ko Drua u. Verlag: Koetbers& Röttsches. Herne. Bedelstr. 8. neden der Hauptpost Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn= und Feiertage. Bezugspreis halbmonatl Mk. 1.08, monatl Mk. 2.15, frei ins Haus gebracht.: Postscheckkonto: Dortmund 1907.: Verantwortlich für den redaktionellen Ceil: Dr. Ceo Reinera, für den Anzeigen- u. Reklameteil: Carl Bartels in Herne. Kreisanzeiger für den Stadtkreis Herne Sodinger Anzeiger7 Gerther Anzeiger Kostenlose Anfallunterstützung von Mk. 250.— bei töblichem Berufsanfall nach Mat gabe besonderer Bedingungen, die in unserer Geschaftsstelle erhältlich sind. Anzeigenpreuse: 1 mm Raumhöbe lokal 7 Pfg., auswarts 8 Pig., Arbei## und Wohnungsmarkt 6 Pfg. 1 mm Raumböbe, im Reklameteil 30 Pfa Der am die Inserate eingeräumte Nachlaß ober Kassaskonto wird bei Konkursen und gerichtlicher Klage hinsällig.= Fernsprech Anschluß: Eammol=Rummer 52541# Telegramm=Adresse: Anzeiger Herne Nr. 254(Erstes Blatt) Samstag, den 29. Oktober 1932 28. Jahrgang Die Reformpläne der Reichsregierung Eigensiaatlichkeit der Tänder und der Bundesstaat bleiben unangetastet 7 Preußen soll als einziges Land # in engere Verbindung mit dem Reich gebracht werden Das Wahlalter soll geändert werden, Ausbau oder Ambau des Reichsrates Alter Wein in neuen Schläuchen Nur ein Provisorium Von unserer werliner Redaktion # Berlin, 28. Okt. 1932. Die neuen Pläne der Reichsregierung zur Reform der preußischen Verwaltung und zur Neuordnung der Beziehungen zwischen Reich und Preußen sollten nach der ursprünglichen Absicht der Reichsregierung noch vor der gemeinsamen Besprechung des Reichskanzlers non Papen und des preußischen Ministerpräsidenten * r ann mit dem Reichspräsidenten von Hindenburg veröffentlicht werden. Der Reichspräsident hat aber offenbar Wert darauf gelegt, daß entsprechend dem Urteil des Leipziger Staatsgerichtshofes alle weiteren Maßnahmen der Reichsregierung in Preußen nur auf Grund einer Verständigung mit der alten preußischen Regeirung geprüft werden. Die Pläne, die die Reichsregierung jetzt verfolgt, sind übrigens durchaus nicht neu, sondern beruhen nielmehr auf Arbeiten früherer Reichsregierungen und z. T. auf Vorschlägen des Bundes zur Erneuerung des Reiches. Im großen und ganzen hat die Reichsregierung einsach übernommen, was ihre Vorgänger geplant hatten. Es ist bekannt, daß zwischen Reichskanzler Dr Brüning und dem preußischen Ministerpräsidenten Braun bereits sehr weitgehende Verhandlungen stattgefunden hatten. Aber statt der organischen Lösung der Reichsresorm und der Ordnung der Beziehungen zwischen Reich und Preußen, wie sie zwischen der früheren Reichsregierung Brüning und der preußischen Regierung Braun verabredet worden war, sieht der Plan der Regierung von Papen auch diesmal wieder nur ein Provisorium das sogar keinerlei staatsrechtliche soweit es um die Spitzenstellen geht, überhaupt nicht mehr vertreten wäre. Denn mit dem Fortfall des Wohlfahrtsministeriums und der Uebernahme des Justiz= und des Landwirtschaftsministeriums und später auch des Kultusministeriums auf das Reich wären sowohl die drei preußischen Minister, die dem Zentrum angehören, als auch die Staatssekretäre Hölscher vom Justizministerium und Lammers vom Kultusministerium ausgeschaltet. Der Vorstand der Zentrumsfraktion des Preußischen Landtags ist für Mittwoch, den 2. November, zu einer dringenden Sitzung nach Berlin einberufen worden. um zu den Plänen der Reichsregierung Stellung zu nehmen. Bereinigung der Preußenfrage heute Entscheidung durch den Reichspräsidenten Pläne und Erwägungen Samstag Empfang bei Hindenburg * Berlin, 28. Oktober 1932. Reichopräsident von Hindenburg, der gestern den Vortrag Staatssekretärs Meitzner über den Leivziger Urteilsspruch und die Besprechungen mit Dr. Brecht entgegengenommen hat, wird am Samstag nommen, damit rm Sinne der Entscheidung des Staatsgerichtshofes und im Interesse einer reibungslosen Zusammenarbeit einschneidende Beschlüsse unterbleiben, solange nicht eine vorherige Verhandlung mit den zuständigen Stellen der Landesregierung stattgefunden hat. Hierzu wird die am Samstag stattfindende Aussprache beim Herrn Reichsvräsidenten die Grundlage bilden.“ Reichskanzler von Bauen und Ministerpräsident Braun zu einer Besprechung de. durch das Leinziaer Urteil geDas Reichskabinett berät vor, da Grundlagen hat, sondern von jedem Wechsel der politischen Machtverhältnisse umgesloßen werden kann. Hierin liegt der tiefste und Hauptfehler der Reformpläne der Reichsregierung von Papen. Wenn erklärt wird, die Duplizität der Reichsverwaltung und der preußischen Verwaltung müsse beseitigt werden, so handelt es sich dabei nach den Plänen von Papens nur um eine ganz provisorische Beseitigung. Die Verwaltungen haben nicht einmal die genügende Uebergangszeu, um wirklich ineinander zu wachsen. Die Die Dinge klären sich Wie das Nachrichtenburo des Vd3. meldet, ist das nreußische Kabinett heute wiederum unter Vorsitz des Ministerpräsidenten Dr. Braun zu einer Sitzung zusammengetreten. Nun ist angedeutet worden, daß die Reichsregierung beabsichtige, einen wesentlichen Schritt vorwärts zu geben auf dem Gebiete der Reichsreiorm. In Kreisen der preußischen Regierung wird dem Nachrichtenbüro des Vd3. dazu erklärt, daß nach dem Leinziger Urteil nichts dagegen einzuwenden wäre, wenn der Reichspräsident bzw. die Reichsregierung die Zahl der Kommissare für die Ausübung der preußischen Amtsbefugnisse etwa durch Hinzuziehung des früheren Staatssekretärs im Reichsfinanzministerium. Pros. Povitz, als kommissarischen preußischen Finanzminister vermehren würde. Dagegen vertritt man in Kreisen der preußischen Staateregierung die Ansicht, daß zur Durchführung des weitergebenden Planes der Ueberführung der preußischen Ministerien für WohlLösung, wie sie die Reichsregierung will, ist weder 2.2.4, D.zdmirtschaft und Justiz in die entsprechenden originell noch aus den tatsächlichen staatsrechtlichen Reichaministerien die preußische Staatsregierung gehört Verhältnissen herausgewachsen... werden müsse. Daß die Beseitigung der Duplizital] Es wurde sich nach Meinung preußischer Regierungs. —„„„ G WE — Berlin, 28. Okt. An den unterrichteten Stellen schafteuen Pane emnlangen. wird über die heutige Sitzung des Reichskabinetts allercassenen Tage empfane.. TIIn. Tmm E.Zi### strenastes Stillschweigen gewahrt. Es ist lediglich bekannt Der Reichspräsident emofing bereits heute nachmittag!„ocden, daß die Sitzung etwa 2½ Stunden gedauert hat. den Reichslanzler von Papen Zum Portrau. gist aber dls sicher, daß die Beauftragung des Staatssekretäts Popitz mit der kommissarischen Leitung des preußischen Finanzministeriums die Erneunung von Dr. Povin und Dr. Bracht zu Reichsministern ohne Portefeuille durch den Reichopräsidenten erfolgen wird. Alle Gerüchte, die über diese Maßnahmen hinausgehen, verzeichnen nur Möglichkeiten. Dazu gehört auch die von einem Berliner Mittagsblatt gemeldete Ernennung des kommissarischen Oberpräsidenten der Provinz Hessen=Nassan, Dr. von Hülsen, zum kommissarischen Leiter des preußischen Aultusministeriums und ebenfolls Reichsminister ohne Portefeuille. zwischen Reichs= und Preußenverwaltung ein erstrebenswertes Ziel ist, wird von uns nicht bestritten, umso weniger als, : Dr. Stichel= Stacheldorn. 1. Einleitung. Auf Straßen wird bei Tag und Nacht Jetztunder oft viel Lärm gemacht mehr als in der alten Zeit Bemerkt man diese Tätigkeit kreise dabei um die Abtretung ausgesprochener preußischer Hoheitsrechte an das Reich handeln. Dies sei eine Besugnis, die nach dem Leinziger Urteil lediglich der Ersetzte noch das Gansgeschnatier." Und wurd' im Dorf ein Schwein geschlachtet, So wurde dieser Lärm beachtet Das kommt besonders vom Verkei, Urd von dem großen Fortschritt her, Durch den so vieles in der Welt Wird um= und auf den Kopf gestellt. Zwar wird der große Lärm bekämpft Und hier und da auch abgedämpft. Irdessen das besagt nicht viel, Man kämpft und kommt doch nicht zum Ziel. So wächst der Lärm beständig an. Oft mehr. als man vertragen kann, Vielleicht kommt später mal die Zeit. In der man sich vom Lärm befre: 2. Lärm im Dorse Herne. Als Herne noch ein Dörschen war, Das ist nun her schon manches Jahr Da war das Dorf vom Wald umhüll: Und nicht von großem Lärm erfüllt War aver mal ein Larm allhier So kam er oft von dem Getier, die Hähne krähten in der Nacht Die Hunde bellten auf der Jogd Die Kühe brüllten auf der Weid Die Schafe blöckten auf der Heide. Die Hühner gackerten Lagegen Besonders nach dem Eierlegen. Daneben lärmten so wie heute Die kleinen und die großen Leute. Die Kinder schrien in der Kammer, Den Amboß traf der Schmiedehammer Die Kinder sangen in der Schule, Es rappelte am Webestuhle, Man hörte scharf und überall Im Dorf und Feld den Peitschenknall. Der Wächter blies auf seinem Horn. Der Bauer drosch das reife Korn, Die Mühle hat am Bach geklappert Die Maid mit ihrem Schatz geplappert, Und wenn im Dorfe Kirmes war Dann stieg der Lärm noch immerdar Am Tage Lärm, am Abend Rut So ging es in dem Dorfe zu. Und weil man seine Ruhe fand So hielten auch die Nerven stand 3. Lärm in der Stadt Herne. Es ist zwar nicht angebracht. Wenn man Lärm auf Straßen macht. Dennoch hört man jeder Zeit Den Spektakel weit und breit. Autos hupen. Wagen rattern. Und Motore hört man knattern In den Kurven heulen Schienen Zu dem Spiel der Violinen. Reisen platzen, und die Kleinen Hört man singen oder weinen Hier stürmt man mit Krach ins Haus, Dort räumt man den Laden aus. Und flicl Eitder hei Oder es zieht Leute dann Durch den Schall der Rede an Dort Cogegen hört man schon Etwas aus dem Grammophon, Insbesond're mit den Platten Geht der Lärm recht gut von starten. Bayern meldet sich „Eine gefährliche Situation“ ::. München, 28. Okt. Das Organ der baverischen Regierung, die„Staatszeitung", überschreibt ihren Artikel üder die bevorstehenden Entscheidungen in der Preußenfrage:„Eine gefährliche Situation“ und erklärt. es brauche nicht erst gesagt zu werden, daß die nichtpreußischen Länder der Entwicklung der Dinge in Berlin mit allergrößten Bedenken gegenüberständen. Es lei ebenso selbstverständlich, daß sie gegen eine willtürliche Auslegung des außerordentlich klaren Leinziger Urteilsspruchs zum Artikel 17 der Reichsversassung und gegen offene Vorstöße auf das Minimum von Hoheitsrechten, das im n Nr. Zeiten de Nnd n. warden# entSo singt er stets dasselbe Lied Das jeder mit Empörung hör Und jeden in der Ruhe stört Regelung des Verhältnisses zwischen Reich und Preußen dringend der Neuordnung bedarf. Entsprechend dem bundesstaatlichen Charakter des Gesamtreichs soll die Eigenstaatlichkeit Preußens nicht weiter angetastet werden, als das Reichsinteresse erfordert, das ein möglichst reibungsloses Zusammenarbeiten verlangt. Die Lage am heutigen Tage beleuchtet die Notwendigkeit einer sachgemäßen, organischen und verfassungsmäßigen Regelung des Verhältnisses Reich—Preußen mit besonderer Schärfe. Preußen soll dabei seine Eigenstaatlichkeit nicht aufgeben, aber es soll als einziges deutsches Land in ein engeres Verhältnis zum Reich treten. Seine eigenstaatliche Willensbildung gegenüber dem Reich soll nicht ausgeschaltet, sondern so organisiert werden, daß Meinungsverschiedenheiten einen brauchharen Ausgleich von Kabinett zu Kabinett finden können. Ueber die Art dieser nicht schematisch von Ressort zu Ressort zu ziehenden Querverbindungen sind die Erwägungen noch nicht völlig abgeschlossen. Das neue Verhältnis Reich—Preußen ilt in den beiden Verfassungen gleichmäßig zu verankern. Die übrigen Länder sind dabei vor einer Majorisierung und sonstiger Benachteiligung zu schützen. Die Entwicklung seit Weimar hat praktisch zu einer übertriebenen Zentralisation dieler Verwaltungszweige in Berlin geführt und damit Entscheidungen an die jalsche Stelle gelegt. Notwendig ist eine starke Verlagerung der Aufgaben auf Länder und Gemeinden sowie eine Aenderung des Finanzausgleichs mit dem Ziel, daß Lander und Gemeinden wieder die Aufgaben selbständig übernehmen und durchführen können, zu deren Erfüllung bisher Mittel vom Reich erbeten werden mußten, und deren Gewährung durch das Reich dann eine Mitwirkung des finanziell nunmehr mitverantwortlich gewordenen Reiches erforderte. Diese Dinge lassen sich außerhalb der Verfassung ändern, sobald man nur den Willen hat, sie einmal systematisch anzupacken und von der Reichsverwaltung alles ab zuschneiden, was nicht unbedingt zur obersten Leitung und zur Erfüllung der Reichsaufgaben gehört. Dieser Wille ist vorhanden, die Verhandlungen mit den Ländern sind angebahnt. In diesen programmatischen Sätzen ist bereits die Vereinfachung der gesamten Reichsverwaltung grundsätzlich mit enthalten. Die Vorarbeiten für die Aufhebung entbehrlich werdender Reichsbehörden sind ab geschlossen. In Kürze werden die Aenderungen bekanntgegeben werden können. Sie beziehen sich zunächst auf einen Abbau entbehrliche Behörden der Finanz= und Postverwaltung. Die Ver einfachung der Sozialbehörden ist in Arbeit. Die Verringerung des Umsangs der Reichsministerien und der nan So geht es den ganzen Tag Immerfort und Schlag auf Schla# Selbst schon weit nach Mitternacht Wird noch immer Lärm gemacht Mancher hört die Lärmerei, Und er denkt sich nichts dabei. Mancher rast und rauft das Haar Und benimmt sich sonderbar. 4. Motorlärm. Auf Straßen singt uns der Motor Beständig seine Lieder vor, Doch findet jeder dies Getön Für seine Ohren gar nicht schön Er donnert oft in stiller Nach: Daß alles zittert, bebt und kracht. Und schlafen wir auch noch so brav. Er reißt uns aus dem teisten Schlaf. Er rattert ohne Widerstand Durch jede Stadt und jedes Land. Er keucht oft wie ein wilder Gaul Und hält im Fahren nie das Maul. Man hört ihn deutlich, wenn er pufft, Hoch oben auch im Reich der Luft, Er zieht auch übern Ozean Und knatfert dort auf seiner Bahn Den einen macht er bitterbös. Den andern macht er genz nervös. So bringt nicht selten der Mo Die Menschen fast um den Hu Und mancher schickt was hint Das ist gewiß kein Segen mei 5. Lärm auf dem Rummel Was ist das auf dem Rumm Doch für ein Lärm und eine Die Orgel tönt, die Glocke kli Der Löwe brüllt, der„Neger" Die Trillerpfeise gellt ans Ol Es brummt der Elektromotor. Das Megarhon auch melder si Sirenen heulen fürchterlich. Das Ka#b#ell au der Tromme Und die Posaune schmerzlich: Die„Wilden“ in dem Zelte bi Indem sie den Beruf erfüllen Und„Jakob" bietet Sachen Die jeder wohl gebrauchen kar Es geht wie auf der Auktion Wenn's billig ist, so kauft me Die Kinder laufen Pfeffernust Im Zelte knallen Flintenschi### UInd wer es noch vertragen— Der hört der vielen Reden an Der Bär wird auf den Mon Das Sprachrohr an den Mun! Her riekt ein Mann die Lei Dort„sinat“ man laut in Sau Dazwischen spielt mit aller Die„Hausl###““ dauerhaft Ach Gort! Wie ist der Lärm Und war ist auf dem Platze 1 Fngeruug der Sufmenr--—. Abbau ihres Aufgabenkreises sind eingeleitet. Zu der eigentlichen Verfassungsreform unter Verwendung des Projektionsapparates techniech vorteilhaft eingerichtet worden und gaben den einzelnen Deu treifenden Hiuiergrund. DaSchauspiel zu neilwene straff dramotisch concipiert. der Diasca von gedanklicher Tiese. Es wird seinen Weg wie ardere Werke Franks(„Zwölftausend a".„Sturm im Wasserglas“) noch über meie Bühnen finden, nachdem es unter Dr Buxbaums Spielleitung für das Bochumer Heus zu einem ken Erfolg wurde. Deers. Nachtrag zum Kirchlichen Anzeiger. Herz-Jesu-Pfarrei Die Sammler werden gebeten die Umlage Hu### wachsene(Juhr— Gesing) in Höde von.80 RAufieh niehen. Die Morken sind punktlich in den Stunden Sonntagmorgen abzuholen. Auch OriginalSonntagmorgen die Mitgliederhefte vordern bitte audi dischen Literatur Nerner Anzeiund Seitungstiosteilner a köttscher. Neme Bahnhof. 8— neben dem Postamt der Deutschen Bochtarsur ru Leipzig. Wer Wert auf gute Fuhbekleidung legt Nur Pottbrocks Qualifätsse Neydt-Str. 3 Fernspr. 30705 perste Kurse fur DamenLichtbilder-Vortu und Herrentahrer wird das deste Mittel sein, um künftig allzuhäufige Reichstagsauflösungen zu vermeiden. Schließlich sollen Uenderungen der Wahlrechtsbestimmungen in der Versassung und des Wahlgesetzes vorgeschlagen werden. Völlig abwegig ist der Gedanke. die Regierung plane eine Aufbebung des allgemeinen, gleichen, direkten und geheimen Wahlrechts zum Reichstag oder gar die Aufhebung des Stimmrechts der Frauen und Ersetzung dieser Wahlbestimmungen durch Einführung eines Zensus. Wir halten es aber für richtig. ektive und passive Wahlalter um etwa fünf Jahre heraufzusetzen and den selbstandigen Familienernahrern. gleichviel ob Mann oder Frau. und den Kriegsteilnebmern eine Zulaunimme zu gewähren. welche die Bedeutung der Familienernährer für unser Volk unterstreicht und den Kriegsteilnehmern den Dank des Vaterlande: zum Ausdtud bringt. Weitere Mängel, wie das Auftreten kleinster Solitterparteten und die Auswuchse des Listenwablrechts, sollten bei dieser Gelegenheit beseitigt werden. Wir boften dem Reichsrat und dem neuen Reichstag nach seinem Zusammentritt und damit der Oeffentlichkeit ein sertiges Programm unterbreiten zu können. Wir rechnen zuversichtlich damit, daß Länder und Volksvertretung die Notwendigkeit dieser Reformen nicht nur theoretisch anerkennen, sondern daß sie ehrlich bereit sein werden, an dieser großen Aufgabe mitzuarbeiten. Die Art des Vargebens der Reichsregierung aus diesem Gebiet hängt von der innerpolitischen Entwicklung der nächsten Wochen und Monate ab. Darüder aber kann kein Zweisel herrschen. daß die Reichsregierung die von ihr klar erkannte und tief empfundene Pflicht zur Reform niemals aufgeben wird. Es geht um Deutschland! Gleichberechtigung in französischer Beleuchtung Große Kammerdebatte 7 Der Ministerpräsident entwickelt seine Abrüstungsthesen Herriot 2. das die interugtiouale Kontrolle organtsiert und das Investigationsrecht obligatorisch einbegrissen würde: 3. daß, um den Locarno=Vertrag zu erganzen, ein regionaler Pakt für gegenleitige Hilleleistung derart abgeschlossen würde, daß jede europäische Nation teilnehmen könne. und daß die auf diese Weise vorgesehene Kollektivmacht ansreiche, um den Angriss zu unterdrücken, wobei diese Streitmacht eine erste Staifelung von nationalen spezialisierten Kontingenten umfassen müsse. die sofort versügbar waren und über ein mächtiges Material versügten: 4. daß die Vereinigten Staaten Sicherbeitsgarantien, wie sie sie selbst ins Auge gesaßt haben bewilligen würden: 5. daß die Mitgliedstaaten des Völkerbundes sich verpflichten wurden, alle Verpflichtungen aus Artikel 16 des Völkerbundvaktes zu erfüllen und 6. daß das Schiedsgerichtsverfahren für alle Teilnehmer am Pakt obligatorisch sein wurde. Als Herriot den Inhalt des„konstruktiven Planes“ bekanntgegeben hatte, schloß er mit der Bemerkung, wenn dieser Plan abgelehnt werde, könne Frankreich nicht für das Scheitern der Konserenz verantwortlich gemacht werden. Paris, 28. Okt. begann mit den Ar die Die heutige Sitzung der Kammer mterpellationen über die Abrüstung Der Aba. Chasseigne von der Gruppe für eeitereinheit(Kommunisten=Dissidenten), erklärte ranzösischen Rechtsregierungen hätten die deutsche Demoratie entmutigt. Italien, das an die Seite Deutschlands nete. bedeute für Frankreich eine wer#e#re Drohung. Der Kedner kritisierte die Allianzen Frankreichs, die gegen frankreichs Sicherheit verstienen. Der Redner verwies besonders auf Polen und Rumänien, die er„militärische Raubnationen“ nannte. Der Kammerpräsident rief den Redner zur Ordnung und Ministerpranident Herriot sprach ein Bedauern über die Ausführungen des Redners aus Hierauf entwickelte der Führer der Sozialisten. Leon Elum. seine Interpellation. Die deutsche Forderung nach Gleichberechtigung bezeichnete Blum als grundsätzlich zerechtfertigt. Der Friedensvertrag habe den besiegten ächten eine Lage aufgezwungen, mit der sie sich nicht für immer und ewig abfinden könnten. Das gebe aus dem Vertrag selber hervor, der eine zeitliche Begrenzung für diese Lage vorsehe und zugleich eine Rechtfertigung dafür gegeben habe. Diese Rechtfertigung liege in der von den Siegern übernommenen Verpflichtung, abzurusten. Man konne jedoch nicht zulassen, daß die gerechte Forderung Deutschlands nach Gleichberechtigung seine Aufrüstung rechtfertige. Ebensowenig wie ein Friedensvertrag gewaltsam zerrissen werden dürfe, würden die Sozialisten es zulassen, daß er gewaltsam aufrechterhalten werde. Die Abgg. Francois Albert und Genossen von der radikalen Kammerfraktion haben enne Tagesordnung eingebracht, der die Regierung zugestimmt hat. In der Entschließung heißt es u. a.: Die Kammer billigt die Erklärungen der Regierung und vertraut darauf, daß sie eine auf folgenden Grundsätzen aufgebaute Politik betreiben #id: 1. Reivektierung der durch den Völkerbundsvakt aufgestellten Grundsätze. namentlich, was die Verurteilung jeglichen Angriffs betrifft: 2. allgemeine Herabsetzung der wirksam kontrollierten Rüstungen und Erweiterung der Befugnisse des Volkerbundes zwecks Sicherung der Gleichbeit der Völler in der internationalen Sicherheit:“ Beleitigung der privaten Herstellung von Waffen in allen Ländern. Kontrolle jeglicher Herstellung und jeglichen Handels mit Waisen und Kriegsmaschinen. Im weiteren Verlauf der Kammerdebatte begründete der Aba Franklin Bouillon seine Intervellation Deutschland habe unaufhörlich den Versailler Vertrag verletzt. Der Volkerbund sei unjähig. dem Versailler Vertrag Respekt zu verschafsen. Franklin Bouillon unternahm dann einen wutenden Ausfall gegen Macdonald. Mit „diesem Menschen“ wurde Frankreich unter das Joch Deutschlands geraten. 1914 babe Macdonald verzweifelte Anstrengungen gemacht, um England zu verhindern. an Frankreichs Seite zu treten. und während des Krieges habe Macdonald seine volitischen Manöver gegen Frankreich fortgesert. Herriot protestierte gegen diese Aeußerungen. Franklin Bouillon fuhr fort, man stehe vor dem großen Betrug von Locarno, mit dem man das Land seit sieben Jahren getäuscht habe. Deutschland bereite nur eines vor. den Reoanchekrieg.(Beifall rechts.) Der radikale Abg. Cot unterbrach Franklin Bouillon und erklärte: Er erwarte eine Vertragsrevision durch gerechte Lösungen. Im anderen Falle würde man gewisse Völker zur Verzweiflung treiben. Darauf ergriff das Wort: Wäre Frankreich nicht nach gangen, so sagte Herriot, dann hätte die gesiegt. Zum Abrüstungsprodlem Lausanne gedeutsche These behauptete Herriot, Seltene Einsicht in Frankreich Paris, 28. Oktober 1932. Der bekannte radikalsozialistische Abgeordnete Pierte Cot besaßt sich in der„Republique“ mit der Frase ver. Abrüstung und Sicherheit und kommt dabet zu Schlußfolgerung, daß Frankreich unbedingt einige Divi sionen und einen Teil seiner Angriffswassen opfern musse. wenn es zur Sicherheit in Eurora beitragen wolle. Frankreich sei der Wunsch nach Sicherheit geradesn fraut: haft geworden. Es genüge jedoch, den wirtschaftlichen und moralischen Zustand Deutschlands zu rennen, um davon zu überzeugen, daß ein Krieg im Augenblick möglich sei. Eine absolute Sicherheit sei aber erst zwischen den einzelnen Ländern das Gleichgewicht derhergestellt sei, was notgedrungen die Gleichberechtigung voraussetze. Es sei nicht möglich, daß sich Deutschland. Oesterreich Ungarn in Sicherheit fühlten, solange sie von Ländern umgeben seien, die vor aller Welt rüsten könnten, während sie sich selbst an die Verpflichtungen des Versailler Vertrages halten müßten. Was insbesondere die Sicherbeit Frankreichs angebe, so sei es vorzuzieben, guf die Tanks und die schwere Artillerie zu verzichten, als Deutschland die gleichen Wassen zuzugestehen. Katastrophen im Osten 0.30 bis 2,00 2 Sonntag, 30. Okt. 15.30 b. 17.30 U Außer Vormiete „Der Tiefstapler" Kriminal-Groteske von Franz Cammerlohr. Dreise: 0.30 bis 900 Mark. bis 22.30 Uhr ußer Vormiele Einmaliges Gast spiel!„Russisches Ballekt" v. Mone Carlo(50 Personen) unter Mitwirkung d. Städt. Orchesters. Sämtliche Vormieker erhalten bedeutende Preisermäßigung. Montag, 31. 10., 20 bis 22,30 Uhr Außer Vormiete u. Bühnenvolks. bund. Serie 2: „Der General u. das Gold"Schanspiel von Bruno Frank. Dienstag, 1. Nov., 19.30—22.30 Uhr Zum letzt. Mole! Außer Vormiete: „Die Nibelungen“ Deutsches TrauerFriedr. Preise 9 spiel von Hebdei. 0.30 bis: Nittmoch. 20 bis 22. C. 7 u Ring 2: Nov. 10 Uhr Blauer — phonie-Konzert“. Werke v. Bruckner, Brahms, Hindemith. Solist Pros. Dr. Gustav Havemann(Vio line).(23395 Freitag, 4. Nov., 20 bis 23 Uhr: Einmalige Aufführung! Gelder Ring 2:„Mignon: Oper von Amdroise Thomas. Samstag, 5. Nov.: Geschlossen. Sonntag, 6. Nov., 16 bis 18.15 Uhr Außer Vormiete: „Robinson“ soll nicht sterden". Stück von Friedr. Forster. Preise: 0.30 bis 2.— M. 20 bis 22,15 Uhr: Außer Vormiete: „Intimitäten Komödic v. Noel Coward. Preise: 0.30 bis 2.— M. Montag, 7. Nov., 20 d. geg. 23 Uhr: Außer Vormiete u. Buhnenvolksbund. Serte B: In neuer Juszenierung und Ausstattung!„Die Jungfrau von Orleone“. Kartenvorverkauf mn Fr. Stüch: Buchhandl. Herne, Porgerchin Hürter. Bahnhofstr. 58. 1. daß man im Ausland sehr ungerecht gegenüber Frankreich gewesen sei, das doch am stärksten seit dem Versailler Vertrag abgerüstet habe(?!). Was den Hooverschen Vorschlag angehe, könne Frankreich keine Verpflichtungen ohne Diskussion eingehen. Deutschland habe die Frage der Gleichberechtigung aufgeworfen, auf die Sir John Simon mit juristischer Schärfe geantwortet habe. Unter Gleichberechtigung könne man völlig Verschiedenes verstehen Auf der einen Seite geben es die Auslegung des Versailler Vertrages durch Dr. Brünina. auf der anderen Seite die Auslegung, daß Deutschland selber seine Rechte sestsetzen könne. Reichswehrminister von Schleicher habe sich mit aller Eindentigkeit geäußert. Es handele sich darum, die Effektivbestände der Reichswehr zu verdoppeln und sie mit schwerem Kriegsmaterial zu verehen. Die Forderung nach Gleichbrechtigung. so wie ie gestellt worden sei, lause auf eine Forderung nach Aufrüstung hinaus. Interessant für Frankreich sei, daß England genau wie Frankreich davon überzeugt sei, daß Deutschland aufrüsten wolle. Frappierend sei, daß das Aufrüstungsprogramm in seiner offen zugegebenen oder kten Form das Programm des großen Generalstabs, ogramm des Generals v. Seeckt sei; die Schaffung zweier Armeen. von denen die erste aus erstklassigem Mannschaftspersonal mit sechsjähriger Ausbildungszeit bestehen würde. General von Seeckt sei der Ansicht, daß diese Stoß= und Manöverarmee durch eine andere Armee ergänzt werden müsse, die aus Mannschaftspersonal mit dreimonatiger Ausbildungszeit bestehe. Genau wie Blum und Franklin Bouillon müsse auch er sagen, daß das Volk in Deutschland aufrüsten wolle. Deshalb werde der französische Plan eine internationale Kontrolle vorsehen, die bis zum Investigationsrecht gehe.(Zuruse von links Gegenseitig!“) Herriot bestätigte, daß es sich um das Recht gegenseitiger Investigation handele. Große Mehrheit für Herriot Die Kammer nahm die Vertrauenstagesordnung der Radikalen mit 430:20 Stimmen an. Der„konsiruktive Abrüstungsplan“ Frankreichs Ministerpräsident Herriot hat in seiner Kammerrede den französischen konstruktiven Plan charakterisiert. Das offizielle Resumee dieses Planes lautet folgendermaßen: Frankreich würde für einen noch zu bestimmenden Zeitpunkt die Verallgemeinerung der Herabsetzung der kurzfristigen Dienstzeit für die im Mutterlande stehenden Landstreitkräfte unter folgenden Bedingungen annehmen: 1. Daß alle Formationen, die dieser Heeresorganisation zumiderlausen, wie die Reichswehr, aufgelöst und die Polizeistreitkräfte reglementiert würden: S Reform-Drogerie Von-der-Heydt-Str., Ecke Poststr Verheimlichtes Zugunglück #r Köln, 28. Oktober 1932. Das„Kölner Tageblatt" veröffentlicht in seiner Abendausgabe vom Freitag den Brief des Chefchemikers einer Moskauer Fabrik, eines gebürtigen Kölners. in dem dieser von einem schweren Eisenbahnunglück berichtet, das sich am Sonntag vor acht Tagen bei Moskau zugekragen haben soll. Dem Brief nach soll die Anzahl der Toten etwa 100. die der Verletzten sast 300 betragen. Das „Kölner Tageblatt" knüpft daran die Bemerkung, daß das Unglück von der GPU. verheimlicht worden sei. Der Cheschemiker hatte sich mit seiner Jamilie am Schwarzen Neer aufgehallen und war mit dem Unglückszug nach Moskau zurückgekehrt. Wie es in dem Brief heißt, stieß der Jnn gegen 19 Uhr vor der Einfahrt in den Moskouer Bahnhof in voller Fahrt mit einer Lokomotive zusammen. Dabei entgleisten die ersten sechs Wagen und wurden vollständig zertrümmert. Der Cheschemiker kam — ebenso wie seine Frau und sein Töchlerchen— wie durch ein Wunder ohne Verletzungen davon. Taifun tötet 300 Menschen □ Paris. 28. Okt. Wie die Agentur Inde Pacifique aus Saigon meldet, hat der Taifun, der am 15. Oktober über den anamittschen Küslengegenden niedergegangen ist, 300 Todesopfer gefordert. Der Sachschaden ist ungeheuer. Schnellzug entgleist □ Shaughal, 28. Okt. Der Schuellzug Nanking— Shaughal ist heute bei entgleist. Der Lokomokivführer hatte die Hallesianale. die Rottenbauarbeiten anzeigten, übersehen. Die Zahl der Toten und Verwundelen wird auf etwa 90 geschätzt. Straßenbahnunglück in Dresden Elektrische fährt in ein Pferdefuhrwerk 7 Eine Tote und mehrere Verletzte anlaßt haben mag. ist Gebeimnis. Bekannt ist nur geworden, daß die Zurückziehung des Buches aus dem Handel auf Wunsch der britischen Regierung erfolgt sein soll. Der Verfasser war während des Krieges britischer Nachrichtenoffizier in Atben. In dem Buch wird u. a. zum ersten Mal der Name des Leiters des britischen Geheimdienstes genannt. der bisber nur unter dem Buchstaden C. bekannt war. Nach Compton Mackenzie war es der verstorbene Kavitän der britischen Marine. Sir Mansfield Cumming. Ferner erwähnt das Buch auch. daß es einmal gelungen ist, die divlomatische Post dedeutschen Gesandtschaft in Athen abzusangen. 100 Soldaten verdurstet Bolivianische Truppen hatten sich im Urwald verirrt □ Aluncion. 28. Okt. Nach einer Mitteilung de. Kriegsministeriume haben sich drei bolivianische Soldaten einem paragnanischen Vorposten gestellt und erklärt, das sich vier Offiziere und 170 Mann ihres Regiments im Urwald verirrt hätten. Daraushin ist eine Rettungskolonne abgeschickt worden, die im Chaco die Leichen von 190 bollvianischen Solbaten aufgefunden hat. Allem Auschein nach sind die versprengten Bolivianer verdurstet. Schneefall auf dem Brocken □ London, 28. Okt.„Griechische Erinnerungen“ betitel!] 2 Halberstadt, 28. Okt. Auf dem Brocken hat am sich ein Buch, das Compton Mackenzie zum Versalser Donnerstagabend Schneefall eingesetzt, der die ganze bat. Das Buch erschien gestern vormittag im Buchhandel.####.##giase##. Schuandes, katr##t# diAm Nachmittag jedoch zog der Verlag das Buch unerklär Nacht anhielt. Die Schneedecke beträgt 5 dis 6 Zentilicherweise wieder zurück. Was ihn u in ner. weter. #. Dresden, 28. Okt. Am Freitagmittag stieß an der Ecke Prager= und Tromveterstraße ein Straßenbahnuug der Eillinie 11 mit dem Pserdegeschire einer Speditionsfirma zusammen. Ein junges Madchen geriet zwischen die beiden Fahrzeuge und wurde sofort getötet. Der Geschirrführer flog infolge des Anpralles durch die Scheibe des Führersitzes des Straßenbahnwagens und erlitt schwere Verletzun: gen. Außerdem wurden mohrere Fahrgäite der Straßenbahn verletzt. Die Schuldfrage ist noch nicht geklärt. Ein Toter. 10 Schwerverletzte bei einem Kraftwagenunglück *. Paris, 28. Okt. Zwischen Marseille und Avignon ereignete sich am Donnerstag ein schweres Kraftwagen= unglück. Ein mit etwa 15 Personen besetzter Krastomnibus geriet auf der glatten Straße ins Rutschen und überschlug sich. Ein Reisender wurde auf der Stelle getötet, während 10 andere Insassen zum Teil lebensgefährliche Verletzungen davontrugen und in das Krankenhaus in Marseille überführt werden mußten. „Griechische Erinnerungen“ Geheimnisvolle Memoiren eines britischen Nachrichtenossiziers Kassenöffnung: 4 Uhr. Beginn der I. Vorstellung: 2. Vorstellung: Das beste Programm, das„Capito““ je brachte! MAR ADALBERT Preußens bester Komiker Berlins größter Meckerfritze K. WEISS FERDL Bayerns bester Komiker Münchens größter Radaubruder als Rivalen um den Titel des Schützenkönigs Der ulkigste 4 Kontlikt zwischen Bayern und Preußen ANNT ONDRA Hermann Thimie in ihrem allerneuesten und besten Tontilm □ ainm DB Wer ist„KIHI“? KiKI: KIKT: KIKI: KIKT: ist bildschön ist Ankv Ono is an Velteriele nuß man gesehen 2 haben 1 CAPITOL „Vor Bahnhofstraße 80 Dauerwellen ui 4.75 3K. Nusserwellen die gnte Trisur anßersi billig Salon Wicht Pinckestr 5 z* **** Blatt, Nummer 254 Herner Anzeiger Samstag, den 29. Oktober 1932 Herner Schnitzel Der Segen der Volksmission.— Unsere Pflicht zur christlichen Gestaltung der Welt.— Folgerungen für den 6. November.— Der Katholik und seine Presse.— Jetzt beginnt die Sammlung für die Winterhilfe. Wiederaufleben eines urchristlichen Brauches.— Morgen ist Offener Sonntag.— Vergessene Warnungsschilder. rung an sich reißen sollte. Wir sind nun einmal in der Minderheit und der argwöhnisch betrachtete, teil Volksteils regiert wird. Während die große Entscheidungsschlacht für eine volksverbundene Staatsführung gegen eine„Regierung ohne Volk“ vorbereitet wird, vollzieht sich fernab vom Politischen eine Regeneration der Seelen, eine aufwühlende Neugestaltung des religiösen Lebens. Das katholische Herne steht seit acht Tagen im Zeichen der Mission. In einigen Pfarreien für Männer und Frauen zugleich, in andern in dieser Woche nur für die Frauen, in der nächsten für die Männer allein. Aber schon jetzt kann man sagen, daß die Mission auf fruchtbaren Boden gefallen ist. Die katholische Bevölkerung Hernes zeichnete sich immer durch ein reges religiöses Leben aus. Das bewiesen jedem Fremden die gut besuchten Gottesdienste und die überaus stark besuchten Andichten in der Maienzeit und im Oktober. Aber bei dieser Mission erweisen sich die Kirchen zeitweise fast als zu klein. Es gab in dieser Woche Frauen, die schon 1—2 Stunden vor der Missionspredigt zur Kirche gingen, um auch mit Sicherheit einen Sitzplatz zu bekommen. Und was war das z. B. in der Gegend der Vonifatiuskirche in diesen Tagen ein Strömen, wenn die Predigtstunde nahte, und erst recht, wenn sie zu Ende war. Die Missionare, die verschiedenen Orden angehören, verstehen es auch, die ewigen des Staates, Staatslebens und Wirtschaftlebens in rum muß es auch Wirkung der Mission sein, in die zeitpolirischen Fahrwasser sind, wollen wir untern Leer Beziehung die Gewissen zu schärsen, damit wir sern nicht vorenthalten, wie verschroben sich Glaubenslernen, Korpsgeist zu halten, unterer eigenen Presse und Zeitdinge in dem Kopi eines monarchistisch blinzu helfen, immer mehr zu einem Machtfaktol„u wer= den Geistes spiegeln können. In der Halbmonatszeitden, und damit wir uns endlich entscheiden, ein Gift schrift„Neuland=Blatt“ hat ein Dekan Orto Scriba zu verbannen, das unsere katholischen Grundsätze aus Eisenach den wahren Grund für die Arbeitslosiaheimlich und in schillerndem Gewande zerfrißt. keit unterer Tage gesunden. Er schreibt: 1„Wir haben unteren von Gott gegebenen Für sten(gemeint ist der frühere Kaiser Wilhelm II) haben die Häupter arbeitslos gemacht. Ein Volk das sein Haupt zur Arbeitslosigkeit verdammt. kann sich nicht wundern, wenn als Gottes Antwort auf solche Tat die Arbeitslosigkeit von Millionen folgt" 7. Daß die Hand Gottes in Völkerschicksale fördernd =sund strafend eingreift, wird von jedem Christen al: Izunumstößliche Glaubenstatsache anerkannt. Aber hier „scheint doch eine Kombination vorzuliegen, der gegenJüber man nur bedauern kann, daß der Name Gorremit solchen unhaltbaren Schlußfolgerungen in VerDie Misfion soll aber auch unser Gewissen schärsen und untern Willen anfeuern zu Taten der Liebe Mit dem 1. November soll in Herne die Sammlung weise sogar gefürchtete und gehaßte Teil des deut= itsanspruchs vorgehen, evtl. im Wege der Klage Die schen Volkes. Soeben noch hat im Berliner Rund= Zunter des Kindes kann wohl für sich, aber nicht sur mui funk ein Sprecher wagen dürfen, das Zentrum als as Kind gegen den Vater auf Unterhalt klagen „Ultramontanismus“ zu beschimpfen. Unsere Aufgabe. Der Unterhalt umsaßt den gesamten Lebensbedarf und als Karholiken am 6. November ist es daher, dafür ichtet sich nach der jeweiligen Lebensstellung des Unter zu sorgen, daß nicht ohne und gegen das Volk und altsbedürftigen. Ist diese Person erziehungsbedurftig damit auch nicht ohne das Votum des katholischen gehoren dazu auch die Kosten der Erziehung und Vo dung zu einem Berufe. Ist der Unterhaltsberechtigte das(cpss-sittliches Verschulden bedürftig geworden dollt foschen unhalware 1 Chrotenlunn.I„ür„Wworden ur, fndern sbindung gebracht wird In diesem Kampf des deutschen Katholizismus leot. Die Not ist erschütternd groß. Alle Mittel müs *-„#irklich sind, wiessen ergriffen werden, die geeignet sind, ihr zu steuern Ein recht eigenartiges, aber scheinbar erfolgreiches Wahrheiten in das Gewand zeitgemäßer und ak tueller Fragen und Probleme einzukleiden und den Zuhörern aus dem not- und sorgengequälten Herzen zu reden. Ihre Worte wirken tief und nachhaltig. Man spürt allüberall, wie die aufwühlende Kraft der religiösen und sittlichen Wahrheiten sich ausbreitet, wie die Mission zum Tagesgespräch unter den Katholiken, zum großen Ereignis in den Familien geworden ist. Mancher hat sich in diesen Tagen wieder darauf besonnen, daß es für ihn nur eine Lebensrichtschnur geben kann, nämlich die, die ein großer Heiliger in die Worte kleidete: Was nützt mir das für die Ewigkeit? Mancher hat wieder gelernt, daß es darauf ankommt, allem Denken und Handeln, und auch allem Leiden, Sorgen und Opfern diese Richtung auf die Ewigkeit zu geben, in allem scheinbar so ausweglosen Wirrwarr der Zeit Gottes geheimnisvolle Gedanken und Absichten zu sehen und daraus den Willen zu schöpfen, in Verbundenheit mit ihm und seinen Gnadenquellen die Zeit zu überwinden und eine Ewigkeit zu gewinnen. Möge in der kommenden Woche der Segen der Mission sich noch verstärken, möge er auch vor allem in der Männerwelt einen aufnahmebereiten Boden finden oder schaffen. * So sehr die Mission die Gedanken auf das persönliche Verhältnis des einzelnen zu seinem Gott hinlenkt, so sehr sie bestrebt ist, die über die Zeitgeschehnisse hinausweisende Aufgabe des Menschen jedem zum Bewußtsein zu bringen, so sehr betont sie aber auch unsere Pflicht zur christlichen Gestaltung der Welt, zur Herbeiführung der Königsherrschaft Christi unter den Staaten und Völkern, gegen Gefahren, die gar nicht so unwirklich sind, wie es manchem angesichts noch vorhandener katholischer Staatsführer scheinen mag. ist Zusammenschluß not, ist aber auch not die Unterstützung der Waffe, die der deutsche Katholizismus in seiner Meinungsvertretung hat, der katholischen Presse. Man stelle sich nur einmal vor, was würde, wenn keine Volksvertretung mehr ware wenn nur noch Regierungsmeinung„gemacht“ würde, wie es jetzt schon durch Pfundes Lebensmittel mit zur Kirche bringen. Und Rundfunk, Film, Hugenbergpresse usw. geschieht, der Erfolg: Von der Jungfrauenkongregation. die und wenn der Katholizismus keine Sprachorgane am nächsten Sonntag mit Körben vor allen Messen vor der Kirchtür stand, konnten über 650 Pfund Lebensmittel in Empfang genommen werden, wodurch manchem Armen geholfen werden konnte. Die Pfarre will während des ganzen Winters jeden ersten Sonntag im Monat eine derartige Sammlung veranstalten Man sieht daraus, daß es immer noch Wege gibt, um erfolgreich an die Gebefreudigkeit zu appellieren. Jedenfalls ist die Kölner Methode durchaus nachahmenswert. Nun stehen wir wieder vor Allerheiligen und Allerseelen. Fleißige, liebevolle Hände sind seit Tagen eine Parrei in Köln argriian Dark Laut aum Zu: auf den Friedhösen dabei, die Gräber teurer Toten schlossen, eine Ke“ enamierel=nrundsamm herzurichten. Um dieselbe Zeit rüstet sich die Gechlossen, eine Lebensmittel=Pfundsamm= schäftswelt zu dem ebligaten Offenen Sonntag una in der Kirche abzuhalten. Jeder, der de immer vor Allerheiligen stattfindet weil erwas zu geben imstande war, so wurde von der Kanzel verkündet, sollte ein Päckchen im Gewicht eines mehr hätte, um seine Auffassung über die Gestaltung des Staates, Staatslebens und Wirtschaftlebens in christlichem Geiste zu vertreten. Noch schlimmer wäre es, wenn nur noch die Presse jener in unsere Familien käme. denen die Gestaltung des Kultur= und Gesellschaftslebens nach liberalen Grundsätzen am Herzen liegt und die für ernste katholische Auffassung nur Spott haben. Wir brauchen nur auf einen gewissen Generalanzeigertyp hinzuweisen, um deutlich werden zu lassen, welch zermürbende und vergiftende Einflüsse durch sie in die Familien getragen werden. DaDa wir nun einmal in einem halb kirchlichen, halb Normalzins für Wohnungsbau? Einführung einer Zinsausgleichsabgabe Auf der Tagesordnung des Hauptverbandes Deutscher Baugenossenschaften und urfellschaften, die im Plenarsaal des Reichswirtschaftsrats in Berlin stattfand, hat Verbandsdirektor Oberregierungsrat a. D. Dr. Weber in einem Vortrage über Mieten und Lasten der gemeinnützigen Wohnungsunternehmen bestimmte Vorschläge für die Festsetzung eines Normalzinssatzes für langfristige Kredite in der Wohnungswirtschaft gemacht. Der Hauptverband umfaßt über 3000 gemeinnützige deutsche Bauvereinigungen mit mehr als 800 000 Einzelmitgliedern. Er kann deher als entscheidender Faktor des gemeinnüßzigen Wohnungsbaues angesehen werden. Infolge der Wirkungen der Wirtschaftskrise, die in Politik, Kultur und Wirtschaft. Sie sagt uns, daß sich macht Zönnen bef allar satzden Funsiars. auch wir eine Mission, eine Sendung, een Avostolat mucht,, konnen bei aller solioen Fundierung die haben, einen Kampfauftrag gegen die Feinde Christi nur nach durch Inangriffnahme der R. und seiner Kirche, gegen die Feinde der Liebe und vngugrigohme ide Gerechtigkeit. Und darum haben wir auch die Pflicht, gus Linion“ gteu## Ko#.ia####sten## uns zu wehren gegen solche, die den Staat zum alles 1s Hütfen, Siem:n, Betriebskosten, Verwaltungsvon denen allein die Zinsen mindestens 65 v. H. der gegenwärtigen Mietsätze ausmachen. Es muß deshalb hauptsächlich hier eine Entlastung erzielr werden. Der einfachste Weg— eine allgemeine gesetzliche Zinssenrung— wird von der Reichsregierung bisher nur der Landwirtschaft zugebilligt. Es ist jedoch möglich, für die gemeinnütztgen Wohnungsunternehmen den gleichen Erfolg durch eine freiwillige und individuelle Zinssenkung zu erreichen. Dr. Weber machte den Vorschlog, im Zusammenhang mit der geplanten Neuregelung der Wucherder immer vor Allerheiligen stattfindet, weil dieses Fest das Zeichen dafür ist, daß der Winter ernstlich vor der Tür stehr und daß man sich mit warmer Kleidung einzudecken hat. Daß unsere Herner Geschäftswelt leistungsfähig ist, das hat sie in der Herner Werbewoche bewiesen. An Anziehungskraft wird es hr also auch morgen nicht mangeln. Aber zum Kaufen gehört Geld. Und das ist heute rar. Erst recht am Monaisende. Es ist wirklich fatal, daß der Sonntag ausgerechnet auf den Tag vor der Geha zahlung fällt. Darum darf wohl an die Arbeitgeber die dringende Bitte gerichtet werden, im Interesse der sorgenerfüllten Geschäftswelt doch nach Möglichke: schon heute die Gehaltszahlung vorzunehmen. * Zum Schluß sei noch der Stadtverwaltung etwas gesagt. Es ist Anfang November ein Jahr her, daß der großzügige Umbau der Bahnhofstraße fertiage stellt wurde. Und seit mindestens einem Jahre fährt daher die Straßenbahn nicht mehr durch die Schir straße. Aber immer noch stehen au der Jean=Voge Heinrich= und Schaeferstraße und wer weiß wo sonft noch die[Warnschilder, die darauf hinweisen. daß 80 oder 100 Meter weiter ein Verkehrsgefahrenpunkt kommt. Diese Schilder stehen nicht nur störend auf dem Bürgersteig, sie sind auch noch getreulich sebestimmungen für langiristige Kredite einen Normalzinssatz von 4.5 v. H. festzusetzen und alle den Abend erleuchtet. Eine Gefahrenquelle ist die Zinsforderungen darüber hinaus zu einer 20prozen tigen Abgabe heranzuziehen. Von dieser Zinsausgleichsabgabe sollen all die Gläubiger befreit sein, die ihre Zinsforderung freiwillia um 25 v. H., aber nicht unter 4½ v. H. ermäßigen und die Hypothekenschuld auf drei Jahre festschreiben. Schuldverschreibungen„ollen freiwillig gegen 4prozentige umgetauscht werden. Der Anreiz dazu soll durch Auszahlung eines Barbonus von 3 v. H. an geschaffen Schulstraße nicht mehr, warum also sind diese Warnschilder immer noch da? An anderen Stellen wären sie sicherlich mit viel mehr Sinn neu anzubringen. Inquit beherrschenden Gigant machen wollen, die im.10 talen Staat“ alle Rechte des Volkes, der persönlichen und kirchlichen Freiheit einfangen und für den Staat beanspruchen wollen. Noch immer ist es so gewesen, daß da, wo der Staat sich zum Machtstaat aufgeschwungen hat, auch der Konflikt mit der religiösen Freiheit und den Rechten der Kirche nicht ausblieb, mochte dieser Machtstaat die Form einer faschistischen, nationalistischen oder proletarischen Dikratur haben. Die Konflikte in Italien und die Kirchenverfolgungen in Rußland, Meriko und Spanien stehen allzu deutlich vor unsern Augen. Wehe auch den deutschen Katholiken, wenn der amirömische Affekt gewisser„Nationaler“ einmal die StaatsfühGesallenenfeiern an den kirchlichen Tetengedenktagen. Es ist vielerorts üblich, an den kirchlichen Toten„gedenktagen wie Allerheiligen, Allerseelen und am der Schuldverschreibung erbilt Totensor gtag im Freien, 3. B. an den Ehrenmälern o im ersten Jahr 4 v. H. Zinsen und 3 v. 9. Bar; die zur Erinnerung an die im Weltkriege Gefallenen bonus= 4 v. H.; im Durchichnitt der nächsten drei errichtet worden uind, Feiern abzuhalten. Wie der Jahre 5 v. H. gegen 48 v. H., nach Abzug der Zins- Amtliche Preußische Pressedienst mitteilt, sind solche auscleichsabgaben von 20 r. H. Veranstaltungen, soweit sie in festumfriedeten, dauDiese Abgabe ist keine Kapitalertragssteuer, son= ernd für Massenbesuch eingerichteten Anlagen startdern trifft lediglich die höheren Zinssätze langfristiger find= und ihr Besuch nur gegen Eintrittskarten zuKredite. Aus ihrem Ertrage, der in den nach gelassen ist, ooer soweit die Gedenkfeiern von Körpersten drei Jahren auf erwa 250 Mill. Mark zu schätzen schaften oder von Vereinigungen unpolitischer Art ist, soll die Regierung die Realkreditinstitute in den Stand setzen, den Barvonus zu zahlen. Außerdem kann sie mit diesen Mitteln die Durchführung der Umschuldung übersteuerter Neubauten beschleunigen, in dem sie den Realkredininstituten bei vorzeitiger Umschuldung die Zinsdifferenz erstattet. Das ermöglicht, mit der notwendigen Umschuldung sofort zu beginnen, ohne Rücksicht dar: auf, ob die Besitzer der Schuldverschreibungen bereit sind, die 4prozentigen Schuldverschreibungen einzutauschen oder cb sie es vorziehen, ihre alren Schuldverschreibungen zu behalten und die Zinsausgleichsabgabe zu bezahlen. veranstaltet werden, schon nach den bisherigen Bestimmungen erlaubt, sofern im Einzelfall ein Verbotsgrund nicht vorliegt. Durch eine neue 5. VerDie Zahnpaste, die von mehr als 6 Millionen Menschen— allein in Deutschland— täglich gebraucht wird. Vorzüglich in der Wirkung. sparsam 1 im Verbrauch, von höchster Qualität. Tube 50 Pf. und 80 Pf. Weisen Sie jeden Ersatz dafür zuruck. Im Zeitalter des Lärms Stichel. und Stachelverse. Von Dr. Stichel= Stacheldorn. 1. Einleitung. Auf Straßen wird bei Tag und Nacht Jeßtunder oft viel Lärm gemacht. Viel mehr als in der alten Zeit Bemerkt man diese Tätigkeit Das kommt besonders vom Verkei, Urd von dem großen Fortschritt her, Durch den so vieles in der Welt Wird um= und auf den Koni gestellt. Zwar wird der große Lärm bekämpft Und hier und da auch abgedämpft. Irdessen das besagt nicht viel, Man kämpft und kommt doch nicht zum Ziel. So wächst der Lärm beständig an, Oft mehr, als man vertragen kann, Vielleicht kommt später mal die Zeit. In der man sich vom Lärm befreit 2. Lärm im Dorfe Herne. Als Herne noch ein Dörichen war, Das ist nun her schon manches Jahr. Da war das Dorf vom Wald umhüll: Und nicht von großem Lärm erfüllt War aber mal ein Larm allhier So kam er oft von dem Getier, Die Hähne krähten in der Nacht Die Hurde bellten auf der Joad Die Kühe brüllten auf der WeidDie Schafe blöckten auf der Heide Die Hühner gackerten Lagegen Besonders nach dem Eierlegen. Die Ochsen auf dem Felde brummten, Die Bienen und die Fliegen summten, Das stark mederne Gasgeknatter Ersetzte noch das Gansgeschnatier. Und wurd' i Dorf ein Schwein geschlachtet, So wurde dieser Lärm beachtet Daneven lärmten so wie heute Die kleinen und die großen Leute, Die Kinder schrien in der Kammer, Den Amboß traf der Schmiedehammer Die Kinder sangen in der Schule, Es rappelte am Webestuhle. Man hörte scharf und überall Im Dorf und Feld den Peitschenknall. Der Wachter blies auf seinem Horn. Der Bauer drosch das reife Korn, Die Mühle hat am Bach geklappert Die Maid mit ihrem Schatz geplappert, Und wenn im Dorfe Kirmes war Dann stieg der Lärm noch immerdar Am Tage Lärm, am Abend Ru So ging es in dem Dorfe zu, Und weil man seine Ruhe fand So hielten auch die Nerven stand 3. Lärm in der Stadt Herne. Es ist zwar nicht angebracht. Wenn man Lärm auf Straßen macht. Dennoch hört man jeder Zeit Den Spektakel weit und breit. Autos hupen. Wagen rattern. Und Motore hört man knattern In den Kurven heulen Schienen Zu dem Spiel der Violinen. keisen platzen, und die Kleinen Hört man singen oder weinen. Hier stürmt man mit Krach ins Haus, Dort räumt man den Loden aus. Dieser spricht zum Publikum, Jener macht dazu Bumbum. Hier ertönt das Radio Und singt Lieder hell und froh. Oder es zieht Leute dann Durch den Schall der Rede an Dort dagegen hört man schon Etwas aus dem Grammophon. Insbesond're mit den Platten Geht der Lärm recht gut von starten. So geht es den ganzen Tag Immerfort und Schlag auf Schlau Selbst schon weit nach Mittemnacht Wird noch immer Lärm gemacht Mancher hört die Lärmerei, Und er denkt sich nichts dabei. Mancher rast und rauft das Haar Und benimmt sich sonderbar. 4. Motorlärm. Auf Straßen singt uns der Motor Beständig seine Lieder vor, Doch findet jeder dies Getön Für seine Ohren gar nicht schön Er donnert oft in stiller Nacht Daß alles zittert, bebt und kracht. Und schlafen wir auch noch so brav. Er reißt uns aus dem tiefsten Schlaf. Er rattert ohne Widerstand Durch jede Stadt und jedes Land. Er keucht oft wie ein wilder Gaut Und hält im Fahren nie das Maul. Man hört ihn deutlich, wenn er pufft, Hoch oben auch im Reich der Luft, Er zieht auch übern Ozean Und knattert dort auf seiner Bahn Den einen macht er bitterbös. Den andern macht er ganz nervös. Den einen stößt er an die Wand.] Wer dieses alles mitgemacht. Den andern legt er in den Szeln erwuhn? w.schlätt mahl auch in nächster Nacht des Abends nach besten Kräften bei. Jon Schrn Und wenn er durch die Landezer, Buhnenbilder waren von Ernst Pre So singt er stets dasselbe Lied unter Verwendung des Projektionsapparates techDas jeder mit Empörung hör nisch vorteilhaft eingerichtet worden und gaben den Und jeden in der Ruhe stört, einzelnen Szenen den treffenden Hintergrund. Das —„„„Schauspi:! ist neilwene straff dramotisch concipiert So bringt nicht selten der Mo'#.= Hg#eg von gedanklicher Tiese. Es und seinen Die Menschen kait um den Du]Weg wie ardere Werke Franks(„Zwölftausend“ mancher schickt was hint' min. Sturm im Wosserglas") noch über wiele Burbaums zu einem starDeers. Und mancher schickt was hint#ug#in Das ist gewiß kein Segen mel Punnen finden, nachdem es unter Dr Spielleitung fur das Bechumer Heu 5. Lärm auf dem Rummel) ten Erfolg spurgWas ist das auf dem Rumm„ Nachtrag zum Kirchlichen Anzeiger. Herz=Jesu-Pforrei St.=Johannes. Bund Ddie Sammler werden gebeien die Umlage, P##### den a Doch für ein Lärm und eine Die Orgel tönt, die Glocke kli Der Löwe brüllt, der„Neger“ Die Trillerpfeise gellt ans Ol Es brummt der Elektromotor. Das Megaphon auch meldet# gehen. Sirenen heulen fürchterlich. Das Kalb'ell au der Tromme! Und die Posaune schmerzlich: Die„Wilden“ in dem Zelte bIndem sie den Beruf erfüllen Und„Jakob" bietet Sachen: Die jeder wohl gebrauchen kar Es geht wie am der Auktion Wenn's billig ist, so kauft me Die ninder lauen Pfeffernus Im Zelte knallen Flintenschi Und wer es noch vertragen Der hört der vielen Reden ar Der Bär wird auf den Mani Das Sprachrohr an den Muni zut m Smt“ ##elt mit aller ¼ De„Hauskapell=“ dauerhaft Ach Goft! Wie ist der Lärm## Und was ist auf dem Platze nachsene(Juhr— Gesing) in Höde von Die Morken sind pünktlich in tunden Sonntagmorgen abzuholen. Auch OriginalSonntagmorgen die Mitglicderhefte mitsgkge. dax frame Fördern bitte audi dischen Literatur Nerner Anzeiund Seitungstost-eziners aköttsches, Nemne Bahnhof." 8— neben dem Postamt en Bumwrein der Deutschen Bochhardur rn Leipzin. Wer Wert auf gute Fuhbekleidung legt Nur Poftbrocks Qualifätsse . Neydi-Str. 3 Fernepr. 50705 garsre Kurse für Damen- und Herrentahrer. Lichtbilder-Vorführung. * vom 22.1kammtungen unter freiem Himmel und Aufzüge, die Iteer 1 RGO. gegen den Zuwiderhandelnden eine desbehör= zum Gedenken an die Toten des Weltkrieges an einem empfindliche Strofe festsetzen, um hierdurch weitere ber 1932 der drei genaunten Tage stattfinden sollen, sind da= Schwarzarbeiter abzuschrecken. ordnung des Reichsministers des Innern Oktober 1932 werden nun die obersten Landesbehör den ermächtigt, am 1., 2. und 20. November 193. der diei genaunten Tanr Hollsinben jeuen, fesrg— (Allerheiligen, Allerseelen und Totensonntag) solche her auch dann erlaubt, wenn sie von politischen VerVersammlungen unter freiem Himmel und Aufzuge einigungen veranstaltet werden. Sie bedürfen allergenehmigen, die zum Gedenken an die dinas mindestens 48 Stunden vorher unallgemein zu genehmigen, die zum Gedenken an die dings mindestenr=.-.-n. Toten des Weltkrieges veranstaltet werden. Von dieeter Angabe des Ortes, der Zeit und des Programms ser Ermächtigung hat der Preußische Minister des der Anmeldung bei der Ortspolizei**==Ibebörde und können vorbeugend verboten werden, wenn nach den Umständen eine unmittelbare Gefahr für die öffentliche Sicherheit zu besorgen ist. Innern Gebrauch gemacht und derartige Ber anstaltungen allgemein für das preußische Staatsgebiet zugelassen. Verund für Herne Sonntagsgebanken. leber das drängende Jubeln des Frühlings kam ne stille, ruhige Besonnenheit der Reife Es ist Herbst geworden und der Winter schickt eine ersten Boten, die von seinem baldigen Kommen kunden sollen. Durch das gelegentlich noch sommerlich geöffnete Fenster strömt der kalte Hauch des Vergehens. Auch in uns wird es stiller. Fröstelnd lauschen wir dem fallenden Lauv der Bäume, oder dem traueigen Singen eines Regens und werden noch stiller Und in uns wird Besinnung. Die pulsende Frühzeit, der blühende Lenz. die übervolle und prunke Hochzeit des Jahre Blick unserer Seele. Fast wird schon schen. auf die Neiusleultung die von ihr klar ertannt. und ties empfundene Pflicht zur Reform niemals aufgeben wird. Es gebt um Deutschland! Und doch noch etwas Baugeschichte Fast hatte es den Anschein, als sollte dieses Jahr enden, ohne dem notleidenden Stande der Bauhandwerker noch neue Arbeit gebracht zu haben. Denn längst sind bezogen und glänzen strahlend neu im Straßenbild die im Frühjahr begonnenen einzelnen Neubauten an Bochumer, Strünkeder, Behrensstraße und Sodinger Weg. Und doch haben sich jetzt noch einige— man freut sich heute schon über weniges— neue Bauarbeiten entwickelt Da ragt zunächst an der Kronprinzenstraße der Sockel einer Villa, mit kräftigen Ruhrsandsteinkloben verblendet, aus dem Boden auf. Wo jüngst die unschönen Teile des Bauernhofes abgerissen wurden, läßt Kaufmann Karl Wülfing durch den Architekten Abert Fimpler ein Einfamilienhaus errcch ten. Die hauptsächlichsten Rohbauarbeiten führt die Baufirma Kemper, G. m. b. H., Leiter Johannmann, fremd, was 23 Fehrug= aus. In der äußeren Erscheinung des neuen Hauses jahres leben 10a9.— J an 960.— hacha ich hareitn aus du, Gatahra= wird die untere Sandsteinverblendung mit oberen Bekämpfung der Schwarzarbeit, strengere Straffestsetzung Der Herr Regierungspräsident in Arnsberg hat unter dem 8. Oktober 1932 an die Ortspolizeibehörden ahres stehen im folgende Verjügung erlassen. Gegebenenfalls kommt Abgabe an die Amts anwaltschaft in Frage. Neven der Strafverfolgung haben die Ortspolize behörden jeden zu ihrer Kenntnis gelangenden Fall von Schwarzarbeit folgenden Stellen zu melden: 1. dem zuständigen Arbeitsamt. 2. dem zustandigen Finanzamt, 3 der zuständigen * andwerkskammer * hinter uns lieat. Nur die Freiate des Jahres sehen 1932— 1 p 200— habe ich bereits auf die Gefahren wu noch, und unsere Seele wird zu einem Gebet. der Schworzarbeit hingewiesen. Aus erneuten EinHerr:— Alles hast du mir gegeben, das Heersein gaben interessierter Kreise geht hervor, daß die Notodes Greifbare auf dieser Erde: Gnade und miim m. O.limahma As. über jedes Greifbare auf dieser Erde: Gnade und Kraft zu diesem Herrsein auch in mir, über dieses Unsichtbare. Herr, ich war Kampf.— Oft Niederlage, aber auch Sieg durch deine Gnade. Das Wollen war immer da. Werte es, Herr, und nimm mein Wollen zu dir, der unendlichen Gutheit Es ist Herbst geworden. Aber nicht Sterben, sondern Einkehr, neuer Weg zu uns—— und zu unserem Herrgott Prälat Schreider sprach Eine eindrucksvolle Zentrumsversammlung. Gestern abend fand im großen Saale des Geselenhauses, der dis auf den letzten Platz gefüllt war, eine Zentrume#undgebung statt, in der als Referent Prälat Prof. Dr. Schreiber, Münster, sprach. Der Vorsitzende der Orrspartei, Rektor Neilmann, dankte in seinen Begrüßungsworten dem Baukauer Jünglingsorchester, das die musikalische Umrahmung des Abends schuf. sowie den Herren Missionspatres, die es ermöglicht hätten, daß auch die an der Mission Teilnehmenden der Versammlung beiwohnen könnten, und begrußte besonders herzlich den Redner des Abends. der von großem Beifall empfangen wurde und dann in seinen gut 1½stündigen Ausführungen ein gewaltiges Bild außenpolitischer und innenpoli itscher Notwendigkeiten umriß. Vor allem stellte er immer wieder die Notwendigkeit einer tief im Volk und den Kräften des Volkstums verwurzelten Staats führung heraus. Wir werden eingehend auf dieses machtvolle Referat zurückkommen. Die faszinierende die große wennigkeit zur Bekämpfung der Schwarzarbeit im Handwerk und Kleingewerbe mit Rücksicht auf die schweren Schädigungen der Volkswirtschaft immer dringlicher geworden ist. Vor allem ist es Aufgabe der Ortspolizeibehörden, jeden zu ihrer Kenntnis gelangenden Fall, daß ein nicht selbitändiger Unternehmer oder ein nicht selbständiger Gewerbetreibender, insbesondere ein Unterstützungsempfänger im Werkortrage bschäftigt ist. oder daß ein Unterstützungsempfänger schlechthin gegen Entgelt arbeitet. im Einvernehmen mit den örklichen wirtschaftlichen Vereinigungen der Arbeitaeber und Arbeitnehmer eingehend zu untersuchen. Sobald im Einzelfalle feststehk, daß Schwarz= arbeit im obigen Sinne vorliegt, inebesondere die nach§ 14 R6O. vorgeschriebene Gewerbebetriebsanzeige unterlassen worden ist, muß die Ortspolizeibehörde durch polizeiliche Strafverfügung gemäß§ 148 Putflächen wirken, ein Mansarddach wird sich darüber decken. Erd= und Obergeschoß werden die Wohnung für den Bauherrn enthalten, und im Dachgeschoß wird noch neben Kammern und Trockenboden eine Chauffeurwohnung eingerichtet. Im hinteren Raume des Grundstücks wird eine Garage errichtet. Der Vorgarten wird mit einer niedrigen Sandsteinmauer mit Gitter eingefaßt. Auf der Feldkampstraße 40 bekommt ein Neubau für E. Krämer schon nächster Tage die erste Balkenlage, woran die Zimmerleute neben der Baustelle bereits richten. Hier leite: Architekt Theo Struckmann, und H. Oldemeyer führ! Schupps aus Wanne=Eickel. die Maurerarbeit aus. Der neue Bau wird im Erdgeschoß eine schöne fünfräumige, im Obergeschoß eine vierräumige Wohnung und im Dachgeschoß Kammern oder eine kleinere Wohnung enthalten. Die Straßenfront, hinter fünf Meter breitem Vorgarten. wird einfachste, wohlruend ruhige Flächenteilung zeigen und mit blauen Castroper Klinkern verblendet Alle Außenmauern werden mit Luftisolierung gemau= ausfallen. An diesem Tage findet auch keine P## ert. Ein ruhiges Walmdach wird den Abschluß nach kumabferzigung statt. oben bilden An dem Gag'ah=Haus Feldstraße 29, in dem Nolz wohnt, wird rechts ausgeschachtet für einen Keller. Aber darüber soll es eine Art Wintergartenbau geben, der die Wohnung schmuckvoll erweitert Müller(Bochum) führt die Arbeiten aus. erlebt auch noch die Bahnhofstraße eine Auffrischung durch den Umbau des„Franzis kaner". Das Wesen des Umbaues ist, daß die bie herigen Läden rechts die Wirtschaftsräume erweitern sollen und die bisherige Stehbierhalle zu einem Laden(oder deren zer) umgebaut wird. Die Baulestung hat Architekt Schmiedeknecht(Bochum). Bauunternehmer Fritz Schrader führt die hauptsächlichsten Bauarbeiten aus. Völlig neu entstehen der vordere bisherige Ladenraum und der bisherige Büfettraun. Alle übrigen Räume bie den, wie sie bisher waren, werden aber gründlich erneuert. *** Tragisches Unglück eines Herner Auto: Am Donnerstag gegen 15.45 Uhr fuhr ein nenkraftwagen aus Herne im Recklinghauser Stedtrei Speckhorn durch die Kühlstraße. An der Kreuzung Kühl= und Speckhornstraße kam dem Personenkraftwagen ein Radfahrer entgegen, der in einer Entsernung von 2 bis 3 Metern plößlich nach links abbor und dedurch direkt vor den Kraftwagen fuhr. Obschon dieser ein mäßiges Tempo einhielt, war es dem Führer nicht möglich, den Wagen gleich zum Stehen zu bringen. Der unglückliche Radjahrer kam zwischen Kühler und linken Kotflügel zu liegen und wurde etwa 6 Meter mitgeschleift. Der Radjahrer wurdmit einem schweren Schädelbruch unter dem Wagen hervorgezogen und fand Aufnahme im Prosperhospital. Er ist bereits um 16 30 Uhr verschieden. Die Mordkommission nahm eine gründliche Untersuchung vor, die ergeben hat, daß den Kraftwagenführer keine Schuld rrifft. Er ist vorschriftsmäßig rechts gefahren. Die plößliche Wendung des Rodfahrers konnte nicht geklärt werden. Es muß angenominen werden, daß der mit Gepack(Kartoffeln) beladene Radfahrer in unmittelbarer Nähe des Personenwagens plößzlich seine Sicherheit und damit die Gewalt über sein Rad verloren hat. Bei dem Verung’ückten handelt es sich um den 51 Jahre alten Fer *** * keine Stempelkontrolle am Allerheiligentage. Das Arbeitsamt teilt ims mit, daß am Dienstag, dem 1. November(Allerheiligen), die Kontrollen der Arbeitslosen im ganzen Bezirk des Arbeitsamtes(Herne, Wanne=Eickel, Cosrop=Pguge Einführung des 10-Pf.=Tarifs bei der Straßenbahn Herne—Castrop=Rauxel. Versuchsweise allgemeine Fahrpreisermäßigung.— Die geführt. Betriebseinschränkungen werden Donnersta zung 5 Sitder Straßenbahn Herne—Castrop=Rauxel statt, in der man sich noch einmal mit der Frage der Betriebseinrstag nachmittag fand eine neue es Verwaltungsausschusse; ———„ st4 Bildhaftigkeit der Schreiberschen Sprache, die große man sich noch einmal mit der Frage der BetriebseinKonzeption seiner Gedanken, die starke Gefühls- schränkungen auf der Linie B befaße. Beianntsich intensität seiner Argumentierung, die Fülle persön= war in der letzten Sitzuna Ende licher in europ Erfahrung nis zu Vergleiche zw Raum und internationaler#sen worden, die Arbeitszeit von 9 auf 8 Stunden 1g geschöpfter Erlebnisse, das starke Bekennt= herabzusetzen, auf der Strecke Teutoburgig—Castrop= Heinrich Brünings idealer Gestalt und die Rauxel(Endstelle) den 24-Minuten=Verkehr einzuveigleiche zwischen seiner großen für eine Welt rich= führen und einige Früh= und Spätwagen ausfallen tungweisenden Politik und einem im Z'ckzack und fern zu la en. Die geplanten Einschranrungen hatten den vom Realen verlaufenden Politik von Papens schlu= Protest der Fahrgäste und der Oeffentlichkeit ausgen die Anwesenden in selten erlebter Weise in ihren Bann, brachten sie oft zu spontanen Beifallskundgebungen und entließen nach dem Schlußwort Rekvor Neilmanns alle mit dem nachhaltigen Bewußtein, einen Einblick in politische Horizonte und Zusammenhänge getan zu haben, die man nicht so leicht vergißt und sicherlich am 6. November ihren kampffreudigen Ausdruck finden werden. Zentrums=Frauenversammlung Am Mittwoch, dem 2. Nov., nachmittags 4.30 Uhr ender im oberen Saale des Gesellenhauses eine wichtige Frauenversammlung statt, zu der alle Frauen und Jungfrauen der Stadt herzlich und dringend eingeladen werden. ** gelöst, der seinen Niederschlag in einem Beschkuß der Stadtverordnetenversammlung in Herne fand, den Verwaltungsausschuß um Zurückstellung der Maßnahmen zu bitten. Der Verwaltungsausschuß der Straßenbahn beschloß nun nach nochmaliger Prüfung der Angelegenheit, von den beabsichtigten Einschränkungen vorläufig Abstand zu nehmen. Eine vorgenommene Zählung der Fahrgäste hat, wie wir erfahren, ergeben, daß sich die Einführung des 24=Minuten=Verkehrs und der Ausfall einiger Früh= und Spätwagen sehr ungünstig auswirken würde. Der Verwaktmngsausschuß beschloß außerdem, die Jahrpreise auf der Linie B ab 1. November d. J. zu senken. Versuchsweise wird von diesem Zeitpunkt ab der 10=Pf.-Taris eingeführt. Der Fahrpreis für eine Teilstrecke ermäßigt sich von 15 auf 10 Pf., für 2 Teilstrecken von 20 auf 15 Pf. usw. jeweils 5 Pf. weniger als bisher. Eine erhebliche Verbilligung erfahren auch die Wochen=, Schüler=, Halbmonatsund Monatskarten. Der neue Preis für eine * Bestandene Prüfung. Der Maler= u. Anstreicherlehrling Georg Meerkötter bestand seine Gesellenprüfung mit dem Prädikat„sehr gut". Sein Lehrherr war B. Abendroth Mühlenstr. 7. Gerichtspersonalten. Der Justizinspektor Hippolyt Hawlitschka lbeim Bochumer Landgericht kann heme auf eine 45nich Gusch; jährige Dienstzeit im Justizdienst zurückblicken. Er kam am 1. Oktober 1919 zum Landgericht Bochum. Vorher war er an den Amtsgerichten Herne, Werden und Bortrop beschäftigt. * Ein undankbarer Freund. Ein hiefiger Gehile hatte einen Bekannten aus Menschenfreundlichkeit als Logiskollege zu sich genommen. In der leßten Zeit vermißte er aber mehrere wertvolle Gegenstände und gestern überraschte er seinen netten Freund in einem Herner Geschäft, als er die bei ihm gestohlenen Sachen verseßzen wollte. Er setzte natürlich diesen undankbaren Genossen gleich aus der Wohnung heraus und zeigte ihn an. * Schwerer Sturz mit dem Motorrad. Der Maler Franz G. aus der Bochumer Straße Monatskarte von Herne bis Castrop-Rauxel be. trägt 18.60 Mark, bisher 27.50 Mark.(Die bis- stürzte Donnerstagabend auf der herigen verbilligten Rückfahrscheine fallen offensichtlich jetzt weg.) Der neue Tarif gilt vorläufig bis zum 31. Dezember 1932. Der Verwaltungsausschuß daß durch die Fahrtetbilligung der Einnehmerückgang abgestoppt wird und ein Zugang an Fahrgästen zu verzeichnen ist 0.00 bis 2,00 M. Sonntag, 30. Okt 15.30 b. 17.30 u Außer Vormiete „Der Tiefstapler Kriminal-Grotes ke von Franz Cammerlohr. Dreise: 0.30 bis 2.00 Mark. bis 22.30 Uhr ußer Vormiele Einmallges Gast spiel!„Russisches Ballett" v. Mone Carlo(50 Der sonen) unter Mitwirkung d. Städt Orchesters. Sämtliche Vormieler erhalten bedeutende Preisermäßzigung. Montag, 31. 10., 20 bis 22,30 Uhr Außer Vormiete u. Bühnenvolks. bund, Serie 2: „Der General u. das Gold"Schanpiel von Bruno Fronk. Dienstag, 1. Non 19.30—22.30 Uhr Zum letzt. Mole! Außer Vormiete: „Die Ribelungen“ Deutsches Trauerspiel von Friedr. Hehbel. 0.30 bis Mittwoch. Dreif 2. 27. 20 bis 22.30 Uhr C. 7 u. Blauer Ring Vor phonie-Konzert“. Werke v. Bruckner, Brahms, Hindemith. Solist: Pros. Dr. Gustav Havemann(Vio line).(23395 Freitag, 4. Nov., 20 bis 23 Uhr: Einmalige Aufführung! Gelber Rina 2:„Mignon". Oper von Amdroise Thomas. Samstag, 5. Nov.: Geschlossen. Sonntag, 6. Nov., 16 bis 18.15 Uhr: Außer Vormiete „Robinson" soll nicht sterden". Stück von Friedr Forster. Preise: 0.30 bis 2.— 27 20 bis 22,15 Uhr: Außer Vormiete: „Intimitäten“ Komödie v. Noel Coward. Preise: 0.30 bis 2.— 2 Montag, 7. Nov., 20 d. geg. 23 Uhr: Außer Vormiete u. Bühnenvolksbund, Serte B: In neuer Juszenierung und Ausstattung!„Die Jungfrou von Orleanz“ Kartenvorverkauf mn Fr. Stüch: Buchhandl. Herne, Bahndofstraße 80. Putrgeschätt Köster. Bahnhofstr. 58. Ein Sodinger vor den Schranken Sondergerichtes. Was aus einem Renngewinn und einer Bierkeise werden kann.— Noch eben am Zuchthaus vorbei.— Empfindliche Auswirkungen der Notverordnung vom 9. August. Pöppinghauser Str. mit seinem Mo crrad. Mit erheblichen Verletzungen wurde er zum Arzt und dann nach Hause geschafft. Gestern wurde er jedoch dem Krenkenhaus zugeführt. wo zwei Ripperbrüche, eine Schulterknochensplitterung und sonstige Verletzungen festgestellt wurden * Verkehrsunfälle. An der Ecke Mont=Cenis= und Goethestraße stießen am Donnerstag gegen 14.40 Uhr ein Lastkraft: wagen und ein Motorradfahrer zusammen, woddie Soziusfahrerin an einem Knie leicht verlei wurde.— Gestern früh gegen 5.45 Uhr erfolgte al der Baukauer Straße in der Nähe der Wirtsch# Schneider ein Zusammenstoß zwischen einem Pei sonenkraftwagen und einem Pferdegespann. Der Führer des Fuhrwerks fiel vom Wagen und erlitt am Kopfe einige Verletzungen. * Trinkhalleneinbruch. In der Nacht zu gestern wurden aus der Trin'Ein junger Monn aus Herne=Sohingen seinem Jahr Zuchthaus gatief halle am Hause Bahnhofstr. 42 durch Einbruch für S#ignsschtig#### erwa 300 Mark Tabak= und Schokoladenwaren ge zank ein jades Erder Bergmann E. hatte am Sonntag, dem 21. August, dem Angeklagten in der Anklagebank ein jähe MTTT G 0 10—„ 1 Unir aan Tul ein seltenes Glück bei der Anlegung von 2 Rennwet ten gehabt, denn er erhielt für 4 Mark E nsgesamt 61 Mark ausbezahlt Hern hn, eine Bierreise durch Dieses ermunterte rne zu veranstalten, auf der er schließlich seine beden Brüder traf, die er mit aushielt. Man trank und trank, bis schließlich in der Nacht der glückliche Gewinner nur noch eine Mark seines ganzen Wettgewinnes in der Tasche hatte, sedoch mit einem Kapitatrausch den Heimweg antrat Unterwegs stimmte er ein derartiges Gegröhle an, schrecken. Er kann für alle Zeit von Gluck sagen, daß das Gericht sein Vorgehen lediglich als Widerstand gegen die Staatsgewalt und groben Unfug bewertete und ihn mit einer Gefängnisstrafe von zwei Monaten und drei Tagen Haft da stohlen. * Unglaublich! Eine Reklameuhr gestohlen. In der Nacht zum 26. 10. wurde ein vor dei Geschäft des Hauses Bahnhofstr. 66 angebrachte Re klameuhr gestohlen. Es handelt sich um eine weiße daß ei vorbeikommender Pollzeibeamter ihn zur harten Strafbestimmungen der Notverordnung bei Ruhe mahnte, aber E. setzte seinen Gesang. der Men= tätlichen Angriffes gegen einen Polizeibeamte ichen rasend machen konnte, ruhia fort. Als dararn zuweisen. Man möge bei den heutigen un der Polizeibeamte ihn anfaßte, um ihn mit zur Wache Zeiten die Lehre daraus ziehen, sich solchen taten im ureigensten Interesse zu enthalten. vonkommen ließ, sonst wäre er bei Annahme tätlichen Emailleuhr mit braunem Rand, schwarzen Zeigern MR un im Durchmesser von etwa 70 cm. An beiden Seiten war der Name Josef Lugge angebracht. * Jahrraddiebstahl. Am Donnerstag gegen 15.40 Uhr wurde aus der Flur des Hauses Neustraße la ein Damenfahrrad Marke Brennabor, Nummer unbekannt, gestohlen. Angriffes auf Polizeibeamte nach der NV. un rettbar dem Zuchthaus verfallen gewesen. Der Gerichtsvorsitzende nahm die Gelegenheit wahr, den Angeklagten und auch die weite Oeffentlichkei: auf die zu nehmen, stürzte er sich wie ein Wilder auf den Beamten. Jedesmal wenn ihn seine Brüder zurückgerissen hatten, stürzte er wieder auf den Beamten ein, der sich seiner kaum erwehren konnte. Hierbei vereßte er dem Posizeibeamten zu sicht. Der Angriff des wilden Gesellen war schließlich derartig heftig, daß der Potizeibeamte Notsignale abgeben und von dem Gummiknüppel Gebrauch machen mußte. Ein Kollege kam auf das Notsignal hin dem Beamten zur Hilfe und nun gelang es unter Heute Verhandlung über den Apotheker= mord vor dem Schwurgericht Heute findet vor dem Bochumer Schwurgericht die Verhandlung gegen den Apotheker Zwingmann aus Freren wegen Mordes in Tareinheit mit Uebertretung des Waffenverbotes statt. Es handelt sich dem Beamten zur Fuse. und nun gelang es unsel####„ 7.— ul. ssanfle. Tar die lich am Ubend bee Anwendung größter Mühe, den schwer Betrunkenen gabei um die vr###r, Dr#####, guf dar Wochumer esog Pomonernranusch ausnschasen.[Sratze ereigneite und bei der der Ppgheker. D. Tin. Sseinen Kanonenrausch ausmschlafen Vor dem Sondergericht gab es aber für den Aneklagten insofern ein jähes Erwachen, daß ihn der Gerichtsvorützende auf die schweren Strafen hinwies, die die Notverordnung für einen tätlichen Angriff auf Polizeibeamte vorsieht. Der Angeklagte wollte sich wegen seines Kapitalrausches an nichts mehr eriner habe sich am Morgen des 22. Auchust in der mermann einen so jähen und furchtbaren Tod fand. * Neue Schöffen une Geschworene Bei der Auswahl der Geschworenen und Schö##en sird u. a. ausgelost worden: Peter Neiten, Verkelstraße 33. Otto Bentsch, Beninghausstraße 4, * Im Restaurant„Jum Gambrinus“ ladet„Tante Emmi“ wiederum zum Oktober= und Schlachtfest ein.(Siehe Anzeige.) * Vekein heimaktreuer Ofl- und Westpreußen. Die Monatsversammlung findet diesmal nicht im Vereinslokal, sondern bei Krawinkel, Roonstr., statt. (Siehe Vereinskalender.) * Die Turnvereinigung 1873 begeht heute abend bei Strickmann ihr 59. Stiftungsfest. Hierbei werden die beiden Turner Friedrich und Vöpel, welche am morgigen Sonntag am 2. Ausscheidungsturnen für die Westfalenriege in Plettenberg teilnehmen, ihr turnerisches Können zeigen.(Siehe Inserat.) * Saalbau Anlauf. Es ist gelungen, für morgen eine Reihe erster Polizeiwache wiedergefunden. Zu der Verhendlung Bernd Abent, Biemarckstraße 17(Geschworener). war ein ärztsicher Sachverständiger, ein Nervenarz! Johann Zweiböhmer, Blücherstraße 4. Jo'ef Dauerwellen Kraemer, Bred'estraße 5. Rich Wendschlag, B'odendorster Straße 8 August Glücmann Bismarckstraße 17. Paul Starzonek. Bochumer Straße 57, Josef Schmülling, Verkelstraße 36. Der Seaatsanwalt beantragte die Min= Anton Back, Biemarckstraße 90, und H. Vorder geladen. der ober zu dem Ergebnis kom, daß ein patholog'scher Rauschrustand, der Unzurechnungsfähl:: keit vorsicht, bei dem Angeklagten nicht vorgelegen Künstler zu engagieren. Die spanische Diaz bringt Tänze ihrer Heimat ist ein vorzüglicher Groteskkomiker hervorregende Sängerin, und Pat und Patachon sorgen für Stimmung. Ein Spor akt vervollständigt das erlesene Programm.(Siehe Anzeige.) nzerin Zau n orelly, die deststrafe des§ 3 Abs 3 der Notverordnung vonlielhorst, Beckstraße 25(hilfsschöffe) — TPVTTTTTT. —* Wer eine große, moderne u. interessante Tageszeitung lesen will, bestelle den Herner Anzeiger Kreisanzeiger Rotationsdruck und Verlag Koethers& Röttsches Buchhandlung, Buchdruckerei Buchbinderei, Einrahmungen 8 Bebelstr. 8, neben dem Postamt Fernruf: Sammelnummer 52541 Auf Tuel Anzeiger genau achten. da dauernd Verwechslungen! Herner Anzeiger Samstag, den 29 Oktober 1932 sichere Flugzeug“ Jahre alte Erfindung eines Herner Berginvaliden. r. swaren für Deuerflüge 20000 Mark ansacten. drei Preisen zur Verteilung kamen. Was mit der„Erfindung" geschah? Sie hat dasl ist. Los so vieler anderer Erfindungen geteilt, und ihr der Urheber ist unbekannt in Herne gestorben. Jedenfall: schere mag man auch aus dieser Geschichte ersehen, daß Ei auf=findungen, die man bejubelt und feiert, meistens schon dand= ihre Vorläufer haben. Auch hier hat Ben Akiba recht hoch ncs ist alles schon einmal dagewesen. Th. S r als nuchte ischen +, das ist, sich selbst zu unterhalten. Unterhaltspflichtig ist nicht indem er dem Schutzenverein eine neue Fahne stifwer bei Berücksichtigung seiner sonstigen Verpflichtungen#ere. Er wurde als Mitglied ausgenommen, durfte nicht imstande ist. ohne Gefährdung seines standes mingenen und— urn wurde der Berliner gar maßigen Unterhalts den Unterhalt zu gewähren. Dagegen Schützenkonig.„eine bayrische Schützenkette an einer sind Eltern ihren minderjährigen Kindern gegenuder#########(Gehanfe mar für alle auch dann unterhaltspflichtig, wenn ihr standesgemäßer preißischen Brust“.— der Gedanke war für alle Unterhalt dadurch gefährdet wird. Die Eltern müssen furchtbar. Ueberall empfand man den Ausgang des alle verfügbaren Rittel für ihren und den Unterhalt der Festes als., dafür fehlen einsach oie Ausdrucke Kinder gleichmäßig verwenden. Weigert sich ein Vater, am liebsten wäre man gleich in den Krieg gegen die seinem minderjährigen Kinde Unterhalt zu gewähren Saupreißen gezogen. Wie nun Mar Adalber: so muß dem Kinde zunächst ein Pfleger bestellt werden das preußische Ekel, den größten bayrischen Radauund dieser muß dann gegen den Vater wegen des Unter, bruder Weiß Ferdl durch seine Schiebungen hin haltsanspruchs vorgehen, eotl. im Wege der Klage. Di Mutter des Kindes kann wohl für sich. aber nicht für das Kind gegen den Vater auf Unterhalt klagen. Der Unterhalt umsaßt den gesamten Lebensbedarf und richtet sich nach der jeweiligen Lebensstellung des Unter haltsbedürftigen. Ist diese Person erziehungsbedurft## so gehören dazu auch die Kosten der Erziehung und Vor einlegt und zum Schluß seine Königswurde doch wieder an Bayern abgeben muß, zeigt der neue Capitol=Erfolg„Der Schußenkönig“. Der Stoff behandelt ein oberbayrisches Volksstück, das die alte„Feindschaft“ zwischen Bayern und Preußen in sehr humoristischer Weise abwandett. Jedenfalls Wer ist unterhaltspflichtig? bildung zu einem Berufe. Ist der Unterhaltsberechtigte Oberbayern ist wieder beruhigt: der Berliner hat durch eigenes sittliches Verschulden bedürftig geworden doch verloren, trotz seiner großen Sch... Jetzt ist oder hat er sich gegen den Unterhaltsverpflichteten einer man beinahe wieder gus auf die Preußen zu spreUeber die Pilicht. nahestehende Personen zu unter halten, besteht noch vielfach große Unklarheit. Hier Klarheit zu verschaffen, soll der Zweck folgender Zeilen sein: Wer ist gesetzlich verpflichtet, einander Unterhalt zu gewähren? Nur Verwandte in gerader Linie und Ehegatten. Verwandte in gerader Linie sind Personen. die von einander abstammen, also Eltern. Großeltern, 8 Provlem des„absturzsicheren Flugzeuges“ auf ebenso einache wie verblütiende Art zu lösen: Auf den Trag sächen des Flugzeugs hatte er große, aus undrennbarem Sion hergestellte Fallschirme angebracht, die die Maschine bei einem Unalück sters im sanften Gleilflug zur Erde bringen sollten. Doch auch dieser Er ###cer hat schon einen Vorgänger— einen Herner Urgroßeltern in aufsteigender einie, Eltern, Kinder, rginvaliden— gehabt, der mon vor zwanzig Jah: Enfel. Urenkel in absteigender Linie. Anterhalt kann ren genau dieselben Gedanken propagierte. Lassen aber nur diejenige Person verlangen, die nicht imstande mir ihn hier mit einem Schreiben, das er im Juni 12 an den damaligen Herner Obervürgermeister * Dr. Sporlcoer iichtete, der zu jener Zeit Vor sitzender des die Imteressen des Hertener Flugplatze# betreuenden„Westiälisch-Märkischen Luftfahrervere e V.“. Sitz Herne, war. und das folgenden Wortlaut hat: Herne, den 18 Juni 191.. groben Vergehens schuldig gemacht, so kann er nur not dürftigen Unterhalt verlangen.— Eheleute haben sich stets gegenseitig zu unterhalten. Leben sie aus irgend einem Grunde getrennt, so kann nicht nur die Frau von dem Mann, sondern auch der Mann, falls dieser bedürftig ist, Unterhalt im Wege der Klage von der Frau ver langen. Im Falle einer Ehescheidung ist nur der allein für schuldig erklärte Ehegatte zum Unterhalt des andern verpflichtet. Ist die Ehe wegen Geisteskrankheit eines chen. iki“ Zweiter Großfilm Anny Ondra in Stadttheater Bochum Der General und das Gold Wesideutsche Erstaufführung) ann August Suter klieht im Jahre 1834 aus Der Weg aus der Krise. Gedanken zum diesjahrigen Wettspartag. eem ereutter Herr Bürzermihter:.....! Der diesjährige Weltspartag am 29. Oktober falltisten die Auffassung unseres Velkes wieder. Man Es wird Ihnen gewiß noch erinnerlich sein, daß in eine nicht minder schwere Zeit als schon der vorige lkann also mit Recht sagen, daß verminderte Ab hebungen und erhöhte Einzahlungen bei den öffent lichen Sparkassen ein gutes wirtschaftliches Vorzeichen sind. Ehegatten geschieden, so ist stets die kranke Person von der Schweiz nach Amerika, um dem Drärgen seine dem andern Ehegatten zu unterhalten. Gläubiger zu entgehen, wird dort naturverbundene Mesisch. gehr mit seinem Freume Runmmann intenin u der Urbarmachung Kaliforniens am und let#r m dem Erfolg dieser Arbeit zufrieden, bis man emeTages in dem Gebiet, für das ihm die Komiarn Sparen als Anerkennung für sein rastloses Wirken zum Herrn gemacht hat. Gold findet. Mit diesem Tage bricht Unheil über Suter herein. lebera# strömen Gosdsucher in sein Land, Siedlungen en:sehen: die Zivilisation läßt alle niederen Instinkte der Menichen hervorbrechen. Suter mill vom Gold. will von äußeren Ehren(er wird zum General erunt) nichts wissen, da er in diesem Metall dem die Renschyen einen kiwven Wert zuschrieb, den Verde:vor nier Jahren ein alter#innalide H. W. So,“= einer Hinsicht aver haben sich die Dinge doch we rion in Holsterhausen eine Fangvorrichtung fur sentlich geändert: die Zuversicht der Menschen Drahtseilführung fur Förderkörbe erfunden hatte. Ich in die wirtschaftliche Entwicklung ist wieder genie erhien damals von verschiedenen Zechen Hille, sowiesgen. Diese Zuversicht selbst ist von größter wirt auch von der Fobrik Baum. Diese t#ferte mir den schaftlicher Bedeutung, denn die Wirtschaft wird jalhre Apparat gratis. Von einer Zeche erhielt ich einen von Menschen bestimmt, von Menschen mir Stim Ik kleinen Förderkorb nebst einem Kabel. Ich baute mur(mungen und Ansichten. Die Hoffnung auf wirt=saniwortung fur die Sparer. Darum haben sie ihm niederließzen, einen Schacht von 9 Meter Höhe. Als ich nun allvertig hatte(das Modelll, wurde mir die Zeichnung umd auch eine Beschreiung grei angefertigt durch den Herrn Oberingenieur der Fabrik Baum. Ich Gerade wegen ihrer engen Verbindung mit den der der Menschen sieht. Naturverbundenheit allein reiten Schichten unseres Volkes haben die Spar=] urspeungliche Bestimmung des Menschen. Da die asten natürlich eine besonders hohe Ver=in sein Gebiet Eingedrungenen rechtswidrig sich mnnare. uns Emonet Wir W#isnung un wirt= santwortung fur die Sparer. Darum haben sie ihm niederließen, sucht Suter nunmiehr in startem es schaftlichen Wiederaufstieg ist auch sachlich begründet: sich immer bei den Behorden und in der Oeffentlich= Geradeausgehen sein Recht. Sein Vermogen setzt n4 überall in der Welt ist die Nachfrage nach Rohstoffen keit gegen alle Währungs= und Wirt##n dieses Streben. Als armer Mann stirbt er 18 ich gestiegen, die Lager sind ziemlich geleert, erheblichersschaftsexperimente eingesetzt. Die Verant= auf den Stuien des Weißen Hauses in Warhington, sch Bedarf ist vorhanden. swortung, die die Sparkassen als Sammelstätten des wo er auf den Rechtspruch in seiner Angelegenheit beantiagte altdann das Deur Reichspatent. Alle! Auch bei den Sparkassen hat sich die allge= sheimischen Spargeldes haben, gebieten ihnen auch angestellten Versuche lieferten den vollsten Bewe's, meine Zuversicht und Hoffnung auf Wirtschaftsauf sich immer wieder für den Spargedanken in der Oef daß bei einem Seilbruch kein Förderkorb mehr durch stieg demlich ausgewirkt.„um ernenmal seit mehr fentlichkeit einzusetzen. Es ist der Zweck gerade auch als ei##### Bahr haben sich im August mie Einzah- des diesjährigen Weltspartages, einen jeden auf die lungen und Abhebungen von Spareinlagen bei den hohe sittliche und wirtschaftliche BeSpartassen ausgeglichen, und diese erfreuliche Ent=ldeutung des Sparens hinzuweisen. Das Spa wicklung hat seitdem angehalten. Hierin liegt ein#ren im weitesten Sinne ist der natürliche Weg. der gehen kannte. Dadurch wurde dem Bergmann beim Ein= und Ausfohren aus der Grube das Leben ge sichert. Die hochste Bergbehönde hat sich davon über zeugt. Wie ich nun mein Patent zur Anlage auf den Jechen aubot. wurde mir allenthalben erwidert, m wolle gern zur Anloge schreiten, wenn nur die richtung immer zu gebrauchen ware. Do nun bei jeder Sohlenebteufung neue Seute aufgelegt wer swiederkehrt. Die Erfahrung hat gezeigt, daß die jede Mark, jeder Pfennig kann zur Arbeitsbeschaf=drehen",#a wartet. der aber vertagt wurde In dieser kurz skizzierten Handlung liegt nicht nur indir duelle, vielmehr auch Menschheitstragik. Solange die Menschen naturvetbunden lebten, stal den sie fittlich höher ais sparer, nachdem sie sich durch Ge das schusen, was se Zin#####n nannten Ueber den Menschen cber, der seiner Ursprünglichkeit man Beweis, daß auch in solchen Sparerkrei=sallein uns aus der wirtschaftlichen Krise heraustüh=“leben will, rollt das Schicksal in der Gestatt eigenVoressen, die bisher aus Angst ihr Geld un=ren kann. Die Krise überwinden, das heißt Arbeit willig konstruierter Rechievegrisse, die seiten lebenda aber jnötig zurückhielten, das Vertrauen]schaffen. Gewaltige finanzielle Mittel sind notwendig; werden, hinweg.„Das Rad läßt sich nicht zurmfder Unterredung zmiechen Suter und den mußren, die ehr teuer sind, wolle man vorläufig Besorgnisse unnötig waren und daß die bewährten verrchten. Ich habe nun zwei Jahre lang die Patent=[Sparmethoden dem Hamstern und der Selbstanlage steuern bezahlt und dann das Potent ganz verfallen von Geld vorzuziehen sind. Die Sparkassen mit ihren mehr als 19 Millionen Sparerkunden(fast jeder dritte Deutsche ist bekanntlich Sparer bei einer öffent lichen Sparkasse) sind ein Angelegenheit des ganzen Volkes, und bei ihnen spiegelt sich daher am deutlich lassen mussen und aus meiner Erfindung nichts er #elt. Vor Gram und Kummer hin ich darüber krank geworden. Acht Monate sang habe ich das Krankenhaus besucht. Diese Zeit habe ich nun dazu benutzt, um eine neue Idee herauszubringen, welche den Zweck haben soll, daß vorgebeugt werden soll, daß kein Unfall mehr vortommen kann. Es kommen 10 s Rentenzahlung am Dienslag(Allerheiligen). viele Unfalle bei den Fliegern vor. Es ist mir alles vollständig gelungen. Ich werde mut einem Modell## Zahlung der Unfall=, Invaliden=, Witwen:, den Beweis erbringen können, daß alles gesichert ist. wuen- und Altersrenten für den Monat November Ich besitze nun aber kein Geld. Die Anfertigung des#indet beim Postam: Herne(Kath. Gesellenhaus) und Medells beansprucht cg. 50 Mark. in Herne=Sodingen(Postamt) Dienstag, den 1. Ro Die Idec selbit besteht m einem Fallschirm, der vembe:, stan. Um punktliche Abholung wird ge auf der Oberflache des Apparates befestigt wied esch Beim Aufsteigen des Flugapparates liegt der Fall# 40 Millionen RM. 4%iges Baugeld. schirm auf der Oberfläche schon zusammengelegt, fung beitragen, wenn er bei den Sparinstituten ein= Lincoln dieser dem General. Und weiter sagt er ihm gezahlt wird, so daß er von diesen als Kredit in die dem Sinne nach: Glücklich sein kann der Mensch nicht: Wirtschaft geleitet werden kann. Arbeit undldie höchste Befriedigung zur ihn liegt in einem deSparen fördern sich gegenseitig, sie sind rolichen Leben. Zweifellos hat Lincoln damit recht: die Existenzgrundlagen eines jeden einzelnen, wie Es gehört viel Hercismus dazu. das Leben der aganzen Volkes. [ Suter segzt die naturliche Eigenwiltigkeit seiner Sehnsucht nach Herstellung eines Landes der unnatürlich konstruierten Ion#sa Eroffnungsfeier am Donnerstag, dem 3. November, ton entgegen. Er stellt weiner seinen, etwo als kurvormittags 10 Uhr im Vertragssaale des Schulgebäu=Iturell im Sinne von ethisch hochstehend zu bezeimSchullge es(Gummertshof) eingeleitet.(Siehe Anzeige.) Schauburg Die— oder keine Die Direktion schreibt: In dieser Woche wird die neue Mitta-Alpar-Operet## Die— oder keine nenden Rechtsbegriff dem in der Zivilisation latenten gegenüver und findet sein Recht(ein zweiter Mi#hael Kohlhaas) nicht. In dieser Hinsicht hat Brung Frank den General treffend gezeichnet. Neven der Hauptfigur des Schauspiels ist Suters Freund Rüttimann in der Wärme sernes Naturells eine außerordenti# sympatbische Gestalt. Dieie beiden Rollen wurden von W wusch und Jos. van Santen 0• 011* ner ngestellte nd sich mit Luft auszufüllen. Er häl narat zurück, so daß er sich lang setzen vermag Falls ich 50 Mark erhalte, im Geheimen anfertigen. Bei Modells werde ich die vollsten nen. Wenn Sie spater Gebrauch len. beanspruche ich sofort nur 100 Mork. Für die weitere Zeit, die ich noch lebe, beanspruche ich eine monatliche Rente, welche der Vorstand selbst festsetzen kann. Dann haben Sic das alleinige Verfügungsrecht wer meine Erfindung. Ich bitte um beidige Ant mort, damit ich beruhigt werde Es grußt Sie mit aller Hochachtung H W Solfrion, Reicheinvalide und auter Beteran Herne, Sedanstr. 27. * Sowei: das Schreiben. Man moge bedenken, daß es aus einer Jen stammt, als die Fliegerei noch in den Kinderschuhen steckte und der Höhenflug mit 750 Neter den Rekord hielt. Und wie es um die Dauerflige damals bestellt war, mag am besten daraus hervorgehen. daß bei der in den Pfingstsagen 1912 erfolgten Flugplatzeinweihung in Herten jeder Maschine, die sich länger als 10 Minuten en der Lufr halten kennte, außer dem Startgeld von 1000 Mark ein Preis in Höhe von 6666 Mark zufiel.(Insgesamt Dirigenten Schwering bringt der Verein eineeine Reihe unseter Filmlieblinge wie: Oskar Sabo, Anzahl Chöre Wörther punkt der besondere des Bar-Sonsten Schern.„„„„„„„ Teil bestreitet ein Streichorchester unter der bewahr- Freude int, herrscht im Zuschauerraum frohlichste ten Leitung von Mar Israel. welches auch nach Beendigung des offiziellen Programms zum Tanz aufspielen wird. Die Eintrittspreise sind so niedrig gehalten, daß der Besuch des Festes allen empfohlen werden kann.(Siehe Vereinskalender.) Capitel Ein Auslander als bayrischer Schutzenkönig * In der Goststätte„Zum Dortmunder".(exerane gastiert vom 29. Oktober bis 6. November der Mei= zenfest in Bad Töle wurde nicht, wie bisher beinahe ster der Trompete Hans Glasneck mit seinen Husaren, schon traditionell ein Einheimischer oder wenigstens * Landwirtschaftsschule Bochum Als Fachlehrer für Landwirtschaft, Naturwissen schaften und Leibesübungen ist Diplomlandwirt Adolf Nachtrag zum Kirchlichen Anzeiger herz=Jesu-Pfarrei. St.=Johannes. Bund Die Sammler werden gebeten die Umlage#um nachsene(Juhr— Gesing) in Höde von.80 RAuften ziehen. Die Morken sind pünktlich in den * Direktion schreibt: Unglaubliches, haite lsich Stunden Sonntagmorgen odzuhelen. Auch, Original. enie###### beinahe Sonntagmorgen die Mitgliederbeste Weicker aus Essen der Lehranstalt zugeteilt.— Das neue Unterrichtsjahr wird mit einer schlichten einer aus der Nachbarschaft Schützenkönig, sondern in Ausländer. Und dazu noch einer aus Berlin! Der Fremde, anfangs von niemanden gern gesehen hatte sich vor gar nicht langer Zeit dort niedergelat sen. Er verstand es schnell, sich beliebt zu machen, stagmorgen vordern bitte aud dischen Literatur Nerner Anzeiund Seiungstiosteziher a köttscher, Rerne Bahnhof. 6 neben dem Postamt in Bramwreins der Deutacen Buchranstr ru Leiprig. Jeder kann für den Winter. Bei Brück finden Sie nach wie vor Preise, die den heutigen Einkommens-Verhaltnissen angepaßt sind, Qualitäten, die allen Anforderungen entsprechen und auf die Dau-: Freude machen. Herren-Ulster/ D Palotote. Anrüge. Mosen. Joppen, Pullover Kleider. 9 J . Neyot-Str. 3 Fernepr. 50705 Kurse fur Damen- und Herrentahrer. Lichtbilder-Vorfuhrung. — ist die beste Gelegenheit, unsere wundervollen Mäntel für Herren u. Knaben eingehend zu besichtigen, denn Unsere Preise für Herren-Mäntel: 10. 19. 24.- 29.- 30.für Knaben-Mäntel: 2.90 3.90 5.90 6.50 ist unser Geschäft geöffnet! 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Verhandlungsgrundlage war eine bereits ausgearbeiteten Vorlage, die den Ausbau und die Fundamentierung der Beteiligung der weiblichen Erwerbslosen am freiwilligen Arbeitsdienst regelt. Wie das Nachrichtenbüro weiter meldet, sind bereits bisher rund 10 000 erwerbslose Madchen im freiwilligen Arbeitsdienst tätig. Man erstrebt, auch sie in geschlossenen Werkslagern unterzubringen und dort mir produktiven Arbeiten zu beschäftigen, die für Frauen geeignet sind, z. B. mit Ausbesserungsarbeiten im Rahmen der Winterhilse, mit Kultivierung von Kleingartenland usw. Die Mittel für die Beteiligung der weiblichen Erwerbslosen am freiwilligen Arbeitsdienst sollen von den Gesamtmitteln für diese Zwecke abgezweigt werden. Ueber das Ergebnis der Besprechung ist nach ihrem Abschluß noch eine amtliche Mitteilung zu ervorken. Um das badische Konkordat Auch die 9BP. lehnt ab # Karlsruhe, 28. Okt. Nachdem am Mittwoch die ### aldemokraten beschlossen hatten, dem badischen KonTuutsentwurf nicht zuzustimmen, gibt die Deutsche L Ilkspartei am Donnerstagabend bekannt, ein so bedeutsames Werk wie der Abschluß eines Vertrages mit der katholischen Kirche könne nur zustande kommen. wenn es die Zustimmung sämtlicher Regierungsparteien(Zentrum. Sozialdemokraten und Deutsche Volkspartei) finde. Da dies durch die Absage der Sozialdemekratie nicht geschehe, entfalle für die Deutsche Volkspartei die Aufgabe, die Frage des Abschlusses von Kirchenverträgen in ihren zuständigen Instanzen, die bisher noch keine Stellung genommen haben, zu erörtern. Goldenes Priesterjubilkum. r Julda, 28. Okt. Bischof Dr. Joseph Damian Schmitt, päpstlicher Thronassistent, begeht sein goldenes Priesterjubiläum. Der Jubilar konnte am 19. März sein silbernes Bischofsjubiläum seiern. An seinem heutigen Jubiläumstage hielt er eine Jubelmesse am Grabe des heiligen Bonisatius. Dr. Schmitt wurde zu Marbach im Kreise Fulda 1858 geboren. Er erhielt 1882 in Rom vom Papst die Priesterweihe. Inthronisation des Bischofe von Eichsätt. „ 4. Eichstatt, 28. Okt. Unter lebhafter Anteilnahme der Bevölkerung fanden gestern und heute die Feierlichkeiten der Konsekration und Inthronisation des neuernannten Bischofs Dr. Konrad Graf von Preysing statt. Unter den Ehrengästen bemerkte man u. a. Ministerpräsident Held und Kultusminister Goldenberger. Therese Neumann willigt in die klinische Untersuchung ptr Nürnberg, 28. Okt. Wie oberpfälzische BI melden, liegt aus München bei den kirchlichen Ste. eine Nachricht vor, wonach Therese Neumann in Konnersreuth die klinische Untersuchung, von der in den letzten Tagen im Zusammenhang mit der Freisinger Bischofskonferenz die Rede war, hinnehmen will. Es ist möglich, daß die Untersuchung in der Universität Würzburg stattfindet in losem Zusammenhang mit der Ein richtung des missionsärztlichen Institutes. Kirchliche Nachrichten Bischofsweihe in Magdeburg. ## Magdeburg, 28. Okt. In der festlich geschmückten Propsteikirche St. Sebastian fand heute vormittag unter großem Gepränge die Weihe des päpstlichen Kämmerers und bisherigen Magdeburger Propstes, Petrus Legge, zum Bischof statt. Die Weihe wurde von dem Erzbischof von Paderborn, Dr. Casvar Klein, vorgenommen, dem der Bischof von Hildesheim. Bares. und der Weihbischof von Münster, Dr. Scheifes, assistierten. Viele höhere Geistliche, fast der gesamte Klerus von Magdeburg und Umgebung. Studentenabordnungen, katholische Vereine, Handwerkerinnungen und eine tausendköpfige Gemeinde wohnten der eindrucksvollen Feier bei. Am Abend fand in der Stadthalle eine große katholische Kundgebung statt, bei der Bischof Legge sich verabschiedete Bischof Legge ist auf den Bischofsstuhl von Meißen berufen worden. Arbeiter= und Gewerkschaftsfragen Arbeitsbeschaffung für 500 000 Wohlfahrtserwerbolose? Berlin, 28. Okt. Wie der„Berliner BörsenCourier" erfährt, wird das Reichskabinett über einen Plan der Gemeinden Beschluß fassen, der die Arbeitsbeschaffung für 500000 Wohlfahrtserwerbslose zum Ziel hat. Die Gesamtkosten dieser Aktion belaufen sich dem„BBC.“ zufolge auf rund 750 Millionen Mark, da der Lohnaufwand für jeden eingestellten Erwerbslosen auf jährlich 1000 Mark beziffert werde und die vorgesehenen Arbeiten Sachausgaben je Kopf von nochmals 500 Mark bedingen. Die Deckung der Kosten sei wie folgt beabsichtigt: Zunächst einmal ersparten die Gemeinden für die eingestellten Wohlfahrtserwerbslosen die übliche Unterstützung, die durchschnittlich 44 bis 45 Mark je Kopf und Monat betrage. Hieraus ergebe sich eine Gesamtersparnis von rund 250 Millionen Mark. der Restbetrag soll zum Teil durch Gewährung von Steuergutscheinen aufgebracht werden. Die Beitragseinnahmen der Sozialversicherung. A Berlin, 28. Okt. Die Beitragseinnahmen der Invalidenversicherung sind nach den vorläufigen Feststellungen von etwa 51.3 Millionen Mark im Juli auf 52.2 Millionen Mark im August und auf 55.1 Millionen Mark im September gestiegen. Die SeptemberEinnahme liegt damit rund 3 Millionen Mark über dem bisherigen monatlichen Jahresdurchschnitt. Die Beitragseinnahmen der Angestelltenversicherung stiegen von 22.1 Millionen Mark im Juli auf 22,7 Millionen Mark im August und auf 23,3 Millionen Mark im September. Die Beitragseinnahmen in der Arbeitslosenversicherung betrugen im Juli 848 Millionen Mark, im Auaust 86,0 Millionen Mark, im September 84.9 Millionen Mark. Die Abgave zur Arbeitslosenhilfe erbrachte im Juli 4.1 Millionen Mark. im August 32,1 Millionen Mark, im September 40,4 Millionen Mark. Elnschwimmen der Tangermünder Elbebrücke □ Tangermünde, 28. Okt. Das Einschwimmen des großen Brückendogens der Elbebrücke sand heute hier statt. Der Bau dieser Brücke, die als Straßen=, Eisenbahn= und Fußgängerbrütke über die Elbe gehaut ist, wurde im Junk. 1931 begonnen. Mit diesem Einschwimmen ist das schwerste Stück dieses technischen Meisterwerkes beendet. Das Gesamtgewicht des Brückenbogens beträgt 1070 Tonnen. Eine neue Verkehrsader, die von Berlin zum Westen führt, wird mit dieser Brücke im nächsten Jahr dem Verkehr übergeben werden 200 Brillanten gestehlen Der Besitzer war im Zug eingeschlafen # Frankfurt a. M., 28. Okt. Einem Kaufmann aus Antwerven wurde im D=Zug Köln—Frankfurt a. M. ein Briefumschlag mit über 200 Brillanten im Werte von 6000 Mark gestohlen. Der Kaufmann war in einem Abteil 3. Klasse eingeschlasen. Dabei wurden ihm von einem Unbekannten die wertvollen Steine aus der Tasche geholt, ohne daß er etwas merkte. Von dem Dieb sehlt jede Sour. Riesige Kohlevorkommen in Ostsibirien entdeckt folge Moskan, 28. Okt. Einer amtlichen Meldung zuist es russischen Ingenieuren gelungen, in OstAbirken im Gebiete des Flusses Buria riesige Kohlenlüge zu entdecken. Der Reichtum der neuen Kohlenvorkommer wird auf 30 Millionen Tonnen geschätzt. Die Ausbeutung soll baldigst in Angriff genommen werden. Man hofft, daß die neue Kohle im Fernen Osten die Grundlage für eine neue mächtige Industrie abgeben wird. Der„Niobe“=Untergang kommt vor ein Kriegsgerich. □ Kiel. 28. Okt. Die„Kieler Neuesten Nachrichten melden, daß der Untergang der„Niobe“ vor das Kriegsgericht kommen werde. Das Blatt berichtet, daß in der ersten Novemberwoche die Verhandlung gegen den Kommandanten des Segelschulschiffes. Kapitänleutnant Ruhsus. vor dem Gericht der Aufklärungsstreitkräfte in Kiel stattfinden werde. Der genaue Termin der Verhandlung stehe noch nicht fest, da sich der Gerichtsherr. Konteradmiral Kolbe, zur Zeit mit der„Königsberg“ in See befindet. Verhandlungsführer dürfte, wie das Blatt weiter erfahren haben will. Kriegsgerichtsrat Becker sein Gandhi bleibt in Haft Bombav, 28. Okt. Der Führer der indischen Mohammedaner hat in einem Brief an den Vizekönig die Freilassung Gandhis verlangt, damit dieser an der vereinigten Sikh=Hindu=Moslem=Konferenz über die indischen Versassungfragen teilnehmen könne, die am 5. November in Allahabad stattfindet. Der Vizekönig hat die Freilassung abgelehnt mit der Begründung, daß diese nur erfolgen könne, wenn Gandhi endgültig von dem Ungeborsamsseldzun Abstand nehme. Der größte deutsche Sender Inbetriebnahme des Großrundfunksenders Leipzig Forderungen des Hausbesitzes Vertretertagung in Essen □ Leipzig, 28. Okt. Der Grohrundsunksender Leinzig in Wiederan(12 Kilometer von Leinzig) mit 150 Kilowatt, der stärkste deutsche Sender, wurde heute vormittag mit einer schlichten Feier im kleinen Saal des Gewandhauses seiner Bestimmung übergeben. Diese Feier wurde zugleich auf den Sender übertragen. Nach dem von Pros. Dr. Neubeck mit dem Leinziger Sinsonieorchester gebotenen Meistersinger=Vorsviel begrüßte der Präsident der Obervostdirektion Leinzig. Beras. die Vertreter der Reichs=. Staats= und Gemeindebehörden. von Kunst und Wissenschaft. Handel und Industrie. Gewerbe und Landwirtschaft, der Beamten= und Arbeiterschaft. Hieraus sprach Dr. Kohl als Vorstandsmitglied der Mitteldeutschen Rundsunk A.=G. Für die sächsische Regierung sprach Ministerpräsident Schieck. Der Ministerpräsident wies u. a. darauf hin, daß der Rundsunk dem ganzen deutschen Volke zu dienen bestimmt sei und daß er sich nicht einseitig in den Dienst einer einzelnen Weltanschauung oder Partei stellen dürfe. Die Achtung vor dem deutschen Volk im Ausland werde nur dann gewahrt sein, wenn der deutsche Rundfunk deutsche Art und deutsche Sitte wirklich pflege. Neben diesen Pflichten, die allen Deutschen gemeinsam seien, falle den Sendern der einzelnen Bezirke noch die besondere Aufgabe zu, die wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung. das eigene Gepräge und die Vielgestaltigkeit der deutschen Landschaft, auf der zum großen Teil das Heimatgefühl der Deutschen beruhe, zu pflegen. Man müsse es deshalb lebhaft begrüßen, daß der neue Großsender in der Umgebung Leipzigs auf sächsischem Boden geblieben sei. Das habe mit partikularistischen Gednkengängen nichts zu tun. Für die Stadt Leipzig sprach Oberbürgermeister Dr. Goerdeler, für die Universität Leipzig der derzeitige Rektor Pros. Dr. Litt. Die Rednerreihe beschloß der Vorsitzende des Aussichtsrates der Mitteldeutschen Rundfunk A.=G., Dr. Otto. Nach Schluß der Feier begaben sich die Teilnehmer im Postkraftwagen nach Wiederau zur Besichtigung des neuen Wunderwerkes deutscher Technik. Der Verband der Haus= und Grundbesitzervereine im Ruhrkoblenbezirk hatte die Mitglieder seines Gesamtausschusses zu einer Versammlung nach Essen einberufen, um zu den schwebenden Tagesfragen. soweit sie den Hausbesitz berübren. Stellung zu nehmen. Der Verbandsvorsitzende. Bauunternehmer Karl Uhlendahl. Essen. konnte zahlreiche Vertreter aus allen Teilen des Bezirks begrüßen. Der Vorsitzende und der Schatzmeister des Verbandes. Korie, Bochum. berichteten zunächst über die Berliner Tagung des Preußischen Landesverbandes Ende vorigen Monats. Beratungsgegenstände dieser Tagung waren vornehmlich das Zinsproblem und die von der Reichsregierung eingeleitete Aktion zur Wiederinstandsetzung des Althausbesitzes (Reichszuschüsse für Revaraturen). Ueber diese letztere Frage erstattete Verbandsgeschäftsführer Dr. Düppe ein eingehendes Referat. Die Hausbesitzervereine sind entsprechend einer Anweisung in den ministeriellen Richtlinien von den meisten Gemeinden zur Mitwirkung bei der Verteilung der Zuschüsse zugezogen worden. In vielen Fällen drobe trotz vorliegenden Revaraturbedarfs die Vornahme der Instandsetzungsarbeiten zu scheitern. da der Reichszuschuß sich nur auf 20 Prozent der erforderlichen Aufwendungen belause und die meisten Hauseigentümer nicht wüßten, wie die restlichen 80 Prozent bestritten werden sollen. Die Organisation fordere nach wie vor Hauszinssteuernachlaß in einem den tatsächlichen Revaraturaufwendungen entsorechenden Ausmaß. Zumindest aber müsse die Verzinsung und Tilgung etwaiger Revaraturdarlehen durch Hauszinssteuernachlässe ermöglicht und sichergestellt werden. Eine Verschuldung des Hausbesitzes. der nicht in dieser Weise das Gefahrenmoment genommen sei. müsse unter allen Umständen abgelehnt werden. Ueber die Neuregelung der Hausziussteuerstundung für bedürftige Mieter und Vermieter berichtete der stellvertretende Geschäftsführer Dr. Bern. Er gab einen Ueberdlick über die Rechtslage, wie sie vor der Preußischen Verordnung vom 8 6. 1932. dann nach Erlaß dieser Verordnung bestand und nun neuerdings auf Grund der Verordnung vom 29. 8. 1932 gestaltet ist. An die Prüfung der Hauszinssteuerstundungsanträge werden in Zukunft strengere Maßstäbe angelegt. Die Kritik des HausPrügelszenen in der Sobranje Kommunisten störten die Thronrede des Königs Boris #r Sosia, 28. Okt. nächsten Tagen eine direkte Kurzwellen=Funkverbindung freignete sich ein Zwischenfall. Als Konia Boris mit#r# I. al. Seimat ist schon für die kommende Moche ein Zwischenfall. Als König der Verlesung der Thronrede beginnen wollte, ertönte von den Bänken der 31 kommunistischen Abgeordneten der Ruf„Nieder mit der faschistischen Regierung". Im Saal und auf den Tribünen brach darauf ein ohrenbetäubender Lärm los. Die Kommunisten wurden von den übrigen Abgeordneten unter unablässigen „Huwa"=Rufen aus dem Saal hinausgeprugelt. Aus den Reihen der Mehrheit wurden den abziehenden. Kommunisten Pultdeckel nachgeworfen. Sichtlich erregt und mit scharfer Betonung verlas darauf König Boris die Thronrede. Die Rede kündigt 15 Gesetzentwürfe an, darunter das Pressegesetz, sowie Gesetze über die Steuereinziehung, die Mietenherabsetzung, die Verwaltungsvereinfachung, die Unterrichtsreform, Zinsherabsetzungen und Landwirtschaftshilfe. In der Thronrede wird außerdem auf die Störung des Wirtschaftslebens und den Rückgang der Staatseinnahmen infolge des Sinkens der Preise für die Landwirtschaftserzeugnisse hingewiesen. Weiter wird der Steuerrückgang und die Devisenknappheit erwähnt. Zur Ueberwindung der Schwierigkeiten sei die Zusammenarbeit aller Staaten notwendig. Die Thronrede stellt weiter fest, daß eine Schuldenrückzahlung Bulgariens nur in beschränktem Umfange möglich sei. Es sei zu hoffen, daß der Schuldendienst nunmehr eine befriedigende Lösung finden werde. Schließlich wird festgestellt, daß die Regierung entschlossen sei. schärfste Maßnahmen gegen umstürzlerische Elemente zu treffen. Die Thronrede schließt mit dem Ausdruck des Willens, mit den Nachbarn, eine Verständigung herbeizufuhren. Nach Verlesung der Rede verließ der König unter starkem Beifall des Hauses die Sobranje. Gronau nächste Woche in der Heimat? * Karatschi, 28. Okt. Das Flugboot Gronaus ist am Donnerstag in Bombay gestartet und in Karatschi gelandet. Der Gesundheitszustand des zweiten Führers besitzes richtete sich hauptsächlich dagegen, daß nach der neuen Regelung den Vermietern ein erhöhtes Risiko für den Fall auserlegt ist, daß sie nichtgestundete Hauszinssteuerbeträge gleichwohl nicht beizutreiben vermögen. Wenn als Voraussetzung für die Niederschlagung eine Bescheinigung über die Unvfändbarkeit der Mieter gefordert wird. so bedeutet dies, daß der Hausbesitzer die Kosten ergebnisloser Klagen auf sich nehmen soll. Hiergegen ist seitens der Hausbesitzer=Organisation schärfste Verwahrung eingelegt worden. Wenn der Staat schon die Vermieter mit der unentgeltlichen Steuereinziehung beauftragt. so kann er ihnen nicht noch obendrein eine Ausfall=Garantie und die Uebernahme von Prozeßkosten zumuten. Ueberhaupt sei es sehr bedenklich, daß von Gesetzes wegen die Vermieter gegen ihre Mieter Prozesse anstrengen müßten. Die Versammlung nahm sodann Kenntnis von den Schritten. die die Organisation zur Behebung der Notlage des Neuhausbesitzes eingeleitet hat. Der Vorsitzende Uhlendakl berichtete insbesondere über die Arbeit des beim Preußischen Landesverbande gebildeten unter seinem Vorsitze stehenden Neubau=Ausschusses. In diesem Zusammenhange wurde auch das Zins= und Kapitalschuldenvroblem behandelt, dessen Lösung nach Meinung aller Anwesenden nicht mehr lange auf sich warten lassen dürfe. Das Interesse der Gesamtwirtschaft erfordert dringend den Abbau der unerträglich gewordenen Zinslasten. Dr. Düpve erstattete schließlich noch ein Referat über die Steuergutscheine und legte insbesondere dar. inwieweit der Hausbesitzer die Steuergutscheine praktisch verwerten könne. Der Zentralverband habe soeben erneut die Einbeziebung auch der Hauszinssteuer in das System der Steuergutscheine gefordert. Der Referent teilt noch mit. daß der Verband Vordrucke für Anträge auf Ausstellung von Steuergutscheinen berausgeben würde. In der Aussprache kamen die wachsenden Schwierigkeiten des Hausbesitzes sehr deutlich zum Ausdruck. Steigende Mietrückstände. steigende Mietausfälle, zunehmender Leerstand kennzeichnen neben der anhaltenden steuerlichen Ueberlastung seine derzeitige Lage. Gleichwohl habe die Regierung für diese Nöte des Hausbesitzes anscheinend nicht das Verständnis. das sie gegenüber anderen Wirtschaftsgrupven bekundet habe. 1 von Roth hat sich gebessert. Gronau hofft, schon in den Reichskanzlers erfolgt sei. flieger in der Heimat ist schon für die kommende Woche zu rechnen. Ausschluß der Oeffentlichkeit im Berliner Geldfälscherprozeß □ Berlin, 28. Okt. In der heutigen Verhandlung gegen die internationale Geldsalscherbande wurde unter fast dauerndem Ausschluß der Oeffentlichkeit eine Reihe von Zeugen und Sachverständigen über die technische Seite der zur Anklage stehenden Fälschungen vernommen. Die weitere Verhandlung wird auf Montag vormittag vertagt. Wassensund bei dem Dimitroff-Mörder r: Chemnitz, 28. Okt. In der Wohnung des Kaufmanns Schirmer in Markersdorf im Chemnitztal, der den Bulgaren Dimitroff ermordet##at. wurde durch Kriminalbeamte eine Haussuchung vorgenommen. Dabei wurden mehrere Koffer mit Wafsen sowie einige tausend Schußz Munition gesunden. haussuchung bei einem nationalsozialistischen Parteiverlag München, 28. Okt. Nach einer Meldung des„Völkischen Beobachter“ haben am Mittwoch fünf Kriminal= beamte eine Haussuchung in den Räumen der Reichsprovagandaleitung der NSDAP. sowie in den Räumen des Zentralparteiverlages vorgenommen. Die Beamten hätten angegeben, im Auftrage des Reichskanzlers nach einer Rednerinformation betitelt„Reichskanzler von Papen im Lichte seiner Politik“ suchen zu müssen Bei der Reichsprovagandaleitung seien acht Exemplare dieser Druckschrift beschlagnahmt worden. Zur Begründung dieer Beschlagnahme sei angeführt worden, daß sie wegen einiger Ausführungen über den Schwiegervater des in der Leitung einer Schule, in der Mitarbeit bei der Schulaussicht usw. liegen. Darum der Ruf nach der Lehrerin, die sich ungeteilt ihrer Arbeit schenkt und diese auffaßt als ein Berufensein von Gott. Die Sorge für die Kinder der Volksschule ging über die Schulzeit hinaus. Ungefähr dreißig Jahre zurück legen die ersten Bemühungen von Frau Stoffels um die weibliche Fortbildungsschule. Ihren Anregungen ist die Gründung mancher heute blühenden Berufsschule in ihren ersten Anfängen zu verdanken. Die Liebe zu der schulentlassenen Jugend fand einen anderen konkreten Niederschlag in der Lebenskunde für junge Mädchen, betitelt „Jungmädchens Weggeleit“(Verlag Schwann). Elise Stoffels hat das Glück gehabt, ihre Ideen in einem großen Kreise aussprechen zu können. Was ihr Ideal in der Bildungsarbeit für die Volksschule war, hat sie in unzähligen Vorträgen und Kursen in die Herzen der katholischen Lehrerinnen gelegt, und was sie ats notwendig für die besondere Bildung der Mädchenklasse ansah, hat sie mutig ausgesprochen in einer dreizehnjährigen parlamentarischen Arbeit als Abgeordnete des Preußischen Landtags. Ihre Tätigkeit als Abgeordnete hat sie mit weiten Kreisen des katholischen Volkes verbunden und sie ihr Werk erfüllen lassen in der Weite der Sorge um Volk und Staat überhaupt. Das Letzte, was ihr aber zu diesem Werke die Kraft gab, war ihre Persönlichkeit. Aus einer lebendigen Güte wurde sie gedrängt zu einem immer wieder neuen Schaffen für Staat und Volk. Angestelltenfragen Tagung rheinisch=westsälischer Techniker Gegen zweiselhafte Exverimente.— Für einen gesunden Wiederaufbau. In Essen sand am Sonntag eine von den Ortsgruppen des Gaues Rhein=Ruhr stark besuchte Arbeitstagung des Verbandes Deutscher Techniker statt. Ihr Zweck war. wie der Gauvorsitzende Ing. Bern h. Koch einleitend bervorhob. die Stellungnahme zu den wirtschaftlichen, sozialen und staatsbürgerlichen Fragen, die gegenwärtig im Vor dergrund stehen und von entscheidender Bedeutung sind. Gauvorsteher Breddemann gab in eingehendem Vortrag ein anschauliches Bild aller der Probleme, die in Beziehung zur berufsgewerkschaftlichen Arbeit stehen. Vor allem besaßte er sich in kritischer Weise mit den Grundgedanken und Ergebnissen der wirtschaftlichen und sozialpolitischen Maßnahmen der Reichsregierung. Eine von allen staatsbejahenden Kräften und vor allem vom Gedanken ausgleichender sozialer Gerechtigkeit getragene Politik sei das Erfordernis der Stunde. In ihr müßten die aus der berufsständischen Gemeinschaftsarbeit gewonnenen Werte und Erkenntnisse in entsprechender Auswirkung auch bei der Gesamtgestaltung zur Geltung gebracht werden. Die Selbstachtung erfordere, daß auch die Techniker ihren Willen zur sozialen und politischen Mitgestaltung energisch geltend machen. Der Redner gab dann ein Bild der Entwicklung und der Arbeit des Verbandes in der Krisenzeit. Er sand einmütige,. Zustimmung mit der Forderung daß im Sinne der Verbandsziele die arbeitnehmenden Techniker aller Berufe zur Mitarbeit ausgerusen werden müssen. Eine eingehende Aussprache erbrachte grundsätzliche Zustimmung zu den Gedanken des Vortrages. Das Ergebnis der Tagung wurde in einer Willenskundgebung Mn festgelegt. Alle Kräfte sollen eingesetzt werden, um zu Zeim Arbeiten an der Antenne zu Tode gekommen erreichen, daß die technisch schafsenden Menschen entProvinzielles sprechend ihrem Wert und ihr Aufgabe bei der Gestaltung der Geltung kommen. rerantwortungsvollen deutschen Zukunft zur Elise Stoffels zu ihrem 60. Geburtstag Am 30. Oktober feiert Elise Stoffels ihren 60. Geburtstaa. Mit ihr freut sich an diesem Tag die ganze katholische Frauenbewegung. Der katholische Frauenbund denkt an diesem Tage daran, daß er ihr das Werk einer besonderen Mädchenbildung in der Volksschule zu verdanken hat. Das war nicht so leicht getan, wie es heute geschrieben steht. sondern verlangte ein mehr als dreißigjähriges Vertiefen der Bildungsarbeit in der Volksschule, ein immer neues Aufzeigen von Möglichkeiten, die Mädchen des Volkes auf seineren seelischen Wegen in die Welt ihrer zukünftigen Aufgaben als berufstätige Frau zu führen. Das führte zur Zielsetzung der Madchenbildung in der Volksschule. welche geistig neben dem Allgemein=Menschlichen das Besonders=Frauliche betont und praktisch die Frauenanlagen des Mädchens nicht verkümmert, sondern entfaltet in Handarbeit. Hauswirtschaft usw Der Gedanke einer eigenen Mädchenbildung in der Volksschule ware unmöglich, wenn er nicht durch die Frau selber erfüllt werden könnte. Darum die immer wieder erhobene Forderung nach der Lehrerin, darum das Ringen um eine eigene Lehrerinbildung, darum der Ruf, den Lehrerinnen volle Entfaltungsmöglichkeiten zu geben, nicht in erster Linie aus Standesrücksichten, sonern um der größeren vödagogischen Aufgaben willen. die ∆ Bochum, 28. Okt. Der 27 Jahre alte Bergmann Paul Hammerschlag, der mit seinen Großeltern zusammen wohnt, wollte gestern einige Revaraturarbeiten an der Antenne auf dem Dache ausführen. Hierbei kam er der Lichtleitung zu nahe und wurde auf der Stelle getötet. Regierung beanstandet höhere Unterstützung ∆ Kamen, 28. Okt. Die hiesigen Stadtverordneten hatten vor einiger Zeit beschlossen, für die Bedürftigen der Stadt eine Summe von 30000 RM. einmal bereitzustellen. Nunmehr hat die Regierung in Arnsberg diesen Beschluß beanstandet und der Stadt gedroht, daß bei Durchführung dieses Beschlusses die Reichszuschüsse gesperrt werden würden. Witterungsbericht ( Der Tiefdruckwirbel. der sich gestern über der Nordsee bildete, hat sich nur wenig nach Süden verlagert. Er entsandte einen Ausläufer westwärts nach Irland. der sich bei seiner Wanderung über den Aermelkanal nach Nordfrankreich und Belgien zu einem selbständigen Teilwirbel entwickelte. Unter seiner Herrschaft steht heute der Witterungscharakter des gesamten westlichen Mitteleurova. Von Frankreich her befördert er noch immer fortgesetzt angewärmte Luftmassen nach Norden. die beim Zusammentreffen mit Kaltluft, die von Skandinavien über die Nordsee nach Süden vordringt, verbreitete Bewölkung und vielfach Regen veranlassen. Beide Tiefdruckwirhel werden langsam ostwärts in das Festland vordringen. sodaß Westdeutschland allmählich auf ihre Rückseite gelangt. Dabei ist langsame Wetterberubigung und Temveraturrückgang zu erwarten. Vorbersage für Samstag: Bei nördlichen Winden fortschreitende Wetterberuhigung, und Temperaturrückgang Anfangs noch einzelne Regenschauer. 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