Drrckn Verlag: Koethere& Röttsches. Herne. Bebelstr. 8. neben der Hauptpost Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn= und Feiertage. Bezugepreis wöchenklich 60 Pfa. frei ins Haus gebracht. Polischeckkonto: Dortmund 1907 Verantwortlich für den rebaktionellen Teil: Dr. Leo Reiners. für den Anzeigen- und Reklameteil: Carl Bartels, beide in Herne. Nr. 165(Erstes Blatt) Kreisanzeiger für den Stadtkreis Herne Sodinger Anzeiger7 Gerther Anzeiger Amtlich beglaubigte Abonnentenz ahl Jeder Abonnent nebst Edefrau ist gemäß den Bedingungen mit Mark 250. versichert, wenn durch einen Anfall der Jod oder Ganzinvalthität einteitt. Mittwoch, den 17. Juli 1929 Anzeigenpreise: 1 mm Raumhöbe lokal 7 Pfg., auswärts 8 Pfa., Arbeitsund Wohnungsmarkt 6 Pfa. 1 mm Raumhöhe, im Reklameteil 30 Pfa Der am die Inserate eingeräumte Nachlaß oder Kassaskonto wird bei Konkursen und gerichtlicher Kie##e linsän. Fernsprech=Anschluß. Sammel=Nummer 525911#egramm Adresse: An#eiger Herne. 25. Jahrgang. Das Wetterleuchten im fernen Osten Der chinesisch=russische Ronflikt spitzt sich zu— Truppenbewegungen an der mansschurischen Grenze— vermittlung Amerikas? tang in Nanking einen Bericht übermittelt, dessen Einzelheiten nicht bekanntgegeben werden. Man nimmt aber an. daß in ihm alle für die vorläufige Behandlung der russischen Note erforderlichen Anweisungen enthalten sind. Tschanabsueliang betrachtet die Note nicht als ein Ultimatum. aber doch als eine beleidigende Anmaßung der Sowjetregierung gegenüber dem selbständigen China. Die chinesische Ostbahn sei chinesisches Gut und müsse von chinesischen Beamten verwaltet werden. Er lehne es ab, irgendwelche Verhandlungen mit der Somietregierung aufzunehmen. Die chinesische Rezierung sei stark genug. um die chinesische Ostbahn vor einem Ueberfall zu schützen. Ruft Rußland Amerika an? Berlin, 10. Juli. Die„Voss. Ztg.“ meldet aus London u. a., die amerikanischen Zeitungskorrespondenten in Moskau und Riga berichten übereinstimmend, daß die Aktion der russischen Regierung gegen China einen heftigen Konflikt zwischen Litwinow und Kar chan veranlaßt habe. Litwinow soll bis Aufsassung vertreten, daß Rußlands Hände durch den Kellogavakt gevunden seien. Karachan vertrete dagegen die Auffassung, daß Rußlands Unterschrift unter dem Kellogapakt keine Verpflichtung bedeute, auf kriegerische Austragung von Konflikten, die wesentliche Interessen Rußlands zum Gegenstand haben zu verzichten. Litwinow soll die Absicht haben, wenn Chil# ar! das von Karachan in Vorschlag gebrachte Ultimatum nicht durch sofortiges Nachgeben reagiere, Amerika zu bitten, einen Schiederichter in dem russisch=chinesischen Streit über die ostchinesische Eisenbahn zu ernennen. Die Karte der mandschurischen Eisenbahnen. Unten links: Rarachan, der stellvertretende Volks commissar des Auswärtigen, sandte an China ein scharfes Ultimatum. Chinas. Rechts: Dr. Wang, der Verhandlungen? *: London, 16. Juli 1929. In Pekina sind Berichte eingegangen. wonach russiiche Friedensunterhandler im Flugzeug aus Moskau in Irkutsk in Sibirien eingctroffen sind. Es wird versichert. daß sie sich in Bereitschaft halten für eine Konferenz mit Vertretern der chinesischen Regierung für den Fall. daß die Ranking=Regierung solche Verbondlungen wünschen sollte, um die in dem sowietrussischen Ultimatum angekündigten ernsten Folgen zu vermeiden. Sowohl in Nanking wie in der Mandschurei wird die Lage sehr zunersichtlich beurteilt. Marschall Tschangbsueliang befindet sich an der Küste auf Urlaub und zeigt keine Reigung. ihn abzubrechen. Präsident Tschlangkaischek, der in Schantung weilt. erklärte, daß die chinesische Politik gegenüber Rußland in ihren Grundzügen sestgelegt wurde und die weitere Verantwortlichkeit für die Beantwortung der sowietrussischen Note in Händen des Außenministers Dr. Wang liegt, der in größter Hast von Peking über Tsingtau nach Ranking abgereist ist. Bis zur Beantwortung der Note. deren Frist am Mittwoch ablauft. setzen die chinesischen Behörden alles daran, um ihre Kontrolle über die chinesische Ostbahn durch Beseitigung der Russen lo vollstandig wie möglich zu machen. Inzwischen sind auch fast sämtliche russischen Staatsangehörigen entlassen worden. Ueber die nächsten sowietrussischen Schritte nach Ablauf des russischen Ultimatums am Mittwoch besteht vorläufig Ungewißheit. In Peking rechnet man vereinzelt damit, daß die Rote Armee Hailar besetzen wird. als ersten Schritt zur Veranschaulichung der sowietrussischen Entschlossenheit. ihren Willen auch auf andere Weise als auf dem Wege der Verhandlungen durchzusetzen. Sudlich von Tschita ist eine starke militärische Aktivität verzeichnen. Die Nanking=Regierung glaubt Japanische Truppen nach Mukden r Tokio, 16. Juli. Das japanische KriegsministeAußenminister#rium hat angeordnet, daß ein japanisches Regiment sofort aus Dairen nach Mulden befördert wird. Am Montag sind die ersten japanischen Truppenteile in Mulden eingetrossen zum Schutz des japanischen Eisenbahnnetzes in der Nordmandschurei. Im Auftrag des javanischen Kriegsministeriums hat sich General Takanagi nach Chardin begeben, um die politischen Verhältnisse in der Nordmandschurei zu studieren. 1 offenbar. daß das sowietrussische Ultimatum nur vazu bestimmt ist. die chinesische Regierung zu Verhandlungen zu zwingen. Die Lage der Sowietregierung wird als nicht ausreichend gefestigt angeseben, um Moskau in die Lage zu versetzen. die Kriegsdrohungen gegenüber China durchzuführen. Trotzdem sind für alle Fälle ziemlich umfangreiche militärische Gegenmaßnahmen in der Mandschurei getrossen worden. Secho Panzerzuge verkehren auf der chinesischen Ostbahn zwischen Charbin und Mandschuria. Tschiangkaischek bat an das Hauptauartier der KuominChinas Antwort Rechtfertigung Nankinger Standpunkts * Nanking. 10. Juli.(Telear.) Der Minister des Aeußeren. Wang, hat den interimist schen chinesischen Geschäftsträger in Moskau beauftragt, der Sowjetregierung die ainesische Antwortnote auf das russische Ultimatum zu übergeben. In dieser Antwortnote wird mitgeteilt, daß der chinesische Geschaftsträger demnachst mit allen Vollmachten ausgestattet sich nach Moskau begeben werde, um alle schwebenden Fragen mit dem Sowjetkommissariat des Aeußeren zu besprechen. Die Nole besagt weiter, die chinesische Regierung und das chinesische Volk hätten immer freundchaftliche Gefühle gegen Regierung und Volk der Sowietunion gehegt. Es seien aber jüngst auf chinesischem Gebiet Beweise dafür geliesert worden, daß Sowietagenten kommunistische Provaganda betreiben mit dem Ziel, die chinesische Regierung und die Gesellschaftsordnung Chinas zu gefährden. Um die Ordnung aufrecht zu erhalten, hätten die mandschurischen Behörden von der ostmandschurischen Eisenbahn Besitz ergriffen und das Sowjetkonsulat, in Charbin geschlossen. Die mandschurischen Behörden berichteten, daß die russischen Beamten der ostchinesischen Bahn das Uebereinkommen von 1924 nicht genau befolgt hätten, so daß man die Handlungsweise der Nationalregierung nicht als Verletzung des genannten Uebereinkommens ansehen dürfe. Die Nankinaregierung verlangt. daß die Sowjetregierung 1. die jetzt in Rußland gefangen genommenen Chinesen freilasse: 2. die Chinesen in Rußland gegen Revressalien und Angriffe schünze. Die chinesische Note schließt, die Nationalregierung werde Handeltreidende aus der Sowietunion immer gut aufnehmen. Aber die kürzlich erfolgte Verhaftung von Russen in der Mandschurei sei gerecht und eine notwendige Maßnahme zur Unterdrückung der kommunistische Provaganda in der Mandschurei und zur Aufrechterhaltung der Ordnung gewesen. an Amerika und England zu zahlen. Damit!: die seit zehn Jahren vergebens angestrebte Verbindung zwischen Zahlung der Schulden und Befriebigung der Forderungen Frankreichs, eine Verbindung, die von vornherein von allen Sachverständigen, einschließlich Amerikas, angestrebt worden sei, erreicht worden. Als weiteren Fortschritt des Doungplanes gegenüber der bisherigen Regelung erwähnte Poincare, wie chon früher. die Möglichkeit der Kommerzialisierung, die Einschränkung der Sachlieferungen und die Festsetzung der Zahl der Annuitäten. Bezüglich der Internationalen Bank führte Poincare aus, die Rolle dieses auf sozialistische Anregung zurückgehenden Instituts sei auf vernunftige Grenzen zurückgeführt worden. Es werde die mit der Verteilung der Annuitäten zusammenhängenden Geschäfte vorzunehmen haben. es müsse auch die Aufgaben der Organe des Dawesolanes, die fortbestehen müssen, erfüllen und schließlich die Kommerzialisierung erleichtern. Den Sachves tändigen, so fuhr Poincare fort, käme es darauf an, nicht nur die Zahlungsfähigkeit Deutschlands zu schonen, sondern auch seinen Wiederaufbau zu fördern, damit es nicht wieder in die Fehler verfalle, die es vor der Annahme des Dawesplanes begangen habe Deutschland habe vor dei Ruhrbesetzung durch die Ausgabe von Paviergeld in beträchtlichen Mengen den Zusammenbruch seiner Währung herbeigeführt(2). Hier kam es zu einer Auseinandersetzung mit dem sozialistischen Abgeordneten Leon Blum, der darauf hinwies, daß, die Folge des Zusammenbruchs erst durch die Ruhrbesetzun eingetreten sei. Poincare bemüht sich ougegen um den Nachweis, daß er weit entfernt gewesen sei, den Sturz der Mark zu betreiben, und ständig darauf bedocht gewesen sei, den Sturz zu vermeiden, und daß er in alle zweckdienlichen Maßnahmen eingewilligt habe, jedoch u. er der Bedingung, daß er Garantien und Pfänder bekomime.(So ein Unschuldsengel!) Der Doungolan gibt Frankreich nicht alles, was es vom Dawesplau hätte erwarten können. Für eine Durchschnittsannuität von 1300 Millionen Golomark und die etwaige Beteiligung am Ertrage des fabrtsinder haben wir jetzt jedoch die Gewißheit, unter allen Umständen 500 Millionen sichere Zahlungen zu erhalten. Poincare führte dann weiter aus: Selbstverständlich ist Frankreich gegenüber Amerika gebunden, und falls Deutschland den Dounplan nicht ausführe, bleibt Frankreich selbstverständlich der Schuldner Amerikas. Die Haltung Amerikas wird dadurch ausgeglichen, daß schon Deutschland sich für ebenso lange Zeit verpflichtet hat, wie Frankreich verpflichtet ist, an Amerika Zahlungen zu leisten. Amerika selbst hat als Gläubiger Frankreichs, und indirekt hat auch Deutschland das größte Interesse an der Ausführung des Doungplanes Wir haben das größte Interesse daran, kein Mißverständnis hinsichtlich der sogenannten ungeschützten Annuität aufkommen zu lassen. Wir werden, so erklärte Poincare unter lautem Beifall des Hauses, jede neue Herabsetzung unserer Forderungen an Deutschland ablehnen. Wir haben gewiß keinen Anlaß, zu triumphieren, man hat unsere bereits verstümmelten Forderungen aus dem Versailler Vertrag und dem Beschluß der Revarationskonferenz vom Jahre 1921 weiter verringert. Es ist auch nicht die Regelung, die wir für unsere interalliierten Schulden gewünscht haben, aber ich glaube, daß wir trotzdem nicht über den zu fassenden Entschluß in Zweifel sein können. Wenn der Doungplan aogelehnt würde, wären wir zweifellos berechtigt, zu erwarten, daß der Dawespian wieder ausgeführt wird, aber wir kennen die Schwierigkeiten, auf die wir dann stoßen werden. Wenn Deutschland seine Zahlungen an die Schuldnerländer einmal einstellen sollte, so würde die Zahlungsfähigkeit dieser Länder verringert sein, und diese müssen sich naturnotwendig miteinandeer zu verständigen suchen, um die Revision ihrer Schuldenabkommen zu erlangen. Amerika ist also in erster Linie an der lovalen Durchführung dieses Planes interessiert. Peincare schloß mit einer nochmaligen Aufforderung an die Kammer, die Schuldenabkommen nach dem Vorbild der anderen Schuldnerländer zu ratisizieren. Die Kammer trat heute nachmittag in die Debatte über die Ratifizierung der Schuldenabkommen mit den Vereinigten Staaten und England ein. ste verhandelte Louis D zunächst über einen Antrag des Abgcordneten Louis Dubois von der Fraktion Marin. der eine Vertagung der Ratifizierung der Schuldenabkommen fordert. Ministerpräsdent Poincare widerspricht der Forderung des Abgeordneten Dubois und erklärt, daß die Regierung gegen die Tagesordnung Dubois die Vertrauensfrage stelle. Die Tagesordnung Louis Dubois wird mit 304 gegen 239 Stimmen abgelehnt. Hierauf wird eine Tagesordnung des Abgeordneten Franklin Bouillon zur Debatte gestellt. Sie lautet: Frankreich könne sich nicht der Gefahr aussetzen, den Dawesplan durch den Young=Plan abzulosen, bevor man nicht wisse ob ihn alle interessierten Mächte loval annehmen und ausführen werden. Der Termin zum 1. August werde durch die Tatsache, daß über die Annahme des Young=Planes verhandelt werden müsse, ipso sacto hinausgeschoben. Der Abgeordnete Franklin Bouillon erklärte, es handele sich darum, fur die lange Zeit von 62 Jahren alle Garantien zu erhalten. Er fordere eine nochmalige Verhandlung über die Kriegsschulden. Außenminister Briand trat dem Vertagungsantrag Franklin Bouillons entgegen. Er machte dabei jange Ausführungen über Schuldenproblem. Konferenzfrage. Rheinlandräumung und Außenvolitik. die aber keine neuen, nicht schon bekannte#nge brachte Dann wurde die Debatte auf Minnwoch vertagt „Bremen“ Jungfernfahrt Poincare über den Doungplan — Der Ministerpräsident empfiehlt Schuldenabkommens Zur Fahrt nach Neuvork ausgelaufen 2 Bremerhaven, 10. Juli.(Telear.) Bei bert lichem Sonnenschein und tiefblauem Himmel hatten sic Tausende von Menschen aus Bremen, den Unterweser orten und aus dem Binnenlande an den Kais versammelt, um der Ausfahrt des Schnelldampfers„Bremen" beizuwohnen. Um 17.30 Uhr wurden die Anker gelichtet. und bald darauf setzte sich das stolze Schiff unter den Hochrufen der Menge in Bewegung. Etwa 10 vollbesetzte Dampfer hatten sich währenddessen auf der Wesermündung eingefunden, um dem Schiff eine Strecke das Geleit zu geben. Es war ein erbebender Anblick, als die„Bremen“ unter den Klängen des DeutschlandAbwägungen des Für und Wider die Ratifizierung des Schluß der Dauerrede vor der Kammer Paris, 10. Juli 1923. Ministerprasident Poincare hat heute vormittag in Expose über die Schuldenfrage mit einer Wudigung des Dounavlanee beendet. Er erinnerte daran, daß. zu 5 Prozent amortsiert, der Gesamtbetrag der Schuld Frankreichs sich auf 15 Milliarden Goldmark belause, und der Gesamtbetrag der Schaden auf 40 Milliar= den Goldmark, das Frankreich aber für diese letz1 sich mit 23 Milliarden begnügt habe. Die einmalige Annuität des Dawesvlanes habe mit 2½ Milliarden Goldmark nur eine zweiprozentige Verzinsung der auf 132 Milliarden festgesetzten deutschen Schuld dargestellt. fur die Tilgung der Schulden sei ano nichts vordanden gewesen. Trotzdem sei Frankreich durch den Daweeplan zufriedengestellt gewesen. Der einzige Grund, den es hatte geben können, um eine Revision zu erlangen, sei die immer ner Verbindung zuscchen Revarationen und Schuldenzahlungen gewesen. Die franWsischen Sachverständigen hätten sich auf der Pariser Konferenz damit begnügt, für den Doungolan dis deut schen Zahlungen nur für die Dauer zu verlangen, nhrend deren Frankreich selbst gezwungen sein würde. liedes den Roten=Sand=Leuchtturm passierte und dem Glückliche Fahrt dem deutschen Schiff, das deutsche soll in die Welt. # Bremen. 10. Juli.(Telear.) Ein historischer Augenblick für die deutsche Schiffahr„Bremen“ des Norddeutschen Llond, Deutschlands schönstes und schnellstes Schiff. hat ihre erste Amerikafahrt angetreten. Bevor das stolze Schift seine Anker lichtete, fand auf Einladung des Norddeutschen Llond eine Besichtigung der„Bremen“ durch etwa 40) Vertreter der deutschen und ausländischen Presse statt. Von der Be sichtigung ist hervorzuheben, dan der allerstärtste Eindruck nicht nur das ungeheure Ausmat des Schiffes machte, sondern die einzigartig dastehende Raumverteiluna. Bei fast allen Decks ist außer den beiden groten Seitengängen auch ein breiter großer Mittelgang durchgeführt, der die Einteilung außerordentlich übersichtlich macht. In dem Stockwerk der großen Hallen solgen alle Festräume nacheinander. nämlich das vordar#e offenen Meer zusteuerte Kunst und Technik und deutsche Ende des Promenadendeck= der Raus Treppenhauses, die große Gesellscha straße. der Gang zwischen Schreibzin und das große ebenso wie die Hall lichkeiten geeignete Damenzimmer Weiter ist hervorzuheben, oas die Schiffes für alle Klasse übereinat setzung des Se tzügigkeit auf derer Liebe a inaustra Ta Die menadend voller Be volle mit wird Reede: neuen dieser Wohld noch * * — bahnbof um megrere Stockwerke uberragt. ist oon bei der Abfahrt aus Bremen üoer den Hausern Bremerhavens weitdin sichtbar. Andere aus der Reede liegende Ozeandampfer wirken gegenurer der„Bremen“ wie Zwerge Nach der zweistündigen Besichtigung der„Bremen“ fand im Wartesaal des Kolumbus=Bahnhofes ein vom Norddeutschen Llond für die Pressevertreter gegebenes Essen statt, bei dem Generaldirektor Geheimrat Stimmins folgende Begrüßungsworte sprach: Was wir wollen“ Aufbau! Der Welt zum Bewußtsein bringen. daß trotz allem, was auf uns liegt, das, was wir erhoffen, nicht schlummert, sondern lebt. Was wir wallen, ist auch unseren eurongischen Brudervolkern zum Bewußtsein zu bringen: Eine europaische Tat getan zu haben. Das Schauspiel am Rai * Bremerhaven, 16. Juli.(Telear.) Im Laufe des Nachmittags begann ein lebnatter Zustrom von Schaulustigen, eine wahre Völterwanderung nach der Umgebung der Kais, die zunächst noch fur die Zuschauer gewerrt blieben. Drei Flugzeuge umkre##tten die„Bremen“. die immer noch von Kahnen beladen wurde. Wenige Minuten nach 17 Uhr wurde der Kai freigegeben. Das Publikum stürzte herbei, um sich einen moglichst guten Platz in allernächster Nähe des Schiffes zu sichern. Im Ru war der Kai schwarz von Menschen. Unter ungebeurem Jubel drängten immer neue Massen deran. Die Polizei hatte alle Mübe, die Begeisterten zuruckzuhalten, von denen alle herumstehenden leeren Eisenbahnwagen ge stürmt und die Dacher als Ausguckvlätze in Besin genommen wurden. Schlepver lagen bereits längsseits des Kolosses, aus dessen Schornsteinen schon wacker Rauch omrorstieg. Dann mußten die Angehörigen der Reisenden das Schin verlassen. Die Passagiere drängten sich an den Relings sämtlicher Decks: einige standen sogar auf den Geländern. um das Winken und die immer lauter werdenden Jubelrufe der Menschenmassen euf dem Kai zu erwidern. Auch mehrere Autos wur#en noch in die „Bremen" verladen, die bekanntlich dafür besondere Garagenräume besitzt. Die Abfahrt verzögerte sich etwas. meil die Güterzuge noch nicht ganz entladen waren Um 17.30 Uhr wurde der letzte Laufsteg eingezogen, und die schweren Türen wurden geschlossen. Die Sirenen der „Bremen" ertönten, die Matrosen und das Schiffspersoaal winkten und riefen aus den Bullaugen der Masse Richtigstellung des Reichskanzlers Erklärung über die sog.„Versöhnungskommission“ — Berlin, 16. Juli. Zu den Behauptungen, die noch mmer in einem Teil der französischen Presse unter Berufung auf die Genser Verhandlungen vom September 5 J. über den Plan der Einsetzung einer besonderen Kommission für die entmilitarisierte Rheinlandzone aufgestellt werden, erklärt der Reichskanzler als damaliger Führer der deutschen Abordnung, daß er nur die schon verschiedentlich von amtlicher deuticher Seite abgegebenen Erklarungen uber dieses Thema wiederbolen konne. Insbesondere stimme er in allen Bunkten den Ausführungen zu, die noch vor menigen Tagen der Reichsminister des Auswärtigen gegenuber einem Vertreter der „Frankfurter Zeitung" gemacht habe. Bei den Verbandungen im September habc er in keinem Augendlic einen Zweifel daruder gelassen, daß fur Deutschland eine nder das Jahr 1935 hinaus tätige Kommission der in Rede stebenden Art keinesfalls in Frage kommen könne. Reine deutsche Regierung wurde sich finden, d'. in diesem Punkt üder den Versailler Vertrag beaus Zugestandnisse machen wurde * Das englische Friegsministerium zur Frage der Aheinlandräumung X London, 18. Juli. Im Unterbaus erklarte der Einanzsekretät im Kriegswinisterium Sbinwell auf eine Anfrage, endaultige Weisungen fur die Räumung des Rheinlandes durch die britischer Truppen könnten erst erteilt werden, wenn der Räumungsbeschluß vorliege. Aber die Maßnahmen, die dann erforderlich seien, seien schon vom Kriegsministerium in einer Besprechung mit dem Kommandeur der britischen Rheinlandtrupven gevruft worden Auf eine weitere Frage. worin diese Maßnahmen beKänden.####lart Shinwell, es hätten bereits Erörterungen uber Einzelheiten stattgesunden. aber es sei bisher noch nichtsEndaultiaea worden erSonlustiger zu. die auch alle Dächer der umklegen. den Hauser besent halse. Unzohlige kleine Schifie war teten auf die Ad##ort ihres groben Bruders. um ihn noch ein Stück zu begleiten. Die ersten Taue wurden losgemacht Gegen 17,45 Uhr war das Hinterschift frei und wenige Rinuten bo# 18 Uhr, nachdem auch die Vordertrossen gelöst waren, setzte sich die„Bremen", von den Schleppern gesogen, marestätisch in Bewegung. Das Winken und Rufen von Schiff zu Land. von Land zu Schiff. schwoll orkanartig an. Mütter und Väter nahmen ihre Kinder auf die Schulter, damit sie das einzigartige Schauspiel beobachten konnten Bald lag die„Bremen“ in der Mitte der Weser, und das Schiff lief mit eigener Kraft. Unter dem Tuten der Dampfrseisen und den immer mehr anschwellenden Hurrarusen der Menge fuhr die„Bremen" langsam stromabwärts. Zahllose kleine Dampfer. Segeliachten, sogar Ruderboote, die sich wie winzige Spielzeuge neden dem Riesenleib des Ozeanschitses ausnahmen, bildeten die Gefolgschaft der„Bremen“, die fortwährend Warnungssignale ertonen ließ, um die kleinen Fahrzeuge auimerklam zu machen Flugzeuge umkreilten andauernd das Schiff und gaben ihm oas Geleit. Nachdem das Schiff am Horizont im Nebel verschwunden war, kehrten die Schlepver und verschiedene kleine Fahrzeuge zurück. die die„Bremen“ ein Stück begleitet batten, schließlich aber den Wettlauf mit dem großen Gefährten aufgeben mußten Ncunork in Erwartung Neuvork. 16. Juli(Telear.) Sämtliche Zeitungen veroffentlichen auf der ersten Seite svaltenlange Artikel mit Beschreibungen des Riesendampfers„Biemen". Ganz Neunork erwartet mit Soannung die erste Ankunft des Dampfers auf seiner Jungsernfahrt Die ganze„Bremen“=Fahrt im Rundfunk Hambura. 10. Juli.(Telegr.) Die Uebertragungversuche der Notag über den Telephoniesender der„Breinen“ sind heute abend restlos gelungen. Die Rundfunk sendungen der„Bremen“ von hoher See wurden in ordernen und Ichlendorf ausgenommen und sämtlichen deutschen Sendern zugeleitet Die Uebertragungen werden jeden Abenb gegen 10 Uhr bis zur Ankung der„Bremen“ in Neunork fortgesent. —— Katholizismus und Radio Man schreibt uns aus parlamentarischen Kreisen Der ationale Rundiuntlongreß der Katholiken in Munchen hat wieder einmal die lufmerssamkeit unierer Kreise au dies gewichtigc Gediet gelenkt. Man kann erfreulicherweise sogen, daß von Jahr zu Jahr das Interesse steigt und Jugleich die Erkenntnis, daß es hier um##h#lische Interessen dir Zukunit geht. Wenh irgenn eine Institution international in. dann diese. Sie kuni keine Grenzen und Länder. ne kennt nicht einmal Erdteile, sie ist die unmittelbarste Art. Menschen und####er durch Ideen entweder einander oder in bringer Ader ne zu entfremden. Es kann keiem Iweiselerliegen, daß wir als Katholiken das erstere förder und tun mussen Pamu a#hort aber, daß wir uns international und erganisatrisch zinden und daß wir wissen, nach wele meinlamen Grundsagen wir vorgeben mussen Wer sich heute in diese großen internationalen Bestredungen nicht einzuordnen versteht, der ist verloren Wenn deute der Sozialismus als Weltarschauung um den Rundfunk in allen Landern ringt wenn der Kommunismus ihn in Rußland zu einem mirksamen Provagandamittel ausgebildet hat, so müssen wir versuchen, überall unsere katholischen Interessen und das Kulturgut. das wir vertreten, in den gewaltigen Kampf der Meinungen und Bestrebungen einzubanen Ist das schon überall richtig geschehen? Die Frage stellen, heißt sie verneinen. Aber wir könien als deutiche Katboliken sagen, daß wir es wenigstens verstanden haben, wenn auch ein wenig verspätet, doch den Anschluß nicht zu versaumen, aber nun kommt es nor allem darauf an, das ansangs verlorene Terrain wieder einzubolen. Es ist klar, daß wir mitarbeiten und nicht schmollend oder tatenlos bei seite stehen dursen. Dieser Gesichtspunkt dürfte praktisch und theoretisch übrigens heute allgemein anerkannt sein Wo es nicht der Fall ist, liegen leider frühere Versäumnisse vor. die eingeholt werden mussen. Dort wo direkte Verbote an die Katholiken notwendig waren. wegen der atheistischen und kirchenseindlichen Färbung der Rundsunkvortrage, muß durch Eindringen in die maßgebenden Stellen eine Wandlung derbeigeführt oder eine Berücksichtigung der Katholiken erreicht werden, die es ihnen wenigstens teilweise gestattet die Sendungen ihrer Aeberzeugung anzunassen und unmittelbar Kirchenfeindliches zu beseitigen Das alles ist durchaus möglich, wenn die Katholiken sich zusammentun und wissen, was sie wollen Naturlich kann ein Generalplan nicht für alle ausgestellt werden; denn die Art der Wiekung wire in jedem Lande anders sein und entsvrechend den Landesgepflogenheiten Man ermesse den ganzen Unterschied erwi zwischen Holland, wo der Rundfunk wellanschaulich aufgeteilt ist. und einzelnen sranzösischen Sendern, wo den Katholiken das Hören des Rundsunks aus den oben benannten Gründen einsam verdoten ist. Hier muß eben je nach Landessitte gebandelt und gearbeitet werden Der Münchener Kongreß hat auch bestimmte Richtlinien aufgestellt, nach denen verfahren werden soll Sie sind klar und umreißen das ganze Aufgabengebiet umfassend. Ebenso zu begrüßen ist die Gründung des internationalen karnolischen Bureaus das gleichsam das Sekretarkat und die Zentrale für die Internaflonale Füblung ist. E Murd. Auch die Zenrrumsparte Jann aus dem Au g. amm mit dem des katholischen Kumitees. Nur lethoden und das Ausgabengebiet werden hie und anders sein. Es wird an der Zeit daß müuch die## tei in irgend einer Weise an die Gründung eines Bureaus geht, in dem wie in einem Klearingbouse dar geklärt werden muß, was wir nun in der Oafsenklsch getan wissen wollen. Wann werden wir statt der Sossa ———— Zum Gesächtnis des Bekennerbischofs Konrad Martin Zu seinem 50. Todestag Fur die Diozese Paderborn wie für das katholische Deutschland ist der 16. Juli der Tag. an dem vor 50 Jahren der damalige Bischof von Paderborn, r Konrad Mortin, das Zeitliche gesegnet hat, ein großer Ttauertag. Bischof Konrad Martin starb in der Verbannung, nachdem ex wiederdolt Gejäugnisund Festungsstrafen erduldet hat, zu Mont St Guibert in Belgien, wo er im Hause der Schwestern der christlichen Liebe freundliche Aufnahme gesunden hatte. Seine Leiche wurde dann nach Paderborn übergeführt, und im hohen Dom am 25. Juli beigeserzt Am 18 Mai 1812 in Geismar geboren, wurde Bischof Konrad Martin in Köln am 27. Februar 1836 zum Priester geweiht. Seine erste Anstellung erhielt er als Vikar in Wivverfurtb. dann wurde er Relegionslehrer am katholischen Gomnasium in Köln. Im Jahre 1844 wurde Dr. Konrad Martin zum Professor der Theologie an der Universttät in Bonn ernannt. Hier hat er Hervorragendes geleistet, sowahl als Dozent wie auch als Schriftsteller Nach dem Tode des Paderborner Bischofs Franz Drenpet, wurde Professor Dr. Konrad Martin am 29 Januar 1856 zum Bischof von Paderborn gewadlt. Richt nur in der Diozese selbst, sondern weit darüber binaus begrüßte man diese Wahl mit lautem Jubel. Wäahrend seiner Bischofszeit hielt er im Jahre 1867 eine Diözesansynode, die erste sent zwei Jahr bunderten ab nahm hernorragenden Anteil an den Arbeiten des Vatikanischen Konzils und erfreute sich des besonderen Wohlwollens des Parstes Vius IX. De Errichtung des Konviktes für Theologiestudierende in Paderborn auf eigene Keiten und des Knabeneminars in Heiligenstadt, die Einführung des Pfarrbefähigungseramens und des Ewigen Gebete: sind sein Werk Nach dem Kriege gegen Frankreich, zogen über dem katbolischen Drutschlannd schwere Gewitterwolken auf Die beralen Zeitungen predigten jen den Kampf gegen den inneren Feind“, den Ultramontanismus. Ein kirchenfeindliches Geser nach dem andern wurde erlassen. Diese Gesetze verfolgten den Zweck. die katbolische Kirche in Preußen aller Freihe; und Selbstandigken zu berauben sie zu einer Staatsanstalt zu erniedeigen, um sie lo all mählich zu erorolleln. In einem gemeinsamen Hirtenschreiden vom Grabe des heiligen Bonifatius erklarten die Bischese, daß sie zur Ausfuhrung dieser kirchenseindlichen Geene nicht m twirken konnten Jenzt begann auch die Leidenszeit für Bischof Dr Konrad Martin. Der damalige Oberprasident von Westialen erließ an ihn eine Verjugung wegen Umbeienung von lich: Piarr tellen im Kreise Brilon. Als der Bischof sich weigerte wurde er zunachst in eine Geldstrafe von 18 000 Mark genommen. Als auch das nichts hals. gingen die Behörden schärfer vor: am 4 August 1871 wurde der Bischof in seinem Palais verhaftet und in das Gesängnis an der Königstraße in Poderborn gebracht. Das Domkapitel war um den Bischof ver immelt und Wethbischof Dr Freusberg hielt vor dem Palais in Gegenwart einer vieltausendkönsigen Menge eine ergreisende Absch edsansorache an den Bischof. Der Bischof erklarte den Gerichtsdienern, daß er nicht frei willig geben, sondern nur der Gewalt weichen würde, worauf einer der Gerichtsdiener Hand an den kochwürdigsten Herrn legte und ihn dis zur Tur des Hauses führte. Treppen und Gange waren mit Hunderten von Menschen besetzt, die laut schluchzend den hohen Gefangenen empeengen und dann begleiteten. Lausende besetzten die Straßen. Beifallsbezeugungen begleiteten ihn bis zum Gefangnis. Auch am Gesananis hatte eingefunden, um dem Visch of nochmals die Teilnahme zu bekunden. Die Gesängnistreppe war mit Blurgen bestreut. Noch einmal wandte sich der Bischof am Tor des Gesangnihes um und spendete der Menge den Segen Am nächsten Tage erhielt der Bischof im Gefängnis vom Oberprasidenten von Westfalen die Auffordekung zur Niederlegung seines bischöflichen Amtes aalb 10 Jaoen Mit avostolic em Freimut erwiderte der Bischof in einem langeren Schreiben, daß Pillat. Gewissen und Ehre ihm nicht gestatteten, dieser Aussorderung Folge zu leisten und betonte, daß nur Gott. der Papst oder der Tod ihn von seiner Diozese trennen könnten.„Keine staatliche Behörde.“ so schließt das Schreiben an den Oberoräsidenten,„hat mir mein Amt gegeben, keine staatliche Behorde kann es mir nehmen. Der romisch katholischen Kirche geborte meine Jugend und mein Mannesalter: ihr wird mein Greisenalter acboren, solange mir Gott das Leben ir sten wird. Alles werde ich für sie opfern, und wenn es sein sollte, meinen lenzten Blutstrovfen" Im Gefangnis erbielt der Bischol von allen Seiten Reweise licbevollster Teilnahme. Am Januar 1875 wurde seine„Absenung" vom Gerichtshof, für kirchliche Angelegenheiten ausgesprochen. Als der Bischof sich weigerte, das Absetzungsanerkenntnis anzunehmen, wurde es an die innere Seite der Zellentür angeheftet. Volle * 1 W o c h e r b r a c h t e d e r B i s c h o f i m P a d e r b o r n e r G e s a n g n i s iu Am 19 Januar öffneten sich die Rerkertüren, aber on am darauffolgenden Tage begab sich auf Anorduua des Kreisgerichts in Hörter der Bischof nach Wesel zur Verbüßung einer zweimonatigen Festungsbaft wegen eines Hirtenbrieses, den er im Gefängnis geschrieben hatte. Auf den Straßen die der Bischof vom Gefängnis zum Bahnhof pass erie, versammelten sich Tausende von Katdoliken, um tolem scheidenden Bischof noch einmal— er scäte diesmal zum letzten Male sein zu sehen Unterwegs Inendete der Schof fortwahrend den Segen Nach Ablauf der Wer##er Festungsbalt war Gesundbeit des Bischefz erschuttert. Aber immer noch wurde er mit weiteren Strafen bedroht. Da ihm ein Urlaub zu: Wiederher stellung seiner Gesundheit abschlagig beschieden war. entschloß er sich. nach Holland zu flieden um von dor: aus seine Tiozese zu leiten. Auf Vorstellungen des Fürsten B###s„„„„„„„„„ daß der Bischof sich wieder nach Deutschland zurückbegeben mußte Staattecherseits an der Fortfuhrung seines bischöflichen Amtes genindert, starb er dann am 16. Jul: 1879 im Kloster au St Guibert in Belgien. Wohl keene der preuzschen Bischofe dat I# ehr unter den Verfolgungen und Drangsalen des Rurturkampfes gelitten we Bischof Dr. Konrad Martin. Er ist ein Opfer des Kulturkampfes geworden Aus Westfalen westliches Eingemeindungsgese = Im preukischen Staaterat sind sehr viele telegraohische Erluchen eingegangen, gegen das vom Landtag verabschiedete Gesetz über die kommunale Neugestaltung im rheinisch=westfalischen Indunniegebiet Einspruch und Rheinland inzulegen. Bekanntlich waren seinerzeit Bedenken gegen das Gesetz bei den Staatsratsberatungen zum Ausdruck gebracht worden. Die Frist für die Einlegung des Einspruches läust am 24. Juli ab. Wenn bis dabin ein Einsoruch nicht eingeleg: ist, lo wird das Gesetz in der preußische Gesetzsammlung verkündet werden können. Erst wenn das geschehen ist wird auch der StaatsgerichtsAoman von Hans Richter. (Nachdruck verboten.) (11 Fortsetzung Spen hatte im Wachterhaus alles aufgeschrieben, was Elversen oder der, der für ihn kommen würde. wissen mußte. Und er horchte unsicher auf den Weg. denn dem Alten mochte er nicht mehr begegnen. Er wußte nicht. was er ihm sagen sollte, wenn er ihm Auge in Auge gegenuberstand Er wußte ja nicht, was ihm die nächste Zeit bringen wurde, denn wieder einmal lag die Zukunft undurchdringlich vor ihm Nur das wußte er, daß er seine Rechnung mit dem Berg Kirunawaara noch nicht beglichen hatte, und daß er sie begleichen würde, wenn er reich war Anders, als u es sich hier zuerst in Salioluokia gedacht hatte * Am Nachmittag tam Nilia „Vater Josto schickt mich Wächter.“ „Er wartet, bis es Nacht wird. weil die andern nicht #en sollen, daß wir voranzieben. Du sollft bereit sein, venn er vorbeikommt" „Ich will hier nicht warten.“ Der Lapve zogerte „Vater Josto hat es so gesag:“ „Und ich komme nach Alleluokta.“ Ingrid blieb nie dis zum Abend im Dorf, besonders aicht, während die Schweden auf der Station waren, er brauchte nicht fürchten, ihr zu begegnen Und er stand doch noch einmal am Abend draußen vor der Station und spähle durch die Scheiben. Drinnen saßzen sie um den Tisch und aßen. Er konnte Ingrid ganz deutlich erkennen, den blonden Haarschovf, die blauen Augen— Und die kleine Wunde an der Stirn Sie sprach mut einem Studenten und lachte Sie schien sehr belustigt zu sein Jetzt blickte se auf Sven duckte sich rasch, um nicht erkannt zu werden und hielt Vor mit der Hand die Schnause zu „Still. Bor.“ Hob sich vorsichtig, um zu sehen, ob sie ihn erkannt hatte. Hört Stimmen an der Tür „Hallob““ „Still. Bor „Es war niemand. Arel. io habe geltäumt, das war chre Stimme „Ich will ums Haus geben“ „Laß das nur.“ Die Stimmen verloren sich „Sie hat mich erkannt.“ dachte Spen. uns nun wartete er doch daß ne ihren Begleiter hereinschicken und allein zurückkommen moge Sie sollte doch noch mit ihm sorechen Aber er wartete vergeblich Im Lappenlage; war alles in jieberhafter Tanigkeit Josto und seine Söhne spannten die Zustiere ein. Die wehrten sich und gingen mit Hufen und Geweih auf die Manner los, die immer wieder zurückoringen mußten und wieder gewandt zunacken mußten, wenn sich das Renn eine Bloße gab Knurrend fuhren die Hunde, von der allgemeinen Aniregung angesteckt, auf Bor los. Eine Stimme schrie „Zurück Die Hunde kuschten Mit Riemen festgeschnürt, lagen Zelte. Felle und Kuchenzeug auf den niedrigen Schlitten. Der alte Josto hatte sein Gespann bereits in Ordnung. Er gab Soen die Hand Gehst Du dicht binter mir" Das nervöse Renn bockte. als Sven zugriff. und Nilla muste ihm delfen. Die Menschen drängten sich Josto trieb zur Eile. „Wir müssen mit dem Tag an dem Birkenwald sein, der Weg ist bereit" Die Glocken an den Hälsen klangen „Voran!“ So begann Sven Henriksen seine Wanderschaft nach dem Norden. XI. Als Gunnar Elversen wieder an seinem Wachterhaus ankam, sand er den Raum leer. Die Felle waren zusammengepackt, das Küchengeschirr gereinigt. Holz sauber am Herd aufgeschichtet. Nakke, der Lappe der ihn begleitet hatte, blieb an der Tür stehen. Aber der Alte wollte allein lein. wenn er das las was Sven Henriksen ihm geschrieben datte Geb!“ Aber Nakke rührte sich nicht „Was willst Du. Du Himmelbund?“ „Es wird Früdling Wächter." „Meinst Du. das sähe ich nicht?“ „Es ist nicht mehr nötig daß ich mit meinen Tieren ir Vorrat bringe. Meine Familie braucht Wächter bei en Herden" „Also gehe in Gattes Namen.“ Der Lappe blieb stehen was ihm Soen geichricben hatte Mit ungelenken Schriftzugen:„Ich danke Dir zur alles. Gunnar Elversen, aber dleiben kann ich nicht Du sollt auch nicht fragen, wobin ich gegangen hin. Den Wunsch befolgte der Alte nicht „Rakke. Du dai mit Deinen Leuten gesorochen, als wir in Alleluokta vorbeilamenn. Haben die den Jungen, den Sven, mein ich, haben die den gesehen? „Nein.“ Elversen schlug auf den Tisch „Der Satan soll Dich plagen, wenn Du nicht die Wahrheit sa###t.“ „Heute nacht ist der alte Josto mit seinen Sohnen aufgebrochen, es war viel Laufen im Lager, lagen Sie.“ „Eure Luchsaugen sehen alles.“ „Wenn die Reuntiere nach langer Zeit eingeschirrt werden, sind ne wild und störresch. Wächter, man kann nicht wissen, wer alles mitgezogen in. Josto mit seinen Sohnen bestimmt, mit Nilla und Rane. Sie mußten rasch fortgeben. weil der warme Wind die Schneebahn weich macht Sie haben einen langen Weg zu gehen.“ „Wobin denn?" „Josto will die Herde an den Ofot treiben" „Macht er nicht Halt in Kirung?" „Die Frauen und die Kinder, die ins Sommerlager geben, werden auch in Kiruna bleiben. Die Lehrerin wandert mit ihnen" * So humvelte der Alte, der noch schlecht auf den Fußen war, nach der Station Saltoluokia und suchte Ingrid Die barte die Bücher in die Schulk#ste gelegt und war eben dabei, sie mit dem dicken Vorhängeschloß zu verbließen. Die Studenten waren am Morgen nach Porius zurück gelausen hen Sie den Jungen geseden, Fraulein?" Ingrid konnte es nicht hindern, daß ihr eine Blutgesle ins Gesicht schof „Heute noch nicht. Elversen“ er 41 fort Er dat mich angeruten aber gewartet hat er nicht auf mich" „Also fort ft er“ Und der alle Josto auch Gestern nacht sind die Lavven abgerückt die zu den Herden wollen. Der alte Geisterbeich vorer wird ihm was vorerzählt haben Sie den Bengel, den Sven, irgendwo seben dann sagen Sie ihm, hier in Porius und Saltoluokta könnten wir Leute nicht gebrauchen, die nicht bei der Stange bleiben wollen Und. und jehen lassen sollte er sich lieber dier nicht wieder Trondem sein Vater selie mein Freund war „Sein Vater ilt tot?“ borchte Ingrid auf „Na ia boch. Unten in Porius haben sie danon geredet und erzohlt hat ers mir auch. Ein Sorengunglück in Kirunavaara, ist ein paar Wochen erst her“ „Und hat er denn leine Mutter?" „It ein liederliches Werd###g die Frau. Ist auch nicht seine Mutter gewesen, der alte Esel, der Henriksen, hat sich noch eine Junge genommen. Und die hat ihm die Hölle beiß gemacht aber gründlich In Porzus haben sie es gelagt" Ingrid sah schweigsam vor sich bin „Na. wissen Sie denn gar nichts. Fräulein“ drängte Elversen noch einmal. Aber Ingrid schüttelte den Koof. „Und wenn ich etwas wissen würde. ich würde doch nichts sagen, wenn er es Ihnen nicht selbst eingestehen wollte. Menscher die Schweres erlebt haben, müssen sich niederfinden, Elversen. und man muß sie nicht drängen. Zeit muß man ihnen lassen. Zeit.“ „Dann Gott befohlen" * Und der von dem se sprachen, sog mit den Laoven durch die Nacht Ein Schlitten binter dem andern. und jedes Renn war an das Schlittenende des Vorangehenden gebunden. Der alte Josto hatte die Spitze, und kinter ihm starfte Spen durch den Weg Neben ihm lief Bor Die Lost war schwer und die Zugriemen der Tiere annten sich Josto und seine Söhne riefen den Zugtieren fremdartige Worte zu. Die streckten sich und wurden lang „Hoi! Hoi!“ Die Hunde klösteen Am anderen Morgen kamen ne an das Waldchen an der Baumarenze. rasteten dort schlugen Holz und samnehmen konnten „Es is: ein langer Zug durch das Land und##### sinden kein Holz mehr.“ sagte Josto. Die Tiere hatten den Boden aufgescharrt und ästen. Die Hunde schliefen. Aus dem Zelt ringelte sich der Qualm dee nassen Holzes „Is und schlaf' wit haben einen schweren Wea.“ (Fortienung tolat) hof die bei ihm eingereichten Klagen wegen Verletzung n Verfassung entscheiden können. Verhaftung von drei Schwerverbrechern a. Dortmund, 16. Juli. Der Mörder Anton Weiß, der am 5. Juli in einer Wirtschaft in der Leibnirzstraße den Monte 20 heiter Brauis erstochen hatte, konnte gestern gegen 22 Uhr von drei Polzzeibeamten überraschend festwerden. Die Verhaftung kam so unerwarte: oaß Weiß sich nicht mehr zur Wehr setzen konnte. In seinem Besitz befand sich eine scharf geladene BrowningPistole, in der sich noch fünf Schuß befanden. Der Vergab an, sich über eine Woche außerhalb Dortmunds umbergetrieben zu haben. Hierbei sei er mehrmals um Haaresbreite der Verhaftung entgangen. DaMesser, mit dem die Tat geschah. will Weiß fortgeworsen haben.— Auf der Bornstraße bemerkte ein Passant, wie sich ein Mann in verdächtiger Weise an junge Mädchen heranmachte. Nachdem er längere Zeit mit einem schulpflichtigen Mädchen gesprochen hatte, ging er fort. Man befragte das Mädchen und erfuhr, daß der Mann dem Madchen unzüchtige Reden erzählt habe. Daraufhin verfolate der Passant den Unbold und ließ ihn durch einen Polizeibeamten festnehmen. Bei dem Verhafteten handelt es sich um einen Vater dreier Kinder.— Als der Polizeibeamte Kamert in Somborn vom Dienste heimkehrte, entdeckte er in seiner Wohnung einen Einbrecher, der schon zahlreiche Sachen, die er mitnehmen wollte, beiseite gelegt hatte. Der Dieb setzte sich zur Wehr, konnte aber von dem Beamten überwältigt und festgenommen werden. In seinem Besitz sand man eine scharf geladene Pistole, einen Dolch und eine Unmenge Diebeswerkzeuge Es handelt sich um den vielfach mit langährigen Zuchthausstrafen vorbestraften Johann Kluns aus Witten. der von mehreren Staatsanwaltschaften steckbrieflich gesucht wurde. Ein„Sommernachtsfest“. Tortmund, 16. Juli. Mehrere junge Leute der Kozenie der Zeche„Kaiserstuhl II“ hatten hier einem Sommernachtsfest beigewohnt. Als sie in den frühen Morgenstunden sich nach Hause begeben wollten, war natürlich alles in angeheiterter Stimmung. Auf dem Zechenplatz veranstaltete man noch im Scherz Ringkämofe, die bald in eine Schlägerei ausarteten. Hierbei erhielt der Arbeiter Theodor Pfeifer einen wuchtigen Schlag mit einer Kartoffelbacke über den Kopf, so daß er sofort tot zusammenbrach. Sein Bruder. der Bergmann Wilhelm Pfeiser, erlitt neben anderen Kopfverletzungen einen gefährlichen Messerstich in die Schlafe. Ein Schäferbund. den die beiden Brüder bei sich hatten und der sich für seine beiden Herren tapier einsetzte, wurde so schwer mißhandelt und verletzt, daß das wertvolle Tier kaum mit dem Leben davonkommen durfte. Als Hauptbeteiligte an der Schlägerei wurden die Arbeiter Philivp Getutis, Leo Zokowiki, August Sombitzki und Julius Brezickt festgestellt. Wer der Schuldige ist, insbesondere wer den todlichen Schlag abgegeben hat. konnte noch nicht festgestellt werden, da es keiner von ihnen gewesen sein will. Eine Schuhfabrik ein Raub der Ilammen Abeda, 16 Jul: Aus bisher unbekannter Ursache eina in der Schubfabrik Heißmann ein Großjeuer, das hald anu; das Rachbarbaus, in dem die Eltern des Schudjabrikanten Heitzmann wohnten, übersprang. Infolge des herrschenden starken Wiedes und des Funkenfluges bestand die Gefahr, daß vom Feuer noch weitere Hauser ergriffen würden. Die Rhedaer und Güterslober Feuerwehren konnten schließlich das Feuer auf seinen Brandherd beschränken. Das durch Funkenflug in and geratene Haus des Arbeiters Eickholt konnte noch gerettet werden. Die Schuhfabrik sowie das Wohnhaus brannten bis auf die Grundmauern nieder. Von dem Inventar und den Lagervorräten konnte nichts gerettet werden. Der Brandschaden ist sehr gros, jedoch durch Versicherung gedeckt. Fabrikant Heißmann war während des Brandes nicht zugegen, sondern weilte mit seiner Gattin in Essen Ueue Unterschlagungen beim Arbeitsamt Hagen * Hagen, 16. Jul:. Beim Hagener Arbeitsamt wurden Unterschlagungen in Hohe von 45000 M k. aufgedeckt. In die Angelegenheit sind sieben Personen verwicke“ Diese neuen Unterschlagungen sind unabhangig von der ersten Unterschlagungsaffäre beim Hagener Arbeitsamt. Die Veruntreuungen reichen bie ins Jahr 1921 zurück Ein Lastkraftwagen beschädigt die Schwebebahn. * Mettmann, 16. Juli. Die Schwebebahn Vobwntel—Elderield in durch einen schweren Unfall auver Betried gesetzt. In der Nacht zum Dienstag fuhr gegen 2 Uhr ein Lastkraftwagen gegen einen chtinen Pfeiler der Schwebebahn Vobwinkel. Ter Pieeler wurde derart schwer beschädigt, daß es für die nachsten Tage unmöglich wurde, den Schwebebahnbetrieb wieder aufzunehmen. trotzdem die Wiederberstellungsarbeiten noch in der Nacht wieder ausgenommer worden sind. Der Ehemann steckt seine eigene Wohnung in Beand. h. Oberbausen, 16. Juli. Ein in der Mülheimer Straße wohnender Maschinist wurde vorläufig festgenommen, weil er in seiner Wohnung einen Brand verursacht hatte. Nach einer Hochzeitsfeier, der er m seiner Frau beigewoont hatte. geriet er mit seiner Frau in einen heftigen Wortwechsel. Die Frau flüchtete durauf aus der Wohnung, indem sie den Mann einschloß. Der eingewerrte Ebemann setzte nun den Breiterverschlag, der den Vorraum seiner Mansardenwohnung abtrennt, in Brand. Als seine Kinder saben, daß die Flammen dochschlugen, schrien sie ängstlich nach der Mutter. Hierdurch wurden die Teilnehmer der Hochzeitsgesellschaft auf den Brand aufmerksam, traten die Tür zu der Wohnung des Brandstifters ein und löschten das Feuer. Die Nachbarn verhüteten durch ihr mutiges Eingreifen ein größeres Unglück. Ein schwarzer Großfeuer Lindlar(Bezirk Koln). 16 Juli. Gestern abend entzündete sich während des Sautzenseites in dem benachbarten Boehl Pulver im Schuppen eines Bauernhoses. Die große Stichslamme ergriff das nahebei liegende Heu. In wenigen Minuten standen zwei Stalle, ein weiterer Schuvpen und zwei Wohnhauser in dellen Flammen. Dem günstigen Wind ist es zu verdanken, daß das Feuer nicht auf weitere benachbarte Scheunen überarift. Ein Schietzmeister wurde durch die Flammen lebensgefährlich verletzt. * M u l h e i m= R u h r, 1 6. J u l i. E i n e n g a n z u n g e w ö h n lichen und traurigen Rekord hat die hiesige Kriminalistik ünf Toten und einem Selbstmordveruch in den letzten 24 Stunden zu verzeichnen. Gestern morgen wurde ein Toter mit abgetrenntem Kopf! Schwarzbreunerei ausgehoben. auf dem hiesigen Bahngelände gesunden. Am Mittag er=1 Trier, 16. Juli. Wahrend bei einer Kontrolle durch trank im Wedaulee beim Baden ein Junge von 18 Jah= Zollbeamte in einer hiesigen Brennerei keinerlei Beanren aus Essen=Stoppenberg, und am Abend ereignete sich standungen zu verzeichnen woren, entdeckte ein Beamter, das Lastkraftwagenunglück nach einer kommunistischen der zufällig nochmals zur Brennerei zurückkehren murte Uebung, wobel verbürgermeister ek Esener ums Leven daß nach dem Weggang der Kontrollbeamten die kam. Am Abersidenten. Oberbit zunge Lehrerin aus Brennereiarbeiter die Plomben des Verschlusses der Bahnstrecke..:s selbstmord, indem sie gelost hatten und den Branntwein unter Umgehung der in einen Behälter lausen ließen. Es Festnahme dreier Arbeiter, die aussagten, daß der Besiver sie zu dieser Maßnahme aufgesordert habe. Mit einer falschen Plombenzange war jedesmal der regelrechte Zustand wiederbergestellt worden Typhuserkrankungen V Saarbrücken, 16. Juli. Durch Genuß von Wasser auf der Saargrude„Maybach“ erkrankte eine Anzahl Bergarbeiter an Typhus. Ein Bergmann ist bereits gestorven, eine Anzahl liegt noch schwerkrank im Krankenhaus. Die Ursache der Tophuserkrankungen liegt darin, daß die Wasserwagen nicht den gesundheitlichen Erfordernissen entsprachen h. Hamm. 16. Juli. Der in Hamm getätigte Wohnungsbau hat bisher eine fühlbare Entlastung des Wohnungsbedarfs und eine Beseitigung der Wohnungsnot nicht gebracht. Trov immer schärferer Aussiebung der Wohnungsanträge und trotz erheblicher Bautätigkeit in den letzten Jahren hat sich die Zahl der Wohnungssuchenden nicht verringert, sondern sogar noch erhöht. Der derzeitige Fehlbedarf beträgt für vamm 1144 Wohnungen. vinzu kommt noch die Herstellung des der Sern,H W belostmoto, indem slesgeros hatten und sich vom Zuge nliche Reden geweer Koroer wurde voll: Uhr aus der Blase ständig zerstücke Regierung in Müvor der unseligen Tat erfolgte die Festna soll die Lehrerinas Fest anschloß. stelle des Freitodes in Begleitung eineianig des gesehen worden sein, nach dem noch(einnis v.= Sonnig. Heute früh wurde die fünfte Leiche Der gra##in Invalide hatte sich in einem Zustan. 9190 erhängt. Kurz darauf wurde eine Fra Fahnen und Bannger Straße mit einer Gasvergiftung###irlanden und Harsustande ins Krankendaus eingeliefert hatten aus der 4 Selbstmord vor. eine Triumphst Der Neubirchen noch nie aier Universität nenschein. Um 3 1 Koln. 10. iktlich eine Stunköln hatte am Montag die Presse zu erm. g.: 8# Ma1* Grage des Neubaues der Kölner Unk.s. 221.22.####in welcher der vom Hochbauamt aus berticht,„.½#on Oberbürgermeister Dr. Adenauer Funiten. Endlich ktbel erläutert wurde. Der Hauptbau stempo zog er Ponessungen erwa 220 72 Meter betragen ind Süd, aus Oit fügel die Bücherei, im anderen die Berd. Unzählige Mun. Der Büchereiflügel soll eotl. später b. Der Banner Bücherturms von 16 Geschosse. Jeder Verein en. Auf der Mittelachse dieses läng an. Es kamen de rechts und links da= Mahnungen. Hinz, von werden dreiz#-A g####enen, die in besonderen zu, den jährlichen Zuwachs von„in pausbaltungen notVerhindungstraßten zu sechs varallel liegenden Pavillon= wendigen Mehrbedarfs sowie ein jährlicher Abgang von ur Seminare, Institute, und kleinere Hörsäle binüber= 2, Wohnungen. Hieraus ergibt sich bis 1940, also für die führen. Die größeren Hörsäle werden 400 bis 1000 Per= nächsten 11 Jahre ein Neubaubedarf von 4114 Wohnungen. Bei gleichmäßiger Verteilung des Bauprogramms auf elf Jahre sind jährlich 374 Wohnungen erforderlich. Im lausenden Jahre werden mit Hilfe von Hauszinssteuermitteln 182 Wohnungen gebaut, so daß also noch 192 Wohnungen fehlen, für die keine Hauseinssteuermittel zur Verfügung stehen. Ob und wieviel Wohnungen in diesem Jahre noch gebaut werden, steht bisher noch nicht fest * B e c k u m, 1 6. J u l i. D e r 1 4 j ä h r i g e S o h n d e s K a u f manns J. von hier, der bei Verwandten in Diestedde zu Besuch weilte, wurde dort von einem tödlichen Unfall betroffen. Der Knabe war mit einem Wagen, vor dem ein rrsel gespannt war, in das Dorf gefahren, um Besorgungen zu machen. Der Esel wurde störrisch und lief mit dem Wagen in ein Kornfeld. Als der Knabe den Esel ausgespannt hatte, erhielt er von ihm einen Tritt gegen den Hals, so daß die Schlagader zerriß. Der Knabe verblutete und wurde später von seiner Großmutter tot aufgesunden. h Schötmar, 16. Juli. Ein mit Sand beladenes Fuhrwerk geriet hier plötzlich ins Rutschen und stürzte in sonen fassen. Das Auditorium maximum im mittleren Hörsaalgebäude Fvird durch Vereinigung der beiden größten Hörsäle gewonnen, die durch eiserne DovvelSchiebetüren voneinander getrennt sind Mit der Lindenburg wird die Universität durch eine besondere, eiwa 700 Meter lange Universitätsstraße verbunden. Auf beiden Seiten dieser Straße werden die naturwissenschaftlichen Institute für Chemie, Exverimentalphysik, tbeologische Physik und pbysikalische Chemie erbaut werden, an die sich dann die medizinischen Institute der Lindenburg anschließen.— Westlich vom Hauptbau sind eine Sportanlage und ein Stundenhaus geplant Sämtliche Räume werden nach dem neuesten Stande der Technik ausgestattet Das finanzielle Bild hat sich seit der Denkschrift vom Mai d. J. erbeblich günstiger gestaltet, weil für den Fall des Neubaues Stiftungen von etwa 4,2 Millionen Mark zugesagt worden sind. Der Neubau erfordert insgesamt etwa 13.5 Millionen Mark. Darin sind 1,5 Millionen Mark enthalten, die die Universität an die städtische Grundstucksverwaltung zu zahlen hat. Die Universität gibt zurück ihr jetziges Gebäude im Werte von rund 3.6 Millionen Mark. sowie die beiden Volksschulen am Severinswall im Werte von 1,5 Millionen Mark, zusammen 5.1 Millionen Mark. Diese Gebäude sind für dringend notwendige städtische Aufgaben erforderlich, für die son: Neubauten mit höheren Kosten erstellt werden mükten. Berücksichtigt man die oben erwähnten Stiftungen in Höhe von 4.2 Millionen Mark so sind für den Universitätsneubau noch rund 4.9 Millionen Mark aufzubringen. Für den Neubau wird der Stadt ein Darleben die Bega. Da der Bach an dieser Stelle eine erhebliche Tiefe aufzuweisen hat. versank der Wagen mit dem Pferd. Das Pferd konnte nicht mehr gerettet werden. Der Fuhrmann datte sich durch Absoringen in Sicherheit bringen können. Trier, 16. Juli. An der Saargrenze wurde ein Personenauto von Zollbeamten erwischt, in dem ein Fas mit 250 Liter Sprit versteckt war das nach preuzischem Staatsgebiet eingeschmuggelt werden sollte. Zwei von 10 Millionen Mark auf fünf oder zehn Jahre von der Insassen waren aus Köln, einer stammt aus Neunbesonderer Seite zur Verfügung gestellt, so daß eirschiaKreditbeantoruchung der Stadt bei dem Neubau nicht odch ab nur in verbältnismäßig geringem Maße nötig ist. recht r Geillgenicht uer) die * S 111 in Diche Internationale T die London, 15. Juli.(Telegr.) Am Dienstag sau#rd; in der Londoner Olymvia die mit Spannung erwartet. Eröffnung der Großen Internationalen Luftfahrtau“ stellung statt. auf der die Flugzeugindustrien aller Länds: vertreten sind. Die Ausstellung gibt einen vollkommenez##lt Ueberblick über die Entwicklung der Luftfahrt, angefar." gen von den Modellzeichnungen eines Flugbootes aufs dem Jahre 1670, dem ersten Heißluftballon des Franzose"."9 Piastre de Rosier aus dem Jahre 1783 bis zu der Modell des neuen deutschen Dornier=Riesenflugbooteslehr An Flugzeugen sind neben dem ersten Apparat der Brü den der Wright U vein en##ciotungen der englisches sei einstimtftergebiet. Die Nummerschilder des Autos Für chen eichen. Das Auto war von einer di= daß ztur einen Tag gemietet worden fälischen e Notwendis nen. Es fr Ertausstellung stellen wei der jetziger solche Umt wenn es 4 durfe manirden. Die Prufung erstreckte sich auf die Der Visrüstungsgegenstände und Instrumente. hoff, erfalle. Fälle vermeiden, daß die Ausländer Presse schgbeimen Neuerungen der englischen Luft„ ahren können. Seitens der Regierung .„ll des im Bau befindlichen Staatsluft11 er b: ausgestellt. blicke der 2 Seite zu s1 7 zwangswei gel der Ausführun Paris merklicher Luftstreitkräfte keihe von Konzer Marinewasserflugzeniiner Navier— 5“. Bestfalenlande zu reider=Pokal gewanworAszeug, über dem noch I11, das angeblich 560 Prreicht. Eine besonphibien=Kleinflugzeug, Sen, klaren, dunkle# dem vor zehn Tagen Flugzeug wird von dem russischen Flugzeugführer Romoff die ersten Probizem. i wurden. Besonders gesteuert. An Bord befinden sich insgesent elf Personen. Navier„S 5“, Bestfalenlande zu zeider=Pokal gewanWor= heraussteil416. Juli.(Telegr.) Nach mehrtägigem das neue kleineen über dem noch ausenthalt in Berlin starteten heute 13.30 Uhr die runder Scheiler dei J:, das angeblich 560 schen Flieger mit ihrem dreimotorigen„A. N. T. 9 Kilometer Stur stieg eine Butwerreicht. Eine beson:(Ganzmetallflugzeug), um ihren euroväischen Rundflug dere Neukonstru sohidien=Klein= fortzusetzen. Der heutige Flug führt nach Paris. Das bemerkenswert 15;,#in meniat„ Luftfahrtministeriums eine Zensur darl“ie. Mir, Welligligsurde, ob an den staatlichen Maschinen keinerlei Gebeimnisse zu sehen seien Ein schnelles Bombenflugzeug mit 300 Kilometer Stundengeschwindigkeit wird auf Grund der Vorbesichtigung der Allgemeinheit nicht zugänglich sein und wahrscheinTansendjähriges Boot a:. Schwerin, 16. Juli.(Telear.) Auf der Feldmark des zwischen Schwerin und Ludwigslust in Mcklenburg gelegenen Dortes Fabrbinde wurde von dem Gutsbesitzer ir ein gut erhaltenes uraltes Boot aus dem Moor zu Tage gefördert. Es ist etwa vier Meter lang und lus einem einzigen Eichenstamm ausgebauen. Das Holz ist durch die jahrhundertelange Einwirkung der Moorsäure schwarz gefärbt. In der Mitte sind in die Bordwände rechteckige Einschnitte hineingehauen. Anscheinend sind hier Planken eingepaßt gewesen, die den Einbaum mit seinen Auslegern verbanden. Do der Fund unter dem über einen Meter tiefen, jetzt feuen Moorboden auf dem darunterliegenden Mineralboden ruhte, muß das Alter des Einbaumes auf mindestens tamend Kaure geschärt werden. * Großfeuer in Frankfurt a. M. □ Frankinrt a. M., 16. Juli.(Telegr.) Heute nacht gegen 2 Uhr brach im Gallus=Viertel ein Brand aus, dem ein ganzes Häuserviereck zum Opfer fiel. Niedergebrannt sind mehrere Lagerhäuser. Sie gebören den Schulze. Jurmeister& Weiß. Nordseefischerei, Ulrich& Strobel. Die Feuerwehr hatte unter starkem Wassermangel zu leiden und mußte sich darauf beschränken, ein Uebergreisen des Brandes auf die grosen Lagerbäuser der Firma Alrschüler& Co. zu verbindern. Der große Brand hatte, eoe er erwa um 6 Uhr morgens auf seinen Herd beschränkt werden konnte, einen ungewöhnlich großen Umfang angenommen. Auf einem Areal von etwa 75000 Luadratmeter sind eine ganze Reihe von Fabrikgebäuden und Lagerhallen sowie große, im Freien ausgestavelte Lagerbestände fast völlig vernichtet worden. Auch am Vormittag war die Aufgabe der Feuerwehr noch durchaus nicht beendet, da insbesondere die großen Kohlen= und Korkanlagen noch immer unter gewaltiger Rauchentwicklung weiterschwelen Der Schaden dürfte sich nach vorsichtiger Schätzung auf mehrere hunderttausend Mark belaufen. Die Ursache des Brandes ist nicht ermittelt. Man vermutet Selbstentzündung der großen Korklager. Frankfurt a. M., 16. Juli.(Telegr.) Zu dem Großjeuer am Frankfurter Eilgüterbahnhof ist noch zu berichten, daß der Brand 6 Lagerschuppen, die auf Reichsbahngelände standen. teilweise vollig zerstörte. Mehrere Feuerwehrleute erlitten Brandverletzungen und Stauungen. Große Schwierigkeiten bereitete eine große Wellblechballe. Die Eisenwände der Halle waren in Weißalut geraten und doch barsten sie nicht auseinander. Infolgedessen bestand keine Moglichkeit in das Innere der Haue einzudringen. Die zahlreichen Gleisanlagen der Rei##-oahn haben. soweit bisher festgestellt werden konnte, keinen Schaden erlitten. * 38 Güterwagen verbrannt □ Oldenburg, 16. Juli.(Telegr.) In der Oldenburger Eisenbahnwerkstätte brach am Montag in den Abendstunden ein Großfeuer aus. Der Brand entstand in einem großen Holzschuppen, in dem revaraturbedürftige Wagen standen, und griff bald auf einen weiteren Schupven und später auf eine massive Wagenhalle über. In den Hallen lagerten Vorräte an Oel und Lackfarben. die zum großen Teil gerettet werden konnten. Einige Sauerstoffflaschen, die dort ebenfalls untergebracht waren, explodierten. Die Holzhalle brannte vollständig nieder. Nach dem amtlichen Bericht sind bei dem Feuer 38 Güterwagen vernichtet worden. Ein hölzerner Schuppen, eine massive Halle und die Lackierwerkstatt wurden ganz oder teilweise zerstört. Man vermutet, daß in der Lackiererei ein Funke in den verlassenen Räumen weitergeschwelt und das Feuer verursacht hat. * Zwischenfall in Vier Tote. □ Belgrad. 16. Juli.(Telegr.) Die beiden Ausländer, die vorgestern in Ischtiv von der Polizei angebalten wurden, wurden als Mibailo Schilika und Kroum Banoff aus Sotia festgestellt. Der eine von beiden wurde von den Polizisten, als er sich der Prüfung seiner Ausweise mit der Waffe widerserzte, niedergeschossen. Der zweite, der flüchtete, wurde von den verfolgenden Gendarmen und Landleuten nordöstlich von Kotschane nabe an der bulgarischen Grenze gestellt; als er dort auf seine Verfolger das Feuer eröffnete, machten auch diese von der Waise Gebrauch. Er wurde erschossen Zu dem Zwischenfall wird von zuständiger Seite gemeldet, daß die beiden Angreifer aus Südslawien stammten, aber vor neun Jahren nach Bulgarien flüchteten, um sich der gerichtlichen Verfolgung zu entziehen. Nach ihrer Ankunft in Bulgarien unterlagen sie dem Einfluß der Mazedonierfreunde. deren Emissäre sie wurden. Es ist sehr wahrscheinlich, daß sie auf Anordnung des promazedonischen Komitees beimlich die Grenze überschreiten mußten, um auf südslawischem Gebiet einen Anschlag zu verüben. □ Budapest. 16. Juli.(Telear.) Aus Ischtiv wird gemeldet: Die zwei Gendarmen, die am Sonntag in ein Feuergesecht mit bulgarischer Jomitatschis gerieten, sind ihren Verletzungen erlegen Einsturzunglück in Alabama — Montgowers(Alabama), 16. Juli.(Telegr.) D### Trümmer der gestern eingestürzten Geschaftshäuser konnten noch nicht vollständig beseitigt werden. Trondem glaubt man erklären zu können. daß die Katastrophe außer zwei Toten und einem Verletzten keine weiteren Opfer gefordert hat. Es dürften sich im Augenblick des Eintritts der Katastrovbe etwa 75 Personen im Gebäude befunden haben. Aber da die oberen Stockwerke zuerst zusammenbrachen und Hilfe außergewöhnlich rasch zur Stelle war. kannten, wie es scheint, fast alle Personen in Sicherbeit gebracht werden, ebe das Gekäude völlig in Trümmer ging Börsenberichte 65 stellte sich auf 7¾ Prozent. Der Privatdiskont höhere Preise bewilligt bleibt unverändert 75 Prozent für beide Sichten. Gerste still. Es wurden notiert Berliner Börse. schwächer.— Versteifung am Geldmarkt Berlin, 10. Juli.(Telegr.) Die Börse eröffnete ei sehr ruhigem Geschäft in nicht einbeitlicher Haltung zar jedoch überwiegend gut behauptet. Auregungen agen nicht vor. Das Publikum hält sich nach wie vor uruck. Verstimmend wirkten die hohen Geldsätze in lenyork und die Versteifung am hiesigen Geldmarkt. Im vordergrund des Interesses standen zu Beginn der Borse Kontan= und Schiffahrtswerte, von denen besonders Kannesmann. Rheinstahl und Gelsenbera bevorust wurden. Dagegen lagen Reichsbank 2 Prozent und der Glanistoff 5¾ Prozent schwächer. Nach den ersten kursen kam es zu einer Abschwächung. Es gab Kursungänge im Ausmaße von 1—2 Prozent. Das Geschaft eschränkte sich sast ausnahmslos auf Spezialwerte. Benders Reichsbankanteile wurden stärker angeboten und erloren meitere 3 Brozent. Auch J. G. Farben lagen n Angebot. Bis zum Schluß der Börse trat unter hrintungen eine nennenswerte„Aenderung nicht ein. ie Kurse konnten sich bei einem Kurestand von 2 Pront unter Anfang gut bebaupten. Im Nachbörsenverihr kam es auf Rückkäufe zu leichten KursaufbesserunDie Börse schloß in ruhiger Haltung Düsseldorser Termin= und Kurenbörse h Düsseldorf. 16. Juli. Die Börse hältnismäßig ruhiger Haltung. Kobl ziemlich lebhaft im Handel, doch überwogen.. einbußen Von Braunkohlenwerten lagen Bru###ug dorf zu letzten Preisen im Handel. Die übrigen Wereine lagen ohne Interesse. Kaliwerte gaben durchwe leicht nach bei kleinem Geschäft. Gut gehalten ware Hansa Silberberg und Habigborst. die lebhaft;umginge# wie übrigen Werte lagen mehr oder weniger abe schwächt. 1hm Der Terminmarkt eröffnete bei ziemlich bedau“ teten Kursen, doch kam es zum Schluß auch hier zu Rücl er Im Handel legen Harnon### Kali=Industrivon Weizen, mark. 200—262. Roggen. märk 207—209. Futtergerste 182—190. Haker, märk. 187—197. Weizenmehl 31.35 bis 46 50. Kaagenmehl 28.05—31.50. Weizenkleie 12.75 bis tlich„Sie miteie 1?"0 kleine Speiseerdsen 28—34. Futverkehrte in ve der bringen, k.##.00. Peluschken 25—26 50, Acerdohnen 21 enwerte[asehrie aim Maisck. le Kur gangen.„„„„ Gelsendera. Kölr=Neuessen und Stahltruf Warenmärkte #eten Deutsche Anleihen lagen behauotet. Bosnier wei* Ion peri#en lagen Gulden. Pfunde. Beseund Belga sowie Schweizer Franken schwächer, woen sich franzoniche Franken befestigten. Dollar lagen verändert. Am Geldmarkt war Tagesgeld. wie schon in erwahnt, teuret, und zwar nannte man einen Sar 24—10½ Prosent. Fur Monatsgeld horte man 9## 6% Prozent. De: Diskont für Warenwechsel Berliner Produktenborse. Berlin, 16. Juli(Telegr.) Im Einklang mit sturmischen Aufwärtsbewegung an den überseeischen minmärkren kam es auch am diesigen Markt zu recht. Sie trächtlichen Preisbesserungen. Am Lieferungsmarkt senich, ten die Juli=Sichten eine Erbodung bis zu 10 M. T.. väteren Sichten lagen durchweg dis 5 M. hoher. A“ gesichts der hohen Forderungen blieb das Geschäft n ##n. Rapskuche: spröden Kltrockenschnitzel 11.00, Sozaschrot 19 80 bis Vielleigt#ide 1000 Rild. Medl umd Futtermittel „Kann doch, ich 25 Hamburger Warenmärkte. es Vorschla. 16. Juli.(Telear.) Auf dem Kafseedas Werkzeie Brafilosserten im Preise unverändert. Furcht zu sem 6 k. niedriger. Am hiesigen TerminJuTcht 0 egg kaum verändert. Im Platz= und Intrag mit seizar die Haltung gleichfalls ruhig.— Auf Staub zwingkt war die Lage wenig verändert. Das ich könnte s#.n,#gen Bahnen. Die Preise blieden sicht schog###diglich Blue ro#e war etwas erhöht.— sicht schlagelssenfrucht markt war das Geschäft auch ich tue nichtt Preisänderunger waren nicht festzusteisten stille halten.n Gewutzmarkt wor die Tendenz stetig Leib wenn ich It Geschätz dlied slein. Die Preiie Selbstheu— Auf dem Schmaltwartt war die Selotbestimd, wurden notiert. Amerikanisches Steam ren worde, sllar. Rastiinierter Schmalz verschiedener Sie es nenzürces 31.25—31.75 Dollar(in Firkins zu Ge touMlar. in Eimern zu je 12.5 Kilo 1.5 Dol„“ in Tierces). Hamburger Schmalz in Dritschrei, 10 daßte Kreuz 35.25 Dollar die 100 Kilo netto erschütternd dem Getreidemarkt wurden notiert Ich nich von kens ren klein. Medl war bis um 1 M. im Preise erhöht lmar] Schlumme6.40. Roggen 22.80—23 00, Hafer 20.60 rudigem Geschäft. Für Hafer wurder dis um 4—5 knonlnoc.=in 1 Gerste 17.20—17.30. N. 1:9 18.60—19.00 Mark Leinsaat 22.30 fl.— Im Leiminhandel wurden Weizen per Juli 207 Käufer. per September 210 bz., per Oktober 208.25 bz. Tendenz: fest.— Roggen per Juli 160 bz. per September 166 50 bz., per Oktober 168 bz., 160 bz. Tendenz: fester.— Gerste per Juli 169 Käufer. per September 169.50 Verkäufer per Oktober 169.00 bz. Tendenz: stetig.— Mais per Juli 190.00 bs., 18700 bs., per September 179 im bi. per Oktober 178.50 Verkäufer. Tendenz stetig Diehmärkte Altenessener Schweinemarkt. h. Altenessen. 16. Juli. Ausgetrieben wurden 1142 Fertel und Läufer. Es kosteten Ferkel im Alter von 6—8 Wochen 34—42. von 2—12 Wochen 42—54. Läufer von 3—4 Monaten 54—64. von 4—6 Monaten 64—100 M. Der Handel verlief sehr langsam. Ueberstand voraussichtlich in Läufern. 9gemeine Nachrichten Aund 1 047 0gogen Doller Ueberschun der amerikanischen Handelsbilenz. * London, 16. Juli. Das emerikanische Handeleministerium gibt nach Wasbinatoner Meidungen bekannt, daß die amerikanische Handelsbilanz mit einem UIeberichus von rund 1 047 000 000 Doller ebichliene. Ge let diee sett 1922 der böchste Uebersch# 13 Die Beerdigung des verstorbenen Oberkellners Stefan Lanfermann sindet am Donnerstag, dem 18. Juli 1929, nachmittags 3.80 Uhr von der Altenhofenerstraße 7 aus, staft ächtni Perfekte In für dauernde Be4 Tsschättmung stellt ein AOIl Frau Ronrad Wäschefabrikation 50. Codes Alter höfenerstr. 10 vorn wie für das uli der Tac Wischof von Pad li der Tag. e Bischof von iche gesegnet hat. Martin starb: wiederbolt Gc erduldet hat, zu Christliche Firma sucht per sofort ehr! Damen u. Rerren *. kim Hause der## Kassieren v. ManuE. Aufnahme gest fakturwaren. Tour nach Paderborn#ann übernommen 5. Juli beigesetzt werden. Anmeld Geismar geba unt M S. 36 6 gld ee. ne erste Anst=llun ue nen-de ge. Rundfunk Programm Rundsunk=Programm Koln(227 und Langenberg 14731. Zwischensender: Aachen(453) und Münster(234). F 16.17. Raurher Hret veite Wirtschaftsmeldungen 19: Wirtschaftsmeldungen K Gleichbleidendes Werktags=Progromm. 6.45: Leibesübungen. -challplalten. o 1.30: Werter m 10.15: Send. f. Versuche u. Industree 11.15: Schulfunk Do u. Fr. 11.35: c 12.10: o 12.50: Wetter. o 12.55: Nauener Zeit o 15.30: Wirkscafteber c 16.25: Zweite o 18.50: Vom Tage(außer Sa.).# 50 P Un.1n. Mittwoch. 17. Juli. 7.30: Brunnenkonzert aus Bad Purmont. Kurkavelle. Leitung: Musikdir. John o 13.05: Konzert des Wetd. Funkorch. Solistin: Bales=Rings„Sovraw. o 15: KinderspielS.—. Dn Wen im Buch# 0.30: RegMed.=Rat Dr. Bernstein: Frauen in der Landarbeit. à 17: Haus∆ konzert des Stadt. Orch. Munster. Leitung: Göhre.# 18.90: Taeuder: Jugend und Geistigkeitm 19.15: Prof. Dr Dawesplan und Youngp#an. eine deuische Schickla##rrage 19•4 Aus Theorie und Praris der Wirtschaft.— Dr. Wald: Die Struktur des inkern. Geld= und Kaustalmarktes## Abendmusft o 20.30: Der heitere Mittwoch. euema#—° Anschl.: DutsSchachturnier. Anschl.: Nachtmusik und Tanz der Kapelle Leutsch: Welle 11635). Deutsche Welle. Gleichbleidendes Werktags=Programm. 5.50: Wen. den Landwirt# 6: Gymnastit o— den Landwirt(So 12.50) o 12.55: Nauener Zeit o 15.30: Wetter. Börse o 19.55: Wetter für den Landwirt Deutscher Kellnerbund Ortsgruppe Herne. Zur Beeidigung des Verstorbenen Kollegen Oberkellner Schütz vernickelt alles Dammstr. 4 I gewaltigen Fzudauen en? Die der wit kones wenigstens Bel Ge get an Stefan Lanfermann erspätet. versammeln sich die Kollegen von Herne am Donnerstag. dem 18. Juli, nachm. 3 Uhr deim Wirt Mumme. Bochumer- u. Altenhölener- Str.-Ecke. Zahlreiche Beteiligung erwünscht. Der Vorstand 20060 eir Fi m Mittwoch. 17 Juli. 10: Dr. Haiek: EntSchriftsprache o 10.35: Mittell des ReichsSchallplatten c 15.40: Gräfin Renserlingk: der Internationalen Landfrauenkonserenz 7 Deutsche Welle stehung der deutschen tadtebundes. S 12: Meine Emdrücke auf—. Emrrnenena London e 16: Dr Manz: Eindrücke von deutschen Auslandsschulen m Bulgarien. 16.30: Dr Pieoer: Gottfnied August Bürger. ein strmdbergischet Dichter. o 17: Hamburg: Marchenmustt des Noraa=Orch. o 18: Ober=Reg=Rat Dr. Benecke: und öffentliche Meinung o 18.30: Hans v., Hüllen: Besuch m Sparta. e 18.55: B K Graef: Die ohnsikalischen und ohystologischen Grundlagen des Singens und Sprechens o 19.20: Prot. Dr. Deegener: Zoologische Beobachtungen in der Umgebung von Berlm O 20: Berlin: Wovon man#pricht S 20.80: Der heitere Mittwoch:„Eulenspiegeleien“. 9 Danach: Berlin: Tanznusik. Hans Schmdler und lein Orch— Pause: Bildfunk Maschinenschriftliche Arbeiten und Vervielfältigungen Bochumer Str. 69, Part. r.(6075 Freibank 1, aber nun #s verlorene lat, daß wir tatenlos beiüirfte praktisch nerkannt sein dere Versäum#rt. wo direkte en. wegen der ichen Färun durch EinBandlung herKatholiken erweise gestattet lassen und undie Katholiken ne wollen# alle aufgestellt Sommertrische im Privathause Erholungsbedürtnige finden liebevolle Afnahme in Privathaushalt in gesunder, wald= und wasserreicher Gegend. Besonders geeignet für Ehepaare Tadellose Berpflegung und gut. bürg=:IKuche. Pensionspreis pro Tag und Person 450 Mt.[3180a Privatpension Fritz Wiethoff Niedersischbach Sieg). Hauptstr 36 (2 Min v.Bahnhof) nanum in Köln 50 fK Wochensohn Martin zum Woder, allerhöchste Provision erhalt Komplettes Herrenzimmer sowie Eßz mmerbu sett, neuwernig, aus Teilzablung s. billig zu verkaufen. Offerten unter L O. 871 an den Herner Anzeiger. 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Das über tausend Jahre alte Münster in Essen erfährt endlich seine künstlerische und zugleich geschichtliche Würdigung Essen, die Stadt der Kohle und des Eisens, besitzt in dieser Kirche ein einzigartiges Denkmal ottonischer Beukunst, verschweißt mit hervorragenden spätromanischen und gotischen Beuteilen, die alle ihrer Gesemtenlage nach wie euch in den einzelnen Beuelementen eine besondere Stellung in der deutschen Kunstgeschichte einnehmen.— Der Ruhm dieser Kirche wird noch gesteigert durch den Reichtum ihrer Schatzkammer, die außer der weltberühmten goldenen Madonne kostberste Werke der frühromenischen Goldschmiedekunst, deneben herrliche Kleinode künstlerischer Ausstattung aus allen Bpochen birgt. Der Text von Kurt Wilhelm-Kästner, Kustos am Museum Polkwang. Essen, Privatdorent für Kunstgeschichte an der Universität Münster i. W., bekannt durch seine Forschungen über hessische und westfalische Kunst des Mittelalters, klärt euf Grund neuer Porschungen die Beugeschichte und bringt Neuergebnisse zur Datierung. Durch die meisterhaften Aufnahmen Albert RengerPatzschs erstehen diese Kunstwerke in überraschender Schönheit zu neuem Leben Die künstlerische Ausstattung des Buches durch Prot. Max Burchertz, Essen, gibt dieser Verötfentlichung den würdigen Rahmen. In Ganzleinen gebunden Mark 24.— (Nur durch großzügige linenzielle Unterstützung kunstfreundlicher Behörden war es möglich, dem Werke eine Ausstattung zu geben, die in keinem Verhältnis zu dem niedrigen Verkaufspreis steht) Buchhandlung Koethers& Röttsches Herne, neben dem Postamt Nummer 165„ Zweites Blatt Herner Anzeiger Mittwoch, den 17. Juli 1929 Das 5. Westfälische Sängerbundesfest. Glänzender Verlauf.— 14000 Sänger in Gelsenkirchen.— Wertvolle gesangliche Darbietungen. Ein prachlvoller Festzug Samtlag, Sonntag und Montag sanden in Gelsenkirchen=Buer das 5. Westsälische Sängerbundesfest und der 15. Westfälische Sängertag statt. Die Stadt bot ein bewegtes Bild. Reiche Ausschmückung der Häuser und Straßen und Massenaufgebote von Menschen charakterisierte das festliche Aeußere. 14000 Sänger aus allen Gauen Westfalens hatten sich eingefunden. Begrüßungsabend in der Ausstellungshalle. Nachdem am Samstag nachmittag eine Vorstandssitzung im Hans=Sachs=Haus stattgefunden hatte, trasen sich die Sänger am Abend in großen Scharen in der Ausstellungshalle, wo eine offizielle Begrüßung von statten ging. Das weite Rund der Halle war mit den Sängern und ihren Angehörigen dicht besetzt, als die 70 Mann starke Orchesterabteilung des M.=G.=V. „Schlägel und Eisen“(Bochum) den Abend mit dem Einzugsmarsch aus„Tannhäuser“ eröffnete. Leider brachten es die ungünstige Akustik und eine große Unruhe, die sich namentlich an der Peripherie bemerkbar machte, es mit sich, daß die Wirkung der musikalischen und gesanglichen Vorträge stark beeinträchtigt wurden, ebenso wie die meisten Reden nur für den kleineren Teil der Festversammlung verständlich blieben. Zunächst fand die Uebergabe des Bundesfestes an den Bundesvorsitzenden, Oberbürgermeister Dr. Eichhoff(Dortmund) statt, der sehr herzliche Worte der Begrüßung für die Sanger, die Gäste und namentlich für die Stadt Gelsenkirchen=Buer fand. Oberbürgermeister Zimmermann hieß den Westfälischen Sängerbund im Namen der Bürgerschaft mit aufrichtiger Freude willkommen. Im Mittelpunkt des Abends stand die Ueberreichung der Ehrenbriefe des Deutschen Sängeroundes an Konrektor Siepmann, den Vorsitzenden des Gelsenkirchener Gaues, und Hans Karthäuser, die bekanntlich in dieem Jahre ihr goldenes Sängerjubiläum feiern können. An den künstlerischen Darbietungen war der Sängergau Gelsenkirchen(Gruppe Wisser mit dem Deutschen Bundeslied von Lichner, Gruppe Merkelbach mit Lachners„Hymne an die Musik“, Gruppe Pfeiffer mit„Die Ehre Gottes“ von Beethoven) höchst erfolgreich beteiligt. Groß und wuchtig waren Bei einem Festessen, das die Stadt den„prominenten“. Gästen im Hans=Sachs=Haus gab, wurden zwischen Oberbürgermeister Zimmermann und dem Bundespräsidenten, Oberbürgermeister Dr. Eichhoff, einige herzliche Reden gewechselt, denen sich ein Vertreter der Regierung in Münster mit den besten Wünschen für das Fest anschloß. Das Ereignis des Sonntages war der große Festzug. Grün und Fahnen und Banner und Wimpel, Lorbeerbäume, Guirlanden und Harsen, Blumen-, Laub. und Tannenduft hatten aus der Straße des Werktags eine Siegesallee, eine Triumphstraße gemacht. So festlich hat Gelsenkirchen noch nie ausgeschaut. Und dazu hert lichster Sonnenschein. Um 3 Uhr sollte der Festzug ausziehen. Pünktlich eine Stunde später ging es los. In den Straßen, auf den Plätzen stauten sich die Massen. An die Hunderttausend sollen es gewesen sein, die die Bahn umsäumten. Endlich kam der Zug an. In flottem Marschtempo zog er vorbei. Westfalens Sänger aus Nord und Süd, aus Olt und West, und aus Lippe und Detmold. Unzählige Musikkapellen wechselten mit Sängern ab. Der Banner waren unzählige, an die vierhundert. Jeder Verein trägt ein Schild mit dem Namen voran. Es kamen die Sänger vom Hellweg, von Unna und Ahlen, es kommen die Knappengesang vereine in ihrer schmucken Tracht, der Emichergau, die Sänger von Gevelsberg, Lünen, Wanne=Eickel und erne und wie die Gaue und Städte alle heißen mogen. Etliche Sängertrupps fuhren in Wagen vorbei. Immer und immer wieder erklang der westfälische Sängergruß. Bochum fuhr einen Glockenwagen vor. Drei schwere Glocken mit Silberbronze überzogen. Es folgen das Vest und die Herrlichkeit. Die Gütersloher bringen neben guten Kehlen guten Humor mit. Sie lassen an langen Stecken ihre Schinken und Würste Revue passieren. Lippe=Detmold, eine wunderschöne Stadt. Ein kunstvoller Wagen. Vorne die Kanone und hinten hoch aufgebaut das Detmolder Schloß. Bad Salzuflen stellte ein Blumenauto, bunt eingehüllt; auf dem Motor in Miniatur der Sprudeltempel. Vier schwarze Rappen zogen die Droschke des Bundesvorstandes mit der Bundesfahne. Eine nette Gruppe war die musikliterarische Abteilung: Harsenspieler, die Wartburgsänger und Komponistentypen mit langen Fräcken und hohen Zylindern, die markantesten Vertreter deutscher Opernmusik. Ein Siegfriedwaaen. Jung Siegfried war ein stolzer Knab. Er hat blonde, wallende Locken und schmiedet das Eisen. Der Gelsenkirchener Bäckersängerbund stellte einen Germania=Wagen, vortrefflich in Idee und Ausführung. Der Brunnen=Wagen von Gelsenkirchen=Bismarck war schlicht und humor voll. Der Löns=Wagen atmete Heidestimmung Lebensfroher ist der Rosenwagen: Noch sind die Tage der Rosen. Ein prächtiger Wagen lenkte schon von weitem die Aufmerksamkeit auf sich. Eine hohe goldene Weltkugel, darüber ein fliegender goldener Sänger schwebt. Symbol des deutschen Liedes, das sich im Flug die Welt erobert. Die„Einigkeit"=Schalke hatte das Kunstwerk selbst gezimmert. Ein Wagen ähnlicher Form war ein Prunkstück des Feitzuges in Wien. Sinnig war der Wagen von Bismarck=West. Ein Kirchlein steht im Blauen auf stiller Bergeshöh. Die„Harmonie"=Rismarck hatte eine originelle Idee: Die Industrie huldigt der Germania. Die„Konkordia"=Getsenkirchen führte einen westälischen Wappen=Waaen vor: Das springende Pferd. Heßler symbolisiert die Einigkeit durch das deutsche Lied. Auf seinem Wagen waren alle Beruse vertreten, Briefträger, Schuster, Metzger, Anstreicher usw. Kunstvoll und reizend war das letzte Bild:. Sah ein Knab ein Röslein steh'n. Rotthausen hatte die Idee wunderschön dargestellt. Dann war es aus. Die Nordwestfalen, die Ostwest falen, alle westfälischen Gaue waren vorübergezogen. 65 Minuten hatte der Vorbeizug gedauert. Etwa 15000 Sänger haben sich an ihm beteiligt. Den Schluß bildete Buer. Dann ein paar berittene Schutzleute. Hinter ihnen flutet der Menschenstrom zusammen. Tausende und Abertausende. Ein dichter Knäuel von Menschen. Gelsenkirchen hat sein größtes Ereignis erlebt und sein schönstes Fest gefeiert. Nach dem Festzuge fanden mehrere große Konzerte statt, zwei in der Ausstellungshalle, zwei im HansSachs=Haus und zwei im Bahnhofshotel. Wir konimen darauf noch zurück. die Massenchöre, die Sonntagmittag auf dem Platz hinter dem Ausstellungsgebäude mit mächtigem Klange gen Himmel schollen. Eine Generalprobe, die kurz zuvor stattgefunden hatte, war der Schuljugend zugute gekommen. Es zeigte sich, daß für den Massenchor im Freien eine ganz besondere Technik erforderlich ist, daß man beipielsweise alle dynamischen Grade um eine Schattierung kräftiger nehmen muß als im Saale. Diese Feststellung soll jedoch keine Kritik bedeuten; denn die von Bundeschormeister Hoffmann einstudierten und dirigierten Chöre ergaben einen hervorragend schönen Eindruck. An der Schönheit des Materials und der Abstimmung des Vortrags war kaum etwas auszusetzen. So war es nicht verwunderlich, daß die vielen 1000 Zuschauer nach dem Vortrage des„Bundesliedes“ von Mozart, von„Wohin soll ich mich wenden?" von Schubert, des„Sanktus" aus Schuberts„Deuticher Messe“, von Nagels„Ringlein" und„Drei Reiter am Tore“ von Gebhardt, restlos befriedigt waren, was durch den lebhaften Beifall zum Ausdruck kam Ein Vertreter der Stadt Münster überreichte nunmehr das Bundesbanner dem Bundesvorsitzenden, der es unter einer mit begeisterter Zustimmung ausgenommenen Ansprache, worin er besonders die Sänger auf die Notwendigkeit des treuen Zusammenhaltens hinwies, dem Oberhaupt der Stadt Gelsenkirchen=Buer, Oberbürgermeister Zimmermann, weitergäb Der Oberbürgermeister dankte für die unserer Stadt erwiesene Ehre und nahm das Banner feierlich in Verwahr, nachdem vorher Geschäftsführer Heinrich Weber dem Banner die Fahnenschleife des Gelsenkirchener Sängergaues angeheftet hatte Der Massenchor„Von Freiheit und Vaterland“ von Goepfart und die„Berghymne“ für Chor und Orchester waren weitere dankbar ausgenommene Gaben, die durch die klangschönen orchestralen Vorträge, „Priestermarsch“ aus der„Zauberflöte" und Reineckes „Friedensouvertüre“ in glanzvoller Weise vervollständigt wurden. 15. Westfälischer Sängertag. Stellungnahme zu den Der 15. Westfalische Sängertag fand am Montag in Gelsenkirchen im Hans=Sachs=Haus statt. Die geschäftlichen Verhandlungen wurden vom Vorsitzenden, Oberbürgermeister Dr. Eichhoff, mit einem warm empfundenen Nachruf für den in der Nacht zum 11. Juni verstorbenen 2. Vorsitzenden, Fa brikant Junius(Hagen), eröffnet. Der Jahres bericht wurde vom Geschäftsführer Kauermann erstattet. Er stellte fest, daß die bekannten Vorgänge in der Kassenverwaltung des D. S. B. ihre Wellen bis in die Bünde, Gaue und Vereine geschlagen hätten. Es sei kein Wunder, daß der kürzlich ab gehaltene Sängertag in Nürnbera eine recht stürmische Aussprache gezeitigt habe. Mit großer Genugtuung müsse aber festgestellt werden, daß die Ver treter zum Schlusse in voller Einmütigkeit auseinandergegangen seien, und daß nach dem allgemeinen Eindruck alles getan werden wird, um nicht nur eine restlose Aufklärung dieser bedauerlichen Vorgänge herbeizuführen, sondern auch die Schuldigen straf= und zivilrechtlich zur Rechenschaft zu ziehen. Es bestehe die Hoffnung, daß der Deutsche Sängerbund ungeschwächt aus diesen Vorgängen, die auf das unverantwortliche Gebaren leitender Persönlichkeiten zurückzuführen seien, hervorgehen werde. wenn er— das ist auch in Nürnberg klar erkannt worden— in seinen Reihen einig bleibe. Was das künstlerische Leben im Westfälischen Sangerbund anbetrifft, so sei mit Befriedigung eine immer besser werdende Gestaltung der Programme festzustellen. Das sei ein Zeichen, daß sich die Leitungen der Vereine immer mehr ihrer künstlerischen Verantwortung gegenüber den Sängern und dem Volke bewußt würden, und es sei eine ganze Reihe von Konzerten großer und kleiner Vereine im Westfalenlande zu verzeichnen, deren VorBerliner Verfehlungen. tragsfolge wertvollste künstlerische Eindrucke hervorrief. Der Westfälische Sängergau umfaßt 940 Vereine mit insgesamt 35 000 Mitgliedern. hat sich in seinem Bestande im letzten Jahre also nicht wesentlich verändert. Dem Kassenbericht ist zu entnehmen, daß an Einnahmen 25 567 M., an Ausaaben 24600,59 M. zu verzeichnen sind. Auf den Bericht der Kassenprüfer wird dem Schatzmeister einstimmig Entlastung erteilt. Für eine gesunde Finanzgevarung ist es notwendig, daß der Beitraa von 80 Pf. für den Westfälischen Sangerbund beibehalten wird. Dieser Notwendigkeit werde sich niemand verschließen können. Es frage sich nun, wie sich der Sängertag zu der vom Nürnberger Sängertag beschlossenen Umlage von 30 Pfennig pro Mitglied stellen werde. Er glaube, daß unter Berücksichtigung der jetzigen Notlage des Deutschen Sängerbundes eine solche Umlage wohl befürwortet werden könne, denn wenn es gelte, das Bestehen des Bundes zu sichern. dürfe man auch vor Opfern nicht zurückschrecken Der Vorsitzende, Oberbürgermeister Dr. Eichhoff, erstattete zunächst Bericht über die durch die Presse schon bekannten Vorgänge in Berlin, so weit, wie er ausdrücklich betonte, sie vorläufig geklärt seien. Auch er betonte die Notwendigkeit, jetzt im Augen blicke der Bedrängnis dem Deutschen Sängerbunde zur Seite zu springen, und schlägt die Annahme einer Entschließung vor, die die geplante Umlage sicht zwangsweise einführen will, sondern den Gauen zur Ausführung empfehlen will. Nach seiner von merklicher Liebe zum Bunde, das Wesentliche scharf heraussteilenden Rede, bezeugt der starke Beifall der Versammlung, wie sehr Oberbürgermeister De Eichhoff ihr aus dem Herzen gesprochen hat. Auch die folgende Diskussion zeigt zwar stel lenweise eine temperamentvolle Bewegtheit, doch wird aus den Anträgen, wenn sie sich scheinbar auch zum Teil widersprechen, überall das Bestreben offensichtlich, an der Bereinigung der Verhältnisse möglichst schnell beizutragen. Und als der Schluß der Debatte herbei geführt wird, zeigt es sich, daß hinter dem geschickt for mulierten, den Interessen des Bundes wie der Sängerschaft in gleicher Weise Rechnung tragenden Antrag des Hauptausschusses eine überwiegende Mehrheit steht Damit war ein wichtiges Ergebnis erreicht. Für den Deutschen Sängerbund hing vom Schicksal dieses Antrages vielleicht viel ab. Der Verlauf der Aussprache und ihr Ergebnis haben aber klar gezeigt, oaß sich die Delegierten ihrer Aufgabe wohl bewußt waren, und daß sie eine Lösung fanden, die den in ihren Liedern stets gepriesenen Idealen alle Ehre macht. Die Versammlung erklärt sich damit einverstanden, daß die Wahl der beiden Vorsitzenden aus Zweckmäßigkeitsgründen bis zum Januar nächsten Jahres, in dem ein außerordentlicher Westfälischer Sangertag einberufen werden soll, vertagt wird. Ebenso wurde eine Auseinandersetzung über die Wettstreitfrage in diesem Augenblicke für nebensächlich, vielleicht auch für nicht ganz unbedenklich gehalten, und es kam auch hier wieder zu einer Absetzung von der Tagesordnung bis zu einer späteren Gelegenheit. Damit war auch eine Erörterung des Wertungssinaens im Jahre 1930 hinfällig geworden. Ueber die Schaffung eines Bundesorgans wurde im Gesamtausschuß ebenfalls noch keine Klärung erzielt. Es wurde hier gleichfalls Vertagung beschlossen, nachdem der Hauptausschuß ermächtigt worden war, eventuelle Abschlüsse, soweit sie kein finanzielles Risiko bedeuten, selbständig zu tätigen. Im andern Falle muß der Sängertag gehört werden. Auf Antrag aus der Versammlung wurde als nächster Tagungsort Iserlohn gewählt Hier wird also der außerordentliche Sängertag im Januar 1930 stattfinden. Nach der Erledigung einiger weniger wichtiger Wünsche und Anregungen gab der Vorsitzende seinen Dank an die Delegierten und die Gastgeber in herzlichen Worten Ausdruck. So schloß auch der 15. Westfälische Sängertag, der von den 409 Vertretern von 329 Vereinen besucht war, mit einem großen Eindruck. und als die Teilnehmer nach dem Westfälischen Sängerspruch den Saal verließen, wird auch unter ihnen die einhellige Auffassung gewesen sein, daß sie ihren Vereinen von der Tagung ein recht erfreuliches Ergebnis mitteilen könnten. Der Ausklang des Festes. Nach einer Rundfahrt durch die Stadt unternahmen die Sänger eine Autofahrt nach Schloß Berge. Am Abend brachten dann eine Schlußfeier in der Ausstellungshalle und ein Sängerball den frohen Abschluß der Tage, die für das deutsche Lied einen so herrlichen Triumph bedeuteten, daß jedermann dieses Bundesfest als ein großes Erlebnis ganz besonderer Art dauernd im Gedächtnis behalten wird. Ein Heimstättenausschuß beim Nuhrsiedlungsverband. Gegen unsichere Neugründungen. Vom Verbandsdirektor des Ruhrsiedlungsverbandes erhalten wir nachstehende Zuschrift: Von unberufener Seite wird immer wieder von neuem durch Auslassungen in der Tagespresse Beunruhigung in die Kreise der Heimstätter und aller derer gebracht, die ein Eigenheim erstreben. An zahlreichen Orten unseres Bezirks entstehen neue Vereinigungen, Wanderungen und das Wochenende unerläßlich ChlorodontZahnpaste und die dazugehörige Chlorodont=Zahnbürßte mit gezahntem Borstenschnitt zur Beseitigung fauliger, übelriechender Speisereste in den Zahnzwischenraumen und zum Weißputzen der Juhne. Die ges. gesoh. Chloredont-Zahnbürste Qualntät, für Erwachsene 1.25 Mk. für Kinder 70 Pf., ist in blauweiß=grüner Original=Chlorodontpackung in allen Chlorodont Vertaufsstellen erhältlich. Die Nebelfrau. Roman von Anny Wothe. 10)(Nachdruck verboten.) „Foltern Sie mich doch nicht länger. Was soll ich denn tun? Soll ich stehlen gehen, oder soll ich mich selber in Stücke reißen, nur damit die anderen ohne Sorge leben können? Was verlangen Sie von mir?" Der Graf trat erschrocken vor dieser sprühenden Leidenschaft unwillkürlich zurück. Ich biete Ihnen meine Hand. und als Hochzeitsgabe, als Ihr unbeschränktes Eigentum den Gorlingshof.“ Mit entsetzten Augen wich Undine von ihm zurück „O. das ist schändlich, das ist schamlos,“ rang es sich dann stoßweise von ihren Lippen.„Was habe ich Ihnen denn getan, daß Sie mich so vor mir selber erniedrigen, daß Sie wagen, mir ein solches Angebot zu machen, das jede Frau auf das tiefste erniedrigen muß?" In den Augen des Mannes war ein kühler Schein, und seine Stimme klang rauh: als er, etwas Staunen in seine Worte legend, entgegnete „Ich bat Sie von vornherein, die ganze Angelegenheit als ein G.schäft zu behandeln. Gräfin. Wenn ich heute zu Ihnen trete und das Majorat bedingungslos in Ihre Hände als Ihr Erbe zurückgebe, ohne Gegenleistung Ihrerseits, so wurde Ihr Stolz Ihnen verbieten, das Erbe anzunehmen. Darum fordere ich ein Opfer von Ihnen, ein schweres Opfer vielleicht, das abzulehnen Ihnen ja freisteht." Undines Herz pochte in wilden Schlägen. Heiß aufschluchzen hätte sie mögen, aber dieser kaltblütige Egoist dort, der sollte sie nicht schwach sehen, er nicht. „Darf ich vielleicht fragen, welche anderen Gründe Sie noch zu diesem mich sehr wenig ehrenden Antrag haben? Die Freundschaft für Lutz bedingt doch kein Aufgeben einer Erbschaft von einem Riesenwert, den so leicht niemand entbehren möchte, wenn er ihm zusällt.“ Kalt forschend sahen ihre Augen in die seinen. Es war, als wollte sie ihm bis auf den Grund der Seele dicken. Langsam stieg eine Blutwelle in sein braunes Gesicht Die großen, klaren, dunkten Mädchenaugen waren höchst unbequem. „Wollen Sie mir wenigstens dadurch, daß Sie mir die Wahrheit nicht vorenthalten, zeigen, daß es nicht Mißachtung meiner Person war, die Sie zu Ihrem Anerbieten veranlaßte?“ fragte Undine klar und fest „Die Grafen Randolt unserer Linie,“ entgegnete er stolz,„werden niemals eine Frau zur Gattin wählen, der sie aus irgend einem Grunde die höchste Hochachtung versagen müssen. Gerade, indem ich Sie um Ihre Hand zu bitten wage, gebe ich Ihnen einen Beweis meines höchstens Vertrauens und meiner größten Ehrerdietung. Nur eine Frau von hochherziger Gesinnung, von kühl überlegener Klugheit und selbstloser Opferfreudigkeit, kann meinen Antrag annehmen, der außerdem noch ein kühles, leidenschaftsloses Herz bedingt.“ „Und Sie glauben, daß ich das habe?“ „Ja! Ich weiß, daß Sie mir ganz unpersönlich gegenüverstehen. Daß ich Ihnen nichts bin, als der fremde Mann, der hierher kommt. Sie und die Ihrigen zu vertreiben, und daß Sie großdenkend genug sind, mir persösich nicht zu zürnen, wenn ich meine Rechte hier ausübe.“ Der blonde Kopf des Mädchens neigte sich wie zu stimmend auf die Brust. „Wenn sonst jemand um ein Weib wirbt,“ nahm Graf Reimar tief aufatmend das Wort.„dann tut er es in den meisten Fällen begehren. Ich habe schon vor Jahren mit solchen Regungen abgeschlossen. Ich habe bis vor ganz kurzer Zeit nie daran gedacht, mich zu vermählen. Warum ich diesen Gedanken weit von mir wies, kann ich Ihnen nicht sagen, wenigstens heute nicht. Denken Sie, daß vielleicht vor Jahren mich ein Weib betrogen, denken Sie, daß dieses Weib vielleicht jetzt wieder in meinen Levenskreis getreten ist, denken Sie, daß ich vielleicht dieses Weib strafen will, denken Sie, was Sie wollen, aber glauben Sie mir, nur die lautersten Beweggründe treiben mich, Ihnen diesen, ich gebe es zu, etwas ungewöhnlichen Antrag zu machen.“ „Ich liede Sie nicht, Undine,“ fuhr Graif Reimar fort.„aber ich bin auch weit davon entfernt, von Ihnen Liebe, die Sie je gar nicht geben können zu verlangen. Sie sollen nominell meine Gattin. die Hü terin des Gorlingshofes, die Trägerin meines Namens und meiner Ehre lein, und meine Dankbarkeit bringt Ihnen den Gorlingshof und Südegaarde zu rück.“ „Als unbeschränktes Eigentum?“ Sie fragte es in fiebernder Hast, so daß Reimar ganz befremdet zu ihr herübersah. „Als unbeschränktes Eigentum, Gräfin.“ „Ich könnte über alle Einkünfte verfügen? Ich könnte damit die letzte Schuld, die mein Vater nicht mehr für Lutz tilgen konnte, auslöschen? Ich könnte meiner Großzmutter und meines Vaters Frau, die er mir stervend ans Herz gelegt, das alte, sorgenlose Dasein erhalten, ich könnte meiner kleinen Schwe ster alles das geben, was sie jetzt entbehren muß?" „Und ihr einst, wenn Sie nicht anders verfügen wollen, das Majorat, das mit meinem Verzicht auf die weibliche Linie übergeht, als Erbe hinterlassen"“ Eine Weile war es totenstill im Gemach. „Sie müssen die Frau, um die Sie alle diese Opfer bringen, sehr geliebt haben. Graf.“ nahm Undine nach einer Weile das Wort und ihre Stimme hatte einen spröden Klang. „Vielleicht, aber auch gehaßt.“ „Kann sein. Graf. Aber ein elender Handel ist es doch, ich könnte Ihnen erwidern, daß ich Sie ob diees Vorschlages verachte, daß ich mich für zu gut dünke, das Werkzeug Ihrer Rache, vielleicht auch Ihrer Furcht zu sein. Ich könnte Ihnen sagen, daß Ihr Antrag mit seinen Ausführungen mich noch tiefer in den Staub zwingt, als es das Schichsal ohnehin geran hat, ich könnte ja schreien und toben und Ihnen ins Ge sicht schlagen für die Schmach, die Sie mir antun, aber ich tue nichts von alledem. Bettler, wie wir, die müssen stille halten, und wenn ich es auch für mich nicht kann, wenn ich Ihnen auch, stünde uns das Recht der freien Selbstbestimmung, zu. hohnlachend den Rücken keh ren wörde, für die Meinen muß ich das Geschäft, wie Sie es nennen, in Erwägung ziehen, ich muß!“ Es klang wie ein Schluchzen, ein qualvoller Aufschrei, so daß Graf Reimar dem bleichen Mädchen fast erschütternd ins Gesicht sah Schlummerte unter der kühlen, außeren Hülle dennoch eine tiefe Leidenschaftlichkeit, die ihm zu schaffen machen könnte?. Das wäre allerdings sotal und höchst unbequem. Ruhe wollte er, und dieses Mädchen, diese Undine, die ihren Namen mit Recht trug, sollte sie ihm sichern. Er zahlte ja dafür, und er zahlte einen hohen Preis. Und Undine dachte. während sie aufstöhnend ihr Antlitz in die weißen Hände barg: Sie ist es allmächtiger Gott, sie ist es, meines Vater Frau. Und sie wird ihre Künste spielen lassen, und sie wird ihn wieder in ihre Netze locken, und sie wird sein werden, um dessen Willen sie meinen Vater betrog „Nein!“, rief sie plötzlich ganz laut.„Niemals darf das geschehen. Lieber will ich tausendmal selber zu Grunde gehen.“ Graf Reimar sah sie verständnislo= an, dann aber sprach er mit ruhiger Bestimmtheit auf sie ein: „Sie dürfen sich die Sache nicht schlimmer und ungeheuerlicher vorstellen, als sie ist, Undine. Ich werde nur selten im Gorlingshof zu finden sein. Meine vielen Reisen und meine anderen Güter nehmen mich vollauf in Anspruch, so daß Sie sich hier Ihr ganzes Leben ganz und nach Ihren Wünschen und Ihrem Geschmack einrichten können. Bedingt es die Konvenienz, so werden wir der Welt als ein tüchtiges und friedliebendes Ehepaar erscheinen. In Wirklichkeit, Undine, wünsche ich, daß wir mit der Zeit wenigstens Freunde werden, einer den anderen achtend, gute Kameraden, die Vertrauen zueinander haben.“ „Wie das so bei Geschäftsleuten Sitte ist,“ gab Undine bitter zurück.„Haben Sie denn nicht daran gedacht, daß ich vielleicht eines Tages garnicht, mehr imstande sein könnte, dieses Scheinleben zu führen. daß eine Zeit kommen könnte, wo ich mich losreißen müßte von Ihnen und dem Gorlingshof, wo vielleicht mein eigenes Herz sprechen würde? Wenn Sie auch Ihres Herzens so sicher sind, daß Sie niemals nach einer Frau begehren würden, wer sagt Ihnen, daß auch mein Herz in dem Kreis der Pflichten und Sorgen, die es auf sich nimmt, erstarrt? Wer sagt Ihnen, daß es nicht plötzlich aufschreit und nach Glück verlangt und troß des„Geschäfts“ blind, darauf losstürmt und nimmt, wonach es fiebernd drängt?“ Reimar soh aufmerksam in das tief erregte Mädchengesicht mit den stolz slammenden Augen. Etwas wie Unruhe flog über sein Antlitz, dann aver schüttelte er den Kopf (Fortsetzung solat.) die die Grundung von Heimstätten betreiden und Interessenten zum Beuritt auffordern. Nur gar zu oft sind die Gründer viellecht wohlmeinende, aber unerfahrene Männer, denen die notige Sachkenntnis und Geschaftsubung sehlt. Nicht seiten iur leider auch der Fall, daß mehr oder minder starke persönliche Interessen oder der Gedanke der eigenen Beschäftigungsmöglichkeit bei den Grundungen eine Rolle spielen Die neuen Mutglieder zahlen dann Eintrittsgelder. Beiträge und Anteile und dal., ohne daß die Fülle der Versprechungen sich erfüllen ließe. Gerade die zahlreichen Klagen derartiger jeder sachlichen Prusung ent zogenen Vorgänge hat den Verbandspräsidenten des Siedtungsverbandes Ruhrkohlenoezirk, der die Grun dung von Reichsheimstätten zu fordern berusen ist. veranlaßt, bei dem Direktorium des Siedlungsverbandes den Heimstättenausschuß ins Leben zu rusen, der aus dem Siedlungsverband Ruhrkohlenbezirk, den beiden provinziellen Wohnungsfürsorgeiziellen gesellschaften und den großen Heimstättenvereinigun gen gebilde: trert st. Der Heimstättenausschuß wird alle sachlich und uneigennützig beraten und mu besonderen staatlichen Mitteln und der inanzielen Betreuung der Wohnungsfürsorgegesellschaften die Durchfuhrung von Einzelheimstätten und Sammelsiedlungen fördern. In diesem Ausschuß sind die drei allesten anerkannten Heimstätten=Vereinigungen vertreten; nur sie haben ständige Fühlung mit den amtlichen Stellen, kennen die Schwierigkeiten und die Wege zu ihrer Lösung. Wer also eine Heimstätte erstrebt und vor unnüßzen Ausgaben und Enttäuschunzen bewahrt sein will, der wende sich für Westialen an den Reichsverband Deutscher Heimstättenvereine in Dorimund, im Grubenfeld 34, für Rheinland an den Reichsheimstattenbund Essen, Herwarihstr. 81 und wenn er Beamter, ist, an den Reichsheimstättenverein Deutscher Beamtenbund e. V.. Essen, Kronprinzenstr. 35. Neue Vereinigungen in den einzelnen Orten lollten nur im Benehmen mit diesen Organisationen gegründet werden, alt bestehende bei ihnen Anschluß suchen. Andere Fälle dürften kein unbedingtes Vertrauen bei den zuständigen behördlichen Stellen finden und nur schwer zum Ziele kommen kranke die von früderen Odrenleiden der ein Loch im Trommelfell zurückbehalten haben, sind schwer gefährdet, wenn sie nicht einen ausreichenden Schutz tragen, der das Eindringen von Wasser ins innere Ohr mu fetthaltiger Watte oder mit einem kleinen Kugelchen Wachs. Schließlich sei noch darauf hingewiesen, daß es unzweckmäßig ist, sich nach dem Schwimmbad im nassen Badeanzug der prallen Sonne auszusetzen oder gar in der Sonne zu trocknen. Nicht selten. Unser Weiterbericht. Das Hochdruckgebiet hat unter geringer Abnahme an Höhe seinen Kern etwas nordwestwärts verlagert. während über Großbritanni., flaches Tiefdruckgebiet vorgedrungen ist, das uns abe zusenzen oder gar in der Sonne zu trocknen. Nicht selten entsteht dabei statt des gesundheitlichen Nußens gesundheitlicher Schaden, der sich in Gestalt von ältungen. Blasenkatarrhen usw. sowie in Hautverein Erkältungen brennungen kundgibt. Wer indessen die hier gegebenen kleinen Regeln für das Schwimindad beachtet, der wird neben der Freude am Schwimmbad selbst auch bald den Nuten des Schwimmens für seine Gesundheit verspüren „„* zunächst nicht beeinflussen wird. In Deutschland war es gestern fruh trocken und meist heiter bei 14 bis Grad Warme. Weiteraussichten bis Donnerstag Meist trocken, heiter und warm. us und für Herne Weiteres Einken der Einwohnerzahl im Monat Juni. Abnahme der Gevurten und der Eheschließungen.— Zunahme der Sterbefälle.— 317 Perionen Wanderungsverluft. Die Bevolkerungszahl betrug am 1. Juni 1929 96 852, davon waren 49 411 männliche und 47441 weidliche Perionen. Im Monat Juni wurden 92(91) männliche und 77(93) weibliche Gevurten gemeldet, zusammen allo 169(184). Von den Gevurten waren 165(179) ehrlich und 4(5) unehelich. Die Zahl der Totgeburten betrug 4(4). In der Berichtszeit starden 81(71) Perionen, darunter und 43(35) weiblich. Von den Gestordenen waren 20 unter 1 Jahr. 2 im Alter von 1—5, 0 von 5—15, 4 von 15—2 15 von 20—40, 13 von 40—60 und 21 60 Jahre mann gegenüber erfolgen, es sei denn, daß das Mietrecht im Einzelfalle nicht zum eingebrachten Gut der Frau gehört. 2. Personen, die nur gemeinschaitlich verfugungsberechtigt im Sinne des§ 4 des Wohnungsmangelgeseßes sind, sind im Verfahren zur Inanspruchnahme der Raume notwendige Streitgenossen(§ 62 3PO.) (8. 6. 1929: 17. 9 3429) Hat das Mieteinigungsamt das Verfahren dis zur Erledigung eines anderen Verfahrens ausgeseßzt, so m gegen die Aussetzung die Rechtsbeschwerde zulassig(8. 6. 1929; 17. Y. 37.29) Ein Beamter des Mieteinigungsamtes gehört nicht zu den mit dem Vollzug von Maßund darüber. Die Todesursachen war a in 7 Fällen Tuverkulose. m 5 Herzkrankheiten, in 8 Lungen entzundung und sonstige Krankyeiten der Aimungsergane in 10 Altersschwache und in 6 Verungluckung und andere außere Einwirkungen. Fur den Monat Jumi ergidt sich ein Geburtenuderschuß von 8 8(113) Personen. In der Bericheszen fanden 57(115!) Ebeschlienungen statt Es zogen zu: 317(297) mannliche und 299 (325) weidiiche, zusammen alio 616(622) Perionen Im gleichen Zeitraum zogen zart: 500(469) mannliche und 433(43 weivische zu ammen 933 (899), Perionen. Im Monat Juni ir demnach ein Wanderungsverlust von 317 Personen zu verzeichnen. Gegenuber dem Mona: Mai, der bereits einen Wanderungsverlmt von 277 Perionen aufwies, hat sich diese Ziner im Berichtsmonat also noch um 40 Personen erdoht. Diesem Wanderungsverlust von 317 Perionen steht ein Gevurtenuberschuß von 88 Perionen gegenuber, so daß sich für den Monat Juni ein„evölkerungsverlust von 229 (164) Perionen ergidi Der Bevolkerungsstand nach dem Stande vom 1 Juli 1920g nunmehr####gender in 623, davon 49 411 männliche und 47 441 weidliche Perionen. Hinzu kommt noch ein Mehr von 56 Personen, das auf Grund der 2. Zählung der Personenstandsaufnahme festgestellt in, so daß der tanachliche Bevolkerungsstand 96 679 betrag: Innerhalb des Stadtgebiets wechlelten ihre Wohnungen insgesam: 803 Perionen, darunter waren 161 Familien mit einer Kopfzahl von 515 und 288 Einzelstehende „* s geuott Mrra Den Ir Dent Seuhur Uen Ben nahmen gegen den Wohnungsmangel betrauten Versonen(§ 7 Abf. 3.§ 38. Abs. 3 des Mieterschungesetzes),(8. 6. 1929: 17. 2) 41 29). Ratschlage für die Saste des Sommerbades. Von allen Sportarten, die im Sommer gern und mit größtem Nutzen für die Gesundheit geübt werden dürfen, ist das Schwimmen besonders zu empfehlen Schwimmen ist gleichsam das Turnen im Wasser Es stellt eine ausgezeichnete gymnastische Uebung dar. weil beim Schwimmen fast alle Muskeln und Bänder des Körvers in gleichmäßige und regelmäßige Tätigkeit versetzt werden. Wohl bei keiner anderen turnerischen Uebung wird der Brustkoro in ahnlicher Weise geweitet und die Lungen gelüftet wie beim Schwimmen Auch der Stoffwechsel erfährt durch das Schwimmbad eine außerordentlich große und werrvolle Anregung. Selbstverständlich darf aber nur derjenige zum Schwimmen geben, der körperlich dazu geeignet ist. Hierüber muß einzig der Arzt das entscheidende Wort sprechen. Wenn alljährlich beim Schwiminen eine Reihe von Unglücksfälle passieren, so sind in der großen Mehrzahl der Fälle die betreffenden Personen selbst daran schuld; einmal, wenn sie an verbotenen Stellen baden. dann aber auch. wenn sie die notwendigen Vorsichtsmaßregeln außer acht lassen. Zu diesen gehört vor allem der Rat. niemals mit vollem Magen ins Wasser zu geben. Ferner ist wichtig. vor dem Hineinsteigen in das kalte Bad sich in ausreichendem Mane abzukuhlen Auch ein zu langes Verweilen im Schwimmbad, dessen Dauer ansangs nicht mehr als eine Viertelstunde, später nicht länger als eine halbe bis dreiviertel Stunde betragen darf. ist unzweckmäßig und gefährlich. OhrenDie Preise auf dem Wochenmarkt. Die Preise auf dem Wochenmarkt am 16. Juli wurden wie folgt amtlich festgestellt: Rindfleisch p. Pfd. 1.00—1.30, Schweinefleisch, Schinkenstück 1.30—1.40, Nackenstück 1.50—1.60, Koteletts 1.50—1.60, durchwachsen 1.20—1.30, Hammelfleisch 1.20—1.30. Kalbfleisch 1.20—1.50, Speck. ger. fett 1.30—1.50, durchwachsen 1.30—1.50. Kartoffeln 17—20 Pfund 1.00, Grüne Bohnen p Pfd. 0.35—0.70, Dicke Bohnen 0.12—0.15, Wurzeln 0.20, Zwiebeln 0.15—0.20. Rote Beeten, Bündchen 0.20. Weißkohl p. Pfd 0.35. Kohlrabi. Stück 0.10 bis 0.20. Wirsing p. Pfd. 0.20—0.25, Blumenkohl 0.50 bis 0.90, Salai, Kopf 0.10, Schlangengurken, Stück 0.20—0 35, Aepfel v. Pfd. 0.30—0.50, Pflaumen 0.60 bis 0.70, Spinat 0.20—0.25. Erbsen 0.20—0.30, Tomaten 0.40—0.70. Stachelbeeren 0.20—0.35. Erdbeeren 0.90—1.20, Kirschen 0.40—0.60. Molkereibutter p. Pfd. 2.00—2.10, Landbutter 1.60 bis 1.80. Eier. 8 bis 10 Stück 1.00, Holländer Kase p. Pfd. 1.20—1.30. Schweizer Käse 1.40—1.60. Schellfische, kleine p. Pfd. 0.25—0.30, große 0.50, Schollen 0.35—0.60, Kabeljau 0.40—0.50. Bresen 0.45 bis 0.50. *** * Großbetrieb im Sommerbad. Die prächtig=warme Sommerwitterung lockt zum Baden im nassen Element. So war auch gestern wieder im Sommerbad Großbetrieb. Man merkte allen so recht die Freude am Tummeln in sonniger Luft und im kühlenden Wasser an Morgens war die Temperatur der Luft 16 Grad. die des Wassers 19 Grad. nachmittags 26 bzw. 21 Grad. Auf einen Uebelstand muß jedoch hingewiesen werden. Immer noch lassen Badegäste Milch= und Seltersflaschen, nachdem sie sich daran gütlich geran haben, im Sande liegen, sie wirken dort nicht nur unordentlich, sondern gefährden auch andere Badegäste, wenn sie zu Scherben werden. Also Floschen wieder zurückbringen! * Der Mann, der die Renten erhohen wollte. Der wohnungslose Grubenmaurer K. Th. versuchte, auf eine wenig anstrengende Weise seinen Lebensunterhalt zu bestreiten. Er besuchte in Bochum verschiedene Rentner, stellte sich diesen als Baurat Meyer vor und erklärte, daß er beauftragt sei, für eine Erhöhung der Rente einzutreten. Er setzte an Ort und Stelle ein Schreiben auf und forderte als Schreibgebühr 7.— RM., die angeblich der Kasse eines Wohlfahrtsvereins zufließen sollten. Der Betrüger, der ziemlich sicher auftrat, wurde auf frischer Tat gefaßt und in das Polizeigefängnis eingeliefert. Da anzunehmen ist, daß der Betrüger noch weitere Personen auf diese oder ähnliche Weise geschädigt hat. werden diese gebeten, bei der Kriminaldirektion in Bochum. Uhlandstraße 35. Zimmer 83. bzw bei den örtsichen Kriminalwachen vorzusprechen * Neue Meister. Vor der Meisterprufungskommission in Bochum haben die Herren Tbeo Bonnemann, H. Schaake. Jojef Buduschewiki und Karl Schierbaum aus Herne ihre Meisterprüfung im Friteurgewerbe mit„gut" bestanden. * Plötzliche Erblindung Der hochbetagte Invalide Josef W. aus der Schadedurgstraße verrichtete Montag nachmittag bis zum Abend Gartenarbeit. Als er einmal von der Arbeit aufschaute und von einem Sönnenstrahl geblendet wurde, konnte er nicht mehr sehen. Von Nachbarn wurde er zu seiner Wohnung geschafft. Der herbeige7 morgen wurde der Bedauernswerte mittels Rettungsautos zur Operation dem kath. Krankenhaus zugeführt. Eine Wiederherstellung des Augenlichtes erscheint allerdings fraglich. * Vorsicht beim Betreten von Kellerrosten. Gestern nachmittag entstand auf der Behrensstraße ein Auflauf. Das etwa 3jährige Söhnchen der Eheleute R. war durch einen Kellerrost eingebrochen und 1% Meter tief in den Keller hinabgestürzt, wobei es mit dem Kopfe gegen die Innenwand geschlagen war Der Kleine trug glücklicherweise neben einer größeren Stirnwunde nur Verstauchungen und Schrammen davon. Von Geschäftsgehilfen wurde der Junge geborgen und zum Arzt geschafft. * Die sellsame Geschichte eines Oberhemdes. Vom Marktstand weg verhaftet wurde gestern ein junger Gehilfe eines Obsthändlers. Was war sein Verdrechen? Er hatte bei Gelegenheitsarbeiten in der Waschküche eines Hauses mu dem Hausmädchen eines Polizeibeamten angebändelt und ihr beim Schlagen der Waschmaschine geholfen. Dafür will er von dem Mädchen ein Oberhemd geschenkt bekommen haben Genug, die eifrige Hausfrau entdeckte den freundlichen Helfer gestern auf dem Wochenmarkt, wie er bei der Hitze den Rock ausgezogen hatte und das abhanden gekommene Hemd zur Schau trug. Sie holte die Polizei. die den Mann abführte und ihn zwang, das schöne Oberhemd wieder herauszurücken. Scharfere Kentrelle der Arbeitslengkent. Gegen die„Schwarzardeit Der Prasident der Reschsonstalt fur Ardeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung dat, wie die Wobfahrts=Korrespondenz minent, an die Landesarbeitsamter und Arbeitsämter ein Schreiden gerich tet. in dem eingehende Anweisungen für eine schärfere Prüfung der Arbeitslosiake und besonders## Erfasung der„Schwarzardeiter“ gegeben werden Ein Arbeitsloser, der Unterstützung begehrt, muß „„" HL Vergebung von Aufträgen und Stellungen an Mitglieder der Gemeindekörverschaften. Richtlinien der Kommunalpolitischen Vereinigung der Zentrumspartei. Arbeitsmarkt tatiachlich zur Verfügung stehen. Bei Ausfullung der Arbeitsbescheinigungen i noch nicht oderall die erforderliche Gessenbattigken erreich: Eine Kontrolle der Angaden über das Arbeitsentgeit durch die Krankenkasse mt in weitestem Umfange notwendig. Die Arbeitsamter haben zu pruren, oo aus der Arbeitsbescheinigungen der wahre Cntlaifungsgrund dinlanglich eriicisch z. Erbobte Anfmerksomker; wird der Prutung zuzuwenden sein, ob Scheinardeitsverdaltnisse vorliegen, die neemals eine Anwartschaftszen er Es mi Pilicht der die Untern d### außerste Aummer“ eignete Ueberwochun nutzung der Bersiche arbeir vermeden wir# ten wie Hafenarbeuern. kern. Kellnern. Hemmarbentern se7 #tsamter der Kontrolle Die öffentliche Meinung sowohl wie eine große Reide von Gemeindevarlamenten haben sich in letzter Zeit sehr eingebend mit der Frage beschäftigt, ob und inwieweit ein ehrenamtlicher Gemeindevertreter mit einer Gemeinde in geschäftliche Beziehungen treien dürfe. Wie das Ergednis einer Rundfrage der Kommunalpolitischen Vereinigung bestätigt, sind die von den Gemeindeparlamenten getroffenen örtlichen Regelungen außerordentlich mannigfaltig Der Hauptvorstand der Kommunalpolitischen Bereinigung hat. um allen Fraktionen eine seste Richtschnur in die Hand zu geden. Richtlinien aufgestellt. nach denen se in diesen Fragen tor Verhalten einrichten können. Die Kommunalpolitische Vereinigung der Deutschen ZenMitwirkung solcher nachleute in diesen Organen im Interesse der Gemeinde nicht entdehrt werden kann. 4. Fur den Fall, daß Mitglieder von Ausschussen sich um Aufträge für sich oder ihnen nabestehende Unternehmungen demuhen, ist durch Geschaftsordnungen oder durch die Praris folgendes Verfahren einzuhalten a In der Regel sollen Mitglieder von Ausschussen keine Aufträge für sich oder ihnen nahesiebende Unternehmungen erhalten, und sich nicht um solche bewerben. Beabsichtigt aber ein Mitglied eine Ausnahme von dieter Regel zu machen, so hat es sp testens bei Einreichung sen nes Angebotes dem Vor trumsporten, die als erste Organisation derartige Rintlinien aufgestellt hat, hat sich damit zweisellos ein großes Verdienst erworden, da sie mit diesen Richt gebese un resemmnge Rauprs unden ein Jul sendes Bild von deren Durchfuhrung zu verscha###en zutref Kammergerichtsentscheide in Mieterschuß sacen. Der Amtliche Preußische Pr siedem aidt folgende Rechtsentscheide des Kammergerichts= Mieterschugsachen bekannt: Haden alle an den Mi: Bero nUß! „. kuhl angeschosenen verzichtet(§ 9 Abf 1 der linien vor der gesamten Oeffentlichkeit volle Klarheit daruder schafft. wie sie und ihre Mitglieder sich zu den ##nkten stellen welche den Gegenstand dieser Richtlinien bilden Die Richtlinien der kommunalpolitischen Vereinigung. die der Hauptvorstand an Hand eines von der Zentralstelle ausgearbeiteten Entwurfs mn seinen Sitzungen vom 26 März und 8 Mei d. J. aufgestellt hat. werden in Heit 13 der Kommunalpoluischen Blatter veroffentlicht und lauten wie folgt: 1. In den nachstehenden Richtlinien werden unter dem Begriff„Gemeinde" sowohl die Stadte. Landacmeinden. Gemeindeverdände als auch die kommunalen Betriede und Unternedmungen sowie die Gesellschaften zusammengefaßt deren Anteile sich ganz oder teilweise im Besin der Gemeinde oder solcher Treuhander en d ie auf Verlangen der Gemeinde ihre AnInD über die Mietzinsbildung in Preuße io uno dei Feitietung der Friedensmiete fur eine Wohnung des Hauses die Vergleichsraume tronzdem in der Regel Hausern mu Fahrstuhlbetried zu entnehmen(7 S. 1929. 179) 35 29 I. Hoben mehrere Personen eine Wohnung gemeincha#lic gemietet, so muß die Inanspruchnadme gegenuber allen Mietern erfolgen. Ist eine Ehefrau, die im geseplichen Guternande der Verwalrung und Nusmeßu- lebt. M: oder 9n.teile jederzen an sie abzutreten verpflichtet 2. Mitglieder der Gemeindekörperschaften, die in ein Dienstverhältniszuihrer Gemeinde (im Sinne von Ziffer 1) treten oder als Beamte Angestellte in ein höderes Amt defördert werden. haben ior Mandat gleichzeitig dem Parteivorstand zur Versugung zu stellen Der Parteivorstand kann in degrundeten Fallen oon einer Niederlegung des Mandau absehen, insbesondere dann, wenn die Fraktion die Beibehaltung des Mandates im Interesse ihrer Arbeit als dringend notwendig bezeichne: 3. Grundsäglich uind Mitglieder von Gemeindekorperschaften von der Beteiligung an Lieferungen und Arbeiten für die Gemeinde nicht auszuschließen Cbensowenig sind von der 2 Mit lieder der Gemeindekörp ledt. Mitmieterin oder Allem* 9— K chaften wirkung in A PETETENE (Deputationen, Fachausschüssen. Aufsich für welche sie durch berufliche Tätiakeit #Frautheit mitbringen Oular Alhen— de sizenden des Ausschusses davon Mureilung zu machen d) Bei Vergebung von Arbeiten oder Lieferungen an sie selbst oder an nabestehende Unternehmungen haben sich die Ausschußzmitglieder der Mitwirkung bei den in Frage kommenden Beschlüssen zu enthalten c) Als nahestehende Unternehmungen gelten insbesondere solche Unternehmungen, be; denen ein Ausschußzmitglied, sein Ehegatte oder Verwandte ersten und zweiten Grades versönlich beteiligt oder Mitglied des Aufsichtsrates, des Vorstandes oder als leitende Angestellte tätig sind d) Es mun eine Ehrenpflicht sein. Auftrage der Gemeinde(im Sinne von Ziffer 1) besonders sorafättia und preiswert auszufuhren. Als selbstverständlicher Grundsag in dabei darauf zu achten, daß in der Vergebung. Preisbewilligung und in der Durchfuhrung und Abnahme keine Bevorzugung gegenuber anderen Lieferanten erfolgt e) Außerdem int die Uebernahme einer jeden Arbeit oder Lieferung für die Gemeinde (im Sinne von Zitfer 1) dem Fraktionsvo:: stand mitzuteilen. 5. Tantiemen aus Aufsichtsrats= und Vorstandsposten usw., welche von Mitgliedern der Gemeindekorperschaften als Beauftragte oder Treuhänder der Gemeinden wahrgenommen werden, müssen (ebenso wie es auch für die Gemeindedeamten als selbstverständlich zu gekten dat), eventuell nach Abrig der Reiiekosten und Tagegelder, a- die Gemeindekalse adgeliefert werden Soiche Aufsichtsratsposten müssen deim Ausscheiden aus dem Gemeindeparlament zut Verfügung gestellt werden renamtlichen Vertretern ist zu bei der unnahme von Aufsichtsrats= und Vorstandsposten der detreffenden Gemeinde den Abschluß der üblichen Versicherungsverträge zur Bedingung zu machen 6. Vor der Aufnahme auf die Bewerverliste der Zentrumsparte hat jeder Bewerder die Berdindlichkeit dieser Richtlinien durch seine Unterschrift anzuerkennen s Gemeiner Racheakt. Der Gehilfe E. H. besuchte mit mehreren Freunden Sonntag abend eine Festlichkeit. Er geriet beim Tanze mit einem neidischen Freunde in Streit, in dessen Verlauf dieser ihm einen glühenden Zigarettenrest in die linke Rocktasche steckte. Erst nach einiger Zeit bemerkte der Betroffene den Taschenbrand, als bereits ein großes Loch in Rock und Weste und Wäsche gebrannt war. Und dabei hatte er den schönen Anzug erst zu Pfingsten bekommen * Die 20 Mark sind wieder da. Wir berichteten gestern, daß eine Frau beim Obsteinkauf 20 Mark hatte wechseln lassen. aber den Schein mitsamt dem Wechselgeld mitgenommen hatte. Wir beionten, daß es sich um ein Versehen, nicht notwendigerweise um Betrug handeln könne. Daß wir recht hatten, beweist die weitere Entwicklung. Als nämlich die Käuferin, eine Frau St., gestern den noch nicht geleerten Kord herbeiholte und ihn umstülpte, fand sie zur Ueberraschung den Schein zwischen dem Korvpapier. Sie wußte nun, daß sie selbst mit der eben gelesenen Zeitungsnotiz gemeint war und beeilte sich. dem Händler, der jetzt auf dem Wochenmarkt stand, das Geld wiederzubringen, wo natürlich nicht geringe Freude herrschte * Zwei schwere Verkehrsunfälle. Schon in den frühen Morgenstunden ereigneten sich gestern in Herne zwei folgenschwere Verkehrsunfälle. Gegen 0.40 Uhr geriet der Motorradfahrer August K. aus Recklinghausen auf der Strünkeder Straße mit seinem Motorrad ins Schleudern und kam in voller Fahrt zu Fall Er und seine Soziusfahrerin Elfriede L. aus Herne wurden schwer verletzt und dem kath Krankenhaus zugeführt. Zur Zeit besteht Lebensgefahr.— Gegen 9.15 Uhr wurde der Schlosser Adam W. aus Herne auf der Straßenkreuzung Bahnhof—Friedrichstraße von einem städtischen Lastkraftwagen angefahren und am Kopf schwer verletzt. Auch er mußte dem Krankenhaus zugeführt werden * Angejahren und verletzt wurde gestern morgen auf der Kirchhofstraße das erwe 5jährige Söhnchen der Eheleute B. aus der Bochumer Straße. Das Kind war der Mutter zum Markte nachgelaufen. Als es auf der Kirchhofstraße einem Lieferauto auswich, geriet es vor ein Kraftrad. Zum Glück biemiste der Fahrer sofort, dadurch wurde der Kleine vor dem Ueberfahren bewahrt, jedoch trug er neden einer storken Armverlenung eine böse Stirnwunde davon Enne Hausbewohnerin, die zufällig vordeikam ind ein Autofahrer nahmen sich des Kleinen an und schafften ihn heim = Einen bösen Sturz vom Wagen ict gestern mittag ein junger Bursche, welcher das Ge fährt eines Händlers aus Riemke heimfahren sollte. Auf der Huestraße scheute das Pferd, wodurch der Junge die Führung verlor und abstürzte. Neben einer mächtigen Kopfwunde trug er einen Bruch des Handgelenkes davon. Passanten brachten das Pferd zum stehen * Versendung von Schupo in die Badeorte. Wenn in den Sommermonaten alljährlich große nan Reiuchern in#l.##hlsm. engen von Besuchern in die Badeorte strömen. verringern sich gleichzeitig zu Hunderttausenden die Einwohner in den Großstädten. Damit verschieben sich auch auf beiden Seiten die Aufgaben der Polizei. Der Preußische Minister des Innern ist deshalb mit den Spigenorganisationen der Städte und Gemeinden in Verbindung getreten, um in diesem Sommer einen Polizeibeamtenaustausch mit den Kur- und Badeorten in großerem Umfange zu verwirklichen. Gleichzeitig soll damit den Beamten der Großstadte, die während des größten Teils des Jahres durch aufreibenden Dienn übermatzia in Anspruch genommen sind, die Moglichkeit gevoten werden. eine Zeitlang unter ruhigeren Verhältnissen ihren Dienst zu tun und sich zu erholen. Die Stadie haben sich dazu bereit erklärt und die Ober— und Zegierungspräsidegten sind von dem Minister angewiesen worden, den Anforderungen von Bader= und Kurortgemeinden auf Uederlassung von staatlichen Lolizeibeamten in weitgehendem Unisange zu entsprechen empfe Den e * Uebersicht über den Krankensland. Nach einer auf G#r##nd der Meldungen von 166 Ortskrankenkeien zusammengestellten Uebersicht über den Krankenstand berrug die Mitgliederzahl dieser „OLNVO * Kassen a am 1. 2 mannlich glieder. Mitglied 3.21(3,3 den weit Kranken sich zwisch * Sportä Auf di athletikve platz am liche Unte macht. D * Erfolgi An de ben anlaß nisch=west men von glieder teil. 6 mann in der Ab unnerwahr Verbände ist, währe stemen ge * D. J. Heute mögen *§ K.T Auf llebungso hiermit a 2 Ausslu Der wird am glieder m 9 Uhr an Straßenb haus. Fe Hbf. aus ist seiten stens ges mnen, un Welper tige Wal den herrt Beisamm den. Alle sollte kein dessen Ar Vertraue (Siehe a Kartel sugend hen. In zelheiten Teilnehr Fahrt so in die hall= un vertreib## karte(1 Abmarsch Bahnhof In Halte Gelegenh An alle Gewerk ergehtn zumache handen * Kalh Die klingende Ausflug Königs Schutzen Hand. siegte a cher and die Koni angetrei nig als Komman Gesellen dem Sch den Klar dann zu Stunden * An d Deutscht die am Saale Saart empfehle * Saa Eine der Sa Vereinst sitzenden tet. Vor mann D für die eines 7 Zahlung aufgeno den Aus Süd. d Verlauf dene Bu liche Za auch zu sand, sei nen, de war un derhall daß das Rückkeh ungebeu Oktober zu bege kundg arbeitun wöhlt. 1 gab der mit daf Der Ner Versc Sond der fähr Eine ge lung an * Der zog am spielleut ein 0 Kassen am 1. Juni 1929 zusammen 5 849 920(5 860 328 am 1. Mai). Davon waren 3156 613(3 166 120) mannliche und 2693307(2 693 908) weibliche Mitglieder. Der Prozentsatz der Arbeitsunfähigen zur Mitgliederzahl betrug zusammen 3,43(3,60), und zwar bei den männlichen und 3,69(3,92) bei den weiblichen Mitgliedern. Der Höchststand des Krankengeldes in Prozenten des Grundlohns bewegte sich zwischen 50 und 75 Prozent. * Sportärztliche Untersuchung und Beratung. Auf die heute abend für die Rasensport= und Leichtathletikvereine der gesamten Altstadt auf dem Sportplatz am Rhein=Herne=Kanal stattfindende sportärzt= liche Untersuchung und Beratung wird aufmerksam gemacht. Die Untersuchung beginnt um 19,30 Uhr * Erfolgreiche Herner Stenographen. An dem am 14. d. M. stattgefundenen Wettschreiben anläßlich der Tagung des Gesamtverbandes rheinisch=westfälischer Stenographen in Lüdenscheid nanDer Kinder Blumenkorso in Herz=Jesu. Sagte mir da der Knirps mit strafender Stimme: „Dummkopf, der Esel im Festzug will doch auch fressen!" Na, mit rotem Kopfe trat ich zurück, fast dem zweiten Esel auf die Fuße, jetzt wußte ich um die Verwendung des Heues genug. Doch wozu immer von den Buben reden, prachtiger als sie hatten sich die kleinen Mädchen herausstaffiert. Manche, die immer brav sind, stellten Zigeunerinnen dar oder Sennerinnen An Dekorationen selbst der schlichtesten Wägelchen fehlte es auch nicht Die Sonne wußte um den Blumenkorso. Behaupte niemand das Gegenteil. Sie wollre sich doch von den Kindern im dustig=weißen Kleid nicht beschämen lasen. So lachte sie am Montagnachmittag ein besonderes frohes Lächeln. Selbst der Mond. der doch sonst für Tagesereignisse nicht das geringste Interesse hat, lugte hoch überm Giesenberg nach Herne=Sud herüber. Und das will was heißen. Die Bivölkerung war auf den Blumenkorso der Kinder recht gespannt. Unzählige schauten ihm zu auf der Altenhöfener, Straßburger, Siepen= und nochmals Altenhöfener Straße und dem Verbindungsweg zum Sportplatz. Und in den Fenstern lagen sie, als wäre— der Weltboxmeister dahergezogen. Beinahe Und dann zog der Korso daher. Herrschaften, was haben die kleinen Leutchen fur Phantasie! Solche men von den Herner Stengaraphennereinen nur git, Schöngeister schon unter der Jugend, solch eine praklieder des Vereins für Deutsche Einheitskurzschrift tische Auffassung von Märchengestalten, das sicht man mann Friesurz“n, 1. Preis: Hermann B f,OG“s bref gomns herangeschritten. Ob er auf seir n Jalin= Mutter gielt einen Krug mit Milch in der Hand undkel, der l. 31 mann, Friedrich Scheiding, Joachim Soltyssore Clowus herangeschritten. Do er auf seinen H9lin: schaure num ehrem SSproßling aus Da kam er schon stock niedergelegt Der Festzug von der Düngel wer lang. Und die beiden Schulen und Kronenstraße folgten geschlossen mu ihren Schülerinnen dem Festzuge. Auf dem Sportplatze des Herner Turnklubs begannen die Mädel der nerungen aus dem Jura von Holzmaden Der parator Dr. h. c. Hauf hat diese Sachen präpariert Auch ein Kopf des Ichthycsaurus mi darunter. Weiter wurden 67 Urkunden von Crange dem Archiv des Heimatmuseums einverkeibt. Sie gehen bis aus das Jahr 1666 zurück und reichen bis 1815. Sie haben für die Cranger Kirchengeschichte eine besondere Bedeutung Der Dorneburger Mühlenbach wird auch regulier! Die Emschergenossenschaft hat nach den Regulierungsarbeiten des Hüller Mühlenbaches nunmehr auch den sich quer durch unsere Stadt hinziehenden Dorneburger Mühlenbach zu regulieren begonnen. Das oft auch an manchen Stellen unterirdisch geführte Flußbett wird ausgehoben und anderen Stellen gibt man eine Senkung Zum Präses der Cäcilienvereine des Dekanats Wanne=Eickel wurde an Stelle des nach der Schweiz Schule Kronenstraße wundernette Reigen aufzufüh= abberufenen hochw. Herrn Paters Zerwas von Haus ren. Und die Rangen vom nahen Sommerbad, die sich Nazareth, der hochw. Herr Pfarrer Patrzek von gegenseitig wild untertauchten, krochen schnell aus dem Wasser heraus und stiegen auf den Zaun des Sport in der Abteilung von 140 Silben in unerwähnt soll bleiben, daß bei den Wettsch Verbände nur noch die Einheitskurzschrift zugelassen ist, während in den Vereinen noch nach anderen Systemen geschrieben werden kann. * D. J. K. Arminia. Heute abend 9 Uhr findet eine wichtige Spielersitzung statt, zu der sämtliche Mitglieder erscheinen mögen 2§ K.B.-Jugendabteilung. Auf den heute abend stattfindenden StenographieUebungsabend in der Nähschule, Schulstraße 37, wird hiermit aufmerksam gemacht.(Siehe Vereinskalender.) Ausflug des Christlichen Metallarbeiterverbandes Der lang geplante und gut vorbereitete Ausflug wird am kommenden Sonntag Wirklichkeit. Die Mitglieder mit ihren Angehörigen treffen sich vormittags 9 Uhr am Bahnhof Herne. Daselbst Abfahrt mit der Straßenbahn über Bochum bis Kost, Wirtschaft Brockhaus. Fahrkarten sind durchzulösen. Von BochumHbf. aus wird Linie 3 benutzt. Am Bestimmungsorte ist seitens der Welper Kollegen für Unterhaltung bestens gesorgt.(Preisschießen, Kegeln, auch für Da men, und dergleichen mehr.) Um 1 Uhr beginnt, von Welper Freunden geführt, die Wanderung durch schattige Waldungen ins schöne Ruhrtal. Abends ist in den herrlichen Gartenanlagen an der Ruhr gemütliches Beisammensein mit Hattinger und Bochumer Freunden. Alles ist aufs beste vorgesorgt. Nach altem Brauch sollte kein christlich organisierter Metallarbeiter bzw dessen Angehörige am Sonntag zu Hause bleiben. Die Vertrauensmänner geben gern weitere Auskunft (Siehe auch Vereinskalender.) * kartelljugend der christlichen Gewerkschaften Herne. Die angekundiate Wanderfahrt der Kartellsugend soll am Sonntag, dem 28. Juli, vor sich ge hen. In der Vorstandssitzung am 14. Juli sind die Einzelheiten eingehend besprochen worden, so daß die Teilnehmer voll auf ihre Kosten kommen werden. Die Fahrt soll nach Haltern gehen, und zwar zur Stever, in die Nahe der Gastwirtschaft Heimingshoff. Fuß ball= und Schlagballspiele sollen die Zeit angenehm vertreiben. Unkosten, außer der Fahrt. Sonntagsfahr karte(1.10 M entstehen nicht. Rucksackverpflegung Abmarsch der Teilnehmer morgens Punkt 6 Uhr ab Bahnhof Herne nach Bahnhof Recklinghausen=Sid. In Haltern ist den Teilnehmern beider Konfessionen Gelegenheit gegeben, den Gottesdienst zu besuchen. An alle jugendlichen Mitglieder der dem christlichen Gewerkschaftskartell angeschlossenen Berufsgruppen ergeht nunmehr die Bitte, sich für diesen Tag freizumachen, damit eine stattliche Teilnehmerzahl vorhanden ist. Angehörige sind herzlich willkommen. * Kath. Gesellenverein Börnig-Sodingen Die Schützengilde des Gesellenvereins machte mit vergangenen Sonntag einen platzes, um diese singenden Mädchen zu sehen in Da St. Barbara bestellt. Gleichzeitig können wir mitteilen, daß der langjährige frühere Dirigent des Pfarr-CäciEine lienvereins St. Barbara. Herr Wilhelm Backwinaus Gesundheitsrücksichten den Takt der Minute Nicht der stolzer war oder auf die Ehre, Erster im Festzuge porthzeigerannt, winte dem Mischeruge Wettschreiben der zu sein, weig ich nicht. Als ich die putzigen Gesichter.#.—„, der drei Spaßchenmacher norieren woll, wackelte so- und. schriet,„Wir lauen immer d#. Cis gar dem Bleistift die Spitze. Dem Festkomitee, das hinterher schritt, ist hoffentlich das Zwerchsell nicht geplatzt. Vitar Beyer und Vikar Wiegardt, Herr Kriener und Herr Wenner haben nämlich reichlich gelacht. Dann kam die Musik, die der Sodalen von Baukau. Die brachte natürlich allen die Lust zum Marschieren# bei, wenn es auch nicht gleich nach dem Schlaraffenland ging. Nun kam, ei, der Rattenfänger von Hameln, er tat ja gerade so, als müßte er jedes Kind mitlocken, na, dieses Mal waren es lauter kleine Mäuschen, manche sogar mit Muttern oder Geschwistern. Die Mädelchen mit den weißen Kleidchen waren wie ein Frühlingsgedicht. Und sie trugen wundervolle Kränzchen auf ihren Lockenköpfchen. Jetzt nahte der erste Wagen der Kinder.„Grzias di Gott“ stand daran. kam er schon mannhaft ab Clöne nach!" Na, dann viel Spaß bei den Clowns. Die Schüler der beiden genannten Schulen traten zum SchlagballDivlomspiel an. Die Schule der Kronenstraße ist Stadtmeisterin im Schlagball der Herner Volksschulen, und sie fertigte die Schule an der Düngelstraße sur hat wieder mit 42:6 ab. Sie erhielt dafür vom Vorsitzenden des hen gerouer stock niedergelegt hatte, erneut die musikalische Leitung des Vereins übernommen hat. „„—„„„„ soen gekostet. Am 15. Juni wurde ein Stadtausschusses. Dr. Stapenhorst, das Diplom aus, riger der Jenger=Landsmannschaft„Rhenania" be Der Mensur=Unjug. Die lange noch? Unwesen der studentischen Menein blühendes MenschenleAngehögehändigt. Auch im Trommelballspiel maß sich die Jugend. Noch allerhand Spiele wurden ausgetragen einer Säbelmensur derart verletzt, daß er noch am selben Tage verschied. Wie gewöhnlich wurde Und jedes Kind erhielt ein Geschenk. Mittlerweile war die Mesd=, über diesen furchtbaren Fall entweder das Festkomitee zu der Prämiierung der schon= unterdrückt oder so abgesaßt, daß man einem unsten Wagen geschritten. Im ganzen sind es 9 4 Wagen gewesen mit ungefähr 700 Kindern. Und so sah die Reihenfolge der schönsten Wagen aus: Gruppe 1, die großen Jahrzeuge: Der Kornbluglücklichen Zufall die Schuld gab. So schrieb beispielsweise das„Jenaer Volksblatt“ in der Nummer vom 17. Juni: Auf einer Schlägermensur in WinKleine, nette Münchner Kindl saßen in ihm und— menwagen, der Wagen mit der Dornröschenburg, die zerla erlitt ein junger Student nach einer leich staunt— ein Esel und zwar der berühmte Esel vom Feldkamp zog ihn.„Helft uns, eine Kirche bauen!" stand an dem nächsten Wagen, eine Kirche kam, von nd jetzt folgte eine Feldblumenpracht wagen mit Margueriten und Kornblumen, ein Pup men und Mohnkindern. Die vielen penwagen mit Kornblumen, ein Puppenwagen mit Heinzelmännchen herangezogen. Vielleicht noch recht bald wahr, daß die Konstantiner ihr Kirch lein erhalten voll Mohnblumen „Agaah's“ möchte ich nicht gezählt haben. Ein blau weißer Märchenwagen verkörperte„Stadt und Land“ Diese hübsche Gärtnerin zog ihren Blumenwagen selber. Hoch schaute eine Burg vom nächsten Gefährt, Dornröschen und der Königssohn ließen sich von den Zwergen durch Herne=Süd fahren. Goldgräber gibt es nicht nur in Alaska, sondern auch in Konstantin, der folgende Wagen bezeugte es. Ihr Goldgräber, grabt fleißig, wenn nicht Gold zu finden ist, werden doch mildtätige Herzen zu finden sein für ein neues Kirchlein für Konstantin. Achtung für das Heer der Puppenmütter. Stolz fuhren sie ihre süßen Spiellasten heran. Das drollige Mütterchen hier nannte sogar Zwillinge sein Eigentum. Die kühnen Weltreisenden auf schöngeschmückten Rollern folgten. Die künftigen Deutschen Jugendkraftler zeigten schon jetzt ihre Begeisterung für den„katholischen“ Fußballsport durch hren Wagen. Auch die Mädchen schwärmten mit einem Wagen für die„D. J. K.“. Und gelbrote Puppenwagen, Wagen mit Margueriten, mit Rosen, ein schöner Schwesternwagen kamen vorbei. Ein kleines Wägelchen mit Heu sollte auch erwas darstellen, aber was? Das kommt davon, wenn man nicht alle Märchen liest. Also fragte ich einen winzigkleinen Herner. Kirche, Münchner Kindl=Wagen, Bayernwagen, der Knabenwagen der„Deutschen Jugendkraft". Gruppe 2. die kleinen Fahrzeuge: Die Gärtnerin, wird es der„DIK.“=Wagen der Mädchen, ein Roller mit Naturblumen, der gelbrote Puppenwagen, ein PuppenRosen, der Schwesternwagen. n Verletzung, die nicht über das normale Maß hinausging, anscheinend einen Nervenzusannnenbruch, denn er wurde vom Paukarzt sofort in die Klinik geschickt. Dort ist er genorben. Der Bericht über die eigentliche Todesursache liegt noch nicht vor, keinesfalls soll sie eine Folge der Verletzung sein.“ Nachdem nun durchgesickert ist, daß keinesalls ein Nervenzusammenbruch die Todesursache Und als die Sonne sich gen Westen neigte, da zog war, bringt das„Jenaer Volksblatt“ folgende Einzeldie kleine Welt beseligt mit Vater und Mutter heim. Und im Traume wird manchen Kindern der Blumenkorso noch einmal erschienen sein. Mein Neffe Fritz hat sogar noch im Schlafe über die„Clowns“ gekichert. * Schlußfeier im Ledigenheim St. Josef. Viel kann hierüber nicht mehr gesagt werden, es war ein gemütlicher Kehraus des Pfarrfestes. Der Hochbetrieb wickelte sich natürlich im Saale auf der Tanzfläche ab. Besonnene ließen sich ein Täßchen Kaffee von der holden Jungfrau am Eingange rechts kredenzen. Unternehmungslustige kommen eine Treppe hoch zur Weindiele, Hungrige zur Frühstücksstubige, ganz Durstige stiegen zum Bayrischen Bierkeller hinab. Muskelgeschwollene zur Kegelbahn und alles das um eines guten Zweckes wegen. Die Nacht hing ihre Sterne aus, der Mond leuchtete heim, und gleich den Kindern träumten die Großen daheim in ihren Kammern vom Pfarrfamilienfest, von Herz Jesu. Und wovon man träumt und spricht, soll man auch schreiben. Kogge ausgeschossen. Die Schießergebnisse— es wurde auf 150 Meter Entfernung geschossen— waren im allgemeinen aut. Den Wanderpreis errang Kamerad Besendorfer. Während des Schießens fand auf der Eckmannschen Wiese die Kinderbelustigung statt. klingendem Spiel am vergangenen Sonntag einen größem Eiser bereiligten sich die Kinder an all Ausflug zum Schießstand„Wilhelm Tell“, um das den Spielen und Wetrkämpfen, und jedem gelang es, Lönigsschießen für das am 28. Juli stattfindende einen Preis zu erringen. Zwischendurch exklangen die „—„„— mit Schneid vorgetragenen Märsche der Marinespielwurde zum erstenmal ein Wanderpreis, bestehend aus unterscheiden konnten, wieviel Personen sich aus dem einem genauen Modell einer alten humburgischen Rade befanden. Die übergroße Geschwindigkeit dürste heiten: „Die beiden Studenten, die zur Mensur standen. waren noch jüngere Semester und sochten ihre erste Schlaaermensur. Ungeschickterweise hatte der eine Geaner beim letzten bew. vorletzten Schlag gerade den Mund geöffnet, ein Fehler, den ein geübter Fechter nie machen würde. Der Fechter wird auch meist vor dem Antritt der Mensur angehalten, einen Gegenstand, und zwar meist ein Streichholz, zum Aufbeißen n den Mund zu nehmen. Diese Unterlassungssünde hat sich aber diesmal bitter gerächt, denn der erwähn* e S t u d e n t w u r d e v o n s e i n e m G e a n e r d i r e k t i n d e n Mund geschlagen. Die Klinge verfina sich in der Nundhöhle, beim Herausziehen hat unglücklicherweise die Spitze der Klinge die Halsschlagader getroffen, so daß sich der Student verbluten mußte.“ igsfünde oder nicht Ob Unterlass zeigt einmal wieder drastisch das Unwesen studentischen Mensur. Man höre endlich auf ihrer Gefahrlosigkeit zu reden. Es wird dieser der auf, von böchste Zeit, daß das deutsche Strafrecht Duell und Mensur so bestraft, daß diese von einer kleinen Minderheit gegen alles Rechtsempfinden propagierte und gepriesene Unsitte verschwindet. die Ursache des Unfalles sein. Briefkasten. Nr. 26. Sch. h. Sie müssen zunächst eine Eingabe an die zuständige Regierung richten. Von dort Schutzenfest auszutragen. Das sichere Auge, die ruhige##. M. seinem neuoau an be Hand, einst in der Jugend beim„Kommis“ erworben, leute Herne, Nr. 2hzuz. bsregttetiem###grge m g; Hotsterhausen wurde siegte auch hier. Herr Koch konnte, nachdem so mancher andere schon eine große Ringzahl sich erschossen, die Königswürde mit 34 Ringen erzielen. Vor der angetretenen Schützenkompagnie wurde der neue König als Vernard I. feierlich proklamiert, wobei der Kommandeur Mühlenberg besonders betonte, daß der Tödlicher Anfall. Am 15. 7. 1929, gegen 18.30 Uhr, stürzte der Dachdeckerlehrling Werner R., der am elterlichen Hause in der Bochumer Straße die Dachrinnen säubern wollte, etwa 12 m tief ab und war sofort tot. Fremdes Verschulden kommt nicht in Betracht. Eben das Geschäft eröffnet und schon bestohlen einem Neubau an der Bielefelder Straße im Stadtteil Christlicher Metallarbeiterverband. aus werden Sie Bescheid erhalten. Sie werden dann einen etwa 10tägigen Kursus absolvieren müssen. Vereinskolender. Gesellenverein die Ehre habe, den ersten König aus Herne meraden mit ihren Angehörigen im Lokale Eckmann, Hohterhausen wurde ein dort eben eröffnetes Geschäft wo die Siegerverkündigung sowie anschließend ein in der Nacht vom Samstag zum Sonntag bestohlen gemütliches Beisammensein stattfand. Der erstmalige Rauchwaren im Werte von über 500 Mark fielen den Erringer des Wanderpreises, Kam. Besendorfer, taufte jeden in die Hande hierbei das Schiff auf den Namen„Admiral Scheer“.] Das zu kleine Heimatmuseum. Es sind ihm in letz Die freiwillige Sanitätskolonne vom Roten Kreuz dem Schießstand„Wilhelm Tell“ zu erschießen. Unter den Klangen des Orchesters des Gesellenvereins gings dann zum Jugendheim, um in einigen gemütlichen Stunden den neuen König zu ehren. * An der Werbeversammlung des Vereins für das Deutschtum im Auslande. die am 20. Juli. abends 8 Uhr, im Strickmannschen Saale stattfindet, beschloß der engere Vorstand des Saarvereins. den Mitgliedern des Vereins zu empfehlen, daran teilzunehmen hält am Sonntag, dem 21. Juli, am Sanitätsdepot ihre Schlußprüfung ab. Das Nähere hierüber wird am Sonnabend im Vereinskalender noch bekannigegeben. * Saaverein Eine sehr gutbesuchte Monatsversammlung hielt der Saarverein Herne am Sonntag nachmittag im Vereinsheim Franziskaner ab. Sie wurde vom 1.Vorsitzenden. Landsmann Paulus, eröffnet und geleitet. Vor Enngang in die Tagesordnung sprach Landsmann Didier dem Verein den herzlichsten Dank aus für die Gluckwünsche, die der Vorstand ihm anläßlich eines 76jahrigen Geburtstages übermittelte. Nach der Zahlung der Beitrage konnten fünf neue Mitglieder auf genommen werden. Der Vorsitzende berichtete über den Ausflug nach dem Waldschlößchen RecklinghausenSüd. der trotz des ungüstigen Wetters einen schönen Verlauf nahm. Auch berichtete er über die stattgerundene Bundestagung in Münster, an der sich eine stattliche Zahl Mitglieder beteiligt hatte. Der Verein hatte auch zu der Arbeitstagung, die schon Samstags stattsand, seine Vertreter entsandt. Der Bericht ließ erkennen, daß die Tagung eine gewaltige und imposante war und im deutschen Vaterlande einen großen Widerhall gesunden hat. Er stellte aber auch dabei fest, daß das Ausland wiederum den starken Willen zur Rückkehr des Saarlandes zum deutschen Vaterlande ungebeugt findet. Die Versammlung beschloß, am 5. Oktober d. J. das 10jahrige Stiftungsfest zu begeben. Damit soll ebenfalls eine große Saarkundaebung verbunden sein. Zur weiteren Ausarbeitung des Programms wurde eine Kommission gewöblt. Ueber den Grenzlandsdeutschen Verband Herne gab der Vorsitzende ebenfalls Bericht und teilte dabei mit daß der Verband am 20. d. M. eine Sitzung hat Der Verein wählte seine Vertreter hier zu. Unter Punk: erschiedenes“ wurde mitgeteilt, daß der diesjährige sonde, zug nach Saarbrucken am 5. Oktoder fährt. Alles Nähere hierüber wird noch mitgeteill. uu Eine gemutliche Unterhaltung schlaß sich der Versamm Giannr#ch lung an * Der Marinevereia Sodingen zog am Sonntag unter klingendem Spiel der Marine spielleute ein diesjahrige* Unteroffizierverein Herne und Umgegend. Der Verein hatte seine Monatsversammlung am Sonntag nachmittag 3 Uhr im Vereinslokal Mumme. Nach Zahlung der Beitrage und Aufnahme von zwei neuen Mitgliedern gab der Schriftführer einen Bericht über den Familienausflug nach Volmarstein. Der Bericht ließ erkennen, daß der Ausflug allen Beteiligten gut gefallen hat. In diesem Jahre gedenkt man noch die Bergschule in Bochum zu besuchen und ein Militärkonzert abzuhalten. Der Vorsitzende, Kamerad D. Krüger, berichtete über die Verhandlungen betr. Anschluß an den Kreiskriegerverband in Herne. Die sich an die Versammlung anschließende Familien= feier war gut besucht. Eine Verlosung, deren Erlös für den Fahnenfonds bestimmt war, fand reichen Zuspruch. ter Zeit wieder soviel Altertümer zugeführt worden, daß das Museum allmählich überfullt ist. Neu sind für die aitwestfälische Wohnküche Zinn= und Messinggeschirre erworven worden. Gipsmodelle vom Mammut und vom Nashorn sind ausgestellt in den Fossilienschränken. In neuen Tischkästen sieht man die alte Sammlung neu bereichernde Mineralien und VersteiDie Mitglieder werden mit ihren Angehörigen zu dem am Sonnrag stattfindenden Ausflug hiermit nochmals ergebenst eingeladen. Treffpunkt 9 Uhr vormittags am Bahnhof Herne.(20925) Der Vorstand. K.K. V.-Jugendabteilung Herne. heute abend 8.15 Uhr. versammeln sich die Mitglieder zum Stenographielebungsabend in der Nähschule, Schultraße 37. Es wird dringend erwartet, daß sich die auf der Liste eingetragenen vollzählig und pünktlich einfinden Der Leiter. Jungmannen werden * Im Bürgerkrug, von der Heydtstraße, ist heute Tanzabend unter Mitwirkung der Ercentrik= Kapelle Fritzel. sonntag untr ag zum Schießstand„Wilhelm Tell", um dort Uebungsschietzen abzuhalten. Es Stadt Wanne=Eickel. Schwerer Motorradunfall. Gestern nacht gegen 3.50 Uhr befuhr ein mit 3 Personen besetztes Moiorrad die Präsidentstraße in Bochum in ostwestlicher Richtung. Dort, wo die Präsidentstraße die Gleisanlagen der Reichsbahn und des westlichen Teiles des Sammelbahnhofs der Präsident 1/4 in einem Winkel von fast 90 Grad über: quert, verlor der Führer des Rades die Gewalt über das Rad. fuhr geradeaus, überrannte einen Preilstein am Straßenrande, eine Eisenbahnschwelle, die zur Abgrenzung der Straße von der Bahnböschung dort in den Boden gerammt war und stürzte, nachdem das Rad noch einige Meter weiter gefahren war. die Bahnböschung hinunter. Der Führer des Motorrades, der Arbeiter A. F. aus Wanne=Eickel, ist infolge Schädelbruchs kurz nach dem Unfalle gestorben. Die Mitfahrer, die Gebrüder J. und A. F., beide evenfalls in wohnhaft, kamen mit einem rechten Schulterbruch und einer Quetschung der linken Hifte davon. Sie wurden in das Bochumer Elisabeth=Krankenhaus eingeliefert. Nach Angaben der Zeugen, die das Motorrad aus einer Entfernung von ca. 100 m herankommen sahen, fuhr es so schnell, daß sie nicht Hukirol-Verkautssielle: Virteris-Groserie Bahrbetstr 62e G □ Heute Jetzter Tag! Geld-Lotierie Kothenburg. 8817 Gewinne und 1 Pr#mie im Gesamtbetrage von 150000 75000 50000 25000 10000 Ru Hochstgewinn Rm I. Hauptgewinn Rm 1 Pramie R Kulice Pochung Kukire).Pdaster mit dem Carantsostel 75 Pig. Kuhlrol Mift sicher! Sie erhallen Kuntencta Ihr Getd zutiich! Hauptgeninn Rm Die Prame von 25000 Rm tallt suf den zulet# gerogenen Gewinn von 100 Rm und derüber Lose 3.00 Rm. 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Obwohl die Sommer soison bei weitem noch nicht ihren Höhepunkt erreicht hat. sind schon 13 neue Rekorde aufgestellt worden, als letzter der im Frauen=Weitsprung, den Frl. Bauschulte(Osnabrück) bei den Meisterschaften des Un terweser=Ems=Kreises in Meppen mit 5,51 m erzielte Die neuen Höchstleistungen. die in diesem Jahre aufgestellt wurden, sind 400 m: Danz(Kassel) 49,5 Sek 800 m: Danz(Kassel) 1:56,3 Min 10 000 m: Krake(Apolda) 32:50 Min. 10 mal 100 mSStaffel: Turngemeinde in Berlin :51.8 Min. Olympische Staffel: Karlshorster TV. 3:39,4 Min. Kugelstoßen: Lingnau(Dortmund) 15,42,5 m Steinstoßen beidarmig: Welzel(Tschernitz) 18,92 Neter Kugelschocken bestarmig: Linanau(Dortmund) 44.14 m Kugelschocken be darmia: Lingnau(Dortmund) 10.64 m Speerwurs: Macke(Bockenem) 64.50 m Frauendiskuswurf: Biesenthal(Berlin) 35,89 Reter Herner Rasensportverband. Der Rasensport=Lehrgang hat begonnen. Heute erster Lehrabend der Senioren Am Montag hat der Lehrkursus im Stadion begonnen, konnte man im allgemeinen mit dem Besuch der Jugendlichen der angeschlossenen Vereine zufrieden sein, so ist aber für die drei noch zur Verfugung stehenden Lehrabende, im Interesse der Vereine die restlose Beteiligung aller Gemeldeten zu wünschen. Der spatere Erfolg innerhalb der Vereine wird bestimmt nicht ausbleiben. Darum ergeht an die Vereine nochmals der Ruf, schickt eure Gemeldeten regelmäßig zu den Lehrstunden und sorgt dafür, daß auch pro zwei Spieler ein Ball zur Stelle ist. Allen Uebrigen möchten wir noch empfehlen, geht zu den Lehr Außerdem ist für Fuß= und Handvaller je eine besondere Klasse in der Ausschreibung Klasse A über 400, 800, 1500 und 5000 Meter vorgesehen. Es wird hier mit den Leichtathleten gestartet, aber für Fußund Handballer getrennt gewertet. Als Preise winken den Siegern Eichenkranze und besondere Ehrenpreise. Da für die einzelnen Konkurrenzen noch nicht Ehrenpreise genugend vorhanden sind, so ergeht an die Sportfreunde die Bitte um Stiftung von Ehrenpreisen in Gestalt von nützlichen Bedarfsartikeln, möglichst für den Sportgebrauch. Interessant wird das Fußballzielstoßen werden. Hier wird der Preis vom Rumbachtal und der Walkmuchlenausgleich besonderes Interesse, da diese eine so stattliche Zahl von Bewerbern vereinigen, daß in dem einen oder anderen Falle eine Teilung nicht ausgeschlossen ist. Der wohlverdiente Erfolg fur den Verein ist dannt auch für den Mittwoch gesichert Wie am Sonntag, wird auch am Mittwoch die verstarkte Kurkapelle die Sportgemeinde und die Belucher des Solbades Rasselberg zu angenehmster Abendunterhaltung vereinigen, wozu die Inhaber von 1. Tribünenkarten wiederum freien Zutritt haben. Die zentral gelegene Rennbahn ist von den Bahnhöfen Duisbura(Linie 2), Mulheim und Essen(Linie 18), Oberhausen, Hamborn und Sterkrade(Linie 19) leicht zu erreichen. Die Rennen beginnen wie stets um 3 Uhr I„ Kr. 53 55 0—sessanl wild dus Fußbäuzleifloßen werben. Iier wilb stunden hinaus, seht euch die Uebungen an, ihr könnt der Windstarke entsprechend ein Kegel in 20 bis 30 selbst wenn ihr der Meinung sein Meter Entfernung aufgestellt. Wird der Kegel mit dem Ball direkt aus der Luft, also vom Abstoß ohne Berühren des Erdbodens getroffen, so bekommt der solltet, schon alles zu können Recht erfreulich ist das Meldeergebnis für die Veranstaltung am Sonntag, dem 21. 7. Da aber noch ständig Anfragen an den Vorstand ergehen, so hat sich der Vorstand entschlossen, den Meldeschluß für Samstag, den 20., festzusetzen. Alle bis zur Kampfrichtersitzung am Samstag, dem 20., abends 8,30 Uhr, im Hotel Sassenhoff vorliegenden Meldungen werden noch berücksichtigt. Gleichzeitig werden die Vereine zu dieser Sitzung eingeladen und gebeten, ihre sämtlichen zur Verfügung stehenden Herren Kampfrichter zu melden. Ebenfalls ist die Gestellung der vorhandenen Frauenspeerwurf: Schumann(Essen) 38,09 m. Stoppuhren und Bandmaße sehr erwünscht. NachFrauenweitsprung: Bauschulte(Osnabrück) 5.51 m. Westfälische Turnspielmeisterschaften. Faustball um die Gaugruppenmeisterschaft. Tgmde. Dortmund— TV. Recklinghausen 39•23 Tamde. Dortmund— TV. Bochum 48 51:33 TV. Recklinghausen—. TV. Bochum 48 42:20 TV. Dorstfeld— TV. Munster 62 39:51 TV. Dorstfeld— Tamde. Bochum 22•34 TV. Munster 62— Tginde. Bochum 32 48 Schlagball um die Gaugruppenmeisterschaft „Jahn"=Annen— Ehrenfeld=Rechen 17•7. Schwimmeisterschaften in Nordwest=, Nord- u. Süddeutschland. Hilde Schrader wieder vor Lotte Mühe. Nordwestdeutsche Schwimmeislerschaften. Im Bielefelder Waldpark=Bad wurden am Samstag und Sonntag die nordwestdeutschen Schwimmmeisterschaften ausgetragen. Der Besuch an beiden die Kämpfe um die norddeutschen Schwimmeisterscha Tagen war recht schwach. Die Leistungen bewegten sich ten abgewickelt. Die Favoriten siegten auf der ganzen im gemessenen Rahmen. Hilde Schrader konnte erneut! Linie und in allen Wettbewerben gab es keine über Lotte Muhe uner 200 Meter Brust schlagen.— Die ragenden Leistungen. wichtigsten Ergebnisse: Samstag: Kunstspringen. Damen: Frl. Middeldorf(Hannover); Herrenrückenschwimmen 100 m: 1. Schumburgk(Hellas Magdeburg) 1:15.4.— Herrenbrustschwimmen 100 m: 1 Deix(Hannooer); Wasserball: Wasserfreunde Hannover—Neptun Paderborn 9:2.— Sonntaa: 200 m stehend noch einmal die Ausschreibung: Klasse A: Leichtathleten: 100-, 400=, 800=, 1500. und 5000 Meter=Laufen, Kugelstoßen, Diskus, Weitsprung, 5malRunde und 3mal 1000-Meter=Staffel. lusse B: Fußballer über 18 Jahre: 100 Meter, Kugelstoßen, Diskus, Weitsprung, Fußballziel und Weitstoß, Mannschaftstauziehen(11 Mann) und 11mal ½=Runden=Staffel Klasse C: Handballer über 18 Jahre: wie Klasse B. statt Fußball Handballweit= und Zielwurf. Klasse D: Jugend=Fuß= und Handballer, 14—18 Jahre: 100=, 400., 1500=Meter=Laufen, Kugelstoßen, Weitsprung, Fußballziel= und Weitstoß, Handballzielund Weitwurf, 11mal ½=Runden=Staffel und Mannschaftstauziehen(11 Mann). Klasse E: Schüler unter 14 Jahren: Vierkampf, bestehend aus 100 Meter. Weitsprung und Kugelstoßen(7 Pfd.), Schlagballweitwurf, 11mal ½=Runden=Staffel und Mannschaftstauziehen. Schütze eine 12 gutgeschrieben. Hier muß jeder dreimal„Schießen". Um den Kegel werden Ringe gezogen und abwärts weiter gerechnet, genau wie beim Schießen. Sieger ist, wer mit 3 Schuß die meisten Ringe erzielt. Also„Gut Schuß!“ Genau so ist es bei dem Handballzielwurf. Auch beim Fußballweitstoß muß jeder dreimal treten. Hier wird der weiteste Stoß allein gewertet. Der Rasensportverband ist nun bemüht, daß Fest so volkstümlich wie nur eben möglich zu gestalten und richtet daher an alle Beteiligten die Bitte, nach Kräften mitzuhelfen, stellt euch in den Dienst der Sache, die Mannschaften werden es euch lohnen Da die Umkleideräume auf dem Sportplatz zu klein sind für alle, so ist für die Klassen A. B und C als Umkleideraum die Wirtschaft Kreimendahl, Hafenstr., wo auch nachher die Siegerverkündigung stattfindet, vorgesehen. Als Gebühr für die Garderobe werden von einer vom Wirt zu stellenden Person 0.20 M. erhoben. Dieses sind die einzigsten Unkosten der Teilnehmer. Klassen D und C. Jugend und Schüler kleiden sich auf dem Sportplatz um(Umkleideräume) und entrichten hier keinerlei Gebühren Dann wird nochmals darauf hingewiesen, daß Fußballer nur in ihrer Sportkleidung, ebenso die Handballer, zugelassen werden. Der Rennschuh ist an diesem Tage nur für den Leichtathleten da. Meldungen können außer bei Herrn Hans Fischer, Altenhöfener Straße 159, auch beim Kassierer, Herrn Heinrich Wecker(Schuh= und Sporthaus), Bahnhofstraße, abgegeben werden. Ergebnisse: 100 m Freistil: 1. Fischer(Wesermunde) 1,06,8, 2. Rehberg(Bremen) 1:09.— 100 m Rücken: 1. Kohn(Hamburg) 1:19,1, 2. Sieperts(Hamburg) 1:19,8.— 200 m Brust: 1. Sieperts(Hamburg) 2:56,9, 2. Haferkorn(Eimsbüttel) 3:06,6.— Kunstspringen: 1. Lenderoth(Bremen) Platzziffer 6 118,54 Punkte, Damenbrustschwimmen: 1. Hilde Schrader(Hildes= 2. Muller(Eimsbüttel) Pl. 11, 106,16 P.— 4 mal 100 seim 3:13,3; 2. Lotte Muhe 3:22,1. Damen-Rückenchwimmen 100 m: 1. Barth(Hildesheim) 1:36,1.— Herren-Freistilschwimmen 100 m: 1. Ahrendt(Hellas m Freistilstaffel: 1. Stern Hamburg 4:59,2, 2. Bremer 3 mal 100 m Lagenstaffel: 1. Stern Hambura 4·00.2. 2. Bremer SP 4:05.— Kunstspringen 1 04,1; 200 m: 1. Gebert(Hellas) 2:27,4.— 3 mal 100 für Damen: 1. Frl. Sönchen(Bremen) Pl. 5,5, 77,21 Punkte, 2. Eggers(Hamburg) Pl. 11, 68.34 Punkte Wasservall(Kreismeisterschaft): Bremer Sportfreunde gegen Bremer Schwimmverein 2:1 Weser-Stromschwimmen der westfälischen Turner. Das Stromschwimmen des Turnkreises WestfalenLippe in der Weser zwischen der Porta Westfalica und Minden nahm bei herrlichem Wetter den besten Verlauf. Tausende von Zuschauern umsäumten die Ufer, als die 800 Teilnehmer, Turner, Turnerinnen und Jugendliche, begleitet von Paddelbooten, Motorbooten und kleinen Dampfern, die vorgeschriebene Strecke zurücklegten, die für die Turner 4000, die Turnerinnen 3000, die Jugend 2000 Meter betrug. Die Bochumer Teilnehmer Schmellenkamp, Wiegand, Böke, Frl. Grohser(TV. 48), Platzek, Frl. H. Michaelsen, Frl. E. Michaelsen, Frl. Lingk,(Ehrenfeld=Rechen), Wiemann („Eintracht"=Bochum) konnten sämtlich das Fahrtenschwimmen durchhalten. Sieger wurde bei den Turnern Buschhaus(Iserlohn) in 23:03 Min. vor Kuhlmann(Dortmund) n Damen-Brustschwimmen: 1. Hildesye#n 99— 02,8; 00 m Herren-Brustschwimmen: 1. Heins(Hellas) 5.02— 100 m Damen-Freistil: 1. Frl. Heine(Stern Magdeburg) 1:28,2. Wasserball: Wasserfreunde Hanaover—Hannover SB. 6•0 Süddeutsche Schwimmeisterschaften in Ulm die Wettkämpfe des Samstags. Die Suddeutschen Schwimmeisterschaften nahmen im Samstag mn dem herrlich gelegenen Ulmer Schwimmstadion ihren Anfang. Trotz Gewitterregen datten sich ca. 500 Zuschauer eingefunden, die teilweise ehr scharfe und spannende Kämpfe zu sehen bekamen. Die Staffelmeisterschaft über 4mal 200 Meter Brust konnte der SV. Göppingen 04 nur unter sich ausmahen, da kein dritter Verein in Wettbewerb trat. Die 200 m H. ü. H. Meisterschaft konnte Balk=Göppingen In der annehmbaren Zeit von 2:29,6 an sich bringen. Die 200 m Brust waren eine sichere Beute des Göppinger Rusch. Die Meisterschaft uver 100 m Damen jewann Frl. Siemann=Munchen überlegen vor Schefel-Wiesbaden mit 1:24 Ergebnisse: Süddeutsche Meisterschaft: 4mal200=Meter=Staffel: 1. SV. Göppingen 04 in Mannschaft 12:30 3/10. 200 m H. u. H. 1. Balk=Göppingen 2:29,6, 2. Buddecker=Frankfurt a. M. 2.42.6. 200 m Brust V. o. W. 1. Hofstätter=Ansbach 3:10,1 2. BeckerWorms 3:16,6. 100 m. Rücken, für Damen 1. LohrerCannstadt 1:41,8, 2. Haas=München 1:45,7. Junioren 200 m, Brust: 1. Rusch=Göppingen 3:07, 2. Martin= Mainz 3:11.2. 100 m, H. ü. H., Damen: 1. SiemannMünchen 1:24, 2. Scheffel=Wiesbaden 1:28,8, 3 HauffBöppingen 1:29. Junioren, Rücken, 100 m: 1. BalkGoppingen 1:24,8, 2. Kreher=Wasserfr. Heilbronn 1:25 lmal 100 m=Staffel, V. o. W.: 1. SV. Hessen=Worms 5.00,1, 2. SC. Bregenz 5:20.1, 3. Poseidon=Aschaffenburg 6:27. Sonntagskämpfe. Die suddeutschen Schwimmeiterschaften wurde am Sonntag bei herrlichem Wettern„ und großer Beteiligung der Zuschauer fortgesetzt man drei der stärksten Spieler vermissen, und zwar Ein gute Zeit schwamm der Goppinger Schwarz über neben Peter und Budd auch Temme, dem das Kanal200 Meter Brust in 2:54,7. lschwimmen wichtiger ist. Ergebnisse des Sonntags: 3mal=100. m=Lagen=]— taffel f. Damen: 1. DSV. München 4:52; 4mal=200=] Gadsnert m=Bruststaffel: 1. Mainzer SV. 13, 14.3: 400 m H.al, Smmmme. Rursvorl. u. H.; 1. Neitzel=Goppingen 5:27,1; Senior-Brust 200 Das Dortmunder Sechstagerennen schon im Januar. n: 1. Koppen 3.00,4; 100 m Freistil: 1. Bergel=Bre= Der PDR. tagle.... 6 Sechslagerennen wurden gezenz 1:11.2; Senior=Rücken 100) m: 1. Vatrin=Mainz nehmigt. 61 Winterbahn-Termine. Am 29. Nov. 1:21,3: 3 mal 100 m=Freistilstaffel: 1. SV. Goppingen Breslau 11. Dortmund 9, Stuttgart 7, Frankfurt a. M. 4 und Münster 3. Folgende Teimine der Sechstagerennen wurden festgelegt: 31. 10 bis 6. 11. Berliner Sportpalast; 1. 11. bis 7. 11. Stuttgarter Stadthalle: 29. 11. bis 5. 12. Kölner Rheinlandhalle; 10. 1 bis 16. 1. Dortmunder Westfalenhalle 31. 1. bis 5. 2. Frankfurter Sportpalast: 5. 3. bis 11. 3. Breslauer Jahrhunderthalle Deutsche Ehrengabe für die Schweiz. Von Hindenburg stiftet einen Ehrenpreis für das Bundesschwimmen. Reichspräsident von Hindenburg hat durch den deutschen Gesandten Dr. Muller dem schweizerischen Bundespräsidenten Dr. Haab einen Ehrenpreis für das eidgenössische Bundesschwimmfest überreichen las Die letzten Ergebnisse der deutschen Sochschulmeisterschaften. Die neuen Meister in den Ballspielen. Jaustball— Studenten. Deutscher Hochschulmeister 1929 U. Hamburg. (5 Spiele, 10 Punkte) Jaustball— Studentinnen Deutscher Hochschulmeister 1929 U. Heidelberg (2 Spiele, 4 Punkte). Hockey. Deutscher Hochschulmeister 1929 Endspiel: U. Bonn— U. U. Berlin 5:4(nach Verlängerung), Halbzeit 2:1, regulärer Spielschluß 3: Handball. Deutscher Hochschulmeister 1929 Endspiel: U. Berlin— T. H. Hannover 8:5(6:1). Fußball Deutscher Hochschulmeister 1929 T. H. Munchen Endspiel: T. H. München— Hamburg 8:1(3•0. Schlagball Deutscher Hochschulmeister 1929 U. Königsberg Endspiel: U. Königsberg— T. H. Dresden 38:26. Die neuen Meister des Nagelschuhes in Oesterreich. Oesterreichische Leichtathletikmeisterschaften. Die österreichischen leichtathletischen Meisterschaften nahmen am Sonnabend in Wien ihren Anfang. Neue Rekorde wurden nicht enzielt, wohl aber manche recht gute Leistung. Ergebnisse: Hochsprung: Umjahrer (Graz) 1.80 m: 100 m Damen: Schurinek(Wien) 12,9: Fußball Noch keine Entscheidung im Rhein-Bezirk. Ergebnislose Ermittlungsrunde. K BC. schlägt Blau=Weiß 4:1.— Was nun? Was man vor dem letzten Spiel der Ermitttungsrunde im Rheinbezirk als sicher angenommen hatte, wurde zur Tatsache. Auch der Kölner BC. holte sich zwei Punkte: Damit stehen Kölner BC., Blau=Weiß Köln und Bonner FV. gleich. Der Tanz um den 5. und 6. Platz der Gruppe 1 könnte also von neuem beginnen. Aber man wird wohl zunächst einmal die Wahlversammlung des WSV., die über diese Frage sicher eine grundlegende Entscheidung treifen muß, abwarten. Es gibt ja auch ennen Parallelfall im Niederrhein=Bezirk, wo der Bezirkstag den Antrag befürwortete, daß Vereine mit Punktegleichheit in die höhere Klasse ausgenommen werden. Sandball=Abendspiel. Auswahlspiel des Stadtverbandes für Leibesübungen Am heutigen Abend um 7.30 Uhr steigt auf dem Germania=Sportplatz das schon vor längerer Zeit erwähnte, Handballspiel zweier Mannschaften des Stadtverbandes zur Ermittlung einer Mannschaft die am 27. Juli gegen die Mannschaft des Rasensport=Verbandes spielt. Die Mannschaften sind zusammengestellt aus Spielern der DT., der DIK., des EichenkreuzVerbandes und Schwimmern des Sch.=V. Neptun. Die Aufstellungen brachten wir schon vor längerer Zeit. In der Mannschaft Lila=weiß spielt an Stelle des Torwarts Müller, T. C. Herne, der Torwart vom Eichenkreuz=Baukau. Die Spieler haben um 7 Uhr bei Krollmann, Restaurant„Hindenburg", zu sein, da bei Unpünktlichkeit sofort die Ersatzleute eintreten. sen, mit der Bitte, die Ehrengabe an den Festausschuß Kugelstoßen bestarmig: Griesmeier(Wien) 12.625 m: wetterzuleiten. Es handelt sich bei diesem Ehrenpreis Kugelsloßen beidarmig: Janausch(Wien) 23,18 m um eine aus der Preußischen Porzellanmanufaktur 5000 m: Franke(Wien) 16,04: 800 m: Bledy(Wien Porzellanmanufaktur herrührende ausgezeichnete Nachbildung der Reiterstatue„Die Amazone“ von Prof. Louis Toussillon. Englands Wasserballmannschaft geschwächt In Englands Wasservallteam, das im August am internationalen Turnier in Budapest teilnimmt, wird Wien) 1:59,8: Weitsprung Damen: Wagner(Wien) 5.17 m; Diskuswersen bestarmia: Janausch(Wien) 41.38 m; Diskuswerfen beidarmig: Janausch(Wien) 73.46 m: 80 m Hürden(Damen): Singer(Wien) 13.3. Weitsprung(Männer): Wessely(Wien) 6.50 m: Speermersen(Damen): Fleckinger(Wien) 30.805 m: 800 m (Damen): Laar(Wien) 2:39,8; 400 m Hurden: Deschke (Reichsbund) 59. 200 m: Weißler(Wien) 23.1 Die internationalen Studentenkampfe in Deutschland. Internationale Studentenkämpfe 1930. Der Wettkampf=Ausschuß des deutschen StudentenSportes verfügte, daß die Internationalen Wettkämpfe der Studenten 1930 in der Leichtathletik, im Schwimmen, im Fußball, im Fechten und Tennis in den Tagen vom 1. bis 10. August 1930 in Darmstadt durchgeführt werden Italiens Leichtathleten siegen im Dreiländerkampf. Iialien schlägt Frankreich und die Schweiz. Am Sonntag wurde in Bologna ein leichtathlee tischer Städtekampf zwischen Italien, Frankreich und der Schweiz ausgetragen. Italien und Frankreich waren die stärksten Bewerber und der Ausgang der Veranstaltung war noch bis kurz vor Schluß sehr ungewiß. Schließlich wurde Italien mit 127 P. vor Frankreich mit 122 und der Schweiz mit 61 P. knanper Sieger. Finnland im Speerwurf allen Ländern veran Finnische Athletik=Leistungen Neun Speerwurs=Leistungen über 60 Meter. In letzter Zeit häufen sich die Meldungen aus Finnland, die von guten Leistungen der dortigen Speerwerfer zu melden wissen. So verfügt die finnische Leichtathletik heute über neun Werfer, die Würfe von mehr als 60 m herausgebracht haben. Es sind: Penttilä (64.8), Tatkinen(62,86), Pelonen(62.70), Liettu (61,99), Rainikka(61.45), Finelli(61,27), Bauer (60,98), Järvinen(60,93) und Alarota(60,27). Literarisches. Annthrinken. Von M. Kreuser, Verlag Laumann, TMmen. Der Verfasser erwirbt sich wer ein großes Verdienst: er bringt in erzählender Form der Jugend die liebe Katbarina Emmerich nahe. Ja, so wird die große Ordensfrau immer mehr Verehrer finden, die tür nachfolgen in Heilandsliede Agnes, die kleine Braut dee hl. Sakramentes. Von L. Dörenbera. Verlag Laumann Dulmen.— Eine Erzählung für die Jiwend besonders für Kommunionkinder. Sie steht über dem Durchschnitt ähnlicher Jugendbücher durch hren so wertvollen und seinen und doch so kindverständlichen Inhalt Deo Bergknappen Marienminne. Von L. Kessina Verlag Laumann=Dulmen. Marzengedichte eines Beramannes 1:30,2; Senior=Freistil. 200 m: Buddecke=Frankfurt 2:39,4 3mal 200 m, Bruststaffel f. Damen: 1. DSV. München 10:48,7; 100 m, Senior. Freistil: 1. BalkGöppingen 1:06.1: 200=m=Brustschw.: 1. Schwarz= Göppingen 2:57.7: 100 m. Seite: 1. SchmidtsepplMunchen 1:15.2; 200 m, Damen, Brust: 1. Scheelhaar-Darmstadt Die Javoriten bei den norddeutschen Schwimm. „meisterschaften siegreich. Vom Kreis Norddeutschland im deutschen Schwimmverband wurden am Sonntag im Bremer Weserstadion In Koln Die wichtigste Nummer der vom Verein Deutscher Radrennbahnen anläßlich seiner Sommertagung Pudlikums gemacht hatte. Nicht minder interessante abgewickelten Programms bildete die Festlegung des Entscheidungen und Rennen stehen am Mittwoch beRennen im Solbad Rasselberg. Nach dem wohlgelungenen Auftakt beschließt der Mulheim=Duisburger Rennverein heute sein Juli= Meeting. Trotz der großen sportlichen Ereignisse, Nürburgrennen und Verbandsregatta in Ruhrort, wies die Bahn am Solbad Rafselberg einen ausgezeichneten Besuch auf. ein Zeichen der Anerkennung für die Muhen, die sich der Veranstalter zur Befriedigung des Terminkalenders für die Winterveranstaltungen Man genehmigte 61 Termine, darunter sechs Sechstagerennen und zwar in Berlin(Sportpalast), Köln (Rheintandhalle), Breslau(Jahrhunderthalle), Dortmund(Westsalenhalle) und Frankfurt(Sportpalast). Wenn die Leipziger Pächter sich einig sind, ob sie ein Sechtagerennen veranstalten wollen, kann noch ein Rennen dazu kommen. Von den allgemeinen Winterbahnterminen entfallen auf Berlin 11. Kölv 11. vor, ein Trost für die, die Sonntag den auf großer Höhe stehenden####rtlichen und gesellschaftlichen Ereignissen serngeblieden sind. Die bedeutendste Prüfung ist der Preis der Ruhr, in dem sich die Gegner aus dem Preis vom Kurhaus am Sonntag wiederum begegnen, zu denen sich Linz aus Hannover und Silberfasan aus Berlin gesellen werden. Neben einem 2 jährigen Rennen mit qualitätvoller Besetzung verdieuen das Papepbusch=Hurdeurennen. voll zarter Innigkeit, alutender Hingabe an dichterischen Wertes. Das in Se#ele, was in seat. Es ist der feinsten Gedichtbüchlein eineeinen weiten Weg zu machen Santa Rogelia. Von Malde##a.# Einliedeln.— Die Uebersetzung aus dem ser Roman wohl verdient. Er er##### moder klinat alles so wie aus weiter Vergangenhei Probiem, das keine Losung sand, eindet hier und Gottsuchen Ein Werk für reite Lese: Neuer Ratselschad. Von W. Busch V N.=Gladbach.— Ein wirklicher Reichtum an Verstandesüdungen und Rätsel in dieses Buch wertvolle Unterhaltung und vertreidt zeitverg# lei. En Familien=Freudenduchlein Meine Wallfahrt nach Konnersteuth Bader'sche Verlagshandlung. Rottendurg a. Buchlein gehön zum Schönsten, das ich über gelesen. Der erzahlende Ton mocht es als V radezu bochwertig. d. reichen Gedichten verdient, Benzigeru hat dieit und es as Faustu Reue Kuhlen, kaufoaben as #r Stärk. — ichlein ge * Kur Auterhaltung Einem Geheimnis des Tebens auf der Spur! Die Entdeckung der Wachstumsstrahlen und ihre willkurliche Erzeugung. Wir dringen, Schritt für Schritt, doch„ins Innere der Natur“! Der russische Forscher Gurwitsch und seine Mitarbeiter haben nachgewiesen, daß die Spitzen tunger Zwiebelwurzeln und die sogenannte Sohle der gewöhnlichen Küchenzwiebel seltsame Strahlen aussenden, die beim Auftreffen auf teilungs= d. h. wachstumsfähige Zellen einer zweiten Zwiebelwurzel dort eine vermehrte Zellteilung, also ein gesteigertes Wachstum bervorrufen: ein lebender Strablensender erzeugt in dem bestrahlten Organismus vermehrtes Zellwachstum— das ist die Grundtatsache, deren Entdeckung dem Russen Gurwitsch zu danken ist. Dr. med. Reiter und Dr. Ing. Gabor vom Borschungslaboratorium des Siemenskonzerns, einer Stätte, die schon die Entwicklung mancher weitgespannten und folgenreichen wissenschaftlichen Arbeit gesehen hat. haben die Angaben Gurwitschs nachgeprüft, haben weiter und tiefer geschürft und sind dabei zu überraschenden Ergebnissen gekommen, deren praktische Bedeutung heute. im Anfangsstadium unserer Kenntnisse von jenen geheimnisvollen Lebensvorgängen, noch gar nicht abzuschätzen ist. Nach der jüngst erschienenen Veröffentlichung der beiden Forscher“) und dem Echo, das ne zum Beispiel in Heft 21 der Naturwissenschaften 1929 gefunden hat, ergibt sich aus der großen Reihe mit feinsten Methoden angestellter Versuche und ihrer Deutung folgendes Bild über die Natur der Wachstumsstrahlen. Biologische Strahlenquellen. d. h. lebende Strahlensender, wurden gefunden in den Zwiebelwurzelsitzen, dem Zwiebelsohlenbrei, dem Brei von Kaul= quapvenköpfen und, was von außerordentlich weittragender Bedeutung ist, in den Zellen bösartiger Geschwulste, wie z. B. Krebs. Vielleicht ist gerade hierin auch die Erklärung zu suchen für das anormale Wachstum der Krebszellen. Interessant war die Feststellung, daß die Zellen erwachsener Frösche oder gutartiger Geschwulste unwirksam sind. Zweifellos hängt diese Strahlenaussendung mit Lebensvorgängen zusammen; denn narkotisierte man einen solchen biologischen Strablensender, z. B. mit Chloralbydrat, einem schweren Schlafmittel, so hörte seine Strahlenaussendung auf. Die Wachstumsstrahlen breiten sich gradlinig aus, werden von Glas= und Queckilberflächen zurückgeworfen und wahrscheinlich auch gebeugt. genau wie die Strahlen des sichtbaren Lichts. Eine weitere Klarheit über die Natur dieser Strablen erhielt man dadurch, daß man sie durch geeignete Filter schickte, die je nach ihrer Färbung nur Strahlen einer bestimmten Wellenlänge durchlassen. Auf diese Weise sanden Reiter und Gabor, daß es sich um ultraviolette Strahlen handelt, deren Wellenlänge rund 340millionstel Millimeter(340 m u) und deren Schwingungszahl rund 880 Billionen in der Sekunde beträgt. Wenn dieses Ergebnis der Experimente richtig war. dann mußten auch phosikalisch erzeugte ultraviolette Stradlen der gleichen Wellenlange denelben Einfluß auf das Wachstum der lebenden Zelle ausüben wie die von den Zwiebelwurzelspitzen und den anderen lebenden Sendern ausgegangenen„biologischen“ Strahlen. Die von Reiter und Gabor in dieser Richtung angestellten Versuche führten zu dem eindeutigen Nachweis, daß tatsächlich im Laboratorium willkürlich erzeugte Ultra=Strahlen von 340 m u nichts anderes find als die beobachteten biologischen Wachstumsstrahlen. Jetzt ergab sich mit Notwendigkeit eine kritische Frage: warum fördert Sonnenlicht oder das Licht künstlicher Lichtquellen, in dem doch ultraviolette Strahlen jenes kritischen Wellenbereichs von rund 340 m u auch enthalten sind, nicht in gleichem Maß das Wachstum wie die rein erzeugten Ultra=Strablen von 340 m u allein? Eine geschickte Exverimentiertechnik brachte als Lösung dieses zunächst nicht leicht erklärbaren Rätsels das überraschende Ergebnis, daß es neben den Wachstumsstrahlen genau präzisierte wachstumshemmende Strahlen gibt. und so gelang es sogar, sie auf ihre Wellenlänge, nämlich 290 dis 320 m u, festzulegen. Man machte die Probe aufs Exempel, mischte diese wachstumshemmenden Strahlen den wachstumsfördernden bei und fand in jedem Falle die Wirkung der Wachstumsstrahlen aufgehoben; gleichgültig, ob sie von lebenden Zellen oder einem physikalischen Avvarat erzeugt waren, es fand in dem bestrahlten Zellsystem kein vermehrtes Zellwachstum statt. Damit waren aber nicht Auf der Suche nach Ophir Jorschungsreise ins innere unbekannte Brasilien Von Conrad Roch. In diesen Tagen wird sich eine amerikanische Exvedition unter Führung des bekannten Südamerikaforschers Tozzi Calvao nach Rio de Janeiro einschiffen, um nach Spuren der tausendjährigen Kultur zu fahnden, die ohne Zweisel im Innern Brasiliens existiert hat. Es ist nicht die erste Expedition, die sich mit diesem Ziel im auge nach dem brasilianischen Staate Matto Grosso begibt. Mit gleichen Absichten drang 1924 Oberst Fawcett im Auftrag der Londoner königlichen Geograpbischen Gesellschaft in das völlig unerforschte Urwaldgebiet zwischen den Flüssen Tavajoz und Lingu. Nebenflüssen des Amazonas, vor. Sein furchtbares Geschick, das auch der nach ihm ausgeschickten Hilfsexpedition unter Führung des Obersten George M. Dyott erwuchs, ist noch in aller Erinnerung. Die neue besonders gut ausgerüstete Unternehmung macht nun den dritten Versuch, das Dunkel, das über die Urgeschichte Brasiliens gebreitet liegt, zu lüften. Es handelt sich hier um das größte noch unbekannte Gebiet der Erde, die Polarzonen ausgenommen. Noch nie gelang es, Ruinen festzustellen, und nur Indianer brachten hie und da unsichere Gerüchte über das Vorhandensein solcher Bauten in die zivilisierten Gegenden. Daß irgend welche Kultur im Innern Brasiliens bestanden haben muß, ist anzunehmen, denn sonst wäre dieser riesige Landkompler die einzige Gegend der Erde ohne Reste früherer Geschichte. Die jetzt aufbrechenden Forscher stehen auf dem Standpunkt, daß sie auf phönizische Spuren stoßen werden, eine Theorie, die auf Schilderungen der Bibel fußt. Außerdem wird diese Annahme durch die geschichtliche Tatsache gestützt, die von dem Cartbager Hanno erzählt, der mit einer Flotte von 60 Schiffen mit 30000 Mann Afrika umsegelte, ein Beweis der Seetüchtigkeit und des Wagemuts der Phönizier, Eigenschaften, die auch ihren Besuch an amerikanischen Küsten in den Bereich der Möglichkeit rücken lassen. Im Buch der Könige wird des öfteren das Land Opbir erwähnt, aus welchem König Salomo auf Schiffen, die in den edomitischen Häfen ausgerüstet wurden und drei Jahre auf der Reise waren, Gold. Edelsteine und Sandelholz bezog. Die Lage des rätselhaften Landes machte durch die Jahrbunderte des Geograpben die Kövfe heiß. Wahrend es einige in Sofala an der Ostküste Afrikas wiederfinden, suchen es andere in Arabien oder in Indien. Eine dritte Grupve endlich verlegt es nach Haiti oder Peru. Columbus entdeckte am Hayna auf Haiti verlassene Goldminen, die vor Urzeiten bearbeitet worden sein mußten, und schloß daraus, hier auf die Gruben König Salomos gestoßen zu sein, die das Gold zum Bau des Tempels in Jerusalem geliefert haben mußten. Der deutsche Professor Hadelich versicht eine ähnliche These. Nach ihm berichten Rabbiner des Mittelalters von aus Brasilien stammendem Holz. Jahrhunderte vor der Fahrt des Columbus wußten Talmudisten von der Existenz eines Kontinents Amerika und kannten Peru unter dem Namen Ophir. Der deutsche Gelehrte steht mit dieser Aussage nicht allein da. Noch andere Forscher, unter ihnen Alexender von Humboldt, kamen wie er zu dem gleichen Schluß, daß nämlich Ophir in Amerika liegen muß. 1874 wurde in Parahyba in Brasilien ein Stein gefunden, dessen Schrift unzweiselhaft phönizischen Charakter hatte. In den Pampas del Sacramendo leben Indianer ausgesprochen jüdischen Typus, deren Sagen von einem Lande Ophira am Flusse Hualla erzählen, in das die Weißen vor Generationen eindrangen und ungeheure Mengen Gold wegschleppten. Diese ganzen Theorien sind natürlich nur vage Annahmen, deren Bestätigung noch abzuwarten in Die jetzt aufbrechende Expedition, an der sich auch die Gattin Calvaos beteiligt, gebt einem höchst ungewissen Schicksal entgegen. Noch keiner kehrte aus jenen Urwaldregionen, über die es keine Karte, keine Anhaltspunkte irgend welcher Art gibt, lebend zurück. Es ist gar nicht daran zu denken, daß den Forschern etwa von den Eingeborenen Hilfe gebracht wird. Die Indianer Südamerikas betrachten jeden Weißen, der sich der Forscherarbeit hingibt, als Narren und überlassen ihn seinem Schicksal. Das ist der günstigste Fall. Aber gerade am Lingu gibt es sehr kriegerische Stämme, die eine direkt feindliche Haltung einnehmen, die Eindringlinge in ihr Reich umzingeln und ihnen kaltblütig unter Anwendung furchtbarer Foltern den Garaus machen. Die Expedition begibt sich zunächst nach Rio de Janeiro und von dort mit der Eisenbahn nach Corumba am Paraguay(1500 Kilometer). In Corumba beginnt die Flußfahrt nach Cuyabá, der Hauptstadt des Staates Matto Grosso, die eigentlich der Ausgangspunkt des Unternehmens ist. Auf Mauleseln wird dann ein Weg gen Norgen eingeschlagen, und am Lingu hofft man Kanus zu finden, mit denen man bis zum Amazonas hinabjahren kann. Der Aufenthalt im Urwald ist auf acht Monate berechnet. Ein Radiotelegraphist und ein Kameramann begleiten die sechs Weißen, die sich in Cunabs erst die nötigen Träger anwerben wollen Man kann Zweifel darüber begen, ob es den Exveditionsteilnehmern gelingen wird, aller ihnen auflauernden Gefahren Herr zu werden. Doch so unbekann: und so grauenhaft diese Gefahren auch sein mogen, so lange die Landkarte von Brasilien den großen weißen Fleck aufweist und so lange man im Innern eine uralte verschüttete Kultur vermuten kann, wird es immer wieder Tatendurstige geben, die den letzten Schleier des jungfräulichen Landes zu lüften versuchen werden. *) Dr. med. Reiter und Dr. Ing. Gabor,„Zellteilung und Strahlung", Sonderheft der wissenschaftlichen Veroffentlichungen aus dem Siemenskonzern. nur die Wachstumsstrahlen, sondern auch ihre Antagonisten, ihre Gegenspieler, entdeckt und genau festgelegt. Eine Reihe weiterer Versuche im Forschungslaboratorium des Siemenskonzerns beschäftigte sich mit der Abbängigkeit der Zellvermehrung von der Intensität und Dauer der Strahlung. Dabei konnte festgestellt werden, daß die Stärke des eintretenden Effekts weitgebend unabhängig ist, von der eingestrahlten Energiemenge dagegen sehr abhängig von der Dauer der Bestrablung Bei anderen Versuchen gelang es, die Entwicklung von Molchembryonen mit Hilfe der wirksamen Strahlen außerordentlich zu beschleunigen, in einigen Fällen sogar, unbefruchtete Eier niederer Lebewesen zur Entwicklung zu bringen.(Partbenogenese.) Auch eine besonders empfindliche photographische Platte legt Zeugnis ab von der Existenz der mitogenetischen Vrablen, wie man die Wachstumsstrahlen genannt hat: sie wird im Strahlenbereich biologischer Sender, wie Zwiebelwurzelspitzen usw., geschwärzt. Die Beweiskette ist geschlossen: vom Leben ausgesandte Strahlen wurden zuerst mit lebenden Indikatoren(Anzeigeinstrumenten)— Zwiebelwurzel als Sender und Zwiebelwurzel als Empfänger— entdeckt. Mit raffinierten phosikalischen Methoden wurden diese Strablen seziert und so genau erkannt, daß man sie auch künstlich mit phosikalischen Apparaten darstellen konnte. An Stelle des lebenden Anzeigeinstrumentes trat die photograpbische Platte, und auch sie wies die Existenz der Strahlen nach. Diese ultravioletten Strahlen von 340 m u Wellenlänge und ihre Gegner von 290 m u— sie werden noch viel von sich reden machen. Wenn nicht alles trügt, stehen wir hier am Anfang von Erkenntnissen, die einen Pionierweg schlagen tief hinein in den geheimnisvollen Urwald der Lebensvorgänge, tief„ins Innere der Natur“. Hanns Derstroff. Zoologische Irrtümer Der„hupnotisierende“ Schlangenblick.— Die Wassersäule des Wales.— Der nicht auszurottende Spaltvilz. Von Hans=Joachim Buhlart Das Wort„Hogelstraußpolitik“, eine wohl jedem bekannte Redensart, verdankt seine Entstehung der früher allgemein herrschenden, heute längst als falsch erkannten Ansicht, der Strauß verberge auf der Flucht seinen Koof im Sande, in der Meinung, von seinen Verfolgern nicht mehr bemerkt zu werden, wenn er seinerseits sie nicht mehr sehe. Es ist dies allerdings sehr krasses, Beispiel für die zahlreichen falschen Vorstellungen auf zoologischem Gebiet, die auch heute noch in zahlreichen Kövfen herrschen. Dabin gehört auch die magische Wirkung des Schlan genblicks, durch den das Reotil seine Beute angeblich „boonotisiert“ und so wehrlos macht. Von einer derartigen hypnotisierenden Wirkung ist in Wirklichkeit keine Rede. Man darf nicht vergessen, daß kein lebendes Tier, mit alleiniger Ausnahme oder Afsen, in der Schlange einen Feind sieht. Viele Tiere nun, insbesondere Vögel, pflegen mit Aufmerksamkeit, um nicht zu sagen Neugier, alles ihnen irgendwie Auffallende zu betrachten. Bewegt sich dieses nun sehr ruhig und langsam, wie es bei der Schlange der Fall ist, so bleiben sie häufig im Anstarren versunken sitzen, bis es zu spät ist und das plötzlich vorschnellende Revtil sein Ovfer pack: Weit verbreitet ist auch die Auffassung von einer Wassersäule, die von Walen ausgestoßen werden soll. Auch hier liegt ein zoologischer Irrtum vor. denn das angeblich ausgeblasene Wasser ist nichts anderes als verbrauchte Luft. Die Atmungsorgane des Wales sind so geordnet, daß selbst bei geöffnetem Maule kein Wasser in sie eindringen könnte. welches das Tier später ausen müßte. Taucht der Wal nach langerem Aufenthalt unter Wasser auf. so atmer er alle verbrauchte Luft auf einmal aus. Die Ausstoßöffnung ist verhältnismäßig klein und so stellt sich die unter beträchtlichem Druck austretende Luft als eine fünf bis sechs Meter Der Vorgang ist der gleiche, wie wir ihn bei uns beobachten können, wenn bei kaltem Wetter unser Atem sichtbar wird; er beruht auf der Kondensierung des in der Atmungsluft befindlichen Wasserdampfes. In kalten Gegenden tritt die Erscheinung infolge des Ueberganges der Luft aus den warmen Lungen in die stark abgekühlte Atmosphäre besonders deutlich hervor. Die„Wassersäule" wird noch stärker, wenn der Wal beim Auftauchen schon früh. noch dicht unter der Wasseroberfläche, mit dem Ausaimen beginnt. wobei durch den Druck der ausgestoßenen Luft Teilchen der obersten Wasserschicht mit nach oben gerissen werden Kein Trovsen davon stammt aber aus dem Innern des Tieres Eine sehr beliebte Redefigur ist die von dem „Spaltvilz“, der, natürlich nur bildlich gesprochen, mit besonderer Vorliebe in politischen Parteien und ähnlichen Körverschaften auftritt und zu ihrer Svaltung und Auflösung führt. Nun gibt es in der Natur in der Tat Svaltvilze. eine besondere Art Bakterien. die jedoch nichts anderes spalten als.. sich selbst. Sie pflanzen sich durch Teilung fort und werden von der Wissenschaft daber als Schizomnzeten oder eben Svaltvilze bezeichnet. Auch zahlreiche Arten von Hefezellen(Saccharomyceten) kann man Spaltvilze nennen. Sie vermehren sich durch Knotenbildung und Abschnürung und rufen in zuckerhaltigen Flüssigkeiten einen chemischen Prozeß bervor. bei dem unter Absonderung von Kohlensäure Alkobol entsteht. Der volitische Spaltvilz ist ein deutliches Beisviel, wie ein völlig falsch verstandenes Bild gedankenlos in den Sprachgebrauch übernommen wird, aus dem er auch wohl nicht so leicht verschwindet. * Versteinerte Wälder der Urzeit Schon vor einem Jahrzehnt stieß der deutsche Gelehrte Dr. A. Windhausen, Beamter im geologischen Ami der Regierung von Buenos Aires. bei einer Forschungsreise im Gebiete von Santa Cruz auf verschiehm durch ihre Größe und Schonheit auffauensversteinerte Tannenzapsen. Auf nähere Erkundigung erfuhr er. daß sie von einem versteinertem Waldestammten, der sich im Innern Patagoniens befinden: ollte. Die Verhältnisse machten es dem Gelehrten. seiner Zeit unmöglich, den geheimnisvollen Wald aufe zusuchen. Kürzlich ist nun dem Amerikaner Dr. Riggvom Field=Museum seine nähere Erforschung gelungen. Auch er sab zunächst bei einem Kaufmann in einem vatagonischen Dorfe versteinerte Tannenzapfen und borte - ebenso wie Windhausen von dem steinernen Urwalde im Innern. Schließlich fand er auch einen Führer, der die genaue Lage kannte. In der Nabe des Cerro Cuadrado, etwa 25 Kilometer südwestlich des Vulkans Madre n Hija stieß Dr. Riggs auf eine riefige Menge sossiler Bäume, einige aufrecht stebend, die meisten jedog mit abgebrochenen Zweigen und zerbrochen im Boden liegend. Es war ein Araukarienwald aus der Vorzeit, der sich durch viele Zehntausende von Jahren an Ort und Stelle erhalten hatte. Er bildet genstück zu den versteinerten Bäumen des nordimerikanischen Cocad=Nationalvarks, ist aber weit ausgedehnter. Die Zavsen dieser alten Araukarie, die wenn sie poliert werden, ein leuchtend buntes, dem Jaspis des Ausschen haben, gleichen auf den ersten Blick einem Tannenzapsen. Die nähere Untersuchung zeigt aber eine doch erheblich abweichende Struktur, die ein Mittelding zwischen, den Zavsen der Tanne und Araukarie bildet und bisher auch bei fossilen Pflanzen noch nie beobachtet wurde. Die Botanik hat dadurch die Lösung einer alten Streitfrage gefunden. Durch die Zavsen aus dem versteinerten Walde in Patagonien wein man jetzt, daß es eine gemeinsame Zwischenstufe gegeben hat, aus der sich im Laufe der Zeit Tanne und Araukarie entwickelt haben. Neuartige Flugzeugkonstruktion Einen grundsätzlich neuen Gedanken hat der amerikanische Flugzeugkonstrukteur Burnelli jungst beim Bau eine- Flugzeuges angewandt, indem er den Rumpf als tragende Fläche ausbildete. Dies erreichte er dadurch, daß er ihn ungewöhnlich breit(3.65 Meter bei I1 Meter Länge) baute und ihm die Form eines Flugelschnittes gab. Die dadurch gewonnene Zusatz=Auftriedskraft wird auf 19.5 Kilogramm je Quadratmeter, für den ganzen Rumpf auf 785 Kilogramm errechnet. Die beiden Motore sind an den vorderen Ecken der Rumpffläche eingebaut. Auf— allerdings ganz anderem— Wege verjolgt schon seit längerer Zeit Junkers das Ziel, am Flugzeug nichttragende Teile auszuschalten, also zum„Nurflügelflugzeug“ zu gelangen Hinter Irrenhausmauern „Mussolini“ und„Kemal Pascha“ spielen Karten.— Der Mann, der China finanzieren will.— Die Mäusejägerin. — Der Hochtourist in der Großstadt.— Der galante Irre. Von Leo Barth. Schon das bloße Wort„Irrenanstalt“ flößt dem Laien Grauen ein. Gespensterhafte Bilder steigen vor ihm auf. Einzelzellen, tobende Kranke, Zwangsjacken, kalte Duschen, unmenschliche Warter. die mit Prügel die Bedauernswerten zur Vernunft bringen wollen und dergleichen Bilder mehr. Doch ohne Grund. Einst wor es vielleicht so, heute gehören aber alle diese schauerlichen Szenen bereits der Vergangenheit an. Aus Irrenanstalten, den Stätten der Qual und der Pein, wurden Heilanstalten, in denen man bestrebt ist, den Kranken ihr ohnebin schon schweres Los zu erleichtern Kürzlich traf ich in Berlin einen Mann, der noch vor kurzem die Wahnvorstellung hatte, daß er der amerikanische Bankier Morgan sei und daß er China finanzieren werde. Jetzt ist er Vertreter einer Radioferma und wollte mir unbedingt auf„Stottern“ einen Vierröhrenapparat verkaufen. Ich sah den Mann, der scheinbar ganz gesund geworden war. und da fiel mir plötzlich der bewegte Vormittag ein, den ich vor zwei Jahren in Eines Morgens stand ich mit dem Anstaltsarzt vor der Männerabteilung. Ich dreckte die Klinke nieder, wir traten ein. Die Tür schloß sich hinter uns. Und da kam die erste unangenehme Ueberraschung. Ich bemerkte, daß die Tür von innen keine Klinke habe, nicht zu öffnen sei Ein peinliches Gefühl überkam mich. Eingesperrt unter lauter Irren. Doch es blieb mir nicht viel Zeit zur Ueberlegung Mein Begleiter blieb am Eingang stehen. Ich wagte mich dis in die Mitte des Korridors. Ein kleiner, zierlicher Herr trat mir entgegen.„Sind Sie der neue Polizeiches?“—„Nein.“ antwortete ich ganz verblufft „Dann entschuldigen Sie bitte.“ und er trivvelte weiter Ein anderer Herr mit einer Aktenmappe unter dem Arm kam jetzt aus einem der Zimmer heraus und begann:„Lassen Sie diesen armen Narren“ und zeigte auf den Davoneilenden.„Der ist ja ein Irrer. glaubt „ da er diesen nicht findet, spielt er mit Kemal Pascha Karten. Aber,“ er begann zu flüstern,„ich sehe Ihnen an, daß Sie eine schwere Sünde drückt. Haben Sie defraudiert? Oder haben Sie etwa eingebrochen? Oder gar einen Mord begannen? Sie können es mir ruhig gestehen. Haben Sie Vertrauen zu mit. Ich werde Sie verleidigen und auch freibekommen.“ Ein Dritter hörte das Gespräch, ergriff meinen Rockzivfel und zerrte mich fort:„Lassen Sie doch diesen Verrückten, er glaubt, er ist ein berühmter Verteidiger und Sie ein armer Sünder, und dabei war er nur Avothekergehilfe. Ich aber weiß, wer Sie sind. Sie sind der Abge„Mussolini“ und„Kemal Pascha“ beim Kartenspiel. sandte der chinesischen Regierung und wollen mit mir ein Fiuanzabkommen schließen, denn China weit, daß das Morgan=Bankhaus hierzu geneigt ist. Kommen Sie, geben wir hinunter in den Park. dort können wir dann alles besorechen.“ Ein Wärter kam. öffnete die Tür und„Morgan" und ich gingen in den Park. Unten angekommen, ließ mich der Irte plötzlich stehen.„Warten Sie einen Augenblick befahl er mir.„jietzt fällt mir ein, ich muß erst zehn Millionen Dollar überweisen“, und sort war er Auf einer Bank bemerkte ich ein hübsches, junges Madchen. Ich ging zu der Bank hin und setzte mich. Das Mädchen sorang auf und sagte:„Sehen Sie. dort läuft eine Maus. Also fangen Sie sie.“ Und da ich weiter ruhig sitzen blieb, wurde sie böse:„Sie ungeschickter Mann, dort läuft eine Maus und jetzt muß ich sie selber fangen,“ und war auch schon fort Ganz verwundert blieb ich auf der Bank sitzen. Da kam lächelnd der Arzt:„Nun. wie gefällt Ihnen das alles? Das schöne Mädchen ist eine harmlose Kranke, eine sogenannte„Mäusejägerin“. Es sieht immer Mäuse will sie fangen und verbringt damit ihre Tage. Aber.“ fuhr er fort,„in solch einer großen Heilanstalt gibt es auch andere, weniger harmlosere Fälle. Ich werde Ihnen einiges Interessantes aus meiner Praxis mitteilen.“ Und er begann aus der Schule zu vlaudern Ein ungemein kurioser Fall spielte sich vor dem Kriege in der Budapester Irrenanstalt in„Livotmezö“, ab. Einer der Kranken litt on Größenwahnsinn. Er bildete sich ein, daß er der Kriegsminister sei, und verlangte von jedem Soldaten und Offizier auf der Straße. daß diese vor ihm Front machen sollten. Er kam schließlich in die Irrenanstalt und sann immerfort nach, wie er die Freiheit wieder erlangen könnte, da er selfenfest davon überzeugt war, daß ihn seine Feinde gefangen hielten. Zu dieser Zeit war in Budapest in einer Privat= heilanstalt auf Geheiß seiner Verwandten ein reicher und ganz gesunder Mann widerrechtlich interniert worden. Die Sache kam vor die Oeffentlichkeit und die Frage der Internierungen wurde plötzlich aktuell Der Park des Budarester Irrenhauses ist mit einer hohen Mauer umgeben, damit die Kranken nicht entflieben können. Eines Tages hatte nun der Größenwahnsinnige ein Zettelchen folgenden Inhalts geschrieben:„Ich bin gesund und meine Feinde halten mich hier interniert. Befreiet mich und ich werde Euch reich belohnen.“" Er wickelte das Zettelchen um einen Stein. warf es über die Mauer und ging dann ruhig in sein Zimmer. Das Zettelchen wurde von zwei Passanten gefunden, die einen neuen Skandal witterten und mit ihrem Befreiungsvlan sofort fertig waren. Unter einer Gaslaterne stand eine hohe Leiter. Sie stellten die Leiter vor die Mauer, und schrieben auch eine Botschaft:„Wir haben eine Leiter zur Hand Sie können auf diesem Wege flieden.“ und warfen die Mitteilung ebenfalls über die Mauer. Im Park hielt sich zu jener Zeit ein Irter auf, der die Wahnidee hatte. Hochtouren in der Großstadt unternehmen zu müssen und den man schon einige Male von den Rirchturmspitzen herunterholen mußte. Der Irre las die Nachricht und wußte, daß jetzt seine Befreiungestunde nahte. Er krarelte auf irgendeine Weise die Mauer empor, benutzte dann die Leiter zum Absteigen. Unten gekommen. begann er. ohne ein Wort des Dankes zu sagen, zu lausen. Die Befreier wukten nun nicht, was ahnten, daß sie ein großes Unheil angerichtet hatten. Aber erst einige Stunden später erfuhren sie. was sie getan. In den Abendblattern konnten sie imlich lese, daß ein Mann. scheinbar ein Irter, auf brücke hoch oben auf dem sagenhaften TurulVogel sitze und nicht herunterkommen wolle. Der Mann auf dem Turulvogel war der Hochtourist, der auf so kuriose Weise befreit wurde. Es gibt aber auch galante Irre. Der Besitzer einer Privatheilanstalt in Oesterreich erzahlte mir:„Eines Tages wurde in meine Anstalt ein Kranker übern der eigentlich ein Defraudant war Er hatte aus der Bank, wo er angestellt war, 20000 Kronen gestohlen und mit diesen 20000 Kronen drei Monate lang tagEin sonderbarer Ruheplat. taglich 300 Frauen große Blumenstäuße geschickt. Er gine in eine Blumenhandlung, gab dort die 300 Adressen an und verfügte, daß die Strauße tagtäglich anonym geschickt werden sollten. Die Frauen, die die Blumen erhielten, wußten nicht, was dies bedeuten solle. Bis endlich die Sache herauskam, und der galante Defraudant vor Gericht gestellt und dann in eine Privatheilanstalt überwiesen wurde. Seine fire Idee war nämlich, daß Frauen, t frischen Blumen versorgt werden müßten, denn Blumen bedeuten Gluck.“ 1 Le- TT