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Fürstentums und der angrenzenden Bezirke Bezugspreise: für ¼ Jahr M. 2.40, für 2 Monate M. 1.60, für 1 Monat M. 0.80. Postbestellgeld, für ¼ Jahr A. 0.42, für 2 Monale M. 0.28, für 1 Monat M. 9.14. Anzeigen werden mit 20 Pfennig die kleinspaltige Nonpareillezeile oder deren Raum berechnet. Reklamezeile M. 1.00. Komplizierte Anzeigen werden mit 50% Aufschlag berechnek. Kriegszuschlag 10% I 246 Detmold, Donnerstag, den 19. Oktober 1916 142. Jahrgang Deutscher Tagesbericht. Im Westen und Osten Zurückweisung der Feinde. Weitere fünf seinz. Flugzeuge außer Gefecht gesetzt. wtb. Großes Hauptquartier, 18. Okt. 1916. Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe des Prinzen Rupprecht von Bayern Der Artilleriekampf erreichte, besonders nördlich der Somme, in breiten Abschnitten beträchtliche Stärke. Zwischen Le Sars und Guendecourt griffen die Engländer, von Le Boeufs bis Rancourt die Franzosen abends an. Unser Vernichtungsfeuer auf die gefüllten Sturmgräben des Feindes brachte den Angriff beiderseits Eaucourt= L'Abbaye im Entstehen zum Scheitern. Bei Guendecourt kam es zu heftigen Nahkämpfen, in denen unsere Stellungen voll behauptet wurden. Die aus der Gegend von Morval=Rancourt vordrechenden Franzosen wurden nach hartem Kampf abgewiesen. In Sailln ist der Gegner eingedrungen; der Kampf ist dort noch im Gange. Seitlich der Hauptangriffsstellen bei Thieppal=Courcelette und Bouchavesnes brachten Vorstöße dem Angreifer keinerlei Erfolg. Fünf feindliche Flugzeuge unterlagen im Luftkampf. Frout des deutschen Kronprinzen. Auf dem Ostufer der Maas rege Feuertätigkeit. Oestlicher Kriegsschauplatz Front des Generalfeldmarschalls Prinz Leopold von Bayern. Nach dem verlustreichen Scheitern der starken InfanterieAngriffe gegen die Frout westlich von Luck beschränkte sich deet der Feielt auf eechaftee Artillerdesiener zrzen di österreichisch=ungarischen Stellungen. Bei Zwicyn(nordwestlich Zalocze) angreifende Infanterie wurde unter starken Verlusten durch Feuer in ihre Gräben zurückgetrieben. Auf dem westlichen Narajowka=User, südwestlich von Herbutow, stürmten nach ausgiebiger Artillerie=Wirkung bayrische Bataillone einen russischen Stützpunkt und brachten 2 Offiziere, 350 Mann und 12 Maschinen gewehre In. An der Bystryca=Solotwinska scheiterte ein Angriff gegen unsere vorgeschobenen Stellungen. In den Karpathen lag die Ludowa=Höhe unter starkem Geschützfeuer. Im Kirlibaba=Abschnitt wurden Vorstöße zurückgewiesen. Kriegsschauplatz in Siebenbürgen. Die Gesamtlage hat sich nicht verändert. Balkan=Kriegsschauplatz. Mazedonische Frout. Gesteigertes Artilleriefeuer leitete westlich der Bahn Bitolj—Florina, sowie nördlich und nordöstlich von NiczePlanina feindliche Teilangriffe ein. Sie mißlangen. Ein bulgarischer Vorstoß säuberte ein Serben=Nest auf dem Nordufer der Czerna. Der Erste Generalquartier meister Ludendorff. Oesterreichisch-ungarischer Bericht wtb. Wien, 18. Okt. Amtlich wird gemeldet: Oestlicher Kriegsschauplatz. Heeresfront des Generals der Kavallerie Erzherzon Carl. An der ungarisch=rumänischen Grenze trat auch gestern keine wesentliche Aenderung ein. Oestlich von Kirlibaba wehrten unsere Truppen mehrere russische Angriffe ab. An der Bystryca Solotwinska Vorpostenkämpfe. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls Prinz Leopold von Bayern. Nordöstlich von Volszowse an der Narajowka bemächtigten sich bayerische Truppen eines starken russischen Stützpunktes, wobei sie dem Feind 2 Offiziere, 350 Mann, 12 Maschinengewehre abnahmen. Am obersten Sereth wurde ein russischer Angriffsversuch im Kleinen vereitelt. In Wolhynien ruhte der Kampf. Italienischer Kriegsschauplatt. Gestern abend griffen beträchtliche Kräfte des Feindes unsere Stellungen am Monte Testo=Roite=Rücken und nördlich des Pasubio=Gipfels an. Die tapferen Verteidiger schlugen diesen Vorstoß blutig ab. An einzelnen Stellen der Fleimstal= und der Dolomitenfront, sowie auf der Karsthochflache war die Arnleriekätigkeit zeinweise recht lebhaft. Südöstlicher Kriegsschauplatz. In Albanien nichts Neues. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs. . von Hoefer, Feldmarsetalleutnant. U. 351 126 Schiffe im Werte von 450 000000 Mk. von einem U.-Boot versenkt. Wieder hat einer aus der Reihe der Weddigen und Hersing den höchsten preußischen Kriegsorden, den Pour je merite erhalten! Wieder einer von unseren herrlichen U. Boot Kommandanten, die aus diesem Kriege als deutsche Helden in alle Zeiten hinüberreichen werden, den späteren als eine stolze Erinnerung nimmer ermaisenden Wage= und Angrifssgeistes und als Beispiel, ihm nachzucifern, für unsere Entel und Enkelkinder. Kapitänleutnant Arnauld de la Perière heißt der neueste unter den Rittern, die der tiefblaue Stern schmückt. Er ist der breitesten Oeffentlichkeit schon von seiner Spanienfahrt her bekannt, als er ein Handschreiben des Kaisers an den König Alfons und Arzneien für unsere Landsleute überbrachte. In Karthagena tauchte er damals troy drei und vierfacher feind. licher Sperre auf und aus Karthagena steuerte er siegessicher wieder in das tückische Ungefähr hinaus. Und kam durch! kam heim! Kam heim trotz all der vielen Kreuzer und Posten, die an ihn gebunden waren und seine Fährte beschlichen. 126 Schiffe von 270 000 Tonnen hat Arnauld mit seinem„u 35“, das ein würdiger Nachfolger eines„U 9“ ist, in drei Viertel Jahren zur Strecke gebracht. Und darunter allein zwei kleine Kreuzer, den Franzosen„Rigal“ und den Engländer„Primula“, mehrere Hilfskreuzer, die Franzosen„Gallia" und„Provence“ und den Engländer „Meneapolis“, und ferner eine große Anzahl von Truppen= und Kriegsmaterial=Trausportschiffen, die für Saloniki bestimmt waren. Und weiter! Die Verdienste dieses Seeoffiziers steigen in der Wertschützung, je mehr Einzelheiten über ihn laut werden: Unter den 126 Schiffen befinden sich allein elf bewaffnete Dampfer! Dabei hat „N 35“ zahlreiche Gesechte bestehen müssen und allein 17 Kämpfe mit den berüchtigten U Bootsfallen ausgesochten, die militärisch organisiert und militärisch geführt sind. Und immer noch nicht genug damit— Arnauld hat mit seinen wackeren Offizieren und Maaten, denn auch sie gehören in diesen öffentlichen Dank, den wir ihnen aus vollem Herzen zollen, im Verfolge dieser Zusammenstöße sogar vier Geschütze erbeutet. Ein U. Boot und vier Geschütze! Das will etwas heißen! Auf einer Fahrt bat„U 35“ übrigens das höchste Maß an versenkter Tonnaer erreicht, das ein Schiff bis jevt hinter sich gebracht hat, und 91 000 Tonnen zu den Fischen gesandt. Alles in allem beträgt der Wert der von Arnauld erledigten Schiffe und ihrer Ladungen 450 000 000 MA. Ehre dem Tapferen! Und Ehre der Marine, aus der er geworden ist. Der Geist, der in ihr lebt, kennt nur Wille und Wagen! Und Taten. Taten, wie die der Weddigen, Hersing und jetzt eines Arnauld! Mit solchen Männern zwingt und England nie und nimmer. Das Schicksal Grieckenlands. Beratungen mit dem König. wtb. Amsterdam, 17. Okt. Nach einer ReuterMeldung aus Athen herrschte die ganze Nacht hindurch zwischen Athen und Tatoi ein äußerst flarker Verkehr. Alle Hofbeamten sind in den Palast berufen worden. Haag. 18. Okt. Reuter meldet aus Athen: Die Besatzungen der Entente-Flotte haben von den griechischen Kriegsschiffen„Avroff".„Kilkis" und„Lemnos" Besitz genommen. Die griechischen Besatzungen wurden nach Athen gebracht Der Korrespondent der„Daily Mail“ meldet aus Alhen: Das Schicksal des Königs und der Regierung häugt am seidenen Faden. Als am Montag der Ministerpräsident Lambros dem Könige die Nachricht übermittelte, daß der französische Admiral Fournet sich geweigert habe, von den jüngsten Forderungen der Entente irgendetwas zurück zunehmen, kam es zu einem heftigen Auftritt zwischen dem König und seinem Minister. Der König sogte zu Lambros, nur ein Mann, der mit dem Admiral im Bunde steht, kann es wagen, mir eine derartige Mitteilung zu machen. Lambros begab sich hierauf zu dem Ministerium des Aeußern. wo er erklärte, daß er den Eindruck gewonnen habe, daß das Land eine Autokratie geworden sei. Er wollte im ersten Angerblick sofort sein Entlassungsgesuch einreichen, besann sich aber später eines anderen und begab sich nach der Landung der französischen Matrosen nochmals zum König nach Tciei. Hier fand er die ganze Umgebung des Königs entrustet und aufgeregt. Der König erklärte, daß ihm nichts weiter übrig bleibe, als mit seiner Jamilie nach Larissa zu gehen. Lambros suchte ihn vergehlich von diesem Schritt zurück zuhalten und fuhr schließlich ebenfalls nach Athen, um Spuludes. Gunaris und Dragumis den Jüngeren zu bitten, zum König zu fahren, was dlese drei auch taten. Sie baten n König dringend, keinen unwiderruflich letzten Schritt zu tun. Unter dem Einfluß ihrer Gründe verschob der König seine Abfahrt. Der Korrespondent fügt hinzu, daß aus vielen Anzeichen zu erfehen ist, daß in Larissa eifrig an der Verteidigung gearbeitet wird. In Orfanum, einer kleinen Station an einer Seitenlinie der Hauptbahn von Larissa, wurden 16000 Artilleriegeschosse und 30 000 Kisten mit Patronen aufgestapelt. Ferner wurden hier in den letzten Tagen 40 Feldgeschütze aufgestellt. An zwei anderen Stationen wurden große Mengen Gewehre zusammengebracht. Demonstrationen gegen den Vierverband. wtb. Bern, 18. Okt.„Secolo“ berichtet: Am Montagabend haben in Athen Kundgebungen von griechischen Marinesoldaten und anderen Teilen der Bevölkerung stattgefunden. Die Demonstranten seien mit griechisch. u. amerikanischen Fahnen unter Rufen:„Nieder mit dem Vierverbande!“ durch die Straßen gezogen. Kavallerie habe einschreiten müssen. In Athen solle alles drunter und drüber gehen. wtb. Bern, 18. Okt. Aus Athen meldet„Corriere delle Sera“ weiter, daß am Tage der Königsparade immer mehr Demonstranten eine drohende Haltung eingenommen hätten. Sie hätten„Nieder mit der Entente!“ gerufen und Kavallerie und griechische Marinetruppen hätten mit aufgepflanztem Seitengewehr eingegriffen und die Plätze gesperrt. Die Meuge sei mit griechischen und amerikanischen Fahnen vor die Gesandtschaft der Vereinigten Staaten gezogen, wo sich aber niemand am Fenster gezeigt habe. Das gegenüberliegende Haus Venizelos' habe die Menge plündern wollen, doch seien die Demonstranten von der Polizei abgehalten worden, wobei es zu Zusammenstößen gekommen sei. Die Demonstranten hätten die Umzüge bis in die späte Nacht fortgesetzt. Um 9 Uhr abends sei ein Ministerrat zusammengetreten. Der Korrespondent fügt hinzu, die Lage sei bis jetzt nicht besorgniserregend. London, 18. Okt.(Reuter.)„Dunn News“ melder aus Athen vom 17., daß eine Abteilung französistcher Soldaten das Theater verließ und sich in den Zappaleon=Gärten in der Nähe des Königlichen Palastes lagerte. Sie marschierte in aller Stille durch die Hauptstraße. Eine halbe Stunde später umringte ein Bataillon griechischer Infanterie den Palast. Eine starke Zumutung hapans an China Unter den japanischen Forderungen an China ist, wie in diplomatischen Kreisen verlautet, auch das Verlangen, daß die in China lebenden Deutschen. Oesterreicher und Ungarn interniert werden. Die Schließung der Niederlassung der Deutsch=Asiatischen Bank in China wird auf einen Druck von Japan und England zurückgeführt. Janan fordert also China zu einem gröblichen Bruch der Neutralität auf. China soll die Kriegsführung Japans und seiner Verbündeten durch einen Völkerrechtsbruch schlimmster Art unterstützen. Nicht um der schönen Augen der Sylvias Chauffeur. Roman von Louis Tracy. (25. Fortsetzung.) Wie wunderhudsch dieser Strom ist,“ sagte sie.„Uno was für reizende Boote die Leute hier haben. Je länger ich sie ansehe, desto stärker überkommt mich das Verlangen, meine Lungen einmal gründlich rein zu baden von all dem Staub, den sie seit unserer Abfahrt von Frankfurt schon in sich aufnehmen mußten. Glauben Sie nicht, liebste Frau von Riedberg, daß es eine recht vernünftige Idee wäre, über Nacht hier zu bleiben und die turze Fahrt nach Karlsruhe morgen gleich nach dem Frühstück zu machen? Wir werden dann ja noch einen ganzen langen Tag vor uns haben, den wir mit dem Vicomte de Marigny verbringen mögen.“ Gewiß hatte sie sich vorgenommen, diesen Vorschlag mit der unbejangensten Miene zu machen; aber sobald sie die Augen der Baronin auf sich gerichtet sah, fühlte sie auch schon, daß ihr das Blut heiß in die Wangen schoß, und sie schämte sich der Komödie, die sie da spielte. Wenn Frau von Riedberg jetzt eine ihrer spitzigen oder sarkastischen Bemerkungen gemacht hätte, so würde sie ganz wehrlos gewesen sein und würde den Vorsatz, auf dessen Ausführung sie sich doch seit Stunden im innersten Herzen freute, wahrscheinlich ohne jeden weiteren Kampf aufgegeben haben. Aber zu ihrer sehr angenehmen Ueberraschung geschah nichts von dem, was sie gefürchtet hatte. Die Baronin verzog vielmehr ihr Gesicht zu demn gütigsten und mütterlichsten Lacheln, dessen es überhaupt fähig war, und sagte mit dem sanstesten Tonsall ihrer schrillen Stimme: „Wenn es Ihnen Vergnügen macht, teuerste Sylvia, so werden wir naturlich über Nacht hier bleiden.“ So groß war Sylvias Freude über diese unerwartete Nachgiebigkeit, daß sie alle Schauspielerei ausgab und ihr Entzücken ganz ofsen an den Tag legte. Sie eilte auf die Baronin zu und legte fast liebkosend die Hand auf ihren Arm. „Das ist wirklich lieb von Ihnen,“ sagte sie herzlich. „Wir werden einen wundervollen Mondabend haben, und ich glaube, der Fluß muß in solcher Beleuchtung einen wahrhaft bezaubernden Anblick bieten. Ein bißchen Ruhe und Stille nach diesen immerhin anstrengenden letzten Tagen wird ja gewiß auch Ihnen als eine Wohltat erscheinen.“ „Gewiß! Und ich finde gleich Ihnen, daß dies ein sehr liebliches Plätzchen zum Ausruhen ist. Aber haben Sie denn auch schon den Chauffeur von dieser Aenderung Ihrer Dispositionen in Kenntnis gesetzt?“ Sylvia zögerte ein wenig mit der Antwort. Angeborene Wahrheitsliebe und naturliche Scheu vor einem Zugestanonis, das zu peinlichen Auseinandersetzungen führen konnte, stritten in ihrer Seele um die Herrschaft, bis, wie es vorauszusehen gewesen war, die Scheu den Sieg behielt. „Nein,“ erwiderte sie, ohne die Baronin anzusehen,„noch nicht. Aber ich werde es ihm sogleich mitteilen lassen.“ Sie klingelte, und als das Mädchen, das sie beim Essen bedient hatte, auf der Veranda erschien, fragte sie: „Glauben Sie, daß wir in Ihrem Hause drei Zimmer für eine Nacht haben können?“ „Gewiß. gnädiges Fräulein! Es ist Raum genug vorhanden.“ „So richten Sie, bitte, unserem Chaufseur aus, daß wir hierbleiben— daß er also den Wagen in die Garage bringen und unser Gepäck ins Haus schaffen lassen soll. Wir werden unsere Fahrt morgen früh um halb nenn fortsetzen.“ Sobald das Madchen sich entsernt hatte, erklärte Frau von Niedberg, daß sie sich nun aber auch sofort in ihrem Zimmer zu einem Schlummerstündchen niederlegen wolle. Sobald sie im Besitz ihres Koffers war, verriegelte sie hinter sich die Tur und setzte sich zum Schreiben nieder. Denn daß der Brief an Mister Pendleton nun nicht länger hinausgeschoben werden dürse, war ihr während der letzten Viertelstunde zur unumstoßlichen Gewißheit geworden— um so unumstößlicher, als sie von ihrem Fenster aus wahrnehmen mußte, wie eine in duftiges Weiß gekleidete Madchengestalt unten aus dem Hause trat, um sich leichtsüßig einem am Landungssteg onenbar auf sie wartenden jungen Manne zu nähern— einem jungen Manne, der natürlich kein anderer war als der abscheuliche Kurt Dietrich Westenholtz. Eine volle Stunde brauchte Frau von Riedberg für die Absassung ihres Brieses, und sie hatte es überaus eilig, ihn zur Post besördern zu lassen. Wieviel, wie unendlich viel aber würde sie schon kurze Zeit nachher darum gegeben haben, wenn sie diesen inhalisschweren Brief auf seiner inzwischen bereits angetretenen Reise nach Paris hätte aufhalten und ihn wieder in ihren Besitz bringen können. Denn beinahe unmittelbar nach seiner Absendung sollten sich Dinge ereignen, an deren Möglichkeit sie bei all ihrer Schlauheit und Verschlagenheit bieder wahrlich auch nicht eine Sekunde lang gedacht hatte. 10. Kapitel. Man klopfte an die Tür ihres Zimmers, und auf das „Herein!“ der Baronin zeigte sich das ziemlich einfaltige Gesicht eines weidlichen Dienstvoten. „Gnädige Frau entschuldigen— heißt Ihr Chausseur vielleicht Westenholt?“ „Jawohl!— Was ist's mit ihm?“ „Jemand in Karlsruhe wünscht ihn am Telephon zu sprechen.“ „Ich habe ihn soeben unten am Flußufer gesehen. Wenn Sie gleich hinuntergeben, werden Sie ihn wohl noch finden.“ Nicht ohne ein Gefühl schadenfroher Genugiuung hatte die würdige Dame diese Auskunft erteilt: denn sie stellte sich's sehr hübsch vor, wenn das unpassende Tete=a=tete der beiden auf solche Art ein vorzeitiges Ende erführe. Aber noch ehe das Mädchen die Schwelle überschritten hatte, um nach ihrer Weisung zu handeln, kam ihr ein anderer Gedanke. Vielleicht bot sich hier eine unverhoffte Moglichkeit. dem gefährlichen Chausieur ein wenig hinter seine dunklen Geheimnisse zu kommen, und jedenfalls konnte es nichts schaden, wenn man wußte, wer der Anrufer in Karisruhe war. Sie rief also das Madchen zurück und erklärte, daß es doch wohl besser sei, den Chausseur zunachn nicht zu rusen, da Miß Pendieton, die eine Bootfahrt unternehmen wolle, darüber ungehalten sein konnte. Jedenfalls handle sich's bei dem telephonischen Anruf um eine Sache, die sie ebensogut erledigen könnte, und sie wolle darum selber an den Aprarat gehen Das Mädchen hatte nichts dagegen einzuwenden, und zwei Minuten später betrat Frau von Riedberg die gepolsterte Telephonzelle, deren Tür sie sorgfält'g hinter sich ins Schloß drückte. Sie legte beide Hörrohre an die Ohren und meldete sich mit einem kurzen„Hallo!“, indem sie bemüht war, ihrer hohen Stimme einen männlich tiesen Klang zu geben. Unverzüglich erfolgte die Antwort: „Guten Abend, Herr Graf! Sie sind doch selber am Apparat?“ „Ich verstehe nicht,“ gab die Baronin zurück.„Wer ist dort in Karlsruhe?“ „Ich bin es— Hasenkamp. Aber wer spricht denn dort? Sind Sie es, Herr Graf?“ „Können Sie es denn nicht hören? Sagen Sie mir, was Sie wünschen.“ „Ich bitte um Verzeihung; aber die Verständigung ist nicht sehr gut. Und die Stimme des Herrn Grafen klang mir so fremd. Ich habe eine wichtige Mitteilung zu machen, die leider aucb eine sehr unangenehme ist. Aber. Herr Graf. es ist wirrlich nicht meine Schuld. Der alte Herr Graf begegnete mir auf der Straße in Bruchsal und zwang mich, mit ihm hierherzufahren. Was soll ich nun tun?“ „Der alte Herr Graf— wer ist das? Und wer ist es, der dort spricht?“ „Also sind Sie gar nicht der Graf Hoiningen— ab, ich meine, Sie sind gar nicht der Chaufseur Westenholtz““ „Rein— hier ist das Hotel Bellevue in Königsruh. Die Herrschaften, zu denen der Chauffeur gehört, sind augenblicklich nicht im Hause, aber wenn Sie dem Herrn Westenholt etwas mitzuteilen haben, so kann ich je die Bestellung ausrichten.“ Sie hatte eingesehen, daß sie die Täuschung nicht würde durchführen können, und war deshalb in ihre natürliche Stimmlage zurückgefallen. Aber sie hatte sich trotzdem weislich gehutet, sich zu erkennen zu geben, und ihr Einfall, sich gewissermaßen als Personisikation des„Hotels Bellevue" vorzustellen, war ohne Zweisel ein sehr glücklicher gewesen, denn der arglose Hasenkamp ging wirklich in die Falle, die ihm damit gestellt worden war. „Danke sehr, Madame,“ klang es nach einem kleinen Zaudern aus dem Apparat.„Wenn es wirklich ganz unmöglich ist, daß ich Westenholtz persönlich spreche, so wird mir wohl nichts anderes übrigbleiben, als Sie um eine Bestellung an ihn zu bitten. Denn ich habe keine Möglichkeit, mich auf andere Weise mit ihm in Verbindung zu setzen. Mein Name ist Hasenkamp— das haben Sie doch verstanden?“ „Jawoh!— Ihr Name ist Hasenkamp. Und was weiter?“ „Sagen Sie dem Herrn Graf— dem Chauffeur Westenholtz, meine ich, daß der Graf Hoiningen mir in Bruchsal begegnete, und daß ich gegen meinen Willen gezwungen wurde, ihm einige Erklärungen zu geben. Er stand plötzlich vor mir, wie vom Himmel gefallen, und ich hatte gar keine Zeit zu überlegen, was ich tun sollte. Den Namen haben Sie doch richtig behalten?“ „Jawohl— Graf Hoiningen, sagten Sie.“ „Ganz recht. Der Herr Graf wird schon verstehen.“ „Welcher Herr Graf?“ —— Mißverständnis! Ich meine, der ChauffeuWestenholtz wird schon wissen, um was es sich handelt, wenn Sie ihm meine Worte wiederholen. Aber Sie dürfen das nicht in Gegenwart der Damen tun, in deren Gesellschaft er sich befindet. Sie müssen ihn beiseite nehmen und ihm die Bestellung unter vier Augen ausrichten; denn es handelt sich um eine reine Privatsache.“ „Ich habe vielleicht noch nicht alles begriffen. Vor allem din ich noch nicht im klaren darüber, mit wem ich eigentlich rede.“ „Ich bin der Chauffeur des jungen Grafen Hoiningen. Ach, Unsinn— ich habe mich versprochen— ich bin der Chauffeur des Herrn Westenholg.“ Die Baronin fühlte sich von eiskalten Schauern überrieselt, und ihre Hände zitterten so, daß sie kaum noch die schweren Hörrohre zu halten vermochte. Aber sie bezwang sich kapfer, um nicht auch im Klang ihrer Stimme etwas von ihrer ungeheuren Aufregung zu verraten. „Also Sie sind Herr Hasenkamp— der Chausseur des ungen Grafen Hoiningen. Jetzt habe ab es verstanden.“ (Fertsetzung folgt.) Deutschen willen, sondern weil die Erfüllung dieser Forderung einer förmlichen Anerkennung der japanischen Oberhoheit in China gleichkäme, müßten hier die Vereinigten Staaten ein Wort dreinreden. Die großen amerikanischen Interessen in China sind ohnehin durch das terroristische Vorgehen Japans stark gefährdet. Sinkt China, indem es sich derartigen, seine staatliche Selbständigkeit vernichtenden Forderungen unterwirft, zum Vasallen Japans herab, wird China ein zweites Korea, so mag Anerika zusehen, was aus seiner politischen und kommerziellen Machtstellung im Stillen Ozean wird. wtb. Berlin, 18. Okt. Mit Bezug auf die Mitteilung in einem Blatte, daß sich unter den Forderungen Japans an China auch das Verlangen befindet, daß die deutschen, österreichischen u. ungarischen Staatsangehörigen interniert verden sollen und daß die Schließung der Niederlassungen der Deutsch asiatischen Bank in China auf englisch=japanischen Druck zurückzuführen sei, teilt die hiesige chinesische Gesandtschaft Wolffs Telegraphischem Bureau mit, daß die letzten amtlichen Nachrichten nichts enthalten, was diesen Behauptungen auch nur im entferntesten nahekäme. Ein„Debacle Kautskus“. Karl Kautsky hat als Herausgeber der„Neuen Zeit", wie sich die Wochenschrift der deutschen Sozialdemokratie nennt, innerhalb der sozialdemokratischen Partei Jahrzehnte lang durch seine emsige schriftstellerische Tätigkeit sowohl für die Tagespolitik als auch für die theoretische Durchbildung sozialdemokratischer Grundsätze einen Einfluß ausgrübt, der kaum weit hinter Bebels Vormachtstellung zurückgeblieben ist, wenn dieser auch durch seine Reden innerhalb und außerhalb des Parlaments nach außen hin mehr hervorgetreten ist. Dieser Theoretiker der Sozialdemokratie hat nun jüngst auf der sozialdemokratischen Reichskonferenz eine arge Niederlage erlitten. Von sozialdemokratischer Seite in der sozialistischen Wochenschrift „Die Glocke"(28. Heft vom 7. Oktober) wird ihm vorgehalten: „Es war sicherlich eine der dramatischsten Szenen der Reichskonferenz, als dem würdigen Kautsky seine dreifache Cotillonkrone als Parteipapst unter großem Getöse vom Haupt fiel, als ihm, dem bekehrten Kreditverweigerer— er habe am 4. August einen schweren Irrtum begangen, erklärte er— nachgewiesen wurde, wie er zur Zeit des russisch=japanischen Krieges von den japanischen Sozialisten die Zustimmung zu den Kriegskrediten verlangt habe. Ja, aber! und richtig kam das: ja, aber in einem heftigen Zwischenruf Kautskys heraus:„Ja, aber der deutschen Regierung Kriegskredite zu bewilligen, habe ich nie gut geheißen!“ In der Tat, kann man„intemationaler“ sein? Die stürmische Erregung, die sich hier der gesamten Konferenz bemächtigte,— nur Kautskys intime Freunde schwiegen entsetzt— bewies, wie man diese Sorte„Marxismus“ einschätzte. Mit Recht konnte in seinem Schlußwort Scheidemann von einem Debacle Kautskys sprechen. Ein Schicksal hatte sich vollendet". Kantskys Ruhen ist in der Sozialdemokratie nie unbestritten gewesen, vielmehr stets recht stark angegriffen worden. Am wirkungsvollsten wohl von dem Reichstagsabgeordneten von Vollmar, der 1903 auf dem Parteitag in Dresden von ihm sagte:„Kautsky ist der Fanatiker der Theoric, der Partei gewordene deutsche Professor, der lieber die Welt und womöglich die Partei zugrunde gehen läßt, als daß er aus seinem schönen Lehrgebäude auch nur einen einzigen Spahn herausziehen ließe.“ Schon im Jahre vorher hatte Vollmar auf dem Parteitag in München Kautsky zugerufen:„In Kautsky lebt ein Geist der Einseitigkeit, der Enabrüstigkeit, der Unduldsamkett gegenüber anderen Aecnunger“. Vom Tage. Blänzendes Einzahlungsergebnis bei der neuen Kriegsauleihe. wtb. Berlin. 18. Okt. Auf die fünfte Kriegsanleihe sind bis zum 14. Oktober 7 334 000 000 Mark gleich 68.9 rozent des bisher bekanntgewordenen Zeichnungsergeb. nisses von 10 651 000 000 Mark eingezahlt worden. Die Darlehnskassen hatten bis zum 7. Oktober Darlehen für die Zwecke der fünften Kriegsanleihe im Betrage von 38.3 Mill. Mark— 0.61 Prozent des gezeichneten Anleihebetrages, und bis zum 15. Oktober Krieasanleihedarlehen in Höhr von 56.6 Millionen Mark— 0.77 Prozent des gezeichneten Anleihebetrages gewährt. Die Inanspruchnahme der Darlehnskassen für die fünfte Kriegsanleihe war also biher sehr zeringfügig. Ein französischer Hilfskreuzer versenkt. Christiania, 17. Okt. Die Mannschaft des am 5. Okt. bei Brest versenkten norwegischen Dampfers„Risholm“ ist in Bergen angekommen. Sie erzählte, daß, während ein deutsches A-Boot durch Bomben und Granatschüsse„RisKreuzund quer durch den Schwarzwald Von Ernst Kirchberg. IV. Als ich am Abend meiner Wonderung nach Höchenschwand kam, war die Haferernte in vollem Gange. Was doch ein geringer Unterschied in der geographischen Breite ausmacht! Im Riesengebirge reift in 1000 Meter Höhe auch der Hafer nicht mehr, und 200 Meter höher findet man nur noch Knieholz und verkrüppelte Fichten. Hier im Schwarzwalde hat man über 1000 Meter hinauf ergiebigen Hafer= und Roggenbau und in 1300 Meter Höhe prächligen Hochwald. Erst darüber hinaus bleibt der Baumwuchs zurück, die höher gelegenen Abhänge und Halden können zur noch zu Weiden benutzt werden. In Höchenschwand gibt es ein großes, in Friedenskeiten von mehr als 100 Fremden besuchtes Kurhaus und nach Ausweis des Reiseführers zwei bescheidene Gasthäuser. Der„Hirsch“, in dem ich abgestiegen war, schien allerdings äußerst bescheiden. Denn Großvater hütete allein das Haus und bat mich, mich mit dem Abendessen zu gedulden, bis die Seinen vom Felde zurück wären. Wie erstaunte ich dann eine Stunde später, am fleischlosen Tage ein lukullisches Mahl vorgesetzt zu erhalten, Eierkuchen mit Salat, Butterbrot und Käse, soviel ich haben wollte, alles in vorzüglicher Beschaffenheit und insbesondere das Brot so wohlschmeckend und kräftig, wie ich es seit Kriegsausbruch nirgends gegessen hatte. Und noch mehr staunte ich, als ich auf mein Zimmer geführt wurde. Es trug die Nummer 11, und die Ausstattung ließ, wie im Schwarzwald überall, nichts zu wünschen übrig, bequeme Betten, Sofa, gepolsterte Lehnsessel, hochmooernes Waschgeschirr. Der Schwarzwald wird eben seit Jahrzehnten von Fremden befucht und ist auf den entlegensten Dörfern hierauf eingerichtet. Man braucht nirgends auf seine kleinen Bequemlichkeiten zu verzichten, und wenn die Preise nicht überhoch sind, so billig, wie noch in manchen Gegenden der deutschen Mittelgebirge läßt sich im Schwarzwald heute nicht mehr reisen. ist sonst wegen seines schönen Alpenblicks bekannt. Aber, obwohl der Abend sonnig war, blieb Alpenblick versagt. Dazu war die Lust in der ersten Hälfte des September noch zu undurchsichtig. Erst das Monatsende und der Oktober bringen klarere Tage und Aussichten in die Ferne. Auch der andere Morgen war schön, als ich die 6 oder 7 Kilometer Wegs auf der bequemen, alten Fahrstraße nach St. Blasien hinunterzog. Der altbekannte Kurort liegt ähnlich Triberg in einem prächtigen Waldtale. Von welcher holm" versenkte, ein französischer Hilfskreuzer herbeigekommen sei, der das A-Boot heftig beschossen, aber nicht getroffen habe. Kurz darauf wurde er selbst von dem U-Boot versenkt. Norwegische Bergungsdampfer haben die geretteten Mannschaften von den un Eismeer versenkten norwegt. schen Dampfern„Knut Jarl“,„Nessar“,„Fancy“,„Sinsen“ und„Raon" nach Vardö gebracht. Gleichzeitig wird gemeldet, daß auch die russischen Routenschiffe an der Murmanküste die Fahrt eingestellt haben, da die Besatzungen sich auszufahren weigerten. London, 16. Okt. Lloyds meldet, daß der Dampfer „Welsh Prince"(etwa 5000 Tonnen) versenkt worden ist. Die Machenschaften des„New Vork Herald“ New Vork, 18. Okt. Die Regierung hat einen Marine-Offizier mit der Leitung der New-Yorker drahklosen Station des„New York Herald" betraut, um zu verhindern, daß die Station dazu benutzt werde, den auf See befindlichen Schiffen unneutrale Meldungen zukommen zu lassen. Diese Maßnahme ist dadurch hervorgerufen worden, daß eine drahtlose Meldung dieser Station aufgefangen wurde, die über die U-Book-Tätigkeit berichtete. Die Regierung schloß alle hiesigen und Küsten-Funkenstationen. Testament auf einer Ansichtskarte? Ein Kriegsteilnehmer ledigen Standes sandte aus dem Felde einer befreundeten Familie eine Ansichtskarte, in welcher er zunächst über seine Einschiffung nach Libau, über die Fahrt dorthin, Begegnung mit Kriegsschiffen, das Treiben der Möwen, über Seekrankheit berichtet, und dann im letzten Fünftel der vollbeschriebenen Karte wie folgt fortfährt: „Falls ich nicht wiederkomne, so erhält Marthel, Deine Frau, 80000 Mark(dreißigtausend), meine Noten, Bücher, Kleider aus meinem Nachlaß. Meine Verwandten brauchen nicht alles zu schlucken. Euer Ernst. Herzl. Gruß.“ Der Absender der Karte ist gefallen; die in der Karte bezeichnete Freundin verlangt von den Erben die Auszahlung der 30000 Mk. Justizrat Henschel in Breslau untersucht in der„Deutschen Juristenzeitung" die Frage, ob das Schriftstück eine rechtswirksame Verfügung von Todeswegen darstellt. Das Reichsgericht hat bei Testamenten aus dem Felde den Vornamen für ausreichend angesehen. Henschel kommt jedoch zu dem Schluß, daß die Karte nur eine Mitteilung bedeute, daß aber ein rechtswirksames Testament hier nicht vorliegt. Lippisches. Detmold, 19. Oktober 1916. Unsere### Helden. Zwei junge Reserve=Offiziere aus unserem Lande sind in den letzten schteren Kämpfen den Heldentod fürs Vaterland gestorben: Aus Detmold fiel im Kampfe fürs Vaterland der Leutnant d. R. Müller, ein Sohn des beliebten Oberpostschaffners Müller in der Mühlenstraße. Nach dem Besuche der Gymnasien in Detmold und Hameln, widmete sich der junge, hoffnungsvolle Mann der zahnärztlichen Laufbahn. Er bestand sein Staatsexamen und wurde einige Zeit vor dem Kriege selbständig. Nun hat sein früher Tod allen Hoffnungen ein Ende bereitet. Unsere herzliche Teilnahme gilt den Eltern, die auch schon durch andere Schicksalsschläge schwer getroffen sind. Am 7. Oktober fiel im 28. Lebensjahr der Kaufmann Wilhelm Hackemack aus Lemgo, Leutnant d. R. und Kompagnieführer im Inf.=Regt. Nr. 394, Inhaber des Eisernen Kreuzes und des Lippischen Kriegsverdienstkreuzes und des Hanseaten=Kreuzes. Aus Wöbbel im Amte Schieder starb im blühenden Alter von 27 Jahren, nachdem er fast 20 Monate vor dem Feinde gestanden hatte, der Kanonier Friedrich Möller vom Fußart.=Regt. Nr. 1, 6. Mörser=Vatterie, den Heldentod fürs Vaterland. Mit dem Eifernen Kreuz 2. Klasse wurde der Musketier G. Hülfemann aus Leese ausgezeichnet, nachdem er bereits schon im vorigen Herbst mit dem Fürstlich Lippischen Kriegsverdienstkreuz dekoriert war. Mit dem Lippischen Kriegsverdienstkreuz ausgezeichnet wurde der Matrose Leis aus Erder. L. ist gleichzeitig zum Obermatrosen befördert worden. Das Lippische Kriegsverdienstkreuz wurde dem Unteroffizier Dickmann aus Talle verliehen. Mit dem Lippischen Kriegsverdienstkreuz ausgezeichnet wurde der Wehrmann Heinrich Böke im Inf.=Regt. Nr. 369, Sohn des Veteranen Friedrich Böke aus Hohenhausen. Das Fürstlich Lippische Kvriegsverdienstkreuz wurde dem Gefr. Fritz Freitag aus Brake i. L. beim Res.=Inf.= Regt. Nr. 218, früher 8. Komp., Inf. Regt. Nr. 55, verliehen. Zum Unteroffizier wurde der Kanonier Karl Corwey, Sohn des Supevintendenten Corwey aus Hohenhausen, befördert. Landesbibliothek. Wir erhalten noch folgende kurze Zuschrift: Es muß überroschen, daß die Einschränkung der Benutzungsstunden mit dem beliebten„Mangel an Arbeitskräften" begründet wird. Denn jeder Besucher kann sich überzeugen, daß die Zahl der beschäftigten Hilfskläfte gegenüber der Zeit vor dem Kriege keine Einschränkung erfahren hat. Von einer Arbeitsüberlastung kann auch wohl kaum die Rede sein, da bei einer Oeffnung von ganzen fünf Stunden in der Woche— ein Zustand, der übrigens auch wenig der Würde des Landes entsprach— die Benutzung nicht übermäßig war und sein konnte.— Die Bibliothek verfügt über einen reichen Schatz von Zeitschriften; der kann kaum bei einer Oeffnung der Bibliothek von fünf Stunden an drei Tagen in der Woche ausgenutzt werden, geschweige denn in zwei Stunden. Die tägliche Oeffnung der Bibliothek, wenn auch nur für wenige Stunden, müßte das mindeste sein. Kein voller Erfolg der Pflaumenbeschlagnahme. Die kürzlich der Oeffentlichkeit übergebene Mitteilung, die Beschlagnahme der Pflaumen und Zwetschen habe ihren Zweck erreicht, mußte umsomehr überraschen, als kurz zuvor über ein ungenügendes Ergebnis geklagt und den die Ware Zurückhaltenden ein niedrigerer Preis angedroht wurde. Wie nun dem Kriegsausschuß für Konsumenteninteressen von verschiedenen Seiten mitgcteilt wird, ist der vom Kriegsernährungsamt beabsichtigte Zweck keineswegs voll erreicht worden. Die Gründe dafür dürften interessieren. Der eine davon ist, daß die Zivilbehörden bei der Durchführung versagt haben, sie haben entweder nicht oder nur ungenügend mitgewirkt.(Bekmntlich ging die Beschlagnahme von den Generalkommandos aus.) Der andere ist, daß die von den konzessionierten Aufkäufern eingekauften Woren nur zu einem geringen Teil an die Marmeladefabriken, im übrigen an Private weiter verkauft wurden, weil sie von diesen einen bedeutend höheren Preis erzielten. Diese konkurrenzlos gemachten Herven sollen mit dem abgeschlossenen Geschäft sehr zufrieden sein. Der Zweck der Beschlagnahme allerdings ist damit durchkreuzt. Das alte Futterlied. Der Abgeordnete Arnstadt sagte am 18. Oktober im Reichstage, es sei ern Unding, den Preis der Eßkartoffeln dauernd niedriger als den Futterwert der Kartoffeln zu halten. Wohlgemerkt sagt er das, wie uns aus Konsumentenkreisen geschrieben wird, zu einer Zeit, wo dem Landwirte die Speisekartoffeln mit 4.— M bezahlt werden. Also: weil das Schweinefleisch hoch im Preise steht, ist die Futterkartoffel wertvoll, und deshalb muß die Speisekartoffel von rechtswegen noch teuver bezahlt werden. Wenn das dann glücklich erreicht ist, verweist man darauf, daß man die Schweine mit den wertvollen Kortoffeln füttern müsse, und fordert nun natürlicherweise höhere Schweinepreise. Sobald aber diese festgesetzt sind, kann das schöne und gewinnbringende Spiel von neuem beginnen. Und das Ganze nennt man im Brusttone der Ueberzeugung nationale Kriegswirtschaft, allein imstande, uns das Durchhalten zu ermöglichen. Mästung der Schweine mit Hutterrüben. Auf die Verwendung der Futterrüben zur Schweinemast ist schon früher hingewiesen worden. Professor Franz LehmannGöttingen schreibt hierüber u. a. folgendes: „Im kommenden Winter ist es eine Hauptaufgabe der Landwirtschaft, soviel fette Schweine abzuliefern, als irgend möglich ist. Da es an Jungschweinen nicht sehlt, kommt es nur da.auf an, die vorhandenen Futtermittel richtig auszunutzen. Die Kartoffeln kommen in diesem Jahr nur in Betracht, soweit sie zur menschlichen Ernährung untauglich sind. Einen vollwertigen Ersatz für die Kartoffeln bieten die Rüben, und zwar sowohl Kohlrüben(Wruken) als auch die gewöhnlichen Futterrüben(Runkelrüben). Mit solchen sind in der Landwirtschaftlichen Versuchsstation Göttingen Mastversuche angestellt worden. Selbst junge Schweine im mittleren Lebendgewicht von knapp 40 Kg. fressen hiernach so große Mengen von Rüben, daß 70 Proz. des Nährstoffbedarfes durch sie gedeckt und höchste Lebendgewichtszunahme erzielt werden konnte. Gegen Ende der Mast läßt der Verzehr an Rüben verhältnismäßig nach. Immerhin verzehrten die Tiere für Tag und Stück noch fast 12 Kg. Rüben und nahmen hierin 67 Proz. des Nährstoffbedarfes auf. Die Zunahmen sind auch hier noch befriedigend gewesen. Der Erfolg wird jedoch nur erzielt, wenn bei der Fütterung bestimmte Bedingungen erfüllt werden. Diese sind: 1. Die Rüben müssen gekocht oder gedämpft werden. 2. Das Dämpfwasser muß mitverfüttert werden. Dies ist ein Unterschied der Kartoffeldämpfung gegenüber, wo man das Dämpfwasser immer weglaufen läßt. Kartoffeln und Rüben lassen sich also nicht gemeinsam dämpfen. 3. Die gedämpften und zerkleinerten Rüben müssen mit Beifutter gemischt werden. Seite man sich ihm auch nähert, immer sieht man zunächst die alte Klosterkirche in der Form eines griechischen Tempels mit hohem Kuppelbau, um ihn herum gleich einem Schmuckkästchen die eleganten Pensionshäuser und Villen der Stadt und dann Wald und wieder Wald, soweit das Auge reicht. Bezüglich seiner Besucherzahl von 8000 Kurgästen im Jahre kann sich St. Blasien mit Triberg nicht messen. Auch wiegen in ihm die geschlossenen Anstalten vor. St. Blasien ist eine Genesungsstätte für Kranke, Triberg ein Erholungsaufenthalt für Gesunde. Wie jetzt im Kriege vielfach, so klagte man auch im Schwarzwald darüber, daß die Fremden alles aufäßen, und in Höchenschwand war geradezu das Gerücht verbreitet, daß die Kurgäste zum 15. September aus St. Blasien hinausmüßten. Beinahe hätte man denken können, daß das Gerücht auf Wahrheit beruhte. Denn das Kurkonzert war höchstens noch von 3 Dutzend Personen besucht und unter ihnen mehr als die Hälfte Soldaten und Kindermädchen Aber als ich dann um Mittag herum nach dem Feldberg ausbrach. konnte ich das in dem Bewußtsein tun, in St Blasien ein Kurkonzert gehört zu haben. Gespeist hatte ich noch nicht, dazu hatte das Frühstück in Höchenschwand einen zu guten Grund gelegt. Und das letztere war bei allem Pech an diesem Tage mein gutes Glück gewesen. Denn an statt schon zum Kaffee auf dem Feldberge zu sein, bin ich den ganzen Tag in den Bergwäldern seiner Umgebung immer in die Runde gegangen. Ich war von der großen Straße abgebogen, um einen Richtweg zu nehmen. Die Karten in meinem Führer waren schlecht, und die Wegezeichnungen an den Kreuzungspunkten noch schlechter. Schließlich konnte ich froh sein, in dunkler Abendstunde tief unter mir die Lichter eines Dorfes zu erblicken, und als ich eine halbe Stunde später nach Menzenschwand hinunterkam, hatte ich wenigstens die Genugtuung, nicht die Richtung verloren zu haben und dem Feldberg näher zu sein, als in St. Blusien. Die Irrjahrten an dem prächtigen Herbsttage in den Waldungen zwischen St. Blasien und dem Feldberge hatten ihren Reiz gehabt und mir auch keine Ueberanstrengung gebracht. Aber ganz ohne Nachteil waren sie für meine Reise nicht gewesen. Die Bewölkung hatte gegen Abend mehr und mehr zugenommen, und als ich am andern Morgen meine Wanderung wieder aufnahm, hatte der Himmel seine Schleusen wieder einmal geöffnet. Zwar ließ der Regen bald nach. Aber ich bin bei Nebel vom Hegelhof zum Feldberger Turm hinauf= und von ihm bei Nebel zum Rinkenhause wieder hinabgestiegen. Die umfassende Rundsicht vom Feldberge aus über den ganzen weiten Schwarzwald. die Rheinebene, die Vogesen, den Bodensee und die Alven ist mir entgangen. Gerade auch K der Blick vom Turme aus auf die weiten kahlen Hochplateaus des Feldberges ist einzig in seiner Art. Aber mit der Ungunst des Wettergottes müssen alle Gebirgsreisenden rechnen. Alles auf einmal sieht man selten auf einer Reise, namentlich wenn man nur 14 Tage zur Verfügung hat. Auch konnte ich mit dem Wetter noch einigermaßen zufrieden sein. Schön war der Weg zum Rinkenhause hoch über der wilden Seitenschlucht des Höllentales, in der auf allen Seiten wie in einem Amphitheater jäh und steil die massigen Bergriesen ihre Häupter zum Himmel emporrecken, während neben und unter mir die Nebel hin= und herfluten, schön auch der Abstieg auf dem schmalen Serpentinenwege die 300 Meter von Albersbach ins Höllental hinunter. Das Höllental hat in Wirklichkeit schon alpinen Charakter, wie das Aupatal und der Klausengrund im Riesengebirge, und wenn hier die Berge vielleicht auch noch etwas höher sind, so sind die Abhänge im Höllental dafür steiler und deshalb wirkungsvoller. Noch eine kleine Fahrt auf der Zahnradbahn talabwärts und ich bin in Freiburg. Freiburg ist so recht eine Stadt für Leute, die das Leben auf ihre alten Tage noch ein wenig genießen wollen. Eine altehrwürdige Stadt von heute nahezu 100 000 Einwohnern und Sitz einer Universität bietet es mit seinem berühmten Münster und den zahlreichen andern mittelalterlichen Bauten, seinen Bibliotheken, Sammlungen und Museen, seinem hervorragenden Theater und seinen guten Konzerten auch für verwöhntere Ansprüche jede gewünschte äußere Anregung. Bei einer Seehöhe von 280 Meter und auf 3 Seiten von Berg und Wald eingeschlossen, ist seine Luft so rein und gesund wie in einem einsamen Gebirgsdörschen. Und Wanderungen und Bergbesteigungen kann man von ihm aus unternehmen. daß es eine Lust ist. Was besagt es, daß auf dem Schloßberg gerade Abwehrkanonen aufgestellt sind und auf der Lorettohöhe eine Flugwache untergebracht ist? Da steigt man dafür auf einen der zahllosen andern Berge in der Nähe und befindet sich nach 1½ Stündchen Wanderung durch herrlichen Hochwald wieder 300 Meter über der Stadt auf dem Brombergkopfe. Unten wogt und brandet das Häusermeer, aus der einen Bergschlucht heraus und in die andere hinein und drüben, wo die Berge und die Häuser aufhören, da hat man die Ebene. Da blitzert und blinkert der Rhein und noch weiter im Hintergrunde blauen die Vogesen. Auch haben am Bromvergkopfe die Herrlichkeiten nicht etwa ein Ende, wie jetzt an der Schweizergrenze bei Konstanz. Wer gut zu Fuße ist und über die nötige Zeit verfügt, der kann von hier aus weiter hinauf zum Notschrei, zum Luginsland, zum Feldberg, bis oben hinauf auf den Feldberg von Freiburg aus in 7 Stunden. Man braucht erst nicht mit der Eisenbahn bis an die Berge heranzufahren. 4. Dieses Beisutter wird in der Höhe von ¾ bis 1 Kg. für Tag und Schwein gegeben. Besteht es zu ½ aus eiweißreichem Kraftfutter, z. B. Fischmehl, Kadavermehl, oder Trockenhefe und zu % aus Getreideschrot oder Kleie, dann erzielt man bestimmt höchste Masterfolge, also am Anfang Zunahmen von 500 Gr. am Schluß der Mast von 700 Gr. und mehr. Steht dagegen nur Kleie oder Getreideschrot und kein eiweißreiches Futter zur Verfügung, dann ist es ratsam, die Fütterung in zwei Abschnitte zu zerlegen, und zwar: *) Vormast nicht unter 4 bis 5 Monaten. Man füttert Rüben mit Klee oder Heu aller Art, und zwar auf 100 Ng. Rüben etwa 5 Kg. Heu, letzteres gehäckselt oder als Schrot. Es empfiehlt sich, das Heu mit den Rüben zu dämpfen. Es müssen monatliche Zunahmen von 10 bis 12 Kg. für das Stück erzielt werden. Nur wenn dies nicht erreicht wird, legt man geringe Mengen Getreideschrot oder Kleie zu. d) So vorbereitete Schweine werden in dreimonatlicher Vollmast schlachtreif. Diese besteht aus einem Beifutter von 1½ Kg. Getreideschrot oder Kleie, wozu gedämpfte Rüben bis zur Sättigung gereicht werden. Kleeblätter, die durch Droschen von Klie im Bebrage von etwa 40 Proz. gewonnen werden können, sind ein vollwertiger Ersatz für Kleie. Nur diese beiden Verfahren führen zum Ziele. Dagegen ist davor zu warnen, Schnellmast mit Getreideschrot allein, also ohne eiweißreiches Beifutter zu betreiben, weil sie zur Futterverschwendung führt.“ — Mit der Kriegsehrenmedaille„Treu bewährt in schwerer Zeit“ wurden ferner wegen ihrer Verdienste um die Jugendwehr ausgezeichnet der Schneidermeister Fritz Möller und der Lackfabrikant Juckenack in Detmold. — Kartoffelenteignung. Seitens des Kommunalverbandes Paderborn ist, wie aus einer Bekanntmachung im„Westälischen Volksblatt“ in der gestrigen Nummer hervorgeht, die allgemeine Enteignung der Kartoffeln eingeleitet worden. Der Enteignungspreis beträgt 2 50 Mark— Es ist wrklich an der Zeit, daß durch solche Lehördlichen Maßnahmen die Kartoffelversorgung der Bevölkerung sichergestellt wird. Worte waren genug gewechselt, mögen jetzt die Taten folgen, auch in Lippe, wenn die Versorgung nicht recht bald in genügender Weise erfolgt. — Aufführung des Oratoriums„Der Rose, Pilgerfahrt" von Rob. Schumann. Es ist wirklich mit Freuden zu begrüßen, daß wir dieses wundervolle Werk Schumanns, welches seit langer Zeit in Detmold nicht mehr zur Aufführung gelangte, jetzt einmal wieder zu Gehör bekommen sollen. Das Konzert veranstaltet der Detmolder Männerchor, der sich mit dem Detmolder Frauenchor zu diesem Zweck zu einem gemischten Chor unter Loitung des Musikdirektors Herrn Großjohann, zusammengeschlossen hat, unter Mitwirkung namhafter Solisten aus Dortmund und der Kapelle des 2. Ers.=Batls. des Ins.Regts. Nr. 55, im Saale des„Neuen Kreuges", und zwar in den ersten Tagen des Monats November.— Wir werden demnächst noch des näheren darauf zurückkommen. Heute abend findet im Saale des Hotel„Stadt Frankfurt“ eine Sonderprobe des Detmolder Frauenchors um 8½ Uhr statt. — Neues Lichtspielhaus. Der laufende Spielplan, inhaltlich und interessant, bietet als Hauptschlager das doeiaktige Lustspiel „Der Posaunenengel". Dieses Bild bietet eine Fülle des köstlichen Humors und läßt den Beschauer fast nicht aus dem Lachen herauskommen. — Krieger=Sanitätskolonne Detmold. Heute abend 8 Uhr findet eine Versammlung im Evangelischen Vereinshause statt. Da verschiedenes zu besprechen ist, wird um vollzähliges und pünktliches Erscheinen gebeten. — Der Blaukteuzverein feiert am Sonntag, den 22. Oktober, sein Jahresfest. Die Festpredigt hält Pos“5. emner. Kissing aus Salzuflen um 10 Uhr vormittags in der reform. Stadtkirche. Die Sammlung am Schluß des Gottesdienstes ist für die Bloukreuzarbeit bestimmt. Eine besondere Nachfeier des Nachmittags findet in diesem Jahre nicht statt. Großfeuer an den Externsteinen. ek Gegen 1½ Uhr heute früh wurde die Hornsche Feuerwehr aus dem Schlafe geweckt, es brannte das Hotel „Kaiserhof“ am Externstein(Bes. Ww. Briest). Als die Wehr an der Brandstätte erschien, stand der ganze Dachstuhl sowie die Scheune und der große Saal bereits in Fammen. Die schlechten Wasserverhältnisse machten der Feuerwehr große Schwierigkeiten, und es gelang nach einer Stunde nur mit großer Mühe, die Spritzen mit dem Ertersleiner Teich zu verbinden, doch stellte sich bald heraus, daß alles vergebens war, denn das ganze Hotel war von der Gewalt des Feuers ergriffen. Ein schaurig=schöner Anblick! Der kräftigen Hilfe der im Hotel sowie in der Stadt Horn untergebrachten Soldaten ist es zu verdanken, das fast das gesamte Mobiliar gerettet werden konnte. Gegen drei Uhr erreichte das Feuer seinen Höhepunkt, die Türme sowie die Balkone stürzten aus ihrer großen Höhe in die Glashallen vor dem Hause. Ein junges Mädchen wurde bewußtlos aus den Flammen geholt; die angestellten Wiederbelebungsversuche waren erfolgreich. Während der Rettung der Möbein wurde ein Soldat von einem aus dem Fenster stürzenden Bette nicht unerheblich am Kopfe verletzt. Die Entstehungsursache ist bis jetzt unerklärlich. Der Schaden ist sehr groß. Bad Salzuflen. — Sinsoniekonzert. Das Programm für das am nächsten Sonntag im Fürstlichen Kursaale, abends 7.30 Uhr, stattfindende Abschiedskonzert ist sehr geschmackvoll zusammengestellt. Der Abend gewinnt erhöhtes Interesse durch die Mitwirkung des Kammersängers Herrn Alfred Goltz=BerSie sind hier zum Greifen nahe. Hier verläßt man, noch immer in der Stadt, die Straßenbahn, und schon fängt man zu steigen an. Freilich, auch für die bequemen Leute ist gesorgt. Sie fahren mit der Höllentalbahn bis Hinterzarten oder Titisee und sind dann schon auf halber Höhe. Als ich vom Brombergkopf durch den Wald wieder in die Stadt hinunterstieg, hörte ich über meinem Kopf das Surren eines Flugzeuges. Ein feindliches konnte es nicht sein, sonst hätten die Abwehrkanonen sich gemeldet. Und richtig, bald hört das Surren auf, und von einer Lichtung aus sehe ich, wie der Flieger im Gleitfluge heruntergeht. Kaum ist er gelandet, so steigt ein anderer auf. In Freiburg befindet sich eben dicht neben der Stadt eine Fliegerschule. In Freiburg wird man auf Schritt und Tritt an den Krieg erinnert. Am Abend, beim Nachhausegehen mußte ich in der aegyptischen Finsternis auf den Straßen zweimal nach dem Wege zu meinem Hotel fragen, und das zweite Mal war ich nicht mehr weiter als zwei Minuten von ihm entsernt gewesen. Freiburg hat schon öfters unter den Fliegerbomben zu leiden gehabt, hier war es unter anderm, wo beim Heraustreten aus dem Zirkus so viele Kinder durch sie getötet und verwundet waren. Da ist es erklärlich, daß man sich jetzt nach Möglichkeit vorsieht. Eine Bekanntmachung in den Straßen aus den ersten Tagen des Krieges war mir schon am Vormittag aufgefallen.„Wohlhabende Engländer haben ihren Aufenthalt in Baden=Baden, minderbegüterte in Donaueschingen zu nehmen“. Ja, so ist der Krieg. Auch die, die ganz unschuldig an ihm sind, haben unter ihm zu leiden. Da hatte ich es besser gehabt, der ich jetzt im Kriege noch eine so schöne Reise hatte machen können. Und wie war man mir entgegengekommen! Oben auf dem Feldberg hatte ich meine Fleisch= und Mehlkarten liegen lassen und für die letzten Reisetage eigentlich nichts zu essen gehabt. In liebenswürdigster Weise hatte man mich in Freiburg noch mit neuen versehen. Als ob man gewußt hätte, daß ich ein lo zurerlässiger Staatsbürger und daß von allen meinen nsichtskarten aus dem Grenzgebiet der militärische Zensor auch nicht ein I=Tüpfelchen hätte zu streichen brauchen. Aber meine Zeit war abgelaufen. Noch ein Paai Stunden im Schnellzug bis Heidelberg und ein Abstecher den Neckar aufwärts bis Würzburg. Ein Hasten und Jagen von Schlössern zu Kirchen, von Bildwerken zu Gemälden, von Parkanlagen zu Aussichtspunkten. Am Abend als Erholung angenehme Plauderstündchen im trauten Freundeskreise, gewürzt durch musikalische Kunstgenüsse, in dem Jung=Deutschland seine Meisterschaft kundtat. Dann eine letzte Bahnfahrt auf Umwegen über Göttingen und Noi:: heim nach Detmold, weil die bayrischen Kursbücher nur bie Bebra gereicht hatten, und man war wieder daheim. lin. dessen Lei Rufe wesentlich Musikfestes bei die Arie des I „Träume“ von ner, mit Orche drei Lieder vo und„Das mitl kapelle, die un tung des Musik in kurzer Zeit langt hat. spiell Wagner, Ouve Symphonie hen „Meeresstille u dante con mot Kaisermarsch, peo strebsamen Mu gehört hat, wil auch jetzt wiel ihrem scheident durch erhöhte Wenn wir noch Konzertes für zweiseln wir n ten Besuches er so oft in unei# tätig gewesen schen. Hohenhause mit dem Präd meier aus 4 Louis Strukm Lehre stand.— dem Prädikat ding aus We daselbst in der Amt Beza, 17. C 22. d. M., nachmi Monatsversamm gebeten. Bega, 17. C bei Gastwirt Sie Jeder hat zu er Ku Minden, 17. landwirtschaftlich ständigen Bebörd 2.50 M. enteigne die in Auftrag Posten zum vorg Oberndorf, Clerndorf hat 1 sunden. Unter ein Russe und deutsche Offizier Olve, 17. 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Der beliebte Sänger singt Josef aus„Josef in Aegypten“ von Mehul, Wagner und„Liebesfeuer“ von Weingartdie Arie des Jo „Träume“ von und„Das mitleidige Mädel“. Unsere kapelle, die unter der energischen und tung des Musikmeisters Adalbert Hester: in kurzer Zeit den heutigen Stand kün hat. Ipie ter. Our begeisternden Leivon Stufe zu Stufe künstlerischer Reise erlangt hat, spielt u. a. Vorspiel zu„Die Meistersinger“ von Wagner, Ouverture zur Oper„Euryanthe“ von Weber, Symphonie h=moll(unvollendete) von Schubert, Ouverture „Meeresstille und glückliche Fahrt“ von Mendelssohn, Andante con moto aus der c=moll Sinfonie von Beethoven, Kaisermarsch von Richard Wagner. Wer die Leistungen der strebsamen Musiker gelegentlich des Lippischen Musikfestes gehört hat, wird mit uns überzeugt sein, daß die Kapelle auch jetzt wieder ihr Bestes bieten wird, zumal es gilt, ihrem scheidenden Musikmeister in seinem Abschiedskonzert durch erhöhte Leistungen eine besondere Freude zu machen. Wenn wir noch darauf hinweisen, daß der Reinertrag des Konzertes für die Mitglieder der Kapelle bestimmt ist, so zweiseln wir nicht, daß das Konzert sich eines ausgezeichneten Besuches erfreuen wird. Im Interesse der Musiker, in u Im Interesse der Musiker, die Weise für den Kriegsliebesdienst ausverkauftes Haus nur zu wünso oft in uneigennütziger tätig gewesen sind, ist ein schen. Amt Hohenhausen. Hohenhausen, 17. Okt. Seine Gesellenprüfung bestand mit dem Prädikat„gut“ der Bäckerlehrling Otto Nehlmeier aus Obernkirchen, welcher bei Herrn Bäckermeister Louis Strukmann aus Westorf bei Hohenhausen in der Lehre stand.— Ferner bestand seine Gesellenprüfung mit dem Prädikat„gut“ der Tischlerlehrling Simon Scheiding aus Westorf, welcher bei Herrn Tischlermeister Bode daselbst in der Lehre stand. Amt Sternberg=Barntrup. Bega, 17. Okt. Der Kriegerverein Bega hält am Sonntag, den 22. d. M., nachmittags 5 Uhr, bei Gastwirt Schake am Bahnhofe seine Monatsversammlung ab. Um zahlreiches Erscheinen wird freundlichst gebeten. Bega, 17. Okt. Am Freitag, den 20. d. M., abends 8 Uhr, findet bei Gastwirt Siekmann hierselbst eine Uebung der Jugendwehr statt. Jeder hat zu erscheinen. Aus den Nachbargebieten. Minden, 17. Okt.(Die erste Kartoffelenteignung.) In einem landwirtschaftlichen Betriebe in Petershagen sind, seitens der zuständigen Bebörden vorläufig 10 Zentner Kartoffeln zum Preise von 2,50 M. enteignet worden. Die Besitzerin hatte sich geweigert, sowohl die in Auftrag genummenen Kartoffeln zu liefern, als auch kleinere Posten zum vorgeschriebenen Höchstpreis von 4 A abzugeben. Oberndorf, 17. Okt. Die Beisetzung der Fliegeropfer von Clerndorf hat unter großer Antcilnahme der Bevölkerung stattgesunden. Unter den fünf Getöteten sind auch zwei Kriegsgefangene, ein Russe und ein Franzose, denen ihre Kameraden sowie zwei deutsche Offiziere das letzte Geleit gaben. Olve, 17. Okt. Im Kreise Olpe wird das Landratsamt auch bald 100 Jahre von einer Familie verwaltet und zwar durch Mitglieder der Familie Freusberg. Im Juli 1816 kam der bis 1803 zum Kurfürstentum Köln gehörige, dann großherzoglich=hessische Kreis zu Preußen. Am 17. Januar 1817 wurde der erste Landrat, namens Freusberg, berusen. Außer dem Kreise Herford hat also in Westfalen auch der Kreis Olpe seine landrätliche„Dynastie". Güterslob. 11. Okt. Vogt u. Wolf, A.=G., Fleisch= und Wurstwarenfabrik. In der gestrigen Hauptversammlung waren 524000 M Aktienkapital vertreten. Der Rechnungsabschluß wurde genehmigt und die Dividende mit 5 Proz. sofort zahlbar gestellt. Die Wertpapiere der Gesellschaft bestehen in Kriegsanleihe, für die insgesamt 800000 M bei einem Aktienkapital von 1 Millionen# gezeichnet wurden. Die Auesichten für das neue Geschäftsjahr wurden als ungünstig bezeichnet. Der Betrieb der Gesellschaft ruht seit April. Vermischtes. Der Nachlaß eines amerikanischen Eisenbahnkönigs. Vor kurzem starb, wie man sich entsinnt, der größte Eisenbahnkönig, der jemals in den Vereinigten Staaten von Nordamerika diesen Namen verdiente. James J. Hill, der zwar nicht als Laufbursche oder Stiefelputzer, aber doch in ähnlich armseligen Verhältnissen, nämlich als Sohn eines kanadischen Bauern seine Laufbahn begann. Gerichtliche Feststellung ergab, so schreibt die„N. G.=C.“, daß der Nachlaß dieses Magnaten der Schienen und Räder sich auf mehr als 400 Millionen Mark beläuft, von denen der größte Teil in sicheren Kapitalien angelegt ist. Im Verhältnis hierzu ist der Anteil, den James J. Hill an den bedeutendsten Eisenbahngesellschaften der Union hatte, verhältnismäßig gering zu nennen, da er auf nur ungefähr 5 Millionen Mark geschätzt wird. Mit 4 Millionen bewerten die Testamentsvollstrecker die Kunstsammlungen des verstorbenen Eisenbahnkönigs, doch weiß man, daß gerade solchen Angaben gegenüber einige Vorsicht geboten ist. Seine Witwe hat James J. Hill mit der Kleinigkeit von 12 Millionen Mark„abgefunden", während jedes seiner Kinder drei Millionen Mark erhält. Auch der Staat gelangt bei der Aufteilung dieses Riesenvermögens auf seine Kosten, da er an Stempelgebühren nicht weniger als 6 Millionen Mark einstreichen kann. Handel und Verkehr. Kurzer Wochenbericht der Preisberichtstelle des Deutschen Landwirtschaftsrats vom 10. bis 16. Oktober 1916. Die Landwirtschaft ist zur Zeit noch mit dem Aufnehmen der Kartoffeln beschäftigt, das in diesem Jahre in folge des anhaltenden Regenwetters und des Mangels an Arbeits= und Gespannkräften eine außergewöhnliche Ver spätung erfahren wird. Die gesamte Landwirtschaft ist sich darüber einig, daß die erste und wichtigste Forderung des Lages die schnelle Versorgung der Bevölkerung mit Speise kartoffeln für den Winter ist. Eine ebenso wichtige Aufgabe ist aber auch die Sicherung der Saatkartoffel. Im Interesse der Sicherung der Kartoffelernte des Jahres 1917 ist auf das dringendste zu fordern, daß alle landwirtschaftlichen Be triebe, die bisher nachneisbar Saatkartoffeln verkauft haben, von der Lieferung der für Saatzwecke bestinnnten Kartoffeln als Speisekartoffeln befreit bleiben. Hierzu ge hören vor allem die Hochzuchten und die anerkannten Saaten. Geschieht dies nicht so schnell wie möglich, so sind die Folgen unabsehbar, und es erleidet nicht nur die ge samte Kartoffelzucht in Deutschland schwere Einbuße, sondern ist auch die Ernte des Jahres 1917 in höchstem Grade gefährdet.— Das Kriegsernährungsamt gibt bekannt, daß der jetzt gültige Höchstpreis für Hafer mit 280 Mk. für die Tonne mit Rücksicht auf die Herbstbestel tung und die Einbringung der Hackfruchternte bis Ende Novemler Geltung haben soll.— Die gegenwärtige Lage des Weltmarktes wird am deutlichsten durch folgende Zahlen beleuchtet: Der hölete Stand des Weizenpreises in NewYork war in der letzten Wache am 14. Oktober mit 190½ Cents pro Bushel für Northern I(Duluth) oder 293.95 Mark für die Tonne nach dem Friedenskurse oder 384,20 Mark nach dem jetzigen Kriegskurse, gegenüber dem höchsten Stand in der Vorwoche mit 189½ Cents= 882,20 Mk. nach dem Kriegskurse. Der Preis ist also um 2 Mk. gestiegen. Der höchste Weizenpreis in London war in der letzten Woche 77/6 sh. pro Quarter für Manitoba Nr. 1 oder 365,25 Mk. nach dem Friedenskurse gegenüber dem höchsten Stand in der Vormoche mit 78/6 sh.= 369,95 Mark, der Preis ist also um 4,70 Mk. gesunken. Die Getreidefracht von New=York nach Liverpool betrug in der letzten Woche 14 d oder 48,90 Mk. für die Tonne, sie ist also die gleiche geblieben wie in der Vorwoche und hat dieselbe wie vor einen Monat. Die Getreidefracht von Argentinien nach England betrug am 5. Oktober 125/—(nach St. Vincent) bezw. 120/—(nach direkten Häfen) sh. oder 128,10 bezw. 123,00 Mk. für die Tonne gegenüber 147/6 bezw. 142/6 fh. oder 151,20 bezw. 146,05 Mk. für die Tonne am 30. September, sie ist also um 23,10 bezw. 23,05 Mk. gesunken. Am Getreidemarkt war der Verkehr in den letzten acht Tagen sehr still. Es fehlt seit der Entziehung der noch im freien Verkehr gewesenen Futtermittel an genügendem Material, um lebhaftere Tätigkeit aufkommen zu lassen. Das Hauptgeschäft entwickelte sich im Rüben. Steckrüben zu Speisezwecken, sowie rote Speifewurzeln sind nur wenig angeboten. Morgen Eigene Drahtnachrichten der Lippischen Landes=Zeitung. Bersammlung der Fortschrittliche Volkspartei. wtb. Berlin, 19. Okt. Die Fortschrittliche Volkspartei in Großberlin hielt gestern abend eine große Versammlung im Lehrervereinshause ab. Der Vierverband und Amerika. tu. Amsterdam, 19. Okt. Nach Meldungen aus Washington hat die Antwortnote des Vierverbandes bezüglich der Behandlung der Post auf neutralen Dampfern durch die Verbündeten, in Amerika einen sehr schlechten Eindruck gemacht. Die Newyorker„World“, schreibt, die britisch= französische Antwort sei geistig sowohl wie dem Worte nach ausweichend und eine Unverschämtheit. Das Blatt sagt u. a.: Die Beschwerden, die Amerika zum Protest veranlaßten, werden als begründet eingestanden, aber man beantwortet sie mit einer Ausrede, die noch schlimmer ist als das ursprüngliche Unrecht. Nachträgliches zur Skagerrakschlacht. tu. Haaa, 19. Okt. Admiral Fremantle veröffentlicht in der „Times“, einen Brief, in dem er sagt, daß sowohl Admiral Bowdensmith wie Kapitän Sims von der Vereinigten Staaten Flotte und selbst Winston Churchill der Ansicht sind, daß die Schlacht am Skagerrak unnötig und ein Fehler war, da sich die Admirale nicht verleiten lassen durften, eine Schlacht in der Nähe der feindlichen Küste anzunehmen. Aus dieser Aeußerung Fremantles ergibt sich zum erstenmale, daß doch zahlreiche Sachverständige nicht an den planmäßig mit so großer Bravour ausposannten Erfolg am Skagerrak glauben.(Frankf. Ztg.) Vom amerikanischen Fliegergeschwader. tu. Genf, 19. Okt. Das vielbesprochene freiwillige amerikanische Fliegergeschwader der französischen Armee hat seinen Führer Norman Prince verloren. Er starb nach einer Meldung des„Petit Journals“ infolge eines Sturzes beim französisch=englischen Fliegerbesuch in Süddeutschland. Außer ihm sind noch zwei Angehörige des amerikanischen Fliegergeschwaders umgekommen. Holland und England. tu. Amsterdam, 19. Okt. Infolge der aus unbekannten Gründen erfolgten Aufbringung dreier Ymuidener Fischerboote nach englischen Häfen haben die Seeleute in Imniden gestern morgen beschlossen, nicht auszufahren. Bevor nicht Bericht über die Aufbringung der drei Fischerboote eingelaufen ist, wollen sie nicht ausfahren. Zusammenkunft zwischen dem Zaren und Könia Ferdinand. tu. Wien, 19. Okt. Die„Zeit“ meldet aus Rom: Nach einer Secole=Meldung soll demnächst eine Zusammenkunft zwischen dem russischen Zaren und dem König von Rumänien stattfinden, bei der auch der russische und der rumänische Generalstab anwesend sein werde. Die irische Frage im Unterhause. sotb. Amsterdam, 19. Okt. Nach einer Reutermeldung brachte Redmond im Unterhause einen Antrag ein, der das gegenwärtige Regierungssystem in Irland verurteilt. Er betonte die Gefahr, die in der Fortdauer des gegenwärtigen Zustandes liege, und er ersuchte die Regierung, sich durch Entfernung der gegenwärtigen Ursachen der Unzufriedenheit und durch die Gewährung sofortiger Home Rule Sympathien in ganz Irland zu erwerben. Der Staatssekretär für Irland, Duke, und Asquith betonten, daß die wirkliche Lösung der irischen Frage nur gefunden werden könnte, wenn die irischen Parteien sich über die Frage der Verwaltung Irlands verständigten. Auch Llond George hob mit Nachdruck hervor, es sei notwendig, daß alle Parteien in Großbritannien und Irland alle Streitfragen hintenanstellten und sich zusammen der gemeinschaftlichen Arbeit widmeten. Neue' italienische Kriegsschiffe. wtb. Bern, 19. Okt.„Giornale d'Italia“ zufolge werden zur Zeit für die italienische Kriegsflotte vier Schisse gebaut, die über die doppelte Geschwindigkeit der schnellsten österreichisch=ungarischen Dreadnoughts verfügen sollen. Eins soll bereits die Probefahrt machen. Die italienische Offensive. tu. Lugano, 19. Okt. Ein offiziöser italienischer Ergänzungsbericht sucht Cadornas lakonisches Eingeständnis über das Steckenbleiben der Karstoffensive mit dem frühen Eintritt des Winters zu erklären. Die Ereignisse in Griechenland. tu. Wien, 19. Okt. Die„Fcit“ meldet aus Genf: Venizelos richtete an die nach Kleinasien und Thrazien geflüchteten Griechen einen warmen Aufruf, sie möchten nach Saloniki kommen. Für die Ueberfahrt stelle Frankreich kostenlos Schiffe zur Verfügung.(Berliner Tageblatt.) tu. Lugano, 19. Okt. Nach einer Meldung aus Athen bereitet die Entente die Landung weiterer 2000 Matrosen, darunter 50 Italiener vor. tu. London, 19. Okt. Wie der Korrespondent der „Daily Mail“ vernimmt, sind auf der großen OrfaniStation an der Larissabahn 16 000 Geschosse, 30.000 Kisten mit Patronen und 40 Feldkanonen bereitgestellt. Auf zwei anderen Stationen liegen 4000 und 500000 Gewehre. tu. Wien, 19. Okt. Die„Zeit“ meldet aus Genf: „Eclair“ und„Vonnet rouge“, schreiben, der Vierverband solle Larissa besetzen, um zu verhindern, daß der Ort der Mittelpunkt einer Bewegung und Organisation, an deren Spitze König Konstantin von Griechenland stehe, werde. Darin müsse die Entente eine stete Drohung sehen, deshalb sei es ratsam, die gefährdeten Orte militärisch zu besetzen.(D. Tagesztg.) tu. Basel. 19. Okt. Die französische Presse hat neue Wutanfälle gegen König Konstantin, weil er in seinem Tagesbefehl an die griechische Marine den Wunsch ausgesprochen habe, daß die griechischen Fahnen bald wieder glorreich über den jetzt von der Entente weggenommenen Schiffen schweben möchte. In Paris kann man es dem Könige nicht verzeihen, daß er sich immer noch nicht zu dem Glauben an den Sieg der Akliierten bekehren will.(Frankf. Zeitung.) tu. Haag, 19. Okt. Die„Daily Mail“ sagt in einem Leitartikel, die vielen Regierungen von Griechenland setzten die Alliierten beinahe ebenso in Verlegenheit, wie König Konstantin. Es existiert eine provisorische Regierung in Kreta, die durch die Alliierten auerkannt worden sei, ferner ein Ministerium in Galoniki, das dem König feindlich gesinnt ist, das aber Anspruch habe, als Gründer des neuen Griechenlands zu gelten. Pathos „Kreuz= wtb. Berlin, 19. Okt. Mit dem ganzen seiner advokatorischen Redekunst— schreibt die zeitung“— suchte Asquith kürzlich die Sympathien der Griechen zu gewinnen, indem er sagte, daß sie gegen den Einfall von Barbarei und Tyrannismus so kräftig kämpften, deren Glück und Freiheit England seit fast einem Jahrhundert kräftig beschützt habe. Entweder, meint die „Kreuzzeitung“, kennt Asquith die Geschichte des neuen Griechenlands nicht oder er will sie nicht kennnen. Denn als Beschützer der Türkei gegenüber Griechenland hat England die Unabhängigkeitskämpfe der Griechen nicht unterstützt, sondern auf jede mögliche Weise erschwert, ihre Notlage ausgenützt und die Regierung König Ottos fast so vergewaltigt, wie heute die Regierung König Konstantins. wtb. Berlin, 19. Okt. Wie verschiedene Blätter berichten, soll zu den neuen Forderungen, die an Griechenland gestellt werden, die Verringerung der zur Verfügung der griechischen Regierung stehenden Truppen gehören. wtb. Berlin, 19. Okt. Ueber die Kundgebungen für den König am Montag, die den Vorwand zu neuen Truppenlandungen gegeben haben, berichten die Blätter ausführlich. Der König habe den Marineoffizieren unter anderm das Versprechen gegeben, daß er sie schützen werde gegen jeden, der es wagen sollte, sie zu bedrohen. Die Balkankämpfe. tu. Budapest, 19. Okt. Der Sofioter Mitarbeiter des„Az Est“ gibt eine zusammenfassende Darstellung von den schweren Kämpfen um Monastir. Sarrail ist es unter fürchterlichen Verlusten gelungen, beinahe 200 Quadratkilometer serbisches Gebiet zu erobern. Bei diesen Kämpfen litten am schwersten die Serben, die an den gefährlichsten Punkten kämpften u. die Hälfte ihrer reorganisierten Armee einsetzten. Monastir sei jetzt schon vollständig gesichert. Die bulgarischen Gegenangriffe begannen am 12. Oktober und dauerten bis zum 15. Oktober. Sie führten zu einem großen Erfolge bei der Eisenbahnlinie Monastir=Lerine und beim Cernabach. Der Feind erlitt ungeheure Menschenverluste. Die bulgarische Gegenoffensive nahm dem Feinde die Hoffnung, weiter vorkommen zu können, während die Bulgaren hoffen dürfen, das verlorene Gebiet in kurzer Zeit zurückzuerobern. m. Wien, 19. Okt. Die„Neue Freie Presse“ meldet aus Sosia unterm 17. Oktober: Mit unbengsamer Zähigkeit des rechten bulgarischen Flügels an der mazedonischen Front wird der Feind festgehalten. Die heftigen serbischen Angriffe auf das Knie des Oernaflusses scheiterten vollständig. An den übrigen Frontteilen errang der Feind keine Erfolge. Die Offensive Sarrails, der am ersten Tage 300 000 Schrapnells vergeudete, hat den toten Punkt erreicht. Die Gerben stehen, nach slebzehntägigen schweren Kämpfen, die Tag und Nacht andauerten, dort, wo sie am 5. Oktober begannen. Nicht einen Schritt kamen sie an der ganzen Front am Prespasee bis Kosivir vorwärts, trotz ihrer weittragenden Geschütze und dem anhaltenden Trommelseuer. Ein verwundeter Generalstabsleutnant, der in ein hiesiges Spital gebracht worden war, schilderte die heroischen Anstrengungen an der Südfront an den Tagen, an denen die Gerben alle Anstren.gungen machten, um Erfolge zu erringen. Jeder Schritt kostete den Alliierten ungeheure Opfer. Der kommandierende General erwies sich gegen die Ueberreste der serbischen Armee, die an die schwersten Frontteile vorgeschickt wurden, sehr grausam. Es ist nicht übertrieben, wenn behauptet wird, daß die Hälfte des serbischen Truppenbestandes, der Korfu oder später Saloniki verlassen hat, zugrunde gerichtet ist. Noch einige harte Kämpfe, und die Geschichte wird vermerken, daß die serbische Armee nach tapferer Wehr nicht mehr besteht. Wilsons Wahlaussichten. ru.„ ewyork. 19. Okt. Die demokratischen Sprecher in den Zeitungen die Meinung geltend, daß die Wahl für Hughes nur ein Interregnum bedeuten würde, während die amerikanische auswärtige Politik nicht mehr bestimmt sein wird und die auswärtigen Staaten Wilson durch die Abstimmung der Wahlen als desavouiert betrachten würden. Die Wahlaussichten für Wilson wären zwar augenblicklich etwas besser, wenngleich man seine Wiederwahl allgemein nicht für möglich hält.(Frankf. Ztg.) Unerklärliche Explosion an der amerikanischen Küste. wtb. Berlin, 19. Okt. Laut„Bossischer Zeitung“. fand Montag früh eine heftige Explosion in Eis Machias an der Ostküste von Maine statt, was zu der Vermutung Anlaß gebe, daß dort an der Atlantischen Küste eine deutsche Unterseebootsbasis bestehe. Die Detonation war so stark, daß man sie 10 Meilen weit hörte. Die Regierung leitete eine Untersuchung ein, um festzustellen, wie dort ohne Wissen der Behörden Explosivstoffe gelagert werden konnten. Oeffentlicher Sprechsaal. (Ohne Verantwortlichkeit der Redaktion.) Detmold, den 18. Oktober 1916. Zu unserer Freude lesen wir in der Zeitung, daß der Vorstand des Vaterl. Frauenvereins die Damen des Vereins um Zusendung von Obst und Eingemachten bittet.(Annahmestelle im Roten Kreuz, Bismarckstraße 7). Obst ist immer eine hochwillkommene Gabe für unsere tapferen verwundeten Krieger. Zu einer großen Spende, wie solche im vergangenen Jahre aus Anlaß des hohen Geburtstages Ihrer Majestät der Kaiserin erfolgte, dürfte wohl bei dem großen Zuckermangel keine Aussicht auf Erfolg sein. Gewiß wird aber jedes der Mitglieder des Vaterl. Frauenvereins, um des Geburtstages Ihrer Majestät der Kaiserin, der hohen Schutzherrin aller Vaterl. Frauenvereine im deutschen Vaterlande, und auch des Geburtstages Ihree Hoheit der Fürstin, der Schirmherrin unseres Vereins, würdig zu gedenken, ein jeder nach seinen Kräften eine kleine Gabe on Obst usw. darbringen. Briefkasten. Augustdorf. Ohne Bezugsschein dürfen Sie Web=, Wirk= und Strickwaren, auch wenn die schon seit dem Ausbruch des Krieges in Ihrem Besitze gewesen sind, an die Verbraucher nicht veräußern. Für den gesamten Inhalt verantwortlich Max Staercke, Druck und Verlag der Meverschen Detmold. Hofbuchdruckerei in Junges Mädchen, das mit Ersolg ½ Jahr die Handelsschule(Haesler) besucht hat und gute Zeugnisse besitzt. sicht unter beicheidenen Anrüchen Ansangsstellung, am liebsten für Sienographie und Schreibmaschine. Schriftl. Angeb. unt. M. 4968 an die Geschäftsst. d. Bl. erd. Lemgo Abonnements Anzeigen und Druchsachen un Originalpreisen enlgegen E. Goseberg Papenstraße 27 Vertreier der Uppischen Landeszeilung besellschaltshaus(Ressource) Deimol Mittwoch, den 25. Oktober 1916: Anläßlich des Geburtstages Iher Hoheit d. Fürstin Wohltätigkeits-Ronzert Protektorat: Ihre Heheit die Fürstin Ausführende: Quartetett des Hannoverschen Männer-Gesangvereins Professor Aug. Weweler, Detmold Elly Mandik. Detmold Kapelie des II. Ers.-Batl., Inf.Regts. Nr. 55 unter Leitung ihres Dirigenten O. Lehmann Einzelspiel: Brunner(Violine). Siggelkow(Violal, Liebegut (Cello), Seltrecht(Kontrabaß) Georg Bruns-Brunau, Fürstlich Lippischer Vortragsmeiter (zugleich künstlerische Anordnung) — Anfang pünktlich 8 Uhr.— " Vorverkauf: Hinrichs'sche Hefbuchhandlung. Lange Str. 21. Hammann, Bruchstr. 40, Firma Holzkämper. Langestr. G und Paulinenstr. 7. Seise=Ersatz Vorzügliches Hausdaltsmittel. 1 Dd. 3 Mh. Seisen=Pulver 1 Psd. 60 Pf. Hygien. Seisenblätter Stark reinigende und des insizierende Wirkung. Für unsere Soldaten im Felde sehr empfehlenswert, Packung 35 Pf. Blech-Konservendosen zu Einmachezwecken! 1 Psd. 2 Psd. 3 Psd. 4 Pfd 45 Pf. 50 Pf. 60 Pf. 65 P Blech-Batterdesen ½ Pid. 1 Psd. 25 Pf. 35 Pf. icht Pergamentgagier in Rollen und lose. Fetdicht Pergamynpopier destes Einwichelpapier. Bindladen in bester Qualttät und verschiedenen Stärken. Paul Franz Bad Salzuflen Bei der Landesbank des Fürstentums Lippe (Staalliche Kreditanstalt) in Delmold ist die Stelle eines Rendanten baldigst zu besetzen. Nach Ablauf eines Probejahres erfolgt bei zufriedenstellenden Leistungen die feste Anstellung mit Anspruch auf Ruhegehalt.(4956 Nur solche Bewerber werden berücksichtigt, welche eine ausreichende Ausbildung im Bankwesen nachweisen können. Meldungen sind unter Beifügung der nisse und eines Lebenslauses möglichst bald bei dem Unterzeichnelen einzureichen. Persönliche Vorstellung wird zunächst nicht gewünscht. Detmold, den 18. Oklober 1916. Thörner, Landesbankdirektor. Sämtliche für den Geschäftsund Familienbedart Hefert schne und billig Moversche Holbschsruckere Detmold. Helset unseren Kriegern! Klebt Kreuz=Pfennig=Marken auf eure Rechnungen. Briese. Karten usw. Zum 1. November wird ein einfaches, gut empfohlenes Dienstmädchen gesucht. Nachzufragen(4932 Bahnhofswirtschaft. Handtasche mit Inhalt Abzuholen Suche zum 1. November zuverlässiges, fleißiges Mädchen, s schon in ig war und Hause kann. K von (4931 2 Personen. Schriftliche Bewerbungen mit Jeugnisabschriften an Fran W. Hauptmann Niedernstraße 34. Todes-Anzeige. Am 14. Oktober erhielten wir von seinem Leutnant und Kompagnieführer die tieftraurige Nachricht, daß unser lieber hoffnungsvoller Sohn, Bruder, Schwager, Onkel und Jeffe, mein herzensguter Bräutigam, der Gefreite Fritz Schnittger Res.-Inftr.-Regt. 253. 9. Komp. am 30. September bei einem Sturmangrift im 27. Lebensjahre den Heldentod für sein teures Vaterland erlitten hat. In tiefer Trauer: Familie Schnittger Marie Meise. als Braut. Detmold. den 19. Oktober 1916. Du sankst dahin, wie Rosen sinken, venn sie in voller Blüte srehn: und bittre, heiße Tränen fließen, weil Du so mußtest von uns gehn. Wer hätte das von Dir gedacht, daß Du so früh zur Ruh gebracht! Ach so früh bist Du geschieden, und umsonst war unser Fleh'n! Ruhe sanft in Gottes Frieden, bis wir dort uns wiedersehn. 4933 Todes-Anzeige. Wir erhiellen am 17. Oklober von seinem Kompagnieführer die schmerzliche Nachricht, daß unser lieber, hoffnungsvoller Sohn und Bruder, der(4964 Musketler August Tölle Infanterie-Rrgiment Nr. 72, 3. Komp. im fast vollendelen 22. Lebensjahre durch eine Gewehrkugel den Heldentod fürs Velerland geslorben ist. In liefer Trauer: August Tölle und Frau. Schieder, den 16. Oklober 1916. Es ist bestimmt in Gottes Rat. Daß man vom Liebsten, was man hat, muß scheiden. Todes-Anzeige. Ganz unerwartet erhlelten wir von seinem Feldwebel und Kameraden die schmerzliche Nuchricht, daß mein innigstgeliebter treuer Sohn, unser herzensguter Bruder. Schwager und Onkel, der Pionier Wilh. Brinkmann Minenwerter-Kompagnie 219 am 3. Oktober im vollendeten 2m. Lebensjahre den Tod fürs Vaterland gestorben ist. Dies zeigt tiefbetrübt an im Namen der trauernden Hinterbliebenen:(4900 Frau Witwe Brinkmann, geb. Kleemannn Otto Stephan und Frau. Lina, geb. Brinkmann August Brinkmann. z. Zt. im Felde. u. Frau, Luise, geb. Lethmate Adolf Möller. z. Zt. im Felde. und Frau. Emilie, geb. Brinkmann August Ellermann und Frau. Elise, geb. Brinkmann. Waddenhausen, 18. Oktober 1916. In der schönsten Jugendblüte Mußtest schnell du von uns geh’n, Aber es war Gottes Wille. Droben gibt’s ein Wiederseh’n. Die unterzeichneten Firmen haben beschlossen, ihre Geschäfte von heute ab bis auf weiteres um um 8 Uhr, zu schliessen. Das geehrte Publikum wird gebeten, sich dieser Neueinrichtung anzupassen und die Einkäufe bis 7 Uhr abends zu eriedigen. Max Thieme A. Bauer Adolf Schönhaus H.& B. Kalser Seidenhaus Koopmann P. Mandik Bekanntmachung. Personenslandsaufnahme. ihrigen Personenstandsaufnahmen finden in den nächsten Tagen statt. Zu dem Zwecke sind Jähler angenommen, welche die Familienbogen abzugeben und wieder einzusammeln haben. Jeder Familienvorstand ist verpflichtet, dafür Sorge zu tragen, daß die Bogen nach Vorschrift ausgefüllt und zum Abholen bereit gehalten werden: eder Hauseigenkümer aber ilt verantworttich dafür, daß kein Bewohner seines Grundstücks übergangen wird. Detmold, den 17. Oktober 1916. Ragtstra M. Blank& Co. Fritz Möller Th. Storch O. Mentzel I. Herzfeld L. Starke Gebr. Rosenbaum Otto Müller Georg Sunder A. Haberbeck Geschw. Bobe Otto Thies F. Priester I. A. Erda G. Brokschmidt L. Windmeyer S. Alsberg& Co. Johann Schröder M. Isermann Kligge& Ackermann P. Paradies M. Eckardt. 4937) Der Ma al. I. V.: Biermann. Kartoffelversorgung betreffend. In den nächsten Tagen werden wir, soweit es die eingehenden Kartoffelsendungen ermöglichen, sämtlichen Haushaltungen, die keinen Kartoffelbezugsschein besitzen, zunächst je zwei Zentner Speisekartoffeln zum bar zu entrichtenden Preise von 4,60 A für den Zentner ins Haus bringen lassen. Die Zuführung erfolgt nach der umgekehrten Reihenfolge der Brotkartenbezirke, beginnend mit dem Bezirk 101. Der Verbrauch darf bis auf weitere Bestimmung 1 Pfund täglich für die Person nicht überschreiten. Diejenigen Haushaltungen, die den gesamten bis zum 15. August 1917 erforderlichen Kartoffelvorrat nicht lagern können oder wollen, werden ersucht, dies beim Empfang der oben bezeichneten Teilmenge unter Angabe des Grundes mittels zur Verfügung gestellten Vordrucks anzuzeigen Detmold, den 18. Oktober 1916.(4955 Der Magistrat. J. V.: Biermann. Der # werden. „Der„Kartosselerzeuger darf für sich und für jeden Angehörigen seiner Wirtschaft auf den Tag und Kopf bis 1½ Pfd. Karlosseln verwenden, während im übrigen der Tag satz auf döchstens 1 Pid. Kartosseln mit der Mes zusetzen ist, daß der Schwerarbeiter eine tägliche 1 Pid. Kartosseln erhält. Horn, den 17. Oktober 1916. Der Magistral. Spelge. Maurer, Handlanger, Zimmerleute und Cementarbeiter werden in großerer Zahl eingestellt. Gute Unterkunft und Verpflegung ist auf der Baustelle vorhanden. Allgem. Hochbau=Gesellschaft Hierdurch zeigen wir ergebenst an, daß wir in Detmold, Hleustadtlr. 6 eine Zweigniederlassung für Westdeutschland (Rheinland und Westtalen) errichtet haben. Die Leilung liegt in Händen des Herrn Konsuls Kreienbrink. „Die Textil-Woche“ Offizielles Organ des Verbandes deutscher Detailgeschäfte der Textilbranche e. V. Verlog: Fritz Hirschberg& Co., G. m. b. H. Berlin C. 19. Hausvogleiplatz 5. S 4800 Düsseldorf. Neubauten der Fardenfabriken & Co. in Dormagen. Todes-Anzeige. Am Freiteg erhielten wir die traurige Nechricht, daß unser lieber, unvergeblicher Sohn, unser guter Bruder, Nette und Enkel, der(4962 Unterotfizier Oskar Arens Im Infauterle-Regiment Nr. 75 Inhaber des Eisernen Kreuzes und des Hanseat. Verdienstkreuzes nach 25monaligen schweren Kämpfen durch Gasvergillung den Heldenlod gefunden hat. In tielem Schmerz: Familie E. Arens und Verwandte. Detmold, den 19. Oklober 1910. Perser Teppiche Auswahl sehr schöner Stücke eingetroffen. Deutsche Teppiche 4944 in nur besten Qualitäten. Carl Beneke, Detmold Hofmöbelfabrik, Hornschestr. 26. Wir suchen für unser Essener Werk eine größere Anzahl Todes-Anzeige. Plötzlich und unerwartet starb unsere liebe Mutter(4957 Elise Stölting geb. Schönlng Im Alter von 74 Jahren. Dies zeigen tiefbetrübt an die trauernden Hinterbliebenen: Theodor Stölting und Frau. Detmold. den 18. Oktober 1916. Die Beerdigung findet am Sonnabend, den 21. Oktober, nachmittags 4 Uhr. von der Friedhofskapelle aus statt. Trauerfeier vorher. aller Art, nicht unter 17 Jahren, bei gulem Lohn. Nähere Angaben über die Arbeits= und Lohnverhältnisse bei der Annahme am Donnerslag, den 26. Oklober, vormittags von 9 bis 12 Uhr. in Padervorn im Gastho!„Jum deutschen Wof, am Bahnhof: in Aühmt oin im Gaschof„Stadt Raster: Veo in Hotamnsid im Gastdof Ranne, Lagesche Strade: Sonnabend. den 28. Oktober, vormitlags von 9 bis 12 Uhr. in Lage im Gasthof„Deutsches Haus": Sonnabend. den 28. Oklober. nachmittags von 2 bis 5 Uhr in Lemgo im Gasthof Wittrock. Anmeldungen werden auch entgegengenommen in der Zeit vom 22. bis 29. Oktober bei unserem Vorarbeiter Herrn Heinrich Jasper in Talle. Abfahrt nach Essen am Monlag, den 30. Oktober. 4946) Aktiongesellschaft. Freundliches 4876 möblierles Zimmer mit Morgenkaffee in schöner Lage. event. mit Klavierbenutzung. an Herrn oder Dame zu vermieten. Woldemarstr. 16 unte..'h der Gewerbeschule. Für die Einlieferer von Giern machen wir bekanni. daß unsere Annahmestelle für Eler an jedem Mittwoch und Sonnabend vormittags von 9 bis 12 Uhr geöffnet ist. Detmold. den 12. Oktober 1916. 4806) Der Magistrat. I. 0: Biermann. Mädchen. Wegen Erkrankung tigen, suche ich Frau Fr. Dermane g meines sofort ein u.(4958 Burre #astraße 27. Konditorei und Bäckerei. Ein tücht., älieres, resolutes Dienstmädchen für Hausarbeit und ein Kochlehrmädchen zum 1. 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Paderborn, Westernst r. 30 Gebrauchte Maschinen- u. Cylinder-Oele werden wie neu gereinigt und auch angekauft in jed. Quantitä Eichenmöbelfabrik Detmeld Otto Gößling.(4900 auf das Jahr 1917 nach Christi Geburt Verbunden mit dem Staatshandbuch 1. Kalendarium und Märkte bis Seite 2. Ortschaftsverzeichnis 8. Lippisches Staatshandbuch 4. Trächtigkeits= und Brütekalender 5. Ebrentusel Lipptscher Helden. 8. Lippische Ritter des Eisernen Kreuges 1. Klasse. Mit Bildern 7. Verzeichnis der Ritter des Kriegsehrenkreuzes für deldenmütige Tat. Mit Bildern 8. Bippische Helden. Mit Bil9. Gedichte von Lotbar v. Collant 10. Zum Gedächtnis der auf dem Felde der Ehre gefallenen Lippischen Lehrer. Mit Bildern. Von Utffe. Wildelm B. 11. Heldenleben und esterben des ersten Lipptschen Ellegeroberleutnants Robdewald Schlachtenbericht des J.=N. 55 12. Das Denkmal der 256er. Mit Bildern 18. Berühmte ebemalige 55er. Mit Bildern 14. Prinz Adolf eu Schaumburg=Lippe. Mit Bild 15. Bilder gefallener Lippischer Offigtere Seite 17 12—21 12—33 63 84—30 40—42 43—44 44 45 fl. 67—49 60—51 51 58 fl. Inhalts=Verzeichnis 16. Bilder der auf dem Felde Seite 54 fl. 55—57 17. ür Ses. der Ehre gefallenen lippischen Bruderpaare Die Toten der Heimat. 28 Mit Bildern 18. Namensverzeichnis der Lippischen Jugendwehren 19. Chronik der Kriegsereig= nisse zu Wasser und zu Lande 20. Lippische Chronik 21. Kirchliche Chronik. Mit Bildern 22. Die Lippische Gesetzgebung im Kriegsjahr 1916.. Die Invalidenstiftung des Fürsten Leovoie.... as Fürstliche Gedenkblatt für die Angehörigen gefallener Lippischer Krieger. Mit Gild 25. Die Lipper am Hartmannsweilerkopf. welt Bildern 26. Ein Festtag der Lipper in Feindesland. Von Lotbar v. Collani 27. Die Zukunft der Lippischen Wanderarbeiter. Von Gust. Biesemeier 28. Gedichte. Von Georg Erben. v. Friesen=Schleinitz 29. Die leistungsfähige Lippische Landwirtschaft. Von Lehrer a. D. Rebbe=Lage 30. Alte Rechte der Hagendörfer.— Ein Lediger als 58 fl. 65—09 69—70 70—72 72—73 73—74 74—76 76—77 77—76 76—80 80 P1Patriot.— Gedicht„Gelt, Vaterli, Du kommst bald heim" 81. Die Tannen vom Rübenkampe. Von Wilh. Oesterhaus 82. Wie Graf Simon VI. dem Reiche eine Vormauer reitere 33. Lippische Kriegssagen. Von Karl Wehrban 84. Der Opferstock zu Meinberg.— Die Vollsernährung auf dem Lande.— Vermischtes 35. Die Erinnerungstasel der Lipper in Köln.— Gedichte von Korl Biegemann 36. Lippische Kriegsinvaliden= fürsorge. Von Kais. Regierungscat Abry 87. Von den Griedbösen der bber 38. Der Leidensweg der altesten deutschen Kolonie. Von Karl Lamprecht 39. Die Befiedlung der Senne 40. Aus der Pflege der weiblichen Jugend in Lippe. 41. Lippe im deutschen Kriege 1806 42. Kleine Geschichten, Gedichte, Anekdoten, Vermischtes 43. Reklamen und Anzeigen Seite 64 85 86 6790 01—92 93—90 96 97—100 100 101—102 103—104 104—100 107—12 Mit einer Beschreibung des Weltkrieges u. Bildern Lippischer Helden alle Buch=, Schreib= u. Papierhandlungen zu beziehen. Meyersche Hofbuchhandlung, Detmold. Schreibmaschine sast neu, billig zu verkaufen. Schriftl. Angeb. befördert die Geschäftsst. der LandesZeitung unter Nr. 4844. Guler der auch wachsam ist. zu kausen gesucht. Schriftl. Angebote unter Nr. 4966 an die Geschäftsst der Landes=Jig. erbeten. Kaufe jed. Posten gebrauchte Säcke zu festgesetzten Höchstpreisen. Komme auch nach auswärts. A. Bunke. Paulinenstraße. Fernspr. 432.(4000 Auf sofort und später gegen Kasse zu kausen gesucht Buchenkantein 55 min quadr. 1.95 in lang 64 min quadr. 2.05 m.(4952 C. H. Roffelt, Gaste Post Hasbergen b. Osnabrück. oder gebraucht, zu kausen ucht. fll. Offerten mit Preisangabe unter Nr. 4929 an die Geschäftsstelle d. Land.=Iig Ziegelseine. 1—2 Millionen hartgebrannke Trochen= oder Strangprest steine zu kausen gesucht. Schriftl. 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