* Druck u. Verlag: Koetbers& Röttsches. Herne. Bedelstr. S. neben der Hauptpost Erscheint täglich mit Ausnahme der Gonn= und Feiertage. Bezugspreis : w ö c h e n t l i c h 6 0 P f a. f r e i i n s H a u s g e b r a c h t. P o s t s c h e c k k o n t o: D o r t m u n d 1 9 0 7 Verantwortlich für den redaktionellen Ceil: Dr. Leo Reiners, für den Anzeigen- und Roklameteii: Carl Bartels, beibe in Herne. Kreisanzeiger für den Stadtkreis Herne Sodinger Anzeiger, Gertber Anzeiger Amtlich beglaubigte Abonnentenzahl Jeder Abonnent ist gemäß den Bedingungen mit Mark 250.— versichert. wenn durch einen Ansall der Kod oder Ganzinvalldität eintritt. Anzeigenpreise: 1 mm Raumböbe lokal 7 Pfg., auswärts 8 Pfa., Arbeitsund Wohnungsmarkt 8 Pfg. 1 mm Raumböbe, im Reklameteil 30 Pfa. Der auf die Inserate eingeräumte Nachlaß oder Kassaskonto wird bei Konkursen und gerichtlicher Klage binfällig.; Hernsorech=Anschluß: Sam aal=Nummer 62541: Telegramm=Adresse: Anzeiger Herne. Nr. 105(Erstes Blatt) Montag, den 6. Mai 1929 25. Jahrgang Kommt es zu einem Eisenbahnerstreik? Der Einheitsverband ist für Ausstand— Die Organisations= volstände souen entscheiden Eine ernste Stunde 8 Leipzig. 5. Mai.(Telegr.) Der Vorstand und Seirat des Einheitoverbandes der Eisenbahner Deutsch= ande trat heute hier zusammen, um zu der durch die Ublebnung der Lohnerhöhung durch die Hauptverwaltung der Reichsbahn geschaffenen Lage Stellung zu nehmen. Nach Berichten über die bisherigen Verhandlungen und nach längerer Diskussion, in der besonders von den Funktionären Mitteldeutschlands ein losortiger Eintritt in den Streik gefordert wurde, nahmen di. Versammelten eine Entschließung an, durch die der Vorstand ermachtigt vird, im Einvernehmen mit den übrigen beteiligten Orgauisationen den Streik zu proklamieren. Nach dieser Formulierung ist also die letzte Entcheidung in die Hände der Vorstände der Eisenzahnergewerkschaften gelegt worden, die, wie verlautet, im Dienstag in Berlin zusammentreten werden, um ihre weiteren Schritte zu beraten. Nach den Richtlinien der Eisenbahnerorganisationen nussen jedoch vor Eintritt in den Streik die Spitzenmerkschaften verständigt werden. * Kundgebung der Gewerkschaft Deutscher Eisenbahner X Köln, 5. Mai.(Telear.) Die Gewerkschaft Deutscher Eisenbahner e. V., Sitz Berlin, Gau Köln, veranstaltete heute vormittag hier eine Kundgebung, zu der Vertreter der Bebörden, der Gewerkschaften, der volitischen Parteien und zablreiche Eisenbahner erschienen waren. In einem Begrüßungstelegramm bedauerte Reichsjustizminister von Guerard, infolge wichtiger volitischer Verhandlungen nicht persönlich erscheinen zu können. En seiner Stelle hielt Reichstagsabgeordneter Groß=Stuttgart(Ztr.) das Hauptreserat über die Revarationsbelastung der Deutschen Reichsbahn. eer führte u. a. aus, daß man die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Reichsbahn überschätzt habe. Die Jahresleistung von einer Milliarde entspreche einer höheren Rente, die selbst bei ausländischen Eisenbahnen unter ganz anderen Verhältnissen nicht zu erzielen lei. Er hofse, daß die Pariser Konserenz zu einer tragbaren Zwischenlösung führen werde, die auch der Reichsbahn die notwendige Entlastung ihrer finanziellen Verpflichtungen bringe und forderte, daß der Reichsbahn nach zehnjähriger Gebundenheit die Freiheit wiedergegeben werde. Die Grüße des Internationalen und des bolländischen Eisenbahnerverbandes überbrachte Donne=Utrecht, der betonte, daß eine geordnete Schuldenregelung nicht nur im Interesse des deutschen Volkes und der deutschen Eisenbahnerschaft, sondern auch im Interesse der Siegermächte und des neutralen Auslandes liege. Der Internationale Eisenbahner= verband werde kein Mittel unversucht lassen, um die Gewerkschaft Deutscher Eisenbahner in ihrer schweren Arbeit zu unterstützen. In seinem Schlußwort wies der Hauptvorsitzende der Gewerkschaft. Wilhelm Gutsche=Berlin, darauf bin, daß die Veranstaltung ein Zeichen der inneren Kraft der Gewerkschaft sei, die ihre gesamte Tätigkeit in einen bestimmten Zusammenhang zu allem Geschehen in Staat und Wirtschaft bringe. weiter verschärft werden müssen, ist von der klar und vernünftig denkenden deutschen Oeffentlichkeit entschieden verurteilt worden. Der preußische Staat hat in korrektester Weise alle Maßnahmen ergriffen, die zur Bestrajung der Schuldigen und zur Vermeidung ähnlicher Vorfälle in der Zukunft notwendig sind. Da außerdem der Oberpräsident von Oberschlesien dem polnischen Konsul in aller Form sein Bedauern ausgesprochen hat, liegt für die Polen nicht der geringste sachliche Grund vor, den Dummejungenstreich zum Anlaß einer neuen antideutschen Kampagne zu nehmen. Aber auch in Polen gibt es nationalistische Rowdys, wie es scheint, viel mehr als bei uns. Das tobt nun. aus Anlaß des Oppelner Vorfalls, in wildester Weise. Die antideutschen Kundgebungen, an deren größter in Warschau nach allen vorliegenden Nachrichten sogar Vertreter des Regierungsblocks beteiligt gewesen sind, häufen sich. Am Freitagabend haben volnische Nationalisten sogar das deutsche Gesandtschaftsgebäude bedroht und belagert.; daß der deutsche Gesandts an der Ausübung seiner divlomatischen Pflichten gebindert wurde. Was gedenkt die volnische Regierung nun ihrerseits zu tun, um die an den Warschauer Vorgängen Schuldigen zu strafen und die Wiederholung ähnlicher Ausschreitungen unmöglich zu machen? Die in Polen lebenden Deutschen haben schon öfter ähnliches und schlimmeres erlebt, als die polnischen Schaulviel= in Oppeln. Die polnischen Stellen. am die es dabei ankam, allo in erster Linie die volnische Polizei, haben in diesen Fällen meist nicht dieselbe schnelle Korrektbeit. denselben Willen zur Wiedergutmachung an den Tag gelegt, den die deutschen Behötden in Oppeln gezeigt haben. Die Belagerung des deutschen Gesandtschaftsgebäudes, also praktisch die Greineitsberaubung des Vertreters des Deutschen Reiches ist weit schlimmer, als die bedauerlichen Angriffe, die auf die polnischen Schauspieler in Ovveln geführt worden sind. Hoffentlich erkennt man das auch in Warschau und verhindert durch eine entsorechende Praxis, daß das Verhältnis Polens zu Deutschland von politischen Kräften bestimmt wird, die immer verderblich gewirkt haben, wo sie auch auftraten. Die Deutsche Zentrumspartei ist stets für eine Politik des Friedens und der Verständigung eingetreten. Sie will, daß auch Deutschland und Polen zu einer versöhnlichen, alle Teile zufriedenstellenden Regelung ihrer Beziehungen kommen. Deshalb hat sie das Recht. die Regierung in Warschau ernst und entschieden darauf hinzuweisen, daß eine solche Regelung gejährdet wird, wenn der polnische Chauvinismus sich auch fernerhin so hemmungslos austoben darf. wie er es jetzt und früher,— man denke nur an die Maßlosigkeiten der polnischen Presse anläßlich unseres Ostparteitags— getan hat. Indischer Maharasscha in Berlin Der Maharadscha von Kapurthala, einer der reichsten und mächtigsten regierenden Fürsten in Indien, ist in Berlin eingetroffen. Er wurde am Bahnhof von Vertretern des Reichsaußenministeriums und der britischen Botschaft empfangen. Schachts letztes Wort 2 Milliarden für 37 Jahre Unter Besingungen Neue Kompromißhoffnungen in Paris c. Paris, 5. Mai. DieVertreter der Gläubigerstaaten haben gestern nachmittag eine Besorechung abgehalten. In dieser Besprechung hat der Vorsitzende der Revarationskonferenz Owen Douna Zahlen und einen Zahlungsplan mitgeteilt mit dem Hinzufügen, daß ihm die deutsche Gruvve erklart habe, sie sei bereit, diese Zahlen unter ganz bestimmten Bedingungen anzunehmen, wenn die Gläubigergruppen ebenfalls zur Annahme bereit seien. Diese Mitteilung wird von der Agentur Havas besätigt, die folgende Nachricht verbreitet: Wie die Agentur Havas gestern ankündigte, scheint ein Einverstandnis innerhalb der Sachverständigenkommission auf der Grundlage des von Owen Doung ausgearheiteten Kompromisses erfolgen zu sollen. Im Laufe des Nachmittags bat der Vorsitzende der Revarationskonferenz den Vertretern der Delegation mitgeteilt, daß Dr. Schacht unter gewissen Vorbehalten die Zahlen annehme, die er vorzeschlagen habe. Auf alle Fälle kann eine Einigung nicht vor der Rückkehr des ersten französischen Delegierten Voreau nach Paris erfolgen., und das ist frühestens am nächsten Dienstag. Ueber den Stand der Revarationsverhandlungen erklärt die Morgenoresse einmütig, daß es sich bei den Vorschlägen Doungs um ein amerikanisches Kompromiß handele. Owen Doung habe gestern den französischen, englischen, belgischen und italienischen Delegierten erklärt, Dr. Schacht nehme unter gewissen Bedingungen seine(Doungs) Zahlen, allo für 37 Jahre eine Durchschnittsannuität von 2060 Millionen Mark zur Begleichung der eigentlichen Revarationsansprüche einschließlich der Rückzahlung der interalliierten Schulden an. Was die Deckung der interalliierten Schulden betreffe, so sollen nach dem 37. Jahre bis zum 58. Jahre diese durch den Gewinn der internationalen Bank gesichert werden. Dr. Schacht habe betont, daß dieses Anerbieten sein letztes Wort darstelle. Der Reichskassennot soll abgeholfen werden Eine Inlandsanleihe— Verkauf von Reichsbahnvorzugsaktien = Berlin, 5. Mai 1929. Die Kassenlage des Reichs stebt seit Wochen im Mittelpvunkt der Erörterung. Die Unmöglichkeit, zur Deckung der Ausgaben des außerordentlichen Etats die vorgesehenen Anleiben langfristig aufzulegen, mußte dazu führen, daß die Zahlungsverpflichtungen des Reichs hinter den lausenden Einnahmen zurückblieden und die Schwierigkeiten der Finanzierung, insbesondere an den Ultimoterminen, sich häuften. Ein solcher Zustund muß aber auf die Dauer zu einer Gefährdung der Finanzlage des Reichs und damit auch der Länder und Gemeinden. trotz eines im übrigen ausgeglichenen Etats führen. Das Reich hat zunächst kurzfristige Darleben ausgenommen, die den lausenden Bed rf der letzten Wochen deckten. Eine weitere Steigerung der Darlehnsaufnahme bei Banken erscheint mit Rücksicht auf die Geldlage undurchführbar. Auch die unmittelbare oder mittelbare Inanspruchnahme von Auslandskredit kann nicht wohl in Betracht kommen. Da aber auch für die nächsten Monate weitere Mittel erforderlich sind, um die dauernde Zahlungsfähigkeit des Reichs sicher zu stellen, bedürfte es durchareisender Maßnahmen. Ein vom Reichskabinett verabschiedeter Gesetzentwurf sieht infolgedessen zwei Maßnahmen vor: : 1. E s s o l l e i n e Inlandsanleibe von mehrjähriger Laufzeit in Höhe von 500 Millionen RM. aufgelegt werden, deren Stücke von der Vermögenssteuer, der Erbschaitosteuer und der Einkommensteuer befreit sind; auch ein Steuerabzug vom Kavitalertrag findet danach nicht statt. Die Befreiung von der Erbschaftssteuer wird auf die vom Erblasser selbst gezeichneten Anleibestücke beschrankt sein. Es unterliegt keinem Zweisel, daß eine lo ausgestattete Anleibe nicht ohne Bedenken vom Standpunkt der steuerlichen Gerechtigkeit ist. Auf der anderen Seite aber dietet sie einen solchen Anrei### daß auf diesem Wege Beträge schnell und in der erforderlichen Höhe bereingeholt werden können. Es wird dabei auch erwartet, daß die Möglichkeit steuerfreier Anlage ein wirksames Gegenmittel gegen die bedauerlicherweise in letzter Zeit immer mehr zunehmende Kapitalflucht bilden kann 2. Der Reichsminister der Finanzen wird ermächtigt, die im Reichsbesitz befindlichen 7prozentigen Reichsbahnvorzugsaktien an öffentliche Sparkassen, Girozentralen, Landes= und Kommunal= banken und an Träger der Sozialversicherung zu verkaufen. Das Stimmrecht der Reichs wird dadurch sichergestellt, daß nur Zertitikate an Stelle der Vorzugsaktien gegeben werden. Mit dem Erwerb solcher Vorzugsaktien sollen die bezeichneten Stellen ihrer Verpflichtung zur Anlage eines Teils ihres Vermögens in Reichsanleihen genügen können. Da diese Stellen die Vorzugsaktien nur nach Maßgabe ihres Vermögenszuwachses aufnehmen können, wird diese zweite Maßnahme zwar nur einen allmählichen, aber dafür ständigen Zufluß an Mitteln für die Reichskasse zur Folge haben Der bezeichnete Gesetzentwurf ist bereits dem Reichsrat zugegangen. Die Finanz= und Innenminister der Länder sind zu einer Vorbesprechung auf Dienstag. den 7. Mai 1929, in das Reichssinanzministerium eingeladen worden. Deutschland und Polen r. In Ooveln hat vor einigen Tagen eine Horde nationalistischer Rowdvs eine volnische Schauvieleraruope tätlich beleidigt. Diese Tat, durch die ohne Sinn und Verstand die ohnehin schon erdehl. den rolitischen Sannungen in Oberschlesien noch Jubiläumstagung des Katholischen Franenbundes Die Arbeitstagung Dem Arbeitscharakter des Katholischen Deutschen Frauenbundes entsprechend, wurde die Feier des 25jährigen Jubiläums des Bundes durch zwei Arbeitsragungen im Hedwig=Drausfeld=Haus in Bendorf eingeleitet. „Die Frau im Wohlfabrtsstaat“ war das Thema eines Studienkreises von über 100 Frauenbundmitgliedern, Sozialbeamtinnen u. a. aus ganz Deutschland, die in dreitägiger Arbeit den Dienst der Frau im neuen Wohlfahrtsstaat besprachen und praktische Anregung durch gegenseitigen Austausch mitnahmen. Die Leitung lag in den Händen von Frau Landeshauptmann Horion. die grundlegenden Ausführungen bei Frau Ministerialrat Helene Weber. Schon zu diesem Kreise hatte sich eine Vertreterin Oesterreichs eenge funden, was einen fruchtbaren Austausch über die Gesetzgebung der beiden Staaten zu Folge hatte. Auch die Führerin der italienischen katholischen Frauenjugend nahm an der Tagung teil und studierte das deutsche Herbergswesen, das in der Jugendberberge in Bendorf ein vorbildliches Beisviel für das Mädchenwandern darstellt. Daran schloß sich im Hedwig=Dransfeld=Haus eine Tagung über die moderne Ernährung für den gesunden und kranken Menschen. an der Geheimrat Fatbender. Vertreterinnen des Reichsmilchausschusses und des Instituts für Hauswirtschaftswissenschaft teilnahmen. Praktische Vorführungen im Heim und eine sein ausgewählte Ausstellung erläuterten die tbeoretischen Grundlagen. Die eigentliche Einleitung der Tagung bildete die Zentralausschuß=Sitzung, in der Dr. Gerta Krabdel von neuem durch das Vertrauen des ganzen Bundes zur 1. Vorsitzenden gewählt wurde. Ihre grundlegenden Ausführungen über „Die katdolische Aktion und die katholische Frauenbewesung“ waren von programmtischer Bedeutung. Sie erblickte in dem Ruf, den der Statthalter Christi heute an die Laienwelt ergeben läßt, eine geschichtliche Crunde, deren Be deutung gerade die Frau erfassen munte. Sie hob den wesentlichen Gedanken der katholischen Aktion bervor, die Teilnahme der Laien am hierarchischen Avostolat. Es handelt sich um eine Durchformung aller Kulturgebiete mit christlichem Geist und darin liegt tiefste Lebensbejahung. Sie zeigte dann die lebendige Vrbindung von katholischer Aktion und katholischer Frauenbeweauns. Das Auge der Frau. das für das Wesen Christi zu seinen Lebzeiten besonders klar war. mus auch heute Christus in seiner Kirche erkennen. Der Weckruf zu tiefer Treue. schlichter Demut und unverwustlicher Liebe schloß die Ausführung " D e r B e g r ü ß u n g s a b e n d d e s Z w e i g v e r e i n s F r a n k f u r t ließ die Bundesgeschichte aufleben, und mit wärmster Freude wurde die erste Generalsekretärin des Bundes, Freiin von Carnav, die seit Jahren in der Ferne weilte, begrüßt. Auch der Frauenbund in Böhmen war durch seine Vorsitzende, Frau Herzogin von Beauford. vertreten. Ein feierliches Amt im alten Dom war die Eröffnung der Jubiläumsfeier, bei welcher Gelegenheit der Geistliche Beirat des Bundes, Herr Dekan Hinsenkamp. die Festpredigt hielt. Um 12 Uhr mittags kündete in der neuen Frauenfriedenskirche das erste feierliche Geläute die Einweihung des nächsten Tages an. * Die Weihe der Frauenkirche ch Frankfurt a. M., 5. Mai 1929.(Eig. Drahtber.) Im Rahmen der 25. Tagung des Katholischen Deutschen Frauenbundes ging heute in feierlicher Weise die Weihe der von den katholischen Frauen Deutschlands zur Erinnerung an die gefallenen Krieger gestiftete Frauenfriedenskirche im Stadtteil Bockenbeim vor sich. Die von dem Stuttgarter Architekten Herkomer in moderner Form mit Kreuzgang und anschließendem Gemeindehaus an der schönsten Stelle der Stadt errichtete Kirche wird von einer 11 Meter hohen Mosaikplastik, der Friedenskönigin, gekrönt. Die Weibe der Kirche nahm heute früh der Diözesanbischof Damian Schmitt von Fulda vor. Das Pontifikalbochamt schloß mit einer Predigt des Domkapitulars Leimbach. Im Ehrenhof der Kirche übergab Frau Landtagsaba. Heßberger für den Arbeitsausschuß des Bundes die Kirche an die Gemeinde, wobei sie u. a. ausführte: „Wir katholischen Frauen haben eine Kirche erbaut als Ausdruck unseres großen und gewaltigen Schmerze## und als Erinnerung an all das Leid und all die Not und die Qualen, die wir erlitten. In ihrer ernsten und wuchtigen Form soll die Kirche noch nach Jahrbunderten sagen: So groß und gewaltig wie dieser Bau war damals die Zeit, so hart wie diese Linie war das Leben, so tief wie das Fundament war der Schmerz derer, die diese Kirche erbauten. Sie soll ein Ausdruck sein der großen Dankbarkeit und Liebe für die, die ihr Leben gaben, um unseres zu schützen. Aus jedem Winkel der Kirche soll Jahrbunderte lang das Gebet zur Friedensköniain für den Frieden in unserer Zeit erschallen. Namens der Gemeinde übernahm Pfarrer Becker mit berzlichen Dankesworten an alle, besonders an die Stifterin Hedwig Dransfeld das Gottesbaus. Tausende von Frauen. die der Feier beiwohnten, waren sichtlich ergriffen, als der Pfarrer mitteilte, daß der Magistrat von Frankfurt beschlossen habe, die an die Kirche vorüberziehende Straße„Hedwig=DransfeldStraße" zu nennen. Der gewerbliche Rechtsschutz Der Reichsrustizministe: von Guerard(Itr.) hat dem Reichstag den Entwuri eines Gesetzes zur Abändetung der Gesetze über gewerblichen Rechtsschun zugehen lassen. Diese Abänderungen beziehen sich auf. das Patentgesev, das Geser beir. den Schutz von Gebrauchsmustern, das Gesetz zum Schune der Warenbezeichnungen und das Gesen betr das Urdeberrecht an gewerblichen Mustern und Modellen. Die Abänderungen selbst sind notwendig gemacht worden durch die Verträge vom 6. Rosember 1995 die das Ergebnis der letzten Revision der Pariser Verbandsübereinkunft zum Schutze des gewerblichen Eigentums im paag bilden. Mit den notwendigen Aenderungen ist gleichzeitig in dem neuen Entwurf der Versuch unternommen wirden, dem bezeichneten Rechisgebiet wieder eine einheitliche und übersichtliche Ordnung zu geben. Durch eine Anzahl von Vorschriften, die in der Kriegs= und auch noch in der Nachkriegszeit getroffen worden sind, ist die gesetzliche Regelung dieser Materie 1 K sehr unübersichtlich und zusammenhanglos geworden. spricht deshalb auch einem in der Geschäfiswelt schon langst ausgesprochenen Wunsche. Beim Patentgesetz hat man auch jetzt den mit dem Recht oer Angestellten an ihren Erfindungen zusammenhängenden Fragenkomple aus dem Beresch dieser egelung ausgeschieden. Diese Grege soll im Rahmen des Arbeitsvertragsgesetzes ihre Erledigung finden. Eine Ermagigung der Patentgebühren und eine Aenderung der Verfassung deg Patenlam es est inzwischen erfolgt, ebenso sind gewisse Aenderungen in der Verfassung des Patentamtes und dem Verfahren unter Starkung der Rechtsstellung des Patentsuchers vorgenommen worden. Es bleidt jetzt noch zu regeln die Anerkennung des Rechts des Erfinders an seiner E findung sowohl in Richtung auf den Patentschutz, als auf Verknüptung seines Namens mit der votentierten Schovtung. Diesem Interesse des Ersinders ist jetzt in sochlicher Uebereinstimmung mit dem Gutachten des Reichswirtschaftsrates durch Anerkennung des Rechte des Erfinders aus Patentschutz und auf Nennung als Erfinder Rechnung getragen worden. Auch sonst ist der Entwurf von dem Bestreben geleitet, die Stellung des Erfinders und seiner Rechtsnagfolger nach Möglichkeit zu verstärken. Das Gebrauchsmustergesetz hat sich nach Auffassung der Reichsregierung nach auen wesentlichen Stücken bewährt und bedari nur geringfügiger Aenderungen. Für den Beori'f der Neuheit von Gebrauchsmustern wird vorgeschrieben, daß nur Druckschriften aus den letzten 50 Jahren der Schutfähigkeit eines Gebrauchsmusters entgegenstehen. Bezüglich der Warenbezeichnungen kußzt die Gesetzgebung aus dem Gesetz vom 12. Mai 1891 in der Fassung vom Dezember 1923. und im grozen und ganzen wird dieses Gesetz auch den Bedürfnissen der begenwart gerecht. Der neue Entwurs hält deshalb auch an den Grundlagen dieser gesetzlichen Regelung fest Von den hauptsächlichsten Neuerungen, die der Reformentwuri vom Jahre 1913 bringen wollte— ein Vorbenutzungsrecht, ein Aufgebotsverfahren und ein Warenklassensystem—, ist das Warenklassensystem(zur Staffelung der Gebühren) inzwischen durch das Gesetz über vatentamtliche Gebuhren, vom 27. Juni 1922. eingeführt worden. Für die Schaffung eines Vorbenutzungsrechts ist ein Bedürfnis nicht mehr anzuerkennen. Dem Wunsche nach angemessener Berücksichtigung nicht eingetragener Zeichen und nach einem Ausgleich der Härten. die sich aus dem Grundsatz der rechtsbegründenden Eintragung ergeben, kann unter dem Gesichtspunkt der Bekämpfung des unlauteren Wettbewerbs in ausreichendem Matze Rechnung getragen werden; das hat die Entwickkung der Rechtsprechung gezeigt. Das Aufgebotsverfahren schließlich, das an die Stelle des Widerspruchsverfahrens treten sollte und die Kontrolle der neuangeme deten Zeichen auf ihre Verwechselbarkeit mit älteren Zeichen den beteiligten Kreisen selbst überlassen wollte, wird beute von der überwiegenden Mehrheit der Interessenten abbelehnt. Als Aenderung kommt danach bei dem Wirenzeichengesetz neben der Anpassung an neuere Gesetze und Verordnungen nur die Verbesserung in einzelnen Punkten in Betracht. Der Entwurf über von 10 Jahren, und regelk demgemäß die Frage der Gebührenzablung und im Arikel 8 die Zu ässigkeit der versiegelten Hinterlegung in einer von den deutschen Vorschriften abweichenden Weise. Wegen des Abkommens über die internationale Musterhinterlegung ist auch die Frage gevrüft worden, ob es angezeigt ist. das einheimische Musterwesen statt wie bisber den Gerichten der Länder einer Reichszentralstelle, etwa dem Reichspitentamt, anzuvertrauen. Die Interessenten babin sich überwiegend gegen eine solche Aenderung eusge'proden. Der entscheidende Gesichtspunkt M dag sich der Verkehr mit einer einzigen Zentralstelle für die meisten Interessenten umständlicher, zeitraubender und kostspieliger gestalten wurde, als wenn ne mit dem ortlichen Amtsgericht zu tun haben. Zudem sind viele der Gewerbezweige, die für den Geschmacksmi ster chutz vorwiegend in Betracht kommen, nicht gleichmäßz g über das Reschsgeb et verteilt. sondern mehr oder wen ger auf bes mmte Gedietsteile beschränkt. Dementprechend dat sich eine gewisse Briliche Sonderung der Unserleg'en Muster und Modelle nach Gewerbezw##g#n#etausgeb.ldei, die es erleichtert, das einschlägige Maierial im Bedarfsfalle auszufinden und darüder einen Ueberdlick zu gewinnen. Die Zentralisierung würde einen einen besseren Ueberblick nicht gewähren, da sich weder bei den versiegelten. noch bei den internationalen Hinterl gungen das Muster seinem Ausseden nach bei der Zentmlstelle feststellen ließe. in Zukunst 20 a. H. mehr den werden als bisher Aber auch diese Berleilung sei nur ein Notbebelf, eine Neuregelung sei dringend erforderlich. Um den erwähnten Gesetzen wieder eine einbeitliche Jassung zu geben sieht eine besondere B stimmung der dem Reichstag vorgelegten Entwurfs ihre Neuverössentlichung vor. Dabei ist. um das Zitieron der neuen Gesevestexte zu erleichtern, eine kurze Ueberschriftsbezeichnung für jedes der Gesetze vorgesehen, ferner die Festserung eines bestimmten Datums und eine durchlausende neue Rumerierung der Paragraphen. Bei der Neusassung sind nicht nur die in dem Gesetzentwurf selbst gegebenen Aenderungen zu berücklichtigen, sondern alle einschlägigen Vorschriften, die bis zu einem Inkrafttreten ergangen sind. “ C a s t r o n= R a u z e l, 5. M a i. G e s t e r n m o r g e n s a n d u n t e r riesiger Anteilnahme die Beerdigung des Ehrendechanten Geistl. Nato Kewelod. Edrendürger der Stadt Castrov=Rauxel, statt. Nachdem die Leide gegen 9 Uhr im feierlichen Zuge durch die mit Trauerwimpeln geschmückten Straßen zur Pfarrkirche geleitet worden war, zelebrierte Pfarrer Becker Officium das Seelenamt. Anschließend nadm Weihbisckof Dr. Hillebrand die Einsegnung der Leiche vor Auf dem Wege zum Friedhose umsäumten Tausende die Straben. Die Teilnahmze an dem Leichenzuge wird auf ungefahr 4000 Menschen geschart. Die Stadt Castrov=Rauxel ebrte ihren verstorbenen Ehrendürger in besondeter Weise durch Kränze. Trauerkandelaber und zahlreiche Beteiligung am Leichenzuge durch Magistratsmitglieder und Stadtverordnete. Die Feuerwehr umstand die Straden mit Fackeln. und Anlegung der Handwerksvolle ed Münster, 5. Mai. Offenbar aus Grund der vorgesehenen Erhöhung der Realsteuern in Münster, dat der preußische Minister des Innern verlangt, daß ihm der Haushaltsolan der Stadt Münster i. W. für 1923 vorgelegt wird. und zwar vor der Genehmigung durch die Aufsichtsbehörden. Ueber Einrichtung und Anlegung der Handwerksrolle ist durch den Reichswirtschaftsminister unter dem 25. Avril 1929 eine Verordnung ergangen, die jetzt im Reichsgeserblatt veröffentlicht wird. Bei der Bedeutung dieler Verordnung für weitere Kroi= des Mittelstandes und Handwerks geben wir sie nachstebend im Wortlaut wieder: 9 1. Die Handwerkskammer hat das Verzeichnis derjenigen Gewerbetreibenden, die in dem Bezirk der Kammer selbständig ein Handwerk als stebendes Gewerbe ausüben, in Form einer Kartei zu führen. Durch die oberste Landesbehörde kann außerdem die Füdrung eines besonderen, von ihr inhaltlich näher zu bestimmenden Verzeichnisses vorgeschrieben werden. 2. Die Kartei ist nach Gemeinden oder Gemeindeverbanden des Kammerbezirkes zu gliedern; im übrieen soll sie in alphabetischer Reibenfolve und nach Berufen oder Berufsgruppen ausgestellt werden. § 3. Für jeden Gewerbetreibenden ist eine desondere Karte anzulegen. § 4. Die Eintragung hat zu enthalten: 1. Den Nam=-(Vor= und Zunamen), das Geburtsdatum und die Staatsangehörigkeit des Betriebsinhabers, bei nicht voll geschäftsfähigen Personen des gesetzlichen Vertreters, ferner bei juristischen Personen die Firma, den Namen (Vor= und Zunamen), das Gedurtsdatum und die Staatsangehörigkeit der gesetzlichen Vertreter; 2. die Angabe, ob Gründe vorliegen, welche das Wahlrecht oder die Wählbarkeit der in Zitter 1 und 6 genannten Personen nach 5t 103 ba bis 103 be der Gewerbeordnung ausschließen oder behindern; 3. die Angabe, ob der Betriebeinhaber die Befugnis zur Anleitung von Lebrlingen besitzt: 4. Or: und Strabs der gewerdlichen Niederlassung: 5. Den Gegenstand des Unternedmens: bei Handwerksbetrieben, die gemäß§ 104 o Abf. 2 der Gewerbeordnung eingetragen werden, ist auch der Gegenstand des Gesamtunternehmens einzutragen: 6. Namen(Vor= und Zunamen), Staatsangehörigkeit und Geburtsdatum der nach§ 103 bd der Gewerbeondnung befugten Betriebsleiter; 7. das Datum der Eintragung in die Handwerksrolle sowie das Darum einer nach Ss 104 g. 104 r der Gewerbeordnung ergangenen Entscheidung. § 5. Die oberste Landesbehörde kann weitere Vorschriften öber den Inhalt und die Führung der Kartei erlassen. 9 6. Das von der Handwerkskammer für die erste Anlegung der Handwerksrolle aufzustellende Vorzeichnis derjenigen Gewerbetreibenden, die sie in die Handwerkerrolle einzutragen beabsichtigt, ist in Form fortla###ender Listen aufzustellen, die nach Gemeinden oder Gemeindeverbänden gegliedert und im übrigen in alphabetischer Reibenfolge ausgestellt sind. Die Gewerbetreibenden sind in dieser Liste nach Namen und Ort der gewerblichen Niederlassung und Gewerbezweig eindeutig zu bezeichnen; bei Handwerksbetrieben, die gemäß § 104 9 Abs. 2 der Gewerbeordnung eingetragen werden. ist auch der Gegenstand des Gesamtunternehmens einzutragen * Güterslob, 5. Mai. In der Provinzialbeilanstalt war der Krankenpfleger Rehme, der in der Tischlerei arbeitete, mit einem Anstaltskranken ins Gespräch gekommen, in dessen Verlauf sich der letztere so stark aufregte, daß er auf den Rehme mit einem Stemmeisen einschlug und ihn so stark verletzte, daß er einige Minuten spater verschied. Der Fall ist um s9:2agischer, als R. in einigen Tagen beiraten wollte. Hamborn, 4. Mai. Der 30 Jadre alte Eriseur Friedrich Tausch stürzte sich in einem Anfall von Schwermut aus dem Fenster des k. Stockwerks seiner elterlichen Wodnung auf die Straße. Num nach der Einlieferung in ein Krankenbaus erlag er seinen schweren Verletzungen. Unheilbare Krankheit dürfte die Ursache zu der schrecklichen Tat gewesen sein. Aus Westfalen und Rheinland eb Barmen, 5. Mai. Die Tophuserkrankungen im diesigen Bezirk sind, im Abslauen degriffen. Bisder ist den Gesundbeitsbedörden kein neuer Fall gemeldet worden. Von insgesamt owölf Personen ist eine gestorden. Hierbei handelt es sich jedoch nicht um einen Einbeimtschen, sondern einen obdachlosen Fremden, von dem man ansangs vermutete, daß er die Krankheit eingeschleopt habe; dies trifft nicht zu. Die Untersuchungen, insbesndere der Milch, des Wassers. sowie anderer Nadrungsmittel, seitens der Gesundbeitsbehörde haben noch zu keinem abschliebenden Ergebnis geführt. Eo ist bisder allo kein Andaltspunkt für die Entstehungsursache der Seuche gegeben. eh Duisbura, ö. Mai. In der Arndtstraße in LaarBeeck sind erneut Bodensenkungen zu beobachten gewesen. Namentlich an den Neubauten wurden erbebliche Beschädigungen festgestellt. Ein Haus ist derart schwer mitgenommen, daß die ganze Giedelwend derausgebrochen ik und die Vorderfront mit der Hinterfront durch eiserne Träger verankert werden mußte. Auch im Stockumer Bezirk sind erneut Bergschäden aufgetreten. die vatentamtlichen Gebuhren Pringt neu eine Gebühr von 20 Mark für den Antrag auf Erlaß einer einstweiligen Verfügung. Im übrigen liegt nach der Auffassung der Reichsregierung aber kein Anlaß vor, die erst vor wenigen Jahren festgesetzte Gebührenordnung abzuändern. Die damals vorg nommene Erhöbung der Anmeldegebühr von 20 auf 25 Mark hat keineswegs nachteilig gewirkt, wie die ständig innehmende Zahl der Anmeldungen zeigt. Die gleichkeitig ganz wesentlich herabgesetzten Pitentjahresgebühren erscheinen nach den inzwischen gemachten Erhabrungen angemessen. Bezüglich des Gesetzes zum Schutze der Urbeberrechte an gewerblichen Mustern und Modellen ist zu bemerken, daß das neue Haager Abkommen bestimmt, daß durch die unmittelbate Hinterlegung eines Musters oder Modells bei dem Berner Bureau der Schutz in allen Vertragsländern, abgesehen vom Heimailand. in gleicher Weise erwirkt wird, als wenn eine Hinterlegung in jedem dieser Länder stattgefunden hätte. Darüder binaus enthält das Abkommen einige Bestimmungen, die der inneren Gesevgebung eines joden Landes vorgeben. So verbietet Anikel 5. Muster oder Modesse wegen Nichtausführung für verfallen zu erklären. Die Vorschrift im deutschen Geschmacksmusterg#en, die zwa: nicht den Verfall des Rechts wegen Richtausführung vorsiebt, die Ausführung aber zur Voraussetzung des Rchsschutzes macht, dürfte mit dem Sinn des Ablommens nicht vereinbar sein. Artikel 7 des Ab'ommens zerlegt die dem deutschen Rechte entsorechende Schutzdauer von 5 Jahren in zwei Abschnitte, einen von 5 und einen Eine mysteriöse Geschichte Münster, 5. Mai. Vor etwa acht Tagen sprachen in einer Hauderei in Paderborn zwei Damen vor, adelige Damen angeblich, die in einem Auto nach Köln gebracht werden wollten. Der Hauderer stellte ein Auto mit einem Chauffeur zur Verfügung, und seitdem sind Auto, Chauffeur und die beiden Damen verschwunden. Die jüngere nannte sich Baronin von Brakel=Lepisoh., die andere wollte eine Privatiere Th. Hermanns aus Köln sein. Beide gaben an, daß sie verarmt seien und ihren Unterhalt durch den Verkauf von Wasche in größeren Anstalten verdienen. Die Wäsche bestand im wesentlichen in Scheuerlaoden und Aufnehmern. die sie mit einem bedeutenden Gewinn absetzten. Nach gut acht Tagen ging nun, wie dem„Münsterschen Anzeiger“ aus Paderborn gemeldet wird, von dem Chauffeur aus dem Rheinlande eine Nachricht ein, daß er im Laufe dieser Woche zurückkehren werde. Man muß annehmen, daß es sich bei den beiden Damen um Schwindlerinnen handelt, die unter Hinweis aus ihre Bedürftigkeit und ihre angeblich adelige Herkunft ein seines Geschäft zu machen hofften. Polizei und Gericht werden sich mit den beiden Damen noch zu beschäftigen haben. Grab wieder zu. Am nächsten Morgen wurde beim Amt Petersdagen Anzeige erstattet. Das Amt bat die Staatsanwaltschaft um weitere Insormationen. Zu diesem Vorfall erfährt das„Mind. Tadl.“ amtlich, daß die Leiche Kruses wieder ausgearaden werden soll, damit die Gerüchte vom Lebendigbegrabensein entweder ihre Bestätigung oder Verneinung finden. Die preußischen Landkreise tagen in Aachen Klovfzeichen eines Verstorbenen. * Petershagen, 5. Mai. In der vorigen Woche verstarb in dem Nachbardörfchen der 78 Jahre alte Landwirt Kruse. Nach drei Tagen setzte man den Toten auf dem Friedhofe bei. Als jetzt ein neues Grab geschaufelt wurde, glaubte der Gräber aus dem Sara ein Kloosen und Stöhnen(?) zu vernehmen. Er rief zwei weitere Personen herbei, die die gleiche Wahrnehmung zu machen glaubten. Kurzerhand warfen sie das eh Aachen, 5. Mai. Der Vorstand des vreußischen Landkreistages hielt in Aachen unter dem Vorsitz des Landrats Dr. v. Achenbach eine Tagung ad. Bei einer Begrütung detonte Regierungsoräsident Stieler. daß das Aachener Grenzgebiet durch die Verdältnisse in eine Notlage gekommen sei, Lebensmut und Lebenswillen leien aber in keiner Weise gebrochen. Gegenstand der Beratungen waren das Umgemeindungsgesen im Westen und das Gemeindeverfassungsgesetz. Präsident Dr. von Stempel hob hervor, der Landkreistag denke nicht daran, die Kompetenz=Kompetenz für Gebiete zu erstreben, für die eine Notwendigkeit nicht vorliege. Auch auf die Sparkassen und Schulen wolle man sie nicht ausdebnen. Die Entschädigungsfrage müsse in weitgebendstem Maße geregekt werden. Die von der Regierung beabsichtigte Aenderung des Kreisversassungsrechts müsse nicht nur für das von der Umgemeindung betroffene Gebiet, sondern fer das gesamte Staatsgebiet Geltung haben. Dringend müsse die Forderung erhoben werden, endlich das kommende Verfassungsrecht in Preuhen zu vereinheitlichen. Als Erleichterung für die Finanzierung der Wegebaulasten wurde die neue Kraftfahrzeugsteuerverteilung im preußischen Finanzausgleich begrüßt, wonach el Köln, 5. Mai. Eine im Senatzsaale des Rathauses. unter dem Vorsitze des Beigeordneten Herrn Dr Meerfeld abgehaltene Pressebesprechung war veranlaßt durch den Wunsch des Herrn Oberbürgermeisters, Mitteilung zu geben, von der Neuordnung des Pressedeser: natswesens der Stadt. Danoch sind in Zukunft alle Pressedesernate vereinigt unter Führung des bisberigen Pressedezernenten Herrn Direktor Taeoper. der in seiner Antrittsrede die Pressevertreter bat, ihm auch in seiner neuen Position das Vertrauen entgegenzubringen, dessen er sich bieder immer ertreuen durkte, Für die Folge sollen häufiger städtische Pressekonserenzen stattfinden. Von besonderem Intersse waren die Mitteilungen des Steuerdezernenten. Herrn Beigeordneten Cless. über die drodende Belastung der Gemeindebaushaltsoläne durch Reichs= und Landesgesetze. Danach hat die Stadt Köln mit einem Ausfalle von 1600 000 Mark fährlich zu rechnen, hinzu kommen die Lohnforderungen der städtischen Arbeiterschaft. die einen Mehrbetrag von 1300 000 Mark verursachen. Gegen den Spruch der Kölner Schiedestelle hat sowohl die Arbeiterschaft als die Stadt Köln Einsoruch erhoben. Diozesantag der kath. Jugend= uns Jungmännervereine der Diszele Paderborn. Der Diözesanverband Paderborn der kathol. Jugendund Jungmännervereine Deutschlands mit seinen rund 60000 Mitaliedern, die sich auf 40 Bezirke verteilen, veranstaltet alle zwei Jahre einen Delegiesteateg. Nachdem der erste Verbandstag, gelegentlich des 75. Stiftungsfesten der Marianischen Jünglings=Sodalität Propstei=Herz=Jesu in Dortmund, im Jahre 1925, der KerbertCodebrechts Sendung Von Georg Julius Petersen (Nachdruck verdeten) (5. Fortsetzung.) Für Herbert, mit dessen Mutter sie bis zu deren Tode eng befreundet gewesen war, empfand sie eine fost mütterliche Zuneigung; sie duzte ihn nach wie vor „Wenn Du so offiziell zu uns kommst, müssen wir Dich auch dementsprechend empfangen,“ sagte sie beim Betreten des Salons.„Herzlichen Glückwunsch, Herbert— schon wieder ein Jahr—. Sie setzte sich.„Mein Mann und Ruth kommen auch gleich— ach, da hört man sie schon.“ Hinter einem Herrn von beträchtlicher Leibesfülle und mit einem vergnügt lächelnden Gesicht tauchte ein schlankes junges Mädchen von etwa 19 Jahren auf. „Prost Neujahr!" rief Bindewald so laut, daß seine Frau sich die Ohren zudielt. Lachend schüttelte Herbert die entgegengestreckte Hand des Mannes und dann etwas ernster die des jungen Mädchens.„Wir haben Sie gestern abend— was sage ich!— letzte Nacht, heute morgen schwer vermißt, lieber Godebrecht; es war lustig, sage ich Ihnen.“ „Haben Sie hier oder außerhalb gefeiert?" fragte Herbert, von einem zum anderen blickend. „Hier,“ antwortete die Frau des Hauses.„In den Lokalen gedt es mir in der Silvesternacht zu lärmend und ungeniert zu.“ „Hier war es nicht viel besser,“ brummte Bindewald mit einem Augenzwinkern.„Langes waren da, dann Umbereit mit dem ganzen Anhang, im ganzen vierzehn Personen, und nicht ein Spielverderber dabei.“ Er pfiff eine Melodie aus dem„Zigeunerbaron“ vor sich hin, kapitulierte aber vor einem strengen Blick seiner Frau. „Und Du. Herbert?“ fragte diese. :„Ich habe mich gegen zwölf Uhr schlafen gelegt.“ „Was. Sie haben nicht mal den Uebergang ins neue Jahr abgewartet?" rief Bindewald beinabe erschrocken. „Man soringt doch auch nicht mit geschlossenen Augen über einen Graben!" Er hatte inzwischen die Gläser gefüllt.„Na, aus ein plückliches neues Jahr auch für Sie, lieber Freund.“ Sie stiehen miteinander an. Als die Augen der iungen Leute sich trafen, gewahrte Herbert in Ruths Augen ##m leite Trauer, rasch wandte er den Blick ab. Er wurde natürlich zu Tisch geladen und sagte auch zu. Der junge Kavellmeister hatte sich entschuldigen lassen, weil er selbst irgendwo zu Gaste war. Als Herbert säterhin mit Ruth allein weilte, sagte er: „Ich muß Dich noch um Entschuldigung bitten, daß ich Weihnachten gar nicht mal gekommen bin: ich hebe sehr wohl die versteckten Vorwürfe Deiner Eltern verstanden Sie sah ihn mit ihren braunen Augen ernst an. „Du hattest jedenfalls erwis Besseres vor. Herbert?" „Besseres?— Rein.“ Und nach kurzem Ueberlegen: „Hat Walier Dir von meinem Weibnachtsabenteuer ersöählt?“ „Nur in Andeutungen. Das weitere wollte er Dir überlassen.“ Er nickte. Und dann berichtete er, was ihm bis gestern widerfahren war.„Denke Dir,“ schloß er,„und nun soll das junge Mädchen diesen. Menschen, der mir meinen Pelz gestodlen hat, betraten!“ „Ist sie denn viel besser als er? Wer einem Herrn die Uhr aus der Tasche ziebt...“ „Dabinter steckt etwas anderes.“ beharrte er eigensinnig.„Welcher Dieb gesteht seine Tat freiwillig ein?“ Sie hielt bartnäckig die Augen gesenkt. „Bist Du mir böse, Rutd?“ „Böse?“. Sie hob dis Gesicht ein wenig.„Du haft mir doch gar nichts getan, Herbert!" „Rein, das wohl nicht,“ gab er hastig zurück.„Aber wir waren bis jetzt so gute Freunde. Rutd. wir haben miteinander gescherzt und gelacht: und heute bist Du so still.“ „O. man ist doch Stimmungen unterworfen... Aber komm, ich wollte Dir noch zeigen, was ich zu Weibnachten bekommen habe.“ Als Herbert sich am Nachmittag verabschiedete, datte er das Gefühl, daß ihm ein wertvoller Mensch verloren zu geben drobe. und als er durch die Straßen schritt, stand er unter der Gewalt einer inneren Krise. Er datte oft mit dem Gedanken an eine spätere Verbindung mit Ruth gespielt. Sie gab sich so natürlich, war allem Exzentrischen abgeneigt, und mit ihrer Hingabe an die Musik vereinigten sich aufs glücklichste häusliche Tugenden. Und dann die Eltern! Prächtige Menschen, denen er auch ohne sein Vermögen willkommen wäre die aber taktvoll genug waren, ihre gebeimen Wünsche nie anzudeuten. Der Nachsinnende, innerlich Schwankende wurde in die laute Umgebung zurückversetzt durch einen Stoß, den er von einem Passanten empfing „Snerren Sie doch Ihre Augen aul“ aate dieler. Herbert kam nicht dazu, eine Entschuldigung oder ein scharfes Wort— er wußte im Augenblick nicht, was angebrachter wur— zu außern, denn seine ganze Aufmerksamkeit richtete sich aus den Gehvelz. den der Grobian trug. Das war ja sein eigener— oder war er es doch nicht? Immerhin er wollte seben, wohin der Herr ging: eine nervöse Ungeduld ergriff ihn. Er machte kohrt und folgte in geringem Abstande, durch andere Fußgänger gedeckt, dem Manne im Polz, und er betrat kurz nach ihm ein vornehmes Gasthaus, wo er seinen Mantel dicht neben den Pelz an den Garderobenständer hängte; er setzte sich so, daß er den Rücken des Fremden vor sich hatte und bestellte sich ein Glas Bier. Allmählich kam ein Grimm zu ihm auf. Da hing sein Eigelitum, und doch konnte er es nicht so ohne weiteres an sich nehmen. Aber wenn er sich nun dis morgen geduldete! Thea hatte ihm doch den Namen des Käufers genannt, der Pelz blieb ihm demnach. Oder er tat es doch nicht, wenn der Hehler ihn weiterverkaufte. Diese Möglichkeit verstreute die letzten Bedenken. Der junge Mann stand auf und näherte sich berzklovsend dem Garderobenständer, tat lo, als suche er in seinen Manteltaschen nach einem Gegenstand und wendete dabei das Innere des Pelzes so weit herum, daß er ein untrügliches Merkmal entdecken mußte. Da war es: die rechte Innentasche zeigte einen kleinen senkrecht verlaufenen Riß. der vor einigen Wochen durch ein zu grobes Zigarrenräckchen entstanden war. „Was machen Sie denn dier?" bieß sich eine darsche Stimme vernehmen. Herbert sad bastig auf: Der Grobian von vorhin. „O. ich freue mich nur, daß ich meinen Gebvelz. den man mir vor acht Tagen gestohlen dat, so schnell und mübelos wiederfinde," erwiderte er mit einem festen Blick „Sie wollen doch wohl nicht sagen, daß ich Idren Pelz gestohlen habe?“ Vorläufig nicht. Sie werden sich über den Erwerb hoffentlich ausweisen können.“ „Unverschämtbeit!“ Ein Geschäftsführer eilte herbei denn an den nächsten Tischen war man schon aufmerksam geworden. „Lassen Sie den Mann festnehmen, auf meine Verantwortung.“ rief der Fremde aufgeregt.„Er bat mir meinen Pels stedlen wollen“ „Und ich bitte um Feststellung des Namens dieses Herrn. damit ie ihn wegen Beleidigung verklagen kann,“ sagte Herbert „Bitte. meine Herren, folgen Sie mir in mern Jimmer.“ sagte halblaut der Geschaftsfüdrer. „Ich?— Fällt mir gar nicht ein.“ ries der Fremde. „Ich wußte nicht, daß Sie so glimoflich mit Paletetmarbers umneben werde es mir aber merken." Er hatte den Pelz angezogen und warf nun ein Geldstück auf den Tisch Als er sich rasch zum Geben anschickte, trat Herbert ihm in den Weg. „dalt,“ sagte er.„Ich bin odne weiteres berett, dem Geschäftsführer oder der Polizei Rede und Antwort zu stehen, verlange aber das gleiche von Idnen.“ Im selben Augenblick erhielt er einen Stotz vor die Brust, daß er zur Seite taumelte: diese Handlungsweise entschied über das zogernde Abwarten des Publikums. das zum Teil schon die beiden Gegner und den dänderingenden Geschäftsführer umstand. Man hielt den Herrn im Pelz fest, zwei handfeste Nellner führten ihn in einen kleinen Raum neben dom Büsett, nach wenigen Minuten erschien ein Schuvo. der beide mit auf die Wache nahm. Hier versuchte der Fremde wiederum den wilden Mann zu wielen: aber Herbert war seiner Sache nunmehr zu sicher, als daß er sich durch die Ausfälle der anderen hätte einschüchtern lassen „Und es ist doch mein Pelz!“ schrie jener, blau vor Wut. „So werden Sie auch wissen, an welcher Stelle zwischen Stoff und Pelz ein Erkennungszeichen eingelassen ist und welche Buchstaben daraut eingezeichnet sind.“ entgegnete Herbert. Die Hände des anderen glitten rasch und luchend an dem Pelz din und ber. „Was haben Sie darauf zu sagen?“ fragte der Wachthabende. „Richts— weil der Kerl dummes Zeug redet“ „Der„Kerl“ wird es Ihnen zeigen.“ gab Herbert zur Antwort. Er zeigte rasch aus eine Stelle in dem so deftig umstrittenen Kleidungsstück.„Hier— krennen Sie hier einmal die Naht aus. Sie werden dann ein Leinen lavpchen mit den Buchstaben E. M. G. finden" „Ich habe aber den Pelz gekauft!“ „Von wem?“ fragte der Beamte. „Das weiß ich nicht medt.“ „Ada!“ „Seinen Namen weiß er scheinbar auch nicht medr.“ unterbrach da Herbert. der nunmerr mit seinem leuzten Trumpf berauskommen durfte, die verständnisvolle Heiterkeit der Wachmannschaft.„Er hat sich hier als Erwin Neutöter legittmiert, in Wirklichkeit heißt er Otto Dröge.“ Sein Gegner starrte ihn wie entgeistert an. „Woder wissen Sie das— ich meine, wie kommen Sie auf eine so verrückte Idee?“ tragte er schließlich. WWeitt 19. Jahre der nach der einberufen genheiten Weiterfüh den Juger Der B 18. Mai, zeitig dast Pfingsttag um mit di machen. amt im 5 mehrere 8 historischen wird in nehmern# Externstei die Teilne der Jugen männer m Abend zu sch, sond eegungen die Bezirk war gele gen Kry es Verba im Sam Vorsitzende Teilen der zirksverein glieder übdes Jah die Verbai und sozial berichts, 130 000 M der nächst Dann an denen Sie verlie Geisteshöh gedehnten angenomm Der Verk lichst auf herbeigef der am anderen staatli erachtet. gelangen das Schl führungs besserung Umstan alls auch arbeitsm erlegt. S die Wit Erschütte Es wird kaufmä der Kn Bestrebung der kuapo Bergbauai führen, sin Geford Krankenbi lien. 8 werabs gestellt. u Ausgleich den heutig zustebende werden. Der VerbEiner müssen. u bert.„mü „Ich sionsinda! Herren D Adresse— Wünschen seben?“ „Dank den Frem Die Frag gung dea 50K fortgeschig wichen. ohon schri Herr Dro — unerhö Nach mit dem Erwin N beschreibu wohnbaft (damit se haarscharf Wutanfal selbst in die Nacht „Sie bert..D „Es i anderen: tor Bind umsonst Seine „##et der derr recht oder nictr“ fraate der Wacht#lin Schlimme die Wach — ## der Wlegiertentag zum 19, 19. und 20. Mal Piheruten Gedrm Bischofsstadt Paderdorn Senteiten in Je##. Beratung von VerbandsangeleMellen ist der leitende Gedanke, die Schulung und Weitzrtührung der Jungführer für die Jugendarbeit in den Jugend= und Jungmännervereinen 1" E.: M# Ladung ist wie folgt: Samstag, Sis Dieser Abend dient gleichzeitig dazu. das Verstandnis für die Liturgie, weziell der „(n. 4tgge,„ wecen. Ebemo dient der Abend dazu, um mit den Zetemonien des Pontifikalamtes bekannt zu machen. Sonntga, 1d. Mai, Teilnadme am Pontifikaloben Dom. Nach dem Mittagessen werden meprere########babgwagen die Teilnehmer zu den althistorischen Statte., den Externsteinen, befördern. Hier wird in einem beimatgeschichtlichen Vortrag den Teilnehmern über die Entstebung und frühere Bedeutung der Externeine Aufschluß gegeben werden. Der Abend wird die Teilnehmer vereinen, um sich über die Veredelung der Jugendfeste zu unterhalten. Paderborner Jungman.#r werden sich alle Müe geben, einen recht seinen zu gestalten. Denn es sollen nicht nur theoresondern auch praktisch den Tcilnehmern neue Aneegungen vermittelt werden. Am Montag, 20. Mai, geben die Bezirksvertreter gemeinsam zum Tisch des Herrn. und war gelegentlich einer stillen dl. Messe in der ehrwürigen Kroota des Domes. Zu der darauf beginnenden — Tagung wird der Hochwürdigste Herr Bischof erwartet. Ein in der Vereinsarbeit stehender Jugendpräses wird sodann über die Aufgaben des Jungführers worechen. Ausgehend von der Arbeit an sich selbst, wird er den Vertretern ihre Aufgaben im Verein, in der Oeffentlichkeit und wo es sein moge, erneut vor Augen führen. Am Nachmittag des zweiten Pfingsttages werden die zur Beratung stehenden Verbandsangelegenheiten erledigt. Bei dieser Gelegenheit werden die anwesenden Bezirksobmänner Bericht erstatten über die Arbeit ihrer Bezirksverbände. Die Anmeldungen der Teilnehmer müssen die zum 11. Mai an den Verbandsbruder Friv TiIl= mann, Paderborn, Am Haxtbausenhofe 14 16, gelangt sein. Später einlausende Anmeldungen können keinen Anspruch auf ordnungsmäßige Erledigung erbeben. Die Anmeldungen können die Angabe des Eintrefsens und die Aufenthaltsdauer in Paderborn enthalten. Die Tagung findet im St.=Pankratiusheim in Paderborn, Rosenstr. 29. statt. Es wird erwartet, daß alle Bezirke durch die ihnen zustehenden Vertreter und recht viele Vereine durch ihre Vorstandsmitglieder vertreten sind. hoffen und wünschen, daß von dieser Tagung aus ein neuer Geist und ein starker Wille in den Reiben unserer Jungführer durchbricht, zum Segen unserer katholischen Jugend. In diesem Sinne sei jetzt schon allen Teilnehmern ein herzliches Willkommen und ein jugendfrohes Tapfer und Treu zugerufen. band sich seiner Geburtsstätte entsinne und hier sein erstes Jubiläum begehe. Ueder Gelsenkirchen, seine Bedeutung usw. brauche er wohl kaum viel zu sorechen. Die Anwesenden alle, die das Vergnügen teilten, im Industrie= gebiet zu wohnen, kennen die Meirovole des Ruhrgedietes und die Koblenstadt. Die Natur habe dem Industriegebiet landschaftliche Schönheit versagt; es seien hier nur qualmende Schlote und Zechen zu seben. Trotzdem sehen gerade die Anwesenden gern diele immer ewig qualmenden Schlote als Ausdruck der Arbeit und der Zukunft der deutschen Wirtschaft Redner gab zum Schlusse dem Wunsche Ausdruck, daß der Verband sich weiter entwickeln möge und sich noch recht oit bei seinen weiteren Jubiläumsdaten seiner Geburtsstätte Gelienkirchen=Buer erinnern moge und schloß dann seine Rede mit einem kräftig erwiderten„Glückauf!" Im Anschluß daran sprach Herr Vierwirth namens des Gewerkschaitsbundes der Angestellten und sämtlicher Körverschaften. In seinen Ausführungen kam er auf die Aufgaben der Gewerkschaften zu sprechen, ihre lokal charakterisierte Bedeutung, ihre Aufgaben im großen Rahmen der deutschen Volkswirtschaft unw. Er beionte, daß es die Zukunftsaufgabe der Angestellten sei. den Mitgestaltungswillen am Schicksal des deutschen Volkes in die Tat umzusetzen. Und zwar nicht nur in kultureller Hinsicht, sondern auch in öffentlich=rechtlicher und wirte schaftlicher Hinsicht. Dann ergriff nochmals der Verbandsvorsitzende das Wort, um den beiden Rednern Dank auszusprechen. Weiter kam Redner auf den Werdegang und die bisder geleistete Arbeit zu sorechen. Der Zusammenschluß und die Verdandsgründung seien aus wirtschaftlichen und öffent lich=rechtlichen Notwendigkeiten erfolgt; man habe, un nicht an die Wand gedrückt zu werden, sich in einer selbständigen Organisation zusammenschließen müssen. Der Vortrag üder„Preis und Lohn“. den Her Vogel von der Leitung des Gewerkschaftsbundes der An gestellten Berlin, hielt, bot dem Volkswirtschaftler man ches Interessante. Er setzte sich mit dem immer wiede erhobenen Vorwurf auseinander, daß die Lohnvolitik der Gewerkschaften und ebenso ihre Gehaltspolitik starr und zu fest sei, um sich der stabilen Wirtschaft angleichen zu können und infolgedessen eiren schädlichen Einfluß auf die Volkswirtschaft habe. Er wies die geringe Stichhaltigkeit dieser oft erhobenen Behauptung nach und kani dann auf die Regelung der Preise, ibr Verhältnis zur Produktion und zu den Löhnen usw zu sorechen In den Nachmittagsstunden fand eine gemütliche Zusammenkunft mit Damen statt, die ebenfalls recht gut verlief. Zehnjahrfeier des Verbandes kaufmännischer Grubenbeamten in Gelsenkirchen Berufsberatung und Festakt im Hans=Sachs=Haus Die Arbeitstagung Unter der Teitung der Sowjets? Russische Generalstäbler in Berlin eh Berlin, 5. Mai.(Telegr.) Das große Interesse, entgegen, die Demonstranten, weil sie den wiederholten Aufforderungen zum Auseinandergehen nicht entsch. ium Glockenbach, wo der Führer des Zuges, Tun. einkurze Ansorache an die Versammelten hielt. Auf dem Weitermarsch nach Giesing trat in der Ettlingerstraße den Demonstranten Landespolizei und Schutzmannschaft Vorsitzenden Mellentin=Essen Teilen des weiten Verbandsbezirks, es Verbandes der kaufmännischen Grubenbeamten fand im Samstag im Hans=Sachs=Haus unter Leitung des statt. Aus allen als mit seinen 17 Bezirksvereinen und 129 Ortsgrupven, waren die Mitglieder überaus zahlreich erschienen. Nach Erstattung des Jahresberichts, der ein umfassendes Bild über die Verbandsarbett und ihre Erfolge auf organisatorischem und sozialem Gebiet gab, und Genehmigung des Kassenberichts, der ein Verbandsvermögen von weit über 130000 Mark aufweist, wurde Castrov als Tagungvort der nächsten Verbands=Hauotversammlung gewählt. Dann setzte eine rege Aussprache über die Fragen ein, an denen die Grubenbeamten ein Lebeneinteresse haben Sie verlief in ruhigen, sachlichen Bahnen und zeigte die Geisteshöhe der Versammlung. Als Niederschlag der ausgedehnten Aussprache wurden einstimmig folgende Entschließungen angenommen: Schlichtungswesen: Der Verbandstag fordert, daß üder Tarifstreitfragen möglichst auf dem Verbandlungswege eine Einigkeit herbeigeführt wird. Die freien Vereinbarungen der am Tarifvertrage beteiligten Parteien werden jeder anderen Regelung vorgezogen. Die Beibehaltung staatlicher Schlichtungsstellen wird für erforderlich erachtet, um mit deren Hilfe zum Tariffrieden gelangen zu können. Die heute geltende Verordnung über das Schlichtungswesen vom 30. Okt. 1923 und die Ausführungsverordnung vom 10. Dez. 1923 mögen verbesserungsbedürftig sein. dürfen aber unter keinen Umständen gänzlich beseitigt werden, besonders darf also auch nicht die Bestimmung wegsallen, die dem Reichsarbeitsminister das Recht gibt und die Pflicht auferlegt. Schiedssprüche für verbindlich zu erklären, um die Wirtschaft im Interesse der Allgemeinheit vor Erschütterungen zu bewahren. der Bestimmung in S 1 Abs. 3 des Tarifvertrages für die kaufmännischen Angestellten des rheinisch=westfälischen Steinkohlenteviers vom 28. 6. 1928 noch zahlreiche kaufmännische Angestellte unter Ausnutzung ihrer Notlage Schichtlöhner im Arbeitsverhältnis stehend behandelt werden. Da der Zechenverband als Tarifvartei wiederholt erklärt hat, daß er eine solche Einstellung der Zechenverwaltungen zur Frage nicht billige, so kann der Verbandstag nur annehmen, daß der Zechenverband gegenüber seinen Mitgliedern nicht den Einfluß hat, sie zur Befolgung der Tarifbestimmungen zu zwingen, wenn nicht alsbald dem hiermit energisch wiederholten Verlangen Folge gegeben wird, die noch gegen Schichtlohn beschäftigten kaufmännischen Angestellten in das Angestelltenverhältnis zu überführen. Gehaltstaffel: Der Verbandstag gibt seine Zustimmung zur Kündigung der Gehaltstafsel. Im weiteren Verlause der Entschließung beißt es: Vom Zechenverband wird erwartet, daß er dem Verlangen der kaufmännischen Bergbauangestellten nach Gehaltserhöhung Verständnis entgegenbringen wird. Weihefeier Es wird gefordert, Knaopschaft: daß die im Berabau beschäftigten Die eigentliche, in festlichem Rahmen gehaltene und großzugig aufgezogene Zehnjahrseier fand am Sonntagvormittag 11 Uhr im großen Saale des HausSachs=Hauses statt, die einen schlichten, aber herzlicherdedenden Verlauf nahm und die kollegiale Verbundenheit der Verbandsmitglieder und ihre Treue zur Organisation bekundete. Der Festsaal trug entsorechenden Schmuck und war mit einer frohbewegten Teilnehmerschar gefüllt, die festlich gestimmt war Die Veranstaltung brachte zunächst einen Orgelvortrag von Musikdirektor Kantert=Essen. Der Künstler gab das Lisztsche Präludium und Fuge von Bach. Man bewunderte das große Können des Vortragenden und in nicht geringerem Maße die unerschöoflichen musikalischen Möglichkeiten und die Klangfülle der großen Orgel.— Im Anschluß daran trat zunächst die„Sangeslust“ unter ihrem Dirigenten, Herrn kaufmännischen Angestellten weiter, wie disher, bei Oberborbeck. auf. Sie brachte als erstes„Deutschdas man in Moskau für die von den Berliner Kommunisten angekündigten großen Demonstrationen zum 1. Mai gezeigt hat und das bekanntlich auch zu direkten Angriffen seitens des russischen Kriegsministers gegen die deutsche Regierung geführt hat, ließ die Vermutung zu, daß nicht nur russische Gelder diese Bewegung finanzierten, sondern, daß die Leitung der Aufstandsbewegung sogar in russischen Händen liegt. Wie nun ein Berliner Blatt erfahren haben will, befinde sich der Leiter der Aufstandsbewegung, der bekannte Bolschewistenführer Mandellki. bereits seit 14 Tagen mit drei bekannten Organisatoren der Tcheka und drei führenden Herren des Generalstabs der Roten Armee in Berlin, um den Plan selbst zu fassen, wie man mit Gewalt Unruhen hervorrufen könne. Es bleibt abzuwarten, in welcher Weise die russische Regierung auf alle diese Vorwürse, die bekanntlich bereits zu einem Schritt des deutschen Botschafters in Moskau geführt haben, eingeben wird. Drei Untergrundbahnhöfe geschlossen Auf die Nachricht, daß zahlreiche Kommunisten, darunter auch die Mitglieder des kommunistischen Gesangvereins„Fichte“. die Absicht datten. ihr Tätigkeitsfeld für diese Nacht von Neukölln nach dem Wedding zu verlegen, wurden die Untergrundbahndöse Reinickendor— Straße. Wedding und Leovoldplatz von Beamten der Polizeiinspektion Wedding geschlossen. Ruhiger Sonntag in Berlin + Berlin, 5. Mai.(Telegr.) Die letzte Nacht und der Sonntag sind in den Unzuhezentren Neukölln und Wedding ruhig verlaufen. Die Milderungen, die in der Handhabung der Absverrmaßnahmen schon im Laufe des gestrigen Abends eingetreten sind, konnten deshalb noch erweitert werden. Die im Dienst befindlichen Beamten wurden durch andere, ausgeruhte Beamte ersetzt, und hatten schon gestern die Anweisung, im Gebrauch der Schutzwaffen äußerste Zurückhaltung zu üben. Wo noch vereinzelte Schüsse von Aufrührern abgegeben wurden. ist nicht mit sofortigem Feuer geantwortet worden, sondern die Polizei ist gegen die letzten Aufrührernester mit Durchsuchung der Häuser, die die ganze Nacht offengehallen werden müssen, vorgegangen. der Knaovschaft versichert bleiben. Die Bestrebungen, die den Zweck verfolgen, unter Aufhebung der knapnschaftlichen Versicherung die kaufmännischen Bergbauangestellten der Angestelltenversicherung zuzuführen, sind verfehlt und werden zurückgewiesen. Gefordert wird weilerer Ausbau der Leistungen der Krankenbilfe für die Versicherten und deren Familion. Bei der Angestellten=Pensionskasse wird baldige werabsegung der Beiträge, wie in Aussicht gestellt, und weiter gefordert, daß endlich ein gerechter Ausgleich zwischen alter und neuer Last erfolgt, besonders land, dir mein Vaterland“, und zwar in gewohnt exakter und schöner Weise. Klare Aussprache, veinlich genaue Sinsätze, Musik und Seele in jedem Satz— das alles ließ den gut geschulten, fähigen Chor erkennen, besonders in dem dann folgenden„Groß ist Jehova“. Noch während der lebhaften Beifallskundgebungen betrat der Verbandsvorsitzende, Herr Mergentin. das Rednervult und bewillkommnete in kurzen Ausführungen die Anwesenden, besonders die Ebrengäste. Im Anschluß ergriff Bürgermeister Sprenger das Wort zu einer kurzen Rede. Er bemerkte, daß er in den heutigen Beitragszahlern die nach dem Gesetze ihnen Vertretung des Herrn Regierungspräsidenten und des zustebenden Leistungen der Pensionskasse gesicher! Herrn Oberbürgermeisters Zimmermann spreche und im n„! Namen der Stadtverwaltung Gelsenkirchen=Buer die AnTartfvertrag: wesenden in Gellenkirchen herzlich willkommen heiße. Der Verbandstag stellt mit Entrüstung fest, daß, entgegen Er gab seiner besonderen Freude Ausdruck, daß der VerMißglückte Versuche in München X München. 5. Mai.(Telear.) Der Bezirk Südbayern der K P. D. hatte für gestern nachmittag eine Protestkundgebung gegen die Vorgänge in Berlin im Saale der Colosseums=Bierhallen einberufen. Die Polizeidirektion hatte diese Kundgebung verboten und zugleich Vorsorge getroffen, daß das Colosseum abgesperrt war. Der Saal des Colosseums war mit Schutzleuten besetzt. In der Nähe waren einige Hundertschaften der Landespolizei vostiert. Um 3 Uhr nachmittags erschien ein Zug Kommunisten, um in das Colosseum einzumarschieren, wurde aber von den Polizeibeamten abgewiesen mit dem Hinweis, daß die Veranstaltung verboten sei. Darauf zogen einige bundert Mann, an der Spitze Rotfrontkämpfer, durch die Ackstatt und Hans=Sachsstraße sprachen, mit dem Gummiknüpvel auseinandertried. In den angrenzenden Straßen sammelten sich aber neue Massen, so daß wiederum die Landesvolizei berangeholt werden mußte, um diese Straßen von den Neugierigen zu säubern. Insgesamt wurden etwa 30 Demonstranten zur Polizeidirektion gebracht. Neuere Meldungen über die Vorgänge in UnterGiesing besagen, daß die Polizei aus einigen Fenstern mit Steinen beworfen wurde. Unter den Demonstranten befanden sich auch zahlreiche Frauen. Die Straßen wurden durch Landesvolizei abgesperrt. Unterschlagungen beim Arbeitsamt Liegnitz X Breslau, 5. Mai.(Telegr.) Der bisherige Kassierer des Arbeitsamtes Liegmt, Grzyska, ist seit einigen Tagen verschwunden. Man vermutet, daß er erhebliche Unterschlagungen begangen hat, die von dem Vorsitzenden des Arbeitsamtes Liegnitz zunächst auf 30000 Mark geschätzt werden. Die Prüfung der Bücher ist inzwischen vom Landesarbeitsamt veranlaßt worden. Sie ist dadurch sehr erschwert, daß Grzyska infolge der ungewöhnlichen Arbeitsüberlastung im letzten Winter die Uebersichdie Buchführung verloren zu haben scheint. Wolkenbruch in Mähren + Brünn, 5. Mai.(Telegr.) Blättermeldungen zufolge ging Samstag um 6 Uhr abends über Auerschitz in der Nähe von Ausvitz bei Brünn ein schwerer Wolkendruch mit Hagelschlag nieder. Hierbei kamen der Landwirt Jakob Schwarz und ein Kind ums Leben. Auf den Feldern in der Umgebung von Auerschitz lagen die Schlossen noch zwei Stunden nach dem Hagelschlag. In Auerschitz selbst wurden grohe Schäden angerichtet, die Wände zahlreicher Häuser fielen ein, mehrere Tore wurden aus den Angeln gehoben und Bäume entwurzelt, Außerdem ging viel Vieh zugrunde. Dynamitexplosion Acht Arbeiter getötet # Esseg Kroatien, 5. Mai.(Telegr.) Auf einem Staatsgut ereignete sich gestern in einem Steinbruch in einer Baracke ein schweres Unglück. Ein Vorarbeiter hatte 25 Kilo Dynamit. die vollig durchnaßt waren, zum Trocknen neben den überheizter Ofen gelegt. Plötzlich explovierte das Donamit mir fürchterlichem Getöse. Die Baracke wurde zertrümert. Unter den Trümmern fand man die zerstümmelten Leichen von 7 Arbeitern und zwei Schwerverletzte. Von den Schwerverletzten ist heute einer im Krankenhaus gestoven. Auch der zweite dürfte laum mit dem Leben davonkommen. Auto von einer Lokomotive überfahren ¾ Mainz. 5. Mai.(Telegr.) Auf der Strecke Oberroden—Frankfurt am Main hat eine Leermaschine auf dem unbewachten Bahnübergang der Straße Dreieichenhain—Philivosteich in der Nähe von Götzenbain ein Personenauto überfahren. Von den sieben Insassen sind vier getötet, drei wurden verletzt. KerbertCodebrechts Sendung Von Georg Julius Petersen (Nachdruck verdeten) (6. Fortsetzung.) Einerlei, wir werden die Angelegenheit untersuchen müssen, und zwar sofort. Sie—“ wandte er sich an Herbert,„müssen ebenfalls so lange hierbleiben.“ „Ich füge mich ohne weiteres. Außer meiner Pensionsinhaberin, Erau Landgerichtsrat Brügge, werden die Herren Direktor Bindewald und Sohn— hier ist deren Adresse— mit Vergnügen meine Identität feststellen. Wünschen Sie noch mehr Entlastungszeugen von Anseben?“ „Danke, es genügt.— Und Sie?“ wandte er sich an den Fremden, der einen ziemlich kleinen Eindruck machte. Die Frage wurde mit einer wegwersenden Handbewegung beantwortet. Jwei Beamte wurden zur Feststellung der Angaben fortgeschickt, der Lärm war einer wohltätigen Stille gewichen. Eine Feder knirschte dann und wann, das Telephon schrillte. Als dann wieder Ruhe herrschte, murmelte Herr Dröge mit empörter Miene:„Freiheitsberaubung — unerhört!“ aber niemand achtete seiner. * Nach einer Stunde kam einer der Beamten zurück mit dem Bescheid, daß es in der Deichstraße 13 einen Erwin Neutöter gar nicht gebe, daß aber die Personalbeschreibung auf den Bohnenweg 18. Erdgeschoß, binks, wohnhaften Otto Dröge genau mit der des Arretierten (damit zeigte der Beamte auf den Gekennzeichneten) baarscharf passe, worauf der somit Ueberführte einen Wutanfall bekam. Der Pelz wurde ihm abgenommen, er selbst in ein dürftig erhelltes Verließ gebracht, wo er die Nacht zubringen sollte. „Sie können geben,“ bedeutete der Wachtmeister Herbert.„Den Pelz müssen wir naturlich hierbehalten.“ „Es ist wohl besser, wir warten das Erscheinen des anderen Beamten ab. Möglicherweise kommt Herr Direkvor Bindewald gleich mit, ich möchte nicht, daß er sich umsonst bemübt hat. Seine Vermutung war richtig. Bindewald, der Schlimmes befürchten mochte, betrat in großer Erregung die Wachtstube. Mein Gott, was machen Sie fur Geschichten!“ eief er Herbert zu. „Mochten Sie nicht lagen, wie ich beibe, wer meine Eltern waren, wie sie heißen?“ fragte Herbert mit einem humoristischen Lächeln. „Wenn Sie es nicht Lönnen, Herr Bindewald, wartet meiner ein sehr ungemütliches Nachtlager und ein sehr unangenehmer Zellengenosse.“ Bindewald atmete erleichtert aus. Seine Angaben deckten sich natürlich genau mit den im Protokoll stehenden, worauf er mit seinem Schützling die Wache verließ. Draußen sagte er: „Gott sei Dank! Meine Frau fiel beinahe in Ohnmacht, als der Uniformierte wissen wollte, ob wir Sie kennen, und Ruth— das arme Kind weinte. Aber nun kommen Sie. wir trinken irgendwo einen Grog, damit ich nach Hause telephonieren kann.“ Sie saßen noch ein halbes Stündchen zusammen und trennten sich dann: dei eine wohlgelannt, der andere von schweren Gedanken geplagt. Herbert lag. als er gegen Mitternacht zur Ruhe gegangen war, noch lange wach. Irgend eine Stimme in ihm warnte vor dem Weiterschreiten auf einer Bahn, die mit Fallstricken aller Art bedeckt war. Was ging ihn das fremde Mädchen an? Er hatte jetzt die Aussicht auf Wiedererlangung seines Pelzes, und auch die Uhr würde sich wohl noch auffinden — was wollte er noch mehr?... Aber dann meldete sich ein anderes Emofinden, und es war stark genug, den kühlen Verstand zu verdrängen. Thea— Rutd: zwei Mädchengestalten traten aus der Kulisse und standen dicht nebeneinander im dellen Namvenlicht. Sie verwischten sich dann, wurden eins und geleiteten den Eingeschlafenen ins Reich der Träume. * Am nächsten Vormittag wurde Herbert zu einem der Direktoren der Bank gerufen. „Nehmen Sie Platz, Herr Godebrecht.“ sagte der Direktor. ein Herr von vielleicht sechzig Jahren. nachdem er mit Herbert einen Neujahrsglückwunsch getauscht hatte. „Haben Sie die Festtage gut verlebt?“ „Danke ja. Herr Direktor.“ „Wie lange sind Sie nun eigentlich bei uns?“ „Ostern werden es fünf Jahre.“ Der Direktor nickte.„Ja, die Zeit fliegt.“ bemerkte er dann seutzend.„Sie kamen frisch von der Universitat, den Wunsch Idres vortrefflichen Vaters, einige Semester Jure und Nationalökonomie zu studieren, datten Sie getreulich erfüllt, seinen zweiten Wunsch, den er in seinem Testament geäußert: daß unser Institut. dem er selbst fast drei Jahrzehnte gedient hatte, Ihre Arbeitskraft deanspruchen mochte, wurde von uns verwirklicht" Herbert erdob sich und reichte dem Direktor impuli#o die Hand. „Ich danke Ihnen auch jetzt noch dafur,“ sagte er bewegt. „Was loll ich viele Worte machen, Herr Godebrecht die Direktion hat beschlossen, Ihnen die Leitung der Abteilung Devisen zu übertragen und Sie in die Reibe der Kollektivprokuristen aufrücken zu lassen: Herr Fritsche, dessen Posten Sie übernehmen, wird anderweitig eine gleichwertige Stellung erdalten.“ Unter anderen Umständen hätte Herbert diese Auszeichnung mit Freude, aber auch mit Gelassenbeit entgegengenommen: im Augenblick denahm sie ihm beinahe die Fassung. Er wurde so bleich, daß der Direktor besorgt fragte: „Was ist Ihnen denn? Sind Sie krank?“ „O nein. derr Direktor.“ lautete die hastige Antwort. „Liedeskummer?" fragte der Direktor lächelnd.„Ob, Sie sind in den Jahren, und dank der Soarsamkeit und der Fürsorge Ihres Vaters sind Sie das, was man eine recht gute Partie nennt. Man umwirbt Sie. und Sie wissen nicht recht, nach welcher Seite die Entscheidung fallen soll: habe ich recht, Herr Godebrecht?" fuhr er nach kurzem Abwarten fort.„Sie dürfen in mir nicht nur den Vorgesetzten seben, sondern auch den teilnehmenden Freund; ich war durch die letztwillige Bestimmung Ihres Vaters drei Jahre Ihr Vormund" „Ich weiß nicht, was mit mir ist,“ erwiderte der junge Mann, nachdem er sich mübsam gesammelt hatte,„wenn ich zehn Minuten Ihrer Zeit in Anspruch nehmen dürfte. Herr Direktor „Sprechen Sie.“ Als dann der Direktor sehr tiese Einblicke in das ungeklärte Innere dieses stillen, gesetzten, pflichttreuen jungen Menschen gewonnen hatte, sab er sehr ernst drein. „Ich danke Ihnen für Ihr Vertrauen, Herr Goderecht. Aber ich meine. die Wahl kann Ihnen nicht schwer allen. Direktor Bindewald ist mir persönlich bekannt— und von der vorteilhaftesten Seite, wie ich aleich hinzusetzen möchte— seinen Sohn sah ich gestern noch im Stadttbeater dirigieren— ein zweiter Nikisch, wie meine Frau meinte. Ra, und wenn die Tochter des Hauses auch nur annabernd die Charaktereigenschaften des Vaters besitzt, dann rate ich Ihnen: Fackeln Sie nicht lange nach Ihren eigenen Worten bekommen Sie sogar eine ideale Schwiegermutter odendrein." „Und die andere— die Tochter des Althandlers?“ fragte Herbezt mit gerotetem Gesicht Das Tischtelevhon ging. der Direktor mußte ein kurzes Gesprach füdren: unterdessen hing Herbert sehr uner###r#n lichen Gedanken nach. Es ging ordentlich ein Ruck durch seinen Korver. als der Direktor sich ihm zuwandte. „Ich bitte Sie. Herr Godebrecht. begeben Sie keine Torbeit. Was kann Ihnen ein wildtremdes Madchen ein!— Sie ist in einem ganz anderen Kreise ausgewachsen, steht Ihren Interessen fremd und verstandnislos gegenüder :„Das weit man doch nicht Hers Direktor.“ „Man weiß es nicht, sagen Sie. folglich konnen Sie meine Behauptung auch nicht widerlegen.“ Herbert kämpfte mit sich.„Ich bade Mitleid mit dem Mädchen,“ sagte er dann. „Mitleid ist nicht Liebe.“ „Ich habe in jungen Jahren, auf der Universität und auch später, meine eigene Einsamkeit schmerzlich genug empfunden,“ fuhr der junge Mann mit bebender Stimme fort.„Meine Studiengenossen hatten Eltern. Geschwister, sie erhielten Briese von zu Hause, sie verbrachten ihre Ferien daheim— ich habe das alles entbehren müssen. O. ich weiß wobl, daß ich in pekuniäter Hinsicht durchweg besser dran war als sie. aber meine Mittel— ich batte mehr als tausend Mark im Monat zur Verfügung— konnten das Fehlende nicht aufwiegen... Vereinsamung begünstigt oder weckt überbaupt erst tieferes Nachdenken. Was war natürlicher, als daß sich meine Gedanken jenen zuwandten, die, wie ich. unter irgend einem Druck standen. und daß ich mir gelobte, nicht achtlos an Menschen olcher Art vorüberzugeben, wenn sie mir einmal begegnen sollten“ Der Direktor sah den Erregten lange schweigend an „Diese Empfindung ehr: Sie. Herr Godebrecht" sagte er endlich:„aber ich kann Ihnen nur wünschen, daß Sie nie enttäuscht werden möchten.“ Er stand auf, Herbert ebenfalls.„Noch einmal. Vergessen Sie nicht, daß ich jederzeit für Sie zu sprechen bin, auch in privaten Dingen.“ Herbert ergriff die dargebotene Hand und verneigt# sich tief, dann schloß er die Tür hinter sich.— Als er im Laufe des Tages Glockner von seiner„Beförderung" erzählte, strahlte dieser ihn förmlich an. „Glänzend,“ sagte er,„das mus gefeiert werden, wie und wo, das ist Ihre Sache: und sollten Sie meine Frau und mich etwa hinzuziehen wollen, so kann ich Ihnen jetzt schon eine bestimmte Zusage in Aussicht stellen. * Am Abend— kurz vor sieben Uhr— betrat er den Laden des Althändlers Roberts. „Ich habe worige Wache eine alte Uhr bei Ihnen gekauft,“ sagte er rusig,„sie taugt nichts.(Bei diesen Worten bewegte sich die Portiere im Hintergrunde.) „Taugt nicht?" kreischte der Händler.„Wie konnen Sie sich unterstehen!...“ „Herr Roderts Sie täten desser, Ihre Stimme en wenig zu dämpfen. Wenn ich nicht irre, steht draußen vor Ihrem Fenster ein Schuvo.“ Der Althandler datte sich verfarbt. Auch er gewahrte den Uniformierten— denselben, dem er so grob gekommen war. Schumann, der in einem Torbogen gegenüberstand, blieb ihm verborgen; er wäre ihm auch wohl kaum verdachtig vorgekommen. (Vortsetzung folgt.“ Zu trüh bist Du von uns geschieden. Um sonst war hler all unser Pich n. So ruhe santt in Gottes Prieden Bis wir uns droben wiedersehn. Heute morgen 9 Uhr verschied nach kurzer. schwerer Kiankhelt, inlolge Operation, mein geliebter Mann, unser guter, teusorzender Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Herr Paul Hylla Im Alter von fast 47 Jahren. Um stille Teilnahme bitten Fran Bedwis Aylla geb. Blaschke. nebsi Anschörtsen. Herne, Schweiz, Oppeln(Oberschl.) und Berlin-Charlottenburg, den 4. Mai 1929. Die Beerdigung findet em Dienstag. dem 7. Mai, nachm. 3.30 Uhr vom Trauerhause Goethestr 37. aus statt. Allen, denen aus Verscehen keine besondere Nachricht zuging, diene dieses als solche. Soeben erschienen: marionnbiller Miltions-Kolender 42. Jahrgang. 19#0 Preis 60 Pfg. Mariarnhiller Glöchlein-Kalender für die missionstreuen Kinder 7. Jahrgang. 1S 80 Preis 25 Pfg. Roetbers& Röttsches ven Auch unsere Botinnen nehmen Bestellungen an. e. neben Postamt. Der Blinden=Verein Herne (Ortsgruppe des Westf. Blindenvereins) erbittet zur nachstehende blinde Handwerker Aufträge Strick= u. Hätelarbeiten. Maria Makowiat. Nordstraße 34 Klevierstimmen, Reparaturen. Polieren eigene Werkstatt Mahlstedt. Bahnhofstraße 15 a. Teleion 50038 Bürsten und Besen Müllei. Wischerstr. 4(Hinterhaus) Bürsten. Besen und Stuhlflechten: Henkelmann, Schloßstr. 15 Senatflechten: Lau, Ludwigstr 48 Kuhnhenne. Riemkerstraße 84 Blumen und Kränze Wienvolt Steinweg 4. Telefon 51294 Stuhlflechten: Grißner, Herne=Sodin en. Nordstraße 67 Kordmacher, Kordreparaturen. Stuhlflechten. Gerke. Herne Bärmg, Baarestraße 51 Klavierspieler: Schwan. Herne=Börnig, Freiheitstraße 16 Bestellungen für sämtliche Handwerker nimmt auch der 1 Vorsitzende des Herner Blindenvereins Wienholt, Steinweg 4, (Ruf 51294 entgegen. Kaufen Sie diese Artikel nur im Spezialgeschäft, dann haben Sie die Gewän, gut bedient und beraten zu werden. in größter Auswahl tinden Sie sämtliche Sotten Waschmaschtnen und Wassermotore zu den niedrigsten Preisen. Durcherleichterte Zahlungsweise ist es möglich, daß heute kein Haushalt mehr ohne eine gute Waschmaschine u. Wringer zu sein breucht.— Kommen Sie also zu mit und Sie werden am Waschtag tröhlich sein.— Ersatzielle steis am Lager Reparaturen werden prompt ausgeführt. Herne, Wilhelmstr. 22. +Maristenfrank+ (Calzium-Biphosphaf) Das altbewährte Kräftigungs- und Stürkungemitte! erneuert die erschöptten Lebenekrätte, veruhigt die Nerven, remnigt des Blut. fördert die Verdauung stärkt den Knochenbau und regt den Abbetn# an Von den ersten Autoritaten der Weit bestens emplohlen. Erhältlich in allen Apotheken und besseren Drogerien. wo nicht. wende man sich an die Biphosphat-Werke Recklinghausen Fernrut 387 Preis der Flasche 3 50 Mk Die Gewinnliste der VII. Volkswohl-Lotterie für soziale und kulturelle Zwecke ist für 18 Pfennig zu haben bei Koethers& Röttsches Herne, neben dem Postamt Rosen— Obstbäume und andere Baumschulartikel liefert jährlich zu Milli#delrosen. 10 S:ss 2M 4.—, 25 Sinck#m 10.—, 50 Stuck RM 19.—, 100 Stück RM 37.— Rosen=Neuheiten: Stück Nui 1. 50 Stück RM Stammrosen: Rletterrosen: Stück RM 0.70. 10 Stück 17 6 Trauerrosen: 2 Meter Stammböde Stück RM 4 sowie sämtliche nicht angeführten Baumschulartikel nach Verzeichnis empfichlt preiswer: 1930 Gorl Stiüner, Versandgärtnerei. Hamburg 1/110 Rundfunk Programm Rundfunk=Orogramm Langenberg(462.2) u. Köln(263.31. Mit Aachen(455.9) und Gleichwellensender Münster(265,5). Gleichbleidendes Werktags=Programm. 10.15: Sendungen für Versuche und du Industrie. S 11.15: Schulfunk(Do. u. Fr. 11.36 e 12.50: Weiter, Zeit.§ 13.30: Programm. O 15.30: Wirtschaftsberichte S 18.50: Vom Tage(a. Sa.), Wirtschaftsm., Wetter. Montag. 6. Mai. 12.10: Schallplatten. m 13.05: Komert. O 15: Kinderspielstunde: Wir zeichnen ein Bilderrätsel. o 16: Frauenstunde: Wir zeichnen ein Bilderrätsel. O 16: Frauenstunde: Hertha Maria Funk: Die Mutter im Exwachsenenhaushalt. o 16.25: Wirtchaftsmeldungen. 16.30: Museumdir. Dr. Liv=: Alerander von Humboldt zum 70. Todestag. O 17: Jugendfunk: Rheinische Orte und ihre Sagen.— H. Raasch: Werkarbeit für die Jugend. O17.45: Konzert des Funkorch. Solistin: Hennn Wolff Sopran.9 18.30: Lesestunde: Die Leute von Seldwyla, von Keller# 19.15: Spanische Unterhaltung. v 19.40: Oberschulrat Dr. Pähler: Wir Eltern und der Unterricht in der Biologie. o 20: Abendmusik des Kleinen Funkorch. Adam: Ouv.„Wenn ich König wär“.— Strauß: Melodien aus„Elektra“.— Saint=Saens: Abendträumerei.— Fredericen: Von Felsen und Tal. Suite.— Rubinstein: Konzertwalzer. — Heykens: Ständchen. o 21: Einsame Musik. Ausf.: Streich= quartett des Rundfunks. Solisten: Kläxe Hansen(Sopran). W Striem(Baß), Dodia Feldin(Cello). E. Grave(Klavier). Werke von Hans Pfitzner. Sonate für Cello und Klavier.— Lieder für Sooran.— Lieder für Baß.— Streichauartett Cis=moll. e Anschliebend: Tanzmusik des Jaz=Sinfonie=Orch. Bernard Ette. Deutsche Welle 1646. Sender Königswusterhausen und Jeesen. Deutsche Welle. Montag, 8. Mat. 12: Englisch für Schuler. o 12.25: Maoir a. D. Schlee: Funktechnische Plauderei. S 12 Nauener Zeit c 13.45: Bildkunk. o 14.30: Rinderstunde. Marchen und Geschichten Gelesen von Gertrud van Enseren. o 15.30: Wetter Börse o 15.40: Frauenstunde. Helene Wulff: Deutschlands Lieddte O 16: Englisch(literarische(Stundel. Demetriesen: Von Beethoven bis zur Jetztzeit. S 17: Berlin: Konzert. Spanische Stund. o 12: W. Möbue: pioniere der Funktechni“ O 18.30: Englisch für Anfänger Rat Dr Müller: Die Bekämpfung der Dasselfliege à 19.20: Pros Dr. Zimmer: Amerikanische naturhistorische Museen und Volkserziehung 20: Sonderveranstaltung. Einakter:„Der Hund im Hirn" Von C. Goez Pers.: Herr Prosessor: Frau Prosessor: Herr Littori: Johann. O 20.30: Rloviervortrase 2 bat aus chamos.— Chadrier: Scherzo=Walzer.— Haberbier: Bier Eindes— Empfohlen im Kirchlichen Anzeiger: Andachtsbüchlein für die Maiandacht von Pfarrer Dr. August Wibbelt je Stück 50 Pfennig Zu haben bei Etädes poelies.— Cdooin: Ecoslaisen: Tarantelle: Rondo, Es-dur. Aust: Th Demetriesen Flügel o 21.30: Orchesterkonzert Berimer Funkorch. Smetang: Ouv. zu„Die verkaufte Braut".— Atterberg: Tinsonie in C=dur D Danach: Tanzmusik. Jorg Zinne und das Schworz=Weit=Lau= und Tango=Orchester. Koethers& Röttsches Herne, neben dem Postamt Auch unsere Botinnen nehmen Bestellungen entgegen Krieger- und Landvebr-Vereis gegr. 1865 Vereinslokal: H. Knapp. Herne, Bahnhofstr. 1. Zur Beerdigung unseres Kameraden Paul Hyla treten die Mitglieder am Dienstag, dem 7. Mai. nachmittag 3 15 Uhr im Bereinssokol H. Knarp. Bahnhofstr. 18. an Die Gewehrarupp tritt um 3 Uhr nachmit aas an. Dunkler Anzua, Mütze, weiße Handschude. Orden und Eorenzeichen Punktliches und voll zähliges Erscheinen Ehrenpflicht. Der Vorstand *** Nummer 105, Zweites Blatt Herner Anzeiger Montag, den 6. Mai 1929 Vom Wirrsal des Lebens. Bilder aus dem Herner Gerichtssaal. Elli zählt schon 7 Lenze. Heute weiß es die Mutter besser. Es gob eine Zeit, da wunderten sich sämtliche Au odusse von Herne, daß die Elli schon so schulreif aussah und doch noch keine 6 Jahre alt sei. Nur ein Autobusschaffner war da, der vor einigen Wochen zum kleinen Heere der Zweifter überging, die nicht an Ellis 6 Jahre glauben wollten. Das große Heer der Leichtgläubigen erhielt durch ihn seine tödliche Schlappe. Die rauhe Wirklichkein erkannte Elli ein größeres Alter zu. Elli freut sich vielleicht(so lange sie das Altjungferntum nicht zu fürchten braucht), aber nicht ihre Muter. Ellis Mutter ist nicht direkt im Stadtzentrum ansässig. Sie muß schon eine Sraßenbahn oder einen Autobus benußzen, um nach Hause zu kommen. An einem Tage hatte sie es ganz besonders eilig. Sie verlor ein Paket, der Autobus stand breit, Ellilein wurde hineingesetzt, die Mutter stieg aufgeregt über den Verlust nach, der Wagen fuhr los. Der Schaffner cam:„Ist Ihre Tochter schon 6 Jahre alt?“„Nein!" Der Schaffner zog die Augenbrauen hoch:„Wie ist Ihr Name ditte?“ „Warum wollen Sie das wissen?" Er hatre schon seine Gründe. Sie gab bedrückt ihre Adresse an, und hätte es sich herausgestellt, daß Elli wirklich noch keine 6 Jahre alt sei, ware sie nie vor Gericht gekommen. So aber wurde sie wegen Betruges, wegen Prellens der Autobusgesellschaft, die sowieso in Nöten steckt, weil so wenig Herner ihre schwellenden Wagenpolster benutzen, zu 10 Mark Geldstrafe oder einen Tag Haft verurteilt. Elli ist also doch 7 Jahre alt. In der„Du-Stimmung"! Ate Kameroden aus dem Feide hatten eine Zusammenkunft en Herne. Unser Mann ging angeheitert gegen 21,18 Uhr nach Hause. Bei der Wirtschaft Stork am Steinweg cam ihm die Straßenbahn von Bochum zum Herner Bahnhof nachgefahren. Sie hatte eine ziemliche Geschwindigkeit. Kamerad G. schwang sich schwankend aufs Trittbrett.„Vorsicht! Vorsich:!" rief der Schoffner und half ihm.„Du Idiot, was willst Du?“ Der Schaffner sieht die Betrunkenheit des neuen Fahrgastes, geht darüber hinweg und frog:: „Wie weit bime?"„Wie weit? Na, weiter wie zum Bahnhof fährst Du ja doch nicht!" Der Schaffner ist ärgerlich geworden:„Habe ich mit Ihnen schon mal die Schweine gehütet?“„Was willst Du, Lausejunge?“ „Hier haben Sie einen Fohrschein, geben Sie die 15 Piennige her, so, jetzr ober raus!“ Der Angetrunkene widersetzt sich, will necht vausgeworfen werden, stößt mit dem Ellenvogen en eine schwarze Scheibe, der Stoß sollte dem Schaffner gelten. Da wendet sich dei Schaffner an einen Herrn des Hinterperrons, der sich ihm vorher als Kriminalbeamter auswies und bierer, den Namen des Widersetzlichen festzustellen. Der versucht es und wird auch„Lausejunge“ tituliert. Bekommt dann den Reisepaß des Mannes, kann ihn der Unleserlichkeit halber jedoch nicht gleich entziffern. Da stänken der Betrunkene:„Wenn Du zu dumm bist, daß Du nicht lesen kannst, dann laß die Finger davon!" Einen Tag darauf erkennt der Angeklagte, was er angerichtet hat, verschafft sich die Adresse des Schaffners und fährt nach Bochum, um ihm sein Bedauern auszusprechen, triffr jedoch nur dessen Frau an. Die will die Zerknirschtheit ihrem Manne mitteilen, damit dieser Abstand nehme von einer gerichtlichen Ktage. Aber es ist passiert. Da sitzt er nun, klein und kentig, auf der Anklagebank. Er entschuldigt seine Beleidigungen damit, auf der Zusammenkunft habe man immer nur „Du“ zueinander gesagt. Schön. Läßt man sich gesollen. Man ließ sich beim Militär von rauhbeinigen Feldwebeln auch den„Idioten" und wer weiß was noch sonst für Gemeinheiten an den Kopf werfen. Aber Privatleben ist nicht Kasernenhof. Wegen des rüpelhaften Benehmens, der Beleidigungen und des Hausfriedensbruchs erhielt der Angeklagte drei Wochen Gefängnis, die durch die erlittene Untersuchungshaft als verbüßt gelten. „Wie können bloß die Leute sooo die Kaufleute betrügen?" Derselbe Angeklagte. Ist aus Essen. Wurde am 26. August von einer Baufirma enslassen, ging einen Tag daraus, es war ein Sonnabend, nachmittags in ein Herner Kleidergeschäft und suchte sich auf Abzahlung einen Anzug zur 89 Mark aus. Gab an, noch in Arbeit zu stehen, zahlre 14 Mark an. Käufer unterhielten sich mit dem Kaufmann. Der erzählte, wie man ihn besrogen habe. Der Angeklagte schlug die Augen zum Himmel und brummte im Brusttone:„Wie können bloß die Leute sooo die Kaufleute betrügen!" Ging und der Kaufmann dachte: Endlich wieder ma ein ehrlicher Mensch! Und gestern vor Gericht:„Der Mann ist ein Berufsbetrüger!" Denn der Angeklagte ging und ließ nie wieder von sich hören. Er entschutdigt sich, er sei besonders schwer geprüft und mit dauernder Erwerbslosigkeit verfolgt. Ein Beamter der Baufirma legte als Zeuge das Polierbuch vor, worin beglaubigt wurde, daß der Angeklagte den Anzug erst nach seiner Entlassung gekauf: hat. Er war so raffiniert gewesen, den Sonnabend nachmittag abzuwarten wo alle Büros geschlossen sind und kein Kaufmann sich erkundgen kann, ob der Käufer tatsächlich dort oder dort in Arbeit steht. Auch hier wieder 3 Wochen Gefängnis. Der Angeklagte sitzt bereits seit dem 20. März in Untersuchungshoft. Diese wird ihm auch hier angerechnet. Razzia im Scheunenviertel. Das riecht nach einem Berliner Film, bezieht sich jedoch auf Herne. Es gibt hier in Herne eine ländliche Gegend, wo albe Scheunen durchtippelnden Landstreichern vielfach Unterkunft sind. Es sind dort schon genug Sonnenbrüder aufgesisch. worden. Zuweilen wagen sich auch Einheimische hinein, wenn unverhoffte Verhältnisse eintreten. Bei einer Razzia wurden auch zwei junge Burschen aufgegriffen, die dort 4 Nächte verbrachten. Der erstere hatte auf von der Heydt gearbeitet, wurde erwerbslos, seine Mutter kam ins Krankenhaus, sein Vater in eine Heilanstalt und er trieb sich dann verzweifelt draußen herum. Er ist eben 19 Jahre alt. Sein Genosse bezog Unterstützung, logierte der Billigkeit wegen aber auch lieber draußen in den Scheunen. Beide erhielten je eine Woche Haft, die aber durch die erlittene Untersuchungshaft als verbüßt zu gelten hat. Ob beide Angeklagten geberteli haben und landstreicherten, konnte ihnen nicht nachgewiesen werden. Das Arbeitshaus, ein Schreckgespenst. Ein Bauarbeiter soh von hohen luftigen Bauten aus, wie schön das Land da un en ist. Und er zog es vor, diese Schönheiten zu durchstreifen. Diese neue, der menichlichen Gesellschoft bei armen Leuten nicht genehme Beschäftigungsort brachte ihn schon zweimal ins Arbeitsbaus. Und wer dort herauskommt, zeht ungern wieder hinein. Der Angeklagte behauptete, er habe sich in Bochum und Umgegend.(dazu rechnet er. mit Oberbürgermeister Nuer zusammen, auch Herne). eifrig nach Arbeit umgesehen, habe aber keine finden können. So geht es übrigens allen, die sie nicht finden „wollen“. Er muße doch Butterbrote erbetteln, um nicht zu verhungern. Seit 1922 tut er sich so an erbettelten Buterbroten gü lich. Na, wir gönnen sie ihm. Er bekam 6 Wochen Gefängnis, die Untersuchungshaft mit einbegriffen. Noch einmel soh der Richter vom Ueberweisen an die Landespolizei ab. Und der Verurteilte war darob hoch befriedigt! Das Gericht soll billiger werden. Das ist der Wunsch des Angeklagten. Er ist hier Neuling. Stahl einem Invaliden zwei Bündel Spalierlatten. Gibe den Diebstahl zu:„Es beruht alles auf sich!“. Damit meinr er, was in der Anklageschrift steht. Er hat dem Invaldden die 6,— Mark Schaden für den Diebstahl der zwei Bündel ersetzt. Damit sollte das Gericht es bewenden lassen. Zehn Mark Geldstrafe beantragt der Staatsanwalt. Da zieht der junge Mann die Sürne kraus. Ob denn das Gericht nicht billiger werden will? Wo er doch schon mit der Kriminal geredet hit usw., aber auch das Gericht schließt sich dem Amtsanwalt an. Hier gibts kein Feilschen um die Abtilgung der Schuld. Aber er darf in Raten abbezahlen. Der Generalorganisator. Der Fall wird vertagt. Eine Honiggeschichte. Der junge Reisende wollte der Prophet werden, der hinausgeht und dem Chef den Honig durch eine tüchtige Vertreter=Organisasion in 100facher Höhe umsetzt. Drei Tage organisierte er. Dann##assierte er ohne Kassavollmacht ein. Der Chef bedankte sich für den Glückebringer. Nun klagte Chef und Organisator am Arbeitsgericht. Bis sich das Dunkel dieses Prozesses aufhellt, wurde der Fall ver##gt. Ilgo. Briefe an den Herner Anzeiger. sum Streit um den Ueber Gebühr ist in der neuen Rummelplatz letzten Jeit die Verlegung nrurn Rummelpind. deg Herrer Rummelplatzes von interessierter Seite in einer Art in die Oeffentlichkeir gezerrt worden, zu der sachverständige einheimische Schausteller nicht schweigen können, umsomehr, als nunmehr der Herr Staktverordnete Ellersiek sich auch noch veronlaßt fühlt, der Sache eine besondere Note zu geben Durch eine Anfrage an den Migistrat in der letzen Stadtverordnetenversammlung. In dieser Anfrage hätte Herr Ellersiek des besseren Verständnisses wegen auch angeben dürsen, duß er sich für die Erledigung der Geschäfte des Vereins der Herner Markt= und Messereisenden gegen eine Entschädigung von 250.— RM. angeboten hat und sich für die Anfertigung einer Beschwerde, troßz der von ihm erwähnen großen Not der Schausteller, die die Beanspruchung des Wohlfahrtsamtes derselben erwarten lasse, 20.— RM. zahlen ließ. Zur Sache, insbesondere zu dem Artikel in Nr. 98 der Herner Zeitung und der Anfrage des Herrn Ellersiek in der Stadtverordnerenversammlung erwähnen wir folgendes: 1. Es wird nicht bestrirten, daß die Stad; für RM. 1500.— den Platz an der Kirchhofstraße für 8 Tage zur Verfügung gestellt hat. Damnit war uns Schaustellern aber nur für die Frühjahrskirmes und nicht für dauernd gedient. Mit Rücksicht hierauf war der Preis enorm. Wie die Stadr mii uns verfährt, ist uns noch von früher im Gedächmis, als wir enorme Summen fur den Postplotz bezahlen mußten. Wir konnten hernach den Platz an der Kirchhofstraße billiger haaben, obschen wir auf demselben auch nicht auf „Rosen gebeitet“ waren. Dieser Platz an der Kirchhofstraße hat heute noch, grotzdem er lange Jahre als Rummelplatz benutzt worden ist, die größren Mängel, wenn auch zugegeben werden soll, daß das Polizeiamt im verflossenen Jahre denselben als den z. Zt. einzigen Platz bezeichnet hat. Hierfür dürfte maßgebend gewesen sei, daß sich ein anderer besonders geeigneter Platz, als den auch der Platz an der Huestraße nicht engesehen wird, nicht hatte ausfindig machen lassen. Mit Rücksicht darauf, daß der Platz an der Kirchhofstraße als Marktplatz ausgebaut werden soll und uns Schaustellern derselbe nicht einmal mehr für diesen Herbst zur Verfügung gestellt werden konnte, war es erforderlich, daß nunmehr eine endgül ige Entscheidung getroffen wurde. Notgedrungen mußte das Polizeiamt nunmehr anerkennen, daß, nachdem der Platz an der Kirchhofstraße für dauernd nicht mehr in Frage kam, auf den Platz an der Huestraße als den nunmehr geeignetsten zurückgegriffen werden mußte. Mit der Anmietung des Platzes durch den Wirt der Polizeikanine hat dies nichts zu tun. Derselbe hat den Herner Schaustellern aus sich heraus sogar 50 Prozent Beleiligung angeboten, was aber durch einige Querköpfe nicht akzeptiert wurde. Ueberraschenderweise hat sich in der Praxis herausgestellt, daß der neue Platz im Gegenjatz zu der ursprünglichen Meinung des Polizeiamtes Coch bedeutend besser geergner ist, als vorausgesehen worden war. Es gilt dies insbesondere für die Bedenverhältnisse, war doch während der Kirmes, trotz des Regens, auf dem Platz von Schmutz r his zu bemerken, wogegen der Platz an der Kirchhofstraße vor mehreren Jahren gelegentlich des Ostpreußenjestes an einer Seite wegen des tiefen Schmutzes gesperrt werden mußte, wodurch der Platz nur von der Shamrockstraße aus betreten werden konnte. Es ist zu begüßen, daß das Polizeiamt ein Einsehen gehabr und seine ursprüngliche Meinung in der Erkenntnis revidiert hat, daß uns nur durch einen dauerhaften Zustand geholfen werden kann und von den größten Uebeln das kleinste gewählt werden muß. Herr Ellersiek soll'e aber bei Tatsachen bleiben und zum wenigsten nicht versuchen, durch Irreführung und unwahre Behauptungen im Interesse einzelner sattsam bekannter Berufskollegen, die ihre Felle fortschwimmen sehen, uns Schausteller insgesamt zu schädigen. Tatsache ist, daß wir bei der diesjährigen Kirmes bedeutend mehr hätten zahlen müssen für die einzelnen Stände, wenn wir es mit der Stadt zu tun gehabt hätten. Wo blieb Herr Ellersiek mit seinem angeblich großen Interesse für den Stadtsäckel, als vor einigen Jahren der ihm jetzt nicht fernstehende Unternehmer von einem Schausteller RM. 70.— Standgeld preßte, der Schausteller dann aber sein Geschäft, mangels jeglicher Barmittel, durch das Wohlfahrtsamt zu einen anderen Platz befördern lassen muße? Die meisten einheimischen Schausteller haben on Stand geld für die Frühjahrskirmes überhaupt nichts gezahlt. Ein ein heimischer Großschausteller bezahlte RM. 100.—, wo gegen er in Essen für dieselbe Zeit RM. 600,— bezahlen mußte. Zu den einzelnen von Herrn Ellersiek angeführten Pun#ben erwähnen wir folgenstes: 1. Es ist unwahr, daß ein seit über 30 Jahren bestehender Fuß= und Fahrweg durch die Kirmesveranstalung gesperrt und frischbebaute Aecker und Gärten beschädigt— geschweige erheblich beschädigt— worden sind. Der fragliche Fuß= und Fahrweg zu seir 1914 gesperrt. Wo sich die frischbebauten Aecker und Gärten befinden sollen, ist jedem Ortsbekannten ein Rätiel 2. Das Motw des Schausteller ist:„Die Welt ist mein Feld“, wonaus heworgeht, daß auf einer Kirmes auch auswärtsge Schausteller zugelassen werden müssen, vorausgesetzt, daß das einheimische Gewerbe nicht stark genug ist, eine Kirmes zugkräftig zu gestalten. In Herne ist dies der Fall. Dagegen ist Tat sache, daß die Herner Schrusteller doch in der Hauptsache ihr Geld in der näheren und weiteren Umgebung, abso auch auf auswär kgen Plätzen, verdienen. an denen die obige Voraussetzung wie auch hier, nicht gegeben ist. 3. Glückspiele wurden nicht von zwei Auswärnigen, sondern von dem Einheimischen B. und dem Vorsitzenden des Vereins reisender Geschäftsleute„Rote Erde“ ausgeübt. 4. Herr Ellersiek sollte sich doch nicht um polizeiliche Angelegenheiten bekümmern und uns Schaustellern, denen er nach dem Schlußsatz seiner Anfnage sich doch günstig erweisen will, unsere Existenz nicht noch schwerer machen, indem er der Polizei vorwirft, alle poli zellichen Auflagen scien nicht erfüllt. Weder der alte noch der neue Platz in seiner jetzigen Verfassung enspreche streng den polizeilichen Vorschriften. Aber immerhin kann behaupter werden, daß dank der Bemühungen des Besitzers der neue Platz so verbessert worden ist, daß der alte Platz einen Vergleich setzt nicht mehr aushalten kann. Ein Feuerhydrant fehlt allerdings noch, aber auf dem alten Platz auch, trotz seiner jahrelangen Benutzung.“ Das unter erbrückenden Steuern und Abgaben, wie Verwaltungsgebühren etc., lebende Schaustellergewerbe lehnt es ab, für die Ausfälle an Realsteuern im Sinne des Herrn Ellersiek, der uns mit seiner Sache einen schlechten Dienst erwiesen hat, aufzukommen. Er vergißt, daß ein dauerhafter Zustand geschaffen werden mußte und nur aauf die geschehene Art und Weise hat geschaffen werden können, wobei es unmaßgeblich ist, ob im verflossenen Jahre der jetzige Platz als geeignet bezeichnet wurde oder nicht, solange noch die Hoffnung bestand, einen günstigeren Platz zu erhalten. Des weiteren wird noch die Behauptung des Herrn Ellersiek zurückgewiesen, zur Bestimmung der Plätze und des Standgeldes seien von den Besitzern zwei auswärtige Schausteller bestimmt worden. Es ist dies eine Unwahrheit, wir verweisen bezüglich des Standgeldes auf das oben Gesagte. Herr Ellersiek umgeht— ob mit oder ohne Absicht sei dahingestellt— den Kern der Sache. Es ist dem Verein wiederholt angeboten worden, sich zur Hälfte an dem Platzunternehmen zu beteiligen. Erst nachdem dieses wiederholt von dem Verein abgelehn: wunke und keine Möglichkeit mehr bestand, einen anderen Ausweg zu schaffen, nahmen sich einige Mitglieder des Vereins der Sache an, da sonst infolge der Kürze der noch zur Verfügung stehenden Zeit die Befürchtung bestand, daß die Kirmes überhaupt nicht abEine Packung Kukirol-Pflaster mit dem Garantie-Schein kostet 75 Pig. Kuktrol hilft sicher Sie erhelten bei Nichter seta Ihr Setd zutück.! Kuldirol-Verkaufsstelle: Vikloria-Drogerie. Bahnhofstr. 323 Des Lebens seltsames Spiel. Roman von Elisabeth Ney 11)(Nachdruck verboten.) Christa vergaß, von ihres Verlobten Freude hingerissen, auch wirklich für einige Stunden den Trennungsschmerz. Wie zwei Kinder schlenderten die beiden Liebenden dann durch die Straßen Berlins und kauften für ihr kleines Fest zum Abend em. Fröhlich kehrten sie heim, und als sie die Schwelle zu Matthias Brechts Wohnzimmer überschritten, blieben sie wie gebannt stehen, ob des Anblicks, der sich ihnen bot. Frau Alvens hatte es sich nicht nehmen lassen, dem Brautpaar eine kleine, nerte Verlobungstafel herzurichten. Der weiß gedeckte Tisch war üver und über mit ersten zarten Frühlingsblumen geschmückt. Frau Alvens hate das deste Silber und das schönste Kristall zur Feier des Tages aus ihrem Schrank herausgeholt, das nun beim Schein eines alten silbernen, zwölfarmigen Leuchters, der statt der elektrischen Lichte: brannte, btißzte und funkelte. Christa stand in fassungslosem Staunen, und starrte alles wie ein Wunder an: dann aber flog sie, einem inneren Drange folgend, der gütigen Frau um den Hals, während Matthias Brecht nur wenige Dankesworte zu stammeln vermochte, und mit glücklichen Augen auf die Festtafel schaute, und von dort auf die liebliche Gestalt seiner Braut, die in der eigenartigen, feierlichen Beleuchtung denauschend schön wirkte. In fröhlicher Stimmung saßen die drei bei dem Verlobungsmahl. und als man zum ersten Male die funkelnden Weinkelche zusammenklingen ließ, zo Matthias Brecht zwei schmale goldene Reise aus seiner Brustrasche, und steckte den einen Lovon an Christos linken Ringsinger. Innig küßte er dann die kleine bebende Hand. und in dem er ihr tief in die blauen Augen sah, sogte er ernst: „Nun bist du auch vor der Wett meine Braut, wir ind verlobt. Der Ring an deinem Finger soll dich im mer daran erinnern, daß die Zeit unserer Trennung nur kurz sein wird, und daß du dann mein geliebtes, angebetetes Weib bist, bald, bald meine Christa, mein alles auf der Welt, der ich für ihre Lieve so von Herzeu dankvor bin.“ Christa vermochte nicht zu sprechen. Ein poar große Tränen perlten über ihre Wangen und fielen anf seine Hand. „Freudentränen“, sagte er, sie zärtlich kortküssend „Gott gebe, daß du von nun niemals mehr andere Tränen als die der Freude weinen mögest.“ Frau Alvens hatte sich nach dem Essen still zurückgezogen. Sie wollte die wenige Zeit, die dem jungen Paare noch bis zum Abschied blieb, nicht unnütz kürzen. „Nun kommt die Krone des Abends, der Sekt!" rief Matthias Brecht lachend aus, und löste vorsichtig den allzu fest sitzenden Kork. Schäumend perlte das köstliche Naß in den Kelchen. „Auf unfere Liebe, auf unsere Zukunft, unser Glück, mein kleines, süßes Lied", flüsterte er dann beseh,. und zog das errötende Mädchen innig an sich. Der Sekt ließ bold das heiße, sehnsüchtige Blut schneller in den Adern kreisen, und allmählich wurden ihre Küsse immer leidenschaftlicher, verzehrender, und drohten ihnen die Besinnung zu rauben. Christa lag selig in des Geliebten Arm. Da riß Matthaz Brech: sich plötzlich zusammen und, indem er die Wünsche, die in seinem Innern toben, mit aller Kraft bezwang, chov er die Geliebte seise, aber bestimmt von sich. „Nein, mein Kleinod, mein alles, laß uns nicht schwach werden, und bald, bald bist du ja ganz meir“, agte er gepreßt. Noch einmal zog er sie in verzehrender Gim an sich, küßte sie, dann ober machte sich Christa wastig aus seiner Umarmung frei, und verließ mit einem leisen „Guse Nocht" das Zimmer. Christa vermochte an diesem Abend kange nicht ein zuschlafen. Der ungewohnte Sektgenuß sagte ihr das Blut noch immer wild durch die Adern. Der ganze vergangene Tog mit seinem furchtbaren Anfang und dem grückseligen Ende zog on ihrem Geiste vorüber. „Du, du“, flüsterte sie heiß. Dann abe: gedachte sie der nahe devorstehenden Trennung. und weinte sich leise in den Schlaf me is Am nächsten Morgen mußte Christa Wald schon zeitig im Dienst sein. Matthias Brecht begleitete sie zum Amt, dann trennten sie sich bis zum Spämachmittag Christa trat ihre Arbeit heute wie im Traum, und die Stimmungen in ihrem Innern wechselten fortwährend. Bald hätte sie vor Glück laut aufjubeln können, dann aber überfiel sie wieder die namenlose Angst vor der bevorstehenden Trennung, und noch ein anderes Gefühl bedrängte sie und nagte an ihrem Herzen. Wie, wenn nun alles anders kam, wenn der Geliebte nun in der Fremde eine andere, vielleicht eine vomehme junge Dame seiner Kreise lieb gewann? Dann aber schalt sie sich selbst eine Törin und scheuchte die quälenden Hirnaespinste weir von sich. Nein, Matthias Brech liebte nur sie allein, der Ring an ihrem Finger verband sie auf ewig mit ihm Wie kam sie nur auf diese dummen Gedanken? Weshalb quälte sie sich jo unnüß? Und dann lächelte sie über sich selbst und gedachte des gestrigen Abends und seiner heißen glühenden Küsse. Maithias Brecht holte sie heute vom Amt ab. In stillem Glück schritten sie fest aneinandergeschmiegt durch das Straßengewühl, und aus ihren Augen leuchtete das große Glück ihrer jungen Liebe. So vergingen die drei Tage ihres glücklichen Beisammenseins wie im Fluge, und dann nahte unerbittlich die Abschiedsstunde. Christa Weld stand mit bleichem, leidvollem Gesicht auf dem Bahnsteig. und drückte immer und immer wieder des Geliebten Arm. Es fehlten nur noch wenige Minuten dis zum Abgang des Juges. Auf beiden kastete die Schwere der Abschiedsstunde Christa vermochte nur mit Aufbierung all ihrer Kräfte das wilde Schluchzen zu bezwingen, das i## ihrer Kehie brannte. „Liebster, Liebster“, stieß sie ängstlich hervor. Matthias Brecht beugte sich liebevoll zu ihr nieder, und sah den stillen inneren Kampf der aus ihren Augen Nagte. „Thristo, mein kleines, siedes Mädelchen, sei topfer und vertraue mir. Mach uns den Abschied nicht so schwer. Sseh. mein Kind, die Zeit wird so schnell vergehen, worte getreu auf mich, bis ich dich rufe. Auch mir fällt der Abschied ichwer, aber der Gedanke an eine baldige schöne Zukunft mit dir zusammen gibt mir Mur und Trost.“ „Ich werde geduldig warten, ich habe dich ja so lieb“, schluchzte sie leise, sich fest an ihn klammernd. In diesem Augenblick ermahnte der Schaffner zum Einsteigen. Noch einmal riß Matthias Brecht das geliebte Mädchen fest an sich und ihre zuckenden Lippen fanden sich im letzten Kuß. Tief leuchteten ihre Augen ineinander im warmen, heiligen Gelöbnis der Treue. Dann sprang Marhias Brecht in sein Abteil, und der Zug setzte sich langsam in Bewegung. „Lebe wohl, Christa!“ rief er ihr noch zu. Christa hörte es kaum Wie durch einen Traumschleier sah sie das Gesicht des Geliebten jetzt mehr und mehr entschwinden. Er winkte ihr zu und rief ihr noch einmal liebe Worte entgegen; dann aber hatte der Zug das offene Gleis erreicht. Christa Wald wandte sich langsam, und verließ mit schwankenden Schritten den Bahnsteig. * Die schnell dahineilende Zeit lindert allen Kummer. So ließ auch bei Christa Wald der Trennungsschmerz, der in den ersten Tagen ihr Herz zu brechen drohte nach. Von Matthias Brecht trafen täglich Briefe und Karten ein, die er von unterwegs abgeschickt hatte. Immer enthielten sie liebe, innige Worte, die voll froher Zuversicht auf ein baldiges Wieder sehen hindeuteten. Er schrieb so freudig, so hoffnungsfroh, daß Christa allmählich ruhiger wurde, und das freudig hoffende Gefuhl auch in ihrem Innern Einzug hielt. Zwei Wochen wohnte Christa Wald nun schon in der Ansbacher Straße bei der alton Frau Alvens, die ihr eine rechte mütterliche Freundin geworden war. Es wäre alles schön und gut gewesen, wenn nicht die übergroße Sehnsucht in Christas Herzen genagt hätte. Eines Tages, es wor an einem dienstfreien Sonntag, tried es sie hinaus nach Wannsee. Sie wollte den Ort wieder aufsuchen, an dem sie der Geliebte zum ersten Mase umfangen, und ihr von Liebe gesprochen hatte (Fortsetzung folgt.) gehalten werden konnte, wodurch einem größeren Teil hinauf bis an Ort und Stelle. Und nun kommt das eindrüche zur Mittagszett im hiesigen Bezirk häufen der Herner Schausteller eine Verdiensmognichkeit ent Schonste bei der Sache! Man hörte, wie der eine Ar=(in Bochum, Herne, Wanne=Eickel, Castrop=Rauxel, gangen ware. H. Fiicher, H. Beckmann, H. Klein. Sonntagsarbeit am Sparkassengebäude. beiter zu dem Schutzmann sagte:„Laßt uns doch ar. Gelsenkirchen und Bottrop sind derartige Geschäftseinbeiten. Wir haben Befehl von der Stadt bekommen, brüche wiederholt vorgekommen), ergeht hier an alle hier zu arbeiten.“ So etwas ist doch geradezu un Geschäftsleute die dringende Mahnung, für denkbar! Nach einer Weile packten die Arbeiter ihre gute Berschlüsse. Sicherheitoschlösser u. dgl., Am Sonntag, dem 28. v. M., Sachen zusammen und gingen. Wo bleibt nun der ihrer Geschäftslokale zu sorgen, andererseits aber auch bemerkten die Passanten, Befehl der Stadt? Geseßt den Fall, die Ardeiten wä die Ladenkassen während des Geschäftswelche zur Kirche gingen, daß reu notwendig und dringend gewesen(wir glauben schlusses in der Mittagszeit zu leeren und das 2 Steinhauer an dem neuen Sparkassengebäude so aber nicht daran), hätten dieselben nicht an den Wo= Geld an sich zu nehmen. Um sich selbst vor Schaden etfrig an der Arbeit waren, als wenn es Alltag wäre, chentagen ausgeführt werden können, umsomehr, als zu schützen, ist die Beobachtung dieser VorsichtsmaßDie beiden Arbeiter störten sich aber an nichts, son; die Arbeiter an diesen Tagen schon um 4—4¼ Uhr regel durch jeden Geschäftsmann unbedingt gedoten. dern klopften und hämmerten lustig drauf los. Und nachmittags die Arbeit einstellen. Wenn ein Händler 2 Dopposter das während der Hauptgottesdienststunden! Der an der Bude während der HauptgotteodienststundenT an s..„ Herr Oberbürgermeister Täger kam des Weges und 2 Zigaretten verkauft, dann bekommt er ein Straf=, um Samztag gegen 10,15 Uhr stieß ein undekannging zum Rathause. Ihn störte aber das Hämmern mandat. Macht ein Geschäftsmann die Rolladen nicht ter Personenkraftwagen auf der Goethestraße mu und Klopfen nicht. Auch sah er nicht zum Bau hin= rechtzeitig zu, dann geschieht mit ihm desgleichen. Und einem pferdefuhrwerk zusammen, woge der Verauf. Die Leute blieben stehen und guaten hinauf zu das mit Recht! Es ist em Verstoß gegen das Gesetz instwägen, zur Stie ge##: diesen arbeitenden Menschen, aber keiner hatte die betr. die Sonntagsruhe. Wie verhält es sich aber in mals m gennn aus entgegengesetzter Richtung Je#Kühnheit, etwas zu sagen und diesem Unfuge Einhalt diesem Falle? Hat die Stadt Herne wirklich die Ge= renden Lastkraftwagen zu bieten. Da endlich nahte die Hermandad in der nehmigung zu diesen Arbeiten an dem Neuveu der krastwogen wurde schwer beschädigt und mußte abgePerson eines Polizeiobermeisters und eines Schutz Sparkasse erteilt? Konnten diese Arbeiten nicht an den schleppt werden. Die Schuldfrage ist noch ungeklärt. mannes heran. Der Polizeiobermeister sah mal ver= Wochentagen ausgeführt werden? Muß hierzu der n Ein unvorsichtiger wundert hinauf und dachte, wie kann so was möglich Sonntag und gerade zu den Hauptgottesdienststunden lein. Darauf erteilte er dem Schutzmann seine Be= genommen werden? Um Antwort wird gebeten! ehle. Dieser ging in den Bau und kletterte die Leiter J. H. B. Aus und für Herne Am Freuag gegen 21.45 Uhr fuhr ein Personenkrat wogen zwei vor der Wirtschoßt Köster stehende Movrcäder an und schleiste sie ein Stück mit. Personen sind hierbei nicht zu Schoden gekommen. Seiner Personenfeststellung enczog sich der Kraftwagenführe: durch die Flucht, nachdem er vorher die Beleuchtung eines Wagens ausgeschalter hatte. * Eine arme Witwe bestohlen. „.„„„„„„„„„„„„ 1 Am Fretung gegen 15.30 Uhr leß eine Wuwe in Die Laube im Garten.“ Der Gaskrieg in Todtugen der Jatistelle der Voltshouses in Herne eine Hülle Wer noch nicht mit den kleinen Reporatunarbeiten mrungen dolen Verhondungen über die Konzesliog dar aum. e Ta., ampi Al. v. dun Pan. st. 8.3d un in Garten begonnen haben sollte, der beeilt sich setzt, Ganag“ in ihrem Nermcktungagehönce gentiagen guu. biegen. Als sie den Verlust demerkte und das Versäumte nachzucholen. Es got da immer etwas mercden, Die recht sohhaft gorsauiene und besr vimt Nutgroge hielt, mor die, Hülle, Hersog-.—. Eine zu tun! Hier badlen im Gartengaun ein paar Latten, A.krch. aamslen. Nerdmmchung der Geschädtatoen am aann uesgeneng g zuwenden Versonen muß He6, 2; dort sind ein poar Pfähle infolge Fäulnis umgsrallen, T.mshurd das Kiüt an du, die Kondtagsabarach, Loahadur: u. h Samx hintichrsch dur Cr. 274-4,— 54.. de hat der Wintersturm von der Laube die Dachpappe notun Oter und Garche grschiemen wanen.. bobachtr: o d kann hinsichtluch der Täurschot nähere lig geworden,— kurzum, in jedem Jahre will etwas * W i c h t i g e B e k a n n t m a c h u n g e n. * Eine Geldbörse verschwunden. Am 2. 5. 1929 zwischen 20 bis 21 Uhr ist einem geran sein, damt die„hölzerne Garnitur“ des Gar s Wichlige Bekanntmachungen. monnate nüt enwa 290 RM., abhanden gekommen. In tens ihr schmuckes Aussehen behält. Ist dann alles] Wir machen auf die Bekanntmachungen im An= m Partemon#nzie defanden sich außerdem zwei Ouir hübsch in Ordnung, so wird an einem schönen Sonn= zeigentetl detr Verlegung von Mülladfuhrtagen und tungen und zwei kleine Schlüssel. Ob das Portemontag in der neureparierten Gartenlaube der Einzugs= Wochenmärkten un Etatsjahre 1929/30 sowie auf die na#e gestohlen wurde, oder ob der Geschädigte es verEin schneeweißes Tischruch wird Bekanntmachung betr. Erhebung der Beiträge zur et, Tassen klimpern, Teller wer= landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft aufmerksam. schmaus abgehalten über den Tisch gebreitet den gebracht und als Knalieffekt erscheint eine große, dampfende Familienkaffeekanne, deren Duft(es sind heut' zehn Bohnen mehr dazu genommen worden!) Wonnegefühle bei den Teilnehmern hervorruft.„Nun Frau Muhme, langen Sie aber zu!“—„Frau Base. lassen Sie sich nicht nötigen!“—„Kinder, seid nicht unverschämt; wer wird denn unten den Kuchen hervorziehen? Werden denn nicht, wenn ein Haus eingerissen wird, zuerst die obersten Balken entfernt?!“ loren hate, steht nicht genou fest. Wer kann sochdienliche Angaden machen? * Wohnungseinbruch In der Nacht zum 2. Mai wurde in die Wohnung des Stadtsekretärs L. in der Schaeferstraße eingebrochen. Der Täter hat sich vermutlich zum des Diebstahls eingeschlichen und sich einschließen las* Westsälische Bausparkasse. Das Kuratorium der Landesbank der Provinz Westfalen hat die Errichtung einer Bausparkasse der westsalischen Sparkassen unter Mitwirkung der Landesbank genehmigt Die Richtlinien für die Bausparkasse haben bereits die ministerielle Genehmigung ge sen. Während der Nachtzeit stahl er einige Anzüge, funden. In dieser Woche wird m jedem der Regie= Schmucksachen und Bargeld und hat damit die WohEilo, grist Ei Wersten Balken entfernt?!“ rungsbezirke der Provinz Westfalen eine Versamm= nung verlassen. Am nächsten Morgen wurde die Tat Beim ersten Schälchen Mokka ist die S immung noch lung der Sparkaessn stattfinden, in der die Bauspar= entdeckt nicht so besonders; erst wenn ein jedes mindestens drei kasse Gegenstand eingehender Beratung sein wird.# Wieder Jahrroddiebslähle Jumax Iö Puc, de mind öder Nachee, zattige. Pootograpdie für Anfänger in der Volkshochschule. Am Freitag zwischen 14 und 15 Uhr wurde vor dem Hund, die teuren Zeiten, den letzten Herenschuß, Frau. Der 2. Vortragsabend des Kursus„Phokographie Handwerksamt in der Behrensstraße ein HerrenfohrKrausens neuen Hut und die beste Stiefelwichte ge. für Anfänger“ findet heute abend 8 Uhr in der rod, Marke Gritzner, Nr. 457899, und am gleichen sprochen. Die Stimmung wird animierter; die kaum Oberrealschule statt. Es können noch Hörer und Hö Tage gegen 17 Uhr vor dem Hotel Jägerhof ein Herbegonnene Häckelarbeit verschwindet und Scherze— rerinnen zu diesem Kursus zugelassen werden. An= renfahrrad, Marke Corona, Nr. 519 477, gestohlen. den gerissen, deren Wiege zweifellos in Kolau stand meldungen werden im Stadtschulamt, Bahnhofstr. Ga Vor Ankauf oder Inpsandnahme der Sachen wird ger was schadet dos:„es ist sa schön mied= mua!(Eingang von der Heydtstr.) sowie abends in der warnt. Zweckdienliche Angaben nimmt die KrimtnalAber was schadet dos:„es ist la schön, wieder mal Hhexreglschule entgegengenommen. Der Preis für den dienststelle Mont=Cenisstraße 10 entgegen. ganzen Kursus beträgt 2.— RM. 2 Sonderbare Verkehrsstörung. * Wie Gebr. Kaufmanns Luftballon die Luft be=! Am Freitag gegen 8,30 Uhr fuhr ein Kraftwagen zwang. mit Anhänger auf der Mont=Cenis=Straße einen Eine Schülerin des hiesigen Oberlyzeums hatte Straßenbahnmast an und beschädigte ihn. Eine am einen von den bekannten Firmen=Luftballons er Anhänger befestigte Bohle hatte sich in die Verstrehascht. Nachdem der Ballon mit ihrer Adresse versehen bung des Mastes gesetzt und den Straßenbahnverkehr Wo immer es sein mag, der Herner Gardeverein war, schickte sie ihn am 24. April, nachmittags 4 Uhr, behindert, der jedoch durch Umsteigen aufrechterhalten versteht es ausgezeichnet, große Feste zu arrangieren auf Reise. Schon in wenigen Augenblicken war er wurde. und für einen genußreichen Verlauf zu sorgen. Für den Augen der Zuschauer entschwunden. Nach unge das am Samstag abend im Saale des Gesellenhauses fähr acht Tagen erhielt die Schülerin von einem* Durch die Unachtsamkeit eines Kindermädchenz stattgefundene Militärkonzert hatte er das Musik= Herrn aus Kirschau, Kr. Schleiz, i. Thür., zu dessen siel Sometag morgen auf der Schaeferstraße ein 1½= korps des Gardevereins Köln unter Leitung des Ober= Füßen der Ballon sich niedergelassen hatte, Nachricht. jähriger Junge aus dem Kinderwagen, geriet dabei musikmeisters a. D. Klein verpflichtet. Auch Sambo Danach hatte der Ballon die Reise in 4 Stunden zu= eber so unglück ich miit dem rechten fhuß zwischen die aus Ostafrika, der letzte Paukenschläger des Pots= rückgelegt. Auf geradem Luftweg beträgt die Strecke Radspeichen, daß dieser brach. Dann schlug er mit dem damer Leid=Garde=Husaren=Regiments, war da. ungefähr 330 Kilometer. So hat der Ballon mit Kopf auf den Bürgersteig und erlitt obendrein noch Mit dem schneidigen Parademarsch der langen 9-Zug=Geschwindigkeit die Lust durchsegelt. hoftig bimende Korfwunden. * Z u m E i n d r u c h i n d e n K o n s u m M o n l- C e u i s. s D u r c h e i n e S t i c h f l a m m e v e r b r a n n t. schreibt die Polizei: Am 3. Mai zwischen 13 und 14] In der Früche des Freitogmorgen wor der KlempUhr wurde die Verkaufsstelle der Zeche Mont=Cenis nach allerhand Kriegs= und Nachkriegsnöten„wie einst im Mai“ in der Gartenlaube beisammen zu lein!“ Kerls von Roland eröffneten die Kölner das Konzert. Wie in Märschen, zeigten die Kölner auch in Ouvertüren ihr großes Können und fanden eine dankbare Zuhörerschaft, die sie mit Beifall überschüttete. Rossinis Ouvertüre zur Oper„Semiramis“ und E. Bachs Romanze„Frühlings Erwachen“, ebenfalls P. Mascagnis Fantasie aus der Oper„Cavalleria rusticana“ und das Intermezzo a. d. Suite„L'Arlesienne“ von G. Bizet bestätigten dieses im 1. Teil des Programms in hohem Maße. Etwas Außergewöhnliches bot der Universalkünstler Willy Armand, der Darsteller berühmter Komponisten und Tonkünstler in ihren Eigenarten am Dirigentenpulte. Er verstand es überraschend gut, weltberühmte Persönlichkeiten in ihren individuellen Eigenschaften mimisch darzustellen. Armand verkörperte dirigierend: Beethoven, den Altmeister der Sinfonie; den geborenen Kölner Offenbach; Quiseppe Verdi, den italienischen Altmeister; Franz Schubert, den deutschen Volksliederkomponisten(gefiel besonders gut); Paul Linke in seiner Glanzzeit, überaus freundlich und charmant; Richard Wagner, den deutschen Opernmeister: Franz von Suppe bei einer Probe von„Dichter und Bauer"; Sousa, den amerikanischen Marschkönig, mit Hand und Fuß dirigierend. Den zweiten Teil des Programms eröffnete der Negerpauker Elo Wilh. Sambo aus Deutsch=Kamerun in Husarenuniform mit den zwei Kürassieren als Fanfarenbläser. Alle konnten reichen Beifall für sich „ nerlehrting M. N. auf der Verninghausstraße mit in der Mont=Cenis=Straße in Herne=Sodingen durch einer Gasleitungsreparatur deschäft gr. Als er eine undekannte Täter erbrochen. Zum Oeffnen der Ein= Bruchstelle im Kelleranschluß eines Hauses ableuchrete, gangstür reur## entweder Nachschlüssel oder Dietriche god es plötzlich eine große Stich ssamme, die dem erwo verwendet. Gestohlen wurden aus der Ladenkasse 18 ährigen R. ms Gesicht schlug. Die linde Seite, etwa 250 Mark. Für alle Angaben, die zur Ermitte= Nase, Ohr und Sorn wurden vollsth dig verdrannt. lung und Ergreifung der Täter führen können, hat zudem brannte dem jungen Mon die Oberkleidung. die geschädigte Zeche eine Belohnung von 30 M. Durch den Koall der Explosion und seine Hibferufe ausgesetzt. Da sich in der letzten Zeit die Geschäfts= eilten Personen herbei und veranlaßten, nachdern der Wäsche=Hausierschwindel. Vom Verein für Handel und Gewerbe wird uns geschrieben: Die Klagen über das schwindelhafte Treiben von Wäscheversandgeschäften und ihren Hausierern hören nicht auf. Schon so oft ist in der Tageepresse und durch Veröffentlichung von Gerichtsverhandlungen und Urteilen gegen Wäschereisende vor den zahllosen schwindelhaften Wäscheverkäufern gewarnt worden, selbst das Polizeipräsidium hat sich warnend an die Oeffentlichkeit gewandt, aber tagtöglich wiederholen dann nachher als eine Wechselunterschrift heraus, die wechselmäßige Jahiungspflicht zur Folge hat, auch wenn keine Ware geliefert it. Daß im übrigen bei den abgelieferten Waren die Dutzendpackungen nicht vollzahlig sind, ist eine regelmäßige Erscheinung. Reflamationen sind ohne Erfolg. Der Name der Reisenden ist zumetst nicht bekannt, er gibt den Wechsel seinem Lieferanten oder dem Versandgeschäft, das sich meist noch unwahr als Wäschefabrik bezeichnet, buchen. Darauf setzte das Musikkorps auf Wunschsssich die Beschwerden aus dem ganzen Reiche. Ueberall weiter, und dieses erklärt, es habe mit dem auf eigene *—rigu Nie#e S#re#und eugen#eiomder“ grze Rechnung handelnden, selbständigen Verkäufer und mit mu dem Fridericus=Rex= und Preußischen Gloria Marsch kraftvoll ein. Danach produzierte sich wieder Willy Armand als Bauchredner mit seinem kleinen lustigen Clown August, er fand für seine sehr anstrengende Arbeit begeisterte Zuhörer. Herr Willy Schmedding aus dem Musikkorps spielte feinsinnig als Solist in„Der Liebestraum“" Cornet a piston von Th. Hoch. Durch seine vollkommene Instrumentalbeherrschung riß er zu einem nicht endenwollenden Beifall hin. Hiernach war es wieder Willy Armand, Leute, Arbeiter und Beamte aus. Zumeist in Ab= dessen Handlungsweise nichts zu tun; es habe den wesenheit der Ehemänner werden die armen Frauen Wechsel in Zahlung bekommen und verlange von dem nen den Reisenden, welche im Auto die Wasche bei durch Unterschrift Verpflichteten das Geld. Das Gesich führen, mit allen Beredungskünsten, die erner bes, richt kann dann nicht anders, als den Beklagten verseren Sache würdiger waren, zum Kaufabschluß ver= urteilen. leitet. Die angevotene Ware ist angeblich so außerordenslich billig, weil sie aus einer Konkursmasse stamme oder weil der Anbietende selbst als Fabrikant dringend Geld nottg habe oder aus der durch oie Darsteilung beruhmter historischer Per=lonstigem Grunde. Dabei ist in jedem guten Ladensönlichkeiten alle Anwesenden in seinen Bann schlug. gschäft gleichartige Ware in bedeutend besserer Qua=] Nochmais warnen.„.„ Sein Wolfgang von Goethe, Theodor Körner, der lität zu Preisen, die bis um die hälfte niedriger sind, schaftsabschlüssen mit Reisenden undekannter Firmen große Freiheitskämpfer und Dichter, Marschall Moltke jeverheit erhältlich. Meist handelt es sich um Posten oder mit unbekannten Hausierern, die als selbständige und Marschall Graf Häseler, zwei alte Kameraden von im Betrage von 250.— RM., die mit RM. 130,— bis Händler Waren andieten und aufzuschwätzen ver160.— reichlich bezahlt sind. suchen. Auf keinen Fall gede man eine Unterschrift. Das hei tzutage immer mehr um sich greifende, so ohne sich vollig klar zu sein, was man unterschreibt. Gerichtsscherereien. Zwangsvollstreckung. Unkosten, Aerger und häuslicher Zwiespalt sind die Folgen. Namenloses Elend ist durch die Wäscheverkäufe in zahllose Famillen getragen. Nochmals warnen wir eindringlichst vor Ge 1870=71, Kaiser Wildelm I., Graf Zeppelin, Dr. Ecke ner. Oreanflieger Hauptmann Köhl, Friedrich der Große, Altreichskanzler Bismarck, die letzte Darstel= verderbliche Pumpsostem kommt dabei den Wird ein hausterender Verkäufer zu aufdringlich, so lung, Reichspräsident von Hindenburg, wurde besonders geehrt, indem man stehend das Deutschsandlied n.— Die Kölner Militarmusiker beendeten den offiziellen Teil mit dem Soldatenlieder=Potpourri von Kannemann und dem großen historischen Zapfenstreich. Das vollbesetzte Haus dankte herzlich für die vorzüglichen Leistungen. Ein gemütliches Tanzkränzchen hielt noch viele Konzertbesucher lange zasammen Verkäufern zugute. Die Ware kann ohne Anzahlung fordere man ihn in Zeugengegenwart auf, bei Verin monatlichen Raten von RM. 20 bis 25 bezahlt wer= meidung einer Strafanzeige wegen Hausfriedensden. Der Käufer, vielmehr die Käuferin braucht nur bruchs sofort die Wohnung zu verlassen.— In gleiBrand geldicht war, die Ueberführung des Verletzten mi tels Autos zum Ev. Kranke haus. * Durch Meinungsverschiedenheiten kam es in den Abendstunden des Freizags au d.: von der HeiLtstraße zwschen Arbeitern der Zeche Friedrich der Große 3/4 zu einer erhedlichen Schlägerei, wobei ein Aufscher mittels eines scharfen Gegenstandes on der rechten Schuter urd im Gesicht ver. letzt wurde. Der Täer konnge noch im Verlaufe de: Sonnabends ermitelt werden. Er kam zur Entlassung und Anzeige. * In einer Schlägerei kam es zwischen mehreren heimkehrenden betrunke. nen Arbeitern in der Nacht zum Samstag auf dei Ludwigstraße. Mehrere Beteilige trugen beutege Köpfe davon. Ein Räd lsführer erhielt einen Stick ins Bem, er mußte nach Anlegen eines Nowerbandes heimgeschafft werden. * Ein unglücklicher Sturz. Gestern vormittog stürzte auf der Bochumer Straße von der oberen Sunge eines Fahrrades, dos von einem älteren Manne gesteuert wurde, ein etwa vierjähriges Mädchen. Die Kleine gen et dabei mit dem rechten Untrarm zwischon die Triebkette. Neben einem Unterarmbruch erlin das Kind Hau abschüntungen im Gesiche. * Beim Ueberholen pralten gestern nachmitcaa nin der Strünkeder Soraße zwei Motorräder ms Bewahrer zusammen. Alle rer stürzten und erlitten beichte Beschädigungen. Ein Rad mußte untergestellt werden, da es gröderen Schaden dovongetragen hat e. * Böser Sturz von der haustreppe. In den Morgenstunden des Samstaas war die funge Ehefrau H. auf der Mon=Cenis=Straße ma Treppe putzen beschäftigt, als sie plöplich auf der unsen Treppe ausrutschte und mehrere Meter hinabstürzte. Neven erhevlichen inneren Quetschungen trug sie einen rechten Schlüsselbeinbruch davon Sie mußte mit els Autos zum Kach. Krantenhaus geschofft wer: den. * Gefahren der Straße. Samstag abend gegen 19,30 Uhr geriet dus Lehrmädchen E. H. deim Ueberqueren der Bahrchofstnaße under ein schweres Personenauto einer hiesigen Ferma. Obschon der Führer Signal gad und sotort dromste, konnte er nicht verhüten, daß das rechte Vorderrad dem etwa 18sährigen Mädchen über Bru#st und Overdem ging. Bemußelos wurde es in ein Geschät: geschaftt. Der herdeigerutene Arzt, Dr. Wertheim, beistete die erne Hife. Das angetorderse Krankenau# boaachte nicht in Tätigkeit zu treten, da dos Unglücksauto selbst die Verletzte zu ihrer Wohnung schottte. * Reichsverband deutscher Ariegsbeschädigter und Kriegerhinkerbliebenen. Ortsgruppe Herne. Man schreibt uns: Eine größere Zahl von Kriegsbeschädigten, die schon sett längerer Zeit als Mitalleder bei der Ortsgruppe Bochum waren, drängten auf einen Zusammenschluß innerhalb des Stadtgebietes Herne. Aus diesem Grund sand am letzten Sonntag im Kath. Gesellenhaus m Herne eine Gründungsversammlung statt, zu der troß der frühen Morgenstunden eine ganze Anzahl Herner Kriegsopfer sich eingefunden hatte. Zu der Gründungsversammlung hatte die Gauleitung in Wanne=Eickel den Verbandssekretär Eugen Arends, Bochum, entsandt, der den Zusammenschluß in Herne besonders begrüßte, zuma dadurch auch eine einheitliche Bearbeitung der Nentensachen möglich würde. Die Führung der Ortsgruppe liegt in Händen von in Herne angesehenen Kriegsbeschädigten, so daß ein gutes Zusammenarbeiten zwischen Ortsgruppe und Stadtverwaltung gewährleistet ist. Die Beratungsstunden finden jeden Sonnabend von 6 Uhr ab im Ev Vereinshaus in Herne statt. Die Beratungsstunden sowie sämtliche Rentensachen werden durch den Verdandosekretär Arends, Bochum, persänlich erledigt. Der Kamerad Arends ist seit zehn ahren in der Kriegsopferbewegung tätig, so daß hier den Kriegsopfern eine unbedingt zuverlässige Beratung gesichert ist. Durch die Arbeit des Kameraden Arends als 1. Vorsitzender der Ortegruppe Bochum konnte für die Mitglieder in Bochum im vorigen Jahre eine Rentennachzahlungssumme von insgesamt 51 000 RM. herausgeholt werden. Ganz besonders weisen wir darauf hin, daß auch auf diese Weise wohl die beste Vertretung an den Versorgungsgerichten gewährleistet ist, da durch die Ortsgruppe Bochum eine Reihe von außerordentlich schwierigen Fällen, die von anderen Organisationen aufgegeben waren, durchgeführt wurden Die Herner Kriegsbeschädigten, Hinterbliebenen und Kriegereltern tun deshalb im agenen Interesse gut, sich in den Beratungsstunden Rat und Auskunft zu holen. * Lonzert des Doppel=Ovartetts„Irendschaft" HerueSodingen Am Sonntag, dem 28. April, crot zum erstenmal nach kurzem Bestehen das Doppel=Quartent„Freundschaft" unter Leiung des Herrn Schwering mit einem gut gewählten Liederprogramm im renovierten Saale des Herrn Wiesmann an die Oeffentlichkeit. a: dem„Fruhlingslied“ von Hoffmann und„Der Lenz ist angekommen“ von Dürer führten sich die Sänger bei den Zuhörern gut ein. Weier folgten dann die Lieder„Ewig liebe Heimat“ von Lindner und „Schwarenlied“ von H. Sippel, letzteres eignet sich sedoch weniger für ei Quartert. Im zweiten Teil hörten wir mehrere Lieder mit Solis. Zuerst den„Alpenjäger“ von Walden mir Tenorsolo und„Sänger vom Rhein“ v. Außem mit Barivon=Soto. Ersteres wurde etwas unrein durch das Forcieren des 1. Tenors, wohingegen die„Sänger vom Rhein“ die beste Leistung war wit der rubigen und sicheren Stimmführung des Bariton. Zuletzt folgte noch„Rüdesheimer Wein“ von Pauli. Unter der ruhigen und sicheren Stabführung des Herrn Schwering ernete das Dop. pel=Quartett bei seinem ersten Austreten einen defriedigenden Erfolg. Bei weiterem fleißigen Proden wird das Quartett, welches über ausgiediges S immenmnete. rivl verfügt, bessere Zusammer gehörigkett finden und besseren Chorklang erreichen. Vor allem ist notwendig Mäßigung im 1. Tenor und mehr Rundung und Fülle im 2. Baß. Die beiden Bässe klingen noch zu flach. Die Zwischenpausen wurden durch ein Künftler=Trio mit anpassenden Musikstücken ausgefüllt. Der Besuch war leider mäßig. Bei weierem Auftreren verdiem d#s Doppel=Quarten„Freuntschatt“ meyr Auf. merksannten der Bürgerschaft und mehr Wohlwollen der anderen Sängerwett. durch Unterschrift zu bescheinigen, daß die Ware abgeliefert ist. Diese Unterschrift wird zum Verhäugnis Sie ist, ohne daß der Kaufer sich darüber klar gewerden ist, die Unterschrift aus einen Wechsel. Es ist wiederholt vorgekommen, daß der Hausierer die Ware nur als Muster vorgezeigt hat, und daß er sich dann angeblich zum Beweise für seine Fabrikanten, daß er den Besuch gemacht habe, diesen Besuch durch Unterschrift bestätigen läßt. Auch diese Unterschrift stellt sich hat. cher Weise wie Wäscheverkäufer treten heutzutage auch Verkäufer von Herren= und Damentuchen, Teppichen, Bettwaren, Bett stellen, Büchern und anderen Gegenständen auf Will man sich vor Schaden und Verdruß bewahren, so kaufe man nur in bekannten Geschäften. in denen man nötigenfalls auch Reklamationen anbringen und Unstausch vornehmen kann, und ferner bause man steez nur das, was und soviel man nötig Briefkasten. k. L. i. h. Die Summ, muß am 1. Jonuer ausgezahlt werden. M. B. 101. Reichen Sie Räumumgsklage gegen Stadt=Polizeiverwoltung ein beim Am'sgericht strop. M. B. 100. Fallz Sie Vermögen hoben, sind verpflichtet. Ihrer Tochuer Aussteuer mitzugaben * Wochenbeilage zum Herner Anzeiger. Montag, den 6. Mai 1929 Wird Schalke 04 Westdeutscher Reister? Der Ruhrbezirrsmeister schlägt Hüsten hoch im Stadion# Wattenscheis Schalke 0a— Sp. Sp. Hüsten 09 7:1 Schalke spieltechnisch eine Klasse besser— Hüsten ist eifrig, der Sturm zeigt aber keine Durchschlagskraft— Erst die zweite Halbzeit brachte gute Leistungen zu dem verdienten EhrenStürmer von Gelsenkirchen 06 ein Tor erzielten. Erst nach 100=Meter=Junior=Freistil: 1. Sonder. Düsseldorf##4 dem 7:0=Ergebnis kam Union dann zu zwei Gegentreffern. 1:06.5. 2. Torshof. W. S. V. Essen 1:10.6. 3. Lammers Hlo* Alemannia Gelsenkirchen— Buer 97 2:1. Beide Mannschaften traten sich mit Ersau in ihren Reiben gegenüber. Sie lieferten sich ein gleichwertiges. jederzeit flottes und interessantes Spiel. Die Alemannen waren etwas glücklicher in ihren Unternehmungen. T. V. Eicke!— Sermanie Bochum 3:9. Weil das Spiel für Wattenscheid ein wichtiges Ereig Kovs ins Tor. So kam büsten zu dem verdienten Ehren= eine offene Fr. Auf jaden Kall mucten die Gäste mohr nis bedeutete, war auch das Stadtoberbaupt zu dem vom treffer. Aber gleich kommt Schalke wieder vor, eine leisten. Sie hatten eigentlich nur ein aufe PWasser umspülten Stadion derausgekommen und ließ es schwache Abwehr folgte. Czevan hat den Ball und schießt alles andere war mehr als mäßig. Mit einer sich nicht nehmen, die Gäste aus der Kohlenstadt und dem idn aus ziemlicher Entfernung an den kerzengradesteden= Mannschaft kann man natürf: Ee ne cten Sauerland zu begrühen und ihnen zwei schöne Blumen= den Torwart der Hüstener vorbei ins Tor. Nannschaft kann man natürlich keine Ehre einlegen sträuße zu überreichen.„ jube zu überreichen. 1. Damit ist die Zuversicht der Sauerländer sichtlich er.. Wasserballspiele: Archen 06 Als Schiedsrichter erschten Müschenis=Obligs. Nun schüttert. Der Torwart verwischt durch wagemutiges Zu. Die Sportfreunde Gladbeck haben Poseidon Köln— Krefeld 9 11: r alles beisammen, was zum Soiel gehörte. greisen manchen Zweise.. Er hielt noch eine Serie vonserseeunds Wins bem 206es ladbeck 1:10.8.„—„„ ang Junior-Brustschwimmen 100 Meter: 1. Leenen. Düsseldorf 09 1:21.1. 2. Schneider, Duisburg 98 1:241. 8 Königshoffen. Sportfreunde Neuß 1:25.8 und Mever Düsseldorf 09 1:25.8. 400=Meter=Bruststaffel: 1. Sparta Köln 6:44.6 im Alleingang 4emal=100=Meter=Seuior=Lagenstaffel: 1. Sparta Köln 4:54. 2. Poseidon Köln 4·54.6 Z=mal=100=Meter=Junior=Bruststaffel: 1. Poseidon Köln 1:225. 2. Klever S. V. 4:24. 3. Aachen 06 4:24.6. 100=Meter=Senior=Freistil: 1. Derschs. Sparta Köln 1:01.6 Min. 2. Küpvers. Viersen 1:03.8. 3. Günther. Gelsenkirchen 06 1·01.8. Duisburg 98 3:13 war alles beisammen, was zum Spiel gedorte. lgreisen manchen 9urn " Die Hüstener haben gleich das hohe Soiel genachtet, Torbällen Leistungen, die Achtung abnötigten. sie dachten damit die Schalker mürbe zu machen, Doch] Das Spiel verlief rubig und vornehm genierte dieses die Koblenstädter recht wenig sie sind In.„— Es hatte genierte dieses die Koblenstädter recht wenig, ne sind im durchaus einen Werdecharakter. Der Schiedsrichter hatte Laufe der Zeit auch an das hohe Spiel gewohnin ohne natürlich mitzutun. Ein hoder Schu gewohnt worden. ohne natürlich mitzutun. Ein hober Schuß des Hüstener blinken siedt den sonnengeblendeten Halblinken in drängnis. der aber den Ball noch eben wegiansten kein schweres Amt. Jetzt kommen für Schalke 64 die eigentlichen Kraftvroben. Geschossener und schwach Japok. der aus dem Hinterhalt auf doch daneben. Nicht glücklicher war auch= Bnrnr Linksaußen. Der döige Wind macht beiden Mannschaften das Arbeiten nicht leicht. Das mußte auch der Hüstener Rechtsaußen erfahren. der einen Rollerball weit neden das Tor setzte, Schalle kommt auch zu einer Angriffs= eb Auf dem Viktoria=Platz in zlegenheit, die aber mühelos abgestopot werden kann. sich zum Entscheidungsspiel es geschafft Hansa Scholven— Sportfreunde Gladbeck 0:2. Der Tabellenzweite stieß auf den Tabellenersten. Es ging um die Meisterschaft. Sie ist verdient an Sportfreunde Gladbeck gefallen. Natürlich nahmen beide Mannschaften das Sviel sehr ernst. Doch war der Spielverlauf ein normaler. Der Stu konnte sich letzten Endes doch —„ Der Sturm der Sportfreunde erfolgreich durchsetzen. Mi: ich lesten G G G diesem Sieg sind die beiden Gruppenmeister des Gaues ermittelt. Fürwahr, es sind auch die besten und bestänUm das grün=weiße Band S. V. Meiderich— Sp. Vg. Herten desen Marcn““ des 1:0 Rund um den Glaöbecker Zement Müller=Horst gewennt das Hauptfahren weil die Krafte Bu durch kann Sch Recklinghausen hatten der Sv. Vag. Herten an 10000 Zuschauer —. großen Kampf zu sehen beDer Westialenmeister hatte für seinen Linksewinn auf Sicht, außen Dreinert Ersatz einstellen müssen, der nicht ganz gelegenbeit, die aber mühelos abgenovot werden kann, sich zum Entscheidungssviel zwischen challe versucht freien Raum zu erhalten und lvielt und dem Meidericher S. V. wobl amer wieder den Ball zurück zum Läufer. Die Hüstener eingesunden. die keinen sehr großer dachten sich die Geschichte anders als die Schalker. Die kamen. Der Westfalenmeister hat Gelsenkirchener hatten natürlich einen Sauerländer durch dieses Ablosen vom Gegner genugte Aräfte verausgahten, die hitter notwendig waren. Da=] Insgesamt kann man sagen. erneuern. lin inge gn. ver rage des„Saues##mer ngo ezwgg aussmeven deutsche“ nichts ausrichten werden.— Der Schiedsrichter Der Hamburger Sportverein hat. wenn der Torschuß geboten IR. Zuweilen kommt Schön leitete einwandfrei. man hätte aber lieber gesehen.!„ Schalte zu Vorlagen in das entblößte Feld. so hat wenn der Treffer nicht durch einen Elimeter entschieden! Ebert den Rechtsaußen gut bedient, der knapp am worden wäre Piosten vorbeischoß. Schalles Torwart läßt einen Torball in seinen urmen die Flualinie verkürzen. Und auf Borussia Ai. Gladbach— Neuen Vorwärts Brauck— Zweckel 111. jenigen des vorletzten. Rennens. Das Hauptgewicht des Spieles beschränkte sich aus! Der Liedling des Vestes. Fahrer Müller=Horst, erschien beiden Seiten auf das Feldspiel. durch die Gelsenkirchener Staffel. die Müller gefahren Meiderich 06— Gelienkirchen 07 2:1. hatte. stark gehaudicat am Startband. Trotzdem konnte Gellenkirchen 67 hatte nicht seine beste Mannschaft## mit letzter Kraft das Hauptfahren vor dem fgvorinach Meiderich herausbringen können. Der Sturm hatte##rten## Pereiger nach Hause jahren Die Favoin diesem Sviel manche Schwäche aufzuweisen. Nur im giten vissen sich heim Vorgabejahren über 2000 Meter an Felde kamen gute Leistungen zustande. Der Sturm war dom gegebenen Vorsoxung die Zähne aus. Die Malleute aber nicht in der Lage, die Torgelegenheiten auszuwerten. und der übrige gute Troß verschenkte den Sieg nach aufMeiderich errang den Sieg durch einen verwirkten Hand uatslosen Jaghen a., die Gladbecker Fahrer. Selbst elser. Beide Mannschaften waren sich sonst gleichwertis. Kritzrtc pichte gusrichten und gab kesianiert, auf. Im Mittelpunkt der gesamten Rennen stand ohne Zweifel das rde l in mal wird Kusorta Anmal wirk Wendung. ein dorf 5:2 In Koblenz war man recht bespannt auf das An= Ueberraschungen beteil tretek des Rheinbezirksmeisters Borussia M.Gladbach, wohnt ik Sein H.an m hatten sich auf dem Platz von Kodlenz 1900=02 6000 Rest##art Fernortretendhieden gut bedient, der knapo am es Torwart läßt einen Tordie Fluglinie verkürzen. Und auf on Czevan gut bedient. eine kurze energisches Durchstoßen und Schutz— der all liegt im Nez. Und das war in der 35. Minute, bleich folgt eine gefährliche Sachlage für Hüsten, die si ohne Zutun des Hüstener Torwarts klärt. was er aug nicht vermocht hätte. Noch einige Gehlschusse des Schalter## hatt Haldlinken folgten und dann unterbrach man das Spiel Interessenten eingefunden, eine immerbin beachtliche sum Zahl für die Stadt am Deutschen Eck. Die Borussen Stelngswechel. straten in der gleichen Besetzung an wie zum EntscheiGleich mit dem Wiederanstoß ging ein frischer Geist dungssviel gegen Sülz 07. Bei Neuendorf wirkte wierundum. Beide Gegner wurden lebhafter. aber die An= der der für einige Zeit kaltgestellt gewesene Halbrechte griffsversuche datten vorerst noch kein allzu ernstes Gesicht, mit. Dem Rheinbezirksmeister muß man zugestehen, daß Und doch wurde die Sache bald bedenklich. Das Zu er in jeder Beziehung nach der angenehmen Seite entlammenspiel der Schaller wurde zusehende flüssiger, sast täuschte. Vor allen Dingen sei ihm bescheinigt, daß er mubelos. Die Verteidiger suchen nach allen Richtungen zwar hart, aber doch sehr fair spielte. hin die entblötzten Stellen zu decken und erreichten den Zweck. Schalle findet die Gassen doch und der Halblinke geschlagen 30=Kilometer=Aannschaftsfahren. Leider wurden einige Fahrer durch Sturz stark in die Desensive gedrückt und Plätzen begnügen. Teißmann verlor in Ein wenig verheißungsvoller Auftakt für den Deutschen Meister. Der Norddeutsche Sportverland hat diesmal keine Revolutionssensation zu melden. aber immerdin ist der Deutsche Altmeister. Hamburger Sportverein, an den die der Norden zu liefern ge war Hannover 96 d Zeit stark hervortretende Vertreter des B nover-Braunschweia. Die Hamburger dienten ech setzt zögernd zum Torschuß an, der Ball gebt unter den Leib des Torwarts von Hüsten ins Tor. Das Tor war zwar keine Weisterleistung, aber es war Tor. Er verschoß dafür schon im nächsten Angriss den Ball. UnnötigerDer Schalker Halblinke täuscht den Torwart ausgezeichnet und der Ball kann ungehindert zum dritten Tore eingeschossen werden. Alle Krafte in der schaft sind mobil. Husteno Lauserreihe Innenangriss der Scho bald Aus der Runde der Zweiten Schwarz=Weiß Essen— Sp. Vg. Oberhausen 2:0 . Etwa 7000—8000 Zuschauer hatten sich im Hamder Schaller Mann= borner Stadion eingefunden, um dem Spiel der Zwei ihe haut ab. Ein aus dem Niederrbein und Ruhrbezirk den Rahmen sprechungen, die sie in letzter Zeit durch gute und große Kämpfe gaben. in keiner Beziehung. Die Einheimischen hatten gar keinen Revekt vor dem gewichtigen Namen. den die Hamburger in die Waagsch le zu wersen hatten. Bereits zur Halbzeit lag.n die Gäfte mit 0:2 im Hintertreisen. Das Sviel wurde nach der Pause auszeglichen. zeitweise auch stark überlegen gestaltet, aber es nutzie nichts mehr. Beide Pariesen erzielten noch je einen Treffer, und damit batten die Hamburger zwei wertvolle Punkte verloren. mußzten sich mit Plätzen 2. der 20. Runde seinen Partner Gay durch Sturz. G. mußte dem Krankenhaus zugeführt werden. Bremer=Bochum und Senge=Dortmund lagen bis zur vorletzten Wertung in guter Position. bis ein jäher Sturz. in den der vor ihm liegende Müller=Horst verwickelt wird, ihn zum Kontern zwingt. so daß er sich am Startband in letzter Position sieht. Müller=Horst gibt verletzt auf und Perelaer=Zims(Köln) können einen billigen Sieg feiern. Ueberdies war Müllers Partner. der Deutsche Exmeister. er in letzter bereits vorher gestürzt, sonst wäre der Sjeg nach der zirke: Hin= Fahrweise von Müller bestimmt im Vest geblieben. Die n die Ver= beiden Kölner konnten überdies die Führungsp# lennen Zweiten —.„„ dbmen Zu chalter führt durch den Halbrechten geben. Beide Mannschaften führten ein sehr schönes zum vierten Treifer. Eine Unachtsamkeit deo Hüfte= Spiel vor. das die Essener verdient gewannen. Ober ner Torwarts bestraft Czevan unnachsichtlich mit einem hausen hatte dieses Mal einen schwachen Tag, vor aller unften Torerfolg. Tempo kommt im Ballwechsel. von Dingen die Stürmerreide zeigte ein sehr schlechtes Spiel. inks nimmt er seinen Weg nach rechte, dann wandert er Der Ruhrbezirksvertreter stellte insgesamt eine bessere zurück nach halblinks, dort wartet der Schalker Links= Mannschaft und hat das Sviel durchaus verdient zugen, der den Ball durch Kovfstob ins Tor besördert. wonnen. Mit diesem Sieg stellen die Essener Schwarz=„######ktag##. Berliner nicht allzusehr überrascheno, um 6. Motorraorennen. Kl. bir die Torkanonade der Schalker wird fur kurze Zeit unter Weißen ihre Teilnadme am Endspiel der„Runde der somehr, als die Berliner ohne Adebar und Jamorski an(Standard) 9.30.13 Min., 2. Ji rrochen. Die Hüstener bewegen sich etwas freier, sie Zweiten“ sicher. Ihr Gegner ist noch nicht bekannt, es traten. Mitteldeutschland hatte seine stärkste Vertretung Klein(D=Rad) jeden weiter ins Feld. Der Rechtsaußen gibt eine hobe dreht sich noch um die Ermittlungen zwischen Sülz 07, zur Stelle und begeisterte die 5000 Zuschauer durch seinen .- häßt den Ball mit dem Kurbessen Kassl un ii..f.n Der Hansball=Pokalmeister Berlin in Leipzig mit 6:9(2:5) geschlagen . 0 Das Endiviel um den DFB.=Handball=Pokal, für Jahn Gladbeck allen das sich die beiden Landes=Verbände Brandenburg und K. 30=Kilometer=Mannschaftsfahren: 1. Perelaer=Zime Setel. Mitteldeutschland qualifiziert hatten. kam am Sonntag(Köln) 2= Junkte. 2. Bremer(Bochum)=Senge(Dortenere in Leipzig vor einer stattlichen Zuschauermenge zum mund) 21 Punkte, 3. Drothen(Essen)=Müller(Horst). 4. ient ge Austrag. Für verschiedene Interessenten kam die 6:9= Reinhardt=Gabriel(Dortmund), 5. Ludwig=Ilse(Bochum), Schwarz= Niederlage der Berliner nicht allzusehr überrascheno, um= 5. Motorradrennen, Kl. bis 500 ccm: 1. Diesel die Führungsprämie unter sich teilen. Die Motorradrennen fanden wieder starken Anklang und trugen zu ihrem Teil bedeutend zum guten Besuch bei. Es sei schon heute darauf hingewiesen, daß die Ruhrgaumeisterschaften am 30. Mai auf dem Gladbecker Zement ausgetragen werden. Die Sieger in diesem Ren nehmen teil an der deutschen Meisterschaft. Die Ergebnisse: 1. Hauptfahren. 1200 Mtr., 3 Bahnrunden: 1. MullerHorst 14.2 Sek., 2. Perelaer=Köln, 2 Radlängen. 3. Drotben=Essen. 4. Theitzmann=Hamborn. 2. Motorradrennen. Kl. bis 2000 ccm: 1. Pureck=Gladdeck(N. S. 26) 8:21.5 Min., 2. Weiland=Gladbeck (Zündapp). 3. Motorradrennen. Kl. bis 350 ccm: 1. Lippka=Gladöeck(N S. 26) 9 Min. 2. Sobel=Gladbeck. 170 Mtr. zurück. 3. O. Diesel=Gladbeck. 180 Mtr. zurück 4. Vorgabefahren. 2000 Mtr.: 1. Janson=Gladbeck 2.41 Min., 2. Haove=Gladbeck. 3. Harazin=Gladbeck. 4. lanke berein, der Halblinke stößt den Ball mit dem Kurdessen Kassel und Arminia Bielefeld. Schonnebeck will Reister werden Hüllen 07 verliert auch das letzte Spiel und kann nur mit Glück noch für den Aufstieg in Frage kommen— Sp. V. Rotthausen zerpflückt auch alle Aufstiegshoffnungen der Rasensportler Schonnebeck 1910— Hüllen 07 5:2]harter#a#erncht mehr die Kräfte aufbringen können, Sie haben eren und jederzeit verdienten Sieg. Die Sachsen waren während der I. Halbzeit ganz überlegen und konnten im Zeitraum von einer Viertelstunde 3 Tore vorlegen. Der Kampf wurde dann offener. Berlin konnte ein Gegentor aufholen. aber auch die Mitteldeutschen waren nach der Pause weiterhin überlegen, erzielten zwei weitere Tore und stellten das Ergebnis auf 7:2. Das Spiel wurde darausbin wieder ausgeglichener und abwechselnd fielen die Erfolge. Das S.). 3. ausgeglichener und abwechselnd fielen die Erfolge Ende war ein 9:6=Sieg der Sachsen. Das Hainbergrennen Erfolgreiche Gelsenkirchener Jahrer Der Göttinger Automobil=Klub wartete am So onntag seinem Hainberg=Rennen auf. das wieder zu einem Qualitätsrennen wurde. Wiederum wurde hervorragender Sport geboten, ja in fast allen wai zum 7. Male mit seinem Hainberg=Rennen auf. ..kna GtInffgurde hervotragender Sport geboten, ia in fast allen Das Verbandsoffene in Kleve Klassen der Motorräder und Wagen wurden die bisher Verzielten Bestzeiten verbessert. Der Matador war auch diesmal wieder von Stuck=Stertz auf seinem Austro=Daim= Derichs schlägt im 100=Meter=Freiktilschwimmen Küpvers und Günther in 1:01.6 Minuten. zr Das verbandsoffene Hallnichw mmen in Kleve ersreute sich am Sonn##g neben glänzender Besetzung Füllen und sichert sich haben allerdinge lan den Aufstieg nee Zeit die er man in mehr gad. und schtagt vu Die Schonnebecker haben austomde— Zeit Tabelle geführt, sie hatten dann aber eine kleine Schwäche durchzumachen, erstarkten dann aber wieder und nahmen die letzte Kurve erfolgreich. Die Schonnebecker haben die stärkeren Nerven bebalten. Auch in diesem Spiel. Bei Hüllen haben der Torwart und der linke Verteidiger versagt. Schließlich auch die ganze. Mannschaft. weil man nach dem Führungstreffer allseitig den Kovi verlor. Die Sconnebecker haben diese Schwächen weidlich ausgenutzt Hüllen ging durch den Halblinken in Führung. Man hatte den Rückenwind. Der Sturm hätte aber weitaus erfolgreicher sein müssen. Nach einer Vierielstunde konnte Schonnedeck durch einen Behler des linken Verteidigers ausgleichen. Nach der Halbeeit drängte Schonnebeck. Der Hüller Torwaxt läht einen vorball aus unmöglicher Entfernung ins Tor laufen. Damit war das Sticksal der Züller besiegelz. Trotzdem Hüllen sich riesenhaft zur Webr letzte. kam Schonnedeck zu Torerfolgen. Das Spiel nahm den erwarteten t und wechselreich durchgeführt flott wur Seit Sp. V. Rotthausen— Rasensport 08 4:1 Rotthausen hatte erst den Wind auf die Stirn und deshalb besorgt, das Tor rein zu halten. Die bi# mannschaft hatte zwar ein reichliches Maß an Arbeit. doch entledigte sie sich dieser zufriedenstellend. So kam Rasenlvort tron der günstigen Seite vor der Halbseit zu keinem Erfolg. Aber auch Rotthausen ging torlos aus #####e aber dann die beste Aussicht. zu gewinnen„Alg der albrecte eine Vorlage, von links kommend. einkönft, daben sich die Rasensportler auf. Diese Tatsache gereicht der Mannschaft nicht zum Ruhme, was hlieb da den Rotthausenern anders übrig, als weiterhin Tore zu treten. Der vierte Treffer rührte aus einem Elfmeterstoß der. Damit hat Rotthausen in der zweiten beendigten Serie a'n Spiel verloren. Er ist ein Jammer, daß die Mannaaß in. E.“ Pechöegen elsiche Prde I. rlauf #ichgeführt. Auf beiden Seiten waren die Hintermannschaften das Beste. Ueber den Sturm liebe sich vieles sagen. Er hat bekanntlich die schwerste Aufgabe. Meistens ist es leichter, das Tor zu verzeidigen als zu nehmen. Das erwies sich auch in diesem Sviel. Die Blatzmannschaft hat es an Unternehmungen nicht sehlen lassen, der Sturm zeigte sich temperamentvoller als der der Gäste. aber es kam nichts Vernünftiges zustande. In den meisten Fällen stand das Tor nicht an der richtigen Stelle und hatte für die Tor[ üsse auch nicht die erforderliche Höhe. Nun dat HervestDorsten noch zwei schwere Sviele zu leisten. Ob die nötigen Punkte erreicht werden, um den Genuß des Aufstiegs zu sichern, muß abgewartet werden. Preußen Wanne— Union Günnig= feld 2:1 Ce 20.45shra erteute sic am So##nag nleben glanzewoer Besepung Fr. Käternderg eines ganz ausgeseichneren Besuches. Die Ergebnisse, die erzielt wurden waren durchwen kervorragend. In allen Kämpfen gab— n 3###o daß die Er: ler=Rennwagen. Er konnte seine im Vorjahre für die 3.1 Kilometer lange kurvenreiche Strecke, die Steigungen bis zu 11 Prozent aufweist, mit 2:19.3 Min. aufgestellte Bestzeit auf 2:10.6 Min. herunterdrücken. was einem Durchschnitt von 68 Stdklm. gleichkommt. Bei den Motorradfahrern fuhr Schmidt=Hannover auf Sarolea mit 2:35 4 Min. die absolut beste Zeit. Spandler=Nürnberg aus Mercedes mit Komoressor erzielte bei den tenransm. üre Shanaes, Sporfwagen mit 2:29 Min. die beste Zeit. In folgenM.#g den Klassen konnte auch Gelsenkirchen aut abschneiden: Klasse A. nicht über 250 Kubikzentimeter: 1. Wiegand=Frankfurt a. M. aus Hecker 3:07.6: 2. WeinanerChemnitz auf Wanderer 3:12.8. 3. Geldbach=Gelsenkirchen auf 2KW. 3:14 Min. Klasse B. nicht uder 350 Aubikzentimeter: 1. Griese2. Alberti=GelsenMin. Hannover auf S. R. 2:45.2: irchen auf Schüttoff 2:47.6 Die beiden Mannschaften trugen ihr letztes Spiel aus. Es hat auf den Tabellenstand keinen Einfluß mehr. Trotzdem hatte dieses Spiel durchaus den Charakter eines ster asteinjeles, dae beißt, es wurde um die sportliche Ehre gekampft. Die Leistungen der beiden M nter=schaften waren sich Preußen hatten mußte sich meistens beschränken. And die anderen Spiele Gelsenkirchen 08— Union Gelsenkirchen 7:2. Der unerwartete Ausgang dieses Spieles Tellt der hen Mannschaft das beite Zeugnis aus Man sollte stegreichen Mannschaft das beite Zeugni meinen, Gelsenkirchen 06 bei der erstklassige Bei ihm war alles das festzustellen. bei eine aagen einer aut entwickelter Mannschaft voraussetzt, Da###i.“e Union nichts Bemerken####n in, das aue Verein was man allen Kämpfen gab es erbiaterten Sport. Io Zuschauer durchweg auf ihre Kostn kamen Das Errig nis des Tages war das 100 Meter=Freistil chwimmen, das den Kölner Derichs mit dem Viersen zusammenführte. zusammen lagen die zwei in einem Laufe und bei der 4. Badn— 5 Bahnen waren zu schwimmen— war das Nennen noch nicht entchieden. Schließlich konnte sich der Kölner freimachen und in der biendenden Zeit von 1:016 Minuten flegen. Küppers=Viersen belegte in 1:038 Minuten vor Erich Gün her=G###enkirchen, der 1:04 S Minuten benötigte, den sweiten Play. Ueberaus lpannend in threm Verlauf war auch die 4=mal=100Meter=Seniorlagenstaffel, ete Sparta Köln mit Handschlag vor Poseidon Köln gewann. Im 1. Sen orRückenschwimmen über 100 Meter siegte Erich Gün verPoseidon Gelsenkirchen in 1:14.8 Min. Euroommeister Kürpers wurde distanziert wegen sal'cher Rückenwende. Als Zweiter placierte sich der Essener Vorshof. W. S. V. 06 Essen. Die Senior=Freistilstaffel von 4 wurde von Sparta Köln im Alletngang gewonnen. noch und Schalke 04 aus. das noch nicht ausgetragen werden Die Ergebnisse: kann. da ein diesbezüglicher Einspruch noch beim Ver1. Junior=Lagenstaffel 4=mal=100=Meter: 1. Poseidon handesusball=Ausschus rubt. In der Gruppe 1 ist die 04 Gelsenkirchen 5:17.6. 2. Pojeidon Köln 5 24. 3. Bichen###elle abgeschlossen, und um die vier Aufstiegsplätze 06 5.344.(Düselkorf 09 als Erster wegen falscher##— Mia:## werden sich fünf Vexeine. Die ersten beiden Plätze sind an Schwart=Weiß Essen und MZV. I. Sparta Linden sest vergeben, die restlithzen zwei Aufsteegrmörlichkeiten werden von Alemannia Dortmund. Essen 90 Senior=Springen: 1. Plumaurs Sparta Koln Pls. 5und Schalle 96 beansprucht. Es mussen unter diesen 127.69 Punkto. 2 Himmen Neviun Lüdenscheid Ple. 10 hrei Bewerbern Ausscheidungsspiele zur Duraführung u. 1688 Bunkta.“ kommen, die durchaus den Charakter von Aufstiegspielen ior= Rückenschwimmen 100 Meter: 1. Er&ahp Guniker= und„Eristenekampfen haben. Der IBA. des ————— bezirks#— einer Sitzung die Termine für die drei wie folgt festgesert Innior=Rückenschwimmen 190 Meter: 1. Hermann,I 12. Mai: Alemannia Dortmund— Schalfe 96(Jus Poseidon Köln 1.20 S. 2. Sevina Peseidon 04 Gelsen= Bochum). kirchen 1:21 1 3.„Meger düstel#or 00. 1123.2.— 26. Mar: Esle 200 Meter=Fenter=Prustschrimmen: 1 Budis Spatig g.ffl=427!.“ 2 3tenv. Voscs an 01 Gellerkrchen 3701.8. Gelienkirchen). Voleton 04 Gelsenkirchen 301.5. 1 2. Juni: Elen 99— Schalle 96(Harlt-Emichet) um den Aufstieg #1, 26. S. P. 1— In der ersten Bezirksklasse des Ruhrbezirks sind die mel= 100 Mezer Meisterschaftsspiele zunächst abgeschlossen. In der Gruppe wonnen. steht allerdings noch ein Soiel zwischen Gelsenkirchen 07 moft. Die Leistungen der beiden Mann u0 3.3444. WInselloll 53 uis Erster sich im Felde ziemlich gleichwertig. Die Ruckenwende Zistinger) voch den besseren Sturm. Günnigfeld 4=mal=100=Meier=Seuior=Freistilktaffel: eistens auf ein erfolgreicher Feldviel Köln 4.317, 2. Voleidon Köln 4•37.5. Senior=Springen: 1. Plumani's Spar 127.69 Punkto. 2 Himmen Neviun Lud u. 1688 Bunkta„„ grm Senior=Rückenschwimmen 100 Meter: 1. Erch Guniber= und„Sristen:l5 Gelsenkirchen 11148. 2. To.9 os. W. 8. V. Essen 98 Musssegchie. — Alemannia Dortmund(Un= Köin 2:32.3. 3. Feverstein. *— *** Trabrennen zu Gelsenkirchen. Ein großer Cag auf der Craberbahn— Sehr guter Besuch— Große Felder— Palmetto Silver Sieger im Maiglöckchen=Preis ####ervaon hatte gestern Massenhesuch auf 8. Schneeball=Preis. 1. Hönin „ all=-Preis. voningers Heriane Leuthäusers Prodomo. 3. Ulrich. Ferner: Lebedame suweisen, was einmal auf das schöne Frühlingswetter und zum andern auf den guten Sport zurückzuführen ist In allen Rennen kamen durchweg starke Felder an den Ablauf. und so mangelte es nicht an interessanten Momenten in den einzelnen Rennen. Gleich im einleitenden Goldregen=Preis stellten sich 21 Anwärter dem Starter. Trotz der grohen Zahl der Bewerber zahlte die Siegerin nur die geringe Quote von 14:10. Soitbub konnte im Tulven=Preis trot der großen Vorgabe über leine Gegner triumphieren. Für das Hauptrennen des Lages. den Maiglöckchen=Preis, waren drei Läufe notwendig, da die beiden ersten Stechen von verschiedenen Pferden gewonnen wurden. Somit gab es einen Renntag von acht Rennen. Als das ausdauerndste Pferd in den drei Stechen erwies sich Middeldorfs Palmetto Silver. der den ersten und den dritten Lauf gewann. Das Stechen gewann der Hengst zwar mit viel Glück. Siegerin Marv L. wegen unreiner Gangart disqualifiziert wurde. Im zweiten Lauf erwischte Hr. Ernst einen guten Start und konnte hiervon bis ins Ziel leben, so daß Palmetto Silver. der wieder ein großes Rennen lief. mit dem zweiten Platz vorlieb nehmen mußte.### dritte Stechen war wiederum ein Duell wwtschen Dr. Ernst und Palmetto Silver. aus dem der letztere mit einem Kopfsieg als glücklicher Sieger hervorgehen konnte. Somit hatte Palmetto Silver den endgültigen Sieg davongetragen. Im Flieder=Preis konnte Rosenblüte die auf sie gesetzten Hoffnungen xechtfertigen und gewann leicht. Der Goldlack=Preis, ein Rennen über 2000 Meter für die internationale Klasse. endete mit einer kleinen Ueberraschung. da Lovcadio als Sieger einkommen konnte. Die vielgewetteten Hagenbes zr. und Rentmeister endeten im geschlagenen Felde. Rentmeister. der an die vorderen Pferde große Zulagen geden mußte. kam in diesem kurzen Rennen nicht schnell genug auf die Beine. und als er zum Angriff übergehen wollte, machte er einen Fehler. wodurm er alle Chancen einbüßte. Einen spannenden Endkampf gab es im abschließenden Schneeball=Preis. wo Prodomo und Heriana im toten Rennen als Sieger einkamen. Heriana. die das Feld anführte, behauptete die Spitze während des ganzen Rennens. Prodomo machte in der Zielgeraden gewaltig Boden gut und konnte nach hartem Kampf noch totes Rennen erzwingen. Beide Sieger wurden von Lehrlingen gesteuert, die den Meistern das Nachsehen gaben. Toto: 28. 12. 15. 12:10. Ferner: Octave. Grasschaft Der nächste Renntag ist am Christi=Himmelfahrts=Tag. Bocksteinerin. Zamita. Lusana. Staffelei. und M Lebedame(4). lie Cambus. Kassier. Justus. Rosie Watts. Punser. Ri.: 1. N.— 12— 6 L. Zeit: 1:30.1. Toto: 11. 26. ital. 26 24. Pl. 14. 16. 20 Eventual=Quoten. 1. Facette 14, 2. Alicka 82. 3. Valencia 45. Jan Stopo 358. Edith L. 947. Rosa Watts 947. Steinprinzeß 1420. Niersverle 567, Fred the Great 947. Lady Watts nichts gew., Necord zr. nichts gew., Eleve 1420. Revue 1420. Artel 1420. Angelmaid 291. Glorios nichts gew.. Ellie nichts gew., Glasformer 142. Otterna 1420. Ostermann 947. 1. Spitzbub 32. 2. Marie Watts 29. 3. Riedel 88. Barcarole 70. Peter Langella 685. Die Erste von Hamern 122. Flitter 1280. Donator 271, Nowdy 136. Hannes 78. 1. Palmetto Silver 272. 2. Dr. Ernst 197. 3. Minka L. 45. Angela 105. Marv L. 49. Hannes 109. Assad 39. Lybia Watts 376. Pupventanz 65. Bidassoa 187. I. Rosenblüte 16. 2. Donator 293. 3. Niedel 78. Otterna 426. Goldfink 170. Ladv Duffv 29. Else Cambus 203. 1. Dr. Ernst 80. 2. Palmetto Silver 52. 3. Angela 237. Minka L. 66. Mary L. 22. Hannes 147. Assad 127. Lobia Watts 482. Pupventanz 110. Bidassoa 147. 1. Lovcadio 59. 2. Stapellauf 70. 3. Nachtsalter 94. Erster Walhaller 108. Jola River 785. Manzanares 78. Anvil tr. 247. Hagenbeck ir. 43. Viel Glück 166. Rentmeister 47. 1. Palmetto Silver 16, 2. Dr. Ernst 33. 3. Minka L. 677. Angela 143 Maro L. 72 Hannes 91. Puppentanz 220. Bidassoa 121. 1. Prodomo t 26, 1. Heriana F 11. 3. Ulrich 148 Else Cambus 383. Lebedame 57. Kassier 287. Justus 2277. Rosie Watts 48. Punier 115. Rennen zu Neuß. 1. Rennen: 1. Pfiesers Taucher, 2. Furie. 3. Mirella. Toto: 34. 23. 22. 24:10. Ferner: Richnotin, Grießwart. Arminius. Georgia. Ta Lebmann. 2. Rennen: 1. Schmandts Lichtelse. 2. Sepp. 3. Ohio. Verlauf der Rennen rer) . Rennen: 1. Hüschelraths sen. Scotch Whisko(Unge2. Aalborg. 3. Loisach. Toto: 18. 13 20. 14:10. ch dem ersten Bogen ging Facette vor Alicka im Ferner: Zwirns Bruder. Tremonia. Carol. Woge Holdregen=Preis in Front und hielt die Spitze bis im Ziel. ohne jemals irgendwie in Gefahr zu geraten. Alicka behauptete auch ihren zweiten Platz. wurde aber zum Schluß hart bedrängt von der gut ausgekommenen Valencia. Die übrigen 18 Bewerber batten überhaupt nichts zu bestellen. Im Tulven=Preis übernahm bald nach dem Start Riedel das Kommando und führte mit mehreren 4. Rennen: 1. tes. 3. Peloria. den: 1. 3. Kabristan. Toto: 43. 18. 20. 32:10. sitzer. Koralle. Exzellenz. Sennejagd. Lauvenburgs Truchseß(Netto), 2. LaerToto: 13:10. Ferner: 3 Pferde liefen. . 2. Ferner: Lau5. Rennen: Längen vor dem übrigen Feld. das von Rowdo ange 3. Markstein t. 3. Ahrnburg v. Toto: 20. 11. 11:10. Tribünen rückte Spinbub zu der Ferner: Blünlisalv 7. Nennen: Ir 1. Röslers Lauscher(Pinter). 2. Tiv. Traben 1. Morawez' Anache(Stolve). 2. Ura 10. führt wurde. Vor den T Führenden auf. Am Einlaufbogen machte Niedel einen schweren Fehler und mußte Spitzbub vorbeilassen. In der Geraden kam Marie Watts gut auf, konnte aber Spitz= gig d. 319715, 9:. 50. 40. M: Comtesfe 81g Nampla, bub nicht mehr ganz erreichen. Aina, Kulpferd, Florita, Bergün, Komtesse Isola. Beim ersten Stechen im Maiglöckchen=Preis führte der vornstehende Dr. Ernst das Rennen an und behielt die Svitze bis in die Einlaufskurve. wo Marv L. in Front ging. die aber wegen unreiner Gangart disqualifiziert wurde. Palmetto Silver passierte im Einlauf Dr. Ernst. der einen Fehler machte. Durch die Disqualifizierung von Mary L. kam Palmetto Silver zu einem billigen Sieg Rosenblüte sicherte sich im Flieder=Preis bald die Spine und behielt die Führung unangesochten bis ins Ziel. Donator konnte Riedel zum Schluß das zweite Geld nehmen. Ladn Duffn machte mehrfach Fedler und mußte mit dem vierten Platz vorlieb nehmen.. Beim zweiten Stechen im Maiglöchchen= Preis ging Dr. Ernst gleich mit Längen in Front und behauptete sich sehr gut bis ins Ziel. Der Sieger vom eisten Stechen. Palmctto Silver. konnte Dr. Ernst trotz großer Anstrengungen nicht erreichen und mußte mit dem zweiten Platz vorlieb nehmen. vor Angela Nachdem Erster Walhaller das Feld im Goldlack=#" S.— Preis durch den ersten Bogen gebracht hatte, ging Lov=slite, 3. Mildred. Toto: 38. 17. 21: cadio nach vorn. gefolgt von Stapellaus. Lovcadio be- berich. Thetmidot. hielt die Führung bis zum Schluß. war aber am Ende! 7. Rennen: 1. Teskes Jos(Kreuz)= Himalava ausgepumpt und konnte sich mit einer Länge vor Stapel= 3. Perlenfischer. Toto: 17. 13. 13:10. Ferner: Glückslauf. dem ebenfalls zum Schluß die Luft ausging. ins ritter. Irländerin. Ziel retten. Dritter war Nachtfalter vor Manzanares. Als Rentmeister nach der zweiten Runde zum Angriff übergehen wollte. machte er einen Fehler und wurde dann auch nicht mehr angesetzt. Im dritten Stechen im Maiglöckchen= Preis führte Dr. Ernst wiederum das Feld an und behielt die Führung während der ersten Runde. Dann übernahm supvenkanz für eine kurze Strecke die Führung, fiel aber ald durch einen Fehler wieder zurück. In der Geraden entspann sich ein erbitterter Kampf zwischen dem gut aufgekommenen Palmetto Silver. Dr. Ernst. Minka L und Angela. Palmetto Silver konnte mit einem Kopf vor Dr. Ernst das Ziel passieren. Mit einer Länge dabinter konnte Minka L. vor Marv L. den dritten Platz belegen. Das Gesamtresultat stellt sich demnach wie folgt: 1. Palmetto Silver. 2. Dr. Ernst. 3. Minka L., 4. Angela. Heriana führte im abschließenden SchneebailPreis das ganze Rennen. Die Reibenfolge war während des ganzen Ver“ den auf und konnte noch mit Heriana wingen Rennen zu Hannover. 1. Nennen: 1. Haniels Tuor(A. Bleuler). 2. Do falke. 3. Irenäus. Toto: 30. 12. 12:10. Ferner: B bara. Loßberg 2. Rennen: 1. Weismanns Landesbauotmann(Ch. Cord). 2. Meteor F. 2. Ping Pong;. Toto: 15. 12. 8. 10:10. Ferner Wachtelkönig. Latona. 3. Rennen: 1. Brunschwigs Kaisertag(E. Eichhorn), 2. Ofterdingen. 3. Flinta. Toto: 10:10. Ferner: Drei Pferde liefen. 4. Rennen: 1. Rieges Schneeberg(H. Gebrke). 2. Islam. 3. Barbar. Toto: 45. 16. 15. 18:10. Ferner: Lebenskünstler. Lactitia. Loblied. Tiber. 5. Rennen; 1. Sklareks Miltiades(G. Jaekel). 2. Heimatliebe. 3. Fechter. Toto: 103. 27. 36. 15:10. Ferner: Anenopbis. Kvon. Graskäser. Blondine. Sturmbock. 6. Rennen: 1. Jans Monte Gondelin(Jan). 2. CreduE mit seinen Ausbesserungs. werken, Versuchsabteilungen, Laboratorien. Spezialwerkstätten und der Zentralschule. Das alles ist eine Stadt für sich. Schon die Schule an sich ist ein Kompler von medreren größeren Gebäuden: zahlreiche Hörsäle; der schon erwähnte Musterbahnhof und das Stellwerk; ein grober Saal für die Aufstellung von Lehrmitteln aus den Fachgebieten Oberbau, Schwachstromtechnik und Sicherungswesen: Unterkunftsräume und Kantinen. Etwa bundert Hörer können hier untergebracht werden. Die Zimmer, ein bis zwei Betten entbaltend und alle mit fließendem Wasser und Zentralheizung eingerichtet, machen durchweg einen gepflegten, ganz unkasernenmätzigen Eindruck. Den Kursusteilnehmern wird ihr Gehalt weitergezahlt, nur für Unterkunft und Verpflegung werden etwa sieben Mark wöchentlich abgezogen. Wer kommt nun zur Ausbildung nach Kirchmöser? Obgleich die Zulassung zu den Beamtenlaufbahnen zum Teil noch gesperrt ist, ist der Unterrichtsbetrieb an der Zentralschule trotzdem voll ausgenommen worden. Denn unter den Hörern sind ja auch viele, die nicht mehr Dienstanfänger sind. In letzter Zeit waren zum Beispiel Bahnsteigschaffner, Aberwachungsbeamte, Tarisbeamte, D= Zug=Schaffner, Obersekretäre in Kirchmöser. Sogar Lebrer werden in der Zentralschule unterrichtet, nämlich die ReichsbahnWanderledrer Bisber konnten sich Anfänger ihre Fertigkeiten in der Bedienung von Signalanlagen nur unvollkommen durch Zuschauen auf den Stellwerken aneignen. Praktische Uebungen waren dabei fast unmöglich. Seit der Einrich= tung des Lehr=Stellwerko, das mit einer Gleisstrecke in Verbindung steht, können die Schüler alle im Stellwerk vorkommenden Arbeiten hier wirklich durchführen: Vormelden. Nachmelden, Wirkung auf Blockfeld, Signal und Weiche, Beseitigung von Störungen usw. Vorhanden sind ein Befehls=, ein Wärter= und ein Blockstellwerk für ein= und zweigleisige Strecken. Die Schüler sollen hier selbständig ganze Fahrten durchführen. Nach ähnlichen Prinzivien sind die Lehr=Schalter für Fahrkartenausgabe und Güterabfertigung entstanden. Auch sie sind der Wirklichkeit getreu nachgebildet. Einer der Arbeitsvläne ist z. B. als Vorprüfungsstelle für die Güterannahme eingerichtet. Hier sind alle Hilfsmittel für Frachtberechnung und Abfertigung der Frachtbriefe ausgelegt: ein Schüler, der den Rollkutscher mimt, liefert Güter verschiedenster Art in vorschriftsmäßiger oder zu beanstandender Vervackung und Bezettelung auf und der Schüler, der die Aufgaben des Annahme=Beamten übernommen hat, prüft nun unter Leitung des Lehrers. ob er die Güter— unter denen sich auch absichtlich beschädigte befinden— nach den geltenden Bestimmungen zur Beförderung annehmen darf. An einem anderen Arbeitsfenster eines Ersseurladeno. Ich din plötzlich deeudigt und habe beinabe das Verlangen, mich selber auf einen Stuhl niederzulassen und zu sagen:„Rasieren, bitte, und Haare schneiden!“ Aber mit einem Lärm wird hier gearbeitet, daß man meint, in einer Werkstatt sich zu befinden, nicht in einem Friseursalon Ich gebe. Auf dem Korridor spricht eine Frau, die begleitet von vier kleinen Kindern kam, mit einem kleinen, friedlichen Alten, der soeben aus dem ersten Saa' berauskam. „Ach, welche Hitze drinnen...“ meint das Männlein „Aber man ist doch frod, berkommen zu können. Da: Leben ist heute teuer... Mit meiner kleinen Rente konnte ich früher zum Friseur gehen. Aber jetzt... da müßte ich schon auf die Zigaretten verzichten und das... Sie können sich's denken!" Draußen auf der Straße ist die Menschenschlange noch ebenso lare—. va-ber. Die erste deutsche Schulfür Filmtechnik Von Georg Biesentbal. Der Unsinn der Filmschulen.— Man kann es oder man kann es nicht.— Aber Technik ist erlernbar.— Moglichkeiten der modernen Apparate.— Praktischer Unterricht. Das gav es schon 1001 mal: Konjunkturausbeute durch slinke Ueberredungskünstler, die kleinen Bureaumädchen ein Monatsgehalt abknövsen für Ausbildung zum Film und anschließendes Engagement nach Hollywood. Dabei ist— selbst wenn solche Lehrer sich ernstlich bemühten— nichts unmöglicher als filmschauspielerischer Unterricht. Es gibt die großen Schauspielschulen, die für die Bühne vorbereiten; hier wird im wesentlichen richtiges und gutes Sprechen gelebrt. Die stumme Mimik des Films dagegen ist nicht zu erlernen: man kann sie oder man kann sie nicht. So weit die Ansicht einiger Filmregisseure, die ich kürzlich über dieses Thema befragte, unter ihnen Fritz Lang Dagegen ist zu erlernen das Technische und das Handwerkliche des Films— und hier gab es bis vor kurzem noch keine vädagogische Möglichkeiten. Freilich erstreckt sich auch hier das Erlernbare nur auf gewisse Anfangsgründe: genau so. wie beim modernen Porträtvbotograpben nur die Eigenarten und die Wirksamkeit der Avvarate zu erlernen ist— die Gestaltung des Bildes dagegen ein unerlernbarer selbstschöpferischer Vorgang bleibt. Der zukünftige Filmoverateur und=regisseur mun wissen, was sich mit den einzelnen Avvaraturen und technischen Hilfsmitteln alles erreichen läßt— die Anwendung kann nur seiner künstlerischen Kraft überlassen bleiben. Diesen Ideen folgend, hat jetzt die Berliner ReimannSchule eine Filmabteilung gebildet, die unter der platz wieder erfolgt die Anlernung der Ladeschaffner. Eine Sneeao„„ Anzahl Güter aller Art in aufgestavelt, dem Schüler wird Führung des Grunoers und fruperen Leiters der Trickeine Anzahl Frachtbriefe übergeben, und nun muß er m##llung der Ufa, Rheinvoldt, prüfen, ob etwa Güter überzählig oder beschädigt sind.#icht gliedert sich zunächst in Einführung in die Optik. in Auf bereit gebaltenen Vordrucken werden dann die sich die Konstruktion der Avparate und die Möglichkeit der hieraus ergebenden Meldungen erstattet. Ausleuchtung. Die Schüler lernen praktisch mit ZeitMehnliche Anlerunläse sind narhanden tür eins g raffern, Prismen und Vorsatzgläsern zu arbeiten, also die angecbteilung r. der die eingegangene Fracht hehande]: modernen Tricks in den Dienst einer hoben bildlichen sangsabteilung in der die eingegangene Fracht debandel: Ausdrucksfähigkeit zu stellen, sie lernen Aufnahmen durch am:1 Genss-###n ertassenbigng gue ezuzerfasse und dis Schleier, Aufnahmen mit der wandernden, sich drebenden sar: Hepacapiertigung. Ueberall, sind, die Sauler genau so und bewegenden Kamera. Kaschierungen und mehrmalige draußen die wirtlichen Beamten Exponierungen werden geübt: allo das Uebereinander H— und Ineinander mehrerer Aufnahmen auf einem Bild alche Smecke gemacht merds Neichsdahn für(z. B.: Frau im Eisenbabnabteil, darüber gleitet eine olche Zwecke gemacht werden geschehen nicht umsonst. Aus Landschaft aus ihrer Erinnerung, quer hindurch Räder der Statinir gehr beutlich vervor, oag die unfauzanlen und Kolden der Lokomotive). Der Schüler gelangt kerner: Schwalganzen Verlaufes: Heriana vor Prodomo. Ullrich und Palmieri. Valladolid. übrigen Pferden. Zum Schluß kam Prodomo mächtig!„—„„ Rennen zu Hopvegarten. 1. Rennen. 1. Opvenbeimers Graf Jsolani(E Grabsch) 2. Sturluson. 3. Simonides Toto: 46. 19. 15 22:10. Ferner: Svenaali. Sigmar. Georg Reimers. Eminenz. Gallina. Baiser. Grasnelke. 2. Rennen 1 Heß Feliresto(E. Haynes). 2. Pastete 3. Freier Wille. Toto: 16. 11. 13:10 Ferner: Frithtof 2. Schnecball 3 Rennen. 1. Weils Wilfried(E Havnes). 2. Ledensretter. 3. Walball. Toto: 40. 17. 17. 61:10. Ferner: Persianer. Rosenlippe. Rula. Fiderun. Sendbote. Moewe. Mongole. Judica. Orchilla. 4. Nennen Botichafter u. 1. Oovenheims Mararas(L. Barga). 2 3. euerprode. Toto: 14. 11. 16:10. Ferner: totes Rennen erErgebnisse lmetto Silver(Bes.). 2. D. Ermt. 3. Minka U. Marv L.(1. disau. 80 Prozent S. und Vl Ingela(4.). Hannes Assad. Lobia Watts. PurRi.: 2— 1— ½ L. Toto: 272. ital. 1. Goldregen=Preis. 1. Gest. Böinas Facette(Skerbut). 2. Alicka. 3. Valencia. Ferner: Fred ibe Great. Jan Stopo. Edird L.. Rosa Watts. Steinorinzeß. Niersperle. Lado Watts. Marga M.. Record jun.. Eleve. Revue. Artell. Angelmaid. Glorios Ellie. Glasformer. Ptterna. Ostermann. Ni.: 2— K.— 4 L. Zeit: 1:38. Tcto: 14 ital. 30. Pl. 11. 12. 12. " Tulven=Preis, 1. G. Simons Svitzbud(Gillar). arie Watts. 3. Riedel. Ferner: Nowdy(4.). Donator. Parcarole. Peter Langella. Die Erste von Hamern. Flitter Ni.: a——— 2½ 2. Zeit: 1:33. Toto: 32. ital. 48. Pl. 12. 13. 14. 3. Maiglockchen=Preis(1. Stechen). 1. J. Middeldorfs Palmetto Silver(Bes.). 2. Dr. Ernst. 3. Minka L. Ferner: aurück) A ventanz. 162 Bl. 22. 24. 14 4. Flieder=Preis. 1. B. Lackmanns Rosenblüte(C Pütz). 2. Donator. 3. Riedel. Ferner: Lady Duffo(4.). Else Cambus. Otterna. Goldfink. Zeit 1:33.3. Toto: 16. ital. 132. Pl. 11. 14. 14. 5. Maislockchen=Preie(2. Stechen). 1. W. Bucchkens Dr. Ernst(A. Dadl). 2. Palmetto Silver. 3. Angela Ferner: Minka L.(4.). Marv L.. Assad. Lubia Watts. Burventanz Bidassoa. Ni.: 1½— 1½— 4 L. Zeit: 1:33.3. Toto: 80 ital. 42. Bl. 30. 16. 34. 6. Goldlack=Preis. 1. Terhardts Loocadio(Forthmann) 2. Stavellauf. 3. Nachtfalter. Ferner: Manzanares. Erster Walballer. Ida River. Anvil jun Hagenbeck run. Viel Glück Rentmeister Ri.: 1— 5— 1 L. Zeit: 1:30.3. Toto: 59. ital. 50. Pl. 18. 18. 24. 7. Maiglöckchen=Preis(3. Stechen). 1. Middeldorfs Palmetto Siiver(Bes.). 2. Dr. Ernst 3. Minka L. Ferner: Marv L.(4.). Angela. Puvventanz. Hannes. Bi#assoa Ni.: K.— 1— 2 L. Zeit: 1:30.8. Toto: 16. ital 24. Pl. 12. 12. 30. 5. Rennen. 1 Tomsens Impressionist(M. Schmidt) 2. Skalde. 3. Patrizier. Toto: 20. 14. 21:10. Ferner: Farinelli. 6. Rennen. 1. Bunes Reichstaa(Grabsch). 2. Assuan 3. Mumm. Toto: 66. 19. 16. 15:10. Ferner: Sturmbraut. Hermoder. Caiver. Seesturm. Thea. Koralle. Viola. 7. Nennen. 1. Dahlwitz' Heidelerche(Höllein). 2. Fabullis 3. Remus. Toto: 69. 28. 27. 23:10. Ferner: Periander Eislaufer. Ferne. Neuer Ulster. Mazrus. Brillant Angulimala. Frintrov. Irmingacd Fegsener. Alicke. Olomv. Grasnelke. Zennen in Paris 1. Rennen. 1. Wildensteins Charlemagne(J. Herve). 2. Hotweed. 3. Hornets Law. Toto: 252. 55. 19. 57:10. Ferner: Soleil. Eros. Imvereur. Basbiul. Le Maanv. Janistra Sinaleton. Oliver Cromwell. Hotweed. Noval. Heir. Rebenti. Le Bagne. Poseur. Soire le Chateau. 2. Rennen. 1. Boutets L' Odeon(E. Doumen). 2 Insiaht. 3. Mianavouf Toto: 56. 23. 17. 24:10. Ferner: Pachali. Probite. Biarrov. Tradition. Cocote. Himar. Pekilv. Seymour. Cbow I. Rennen: 1. Rothschilds Donatello(C. Boillon). 2. Dark Times. 3. Meeting. Toto: 54. 14. 12. 11:10. Ferner: Le Haore. Stick. Atair. Foniverruis. Sol Parisis. Fusso Girl. 4. Nennen, 1. Esmonds Tereus(G. Vatard). 2. Godefrov. 3. Mercure. Toto: 61. 16. 14. 14:10 Ferner: Zephirin. Golden. Arrow. Dark. Misterv. Herakles. Eves Avole. 5. Rennen. 1. Baedrs Drocourt(R. Noueille). 2. Eversharv. 3. Barman. Toto: 339. 64. 18. 20:10. Ferner: Mistiaris. Sbort on Sweet Lutzen. Polecat. To Louzou. Tricoche Minos. Ramette. Valensole. La Liziane 8. Nennen. 1. Fribouras Soukabras k(Rabde. 1 Marchands Presse 1(Duforez). 3. Pilade. Tote: 104. 62. 93. 86. 32:10. Ferner: Raisonneur. Wondertul. Adrar. Mirdat. Rbadamante. Mirus. Oviers. Interessante„Schulen“ Bahnhof und über diese Gleise ist noch niemand abgefahren, und die diesen Bahnbetrieb bevolkern, sind keine Reisenden, sondern Bahnbeamte im Unterricht. Erwachsene Männer svielen Eisenbahn— oder besser: lernen spielend Eisenbahn=Fahren. Halt. und doch, auch von diesem Bahndof sind schon Leute abgereist— abgedampft in die gehobene Beamtenlausbahn. Das ist die Reichsbahn=Zentralschule in Rirchmöser bei Brandenburg. In langjähriger Arbeit hat Reichsbahnrat Dr. Couve hier eine unvergleichliche Unterrichtsstätte ausgebaut. Aus einer groven Pulverfabrik mit einem Feuerwerkslaboratorium, die die Reichsbahn nach dem Kriege über„Eisenbahnspielen“ Reichsbahnzentralschule in Kirchmöser Ein geheimnievoller Bahnbos.— Der Givsel praktischer Unterrichtskunst.— Ein komolettes Stellwerk.— Der Herr Rolllutscher. Da ist ein Badnhof. ein scheindar ganz gewohnlicher Bahnhof, mit Fahrkarten= und Gepäckschalter, Bahnsteigsperre, Auskunft, Güterkasse und allem, was sonst noch dazu gebört; da sind Gleisanlagen mit samtlichen Sig. sn, ei Di Wichseunn Nuu vem Aittue salen, ein dochmodernes Stellwerk— aber von diesem nehmen mußte, entstand das„Eisenbahnwerk dann im böchsten waren, als die Ausbildungsintensität am niedrigsten war— also etwa im Jahre 1918. Der verringerte Unterricht hat in jener Zeit zwar an der einen Stelle ein Sinken der Ausgaben bewirkt, dafür aber auch ein enormes Hochschnellen der Unfallausgaben. Und wenn man im Geschäftsbericht liest, daß die Reichsbahn im Jahre 1927 allein vier Millionen Mark für— Putzwolle ausgegeben hat, wiro man lechs Millionen Mark für ausbildungszwecke nicht zuviel finden. Georg Biesenthal. Der Gratis-Friseursalon Brief aus Paris Von Dr. A. Pol. Eine lange Menschenschlange wartet vor einem breiten Haustor in der Rue Pierre=Levie in Paris: Bettler, Arbeitslose, Reklamezettelverteiler und andere arme Leute. Eine Volksspeisung vielleicht? Rein, die Nationale Friseur=Schule. Wohlverstanden, diese Aermsten treibt nicht die Ambition hierber, in den Fußtapsen eines Antoine, eines Calou oder einer anderen Größe der Frisierkunst zu schreiten. Sie kommen ganz einfach, um ihr Kinn oder ihr verwahrlostes Haar den noch etwas unbeholfenen Rasiermessern und Scheren der Eleven der Schule hinzureichen. Ich folge ihnen in den riesenhaften Saal, wo in vier Reiben Männer und Frauen in weißen Kitteln arbeiten. Denn die Schule ist gemischt.„Gemischt“ ist auch die freiwillige Kundschaft. Neben zerrissenen Bettlern sieht man kleine Bürgerfrauen, beinahe mit Koketterie gekleidet, Markthallenweiber und Hausfrauen. Manche haben ihre Kinder mitgebracht, die lärmvoll herumtreiben oder vor Langeweile weinen. Eine kleine Elevin ganz blond. ganz rosig und schlank. die einzige, die gegen aller Wahrscheinlichkeit„idren Mann stellt“, hat sich mutig an einen unsauberen Alten herangemacht, um ihn zu rasieren. Ohne Ekel reibt sie den Seifenschaum auf das bartstooplige Gesicht, das wahrscheinlich nur der Regen zu waschen pflegt Der Lehrer tritt heran. „Sie staunen, was? Wir haben Frauen, die zeitweise das Rasieren lernen. Sie wollen sich in irgendeinem kleinen Provinznest etablieren oder ihrem Mann behilflich sein, an den Tagen mit großem Betrieb. Und schauen Sie sich mal diese an, Sie zittert nicht, dagegen dieser große Kerl.. Der große Kerl hat vierzig Jahre, Haare wie ein Neavolitaner für Ansichtskarten und ein Binokel, das ständig wackelt auf seiner Nase. Das Nasiermesser in seiner Hand bewegt sich im selben Rhythmus. Ich schließe die Augen, um nicht zu seben, wie er dem Unglücklichen, der vor ihm sitzt, die Rehle durschneidet. Aber nein. Es scheint, daß er immer so ist und noch niemand den Hals abgeschnitten dat. „Allerdings.“ gesteht der Lehrer,“ gibt es zeitweise ein „Ooser“, aber es wird stets geflickt und entsernt sich trotzdem zufrieden.. In der Nachbarreibe schneidet ein Schulerin die Haate einer dicken Frau. Sie versucht vergeblich, sie gleich zu machen. Sie kürzt rechts, stutzt links; schneidet dann erneut rechts, um nachher abermals links zu attackieren. Man hofft, daß der Lehrer dazwischen tritt, noch bevor die dicke Frau kahlgeschoren ist. Und dabei sind diese hier gar nicht Anfänger. Für den ersten Kammstrich, den ersten Scherenschnitt und das Brenneisen gibt es hier drei Damen, die gegen ein Honorar von drei Franken für die Stunde ihr Haar ohne Bedenken und Neue zur Verfügung stellen. Doch siehe, jetzt tritt eine Dame ein, die eine wirkliche Dame ist. Das will beißen, daß der Kragen ihres eleganten Mantels echter Pelz und ihr Hut böchstens zwei Monate alt ist. „Das ist eine Siammkundin.“ sagte lächelnd der Lebrer.„Sie kommt regelmäßig jede Woche. Wenn man sie ansieht, möchte man es nicht denken, was? Ich sprach eines Tages mit ihr und da erzählte sie mir, daß sie jedesmal ihrem Mann 20 Francs aufrechnet, als ginge sie wirklich zu einem Friseur.„Das bringt mir 80 France im Monat ein,“ sagte sie, immerdin gewonnenes Geld.“ Noch zwei weitere Säle. In dem einen werden Schamvons verabreicht; in dem anderen wird onduliert. Und man muß es sagen, gar nicht übel Die Haare, die ich noch vor kurzem steif und zersaust sad, finde ich jetzt geschmeidig, gelockt und hübsch wie eine Perücke im Schauschließlich zum absoluten Film, wo er die Möglichkeit bat, mit Hilfe sämtlicher Tricks ganz bestimmte Vorgänge, jenseits aller realen Formen, rein gefüblsmäßig darzustellen. Daneben wird unterrichtet über den Aufbau des Films, den Werdegang vom Robfilm über die Kovieranstalt bis zur Musterkovie. Um den Schulern zahlreiche praktische Auswertungsmöglichkeiten an die Hand zu geben. wird auch die Herstellung von Trick=, Werbe= und Kulturfilmen, die Titelbeschriftung von Spielfilmen geübt. Hier rückt die zeichnerische Ausbildung in den Vordergrund, und einige gute Zeichen=Trick=Filme sind schon aus den Schülerwerkstätten bervorgegangen. Vielleicht liegen gerade hier, im Zeichnerischen, unausgeschöpfte Zukunftsmöglichkeiten. Heute verwendet ein Regisseur von 50.000 bei den Aufnahmen verkurbelten Filmbandmeter schließlich etwa 1000 Meter— Chaplin gar nur 1000 von 300 000 Meter. Der Filmzeichner der Zukunft, der Szene für Szene vor den Aufnahmen zeichnerisch festlegen kann, wird möglicherweise hier einmal rationalisierend wirken „Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan...“ Fälschungen geflugelter Worte. Von Edgar E. Werle. Der Mensch liebt es in seine Redewendungen Zitatund geflugelte Worte mit einzuflechten. Aussprüche berühmter Persönlichkeiten der Zeitgeschichte, voetische Dichterworte und Gedichtzeilen werden gern und oft bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit angewendet. Aber wie falsch werden selbst die gebrauchlichsten Zitate meist gebraucht! Wie ein Geldstück, das von Hand zu Hand gebt, verliert auch ein Zitat, verlieren geflügelte Worte ihre„Reindeit"; bei dem voetischen Dichterwort svielen bei seiner Wandlung auch Röythmus uns Zeitgeschmack eine bestimmende Rolle Recht oft wird der beruhmte Aussoruch der Toieranz Friedrichs des Großen:„In meinem Staate kann jeder nach seiner Fasson selig werden!“ angeführt. In Wirklichkeit dagegen hat der große Friedrich diesen Aussoruch nie getan, sondern nur in seiner absonderlichen Ortbographie und mit wesentlich abweichendem Wortlaut wie folgt niedergeschrieben:„Die Religionen Musen alle Tolleriret werden und Mus der Fiscal nur das Auge darauf haben, das keine der anderen abrug Tube. den hier Mus ein jeder nach seiner Fasson Selich werden."— Unter den Klassikern ist vor allem Schiller in aller Munde. Wer kennt nicht die Redensart von dem Mahren, der seine„Schuldigkeit“ getan dat und nun geden kann? Bei Schiller dagegen hat der Mohr seine„Arbeit“ getan. Und wer gebraucht nicht bei gegebenem Anlan die Nedewendung von den„schönen Tagen von Aranjues“, die nun„vorüber“ sind: wörtlich dagegen läßt Schiller Domingo sagen:„Die schönen Tage in Aranjuez sind nun zu Ende.“ „Von dem Dome, schwer und bang, Tönt der Glocke Grabgesang", deklamiert wohl fast jeder, der diese Verse der Glocke bei irgend einer Gelegenheit anführt. Dabei bai Schiller in einem der gewöhnlichen Sprach= und Denkweise freilich serner liegenden Wortlaut geschrieben: „Von dem Dome, schwer und bang, Tönt die Glocke Grabgesang". „Stolz lieb ich den Spanier“, höhnt man über einen stolzen Menschen. Hat Könia Philivo sich dem Marquis Posa gegenüber wirklich wörtlich so geäußert? Wer diese Zeilen einmal nachliest, wird belehrt, daß es heiten muß:„Stolz will ich den Soanier". Allgemein eingebürgert ist auch die Redewendung: „Man merkt die Absicht, und man wird verstimmt“. Diesen Aussoruch Tassos hat man recht willkürlich umgebogen, denn wörtlich sagt Tasso:„So fühlt man Absicht, und man ist verstimmt“ Welcher Lehrer und welcher Erzieher ruft nicht zuweilen verzweiselt aus:„Gegen Dummheit kämpfen Götter selbst vergebens“, wenn ein begriffsstuniger Mensch iegend etwas durchaus nicht begreisen will Wörtlich lautet der Ausspruch dagegen:„Mit der Dummheit.. Mit dieser kleinen Blütenlese ist die Liste der Zitatsälschungen natürlich noch keineswegs abgeschlossen man lör ite noch beliebig viel dieser Besspieie anführen. Aber es soll hiermit nur ein Ansvorn dazu gegeben sein. diese Sammlung sälschlich angewandter Zitate und geflugelbereichern. Man wird bei einigem Nachdenken gewiß noch manches bübsche Beil###el G 2 Nummer 1057 Drittes Blatt Herner Anzeiger Montag, den 6. Mai 1929 Der Jubeltag der„Sportfreunde 10“ D. J. K. Eine machtvolle Jugendkraft Kundgebung. Die Sportfreunde erzwingen vom Landesmeister ein 2:2. Herten siegt im Staffellouf„Quer durch Herne“ Die 03K. Herne huldigt ihrem Protektor. Bürgermeister Meyerhoff. Der Jubeltaa ist vorbei, ein denkwürdiger Tag für die Herner DIK. ist verrauscht. Die Jugendkraft be herrschte die Stadtmitte. Vom Wetter begünstigt, fanden alle Veranstaltungen restlos ihre Erledigung. Die Vonisatiuskirche sah am Sonntagmorgen eine stattliche Zahl Jugendkraftler, seitlich am Altare stand das neue Banner. Jugendkraftler dienten bei der hl. Handlung. Tiefen Eindruck wird die Festpredigt des Präses der Sportfreunde 19 hinterlassen haben.„Eine gesunde Seele m einem gesunden Körper“ als Ziel und Kernpunkt der DOK. bildete den Hauptkern der Predigt. Nach dem Gottesdienste ging es im Festzuge, geführt von 2 Tombourkorps, vor die Wohnung des Protektors, des Bürgermeisters Meyerhoff. Lehrer Müller, als Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Herne, kommandierte, donnernden Widerklang erweckte sein„Dem Protektor ein dreifaches JugendkraftHeil" bei den Festzugteilnehmern, mächtig hallte das Echo zurück— Jugendkraft Heil! Die gleiche Ehrung wurde dem langjährigen Kämpen der 19er, Hubert Cloer, und seinen Eltern zuteil. Im Vereinslokale erwartete alle das Frühstück. Doch schon zog die Musik zum Bahnhof, um den FußballReister Homberg=Hochheide abzuholen, dem man nachher im Lokale eine verdiente Ehrung zuteil werden ließ. Homberg dankte mit einem prächtigen Blumen Angebinde: Weißer Flieder, rote Tulpen, die Farden der Sportfreunde sowie ihre eigenen. Für ein gutes Mittagessen sorgte der Festwirt „Papa Vernicken". Etwas später ging es zum Duer durch Herne" Der sonst so stille Gertrudenplatz war nicht wiederzuerkennen, als die Stunde des Ablaufs nahte. Autos rasten heran, Motorradgeknatter ertönte, die Mannschaften nahten, man eilte zu den Wechseln. Noch einmal fuhr das Renngericht die Strecke ab, dann schickte der Gausportwart die Anfänger und die Jugend auf die Reise. Günnigfeld siegte bei den Anhangern, Ueckendorf bei der Jugend. Die Wagen des Ranngerichts sausten zurück, die Senioren starteten. Es wurde ein harter Kampf um die Spitze; Herten, Markanta und 08 Recklinghausen gingen abwechselnd in Führung. Im Endspurt siegte Herten vor Markania Bochum und 08 Recklinghausen. Es folgten dann Herne=Süd und Falkenhorst. Die DOK. Ueckendorf dlies ab, als man sah, daß nichts mehr zu holen war. Die Sieger sind: Seuioren: 1. DOK. Herten 07, 7,30 Min. 2. Mar kania Bochum 7,30 Min. 3. 08 Recklinghausen 7,35,5 Min. 4. Herne=Süd 7.59 Min. 5. Falkenharst 8,03 Minuten. Anfänger: 1. Westfolia Gunnigfeld 7,51 Minuten. 2. Markania Bochum 7,59 Minuten. 3.. Ueckendorf 8.24 Minuten. Jugend: 1. Ueckendorf 7,46 Minuten. 2. Herten 07 758 Minuten. 3. Falke Bulmke 8,58 Minuten. 4 Herne Süd. 5. Jung=KKV. Herne. Falkenhorft siegt sicher und verdien im Zubilähumsspiel. Jaikenhorst 1— Germania Holthausen 1 6:0(2:0). Dem Eröffnungsspiel der Handballer am Mittwoch abend reihte sich Donnerstag das erste Fußballspiel en, dessen Verlauf wenig werbend wirkte. Die Schuld lag bestimmt nicht bei den Falkenhorstern; Holthausens spielerische Unfähigkeit brachte in dieses Spiel bedauerliche Unfairheiten, bei welchen sich gerade die beiden Verteidiger überboten; beide wurden auch deshalb des Feldes verwiesen. Die Falkenhorster waren in guter Form und zeigten annehmbare Leistungen, zwar versuchten einzelne die Unfairheiten zu erwidern, doch dabei blieb es auch, doch mußte der linke Läufer auch noch Zuschauer spielen. Mit ihm sollte der dritte holthauser vom Platz, er weigerte sich aber, und der Schiedsrichter pfiff ab. Dieses unsportliche Benehmen machte einen vernichtenden Eindruck Der Spielverlauf zeigte eine klare Ueberlegenheit der Folkenhorster, in allen Situationen waren sie des fer gerüstet als Holthausen. Der Herner Rechtsaußen buchte den 1. Treffer, dem bald der zweite durch Halbrechts folgte. So ging es in die Pause, dann verwandelte der Halbrechte einen Elfmeter, 2 Minuten später folgte abermals ein Elfmeter, diesen verwandelte der Rechtsaußen. Ergebnis 4:0. Bei diesem Stande mußte der linke Verteidiger Holthausens wegen groder Unfairnis, die er schon im wiederholten Falle beging, vom Platz; es dauerte nicht lange, da war sein Partner aus dem gleichen Grunde draußen, doch hatte Jalkenhorsts Halblinker schon vorher das 5. Tor geholt. Die Falken spielten nun ganz verhalten, man schonte sich, um unnötige Verletzungen zu verhüten. aus einer Ecke erzielte dann der Halblinke durch Korfhall den 6. Treffer. Es war bald Schluß, als die schon erwähnte Szene dem Spiel ein unrühmliches Ende berettete. Der Schiedsrichter war sehr gut. Jreitag. Ungleiche Partner. Blau Weis- Westsalia Gunnigseld 7:0(3.0) Vorgesehen war statt Günnigfelds die Gauklasse Wattenscheid=Neustadt. Diese sagten in letzter Stunde ab. ein sehr trauriges Verhalten, welches man von einer Gaumannschaft nicht erwartet hätte. Noch am Freitag mittag gelang es, Günnigfeld zu gewinnen Leider traten sie mit 5 Ersatzleuten an, bei Blau=Weiß fehlte der Mittelstürmer, auch spielte Günnigfeld bis kurz vor der Pause mit 9 Mann Dann zeigten sie sich eine Zeitlang ebenbürtig, doch die Anstrengungen der ersten Halbzeit machten sich bemerkvar und fuhrten zum Zusammenbruck, der Mannschaft und zu 4 weiteren Toren für Blau=Weiß. Bei 7•0 verwies der Schiedsrichter den Mittelstürmer der Blau=Weißen und einen Günnigfelder vom Platz, ihnen folgte der rechte Verteidiger der Baukauer, der auch noch seine Mätzchen als Stürmer versuchte. Dadurch brachte man. in das vorher so feire Spiel eine schlechte Note. man hätte das bei 7•0 besser unterlassen. Im Spielverlauf zeigte sich eine klare Ueberlegenheit der Blau=Weißen, doch machte sich Rodegros Fehlen im Sturm bemerkbar. Tapfer verteidigte sich Günnigfeld, bis Blau=Weiß zum 1. Mal erfolgreich war, der Mittelstürmer war der Schütze. Bis zur Pause fielen noch 2 Tore; wohl befreiten die nach dem . Tor erscheinenden 2 Leute von Günnigfeld ihre Mannschaft aus der Umklammerung, zum Tor reichte es aber nicht. Die 2. Halbzeit sah zuerst ein starkes Drängen der Gäste, doch bald war ihre Kraft ver pufft. und Baukau war wieder tonangebend. In re gelmäßigen Abständen erzielten die Herner 4 weitere Tore. Obwohl Günnigfeld 2 oder 3 Tore verdient hatte, konnten sie nichts erreichen. Der Schiedsrichter war gut. Samslag abend. Die Gau=Handballer der Falkenhorster bla mieren sich; nur 1:0 gegen eine B Klasse. Blau=Weiß— Falkenhorft 0:1. Wo blieb der klare Sieg? Die Eif war bei drükkender Ueberlegenheit nicht in der Lage, höher zu siegen. Auch die Tatsache, daß nur 6 Mann der ersten Mannschaft zur Stelle waren, entschuldigt das zerfahrene Spiel nicht. Man lag vor dem Baukauer Tor, doch Tore fielen nicht, lediglich der Mittelstürmer war einmal erfolgreich. Für Blau=Weiß ist dieses Abschneiden ehrenvoll, für Falkenhorst dagegen blamabel, man war nicht 2 Klassen besser, wie es sein mußte. Der Sportfreunde 1. Spiel und Niederlagt. Sportfreunde 19— Germania Herne(Liga-Reserve) 1:3(0:3). Ob es richtig war, am Vorabend des Jubelfestes ein so schweres Spiel auszutragen, erscheint zweifelhaft, doch ist es für Germania lobenswert, daß sie sich zur Verfügung stellte. Beide Mannschaften waren in sehr starker Aufstellung und boten den Zuschauern einen fesselnden Kampf. Germania hatte in der ersten Hälfte mehr vom Spiel, doch nachher war es umgekehrt. Germania verstand es besser, bei ihrer Ueberlegenheit Tore zu treten, Sportfreunde hatte kein Glück, man schoß einen Elfmeter auf den Torwart, ein Tor wurde aufgeholt, doch alles andere ging daneben, die schönsten Gelegenheiten wurden nicht ausgenutzt. Die Stärke der Sportfreunde war Witte als Mittelläufer bis zu seiner Verletzung. Zerstörend spielte auch Clewes, doch hatte er nicht seinen besten Tag. Der Torwart versagte, er hätte bestimmt etwas mehr Mut zeigen müssen. Krebber im Sturm war nicht in Form, besser war der Rechtsaußen und einnen. Die linke Seite muß noch mehr schießen. Germanias Bester war Goldstein als Verteidiger, ihm allein hat diese Mannschaft den Erfolg zu verdanken; auch der Torwart war gut. Die Läufer genügten ihrer Pflicht, ebenso wie der Sturm. Das Spiel selbst bot schöne Momente, es wurde hart, aber fair durchgeführt. Schon bald gingen die Germanen in Führung. Eine Ausgleichsmöglichkeit in Form eines Elfmeters landete in des Torwarts Armen; den Gegenbesuch quittierte Germania mit Nr. 2. Die Sportfreunde konnten sich nicht durchsetzen und verkorksten viele Bälle, Germania war aufmerksamer, das 3. Tor zeugt davon. So gings mit 3•0 für Germania in die Pause. Gleich beim Anfang der 2. Hälfte wurden dann ungestüme Angriffe der 19er losgelassen, man kämpfte um ein besseres Resultat. Germania mußte sich zum 1. Male geschlagen bekennen, dabei blieb es auch, als Goldstein vom Platz mußte; 19 konnte nicht ausgleichen. Der Schiedsrichter war gut. Die für Der 9öK.=Spori am 1. Mai=Sonntag. Sportfreunde 19 herne buchen den Haupterfolg ß sich.— Blau-Weiß Jaikenhorst siegt knapp, haushoch Anschließend an den Su####ellauf stiegen die Spiele: Handball. sportfreunde 1— Schwarz=Weiß Wanne 1 1.4. Trotzdem Wanne reichlich Mißerfolg hatte, gelang es ihnen, einen Sieg zu holen. Abwechselnd wander## der Veil von einer Hälfte zur auderen, man soh jedoch eine klare Ueberlegenheit der Gäste, die in dem Resulre richtig zum Ausbruck kam. Musikklänge schallen zum Stammplatz an der Insel. Spor freunde naht mit dem Landesmeister. Nach Erledigung des Handballspiels ereten sich die Spie ler gegenüber: Hochheide ohne den I. Verteidiger, Mitvelläuser und Linksaußen, Herne 19 ohne Linksaußen. Hochheide mußte diese drei Leute zum Kreisspiel nuch Bordeck schicken. Sportfreunde ehrt den Gast durch einen prächtigen Buumenstrauß. Sportfreunde 19— Komberg-Hochheid. oe 2:2(2:1). Seiten wird man wehl in unserer Stadt eigen technisch so hervoragenden Fußball zu sehen bekommen haben, wre den der Homberger. Nur vergaß mion das Schießen, besser waren darin die 19er. Schon nach wenigen Minuten sender deren Linksaußen mit Bombenschuß überrascherd ein. Der starke Wind ist der Helfer der Herner. Der 19er=Torwart zeigt große Leistungen und hält schwere Sachen, Homberg hat Pech, der Ersatz macht sich bemerkvar. Zum zweitenmal muß sich Hochheide geschlagen bekennen, abermals verwandelt der Linksaußen mit gutem Schuß. Jetzt ist es den Gästen zu bunt, Angriff auf Angriff rollt heran, doch unerbittlich vernichtet das Herner Schlußtrio alles. Nur emmal gelingt den Hombergern eine schöner Durchbruch und 1:2 steht die Partie. Die Seiten werden gewechselt. Der starke Wind geht egr mit Hochheide. Technisch und taktisch klar über legen, können sie dennoch das Herner Hintertrio nicht schlagen, unermürk lich arbeiten diese im Verein mit ihren Mittekläufern, aus dem Hinterhalt fällr dann plötzlich der Ausgleich. Beide Gegner spielen nun an Sieg Elfmeter für Sportfreunde, glänzend wehrt Hombergs Hüter ab, alle Bemühungen der Hochheider scheitern an den Herner Hinverleuten, es bleibt bei 2:2. Ein knapper Sieg Hombergs wäre verdient gewesen, die Mannschaft spielte um vieles besser, doch fehlte der Torschuß. Sportfrei des Beste waren der Torwart, Verteidiger, Mittekläufer und Linksaußen Der Schiedsrichter war gut. Sportfreunde 1. Jod.— Günnigfeld 1. Jod. 0:2. Sportfreunde 1. handballjugend— Markanig Bochum 1. Jgd. 3:1. Sonstige Spiele. Jaikenhorst— Eintracht Schalle 1:0. Einen hervorragenden Gegner gaben die Eintrachtler ab, man hatte bei den Falken mit Sieg gerechnet, doch bald hätte die Vorschzu recht behalten. Eintracht hat sich stark verbessert, nar fehlt noch die nötige Erfohrung. Jalkenhorft 1. Jgd.— Schalke 1. Jgd. 1:3. Blau=Weiß—. Ruhrtal Witten 8:1. Einen Bombensieg meldet Blau=Weiß aus Witten, cuf deren Gelände eine gute Leistung. Jaikenhorst II—. Blau=Weiß II 1:3(0:3). Endlich meldet die 2 Garnitur der Blau=Weißen den ersten Sieg und darn noch über den Gegner, der schon zweimal zweistellig siegte. Die Falken hatten auch an etwas anderes gedacht, als an eine verdiente Niederlage. Handball Jaikenhorst 16— Blau=Weiß 1 3:1. 2 — Bezirksklasse. Günnigfeld— Preußen Wanne 1:2. Dieses Spiel wurde, da für Wartenscheid und Unn lbung Spielverbot wegen des Treffens Schalke— Hüsten angeordnet war, in Wa me ausgetragen. De jetzt alle Spiele in der Gruppe Herne=Geisenkirche durchgeführt sind, lassen wir zum Abschluß die Tabeüe soigen: Gruppe Geisenkirchen-Herne. Gauklasse. Holsterhausen aeSi#d zustand. Gelände Diesma Germania Herne— Alemannia Dortmung 2:1(1.1) der Besuch war, als wenn die sonst treu erschienenen Zuschauer eine Vorahnung gehabt hätten, sehr mäßig. er Grund für die mäßigen Leistungen mag vielleicht arin zu suchen sein, daß, wie so oft bei GesellschaftsDas bessere Wetter am Samstaa abend harte eine stattliche Anzohl Zuschauer zu dem Germanenplatz ge lockt, denen bedeutend besserer Spomt geboten wurde als wie vor acht Tagen in dem Spiel gegen Urion Gelsenkirchen. Mag es an dem besseren Wetter ge legen haben oder mögen sich die Spieler selbst dar über klar geworden sein, daß man wieder etwas gut zu machen hatte, auf jeden Fall war man restlos bestrebt, nur nach den geschriedenen Gesetzen Fußball zu spielen. Und wenn men in der Hitze des Gefechres daneben haute, so verstand es der Leiter des Spieles, den Regeln Achtung zu verschaffen. Die Germanen rraten mit ziemlich veränderter Mannschoft an, die rechte Seite, der rechte Verreidiger und der Torwart stellten sich als Ersatzleute vor. Mit Ausnahme des Torwarts gebnauchten die andern fast die erston 45 Minuten, um sich in der Mannschaft zurechtzuinden. Während dieser Zeit waren denn auch die Gäste tonangebend. Diese verstanden es gut, das Tor ihres Gustgebers unter dauerndem Druck zu halten, indem sie im flotten Paß den Ball von Mann zu Mann spielten, aber mir der Schießkunst war es sehr schlecht bei ihnen bestellt. Nur einmal konnten sie den Herner Hüter durch einen unter die Latte gesetzten Ball bezwingen. Nach gut 20 Minuen kamen die Germanen langsam auf. Sie begingen aber dann meistens den Fehler, sämtliche Bälle ruch rechts zu spielen, wo dann die körperlich schwache Seite sich nicht durchsetzen konnte Erst eine nach links gegebene Vorlage brachte durch den Linksaußen die erste Erfolgsmöglichkeit, die aber ausgelassen wurde. Auch der Mitrelstünmer hatte nach einem Einwurf durch einen wuchtigen Lattenschuß eine weitere Erfolgsmöglichkeit ausgelassen. Nach einer guten Hereingabe des Rechtsaußen konnte der Mittelstürmer den Gleichstand für den Dor munder Hüter unhaltbar erzielen. Haute die erste Halbzeit zum größten Teil unter der eberlegenheit der Dortmunder gestanden, so wurden für die zweire Hälre die Rollen vertauscht. Es mochten gut 5 Minuten verstrichen sein, als der Lincsaußen von Herne aus vollem Lauf sank; der Halblinke nimmt en, um ohne zu zogern mit kräftigem Schuß undaltver den Siegtreffer zu markieren. Ver schiedene weitere klare Uebereifer ausgebassen. Halbrechte richt das leere Tor finden, ebenso war der Halblinke so unruhig vor dem Tor, daß er ohne behindert zu sein dem Torwart in die Händ; schoß. Ge gen Schluß des Spieles kam Dortmund wieder besser vollauf getan haben, so ist damit alles Erwähnensauf, man wagte auch einige Schüsse auf des Gegners werte verzeichnet.— Rheinhausen war auf allen PoHeiligtum, die allerdings bei dem Herner Hüter we gut besetzt, nur fehlt dem Sturm der gute TorJio G.iebe fonden. lschuß. Der Schiedveichter war schwach Bei den Dortmundern war die Hintermannschaft mit ihrem Mittelläufer besser als das Süürmerquintett. Bei den Germanen merkte man in der zweiten Hälfte wemger von dem Ersatz. Dieses gilt vor allen Dingen von dem Torwart. Ebenso ersetzte der rechte Verbeidiger durch seine geleistete Arbeit den sonst als rechten Verteidiger spielenden Germanen vollkommen. Der linke Verteidiger mar sicher wie immer. Die Läuferreihe leistete nutzsiche Arbeit in der Abwehr, im Aufbau haverte es dagegen etwas. Im Surm überragte der Mittelstürmer seine Nevorleute taktisch wie technisch. Germania- Rheinhausen 1:1. Wer gestern zum Germaniaplatz gepilgert war, um sich dieses Spiel anzusehen, wurde bitter enttäuscht. Der Besuch war, als wenn die sonst treu erschienenen Der darin spielen der Germanen, zuviel Ersatz dabei war.— Eigenartig mutet es aber an, daß man z. B. den Mittelstürmer vor dem Spiel in einer unteren Mannschaft mitwirken sehen konnte, während in dem Spiel der Stammannschaft Ersatz für ihn eingestellt werden mußte. Nun zum Spiele selbst: Rheinhausen hat Wahl und spielt mit dem Wind. Zn Anfang ist man auf beiden Seiten nervos, der Uebereiser verdirvt manches. Nach und nach beruhigen sich die Gemüter, und man sieht, daß der Gagner aus Rheinhausen technisch besser ist, aber er kann die Herner Hintermannschaft nicht überwinden. Die Germanen versuchen es mit Durchbrüchen, aber die gegnerische Verteidigung kann klären. Eine halbe Stunde war verstrichen, dis nach einer guten Vorlage mit anschließender schöner Kombination den Germanen der Torschuß glückte. Aber die Freude war von kurzer Dauer, denn kurze Zeit später gelang dem Gegnes der Ausgleich. Die zweite Halbzeit soh Rheinhausen immer mehr in Front. Germanias Hitztermannschaft und das Pech machten ihnen aber immer wieder einen Strich Torchuncen wurden durch durch die Rechnung. Während Rheinhausen im FeldUnter anderem konnte der spiel ohne den gesunden Torschuß überlegen war, verzettelte Germania ihre Kräfte durch ideenarme Angriffe. Wenn man noch hinzufügt, daß die Hintermannschaft sowie Marsch und Schiwon ihre Pflicht — Holthausen 3:4 Herne-Stamm 1.3 Schwerin— Rasensport Wanne 1.0 Herne 16— VfL. Herne 2:0 Börnig— Warne 0:0. Holthausen brachte eine Ueberraschung und schlug die Holsterhausener auf eigenem Herne=Stamm setzte seinen Siegeszug fort. mußte der Ortsgegner Herne=Süd Haare kassen Schwerin zeigte mal wieder, daß sie nur zu Hause gewinnen können. In dem zweiten Lokaltreisen der Tages behielten die 16er gegen VfL. Herne die Oberhand. Börnig leistete gestern erbitterten Widerstand und konnte am Schluß des Spieles einen Punkt rückbehalten von Wanne 11. Die Sodinger werden über das Ergebnis gefreut haben. Sp. B. Sodingen— Costrop 11 1:2. „Karlchens“ Durchschnittsform. herten— Meiderich 0:1(2:2) Schalke— Hinten 7:1(3.0) Neuendorf— M.=Gladbach 2:5(1:3) Oberhausen— Schwarz=Weißen Essen 0:2(1:2) Günnigfeld— Preußen Wanne 1:2(0:3) Holsterhausen— Holthausen 3:4(3:2) herne=Süd— Herne=Stamm 1:3(2:1) Schwerin— Rasensporr Wanne 2:1(1:0) perne 16— VéL. Herne 2:0(2:2) Börnig— Wanne 11 0.0(2:4). ist das Sommer Programm für die Jugend des Gaues Herne? Um diese Frage zu lösen, hatte der Gau Herne am letzten Freitag die Jugendleiter und Vorsitzenden der Vereine nach Wanne geladen. Man beschloß, am 9. Juni mit den gemeldeten Jugendlichen nach Duisburg zu fahren, von dort nach der Wedau zu gehen, um bei der Einweihung des Verbandsjugendheimes und dem Spiel West— Süd Zeuge zu sein. Am 23. Juni sollen dann die Spiele um den DFB.=Wimpel stattfinden. Die Wimpel werden am 30. Juni bei einer Wanderung in die Haard verteilt. Nähere Richtlinien werden auf dem am 12. Mai, 10 Uhr vormittags, im Restaurant Hindenburg, Herne, stattfindenden Jugendleitertag bekanntgegeben. Die Spielsperre für Jugendliche wurde für die Zeit vom 3. Juni bis 3. August festgelegt. * Jugendbannerkampf des Emscher=Ruhrgaues der Deutschen Turnerschaft. Turnklub Heine gewinnt das Jugendbanner. achtenmal wurde am gestrigen Sonntag das der ten. schließen hassen, daß das Jugendtumen in der D. T. in Blüte steht. Sieger wurde der Herner Turnklub mit 83,54 Prozent der erreichbaren Punkte. Diees Ergebnis ist nicht zum wenigsten der guten Vorarbeit unter Leitung des verantwortlichen Ober=Turnwarts Bäcker zu verdanken. Nachstehend die Siegerliste: 1. Mannschaftssieger: 1. Turnklub Herne 88.54 v. H., 2. Turnklub Bochum 81,66 v. H., 3. Turnerein 48 Bochum 80,62 o. H., 4. Turnvereinigung Herne 78,89 v. H., 5. Turnverein Weitmar 74,02 o. H. 2. Einzelsieger: 1. Bror(Turnkl. Herne) 163 Punkte, 2. Graf(Turnkl. Herne) 160 P., 5. Schlegel(Turnkl. Herne) 156 P., 7. Friedrich(Tumvag. Herne) 153 P., 9. Meyer(Turnvgg. Herne) 150 P., 10. Middelmann(Turnkl. Herne) 148 P., 11. Werner(Turnkl. Herne) 148 P., 12. Täger(Turnkl. Herne) 146 P., 17. Jaßner(Turnogg. Herne) 143 P., 18. Lexel(Turnogg. Herne) 143 P., 21. Dursche(Turcel. Herne) 142 P., 26. Hoffmann(Turnkl. Herne) 140 P., 32. Stec feld(Turnogg. Herne) 134 P. Gut Heil! gu weieren Erfolgen der Herner Turner! Himmelfohrt. Goetzwanderung der Deutschen Turnerschaft. „Nun bricht aus allen Zweigen das maienfrische Grün, Die ersten Lerchen steigen, die ersten Veischen blüch n“ Das ist die Natur, so, wie sie sich uns augenblickich zeigt. Und in diese junge, frische, grünend und blühend aufersteherde Natur wandern am Himmelfahrtstage die Turner und Turnerinnen der Deutschen Turnerschaft. Abgestreift werden des Allrags Sorgen. Froh und frei ziehen sie dahin durch Wald und Feid, um erfrischt und erquickt on Leib und Seele heimzukehren. Wir entnehmen das so überaus trefsend dem Turnermarschliede: „Die Erde prangt im Feierkleide und sonnig lacht vor uns die Welt. Wir ziehen fröhlich in die Weite und rasten wo es uns gefäll: Und singen dabei manch Lied aus voller Brust Das füllt das Herz mit neuer Levendlust!“ Das ist der Goetzwandertag, so benannt zum ehrenden Gedenken des verstorbenen langjährigen Vorsitzenden der D. T.: Ferdinand Goetz. Der herner Turn-Klub macht seine diesjährige Goetzwanderung in die Haardt. Die Turner und Turnerinnen fahren um 6.28 Uhr eb Herne, es sind Sonnegskarten bis Haltern zu lösen. Während die Turner in Sinsen aussteigen und über Flaesheim, Ahsen, Hullern zum Heimingshof wandern. fahren die Turverinnen bis Holtern und den Weg üder Halerner Mühle, Sothen, Steinderg, Frischberg zum Heimingshof. Die Jugend, die für sich wandert, trifft ebenfalls im Heimingshof mit den Turnern und Turnerinnen zullamaen. Das Wanderprogramm wird en dem Vereinskolender am Mittwoch, dem 8. ds. Mis. nochmal bekanntgegeben. Eri. sonstige Nachrichten werden edenfalls mitausgenommen * Turn= und Sportlehrgange für Geistliche. Wie der Amtliche Preußische Pressedienst mitreilt, werden mit Unterstunung des Preußischen Ministers für Volkswohlfahrt in diesem Sommer Turn= und Sportkurse für Geistliche abgehalten Mit der Durchführung der Sonderlehrgänge für katholische Geistliche ist die„Deutsche Jugendkrait". Reichsverband für Leidesüdungen m katholischen Vereinen. Düsseldorf, beauftragt worden. Die Kurse sollen in der Lehrstätte des genannten Verdandes in Münster abgehalten werden. Einzelheiten sind bei Generalpräses Wolker, Düsseldorf. Jugendhaus. Parkstr. 79 87, zu erfragen. Ein Sonderlehrgang für evangelische Pfarrer wird durch den„Eichenkreuz"=Verband für Leidesübungen in den evangelischen Jungmännerbünden Deutschlands und verwandten Bestredungen in der Verbandsturnanstalt in Kassel=Wilhelmshöhe veranstaltet. Näheres ist bei Reichswart D. Stange, Kassel=Wilhelmshöhe, zu erfragen. Gegen die Verleumdungen des„Ruhreches“. Immer wieder schmutzigster Kompf gegen d katholische Kirche. Im„Ruhrecho", dem kommunistischen Heyzblatt, erschien dieser Tage der Abdruck eines Arnkels aus der „Bergiichen Arbeierstimme“, edenfalls einem kommu. nuttschen Biau, in dem von dem kattoliichen Pforrer in Immigrath in widerlichster Weise angebi de seruelle Versehlungen an einem Waisenmädchen berichtet wunden Einige Tage spater erschien m der„Arbeiterstimme“ ein neuer gemeiner Arkel, wonn die Schwestern des karholischen Warenhauses in Immegrach widernatürlichen sexuellen Verkehrs unt ihren Schütztingen dezichugt wurden. Man kann sich die Entrüstung vorstellen, die gegen die Schreiber solcher Gemeinhenten umer der Bevölkerung entzonden ist. Sofort haden sich der Burzermeister, Herren des Kirchenvorstandes u. a. zum Pfarrer begeden und ihre Empörung zum Ausdruck gebracht und ihn ihres Vertrauens versichert. Der verleumdete Geistliche ist bereus 23 Jahre Pfarrer in Immigrath und erfreut sich dort undegrengen Venrauens. Von der Empörung in der Bevoikerung gibt der Bericht der„Bergischen Post“ über eine Proteitversammlung Zeugnes, die der karh. Arbeiterverein eindermen daue. Sie war eine Massenversammlung von erwa 1000 Teilnehmern. In ihr wurde zum Ansdruck gebracht, daß der Pfarrer sei 23 Jahren in der P'arre wirke und allczeit seine ganze Kroit in den Dienst der karh Sache gestellt habe. Seistlos, unermüdlich, habe er Tag u. Nachta stecs lei er den geraden Weg gegangen, underummer: um Rechts und Links. Daß er sich dabei den Haß gewisser Kreise und desanders der alles Religiöse bekämpfenden kommunistischen Parkei zuaczogen hade. sei nicht verwunderlich. Der niefere Grund gegen die schmachvollen Anwürfe gegen den Pfarret### der, daß men ihn in der Gemeinde unmoglich machen wolle m dem Gedanken, es bleibe immer etwas hängen. Aber die Katholiten der ganzen Pfarrgemeinde stellten sich wie ein Mann an seine Seite und brachen ihm unerschütterliches Vertrauen entgegen. Ebenio verabscheuungswürdig und unerhön seien die maßlosen Veidächtigungen gegen die Wiesenhausschwester. Man stelle sich schupzend vor sie, die ihr ganzes Leden dem Nächsten, auch dem Kommumtten, in Kleinkinder= und Krankenpfiege widmeten. Die ganze Angelegenheit ist dereits dem Gericht übergeden. Sowohl der in so schmußiger Weise verleumdete Pfarrer wie auch die Oberin des Waisenhaues haben sotor Strafantrag gestellt. Vom Gericht erhoftt man strenge Bestraju g nicht nur der Urheber, sondern auch der Verdre ter der Verleumdungen. Hofsernlich wird das Verfahren recht beschleunigt, damit den Angegriffenen bald ihre Ehre wiedergegeben wird und die Gitmischer ihrer verddienen Strafe zugeführt werden. Man sietn aber wieder aus diesem Fall, wie Krupellos den Schreibern des„Ruhrecho" alle Mirrel recht sind, u Personen und Einrichtungen der Kirche herabzeßzen. *** Die Versuchsgrube Sibernia. Die Versuchsgrudengeselsschaft m. d. H., die vom Deulchen Reich, dem Preußischen Staat und der Knaorschafts=Berufsgenossenschaft gebildet worden ist und die stillgelegte Zeche Hivernia bei Gelienkirchen als Versuchsgrube be reibt, hat das ertte Heit der„Berichte der Versuchsgrubeng=sellschaft" herausgegeben. Wie dem Amlichen Preußiichen Pressedienst aus dem Preußischen Handelsmir#sterium geschrieben wird, besaßt es sich mu einer Beschreibung der Versuchsgrube u.9 Versuchsgrubenanlagen. Nachdem zunächst die Vorgeschichte der Versuchsgrudengesellschaft und dre Verfassung dargelegt sind, werden die Grunde für die Wahl der Jeche Hidernia als Versuchsgrute eromer und alsdann die vorhandenen Betriebseinrichtungen eingehender dargelegt. Wir erfahren daraus, daß Lie Vewuchsgrube mu drei Schächten ausgerüstet ist und eine Tiese von 882 Meter besitzt. Am der 10.(610 Merer nef) und 11 (710 Meter niei) Sohle he man aus dem ehemaligen Grubengebäude durch Abdammung ein bestimmtes Versuchsfeld geschaifen: außerdem hai man auf der 12. Sahle(882 Mezer tief) eine Strecke für die Ausführung von Versuchen eingerichtet. In diesen Te####- werden Vemuche zur Erforschung der Schlag wetter= und Kohlenstaubgefahr vorgenommen. Von den drei Schächten ist einer für die Vornahme von Versuchen auf dem Geviere der Seilfahrt ausgerüftet. Die Versuchsgrube ver#ug über alle Einrichtungen, die eine normale Steinkohlengrube desitzt, d. h. über die erforderlichen Fördermaschinen, Einrichtungen tur die Weerführung und Forderung: übertage ist sie mu den erforderlichen Einrichtungen für Werkstänen, Lampenstuben und Kraserzeugung verieben. Sie besitzt eerner Einrichtungen rur die Erste Hille sowie für Gasund Feuerschuß. Aus dem Schlutzwort des Berichts ewahren wir, daß sich die Versuchsgrude bei den bisherigen Verjuchen, die sich bis jetn allerdings nur im kleinen Radmen bewegt haben, fur die beabsichtigten Versuche als zweckmäßig erwiesen hat.— Das Heft ist durch den Verlag von Carl Bemenbung, Gelienkirchen, zum Preise von 1 Mark zu erhalten *** Sonderzug zum Teutoburger Wald am 9. Mai(Christi Himmelfahrt). In den sagenumwobenen Teutoburger Wald, zur vielbesungenen,„wunderschönen“ Stadt Lippe=Detmold, zum Nationaldenkmal der Befreiung der Germanenstämme von römischer Herrschaft durch Hermann, den Cheruskerfürsten, zu den seltiamen Externsteinen fährt am 9. Mai ein Sonderzug; und das billig und schnell! Einer frohen Wanderfahrt aus dem betriebsamen Ruhrgebiet in eine landschaftlich so bevorzugte Gegend, wie sie der Teutoburger Wald ist, soll er dienen, um uns reich an tiefen Eindrücken an unsere Arbeitsstätte zurückzubringen. Es wurde als zweckmäßig angesehen, jeden über die Zeit des Aufenthalts am Zielorte selbst verfügen zu lassen, daher sind Führungen, Besichtigungen und gemeinsame Verpflegung nicht vorgesehen und man beschränkt sich deshald auf kurze Auskunft und Winke für den, der mit Detmold und seiner Umgebung noch nicht vertraut ist. Zu diesem Zweck sind bei den Fahrkartenausgaben und Verkehrsvereinen der nachgenannten Einsteigestationen unentgeltlich Prospekte über alles Wissenswerte zu erhalten. Fahrplan Stadt Wanne=Eickel. Diehmarkt. Am Mittwoch, dem 8. Mai 1929, findet im Stadtteil Holsterhausen(Marktplatz) ein Biehmarkt (vorwiegend Schweinemarkt) statt. Es wird hierauf besonders hingewiesen Neue Mutterberatungsstelle. Von Montag, dem 6. Moi 1926, ab wird eine neue Mütterberatungsstelle im Volkshaus(Stadtteil Röhlinghausen) eingerichtet. Dennach finden Montags jeder Woche folgende Beratungen statt: 1. In der Werksfürsorge der Zeche Pluto von 14.30—15,30 Uhr; 2. im Gesundheitsamt. Gelsenkirchener Straße 27. von 15.30—16,30 Uhr: 3. im Volkshaus von 16—17 Uhr. Badeanstalt im Volkshaus. Die Badezeiten für Frauen, Männer, Blinde und Erwerdslose sind wie folgt festgesetzt worden: Dienstags von 16—19 Uhr für Frauen, Mittwoch von 16—19 Uhr für Männer, Donnerstag von 16—19 Uhr für Blinde, Freitag von 16—20 Uhr für Frauen, Sonnabend von 16—21 Uhr für Männer. Die Badezeit ist damit Samstags um eine Stunde verlängert. Karten werden nur bis eine Stunde vor Schluß der Badezeit verausgabt. Den Erwerbslosen wird empfohlen, nach Möglichkeit den Sonnabend nicht zu benutzen, damit der Andrang nicht zu stark wird. Verkehrsunfall. Am 3. Mai acgen 19.45 Uhr stieß an der Ecke Kurfursten= und Burgstraße ein Motorradfahrer mit einem Radfahrer zusammen. Petsonen wurden nicht verletzt. Das Fahrrad wurde stark beschädigt Einbruchsdiebslahl. In der Nacht zum 3. Mai erbrachen unbekannte Täter die Trinkhalle am Hauptbahnhof in Wanne=Eickel und stahlen Zigaretten, Marken, Ova. Revue, Radio und Sleipner: Schokolade(Marke Trumpf) in verschiedenen Packungen und Preislagen im Gesamtwerte von etwa 25 Mark. Aus Castrop=Rauxel. Messerstecherei. Am Samesaa gegen 1,10 Uhr wurden die Gebrüder Karl und Wilhelm Z. aus strop-Rruxel vor der Wirtschair Schn. nach voraufgegangenem Streit von dem Beramann August H mii einem Messer gestochen. Beide mußten sich in ärztliche Behandtung begeben; die Verletzungen sind jedoch nicht lebensgefährlich. Einbruchsdiebstahl. In der Nacht zum Sonntag wurde in den Schweißraum der Zeche Schwerin in Castrop=Rauxel eingebrochen. Die Täer erbrachen mit einem Brechessen das Vorhangschloß und stahlen einen Gasschlauch und einen Druckschlauch, je 7 Meter lang, einen kombinierten Schneid= und Schweißbrenner und einen einiachen Schneidbrenner. Beide Telle eragen em Schild mit der Beschriftung: Firma Griesheim. Die Schneidbrenner sind aus Messing gefertigt. Die Tater nahmen ferner einen Souerstoffmanomerer mit Messer mit. Der Wert der gestohlenen Sachen beträgt insgesamt 200 RM. Bruchleiden und Arbeitsunjähigkeit In der arbemenden Bevölkerung ist der Bruch oder. wie der Votksmund#agt, der Leidschadn ein häus anzutreffendes Leiden. Jahllose Männer und Frauen, b#esorders der schwer arbeitenden Bevölkerung, sind in iren desten Levensjahren in der Arbeit gehemmt durch einen Bruch des Unverleibs, der sich zunächst in einem Gefühl des Schmerzes und der Schwäche on der Bruchstelle bemerkvar macht, bald aber als Ausiret von Bauchnetz und Darm sichtbar wird und sich schließlich####ftgroß und noch größer nach unten senk: In seiner Not erhoißi der Porient Hüfe von Bondagen, deren spezielle Wurderwirkung ihm heute in joder Zeitung angepmesen wird. Brinot ihm die eine nicht den erwercten Ersolg, dann versucht er es ind der anderen und gelangt so allmählich zu einer ganzen Sammlung verschiedener Bander, die ihm vielleicht zum Teil bequem sitzen, von denen aber keins die ersehnee Wirkung ausub: Und doch kann ait der orthorädischen Behendlung ohne Operation en vielen Fällen auch bei großte Bruchen solche Hilie gebrocht werden, daß alle Beichwerden verschwinden und die volle Arveussahigkeit wieder hergestellt wird Dos änztiche Instimt für orthopadische Bruchbebandlung„Hermes“ in Hamburg hat auf Grund langjährger wezieller Tätigkeit und ärntlicher Erfahrung am diesem Spezielgebier Mehoden ausgearbeitet und vervolkkommnet, die, indiv Quell angewandt, besondere Erfolge zeitigten und gerode bei Bruchen mu schwerster Beeinträchtigung der Körperkräme die volle Arbeitssähiateit wieder herstellen. Dr. med D. Zum Muttertag am nächsten Sonntag(12. ds. empfehlen wir: 1. Dir. Mutter! Ganzleinen. Mk. 3.—. „Mit seinem Geschmack und neiem Gesühl gut Otto Heinz Palm uns eine Sammlung von Mutterliedern moderner und klassischer Autoren... ein Buch voll Andacht und Weihe, getragen von reiner, boher Mutterliebe". 2. Der Mutter zum Preis. Gedichte, gesammelt von Heleue Pages. Gebeitet Ml. 2.= 3. Mutter! Allen, die ihre Mutter lieben. Von Hubert Jakobs, Direktor. band mit reicher Soidprägung Mi. 3.20. einenFerner in sehr großer Auswahl Sprüche und Bilder sorgfältig gerahmt, Preislage Mk. 1.35—5.25. Glückwunsch-Karten. eleganter Karton, hochseiner Prägedruck, in Umschlag, Preislage 10—45 Pfg. Glückwunsch=Postkarten in geschmackvoller Ausführung, Stück 10 Pfg. Buch= und Kunsthandlung. Herne. neben dem Postamt. Wir bitten um Besichtigung unserer Schaufenster und dei Ausstellung in unseren Verkaufsräumen * ür Anterhaltung zum Heener Anzeiger Kleinigkeiten aus dem Alltag. Irrtümliche Rechtsanschauungen Von Dr. jur. Weltmann. Unkenntnis des Gesetzeo.— Sind mündliche Verträge wirksam?— Diebstahl oder Unterschlagung.— Die abgetretene Forderung.— Folgen des Wechselprotestes. „Unkenntnis des Gesetzes schadet", heißt ein alter Rechtsgrundsatz schon im römischen Recht. Sowohl in Strafrecht wie im Zivilrecht muß der Bürger über die geltenden Gesetze orientiert sein. Er kann sich zur Abwendung der Verurteilung oder Verbütung zivilrechtlicher Nachteile nicht darauf berufen, daß ihm die in Frage kommenden Paragraphen unbekannt gewesen seien; lediglich das Steuerrecht bildet hier eine gewisse Ausnahme. Wenn dem Laien bekannt ist, daß er in gewissen und weziellen Fällen nicht über die notwendige Rechtskunde verfügt, so wird er Gelegenheit nehmen, rechtzeitig den Anwalt zu fragen. Häufig entstehen jedoch erhebliche Rechtsnachteile daraus, daß der Laie der Meinung ist, die rechtliche Seite genau zu kennen und sich hierbei arg im Irrtum befindet; denn es gibt gewisse Irrtümer in Rechtsfragen, die so außerordentlich verbreitet sind, daß man oft staunt. So bört man z. B., ein Vertrag sei nur gültig, wenn er schriftlich gemacht sei. Gerade das Umgekehrte ist richtig: Nur in Ausnahmefällen bestimmt das Gesetz schriftliche Form oder gar notarielle und gerichtliche Beurkundung. Regelmäßig ist es so: durch formlose Annahme eines Angebots wird der Vertrag wirksam, gleichgültig, ob es sich hierbei um einen Mietvertrag, um einen Darlehnsvertrag, einen Anstellungsvertrag oder ähnliches handelt. Ein weiterer Irrtum beim Vertrag besteht in der Annahme, man sei von der Verpflichtung frei, wenn der Kontrahent seiner Verpflichtungen nicht nachkommt. Auch das ist im allgemeinen unrichttg. Verletzt der Vertragsgegner die ihm obliegenden Pflichten und will man deshalb aus dem Vertrag heraus, so muß man ihm eine angemessene Frist unter Androhung des sonstigen Rücktritts stellen. Kommt der andere Teil auch in dieser Frist seiner Verpflichtung nicht nach, so kann man dann den Rücktritt erklären. Auch mit den Begrifsen„Mord“ und„Totschlag“ verbinden sich recht häufig eigenartige Vorstellungen. Vielfach meint man, eine Tötung sei dann Totschlag, wenn sie aus edleren Motiven erfolge, wie z. B. Eisersucht oder verletzter Ebre, und Mord, wenn andere Motive in Frage kommen. Eine vorsätzliche Tötung ist dann Totschlag, wenn sie ohne Ueberlegung erfolgte: wenn sie mit Ueberlegung erfolgte, dann ist sie Mord. Nach geltendem Recht muß allo zwangsmäßig eine vorsatzliche Tötung, die zwar aus relativ edleren Motiven, aber mit Ueberlegung erfolgt, mit dem Todc bestraft werden. Ebenfalls bestehen unklare Ansichten über„Diebstabl" und„Unterschlagung". Beide Delikte haben gemeinsam, daß sie das Eigentumerecht eines anderen verlenen. Der wesentliche Unterschied liegt darin, ob der Täter den Gewahrsam der Sache hat, um die es sich handelt oder nicht. Wer also s. B. auf der Straße eine goldene Uhr findet und diese aufnimmt, dat den Gewahrsam, d. h. die Verfügungsgewalt über die Sache. Er macht sich nun der Unterschlagung schuldig, wenn er die Uhr sich aneignet, anstat: den vorgeschriebenen Weg zu wählen. Das Eigentum wirkt sich im Rechtsleben sehr stark aus. Wer in bestem Glauben eine Sache kauft und sie ordnungsgemäß bezahlt, muß sie ausliefern, wenn die Sache gestohlen, verloren oder abhanden gekommen war. Wenn also z. B. der ungetreue Finder der goldenen Uhr diese zemand anders für 200 Mark weiterverkauft und dieser sie im besten Glauben gekauft hat, muß er sie trotzdem an den Verlieter ohne Ansoruch auf Vergütung abgeben. Häufig hört man auch die Anschauung vertreten, die Zession einer Forderung sei nur dann wirksam, wenn der Schuldner hiermit einverstanden oder wenigtens benachrichtigt sei. Beides ist untichtig. Wer eine Forderung bat, kann diese abtreten an wen er will: das geht den Schuldner gar nichts an. Er braucht zur Wirksamkeit der Zession noch nicht einmal benachrichtigt zu werden. Geschieht es allerdings nicht, so kann der Schuldner nach wie vor mit befreiender Kraft an den fruheren Glaubiger zahlen, und der neue Gläubiger muß das dem Schuldner gegenuber gelten lassen. Jemand hat von einer Perion oder Firma mebrere Wechsel. Der erste geht zu Protest. Vielfach hört man dann die Meinung vertreien, nunmehr seien sofort alle Wechsel fällig. Das ist irrig. Nur im Falle des Konkurses oder der Zahlungseinstellung kann der Wechselinhaber von den Giranten Sicherstellung der noch nicht fälligen Wechsel verlangen. Ein weitere fälschliche Anschauung verbindet sich häutig mit dem Wechselprotest. Wer einen Wechsel, der nicht bezahlt wird. nicht protestieren läßt. verliert hierdurch nicht etwa seinen Ansrruch gegen den Akzeptanten. Das Wesen des Protestes wirkt sich vielmehr in den Ansorüchen gegenüber dem Giranten aus. Die Reihe der unausrottbaren Rechtsirrtümer ließe sich noch beliebig fortführen. Es wird sich für den Laien daher in allen Fragen, die für ihn von entscheidender Bedeutung sind, empfehlen, wenn er sich vorher rechtskundigen Raies versichert. Umwege des Schicksals. Novelette von Viktor Ulinger. Dreimal schon im Laufe des Abends war Professor Hohberg am Fernsprecher gewesen und hatte das Krankenhaus angerufen, um sich nach dem Befinden der fremden Frau zu erkundigen, die er am Morgen des Tages overiert hatte. Man wunderte sich ein wenig in der Kanzlei des Krankenhauses. Denn Professor Hohberg war sicherlich sonst nicht der Mann allzu vieler Sentiments. Seine herrische, fast finstere Art ließ auf alles andere als auf Emofindsamkeit schließen. Und schließlich durfte der bekannte Chirura auch nicht empfindsam sein. Professor Alfred Hohberg hatte sich in seinem stillen Heim in der Vorstadt in sein Arbeitszimmer zurückgezogen. Wenn sein Blick aus dem hohen Fenster hinausglitt, konnte er in die junge Pracht sprossenden und treibenden Frühlings tauchen. Laue Luft hauchte über seligem Grün. Still stand der Wind in lenzlicher Verträumtheit, die Bäume und Sträucher des Gartens langten in grotesken Schatten aus der hellen Dämmernis Unberührt vom Mosterium des Frühlings. mit leerem Blick etwas Unwirkliches suchend, stand der Mann am Fenster. aus den Wirtschaftsräumen des Erdgeschosses klirrte fleißiger Alltag in die Abendstille. Langsam. versonnen wandte sich Professor Hohberg vom Fenster ab und ließ sich in einen tiefen Sessel fallen. Eine Zigarre sollte seine fliebenden Gedanken ordnen und konzentrieren. Und immer kehrten diese Gedanken in das kleine weiße Krankenzimmer des Krankenhauses zuruck. Dort schlief jetzt die Fremde den tiefen Schlaf der Genesung. Wenn jemals, dann hatte er heute das Herz voller stolzer Freude über seine ärztliche Kunst, weil er damit der fremden Frau hatte dienen können, die doch keine Fremde war—— für ihn nicht! Langsam hob er den Hörer von der Gabel des Fernsprechapparates und ließ sich mit dem Krankenhaus verbinden. Und dann erteilte er den Auftrag, welcher der Aerzte sich der Kranken auf Zimmer 11 annehmen solle. „Ich lege Wert darauf, daß die Patientin zunächst nicht erfährt, daß ich overiert habe. Ich erbitte jeden Tag besonderen Bericht. Ich danke, perr Kollege.“—— Helma Gerling war zunächst über alle Maßen erschrocken, als sie in dem nüchtern=sachlichen Krankenzimmer allmählich zu vollem Bewußtsein kam. Noch mehr aber wunderte sie sich über die Sorgfalt, mit der man ihrer wartete; daß man sofort der Schule in der Provinzstadt, an der sie als Lehrerin unterrichtete, Bescheid gegeben hatte. Allmäblich erst wurde ihr der verhängnisvolle Morgen wieder gegenwärtig, an dem sie von dem Auto angefahren und verletzt wurde. Und aus dem Gewirr schwerer Träume, deren Realität sie gar nicht abzuschätzen in der Lage war, glaubte sie mehrmals das Gesicht eines längst Entschwundenen heruberschauen zu sehen. Aber das mochte wohl davon kommen, daß sie jetzt so sehr viel Zeit hatte, ihre Gedanken in der Einsamkeit des Krankenlagers auf Wanderschaft zu schicken. Ein Strauß herrlich duftender roter Rosen stand auf dem Tisch. Täglich schickte der Besitzer des Unglückswagens, unter dessen Rädern sie leicht hätte den Tod finden können, Blumen; täglich erkundigte er sich nach ihrem Befinden. Helma Gerling war erfreut durch diese aufmerksame Sorgjalt, mit der man sich um sie kümmerte. Manchmal in stillen Stunden war sie sogar ein wenig beglückt darüber, daß sich irgend jemand um sie, das einsame, alternde Menschenkind, sorge, auch wenn diese Sorge vielleicht sehr reale Grundlage haben mochte. Eines Morgens fragte die Schwester, ob der Chefarzt Helma Gerling sprechen könne. Professor Hohberg! Helma Gerling fuhr zusammen.„Hohbera“—— Professor Hohberg? Sagen Sie, Schwester, träume ich?“ Mit einigem Erstaunen stellte die stille Frau im Ordenskleide fest, daß ihr Pflegling in heftige Gemütserregung geriet.„Professor Hohberg. Professor Alfred Hohberg?“ Und als die Schwester bejahte,„ich kann ihn nicht sehen! Heute nicht!“ Aber er war doch gekommen. Mit geschlossenen Augen lag Helma Gerling in den weißen Kissen. Ihr Gesicht war bleich. Ihr dunkles Haar. in dem schon manches graue Fädchen aufschimmerte, lag wie ein freundlicher Rahmen um das schmale Gesicht. Ihre Lipven bebien in Erregung, aber sie waren blaß und herb zusammengepreßt. Der Professor hatte die Schwester hinausgeschickt. Dann saßte er nach der schmalen Hand, die auf der Bettdecke lag. Helma zoa die Hand hastig zurück. „Guten Tag, Helma!" Leise und ruhig sprach der Mann. Seine tiefe Stimme war voller Klang und Güte Helma Gerling sagte kein Wort. So waren beide still einander gegenüber. Bis Helma Gerling sagte:„Ich bitte Sie, zu gehen, Herr Professor. Wir haben wohl nichts mehr mit einander zu besprechen.“ Professor Hohbera schüttelte langsam den Kopf.„Ich darf nicht geben, Helma?“ Die Frau in den Kissen hörte wieder die Stimme mit dem ruhigen, tiefen Klang. Eine heiße Welle brauste durch ihre Adern. Ihr Herz ging schnell. Sie öffnete die Augen, um den Mann anzuschauen. Professor Hohberg sab sie ruhig und ein wenig abwesend an. Sie sab, daß es um seine Mundwinkel in Erregung bebte: sie sah, daß seine Augen von Trauer überschattet waren. Da wurde eine Welle von Bitterkeit, durch viele Jahre genährt, in ihr lebendig:„Ich kann Sie nicht zwingen, Herr Professor, zu geben; sie sind ja hier der Derr im Hause, was ich bislang nicht wußte. Nun werde ich gehen.“ Professor Hohberg sagte kein Wort darauf. Nur seine ruhigen Augen rubten immer noch still aus ihrem Gesicht. Dann sprach er fast leise:„Sie werden von hier fortgehen, so bald Sie gesund sind, Helma.“ Und als sie dagegen aufbegehren wollte, hob er leicht und beschwichtigend die Hand, indem er fortfuhr:„Der Ausgang unseres Gespräches wird darüber entscheiden, ob ich einige Tage in Urlaub gebe, bis Sie gesund sind, ober nicht. Aber ich muß heute mit Ihnen sprechen, weil ich es als eine Schicksalsfügung ansehe, daß sich unser Lebensweg jetzt kreuzt.“ Ein bitteres, spöttisches Läheln zuckte um den sein geschwungenen Mund der Frau:„Schicksalsfügung? Alfred Hohbera. werden Sie nicht abgeschmackt. Das wenigstens waren Sie doch früher nicht.“ Professor Hohberg zuckte zusammen:„Sie sind bitter, Helma.“ Der abweisende Stolz wich nicht aus dem Gesicht der Frau. „Was wünschen Sie von mir, Herr Professor?“ Helma Gerling schloß wieder die Augen. Und nun sprach der Professor. Und wie er in ruhig beherrschtem Ton Satz um Satz vorsichtig und klug formte, da wurden alte Zeiten lebendig. Wie Helma Gerling und Alfred Hohberg gemeinsam die Hochschule besuchten. Wie in schöner, reiner Jugendliebe sich allmählich ihre Herzen fanden, wie sie davon träumten, daß sie einmal als Mann und Weib durchs Leben gehen würden, das bisher für beide hart genug gewesen. Die Stimme des Mannes klang warm und versonnen. Ueber die herben Züge der Frau breitete sich weiche Güte. Der Professor sprach ohne Unterbrechung, mit auf seine Hände gesenktem, innenwärts gerichteten Blick. Durch einen schmalen Schlitz der Augenlider sab Helma Gerling sein Gesicht, das voller Bewegung und von stillem Kummer erfüllt schien. Längst hatte, ohne sich dessen bewußt geworden zu sein, der Professor das Du der Vergangenheit wiedergefunden. Helma Gerling drückte es das Herz zusammen, als Alfred Hohberg jetzt stockte, um dann nach tiesem, schwerem Atemzug fortzufahren:„Und nun kommt die große Feigheit meines Lebens, die seit mehr als 20 Jahren schwer auf mir lastet. Als ich von Dir schied, um nach dem Staatsexamen meine erste Stellung anzutreten, Du weißt noch, wie wir im Wartesaal zusammen saßen, voller Betrübnis und voller heimlicher Furcht vor der Zukunft und dem Alleinsein, da wußte ich nicht, daß uns das Schicksal auseinanderreißen sollte.“ Helma Gerling fuhr herum:„Damals wußtest Du es noch nicht? Du fuhrst nicht ab, bereits den Entschluß im Herzen, von mir zu geben?“ Heiße Bangigkeit flammte durch die Frage. „Auf mein Ehrenwort, Helma, ich wußte nichts davon, was an bitterm Schichal sich für mich zusammenbraute. Als ich in meiner neuen Stellung war, da erst besuchte mich mein Onkel. Du weißt, daß er das Studium für mich bezahlte; denn mein Vater lebte ja längst nicht mehr: da war es, daß er von mir sorderte, ich müsse seine Tochter heiraten, sein einziges Kind, deren Zukunft er gewissermaßen hatte sichern wollen, daß er mein Studium finanzierte. Er war ein kühler Rechner und hielt alles andere, was nicht in Zahlen zu fassen, für Firlesanz. In jener furchtbaren Nacht, als man mich mit brutaler Eintreibung einer schweren Dankespflicht veinigte, wurde ich schließlich zum Feigling. In der entscheidenden Stunde für meine Seele hatte ich nicht die Freiheit des Ausblicks. um das Gewicht der Pflichten gegeneinander abzuschätzen. Als mein Onkel mich verließ, schrieb ich noch in der gleichen Nacht an Dich, meine Helma.“ Helma Gerling zuckte zusammen:„Den unheilvollen Brief!" „Ja,“ fuhr der Professor bastig fort,„deshalb so unbeilvoll. weil unwahr. Ich konnte gar nicht mehr von Dir lassen. Ich liebte Dich ja über alles. Und am an dern Morgen schon, als ich ruhig geworden und klar denken konnte, war mir klar, daß meine Dankespflicht gegen meinen Onkel niemals so hoch erkauft werden durfte. Am gleichen Tage schrieb ich Dir nochmals. Alle Briefe kamen. da Du Stolze die Annahme verweigertest, ungelesen zurück. Hier dieser und dieser...“ Profrssor Hohberg holte zwei vergilbte Briefumschläge aus seiner Brusttasche.„Ich habe sie niemals geöffnet, sie sind noch verschlossen wie vor zwanzig Jahren. Du weißt, daß Du jede Annäberung von mir zu verbindern wußtest. Ich habe mich mühsam durchgekämpft und habe mich nicht verkauft. Ich bin ohne Frau durchs Leben gegangen. nur noch hingegeben meinem Beruf. Ich habe es zu etwas gebracht, habe Rang und Namen. Und bin einsam. Die Feigheit einer nächtlichen Stunde vor dem Leben habe ich teuer bezahlt.“ Der Professor schwieg. Seine Zähne gruben sich in die Oberlivoe Helma Gerling lag mit glühendem Gesicht zu den Kissen:„O mein Gott,“ flüsterte sie immer wieder.„Du armer, armer Kerl!“ Und ihre Augen verschwammen in Tränen. Längst hielten sich die beiden bei den Händen „Vor der Stadt steht mein Haus. Helma. Es ist ein stilles Haus. Eine Gottesfügung hat Dich wieder zu mir getragen. Willst Du immer bei mir bleiben. Oder—“ er stockte.„soll ich heute noch meinen Urlaub antreten.“ Da lächelte Helma Gerling mit tränenumflortem Auge ein glückseliges Frauenlächeln:„Du darfst nicht reisen. Du mußt immer bei mir bleiben, wie ich bei Dir —— immer!" Sie hatten zueinander heimgefunden. Mutter Skizze von Irmgard Gutmann=Karleruhe. In den alten Weiden zauste der Wind. War es nun Frühlingsarbeit, oder was sollte er sonst, dieser tückische, unerbittliche Knabe?— Selbst die kleinen schüchternen Veilchen fragten mit bittenden Augen:„Meinst du es gut mit uns, Wind, oder willst du uns arme, kaum erwachte Geschöpfchen zu Tode plagen?"— Aber der Wind hörte es nicht und trug manch junges Blättchen auf seinen Schwingen davon. Auf dem schweren eichenen Tisch drinnen in dem schloßartigen Gebäude zitterte auch so ein kleines, winzig kleines Frühlingssträußchen, vom dem Mindstoß aufgeschreckt, der durch das hobe Fenster nur leis und linde hereinzutasten wagte. Eine müde, blasse Hand streichelte an den jungen Blüten und ein Seufzer ging darüber hinweg, so tief und schwer, daß sie die Könschen neigten und die alten Ahnenbilder an der Wand verdutzt dreischauten.„Ja“, murmelte Hans Kieser=Windeck, in diesem Augenblick vor sich hin,„das habt ihr wohl nicht gedacht, ihr alten, seelenlosen Teufel, ihr Windecks ibr.“ Aufdringlich schlängelte sich Musik durch die breiten Glastüren, die er geschlossen hatte, um nichts mehr zu hören, nichts mehr zu sehen. Lachen erschallte. Schritte kamen durch das Nebenzimmer und mit einem Jubelschrei wurde die Tür ausgerissen.„Hans, warum kommst du denn nicht, wo bist du denn. Hausibühchen—?“ Wie ihn das auf einmal anwiderte, dieses„Hansibübchen", das ihm sonst..., nein, nein, er konnte nicht mehr, mochten die da drinnen tanzen und spielen und lachen— er mußte an den Sturm denken und an... Wenn er nur wüßte, wer sie gewesen ist, jene alte, gebrechliche Frau mit dem Blumenkasten, die. als man sie von der Türe wies, ihm, dem Herrn dieses Hauses, Hans Kieser=Windeck, einen Veilchenstrauß schickte, so dustend und zart, wie er ihn früher nach Hause gebracht hat, wenn die Mutter mit ihren schwachen, abgearbeiteten Händen am Fenster saß und nahte. Nur für ihn— und wenn sie ihm dann entgegenlacht, so glücklich und frob— nein, nein, was hatte er bloß geran— und wer— wer ist heute an seiner Tür gewesen? Zwei Jahre waren es jetzt, seit er dieses Haus zum ersten Male betrat. Sie hatte ihn doch geliebt, den armen, bettelarmen Jungen, für den seine Mutter gedarbt und gebungert hat ein halbes Leben lang— sie hatte ihn doch geliebt: und er hatte sich blenden lassen durch diese seidenen Vorhänge, diese kristallenen Kronen. Er hatte es fertig gebracht, seine alte Mutter allein zu lassen, irgendwo allein in der Welt, um diese marmornen Gänge und diese schöne, schöne Frau, die selbst so kalt war wie all die Pracht um sie herum Anfangs. da hatte er der Mutter Geld geschickt, seiner Mutter; aber das Geld kam zurück. Einmal hatte er zu ihr gewollt, zu ihr in das alte, liebe Häuschen am Fischerstaden— aber keiner mehr wußte von der Witwe Kieser. Die Witwe Kiefer war fortgezogen— irgendwobin. Ob sie wohl auf dem Gottesocker gegangen war, dahin, wo einer ruhte, der sie alleu früh mit dem Jungen allein gelassen hatte?— Wie ein weißer Streif zog es auf einmal vor dem Fenster vorbei. War das der Morgen schon?— Ja. ganz hinten am Horizont brach mattes Licht durch die Nacht. Aber der Streisen da vor dem Fenster, das war nicht der Morgen. Eine weiße Decke lag draußen aus den Frühlingsbeeten. Schnee gefallen, unendlicher Schnee. Und kein Sturm mehr war da. der ihn von der Erde segte, um die kleinen Blaublümelein vor dem Tode zu retten. Ganz still war es draußen. Nur ein Klagelaut ging durch den Wald. so flehend. so. Da lief Hans Kiefer=Windeck hinaus in die Nacht, die nach Hilfe schrie. O. wie erbärmlich, wic erbärmlich lange hatte er dagesessen— und überall aus dem toten, bleichen Geäst glaubte er seinen Namen zu hören, den Namen— Hans! Bis ans Ende vom Park tagte ihn die Nacht. Da saß die Blumenfrau in einem Gestrüvp mit ihren Primeln und Schneeglöckchen— mit ihren Veilchen— Veilchen und— starrte ihn so entsetzlich an. „Mutter!“ klirrte die Saite, die da in seiner Seele sprang, Mutter!“.— Aber sie antwortete nichts. die Blumenfrau— sie lächelte, ja, sie lächelte so verklärt. weil sie bei ihm gewesen ist, ganz nahe— und ihm noch einmol einen Gruß geschickt hat, einen letzten mütterlichen Gruß! 77. 2 f . • 7 7/7 „Noch ein Wort, und ich bin Witwe!“ Frau Marys Flucht Von Carel Burbach. An einem trüben Regentage war Mart, Farm in dem An dlichen kleinen Hote!„Casa Nuova“ eingezogen, einsach, fast nonchalant gekleidet, nur mit einem kleinen Handkoffer, der das Notwendigste für die ersten Tage thres Aufenthaltes enthielt: das übrige würde bald folgen. Nach dem letzten stürmischen Auftritt mit ihrem Manne war sie in dieser Ausrüstung, in hochgradiger Ertegung, duchstäblich aus dem Hause entfloben, batte eine Fahrkarte nach dem ersten besten Luftkurort, der ihr einfiel, genommen und sich zunächst hier einquartiert. In gcradem Widersoruch zu der tbeatralischen Abschiedspbrafe:„Mich siebst du niemals wieder!". die sie ihm zugerufen datte, war sie innerlich fest davon überzeugt, daß sie in nicht allzu langer Zeit in die bübsch eingerichtete Rechtsanwaltswohnung zurückkehren wurde, die sie nur ungern gegen die ungemütlichen Hotelzimmer eingctauscht hatte. Aber es war nun einmal nötig. ihm zu zeigen, daß sie nicht mit sich spielen ließ. Es kam jetzt nur darauf an, als Fortsetzung ihrer brüsken— und hoffentlich keine geringe Aufregung verursachenden Flucht aus der ebelichen Wohnung— ein passendes und wohlüberlegtes Verhalten für die Zukunft zu wählen. Dies war insofern ziemlich einfach, als Maro, die als Gattin Dr. Farms Charakter zur Genüge studiert hatte, mit dessen Gewohnbeiten vollkommen vertraut war und diele sogar besser kannte als ihre eigenen unarzen, peren es dennoch eine ganze Anzahl gab. So konnte sie sich mit unsehldarer Sicherheit im voraus sagen, daß Farm ihr irgeno einen Beobachter nachsenden würde, der ihn über Ruffübrung getreulich auf dem lausenden halten wurde. Sie war sich außerdem daruber klar, daß er, so lange sie ruhig und zurückgezogen lebte, keinerlei Schritte zu einer Annäberung unternehmen würde. Wenn es ihr dagegen glücken sollte, seine Eifersucht zu erregen, so zweiselte sie nicht daran, daß er binnen kurzem vor ihr stehen würde, drohend oder bittend, je nach den Umständen, aber in jedem Falle ihre Rückkehr wünschend. Sie beschloß darum auch ohne Zögern, es darauf anzulegen und von diesem alten, aber bewährten Mittel Gebrauch zu machen, um das schadbaft gewordene Ebeglück wieder herzustellen. Die Svionage, die sie bestimmt erwartete, würde schon für die nötige Verbindung sorgen. Und so geschab es, daß an einem schönen Morgen, nicht lange nach ihrer Ankunft, als Marv die Blumen vor ihrem Fenster begoß, die kleine Gießkanne ihrer Hand entfiel und unten in dem knirschenden Gartenkies landete, nicht ohne ihren Weg hart vorbei am Kopfe eines dort friedlich sitzenden und lesenden jungen Mannes zu nehmen. Marv errötete, lächelte und stammelte ein paar verwirrte Worte. Nach wenigen Minuten war der junge Mann bereits oben mit der Gießkanne und stellte sich höflich vor. Er blieb kurze Zeit bei ihr, von Mary liebenswürdig dazu aufgefordert, und am nächsten Tage und an vielen darauf folgenden Tagen kam er wieder Und was Marv, als sie diesen Mann wohlbewußt zu ihrem Schlachtopfer erkor. gewürscht datte, geschah bald und in reichlichem Maße. Der junge Mann geriet zusebends unter den Einfluß ihrer sorgfältig angewandten Reize. Man ging zusammen spazieren, plauderte angeregt miteinander und bewunderte das Aufdlüben der Natur das sich in den Wäldern der Umgegend vor ihren Augen vollzog. Und dort war es. wo Maro unter vielen Tränen und in tiefen Seufzern ihr Her erleichterte: sie wäre die junge Witwe eines Mannes dem ihr ganzes Herz bis zu seinem Tode angehört hätt und den sie niemals, nein, niemals vergessen würde. Dies letzte batte sie ersonnen, um wenigstens in dieser Beziehung sich nicht verstellen zu müssen und von dem Manne, nach dem sie mit jedem Tag mehr zurück verlangte, nach Herzenslust sprechen zu können, und wenn auch nur wie von einem teuren Verstorbenen. Der junge Mann zeigte aufrichtige Teilnahme und bemühte sich keineswegs, seine zunehmende Neigung zu verbergen. Ohne selbst im mindesten ergriffen zu sein, nahm Mary seine Aufmerksamkeiten an, zeigte sich so viel wie möglich mit ihm in der Oeffentlichkeit und erreichte bald den Zweck, den sie beabsichtigte. Eines Abends stand Dr. Farm unerwartet vor ihr. Er fragte nichts. er machte ihr keinerlei Vorwürse, aber auch ohne dies wußte sie, was ihn zum Kommen veranlaßt datte. als er sie onne viel Worte in seinem Arme nahm und kützte... zum ersten Male nach vielen Wochen. In diesem Augenblick. nach dem sie so lange geschmachtet hatte, legte sie die Maske der Verstellung ab und wurde die liebende Frau von früher. Einen Augenblick dachte sie unter Gewissensbissen an den bionden jungen Mann. Ach... das ist eine Sorge für morgen! dachte sie dann wieder beruhigt, die Järtlichkeiten ihres Gatten erwidernd. Da öffnete sich geräuschlos die Tür, und derjenige, an den sie noch soeben gedacht hatte. trat ein. Erschrocken sorang Mars auf.„Dars ich vorstellen... begann sie verlegen. „Rechtsanwalt Dr. Huson. Kollege, Freund und Assistent in Liedessachen eines gewissen... Dr. Farm", ergänzte der junge Mann bescheiden. Eine Sekunde war Maro fassungslos. Dann duschte ein schelmisches Lächeln um ihre Lippen, während sie ihrerseits vorstellte:„Gestatten Sie. Dr. Farm,. mein verstorbener Mann!“ Vermischtes Der blinde Passagier im Geschützrohr Schon oft las man von blinden Fahrten, die 3. B. stundenlang unter D=Zügen zwischen irgendwelchen Achsen oder Federn oder im Bremshäuschen oder auf Schiffen in Bunkern unternommen wurden. Das raffinierteste aber leistete sich ein junger Engländer, der den Mut fand, sich auf ein Kriegsschiff einzuschmuggeln und in einem Geschützrohr zu verstecken. Er hatte Proviant für über 14 Tage bei sich. Seine Lage wurde erst ungemütlich, als man auf hober See mit Geschützübungen begann und anfina, die Geschützrohre zu richten und zu drehen. Das war für den„Blinden“ ein Zeichen, schleunigst aus seinem Versteck dervorzukommen, denn er hatte richtig kalkuliert: wenige Minuten später würde er in Atome zerrissen mit dem Geschoß auf die hobe See hinausgeflogen sein. Man setzte den mutigen jungen Mann in einer Kasematte fest. Er gab an, keinen anderen Ausweg gefunden zu haben, um gegen den Willen seines Vaters zur englischen Marine zu kommen. Der Kommandant schlug in seinem Bericht an die Admiralität vor, den Jungen als Rekruten einzureihen, was dann auch geschah IIIIs 9.—** E Ausschneiden! Ausschneiden! In der Zeit vom 1. Mai 1929 bis zum 31. März 1030 muß die Müllabfuhr an folgenden Tagen verlegt werden: vom 9. 5. 29(Himmelfahrt) auf Freitag, 10. 5. 29 vom 20. 5. 29(Pfingsten) auf Dienstag, 21. 5. 29 vom 30. 5. 29(Fronleichnam) auf Freitag, 31. 5. 29 vom 29. 6. 29(Peter u. Paul) auf Freitag, 28. 6. 29 v. 31.10.29(Reformationsfest) auf Mittwoch, 30.10.29 vom 1. 11. 29(Allerheiligen) auf Samstag, 2. 11. 29 v. 20. 11. 29(Buß= u. Bettag) auf Dienstag, 19. 11. 29 v. 25. 12. 29(1. Weihnechtstaa) auf Dienstag, 24.12 29 v. 26. 12. 29(2. Weihnachstag) auf Freitag, 27. 12. 29 vom 1. 1. 1930(Neujahr) auf Dienstag, 31. 12. 29 vom 6. 1.30(Hl. Drei Dönige) auf Dienstag, 7. 1. 30. Ferner werden die Wochenmärkte wie folgt verlegt: Markt auf dem Heinrichsplatz vom 9. 5. 1929 auf den 8. 5. 1929 Markt auf dem Heinrichsplatz vom 30. 5. 1929 auf den 29. 5. 1929 Markt auf dem Karlsplatz vom 29. 6. 1929 auf den 28. 6. 1929 Markt im Stadtteil Sodingen vom 29. 6. 1929 auf den 28. 6. 1929 Markt auf dem Heinrichsplatz vom 31. 10. 1929 auf den 30. 10 1929 Markt auf dem Rathausplatz vom 1. 11. 1929 auf den 2. 11. 1929 Markt im Staeeil Sodingen vom 20. 11. 1929 auf den 21. 11. 1929 Markt im Stadtteil Sodingen vom 25. 12. 1929 auf den 24. 12. 1929 Markt im Stadtteil Sodingen vom 1. 1. 1930 auf den 2. 1. 1930. 12955 Herne, den 4. Mai 1929. Die Stodtverwaltung P. 24. Die Erhebung der von der Westfälischen landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft ausgeschriebenen ordentlichen Umlage für 1928 erfolgt von Ma 1929 ed in vierteljährlichen Betragen gleichzeitig mit den Steuern Die Beiträge sind gemäß Beschluß des Provinztolausschusses noch nach den Reichsertragswerten(Einheitswerten) des ersten Hauptfeststellungszeitraumes 1925/27 verteilt. Sie betragen 1.60 v. T. des vom Finanzamt für den ersten Hauptseststellungszeitraum 1925/27 festgestellten oder des nach dem Ergebnis dieser Bewertung ermittelten durchschnittlichen Ertrogswertes und dienen zur Deckung der für die Zeit vom 1. 6. 1929 bis einschl. 31. 6. 1930 erwachsenden Ausgaben. Die Heberolle liegt von morgen ab 2 Wochen lang zur Einsicht der Beteiligten bei der unterzeichneten Gemeindebehörde— Hebestelle Stadtkasse— aus. Binnen 2 Wochen nach Ablauf der Friü tunn gegen die Beitragsveranlagung beim Genossenschaftsvorstande in Münster, Warendorfer Straße 25, Einspruch ernoden werden. Der Einspruch entbindet nicht von der Pflicht zur vorläufigen Zahlung des Beitrages. In der Einspruchsschrift sind die Höhe des veranlagten Beitrages, die Hebestelle und die HebebuchNr. anzugeben. 1290 Herne, den 3. Mai 1929. Der Magistrat. Bekanntmachung Das Konkursverfahren über das Vermögen der Großeinkaufsgenossenschaft der Iigarrenhändler für Herne und Umgegend, e. G. m. b. H., in Herne, wird mangels einer den Kosten des Verfahrens entsprechenden Masse eingestellt. 13025 Das Amtsgericht Bekanntmachung In unser Handelsregister Abt. A ist bei der unter Nr. 150 eingetrogenen Firma H. Greve in Herne folgendes eingetragen worden: Dem Dr. Wilhelm Greve in Herne ist Prokura erteilt. 13035 Herne, den 1. Mai 1929. Das Amtsgericht. Kontursverfahren. Ueber das Vermögen der Firme Stein u. Co., Inhaber Salomon Stein, in Herne, ist am 2. Mai 1929, mittags 12 Uhr, des Konkursverfahren eröffnet. Verwalter: Rechtsanwalt Dr. Hohmann in Herne Anmeldefrist der Konkurssorderungen bis zum 22. Mai 1929 Erste Gläubigerversammlung und Allgemeiner Prüjungstermin am 6. Juni 1929, vormittags 10 Uhr Offener Arrest mit Anzeigepflicht bis zum 22. Ma 1929. 13005 Die Termine werden abgehalten auf Zimmer 4 Herne, den 2. Mai 1929. Das Amtsgericht. Stadtische Buhnen Dortmund Stadttheater. Montag, 6. Mai. 20 Uhr:„Moß für Moß“. Dienstag, 7. Mai. 20 Uhr:„Zwangseinquartierung". Mittwoch, 8. Mai. 20 Uhr:„Kotharina Knie". Donnersog. 9. Mai, 20 Uhr:„Undine“. Freitog, 10. Mai. 20 Uhr:„Hoffmanns Erzählungen“. Samstog, 11. Mai. 20 Uhr:„Katharina Knie“. Sonntog, 12. Mai, 20 Uhr:„Don Giovanni“. Burgwolltheater. Montag, 6., Dienstag, 7., Mittwoch, 8., Donner####g. 9., Freitag 10. und Samstog 11. Mai, 20 Uhr: „Hochzeit in Hollywood“ Sonntag, 12. Mai, 11.30 Uhr: Volkstümliches Symphoniekonzert: 15.30 Uhr:„Der Vogelhändler"; 20 Uhr:„Hochzeit in Hollywood“. Urteil der Aerzie. Prof. Dr. zur Verth, Oberregierungsmed nalngc, Leiter der orthopädischen Verochtsstelle zu Atona: „Die moderne Kultur hat uns dem Fuß schädliche Einflüsse beschert: Die Härte des neuzeitlichen Fußbodens in Straße und Haus und vieles, den Fuß mehr uns das Gehen anstrengende Stehen dei Arbeit und Vemreyr. Die Leistungstahigkeit des Fußes versagte niesen Einwirkungen gegenüber. Er suchte Hilfe und Schutz vor Schedden im neuzestlichen Schu,... der bewußt den Fuß urcerstützt in seiner Arbeit als Troger des Korpers... Holt und Stutze muß der Schuh dem Fuß geben. Der zu wene Schuh richet ebensooie! Unhei# an, wie der zu enge, gegen den sich ohnehin der Fuß wehrt Das sind die Forderungen, die eine sunktionelle Fußbetnechtung an den Schuh der Neuzeit Wie sie(die Schuhmachermeister) diesen vorderungen gerecht werden, das ist in ihre geschickte Horl gegeben. Sie fugen dem nützlichen Aufvou die schöne Form hinzu. Ste wechsein im Gefolge modid'icher Umstimmungen Farde und Form im einzelnen.— Unter diesen Einküssen der Made die vorstehend gezeichneten, aus der Funktion des Fußes gechöpften Anforderungen festzuhréten, ist Dienst an der Menschheit!“ Gewerbehygieniker Lange:„om sozialen Sinne zerstört keine Krankheit mehr soriale Existenzen, wie der Phatfuß." Natentbericht vom 2. Mai 1929. (Mitgeteikt vom Patentbüro Eduard M. Goldbeck, Berlin SW. 61, Girschinerstraße 5. Patenianmeldungen. V 23144. Gustov Vogelsang, Herford: Westf.„Klosettsitz aus Preßholz" Patenterteilungen T. 30706. Heinrich Tigges, Arnsberg i. P.„Sich selbst. tätig schließendes Schloß, insbes für die Abtei türen von Personenwagen.“ Gebrauchsmuster=Eintragungen. C. 21204. Friedrich Wilhelm Cramer, Ludenscheit i. W.„Wandscheibe für Innendekorationen“ Sch. 1002333. Heinrich Schnatmeyer, Herford.„Au Gummirollen laufender Möbelsockelauszug ode dergleichen.“ K. 123413. Gebr. Kemmerich, Attendorn i. W.„Sichen heigsnadel, daren einer Schenkel als Platte ausgebilder ist.“ Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und die vielen Kranzspenden beim Tode meiner lieben Frau und unserer guten Mutter sagen wir allen, besonders dem kath. Frauenverein, unseren herzlichen Denk. Familie Georg Pyilik. Herne-Sodingen, den 6. Mai 1929. Das Hingerlein Achtung! Kriegsopfer der Stadt Herne! Dem Wunsche einer großeren Zahl von Herner Kriegsopfern nachkommend, finden unsere wöchentlichen Beratungs. stunden nunmehr jeden Samstag abend ab 6 Uhr im evgl. Vereinshaus in Herne statt. Die Beratungsstunden werden stets versönlich durch den Verbandssekretär (rugen Arends von der Gauleitung Wanne=(rickel abgehalten, der auch die Bearbeitung aller Rentensachen übernommen hat. Die Rentenbearbeitung liegt hier in besten Händen, da unser Verbandssekretär Arends seit 10 Jahren in der Kriegsopferbewegung tätig ist und zu den besten Vertretern am Versorgungsgericht zählt. Besucht unsere Beratungsstunden im eigenen Interesse. Reichsverband deutscher Kriegsbeschädigter und Krieaerhinter. bliebener, Ortsgruppe Herne. Neues Plano (Feurich) mit ki. Schönheitstehlern. 400 M unter Preis ab zugeben. Desgleiches, Piano. schwar: pollert, mit schönem Ton 625 M. Weibbrod-Piano. Nutbaum. tadelles erhalten, volle Gerentie. 580 M. Planohaus Rating Geisenkirchen, Hindenburgetr. 5 Für sofort ein tüchtiger Malergehilfe erste Kraft), welcher in allen im Fach vorkommenden Arbeiten bewandert ist und evtl den Meister vertreten muß, gesucht. Friedr. Klemm, Malermeister Herne, Kaiserstr. 32. Ruf 50780. Herne, Bahnhofstrasse 37-39 Die Liebesgeichlett snt jungen Dfre den Dolores Pielir 347 Setten. In Lanen M 8.30 (Verlag Kösel& Pushst. Mänchen) „... un einzigartiges Meisterwerd. Die Ersindung von tutstrm portischen Tander. Cbaradtergeichnung und Oxenenführung von genialer Nratt und Prägnang“. Enrihe von Dandel-#Aeruett. Zu berienen durch Koethers& Röttsches Herue, nehen dem Postanrt. Beizen, Polieren u. Rodernisieren von Einzelmöbeln, genzen Wohnung: und Ledeneinrichtungen, Bütros- und Wandbekleidungen in ellen Tarb tönen. Sämtliche Schreinerrepereturen Max Thumernicht Horne, Kirchhofstraße S. Teieton Nr 31178 Gebr. 2schläfige Bettstelle mit Matr. billig zu verkaufen 628c Ludwiastr. 20 J. Radio Apparet 4 Röhren, komplett zu verkaufen oder gegen Hühner ein zutauschen.(619 Herne. Mi.=Cenisstr. 133 Doselbst ein are der Tisch, la. Line leum, geeignet für Wirtsch. od. Gesch billig zu verkaufen. ##- Bruchleiden wurden nach unserer Methode der ortvopädischen Bruchbehandlung gute Erfolge erzielt. Gtwe 1027 bekom ich eine rrchteleitigen fei bübnereigroßer Ceitleubruch Rach das Hermes=Ink in war er Pin nten 1928 soweit gedellt, des ich oden Brochpand meinen Vorn ois Deeder ausüden knante. Der Bruch 44 fei: Otater 117 memals dera sgstreken, auch datte ich auch wur die geriquen Bischwerden H. Mollmann. Werne a Bipp-, 11. S 26 Dem„Hermes“ Nerulicher Doüchut für ortbepobiiche Bruchhet Bruchlerden burch Uhre Metdekr vollflöndig gebetl i. Prav Londmesser Brucphbede-diung befätige 16. boß mein Schaar. Bermen. 26. 2. ( Weitere Reierenzen am Anorderung.(Dorpeites Nückporke erdeten. Gprechtkunde unseres Arnes in erne. Donmmstog 9. Mol. porm K.—2 Abm. Denmutog Moi.— k-2 Uhr Hole Schienkhoff. Bodnhof#r n Gickel Breuag. 19. Moi, vorm. 0—1 Udr. Hoir Wetschtischer####. addeck: Freiten. 10 Mal. nachm 4—1 Adr. Doir Drrdnenn Oeltenkiichen: Sonnobend. 11. Moi vorm 9—1 Udr. und voor 3—1 Uhr. Behnbeis Dotel. Redungdeuten: Gonntag. s2. Mai. vorm. 0—2 Udr. Bahrdofs Hetel. „Hermes“ Teritliches Justitui„Ar gridopädische Bruchbebenblung. 8 a t. B. Bamburd. Espienser d.(Herdl. Leuer Uhr H C. Meuer Actteites und arrptes drinices Unktitel biefer Art Janzschule Diel Rosenstr 10. am Alten Markt Ruf 51116 Privat= und Gesellschaftszirtel. Einzel=Unterricht zu jeder Zeit Dienstaas für Kinder und Erwochsene Gymnastit in unseren eigenen Räumen Anmeldun gen zu Kursen Ruf und Sprechstund nachmittags von 5—8 Uhr. 43650 Herrenkleidung nach Maß in erstklassiger Ausfüh rung, isdelloser Sttz(Qualitaiswne liefert bitligst unter Gerantte 45052 Ferd. Wegai, Herne Mont-Cenieße 22. Harmonium beste Mauemusik S reies um Liederleunl# : en Spiel mll Apparel. In in Jrtn. k.: Hermonium-Faerih„ Radio e m Teilzahleng in 10 Monstwraten Funkhaus Radio. Bochum Fillale: Herne, Goethestraße 26. Teleion 500 12 Ein jüngeres sofort gesucht Grabenstr. 13. —.676 ohnung II Erg. gegen eine gleiche zu teuschen gesucht 630 Zu erfragen im Anzeiger Kleines(21723 Ledenloka mit oder ohne Einrichtg, zu vermiet Zu erfragen: Bahnhofsr. 119. vermieten Bahnhofstr. 132. 21580 zu vermieten. Herne. Goetbestr. 23. Ort Möbl. Zimmer mit 2 Betten zu vermieten.(6210 Am Stadigart. 1I Einfoch(620 mobi. Zimmer zu vermieten. Grenzweg 37. Fast neuer Kindewagen Brennador. preism zu verkaufen.(618c Alter Markt 6. uche zu sofort eine gebrauchte, gut erhaltene Küche evil mit Sose ge gen Kasse zu kauf. Zu erfragen im Herner Anzeiger. Piano gebraucht. jedoch noch sehr aur erhalten. preiswert und günstig zu ve kauten. 19376 Pianohaus bertmund Burgwall 21 Antertigung sömtlicher Wächertüchke Honisaum. Anweben, Wettsticken. Billigste Berechnung. Frau Honrad neu und gebraucht billig. 6185 Bochumer Str. 69 Tel. 50971. - Kräite+wird in zwei Tagen ohne Berufsstörung u Garantie geheilt. Flechte. Geschwüre, offene Füge, Drüsen. Skrofulose u. Tuverklose nach 12jährig praktischer Eefabrung.(9275 Heilinstitut Frau Eichendorf. Herne. Gabelsbergerstraße 2. Ecke Mont=Cenis=Str Sprechst v 10—12 und 2½— 5 Uhr. Die Beleidigung. die ich gegen Frau Imma Müller, Herne, Crangerstr 16 ausgesprochen hube, nehme ich hier mit mit Sedauern serd. Frar Luna Popper Herne, Erangerstr. 16