrufen:„Ja, Vater, du hast recht! Ich kann ihn auch nicht heiraten. Da er so vornübergebeugt ist und so kurzsichtig und—“ Hat Job Ingelheim nicht ihr Wort? Es gibt kein Zurück mehr. Fest sieht sie dem Vater in die Augen „Ich habe mir alles überlegt, Vater. Ich bin ihm gut, und er wird mich glücklich machen; denn er hat mich sehr lieb. Darf er nün kommen?" Der alte Bracht zieht sie an sich und küßt sie auf die Stirn. Er ist sehr bewegt. „So segne dich Gott, mein geliebtes Kind! Gehe hinunter zu deinem Verlobten. Aber mich laßt noch eine halbe Stunde allein. Ich muß mich erst sammeln.“ Da geht Moni leise hinaus. Vater Bracht aber sinkt in die Knie und redet mit seinem Gott. O, daß er nun in Frieden, in der alten Heimat, bleiben darf!— * Im Eßzimmer nebenan bleibt Moni minutenlang stehen. Unten im blühenden Garten geht Job Ingel heim auf und ab und wartet auf sie. Er hat sich weiter nicht feierlich angezogen, sie haben es beide so eilig gehabt. Moni weiß, daß er wartet, aber sie kann vorläufig noch nicht zu ihm Es ist ein so großer Sturm in ihr, der muß sich erst legen. Sie ist den ganzen Tag heute innerlich noch nicht zur Ruhe gekommen. Es ging alles Schlag auf Schlag. Von jenem harten Seelenkampf an, der sie die lange, lange Nacht kein Auge zutun ließ. Bis sie sich durchgerungen hatte zu dem Entschluß, selbst zu Job Ingelheim in sein Büro zu gehen und ihm alles zu sagen. Denn sie hatte Vertrauen zu ihm— großes Vertrauen. Moni schleicht sich an das Fenster und lugt verstohlen hinter der Gardine in den Garten. Wie treu und geduldig Job Ingelheim immer noch da unten auf und nieder geht! In dem hellen Sommeranzug sieht er noch größer und länger aus als sonst. Aber immer ist da das Vorübergebeugte, als habe er in seiner Jugend sehr viel gegen Sturm ankampfen müssen. Seeleute haben auch solchen Gang. Oder ist es amerikanisch, von der Mutter her? Moni atmet schwer. Sei mir nicht bose, Job Ingelheim, daß ich dich nicht so lieben kann, wie du es gerne möchtest! Aber ich habe dich nicht belogen. Ich habe dir die volle Wahrheit gesagt. Ich habe dir nichts vorgemacht. Und du haft mich trotzdem gewollt. Ich bin wohl deiner Liebe eigentlich gar nicht wert— armer, reicher Job Ingelheim!“ .. Sie streicht sich über die Stirn, befinnt sich und lauft die schmale Treppe zur Küche hinab, wo sie Go sucht Die steht in der kuhlen Speisekammer daneben un schlagt Eierschaum zum Auflauf. Moni nimmt ihr de braunen Steintopf aus den Handen und stellt ihn an den Tisch! „Komm, Schwesterchen, nun sollst du dich auch ein mal wieder freuen. Dein stiller Wunsch ist erfült Job Ingelheim und ich sind Verlobte, und Vate braucht nie mehr aus Frieden fort.“ Eva=Maria tritt einen Schritt zurück. Ihre Auge füllen sich langsam mit Tranen. „O Moni!“ kann sie nur immer wieder sagen— „0 Moni!“ Dann legt sie die Arme um die Schwester u preßt sie an sich. Sie kann nichts sagen dabei. Aber Moni fühl daß die andere sie in allem verstanden hat— daß i# mittragen— mithelfen— mitbauen und mit schweigen will. „Er ist ein guter und seiner Mensch. Er wird die auf Händen tragen. Weiß Vater es schon?“ Moni nickt „Er will jetzt allein sein, um sich sammeln# können. Es kam wohl zu plötzlich— zu unerwartet Eva läßt sich schwer in einen Küchenstuhl sinker Es hat sie doch sehr überwältigt, und sie kann es alle noch gar nicht fassen. „Daß wir nun hier bleiben dürfen!“ sagt sie lei immer wieder—„daß wir nun hier bleiben dürfen! Moni atmet auf.„Ich muß hinaus zu Job. E wartet schon so lange auf mich. * Sie nickt der Schwester zu und eilt nach draußer Als sie aus der Haustür tritt, wo um den runde Rasenplatz die Rotdornbaumchen bluhen, kommt ih Job Ingelheim schon entgegen. In seinem Gesich liegt ein tiefer, stiller Glanz, der seine Züge wunder bar verschont. Er nimmt Moni bei der Hand und sag bittend:„Wollen wir erst noch einmal beide auf der alten Backosen gehen, wo wir damals unter de Weidekatzchen standen?“ Moni nickte ihm freundlich zu. „Gerne. Job. Zu Vater können wir doch noch nich es hat ihn alles zu sehr überwaltigt, er mochte sen allein sein.“ Ingelheim will etwas sagen— stockt— sucht nach Worten. Endlich sagt er leise:„Ist es ihn auch recht, daß ich jetzt warb um dich? Daß ich ihn die beite Tochter fortnehmen mille Blatt; Nummer 67 Herner Anzeiger Montag, den 20. März 1933 Der Gewerkverein rechtfertigt Imbusch Nei. akt * Gesunde Vermogens- und Kassenlage Verbandes Am Montag, den 13. März, erstattete der Vorsitzende, Imbusch, den Geschaftsberich für die letzten drei Jahre. In längeren Darlegungen berichtete Imbusch in eingehender Weise über die Entwicklung des Gewerkverein. Wie wir bereits mitteilten, sollte auf der dies jährigen Generalversammlung die völlige Haltlosigkeit der Unternehmerhetze klargestellt werden. Das ist geschehen. Imbusch hat in seinen Ausführungen vor der General versammlung Rechenschaft abgelegt über die Vermögens und Kassenverhältnisse des Gewerkvereins. Die Zeit nach der Inflation war zur Verwaltung und Erhaltung großer Vermögenswerte außerordentlich schwierig. Auch unser Gewerkverein hatte ein ständig wachsendes Millionenvermogen zu verwalten. Die Besitzer von privaten Vermögenswerten haben durch Bank zusammenbrüche. Konkurse, fallende Aktienkurse. Zins senkungen und Inslationen ausländischer Währungen große Verluste erlitten und ihr Vermögen oft gänzlich verloren. Das ist beim Gewerkverein nicht der Fall. Mit sparsamster Geschäftsführung und umsichtiger Vermögensverwaltung war es moglich, die inanzielle Lage des Gewerkvereins günstig zu gestalten. Durch das Eintreten von nicht vorhergesehenen Ereignissen entstanden auch einzelne Verluste. Aber trotzdem überwiegen die Gewinne aus der Anlegung von Vermögenswerten bei weitem die Verluste. Das Verbandsvermögen ist gegenwärtig infolge der Gewinne aus angelegten Geldern bedeutend höher, als wenn sich die Leitung des Gewerkvereins lediglich auf die Verwaltung der Mitgliederbeiträge beschränkt hätte. Ein Bücherrevisor hat noch kurz vor Erscheinen der Hetzbroschüre von Bacmeistfer die Kassenverhältnisse die Vermögensanlagen und die Beteiligungen des Gewerkvereins im einzelnen geprüft. Die Grundstücke wurden von ihm nach den heutigen Verkehrswerten bewertet. In seinem Bericht stellt er unter Berusung auf seinen Sachverständigeneid folgendes fest: „Bei der Abrechnungsaufnahme ist der Grundbesitz sehr vorsichtig bewertet worden. Es muß auch anerkannt werden, daß die Vermögensanlage in den Grundstückswerten außerordenilich gut und wertvoll erhalten ist.“ Ebenso sagt er zu dem in der Abrechnungsaufnahme angesetzten Betrag der Beteiligungen, daß der Betrag nach den augenblicklichen Wirtschaftsverhältnissen als durchaus vorsichtig angesetzt anzusehen sei. Ferner stellt er fest, daß die gesamte Buch= und Kassenführung überaus vorsichtig und gewissenhaft sei und er keinen Anlaß sand, irgendwelche Beanstandungen zu machen. Die Aussprache über den Geschäftsbericht fand ihren Abschluß in der einstimmigen Annahme nachstehender Entschließung der Generalversammlung zum Geschäftsbericht: Die 21. Generalversammlung des Gewerkvereins christlicher Bergarbeiter Deutschlands hat die Geschäftsführung des Vorstandes in allen Einzelheiten eingehend und mit größter Sorgfalt überprüft. Sie ist dabei einwandfrei zu der Ueberzeugung gelangt, daß die Maßnahmen des Vorstandes in jeder Hinsicht zu billigen sind. Daher spricht sie dem Vorstand nicht nur Entlastung, sondern auch den Dank des Gewerkvereins aus. Sie erklärt sich mit allen vom Vorstande getrossenen Maßnahmen restlos einverstanden und genehmigt sie, soweit das aus formalen Gründen überhaupt noch erforderlich sein sollte, hiermit ausdrücklich. Das gilt auch für die wirtschaftlichen Maßaahmen des Vorstandes. Die hieran von Außenstehenden, insbesondere von Unternehmerseite, geübte Kritik wird als völlig unbegründet zurückgewiesen. Die üniernehmer, die die Vermögensverhältnisse ihrer eigenen Verbände in vollkommenes Dunkel hüllen, haben kein Recht, die wirtschaftliche Verwaltung des Gewerkvereins zu kritisieren. Erst recht ist diese Besugnis solchen Personen abzusprechen, die, wie der Verleger Bacmeister. überhaupt keinen Einblick in gewerkschaftliche Verhältnisse haben. Diese Angriffe sind um so mehr zu verurteilen, als die zuständigen Kassenprüfer die Vermögensverhältnisse des Gewerkvereins dauernd auf das gewissenhafteste überwachen und nie einen Grund zu irgendwelchen Beanstandungen gefunden haben. Die Kasse. sowohl in Essen wie auch in Saarbrücken, war stets in bester Ordnung, und das Vermögen wurde musterhaft verwaltet. Mit Befriedigung nimmt die Generalversammlung davon Kenntnis, daß beeidigte Bücherrevisoren und erstklassige kaufmännische Sachverständige auf Grund eingehender Prüfung zu dem gleichen Ergebnis gelangt sind. In voller Kenntnis der Verhältnisse der vergangenen Jahre und der daran geübten Kritik bestätigt die Generalversammlung die Geschäftsführung des Vorstandes, vor allem die des Vorsitzenden und der Geschäftsführung der Gesellschaft Hermann Koster& Co., Gesellschaft mit beschränkter Haftung zu Essen Der Vorstand und dessen Vertretung. der Vorsitzende und die Geschäftsführer der Gesellschaft Hermann Köster & Co., Gesellschaft mit beschränkter Haftung zu Essen, werden beauftragt und für die Zukunft ausdrücklich ermächtigt. alle Maßnahmen durchzuführen, die ihrer Ansicht nach notwendig sind, um das Vermögen des Gewerlvereins christlicher Bergarbeiter Deutschlands zu sichern und möglichst zu mehren. Die auf Grund der gemachten Erfahrungen vom Vorsitzenden für die Vermögensverwaltung vorgeschlagenen Verbesserungen werden gutgeheißen. Um in Zukunft eine mißbräuchliche Kritik seitens gegenerischer Interessenten zu verhindern, wird der Vermögensstand des Gewerkvereins entsprechend der langjährigen Praxis der Arbeitgeberverbände nicht mehr veröffentlicht werden. Vor den Betriebsratswahlen Für die zweijährige Amtszeit. Nachdem die Wahlen zu den politischen Körperschaften stattgefunden haben, werden die Arbeitnehmer erneut zur Wahlurne gerusen. Nach zweijähriger Amtsperiode, die verfügt worden war durch die Notverordnung vom 8. Dezember 1931, finden nunmehr in der Zeit vom 20. bis 31. März wieder Betriebsratswahlen statt. Für die Betriebsräte eine zweijährige Amtsdauer einzuführen entgegen der einjährigen, die das Betriebsrätegesetz vorschreibt, haben die christlichen Gewerkschaften seit langem erstrebt. Es handelt sich nämlich bei diesen Wahlen vieljach nicht um Neuwahlen, sondern noch mehr als bei politischen Wahlen um eine Wiederwahl der schon amtierenden Arbeiter= und Angestelltenräte. Besonder ist dies der Fall innerhalb der christlichen Gewerkschaften. Das Vertrauen der Belegschaften zu den von der christlich=nationalen Arbeiterschaft aufgestellten Kandidaten führt meistens dazu daß bemerkenswerte Neuerungen in personeller Beziehung auf den Wahlvorschlagslisten der christlichen Gewerkschaften kaum eintreten. Eine Ausnahme bildet die Jetztzeit mit ihrer Wirtschaftskrise, die eine starke Verringerung der Belegschaften auf den einzelnen Industriewerken gebracht hat. Ein Teil der Mittel= und Kleinbetriebe sind eingegangen, oder aber die Zahl der Beschäftigten wurde so gering, daß eine Betriebsratswahl nicht mehr in Frage kommt bzw. eine solche ausfällt. Die aus Grund des Betriebsrätegesetzes der gesetz lichen Vertretung des Arbeitnehmerstandes auferlegte Tätigkeit ist so vielseitig, daß auch diese eine längere Amtsdauererfordert, als sie im Ge setz festliegt. Der tote Buchstabe des Gesetzes kann nur Leben und praktische Auswirkung für Industrie. Gewerbe und die darin Beschäftigten erhalten wenn die er forderlichen Erfahrungen durch Einarbeitung. Schulung und wirkungsvolle Betätigung im Rahmen des Betriebsrätegesetzes gegeben sind. Deshalb liegt auch darin eine Begründung für eine längere Amtsperiode. Ueber Inhalt und Wert des Betriebsrätegesetzes gehen die Meinungen, trotz mehr als zehnjährigem Bestehens, immer noch auseinander. Der kollektivrechtliche Charakter des Gesetzes hat nach vorliegenden Urteilen und Berichten keineswegs schädigend das Wirtschaftsleben beeinflußt, wohl aber fördernd. Der im Gesetz liegende Gemeinschaftsgedanke kommt den Arbeitnehmern, auch den Arbeitgebren zugute. Wirtschaftliche Selbstverwaltung ist nämlich der Grundgedanke des Betriebsrätegesetzes. Wenn dieser nicht immer zum Durchbruch gekommen ist, so können dafür vielerlei Beispiele angeführt wer den und die Schuld dafür wird bei objektiver Betrachtung nicht allzuschwer zu finden sein. Ein großer Teil dieser Schuld liegt bei den Sozialisten und Kommunisten. Seit der Geburtsstunde des Gesetzes setzte der Meinungsstreit über die Echtheit ihres Marxismus in noch schärferer Form ein und wirkte stark hemmend auf die Wahlen und das Wirken der Betriebsräte urch die Beleiligung der NS0AP. an den Betriebsratswahlen, erlangen diese ein erhöhtes Interesse und wohl auch eine sehr gesteigerte Wahlbete:ligung. Das letztere ist wünschenswert, denn Wahlrecht ist Wahlpflicht. Gründung einer Ortsgruppe des Deutschen Luftschutzverbandes Der Selbstschutz in den Häusern und die Aufklärung über Luftgefahren. Am Freitag abend fand im Hotel Schlenkhoff vor geladenen Gästen eine Versammlung statt, die der Gründung einer Ortsgruppe des Deutschen Luftschutzverbandes gewidmet war. An der Versammlung nahmen Vertreter von Behörden, Sanitätsorganisationen. Feuerwehr, Technischer Nothilfe usw. teil. Nach Begrüßungsworten von Rechtsanwalt Dr. Hohmann hielt Dr. Gassert, Berlin, Vorstandsmitglied des Deutschen Luftschutzverbandes, ein Referat über die Aufgaben dieser Organisation. Zunachst schilderte er kurz die Entwicklung des Luftschutzwesens in Deutschland und des Luftschutzverbandes. Wahrend der behördlich zu organisierende Luftschutz Meldedienst usw., ein anderer Zweig die Industrie erfasse, sei die wichtigste Aufgabe des Deutschen Luftschutzverbandes die Organisation des Selbstschutzes der Bevölkerung in den Wohnhäusern und kleinen Betrieben. Diese dem Verband amtlich übertragene Aufgabe, die ein wichtiges Teilgebiet des Luftschutzes darstellte, solle gelöst werden durch Herrichtung von Schutzräumen gegen Spreng= und Gasgefahr, durch Beschaffung und Bereitstellung von Gas= und Feuerschutzgeräten und eines Grundstocks von medizinischen Hilfsmitteln. Der Selbstschutz umfasse Feuerschutz, Gasschutz und erste Laienhilfe bei Erkrankungen und Verletzungen. Die Bewohner der einzelnen Häuser müßten zusammengeschlossen werden zu Hausschutzgemeinschaften, von denen ein Teil den Gasschutz, ein anderer die Feuerbekämpfung, ein dritter die erste Hilfe auszuüben hätten. Leider fehle es in geradezu bedenklicher Weise an geschulten Sanitatshelfern. Sie zu schaffen, sei die vordringlichste Aufgabe der Ortsgruppen des Luftschutzverbandes. Zunächst müsse ein Stab von Lehrpersonal, bestehend aus Chemikern, Ingenieuren und sonstigen geeigneten Persönlichkeiten herangebildet werden, damit diese dann die Helferausbildung auf breiter Basis übernehmen könnten. Besonders müsse auch die Frau als ferin ausgebildet werden. Die Hausluftschutzgemeinschafften sollten einem Hausluftschutzwart unterstehen. der im Falle eines Luftangriffs die Stellung eines Kommandeurs mit hilfspolizeilicher Gewalt einnehmen werde. Neben der Organisation des Selbstschutzes habe der Luftschutzverband die Aufgabe der Volksaufklärung. Dadurch müsse der Boden vorbereitet werden, damit die besonderen Schutzmaßnahmen, die die Behörden vorbereiten, und die Maßnahmen des Selbstschutzes in den Häusern wirklich mit Verständnis durchgeführt würden. Durch die Aufklärung müsse die Be völkerung einsehen, daß, so widerstrebend es ihrem Gefühl auch sei, die Gefahr eines Krieges und Lustangriffes vorläufig immer noch im Bereich des Möglichen liege. Gerade das Rüsten unserer Nachbarn und die Erfahrungen mit der Abrüstungskonferenz müßten uns zur Vorsicht mahnen. Die Vorbereitung von Luftschutz liege im Interesse der nackten Selbsterhaltung. Weitere Aufgabe der Volksaufklärung müsse sein, bei allen Volksgenossen den Willen zu wecken, Deutschland auch auf dem Gebiete des aktiven Luftschutzes(Abwehrgeschütze, Kampfflugzeuge u. dergl.) die Gleichberechtigung zu verschaffen. Die besonders große Gefährdung des rheinisch= westfälischen Industriegebietes, so schloß der Redner, mache hier den Luftschutz überaus dringlich. Daher müsse man auch der Stimmung entgegentreten, als ob alle Schutzmaßnahmen keinen Zweck hätten. Wenn auch alle bisherigen Maßnahmen nur Stückwerk bleiben müßten, so seien sie doch besser, als schutzlos dazustehen, auch werde es eine Ehrenaufaabe für Techniker und Erfinder sein, die Luftschutzmaßnahmen zu vervollkommenen. Schon im Kriege hätten die viel primitiveren Schutzmittel die Verluste durch Luftangriffe ganz wesentlich verringert. Nach dem Vortrage wurde die Gründung der Ortsgruppe des Luftschutzverbandes vorgenommen. Es zeichneten sich sofort 20 Mitglieder ein. In den vorläufigen geschäftsführenden Vorstand wurden gewählt: Dr. Hohmann(Vorsitzender), Verwaltungsdirektor Decker, Kolonnenarzt Dr. Reckendorf. Pohle (Vorsitzender der Techn. Nothilfe), Architekt Kraus. Branddirektor Jöllenbeck und Oberstudiendirektor Dr. Dierks. Ferner soll noch eine Dame des Vaterländischen Frauenvereins hinzugezogen werden. Eine Aussprache steuerte noch eine Anzahl Anregungen zum Thema Luftschutzarbeit bei und ließ den Willen erkennen, recht bald mit der praktischen Lehrer und Helferausbildung anzufangen. Darf die Annahme eines Ehrenamtes verweigert werden? Auch das ist nicht so einfach Die gesetzlichen Bestimmungen über die Annahme eines Ehrenamtes in der Gemeindeverwaltung oder Gemeindevertretung und über die Niederlegung desselben nach kurzer Zeit sind in der Oeffentlichkeit kaum bekannt. Es erscheint deshalb angebracht, jetzt nach den lommunalen Neuwahlen aus sie wieder näher einzugehen. Uebereinstimmend sagen die einzelnen Städteordnungen hierzu folgendes: Jeder Gemeindebürger ist verpflichtet, ein Ehrenamt in der Gemeindeverwaltung und Gemeindevertretung anzunehmen und mindestens drei Jahre lang zu verlehen. Abgesehen von einigen Sondervorschriften berechtigen durchweg nur folgende Umstände zur Verweigerung oder frühseitigen Niederlegung eines solchen unbesoldeten Amtes: 1. anhaltende Krankheit: 2. Geschäfte. die eine häufige oder lange dauernde Abwesenheit mit sich bringen: 3. ein Alter von über 60 Jahren: 4. die frühere Verwaltung einer unbesoldeten Stelle für die Dauer von drei Jahren: 5. die Verwaltung eines anderen öffentlichen Amtes: 6. ärztliche oder wundarztliche Praxis: 7. sonstige besondere Verhältnisse, welche nach dem Ermessen der Stadtverordnetenversammlung eine gültige Entschuldigung begründen. Wer sich ohne einen dieser Entschuldigungsgründe weigert. eine unbesoldete Stelle in der Gemeindeverwaltung oder=vertretung anzunehmen oder die noch nicht drei Jahre lang versehene Stelle ferner zu versehen, sowie derjenige, der sich der Verwaltung solcher Stellen tatsächlich entzieht, kann durch Beschluß der Stadtverordneten auf drei bis sechs Jahre der Ausübung des Bürgerrechts verlustig erklärt und um ein Achtel bis ein Viertel stärker zu den direkten Gemeindeabgaben herangezogen werden. Besondere Strafen sind festgesetzt für einen Gemeindebürger. der ohne einen der vorgenannten Entschuldigungsgründe sich weigert, ein unbesoldetes Amt in der Gemeindeverwaltung oder Gemeindevertretung zu übernehmen oder der das übernommene Amt vorzeitig niederlegt. Das gleiche gilt aber auch für solche Inhaber von Ehrenämtern, die sich um die Ausübung ihres Amtes kaum oder nicht im pflichtgemäßen Ausmaß kümmern Gewöhnlich enthalten die Geschäftsordnungen darüber nähere Bestimmungen(z. B. für mehrmaliges unentschuldigtes Fehlen usw.). Die Strafen bestehen in dem Ausschluß von allen Ehrenämtern in der Verwaltung und Vertretung auf die Dauer von drei bis sechs Jahren und in einer um ein Achtel oder bis ein Viertel stärkeren Heranziehung zu den Gemeindeabgaben. Wer verhängt diese Strafen? Die Gemeindeverkretung oder, wo eine solche nicht besteht, der Gemeindevorstand. Ein solcher Gemeindebeschluß bedarf nicht der Genehmigung durch die Aussichtsbehörde. Gegen diesen Beschluß ist die Klage im Verwaltungsstreitverfahren geDie Frage der Beurlaubungen Der Kölner Regierungspräsidenk teilt mit:„Der preußische Minister des Innern hat den Oberpräsidenten. Regierungspräsidenten, Landräten und Polizeipräsidenten nachstehenden Besehl der Reichsleitung der RSDAP. an ihre Gauleiter zur Kenntnis gegeben: Wünsche und Anregungen auf Absetzung von Beamten und Vorschläge zur Neubesetzung sind nur über die zuständige Gauleitung den Verwaltungsbehörden und erforderlichenfalls den Ministerien zuzuleiten. Es ist nicht angängig, daß sich Ortsgruppen, Kreisleiter, SA.=Führer usw. an die einzelnen Behörden oder gar Ministerien direkt wenden. Dasselbe gilt für SA.= und SS.=Formationen und deren Angehörige. Bei Anträgen auf Absetzung mussen von der Gauleitung gleichzeitig Vorschläge(Fachleute) für den notwendigen Ersatz gemacht werden. Die Entscheidung über die Stellenbesetzung liegt bei den Verwaltungsbehörden. Die letzte Entscheidung fällt der zuständige Minister.“ Erlebnisse mit einem heimischen Gelbrandkäfer Eines Tages erhielt ich von einem Herner Bürger einen Gelbrandkäfer. So ein Tierchen hatte mir schon lange gefehlt und so kam es in ein Aquarium. Es war das ein lebhaftes und putziges Tierchen, aber ein großer Räuber. In dem Aquarium waren auch zwei Fische und zwar ein großer Schwertträger und Daniomännchen. Obu ohl ich wußte, daß der Gelbrand ein gefährliches Tier war, ließ ich ihn für einige Stunden in dem Fischaquarium, bis ein anderes hergerichtet war. Zunchst schwamm der Käfer aufgeregt in dem ungewohnten Behälter umher und untersuchte alles. Endlich hatte er wohl bemerkt, daß außer ihm noch zwei Fische und einige Schnecken anwesend waren. Zunächst machte er sich über eine Schnecke her und verzehrte sie. Das dünne Gehäuse zertrümmerte er einfach. Nanu, dachte ich, so darfst du hier aber nicht anfangen und beeilte mich, das andere Aquarium herzurichten. Ab und zu schaute ich in das Fischbecken, in dem die Fische stark beunruhigt umherschwammen. Plötzlich sah ich, wie der gepanzerte Räuber auf einen Fisch losstieß ihn aber nicht erwischte. Ab und zu gab es im Wasserbehälter eine aufgeregte Jagd, doch schienen die Fische schneller zu sein. Endlich war das andere Aquarium so weit, und nun hatte ich meine Mühe, den Käfer herauszufischen. Es blieb nichts anderes übrig, als den Behälter bis auf einige Tropfen Wasser zu entleeren und das Tier mit der Hand zu greifen. Im neuen Behälter inspizierte es wieder seine Behausung, dann verkroch es sich unter einem Stein. Da der Räuber(ich möchte ihn schon am liebsten„Räuberhauptmann“ nennen) sehr gefräßig schien, fing ich ihm einen fetten Regenwurm. Ich Nu hatte er ihn bemerkt und wie ein blutdürstiger Tiger stürzte er sich sich darauf. In kurzer Zeit hatte er den Wurm durchgebissen und fraß ihn von einem Ende aus gemütlich auf. Nun wird er wohl gesättigt sein, dachte ich, und kümmerte mich nicht weiter um ihn. Doch als ich nach einiger Zeit wieder in den Wasserbehälter schaute, war auch die andere Hälfte des Wurmes verzehrt. Am Abend versäumte ich es, eine Glasplatte auf das Aquarium zu legen. Am anderen Tage war der Belbrand verschwunden! Nun begann ein eifriges Suchen, dach das„Vieh" war und blieb verschwunden. aufzusuchen. Vom Mond hell beschienene Gasometer, Dächer usw. mögen den Tieren helle Wasserflächen vortäufchen. Die Gelbrandkäfer scheinen sehr viel vertragen zu können, denn das Wasser in den Rinnen am Gasometer ist sehr stinkig und riecht stark nach Gas. Vielleicht hielten sich die Tiere darin nur vorüber Da alle Türen geschlossen waren, mußte es aber noch gehend auf, doch sah ich sie mehrere Male und zwar im Zimmer sein. Nach langem Suchen erwischte ich mit Unterbrechungen von einigen Wochen. es denn auch wieder. Es saß seelenruhig hinter einem! Bemerkenswerterweise war der Gelbrand nicht Schrankfuß. Sofort kam es wieder in das nasse Ele= von jeher ein Wasserbewohner, sondern ursprünglich ment, wo es sich zunächst nicht beruhigen konnte. ein ausgesprochenes Landtier. Aber schon im Erd Der Gelbrand ist namlich ein Tier, das im Wasser mitteialter müssen die Vorfahren der Gelbrandkäfer und auf dem Lande leben kann. Er besitzt Lungen das Wasser aufgesucht und sich im Laufe der Feit die und vermag einige Minuten unter Wasser zu bleiben, sem völlig angepaßt haben. Die Beine wurden zu Kommt er zum Luftschöpfen zur Wasseroberfläche, so gut ausgebildeten Schwimmern ausgeprägt. Der steckt er nicht etwa ein Stück des Kopfes über die Was= Körperbau wurde so flach und schiffsähnlich, daß er seroberfläche, sondern nur das Hinterteil. Dann hebt mit Leichtigkeit das Wasser durchschneiden kann er ein wenig die Hornflügeldecken und pumpt sich die! Sehr interessant war es, meinen Gelbrand im Lungen voll Luft. Unter den Flügeldecken liegen Aquarium zu beobachten. Doch lange währte diese nämlich Luftschläuche, die mit der Lunge verbunden Freude nicht, denn eines Tages lag er tot an der sind. Auch unter den Flügeldecken sammelt sich Luft Wasseroberfläche. Wahrscheinlich hatte er sich überan, die der Käfer ebenfalls verwendet. fressen. Um ein Belegstück zu haben, praparierte ich Manchmal macht der Gelbrand auch Ausflüge auf den Cadaver und steckte ihn auf eine Nadel. So endas Land. Dazu benützt er meistens die Nacht. Doch dete mein Gelbrand, ein„Räuberhauptmann" unhäufig ergeht es ihm sehr schlecht dabei. Es kommt vor, daß er nicht zum Wasser zurückfindet und dann mehr oder weniger lange Zeit auf dem Lande zuvringen muß. Mein Gelbrand wurde im Januar nahe der Forellstraße gefunden und steckte etwa 30 Zentimeter unter der Erdoberfläche. Als man ein Loch für einen Pfosten aushob, kam er zum Vorschein. So einen Käfer hatte der Finder noch nicht gesehen. Besonders der rings um die Flügeldecken verlausende gelbe Rand und die gelben Streifen am Kopfe fielen ihm auf. Wahrscheinlich steckte der Käfer seit 1932 unter der Erde. Es kommt sogar vor, daß man den Gelbrandkäfer in Regentonnen findet, die man an Häusern unter die serer heimischen Gewässer. B. Stadttheater Bochum Kaiser und Galiläer. Man gestaltet nur, was man erlebt. Für Ibsen wurde der Aufenthalt in Rom im Jahre 1864 zum Erleben des Nebeneinanders zweier Kulturwelten, das für die Menschheit dieser Epoche zu äußerst intensiven Spannungen führte, nämlich des Gegensatzes zwischen Antike und Katholizismus, zwischen Hellenismus und Christentum. Lange hat den Dichter dieses Problem beschäftigt. Vier Jahre arbeitete er an der dichteriRegenwasserablaufröhren stellt. Hier scheinen sich diese schen Lösung desselben, bis das philosophische Bül,= Tiere ganz wohl zu fühlen, denn man hat sie wochen= nenwerk„Kaiser und Galiläer“ in zwei Teilen erlang darin beobachtet. Vor einigen Jahren habe ich schien, das aus der Gegensätzlichkeit der Welt der Erden Gelbrand auf dem alten Gasbehälter unseres Gas= kenntnis und der des Kreuzes die Lösung sucht in dem werkes beobachtet und zwar in den Wasserrinnen, die dritten Reich, dem des Geheimnisses, das eine gegenzur Abdichtung der einzelnen Gaskesselglieder dienen. seitige Durchdringung der wesentlichsten Momente der Man kann sich sehr wohl vorstellen, wie die Käfer beiden ersten bedeutet. Mit diesem geistigem Inhalt. hierhin gelangt sind. Zn mondhellen Nächten mögen dessen Kern die These vom tragischen Opfer des ge Schaffens einzig da. Herbert Furreg hat den in jeder Beziehung geglückten Versuch gemacht, die zwei Teile des welthistorischen Schauspiels für einen Bühnenabend einzurichten. Die fünf Akte von„Julians Abfall“ wurden verkürzt zu fünf Bildern und zwar durch Umbau des Dialoges, immer aber mit Elementen des Ibsenschen Textes. Der zweite Teil„Kaiser Julian“ ist in seiner Unübersichtlichkeit durch Beseitigung von einigen kulturgeschichtlichen Momenten und figuralen Tetails, durch Vereinfachung häufig doppelt auftretender Motive usw. zu fünf Bildern in zwei Akten klarer gestaltet worden und erhielt somit die richtige architektonische Proportion zum ersten Teil. Die Aufführung des Schauspiels am Dienstag war sehr eindrucksvoll, da Dr. Schmitts Spielleitung sorgsam gearbeitet hatte. Mit relativ einfachen Mitteln schufen Schröder und Holste(Lichtbilder für das Projektionsverfahren!) die Bühnenbilder. Buschs Darstellung der Rolle des Julian war in äußeren Momenten treffend, vermochte aber das innere Erleben dieser Gestalt nicht restlos überzeugend zu formen. Sehr gut war Lieselotte Schreiner als Helena. Ihre Stärke liegt im Dramatischen. W. Kaltheuner traf durch sein Spiel das Wesenhafte des Kaisers Konstantinos. Den Weisheitslehrer Libanios verkörperte H. Buckmitz, den Mystiker Marimos G. Meinecke überzeugend. Die Fülle der übrigen Darsteller fügte sich dem Spiel vorteilhaft ein, so daß herzlichster Beifall am Schluß der Aufführung zum Danke für die Künstler wurde. Deers. die Käfer aus ihren Teichen aufgestiegen sein, un einen Ausflug über Land zu unternehmen. Wahr waltigen Einzelnen, der dem geistigen Geschehen eine neue Richtung gibt aber selbst dabei zugrunde gehen scheinlich auch zu dem Zweck, um andere Teiche usw. imuß, ist, steht das Werk des Dichters innerhalb seines Uraufführung unseres Großfilms: Es wächst eine Front! Heute Montag, den 20. März in der Aula des Lyzeums, Lonsstraße 20, Uhr 18 Uhr für Jugendliche. Eintrut trei! Eigenheim-Bund Niedersachsen. . Aus und für Herne Der Bezirksausschußz bestätigte Konolbenutzungsgebuhren. Müllabfuhrgebühren und Stroßenreinigungsbeitröge festgesetzt. Bereits vor einigen Tagen konnten wir mitteilen, daß der Bezirksausschuß anstelle der Stadtverordnetenversammlung den Beschlussen des Magistrats betr. die Erhedung der Kanalbenutzungsgebühren und der Mullabfuhrgebühren für das Etatsjahr 1933 zugestimmt habe. Heute veröffentlicht der Magistrat die entsprechende Bekanntmachung über die Straßenreinigungsbeitrage, die wieder 75 Prozent der Selbstkosten zu decken haben *** SA besetzt das Rathaus Sicherstellung von Akten. Wie in einer ganzen Reihe anderer Stadte besetzte auch in Herne ein großes Aufgebot von SA am Samstag vormittag kurz nach 10 Uhr das Rathaus und das Sparkassengebäude, in dem sich bekanntlich auch das Bauami und die Wohljahrtserwerdslosen stelle definden. Sofort wurden alle Ausgänge mit Wachen gesichert. Auch das im Rathaus anwesende Dublikum durfte das Gebäude nicht verlassen. Eine Abordnung der Nationalsozialisten begab sich zum Oberbürgermeister und teilte ihm mit, daß sie Auf trag hätten, Maßnahmen gegen mogliche Beseitigung von Akten zu treffen. Nachdem eine Vereinbarung darüber erzielt worden war, auf welche Akten man Wert legte, wurden diese— es soll sich um Magistratsakten. Anleiheakten. Personalakten usw. handeln— in ihren Schränken von einem der Aktion beiwohnenden Kriminalbeamten versiegelt. Am Mittag rückten die Nationalsozialisten wieder ad. Wie es heißt, wolen sie in den nächsten Tagen eine eingehende Durchsicht der Akten vornehmen. Da es sich dabei um Dinge handelt, die z. T. persönliche Angelegenheiten der Bürger betreffen(z. B. Einkommensverhältnisse und dergl.). so ware dringend zu wünschen, daß die Aktendurchsicht nicht irgendwelchen Mitgliedern einer Partei, sondern einem Regierungsbeauftragten anvertraut würde. *** Betriebsratswahlen bei den Bochum Geisenkirchener Straßenbahnen. Die Wahlen zum Arbeiterrat hatten folgendes Ergebnis: Nationalsozialisten 316 Stimmen, 3 Sitze Ver. Liste d. Gewerkschaften 519 Stimmen, 5 Site Freiwirtschaftler 167 Stimmen, 1 Sitz Fachverband 33 Stimmen, 0 Sitz Die Nationalsozialisten konnten ihre Stimmenzahl oon 37 bei der letzten Betriebsratswahl auf 316 bei der jetzigen steigern. Bei der Wahl zum Angestelltenrat erhielten die Nationalsozialisten 48. die Gewerkschaften 38 Stimmen. Beide Gruppen erhalten je ein Mandat. *** Der Reiseverkehr 1933 Besprechung zwischen Reichsbahn und Mer=Reisebüros Wieder Jahrten ins Blaue. Die Reichsbahndirektion Essen hatte durch ihren Verkehrs= und Pressedezernenten. Reichsbahnoberrat Mener, die Mer=Reisebüros ihres Bezirks am 14. März zu einer Besprechung eingeladen, die von dem Gedanken geleitet wurde, die Werbearbeit der MerReisebüros und der Reichsbahn für den SommerReiseverkehr auseinander abzustimmen, eine Verkehrszersplitterung bei der Veranstaltung von Sonderfahrten zu verhüten und sich über gemeinsame Bemühungen zur Hebung des Interesses an billigen Ausflugsund Erholungsfahrten zu verständigen. Dabei wurde die Absicht der Reichsbahndirektion besprochen, die von ihr im vergangenen Jahre mit bestem Erfdlge eingeführten Sonderfahrten ins Blaue in diesem Jahre fortzusetzen. Ein umfangreiches Programm für diese Fahrten wurde bekanntgegeben; es soll demnächst veröffentlicht werden. Auch die für 1933 vorgeschriebenen mehrtägigen Sonderfahrten, die bekanntlich dem Reiselustigen erhebliche Vorteile bieten, standen zur Erörterung. Die weitere Aussprache diente einer Reihe von Einzelfragen, deren Leitgedanke die Erzielung einer sowohl für die Reichsbahn, wie für die MerVertretungen ersprießlichen Zusammenarbeit war. Die Aussichten für den Reiseverkehr 1933 wurden im Hinblick auf das bisher bereits lebhaft bekundete Interesse für Erholungsfahrten als nicht ungünstig bezeichnet; man wird annehmen dürfen, daß im allgemeinen die Absicht besteht, in diesem Jahre sich mal wieder eine Ferienreise zu gonnen, wenn es eben möglich und wirtschaftlich tragbar ist. In An##e#racht der Notlage— insbesondere der kleinen Apotheken— hat nunmehr der Kommissar des Reiches für das Preußische Ministerium des Innern über die bisherigen Maßnahmen hinaus durch Bekanntmachung vom 28. Februar 1933 bestimmt, daß die Apotheken mit geringen Umsatzen durch die Regierungsprasidenten(für Berlin: den Polizeiprä sidenten) ermächtigt werden können, den bisher vorgeschriebenen Abschlag noch weiter zu mindern. Ferner darf die Nacht=Tax=Gebühr von 1 RM. nunmehr schon von 8 Uhr abends(anstatt wie bisher von 10 Uhr abends) ab erhoben werden *** Grober Untug am Herner Lasen Einen Lastautoanhänger in den Konal gestürzt. Eine Herner Autotransportfirma, welche die Abfuhr vom Kieslager am Herner Hasen mit besorgt, hatte dort ihren Anhängerwagen stehen lassen. Man kann sich das Erstaunen des Besitzers vorstellen, als der Wagen gestern morgen verschwunden war. Man fand ihn unterhalb der Anlegestelle des Wassersportvereins vollständig unter Wasser. Bubenhände hatten den Wagen, der ein Gewicht von 3 Tonnen hat, dort hineingeschoben. Die gemeine Tat muß vor Mitternacht ausgeführt worden sein. Sie ist um so verwerflicher, da doch heute jeder um seine Existenz ringen muß. Die Herausschaffung des Wagens bedarf großer Anstrengungen, da an der Bootsanlegestelle die Böschung steil abfällt und dort auch Beschädigungen eintreten werden, die auch wieder von der Firma getragen werden müssen. *** * Bestandenes Examen. Aus Herne bestanden am Sozialpädagogischen Seminar Bochum(angeschlossen an das Freiherr=vomStein=Oberlyzeum in Bochum, Arndtstr.) das staatliche Eramen als Kindergärtnerinnen und Hortnerinnen: Elfriede Kortwinkel, Bismarckstr. 112, Ma ria Lenze. Constantinstr., Ilse Middelmann Oskarstr 9. Magdalene Schwarze, Freiligrath= straße 29. Wir gratulieren. * Jackelzug am Dienslagabend. Am Dienstagabend findet auch in Herne anlaßlich der feierlichen Eröffnung des Reichstages ein Fackelzug statt, der um 20 Uhr vom Rathausplatz seinen Ausgang nimmt. U. a. beteiligt sich daran der gesamte Kreiskriegerverband Herne einschl. Sodingen.(Näheres siehe Inserat.) a Schonzeiten. Der Bezirksausschuß Arnsberg hat auf Grund der§§ 39 und 40 der Jagdverordnung vom 15. Juli 1907 beschlossen: 1. Die Schonzeit für Rehbocke wird bis zum 29. Mai 1933(einschl.) ausgedehnt. 2. Der Beginn der Schonzeit für Fasanenhähne wird auf den 16. Mai 1933 festgesetzt. 3. Die Schonzeit für Fasanenhahne und Fasanenhennen wird bis zum 29. September 1933 ausgedehnt. 4. Der Wiederbeginn der Schonzeit für Fasanenhennen wird auf den 17. Januar 1934 festgesetzt. 5. Die Schonzeit für mannliche Rehkalber wird auf das ganze Jahr 1933 ausgedehnt. * Opfer des Sturmwindes Als Samstagmorgen der 11jährige Schüler Herbert M. aus der Riemker Straße seinen Schulgang antrat, wurde er plötzlich von einem heftigen Windstoß auf dem Feldkamp erfaßt und rücklinas umgeworfen. Hierbei erlitt er einen Armbruch.— Freitag abend bei dem heftigen Wind wollte der Sohn des Bahnbeamten S. aus der Bismarckstraße die am Haus angebrachte Fahne einziehen. Hierbei glitt ihm die Fahne aus den Händen, er erhielt das Uebergewicht und stürzte von dem Fenstergesims des 2. Stockwerks auf die Straße. Die Folge waren ein komplizierter Unterschenkelbruch sowie erhebliche Kopf= und Rückenverletzungen. Der herbeigerufene Arzt ordnete Samstag vormittag die Ueberführung ins Krankenhaus an. * Zwischen Himmel und Erde. Samstag morgen hatte auf der Hiberniastraße der erwerbslose Friedrich W. auf dem Dach den Taubenschlag nachgesehen und wollte die an das Hausdach angelegte Leiter wieder besteigen, als diese plötzlich abrutschte. W. besaß jedoch die Geistesgegenwart, sich im letzten Moment an der Dachrinne des dreistöckigen Hauses festzuklammern, so daß er zwischen Himmel und Erde hing. Auf sein Schreien herbeieilende Nachrichteten die Lekter wieder auf, so daß er heil den Erdboden wieder erreichen konnte. * Unsineige Wette. Einige junge Leute aus Holsterhausen schlossen Samstagabend in einem hiesigen Lokal eine unsinnige Wette. Danach sollte derjenige, der mit der Hand ein Bierglas zerdrückte, eine Schachtel Zigaretten bekom men. Ein junger Bergmann versuchte seine Kraft. dabei drückte er sich aber das zersplitterte Glas in die Hand, wodurch er erhebliche Verletzungen erlitt und einen Arzt aufsuchen mußte. e Unglücklicher Fahrradstur; Infolge des niedergehenden Regens und der Straßenglätte geriet gestern nachmittag der Radfahrer Anton Sch. aus der Mont=Cenis=Straße an der Ecke Steinweg und Bahnhofstraße gegen den Bürgersteig, er stürzte und zog sich einen Armbruch sowie sonstige Verletzungen zu. Er mußte sich in Krankenhausbehandlung begeben. * S t u r z i m D u n k e l n. Als der Maurer Karl W. aus der Cranger Straße Freitag abend von der Arbeitsstelle über die Baukauer Straße heimkehrte, glitt er infolge der Dunkelheit an der Eisenbahnunterführung aus und fiel so heftig auf den Hinterkopf, daß er bewußtlos liegen blied. Pas santen, von denen er aufgefunden wurde, sorgten für die Ueberführung des Verletzten ins Krankenhaus. * Handtaschendiebstahl. Am Freitag gegen 14 Uhr wurde einer Frau am Eingang des Kaufhauses Epa von einem Unbekannten eine Handtasche, die sie unter dem Arm trug, unbemerkt entwendet. Es handelt sich um eine braune, etwa 30 cm lange Lederhandtasche, in der sich eine Geldbörse mit etwa 2 RM., ein Schlusselmit Ring, 1 Taschentuch und einige kleinere Toilettegegenstände befanden. * Vom Trockenboden gestohlen. Von einem Trockenboden in der Mont=CenisStr. 264 wurden am Freitag gegen 13 Uhr 11 Handtücher, 30 Damen= und Herrentaschentücher, 1 Bettgarnitur mit Spitzen und Klöppeldurchsatz, 10 Kissenbezüge und 2 Damenhemden gestohlen. * Jahrraddiebstahl. In der Nacht zum 16. 3 wurde aus einem Kellerflur in der Weichselstraße ein Herrenfahrrad Marke Panter=Ballon, Nr. 536 304, gestohlen. * Der Stenographenverein Stolze-Schrey Herne 1876 hielt Samstagabend in seinem Vereinslokal Fritz Langenbach, Shamrockstr., seine diesjährige Jahreshauptversammlung ab. Der 1. Vorsitzende Friedrich Hecht gab einen anschaulichen Rückblick über die für Stolz=Schrey im vergangenen Jahre erzielten Erfolge. Der Verein konnte in dem Geschäftsjahr 1932 33 62 Mitglieder neu aufnehmen. Allein in der jungsten Zeit konnten aus beendeten Kursen 44 Mitglieder der Stolze=Schreyschen Bewegung in Herne neu zugefuhrt werden. Die Leistungen der Mitglieder sind in allen Fallen durchschnittlich um 20—40 Silben je Minute gesteigert worden. Aus dem Bericht ging hervor, daß der Verein mit seiner in den letzten Jahren verrichteten Arbeit vollauf zufrieden sein kann, denn keine Erwartungen sind über das gesteckte Höchstziel hinaus übertroffen worden. Den Hauptteil des Abends nahm die Neuwahl des Vorstandes in Anspruch. nachdem dem alten Vorstand nach seiner Entlastung Anerkennung für seine geleistete Arbeit ausgesprochen worden war. Der bisherige Vereinsleiter Friedrich Hecht, für dessen Wiederwahl die Versommlung geschlossen stimmte, konnte unter Bedauern aller Anwesenden wegen zu starker anderweitiger persönlicher Belastung das Amt nicht wieder übernehmen. Der neue Vorstand setzt sich wie folgt zusammen: 1. Vorsitzender Walter Bockhorst, 2. Vorsitzender Erich Ebelez. 1. Schriftführer Pieter Lösken, 2. Schriftführerin Martha Spiekermann, Kassierer Josef Hohmann, Werber Friedrich Hecht. Bücherwart Paul Spitzer, Obmann für schönschriftliche Arbeiten Ernst Fischer, I. Unterrichtsleiter Erich Ebelez, 2. Unterrichtsleiter Hugo Menke, Jugendobmann Wilhelm Henneberg. Der 1. Vorsitzende appellierte nach Dankesworten für den verdienstreichen und ausgezeichneten Vorgänger in einer Ansprache an die Versammlung, das bisher Herrn Hecht entgegengebrachte Vertrauen auch ihm zu schenken und tatkräftig an der Verbreitung von StolzeSchrey in Herne zu arbeiten. Ein jeder solle mithelfen, daß der in Anhalt bereits durchgesetzte fortschrittliche Gedanke der Gleichberechtigung der bekanntesten Systeme im ganzen Deutschen Reich Tatsache werde. Schöffengericht Herne. Sicherstellung des Reichsbahnverkehrs Einführung des Bahnschutzes Die Reichsbahndirektion Essen teilt mit: Der Brand des Reichstagsgebäudes zeigt, daß der Radikalismus auch vor den schlimmsten Terrorakten nicht zurückschreckte. Da zu befürchten war, daß verbrecherische Elemente weitere Saootageakte begehen würden, sah es die Deutsche Reichsbahn=Gesellschaft fur ihre vornehmste Pflicht an, Leben und Gesundheit der Reisenden sowie die Sicherheit der ihr zur Beförderung anvertrauten Güter in erhöhtem Maße zu schützen. Zu diesem Zwecke erfolgte Ende Februar der reibungslose Einsatz des Bahnschutzes, der neben dem mit der ständigen Ueberwachung der Bahnstrecken beauftragten Streifdienst eine verschärfte Streckenkontrolle übernahm. Der Bahnschutz besteht aus national gesinnten, gut ausgebildeten und ausgerüsteten Eisenbahnern, die sich freiwillig für diesen Dienst zur Verfügung gestellt haben. Die Bewachung der Strekken und wichtigeren Bauwerke, die an das eingesetzte Personal große Anforderungen stellt, wird planmäßig bei Tag und Nacht durchgeführt. der Apetheken Erhohung des Verdienstzuschlages. Im Interesse der ernsten und gespannten Wirtschaftslage der Apotheken, die z. T. bereits zu einer Gefahrdung der Arzneiversorgung der Bevölkerung gefuhrt hat, und um eine weitere Verschlechterung dieser Lage der Apothekenbetriebe zu verhüten, hat es sich trotz der Bedenken. die in den allgemein ungunstigen Verhältnissen der Bevölkerung begründet sind, nicht vermeiden lassen, eine Neuregelung des Verdienstzuschlages der Apotheker auf die Einkaufspreise der Arzneispezialitäten zu treffen. Der Reichsrat hatte deshalb durch Beschluß vom 31. Jan. 1933 anstelle der Arzneitaxe 1932 eine neue„Deutsche Arzneitaxe 1933“ festgesetzt Ein blutiger Jahresauftakt Ein 80zähriger Arbeiter als Messerheld.— 9 Monate Gefängnis bei sofortiger Abfuhrung. Am Neufahrstage besuchte der 60jährige Arbeiter Franz A., nachdem er morgens schon zwei Flaschen Vier zu sich genommen hatte, einen in der von=derHeydt=Straße wohnenden alten Freund. Als er sich später wieder auf die Straße begab, begegnete ihm der 13jährige Sohn einer früheren Trinkhallenbesitzerin. Der Knirps rief ihm„Heil Hitler" zu. Franz mochte anderer Gesinnung sein und schimpfte, der Knirps solle nach Hause gehen und sich von seiner Mutter besser erziehen lassen, dieser... Der Knirps rannte sofort nach Hause, und erzählte alles brühwarm der Mutter, einer 50jährigen Frau. Diese be waffnete sich mit einem Stück Besenstiel und lief auf die Straße. Der Sechzigjährige war bereits in die Nähe der Grabenstraße gelangt. Hier holte sie ihn ein und stellte ihn zur Rede. Er beleidigte sie aufs neue und als sie ihm einen Schlag versetzte, zog er ein Messer hervor und versetze ihr einen Stich ins Gesicht, ein weiterer Stich drang der abwehrenden Frau in den Arm und ein anderer traf sie am Kopf. Sie flüchtete, aber der gereizte Mann eilte ihr nach und versetzte ihr noch einige Rückenstiche. Dann floh er eilig in Richtung zum Polizeiamt, während sie sich zurück zu ihrer Wohnung schleppte. Der Täter blieb kurze Zeit in Haft, während die Gestochene drei Wochen im Krankenhaus lag und zu Hause weiter kränkelte. Heute ist sie wiederhergestellt. Der Täter konnte von Gluck sagen, daß die Stiche nicht noch ernstere Folgen hatten. Der Angeklagte nahm die ganze Angelegenheit von der leichten Seite. Als der Gerichtsvorsitzende ihm vorhielt, er selber habe ihn oft auf der Straße herumtorkeln sehen, meinte der Angeklagte lachend, gewiß, wenn er Geld bekomme, trinke er sich einen. Er habe sich des Messerz nur deshalb bedient, wei die Frau als sehr gefährlich bekannt sei, so verprugele sie jeden zweiten Tag ihren Ehemann. Er sei damals seiner Sinne nicht mehr mächtig gewesen. Was er getan, sei als Notwehr zu entschuldigen. Die teilweise wiederhergestellte Verletzte sagte aus, der Angeklagte habe wie ein wildes Tier auf sie eingestochen. Nie hatte sie gedacht, daß er so hinterlistig sein könne Nun traten zwei unterschiedliche Aussagen zutage. Der Angeklagte behauptete, die Frau habe mit einem Knuppel auf ihn losgeschlagen, die Verletzte erklärte, sie habe nur ihre Faust gebraucht und keinen Stock mitgenommen. Auf das Verlangen des Angeklagten setzte das Schöffengericht die Verhandlung auf eine Stunde aus. um durch den Gerichtsdiener zwei Zeugen heranholen zu lassen, welche die Zeugin mit dem Besenstiel gesehen haben sollten. Die Zeugen beschworen das denn auch. Jetzt erklärte die Verletzte, sie könne sich nicht mehr besinnen, ob sie wirklich einen Stock in ihrem Besitz gehabt habe. Jedenfalls habe der Angeklagte sie zuerst gestochen. Der Staatsanwalt sprach dem Angeklagten die Hauptschuld zu, da er den ersten Anlaß gegeben habe. Seine Trunkenheit sei nicht strafmildernd, sondern eher strafverschärfend. Er beantragte 9 Monate Gefangnis und sofortige Verhaftung des Angeklagten, da er eine alleinstehende Person sei und Fluchtverdacht vor liege. Der Angeklagte meinte, die Strafe sei zu hoch, ihm sei ja gleich, wo er sei, er versäume ja nichts, aber 9 Monate seien doch etwas reichlich. Das Schöffengericht erkannte trotzdem auf 9 Monate Gefängnis bei sofortiger Verhaftung. Sollte er sich gut führen, würden ihm die restlichen drei Monate im Gnadenwege erlassen. Zurücknahme des Strafantrages. Außer dem vorstehenden Falle war noch ein zwei ter aggesetzt, der mit einem Vergleich schloß, da der Antragsteller die Anzeige zurücknohm. Ihm soll der Angeklagte 4 Zentner Kartoffeln aus dem Keller gestohlen heben. Das war ein bißchen hoch gegriffen, da der Angeklagte nur dreimal dagewesen sei und die Kartoffeln noch über eine hohe Mauer forttransportiert haben soll. In der Zwischenzeit hat der Angeklagte dem Bestohlenen den Schaden ersetzt. Wo keine Klage mehr aufrechterhalten wird, ist auch kein Richter nötig. Ilgo. * Aufföhrung des Großflime des Eigenheim-Punhe Niedersochsen e. B.— die hiesice Ortsaruppe des außerst genheimbundes Niedersachsen e. V. dietet unseren Burgern die einmalige Gelegenheit, die überaus großen Leistungen dieser staatlich genehmigten Bausporkast in einem packenden Großfilm sich anzusehen.„ als 34 Millionen Reichsmark konnte diese Gemein schaft in 4 Jahren zinsfrei an ihre Mitglieder zur Verteilung bringen. Auch in Herne wurde bereits ein zinsfreies Darlehen von 10000 Mark zwar bei kaum 1000 Mark Sparleistung. Wegen der offenen Sprache des Filmes wurde dieser zunachtt verboten, mußte aber wieder frei gegeben werden Jeder, der ernsten Aufbauwillen in sich tragt, sollte sich die Großtaten dieser Volksbewegung ansehen. Der Eintritt ist frei. Die Auffuhrungen finden statt in der Aula des Lyzeums, Lönsstraße, und zwar um 18 Uhr für Jugendliche und um 20 Uhr für Erwachsene (Siehe Inserat!) Stadt Wanne=Eickel. 80 Jahre Zeche„Hannibal“ (9) Die an der Wanne=Eickeler Grenze liegende Jech Hannidal“ ist vor nunmehr 80 Jahren in Betrieb genommen worden. Sie ist die älteste Zeche unere: engeren Gebietes und wurde in den Jahren 1848 Die 1853 mit einem Grundkapital von 2 Millionen Tale: errichtet. 1864 ging die Zeche in den Besin der Firme Kruov über. Gleichzeitig wurde eine Arbeiterkolonie errichtet und die Betriebseinrichtung verbessert. Im Jahre 1873 wurde der dritte, im Jahre 1902 der vierte abgeteuft. Der Grubenbetried auf„Hannibal ist leider von der Wirtschaftskrise sehr in Mitleidenschaft gezogen worden.— (s) Die Wahlen zum städtischen Beamtenausschut nahmen in Wanne=Eickel ihren programmäßigen Verlauf. Es waren zwei Listen aufgestellt. In der Beamtengruppe erhielt die Liste 1. Nationalsozialistische Arbeitsgemeinschaft. 57 Stimmen, auf die 3 Sitze entfallen. In der Gruppe der Beamtenanwärter wurden für die Liste 1 31 Stimmen abgegeben, auf die 1 Sitz entfiel. Auf die Liste 2 des Verbandes der Kommunaldeamten und An gestellten entfielen in der Gruppe der Beamten 73 Stimmen und damit 3 Sitze. Für die Gruppe der Beamtenanwärter wurden 33 Stimmen abgegeben, au die 2 Sitze entfielen. (s) Eine aussehenerregende Haussuchung wurde am Freitagnachmittag in verschiedenen Büros der Stadtverwaltung Wanne=Eickel, so im Rathaus an der Schwerinstraße, in den Verwaltungsräumen an der Sedan= und Scharnhorststraße und auf dem Bauam: Eickel unter Leitung der Polizei durch ein größeres Kommando der Hilfspolizei durchgeführt, das zahlreiche Akten deschlagnahmte. * Seltsames Spiel des Sturmes mit einem Liefer auto. Ein kaum zu glaubender Autounfall traf am Samstag kurz vor Mittag ein durchaus nicht kleineLieferauto einer Firma aus Recklinghausen=Sud. Von Gelsenkirchen kommend. nur wenige Meter vor dem Hüller Bach. packte eine übermächtige Sturmböe das Auto unter die Segeltuchplane, drückte es zur Seite, daß dem Fahrer die Gewalt über das Steuer nicht mehr möglich war, und beförderte es von der guten trockenen Afphaltbahn über die Pflasterrinne auf den nur locker befestigten Burgersteig. Durch die Drehkraft des herumgeschleuderten Wagens bohrten sich die Vorderrader in den weicheren Grund ein. Dann überschlug sich der Wagen zweimal, daß er wieder, gefahrlich nahe dem tiesen Bacheinschnitt. auf die Rader zu stehen kam. Dabei wurden die rechtsseitigen Rader vollig verbogen. Mehrere starke Spiegelscheiben gingen entzwei. Schutzbleche und Verdeck wurden stark beschadigt. Der Fahrer erlitt eine schmerzhafte Verletzung am linken Arm. der Beifahrer blieb unverletzt. Die Ladung, bestehend aus etwa 5 Zentnern Nagel und Maschendraht, wurde herausgeschleudert. Achsen und Motor blieben intakt. Nachdem zwei neue Rader eingesetzt worden waren, konnte der Wagen sein Ziel erreichen. Schwere Folgen eines Sturzes von der Leiter waren bei einer Familie an der Friedgrasstraße zu beklagen Hier war ein etwa 60 Jahre alter Invalide mit der Ausbesserung einer an der Zimmerdecke angebrachten Nadioleitung beschäftigt, als die Leiter ausglitt und der Bedauernswerte mit dem Kopfe auf den Spulstein und dann auf den Boden geschleudert wurde, sodaß er erhebliche Verletzungen an Kopf und Schulter, sowie einen Schlusselbeindruch erlitt. Die stürzende Leiter warf das Oberteil eines mit Porzellan gefüllten Küchenschrankes um wobei die neben dem Schrank stehende Ehefrau des Abgestürzten durch Glas= und Porzellansplitter im Gesicht verlet# wurde. Vor der Ausgabe neuer Briefmarken Die Deutsche Reichspost hat die notwendigen techntschen Vorarbeiten eingeleitet, um in nächster Zeit die Pfennigwerte der Freimarken allgemein mit dem neuen reliefartigen Bildnis des Herrn Reichspräsidenten von Hindenburg herauszugeben. Die dierjährigen, wie immer im Herbst erscheinenden Wohlfahrtsmarken werden Bilder aus den Werker Richard Wagners tragen. Ferner plant die Deutsch Reichspost, später auch Sondermarken mit de Bildnissen großer deutscher Persönlich keiten in beschränkter Anzahl herzustellen und sie neber den Marken der Hindenburg=Ausgabe in den Verkehzu setzen. und klarer Blick sind die Haupterfordernisse für die Gegenwart und die nächste Zukunft. Unsere Geltung im Volksganzen wird um so größer sein, je geschlossener und einiger wir zusammenhalten und je ruhiger und entschiedener wir uns an der Gestaltung des neuen Deutschland beteiligen. Unsere katholische Haltung ist immer positiv aufbauend, arbeits= und opferfreudig, dem Besten des Gesamtvolkes hingegeben gewesen. Halten wir daher treu zusammen. Halte auch jeder kreu zu seiner katholischen Tageszeitung. Tretet für sie ein, werbt für sie, verlangt sie in Gaststatten, beim Friseur, am Bahnhof usw. Euch kostet es nichts, uns und unserer katholischen Sache erweist Ihr damit einen großen Dienst. Gebt uns Anschriften von Familien auf, in denen der Herner Anzeiger noch nicht gehalten wird. Achttagige Probelieferung kostenlos. ( nich er 1 2 Briefkasten H. 100. Die Adresse lautet: Leuna=Werke, Leung. Kreis Merseburg. N. 199. Wir nennen Ihnen:„Vereinigte Sutzwaren= Zeitungen“(Amtliches Organ des Vereins der Konsitürenhandler von Berlin und Umgegend. 1900. e. V. in Berlin: Der Kaffeemarkt“ in pamburg:„Kateka“. Kaffec=. Tec: und Kalgo=Zeitung. in Hamburg. Montag, Beilage zum Herner Anzeiger, den 20. März 1933 EET Nei akt D re1 alte 1417 * Ma Kom 44 And 4 sen13 Keine Revanche, kein Sieg, Unentschieden 3:3 Regenwetter unterbindet die Durchführung der Ruhrbezirksmeisterschaft und anderer Spiele Deutschland—Frankreich 3:3 Deutsche Versager vorn und hinten 7 Frankreichs Schnelligkeit und Energie schaffen aus 1:3 ein 3:3 Können wir nicht mehr siegen? Franzosen im Angriff. fallen aber schon bald wieder ab. In der 21. Minute hat Deutschland abermals eine Ecke. Dann spielen sich Hofmann und Kobierski frei. Desfosse stürzt den Deutschen entgegen, bekommt auch den Ball, verliert ihn aber wieder. Lachner ist sohnen zur.#n und hebt das Leder über Desfasse hinweg ins französische Tor: 3:1 für Deutschland! Die Franzosen spielen noch eifriger und lausen noch schneller, geben noch besser ab. Einmütig greift die französische Elf nun an. Jakob mun eine Bombe Kauscars halten. Kodierski holt noch eine deutsche Ecke, die 11., heraus, dann liegt aber Frankreich im Angriff. Gerard schafft ein 3:3. Der gefährliche linke Flügel der Franzosen bricht wieder einmal durch. Der Ball kommt zum Halbrechten Gerard, der aus dem vollen Lauf heraus unhaltbar einschießt: Nur noch 3•2 für Deutschland. Und auch dieses Ergebnis bleibt nicht lange bestehen. Die Franzosen wachsen über sich selbst hinaus. Die Tempo=Rufe des Publikums können unsere Spieler nicht beschwingen. Und so ist es dann wieder Gerard, der einen Flankenball mit dem Kopf zum Ausgleich einlenkt. Das war in der 38. Minute der zweiten Halbzeit. Die letzten sieben Minuten vergehen in herber Enttäuschung und größter Befürchtung für eine weitere Niederlage. Bange, sehr bange Minuten vergeben. Unsere Abwehr hält aber diesmal dicht. Es bleidt beim 3:3, dem unbefriedigenden Unentschieden. Das wäre also unsere Revanche für das 0:1 vom 15. März 1931 gewesen: ein Unentschieden von 3:3, muh sam in beängstigenden Abschlußminuten herausgeklaubt. In einem Siege hat es auch diesmal nicht gelangt und es scheint fast so, daß wir nach den vielen deprimierenden Niederlagen der letzten Spiele es verlernt haben, wie man einen anständigen Fußball=Ländersieg herausspielt. Heute waren wir im Berliner Grunewald=Stadion mit 3:1 schon totsicher vor einem glanzvollen Erfolg, einer zufriedenstellenden Revanche, da klappte unsere Els in den letzten zehn Minuten zusammen. Frankreichs Elan schaffte sich klare Vorteile und erreichte ein 3:3. Es war mal wieder so, wie man es uun schon zum vollen Ueberdruß erlebte, unsere Elf brachte nicht den geistigen und körperlichen Schwung auf, sich eins zu wissen und zu fühlen und bis zur letzten Minute zu kämpfen Technik und keine Taktik Das Spiel machte wenig Freude. Bis zur Pause war man es noch zufrieden, aber als auch dann die Leistungen nicht besser werden wollten, war man— trotz der deutschen Führung— nicht sehr froh. Unsere elf Spieler zeigten sich fast restlos— bis auf einige Versager— als vorzügliche Techniker, durchweg mangelte es aber an taktischem Verständnis. Jeder spielte so, wie er es im Augenblick für gut hielt. Man gab meistens den Ball viel zu spät und dann auch zu ungenau ab. Die Franzosen verzichteten auf jeden Schnörtel, sie spielten zweckmäßig und haben deshalb auch dieses 313 verdient. Das Herr Nerz unsere Spieler wiederum nicht zu einer geschlossenen Formation zwingen konnte, ist sehr zu bedauern; es ware nun endlich an der Jeit, sich einmal zu„„„„* überlegen, ob man nicht die Arbeit des deutschen Reichs: Zeim Stande von 0:0 setzt der Schiedsrichter dem Kampf um die Ruhrbezirksmeisterschaft ein Ende nicht dalu: kann, wenn! Mäßige Leistungen beiderseits Schaike 04 in veranderter Aufstellung Mittwoch Wiederholung Kritik der Mannschaften Frankreichs Schnelligkeit und Eiser schaffte dieses Unentschieden, das vorübergehend in weiter Ferne lag. Auf Technik legten die Franzosen weniger Wert. Um so mehr hielten sie sich an eine vernünftige Taktik. Sie spielten immer schnell ab, machten keinerlei Faxen und hatten nur das eine Ziel im Auge, in den deutschen Strafraum zu kommen. Es war eine geschlossene Einheit und deshalb schon der deutschen Elf in mancher Beziehung über legen. Zudem spielte die französische Hintermannschaft im ganzen besser als die deutsche. Desfosse war ein guter Torwart, die Treffer der Deutschen konnte er nicht ver hüten Die deutsche Mannschaft hatte einige Versager in ihren Reihen. Wahrend Jakob(bis auf den ersten Treffer) glänzend operierte, waren paringer und Wendl reichlich schwach. Besonders Wendl siel manchmal stark ab. Die Abschläge beider Verteidiger waren ungenau und ihre Paraden sehr unsicher. In der Läuferreihe fiel Hergert aus. Er war schon von Beginn an zu langsam und kam schließlich nach der Pause ins Schwimmen. Da war es um Deutschland geschehen. Mantel spielte technisch vorzüglich. Seine Mätzchen verzögerten aber das Spiel sehr. darunter litt der Aufbau. Auch Gramlich, der noch der beste Läufer war, hatte seine Fehler. So war sein Ab spiel meist zu hoch. Im Sturm befriedigten vollends die beiden Außenstürmer, die besonders nach der Halbzeit mächtig Dampf machten. Fischer wie Kobierski plagten sich mächtig. Das Wetter vertagte die Entscheidung Die Plätze wurden gewechselt und man wollte durch spielen. Der längst einsetzende Regen wurde immer bei tiger, schließlich ergoß er sich in Stromen Der Schieds richter sah keine Möglichkeit mehr, das Spiel bis zum Ende durchzuführen. Er brach es ab. Vielleicht hat Schalle Vorteil aus dieser Entscheidung. Denn die Hontroper lagen nicht aussichtslos im Rennen. Sie hatten in der zweiten Halbzeit die bessere Seite Und bei der außerordentlichen Energie, die Höntrop entwickelte, wäre schließlich doch ein Ball eingeschossen worden. Ein Tor hätte bestimmt das Spiel auch entschieden Denn der Boden lag den Schaller Sturmern nicht. Sie konnten das Spiel nicht nach Gefallen formen. Höntron war durch die hohe Ballage im Vorteil. Keiner der Schalker Mannen konnte restlos befriedigen Es fehlte der Zusammenhang in der Mannschaft. In der Höntroper Mannschaft waren der rechte Verteidiger und der Mittelläufer die Türme. Das Spiel selbst war mit harter Mühsal verbunden. Zumeist reichten die Kräfte nicht aus, um dem Ball die Flugstrecke aufzudrängen, die beabsichtigt war. Der Ausgang des Tressens wäre von einem glücklich ausgenutzten Zufall abhängig gewesen Und diesen konnten in diesem Spiel beide Parteien ausnutzen, Höntrop vielleicht noch sicherer, weil der Sturm sich im ganzen viel angriffslustiger zeigte als der Schal: ker Sturm. Schalke-— Höntrop am Mittwoch Der Westdeutsche Spielverband gibt Sonntag abend die neuesten und aktuellsten Termine bekannt. Danach wird daviel Schalte— Höntrov nicht am Dienstag, den 21. Mari. sondern Mittwoch. 22. Mari. 4.2 Udr. im Stadion Ber mannshof zu Wattenscheid ausgetragen werden. Die für Dienstag geplaute Anjetzung durfte wohl wegen des National=Feiertages ins Wasser gesallen sein. Sofern die Schalker nur einen Punkt retten. treisen Sie am Sonntag, den 26 Mari. in Oberhausen im MSB.=Endspiel auf den Niederrdeinmeister. Hamborn 87. Hermania Bochum— SB. Rotthausen 2:1 abgebe unsere Verteidigung schlecht ist und die Läuferreihe, mit deren Arbeit man ebenfalls gerechnet hatte, nach der Pause nachließ. Da auch dem Sturm die letzte Kraft fehlte, war es dann nicht verwunderlich, wenn der Zu sammenbruch kam und mit nervöser Resignation hin genom nen wurde. Dies zur Einleitung. Etwa 48 000 Zuschauer S 1 dem 2. Landerkampf Deutschland=Frankreich bei. Emon recht frühzeitig strömten die Massen zum Grune wald dem Stadion entgegen. 5000 Karten waren um 12 Uhr an die Stadion=Kassen gegeben worden und schon nach einer halben Stunde restlos vergriffen. Die Kampfstätte war bis auf den letzten Ulatz gefüllt und bot ein prachtiges, farbiges Bild im Grau des regnerischen Tages. In der Hauptloge sah man prominente Gäste. Neben Reichsaußenminister von Neurath als Vertreter der Reichsregierung sah man den französischen Botschafter Francois Poncet, den früheren Geschäftsführer der DT., Major a. D. Breidthaupt, einen Vertreter des lommissari schen preußischen Innenministers, den Berliner Polizeipräsidenten und den Berliner Oberbürgermeister. und temperamentvoll begann der Kampf. der zunachst ganz ausgeglichen war. Dann hatten die eifrigeren Franzosen einige Vorteile, da sie auch zweck maniger spielten und schneller starteten. Die deutsche Verteidigung konnte aber jeden Anlauf abwehren. Der erste deutsche Angriff wurde schon recht gefährlich. Rohr schoß aber glatt über das Tor. In der 4. Minute mußte Jakob sich mächtig strecken, um den auf einen Fehler Wendls freigekommenen Nicolas zu schlagen. Jacob hält den Schuß des gefährlichen französischen Mittelstürmers bravourös. Das deutsche Spiel war recht fehlerhaft. Man hielt den Ball zu lange und gab ungenau ab. Einen Schuß Laugillers muß Jalob im Fallen abwehren. Der rechte französische Verteidiger van Dooren scheidet aus, er wird durch einen unbekannten Ersatzmann von robuster Statur ersetzt. Gramlich verschuldet die erste Ecke gegen Deutschland in der 9. Minute, die aber abgewehrt wird. Mantel verschuldet die zweite Ecke gegen Deutschland, die nichts einbringt. Zweimal steht dann Kobiersti abseits. dann nimmt er sich zusammen und paßt besser auf Das erste Tor der Franzosen kommt sehr überraschend. Der Halblinke Nio. der zusammen mit Langiller einen gefährlichen Flügel bildete, läßt ganz unerwartet einen harten Schuß los, den der verbluffte Jakob passieren läßt. Diesen Erfolg der Franzosen hatte der sonst gute Regensburger vermeiden können. Das deutsche Publikum ist ziemlich ernüchter: Der Ausgleich wird stürmisch geseiert. Rohr schießt aus 12 Meter freistehend hart und sicher ins französische Tor ein. Ein schoner Angriff wurde endlich gut abgeschlossen. Die Deutschen sind nun sofort überlegen. Bier weitere Eckbälle gibt es gegen Frankreich, die aber nichts einbringen. Inzwischen trabt der Frankfurter Lindner vom Platz und Richard Hofmann erscheint im Sturm. Man begrüßt den Helden des England=Spieles, das die Berliner nicht vergessen können, mit Jubel, muß sich aber schon bald revidieren, denn auch Richard Hofmann kann den Sturm nicht in Schwung bringen. Schon macht der Dresdener wieder den alten Fehler— er hängt hinter dem Angriff. So hat Deutschland zwar etwas Vorteil vom Spiel, aber Tore wollen nicht fallen. Man glaubt schon an das 1:1 zur Pause, als kurz vor dem Abpfiff Münchener Rohr eine schöne Kombination des Sturmes durch einen Schrägschuß erfolgreich abschließt. 2:1 ging es also in die Pause Kaum haben die Mannschaften sich in die Kabinen jehen, da setzt der erwartete Regen ein. Das Feld wird sehr schnell glatt und die Spieler haben es beim Wiederbeginn recht schwer. Die Deutschen beginnen vielversprechend und spielen klar überlegen. Doch fehlt den Sturmern jede Entschlußkraft. Sind sie in guter Postion, so zogern sie mit dem Schuß und geben schließlich ab Technisch sind unsere Spieler gut, taktisch aber sehr schwach. Jakod muß zwischendurch eine Bombe des schun hontrog— Schalke 94(abgebrochen) Es ist eegentümlich, daß die Schaller immer von Glück begünstigt sind. Wenn sie auf eigenem Platz spielen, hängt man Sonnenfahnen heraus. Die Regenwolten zogen sich schon am Samstag zusammen. Ging am Sonntagvormittag schon ein ausgiebiger Guß hernieder, so klärte sich das Wetter doch auf, gegen Mittag ahnte leiner die Arglist. Wenn sie auch nicht alle gekommen waren, die am Vorsonntag aus dem Platz der Schalker die Vorentscheidung miterlebten, so kam doch noch eine ansprechende Zahl der Zuschauer heraus. Selbst der Verbandsvorsitzende und Ruhrbezirksvorsitzende waren herausgekommen. Man hatte auch schon einen schönen Blumenstrauß, herrliche, rotc Tulpen, bereit, um den mutmaßlichen Meister zu ehren. Man wird nun wohl einen neuen Strauß kaufen müssen. Etwa 12 000 Menschen waren zusammengekommen, meist Unentwegte, die sich auf keinen Fall das Miterleben sportlicher Begeisterung durch die Meisterehrung entgehen lassen wollten. Wohlweißlich hatten sich die meisten Zuschauer mit Regenmänteln und Schirmen versehen. Wenn aber die Schirme ausgespannt werden müssen, dann verwässert sich auch die Anteilnahme an dem Geschehen. Als das Spiel seinen Anfang nehmen mußte, pfiff der Wind heulend aus allen Ecken. Schon der reichliche Morgenguß hatte den Platz erheblich mitgenommen. Zuerst erschien Schalke. Als man die Mannen etwas Das einzige Punttespiel zwischen Germania Bochum und Rotthausen konnte ebenfalls nicht bis zum Schlut erledigt werden. Nachdem sich die Bochumer bis zur Pause eine 2:1=Führung erkämpft hatten, brach der Schiedsrichter wegen Platzregens den Kampf ab. Bochum hatte durch den Halblinken und Mittelsturmer in der 20. und 30. Rinute zwei Torc erzielt. Kurz vor dem funkt entschlossen dazwischen, lenkt den Ball zum Rechts= Wechsel schossen die Rotthausener aus einem Gedränge außen, der aver den Ball über das leere Tor schießt. heraus den Ehrentreffer 211. Direkt nach Wiederanston Besser wäre schon gewesen, er hätte auf den Schuß ver= pfiff der Schiedsrichter ab. zichtet, das Eindrücken wäre aussichtsreicher gewesen. Dann ist das Höntroper Tor gefährdet, mit Gluck klärt sich der Fall. Der Höntroper Mittelstürmer reißt den Angriff wiede: nach vorn, hat den Rechtsaußen wieder mit einer Ballvorlage bedacht, dessen Schrägschüsse aber alle zu hoch gelegt waren. Schalkes Stürmer dagegen schießen den Mann an. Noch einmal hat Höntrop eine große Gelegenheit, das Schalker Tor ist wieder leer, aber der Linksaußen entscheidet sich zum Fehlschuß. Weitere Spiele Schwarz=Weiß Essen— Germania Herne 7: Privatspiele: TuS. Bochum— Preußen Bochum Sa.) 3•1. Castrop u2— Essen 99(Sa.) 2•2. Essen=West 81— Ballfr. Borbeck 90(abgebr.). VfL.=SpFr. Essen— Westsalia Scherlebeck 1:0(abg.) PfL. Hörde— SuS. Ahlen 5•0(abgebr.). In der ersten Bezirksklasse nur ein Spiel durchgeführt Erle 68 ist augenblicklig Unglückliche Umstände bringen Seisenkirchen 67 um vier sichere Punkte in großer Form 1B. Eickel— Hassel 0:1 abgebrochen übersehen konnte, bemerkte man Zujons und Rothardt##aabischan 97 Gahlinebaufen S.1 ahnebrochen wieder in der Mannschaft. Dafür sehlte Szepan. Natt= Gelsenkirchen 67— Rohlinghausen 5:1 abgebrochen kämper vertauschte den Posten des Mittelstürmers mit! Gerade dann, wenn Gelsenkirchen 07 in guter Fahrt ist halbrechts. Dafür nahm der bisherige Rechtsaußen tritt irgend ein Umstand ein der die errungenen Vorteile seinen Innensturmposten ein. Auch ein anderer Schieds= wieder schmälert. Vor Wochen gegen Erle. beuer gegen richter als der nominierte erschien. Röhlinghausen, Helsenkirchen hatte die linke Sturmseite Viel Umstände erheischte der Spielanfang nicht. umgebaut. Diese Maßnahme erwies sich als nicht ungünitig Schalke wählte mit Rückenwind und überließ Höntrop In der ersten Halbzeit wurde ein schönes Sviel von beiden -„—„„„Seiten durchgeführt. Jede der Parteien entwickelte ihre Wenn auch das Blatichen sich bei dem wechselvollen Spiel. das sich die Gegner licferten, auch leicht hatte wenden können, so hatten die Hasseler doch festen Fuß gefaßt. Vor allen Dingen die Zähigkeit, mit der die Mannschaft kämpfte stach sehr von dem etwas verhaltenen Spiel der Eickeler ab Gelsenkirchen 06— Resse 08 0:0 abgebrochen Das Spiel war ziemlich verteilt. Beide Mannschaften hatten in den rückwärtigen Verbindungen die Hauptstunen Die Stürmerreihen konnten die Tore nicht ernstlich gefahrden. Allerdings war der Plan auch nicht beionders gerignet die Spiellaune zu fordern. Gelsenkirchener dagegen zogen die Angriffe immer gefahrdrobender zusammen. Der Mittelläufer schoß aus dem Hinterhalt der Ball mußte aus dem Netz gehoben werden Dann schlängelte sich der Haldlinke in zwei Fällen samos durch und schoß ein. Noch vor der Halbzeit erzielte der Mittelstürmer den vierten Treffer. Nach der Halbzeit fügte der Linksaußen den fünften an. Röhlinghausen mußte sich mit einem Gegentreffer zufrieden geben. Der Regen setzte dann dem Sviel ein vorzeitiges Ende Aus Wesideutschland Meisterschafts=Endspiele Erle 08— V. s. V. Gelsenkirchen 5:1 Dieses Sviel wurde ganz durchgefuhrt Die Erler waren Kassel: wieder schmälert. Vor Wochen gegen Erl Röblinghausen. Helsenkirchen hatte die li umgebaut. Diese Maßnahme erwies sich als In der ersten Halbzeit wurde ein schönes Si den Anstoß. Schalle sängt den Ball sofort ab und gcht Seiten durchgeführt. Jede der Parteien entwickelte ior bu Schalte, fangt den Ball soigt, und geyt Eigenart im Spiel. Die Röhlingbausener wählten das ein durch, aber eine Abseitsstellung unterbindet einen aus= sache Angriffsspiel, bevorzugten die Flügelangriffe. suchten sichtsreichen Angriff. Hontrop formiert zuerst die Ab= auf schnellstem Wege zum gegnerischen Tor zu kommen. Die wehr, denn Schalke sucht nach günstigen Umständen. So Gelsenkirchener klügelten ihre Angriffe besser aus. Das dribbelt Nattkämper zogernd näher, legt den Ball blitz= Zusammenspiel aller Mannschaftsteile erlaubte auch diese schnell nach Kuzorra durch, der aber daneben schießt. Das Spielform. Die Läuferreibe zeigte sich als sehr elastisch. Spiel ist planlos— von beiden Seiten. Schalte will gadurt, war dem Gau unmöglich gemacht durchzukommen Angrifse ausklügeln, Höntrops Mannen sind sehr tem nsc Vei veramentvoll. Wieder dribbelt Kuzorra mit Wechsel füßchen heran, schießt auch scharf,— aber der Höntroper Torwart hält den Ball. Die Sachlagt schält sich bald klarer heraus, daß Schalke nur unter günstigen Umstan den das Spiel gewinnen würde. Der Boden war aufgeweicht und ließ eine Entfaltung der Fähigkeiten nicht zu. Besonders das Flachspiel der Schalker hätte verhängnisvoll werden können. Der Höntroper Mittelläufer hat den Ball durch die Mitte gelegt, der rechte Verteidiger Schalkes verpaßt den Ball, der Höntroper Mittelstürmer brennt durch. Die Zuschauer sehen schon den Ball im den Bewegungsspielern um eine gute Elle voraus. Auch in Netz der Schalker zappeln, die drenzliche Sachlage klärte diesem Spiel führte der Erler Sturm die Entscheidung her sich schnell. Der Mittelstürmer Hontrovs hatte keinen bei. Besonders die beiden Halbstürmer zeigten sich in diesem Atem mehr, er mußte den Ball zum Rechtsaußen ab Spiele sehr schußfreudig. Zumeist alle Ballvorlagen wurden geben, der ihn über das Torgehäuse schoß. Schalke von ihnen mit Torschüssen abgeschlossen. Die etwas unde etera. Mart bringt den Ball durch den Rechtsaußen wieder vor, die Mczucht Verzeidigung der Gäste ließ sich leicht durch Tricks Eruppe .„„„„ Gant. Ptauschen. verlor die Sicherheit und teilte sich amf. Dann!— K...—„„ Flanke wird von Ruzorra aufgefangen, aber mit Kon, waren en die schnellen Außenstürmer, die Luft schafften. Der: 5B. 04 Düsseldorf— SSt stoß landet der Ball neben dem Gehäuse. Schalte erwir#t##schwere Boden behinderte die Bewegungssvieler weit mehr. einen Eckstoß, der aber weiter nicht gefährlich wird. weil ihr Kraftemaß an sich bescheidener war. In der ersten Halbzeit holte Erle bereits zum entscheidenden Schlage aus. Die beiden Halbstürmer und der Mittelsturmer brachten in schon durchgefuhrten Angriffen vier Torerfolge an. In der weiten Halbeeit. als der Regen den Platz noch unwegsamer machte, beschränkten sich die Erler zumeist darauf. das Spiel oisen zu halten. Wohl war dem Halblinken noch ein fünfter Treffer beschieden, aber die Bewegungsspieler kamen hin und wieder auch gut vor. Ein Sixafstoß. den der Linksgunen als Soczialität ausführte, brachte dem Gast auch inen Gegentreffer ein Damit liegt nun Erle einen Punkt vor Gelsenkirchen 07 Schalkes Halblinker versuchte sich mit Dribblings durchzuspielen, findet aber beim rechten Verteidiger von Hon trop keine Gegenliebe. Nicht einmal stoppte dieser vor zugliche Back den Ball den Schalker Stürmern am Fuß ab Einige Minuten später setzt sich Hontrov vor dem Schalter Tor fest. Viele Beine versuchen den Val zu erhaschen. Die Höntroper Stürmer sind zu auf geregt, um Kapital an. dem gefährlichen Gedrange zu ziehen. Wohl schoß Höntrops Rechtsaußen als letzte Instanz. der Flug des Balles war entschieden zu hoch bemessen. Schalle führte dann einige Strafstoße aus. von denen nur einet gefahrlich wurde. die anderen stoppte der rechte Ver teidiger von Hontrop ab, der auch den Schalle an der Außenlinie ruhig und nachdrucklich ab stoppte. Der Schalker Torwart ließ dann einen auf Runde der Meister: Bornisia Julda— FC. Kottenheim 5: Runde der Pokalmeister: Kodlenz: 3V. Neuendorf—. Brachbach 90 7:1 Recklinghausen: Viktoria Recklingbausen— Göttingen 2:0. Reisterschaftsspiele: 8B. 04 Düsseldorf— SSV. Obertassel 2 Ruhr=Bezirk: Erusde B: Germania Bochum— SV. Rotthausen 2:1 abgeot. 2. Endspiel: SB. Höntrov— FC. Schalle 04 0•0 abgebr Niederrhein=Bezirk: 2. Endiviel: Hamborn 07— Duisburg 99 6:1 Weitfalen=Bezirk: Schalke 96— Hüllen 67 1:0 abgebrochen In diesem Spiel laßt sich ein abschlieue der Urteil nicht abgeben. So vtel darf aber g###g werden, daß der Sien der Hüller keine festneb ende Tatiache mar. Die Schaller waren im guten Juge, besonders das Insammenspiel der Läuferreihe mit dem Sturm ließ sich hoffnungsvoll an. Die Huller gewaltigen Rio halten. Einige Minuten liegen die gefangenen Ball fallen der Mittelstürmer von Hontrop#####namen zurtel inn Angrine welten auch zu kurz ab Gruppe Oft: Wenialia Ahlen—. Arminia Bielefeld 6 Bieleseld 06=97— pammer SoPa. 2:2 Badervorn 08— Union Herford 6·0 Ahein=Bezrk: Entscheidungsspiel in Abeodt Sulz 07— Alemannia Nachen 2:1 u. Ver. Mittelrbein=Bezirk: Rheinland Monen— ViN. Limbura 1.2. 44. 6.201 Sndwestsalen=Bezirk. ViB. Weidenau— Hüsten 00 2:3. Heisen=Haunover=Bezirk: Kurdessen Mardurg— SC. 03 Kassel 3:1. SC. 05 Göttingen— dessen Hersfeld 3:1. Pokal=Spiele: Berg.=Mark. Bezirk(Halbfinale): VIL. Benrath— Fortuna Düsseldorf 4:2. Ratingen 04— Wersten 04 3:2. Kuhr=Bezirt(Halbfinale): Schwarz=Weiß Essen— Germania Herne 7:2. Riederrhein=Bezirk(Finale): Duisburger FV. 08— VinB. Alsum 2•0 abgebr. Gesellschaftsspiele: Pestialia Herne— Union Gelsenkirchen 0:0 abgebr. Castrop 02— Essen 99(Samstag) 2:2. Essen=West 81— Ballfr. Vordeck 0:0 abgebr. ViL. Spcr. Essen— Westsalia Scherlebeck 1:6 abgebr. VsL. Hörde— SuS. Ahlen 5:0 abgebr. Preutzen Bochum— Tus. Bochum 1:3. So Vg. Oberhausen— Schwarz=Gelb Gladbeck?:“ abg Fußball im Reich ßV Walddof— 1. FC. Nürnberg 0:1. avern München—. Phönix Ludwigsbasen 4:1. SoVa. Fürth— 1860 München 4:0. „SL. Mainz 05— Karlsruber FV. 5:0. Phönix Karlsrube— Wormatia Worms 5:0. Union Böckingen—7SV. Frankfurt 1:6. Eintracht Frankfurt— Stuttgarter Kickers 4:0. Borussia Kiel— Arminia Hannover 1:3. Union Altona— Holstein Kiel 4:0. PfB. Pankow— Tennis=Borussia Berlin 2:3 Stettiner SC.— Hertba. BSC. Berlin 1:5(0:0). Auftakt zu den WöV.=Endspielen Obwohl noch nicht in allen Bezirken des Westdeutschen piel=Verbandes die Meister feststanden, setzte am Sonntag tereits der Endkampf um die westdeutsche Vertretung bei der Deutschen Fußball=Meisterschaft mit drei Spielen ein. n der Runde der Meister, die den westdeutschen Tirelträger und den zweiten Vertreter des WSV. an den DFB.= Endspielen nach dem Pokalsystem ermittelt, standen sich in Kassel Borussia Fulda und der FC. Kottenheim gegenüber. Erwartungsgemäß siegte der Hessen=Hannover=Meister klar mit 5:1. In der Pokalmeisterrunde, die den dritten MSRVertreier ermittelt. wurden zwei Spiele durchgeführt. In Koblenz standen sich 3V. Neuendorf und Brachbach 09 gegenuber: der Südwestfalen=Außenseiter wurde eindeutig mit 1:7 abgesertigt und damit aus dem Rennen geworfen. In Recklinghausen dagegen siegte die Viktorta knapo über den Hessen=Hannover=Vertreter, Sv. Vag. Göttingen. mit 2:0. Renegat Wortelmann Der Nuhrbezirksvorsitzende gegen den Verufssußball Der Gau Dortmund des Ruhrbezirks hielt am Samstag in Dortmund seinen ordentlichen Gautag ab. Nach Erledigung der üblichen Tagesordnung. Berichterstattung usw., ergriff der Vorsitzende des Ruhrbezirks. Herr Wortelmann=Werne, das Wort zu einem Reserat über den Berufsfußball. Wer erwartet hatte. Herr Wortelmann würde als offizieller Vertreter des WSV. hier die Sache Jerschs verteidigen und provagieren, erlebte zu seiner größten Ueberraschung, daß der Ruhrbezirksvorsitzende eine Lektion über die Schattenseiten des Berufssußballs gab und sich als Gegner der WSV.=Pläne erklärte. In der anschließenden Debatte kam es bald zu einer Einigung der Vereinsvertreter, die sich gegen die Einführung des Projessionalsußballs in Westdeutschland erklärten. Das wäre. abgesehen von der bei weitem diplomatischeren Haltung des Rheinbezirksvorsitzenden Zündorf. der einzige Fall. wo ein Bezirksvorsitzender sich gegen die WSV.=Aktion stemmt. Am die Wesideutsche Handball=Meisierschaft hindenburg Minden und Tura Barmen siegreich Die Endsviele um die Westdeutsche Handball=Meisterschaft sind nunmehr in ein entscheidendes Stadium eingetreten. nachdem am Vorsonntag die beiden letzten Finalisten ermittelt werden konnten, sodaß allo für die Runde der letzten Vier Hindenburg Minden, RSV Mülbeim=Ruhr. Tuca Barmen und Kassel 03 feststanden. Da die Zeit drängte, wurde am vorigen Sonntag schon das Spiel SC. 03 Kassel— Hindenburg Minden vorweg genommen. das mit einem 9:4=Sieg der Kasseler endete. Der Sonntag brachte keine ausgesprochenen Ueberraschungen. In Wupvertal siegte Tura Barmen über SC. 03 Kassel durch einen ungeneuren Endspurt mit 9:5. während in Minden Hindenburg gegen RSV. Mülheim=Ruhr knapp mit 5:4 gewann. In der k.o.=Runde der Zweiten hat man die Vorschlußrunde bereits hinter sich. In dem Spiel des Sonntags schlug der PfB. Aachen Rhenania Düsseldorf mit 5:3. womit die Aachener Revanche für die l. Zt. erlittene Niederlage nahmen. Andere Spiele Weitsalia Bochum— Schalke 34 7:14. Tus. Holsterhausen— TB. Eickel 1:2. Reichsbahn Wanne— Jahn Holsterhausen 1:7. Röhlinghausen— Arminia Eickel 3:8. beseitigt, indem die Steuer künftig dei allen Schlachtungen vor der Tötung der Schlachttiere zu entrichten ist, wie er schon disher für die Schlachtungen in den öffentlichen Schlachthöfen vorgeschrieben war. Bei der Gewerbesteuer ist zum Schutz des gewerblichen Mittelstandes gegen die übermächtige Konkurrenz der Warenhauser und Einheitspreisgeschäfte eine steuerliche Verschärtung in der Form vorgesehen, daß die Zweigstellen der Warenhäuser. Einbeitspreis= und Kleinpreisgeschafte in den Gemeinden. in denen sich nicht die Betriebsleitung befindet, ohne weiteres einer um ein Fünftel höheren Gewerbesteuer unterworfen werden, auch wenn die Gemeinde eine erhöhte Filialgewerbesteuer nicht beschlossen dat. Für die notleidenden preußischen Landgemeinden ist auch im Rechnungsjahr 1933 wiederum eine Sonderhilse vor geseben. Aus den übrigen Vorschriften der Verordnung ist noch zu erwähnen, daß die Staatezuschüsse zur Pfarrbesoldung an die evangelischen Landeskirchen und die katholische Kirche im neuen Rechnungsjahr ungekurzt in der gleichen Hohe von 1932 bereitgestellt werden. Als Anlage ist der Verordnung der Vertrag mit dem Deutschen Reiche über die Regelung der Beteiligungen an der deutschen Zentralgenossenschaftskasse beigesügt. Das bereits im Oktober vorigen Jahres beschlossene Abkommen wird nunmehr rückwirkend in Kraft gesetzt Neue Verordnung über die Krankenversicherung 70 Berlin, 18. März Der„Reichsanzeiger“ gtofteutlich, heute die vom Reichskabinett beschlossene erste zur Neuordnung der Krankenversicherung. Die Verordnung besaßt sich mit der Aussicht uber die Krankenkassen, ihre Verdande und Vereinigungen. und führt eine Stellensperre de Krankenkalsen ein. Die Oberversicherungsämter werden ermächtigt, den Versicherungsämtern Weisungen für die Aussichtsführung zu erteilen. Der Reichsarbeitsminister kann selbst in die Aufsicht eingreifen, indem er im Einzelfalle Fachbeamte als Kommissaie bestellt und sie nötigenfallz ermächtigt, die Aufgaben der Organe zu übernehmen. Die von den großen Kassenvereinigungen eingerichteten Prufungsstellen werden der Aussicht der Oberversicherung amter unterstellt. Die Verordnung ermächtigt ferner di Reichsarbeitsminister, die Aussicht über die Spitzenverbau und ihre Eigenbetriebe selbst zu übernehmen. Mit einentsprechenden Anordnung ist in den nächsten Tagen z1 rechnen. Bis auf weiteres dürfen die leitenden und sonstigen gehodenen Stellen bei den Krankenkassen und ihren Verbanden nicht neu besetzt oder ihre Inhaber hinsichtlich der Besoldung oder der Dauer der Anstellung günstiger gestellt werden. Eine ähnliche Regelung ist für die Stellenbesetzung in der Reichsknavpschaft getroffen. Kein Nordatlantik=Jeppelindienst Dr. Eckeners Plan ein Opfer der amerikanischen Krise geworden Favoritensiege auf der Traberbahn Verlauf der Reunen Prinzeß Gup hatte im einleitenden Schneeglöck chen=Preis anfangs die Führung vor Grafschaft. Heide und Edeldame. Gegenüder ziel Prinzeß Gun zurück. und Grafschaft führte jetzt vor Heide und Edeldame. Im Einlaufbogen ging Heide in Front vor Edeldame. die dann in der Geraden kämpften. Heide machte einen Fedler. und nun gewann Edeldame knapp. Die nächnen Plätze belegten Talama und Miß Dufin Im Tulven=Preis führte eine kurze Zeit Exvort. dann ging aber Rheinsels in Front vor Exvort und Miß Dollv. Gegenüber lagen Rbeinsels. Ervort. Miß Dolln und Druin aus einer Höbe. In der Geraden kam Alleta Guy auf und es entspann sich ein scharfer Kampf zwischen Rheinsels. Exvort. Druin und Alleta Guy. Druin machte einen Fedler. ebenso Exvort. Alleta Guy gewann sicher vor Rheinsels und Export. Königsbote führte im Hyazintben=Preis zunachst mit großem Vorsorung vor Major Jackson und Jay Lee 1r. Im Abstand folgten Julianne W. und Peru. Gegenüber sorang Königsbote an und Jav Lee ir. ging in Gront. der dann sein Rennen jederzeit sicher hatte. Pern überholte die übrigen vier Konkurrenten und belegte den zweiten Platz. Im Frühlingsansangs=Rennen führte der vornstehende Adelfried das ganze Rennen. zunächst vor Volker. Spitzbub und Manschette. Miß W., die ansangs im Hintertreifen lag. machte gegenüber viel Boden gut und ging im Einlaufbogen ans den zweiten Plazz se: In der Geraden ging dann Miß W. zum Angriff auf den führenden Adelfried über, In dem barten Endkampf konnte Miß W. dank der sicheren Führung von A. Irbach mit einer Kovflänge Adelfried niederringen. Spitzbub belegte den dritten Platz vor Volker. " Ostermann ging im Narzissen=Preis gleich in #ron: vor Etta Cord und Reginata. Während sich Östermann an der Spitze leicht behauptete, kam im Einlaufbogen Rheinperle auf den zweiten Platz. Die Stute konnte aber den leicht gewinnenden Ostermann nie gefährden. Rosemarie l. die anfangs mehrere Fehler machte, belegte zum Schluß noch den dritten Platz Im Veilchen=Preis führte zunachst Königsbote vor Ada und Felir Guy. Vor den Tribünen übernahm Radieschen die Svitze und ließ sich von dieser nicht mehr verdrangen. Ada und Königsbote. die als Zweite und Dritte einkamen. wurden wegen unreiner Gangart disqualifiziert. So kamen dann Neckar und Felix Guy auf die Plätze Im abschließenden Krokus=Preis führte Rheinverle das ganze Rennen vor Maimädel und Salvator Die Reibenfolge der ersten drei Pferde blieb bis kurz vor dem Ziel unverandert. Hier griff Maimädel die füh rende Rheinverle an und gewann nach Kampf mit einer Kon“sge. Salvator behauptete den dritten Platz. Die Ergebnisse 1. Schneeglöcken=Preis: 1. Fr. M. Forthmanns Edeldame IC. Forthmann), 2. Heide. 3. Talama. 4. Miß Duffv. Ferner: Grafschaft. Peter Dooley. Prinzeß Guy. Rosenbaum. Cito Watts. Comtesse Mia. Erla. Rheinfee Siegfried Guy. Ri.: 5.—5—., L. Zeit: 1:35.5. Toto: Siea 50 ital. 84. Platz 24. 21, 24. 62. 2. Tulven=Preis: 1. H. Könches Alleta, Guy (E. Jung). 2. Rheinsels. 3. Ervort. Ferner: Druin. Ultramarin. Etta Guy, Barde. Miß Dolly, Freda Guy. Sieg 29. ital. 35. Platz 15, 14. 18. 3. Hyazinthen=Preis: 1. C. Kolkmanns Jav Lee ir (W. Heier). 2. Peru. 3. Königsbote Ferner: Major Jackson. Julianne W. Ri.: 6—2 L. Zeit: 1:34.1. Toto: Sieg 13. ital. 32. Platz 12. 12. 4., Frühlingsausangs=Preis: 1. A. Bökamos Miß W. (A. Irbach). 2. Adelfried. 3. Spitzbud. Ferner: Volker (4.). Manschette. Chorknabe. Bergfer. Peter Mochester. Ri.: K.—2—1 L. Zeit: 1:27. Toto: Sieg 15. ital. 23. Platz 12. 11. 12. 5. Narzissen=Preis: 1. W. Pötters Ostermann (E. Speckmann), 2. Rheinverle. 3. Rosemarie l. Ferner: Fred. Reginata. Etta Cord. Horrido. Ri.: 1¾—1½—2 L Zeit: 1•30.7. Toto: Sieg 23. ital. 29. Platz 12. 12. 15. k. Veilchen=Preis: 1. F. Thomas sen. Radieschen (F. Thomas). 2. Neckar. 3. Felix Guy. Ferner: Ada(als 2 disqual., 80 Prozent ital. und Platz zurück). Königsbote(als 3. disqual.. 80 Prozent Platz zurück). Mina Todd. Adda. Else Fordes. Revue. Angelmaid. Ri.: 4— 3—1½ L. Zeit: 1:32.2. Toto: Sieg 56. ital. 83. Platz 11. 12. 10. 7. Krokus=Preis: 1. F. Hellmanns Maimädel (A. Lohmann). 2. Rheinverle. 3. Salvator. Ferner: Adelfried. Iller. Glasformer. King Watts ir. Ri.: K.— L. Zeit: 1:30. Toto: Sieg 32. ital. 64. Platz 11. 13. 14. Trabrennen zu Altona=Bahrenfeld. 1. Rennen: 1. Cleo Electron. 2. Diadoche. 3. Aufer Dillon, 4. Frieda. Toto: Sieg 39. ital. 72. Platz 19. 28. 41. 41 2. Rennen: 1. Erna Pluto. 2. Rotschwänzchen. 3. Tantivve. Toto: Sieg 71. ital. 75. Platz 13. 14. 11 3. Rennen: 1. Däumling. 2. Dorsch. 3. Richhilde. Toto: Sieg 26. ital. 143. Platz 18. 53. 45. 4. Nennen: 1. Ellie. 2. Editha, 3. In Tuno. Toto: Sieg 48, ital. 154. Platz 22. 31. 24. 5. Rennen: 1. Marienkäser. 2. Malte, 3. Eriwan. Toto: Sieg 28. ital. 42. Platz 14. 11. 15. 6. Rennen: 1. Dorfjunge. 2. Luvine, 3. Angelectra. Toto: Sieg 33. ital. 45. Platz 13. 16. 21. 7. Rennen: 1. Legomba. 2. Lektor. 3. Alerich, 4. Margarethe. Toto: Sieg 37. ital. 68. Platz 20. 13. 16. 92. 8. Rennen: 1. Antrag. 2. Loblied, 3. Ernesto. Toto: Sieg 16. ital. 66. Platz 14. 24. 58. 9. Rennen: 1. Finanzminister. 2. Landmann. 3. Lon# Lilie. 4. Peter. Toto: Sieg 40. ital. 62. Platz 19. 16. 16. 62. Rennen zu Auteuil 1. Rennen: 1. Palma Christi(R. Bagniard). 2. Telemaque. 3. Trivolette. Toto: Sieg 65. Platz 30. 25:10. Ferner: 4 Pferde 2. Rennen: 1. Frutti di Mare(C. Maubert). 2. Conauerant 3. 3. Evi de France. Toto: Sieg 87. Platz 35. 31 53:10. Ferner: 9 Pferde 3. Rennen: 1. Balladeur(W. Holmes). 2. Abou. 3. Lina 9. Toto: Sieg 33. Platz 11. 11. 14:10. Ferner: o Pferde 1. Rennen: 1. Molord(Ed. Haes). 2. Le Magicien. 3. Barlas. Toto: Sieg 68. Platz 24. 44. 83:10. Ferner: Pferde. 5. Rennen: 1. Mon amour III(L. Niaudot). 2. Double Kik. 3. Caotain Shaw. Toto: Sieg 65. Platz 28. 99. 44:10. Gerner: 10 Pferde. 6. Rennen: 1. Juna(M. de Toulouse). 2. Flamme Orange. 3. Inserno. Toto: Sieg 385. Platz 90. 36. 27:10. Ferner: 11 Pferde. 7. Rennen: 1. Sexenade IV(R. Bagniard). 2. Le Portel. 3. Kamvong. Toto: Sieg 29. Platz 16. 21. 22:10. Ferner: 7 Pferde Nennen zn Neuß. 1. Eröffnungs=Hürdenrennen: 1. W. Lucas' Schwertbieb(H. Hänscheid). 2. Klaus Wendelin, 3. Stilet. Toto Sieg 91. Platz 15. 12. 12:10. Ferner: Fahrewobl, Parabel. Hat. Florinde. „ 2. Hessentor=Jagdrennen: I. N. Körvers Daland (H. Weber), 2. Heuernte. 3. Feuerrose. Toto: Sieg 77. Platz 33. 28. 26:10. Ferner: Waltrand, Pralinee. Stronn. Madaradscha. Simulant. Ortwin. Schwarzwald ..“. Abeintor=Hürdenrennen: 1. Frl. B. Bauers Gaukelei(W. Rößler), 2. Patina. 3. Feldgeschrei. Toto: Sieg 38. Platz 16. 14. 48:10. Ferner: Arlecchino. Brutus. Mauerbrecher. Traumulus. 4. Drusus=Jagdrennen: 1. Dr. I. Classens Wallia „. Frischling. 3. Landesfreund. Toto: Sieg 20. Platz 16. 17:10. Ferner: Pechvogel. Pralinee „ 5. Menzeler Jagdrennen: 1. Frau A. Keims Mormone (H. Wiedemann), 2. Saufeder, 3. Regent. Toto: Sieg 25. Platz 14. 20. 14:10. Ferner: Leitstern. Klingenschmied Maikater. Patriotin. Enthusiast. a Hagrtrugen; 1. Frau A. Braues Bandage A. Uhl), 2. Ob ves. 3. Drostei. Toto. Sieg 55. Patz 15 14. 31:10. Ferner: Churfürst. Jan von Werth. Eisendraut. Wanderin, Florett. Komödiantin. Harnisch. Carve diem. 7. Haus=Meer=Hürdenrennen: 1. Gebr. Röslers Meerteufel(I. Pinter). 2. Hunding. 3. Peloria. Toto. Sieg 31. Platz 11. 11. 12:10. Ferner: Bodenbalz. Modesta Cislaine. Majestät. (M. P.) Nach den letzten Meldungen aus England scheint es nunmehr festzustehen, daß ein stolzes und großartiges Projekt in der Endphase seiner Entstehung und kurz vor der Ausführung gescheitert ist. Der ständige Zeppelindienst über den Noxdatlantik, dieser in vielen Jahren mühseliger Vorarbeit entstandene Plan Dr. Hugo Eckeners. der noch in diesem Jahre be ginnen sollte, wird in absehbarer Zeit wohl kaum durchgeführt werden. In der beabsichtigten Form, das galt aber als sicher, ist er endgültig gescheitert. Dr. Eckener wird seinen Traum verschieben müssen. Von englischer Seite wird zu dieser überraschenden Wendung folgendes erklärt: Der Zeppelindienst von Europa nach den Vereinigten Staaten, der gemeinsam von Deutschland, England und den Vereinigten Staaten betrieben werden sollte. kann nicht durchgeführt werden. da den Amerikanern durch die Wirtschaftskatastrophe der vergangenen Wochen nicht mehr das veranschlagte Kapital ihres Anteiles zur Verfügung steht. In einer formellen Erklärung sind die Amerikaner endgültig von dem Abkommen zurückgetreten, und damit haben sie das Schicksal des Transatlantik=Zeppelin=Dienstes entschieden Wie man weiß, beabsichtigte Dr. Eckener in der Luftschiffstation Howden in Yorkshire Monstreluftschiffe zu bauen von Ausmaßen, wie sie nur einmal der„R 100“ Englands erreichte. Die Pläne waren so weit gediehen, daß alle Vorbereitungen getroffen waren, und auch der beabsichtigte Zwischenlandungsplatz Cardington war bereits hergerichtet worden. Die Luftschiffhallen und Werftanlagen von Howden sind Privatbesitz und gehören dem englischen Großfinanzier J. E. Mortimer aus London. Er hat auch seinerseits der englischen Presse den Zusammenbruch der Eckenerschen Pläne durch das Versagen der Amerikaner bestätigt und hinzugefügl, daß auch er wie alle Beteiligten große finanzielle Verluste erleide. Nach seiner Darstellung muß er jetzt, um dringend gebrauchte flüssige Mittel in die Hand zu bekommen, die riesigen Anlagen von Howden, in die 5 Millionen Mark nach deutschem Geld investiert worden waren, für einen ganz geringfügigen Bruchteil dieser Summe zum Abbruch, also als Alteisen, verkaufen. Es ist tragisch, daß der kühne Gedanke Dr. Eckeners. den er mit so viel Energie betrieben und fast in die Tat umgesetzt hatte, nun kurz vor Toresschluß ein Opfer der Zeitumstände wird. Doch wie auch von englischer Seite erklärt wird. Dr. Eckener wird die Verwirklichung seines Traumes nur verschieben, nicht aber für immer resignieren. Es ist eine Frage der Zeit, nichts sonst. Die Idee des Transatlantik=Zeppelinverkehrs von Deutschland über England nach den USA. ist zu stark und gesund und ihr Vertreter, Dr. Eckener, eine viel zu große Persönlichkeit, als daß sie ruhmlos vergehen könnte. Die neuen Nomaden der USA. 3 Millionen auf der Wanderschaft.— Die Prarie bevölkert sich wieder.— Die Regierungen sördern die Gemeinschaften. Nach den neuesten Schätzungen befinden sich in den Vereinigten Staaten augenblicklich mindestens 3 Millionen Menschen„auf der Walze". Man nimmt an daß mit Beginn der Frühjahrsperiode diese Zahl sich noch erheblich erhöhen wird, da die Hunderttausende, die jetzt in Höhlenwohnungen, in Holzverschlägen usw. an der Peripherie der Großstädte sich aufhalten, nur das Frühjahr abwarten, um bessere Lebensbedingungen in der Natur zu suchen. Da die Entfernungen in Amerika weit größer sind als bei uns, ist das Wandern natürlich auch ganz anders geartet. Es ist nur in den seltensten Fällen möglich, an einem Tag von einem Ort zum anderen zu gelangen. Auf diese Weise sind überall im Freien notdürftige Stationen für die Wandernden entstanden, vollkommen von den Bedürftigen selbst geschaffen und darnach geartet. Es handelt sich eigentlich um nichts anderes als große Erdlöcher. die mit altem Zeug und Stroh abgedichtet sind. In dieser Löchern liegen nachts jetzt oft Husderte und warmen einander, Männer. Frauen und Kinder durchemander. Es ist keine Seltenheit, daß morgens sich Tote unter den Uebernachtenden befinden. Opfer des Hungers und der Kälte. Neuerdings organisieren sich große Scharen wandernder Familien nach Art der primitiven Nomadenvölker und durchziehen in Gemeinschaft die Länder der Union Irgendwie gelingt es ihnen, sich Vieh zu verschaffen, das einen Teil der Nahrung. Milch für die Kinder liefert und einige dieser„Rotten“ fühlen sich in ihrer neuen Lage augenscheinlich ganz wohl und bereiten sich darauf vor, diesen Zustand als Dauerzustand auszubauen Mehrere große Gemeinschaften, die einen Führer gewählt haben und recht gut organisiert sind. sind in die Prärie des mittleren Westens gezogen, sodaß für diese verlassenen riesigen Distrikte eine neue Bevölkerungsperiode an zubrechen scheint. Denn es ist kaum anzunehmen, daß diese großen wandernden Gemeinschaften, die übrigens Radioapparate bei sich führen und auf diese Weise mit der Welt in Verbindung stehen, aber auch über alte Autos verfügen, die sie auf irgend einem Autofriedhof sich verschafft haben. in absehbarer Zeit wieder dauernd seßhaft gemacht werden können. Die Regierung hat neuerdings einigen besonders gut organiserten Gemeinschaften Unterstützung zuteil werden lassen, um ihren Ausbau zu fördern. Auch sind ihnen Beamte beigegeben worden, die die Entwicklung beobachten und ihre Erfahrungen für die Ausgestaltung neuer„Nomadenstämme“ verwenden sollen. Es ist nicht ausgeschlossen, daß die Regierungen verschiedener Bundesstaaten mit Beginn des Frühjahrs zahlreiche Gemeinschaften von je über 1000 Mitgliedern gut ausrüsten und dann in bestimmten, ihnen zugewiesenen Distritten ganz offiziell auf die Wanderschaft schicken werden. Jedenfalls sind starke Kräfte am Werk, nach dieser Richtung hin die Wanderschaft der Erwerbslosen zu legalisieren, nachdem es sich herausgestellt hat, daß einige private Wandergemeinschaften unter tüchtiger Führung mit ganz geringen Mitteln sich bewährt haben. Es wird sogar erwogen, großen Gemeinschaften auf der Wanderung Lehrer mitzugeben, um auf diese Weise die kulturellen Notwendigkeiten nicht zu vernachlässigen. In der größten Wandergemeinschaft, die sich augenblicklich im westlichsten Zivfel des Staates Illinois aufhält, befindet sich sogar ein Wanderkino, für das die Farmer übrigens starkes Interesse bekunden und das den Wandernden manchen Dollar einbringt. Man sieht, die große Not schafft neue Existenzmöglichkeiten. primitive zwar, die einen großen Rückschritt in der zivilisatorischen Entwicklung bedeuten. aber wenn es heißt, mit allen Mitteln das Leben zu fristen, ist eden jedes Mittel recht. Es gibt sogar Menschen, die allen Ernstes behaupten, daß das„Zurück zur Natur“ in Amerika, das Wiederaufleben des Nomadenlebens auf primitivster Grundlage, der Anfang der Wiedergesundung des amerikanischen Volkes sei. Anton Kaspar. Rundfunk=Programm Finanzmaßnahmen in Preußen Schlachtsteuerermäßigung 7 Sondersteuer für Warenhäuser = Berlin, 18. März 1933. Der Amtliche Preußzische Pressedienst teilt mit:„Die Kommissare des Reiches in Preußen haben in einer Sitzung des Staatsministeriums die Grundzüge des Staatshaushaltsplanes fur 1933 entsprechend den Vorschlägen des für den Bereich des preußischen Finanzministeriums bestellten Kkommissars, Reichsminister a. D. Prof. Dr. Povitz. beschlossen. Im Zusammenhang hiermit haben die Kommissare eine Reihe von Gesetzesänderungen beschlossen, die in einer heute veröffentlichten„Verordnung zur Durch führung dringender Finanzmaßnahmen“ zusammengefaßt sind Die Verordnung enthält neben der Ausdehnung der preußischen Abgabengesetze und des preußischen Ausführungsgesetzes zum Finanzausgleichsgeset auf das Rechnungsjahr 1933 eine Reihe bedeutsamer Aenderungen. Nachdem der Kommissar für den Bereich des preußischen Finanz= ministeriums erst vor einigen Tagen in dem Runderlaß vom 7. März für die verlängerte Grundvermögenssteuer und pauszinssteuer vom Beginn des Rechnungsjahres 1933 ab wesentliche Steuererleichterungen für den Hausbesitz angeordnet hat. werden auch für die Schlachtsteuer Erleichterungen geschaffen. Der Tarif für die Schlachtungen älterer Ochsen wird um rund 30 v. H. gesenkt. Um die Landwirte vor Uebervorteilungen zu schützen, wird die offene Rückwälzung der Steuer durch gesonderte Inrechnungstellung oder durch Abzug vom Kaufpreis unter Androhung hober Geldstrafen verboten. Die Unzuträglichkeiten, die sich aus der ungleichmäßigen Erhebung der Schlachtsteuer bei Schlachtungen außerhalb der öffentlichen Schlachthäuser ergeben haben. werden Montag, den 20. März 1933. 6.45 Leibesübungen. Dr. Ludwig Bach: Atmungs= und Haltungsgymnastik 7,00 Wettervorhersage und Zeitangabe. 7.05 Morgenkonzert. 1.„Ego sum panis vivus“(Pale string). 2. Dritter Satz„Menuetto=Allegretto und Trio“ aus der Sinfonie Nr. 13 in G=Dur(Haydn). 3. Ouvertüre zur Oper„Fidelio"(Beethoven). 4 Zwei Lieder: a) Die Trommel gerührt, b) Freudvoll und leidvoll(Beethoven). 5. Opernperlen. Fantasie. 6. Zwei Violinsoli: a) Abendlied. b) Gartenmelodie(Schumann). 7. Lorelei=Rheinklänge, Konzertwalzer(Joh. Strauß sen.) 8. Frauenherz. Polka=Mazurka(Strauß). 9. Aus alten Operetten, Potpourri, 10. Ständchen(Heykens). 11. Freiheits=Marsch(Laukien). 8.00 Wiederholung der Wettervorhersage, Zeitangabe und Wasserstandemeldungen. 9.45 Gymnastik für Frauen. Hilde Bremus 10.00 Erste Meldungen, Zeitangabe und Wasserstandsmeldungen. 10.05 Mensch und Welt. Gemeinschaftsempfang für Arbeitslose. 10.10 Schulfunk für Schuler vom 15. bis 19. Lebensjahre. Pros. Dr. M. Roernicke: Ceylon. 11,20 Schulfunk für Schüler vom 12. bis 15. Lebensjahre Wir singen den Frühling ein. Schüler der Volksschule Eilendorf, Gystem B. Leitung: Rektor Conrads. 12.00 Schallplattenkonzert. 1. A=Moll=Konzert für vier Klaviere mit Streichorchester(Vivaldi=Bach). 2. Zweiter Satz aus dem H=Moll=Konzert für vier Violinen, Cembalo und Orchester(Vivaldi). 3. Ballettmusik aus„Alcina“(Händel). 4. monolog aus der Oper„Die Meistersinger von Nürnberg“(Wagner). 5. Zweiter Satz„Allegretto scherzando“ aus der 8. Sinsonie(Beethoven). 6. Selia wie die Sonne, Quintett aus der Oper „Die Meistersinger von Nürnberg“(Wagner). 7. Deutscher Tanz Nr. 12(Beethoven) 12.50 Wetterbericht, Zeitangabe u. Mittagsmeldungen 1. 13.00 Mittegokonzert. Leitung: Wolf. 1. Ouvertüre zur Oper„Alessandro Stradella“(Flotowl 2. Dorischwalben aus Oesterreich, Walzer(Jos. Strauß) 3. Vier indische Liebeslieder(Woodford=Finden 4. Melodien aus der Oper„Halka“(Moniuszko) 5. Schattentanz aus der Oper„Dinorah“(Menen beer). 6. Präludium, Chor und Tanz aus der Operette„Das Pensionat“(Suppé). 7. Spanische Rhapsodie(Chabrier). 8. Potpourri aus der Operette„Das Hollandweibchen“(Kalman) Gegen 14,00 Mittagsmeldungen 2. 14.30 Schlachtviehmarktberichte. 15.30 Wirtschaftsmeldungen und Zeitangabe. 15,50 Kinderstunde. Els Vordemberge. Wir spielen und singen. Am Flügel: Paul Klug. 16.20 Jugendfunk. 1. Dr. W. Limper: Von Waldschmie. den und Eisenhämmern. 2. Heinz Raasch: Werkarbeit für die Jugend. Was wir sammeln können und wie wir unsere Sammlungen anlegen 17,00 Besperkonzert. Leitung: Erich Kloß. 1. Ouvertüre zur Oper„Der Wildschütz"(Lortzing). 2. Menuett G=Dur(Bolzoni). 3. Nachruf an Franz Schubert (Fetras). 4. Lustiges Wien(Meisl). 5. Potpourri aus der Operette„Der Zarewitsch"(Lehar). 6. Frischer Mut, leichtes Blut. Marsch(Blon) 18.00 Retzereien zur Zeit. Martin Beheim=Schwarzbach: Wie lange lebt ein Buch? 18,25 Frauenstunde. Minna Schumacher=Köhl: Muttersorgen vor der Schulentlassung der 14jährigen 18.45 Wetterbericht, Zeitangabe, Wirtschaftomerdungen und Sportvorbericht. 19.00 Deutschland und der Osten. Dr. Heinz Quester: Blutende Grenze in Oberschlesien. Zur Erinnerung an den 20. März 1921. 19.30 Erste Abendmeldungen. 19.45„Der Auf“. Hörschnitt von Hermann Kasack in einer Bearbeitung von Ottoheinz Jahn. Musik von Karl Knauer. Spielleitung: Günther Hadank Stimmen: Martin Keller, der Vater, die Mutter Liesbeth. Franz. der Rufer, Nebenstimmen. In der Zeit des Kampfes um Deutschlands Erneuerung 21,00 Sinsonie C=Dur(Schubert). Das Orchester des Westdeutschen Rundfunks. Leitung: Buschkötter 22.05 Letzte Meldungen, Bericht über das geistige Leben Sportbericht. 22,25 Nachtmusik. Leitung: Wol Zum Tag von potsdam Die feierliche Reichstagseröffnung 7 Erlaß an die Reichswehr, Anordnungen für die Behörden„ Aufruf an das Volk 7 Die Fesifolge und Rundfunkprogramm Uhr: c) Börberscht über den Site zuf Saruten kirche und das Bild der Kirche. 5) Uebertragung der Feierlichkeiten in der Garnisonkirche währeno der Kranzniederlegung des Herrn Reichspräsidenten am Grabe Friedrich des Großen. Erinnerungsworke eines Kriegsblinden. Salutschießen der c) Hörbericht über den Vorbeimarsch der Garnison Potsdam und der nationalen Verbande vor dem Verrn Reichsprasidenten. Sprecher: Freibeer von Medem. Regierungsbaurat Dr. Berger Schäser 13.05—14.25 Uhr:„Preußen und das Reich.“ Konzert des Funlorchesters. Leitung: Maximilian Albrecht. 1. Jubelouvertüre von Kasl Maria von Wover, 2. Ansprache. 3. Hörszenen aus„Der 18. Oktober von Walter Erich Schafer. 4. Munkalischer An klang. Erlaß an die Wehrmacht Amtlich wird bekanntgegeben: „Anläßlich der Eröffnungssitzung des neugewählten #tages unver in Potsdam ein feierlicher StaatsDie Pehrmacht hat an diesem Tage dienstrei. Sie feiert den Tag durch Feldgottesdienst mit anschließendem Appell und Ansprache des Standortsaltesten. Standortäktesten haben einen Vorbeimarsch abpooneheer Rei Aentactuge der Bichrnaht ieter laggen. Die Schiffe der Reichsmarine setzen oppflaggen. An Bord Gottesdienst; anschließend Musterung und Ansprache der Befehlshaber. Chefs bzw. Komandanten. Blomberg, Reichswehrminister. Nachtrag: Die militärischen Feiern am 21. März 1933 sind überall zeitlich so zu regeln, daß 12.45 Uhr das Deurschland=Lied gesungen wird. Während des Liedes smn den Artilleriestandorten ein Salut von 21 Schuß abzugeben. Küstensalutstationen und salutfähige Schiffe feuern den Landessalut mit 21 Schuß. Ferner sind von 18 bis 19 Uhr Platzkonzerie zu veranstalten. Aufruf an das deutsche Volk Am Dienstag, den 21. Marz 1333, tritt aus dem und Stäumen, aus Schmach und Demätigung neu erstanden ist und sich nach Jahren unendlicher Trübsel wieder mit Stolz zu dem Dichterwort bekannt: „Nimmer wird das Reich zerstöret. Wenn Ihr einig seid und treu.“ Dr. Goebbels, Reichsminister für Volksaufklärung. Behörden=Aufgaben Flaggenerlaß Zur Feier der Eröffnung des neuen Reichstages flaggen sämtliche Reichsbehörden, Reichsstellen und Reichsanstalten im ganzen Reich am Dienstag, den 21. März 1933, vorschriftsgemäß nach dem Erlaß des Reichspräsidenten mit der schwarz=weiß=roten Fahne und der Hakenkreuzflagge. Ich bitte die Reichsbehörden, die ihnen unterstellten Reichsbehörden, Reichsstellen und Reichsanstalten zu verständigen. Die Landesregierungen darf ich bitten, sich dem Vorgehen der Reichsregierung anzuschließen, also für die Dienstgebäude der Landes= und Kommunalbehörden ebenfalls Beflaggung anzuordnen. Frick, Reichsinnenminister. Schluß des Gottesdienstes Gottesdienst in der Nicolai Reichspräsident teil. 87 rche nimmt der Herr Nach Beendigung des Gottesdienstes ziehen die Teilnehmer in geschlossenen Zügen unter dem Geläute aller Glocken Potsdams in die Garnisonkirche. Reichswehr und nationale Verbande bilden bis zur Garnisonkirche Spalier. Der Herr Reichsprasident fährt das Spalier av. Vor der Garnisonkirche stehen eine Ehrenkompagnie der Reichswehr und Ehrengruppen der SA., des Stahlhelms und der Schutzpolizei, die der Herr Reichspräsident abschreitet. 12 Uhr: Feierlicher Staatsakt in der Garnisonkirche. Der Herr Reichsprasident hält eine Begrüßungsansprache und erteilt darauf das Wort dem Herrn Reichskanzler zur Abgabe der Regierungserklärung. Der Staatsakt wird von Kirchenmusik feierlich umrahmt sein. Anschließend begibt sich der Herr Reichspräsident allein zur Gruft, wo er zwischen den Särgen Friedrich Wilhelms I. und Friedrich des Großen einen Lorbeerkranz niederlegt. Während der Kranzniederlegung wird eine Reichswehrbatterie im Lustgarten Salut schießen. Nach dem Staatsakt findet vor der Kirche ein Vom Mitteldeutschen Rundsunk Leipzig. 11.30—15.20 Uhr: Stadt= und Gewandhausorcheßter, zu Leipzig. Leitung: Pros. Dr. Ludwig Neubeck Richard Wagner: 1. Ouvertüre zu„Rienzi 2. Feierlicher Zug zum Münster. 3. Einzug der Gäste auf der Wartburg. 4. Siegfrieds Rheinjahrt. 5. Kaisermarsch. 3. Akt„Siegfried". E=Moll „Heil dir Sonne“. Von der Funkstunde Berlin. 15.30—17 Uhr:„Das Reich ist unser". Funkdichtung Gerhart Menzel 17.00—17.55 Uhr: Hörbericht über die Exöffnung###tzung 2 Reichstags in der Kroll=Over. Sprecher. C. M Vom Norddeutschen Rundsunk Hamburg. 18.00—19.00 Uhr: Konzert des Philbarmonischen O# chesters Hamburg. Dirigent: Generalmusitdirekto; Dr. Muck. 1. Ouvertüre zu„Freischütz"(Kar Maria von Weber). 2. H=Moll=Sinsonie. unvollendete(Schubert). 3. Vierter Satz(Finale) der C=Moll=Sinsonie(Beetboven). Von der Funkstunde Berlin.—19.10—19.30 Uhr: Tagesbericht des Drabtlosen Dienste19.30—19.45 Uhr: Ansprache des Reichskommissars und kommissarischen Ministerpräsidenten des LandeBavern. General Franz von Evp 20.00—20.55 Uhr: Hörbericht über den Fackelzug in Berlin der SA., SS. Stahlhelm. Schutzvolizei. Studentenschaft und der nationalen Verbände. Berichterstatter: Willi Krause und andere. geheiligten Boden von Potsdam der vom deutschen Volk gewahlte neue Reichstag zum ersten Male zusammen. Die Abgeordneten versammeln sich in der Garnisonkirche. um an der geschichtlich geweihten Ruhestätte nuserer großen preußischen Könige Bekenntnis für die Einheit und für die Freiheit des deutschen Volkes und Reiches abzulegen. Potsdam ist die Stadt, in der das unsterbliche Preugentum die Grundlage zu der späteren Große der deutschen Nation gelegt hat. Die innere Zerrissenheit, unter der das deutsche Volk von den Anfängen seiner Geschichte an Jahrhunderte hindurch leiden mußte, soll von nun ab endgültig beendigt sein. Zum ersten Male seit Menschen: gedenken int der deutsche Widerstandswille siegreich durch alle innerpolitischen Gegensätze durchgebrochen, und über Klassenunterschiede und konfessionellen Zwiespelt hinweg haben sich alle Stamme, Stande und Bekenntnille in den vielen Millionen Menschen, die hinter der Regierung der nationalen Nevolution stehen, die Hand gereicht. Deutschland ist ermacht! Manner und Frauen! Zeigt Eure Freude und innere Ergriffenheit über das große historische Geschehen, das sich in diesen Wochen in Deutschland abspielt, indem Ihr an den nationalen Feiern, die aus Anlaß des Zusammentrette des Reichstages in Potsdam, in Berlin und im ganzen Reich stattfinden, tatigen Anteil nehmt! Be legat Eure Hauser und Wohnungen in den stolzen schwarz=weiß=roten und Hekenkreuzfahnen und legt damit Betenntnie für die Wiedergeburt der deutschen Nation ab! Am Abend des historischen 21. Marz sollen sich durch alle Stadte und Dorser des ganzen Reichee Fackeljuge der nationalen Parteien und Verbände, der Studentenschaft und der Schuljugend bewegen! Auf unseren Bergen und Hohen sollen die Freiheitseuer aufslammen! Selbst diejenigen, die durch Alter oder Gebrechlichkeit verhindert sind, an diesen Feiern teil zunehmen, haben Gelegenheit, ihren Ablauf in Potedam und Berlin durch den Rundsunk mitzuerleben. Der kommende Dienstog soll vor aller Welt zeigen daß das deutsche Volk, einig in seinen Standen hauen, daß man es nicht nur in der Laboratoriums=Meßtechnik, sondern auch für Messungen im Betrieb verwenden kann. Das Anwendungsgebiet des neuen Gerätes ist überaus nielseitig. Es beginnt schon bei den normalen Netzfrequenzen, es dehnt sich darüber hinaus vor allem auf die Hochfrequenztechnik aus, in der zahllose meßtechnische Aufgaben mit dem neuen Gerät mit bisher unerreichter Genauigkeit gelöst werden können, es kommt ferner für akustische Antersuchungen in Betracht, bei denen gerade die Oberwellen, die den Klangcharakter entscheidend beeinflussen, ein so große Rolle spielen. Dienstregelung für die Reichsverwaltung Am 21. März, dem Tage der feierlichen Eröffnung des neuen Reichstages, wird in der Reichsverwaltung durchgängig Sonntagsdienst gehalten. Für den Erexzaussichtz= und Ionabfertigungsdienst und den Betriebsdienst der Reichsverwaltung kann von den Verwaltungschefs eine durch die Natur der Sache gebotene Sonderregelung getroffen werden. In diesem Falle ist den Beamten. Angestellten und Arbeitern zur Teilnahme an Feiern oder Gottesdiensten die erforderliche Zeit freizugeben, soweit die dienstlichen Verhältnisse es irgend gestatten, Lohnabzug oder Lohnkürzung werden nicht vorgenommen. Ich bitte, hiernach für den dortigen Geschäftsbereich die erforderlichen Anordnungen zu treffen. Frick, Reichsinnenminister. An die Unterrichtsministerien der Länder Aus Anlaß des Zusammentritts des ersten im neuen Geiste gewahlten Deutschen Reichstages am 21. März in Potsdam bitte ich die Unterrichtsverwaltungen, für diesen Tag Unterrichtsausfall anzuordnen. Frick, Reichsinnenminister. An die Schulen in Preußen Am Dienstag. den 21. März 1933. tritt zum ersten Male seit dem 9. November 1918 wieder ein Deutscher Reichstag zusammen. Nach dem Zwischenspiel im Weimarer Theater wird der neue Abschnitt deutscher Geschichte eingeleitet durch einen Festakt der deutschen Abgeordneten in der Garnisonkirche zu Potsdam. Am Grabe Friedrich des Großen werden die Abgesandten des deutschen Volkes geloben, sich für ein neues Preußen und Deutschland einzusetzen. Zur Feier dieses Tages fällt der Unterricht an allen preußischen Schulen und Hochschulen aus. Um 11.45 Uhr versammeln sich die Schüler zu einer Feier. in der die Schulleiter auf die Bedeutung dieses Tages des erwachenden Deutschlands hinweisen. Um 12 Uhr horen sie durch Rundfunk die Ansprachen des Reichsprasidenten von Hindenburg und Reichskanzlers Hitler in der Garnisonkirche zu Potsdam. Schulen. in denen die Möglichkeit der Rundfunkübertragung noch nicht besteht, haben die Möglichkeit der Rundfunkübertragung fur die###e beiden Reden bis zum Dienstag zu beschaffen Die Schulfeiern müssen so ausgestaltet sein, daß allen Schülern bewußt wird, daß sie hier den Beginn einer neuen Epoche deutscher Geschichte unter dem Zeichen des volkischen Staatsgedankens miterleben. Aust, Kultusminister. Festablauf am 21. März Vorläusiges Programm 6.30 bis 7,30 Uhr: Platzkonzert im Lustgarten in Potsdam, ausgeführt von zwei Musikkorps des Infanterieregiments 9. 10,30 Uhr: Gottesdienst für Mitlieder des Reichstages und der Reichsregierung. Proteanten: Nicolai=Kirche, Katholiken: Katholische Pfarrkirche. Vorbeimarsch der gesamten Potsdamer Garnison und der Verbände vor dem Herrn Reichspräsidenten statt. An dem Vorbeimarsch nehmen teil: Drei Bataillone des 9. Infanterieregiments. die in Potsdam stehenden Teile des 4 Reiterregiments, die Nachrichtenabteilung 3. Es folgen dann die Salutbatterie und die nationalen Verbände. Wäh rend des Vorbeimarsches wird ein Flugzeuggeschwader über dem Potsdamer Lustgarten kreisen. 17 Uhr: Zusammentritt des Reichstages in der Kroll=Oper in Berlin. 18 bis 19 Uhr findet im Lustgarten in Potsdam ein Platzkonzert statt, das von zwei Musikkorps des Infanterieregiments 9 ausgeführt wird. 19 Uhr findet in der Staatsoper unter den Linden in Berlin eine Festvorstellung statt. Es werden „Die Meistersinger“ aufgeführt, deren dritter Akt die Reichsregierung beiwohnen wird. 20 Uhr findet in Berlin ein Fackelzug der SA., des Stahlhelms und der Studentenschaft statt Anschließend teilt der Reichsrundfunkkommissar mit: Anläßlich der feierlichen Eröffnung des Reichstages am Dienstag. den 21 Marz, werden die einzelnen Rundsunkgesellschaften das Tagesprogramm von 6.30 bis 8.15 Uhr mit artlichen Platzkonzerten eröffnen. Im Anschluß daran uvertragen alle deutschen Sender gemernsam auf Veranlassung des perrn Reichsminister; für Volksaufklärung und Propaganda folgende Spielfolge: Vom Otmarkenrundsunk Konigsberg. 9—9.30 Uhr: Historische Märsche, gespielt im Hof des Konigsberger Schlosses vom Musikkorps des 1. Grenadierbataillons des 1. Preußischen InjanterieRegiments. Leitung: Obermusikmeister H. Gareis. 1. Der Hohenfriedberger Armeemarsch 1. 2. 1.= Bataillon=Garde=Armecmarsch 7. 3. Drei Marsche von Könia Friedrich II. Nr. 174. 4. Regiment Bornstedt(1.70). Marsch des Preußischen Regiments Jungbornstedt(1792). 6. Schlesischer Kriegsmarsch(1810). 7. Vork=Marsch(1813). Von der Funkstunde Berlin. 9.35—10 Uhr: Hörbericht aus der Geschichte der Stadt Potsdam. Berichterstatter: Hans Zappe und Her mann Proebst 10—10.15 Uhr: Konrad Ferdinand Meyer:„Huttens letzte Pfade". letztes Kapitel. Sprecher: Lothar Mürhel. 10.15—10.00 Uhr: Bericht über die Feststimmung in Potsdam. Berichterstatter: Baldur von Schierach. Reichsfuhrer der Hitler=Jugend. 10.30—11.30 Uhr: Musik um Friedrich den Großen. Mitwirkende: Kathe Heidersbach(Staatsover. Sopran). Paul Luther(Flöte). Mar Strub(Staatsover. Pioline). Eigel Kruttge(Cembalo). Leitung: Hans von Benda. 1. Adagio aus dem Konzert für Flöte und Streichorcheiter von Quanz. 2. Konzert für Violine und Streichorchester von Franz Benda. 3. a) Sinionie(Ouvertüre) zu dem Schaferspiel „Il re postore“: b) Arie von„Il re vastore“ von Friedrich dem Großen. 4. Grave für Violine und Streichorcheiter von Johann Benda. 5. Arie aus der Over„Johigenie“ von Gluck. 6. Konzert für Cembalo und Streichorchester von Philipp Emanuel Sach. 7. Konzert für Flöte und Streichorchester von Friedrich dem Großen. Vom Baverischen Rundfunk München. 21.00—22.00 Uhr: Konzert des Rundfunkorchesters. Dirsgent: Hans A. Winter. Mitwirkende: Sabine Offermann(Sooran). Dr. Julius Pölzer(Tenor) Wilhelm Rode(Bariton). 1. Oberon"=Ouvertüre (Karl Matia von Weder). 2. Hallenarie aus „Tannhäuser“(Wagner). 3. Eroika=Scherzo(Beeihoven). 4. Arie des Kühleborn aus„Undine" Lortzing). 5. Aus der Ballettsuite(Gluck). 6. Arte des Mar aus„Freischütz"(Karl Maria v. Weber). 7. Allegro B=Dur(Schubert). 8. Archibald Douglas. Ballade(Löwe). 9.„Eamont"=Ouvertüre (Beethoven). Von der Funkstunde Berlin.— 22.05 Uhr: Tagesnachrichten des Drahtlosen Diensteanschließend Uebertragung der Festvorstellung aus der Staatsover Unter den Linden:„Meistersinger“, 3. Akt. Vermischtes Mitteilung von einem ungeheuerlichen Mordvlan der K99. 7I Andreasbera(Harz), 18 März. Bei den kürzlich vorgenommenen Haussuchungen durch Polizei und SS= Leuten bei Kommunisten wurden auch kommunistische Mordpläne entdeckt, die zahlreiche Todeskandidaten genau bezeichnen. Die Briefe der Kommunisten, die der Behorde in die Hände fielen und die den zweifellosen Nachweider verbrecherischen Absichten erbringen, denen zahlreich Menschen zum Opfer fallen sollten werden nunmehr vor amtlicher Seite bekanntgegeben. Danach wurden die Stollen im Sperrental bereits, doch vergebens, von der SS. und SA. durchsucht. U. a. heißt es:„Etwa 30 Mtr. vom Eingang ist der Stollen zum Teil eingestürzt, dann kommt Wasser, das zum Teil recht hoch steht. Dort muf hindurchgegangen werden, bis wieder der Stollen trocken wird und dort liegen Waffen in zwei Kisten. Das Reklamematcrial liegt ebenfalls vergraben, und zwar in einer Biertonne und in einer größeren verlöteten Blechtonne. Auf Grund der Personenstandsaufnahme der Genossenschaft S. G. B S. und D. in der Bergstad St. Andreasberg sind gleichzeitig mit den Ausführungen der Befehle am 3 März folgende Personen aus der Stadt St. Andreasberg festzuhalten und sicherzustellen(e folgen Namen der Todeskandidaten). Die mit„X“ bezeichneten Personen sind sofort nach ihrer Verhaftung auf dem verkehrsreichsten Platz der Stadt zu erschießen, nach Möglichkeit in Gegenwart eine großen Einwohnerzahl nationaler Kreise, die. wenr nötig. herbeigeschafft werden müssen. Die in St. Andreasberg stationierten Landjäger sind zu überwachen von unseren Planen in Kenntnis zu setzen und bei Androhung von Todesstrafe zu zwingen, sich in den Dienst unserer Sache zu stellen. Wir geben zu. wir haben das Spiel einstweilen verloren. Der Plan muß auszugsweise durch Verrat bekanntgeworden sein. Wir führen den Kampf aber weiter. Er wird erbitterter geführt werden denn zuvor. Sie werden uns nicht sehen. aber unsere Hand werden sie spüren. Vor Bränden und Bombenlegungen werden wir nicht zurückschrecken. Wir werden die Feme benutzen und nicht eher rasten. als bis die Liste leer ist und der letzte Kandidat unter der Erde liegt.“„ Moni sieht ihn erschrocken an.„O. Job, wie kannst du mich die beste nennen? Eva ist doch viel, viel mehr wert als ich.“ Er lachelt. „Darüber ließe sich streiten. Aber komm, gib mir deine Hand. Ich habe so lange allein sein müssen.“— Hand in Hand gehen sie durch den lachenden Maientag. Von allen blühenden Zweigen schallt ein Vogeljubilieren ohne Ende. Moni bleibt stehen und legt den Finger auf den Mund.„Pst. Job! Sieh nur, wie sie da die Halme so eifrig zum Nest tragen. Ach, und da in dem dichten Busch ist schon ein Nestlein fertig.“ Er faßt ihre Hand fester.„Wenn wir unser Nest erst bauen dürfen, Moni!“. Sie schrickt ein wenig zusammen, und senkt den Kopf. „Nicht erschrecken, süße Moni. Ehe du es nicht selber willst, denke ich nicht daran. Ich meine nur, es müßte doch wunderschön sein.“ Sie sind jetzt an das Ende des Gartens gekommen, wo der größte Teil uralt und verwildert ist. Und da liegt auch hart am verwitterten, bemoosten Zaun der Hügel, der einmal ein Backosen war. Er nimmt sie fester bei der Hand und steigt nun langsam mit ihr hinauf. Die Weiden am Bach haben jetzt statt der Kätzchen lange, graugrune Blätter bekommen. Sie hangen so tief über das Wasser, das unermüdlich murmelt und über große, flache Steine plätschert. Eine kleine Bachstelze hüpft dazwischen und sucht mit ihrern langen Schnabel nach Nahrung. „Ach,“ sagt er leise und sieht in tiefen Gedanken auf Monis dunkle Flechtenkrone herab—„Aa.,, Moni, als ich damals im Marz hier so vor dir stand, da meinte ich, das Herz müßte mir zerbrechen. Ich weiß nicht mehr, wie ich in mein Auto gekommen war. Es schien mir, als sei plötzlich eine Sonnenfinsternis über die ganze Erde gekommen.“ Sie setzte sich auf eine alte, hölzerne Kinderbank. die noch aus früheren Zeiten hier oben stand. Sie legte die Hande im Schoßz zusammen und sah zu ihm auf.„Weißt du, Job, es will mich fast bedrücken, daß du soviel von mir haltst. Ich glaube, du legst zuviel hinein in mich, was da gar nicht ist. Du hältst mich für viel besser und wertvoller, als ich in Wirklichkeit bin. Und nachher wirst du sehr enttäuscht sein.“ Er schuttelt lachelnd den Kopf.„Das laß meine Sorge sein, liebe Moni! Vielleicht kenne ich dich besser, als du dich selbst.“ Er stand an einen Weidenstamm gelehnt, denn auf dem Kinderbänklein war kein Platz mehr für ihn. Aber seine Augen konnten sich nicht sattsehen an dem lichten Bilde des sinnenden Madchens, das da mit gefalteten Händen zu seinen Füßen saß, indes das Sonnenlicht und die Schatten des Blättergerankes in wechselndem Spiel über das helle Sommerkleid tanzten.— Plötzlich hob sie lauschend den Kopf.„Weint da nicht jemand? Ich habe es doch eben ganz deutlich gehört.“ Sie sprang auf und sah sich suchend um „Bleib du mal hier, Job, ich komme gleich wieder!“ * Sie lief den Hügel hinab, über den kleinen Holzsteg, der auf die andere Seite des Baches führte, wo hoher Huflattich und Brombeergerank die Aussicht sperrten. Und da lag mitten im Grün, beide Ellbogen auf die Erde gestützt und das Gesicht darüber — Hopps! Erschrocken war Moni niedergekniet und rührte die Schwester an die Schulter.„Aber Hopps, warum weinst du denn so furchtbar?“ Hopps hob ihr rotgeweintes Gesicht mit den zerzausten dunklen Locken von den Armen, auf denen es gelegen, und starrte Moni verstört an.„Warum habt ihr mich so als Küken behandelt und mir nicht auch alles gesagt?“ stieß sie heftig zwischen lautem Schluchzen hervor. „Heute morgen habe ich erst durch Tante Petrine erfahren, daß der Vater verkaufen will. Frieden verkaufen! Als ob das überhaupt jemals möglich wäre!“ „Aber Hovos, so höre mich doch an! Ich—“ „Ach, du bist ebenso schlecht wie Eva. Da ich doch eure Schwester bin und wir sonst alles miteinander geteilt haben! Mir kein Sterbenswort vorher daron zu sagen!“ „Aber Hopps, wir wollten dich nicht unnötig traurig machen, ehe es so weit war. Und—“ Aber Hopps ließ sie nicht ausreden„Das ist dummes Zeug, Moni. Ich bin kein Kind mehr. Hätte ich dann alle meine Beete so schon in Ordnung gebracht? Den ersten Kohl habe ich schon aus den Mistbeeten ausgenflanzt. Und wie die Salatreihen und die Erbsen stehen! Es ist eine wahre Pracht. Kein Gartner hätt' dir das besser machen können. Und nun soll das alles, alles für Fremde sein! Ich hole heute noch Lise und laß sie alles abfressen— mit Stumpf und Stil. Dann hat doch wenigstens das gute Tier noch eine Freude.“ „Nun hör bloß einmal auf mit deinem Redeschwall, Hopps! Du läßt mich ja überhaupt nicht zu Wort kommen. Und dabei habe ich dir so schrecklich viel zu erzählen. Nämlich—“ „Jetzt, mit einem Male kannst du reden. Warum hast du und Eva denn die ganzen Wochen geschwiegen, wo so Wichtiges auf dem Spiele stand?“ „Vater wollte es so, weil er meinte, du wirst nicht schweigen den Leuten gegenüber. Und es sollte doch noch nichts bekannt werden. Aber nun ist ja auch alles gut, liebste, beste Hopps! Denke dir, wir brauchen wirklich nicht mehr zu verkaufen. Vater hat heute die Nachricht bekommen, daß er das Geld erhält, das er braucht. Nun können wir alle in Frieden bleiben.“— Hopps springt auf, reibt sich mit den Handrücken die Tränen von dem feuerroten Gesicht und steht kerzengrade vor der Schwester. Die schwarzen Augen brennen, und das lockige Haar fällt ihr unordentlich in die Stirn. „Moni, ist das wirklich wahr? Beschwindelst du mich auch nicht? Ich habe nämlich alles Vertrauen zu meinen Schwestern verloren.“ Jetzt muß Moni laut lachen.„Komm, frag Job Ingelbeim. der da oben auf dem Backofen steht.“ „Mensch. warum past du den denn mit hierher geschleppt? In diesem Aufeug kann ich mich doch gar nicht vor ihm sehen lassen!“ Sie streicht sich die miderspenstigen Haare aus der Stirn und schüttelt die Grashalme von ihrem Leinenkittel. „Ausgerechnet Job Ingelbeim! Du weißt doch, daß ich ihn nicht sehr gern leiden mag. Hat er denn heute am Alltag morgens gar nichts Vernünftigeres zu tun.“ Jetzt lacht Moni noch herzlicher.„Job, komm schnell her! Hopps möchte dich begrußen.“ Hopps bleibt der Mund offen stehen.„Du saast du zu ihm, Moni? Du wirst doch keine Dummheiten gemacht haben und—“ Aber da steht Job Ingelheim schon vor ihnen und streckt Hopps berzlich beide Hände hin.„Gratulieren Sie mir, Fräulein Hopps! Ich bin der glücklichste Mer's von der Welt!" Hopps schlägt die Hände zusammen. Ihre Augen gehen von einem zum andern.„Moni, Moni! Und davon hast du mir auch vorher kein Wort gesagt! Ja, Mensch, ich kann Ihnen jetzt wirklich noch nicht gratulieren. Ich muß mich erst umziehen und waschen. Und dann ist es auch noch sehr die Frage, ob hier eine Gratulation angebracht ist. Ich habe mich diese letzten Wochen in Moni sehr getäuscht, weil sie mir die Wahrheit verschwiegen hat. Na, die Geschmäcker sind ja verschieden.“ Hopps nickte beiden zu und lief mit langen Schritten zum Hause zurück. Ingelheim und Moni sahen sich an und lachten. „Es ist doch ein Junge an ihr verloren gegangen Vater hat es schon immer gesagt. Aber komm, Job, wir wollen jetzt auch hineingehen. Die halbe Stunde wird um sein, und Vater soll nicht warten.“ Trotz des warmen Sonnenscheins fröstelte der atte Direktor Eschen. Er fröstelt eigentlich immer jsetzt. Er sitzt, in eine Decke gewickelt, auf dem kleinen Balkon, wo die Mittagssonne heiß auf die Rohrsessel scheint. Die alten Eschens sind nach dem Verkauf von Eschenhagen ganz in ihre Stadtwohnung nach Berkheim gezogen. Sie müssen sich einschränken, aber die Fabrik ist ihnen wenigstens noch geblieben. Auch haben sie, dank Grits Hilfe, alle ihre Gläubiger befriedigen können. Grit führt alle Geschäfte selbst und ist täglich in der Fabrik, wo sie einen tüchtigen Leiter angestellt hat. Der alte Eschen läßt alles willenlos mit sich geschehen. Er ist nur froh, daß er von dieser furchtbaren inneren Not und Qual erlöst ist. Im übrigen ist er recht alt und gleichgültig geworden. Sie haben die meisten Mobel aus Eschenhagen mit herübergebracht, so ist ihm auch hier alles heimisch und vertraut, und der alte Matthias, der gleichzeiitg Portier geworden ist, sorgt gut für ihn. Frau Eschen ist mehr denn je ruhelos und nervos Sie kann sich nicht abfinden mit ihrem jetzigen Schicksal. Obgleich sie eigentlich alles hat, was sie sich nur wur“„en kann. Sie braucht keinen Mangel zu leiden, e#r###ucht nicht zu arbeiten und zu sorgen auf ihre een Tage. Aber sie hat das Gute nie anerkannt in ihrem Leben. So auch jetzt nicht. (Fortsetzung folgt). In unserer Modewaren- Abteilung finden Sie stets eine reiche Auswahl ganz entzückender SaisonNeuheiten neuartiger Knöpte und Schnallen Letrte Neuheiten m Kragen u. Scheis eingetroffen sondeebien Herne, Bahnhofftr. 31-39 Der Blinden=Verein Herne erbittet für nachstehende Mitglieder Aufträge: Strick= und Häkelarbeiten: Maria Makowiak, Nordstr. 34. Kunststrickerei u. Häkelarbeiten: Aenne Pützer, Schloßstr. 26 Klavierstimmen: Reparaturen, Polieren(eigene Werkstatt): Mahlstedt, Bahnhofstr. 15a: Teiefon 500 38. Blumen und Kranze: Wienholt, Steinweg 4: Telefon 512 94. Stuhlflechten: Fritz Kuhndenne, Riemker Str. 72. Blindenwerkstatt des Westi. Blindenvereins Ortsgruppe Herne. Annahme von Reparaturen und Verkaufsstelle nur bei Arthur Wienholl, Steinweg 4(Ruf 512 94). Daselbst Lager in Bürsten, Besen. Aufnehmern und einschlägigen Artikein. Reparaturen von Stühlen und Körden werden gut und Preiswert ausgeführt. dieses Motortahrrad mit Origina! SachsMoter. Steuer und ührerscheintrei. in vernehmer, verchromter Ausführung. können Sie für 219 Mart kauten bei Stahlhacke & Trenczch, Neustrasse 18. An der Nationalleier am Dienstag, dem 31. März, nimmt der Kreiskricherverband Bernc einschl. der Ortsgruppe Sodingen geschlossen teil. Die Vereine tretten 19,45 Uhr auf dem Rathausplatz ein. Abmarsch des gesamten Zuges 20 Uhr. Fackeln haben sich die Vereine selbst zu besorgen. Der Verbandsvorsiand: v. Velsen, I. Vorsitzender. 2 Werhat Stoff?# Ich fertige Ihnen einen Anzug oder einen Mantel mit guten Zutaten für Mk. 25.— an! Für guten Sitz gebe ich Garantie. Rosenbaum Wilheimstr s Tausenden brachte Friede und Freude das Buch von Joseph Lucas Ein Büchlein vom frohen Beichten In anndhernd 60000 Exemplaren verbreitet! 146 Seiten 3°, kart. KIII. 1.70, geb. 2.60 Am Osterfeste und mit Friedensverheitzung setzte der liebe Heiland das Bußsakrament ein— eine Quelle des Friedens und der Freude soll es uns sein. Wie viele aber machen es sich zur Dein und Marter! Diesen ängstlichen Seelen vor allem will dieses Büchlein helfen, daß sie dieses hl. Sakrament dankbar froh empfangen. Aber auch alle: andern ist es dienlich, daß sie möglichst großen Nutzen aus der hl. Beicht schöpfen. Weitere enngsehlenowoarte Bücher vom gleichen Verjasser Dein Glück— die kleine Hostie 20.— 31. Taus. 172 Seiten, kart. KIII. 1.70, geb. 2.60 Das Werk ist ganz im Sinne der hl. Rirche geschrieben für die öftere und tägliche hl. Kommunion. Der Verfasser findet wunderbare Worte über den Segen, die Herzensseligkeit wie auch die Gnaden der hl. Kommunion. Das geht uns alle an, was er schreibt, und jeder Katholik wird das Seine aus diesen Betrachtungen herausholen. Ein weihevolles Büchlein.„Sonntagsfreude“, Bochum=Niemte Das Leuchten vom Tabernakel 7.— 10. Tauf. 140 Seiten, kart. KIII. 1.70, geb. 2.60 Eine sinnige Ergänzung zu obigen Büchlein„Vom frohen Beichten“ und„Dein Gluck— die kleine Hostie“; vor allem wegen der herzgewinnenden Aufmunterung zum innerlichen Leben und zur geheiligten Daseinsfreude in Jesus, die es jedem hochstrebenden Menschen gibt. Stunden mit Sott Kl. 3%, 172 Seiten, kart. KIII. 1.70, geb. 2.60 Wer das Buch liest, wird bald besser beten können und wirklich„Stunden mit Gott“ erleben. 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Is. beSelbst A. 98. schlossen, von den Selbstkosten der Straßenreinigung für das Rechnungsjahr 1933 in Höhe von 156 600 M. 75 v. H durch Beiträge aufzubringen und die Beiträge wie folgt festzusetzen: a) Gruppe: 1 Straßen unter 12 Meter Breite je Isdm. Front 0.90 3 Gruppe 2: Straßen von 12 Mtr. Breite und darüber, se lsdm. Front 1.07 R1 Gruppe 3: Bahnhofstraße se lfdm Fronk 2,93 71 b) Für landwirtschaftlich, gärtnerische od. kleingärknerisch genußte Grundstücke, wozu aber Hausgärten nicht gehören, sollen die Anlieger mit 20. v. H. der Selbstkosten der Straßenreinigung herangezogen werden. Die Beitragssätze werden dann wie folgt festgesetzt: Gruppe 1: Straßen unter 12 Meter Breite je lsdm. Front 0.25 K0 Gruppe 2: Straßen von 12 Meter Breite som und darüber, je lsdm. Front 0.30 M Der Bezirksausschuß zu Arnsberg dat diesem Beschluß des Magistrats gemäß§ 81 der Westsälischen Städteordnung in Verbindung mit§ 17 des Inständigkeitsgesetzes an Stelle der aufgelösten Stadtgerordnetenversammlung der Stadt Herne am 2. März ds. Is. zugestimmt. Die Beitragsfestsetzung wird hiermit veröffentlicht mit dem Bemerken, daß Einwendungen gegen die Beschlußfassung dinnen einer Frist von 4 Wochen, vom Tage der Veröfferslichung ab gerechnet, beim Magistrat anzubringen sind. Der Plan der Veranstaltung liegt nedst einem Kostennachweis in der Zeit vom 20. bis 30. März 5s. Js einschließlich im Stadtdauamt(Sparkassengebäude Zimmer Nr. 5) zu jedermanns Einsicht offen. Herne, den 17. März 1933. Kaufe jed. Posten 9 Preise von 5 Pf. pro Stück Josef Brune, Kanonengarten Horsthauserstr. 15. Runkeln zu verk., Jentner 80 Pf. Fuhre billiger.(9400 Witwe Bernh. Pieper, Herne-Börnig, Berkelstr. 61a Haufe siets gehr. Möbel aller Art Hollmann v. 4. 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Das feierliche Seelenamt ist am gleichen Tage, morgens 7.45 Uhr, in der Pfarrkirche zu Börnig-Sodingen. schole Oiplom-Handelslehrer Beilmann Herne, Kirchhofstraße 1 Gründliche Berutsvorbereitung.— Beginn Anlang Apzil. Prospekt kostenlos. 1 3160 Tag- und NachtBetrich. Fr. Leo Kowalski Herne, Bahnhofstraße 107 Vertreter für den Verkauf von Herden und Oelen an Private gegen Provision gesucht. Olfert unter D M 528 an den Herner Anzeiger Abgeschlossene 2-3-Zimmervon alleinstehend. Dame zum 1. 4. gesucht. Offerken unter 2 K, 133 an den Herner Anzeiger. 4-ZimmerWohnung mit Badezimmer, eotl. m. Mansarde, zu vermieten. Baugeschäft Jöllenbeck, Siepenstr. 20. Möblicries Büro Stadtmitte, zu mieten gesucht. Eilofferten unter N. L. 134 an den Herner Anzeiger. In bester Wohnlage ist zum 1. 7. 33 in ruh. Hause eine EtagenWohnung von 5 Zimmern z. verm. Dr. 65 M. Angebote unter G. R. 127 an den Herner Anzeiger. Ladenlokal zu vermieten. 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