Altestes und verbreitetstes Blatt des Die„Lippische Landenzeitung“ mit den unemtgeltlichen Bellagen„vul Brand“,„Der Landghrr“. “ und„Blätter für Lipptsche Heimathunde“ erscheim mit Ausnahme der Sonn= und Festtage Geschäftostelle: Detmold, Leopoldstraße 12. Fernsprecher Nr. 23. Telegramm=Adresse Landeszeitung Detmold Vertretungen in allen Orten des Landes. Fürstentums und der angrenzenden Bezieke Bei der Geschästostelle und den Vertretungen für ½ Jahr M. 2.25, für 2 Monate M. 1.50, für 1 Monat M. 0.75. Bei der Post für ¼ Jahr M. 2.25, für 2 Monate M. 1.50, für 1 Monat M. 0.75 Postbestellgeld für ¼ Jahr M. 0.42, für 8 Monate M. 0.28, für 1 Monat M. 0.14. Anzeigen werden für Lippe 15 Pfennig. für Auswärts mit 20 Pfennig die kleinspaltige Kolonelzeile oder deren Raum Reklamezeile 75 Pfg. Komplizierte Anzeigen werden mit 30% Aufschlag berechnet. NS 42 Detmold, Sonnabend, den 19. Februar 1916 149. Jahrgang — Eine Ehrenfeier unserer 250er. Mit dem Durchlauchtigsten Landesfürsten werden sich heute viele Offiziere und Mannschaften der Detmolder Garnison, aber auch viele Bürger, vereinigen, um unserer 256ern zu gedenken. Ihnen zu Ehren soll heute auf dem Hofe der Kaserne I ein kleines, aber kunstvolles Denkmal enthüllt werden. Gelegentlich größerer Pionierarbeiten unter Leitung des Herrn Feldwebelleutnants Milthaup fand man im Flußbecken der Werre einige prächtige rote Granitfindlinge, die die Anregung zu einem Denkmal des Regiments 256 gaben. Jeder der Steine wog beinahe 60 Zentner. Man schaffte die Steine zu Uebungszwecken in den in der Nähe befindlichen Kasernenhof der Kaserne l. Nun wurde ein Betonunterbau hergestellt, die Steine daraufgelegt, eine Schrifttafel davor, Adler darauf, und das Denkmal war fertig. Jeder der 8 Steine ist oder war ein Granitfindling aus hiesiger Gegend. Sie sind mit nicht geringer Mühe von Soldaten des 2. Ersatz=Vataillons mit der Hand bearbeitet. Auch der mehr als einen Meter hohe Adler ist so entstanden. Der Entwurf des Denkmals und das Modell zum Adler ist vom Leutnant des Regiments, Wiehe, Kunstbildhauer aus Düsseldorf. Ihm zur Seite stand Musketier Bornemann, Kunstbildhauer von hier. Die Inschrift heißt:„Den Helden des Res.=Regts. 256 errichtet im Jahre 1916 von den Kameraden des 2. Ersatz=Vat. Inf. Regts. Nr. 55.“ Den Ehren= und Gedenktag der Enthüllung des Denkmals begleitet die Bürgerschaft der Residenz mit Teilnahme und Bewunderung auch der Heldentaten dieses Tochter=Regiments unserer glorreichen 55er. Heute vor einem Jahre, so wird uns gesagt, hatte das Reserve=Regiment 256 keinen besonderen Glanztag. Wir wissen aus der Geschichte des Reserve=Regiments, daß es das ganze Jahr hindurch ein einziges großes Heldentum gesehen hat, daß die Heimat auch auf diese junge Reserve=Formation stolz sein kann. Der Künstler und Offizier hat Großes geschaffen. Die gedachte und gewollte Ehrung ist ihm auf das beste gelungen. Wir sind aufs innigste erfreut, daß gerade die so leicht vergessenen Reserven es sind, deren in den Mauern unserer Stadt zuerst in Stein und Erz gedacht wird. Unsere Blicke wenden wir heute aber nicht nur auf das Denkmal, sondern in noch höherem Maße nach draußen. Torthin, wo treue Westfalen und Lipper die Wacht halten, wo sie mit Leib und Leben die deutsche Landesmark schützen. Ihnen allen gilt unser Tank und Gruß. In diesem Sinne wollen wir den Denkmalstag begehen. Politische Wockenschau. Die Besorgnis, daß die Untersceboote, welche den Schrecken unserer Feinde bilden, auch unseren Burgfrieden torpedieren könnten, hat sich erfreulicherweise als unbegründet erwiesen. Es schien zuerst, als ob der Beschluß der Haushaltskommission des preußischen Abgeordnetenhauses, welche in indirekter Form der Besorgnis Ausdruck gegeben hatte, daß„sich aus der Stellungnahme der Reichsleitung gegenüber Amerika die Konscauenz einer Einschränkung in unserer Freiheit, einen uneingeschränkten und dadurch vollwirksamen Unterseeboot krieg zum geeigneten Zeitpunkt gegenüber England aufzu nehmen“, ergeben könnte, zu folgenschweren Auseinander setzungen führen würde. Hatte doch die„Nordd. Allg. Ztg.“ in einer hochoffiziösen Auslassung auf jene, nicht allzu ängstlich versteckter Vorhaltung in ganz ungewöhnlich scharfen Worten erwidert und darin, zweifellos nicht im Einklang mit dem parlamentarischen Gewohnheitsrecht, der preußischen Volksvertretung das Recht zur Beschäftigung mit den Fragen der auswärtigen Politik abgestritten. Am Mittwoch hat der Präsident Graf Schwerin=Löwitz in seiner Erklärung, aus der man die offizielle Beilegung jenes Streites entnahm, zwar für das Abgeordnetenhaus grundsätzlich das Recht in Anspruch genommen, auswärtige Angelegenheiten zu behandeln, aber er vertrat doch den Standpunkt, daß„gegenwärtig eine gründliche Erörterung der auswärtigen Lage den Interessen des Landes nicht entspreche, ja sie möglicherweise schädigen könnte". Und da das Haus infolge des Einspruchs von sozialdemokratischer Seite zu einer Abstimmung genötigt wurde, ergab sich dadurch die ausdrückliche Feststellung, daß auch die Volksvertretung diesen Stanopunkt teilte. Also wurde nach kurzem, hoffentlich nicht „verderblichen Streit“, dieser häusliche U.=Bootkrieg beendet. Der leitende Staatsmann wird sich jedenfalls darauf berufen können, daß er in diesem U.=Bootkrieg jetzt auch einen diplomatischen Erfolg erzielt hat, nämlich gegenüber der Nordamerikanischen Union. Nach langwierigen, von britischer Seitc redlich durchkreuzten Verhandlungen ist endlich eine grundsätzliche Einigung über den„Lusitania"=Streit zustande gekommen, mit der das deutsche Volk zufrieden sein kann, denn unsere Regierung ist dabei von ihrem Standpunkt, daß die Torpedierung der„Lusitania“ keinen völkerrechtswidrigen Akt darstelle, trotz alles sonstigen Entgegenkommens nicht abgewichen. Was die Bedeutung und die Wirkung dieses Vorganges betrifft, so braucht nur auf die sichtliche Bestürzung verwiesen zu werden, mit der man im Britenreiche von dieser Verständigung Kenntnis genommen hat. Jetzt klammert man sich dort noch an die Hoffnung, daß Deutschlands Ankündigung, bewaffnete Kauffahrteischiffe als Kriegsschiffe zu behandeln, zu neuen Reibungen mit der Union führen werde, aber sogar die Meldungen des Reuterscher Lügenbureaus geben der Hoffnung Raum, daß die Herrei Wilson und Lansing sich doch entschließen werden, sich jenem Standpunkt zu bekennen, der, wie betont werden muß, nicht nur dem Völkerrecht, sondern auch der wahren Menschlichkeit entspricht, gegen die jeder Franktireurkrieg zu Lande wie zu Wasser verstößt. In England freilich würde man es schmerzlich empfinden, wenn Amerika nicht länger die Abwehr gegen die deutschen Unterseeboote übernähme, wenn man sich selbst gegen die deutsche Flotte wehren müßte, deren Leistungsfähigkeit man soeben wieder durch den Torpedobootsvorstoß nach der Doggerbank erkannt hat. Zwar hat Asquith in seinen Erläuterungen zu der auffallend nüchtern gehaltenen Thronrede von der„stummen, aber erfolgreichen Arbeit der britischen Flotte“ erzählt, aber in England selbst meint man allgemach, daß diese viel gerühmte Armada mehr stumm als erfolgreich sei. Und was den Krieg zu Lande betrifft, so hat er sich gerade jetzt sowohl bei Aden wie im Irak auch mehr stumm als erfolgreich abgespielt. Beweis: die nun dort notwendig gewordene Einziehung der Unverbeirateten. Auch die Reden Briands über die Ergebnisse seiner Romreise klingen alles eher als hoffnungsvoll. Wenn er„aus einem sehr verständlichen Gefühl heraus“ es ablehnte,„auch nur die kleinste Andeutung über die Ergebnisse seines Besuches in Italien zu geben“, so wird man dies Gefühl ohne weiteres beareifen, denn ein Schuft gibt mehr, als er hat. Wenn auf den Konferenzen in Rom beschlossen wurde, dem nächst Konferenzen in Paris abzuhalten, auf denen beschlossen werden soll, daß ein oberster Kriegrat begründet werde, si ist das mahrlich herzlich wenig. Tischreden, nichts als Tischreden, wihrend der Versuch. Italien zur Unterstützung der arg verfahrenen Valkanaktion zu gewinnen, offenbar gründlich gescheitert ist. Italien, das sich in Durazzo und Valona auf das ernrlich#e bedroht sicht, als Balkanretter! Das wäre Heimat. Roman von Kreutzer. (Amerikan. Copyriaht by Carl Duncker 1914.) 28. Fortsetzung. Der Hotelportier pfiff eine Autodroschke heran. „Aber’ne offene; bei dem schönen Wetter können wir getrost'n bißchen Luft schnappen!“ Er half seiner Nichte in den Wagen und gab dem Chauffeur Anweisungen. „Erst mal bis zur Schloßfreiheit. Dann die Linden wieder zurück durch die Friedrich=, Leipziger=, Potsdamer Straße zur Brücke. Nachher Schöneberger Ufer: Hiller.“ Der Portier schloß den Schlag, zog grüßend die Mütze; der Wagen glitschte ab. „Tamit du vorläufig erst mal son ungefähren Ueberblick kriegst“, motivierte der alte Herr seine Anordnung. „Genauer kannst du dir den Zauber morgen bei Tageslicht ansehen.“ Da bog der Kraftwagen schon um die Ecke; das brandende Gewühl verschlang ihn sofort. Und von jetztan schwieg der Major; hier— wo so neue und gewaltige Eindrücke von allen Seiten auf seine junge Begleiterin einstürmten— mußte jede Unterhaltung vorläufig aussetzen. Henny fuhr wie im Traum durch alle diese taghellen, Menschen=durchströmten Straßen. Sie kannte Genf und Lausanne, Lyon und Marseille, kannte die französische Schweiz und hatte auch einige deutsche Rheinstädte gesehen. Was aber bedeutete das alles gegen solche Riesenstadt, in der der einzelne unbeachtet untertauchte und nur die Zehntausend Wert und Geltung gewannen? Sie dachte unwillkürlich:„Wenn ich hier nun auch so im Wirbel mittreiben müßte— ob ich wohl darin Genüge fände?“ Und gleichsam als Antwort:„Als ich vorgestern vom Kirchhof kam und durchs Dorf ging— wie die Männer da den Hut zogen und die Polenmädels mir den Rocksaum küßten und die Kinder ehrfurchtvoll die Augen aufrissen, als ware ich die Jungfrau Maria. Und bin doch nur ein unbedeutendes gleichgültiges Menschenkind, für all meine Brünnower Gutsleute aber schon die künftige Herrin; und sie geben mir freiwillig mehr, als ich schon zu fordern hätte!“ Sie sagte es sich ohne Ueberhebung, ohne billige Eitelkeit — aber mit einem Frohgefühl, das sie nicht zu deuten wußte und das ihr doch heiß in der Brust aufsprang und das Herz weit machte. Da mandte sie sich zu dem Major um, der schweigend neben ihr in seiner Ecke lehnte. „Vitte. Onkel— wir wollen jetzt zu Hiller.“ „Son halbes Stündchen frische Luft gibt Appetit, was?“ lächte er behaglich. Sie aber schüttelte ruhig den Kopf; und ohne daß sie es vielleicht beabsichtigte, stahl sich ein leiser, hochmütiger Widerwille in ihr Gesicht. „Das ist es nicht.— Nur— ich habe jetzt genug von diesem Jahrmarktslärm.“ Er musterte sie wohl eine Minute lang mit ganz unbegründetem Interesse. „So“, sagte er schließlich lakonisch.„Na— um so besser!“ Dann gab er dem Chauffeur durch das Sprachrohr die erforderliche Direktive. Hiller war verhältnismäßig still. Der Frühling bedeutete überhaupt für die fashionablen Lokale der Metropole den ungünstigsten Zeitabschnitt: Die Berliner Jeunesse dorce ist schon ausgeflogen und das Fremdenpublikum noch nicht eingetroffen. So konnte der Major sich in Ruhe einen der behaglichen Fenstertische auswählen.— Als alter Gourmet stellte er aus dem Handgelenk ein unauffälliges kleines Souper zusammen, mit dem er sich vor dem Kellner unleugbar als Mann von Welt, Lebensart und Disziplin legitimierte; beorderte eine Hochheimer Kirchenstück, Korkbrand, und eine Nuits=St.=Georges, Original Bourgogne=Abzug— dann waren die Präliminarien erledigt; und er konnte sich wieder seiner Nichte widmen. Aber als sein Blick sie traf, weiteten sich seine Augen in grenzenloser Verblüffung. „Kellner“... rief er hinterher...„bringen Sie mir mal schleunigst— noch vor der Suppe— einen Hennessy.“ Und kaum, daß die Flasche noch recht vor ihm stand, riß er sie vom Tablett, goß die Kristallschale voll und schob sie hastig seiner Dame hinüber. „Da trink— aber auf einen Hieb runter! Herrgottsdonnerwetter, Mädel— mis ist denn los? Du bist ja kreidebleich?“ Sie gehorchte: und als sie das leere Glas zurückschob, da lächelte sie mit blassen Lippen. „Es hat bestimmt nichts auf sich. Onkel— vielleicht ein wenig Ueberanstrengung. Nach dem Hennessn war mir schon wieder besser." „Na, denn gleich noch den zweiten hinterher.“ „Um Gottes willen!" „Keen Jefitze, Meechen; auf einem Bein kann man nicht stehen.“ So trank sie auch noch den zweiten; und wirklich hellte in ihrem blutleeren Gesicht langsam wieder das Karmin auf. Als sie die Suppe und die Artischockenböden erledigt hatten und die Tournedos à la Rassini vor ihnen standen— da war längst eine angeregte Unterhaltung im Gange. Während der nächsten Viertelstunde kam sich der alte Herr einigermaßen blöd vor: er fiel aus einer Ueberraschung in die andere. War denn das wirklich und wahrhaftig seine Nichte— diese junge Dame, die ihm da so ungezwungen und doch unnachahmlich vornehm gegenüber saß und elegant Konversation machte und mit spielerischer Leichtigkeit von einem Thema aufs andere übergriff und die heterogensten Wissensgebiete zu beherrschen schien? Das war tatsächlich seine Nichte, die vor ihm in der ganzen bisherigen Zeit solche verdammt kühle Reserve beobachtet und gerade noch so vor den Leuten mit Ach und Krach die nötigen Dehors gewahrt hatte? „Weißte...“ sagte er, aber da nahm der Kellner gerade die letzten Teller weg und servierte den Mokka: inzwischen steckte sich Jordan von Egg die wohlverdiente Verdauungszigarre an. „Weißte, Henny“, begann er nachher noch mal,„wenn wir wieder nach Hause kommen, kriegste von jetzt ab jeden Tag deine beiden Schnäpse eingeflößt! Du bist ja direkt'n Naturwunder! Du bist ja'n Chamäleon! Du bist ja'n Prestidigitateur! Meechen— was kannste nett erzählen? Davon hab' ich ja gar keine Ahnung gehabt. Fräulein Prinzessin auf der Erbse! Hoffentlich spielste nicht gleich wieder Schweigen im Walde, was?“ Sie lachte ein leises, klingendes Lachen, das gerade noch bis zu ihm hinüber reichte. „Bestimmt nicht. Onkel. Ich glaube überhaupt, das ist jetzt endgültig vorüber. Aber ich habe eine Bitte:— sieh dir doch mal unauffällig den Sofatisch schräg gegenüber an. Ich meine den Herrn im Frack und die brünette, üppige Dame in dem fraisefarbenen tiefen Dekollets. Die beiden interessieren mich schon den ganzen Abend.“ Der alte Herr folgte der Richtung ihres Blickes; er mußte dabei etwas mit dem Stuhl herumrücken, aber er machte seine Sache sehr geschickt. Allgemach nistete sich um seine Lippen ein entschieden sardonischer Zug ein: und als er sich seiner Begleiterin wieder zumandte, wirbelte er suffisant die langen Schnurrbartenden. „Ich denke mir, der Herr muß entweder sehr jung oder sehr verliebt sein.“ „Was hältst du von seiner Dame. Onkel?" drängte sie. „Daß sie keine ist, mein Döchting.“ „Weshalb?“ „Weil man mit einer Dame— ausgenommen, es ist die eigene Frau— in einem öffentlichen Lokal nicht drei Flaschen Sekt vertilgt.“ „Aber das ist doch kein Verbrechen?“ „Nein, sondern eine Geschmacklosigkeit; miunter allerdings auch nicht einmal das.“ (Fortsetzung folgt.) L EH ein Bild zum lachen, wenn nicht die armen Katzelmacher und „wir, die wir müde sind“, nämlich die Herren Salandra und Sonnino, meinten, daß es zum weinen wäre. . Deutscher Tagesbericht. wlb. Großes Hauptquartier, 18. Febr. 1910. Westlicher Kriegsschauplatz. Die Engländer haben nochmals versucht, ihre Stellungen südöstlich von Ypern zurückzugewinnen. Sie wurden blutig abgewiesen. Nördlich von Lens und nördlich von Arras haben unsere Truppen mit Erfolg Minen gesprengt. Eine kleine deutsche Abteilung brachte von einer nächtlichen Unternehmung gegen die englischen Stellungen bei Fonquevilles(nördlich von Albert) einige Gefaugene und ein Maschinengewehr ein. Südlich der Somme brach ein Augriff frisch angesetzter französischer Truppen in unserem Feuer zusammen. Auf der übrigen Frout zeitweise lebhafte Artillerie. kämpfe. Keine besonderen Ereignisse. Ein nächtlicher feindlicher Fliegerangriff in Flandern wurde von unseren Fliegern sofort mit Bombenabwurf auf Poperinghe beantwortet. Oestlicher Kriegsschauplatz. Die Lage ist unverändert. Balkan=Kriegsschauplatz. Feindliche Flieger griffen den Bahhhof Hudova(im Wardatale, südlich von Strumitza) an. Oberste Heeresleitung. Ueber den deutschen Vorstoß bei Ypern schreibt Dr. Osborn der„Voss. Ztg.“: Großes Hauptquartier, 17. Februar. Ueber den erfolgreichen Vorfloß gegen die Engländer südöstlich von Ypern am 14. Februar erfahre ich noch folgenDer Angriff fand zwischen der Eisenbahn Comines-Upern und dem Kanal statt, der die beiden Städte verbindet, also in der Gegend westlich Klein-Zillebeke. Es ist insofern eine wichtige Stelle, weil hier der Stützpunkt des flachen Bogens ist. den unsere Iront um Apern beschreidt. Der Zweck des Vorstoßes war, wie im Artois, in der Picardie und an den übrigen Stellen, an denen sich in letzler Zeit lebhaftere Kämpfe abspielten, eine Verbesserung unserer Stellung, die vollkomnien gelang. Starkes und überraschendes Feuer unserer Artillerie und ausgiebige Beschießung der feindlichen Gräben durch schwere Minen bildeten die Vorbereitung, ihr folgte der Sturm der Insanterie, der auch hier wieder bewies, daß der Offensivgeist unserer Truppen in den Mühen und Anstrengungen des winterlichen Stellungkrieges nicht gelitten hat. Die Engländer hatten sehr starke blutige Verlufte, die genaue Jahl der Gefangenen beträgt drei Offiziere und 104 Mann. Der Feind versüchte am Abend des 15. und in der Nacht zum 16. Februar In drei sorgfältig vorbereiteten und mit außerordentlicher Heftigkeit geführten Ggenstößen das verlorene Gelände wiederzugewinnen. Alle diese Versuche scheiterten unler wiederum beträchtlichen Verlusten des Gegners. Eisenbahnbaues an ihrer Ostgrenze nicht zu widerstehen. Und damit war Erzerum von jeder Möglichkeit abgeschnitten, bei einem feindlichen Angriff rechtzeitig Verstärkungen von Westen heranzuziehen. Nur bis Angora reicht das Netz der Anatolischen Bahn, und alle Entwürfe zu Linien, die von dort über Siwas nach Ersindschian und weiter nach Erzerum gehen sollten, blieben unausgeführt, weil man Rußland fürchtete, das ja auch den Bahnbau im sogenannten Becken des Schwarzen Meeres von seiner Zustimmung abhängig zu machen gewußt hatte. Sünden der Vergangenheit, die nicht in kurzer Zeit ausgeglichen waren, haben jetzt zum Verlust von Erzerum geführt. Mitten im Winter vermochten Ver stärkungen im Fußmarsch nicht rechtzeitig herangebracht zu werden, als die mit überlegenen Kräften begonnene russische Offensive vor einigen Wochen begann. Sie war in der Lage, sich auf die Bahn zu stützen, die über den Kaukasus bis nach Sarykamisch an der türkischen Grenze läuft und den Nachschub an Ersatzmannschaften, Munition und Heeresbedürf nissen jeder Art gewährleistet. Nur eine kurze Strecke, gar nicht zu vergleichen mit den auf der türkischen Seite obwaltenden Verhältnissen, mußte im Marsch bewältigt werden. Auch darin lag ein ungemeiner Vorteil der Russen, den alle Tapferkeit der osmanischen Heeresteile nicht ausgleichen konnte. Die Truppen unseres Bundesgenossen haben unter den schwersten Entbehrungen sich prächtig geschlagen, doch auf die Dauer war die Ungunst der Lage zu groß. Während der Feind imstande war, sich mit allem Nachschub zu versorgen, sah die osmanische Heeresleitung ihre Streitkräfte zusammen schmelzen, ohne Abhilfe schaffen zu können, und mußte den Rückzug anordnen. Wieweit die Feldarmee in den Verlust der Festung verwickelt ist, läßt sich noch nicht sagen. Vielleicht war es die Festungsbesatzung allein, die den Stoß gegen die Werke auszuhalten hatte, und die Feldtruppen haben Gelegenheit gehabt, nach Westen abzuziehen. Oesterreich-ungarischer Bericht. Ein französischer Dampfer vor Durazzo torpediert. wtb. Wien, 18. Febr. Amtlich wird gemeldet: Russischer Kriegsschauplatz. Außer den gewohnten Artilleriekämpfen keine Ereignisse. Italienischer Kriegsschauplatz. Die Artillerietätigkeit war gestern im allgemeinen schwächer als in den letzten Tagen. Der Ort Malborghet stand wieder unter feindlichem Feuer. Eine Stäuberung des Vorfeldes im Rombongebiet brachte 37 Gefangene und ein Maschinengewehr ein. Ein Angriff mehrerer italienischer Kompagnien wurde abgewiesen. Bei Oslavija wurden seit den letzten Tagen 7 Maschinengewehre, 2 Minenwerfer und 1200 Gewehre eingebracht. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Eine unter unserer Führung stehende, durch österreichisch ungarische Truppen verstärkte Albaniergruppe hat Kavaja be setzt. Die dortige Besatzung, Gendarmen Essad, Paschas, konnte sich der Gefangennahme nur durch Flucht zu Schiff entziehen. Der Stellverierler des Chess des Generalstabes v. Hoefer, Feldmarschalleutnant. Ereignisse zur See. Am Morgen des 16. Februar torpedierte eines unserer Unterseeboote vor Durazzo einen französischen Dampfer, der dann auf eine Untiefe auflief. Flottenkommando. * * Der von Oesterreich=Ungarn besetzte Ort Kavaja liegt ctwa 20 Kilometer südöstlich von Durazzo, ein paar Kilometer von der Küste entfernt. Da seit dem 9. d. Mis. Tirana östlich von Durazzo in österreichischer Hand ist und die österreichisch=ungarischen Truppen von Norden und Nordosten her schon bis nahe an die Stadt herangerückt sind, so ist jetzt Durazzo von der Landseite her von jeder Verbindung ab geschnitten. Ihm die Verbindung von der Seeseite zu unter binden, sind die Unterseeboote, wie die Meldung des Flottenkommandos zeigt, mit Erfolg bemüht. Zum angeblichen Hall Erzerums schreibt die„Köln. Ztg.“: Die Russen haben, wenn die Nachricht sich bestätigt, einen Erfolg erzielt, der sie wahrscheinlich große Opfer gekostet hat, der aber doch ein Erfolg bleibt. Man darf sagen, daß die Einnahme den Russen ganz wesentlich durch die Arbeit ihrer Diplomatie seit Jahrzehnten erleichtert worden ist. Unter dem Absolutismus vermochte die Pforte dem mit äußerstem Truck gestellten Verlangen Rußlands auf Unterlassen jeces Amerikanisches Spiel mit dem„Lusitania“-Kall. wib. London, 17. Febr.„Times“ erfährt aus NewYork, daß die Beilegung des„Lusitania"=Falles möglicherweise verschoben werde, bis Deutschland den Plau, bewaffnete Handelsschiffe zu torpedieren, aufgegeben habe. Dies sei heute dem Washingtoner Korrespondenten des Blattes von Lansing mitgeteilt worden, nachdem dieser von Graf Bernstorff Deutschlands Antwort auf die Fragen der Vereinigten Staaten in der„Lusitania“=Angelegenheit erhalten hat. Lansing habe nicht gesagt, wieweit die Regierung zu gehen beabsichtige; Wilson wolle aber offenbar untersuchen, ob zwischen Deutschlands Versprechen in der Lusitania=Note und der neuen deutschen Unterseeboots=Politik ein Widerspruch bestehe. wtb. New=York, 17. Jror.(Meldung des Reuterschen Bureaus.) Alle Morgenblätter enthalten die Nachricht, daß der„Lusitania“=Streitfall mit Deutschland tatsächlich beigelegt und Staatssekretär Lansing darüber sehr befriedigt sei und nur noch auf die Zustimmung Wilsons warte, um den Zwischenfall für erledigt zu erklären. Die Ankündigung Lansings, daß die ganze Angelegenheit des Unterseebootskrieges neuerdings aufgerollt sei, hat deshalb in diplomatischen Kreisen große Ueberraschung hervorgerufen. Der republikanische Staatskonvent von New York einigte sich auf ein Programm, dessen einziger Punkt lautet: Es ist die Pflicht Amerikas, Maßregeln zu ergreifen, damit das Völkerrecht wieder hergestellt und allgemein angewendet werde. Man kann als Deutscher den erneut einsetzenden amerikanischen Versuchen, den„Lusitania"=Fall auszuschlachten, nur mit sehr gemischten Gefühlen zusehen. ** * Deutsche Erklärungen und amerikanische Vorbehalte. Terminverschiebung und Ausnahmen. Frankfurt, 18. Febr. Die„Frankf. Ztg.“ meldet aus New=York: Nach einer amtlichen Mitteilung wird Deutschland die Torpedierung bewaffneter Handelsdampfer bis zum April verschieben, damit zuvor die amerikanische Regierung ihre Bürger, die um Pässe nachsuchen, vor der Einschiffung auf solchen Dampfern warnen kann. Köln, 18. Febr. Laut der„Köln. Ztg.“ besagt eine Neutermeldung, daß Graf Bernstorff mit dem Staatssekretär Lansing eine Unterredung über den Zeitpunkt hatte, an dem die neuen Vorschriften für das Vorgehen deutscher Unterseeboote in Kraft treten sollen. Der Botschafter erklärte, Deutschland beabsichtige nicht, die Personendampfer zu versenken. Lansing nahm diese Mitteilung mit Genugtnung zur Kenntnis, fügte jedoch hinzu, die deutsche Drohung warnungsloser Versenkung bewaffneter Kauffahrteischiffe eröffne die ganze Streitfrage über den Tauchbootkrieg aufs neue. Der Vergleich über den„Lusitania“=Fall könne nicht endgültig angenommen werden, bevor die Vereinigten Staaten Gewißheit erlangt hätten, daß nichts darin enhalen sei, das zu dem neuen Vorgehen im Unerseebootskrieg in Widerspruch stehe. Nach einer Havasmeldung aus Washington teilte Graf Vernstorff Lansing mit, daß Deutschland nicht die Absicht habe, Ueberseedampfer zu zerstören. Lansing bemerkte, daß hierzu eine amtliche Erklärung Deutschlands wünschenswert sei. Zu den deutsch-amerikanischen Verhandlungen. Köln, 18.Februar. Der„Köln. Zig.“ zusolge meldet Reuter aus Washingion unterm 17.: In Regierungskreisen ist man der Ansicht, daß infolge der deutschen Denkschrift über bewaffnete Kauffahrteischiffe die Vereinigten Staaten und Deutschland wieder auf den Standpunkt zurückgelangt sind, den sie in den ersten Tagen des Tauchbootstreites einnahmen, als die Regierung der Vereiniglen Staaten ohne Vorbehalt für die Beobachtung der Gesetze der Menschlichkeit in dem Scekriege eintrat. Eine andere Meldung lautet: Staatssekretär Lansing teilte dem Grafen Bernstorff mit, daß die deutsche Formel für die Beilegung des„Lusitania"-Streites für die Vereinigten Staaten annehmbar sei, infolge sie diesen besondeFall betreffen. Er erbat sich jedoch von Deutschland die Versicherung, daß es sein Vorgchen bei der Verienkung bewaffneter Kauffahrteischiffe nicht auf Postdampfer ausdehnen mürde, auch nicht, wenn diese zu Verteidigungszwecken bewaffnet sein sollten. Das Gesamtergebnis des U-Bootkrieges bis zum heutigen Tage ist die Vernichtung von 613 feindlichen Handeisschiften mit 1 245 116 Brutto=Registertonnen Gehalt. Ein einzelnes Boot hat als Rekordleistung die Versenkung von nicht weniger als 69 feindlichen Handelsschifsen mit einem Raumgehalt von 132 170 Brutto=Registertonnen Gehalt erreicht. Dieses Boot, dem das Kriegsglück besonders hoid war, hat unter anderem bei einer einzigen Unternehmung 27 feindliche Schiffe mit 74 204 Brutto=Registertonnen versenkt, eine Tonnenzahl, die beiläufig die Tonnage der durch S. M. Schiff „Emden“ in mehreren Monaten vernichteten feindlichen Handelsschiffen übersteigt. Das Geheimnis von Belfort. Berlin, 18. Jebruar. Nach einer Meldung des„Lokalanzeiger“ aus Genf wurde den in Paris eingetroffenen Beiforter Flüchklingen jede private Auskunft über die Art und den Umfang der durch das Bombardement verübten Schäden strengstens untersagt. Alle von nichtamtlichen Personen in Belfort und Umgegend gemachten photographischen Aufnahmen wurden beschlagnahmt. Der Feldzug in Kamerun. Haag, 18. Februar. Reuter meldet amtlich: Das Kriegsministerium teilt mit: Der Feldzug in Kamerun ist in der Hauptsache erledigt. Die Eroberung Kameruns ist mit Ausnahme einer abgelegenen Stellung beim Maraberg vollzogen. Die französischen Truppen haben die Grenze im Osten von Baoa abgeschlossen. Die Campa=Kolonie hat nur noch wenige Meilen vorzugehen, um die Seeküste abzuschneiden. Der deutsche Befehlshaber Zimmermann beab sichtigt, auf spanksches Gebiet zu gehen. Der militärische Erfolg der Zeppelinangriffe. Im„Vaderland“(Haag) vom 8. Februar schreibt ein Sachverständiger: Im ganzen schätze ich die Zahl der Opfer der letzten Zeppelinangriffe gegen England auf 600, und nun schimpfen die englischen und auch einige niederländische Zeitungen die Deutschen„grausame Hunnen" und fragen, welchen Zweck es hat, wehrlose Bürger zu töten. Angenommen, daß es den Deutschen nicht gelungen wäre, auch nur einen einzigen Soldaten zu töten, so hätten die An griffe doch ihren militärischen Wert, weil England dadurch gezuungen ist, eine große Anzahl von Soldaten über das Land zu verteilen, um zu verhüten, daß die Luftschiffe so niedrig fahren können, daß sie größere Treffsicherheit haben Anfänglich hatte England für diese Abwehr 30.000 Mann bestimmt. Die Zahl wurde jedoch auf 100 000 erhöht, und nach zuverlässigen Nachrichten soll noch eine weitere be deutende Vermehrung stattfinden. Hätte Deutschland die Luftangriffe auf England nicht gemacht, so könnten die Eng länder mindestens 100000 Mann mehr nach Frankreich schicken. Unzufriedenheit im Unterhaus. wtb. London. 15. Februar. Unterhaus. In der Adreßdebatte sagte Marks Sykes: Es ist erfreulich, daß die Verbündeten enger zusammenarbeiten wollen. Dasselbe ist aber auch für einzelne Ressorts in England nötig. Man müsse nicht zu optimistisch sein. Die allgemeinen Ergebnisse der Jeidzüge in Belgien, Serbien und Monkengro sind nicht so, wie wir wünschen. Der Sueszkanal wird bedroht. Die Lage in Mesopotamien ist nicht so. wie man wünschen möchte. Die Besetzung großer Strecken Frankreichs und Rußlands und die Jeppelinangriffe bezeichnen eine ernste und schlechte Lage. Nur gründliche Organisation kann die Dinge beisern. Das englische Regierungsiystem eignet sich für den Frieden, nicht für den Krieg. Es ist ein Syflem von Kompromissen und Jugeständnissen, die in Betrachtungen und Komiteedebatten enden und schließlich zu Untätigkeit. Unruhe und Unheil führen Wir debaktieren, der Feind beschließt, wir untersuchen. der Feind macht Pläne, wir sind erstaunt, der Feind handelt. Sir Cawley sagte, die Regierung müsse energischer handeln und künfig nicht„zu späl“ sein. Das Erfreulichste seit langer Zeit sei gewesen, daß die Entscheidungen des Generalstabs nicht mehr durch den Kriegssekretär bestätigt werden sollen. Die Nation sei mit der Kriegsleitung nicht völlig zufrieden. Eine englische Schlappe in Ostafrika. Haag. 18. Februar. Reuter meldet amtlich: Das britische Kriegsministerium teilt mit: Bei einer Erkundung, die unsere Truppen am 12. d. M. in der Nähe des Salata-Hügels (Deutsch-Ostafrika) unternahmen, um die Stärke der seindlichen Stellung festzustellen, ergab sich, daß der Berg befestigt sei und sich dort die Hauptmacht der deutschen Reserve befand. Unsere Verluste betrugen 172 Mann, wovon 139 der zweiten südafrikanischen Brigade angehörten, die hier in Deutsch-Oftafrika ihre Feuertaufe erhielten. Aus dem Reuterstil in verständliches deutsch übertragen besagt die Meldung, daß die Briten sich bei ihrem Angriff eine ganz empfindliche Schlappe zugezogen haben. Eine neue Verbandsanleihe in Amerika? Haag. 18. Jebruar.„Central Newz“ melden aus Nei Vork: Wie verlautet stehen die Iinauz=Abgeordneten Englands und Frankreichs zurzeit wieder in Verhandlungen mit den maßgebenden Finanzleuten der New Yorker Börse, um eine zweite Anleihe, diesmal im Betrage von einer Milliarde Dollar. in den Vereinigten Staaten unterzubringen. In Finanzkreisen glaubt man jedoch nicht, daß sich die Vereiniglen Staaten unter den jetzigen Umständen zur Aufnahme einer 1o hohen Anleihe bereit finden werden. Voraussichtlich dürste der Betrag der Anleihe, wenn eine solche überhaupt zustande kommt, bedeutend geringer ausfallen. Verhaftung eines schwedischen Majors in Baku. Kovenhagen, 18. Februar. Der schwedische Masor Prawitz. der bisher der persischen Gendarmerie angehörte, wurde auf der Rückreise von Versien nach Schwcden von den Rusien in Baku aus unbekannten Gründen verhaftet. Der schwedische Gesandte erhob in Petersburg Vorstellungen. Russische Truppenansammlungen an der schwediichen Grenze. Kovenhagen, 18„Februar. Finnische Reisende, die in Amea angekommen sind, erzählen, daß wieder bedeutende Truppenansammlungen an der finnisch=schwedischen Grenze staltfinden. Bei den Truppenversendungen mit der Eisenbahn ereignete sich ein furchtbares Eisenbahn-Anglück, bei dem über 100 Soldaten getötet wurden. Die Behörden verlangen den Paß beim bloßen Uebersiedeln von einer Gemeinde in die andere. Vom Tage. Ein Jahr Unterseebootskrieg. Berlin, 17. Februar. Einem in der„Morgenpost“ auus jachmännischer Feder stammenden Artikel anläßlich des Jahrestages des Beginns des U=Bootkrieges(18. Februar 1915) sind folgende Zahlen zu entnehmen: Kleine Mitteilungen. Englische Hetzartikel gegen den Grafen Bernstorff. Den Notenaustausch zwischen Deutschland und den Vereinigten Staaten von Nordamerika benutzt die englische Presse, um recht ausgiebig gegen den deutschen Botschafter Grafen von Bernstorff zu hetzen, dessen diplomatische Gewandtheit ihr schon lange Sorgen macht. Geradezu unverschämt ist ein Artikel im„Daily Telegraph“. Ausgehend von dem„Warnungs= und Schlachtruf" des Präsidenten Wilson zur besseren Landesverteidigung schreibt das Blatt:„Als erster Schritt auf dem Wege zur Peschaft wird immer dringender verlangt, die Regierung solle sich endlich darüber klar werden, wie sie von der deutschen Diplomatie mißbraucht wird. Obgleich dem deutschen#schafter allerhand Verfehlungen nachgewiesen sind, bleibt Graf Vernstorff immer noch in Amerika, aber nicht nur, weil er deutscher Botschafter ist, sondern weil er auch zugleich über die deutsch=amerikanischen Wähler und die deutsch=amerikanische Presse gebietet". Graf Bernstorff handelte von Kriegsbeginn an als Verschwörer gegen den Frieden der Vereinigten Staaten, indem er seine Botschaft zum Mittelpunkt der Anzettelung von Anschlägen, Aufruhr und Unruhen werden ließ und seinen Untergebenen erlaubte, gegen Amerikas Gesetze und Interessen zu arbeiten. Nach „New York Tribune“ habe er das alles getan, weil er überzeugt war, daß Wilson vorläufig nicht wagen würde, ihn zu stören. Er habe sich die politische Angst und Feigheit Wilsons seit acht Monaten zunutze gemacht, und die bisherigen Ereignisse hätten bewiesen, daß seine Berechnungen richtig waren. Ob Graf Bernstorff noch weiter die Interessen der Vereinigten Staaten zum Nutzen seines eigenen Landes schädigen dürfe, schreibt der„Daily Telegraph" weiter, hängt nur von der amerikanischen Regierung ab. Wenn Wilson, wie vielfach gehofft wird, endlich erkennen sollte, daß Deutschland nur mit ihm spielt, und Graf Bernstorff ausweisen würde, dann könnte er wohl auf seine Wiederwahl u. selbst ohne Unterstützung der Deutsch=Amerikaner. Brandkatastrophe im Brooklyner Hafen. Haag, 17. Februar. Reuter meldet: Im Hasen von Brooklyn(New York) wurden die großen englischenDampser „Bollen Castle" und„Pacific“ sowie etwa 20 kleinere Schifse und ausgedehnte Hafenanlagen durch Feuer vernichtet. Auf verschiedenen Schiffen explodierten die Kessel. Ueber hundert Pcisonen konnten sich nur dadurch retten, daß sie über Bord sprangen. 25 Mann vom Dampfer„Bolton Castie“ werden vermißt. Der Schaden beträgt über 1 Million Dollar. Nach einer Meldung aus New York sollen diese Nachrichten übertrieben sein. Die Schiffe sollen zwar beschädigt sein, aber wieder hergestellt werden können. Brandstiftung liegt nicht vor. Toronto, 17. Februar. Ein Feuer, das infolge einer Crplosion im obersten Stock des amerikanischen Klubs entstand, zerstörte das Gebäude vollständig. Eine Person ist tot. Man vermutet, daß Brandstiftung vorliegt. Sturmschäden und Hochwasser. Sturmflut in Hamburg. Hambura, 17. Februar. Die Sturmflut erreichte ihren höchsten Stand nachts zwischen 2 und 4 Uhr. Das über die Ufer gelretene Wasser des Hafens überschwemmte die in der Nähe gelegenen Straßen und trat in die Keller, aus denen die Bewohner flüchten mußten. Zahlreiche losgerissene Fahrjeuge trieben führerlos auf der Elbe umher. Die Feuerwehr war ununterbrochen tätig. um das Wasser aus den Kellern zu pumpen. Morgens ging das Wasser zurück. In Altona urar das Hochwasser in die Maschinenräume eines Elektrizl= tätswerkes gedrungen, was den Stillstand des Betriebes zur Feige hatte. Die Straßenbahn konnte erst morgens 9 Uhr in der gewohnten Weise verkehren. Menschenieben waren, soweit bekannt, nicht gefährdet. Sturmschäden am Niederrhein. Quisburg, 17. Februar. Der Sturm, der am Niederrhein in den letzten Tagen tobte, hat sich zu einein schweren Orkan ausgewachsen und schwere Schäden zur Folge gehabt. So wurde der elektrische Krahn, der am Rhein sür das Eisenmerk„Kraft" die Schiffe entleert. von seiner großen#öhe herubgeschleudert und riß im Fallen zwei andere unter ihm besindliche Krähne mit in die Tiefe. Der Krahn war wegen seiner außerordentlichen Höhe am ganzen Niedrrhein„der Zeppelin" benannt. Bei der Friedrich-Alfred-Hütte in Rheinhausen wurde ein Dach abgedeckt. Es durchschlug beim Herabfallen verschiedene Starkstromleitungen, so daß beträchtliche Betriebsstörungen eintraten. Auch in der Stadt Duisburg warde größerer Schaden durch Eindrücken zahlreicher Fensierscheiben usw. angerichtet. Das Hochwasser in Holland. wiv. Amsterdam, 18. Februar. Das Wasser im Ueberschwemmungsgebiet nördlich von Amsterdam ist wieder gestiegen. Der Bürgermeister von Amsterdam ließ beim Zolth nördlich des Hasens einen Notdamm anlegen. Bei Maci ist die Maas wieder über die Ufer getreten. wib. Amsterdam. 18. Februar. Infolge Sturmes sind die telegraphischen Verbindungen mit Deutschland gestör:. Lippisches. Tetmold, 19. Februar 1916. Unsere □ Helden. Der Ers.=Res. Jul. Schöning aus Detmold wurde auf dem östlichen Kriegsschauplatze für bewiesene Tapferkeit mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse dekoriert und zum Unteroffizier befördert. Das Lipp. Kriegsverdienstkreuz ist dem Landwebrmen Ludwig Wißmann aus Detmold, Bahlhauserstraße, verlichen worden. Der Unterarzt Fritz Heise aus Salzuflen erhielt das Livvische Kriegsverdienstkreuz, nachdem er kürzlich mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet wurde. Mit dem Lipp. Kriegsverdienstkreuz ausgezeichnet wurde der Landwehrmann Wilhelm Hölscher aus Herberhausen. Die Fürstl. Livp. Kriegsehrenmedaille wurde dem freiwilligen Krankenpfleger Paul Pempeit, Sohn des Färbermeisters Pempeit aus Detmold, verliehen Ehrentafel. Die 10. Kompagnie des Inf.=Reg s. Graf Bülow v. Dennewitz(6. Westfälisches) Nr. 55 war auf dem vom Feinde stark bedrohten Flügel eingesetzt. Die Reserestellung, welche sie passieren mußte, wurde stark beschossen. Der Kompagne= führer wurde von einem Infanteriegeschoß verwundet. In diesem Augenblick sprang Unteroffizier Linne aus Aspe Lippe) vor und eilte mit dem Rest des Zuges über das freie Gelände in die vordere Stellung. Inzwischen hatten die vorn liegenden Kameraden den ersten Angriff bereits abgeschlagen. Die Kompagnie suchte sich in dem zerschossenen Graben so gut wie möglich zu decken. Der Unteroffizier Linne beobachtete durch einen noch nicht zerschossenen Spiegel die Vorgänge beim Feinde, und bald konnte er seinen Kameraden zurufen:„Sie kommen!“ Auch dieser Angriff wurde blutig abgeschlagen. In unmittelbarer Nähe des Unteroffiziers Linne platzten mehrere schwere Granaten und ver Rütteten ihn mit noch vier anderen Kameraden. Während dieser ganzen Zeit hörte das heftige Trommelfeuer des Feindes nicht auf. Linne konnte sich unter den Trümmern herausarbeiten. Von seinen Kameraden war nichts mehr zu sehen. Einen von ihnen hörte er unter den Trümmern sich bemerkbar machen. Mit verzweifeltem Mute und kameradschaftlicher Ausopferung machte Linne sich ans Rettungswerk, trotz der durch die Verschüttung erhaltenen Verwundung an Kopf und Brust. Bald hatte er einen Kameraden zu Tage gefördert. Das Auswerfen der Erde mußte der Feind bemerkt haben, denn noch stärker wie bieher setzte auf dieser Stelle das Artilleriefeuer ein. Mit Hilfe des befreiten Kamemden wurden noch drei weitcre vom sicheren Tode des Erstickens befreit. Die Lipp. Nationalstiftung für Hinterbliebene ist gestern begründet worden. Die bei Ausbruch des Krieges ins Leben gerufene„Nationalstiftung für die Hinterbliebenen der im Kriege Gefallenen“ hat es sich zur Aufgabe gestellt, in Ergänzung der Hinterbliebenen=Versorgung des Reiches, den Witwen und Waisen unserer gefallenen Helden eine Fürsorge angedeihen zu lassen, die den persönlichen Verhältnissen der Hilfsbedürftigen, sowie den Verschiedenheiten der örtlichen Lebensbedingungen, unter denen sie stehen, gerecht zu werden vermag. Das Arbeitsgebiet der Nationalstiftung ist mit Zusimmung der Bundesregierungen auf das ganze Deutsche Reich ausgedehnt worden. Nachdem die Satzung der Nationalstiftung jetzt festgestellt ist und das Präsidium der Stiftung in Aussicht genommen hat, den Beginn der Fürsorgetätigkeit nicht wie ursprünglich beabsichtigt war, bis zur Beendigung des Krieges hinauszuschieben, sondern sie schon in nächster Zeit aufzunehmen, schien es geboten, für die Arbeit der Nationalstiftung auch im iesigen Lande die erforderliche Organisation zu schaffen. Zu desem Zweck kam die Errichtung eines Landesausschusses sowie die von örtlichen Ausschüssen in Frage, welche in mögAnst enge Verbindung mit den staatlichen und kommunalen Verwaltungsbehörden zu bringen sein werden. Von der Vornahme von Sammlungen soll in der Ermägung, daß die bisherige Sammeltätigkeit für die unmittellaren Kriegsaufgaben möglichst nicht gestört werden soll, einsweilen noch abgesehen werden. Was aber nicht länger aufgeschoben werden durfte, war die Bildung des Landesausschusses und der örtlichen Ausschüsse, damit die Fürsorgetätigkeit auch bei uns ausgenommen werden kann und die Hilfsbedürftigen wissen, an welche Stelle sie sich zu wenden haben. Die für die erste dringende Hilfe nötigen Mittel werden voraussichtlich von dem Präsidium der Nationalstiftung überwiesen werden. Aus dem Lande selbst sind bisher durch freiwillige Gaben etwa 6000 Mk. aufgekommen und an die Nationalstiftung abgeführt. Die Besprechung über die Vildungd es Landesausschusses und von örtlichen Ausschüssen hat schon gestern nachmittag 4 Uhr stattgesunden. — Denkmal. Das heute vormittag auf dem Hofe der A#aerne I. Leopoldstraße, zur Ehrua der gefallenen 256er enthüllte Denkmal kann morgen von 111.—4 Uhr von der Zivilbevölkerung besichtigt werden. — Jugendwehrkompagnie Nr. 1. Am Sonntag, den 20 Februar fällt die Uebung aus, statt dessen Sonnabend, den 19. Februac 1916. abends 8 Uhr im großen Saale der Ressource Vortrag des Herrn Professor Dr. Kieser aus Essen „Wie hilft Deutschlands Jugend dem Vaterlande?“ Auch die Eltern und Freunde der Jungmannen sowie Jugendliche jeden Standes und Geschlechtes sind eingeladen. — Deutscher Jugenddank. Wir machen noch einmal auf den heute abend 8 Uhr im großen Saale der Ressource stattfindenden Vortrag des Herrn Professor Dr. Kiefer aufmerksam Kolonial-Vortrag. Wir weiten heute schon auf den am Montag, den 21. d. Mis., im Saale der„Ressource", abends 81. Uhr. stattfindenden Vortrag hin, welchen Missions=Pflanzuupsieiter Stolz aus Kyimbila halten wird. Herr Stolz war über 16 Jahre in Deutch=Ostafrika am Nyassassee tätig. hit Land und Leute gründlich kennen gelernt und mochte durch seinen Vortrag„Deutsche Kulturarbeit in Ostairika“ Interesse ud Freude an unterer wertvollsten Kolonie erwecken. Der Vortrag wird durch 60 Lichtbilder nach eigenen Aufnahmen erläuiert werden. Wir verweisen noch auf die Anzeige in der heutigen Nummer. Kirchliches. Die reformierte Stadtgemeinde hält morgen zum zweiten Male in der Kriegszeit ihre Missionsfeier Missionar Spies von der norddeutschen Missionsgesellschaft in Bremen wird morgens 10 Uhr die Festpredigt halten und ehends 6 Uhr aus der Arbeit der Missionare in der deutschen Kolonie Togo(Ostafrika) berichten. Jedermann ist herzlich eingeladen. — Wetteraussichten für Sonnabend, den 19. Februar: Vorübergehendes Nachlassen der Niederschläge; veränderlich, ziemlich mild. Der Verkauf grüner Heringe durch die Stadt am gestrigen Vormittag hat wieder, so wird uns geschrieben, zu Szenen geführt, die den Beweis erbringen, daß die Frauen in Detmold in ihrer übergroßen Mehrheit keinen Anspruch darauf machen, vernünftig handeln zu wollen und ferner den Beweis, daß der Magistrat sich den bei den öffentlichen Verkäufen gemachten Erfahrungen vollständig verschließt. Da es zußerordentlich schwer ist, die unvernünftigen Frauen zur Vernunft zu bringen, muß der Magistrat eben alles tun, was geeignet ist. die sich nun schon mehrfach wiederholten widerwärtigen Szenen zu verhindern. Wäre bei dem gestrigen Verkauf der grünen Heringe der aus Anlaß des Speckverkaufs gemachte Vorschlag nur annähernd beachtet worden, dann wäre sehr vieles vermieden worden. Alle Achtung vor dem Bestreben des Magistrats, milzuhelfen, die Lebensmittelversorgung der Bevölkerung zu fördern: es muß aber doch gesagt werden, daß bisher nach jedem Speck= usw. Verkauf die Unzufriedenheit größer war, als die Freude über die beschafften Lebensmittel. Die Gründe liegen darin, daß der Magistrat bis jetzt es nicht verstanden hat, einen solchen Vorrat zu beschaffen, der ausreicht, daß alle Haushaltungen etwas erhalten, oder aber die vorhandenen Mengen zu verteilen. Der Magistrat ist durch die Brotmarken doch genau unterrichtet über die Zahl der Konsu menten. Auch gestern wieder, obwohl ausdrücklich, vom Magistrat doch jedenfalls veranlaßt, in den hiesigen Zei tungen zu lesen stand, daß diesmal für„alle“ Fische vorhanden wären, und doch nicht, das hatte zur Folge, daß zuerst den Frauen eine größere Pfundzahl verabfolgt wurde. als von dem Augenblick ab, wo man feststellte, der Vorrat reicht nicht. Dieses gab natürlicherweise Anlaß zur Erregung der Frauen, die sich benachteiligt glaubten. Aber die Sache hat noch die Folgen, daß ein Teil der Bürgerschaft nun schon wiederholt das Glück hatte, von den Vorräten etwas zu erlangen, während ein anderer Teil bisher überhaupt noch nichts erhielt, und das ist der bescheidenere Teil, der es eigentlich am nötigsten hätte. Beim gestrigen Verkauf fing man mit einer Wage und zwei dienstbaren Geistern an. statt von vornherein mit mindestens drei oder vier Wagen das Auswiegen der gewünschten Mengen zu bewerkstelligen. Die gestrigen Vorgänge werden hoffentlich dem Magistrat endlich Veranlassung geben, die Lebensmittelversorgung von anderen als den bisherigen Gesichtspunkten zu betrachten und ihn veranlassen, darnach zu handeln. Bei der Kartoffelversorgung sind, die gleichen Mißstände hervorgetreten Während ein Teil der Bürger die Kartoffeln nach Aufforderung in gewünschter Zentnerzahl erhalten, hat ein großer Teil dieses nicht, und kann die Kartoffeln 20 Pfundweise sich holen. Solches muß aber vermieden werden. Die Bürger, die ihre Kartoffeln in den Keller geliefert erhielten, zahlten 3.70 Mark für den Zentner. Die Bürger aber, die jetzt alle paar Tage 20 Pfund holen müssen, zahlen 4 Pfg. pro Pfund. Das ist eine durch nichts gerechtfertigte Maßnahme, die der Magistrat sabald als möglich beseitigen sollte. Zu diesen unleidlichen Verhältnissen hat Schreiber dieses nur ungern Stellung genommen, es mußte aber geschehen. wreil die Bürgerschaft darunter zu sehr leidet, wenn auch sernerhin keine Aenderung und keine Abstellung der Uebelstände erfolgt. „„ Es liegen uns noch zwei weitere Zuschriften vor. die von der Erregung des gestrigen Taaes diktiert sind, deslalb aber auch besser ungedruckt bleiben. Rotes Kreuz. Gaben=Verzeichnis für die Zeit vom 1.—31. Januar 1916. Haussammlungen. Gemeinde Alverdissen 63.40 Mk., Gemeinde, Almena 102 Mk., Gemeinde Bega( Dezember) 122.70 Mk., (Januar) 161.90 Mk., Stadt Blomberg 150 Mk., Domänc Blomberg und Siekhof 74.70 Mk., Gemeinde Brafe 167.05 Mark, desgl. 149 Mk., Gutsbezirk Braunenbruch 20 Mk., Gemeinde Berterbagen 48.60 Mk., Stadt Detmold 2230.25 Mark. Gemeinde Donov(Dezember) 48.10 Mk., desgl. (Januar) 53.20 Mk., Gemeinde Escheubruch 44 Mk., Gemeinde Göstrup 90.55 MK., Vaterl. Frauen=Verein Heiligenkirchen=Verlebeck 216.13(zwei Trittel der Gesamtsumme Fromhausen=Hornoldendorf), Siadt Horn 146.30 Mk., Gemeinde Henstorf 198.50 Mk., Gemeinde Hiddesen 138.87 Mark(zwei Trittel der Gesamtsumme), Gemeinde Humfeld 277 Mk., Giemeinde Hasebeck 68 Mk., Gemeinde JerrenOrbke 35.50 Mk., Gemeinde Köterberg 5.95 Mk., Gemeinde Kluckhof 99.20 Mk., Gemeinde Lütte 40.35 Mk., Gemeinde Lüdenhausen 111.80 Mk., Stadt Lage 68.45 Mk. ein Zehntel der Gesamtsumme), Stadt Lemngo 111.50 Mk. (ein Zehntel der Gesamtsumme), Gemeinde Bad Meinberg 104.90 Mk., Gemeinde Niederschönhagen 14 Mk., Gemeinde Lettern=Bremke 17 Mk., Gemeinde Osterhagen 20 Mk., Zweigverein des Roten Kreuzes in Oerlinghausen 84.80 Mk., Gemeinde Remmighausen 46 Mk., Gemeinde Reelkirchen 101.15 Mk., Gemeinde Siebenhöfen 24.50 Mk., Gemeinde Sommersell 103.75 Mk., Gemeinde Silixen 139.40 Mk., Vaterl. Frauen=Verein Bad Salzuflen 27.13 Mk.(ein Zehntel der Gesamtsumme), Gemeinde Tintrup 70 Mk., Gemeinde Trophagen 24 Mk., Gemeinde Vahlhausen 25.10 Mark, Gemeinde Varenholz 11.75 Mk., Gemeinde Wierborn 35 Mark. Spenden. Aus Diestelbruch 1.67 Mk., aus Detmold 72.94 Mk., aus Falkenhagen 5 Mk., aus Hiddesen 1 Mk., aus Lage 2 Mk., aus Pottenhausen 3 Mk., aus Stemmen 8 Mk., von der Schule in Talle 7 Mk. 2. Rekruten=Depot 21.96 Mk., Kriegslassen=Assist. Oskar Daletzky 2 Mk., Landwehrmann Gustav Kehmeier 5 Mk. Bad Salzuflen. — Vom Bade. Im Fürstlichen Kurhaus=Saale konzer viert morgen, Sonntagnachmittag und abends, die Kapelle des 2. Ers.=Vat. 4. Magdeb. Inf.=Regts. Nr. 67(Lemgo) unter Leitung des Musikmeisters Herrn Gust. Höfer. Die nächsten Konzerte finden Mittwoch, den 23. Februar, statt. — Bildungsverein Bad Salzuflen=Schötmar. Herr Schriftsteller Peters aus Berlin=Neuenbagen, der Vorsitzende des Bundes für deutsche Volkskraft, wird am Freitag nächster Woche nach hier zu einem Kriegsvortrage kommen. Er spricht über das zeitgemäße Thema:„Volk. Volksseele und Heldentum im Kriege“. Herr Peters ist ja durch seine in Detmold mit großer Begeisterung ausgenommenen Vorträge im Lipperlande kein Fremder mehr; als ausgezeichneter Volksredner versteht er es, die Zuhörer durch seine fesselnden Vorträge förmlich hinzureißen. Allen Mitgliedern sei deshalb bringend empfohlen, sich diesen Genuß nicht entgegen zu lassen, zumal der Eintritt für Mitglieder frei und es der letzte Vortrag in diesem Winter ist. Als Vortragslokal wird die Aula der städtischen Realschule dienen. Das Nähere wird noch bekannt gegeben. Horn. — Jugendwehr Nr. 6. Sonntag, den 20. Februar, große Geländeübung der Jugendkompagnie Nr. 6 Horn und der Jugendkompagnie Nr. 12 Bad Meinberg gegen die Jugendkompagnie Nr. 5 Blomberg. Antreten der Kompagnie 6 in Harn am Südtor 1,15, anschließend Marich nach Meinberg, dortelbst Vereinigung mit Kompagnie 12 und Abmarich 2.30 gegen den Feind. Radfahrer treten mit an. Rückkehr gegen 7 Uhr abends. Blomberg. — Das Fest der Silberhochzeit feiert am 22. Februar das Chepaar Fabrikarbeiter Hermann Kuhlmann. Herzlichen Glückwunsch! Amt Blomberg. Erdbruch, 18. Februar. Das Fest der silbernen Hochzeit feiert am 21. Februar das Ehepaar Ziegelmeister H. Tölle in Westhofen bei Köln. Die besten Glückwünsche aus der Leimat. Amt Schötmar. Sylbach, 19. Febr. Morgen, Sonniag, den 20. Febr., wird Missionsschwester Frida Wolf Hunecke im Saale des Gastwirts Tasche um 4 Uhr einen Vortrag halten über ihre Erlebnisse in der Mission in der Türkei, besonders in Armenien. Jedermann is freundlichst eingeladen. Lockhausen, 17. Februar. Das Gute bricht sich Bahn! Der eine sagis dem andern. Infolge dieser unenigeltlichen Reklame, hat es auch Herr Schmiedemeister Quest von hier versianden, sich einen Weltruf zu erwerden. Herr O. behandelt namlich bereits seit Jahren mit bestem Erfolg den Hufkrebs bei Pferden. Hunderte von hufkrebskranken Pierden sind von ihm in den letzten Jahren gesund ihren Besitzern wieder zugeführt worden. Herr Q. hat stets 4—5 kranke Pferde auf dem Stalle, und wer sich für die Sache interessiert, der mag seine Schritte zur Lockhauser Schmiede ienken wo man alles Nähere über die Behandlung erfahren kann. Die tierärzeliche Hechschule in Hannover hat sich ebenfalls wiederholl von der Leistungsfähigkeit des Herrn O. überzeugt, indem sie ihm hufkiebskranke Pferde zur Heilung überwies und zwar Tierc, die derart von der Krankheit befallen waren, daß sie kaum mehr auf den Füßen stehen konnten. Sie sind aber nach Verlauf von 3 4 Wochen geheilt der Hochichule wieder zuscführt vorden. Eine Leistung, die für die Herren Gelehtten nech ein R#atsel bildet.— Der eine sagts dem andern, und so kemmt es, daß aus aller Herren Ländern kranke Pferde der Lickhauser Schmiede zugeführt werden Amt Oerlinghausen. Oerlinghausen, 19. Februar. Wie wir in Erfahrung bringen, haben die Leinenwebereien Carl Weder& Co. G. m. d. H., Oerlinghausen, Pivitsheide und Issekhorst(Westf.) ihr eingetragenes Stammkapital auf Mark 1 600 000 erhöht. — Das Werk Ploitsheide ist kürzlich durch Ausstellung einer neuen Kraftanlage erweitert worden, sodaß für eine Vergrößerung der dortigen Anlagen vorgesorgt ist. In Isselberst sind Neubauten für die Bleicherei und Appretur im Vorjahre errichtet worde. An den Gräbern von fünf Krmierungssoldaten. Von##d. A. Sie waren treue Soldaten Und haben in Fels und Sand Gedient mit Hacke und Spaten Dem lieben Vaterland. Gleich ihren Kameraden Hat für des Vaterlands Not Des Kaisers Ruf sie geladen— Sie starben den Heldentod! Sie starben für Deutschlands Ehre! Und wenn man in Zukunft spricht Vom Heldenkampf unserer Heere, Vergißt man auch ihrer nicht. Gottesdienste in Detmold. Sonntag, den 20. Februar 1916. Missionsfest. Reformierte Stadtkirche. Vormittags 10 Uhr: Missionar Spies. Abends 6 Uhr: Missionar Spies. In den Gottesdiensten wird eine Sammlung für die Norddeutsche Mission erhoben. Alte reformierte Kirche. Frühkirche 8½ Uhr: Pastor Theopold. Vormittags 10 Uhr: Pastor Brüns. Nachmittags 2 Uhr: Kindergottesdienst. Lutherische Kirche. Vormittags 10 Uhr: Hauptgottesdienst. Pastor Scheumann. Nachmittags 2 Uhr: Kindergottesdienst. Abends 6 Uhr: Abendgottesdienst mit anschließender Abendmahlsfeier. Pastor Jahr. Landkrankenhaus. Vormittags 9 Uhr: Pastor Meyer. Kirchliches Gemeindehaus in Bahlhausen. Vormittags 10 Uhr: Kandidat Kramer. Evangelisches Vereinshaus. Donnerstag, den 24. Februar, abends 81. Uhr Bibelbeiere. chung. Evangelische Gemeinschaft, Mühlenstraße. Vormittags 10 Uhr: Prediger Drews, vormittags 11¼ Uhr: Sonntagsschule.— Donnerstag, abends 8½ Uhr: Kriegsbestunde. Gaben für Lodz. Es ist Glegenheit, für die Armen und Elenden der deutschen Gemeinde zu Lodz, die über hunderttausend Seelen zählt, Galen mitzugeben. Da sich dort junge Mädchen gesunden haben, die aus allem noch etwas zurechtnähen und zurecht zuflicken verstehen, so wird jede abgelegte Sache angenommen, wie Sommer= und Winterkleider, Wäsche, Strümpfe, Hüte und Eßwaren. Bis einschließlich 1. Wärz nimmt Gaben entgegen: Frau Hilde Zwick, geb. v. Rodewald. Detmold, Garsenstroße 18. Briefkasten. B. 100. 1) Eine solche Verordnung ist in der Tat erlassen. Ein Cinjährig=Freiwilligenschein wird jetzt im Kriege nach längerer als einjähriger Dienstzcit nicht mehr erteilt. 2) Einen gesetzlichen Anspruch auf einen Orden haben Sie nicmals. Daß Ihnen aber nehen dem Eisernen Kreuz und dem Lippischen Kriegsverdienstkreuz auch das Oldenburger Friedrich August=Kreuz verlieben wird, ist wohl ausgeschlossen. Lassen Sie sich durch Ihre militärischen Vorgesetzten beim Militärkabinett in Oldenburg für dasselbe in Vorschlag bringen. Nach G. 4306. Geschwister sind nicht Pflichterben, die bedingungslos zur Erbfolge berufen sind. Sie können nach dem Gesetz durch Testament von der Erbschaft ausgeschlossen werden. Dagegen, daß Ihr unverheirateter Bruder der Schester alles und Ihnen nichts vermacht hat, läßt sich also leider nichts tun. Verantwortlich für den redaktionellen Teil: u. B.: Max Staercke. für den Reklame= und Anzeigenteil: Wilhelm Brand. Druck und Verlag der Meverschen Hofbuchdruckerei. Sämtlich in Detmold. Holzverläuse in den Fürstlichen Forsten. Obertörsterei Schieder. Am Dienstag, den 22. Februar 1916, morgens, soll in der Albert'schen Gastwirtschalt in Schieder naubenanntes Holz öffentlich meistbietend verkauft werden I. Schutzbezirk Schieder: Distr. Oberes Hasselbolz 14. Eichen: 3 rm Kloben ungek Stammbolz. Buchen: 270 rm Kloben 63 rm Knüppel Nr 125 b6 257 und 8 im Klob. ungek. Daj. 155: Eichen: 9 rm Klob. ungek. Stammholz) Buchen 3 rm Rutzscheite, 37 im Klob. und 6 rm Knuppe ungek. Distr. Kahlenbera 8b und 7c.: Buchen: 16,5 rm Klob. ungek. 10 rm Astreisig Eschen: 2 rm Klob. ungek. Nr. 236. Distr Trockenanger 6g und d. Buchen: 6 rm Klob. gek. und ungek., 14 rm Knüpp., 150 rm Astreisig. Distr. Pferdekämpe 9 d. Eschen: 1.5 rm Kloben ungek. 2 Hausen. Distr. Untere# Hasselholz 20 b Eichen: 3 rm Klob. ungek Stamm= holz Buchen 32 rm Kloben ungek. Distr. Hallenberg 11b Eichen: I im Kloben ungek., Buchen: 17 rm Knüpp und 3 rm Kloben ungek Distr. Bäckerhau 12 a Buchen: 23 rm Kloben ungek., 6 Astreisighausen. II. Schutzbezirk Lothe: Forstdistr. Benner7 und 119 b Eichen: 1 rm Kloben ungek Lärchen: 18 rm Kloven ungek.(Stammholz). „I½I. Schutzbezirk Elbrinxen. Forstd. Eichwald 90b in der Rahe der Försterei. Eichen: 6 Sick Eichen=Rutzholz mit 18,01 sm. IV. Schutzbezirk Glashütte. Distr. Herlingsburg 30 a, 32 c, 1 Sick. Fichten=Nutzh. mit 1,37 fm, 1“ rm Eschen=Kloben ungek. Distr. Sandkuhle 28 e g chen: o rm Rutzscheu., 5 ½ rm Kloden ungekürzt 195 rm Astreisig. Distr. Erdbeerberg 25e Buchen ###n Klohen, 250 rm Durchf.=Reisig. Distr. Grenze 26 c Buchen: 100 rm Durchs.=Reisir, Lärchen IE Sg gnzt., Distr. Heinberg 38 be, 406, 41 d. 39cd Eichen: 4 rm Nutzscheite, 1 rm Kloben ungek, Buchen: 21im Rutzscheite 63 rm Kloben ungek., 61 rm Kloben gek., 120 rm Astreisig. Distr Hainberg 36e Eichen. 2rm Klod. ungek., Buchen ca. 3 r. 10d, unge., 180 rm Klob. gek., 50 rm Knüpp., 230 rm Astreisig. 7296 Oberförserei Verlebeck. Am Donnerstag, den 24. Februar 1916 morgens 11 Uhr, soll im Forsthause zu Hartröhren nachbenanntee Holz zfentlich meistbietend verlauft werden: l. Aus dem Schutzbezirk Hartröhren: Förster Kruel. 1. Röschensschlucht 35 b: 7 buchen Astreisighausen Nr. 125—131. 2. Liemstucken 54b: 5 Kiesern Durchforstungshausen Nr. 69 bis 73. 3. Hartröhren 51 c und e: 117 rm buchen Kloben und#nüppel Nr. 1 bis 64; dasselbe steht gut zur Abfuhr. 4. Sternbeigsloch 52 a; 50 rm buchen Kloben und Knüppel von Nr. 65 an: steht auch günstig zur Abfuhr II. Aus dem Schutzbezirk Hirschberg: Förster Kruel 5. Tristengrund 43 b: 280 im buchen Kloben und Knuppel von Nr. 48 an. 6. Hohnei 32 a: ca. 6 rm Eschen Kuuppel. 7783 Spieiplan vom 18.-21. Febr. 191#. 5 Die Schwalben. Na uranfnahme. Für den Kommunalverband der Aemter Tetmold, Lage und Horn sind nur die Händler Brenner in Müssen, Schafmeister in Waldheide, Heinrich Rott mann Nr. 22 in Hörstmar und Fellensiek Nr. 12 in Waddenhausen berechtigt, Kartoffeln im dies seitigen Verwaltungsbezirke aufzukaufen. 7846 Detmold, den 18. Jebruar 1916. Fürstliches Verwaltungsamt. K. Piderit. Wir zeigen hiermit solgendes Buch an: Die devische Miltärersorgung Krieg und Frieben. U. a.:„Was hat der Soldat an Kriegs= und Verstümmelungszulagen zu beanspruchen?" usw. Ausgabe A(für Offiziere) 0.65 Mi „ B(für Mannschaften) 0.65„ Bestellungen nimmt enigegen Mepersche Hofbuchhandlung Detmold. Hermannstr. 29 EineFrau auf Pump gesucht Eine lustige Geschichte, veranlaßt durch Onkel Caswir aus Amerik, Der herrenlose Hund. Humor. * Die Rache des Mestizen. Wildwes Drama * Amer und der Pfandschein. Humor. Ein epannendes Drama. 3 Akte. Die Rächerin. In Verbereitung vom 22.—25. Fobruar 1916: Die Bestien des Oschungels. Spannendes Wildwesl-Drama. Gesucht für ein alteres engar nach Lübeck emne perlekte 7791 Köchin mit auten Zeuanissen, die auch Hausarben übernimmt. sowie ein erjahrenes und gewandtes Hausmäöchen. Schriftl. Angevole an Frau H. Crdwell Rielefeld am Soareno.8 unges Mädches zur Schreibmaschine und Kontorarbeiten aur sofor gesucht. 77203 Alb. Lauermenn (6 m v. H. Ziegelmeister gesucht! 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M., vormitlega. 10 Uhr. Beerdigung in Barntrun. vom Lemgoertor aus am selben Tage. nachmillags 3 Uhr Todes-Anzeige. Statt besonder. Heute nachmittag 4 Uhr entschlief sanft in dem Herrn nas': langem, mit großer Geduld ertragenem Leiden unsere innigstgeliebte Tochter,-chwester, Schwägerin und Tante Gretchen Gottschalk im Alter von 28 Jahren. Bad Salzutien, den 17. Febr. 1916 San.-Rat Dr. Gottschalk u. Frau geb. Strauß Karl Krecke u. Fran, geb. Gottschalk Lotte Krecke. Die Beerdigung findet am Montag. den 21. d. M., nachm 4 Uhr, vom Trauerhause aus statt. Trauerteier 3¼ Uhr.(7796 Von Beileidsbesuchen bitten wir absehen zu wollen. Todes-Anzeige. Heute morgen um 11 Uhr enlschlief sanit nech kurzer. schwerer Krankheil mein innigslgeliebler, einziger Sohn Albert Lehrer an der Schule zu Asemissen. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen zeigi dies an A. Kleg. Brake, den 18. Februar 1910. Die Beerdigung findel Monlag. den 21. d. M., nechmitlags 3 Uhr. in Brake stall Danksagung. Herzlichen Dank sagen wir allen. die uns be m Tode unseres lieben Sohne; und Biuders ihre Teilna me bewiesen haben; insbesondere danken wr Hienn P’astor König für seine trostreiche Rede, der Abordnung der Sanität-kolonne und den verwundeten Kriegern des Er. Vereinshauses, die ihrem Kamcraden und Pfleger das Ehrengeleit gaben und ihm prächtige Kränze gest itet hatten, sowie allen anderen für die überaus reiche Kranzepends. 5778 Fritz Hagemeister und famile Flammenkaup bei Meinberg, den 19. Februar 1916. Deutscher Jugenddank. Vortrag von Herrn Gomnastalbroseffer Dr. Kieser Sonnabend, 19. Febr., abende 8 Uhr im groten Caale der Ressource: „Wie bllft Deutsehlands Jugend dem Vaterlande“? Jugendliche jeden Standes und Geschlechtes von eiwa 16 Jahren ab, sowie deren Eltern und Freunde sind berzlich eingeladen. 67717 Eintritt srei! Keine Sammlung! Bekgnntmachnug. Die Staats= und Kommunalsteuern in der Stadt Detmold für das IV. Bierteljahr 1915/16 find bis aum 3 März 1916, vormittags von 8½—1 Uhr, aus dem Rathause Zimmer Nr. 1 zu entrichten. Zur Vermeidung des übermätzigen Andrangs auf der Hebestelle wird empfohlen, die Sieuer möglichst bald zu bezahlen, da erfabrungsgemäß in den letzten Tagen ein bei der Abfertigung n Warten längeres . der Abfertigung nicht zu vermeiden ist. Detmold, den 1. Fedruar 1916.(7358 Der Maaistrat. J. B. Biermann Bekanntmaebung. Diejenigen Einwohner mit einem Einkommen von 1000 Mk. und weniger, die geneigt sein würden, Milch zum Preise von 20 Pia. für das Liter täglich von einer auf Kosten der Siadt im Hause Marktvlatz Nr. 2 ein zurichtenden Verteilungsstelle käuflich abzubolen. werden ersucht. sich schriftlich oder mündlich auf dem Zimmer Nr. 8 des Rathauses bis zum 22. d. M. zu melden. Detmold, den 18. Februar 1916. 7788) Der Maaistrat. J. B.: Biermann. vom Pflanzungsleiter A. Stols aus Kymbila, Deutsch-Ostafrika, über Deutsche Kulturarbeit in Ostafrika mit zahlreichen Lichtbildern nach eigenen Anfrehmen 47751 Mentag, den 21. Februar, abends 8½ Uhr im Saaie der Ressouroe. Eintrittspreis 50 Pfennig. Schüler 30 Pfenrig Städtische Realschule zu Bad Salzutlen. Das neue Schuljahr beginnt am Donverstag, den 27. Cpril 1916, vormittags 8 Uhr. Die Aufnahmeprüfung für die 6l. Klasse finder am Montag. den K April. von vormittags 8 Uhr an slatt. Gefordert wird Gewandtheit im Gebrauch der lateinischen Schrift: im Deutschen Kennt nis der R.chtschreibung. Wortarten und Hanptsatztel’e und Fertigkeit Im Deklinieren und Koniugi ren: im Rechnen ausreichende Vertrautheit mit mit den SGrundrechnungsarten. Die Aufnahmeprüfungen für die übrigen Klassen findet am Mittwoch, den 26 April. von vormittags 8 Uhr anstatt. Schriftliehe Anmeldungen nimmt der Unterzeichnete jederzeit entgegen, mündlich jeden Vormittag(ausser Sonntagel bis 1 Uhr im Anstaltsgebände. 777: Der Stellvertretende Direkter: Prof. H. Gedicke. Pädagogium zu Bad Pyrmont Privat=Realschufe(Kl. VI—II, erteilt Einjäbrigenzengute bisder 8811. Oster= und Herbstversetzung. Gute Verpflegung und Aufsicht. 67771 Die General=Versammlang der Krankenkase(Ersatzkasse Diestelbruc) findet am Conntag, den 5. März d. J., nachmittags 4 Uhr, statt. Tagesordnung: 1. Rechnungsablage. 2. Wahl des Vorstandes und des Aufsichtsrats. 3. Verschiedenes. Diestelbruch, 26. Januar 1916.(7184 Herzog, Vorsitzender. General=Versammlung ür die Mitglieder der Ziegler=Krankenund Unterstützungskasse Haustenbeck (Ersatzkasse) findet statt am Sonntaa, 22. Februar nachmittags 3 Uhr, im Oesterhaus' schen Saale. Tages=Ordnung: 1. Rechnungsabnahme. 2. Wahl für die ausscheidenden Vorstands= und Aufsichtsrats=Mitglieder. 3. Verschiedenes.(7240 Haustendeck, den 26. Januar 1916. Fr. Mohrmand. General=Versammlung der Zieater=Vereins=Krankenkasse Brakelsiet findet statt am Sonntag, 19. März 1916, nachmittags 3 Uhr, im Saale des Gastwirts Berkenkamp. Tages=Ordnung: 1. Rechnungsabnahme. 2. Wahl des ausscheidenden Vorstandes und Aufsichtsrates. 3. Verschiedenes. 6733 Der Vorstand. Hermann Müller Spezialgeschäft für sämtl. Militärbedarts-Artikel. Dauptgeschäfte: Detmold Paderborn gegenüber der neuen Na serne 131. Tepvon 96. Westernstraße 30, gegenüber dem Postamt. Ständiges Lager von über 200 Cifiziers=Degen und Säbeln. Iui=Extra=Seitengewebren 2c. rc. alle Art in vorschrittsmäßiger Ausführung. 70558 Heede, Flachs und Wolle, die sich zum Verspinnen eignen, sendet man am „ besten an die * Weberei C. W. Kohmann in Hameln. Soinnlohn für 1 Ei. Heede= u. Fla##sgarn allerbeuer Qualität nur 30 Pfennia. Für 1 Pfund Wolle nur 50 ufennig. 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Der Preis würde bei Abbolung vom Gülerbahnhof etwa 24,70 Mk. für den Zentner be tragen. Vserdebesiver, die die Absicht haben, von diesem Jutter eine Menge von mindestens 75 kg zu eiwerden, ersuchen wir, uns eine seste Bestellung möglichst um gebend angeben zu lassen. Auch Bestellungen von aus warts Wohnenden werden nach Möglichkeit berücksichtigt werden. Es wird gebeten. die Bestellung so ein zurichten, daß sie 75 hg oder ein Vielfaches dieser Menge dar stellt Wir setzen voraus, daß die Bestellung auch für den Fall gilt, daß der Preis von der liefernden Fabrik um 10 bis 20 v. H. erhöbt sein sollte. Detmold, den 18 Nebruar 1916. 787 Der Magiurat. J. B.: Biermann. Nach den bisberigen günstigen Ergebnissen der milt tärischen Vorbereitung der Jugend ist es erwünscht, daß in erster Linie die bei den Musterungen für tauglich Besundenen und die wegen körverlicher Fehler Zurück jestellten für die freiwillige Teilnahme an den Uebungen ur militärischen Vorbereitung der Jugend gewonnen werden, um den Körver zu kräftigen und zu städlen und dadurch auch die Ausbildung als Rekrut zu erleichtern. Hierbei wird jedoch darauf bingemiesen, daß eine Teilnahme Jugendlicher unter 16 Jahren nicht er wünscht ist. Jungmannen, die bei den nächsten Musterungen eine Beschemnigung über regelmäßige und erfolgreiche Tei nahme an der Vorbereiung vorweisen, können Wünsche auf Einstellung in einen Trupventeil derienigen Wafse, für die sie ausgeboben sind, äußern. Ein Anspruch auf serücksichtigung kann jedoch vieraus nicht bergelei#e## werden. Die Entscheidung steht vielmehr lediglich dem Militärvorützenden der Ersatzkommission zu. Detmold. den 15. Februar 1916. 7718. Königliches Bezirks kommande. Bekanutma chung Die Hausbaltungsvornände merden wiederbolt darauf aufmerksam gemacht, daß die anlaßlich des-chmalzverkaufs ausgegebenen Ausweiskarten dauernd aufdube wadren sind, da nur gegen deren Vorzeigung in näteren Fallen stadtische Waren(namentlich Schinken, Speck, Dauerwurst und Zeu) verabfolgt werden. Da bei gewissen Waren die Abaabe von einem geringeren Einkommen abbangig gemacht werden wird, empfieblt es sich, gelegentlich der Steuerzablung den Steuerlas auf der Ausweistarte von der Sieuerkasse vermerken zu lassen. 63 Detmold, den 17. Jebruar 1916. Der Magistrat. J. B.: Biermann. Bekanatmachung. Es wird hiermit darauf ausmerksam gemacht, das die nächsten Staatssteuer=Gebetermine wie solgt im biesigen Ratbause Zimmer 5( Meldeamt) stattsinden: Hausnummer 1—140: Montag, den 21. Februar „ 141—250: Dienetaga, den 22. Februai von„ 251 an: Mitmoch, den S. Februar. Horn. den 14. Jebruar 1916 7786 Der Magistrat. Spelge. Beharatmachung. Die 10. Kleieverteilung findet am Montag. den 21. Februar, nachm. von 1— 3 Uhr für Bezirk C' „„„„ 3%-5½„„" D am 22.„„„ 1—3„„„ B. ino„„„„ 3%— 5½„ f. Bezirk A statt. Als Anteil entfallen auf 1 Ziege 700 g, „„„„ 1 Schwein 1410„ „„„„ 1 Pferd 2100„ „„„„ 1 Rind 2800„ Horn, 15 Februar 1916. 47780 Der Maaistrat. Spelge. Sparkasse Lemgoslla Mürdelsicher Mundelüicher sIIu unter Garantie der Stadt Lemao. Reichsbank-Gire-Heate. Pestscheak-Koate Nr. 1148 Haanever Filialen in: Almena: Kau:mann AlbertHausmann Laugenholzhausen: Fritz Brandt Annahme von Spareinlagen## Verziiung vom Tage der Einzallung bis zum Tage der Rückza lung. 815 Annahme von Bepeailengeldern. Kentekerreat- und Gire Verkehr.— Ausleihans ven Kapitallen zu zetgem. kulanten Bedingungen.— Ueberveisungsverkehr inn den Kassen des deutschen Sparkassenverbandes.— Ausgabe ven Heinsparkassen.— Vermietung von Sehrankiäe ern Safes1. Verwaltung der Sparkasse. 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