Druck u. Verlag: Ksthersch Röttsches. Herne. Bedelstr. 8. neben der Hauptpost Erscheint täglich n! Ausnahme der Sonn= und Feiertage. Bezugspreis wöchentlich 60 Pfa. frei ins Haus gebracht. Postscheckkonto: Dortmund 1907 Verantwortlich für den redaktionellen Teil: Dr. Leo Reiners. für den Anzeigen- und Reklameteil: Carl Bartels, beibe in Herne. Kreisanzeiger für den Stadtkreis Herne Sodinger Anzeiger„ Gerther Anzeiger Amtlich beglaubigte Abonnentenz ahl Jeder Abonnent nebst Ebefrau ist gemäß den Bedingungen mit Mark 250.— versichert, wenn durch einen Ansall der Jod oder Ganzinvalldität einteitt. Anzeigenpreise: 1 mm Raumhöbe lokal 7 Pfg., auswärts 8 Pfa., Arbeits und Wohnungsmarkt 5 Pfg. 1 mm Raumhöhe, im Reklameteil 30 Pfa. Der aus die Inserate eingeräumte Nachlaß oder Kassaskonto wird bei Konkursen und gerichtlicher Klage binfällig. 7 Fernsprech=Anschluß Sammel=Nummer 525417 Telegramm Adresse: Anzeiger Herne Nr. 182(Erstes Blatt) Dienstag, den 6. August 1929 25. Jahrgang Heute Eröffnung der Haager Konferenz Gestern abend erste Vorbe sprechung der„großen Sechs“ Die Ankunft der Delegierten # Haag, 5. Aug. 1929. mößig weitaus die geringste, und weist außer den Führern Snowden und Henderson lediglich einige böhere Beamte auf. verpflichtet, von der Reichsregierung zu verlangen, bei den politischen Verhandlungen im Haag darauf zu bestehen, daß die sofortige Räumung des besetzten Gebietes und die Wiedervereinigung des Saargebietes mit seinem Mutterlande zur Vorbedingung der Aunahme des Young= vlanes gemacht wird, der für die deutsche Wirtschaft eine kaum tragbare Belastung bringen wird. Mahnungen an die englische Abordnung Der„Observer" für Rheinlandräumung und Ablehnung der Kontrolle. London, 5. Aug. Der„Observer“ gibt der britischen Abordnung für die Haager Konferenz einige Ermahnungen mit auf den Weg, die an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig lassen. Die Rheinlandräumung bezeichnet das Blatt als außer Zweifel stehend, Die deutsche Abordnung Die deutsche Abordnung für die Haager Konferenz ist am Montagvormittag um 11.30 Uhr im Extrazug im Haag eingetroffen. Auf dem Bahnhof datte sich der holländische Außenminister Bocland eingefunden, der jett sämtliche Regierungsdelegationen der Reibe nach auf dem Bahnhof im Namen der holländischen Regierung zu empfangen hat. Vor dem Bahnhof hatte sich neben zahlreichen Journalisten und Photographen eine große Menschenmenge angesammelt, die den deutschen Reichsaußenminister, als er zusammen mit dem deutschen Gesandten im Auto Platz nahm, lebhaft begrützte, wofür Dr. Stresemann fteundlich dankte An der Soitze der deutschen Abordnung befanden sich die vier Reichsminister Dr. Streiemann, Curtius, Hilferding und Dr. Wirth. Ferner sab man die Staatssekretäre Pünder und von Schubert, die Ministerialdirektoren Ritter und Gaus vom Auswärtigen Amt, sowie eine groze Anzahl hoherer Beamter und technischen Personals der vier beteiligten Ministerien. Der deutsche Gesandte im Haag, Dr. Zech. war der deutschen Abordnung bis Utrecht im Automobil entgegengefahren. Die deutsche Deleaation begab sich sofort in das unmittelbar am Meer gelegene Hoten— runie“ in Scheveningen, das ihren Hauptsin bildet. Im Lause des Vormittags trafen weiter die belgische Abordnung mit dem Ministerpräsidenten Jasver und Außenminister Homans, ferner die italienische Abordnung mit dem Finanzminister Moszoni und dem Staatssekretär des Auswärtigen. Grandi, im Haag ein Die englische Abordnung mit dem Außenminister Henderson und dem Finanzminister anowden ist bereits am Sonntagaveno im Haag angelangt. ebenso die Javaner, an deren Spine das japanische Ratsmitglied, der Pariser Botschafter Graf Adatschi, sich: Die französische Abordnung. 1##eis, 5. Aug. Die französische Abordnung ist abgereist. Sie hat Paris um 11 Uhr vormittags vom Nordbahnhof, in einem Pullmannzua verlassen Kurz vor der Abfahrt hatten sich mehrere Vertr er des Diolomatischen Korps und die Mitglieder des Kabinetts versammelt. Briand sah vortrefflich aus und war voller Humor. Publikum hatte sich kaum eingesunden bis auf einige 40 Agenten der Geheimpolizei. die ein lautes„Vive Briand“ bei der Abfahrt ansimmten * Vorbesprechungen * Haag, 5. Aug. 1929 Die erste inoffizielle Besprechung der sechs an der Haager Konferenz beteiligten Mächte. Deutschland, Enaland. Frankreich. Belgien Italien und Javan. ist auf Montaa abend 7.30 Uhr. kurz nach dem Eintreffen der französischen Abordnung, festgesetzt worden. Am ersten Nachmittag fand eine Zusammenkunft de- Generalsckretäre der sechs Abordnungen statt. in der die Fragen des Arbeitsorogramms, des Vorsitzes und des werteren Arbeitsmodus festaelegt worden sind Die Konferenz wird am Dienstaavormittag um 11 Uhr in einer öffentlichen Sitzung offiziell eröffnet werden, zu der die Presse zugelassen ist. Es wird nicht damit gerechnet, daß weitere öftentliche Sitzungen in der nächsten Zeit stattfinden werden In der Abendbesprechung wird zunächst die Frage der Konferenzleitung und der Taaesordnung geklärt werden. Den Ausgangspunkt bilde: hierbei die Genfer Entschlienung vom 16. September 1928, so daß die drei damals festgelegten Verhandlungspunkte: Rheinlandräumuna. Revarationsregelung, Vergleichskommission Die erste Fühlungnahme Haag, 5. August 1929. In der Besprechung der Generalsekretäre der sechs an der Konferenz beteiligten Abordnungen ist am Montagnachmittag zunächst das Arbeitsvrogramm für Dienstag festgesetzt worden. Von deutscher Seite nahm an diesen Besprechungen der Generalsekretär der deutschen Abordnung Legationsrat Boltze teil. Es wurde beschlossen. daß am Dienstag um 11 Uhr vormittags die Eröffnungssitzung öffentlich stattfinden solle und dazu das divlomatische Korns und die internationale Presse eingeladen werden soll. Die öffentliche Sitzung soll nur etwa 20 Minuten dauern. Der niederländische Außenminister Beelaerts van Blookland wird in einer kurzen Ansprache im Namen der niederländischen Regierung die Vertreter begrüßen. worauf voraussichtlich Briand im Namen der Konserenz der holländischen Regierung den Dank für die gastliche Aufnahme aussprechen wird. Damit soll die öffentliche Sitzung für geschlossen erklärt werden. In einer unmittelbar anschließenden geheimen Sitzung wird der Präsident der Konferenz. vermutlich Briand. gewählt. dann die Tagesordnung festgelegt und die allgemeine Einteilung der Konferenz arbeit vorgenommen und Ausschüsse gebildet werden. Zum Generalsekretär der gesamten Konferenz ist im Hinblick auf die französische Präsidentschaft ein Engländer in Aussicht genommen, und zwar der Privatsekretär des englischen Ministervräsidenten Macdonald. Sir Maurice Hancky. Eine weitere öffentliche Sitzung wird vermutlich vorerst nicht mehr stattfinden. * Die erste Besprechung Die amtliche Verlautbarung Haag. 5. Aug. Die Besprechungen der sechs Abord= nungsführer dauerte am Montag von 7.30 bis 9.30 Uhr. Nach Schluß der Besprechung gab der französische Wirtschaftsminister Loucheur der internationalen Presse folgende amtliche Verlautbarung über die Besprechung bekannt: „Die Abordnungsführer der sechs zur Konserenz einladenden Mochte sind heute abend in dem Salon der französischen Abordung zusammengetreten, um die Bedingungen zu prüsen, unter denen die Arbeit der Konferenz verlausen wird. Es ist beschlossen worden, daß die Eräffnungssitzung am Dienstaavormittag um 11 Uhr stattfinden und daß sie öffentlich und allgemein sein wird. Briand ilt von seinen Kollegen ersucht worden, dem holländischen Außenminister auf seine Begrüßungsansprache zu antworten. Die erste tatsächliche Sitzung der Konserenz findet dann am Dienstagnachmittag 4 Uhr statt. Sie wiro geneim sein.“ * Die ersten Schwierigkeiten Haag, 5. Aug. Die erste inoffizielle Vorbesprechung der Abordnungsführer der an der Konferenz beteiligten Hauptmächte begann am Montagabend um 7.30 Uhr in dem Hotel des Indes. dem Sitz der fransolischen Delegation. Wie verlautet, sind gleich zu Beginn der Verbandlungen hinsichtlich der Leitung des politischen und des wirtschaftlichen Teiles der Konferen: einige Schwierigkeiten ausgetreten. Man nennt den italienischen Finanzminister Mosconi als den Leiter des mirtschaftlichen Teiles und den Botschefter Adatschi als Leiter des politischen Teiles der Konferenz. Auf französischer Seite scheint der Wunsch zu bestehen. den englischen Finanzminister Snowden, nicht zum Präsidenten des wirtschaftlichen Teiles wählen zu lassen, wie das auf Seiten der übrigen Abordnungen ursprünglich der Wunsch war. Die Leitung der gesamten Konferen; zunachst die Tagesordnung bilden werden Es ist jedoch anzunehmen, daß sofort die Frage der Ausdehnung des Arbeitsprogramms auftauchen wird. Die einzelnen Abordnungen werden vermutlich bei dieser Gelegenheit ihre Wünsche für das Arbeitsprogramm anmelden. so daß sich schon in den Verhandlungen über die Feit setzung der Tagesordnung die grundsätzlichen Einstellungen und Wünsche der einzelnen Abordnungen widerwiegeln werden. Auf deutscher Seite scheint man sich bei den ersten Verhandlungen eine gewisse Zuruckhaltung auferlegen zu wollen um abzwarten. welche Wünsche und Feroerungen von den einzelnen Abordnungen angemeldet werden. Erst bei der Aufnahme der Beratungen der offizrell zur Verhandlungen arstellten Fragen wird die deutsche Abordnung voraussichelich ihren Seantrunkt darlegen Die deutsche Auffassung über die Rheinlandräumung Reht bekanntlich seit langem fest. Zu der Reparazanaregelung bildet der Kabinettsbeschluß den Ausgangspunkt, nach dem der Dounaplan alo Verhandlungsarundlage angesehen wird. Von dieser Basis scheint man zunächst ausgeben zu wollen; jedoch wird erwartet. diß die enalische Abordnung aleich zu Beginn der Verbandlungen ihre Wünsche auf einen anderen VerteilungsschlusseI der Revarationszahlungen und eine Abanderung der Bestimmungen des Voung= planes über die Sachlieferungen ankündigen wird Ob und in welcher Weise die übrigen zur Konferenz eingeladenen Rächte(Polen die kleine Entente. Portugal und Griechenland) zur Konferenz zugelassen werden. steht noch nicht fest. Man rechne; aber mit einer Teilnahme von Venizelos und Benesch In den Nachmittagestunden des Montag bat eine erst rein inosfizielle Fühlungnahme zwischen der deutschen und englischen Abordnung stattgesunden. Die anglische Abordnung ist von allen Abordnungen zahl wird voraussichtlich Briand übernehmen jedoch dürkte das von geringerer Bedeutung sein, da die Voll. konferenz als solche nur selten zusammentreten und die volitische entscheidende Arheit in den verschiedenen Ausschüsser geleistet werden wird. Jedoch besteht bereits am ersten Tage in allen Abordnungskreisen offensichtlich das Bestreben. diese Konferenz auch wenn sie lange dauern sollte, unter allen Umständen zu einem positiven Abschluß zu bringen. Die lange Dauer der heutigen Besprechung wird allgemein dahin ausgelegt, daß bereits in der ersten Zusammenkunft die arundsatzliche Einstellung der einselnen Abordnungen deutlich zutage getreten in Eine rein technische mmieriakeit brachte der Umstand, daß die Erklärungen der einzelnen Abordnungs= leiter in vier Sprachen: deutsch, frantösisch, englisch und italienisch überietzt werden mußten Die internationale Presse ist bereits in außerordentlich großer Zahl vertreten, in erster Linie die amerikanische und englische * In letzter Ein Notruf der besetzten Gebiete Koblenz. 5. Aug. Der Wirtschaftsausschuß für die besetzten Gebiete satzte in seiner Sitzung am Montag folgende Entschliekung. die der deutschen Abordnung im paag telegraphisch übermittelt wurde „Der Wirtschaftsanoschuß als die Gesamtvertretung von Industrie, Handel, Gewerde und Landwirtschaft des be seczten Rheinlandee hält sich angrsichte de: v### Tag zu Taa verichlechternden wirtschaftlichen Laae für Die Rheinlandräumung darf nicht von irgendwelchen wirtschaftlichen oder volitischen Zugeständnissen abhängig gemacht werden. Insbesondere muß die Einsetzung einer Feststellungs= und Vergleichskommission aogeleynt werden, weil sie der Ausdruck eines die endliche Befriedung gejährdenden Mißtrauens ist. Das Saarland bildet mit dem deutschen Mutterlande eine untrennbare wirtschaftliche Einheit. Die unnaturliche Grenzziehung schädigt insbesondere die Grenzgebiete auf das schwerste. Die Wiedervereinigung des Saargebietes mit Deutschland ist umso notwendiger, als Deutschland die ihm auferlegten ungeheuren Lasten des Youngplanes nur dann wird tragen können, wenn seine gesamten wirtschaftlichen Kräfte, zu denen die starke Wirtschaft des Saarlandes von jeher gehört hat, wieder einheitlich zusammengesaßt werden und sich in Freiheit entfalten kann.“ aber etwas mehr Gewißheit darüber, daß die Besatzungsarmeen bereits am 31. August den Rückzug antreten würden, ware erwünscht. Wie aber. so fragt das Blatt, liegen die Dinge mit der Feststellungskommission deren Existenz eine lebendige Lüge und eine untragbare Frivolität und nicht etwa ein Mittel der Wahrheitsfeststellung oder des Ausgleiches wäre. Den Außenminster Henderson werde man beurteilen nach seiner Festigkeit in der Frage der Rheinlandräumung. Der Skandal der Besetzung deutschen Bodens gehe ebenso tief wie irgend eine andere europäische Gefahr, und so lange das deutsche Gebiet nicht befreit sei, sei der Krieg noch nicht vorüber. Kompromisse könnten hier nicht geduldet werden. In finanziellen Fragen stellt sich der„Observer" vorbehaltlos hinter Snowden. Großbritannien habe als Pfand gern und bereitwillig einen großen Preis für Frieden und Ausgleich gezahlt. Wenn aber der Preis so hoch sei, daß er das damit erstrebte Ziel hinfällig zu machen drohe, dann müßte ein lautes Halt geboten werden. Dieses Halt werde im Haag ausgesprochen werden. Eine Fahrt mit allen Wettern Der dritte Westflug eines Jeppelin Von Fliegern eingeholt der Halle von Takehurst Lakehurst, 5. Aug.(Telegr.) Obwohl diesmal die Landung des„Graf Zeppelin“ nicht wie im Oktober im letzten Schimmer des Tageslichts, sondern bei völliger Dunkelheit erfolgte, ging sie trotzdem erstaunlich glatt und rasch vonstatten. Während riesige Scheinwerfer die Landungsfläche bestrahlten, erschien das Luftschiff plötzlich aus der Richtung Neuyork, flog quer über die Halle und verschwand dann nach einer großen Schleife im Dunkel der Nacht. Nach etwa einer Viertelstunde kehrte das Schiff zurück und warf sofort das erste Haltetau ab, das von der Landungsmannschaft erfaßt wurde. Der Zevvelin wurde an den kleinen Ankermast gezogen und festgemacht. Zur Begrüßung waren anwesend Konsul Heuser für die deutsche Botschaft und für das Neuyorker Generalkonsulat, der Kommandant des Flugplatzes Lakehurst, der Kommandant der Marinestation Philadelphia, serner mehrere Fliegerinnen, u. a. Thea Rasche. Nach einer Meldung der„Neuyork World“ aus Wasbington werden die für das Luftschiff benötigte Landungsmannschaft und das Material von den Vereinigten Staaten nicht kostenlos zur Verfügung gestellt, sondern von der Zeppelingesellschaft bezahlt. Die Einwanderungsformalitäten waren sehr schnell erledigt. Der Polarforscher Wilkins verließ als Erster das Schiff und erklärte, daß die Reise glänzend gewesen sei. Dr. Eckener wurde beim Verlassen des Schiffes aufgefordert, einige Worte zu sorechen. Man erklärte ihm, daß das im Weltinteresse liege. Eckener antwortete lächelnd, daß er das nicht wünsche. Er versprach aber der Presse eine Unterredung. Ein mit Radiovhon und Rundsunksender ausgestatte tes Flugzeug war dem„Graf Zeppelin“ einige Reilen bis über den Ozean entgegengeflogen und begleitete das Luftschiff zurück nach Lakehurst, dabei Beschreibungen des Luftschiffes über das große Netz der Funkstationen ganz Amerikas durch Rundfunk verbreitend. In dem Flugzeuge befanden sich auch Berichterstatter der Associated Preß und verschiedener Zeitungen, die eine Schilderung des in der Abendsonne glänzenden Luftschiffes ihren Redaktionen radiotelephonisch übermittelten. Gegen 6 Uhr morgens wurde das Luftschiff in die Halle gezogen. Die Freudenkundgebung der Neuvorker Bevölkerung bei der Ankunft des„Graf Zeppelin“ stand keineswegs hinter der des letzten Jahres zurück. Als das Luftschiff den Hafer überflog, wurde es von einem wilden Chorus von Schiffssirenen begrüßt, worauf Lichtsignale aus der hinteren Gondel den Dank zurückblinkten. Die Offiziere und Mannschaften der im Hafen liegenden deutschen Schiffe waren begeistert, die Schiffe prangten in vollem Flaggenschmuck. Auf dem Times Square drehten zahlreiche Filmpbotographen ihre Kurbeln, um den majestätischen Anblick festzuhalten. Im Battery=Park jubelten Tausende dem langerwarteten Luftschiff zu. Ein Flug zeug das sich im Vergleich zu dem Luftschiff wie eine Mücke ausnahm, flog dem„Graf Zevpelin" als Fahrer voran. Hinterber flog eines Ekorte aus mehreren Flugzeugen. Die ganze Luftvarade wurde von verschiedenen Stellen aus durch Scheinwerfer magisch beleuchtet. Fahrtbericht Dr. Eckeners Morgen fliegt„Graf Jeppelin“. zurück * Neunork, 5. Aug.(Telear.) Pressevertretern gab Dr. Eckener folgende Erklärung ab:„Die Reise wahr sehr interessant. Wir hatten alle Arten von Wetter und Stürme, als wir abflogen, und zwar zunächst so heftig, daß wir sogar schon zogerten, den Flug fortzusetzen. Wir entschlossen uns aber doch weiterzufliegen und wählten den Weg über Gibraltar. Dann hatten wir längere Zeit gutes Wetter, aber die letzten 40 Stunden waren wieder abscheulich. Ueber dem Golfstrom hatten wir starken Regen. Der Flug von Friedrichshafen bis zur ersten Ankunft in Lakeburst(Donnerstaa früh 3,30 Uhr bis Montag früh 12.30 Uhr) hat 93 Stunden gedauert. Zu rückgelegt haben wir eine Strecke von 5003 Seemeilen (9255 Kilometer). Der Flug von Gibtaltar bis zum amerikanischen Festland dauerte 67 Stunden und 30 Minuten. Auf dieser Strecke, also über dem Ozean. hatten wir eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 55 Kno ten(101.86 Kilometer) in der Stunde. Die Reise zeigt endgültig, daß das Zepvelinluftschiff alle Arten von Wetter überstehen kann. Wir hatten an Bord genügend Unterhaltung, wir machten Musik, wir tanzten und hatten auch genügend Wein zu trinken. Drei Passagieren sagte die Reise so zu, daß sie mich baten, die Reise wieder mitmachen zu dürfen. Zu meinem Bedauern mußte ich das ablehnen, da für die Rückreise die Plätze bereits vergeben sind. Ich bin von dem Ergebnis dieses Fluges so befriedigt, daß, wenn alles bereit wäre, sofort die Weltreise angetreten werden könnte. Am nächsten Mittwochabend werden wir wieder nach Friedrichshafen zurückfliegen.“ Die Passagiere erzählen Lateburst, 5. Aug.(Telegr.) Sämtliche Zeppelinpassagiere außerten ihre größte Befriedigung über den Atlantikflug, der voll herrlicher, unvergeßlicher Eindrücke gewesen sei und weder Unbequemlichkeiten noch Befürchtungen verursacht habe. Von vielen Passagieren wurde hervorgehoben, daß der Atlantikflug ein reiner Genuß gewesen sei und daß man nicht unter Seekrankheit zu leiden gehabt habe. Das Luftschiff sei ruhig dahingeglitten, während unten die Schiffe auf den Wellen tanzten. Herr und Frau Burowitsch, die ihre erste Zeppelinfahrt machten, sprachen begeistert von der genußreichen Fahrt. Herr Hubert Wilkins äußerte sich im gleichen Sinne. Oberst Nelson Morris bemerkte, er habe niemals auf einem Dampfer eine so glatte Seereise erlebt wie im Zeppelinluftschiff. Frau Crouse erklärte, sie ziehe eine Fahrt mit dem Zeppelinluftschiff bei weitem einem Flug mit einem Flugzeug vor. Dr. Walter Srief vom Reichsverkehrsministerium meinte, bis Gibraltar sei die Fahrt durch das Wetter etwas beeinträchtigt worden, später jedoch sei sie ein außerordentlicher Genuß gewesen. Die gute Organisation der Wetterinformationen habe zu dem glänzenden Erfolg der Atlantikfahrt beigetragen. Dr. Kiev von der HamburgAmerika=Linie erklärte: Unsere Ueberfahrt war äußerst erfolgreich und angenehm. Das Luftschiff zeigte sich allen Anforderungen gewachsen, so daß wir sicher sein können, daß das neu zu erbauende Luftschiff mit stärkeren Maschinen und höherer Geschwindigkeit eine weit schnellere Ueberfahrt mit großerer Regelmäßigkeit durchführen kann. Die Hamburg=Amerika=Linie. von dem Wunsch geleitet, mitzuhelfen an der Entwicklung dieser modernsten Art internationalen Verkehrs, hat ihre große Organisation dem Zevpelin=Luftschiffbau zur Verfügung gestellt. Wir sind der Ansicht, daß das neue Verkehrsmittel neuen Verkehr erzeugt, und glauben, daß jede Verkürzung der Entiernung zwischen Europa und den Vereinigten Staaten einen Schritt vorwärts zum Frieden und zur Wohlfahrt der Welt bedeutet. Anerkennung in der amerikanischen Presse Neunork, 5. Aug.(Telear.) Im Leitartikel der „Neuyork World" heißt es: Der Westflug des„Graf Zeppelin“ zeigte von neuem, daß ein Luftschiff dieses Tyos bei anständigem Wetter und mittelmäßigem Glück einen Dampfer hinsichtlich der Geschwindigteit zu übertreffen und den Passagieren ein großes Maß an Komfort und Sicherheit zu bieten vermag. Die Geschichte der Luftschiff=Ozeanflüge stehe in erfreulichem Gegensatz zur tragischen Geschichte der Flugzeug=Ozeanflüge. Dr. Eckener und seine Mannschaft seien zu dem Erfolge zu beglückwünschen. Es sei jedoch keineswegs gewiß, ob die Luftschiffe den Weg der endgültigen Lösung des Ozeanflugproblems weisen, da angesichts der Frage der Nutzlast Luftschiffe teurer zu bauen, teurer unterzubringen und zu fahren seien und der Zeitvorteil wahrscheinlich bald durch die neuen Schnelldampfer wesentlich verringert würde. „Herald Tribue“ schreibt im Leitartikel, daß der„Graf Zeppelin“ diesmal mit der gleichen gespannten Erwartung begrüßt worden sei wie im vorigen Jahre, wenn man auch nicht sagen könne, daß ein jährlicher Transozeauflug die Einrichtung eines regelmäßigen trausatlantischen Flugverkehrs bedeute, so führe doch die Wiederholung des Zevpelinfluges naher zum Ziel. Ob dar Luftschiff der regelmäßigen Ozeanverkehr zustande bringen könne oder ob man die Vervollkommnung riesiger Flugboote, wie der neueste Dornierwal, abwarten müsse. bleide noch zu entscheiden. Die Retordfahrt der„Bremen“ fordete unwillkürlich zum Vergleich beider Reiiewege berous und gebe eine Vorstellung von der Koufurrenz, wie sie sié zwischen dem Lufk= und Wasserweg in wenigen Jahren entwickeln konnte. Es lei indessen interessant festzustellen, das Graf Zeppelin".„Bremen" und„Dor nierwal" deutschen Ursorungs seien. 2000 Telephonanrufe in zwölf Stunden Neuvork, 5. Aug.(Telegr.) Die Blatter widmen der Ankunft des„Graf Zeppelin“ ein bis drei ganze Seiten mit anerkennenden Leitartikeln, Fahrtberichten und Photographien. Die Zeitungen wurden gestern den ganzen Tag mit Anfragen über die Ankunft besturmt „Times“ beantworteten allein in 12 Stunden etwa 2000 Telephonanrufe. Heute hat sich eine große Menichen: menge zur Besichtigung des deutschen Luftschittes nach Lakeburst begeben. Bobhy, Susp u. die Ranarienvögel aut angekommen m Alseld a d. keine. 5 Aug.(Telegr.) Die Groß pienhandlung### in Amerikafahrt des„Grof Zeopelin" zu einem Viehtrans vort benurt, der nach einem bei der Firma eingegangenen Kabeltelegramm über Erwarten gut gelungen ist Bobbn, der Schimpanse, und das Gorillamadchen Sutn sind ebenso wie die 600 Kanarienvogel in bester Ver kassung in Lakeburst angekommen. Lediglich drei Kana rienvogel sind eingegangen. Das Ergehnis dieses eigen artigen Transports ist als außerordentlich gut zu be zeichnen. Der blinde Passagier wird ignoriert □ Lakeburst, Aug.(Telear.) Der blinde Passagier des„Graf Zeppelin“ wurde gleich nach der Landung durch Einwanderungsbeamte einem summarischen Verhör unterzogen und dann sofort nach Gloucester(New Jersen gebracht, wo er in Haft gehalten wird, bis der nächste Dampfer nach Eurova zurückgebt. Dr. Eckener und seinOffiziere lehnten es ab. seinen Namen bekanntzugeben damit der Eindringling keine ungebührliche Publirität erhalte. Die Passagiere erklarten jedoch, es handele sich um einen Albert Buskow aus Dortmund Gluckmunsche des Reichsprasidenten. □ Berlin, Aug(Telegr.) Der Feschsrraßden: bat an Dr. Eckener folgendes Telegramm gesandt: Meinberzlichsten Gluckwunsche zum erfolgreichen zweiten Amerikaflug des Luftschiffes„Graf Jeppelin". Ich wunsche auch weiterhin guten Erfolg. Mit freundlichen Grüßen von Hindenburg, Reichsprahdent 6mal monatlich Europa—Amerika? London. Aug.(Telear.) Der Vertreter des Luitschiffbau Seppelin in den Vereinigten Staaten Meister, hat nach Meldungen aus Lakehurst mitgeteilt daß Pläne fur die Errimtung einer Luftschiffstation in Richmond(Virginia) durch den Luftschiffbau Zeppelin in Friedrichshafen ausgearbeitet werden. Die Station soll den Endrunkt eines regelmaßigen Transatlantikfluges bilden, für den vier lenkbare Luftschiffe, doovelt so gros wie der„Graf Zepvelin“ und einer mit um ein Drittel höheren Geschwindigkeit sowie dreifachen Tragjabigkeit für die bezahlte Last gebaut werden sollen. Meister fügte hinzu, er hoffe, daß im Fruhjahr 1931 ein 70=Stunden=Transatlantifflug ausgenommen werden konne. Der Dienst soll zunachn#mal monatlich betrieben werden der Gedanke Trost, daß die„Los Angeles“ nun in fremdem Land, in ehemaligem Feindesland, Sombol des neuen Deutschland sein wurde. Wenige Jahre später, im Oktober 1928, flog chon zum zweiten Male ein Zeopelin nach druben, L. Z. 127.„Graf Zeopelin". Diesmal nicht ein Revarationsschiff, sondern deutsches Eigentum. Graf Zepoelin", flog hinuber und herüber. Er verband mit dem Zweck, deutscher Weltgeltung zu neuem Ruhme zu verhellen, die Aufgabe, einen Ozeanflugverkehr vorzu bereiten. Zum dritren Male ist in diesen Tagen ein eppelin hinubergeflogen, mit dem gleichen Eriola. Der dritte Ozeanflug hat bewiesen, daß der Zeopelin das ichnellste und sicherste Verkehrsmittel zwischen Europa und Amerika ist. 11 4. 126 flog im Oktober 1924 81 Stunden. 1. 7 127 im Ottoder 1928 111 Stunden und im August 1920 95 Stunden. Die„Bremen" gebrauchte 114 Stunden!. Das Vertrauen und das Ansehen, das sih das Luftschitt in der Welt erodert bei, sollt auf Deutsch and zurnck: Wir gelten wieder etwas Nicht mit Unrecht stellte eine amerikanische Zeitung eine Gedankenverbindung Bremen—Jeopelin—Dornierwal der. Zuiallia beschaitigen diese drei Verkehrsmittel gleichzeitig die werieste Oeffentlichkeit. Die„Bremen hat das Blaue Band des Ozeans gemonnen. Es gib: lein Schilt in der Welt, das schneller und das moderner ware. In Altenrhein am Bodensee macht seit einiger a!.Do A, das Rieienilusboot der Dornierwerke, seine ersten Probefluge. Das Fluaboot ist das großte der Welt. Es hat. noch ehe es eine großere Leistung vollbracht dat, so imponiert, das Italien zwei Boote dieses ns in Altenrbein in Auftrag gegeben hat..De X stellt die großte Vervollkommnung der Flugtechnik der Auch Do X“ wird sich um die Ehre bewerden, schnellster Ueberquerer des Arlantik zu sein So stehen drei Verkehrsmittel im Wettbewerb Schiff. Luftschiff und Flugzeug. Die Spitzenleistung in jeder Gattung bat Deutschland vollbracht. Diese dreisache Führerschaft ruckt Deutschland wieder in die erste Reibe der Industriestaaten. Der Jubel, mit dem die„Bremen"“ und„Graf Zevoelin“, in Neuvork emofangen wurde, drück nicht nur ehrliche Freude über unser sportliche# und wirtschaftliches Konnen aus sondern besagt auch — daß die kürteste Verbindung von Land zu Land eine sichere Brucke von Volk zu Volk gebaut hat. Der Europa=Runöflug Ein deutscher Klieger tödlich verunglückt ### Pario, 5. Aug.(Telear.) Bei den Flugprufungen in Orlo ist der deutsche Flugzeugbauer Hofrmann todlich abgesturzt. Das Flugzeug„Arado L. 1“ hatte bereits eine Rotlendung vornehmen müssen. Da Dr. Eggersh, der eigentliche Flugzeugfuhner, zuruckgeblieben war. wurde dos Flugzeug von dem Flugzeugdauer Hoffmann geführt, der über dem Flugplatz von Orly pfegrammwidrig eine Tode=schleiie vornahm. bei der eine der Tragflachen brach. Das Flugzeug sackte wie ein Pteil ab. Bei dem Anprall auf dem Erdb=den wurde dem Flieger Hoftmann ein Seuck Holz durch den Konf arhohrt Die technische Prusung fur den Eurova=Rundslug Der deuische Ilieger Petersen, der am Samstag wenige Minuten nach 12 Uhr zur Konitolle in Orlo eingetrossen war, mußte vom Wettbewerb ausgeschlossen werden, da die Zulassungskontroll= runktlich um 12 Uhr abgeschlossen wurde. Am Sonntag fand die technische Prujung der Flugzeuge statt. Die Prufung erstreckte sich auf die allgemeine Beschaffenheit der Maschinen, Einrichtungen. Instrumente Brandschutz. Fallschirm usw Funf Punkte werden gut geschrieden, wenn die Maschine in dochstens 15 Minuten zum Straßentransvort fertiggemacht werden kann. Alle Maschinen mussen hierbei durch ein 3 Meter breites und 3“, Meter hobes Tor sahren. Die best: Zeit bei der heutigen technischen Prusung erzielte die englische Maschine„Moth', die in 22 bzw. 21 Sekunden abmontiert, durch das Tor gefahren und wieder flugfertig gemacht werden konnte. Die Junkersmaschine hatte auf eine Beteiligung an dieser Konkurrenz verzichtet, weil sie als Metallmaschine im Freien stehen gelassen werden könne Jugendfürsorge zu. Es res I# feneralpräse Albrod über die Jugendarbei Er fuhrte u. a. aus Die Frage unserer Juger Mittelpunkt, da die Heranbil Haltung und Gestaltung für# sandes von weittragender Athmospbare. in der uns nach der reltgiosen Seit ja sogar auzuoft irreligio drangen des Christentums und uhrtalsses nehmen ∆ laprines bewußten Großzziebens atheistischer Leben=### besonders im rn(Jugend. ihre * Kaufmannsvon n ist. Die koobisiufwächst, ist hatte erkalter. Dritten Ein starken tes ZurückZeik: Der KKD über Sozialpolitik und Jugensfrage „Bremen“—„Graf Jeppelin“. „De X“ E: Deutschland ist der Staat der Welt, der am nesten in Schulden steckt. Deutschland in der Staat. der den großten Krieg verlor. dessen Finanzen und dessen Wirtschaft ruiniert waren. Wir besaben Haß statt Achtung und Mißtrauen statt Vertrauen. Kurz gesagt: Als der Arteg aus war, galten wir nichts mehr in der Welt Unier Heer und unsere Wasserflotte wurden beschrankt, eine militärische Lustilotte wurde uns ganz verboten. Wir zahlen militarisch nicht mit. Was solls Wir haben es verstanden, die Welt aus uns aufmerken zu lassen ohne Sabelklirren und ohne einen Kanonenchuß. Es blieb uns nichts zu eigen als unser guter deutscher Geist, der Gein des„deutschen Denkers". Kriegfuhren konnen wir nicht mehr und Kriegjudren wollen wir nicht mehr. Nützlicher und verdienstvoller erscheint uns Nachkriegsdeutschen Wirtschafts= und Industriekultur in friedlicher Arbeit und zum Wohle des Friedens Wir haben im stillen geschafft und nach zaher Arbeit Erfolg gehabt. Im Jahre 1924 ist ein deutsches Luftder 126. deutsche Zeopelin, von Eurova nach Amerika, von Friedrichshafen nach Neuyork geslogen und bat die Welt gezwungen, anzuerkennen, daß deutsche Technik noch gilt, vielmehr daß sie wieder gilt. und daß Deutschland noch lebt oder besser, daß es wieder auflebt Es war das erste Mal daß der Atlantik ohne Zwischenlandung in der Luft überquert wurde.„L Z 126“ (Z. R. III). von den Amerikanern auf den friedlichen „— gruben er 10: Kriegschuldengeld. Das war schmerzlich, doch blieb uns 49. Verbandstaa des KKD. = Magdeburg. 3. August 1920 sweiter Taa Ein feierliches Requiem für die verstorbenen Ver ba dsmitglieder leitete der zweiten Tag der Verhandlungen ein. Dann wurden die Beratungen fortgesent Eidmann Berlin) gab einen Ueberblick über die Zinanzierung der Kaufmanns=Gedachtniskirche in Leipzig=Connewin. In der Form von Stiitungen sind rund 50 000 Mk. auf gekommen. Dadurch in auch die Ausstattung der Rirchzum stoßten Teil gesichert. Der Verband dofft der Ge meinde bei der Einweibung des Gotteshauses am Sonntag im Januar 1990 die Kirche schulden: frei ubergeben zu konnen Der Geschäftsfuhrer des Verbandes. Peter Horn Berlin) reierierte über Die Zutunitsgestaltung der deutichen Sozialrol###. Seine Grundgedanken waren folgende Die Sozialabgaben sind nicht die starkste Belastung Pirtsch= der Wirtschaft. Man darf auch die volkswirtschaftliche Werte nicht vergessen, die durch die Sozialvolitik geschaffen werden. Gewiß wohnen der Gesergebung mannigfache Mängel inne. die rücksichtslos beseitigt werden müßten (ritik aber schießt gewaltig übers Ziel, die da generell bebauptet, uniere Sozialversicherung tote den Willen zur Arbeit. zerstöre den Sparsinn und erziebe das Volk zur Zaulbeit. Redner sent sich im einzelnen mit diesen Vorwursen auseinander Die Forderung. die Sozialversicherung durch einen olle Berufsstände umfassenden gesenzlichen Spartwang zu ersetzen, lebnen wir ab. Wir sind alte Anbänger einer berufsständisch gegliederten Soz=alvolilik. senen uns deshalb Verschmelzungsbestrebungen bestebender Sotialversicherunger eneschieden zur Wehr. Nur billigste Verwaltung, lukrativste Verwendung der A## trage und ein vernünftiges Finanzgebahren werden das Vertrauen in die Sozialversicherung zu beben imstande sein. Der Gedanke der Selbstverwaltung in mehr und mehr zu verwirklichen. Die Eigenverantwortung der Versicherten muß starker als bisher in der Gesetzgebung verankert werden. Eine Erhohung in zur Zeit undiskutadel— Die Forderung anf Beieitigung der Ersatz „ nungs= und Betriebskrankenkaslen zwing: zum scharfsten Prorest. Bezuglich der Reformen in der Krankenversicherung bekennt sich Redner im wesentlichen zu den Forderungen des Verbandes kauim Veruiskrankenkassen(Ersankassen in Hamburg. In der Angestellte-vers=cherurg bleibt die unbedingte Sicherheit dieser Einrichtung oberstes Bestreben des Ver bandes. Dieser Notwendigkeit haben sich auch Verbesserungswünsche untermardne Die wirtschaftliche Bestatigung der Trager der Sozialverscherung z im Interesse des taufm. und gewerdlichen Mittelstandes zu verbieter Beim Karitel staatl. Lohnvolitir und Schlich: tungswesen wird gesagt, daß die Wirtschaft jeut moglichst langirinige Tariivertrage gebrauche. Die freie Vereinbarung ist dem Zwangstarif vorzuziehen nd in verstärktem Mate anzustreben. Außerordentlich viel hängt von der staatspolitischen Einsicht der Schlichtungsbehörden der Arbeitgeber und der Gewerkschaften ab. Trotzdem drangt die Schlichtungsverordnung zur Reform. Die Verwirklichung der Vorschlage des Verbandes: Wiederherstellung der Möglichkeit des Einmannschiedespruches. Schlichterkammern zum Zwecke der Verbindlichkeitserklärung erc werden als für eine Gesundung unerlaßlich bezeichnet Redner legte dann noch seine bew des Verbandes Auffassung dar zu den Fragen: Mitbeitimmungsrecht. Betriebsrategesetz. Handelskammern, Arbeitsschun= und Arbeitsgerichtsgesetz. Bei leuterem musse das Alleinvertretungsrecht der Gewerkschaften vor den Arbeitsger### beseitigt werden.“ Nach kurzer Aussprache wurde folgende Entschließung zur Reform der Reichsverscherungs: ordnung angenommen: „Im Hinblick auf die zu erwartende Novelle zur KVO. erhebt der 1 Verbandstag des Verbandes KKN schärfsten Protest gegen die Entschlietzung des lozialdemokratischen Parteitages von Magdeburg, sowie gegen die Richtlinien des Hauptverbandes deutscher Krankenkassen. worin die Beseitigung der Betriebs=, Innungs- und Erarkrankenkassen gefordert wird. Viele der heute krinilerten Mängel der Sozialversicherung finden gerade in den großen Ortskrankenkassen stärksten Nahrboden. Dagegen hat sich vornehmlich in den Ersatz= und Innungskrankenkassen der besondere Wert einer berufsständischen Gliederung aufs beste erwiesen. Der Verbandstag for der: alle Andanger einer herufskandischen Sozialvolitik auf. in eine entschiedene Abwehr gegen diese. in erster Linie sozialistische Bestrebungen einzutreten. Die bürgerlichen Fraktionen des Reichstags bittet der Verbandstag. Antrage auf Vereinheitlichung unter allen Umständen abzulehnen. Er wiederholt die schon leit Jahren aus gesprochene Forderung des Verbandes KRV bei der bevorstehenden Novelle den Ersatzkassen eine den gesetzlichen Zwangskaisen gleichgeordnete Stellung einzuräumen.“ In einer weiteren Entschließung sprach sich der Verbandstag datur aus. durch die Angestelltenversicherung eine Hinterbliebenenrente fur die den Haushalt führende Mutter oder Schwester einzufuhren. Weiter empfiehlt eine Entschließung. im Falle der Außerkraftsetzung der Lex Bruning die Ueberschusse aus der Lohnsteuer auch der Angestelltenversicherung zutließen zu lassen Der Verbandetag wandte sich dann der Frage der sittlichen Fragen, die geradezu grauenerregend sind Die zeligios=stliche Erziehung hatte diese Gegebenheiten zu sehen und es ist schon so. daß der junge Mensch von heute, der katholisch sein will. mn einem bewußten Cegensan zur Zeitstromuns stehen muß, dan er h auch selbst die Krafte naturlicher und übernaturlicher Art immer wieder vermitteln muß, um solchen Gegensatzen gewachsen zu sein. Zu diesen Einflussen. die auf das sittlich religiole so nachteilig wirken, kommt für unsere kaufmännische Jugend hinzu. die wirtschaftliche Lage. Zunachst einmal hat der rationalisierende Fortschritt der Technik eine Ueberschätzung des Technischen mit sich gebracht. Der Mensch von heute hat die innere Herrschaft über die Technik verloren. Das hat im Gefolge, daß sich im jungen Menschen in seiner Arbeit ein Minderwertigkeitsbewußtein Platz macht, ja sogar, daß er daruber die Freude an der Arbeit verliert weil er die Schätzung und Wertung seiner Arbeit vermißt. Dazu kommt. daß die Zukunft wirtschaftlich sehr unsicher in. Für die m####taus größte Zahl unserer Jugendlichen kommt ein Selbstandigwerden gar nicht in Frage.„ Ja sogar die meisten werden es zu einer leitenden Stellung im Wirtschaftsleben nicht bringen können. Dazu kommt die sotale Not. in der wir uns befinden All diese Eintlüsse wirken auf unsere Jugend von heute ein. Die einen die sich über die Schwierigkeiten hinwegsetzen. die Kraft nicht in sich spuren, sich ihnen entgegenzustellen und im Genuß des Lebens. im einseitigen Sport eine Auswirkung ihrer Kraft suchen. die anderen aber, die mit den Verhältnissen ringen und ne elbst in dieser schwierigen Lage nam Lebensgestaltung und Formung ringen Da sent unsere Aufgabe ein. dieser Jugend ortentterend an unserem Glauben und unseren Zielen den Weg zu weisen und ihr sorgend zur Seite zu stehen Grundlage dieser Arbeit int die Haupt= und Wurzelbildung zu Gott. die Pflege religioser Innerichteit. die Glaubigkeit, die nicht tief und lebendig genug geweckt werden kann. Die religiöse Berufsaufsallung. die im Berufe nicht nur den Erwerb sieht, sondern in dem Beruse eine sittliche Pflicht und eine Goitesaufgabe schaut, wird immer wieder das Ziel unserer Arbeit und unieres Strebens sein.— Die Stellung des Jugendlichen zu seiner Familie. In der er lebt und eine Telicht ihr gegenüber bedarf besonders sarker Betonung. Daruber hinaus in nicht allein die Familie. in der er steht. ihm Ausgabe. sondern der junge Kaufmann hat auch die Berufung. später einmal selbst eine Familie zu gründen. Daraus ergibt sich für unsere Jungmanner die rechte Stellung zur Frau und zum Madchen zu finden die Ehrfurcht vor dem Lebensgeheimnis. Auch die Frage der wirtschaftlichen Vorauserzungen müssen dabei beachtet werden. Und endlich wird eine letzte Aufgabe auch unserer katb. Kaufmannsjugend gegenen sein, zu unie eem Staate das rechte Verhaltnis zu sinden Es geht nicht daß im volitischen Urteil nur gesuhlsmatzige Interessen den Ausschlag geben. Eine solide naatsvolitische Bildung. die vom Boden der Meltanschouung getragen ist. mun dazu beie tragen. volitisch reise Menschen werden zu lassen Wir stellen unsere Jugend mit in die Schaffensfront an den großen Aufgaben. die der Katholizismus in Deutschland zu leisten hat. Deshalb müssen wir auch unsererseits mit daran arbeiten, daß die Kräfte sich sammeln und daß ein einheitliches Wallen und Streden in unserer gesamten katholischen Jugend zum Ausdruck kommt. In der Aussprache und in einer Reihe von Entschließungen sprach der Verbandstag seine freudige Anerkennung aus mr die geeinere Jugendarbeit, betonte die notwendige Heranbildung von Führern, empjahl die Errichtung weiterer Jugendheime, die Anstellung von Gau=Jugendsekretaren. den Ausbau der Jung=Männer=Ringe und protestierte gegen unsittliche Schaufenster=Dekorationen Ein weiterer Antrag erklart es für dringend notwendig, daß im Rahmen der katbolischen Aktion die Fraae der Wirtschaftsethik mehr erortert werde Ein andeter Beschluß wendet sich gegen die Auswüchse des Berechtigungswesens auf Grund der hoheren Studlums und fordert. die Berechtigungen am die wirklichen Bedurfnisse von Staat und Wirtschaft zurückzufuhren. Der Verbandstag billigte hierauf den Beschlus des Verbands=Aueschusses, mit Wirkung vom 1. Avril 1930 den Verbandsbeitraa auf RM. 2.— zu erhöhen. Für bie Zukunft sollen Beschlusse des Verbands=Ausschusses auf Erhobung des Verbandsbeitrages die Zustimmung von zwei Drittel der Ausschußmitglieder erfordern. Damit war die geschaftliche Tagesordnung erledigt. Am Sonntag sand eine Schlußkundgebung statt. an der die Fischose von Paderborn und Meitzen teilnahmen und Fabrikant Kraus über das Thema:„Der katbolische Kaufmann und die katholische Aktion" sprach Erzschlacht Aeman von Hans Richter. (Nachdruck verboten.) (31. Fortsetzung Spen und der Chaufieur satzten mit an, und hold standen die Virkenstangen, und ein Feuer verscheuchte die Mucken „Morgen kommen Sie wieder“, sagte Sjoberg zu dem Magenfuhrer Und dann, als er und Sven allein waren, steckte er sich die Pseise an und rauchte vor sich hin. „Horen Sie, Henriksen.“ Der Sommer war schon weit vorgeschritten, die Nachte. die sonst tagvell gewesen waren, verdunkelten sich schon auf wenige Stunden. Im grauen Dämmerlicht lag Wald und Land vor ihnen, gespenstisch verschwimmend. Und mit kantigen Strichen zeichnete sich Arel Stöbergs scharfes Profil gegen den Nachthimmel. „Tobias Eklund weiß schon, was für Leute er schicken muß. Der erste sind Sie nicht, der mit mir arbeitet, aber ich denke, wir werden gute Kameradschaft halten Allo: Es sind schon Kommissionen hier herauf nach dem Norden gekommen, um das Land zu vermessen, die Regierung hat sie ausgerustet oder das orwvate Aavital. Schate sind in Lapoland genug gesunden worden, in Airuna, in Gallivare, Erzlager. Ra, das wissen Sie 1a, Henriksen. Alte Regale sorechen nun aber auch von Funden in Vesterbotten. Man hat die Plane nie aufgegriffen, bis tem Herr Eklund das Proiekt in die Hand genommen hat. Das Land soll nun nach jettem Sy#tem abgetastet werden" Spen horte atemlos zu. „Auf Gold" Der Ingen eur rauchte bedachtig weiter „Auf Eisenerz, Schwefelkies, Arsenkies. Eine große Bank hat das Kanital zur Verfugung gestellt, Trunps ausgerustet, Instrumente gestellt. Die Arbeitsleistung dier um Singan habe ich Und Sie sollen mir helfen Der dachte an die vergeblichen Versuche am Vassizakko Das Land ist so groß Deshald tastet man es erst ab. hort herum, nimm Proden Junf Truppo liegen hier im Walde, morgen werden wir sie abgehen und uns oann einen Plan fur das fliegende Lador suchen das wir brauchen. Piell=cht in Stugan In Stugan Ach lo. Wird wodl ein anderes Haus werden, das naanieur Ollen hat Sie gerrüft, Henriksen, wie steht's mit den Analvien? „Die haben wir in der Schule gemacht.“ Gu: so. Und Instrumente?" Von den elekiriichen Suchern und ner Sohrmaschinen habe ich gehort. zum Bohren ist noch lange Zeit.“ lachte Stoberg stand auf und suchte nach seinen Decken, Henriksen, schlasen Sie“ Und Spen schlief zum ernen Male wieder seinen sesten Jungenschlaf, wie er ihn daheim in Kiruna geschlaten hatte Als der Vater noch lebte. Vierundzwanzigstes Kavite! Seit Wochen arbeitete Sven nun schon mit Axel Stoberg zusammen. Der war unermadlich. Oit lebten ste sagelang im Zelt, das neben einer Bohrmaschine aufgeitellt war, dann streiften sie viel mit dem Gesteinshammer durch das Land. Gruben tiefe Locher und nahinen Proben, die dann untersucht werden mußten. Das geschah soweit es moglich war, mit primitiven Mitteln gleich an Ort und Stelle oder sie nahmen Quartier in einem der einsamen Gehofte, stellten ihre Tiegel und Retorten auf Und schaftten wie in einer Hexenkuche. Sechs Suchtruops unterstanden Szoberg. zu je drei Menschen. Dazu ein Auto und eine Bohrmaschine. Die Organisation war einfach, der Ingenieur und Spen bildeken die technische und Laboratoriumsabteilung, die sech. Truros den praktisch schaffenden Arbeitskorver, das Bohrzeug. die Masch nerte und das Auto den Fuhrpark Oft. wenn die beiden abends im Zelt allein saßzen und die helle Nacht Schwedens sich uber ihnen soannte. dann erzahlte Arel Siöberg. Die Pfeise, die ihn niverließ, hielt er im Mundwinkel, die Worte tielen langsam. die Gedanken spannen sich schwer Von Varmland lprach er. non seiner Heimat, von dem Land der unendlichen Walder, der weiten Seen und der uralten Herrenböfe. Er war solch ein Hofsohn. aber es waren zu viele Kinder. Der Aelteste satz auf dem Hof und gali etwas im Lande. der Zweite hatte das Holzwerk geerbt. Riesige Floße lagen auf dem See, und grune Busche wuchsen auf ihnen, denn es waren so viele, daß man sie in einem Sommer nicht verwerten konnte. Trotzdem reiite der Bruder im Lande herum, kaufte immer neue Stamme, ließe ne im Winter an den Fluß schaffen und im Fruhjahr mit dem Strom in den See floßzen Zverst war es nicht leicht, aus der Heimat fortzugehen,“ sagte Arel Stoberg Sven schnitzte an einem Holzlossel, den sie fur den Vessel brauchten und mochte nicht reden. Er war eisrig in der Arbeit, aber schweigiam im BulesFür junge Kerle ist die Einsamkeit nichts," ruttelte in Stoberg auf Sie sind auch jung, Ingenteur Soll auch mal anders werden hier im Lande, Henriksen, wenn wir auf Erz stoßen, dann beginnt das Leden Das kenne ich von Lanpland Du gefallst mir nicht. Junge, de! ist's ein Madel?" „Lassen Sie mich. Ingenieur.“ Was ist's denn?" „In Lappland ist das Leben nicht lustig.“ vaisen Sie auf, Henriksen, Sie sind ein kluger Korf, kann noch manches aus Ihnen werden. Wenn Tohias Eklund für einen sorg:, dann geht der nicht unter „Mag's nicht einem Fremden verdanken,“ stieß Spen bervor Der Ingenieur rauchte schweigend. Dann nach einer Weile: „Wenn ein Menich etwas kann und ein anderer, der Geld hat, hilft ihm, dann ist das keine Schande. Aenne genug Jungen, die sich das biechen zum Studieren zusammendorgen, von grcunden, von Verwandten, von ganzen Dorf. Die hoder wollen. Und die in Uvpsala ntzen und busseln, daß man die ganze Nacht hindurch das Licht in ihren Fenstern sieht. Henriksen, Lehrer müssen sein und Pastoren auch. Bin herumgekommen, nach Deutschland und nach England hinüber, in die Kohlenschachte, die sich weit unters Meer ziehen. Bin oft nicht gern vom Hof fortgegangen, aber jetzt weiß ich, Ingenieur muß sein weil die Welt ein neues Gesicht bekommt.“ Sven sah ihn staunend an „Das versteh ich nicht, Ingenicur „Ueberall sitzen sie eng auseinander. Mochte einer arheiten, findet aber nichts, weil nicht genug Arbeit da ist Und dann wandern sie aus und verkommen drüben" Das habe ich gesehen, in Hamburg.“ sagte Sven Wir sollen sie in der Heimat halten. Eine Heimnt mus jeder Mensch haben, für die er lebt“ „Was ist denn Heimat. Ingenieur?“ Sie. Du bist von Kirung und ich von Varmland. der Chausteur ist von Schonen zu Hause, der Bohrmeister im Gebirge nach Trondlem zu, und von Goieborg und Stockholm und aus Dalarne haben wir auch Leute. Aennen sich nicht, wissen nichts vonernander. Und sind doch alle Schweden. Habs gesehen, als ich in England war und an einem Lokal die blaue Flagge mit dem gelden Kreugesehen hade. Und hab mitten im Englisch unsere Sprache genort. Wie haben nicht gewust, Junge. woher wir waren und waren doch alle eins. Heimat ist beilie. Sven Henriksen, und Heiliges muß der Mensch haben, nicht nur Brot und Kleider" „Ingenicur ich muß etwas fragen,“ stießz Spen dervor„Ist— ist Liebe auch beilig“ iebe m anc beilio“ „Und wenn eins das andere betrugt, die Frau den Mann, meine ich, muß dann der Sohn nicht Rache nehmen?“ Stoberg sah den Jungen lange an. „Christlich ist's nicht" Gibt= denn noch etwas anderes als christlich? Renchlich gidi es. christlich so wie es in den Gedanken ist, ist ohne Fehler" „Und menschlich hat Fehler"" Menschlich hat viele Fehler.“ sagte Arel Szaberg * Der Gedanke kam immer wieder in Spen aus. Wenn er allein durch den Wald ging, wenn er in der Nacht lag ind keinen Schlaf finden konnte. Und dann kamen wieder die Alltaglichkeiten, die ihn n Anspruch nahmen. Axel Siöbergs Kolonne war nicht die einzige, die das Land abtastete, im Süden bei Umea arbeiteten sie und in Vesternorrland dis nach Langelse und Hernosand. Berichte kamen. die von Funden an aneren Stellen sprachen, die praktische Ergebnisse forderten. Die Geldgeber in Stockholm wurden ungeduldig. Ole Olsen selbst reiste im Lande herum. Wenn der Winter kommt und den Boden hart macht. ist's aus mit der Arbeit.“ Wir konnen nur suchen," verteidigte sich Sioberg „Ginden sollt ihr, finden. Es ist da,“ er stieß den Stock in den Boden.„Da ist's vieleicht gerade unter uns.“ Er ließ einen Packen Zeitungen da. In Stockholm war man auf die Suchtrupps aufmerklam geworden und die Blätter brachten lange Berichte. „Wissen Sie, das in Umea und Stellestea schon Menichen angekommen sind, die eini#g mit Picein und ten ins Land ziehen und graben?" „Was suchen sie denn?" Gold.“ * So lange Spen schon im Lande war noch nie war er nach Stugan gekommen. Die Aolonnen, die zuerst ganz in der Nahe gearbeitet hatten, hatten sich dann mehr nach Norden gezogen. Erst jeut bogen sie ab, und zum ersten Male soh er das Gehoft, als der Ingenieur ihn mit einem Auttrag zu dem Bauern schickte Der Sommer war sast vorbei, als er eines Tages, nur von Bor begleitet, durch den Wald ichritt. Der horte vlotzlich auf, eine Wiese kam und eine Steinmauer zog sich an der Seite, wie ke den Wald aft vom Bauernland in Schweden abgrenzen. Und aus dieser Mauer saßz ein Mädchen Spen wollte erst vorbeigeben, aber dann meinte er, nach den vielen Stunden Alleinseins musse es gut sein, eine menschliche Stimme zu horen Gortiegung to### 1 — Nummer 182, Zweites Blatt Herner Anzeiger Dienstag, den 6. August 1929 uns u. Tormng ans m S F Eine Eingabe der Herner Metzgerinnung zur Schlachthoffrage. Bochum wird strikte abgelehnt.— Ein eigener Schlachthof wird gefordert.— Die Stadt wird um Prüfung und Mittel zur Gutachtenbeschaffung gebeten.— Eine Interessengemeinschaft mit Recklinghausen, WanneEickel oder Castrop bedeutend vorteilhafter als mit Bochum. Die Freie Fleischerinnung Herne hat an den Magistrat, durch die Hand des Bürgermeisters Wiethoff, folgende Eingabe zur Schlachthoffrage gemacht: Seit geraumer Zeit bestehen zwischen dem Magistrat der Stadt Herne und der zuständigen Organisation des Fieischerhandwerks Bestrebungen, die Schlachthoffrage in der Stadt Herne endgültig zu regeln. Wenn es bis jetzt nur bei den Verhandlungen geblieben ist, so geht daraus hervor, daß die Frage von außerordentlicher Bedeutung für die Volkswirtschaft innerhalb des Stadtbezirks und auch fur die Eristenz des Fleischerhandwerks ist. Leider sind die Bestrebungen der Stadtverwaltung, die bereits vor dem Kriege in Angriff genommen wurden, um Herne mit einem eigenen Schlachthof zu versehen. durch irgend welche unglückliche Wendungen auf die lange Bahn geschoben worden, die damals leichter und schneller zum Ziel hätten geführt werden können. Der unglückliche Ausgang des Weltkrieges und die sich hieran anschließende Revolution haben soziale Fragen gegenüber der Volkswirtschaft in den Vordergrund gestellt und somit wieder die für Herne brennende Frage des Schlachthofbaues hintenan gesetzt. Wenn numn in letzter Zeit der alle Gedanke wieder ausgegrifsen wird, so ist die Verwirklichung desselben eine unbedingte Notwendigkeit für das im Rahmen der heutigen Zeit auswärtsstrebende Stadtgebilde. Eine Stadt wie Herne mit rund 97000 Einwohnern ohne ein den Bedürfnissen entsprechendes Schlachthofgebäude ist eigentlich ein Unding in der Geschichte der Stadt. Wenn nun heute infolge der Ausdehnung unseres Stadtgebietes und der Erhöhung der Einwohnerzahl diese Frage akuter geworden ist, so ist dieses vom Standpunkt der hygienischen Fleischbewirtschaftung nur zu begrüßen. Allerdings sind in der Zwischenzeit der vor und jetzt nach dem Kriege bestehenden Freizugigkeit im Schlachten Iinanzverhältnisse eingetreten, die überraschend schnell und ohne Vorhersehen den Stadtverwaltungen zum größten Teil Finanzmiseren zugefügt haben. Das Herantreten an die endgültige Regelung dieser Frage erfolgt nunmehr umer dem Drucke gewisser Zwangssparmaßnahmen, die sich zum Nachreil für die Bevölkerung einerseits und zum Nachteil der Beteiligten aus dem Fleischerhandwerk andererseits auswirken können. Es ist daher unumstößlich notwendig, bei der Untersuchung dieser Frage Zeit und besonders reifliche Ueberlegung walten zu lassen. Davei soll selbst der Druck von oben. der in letzter Zeit von Regierungsvertretern auf unsere Stadt ausgeübt wurde, uns nicht veranlassen, die Frage nervös zu behandeln. Wenn die Schlachthoffrage bislang rein örtlicher Natur war, so ist sie doch in letzter Zeit von Personen und Stellen über das Stadtgebiet hinausgetragen worden. Hierzu mag den Betreffenden vielleicht der pompöse Bau des Schlachthofes in Bochum Veranlassung gegeben haben. Man versucht nunmehr, da die Mittel im eigenen Haushalt zusammengeschrumpft sind, die Sorge des Baues eines eigenen Schlachthofes mit dem neuen, bestehenden in Bochum zu vereinigen, um dadurch um eine Finanzund Wirtschaftssorge leichter zu werden. Diese Ansicht können wir von Seiten unserer Organisation nicht teilen und würden es durchaus für verfehlt erachten, ohne Prüfung der im eigenen Stadtgebiet vorhandenen Bewirtschaftung in der Fleischversorgung der Schlachthoffrage näher treten zu wollen. Allerdings springt bei der bloßen Beurteilung dieser Frage ein derort moderner Bau, wie er in unserer Nachbarstadt vorhanden ist, ins Auge und spricht zweiellos für die Inanspruchnahme desselben, wenn nicht die gewaltige Kostenlast, die auf dem Bau eines derartig ausgedehnten Schlachthofes ruhen, mit in die Wagschale fallen wurde. Das anscheinend anfängliche Einverständnis zwischen der Bochumer Fleischer=Innung und der neuen Schlachthofverwaltung scheint doch nicht auf fester Grundlage zu bestehen, sonst würde die Eröffnungsseier von dem gesamten Fleischerhandwerk der Stadt Bochum nicht gemieden worden sein. Ihnen schwebt jetzt schon die Aufbringung der Lasten auf Jahrzehnte vor Augen, obwohl eine Besserung der Geschäftslage garnicht abzusehen ist, die übrigen steuerlichen und sozialen Lasten eher zu= als abnehmen und die Lasten des Bochumer Schlachthofes vermutlich nach den Ergebnissen des 1. und 2. Betriebsjahres noch steigen werden. Die Befürchtungen der Bochumer Fleiicher bestätigen, daß die Benutzungsgebühren eine starte Erhöhung über 4 Pfennig hinaus erfahren werden. Wir haben seinerzeit die Besichtigung des Schlachthofes nur in Fühlungnahme mit der hiesigen Stadtverwaltung unternommen, obwohl wir von vornherein der Ansicht waren, daß eine Beteiligung oder Inanspruchnahme durch unser Gewerbe durchaus nicht in Frage kommen kann. Wir lehnen deshalb auch heute einstimmig die Benutzung des Bochumer Schlachthofes durch uns ab und bitten nochmals, die Frage des Erbauens eines eigenen Schlachthofes eingehend und genauestens zu prüfen. Wir sind der Ueberzeugung, daß ein Schlachthof. welcher mit notwendigen in späteren Jahren sich zeigenden Erweiterungen vorgesehen und vorerst dem jetzigen Bedürfnis angepaßt wird, sehr wohl von dem hiesigen Fleischergewerbe sowohl, wie auch von der Bevölkerung getragen werden kann und ganz bestimmt weit unter dem Rahmen der Schlachthofgebühren der Stadt Bochum bleiben wird. Es ist daher erforderlich, bevor wir mit dem zuständigen Dezernenten der Stadtverwaltung wieder in Sehr wichtige Bestimmungen. In der Vossischen Zeitung schreibt Regierungsrat z. D. Dr. W. Abelsdorf: Die Hausangestelltenfrage ist seit langer Zeit eines der wesentlichsten hauswirtschaftlichen Probleme, wenn auch die Zahl der im Haushalte Tätigen bei weitem nicht mehr so groß wie früher ist. Denn der Anteil der Hausangestellten(Dienstboten) an der Gesamtbevölke rung und den Erwerbenden ist in Deutschland schon seit fast 50 Jahren standig gesunken. Von je 100 Erwerbstätigen entfielen 1882 noch 40,1 auf Dienstboten. aber 1925 war dieser Anteil der Hausgehilfinnen, die zur häuslichen Gemeinschaft des Arbeitgebers gehörten, nur noch 13,3, und dürfte heute kaum 12 v. H. betragen. Der überall in die Erscheinung tretende starke Rückgang der Dienstboten wird in einer Studie des Hamburger Statistischen Landesamts zu klären versucht. Er ist auf die immer Verbindung treten, zuerst die im Besitze des Herrn Tierarzt Pillmann befindliche Rentabilitätsberechnung näher zu prüsen und da diese ron sehr fraglichem Wert ist, Rentabilitätsberechnungen von Schlachthof=Fachleuten aufmachen zu lassen. Es lohnt sich bestimmt, daß für derartige Vorarbeiten einige Unkosten auch von Seiten der Stadtverwaltung getragen werden, damit man gegenüber der Bevölkerung einwandfreies Material in Händen hat. Wenn bislang von gewissen Kreisen die Ansicht vertreten wurde, daß ein Schlachthofbau für Herne zu teuer würde, so dürfte nach unserer Ansicht keine Klarheit darüber bestehen, daß ein Schlachthof sich aus eigenen Mitteln zu tragen hat, demgemäß städtische Zuschüsse nicht in Frage kommen. Dieses Moment muß bei jeder Verhandlung den Verhandlungsteilnehmern gegenüber zum Ausdruck gebracht werden, damit in keiner Weise ein falsches Bild über die finanzielle Seite entrollt wird. Wie sehr sich die Oeffentlichkeit in letzter Zeit für unsere brennende Frage interessiert, geht aus den wiederholt erschienenen Zeitungsartikeln hervor. Erfreulicherweise enden auch diese Zeitungsartikel durch weg mit dem Hinweis der Prüfung eines eigenen Schlachthofgebäudes. Hervorheben möchten wir an dieser Stelle nochmals, daß die Beteiligten unseres Berufes schon der erheblichen Entfernung wegen, die zwischen der außersten Grenze unserer Stadi und dem Schlachthof in Bochum liegt, die Be nutzung des Bochumer Schlachthofes ablehnen. Wir unterlassen nicht, darauf hinzuweisen, daß eine Interessengemeinschaft mit anderen Schlachthöfen z. B. Recklinghausen. Wanne=Eickel oder Castrop bedeutend vorteilhafter sein würde, als die Verbindung mit Bochum. Wichtig it auch, mit der Regelung der Schlachthausfrage die geldliche Abfindung der Inhaber von Privatschlachthäusern zu verbinden; denn es geht wohl nicht an, daß das Schlachten in eigenen Schlachthäusern untersagt wird, ohne die Entschädigungsfrage vorher zu regeln. Mit Rücksicht auf die vorstehenden Ausführungen und unter Hinweis auf die noch bestehenden Schwierigkeiten bitten wir, die Angelegenheit nicht im Handumdrehen zu erledigen, sondern für diese bedeutungsvolle Frage der Finanzierung und Rentabilität eines eigenen Schlachthoses vorerst eingehend zu prüfen und sich hierfür einwandfreies Material zu beschaffen, denn nur dieses würde eine ausschlaggebende Grundlage für die künftigen Verhandlungen bieten. Indem wir den verehrlichen Magistrat bitten, unere wohlgemeinten Vorschläge geneigt zu prüfen, sprechen wir die Versicherung aus, daß wir gerne bereit sind, an der Regelung dieser Frage mitzuarbeiten. schärfer einsetzende„Industrialisierung" der häuslichen Arbeitstätigkeit(Elektrizitäts=, Gas=, Wasserversorgung u. a. m.), die die Haushaltung bis zu einem gewissen Grade unabhängig von der Dienstbotenhaltung macht, zurückzuführen. Von noch größerer Bedeutung aber war, daß die stürmische Aufwärtsentwicklung von Handel und Industrie vor dem Kriege vielfache Möglichkeiten des Unterkommens der Frau in anderen Berufen bot, die nicht nur der besseren Entlohnung, sondern auch der großeren Unabhängigkeit halber dem Dienstbotenberuf vorgezogen wurde. Außerdem veran laßten nach dem Kriege die gestiegenen Löhne und höheren Unterhaltungskosten wiederum weite Kreise der klein= und mittelbürgerlichen Familie, die Dienst botenhaltung einzuschränken. In dieser Zeit kamen noch dazu die auch heute noch in den wenigsten Städten behobene Wohnungsnot, die Verminderung des Real einkommens durch Inflation und die damit verbundene Verarmung weiter bürgerlicher Kreise, die die Dienstbotenhaltung noch jetzt unglücklich beeinflussen. Auch die Hausgehilfinnen bekommen ein Gesetz. Ausweis mit Lichtbild für die Großstädte.— Neunstündige Nachtruhe.— Jeder zweile Sonntag Ausgang. Mindestens eine Woche Urlaub.— Die Schutzbestimm ungen für den Fall der Niederkunft.— Die Ueberwachung der Haushaltungen. Einer der wesentlichsten Gründe der noch anhaltenden Abwanderung der Hausangestellten aus der häuslichen Gemeinschaft ist aber wohl die seit Aufhebung der Gesindeordnung sehlende Regelung der Verhältnisse der häuslichen Hilfskräfte. Um ein neues Gesetz zu schaffen, war eine beträchtliche Reihe von Schwierigkeiten zu überwinden. Es ergaben sich Widerstände vor allem auf seiten der Hausfrauen: man wies immer wieder auf die starken Bedenken hin, die sich aus der Aufstellung fester Nor men, vor allem für die Dauer der Arbeitszeit und der Ruhepausen im Haushalt entgegenstellen. In der Tat: diese und manche anderen Bestimmungen für die Haus wirtschaft erheischen Elastizität, die sich nicht eben leicht in starre gesetzliche Vorschriften formen lassen, und so wird es verständlich, wenn es jahrelanger Vorarbeit bedurfte, um die Gegensätze zwischen den organisierten Hausfrauen und den Gewerkschaften, die vor allem die gesetzliche Festlegung der Arbeitszeit der Arbeitnehmer forderten, wesentlich zu mildern. Nun aber liegt der vorjährige Referentenentwurf, der in der Presse aufs lebhafteste erörtert wurde, in einer zum Teil veränderten Gestalt wiederum dem Reichsrat vor, und, wie gleich betont sei, in einer im allgemeinen durchaus annehmbaren Gestalt, wenn auch vielleicht der eine oder der andere der 26 Paragraphen von den Organisationen der Arbeitgeberoder Arbeitnehmerseite beanstandet werden könnte. Der Entwurf zerfällt in vier Abschnitte, von denen der erste die allgemeinen Vorschriften über Geltungsbereich. Haushaltsleiter und Personalausweis, der zweite das Vertragsrecht, der dritte das Schutzrecht enthält, und der letzte Abschnitt das Inkrafttreten regelt. Unter den Paragraphen, die wohl oft aufgeregten Widerspruch bei den Hausfrauen=Organisationen auslösen dürften, ist vor allem derjenige über den„Ausweis"(§ 3) zu nennen. Welch innere Ruhe würde in die Seele der leicht mißtrauischen Hausfrau und ihrer Familie einziehen, wenn die neue Hilfskraft vorerst ein Lichtbild, mit eigenhändiger Unterschrift versehen, als behördlichen Ausweis vorzeigen müßte, ehe sie die vereinbarte Arbeit überhaupt aufnehmen darf. Aber diese„Kannvorschrift“ ist in das Ermessen der obersten Landesbehörde gestellt und bedarf zudem noch der Zustimmung des Reichsministers des Innern sowie des Reichsarbeitsministers. Und auch dann gilt diese Vorschrift nur für die Orte mit mindestens 100 000 Einwohnern. Mir will scheinen, daß diese höchst segensreiche Vorschrift über den behördlichen Ausweis auch auf Städte von weit geringerer Größe ausgedehnt werden müßte. Beachtenswert ist die Einführung der Unabdingbarkeit. Abweichende Vereinbarungen sind nur insofern gültig, als sie im Gesetz ausdrücklich zugelassen sind oder als sie Aenderungen zugunsten des Arbeitnehmers enthalten.(§ 4). Aber eine dauernde Pflege kranker Personen kann z. B. ausdrücklich vereinbart werden.(§ 5). Wertvoll erscheint mir(im§ 6) die Möglichkeit, Arbeitnehmern unter 18 Jahren auch Anweisungen über das Verhalten außerhalb des Hauses erteilen zu dürfen, sowie Mädchen unter 18 Jahren zu gesundem und sittlichem Leben anzuhalten, ihre Ausbildung zu fördern und sie auf Gelegenheiten zur Fortbildung hinzuweisen. Ich will nicht behaupten, daß diese Aufgabe in Großstädten wie Berlin und Hamburg besonders dankbar und erfolgreich sein wird; aber in vielen anderen Städten könnten diese Erziehungsversuche doch von gewissem Erfolg gekrönt werden. Eine soziale Behandlung der Hausgehilfinnen muß überhaupt zur Selbstverständlichkeit für die Allgemeinheit werden. Sie ist es wohl bereits— von Ausnahmen abgesehen— in all jenen Kreisen, die stets Hilfskräfte für den Haushalt benötigten. Eine gesunde, ausreichende Kost ist daher so selbstverständlich(§ 9) wie der Anspruch auf einen angemessenen, gesundheitlich und sittlich einwandfreien Schlafraum, der verschließbar ist und Waschgelegenheit und die Möglichkeit zur gesicherten Aufbewahrung der Sachen enthält(§ 10). Bullrien-Salz Seit 100 Jahren unübertroften gegen Verdauungsstörungen, Mag. beschwerden, Sodbrennen etc. 250 g 0.60, Tabletten 0.25 u. 1.50. M echt in blauer Packus, mit dem Bilde dee Erfinders.— Berlin 4. Die Nebelfrau. Roman von Annn Wothe. 26)(Nachdruck verboten Fridrun hatte Undine bis jetzt noch keine Bestätizung dessen gegeben, was ihr damals blitzartig durch die Seele ging, daß Graf Reimar es war, um den Fridrun ihren Gatten betrogen. Und doch quälte dieser Gedanke Undine fortgesetzt. In den langen, einförmigen Tagen der Krankheit hatte sie oft darüber nachgedacht, mit geheimer Scheu und heißem Bangen, aber sie hatte es doch nicht gewagt, noch weiter zu forschen. Sie fürchtete sich vor der klaren Erkenntnis der Frau, für deren Tun und Lassen sie sich gewissermaßen mit verantwortlich fühlte Lorl kam oft zu Undine und plauderte die Schatten von der Stirn der Kranken. Sie erzählte dann auch von Onkel Reimar und von der großen Puppe, die er ihr geschenkt. Dorret sah voll Eisersucht dann immer ein Lächeln um den feinen Mund der Kranken huschen. Wiedergesehen hatte Undine ihren Gatten nicht seit der verhängnisvollen Nebelnacht. Nun wurden die Tage kürzer und die Nächte dehn#en sich. Undine konnte schon täglich einige Stunden das Bett verlassen. Graf Reimar war aus Südegaarde, wo er einige Wochen zugebracht, weil der neue Inspektor sich durchaus nicht einrichten wollte, wieder heimgekehrt Dorret traf ihn eines Tages auf der Dorfstraße, als sie sich anschickte, in der Wiedingharde vorzusprechen, um mal nach dem Oheim und dem„Grootvader“ zu sehen. Sie wäre dem Grafen, der in seinem blauen Schiffsanzug soeben von einer Segelfahrt heimkam, die er fast täglich unternahm, gern ausgewichen, aber es konnte ihr wie Furcht ausgelegt werden, und darum sah sie Reimar fest ins Auge, als er auf sie zutrat und fast herzlich sagte: „Ei, welch ein Glück, daß ich Euch finde. SchönDorret. Ich wollte ohnedies heute bei Euch anklopfen und fragen, ob Gräfin Undine kräftig genug zi für eine notwendige Unterredung, um die ich sie bitten mochte.“ „Ihr wollt sie gewiß wieder kränken,“ grollte Dorret.„Ihr tut ihr nur weh. Das dürft Ihr nicht.“ „Hat Undine Euch das gesagt, Kind?“ Dorret wurde glühend rot. „Nein, Herr, ich fühle es nur.“ „Ich weiß, Dorret, daß Ihr mich mit Eurem Haß und mit Eurem Mißtrauen beehrt, aber ich zürne Euch deshalb nicht. Es zeugt von Charakter. Ich weiß, Ihr habt meine Frau lieb, sie hat wohl keine treuere Freundin als Euch, und darum möchte ich Euch danken, daß Ihr sie so treu gepflegt, sie und auch meinen Bruder Timm, der leider nicht seine völlige Genesung hier abwarten wollte, weil er mir noch immer grollt. Der törichte Knade! Er will nicht glauben, daß man ihn lieb hat, so über alles lieb.“ Dorret sah fast erschreckt in das ernste, wie in verhaltenem Schmerz zuckende Antlitz des Grafen. Welch ein seltsamer Ton. Nein, das war keine Verstellung. Hier sprach das Herz. Und sie hatte den Grafen für kalt und gefühllos gehalten, so wie ihn ihr Timm geschildert, und wie sie selber ihn zu kennen glaubte. „Ihr schweigt, Dorret? Wollt Ihr meine Frau fragen, ob sie mich heute nachmittag empfangen will.," „Wenn Ihr Undine nicht zu sehr aufregen wollt, so will ich es versuchen.“ „Ich will Abschied von ihr nehmen, Dorret. Das wird sie eher beruhigen als aufregen, denn ich werde lange fort sein, und Undine wird Zeit haben, mein Dasein zu vergessen.“ Er sagte es ruhig, und es klang doch wie leise Bitterkeit in seiner Stimme Das junge Mädchen senkte den Kopf mit den vlonden Flechten. Er sollte nicht die aufleuchtende Freude sehen, die sie bei seinen Worten empfand So reist glücklich, Herr!" Sie grüßte leicht und schritt, ohne ihn anzusehen, in das Haus mit dem niederen Schilfdach, das in dem weichen Sande tief vergraben lag. Nun warf der Herbst sein buntes Laud flammenbättrig zur Erde, und vom Meer her fauchte ein kalter, eniger Wind. Der pfiff Graf Reimar um das heiße Gesicht, als er nachdenklich dem Gortingshof zuschritt Dorret sah ihm vom Fenster der groven Stube aus heimlich nach In ihren blauen Augen funkelte es, und drohend hob sie die kräftige Hand und ballte sie zur Faust. Da stand Ekke Thornsen an ihrer Seite und blickt mit seinen lichten Augen unter den duschigen Brauen hinaus in den müden Herbsttag, der die letzten Blätter zur Erde schüttelte. Leicht legte er seinen dürren, knochigen Arm um die Schulter der Enkelin „Hüte dich, Mägdelein,“ sagte er feierlich.„Das Verderben lauert für dich im Gorlingshof. Diese Nacht sah ich die Nebelfrau tanzen, sie schlossen einen Kreis um dieses Haus. Ringelreihe nennen es die Kinder. Hüte dich, Dorret.“ „Geht es Euch wieder schlechter, Grootvader?“ „Schlechter? Mir geht es gut, sehr gut. Olai war bei mir, Olaf. mein Sohn. Er sagte mir etwas von Hochzeit machen. Zu Petri Stuhlfest soll alles ge schehen. Hei, das wird lustig, Dorrret. Wo hast du dein Kränilein? Hüte es sein. Es liegt weich und zart in deinen blenden Haaren. Sie hatte auch to schönes, blondes Haar, die stille Frau. Kennst du sie? Dem Freunde hatte ich sie anvertraut, als ich auszog, da draußen noch einmal das Glück zu erjagen. Ich hatte niemand mehr auf der Welt, nur die beiden Kinder, deine Mutter und Olas. Aber an den Freund glaubte ich. Er sollte mir den Schatz hüten, den ein Zufall an unseren Strand verschlagen.“ „Ich weiß, Grootvader,“ wehrte Dorret fast angst lich.„Laßt doch die alten Geschichten“ „Nein." Die Stimme des Alten wuchs.„Er. Mai nar, nahm sie zum Weibe, nachdem er ihr eingeflüstert, daß ich sie da draußen aus dem wilden Meere per gessen hätte. Sie hat es nie verwunden, und ganz still, wie ein Licht, ist sie eingegangen. Im Nebel sah ich sie eft tanzen, die Stille, Bleiche. Kennst du sie?“ „Ihr solltet jetzt ruhen, Grootvader. Wenn Ihr wollt, sing ich Euch ein Lied." Und Dorret begann: Ueber dem Busch der Rose Wölbt sich das Sternendach Hinter dem Busch der Rose Ist die Liebe noch wach Wartet ihr Knospen am Zweige. Bis es die Zeit ist, zu blühn— Junge Lied, die schweige, Bis es die Zeit ist, zu glüh'n. Doch sie küssen und kosen,— Und in selbiger Nacht Brechen all die Rosen Auf in duftiger Pracht. Leise summte Ekke Thornsen das Liedlein mit, dann schritt er seinen Krückstock hastig aufstoßend zur Stube hinaus Nun übt er draußen die Weise, dachte Dorret, und er kann nicht nachdenken über das Vergangene, das ihn so traurig macht. Wüßt ich doch nur noch recht viel so neue Liedlein, wie sie mich Graf Timm gelehrt. Und während Dorrets Gedanken zu Timm Randolt flogen, der in Hamburg sehnsüchtig auf den Moment wartete, wo er wieder auf seiner weißen„Amazone“ hinausfliegen würde in ferne Welten, trat Kapitän Oloi Thornsen mit dröhnendem Schritt in die Stube. „Na, bist du endlich da?“ grollte er.„Man weiß ja gar nicht mehr, wo du eigentlich hingehörst, in die Wiedingharde oder in den Gorlingshof.“ „So lange man mich dort braucht, natürlich in den Gorlingshof." „So? Meinst du vielleicht, daß man dich hier nicht braucht? Tjalda wird alt und der Vater alle Tage wunderlicher. Das Haus ist ganz dunkel, wenn du nicht da bist“ „Da muß ja die Sonne scheinen,“ lachte Dorret auf. Es sollte lustig klingen, aber es war wie ein leises Weh in der jungen Stimme „Tut sie auch, tut sie auch,“ nickte der braune Schiffersmann bedächtig.„Jetzt ist es wirklich hier ganz hell geworden, Dorret.“ Olaf Thornsen sah Dorret voll heimlicher Zärtlichkeit an, dann sagie er verschnäht, mit dem Aermel seiner groben Friesjacke über die erhitzte Stirn streichend: „Ich mochte dir etwas sagen, Dorret.“ „Aber bitte, recht schnell, ich muß gleich wieder zurück in den Gorlingshof „So schnell geht das nun nicht,“ wandte Olaf verlegen ein.„Weil ich die Worte nicht so sein und verlich setzen kann, wie deine bochgevorenen Herren Grafen. Nein, das kann ich nicht. Aber ich wollte es dir schon lange sagen. Ich habe dich lieb. und wollte dich fragen ob du meine Frau werden willst. In oder nein? Potz, Blitz, sieh mich doch nicht so verängst an. Bin ich denn ein Morder? Willst du es mit verruchen?"(Fortsetzung i * gerner hat der urbeimehmer auch„Anspruch auf Nachtruhe, Ruhepausen und Ferienzeiz, und man hat nunmehr statt der festumgrenzten Arbeitszeit diese festgelegt. Die Nachtruhe beträgt mindestens neun und für hausgehilsinnen unter 18 Jahren mindestens zehn Stunden. Sie darf nur in Ausnahmefallen gekürzt oder unterbrochen werden Am Nachmittag eines Werktages jeder Woche ist eine Freizeit von mindestens vier Stunden und an jedem zweiten Sonntag Freizeit von 3 Uhr nachmittags ab zu gewähren(§ 11 Nach einer neun Monate ununterbrochenen Tätigkeit hat der Arbeitnehmer Anspruch auf Urlaub Er beträgt in den ersten beiden Jahren nach Ablauf der Wartezeit mindestens eine Woche, in den folgenden Jahren mindestens zwei Wochen. Wahrend des gesetzlichen Urlaubs besteht der Anspruch auf Entgelt dazu tritt das voraus zu gewahrende Kostgeld(§ 13) Am lebhaftesten wurden im 1. Reserentenentwurf fraglos die Schutzbestimmungen für den Fall der Niederkunft kritisch erortert. Weibliche Arbeitnehmer sind nach§ 13 berechtigt, die Arbeit zu verweigern, wenn sie durch arztliches Zeugnis nachweisen, daß sie voraussichtlich binnen vier Wochen nieerkommen. Dasselbe Recht steht ihnen auch zwei Woden nach der Niederkunft zu Die lebhaft bekampfte amtliche Ueberwachung er Haushaltungen ist ganz erheblich eingeund schrankt worden Sie unfaßt überhaupt nur noch die Paragraphen 21 bis 23 d. h. den Jugendlichenschutz, Kinderschutz und allgemeine Vorschriften. Leztere beziehen sich auch auf einen einwandfreien Schlafraum, auf die im§ 11. Absatz 2 vorgesehene Mindestruhezeit sowie auf die zweiwöchentliche Schonzeit von Wöchnerinnen nach ihrer Niederkunft. Das Arbeitsschutz= amt muß jedoch vom Arbeitnehmer oder von Personen auch von Vereinigungen angerufen sein, die ein berechtigtes Interesse am Schutze des Arbeitnehmers haben. Eine regelmäßige Kontrolle oder Revision der in Frage kommenden Schlafraume in der Wohnung des Arbeitgebers ist also nicht vorgesehen. Die Untersuchungen von Beschwerden weiblicher Arbeitnehmer sind tunlichst durch weibliche Aufsichtspersonen durchzuführen, in Preußen zum Beispiel also durch die Gewerbekontrolleurinnen, deren Zahl allerdings erst etwa 56 beträgt Eine Besichtigung der Wohnung soll nur stattfinden, wenn anders die Klarung nicht moglich ist Man ging fraglos dabei von dem Gedanken aus, daß eine vielleicht unbegründete Besichtigung im Einzelhaushalt erheblich störender wirkt, als für den gewerblichen Betrieb Es ware sehr zu wunschen, daß dieser Gesetzentwurf nun baldigst dem Reichstag vorgelegt und verabschiedet würde. Denn es dürfte höchste Zeit sein, daß man endlich einen verstärkten Anreiz zum Ergreifen dieses Berufes schafft. für Herne * P o l l z e i l i c h e s V o r g e h e n g e g e n K o m m u n i s t e n Das„Ruhrecho“ beklagt sich in seiner gestrigen Ausgade darüber, daß am Sonntag in Herne den zum „roten Antikriegstreffen“ in Münster reisenden Angehörigen der als Forrsetzung der„Rottront“ geltenden „Ruhrwacht" polizeilich die schwarzen Hemden abgenommen(das„Ruhrecho" sogt: geraubt) worden seien. Hierzu erfahren mr, daß dies tatsächlich zutrifft. Zur Fahrt nach Munster hatten sich Sonntag fruh gegen 8 Uhr erwa 320 Kommunisten aus Herne, Bochum und Witten auf dem Rathausplatz versammelt. Sie sind dann gegen 8.20 Uhr auf 10 Lastautos nach Munster abgefahren. Vorher wurden sie von der Herner Polizei auf Woisen und dergl. vorschriftsmäßig untersucht Hierbei wurden diejenigen, die, teilweise unter dem Jackett, schwarze Hemden trugen, gezwungen, diese auf dem Polizeiomtshofe auszuziehen und abzugeben Der ganze Akt verleef ahne Zwischenfalle und ReiDungen a Namensänderung. Der Bergmann Joh Nadolsk:, Bergstraße 99. hat vom Justizministerium die Erlaubnis erhalten, fortan den Namen Nadelstaot zu führen * Ein Riesenkarpfen im hasen Herne. Herr Paul Rüdiger, Vorstandsmitglied des hiesigen Frschereivereins, fing am Samstag nachmittag im Hafen Herne beim Angeln einen stattlichen Schuppenkarpfen. Das Tier hatte ein Gewicht von 17 Pfund, war 82 cm lang und hatte einen Umfang von 61 cm. Die Verwaltung des neueingemeindeten Gerther Teiles übernommen. Am 1. August ist das Eingemeindungsgesetz in Kraft getreten. Damit sind die Ortsteile Oestrich und Kray vom ehemaligen Amt Gerthe mit Herne verbunden worden. Der Magistrat hat die Verwaltung, wie er an anderer Stelle bekannt gibt, bereits übemnommen. Bei den neuen Bürgern ist diese Eingemeindung nicht unwillig ausgenommen worden, handelt es sich doch um ein Stück, das einstmals zu Holthausen geyorte und an Gerthe abgetreten worden war. und das jetzt zu seiner alten Gemeinde zurückgekehrt ist. Demgemäß wird das neue Gebiet auch zum Stadtteil Herne=Sodingen gehören und seine kommunalen Angelegenheiken dort im alten Amtshaus zu erledigen haben. Wir begrüßen auch an dieser Stelle die neuen 450 Mitbürger. mögen sie sich im Herner Kommunalverband recht wohl fühlen. * 2* Geginn der Ernte in der Herner Ein Besuch im neueingemeindeten Teil. Der Charakter unserer Feldmark hat sich unter den engenden Strahlen der Julisonne schnell verändert. Das saftige, frische Grün der Frühlingstage ist aus der Feldmark verschwunden und hat dem blassen, fahlen Farventone Platz machen müssen. Das Getreide reift der Ernte entgegen. Die Halme sind gut und kraftig gediehen und die Aehren sind mit Körnern reichlich gefullt. Sie neigen sich unter der schweren Last, die als Lohn der Sorgen und Mühen in ihnen ruht. In der vergangenen Woche schon fielen hier und da Roggen und Sommeraerste dem Todesschnitt der Sense zum Opfer. In langen, gleichmäßigen Zugen zieht der Schnitter durch das wogende Getreidefeld. Rauschend senken sich die Halme: sie werden zu Garben gebunden und in langen Reihen aufgestellt. Ein trauliches altheimatliches Bild in unserer modernen Zeit! Wie lange noch, und der Wind weht über die Stoppelfelder! Ein Gang durch das neue nach Herne eingemeindete Gebiet mit den kleinen Siedlungen Oestrich und Kray zeigt uns noch weite, ausgedehnte Aehrenfelder und erinnert an jene Zeit, da noch keine Schlote rauchten und die Landschaft im tiefen Sommerfrieden schlummerte Die Kartoffeln haben unter der Hitze stark gelitten. Manche Kartoffelfelder haben ihr grunes Laub verloren und machen schon einen herbstlichen Eindruck Die„Kleinbauern“, die über einige Ruten Kartoffelacker verfügen, sind schon dabei, den Segen ihrer „Felder" einzuernten. Reihe um Reihe fallen die Knollenpflanzen dem täglichen Mittagsmahle zum Opfer. Welch eine Freude für Anbauer, wenn die Knollen aus der Erde gegraben werden und die „Mäuse“ und die„Julinieren“ in reichlicher Menge als helle Punkte auf der Ackerscholle leuchten! Sorgam werden sie gesammelt und der Hausfrau, die nun diese Frucht nicht mehr an der„Bude“ zu kaufen braucht, zur Verfügung und Verwendung gestellt. *** Muß der Beschuldigte vor dem Schiedsmann erscheinen? Die strafrechtlichen Folgen beim Ausbleiben im Sühnetermin. Bei Privatklagesachen(Beleidigung, Sachbeschadigung usw.) kommt es wied erholt vor, daß der Beschuldigte der Ladung des Schiedsmanns zum Sühnetermin keine Folge leistet. Es wird deshalb auf die einschla gigen gesetzlichen Bestimmungen der Preußischen Schiedsmannsordnung hiermit besonders hingewiesen Nach§ 39 der Schiedsmannsordnung hat der Beschuldigte in dem von dem zuständigen Schiedsmann anberaumten Termin persönlich zu erscheinen. Er kann sich also nicht vertreten lassen, weder durch einen gesetzlichen Vertreter noch durch Bevollmächtigte Von der Pflicht des Erscheinens ist er nur dann befreit, wenn er triftige Gründe. die sein Erscheinen unmöglich machen, zu seiner Entschuldigung nachweisen kann. Das Ausbleiben des Beschuldigten hat zwei Folgen. Zunächst verfällt der Ausbleibende einer Ordnungsstrafe. Der Schiedsmann kann nach§ 39 Ziffer 2 der Schiedsmannsordnung gegen den Beschuldigten für jeden Fall des Ausbleibens eine Ordnungsstrafe von 1 bis zu 30 Reichsmark festsetzen. Nicht nur Nichterscheinen, sondern auch verspätetes Erscheinen rechtfertigt die Ordnungsstrafe, wenn dadurch der Termin vereitelt wird. Die Gegenpartei braucht auf eine Partei, die nicht punktlich zum Termin erscheint, nicht zu warten. Auf die Folgen des Ausbleibens wird der Beschuldigte durch die Ladung besonders hingewiesen. Gegen die Festsetzung der Ordnungsstrafe ist nur die Beschwerde im Aufsichtswege zulassig, über die der aufsichtsfuhrende Richter beim Amtsgericht entscheidet. Die zweite Folge des Ausbleibens ist me, daß der Suhneversuch als gescheitart gilt. Diese Folge tritt ohne weiieres aber nur dann ein, wenn die Parteien nicht in demselben Gemeindebezirk wohnen. Wohnen die Parteien dagegen in demselben Gemeindevezirk, so ist ein zweiter Termin zu bestimmen. Die Anberaumung dieses Termins erfolgt von Amtswegen, wenn nicht der Antragsteller vorher den Antrag zurückzieht Das Ausbleiben im zweiten Termin hat für den Beschuldigten dieselben strafrechtlichen Folgen wie das Ausbleiden im ersten Termin. Aus welchen Schichten stammen die höheren Schüler? Nach einer Statistik des bayrischen Kultusministeriums entstammten von den im Schuljahr 1928 29 in die höheren Schulen aufgenommenen Schülern und Schulerinnen 7,2 Prozent dem höheren Beamtenstand, 18,7 Prozent dem mittleren Beamtenstand. 11.4 Proz dem unteren Beamtenstand, 5.2 Prozent den freien Berufen. 7,0 Prozent der Landwirtschaft, 26,9 Proz. dem Handel und dem Gewerbe, 15,0 Prozent der Angestelltenschaft und nur 8.6 Prozent der Arbeiterschaft Das Mißverhaltnis des prozentualen Anteils der Arbeitnehmer wirkt noch krasser, wenn man berücksichtigt, daß diese Schicht 70 Prozent der Gesamtbevölkerung ausmacht * 2 2 * Geschäftseröffnung. Die Firma Franz Nickel, Behrensstr 10, eröffnet heute im Hause Behrensstraße 5 eine Kunststopferei chemische Reinigungsanstalt und Färberei. * Verweigerung von Pressekarten wegen nicht zusagender Kritik. Direktor Emu Schulz von der Komischen Oper in Essen verweigerte unserem Mitarbeiter, dem Essener Journalisten und Theaterreferenten Fritz Kreuger, die üblichen Pressekarten mit dem Hinweise, bezüglich einer von ihm engagierten Gastspielgesellschaft eine nicht im Sinne des Herrn Direktors Schulz liegende Rezension veröffentlicht zu haben. Unser Reserent hat sich darauf durch Erstehung einer gekauften Karte Eintritt verschafft und wird auch weiterhin troß der Drohungen des Herrn Direktor Schulz sich in seiner kritischen Meinungsäußerung nicht beeintrachtigen lassen. Der Vorfall zeigt aber wieder einmal, mit welchen Mitteln versucht wird, das Geschäft über die kunstlerische Sendung des Theaters tiumphieren zu lassen * Zusammenstoß. Am Samstag gegen 9,40 Uhr stießen auf der Bahnhofstraße. Ecke Mont=Ceniz=Straße, ein Motorradfahrer und ein Radfahrer zusammen, wobei der Motorradfahrer an der Hand und am Knie leicht verletzt wurde. * Gegen einen Baum geschleudert. Auf der Bochumer Straße geriet am Samstag gegen 17,10 Uhr ein Kleinkraftdreirad beim Ueberholen eines Personenkraftwagens ins Schleudern und fuhr gegen einen Baum. Das Rad wurde stark beschadigt und der Fahrer M aus Langendreer am Kopfe und am rechten Arm leicht verlegt. 2 Angefahren. Die Ehefrau N. aus Herne wurde am Sonntag gegen 15.40 Uhr an der Bahnhof=, Ecke Neustraße, in Herne von einem Motorrade angefahren. Sie kam glücklicher Weise ohne Verleyzungen davon.— Am gleichen Toge wurde an der Ecke Bismarckstraße und Bahnhofftraße, die 4 Jahre alte Z. aus der Goebenstraße, von einem Motorrade angefahren. Sie erhielt leichte Hautabschürfungen. * Diebstahl und Sachbeschädigung. In der Nacht zum Sonntag wurden von unbekannren Tätern aus dem Garten des Hauses Baukauer Straße 123 zwei eiserne Waschepfähle mit Beronklötzen herausgerissen und entwendet. Außerdem wurden zwei weitere Waschepfähle und ca 100 Grünkohlpflanzen aus dem Boden herausgerissen und am Tatort liegen gelassen. * Einbruch in ein Sportgerätehäuschen Von unbekannten Tätern wurde in der Nacht zum Sonntag das aus dem Tennisplatz in der hiesigen verlängerten Moltkestraße defindliche Geratehäuschen erbrochen, hierbei wurden 12 Tennisbälle entwendet Warum der Kampf im rheinischwestfälischen Holzgewerbe? Man schreibt uns. Die Tischlerinnungen versuchen mit allen Mitteln, der Oettentlichkeit und auch den Gesellen klar zu machen, daß der Kampf der Holzarbeiter nicht um materielle Fragen, sondern nur um die Einbeziehung der Lehrlinge in den Tarifvertrag geführt wird. Diese Darstellung ist unrichtig. Man behauptet weiter, daß in allen anderen Streitfragen eine Einigung erzielt, bezw. möglich gewesen sei. Man wer: auf die von den Holzarbeiterverbänden getroffenen Lohnvereinbarungen im Rheingebiet, östliches Westfalen und Munster hin. Diese Löhne will man anerkennen. Man verschweigt aber, daß für das Rheingebiet und das östliche Westialen der alte Tarifvertrag noch zurecht besteht und erst am 1. Dezember 1929 gekündigt werden kann. Wahrend in dem hiesigen Vertragsgeviet der Tarifvertrag und auch die Lohne am 1. Juli abgelaufen sind, muhin ein vertragsloser Zuand besteht. Auch in Munster werden die Schreiner den Kompf wieder aufnehmen um die Anerkennung des Tariivertrages Was ist nun die Ursache des Kampfes? Vom 8 Februar bis 27. Juni ds. Irs wurde 18 Tage lang verhandelt über den Abschluß eines neuen Tarifvertrages Am 27. Juni war noch keine Einigung erzielt über folgende Punkte: Arbeitszeit und Ueberstundenregelung. Arbeitslohn und Altersklassenstaffelung. Ferienregelung. Montagezuschläge, Lohnerhöhung und die Festsetzung der Vergütung der Lehrlinge. In der Arbeitszeitfrage, Altersklassenstaffetung und Montagezuschläge verlangten die Arbeitgeder wesentliche Verschlechterungen gegenber dem bisherigen Zu stand. In der Loynfrage hatte man bis zum Schluß des letzten Verhandlungstages überhaupt noch kein An gebot gemacht. Ueber die Lehrlingsvergutung ist wahrend der ganzen Veryandlungstage kaum gespro chen worden. Die Holzarbeiterverbände wollten die Festietzung der Entschadigungssatze für die Lehrlinge dem amtlichen Schlichter zur Entscheidung uberlassen, weil die Innungsvertreter erklarten, keine Vollmacht zu haben, um über die Lehrlingsfrage mit den Holzarbeiterverbänden zu verhandeln. Ueber die übrigen Streitfragen waren die Arbeitnehmer zu weiteren Verhandlungen bereit. Es bestand trotzdem keine Aussicht, zu einer Verstandigung zu kommen. Diese Tafache wurde durch die Parteien in nochfolgendem fest. gelegt: „Die an dem bisherigen Bezirkstarefvertrag fur das rheinisch=westfalische Holzgewerde beteiligten Vertragsparteien stellen kest, daß eine Fortfuhrung der Verhandlungen zwischen den Parteien aussichtslos erscheint, weil uder die bisher noch offenen Fragen eine Verstandigung nicht moglich er Ersen, den 27. Juni 1929 gez Evers. Kutscheidt, Stover Die Arbeitgever waren dann bereit, den Schlichter in den noch strittigen Fragen anzurusen, wahrend die Holzarbeiterverbande den Schlichter in der Lehrlingsfrage anrufen wollten. Beide Porle##en waren sich hieruber einig. Der Teschlerinnungsverband hat dann am 2. Juni den Schlichter zur Vermittlung angerufen, demielben aber die Bedingung gestellt, daß über die Lehrlingsfrage nicht verhandel: werden dürfe. Der Schlichter. Professor Brahn, hat das Ansinnen der Tischlerinnungen abgelehnt mit der Begründung, daß er verpflichtet sei, über alle von den Parteien gestellten Antrage zu verhandeln Die Innungen haben dann aus Grund der von dem Schlichter erhaltenen Antwort am 5. Juni in einer Versammlung in Dortmund dem Innungsverband die Verhandlungsvollmacht entzogen. so daß sich der Tischlerinnungsverband für tarifunfadia erklarte. Dieses geht aus nachltehendem Schreiben deutlich hervor An den Zentralverband christl. Holzarbeiter „Im Nachgang zu unserem Schreiben vom 4. ds Mis teilen wir Ihnen mit, daß die gestern in Dortmund stattgehabte Vertreterversammlung der Tischlerinnung des Vertragsgebiets rheinssch westfalisches Holzgewerbe nicht nur eine Ausdehnung der der zentralen Verhandlungskommission erteilten Vollmachten abgelehnt, sondern auch die beschrankten Vollmachten zurückgezogen hat. Der im Schreiben vom 2. ds Mis. beim amtlichen Schlichter gestellte Antrag auf Verhandlungshilfe in dem vorliegenden Lohn= und Tarifstreit ist dadurch hinfallig geworden.“ Auf Grund dieser Tatsache bestand für die Tischlerinnungen des ganzen Vertragsgebietes keine tariffähige Organisation mehr. Man hätte uunmehr mit den 80 Innungen oder mit jedem Innungsmeister einzeln verhandeln müssen. Dieses konnte man den Holzarbeiterverbänden nicht gut zumuten. Es war ja auch aussichtslos, am diese Weise wieder zu einem einheitlichen Vertragsverhaltnis zu kommen. Um aber wieder Ruhe und Ordnung im Gewerbe zu bekommen, war ein Tarifvertragsabschluß unbedingt notwendig Um dieses Ziel zu erreichen, haben di. Holzarbeiter dann das letzte Mittel, den Kamof in Anwendung gebracht Aus diesen Tatsachen geht klar hervor, daß der Kompf nicht um die Festsetzung der Lehrlingsvergulung geführt wird, da diese Frage ja durch den Schlich ter entschieden werden sollte, sondern um die Schaffung eines neuen Tarifvertrages. Die Verantwortung fur diesen Kampf mussen die Innungen allein tragen, die dem Tischlerinnungsverband die Verhandlungsvollmacht entzogen haben. Das Verhalten der Innungen hatte ja auch zur Folge, daß der Holzbearbeitungsfabrikanten=Verband bereits einen Tarifvertrag mit Einschluß der Lehrlingsvergutung mit den Holzarbeuterverbanden abgeschlossen hat. Auch der Baugewerbeverband hat seine samtlichen Mitglieder innerhalb des rheinisch=westfalischen Vertragsgediets angewiesen, den bereits abgeschlossenen Taritvertrag anzuerkennen. Eine Reihe von Cinzelsirmen haben sich evenfalls zur Unterzeichnung des neuen Tarifvertrages bereiterklart Weiter sind einige Innungen zur Anerkennung des Vertrages bereit, und es hängt nur noch von den einzelnen Innungen bezw. dem Innungsmeister ab. ob er die Vollmacht zur Anerkennung des Vertroges hat und damit der Kampf berudigt wird. unser Weiterbericht. Das Tiefdruckgeviet ist von Großbritannien nack der Nordsee fortgeschritten und erstreckte sich gesterr früh in Ausläufern über Deutschland. Ein neues Tief druckgebiet zieht nordwestlich von Irland heran. Ir Deutschland war es gestern früh fast überall stärker bewölkt, aber im allgemeinen trocken. Die Morgentemperaturen lagen zwischen 16 bis 20 Grad Wetteraussichten bis Mittwoch: Wech elnde Bewölkung mit vereinzelten Regenschauern und etwas kühler bei südwestlichen bis westlichen Winden * Der Kampf gegen die Selterbude. Zu dem so überschriebenen Gerichtsbericht in der Nr. vom 1. August wird uns von den die Anzeige erhebenden Zeugen erklärt, daß es sich nicht um das Gartenland gehandelt habe, sondern darum, die dauernden Belästigungen von Besuchern der Bude(Verrichtung der Notdurft nach dem Biertrinken in der Bude vor dem Hause und im Garten) zu verhindern Erst die Bedrohung mi einem Beile, die erfolgt sen als man den Budeninhaber, wie schon oft, auf das Unpassende dieser Vorfälle hinwies, habe die Veranlassung zur Erstattung der Anzeige wegen Gewerbevergehen: (Verkauf von Bier zum Genuß an Ort und Stelle sowie nach 7 Uhr abends und an Sonntagen) gegeben * Zu einem Arbeitsunfall lam es gestern morgen auf der Anlage einer hiesiger Unschlußbahn. Beim Einseßen von Waggons zer inrana eine Spindel, hierbei wurde der Bremser Heinr J. an Kinn und Wange so unglücklich getroffen, daf er einen Kiefernbruch und einen schweren Wangenrif davontrug. Nach ärztlicher Behandlung wurde er dem kath. Krankenhaus überwiesen. Tödlich verunglückt. In der Nachmittagsschicht verunglückte am Freitag der Bergmann Backenecker aus der MontCinis=Straße auf der Schachtanlage Mort=Cenis 1=3 beim Verbauen. Der Verunglückte, der erst 23 Jahre alt ist und demnächst Hochzeit halten wollte, geriet zwischen ankommende Förderwagen, wobei ihm der Kopf förmlich zerquetscht und die Schulter eingedrückt wurde.— Recht tragisch ist dieser Fall insofern, als auf derselben Schachtanlage bei der großen Explosion auch der Vater und ein Sohn verunglückten, letzterer tödlich. * Aus dem Fenster gestürzt. In kurzer Abwesenheit der Mutter, welche Einkaufe besorgte, sturzte die erwa 5jährige H. aus der Wordstraße Samstag nachmittag aus dem Fenster der 2. Etage auf den Hof Mit erheblichen Koni= und inneren Verletzungen wurde das Kind zum evgl. Krankenhause geschafft, wo es bedenklich darnieder liegt. * In der Trunkenheit sturzte der Bergmann J. T. aus der Horschauserstraße Samstag abend derart heftig mit dem Hinterkopf auf den Bordstein, daß er bewußtlos mittels Krankenautos seiner Wohnung zugeführt werden mußte. Nach Wiedererlangung der Besinnung stellte sich jedoch eine schwere Gehirnerkrankung mit Blutungen ein so daß der Unglückliche gestern ins kath. Krankenhaus geschafft werden mußte. * Vom deutschen Stahlhelmtag in Nürnberg kehrten gestern nachmittag ca. 150 bis 180 Herner Teilnehmer mit Musik, festlich geschmuck: nach hier zurück und zogen nach einem Umzug durch die Stadt ihrem Vereinslokale zu. * Beim Spielen verletzt. In den Vormittagsstunden des Samstags spielten mehrere Kinder in einem Hause der Hermannstraße Fangen, als plötzlich der etwa 8jährige Sohn A. des Bergmanns T. mit dem rechten Bein zwischen das Geländer der Treppe geriet, und hinunterstürzte. Mit Kopf= und Armverletzungen sowie einem Beinbruch mußte der Verletzte dem ev. Krankenhaus zugeführt werden. * Einen Berufsunfall erlitt gestern morgen der Arveiter F. V. aus der Hiberniastraße auf der Gaveg. Beim Transportieren von schweren Eisenteilen brach er plötzlich zusammen und geriet unter die schwere Last. Mit ernsten inneren Verletzungen(Rippenbrüchen) fand V. Aufnahme im kath Krankenhause. * Infolge von Krämpfen stürzte der Arbeiter J. H. aus der Goethestraße gestern nachmittag heftig mit dem Kopfe auf das Straßenpflaster. Mit bösen Verletzungen wurde er durch das Krankenauto dem ev. Krankenhause zugeführt. * Brieftauben=Reisevereinigung für Herne und Um. gegend. gegründet 1900. Gestern feierte in den Raumen des Herrn Förster. Herne=Riemke, der Bezirk„Süd=West“ der Brieftauben=Reisevereinigung für Herne und Umgegend, gegründet 1900, sein diesjähriges Sommerfest. In den überfullten Raumen verlebten die Taubenliebhaber mir ihren Angehörigen recht genußreiche Stunden. Die Herren Drewermann als Vorsitzender des Bezirks und Langenbach als Bezirksvertreter hatten es verstanden, das Fest vorbildlich zu arrangieren Vom Vorstand der Reisevereinigung waren erschienen die Herren Willenberg und Dr. Roemer. Ersterer überbrachte dem Bezirk die besten Glückwünsche der Renevereinigung und wies in seiner Festrede auf die hohen Ideale des Brieftaubensports hin, auf essieren. Nach Abwicklung des offiziellen Programms, das Rezitationen von Frl. Schellenberg, Gesangdarbietungen des Doppel=Quartetts„Schlägel und Eisen“ und Theatervorträge des Vereins„FauftAstoria“ enthielt, vergnugten sich die Mitglieder noch lange bei froblichem Tanz * Kavalleric-Verein Sodingen. Die am Sonnabend, dem 3. ds Mis, im Vereinsheim stattgesundene Monatsversammlung war sehr gut besucht. Kamerad Wullenkord leitete in Afwesenheit des 1. Vorsitzenden die Versammlung Kamerad Muller erstattete Bericht üder die Sitzung der Ortsgruppe Sodingen des Kysshauserbundes. Die Versammlung war mit den dort gefaßten Beschlussen einverstanden und begrüßte besonders freudig den für den 1. 1. 1930 geplanten Uebertritt zum Kreis= Krieger=Verband Herne.— Es wurde meuterhin der Beschluß des Vorstandes, am 25. August ein Gartenkonzert in den Gartenan. logen des Vereinsheims zu veranstalten, gutgeheißen Dieses Konzert, ausgefuhrt vom Trompeterkorps des Vereinz, soll durch ein„Großes Feuerwerk" eine besondere Nate erhalten. Ein Antrag. mut diesem Konzert ein Kinderfest zu verbinder, wurde abgelehnt und die Frage„Kinderfest" der nächsten Vorstandssitzung überwiesen.— Eine Einladung des Vereins ehemal Hocketauer Castrop wurde verlesen und der Besuch des 25jahrigen Jubelfestes dieses Vereins den Mitgliedern empfohlen.— Nachdem Kamcrad Wullenkord noch die eingegange meyer, Bu trat der ge ders versta die Kamere auf das Be Schouft eber Geschäftslei lung dieses fehlt ein dem Blick dig seinen den Scheib Sonne die raum direk in seiner 9 nen werder nenbeschien stellten Wa sollen, Ma Schaufenste Schaufenste ders also a liegenden trin die S dunkler die die Spiege dunkelfarbi Mißstand b unmittelbat zu halten. steht, wie ausführt, z künstlichen Meist wird langs des sterscheibe fensterraum Lichtquellen sind oben hänge aus Auch die W Ladenraum Andere Spiegelung lo. wie sta tung! 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Ganz besonders verstand es wieder unser lieber Kamerad Kliesch die Kameraden mit den inzwischen erschienenen Damen auf das Beste zu unterhalten. Aufwertung von Rentenvermächtnissen. Schaufensterscheiben dürfen nicht spiegeln. Ein Rat für Geschäftsinhaber. leber spiegelnde Schaufenster argern sich sehr viele Geschäftsleute, ohne je ernstliche Versuche zur Abstellung dieses Mißstandes zu unternehmen. Dabei verfehlt ein spiegelndes Schaufenster, das die Auslagen dem Blick der Vorübergehenden vorenthält, vollständig seinen Zweck! Die Spiegelungen kommen auf den Scheiben dann nicht zunande, wenn die Sonne die eigene Ladenfront und den Schaufensterraum direkt bescheint: auso auch der Schaufensterraum in seiner ganzen Tieje muß in vollem Maße beschienen werden! Nun mussen leider gerade auf den sonnenbeschienenen Straßenseiten zum Schutze der ausgestellten Ware und der Fußgänger, die diese betrachten sollen, Markisen vergesehen werden, wodurch die Schaufenster verdunkelt werden. Sobald aber der Schaufensterraum dunkler ist, als die Straße, besonders also auch, wenn der Damm oder die gegenüberliegenden Häuser von der Sonne beschienen werden, tritt die Spiegelung ein. Je tiefer diese Räume, je dunkler die Abschlußwände an sich sind, umso stärker Spiegelungen. Handelt es sich dann noch um dunkelfarbige Ausstellungsgegenstände, so ist der Mißstand besonders arg und zwingt dazu, das Auge unmittelbar an die Schaufensterscheibe zu halten. Die einzige, völlig wirksame Abhilfe besteht, wie Architekt Nöthlina in der„Bauwelt" ausführt, zweifellos in einer genügend lichtstarken künstlichen Beleuchtung des Schaufensterraumes. Meist wird eine Reihe„tiefstrahlender" Leuchten oben langs des Fenstersturzes, dicht hinter der Schaufensterscheibe angeordnet, verwendet. Der ganze Schaufensterraum soll gleichmäßig stark erleuchtet sein. Die Lichtquellen dürfen nicht blenden. Nötigenfalls sind oben im Schaufenster gegen die Blendung Vorhange aus nicht zu durchsichtigem Stoff anzubringen Auch die Wande des Schaufensterraumes bezw. des Ladenraumes sollten möglichst hell gehalten werden. Andere Vorkehrungen zur Bekämpfung der Spiegelung werden benutzt, helfen aber nicht immer so. wie starke künstliche Schaufenster=Innenbeleuchtung! Hier sind die bekannten Glasprismen zu nennen, oder ein durch DRGM. geschützter Vorschlag, die Sonnenschußzvorrichtungen nicht durchgehen zu lassen, damit das Tageslicht oben eindringen und das Schaukensterinnere hell beleuchten kann. Die Anlagekosten der starken Innenbeleuchtung kommen nicht in Betracht, da die Anlage gleichzeitig für die Abendbeleuchtung benutzt werden kann; so kommen nur die Betriebskosten für Stunden in Betracht, während der die Lichtanlage zur Bekampfung der Spiegelung eingeschaltet ist. Viele Geschäftsleute scheuen diese Lichtkosten, ohne zu bedenken, daß der werberechnische Wert eines zu jeder Tagesstunde klor übersehbaren Fensters viel mehr wert ist Von Justizoberinspektor Karl Fuchs(Neuß Erblasser, die den gesetzlichen Erben ihren Anteil nicht schmalern wollen, sich aber anderseits verpflichtet fühlen, nahen Verwandten oder treuen Bediensteten bis zu deren Lebensende eine Versorgung zu sichern, legen im Testament ihren Erden die Verpflichtung auf, dem Bedachten aus dem Erbteil eine Rente zu zahlen. Mit Einsetzung des großen Enzeignungsverfahrens der Inflation begannen für die meisten Vermachtnisnehmer recht traurige Zeiten, wenn der zur Verpflichtete sich darauf beschränkte, die Rente lediglich mn Papiermark weiterzuzahlen Jedoch schon im Jahre 1921 ist das Reichsgericht zu einer Auswertung derartiger Renten gekommen. Daim Jahre 1925 erlassene Aufwertungsgesetz hat sich diesem Standpunkt nicht nur angeschlossen, sondern im § 63 die Ansprüche der Vermächtnisnehmer ausdruck. lich als nicht unter den Begriff„Vermögensanlage“ fallend bezeichnet. Daher unterliegen die Vermächtnisrenten nicht der Beschränkung auf 25 v. H., sie sind vielmehr nach den allgemeinen Vorschriften von„Treu und Glauben“ aufzuwerten. Das Reichsgericht führt in seinem Urteil vom 19. Dezember 1923 aus(und das Oberlandesgericht Stetein macht sich diesen Gedankengang in seinem Urteil vom 15. 12. 25, also nach Erlaß des Aufwertungsgesetzes zu eigen), daß bei Festsetzung des Betrages der Rente nicht der ausgeworsene Betrag das Wesentliche gewesen sei, sondern die Absicht, es dem Vermächtnisnehmer zu ermöglichen, sich eine gewisse Menge von Dingen zu beschaffen, die er zur Fristung des Lebens notwendig hat. Welcher Betrag hierfür nötig ist, richtet sich nach dem jeweiligen Stande des Geldwertes. Aendert sich dieser nachträglich derart, daß es dem Rentenberechtigten auch nicht annähernd mehr möglich ist, sich aus der festgesetzten Rentensumme das bestimmte Maß des zum Unterhalt Notwendigen zu verschaffen, so wird durch Zahlung einer summenmaßig gleichbleibenden Rente nicht mehr das geleistet, was der Erblasser gewollt hatte. Der Berechtigte hat dann grundsätzlich den Anspruch darauf, daß die Rente der verminderten Kaufkraft des Geldes entsprechend erhöht wird. In seinem späteren Urteil vom 3. 3. 24 hat das Reichsgericht diesen Standpunkt auch bei Beurteilung von Unterhaltsverträgen, insbesondere auch bei Altenteilsverträgen, aufs neue bestätigt Versehlt ware es nun aber, wenn jemand, dem vor der Inflation eine Rente von z. B. 150 Mk.(Papiermart) monatlich vermacht ist, darauf bestehen wurde, daß ihm heute auch 150 RM(Reichsmark) gezahlt würden. Das Vermachtnis besteht in Papiermark, a#o in einer heute nicht mehr gültigen Währung. Zwar unterliegt die Rente der Aufwertung nach den eben skiezierten Gesichtspunkten, der Währungsverfall hat jedoch alle Volksgenossen betrosfen, und alle haben die Folgen zu tragen. Bei einer hundertprozentigen Aufwertung wurden diese allein auf den Zahlungspflichtigen abgewalzt werden. So ist, wie auch das Reichsgericht in dem chon eben ausgefuhrten Urteil vom 19. 12. 23 ausführt, gerade nach den Grundsatzen von Treu und Glauben, die zu einer Aufwertung der Rente gefuhrt haben, nicht nur einseitig das Interesse des Berechtigten in Betracht zu ziehen, sondern auch auf die wirtschaftl. Lage und die Leistungsfähigkeit des Verpflichteten billige Rücksicht zu nehmen. Insbesondere muß(nach dem Urteil des Oberlandesgerichts Stettin vom 15. 12. 25) bei Vermächtnissen auch in Betracht gezogen werden, ob und inwieweit der Nachlaß in seinem Werte erhalten geblieben ist. Gerade die Landwirtschaft befindet sich zurzeit in einer schwierigen wirtschaftlichen Lage, und es ist kein Geheimnis, daß die Schuldenlast seit den letzten Jahren ständig wächst. Auch das Oberlandesgericht Rostock stellt in seinem Urteil vom 21. 1. 29 den Satz auf, daß der Wille des Erblassers von wesentlicher Bedeutung ist und daß regelmäßig dieser Wille dahin anzunehmen ist, das Vermächtnis in seinem Verhältnis zum Wert des Gesamtnachlasses zu halten. Gegeneinander abzuwägen ist demnach die Leistungsfähigkeit des Schuldners und die Bedürftigkeit des Rentenempfängers. Daher wird sich der zu bewilligende Prozentsatz der Aufwertung stets nach den besonderen Umständen des Einzelfalles zu richten haben. Falls unter den Parteien eine gültige Einigung nicht zu erzielen ist, muß der Berechtigte seine Ansprüche im ordentlichen Prozeßverfahren geltend machen. Reiseandenken. Ein Kapitel zum Fürchten. Reiseandenken können sehr hubsch sein, oft sind sie jedoch auch richtige Hausgreuel. Manche von ihnen geben uns noch nach Jahren Stimmungen wieder, die man auf der Reise gehabt hat, lassen Erinnerungen aufleuchten über froh verledte Stunden und über mancherlei Nebeneindrücke auf schon weit zurückliegende Reisen. Auch Natureindrücke können durch Reiseandenken wieder aufleben, Berge und Täler kommen wieder in Erinnerung, Flüße und Seen, die Schönheiten eines Sonnenaufgangs oder Sonnenunterganges, die Schönheiten eines zwischen Blüten oder grünen Bäumen versteckten Dörschens, die Wogen des Meeres, Idylle im Walde, an der Eisenbahn, an einem Vergabhange oder an einem Binnensee. Recht viele Reiseandenken müssen jedoch als scheußlicher Kitsch angesehen werden, und so mancher, der sich auf der Reise in der Uebereilung oder in einer schnell angeflogenen Laune solche Reiseandenken kauft, empfindet sie schon in kurzer Zeit selbst als geschmacklos, sucht sie sobald wie möglich wieder los zu werden, oder versteckt sie irgendwo, wohin kein Auge eines Besuchers blicken kann. Derartige Reneandenken sind fast immer Masseware, sie werden im großen hergestellt und nur der jeweilig aufgedruckte Name erinnert an den Ort, an dem sie nachher verkauft werden Am harmlosesten von diesen üblen Reiseandenken noch die, die nur als„Schmuck" hergestellt worden sind, denn derartige Andenken werden am ersten als geschmacklos empfunden. Anders ist es, wenn ein derartiges Resseandenken im Haushalt zu irgend einem prakt'schen Zweck verwendet werden kann Dann straubt sich die sparsame Hausfrau oft lange, ein solches Resseandenken wieder auszurangieren und es dorthir zu befordern, wohin es gehört. Jedoch bei den Reiseandenken lassen sich nicht nur geschmacklose und geschmackvolle unterscheiden, es ist auch ein großer Unterschied, ob man sie, selbst mitgebracht oder geschenkt erhalten hat. Solche, die man sich selbst mitgebracht hat, kann man wegwerfen, wenn sie einem nicht mehr gefallen, bei denen aber, die man von Onkeln, Tanten und anderen Verwandten erhalten hat, ist das schon schlimmer. Jedesmal, wenn ein solcher Geschenkgeber einen Besuch macht, wird er sich überzeugen wollen. ob das reizende Geschenk von damals noch seinen Platz hat. Eine Mtteilung, daß das Geschenk einmal „durch Zufall" umgestoßen worden ist und dabei in die Brüche ging, wird nicht ohne eine tadelnde Bemerkung ausgenommen. Der Schreiber dieses Aufsatzes hat einen Freund, der sich mehrere Male anders eingerichtet hat, nach dem Kriege auch einmal umgezogen ist, jetzt ein eigenes Häuschen besitzt und sich dort recht geschmackvoll eingerichtet hat. Vieles aus den alten Mobilien, dutzenderlei„Nippsachen“, die aus alten Zeiten stammten, wurden bei dem Umzug in das neue Häuschen auf den Kehricht befördert, nur die Reiseandenken aller seiner Verwandten verschandeln weiter die Wohnung, weil mein Freund und seine Gattin es nicht wagen, diese Erinnerungen an die Reisen der verehrten Verwandtschaft einfach wegzuwerfen. Und so kann wohl gesagt werden, daß sich nicht nur Gesetze, sondern auch Reiseandenken wie eine ewige Krankheit erben. Viele von den Reiseandenken finden ihren Weg in die Tombolas und Lotterien, die im Winter in allerlei Vereinen veranstaltet werden; man gibt sie umsonst hin, sie treten dann ihren Weg in die Haushaltungen von neuem an und wer dabei ein wenig Pech hat, kann sogar seine eigenen Reiseandenken wieder gewinnen. Es ist nur zu wünschen, daß wenigstens die größten Greuel aus der Resseandenken=Industrie verschwinden, das wird aber nur geschehen, wenn sie nicht mehr gekauft werden. A. B. Das Zähnevutzen. Von Dr. E. Kiefer. Berlin. Die Grundlage jeder Zahn= und Mundpflege ist die mechanische Reinigung mit Wasser und Burste Der Zweck des Bürstens besteht darin, die Zahnflächen und besonders die Räume zwiechen den Zähnen von fäulnis= und gärungsfähigen Speiseresten zu säubern. Die Form der Bürste muß sich ungefähr den anatomischen Verhältnissen der Mundhöhle anpassen. Am unzweckmäßigsten sind die Bürsten mit gerader, großer Bürstenfläche, mit nicht zu langen Borsten, die es unmöglich machen, bei straffen Wangentaschen die Außenflachen der hinteren Mahlzähne zu säubern. Fast alle Patienten stellen das Bürsten der Zähne ein, wenn bei der Reinigung das Zahnfleisch leicht blutet. Blutendes Zahnfleisch ist nicht von normaler Beschaffenheit, es ist krank, aufgelockert und entzundlich verändert, oft nur deshalb, weil nicht genügend gebürstet wurde. Das Mitbürsten des Zahnfleisches wirkt als Massage. Die Zahnbürste muß nach jedem Gebrauch gut abgespült und zum Trocknen aufgestellt werden. Vor und nach der Reinigung mit der Bürste spült man den Mund kräftig aus, indem man mit geschlossenen Lippen durch Bewegen der Wange und Zunge die Spülflüssigkeit zwischen den Zähnen hindurchpreßt. Nun wird ein Schluck Spulflüssigkeit in den Mund genommen, dann in wagrechter und senkrechter Richtung gedürstet. Man drückt die Borsten in die Zwischenräume hinein und reibt sie durch drehende Bewegung des Bürstenstieles aus. Dabei darf nicht vergessen werden, daß auch die der Zunge und dem Gaumen zugekehrten Flächen der Zahne und Kaufläche gebürstet werden müssen. Speisereste, die sich mit der Bürste aus den Zwischenräumen nicht entfernen ließen, werden mit dem Zahnstocher oder mit einem gewachsten Seidenfaden, der hin= und herbewegt wird, entfernt. Als Spülflüssigkeit ummt man zur Zahn= und Mundpflege am besten warmes Wasser. Die Zusätze sind unwichtig, sie stellen indessen eine angenehme Beigabe dar, die für den Augenblick erfrischend wirkt. Jedenfalls muß von käuflichem Mundwasser, Zahnp##ta oder Zahnpulver verlangt werden, daß sie für Zähne, Mundschleimhaut und Gesamtorganismus unschädlich sind. Als Zahnpulver sehr verbreitet ist die Schlämmkreide, die aus kohlensaurem Kalk besteht. Sie kann aber nur dann als einwandfreies Reinigungsmittel gelten, wenn sie gut gereinigt und fein im Korn ist. Wie neuere Untersuchungen gezeigt haben, entspricht die zum Kaufe angebotene Schlämmkreide diesen Anforderungen meist nicht. Schärfere Putzmittel, wie Kohlenvulver, Bimmstein, gepulverte Austernschalen, Zigarrenesche dürfen deshalb nicht verwendet werden, weil sie wegen ihrer scharfkantigen Bestandteile den Schmelz des Zahnes schadigen. Bei schlechtem Zahnmaterial, das leicht zum Zerfall neigt, reicht selbst die beste Zahn= und Munduflege nicht aus, um die Zahne funktionsfähig zu erhalten Der Zahnarzt kann durch frühzeitige Behandlung den durch Karies zugefügten Schäden, auch bei an sich minderwertigen Zähnen, abhelfen. Zahnschmerzen lassen sich auf ein Minimum reduzieren, wenn ein erkrankter Zahn frühzeitig behandelt wird, ganz abgesehen davon, daß die Behandlung dann viel einfacher ist. Zweimal im Jahre soll jedermann seine Zähne vom Zahnarzt untersuchen lassen. Namentlich sollen Kinder regelmäßig zum Zahnarzt gebracht werden, auch dann, wenn keine Anzeichen von sichtbaren Erkrankungen vorliegen. Die Aufgabe des Zahnarztes sollte nicht darin bestehen, Schmerzen, die durch Nachläßigkeit entstanden sind, zu beseitigen, sondern diese von vornherein zu verhindern. Capitol Ich— der Mann, der lacht. Von Conrad Veidt. Die Direktion schreibt: In den Capitol=Lichtsvielen lauft ab heute in Erstaufführung der Universal=Großfilm„Der Mann, der lacht". Der Darsteller der Titelrolle stellt uns folgenden Artikel zur Verfügung: „Schon in Deutschland habe ich immer nur Rollen gespielt, die hochdramatisch waren und die die Möglichkeit zu stärkster Aktion boten. Es ist klar, daß diese Rollen nicht immer diejenigen guter Menschen sein konnten, da ich dämonische Charaktere darzustellen hatte. Ich selbst möchte ja gern sagen, daß ich mich innerlich mit derartigen Menschen nicht identifiziere, und ich habe es als eine Milderung der Auffassung von meiner Person empfunden, als man mir in Hollywood Rollen bot, die nur rein äußerlich Bösartigkeit verlangen, im Grunde aber doch gute Menschen waren. In dem Film„Der seltsame Fall eines Arztes“ spielte ich einen unschuldig verurteilten Arzt, der mit einer Lebenslüge durch das Dasein geht, und dem der Zuschauer letzten Endes alle Sympathien darbringt Aber auch in dem Film„Der Mann, der lacht", nach dem berühmten Roman Victor Hugos, sehe ich unsympathisch aus, weil ich der Mann bin, dem man als Kind die Lippen abgeschnitten hat, so daß er mit einem ewig grinsenden Gesicht umhergehen muß. Dieser Mann mit dem lächelnden Gesicht ist eine tragische und bemitleidenswerte Figur. Aber die Rolle des Mannes. der lacht, hat mir große Freude gemacht, denn sie gibt zu starkem dramatischen Ausleben Gelegenheit. Da ist Drama, da ist Tragödie, da ist die Möglichkeit eines starken Sichauslebens.“— Dazu zeigt das Capitol Bebe Daniels. den weiblichen Douglas Fairbanks, in ihrem Lustspielfilm „Die Liebesinsel“. Darunter wird man sich im ersten Augenblick allerhand denken. Es handelt sich in Wirklichkeit um folgendes: Eine Reisegesellschaft, in der sich zwei kreuzweis verlobte Paare befinden. kommt in Quarantäne und landet auf einer Insel, auf der sich dann alle Verwicklungen losen. Briefkasten. A. J. 99. Die von Ihnen angefragten Vororte der Stadt Essen haben nach dem Stande vom 1. Juli 1929 folgende Einwohnerzahl und folgenden Flächeninhalt: Essen=Frohnhausen 41 641 Einwohner, Fläche 342,21 Hektar; Essen=Holsterhausen 50 878 Einwohner, Fläche 286.12 ha; Essen=Fulerum 1422 Einwohner, Fläche 156,92 ha. Die Siedlung Margarethenhohe gehört zum Stadtteil Essen=Rüttenscheid. Es ist uns daher nicht möglich. Ihnen dafür getrennte Angaben zu machen. Dortmunder Schlachtviehmarkt Dem Schlachtiehmarkte am August waren zugeführt: 1069 Stück Großvieh, 428 Kälber, 19 Schafe, 1 Ziege, 2689 Schweine. Der Marktverlauf war bei Großvieh langsam, bei Kälbern mittel, bei Schweinen langsam. Es wurden gezahlt für 50 Kilo Lebendgewicht: Ochsen: a) 1. 60—61, 2. 57—59; b) 1. 54—56; 2. 50—53; c) 45—49; d) 40—44. Bullen: a) 54—56; b) 48—53; c) 44—47; d) 40—43. Kühe: a) 53—54; b) 46—51; c) 37—45; d) 25—36. Färsen: a) 59—60; b) 50—58; c) 45—49. Kalber: b) 82—87: c) 70—81; d) 50—69 Schweine: a) 83—86: b) 86—89: c) 86 bis 89; d) 82—85; e) 80—83; f) 78—80; 9) 70—78. Patentbericht. (Mitgeteilt vom Patentbüro Ed. M. Goldbeck, Berlin SW. 61, Gitschiner Straße 5.) Patentanmeldungen. B. 132 104. Dipl.=Ing. Kurt Bredtschneider, Herne. Vorrichtung zum selbsttätigen Verschließen von Druckgefäßen. K 108833. Gebr. Kumpmann, Ludenscheid i. W., Peterstraße 12. Vorrichtung zum Zuführen von Werkstücken, insbesondere von Muttern, zur Rutsche von Gewindeschneid= und Bohrmaschinen. Gebauchsmuster=Eintragungen. V. 25 581. Vereinigte elektrotechnische Fabriken F. W. Busch u. Gebr. Jaeger A.=G., Lüdenscheid i. W. Wasserdichtes Gehäuse für Installationapparate mit 3 Kammern. N. 28 559. Theo Nagel, Ludenscheid, Kugelfüllhalter. S 74375. Richard Sieper, Lüdenscheid i. W. Streichholzdose aus Aluminiumguß E. 41 152. August Enders A.=G., Oberrahmede i. W. Badetuch= bzw. Handtuchhalter. J. 31 159. Firma C. G. Jurchen, Meinerzhagen i. W. Lüsterklemmen für elektrische Beleuchtung Vereinskulender Reichsbund der Kriegsbeschädigten und Kriegerhinter bliebenen. Der Ausflug für Erwachsene findet am Mittwoch, dem 7. August, nach Witten=Hohenstein statt. Treffpunkt 10 Uhr vormittags an der evang. Kirche. Die nächste Versammlung fur Horsthausen findet; am Donnerstag, dem 8. Auaust, abends 7 Uhr in der Wirtschaft Grothaus, Ludwigstraße, statt. Verein heimattreuer Ost- und Westpreußen. Die Beerdigung des verstordenen Mitglicdes H. Hopfen findet am Mittwoch, dem 7. August, nachm. 3.30 Uhr, von seiner Wohnung La=Roche=Straße 22 aus tatt. Die Mitglieder werden gebeten, zahlreich zu erscheinen.(39776 Der Vorstand. D. J. K. Schwimmabteilung. Herne. Dienstag abend, 8.30 Uhr. Hauptversammlung bei Th. Stemberg Turnvereinigung 1873 Herne. Heute. Dienstag, den 6. August 1929, ab 5 Uhr im Vereinsheim Busen gemütliches Beisammensein der Damen des Vereins. Hierzu ladet ein: Der Vorstand. Eine Packung Kuklrol-Pflaster mit dem Gerentie-Schein kostet 75 Pfa. Kuktrol hilft sicher! Sie erhalten bei Nichter fot Ihr Setd znück Zur 66. Generalversammlung der ST-BLATT in Freiburg i. Br. vom 28. August bis 2. Sept. 1929 wird von der Presse=Kommission des Lokalkomitees das altbekannte als reichillustrierte Tageszeitung in 6 Ausgaben herausgegeben, in dem die offiziellen Reden. Bekanntmachungen und Berichte enthalten sind. Unentbehrlich ist dasselbe für Katholiten, die an der Teilnahme verhindert sind, sich aber über die bedeutsame Tagung unterrichten wollen. Wir bitten daher schon jetzt das Festblatt beim Postamt unter Hinweis auf Zeitungspreisliste 10. Nachtrag Seite 1 zum Preise von Mk. 2.30 zu bestellen. Der Anzeigenteil bietet eine seltene und wirksame Gelegenheit zur Reklame für jeden Geschäftsmann. Unverbindliche Preisberechnung durch den Verlag. Benutzen Sie zur Bestellung des Festblattes nebenstehenden Abschnitt. Bestellungen werden bis 20. August angenommen. DRESSVEREIN FREIBURG I. BR., Rosasfrasse 9/11 an das Postaml Dier Unterzeichneter bestellt hiermit.. Stück Festblatt zur 68. GeneralVersammlung der Deutschen Katholiken Zeitungspreisliste: 10. Nochtrag Seite 1 in Freiburg i. Dr Bezugszeit 28. Aug. bis 2. Sept. 1929 (Unterschrif) Or: Leichtathletische Nachlese. Stade Francais siegt in Berlin. Internationale leichtathletische Wettkämpfe in Beruin, ein Klubkampf zwischen SC. Charlottenburg, Stade Francais und Göta Stockholm hatten nicht weniger als 2500 Besucher angelockt. Die deutschen Teil nehmer schienen in allen Wettbewerben nicht viel Glück zu haben. Nur in den kurzen Strecken waren die ausgezeichneten Berliner Sprinter nicht zu schlagen. Die 4X100=Meter=Staffel war eine einwandfreie Sache der SCC.=Weltrekordstaffel und auch die 100 Meter waren Körnig nicht zu nehmen. Die 1000 Meter brachte Böcher und den Weitsprung Schlößle l an sich. Im übrigen gab es folgende Ergebnisse: 1000 Meter: 1. Böcher. SCC., 2.29.9; 2. Martin, Stade Francais, 2:31; 3. Rosenblatt, Göta Stockholm, 2:32. 110-Meter-Hürden: 1. Viel, Paris, 15:09; 2. Glinzer. Stockholm, 16:01. 100 Meter: 1. Körnig, Berlin, 10,7; 2. Schlößke II, 10,9: 3. Andrieu, 11,9. 400 Meter: Hammergreen, Stockholm, 10,7; 2. Viel Paris, 51.3 5000 Meter: 1. Dahlström, Göta, 14:32; 2. Kohn, Berlin, 15.36,1. 4% 100-Meter-Staffel: 1. SC. Charlottenburg 43,1; 2. Gota Stockholm 43,2; 3. Stade Francais 44.2. Weitsprung: 1. Schlößke 1 6,775; 2. Chevalier, Paris, 6:48 Hochsprung: 1. Menard. Paris, 1,85; 2. Nielson, Göta, 1,85(Stechen) Diskuswerfen: 1. Winter, Paris, 44,26; 2. Noel, Paris. 43,90 Kugelstoßen: 1. Noel, Paris, 14:07; 2. Winter, Paris. 12:62; 3. Hähnchen, Charlottenburg, 12.45. 4X 400 Meter-Staffel: 1. Göta Stockholm, 3:22,3; 2. Stabe Francais 3:23,6;—1— 3:31,8(verhalten). 100 Meier Hürden: 1. Viel, Frankreich, 54,9; 2. Troßbach 55.9; 3. Jänisch, Koln, 56,8. 1 100 Meter-Staffel: 1. SC. Charlottenburg 41,3; 2. Eintracht Frankfurt 41,4. Olympische Staffel: 1. Stade Francais Paris 3,.30,5; 2. SC. Charlottenburg 3,30,6; 3. Bar Kochba Berlin. Dr. Peltzer siegt in Wald. Kremer(Kolner BC.) gewinnt die 100 Meter. Bei sehr schönem Wetter und verhältnismäßig gutem Besuch wurde am Samstag in Wald ein leichtathletisches Abendmeeting zur Durchführung gebracht. dessen Kämpfe sehr anregend verliefen. Kremer vom Kölner BC. wurde mit Erfolgen über 100 und und 200 Meter Doppelsieger. Schließlich gewann der KBC. auch noch die 4X100 Meter in der mäßigen Zeit von 44,1 vor Preußen Stettin. Dr. Peltzer war natürlich der Sieg im 400=Meter=Hürdenlauf nicht zu nehmen. Die Ergebnisse: 11 Köln 400 3. Trebst-Köln. 800 m: 1. Sahm=Köln 1:59,8; 2. Sawahn=Stettin 2:00,4; 3. Hartleib=Düsseldorf. 1500 m: 1. Schilgen=Darmstadt 4:04; 2. Hellpapp=Stettin 4.08,4; 3. Hertens=Dusseldorf. 400 m Hürden: 1. Dr. Peltzer Stettin 57,3; 2. Kropp=Stettin 58,2. 4mal 100 m: 1. Kölner BC. 44,1; 2. Preußen Stertin 445. Weitsprung: 1. Sievert=Halle 6,45; 2. Schulte=Stettin 6.32. Hochsprung: Spaethe=Stettin 1,70 m; 2. Stern=Barmen 1.65; 3. Sievert=Halle 1,65(durch Stechen).— Kugelstoßen: 1. Sievert=Halle 13,55 m; 2. Wiegand3. SC. Charlottenburo Düsseldorf 13,06; 3. Spielmann=Langerfeld schen Hof in Wetter eingeleitet. Der Sonntag brachte bei dem herrlichen Wetter Hochstzahl von Turnern und Zuschauer. Im ganzen traten 1262 Werturner an und am Nachmittage umrahmten 2—10000 Zuchauer das weite Rund des neuen Platzes. Die Leistungen waren zum Teil hervorragend, obwohl die Deutsche Jugendkran. D. J.K. Schwimmabteilung Herne Durch die Vereinigung mit dem Recklinghauser Bezirk ist der Schwimmabteilung geholfen worden, inso. fern, da die D. J.K. Recklinghausen in der Badeanstalt Sprung= und Laufbahnen, weil neu angelegt, vielfach am Rhein=Herne=Kanal einen eigenen Nachmittag für noch zu weich waren. Den ersten Sieg in Vierkampf ihre Schwimmer hat, welches in Herne nicht möglich der Turner holten sich Illhardt, Jahn Lüdenscheid und war. Aus diesem Grunde sind die Herner D.J.K.= Wenker, Eintracht Donmund m je 94 Punkten. Schwimmer zur Hauptversammlung am heutigen Illhardt war in glanzender Form: er sprang 1,80 Mtr. Dienstagabend eingeladen. Der Bezirksschwimmwart hoch und 7,08 Meter weit. Wenker lief die 100 Meter aus Recklinghausen wird hier eingehend über die im Vierkampf in 11,2 Sekunden. Den beiten###Tramenanungen verichten, neun wird es endlich mal stoß mit der 20 Kilogramm=Kugel führte Zehmisch Dusseldorf mit 11.60 Meter aus. 35 Turner sprangen mehr als 6 Meter weit; vier Turner sprangen 1,70 Meter, einer 1.80 Meter hoch; 23 Turner liefen die 100 Meter in weniger als 12 Sekunden. Die Bestleistungen bei den Altersturnern waren: Steinstoßen (15 Kilogramm) Schäfer=Rheinhausen 8,10 Meter: Weitsprung: Schäfer=Rheinhausen 6,00 Meter; Hochsprung: 1,60 Meter Comm=Duieburger Turnverein. Auch bei den Sonderwettkämpfen am Nachmittage sah man schöne Kämpfe und gute Leistungen Siegerliste(Vierkampfturnen). 6. Preis, 79 Punkte: Kürten, Herner Turn=Club: 13. Preis, 71 Punkte: Hosberg, Herner Turnklub; 18. Preis, 66 Punkte: Füllgrabe, Herner Turn=Club; 19. Preis, 65 Punkte: Zakohl, Herne, Baukauer TurnClub; 26. Preis, 58 Punkte: Mannes. Herne, T.=Vereinigung; 27. Preis, 57 Punkte: Stemper, Herner gut gelungene Veranstaltung in Krefeld. Die Krefelder Preußen hatten für den vergangeden Sonntag ein leichtathletisches Meeting aufgezogen, das in allen Teilen ein voller Erfolg war. Etwa 5000 Besucher sahen interessiert den wohlorganisierten Wettbewerben zu. Im großen und ganzen gab es guten Sport. Mit etwa 10 Meter schlug der in guter Verfassung befindliche Krefelder Schüller den Franzosen Rousseaus. Die beiden Berliner Engelhardt und Neumann vermochten nicht, den ausgezeichneten Franzosen Feger über 400 Meter abzuschütteln. Einen spannenden Kampf gab es in der Schwedenstaffel, die der Pariser Metropolitan=Club nach hartem Kampf an sich brachte und Viktoria Hamburg auf den zweiten und die Mannschaft des Veranstalters auf den dritten Platz verwies. Die Ergebnisse: 1500 Meter: 1. Loison, Paris, 4:10,2; 2. Bukh, Berlin, 4:16,2; 3. Batzwahl, Krefeld, 20 Meter zurück. Kugelstoßen: 1. Kentae, Finnland, 13,08; 2. Stechemesser 12.92 Hochsprung: 1. Kraatz 1,80; 2. Stechemesser 1,75. 200 Meter: 1. Schüller, Krefeld, 21,7 m: 2. Rousseau. Paris, 22,3: 3. Weger, Karlsruhe, 22.5. 400 Meter: 1. Feger, Paris, 49,9; Engelhardt, Berlin, 50,6; 3. Neumann, Berlin, 50,7. 800 Meter(Einladung): 1. Keller, Paris, 2:03,8; 2. Müller, Berlin, 2:03,9; 3. Dabat, Paris, 2:04,7 800 Meter offen: Eberhardt, Düren, 2:00,8; 2. Pesch, Düsseldorf, 2:01,8. 110 Meter Hürden: 1. Adelheim, Paris, 16,1; 2. Stöckmann, Duisburg, 16,2. Dr. Reitzer schlägt Sera Martin. SCC. vor Eintracht.— Die Weltelite in Charlotten= burg. Die glänzende Besetzung des dem Klubdreikampf vom Samstag folgenden internationalen Sportfestes des SC. Charlottenburg hatte am Sonntag 10.000 Besucher nach Witzleben gelockt. Es gab auf der ganzen Linie harte Kämpfe. Die Leistungen in den Läusen wurden allerdings durch den scharfen Wind beeinträchtigt Das interessanteste Rennen des Tages war der 800=Meter=Lauf, in dem Dr. Peltzer sein Wiedererscheinen m bester internationaler Gesellschaft vor Augen führte. Er lief ein Rennen wie in seinen besten Tagen. Die Zeit von 1,55,5 Minuten ist einmal auf den Wind, sodann aber auch darauf zurückzuführen. daß keine geeigneten Schrittmacher im Felde lagen. Nach dem Start übernahmen Güthing und Schwertseger die Führung, gefolgt von Martin und Böcher. Peltzer bummelte hinterher. Auf der ganzen Strecke gab es harte Positionskämpfe. Eingangs der Geraden setzte sich der französische Weltrekordler an die Spitze und sah bereits wie der sichere Sieger aus— als plötzlich Ott der Seltsame hervorschoß, einen nach dem anderen überholte und in gewaltigem Spurt auch Sera Martin überholte und mit einem Meter schlug.— Die neue Staffelrevanche zwischen dem schwarzen C. und Eintracht Frankfurt ergab eine neue Bestätigung der Gleichwertigkeit beider Mannschaften. Diesmal waren die Charlottenburger wieder eine Nasenlänge voraus. Ueber 1500 Meter erhielt der unbezwinglich erscheinende Franzose Ladoumegue eine nicht einmal überraschende Niederlage durch seinen Bezwinger von Amsterdam. den Finnen Larva. Die 5000 Meter sicherte sich der Stuttgarter Helber in Adwesenheit von ilp. Im Hochsprung übertraf der beste Deutsche, Köpke, mit 1,90 die besten Schweden und Franzosen. Ergebnisse 100 Meter: 1. Eldracher 11,3; 2. Borgmeyer 11.4; s. Gillmeister(Stolp) 11.4 200 Meter: 1. Körnig 21,4; 2. Gillmeister 22.0, 3 Borgmeyer 22,2 300 Meter: 1. Dr. Wichmann 34,4; 2. Moulines. Frankreich, 34.6(neuer franz. Rekord); 3. Storz 35,1; 4. Schlößte 35,5. 800 Meier: 1. Peltzer 1,55,5; 2. Sera Martin 1.55.6; 3. Kaufmann, Hannover, 1,55,9; 4. Böcher 1.56.0 1500 Meter: 1. Larve, Finnland, 3,56,2; 2. Ladoumegue 3,58,8; 3. Kohn. SCC., 4,03.4 5000 Meter: Helber, Stuttgart, 15,04,5; 2. Petri 15.05,4; 3. Dieckmann 15,26,6; 4. Sipilai, Finnland, 0 Meter zurück Zwei neue Weltrekorde in Ulm. Zu den traditionellen Ulmer leichtathletischen Wettbewerben waren etwa 2500 Besucher erschienen, die einen guten Sport zu sehen bekamen. In allen Wettbewerben gab es harte Kämpfe und knappe Entscheidungen. Frl. Heur und der Ulmerin Frl. Junkensdorf gelang es, zwei neue Weltbestleistungen aufzustellen. Im beidarmigen Speerwerfen gelang es Frl. Heur mit 57,05 einen neuen Weltrekord aufzustellen. Ebenso im beidarmigen Kugelstoßen brachte es Frl. Junkers fertig, mit 21,47 den alten Rekord von Miß Mornis 21,01 erheblich zu verbessern Auch in Bochum deutsche Extraklasse. Ein internationales Abend=Meeting, inszeniert vom Bochumer Tus am 8. September wird wieder einmal deutsche Extraklasse im Westen sehen. Der Allensteiner Weltrekordmann Hirschfeld wird das Kugelstoßen und Wegener=Halle den Stabhochsprung bestreiten. Auch die Besetzung der Kurzstrecken dürfte zu keiner Klage Veranlasfung geben, den die Frankfurter Eintracht hat die Teilnahme ihrer besten Leute zugesagt. 48. Sarkortberofest. 1262 Wetturner.— 10000 Festteilnehmer.— Glänzende Leistungen. Das 48. Harkortbergiest wurde in altgewohnter Weie am Vorrage durch einen Festabend im MärkiClub Baukau Siegerliste(35—39 Jahre). 7. Preis, 75 Punkte: Weber, Turn=Club Baukau; 10. Preis, 69 Punkte: Spickermann, Herner Turnvereinigung; 19. Preis, 60 Punkte: Bäcker, Herner Turnklub; 21. Preis, 58 Punkte: Nippe, Herne, Turn=Club Baukau; 22. Preis, 57 Punkte: Meise, Herner TurnClub; 26. Preis, 53 Punkte: Stoves, Herne, TurnClub Baukau. Siegerliste(40—44 Jahre alle Turner). 24. Preis, 61 Punkte: Kendzia, Herne, Baukauer Turn=Club Sonder=Kämpfe: 1600-Meter=Lauf: 1. Baumanns, Minden; 2. Sievers. Herner Turn-Club; 3. Masannek, Wanne 5000-Meter=Lauf: 1. Kohn, Unna; 2. Steinkopf, Kückelhausen; 3. Appelmann, Langenei; 4. Starke, Dortmund. 4X75-Meier-Staffel: 1. Turnverein Duisburg; 2. Turnverein Boehlerheide Freiringen: 1. Gruppe: 1. Rundmundo, Erkenschwick; 2. Herzig, Jahn Minden. Freiringen: 2. Gruppe: 1. Bruchhausen, Hohenlimburg=Oepe. Tauziehen: Polizei=Sportverein Wutten 110-Meter=Hürdenlauf: 1. Rottmann, Hagen, 16 Sekunden; 2. Seckelmann, Lüdenscheid, 1934 Sekunden; 3. Stratmann, Heringen, 191 Sekunden. 100-Meter=Lauf: 1. Killing, Wetter, 11,2 Sekunden; 2. Hans Wenker, Dortmund, 11,2 Sekunden, Brustbreite; 3. Seberin, Haspe, 11,3 Sekunden; 4. Sieke, Hörde, 11,6 Sekunden 4 100-Meter-Staffel: 1. Turngemeinde Wetter, 45,8 Sekunden; 2. Turnverein Gladbeck, 46,3 Sekund.; 3. Turnverein Iserlohn, 463 Sekunden, Brustbreite zurück Stabhochsprung: 1. Wleble, A. T. V. Düsseldorf, 3.50 Meter; 2. Bornemann, Bielefelder Turngemeinde, 3.40 Meter; 3. Schmidt, Eberseld, 3,30 Meter; 4. Stellmach, Volmairstein, 3.30 Meter Gauoffenes Schwimmfest in Marl. Schöne Erfolge des SC. Wiking. Herne. Bei strahlendem Sonnenschein stiegen am Sonntag in Marl die gauoffenen Schwimmwettkämpfe. Außer einer zahlreichen Zuschauermenge war eine recht beachtliche Zahl von Schwimmern aus allen Teilen des Gaues erschienen. Flotte Wettkämpfe wurden dem schwimmbegeisterten Publikum geboten, besonders in den Jugendwettkämpfen wurden hervorragende Zeiten geschwommen. Von den Herner Schwimmvereinen trat der Schwimm=Club Wiking mit einigen Mannschafren an den Start, die Wikinger, die diesmal in stärkster Aufstellung und ohne Ersatz antraten, konnten einige recht beachtliche Siege erkämpsen. Ju erwähnen sind besonders hier die 3 mal 100 mDamenbruststaffel und die Wasserhallmannschaft. Die Wasserballmannschaft des SC. Wiking trat gegen die des SV. Lünen 08 um die Ehrenplakette der Marler Zeitung in der Aufstellung Meerkamp, Guczka, F. Brehm, Vierbücher, Köhler, Krämer und Mehrkühler an. Nach Verlauf der regulären Spielzeit trennte der Schiedsrichter die beiden Parteien mit dem Ergebnis 0.0, so daß eine Verlängerung des Spieles von 2 mal 3 Minuten erforderlich wurde. In der Folge der Verlängerung zeigte sich das Stehvermögen der Wikinger, nach außerst flottem Kampf zwangen sie der schnelleren Mannschaft Lünen(8 ein 2:0=Ergebnis auf und sicherten sich dadurch die Ehrenplakette der „Marler Zeitung". Zu beachten bei den Wikingern waren besonders Köhler und Mehrkühler, die der gegnerischen Mannschaft manch harte Nuß zu knacken gaben. Meerkamp im Tor zeigte blendendes Können und meisterte sämtliche hereinkommenden Bälle. In der Verteidigung zerstörte Vierbücher sämtliche geg nerischen Kombinationen. Die Damenbruststaffel wurde von den Wikinger Damen in der Aufstellung Ruth Litzig. Math. Teigeler und Henny Wewers in blendender Manier und mit 24 Sekunden Vorsprung vor der zweiten Siegstaffel gewonnen. Nachfolgend die Gesamtergebnisse der Veranstaltung: Wettkampf 1. Lagenstaffel B. m. W. 3 mal 100 m 1. SV. Niedersachsen, Münster 2. SV. Gladbeck 1913 Wettkampf 2. Lagenstafsel B. o. W. 3 mal 100 m. 1. SV. Wattenscheid. 2. Wasserfreunde Marl 3. SV. Buer 24 4. SV. Poseidon, Wanne=Eickel Wettkampf 3. Jugendbruftschwimmen B. o. W. 100 m. 1. Gößmann, SV. Kamen 91, 1:30 Minuten. 2. Haumann, Wasserfreunde Marl, 1:37. 3. Koch, SV. Wattenscheid, 1:37. 4. Hübner, Poseidon Wanne=Eickel, 1:40 5. Marx, WSV. Linden=Dahlhausen, 1:40. Wettkampf 4. Damenbrustschwimmen B. o. W. 100 m. 1. Endrikat, Poseidon Wanne=Eickel, 1:46 Min. 2. Henny Wewers, SC. Wiking Herne, 1:47. 3. Bank, Wasserfreunde Marl, 1:52. Wettkampf 5, Herren-Freistil B. m. W. 200 m. 1. Schwarz, SV. Niedersachsen Münster, 2:34,4. Kurze Informationen Clubsanatismus. Der bekannte österreichische Fußballschiedsrichtet Braun leitet bekanntlich keine Meisterschaftsspiele mehr. Man erfahrt jetzt die e eeviel Hakoah— FAC. ein schwerer Fehler Wettkampf 6. Herrenrückenschwimmen B. m. W. 100 m unterlief, er gab ein Tor für die Hakoah nicht, kam es 1. Simon, SV. Gladbeck 1913, 1:20,6 Min. lzu einzigartig dastehenden Skandalszenen. in deren Wettkampf 7: ausgefallen. Weltkampf 8. Springen für Junioren. 1. Ruthei, SV. Niedersachsen Münster, 54.06 P 2. Teudien, SV. Wasserfreunde Marl, 37,88 P. Wettkampf 9, Jugendbruststaffel B. o. W. 3 mal 100 m. 1. SV. Wasserfreunde Marl, 4:57.4 Min. 2. SV. Kamen 91, 5:10,1. 3. WSV Linden=Dahlhausen, 5:11 Wettkampf 10. Herrenfreistil V. o. W. 100 m. 1. Fiedler, SV. Lünen 08, 1:20,8 Min 2. Husmann, SV. Buer 24, 1:22 3. Haumann, SV. Wasserfreunde Marl, 1:22,6. Wettkampf 11. Jugendfreistil B. m. W. 100 m. 1. Peter, SV. Niedersachsen Münster, 1:15,2. 2. Dornsiepen. SV. Niedersachsen Münster, 1:15,4. Wettkampf 12. Herrenbrustschwimmen W. o. W. 100 m. 1. Vonhoff. SV. Kamen 91, 1:28.6 Minuten. 2. Mewis, SV. Linden=Dahlhausen, 1:29.8. 3. Bennauer. SV. Wattenscheid, 1:32,4. 4. Spieß. SV. Horst 1919 Steele, 1:35,8. 5. Brennekamp, SV. Osterfeld, 1:36.8. Wettkampf 13. Damenbruftstaffel V. o. W. 3 mal 100 Meter. 1. SC. Wiking Herne, 5:44 Minuten. 2. Wasserfreunde Marl. 6:08.6 3. SB. Buer 24, 6:10. Wasservallspiele. SV. Gladbeck 1913— Niedersachsen Münster 3:1(2.0) Gaumeisterschaftsspiel SV. Herten— Wasserfreunde Marl 0:11(0:6) SC. Wiking Herne— SB. Lünen 08 nach Verlangerung von 2 mal 3 Minuten 2:0 für Wiking, reguläre Spielzeit 0:0 nzigartig dastehenden Skandalszenen Verlauf Braun tätlich angegriffen wurde. Ihren Höhepunkt erreichten diese Vorgänge aber erst einige Jeit nach dem Treiten, denn in die Fabrik, die Braun beschäftigt, kamen Briefe von Geschäftsleuten mit der Drohung, die Verbindungen abzubrechen, falls Braun noch einmal ein Wertspiel leite. Die Absender dieser Briese sind naturlich Anhänger der Hakoah. Diese Schreiben sind Dokumente zur die Entartung, die der Clubsanatismus in manchen Köpfen anrichtet. Abwechselndes Glück des H. S. V. Der Hamburger Sportverein, der sich augenblicklich auf einer Ob marckshamm gegen einen dortigen Verein 4:2 gewinnen, wahrend er gegen den Meister Beuthen 09 knapp mit 0:1 unterlog. Die 3BU. bestätigt den Europameisterschaftskampf. Die Internationale Boxing=Union(3BU) hat auf einer am späten Freitag abend in Paris abgehaltenen Sitzung dem Berliner Veranstalter Paul Damisi die Erlaubnis zum geplanten Euopameisterschaftskampf zwiche dem Titelhalter ner erteilt. Der Kampf geht am 7. September im Freiluftring des Berliner Poststadions vor sich. Karel Kozeluh muß sich Tilden beugen.... im Trainingsspiel. In der letzten Woche gab es in Paris, allerdings in aller Stille, einen interessanten Trainingskompf zwichen dem Weltmeister der Prosis und dem langen Amerikaner Big Tilden. Ganz überrascht war man als Big Tilden es fertig brachte den Weltmeister in wer Satzen 2•6, 6:1, 6:2, 6:3 zu besiegen vorangehen, bisher scheiterte alles an dem Mangel eines Uebungsabends. Beginn der Hauptversammlung ist 8,30 Uhr bei Stemberg. Die Schiedsrichter der Untergruppe Herne trafen sich am Sonntag morgen bei Lüke, um ihrem alten Vorstand nach Anhörung der Berichte Entlastung zu erteilen. Die dann folgende Wahl brachte als 1. Vorsitzenden W. Krieling, Geschäftsführer W. Hülsmann und als Beisitzer Rusch, Sodingen. Alle Schiedsrichteronforderungen sind von jetzt ab an W. Krieling, Herne, Bismarcktraße 6 zu richten, und zwar beziehen sich diese Anforderungen auf Spiele der 1. Mannschaften, Unter= und Jugend-Mannschaften. Cassel 03 in Herne. Wie wir erfahren, spielt der Hessenmeister Cassel 03 mit seinem bekannten Mittelläufer Engelhardt am 31. August anläßlich der Jubilaumswoche der Germania in Herne, um am 1. September gegen die Westfalia anzutreten. Man kann schon jetzt auf das Debut der Gäste aus Cassel gespannt sein, bekommen wir doch mal Fußballer zu sehen, die in Bezug auf Leistung über dem alltäglichen Rahmen stehen Westfalia- Sagen 05 so lautet die Paarung der Gegner, die sich am Sonntag nachmittag am Schloß Strünkede treifen. Der Gast gehört der ersten Bezirksklasse des Südwestfalenbezirks an. Germania Herne- Preußen Wanne Vereinbarungsgemäß fahren die Germanen am Sonntag nach Wanne, um erne alte Rückspielverpflichtung zu erledigen. Germania-Westsalia komb. gegen Castrov 02-Preußen Wanne komb. Seit Wochen warten sämtliche Fußballanhänger des Gaues Herne auf diese Begegnung, die am kommenden Samstaa auf dem Germaniaspomtplatz stattfinden wird. Wenn nicht alles trugt, wird man ern faires und sportlich hochstehendes Spiel zu sehen bekommen, von dem man noch Wochen nachher sprechen wird. Langendreer 04 2.— Westfalia 04 2. 3:3(1:2). Die Reserve spielte in neuer Aufstellung mu Wirth, Schneider, Liedtke: Steinkamp, Wolf, Hochwar; Bourscheidt, Leukefeldt, Haisken, Ruhe, Niederdräing. Die Mannschaft war während des ganzen Svieles überlegen und lag dauernd in Führung. Kurz vor Schluß r L ä u f e r w e g e n V e r letzungen vom Platz, wodurch Langendreer dann zum Ausgleich kam Landball. Turnerbund Eickel 1. gegen B. f. E. 1. 4:3(1:2). Am Sonntag weilte V.: L. zu einem Freundschaftsspiel in Eickel als Gast. V. s. L. trat mut drei Ersaßzleuten an und mußte durch die parteiische Leitung des Schiedsrichiers, eine unverdiente Niederlage hinnehmen. ## Iht Säat gute 9flege—auf schnellemsege Schwarzkopf Flüssige Haarwäsche Gür londe: Kamiffe Ganze Flasche RM 2.-Halbe Flasche RA 1.25 Probe Flasche 50 Pfa Gür Teer r d Scherz- und Rauel-Eie 28 SEEER mmmmnunmt Numamim inernammnungnnnanimgauhmn„unginunmmunmmmühimguingnunginichmunannkegurnupeiger muriggirmlngsnontenumummin Die Lehrerin will die Kinder in der deutchen Stunde auf das Wort„Stock“ bringen und fragt dader ein Mädchen:„Was hat denn Dein Vater, wenn er Sonntags nachmittags ausgebt?“ „Dann bat er einen wog“, war die prompte Antwort. Ein Mann, der einem jungen Burschen aus Mitleid bei sich im Bureau Arbeit verschafft datte, bedielt ihn eines Samstags länger als gewöhnlich da. Der junge Mann wurde mißmutig und tat seine Arbeit widerwillig und nachlässig. Schließlich schnauzte ihn der Cdef an „Sie undankbarer Mensch! Wo würden Sie jetzt sein, wenn ich nicht wäre?!" „Beim Fußballwettkampf,“ war die Antwort * „Ach. Schatz, ich habe eben eine furchtbare Skandalgeschichte gedoört.“ „Das dachte ich mir schon; Du machtest so ein glückliches Gesicht, als Du bereinkamst" * „Ist es denn wahr. Onkel Gustav hat'n Auto ge wonnen" Ra, wo ist denn der Glückliche „Im Krankenbaus!" „#ch zähle beute fünfundzwanzig Jahre.“ „Und wie alt waren Sie, Fräulein, als Sie zählen lernten?“ Sie:„Wenn Du mir die Reise ins Gebirge erlaubst, werde ich bestimmt die ganze Zeit von Dir träumen!" Er:„Dann bleib doch bier und träume vom Gebiege!“ Kratsch und Zierlack torkeln selig durch nächtlich ernsame Straßen und brullen dabei, was die beiseren Kedlen dergeben wollen.„Guter Mond, Du gebst so stille,“ brullen sie Au weh—— da nabt ein Wächter. Schon greift er in die Brusttasche nach dem Rotizbuch Kratsch erkennt nicht nur die Situation, er ist ogar auf idrer Höde. Fest packt er Zierlack am Arm, als mune er ihn sicher geleiten.„Ist ja nicht medr weit, Erzellenz! Nur ein paar Minuten noch müssen Erzellen; sich zusammennehmen. Gleich sind Exzellenzu Hause.“ Der Wachter verschwindet unauffällig * Fritz Unband fahrt mit einem Karren auf den Eleisen der Strabenbahn. „Kannst Du denn nicht vom Gleise wegfahren. Du Lausebenge!"" tobt der Strabenbahnfahrer dinter ihm „Icke schon, aber Sie kennen det nich!" antwortet Frig unbeeindruckt. „Warum gebi Ihr denn dem armen Hund nichts gu fressen“““ Det soll en Windhund werden.“ * Wer Frau Rodbecke kennt, die Frau vom reichen Robbecke, der wein ja Bescheid. So etwas von Geibat die Welt noch nicht gesehen Neulich kommt diese Dame in das Kolonialwaren= geschäft von Reißmann und kauft so verschiedenes ein Drei Rollmövse, eine saure Gurke, eine Stange Zimt, für 10 Pfennig Sadnenbonbons, 2 Lot Kaffee... Reißmann staunt Bauklotze über den Engroseinkauf. Und vorsichtig fragt er schließlich „Sagen Sie mal, Frau Röbdecke. Sie geben wohl deute abend’nen Hausball““ Visitenkarten-Ratiel: Besonders die Damen schwarmen für die Tätigkeit Frau Lengers, denn sie ist von Beruf——2 Stat Ausgabe: Mittelband würde mit zwar einen Treif=Solo schwarz gewinnen, aber selbst Schneider werden, obgleich 10 Points im Skat liegen, wenn sie den Dritten gegen eine Fausse der Hinterband eintauschte. Welche Karten datte die Hinterband, was lag im Skat und welche Fausse müßte der Spieler eintauschen? * Verierbild: „Wo ist der geplünderte Tourist? * Magisches Quadrat: Die Buchstaben sind so zu ordnen, daß die wagerechten und senkrechten Reiben fünf gleiche Worte ergeben Kreuzworträtsel: Wagerecht: 2 geoar. Bezeichnung, 4 Stadt in der Riederlausitz, 6 franz. Artikel, 7 Fürwort. 9 Nadrungsmittel, 10 Anruf für Kellner, 11 Präpcsition, 13 Doppelvokal, 14 Nachkomme, 17 Erdprodukt. Senkrecht: 1 Begriff für weich, 2 abgekürzte Firmenbezeichnung, 3 abgekürzter Elternname, 4 französischer Fluß, 5 unangenehmer Zustand. 6 ausländische Währung. 8 Gewässer, 12 Harzfluß, 15 eng! nein, 15 arab. Bindewort * Auflösung der Rätsel in der nächsten Sonntagsnummer. Auflösung der Rätsel aus Nummer 87 Auflösung des Kreuzworträtsele: * Auflösung des Erganzungsratsels„Der Möbelwagen“ Auflösung des Versratsels„Wao ist's?: Kiel * Auflosung des Silbenratsels: 1 Elmsfeuer, 2 Isabella, 3 Nachtigall, 4 Genius, 5 Reserve. 6 Amati, 7 Ultramarin. 8 Erdbeere, 9 Redslob, 10 Aargau, 11 Aquamarin, 12 Leutnant, 13 Industrie, 14 Sondikus, 15 Taschentuch, 16 Brezel. 17 Esra, 18 Stadion, 19 Spaziergang. 20 Energie Der Spruch lautet: Ein grauer Aal ist besser als ine hunfe Schlande Am Herosener&am Nr. 90• Unterbaltungsbeilage zum Heener Auzeider. 1929 Ein Flieger-Romar von Paul G. Ehrhard Das Wrack des„Transozean“ liefert ein Boot. Erkundigungsfabrt und Entdeckung einer Bucht und einer Hödle. Die Meereoströmung. Amschifsung des Nord kaps. Landung am Weststrand. Schildkröten. Menschenspuren. Mudsame Wanderung zu den Movenklippen. Entdechckung der Triftbucht. Wiederfinden des Bootes. Das Geheimnie der Triftbucht. An den folgenden Tagen unternahm Hartmut mehrsach Versuche, in den nordlichen Teil der Insel vorzudringen. Immer aber scheiterten seine Bemüdungen an der Undurchdringlichkeit des Wald= und Dickichtsaumes oder an der Unzugänglichkeit der Strandselsen. Er mußte ein Boot haben um jeden Preis. Zuerst dachte er daran, einen Palmbaum auszuböblen in der Art der Auslegerboote, der„Einbäume“, wie sie die Eingeborenen benutzen. Aber er allein wurde diese Arbeit kaum bewältigen können. Außerdem konnte er ein solches Boot schwer handbaben, und es war fast unmöglich, es an Land in Sicherheit zu bringen. Darum hielt er nochmals eindringlich Umschau in den Teilen des„Transozean", ob nicht irgend ein Stück sich in ein Boot verwandeln lassen könnte Zuerst dachte er daran, den ganzen Schwimmer abzumontieren, was mit Hilfe der Palmbaumbrücke möglich gewesen ware Da fiel sein Blick auf die Verkleidung des Motorenraumes auf der Oberseite des Tragdecks. Sie war vollig unverletzt und ließ sich, um den Motorenraum zugänglich zu machen, im Ganzen abbeben. Sie bildete eine flache, stromlinienförmige Mulde aus getriebenem Aerokonstantdlech, die im Innern mit Querrippen und einem Verstärkungsrand versteift war. Sie konnte leicht ein Boot bilden, das für zwei Personen genügend Platz und Wasserverdrängung hatte Hartmut ging sofort an die Abmontierung dieser Verkleidung, die ohne Werkzeuge in wenigen Minuten durchführbar war. Er brachte sein„Boot“ in der Bucht zu Wasser und konnte voller Befriedigung feststellen, daß es ausgezeichnet und stabil im Wasser lag Die Beschaffung eines Ruders machte ihm wenig Kopfzerdrechen. Aus dem zerdorstenen Flügelteil ragte eine ganze Reide von Rodrverstrebungen dervor Hartmut sägte eines dieser unverletzten, fast zwei Meter langen Nodre ab. Dann meißelte er einige Knotenbleche an der Bruchstelle aus ihrer Vernietung, schnitt und bog ruderschauselförmige Stücke daraus zurecht, die er in die Nodrenden einsteckte, nachdem er diese oval geschlagen hatte und dann völlig flach hämmerte, so daß er mit drei durchgedenden Rieten einen vollig festen Verband verstellen konnte Mit diesen Rudern paddelte er in seinem Boot durch die Bucht. Es war ihm aber fast unmöglich, die stromlinienförmige Wanne in Richtung zu halten Rit jedem Ruderschlag dredte sie blittschnell nach der anderen Richtung ab, so daß er im besten Falle im wilden Zickzack vorwärts kommen konnte Hartmut montierte deshalb an dem spitzen Hinterteil der Mulde eine regelrechte Flosse mit dem Erfolg, das sein Boot nicht nur tadellos Richtung hielt, sondern sich außerordentlich schnell bei einem Minimum von Kraftaufwand durch Rudern voranbewegen ließ. Er ubte damit so lange, bis er das kleine Fabrzeug sicher durch die Brandung bindurchtreiben konnte, ohne daß ihm die Wellen gefährlich wurden Die erste grote Entdeckungsfahrt mit seinem neuen Fahrzeug begann er woblvorbereitet und aus gerüstet. In wasserdichten Säcken waren Mundvorräte, Munition und Instrumente untergebracht, alles zu einem Bundel vereinigt und in die Schwimmweste eingebüllt. Hartmut hatte seinen leichten Trovenanzug an und trug eine Kopfbedeckung, die er in langer mübevoller Arbeit fertiggestellt hatte; aus dürren Palmblättern hatte er einen korbdeckelgroßen runden Hut gemacht, der awar auf dem Kopfe nur bielt, wenn er kundpoll mit Stricken und Bändern festgebunden wurde, aber seinen Zweck vollkommen erfüllte, er gab Schatten und dielt die sengenden Strablen der Sonne, die senkrecht berniedervrallten und auf dem Wasser unerträglich heiß brannten, vollkommen ab * In der Küble des ersten Morgenschimmers ging Dartmut aus die grone Fahrt. Geschickt paßte er den Rbuthmus der Brandung ab und schoß über die Wellenberge, ohne daß ein Spritzer das Innere des Bootes traf. Außerbalb der Brandungsarenze nahm er Kurs auf das Nordende der Insel und trieb sein Boot mit langen Ruderschlägen schnell voran. Möven umkreisten den Eindringling mit beiseren Schreien. Und dann nahm Hartmut ein Bild gefangen, das einen Traum seiner Kindbeit vor ihm wahrwerden ließ: ein mächtiger Albatros kam ohne Flügelschlag, mit seinen weit ausgestreckten schmalen Schwingen auf ihn zugestrichen, schwenkte in steilen Kurven mehrere Male um das Boot, schoß bis tief auf das Wasser nieder und strich dann wenige Zentimeter über den Wellen in pfeilschnellem Fluge ab, ohne jede Bewegung seiner Schwingen. Hartmuts Augen folgten ihm. bis er als winziger Punkt in der Ferne verschwunden war Wie kümmerlich war alles, wie klein waren alle Künste des Menschen gegen dieses Flugwunder, das die Natur hier bervorgebracht datte. Der Menschenflug war ein Kampf gegen die Elemente, eine Uebertrumpfung der groben Kräfte von Wind und Böen durch grovere, gröbere Kräfte. Der Vogel Albatros, als die Spitzenleistung der Natur von allem, was sie an Flug hervorgebracht hatte— er war in die Kräfte des Windes und der Böen bineingewachsen, sie waren ihm nicht Feinde, sondern Freunde geworden, sie waren es, die ihn trugen. Aus dem tiessten Einfühlen in die gebeimsten, unsichtbaren Vorgänge der Luft flossen die Quellen des Segelfluges, der den Albatros tagelang ohne Flügelschlag durch das Luftmeer zieben ließ. Doch heute galt es nicht, über die Wunder der Natur nachzusinnen. Es galt auszukundschaften, wie die Natur diese Insel gebildet und geschaffen hatte und welche Hilfsmittel sie Hartmut bot, um seine primitivsten Lebensbedürfnisse zu befriedigen Hartmut folgte mit seinem Boot dem nördlichen User der Insel, das einen weiten Bogen bildete und überall schroff etwa zwanzig Meter tief in das Meer fast senkrecht abfiel. Ueberall hatte die Brandung kleine Schluchten und Buchten in die Felsen gesägt, und da und dort lagen Felsblöcke im Meer, in deren Näde sich strandartige Geröllkuppen gebildet hatten Nach einer Fahrt von etwa zwei Kilometer Länge sad Bartmut in der Felswand einen schmalen Spalt. der den Eingang zu einer ziemlich geräumigen Bucht zu bilden schien; denn der hinter dem Spalt liegende Teil war bell vom Sonnenlicht erleuchtet und die Kokosvalmen auf der Höbe des Gesteinsrandes bildeten einen weiten Ring. Mit raschen Schlägen trieb Hartmut sein Boot auf den Felsspalt zu, in der Brandung geschickt den zerstreut liegenden Felsen ausweichend und fand eine Fabrrinne von großer Wassertiese, die in das knanp vier Meter breite Felsentor der Bucht hineinführte. Langsam auslausend ließ er sein Boot durch das Felstor hindurchgleiten. Die linke Felswand lief fast varallel zu der Einfahrt, während die rechte scharf, fast gleichlausend seinem Ufer umbog * Ein zauberhafter Anblick bot sich Hartmut: sein Boot war in eine rings von schroffen Felswänden umschlossene Bucht bineingestoßen, die ein Oval von fast 10 Meter Länge und etwa 30 Meter Breite bildete Das Wasser in der Bucht lag vollig rubig. Es war von unwahrscheinlicher Klarbeit, so daß ieder Stein des Grundes deutlich sichtbar wurde. Schwärme von Kiüben Illten das Waller. Beim Verannaben von Hartmuts Boot stoben sie auseinander, die Flut mi einem Blitzen und Funkeln erfullend, als wurden Edel steine hineingeleert. Ueber die Steinwände sturzten sich Kaskaden von Schlinapflanzen, besät mit Bluten und umgautelt von bandgroßen. in allen Farben schillernden Schmetter lingen. Die Kronen der Palmbaume auf der Höhseichneten bizarte Ornamente in dem klaren Himmel, die sich im steten Spiel des Windes in der anmutigsten Weise veranderten und erneuerten. Ein fast armdicker Wasserfall stürzte sich aus einer Mulde des oberen Gesteinrandes im glatten Strom über die Felswand. fing sich mit leisem Gurgeln in einer ausgewaschenen Mulde der Felsen nade am Wassersoiegel und floß von dort wie aus einer Schale über den schmalen Strand streisen in die Bucht Hartmut hielt vollig versunken in den Andlick dieser Wunder sein Boot in der Mitte der Bucht an. Die Fische berubigten sich und umkreisten neugierig das Fabrzeug Hartmut war benommen von der beimiichen Pracht die sich um ihn erschlossen hatte. Er kam sich vor wie ein Eindringling, der ein sorgsam bebutetes Gebeim nis der Natur mit profanen Blicken auskundschaftet und entweiht. Er streichelte mit den Augen die Bluten an den Felsenbängen, deren Duft in zarten Wolken. eine Ahnung von Kühle mit sich bringend, durch die Glut des Troventages von den Felswänden niederwehte. Die Wand zu seiner Linken bing weit über Sie lag im scharfen Schatten. Das Gebüsch darüber ließ einen dichten Vorbang von Schlingpflanzen niederhängen, der fast die Hälfte der Wand bedeckte. Hartmut trieb sein Boot nade an die Wand, um Einblick in die Geheimnisse, die der Vorbang barg, zu gewinnen In etwa halder Höde sab er eine tiese Hodlung in dem Fels, vor der ein schmales Band durch die Felswand zog. Mit einem Blick wußte Hartmut vier wird deine neue Heimat sein— dort oden wirst du wohnen Fast fünf Meter boch lag der Eingang zu der Höhle Das Gestein war unter dem Ueberbang wenig verwittert und grissig genug, um einen Einstieg zu ermoglichen Hartmut machte sein Boot am Geroll des Ufers fest und wollte schon deginnen, in die Felswand einzusteigen, als er sich besann, umkehrte und seinen Revolve: zu sich nahm. Die Waffe zwischen den Zähnen begann er emporzuklettern. Vorsichtig jeden Griff und Tritt benützend, erreichte er den Rand der Höble und mit einem Klimmzus war er oden Schwarze Finsternis gähnte idm entgegen Erst alseine Augen sich an die Dunkelbeit gewohnt batten. konnte er erkennen, daß er in eine Hödle von etwo zwanzig Reter Tiefe und acht Meter Breite eingedrungen war, die ein Ellipsoid bildete. Sie schien eine Blase von eingeschlossenen Gasen in dem vulkanischen Gestein gewesen zu sein die durch die Bildung der Bucht einen Ausgang erhalten, vielleicht als Erplosion das Gestein zertrummert und die Bucht geschaffen datten Beim Lichte seines kleinen Benzinfeuerzeuges machte Hartmut einen Rundgang. Die Hödle war volltom inen trocken und keinerlei Zeichen, daß sie von Tieren besucht war schienen vorbanden. Dann aber fand Hartmut an einer Stelle einen wahren Bera von Unrat, und als er aufblickte, sad er über sich dreißig oder vierzig dunkle Klumpen an einem Rißz des Gesteinvon der Decke berabdängen. Es waren Fledermäuse von der doopelte Gröbe einer Mannerfaust mit aufsallend großen Ohren. Hartmut beschloß sofort, sie zu seinen Hausgenossen zu machen, da sie ihn auf die na turlichste Weise vor jeder Moskitoplage schützen muß. ten. Der Entschluß, die Höble für seine Zwecke einzu richten und sein Standquartier auf der Insel bier auf zuschlagen. sand für Hartmut sofort fest. Ein bessereVersteck, das ihm sicheren Schutz bot, konnte er aa nicht finden. Und um das haitischsichere Bad, das mi einem Kopfierunge vom Höblenausgang aus erreich # 2 * EIB„RPOESSTSEN oie SEÖEGSIE „# S33SESSS“ PFEL 0 Oau GnöSSE E 2.—*L -•2•. OTLET X arG#PO! S#tat#nE #Dg Log. ∆ F * 0..— E—* 9125 * dar war, konnten ihn die Ailliardäre Amerikas aus vollem Herzen beneiden Aber bevor er nicht jeden Winkel der Fusel kannte, waren alle Pläne, die er machte, Luftschlosser. Seinen Abstieg kürzte er auf einsachste Weise ab, indem er mit einem Kovssorung im weiten Bogen in die Bucht dinunterschoß. Von einem Diodem alitzernder Fischleider umgeben, schwamm er in sein Boot zurück, nahm seinen Platz ein, verließ die Bucht. deren Eingang er sich genau merkte, und trieb mit raschen Schlägen dem nördlichsten Punkt der Insel zu. Wie er die Bucht nennen wollte, machte ihm viel Kooi#erbrechen: Zauberbucht— Paradieswinkel— Neue Heimat— hundert Namen schwirrten ihm durch den Kopf, ohne daß er den richtigen fand. Bald wurden seine Gedanken durch andere Dinge gesangen genommen. Je weiter sein Kurs dem Uferbogen folgend nach Westen umbog, um so langsamer kam er voran. Er hörte zu rudern auf und merkte, daß er von einer Meeresströmung nach rückwärts abgetrieben wurde. Die Strömung kam von der nördlichen Spitze der Insel der und bildete in der Brandung auf der östlichen Uferseite einen deutlichen Sogwirbel. Kurz devor er aui der Hohe des nördlichsten Kaps der Insel war, sab er, dem Steilabbruch der Usersellen vorgelagert, einen flachen, kahlen Gesteinsrücken, der sich werter in das Meer dinauszog, teilweise von der Flut überspült. Mit dem Glase dielt er Ausschau und konnte erkennen, daß zwischen dem Steilabbruch und der flachen Felsenbank eine schmale Wasserrinne frei war, in der lebdafte, stromartige Wasserbewegung zu herrschen schten. Er trieb sein Boot dieser Durchgangsstelle zu Mit jedem Stück Weg, das er näder kam. nahm die Stärke des Gegenstromes zu. und um durch die knapo wei Meter dreite Rinne zwischen dem Felsabbruch des Inselusers und des berausragenden Rucken der nordlichen Felsenbank dindurchzukommen, mußte er unter Aufdietung aller seiner Kräfte rudern. Aber erst beim zweiten Versuch gelang ihm die Durchjahrt, und nach einer Viertelstunde kräftiger Ruderarbeit hatte er den Punkt der Küste erreicht, wo sie scharfwinklig nach Süden abbog Der Meerstrom, gegen den er vordin arbeiten mußle. half idm nun. Fast ohne Ruderschlag trieb sein Boot langsam längs der Kuste, die noch immer vom Steilufer und Felsen gebildet wurde. Je weiter er jedoch nach Süden vordrang. um lo niedriger wurden die Userselsen, um so flacher wurde der Strand Nach einer Stunde Fahrt datte er die Höhe des hochsten Inselberges, auf dessen Kuppe er gestanden hatte, erreicht. Die Ufersellen waren dort verschwunden und dreiter, sandiger Strand erstreckte sich nach Suden. soweit er mit dem Auge folgen konnte Er schien längs der Sturmseite der Küste zu fahren. kur vereinzelte Kokosvalmen, vom Winde zerzaust und chief geweht, überragten das Stranddickicht, das seinem ganzen Aussehen nach einen erbitterten Kampf mit dem Meere führte. An einer Stelle hatte sich in dem Stranddickicht eine flache Bucht gebildet. Dort beschloß Hartmut zu landen und einen kurzen Gang über das Land auszufuhren. Er zog sein Boot auf den Strand. Das Meer war vollkommen ruhig, so daß wenige Meter genügten, um es vollkommen sicher zu lagern. partmut ding sich den Feldstecher um, schulterte sein Gewehr und ging auf die Lichtung im Gestrüpp los. Plotzlich schrak er zusammen: hatte der Steinbloa sich vor ihm beweo“?„Als er näher zusab, merkte er, daß er vor einer riesigen Schildkröte stand, die sich dier sonnte. Das gewaltige Tier fauchte ihn an, zog aber beim Näherkommen sofort den Kopf und die Füße in die mächtige Schale ein. Hartmut stellte sich auf dren Rücken und hielt Umschau mit dem Glas: überall am Strand sad er die Tiere liegen, in allen Stadien idres Wachstums ließen sie sich von der Sonne durchaluben Dieier Anblick sprach eine beredte Sprache dafür, daß die Insel unbewohnt war. Den Tieren wurde in allen bewohnten Gegenden auf die grausamste Weise nachgestellt ihres wohlschmeckenden Fleisches wegen und vor allem wegen des Schildvatts, aus dem ihre oft zeuenerschweren Panzer bestanden fast ware Hartmut von seinem Stand herunter##rfallen, denn das schwere Tier setzte sich plötzlich in # wegung Hartmut sorang ab und sah zu, wie es unverhältnismäßig rasch dem Wasser zulief und darin retschmand, um nach sehr kurzer Zeit weit draußen einen Augenblick aufzutauchen, Umschau zu halten und aufs neue in dem vertrauten Element zu versinken. des Gestrüpves erreicht in er vor sich die zermorschten Reste eines dicken mistammes, der halb im Sand eingebettet, halb im Strandgestrupp eingewachsen war. Als er nader binDer große norwegische Dichter Knut Hamsun 70 Jahre alt Hamsuno Wohnsit: Das Herrenhaus von Norholmen. Neueste Aufnadme des Dichtere. Die ganze Welt feiert am 4. August den 70. Ge= Dann reibte sich Erfolg an Erfolg. 1920 verlieb ihm turtstag des großen norwegischen Dichters Knut die schwedische Akademie für seinen Roman„Segen Hamsun. Hamsun stammt aus sehr armen Verhalt=der Erde“ den Nobelpreis. Hamsun ist in alle nissen und bat in seiner Jugend surchtbare Rot ge= Sprachen übersetzt worden. Besonders in Deutsch litten. Er versuchte sein Gluck in Amerika, kehrte land und Rußland hat Hamsun die großten Aufjedoch krank zurück. Erst als sein Roman„Hunger" slagen erlebt erschien, wurde die Oeffentlichkeit auf ihn aufmerklam.— sad, stellte er fest, daß er vor einem Einbaum stand, wie die Eingeborenen der Südsee ihre Boote nennen Die Aushohlung und sogar die Durchbohrung des Stammes für die Träger des Auslegers waren noch sichtbar. Die Trager selbst waren vermodert, und nur noch Teile des eigentlichen Hilfsschwimmers ragten aus dem Sand. Es mußte ein außerordentlich großes Boot gewesen sein, dessen Trummer vor ihm lagen. Zweisellos hatte es für zwanzia Menschen Platz geboten und mindestens zehn Ruder zu seiner Bedienung gebraucht. Hartmut deschloß, die Umgebung nach weiteren Spuren von Menschen abzusuchen und sand nach kurzer Zeit nabe dem Boot den zerschlagenen Schädel eines Tieres. Der Zadnbildung nach waren es die Ueberreste eines schweinsähnlichen Tieres, das bier vielleicht von den Insassen des Bootes verzehrt worden war. Hartmut drang bei der weiteren Nachsuche in das Userdickicht vor, ohne etwas zu finden, was auf die Anwesenheit von Menschen einst oder jetzt schließen ließ Er wollte schon wieder umkehren, als er nabe vor sich durch das Dickicht die Trümmer eines Bauwerks liegen sah. Auf vermorschte Pfähle waren die Trümmer einer Hutte gestürzt, die aus einem Geflecht von Lianen und Palmblattern und Fasern dergestellt zu sein schien. Als Hartmut die kläglichen Ueberreste naber untersuchte und mit dem Fuß beiseite räumte, legte er einen menschlichen Schädel frei, der, zusammenhängend mit dem Gerippe. in dem Moder eingebettet war. Um die Halswirdel lag eine Rette, die aus Tierzahnen, Muscheln und kleinen Knochen gebildet war. Letztere glaubte Hartmut als Finger oder Zebenknochen des Menschen zu erkennen. Nun begann er die Umgebung sorafältig abzusuchen und stieß nach kurzer Zeit auf eine Stelle in dem Gestrüpp, an der menschliche Knochenreste geradezu angehäuft waren: vierzehn Schädel, darunter die von Kindern, konnte Hartmut zählen. Die ganze Anord nung der Gebeine ließ daraus schließen, daß hier ein eilig angelegter Begräbnisplatz war Alles, was er vorsand. legte die Vermutung nabe, daß eine größere Anzahl von Wilden mit Weib, Kind und Hausrat auf der Insel gelandet, sich angesiedelt hatte, aber nach kurzer Zeit einer Krankheit erlegen war, die alle nacheinander dahinraffte bis auf den einen, dessen Gerippe in dem Getrümmer der Pfahlhütte lag. Dieser letzte war hilflos und einsam zuletzt zugrunde gegangen. der Tod hatte ihn in der Hütte erreicht, die ihn unter ihren Trümmern begraben hatte Unter den Trümmern der Hütte sand Hartmut bei sorgfältiger Nachsuche auch eine große Menge von Hausrat der Einwohner. Alle Gegenstände waren aus Stein, Ton, Tierknochen oder Schildvatt hergestellt und wiesen zwar sehr primitive, aber doch außerordentlich künstlerische und zweckmäßige Verarbeitung auf partmut sammelte alle diese Teile und beschloß, sie bei nächster Gelegenden mit sich zu nedmen, wenn sein neues Heim eingerichtet war * Fast zwei Stunden datte sein Aufenthalt gedauert Er wollte noch vor Abend das füdlichste Kap der Insel erreichen und mußte sich beeilen, um weiterzukommen. Als er den Strand erreichte, durchfuhr idn eisiger Schrecken: sein Boot war verschwunden. Die Brandung reichte weit über die Grenze, wo er das Bott gelagert datte. Er hatte der im stillen Opean zwar sehr schwachen Flut keine Rechnung getragen. Vielleicht hatte auch die frische Brise das Wasser an den flachen Strand gestaut und sein Boot entfudrt. So sehr er aber das Wasser absuchte, er konnte selbst mit seinem Glas nicht das Mindeste von dem Fahrzeug entdecken. In tiefster Niedergeschlagenbeit machte er sich auf den Weg langs des Strandes auf das Südkap zu. Er doffte die Movenkliopen noch zu erreichen, bevor die Dunkelheit einsetzte. Vor allem trieb ihn der Hunger dortbin; denn mit dem Boot waren zugleich seine Mundvorräte für drei Tage verloren gegangen. Hartmut hatte jedoch kaum die Hälfte des vor ihm liegenden Weges zurückgelegt, als die Nacht einsetzte Noch eine Weile schritt er im Sternenlicht weiter, die der Strand aufing, wieder schmäler und so felsig zu werden, daß er in der Dunkelbeit nicht mehr weiter vordringen konnte. Zwischen zwei Felsblocken am Usergestrunp machte er sich ein Lager, vermochte aber lange nicht einzuschlafen. Heftiger Hunger und Durst hielten ihn lange wach. und seine Gedanken kreisten unaufhörlich um das verlorene Boot. Der Verlust schien ihm unersetzlich und bedeutete augenscheinlich eine solche Erschwerung seines Weiterkommens auf der Insel, daß ihn tiefste Mutlosigkeit packte. Schließlich siel er in einen unrubigen Haldschlaf; er hatte die traurigsten Träume und wachte immer wieder in Schweiß gebadet auf. Erst gegen Morgen sank er vollig erschönft in tiesen Salummer * Als ihn die Strahlen der schon dochstebenden nne trasen, wachte Hartmut auf. Nach der unruhigen Nacht auf seinem harten Lager fühlte er sich ganz zerschlagen und brauchte eine Weile, dis er seine Gelenke wieder frei bewegen konnte. Dann aber trieb ihn der Hunger, und er schritt, so rasch er konnte, den Mövenklinven zu Es war ein mübevoller Weg. Der Strand wurde immer selsiger, und er mußte sich nah an der Wassergrenze einen Weg durch die Feleblöcke suchen, deren Zwischenräume mit zerwaschenem Geröll angefüllt waren. Der Strand bog immer mehr in südlicher Richtung ab, die Gerollhalde verbreiterte sich, während die aus ihr herausragenden Felsblocke immer großer wurden und schließlich klippenartigen Charakter annahmen Fortsetzung folgt. □ = 1o" S · G*— esß-r *— 0•• 15. * SFGTgE C A..—" 1 2 Für das junge Völk Lederstrumpf bob die Buchse Seit Tagen erwariete man in den neuen Ansiedlungen das Eintreisen der Wandertauben, die alljahrlich in groben Schwärmen über das Tal dadingezogen. Auf den Hügeln rinasum hatten sich Hunderte von Menschen eingesunden, als der langersehnte Ruf:„Die Tauben sind da!" erscholl. Salve auf Salve krachte, so oft einer der schier unzadligen Schwärme uber die Lichtung slog Wenn wirklich einige Tiere diesem Blutbad entrannen, wurden sie von Schutzen, die aus die dochsten Bäume geklettert waren, nachträglich erlegt Plotzlich zeigte sich unter den Leuten die dohe Gestalt Lederstrumpfs, des allen wohlbekannten Wald. kaufers. Mit zornigen Blicken sab er dem wüsten Treiden zu.„Das sind die Folgen der Ansiedlungen.“ murmelte er voll Wehmut. Jadre dindurch bade ich die Tauben durch das Tal zieden jeden. Stets reute ich mich, wenn die Zeit idrer Wanderung kam Und jest?“ Erschuttert sad er über das Schlachtfeld, das man den unglücklichen Tieren bereitete. Auf einmal schlug ein deiseres Lachen an sein Odr. Als er sich um wandte, gewahrte er Billo Kirdv, den Holsfäller, in nachster Nahe S 1, Erschüttert sch Le. derstrumpf aber das Schlochtfeld „Ihr durfte iu allerdings nicht sedlen,“ knurrte ihn Lederstrumpf an.„Wo es nach Tierblut riecht, da mußt Ihr dabei sein.“ „Ihr scheltet über den Jod der paar Tauden?" schrie der Zuckermacher zurück.„Ich babe voriges Jadr meinen Weizen statt einmal, dreimal aussaen mussen, weil mir das Vieh stets den ganzen Samen wegpickte. Ausrotten müßte man die Brut, daß auch nicht eine übrig bleib:“ Das ist besser, als auf den Kopf eines angebundenen Trutvahns zu schieben. für den man noch einen Schilling bezahlen muß. Für Euch wobl!“ entgegnete der alte Jäger „Auch für alle anderen, die nicht wissen, wie man zielen muß. Niemand, der aus der Höhe einen einzelnen Vogel im Fluge derunterholen kann, wird sich in dieser unsinnigen Weise an solcher Schieberei beteiligen!" „Ein einzelner Kugelschut aus einen einzelnen Voge!? Ihr bringt mich zum Lachen!“ „Lacht. soviel Ihr dazu Lust dabt, wahrenddessen dier Tausende und Abertausende unglucklicher Gschöpfe elend sterden mussen. Gelustet es Euch nach Taudenfleisch— nun, so eriegt eine aber nicht zwanzig, wenn Ihr nur eine einzige essen wollt. So was könnt Ihr naturlich nicht und wenn Ihr's auch versuchen würdet!" „Eine Jaude im Fluge mit der Augel zu schieben?“ „Sa sagte ich allerdings" „Könnt Ihr's vielleicht Ich glaube— ja!“ „Ihr nedmt wie immer den Mund voll. Alter,“ lachte Billy Kirdo. Doch plotzlich sab er erregt nach oben:„Dort!" schrie er.„Dort fliegt eine einzelne Taude! So trefft sie doch, wenn Ihr bedauptet, es zu können!" Der Alte sad verächtlich in die angedeutete Richtung. Wirklich datte das unaufdorliche Getose eine einzelne Taude von dem Schwarme getrennt, zu dem sie geporte. Jetzt naberte sie sich im Zickzackfluge der Stelle, wo die beiden Manner standen Billy Kirdo riß das Gewehr doch und jeuerte Der Schuß ging sedl und datte nur den Erfolg daß die Taude um so aufgeregter din und der flatterte Lederstrumpf bob gelassen die Buchse. Er war zu einem Wettkampf aufgefordert— er datte idn angenommen. Eine ganze Weile zielte er bedachtig. dann druckte er ab. Die Taube überschlug sich in der Luft und stürzte mit zerschmettertem Flugel in den See. Eine Handbewegung des Alten genugte, um die deiden Hunde aussoringen zu lassen. Wenia loäter legte Hektor die noch lebende Taude vor seinem Herrn nieder Wie ein Lauffeuer verbreitete sich die Kunde nen Lederstrumpfs Meisterschuß über das Feld Unter den Männern, die staunend vderbeieilten, um sich von der Wahrbeit der Sache zu überzeugen, besand sich auch Richter Temple, das Haupt der Ansiedlung „Mit der Kugel eine Taub=““ rief er bewundernd „Das nenne ich ein Meisterstuck „Habe ich nicht früher einen Fisch im Augendlick des Auftauchens geschossen““ „Euer Auge hat euch wadrlich dis heute nicht im Stich gelassen!" „Nie habe ich Pulver und Blei verschwendet, um mich am Knallen zu erfreuen,“ erwiderte Lederstrump## ernst.„Und nie habe ich meiner Arm zu einem solchen Gemetzel gelieden, wie es die Leute von Templeton — eure Leute, Richter— veranstalten. Ich din wegen eines einzigen Vogels derausgekommen, und den mochte ich seben, der mich zu einem zweiten Schutz veranlassen konnte! Uebrigens widerstrebt es mir, noch langer diesem wahnwitzigen Beginnen zuzuschauen Lebt wobl!“ Und still, wie er gekommen, wandte sich Leder strumpf, der Waldläuser, um und verschwand zwischen den Bäumen. kluge Kövse dazu, denn mit dem Durchbobten ooer Sorengen des Berges, unter dem die Eisenbabn hindurchsausen soll, ist es nicht getan. Schon die Suche nach der günnigen Durchbruchsstelle will verstanden sein, ist doch nicht jedes Gestein für den Tunneldau geeignet! Ist diese Stelle jedoch gefunden, dann kann die Arbeit beginnen— und zwar von beiden Seiten des Berges zugleich, denn aus diese Weise gebt der Bau schneller von Katten. Nun könnt ihr denken, wic genau der Weg durch den Bera vorder ausgerechnet werden muß Wenn diese Berechnung nämlich nicht ganz richtig ware, könnte es doch passieren, daß sich die Tunncl dauer gar nicht in der Mitte des Berges treifen. sondern aneinander vorbeigraden!— Die ungedeuren Erd= und Steinmassen, die aus dem Bera derau gebracht werden, kommen aus bereitstebende Wagen und werden fortgebracht. Wichtig ist, daß der Tunnel nicht wieder einsturzt. Auch da weiß man sich Rot die ausgegrabenen Höhlungen werden durch große Holzdalken gestutzt, und dann ausgemauert. Die Arbeitszeit, die ein Tunnel bis zu seiner Fertigstellung benotigt, richtet sich naturlich nach der Grobe des ie weiligen DurchbruchAn dem groben Simplon=Tunnel wurde sieden Jahre searbeitet, dafur ist er aber auch 19# lang! Ja. man siedt es so einem Tunnel, wenn man ihn durchfadrt, gar nicht an, was er den Menschen für Kovizerdrechen und Mude gemacht dat, dis er fertig war. Man durchlaust idn in wenigen Minuten. Eins sanze Weile zielle er bedächtis. Dann drückte u ab. Wer weiß, wie ein Cunnel gebaut wirö? Mancher wird denken, das sei sehr leicht. Man gräbt ein Loch durch einen Berg, immer weiter u weiter, bis man eines schönen Tages auf der andere Seite wieder herauskommt. Nun, ganz so einfach in das freilich nicht. Es geboren logar ganz besonders Ente. Schwein und Kuken Für den kleinen □□) * * Aus Westfalen Nachklang zum Umgemeindung Dankschreiben des preußischen Innenministers an Prasidenten des Ruhrsiedlungsverbandes. r Essen, 5. Aug. Der preußische Innenmin Grzesinski bat an den Prasidenten des— lungsverbandes Ruhrkoblenbezirk. Haop, folge Schreiben gerichtet „Nachdem der Landtag das Neugliederungsgesetz abschiedet hat, möchte ich Ihnen und dem Herrn handsdirektor noch einmal meinen herzlichsten D aussprechen für die tatkräftige Mitarbeit der Vorbereitung des Gesetzes. Ich hoffe die Neugliederung auch insosern ihr Ziel erreichen: als sie auch dem Siedlungsverband Ruhrkohlenh seine segensreiche Arbeit für diesen Bezirk erleiund ich bin überzeugt, daß der Verband seine bes. Fursorge und bewährte Tatkraft gerade den ihr zugewiesenen Gebietsteilen, insbesondere dem Eni #herreis, zuwenden wird, dessen eigenartiazur und Aufgabe für den Siedlungsverband ein und lohnendes Arbeitsgebiet bereutet.“ 3000 Mark veruntreut Dortmund, 5. Aug. Der Geschaftsfuhrer ei sigen größeren Restaurationsbetriebes ließ seit Zeit Geschäftsgelder in seine eigene: fließen. Die Verfehlungen wurden erst aufgede der Geschaftsfuhrer mit einem Male sp1 nerschwand und eine Revision abgehalten wurt Unterschlagungen sollen sich auf etwa 30000 Mark Da die Untersuchung noch nicht abgeschlossen ist, möglich, daß der veruntreute Betrag sich noch höher Der Geschäftsführer, der seit acht Jahren das voll trauen seines Chefs genoß, ist wahrscheinlich nach H geflohen. Drittes Ovfer der Schlagwetterexplosion bei Ham 2 Hamm, 5. Aug. Die Schlagwetterexplosion der Zeche„de Wendel“ bei Hamm bat ein drit Todesopfer gefordert. Der bei dem Unglück am sonntagvormittag schwer verletzte Bergmann ist inzwischen seinen Verletzungen erlegen. Das bisherige Untersuchungsergebnis läßt auf Selbstentzündung von Kohle und Holz als Ursache der Schlagwettererolosion schlieben. Wahrend die Morgenschicht aus Gründen der Betriebssicherbeit in den der Unglückstelle benachbarten beiden Revieren nicht angefahren ist fuhr die Mittagschicht wieder vollzählig an. Grubenunglück bei Würselen □ Wurselen(Rheinvrovinz), 5. Aug. Auf der Grube „Gouley“ wurden heute ein Bergschuler und ein Bergmann von berabfallendem Gestein eingeschlossen. Durch Zeichengebung wurde festgestellt, daß nur der Bergmann goch lebt. Man hofft, ihn lebend bergen zu können. Die Tragikomödie ist aus II Essen, 5. Aug. Die stadtischen Krankenanstalten scheinen nunmehr von den Plagegeistern der„Namen= losen Gemeinde“ befreit zu sein. Die Tragikomödie zu Ende, und die Verwaltung der Krankenanstalten, dis das Theater fost drei Viertel Jahre lang hat ertragen mussen, kann erleichtert ausatmen. Die Behörden, und zwar zunächst die Polizeibehörde, ha: mii energischer Hand durchgegrissen. In den letzten Tagen war es in einem Hause an der Quellenstraße in Dellwig auch zu an eine betrag von zuliefern. Würde kommen, so hieß es:n näachsten Tagen erscho, keinen Absender und auch nur ein Wavven. Der Empfa sich sofort mit der Polizei in Verbi. an der genannten Stelle Vorkebrungen feur des Briesempfängers wurde um die# mit dem Auto seines Besitzers zu der Stelle gesch. Chaufseur hielt in der einen Hand ein Wavven und in der anderen einen versiegelten Brief. Er fuhr mit dem Auto die Straße hin und her und hielt dabei das Wapven aus dem Wagen. Es dauerte auch nicht lange, und schon erschien ein junger Mann, der das gleiche Wavven vorzeigte. Als der Chauffeur dem jungen Mann den versiegelten Brief gab, kamen noch zwei andere Burschen hinzu. In demselben Augenblick kamen plotzlich mehrere Kriminalbeamte zum Vorschein und verhafteten die drei iungen Burschen, die sofort in dem Auto zum Polizeigefängnis gebracht wurden. Die drei verhafteten Personen stammen aus Neudorf und steben in den zwanziger Jahren. Die zwei zuletzt hinzugekommenen Personen wollen von nichts wissen. Da sich jedoch alle drei gut kennen, düriten sie mit der Ervressergeschichte in Verbindung stehen. Gerüst einer Flugzeughalle eingestürzt Bauunglück in München 5. Aug.(Telear.) Heute abend sturzte auf dem Flugplatz Oberwiesenfeld der Süddeutichen Lufthansa das 20 Meter hobe Baugerüst einer Flugzeughalle in sich zusammen und begrub vier auf dem Gerüst beschäftigte Arbeiter unter sich. Drei von ihnen konnten nur als Leichen geborgen werden. Der vierte hat lebensgefährliche Verletzungen erlitten; er dürste aum mit dem Leben davon kommen Blutige Susammenstöße in Nürnberg Nurnbera, 5. Aug. Gestern kam es hier bei dem Parteitag der Naiionalsozialisten zu Zusammentoßen zwischen Grupven dieser Parteigänger und ihrer Geguer. Das kommunistische Lokal wurde von den Hitlerleuten gesturmt und beschädigt. Das Ueberfallkommando mußte eingreifen. Es kam auch an andern Stellen zu Zusammenstößen der radikalen Gegner. Insgesamt sind 75 Hilfeleistungen erforderlich gewesen; in etwa 35 Fallen mußten Verbände angelegt werden, der andere Teil sind bei dem Festzug Erkrankte. Etwa 16 bis 18 Verletzte wurden ins Krankenhaus gebracht, drei bis vier Falle durften als schwer gelten. Viele der Verletzten, lo einer mit einem Lungen=, ein anderer mit einem Bauchschuß, fuhren mit den Sonderzugen in ihre Heimat. Sonntag abend 10 Uhr mußte ein mit mehreren! Aovistichen verletzter etwa 30jährige: Mann aus einer Wirtschaft am Mafsaiplatz geholt werden, die von radaulustigen Elementen stark beschadigt worden war. Ein am Samstagabend vom Rad gestürzter Mann, der vom Quartier der Nationalsozialisten in das BartholomausSchulhaus gebracht wurde, ist heute früh seinen Verletzungen erlegen. Am Konturverein hatten sich etwa 400 Kommunisten angesammelt, die sich den Nationalsozialisten gegenüberstellten. Das Ueberfallkommando war bald zur Stelle und trieb die Streitenden mit dem Gummiknüppel auseinander, wobei es blutige Koofe gab. Um ½21 Uhr war die Ruhe in der Stadt wieder bergestellt Abends verließ das Gros der Hitlerleute in Sonderzügen die Stadt. Bombenflugzeug stürzt in eine Kirche und setzt sie in Brand London, 5. Aug.(Telegr.) Bei einem Versuchsflug stürzte am Sonntagnachmittag bei Bromwich bei Birmingham ein Bombenflugzeug ab und schlug durch das Dach einer Airche mitten vor den Altar. Das Flugzeug, das bei seinem Absturz in Brand geraten war. entzündete die Kirche, die vollständig abbrannte. Der Flieger konnte sich schwerverletzt retten. Todlicher Absturz im Gebirge P Innsbruck, 5. Aug. In den Bergen bei Kufstein sturzte der neunzehnjährige Student Friedrich Gobelsmann aus Bottrov über eine Steilwand ab und blieb tot mir zerschmettertem Korie liegen. Starkstromanschlage auf der Landstraße. □ Wien, 5. Aug.(Telegr.) In der Nabe von Korneuburg bei Wien spannten unbekannte Täter quer über abend mit nahe## hunderte von volles Wetter bahn, als sich am und Turner zu ihrer. Anzahl von Zuschauern#### mit begeistertem Interesse der Um die Handballmeisterschaft Bar. Ladenburg— Schramberg 6.: Die bessere technische Durchbildung brachte burgern den verdienten Sieg. Aber das Re zweifellos zu hoch ausgefallen, denn die sehr Schramberger waren keineswegs um 5 Tore schlea Beide Mannschaften waren in ihrem Spiel durch den glatten Grasboden stark behindert. Die Faustballmeisterschaften fanden reges Interesse. Es wurde guter Sport geboten Karlsruhe- ittelstadt wurde verdientermaßen badischer Weister. Die Resultate Karlsruhe=Mittelstadt Reichenbach 15:47 Entscheidungsspiel Karlsrube— Oberhausen 22.35 Der Festakt der 5000. 5000 Zuschauer füllten am Samstagabend den farbenprachtig ausgestatteten, lichtüberfluteten Nibelungensaal des Rosengartens. Ein packender Sprechchor von Dr Petersen wurde zu wuchtiger Wirkung ausgestaltet Reichsverbandsleiter Deutsch überbrachte die Gruße des Reichsverbandes der DIK. Bischof Dr. Ludwig Sebestian von Sveyer legte seinen von warmer Liebe zur Jugend getragenen Ausführungen das Paulinische Wort zu Grunde: Gedenket, daß ihr Tempel des dl. Geistes seid Mannheims Oberburgermeister. Dr. Heimerich. und Prälat Bauer überbrachten Gruße und Gluckwunsche der Stadt und der Katholiken Manheims. Massenchöre und Musikdarbietungen umrahmten den hochst eindrucksvollen Festakt. Der Gottesdienst im Stadion. Etwa 8000 Teilnehmer hatten sich Sonntag gegen 10, Uhr im Stadion versammelt zum Feldgottesdienst. Der Altar war in der Tribünenloge unter gelb=weißem Baldachin errichtet, der von den DIK.=Landesbannern von Baden und Württemberg flankiert war. Der Abt von Neuburg. Graf Adalbert v. Neivverg. las die Messe und richtete nach dem Evangelium von tiefer Liebe für die Jugend beseelte Worte an die Teilnehmer. Viel tausendstimmig stiegen die alten Kirchenlieder aus der weiten Runde des Stadions emvor. ein glübendes Gelobnis. das Abt Adalbert in die Seelen gesenkt hatte. zum Himmel tragend. und mit den feierlichen Klängen des ambrosianischen Lobgesanges schloß die unvergeßliche Feier, die dem Ländertreifen Weihe und Beseelung verlieben hatt. Der Länderkampf Schon um 1 Uhr stromten die Menschen zum Stadion Vom Hauptbahnhof marschierten immer neue Abteilungen von auswärts zur Kampfbahn. Pünktlich um 2 Uhr begann der Einmarsch der Aktiven. voran ein endloses Fahnenmeer. Fast 8. Stunde defilierten die Abteilungen im Marsch= oder Laufschritt an der Ehrentribune vorbei. auf der u. a. Platz genommen hatte: der hohe Prorektor des Festes. Weihbischof Dr. Wilhelm Burger aus Freiburg. Abt Graf Adalbert v. Neivverg von Neuburg Reichstagsakgeordneter Hofmann. Reichsverbandsleiter Deutsch. Pralat Bauer und Burgermeister Büchner. WeihD des Gelsen! seinem 1. stimmiges enttäuscht. Deutse Der Besuc die minderkla geschlagen. hebend. Von gegen Altmeist sich ausgezeich einen Satz ab Partner gefur Herren: Spener— Aemmert 2.0. 0.5. 6.0. 0.4. Froitzheim— Millen 6:2. 6:3. 6:2: Rahe— Rogers 9•7. 4·6. 611. 7:5: Dr. Kleinschroth— Mackenthum 6:4. 6:4. 6•3: Bergmann—. Luchsinger 6:4. 6:0. 6:1: Heydenreich — Nourney 517. 8:6. 6:0. 6:2. Moldenhauer— Glasser 4:6. 6:0. 6:2. 8:6. Lorenz— Bräuer 316. 0:6. 613. 6:3. 7:3: Lindenstädt— v. Kelemen 6:0. n#0 6:0: Kuhlmann — Joba 4:6. 6:2, 2:6. 6:4. 6:3: Chiesa— Thummel 6:2. 6:2. 7:5. Werner— Uhl 6:3. 6:4. 6:4: Menzel— Windhorst 6:2. 6:0. 6:4.— Damen: Nevpach— Baumgarten 6:1. 0.4: Neufeld — Stinzel=Kaber 7:5. 6:4: Fritsch— Fischer 6:2, 6:0: Buß— Rau w. o.: Colver— Swane 60 611. Friedleben — Thomas 6:2. 6:3: Chamberlain—. Brehm 611. 612: Pein— Adamoff 2:6. 6:3. 6:2: Dubienska— Weibe 6•4. 3:6. 8:6: Krahwinkel— Baitrock=Göncz 6:2. 64 Herren=Doppel: Froitzheim Schomburgk Harn 5:4. 6:4. 1:6. 1:6. 6:2: Lee David— Thummel Uthmolle 6:2. 6:2. 3:6. 6.4. Pie— 1 Mired: v. Recizek Spence— Neufeld Glasser 6.4. Menges Nournen— Vormann Meffert 8:6. Haolock Rogers— Löwenthal Remmert 6:2. 2•6 Rost Moldenhauer— Baitrock v. Kelemen 6:0. Chamberlain v. Cramm— Hafs Lund 6:2. 6:4 Damen=Doppel: v. Recnizek Thomas— Heim Muhlberg 6:1. 6:0. 6•0. 6•4: 6•1: 6•4: Industrie ——***""—„**„ bi Börsenberichte Berliner Börse. Berlin, 5. Jug.(Telegr.) Berline= Forie— jete die neue Woche in freundlicher Haltung. Prdere Anregungen lagen zwar nicht vor und das Geit verlief sehr ruhig. Bevorzugt wurden Elektrorte. ausgebend von AEch so eröffneten ramann. Licht und Kraft, Liemens. Chade bis um 4 czent höher. wogegen Reichsbank Polyphon und Ver. anzstoff sich abschwächten. Hierdurch angeregt. wurde h die Stimmung auf den übrigen Märkten freundlicher. Verlauf ließ jedoch das Geschäft nach und bestand gabeneigung, um Markt war lediglich die Spekution Infolge der Geschäftsstille gaben die aushin meist ihre Ansangsgewinne wieder her und en verschiedentlich sogar noch unte.......... ndenz schloß abgeschwacht rkehr konnte um das Geschaft nicht beleben und die tie brockelten durchweg weiter ab. Der Kaslama uneinheitlich Deutsche Anleihen lagen be Heldmartt war die Lage etwas angespannt, 19 Brozent genangt. Der Liskont für Warenwechle iskont Essener Termin= und Aurendorse. Esien. 5. Aug. An der Aurendorse konzentrierte das Hauptinterene auf Braunkodlenwerte, bei recht sebhaftem Geschaft sturmisch gesteigert wur“ g e w a n n e n M i c e l c o. 1 5 0 0 M a r k. L e o n h a r d t 10 Mark Beita 1200 Mark. Gute Hotinung 600 Mark. Pruckdorf nur manig gesteigert wurden. Vor od enwerten verkehrten Ewald vereinzelt lescht abgeschwächt. Heinrich gingen vlus 100 Mark um. Von eefen wurden Lothringen in größeren Posten olus 1 Prozent aus dem Markt genommen. Auch Dahlbusch gewannen 1 Prozent. Die Tendenz am Aalimarkt war weiter recht felt Das Geschaft war allerdings nicht o lebhaft. Burbach gewannen 100 Mark. Bergmannssegen 100 Mark. Beienrode 200 Mark. Erichsegen 300 Mark. Von Kaliaktien neigerten sich Burbach um wertere 5 Prozent: auch Hallesche lagen fester. dagegen blieben Adler ziemlich unverandert. Am Markt für Industrievaviere kam es zu einigen Umatzen in Kabel Rhendt und Dortmunder Vulkan zu kaum veranderten Preisen.— Der Terminmarlt verkehrte sehr runig: nur RWE. steigerten sich um 1 Prozent. Die Borse schloß leicht abgeschwacht, Warenmärkte Duisburger Getreideborse. Duisburg, 5 Aug. Es wurden notiert Inl. M. rzen 28.00 inl. Roggen 21.50—21.75. Hafer 23.50 nl. Gerste 22.00. ausl. Werzen 31.00—34.00. ausl Koggen 26.00—27.00, ausl. Hafer 22.00—24.00, ausl. Gerite 20.25—22.50. Platamais 22.25. dto. Cinaugntinomal# 9. Bäckermehl 41.00. Zoggenmehl 34.00. Weizenbollmebl 13.00—13.30. Weizenkleie 12.00—13.2., Roggenkleie 12.00—12.30. Zuckerschnitel 20.00—21.00 RM. Tendenz: ruhig Berliner Produktenborse. d Berlin, 5. Aug. Die Borse verkehrte in schwacher Haltung intolge der weiter nachgebenden Preise auf den auslandischen Markten. Am hiengen Lieferungsmark lagen die Breile iur Weizen um bis in 2 Ml. fur Roggen bis zu 3 Mk. niedtiger. Das Geschaft kam trotz der ermäßigten Preise schwer in Gang. Die Mehldreise haben gleichfalls einen Rückgang um bis zu 0.50 Mk. erfahren. pafer lag ziemlich stetia. Gerste still Es wurden notiert: Weizen. märk. 262—264. Roggen. märk. 198—200. Hafer. märk. 180—198. Futtergerste 175 bis 188. Mais 227—228, Weizenmehl 31.25 bis 36.25. Roggenmehl 26.60—29.40. Weizenkleie 12.25—13.00. Roggenkleie 12.00—19.50. Raps 330—335. Viktortaerbsen 40—43. kleine Speiseerdsen 28—34, uttererbsen 21.00—23.00. Peluichken 27—30.00, Ackerbohnen 22—25.00. Wicken 28 dis 32.00. blaue Luvinen 21—22.00. gelbe Luvinen 29—31.00 Kaustuchen 19.30. Leinkuchen 23.00—23.50. Trockenschnitzel 11.40—110 Sojaschrot 20.00—20.40. Kartoffelflocken 16.50—16.80,RM. Getreide 1000 Klg. Mebl= und Futtermittel 100 Klg Hamburger Warenbörse. k Hamburg. 5. Aug. Auf dem Kaficemarkt lagen die Brastlosserten im Preise durchweg unverandert. Am hiesigen Markt verlief das Geschaft sehr ruhig. Die Preise hielten letzten Stand.— Auf dem Reismark: lag blue rote weiter seit und gefragt. Sonst entwickelte sich bei unveranderten Preisen kleines Bedarfsgeschaft.— Buf dem Hulsenfruchtmarkt hält die feste Stimmung für Bohnen an. Sonst war der Markt bei behaupteten Preisen ruhig— Auf dem Gewurzmarkt war die Tendenz stetig dis fest. Das Geschaft blieb sehr klein und wurde nur der notwendigste Bedarf gedeckt. Die Breise haben sich nicht weientlich geändert.— Auf dem Schmalzmarkt war die Tendenz stetig Es wurden notiert Amerikanisches Steam Lard 29.75 Dollar. Rasti= niertes Schmalz verschiedener Morken in Tierces 30.50 bis 31.00 Dollar(in Firkins zu 30 Klg. 0.5 Dollar. in Eimern zu je 12.5 Alg. 1.5 Dollar teurer als in Tierces). Hamburger Schmalz in Drettelionnen Morte Nreue 34.75 Tollat au 100 Alg. natte natiallt— An dem Gerreldemarkt war die Tendenz seit Es wurden notier## Weizen 27.40—27.80, Roggen 22.60—22 80, Hafer 21 bis 21.20 inl. Gerste 19.30—19.40 ausl. Gerste 16.70—16.90 Mais 17.80 bis 17.90 RM. Leinsaat 21.10 fl Diehmärkte Essener Viehmarkt. Eisen, 5. Aug. Zum essener Schlachtntenmark: waren aufgetrieden 694 Stück Großvieh(darunter Ochsen. 190 Bullen, 311 Kühe. 73 Färsen. 88 Fresser). 612 Kalber. 41 Schafe und 3698 Schweine, b) leit dem letzten Narkt wurden dem Schlachthof direkt zugeführt: 72 Stuck Großvieh(davon 4 Ocer 10 Bulle 65 Kälber. 2 Schafe und 770 Schweine. Der Handel war in Großvieh langsam. in Kalbern und Schafen lebhaft. in Schweinen mittelmaßig. Es kosteten im Gtoshandel 100 Pfd. Lebendgewicht für Ochten: a1) 5# bis 62. 62)—. 51) 52—56. Bullen: a) 92—95. b) bis 50. c) 42—46. Kune: a) 51—5a. b) 46—49. c) bis 44. b) 29—34, Sarsen. a) 56—60. b) 50—54. bis 47. Fresser 38—42. Kalder: a) 29-117.5) bis 85. c) 65—72. d) 54—60. Schafe a1) 56—60. 15—55.() 35—4. Schweine: a) 82—86. b) 87-89 1) 87—89. 0) S5-fr. e 82-84. 0 Es wurden verkauft an Schweinen 22 Stuck 50 Alg zu 6. Ml., 1 zu 68. 1 zu 69. 4 zu 70. 1 zu 72. 2 zu 73. 6 zu 71. 27 zu 75. 9 zu 76. 7 zu 77. 27 zu 78, 2 zu 79. 43.31 80. 1- zu 81 62 zu 82. 107 zu S“. 30 zu 84. 481 zu 86. 695 zu 86.745 zu N7. 390 zu 2r. 926 zu 89. 152 zu 90 RM zusammen 3611 Schweine. Die Preise sind Morktore### zur nucterngewagene Tiere und schließen samtliche be; wandels ad Stall aus mullen sich weientlich uber#### Stallprei## erbeben. 17 39 14 * b 70 — =— *— E* E ###ST2oSSg S-. S."———*—"* * S 7* —#-.•* #EES 3 gSETS S—.4"*#S n TT S SBTATTRS gan 9.. TSBE (0 Tan-„ *—• f.- ET —"•**„—. 6 B-„—— #—..„.— 0 0 2* a-—*„*“"*— -TÄTTSTN " 2—. W• B 6 2" S agET ——„ E" r* —*——— S 00"— —*—.*—— ——— SOSaTS *- 5—* *—0. g.„ 2—* *—————„„ ###s Jocf. *"#:„ 5gES T*-S "• g.-*.„"-(0 5 = 553g KETS" S SSEPS *—.•** S. 3-1 a* XS-sg B OT.• T= ——* Säs —** * S„ • „. S 9 2E“ S. Tae Fann —.* *- 01* S 3 —— *# ——— 952* " F SrS-Ssn 55 S S ETE SSS *—-""„*—„ S S SEEESSES SEDrTE „"-*,-..-.*„. 2.— SESGSET“SE"S• *-*..—.* *•"• „Ta-nse Txan..„** 2 Sen m• 2.S. . à—* 2 7 .„e -TeT * W Z n——" □ ena-TsneS —* n S E=5 Samranars „SSSSTg 5999—1 2. 2 **** —* X*—— FOWTUS *-" 2• „ S 2..*"** "* 17** S S2 *.—B 6 2.* **""„*** 0. — F 2 . B „. E* „ SSn T#egs 2„„„ *"— „ S 2S82T B 7Z.** *" E• 6"* # S•2 2 3— 3—2 9—* 3= E. 8—*• „„*„TTEnEnn: S a SgTg G# SSSS„S TJES„ S FS S#pasaEs PSSES S2E5 • „*.——* "=„„ •*— " 9** —— 8 * 2 S — 3 "„„„„"# S PST TaZeO, =a#SST."gTs ShFFEE, SSaT5T F „„ F E B#TUFS S S2En J 9. S S ½— " 8 5 S S 2 S" 5„ *„„ = S Su **"— u E"„„* E„ SaT * 2= E.-5.••* *-„ 2„— —.*= ** G..—— ——***— FebeS **•".— □ .—* 10 9### * —•.— *—• —— S9•. S Sgs. SESSES •• PSEE2* S S S 5 5 —• 9—.*** S— *•— =* 5— 2 S aS (1 22 05— # S *—— □ 0r.— SSSäS S"„ *— 5—— □ S S 95 S F83R T 39— *—*— ————— 2 2 * 2 9** 3— ***• —— —. X•= "**„* *". 2= ——— . 62—* SoSSET 8.* 10 □ S# Sg **"„ SSss2n S S 5 5 —— 6 —.— — 6 S S57E **** *• 2 # S 5 S1 " bFTTen S S.. Bgu. SST"e —— 5 T# S —— * S SSSS ——* 02—.** e: S Sg S 2= 9=" —*—"—** — S— 1# *„*E "„*"* 2 **— *. 2.— 7# ".*8 S pa ——*— SSDE S S.2! 555 * G e. X** * = Pn 8.— „ST2 * *„"—„ „*— = 00"———* SByExs. n.g •T S 9# 5*.. 2 9. Aunterricht Eintritt 160 X##genheit bis 9 Uhr —„"„ 2 2. Fächer und Fächer —.•=enoreis statt Stundenpreis =*# sdauer demnach unbeschrankt .= vertiakeit. Bei Entlassung Zeugleilunn.— enden Stellenangeboten.— AnmelJungen: Dienstaas. Donnerstags und Sonnabends von 3 bis 8 Uhr. Bekanntmachung Betr. Eingemeindung. P. 61. Auf Grund des am 1. August 1929 in Kraft getretenen Gesetzes über die kommunale Neugliederung des rheinisch=westfälischen Industriegebiets(Pr. Saitel gutem Lohn. Central=Case Bahnhofstraße 11 1. Etage Tüchtiges 3958a gesucht. Frau Dr. Hartvig. Castrop=Rauxel I., Münstersttaße 57. Salzuflen. Leitung: HalenTausend SozialiBauer Leo „„#1. B 16.90: Pelenlunde: K. Rielh:„ere Gale von „#“ à Gottfried Keller.o 19.15: Dr. Maß: Zur Pso§.— 8 biis 19.40: Dr. Stein: Wirtschaft und GesellS= 2: Frederik Th. Hill: Lincoln. der Schöpfer einer #ges S. Bryan: Edisog, der Mann und sein Werk. 2 a“ S Herhert Hoover.# 20: Irgendwo in Westdeutsch„“ Volk und Hei=##l: Bergisches Land. Mitw.: Dr. 7=*-Bund, Solingen. Leitung: Musikdir. Saam. Von a 2 S'e: Beraischen Landes. Stimmungsbilder von K. Th. „.“ Deutsche Welle(1635). r. Gleichbleidendes Werktags=Programm. 5.50: indwirt. O 6: lanmnanik. o 12.25: Wetter für 2.50 o 12.55: Nauener Zeu o 15.30: Wetter, etter für den Landwirt. — Dienstag, 6. August. 12: Franzosisch für Wetter für den Landwirt# 12.30: Schallplatten. Bach: Oekonomische Klaviertecni. 15.40: Diel: Weltéreundschaft zwischen Kindern.# 16: Berthold Ottos Lebenswerk. Zu seinem 70. GeV. Prof. Anthes: Inschauer und Theater. S 17: onzert. Auss.: Charlotte Hahnel(Gesang). Leny #oline Rlumer(Klav#####.# 18: H. Jaocb: beim Völkerbund. 18.30: Claude Grander: des Menschen mn der französischen Literatur: o 18.55: H. R. Berndorff: Verbrechen und 19.20: Dr. Kunze: Vom Leben der Strandeeresalgen. 20: Aktuelle Uebertragung. S 21: us:: W. Wolf(Flügel), R. Wolf(Viola d'amore allegretto für Klavier.— Couverin: Fantasie und Klavier.— ar: Sonate für Viola Pemote und Klavier.— Bach=Busor: Chaconne D=moll, für Klapier.— Hindemitd: Sonate F=dur für Bratsche und Klavier. 9 Anschl.: Preise=Umschau des drahtlosen Dienstes. o Danach: Bildfunk. Neu! Neu! Behrensstraße s Heute Eröffnung der deutschen Kunst stopferei, Färberei. chem. Reinigungsenstalt. Behrensstraße s TELEFON: 51190. 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August 1929 ein Teil der 409 an den Hern=: Landgemeinde Gerthe gemaß der Grenzbeschreibung Anzeiner. der Anlage C des Gesetzes unter IIl in die Stadtgemeinde und den Stadtkreis Herne eingegliedert. Der Magistrat der Stadt Herne hat die Verwaltung der Gemeindeangelegenheiten für das gesamte erweiterte Stadtgebiet übemnommen. Desgleichen hat der Oberbürgermeister die ihm als Oberbürgermeister zugewiesenen staatl. Obliegenheiten übernommen. Die Burgerschaft des eingegliederten Gebietes kann ihre Verwaltungsgeschäfte bei der Verwaltungsstelle in Sodingen(altes Amtshaus) nach Maßgabe der Zuständigkeit dieser Stelle erledigen. Die vom Tage des Inkrafttretens des Umgemeinigsgesetzes für das ermenterte Siabisshinm Tüchtige vertreter(innen) SommerI. IE BRFOSCAR wöchentliche Auszahlung. Zu mem Dienz. DIOSSCI tag, den 6. 8. 29 von 10—5 Uhr. mnittichen au.... eus ine berrnadloien Hdlien, werben n#ume Wirtschaft Fritz Fingerhut, Herne unter Garartie burch das echte unschdol. 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