NS 220 Detmold, Dienstag, den 19. September 1916 149. Jahrgang Deutscher Tagesbericht. Die Kämpfe im Westen und Osten dauern an. Russischer Mißerfolg zwischen Sereih und Strypa. wtb. Großes Hauptquartier, 18. Sept. 1916. Westlicher Kriegsschauplatz. Frout der Heeresgruppe des Generalfeld. marschalls Krouprinz Rupprecht von Bayern. Die gewaltige Sommeschlacht führte auf 45 Kilometer Frout von Thieppal bis südlich von Vermandovillers zu äußerst erbitterten Kämpfen, die nördlich der Somme zu unseren Gunsten entschieden sind; südlich des Flusses die Aufgabe völlig eingeebneter Stellungsteile zwischen Barleux und Vermandovillers mit dem Dorfe Berny und Demiecourt zur Folge hatten. Unsere tapferen Truppen haben glänzende Beweise ihrer unerschütterlichen Ausdauer und Opferfreudigkeit geliefert; besonders zeichnete sich das Westfälische Infanterie=Regiment Nr. 13 südlich von Bouchavesnes aus. Starken feindlichen Luftgeschwadern warfen sich unsere Flieger entgegen und schossen in siegreichen Gefechten zehn Flugzeuge ab. Front des deutschen Kronprinzen. Zeitweise lebhafte Feuertätigkeit im Maasgebiet. Oestlich von Fleury vorgehende feindliche Abteilungen wurden zur Rückkehr gezwungen. Oestlicher Kriegsschauplatz. Front des Generalfeldmarschalls Prinz Leopold von Bayern. Westlich von Luck verhinderten wir durch unser wirkungsvolles Sperrfeuer ein erneutes Vorbrechen des Feindes aus seinen Stumstellungen gegen die Truppen des Generals von der Marwitz. Es kam nur nördlich von Skelwow zu einem schwächlichen Angriff, der leicht abgewiesen wurde. Viele tansend gefallener Russen bedecken das Kampffeld vom 16. September. Zwischen dem Sereth u. der Strypa endeten die wiederholten russischen Angriffe auf die Truppen des Generals von Eben mit einem in gleicher Weise verlustreichen, volligen Mißerfolge wie am vorhergehenden Tage. Frout des Generals der Ravallerie Erzherzog Karl. In schwerem Kampfe haben die türkischen Truppen, unterstützt durch die ihnen verbündeten Kameraden, westlich der Zlota=Lipa sich der Angriffe des überlegenen Geguers erfolgreich erwehrt. Eingedrungene feindliche Abteilungen sind wieder geworfen. Deutsche Truppen unter dem Befehl des Generals von Gerock traten beiderseits der Nara=Jowka zum Gegenstoß an, dem die Russen nicht standzuhalten vermochten. Wir haben den größten Teil des vorgestern verlorenen Bodens Klar zum Gefecht! Kriegsmarineroman von Hans Dominik. (58. Fortsetzung.) Große Vorsicht und einen kaltblütigen Steuermann erforderte solche Fahrt, aber sie ging glatt vonstatten. Die gesprengte Barriere wurde passiert, in den Schatten des Unaldes tauchte das mächtige Schiff ein, und dann glänzte es dem Heck voraus hell und blau. Die„Wolgast“ schob sich, immer noch mit Rückwärtsfahrt, in die Bucht von Sibocu hinaus und führte dann im weiten Bogen eine Schwenkung aus, durch die sie wieder die Möglichkeit zur Vorwärtsfahrt gewann. Die befreiten Deutschen waren in der Kapitänskabine untergebracht und erholten sich in langer Ruhe von den Anstrengungen der englischen Gefangenschaft. Dem englischen Oberst hatte von der Heyden ohne weitere Verpflichtung den Aufenthalt auf dem Achterdeck der„Wolgast“ gestattet, denn er wußte wohl, daß der Gefangene keinerlei Schaden anstiften konnte. Allenfalls konnte er über Bord springen, und das schadete nicht der „Wolgast“, sondern dem Engländer. Vom Obersten war keine Gefahr zu erwarten. Die konnte, ja sie mußte von einer ganz anderen Stelle kommen, und eifriger denn je saß Hein Nielsen, der Funker, in seiner Bude und hatte die Telephone an den Ohren. In der Kabine des Ersten Offiziers aber saßen von der Heyden und Lürsen und machten noch einmal Inventur aller Munition, aller Minen und Torpedos und stellten fest, daß es höchstens, aber auch allerhöchstens noch zu einem Gefecht mit einem, höchstens wieder in unserer Hand. Abgesehen von den bohen blutigen Verlusten, hat der Feind über 3500 Gefaugene und 16 Maschinen= gewehre eingebüßt. In den Karpathen slud die russischen Angriffe abgeschlagen. In Siebenbürgen sind südlich von Hötzing(Hatszeg) neue für uns günstige Gefechte im Gange. Wir nahmen unter anderem sieben Geschütze. Balkan=Kriegsschauplatz. Front des Generalfeldmarschalls v. Mackensen. Nach dreitägigem Rückzug vor den verfolgenden verbündeten Truppen haben die geschlagenen Russen und Rumänen in einer vorbereiteten Stellung in der allgemeinen Linie Rasova—Cobadinu—Tuzla bei neu herangeführten Truppen Aufnahme gefunden. Deutsche Bataillone sind längs der Donau, südlich von Rasova, bereits bis zur feindlichen Artillerie durchgestoßen, haben fünf Geschütze erbeutet und Gegenangriffe abgewiesen. Mazedonische Front. Mehrfach vereinzelte Angriffe des Geguers an der Front zwischen dem Prespa=See und dem Wardar blieben ergebnislos. Der erste Generalquartiermeister. Ludendorff. Jeindliche Seestreitkräfte mit Erfolg bombardier k. wb. Berlin, 18. Sept.(Amtlich). Deutsche Seeflugzeuige haben am 17. September mittags vor der flandrischen Küfle stehende feindliche Seestreitkräfte ausgiebig mit Bomben belegt. Auf einem Flugzeugmutterschiff wurden einwandfreie Treffer beobachtet. Ein feindlicher Flieger wurde durch Abwehrfeuer verdrängt und zur Landung auf holländischem Gebiet gezwungen. Der Chef des Admiralstabes der Marine. Oesterreichisch-ungarischer Bericht. wtb. Wien, 18. Sept. Amtlich wird gemeldet: Frout gegen Rumänien. Südlich von Hatszeg(Hötzing) neue erfolgreiche Kämpfe. Es wurden gestern sieben rumänische Geschütze und mehrere Maschinengewehre eingebracht. Nordöstlich von Fogaras ist der Feind ohne Kampf in Köhalom(Reps) eingerückt. Heeresfrout des Generals der Kavallerie Erzherzog Karl. In den Karpathen griff der Feind zwischen der Dreiländerecke südwestlich von Dornawatra und Hryniawa an zahlreichen Stellen an. Die verbündeten Truppen schlugen ihn überall zurück. zwei feindlichen Schiffen langte. Dann war die Munition verbraucht und die„Wolgast" wehrlos. Von der Heyden stützte die Ellbogen auf den Tisch und seufzte schwer. „Unsere Fahrt geht zu Ende, Lürsen. Die letzte Granate und den letzten Torpedo sollen die Feinde zu schmecken bekammen. Aber dann... Lürsen... ich habe partout keine Lust, die„Wolgast“ zwecklos zu opfern. Wir müssen die Geschichte so schieben, daß die Engländer allen Segen kriegen, den wir noch zu verteilen haben, und daß wir nach dem letzten Schuß im neutralen Hafen sind". Die Beratung zwischen von der Heyden und Lürfen dauerte lange. Wohl eine Stunde hindurch, und eifrig wurde die große Scekarte dabei zu Rate gezogen. Und dann kum die lange Jahrt von drei Tagen und zwei Nächten, die später sogar den Engländem Anerkennung abnötigte. Eine Zeit, in der die meisten Mannschaften und Offiziere nicht aus den Kleidern kamen. Es gab zwei Nächte, in denen Lürsen an Nielsens Stelle in der Funkerbude saß und Telegramm über Telegramm hinaussandte. Jedes einzelne davon erst in die Chiffre der englischen oder französischen Marine übertragend. Und was waren das für wunderliche Depeschen. Alle jene Schlacht= und Handelsschiffe, welche die „Wolgast“ längst auf den Grund gesandt hatte, wurden wieder lebendig und sprachen mit Funkerwellen durch die Nacht. Erzählten von den Schandtaten der„Wolgast" und schrien um Hilfe gegen das Räuberschiff. Und Meldungen kamen von allen Seiten und fragten, lno die damned„Wolgast" zu finden wäre. Und wiederum schallte die Antwort in sechs verschiedenen Stimmen von der„Wolgast" zurück. Nach genauem Plau aab Lürsen Beiderseits der Lipnies Dorna führte ein Gegenangriff der dort kämpfenden deutschen Truppen fast zur völligen Wiedergewinnung der vorgestern vom Feinde genommenen Stellungen. Nordöstlich des eben genaunten Ortes wehrten ottomanische Regimenter im Verein mit ihren Verbündeten starke russische Vorstöße in erbittertem Ringen siegreich ab. Die Armee des Generals Grafen Bothmer brachte 16 Offiziere, mehr als 4000 Mann, 16 Maschinengewehre ein. Heeresfront des Generalfeldmarschalls Prinz Leopold von Bayern. Bei der Armee des Generalobersten von BoehmErmolli erneuerte der Gegner gestern nachmittag zwischen Zborow und Ferepelnika seine Angriffe. Die feindlichen Massen mußten überall der zähen Ausdauer der Verteidiger weichen. Der Armee des Generalobersten von Tersztyanski hatte nur mehr einen schwächlichen Vorstoß abzuwehren. Andere Versuche wurden bereits im Keime erstickt. Italienischer Kriegsschauplatz. Gestern erneuerte die italienische 3. Armee gegen unsere ganze Frout auf der Karsthochfläche ihre Angriffe. Auch an diesem vierten Schlachttag behaupteten die zähen Verteidiger ihre Stellungen; wo der Feind in die ersten Gräben eindrang, wurde er durch Gegenangriffe zurückgeworfen, an vielen Stellen aber brachen seine Vorstöße schon im konzentrischen Feuer unserer braven Artillerie unter schwersten Verlusten zusammen. Das bewährte Infanterie=Regiment Nr. 87 hatte bei Lokvian hervorragenden Anteil an der erfolgreichen Abwehr des feindlichen Ansturmes. Im Nordabschnitt der Hochfläche schlugen Abteilungen des Infanterieregiments Nr. 39 drei Angriffe der italienischen Grenadiere blutig ab. Das lebhafte Geschützfeuer von der Wippach bis in die Gegend von Plavia hält an. An der Fleims=Tal=Front wiederholten sich die vergeblichen Vorstöße schwächerer Abteilungen gegen unser Stellungen auf dem Fassaner Kamm. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Unverändert. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs. von Hoefer, Feldmarschalleutnant. Ereignisse zur See. In der Nacht vom 17. auf den 18. hat ein Seeflugzeuggeschwader neuerdings die Bahnhofsanlagen von Mestro erfolgreich mit schweren und leichten Bomben belegt und in Bahngebäuden zahlreiche Treffer erzielt. Trotz heftiger Beschießung sind die Flugzeuge unversehrt eingerückt. Flettenkommande. geographische Orte an, auf denen sich die„Wolgast" niemals befunden hatte. Doch so gewählt waren diese Orte, daß sie den Feind zu gang bestimmten Fahrten veranlassen mußten. und als die zweite Nacht zu Ende ging, da konnte Lürsen auf seiner Scekarte den Standpunkt von vierzehn feindlichen Kriegsschiffen feststellen. Lürfen schmunzelte grimmig, als er die letzte Nadelfahne in das Kartenpapier steckte. Vierzehn feindliche Panzer, das war wohl einns reichlich für die„Wolgast". Aber als der Morgen des fünften Tages heraufzog, da stand die„Wolgast“ nur noch eine halbe Tagereise von Telek, einem Hafen auf Holländisch=Sumatra, ab, und nur ein Schiff war ihr auf hundert Seemeilen nahe, alle anderen waren mehrere Tagereisen entfernt. Das war ja von der Heydens Plan gewesen, die Gegner zu täuschen und scheinbar einen Ring von Verfolgern um das deutsche Schiff zu finden, einen Ring freilich, zu dem alle jene Schiffe gehörten, welche die„Wolgast" in langen Tagen und Wochen versenkt hatte. Und so mußte dieser Ring an einer Stelle durchbrochen sein, gerade an der Stelle, an welcher die längst gesunkenen Schiffe stehen sollten. Da stand allein die„Wolgast". Kampfbereit mit starrenden Geschützen und geladenen Torpedorohren. Klar zum Gefecht und entschlossen, noch einmml schwer und tödlich zuzuschlagen, bevor ihre Laufbahn im friedlichen Hafen zur Ruhe kommen konnte. Und Lürsen schrieb, und Nielsen funkte und gab Meldung über Meldung, daß jenes nächste englische Schiff, die „Amphitrite“, ihre Maschinen unter schwerstem Dampfdruck arbeiten ließ, um als erste an das verhaßte deutsche Kriegsschiff herauzukommen. Eine Auszeichnung des Kronprinzen. wib. Berlin, 18. Sept. Seine Kaiserliche Hoheit der Kronprinz hat am 7. September 1916 den nachstehenden Armeebefehl erlassen: „Seine Majestät der Kaiser hat mir heute das Eichenlaub zum Orden Peur le mérite verliehen. Die Anerkennung, die in dieser hohen Auszeichnung liegt, gilt nicht nur mir, sondern vor allen Dingen meiner braven Armee. Sie ist der Dank Seiner Majestät für das, was die Armee geleistet hat in den Kämpsen vor Verdun. Heute, da der Feldzug noch nicht zum Abschluß gebrocht, läßt sich die Bedeutung dieser Schlachten, die seit dem 21. Fedruar fast ohne Unterbrechung getobt haben, ihr Einfluß auf den Gang des großen Krieges, den Deutschland um seine Existenz zu führen gezwungen ist, noch nicht annäbernd übersehen. Fest stehl nur das eine, daß selten in der Kriegsgeschichte von einer Armee unter schwierigsten Verhältnissen so Gewaltiges verlangt und geleistet wurde, an kühnem Wagemut im Angriff, und an todesmutiger Widerstandskraft beim Festhalten des Erreichten. Kameraden! Der großen Aufgabe, die uns gestellt war, habt ihr euch gewachsen gezeigt. Meines unauslöschlichen Dankes seid ihr allezeit gewiß. Der Oberbefehlshaber. Wilbelm, Kronprinz des Deutschen Reiches und von Preußen.“ Ein Verdienst der genialen Führung Mackensens. Köln, 18. Sept. Die„Köln. Ztg.“ meldet aus Wien: Der glänzende Verlauf des Feldzuges in der Dobrudscha erfüllt auch hier jedermann mit jubelnder Freude und mit Bewunderung für die geniale Führung Mackensens und den prachtvollen Schneid der dort kämpfenden deutschen, bulgarischen und türkischen Truppen. Obgleich noch keine Einzelheiten über die Schlacht bekannt sind, entnehmen die Blätter aus der Form des knappen deutschen Generalstabsberichtes mit der eingeflochtenen lobenden Würdigung über die geschickte, energische Führumng, daß dort ein Sieg von großem Umfange und größter Bedeutung errungen worden ist, und schließen aus den vorangegangenen Kampfhandlungen, daß es Mackensen gelungen ist, durch die Umfassung der feindlichen Flügel und unter gleichzeitiger Feschaltung des feindlichen Zentrums nach dem Muster der berühmten Hindenburgischen Schlachten einen vernichtenden Schlag auszuüben. Die Presse hebt hervor, daß diese Vernichtung des rumänischen Traumgebildes in Bukarest mit Briands Reden über die edle rumänische Schwesternation und seiner Verherrlichung der ihr zufallenden Befreierrolle zusammenfällt, und knüpft daran Bemerkungen über den Phrasendrusch dieses Demagogen, den die Tatsachen sofort enthüllt hätten. Mauras Entweder—oder. Haag, 17. Sept. Die„Times“ erhält aus Madrid eine ausführliche Darstellung der Rede des Ministerpräsidenten Maum, die wir teilweise schon veröffentlicht haben. Der Rinisterpräsident hätte sich danach noch entschiedener ausgedrückt, als der erste Bericht erkennen ließ. Spanien, so sagte er, kann seine traditionelle Politik unmöglich beibehalten. Wir können nicht länger ertragen, daß unser Land behandelt wird als eines, das nur geduldet wird. Für mich liegt der Kern der ganzen Sache nur darin: Ist es wahrscheinlich, daß die traditionelle Politik Englands und Frankreichs Spahien gegenüber in nächster Zeit eine einschneidende Aenderung erfährt und zwar so, daß sie der bisherigen völlig entgegengesetzt ist? Wenn dies der Fall sein Mit der Uhr in der Hand erwartete Lürsen den Gegner, sah Rauch am Horizonte, sah sich Masten und Gefechtstürme über die Klimne heben. Und dann war der Engländer auf Schußweite heran. Die schweren Geschütze begannen zu sprechen, die großen Granaten nahmen sausend und krachend ihren Weg. Hätte der Engländer gewußt, wie die Munition auf der„Wolgast" rapide zu Ende ging, er wäre wohl näher. gekommen und hätte das Aeußerste versucht. So aber mahnten ihn einige böse Treffer aus den deutschen Rohren zur Vorsicht. Warum das Schiff riskieren, wenn der fliehende Kreuzer ja doch sechs anderen Panzern in die Hände laufen muß, kalkulierte der englische Kapitän, und er beschränkte sich darauf, die nicht mehr feuernde„Wolgast“ vor sich herzutreiben. Der Morgen wurde darüber zum Mittag, und die Sonne begann sich schon wieder zu neigen. Da wurde der englische Kapitän unruhig. Nur noch dreißig Seemeilen trennten die„Wolgast“ vom neutralen Hafen, und wo blieben der„Amphion“ und die„Thetis", wo blieben „Penelope",„Diomedes“ und alle die anderen Kreuzer, die hier den Ring bilden sollten. Der Engländer sah, wie der Deutsche den Kurs direkt auf den neutralen Hasen setzte, sah, daß er den Hafen in einer Stunde erreichen würde. Und immer noch war keine Rauchwolke zu sehen, keine Hilfe der anderen zu erwarten. Da ließ der Engländer noch einnal die Maschinen mit voller Kraft angehen, schoß vor und kam immer näher an die lang. sam fahrende„Wilgast" heran. Rechts und links schlugen seine Granaten an der„Wolgast“ vorbei ins Wasser, und immer geringer wurde die Entfernung. (Schluß folgt.) sollte, dann würde Spanien sehr unklug handeln, wenn es zin Zusamnengehen mit diesen Staaten ablehnen würde, da es doch naturgemäß zu derselben Gruppe gehört und es viel leichter wäre, die Interessen Spaniens in Uebereinstimmung mit denen Englands und Frankreichs zu bringen, als eine Bundesgenossenschaft mit einem anderen Lande gegenüber Frankreich und England zu verteidigen. Wenn aber in der historischen Politik Frankreichs und Englands Spanien gegenüber keine vollständige Aenderung eintreten sollte, wenn die Selbständigkeit Spaniens ferner immer mehr und mehr geschwächt werden soll, wenn Spanien wohl dann imer noch als ein Hindernis für die englische und französische Politik angesehen wied, dann muß Spanien, bern auch mit arfetheigem Lrdueser. A.d. Prier, Kroben Opfern, in einer anderen Bundesgenossenschaft suchen. Bezüglich Tangers und bezüglich der Gibraltarfrage muß Spanien vollständige Genugt g mußh Sponien vollständige Genugtuung erhalten handelt sich dabei weniger um ein Abkomnnen selbs sich dabei weniger um ein Abronmer. Geist, in dem es abgefaßt wird. Es muß der Re. E2 als um den Geist, in volll es uopoj-GIn a ∆ Semh gierung vorbehalten bleiben, im entscheidenden Augenblick die Wahl zwischen den beiden Kriegführenden zu treffen. So weit Maura. Der„Limes"=Korrespondent behauptet, daß diese Rede sowohl von den Konservativen als Liberalen sehr kühl auch von den Liberalen sehr kühl aufgenonnnen worden sei. Sie sähen darin eine Bedrohung der spanischen Neutwlität. Es wird darauf hingewiesen, daß die Annäherung an die westlichen Staaten hauptsächlich durch Mauras eigene reaktionäre Gefolgschaft erschwert worden sei, bei dem estimmte# altersher bestimmte Abneigungen gegenüber England und Frankreich festzustellen gewesen seien. Vom Tage. Die Trockenlegung des Zuider Stes. wtb. Haag, 14. Sept. Das Korrespondenzbureau erfährt, daß in der Zweiten Kammer ein Gesetzentwurf eingebracht wird, um den Zuider See trocken zu legen. Gleichzeitig sollen Maßnahmen getroffen werden, um neue Befestigungen, die im Interesse der Landesverteidigung un Falle der Trockenlegung notwendig werden würden, auszuführen. Diese Verteidigungsmaßregeln werden in einem besonderm Gesetz behandelt werden, das erledigt sein muß, ehe mit Eindämmung und Trockenlegungsarbeiten begannen wird. Das Jahr, in dem die Trockenlegung des füdöstlichen und nordöstlichen Teiles angesangen werden soll, wird ebenfalls gesetzlich festgelegt werden. Die Kosten werden auf 110 Millonen Galden geschätzt, wobei die Anlage der Befestigungen nicht einbegriffen ist. Die Arbeiten werde 15 Jahre in Anspruch nehmen. Die neue Schlacht in Köln, 18. —.— 18. Sept. Der Spezialkorrespondent der„Köln. Ztg.“ an der wolhnnischen Front meldet:„Nutihche. angriffe, die sich gegen unsere ganze südliche Ostfront richteten, haben, wie wir es erwartet haben, ihren Anfang genommen. Nach dem letzten vergeblichen Anstürmen der Russen nach der damit sehr zuungunsten des Feindes ausSommeroffensive trat ein neues Kräftesammeln Mneeterteuen#rfuner Der Feino erfahe— weifung, wie er sie in dieser Größe nur ganz selten zu fühlen in dieser Größe nur„——. bekommen hat. Die Verluste des abgewiesenen Feindes waren ungeheuer. Znden Aämpfen In Rumdnien. wio. London, 18. Sept. Der„Time=" wird aus dem enmchnlschen Lawptyoorhter ie sch zur siche ougen hochen wasinte dmnchmaen. De Rasons nach Tusla######.##. Berlin, 18. Sept. Dem„Lok.=Anz“ sburg: Ko 1nd zufolge melden dort befindlichen Archive wurden nach Brau reiche Züge mit Flüchtlingen begaben sich in Schiffen nach Braila und Ploseschti. Zur Neutralitätserklärung der nordischen Staaten. wtb. Berlin, 18. Sept. Die Neutralitätserklärung der drei nordischen Staaten ist, wie der„Lokalanzeiger“ schreibt, erfreulich. An ihrer Aufrichtigkeit kann nicht gezweifelt werden. Man wird indessen gut tun, den brutalen Druck, den die Entente aus alle Neutralen ausübt, nicht außer Acht zu lassen. tu. Berlin, 18. Sept. Die„Nordd. Alkg. Ztg." berichtet: Wie der schwedische Gesandte hier mitgeteilt hat, ist die früher abgegebene Neutralitätserklärung der schwedischen Regierung fortdauernd in Geltung. Von den Gesandten der nordischen Staaten ist im Auswärtigen Amte eine gleichlautende Erklärung abgegeben worden, in der die Ziele wie folgt umschrieben werden: Die Zusammenkunft ist als ein neuer Ausdruck für den Wunsch der nordischen Staaten anzusehen, für die Wahrung ihrer Rechte und Interessen als neutrale Staaten gemeinschaftlich zu wirken, und zwar unter Aufrechterhaltung ihrer lovalen und unparteiisch ihrer loyalen und unparteiischen Neutralität. Sylvias Chauffeur. Roman von Louis Tracy. (2. Fortsetzung.) „Verstehe ich recht, daß Sie von dem Oberleutnant Baron von Riedberg sprechen, mein Bester?“ Heiningen bejahte mit einer leichten Verbeugung, denn es war ihm natürlich sogleich zum Bewußtsein gekommen, daß er eine rechtschaffene Dummheit begangen habe. Die kleine Dame aber fuhr noch hoheitsvoller und ungnädiger fort: „Es ist mir ebenso neu wie überraschend, daß mein Sohn zu einem Chaufseur in Beziehungen gestanden haben soll, die eine derartige familiäre Ausdrucksweise rechtfertigen könnten.“ „In der Tat— nein, gnädigste Frau Baronin! Es fuhr mir nur so heraus. Der Oberleutnant von Riedberg ist eben ein sehr leutseliger Herr.“ leutselig, wie mir scheinen will. Es ist doch wohl geraten, liebe Sylvia, daß wir uns erst etwas näher informieren, ehe wir diese sonderbare Stellvertretung akzeptieren.“ „Aber das ist schrecklich unangenehm. Sie wissen, daß alle unsere Arrangements auf Grund des einmal festgestellten Reiseprogramms getrossen sind. Die Hotelzimmer sind bestellt, und mein Popa hat für jeden Tag meine Adresse. nn wir ihm jetzt telegraphieren, wird er sicherlich etwas Schlimmes dahinter vermuten und in lebhafte Unruhe versetzt werden.“ „Das wollte ich auch gar nicht vorschlagen. Aber er ließe sich doch vielleicht ein anderer Wagen auftreiben—“ „Gewiß kein zuverlässigerer als der meinige, gnädige Frau! Ich verbürge mich dafür, daß Sie den kurzen Tausch nicht bereuen werden.“ „Am Ende fahren wir ja auch nicht in die Wildnis hinein,“ nahm jetzt Sylvia wieder das Wort.„Und es steht uns jederzeit frei, die Eisenbahn für die Rückfahrt oder die Weiterreise zu benutzen, wenn— wenn wir einen Anlaß dazu haben sollten. Wie ist Ihr Name, Chausseur?“ Hoiningen zauderte ein wenig. Auf die Frage war er nicht vorbereitet gewesen, und so einfach auch iminer es sein mochte, irgendeinen beliebigen Namen zu nennen, Ueß ihn doch die vornehme Aufrichtigkeit seiner Natur vor einer wirklichen, handgreiflichen Lüge zurückschrecken. Aber er kam auf einen Ausweg— rasch genug, um nicht durch allzu langes Zögern einen Verdacht zu wecken. „Kurt Dietrich Westenholtz, mein gnädiges Fräulein,“ sagte er, innerlich froh, daß sein umfänglicher Familienname ihm dies kleine Versteckspiel gestattete. Glücklicherweise sah er sarkastischen Lächeln, das bei dieser Vorstellung nichts von dem Spanien und Portugal. tu. Köln, 18. Sept. Zu dem Gerücht, daß an der spanischportugiesischen Grenze portugiesische Truppen stehen, die durch Spanien nach Frankreich befördert werden sollen, In Portugal sind succh dein grcchen und Meutereien an der Thgesordnung. Das Volk ist kriegsfeindlich, nur die Regierung hat sich den Engländern verkauft. Kleine Kriegsnachrickten. Die Nachmusterung und Einstellung der jüngsten Jahrgänge 1917 und 1918 hat in Frankreich große Bestürzung hervorgerufen. Infolge des Mangels an Beamten leidet der Verkehr der Privat=Cisenbahnen aufs empfindlichste. Große Flächen Ackerland können wegen Mangels an Arbeitskräften nicht bestellt werden. Wenn man irgendeine französische Zeitung durchliest, stößt man auf Mahnungen und Notschreie. Zweifellos hat Frankreich heute schon sein Menschenmaterial in einer Weise erschöpft, die— einerlei nie der Krieg ausgeht— einer nationalen Katastrophe gleichkommt. Italienische Minister in Paris. Der italienische Handelsminister Denava und der Verkehrsminister Arlotta werden am Sonntag zu einem Gedankenaustausch über einige Handels=, Wirtschafts= und Verkehrsfragen, die die beiden verbündeten Länder interessieren, in Paris erwortet. Ein neuer griechischer Gesandter in Washington. das„Athener Amtsblatt“ meldet, ist der Gesandte in Petersburg Kaklamanos, der frühere langjährige Leiter des Pressebüros im Ministerium des Aeußern, zum griechischen Gesandten in Wushington ernannt worden. Lippisches. Detmold, 19. September 1916. Unsere Helden. Aus Hiddesen bei Drtmold fiel am 10. September der Gefreite Fritz Gausmann. Die heißen Kämpfe an der Somme haben nun auch aus Klüt zwei Todesopfer gefordert. Füsilier August Niehaus fiel dort am 4. Sept. und Gefreiter Friedrich Kruse am 5. September. Den Heldentod fürs Vaterland starb am 7. September in einem Kriegslazarett an den Folgen eines Bauchschusses der Vizefeldwebel Karl Kirchhoff aus Lemgo vom Inf.=Regt. Nr. 164, 12. Kompagnie, im 20. Lebensjahre. Aus Laae starb an den Folgen seiner am 4. September in den Kämpfen an der Somme durch eine Granate erlittenen schweren Verwundung der einzige, hoffnumgsvolle Sohn der Frau Witwe Blinne in Lage, Karl Blinne. Er fiel im vollendeten 26. Lebensjahre. Den Heldentod fürs Vaterland starb der Wehnnann Conrad Bunte. Sohn des Landwirts Bunte aus Lüdenhausen. Ein Granatsplitter hat seinem jungen Leben ein Ziel gesetzt. Für besondere Tapferkeit erhielt Ubbo Agena aus Detmold im Feld=Art.=Regt. Nr. 185 das Eiserne Kreuz 2. Klasse. Das Eiserne Kreuz erhielt unter gleichzeitiger Beförderung zum Gefreiten Wilhelm Riese aus Heidenolden dorf. Der Sianalmaat Alfred Brossok aus Salzuflen erhielt wegen Tapferkeit vor dem Feinde auf hoher See das Eiserne Kreuz. Mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet wurde Lehrer Vietmeier aus Hohenhausen, Unteroffizier in einem Infanterie=Regiment. Lehrer V., welcher sich in Hohenhausen allgemeiner Beliebtheit erfreut, liegt z. Zt., durch einen Kopfschuß verletzt, im Lazarett. Musketier Schweinebart. Sohn des Landwirts Heinrich Schreinebart aus Bruch bei Hohenhausen, erhielt das Eiserne Kreuz. Was wir von der Regierung erwarten. In der die Pflaumen und Aepfel beschlagnahmenden Bekanntmachung des Herrn Kommandierenden Generals heißt es: Zur Sicherstellung des andernfalls gefährdeten Bedarf des Heeres und der Bevölkerung an Marmelade und Mus wird im Interesse der öffentlichen Sicherheit auf Grund des§ 95 des Gesetzes über den Belagerungszustand vom 4. Juni 1851 in Verbindung mit der Allerhöchsten Verordnung vom 31. Juli 1914 folgendes bestimmt: (usw.) Wir hoffen, daß die Fürstliche Regierung unter der Versorgung der Bevölkerung nicht die Marmeladenfabriken versteht, sondern daß ausschließlich und in allererster Linie der Bevölkerung gedacht und für sie gesorgt wird. die fleischigen Lippen der Baronin von Riedberg umspielte, und glücklicherweise kam Sylvia einer augenscheinlich beabsichtigten Aeußerung ihrer Gefährtin zuvor. „Wie es scheint, kennen die Hotelleute unsere Absichten besser als wir selbst,“ sagte sie lachend.„Sehen Sie nur, Uebe Baronin, man hat unsere Kosser bereits ausgeladen, ohne daß wir es bemerkten.— Bitte, mein Freund, dies kommt in den Wagen hinein. Und seien Sie recht vorsichtig mit meiner Kamera, deren Wohlergehen mir besonders am Herzen liegt.— Aber was tun Sie denn da, Westenholt?“ Die Frage war dadurch veranlaßt worden, daß Hoiningen sich eben anschickte, seine dem Hotelpagen gemachten Verprechungen einzulösen. Und er ließ sich durch den erstaunten Zuruf nicht aus der Fassung bringen. „Ich bezahle meine Schulden, gnädiges Fräulein!“ „Aber es ist doch selbstverständlich, daß alle Ausgaben von mir bestritten werden. Ich habe Sie nicht beauftragt, etwas für mich zu verauslagen.“ Er verbeugte sich, ebrerpietig. „Es handelt sich in diesem Fall um eine rein persönliche Angelegenheit, Miß Pendleion.“ „Das ist etwas anderes,“ erwiderte sie ein wenig von oben herab, denn es mochte ihr nun doch an der Zeit scheinen, diesen Chauffeur, der jedenfalls einen ihr ganz neuen Typus darstellte, in die geziemenden Schranken zu verweisen. „Uebrigens, wo haben Sie denn Ihren Koffer!“ „Ich war nicht auf eine größere Tour vorbereitet, als u unnermutet mit Bartels zusammentraf,“ erklärte er der Wahrheit gemäß.„Aber ich habe Vorsorge getrossen, daß meine Sachen mir mit der Eisenbahn nach Darmstadt nachgesandt werden.“ Für den Augenblick war nichts weiter zu sagen. Syloia warf noch einen letzten, verstohlen prüfenden Blick auf den so ausnehmend hübsch gewachsenen jungen Chausseur, dann nahi sie auf dem roten Lederpolster Platz, das so wunderbar weich und bequem war, wie sie es bisher kaum je in einem Automobil gefunden, und ein Lächeln wohligen Behagens glitt über ihr Gesicht, als sich das schöne Gefährt in Bewegung setzte. „Es ist ein herrlicher Wagen,“ sagte sie, und die dicke Baronin, die einen bequemen Sitz ganz besonders zu schätzen wußte, konnte nicht umhin, ihr zuzustimmen. „Was dies betrifft, können wir allerdings zufrieden sein.“ meinte sie.„Hoffentlich gibt uns der Chauffeur edensowenig Anlaß zur Klage wie sein Wagen.“ „Ich kann noch gar nicht begreifen, wie dieser Westenholtz zu einem so exquisiten Fahrzeug kommt. Aber das ist seine Sache, nicht die unsrige. Gar so übel kann ich ihn übrigens nicht finden. Jestsetzung der Höchstpreise für beschlagnahmte Repfel und Pflaumen. wtr. Berlin, 18. Sept.(Amtlich) Die Preise der auf die militärische Anordnung für Marmeladezwecke beschlagnahmten Pflaumen und Aepfel sind durch Anweisung an die gum Ankauf ermächtigten Ankäufer wie folgt geregelt. Für Hauszwotschen gilt der bestehende Erzeuger=Höchstpreis von 10 Ml., für Wirtschaftsäpfel, zu denen auch die geschüttelten oder gefallenen Aepfel der Tafelsorten gehören, wird bis zu 7,50 Mk. für den Zeutner bezahlt. Für Fabrikund Wirtschaftsäpfek wird nach Beendigung des Einkaufe für die Marmeladeversorgung ein allgemeiner mäßiger Höchstpreis sostgesetzt werden. Die Marmeladenpreise werden später io niedrig festgesetzt werden, wie es bei den derzeitigen Einstandspreisen irgend angeht. Die Unmöglichkeit, anders als durch Beschlagnahme den Marmeladebedarf zu decken, ist, wie nochmals beiont wird, durch die in den weisten Teilen Deutschlands und in den besetzten Gebieten nur geringe Apfelernte und durch die stark gesteigerte Kauflust der wohlhabenderen Bevölkerung hervorgerufen. Durch letztere wäre bei der Knappheit an Ware ohne Beschlagnahme die Versorgung der anderen Bevölkerung mit Marmelade unmöglich gemacht worden. Die Verwendung im Haushalt zum Fleischverbrauch, zum Einkochen und zur Musherstellung für den eigenen Bedarf des Erzeugers bleibt nach wic vor unbeschränkt. An unsere Landwirte. Die Fürstlich Lippische Regierung veröffentlicht folMahnung: gende Mahnung: Die Bezahlung der vorjährigen Getreidelieferungen hat seitens der Wirtschaftsgemeinschaften hauptsächlich durch Versendung von Bargeld an die Landwirte stattgefunden. Die Reichebank wurde dadurch gezwungen, bedeutend mehr Banknoten als unbedingt notwendig erforderlich längere Zeit in Umlauf zu halten und für deren Deckung in Gold Sorge zu tragen. Dies schädigt unsere Gesamtwirtschaft sehr und übt auch auf unsere finanzielle Mobilmachung einen ungünstigen Einfluß aus. Daher ist es die vaterländische Pflicht eines jeden Landwirts, sich dem bargeldlosen Zahlungsverkehr anzuschließen und sich bei einer Sparkasse oder Bank ein Konto einrichten zu lassen. Diesem werden alsdann von den Wirtschafts=Gemeinschaften oder von deren Bankverbindungen die Beträge für Getreide kostenfrei überwiesen. Die Errichtung der Konten ist ebenfalls kostenfrei, die Geheimhaltung ist gesichert und die Beträge können jederzeit ohne Kündigung abgehoben werden. Aus dieser Ausgleichung ohne Bargeld erzielt nicht allein das Vaterland erhebliche Vorteile, auch dem Landwirte erwachsen solche durch sofortige Verzinsung der überwiesenen Beträge und durch Schutz gegen Diebstahl und Brand. Daher zögere kein Landwirt sich sofort ein Konto bei einer Sparkasse oder Bank einrichten zu lassen und die Wirtschaftsgemeinschaft hiervon in Kenntnis zu setzen. Die Zeichnungen der neuen Kriegsanleike in Lippe Wie wir aus den Kreisen maßgebender Bankinstitute und Sparkassen hören, sind die Zeichnungen auf die neue Kriegsanleihe im Lande Lippe ungemein rege und übertreffen viele Erwartungen. Wir begrüßen solche Nachrichten mit besonderer Freude, zeugen sie doch auch nicht zuletzt von dem patriotischen Sinn unserer wohlhabenderen Bevölkerung, die sich auch diesesmal wieder dem Rufe des Reiches nicht entzogen hat. Möge das Gesamtergebnis ein gleich gutes sein. Auf die neue Kriegsanleihe will die Landwirtschaftskammer Westfalen aus ihren Beständen 200000 Mark zeichnen, gegen 110000 Mk. bei früheren Kriegsanleihen. Die Dürkoppwerke A.=G. zeichneten auf die 5. Kriegsanleihe wiederum 1 Million Mark. Oktos — Aus einem nach hier gelangten Feldpestbriefe ergibt sich ein Pild von den furchtbaren Angriffen, denen unsere Tapferen täglich seit einer Reihe von Wochen auf dem Kampfplatz im Westen ausgesetzt sind. Gleichzeitig aber auch, wie der Gegner immer und immer wieder auf Granit beißt. Die Zeilen, in denen die Angriffe beschrieben werden, sind das ehrendste Zeuguis für unsere Feldgrauen, die nicht weichen und nicht wanken und die dem Gegner manch warmen Empfang bereiten. Es ist ein junger Arzt, der in kurzen Zügen einen derartigen Angriff auf die deutschen Linien beschreivi.... Das waren schwere, unvergeßliche Stunden, die ich mit meiner Kompagnie im Trommelfeuer durchgemacht habe. wurde cigentlich nur mit Kaliber von 15 Ztm. an auswärts geschossen, bis zu 38 Ztm. Die moralische Wirkung einer solchen Kanonade ist unbeschreiblich. Und dennoch haben unsere.... standgehalten. Kein Fußbreit unserer Stellung ist verloren gegangen, solange unsere Division in der Stellung war. Bis zu zehn Angriffen an einem Tage haben die Franzosen unternommen. Eingehalt, in Gruppenkolonnen kamen sie auf unsere Gräben zu, in denen sic alles Leben verstorben glaubten. Sie hatten sich gewaltig getäusch! Die Zahl der jetzt vor unseren Drahtverhauen liegenden Leichen ist ungeheuerlich. — Händler des Zentralviehhandelsverbandes in Berlin sollen mehrfach einen Teil der ihnen zustehenden Provision den Verkäufern zugewendet haben, als Gegenleistung für den Transport nach der Wiege= oder Sommelstelle oder für sonstige Unterstützung bei der Abnahme. Die Fürstlich Lippische Regierung weißt darauf hin, daß solche Zutrendungen unzulässig sind. Jede Sondervergütung für eine Tätigkeit, die auch im normalen Geschäftsverkehr von dem viehverkaufenden Landwirt geleistet wird, enthält eine Ueberschreitung der vorgeschriebenen ppreisgrenzen. — Der Lippische Kunstverein der. der, zum ersten Male in der Kriegszeit, eine Kunstausstellung zu eröffnen und hofft dadurch Künstlern und Kunstfreunden Anregung zu verschaffen. Der lippische Künstlerbund und die allgemeine deutsche Kunstgenossenschaft werden die Ausstellung beschicken. Mögen sich viele Besucher an der Ausstellung erfreuen und die Wahrheit des Ausspruches von Hans Thome empfinden:„Es liegt Versöhnung im Wesen der Kunst und Friede, sie vermag es den Geist zu erheben über das Treiben des Alltags, das an unser aller Leben sehrt. — Detmolder Männerchor und Frauenchor. Zu dem am 28. September 1916 im„Neuen Kruge" stattfindenden Mitgliederkonzert, zu dessen Besuch aber auch weitere Kreise höflichst eingeladen werden, findet heute, Dienstag, eine gemeinsame Probe der beiden Chöre im Saale des Hotel„Stadt Frankfurt“ statt. Um pünktliches Erscheinen, der Damen um 8½ Uhr, der Herren um 9 Uhr, wird gebeten. — Wohltätigkeitskonzert in Hiddesen. Ein schöner Kunstgenuß seitens der Kapelle des 1. Ers.=Batls. Inf.=Regts. 55, unter persönlicher Leitung des Herrn Wöhe, steht uns am Mittwoch, nachmittags 3½ Uhr. in den Aulagen der„Frischen Quelle", in Hiddesen, bevor. Das Programm ist mit großer musikalischer Sachkenntnis ausgestellt uno wird den Wünschen der Musiklicbenden der verschiedenen Richtungen Rechnung tragen. Es bieict von älteren OpernWerken v. Gluck's„Iphigenie in Aulis“, dic man selten zu hören Gelegenheit haben wird, außerdem beliebte Kompositionen von Meyerbeer, Wagner und Bizet. Brahms ist mit 2 Werken(Ungarische Tänge Nr. 5 und 6) vertreten. Den Schluß bildet ein militärisches Potpourri„Deutschlands Siegesklänge" von Lincke.— Da der gesamte Ertrag für die Kriegsfürsorge des Vaterländischen FrauenVereins Hiddesen bestimmt ist, ist eine allseitige Beteiligung im Interesse der guten Sache dringend erwünscht. — Der Möbelwagen taucht schon wieder auf. Der diesährige Oktober=Umzug verspricht nach allem, was man sieht, recht umfangreich zu werden. Zahleiche Wirtschaftsverkleinerungen stehen wieder bevor, und die haben natürdie Uebersiedelung bald besorgen. Je näher am 1. Oktober, a desto schwieriger sind Arbeitskräfte zu haben, da sich dann die Auszüge alle zusammendrängen. Lage. — Diebstahl. Von Schülern geleert wurde der vor dem Hause des Uhrmachers Meier hängende Schaukasten. Der Diebstahl wurde am Nachmittag mit voller Dreistigkeit ausgeführt. Gewiß wird es gelingen, die entwendeten Sachen wieder zu erlangen. Bad Salzuflen. — Vom Bade. Am Freitag, den 22. September, werden sich zum letzten Mal in dieser Saison das Fürstl. Kurorchester, Bad Salzuflen, und das städtische Orchester, Bielefeld, zu einem KünstlerKonzerte im Fürstl. Unterhaltungssaale, Kurpark, Salzuflen, vereinen, dessen Programm, zahlreichen Wünschen entsprechend, dem Kamen Richard Wagners gewidmet ist. Die Leitung des Konzerts liegt in den Händen des Königl. Musikdirektors Max Cahnbley und verbürgt den Ruf dieses mit Recht als ausgezeichneten Wagner= interpreten geschätzten Dirigenten eine vorzügliche Wiedergabe des Programms. Bereichert wird der Abend durch die Mitwirkung des Kammersängers Prof. Albert Fischer, Heldenbariton, Sonderhausen. Wir kegrüßen das Wiedererscheinen dieses stimmgewaltigen Sängers freudig, erinnern wir uns doch gern der Genüsse, welche die, stimmlich und musikalisch aus dem Vollen schöpfende Kunst Fischers uns schon oft bereitet hat. Besonders weisen wir noch darauf hin, daß der Reinertrag des Konzertes den Mitgliedern der Fürstlichen Kurlapelle zugute kommen soll und hoffen, daß allein dieser Hinweis genügt, der Veranstaltung ein volles Haus zu sichern. — Vom Bade. Die Kurliste verzeichnet bis zum 13. September 17 454 Kurgäste. Es wurden bisher 216 266 Kurformen abgegeben. — Im Restaurant„Erbprinz“ findet jeden Dienstag=, Donnerstag= und Sonnabendabend Künstler=Konzert statt. Sonntags beginnen die Konzerte bereits um 4 Uhr nachmittags. — Das letzte diesjährige große Künstlerkonzert der vereinigten Orchester—. Fürstliches Kurorchester=Salzuflen und Städtisches Orchester=Bielefeld findet am Freitag, den 22. Sept., im Fürstlichen Unterhaltungssaale statt. Vielfachen Wünschen entsprechend. wird diese letzte größere Veranstaltung im Zeichen Richard Wagners stehen, und das auserlesene Programm unter Führung des Königl. Musikdirektors Max Cahnbley verbürgt einen ungetrübten Kunstgenuß. Gesteigert wird dieser durch die Mitwirkung des Kammersängers Professors Albert Fischer, Heldenbariton, Sondershausen, dessen begründeter Ruf als hervorragender Wagner= sänger sich aufs neue bewähren wird. Der Reinertrag des Konzertes ist den Mitgliedern des Fürstlichen Kurorchesters bestimmt. Wir geben daher der Erwartung Ausdruck, daß die Veranstaltung vor ausverkauftem Hause stattfindet. Blomberg. — Abnahme der Kläranlage. Vor einigen Tagen fand im Beisein der städtischen Körperschaften und unter Hinzuziehung des Gulachters. Stadtbaurat Schulz in Bielefeld, sowie eines weiteren Ingentcurs die Abnahme der städtischerseitt erbauten Kläranlage auf dem Höpperanger statt. Nachdem vom Direktor der Deutschen Abnässer=Reinigungs=Gesellschaft, Otto Mohr, und dem Bürgermeister Pönitzsch die notwendigen Erklärungen gegeben waren, ahmen die eingeladenen Herren die Besichtigung vor. Das Ergebnis der Besichtigung war, daß nach dem Gutachlen des Sachverständigen die Arlage gut ausgeführt ist, und den an sie zu stellenden Anforderungen entspricht. Der Kläreffekt wird durch längere Beobachtungen noch genauer geprüft und festgestellt werden. „Wen? Den Herrn Kurt Dietrich Westenholtz? Nun, ich gestehe, daß ich mir einen Chauffeur, wie er sein soll, bisder etwas anders vorgestellt habe. Und dann dieser Name. Ich hätte beinahe laut aufgelacht, als er ihn mit solcher Wichtigkeit herausbrachte. Wissen Sie auch, liebe Sylvia, daß Westenholt der Beiname der Grafen von Hoiningen ist, und daß sie alle mit Vornamen Kurt Dietrich heißen— die ältesten Söhne, meine ich. Der Himmel mag wissen, wie der Mensch ebenfalls dazu gekommen ist.“ „Nun, ich finde, daß der Name besser zu ihm paßt, als wenn er Schultze oder Müller hieße, wie die meisten Chausfeure hier in Deutschland. Ich habe in Europa schon manchen rasen kennen gelernt, der sich an Aussehen und Allüren kaum hätte mit ihm messen können.“ Die Baronin machte ein gekränktes Gesicht. Sie war eine sehr abelsstolze Dame, und Sylvias respektlose Bemerkung hatte an die verwundbarste Stelle ihrer Seele gerührt. Aber sie mochte gute Gründe haben, von dieser jungen Amerikanerin etliches einzustecken, gegen das sie unter anderen Umständen lebhaft protestiert haben würde. Und so begann sie denn nach einer kleinen Weile mit unverminderter Freundlichkeit von anderen Dingen zu reden.— 8. Kapitel. Als das Automobil über die alte Mainbrücke fuhr, erregte es unverkennbar die besondere Rufmerksamkeit zweier Offiziere, die genötigt gewesen waren, ihm auszuweichen. Graf Holningen war über die Ursache dieses Interesses nicht im denn die beiden Kavaliere zählten zu den näheren Freunden keinen zwei seines Hauses, und da es keinen zweiten Wagen dieses ganz neuen, französischen Tops in Frankfurt gab, hatten sie ihn selbstverständlich sofort erkannt. Glücklicherweise wußte er sich in seinem Chauffeurkittel und hinter seiner entstellenden Schutzbrille hinlänglich gesichert, aber der Ausdruck des Erstaunens auf den Gesichtern der beiden Herren deim Anblick der ihnen völlig unbekannten und auffallend schönen jungen Dame im Innern des Gefährts entging ihm nicht. Fast unwillkürlich hatten beide grüßend, die Hand an den Mützenschirm gelegt, was natürlich wiederum das Befremden der Insassinnen erregen mußte. Die junge Amerikanerin wenigstens gab ihrem Erstaunen darüber Ausdruck, und sie wäre sehr geneigt gewesen, den Gruß für eine taktlose Dreistigkeit zu nehmen, wenn nicht die Baronin mit der bewunderungswürdigen Geistesgegenwart, die ihr in manchen Situationen zur Verfügung stand, zur Erhöhung ihres Ansehens rasch eine harmlose kleine Unwahrheit bei der Hand gehabt hätte. „Der Gruß galt wohl in erster Linie mir, liebe Sylvia,“ tagte sle.„Der eine der beiden Offiziere war der Freiherr von Eglosistein, der, sobtel ich mich erinnere, er., intimer Freund meines Sohnes gewesen ist. Ich habe ihn, als wir noch in Wiesbaden lebten, öfter in meinem Hause empfangen.“ Auf Wegen, die Hoiningen als genauer Kenner der Gegend vornehmlich mit Rücksicht auf ihre landschaftliche Schönheit auswählte, fuhren sie durch den Frankfurter Wald. Das Pflichtgefühl des gewissenhaften Chausseurs gestattete ihm natürlich nicht, sich nach seinen Fahrgästen umzuwenden, und das Arbeiten des Motors beraubte ihn sogar des Vergnugens, den hellen Klang von Sylvias Stimme zu vernehmen. Vergebens hoffte er darauf, daß sie gelegentlich irgendeine Frage an ihn richten würde. Und endlich, als er dem Verlangen nicht mehr widerstehen konnte, wenigstens für die Dauer einiger Minuten ihr reizendes Gesichichen wiederzusehen, verlangsamte er mitten in einem anmuticen jung belaubten Buchenhain das Tempo der Fahrt und drehte den Kopf gegen das offene Wageninnere hin: „Dies ist sicherlich eines jener Gehölze, mein gnädiges Fräulein, von denen Goethe in„Dichtung und Wahrheit“ erzählt. Sie erinnern sich ja ohne Zweifel der Stelle.“ In Höchstem Erstaunen sah sie ihn an. Ein Chauffeur, der mit den Werken des großen Dichterfürsten so wohlvertraut schien, war ihr jedenfalls eine ganz neue und höchst merkwürdige Erscheinung. „Rein,“ sagte sie,„ich erinnere mich nicht,“ und es zuckte in allerliebster Schalthaftigkeit um ihre Lippen.„Aber vielleicht haben Sie die Freundlichkeit, sie mir ins Gedächtnis zu rufen.“ „Sie steht im Anfang des zweiten Bandes, wo der alte Geheimrat erzählt, wie sich der junge Goethe nach seinem schlimm ausgegangenen Liebeshandel in die Einersten, so e 10 lamseit, Küchlete. Da ist von jenen schönen, belaubten Hainen Rede, die sich zwar nicht weit und breit in der Gegend erstrecken, aber doch immer von solchem Umfange sind, daß sich dari na ein arnes, verwundetes Herz sich darin verstecken kann. Warum sollten wir uns nicht der Illusion hingeben, eben letzt in einem dieser Haine zu halten?“ Sylvia Pendleton lachte hell auf. „Und nur, um uns auf diese Möglichkeit aufmerksam zu machen, haben Sie angehalten? Uebrigens bewundere ich Ihre Kenntnisse der klassischen Literatur. Darf ich fragen, wo Sie sich dieselbe angeeignet haben?“ „Ich bin in meinen Mußestunden ein großer Freund lehrreicher Lektüre, Miß Pendleton! Und da bleibt einem natürlich das eine oder das andere im Gedächtnis haften.“ hiddesen, 17. Se in für Mittw verein für Mittwoch plant gewesene Kon „Frischen Quelle" sto Pieitsheide, 18. S. ivitsheide feierte am1 der silbernen Hochzeit. A Schötmar, 15. Se; 2. September hier im zahlreich besucht war, Schötmar und Umgegen gelungen, eine Einigun verbeizuführen. Bei de sitzenden Oberkahnassiste Bahnhofsverwalter Eick Lange=Schötmar, zum zum ersten Kassierer sierer Westerwelle=Schi Sdaerff=Salzuflen, gen in Aussicht genommen Kocp mußte wegen vor noch eine Besichtigung lung, die am Sonnaber „Stadt Bremen“ in Be ungelündigten Vertrag Liere von Salzusler Zi werden Schötmar, 18. Fürstlichen Amtsger Konkursverfahren ul Johann Weber in Werl, 18. Sept. Fürstliche Amtsanm der Nacht vom 2. z Fabrikarbeiters Sir mark Nr. 73 einen Hühner gestohle ortes abgeschlachtet. weitere Mitteilunger Am hohenhausen, 1 immer sehr stark auf Rotlauf und dessen Amt St Bösinefeld, 18. Sc camten für das Stan krieges der Lederhänd Aus 5 Bad Pyrmont. Vorgestern abend „Sennhütte“ auf de Racht brannten ein vollständig ab. De Brandstiftung anzur Padervorn, 16. t.„Westf. Volksbl.“ ner Fromme hierse jachdem er August us Feld ausgerückt zefangen genommen des der russischen ien), nördlich von slohen, ist er nach la derung mit noch ein der 1916 in Kerken auf neutralem Gebi zeim und Christiar Konsuls dem heima Minden, 16. S. verbindung zwische Minden soll in näck Das Handwe Wie andere Ber Handiverks- und G en Handwerksver laitung der Som veranstaltet. Die kummern, nämlich die Beibehaltung d für das städtische I. April an, Erfur toher. Gegen di sich das Handwerk das ländliche Hand Greiz, Straßburg kammern wird als Lippisches 2 Das auf Anregur mandeure Herrn 4 1. Ers.=Latls. 4. Mag ihres Musikmeisters ir 9. und 10. Septembei Rolen Kreuzes“ hat länzenden Verlauf msichtiger Musikmeif eschent, um durch rzüglichen gemischte staltung einen erfo zens durch Mitglied imold und durch den war, rechtfert vor ragender Weise chungen in Aussich merksamkeit und r souveräner Vel schwierigen Werk Uf. Man bedenke le und daneben: ann man nur Musikdirektor #dem die# (Fortsetzung folgt.) Amt Detmold. hiddesen, 17. Sept. Das vom Vaterländischen Frauenverein für Mittwoch, 20. Sept., im Café Thusnelda geplant gewesene Konzert soll am gleichen Tage in der „Frischen Quelle" stattfinde.: Amt Lage. Pieitsheide, 18. Sept. Der Schuhmacher Aug. Hüttemann in feicrte am 18. d. M. im Kreise seiner Familie des Fest der silbernen Hochzeit. Wir gratulieren noch nachträglich. Amt Schötmar. Schötmar, 15. Sept.(Kaninchenzüchter=Verein.) In der am 2. September hier im Ratskeller stattgefundenen Versammlung, die zahlreich besucht war, meldeten sich auch die Kaninchenzüchter von Schötmar und Umgegend zum Eintritt in den Verein. Es ist also jelungen, eine Einigung der Züchter von Salzuflen und Schötmar verbeizuführen. Bei der Vorstandswahl wurden zum ersten Vorsitzenden Oberkahnassistent Koch=Salzuflen, zum zweiten Vorsitzenden Lahnhofsverwalter Eicke=Schötmar, zum ersten Schriftführer Bruno Lange=Schötmar, zum zweiten Schriftführer L. Felsch=Salzuflen, ium ersten Kassierer Aug. Brodsack=Salzuflen, zum zweiten Kassierer Westerwelle=Schötmar, und als Veisitzer Kaufmann Oskar Schaerff=Salzuflen, gewählt. Der Jahresbeitrag beträgt 2 Mk. Der in Aussicht genommene Vortrag des allbewährten Züchters Gefr. Kocp mußle wegen vorgerückter Zeit ausfallen. Es fand dann aber noch eine Besichtigung von Tieren statt. In der nächsten Versammlung, die am Sonnabend, 16. September, abends 8 Uhr, im Hotel „Stadt Bremen“ in Bad Salzuflen stattfindet, wird Herr Koop den ungelündigten Vertrag halten. In dieser Versammlung werden auch Liere von Salzusler Züchtern gezeigt und von Herrn Koop bewertet terden Schötmar, 18. Sept. Wie der Gerichtsschreiber des Fürstlichen Amtsgerichts Il in Salzuflen mitteilt, ist das Konkursverfahren über das Vermögen des Möbelfabrikanten Johann Weber in Schötmar aufgehoben. Werl, 18. Sept. Recht dreiste Diebe haben, wie der Fürstliche Amtsanwalt Klappert in Salzuflen mitteilt, in der Nacht vom 2. zum 8 September dem Ziegenstall des Fabrikarbeiters Simon Niehage in der Werler Feldmark Nr. 73 einen Besuch abgestattet, aus dem Stalle vier Huhner gestohlen und die Tiere in der Nähe des Tatortes abgeschlachtet. Der Fürstliche Amtsanwalt ersucht um weitere Mitteilungen über die Täter. Amt Hohenhausen. hohenhausen, 17. Sept. Die Rotlauffeuche tritt noch immer sehr stark auf. In letzter Woche sind 24 Schweine an Rotlauf und dessen Foigen eingegangen. Amt Sternberg=Barntrup Bösinefeld, 18. Sept. Zum zweiten Stellvertreter des Standescamten für das Standesamt Sternberg V. ist für die Dauer des krieges der Lederhändler H. Ahlborn ernannt worden. Aus den Nachbargebieten. Bad Pyrmonk, 16. Sept. Feuer in der„Sennhütte“. Vorgestern abend brach in der bekannten Waldwirtschaft „Sennhütte“ auf dem Bomberg Feuer aus. Im Laufe der Racht brannten ein Stall, eine Scheune und ein großer Saal vollständig ab. Das Wohnhaus blieb verschont. Es ist Brandstiftung anzunehmen. Padervorn, 16. Sept. Ein seltenes Wiedersehen erlebte t.„Westf. Volksbl.“ die Familie der Wive. Bauunternehner Fromme hierselbst. Der 20jährige Sohn Fritz wurde, jachdem er August 1914 als Freiwilliger eingetreten und us Feld ausgerückt war. im Noveber 1914 in Russisch=Polen zefangen genommen. Seit dieser Zeit trug er das schwere des der russischen Gefangenschaft in Dauria(Transbaikaien), nördlich von China. Aus der Gefangenschaft entslohen, ist er nach langer, abenteverlicher efohrvaller Wanderung mit noch einigen Kameraden endlich am 3. Septemzer 1916 in Kerkenes(unweit des Nordkap in Norwegen) auf neutralem Gebiete angelangt und von dort über Drontzeim und Christiania durch Vermittelung des deutschen Konsuls dem heimatlichen Boden wieder zugeführt worden. Minden, 16. Sept. Das Projekt einer elektrischen Bahnverbindung zwischen Rinteln, Bad Eilsen, Bückeburg und Minden soll in nächster Zeit zur Ausführung kommen. Das Handwerk über die Sommerzeit. Wie andere Berufskörverschaften hatte auch der Deutsche Candiverks= und Gewerbekammertag bei den amtlichen deuthen Handwerksvertretungen eine Umfrage über die Beibelailung der Somnerzeit vom 1. Mai bis 30. September veranstaltet. Die Mehrzahl der deutschen Handwerkskimmern, nämlich 41, darunter auch Berlin, hat sich für die Beibehaltung der Sommerzeit erklärt, Hannover nur für das städtische Handwerk, Chemnitz für die Zeit vom I. April an, Erfurt und Stuttgart für die Zeit bis 31. Oktober. Gegen die Beibehaltung der Sommerzeit erklärte sich das Handwerk aus den Kammerbezirken Honnover für das ländliche Handwerk, Schwerin, Sigmaringen, zum Teil (reiz, Straßburg und Würzburg. Von diesen Handwerkskamnern wird als Hauptgrund angeführt, daß die Vorverlegung der Stunden für ländliche Verhältnisse nicht zweckVorverlegut mäßig sei. Für die Vorverlegung der die Winterzeit erklärten sich die Handwerkskandnern Gum binnen, Hamburg, Leipzig und Saarbrücken, wohingegen sich 21 Kammern gegen die Vorverlegung der Stunden über der Stunden auch für den 30. September aussprachen. Der Lichtgewinn am Abend würde durch die spätere Morgenhelligkeit wieder aufgehoben werden. Die Handwerkskamner Stettin erklärte, daß in ihrem Kammerbezirk ein Interesse an der Beibehaltung der Somerzeit nicht bestehe. Morgen=Depeschen. Eigene Drahtnachrichten der Lippischen Landes-Zeitung. Vom Reichskauzler. lu. Berlin, 19. Sept. Die Zeitungsmeldungen von einer neuen Reise des Reichskanzlers ins kaiserliche hauptquartier wären, wie dem„Berliner Tageblatt" berichtet ward, verfrüht. Vermutlich wird der Reichskanzler seine Reise im Laufe des heutigen Dienslag antreten. Selbst in der Reichskanzlei aber wußte man gestern ebend noch nichts bestimmtes. Die sozialdemokratische Reichstags. fraktion. tu. Berlin. 19. Sept. Wie der„Vorwärts“ meldet, ist die Sozialdemokratische Reichstagsfraktion für den 20. d. Mts. zu einer Sitzung eingeladen worden. Bruck einer Calsperre. tu. Reichenberg, 19. Sept. Gestern in den ersten Abendstunden ist über die Umgebung der Talsperre der weißen Dösse im Isergebirge ein namenloses Unglück hereingebrochen. Die Talsperrmaner dieses Talbeckens ist auf bisher unaufgeklärte Weise geborsten, und in wenigen Minnten ergossen sich die ungeheuren Wassermassen dieser größten Sperre des Isergebirges über die an den Ufern des Flusses liegenden Ortschaften Tiefenbach, Schumburg, UnterTannwald, Zbarow, Groß=Hammer und auch das am Turnau gelegene Ufergelände wurde dadurch von einer großen Ueberschwemmung heimgesucht. Auch in Eisenbrod ist schwerer Schaden angerichtet worden. Viele Menschen sind spurlos verschwunden. Einzelheiten fehlen noch.(Morgenpost.) wtb. Gablone, 18. Sept. Die Talspekre der WeißenDösse ist heute in einer Länge von 80 Metern, die Krone in einer Tiese von 20 Metern geworsen. Die Wassermeugen ergossen sich mit brausender Gewalt in die Tiese und rissen, soweit bis jetzt festgestellt wurde, viele Glasschleifereien mit sich und führten größere Baummassen zur Tiefe. Mehrere Meuschenopfer sind zu beklagen. Die Vaummassen stauen sich an den Flußufern und Landstraßen. Sämtliche Brücken wurden, soweit sie nicht weggerissen worden sind, unterwaschen und drohen mit dem Einbruch. Der Schaden ist unabsehbar. Friedensbestrebungen. tu. Stockholm, 19. Sept. Der italienische Sozialist Margari, Sesretär der sozialdemokratischen Partei seines Landes, hält sich augenblicklich in Stockholm auf. um mit allen zum Frieden strebenden Kreisen in Verbindung zu treten. Zu dem gleichen Zwecke wird er auch nach Christiania und dem Haag reisen. Margar war von Aufang an gegen das Eingreifen Italicus. Dem Vertreter von„Tagens Anheter“ gegenüber betonte er, er glaube zwar, daß die Zentralmächte den Weltkrieg entfesselt hätten. doch hätten die Westmächte durch ihr Zusammengehen mit dem zaristischen Rußland alle Rechte verloren, als Vertreter der Rechte der Volksfreiheit und der Demokratie aufzutreten. Frankreich, so äußerte er, will zum Beispiel nichts von einer Volksabstimmung in Elsaß=Lothringen hören, und die Westmächte haben den von Rußland unterdrückten Vöikern keinerlei Garantien gegeben. Ein großer Sieg der Verbündeten würde unter solchen Umständen ebenso unheilvoll für die Welt sein, wie ein großer Sieg der Zentralmächte.(Köln. Zeitung.) Aus der Schw=is. wih Vern, 19. Sept. Die außerordentliche Herbsttagung der eidgenbistichen Räte ist, wie die schweizerische Teleg.=Agemar meldet, gestern nachmittag eröffnet worden. Nationalratspräsident Anster eröffue die Sitzung mit einer längeren Rede. in der er ermahne, sich einig und geschlossen um den Bundesrat zu scharen, dessen Tatkraft und Erergie, dessen dingebende Tätigkeit und weitsichtiger Blick die Schweiz es zu verdaufen habe, daß sie dis heute dulch die Jöhrnisse des Krieges hindurchgekommen sei. Dieskandinavlsche Miaisterberatung. wtd. Berlin,. 19. Sept. Die heute in Christiani beginnenden fkandinavischen Ministerberatungen därften etwa 5 Tage dauern. Wie der„Bossischen Zeitung" berichtet wird, würde die Konferenz wahrscheinlich einen von der Fordgruppe ausgegebenen Vorschlag, eine neue Konferen: in Stockholm abzuhalten, zur Kenntnis bringen, ohne dazu Stellung zu nehmen. Lippisches Musikfest in Bad Salzusten. Das auf Anregung des musikbegeisterten und kunstsinnigen Kommandeurs Herrn Hauptmann Medicus von der Kapelle des 1. Ers.=Latls. 4. Magdob. Infanterie=Regiments Nr. 67 unter Leitung ihres Musikmeisters im Festsaal des Fürstlichen Bades Salzuflen am 9. und 10. September veranstaltete Lipp. Musikfest zum Besten des „Roten Kreuzes“ hat bei ausverkauften Häusern einen überaus länzenden Verlauf genommen. Der Herr Kommandeur und sein msichtiger Musikmeister hatten aber auch keine Kosten und Rühen eschent, um durch Gewinnung erstklassiger Solisten und eines rzüglichen gemischten Chores von vornherein der großgügigen Verstaltung einen erfolgreichen Verlauf zu sichern. Die Kapelle, die zens durch Mitglieder des 2. Erf.=Batls. Leingo, des 2. Ersatz=Vails. rimold und durch Mitglieder der Kurkapelle bedeutend verstärkt den war, rechtfertigte ihren vorzüglichen Ruf aufs neue in ganz vor ragender Weise und hat alles gehalten, was in den Vorbechungen in Aussicht gestellt worden war. Die Musiker folgten mit merksamkeit und Begeisterung jedem Winke ihres Dirigenten, der r souveräner Veleitschung der Partitur mit Umsicht und Geschick schwierigen Werken zu einer künstlerisch vornehmen Wiedergabe if. Man bedenke: eine im Kriege entstandene Ersatz=Vataillons. lle und daneben unsere ganz Großen: Becthoven, Wagner, Reger 'ann man nur staunen und den Mut bewundern, mit dem sich Musikdirektor Hester diese große Aufgabe gestellt hatte. r. ne#dem die Kapelle durch mehrere größere Symphonie= und Orgelkonzerte ihren Ruf begründet hatte, war für uns der Erfeig nicht zweiselhaft. Musikmeister Hester hat die Aufgabe gelost und sich wiedcrum als der vorzügliche Oechesterdirigent erwiesen, als welchen wir ihn seit 1½ Jahren kennen. Beetbovens Leonoren Ouvertüre Nr. 3, Wagners Tannhäuser=Ouvertüre, die Vaterländische Ouvertüre für großes Oechester von Max Reger erfuhren eine ausgezeichnete Wiedergabe. Das letztere Werk des unlängst verstorbenen graßen Kontrapunktisten Reger, dem deutschen Heere gewidmet, ist eine geschiete Verwebung und Verknüpfung vaterländischer Melodien: Es braust ein Ruf: Deutschland über alles: Ich hab mich ergeben. Zum Schluß schwebt als cantus firmus der Choral„Kun danket alle Gott“ über dem Ganzen. Wohl keine Zeit ist in der Musik so farbenfreudig gewesen, hat ihrem koloristischen Elemente derartige Bedeutung eingeräumt, wie die unsrige. Neben den Farbenkünstlern Strauß, Pfitzner, Schillings, Madler u. a. erweist sich auch Reger als ein Kelcrist, der die k.##dsarben zu seltsamen und oft wunderdaren Effekten mischt.— Frau Wanda Landowska=Berlin erntete am Cembalo wahre Triumphe. Die liebenswürdige Kunstlerin entgückte durch ihre Vorträge und die herrlichen Klangfarben ihres Instrumentes. Erstaunlich ist ihre Technik, die so recht in der Sonate „Streit zwischen David und Goliath“ von Kuhnau, den GrobschmiedVariationen von Händel und der Sonate A-dur für gekreuzte Klaviatur von Scarlatti zur Gektung kam. Frl. Emilie Stamm= schulte, Lehrerin am holtschneider=Konservatorium in Dortmund, sang mit ihrer prächtigen Altstimme Lieder von Beethoven und Brahms. Sie fesselte befonders durch die verinnerlichte Wiedergabe der sechs Cellert=Lieder von Beethoven; aber auch in der Ode„An In England verurteilte Belgier. tu. Amsterdam. 19. Sept. Im Themse=Pollzeigericht wurden, wie die Sunday-Times vom 10. September mitteilt, am 9. Sepiember drei Belzier, die sich ohne Erlaubais auf einer Munitionsfabrik entfernt hatten und Eugland verlassen wollten, an je vier Monaten Zuchthaus verurteilt. Ein Angestellter des Schisses, auf welchem die Flüchtlinge fahren wollten, der Geld angenommen hatte, wurde zu 6 Monaten Zuchthaus und zwei Heizer zu brei Monaten Buchthaus verurteilt.(Kölnische Zeitung.) Ein Sohn Asguiths gefellen. wotb. London. 19. Sept. Leutnant Reymond Asgnith, der älieste Sehu des Premierministers, ist am 15. September gesallen. Eine sranzösische Warnung an die neutralen Staaten. wik. Bern, 19. Sept.„Temps“ richtet in Betrachtung der diviematischen Lage eine Warnung an die Neutralen und sagt, das Beispiel(ricchenlands sei zu topisch, um den Neutralen nicht die Gefahr zu zeigen, deren sie sich anssetzten. Nicht die Alliierten seien es, die das gricchische Ungluck verschaldet hatten, sondern jene Griechen, die ihrem Lande eine widernatürliche Politik aufzwingen wellten. Anschließend fragt„Temps“, ob es auch in Schweden folche gefährliche Bliude gele. Man könne nicht annehmen, daß Schweden mit dem bitterfüßen Toue seiner Note die Eniente habe beleidigen wollen. Ebensowenie könne es die Absicht haben, seine guten Beziehungen zu den übrigen nordischen Staaten zu fören. Die Kämpfe Im Often. tu. Sofia. 19. Sept. Die bulgarische Offensive in der Dobrndscha geht in ungeahnt schnellem Tempo vor sich. Die Rumänen wurden bei Kobadinn, wo sich ihre Nachhut zum Kaupfe stellte, um dem Vordringen der Bulgaren Widersland zu leisten, neuerdings geschlagen. Aus allen Meldungen geht hervor, daß der Rückzug der Rumänen fluchtartig vor sich gehl. Die Verfolger sind ihnen rastlos auf den Fersen. Ein Beweis für die Somelligkeit der M, daß kobadinn von Carcomer, wo noch gekämpft wurde, bereits 35 Kllometer nördlich entfernk ist, nur 20 Kilometer von der Trasanschauze, welche zur Verleidigung von Constanza und der Cernadowabahn dienen soll. Da der Widerstand bei Kobadinn gebrochen ist, können die Rumänen nur in der Trajanschanze Aufstellung nehmen. Diese Feldbefestigungen werden ihnen aber aucd nur wenig unten. Wie die Offiziere erzählen, gehen die Bulgaren mit unerhörter Wucht vor, sodaß z. B. bei Tutrakan nicht Zeit genug war, sich zum Schuß bereit zu machen, und Geschitze erbeutet wurden, mit denen nicht ein Schuß abgegeben worden war. Deshalb wurde auch Siiftria überrascht. lu. Berlin, 19. Sept. Dem„Berliner Tageblatt" wird aus dem k. und k. Kri.esspressequartier unlerm 18. September gemeldet: Länas der Bahnlinie Hötzing= Petroseny haben sich Honveds und deutsche Bataillone einer Wersperre oberhalb des Toles von Merisorg bmächtigt, wobei ihnen 7 Geschühe, 4 Maschinengewehre und viel Krieasmaterial in die Hände fielen. Auf der Strecke Kronstadt-Schäßburg sind dagegen die Rumänen noch im Vormarsch begriffen und haben die Stadt Reps(Köhalom) besetzt. Der rechte rumänische Flügel ist ins Quellgebiet der Bistritz akommen, wo ihnen k. und k. Truppen von dem 2000 Meter hohen Bistricieara aus entgegenrücken. Auch in den Bergen südweftlich Dorbawatra, wo sich österreichisch=ungarische Truppen behmpten, wurde der rumänische Vormarsch zum Stehen gebracht. tu. Sokig. 19. Sept. Die amtlichen Berichte verkünden einen entscheidenden Sieg ohne nähere Angaben. Private Nachrichten sprechen von unzählbarer Beute und von furchtbaren Verlusten des Feindes. Die bulgarische Reiterei brach, nach den Berichten der hiesigen Blätter, wie ein Wirdelwind über die Dobrudscha. Mit den Deutschen und Türken kämpfen die Bulgaren gemeinsam für die Wahrung höher stehenden Interessen. Bedeutende ausländische Blätter sprechen mit schmeichelnden Lobsprüchen über die bulgarische Tapferkeit. Sie sind eine gerechte Anerkennung der bulgarischen Anstrengungen für den Triumph der gemeinsamen Sache. Die Siege sind ein sichtbares Unterpfand künftiger Freundschaft. die allen Angriffen und Intrigen aller Zeiten und Völker widerstehen wird, weil sie sich gründet auf die gemeinsamen Siege verbündeter Nationen und die Anerkennung selbständiger Richte. Kipllug und d'Annuncie. wid. Berlin. 19. Sept. Wie das„Berliner Tageblatt erfährt, begibt sich Rudyard Kipling an die ikalienische Fronk. D.Annuncio hat seine Flüge wieder aufg nommen, diesmal nach Parenzo, das er mit bombardieren half. Die Offeusive des Italiener. tu. Budapest, 19. Sept. Dem„A Est“ wird aus dem Kriegspresseqnartier gemeldet: Die siebentägige Isonzoschlacht brachte die Italiener auch nicht näher zur Straße nach Triest, sie wurden sogar noch weiter zurückgeworfen. Der Hauptangriffspunkt der seindlichen Offensive war das Comener Platean. Tag und Nacht stürmten die Italiener hier an, siebenmal wurden sie zurückgeschlagen. Der Kampf tobt schrecklich. Bei Lokowitza schickten die Italiener immer neue Reserven ins Gesecht. Wenn unsere Artillerie eine Sturmkolonne zusammengeschossen hatte. griffen wieder neue an. Die italienischen Verluste sind sehr groß. Eo wurden bei Comer ganze Infauterie=Regimenter vernichtet. Aus Griechenland. wtb. Berlin, 19. Sept. Die Meldung eines Athener Blattes von der Besetzung Patras durch die Italiener scheint sich nicht zu bestätigen. Das neue griechische Ministerium findet in Frankreich eine schlechte Presse. Laut dem„Berliner Tageblatt“ telegraphierte der Vertreter des„Srcolo“ in Athen, die venezelistische Presse sehe einen baldigen Kouflikt des neuen Kabinetts mit der Entente voraus. Mittlerweile wurden in allen griechischen Telegraphenämtern französische Zensoren eingesetzt. In der Suda=Bei kamen 10 englische Schiffe an. Zwischen dem früheren Sekreär des Königs Konstantin, der wegen der Haltung des Königs seinen Rücktritt erklärt hatte, und seinem ehemaligen Minister des Aeußern, soll in den nächsten Tagen ein Duell stattfinden. tu. Von der Schweizer Grenze, 19. Sept. Der„Maliu“. meldet aus Saloniki: Nachrichten, die beim revolutionären Komitee eingelaufen sind, besagen, daß die Bewegung, trotz der dagegen unternommenen Anstreugungen, auch auf Alt=Griechenland übergreift. General Zimebrokatis erklärte, er sei bereit, die wieder gebildete 11. Division zu leiten. Zeitgemäße Betrachtungen. (Nachdruck verboten.) Als die Serben frech geworden,— wälzte seinen Eisenwall. Gegen diese Räuberborden— Mackensen, der Feldmarschall. Der mit Schneid aus den Karpathen— trieb die Russen in die Flucht, Schlug, ersehn zu neuen Taten,— auf die Serben nun mit Wucht. Vorwärts, ohne Federlesen,— zog er sicggewohnt landein, Und mit stahigeflochtnem Besen— fegte er den Balkan rein. Dankessrohe Jubellieder— klangen hell von Berg zu Tal, Und auch heute grüßt man wieder— Mackensen, den Feldmarschall. Als er einst zu gutem Zwecke— auf die Balkansünder hieb,— Sah kein Rensch, daß im Verstecke— noch ein Frevler übrig blicb. Hinter seiner dunklen Mauer— wühlend an gebeimer Stell, Liegt schen lange auf der Lauer— ein gar listiger Gesell! Ack, wie hat er sich verwandelt,— Freundschoft heuchelnd skrupelles, Hat die Treuc er verschandelt— und als Lugner ist er groß! Denn er ist ja ein Rumäne,— der dem Gösen sich verschrieb, Eine schleichende Hyäne.— ein gewisser Schlachtfeld=Dieb. Räuber, die die Gradbeit scheuen,— olanten neuen Ueberfall Und nun wird auch sie verbläuen.— Mackensen, der Feldmarschall. Und es wird nicht einer zagen,— Keinem trin der Zweifel nah': Der Rumäne wird geschlagen,— denn der Mackensen ist da! Stellt auch auf dem Balkan drunten— noch der Russ' sein Aufgebot. Unser Maseusen ist unten,— also hat es keine Kot!— Und erfoigreich hat begonnen— schon der Sturm mit neuem Sieg, Und wir wissen: bald gewonnen— wird der dritte Balkankrieg.— Jabiings, zu der Feinde Schrecken,— fliegt auf sie zurück der Pfeil, Mackensen, dem deutschen Recken,— kling es brausend Sieg und Heil! Ernst Heiter. bedenket der Verwundeten! Annahmestelle: Bruchstrasse 23. Briefkasten. An„eine Kriegerfrau" in Lage. Ihren Notschrei über die unerhörten Zustände auf dem Zwetschenmarkt brauchen wir wohl deshalb nicht mehr zu veröffentlichen, weil das Ceneralkommando unseres heimatlichen Korpsbezirks mit der Beschlagnahme vorgegangen ist. Weitere Anordnungen des Generalkommandos und der unterncordneten Zivilverhaltungen dürfen Sie mit Vertrauen abwarten. In erster Linie soll der Konsumenten gedacht werden. Für den gesamten Inhalt verantwortlich Mar Staercke, everschen Petmold. Vtich Nax St Druck und Verlag der Meverschen Hofbuchdruckerei in die Hefinung“ zeigte ihr Vortrag viel Seele. Die Sooranistin Frau Dr. Schild=Dortmund bstzt eine zmur nicht große, aber doch schöne Stimme. Sie sang u. a. Arie aus„Der Widerspenstigen Zähmung" von Götz und Lieder von Wagner, Strauß und Hermann. Ihr Vortrag zeigte manch glückliche Momente, doch störte zeitweilig ein unruhiges Klackern des Toncs im vollen Genuß. Bei den Liedern mit Klavier batten beide Damen in Herrn Komponist KrugRünchen einen geschickten, feinsinnigen Vegleiter, der mit guter Technik, Stimme und Text musikalisch diskret umwob und damit den Stimmungsgehalt erschöpfen half. Herr Kammersänger Alfred Golt dem Teutschen Opernhause Charlottenburg(Heldentenor) hat an dem Erfolge des Musikfestes seinen bedeutenden Anteil. Seine Stimme ist groß und in allen Lagen von herrlichem Wohllmt. Reben Kase und Hensel zählen wir Goltz mit zu den vorzüglichsten Interpreien Wagnerscher Musik. Der Künstler sang„Gebet aus Rienzi“, „Schwertszene" und„Liebeslied“ aus Walküre und Lohengrins Abschied mit ausgezeichnetem Vortrag und glänzender Stimme. Das Publikum, hingerissen von dem Gebotenen, rief durch nauschenden Beifall den Künstler immer wieder aufs Pooium und beruhigte sich ern. a.s Geitz nochmals das Lied#eslied sang. Das Orchester degleitete den hervorragenden Gast sehr wirkungsvoll. Herr Konzertmeister Aler Kosmann dom Städt. Orchester in Essen und Ledrer am Holtschneider=Konservatorium in Dortmund spielte die G=durRomanze ven Beethoven und das G=mell=Konzert von Bruch. Zeigte er sich durch den Vortrag der Nomanze als Beherrscher unserer Klassiker, so überraschte er ganz besonders bei der Wiedergabe des Bruch=Konzertes durch blendende Technik u. vernedme Auffassung. Die Geige sang förmlich unter des Meisters Händen, kein Wunder, wenn die Inkörer von der ausgereiften Künstlerschaft Kosmanns hingerissen wurden. In dem Jahmen eines Rusikfestes bringt übl“ weine eine größere Chorvereinigung angenehme Abwechdlung. Diese Aufgabe datte hier der o#capella Cbor der Musikalischen Gesellschaft Dortmund uvernommen, eine Chirvereinigung, die bei verschiedenen Gelegenbeiten durch die gesamte großnadtische Presse, wie Berlin, Leinzig. Dresden, Runchen günstige Beurteilung gefanden hat. Auch jetzt wieder bestätiete sie ihren guten Ruf und zeigte in Bezug auf Aussprache. Dhaamik, saubere und gleichmäßige Tongebung, was eine Ebewereinigung unter tüchtiger, zielbewußter Leitung zu leisten dermag. Der edor besitzt in seinem Dirigenten, Herrn Kal. Munkdirektor Holtschneider einen Führer, der sich durch sein gesangpädagogisches Talent des öfteren bewährt und sich als Veranstalter größerer Rusilaufführungen längst einen festen Platz unter den Cdooleitern Deutschlands gesichert hat. Holtschneider dirigierte außirdem die Criemmusik, eine kleine Suite von Unger. Das interessante Werk erfuhr unter seiner energischen und beledenden Leitung eine vorzügliche Wiedergabe. So können Orchester, Chor und Solisten mit Loher Gefriedigung auf den Verlauf des Lipp. Musitfestes garückblichen. Es waren genußreiche Tage, für die allen Beteiligten, besonders aber der Seele des Ganern, Herrn Hauptmann und Kommandeur Medich#. der herzlichste Lank gezollt werden muß. Dank aber auch der Iweverwaltung, daß sie kuich kestenlose Hergabe des Kartheatersaales die Aufführungen ermöglicht hat. Zeichne die Kriegsanleihe! Barecanbischer Frauen=Berein Biobesen. Konzert des a. i für die Meyer'sche Hofbuchdruckerei Verlag der„Lipp. Landeszeitung“ Anfertigung von Drucklachen in eleganter und moderner Ausführung bei mäßigen Preisen. Schneliste Lieferung Es ist bestimmt in Gottes Rat. Lie — Liebsten, was man hat, mus scheiden. Plötslich und unerwartet erhielten wir die traurige Nachricht, daß unser lieber. unvergeßlicher Bohn, Bruder, Schwager und Onkel, der(4136 Nr. 210 von 21 Jahren am ger infolge schwerer Verwundung. und Brustschuss) in einem Lasarett Holdentod gesterben ist. In tiefer Trauer: im biühender I. Septenbe (Kopf- und B den Holdento Zeit in geb. Büker # Nv, geb. Büker zur Zeit im Felde Felde zur Zeit im zur Zeit im Felde. den M September 1910. Du sankst dahin, wie Rosen sinken, wenn sie in voller Blüte stehn. und bittre, heiße von uns ht. daß bist Du geschieden,„so umsonst war unser Flehn! Ruhe sanft In Gottes Frieden, bis sle in voller Blüte stehn, und bittre Tränen fließen, weil Du so mußtest gehn. Wer hätte das von Dir gedac Du so früh zur Ruh' gebracht! Ach. Todes-Anzeige. Plötzlich und unerwartet erhielten wir von seinem Leutnant und Kompagnieführer die schmerzliche Nachricht, daß mein lieber Sohn, unser treuer Bruder, Schwager und Onkel, der Füsilier AugustNiehaus im blübenden Alter von 21 Jahren bei den schweren Kämpfen am 4. September den Heldentod erlitten hat. In tiefem Schmerz: Philipp Niehaus nebet Angehirigen. Klät, den 18. September 1916. mußtest Du Dein Leben enden Ind echnell zu Deinem Grabe gehn. Nun ruhest Du in tremdem Land. Auf Erden wir uns nicht mehr schn. Doch Hoffnung uns nach oben zeigt. 5 Todes-Anzeige. Es slerb den Heldestod für liebtes Veterland der Unteroftizier Fritz Koch 1e. Ke Nr. 55. II. KI. u. des Lipp. Kriegs-Verdienst-Kreures am 12. Sepiember durch einen Kopfschuß. Bad Neinberz. 15. Sepiember 1916. Aug. Koch. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Tode unseres teuren Entschlafenen, besonders für die trostreschen Worte des Herrn Pastors Lohmeier, wie für die Kranzspenden und die militärische Ehrung, sagen wir auf diesem Wege unsern Dank. Familie Conrad Nagel. Detmold, den 19. September 1916. Trauer-Briefe Danksagungs-Karten biefert schnell und bilig MeyerscheHofbuchdruckerei Detmold, Leopoldstr. 12. Der an den Landesstraßen des Lemgoer Baukreises angesehzle Obst=Verkauffindet einstweilen nicht statt. Fürstliches Bauamt. #rns bed fact übte Detmelb uas Horn 1. Aufgebots, welchinschließlich oder frühtr sich zur Landsturmrolle nd. Die in den Bezirken der Städte Detmold wohnenden Landsturmpflichtigen bis zum 19. September 1916 el das 17. Lebensjahr vollendet und## noch nicht angemeldet haben, haben sich am 19. September 1916, vormittags von 9—12 1 auf dem Nathause in Detmold bezw. Horn zur sturmrolle anzumelden. Geburtsurkunden sind bei der Anmeldung vorzulegen. Detmold, den 16. September 1916. Magistrat der Residenzstadt Detmold. J. B.: Biermann. Horn, den 16. September 1916. Magistrat der Stadt Horn k. 8. Der Handel mit Lebens= und FullerWiederruf der Bekanntmachung der Westsälischen Central=Genossenschaft in Münster über Aufhauf der beschlagnahmten Oelsaaten. Wir machen hiermit bekannt, daß von n ab die beschlagnahmten Oelsaaten nicht mehr an uns, sondern nur noch an unsere Filtale Kornhaus Herford, G. m. d. H., in Verford, abgeliefert werden müssen.(4141 Wessälische Gentralgenossenschaft Münster i. W. mitteln bedarf nach der Bund den in den grfentnich. — derselden Verordnung ist es per Druckschriften oder in sonitigen M 24. Juni d. J., en, der bei usnahmen, schen Druckschriften oder in sonitigen einen größeren Kreis von Personen Sssaat. onur vorverige Wenenmi:# des Ortes der gewerdlichen einer solchen. des serde von □ oder zur Abaa auf sie aulzulen— 2. bei Ankündigun von Ledens= oder EIn E! mittellng soscher Wernhatr—— geeionet find. einen Irrtum über des Anzeigenden oder die H.heehan GiarrNis— siehenden Vorrane und dech des Ankaufs. Verhaufs erwachen. werden mit Ges bis zu 1 WDrete= oder— oder über über oder der 4081) bis Mü. oder Biermann. Nachtrag zu dem Ortsstalul der Gewerdeder Residenzsladt Detmold und Arbeiter unter Justimmung der sammlung für den S Dennen eingetretenen Rekruten Ausbildungssabr 35. u geschrsehau ür 800 für den 2. Juni Ortsstatut der uni 1904 wird den 1 Wbe erchns. den den oder den Schulve Mitteilung an die Ettern. Karzerstrafen bis zu den 19. April 1916. Der Magistrak. I. V.: gez. Blermann. Genebmiat! den 9. Septdr. 1916. Ci (E Wird diermit Detmold, 14. 4082 Der 1916. al. I. B.: Biermann. Zur Sicherstellung des andernfalls gefährdeten Bedarfs des Heeres und der Bevölkerung an Marmelade und Mus wird im Interesse der öffentlichen Sicherheit auf Grund des§ob des Gesetzes über den Belogerungs. zustand vom 4. Juni 185! in Verbindung mit der Allerböchsten Verordnung vom 31. Juli 1914 folgendes bestimmt: S 1. Die gesamten noch nicht im Kleinbandel befindlichen Aepsel, Zweischen und Pilaumen werden, auch soweit sie noch nicht geerntet sind, beschlaenadmt. Der Absatz darf nur an Personen erfolgen, die einen mit dem Stempel des Kriegbernährungsamte versehenen Ausweis mit sich führen. § 3. Die nach§ 1 beschlagnahmten Aepfel, Zwetschen und Pflaumen sind bis zur Ablieferung an die in§ 1 begeichneten Personen zu verwahren und pfleglich zu behandeln. Die Verarbeitung und der Verbrauch im eigenen Haushalt bleiben zulässig Die unteren Verwaltungsbehörden(Landräte, Oberbürgermeister, Erste Bürgermeister, Bürgermeister, Magistrate, Verwaltungsämter) können nach Anweisung des Kriegsernährungsamtes, inebesondere zur Verhinderung des Verderdens der Früchte Ausnahmen von den Vorschriften in§ 1 gulassen. Jede Zuwiderhandlung gegen dieses Verbot wird mit Gefängnis bis zu einem Jahre, bei Vorhandensein mildernder Umstände mit Geldstrafe bis zu 1500 Mk. oder 2— 2—2 mit Haft bestraft. Der kommandierende General: Frhr. von Gavl, General der Infanterie. Wird hiermit veröffentlicht. Detwold, den 17. September 1916.(4108 Der Mugistrat. J. B.: Bierman n. Sammlung der Früchte des Weisdorns. Im vaterländischen Interesse sollen die Früchte des Weißdorns in diesem Jahre gesammelt und unter Kontrolle des Reichs zu einem Kaffee=Ersatzmittel nach einem besonderen Verfahren verwertet werden. Das Reich hat zu diesem Zweck die gemeinnützige Kriegs. gesellschaft für Kaffee=Ersatz in Berlin W. 60, Wilhelm. straße 55 gegründet. Die Bevölkerung, Erwachsene sowie Kinder, wird aufgefordert, die reifen Früchte des Weißdorns zu sammeln, sie in einem luftigen Raum im ausgebreiteten Zustande einige Tage zu trocknen und alsdann gegen Empfangnahme von 20 Pfennig Sammellohn für das Ng. luftgetrockneter Früchte in unserer Sammelstelle, Marktplatz 2. Montags und Donnerstags nachmittags von 4 bis 5 Uhr abzuliefern. Der Weißdorn kommt in allen Gegenden Deutschlands vor. Er wächst wild, insbesondere in Laubwäldern an Wegen und Dämmen. Seine rundlichen, im reifen Zustande roten Früchte, auch Mehlbeeren genannt, sind dadurch von anderen zu unterscheiden, daß sie einen sehr harten, großen Nern enthalten. Es sind nur reife Früchte zu sammeln. Die Früchte sind vor der Ablieferung von Blättern, Stengeln und Aesten zu befreien. Detmold, den 15. September 1916.(4079 Der Magistrat. J. B.: Biermann. Befauutmachune! Um eine schnellere Alarmierung der Feuerwehr bei Ausbruch eines Schadenfeuers zu ermöglichen, sind an nachstehenden Feuermeldestellen entsprechende Aufschriften und Zugglocken angebracht worden: am Hause des Brandmeisters Köller, Schülerstr. 9, Schneiders Adam, Leopoldstr. 30, und am Ratbause, untere Tür Der Ausbruch eines Brandes ist an diesen Stellen soiert g mebe; ven bert unt wirb bann die weiter: armierung der Feuerwehr veranlaßt werden. Das undefugte Ziehen an diesen Glocken wird streng besraft. 12849 9. September 1916.(3939 S. 9. ufanteristen des Deutschen Heeres von Eransfeldt Königl. Preuß. Oberstleutnant# 49. Auflage nach den neuesten Dienstvorschriften bearbeitet von Preis 55 Die Transfeldt. Porte Mepersche Hofbuchhandlung Detmold, Herm annstr. 29. #AnSAADN! 103 „Detmöst. Wohnungen e Nr. 12 8. s“. V—. eine Etage sofort oder später zu vermieten. Max Blank& Co. Herr## in rudiger für amilie möbl. mit Zimmer dr. Angeb.er Geichtitel nt. Nr. 4127 I. d. Landeszig. 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Größe BX71 cm.— Entdält: 1. Uebersicht über die Berbreitung des Modamnedanismus. 2. Karte des Schwarzen Meeres mit den angrenzenden Ländern. 3. Karte von Aegovien, dem Roten Meer, Valästina. Arabien und Versten. 4. Karte des Regäischen Meeres mit den angrenzenden Gebieten. S. Nevenkarten der Dardarellen, des Bosvorus und von Konstantinovel. Karte von Britisch=Indien. Maßstad 1:7500 000. Größe 88X71 cm.— Bringt das ganze britische und frangösische Indten. von England und den frauzösiich=belgischen Maßstab 1:1500000. Größe 100 X 78 cm.— Mit Nevenkarten: Plan von London und eine eingebende Seekarte des Nas de Calais und der Tbemsemündung. Spezialkarte für den Kriegsschauplatz in Volen. Mas600 000. Größe 109X78 cm—. Nebenkarte: wes und österreichisches Geviet in Polen 18 61. —. Leilage: Umgebungsplan von Warschau und Nowe Ororniewek. Karte des Echwarzen Meeres, des Raukasus und Südrutzlands. Maßstab 1: 327500. 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Die„Li Ne 22 „Auf diesem Alliierten, die Mittelmächte zu erfahren, und di unerbittlich ihre Bulgarien seine lieferte„Freund Plänen einer st der französische denen, die es g Wort entfahren“ „entscheidenden Briands Worte traum der Mitt der Traum, daß und Bulgarienworden, und ni# treubrüchige Ru es ist, überlie süchtigen Plänen Als„entsche Kaisers wie der Dobrudscha beze schmückenden Be Wenn dieser E wird, so beruh Nämlich einmal bulgarische Beri tung des damit der gesar Rumäniens auf Daß die Fall eine sehrf daraus bervor. garischen Berich und Serben, d Daß der Feind durch seine Stel unpassierbaren Hindernis fan richtes kann der Heer des deutse der Armee des katastrophale N 150000 Mann dürften. Nicht mind Gegners in die Vernichtung sei der Versuch, de Flanke zu fal Tutrakan—Sili ist durch den er Ziel der Erreich mit die Herstell russischen Häfen drohung der B die als Trajan gungen durschn ruumänischen He Als am 26 Cernavoda erö Einweihungsrei uns die Donau Kl Da wich m schen Schiff. 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