Herner ###E Druck u. Verlag: Koetbers& Röttsches. Herne. Bebelsir. 8. neben der Hauptpost Erscheint taglich mit Ausnahme der Sonn= und Feiertage. Bezugspreis wöchentlich 60 Pfg. frei ins Haus gebracht. Postscheckkonto: Dortmund 1907 Beizantwortlich für den redaktionellen Teil: Dr. Leo Reiners. für den Anzeigen- und Reklameteil: Carl Bartels, beide in Herne. Kreisanzeiger für den Stadtkreis Herne Sodinger Anzeiger Gerther Anzeiger Amtlich beglaubigte Abonnentenz ahl Jeder Adonnent nebst Ebefrau ist gemäß den Bedingungen mit Mark 250.— versichert, wenn durch einen Ansall der Tod oder Ganzinvalidität einteitt. Anzeigenpreise: 1 mm Raumhöbe lokal 7 Pfg., auswarts 8 Pfa., Arbeitsund Wohnungsmarkt 5 Pfa. 1 mm Raumhöhe, im Reklameteil 30 Pfg. Der aus die Inserate eingeräumte Nachlat oder Kassaskonto wird bei Konkursen und gerichtlicher Klage hinfällig. 7 Fernsprech-Anschluß: Sammel=Nummer 52541# Telegramm=Adresse: Anzeiger Herne. Nr. 186(Erstes Blatt) Samstag, den 10. August 1929 25. Jahrgang Mit 185 Kilometer Geschwindigkeit über den Atlantik „Graf Jeppelin“ hat von Lakehurst bis zum Aermelkanal nur 42! Stunden gebraucht Friedrichshafen hört das Luftschiff Friedrichsbasen, 9. Aug.(Telegr.) Bei der Friedrichshafener Werst ist bis gestern nacht nur ein Bordtelegramm des„Graf Zeppelin“ mit Standort 8. August, 1 Uhr nachmittags ME3, auf indirektem Wege eingegangen. Während die Funkstelle des Luftschiffbaues Zevpelin, die bekanntlich über ein Kurzwellengerät verfügt, bei der Abfahrt des Luftschiffes nach den Vereinigten Staaten die Funkzeichen der Bordstation aus verschiedenen Gründen überhaupt nicht empfangen konnte, gelang es ihr gestern gegen 21 Uhr, das Schiff zu bören, als es mit einer amerikanischen Funkstation in Verbindung stand. Der Emofang war diesmal ausgezeichnet. Da im Laufe des Abends starke atmosphärische Störungen auftraten, konnte der weitere Funkverkehr des„Graf Zeppelir" von Friedrichshafen nicht mehr verfolgt werden. Rein Besuch in Berlin □ Berlin, 9. Aug.(Telegr.) Auf die Einladung der Reichsregierung an Dr. Eckener, mit dem„Graf Zeppelin“ zum Verfassungstag nach Berlin zu kommen. ist folgendes Antworttelegramm von Dr. Eckener eingegangen: Herzlichen Dank für die Einladung. Das Luft, schiff wird aber voraussichtlich schon am 10. August in Briedrichshafen sein. Der Fahrtverlauf am Freitag Friedrichshasen, 9. Aug.(Telegr.) We wir vom Luftschiffbau Zeppelin erfahren, befand sich„Eaf Zeopelin“ heute früh um 1 Uhr MEZ. auf 40 Grd 35 Minuten nördlicher Breite und 51 Grad 35 Minten westlicher Länge. □ Neuvork, 9. Aug(Telegr.) Nach einer Meldung der„Associated Pres“ hat das Marineamt in Basbington einen Funksoruch des„Graf Zeppelin“ erhalen, aus dem hervorgeht, daß sich das Luftschiff um 5 Ur früh ME3. aus 41 Grad 20 Minuten nördlicher Breie und 45 Grad 5 Minuten westlicher Länge in eine Entfernung von ungefähr 1500 Meilen von Neuvork befand. Die Geschwindigkeit beträgt etwa 125 Kilometer die Stunde. Man nimmt hier an, daß günstigere Winde den Führer des Luftschiffes veranlaßt haben, von dem zunächst beabsichtigten norolichen Kurs abzugeben und weiter südlich zu steuern. Das Wetter während des ersten Flugabschnitts war ideal, so daß das Luftschiff zeitweise eine Stundengeschwindigkeit bis zu 185 Kim. herausholen konnte. # Hambura, 9. Aug.(Telegr.) Das Seeflugreserat der Deutschen Seewarte in Hamburg gibt folgende Uebersicht über die Wetterlage auf der Flugstrecke des„Graf Zeopelin": Von dem ausgedehnten Hochdruckgebiet, das sich südlich vom 45. Grad nordlicher Breite über dem Atlantik erstreckt, reicht ein Teil bis zum Golf von Biscaya. Südlich von Island befindet sich ein Lieforuagevier, von dem aus über die Färöer und die westliche Nordsee bis nach Süd=England ein Ausläufer reicht, in dem die Winde von Nordwest auf Südwest umspringen. Im Bereiche dieses Ausläufers treten vielfach Regenschauer auf. In der Verlagerung dieses Ausläufers befindet sich vor dem westlichen Kanaleingang ein kleines Tief, das sich langsam ostwärts nach NordFrankreich vorschieben wird, in dessen Bereich ebenfalls bei plötzlich umspringenden Winden schlechtes Wetter herrscht. Abgesehen von diesem Schlechtwetterstreifen berrscht nordlich vom 48. Grad überall gutes Flugwetter mit mäßigen westlichen Winden von 20= bis 40=Klm.= Stundengeschwindigkeit. Ueber Süddeutschland liegt jedoch wieder ein neues Schlechtwettergebiet, das unter dem Einfluß eines ausgedehnten Tiefdruckgebiets steht, das sich über dem nördlichen Mittelmeer befindet. Es herrschen dort bei schwach umlaufenden Winden Regenfälle aus tiefen Wolken. der Sowiets“ seinen Flug von Omst nach Krasnojarsk unterbrochen und in Nowo Sibirsk um 11,40 Uhr Moskauer Zeit eine Zwischenlandung vornehmen. Nowo Sibirsk liegt etwa 700 Kilometer östlich von Omst. „Flügel der Sowjets" nach Moskau zurückgekehrt □ Moskau, 9. Aug.(Telegr.) Das Flugzeug „Flügel der Sowiets“ landete heute nachmittag auf dem Moskauer Flugplatz nach Zurücklegung der 1150 Kilometer langen Flugstrecke Warschau—Moskau in 6 Stunden 40 Minuten. Insgesamt hat das Flugzeug 9000) Kilometer in 53 Flugstunden mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 171 Stundenkilometer durchflogen. Zur Ankunft des Flugzeugs in Moskau hatte sich auf dem Flugolatz eine große Menschenmenge eingefunden, welche die erfolgreichen Flieger stürmisch begrüßte. Das neue Fordgroßflugzeug Köln, 9. Aug.(Telegr.) Auf seinem Eurovaflug traf von Paris kommend das neue Fordgroßflugzeug im Kölner Flughafen ein. Es wurde gesteuert von dem bekannten amerikanischen Piloten Wenzel, der seinerzeit den deutschen Ozeanfliegern auf GreenlyIsland die erste Hilfe brachte. Das Flugzeug von drei Motoren angetrieben, fällt besonders beim Landen durch seine Wendigkeit auf. Ein drehbar gesteuerter Svorn am Schwanzende und hydraulisch gebremste Laufräder ermöglichen der Maschine, bei großer Fahrt zu landen und wieder aufzusteigen. Die Flügelspannweite des neuen Großflugzeuges, einem Eindecker, beträgt 25,72 Meter. Die Maschine besitzt eine Höchstgeschwindigkeit von 217 Stundenkilometer. Die Kabine bietet bequem Platz für 14 Fluggäste. Das Flugzeug startete gegen 12,30 Uhr zum Fluge nach Berlin. Der Stellungskrieg im Haag Verschärfung der englisch=französi schen Spannung] Snowden droht mit Abreise] Det französische=deutsche Gegensatz in der Frage Ein juristischer Ausschuß soll die Lösung vorbereiten Die Weltfahrt □ Friedrichshasen, 9. Aug.(Telegr.) Lut Funkspruch vom„Graf Zevpelin“ besand sich das Luschifi um 8 Uhr ME3. auf 42 Grad nördlicher Breite un 40 Grad westlicher Länge. An Bord ist alles in Ordnug Neuvork, 9. Aug.(Telegr.) Den letzten Berichten zufolge nimmt man an, daß„Graf Zeppelin“ in Richtung auf die Azoren fliegt. Nach Ansicht des Neuyorker Wettersachvitändigen Kimdall wird der Zevvelin vorübergelnd eine Nebel= und Regenzone durchfliegen müssen, inn aber wieder besseres Wetter treffen. Fr Hamburg, 9. Aug.(Telear.) Wie die amburgAmerika=Linie mitteilt, hat sich das Luftschi„Graf Zeopelir“ um 17 Uhr ME3. 49 Grad nördlich Breite und 26 Grad westlicher Länge befunden. Damit hat das Luftschiff eine sehr schnelle ihrt gemacht. □ Hambura, 9. Aug.(Telegr.) Die Inburg= Amerika=Linie teilt mit, daß das Luftschiff„Er Zevvelin“ sich um 21 Uhr ME3 aus dem 50. w nord licher Breite und dem 15,30 Grad westlicher Lae be funden habe. Demnach habe das Luftschiff noch etwa 300 Kilometer bis zur eg: lischen Küste zurückzulegen. An der Südspitze Neuvork, 19. Aug.(Telegr.) Nach einehier von Bord des„Graf Zeppelin“ eingetrossenen Fnnruch hat das Luftschisf um 24 Uhr 05 ME3. die eclyInseln passiert. Die Seilly=Inseln liegen in der Höbe des Enghen Aermelkanals, etwa 100 Klm. von der südwestlten Svitze Englands entsernt. Das Luftschiff hat allton Lateburst bis zur englischen Sudspitze 42° Stundee. braucht. rr Friedrichsbasen, 9. Aug.(Telear.) Wie die T. U. erfährt wird das Luftschiff„Graf Zeppelin“ auf der Weltfahrt keine Fracht an Bord nehmen. Der Grund dafür dürfte wohl darin zu sehen sein, daß man für die Ueberwindung großerer Höhenunterschiede moglichst viel Brennstort und Ballast mitnehmen will. Briese und Postkarten werden dagegen in unbeschränktem Umfange mitgeführt werden. An Bord werden u. a. sein der amerikanische Großindustrielle Leeds, drei Vertreter der Hearst= Preise. je ein Vertreter von Scherl und Ullstein, ein Vertreter der„Frankfurter Zeitung", ein Vertreter des„Matin", zwei javanische Pressevertreter, ein japanischer Marineoffizier, ein Vertreter des Reichsverkehrsministeriums, ferner Kommander Rosendabl. der frühere amezikanische Handelsattachee in Madrid. Joachim Rickard, und ein russischer Geograph. Von den aus Lakehurst eintreffenden Fahrgästen wird also etwa ein Drittel die Luftreise nach Tokio fortsetzen. Sofort nach Eintreisen des Luftschiffes wird mit der Nachfüllung des Traggas= und Betriebsgaskörvers begonnen. Die erforderlichen Gasmengen sind schon hergestellt und eingetroffen. Natürlich werden alle Teile des Luftschiffes einschließlich der Motoren gründlich nachgeprüft und gegebenenfalls ausgebessert. Sollten nicht mehr alle Motoren intakt sein, stehen Ersatzmotoren bereit. Da diese Luftschiffmotoren bei Maybach im Serienbau auch für Rennboote hergestellt werden, wurde es nur weniger Tage bedürfen, bis das Luftschiff für die Weltreise klar sein wird, und man kann damit rechnen, daß der Start nach Tokio schon Mitte der nächsten Woche erfolgen wird. Alas die Nachricht anbetrifft, daß Dr. Eckener bei künftigen Amerikareisen in Friedrichsbafen bleiben würde, so ist dies wohl so zu verstehen, daß Dr. Eckener nach der Ausführung so großer Reisen, wie die Weltfahrt oder die Nordvolfahrt, bei den„kleineren“ Reisen nach Amerika oder Eurova künftig das Kommando den anderen erprobten Luftschiff=Führern überlassen wird. Ein Vertreter des„Matin“ fährt mit um die Welt. Paris, 9. Aug.(Telear.) Der„Matin“ kündigt an, daß sein Mitarbeiter Leo Gervile=Reache als Sonderkorrespondent an Bord des Luftschiffes„Graf rung stößzt und sich zum Nachgeben bequemen Zeppelin“ die Reise um die Welt mitmachen werde. ständigen den Plan geschaffen haben, erklärten sich von Anfang an und uneingeschränkt, abgesehen von kleinen Details, die noch zu regeln sind, für seine Annahme. Eine einzige Macht hat sich dagegen ausgesprochen. Die Lage ist ernst, ohne jeden Zweifel. Aber ist sie auch ohne Lösungsmöglichkeiten? Ich weigere mich kategorisch, dies zu glauben.“ Paris läßt die Ronferenz bereits scheitern ** Paris, 9. Aug. Man kann sich kaum eine Vorstellung davon machen, welche gut organisierte„Bestürzung" die Krisis in den Haager Verhandlungen in Paris ausgelöst hat. Die Ueberschriften der Blätter sind kennzeichnend genug:„Die Konferenz in voller Auflösung"",„Wird man einen Abbruch vermeiden können?",„Snowden reist am Montag ab, falls er keine Genugtuung erhält“,„Unterbrechung der Verhandlungen?",„Der brutale Angriff Snowdens“, u. a. m. Die Lage sei äußerst ernst, drabtet der Haager Korresvondent des„Intransigeant“ Man rechnet angeblich mit dem Abbruch. den man jedoch als Unterbrechung der Verba alle golgen abzuwägen, die die Beibehaltung suche! Die Sachverständigen wurden erneut die unnachatchinen C-liun- In.(5.# finanziellen Fragen bearbeiten, müssen, während man vorläufig zum Dawesolan zurückkehren würde. Allerdings setze man noch gewisse Hoffnungen auf die Aussprache Hendersons mit Briand und Stresemann, doch befürchte man, daß sie nur den Arbeiten des wolitischen Ausschusses gelten und mit dem Zwischenfall Snowden sich nicht beschaftigen werde. Die Leitaussätze der Blätter fahren weiter mit scharfstem Geschütz gegen Snowden auf. Jahrhunderte alter Haß gegen England, den der Kriea verdrängte, taucht wieder aus dem Unterbewußtsein auf. Noch sucht man den Anschein zu wahren, indem man alle Schuld auf die Arbeiterregierung wälzt und nach Chamberlain fragt, der sich stets„vortrefflich mit Briand verstanden“ hätte. Wo sei sie hin die schöne Zeit der intimen Aussprachen zwischen dem Quai d'Orsav und dem Foreign office“ Snowdens Politik, so schreibt das„Journal des Debats", weihe eine neue politische Evoche ein, die sich in vollem Gegensanz zu den volitischen Bestrebungen auer früheren englischen Regierungen befände. Sie bedeute eine völlig unerwartete Umwälzung und mache die Lösung der Nachkriegsprobleme unmöglich London für Snowden 1 London, 9. Aug. In einem aus amtlichen Kreisen stammenden Reuterbericht aus dem paag wird bestätigt, daß Schatzkanzler Snowden gewillt ist, den vaag am Montag zu verlassen, wenn er keine zufriedenstellende Antwort auf seine Forderungen erhalten sollte. Gleichzeitig wird mit Nachdruck betont, daß Snowden nicht daran denkt, seine Forderungen auf Kosten Deutschlands durchzusetzen, sondern lediglich eine Aenderung des Vounaplanes mit besserer Berücksichtigung der britischen Forderung anstrebe. Ebenso suche er die britischen Zahlungen zu sichern, d. h. einen gewissen Anteil an den ungeschützten deutschen Verpflichtungen zu erhalten. Die Bedeutung des letzten Punktes wird in allen politischen Kreisen im Hinblick aus spätere Möglichkeiten, etwa einer Revision Der Streit um den Verteilungsschlüssel Der englisch=französische Gegensatz S Paris, 9. Aug. Der Haager Korrespondent der Agence Havas berichtet über den Eindruck, den der Verlauf des gestrigen Verhandlungstages gemacht habe: Die bei jeder internationalen Konferenz unvermeidliche Krisis, die seit der Rede Snowdens fatalerweise habe eintreten müssen, sei, so heißt es in dem Bericht, seit gestern abend eine vollendete Tatsache. mit einer Schärfe, die man nicht vorausgeahnt hätte, habe Snowden im Finanzausschuß in Anwesenheit des deutschen Delegierten eine scharfe Anklagerede gegen die alliierten Mächte und ganz besonders gegen Frankreich gehalten, wobei er sogar so weit gegangen sei, zu erklären, daß England am Kriege 1914 kein vitales Interesse gehabt habe. Snowden habe erklärt, er wolle kein Komvromiß annehmen. Es sei zu wünschen, daß die englische Regierung die Vertagung der Sitzung bis Samstag dazu benütze, um ihrer so unnachgiebigen Haltung für ganz Eurova nach sich ziehen wurde. Während die englische Regierung allein ihre Zustimmung zum Doungplan verweigere, habe Briand zugelassen nicht nur, daß der Finanzausschuß eingesetzt werde, der gerade die Anwendungsmodalitäten dieses Plans regeln solle, sondern auch, daß der volitische Ausschuß eingesetzt werde, der die Folgen des Plans ins Auge fassen solle. Zur Zeit sei jegliche Bemühung zur Annäherung der Völker Eurovas infolge der englischen Ansprüche aufgeschoben. Jedenfalls werde die französische Delegation das Möglichste versuchen, um einen Mißerfolg der Konferenz zu vermeiden. Bemühungen zur Beilegung der Spannung Haag, 9. Aug. Der englische Schatzkanzler Snowden hatte am Freitagvormittag eine fast zweistündige Unterredung mit Briano und Cheron im Hotel der französischen Abordnung. Ferner suchte der englische Außenminister Henderson Briand auf. Von englischer Seite wird mitgeteilt, daß Verhandlungen zur Beilegung der englischfranzösischen Krile im Gange seien und daß nach Abschluß dieser Verhandlungen die großen politischen Fragen praktisch in Angriff genommen werden wurden. Auf französischer Seite zeigt man dagegen heute starken Pessimismus. Es scheint der französischen Abordnung außerst schwer zu fallen, die von England geforderten Zugeständnisse zu machen, da man auf französischer Seite bisher nicht gewohnt ist, zum Nachgeven gezwungen zu werden. Es dürfte auf dieser Konferenz das erste Mal sein, daß die französische Regierung auf den geschlossenen Willen einer anderen Regie muß. Der schwere Zusammenstoß zwischen dem englischen Schatzkanzler Snowden und dem französischen Finanz= Der Wino macht's # Neunork, 9. Aug.(Telear.) Nach dem letz Metterbericht in anzunehmen, das Graf Zevves wahrend der Nacht ein Regen= und Nebelgebiet durch um bei Tagesanbruch wieder auf gutes Wetter zu stol Das Los des blinden Passagiers. Neunork, 9. Aug.(Telear.) Der 18 Jahre alte Bäckerlehrling Albert Boschke, der als blinder Passagier die Zevpelinfahrt nach Amerika mitgemacht hat, wurde heute mit dem Dampfer„Thuringia" nach Deutschland zurückgeschickt. Er wurde in einer Kabine des Schifses eingeschlossen und wird in Hamburg den Behörden übergeben werden. Berichterstattern und Photograpben wurde kein Zutritt zu der Kabine gestattet, um zukünftige Versuche, als blinder Passagier auf Dampfern und Luftschiffen mitzufahren, zu verleiden. Die britische Abordnung ist in ständiger Verbindung minister Cheron in der Donnerstagabend=Sitzung des des Youngplanes, besonders unterstrichen Finanzausschusses, der in außergewöhnlich scharfer Form verlief, bat von neuem bewiesen, daß die englische Haltung in der Frage der Tributsverteilung nicht nur taktischer Natur ist, sondern von der englischen Regierung tatsächlich als eine unabanderliche Forderung vertreten wird. Ueberall wird eine Der Euron=Rundflug Turn Bukarest, 9. -Severin—Bukarest Aug.(Telear.) Von den Teilnehmer flieger Röder um 5.02 Uhr. Ihm folgten Delmotte 05 Uhr und Offermann um 5,07 Uhr. am Europa=Rundflug traf auf dem hiesigen Flugpla als erster heute nachmittag 4,21 Uhr der Franzo Delmotte ein. Es folgten um 4,23 Uhr der deutsch Flieger Röder. Miß Spoone und Broad, 4,2 Uhr Fritsch, 4.35 Uhr Botalla, 4,37 Uhr Carberrn, 4.34 Uhr Offermann, 4.39 Uhr Hagenmever, 4.41 Uhr Mainerika gestern früh 2,55 Uhr gestartete Flugzeug zotti. 6.48 Uhr Nehring. 7,12 Uhr Lombardi. Außerk Sowiets“ landete am Nachmittag um 6.48 is traf Lado Bailo um 3.25 Uhr ein undm sk. Das Flugzeug hat damit gestern eine Flug Das Fiatflugzeug blieb in Turnecke von 2200 Kilometer ohne Zwischenlandung zuruck wordensegt deutsche Aus technischen Gründen mußte das Flugzeug Sowjetrussischer Amerikaflug Moskau, 9. Aug.(Telear.) Das zum Fluge nach Land wiets" landete am Nachmittag um 6,48 Uhr in Wettbewerb slog sofort weiter. Geverin, da es bei der Landung beschädigt war. Von Bukarest flog als erster weiter der Aeußerung Snowdens besprochen, wonach die englische Abordnung am Montagabend den Haaa verlassen wird, falls bis dahin die drei englischen Forderungen hinsichtlich der Tributsverteilung nicht anerkannt worden seien. Briand verteidigt sich D Haag, 9. Aug. Briand übergab am Freitagabend der französischen Presse eine schriftlich sormulierte Erklärung. in der er im Hindlick auf die schweren englisch=französischen Streitigkeiten u. a. feststellt:„Ohne Zweisel bestehen Schwierigkeiten. Ich kann jedoch keinen Augenblick zugeben, daß eine Konferenz wie diese hier zu einem Zusammenbruch führen wird. Diese Konferenz geht in ihrer Bedeutung weit über die rein finanziellen Erwägungen hinaus, die jetzt behandelt werden. Die politische Arbeit dieser Konseren; überragt bei weitem alle übrigen Erwägungen. Aber da der Erfola der Konserenz ausschließlich von dem Erfolg der finanziellen Konseren; abhängt, se kann ich sagen, daß die gesamte Verantwortung für einen Zusammenbruch in dieser Richtung liegen „Land wird. Junf von den sechs Mächten, deren Sachvermit dem Londoner Auswärtigen Amt. das infolgedessen über die Entwicklung im Haag nicht überrascht ist. Die Haltung des Schatzkanzlers Sncwden hat tatsächlich die Billigung der Mehrheit des Kabinetts und wird von der öffentlichen Meinung durch dick und dünn geteilt. Wenn überhaupt, so ist nur die Form der Snowdenschen Haltung Gegenstand einer leisen Kritik hinter den Kulissen Ob und wann Macdonald nach dem vagg fahren wird. steht einstweilen völlig dahin. Seine Vermittlung könnte aber im wesentlichen nur moralischen Wert haben, da, wie betont, die finanziellen Richtlinien vom Kabinett festgesetzt wurden und bestehen bleiben. Der Zankapfel der Rheinlanskontrolle Ein juristischer Unterau Aussprache im politischen Ausschuß. Haaa, 9. Aug. 1920. Ueber das Ergebnis der Freitagsitzung des politischen Ausschusses werden folgende Mitteilungen gemacht Die allgemeine Aussprache hat u ausschlienlich mie der Bildung einer Vergleichs= und Feststellungskommission im Rheinlande aus Grundlage der Geuser Sechs=MächleEntschliebung Der franzo Tebatte dar vom 16. September 1928 bejaßt. salsche Auffassung vorherrsche es handele sich hierbei um sch ue eine in lita trollkommission, wayrend tatsächlich lediglich eine Vergleichs= und Feitstellungskommission zur Verbandlung stehe. Reichsaußenminister Dr. Stresemann und Minister Dr. Wirth wiesen ihrerseite mit Nachdruck darauf hin, daß eine derartige Vergleichs= und Feststellungskommission im Rbeinlande in keiner Weise notwendig sei. Sollten in der entmilitarisierten Zone Schwierigkeiten entstehen, so stünden zunächst die gewohnlichen divlomatischen Mittel zur Verjugung. Ferner warc die im Locarnovertrag vorgesehene Ausgleichskommission für derartige Zwecke vollig ausreichend, und schließlich bliebe noch immer die Moglichkeit einer Einschaltung des Völkerbundes übrig. In der weiteren Aussprache betonte darauf der englische Vertreter Phipvs, daß eine derartige Kommission, wenn sie uverhaupt gebildet würde, zahlenmaßig möglichst klein bleiben müsse und geräuschlos zu arbeiten hatte Der belgische Ausenminister Hymans schloß sich der franzesischen These an und erklarte, daß die Ausgleichskommission des Locarnovertrages nicht ausreichend sei und insbesondere bei einer Einschaliung des Volkerbundes Schwierigkeiten entstehen könnten. Aus diesem Grunde ware die Schaffung einer Vergleichs= und Feststellungskommission wünschenswert Es wurde beschlossen, einen Unterausschuß von Juristen zu bilden, der beauftragt wird, die rechtliche, sich aus dem Vertrag ergebende Lage zu prüfen und die Angelegenheit wieder in der Kommission zu erortern, sobald der Bericht der Juristen vorliegt. Die Kommission wird am Montag wieder zusammentreten. Der am Freitag eingesetzte juristische Ausschuß wird seine Arbeiten unverzüglich aufnehmen. Deutschland wird in ihm durch Ministerialdirektor Dr. Gaus vertreten sei. England durch Sir Cecil Hurst und Frankreich durch Fromageot Aus der amtlichen Verlautbarung geht nicht eindeutig hervor. auf welcher Grundlage der juristische Ausschuß seine Arbeiten aufnehmen soll. Er wird jedoch ohne Zweifel nicht nur die gegenwartige Rechtslage prüfen. sondern auch konkrete Vorschläge ausarbeiten. Das Schwergewicht der Verhandlungen des volitischen Ausschusses über die Vergleichs= und Feststellungskommission im Rheinlande ist somit von den Mächten zunachst in den juristischen Ausschuß gelegt worden, ähnlich wie dies im Verlause der Locarnokonserenz der Fall war. Die Annahme scheint deshalb naheliegend, daß von den einzelnen Abordnungen dem juristischen Ausschuß Vorschläge zur Prüfung eingereicht werden. Der die Vergleicskommission behandelnde Absan der Genfer Sechs=Mächte=Entschließung vom 16. September 1928 hatte bekanntlich folgenden Wortlaut: Es in Einigkeit zwischen den sechs Mächten über den Grundsatz der Einsetzung einer Feststellungs= und Vergleichskommission erzielt worden. Die Zusammensetzung. Tätigkeit. das Arbeitsgebiet und die Dauer dieser Kommission sind weiteren Verhandlungen zwilchen den Regierungen vorbehalten" itt der Verhandlungen die Parteien ihre Positionen bezogen haben. Das gilt für die finanzpolitische Kommission ebenso wie für die politische, nachdem diese die beiden Unterausschusse beschlossen hat. Für Samstag vormittag ½12 Uhr ist eine neue Besprechung zwischen Dr. Stresemann und Briand über die politischen Fragen vereinbart. Der Standpunkt, der in der juristischen Kommission von deutscher Seite vertreten wird, ist schon jetzt klar. Der deutsche Vertreter wird darauf hinweisen, daß der Artikel 213 des Versailler Vertrages, der Locarno=Vertrag und die Schiedsverträge die Einsetzung einer neuen Feststellungskommission unnötig machen. Artikel 4 des Locorno=Vterages sieht ausdrücklich vor daß die Teilnehmer des Vertrages sich verpflichten, beim Holkerbund eine Untersuchung zu veranlassen, wenn iach ihrer Auffassung eine Verletzung vorliegt. Nach Artikel 213 des Versailler Vertrages verpflichte: sich Deutschland, jede Untersuchung zu dulden, die der Rat des Völkerbundes für notwendig erachtet. Nach deutscher Ansicht wurde dementsorechend die Einsetzung einer neuen Kommission nicht nur überflussig sein, sondern auch den Wert des Locarnovertrages herabsetzen. In Absan 3 des zitierten Genfer Kommuniquees ist gesagt worden, daß die Zusammensetzung, das Funktionieren. der Gegenstand und die Dauer der Feststellungsund Ausgleichskommission den Verhandlungen zwischen den Regierungen vorbehalten werden soll. Kommt man darüber nicht zu einer Einigung, so entfallt nach deutscher Auffassung die Einsetzung natürlich überhaupt. Dabei ist zu unterstreichen, daß das Genfer Kommuniquee dabei keineswegs den Charakter eines Vertrages hat. Alle diese Gesichtspunkte dürften in der juristischen Kommission geltend gemacht werden Auf franzosischer Seite wird mit größter Zähigkeit und Energie das Ziel verfolgt, die deutsche Abordnung zu der Zustimmung zu bewegen, in dieser Form doch noch den Gedanken einer ständigen Kommission im Rheinland anzunehmen Es kann jedoch auf die Erklärungen des Reichsaußenministers im Reichstag hingewiesen werden, nach der die gegenwärtige deutsche Regierung eine Kontroll= kommission im Rheinland. in welcher Form sie auch auftreten moge, über das Jahr 1935 hinaus unter keinen Umständen annehmen wird. Es wird daher auf Grund dieser formellen Festlegung der Regerung angenommen, daß die deutsche Abordnung Vorschläge von französischer Seite auf Annahme einer Kommission nach der von französischer Seite gewünschten Form mit aller Entschiedenheit ablehnen wird Bes der Veröaftung dieser Persönlichkeiten wurden Die Behandlung der Saarfrage Paris. 9. Aug. Der Haager Korrespondent des Die deutsche Beurteilung Samstag vormittag Besprechung Stresemann=Briand. □ Berlin, 9. Aug. In Berliner volitischen Kreisen wird die Lage der Konferenz im Haag als ernst, aber keineswegs so beurteilt, als befinde sich die Konferenz bereits in einer Krise. Man kann die Situation vielleicht so kennzeichnen, daß im bisherigen ernen AbEcho de Paris" berichtet über die Behandlung der Saarfrage. Stresemann habe Briand die Ueberreichung eines Vorschlags zur Regelung des Saarprodlems angekündigt.(Wir haben darüber schon gestern berichtet). Briand nehme die Verhandlungen unter der Bedingung an, daß sie sich auf Frankreich und Deutschland beschranken. d. b., daß Frankreich den Nutzen dessen. was es abtrete, auch erhalte. Wenn das Abkommen abgeschlossen sein werde. wurden die Mächte aufgefordert werden. es ihrerseits zu bestätigen. Dieser Beschluß sei gestern am Schluß der orivaten Sivung der Sechsmächtevertreter gesaßt worden. Von dem Augenblick an, in dem man den Rhein raume, sei es unmöglich, das Sonderregime für das Saargebiet aufrechtzuerhalten. Aber Briand begebe einen taktischen Fehler, wenn er so früh das bewillige. was Stresemann von ihm fordere Vom Standpunkt seiner Politik aus ware es geschickt, wenn er das Zugeständnis noch hinausgesögert bätte. Die Urgründe für Chinas Konflikt mit Rußland Schriftstuge gefunden, die einen außerordentlich interessanten Aufschluß über die Tatigkeit der dritten Internationale in den senannten drei Provinzen geben. Aus ihnen ergidt sich, daß der mit der revolutionären Provaganda betraute Ausschuß der dritten Internationale sich nicht mit der Entsaltung dolschewistischer Provaganda zufrieden gegeben hat, sondern daruber hinaus beabsichtigte, Terrorakte anzustiften, die in der Ermordung nationaler Führer Chinas, in der Zerstörung öffentlicher Gebaude usw. bestanden Im russischen Generalkonsulat in Mutden wurde u. a ein Telegramm gefunden, das vom 16. Januar 1929 datiert ist, sich auf eine Unterstützung Feugousiangs durch Moskau bezieht und jeststellt, daß zu dessen Unterstützung chinesische Führer in Ranking, Mutden und anderen wichtigen Städten Chinas ermordet werden müßten.— In einem weiteren Telegramm vom 18. Januar 1929, das von inagfau aus an die Vertreter der dritten Internationale in der Mandschurei gerichtet war, wird angefragt, ob die vorhandenen Ervlosivstoffe ausreichend seien, um Terrorakte durchzuführen, und welchen Organisationen Material für diesen Zweck überwiesen werden soll. Des weiteren werden in dem Telegramm genaue Berichte über die Zahl der chinesischen Kommunisten angefordert und weitere Mobilisationsmaßnahmen angeordner. Die gegenkommunistischen Führer sollen überwacht und über ihre Tätigkeit soll genau berichtet werden. Die kommunistischen Organisationen werden angewiesen, bis zum außersten auszuhalten. In einem Telegramm vom 19. Januar 1929 wird Beamten, die die Möglichkeit haben, das Telegravhenamt zu überwachen, emrfohlen die chinesische Staatsangehörigkeit zu erwerben. Für ein geheimes Korvs in Mutden werden 120 000 Goldrubel zur Verfügung gestellt.— In einem Telegramm vom 20. Februar 1929 wird verlangt, daß dahin gewirkt werden solle, die russischen Beamten der ostchinesischen Bahn, die nicht Angehörige der Sowjetunion seien, durch Kommunisten zu ersetzen. Ein Spezialist der militärischen Taktik wird aufgefordert, eine Art Operationsolan auszuarbeiten, der Moskau eingesandt werden soll. Die Ausschüsse der dritten Internationale werden beauftragt, eine genaue Aufstellung über die Koofstarke, Bewaffnung und Standorte der chinesischen Trurven nach Moskau zu senden. Es sollen Maßregeln vorgeschlagen werden, die für die Zerstorung der chinesischen Wassen= und Munitionslager ergrissen werden konnen. Am 20. Januar wird in einem Telegramm aus Charbin an die dritte Internationale in Moskau ein genauer Bericht über den Stand der kommunistichen Organisationen in den drei östlichen chinesischen Provinzen gegeben und angeführt, daß die dritte Internationale 182 Chinesen und 48 Sowjetrussen in die Ostprovinzen entsandt habe. Es wird dann berichtet, daß in der Frage der Mordtaktik genaueste Erwägungen angestellt worden und Vorbereitungen im Gange seien, um den Feldzug in den einzelnen Teilen Chinas durchzuführen. Ein Telegramm vom 23. Januar 1929. das aus Moskau nach Charbin über Wladiwostok gerichtet ist. ist besonders charakteristisch. Es lautet wortlich: „In Anbetracht der Einigung zwischen Mulden und Nanking muß die kommunistische Partei starke Einheiten schaffen. um diese Einigungsbestrebung zu verhindern Falls die Einigung mit Nanking wirklich zustandekommt wurden die Behörden von Mutden Untersuchungen über die Tätigkeit der kommunistischen Organisationen in den drei östlichen Provinzen einleiten Der Fondo für die Finanzierung zur Durchfuhrung der Mordoläne ist auf 350 000 Goldrubel erhoht worden. die vollständige Zerstörung der Ostchinabahn dur zufuhren und sämtliche Negieund##### in den drei Ostprovinzen zu vernichte.. Dokumente, die wir von bestimmten militärischen Omitee sationen uns verschaffen konnten, sind für das Klussen der dritten Internationale sehr wichtig. Es riente Schritte unternommen werden, um weitere Doku von von solchen Organisationen zu erhalten. Im. Falli, die Heldbedarf wendet Euch an die registrierten Firme nter. uch helfen werden. Das Komitee der dritten nationale übt strenge Aufsicht aus über das hine. nismus kampfen werden. Dafür hat Rußland Geld, während seine Ar und Bauern in der Heimat bungern. eiter Russische über chinesischem Gebiet. Peking, 9. Aug. Am Freitag averflogen#### russische Kleinslugzeuge die russisch=chinesische Grenze## bewegten sich etwa eineinhalb Stunden über Hirex Gebiet. Trotz des Verbotes, das von amtlichen### schen Stellen ausgegeben worden ist, daben amnet Grenzwachen die Frugzeuge beschossen. El# zeug wurde dabei beschädigt und mußte kurz Grenze auf russischem Boden notlanden Die Erterritorialrechte Gemeinsamer Schritt der Mächte gegen ihre Aushebung. London. 9. Aug. Wie der Shanghaier dent des„Lailo Telegraph; erfährt, stebt in der Exterritorialitätsrechte ein gemeinsamer Machte bei der Nanking=Regierung bevor, weil sie ssich unter den gegenwärtigen Verhe..# Shing geger stande sehen, ihre Exterritorialitäts rechte aufzugehen. Roten gleichen Inhalts uno von den Mächten bereits fertiggestellt und werden in diesen Tagen in Ranking überreicht werden. Sie legen im einzelnen dar, daß die Regierungen grundsatzlich bereit leien, iore Kor##uuar gerichtsbarkeit zum frubestmöglichen Termi ziehen, wenn sie die Gewisbeit hatten, daß die Verh#ltnisse in China selbst ihren Staatsangehörigen ausreichenden Schutz gewährten. Die Lage in Afghanistan X London, 9. Aug. Die„Times“ berichten aus Labore daß Blättermeldungen zufolge die Erhöhung der Belohnung, die Habib Ullao auf den Kopf Nadir Khans und seiner Brüder aussetzte, anscheinend jenen heunruhigt habe, und er daher beabsichtige, auf den Rat seiner Bruder sein Hauptquartier, das 9 Meilen von der Grenze entiernt ist, nach Guldas sich in der Näbe der indischen Grenze befindet, zu verlegen. Die Stammesangedörigen hatten jedoch Einspruch dagegen erhoben, da ne befurchteten, daß Nadir Khan sich nach Indien zurückziehe und sie dem Emir auf Gnade oder Ungnade ausgeliefert waren. 4— Bl. 04 Reisende aus Kabul berichteten, das der Emir sich allmählich modernisiert habe, daß er jetzt einen Kraftwagen benutze und eurovaische Kleidung trage. Er habe sein Verbot des Photographierens aufgehoben, und das Papiergeld. das er ausgegeben hat, habe weiten Umlauf. Andererseits berichten die Reisenden, daß weiterhin in Kabul viel Unzufriedenbeit herrsche. Kurze politische Nachrichten. kicht der Streit um die Eisenbahn, sondern Cerroragitation zur Bolschewisierung Chinas Maulwurfsarbeit Kommunisten der Shanghai, 9. Aug. 1929. Von gut unterrichteter chinesischer Seite werden über den fernostlichen Konflikt und dessen Hintergrunde folgende Mitteilungen gemacht „Durch den russich=chinesischen Konflikt wurde die allgemeine Aufmerksamkeit auf die ostchinesische Eisenbahn gelenkt. Die von russischer Seite betriebene Provaganda erweckt den Eindruck, als ob der Konilikt ausschließlich durch Fragen hervorgerufen worden sei. die die Eigentumsrechte der Sowjetunion an der Eisenbahn betreffen. In Wirklichkeit aber liegt der eigentliche Grund zu den Streitigkeiten in der nicht endenwollenden bolschewistischen Agitation in China, die wahrend der letzten Jahre von der dritten Internationale betrieben wurde mit dem Ziel, China zu bolschewesieren. Um diese Gefahr für den Bestand des chinesischen Reiches zu bannen, sah sich die chinesische Nationalzegierung gezwnugen, zu scharfen Notwehrmaßnahmen zu greisen, um den kommunistischen Einfluß in den drei Ostorovinzen zu beseitigen und die kommunistischen Führer, die an der Verschwörung gegen China beteiligt waren, auszuweisen, weil sie ihre amtlichen Vorrechte mißbraucht batten. Bei der Auswahl von Parteimitgliedern aus niederen inesischen Ständen muß große Sorgfalt beobachten werden. Die chinesischen Kommunisten sollen von verantwortlichen Mitgliedern der kommunistischen Partei eingeudt werden, so daß sie nicht auf schriftliche Korresvondenz Wert legen. sondern sich damit begnugen, zu tun. was ihnen angewiesen wird. Die russischen Kommunisten sollen ungeachtet der nötigen Uebung jeder selbst wissen, was sie zu tun haben. und sollen niemals eine offene Bewegung anzetteln, wenn sie nicht die wohlbegründete Hoffnung haben, daß sie den gewünschten Erfolg erzielen. Das Komitee der dritten Internationale ist sich der Gefahren wohl bewußt, welche die Tätigkeit solcher Mitglieder hervorrufen kann. Deshalb sollen sie genaue Borbereitungen treisen und sollen die nötigen Hilfsmittel so genau wie möglich abschätzen, ohne ihre Zeit mit mußigen Reden zu vergeuden. Bei der Aufstellung von Plänen für die kommunistische Tätigkeit muß genau überlegt werden. wie sie in die Tat umgesetzt werden können. um zum Endertolg zu kommen. Der Augenblick ist günstig für die diolomatischen Vertreter unserer Partei. um erfolgreich zu arbeiten Mitglieder der Partei sollen nicht selbständig handeln Falls die Tätigkeit der Partei auf Widerstände stößt wird das Komitee der dritten Internationale ein Geheimkontingent schaffen, um Hindenburgs Urlaub. = Berlin 9. Aug. Reichsprosident von Hindenburg wird nach der Verfassungsfeier am kommenden Sonntagabend Berlin verlassen, um seinen Urlaud anzurreten. Er will diesen Urlaud, wie alljährlich, in Diettamszell verbringen. Besserung im Befinden des Reichskanzlers. Berlin, 9. Aug. Wie wir erfahren, hält die Besserung im Befinden des Reichskanzlers an. Puls und Temperatu#####d normal, so daß man mit baldiger volliger Wiederberstellung rechnen kann Das neue Republikschungesen. Die Vorarbeiten für das neue Beilin, 9. Aug Reoublik hutzgesetz sind vom Reicheministerium des Innern s weit fortgeschritten, daß das Reichskabinett den Entuurf gegen Ende dieses Monats erledigen und an den Reichsrat weiterleiten kann Auslandische Kriegsschifse in Deutschland. Berlin, 9. Aug. Die nächsten Wochen werden venschiedene Jesuche fremdländischer Kriegsschiffe in deutschen Häfen bringen. Aus Italie treifen zwei Panzen kreuzer,„Pisa“ und„Ferruccio“, ein, aus Spanien vier mokerne Hochseezerstörer, aus Rußland zwei Kreuzer und zwei Zerstörer und aus Argentinien das Schulschiff„Presidente Sarmiento". Die deutsche Regierung wird diese Schisie in der ublichen Weise empfangen und eine Reihe von Festlichkeiten zu ihren Ehren veranstalten. Erzschlacht Roman von Hans Richter. (Nachdruck verboten.) (35. Fortsetzung.) Eines Tages saß er in der Over. Einer von den Studenten hatte ihm den Plan angeboten. „Es ist ganz oben, aber man hört gut.“ Von Kunst hatte Sven in seinem Leben nicht viel erfahren. gelegentliche Kinobesuche waren das einzige gewesen, was Kiruna dem Jungen hatte bieten können, und Bücher gab es wenig Schon die feierliche Stimmung in dem Raum der Over nahm ihn gefangen. Da saßzen überall gut angezogene Menschen, ein eigenartiger Duft schwebte um sie Sie redeten miteinander und es war Sven, als seien alle die anderen gut miteinander bekannt, und als stehe er nur allein außerhalb. nn aber, als sich der Raum verdunkelte, als die Ouvertüre begann, vergaß er die Einsamkeit und saß mit brennend heißen Augen und angehaltenem Atem auf seinem Platz, krampfte die winger auf die Brüstung und wagte sich nicht zu regen, um ja keinen Ton zu verlieren. Als in der Pause die Menschen um ihn herum hinausgingen, blieb er rehen. Und er wunderte sich gar nicht, als plotzlich Aud Lindskog neben ihm stand. In seinen Gedanken war er ja die ganze Zeit bei ihr gewesen. „Das ist schön, nicht wahr?“ sagte sie. Er fand keine Antwort, es war ihm nicht gegeben, das, was er fühlte. in Worte zu kleiden. Aud verlangte es auch nicht „Und es ist besonders schön, daß wir uns hier wieder sehen. Da oben der Wald und die Einsamkeit, das war Ihr Reich, dies hier, die Musik, ist meines.“ „Sie spielen wieder. Fräulein Aud?“ stieß er hervor Die lächelte. „Ich spiele auch, wenn ich Zeit habe.“ Er sah sie verwundert an „Vater schreibt viel über die neuen Funde in Stugan. Er bekommt Briefe aus aller Welt und beantwortet sie. Er diktiert und ich schreibe. Nun, ich din seine Sekretarin.“ „Kann er sich denn keine Fremde nehmen?" Aud Lindskog schüttelte den Koof. „Er ist an mich gewöhnt, und ich tu's gern Aber Sie begriff, was er sagen wollte. „Damals habe ich die Kunst aufgegeben, weil ich zu arm war. Herr Eklund hat Vater gut bezahlt, und er bekommt auch noch mehr, wenn die Grube bei Stugan ern ertragreich wird. Das ist's nicht. Aber die Kunst will mich nicht mehr, vielleicht, weil ich nicht für sie habe hungern können „Sie mußten doch damals...“ „Kunst und Verstand haben nichts miternander zu tun, Spen. Kunst ist ein Feuer, das in einem brennt und das man nicht loschen kann. Ein Feuer, das brennt und verbrennt. Man muß mit sich kämpfen und ringen Um sich selbst. Haben Sie das nicht gespürt heute abend? „Ich— ich weiß nicht— nur ebenso ist mir gewesen, wie es oft in Lapoland war. wenn ich allein gewesen bin. Ich war viel allein,“ sagte er leise. Ihre Augen wurden warm „Dann haben Sie die Kunst in sich, Sven.“ „Ich versteh' nichts davon,“ wehrte er sich „Kunst ist nicht zu verstehen, nur zu erleben. In manchem klingt sie aus der Einsamkeit einer lapvischen Winternacht, und mancher braucht Töne und Melodien dazu, mancher Farben. viele sitzen im Vorhof. in ihren ganz großen Tempel läßt sie aber nur die hinein, die Kinder geblieben sind.“ Sie saßen den Abend über nebeneinander, Hand in Hand. Und etwas in ihnen floß ineinander und einte sie Denn sie waren beide noch Kinder, ringende, kämpfende, hoffende— glückliche Kinder. Siebenundzwanzigstes Kavitel. Arel Siöberg schrieb „Es ist Schnee in Deinem Lappland, Sven Henriksen, viel Schnee. Es ist kalt draußen und gemütlich warm am Ofen hier in Stugan. Die anderen Häuser sind zu weit, und in diesem Winter reicht's noch nicht zum Bauen, aber im nachsten Frühjahr beginnen wir. Das Feld ist immer weiter abgetastet worden, ein ungeheures Feld. Man muß den Wald wehmütig anseben, denn lange wird er nicht mehr stehen. Stugan wird ein grodes Werk werden und eine große Stadt In allen Zeitungen schreiben sie schon darüber, schicken Journalisten hierher, die sitzen dann an dem langen Tisch und sind enttauscht, wenn ich ihnen die Proben zeige. Denn wie Gold sehen die nicht aus Das wir reich sind, unermeßlich reich das bören sie wohl, aber weil sie kein Gold sehen, schütteln sie die Köofe. Am liebsten ware es mir, wir könnten still weiterarbeiten und niemand käme. Auch wegen der armen Teufel, die sich hier herumtreiben— und die nichts finden. Denn für Abenteurer ist Stugan kein Feld. Sie schleichen sich zu den Arbeitern und wollen Geheimnisse herausholen, wo keine Geheimnisse sind. Der Winter ist hart, und neulich erst haben sie mir einen ins Haus gebracht, der erfroren war. Er ist in den Sumpf gekommen, eingebrochen und die Kalte hat ihn übermannt. In Skellestea lungern sie herum und betteln. Wir geben Bekanntmachungen an alle Arbeitsnachweise, aber es bilft nichts Immer wieder kommen sie und das Land verschlingt sie. Und die Hyanen. Bauernland und Waldland ist zu Spekulationsvreisen aufgebaut worden, und mitten im Winter wuchsen Hauser aus der Erde. Aus grünem Holz und mit dünnen Boden. Ich gehe vorbei und seh' mir's an, aber wenn ich etwas sage, wollen sie nicht auf mich hören Die nicht, die bauen, und die kaufen, wollen auch nicht Ole Olsen meint, im Fruhjahr wollen wir selbst bauen, Arbeiterhauser, Beamtenbauser, kleine Blockbauten für Familien. Ein Architekt hat einen Stadtplan gezeichnet, da kann man Stugan sehen, wie es einmal werden wird. da kann man billig Wohnung bekommen, gute Wohnung, nicht solche Baracken wie drüben. Ich hab's aushängen lassen, aber es hilft nichts, sie bauen weiter. Ole Olsen sieht's und schüttelt den Kopf Aber er sagt nichts. Das ist nicht seine Sache Ich arbeite gern, aber er ist unermüdlich. Er liegt auf Stugan in einem Verschlag, nicht besser als wir anderen auch. Und er friert mit uns in der Holzbude, die unser Kontor ist. Aber er sieht nichts, was ist, nur was kommen wird Er spricht von der neuen Stadt, von Straßen, von Eisenbahnen, von der Grube. Da. wo wir das erste Loch gebohrt haben, teusen wir im Frühjahr den Schacht ab, wenn die Erde weich wird und sangen an. unser Anlagekapital herauszuholen. Ole Olsen hat schon Bergleute bestellt, Material, er fahrt nach Stelleftea und verhandelt mit dem Hasen. Und weil's da nicht gebt, wie es soll. will er einen eigenen Hasen bauen. Nur für uns Bis Skelleftea geht die Spekulation, bis in die Stadt. Ueberall bauen sie, und überall wird Land gehandelt. In Lulea häufen sich die Mutungen. Dabei hat Eklund durch seine Bank alles gute Land langst aufkaufen lassen. Die Stugan=Gesellschaft in mi: einem Aktienkapital von Millionen begründet. Und Ole Ollen rechnei aus, daß in einem Jahr d## Millionen berausgewirtschaftet sind. Vor ist nun mein Freund geworden. Es gibt morches in Hundeaugen zu lesen, wenn man in die hineizsehen kann. Auch von Dir lese ich da, vergessen hat er Dich nicht. Und wenn die Nacht sternklat ist, dann vac: ihn wohl und er streiit durch das Land. Reiner wen Dohin. Es ist, als ob er Erinnerungen nachtagte. Seinen und deren einer anderen Generation. Jet, da das Werk wachst, fühle ich, daß ich hier für mich ene neue Heimat haue. Für mich und andere. Für Dich auch, Sven, denn im Frübjahr soll': Du zuruckkommen—.“ Al. Sven das las, wurde es übermächtig in ihm und er were am liebsten mit dem nachsten Zuge zurückgefahren. Aber die Arbeit hielt ihn. E: wollte seinen Posten ausfüllen, lernen, um das Gelernte zu verwerten Eo gern er an den Abend mit Aud Lindskog dachte, den Weg zu ihr fand er noch nicht. Er wußte jetzt wo sie Sohnte, er hatte sie bis nach Riddardolm begleiten duren, und die einsamen Straßen der alten Stadt von gestern schienen ihm das rechte Wohnquartier für sie und der Alten zu sein Aber sprechen konnte er sie noch nicht Trotz war es nicht was ihn aufhielt. Etwas anderes. It: Idcenkreis schien ihm so fest umrissen daß er fürchtete, sie zu stören. Er wußte nicht, was er ihr wurde geben körnen, und er wollte nicht mit leeren Hnden kommen. Vielleicht im Frühjahr, wenn seine Lehrzeit vorbei nr So arbeitete er. und der Professor war mit ihm zutrieden „Sie sollten in Stockholm bleiben, Henriksen.“ Ich muß nah Stugan zurück, Herr Professor" Der sah ihn über die Brille an „Goldfieber?“ „In Stugan habe ich meine Gteunde, den Ingenteur ind—“ er stockte; den„Hund“ hatte er sagen wollen. Aber er tats nicht „Sie können hier ein Eramen nachholen und die Hochschule besuchen. Sie werden hier auch Freunde finden.“ Dann kam der Tag. an dem plötzlich Ingrid Engman vor ihm stand. Um Weibnachten wars und er war durch Drottninggatan gegangen, um die Fenster anzuseben. Da kam sie aus einem Geschäft. Und erkannte ihn sofort. „Sven.“ „Fräulein Lehrerin" Sie lächelte „Das ist votbei. wenigstens vorläufig. Die Lapvenkinder müssen sich im Winter ohne mich bebelfen, ich muß weiterstudiere „Sie?“ „Es gibt viel Sie gingen an bis sie in die bi lamen. zu lernen. Sven“ Norrström entlang, am Thea###er vorbei, iten schonen Straßen um Strandvagen (Fortlevung folgt.) Fried deutse unter wiede hielt, ernste chen Ue mit C Jahrei arbeit werder aber 1 geschaf Steue deutse gleich brach, beweg marer Lenku Staatt zu me dieser das 1 samm Beain 1918. auf vier wirru Chao lung nicht Geschi und Arme Gren, Flut präsid die 2 ben. fassun In h lunge Natio neue Das 1 Boden, d innerung unsere G aus tause ger politi diese Zei wesen, in von Wein tigen Sieg rend Deu noch ein die Welt kes, wie Herder un ein Napol vor Johar deutschen deutschen Schillers Körper ba Volk ideel auch als in der Gr chen Krieg ein halbes Und al von Feind war und d Vertretung ung geben Gedanke, d mar zusam Welt zu be schen solle An dem mar vollen den Irrung Zeit sich u hatte über phiert. Schi dringlicher Wollens ni Vorspruch, fassung: „Das der von dem U Gerechtigkeit und dem au schaftlichen fassung gege Diese Pr Willen des men undE einzigen gro Das Versa geheiligten ners— s# Symbol des G heit— in We täglich die We Kämpfe das le Verfassungswer Nummer 186, Zweites Blatt Herner Anzeiger Samstag, den 10 August 1929 10 Jahre Weimarer Verfassung. Nichts kann uns rauben Liebe und Glauben u diesem Land. s zu erhalten Und zu gestalten Sind wir gesandt. Mögen wir sterben! Unseren Erben Gilt dann die Pflicht: Es zu erhalten Und zu gestalten.— Deutschland stirbt nicht! Carl Bröger. * Zum 10. Male jährt sich morgen der Tag, an dem Friedrich Ebert, der erste Prasident der jungen deutschen Republik, das Weimarer Verfassungswerk unterzeichnete. Dieser Tag, an dem das deutsche Volk wieder ein Grundgesetz seines staatlichen Lebens erhielt, ist für uns ein Festtag. Aber auch ein Tag ernster Selbstbesinnung und ehrlicher Rehenschaftepflicht. Ueberblicken wir die Zeit seit 1919, so dürfen wir mit Genugtuung feststellen, was in diesen schweren Jahren erreicht ist. Entschlossener Wiederaufbauarbeit ist es gelungen, der deutschen Not Herr zu werden. Die Grundlage dieser Wiederaufbauarbeit aber wurde durch die deutsche Verfassung geschaffen. * Ein Volk ohne Verfassung ist wie ein Schiff ohne Steuer. Als in den trüben Herbsttagen 1918 dem deutschen Volk das Gefüge seines Staatswesens zugleich mit seiner militarischen Widerstandskraft zerbrach, trieb sein Staatsschiff steuerlos auf dem wildbewegten Meer politischer Leidenschaften. Die Weimarer Verfassung war das neue Instrument zur Lenkung und Sicherung des Staates; sie gab dem Staatsschiff wieder die Fahigkeit, nach festen Gesetzen zu manoorieren und zielklaren Kurs zu nehmen Heute wird niemand, der objektiv die Entwicklung dieser letzten Jahre überschaut, leugnen können, daß das Verfassungswerk der Weimaxer Nationalversammlung der Retter aus tiefster Not wurde. Am Beginn dieser Epoche stand der Zusammenbruch von 1918. Der großten Kraftanstrengung eines Volkes auf den Schlachtfeldern, den unsäglichen Leiden in vier langen Kriegsjahren waren grenzenlose Verwirrung und Verzweiflung gefolgt. Ein ungeheures Chaos herrschte in Deutschland. Die weitere Entwicklung ware nicht abzusehen gewesen, wenn damals nicht zwei Männer mit fester Hand in den Gang der Geschicke eingegriffen hätten: Friedrich Ebert und Hindenburg Der heute amtierende Reichspräsident hat die Armee geordnet in die Heimat zurückgeführt und den Grenzschutz im Osten gegen die anbrandende slawische Flut organisiert. Friedrich Ebert, der erste Reichspräsident. hat das Chaos im Inlande gemeistert und die Wahlen zur Nationalversammlung ausgeschrieben. So wurde die Wiederkehr geordneter und verfassungsmäßiger Zustände in Deutschland angebahnt. In heißem Ringen und in monatelangen Verhandlungen ist es dann der verfassunggebenden deutschen Nationalversammlung in Weimar gelungen, die neue Reichsverfassung zu schaffen. * Das Verfassungswerk wurde vollbracht auf einem Boden, der jedem Deutschen durch die schönsten Erinnerungen geheiligt ist. Der Name Weimar führt unsere Gedanken zurück in eine Zeit, da Deutschland, aus tausend Wunden blutend. in erbarmungswürdiger politischer Ohnmacht am Boden lag. Aber gerade diese Zeit tiefster politischer Demütigung ist es gewesen, in der der deutsche Geist, vornehmlich von Weimar aus, seine Schwingen regte zum gewaltigen Siegesflug über die Länder der Erde. Und während Deutschland nicht mehr ein Staat, sondern nur noch ein geographischer Begriff zu sein schien, neigte die Welt sich vor dem großen Genius unseres Volkes, wie er verkörpert war in Kant und Fichte, in Herder und Humvoldt, in Goethe und Schiller. Selbst ein Napoleon senkte, in Erfurt, grüßend den Degen vor Johann Wolfgang Goethe. Das alte Reich des deutschen Staates war tot— das neue Reich des deutschen Geistes triumphierte. Und wie es nach Schillers schönem Wort der Geist ist, der sich den Körper baut, so erstand vom Geiste her. der unser Volk ideell einigte, Deutschland nach und nach neu auch als politische Einheit. Sie fand ihren Ausdruck in der Gründung des Kaiserreichs nach dem siegreichen Krieg von 1870 71. Machtvoll bestand es fast ein halbes Jahrhundert. Und als dann, unter dem Ansturm einer Welt von Feinden, das Kaiserreich zusammengebrochen war und das deutsche Volk sich, in freier Wahl. jene Vertretung berufen hatte, die ihm eine neue Verfassung geben sollte, da war es ein guter und gesunder Gedanke, die Nationalversammlung gerade in Weimar zusammentreten zu lassen und damit vor aller Welt zu bezeugen, daß der Geist von Weimar herrschen solle im neuen Deutschland. An dem Tage, an dem dann das Werk von Weimar vollendet wurde, hatte das deutsche Volk nach den Irrungen und Wirrnissen der vorhergehenden Zeit sich wiedergefunden. Sein gesetzmäßiger Sinn hatte über Diktaturneigungen und Anarchie triumphiert. Schöner konnte die Einheit des Volkes. einoringlicher konnten die Ziele seines staatspolitischen Wollens nicht ausgesprochen werden, als in dem Vorspruch, der Präambel der Weimarer Verfassung: „Das deutsche Volk, einig in seinen Stammen und von dem Willen beseelt, sein Reich in Freiheit und Gerechtigkeit zu erneuen und zu festigen, dem inneren und dem äußeren Frieden zu dienen und den gesellschaftlichen Fortschritt zu fördern, hat sich diese Verfassung gegeben.“ Diese Präambel verkündet den unzerstörbar festen Willen des deutschen Volkes, in allen seinen Stammen und Schichten zusammenzuhalten— in einer einzigen großen Volksgemeinschaft. * Das Verfassungswerk, das im Zeichen des altgeheiligten„schwarz=rot=goldenen Banners— schon lange waren ja diese Farben das Symbol des Gedankens deutscher Einheit und Freiheit— in Weimar geschaffen wurde, während tagtaglich die Wogen schwerster innerer und äußerer Kämpfe das lecke Reichsschiff umbrandeten: dieses Verfassungswerk ist gewiß nicht vollkommen. Maner Artikel der Verfassung ist erst nach hartem ampfe widerstrebender Meinungen zustandegekommen und tragt den Stempel des Lompromisses an der Stirn. Aber trotz dieser Fehler und Unzulänglichkeiten darf man nicht übersehen: als Ganzes betrachtet, bleibt die Verfassung ein bedeutsames und in diesem Sinne schöpferisches Werk. Sie hat sich auch in den schweren Nachkriegsjahren bewährt, hat ihre Feuerprobe bestanden und, gleich einem monumentalen Bauwerk, innen= und außenpolitischen Stürmen getroßt. Darum ist der Verfassungstag, den wir heute begehen, ein Feiertag des deutschen Volkes. In schwerster Zeit hat es sich ein festes Haus auf den Trümmern des alten Staatsgefüges gebaut, hat es das Grundgesetz seines staatlichen Lebens neu geschaffen. Die Weimarer Verfassung entspringt, wie kaum ein Verfassungswerk in anderen Ländern, dem Willen der großen Mehrheit des deutschen Volkes. Sie verdankt ihre Entstehung nicht einem einzelnen Staatsmann, nicht einer Regierung oder einem Kollegium von Gelehrten. Sie ist nicht, wie die Bismarcksche Reichsverfassung, jene zu ihrer Zeit schöpferische Tat eines politischen Genius, von einem einzigen überragenden Staatsmann entworfen und nach dessen Richtlinien und Willen von der Volksvertretung angenommen worden. Sie ist vielmehr aus dem Volke selbst geboren, vom Volke selbst geschaffen worden. Zielbewußte und verantwortungsvolle Zusammenarbeit der vom gesamten deutschen Volk unmittelbar gewählten Vertreter hat sie zustandegebracht. In Weimar, dem Hort deutscher Geisteskultur, hat das gesamte Volk durch seine berufenen Vertreter seine erste große staatsrechtliche Schöpfung vollbracht— eine Tat ungebeugten deutschen Lebenswillens, eine Schöpfung starken Organisationsstrebens, eine Grundsteinlegung geistigen und staatlichen Wiederaufbaus. * Das Volk, das seinem politischen Wollen in dieser Verfassung Ausdruck verlieh, hat sich in dem von ihm geschaffenen Staate auch das höchste Recht vorbehalten. Der Artikel 1 der Verfassung lautet: „Das Deutsche Reich ist eine Republik. Die Staatsgewalt geht vom Volke aus.“ Damit ist der Fundamentalsatz aller Demokratie, damit ist das Prinip der Volkssouveränität ausgesprochen. as Volk ist die letzte Quelle aller Staatsgewalt in Deutschland; alle Staatsgewalt ist letzten Endes Volkswille. Es ist ein untrügliches Zeichen für die Größe und innere Stärke des Weimarer Verfassungswerkes, daß es troßz cnes nie erlebten Druckes von außen und erheblicher innerer Wirren dem deutschen Volke seinen republikanischen Staat 10 schwere Jahre hindurch erhalten hat und daß er heute fester denn je steht— tief verankert im lebendigen Willen des Volkes. Ihrem Inhalte nach ist jedoch die Weimarer Verfassung keinesweas ein radikaler Bruch mit der Vergangenheit. Die heutige Verfassung ruht vielmehr zu einem wesentlichen Teil auf den Fundamenten der Bismarckschen Verfassung. Nirgends ist die deutsche Geschichte und Vergangenheit willkürlich oder gewaltsam über den Hausen geworfen worden. So bildet die Weimarer Verfassung eine Brücke zwischen deutscher Vergangenheit und deutscher Zukunft. In Organisation und Aufbau des Reiches hat sie Bewährtes und historisch Gegebenes von der Bismarckschen Verfassung übernommen. In ihrer ideellen Grundeinstellung knüpft sie jedoch vornehmlich an Ideen an, die bereits in früheren Generationen, bei unseren Vätern und Großvätern, lebendig waren. Der Gedanke eines freien gesamtdeutschen Volksstaates hebt sich bereits deutlich aus der großen nationalen Erhebung der Freiheitskriege heraus Später fand dieser Gedanke seine organische Fortbildung in der Bewegung der deutschen Jugend. Wir brauchen uns nur an die Bewegung in der deutschen Studentenschaft zu erinnern, brauchen nur an das Stürmen und Drängen, an die jugendliche Begeisterung in den Urburschenschaften zu denken. Ueber die Etappen von 1848, 1867 und 1870•71 ist der nationale Einheitsgedanke Schritt für Schritt vorwartsgekommen. Noch wahrend des Weltkrieges erhielt er unverkennbare Antriebe. Vor dem Zusamenbruch des alten Reichs im November 1918 wurden vom Reichstag die sogenannten Oktober=Gesetze angenommen und publiziert. Diese Oktober=Gesetze brachten eine Einschränkung der kaiserlichen Gewalt und des Bundesrates und die Einführung des parlamentarischen Systems. Sie bedeuten also tatsächlich bereits eine engere Zusammenschmiedung der deutschen Bundesstaaten. Die Weimarer Verfassung hat dann den vorläufigen Schlußpunkt unter diese Entwicklung gesetzt. Sie hat alle Teile des Deutschen Reichs fest miteinander verknüpft, hat auf der anderen Seite jedoch weitgehende Rücksicht auf bodenständige und landsmannschaftliche Eingenarten genommen. Sie hat also eines der schwierigsten Probleme im deutschen Staatsleben zu lösen versucht, hat versucht, den berechtigten Wunschen nach Wahrung der Eigenheiten aller Volksteile nachzukommen, ohne darauf zu verzichten, die große deutsche Volksfamilie enger zusammenzuschließen. Sie hat auch Raum gelassen für eine Neuorganisation der Verwaltung und für die Neugliederung des Reiches, die beide zu den vordringlichsten Gegenwartsaufgaben der deutschen Innenpolitik zählen Das Gewebe der Weimarer Verfassung ist weit genug, dem aus dem freien Willen der deutschen Staatsbürger hervorgegangenen Wunsche nach neuten staatlichen, wirtschaftlichen und kulturellen Lebensformen Rechnung zu tragen. Es ist engmaschig genug, um einer Zerstörung dieser Formen durch übertriebene individualistische Tendenzen vorzubeugen. So ist Weimar das Symbol des deutschen Geistes, nach dem tragischen Ausgang des Weitkrieges auch zum Symbol deutscher Einheit geworden. Ohne das Werk der Nationalversammlung wären wir heute wahrscheinlich kein einheitliches Volk mehr. Nach der Feuerprobe des Weltkrieges sind wir in Weimar aufs neue zusammengeschmiedet worden zu einem einheitlichen Volkskörper mit gleichem Blut, mit gleicher Sprache, mit gleicher Kultur, gleichen Sitten und Gewohnheiten. Wir vergessen dabei nicht, daß viele Millionen Deutsche in Ost und West, Nord und Sud jenseits der Reichsgrenzen, abgetrennt vom deutschen Mutterboden, leben. Wir Reichsdeutschen fühlen uns mit all denen, die deutschen Stammes sind, aufs engste verbunden. Gerade der 10. Verfassungstag gibt uns besonderen Anlaß an unsere deutschen Brüder jenseits der Reichsgrenwirken, Unzweckmäßiges abstoßen und neue Formen hervorbringen, die neuen Zeiten angepaßt sein werden. So ist die Weimarer Verfassung der Kristallisationspunkt für alle lebendigen deutschen Volkskräfte innerhalb und außerhalb der Reichsgrenzen; die Grundlage, auf der unser nationales Leben sich vollzieht. Diese Grundlage, die jeden von uns trägt, zu achten, ist selbstverständliche Pflicht. Dazu muß ein jeder bereit sein, und diese Achtung wird auch den Kreisen, die dem neuen Staatswesen ihrer inneren Einstellung nach fernstehen, erleichtert werden, wenn im Sinne wahrer Volksgemeinschaft die Achtung der großen und glanzvollen Vergangenheit des deutschen Volkes verbunden wird mit der Achlung der Leistungen des neuen Staates in der härteren und schwereren Gegenwart. Sehen wir doch in den Gestalten der beiden ersten Reichspräsidenten, in Ebert und Hindenburg, beide gleich verehrungswürdig, beide gleich liebenswert in ihrer aufopfernden Arbeit für das Wohl unseres Volkes, Repräsentanten jener Staatsgesinnung, die die Achtung der großen Vergangenheit verbindet mit dem Schaffen für das neue, um den Aufstieg ringende Deutschland. Lassen Sie mich zum Schluß noch einmal mit den Worten desjenigen Deutschen sprechen, der in seinem Volke wohl am tiefsten gewirkt hat, und der über die deutschen Reichsgrenzen hinaus am weitesten bekannt ist. In seinem Alter hat Goethe das mystische Erlebnis von Werden und Vergehen, von Untergang und neuem Aufstieg in die unvergänglichen Worte gekleidet: „Denn so lang du das nicht hast, Dieses: Stirb und werde! Bist du nur ein trüber Gast 3 Auf der dunklen Erde.“ Das gilt für die Völker, wie es für den einzelnen gilt. Aus dem Zusammenbruch des alten Deutschland ist langsam, unter unsäglichen Schwierigkeiten und Mühen, unter äußeren und inneren Hemmungen ein neues Deutschlano emporgewachsen. Und die entscheidende Tat zum neuen Werden im deutschen Volksleben war das Weimarer Verfassungswerk, dessen Entstehung vor 10 Jahren wir heute feiern. Blicken wir zurück auf den langsamen Aufstieg Deutschlands seit jenem Tage, so haben wir ein begründetes Recht, an Deutschlands Zukunft, an Deutschlands Mission in der Welt zu glauben. Einigkeit und Recht und Freiheit sind die drei Keime deutscher Wiedergeburt, sind die Stützen des deutschen Staatslebens, die Bänder, die die deutsche Volksgemeinschaft zusammenhalten. * Fahnenspruch. Schwarz die Erde und schwarz das Eisen— Segen der Arbeit wollen wir preisen. Rot ist das Blut, das dem Herzen entquillt: Liebe zur Heimat, nimmer gestillt. Golden am Himmel die Sonne kreist. Ewige Ziele der Menschheit weist. Schwarz=rot=golden wehn unsere Fahnen, Sie grüßen die Enkel, sie grüßen die Ahnen. Hans E. Lange. Daten zur Verfassungsgeschichte. zen zu denken und das Gelöbnis der Zusammengehörigkeit zu erneuern. Wir denken in Treue und Dankbarkeit daran, daß vor nunmehr zehn Jahren das österreichische Brudervolk den Entschluß faßte, sein Land einzugliedern in das Deutsche Reich. Der starre Widerspruch der einstigen Kriegsgegner hat diesen Entschluß zwar bisher rechtlich unwirksam gemacht, hat es jedoch nicht verhindern können, daß im Herzen des Volkes die Vereinigung der Deutschen und der deutschen Oesterreicher sich längst vollzogen hat Und wenn wir überblicken, was auf dem Boden der Weimarer Verfassung auf allen Gebieten des öfsentlichen Lebens in schweren Nachkriegsjahren geschaffen worden ist, so können wir ohne Selbstüberhebung uns der Erfolge freuen. Das Reich ist neu gezimmert, die Reichseinheit blieb gewahrt. Die deutsche Wirtschaft hat sich mit eisernem Fleiß wieder emporgearbeitet. Ueberragende Leistungen in Wissenschaft. Kunst und Technik sind aufzuweisen. Mehr als einmal haben sich in den letzten Jahren die Augen der ganzen Welt mit Bewunderung und Anerkennung auf unser Land, auf seine Pioniere des Geistes, der Kunst und der Technik gelenkt. Und was das politische Leben betriff:: Deutschland sitzt im Rat der Nationen in Genf als Vorkämpfer friedlicher Völkerverständigung, sitzt in jenem Völkerbund, der einst, noch vor wenigen Jahren, seine Tore dem besiegten und zertretenen Deutschland verschloß. Diese unbestreitbaren Tatsachen erlauben uns, unseren Blick in festem Selbstvertrauen vorwärts und aufwärts zu richten. Zielklares Wollen, ernste Arbeit, heißes Bemühen haben noch stets zum Segen geführt. „Wer in schwankender Zeit auch schwankend gesinnt ist, Der vermehret das Uebel und breitet es weiter und weiter. Aber wer fest auf dem Sinn beharrt, Der bildet die Welt sich.“ Noch eine andere Seite der Weimarer Verfassung wollen wir beachten. Das Werk der Nationalversammlung ist nicht nur ein Bildner nationalen Bewußtseins und nationaler Gemeinschaft, es ist auch der große Erzieher zum staatsbürgerlichen Denken. Wenn die Verfassung auf dem Grundsatz der Volkssouveränität aufgebaut ist, wenn der Wille des Wählers letzten Endes das Staatsschiff lenkt, dann ist Voraussetzung im ganzen Volk sowohl wie bei jedem einzelnen: politischer Sinn, politisches Verantworjungsgefühl. Gerade unserem Volke tut eingehendes Studium der politischen Fragen und Aneignung staatsbürgerlicher Kenntnisse auf allen öffentlichen Gebieten bitter not. Nur durch Weckung des politischen Sinns, nur durch Erhöhung des Verantwortungsgefühls auch für das große Ganze kann die politische Reife des Volkes erlangt werden, die allein die Gewähr dafür bietet, daß Deutschland in dem Wettstreit der Nationen sich behaupten kann. Die Handhabe dazu bietet die Weimarer Verfassung. Ihre Grundlagen wollen erarbeitet sein. Sie muß, wie frisches Blut, immer wieder in das gesamte Adersystem des Volkslebens einströmen. Sie muß leben und mit Leben erfüllt werden; sie muß das gesamte bürgerliche Dasein und unsere nationale Kultur durchdringen. Ist so die Verfassung Fleisch und Blut des Volkes geworden, dann wird sie auch nicht versauern oder erstarren, sondern dem strömenden Fluß geschichtlichen Werdens und volkstümlichen Erlebens sich anpassen; dann werden die fortschrittlichen Elemente, die als Keim in ihr liegen, sich ausDas alte Deutsche Reich des Miielalters war Wahlmonarchie. Die Macht der deurschen Könige und Kaiser war durch eine Art ständischer Einrichtung, den Reichstag, der aus Vertretern des Grundadels, der Stadte, der Geistlichkeit usw. bestand, in gewissen Fragen beschränkt. Die Entwicklung des alten Deutschen Reiches vom Mittelalter her verlief in folgender Richtung: Die Kaisermacht wurde allmählich schwacher, die Macht der Territonial=Fürsten nahm zu. Der Westfälische Friede von 1648, der den Dreißigjährigen Krieg abschloß, brachte den Territorial=Fürsten die Landeshoheit. Damit war die Einheit des alten Deutschen Reiches zerbrochen. Schließlich existierte das Deutsche Reich nur noch dem Namen nach. 1806 legte Kaiser Franz II. aus dem Hause Habsburg die bedeutungslos gewordene Kaiserkrone nieder Das Staatsleven des deutschen Volkes wurde also frühzeitig vom Reich in die Länder verlegt. Schließlich gab es über 300 selbständige Staatsgebilde in Deutschland. In den deutschen Territorien herrschte zunachst allgemein die ständische Monarchie. Später trat die Bedeutung der Stände mehr und mehr zurück, die absolute Monarchie bildete sich aus. König Friedrich Wilhelm l. in Preußen, staditisierte seine Souveranitat wie einen„rocher de bronce". * Nach den Napoleonischen Kriegen wurde im deutschen Volke der Wunsch nach einem deutschen Nationalstaat auf konstitutioneller Grundlage ledendig. Er wurde zunächst nicht erfullt. Der Wiener Kongreß schuf(1815) an Stelle eines kraftvollen Deutschen Reiches den Deutschen Bund, der nichts weiter als ein ohnmächtiger, Staatenbund war. Sein Organ war der unter Oesterreichs Vorsitz tagende Bundestag. Im Deutschen Bund vereinigten sich 39 Staaten(die Zahl der deutschen Einzelstaaten hatte sich in der Navoleonischen Aera erheblich vermindert). In den einzelnen Gliedern dieses Staatenbundes, den deutschen Territorial=Staaten gab es zumeist nur landesständische Verfassungen. So auch in Preußen, das in dem Gesetz vom 5. 6. 1823 die Provinzialstände als beratende Organe für die Interessen jeder Provinz einsetzte. Die Volksbewegung von 1848 brachte einige Aenderungen. Im Jahre 1848 trat in Frankfurt a M eine durch freie Volkswahl berufene Nationalversammlung zusammen. Sie arbeitete eine Deutsche Reicheversassung dis Ende März 1849 aus. Praktisch ist die Botkebewegung im Sande verlaufen. 1851 wurde der machtlose Deutsche Bundestag, das Erzeugnis des Wiener Kongresses, wieder eröffnet In Preußen führten die Jahre des Sturms und Drangs zu der Verfassung vom 30. Mai 1849, die dem Volke vom König diktiert wurde. Sie brachte das Dreiklassen=Wahlrech= Nach dem preußisch=österreichischen Kriege 186, schied Oesterreich aus dem Deutschen Bund aus, und Zreußen gründete mit den Staaten nördl. des Mains den Norddeutschen Bund. Im Früyjahr 1867 erhielt der Norddeutsche Bund eine Verfassung als Bundesstaat auf konstitutioneller Grundlage. Wahrend des siegreichen Krieges gegen Frankreich 1870=71 schlossen sich die deutschen Sidstaaten dem Norddeutschen Bunde an. Am 18. Januar 1871 wurde zu Versailles das neue deutsche Kaiserreich proklamiert. Dem Deurschen Reich wurde am 16. April 1871 eine Verfassung gegeben, deren Schöpfer Bismarck war. Demnach war das Deutsche Reich ein Bundesstaat: er umfaßte 25 Staaten und das Reichsland Elsaß=Lothringen. Die Organe des Reichs waren Bundesrat, Reichstag und Kaiser. An der Spitze der Reichsregierung stand der Reichskanzler Während des Weltkrieges 1914—18 wurde der Wunsch im Volke immer dringender, die Volksvertretung mit größeren Rechten auszustatten. Dem trug die Osterbotschaft des Deutschen Koisers vom 7. April 1917 bereits im gewissen Grade Rechnung. Die beiden Reichsgesetze vom 28. Oktober 1918 brachten dann die Parlamentarisierung des Regierungssystems und die Erweiterung der Zuständigkeit des Reichstages. Unter dem Ansturm seiner übermächtigen Feinde brach im November 1918 das Deutsche Reich zusammen. Zunächst ging die gesamte politische Gewalt sowohl im Reich als auch in den Bundesstaaten in die Hände von Arbeiter= und Soldatenräten uder. Die Abdankung des Kaisers und der Tyronverzicht des Kronprinzen erfolgten am 9. November 1918 Bereits am 12. November 1918 kündete der Rat der Volksbeauftragten in einem Aufruf die Wahl einer verfassunggebenden Nationalversammlung an. Eine zum 25. November 1918 nach Berlin berufene Konferenz der einzelstaatlichen Regierungen sprach sich Hilf bauen! Du sollst nicht kalt und ruhig stehn Wenn große Taten rings geschehn. Beschau das Bauwerk deiner Zeit Und seine Größ’ und Herrlichkeit. Erhebe dich aus fauler Ruh. Und greif mit an und greif mit zu! Und wär's auch nur ein kleiner Stein, Fug in den Bau ihn doch hinein! Du sollst nicht kalt und ruhig stehn, Wenn große Taten rings geschehn, Hast du im Kleinen mitgetan, Greifst du wohl auch das Große an Ludwig Würkert(1848). ebenfalls für Wahl einer Nationalversammlung aus Durch eine Verordnung vom 30. November 1918 schrieb dann der Rat der Volksbeauftragten die Wahl für die„Verfass sammlung“ aus und gab gleichzeitig die Wahlordnung bekannt. Am 19. Januar 1919 wurde die Nationalversammtung gewahlt. Am 6. Februar 1919 trat sie in Weimar zusammen. Am 10. Februar 1919 verabschiedete sie ein Gesetz über die vorläufige Reichsgewalt. Am 21. Februar 1919 legte die Reichsregierung der Nationalversammlung den Entwurf einer Reichsverfassung vor. Dieser Entwurf, den Prof. Dr. Hugo Preuß geschaffen hatte, war nach einer vom Staatenausschuß vorgenommenen Umarbeitung von dieem gebilligt worden(der Staatenausschuß war durch das Gesetz über die vorläufige Reichsgewalt neu konstruiert und entsprach etwa dem jetzigen Reichsrat). Nach der ersten Lesung in der Nationalversammlung wurde der Entwurf an einen besonders gebildeten Verfassungsausschuß verwiesen, der unter Leitung des Abgeordneten Haußmann in 42 Sitzungen den Entwurf stark umarbeitete und systematisch neu aufgliederte. Dann ging der Entwurf an das Plenum der Nationalversammlung zurück und wurde hier eingehend durchberaten. Am 31. Juli 1919 wurde das Weimarer Verfassungswerk in drit ter Lesung mit 262 gegen 75 Stimmen angenommen. Am 11. August 1919 wurde die Verfassung vom ersten Reichspräsidenten Friedrich Ebert ausgefertigt. Damit hatte sich die Deutsche Republik auf gesetzmäßiger Grundlage konstituiert. Freistaatliche Verfassungen bestehen seit 1919 auch in sämtlichen deutschen Ländern Seit ihrer Verkündigung ist die Reichsverjassung durch neun verfassungsändernde Gesetze in ihrem Wortlaute abgeändert worden. Das Gesetz vom 6. August 1920 hat zugunsten der einheimischen Bevölkerung von Helgoland ein von den Verfassungsgrundsätzen des Artikels 17 abweichendes kommunales Wahlrecht zugelassen. Das Gesetz über die Vertretung der Länder im Reichsrat vom 24. März 1921 erhöhte die preußischen Stimmen, so daß jede preußische Provinz eine Stimme erhalten konnte. Durch Gesetz vom 15. Dezember 1923 würde klargestellt, daß der Ausschuß zur Wahrung der Rechte des Volksvertretung(Art. 35) auch nach einer Auflösung des Reichstags bis zum Zusammentritt des neuen Reichstags fortbesteht. Das Gesez vom 22. Mai 1926 fügte einen neuen Artikel 40a ein, der die Immunität des Präsidiums und der Zwischenaus schusse des Reichstags für die Zeit zwischen zwei Tagungen oder Wahlperioden sicherstellte. Andere den Wortlaut der Verfassung ändernde Gesetze hatten Uebergangscharakter und sind inzwischen gegenstandslos geworden wie die Regelung der Volksabstimmuna in Oberschlesien(Art. 167) und die Amtsdauer des von der Nationalversammlung gewählten ersten Reichspräsidenten(Art. 180). Vaterland und Freiheit. Wo dir Gottes Sonne zuerst schien, wo dir die Sterne des Himmels zuerst leuchteten, wo seine Blitze dir zuerst seine Allmacht offenbarten und seine Sturmwinde dir mit heiligem Schrecken durch die Seele brauseten: da ist deine Liebe, da ist dein Vaterland. Wo das erste Menschenaug' sich liebend über deine Wiege neigte, wo deine Mutter dich zuerst mit Freuden auf dem Schoße trug und dein Vater dir die Lehren der Weisheit und des Christentums ins Herz grub: da ist deine Liebe, da ist dein Vaterland. Und seien es kahle Felsen und öde Inseln, und wohnte Armut und Mühe dort mit dir,— du mußt das Land ewig lieb haben; denn du bist ein Mensch und sollst nicht vergessen, sondern behalten in deinem Herzen. Auch ist die Freiheit kein leerer Traum und kein wüster Wahn, sondern in ihr lebt dein Mut und dein Stolz und die Gewißheit, daß du vom Himmel stammest. Da ist Freiheit, wo du leben darfst, wie es dem tapferen Herzen gefällt; wo du in den Sitten und Weisen und Gesetzen deiner Väter leben darfst; wo dich beglückt, was schon deinen Ureltervater beglückte; wo kein fremder Henker über dich gebieten und keine fremden Treiber dich treiben, wie man das Vieh mit dem Stecken treibt. Dieses Vaterland und diese Freiheit sind das Allerheiligste auf Erden. ein Schatz, der eine unendliche Liebe und Treue in sich verschließt, das edelste Gut, was ein guter Mensch auf Erden besitzt und zu besitzen begehrt... Ernst Moritz Arndt. Verwaltungs=Aebergabe nach der Neugliederung. Hochdruck bei den Behörden. Für die Staats= und Kommunalverwaltungen im rheinisch=westfälischen Industriegebiet, soweit es durch das Neugliederungsgesetz berührt wird, ergeben sich gegenwärtig eine Reihe schwieriger Aufgaben. Es gilt, in allen Verwaltungen den umfangreichen Grenzveränderungen Rechnung zu tragen, die durch das Gesetz geschaffen worden sind. Da an einigen Stellen auch die Provinzgrenzen berührt worden sind, sind auch die beiden Oberpräsidenten und die Provinzialverwaltungen in Mitleidenschaft gezogen. Intensiver naturlich müssen sich die Regierungsbezirke mit der Aus= und Umgemeindung befassen. Insolge der starken Vergrößerung des Ruhrsiedlungsverbandes um ein Gebiet, auf dem rund 500 000 Menschen wohnen, vollzieht sich auch hier eine außerordentlich umfangreiche Aktenübergabe Im allgemeinen scheint sich der Uebergang so abzuwickeln, daß wenigstens die staatlichen Behörden die neu einlaufenden Sachen sofort an jene Stelle weitergeben, die sie nunmehr zu berarbeiten hat. während die in Arbeit befindlichen Angelegenheiten von der Behörde, die sie bisher zu bearbeiten hatte, auf Ersuchen der Ueberwachungsstellen einstweilen weiter behandelt werden. Denn eine vollständige Uebergabe aller Verwaltungsangelegenheiten würde zu zahllosen Verzögerungen und zu Unzuträglichkeiten auch für die Einwohnerschaft führen. Nur ganz allmählich kann der gesamte Verwaltungsstoff von der einen zur anderen Behörde übergeführt werden. Wesentlich schwieriger liegen die Dinge bei den Städten, Gemeinden und Landkreisen. Hier macht sich der Uebergang in ganz schroffer Weise bemerkbar, weil mit dem 1. August die Zuständigkeiten der eingemeindeten oder durch Zusammenlegung ihrer Selbständigkeit beraubten Gemeinden aufgehoben worden sind. Hier ging die Verantwortlichkeit mit demselben Tage an die andere Kommune über und die bisherige Behörde verlor ihre Zuständigkeit vollständig. Das bedeutete zunächst weniger in den Fällen der Zusammenlegung, als in den Fällen, wo eine Stadt in einer anderen oder ein Kreis in einer Großstadt aufging, eine ehr schwere Belastung. Die Verwaltungs organisatoren der Städte haben jetzt Gelegenheit zu beweisen, daß sie auch die nicht alltäglichen Verhält nisse zu meistern verstehen. Es ist doch keine kleine Aufgabe, wenn etwa ein Dutzend Gemeinden vollzogene Umgemeindung neue Verhaltnisse entstanden, die in den Betrieben oft tiefgreifende organisatorische Aenderungen notwendig machen. Hier kommt besonders das Zeitungswesen in Betracht Fast jeder der großeren Orte, der jetzt in irgendeiner Form seine Selbständigkeit verloren hat, besaß eine oder mehrere Zeitungen, die sich jetzt in großem Umfange auf die neuen Verhältnisse einstellen müssen Auch die Verwaltungen werden auf die plötzliche zahlenmäßige Vermehrung der öffentlichen Meinung weitgehende Rücksichten nehmen müssen. In Essen z. B. wird durch die Eingemeindung die Zahl der vorhandenen Ortszeitungen uni nicht weniger als zehn vermehrt. Aehnlich liegen die Dinge in Bochum, in Duisburg und in der Gutehoffnungshütte=Stadt. nicht nur oberflächlich an die Stadt angeschlossen werden sollen, sondern all die hundert und tausend Fäden, die losgerissen sind, organisch miteinander verbunden werden sollen. Denn der Uebergang soll sich doch so vollziehen, daß er möglichst wenig in die Erscheinung tritt und allsogleich einheitliche Verhältnisse zuwege kommen. Eine weitere Schwierigkeit liegt darin, daß die praktische Umgestaltung in die Zeit der Ferien fällt, wo sehr viele Beamte, die mit Rücksicht auf ihre die Schule besuchenden Kinder den Urlaub nicht verlegen können, fern von ihrer Arbeitsstätte weilen. So spannt diese bewegte Zeit die vorhandenen Arbeitskräfte aufs äußerste an und doch werden vermutlich diese Arbeiten hundertmal lieber ausgeführt als die unfruchtbaren Auseinandersetzungen, die im Um= und Eingemeindungsstreit alle Krafte in Anspruch genommen und ihre Betätigung auf einem Gebiete verlangt hatten, das der laufenden Verwaltungsarbeit durchaus fremd war. Es mag für viele Kommunalbeamte einen besonderen Reiz bedeuten, hier aufbauend tätig sein zu können. Den Leitern der Verwaltungen erwächst jetzt die peinliche und undankbare Pflicht, die Vorentscheidungen darüber zu treffen, welche der Beamten aus den eingemeindeten Orten in die städtische Verwatung übernommen werden sollen. Dabei hat sich eine seltsame Erscheinung gezeigt: Die Großstädte, die eingemeindeten, sind eher geneigt, wenn eine Verringerung der Zahl der Angestellten und in einzelnen Fällen auch der Beamten nötig ist, ihre bisherigen eigenen Kräfte zu entlassen als die Angestellten der Orte, die eingemeindet wurden. Die Erklärung für diesen Vorgang ist darin zu suchen, daß man alles peinlich vermeiden will, was in den einzugemeindenden Orten Unruhe und Mißstimmung hervorrufen könnte. Als eine sehr kluge Maßnahme erweist es sich jetzt, daß die Städte vielfach und teilweise auf die einzugemeindenden Vororte im Hinweis auf die bevorstehende kommunale Neugliederung und die zahlreichen dann zu übernehmenden Beamten die freigewordenen Beamten= und Angestelltenposten einstweilen nicht besetzt haben. So kann jetzt manche Härte vermieden und manche tüchtige Kraft entsprechend beschäftigt werden. Nicht nur in den Verwaltungen, auch für Handel und Gewerbe sind nicht selten durch die Der größte Hasen am Dortmund=Ems=Kanal 30 Jahre Dortmunder Hafen.— Ein Sammelpunkt westfälischer Wirtschaftsleistung. Am 11. August 1899 wurde der Dortmunder Hafen eingeweiht. Volle zehn Jahre hat es gedauert, bis der Hafen und seine Entwicklung als abgeschlossen betrachtet werden konnten. Inzwischen ist noch der Hardenberg=Hafen aus preußischer Verwaltung in den Besitz der Stadt übergegangen. Die Hafenanlage umsaßt heute ein Gebiet von rund 197 ha. Da von entfallen je 33 ha auf die Wasserflächen und auf die Gleisflächen der Hasenbahn. Außer den beiden Waggonkippen und drei Getreide=Elevatoren sind zur Zeit vorhanden 28 elektrisch betriebene Krane und Verladebrücken von 1.5 bis 50 to Tragfähigkeit. Es stehen insgesamt zur Verfügung 11 175 Meter nutzbare Ufer, von denen 2 473 Meter mit senkrechter Kaimauer ausgerüstet sind. Der Schiffsgüterverkehr, der im Jahre 1913 3 Millionen to umfaßte, bezifferte sich im Jahre 1927 auf 4 Millionen 1o. Dortmund ist in erster Linie Einfuhrhafen. Das Haupteinfuhrgut ist Erz. Im Jahre 1927 bezogen die Dortmunder Werke insgesamt 4 306 000 to. Erz, davon 3 Mill. to, d. s. 70 Proz über den Dortmunder Hafen. Nicht so günstig wie bezüglich der Erzeinfuhr liegen die Verhältnisse mit der Kohlenausfuhr. Die im Dortmunder Hafen zum Umschlag gelangenden Kohlen sind mehr oder weniger mit einer Eisenbahnvorfracht belastet. Deshals gehen über die Dortmunder Kipper in der Hauptsache nur noch die im östlichen Industriegebiet anfallende Steinkohle, die in Emden bzw. an der deutschen Küste zur Brikettfabrikation und für Hochofenzwecke geeignet ist. Der Umschlaaverkehr der übrigen Güter im Dortmunder Hasen erreichte im Jahre 1928 zum ersten Male 1 Millionen vo. Die wichtigsten Güter sind: Sand und Kies, Holz. Getreide, Mehl, Zucker, Schrott und Metalle in der Anfuhr, Eisen und Düngemittel aber in der Abfuhr. An Sand und Kies wurden 225 000 to, die vom Rhein her kommen und bei der zunehmenden Beton=Bauweise starke Verwendung finden, umgeschlagen. Das bedeutet, daß im arbeitstäglichen Durchschnitt 175 mit Sand und Kies beladene Kraftlastwagen den Hafen verlassen. Der Schiffsgüterverkehr des Dortmunder Hafens ist am stärksten entwickelt durch Rotterdam und Holland überhaupt. Dann folgt Emden und der Ems=Kanal bzw. der Rhein=Herne=Kanal und der Rhein. Die Mehrzahl der in Dortmund leer werdenden Schiffe sucht den Rhein und den Rhein-HerneKanal auf. um dort Kohlen zu verladen und sie zu den Seehäfen zu bringen. Die stark ansteigende Entwicklung des Dortmunder Hafens wurde außerordentlich günstig beeinflußt durch den Bau der Hafenb ihn, die im Reichsbahnhof Dortmund=Obereving die Verbindung mit der Reichsbahn herstellt. Die Hafenbahn hat die Aufgabe, die Verbindung der Hafenanlage mit dem Hoesch-Werk und dem Hörder Verein herzustellen. Daneben verschafft sie noch zwanzig industriellen und gewerblichen Betrieben die Möglichkeit des Gleisanschlusses. Die Gleise der Kleinbahn haben eine Gesamtlänge von 31 km. Weitere 18 km liegen in den privaten Anschlüssen. Die Hafenbahn vermittelt ferner den Verkehr der städtischen Viehhöse mit der Reichsbahn, den lokalen Verkehr der einzelnen Hafenplätze untereinander und mit der Kleinbahn und den Transport des Hausmülles zum Anschüttungsgelände. Im Jahre 1928 kamen von der Reichsbahn über 50000 beladene Wagen mit über 800 000 to. Ladung. Zur Reichsbahn gingen über 24000 beladene Wagen mit über 300 000 to. Ladung. Hasen und Kleinbahn sind in Verbindung mit den westdeutschen Wasserstraßen ein lebenswichtiger Faktor für die Erhaltung der Dortmunder Schwerindustrie geworden von 30000 RM., so daß ein Gesamtbetrag von rund 480000 RM. zur Verteilung steht Daron sind 200000 RM. vom Provinziollandtag für die Jugendherbergen festgelegt. Es verbleibt allo ein Betrag von rund 280000 RM., der je zur Halste für die Jugendpflege und für die Jugendfürsorge verwendet werden soll. Im einzelnen ist in der letzten Vollsitzung des Landesjugendamts vorgeschlagen worden, die Jugendpflege folgendermaßen zu bedenken: 60000 RM. für Beihilfen zu Führerkursen und Freizeiten, 20000 RM. zur Förderung der Bezirkslichtbildstellen in der Provinz, 15000 RM. für die Einrichtung einer Landesfilmstelle, 20000 RM zur Unterstützung hauswirtschaftlicher Kurse, 10.000 RM für Erziehungsbeihilfen an kinderreiche Famitien und 15 000 RM. für sonstige Ausgaben. Für die Jugendfürsorge sind vorgesehen: 45000 RM. zur Einrichtung von Vorasylen, 90000 RM. zur Förderung der Kindergärten und 5000 RM. für die Durchführung von Führerkursen. Was die Verteilung der Mittel im einzelnen angeht, so soll mit den Beihilfen zu Führerkursen erreicht werden, daß jede Jugendpflegeorganisation nach ihrer besonderen Eigenart ihre jugendpflegerische Arbeit so nutzbringend wie möglich verwirklichen kann. Die Beihilfen für Kindergätren sollen zunächst auf die Einrichtungen fur Kinder von 3 bis 6 Jahren beschränkt werden, um mit der verfügbaren Summe einigermaßen auszukommen. Die Erziehungsbeihilsen an kinderreiche Famitien kommen nur für Jugendliche im Alter von über 14 Jahren in Frage. Das Landesjugendamt hat sich mit der vorgeschlagenen Verteilung der Mittel auf die verschiedenen Aufgabengebiete einmütig einverstanden erklärt. Die Zugendwohlfahrt in Weitsalen 1920. Das Landesjugendamt stellt rund ½ Million RM. bereit. Die etatmäßigen Mittel des Landesjugendamts der Provinz Westfalen für 1929 betragen 400 000 RM Zu dieser Summe kommen 25 900 RM. hinzu, die aus dem Vorjahr noch zur Verfügung stehen, ferner ein Zins= und Tilgungsbetrag für ein Darlehen mit 3 500 RM, eine für die Errichtung eines Vorasyls gewährte aber bisher nicht verbrauchte Beihilfe von 20000 RM. mit aufgelaufenen Zinsen und eine Beihilje des Ministers für Volkswohlfahrt für die Jugendpflege in Höhe Uebernahme von Sozialverücherungs beiträgen als Teil des Lohnes. Die Landesversicherungsanstalt Westialen teilt mit:„Bekanntlich ist es vielfach üblich, den Versicherten die gesetzlich von ihnen zu tragenden Beitragsanteile für die Invaliden=, Kranken= und Erwerbslosenversicherung nicht vom Lohne abzuziehen. Zu der Frage, ob diese vom Arbeitgeber übernommenen Anteile bei Berechnung der Beitragshöhe dem Lohne zuzurechnen sind, hat das Reichsversicherungsamt neuerdings folgenden Standpunkt eingenommen: Ob in der Uebernahme der Arbeitnehmerbeitragsanteile zur Sozialversicherung eine der Schenkung gleichzuachtende freiwillige Zuwendung oder ein Entgelt zu erblicken ist, ist jeweils nach Lage des Einzelfalles zu beurteilen. Hat der Arbeitgeber ausdrücklich die Verpflichtung übemnommen, die gesamten Beiträge zur Sozialversicherung zu tragen, so ist der sonst gesetzlich auf den Versicherten entfallende Beitragsteil als Entgelt anzusehen, also dem für die Höhe der Beitragsentrichtung maßgebenden Lohne zuzurechnen. Auch ohne eine solche ausdrückliche Vereinbarung ist der vom Arbeitgeber übernommene Arbeitnehmeranteil an den Versicherungsbeiträgen dann als Entgelt anzusehen, wenn diese Uebernahme gewohnheitsmäßig erfolgt, das heißt, wenn ortsüblich allgemein die vollen Sozialversicherungsbeiträge von den Arbeitgebern getragen werden. Fügt sich indessen ein Arbeitgeber diesem Gebrauche nicht und erklärt er dem Arbeitnehmer gegenüber ausdrücklich, dessen Beitragsteil lediglich freiwillig, also jederzeit widerruflich tragen zu wollen, so rechnen diese übernommenen Arbeitnehmerbeitragsanteile nicht zum Lohne Trägt demnach ein Arbeitgeber die gesetzlich auf den Versicherten entfallenden Beitragsanteile zur Sozialversicherung weder auf Grund eines Uebereinkommens mit dem Versicherten, noch gewohnheitsmäßig, sondern unterläßt er lediglich freiwillig den Abzug des Beitragsteils des Versicherten vom Lohne, so kann der Versichertenanteil nicht als Entgelt betrachtet werden, er ist demnach ohne Einfluß auf die Höhe des für die Beitragsleistung maßgebenden wochentlichen Arbeitsverdienstes Bei der Wanderung durch Berge und Fluren, in der Sommerfrische sollten Sie täglich Opomaltine nehmen, denn stärkerer Kraftverbrauch bei Zufuhr konzentrierter Kraftnahrung, die den Magen nur belastet, ergibt verstärkten Stoffwechsel und dieser ist die Grundlage guter Gesundheit. In Apotheken und Drogerien vorrätig: 250 gr Büchse RM. 2.70. 500 gr RM. 5.—. Gratisproben und Drucksachen durch: Dr. A. Wander. G. m. b. H., Ostholen-Rheinhessen. Apotheken=Nacht- u. Sonntagsdienst vom 10. 8. bis 16. 8. 1929. Alte Apotheke, Bahnhofstraße 39a, Fernruf 505 95. A Briefe aus deutschen Bädern Stichel- und Stachelverse Von Dr. Stichel=Stacheldorn. 1. Einleitung. Die Krankheit quält uns Menschen sehr Und drückt uns ganz besonders schwer, Wenn man an dem erkrankten Glied Seit Wochen keine Heilung sieht. Dann gibt der Arzt on diesen Rat: „Nun gehn Sie mal in solch ein Bad, Wo man durch Spezialität Der Krankheit schwer zu Leibe geht!" Dann tritt auch so ein Schmerzensmann Gewöhnlich diese Reise an, Vorausgesetzt, er hat das Geld. Das man für Bäder nötig hält. Dann schreibt er wohl auch hier und da, Was mit der Krankheit dort geschah, Und ob es ihm dort gut gefällt Und— nota bene—:„Schickt mir Geld!" Ich teile nun auf eine Bitt' Hier aus den Briefen manches mit, Was einerseits wohl ziemlich Mist, Doch anderseits belehrend ist. Woher ich diese Briefe hab? Die hob' ich, weil man sie mir gab, Ich habe sie genau studiert Und dann poetisch stilisiert. Worum man mich so dringend bat; O. lieber Leser, Leserin, Erfasset nur den rechten Sinn! 2. Der erste Brief. Wiesbaden, 1. Aug. 1929 Liebe Eltern! Ich hab' hier Ein wunderbares Notquartier, Die Pension ist nämlich jetzt Bis auf den letzten Platz besetzt Ich wohne ziemlich unterm Dach Und werde früh um fünf Uhr wach Und hab' ich mich dann angezogen Und mein Gewicht genau gewogen, Dann geh' ich mit dem ganzen Rudel Noch nüchtern zu dem warmen Sprudel Dann trinken wir— das muß geschehn Den Brunnen im Spazierengehn. Ich sage Euch, die reine Luft Und dieser frische Morgenduft Bekommen mir und Tante Ruth Vorzüglich und besonders gut. Sie ist ja hier im Taunuszeichen Mit Herner Luft nicht zu vergleichen Und wenn wir dann zum Kaffee gehn. Dann schmeckt das Frühstück wunderschön, Dann esse ich, was stets geschieht, Mit Lust und großem Appetit, Und zur Verdauung hinterher Les' ich den Herner Anzeiger“. Er kommt hier immer pünktlich an Was ich hiermit bezeugen kann. Dann geht es wieder in den Park, Das ist gesund für Blut und Mark, Und wenn wir hier spazieren gehn Und all die große Pracht besehn, Den Blumenschmuck, das zarte Grun, Die in dem Strahl der Sonne glühn, Der Baume Pracht, das dichte Laub Und alle Wege ohne Staub, Dann fällt mir immer dabei ein: So müßt es auch in Herne sein! Doch nach dem guten Mittagsschmause Folgt eine große Ruhepause, Dann soll ich namlich lange ruhn Und gar nichts denken und nichts tun, Ich soll mich voryer koli abreiden Und dann bis ver Uhr liegen bleiben Dann muß ich wieder Brunnen trinken, Worin die blanken Perlen biinken. Er riecht(so sagte mir Frau Meier) So ähnlich fast wie faule Eier Ich weiß indessen, diese Frau Nimmt's mit den Worten nicht genau Sie sollte mal die Herner Lu# Mit ihrem Gas= und Schwefelduft Beriechen, dann hätt' vielleicht die Mei Wohl recht mit ihren faulen Eiern. sern Dann muß ich auch zum Baden gehn, Das soll nicht jeden Tag geschehn, Doch zwei= bis dreimal jede Woche Empfiehlt es mir der Doktor Knoche: Das will ich dann nebst andern Sachen Gewissenhaft und pünktlich machen Ich soh hier gestern einen Herrn, Er kam aus dem Hotel zum Stern, Er nannte sich Herr Adrian Und fuhr mit Tante in dem Kohn: Er will, so habe ich vernommen. In Herne uns besuchen kommen Nun muß ich aber nebst den Grußen Den langen Brief an Euch beschließen. Nun lebet wohl! Es ist schon späte. Eure Tochter Margarethe. Antwort der Eltern: Herne, den 5. August 1929 Margarethchen! Margarethchen! Du bist dort Erholungsmädchen, Schreibe nur was du getan, Aber nichts von Adrian. Der zweile Brief. Salzuslen, den 2. Aug. 1929 Mein lieber Onkel Kunivert! Gerade ist hier Kurkonzert, Und weil ich für Musik nicht bin, So setz' ich mich zum Schreiben hin In dieser Salz= und Badestadt, Die ziemlich enge Straßen hat, Ist fast die ganze Bürgerwelt Auf Badegäste eingestellt, Und diese sind auch, unbestritten, Im ganzen Orte gut gelitten. Hier ist das Salz das Element. Nach dem der Gast tagtäglich rennt, Er nimmt das Salz in jeder Art, Ob flüssig oder sest und hart, Und alles, was man hier beleckt, Bestimmt nach Salz und Sole schmeckt, Drum sind die Taxen salzig teuer Und steigen, wie bei uns die Steuer, Man spricht hier täglich von der Soie, Wie dort in Herne von der Kohle; Ich sage Dir, mir steht das Salz Schön höher hier bis an den Hals. Ich muß hier täglich inhalieren Und dann den Arzi mo. konsultieren Und baden und dann ohne Mucken" Noch täglich dreimal Brunnen schlucken. Und gurgeln muß ich hinterher, Als ob der Hals von Eisen war; In Herne habt ihr keine Spur Von dieser Salz= und Badekunr Dann kann ich dir hier eingestehn, Die Krankheit fängt an fortzugehn, Und ganz bestimmt ist der Ka#arrh Schon besser, als er vorher war. Und auch die Nase kriegt schon Luft Wenn sie auch noch zuweilen pufft; Ich glaube nun, das Salzozon Bewirkt bei mir die Heilung schon Zum Schlusse kann ich dir noch schreiben, Ich muß nun noch zwei Wochen bleiben, Dann fahr' ich aber wieder gerne Zurück zur Arbeit dort in Herne Vielleicht ist dann die Schwefelei In Herne endlich auch vorbei, Ich glaube nämlich dann und wann, Das Schwefelgas ist Schuld daran, Daß ich hier nun dir zum Verdruß Noch Geld zum Baden haben muß Denn— lieber Onkel!— mit dem Geld Bin ich zur Zeit recht knapp besteilt Nun viele Grüße noch zum Schluß! Dein kranker Nefse Juliu# Antwort des Onkels: Herne, den 8. August 1929. Mein lieber kranker Julius! Aus deinem Brief zieh ich den Schluß, Dir steht was anderes als Salz Bedenklich hoch bis an den Hals GFortietzung s#lnt Nummer 186 7 Drittes Blatt Herner Anzeiger hamstag, den 10. August 1929 * Die Lage auf dem Arbeitsmarkt. Bericht des Arbeitsamtes für die Zeit vom 29. Juli bis 3. August 1929. Die Besserung auf dem Arbeitsmarkt hat sich fortgesetzt. Die Zahl der Hauptunterstützungsempfänger it von 2386 auf 2219, also um 177 Personen zurückgegangen Arbeitslos meldeten sich 421 Personen. Vermittelt wurden 267 Personen. Neben dem Bergbau haben Landwirtschaft, Metall, häusliche Dienste und Lohnarbeit zur Besserung des Arbeitsmarktes wesentlich beigetragen, während bei den handwerksmäßigen Berufen zwar bereits Aufträge an Arbeitskräften vorlagen, immer aber noch nicht von einer wesentlichen Besserung gesprochen werden kann. Zu wünschen übrig läßt ferner die Entwicklung beim Baugewerbe, Verkehrsgewerbe und bei den Angestelltenberufen Bei Landwirtschaft ist das Angebot zwar nicht mehr so stark als in den Vorwochen, jedoch hat es sich nur unwesentlich abgeschwächt. Nach einer von uns aufgestellten Altersstatistik wurden von Januar bis Juni 1929 von insgesamt rund 1800 Vermitttungen 53,3 Prozent im Alter von 14—17 Jahren und 30,6 Prozent der sogenannten ungelernten Burschen von 18 bis 20 Jahren in Landwirtschaft untergebracht. Aus diesen Zahlen geht hervor, daß es bei intensiver Arbeitsberatung durchaus möglich ist, einen Teil der Jugendlichen von 14 bis 17 Jahren der Landwirtschaft zur Verfügung zu stellen. Auch in der Berichtswoche wurden wiederum 62 Burschen und 8 Mädchen vornehmlich von 14 bis 17 Jahren der westfälischen Landwirtschaft zugeführt. Beim Bergbau setzt sich die Aufwärts=Entwicklung der Arbeitsmarktlage ständig fort. Die Ablegung von Arbeitskräften im Bergbau hat hier fast ganz aufgehört. Die Inanspruchnahme des Arbeitsamtes bei der Nachfrage von Fach= und ungelernten Kräften hält erireulicherweise an. Die Beschäftigungslage ist gut. Feierschichten wurden nicht eingelegt. Vermittelt wurden insgesamt 46 Personen, darunter 22 Hauer, 5 Lehrhauer, 7 Gedingeschlepper und 10 Schlepper. Arbeitsfähige Hauer und Lehrhauer stehen im Bezirk unsers Arbeitsamts fast nicht mehr zur Verfügung. Bei Metall ist eine Besserung des Arbeitsmarktes insofern eingetreten als 21 Personen in ein Arbeitsverhältnis überführt wurden bei 41 Neuaufnahmen. Auch hier zeigt sich eine langsame und stete allerdings geringfügige Lageverbesserung. Bei den handwerksmäßigen Berufen ist die Ablegungsaktion immer noch bedeutend. Zwei Sattler, 17 Schreiner, 5 Bäcker und Meßger, 12 Schneider und 2 Schuhmacher meldeten sich arbeitslos. Vermittelt wurden 3 Schreiner und 2 Bäcker in Castrop=Rauxel. Danach ist die Lage=Entwicklung noch schlecht. Beim Baugewerbe ist die Situation außerordentlich ungeklärt. Angefordert wurden 8 Maurer, die einer Wohnungsbaugesellschaft in Castrop=Rauxel zugeführt werden konnten. Dagegen liegen Aufträge an Maurern und sonstigen Facharbeitern für Herne und Wanne=Eickel nicht vor. Es ist auch kaum damit zu rechnen, daß eine wesentliche Besserung in diesen Bezirken eintreten wird. Arbeitslos meldeten sich 46 Personen, darunter allein 29 Maurer. Vermittelt wurden 16 Personen. Beim Verkehr und Lohnarbeit ist zwar eine geringfügige Verbesserung der Lage festzustellen. Immerhin sind aber hier dieselben Gründe als beim Baugewerbe für die recht langsame Lageverbesserung ausschlaggebend. Wir glauben auch kaum, daß mit einer stärkeren und günstigeren Entwicklung in den nächsten Wochen gerechnet werden kann. Bei häusliche Dienste hat sich das Angebot etwas erhöht. 58 Hausgehilfinnen meldeten sich arbeitslos. Vermittelt werden 36. Es besteht eine starke Nachfrage nach Hausgehilfinnen, vorwiegend nach solchen, mit Kochkenntnissen. Es kann jedoch ein voller Ausgleich vorläufig nicht geschaffen werden, da einmal perjekte Hausgehilfinnen fehlen, andererseits im Bezirk unseres Arbeitsamtes die Nachfrage noch viel zu wünschen übrig läßt. Erst, wenn die Haushaltungen im Bezirk alle offenen Stellen dem Arbeitsamt zur Besetzung anmelden, wird der Ausgleich zwischen Angebot und Nachfrage sich besser regulieren lassen Aus diesem Grunde müssen wir hauptsächlich auf of Auf dem Angestelltenmarkt liegen bereits wieder 6 Vermittlungen vor, trotzdem liegen aber die Entlassungen höher. Die Arbeitsmarktlage neigt hier immer noch zur Verschlechterung Bei Techniker hat eine geringfügige Aufwärtsbewegung eingesetzt, als Entlassungen nicht vorgenommen wurden, dagegen 3 Techniker in ein Arbeitsverhältnis überführt werden konnten. Bei den üb rigen Berufsgruppen ist die Lage unverandert. Vermittelt wurden: 2 Lehr linge, 62 männliche und 8 weivliche Arbeitskräfte für die Landwirtschaft, 46 Bergarbeiter, 21 Metallarbeiter. 5 Spinnerinnen, 3 Schreiner, 2 Bäcker, 1 Friseur, 16 Bauarbeiter, 2 Buchdrucker, 1 Kellner, 2 Verkehrsarbeiter, 36 Hausangestellte, 54 Lohnarbeiter, 2 kaufmännische Angestellte, 1 Büroangestellter, 3 Techniker, zusommen 267 Personen. Notstandsarbeiter wurden 539 beschäftigt. An Unterstützung wurde gezahlt: in der Arbeitslosen=Versicherung 39 834,58 RM., in der Krisenfürsorge 5 154,49 RM. Lehrherrn und ist nach§ 127 der Reichsgewerbeordnung dem Lehrherrn zur Folgsamkeit, Fleiß, Treue und anständigem Betragen verpflichtet. Das Bericht hat als erwiesen angesehen, daß der Lehrling die Be rufsschule nicht besucht und auf Anordnung seines Lehrherrn im Betriebe weitergearbeitet hat. Die Berufsschulpflicht müsse erfüllt werden, gleichwohl sei ein Verschülden des Lehrlings zu verneinen. Der Lehrling befand sich in einem Pflichtenwiderstreit. Einem jugendlichen Lehrling fehlen in der Regel die Unterlagen, um feststellen zu können, ob dem Lehrherrn ein ausreichender Grund zur Seite steht, ihn vom Schulbesuch avzuhalten. Ein solcher Grund sei dann anzunehmen, wenn dringende Notstandsarbeiten in Frage kommen oder wenn Arbeiten auszuführen sind, von denen die wirtschaftliche Existen des Lehrherrn abhängt. Von einem Lehrling könne man nicht verlangen, daß er sich weigere, der ausdrücklichen Weisung seines Lehrherrn nachzukommen. In solchen Fällen scheine es geboten, den Lehrherrn zur Rechenschaft zu ziehen. Nur in Fällen, in welchen der Lehrling klar erkennen könne, daß ihn der Lehrherr unverechrigt vom Besuch der Berufsschule fernhalte, sei anzunehmen, daß der Lehrling auch Strafe verwirke, wenn er in solchem Fall die Berufsschule nicht besucht. Pocken I(—), übertragbare Ruhr 149 4258(44), Unterleibstyphus 321(20), 380(6), epidemische Eurephalitis 4(1) ). S c h a r l a c h Paratyphus Richtbesuch der Berufsschule. Verwirkt ein Lehrling Strafe, wenn er auf Anordnung seines Lehrherrn bezw. seines Vertreters die Berufsschule nicht besucht? Auf Anordnung seines Lehrherrn war ein Lehrling aus der Berufsschule fortgeblieben und dieserhalb mit einer Ordnungsstrafe belegt worden. Er strengte gegen den Strafbefehl richterliche Entscheidung an. Das Kammergericht hob aber den Strafbefehl auf und sprach den Leyrling aus folgenden Gründen frei: Der Lehrling unterliegt der väterlichen Zucht des Uebertragbare Krankheiten in Preußen. Wie der Amtliche Preußische Pressedienst mitteilt, sind in Preußen in der Zeit vom 2. Juni bis 29. Juni 1929 nachstehende Erkrankungen(Todesfälle) an übertragbare Krankheiten gemeldet worden: Bißverletzungen durch tollwutverdächtige Tiere 5 (—), Diphterie 1966(114), Fleisch=, Fisch= und Wurstvergiftungen 126(3), epidemische Gehirnentzündung 4(2), übertragbare Genickstarre 54(29), Kindbett fieber nach regelrechter und nach Frühgeburt 196 (43), nach Fehlgeburt 85(41), epidemische Kinderlähmung 31(3), Körnerkrankheit 130(—), Lungen= und Kehlkopftuberkulose 3820(1906), Milzbrand 11(2), Warum wird der Kampf im rhein.=westfäl. Holzgewerbe noch geführt? Vom Zentralverband christlicher Holzarbeiter wird uns geschrieben: Verschiedene Tischlerinnungen haben vor einigen Tagen durch die Tagespresse und auch den streikenden Schreinern bekanntgegeben, daß sie nunmehr bereit seien, den mit Hilfe des amtlichen Schlichters zwischen dem Verein der Holzbearbeitungsfabrikanten und den Holzarbeiterverbänden abgeschlossenen Tarifvertrag vollinhaltlich anzuerkennen, wenn die Holzarbeiterverbände auf die tarifvertragliche Regelung von Teilen des Lehrvertrages verzichten würden. Auch sei die zentrale Verhandlungskommission der Tischlerinnungen dann sofort bereit, unter den Bedingungen des in Dortmund gefällten Schiedsspruches mit den Holzarbeiterverbänden einen Tarifvertrag abzuschließen. Wenn nun trotz diesem Angebot der Kampf weitergeführt werde, dann sei klar erwiesen, daß der Kampf nur noch geführt wurde um die Einbeziehung von Teilen des Lehrvertrages in den Tarifvertrag. Hierzu ist folgendes zu sagen: Erst nachdem der Kampf bereits 14 Tage gedauert hat und mit einem maßgebenden Arbeitgeberverband ein neuer Vertrag abgeschlossen wurde und der Baugewerbeverband seinen etwa 100 im Vertragsgebiet liegenden Mitgliedsfirmen die Annahme des neuen Vertrages empfohlen und diese den Vertrag schriftlich anerkannt haben; nachdem weiter eine Zahl größerer Firmen von Bedeutung dem Vertrag beigetreten sind, erklären sich nunmehr auch die Tischler= innungen bereit, den abgeschlossenen Tarifvertra anzuerkennen, allerdings unter der Bedingung, da der von dem amtlichen Schlichter gefällte Schieds spruch über die Festsetzung der Lehrlingsvergütung und Ferien nicht in den Vertrag ausgenommen wird. Dieses Angebot müssen die Holzarbeiterverbände ablehnen, weil die für das hiesige Vertragsgebiet durch den Schlichter festgesetzte Regelung über die Lehrlinasvergütung bereits im ganzen übrigen deutschen Holzgewerbe mit Ausnahme einiger kleinen Bezicke, wo noch mit den Innungen darum gekämpft wird, auch von den Tischlerinnungen anerkannt wurd sene Stellen im Rheinland und im Bergischen Land Auch kann man den Holzarbeiterverbänden nicht zuzurückgreifen. muten, daß sie den Schiedsspruch wieder fallen lassen, der auf Grund ihres Antrages von dem amtlichen Schlichter gefällt wurde. Auch nachdem der Tarifvertrag in seiner neuen Fassung von einem großen Teil der Arbeitgeber anerkannt wurde, ist es den Holzarbeiterverbänden nicht möglich, mit den Tisch lerinnungen einen Tarifvertrag abzuschließen, der wichtige Bestimmungen dieses Vertrages nicht enthält. Eine Beilegung des Kampefs ist also nur dann möglich, wenn die Innungen den bereits abgeschlossenen Tarifvertrag vollinhaltlich anerkennen. Das was im übrigen deutschen Holzgewerbe möglich ist, kann für die Innungen des rheinisch=westfälischen Holzgewerbes nicht unmöglich sein. Was enthält der Vertrag über Lehrlinge? Der Vertrag setzt für die Lehrlinge Kostgeldsätze fest und zwar für das 1. Lehrjahr 8 Proz. von dem Spitzen lohn eines 22jähr. Schreiners, für das 2. Lehrjahr 15 Proz., für das 3. Lehrjahr 20 Proz. und für das 4. Lehrjahr 30 Proz. Außerdem soll jeder Lehrling einmal im Jahr 5 Tage Ferien erhalten. Eine solche tarifvertragliche Regelung ist möglich, ohne daß die übrigen Bestimmungen des Lehrvertrages dadurch berührt werden. Auch ist dieses für das ganze übrige deutsche Holzgewerbe vereinbart. Eine solche Regelung bedeutet auch keinen Eingriff in das Recht des Lehrherrn. Er soll nach wie vor das Ausbildungsbzw. Erziehungsrecht behalten. Andererseits wird es aber durch die Festsetzung der Kostgeldsätze möglich sein, die großen Mißstände, die im Lehrlingswesen des Schreinerhandwerks bestehen, in etwa zu beseitigen. Doch über diese Frage muß in einer späteren Notiz einmal besonders berichtet werden. Wenn die Tischlerinnungen ernstlich wollen, daß die im Schreinerhandwerk bestehenden großen Mißstände beseitigt werden, dann muß schon bei dem Lehrlingswesen angefangen werden. Man muß dann aber auch den Holzarbeiterverbänden als die eigentliche Berufsor ganisation erst recht zugestehen, an der Beseitigung der Mißstände mitzuwirken. Dieses sehen auch ein Teil Innungsmeister ein und wünschen dringend, daß auch die Innungen bzw. der Innungsverband den bereits bestehenden Vertrag mit der Lehrlingsregelung anerkennen. Aufgabengebiet der Was die Bevölkerung darüber wissen muß. Die vielfache Unkenntnis über die Befugnis und Die Zuständigkeit der staatlichen Polizei hat schon oft unangenehme Lagen verursacht, so daß eine kurze Uebersicht darüber auf allgemeines Interesse stoßen dürfte. Anläßlich der durch die Umgemeindung notwendig gewordenen Veränderungen gibt das Polizeipräsidium Bochum über das Aufgaben= und Zuständigkeitsgebiet der Polizei entsprechende Mitteilungen. Zur Zuständigkeit der Polizei gehören: 1. die Aufrechterhaltung der offentlichen Sicherheit auf den öffentlichen Straßen, Wegen, Plätzen und Häsen, sowie an anderen öffentlichen Orten aller Art einschließlich des Nachtwachdienstes, sowie der öffentlichen Ruhe und Ordnung: 2. die Politische Polizei, insbesondere das Presse=, Vereins= und Versammlungswesen; 3. die Fremdenpolizei, d. h. die Aufrechterhaltung der Ordnung, Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs auf öffentlichen Verkehrswegen; 5. die Kriminalpolizei, einschließlich der Verhütung und Verfolgung strafbarer Handlungen gegen notwirtschaftliche Bestimmungen und einschließlich der Ueberwachung des Kost= und Quartiergängerwesens; 6. die Feuerpolizei, insbesondere die Aufsicht über die Aufbewahrung und Beförderung von Sprengstoffen, Mineralölen und anderen feuergefährlichen Gegenständen(d. Feuerläschpolizei und die Feuerpolizei, soweit sie zum Bereich der Baupolizei gehört, verbleiben den kommunalen Polizeiverwaltungen): 7. die den Ortspolizeibehörden auf dem Gebiete der Gewerbepolizei übertragenen Befugnisse, soweit die Gewerbe selbst der Aussicht der staatlichen Polizeiverwaltungen unterliegen, ferner die Bejugnisse die den Ortspolizei=Behörden durch das Stellenvermittlungsgesetz vom 2. 6. 1910 übertragen worden sind; 8. die Bejugnisse, die den Ortspolizei=Behörden überwiesen worden sind: a) durch das Lichtspielgesetz vom 12. 5. 1920: b) durch das Reichsgesetz vom 18. 12. 1926 zur Bewahrung der Jugend vor Schundund Schmutzschriften; auf dem Gebiete der Jagdpolizei; 9. alle nicht aufgeführten Zweige der Sicherheitspolizei, indes ohne die Obdachlosen= und die Fundpolizei, die den kommunalen Polizei=Verwaltungen verbleiben. In den Polizei=Revieren und ihren Zweigstellen befinden sich fur die genannten Bezirke auch das Meldebüro zur Entgegennahme der polizeilichen An-, Ab= und Ummeldungen. Die Polizeireviere stehen zur Entgegennahme von Anzeigen und Anträgen aller Art, deren Bearbeitung der staatlichen Polizei obliegt, zur Verfügung. Auch mit allen sonstigen in die Zuständigkeit der staatlichen Polizei fallenden Anliegen möge sich die Bevölkerung an die Polizei=Reviere wenden, sofern nicht ein Verhandeln mit dem Polizei=Präsidenten bezw. dem staatlichen Polizei=Amt bevorzugt wird. Für kriminalpolizeiliche Angelegenheiten stehen die genannten Kriminaldienitstellen zur Verfügung. Die staatlichen Polizeidienststellen sind auch außerhalb der eigentlichen Dienststunden für dringende Fälle Sert uue u esamiuet Creme Leodor Vier wichtige Verwendungsmöglichkeiten: Bei Sonnenbrand ist Creme Leodor ein w#neroon lmen# Mittel gegen schmerzhaftes Brennen der Haut. Bei Insektenstichen verhindert Creme Le##r, die aufgestrichen, schmerzhaftes Anschwellen und Juckreiz. Als Puderunterlage leistet Creme Leodor mu ihrem dezenten Blütengeruch vorzügliche Dienste Bei roten Händen und unschöner Hautfarbe verleiht die schneeigweiße Creme Leodor den Händen und dem Gesicht jenen manen Teint, wic er der vornehmen Dame erwünscht ist. Tube 60 Pf. und 1.— Mk., die dazugehörige Leodor=Seife Stück 50 Pf. In allen Chlorodont=Verlaufsstellen zu haben. Die Nebelfrau. Roman von Anny Wothe. 30)(Nachdruck verboten.) „Sie wollen mir heisen, Ebbo Klas? Gewiß, ich lese es in Ihrem Gesicht. O, ich danke Ihren, danke Ihnen aus tiefster Seele. Ich werde ohne Ihre Einwilligung vorläufig nichts tun.“ „Wollen Sie mir den ominösen Zettel geben?" Einen Augenblick bohrten sich beider Blicke fest ineinander. Fridrun schüttelte leicht den Kopf. „Noch nicht," tachelte sie,„aver ich verspreche Ihnen,„Lutz' letzte Worte am Tage mener Abreise in Ihre Hände zu legen. Leben Sie wohl Ebbo Klas. Ich glaube, Ihnen heute den Beweis gegeben zu haben, daß ich Sie für meinen besten und treuesten Freund halte" „Das können Sie, Grafin.“ Fast mit hartem Druck umschloß seine gewichtige Rechte ihre zarte Hand Noch ein flimmernder Blick, ein detörendes Lä cheln, und Fridrun rauschte aus dem Zimmer. „Begleiten Sie die Frau Gräfin an den Wagen," herrschte Ebbo Klas seinem Bürovoyteher zu. Seine Stimme war ganz heiser Fridruns Hände ballten sich zomig. Nicht einmal das Geleit gab er ihr. Trotz aller Entrüstung grüßte sie aber dennoch voll gewinnender Liebenswürdigkeit die bis auf die Erde sich verbeugenden Schreiber. Dann schritt sie hinab zu ihrem Wagen, wo die Rappen schon ingeduldig ihrer harrten.4 Dem Kutscher die Zügel überlasend, lehnte sie sich behaglich in die weichen Polster zurück. Sie wollte träumen auf der Heimfahrt von dm Manne, den nie in den Staub treten wollte, weil er sie verschmähte. Die alte, schläfrige Stadt, die Heide, schienen ihr plötzlich nicht mehr öde in dem herbstlichen Nebelgrau, denn überall keimten ihr verauschende VerheiEbbo Klas, der sollte ihr helen. Er liebte sie, und er war ihr Sklave, wenn er sich nuch noch so sehr dagegen wehrte. Sie kannte ihre Macht. Ebbo Klas saß in seinem Schreibstuhl, den Kopf in beide Hände vergraben, und starrte vor sich hin. „Sie ist schrecklich,“ stöhnte er dann plötzlich auf, „und ich liebe sie doch, liebe sie bis zum Wahnsinn. Und sie spielt mit mir, wie sie schon mit allen gespielt hat.“ Eine Weile saß er in dumpfem Hinbrüten. Dann aber sprang er erregt auf. „Nie, nie darf es geschehen. Das verhängnisvolle Blatt muß mein werden, mit List oder Gewalt, gleichviel. Undine soll nicht an der Rache dieser Frau zu Grunde gehen, sie darf nie von dem entsetzlichen Verdacht erjahren, der, wenn er sich bewahrheitet, Undine ja auf ewig von dem Grafen trennt.“ Suchend stöberte er dann in seinen Papieren. Endlich schien er gefunden zu haben. Sein blasses Antlitz gewann wieder die gewohnten frischen Farben, und fast war es, als verstecke sich ein Lächeln in dem rotblonden Bart, der ihm lang auf die Brust wallte, als er sich wieder an seinem Schreibtisch niederließ und eifrig schrieb. Der Herbsttag ging zur Rüste, da legte er endlich tief aufatmend die Feder fort Gräfin Undine wartete im Wohnzimmer am Kamin auf ihren Gatten. der, wie Dorret ihr gesagt, heute kommen wollte, Abschied von ihr zu nehmen, bevor er seine Reise nach dem Süden antrat. Undines Antlitz war bleich. Ihre Gestalt war schlanker geworden, und um den Mund lag ein seiner Leidenszug, den sie früher nicht gehabt. Ihre dunklen Augen hatten einen weichen, samtartigen Glanz. Sie saß in einem hochlehnigen Sessel, das rotschimmernde Haar fest an die veilchenfardenen Poister gestemmt. Dorret hatte fürsorglich eine graue Pelzdecke über ihre Füße gebreitet. So saß sie schon lange und wartete Draußen heulte der Wind. Und sie dachte an die Nacht, die unheimliche Nebelnacht, die sie mit Reimar in den Dünen durchwachte. Wie lange das her war! Sie fand die Wochen nicht zusammen. Und nun wollte er fort. Sie freute sich dessen. Der Gedanke war ihr in ihrer langen Krankheit unerträglich gewesen, ihn täglich, stündlich hier zu wissen. Den Abschied würde er ja wohl kurz machen. Auch das würde vorubergehen. Der Tag neigte sich. Nun mußte er jede Minute kommen. Wie gut, daß Fridrun noch nicht aus der Stadt zurückgekehrt und die Großmutter in ihrem Zimmer ein wenig ruhte. Sie war jetzt oft so müde, die alte Frau. Nur im Wohnzimmer war neutrales Gebiet, da konnte sie am be sten ihm ein paar Abschiedsworte auf den Weg geben. Und wie sie noch sann, da stand er schon plötzlich vor ihr, und um sie her wehte es wie Veilchenduft. Ein großer Strauß der blauen Blüten ruhte in Undines schmal gewordenen Händen. Einen Augenblick hielt seine lebenswarme Rechte auch ihre Hand umschlossen, dann ließ Graf Reimar sie wie erschreckt fallen. Mit einem eigentümlichen Ausdruck seiner dunk len Augen sah der Graf auf seine junge Gattin nieder. „Ich freue mich, dich so viel besser zu finden, Undine," begann er mit etwas verschleierter Stimme. Sie barg wider Willen ihr Antlitz in den duftigen Strauß, dann deutete ne auf einen Stuhl „Du kommst, um Abschied zu nehmen. Reimar?“ „Ja, es wird mir dieses Mal etwas schwer, fort zugehen.“ Erstaunt sah sie zu ihm herüber. Er errotete unter diesem Blick fast wie ein junges Mädchen Hastig erwiderte er: „Es gibt so allerlei Widerwärtigkeiten, die mich eigentlich hier halten. Zuerst wagte ich nich. rei sen, weil dein Zustand dem Arzte noch immer bedenklich schien.“ O. auf mich hattest du keine Rücksicht nehmen sollen.“ wehrte Undine herb ab. Ein prusender Blick traf sie, als er unveirrt fortfuhr „Dann kamen allerlei Mißhelltigkeiten mit dem Inspektor in Südegaarde. Der neue scheint sich aber jetzt gut anzulassen, und ich glaube, daß ich es wagen kann, fortzugehen, wenn nicht wieder neue Hindernisse eintreten.“ Fragend soh Undine zu ihm auf. Da gewahrte sie seinen seltsamen Blick, der wie in heimlicher Zärt Ein Schauer rann um lichkeit ihre ganze Gestalt durch ihre Glieder. Was sollte das? Was wollt „Du hast Aerger gehabt?“ „Nein, das ware zu viel bi in Sorge um dich" er ihr „Um mich?" Es war ein unverholenes Erstaunen, das aus Undines Worten sprach. Wieder färbte ein helles Rot den Bronzeton seiner Haut. „Deine Stiefmutter haßt dich,“ kam es langsam aus seinem Munde.„Sie sucht dir zu schaden. Ich möchte dich warnen.“ Undine lächelte lei## „Du siehst Gespenster. Fridrun zi ja gar nicht ernst zu nehmen.“ „Du tauschest dich. Sie sinnt ar „Sie trifft mich nicht. Im übrige sen, zu reisen, und ich werde sie kaum nen.“ st sie entschlose dern könhauptet. Ich bin nur * Tag und Nacht geöffnet und sind durch Fernsprecher gu erreichen Leitung des gesamten staatlichen Polizelbienstes(Verwaltungsinnendienst. Schutzpolizei und Kriminal; sidenten in Bochum, in den Polizeiämtern außerdem durch die ihm unterstellten Polizeiamtsleiter ausgeübt. Etwaige Wunsche, Anregungen oder Beschwerden auf dem Gebiete der staatlichen Polizei können bei dem Polizei=Präsidenten bezw. den Polizei=Aemtern angebracht werden und für Herne Sonntagsgebanken. Auf meiner Sonntagswanderung kam ich am Ende der Stadt an einem großen, weiten Haus vorbei, umgeben von einem weiten Garten. Kein Laut drang aus den großen Fenstern, grau waren die Wande, schmucklos die Simse Hier konnte nicht das Leben und die Freude wohnen. Hier war es zu trüb für diese Gottesgaben Da mußte das Elend hausen und das Leid und der Schmerz und die Sorge Und ich ging hinein— Lange, endlose Gänge, Zimmer an Zimmer, Schwestern in Nonnentracht. Eine sagte es mir: Armenabteilung im Krankenhaus.— Ich betrete einen der Säle. In langen Reihen stehen die Betten, die einen belegt, die anderen leer Da liegen sie, die armen Kranken, hinter den Schei ben der vielen großen Fenster, die ich von der Straße aus soh. Und mir ist, als würden die Kranken ihre Hände ausstrecken nach mir, nach einem Menschen, um wieder einmal einen hören zu dürfen, mit einem reden zu dürsen, der auch an sie gedacht, der gekommen ist aus der gesunden, lachenden Welt, der vielleicht einen Sonnenstrahl davon bringen könnte Denn so wenig kommen ja und kummern sich um Ar mut und Krankhert. Denn diese Armen nutzen ja niemanden mehr, sind nur Plage und Arbeit für andere. Glück und Freude eindet man hier nicht Arme Augen schauen mich an. Dort in diesem Saale liegen die Jungen, die keine Mutter mehr pflegt und für die kein Vater mehr sorgen kann Elternlos— verwaist.— Und in einem anderen Saale sind die Alten, die vom Leben mud und krank Gewordenen Keine Seeie auf Gottes Erde denkt mehr an sie— Meine Sonntagswanderung war zu Ende. Durch die Halle im Erdgeschoß trete ich wieder hinaus ins Freie. Da leuchten die Blumen der Wiese und der blaue Himmel lacht, als gäde es unter ihm kein Leid und keinen Schmerz. Noch einmal wende ich mich um und schaue das große graue Haus, in dem die armen Menschen liegen, die keinen Sonntag haben und keine Freude und kein Glück mehr kennen und kein Lachen, bei denen das Gluck begraben ist und die Welten der Liebe verschuttet liegen Denke auch du manchmal am Sonntag an dieses graue Haus. ** Schon wieder bluhet die Heide... Nun schmückt sich wieder die Heide mit ihrem schimmernden Festkleid, und es ist ein leises Weben, wenn man jetzt am Frühabend durch die weire Heide dahinwandert. Mit ihrer weltfremden Stille, wie wir sie in ihren früheren Jahren kannten, und wie sie auch Hermann Löns in seiner großen Liebe immer wieder besungen hat, ist es freilich vorve; t einigen Jahren ist sie in immer mehr anwachsendem Maße das Ziel des Zustroms der sonntäglichen Ausflugler geworden. Wo vor ein paar Jahren nur noch vereinzelt ein paar Naturfreunde auftauchten, ziehen setzt die Ausflügler i Scharen von vielen Tausenden über die Heide und logern auf der sonnenbestrahlten, bluhenden Weite Heideschonheit und Heidezauver verpflichtet eigentlich im besonderen, aber die Heide und auch ihre besonderen Freunde sind gewiß nicht immer erbaut, was sich dort allsonntäglich begibt. Statt der andachtsvollen Heidestimmung, wie die Hermann Löns anbetete, dudeln heute vor den grotesken Biwakgebilden die Koffergrammophone. Ein Kirmestrubel ist ausgebrochen, und Butterbrotpapier, Bierflaschen und ander Hinterlassenschaften sind in der Regel das Uebrigbleibsel von einem Sonntag, von dem die Ausflügler= scharen sagen, daß sie ihn„schön" verlebt haben. Die Heide in ihrer Blüte ist der Anziehungspunkt vieler Maler. und ergriffen und mit einer Wandersehnsucht im Herzen stehen wir wohl zuweilen vor den Bildern der Worpsweder Künstlerzunft. Auch die Amateurphotoaraphen, soweit sie etwas davon verstehen, haden Bilder und Sammlungen geschaffen, in denen man immer gerne wieder herumstöbern wird Aber für die Naturschutz= und Heimatpflege wird es sich in diesen Gebieten nur darum handeln, die Heideschwärmerei in die richtigen Bahnen zu lenken. Dann isr auch die Heide eine Erholungsstätte für die vielen Stadtmenschen, die natürlich am Wochenende nichts Besseres run können, als ens Freie zu entfliehen. Dann können auch die kleinen Städtchen und Oerichen m Heideland, denen es allen durchweg schlecht geht. eine Fremdenindustrie aufmachen. Aber sie muß Stil und Geschmack haben und nicht in Kitschpostkarten und sogenannten„Andenken" versacken, wie wär sie mmer noch von lieben Bekannten von ihren Erholungsreisen mitgebracht bekommen. Die Heide schmückt sich mit ihrem Hochzeitsgewand — sie ist die Schönheitskönigin unter den Naturgebieren in diesen Wochen. Das verpflichtet alle, sie zu lieben! *** Die Geschäftsentwicklung in der BrauIndustrie. In den letzten Wochen hat sich die Presse wiederholt mit der Lage der Brauindustrie befaßt. Allen Berichten ist die Ansicht gemeinsam, daß mit einer wetteren Absatzsteigerung in Deutschland kaum zu rechnen und daß hier das möglichste bereits erreicht ist. Wir werden damit rechnen müssen, daß der heutige Konsum mit etwa 80 Prozent des Friedensverbrauchs den Höhepunkt darstellt. Haben doch schon die letzten Jahre nur noch Steigerungen gebracht, die für einen wichtigen Aufschwung der Produktion kaum ins Gewicht fallen. Somit kann man, wenn man die Abstinensleite ansieht, von einer gewissen Stabilisierung der Verhaunisse sprechen. Dasselbe gilt von der Produktionsseite. Rohstoffeinkauf und Produktionsmittelbeschaffung wiesen gegenüber dem Vorjahre kaum Preisdisserenzen auf. Eine Erhöhung der Löhne ist allerdings in manchen Bezirken eingetreten. Die Brauerlöhne stehen heute mit an der Spiße sämtlicher deutscher Arbeiterkategorien. Die Preise sind im abgelaufenen Jahre allgemein stabil geblieden. Auch vor der Steuererhöhung blieb die Industrie glücklich bewahrt. Man kann nach all diesen Vorzeichen mit einer weiteren regen Entwicklung der Brauindustrie rechnen, wenn nicht als wirkliche Gefahr der sich ständig verschärfende Konkurrenzkampf wäre. In fast allen Veröffentlichungen wird auf den Schutz für die Brauereien zur Erhaltung der Kundschaft mehr und mehr Kapital in Darlehn usw. zu investieren, hingewiesen. Die Ansprüche der Wirteschaft in dieser Richtung wachsen ständig, wie die Disterenzen der Aktienbrauereien deutlich zeigen. Unkosten und Risiko des Biergeschäftes werden durch die Verpflichtung, nebenbei eine Art Bankunternehmen darzustellen, außerordentlich gesteigert und es ist im Interesse der Industrie zu wünschen, daß dieser Entwicklung auf die eine oder andere Weise endlich gebremst wird. Die Preise auf dem Wochenmarkt. 9. August 1929. Rindfleisch Pfund 1,00—1,20; Schweinefleisch (Schinkenstück) 1,40, Nackenstück 1,50, Koteletts 1,50, durchwachsen 1,30—1,40; Hammelfleisch Pfd. 1,40; Kalbfleisch 1,40—1,60; Speck(geräuchert fett) 1.30 bis 1.50, geräuchert durchwachsen 1.50—1,60.. Kartoffeln 16 bis 20 Pfund 1,00; Grüne Bohnen Pfund 0,20—0.25; Dicke Bohnen 0,10; Wurzeln, Bündchen 0,15—0,20; Zwiebeln 0,15; Zwiebein zum Einmachen 0.25—0,30; Rote Beten 0.20; Rotkohl 0.20; Weißkohl 0.15; Kohlrabi Stück 0.10; Wirsing Pfund 0.15—0.25; Blumenkohl 0,70—1.00; Kopfsalat 0.10—0,15: Endiviensalat 0,20; Schlangengurken Stück 0.25—0,35; Aepfel Pfund 0,20—0.40; Birnen 0.20—0,40; Pflaumen 0.20—0,30; Weintrauben 0.40—1.00. Molkereibutter Pfund 2,00; Landbutter 1.80; Eier 9 und 10 Stuck 1,00; Holländer Käse Pfund 1,20—1,50; Schweizer Käse 1,50—1,80. Schellfische, kleine Pfund 0,25—0,35, mittlere 0.35, große 0.60: Schollen 0.40; Kabeljau 0.40—0.60; Hechte 1.00; Bresen 0.60. Spinat Pfund 0,15; Erbsen 0,25—0,30; Tomaten 0,20—0,30; Preißelbeeren 0,50—0.60; Stachelbeeren 0.15—0.20; Kirschen 0,25—0,35; Melde 0,10 * Der Tog der Verfassung in Herne. Zum zehnten Male jährt sich morgen der Tag, an dem das deutsche Volk sich durch die Nationalversammlung in Weimar eine neue Verfassung gab. Zur Feier dieses Tages finden morgen zwei Veranstaltungen statt, zu denen die aesamte Bevölkerung aufs dringendste eingeladen ist. Zunächst die Verfassungsfeier der Stadtverwaltung im Strickmannschen Saalbau, die um 11.30 Uhr beginnt und dann die aus zwei Teilen bestehende Feier des Stadtamtes für Leibesübungen und Jugendpflege, dessen Festprogramm im heutigen Anzeigenteil veröffentlicht ist. Der Eintritt allen Veranstaltungen aus Anlaß der Verfassungsfeier it frei. 2 Temperaturen und Badezeiten im Sommerbad. Die Höchsttemperatur der Luft betrug gestern 19 Grad, die des Wassers 19,5 Grad. Samstag und Sonntag ist den ganzen Tag Familienbad. Unser Wetterbericht. Ein neuer Tiefdruckausläufer ist über Großbrittanien vorgedrungen und hat das südwestliche Hochdruckgebiet zu;ckgedrängt, so daß die Witterung auch weiterhin unbeständig bleiben wird. In Deutschland war es gestern früh an der Küste teilweise heiter, sonst ziemlich trübe und vielfach regnerisch. Die gestrigen Morgentemperaturen lagen zwischen 13 und 21 Grad. Wetteraussichten bis Sonntag: Veränderlich, zeitweise leichte Regenfälle bei westlichen Winden und geringer Wärmeänderung. * Geschäftseröffnung. Wie aus dem Anzeigenteil ersichtlich, eröffnet die Firma Ernst Mühlensiepen, größtes Filialunternehmen in Rheinland und Westfalen, auch an hiesigen Platze und zwar Bahnhofstraße 40, direkt neben der Bonisatiuskirche, eine Filiale. Die Firma Ernst Mühlensiepen unterhält in Rheinland und Westfalen ca. 100 Filialen. Das Unternehmen besteht seit ca. 50 Jahren und wird von guten Fachleuten geleitet. Die Vorteile, welche sie der Kundschaft bietet, sind bedingt durch die günstigen Beziehungen sowie den großen Einkauf. = Sonderzüge nach Ost- und Westpreußen. Der für den 15. August eingelegte Sonderzug nach Insterburg fällt wegen zu geringer Fahrtbeteiligung aus. Die bestellten Fahrkarten für den 15. August werden für den Sonderzug am 19. August„nach Insterburg) umgelegt. Es verkehren noch folgende Sonderzüge: 27. August nach Lyck, 10. September nach Insterburg, 21. September nach Lyck, 2. Oktober nach Insterburg. Außerdem noch 3 Weihnachtszuge am 19., 21. und 22. Dezember. Anmeldungen und Auskunft jeden Dienstag, nachmittags von 4½ Uhr ab, im Lokale Strickmann, und einen Tag vor Abgang eines jeden Sonderzuges durch Herrn Zirkel im genannten Lokal zu derselben Zei. * Diebstähle. In der Nacht zum 8. August wurde von einem unverschlossenen Stall des Hauses Werderstraße 44 eine Stalltür ausgehalt und entwendet.— Am 9. August, gegen 5.45 Uhr. wurde dem Landwirt Sch. Herne, Castroper Straße wohnhaft. von der Straße in der Nähe seines Gehöftes eine Kanne mit Milch gestohlen. Einige Tage vorher ist ihm auf gleiche Weise eine Kanne Milch entwendet worden. Einbruchsdiebstahl. Aus einem verschlossenen Umkleideschrank, welcher sich in einer in der Sandgrube in der Cranger Straße in Herne aufgestellten Baubude befand, wurde am 6. August in der Zeit von 13—19 Uhr dem Arbeiter St. aus Wanne=Eickel eine silberne Herrenuhr mit Gliederkette gestohlen. Auf dem Deckel tragt die Uhr die folgende oder eine ähnliche Inschrift:„Jum 25. jährigen Jubiläum, Harpener Bergbau=A.=G., Zeche Julia“. Jahrraddiebstähle. Dem Schlosser L. aus Herne, Jobststraße. wurde am 7. August in der Zeit von 6—16 Uhr aus einem Unterstellraum der Flottmannwerke ein HerrenTourenrad. Marke Naumann=Germania, im Werte von 135 M. entwendet.— Am 3. August, gegen 22 Uhr, wurde dem Bergmann W. aus Herne=Börnig in Bochum-Grumme an der Tippelsbergerstr. und Kaiseraue, wo er geschlafen hatte, ein Herren=Tourenrad, Marke Schaumburg, im Werte von 65 Mark von unbekanntem Täter entwendet. Nummer 186, Viertes Blatt Herner Samstag, den 10. August 1 Der Sport am Wochenende. Tenasemesterichastunr in Suern, dein.— Deuiche Schwimmländerkampf Deutschland— Schweden in Halberstadt nicht vorbei. Nach den Fußballern, Leichtathleten Schwimmern und Radfahrern— die ihre MeisterschafInterae gr n. oich haben,#d feni zu den großen Internationalen Festen und Weltmeisterschaften über. e r m i t t e l n a n d i e s e m W o c h e n e n d e d i e R u d e T. gchigen(sie waren in Amsterdam unsere schärfte Warse!]), Tennisspieler und Bosksturner ihre werden in der Schweiz die Welnmeister im Radfahren ermittelt, in Halberstadt zwischen Deutschland und. Schpeden und auf der Kieler Förde steigt der Teil der deutschen Kanumeisterschaften. Wochenendprogramm ist wieder reot umsangreich. Neben diesen großen Veranstalnatu. sch wieder zahllose kleine in der im Motorsport usw. usw. und selbstverständlich auch im„neuerstandenen" Fußball. „. on, unerm engeren Verbandsgebiet, in WestdeutschSamon mu Macht ein. Zahlreiche GeEllschattsigiege in Stadt und Land sind zu verzeichnen, Wochenende im Westen die beiden führenden Berliner Tennis=Burossia perl.,„ stellt sich schon am Samstag in Gelsenkirchen Schalke 04 zur Revanche und ist am Sonntag bei Süil 97 zu GCast, während Tennis=Borusia am Samstag jegen Fortuna=Düsseldorf und am Tage darauf gegen schem bo ngz,. Barmen zwei schwere Kampse zu be einige besonders erwähnens en Gerian bcgts gtele zm Tell mir internatone. en Sexröge. Der B'3. Leippg, Mitteldeutschlands hat„fardigen" Besuch und zwar die äappche, Mannschant vom Sporting Club Kairo, die besser n soll. als die letzte Auswahlmannschaft, die Deutschland unsicher machte. Altona 93 hat die tschechische Sohdenischland tngnn ur gr. 8u Goit und in chland beginnen in Bayern bereits die Verdas überragende Gesellschaftsspiel.— Die deutschen Arbeitersportler tragen am Sonntag m Kopenhagen einen Landerkampf mit den starken Dänen Handball ist die Deutschlandreise des österreichischen Meisters Floridsdorser AC., zu erwähnen. Die Wiener spielen gegen den 1e# Nachen. nachdem sie schon drei. S., 1a Darmstadt(2) und Siegen absolviert In der Leichtathletik sherragen, die Meisterschaften der Deutschen Turnerchaft in Kassel, die sich über zwei Tage erstrecken tik innerhalb der DT. genommen hat, ist auch in Kos wieder mit einer allgemeinen Leistungssteigerung zu reinen. Wenn„e außeren Umstände, also WetSprunganlagen, gut sind, dann zahlreiche Rekordverbesserungen geben. Pos B. Tergeonis ist ganz glanzend ausgefallen; die besten Volksturner und=turnerinnen der DT. werden zur Stelle sein. Sonst vi das Leichtathletik=Programm nicht überaus umfangreich. Anläßlich der 10jährigen Wieder„hr des Inkrafttretens der Reichsverfassung werden überall, Verfassungskämpfe ausgetrogen. In Schalte und Süchteln gibt es gut besetzte Sportfeste. In Bern geht ein Länderkampf Schweiz— Oesterreich vor sich und in Stuttaart veranstalten die„Kickers“ ein internatonales Fest Hamburg werden die internationalen deutschen Messterschaften im Tennis letzte Begegnung vor zwei Jahren in Stockholm urde von uns mit 192•144 Punkten gewonnen und austen— Die..... 9 dar Endergebmis Ruderer tragen ihre 18. Meisterschaftsregatta #### 16 Memnerwchaftsrggang am Somstag maiste. Mauta.. Weit: und Sonntag auf dem Langen=Se in Berlin=Grünau ichen:n. weiter Sowall vertedigt her den Tuel und aus. Sechs Tiel sind zu vergeben: im Einer, im heigegakau zur auzgezzichngte Kolner Paul Krewer 313.„Sechs Tiel, sind zu vergeben: im Einer, im #.## im Dopvelzweier, im Vierer mit Steuermann. im Vierer ohne Steuermann und im Achter. In den drei letztgenannten Bootsgattungen hai die Mannheieier uuc#um ore beiien Siegesaussichten, doch sind dier auch die Benimer Vereine, ferner Germania Koln, "# ia Frankfurt und Etuf=Essen sehr zu beachten Watter Flinsch(Frankfurt=Main) Titel, obmohl er in diesem Jahre überhaupt noch Doppelzweier ist die Lage evenso, wo die Olympiasieger Müller=Moecheter(Berlen) ihren Titel verteidigen wollen.— Die Kanusportler ringen aie Langutreckenmeisterschaften auf der KieFörde zum Austrag, nachdem am letzten Sonntag Kurzstreckenmeister ermittelt wurden Wesien Semburg, so kann es auch hier einige neue teilter geben. Am stärksten sind wieder die HamSpmncha ten und Einzelfahrer, die allerdings ... Oberbayern nicht zu unterschätzende Gegner Zweierfoltboot verteidigt Hanund im Einersaltboot Becher=Munchen Im allgemeinen blieb das Meldeergebnis weit hinter zurn. 90 Nennungen waren im Vorjahre zu verzeichnen, diesmal nur 54. In Villingen werden die Meisterschaftskampfe der Schweratb##eten enschieden. Im Ringen, Gewichtheben, Steinstoßen usw. werden die Meister ermittelt, auch zahlreiche Sondervorfuhrungen sind vorgesehen. Ausrichter der Veranstaltung ist der Deutsche Athletik=Sportverband Radsport. Das Ereignis im Radsport sind natürlich die Radweltmeisterschaften in Zürich. Der Samstag und Sonntag bringt die Entscheidungen bei den Fliegern am nächsten Samstag wird die Straßenmeisterschaft und am Sonntag die Stehermeisterschaft ausgetragen Deutschland ist in Zürich überaus stark vertreten, hat aber nur bei den Stehern reelle Siegeschancen. Weltmeister Walter Sawall verteidigt hier den Titel und 8. 0 10. 11 12 13 14 15. 16 17 18. beigegeben. Die schärfften Gegner werden hier die Paillard und Grossin, der Belgier Linart „ie di Sseuener Toricen, sein. Bei den Fliegern wird sich Mathias Engel kaum gegen Michard, Faucheux, Moeskops und Falck=Hansen behaupten können Bei den Amateuren sind unsere Aussichten recht schlecht ###ene ooer dritter Plaßz wäre schon ein großer Pferdesport „#ingt Galopprennen zu Karlshorst(Sbd.), Halle Sbd.), Köln, Hannover, Halle, Stettin, Königsberg, Deauville und Vichy. In Köln kommi als wertvollste Prüfung das„Rheinische Zuchtrennen" zur Entscheidung.— Gelsenkirchen wartet wieder mit Trabrennen auf.— Die Spiele im Ruhrgebiet. 1. Germania=Westfalia Herne— Preuß. Wanne Castrop 02(Samstag) 2. Schalke 04— Hertha Berlin(Samstag) v. Linden— Schwarz=Weiß Essen(Samstag) 4. Westfalia Herne— Hagen 05 5. Preußen Wanne— Germania Herne T.=V. Eickel— Witten 92 Leichtathletische Wettkämpfe in Herne und Castrop am Verfassungstage. Die 9. 3. K. Herne bei den Verfassungs kämpfen. " Igenorraft heraus, das ist die Losung am Tage m lossungskämpfe. Restlos hat jede Abteilung ihre Mannen zu entsenden, um mitzuhelfen am großen Werk. In einem schönen Artikel unseres Kreis#e Sturm und Steuer“, wird uns die Bedeutung dieses„ages kunogetan. Eingerahmt in den Reichsfarben liegt unser Kreisblatt vor uns, in stiller Mahnung rüttelt es uns auf und läßt erkennen, daß wir ei unserem Sport auch das Vaterland nicht vergessen ourfen, und uns einmal im Jahre im Dienste der Verfasung und der Reichsfarben stellen sollen Die DIK. Herne wird und muß da sein, auch sie soll ampfen um die hohen Auszeichnungen des Reichspräsidenten. Darum hin zum Stadion „Wir setzen Deutschland uns ins Herz hinein. Und wollen Herz vom neuen Deutschland sein.“ „ N.B.. Die DöK. Falkenhorst ruft ihre alten Mitglieder ebenso wie die jüngeren auf den Plan, um sich als Kampfrichter oder Riegenführer zur Verfügung zu stellen. Um 2 Uhr hat alles im Vereinslokale Grothaus zu sein, auch die Wettkämpfer, diese haben Grothaus gleich als Umkleidelokal. Preuße Union Gelsenki Schwarz=Weiß Barmen— S Iserlohn— Schalle 04 Germania Bochum— Castrop 11 Alemannia Dortmund— Witten 07 Borussia Dortmund— Sportfreunde 08 Dortmund— Ahlen Lütgendortmund— VfL. Herne..“ Herne 16— Ruhrtaler=Fußballklub Tus Wanne— Holsterhausen Herne=Süd— Westfalia 2. Germnio Westfalia komb. gegen Preußen Wanne Castrop 02 die Herner Sportfreunde schon wartet haben, wird heute abend endlich Tats Die, beiden führenden Herner Vereine sich endlich gefunden zu haben, die Spielauss Bermania und Westfalia haben in gemeinse ratung eine Mannschaft ausgestellt, die mit a1 zeichnen ist, und wohl in ganz Herne vollste mung finden wird. Falls der Wettergott a ein Einverständnis dadurch geben wird,## Regen zurüchhält, dann dürfte einem Besuch zu rechnen sein, wie ihn der P woa lange nicht auf zuweisen geha wird. Wir lassen die Namen der elf Herner tanten nochmats folgen: Kuhnert=Germania: Töpling=Westfalia Westfalia; Marsch=Germania, Böln Schiwon= Germania; Wiegand=Germas Germania, Dietermann=Westsalia, Czai Joswiak=Westfalig. Castrop-Wanne: Pütter=Castrop; Fünfhi ne. Parsycz=Castrop; Jaraczebski=Castrop, Wanne, Friebel=Castrop; Glunz=Wanne, krax=Castrop, Wolf=Castrop, Borgs=Wan desmann=Wanne. würde es uns erscheinen, bei di Mannschaftsaufstellungen den Sieger im Germamosportng. 5r Westsalia Serne- Lagen 05 lolauten die Gegner, die am Someiag nachmt den Ea#u###p Strunkede sich gegenübet Das Sportfest der Schutzpolizei in Castrov Raurel am Verfassungstage. Sonntag, dem 11. 3.1925, ab 14.30 Uhr, im Stadion Castrop=Rauxel. Ecke Bahnhof= und Ludwigstraße, sportliche Veranstaltungen der Schutzpolizei des PoliGermania Herne- Preußen Wan den. Es sino schon sicher 19 Jahre her, al.# begner in Dortmund auf dem 95er=Plat Ausscheidungsspiel um den Verbleib in der 1. Bezirks gegenüberstanden. unterlagen die Herner nac 233 Foxen und mußten daher zur B=Klasse d-gener seit Jahren in der zirksklasse des Südwestfalenbezirks. trotzdem 8 beendet. Die Auslander— nicht überaus stark vertreten— sind bereits alle ausgeschieden, so daß damit zu rechnen ut, daß——— die meisten Titel in Deutschland bleiden. Bei den Damen werden ja die Engländerinnen ein gewichtiges Wörtchen mitreden, aber auch hier ist ein deutscher Erfolg nicht unmöglich — In Bad Ems geht der schon als traditionell anzu(prechende Tennislehrer=Länderkampf zwischen Deutschland und England vor sich, den wahrscheinlich die Briten für sich entscheiden werden De Schwimmer haben nach ihren Titelkämpfen am letzten Sonntag nun einige ganz große Proben ihres Könnens abzugeben. Am Wochenende findet in Halberstadt der zweite Länderkampf Deutschland— Schweden statt und wiederum acht Tage später beginnt dann das große Wasserballturnier in Budapest verbunden mit einem Länderkampf Deutschland— Ungarn. In Halverstadt werden wir wohl einen sicheren Sieg erzielen; Verfassungswettkämpfe des Stadtverbandes für Leidesübungen. .... Leidesübung ist schlichter Dienst am Vaterlande. Um die Plaketten und Urkunden des Reichspräidenten zu erringen, werden sich morgen die Sport. i Stor Herl; auf leichtathletischem Gebiete in Ste####en Anlage am Rhein=Herne=Kanal ein Stelldichein geben. ##m Verfassungstage 1929, am 10. Jahrestage der Reichsverfassung, werden in ganz Deutschland unzahge Sportter auf den Plan treten, getreu dem Wort: Leibesübung ist schlichter Dienst am Vaterlande Unser Reichspräsident stiftete wertvolle Plaketten ur die Sieger, und sein Ruf sollte Befehl sein, sämtliche Sportler herauszurufen. Vergeßt in schlichter Leichtathletentracht allen Haß und Hader, alle müssen anzes sein, am Tage der Reichsverfassung ruft der Reichspräsident, und darum darf kein Sportverein fehlen Auch in Herne nicht... Ist es nötig, diese Mahnung zu erlassen? Kaum zu glauben ist es, daß noch Sportvereine unserer Stadt in den Meldelisten der Kämpfer fehlen, Vereine ##r., Acmen„lang haben im Sportleben unserer Stadt. Wir hoffen aber, daß beim Erscheinen dieser auch die letzten Vereine gemeldet haben Die Zahl geht jetzt schon an die 200 Kämpfer und Kämpferinnen. Wegen der Wichtigkeit der Sache #### wir nochmals auf die Kampffolg: aufSonntag vormittag 11 bis 12 Uhr Mettfamnte für die *„*„— zei=Präsidiums Bochum statt. Während der Sonntagsveranstaltung werden gegen 17,00 Uhr eine Anzahl Flieger des Luftfahr=Vereins Essen über dem Stadion in Costrop=Rauxel kreisen. Die Veranstaltungen um Samstag und Sonntag. Schwimmen am Sonnabend dem 10. August 1929, ab 15 Uhr, im Schwimmbad zu Castrop=Rauxel 100 Meter Freistil, 100 Meter Brust, 100 Meter Rücken, 300 Meter beliebig, 1000 Meter beliebig, Streckentauchen, Bereirschaftsstafsel,(10 mal 50 Meter beliebig), Wasserpantomime, Wasserballspiel. Schutzpollzei gegen Stadtmannschaft Castrop-Rauxel. Leichtathletik am Sonntag. 14,30 Uhr: Aufmarsch sämtlicher Teilnehmer(Stil lauf), 14,35 Uhr: 100=Meter=Lauf, 14.40 Uhr: 3000=Meter=Bahn=Lauf, Uhr: Polizeihunde=Vorführungen, 15,10 Uhr: Voltigieren(Turnen am galoppierenden Pferd), 15,10 Uhr: Kugelstoßen, 15,10 Uhr: Hochsprung, 15,10 Uhr: Stobhochsprung, 15.30 Uhr: Inspektions=Chargenstaffel(1200 Meter), 15.40 Uhr: Jagdspringen, 15.50 Uhr: 200=Meter=Lauf, 16.00 Uhr: Turnerischer Sechskampf(Pflicht= und Kürüdung an Reck, Barren und Pferd), yr: Motorrad=Geschicklichkeitsfahren, 16,00 Uhr: Speerwersen, 16,00 Uhr: Wentsprung, 16.30 Uhr: Streifenspringen, 16.45 Uhr: 400=Meter=Lauf 16.50 Uhr: Tauziehen, 16.50 Uhr: Diskuswersen, 17,20 Uhr: Nadelrennen, 17,30 Uhr: Handvallspiel, 18.00 Uhr: Pause im Handvallspiel; Bereitschaftsstafsel 6 mal 200 Meter, 20,30 Uhr: Preisverteitung im Lokale des Herrn veinrich Jolper, Castrop=Rauxel 2 Bahnhofftraße 295 Anschließend Festvall— Eintritt frei .* Germanen besuchen am Sonntag na die A„iner Preußen. Schon manchen Strau beide Kontrahenten in Meisterschafts= und chaftsspielen mit wechselndem Erfolg aus Morgen dürften die Herner wohl die Oberha well uns die von den Germanen am letzt ag gegen Düsseldorf gezeigte Form hierzu ung zu geben scheint Svortpregramm des Sport-Clubs Germania 09 c. B., für Sor#el 11. August 1929. Sote In Wanne: 5 Uhr nachmittacts: Germania 1.— Preußen 04 1 Treffpunk: 3 Uhr nachmittags am Restauran denburg, Abfahrt 3,36 Uhr nachmittags 3.15 Uhr nachmittags: Germania Reserve— Preußen 04 Reserve. Treffpunkt 1.45 Uhr nachmittags am R Hindenburg. Abfahrt 2,04 Uhr nachmittags In Rotthausen: 4 Uhr nachmittags:— Germania 2.— Viktoria Rotthausen 1. Treffpunkt 2 Uhr nachmittags am Restauron# denburg, Abfahrt 2.29 Uhr nachmittags. 2.30 Uhr nachmittags: Germania Lehrm.— Viktoria Rotthause—+ Treffpunkt 1,15 Uhr nachmittags am Restaure vdenburg, Abfahrt 1.42 Uhr nachmittags. Schwarz=Weiß Herne- BV. Victeria Dern Der Sport=Club Schwarz=Rein 19 werne s###— kommenden Sonntag mi abermals in den De# K gan—g#m Balspielverein Viktora 1911 Dern zu Gast. Hoffen wir, daß jeder einzelne Spieler sein ben Crog. 1 #4 ###EE E 80 Ss 2— Aus Anlaß der Verfassungsfeier veranstaltet die Gruppe West des Deutschen Luftfahrta### Sonntag, 11. August, einen großen)...— eugend ugit nach Recklingy us.#. e#. reimschemeitsätischen Indu=spielt gegen die 2. Jugend von Union Siebeyr. rurten De Ihieer, Lohne n)k amp.] Anstos.“ Zugendspiele der Westfalia. Westsalia-Platz mart 2 Jugend Velsalia 1. Schiler gegen 5 mart 7. Jugens Vestfalia 1. Jugend gegen u gegen die 2. Jugend von Unign *" 2 2 10 u S S E.— S SS—ET * 2 . 5857 T SOHSST5S —"—"„ " Tü•REE“ +•*-6 *2 SExn BnSTn S 9— 2 E —.-„**.* „ 6— 2•— = HESTE ( S L• 5 Flinsch(Krankfurt, der deutsche Meister im Einer=Rudern Die Volksturn-Meisterschaften der D. T. in Kassel. sandball. Peußen Essen—. Westsalia. Die Westfalen sind am Sonntag Gast bei den Essener Preußen, um mit ihnen die Kräfte zu messen. Preußen Essen, die schon wiederholt die Ruhrbezirksmeisterschaft innehatten, sind augenblicklich wieder in Hochform, auch spielten schon einige Spieler der Preuin der Westdeutschen Elf mit. Für die Westfalia ailt es ein achtbares Resultat zu erzielen. Treffpunkt 2 Uhr am Bahnhof Turn- und Sportabzeichen in Frl. Gertrud Knapp vom Turnclub Herne wurde heute vom deutschen Reichsausschuß für Lei besübungen das Turn= und Sportabzeichen in Bronze verliehen. " Deutsche(C Bezirk Recklinghausen-Herne. peneinteilung der A-Klasse ist geändert worden. nichen der Arbeitsgemeinschaft Herne entanderte der Fußballausschuß die Gruppenilung der A=Klasse um, welches in Herne sehr beßt werden wird, nachdem sich außer der Arbeitsgemeinschaft auch die Presse dafür einsetzte. Die beiden Gruppen wurden durch das Los zusammengestellt und ergaben folgendes Bild: * Gruppe 1: a Sportfreunde 19 Herne— Jung Siegfried Hillerkeiide— Saronia Marl— Herren 07— Vestia Disteln die Henrichenburg— Eintracht Datreln— Haltern Gruppe 2: Faikenhorst Herne— Blau-Weiß Herne—. W dia Hochlar— Wacker 20 Recklinghausen-Süd— ra Recklinghausen=Süd— Preußen Scherlebeck st=Verein Hillen— Tus Recklinghausen Einteilung kann man zufrieden sein, schimmerr, daß Recklinghausen viel rut, um Herne zuO ellen Am heutigen Samstag tagen im Bahnhofshotel TZecklinghausen sämtliche Fußball=Schiedsrichter des Zzirkes, auch die Herner werden dringend einge re auf diesem Wege. Beginn 20 Uhr kanzendes Abschneiden der Amerikaner. Das internationale Leichtathletik-Meeting in Stockholm. Der erste Tag des internationalen LeichtathletikTetings in Stockholm bildete für den Veranstalter einen großen Erfolg. Ueber 14000 Zuschauer hatten sich eingefunden, das indeale Wetter begünstigte die Austragung der Kämpfe wesentlich. In großer Form befanden sich die amerikanischen Leichtathleten, die in den Hauptkonkurrenzen die Sieger stellten. Der kleine Neger Toolan ließ sich den 100=MeterLauf nicht nehmen. Unter dem tosenden Beifall der siegte er in der Weltrekordzeit von 10.4 undeis vor Gillmeister=Stolp und dem Kölner zermargn. Für Freitag meldete der„schwarze" zerikaneß einen Angriff auf den 100=Meter=Welto r d a n. E b e n s o s i c h e r e n t s c h i e d B o w e n d e n 4 0 0 ter=Lauf zu seinen Gunsten. Hammergren belegte einer Sekunde Rückstand den zweiten Platz vor Peltzer. Eine Ueberraschung brachte der 1500er=Lauf. Der Amerikaner Lermond lieferte Larva inland) einen harten Brust=an=Brust=Kampf, den m Ziel mit Handbreite für sich entscheiden konnte. X Kugelstoßen gewann der Amerikaner Serton mit 3,91 Meter. Dobermann verwies den Olympiaehnkampfsieger Yriölae(Finnland) auf den zwei r Platz Ergebnisse: Meier: 1. Toolan(USA.) 10.4 Sek., 2. Gill(Stolp) 10,7 Sek.; 3. Dobermann(Köln) 10,8 — 400 Meter: 1. Bowen(USA.) 48,2 Sek.; umergren 49,2 Sek.; 3. Dr. Peltzer(Stettin) 50,3 Sek.— 1500 Meter: 1. Lermond(USA.) 3.56.2 Min.; 2. Larva(Finnland) Handbreite zurück 3:56,2 Min.; 3. Jörgensen(Norwegen) 3:56,5 Min.— Kugelstoßen: 1. Sexton(USA., 13,91 Meter: 2. Do bermann(Köln) 13,74 Meter; 3. Priölae(Finnland) 13.53, Meter.— 110-Meter=Hürden: 1. Wennström 14,8 Sek.; 2. Rockaway(USA) distanziert.— Hochsprung: 1. Sexion — Speerwerfen: 1. Pentillae(Finnland) 62,14 Me her: 2. Szepes(Ungarn) 62,01 Meter. Hierzu schreibt uns ein Herner D. T.=Verein: Den zahlreichen größeren Wettkämpfen, die in den letzten Wochen auf der Aschenbahn und dem grünen Rasen ausgetragen wurden, folgen am kommenden Sonnabend u. Sonntag die Meisterschaftskämpfe der Deutschen Turnerschaft in den volkstümlichen(leichtathletischen) Uebungen. Schauplatz der Kämpfe ist die bekannte Hessenkampfbahn in Kassel. Es kommen hier zunächst nur die Einzelkämpfe zum Austrag, wahrend die Mehrkämpfe im September zusammen mit dem altbekannten Kaiservergfest im Duisburger Stadion ausgetragen werden. Die Spitzenkönner der D. T. aus dem ganzen Reich werden sich in Kassel äußerst spannende und scharfe Kämpfe liefern, besitzt doch die Turnerschaft eine ganze Reihe Mitglieder mit hervorragendem Können in sämtlichen Uebungsarten. Wenn das Wetter nicht ungünstig ist, kann damit gerechnet werden, daß auch in Kassel wieder eine Reihe der bisherigen Höchstleistungen überboten werden wird. Fur uns Herner ist es eine besondere Genugtuung, daß auch die Herner Farben in Kassel vertreten sein werden. Auf Grund der bei den Kreismeisterschafts=Kämpfen in Bochum vor einigen Wochen erzielten Leistungen sind zu den Meisterschaftskämpfen in Kassel zugelassen worden: die 4mal 400=Meter=Staffel des Herner Turnklubs, die Turner Kramer vom Herner Turnklub für den 200 Meter=Lauf. Sievers vom Herner Turnklub für den 1500=Meter=Lauf. Kronberg vom Herner Turnklub für den 5000=Meter=Lauf, Bäcker vom Turnverein Börnig fur den Marathon=Lauf, die Turnerin Erni Schulze vom Herner Turnklub für das Speerwersen und das Kugelstoßen. Die Kreismeisterschaft in der 4mal 400-MeterStaffel brachte der Herner Turnklub in der Zeit von 3.40.6 Min. an sich. Man hofft, diese Zeit in der neuen Besetzung Kramer. Rühl, Hosberg, Ahlmeier unterbieten zu können, jedoch wird eine ganz beträchtliche Verbesserung nötig sein, um in Kassel zu einem Platzsieg zu kommen, sind doch in andern Kreisen schon Zeiten von 3,29.5, 3,32 und 3,33 Min erzielt worden. Der erste Sieger in dieser Staffel dürfte Kasseler Turngemeinde heißen, welcher Verein in Danz, der eine 400 Meter schon in der glänzenden Zeit von 49.5 Sek. bewältigte, seine beste Stütze hat.— Die 200 Meter gewann Kramer bei den Kreismeisterschaften im Endlauf mit 23,1 Sek. Er schaffte sie im Vorlauf mit 22,8 Sek. und bewies damit, daß er unter günstigen Verhättnissen eine bessere Zeit herausholen kann. Bei seiner augenblicklich sehr guten Form ist damit zu rechnen, daß er auch in Kassel sich verbessern wird. Er wird allerdings sehr schwer zu kämpfen haben, wenn er zu einem Platzsieg kommen will, können doch die anderen Kreismeister aus dem Reich teilweise bereits Zeiten von 21,6, 22,4, 22,6 Sek. usw. nachweisen. Wenn Lammers nicht antreten wird, ist in dieser Konkurrenz Mährlein=Mainz als Sieger zu erwarten.— Die Zeit von Sievers im 1500-Meter-Lauf mit 4,19,1 Min. ist nicht schlecht, aber auch er wird m Kassel sich sehr verbessern müssen, um sich durchzusetzen. Da Wichmann=Karlshorst nicht starten wird, ist die Entscheidung zwischen BachBarmen und Ast=Berlin zu erwarten, welche die Strecke bereits in 4.11 Min. hinter sich brachten.— Ebenfalls wird Kronberg im 5000-Meter=Lauf sich gewaltig anstrengen müssen, um in der Spitzengruppe zu bleiben. Seine Zeit in Bochum betrug 16.54,7 Min. Er hat sich dort jedoch nicht ausgegeben. Kronberg it ein talentierter Läuser und in aufsteigender Form. Er hat von Wettkampf zu Wettkampf Verbesserung gezeigt und dürfte auch in Kassel neven der stärkeren Konkurrenz eine günstigere Zeit herausholen. Hier dürfte aller Voraussicht nach der Sieger Syring=Wittenberg heißen.— Bäcker vom Turnverein Börnig wird an dem Marathon=Lauf erstmalig teilnehmen. Dieser über 42,2 km führende Lauf stellt an die Teilnehmer ganz gewaltige Anforderungen. Schon das Durchhalten des Laufes würde als außerordentliche Leistung anzusprechen sein. Theuerkauff und Tietz=Berlin heißen hier die ersten Siegesanwärter.— Fräulein Schulze steht im Speerwersen mit ihrer Bochumer Leistung von 33.03 m an 3. Stelle auf der diesjährigen Leistungsliste der D. T. Sie hat darüber hinaus bei Uebungswürfen schon 34 m und mehr erreicht. Wenn sie auch in Kassel ihre augenblickliche Form bestätigt, wird sie also mit einiger Sicherheit unter den 3 ersten Siegerinnen zu erwarten sein. Der 1. Sieg ist in dieser Konkurenz Frl. Schumann=Essen nicht zu nehmen, die in diesem Jahre bereits 38,09 m erreichte, während an 2. Stelle Frl. Wilowski=Chorlottenburg erwartet wird. Im Kugelstoßen geht Fraulein Schulze mu weniger Aussicht auf Erfolg in den Kampf. Mit ihrer Bochumer Leistung von 9.65 m steht sie hier hinter ihren Mitbewerverinen, die teilweise schon Leistungen von 11 und 12 m nachweisen können, beträchtlich zurück. Wir erwarten jedoch, daß sie auch hier ihr ganzes Können einsetzen wird, um den Herner Farben ein ehrenvolles Abschneiden zu sichern, wie wir dasselbe auch bei allen übrigen Teilnehmern voraussetzen. Die Läufer des Turnklubs werden übrigens auch noch Gelegenheit haben, in der 10mal= Rundenstaffel den Kreis Westfalen gegen die übrigen Kreise der D. T. zu vertreten. Mögen die Hoffnungen und Wünsche, welche die zahlreichen Freunde und Anhänger den Teilnehmern an den Kasseler Kämpfen mit auf den Weg geben, sich wenigstens zu einem Teile erfüllen! Matthias Engel Der deutsche Fliegermeister vertritt bei den Radweltmeisterschaften in Zurich die deutschen Farben. Müller Morschter Die beiden Olympiasieger werden bei den deuthen Rudermeisterschaften als Favoriten starten. Italien- Tiefschlag. Diese beiden Begriffe scheinen neuerdings untrennbar voneinander zu sein und es kommt offenbar nur darauf an, ob ein Boxkampf. an dem italienische Borer teilnehmen, in Italien oder außerhalb Mussoliniens Grenzen ausgetragen wird. Wird der Kampf in Italien ausgetragen, so gewinnt der Italiener ihn infolge eines oder mehrerer Tiefschläge, wie der Skandal von Turin uns lehrte, wo Hein Müller von Bonaglia mit Hilfe von Tiefschlägen erledigt wurde. Findet der Kampf aber nicht in Italien statt, so verliert der italienische Borer den Kampf, indem er wegen Tiefschlag disqualifiziert wird. So erging es dieser Tage dem italienischen Schwergewichtler Panfilo, der gegen Pierre Charles um die Europameisterschaft kämpfte und nach zweimaliger Ermahnung und zweimaliger Verwarnung schließlich wegen immer wiederholten Tiefschlages disqualifiziert werden mußte. Vielleicht beschäftigt sich die internationale Boxsportbehörde nun doch einmal mit den eigenartigen Begriffen, die in den letzten Monaten im italienischen Borsport Platz gegriffen haben. Leibesübungen im Hause. Der Hausfrauen= und Mütterlehr= gang der Deutschen Hochschule für Leidesüdungen hat in Frauenkreuen soviel Interesse und Zustimmung gefunden, daß vom 2. bis 7. September eine zweite Hausfrauenfreizen im Deutschen Stadion unter Leitung der Hochschulärztin stattfindet, um neuzeitliche Leidesübungen— deren Wert die Schule und öffentliche Gesundheitsfursorge vereits erkannt hat— auch im Elternhaus heimisch zu machen. Bisher setzten die Mütter ihre Kraft zur Schutz und Pflege der Kinder ein und für Sauverkeit und gute Ernährung. In dem letzten Jahrzeynt haben sie auch die Bedeutung von Luft, Licht und Abhärtung kennen geiernt. Es ist jetzt an der Zeit, sie mir der ebenso lebensnotwendigen Wirkung der Bewegung, der Leidesübung, bekannt zu machen, von der gesundes Wachstum der Jugend und gesunde Erhaltung der Erwachsenen abhängt Aerztliche Vorträge über„Hausfrauen=Krankheiten und ihre Verhütung",„Bewegungsreiz und Körperwachstum in der Kindheit und im Entwicklungsalter“, „Leidesübungen und Mutterschaft",„Bedeutung und Technik der Abhärtung",„Gesunde Ernährung“ geben die Grundlage für die praktischen Uebungen. Die Einteilung in Leistungsgruppen hat gezeigt, daß auch die über 40 Jahre alten Frauen zu ihrem Recht kommen und ohne Ueberanstrengung frisch und bewegungsfreudig werden Die praktischen Uebungen geben Bewegungs= und Körperschulung durch Gymnastik, Lauf= und Ballspiel, leichtahletische und Bodenübungen. Sie sollen später Anwendung im Alltag und der Kindererziehung in gesunder Arbeitsbewegung und täglicher Ausgleichsgymnastik finden können Die auswärtigen Teilnehmerinnen werden im Deutschen Stadion in großen Schlafsälen untergebracht. Für die Berliner Frauen ist der Kursus so gelegt, daß der Unterricht erst um 9 Uhr beginnt und um 17 Uhr schließt. Aerztliche Ueberwachung wird durch die Hochschulärztin gewährleistet Die Teilnahmegebühr einschließlich Lehrgeld. Unterkunft und Verpflegung beträgt 38.— M für die auswartigen Teilnehmerinnen. Die Berliner Teilnehmerinnen, die im Stadion nur Mittagessen und Getränk zum zweiten Fruhstück erhalten, zahlen 20.— M. Die Gebühren sind mit der Anmeldung der Kasse der Deutschen Hochschule für Leidesübungen auf das Postscheckkonto Berlin 126 912 zu überweisen. Der Postabschnitt muß Namen und Anschrift der Teilneymerin, genaue Bezeichnung sowie zeitliche Lage des Lehrganges enthalten. Die Eintragung in die Teil nehmerliste erfolgt in der Reihenfolge der eingehenden Gebühren. Meldeschluß am 22. August 1929 Start erscheinen, trotz vieler Vorgaben trauen wir Facette zu, das sie das Rennen siegreich nach Hause fährt. Leicht wird ihr der Sieg nicht gemacht durch Niersperle, so daß es hier zu einem interessanten Duell zwischen diesen guten Dreijährigen kommen wird. Neben ihnen wird Steinprinzeß und Angelmaid in die Entscheidung eingreifen. Der Preis von Düsseldorf ist der internationalen Klasse reserviert. In dem ausgeglichenen Feide geben wir Stapellauf, falls er am Start erscheint, das größte Vertrauen. Die schärfsten Gegner hat er in Anvil jr., Hagenbeck jr. und Nachtfalter zu schlagen. Interessant wird der Verlauf des Rennens durch den Start von Peter A., der hier zeigen kann, wie es um seine Form bestellt ist. Im Preis von Aachen müßte Facette, falls sie dieses Rennen vorzieht, den Sieger stellen In ihrer Abwesenheit sollte Petronella vor Barcarole und Margar 2, das Rennen gewinnen. Abgeschlossen wird der Tag durch den Preis von Koblenz, den Rosenblüte, von einem Berufsfahrer gesteuert, sicher gewinnen müßte. Monika und Heriana haben neven ihr die besten Aussichten. Aus dem übrigen Felde weisen wir auf Lebedame und Justus hin.— Die Rennen beginnen pünktlich 15 Uhr. Unsere Voraussagen: 1. Rennen: Salvator— Laudon— Mamertu2. Rennen: Facette— Niersperle— Steinpringeß 3. Rennen: Diagonale— Goldfink— Heriana 4. Rennen: Volker— Peter Mochester— Bidassoa 5. Rennen: Stapellauf—. Anvil jr.— Hagendeck fr 6. Rennen:(Facette)— Petronella— Barcarole— Margar 2. 7. Rennen: Rosenblüte— Monika— Heriana. Trabrennen zu Westdeutsche Herrenmeisterschaft. An den beiden nächsten August=Sonntagen, am 11 und 18. August veranstaltet die Gelsenkirchener Trabrennbahn zwei Renntage, deren Programm in der westdeutschen Herrenmeisterschaft gipfelt. Mit diesem Ereignis zu dem am nächsten Sonntag die beiden Vorläufe entschieden werden, erreicht die westdeutsche Trabrennsaison einen ihrer Höhepunkte, der seine Anziehungskraft nicht verfehlen wird, zumal die westdeutschen Herrenfahrer alles daran setzen werden, diesen begehrenswerten Titel zu erringen. In beiden Vorläufen werden, wie überhaupt in allen Rennen des kommenden Sonntags gutbesetzte Felder zu erwarten sein. Im ersten Vorlauf müßte man Diktat und Minka L. in erster Linie für den Sieg in Aussicht nehmen, falls sie beim Start dabei sind. In ihrer Abwesenheit muß Diagonale den ersten Vorlauf ge winnen, in dem sie vor allem Goldsink und Heriana zu schlagen hat. Im zweiten Vorlauf wird Volker beweren müssen, daß er auch unter einem Herrenfahrer ein schnelles Pferd ist. Ihm ist in erster Linie der Sieg zuzu rauen vor Peter Mochester und Bidassoa. Im Preis von Köln, der den Tag einleitet, treifen sich die Zweijährigen. Salvator, der bereits gutes Können gezeigt hat, sollte hier den Sieger stellen schlagen hat er vor allem Laudon und Mamertus. Ein großes Feld wird im Preis von Kreseld am Kurze Reuigkeiten. Die westdeutsche Rugdy-Saison wird am 18. August mit einem Treffen zwischen Tüsseldorfer RC. und Blau=Weiß Düsseldorf eröffnet. Auer 1 in Stuttgart. Der bekannte Stürmer der Sp.=Vg. Fürth, Auer 1. ist nach Stuttgart übergesiedelt, wo er in Zukunft für die Kickers spielen wird. Die OT. bestraft... Wichmann und Schlie zwei Monate disqualifiziert. Die Deutsche Turnerschaft hat jetzt die Schwärzung ihrer Mitglieder Wichmann(Karlshorst) und Schlie(Berlin) in eine Disqualifikation bis einschl. 29. September 1929 umgewandelt. Die Schwärzung der beiden Turner erfolgte bekanntlich wegen ihrer unerlaubten Teilnahme an den Meisterschaften der OSB. in Breslau. Der Karlshorster TV. hat in Anlehnung an diese Disqualisikation nun samtliche Meldungen zu den DT.=Meisterschaften, in Kassel rückgängig gemacht. Gerüchte, die von einem Uebertritt des Vereins zur DSB. wissen wollten, sind vollig aus der Luft gegriffen. Eintracht Frankfurt geschlagen. Rot-Weiß Frankfurt siegt mit 2:1(1:0). In Frankfurt a. M. standen sich am Dienstagabend zwei der führenden süddeutschen Vereine. Eintracht und Rot=Weiß Frankfurt, in einem im Hinblich auf die kommenden Meisterschaftsspiele recht bedeutsamen Freundschaftsspiel gegenüber. Vor über 4000 Zuschauern konnte Rot=Weiß, das den Schweizer Robert Pache auf halbrechts stehen hatte. einen bemerkenswerten 2:1=(1:0=) Sieg seiern. Beide Mannschaften waren komplett. Rot=Weiß hatte in Kreß einen Torhüter internationalen Formats zur Stelle. Tennis-Borussia Berlin im Westen. Am Samstag in Düsseldorf, am Sonntag in Bormen Der zweite Berliner Vertreter in den Endspielen Fußballmeisterschaft, Tenniskluk „Borussia“, Berlin, wird am Wochenende in Westdeutschland gastieren. Am Samstag treffen die Berliner auf Fortung Düsseldorf und am Tage darau auf SSV. Barmen. #uch Hertha Berliner SC. weilt am Sonntag in Westen. Der Berliner Meister trifft in Köln auf di Sp.=Vg. Köln=Sülz 07. Wiese schlägt Dr. Peltzer. Internationales Abendsportfest in Stettin. Das internationale Abendsportfest der Stettine: Preußen ging bei besten Witterungsverhaltnissen bo# etwa 2500 Zuschauern vor sich. Die Sensation det Tages war die Niederlage Dr. Peltzers durch der Charlottenhurger Wiese im 400 m=Lauf. Es ist eigent ich unverständlich, daß Dr. Peltzer immer noch die für ihn viel zu kurzen Strecken läuft und noch nich zu der Erkenntnis gekommen ist, daß es hier für ihr nichts mehr zu„erben“ gibt. SILIT-T * # * * ∆ E 8 — S 8 5 * s *= S r " 1 9 S: # S 9 9 2• * S 3 S S1 S S.: B E 9—* 1—= F — E= 55 * = 1. ** 6— 5 5 * —— 85 T □ F UPPT 8 6 — 2—.— S• * 3 2 #F. S 2 8 5 5 E S — S= * 2 ** K— 250 —.# S— *— E— 00—* 9— — S.2 * 4 25 EE 210.* * S! — ** ** „ —— * 2 7 S 2 * 2 — — * 63 P S. Diese Jungfrau hier, edler Vater, ist der Schaß. der mir die weise Frau bot. Mit idr jollte ich in die Tiefe steigen und eine Heimat suchen unter den Menschen!" In überwältigender Eingebung riefen die Greise und die Priester wie aus einem Herzen, daß sie das Volk mit aufleuchtenden Augen verstand: „Folge uns.o Jüngling. Deine Heimat erwartet Dich! Der Jüngling verbeugte sich tief und ehrsurcht=voll ind schritt, die Jungfrau an der Hand führend, be cheiden hinter den Greisen und Priestern einder. Schweigend, aber vom Wirdel großer Hoffnung er saßt, folgten die Zehntausende. Aller Augen hingen voll Entzücken an den beiden edeln und reinen Gestalten. Sie zogen durch das letzte Tor. Aller Erwartung stieg aufs döchste, und als die beiden reinen Menschen die unterste der Stufen, die zum Allerbeiligsten emporführten, betraten. sprangen die ebernen Tempettore mit gewaltigem Brausen und Klingen angelweit auf. Still und bescheiden, ohne sich nach dem Volke zu wenden, das plötzlich in ungeheuren, unbeschreiblichen Jubel ausbrach, gingen sie in den heiligen Raum Ein goldenes Jahrtausend bindurch regierten ihre Nachfahren das glücklichste Volk unter der Sonnebis die Eroberer kamen und sie hinmordeten um elendes. geldes Metall. Sieben Wörter Russisch In Hannemanns Grog=Keller singen die Balken langsam an, sich durchzubiegen. Die zehnte Runde dampfte auf dem Tisch. Der erste Offizier von der „Holsatia“ wischte sich den Bart und sagte: Prost! Denn er war es, der die Runde bestellt hatte, und er war es, der eben erzählt datte, wie der Fischdampfer„Else“, aus dem er als Steuermann gefahren war, nordlich von Soitzbergen von Eisbären überfallen und im wesentlichen mit Mann und Maus ausgefreisen worden war Die Taselrunde nickte beifällig. So was kam vor Tschawoll, so was kam vor! Da vassierten manchmal noch ganz andere Dinge Nur Rav'tän Klaus argerte sich. Denn so schon lugen wie die anderen konnte er nicht. Und darum konnte er auch nicht so schön zuhoren. „Aschä“, gab er sich da plötzlich einen Ruck, da passiert so mancherlei in der Welt. Aber was ich da erst voriges Jahr in Rußland erlebt habe, das ——“ Kap'tän Klaus wiegte den Koof bin und der „Man to!“ rief die Taselrunde. „Tschä“. fudr Rap'tän Klaus fort,„ich fahr da nun all drei Jahre von Bremen nach den russischen Hafen. An Land bin ich da weiter nie gegangen, denn mit den Bolschewikis will ich nichts zu tun haben. Neulich aber— da ging das nicht anders. Ich sollte Kriege mit unserer Reederei was zu tun hatte. Ich gehe alio in Kronstadt an Land und sebe mich um Da kommt ein Mann über die Straße, fragt mich auf deutsch, od er mir helfen könnte Gott lei Dank“, denke ich und zeia ihm die Adresse von Gontschom „Das in ziemlich schwierig“, sagt der Mann, als er sie gelesen dat.„Aber ich will Ihnen die Adresse auf russisch ausschreiben, ginn brauchen Sie den Zettel nur überall vorzuzeigen, und man wird Ihnen schon Bescheid sagen.“ Und der Mann schreibt denn auch wirklich irgendetwas, es waren sieben Wörter, in russischer Schrift auf einem Zettel Ich sage Dankeschön und ziede los, immer die Straße entlang. Als da aber eine andere Straße abzweigt, gebe ich auf einen Arbeiter zu und zeige ihm meinen Zettel. Der Arbeiter liest, guckt mich an, macht kehrt und läuft, was er lausen kann. „Rann?“ dente ich, was ist denn das für'n Kerl?" Und ich gehe am einen Polizisten zu. Der liest den Zettel, knüllt ihn zusammen, wirft ihn mir vor die Fußze, schreit mir irgendwas ins Gesicht und geht weg Ich stehe da und weiß nicht, was ich sagen soll Sind die Leute in Rußland alle verrückt oder——— oder was bat der Mann am Hasen mir da auf den Zettel geschrieber Da kommt ein Kohlenwagen gefahren.„He!“ ruse ich. Der Wagen hält. Ich reiche dem Kutscher den Zettel binauf. Der Kutscher liest, nimmt die Peitsche und klatsch, habe ich einen tiefen, roten Striemen im Gesicht." „Gottsdunner!“ murmelt die Taselrunde,„und dann?“ Käptän Klaus nimmt sein Glas, trinkt.„Tiä“, —„——„ sagt er,„was soll ich da noch viel erzahlen! Auf der Straße habe ich den Zettel niemandem mehr gezeigt, und ich hab' die Adresse von Goutschow denn auch so richtig gefunden. Ich bespreche mit ihm, was da zu besprechen ist, er schenkt mir Schnaps ein, wir trinken. Und dann kriege ich meinen Zettel aus der Tasche, halte ihn Goutschow vor die Nase.„Was steht da nun eigentlich drauf"" frage ich. Goutschow setzt sich erst seine Brille auf und liest. Springt mit einem Satz vom Stubl.„Schuft!“ schreit er.„Betrüger! Raus! Nichts als raus!“. Und ed ich weiß, was los ist, bin ich wieder auf der Straße.“ Die Tafelrunde sitzt atemlos. Kap'tän Klaus trinkt sein Glas leer.„Noch eine Runde!" bestellt er. Und dann erzählt er weiter: „Tschä, also die ganze Fahrt nach Bremen denke ich über den albernen Zettel nach. Was das wohl dreuf stand? Und kann man überhaupt in sieben Wörtern was auf einen Zettel schreiben, daß alle Leute wild davon werden In Bremen. kaum haben wir neben einem Llonddampfer festgemacht, gebe ich los, zum russischen Konsulat. Jetzt, denke ich, wirst du es gleich wissen. Und ich habe ordentlich Herzklopfen, als ich die Trevve zum Konsulat raufsteige Der Konsul ist ein netter Mann. Ich aber gebe ihm nicht gleich meinen Zettel, sondern fange vor sichtig an zu erzählen: Ich habe, sage ich, in Kronstadt von einem Mann einen Zettel bekommen. Ich kann nicht russisch. Ich weiß nicht, was darauf steht. Aber alle Leute, denen ich den Zettel gezeigt habe, haber mich rausgeworsen oder mit der Peitsche geschlagen oder————“ „Zeigen Sie mir den Zettel“, sagt der Konsul ruhig. Na. ich greise in die Tasche und dann— Kap'tän Klaus macht eine Pause. Die Tafelrunde sitzt mit vorgebeugten Köofen.—„Und dann? Wat dann?“ „Tiä“, sagt der Kap'tän Klaus und nimmt seine Mütze vom Haken,„da war der Zettel nicht mehr da. Ich muß ihn wohl unterwegs verloren haben.“ Nacht der Tiefe Was in diesen Zeilen berichtet wird,— ob es schon wie eine von Willkür und Laune erfundene Geschichte klingt—. ist wirkliches Ergebnis, das sich vor nicht langer Zeit in einer westlichen Stadt zugetragen hat Vom Flusse der, dessen ossenes Tal Winden und Sturmen die Tür in die große Stadt weit austut, peitschten wadre Schauer von Regen und Hagelgraupen in die Straßen und Gassen. Der Wind dlies mit vollen Backen: Dachschiefer, Rendelrohren, Scheiben, 1a, ganze Ladenschilder volterten aufs Pflaster berab und vertrieben jeden von der Straße, der nicht unbedingt dort zu tun hatte. Eine einzelne Dame erkämpfte sich gegen Sturm und Regen ihren Weg über eine der Geschäftsstraßen nabe dem Fluß. Den Schirm hatte sie längst geschlossen, angesichts der Unmöglichkeit, ihn heil durch das tobende Unwetter zu bringen. Sie wollte unter allen Umständen nach Hause, schon um der alten Mutter willen, die sich um sie ängstigen wurde. Aber war zuviel ist, ist zuviel. Als ihr wieder ein kalter Wind entgegenschlug, der ihr den Atem benahm und sie unzuwersen drobte, als zugleich ein scharfkörniger Hagel ihr ins Gesicht veitichte, rettete sie sich aus den Gehsteig und in den offenen Flur eines Juweliergeschäftes, der ihr wenigstens einen augenblicklichen Schutz bot. Sie warf einen Blick auf ihre Armbanduhr und sagte haldlaut vor sich hin:„In fünf Minuten acht Uhr. Vielleicht läßt der Wind bald nach.“ Dann betrachtete sie durch die Spiegelscheibe die klimmernde Auslage in dem noch bell erleuchteten, doch schon Dt einer Stunde geschlossenen Laden. Ein rasseindes und quietschendes Geräusch veraulaute sie, uch umubluten. Im Flur selb." wahrte K * sie, uch umsubluten. Im Flur selb, wahrt Von Gustav Halm. schnell, automatisch betrieben, nach oben bewegte. Schirm und Handtasche an den Arm hängend, griff sie mit beiden Händen in das Gestänge, das sie von der Straße schied, und versuchte, es nach unten zu drucken. Vergeblich. Die Gewalt, die von der Tiefe her die Eisenstäbe hob, schien ihrer schwachen Kraft zu spotten. Unaufhaltsam. Zoll um Zoll, gingen die Stäbe nach oben und schlossen endlich den Flur, der ihr hatte Rettung und Schutz bieten sollen, so von der Straße ab, daß sie wie in einem eisernen Käfig darin gefangen saß und einem gefangenen Tiere gleich, nichts tun konnte, als darin auf= und niederzugeben, schreien und an den Eisenstangen rütteln. Zuerst lachte sie ob des seltsamen Abenteuers und seiner unfreiwilligen Komik. Dann, seinen Ernst erkennend, wandte sie sich in die Tiefe des Flurs, hoffend, eine Haustür, eine Klingel zu finden: aber ne befand sich in einem jener Häuser, die getrennte Eingange zu Geschäft und Wohnungen haben; nur die Ladentür war vor ihr. kein Schellenknopf fand sich, der die Bewohner der höherern Stockwerke hätte aufmerksam machen können. Sie rief und winkte nach der Straße zu, sie rüttelte an dem Gitter,— niemand kam. Erst nach einer qualvollen Viertelstunde lockten ihre Rufe ein paar Gassenjungen, ein paar Herumtreiber an, die böhnend und gafsend sich vor dem Gitter sammelten und ihrer Not mit so derben Worten und Spätzen spotteten, daß sie zurückwich und sich vor ihnen im Dunkeln barg, wie ein scheues Tier, das der Freiheit eben erst beraubt und der Neugier der Gaffer preisgegeben ist. Aber Angst und Kälte trieben sie doch wieder hervor, und ihr flehentliches Bitten bewog schließlich einen ihrer Quälgeister, den nächsten Polizeivostenzu benachrichtigen. Auch der.— auch die nun alar####izien Hauskewe; — konnten nichts ausrich“ eiserner Klammer. Erst langeres Hin und per brachte Rat: aus einem Adreßbuch stellte man die Privatwohnung des Geschäftsinhabers fest; man telephonierte ihm. Und das gleiche Unwetter, das mit seinen Tücken sie in ihr Gefängnis gebracht hatte, ward ihr nun Erlösung: denn der Juwelier, der sonst als Junggeselle kaum einen Abend zu Hause verlebte, hatte sich ge scheut, bei solcher Witterung auszugeben,— und mußre es nun doch: Es dauerte eine weitere Viertelstunde, während deren Verlauf sich ein ganzer Menschenhause vor ihrem Zwinger angesammelt hatte, bis der Juwelier in einem Automobil vorfuhr und mit einem einzigen Handariff das heimtückisch der Tiefe entstiegene Gitter versenkte. Fast haltlos vor Frost, Zorn und Scham, taumelte ihm seine Gefangene entgegen und versuchte, dem spähenden und lärmenden Zuschauerhaufen zu entrinnen. Der Juwelier aber, sie aufsangend, sagte: „Nicht gar so flink, mein Fräulein! Sie werden doch ihrem Befreier gestatten. Sie nun auch nach Hause zu begleiten. Und wollen Sie sich nicht auch nach Brauch und Sitte auslösen?" So sprechend, schob er sie sanft in den Wagen, bat um ihre Adresse und ließ sie nach Hause fahren. Er selbst führte sie zu ihrer Mutter und berichtete lachend von dem Abenteuer, das die„Macht der Tiese" über das junge Mädchen gebracht hatte. Und da er am anderen Tage wiederkam, sich nach den Folgen jener Haft zu erkundigen,— und da er wieder einen Tag später einen Strauß seltener Rosen brachte, ur Mechanik wohl au.. 4c dse Geschichte, die mit einer eiviertelstündiger Dauer un lenvollen Duft die seelenlose ntschuldigen zu lassen,— ist . illigen. glichen Am Herdsener# Nr. 92" Auterhaltungsbeilage zum Heener Anzeiger: 1929 „TRANSOZEAN“ MI Ein Flieger-Roman von Paul G. Ehrhardt Am westliche: Ende des dschungelartigen Dickichts war unvermittelt ein kleines Waldstück, das dicht mit kräftigen und hoben Kokosvalmen bewachsen war. Partmut bahnte sich einen Weg zu den Bäumen und ind. daß das Unterholz durch die Wuhlarbeit seiner vierfüßigen Mitbewohner auf dieser Insel regelrecht ausgerodet war. Eine dicke Schicht von feuchtem, aber in keiner Weise morastigem Humus lag über einer Geröllschicht, die an verschiedenen Stellen von den Schweinen freigelegt war. Hartmut sand keine Erklärung, warum die Tiere hier mit besonderem Eiser gewühlt hatten. Es schoß ihm aber sofort der Gedanke durch den Kopf, daß er hier eine Stelle gefunden hatte, auf der er in einem seine Bedürfnisse weit übersteigenden Umjang Acker bau treiben konnte In der eisernen Ration, den letzten Resten seines Vorrats an Nahrungsmitteln, waren noch genügend große Mengen von heimischen Hülsenfrüchten, insbesondere von Erbsen, Bohnen und Linsen, die als Saatgut dienen konnten. Ob sie allerdings in diesem Klima gedeihen würden, war eine offene Frage. Der Versuch mußte jedenfalls gemacht werden. Zu diesem Zwecke mußte Hartmut vor allem die wilden Schweine von der Saat abhalten, er mußte also einen regelrechten Pflanzgarten anlegen mit einem Zann darum, der auch starken Angriffen der emsigen Wühler standhalten konnte. Doch all das waren Zukunftspläne. Noch hatte Hartmut in keiner Weise die natürlichen Nahrungsquellen, die die Insel ihm bot, kennen gelernt. Viel leicht bot ihm die über alle Maßen unpige, natürliche Vegetation einen Ueberschuß an Nahrungsmitteln, ohne daß er eine Hand zu regen brauchte. Bis auf wenige Ausnahmen wußte er gar nichts von der Flora und Fauna, die hier beheimatet war. Pflanzen, die er vielleicht heute noch wie Feinde behandelte und beim Wegebahnen mit seiner Art niedermähte, waren vielleicht morgen seine Freunde geworden und wurden von ihm in ihrem Wachstum unterstützt, weil ihre Früchte, Stengel oder Wurzeln seine Küche freigiebig versorgten. Beeren, die er jetzt noch für giftig hielt, galten ihm vielleicht später als Leckerbissen. Ueberall rings um ihn lag Neuland, das er im rechten Sinne erwerben mußte, um es zu besitzen. Während er diesen Gedanken nachging, war Hart mut weiter vorangeschritten und erreichte nach einem Marsch im glühenden Sonnenbrand den Rand des Kraters. Entenartige Vögel strichen mit klagenden Rusen aus dem Wassertümvel, der das Innere der Krateröffnung füllte, und ehe Hartmut recht wußte, was geschehen war, hatte er sein Gewehr bochgerissen, geschossen, und einer der Vögel war zur Erde gefallen. Hartmut stand vor einem wahren Wunder von Farbenpracht des Gesieders. Der breite, stahlblau, gelb und rot getönte Schnabel des Vogels kennzeichnete ihn tatsächlich als zur Familie der Enten gehörig. Er wog das Tier in den Händen und fand, daß es seist und wohlgenährt war und einen schmackhaften Braten abzugeben versprach Nun hielt Hartmut Umschau mit seinem Glas. Der Horizont des Meeres war leer wie beim erstenmal, als er hier oben gestanden hatte. Es wollte Hartmut scheinen, als hätte von Anbeginn der Welt bis heute diese Unendlichkeit von Luft und Wasser noch nie ein Schiff durchfahren, und als könne niemals ein von Nenschen gelenktes Fahrzeug in der Ungewißheit der blauen Ferne vor ihm auftauchen. Glühender Sonnenbrand vertrieb ihn von seinem Platz. Er suchte den Schatten des westlichen Vege tationsrandes auf und ging kreuz und quer durch das Gelände, immer in der Richtung des nördlichen Inselendes. Mehrere Male unternahm er den Versuch, das Gestrüpp zu durchdringen, um an den Strand zu ge duer2 ohne Erfolg. Erst am nördlichsten End##### abfallenden Steope fand ere treten hatten. stärker an— als er an eine Stelle des Waldes kam, an der große Gesteinsblöcke vonig von der Vegetation eingesponnen waren. Als er einen der Blöcke überkletterte, wurde unmittelbar unter ihm eine ganze Herde der Wildschweine flüchtig, die dort in einem kleinen Wassertümpel gesuhlt hatte. Von seinem hoben Sitz aus sah er vor sich das Neer durch die Bäume schimmern. Er bahnte sich einen Weg durch den schmalen Streifen des Dicichts, der ihn noch vom Strande trennte, und stand nun unmittelbar vor dem engen Durchlaß zwischen der unterseeischen Klivpe im Norden der Insel und dem Festland. Gurgelnd schoß der Ausgleichstrom zwischen den slatt geschlisfenen Wänden des Abbruches hindurch. Trotz der Klarheit des Wassers konnte Hartmut keinen Grund sehen. Der Durchlaß schien von einem Spalt zwischen den Felsmassen der Insel und dem unterseeischen Höbenzug verzurühren. Vielleicht war der unterseeische Felsrücken im Norden der Insel im Untersinken begrissen und hatte sich durch diesen Riß von dem noch feststehenden Teil der Insel gelöst. Der vulkanische Ursorung der Insel stand ohne Zweisel fest. Es lag dann die Annahme vor, daß die Erdbewegung, die die Insel aus dem Meer herausgehoben hatte, noch lange nicht beendet war und sie ebenso rasch, wie sie aus den Fluten aufgetaucht war, wieder in ihnen versinken konnte. Nach der sehr genauen Ortsbestimmung, die Hartmut in einer der Nächte vorgenommen hatte, lag die Insel auf 238 Grad 24 Minuten östlicher Länge von Grennwich und 6 Grad 11 Minuten südlicher Breite Die Karte, die Hartmut an Bord des„Transozean“ mit sich führte, zeigte an dieser Stelle eine Meeresliefe von 100 Meter, während die benachbarten Teile des Meeres ganz wesentlich größere Tiefen zeigten. Von 1911 an waren größere Forschungsreisen in der Südsee nicht unternommen worden. Die Messungen mit dem Echolot erstreckten sich auf das Gebiet des Nordlichen Wendekreises bis nahe zum Aequator. Die Fahrten dieser internationalen Expeditionen waren noch im Gange— vielleicht wurde auf diese Weise die unbekannte Insel. auf der Hartmut lebte, entdeckt. Den Rückmarich beschloß partmut, wenn irgend möglich, längs der Felsenküste auszuführen. Er kundschaftete auch wirklich einen Weg aus, bei dem es nur geringer Arbeit mit der Axt bedurfte, um eine direkte Verbindung mit der Wohnbucht nach dem Ausgleich= strom zu schaffen. * Während der nächsten Wochen wiederholte Hartmut seine Wanderungen kreuz und quer durch das Insel innere, bis er jeden Winkel kennen gelernt hatte. Ueberall hatte er Markierungen angebracht, die ihm das Aufsuchen gewisser Ziele erleichtern mußten. Außer den wilden Schweinen fanden sich größere Säugetiere auf der Insel nicht vor. Nur eine Rattenart hatte Hartmut an gewissen Plätzen beobachtet und zwei verschiedene Arten von Fledermäusen, die abends und in der Nacht unermüdlich über die Insel buschten und von weither herangeflogen kamen, wenn Hartmut ein Licht anzündete Außer den zahllosen Möven auf den Klippen am Südkap und zwei verschiedenen Papageienarten gab es noch eine kleine Anzahl von drosselähnlichen Vögeln, deren an und für sich melodischer Gesang ledoch nur in einer einzigen, wehmütigen Strophe be stand. Durch seine Erkundungswanderungen glaubte Hartmut alle Möglichkeiten, die die Insel für ihn bot, kennengelernt zu haben. und diese Möglichkeiten erschienen Hartmut ebenso klein und eng beieinanderiegend, wie die Insel selbst war. Er konnte auf ihr tieren, mehr nicht. Sie barg keine Gefahren für Leben, das Klima erschien durchaus erträglich der Nähe des Aequators Hunger und Durst nicht zu fürchten. Hartmut konnte also völlig in Rube warten, bis irgend ein Schiff durch einen Zufall die Insel sand und ihn zurückführte, ihn aus einem Stadium des Vegetierens ins Leben zurückführte. Die Einsamkeit, die ihn hier umgab, schreckte ihn nicht. Er hatte von Jugend auf gelernt, einsam zu sein, und oft die größte Befriedigung darin gefunden, allein und mit sich selbst fertig zu werden. Was er bisher kennengelernt hatte, war freiwillige Einsamkeit gewesen, aus der er heraus konnte, wann er wollte und wann er es brauchte. Aber seine jetzige Einsamkeit— auf ihr lag der schwere Druck des Abwartens, des Wartens auf fremde Hilfe, ohne daß es eine Mög lichkeit gab, aus eigener Kraft diese Hilfe aufzusuchen oder sich selbst zu befreien. Hartmut litt schwer unter diesen Gedanken. Sein Tagewerk hatte er nach einem ganz bestimmten Stundenvlau geregelt. Aber immer mehr wurde es nur noch verbissene Verdrossenheit, mit der er sein Pensum erledigte. Das wilde Durcheinander in der Höble war Hartmut so unleidlich, daß er sich oft vor dem Schlafengeben fürchtete und stundenlang in der Nacht auf den Felsen am Eingang der Wohnbucht saß und seinen Gedanken nachhing. So kam es, daß ihn das Heimweh ersaßte und in sein Inneres eine Wunde riß, deren Schmerz sein ganzes Fühlen und Denken beberrschte und für die es kein Heilmittel zu geben schien als die Heimkebr. Nur selten gelang es ihm, sich von diesen Stimmungen loszureißen. Dann packte ihn ein blindwütiger Schaffensdrang. der seine Körverkräfte verdopvelte und alle Widerstände, die sich ihm entgegenstellten, mit einem sie gewissermaßen überlistenden Scharssinn überwand. Aus der„Triftbucht“ hatte er ein ganzes Floß von Balken und Brettern mit seinem Boot herbeigeschafft. Aus den Stahlbändern, die die Betriebsstofftanks des „Transozean“, festhielten, hatte er eine Säge bergestellt, mit der er das Holz zerschnitt und seine Wohnbucht mit Regalen für die Vorräte, einem Fußboden und einem geräumigen Tisch versab. Werkzeug war in großer Menge vorbanden, und da Hartmut bei seinem Lehrgang auch in der Modelltischlerei gearbeitet hatte, ging diese Arbeit nicht nur rasch vonstatten, sondern lieferte ihm Gegenstände, die in Ausführung und Brauchbarkeit sich überall seben lassen konnten. Aber Hartmut empfand keine Freude über diese Erfolge seiner Arbeit * Als er eines Tages die Akkumulatorenbatterien, die in einer kleinen Höhle neben der Wohndödle untergebracht waren, durch einen Deckel vor dem Höhleneingang schützte, untersuchte er die Akkumulatoren näher und stellte mit dem Voltmesser fest daß die Batterien sich in der Rubezeit schwach regeneriert hatten Von diesem Augenblick an war Hartmut wie umgewandelt. Er vergaß seinen Stundenplan, er vergaß Essen und Trinken und Schlafen— unermüdlich arbeitete er daran, die Radioanlage betriebsfertig zu machen. Ohne Bedenken wütete er in seinen Vorräten und verbrauchte den Leitungsdraht bis zum letzten Endchen. Zwischen den höchsten Palmbäumen auf dem steilen Ufer vor der Bucht spannte er in mühevollster Arbeit eine Hochantenne von fast 290 Meter Länge. Die Empfangsanlage arbeitete beim ersten Versuch einwandfrei. Sofort legte Hartmut diesen Teil der Anlage still, um den schwachen Rest von elektrischer Energie, der ihm in den Akkumulatoren noch zur Verfügung stand, aufzusparen. Wenn es ihm nur gelang einmal das SOS=Zeichen, seinen Namen und den Inselort hinauszufunken, irgend eine Station würde ihn hören, und dann war er gerettet. Mit dem letzten Vorrat von Taschenbatterien untersuchte Hartmut die nun zusammengestellte Senderanlage. Immer von neuem prüfte er die Anschlüsse kontrollierte an Hand des Schaltschemas, und erst als allerletzte Arbeit sollten die Akkumulatoren an dem kleinen Umsocmeraggregat, das den Strom für die Senderanlage lieserte, angeschlossen werden Die Arbeiten nahmen viele Tade in Ansoruch. in denen Hartmut bungerte, ohne ein Schwächegefühl zu empfinden. Immer häufiger ader begannen vor seinen Augen blaue Kreise zu tanzen, er mußte seine Arbeit unterbrechen, um auszuruben. Endlich war es so weit, daß er den groven Versuch unternehmen konnte. Er deschloß, seinen Ruf zum erstenmal um Mitternacht hinauszuschicken und dann, falls die Akkumulatoren noch Strom bergaben, am folgenden Morgen und am Spätnachmittag Hartmut ging sehr frühzeitig schlafen, um nachts frisch zu sein. Seinen Wecker stellte er auf zwölf Uhr Bevor er sich niederlegte, hielt er noch einmal Umschau vom Steilrand des Users aus. Die Luft war unwahrscheinlich klar. Jum erstenmal, seit er in diesen Gegenden weilte. lab Hartmut die Trennungslinie zwischen Himmel und Wasser sern am Horizont scharf vor sich stehen. Die Sonne drannte barbarisch trotz idres abendlich tiefen Standes. Aber keine Wolke war am Himmel zu sehen, die auf Regen oder Gewitter hätte schließen lassen. Hartmut ging zurück zur Hödle. schaltete die Antenne an die Senderanlage an und verband die Pole des Akkumulators mit dem Anlabschalter, so daß er in der Nacht mit einem Griff die Anlage sendebereit hatte. Dann legte er sich nieder und fiel erschopft in Schlummer Was idn ausweckte, wußte er nicht zu sagen: in das Rasseln eines Weckers mischte sich das wilde Brausen der Brandung, das Pfeisen des Sturmes. Gleichzeitig suckte es im sahlen Lichte auf, medrere Male nacheinander, und der Donner brüllte alle anderen Geräusche nieder Hartmut wollte aussoringen, aber leine Glieder waren schwer wie Blei. Er kampfte mit aller Energie gegen seinen Körper an. Nur ein Wille war in ihm eussoringen und das Verdindungskabel der Antenne von seinem Kontakt losreiden. Die Leitung von den Akkumulatoren zu dem Anlaßschalter war in Grifsweite von seinem Lager an Originalbild von der Eröbebenkatastrophe auf Ucuscelans Das eingestürzte Schulgebäude in Westvort. Neusceland wurde kürzlich von einer schweren Erdbebenkatastroode heimgesucht. die viele Tote und Schwerverletzte sorderte. Besonders schwer betroffen wurden dei Städte Westvort und Relson, in denen zahlreiche Häuser einstürzten und die Bewohner unter sich begruden. der Wand defestigt. Auf sie siel sein Blick, als sich seine Starrheit löste. Mit einem Ruck datte er die beiden Drähte durchgerissen und saß aufrecht auf seinem Bett. Im Augenblick, in dem er sich auf die Senderanlage stürzen und den im fadlen Lichte der Blide immer wieder deutlich sichtdar werdenden Verbindungsdraht mit der Antenne mit einem Sprunge abreiben wollte, in diesem Augenblick erfüllte den ganzen Raum eine einzige, sprühende und knisternde Lichtgarde. Der Luftdruck des Blitzes warf Hartmut mit solcher Gewalt an die Wand der Hödle und auf sein Lager, daß ihm die Sinne schwanden. Während er das Bewußtsein verlor, sab er eine Rauchwolke aus der Senderanlage bervorquellen, und das Prasseln des Donners verlor sich in das Nichts und die Dunkelheit der Bewußtlosigkeit (Fortsetzung folgt.) Brief aus dem Urwald Anf Java, 1929. Der„freie" Naturmensch ist eine Fabel! Seit Jean Jaques Rousseau schwarmen viele Menichen von dem überaus gluckseligen Dasein der„freien Naturmenschen“, die. von Sorgen unbeschwert, in der Wildnis leben, ohne von Vorschriften und Verboten bedelligt zu sein, die unser Leden deeinflussen. Aber wie sind wir von dieser vielgevriesenen Freibeit enttauscht, wenn sie uns genauet bekannt wird Den„kreien" Naturmenschen gibt es nicht. Kein Mensch der zivilisierten Gesellschaft ist so vielen Vorschriften unterworfen wie beispielsweise die Bewohner des malaiischen Urwaldes Allerdings gibt es dort keinen Polizisten, der dar auf achtet, ob die Bestimmungen über Teppichklovsen ubertreten werden. Dort Redt nicht an jeder Ecke ein Schutzmann, der mit einer Bewegung den Verkehr dirigiert, es besteht kein Tanzverbot, keine Strafe fur Unratabladen an verbotener Stelle, es gibt keine gewerrten Trottoirs, und„Rechtsgeben“ wird nicht gesordert. Aber weniger unfrei sind die Menschen dieser Gebiete doch nicht. Denn statt der Vorschriften der zivilisierten Gesellschaft besteden bei den„Wilden“ eine Reibe von Verdotsvorschriften, denen gegenuber unsere Einschränkungen geradezu darmlos sind. Auf die Befolgung achtet bei ihnen keine Schar strenger Polizeideamter, sondern ein Heer viel wachsamerer Wachter und Strafrichter: nämlich die ganze Geisterwelt, welche unsichtbar ihre Umgebung durchstreift und sie bei der geringsten Uebertretung viel strenger straft als unsere Polizeigesetze Bei den Dajaks auf Borneo kann der einzelne Mensch jast nichts tun, was auch nur ein wenig aus dem gewöhnlichen Alltagsleden fällt, ohne daß untersucht werden muß, ob er damit nicht gegen di„BeKimmungen“ sündigt und gegen eine der zahllosen „Pantang"=Verbotsregeln dandelt, die mit Rücksicht auf die Rache der Geister beachtet werden müssen. Wenn man den umsangreichen und komplizierten ungeschriedenen Gesetzen genugt dat, dann ist man trotzdem noch nicht ztei in seiner Handlungsweise, sondern man dat auch noch mit der„Sial"lehre zu rechnen, der groven Weisheit der warnenden Vorzeichen. Werden diese Zeichen nicht deachtet, so bringt das edenso unvermeidliches Unheil wie das Uebertreten der Pantangvorschriften Ist in einem großen Dajathaus, in dem oft vierzig Familien zusammen wohnen, zemand gestorden, dann ist es allen Bewohnern dieses Hauses und auch den außerbald des Hauses wohnenden Familienmitgliedern verdoten. während einer bestimmten Anzahl von Tagen irgendweiche Arbeit zu verrichten. War der Verstorbene von„hoder Herkunft“, dann wird die Verbotsbestimmung eft auf Wochen ausgedehnt. Wird in einer Familie ein Kind erwartet, dann müssen allerlei„Pantangs“, berücksichtigt werden Wenn eine dieser Bestimmungen übertreten wird. könnte das Kind verunstaltet zur Welt kommen, oder die Mutter mußte sterben. Die Eltern dürfen dann keine Tiere toten, außer einigen Fischarten; sie dürfen keine Gruden graben, kein Leck in ihrem Boot stopsen, keinen Nagel einschlagen, keinen Stock in den Boden stecken, ja, nicht einmal ein Bündel zusammenbinden. Und wenn die werdende Mutter etwas weben will, dann muß erst eine andere Frau kommen, die sorgfältig einige Kettenjäden aus dem Gewebe zieht, um so den bösen Einsluß dieser Tätigkeit aufzubeben. Will man ein Ackerfeld im Wald anlegen oder ein Haus bauen, dann muß äußerste Vorsicht walten. Trifft man beim Aufbacken des Bodens auf ein Schlangennest oder Gruben, die nicht von Menschen gegraben sind, dann ist das ausgesuchte Terrain „pantang“ und alle getane Arbeit nutzlos. War jemand so unvorsichtig, in ein im Bau begriffenes Haus eine frisch geslochtene Matte zu bringen, dann wird sich das schwer rächen; böse Geister werden das Haus bewohnen. Er kann nichts Besseres tun, als es ihnen überlassen und irgendwo ein anderes Haus zu bauen beginnen. Es gibt noch zahllose andere Verbotsbestimmungen. Noch unübersehbarer jedoch sind die„Sial“vorzeichen, die von stärkstem Einfluß auf das Leben des Dajaks sind. Vorzeichen warnen vor nahendem Unbeil und müssen deshalb genau beobachtet werden. Auch Träume enthalten oft Warnungen. Träumt ein, Dajak, daß er aus einem Boot ins Wasser fällt oder nackt herumläuft, ein grobes Feuer sieht oder daß jemand stirbt, dann steht sicher ein großes Ungluck bevor, das nur abgewendet werden kann, wenn man drei Tage lang keine Arbeit verrichtet Träumt man dagegen von einem Bären ooer von einem Krokodil, dann braucht die Arbeit nur einen Tag zu ruben, aber eine angesetzte Ebeschließzung muß drei Tage verschoben werden. Indes würden so schlimme Traume während des Baues eines neuen Hauses unwiderruflich verbindern, daß man es fertigstellt, man könnte sich gezwungen seben, es auf einem anderen Platz neu zu beginnen, ohne die zusarmengetragenen Baustoffe dazu verwenden zu dürsen. Wer ein Haus baut, muß sich während der Bauzeit hüten, sich den Magen zu überladen. Ein Alpdruck als Folde davon wurde seine Arbeit vernichten. Auch von Tieren werden zahlreiche Vorzeichen gegeden. Will man eine Reise unternehmen und dört man das Schreien des Hirsches oder Bären, dann verschiebt der Daiak seine Reise um drei Tage. Hört man während der Arbeit oder bei Hochzeitsvorbereitungen das Rusen bestimmter Vögel an der rechten Seite so muß auf die Dauer von drei Tagen alles liegen bleiben und alle Arbeit ruben. Noch schlimmer ist es, wenn man, eben verbeiratet, einen unbeilvollen Vogel schreien hört. Dann muß Scheidung eingeleitet werden. Will man die Ebe trotzdem fortsetzen, so muß ein kostsvieliges Opser gebracht werden. Wenn man diesen Laut während der Urbarmachung eines Waldstückes für die Bebauung vernimmt, muß der Platz preisgegeben und ein neues Terrain angelegt werden. Hört man ihn, während man mit dem Errichten eines neuen Hauses beschäftigt ist, so muß der Erbauer drei Jahre auf einen neuen Wohnort verzichten. Alle anderen Dorfbewohner dürfen dann während eines ganzen Jahres nicht an„Reubauten“ denken. Soll eine Hochzeit geseiert werden und bört man einen Hirsch oder Bären, dann ist die Ebe ungültig, und die Braut wird den Eltern zurückgegeben. Denn, wie lieb man sie auch hat, das eigene Leben, das sonst unwiderruflich verspielt sein würde, schätzt man doch höber. Das sind nur wenige Beispiele, die dafür sprechen mogl#wie es mit der gepriesenen„Freiheit“ der B#frn hen steht. Gewiß ist, daß wir u. Zwang unserer Zivilisation doch frei##### leben als die von manchen ——„——""— PO— B EE 4 F— PEUÖDEE“ ESEUTNE, S##T G E E, TSTL0 TDTAEECME E# 6•# ** I. K Wenn Eingeborene Schulden machen... Den meisten Eingedorenen des Malanischen Archi pels scheint es angeboren zu sein, Schulden zu machen. pat der Malaie ein Stuckchen Boden, ein paar Fruchtdaume, etwas Vieh oder sonstigen Ertrag dringenden Besitz, dann borgt er entweder auf die zukunftige Ernte, aus erwartete Früchte oder auf ein Kald, das sein Rind einmal bekommen wird. Ist ihm sein derartiges Psand für den Kredit eigen, ist es auch nicht schlimm; dann sucht er auf Zukunftsmöglichkeiten zu borgen, da er hofft, vielleicht doch einmal irgend etwas erwerben zu können. Ist ihm das Glück nicht bold, dann zahlt er mit der eigenen Person. Er arbeitet für seinen Glaudiger, bis es dem gefällt, die Schuld samt Zinsen und erlebtem Aerger als getilgt zu betrachten, was meist lange dauert. Um derartige Schulden machen zu können, muß es auch Leute geben, die leicht Kredit gewähren. Zur Sicherung des Gläudigers sind im Lauf der Zeit viele Vorschriften entstanden, die ihm dem Schuldner gegenüber zu seinem Recht verdelfen sollen. Umständliche gerichtliche Prozesse vor einem Richter gidt es nicht, auch die Hilfe eines Gerichtsvollzieders brauchen inländische Gläubiger nicht: nach dem Gesetz dürfen sie sich selber helsen, und das versteden sie im allgemeinen recht gut, wosern nicht die Beamten der unbequemen, sich in alles mischenden dolländischen Verwaltung sich um diese Angelegenbeiten kümmern, was übrigens auch den Schuldnern nicht erwünscht ist. Die Methoden, die derkömmlich sind, um Gläubiger zu ihrem Respekt zu verdelsen, sind vielgestaltig. Auf verschiedenen Inselgruppen des Malaiischen Archivel= dett em Gläubiger, wenn er zu lange mit leeren Schuldner wird nun so lange sein Leideigener. bie Versprechungen und Ausreden dingehalten wurde. die Schuld getilat ist eines Nachts zu den Obstbaumen des Schuldners oder auf eines leiner Felder und bringt dort ein so genanntes„Verdotszeichen“ an. Meist ist das eine primitiv dergestellte Pupoe, die als übernatürlicher Wachter anzuseben ist; oft ist es ein Blatterbundel. das aus besondere Art an Baumen desestigt oder an den vier Ecken des Feldes angebracht wird. Kommt dann am folgenden Morgen der ruckständige Zadler daher, um Kokosnusse zu pflücken, oder Palmwein ab zuzapfen, dann sieht er zu seinem Schreck die wohl bekannte und anerkannte„Versiegelung“ seines Be sives. Kein Malaie wurde wagen, etwas von den Bäumen zu nehmen, oder auf dem Feld zu arbeiten Er weiß, daß die Geister ihn für solches Tun strafen wurden. Er gebt heim und überlegt, wo er eine neue Anleibe aufnedmen kann, um seine alten Verpflich tungen abzulösen. Denn solange er das nicht getan dat, darf er weder Früchte von Bäumen noch irgend ctwas von den Feldern dolen. Bei den Bewohnern von Wettat und der Scelvink bai gebt der Schuldforderer, wenn er nicht mehr länger warten will, in das erste beste Haus des Dorses, in dem sein Schuldner wohnt, ergreift irgendeinen Gegenstand und erklärt, er nähme ihn mit als Abzahlung aus die Schuld des säumigen Dorsoenossen. Der so Geschädigte schlägt nun gewaltigen Lärm gegen den Schuldenmacher, dem er diese„Pfändung" verdankt. Der saule Zadler ist meist so beschämt, daß er alles aufbietet, um so schnell als möglich den wen genommenen Gegenstand auszulösen. Odendrein muß er noch Strafe zadlen. Ist ihm das nicht moglich. dann bezahlt der Dorsoberste für ihn, und der Auf der Insel Ria; kann sich ein Glaudiger mit einer Zwangsmaßreael helfen. Will er nicht mehr warten, so packt er ein Bundel Kleider zulammen, ocht in das Haus seines Schuldners und macht es sich de lo gemütlich wie möglich. Er sucht sich den besten Platz aus, der sonst nur für gcehrte Gaste bestimmt ist, und erwartet die beste Bewirtung. Rein Niasser wurde in solchem Fall wagen, den Glaubiger hinauszu weisen oder ihm nicht anständig zu essen zu geden. Das Herkommen verpflichtet ihn sogar. dem eingedrungenen Gast Festmadle vorzusetzen. Niemand fragt danach, wie er sich das, was er dazu braucht, verschafit. Er muß den Glaubiger so lange verkostigen, bis er auf irgendeine Art seine Schuld begleichen kann. Der Gläubiger muß aber auf Kosten des Schuldners so lange bei ihm bleiden, bis alles beglichen ist; gedt er vorder weg, dann ist seine Forderung verfallen. Wenn ein schlechter Zahler gestorden ist, bevor er seine Schulden bezahlt dat, dann geben die Angeborigen einiger Stämme auf Timor, Solor und in Mittelceledes mit größter Strenge vor Der Glaubiger läßt die Leiche seines Schuldners deschlagnahmen Solange die Angebörigen die Schuld nicht bezahlt haben, darf die Leiche nicht der Erde übergeben werden. Das ist die schlimmste Strafe fur schlechte Zahler. Dem Verstordenen wird auf diese Weise verwehrt. ins Seelenland zu zieden, wo er sonst Ruhe vor allem irdischen Jammer fände. Die Seele urrt verzweifelt umder, und der jpukende Geist angstigt seine Familie. die alles aufbietet, um die Leiche so schnell wie moglich auszulosen. W. A. Penard.— Der Schatz vom Silbersee Eine Saac aus Berike. Von Joscph Stollreiter. Von Ozean zu Ozean dehnte sich das Reich der Kaziken. Von den leuchtenden Gestaden des ewig blauen Mecres stieg es emvor bis zu schneebedeckten, seierlich= einsamen Bergketten. Urwälder und Paradiese, unpige Sümpfe und kadle, grasige Hochslächen rauschende Ströme und kristallene Seen, goldene, fruchtbare Täler, im Sonnenglanze flimmernd und sunkelnd, und enge, dis in das Erdinnere dinuntergäbnende Schluchten verflochten sich zu einem überwältigenden, unaussprechlichen Märchen. Der letzte König aus dem uralten Herrschergeschlechte war gestorben und in goldenem Schreine deerdigt und die drei erbabensten Greise des Landes — niemand mehr vermochte ihre Jahre zu zählen— Schwert aus, dessen Klinge mit seltsamen Zeichen und Inschriften übersät war. Der Dritte daute ein Floß, fuhr in die Mitte des Sees und tauchte auf den Grund der deiligen Wasser. Dreimal mußte er sich in die Fluten niederlassen und kehrte endlich mit einem Diadem zurück, herrlich und blivzend in überwältigendem Feuer. von undeschreiblich seiner Arbeit und niegeschauter Form Lächelnd sab der Jüngling auf die beiden anderen derab und sagte, als sie abends gemeinsam um dalodernde Feuer saben: Ich habe den Reif der Herrschaft gesunden und Ihr Eure Nemter in meinem Reiche. Das Schwert wird meine Heere führen und der derrliche Armreis traten nach dem Gesetzc zusammen, ein neues Geschlecht bedeutet die Treue des Ministers, der alle wider der Könige zu wählen Auf dem heiligen Berge, unter dem lodernden, dlitzenden Kreuz des Südens, empfingen sie durch den Mund des Orakels die Kunde: „Wer mit dem Schatz vom Sildersee in der Haupt stadt einziebt und vor dessen Nahen die Tore zum Tempel des Höchsten Gottes von selbst aussoringen. wird der Abnberr des neuen Herrschergeschlechtes sein!“—.—— Mit mächtigen Gefolgen zogen die Jünglinge aus den edelsten Geschlechtern binauf zum sagenbaften Silbersee. der träumend, wie das Auge einer keuschen, ganz in ihren eigenen Zauber verwobenen Jungfrau, eingebettet lag zwischen dunklen, schweigenden Wal dern, überragt von den Jacken und Zinnen phantastischer Porvborselsen, die im Sonnenglanze flammten wie ebernes Gold. Aber so breit die mit Gold gepflasterten Psade auch waren, viele der zukunftstrunkenen Jünglinge berieten auf Irrwege, gelangten in Gegenden, die nie ein Menschenauge geseben, und kehrten nach langen. grauenhaften Irrfahrten mit verwirrten Sinnen zurück. Keiner konnte sagen, wo er gewesen, jede Erinnerung an das Geschaute war verschollen. Nur drei der Jünglinge erreichten den seierlichen See, dessen User gewaltige Baumriesen umstanden. und suchten nach dem Schatz Am Südende des Sees stand eine alte, balbversallene Hütte, aus deren Fenstern eine häßliche Alte mit teuflischen Augen und verfilztem Haarschopfe lauerte und die drei Jünglinge einlud, in ihrem Hause zu wohnen. Sie kehrten ihr aber lachend den Rücken und schlugen ihre Zelte am nördlichen Gestade auf. Tagelang durchwühlten sie die=, durchwühlten die Wurzeln der Bäume, klon.e Stämme und durchkletterten alle Krone Endlich###### Erste einS S unschätba strebenden Elemente durch die Klugheit seines Geistes zusammenhält.— Die Tore des Tempels werden iubelnd aussoringen, wenn ich den königlichen Reis erbede!“ Bestimmt ist noch nichts!“ antwortete der Zweite „Der Tempel kann sich auch vor dem Schwerte öfsnen!" „Nie!!“ rief der Erste wieder.„Gott achtet das Wissen— nie die Wasse!" „Tor Do““, dohnte der Zweite.„Gott erkennt unser Wissen als Tasten, als Nichtigkeit. Er beugt sich nur der Treue, denn sic ist ganz allein auf sich ge stellt!“ „Du irrst!“ rief der Dritte abermals.„Die Treue braucht einen Gegenstand, dem sie treu sein kann!" „Man kann auch sich selbst treu sein!" „Dann wirst Du bald Deinen König und Dein Land verraten!" fuhr der Dritte emvor. Und Du erbebst Dich bereits über uns— und weißt noch nicht einmal, ob Du der Sieger sein wirst"“ „Ich werde der Sieger sein!“ „Niemals!“ schrie der Zweite.„Das Orakel wird sprechen. Wir wollen ihm nicht in den Arm fallen!" Und da der Dritte höhnisch lachte, fuhr er fort:„Es wird gut sein, wenn wir den Heimgang getrennt an treten, jeder seinen Gedanken und Träumen über lassen „Ganz recht.“ gab der Dritte spitz zurück.„Damit Ihr Euch den Gang zum Tempel wparen könnt, wenn Euch vor den Toren der Stadt entgegenschallt, daß ich bereits den Thron der Könige bestiegen!" „Wenn die Tempeltore vor Dir sich öffnen, kehre ich niemals zurück!“ rief der Zweite „Auch ich nicht!“ setzte der Erste hinzu. „Dann— lebt auf ewig wohl!“ Am nächsten Morgen brachen sie auf und zogen auf drei verschiedenen Straßen der Hauptstadt des Reiches zu. * f• 4. b.p A-: #odt nahl., Pauken. Das Volk geleitete seinen Jug in festliche Pun unter unaufbörlichem Jauchzen vor die Tempelstadt. Dort erwarteten ihn die Greise. die Priester, die Edeln des Landes in glansvoller Runde. Die Straßen waren mit Blumen udersät und mit leuchtenden Matten ausgelegt. Nauchrfannen sendeten köstlichen Duft und die Lufte hallten wider von Liedern und Gesangen. Hoch hielt der Jungling das funkelnde Diedem emvor und zeigte den Schau vom Silbersee dem staunenden Volke, das sich vor Judel und Hingerissenheit nicht mehr zu fassen wußte. Vor dem Eintritt in die beilige Tempelstadt geboten die Priester Schweigen, und stumm und feierlich, mit glänzenden, erwattungsvollen Augen fluteten die Zehntausende in den deiligen, gottgeweidten Bereich Das Diadem aus dem Silberser boch emvorhaltend, schritt der Jüngling auf das Tor des Allerheiliosten zu. Aller Herzen standen still vor Erwartung, aller Lungen dolten Atem, in dinreißendes Jauchzen ausbrechen zu können— aber die edernen Tote bewegten sich nicht— so lange der Jüngling auch davorstand und den funkelnden Reif noch empordielt und funkeln ließ in der Sonne. Als die drei erhabenen Greise endlich winkten, die Tempelstadt zu räumen, fiel das Diadem rasselnd und klirrend zu Boden und zerbrockelte zu Staub Wie ein gebetztes Wild floh der Jüngling aus der Stadt Auch vor dem Schwerte des Zweiten und dem Armreif des Dritten sprang das Tor nicht auf und das Volk verließ jammernd und webklagend die Tempelstadt Ein fremder Jüngling kam aus der Tiese berauf und verneigte sich ehrfurchtig vor den drei erhabenen Greisen. Ihm zur Seite schritt eine Jungfrau ven wundersamer, reiner und schimmernder Schonheit, wie ein Mensch gewordener Stern. Blutenduft stromte von ihr aus „Wer bist Du. Jüngling?“ fragte der weidevollste der erhabenen Greise. plötzlich bewegt und einer gottlichen Eingebung gedorchend.„Und wer ist die edle Jungfrau an Deiner Seite?“ „Weiß nicht, wer ich din!“ antwortete der Jungling.„Hoch oben auf den Bergen wuchs ich auf und in meine Wiege haben Adler und Kondore geschaut. Die mich zeugten und um meine Kindheit waren, sind lange tot. Doch lebte ich nach den Wunschen meiner Mutter, die mir sterbend anbesohlen, am Tase, de ich dreimalden Jahre alt sein werde, dinunter* ageuhaiten Silbersek, dort auf den ###. weis!= Hutte einzuzusteigen Ruf ein treter ** 27 K * * V e r k e h r s u n f ä l l e. Am 6. August, gegen 15.50 Uhr, stießen an der Ecke Marien= und Lönsstraße zwei Personenkraftwagen, Führer Erich R. aus Herne, Horsthauser Str., und Wilhelm K. aus Herne, Bahnhofstr., zusammen. Ein Auto mußte abgeschleppt werden, das andere wurde weniger schwer beschädigt. Personen sind nicht zu Schaden gekommen. * Wieder die Sturzecke! In den Abendstunden des Donnerstags kum ein Motorradfahrer an der Ecke Bahnhof= und Vinckestraße zu einem schweren Sturz. Ein Kraftradfahrer war auf dem Heimwege nach Recklinghausen begrifsen, als er kurz vor der genannten Ecke ein Lieferauto überholen wollte. Doch an der bösen Sturzecke stehen zwischen lückenhaftem Pflaster, ca. 2 Zoll hoch, die Ausweichschienen der Straßenbahn. In dieses Sturzloch geriet der Fahrer und kantete mit dem Vorderrad gegen die hochstehenden Straßenbahnschienen, wobei er sich überschlug. Hilfreiche Passanten und ein Polizeibeamter halsen dem Verletzten. Mit erheblichen Kopf= und Beinverletzungen sowie einem Bruch des rechten Armes mußte der Verunglückte mittels Autos die Heimfahrt antreten. Das beschädigte Motorrad wurde abtransportiert. Wann wird die Unglücksecke wie auch die gegenüberliegende Ecke ausgebessert werden? * V o n e i n e m M o t o r r a d f a h r e r ü b e r f a h r e n u n d v e r lehzt wurde Donnerstag nachmittag die 16jährige Tochter der Eheleute L. auf der Dorstener Straße. Beim Ueberschreiten dieser Straße wollte das Mädchen einem Fuhrwerk der Schlegel-Brauerei Bochum ausweichen und wurde darauf von einem Motorrad erfaßt. Wahrend der Motorradfahrer sich beim Sturze nur leicht verletzte, trug das Mädchen einen Briich des linten Oberschenkels und mehrere Fleischwunden davon. Mittels Krankenautos wurde die Verletzte dem kath. Krankenhaus zugeführt. * W a s n ü t z e t m i r e i n s c h ö n e r G a r t e n! Ein Bewohner des Grenzweges hatte sich in diesem Frühjahr eine schöne Holzlaube in seinem blühenden Garten aufgebaut, ebenso seinen Garten schön hergerichtet. Nach einigen Tagen Abwesenheit betrat er wieder den Garten. Doch o Grauen! Andere waren darin spazieren gegangen, nicht nur das, von den noch unbekannten Rowdies war auch die schöne Sommerlaube zerstört worden. * Zeim Aufrichten eines Gerüstes schwer verletzt wurde in den Morgenstunden des Donnerstags der Schlosser Albert F. von der Wiescherstraße. Beim Aufrichten eines Stützmastes gab das Fundament nach und der Aufzug brach zusammen. Hierbei geriet F. mit noch einem Arbeiter unter das Aufzuggerüst. Während letzterer mit leichteren Verletzungen davonkam, mußte F. dem Bergmannsheil in Bochum zugeführt werden. * Zu einem zwischen zwei Radfahrern kam es Donnerstag abend an der Ecke Bahnhof= und Neustraße. Durch den Scheinwerfer eines Personenautos wurden beide Fahrer geblendet, so daß sie stürzten. Während einer eine Kopf= und Armwunde davontrug, zog sich der andere Verstauchungen zu. Die Räder mußte beschädigt fortgetragen werden. * K a u m v e r s o h n t. gerieten gestern mittag nach einem Termin einige Parteien nach dem Verlassen des Gerichtsgebäudes wieder aneinander. Frauen lagen sich nach unschönen Kosenamen in den Haaren und schlugen sich zur Erde nieder. Aus Mund und Nase blutend wurden die streitenden Schönen getrennt. * S c h w e r v e r l e t z t g e b o r g e n. Der Montageschlosser H. W. war mit dem Ausprobieren einer Förderanlage beschäftigt, als er von mehreren Förderwagen erfaßt wurde und unter dieselben geriet. Mit starken Kopfverletzungen, Brustund Schulterquetschungen sowie einem Oberschenkelbruch wurde der Verunglückte mittels Rettungsautos dem ev. Krankenhaus zugeführt. * D. h. B. Deutschnat. handlungsgehilfen-Verband Ortsgruppe Herne. Am Mittwoch, dem 7. August, fand im Vereinslokale Hirdes. Ostentor die übliche Monatsversammlung statt. Nach Zahlung der Beiträge eröffnete in Vertretung des 1. Vorsitzenden der 2. Vorsitzende die Versammlung und begrüßte die Anwesenden, vor allem auch 3 Kollegen die sich zur Aufnahme gemeldet hatten. Infolge des starken Regens war der Beluch nicht so ftark. Zu Punkt 1 wurde das Protokoll der letzten Monatsversammlung verlesen und einstimmig angenommen. Alsdann wurde ein Bericht über den so schon und harmonisch verlaufenen Ausflug zum Hengstersee am letzten Sonntag gegeben. Hier war die Beteuigung eine sehr gute und wurde daraufhin gleich beschlossen, in diesem Jahre nochmals eine Wanderung und zwar in die blühende Heide(Haard) zu machen. Das eingegangene Schreiben des Magistrats betr. Einladung zur Verfassungsfeier im Saalbau Strickmann wurde verlesen und die Anwesenden gebeten, daran teilzunehmen.— Es wurde dann auf das Stiftungssest des Vereins Recklinghausen welches am 31. August stattfindet hingewiesen und auch hier um recht zahlreiche Beteiligung gebeten.— Zum Gaubildungstog nach Dusseldorf werden der 1. Vorsitzende sowie der Geselligkeitsobmann entsandt.— Sodann wurde der Versammlung Kenntnis von dem Ableben des früheren Mitgliedes der Ortsaruppe, Herm. Merle. der in Essen auf einem Ausflug in der Ruhr ertrunken ist Kenntnis gegeben. Zu des Verstorbenen erhoben sich die Anwesenden von ihren Plätzen. Den schwergeprüften Eltern wurde ein Beileidstelegramm übersandt.— Die Ortsgruppe Herne feiert am 5. Okrober ds Is. in den Räumen des Vereinswirtes Hirdes ein Herbstfest und erfolgen nahere Einzelheiten noch an dieser Stelle.— Zu Punkt Verschiedenes wurden noch einige interne Angelegenheiten besprochen und konnte der 2. Vorsitzende gegen 10½ Uhr die Versammlung schließen * S i m s o n, d e r M a n n m i t d e n e i s e r n e n H a a r e n, der zur Zeit im Cafe Steffen gastiert, wird heute ebend 7 Uhr den Beweis seiner ungewöhnlichen Haarkraft erbringen. Zu diesem Zwecke wird er einen mit 10—12 Personen besetzten Wagen durch verschiedene Straßen der Stadt mit seinen Haaren ziehen. Der Ausgangspunkt der Fahrt ist in der Behrensstraße, am Sparkassenneubau. Von hier aus führt der Weg durch die Markgrafenstraße, Bebelstraße, Behrensstraße zum Ausgangspunkt zurück Jeder, der diesem imposanten Schauspiel beiwohnen will, sei um 7 Uhr zur Stelle. * Colino Jriedrichseck. Sonntag erstklassiges Stimmungskonzert mit Tanzeinlagen. * R e s t a u r a n t„ J u m J e l d k a m p“. Jeden Sonntag Kunstler=Konzert mit Tanz. * Restaurant„All-Baukau". Morgen Sonntag Konzert mu Tanz. Großer Kinderspielrlan * Cranger Kirmes 1929. Im angrenzenden Crange, dem Wanne=Eickeler Stadtteil, begann gestern wieder mut dem beruhmten Pferdemarkte die Riesenkirmes. Sie wird bis einschließlich Sonntag stattfinden. Die Kirmes hat den. selben Umfang wie im Vorjahre. Das braungebrannte Völkchen der Pußta ist auch ze#ich rertreten. An der erdig=sulsatischen Kochsalzquelle des Hauses Wittkämper. Eine natürliche Mineralquelle in Herne? Ausgeschlossen! wird der Herner sagen, dem nur das Mineralwasser berühmter Kurorte imponiert und schmeckt. Bitte schön, trinken Sie mal„Rhenser" und dann„Minerva“, das Mineralwasser der Mineral= wasserfabrik Witttämper,#9###er Shamrockstraß= Sie werden kelind letzte Tag fuhrt uns auf Hauptdieses Herner 2 quer über den Kamm des Rothaar Quelle ausgerech hinter Berleburg streifen wir die telwastertatr“ kolonie von Meckesen(Mischlinge von bigte„argeschLgeunern), wir biegen links auf einem res 1928 ließ 9g wir nach 30 pinuten zum Trüftsbirgt, neve Nun beginnt der Tageswanderung Wasser, bohren. zurch Hochwald steigend gelangen wir gei 49, fast 300 Meter höher als Berleburg. Kohlensaure imgopf, dessen Kuppe mit 740 m selbst 20 80 m: Dohits bleibt, stehen wir 710 m hoch und 29.80 Metern Auptwanderstrecke 6. Sogleich gehts diesem nicht im abwärts. 50 Minuten Zickzackwege holte man 10 2 undurchdringlich erscheinenden Hochbrauchte man und in der kleinen, am Talabschluß ge10 00% Erische Latrop(460 m) angelangt. 40000 Flaschen=11s) gelegenen, Fleckchens heißt es 40 000 Flaschen im empor zu klettern. Während des der beiden Quellehallenberger Hohe(65On), der etwa ##o m;; iN el, erfreuen wir uns Ar prächtigf.. 140,00 Milligramm zustück nimmt rc ein säure vorhanden war. Buhrt durchtenge der gelosten Stoffe, also Mineralien, verrüg im Liter 2095.00 Milligramm, erforderlich waren nur 1000.00 Milligramm, um als erdig=sulfatische Kochsalzquelle zu gelten. Fast eineinhalb Jahr lang ließ Herr Wittkämper die Quelle durch Autoritäten auf diesem Gebiete wie Dr. Sander und Dr. Lohmann aus Berlin, untersuchen und kontrollieren. Er befolgte ihren Rat und ließ beide Brunnen luftdicht abschließen. Und diese luftdichte Abgeschlossenheit zeitigt vollständig keimfreies, kohlensäurehaltiges Mineralwasser, das niemandem zugänglich ist, auf daß er es verunreinigen könnte, erst am Abfüllort, in der Maschine, tritt es zutage. Damit hat Herr Wittkämper zur Beruhigung der bazillenängstlichen Leute das getan, was menschenmöglich war. Wenn man den inneren Betrieb mit den modernsten Maschinen und ihrer fabelhaft einfachen Bedienung sieht, z. B. die Spülmaschinen die jede Flasche von außen und innen dreimal besser als von Menschenhand zu reinigen verstehen, oder die Füllmaschinen, die Schnellfüller= und Saftfüllmaschine, dann staunt man über den automatischen Prozeß, ist zugleich aber auch sehr beruhigt angesichts der hier herrschenden vorbildlichen Sauberkeit. Die Mineralquelle erhält die Bezeichnung „Minerva=Brunnen“. Die besondere Genehmigung der Regierung ist vorhanden. Und so wollen wir hoffen, daß auch der„MinervaBrunnen“ nicht nur in Herne, sondern auch in der weiteren Umgebung seine Heilkraft an den ihn trinkenden Menschen beweisen wird. Der Firma Wittkämper aber alle Anerkennung für das Auffinden und Verwerten dieses Gesundheitswassers. Stadt Wanne=Eickel. Jugendtag am 11. August 1923. Sonntag wird von der Stadt Wanne=Eickel unter Mitmirkung der Turn= und Sportvereine ein JuRhein anzutreffen g#us##den mit der Einweihung sehen. Des Rheines und seiner Menschen 7. Die keit ist sparsam, dafür aber maßvoll ausgelassen, sprudelt aus der Tiefe, ist echt und manchmal dert ist stark und eigenartig. Sie ist jubelnd, weil das Leben am Rhein arbeitsreich ist. Der irrt, der glaubt am Rhein wäre die Arbeit nicht härten als sonst irgendwo. Wenn auch die übersonnte Landschaft einen steten Sonntag in den Alltag hineinzaubert. Wer um die schwere Arbeit der Winzer in den Weinvergen weiß, um die der Schiffer in den Schleppkähnen und der Heizes in den Maschinenraumen der Salonschisse, um die der Arbeiter in den Werken der Industriestädte, der Bauern in den steinigen Aeckern des Rheinischen Schiesergebirges, der weiß, daß die Arbeit das ganze Leben des rheinischen Menschen ausfüllt. Aber darum auch nimmt sich der rheinische Mensch ein Recht auf Fröhlichkeit heraus, darum ist seine in ihm steckende Freude, die er ob der langen und harten Arbeit zügeln mußte, urwüchsiger und weltvergessender.. So ward der Rhein, Strom der Schelme! Aber nicht, daß nur der Strom und die Schelme, die an ihm wohnen, den Schalk im Nacken sitzen hatten. Die ganze Landschaft um den Strom, also: Hunsrück Moseltal, Eisel und Ahrtal, gar der Niederrhein(man denke an Köln, die Narrenstadt und Dülmen, die Geckenstadt), das Ruhr= und Wuppertal, die Schelme des Bergischen Landes und des Sauerlandes, der Westerwald und der Taunus, allüberall sin hier Schelme und Schabernacktreiber daheim wie anderorts die Duckmanser und Griesgrämer, allüberall hat hier das Volk Schnurren und Witze auf Dienddruad. Eine Fundgrube für Dichter also, die O* Aus Castrop=Rauxel. Verkehrsunfall. Am 9. August 1929, gegen 11,30 Uhr, wurde der 13jährige Schüler G., Loh bei Hörde wohnhaft, von dem Radfahrer Franz N., Castrop= Raurel wohnhaft, an der Ecke Recklinghauser= und Kronprinzenstraße in Castrop=Rauxel von hinten angefahren und am Kopfe leicht verletzt. Aerztliche Hilfe wurde in Anspruch genommen. Das Fahrrad wurde leicht beschädigt. Was ist„Da-Fu-Kur“? Das von der Firma Apotheker Buchholz u. Co., Köln, in den Handel gebrachte Spezialpräparat „Da=Fu=Oel“ ist chemisch reines Mineralöl, und zwar das beste und feinste, das Industrie und Arzneibuch kennen. Die vielen zum Teil geradezu begeisterten Dankschreiben zeugen von der hervorragenden Wirkung dieses Heilöles bei den verschiedenartigsten inneren und äßeren Krankheitserscheinungen. Auch in Fällen ganz schwerer Art, in Fällen, in denen alle möglichen Medikamente, Krankenhausbehandlung usw. restlos versagten, trat nach Anwendung dieses Mittels oft sogar überraschend prompt der Heilerfolg ein. Dabei hat das Präparat den außerordentlichen Vorteil, daß es nie schaden kann. Jeder, der leidet, sollte mit diesem wirklich hervorragenden Mittel einen Versuch machen. Vereinskulender K. K. V. Jugendabteilung. Sonntag, den 11. August ist gemeinschaftche heilige Kommunion in St. Bonifanlus. Nach derselben gemeinsamer Kafjee im Gesellenhaus. Es wird erwartet, 9 daß die Mitglieder sich an der Kommunionbank vollzählig einfinden. Kregerverein Herne Bahnhof. Am Sonntag. dem 11. August 1929, um 17 Uhr, Monatsversammlung im Vereinsheim Meinhardt. Zahlreiches Erscheinen wird erwartet. Der Vorstand. barde=Verein Herne. Am Sonntag, dem h0 W#1. August 1929, nachmittags 5 Uhr, im „ hotel Sassenhoff: Monatsversammlung. (4023a) Der Vorstand. 9haulugruppe des Garde-Vereins. Am Mittwoch, dem 14. August, Kafseeminken beim Wirt Paul 29 Finkemeyer, Bochumer Straße. Kaffee kostet 50 4 Pfennig, Zubrot ist mitzubringen. E(4008a) Der Vorstand. ewerkschaftsring Deutscher Arbeiter-, Angestellten u. Beamtenverbände.(Hirsch-Dunkersche Gewerk, s c h a f t e n u n d G e w e r k s c h a f t s b u n d d e r A n g e s t e l l t e n.) Wir laden unsere Mitglieder zu der am 11. Aug. 1929, vormittags 11½ Uhr, im Strickmannschen Saale seitens der Stadtverwaltung angesetzten Verfassungsfeier ein. Wir erwarten gute Beteiligung. (4022a) Der Vorstand. Versammlung der Obst= und Gemüsehändler am 11. August 1929, nachmittags 5 Uhr, bei Wirt Mumme. Es spricht Landtagsabgeordneter Perske der Wirtschaftspartei Berlin.(4039a V. f. B. Börnig. Sonntag morgen 10 Uhr außerordentliche Versammlung, wozu vor allem beide Mannschaften geladen werden. Der Vorstand. Birdoon die wundervolle goldklare Haarwaschseife für jedes Haar. auch als Shampoon 3 C Bennig. Filiale der kath. Kirche neben Was ist„Ermüzi“? Ermüzi“ ist das Produkt ca. 50jähriger, durch zwei Generationen hindurch gesammelter Erfahrung. Brinuzi“ ist das Kennzeichen, das der Qualitatsraucher verlangt Ermüzi“ bürgt für Preis und Qualität. „Ermuzi“ ist die Schutzmarke der im Jahre 1880 gegründeten Firma Ernst Mühlensiepen Ermozi“ ist in über 90 Zweiggeschäften erhältlich Ermüzi“ ist das was Sie suchen! Ernst Nühlensiepen Hamburg Düsseldort Bremen Großtilial-Unternehmen der Branche in Rheinland und Westtalen Gegründet 1880 40253 Einzelmöbel! 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Orcheiter Trier. Solist: O. Backhaus(Cello) o 3.30: Esperanto e 9: Geläut der T kirche Köln. o 9.05: Evangelische Morgenteier. Redner: Pfarrer Treichel, Essen. Mitw.: Polowinsky(Tenor). H. Schlüter(Baß Beerscher Chor Düsseldort. 10.30: Fr. Worm: Wert und Ehre deutscher Sprache.# 11: Vom Wandern in Wort. Lied und Musik. Ausf.: Touristen=Verein„Die Naturfreunde". Bezirk Ruhrgebiet. o 12: Berlin: Verfassungsfeier. Festakt der Reichsregierung im Reichstag. Berliner Sinionie=Orch. Leitung: Generalmusildir. Dr Kunwald. u. a.: Rede des Herrn Reichsministers des Innern Severing. 0 Anschl.: Konzert. So#ist: K. Munk(Lieder zur Laute o 14.30: Funkliteratur. 14.50: Dr. Mondorf: Steuerfunk 15.10: Dir. Molitor: Fertigkeitsprüfungen für Kurzschriftler e 15.35: Dr. Rockenbach: Die Zeit im Buch# 16: Berlin: Festspiel im Deutschen Stadion, veranstaltet von der Reichsregierung, der Preußischen Staatsreaierung und der Stadt Berlin. Leitung: Reichskunstwart Dr. Redslob. Mitw.: Gesangs=Cdor: 7500 Schulkinder (Leitung: Musikdir. Wiedemann): Bewegungs-Chöre: 3000 Schulkinder: Männer=Sprech=Chor: Deutscher Arbeiter=Sänger=Bund. Fünfkampf und rhythm. Vorführungen: Liselotte Bail und ihre Gruppe Verband Brandenburg. Athletit=Vereine. Vereinigte Kavellen der Schutzvoltzei, drei Kapellen des Reichsbanners. Fanfarenbläser der Staatsover. à 17.30: Halberstadt: Schwimm=Länderkampf, Deutschland—Schweden. Wasserball. e 18: Pros. Dr. Ebner: Phosik und Chemie bei den alten Kulturvölkern. 18.20: Dr. Weise: Bismarck und das Sozialistengesetz. o 18.45: Berlin: Eröffnung des WeltReklame=Kongresses. O 19.50: Die Aneldote# 20.15: Aus Münster: Verfassungsfeier. Aufmarsch der Fahnen der verschiedenen Vereine, Musik: Kapelle des 2. Batl. des Reichswehr=-Ins=Rais 18.— Weinzierl: Segenswunsch. Männerchorbund der Stadt Münster, Leitung: Dr. Predeek.— Rütlischwur für Sprechchor.— Ansprache: Reg.=Präs. Dr. Amelunzen, Münster.— Deutschlandlied.—„Deutschland“ Fichte., für Sprechchor.— Beethoven: Festmarsch aus dem F=durKlavierkonzert. o Anschl.: Kammermusik. Ausf.: Das Westdeutsche Mozart: Trio für Klavier, Violine und Cello G=dur.— " Trio m b" M.1r m Trio. Schubert krio B=dur. o Anschl.: Nachtmusik und Tanz. Montag. 12. Aug. 7.30: Brunnenkonzert aus Bao Salzuflen. Kurkavelle.m 13.05: Konzert der Kapelle Koberl. o 15: Kindersotelstunde: Helene Guermanova singt Kinderlieder.— Prof. Heggen erzählt Märchen. 16.30: Frauenstunde: Else Wirminghaus: tur als soziale Aufgabe. c 16.55: Jugendfunk: Drei lustige Schwänke von Grimm. Jannert und Kovisch.— H. Raasch: Werkarbeit für die Jugend. o 17.35: Konzert. Intermezzo.# 13.30: Frit Seemann: Leo Janacek.o 19.15: I. Mollath. M. d. R.= Die Bedeutung des deutschen Kaufmanns im Ausland m 19.40: Dr. Husten: Was die Großstadt dem Stadtkinde erzählt. m 20; Abendmusik, ausgef. v. Reichsbund ehemaliger Militärmuliker. Münster. Dörina: Gruß in die Ferne, Marsch.— Strauß: Bei uns zu Haus. Walzer.— Rosenkranz: Ein Imortellenkram auf Lortzings Grav.— Reindel: Rhapsodie über ungarische Nationalmelodien. — Lübbert: Helenen=Marsch.— Fabiani: Venezia=Marsch. □ 20.50: Volk und Heimat: Das Münsterland. Eine Funkfahrt mit verbindendem Dialog von Karl Wagenfeld. Mitw.: E. Reschke. W Wahl, A. Lorenz(Sprecher), A. Imkamp(Baß). Orch.: Reichsbund ehemaliger Militärmusiker, Münster: Westfälischer Singechor. Menerbeer: Krönungsmarsch aus„Der Prophet“.— Eine Reise nach Münster.— Haslinde: Lied: Du alte Stadt im Kranz der Linden(Castelle).— Bei Romberg und Landois.— Volkslied: Münster. dich muß ich verlassen.— Musikalisches Zwischenspiel.— Zwischen Hecken und Halmen.— Droste=Hülshoff: Das Haus in der Heide: Der Knabe im Moor.— Löns: Ein Heidelied.— Volkslied: Es wassen twe Künningskinner.— Burgenfahrt.— Der Münsterländer.— Zwei münsterländische Volkstänze.— Stierlin: In't Hei.— Münsterländische Schildbürgerstreiche.— Westfalenlied. O Darauf: Nachtmusik und Tanz. Leitung: Ensoldt. Elektro-Haus Wilh. Pott Telefon 5071) IFRNE. Wilhelmetr Ausführung elektr. Licht-, Kraft-, Telefon- und Signalanlagen.— Ankerwickelei.— Große Ladestation für Radio- und Autobatterien. 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Pers.: Stein, ein reicher Fabrikherr und Güterbesitzer: Robert, sein Sohn: Christian Ulrich. Förster des Gutes Dusterwalde genannt der Erbförster: Sophie. seine Frau; Andtes, Forstgehilte be: Ulrich: beider Kinder: Marie und Wilhelm: Wilkens ein großer Bauer, der Försterm Obeim: der Pastor von Waldenrode: Möller. Steins Buchdalter; Jäger Gottfried, genannt der Buchjäger: Weiler. Ulrichs Holzhüter: der Wirt von der Grenzschenke: Wilddiebe: Frei. Lindenschmied: Katbrine. Das Stück spielt abwechleind im Jägerhaus von Düsterwalde und in Steins Schloß iu Waldenrode. einmal im dritten Aufzug in der Grenzschenke und im heimlichen Grunde. Mittwoch. 14. Aug. 7.30: Brunnenkonzert aus Bad Pyrmont. Kurkapelle 13.05: Konzert der Kavelle Kobert. o 15: Kindervielstunde am Strand. v 16: Hilde Hirsch=Stern: Gymnastik für die Hausfrau und Mutter. o 16.45: Rennbahn Köln=Merheim: Der Große Preis von Köln. o 17.35: Mün'ter: Gartenkonzert. auss.: Trompeterkoros der 1. Abtlg. Art.=Reg. 6. Munster. Solist: Hoffmann(Trompete). o 18.30: Lesestunde: R. Rieth:„Die Leute von Seldwyla“ von Gottfried Keller.o 19.15: Heinrich Lersch: Von Dampftesseln und Kesselschmieden. 19.40: Aus der modernen Statistik: Dr. Gumbel: Die Lebenserwartung. B 20: Irgendwo in Westdeutschland: Driburger Glasfabrikation. 20.45: Der heitere Mittwoch. Ein Versuch kunstlerischen Humors in Worten und Tönen. Lausbübereien. Donnerstaa. 15. Aug. 7.30: Brunnenkonzert aus Bad Pyrmont. o 13.05: Konzert Ouvertüren und Ballettmusik. o 15: Kinder vielunde: Hänneschen=Theater.# 16: Dr. Wolff: Trugschlüsse o 16.35: Dr. Ulmann Neue Erzahlungen und Geschichten o 17: Dr. Hahn Pros. an der Unwersität Irkutsl: Drei Jahre unter den Bekennern des schwarzen und des gelben Glaubens am Baikalsee. □ 17.35: Konzert Georg=Jokl=Stunde. Ausf.: Lore Schröter(Sopran), Fr. Lindlat(Baßbariton), E. Rummel(Klavier). o 18.30: E. Bergmann: Zwischen Aklantik und Eismeer.# 19.15: L. Hardt: Aus Matthias Claudius Werken o 19.40: Dr. Loose: Die internationale Vieh= und Viehoroduktenwirtschaft. O 20: Elberfeld: Sommerkonzert. 9 T Konzertübertr. aus Elberfeld: Kapelle Arthur Gröschler. Freitag, 16. Aug Städt. Orch. Tner. o 15: Kinderspreistunde: Lustige Zeichenstunde. wig: Aus eigenen Dichtungen. o 17: Jugendfunk: Japanische Volksmärchen, erzählt von Prof. Heggen. o 17.35: Konzert der Kavelle Kobert. Solistin: Marianne Pott(Sopran). 18.30: Roli Lenhart: Südtirol.o 19.15: A. Ortkamp: Photographieren und Zeichnen auf Reisen. o 19.40: Hauser: Psochologisches und Padagogisches aus dem Strafvollzug. 20: Abendlonzert des Märsche und Mol.#-n. mli. 00 * S 2 L *** 5 S= ** 9 —* 8 — X7T 15 □ das neue Spül- und Reinigungsmittel der Henkelwerke zum Spülen. Aufwaschen und Reinigen. Nohts uderscht der aufkrordenlichen Reinigungskraß dieses vortrestlichen Heiters G#emnig rasch so gründlich daß Sie Ihre helle Freude haben an den blursauberen Geschirren Alles Hen verschwinder gleich! 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Kuchner(Flöte). 10.35: Arbeitsmarktbericht. 13.05: Konzert. o 15: Kinderspielstunde. Spiel und Tanz im Freien. o 16: Grundlagen der Funktechnik. Kunstschaltungen. o 16.30: Dr. Stem: A nische und russische Wirtschaftspolitik. o 17: Ad. Uzarski: Humor der Weltliteratur. o 17.35: Bad Rothenselde: Konzert der Kurlapelle.# 13.30): v.: Le Bourgeois: Eine Reise in die Normandie. 2 18•43; nn: Die Rechtsstellung des reisenden Kaufmanns. 19.40:„Marie Theres gan den Wyenbergh: Was sagt Lustiger Düsseldorf. stellung„Die wachsende Wohnung“, der Hausfrau? c 20: Abend. Konzert= und Jazzsinionie=Orch. Karl Buchholz, D 9 Darauf: Nachtmusik und Tanz. Moderne Kraitverstärker- Anlagen mit Großlautsprecher fur Restautants, APA Calés und Garten-Restaurants. von Mk 250.“ an H. Stakemann, Herne, Bahnholstr. 19 Teleion 505 28. Selten günstige Gelegenheit! 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Noch blüht die holde Ferienzeit, darum noch einmal für mehrere Tage in die grünen Sauerlandberge! In Hilchenbach im Ferndorftal verlassen wir den Zug und beginnen diese abwechslungsreiche dreitägige Wanderung, wobei wir nicht vergessen, unserem Rucksack auch die Blätter Siegen, Laasphe und Schmallenberg der Sauerlandkarte 1:50000 des Sauerland=Verlages zu Iserlohn anzuvertrauen. Vom Bahnhof Hilchenbach(360 m) aus suchen wir zunächst den Mühlenweg. An der Sägemühle sitzt das erste weiße liegende Kreuz der Hauptwanderstrecke 3 des Sauerländischen Gebirgsvereins. Durch den Herrenberg, später Hochwald und zwischen Haubergslaubgängen des Rehberges steigen wir aufwarts. Dreimal kreuzen wir die in zahlreichen Windungen ebenfalls diese Anhöhe erkletternde Bahn. Mehrfach haben wir herrliche Rückblicke über das schöne, in einem grunen Kranze von Bergen gebettete Städtchen Hilchenbach. Nahe dem schon 490 m hoch gelegenen Bahnhof Vormwald führt ein schöner Hochwaldweg weiter aufwärts zum Schloßberg mit den Ruinen der einstigen Burg Ginsberg, dann west lich des Gillerturmes, dessen Besteigung sich wegen der wundervollen Fernsicht sehr lohnt(653 m), zur Kronprinzeneiche. Hier genießt man einen schönen Blick in die Tiefe zu den winzig erscheinenden Häusern von Grund, dem Geburtsort des bekannten Jugendfreundes von Goethe, Jung=Stilling. Nun fällt der Weg stark im Netphebachtal, bis er 50 Minuten von der Kronprinzeneiche entfernt das Dörflein Sohlbach(390 m) durchkreuzt. Eine gute Stunde steigts zur Abwechselung mal wieder, doch ist der Hochwaldweg durch die Hohlnetphe sehr angenehm zu gehen; fast 250 m höher liegt friedlich im meilenweiten Hochwald das Forsthaus Hohenroth(635 m). 1½ Stunde lang verfolgen wir bald danach die prächtige Eisenstraße, einen breiten Fahrweg über die Hochflache, auf der die Sieg, Lahn und Eder entspringen An der Siegquelle kommen wir nahe vorbei, ebenso an dem Ursprung der Ilm, eines Nebenbächleins der Lahn, um endlich im Keller des Lahnhofes am Quell der Lahn zu stehen.(Die Ederquelle liegt ½ Stunde istlich von Hohenroth.) 35 Minuten hinter dem LahnSchmoler b leitet der Weg endlich in einer Stunde zum Schieferdorfe Raumland und auf schöner Landstraße im Odeborntal in weiterer gut 1 Stunde zur Hauptstadt des Wittgensteiner Ländchens, Berleburg(420 m). 7½ Stunden Wegs von Heiligenborn aus. Sind wir noch nicht zu müde, suchen wir, nachdem wir Quartier gefunden haben, noch den prächtigen Schloßpark und das Schloß selbst auf, sonst versparen wir uns dies für den nächsten Morgen. Der dritte und letzte Tag führt uns auf Hauptwanderstrecke 23 quer über den Kamm des Rothaargebirges. Gleich hinter Berleburg streifen wir die „Lause“, eine Kolonie von Meckesen(Mischlinge von Weißen und Zigeunern), wir biegen links auf einem Feldweg ab, bis wir nach 30 Minuten zum Trüftsbach gelangen. Nun beginnt der Tageswanderung schönster Teil. Durch Hochwald steigend gelangen wir in einer Stunde fast 300 Meter höher als Berleburg. Am Großen Kopf, dessen Kuppe mit 740 m selbst etwas links abseits bleibt, stehen wir 710 m hoch und kreuzen die Hauptwanderstrecke 6. Sogleich gehts wieder 250 m abwärts. 50 Minuten Zickzackwege durch manchmal undurchdringlich erscheinenden Hochwald, und wir sind in der kleinen, am Talabschluß gelegenen Sommerfrische Latrop(460 m) angelangt. Jenseits des idyllisch gelegenen Fleckchens heißt es nun wieder 200 m empor zu klettern. Während des Anstiegs zur Schmallenberger Höhe(655 m), der etwa 40 Minuten währt, erfreuen wir uns der prächtigsten Ausblicke. Das Schlußstück nimmt noch ein Stückchen Zeit in Anspruch und führt durch Wald und zuletzt durch Felder, endlich ganz durch die Bergstadt Schmallenberg(410 m), deren malerische Lage wir schon von weitem sahen. Der letzte Tagesmarsch war in 3¼ Stunden zu schaffen, so daß uns Zeit genug für die Heimreise verbleibt. Wir fahren, je nachdem uns bessere Anschlüsse winken, entweder über Altenhundem oder Wennemen zurück, in uns das feste Bewußtsein hegend, wieder einmal ein herrlich Fleckchen roter Erde, echten Sauerlandes durchzogen zu haben, das uns von Sonntag zu Sonntag immer mehr ans Herz wächst. Landschaft, über der nur der Vollmond stehen kann, feuchtfröhlich=sentimal seine Menschen. Wer so den Rhein anzutreffen glaubt, wird sich schwer getauscht sehen. Des Rheines und seiner Menschen Fröhlichkeit ist sparsam, dafür aber maßvoll ausgelassen, sie sprudelt aus der Tiefe, ist echt und manchmal derb, ist stark und eigenartig. Sie ist juvelnd, weil das Leben am Rhein arbeitsreich ist. Der irrt, der glaubt, am Rhein ware die Arbeit nicht härter als sonst ir gendwo. Wenn auch die übersonnte Landschaft einen! Geld im Säckel verschwinden, ging stüll zu den PferDer Rhein, ein Strom der Schelme. Ja, der Rhein selber ist ein loser Schelm mit zwickernden Augen und sterem Lachen, der sich das schönste Landschaftsbild ausgesucht, durch das er hindurchstrolcht. Der sich den süßen Duft der Reben gesichert hat, durch den er mit einem Kichern hindurchtaumelt. Und der nach einem alten Rheinmärchen— mit Trunkenbolden seinen Schnickschnack treibt, sie an heißen Sommertagen, wenn sie berauscht von der Schwere des Weines am Ufer liegen, ins Wasser hineinlockt, auf daß sie nüchtern geworden und ganzlich durchnäßt nur mühevoll wieder das Ufer erreichen. Und wer dann genau dem Rheine ins Antlitz schaut, sieht sein Grinsen tausendfälig über den Wellen hüpfen. Bleibt es da noch aus, daß an und in der Nähe dieses Schelmenstroms auch Schelme und Witzbolde daheim sind?! Daß oft und herzhaft am Rheine das Lachen umgeht, daß Schwänke und Schnurren zuhauf im Volksmunde liegen, daß dort Feste gefeier: werden, die von urwüchsiger Freude getragen werden und bei denen der Schalk immer wieder wie ein Poßenreisser und Tunichtgut in der Runde hockt?! Aber nicht so ist der Rhein, wie er oft zu seinem Aerger und Verdruß dargestellt wird: süßkitschig seine steten Sonntag in den Alltag hineinzaubert. Wer um die schwere Arbeit der Winzer in den Weinbergen weiß, um die der Schiffer in den Schleppkähnen und der Heizes in den Maschinenräumen der Salonschisse, um die der Arveiter in den Werken der Industriestädte, der Bauern in den steinigen Aeckern des Rheinischen Schiesergebirges, der weiß, daß die Arbeit das ganze Leben des rheinischen Menschen ausfüllt. Aber darum auch nimmt sich der rheinische Mensch ein Recht auf Fröhlichkeit heraus, darum ist seine in ihm steckende Freude, die er ob der langen und harten Arbeit zügeln mußte, urwüchsiger und weltvergessender... So ward der Rhein, Strom der Scheime! Aber nicht, daß nur der Strom und die Schelme, die an ihm wohnen, den Schalk im Nackon sitzen hätten. Die ganze Landschaft um den Strom, also: Hunsrück Moseltal, Eifel und Ahrtal, gar der Niederrhein(man denke an Köln, die Narrenstadt und Dülmen, die Geckenstadt), das Ruhr= und Wuppertal, die Schelme des Bergischen Landes und des Sauerlandes, der Westerwald und der Taunus, allüberall sin hier Schelme und Schabernacktreiber daheim wie anderorts die Duckmäuser und Griesgrämer, allüberall hat hier das Volk Schnurren und Witze auf der Zunge. Eine Fundgrube für Dichter also, die selber ein Schelmenherz haben. Wie Jacob burschen ein, daß er ihnen doch kundtun möchte, we sich der Erzschelm aufhalte. Der aber hatte es nicht eilig mit seiner Aussage, ja, er verlangte fünf echte und blanke Taler, wenn er den Schlupfwinkel Till Eulenspiegels verraten wurde. Die Gendarmen wiegten bedenklich die Köpfe. Till Eulenspiegel aber blieb hart, so daß kein anderer Weg blieb, als den Handel einzugehen. „Gemacht", sagte der Handwerksbursche, ließ das den, die die Gendarmen vor dem Wirtshaus angebunden hatten, schnitt von zwei Gäulen die Sattelriemen los, machte den dritten fluchtbereit, trat dann keck und mit gespreizten Beinen wieder in die Stube: „Hallo, ihr Tagediebe, ich selber bin Till Eulenspiegel!“ Indem riß er die Tür auf, schwang sich auf's Pferd und galoppierte von dannen. Als ob der Teufel hinter ihnen wäre, sprangen die Gendarmen zur Gaststube hinaus. Zwei von ihnen saßen im Nu in den Sätteln, indes der Dritte mit Geschrei und Gezeter sein Pferd suchte. Doch die beiden anderen waren kaum einige hundert Schritt geritten, als sie kopfüber von ihren Gäuten stürzten, sich stöhnend die Seiten hielten und es dann vor: zogen, lieber ohne den Schelm und die fünf Taler ins Wirtshaus zurückzukehren, als die Verfolgung des Erzschlingels aufzunehmen, der doch über alle Berge war. Till Eulenspiegel aber war ein ganzer Kerl. In der Nacht noch kehrte er heimlich nach Wittlich zurück, band des Gendarmen Pferd ans Wirtshaus und machte sich auf in sorgenloser Wanderung an die weingesegnete Mosel.... So m der Rhein, der Schelmenstrom, der Strom der Schelme! All seine Nebenflüsse sprudeln und rauschen ihm ihre Schelmenstücke zu. So schuf er sich wurden seine Menschen au arbeitswa, der seinen köstlichen Schelmenren Differenzen inner=#.,, aber arbeitsfrohen Spaßzmachern, die das Jäger“ schrieb, wie Otto Brües, s geregelt werden#erfest haben und die Kirmes, den echten maß„Heilige, Helden, Narren und Mi der gute Wille vor:-Un, humordurchwürzten Karneval, und die übergab, wie Ludwig Mathar, der mitegen, 4.0. Samstag Theoder Visverständni pi die Volksfeste feiern, wie sie fallen, die— Romanen beglückte, wie Theodor Astttgl? el#rz gesagt—: das Lachen der rheinischen Landdas„Rheinische Narrenschiff", einr zonschen Suran- chaft im Antlitz und den Schalk und den Schaberrheinischer Schwänke, der rheinische: rack faustdick hinter den Ohren haben. Schäfer, der seine Gemeindeusführungen an und schliffenen rheinischen Anekdoten be auch weiterhin beDoch der größte aller rheinisch darauf hingewiesen, Johannes Bückler, von dem das rbetmndert aufdickes Buch voll Schelmenstreiche giesversuche in dieser Schinderhannas Alkar auc F##### werden. Schinderhannes. Aber auch Till größten deutschen Schelmen, der gagse berg, Josef Winklers Schelmenheld“““n hereinlegte, zog es an den Rhein. steden. Ein##e heute noch Till Eulenspiegels„Euln Pewokl“, Mund zu Mund, ruhen dort in des und verletzte kostbar gehütetes Allgemeingut und Till Eulenspiegel kam nach langer Eifelstädtchen Wittlich. Niemand aalt. Bad Hamm(Westf.) Mai—=rooer neuzeitlich eingerichtet Thermalsote ur Rheuma u. Frauenleiden Nachkur bei Grippeerkrankungen. Badeschrift durch die Badeverwaltung V#Kuran Lände ersten IV, Tehztlicher, staubch zm Haldreich Handwerksbursche Verkleidete, Till nerikanische Han= liner H. sie, reichliche So trat er unbekümmert in ein 2 Nagel in St. schönsten 1 Mahlzeit. mit der Wirtin und zuletzt mit denebensjahr. Char= Richter=Mpr. pro Tag die sich ebenfalls niedergelassen ha.den Vereinigten D. Maskel Liegen u. Eulenfpiegel nicht gesehen habe, fragten die Gendarmen. Der Handwerksbursche antwortete, daß der Gesuchte nicht weit sei, ja daß die Herren Gendarmen ihm sogar begegnet sein müßten. Da huschte über das Anlitz der drei, die Till Eulenspiegel suchten, ein freudiges Leuchten, sie drangen in den Handwerksof verlassen wir die Eisenstraße und die Hauptwanderstrecke 3, um auf Hauptwanderstrecke 2, links abbiegend, in 15 Minuten nach Heiligenvorn zu gelangen, wo wir Rast halten wollen(605 m), etwa 6½ Stunden vom Ausgangspunkte entfernt. Am zweiten Tage halten wir uns an Hauptwanderstrecke 2. Gleich 10 Minuten hinter Heiligenvorn stoßen wir auf die Ilsequelle und 1½ Stunden lang folgen wir dem Laufe des kleinen plätschernden Baches. Nur hier und da ist dieses einst liebliche Tal noch besonders reizvoll. 40 Minuten hinter Lindenfeld macht der Wanderweg plötzlich eine scharfe Biegung nach rechts über die Ilse hinweg. Wir geraten in herrlichen Buchenhochwald, der uns kurz bis vor Laasphe treu bleibt. Nach der ersten halben Stunde kommen wir am Kleinen Buchholzberg vorbei, bald danach am Großen und nach 25 Minuten zur Sange, endlich nach weiteren 35 Minuten, zum Bahnhof Laasphe=Friedrichshütte(320 m). Die Stadt selbst Gleibt 10 Minuten rechts davon liegen. Wer sie noch nicht kennt, versäume den kleinen Abstecher nicht. Sonst halten wir uns auf einem schönen Fahrweg aufwärts und stehen nach 25 Minuten, 470 m hoch, vor dem schlichten Schlosse Wittgennein mit entzückenden Anlagen und einem weiten parkartigen Forste. An der„Alten Burg“ mit überwachsenem Ringwalle vorbei leitet die Hauptwanderstrecke 2 immer im schönsten Hochwalde auf gepflegten Wegen über den Erbachskopf in 1¾ Stunden bis zum Stunzel(600 m), einem stimmungsvollen Waldplatze, auf dem alljährlich die Wittgensteiner ihr Tierschaufest mit Kirmes und allerhand Betrieb feiern Nach Sassenhausen gehts etwas bergab, dann bis zum Sassenkopf(606 m) wieder ein wenig bergan (X Stunde seit dem Stunzel). Am Gehöft Eisenstein An der Pforte zum Ahrtal. Zwei mächtige Bergkegel bildeten die Schlüssel zum Ahrtal, wie zwei Torespfeiler stehen sie an den Grenzen des Mündungsgebietes und eröffnen uns die Wunder des Tales: rechts die Landskrone und links die Höhe von Neuenahr. Ganz wuchtig schaut die Landskrone mit ihrer weißglänzenden Kapelle weit über die Ahr= und Rheinlandschaft hinweg. Einst trug dieser Gipfel ein stolzes Schloß, errichtet von dem Hohenstaufen=Kaiser Philipp, Barbarossas Cohn. Hier soll der Herrscher, entzückt von dem ersten Ausblick gerufen haben:„Das ist des Landes Krone!". Die Burg verblieb dem Reiche und wurde vom Burggrafen verwaltet. Einer derselben,„Gerhard von Sinzig" vermählte sich mitt der Erbin von Burg Neuenahr; vielleicht diente dieser Zeit der Eintracht zwischen den beiden Nachbarburgen als Unterlage zu der Mär von der Wunderbrücke, die uns W. Carl Simrock poetisch überliefert hat. Eine kunstvolle Brücke mit hoher Wölbung hatte ehedem die beiden Bergkegel verbunden aber der Zwist zweier Besitzer ließ sie zerfatten. Da verlor ein Graf von der Landskrone sein Herz an ein Burgfräulein von Neuenahr. Beide bedauerten den Verfall der Brücke; doch Liebe ist erfinderisch. An einem Armbrustpfeil band sie geschickt ein Garnknäuel und schoß den Faden zur jenseitigen Höhe. Das war eine gar lustige Brücke, die niemand gewahrte. Eine Schnur mit Ring und Brieflein lief bald am Faden entlang, ein regelrechter Verkehr begann unbemerkt zwischen den Liebenden. Und die Winde schonten des dünnen Gewebes und die Vögelein hüteten sich, es mit Flügelschlägen zu zerreißen,„Hier mag man klärlich schaun, daß Freundschaft und die Liebe die schönsten Brücken bau'n!" Zur Zeit der Fremdherrschaft am Rhein kam die Burg in den Besitz des Freiherrn vom Stein, der sie aber bald veräußerte, da er unter der Feindherrschaft kein Eigentum besitzen wollte. Nur kümmerliche Ruinen sind von Burg Neuenahr verblieben. Ein Sproß des mächtigen Grafen von Are hat sie erbaut und sie zum Unterschied der Stammburg zu Altenahr nun Neuenahr benannt. Das prächtige Schloß ward leider zum Raubknecht ersten Ranges, so daß die ergrimmten Bürger Ahrweilers es bereits im 14. Jahrhundert von Grund aus zerstörten. Die tiefe Stille da oben und die von Moos und Efeu umrankten Trümmer mitten im Waldesdickicht gaben allezeit der Volksphantasie die regste Nahrung. Tief im Innern des dunklen Basaltkegels liegen goldene Schätze verborgen, darunter ein goldener Pflug, der im Schloßzbrunnen verschüttet ward. Einst riet ein Zwerg einem Landsmann, den Pflug zu heben; aber dabei müsse er lautlos zu Werke gehen. Der Bauer fand den Pflug und zog ihn nach oben. Da stand plötzlich ein feuriger Riese vor ihm Der Bauer tat einen Schrei und der Pflug versank für immer in der Tiefe. Ein Zettel lag oben an selbiger Stelle mit der Aufschrift:„Bete und arbeite!“ Führ wahr der Spruch ward zur Wahrheit. Da oben, wo vordem Müßigkeit und Gewalttat herrschte, sehen wir nur Oede und Trümmer. Da unten, wo friedliches Wirken Zlatz griff, da findet heute der Einheimische reichen Erwerb und der fremde Gast Erholung und Heilung. Denn noch einen anderen Schatz birgt die Neuenahrener Talsohle: „Der goldene Pflug, der hier versank, ward tief im Tal gehoben Dort aufgelöst als Segenstrank Springt hoch sein Gold nach oben.“ Garten am Hause. Gastw. u. Fremdenp Jak. Löcherbach Hinhausen P. Niederfischbach bei Kirchen a. Sieg. Erholung und Luttveränderung Freundl. Aufnahme bi et kleine Priv.= Pension in klein., ruh. ges. Orte des nördl. Sauerland. (Bahnst.) Verpfleg. gut und reichlich. Pens. 3.50 Mark. B. Hoffmann, Uelde. Kreis Lippstadt i. W. 2842a) Sommerfrischler und Erholungsbedürftige finden frdl. Aufnahme u. gute Verpfleg. im herrl. Luftkurort Blotho(Stahlbad) Nähe Bad Salzuflen—Bad Oeynhausen. Nähe Hot.Bahnhof.(27134 Jos. Peine Langestraße 19. Bahal.: Blelefeld-Oenabrüch Sommer- und Winlerkuren. Steinheim, Westf. frdl. Landstädtchen. Mittelpunkt schönst. Ausflüge Halbtagstouren: Bad Pyrmont, Bad Meinberg. Bad Driburg, Bad Hermannsborn, Teutoburg. Wald, Erternsteine. Hermannsdenkmal. Best einger Gastböse. Priv=Loa. 3.50 aufw Auskunft: Verkehrsverein.(25284 Sommerfrische Arolsen Hotel„Fürst Friedrich“. Erstes Haus. 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Der Anzeigenteil bietet eine seltene und wirksame Gelegenheit zur Reklame für jeden Geschäftsmann. Unverbindliche Preisberechnung durch den Verlag. Benutzen Sie zur Bestellung des Festblattes nebenstehenden Abschnitt. Bestellungen werden bis 20. August angenammen. DRESSVEREIN FREIBURG i. BR., Rosasfrasse 9/11 gemeine Nachrichten istatistik der preußischen Svorkassen. mtliche Preußische Pressedienst der en=Zeitung entnimmt., betrug der Beinlagen der preußischen Sparkassen 9017.1 Mill. Mk. die Einzahlun5.9. die Ruckzahlungen 299. der ch 46.9 Mill. Mk. In den einzelnen der Bestand(Zuwachs): Berlin denburg 355.7(4.2). Hannover 578.2 u. Waldeck 265.3(3.8) Ostmark 172.9 253.9(2.5), Rheinland 1252.7(12.3). (5.9). Sachsen, Thüringen. Anhalt rschlesien 306(2). Oberschlesten 94.5 dolstein 206(2.9). Hohenzollernlande Nt.— Der Bestand an Giro=. ScheckDevositeneinlagen betrug Ende Juni #nsablungen 2102.6 bie Rudsablungen Abtellung Du warst so Jung, du starbst so früh, wer dich gekannt, vergibt dich nie. Nach Gottes unerforschlichem Ratschlusse verschied heute morgen 6 Uhr nach einer schweren Operation, intolge Herzschwache, mein innigstgeliebter, unve geßlicher Mann, unser guter Vater. Bruder, Schwiegersohn, Schwager, Onkel und Neffe, der wohlachtbare Hert Lampenmeister versehen mit den hell. Sterbesakramenten Im Alter von 41 Jahren. In tiefer Trauer: Frau Elisabeth Berning geb. Nottebaum Else Berning Hans Berning. Herne, Linden, Sodingen, Recklinghausen(Süd), Hamm. Bochum, Grumme, Dortmund, den 8. August 1929. Die Beerdigung findet statt am Montag, dem 12 August, nachmittags 3.30 Uhr, vom Sterbehause. Strünkeder Straße 54, aus.— Das feierliche Seelenamt ist Dienstagmorgen 7.10 Uhr in der St. Marien-Pfarrktiche Baukau. Allen, denen aus Versehen keine besondere Nachricht zuging, diene diese als solche. 40292 tge unerforschlichen Ratschlusse getallen, heute nechmittag 5 Uhr meinen lieben Mann, unsern herzensguten Vater. Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager, Onkel und Vetter, Herrn Reviersteiger a. D. zu sich in die Ewigkeit zu nehmen. Er starb nach langem, mit großer Geduld ertragenem Leiden, wohlvorberestet durch einen christlichen Lebenswandel und gestarkt mit den Heilsmitteln unserer hl. Kirche im Alter von nahezu 64 Jahren. Um stille Teilnahme und um ein andachtiges Gebet für den teuten Verstorbenen bitten: Die trauernden Hinterbliebenen. Herne, Kley, Koblenz, Koln, Langendreer Stockum, Neheim, den 8. August 1929. Die Beerdigung findet am Montag, dem 12. Aug. nachmittags 3.30 Uhr. vom Sterbehause. Wiescherstr. 183, aus stat. Das feierliche Scelenamt ist am Dienstag, morgens 7 Uhr in der Herz-Jesu-Kuche. 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K.50 C 12.10: Nauener Zeit #tsmeldungen. 5schaftsmeldungen 4skursus. e 7.10: n 0 Ttur. Solist: O. läut der TrinitatisII. 0 a Die: sprein Mutged. Sellenscheidt im Alter von 66 Jahren zu sich in die Ewigkeit zu nehmen. Die trauernden Hinterbliebenen. Herne-Sodingen, den 9. August 1929. Die Beerdigung findet am 12. August, nachmittags 15.30 Uhr, vom Trauerhause, Kirchstraße 35, aus statt.— Das Seelenamt ist Dienstagmorgen um 7 Uhr in der Plarrkirche zu Herne-Sodingen. Drer Glau Schu.* 19 ein g roD.— für Betten. Solas usw. Drell. Inlett, Plüsch, Ledertuch Hapok, Roßhaar. Werg. Seegras, Springiedern, Gurte. Schnürladen. Sola- u. ChaiselonqueGestelle, Strohsücke, Schonerdecken, Schlafdecken. Fertige Matratzen, Solas. Chaiselong. onferiert konkurenslos billig Lieferung durch eigene Autos Nerner Fäckehaus Fr. Spies Abteilung: Polstermatertal, Herne. Gortenstrasse 24 Nähe Altmarkt, der weiteste Weg lohnt sich nach hier. 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Fr. 11.35). o 12.10: Mechanische Musik.o 12.50: Wetter. o 12.55: Nauener Zeit. Wirtschaftsber. o 16.25: Zweite Wirtschaftsmeldungen. Vom Tage(außer Sa.). o 19: Wirtschaftsmeldungen 15.30: S 18.50: Freizes, 9. Aug. 7.30: Brunnenkonzert Aus Bad Neuenahr. Trier. Leitung: Musikdir. Schmitz. 13.05: Koniert. Leitung: Kobert. o 15: Kinderspielstunde: Reigenspiele(Erni Werther. o 16.30: Dr. med. Kaupe: Vom Aberglauben in der Geundheitslehre. 17: In der Kinderstube des Zoologischen Gartens. Sprecher: Direktor Dr. Hauchecorne. Rektor Simon. o 17.35: Joologischer Garten Düsseldorf: Belverkonzert. 19.15: Ungedruckte Dieter: Paul Leßmöllmann: Gedichte. 19.40: Präsident des Strafvollzugsamtes Groß: Der Strafvollzug. m 20: Gesungene Briese von Liebe und anderen Dingen. Mitw.: Dr. Hirschberg(Einf. Wortes, Elisabeth Watermann(Sopran), Frieda Bauer(Sopran), L. Matern(Tenor). Kammersänger Martmilian Troitsch(Bariton. Scherz(Bak. W. Watermann(Klavier), Funkorch. Mozart: Serenade.— Gluck: Brief des Paris an Helena: Brief der Helena an Paris.— Mozart: Als Luise die Briefe ihres ungetreuen Liebhabers verbrannte: Brief=Duett aus„Figaros Hochzeit“.— Beethoven: Variationen über„Reich' mir die Hand, mein Leben": Canon=Brief an Abbe Stadler.— Weber: Brief an Danzi.— Schubert: Episte!(Musikal. Schwank): Romanze für Klavier: Blumenbrief.— Loewe: Assad mit dem Selam.— Schumann: Ich sende einen Brief wie Duft der Rosen.— Brahms: Der Liebende schreibt.— Mendel=sohn: Der Liebende schreibt: Scherzo aus dem „Sommernachtstraum“.— Offenbach: Brief der Perichole: Brief der Metalla(Pariser Leben): Cancan aus dem„Pariler Leben“. o 21: Musikalische Tiergeschichten.# Anschl.: Nachtmusik und Tanz. Leitung: Evsoldt. Leutsche Welle(1635). Deutsche Welle. Gleichdleidendes Werktags=Programm. 5.50: Wetter für den Landwirt. o 6: Gymnastik. o 12.25: Wetter für den Landwirk(So. 12.50 o 12.55: Nauener Zeit. o 15.30: Wetter, Börseo 19.55: Wetter für den Landwirt. Freitag, 9. Aug. 10: Dr. Knottnerus=Mener: Gefangenschaft. S 12: Deutsche Weile. Große Raubtiere in Gesangenschaft. o 12: Schallplatten. Gerdi von Bremen: Gemeinschaftserleden im gesprochenen Wort. o 15.40: Dr. Margarete Jacobsohn: Erfolgreiche Frauer na- heute o 16: Kurzschr##rdiktate. c 16.30: Pros. Weiz: Der Rundfunk in Italien. O 17: Leipzig: Konzert des Funkorch.# 18: Od.=Reg.= Nai Dr. Burgdörfer: Der Geburtenrückgang und die Zukunft unseres Volkes o 18.30: Englisch für Schüler# 18.55: Dr. Hage Tam der Völker: Japanische Lam. o 19.20: Wissenschaftl. Vortrag für Zahnärzte. S 20:„Gesellschaft der Menschenrechte“ Stück um Georg Büchn=- von.— S 15: Bildsunk. üchner von Fr. Th. Cokor. Regie: A. Braun. o Anschl.: Neustraße 2 Ruf 52271 Filiale Altenhöfener Str. 1 färbt reinigt wäscht stopft nur einwandfreie Arbeit. frei abholen und bringen. 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Leo Kowalski Herne, Bahnhofstraße 107 * 1 Zur Arbeitslo enversicherung Das Gutachten über die Ueuregelung c Berlin, 9. Aug. 1929. Zu dem Gutachten der vom Reichsarbeitsministerium eingesetzten Sachverständigenkommission, die sich mit den Fragen der Neuregelung der Arbeitslosenversicherung zu deschäftigen hatte, führte Ministerialdirektor Weigert vor Vertretern der Presse u. a. aus: Die Kommission ist in den meisten ihr gestellten Fragen zu einer Entscheidung gekommen. Wenn die Kommission alle ihre Vorschläge auch nicht mit einheitlichen Mehrheiten gemacht hat, so kann doch festgestellt werden, daß es der Wunsch aller Gruppen war, die Arbeitslosenversicherung aufrecht zu erhalten und diesen wichtigen Zweig der Sozialgesetzgebung auszubauen. Die Kommission hatte sich mit zwei Hauptaufgaben zu beschaftigen 1. die Abstellung von Mißständen in der Praxis der Arbeitslosenversicherung und 2. die Lojuna der finanziellen Schwierigkeiten. Die Kommission konnte über die Abstellung von Mißstanden in einer ganzen Reihe von Fragen einstimmige Feststellungen treffen. Bei der Lösung des finanziellen Problems ging die Kommission von einer durchschnittlichen Arbeitslosenziffer von 1,1 Millionen im Jahr aus. Bisher rechnete das Gesetz nur mit durchschnittlich 800000 Unterstützten im Jahre. Man wollte jedoch bei der Neuregelung vermeiden, eine zu eotimistische Zahl einzusetzen und hat deshalb den Durchschnitt der Jahre 1926—28, das sind 1,1 Millionen, eingesetzt. Für diese Unterstützte stehen nach den Berechnungen 279 Millionen RM. im Jahre zur Verfügung Eine weitere Aufgabe der Kommission war es nun, Vorschläge zu machen, wie diese Summe gedeckt werden kann. Es wurden einerseits Sparvorschläge von insgesamt 163 Mill. RM. gemacht und andererseits wurde eine Beitragserhöbung um ½ Prozent vorgeschlagen, um den Rest zu decken. Die Ersparnisrorschläge sehen u. a. vor die Höhe der Unterstützung nüht mehr nuch Loontlassen zu stäffe. Dauer der Beschäftigung. 80 Millionen zu sparen. 11 Mill. R Aenderung der Saisonarbeiterfürsorge durch eine Neuregelung der Wart Der restliche Betrag der einzusparend der Aenderung der Krankenversicheru der Renten gedeckt werden. la = Berlin, 9. Augu Die Sitzung des Reichskabin der Beratung des Gesetzentwurfes u der Arbeitslosenversicherung befassen Der sozialvolitische Ausschu tritt am nächsten Donnerstag zu rechnen, daß bis dahin die S kabinetts vorliegt. Bis zum 1. Oktober muß die 5 weil andernfalls der Verwaltungsratk#ich beg anstalt geneigt ware, von seiner Befugnis Gebrauch zu machen, von sich aus die Unterstützungsdauer zu verkürzen und die Wartezeit zu verlängern. In der Zwischenzeit geht der Kampf um die Reform der Arbeitslosenversicherung weiter. Wie der Politisch= gewerkschaftliche Zeitungsdienst meldet, hat der Reichsarbeitsminister die vom Sachverständigenausschuß ausgearbeiteten Vorschläge bezüglich Angleichung der Vercherungsleistungen an die Beitragssätze und an die Beitragszeit nicht uvernommen. Die Korrespondenz folgert hieraus, daß die sozialdemokratische Partei den Doungolan zwar annehmen wolle,„aber den bürgerlichen Parteien die Verantwortung für eine gesetzliche Formulierung der Auswirkungen des Doungplanes überlassen möchte". Bekanntlich gehört zu der wirtschaftspolitischen Regelung auch die Reform der Arbeitslosenversicherung. Ohne den Beweis des Gegenteils greifbar in Händen zu haben, kann man vorerst nicht glauben, daß sich die Sozialdemokraten mit den angedeuteten Plänen tragen; denn wollten sie sich beiseite stellen, so müßte die Reform nur von den Parteien, die rechts von der Sozialdemokratie stehen, durchgeführt werden. Es ist Scheyer datte sich, wie festgestellt wurde, aus den. nach Frankiurt gestürzt und sich dann von einem gegenkommenden Stadtbahnzug überfahren lassen. E. war auf der Stelle tot. Frau und Bruder, die in dem O=Zug saßen, merkten erst eine halbe Stunde später das Verschwinden Schevers und benachrichtigten in Frankfurt Oder sofort den Stationsvorsteher. Dort erfuhren sie, das der Amtsgerichtsrat Selbstmord begangen hatte. Die Gründe, die Scheyer in den Tod getrieben haben. sind noch ungeklärt. Man nimmt an, daß er, ähnlich wie Landgerichtsdirektor Bombe, an Nervenüberreizung und Verfolgungswahn gelitten bat. müsse. Berliner nationale 2. Schweizerin Par Essenerin ode Kra#. durch eine sehr eindru# Engländen„Evelon Colve diesem ampf sehr zu uberzeug Heorid Frau. 9, Recnizek, der der Ilchen Danen das Final“:: 92 20 französische Dörfer 9ch u—„ burtre sanzeiger### den einem Unwetter heimgesucht . Sodinger Ag Buskrachehzt. Sote d. gur.2.1 die Spiele aug. nogers schlugen schalte:"" garten sturm und einem ungewöhnlich starken Gewitter heimriumphierten 6:2 6:3 3Us. Mme. Holzschub de gesucht worden. 20 Gemeinden sind so gut wie zerstön. Bano. Miß Colver 5## die Ungarn Frl. Baumgarten; Die ganze Ernte ist vernichtet. Besonders der Wei enen. Frau Stöck# wake, mit 512, ou ust““ bau hat gelitten und wird zum Teil mehrere Ja Lschend kam der 6·3, 4###6 3. gch Eiwe benötigen, um sich wieder zu erholen. Der Sachschef#d#####ter üder Miß Fro/Dapid's von Mlle. soll sich auf 50 Millionen Francs belausen.„ Ergehnisse 85%7 8. Ngurnen—Harn 7:5. 619. 2, Flsher=Ahlsei. 63 B1l. 62“ Mbenruchnger 11:13. 6•4 er die über Payot Heinrich Zille gestorben E Berlin. 9. Aug. Der bekannte Maler und karurist Heinrich Zille ist am Freitagoorn seinem schweren Leiden erlegen. Am Montag Banderolenschieberprozeß Syré und Genossen vor Gericht 30 Angeklagte Berlin, 9. Aug.(Telegr.) Vor einer FeriensonderLbteilung des Schöffengerichts Berlin=Mitte unter Vorsis von Landgerichtsdirektor Masur beginnt am Montag der auf etwa sechs Wochen berechnete Prozeß Syre und Genossen, der sich gegen 30 Angeklagte richtet. Es bandelt sich hierbei um den Hauptteil der an den großen Banderolenfalschungen beteiligten Personen. Im Laufe der Jahre ist das Reich um ungezählte Millionen geschadigt worden. Seit dem Jahre 1924 tauchten an den Hauotrlatzen der Zigarettenindustrie, in Dresden, Köln, Hamburg und Berlin, Gruppen von Zigarettenberstellern und Händlern auf, die mir Banderolenschiebungen arbeiteten. Die Methoden wechselten, jedoch waren es immer dieselben Persönlichkeiten, die auf diesem Gebiete der Steuerhinterziehung arbeiteten. Die erste Form der Beschaffung der wertvollen Banderolen war der Einbruchsdiebstahl. Es wurden berussmätzige Einbrecher gedungen, und im Einvernehmen mit Zollbeamten sanden Einbrüche bei den Zollämtern größten Umfang aber erreichten die Schiebungen, als man mit gefälschten Banderolen zu arbeiten anfing. An allen Orten in Deutschland tauchten Zigaretten mit gefälschten Banderolen auf. Diese Steuerzeichen wurden zum grogen Teil auch für Markenzigaretten verwendet, die in Schwarzbetrieben hergestellt worden waren. Am 7. August 1926 wurde in Köln der Kaufmann Friedrich Syre aus Aachen festgenommen, als er gesälschte Zigarettensteuerzeichen zu verkaufen suchte. Die nunmehr eingeleiteten Ermittelungen führten zu der Festnahme einer grozen Anzahl von Personen. Den Behörden war es auch gelungen, in Dresden die Fälscherzentrale auszubeben. Den an der Geheimdruckerei beteiligten Personen ist bereits in Dresden der Prozeß gemacht worden; weitere Strafverfahren schweben in Köln und in Hamburg. Der Hauptteil der beteiligten Personen kommt in Berlin zur Aburteilung. Neben Syre und Band gehören zu den Hauptangeklagten die Tabakfabrikanten Franz Avisdorf. Boris und Emil Lübeck. Wilhelm Katzky, Wilhelm Löhrke, Artur Krakauer, Alexander Neumann, Karl Jungermann, Kurt Cohn, Heinrich Zille wurde am 10. Januar 1858 inn burg in Sachsen geboren. Nach einer entbehrung, Kindheit, aus der er manche Erinnerungen in spätern Werken festgehalten hat. kam er, da sich Kichnerische Begabung schon sehr früh bemerkbar zu einem Lithographen in die Lehre. Seinen verwendete er dazu. um die Kosten für den Unte: den Abendklassen der Kunstschule aufzubringe, wurde dort von Lehrern wie Rosemann seh Nach jahrelangem mübevoll Telegr.) Die Führer der sechs graph und Kunferätzer began Sonntagvormittag zu einer geKraus und Liebermann vei zusammengetreten, um nochmals ersten Schwarz=Weiß=Ausstel 400 einige seiner. Blätter zu Zeiner Verständigung großes Verständnis, zumal endinung Verunglimpfung Berlins unache führte zu einer Abschwächung glaubte. Im Laufe der Zeueständnisse, so daß die Generaleine volkstümliche P auß am Montag mit der Behandlin. Seine Zeichnungen de fortgesetzt werden kann. Der Herliner Atakrnagugtie elsiens und Frankliner Sezession, des Deutschnzungen auseinandersetzten, unter Deutschen Illustratorenverbg zustandegekommen in. erklärte Die Stadtverwaltung gateriellen Differenzen innerstattungskosten für Doungplanes geregelt werden Zille zu übernehmen allen Seiten der gute Wille vordes Meisters damit einversteihm fern gelegen, am Samstag verständnis wird noch eingigen. Das Mißverständnis Zeimens-Phonas v. 9. Kast.- Stugch 64. 23 „senmener-Lon 63. 61: Stackel-Kars rne 83. Auch *: Im m die Dovvel deurchen Tonnieren. Verlat ckel—Göncz 6:4. 6 zur Vorschlußrunde. der Freitagssniel den auch Doovel en De treffen siel In der 9.3 Sies französische Regierung eine### der„anderen diese Tatsachen in der französischen Aksn#n. lich bekannt sind, rechnet man damit, daß Frankreich, das sich hier gegenwärtig in einer taktisch wenig günstigen Lage befindet, sich letzten Endes doch zu einem Entgegenkommen gegenüber den englichen finanziellen Forderungen bereit finden wird. Französische Stimme für Räumung Paris, 11. Aug ferenz schreibt„Soir“ Verschiebung der Lage den Doungolan ist bei kussion über die Besetzung. Frage auch ist, so hat sie Zur Lage auf der Im Haag hat si erausgebildet. Di weitem lebhafter, So interessant doch nur eine Haager Konh eine völlige Debatte über als die Disdie finanzielle untergeordnete Stadeb=ältung aim herzitsenartige Bedeutung aleichlauten. Stadtvezwaltung ein beröligischen und französischen Sprache Zusammenstoß Mdiale bleibe auch weiterhin beEin Demonstrant □ Berlin, 9. Aug. von seite wurde darauf hingewiesen, rungen unvermindert aufe Vermittlungsversuche in dieser fgenommen werden. statt. In Erinnerung dürfte noch der Einbruch beim Bruno Loewenthal, Otto Nitzke, Simon Hirschfeld. Die Hauptzollamt Berlin=Nord sein, der am 14. November 1924 stattsand und bei dem auch ein Oberzollinspektor seine Hand im Spiele hatte. Zwei Jahre später fand ein Einbruch in das Reichsfinanz=Zeugamt in Dahlem statt Dann verlegte man sich darauf, mit gesälschten Bestellbüchern bei dem Hauptzollamt Nord auf den Namen von Zigarettenfabriken Steuerzeichen zu erschwindeln. Den übrigen Angeklagten werden teils der Begünstigung, teils der Beihilfe oder der Hehlerei beschuldigt. Wie groß der Anteil der einzelnen Personen an den Steuerbetrügereien ist, geht aus den Strafbefehlen hervor. die die Steuerbehörde erlassen hat. So lautete der Strafbefehl gegen den Angeklagten Krakauer auf 560000 Mk. gegen Benno Band auf 110000 Mk. 27 Giftmischerinnen verhaftet Sie haben ihre Männer mit Arsenik getötet (Te kam es zu Zusammenstößen demonstrierenden Kommun gen der Polizei, auseinander#### Polizibeamte wurden angeser Vorstoß wurden Schüsse auf die Beamten abgegeben. Ein Beamter wurde geschlagen, zu Boden geworfen und getreten. In seiner Bedrängnis gab er zwei Schüsse ab, rotete einen Angreifer und verletzte einen anderen schwer. Charles Nagel 80 Jahre alt. 2. Berlin, 9. Aug.(Telegr.) Der amerikanische Handelsminister im Kabinett Taft. Charles Nagel in St. Louis, vollendet am 9. August sein 80. Lebensjahr. Charles Nagel ist deutscher Abkunft. aber in den Vereinigten D Staaten geboren. Unermüdliche Arbeit für sein amerikanisches Heimatland hat er stets zu verbinden gewußt mit der Treue zu seiner deutschen Abstammung und der Anhängerschaft an deutsche Kultur und Wissenschaft. Besonders in den Kriegszeiten hat er vieles geleistet, um die Gegensätze zu mildern. Später hat er sich mit an die Spitze des Central Relief Comitees gestellt, das nach dem Kriege und in der Inflationszeit eine großzügige Hilfe für Deutschland organisiert hat. Bedeutung gegenüber der Rheinlandfrage. Die ehemalalliierten Mächte zanken sich um die Verteilung. Es handelt sich gewiß um Summen, die vor 20 Jahren beträchtlich erschienen, die aber jetzt, wenn man sie mit den hohen Budgets der großen Staaten vergleicht, geringfügig sind. Das Rheinlandrroblem steht aus einem viel hoheren Niveau. In dem nach dem Kriege beunruhigten Eurova, in dem Eurova, in dem so viel Konfliktstoff vorhanden ist. in dem die Bewaffnung sich mit fieberhafter Schnelligkeit vollzieht, bleibt die Besetzung von Koblenz und MainDeutschland führt 3:0 gegen England. Vor sehr gutem Besuch begann am Freitag auf der Kuranlage in Bad Ems der zweite seutschrenglische Länderkampf der Tennislehrer, der nach den Spielen des ersten Tages die deutschen Berufsspieler mit 3:0=Siegen in Führung sah. Alfred Rudoloh=Berlin hatte S. Poulgeschlagen, da der Engländer bei gewonnenen Sätzen erschöpft war. Der Berliner H. Nüßlein schlug F. D. Rodgers 6:1. 6:3. 6:1. Den schönsten Svort aber brachte das Dovvel. das Hermann Richter=Max Hovfenheit mit 6:5. 8:10. 6:4. 6:2 gegeMaskell=C. R. Read gewannen. — Budavest. 9. Aug.(Telegr.) Im Lause der Untersuchung der Gistmischerinnenassäre in der Theißgegend wurden bisher 21 Bäuerinnen in den Dörfern Tissa Kurt und Nagoren als Mörderinnen ihrer Ehemanner verhaftet. Eine von ihnen hatte sechs Angehörige, ihren Mann, ihre Eltern, zwei Geschwister und einen Oheim vergiftet, um den Familienbesitz, sechs Joch Ackerland und ein kleines Haus, an sich zu bringen. Die Taterinnen sind geständig. Die Ausdeckung der Verbrechen ist dadurch erfolgt, daß man nach Oeffnung zweier Graber in den Sargen Mengen von Arsenik gesunden hatte. schrift wurde Organisierter Mors Berlin, 9. Aug.(Telegr.) Unter dieser Ueberberichtet der„Vorwarts" u. a.: Gestern abend wieder ein Mitglied des Reichsbanners in Neukölln überfallen und niedergestochen. Etwa 20 bis 25 Mann, die das Abzeichen der Kommunistischen Jugendinternationale trugen, drangen auf den Wehrlosen ein und brachten ihm mehrere tiefe Messerstiche in den Koof und den Hals bei. Leider gelang es allen, im Dunkel der Nacht zu entkommen. Der Verwundete ist der 11jährige Max Koch, ein Familienvater. Eine Stunde vorher war auf einen 20jährigen Reichsbannermann am Cottbuser Ufer ein ähnlicher Ueberfall verübt worden. Die Rowdys flüchteten, nachdem sie noch geäußert hatten, daß es jedem Reichsbannermann, der sich in der dortigen Gegend sehen ließe, ebenso ergehen wurde. Ein Amtsgerichtsrat wirft sich aus dem fahrenden D=Zug ## Berlin, 9. Aug.(Telegr.) Die„V. 3.“ meldet: Auf den Schienen der Strecke Berlin—Frankfurt a. d Oder wurde heute nacht unweit des Bahnhofs Kövenick die Leiche des 35 Jahre alten Amtsgerichtsrats Dr. Schener aus Nieskn in Niederschlesien aufgefunden. Tetzte Sportnachrichten Die Cennismeisterschaften Die Vorschlußrunge im Einzel erreicht.— Menzel schlagt Moldenhauer.— Frl. Krahwinkel besiegt Miß Colver. V Die glatte Abwicklung der deutschen Tennismeisterschaften in Hamburg ermöglicht einen pünktlichen Abschluß der Kämpfe am Sonntag. Am Freitag konnten bei befriedigendem Wetter in den Einzelspielen bereits die Vorschlußrunden erreicht werden. Der Besuch war wieder sehr gur. die Kämpfe verliefen größtenteils außerordentlich interessant. Bei den Herren vertritt jetzt Altmeister Otto Froitzheim allein die deutschen Interessen. Er spielte am Freitag nicht, da er bereits die Vorschlußrunde erreicht hatte. Hans Moldenhauer wurde von dem Tschechen Roderich Menzel in fünf Sätzen geschlagen. Der augenblicklich glanzend disvonierte Menzel nahm somit Revanche für das Davisvokalergebnis in Prag. Sein Sieg war mit 6.:4, 2:6. 6:1. 2:6. 6:1 zwar hart umkampft. aber auf Grund eines frischen Angriffssviels nicht unverdient. Menzel trifft nun auf den Franzosen Christian Boussus. der den Javaner Ohta mit 6:3. 6:2. 6•4 ausschalten konnte. In der oberen Hälfte kommt Froitzheim gegen den SüdDeutschland führt gegen Schweden Der erste Tag des SchwimmLänderkampfes Der Schwimm=Länderkampf Deutschland—Schweden begann am Freitag in Halberstadt vor gutem Besuch mit den ersten vier Wettbewerben. Der Länderkampf wird nach dem olymvischen Programm ausgetragen, mit neun Herrenkonkurrenzen und sieben für Damen. Am ersten Tage konnte Deutschland bereits mit 54:34 Punkten in Führung geben. Drei Wettbewerbe wurden gewonnen. dagegen war gegen Arne Borg über 1500 Meter kein Kraut gewachsen. Der Schwede gewann mit lächerlicher Ueberlegenheit vor Werner Neitzel. Im 200=Meter=Brust= schwimmen setzte sich der Hamburger Sietas gleich an die Spitze und hielt sie bis zum Schluß. Harling war zunächst an zweiter Stelle, fiel aber zum Schluß etwas zurück und wurde von Schulz=Annaberg noch verdrängt. Die Ergebnisse des Freitags waren: 200=Meter=Herren=Brust: 1. Sietas=Deutschland 2:56.8 Min. 2. Schulz=Deutschland 2:58.6 Min. 3. HarlingSchweden 2:58.8 Min. 4. Carlsson=Schweden 3:07.3 Min. 1500=Meter=Herren=Freistil: 1. Arne Borg=Schweden 21:32.4 Min. 2. Werner Reitzel=Deutschland 22:12 Min. 3. Handschuhmacher=Deutschland 22:29 Min. 4. Per Svensson=Schweden. 400 Meter=Damen=Freistil: 1. Reni Erkens=Deutsch= land 6:24 Min. 2. Wunder=Deutschland 6:52 Min. 3. Tiovel=Schweden 7:12.6 Min. 4. Hazelius=Schweden 7•14.2 Min. Damen=Turmspringen: 1. Margret Borgs=Deutschland. 2. Lala Szökvist=Schweden. 3. J. Sioökvist. 4. MehlingDeutschland. Deutschland führt mit 54:34 Punkten. Reichsbankausweis. 1 Berlin. 9. Aug. Nach dem Ausweis der Reichsbank vom 7. August 1929 hat sich die gesamte Kanualanlage der Bank in Wechseln und Schecks. Lombarts und Effekten in der ersten Augustwoche um 322.0 Millionen aus Too2 Millionen RM. verkingert. Im einzelnen daben die..### Wechseln und Schecks um 207.7 Mill. auf 2413.6 Mill. die Lombardbestände um 65.3 Mill. auf 43.8 Mill. XM. und die Bestände an Reichsschatzwechseln um 51.4 Mill. auf 16.1 Mill. RM. abgenommen, An Reichsbanknoten und Rentenbankscheinen zusammen sind 282.5 Mill. RM. in die Kassen der Bank zurückgeslossen. Der Umlauf an„Reichskanknoten dat sich um 253.4 Mill. auf 4472.1 Mill. RM.. derjenige an Rentenbankscheinen um 29.1 Mill. auf 405,0 Mill. RM. verringert. Dementsorechend haben sich die Bestände der Reichsbank an Rentenbankscheinen auf 37.7 Mill. m. erbobt. Die fremden Gelder zeigen mit 490.4 Mill. RM. eine Abnahme um 25.5 Mill. RM. Die Bestande an Gold und deckungsfähigen Devisen zusammen haben um 3.2 Mill. auf 479.0 Mill RM. aogenommen: im einzelnen haben sich die Coldbestande um 15000 RM. die Bestände an sähigen Devisen um 3.2 Mill. ringert. Die Deckung der No.—„„ besierte sich von 45.5 Prozent in der Vorwoche auf Prozent. diejenige durch Gold und deckungsfähige vernen von 52.5 Prozent auf 55.4 Prozent sich an deckungsauf 330.7 Mill. RM. verNoten durch Gold allein Börsenberichte Berliner Börse. gebot nicht so dringend. wie man befürchtet hatte. Es wurden Glattstellungen vorgenommen, wobei sich das Kursniveau allgemein bis um 4 Prozent senkte. Sehr schwach lagen dagegen Kunstseidenwerte. Polyphon. Reichsbank und Deutsche Linoleum, die weit größere Verluste hinnehmen musten. Nach den ersten Kursen blieb die Tendenz zunächst weiter schwach und die Kurse gingen erneut etwa um 1—2 Prozent zurück. Erst im Verlauf kam der Kursrückgang allgemein zum Stillstand. Von der Svekulaiion wurden kleine Deckungskäufe vorgenommen. so daß sich die Kurse durchweg wieder leicht erholen konnten. Die Anfangsnotizen wurden jedoch bei den meisten Werten nicht erreicht. Vom Ausland lagen Kaufaufträge für Deutsche Waffen vor. die beträchtlich gewannen. Bis zum Schluß verlief das Geschäft ruhig Am Kassamarkt war die Haltung schwach. Die Kurse gaben nach.„ Im Nachborsenverkehr war die Grundstimmung lustlos und leicht abbrockelnd. Deutsche Anleihen lagen ruhig. Auslander behauptet. Devisen nicht einheitlich doch eher befestigt. Am Geldmarkt hat sich die Lage nicht geändert. Der Privatdiskont bleibt unverändert 7½ Prozent für beide Sichten. Linoleum. Dortmunder Vulkan und Gehr. Alsberg zu letzten Preisen genannt. wogegen Waggon Uerdingen um einige Prozent abschwächten Der Terminhandel verkehrte ziemlich lustlos. Es kam zu einigen. Umsätzen in Steinkohlen minus 2 Prozent und Kali=Industrie minus 3 Prozent. Die übrigen Werte lagen unverändert. Warenmärkte Berliner Produktenborse. Berlin, 9. Aug. Die Stimmung an der Produktenborse war weiter schwach. Bei reichlichem Angebot an Brotgetreide gaben die Preise für oggen und Weizen um 2 Mark. vereinzelt auch starker nach. Hafer lag stetig. Gerste vernachDas Mehl Meh S##8 äft ist schlecht bei h Berlin. 9. Aug.(Teleer.) Die Berliner Borse chloß die Woche in schwacher Haltung. Im HinSeschnsktuek in. Peia sil la. Kchlie.e e * wieder Dusseldorfer Termin= und Rurenborse Düsseldorf. 9. Aug Im Einklang mit der starkeren Abschwachung an der Berliner Borse war die Stimmung am hiesigen Markt ruhig Von Kohlenwerten, die durchweg nur genannt blieben. lagen Graf Schwerin. Heinrich und Carolus Magnus 100 Mark niedriger Ewald. König Ludwig und Langenbrahm behaupteten letzte Preise. Niederrheinische bunten 1 Prozent. Dahlbusch 2 Prozent ein ohne Geschäft. Von Braunkohlenwerten erzielten Bellerhammer eine Steigerung von 200 Mark. dagegen lagen Gute Hoffnung unverändert. Der Kalimarkt verkehrte in ziemlich behaupteter Haltung. In größeren Beträgen, gingen Beienrode um. Besonderes Interesse erhielt sich wieder für die Elsässer Werte. von denen Marie und Marie=Luise 100 Mark. Max 75 Mark und Reichsland bei großerem Besizwechsel 250 Mark gewannen. Von Aktien gaben Adler. Hallesche. Hannoversche leicht, nach.— Am Markt für Industrievaptete waren Kabel Rbeydt. Rbein. noch stärker nach lässigt und still unveränderten Preisen Es wurden notiert: Weizen, mark. 250—252. Roggen. mark. 194—196. Hafer, märk. 180—190. Weizenmehl 30.50 bis 35.50. Roggenmebl, 25.50—28.80. Mais 223—224 Weizenkleie 12—12.75. Roggenkleie 12—12.25. Navs 335. Viktoriaerbsen 40—48, kleine Speiseerben 28—34. Futtererbsen 21—23. Peluschken 27—30. Ackerbohnen 22—25. Wicken 28—32. blaue Luvinen 21—22. gelbe Luvinen 29 bis 31, Ravskuchen 19.30. Leinkuchen 23—23,50. Trocken= schnitzel 11.40—11.50. Sojaschrot 19.70—20.10. Kartoffelslocken 16.20—16.60 Mark. Getreide 1000 Kilogramm. Mehl und Futtermittel 100 Kilogramm Homburger Warenbörse. n H a m b u r g. 9. A u g. A u f d e m K a f s e e m a r k t l a g e n die Brasisofferten im Preise unverandert bis um 1 Schilling niedriger. Auf dem hiesigen Terminmarkt war die Tendens allgemein dehauptet. Die Preise gaben im Verlauf gleichfalls leicht nach Das Platz= und Inlandsgeschäft verlief in ruhigen Badnen. Lokovreise: Santos good 90—95. Superior 95—98. Prime 98—102. extra Prime 102—114. gewaschene zentralamerikanische Kaffeesorten 110—145 Schilling.— Auf dem Reismarkt war die Tendenz fest. Das Geschaft war nur klein. Die Preise haben eine Aenderung nicht erfahren. Auf dem Hülsenfruchtmarkt war die Haltung für Bohnen etwas ruhiger. Im allgemeinen waren nennenswerte Aenderungen nicht festzustellen.— Auf dem Gewürzmarkt war die Tendenz stetig bis fest. Pfeffer datte bei guter Nachfrage feste Haltung. Es notierten: Schwarzer Lampong=Pfeffer 159. Telli=CherryPfeffer 157. weiner Muntok=Pfeffer 180 Schilling die 50 Kilogramm loko transito.— Auf dem Schmalzmarkt war die Tendenz ruhig. Es wurden notiert: Amerikanisches Steam Lard 29 Dollar. raffiniertes Schmalz verschiedener Marken in Tierces 30.25—30.75 Dollar(in Firkins zu 50 Kilogramm 0.5 Dollar. in Eimern zu 1e 12.5 Kilogramm 1.5 Dollar teurer als in Tierces). Hamburger Schmalz in Dritteltonnen. Marke Kreuz. 34.50 Dollar die 100 Kilogramm netto verzollt.— Auf dem Getreidemarkt wurden notiert: Weizen 26.50—27. Roggen 21.60—21.90. Haser 20.70—20.80. inland. Gerste 19—19,10. ausländ. Gerste 16.40—16.60. Mais 17.20 bis 17.40 Mark. Leinsaat 23 Gulden Allgemeine Nachrichten Einlagenstatistik der preußischen Spartassen. * Wie der Amtliche Preußische Pressedienst der „Deutschen Sparkassen=Zeitung entnimmt. betrug der Bestand der Spareinlagen der preußischen Sparkassen Ende Juni d. Is. 5017.1 Mill. Mk.. die Einzahlungen betrugen 345.9. die Ruckzahlungen 299. der „uwags demnach 46.9 Mill. Mk. In den einzelnen Provinzen betrug der Bestand(Zuwachs): Berlin 356.8(4.3). Brandenburg 355.7(4.2). Hannover 578.2 (5.9). Hessen=Nassau. Waldeck 265.3(3.8) Ostmark 172.9 0.7), Pommern 253.9(2.5), Rheinland 1252.7 ,(12.3). estfalen 765(5.9). Sachsen, Thüringen, Anhalt 399.4(1.9). Niederschleisen 306(2). Oberschlesten 94.5 (0.4). Schleswig=Holstein 206(2.9). Hohenzollernlande 10.8(0.1) Mill. Mk.— Der Bestand an Giro=. ScheckKontokorrent= und Devonteneinlagen betrug Ende Juni d Js. 887.8 die Einzahlungen 210##.5. die Ruckzahlungen 2146.2 Mll. Mer 6 S. 2#2 bitte auzschneiten! Sladtamt für Leibesübungen und Jugendpllege Herne Oeffentl. Jugendteier anläßlich der 10jähr. Wiederkehr des verlassungslages am Sonnlag, dem 11. Auaust 1929. I 4032 1. Leichtathleitsche Weitkämpfe auf dem Sportplatz am Rhein-Herne-Hanai Dreikampfe, 100-Meter-Lauf, Weitsprung, Kugel„ stoßen tolgender Klassen: Senioten, Jugendklasse A und B und Prauenklasse. Vorm. von 9—10½ Uhr Vereine des Arbeitersportkartells Vorm. von 11—12 Uhr Vereine des Stadtverbandes für Leibesübungen(Frauen) Nachm. von 3—5 Uhr Vereine des Stadtverbandes für Lelbesübungen(Männer). Die Sieger erhalten Ehrenplaketten und-Urkunden des Reichsprasidenten. 2. Verlassungsleler im Saalb au Strichmann Shamrocstraße. Beginn abends 7½ Uhr. F o Ke Es □ Beerdigung tindet statt am Montag, dem 14. Augusi, nachmittags 3.30 Uhr, vom Sterbehause. Strünkeder Straße 54, aus.— Das feierliche Seelenamt ist Dienstagmorgen 7.10 Uhr in der St. Marien-Pfarrkirche Baukau. Allen, denen aus Verschen keine besondere Nachricht zuging, diene diese als solche. 40292 1. Lieder, vorgetragen vom Lautenchor Herr 2. Volkstanz, getanzt vom Volkstanzkreis Herne 3 Verlassungsrede, Beigeordneter Hölkeskamp 4. Volkstanz, getanzt vom Volkstanzkreis Herne S. Siegerverkündigung 6. Lieder, vorgetragen vom Lautenchor Herne wird gebeten, wanrend der Saalfeier nicht zu auchen und Beitallskundgebungen zu unterlassen. Nach Machen Sie dute eineVersuch mit meinen gerontieit reinen BienenSchleuder-Honig bom aus wunderd im Geschmod. 10 Pd Kolli M. 11. s Bed. netto„Koll M. 6.70 portofr geg Nochnadme werden zufrieben u. ständiger Kunde sein. Hilbesbeimer Bienendonig- und Wachsversand Berndard Wobarta Hdesdeim Jleiß Muardeiter ges. Gott dem Allmächtigen hat es in seinem Ratschluß gefallen, nach langem, schwerem Leiden, unsere gute Mutter. Schwiegermutter, Großmutter, Urgroßmutter und Tante, die Leibesübungen. Nersuche u. II. a ra(473). (234). Die Sielst Mitte Drei 15.1- 8 für Bette Inlett. P pok. Roß Springle laden. Sc Gestelle dechen. Matratz offeriert Lieferung Herners Abteilu Hern Nähe Al — Analyse: Duschschnitt in einem Liter. Gesamtmenge der gelösten Stotte 2025 mg. 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Deutsche Welle. Gleichbleibendes Werktags=Programm. 5.50: 9 b:(hymnas:“ K. Wetter 55: Nauener Zeit. O 15.30: Wette., Borse. o 19.55: Wetter für den Landwirt. Deutsche Welle. Sonntag, 11. Aug. 6.30: Frühkonzert. Neues Tonkunstler=Orch. e 8.55: Gloden viel der#7 kirche.# 9: Morgen#eier. Anfvr.: Kanlan nun* * 10: Sonntagwetter plattenkonzert. Chor und Orgel.# 11.30: Elternstunde. Dr. Klopfer: Nach den Ferien. o 12: Aus dem Reichstag. Festakt der Reichsregierung. Rede des Reichsinnenministers Severing.— Ansprache des Reichskanzlers oder seines Stellvertreters. Mitw.: Berliner Einfonie=Orch. Dirig.: Generalmufikdir. Dr. Kunwald. e 13: ato.§ 14: Hölt von Dr. Lenhausen S 14.30: Schallblatten. 9 D 15.50: Aus dem Deutschen Stadion. Berlin: Festspiel. veranstaltet von der Reichsregierung, der preuß. Staatsregierung und der Stadt Berlin. Leitung: Reichskunstwart Dr. Redslob. Mitw.: Gesangschor: 7500 Schulkinder; Bewegungschöre: 3000 Schulkinder; Männerrhythmische Vorführungen: Lieselotte Bail und ihre Gruppe; Verband Sprech=Chor. Deutscher Arbeiter=Sanger=Bund. Funfkampf der Brandenburg. Athletit=Vereine. Vereinigte Kavellen der Schutzvolizei. Während des Festspiels: Ansprache des Reichsministers n: Unterhaltung. Kapelle Alfred Brox. Erwin Kalser(Anekdoten=Rezitat.). o 18.15: Ergebnisse des deutschen hafts=Ruderns. o 18.25: Dr. Furtwängler und Staatsminister Dr. Hövker=Aschoff(Bildfunl 18.30: C. Hotzel: Vom 9 19. Jrrer D. Gogarten: Glaube und Wirklichkeit. o 20: Aus der Kroll=Oper: Abendfeier, veranstaltet von der Reichsregierung, der preuß. Staatsregierung und der Stadt Berlin. Leitung: Herm. Scherchen. Solisten: Lotte Leonard(Sopran), Ida Harth zur Nieden(Alt), K. Hurdorf(Tenor), Herm. Schey(Baß). Beethoven: Ouv. zu„Egmont“.— Ansprache des Reichsministers a. D. David.— Beethoven: 9. Sinfonie mit Schlußchor über Schillers Ode„An die Freude". Berliner Volkschor, Gemischter Chor Groß=Berlin. Verstärkte Berliner SinfonieOrch. O Danach: Tanzmusik. Ben Berlin=Orch. 9 Pause: Bildfunk. Deutsche Welle. Montag, 12. Aug. 12: Englisch für Schüler. " 12.30: Schallplatten. e 15: Spanisch(literarische Stunde# Frauenstunde. Jonny Behm: Schmücke dein Heim und dich selbst. e 16: Französisch(literarische Stunder.# 16.30: Dr Die Rokolo=Oper. o 17: Unterhaltungsmusik. Pa Quintett. • 18.30: Wilmomsty„——.— o 19.20: Dwpl.=Ing. Friedmann: Das Automobil und seine Behandlung. O 20: Arten und Lieder mit obligaten Instr Lotte Meyer=Burkhard(Gesang), Konzertm. Schönherr(Violine, Fr. *—(Cello). More. Aug. 10: Deutsche Prosa. ge: Mitteilungen des Reichsstadteitw. Godwinuintett. o 18: Dr. Krammer: Kulturgeschichte des Reisens. 18.30: Englisch für Anfänger. Zilmowsky: Reichskuratorium für Technik in der Landwirtschaft. Cülle(Flöte), E. Bartel(Cello). Norag=Orch. Donizetti: Ouv. zu „Die Favoriti“: Wahnsinns=Arie aus„Lucia di Lammermoore“.— Massenet: Themen aus„Herodias“.— Massé: Elysées: Nachtigallen=Arie.— Graener: Vorspiel zu„Schiria und Gertraude“.— d'Albert: Vorübergang.— Strauß: Morgen.— Kaun: Abendlied. — Kaun: Menuett aus der„Markischen Suite“.— Brandts=Buys: Brautfahrt.— sucher: Tanzlied; Themen aus der Oper„Dr. Eisenbart“. o 21.30: Willy Buschoff=Stunde(Rezitationen). Niebergall: Datterich.— Moszlowski: Capriccio.— Altenberg: Die Gerausche.— Geisler: Syncopation.— Häusliche Szene.— Mörike: Lied oom Winde.— Goethe: Hochzeitslien.— Jensen: Hochzeitsmusik. Mitw.; Norag=Orch. und Norag=Trio. o 22.20: Feitbankett des WeltReklame=Kongresses. Ansprachen: Reichskanzler a. D. Luther; Botschafter Shurmann: Earl of Birkenhead(für Britannien): Gaston Gérard. Mitglied der Kammer(für Frankreich): Reichsinnenminister Severing: Walter A. Strong, Vorsitzender des Verwaltungsrats des Weltreklame=Verbandes(für Amerika, o Anschl.. Tanzmusik. Kapelle Gerhard Hoffmann. 9 Pause: Bildfunk. Deutsche Welle. Dienstag, 13. Aug. 12: Französisch für Schuler. 9 12.30: Schallplatten. 9 Klaviertechnil größeren Kindern Feste feiert. Otto'sche Unterrichtsgrundsatze und ihre Bedeutung für die öffentliche Volksschule. 16.30: Dr. Hofer u. Mitw.: Die Rokoko Over. " 17: Leipzig: Konzert. Die Wiener Opverette.# 18: Dr. Mahrholz: Wandel im Geistesleben der Gegenwart. Neubildung der Lebensform. o 18.30: Franzolisch für Fortgeschritten: 9 * Vom Leben der Strandptlanern n#r##algen.# 20: Sonderveranstaltung. Sendespiel:„Lysistrata.“ Parodistische Overette in zwei Teilen. Musik von P. Lincke. Dirig.: Der Komponist. Pers.: Themistokles, Generalissimus der athenischen Armee:„Lysistrata, seine Gattin: Chrusis und Bacchys, deren Nichten: Offniere der atbenischen Armee: Plautias, mit Chrosis vermählt; Nitias, mit Bacchys vermählt: Leonidas, spartanischer Gardeleutnant. Kriegsgefangener: Fritzsos, ein Bursche: Polngamia, Hebamme; Melissa Marketenderin; Eros, athenische Krieger: Athenerinnen: Gefolge Deutsche Welle. Mittwoch, 14. Aug sprochen von Kaete Foerder.# 10.35: M burdes. o 12: Schallplatten. o 14.45: Kindertheater:„Jorinde und Joringel“. Von O. Wollmann o 15.45: Frauenstunde. Hildegard Margis: Deutsche und amerikanische Haushaltsführung.(Ein Vergleich.# 16: Dr. phil. Dorothea Bernhard: Nöte und Hilfsdes Fortbildungsschulunterrichts auf dem Lande.# 16.30: C. Lange: Zoppoter Waldovet. o 17: Hamburg: Lieder mit Sichener. Solist: Hans Devser. o 18: Rechtsanwalt Amfalden: Die internationale Lage der Baumwollindustree 18.30: Spanisch für Anfänger. 18.55: Dr. Ditthorn: Die Bakteriologie des täglichen Lebens.o 19 20: Frank Warschauer: Utopie als gentige Aufgabe. o 20: Wovon man spricht. o 20.30: Sonderveranstaltung: Nedeneinander“ Eine bunte Vortragsfolge., Mitw.: Vilma Delmar, Victor Schwannecke u. a. o 21: Kammermusik. Brahms: Trio C.dur.— Ravel: Trio A=dur. Ausf.: Jos. Schwarz(Flügel), Boris Schwarz(Violine), Alex. Schufter(Cello). o Danach: Tanzmusik. * Deutsche Welle. Donnerstag, 15. Aug. 10: Lehrer Kloß: Lebensbilder aus dem Reiche der Pilze. m 10.35: Mitteil. des Verb. der Preuß. Landgemeinden o 12: Schallplatten.# 15: Prof. Paulsen: Selbstverwaitung in der Schule. o 15.45: Frieda Radel: Welche Jahre sind die schönsten im Leben der Frau? o 16: Dr. Wümburger und Dr. Klopfer: Erziehungsberatung. Kind und hen o 16.30: Bücherstunde. Dr. Beitl: Bayerische Dichter. o 17: Berlin: Konzert. Funlorch.# 18: Dr. Schoeneich: Versinkendes und erwachendes Deutschtum. 18.30: Spanisch für Fortkene 0 18.55: Rittergutspachter Mamsch: Praktische Meliorationsförderung.o 19.20: Ob.=Reg.=Rat Dr. Bode: Richtiges und falsches Diktieren. m 20: Sonderveranstaltung. BlasorchesterKonzert. Meverbeer: Krönungsmarsch aus„Der Prophet“.— Auber: Ouv. zu„Fra Diavolo".— Fetras: Mondnacht auf der Alster. Walzer.— Verdi: Melodienkranz aus„Der Troubadour“. — Perey: Marrakesch. Fantaste d'Afrique.— Schröder: Deutschlands Ruhm. Marsch o 21: Konzert. Vwaldi=Nachez: Konzert G=moll. — Beethoven: Die Ehre Gottes in der Natur.— Schubert: Der Doppelganger.— Händel; Sonate G=moll.— Liszt: O komm im Traum.— Mozart=Kreisler: Rondo G=dur.— Schumann: Der Hidalgo.— Bach: Adagio.— Senaille: Allegro spirituoso.— Granados: Intermezzo.— Davidoff: Am Springbrunnen.— Kowalski: Im Garten des Serails.— Strauß: Ständchen.— Sarasate: Carmen=Fantasie. Danach: Tanzmusik. Kapelle Otto Kermback# Pause: Bildiunk. Deutiche Welle. Freitag, 16. Aug. 9.30: Dr. Berger: Ein Alltag in Java.“ 10: Dr. Knottnerus=Meyer: Wie schützt man wirkam Tiere? o 12: Schallplatten. 14.30: W. Wauer: Das Bastelkind. o 15: Geh. San.=Rat Pros. Dr. Benda: Pilze und Puzvergittung. o 15.45: Dr. Margarete Jacobsohn: Erfolgreiche Frauen. o 16: Lehrer Tchentscher: Internationale Verbindungen der Lehrerschaft. o 16.30: Dr. Weinert: Die Menschen der Neandertaler und Homo sapiens. o 17: Leipzig: Bunte WalMitw.: Lotte Meusel(Gesang), H. Bassermann(Violine), Dr. Nestnann(Klavier## 18: Dr. Feilchenfeld: Amerika und das Autoo 18.30: Englisch für Fortgeschrittene e#s: Aus Selbstzeugnissen großer Dichter.# 19.20: Wissenschaftlicher Vortrag für Aerzte. 19.50: Inhalt und Personen der nachfolgenden Over. o 20: Städt. Oper, Charlottenburg: „Sly“ oder die Legende vom wieder erweckten Schläfer. Over in drei Akten und vier Bildern. Musik von Ermanno Wolf=Ferrari. 1. Akt(1. Bild): In der Tavierne. Pers.: Sly: J. Burgwinkel; der Graf von Westmoreland: E. Hever; Emil Nitsch: fünf Freunde des Grafen: m Blackfrias=Theater; Snare, Gehilfe der Landrichter: Rosalina: ein Soldal: ein Hausdiener. Pagen, Studenten, ZechLaverne. Diener des Grasen.— 2. Akt: Die Komödie vom wiedererweckten Schläfer. 2. Bild: Schlafzimmer. 3. Bild: Empfangssaal im Schlosse des Grasen. Pers.: Slo: der Graf als Narr; die Edelleute verkleidet als: Mohr. Chinese, Diener, Musiker, alter Diener: Arzt: ein Zeremonienmeister: Dolly; drei Damen: ein Page: ein Diener: fünf Dienerinnen. Freunde und Freundinnen des Grafen, Diener, Edelleute, Pagen.— 3. Akt: 4. Bild: Sly's Erwachen. Pers.: Sly: Dolly: drei Diener. Dollo: Masalda Salvatin ein französischer Edelmann: John Plake. Schauspieler des Sheriffs: die Wirtin: ein Fuhrmann: ein Koch; brüder: Gäste der Taverne Aug. 12: Dr. Schwabe, Hilde" 1 Presseumschau des drabtlosen Dunstes. Deutsche Weile. Sonnabend, 17. gard Schwabe, Dr. Fischer: Künstler. Dardietungen für die Schule. Musik und#e 14.30: Rinderdastelstunde. Die Laterne. bulrat Hilker: Der Ge der Dichter die moderne Frau? o 16: Dr gemeinsame Erziehung der Geschlechter. Erfahrungen im In= und Auslande.## 1 m 17: Hamburg e 18: Hygiene auch im Fabrikbetriebe. Ein Gesprach Zigaretten-Arbeiterinnen und Betriebsrat. * o 19.20: Frani Warschauer: Die rechnische Utopie.# Sonderveranstaltung Einsame Nacht Sinion. Dichtung für Orch. mit Tenor=Solo von Hubert Patakr Dirig.: Der Komponist. Solist: * ** haben wir In unserem Hause schon verkauft. Viele tausende treue Kunden haben die Vortelle erkannt und bevorzugen uns deshalb beim Einkauf. Prüten Sie die Angebote, es sind unsere vorzüglichen Qualltäten, die wir außerordentlich billig anbleten. Mimmmmmmmcnnmammmmummaamimmmhinmammmna Damen-Strümpfe leinstes Gewebe, 2. Wahl Paar Damen-Strümpfe klares, leines Gewebe, In hellen Farben. Paar Damen-Strümpfe mit Plor plattiert, der gute Strapazierstrumpf Paar Damen-Strümpfe geschmeidig, in schönen Farben Paar Damen-Strümpfe mit Plor plattiert, trotz Soidität elegam. Paar 0.95 1.58 1.95 2.25 2.75 Damen-Strümpfe eleg. Ware, mit Maschenlang. in allen mod Fabtönen, Paar Damen-Strümpfe der gute Wuschzeidenstrunpf. in groß. 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