Streiche zweier in München im herausgekommen instmaler Ludwig ösen Buben von Eltern wie die , denen man das em Beispiel ihrer Franz“ zu neuen eit verpachtet und zemacht ist, kann ötestens 55 Jahr Kündigung hätte stens am 1. April urch die Ehefrau Felde ist, in der im Manne angen ist. o lange Sie beim en müssen. Sonst ), oone etwas zu Roßla am SüdStolberg ist jetzt Stolberg=Stolberg n jetzt nur dann volljährig erklärt benen Falls auf zlichen Vertreiees erjährigen zusteht ter sein— durch in Urlaub für t w e r d e n. von der Steuerbeim Militär benasschein bedeute! fehler und wegen ntsteht weder aus Hahnentritt, der in dem Eiweiß as Hühnchen lebt as Tageslicht und ar Staercke: Hofbuchjeden Posten 114 r. Säcke ten Tagespreis. m Langestr. 39 N, Ecke Schülerstr. In Sie Ihr Blut! lebs BlutreiniMaikur ist der Paket 35 u. 60 Psg. ben in der Drogerie 12) or- Kali Kain richvertilgung, dulichen Rainit— bei 1074 un, Dörentrns. agen " aber noch gut Halbchaise oder dreck zu kaufen gen mit Preisangabe 1184 ## Schötmar i. L. enden! zern die itung nach! Bedürfnis, über rrichtet zu werden. en Adresse des Eskadron. Bajade, Armeekorps) ag von 1.20 Mk. des=Zeitung von ach. es-Zeitung. p. Landes=Zeitung bis 1. Juli an dron, Batterie. — Kolonne und verbreitetstes Blatt des Thrstentume und derangenngengen Helece be: Bei dur Geschüstostalls und domn Dactrutungen für ¼, Johe N. 2.26, Nü. 9 025. De dur Post für ½ Jahe M. 8.25, füe 2 Monate M. 1.80, für 1 für ½ Jahe M. 0,42, für 2 Monate M. 0.28, für 1 zwärts mt 30 Pfennig die bleinspaltig 75 Pig. Komplizierte Anzeigen werden mit 30 NS 120 Deutscher Tagesbericht. wolb. Großes Hauptquartier, 22. Mai 1916. Westlicher Westlich von Nieuport drang eine Patrouille unserer MarineInfanterie in die französischen Gräben ein, zerstörte die Verteidigungs=Anlagen des Gegners und brachte 1 Offizier, 32 Mann Gesangene gerück. Südwestlich von Givenchy=en=Gohelle wurden mehrere Linien der englischen Stellungen in etwa 2 Km. Breite genommen und nächtliche Gegenstöße abgewiesen. An Gefangenen sind 8 Offiziere, 220 Mann, an Beute 4 Maschinengewehre, S Minenwerser engebracht. Der Gegner erlitt ganz außerordentlich blutige Verluste. In Gegend von Berry=au=Bax blieb in den frühen Morgenstunden ein französischer Gasangriffversuch ergebnislos. Links der Maas stürmten unsere Truppen die französischen Stellungen auf den östlichen Ausläusern der Höbe 304 und hielten sie gegen wiederholte seindliche Angriffe. Neben seinen großen blutigen Verlusten büßte der Gegner an Gefangenen 9 Offiziere. 518 Mann ein, außerdem fielen 5 Maschinengewehre in unsere Hand. Die Beute aus unseren Angriffen am Südhange des„Toter Mann“ hat sich auf 13 Geschütze, 21 Maschinengewehre erhöht. Auch hier und aus Richtung Chatancourt hatten Versuche des Feindes, den verlorenen Boden zurückzugewinnen, keinen Erfolg. Rechts der Maas griffen die Franzosen mehrfach vergebens unsere Linien in der Gegend des Steinbruchs(südlich des Gehöstes Haudromont) und auf der Vaux=Kuppe an; beim dritten Ansturm gelang es ihnen aber, im Steinbruch Fuß zu fassen. Die Nacht hindurch war die beiderseitige Artillerietätigkeit im ganzen Kampfabschnitt außerordentlich heftig. Unsere Fluggeschwader wiederholten gestern nachmittag mit beobachteten guten Erfolgen ihre Angriffe auf die Etappenhäfen Dünkirchen. Ein feindlicher Doppeldecker stürzte nach Kampf ins Meer. Weitere vier Flugzeuge wurden im Luftkampf innerhalb unserer Linien außer Gefecht gesetzt, und zwar in der Gegend Detmold, Dienstag, den 25. Mai 1916 142. Jahrgang Die Schlackt an der Marne. 8 Bestellers: (Fortsetzung und Schluß.) Am Nachmittag des 9. September hatte der Rückzug begonnen. Er wurde so ausgeführt, wie es des deutschen Heeres würdig ist. Auf das ungeheure Schauspiel eines durch nichts gehinderten Vorstürmens folgte das andere, eines vom Feinde ungestörten Rückmarsches in aller Ordnung, wie ihn die Welt noch nie gesehen hatte. In der Nacht vom 9. auf den 10. September wälzte sich die Heeresmacht der 1. Armee ichs Quregtal nordwärts. Die französischen Bauern des legenen Waldtals waren aus ihren elenden Hütten aus die einzigen Zeugen des gewaltigen Meisterstücks der Deutschen. Die Achsen der Protzen waren wohl geschmiert, die Soldaten holten die letzten Kräfte aus ihren Muskeln, und die Risenschlange der feldgrauen Bataillone wand sich lautlos zwischen den nächtlichen Hügeln und den leise herbstelnden Wäldern von der Marne bis zur Aisne hindurch. Wenn der Mond einmal durch die Wolken brach, dann winkten die dunklen Züge der niederen Hochebene, aus deren Wiesengründe der Oureg der Marne entgegenfloß. Dort oben auf den Hügeln warteten schon gegrabene Schützengräben auf die Bataillone der Kluckschen Armee. Aber nach kurzem Rasten ging es weiter. Die stärkste Gefahr war vorbei und der nächste Tag brachte auch die Nachhuten in Sicherheit. Der Gedanke, daß nur gigantische Marschleistungen, mit unerschütterlicher Ruhe vollzogen, die deutsche Streitmacht ungefährdet in ihre neue Stellung bringen konnte, stand auf dem Gesicht des jüngsten Musketiers wie des ältesten Generals geschrieben. Diese Stellung war der Kranz schwerer Feldbefestigungen, die in den zehn Tagen des Vor= und Rücknarsches Tausende schwieliger Pionierhände gebaut hatten, von den Felsenhöhlen und Steinbrüchen der Aisne über die Höhen von Craonne und das Hügelland von Reims hinweg durch die Champagne bis hinüber zu den Argonnen. Den Bau dieses Festungswalles, in dessen Rücken nun gesichert ganz Nordfrankreich mit seinen unerschöpflichen Hilfsquellen der Industrie wie der Landwirtschaft als deutsches Etappenland lag, konnte eine bis über die Marne zurückgeschlagene französische Armee nicht stören. Und als das Uebermenschliche der Vernichtung zweier Armeen, der englischen und französischen mit ihren bunten Sklavendivisionen, durch nur einen Teil des schon auf zwei Kriegsschauplätzen kämpfenden deutschen Hecres sich als unmöglich erwiesen hatte, da war das restlose Gelingen des zweiten deutschen Planes ein Sieg, der dam Eie der Franzosen in nichts nachstand. Die Schlacht an der Marne war fur die Deutschen keine verlorene, sondern eine abgebrochene Scylacht. Und am Qureg nichts anders als dem ganzen übriges Verlauf der Dreihundertkilometer= frout. Das zeigt mit einer nicht zu erschütterden Deutlichkeit von Wervieg bei Noyon, bei Maucourt(östlich der Maas) und nordöstlich von Chateau=Salins, letzteres durch Leutnant Wintgens, als dessen viertes. Außerdem schoß Oberleutnant Boelcke füdlich von Avocourt und südlich des„Toter Mann“ den 17. und 18. Gegner ab. Der hervorragende Fliegerossizier ist in Anerkennung seiner Leistungen von S. M. dem Kaiser zum Hauptmann besördert worden. Oestlicher Kriegsschauplatz. Die Lage ist im allgemeinen unverändert. Valkan=Kriegsschauplatz. Die Lage ist im allgemeinen unverändert. Oberste Heeresleitung. Oesterreich-ungarischer Bericht. Die österreichische Beute in Südtirol. Bisher 23 883 Gefangene. 172 erbeutete Geschütze. wotb. Wien, 22. Mai. Amtlich wird gemeldet: Russischer Kriegsschauplatz. Nichts Neues. Eriensschauples Nichts Neues. Italienischer Kriegsschauplatz. Die Niederlage der Italiener an der Südtiroler Frout wird immer größer. Der Angriff des Grazer Korps auf der Hochfläche von Lafraun hatte vollen Erfolg. Der Feind wurde aus seiner ganzen Stellung geworfen. Unsere Truppen sind im Besitz der Cima Mandriola und der Höhe unmittelbar westlich der Grenze von diesem Gipfel bis zum Aftach=Tale. Die Kampftruppe S. K. und K. Hoheit des Jeldmarschalleutnants Erzherzogs Karl Franz Joseph hat die Linie Monte Termeno— Monte Majo genommen. Seit Beginn des Augriffs werden 23883 Gefangene, darunter 482 Offiziere, gezählt. Unsere Beute ist auf 172 Geschütze gestiegen. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs. v. Hoefer, Feldmarschalleutnant. Das Kriegssteuerkompromiß. (Von unserem Berliner Korrespondenten.) Berlin, 81. Mai. Das heißumstrittene Steuerkompromiß ist jetzt endgültig zwischen der Regierung und den Vertretern der bürgerlichen Parteien in den beiden, mit der Beratung der Kriegssteuern beauftragten Ausschüssen des Reichstags vereinbart worden, nachdem noch im letzten Augenblick in Bezug auf einige Einzelheiten der Entwürfe erhebliche Aenderungen vereinbart worden waren. Jetzt liegen die Dinge so, daß das Kompromiß nur noch als Ganzes beurteilt werden kann. Denn daß noch im Ausschuß oder in der Vollversammlung Abänderungen durchzusetzen wären, ist kaum anzunehmen, da es sich eben um ein Kompromiß handelt, das als bedroht erschiene, wenn an Einzelheiten, abgesehen von Aenderungen mehr formaler Natur, gerüttelt würde. Das ist bei der Beurteilung des Kriegssteuerbündels zu berücksichtigen, dem zwei mildernde Umstände zuzubilligen sind, nämlich einmal, daß es sich um Kompromißarbeit, und zweitens, daß es sich um Kriegsnotwendigkeiten handelt. Von diesem Standpunkt aus wird also der Steuerzahler die Kriegssteuern betrachten müssen, wobei sich die Optimisten mit der Hoffnung schmeicheln mögen, daß es sich nur um Kriegssteuern, also um Steuern vorübergehender Natur handele. In Wahrheit gilt das freilich nur für die Vermögensbesteuerung und die Kriegspostzuschläge; für welche eine entsprechende Bestimmung noch im letzten Augenblick in das Kompromiß eingefügt wurde. Dieser erfreuliche Paragraph 4 besagt:„Die Aufhebung der Reichsabgaben hat aber spätestens nach Ablauf des zweiten Rechnungsjahres nach Friedensschluß zu erfolgen, wenn es der Reichstag verlangt.“ Wir zweifeln nicht daran, daß er es seinerzeit tun wird, denn die Verteuerung der Postgebühren muß als die volkswirtschaftlich bedenklichste Steuermaßnahme gelten, und sie wird auch von weiten Kreisen als besonders starke Belästigung und Belastung emfunden werden. Wird es, trotzdem das Kompromiß einige erhebliche Erleichterungen gegenüber der Regierungsvorlage aufweist, so vor allem den Fortfall des Zuschlages für Drucksachen, bis 50 Gramm, für Postanweisungen und Postschecks. Wozu noch kommt, daß der von Abgabe völlig freie Feldpostverkehr größer ist als der sonstige Postverkehr des gesamten deutschen Reiches. Hat das Kompromiß bei den Postzuschlägen abgebaut, so hat es bei dem sogenannten Kriegssteuergesetz zugebaut. Während dieses ursprünglich eine reine Kriegsgewinnsteuer darstellen sollte, werden jetzt auch solche Vermögen steuerpflichtig gemacht, die in der Zeit vom 31. Dezember 1913 bis zum 31. Dezember 1916 keinen Vermögenszuwachs hatten, sondern in der gleichen Zeit unverändert geblieben sind oder eine Einbuße erfahren haben, die weniger als 10 Prozent beträgt. Zweifellos ist es eine recht künstliche Konstruktion, wenn man davon ausgeht, daß jedes Vermögen sich in Kriegszeiten eigentlich um 10 Prozent verringern müßte. Aber die einzelstaatlichen Finanzminister sträubten sich derart gegen eine reine Reichsveanögenssteuer, daß man auf diesem ungewöhnlichen Wege eine erweiterte Vermögenssteuer konstruierte. Im übrigen ist die Abgabe für dies unverändert gebliebene, bezw. um weniger als 10 Prozent verringerte Vermögen sehr mäßig; sie beläuft sich auf ein Prozent des Betrages, um den am 31. Dezember 1916 das Vermögen über 90 Prozent des am 31. Dezember 1913 vorhanden gewesene Vermögens hinausgeht. Auch bleiben die kleinen, 20000 Mark nicht übersteigenden Vermögen von dieser Steuer frei, während die Abgabe von Zuwachs nur erhoben wird, wenn der wirkliche Zuwachs den Betrag von 3000 Mark und das Vermögen am 31. Dezember 1916 den Gesamtwert von 10 000 Mark übersteigt. Handelt es sich bei diesem Kriegssteuergesetz der Natur nach um eine einmalige Abgabe, die hoffentlich keine Neuauflage erleben wird, und hat es bei den Kriegspostzuschlägen die Volksvertretung in der Hand, ihre Prolongierung zu verbindern, so wird man sich bei dem Rest des Kriegssteuerbündels wohl darauf gefaßt machen müssen, daß es sich hier um eine dauernde Einrichtung handelt. Das gilt nicht nur für die Erhöhung der Tabakabgaben und den Frachturkundenstempel, sondern auch für den Warenumsatzstempel. den man vorsorglicherweise gleich in den Tarif des. Reichsstempelgesetzes eingearbeitet hat. Am Grunde ist dieser Stempel eine Gewerbesteuer, von der sich das Gewerbe natürlich zu entlasten suchen wird und muß, was wiederum zu einer Verteuerung der Waren führen muß. Zwar ist die Abgabe an sich(10 Pfg. für jede angefangenen 100 Mk.) gering, aber sie wächst durch die vielen Stationen, die jedes Erzeugnis in dem Prozeß vom Rohmaterial zum Fertigfabrikat durchläuft. Erfreulich ist die noch in letzter Stunde durchgesetzte Entlastung des kleinsten Kleinhandels durch die Bestimmung, wonach eine Verpflichtung zur Einreichung der Aufstellung und der Abgabepflicht nicht besteht, wenn sich der Gesamtbetrag der Zahlungen auf nicht mehr als 3000 Mk. jährlich beläuft. An einer schnellen Durchberatung und der Annahme der Kriegssteuervorlagen im Reichstage ist nicht zu zweifeln, und die Staatsbürger und Steuerzahler werden sich wohl oder übel damit abfinden und sich darauf einrichten müssen, eingedenk der Goetheschen Mahnung: Harte Bissen gibt es zu kauen: wir müssen erwürgen oder sie verdauen! Das Steuerkompromiß. Die Post. und Telegraphengebühren. wtb. Beriin, 20. Mai. Dem Steuerausschuß des Reichstages ist für die zweite Lesung des Gesetzentwurfs betreffend eine mit den Post= und Telegrammgebühren zu erhebende außerordentliche Reichs. abgabe der folgende gemeinsame Antrag von Vertretern der bürgerder Verlauf der Ereignisse auf den Abschnitten der vier anderen deutschen Armeen. Mit den Engländern hatte Kluck und auch Bülow zumeist sehr leichte Arbeit. In sehr achtungsvollem Abstand rückten die drei Korps der englischen Armee nur bis zu den Ufern des Grand Morin vor, als Klucks Korps wieder einzeln über die Marne zurückgingen. Am Abend des 7. September betrug die Entfernung zwischen den Engländern und der deutschen Kavallerie noch volle 20 Kilometer. French verstieß in nichts gegen die alten Regeln der englischen Kriegskunst, die vor allem die Schonung der eigenen Kräfte vorschreibt und die Inanspruchnahme aller andern zur Pflicht macht. Erst am Nachmittag des 8. September, als die deutschen Reiterdivisionen mit den letzten Brückenschutzbataillonen sich bei la Ferté=sous=Jouarre über die Marne zurückzogen, war die Zeit für die langen englischen Schiffsgeschütze gekomnnen. Dort und bei Sancy hüllten die mächtigen Wolkenballen explodierender Granaten die anmutige Flußlandschaft völlig ein. Die Armee von Bülow hatte gleichfalls nur einen Strauß mit den Engländern zu bestehen. Eine Division der berittenen Garde suchte zwischen den Anneen von Kluck durchubrechen. Sie wurden schwer zurückgehauen. Bei Sezanne dauerte vom 8. auf den 9. September der erbitterte Kampf zwischen den Truppen Bülows und den Divisionen des Generals Franchet volle achtzehn Stunden lang. Unsere Feldgrauen hatten längs der Landstraße mit Maschinengewehren Aufstellung genommen. Ihre Artillerie bestrich die gegenüberliegende, mit Birken und Buchen bewachsene Anhöhe, von wo die französische Offensive ausging. Der Kampf begann mit einem mörderischen Artillerieduell. Als die französischen Geschütze glaubten, sie hätten die deutschen zum Schweigen gebracht, stürzte sich die rote Woge der französischen Infanterie mit einem Bajonettangriff von dem Hügel herab. In diesem Augenblick begann das Hömmern der deutschen Maschinengewehre hinter der Landstraße. Die Franzosen fielen wie reifes Korn unter der Sichel. Zu alledern standen sie noch unter dem Feuer ihrer eigenen Geschütze. Das 68. französische Infanterieregiment wurde auf diese Weise völlig aufgerieben. Nachmittags gegen sechs Uhr wurde die Stellung von den Deutschen freiwillig geräumt. Der Rückzugsbefehl war eingetroffen. Nue eine deutsche Batterie, zu der der Befehl nicht dringen konnte, weil sie in einen sumpfigen Terrain bei Sezanne isoliert stand, feuerte weiter, obtohl sie schon von allen Seiten vom Feind umringt war. Den ganzen Abend hindurch unterhielt sie ein fürchterliches Feuer auf die Feinde. Erst gegen Nacht verstumte die Batterie, als die letzten Kanoniere erschossen waren. Sie lagen zwischen den Baumstrünken, die unsere Braven mit dem schwarzen Kragen unter die Räder gelegt hatten, damit die Geschütze nicht im Schlamm versanken. Im Zentrum der Schlachtlinje wogte der Lampf in den ersten zwei Tagen unentschieden hin und her. Am 8. September brach die französische Armee unter Franchet auf, um dem über die Marne zurückgehenden Kluckschen Korps in die rechte Flanke zu fallen. Da führte ein Korps der Armee Bülow einen unwiderstehlichen Sturm auf den linken Flügel der Armee Foch bei Soisy aus. Franchet mußte von der Verfolgung abstehen und dem schwer bedrängten Nachbarn sein 10. Armeekorps„ar Hilfe schicken. Am 9. September ging ein Korps auf dem linken Flügel der 5. französischen Armee vor. In den Sümpfen von Saint-Gond entwickelte sich eine blutige Schlacht, bei der die Marokkaner bataillonsweise zwischen dem Schilf versanken. Ueber die trockenen Strecken hinweg wurde die Annee Foch zurickgeschlagen bis nach Connantre und Gvurgancon und von dort bis Salon, volle 45 Kilonicter südlich der Marne. Die Armee des Schwabenherzogs Albrecht von Württemberg. zusammen mit dem äußersten linken Flügel der Armee von Hausen, hatte der des Generals Langle de Cary gegenüber am 6. und 7. September einen schweren Stand. Ein Korps mußte um mehrere Kilometer zurückgehen, wetzte aber am Abend des 7. die Scharte wieder aus Ein wildes Ringen tobte den ganzen Tag bis in die späte Nacht auf der ganzen Front der 4. deutschen Armee. Wenn ganze Bataillone der nkien Kolonialtruppen niedergemäht waren, stümnten brüllend mit fletschenden Zähnen neue Massen heran. Aber nichts konnte die Sachsen verhindern, die Dörfer Sommesous und Sermais zu nehmen. Eine Steigerung der Kampfwut schien auf beiden Seiten fast unmöglich. Am 9. September gaben die Trompeten gerade das Signal zum Sturm des rechten Flügels der Württemberger auf das Dorf Mailly, als die heißringenden Truppen vom Befehl zum Rückzug überrascht wurden. Die 5. deutsche Armse brachte am 7. September dem Feind auf der ganzen Linie starke Verluste bei. Er wurde von Laheycourt auf Laimont zurückgeworfen. Alle Versuche Sarrails, am 8. Sepiember die alten Stellungen zurückzuerobern, scheiterten. Der 9. September verstärkte die bedenkliche Lage des Feindes, der sich schon vollständig in der Defensive befand. Der General Sarrail ließ die Magsbrücken hinter sich sprengen, um die gemeldeten deutschen Verstärkungen am Vonnarsch zu verhindern. Gegen Mittag ben. Setichuns den Bocd Grkom und dit dratt Uhr das Gebrüll der Mörser verstummte und die deutu Infantrieangriffe abflauten, da empfanden die bis zur Erschöpfung ermüdeten Truppen der 3. französischen Armee diesen Umschwung wie eine Erlösung. Das war überhaupt das große Kennzeichen der letzten Stunden des Ringens an der Marne, die erschöpfungsartige Uebermüdung der Truppen auf beiden Seiten. Da der Feind nach seinem eigenen Geständnis an Zahl zum mindesten doppelt überlegen war. so war der Befehl zum Rückzug nur eine Tat kühler Besonnenheit und weiser Einsicht. Was geschaffen werden sollte, eine Festungsstellung, die von den zweihundertfünfzig Kilometern des im raschen Vorsturm gewonnenen Landes deren einhundertsiebzig in unantastbare Sicherheit zu bringen hatte, das war geschaffen. Mit der von jeder Ueberstürzung freien, aber bis zum höchsten Tempo gesteigerten, streng organisierten Schnelligkeit des Vormarsches zogen sich auch Bülows Truppen zurück. Artillerie, Kavallerie, Automobile, fahrende Infanterie und Maschinengewehre hielten die Verfolger auf. Wenn der Feind sie zu fassen glaubte, weg waren sie. Langsamer ging der Rückmarsch bei der 3., 4. und 5. Armee vor sich. War es doch gerade den Armeen des rechten französischen Flügels, die so viel von ihren Kräften in die Entscheidungsschlacht am Ourca hatten hergeben müssen, nicht so sehr zun Verfolgen. Am 13. September stand das deutsche Heer in einer Stellung von Compisgne bis hinüber zu den Argonnen. Das reichste Hinterland, Nordfrankreich, Belgien und die Rheinebene, lieferten, was der Pionier, der Artillerist und der Infanterist zum Ausbau brauchten. Mächtige Eisenbahnlinien sicherten die Verbindung mit der Heimat und brachten in wenigen Stunden frische Nahrung und frische Truppen. So erwarteten die angeblich geschlagenen Deutschen den vermeintlich siegreichen Feind, der anstürmte, jubelnd, tapfer, unermüdlich, um endlich nach Monden und Jahren einzusehen, daß man an dieser eisernen Mauer nur eines kann: Die Stirne einschlagen. Erst als der deutsche Rückzug vollendet war, zeigte es sich, warum dieser nötig gewesen war. Es erwies sich, daß das russische Heer auch durch die Riesenschlacht bei Tannenberg nur an einer leichten Stelle getroffen war. Neue Kolonnen wälzten sich sofort nach der Flucht Rennenkampfs vor Hindenburg gegen Schlesien und brachen immer tiefer ein. Es sah dort nicht aus, als ob die Oesterreicher allein des Feindes Herr werden könnten. Von der italienisch=französischen Grenze kam die Nachricht, daß die Franzosen ihre Truppen dort wegnahmen. Italien ging schon auf den Wegen des Verrats. Was aber auch sonst noch erst nach Friedensschluß bekannt werden mag über die Gründe zum Rückzugsbefehl, das kann nichts ändern an der Tatsache, daß der Rückzug aus der Schlacht an der Marne ein geniales, strategisches Manöver größten Stils und der Sieg der Franzosen ein erst in allerletzter Stunde staunend entdeckter war. Dem„großen Sieg an der Marne“ fehlt vor allem das Wesentliche eines wirklich großen Sieges, die überwältigende Zahl unverwundeter Gefangener. Der Jubel der Feinde konnte nur angesehen werden als die Freude über das nicht mehr erwartete Aufatmenkönnen. Und wemn vom anderen durch diesen Rückzug das Gesetz des Handelns vorgeschrieben wurde das beweist der nun bald zweijährige folgende Stellungskriet aus einer fast unveränderten Front. 1 2 sichen Pazielen zugegangen: 1. J 1 Absatz S zu streichen. I. dem § 4(Der Reichskanzler kann nach der Bestimmung des Bundesrate die Reichsabgabe ermäßigen oder aufheben) als zweiten Satz hinzuzujügen: Die Aufhebung der Reichsabgabe hat aber spätestens nach Ablauf des zweiten Rechnungsjahres nach Friedensschluß zu erfolgen, wenn es der Reichstag verlangt. 3. Die Zusammenstellung der Reichsabgaben im Post= und Telegraphenverkehr erhält folgende Fassung: „Zugeschlagen werden jeder Gendung 1. Briefe: a) im Orts= und Nachbarortsverkehr 2.5 Pfe., d) im sonstigen Verkehr 5 Pfg.; L. Postkarten 2.5 Pfg.; 8. Drucksachen zuschlagfrei; 4. Pakete: 1. bis zum en bis 70 Kilomotos ein ann b) auf alle welteven Entfernungen 10 Pfg.; 5 Pso.; 7. Postauwoifungen guschlagfrei; 8. Postauf alle 9 Pfg, von jedem Wort, Pfg. von jedem Telegramm; 10. Nohrpostbriefe und von jeder Sendung; 11. Anschlüsse an Orts=, n; II. Anschlüsse an Vororts. oder Bezirksfernsprachnetze 10 Proz. von jeder Pausch= oder Grundgebühr: 19. Ortsgespräche von Teilnehmeranschlüssen gegen Grundgebühr, Gespräche im Vorortsverkehr, im Bezieksverkehr und im Fernverkehr 10 Proz. von der Gebühr für jedes Gespräch; 18. Fern. sprochnebenanschlüsse 10 Proz. von der Gebühr für jeden Reben. anschluß. In den Anmerkungen zu diesem Antrag sind eine Reihe von Ermäßigungen, Befrelungen, dis letzteren insbesondere im Verkehr mit Angehörigen des Heeres und der Marine, mit dem Ausland und für die Presse, sowie Uebergangsvorschriften für die ersten beiden Monate nach dem Inkrafttreten des Gesetzes enthalten. Die Kriegsgewiunstener. wld. Berlin, 20. Mai. Der gestern mitgeteilte gemeinsame Untrag der bürgerlichen Parteien zum Kriegssteuergesetz hat eine Aenderung erfahren. Danach lautet§ 7: Die Abgabe von Zuwachs wird nur erboben, wenn der nach diesem Gesetz festgestellte Vermögenszuwachs den Betrag von 3000(nicht 6000) und das Vermögen am 31. Dezember 1916 don Gesamtwert von 10.000 es übersteigt. Beträgt das Vermögen am 81. Dezember 1916 nicht mehr als 15000(nicht 18.000). so unterliegt der nach Absatz 1 abgabepflichtige Vermögenszuwachs nur insoweit der Abgabe, als durch ihn ein Vermögensbetrag von 10000 K überschritten wird. Der Wechsel in den Reichsämtern. Dr. Helfferich Staatssekretür des Innern, Graf von Roodern Reichsschatsekretär. wtb. Berlin, 22. Mai.(Amtlich.) Seine Majestät der Kaiser und König haben dem Vizepräsidenten des Staatsministeriums und Staatssekretür des Innern Dr. Delbrück die nachgesuchte Entlassung aus seinen Aemtern unter Belassung des Titels und Rauges eines Staatsministers und unter Verleihung des hohen Ordens vom Schwarzen Adler erteilt und ihn von der allgemeinen Stellvertretung des Reichskanglers entbunden, den Staatsminister und Staatssekretär des Reichsschatzamtes Dr. Helfferich zum Staatssekretär des Innern ernannt und mit der allgemeinen Stellvertretung des Reichskanzlers beauftragt, den Staatssekretür von Elsatz=Lothringen, Wirkl. Geh. Rat Grafen von Roedern, vom 1. Juni 1916 ab zum Staatssekretär des Reichsschatzamtes ernaunt und bestimmt, daß bis zum 1. Juni 1916 die Geschäfte des Reichsschatzamtes durch den Staatssekretür des Innerd, Dr. Helfferich, weiter zu führen sind. Seine Majestät der König haben ferner den Staatsminister Dr. von Breitenbach zum Vizepräsidenten des Staatsministeriums ernannt. Ein kaiserliches Handschreiben an Dr. Delbrück. wtb. Berlin. 22. Mai.(Amtlich.) Se. Majestät der Kaiser und König haben an den Staatsminister Du. Delbrück folgendes Allerhöchstes Handschreiben gerichtet: Mein lieber Staatsminister Delbrück! Nachdem ich Ihnen durch Erlaß vom heutigen Tage die nachgesuchte Dienstentlassung in Gnaden erteilt habe, ist es mir ein Bedürfnis, Ihnen meinen wännsten Dank für die hingehende und aufopferungsvolle Treue auszusprechen, mit der Sie ihre hervorragende Kraft allezeit, im Frieden wie im Kriege, in den Dienst des Vaterlandes gestellt haben. Als Zeichen meiner Anerkennung und meines Wohlwollens habe ich Ihnen den hohen Orden vom Schwarzen Adler verliehen, dessen Abeichen ich Ihnen hierneben mil meinen bessen hlergehen Ihre Genesung und Ihr Wohlergehen zugehen Ich verbleibe Ihr wohlgsneigter Kaiser und gez. Wi Großes Hauptquartier, 22. Mai 1916. schen für Schritte amtlicher oder nichtamtlicher Natur von oder, auf Veranlassung der deutschen Regierung geten worden sind, um Deutschlands Gegner zu einer Antwort auf diese Friedensbenutschaft zu venmmlassen.“ Die Lebenomitteldiktatur. en wtb. Berlin, 39. Mai.(Amtlich.) Richskanzler ermächtigt, eine eigene an Srisdond Peien Behiche Wer alle im Deutschen Reiche ttel, Rohstoffe und anden Gegenstände, die ttelversorgung notwendig ind, ferner über ittel und die zur Biehversorgung ubtigen und Gegenstäube. Das Verfügungsrecht schließt die Verkehrs= und Verbrauchsregelung(damit e falls natürlich auch die Enteignung), die Regelung der Ein=, Aus= und Durchfuhr sowie der Preise ein. Der Präsident kann in dringenden Fällen die Landbehörden unmittelbar mit Anweisungen versehen. Zum Präsidenten des Kriegsernährungsamts ist der Oberpräsident der Provinz Ostpreussen, v. Betockl, berufen worden. Glückwünsche zum 70. Gedurtstage Spahns. wtb. Frankfurt a. M., 22. Mai. Zum 70. Geburtstage des Oberlandesgerichtspräsidenten und Reichstagsabgeordneten Dr. Spahn ist vom Reichskanzler folgendes Telegramm eingelaufen: Zu Ihrem heutigen Geburtstage, der Sie mn das achte Jahrzehnt eines von erfolgreicher Arbeit für das Vaterland erfüllten Lebens führt, sende ich Ihnen, sehr verehrter Herr Präsident, meine besten Glückwünsche. Ich gebe mich der aufrichtigen Hoffnung hin, daß Ihre auch in dieser schweren Kriegszeit stets bewährte staatsmännische Kraft unserm öffentlichen Leben noch viele Jahre erhalten bleibe. von Bethmann Hollweg. Der Justizminister drahtete: Zur Vollendung des 70. Lebensjahres sende ich Ihnen meine herzlichsten Glückwünsche. Mit warmer Anerkennung gedenke ich hierbei der ausgezeichneten Dienste, die Sie als Richter und auf hervorragenden Posten der Justizverwaltung dem Staate geleistet haben. Möge Ihnen auch weiterhin ein gesegnetes Wirken in geistiger und körperlicher Frische beschieden sein. Glückwunschtelegramme liefen ferner ein vom Staatsminister von Loebell, den Staatssekretären Dr. Helfferich, Dr. Lisco, Kraetke und von Capelle, dem Reichstagsprästdenten u. a. Friedensgerückte. Der„Berliner Lokalanzeiger" bringt in seiner Sonnausgabe einen langen, offenbar inspirierten Artikel, der mit den fortgesetzt auftauchenden Friedensgerüchten be: In den letzten Tagen hat die Presse des feindlichen Auslandes mehrmals Mitteilungen veröffentlicht, die darauf zugespitzt waren, als versuche Deutschland durch Mittelspersonen den feindlichen Staaten Friedensvorschläge zu machen. Im„Lokalanzeiger" werden diese Behauptungen als Legenden bezeichnet und daran wird dann folgende Auslassung geknüpft: „In erregten Zeiten werden selbst die dümasten Lügen zu festgeglaubten Legenden, wenn sie von großen und einflußreichen Blättern immer wieder verbreitet werden. Darum halten wir es nicht für überflüssig, einmal mit aller Entschiedenheit zu erklären, daß an allen diesen Gerüchten kein wahres Wort ist. Die deutsche Regierung hat vor der ganzen Welt durch den Mund des deutschen Reichskanzlers ihre Friedensbereitschaft erklärt, weil sie es für die sittliche Pflicht des Stärkeren hält, dem Feinde bekanntzugeben, daß er Frieden haben kaun, wenn er will. Sie hat auch die Bedingungen nicht verschwiegen, unter denen sie im gegenwartigen Augenblick zum Frieden bereit ist. Wir glauben nicht zu irren, wenn wir behaupten, daß diese Bedingungen sich im Verhältnis zu den Opfern, die uns die Fortsetzung Krieges auferlegt, verschärfen werden. Aber wir wissen, daß, abgesehen von der vor aller Oeffentlichkeit vom deutschen Reichskanzler bekundeten Friedensbereitschaft, keine reichise merkbar. ystern ich mit 8 22. Mal. Der moralis Einfluß der ngriffe macht sich in Italien unerwortet Regierung erleidet mit ihrem die Anspruch, daß sich das MIFETTDE. 65 gegen die vers und unzureichende Beröffentlichung dir Berichte über Kämpfe in Südttrol ein. Der„Secolo“ weist auf das fuanzösische Beispiel zwei= bis dreimaliger Tagesberichte außer amtlichen erläuternden Noten hin. Die„Tribung" verlangt die rückhaltlose Freigabe der Veröffentlichung der österreichischen amtlichen Generakstabsberichte. Wenn die Regierung behauptet, daß die Unwahrheiten der österreichischen Berichte das italienische Volk irreführen würden, so sei das Volk stark genug, Unwahrheiten selber zu erkennen und zu prüfen. Die Abgeordneten Toscano und Fraccacreta brachten eine Interpellation ein, in der sie entschieden verlangen, die Stefan'" als amtliche Rechtfertigung, worin die Regierung einerseits mit alten Beweisen behauptet, daß in den ersten Tagen immer der Angreifer im Vorteil sei, und andererseits Nachdruck legt auf die von Oesterreich bereits richtiggestellte Behauptung ungeheurer österreichischer Verluste. Jedoch wird nach wie vor alles verschwiegen, was in den letzten drei Tagen vor sich ging, namentlich der Verlust der Orte Marco, Mori und Roncegno, sowie die gleichzeitigen österreichischen Erfolge. Von den eigenen Verlusten, besonders von Gefangenen und Geschützen, ist keine Rede. Die zweite Veröffentlichung versucht künstlich festzustellen, wie viel Streitkräfte Oesterreich gegen Italien gegenwärtig verwendet. Dieses Dokument hat eine politische Nebenbedeutung, weil in der nachdrücklichen Feststellung, daß Oesterreich starke Truppenmassen von der russischen Front gegen Italien schicken konnte, eine Anklage gegen die russische Untätigkeit liegt. Der Eindruck beider Veröffentlichungen ist zweifellos nicht ausreichend, um die erwähnten Widersprüche gegen ungenügende Berichterstattung zu beseitigen. Vom Tage. Parlamentarischer Empfang beim Kaiser. wtb. Berlin, 22. Mai. Der Kaiser empfing heute vormittag die Präsidenten des Reichstages, des Herrenhauses und des Abgeordnetenhauses in Audienz. Das Staatsministeriun war zur Tafel geladen. Gegen den Lebensmittelankauf durch Soldaten hat setzt der stellvertretende Konmandierende General des 6. Armeekorps auf Anregung des Regierungspräsidenten in Breslau eine Anordnung erlassen. Diese verbietet den systematischen Ankauf von Lebensmitteln, insbesondere von Butter, Eiern und Kartoffeln durch Militärpersonen in ihren Standorten oder deren Umgebung zur Versendung der Waren an Angehörige, Bekannte usw. nach anderen Orten der Provinz oder von Landesteilen. Lippisches. Detmold, 23. Mai 1916. Unsere Helden. In den Mai=Kämpfen ist auf dem Felde der Ehre auch der Sohn Julius der Familie Wilhelm Metz aus der Pottenhauserstraße in Lage im Alter von 22 Jahren gestorben. Von Sr. Hochf. Durchlaucht dem Fürsten wurde der Kriegsfreiwillige Unteroffizier Otto Kenter aus Detmold mit dem Lippischen Kriegsverdienstkreuz ausgezeichnet. Das Appische Ersegsverbsenstkreuz, erhiell der Kriegsfreiwillige Heinrich Meyer im Inf.=Regt. Nr. 15, Sohn des Landwirts Karl Meyer aus Schwalenberg. zur Frage„Wirtschaftlichs Lage und Volkseinigkeit“. Die notwendigen Lebensmittel sind gegenwärtig und fün jede Kviegsdauer im Deutschen Reiche ansreichend vorhanden. Wenn gleichwohl verwirrende und belästigende Echwierigentstanden sind, so liegt der Verteigeichun keiten in den 9 die Urfache nesentlich in Zehlern oder Mängein d lung, un der Beseitigung beser S##erigletten selbstätig und epferwillig mitzuwielen, ist die heilige Pflicht aller Denn nicht nur würde ihre Fortdauer die bestehende Einigkeit im deutschen Volk, neben dem Schwerte die gewisse Bürgschaft seines Sieges, füören, sondern auch net sein, in die Zukunft Keime der Entfremdung Ständen und Berufen, Erzeugern und Verbrauchern, und Land, Volk und Regierung hinüberzutragen. An der Verantwortlichkeit, daß solches nicht geschehe, sind alle beteiligt. Die Schuld an der unbefriedigenden Lage der wart tragen verspätete oder verfehlte obrigkeitliche anspruchsvolle oder kurzsichtige Lebenshaltung mancher Bevölkerungskreise, endlich gewissenloses oder verbrecherisches Gebaren Einzelnen. Damit sind die Wege der Abhilfe gewiesen. Von der Obrigkeit erwarten wir schleunige und gründliche Verbesserung in der Technik der Lebensmittelverforgung, eine jederzeit vollstöndige Aufklärung der öffentlichen Meinung, rücksichtsloses Vorgehen gegen jede Verletzung der Lebensmittelforderungen. Mit Vertrauen würden wir einer einheitlichen Verwaltung des Volkvernährung wesens um so mehr entgegensehen, wenn es ihr gelänge, allen örtlichen Sonderbestrebungen und Absperrungen, die mit dem Reichsgedanken in Widerspruch stehen, ein endgültiges Ziel zu setzen. Denn das Reich ist ein einheitliches Wirtschaftsgebiet, in dem der sittliche Grundsatz gelten muß, daß der stärkere Teil den schwächeren mitzutragen verpflichtet ist. Von allen Einzelnen erwarten wir, daß sie die Obrigkeit in ihrem Kampf gegen Eigennutz und Versündigung am gemeinen Wohl tatkräftig unterstützen, daß sie aber vor allem selbst einer vorbildlichen einfachen Lebenshaltung sich bescheiden und in diesem Sinne auch in ihrer Umgebung den Geist der Selbstzucht und williger Selbstbeschränkung im Dienste des Vaterlandes beleben. Die Freie Vaterländische Vereinigung ist im besonderen dazu gegründet, die Bedingungen der Einigkeit im deutschen Volke zu pflegen und dauernd lebendig zu erhalten. Alle ihre Verbände im Reich. ihre Mitglieder ohne Unterschied der Parteien, der Bekenntnisse, der Berufe und Stände, Männer und Frauen rufen wir darum auf, in ihren Versammlungen alle mit der wirtschaftlichen Lage zusammenhängenden Sorgen gewissenhaft und freimütig zu prüfen und durch Beispiel und Belehrung, durch Mahnung und Warnung, durch Rat und Tat mitzulsen, daß das köstliche Gut der Einheit des deutschen olkes nicht unter dem Drucke vorübergehender wirtschaftlicher Schwierigkeiten zu leiden hat. Die Freie Vaterländische Vereinigung verfolgt damit weiterhin den Weg, den sie mit ihrer Stiftungsurkunde vom 24. Februar und ihrer Weimarer Erklärung vom 25. Juli 1911 hoffnungsfreudig betreten hat. Vom Lebensmittelwucher. Die Firma Adalbert Ernst Roth, Hamburg, Hansaplatz 19, hat einem Landwirt in der hiesigen Gegend, der sich auf ein Inserat hin an die Firma gewandt hutte, am 7. Mai folgendes Schreiben gesandt: Auf Ihre werte Aufrage offeriere ich Ihnen freibleibend zirka 15—20 000 Pfund zu einem Schweinebrei aufgekochtes verdorbenes Ochsenfleisch zu Schweinefutter, ca. 20 Prozent Protein und Fett enthaltend, in folgenden Fässern 2—2½ Ztr. br. f. u. lieferbar teilweise in 3—4 aufeinanderfolgenden Wochen zu 23 Mr. pro Zentner ab Lager Hamburg. Zirka 100 Zentner Fleisch, verschiedene Arten, wie Rindfleisch, defektes verschi Corned=Beef, Hammelfleisch mit Kohl, Schweinefleisch und dergleichen—— in üblichen Konservendosen(von der Militärbehörde als nicht einwandfrei zurückgestellt) 25 Mk. pro Zentner als Lager Hamburg, sofort greifbar. Schweinefutter, gekochte Fleischreste, vorzüglich zur Mast, je Quantum pro Pfund 0.22 Mk. Parität Hamburg. 1915: 9300. beisereigreter, A.1915: Flaschenverbrauch 1800 738. Liselotte. Roman von Fritz Gantzer. Gachdrus verboten.) (9. Fortsetzung.) Gewiß. Wozu erst ein Aufdiebankschieben, wenn man mit sich im reinen ist? Ich komme dann noch zu einem Tell der Frühjahrsbestellung zurecht und un glrich mit der Lehre beginnen. Meine Hochzeit denke ich im Herbst hier in Bindenock in aller Stille zu seiern, nur in einem ganz engen Kreise: Dein ater, dn, Tante Malve und Rütenbuschs an Troberkom: doch so selbstverständlich. Denih. „Run also! Ich habe auch noch in anderer KA Ssse e Sit o herck. 3ae mit und Taute re Oela * 850 mit auseinandergepreßten Lippen iu Boden. Sie m Andeneck für den Einzug der jungen Krau bereitungen trossen halsen! Sie sollig das! Rein, das kounte sie nicht.„Rein, nein!“ wol — And als Heinz wieder frogte:„Willst du das, Sie! wollte sie Wie beite sie es, daß du nicht nein P erfreut wite ame in die damit ihr mir mit euren reichen Erfahrungen etwas unter die Arme O, wenn das alles sie nicht wahnsinnig machte, Sie zitterte vor der nur eine ununterbrochene lenkämpfe. Hätte Geindoch lieber nicht übernommen! Ja, ihre ien sechen Enschluß becdmnmanchen.. es dich auch nie gereuen,“ redete sie und schnell,„hast du auch alles reiflich Wenn es dir nun nicht gefällt, wenn du # Biadenack nicht woßt fühl—.—. Bird sie detnen Sahen 2b Urdemt un Uteemne ulgeer Heinz sah sie verstkndaislos an. Wahrhaftig, die Lieselotte war noch der alte Querkopf! Erst bestürmte # ihn Linden#ck nicht untreu zu werden, führte Gründe an, die sein und nun begann sie da eidigt. Weshalb Du darfst versiche Und Spbogte wirt en sie und tellte belehren will hast du die gegenseitige Ansicht m anders? Aber berubige dich. sein, daß ich nie Und Sobouts wird gern kommen. Ich schrieb beretts an sie und tellts ihr meinen Gutschluß mit. Ich denke, ihr werdet gute Ferundiune werden, du und be wur in Shlichlich ie aum gletchaflig. Das e sagts und uut. Deun es blich allch Bügs und Sie betrieb die Rücklehe nach Driebusch mit einer Hast, die Heim auffiel. Ihr Vater verstand Gani— aus besagt sojoet sn wbagen. A AiieiL EE LLAEPTITE waren ersten, dit Embensa verließen, nicht einmal eine Tasse Rasser hatten ie getrumnken, waren voch die nächsten und befrrundetsten m nächsten Morgon reiste Heinz nach Berlin und telagraphierte Sydonie die Stunde seines wer sie nicht auf dem nie Heinz. Hatte sie denn gar keine Setrsucht nach Er fuhr ihr.— Sitrn, mot Besserung un Er benutzte den Rest des Toges zur Erledig allerlei geschäftlicher Angelegenheiten und ging Oderst. Unter Darlegung der Gründe erbat ere Frau von Elmsingen empfing ihn. Auf seine Frage nach Sydonie entgegnete sie, daß diese nicht wohl sei, se lasse bitten, morgen zu kommen. Heinz trng Wünsche für Besserung und Grüße auf und ging. sn einen gewührt wurde. Am Abend schrieb er sein Abschieds* be der dien Stambe de nüchften bareb m 56 mn Seine Bent. Gie ien unt aiselongue und hatte verweinte Augen. Seinen freundlichen, derzlichen Gruß erwid#rte sie nur in einem kühlen Reigen des Hauptes. Als er sie küssen wollte, dor sie ihm mur die Stirn. „Was hast du, Spdonie?“ fragte er und runzelte die Stirn. Dies!“ sogte sie Darlegung d dreime natlichen Urlaub, der ihm bereitwilli schrieb Tgges auf der Ort, genWe Frm ubgneruter#an er Samung Gatihrschung und Schuch, Dis in dür in in den Ton. # eebenbelt bitlcn.“ Sie eing boumf gu LBEE „Sydoute, quäle mich doch nicht so.“ Er sogte es bittend und fuhr wärmer, überzeugender fort: „Gewiß habe ich auch an deine Abneigung gedacht, und mit Rücksicht darauf mich nur unendlich schwer ven können. Aber noch weniger## du mich liebst und mir deine Liebe wirst, indem du mir gern und willig folgst. Er strich gärtlich über ihr volles, Haar und redete innig weiter: „Sieh, meine Shdoute, wenn wir beide uns nur haben, was brauchen wir mehr auf der Welt Wir werden in unserem Glück Genige finden.(Und Zerstrenung und Abwechtelung sollst du auch in Linden#ck nicht vergevens fuchen. Wir wollen die auf den Nachbardunkles neck nicht per Schelligtet pfleger. besuchen un Berlin 18 be alltern Auch Auch Berlin ist bald zu erreichen. Wir können in edem Johre dort einige Wochen verleo.— Kum, ich Sill kellet zun, um dir über die Einsamkeit des Landlebens hinwegzuhelsen, alles, was ich dir an den un. Du weißt za nicht, wie lieb hatte schweigend zugehört. Nun, da er oir wartens iigr tuchr getbcttes desicht faß, sagte sie „Vu oosicherteßt eien, daß dn mich sehr lich ##s. 3ch glaube en. Go alb mir den ersten entglaube es. So alb mir den ersten entBeweis für deine Blebe. Tritt von deinem gurük und vurkaufe das Gut, mir zuliebe, Aber er am Ten meett RuSE „Beruhtor dich.“ sehte dich erst an den Gedanken, uns k. a. 5. u auf die Lippen. Er war ihr so sie blieb starr bei nmen, und arum gab sie nicht ein einziges Heinz biß sich weit enigegengekom Forderung. Warn urteil auf? Heinz war in dieser Stunde von seiner Liebe wohl nicht weniger Aberzeugt, als früher. Aber dennoch verlangte er, daß Sydonie sich füge, daß sie wenigstens Entgegenkommen und Verständnis ihm 2 für seinen Gutschluß zelge. Als sie doch seine neuen Bitten und Vorstellungen undeachtet ließ und sich brüsk der Wand zudrehte, griff er zur Mütze und verabschiedete sich mit einem schlichten„Lebwohl, Sphontele. Sie sah, daß sie den Bogen zu straff gespannt hatte und lenkte ein. Heinz, nicht so, bleib! Ich war nur zu entk. Wenn es denn durchaus nicht anders gehe, ich deinen Wünschen.“ wieder Platz. dir bankbar, Liebste, daß du Einsehen und ergriff ihre Hand, sie herzlich wäre unglücklich geworden, wenn mein Entschluß ein Zerwürfnis zwischen uns herbeigeführt hätte. Und zurück konnte ich nicht mehr; denn ich abe in diesen Tagen, umweht vom Odem der Heimat, m. daß meine frühere Abneigung einen Irrtum mein innerstes Gefühl bedeutete. Die der Heimat i in einer Stärke über wis ich es nie für möglich gehalten Schwärmer!" dachte Sydonie. Ei. En Aoer besser von„Schwarmet.= ##. Sul. A Sie mußte sich 95 die als das fragwärdige Warten auf neren Freier oder das Alleinsein in AbSie würde sich schon schadlos halten, est auf Rest veranstalten, Die und ihre Tei Alle die aubstochen. Die unterhielten sich na Bühnsrancht und Lub ulden O. de märhe bie Dün buft niches. Ign, sis wurds vis Kron Setellschaft werden Landgünschen würde sie natürlich nur über und verstanden gin der dortigen (Fortsehung solot. Bei Auft unwiderruflich Depositenkasse und wird der Die Vorstellu heit= ungeheure M fleisch, Hammelf derben und gerad futter verwendet empörend. — Ein Prot in Leipzig tagen! von dort gemelde an den Reichstag nommene Erhöh schließen, da hier deutschen Verlag wird. — 500 Zen Bei der Firma 9 wurden von der welches in Tonn schlagnahmt. — Die Mitgli zu sorgen, daß der Heraufsetzung des mangel begründet aber, daß Preiser Preisherabsetzungen — Die Badewieder in Betrieb Anstalt wiederum vor allem ist die durch Erweiterung größert. Das ien Durch die Begrad sind weitere Vorric behälter geschaffen feldwebel Brandt; Badzeiten sind wiSchwimmbad vorn fügung. — Oratorien Requiem. Damen anzuschließen, um demnächst an desse 8 Uhr im Gastho solche Notenausgat deutsche Uebersetzu wird. —. Dem Rech Detmold und Lipt gende Zahlen: Di aus Kapitalanlage Beiträge der Arbgieber 9989.25 8 nahmen 2656,84 Einzelnen sind ve zahnärztliche Behe Heilrersonen 447.6 Arzenei 73.75 M. Mark. Wochen= ur tungskosten: perst zum Reservefond leistungen an Trä ver###erung 45.75 blieben.— Die 3 — Aus dem kasse für die Aer nehmen wir folg Vereinnahmt sink der Arteitnehmer Veiträge der frei ben 9454,44 4 von Trägern der betrugen 23 330,8 S. für handleng d##ch# 1115.07 K. für Lauspfiege 1702 1992.50 4. Ster Mark, sächliche 3 sonstige Ausgaber versicherung 266, versicherung 198 schließt mit einen — Die Ver jetzt das Provia angeforderten amt hat eine eg Bieheinkaufsgenlieferungen han in Detmold eine darf. — Der Au hiesige Ressource den Namen„Ge — Der An Sonntag nechmi und Herren war rat Webe: in O Frühlingsschmu# stiegen, gelongte gut Niederbarkh schöne Park, die wurden. In L merzienrat Wen bewillkommt. 2 Scheffelsaat um Hamburger Mu In seiner land gepflegte Garte in weitem Um! Gäste in lieben anlagen, Gewä Vergabhang un konnten die S merzienrats, 54 einfachsten bis wundern. Im Garten des H Kommerzienrat Ist sehr schön a Fernblicke auf schönen Stunde schönen Garten frischungen her gemacht waren und Frau Gem aber zuvor der gestattet. Herr „Auf Wiederse mittag noch la kann jedem, de Kommerzienva — Aus 9 schrieben: Den teilung der#### darüber, daß haben wir wol Die Zuttermit Vutterfrage. für die Zenteif von den Kuhb der Kriegs15. Sohn er g. Lage tig und fün vorhanden. Sihererige ind, so liegt der Verteiselbsttätig flicht allen er die be#chwerte die #ern, n. An der ind alle beLage der drigfeitliche denshaltung oder vere Wege der r schleunige ebensmittelder öffentjede Verrauen wür. ernühungtlänge, allen „ d i e m i t endgültiges liches„Wirtn muß, daß epflichtet ist. Obrigkeit in g am ger vor allem g sich begebung den inkung im aterländische „ die Bepflegen und de im Reich. er Bekenntrauen rufen it der wirt. genissenheft Belehrung, Tat mitzudeutschen # wirtschaftaterländische den sie mit und ihrer tungsfreudig urg. Hansazend, der sich am 7. Mai Ihnen freiu Schweinezu Schweinethaltend, in eferbar teilzu 23 Mk. 100 Zentner Rindfleisch. chweinefleisch ndosen(von urrückgestellt) fort greifbar. sch zur Mast, ät Hamburg. war tarr bei enziges Vors seiner Liebe r. Aber denfüge, daß sie Verständnis 5 seine neuen leß und sich * Mütze und en„Lebwohl, traff gespannt nur zu entanders geht, du Einsehen sie herzlich den, wenn mein herbeigeführt behr; denn ich ii der Heimat. einen Irrtum deutete. Die Stärke über öglich gehalten Ee sich le in dem ent#e Warten auf leinsein in Abhadlos halten, sstolten. würde sie ürlich nur über und verstanden in der dortigen Bei Aufteilung muß der volle Betrag sofort und unwiderruflich bei der Kommerz= und Diskonto=Bank, Depositenkasse St. Georg in Hamburg, deponiert werden und wird derselbe gegen Depositenfrachtbrief erhoben. Die Vorstellung, daß in dieser Zeit allgemeiner Knappheit= ungeheure Mengen wertvollster Nahrungsmittel, Rindfleisch, Hammelfleisch, Schweinefett und dergleichen verderben und gerade noch mit Not und Mühe zu Schweinefutter verwendet werden können, ist über alle Maßen empörend. — Ein Protest gegen die geplante Portverhöhung. in Leipzig tagende deutsche Verlegerverein beschloß, wie uns von dort gemeldet wird, die Absendung eines Telegramms an den Reichstag, worin gebeten wird, die in Aussicht genommene Erhöhung der Porto= und Frachtsätze nicht zu beschließen, da hierdurch die Erwerbs= und Werbetätigkeit des deutschen Verlagsbuchhandels außerordentlich beeinträchtigt wird. — 500 Zentner Rindfleisch polizeilich beschlagnahmt. Bei der Firma August Joers, Berlin, Graudenzer Straße 8, wurden von der Polizei 500 Zentner gepökeltes Rindfleisch, welches in Tonnen von 4—6 Zentnern verpackt war, beschlagnahmt. — Die Mitglieder der Preisprüfungsstelle werden ersucht, dafür zu sorgen, daß der Milchpreis sofort ermäßigt wird. Die foctwährende Heraufsetzung des Milchpreises wurde s. Zt. mit dem großen Futtermangel begründet, davon kann jetzt aber keine Rede sein. Es schein: aber, daß Preiserhöhungen leichter ausgeführt werden können, als Preisherabsetzungen. — Die Badeanstalt an der Werrestraße wird am 25. d. Mts. wieder in Betrieb genommen. Während des letzten Frühjahrs hat die Anstalt wiederum wesentliche Besserungen und Ergänzungen erfahren, vor allem ist die Wasserfläche, die bisher 2500 Quadratmeter maß, durch Erweiterung der Werre auf rund 5000 Quadratmeter vergrößert. Das im Vorjahr angelegte Luftbad ist weiter ausgebaut. Durch die Begradigung und die neuen Ufereinfassungen der Werre sind weitere Vorrichtungen zur Reinhaltung der Schwimm= und Bade. behälter geschaffen. Die Bademeistergeschäfte versieht jetzt der Vizefeldwebel Brandt; im Damenbad hat Frau Brandt die Aufsicht. Die Badzeiten sind wie im Vorjahre bestimmt. Danach steht das große Schwimmbad vormittags von ½9—½11 Uhr den Damen zur Ber fügung. — Oratorienverein. Heute abend beginnen die Proben zum Requiem. Damen und Herren, die geneigt sind, sich jetzt dem Vereine anzuschließen, um dieses einzigartige Werk kennen zu lernen und demnächst an dessen Aufführung mitzuwirken, wollen sich heute abend 8 Uhr im Gasthof„Zum Arminius"(Kate) einfinden. Es ist eine solche Notenausgabe gewählt, die außer dem lateinischen Text auch die deutsche Uebersetzung enthält, was man geloiß angenehm empfinden wird. —. Dem Rechnungsabschluß der Landkrankenkasse für die Aemter Detmold und Lipperode=Cappel vom Jahre 1915 entnehmen wir folgende Zahlen: Die Einnahme betrug 80 199.30 und zwar: Erträge aus Kapitalanlagen 435.29 JK. Beiträge der Arbeitnehmer 9761,29 4, Beiträge der Arbeitgeber 4961,70 J. Beiträge der freiwilligen Mitglieder 2932.95 J. aus Sparkassenguthaben 9551,14 4, sonstige Einnahmen 2556,84.— Die Ausgabe beträgt 30 065,64 4. Im Einzelnen sind verausgabt: für ärztliche Behandlung 8745,67 K. für zahnärztliche Behandlung 643.28, Krankenbehandlung durch andere Heilrersonen 447,60 JK, Arzenei aus Apotheken 2061.90 J4, für sonstige Arzenei 73.75 J. Krankenhauspflege 4432.10 J. Krankengeld 2559,11 Mark. Wochen= und Stillgeld 3705.20 J. Sterbegeld 330 c. Verwaltungskosten: persönliche 1712.90 JS. sächliche 63.60 J. Abführungen zum Reservefonds 9882,50 eS. sonstige Ausgaben 324,69 K. Ersatzleistungen an Träger der Krankenversicherung 37.50 J. an Invaliden versicherung 45.75 J. Als Bestand ist der Betrag von 133,06# ver. blieben.— Die Rechnung ist geprüft und für richtig befunden. — Aus dem Rechnungsabschluß der Allgemeinen Ortskrankenkasse für die Aemter Detmold und Lipperode vom Jahre 1915 entnehmen wir folgende Zohlen: Die Einnahme beträgt 26 437,62+ Vereinnahmt sind: Erträge aus Kapitalanlagen 531,16##. Beiträge der Arieitnehmer 4589.58„C. Beiträge der Arbeitgeber 2307.28 J, Veiträge der freiwilligen Mitglieder 2442.24 J. aus Sparkassengutaben 9454.44 J. sonstige Einnahmen 6741,80 J. Ersatzkeistungen von Trägern der Kronkenversicherung 871,89 4— Die Ausgaben betrugen 23330,86#L. Verausgabt sind: für ärztliche Behandlung 2011,25 J. für zahnärztliche Behandlung 138,70 K. für Krankenbehandleug####ch sonstige Heilpersonen 70,36 J. Arzenei aus Apotheken 1115.07 4. für sonstige Arzenei= und Heilmittel 96.25 C. Krankenauspfieze 1702 J. Krankengeld 4489,10#l, Wochen= und StiAgeld 1992.50 C, Sterb.#d 270 JA. Verwaltungskosten: persönliche 930.33 Mark, sächliche 38.30 JA. Abführungen zum Reservesonds 11 830.90 Jl. sonstige Ausgaben 186,15 J. Ersatzleistungen an Träger der Krankenversicherung 266,68 C. an Unfallversicherung 25.13 4. an Javalidenversicherung 198 S. Die geprüfte und für richteg befundene Rechnung schließt mit einem Bestande von 1106,79 M ab. — Die Versorgung der biesigen Ersatz=Bataillone mit Fleisch hat jetzt das Proviantamt Paderborn übernommen. Täglich werden die angeforderten Fleischmengen nach Detmold geführt. Das Proviant amt hat eine eigene Großschlachterei eingerichtet, zu der die westfälische Vieheinkaufsgenossenschaft das Schlachwieh liefert. Bei den Viehlieferungen handelt es sich zumeist um auswärtiges Vieh, sodaß auch in Detmold eine Entlastung in der Fleischversorgung erwartet werden darf. — Der Ruf nach der Beseitigung der Fremdwörter hat auch die hiesige Ressourcengesellschaft veranlaßt, ihrem Hause am Burggraben den Namen„Gesellschaftshaus“ zu geben. — Der Ausflug des Obst. und Gartenbauvereins am letzten Sonntag nechmittag ist auf das Schönste verlaufen. Etwa 00 Damen und Heiren waren der freundlichen Einladung des Herrn Kommerzien= rat Webe: in Oerlinghausen zur Besichtigung seines jetzt im schönsten Frühlingsschmuck stehenden Gariens gefolgt. Dem Dampfroß ent stiegen, gelongte man, am Scherenkruge vorbei, zunächst zum Ritter gut Niederbarkhausen, wo unter Führung des Obergärtners Koch der schöne Park, die Obstbaumplantagen, die Gewächshäuser usw. besichtigt wurden. In Oerlinghausen wurden die Ausflügler von Heren Kom. meizienrat Weder und Frau Gemahlin auf das herzlichste begrüßt und bewillkommt. Dic Besichtigung der herrlichen Besitzung, die etwa 9 Scheffelsaat umfaßt, übertraf alle Erwartungen. Der Garten ist nach Hamburger Muster angelegt mit Fernsicht innerhalb der Gruppen. In seiner landschaftlichen Anlage ähnelt der mit großer Sorgfalt gepflegte Garten dem Fürstlichen Palaisgarten. Er ist der Schönste in weitem Umkreise. Herr Weber und Frau Gemahlin führten die Gäste in liebenswürdiger Weise in dem herrlichen Park, Obstbaumanlagen, Gewächshäuser usw. umher. Der Park ist wunderbar am Vergabhang unterhalb des Tönsberges beiegen. Bei der Besichtigung konnten die Gäste auch die botanischen Kenntnisse des Herrn Kommerzienrats, der jeden Baum, jeden Strauch, jode Blume, von den einfachsten bis zu den seltensten Exemplaren, mit Namen kannte, bewundern. Im Anschluß an diese Besichtigung, wurde auch dem schönen Garten des Herrn Kommerztenrat Müller(Schwager von Herrn Kommerzienrat Weber) ein Besuch abgestattet. Auch dieser Garten ist sehr schön angelegt. Von ihm aus hat man namentlich wunderbare Fernblicke auf die Gebirgskette. Nur allzu schnell vergingen die schönen Stunden und nur ungern tronnten sich die Ausflügler von den schönen Gärten. Nachdem noch in liebenswürdigster Weise einige Erfrischungen herumgereicht und noch einige photographische Aufnahmen gemacht waren, wurde aufgebrochen. Herrn Kommerzienvat Weder und Frau Gemahlin, sowie den Angehörigen der Familie Müller wurde aber zuvor der herglichste Dank für die erwiesene Aufmerksamkeit abgestattet. Herr Weber dankte und rief allen Aewesenden ein herzliches „Auf Wiedersehen“ zu. Den Ausflüglern wird dieser schöne Nach mittag noch lange in angenehmer Erinnerung bleiben. Der Bes kann jedem, der sich dafür interessiert, warm empfohlen werden. Herr Kommerzienvat Weber gentattet gern die Besichtigung. — Aus don Kreisen der Lippischen Kuhbauern wird uns schrieben: Den Aufsatz in der Lippischen Landesgeitung üder die# teilung der Futtermittel an die Großbauern und an die Kuhbauern, darüber, daß die Kuhbauemn so wenig ausreichend bedacht wer haben wir wohl nicht nur in Blomberg, sondern allenthalben gelesen. Die Zuttermittelverteilung ist ungerecht; ungerecht ist aber auch die Butterfrage. Für die Molkereibutter kann 2.80 s gefordert werden, für die Zentrifugenbutter 2.20 M. für die Landbutter, die hauptsächlich von den Kubbauern hergestellt wird, aber nur 1.80. Die großen Morgen=Depeschen Eigene Drahtnachrichten der Vipp. Zu den Veränderungen in der Regierung. wtb. Berlin, 23. Mai. Zu dem Wechsel in den Reichsämtern sagt das„Berliner Tageblatt“, inbezug auf die Laufbahn Helfferichs, seine Mitwirkung im Reichsamt des Innern sei nicht so wichtig, für dessen Leitung manch anderer gefunden werden könne. Weit wichtiger sei seine Mitwirkung als Vizekanzler, als Berater und Helfer des Reichskanzlers bei den großen politischen Aufgaben der kommenden Zeit. Auch der„Vorwärts" hebt hervor, daß Helfferich bei den Friedensverhandlungen wichtige Arbeit zu leisten haben werde. Der„Lokalanzeiger“ meink, ob er auch für die sozialpolitischen Aufgaben gleiche Sachkenntnis mitbringe wie für die finanzpolitischen, müsse die Zukunft lehren. Jedenfalls gehöre Helfferich mit zu den Menschen, die mit ihren höheren Zwecken wachsen Betreffend die Trennung der Vizekanzlerschaft von der Vizepräsidentschaft des preußischen Staatsministeriums heißt es im„Lokalanzeiger“, man könne Herrn v. Breitenbach getrost als einen der hervorragendsten Ressortminister bezeichnen, die in Preußen tätig gewesen sind. Zum Einzug des Grafen v. Roedern im Reichsschatzamt äußert die„Kreuzzeitung“, sie schätze ihn seit langem als einen der tüchtigsten Staatsbeamten, der sich in den Aemtern, die er bisher bekleidete, das allgemeine Vertrauen in hohem Maße zu erwerben gewußt habe. In der„Deutschen Tageszeitung liest man: Von dem zur Leitung des neuen Ernährungsamtes berufenen Herrn v. Batocki könne man hoffen, daß er der richtige Mann für diese hohe und schwere Aufgabe sei. Er habe als Landrat des Kreises Königsberg ein außerordentliches Organisationstalent, reiche Initiative und eine ungewöhnliche Willenskraft entfaltet. Dic Heffnungen, die man an seine Berufung zum Oberpräsidenten von Ostpreußen knüpfte, hätten sich gleichfalls in reichstem Maße erfüllt. 57“ Eine neue Kreditvorlage. tu. Berlin, 23. Mai. Dem Reichstage wird, wie die„Berliner Morgenpost“ hört, noch in diesem Tagungsabschnitt eine neue Kreditvorlage, und zwar wieder in der Höhe von 10 Milliarden Mark zugehen. Der letzte Kredit reicht zwar noch bis in den Sommer hinein, man will aber dem Reichstage ein Zusammen treten im Sommer ersparen. Sie dürfte noch in der Woche vor Pfingsten zur Erledigung kommen Kaiser Franz Joseph zu dem Tiroler Sieg. wtb. Wien, 22. Mai. Das K. und K. Kriegspressequartier meldet: Feldmarschall Erzherzog Friedrich hat folgenden Armeeoberkommandobefehl erlassen: Seine Majestät geruhten, folgendes Telegramm am mich zu richten: Ich habe meinen Herrn Großneffen, Feldmarschall=Leutnant Erzherzog Karl Franz Joseph in Anerrennung der glänzenden Führung seines Korps an eine englische meinen Orden der Eisernen Krone erster Klasse mit der Kriegsdekoration verliehen. Feudig bewegt teile ich Ihnen dies mit und beauftrage Sie, allen meinen heldenmütigen und erfolgreich kämpfenden Führern und Truppen meine vollste Anerkennung und meinen wärmsten Dank und Gruß kundzugeben. Frauz Joseph Diese uns alle beglückwünschende Botschaft ist sofort an die Truppen zu verlautbaren. Vor Verdun. tu. Berlin, 23. Mai. Der„Lokalanzeiger“ schreibt über die militärische Lage: Wie aus dem gestrigen Generalstabsbericht zu ersehen ist, haben unsere Truppen vor Verdun bermals sehr erfreuliche Fortschritte erzielt. Der Armee des Kronprinzen ist es zu Beginn dieser Woche gelungen, die Verbindung zwischen Höhe 304 und Toter Mann herzustellen, indem alle französischen Stellungen zwischen diesen beiden Frontpunkten genommen wurden, wobei uns über 500 Gefangene in die Hände fielen. Das Wetter war gestern auf der ganzen Westfront klar und sichtig, sodaß die Artillerie eine lebhafte Tätigkeit entfalten und die Flieger in ausgedehntem Umfange arbeiten konnten. Unter anderm wurde der Luftangriff auf Dünkirchen, von dem wir Ende der letzten Woche gehört haben, erfolgreich wiederholt. Bei einer großen Anzahl weiterer Luftkämpfe sind unsere Piloten Sieger geblieben. Diefranzösische Kritik. zu. Basel, 23. Mai. Wie die französische Presse erkennen läßt, geht die Diskussion über die Lage bei Berdun mit gleicher Lebhaftigkeit fort. Der Abgeordnete Hennessy, der ein durchaus konservativer Mann ist, hat in der Kammer einen Antrag eingebracht, die Durchführung der parlamentarischen Kontrolle über die Kriegführung durch ein besonderes Gesetz zu regeln, damit die Befehlshaber der Armeen gezwungen werden können, sich ihrer Kontrolle zu unter. werfen, und damit es auch der Regierung möglich gemacht wird, diese Kontrolle durch Berufung auf die Vollmachten des Hauptquartiers zu verhindern. Clemenceau bringt einen neuen Artikel gegen die Antätigkeit Briands, an dessen Schluß er erklärt, daß er auf seine Absicht, eine gründliche Aussprache im Genat herbeizuführen, keineswegs verzichtet habe.(Frankfurter Zeitung.) England und die helläudische Schiffehrt. wtb. Aus dem Haag, 23. Mai. D büro wird von befugter Seite mitgeteilt. Dampfer„Markhaven“, der am 26. Apri soßen ist und in Havix auf Strand gezogen worden war, jetzt die Themse hinaufgeschleppt und in Gravesend auf Strand gesetzt ist. Die britischen Behörden haben bis jetzt aber weder die Reparatur des Dampfers noch die Umladung der aus Mais und Baumwollsaat bestehenden Ladung zugestanden, es sei denn unter der Bedingung, daß der vermietet wird. Außerdem wollen die Engländer die Ausfuhr von Schiffobestandteilen, die für sle auf holläudischen Werften im Vau befindlichen Dampfer bestimmt find, nur dann erlauben, wenn jedes Schiff für die Dauer des Krieges an englische Firmen vermietet wird. Das Korrespondenzbüro bemerkt dazu: Dies bestätigt, daß in dem in den Blättern vom 6. Mai veröffentlichten Telegramm das Reutersche Büro die Maßregeln der britischen Admiralität gegenüber der holländischen Schiffahrt nicht korrekt wiedergegeben hat. Zur Lage in Irland. wtb. Berlin, 23. Mai. Wie verschiedenen Blättern berichtet wird, trat am 21. Mai in Mailand der Nationalkongreß der interventionistischen Verbände zusammen. Aus verschiedenen Aeußerungen der Redner lasse sich schließen, daß in Italien eine gewisse Kriegsmüdigkeit herrsche. Türkei und Rumänien. ku. Bukarest, 23. Mai. Die rumänischen Verhandlungen mit der Türkei zum Abschluß eines Handelsvertrages nach dem Muster des mit den Mittelmächten abgeschlossenen, haben begonnen. Die Abgesandten der rumänischen Importkommission in Konstantinopel haben mit den türkischen Unterhändlern bereits ein prinzipielles Uebereinkommen erzielt. Die rumänische Regierung wird den Vertrag indes nicht eher unterzeichnen, ehe die Türkei die Preise für die Ausfuhrwaren festgestellt hat. wtb. Wien, 23. Mai. Reichskanzler v. Bethmann Hollweg hat gestern an den Minister des Aeußern, Baron Burian, nachstehendes Telegramm gerichtet: Euer Exzellenz bitte ich für die glänzenden Waffentaten der österreichisch=ungarischen Armeen in Tirol meine herzlichsten und freudigsten Glückwünsche entgegennehmen zu wollen. Gott schenke den braven Truppen, die in unwegsamem Gebirge schier Uebermenschliches leisten, immer weitere Er folge und Siege! Bethmann Hollweg. Der Minister des Aeußern Baron Burian erwiderte mit folgender Depesche: Ich bitte Euer Exzellenz meinen herzlichsten und aufrichtichsten Dank für die mir anläßlich der Erfolge der österreichisch=ungarischen Waffen in Tirol übermittelten freundlichen Glückwunsche entgegennehmen zu wollen. Wis. Burian. Aus Italien. wotb. Berlin, den 23. Mai. Wie der„Vossischen berichtet wird, ist außer dem in Irland zum de verurteilten amerikanischen Staatsbürger Lynch auch der frühere amerikanische Konsul auf St. Domingo, James Sullivan, von der irischen Militärbehörde verurteilt worden. Die amerikanischen Behör. den haben trotz der dringendsten Aufforderungen noch nicht erfahren können, wo Sullivan untergebracht ist. Die italienischen Reeder. tu. Lugano, 23. Mai. Der„Avanti“ weist auf Grund von fachmännischen Mitteilungen aus Savona nach, daß sich die italienischen Reeder in Genna auf Kosten des italienischen Staates, unbekümmert um die Kohlennot des Landes, bereichern. Die Dampfer, die von der italienischen Regierung requiriert wurden für den Trausport von Kohlen aus England, machten vor ihrer Requirierung 8 bis 9 Reisen im See Bien er bceund dr bchr Der Sit er und England und zurück wurde in mindestens 45 zurückgelegt. Es lag im Interesse der Reeder, daß die Hin= und Rückreise in der kurzen Zeit vollendet wurde, weil es eine Ersparnis und einen Gewinn bedeutete. Seit die Dampfer von der Regierung zu einem festen Tagessatz für den Kohlentrausport requiriert sind, machen sie im günstigsten Falle nur noch 6 Reisen im Jahre nach und von Eugland. Sie reisen mindestens 60 Tage, also 15 bis 20 Tage mehr, als sie eigentlich nötig hätten. Für diese Reisen erhielten sie natürlich von der Regierung den festgesetzten Tagespreis. Deshalb liege es im Interesse der Reeder, recht lauge Zeit für die Ueberfahrt zu gebrauchen, denn das bedeute einen aufgelegten Gewinn für die Reeder. Die Frage des Friedensschlusses. ku. Amsterdam, 23. Mai. Wie aus London berichtet wird, beurteilen englische Politiker die Frage eines baldigen Friedensschlusses, wie er seit einigen Wochen erörtert wird, als aussichtslos. Der Friedenswunsch Deutschlands sei auch in England vorhanden, sei ebenso ernsthaft gemeint. Mit Ausnahme von Frankreich seien wohl auch die übrigen Verbündeten geneigt, falls die Initiative dazu von irgendeiner maßgebenden Stelle ausgehen sollte, in Besprechungen einzutreten. In Frankreich habe sich aber in letzter Zeit eine aus verschiedenen Ministern und höheren Militärs bestehende Meinungsgruppe gebildet, die für Frankreich vorläufig jeden Friedensschluß ablehnt, da sie Forderungen erhebt, die jede Verhandlung ausschließt. Es frage sich nun wieweit England und die übrigen Verbündeten den französischen Sonderwünschen folgen müssen. Diese Frage wird in London stark besprochen. Man ist der Ansicht, daß England, da es für Frankreich in den Krieg gezogen ist, auch bestimmen darf, wann der Krieg ein Ende haben muß. Die französische Militärdiktatur sei, wie man in London betont, auf England nicht anzuwenden. Der Zeitpunkt sei gekommen, wo man beide Parteien fragen müsse, was noch zu erreichen sei. (Bossische Zeitung). " Telegraphenlinie in China.“ * sotb. Petersburg, 23. Mai. Meldung der Pekersburger Telegraphenagentur vom 22. Heute ist ein zwischen Rußland, China und der äußeren autonomen Mongolei abgeschlossener Vertrag über eine Telegraphenilinie in der äußeren autonomen Mongolei auf der Strecke Kaloan=Urea=Klachta veröffentlicht worMargarinefabriken dürfen aber für die Mangarine, in den meisten Fällen kaum noch zu geniegen, 8 48 fordern. Das ist kein Verhältnis. Dabei muß man die sehr gut gubereitets Landbutter konnen, um die berechtigten Mißstimmungen zu teilen, die die Kleinbauern empfinden dotüber, daß die Margarine um 20 Psg. üöher beweutet wird, wie bie Butter. Für die großen Landwirte, die zur Molkerei gehören, ist natürlich ein Preis von 2.40 is festgesetzt. Run ist nur zu hoffen, daß die Abgabe der Zuttermittel im Herbst gerechter vorbereitet wird, E. Aoian menes al. sumtes Die Keinen Hauern nucht wieder ver au Meisten Seschädigren tei. Geplanhils A.m E MIl mimGrE — Vrssauise Herr Postbirertor Wittich veerselon wirb zum 1. Juli d. Js. nach Remscheid versetzt und verläßt Lemgo nach 3jähriger Wirksamckeit. IA ZMFPE EI LTUS — Verschiesches Geilens der Etder faus am Sonnabens auf dem Marktplatze ein Spargelverkauf statt, wo sich rocht viel Kauflustige einfanden.— Am Sonnabend sand auf dem Marktplatze eine Siegesfeier statt, bei welcher Gelegenheit Pastor Tölle in beredten Worten der österreichischen Siege über die Italiener gedachte. Am Schlusse der Rede sang man„Nun danket alle Gott“. Anschließend hieran fand im Saale des Gastvirts Losch ein Konzert der Bataillons. Kapelle statt. Der Besuch war ein guter und zollte der Kapelle für ihre guten Leistungen reichen Beifall. Der Gewinn ist der Kriegswohltätigkeit zugeflesten. Bad Salzusten. —. Krieger=Santtäts=Koloune. Der Vorstand teilt uns folgendes mit: Durch die Einberufung der felddienstfähigen freiwilligen Krankenpfleger zum Dienst mit der Waffe ist ein großes Bedürfnis nach Ersatz entstanden. Die Kolonne ist deshalb ersucht worden, wieder Pfleger für die Etappe heranzubilden. Es dürfen nur solche Leute eingestellt werden, die garnisondienstfähig, arbeitsverwendungsfähig oder vollständig militärfrei sind. Die Ausbildung erfolgt in einem Lazarett auf die Dauer von 4 Wochen. Für diese Zeit wird eine Vergütung gewährt. Wer gewillt ist. sich als Pfleger ausbilden zu lassen, wolle sich mündlich oder schriftlich beim Kolonnenführer A. Hillebrenner, Teutstraße, bis zum 24. d. Mts. melden.— Mannschaften aus Schötmar und Umgebung, die sich ausbilden lassen wollen, können sich am Mittwoch, 24. d. Mts., abends von 7½ bis 9 Uhr im Junkerhaus(Meierhenrich) bei dem dort anwesenden Vertreter der Kolonne melden. Nähere Auskunft über alles wird dort erteilt. — Der kleine Pavillon für die Nagelung des Eisernen Kreuzes ist jetzt zum Kurpark gebracht worden und wird unter Leitung des Stadtbauamts verziert, damit er einen würdigen Abschluß der schönen Kurparkpromenade bildet. Da das hehre Kriegswahrzeichen bislang nur wenig benagelt ist, dürfte es sich empfehlen, bei der demnächst stattfindenden Geburtstagsfeier des Landesfürsten eine offizielle Nagelung in Verbindung mit der militärischen Feier zu veranstalten. Blomberg. — Du Aur lebten Stadtverordneten=Versammlung Band als einziger Punkt auf der Tagesordnung: Voranschlag für 1916. Zunächst wurden die Sonder= Haushaltspläne erledigt. a) Sonderhaushalt für die Rektorschule. An Schulgeld sind 6740 eingestellt, ferner als städtischen Zuschuß 5635 4. Die Einnohme und Ausgabe schließt ab mit je 12 409 Jk. Es erfolgte unveränderte Annahme. d) Sonderhaushalt für die Fortbildungsschule. Die Einnahme und Ausgabe beträgt je 1730 4l. Der für Korrekturen an die Lehrer vorgesehene Betrag wurde gestrichen. Im übrigen erfolgte unveränderte Annahme. e) Sonderhaushalt der Armenkasse. Vorgesehen sind unter andern Zinsen aus Kapitalvermögen 1082#, Zuschuß der Stadtkasse 7337 JS. als Ausgabe für affene Armenpflege 990 J. Raturalunterstützungen 1198 4. für geschlossene Armenpflege; 6211 8. Insgesamt stellt sich die Einnabme und Ausgabe auf je 10 206.75 C. Es erfolgte unveränderte Annahme. 4) Sonderhaushalt für das Wasserwerk. Vorgesehen sind u. a. als Wassergeld 9240 J. als Ausgabe, Kapttalabträge 4648 J. Zinsen 3754#s. Die Einnaome und Ausgabe beträgt je 9552,47 A. Es erfolgte unveränderte Annohme. e) Sonderhaushalt für das Elektrizitätswerk. Einnahme fün Licht(31 000 K. W.) 15 000 fs, für Kraft(10000 K. W.) 2000 4 für Zählermiete 2200 aK. Straßenbeleuchtung 4000 K. anzuleihenoe Kapitalien für Neuanlagen und Erweiterungen 1800 d. Ausgabe Kohlen für: den Betrieb 5650#C. Verzinsung 6209 JA. Tilgung(2 des Anlagekapitals von 175 185 S) 3587 4, zum (2 Proz.) 3587 M. für Neuanlagen 2000 e. Jusgesamt schließt die Einnahme und Ausgabe mit je 33 990.23 c. Es erfolgte unveränderte Annahme. Der Hauptvoranschlag sieht in Einnahme vor u. a. Einkommensteuer 6½ Einheitssätze 14300 K. Grundsteue: 6 Einheitssätze 1000 J, Erlös aus dem Stadtforst 21 241,13 J. aus den Obstverkäufen 2500 J. Insgesamt stellt sich die Einnahme auf 183 270/0 Mark. Die Ausgabe stellt sich wie folgt: Kosten der Verwaltung 21 177,90 J. Die Kapitalabträge sollen ausfallen entsprechend dem Beispiele der meisten deutschen Stadtgemeinden. Für Zinsen sind 21000 J vorgesehen, für Stadtforst 11 670 4. für Schulen 17 435 4. für Armenwesen 7097,93 4C. für Hochbau 1150 c, für Tiefbau 4280 Mark, für Straßenbau 3800 K. für Kanakisation 2506 J. für besondere Anlagen 1900 J. Insgesamt beträgt die Ausgabe 123 148.60 Mark. Im außerordentlichen Teil ist vorgesehen, an Einnahme: Erstattungen vom Reiche für Aufwendungen auf dem Gediete der Kriegs wohlfahrtspflege 10000 A. Ueberschuß in der Einnahme des ordentlichen Voranschlages 7131,20 K. aus Anlethemitteln zur Deckung des Fehlbetrages für Kriegsaufwendungen 27 868.30 4. zusammen 45 000 Mark. Die Ausgabe beträgt: 1. Für städtische Familien=KriegsErgänzungs=Unterstützung 20000 c. für Kriegsaufwendungen allgemeiner Natur, evtl. Rotstandsarbeiten usw. 25000 c. zusammen 45000 J. Der Hauptvoranschlag wurde mit verschiedenen Abände. rungen vom Kolleg angenommen. U. a. wurde auch die Versorgungs. regelung eingebend erörtert und verschiedene Wünsche vorgebracht, die in der nächsten Sitzung der Versorgungs=Kommission zur Erledigung kommen sollen. Die Abbaltung von Viehmärkten wurde als erwünscht erachtet und soll der Magistrat gebeten werden, bei der Regierung dieserhalb vorstellig zu werden. Die Hundesteuer wurde entsprechend dem Voranschlage des Magistrats für den 1. Hund auf 15 c. für den 2. Hund auf 10# erhöht, mit der Maßgabe, daß die Bewohner der Feldmark für den 1. Hund eine Vergünstigung erhalten, damit sie für diesen nur 5 A jährlich zahlen brauchen. Am Schluß der Sitzung wurden die von Schülern der Fortbildungsschute angefertigten Zeichnungen, die vorzüglich ausgeführt sind, in Augenschein genommen, die allgemeinen Unklang fanden. Schluß 1136 Uhr. — Eine Dasammenkunft der Kompagnieführer und Leiter der Jugendkompagnien Nr. 5, 28 und 37 fand am Sonntag, den 21. Mai, i Tintrup statt. Herr Leutnant d. L. Müller vom 2. Ers.=Bataillon Inf.=Regt. 98 besprach in einem längeren Vortrage die seitens des Kriegsministeriums herausgegebenen Erläuterungen und Ergänzungen zu den„Richtlinien“ für die milstärische Vorbildung der älteren Jahrgänge der Jugendabteilungen während des Kriegszustandes.— An den Vortrag schioß sich eine allgemeine Aussprache an, und es wurde angeregt, im Laufe des Sommers öfter zu ähnlichen Besprechungen amen. Nemmieb am Mittwoch, hausen. Amt Detmold u. 28. Mai. Das Fest der silbernen Hochzeit feiert 24. Mai, die Familie Simon Altmeier in RemmieAmt Schötmar. Sch5tmer, 30. Mai.(Sitzung der Someinde=De Eintritt in die Tugesordnung teilt der Vorsteher mit, daß die für den Preis von 38 an den Produktenhändler Sander verpachtel lei Die Gemsinbe-Vertretung Rimmt diesem gu. Daust 1 der Taguserdnung: Verpachtung der Bleiche. Hierzu teilt der daß Herr Koamer ein Angebet über die Pochtung von einigen Stücken Land auf der Wisch gemacht habe und wil poo Scheffelsant 60# zohlen. Herr 8. will diese Fläche auf seine Kosten einfriedigen und als Weide für seine Pferde benutzen. Herr Blanke stellt den Antrag, Kramer mindestens 8 Scheffelsoat zu verpachten. Die GemeindeVertritung kann sich mit Rücksicht auf die unbemittelten Bewohner diesem Antrag gicht anschließen und will es beim alten belassen. Punkt 8 der Tagesordnung: Wethallabeu. Das Eutachten über den kat bei don einzelnen Mitgliedern girkuliert. Der Soalbau der welcher ust vor einigen Jahren errichtet is, dat im verSehe Hphee Biuet wrrst int bniche ertehtt #rdeu mußte. Der zu Nate gezogene Gutachter gibt die meiste Schuld den Bauleuten. Horr Grefe als ausführender Baumeister gab Aber die Errichtung des Gaalbaues rähere Auskunft und versucht, nachzuweisen, daß ihn keine Schuld treffe, sondern dies lediglich dem Archltekten zuguschreiben sei. Er habe nur nach Angabe des Bauleiters warbeitet. Herr Blanke bemängelt, daß der Bau nicht so ausgeführt sel, wie derserde in der Zeichnung vorgesehen war. Herr Bauführer Reemann schließt sich diesem an und erwähnt, daß er den Bauleiter auf verschiedene Mängel aufmerksam gemacht habe. Herr Beermann bittet, die Debatte hierüber zu schließen und sich nur an das Gutachten des Herm Kramer zu halten. In diesem sind die Reparaturkosten auf 1200 4 bemessen und zwar sollen zwei Fünftel hiervon die Gemeinde zahlen und den Rest der Architekt und Maurermeister. Sodann hat die Gemeinde noch 490 4 für die Fundierung zu tragen. G# handelt sich hierbei um die Fundierung der beiden Türme. Die Kosten aus dem Gutochten(zwei Fäuftel) lehnt die Gemeindevertretung ab. Die 450 4 für die Fundierung werden bewilligt. Der Architekt und Maurermeister sollen gefragt werden, ob sie die vorerwähnten Kosten kragen wollen, da dies andernfalls gerichtlich entschieden werden soll. Das Gutochten des Herrn Kramer soll dem Regierungsbaumeister Deichmann zur Prüfung eingereicht werden. Unter„Verschiedenes“ And dann noch mehrere Sachen zu erledigen. Dem Nachtwächter Funke werden für Licht bis zu 10# bewilligt. Herr Gastwirt Meierhenrich bietet für Hergabe der Militärküche einen Vorschuß. Dies soll berücksichtigt werden. Nach einem Beschluß des Vorstandes der Fortbildungsschule müssen sämtliche jungen Leute bis zum 17. Lebensjahre an jedem Montag abend die Fortbildungsschule besuchen, außerdem ist jeder verpflichtet, am Mittwoch abend an der Jugendwehr teilgunehmen. Es muß dieserhalb das Statut eine Aenderung erhalten Dies soll geschehen; bis auf weiteres haben die jungen Leute an den Uebungen der Jugendwehr ständig teilzunehmen. Sodann liegt noch ein Schreiben des Fürstl. Verwaltungsamtes vor. In diesem wird pesagt, daß der Amtsgemeinderat die Neupflasterung beschlossen hat. Die Wegebaukommission fordert jetzt die unentgeltliche Hergabe von Brund und Boden für die Erbreiterung der Straße; Setzen der Bordsteine und Neupflasterung der Straße vor dem Hotel Korf. Diese Angelegenheit soll auf die nächste Tagesordnung. Sodann hat die Bahnverwaltung einen Plau über den Kanal, welcher in die Bahnhofstraße gelegt werden soll, eingereicht. Dieses wird zur Kenntnis emommen. Eine längere Debatte rief sodann die vor 14 Tagen bei Böchaus stattgefundene Versommlung, in der Herr Schreck aus Biele. feld ein Schriftstück verfaßt hat und welches dann von zirka 20 Frauen unterzeichner war, hervor. Samtiche Underzeichnete hatten sich daruber beschwert, daß sie keine Unterstützung von der Dorfschaft erhielten Von diesen Unterschriebenen waren 15 nach dem Rathause gebeten und auch gekommen. Es stellte sich dann heraus, daß von diesen 15 Fraven 13 Unterstützung erhalten, und zwar hatte die Mehrzahl am 1. April je 20 c bekommen. Eine Frau hatte das Schriftstück unterzeichnet und sich darüber beschwert, daß sie keine Unterstützung bekäme. In Wirklichkeit war ihr Mann aber erst 8 Wochen eingezogen und außerdem hatte die Frau noch 8 erwachsene Kinder, die täglich verdienen und auch ein einigermaßen gutes Einkommen haben. Auch in anderer Peziehung wird dir Versammlung noch ein Nachspiel Schötmar, 13. Mai.(Ertrunken.) Am Sonnabend fiel das 2jährige Töchterchen des Landwirts Reibke in einem unbewachten Augenblick in den Teich und ertrank. Herr Landwirt Busse fand das Kind tot in dem Teiche vor. Den betrübten Eltern bringt man allgemeine Teilnahme für den Verlust entgegen. Schötmar, 16. Mai. Ein großer Tag für unsere Jugendwehr war der vergangene Sonntag. Morgens 6 Uhr stand die Kompagnie mit ihren Führern vor dem Jugendheim marschbereit und nachdem alles geordnet war, ging es unter den Klängen eines flotten Marsches nach dem Bahnhof, von wo aus die Fahrt bis Detmold erfolgte. Vereint mit der Salzufler Wehr begann von der Residenz aus der Marsch nach der Genne. Im Vorbeimarschieren wurden die Denkmäler der Resideng und die bei der hauptwache aufgestellten Beutekanonen in Augenschein genommen. Weiter ging es dann durch Heiligenkirchen und Verlebesk in unsern Lippischen Wald, der noch im herrlichsten Maiengrün prangt. Der wohl beschwerliche Weg über die Gauseköte war deshalb weniger anstrengend, weil sich die Sonne hinter leichten grauen Wolken verbarg. Am Kreuzkrug stießen die beiden Wehren Horn und Bad Meinberg zu unserm Trupp und bildeten so einen stattlichen Zug Lippischer Jugend(zirka 340 Mann) die sich in der vereinigten Jugendwehr die erste Anleitung für den späteren Militärdienst holen wollen. Nach kurzer Frühstückspause begann von hier aus ein Gefecht zwischen den Wehren Horn=Meinberg, einerseits u Schötmar=Golguflen andererseits. Herr Leutnant Kruse, der Führer der Salzufler Wehr, erklärte den Gefechtsplan und übernahm zugleich ie Zührung der beiden letzteren Wehren. Horn=Moinberg hatte sich inh Stellung begeben und den beiden anderen Wehnen lag es nun ob, den keind zu suchen und wenn möglich zu schlagen. Die ersten Patrouillen neldeten auch bald, daß der Feind sich auf dem Sommerbenge ver. chanzt habe und setzte sich dann unsere Truppe in Bewegung, um sich an den Feind heranzuarbeiten. Dies gelang auch ganz vorzüglich, indem der Feind von zwei Seiten gefaßt wurde. Dieser zog sich jedoch, die Uebermacht erkennend, schleunigst zurück, und kam en zu Sturm und Nahkampf. Nach burzer Kritik des Herrn Peitsch, 4. Kompagnie Inf.=Regts. 67, vereinigten sich dann die wieder und fort gings nun, der Senne entgegen. Der vorhergehenden Tage hatte den Gennesand tüchtig gegeuchtet, und es deshalb die Staubentwicklung eine erträgliche. Gegen ½2 Uhr gelangte der Zug im neuen Gennelager an, nachdem unterwegs die Schießstände und sonstige Einrichtungen der Uebungsplätze erklärt waren. Das Landwehr=Vataillon Nr. 6 hatte die Zubereitung des Essens übernommen und dieses in ganz vorzüglicher Weise zuberettet. Nachdem die Picknäpfe verteilt waren, holte sich jeder Jungmann seine Portion und viele konnten man kapitulieren sehen, im Zeichen einesteils für den Hungen nach strammer Wanderung, anderersetts für die Güte des Essens. Hier konnte man noch nichts empfinden von Deutschlands Fleischnot. Nach der Mittagspaufe wurden dann die verschiedenen Einrichtungen des Lagers gezeigt. Das meiste Interesse vor den Augen der Jungmannen sanden allerdings die vielen verschiedenen Gefangenengestalten. Einer der Gefangenen fühlte sich sogar veranlaßt, uns beim Vorbetmarsch auf französisch zugurufen: „Und damit wollt ihr Verdun erobern“, was ihm ein lautes Gelächter und die prompte Antvork eines Gefreiten:„In 14 Tagen“, eintrug. Sicher war dieser Gefangener der Ansicht, daß Deutschlands letzte Hoffnung sich seinen Augen präsentierte. Er hat sich getert. Das ganze militärische Leben in der Senne sollte diesen Franzmann eigentlich eines anderen belehrt haben. Nachdem noch Paverborn einer Besichtigung unterzogen war, erfolgte gegen 7.31 Uhr die Rückfahrt von dort, man gelangte dann kurz vor 10 Uhr wieder in der Garnison an. Mit Musik war die Kompagnie(120 Mann) dazu 8 Sanitäter, morgens ausgezogen, mit Musik kehrte alles wieder daheim. Freude strahlte auf allen Gesichtern. Alle Müdigkeit war von den Strapazen(32 vergessen, ja es war ein schöner Tag sowohl für die Führer als auch für die Jugmannen. Herzlichen Dank allen, die sich in den Dienst der für die Jungmannen. Herzlichen Dank allen, die sich in den Dienst der sein reges Interesse. Amt Sternberg=Barntruß. Nalhof, 20. Mol. Zur Deckung der Dorfausgaben für 1916 werden ier 4 Monalsbeträge Grundsteuer, 6 Monatsbeträge Gebäudesteuer und 1½ Monatsbeträge Einkommensteuer zur Erhebung gebracht Aus dem Begatale. 20. Mai. Die Nachrichten über den Saatenstand im Begatale sind überaus günstig. Insbesondere ist dies von den Wintersaaten zu sagen. Was den Gräserbestand anlangt, so kann wohl behaupiet werden, daß er seit Jahrzehnten nicht so war, wie jetzt. Wenn die Zukunft eine gute Zeit bringt, dann kann demnächst eine Ernte eingebracht werden, wie kaum zuver. Amt Hohenhausen. Hohenhausen, 19. Mai. Am Donnerstag nachmittag 7½ Uhr fand in der hiesigen Küsterschule eine Sitzung des Schulgemeindeaus schussek statt, welche fast vollzählig von den Mitgliedern besucht war. Der erste Punkt der Tagesordnung befaßte sich mit der Rechnungsablage für 1915.16. Die Einnahme betrug 2059,58 C. Die Ausgabe 1906.92 4. verbliebener Bestand 153,16 J. Nachdem alle Rechnungen geprüft und für richtig befunden, wurde dem Schulvorstande Entlastung erteilt. Punkt 2 befaßte sich mit der Festlegung der Steuersätze für 1916=17. Die Steuersätze setzen sich wie folgt zusammen je zwei Einzelsätze Grund=, Gebäude= und Einkommensteuer. Hobenhausen, 19. Mal. Der hier vor einiger Zeit verhaftete falsche Zeldwebel befindet sich noch immer hier in Haft. Er hat aber über sein Vorhaben, welches er in der Person eines Feldwebels zur Ausnutzung bringen wollte, ein umfassendes Geständnis abgelegt. Wie die Beweisaufnahme ergeben hat, ist der Verhaftete Soldat gewesen, durch ein schweres Vergehen war er aus dem Heere gestoßen worden. Hohenhausen, 19. Mai. Ebenso wie###rkelpreise, so sind die Preise der Ziegen ganz enorm gestiegelt. Während vor dem Kriege eine gute Milchziege höchstens 25—30# kostete, werden jetzt schon 50, 60 auch 70 für eine Ziege geboten. Westorf, 23. Mai. Die drei russischen Kriegsgefangenen sind nicht durch den Wachtmeister Schäfer, sondern durch den Ivaliden Schlüter von Nr. 29 gefangen worden und darnach bei Herrn Schäfer abgelliefert. Aus den Nachbargebieten. 20. Mai.(Beim Einbruch erschossen.) der vorletzten Nacht bemerkte der Hofbesitzer Dusche in Hainhaus, daß ein Einbrecher in seinem Hause herunwirtschaftete. Dusche stand auf und sah sich dann dem Arbeiter Lohmann gegenüber, der auch als Wilddieb stark verdächtig war und sier jetzt Getreide stehlen wollte. Die beiden Männer kamen ins Ringen, woobei es Dusche gelang, von seinem Brotning, den er vorher zur Hand genommen hatte, brauch zu machen. Lohmann wurde so schwer verwundet, daß der von Dusche herbeigerufene Arzt nur noch den Tob feststellen konnte. Saarbrücken, 20. Mai.(Zusammenstoß mit einem Wilderer.) Im benachbarten Klarental stieß der Stiftsförster im Walde mit einem Wilderer zusannen, den er auf frischer Tot ertappte. Der Wilderer widersetzte sich mit Gewalt seiner Festnahme und leistete verzweifelten Widerstand, so daß sich der Förster genötigt sah, von seiner Schußwaffe Gebrauch zu machen. Von einer Kugel getroffen, brach der Wilderer zusammen und verschied auf der Stelle. Frauenvereins“ veranstaltet und ist der Reinertrag als fehr gut zu bezeichnen. Wie wir hören, soll heute, Dienstag, abend eine Wieder. holung stattfinden. Ein Besuch dieser Veranstaltung kann allen nicht warm genug empfohlen werden. Goethe's„Die Geschwister“ und „Die Mitschuldigen“ im Kurtheater Bad Salzusten. Sch. Vor einigen Tagen fanden wir Gelegenheit, Goethe's Schauspiel„Iphigente“ von Hann. Künstlern dargestellt, auf unserer Bühne zu sehen. Während der große Meister alles äußere hier außer Acht läßt, die Bühnenwirkung geradezu stiefmütterlich behandelt und nur durch große schwunghafte Worte die Charaktere ausstattet und sie alle auch in vornehmster Gesinnung verwirklicht, so bietet Goethe aus hier durch das etwas sentimentale Schauspiel„Die Geschwister" und das farbenreiche Lustspiel„Die Mitschuldigen“ köstliche Intimitäten, je Details, die ganz im Gegensatz zu seinen bekannten Werken stehen. Goethe zeigt in„Den Geschwistern“ eine Vorliebe für Kleinmalerei, was durch die ausführlich breit gegebenen Hinweise auf die„gebratenen Tauben“ und die„Brillen der Kösemütter" am besten gekennzeichnet wird.„Alles“ ist in den engsten Lebensverhältnissen, wo der Pfennig noch Wert hatte, Ereignis.— Der liebenswürdige, lachende Goethe in Die Mitschuldigen" verdiente häufiger das Rampenlicht zu sehen, besonders wenn, wie es bei dieser Aufführung gut zur Gettung kam, das Spiel der Goethe'schen Zeit angepaßt wird. Die Spielleitung, welche in den Händen des Düsseldorfer Schauspielers Karl Raaf, Unteroffizier beim hiesigen Vataillon, lag, wurde bei technisch mangelnden Mitteln— erwähnenswert war der neu eingefügte stilvolle Vorhang — gut bei beiden Stücken gemeistert. Raaf, so empfand man, war die Seeic des Ganzen und überaus erfreulich ist es, daß er uns jene Echauspielzeit mit der teilweisen Rede ins Publikum in unsere ganz anders gewohnte, moderne Wirklichkeitstechnik zurückzurufen verstanden hat. Raaf fand als„Wilhelm“ in„Den Geschwistern“ und als„Alcest“ in„Die Mitschuldigen" die warmen Töne, die sein klangvolles Crgan, besonders in letzterem, voll zur Geltung brachte. Seine Mimik war— wie es wohl wenige richtig deuteten— ganz dem Stile damaliger Schauspielkunst angepaßt. Eine vollendete Partnerin fand Raaf in einer jungen Dame, Frl. Thea Grodtczinsky, auch vom Düsseldorfer Schauspielhaus, welche unzweifelhaft ihren Weg über die Bretter, welche die Welt bedeuten, machen wird. Solch ein Liebreiz in Minenspiel und Haltung, soviel feinsinnige Wiedergabe Goethe'scher Worte oder Gedanken haben wir selten beobachten können. Dieses Meißner Porzellanfigürchen war wirklich eine Sophie, wie sie besser nicht verwirklicht werden konnte. Wir wollen hoffen, daß uns diese junge Künstlerin noch häufig mit ihrer Kunst erfreut und ihre Begabung sie zu Großem einst berufen läßt. Lobenswert ist auch ein anderer junger Schauspieler Goebels vom hiesigen Bataillon zu erwähnen, welcher den„Fabrice" in„Den Geschwistern“ und den Wirt in„Die Mitschuldigen" kreierte. Goebels brachte als Wirt feine, durchdachte Komik, manche kleine Uebertreibungen sind auf Kosten seiner Jugend zu setzen und wird ihm eine gute schauspielerische Zukunft sicher sein. Der„Söller" in„Die Mitschuldigen" wurde von dem Schauspieler Kurkiericz=Kühn vom hiesigen Bataillon gegeben und paßte er sich dem Ganzen gut an. Die Musik, die von Herren der Kurkapelle gestellt wurde, fügte sich feinsinnig den einzelnen Bildern an.— Das Kutheater war ausverkauft und das Publikum spendete dankbaren, rauschenden Beifall. Die Theater=Aufführung war vom Zur Erinnerung an den slegreichen Sturm der Westfalen und Lipper am 14 ö. 1910."— “ Es flötet im welschen Haine Die Nachtigall ein Lied. Es liegen im grünen Raine Viel Mannen in Reihe und Glied. Komeraden, mein geladen. Zum Sturm auf Flirey! Da flötet im welschen Haine Die Nachtigall dies Lied: Es grüßt vom deutschen Rheine Mein Vaterhaus am Ried, Und in dem Abendscheine 15 Steht sie da wie ein Lied. * Da springen sie über die Steine. Die Mannen in Reitze und Glied, Und ringen auf grünendem Raine Wie Recken, um den Sieg.„ Da flötet im welschen Haine Die Nachtigall ihr Lied. Es blühen in Stirnen und Wangen Die Siegesrosen rot; In erblassenden Augen aber hangen Die Lilien vom ewigen Tod! Kameraden, drum geladen, Zum Siege auf Flirey! Heinrich Schäfertöns. Der 23. Mai 1866. Ein alter Leser schreibt uns: Dieser Tag mag bei älteren Leuten traurige Erinnerungen zu erwecken.— Der Sommer 1865 war der schönste meines Lebens, der folgende Winter der mildeste. Nur einmal, es war im Februar 1866, erblickte ich auf dem Mühlenteiche zu Alverdissen eine große Scholle Eis. Am 25. April, dem Jubiläumstage des älteren Küster Mische zu Hillentrup, stand alles in voller Frühlingspracht. Die ganze Festgesellschaft lag nachmittags auf einer Höhe östlich des Dorfes, wo das bewährte Lehrerquartett Wienecko=Humfeld, Köller=Bega, Mesch=Wendlinghausen, Schwarze=Linderhofe, die Anwesenden durch herrlichen Gesang erfreute. Alles glaubte, der kommende Sommer werde dem vorigen gleichen; aber——!! Immerhin verdichteten sich die Wetterwolken am deutschen Himmel. Oesterreich hatte große Heeresmassen in Böhmen gesammelt, Preußen seine Mobilmachung fast vollendet. Heftige Gewitter riefen große Abkühlung hervor, da:— Es war am 23. Mai, morgens 10 Uhr, als es zu schneien anfing. Immer größere Massen stürzten nieder. Bis 6 Zoll hoch lag abends der Schnee, und der Wärmemesser sang auf 4—6 Grad Kälte herab. Erst in der Nacht vom 24. zum 25. Mai schmolzen die Schneemassen. Alles Laub, alle Blüten waren dahin, Kartoffeln, Gemüse erfroren. Erst der Johannistrieb— Mittsommerschuß— brachte einiges Grün auf den Waldbäumen hervor, zwischen welchen doch die toten braunen Blätter lange herabhingen. Oe. Briefkasten. Dorotheental bei Alverdissen. Für die Kündigung des Dienstverhältnisses kommt es zunächst auf die Abmachungen an. Können Sie nachweisen, daß das so verabredet war, so konnte Ihre Tochter nach der Kriegstrauung am 15. April zum 1. Juni kündigen. Im andern muß sie das Jahr aushalten. Vielleicht einigen Sie sich auf den 1. Juli. Für den gesamten Inhalt verantwortlich Max Staercke: Druck und Verlag der Meyerschen Hofbuchdruckerei in Detm=ld. Aggersche Motbechtruckere Verlag der„Lipp. Landeszeitung“ OSs Anfertigung von Drucklachen in eleganter und soderner Ausführung bei mäßigen Preisen. Schnellste Lieferung Karl Lehbrink, Bücherreviler, Detmold, Kisfingerstr. 1 be von Gutund KartenSuche auf gleich Juschre gen hoben Fr. El Melker Verheiratete und ledige Schweizer empfiehlt zu sofort u. später Fritz (1170 Kriegskarten! französtschen Kriegsschauplatzes. Inhalt: 1 Hauptkarte, 4 Nebenkarten, Namenverzeichnis.— Preis 1.40 Mk. Karten vom russischen Kriegsschauplatz. Inhalt: 1 Hauptkarte, 6 Nebenkarten, Namenverzeichnis.— Preis 1.50 Mk. Karten zun Die Eröfnung der Badeanstalt (Herren= und Damenbad) an der Werrestraße wird am Donnerstag, den 25. d. M., morgens 6 Uhr stattfinden. Die Direktion der Badeanstalt Böhmer. An- und Verkauf von Möbeln und ganzer Lager. 8854 Gustav Brünl Detmold. Auktions ha zum Austragen der Zeitungen Dalmatien, Bosnien, Herzegowina; Namenverzeichnis.— Breis 1.40 Mk. Nebenkarten: Dieselbe Karte 1 Mk. Trauer-Briefe und Danksagungs-Karten lielert schnell u. billig MeyerscheHofbuchdruckerei Detmold. Leopoldstr. 12 Kriegs-Literatur! „Deutschlands Flotte im Kampf.“ Eine Phantaste von Sraf wernstorff, Korveitenlapitän a. D. Mit zahlreichen Abbildungen. Preis 1.20 M'. „Der Zusammenbruch"(Die Seeschlacht bei Vorkum und Helgoland). Von einem deutschen Marineossizier. Mit etwa 100 Abbildtagen.— Preis 1.20 Mk. „Das Ariegsragednc des Johaunes Kraft Mit einem Vorwort von Majer Viktor von Stranz.— Preis 1.20 Mk. „Die Kosaken des Karen.“ Selbsterlebtes in der Kriegsjahren 1914/15.— Preis 90 Pf. „Im Kampf gegen die Russen." SelbstE KIS eriebies. Von Bafor Binfor von Strang.— Preis 90 Pf. „Aus dem Kriegstagebuch eines 5bers. Von Oberleutnant Lotbar v. Collani.— Preis 50 Pf. „Jäuf Jahre Fremdenlegionär.“ Selbst eriebte) Pet gnz wrine Eie äzeiger Dienstzeit. „Humor und Ernst aus den Kriegsjahren 1914/15.“— Preis 30 Pf. „Ausevs Feldgranen in Zeint Kriegserzahlungen.— Preis 90 pf. „Rexers hißerish=geogrash. Kalender 1915“ Preis 2 Mr. Il Hau. Zu beziehen durch: Salrsben. Lppische Landes-Zeiing, A. u. Ge Schäie, Kare, Pers.PlätterinsGacher Mädchenschr bach 27. Hessen. 1231#empfieblt sich denHerrschaften Junnse., Maückenau rar Runkeln gesunde Ware, kauft jedes Quantum und erbittet Nachricht W. Schlichting, 121 Leoveldsböde. 1201 empfiehlt sich den Herr für ganze und halbe 2.. Auskunft erteilt(1188 für I. hesseren Hausbal! Frau A. Stecker, Detmold zum 1. Juni gesucht. Meierur. m.— Teieson 46. Wotanatr, 2. Wohnung mögl. Einsam.=Daus mit Vorgarten und kleinem Garten, nicht zu gro k. für bald geiucht.(1253 Angebete an Postsatb 12. in sed Zimme ner Lage, mnit ecr neun BeGas= die Wasserleitung und kleiGarten für Mt. 830.— Zu der: S S-chre. De Oeschaftost. der BandesPas-a Zettung unter Nr. 1249. Für sogleich 41241 Laufbursche von 14—15 Jahren gesucht. Naushälterin sucht zum 1. Oktober La ergcien Br „Schriffl. Angeb. beförden Air Grschtet Her ree Wegen Erkrank bigen Mädchens * o d e r 1. 9 zuverläf Natz. Dienstwädchen für Wirtschaft gesucht. Oleren en:. aschige, funge n für Küche und Haut, 4268 Mädchen: Habe sehr gute Pflanzen 55 uss Wöirstra äglich frischen Shar eer. Gasthof Donoper Teich Pivitsbeide. O. Reddermann.(1256 Moltkestraße 16. Bedienen der Gäste Schriftl. Angeb. befördert Ein tüchtiges Setuns uuer Nr 194.— Dienstmädchen Ein kräftiger, nachmittags schulfreier (1262 Bad Salzuslen. Moltkestr Wir suchen für sofort einen## Lagerorbeiter, a2 uger Mitchen eher 1219 Arbeiter, Temge. 485 der aucb mit Pferden(um Wen boo. Spe. I Hechterd. urbemntiches e sesere ansgalichen Geurd 1 Gerctend. Orogen= u. Rolenielwaren- Frau Bock Großbaudlung. Sarferd I. 8 (Westfalen) I Mindener Strabe m. zurück kaufen gesucht. Krummestr. uxr Kouen erhalten, zu kaufen gesucht. Schriftl. Anges. Geschfünsßt, der Lon ——— Nr. 1167. Zettung unter Zur 647 Hedertäberttügen semahlenen Kainit ondermarke) zu haben bei Fr. Oolzkamd, Törentrup. Auch gewöbnlichen Rainit! 9l. F Inl gnt erdaltener Kleidung u. Möbeln 39. Habe immer noch(1250 alte Preise. F. Schmidtmann Ertieur, Krummestr. 28. Eingang Freiligratbstraße. Kaufe jeden Posten 614 Gebr. Säcke zum höchsten Tagespreis. Langestr. 39 Ecke Schülerstr. Sebrandte Säcke aller Art, auch zerrissen und Packleinen, kaufe zu böchsten Frssen bei versonlicher rabnahme.(7687 Bitt um Lugebote. A. Bunte. Fernspr. 422. Paulinenstr. Ausschneiden und einsenden! Schickt den Kriegern die Lippische Landes-Zeitung nach! Auch die Krieger haben das Bedürfnis, über die Vorgänge in der Heimat unterrichtet zu werden. Bei Angabe der genauen Adresse des Soldaten(Kompagnie. Batterie, Eskadron, Bataillon, Regiment, Division, Brigade, Armeekorps) und gleichzeitiger Einsendung von 1.20 Mk. senden wir die Lippische Landes=Zeitung von heute bis 1. Juli 1916 täglich nach. Lippische Landes-Zeitung. Unterzeichneter bittet die Lipp. Landes=Zeitung zu senden für die Zeit von heute bis 1. Juli an Mlabs Stand: Kompagnie, Eskadron, Batterie. Rolont. Runkain 8 Lauft Die Beleidigung, die ich über Frau Hermann Mäller, geb. Liedi, geäußert habe, nimmt Alb. Pankete jun. Detmold, als unwahr (1251 Bataillon, Abteilung — Regiment Nr.— — Brigade. — Division. — Armeekorps. Betrag anbei. Ort: Name des Bestellers: