*.— .— — erner Anzei Druck u. Verlag: Koetders&cmp Röttsches. Herne. Bevelstr. 8. neden der Hauptpost Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn= und Feiertage. Bezugspreits wöchentlich 60 Pfa. frei ins Haus gebracht. Postscheckkonto: Dortmund 1907 Verentwortlich für den eebaktionellen Ceil: Dr. Leo Reiners. für den Anzeigen- und Reklameteil: Carl Bartols, deide in Herne. Kreisanzeiger für den Stadtkreis Herne Sodinger Anzeiger, Gerther Anzeiger Amtlich beglaubigte Abonnentenz ahl Ueder Adonnent ist gemäß den Bedingungen mit Mark 250.— versichert. wenn durch einen Ansall der Tod oder Ganzinvalldität eintritt. Anzeigenpreise: 1 mm Raumdöbe lokal 7 Pg., auswärts 8 Pfg., Arbeitsund Wehnungsmarkt 8 Pfg. 1 mm Raumböbe, im Reklameteil 30 Pfa. Der aus die Inserate eingeräumte Nachlaß oder Kassaskonto wird dei Konkursen und gerichtlicher Klage hinsällig. Fernsprech= Anschluß: Sammel=Nummer 62541# Celegramm=Adresse: Anzeiger Herna Nr. 103(Erstes Blatt) Freitag, den 3. Mai 1929 25. Jahrgang Neue Straßenschlachten Den ganzen Tag über kamen in Berlin kleinere Jusammenstöße vor, der späte Abend brachte eine Wiederholung der blutigen Kämpfe vom Mittwoch Verlogene Behauptungen— Ruf nach Generalstreik und Diktatur— Neues Blutvergießen X Berlin, 2. Mai.(Telegr.) Heute nachmittag zwischen 2 und 3 Uhr kam es am Bülowolatz vor dem Karl=Liebknecht=Haus zu erneuten Zusammenstößen zwischen Polizei und Kommunisten. Einige bundert Kommunisten versuchten Demonstrationszüge zu bilden, die von der Polizei nach wiederholten vergeblichen Aufforderungen, auseinanderzugehen, mit dem Gummiknünvel zerstreut werden mußten. In den Straßen am Wedding, die gestern abend der Schauplatz eines lebbaften Feuergesechts waren, ist es heute nachmittag zu erneuten Ausschreitungen gegen einzelne Polizeivosten gekommen. Kurz vor 5 Uhr wurde in der Köslinerstratze eine Polizeistreise von einer erregten Menschenmenge angegriffen, und die Polizisten machten von ihren Schuhwassen Gebrauch. Nach Angabe des„B. T.“ sind vier Personen verletzt worden. Die Polizei hat die Kösliner=, Wiesen= und Pankstraße, in denen sich gestern die Tumulte abspielten, sowie die Reinickendorferstraße mit einem grohen Aufgebot von Beamten besetzt. X Berlin, 2. Mai.(Telear.) Die Kommanisten haben am Abend des Donnerstag die angekündigten Proiestversammlungen abgedalten. In den Pharussälen sprach der Reichstagsadgeordnete Geschke. Er führte u. a. folgendes aus: Nicht nur die 13000 Mann Schuvo seien gegen die Arbeiter loogelassen worden, sondern auch Reichswehr in Schuvouniform. Am 1. Mai sei mit Dumdumgeschossen auf die Demonstranten geschossen worden. Die anderen Klassen säben in dem Proletariat den Feind. den sie mit allen Mitteln vernichten müßten. Um P.ovokationen bervorzurufen, hätten die Schuvomannschafen sich selber beschossen. So sollte vorgetäuscht werden, als ob die Arbeiter auf die Polizei geschossen hätten. Das Proletariat sei berusen, die Toten zu rächen und nicht durch einzelne Terrorakte, sondern als einheitlich gesch'ossene Masse. Am 3. Mai müßten die Betriede mobisisiert werden, um einen politischen Massenstreik zu in'zeniaren. Die Diktatur des Proletariats sei die einzig mösliche Antwort aus die blutige Provokation. Wegen der völligen Dunkelheit waren jedoch die Barrikaden ohne Ovser an Menschenleben nicht zu nehmen. Die Polizei wurde deshalb zurückgezogen und die Vernichtung der Barrikaden ans den hellen Morgen verschoben. Teilstreiks im Ruhrgebiet als Protest gegen die Berliner Polizeimaßnahmen. X Essen, 2. Mai. Angeblich zum Protest gegen das Vorgeben der Berliner Polizei bei den kommunistischen Demonstrationen sind heute auf Zeche„Prosver 2“ von 1060 Mann der Belegschaft unter Tage 509 Mann nicht angefahren. Am Zechentor sind Anschläge angebracht, die zum Teil falsche Angaben enthalten. Es wird von 100 Toten usw. berichtet. Auf den Zechen„Jacobi“ in Oberhausen und„Vereinigte Welheim“ in Karnav wurde versucht, die Belegschaft von der Anfahrt sernzuhalten. Die Belegschaften sind indessen vollzählig eingefahren. Auf „Ver. Welbeim“ wurden drei Rädelsführer verhaftet und von der Zeche entlassen. Auf sämtlichen Zechen von Bottrov und Österseld ist am Donnerstag versucht worden, die Morgenschicht von der Einjahrt abzuhalten. Auf Zeche„Rheinbaben“ sind 35 Personen nicht angefahren. Auf der schaft gefeiert. Schon in den frühen Morgenstunden des der Voltiei eine gesetzliche Handbabe nicht gegeben. schaft gefeiert. Schon in den frühen Morgenstunden des Die Meldung, wonach gestern ein Auto mit einem drahtlosen Sendeapparat beschlagnahmt worden sei. bestätigt sich nicht. Es handelt sich vielmehr um einen Kraftwagen, auf dem ein Kinoavvarat einer großen amerikanischen Filmfirma montiert war, der von einem deutschen und einem amerikanischen Operateur bedient wurde. Nach der Feststellung dieses Tatbestandes wurde das Auto von der Polizei sofort wieder frei gegeben. Die Coten des 1. Mai Neun Tote, an die hundert Verwundete— 175 Aufständische vor dem Richter. 2 Berlin, 2. Mai.(Telegr.) Nach den bisherigen Ermittlungen sind bei den gestrigen Zusammenstößen zwischen Polizei und Demonstranten neun Personen getötet und mehr als 900 verhaftet worden. Soweit der Polizei bekannt ist. sind 80 Demonstranten verletzt worden, doch dürfte ihre Zahl in Wirklichkeit bedeutend höher sein, da die Kommunisten die meisten der Verletzten bald fortschaffen konnten. Insgesamt 30 Polizeibeamte sind verletzt worden. Bei vielen der Verhafteten wurden Trommelrevolver. Pistolenmunition und Kleinkalibergewehre gefunden. Die etwa 900 Festgenommenen sind inzwischen wieder freigelassen worden die auf 175. die heute dem Richter wegen Aufruhrs und Landfriedensbruchs vorgeführt werden. Der Polizeipräsident erklärte, daß zwei von den Toten aller Wahrscheinlichkeit nach nicht von Schüssen der Polizei getroffen wurden, sondern durch Unfälle zu Tode gekommen sind. Gegen die„Note Fahne“ wird wegen Aufreizung zur Begehung strafbarer Handlungen ein Verfahren eingeleitet werden. Zu einer Beschlagnahme der „Roten Fahne“ war, wie der Polizeipräsident betonte. läufer in den Tod gebetzt haben. Auf kommunistischer Seite wird nämlich mit dem Gedanken gespielt, als Rache für die Toten einen Generalstreik zu inszenieren. Hierbei darf allerdings nicht vergessen werden, daß zur Einleitung eines Generalstreiks etwas mehr gehört, als kommunistische Radauszenen, wie sie sich beisvielsweise im Reichsrag und in der Stabiverordnetensitzung am Donne####tagnachmittog zugetragen haben. In der Plenarsitzung des Reichstags ging es noch verhältnismäßig ruhig zu. Ein kleiner Sturm, den die Kommunisten entfesselten. wurde dadurch abgewehrt, daß der Präsident auf kurze Zeit die Sitzung aushob. Etwas bitziger ging es in der Stadtverordnetensitzung zu. Die Kommunisten verlangten, daß ihr Dringlichkeitsantrag wegen der Vorfälle am 1. Mai sofort beraten werde. Da sich Widerspruch erhob. war dies nicht möglich und nun ging der Tumult los, an dem sich auch die Tribünenbesucher beteiligten. Worte, wie„Nevolverbanditen" flogen durch den Saal. U. a. machten die Kommunisten auch einen Mordswektakel. weil angeblich Polizei im Ratbaus sei. Oberbürgermeister Boeß gab jedoch die Erklärung ab, daß dies nicht wahr sei. Man hatte nämlich in der Zwischenzeit die im Rathaus befindlichen Schuvoleute fortgeschickt. Alle Erklärungen vermochten jedoch nicht, die kommunistischen Gemüter zu berubigen. Es blieb nichts übrig, als die Stadtverordnetensitzung zu schließen. Schuvo in Not! Die Versammlungen waren überfüllt. Mit dem völligen Einbruch der Dunkelheit und besonders, als die Protestversammlungen zu Ende gingen, wurden die wüsten Szenen von gestern abend wederholt. An der Nazareth= kirche wurde auf ein Polizeiauto aus den Fenstern und von den Dächern geschossen. In der Antonstraße wurde ein mit wenigen Polizisten besetztes Bereitschaftsante von der Menge eingeschlossen und am Weiterfahren gehindert. Die Beamten muhten einige Schreckschüsse auf die Menge abgeben, um sie zu zerstreuen. In Neukölln wurde um ½511 Uhr von den Dächern der Steinmerstraße. der Zietbenstraße und der Hermannstrabe ein beitiges Feuer aus die Polizei erösinet. In der Handieristraße wurden erneut Barrikaden errichtet. Alle Bemühungen der Polizei, sie zu nehmen, waren bisher ersolales. Es wurde daher ein Pauzerwagen angesordert. Ein Leutnant der Schupo war mit seiner Abteilung eine Stunde lang in einem Hause der Hermannstraße eingeschlossen. Die Leute besanden sich in einer sehr gefährlichen Situation, da bei jedem Versuch, das Haus zu verlassen, sich ein Feuerbagel auf sie ergoß. Nur durch Zufall wurde niemand von ihnen verletzt. Wohl wurden vierzehn Rarabiner unbrauchbar, da sie verschossen wurden. Panzerwagen und Maschinen= gewehre eingesetzt ¾ Berlin, 2. Mai.(Telegr.) Die Kommunisten halten weiterhin die neuen Barrikaden in der Hermannstrabe besetzt. Anßerdem haben sich starke Abteilungen abgezweigt, die mit Schutzwassen und groten Steinserräten versuchen, das Polizeirevier an der Schillervromenade zu sturmen. Um sich die Arbeit zu erleichtern, haden die Kommunisten die Straßenlaternen zertrummert. Ganze Stadtteile von Neukölln sind in völliges Dunkel gehüllt. Die Polizei erhält von den Barrikaden dauernd Feuer und muß sich immer wieder durch Schusse wehren. Schließlich dat die Polizei Pauzerwagen eingesetzt und ist mit Maschinen geweorseuer gegen die Barrikaden vorgegangen. Es entspann sich ein dußerst beitiger Rampf. X Beelin, 3. Mai.(Telege.) Auch in der Schillerstraße kam es gegen 1 Uhr nachts zu einer Schieverei zwischen Kommunisten und schwachen Polizeikräften. Während bioher nur wenig Polizei am Platze war, die von weitem die Barrikaden beobachtete. rückten nacht: gegen 1.29 Udr Panzerautos an. Die Polizei ging zur Bekämpfung des Aufstandsheeres an die Barrikaden heran und bestreute mit Maschinengewehrseuer die Verschanzungen. Die Kommunisten warfen mit Flaschen ind groden Pilastersteinen von den Dächern. Die Nachtkämpfe haben bieher 1 Todesopfer und 5 Schwerverlente gesordert, die von einer Samariterkalonne ins Krankenhaus gebracht wurden. Der Tete ist nicht von Kugeln der Polizei actraffen. sondern es dat ihn wahrscheinlich eine verierte Augel der Aufständischen erreicht. 2 Berlin, 4. Mai.(Telear.) Ein Panzerwagen, dem drei Hundertschaften Schupo und drei Kraftwagen mit einem Uebersallkommando soigten, säuberten schlieblich. in Schutzenlinie vorgehend, das Nenköllner Gebiet. Donnerstags wurden in Bottrov und Osterfeld Flug blätter verbreitet, die zum Massenstreik aufforderten als Protest gegen die in Berlin getroffenen Maßnahmen der Polizei. Zur Mittagsschicht sind auf der Zeche„Prosver?“ 270. auf„Prosper 3“ 330 und an„Arenderg Fortsetzung 225 Mann nicht angefahren. Vor den Toren der Zeche„#urooi“ hatten sich in den Mittagsstunden etwa 350 Personen versammelt. Es wurde die Absicht laut, Maßnahmen zu treffen, um das Werk stillzulegen. Das rasche Eingreisen der Polizei erstickte jedoch jegliche verdrecherische Absicht. Bei einer aus einem freien Platze] 2 Berlin.? Mai.(Telegr.) Die Berliner Ortsausabgehaltenen Versammlung wurde beschlossen, die Ein=#cune des ATGB., der Afa und des AXBB haben in Gegenaufruf der Gewerkschaften fahrt am Freitag zu verhindern. Auf„Prosper 2“ mußte in den Mittagsstunden ebenfalls Polizei eingesetzt werden. Einige Arbeitswillige wurden hier von heverischen Elementen verorügelt. Am„kosper 3“ war ebenfalls ein Sabotageakt geolant, jedoch war auch hier die Polizei auf dem Posten und verbinderte Ausschreitungen. In Buer=Scholven sand am Donnerstagnachmittag eine Versammlung von etwa 260 kommunistischen Bergarbeitern statt. Es wurde beschlossen, am Freitag nicht einzufahren. Die überwiegende Mehrzahl der Ruhrarbeiter ist besonnen und lehnt die Teilnahme an den Proteststreits ab. einem Aufruf ihre Anhänger aufgefordert, etwaige Parolen zum Streik keine Folge zu leisten. Die heutige Ausgabe der„Roten Fahne“ ist von der Polizei beschlagnahmt worden. Beschlagnahme kommunistischer Blätter in Hamburg. X Hamburg, 2. Mai.(Telear.) Die heutigen Ausgaben der kommunistischen„Hamburger Volkszeitung“ und ihres Koofblattes, der„Norddeutschen Zeitung“ sind wegen Aufforderung zum Hochverrat, der in Ausführung dieser Blätter zu den Berliner Maiseiervorfällen erblickt wird, polizeilich beschlagnahmt worden. Abschaffung der Todesstrafe abgelehnt — Berlin, 2. Mai.(Telear.) Der Strafrechtsausschuß des Reichstags stimmte heute über die Todesstrafe ab. Es kam der entscheidende Antrag Kahl(D. V.) zur Abstimmung, der die Todesstrase durch lebenslange Sicherungsverwahrung ersetzen wollte. Der Antrag wurde mit 12 gegen 16 Stimmen abgelehnt. Für den Antrag Kahl stimmten nur die Sozialdemokraten. die Demokraten und der Antragsteller Kahl selbst. Ein sozialdemokratischer Antrag. statt der Todesstrafe eine Zuchthausstrafe nicht unter zehn Jahren oder lebenslängliches Zuchthaus einzusetzen, wurde evenfalls abgelehnt. Die Fassung des Entwurfes wurde mit 14 gegen 14 Stimmen abgelebnt. Gegen die Formulierung des Entwurses, ano gegen die Todesstrafe, stimmten die Sozialdemokraten, Demokraten und Kommunisten. Auch ein Antrag der Bayerischen Volksvartei und des Zentrums. der den Mord mit ledenslangem Zuchthaus bestrafen will, aber bei erschwerenden Umständen die Todesstrafe eintreten lassen will, wurde mit 14 gegen 14 Stimmen abgelehnt Gegen diesen Antrag stimmten ebenfalls die Demokraten, Sozialdemokraten und Kommunisten. Zunäckst ist also im Strafgesetzentwurf bezüglich der Todesstrafe eine Lücke. Kommunistische Rasauszenen im Reichstag Die Drahtzieher des blutigen Mai tages als„Unschuldige“, die Polizei der„Schuldige“— Die Moskau jünger finden keine Mehrheit und verlassen die Sitzung Kommunistentumult auch im Stadtparlament die Gefolgschaft verweigert Eine Mahnung für Hugenberg. 2= Berlin, 2. Mai.(Eig. Drahtber.) Der Gährungsvrozeß innerhalb der Deutschnationalen Volksvartei gebt unentwegt weiter. Nehmen die Dinge wie bisher ihren Fortgang. so wird Hugenberg allmählich mit einigen Getreuen allein auf weiter Flur stehen. Die neueste Meldung liegt aus Sachsen vor. Die deutschnationale Pressestelle teilt darüber folgendes mit: „Der deutschnationale Handlungsgehilfenverband (Gau Sachsen) fordert in einem Rundschreiben an samtliche Mitglieder, die in der Deutschnationalen Voltspartei mitarbeiten, auf. die Mitarbeit an den„arbeitnehmerfeindlichen Listen der Deutschnationalen Volksvartei“ abzulehnen und den Deutschnationalen ihre Stimme zu verweigern.“ 6 Berlin, 2. Mai.(Telegr.) Als gegen 2.10 Uhr Vizepräsident Gräf die Sitzung eröffnet. lärmen die Nationalsozialisten und Kommunisten. Letztere rufen:„Wo ist denn der sozialdemokratische Kosakenhauotmann Löbe?" Bei Eintritt in die Tagesordnung gedenkt Aba. Pieck(Komm.) der blutigen Zusammenstöße am 1. Mai. Die„verbrecherische“ Polizei habe sich nicht gescheut, unter Führung des Sozialdemokraten Zörgiebel„friedlich demonstrierende“. Arbeiter zu morden.(Lärm bei den Kommunisten). Die Kommunisten beantragten die sofortige Beratung ihres Antrages auf Ausbebung des Demonurationsverbotes. Die Berliner Arbeiterschaft müsse zum Protest gegen das sozialdemokratisch geführte Mordgesindel(stürmische Unterbrechungen bei den Sozialdemokraten— Gegenkundgebungen bei den Kommunisten) zum Generalstreik ausgerufen werden. bis die schuldigen Sozialdemokraten zur Verantwortung aczogen und der Mordskerl Zörgiebel von seinem Platze gejagt sei. (Vizeorösident Gräf rügt die Ausdrucksweise des Redners— Kommunisten und Sozialdemokraten dringen mit erreaten Zurusen auseinander ein. Während dieser Ausführungen kommt es zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen den Kommunisten und Sozialdemokraten). Abg. Pieck übertönt den Lärm und nennt den Abg Künstler zum drittenmal einen Lügner.(Vizeoräsident Gräf ruft den Redner zur Ordnung Er ruft dann auch den Abg. Hecker(Komm.) wegen fortgesetzten Lärmens weimal zur Ordnung.) Der kommunistische Antrag wird durch Widerspruch abgelehnt. Aba. Gesche(Komm.) beantragt Vertagung der Sitzung auf morgen als Protest gegen das gestrige Vorgehen der Polizel. Mit diesem Antrag erheden sich nur die Kommunisten und die Nationalsozialisten. Aba. Schult-Brombers(D. N.) verlangt die Gegenprohe. Dabei bleiben mit den Kommunisten und Nationalsozialisten auch die Deutschnationalen sitzen. Der Vertagungsantrag wird abgelehnt.— Die Kommunisten rufen der Mehrdeit zu:„Mörderbande“. Abg. Stöcker(Komm.) erklärt, als Protest gegen die Ablehnung des Vertagungsantrages würden die Kommunisten sich heute nicht an den Beratungen beteiligen. Bravo bei der Mehrbeit). Die Kommunisten singen stedend die Internationale. während Vizepräsident Gräf die Sitzung unterbricht und die meisten Abgeordneten den Saal verlassen. Nach dem Gesang verlassen die Kommunisten den Saal mit dem Ruf:„Nieder mit den Mördern“. Nach etwa halbstündiger Pause wird die Sitzung wieder eröffnet. Bei der fortgesetzten 2. Beratung des Haushalts des Reichsarbeitsministeriums. Kavitel „Wohnungs= und Siedlungswesen“ dankt Aba. Tremmel(Zentrum) der Regierung für ihre Initiative zur Förderung des Wohnungsbaues Es wäre natürlich besser, wenn der Ertrag der Hauszinssteuer restlos dem Wonungsbau zugeführt werden könnte. Die Möglichkeit dazu habe aber auch die Wirtschaftspartei nicht zeigen können Aba. Ebert=Potsdam(Soz.) tritt für großere. Förderung der Landarbeitersiedlung ein. Ein Landarbeitergesetz.; das die Freizügigkeit beschränkt, würde für die Sozialdemokraten unannehmbar sein. Aba. Trohmann(Bayr. Vv.) bezeichnet eine Aufbebung der Wohnungszwangswirtschaft im gegenwärtigen Zustand der Wohnungsnot als unmöglich. Aba. Rönnebura(Dem.) verlangt noch vor der Sommerpause eine endgültige Regelung für die Flüchtli siedler. Die„„ derung. Beim nächsten Ravitel Notverordnung über die Gewerbesteuer Berlin, 2. Mai.(Telear.) Der ständige Ausschus des preurischen Landtags beschäftigte sich heute mit der Notverordnung, die von der Regierung erlassen worden ist, um für die weitere Erhebung der Gewerbesteuer die gesetzliche Unterlage zu schaffen. Die Notverordnung deckt sich###haltlich mit den Beschlüssen, die in der vergangenen Woche in der 2. Lesung bei der Beratung der Regierungsvorlage über die Gewerbesteuer gefaßt worden waren. Sie bringt bekanntlich eine Erleiche terung für die unteren Steuerstufen In der Notverordnung, die angenommen wurde, ist die Besteuerung der freien Berufe nicht enthalten. Fürst Bülow 80 Jahre alt Landarbeitersiedlung verdiene or d Flüchtlingskräftige För„Versorgungsweser“. erklärt Aba. Schmidt Stettin(D. N.). die Mittel für die Versorgung müßten erhöht werden. Die Aba. Sparrer(Dem.) und Paßebl(Soz.) danken dem Arbeitsminister für seine Initiative in der Verbesserung des Versorgungswesens. Die Behörden müßten angewiesen werden, bei der Durchführung der Bestimmungen Härten zu vermeiden. Damit schließt die 2 Beratung des Haushalts des Arbeitsministeriume. Die Ausschubentschließung auf Erwetterung der Krisenfürsorge wird angenommen. Nächste Sitzung Freitag. Krach im Reichstag und Berliner Stadtparlament Berlin, 2. Mai.(Eig. Drahtber.) Die Kommu nisten haben anscheinend noch nicht genug daran, daß sie in Berlin am 1. Mai benabe ein Dunend ihrer MitDer frühere Reichskanzler Fürst Bernhard von Bülow feiert am 3. Mai seinen 80. Geburstag. Mit seinem Namen verbindet sich ein Stück Geschichte des Deutschen Reiches. Fürst Bülow ist 1849 in Klein=Flottdeck bei Hamburg geboren, trat 1873 in den diplomatischen Dienst, wurde 1888 Gesandter in Bukarest. 1893 Botschafter in Rom und trat 1897 als Staatssekretär an die Spitze des Auswärtigen Amtes. 1900—1909 war Fürst Bülow Reichskanzler und preußischer Ministerpräsident. In die Zeit seiner Amtstätigkeit fallen wichtige außenvolitische Entscheidungen. 1914—1915 wirkte Fürst Bülow als Bot chafter in Rom. Im Jahre 1899 wurbe ihm der Stofen=, 1905 der Fürstentitel verlieben. Seit dem Friedensschluß lebt Fürst Bulow meist in Italien. Seine Gattin, eine Ualienische Prinzessin, stard vor wenigen Monaten Sluctwunschtelegramm — Berlin, 2. Mai. Der Reichskausler dat an Fürst von Bülow in Rom zur Vollendung seines 30. Lebenzzogres das folgende Glückunichtelegramm gesandt: „Zugleich im Ramen die Reichsregierung sende ich Ew Durchlaucht zur Vollendung des 30. Lebensjahres die besten Glückwünsche. Sie können am heutigen Tage mit Genugtuung aus ein an Arbeit reiches Leben zurückblicken, in dem sie lange Jahre an erster Stelle dem deutschen Vakerkande mit ganzer Kraft gedsenk haben. An Ihrem Ehrentage weig ich mich eins mit Ihnen in dem heißen Wunsche. Deutschland wieder frei zu machen. Ich wuniche, daß Sie dies in gleicher Gesundbeit und Rüstigkeit erleben mogen.“ Desgleichen hat der Staatssekretat in der Reichskanzlei. Dr. Sünder. dem Fürsten ein Gluckwunschtelegramm übersandt. Der preußische Miniservrosident Dr. Braun hat an Bulow folgendes Telegramm gerichtet: „Zur Vollendung des 30. Lebensjahres sende ich Ihnen zugleich im Namen des preußischen Staatsministeriums aufrichtigste Glückwünsche in der Hoffnung, daß es Ihnen vergonnt sein möge, sich noch lange beiter Gesundheit zu erfreuen" Am kritischen Wendepunkt der Genfer Konferenz Auch das kriegsmaterial der Landstreitkräfte soll ausgeschaltet bleiben Die Rüstungsbesprechungen miteknander hatten. Die beiden Herren wurden fräter auf den Wunsch Parker Gilderts von Staatssekretär von Schubert empfangen. Da die Verhandlungen streng vertraulich dehandelt werden, konnten Einzelheiten nicht in Erfabrung gebracht werden. Ob die Revarationskonierenz tatsachlich zu einem Endrelultat kommt. ist einstweilen nog sebr zweiselhaft. In unterrichteten Kreisen weist man jetzt darauf bin, daß für eine endgültige und auf Entvolltislerung der deutschen Schuld gerichtete Nevarationsregeilung die Zeit noch nicht reit lei. Mau bemuht sich daber um eine vorläufige Rezelung. Die französischen Sachverständigen sollen tedoch, wie die Pariser Presse mitteilt, für eine Zwischenlösung nicht zu haben sein. Wie nicht anders zu erwarten, lassen die Pariser Blätter auch Versuchsballons aufneigen. Go glaubt der„Petit Parisien“ mitteilen zu können, daß eine Endregelung Aussicht auf Erfolg haben würde. falls Dr. Schacht jetzt durchschnintliche Jahrezzahlungen von Milliarden Mark anbieten würde. noch keute nachmittag dem Vorsitzenden de Revarationskonierenz. Owen Vouns, einen Besuch an staten werde 9 Gens. 2. Mai 1929.(Telegr.) Der Vorbereitungsausschuß fur die Abrüstungskonierens hat heute das Kavitel„Berechnung der Effektivbestände“, soweit es sich um die Landesstreitkräfte handelt, im weientlichen abgeschlossen. Für die von Frankreich hartnäckig verlangte besondere Berechnung der langdienenden Spezialisten kam ein Kompromiß zustande, dem England, die Vereinigten Staaten und Ranada zustimmten. Graf Bernstorff erklärte, auch in dieser Frage die Mehrheit des Ausschusses in ihrer Arbeit nicht bebindern zu wollen. obwohl nach deutscher Auffassung das Kompromiß auch in dieser Einzelfrage keine gerechte Lösung bringe. Der Ausschuß eröffnete dann die 2 Lesung des Ab. schnittes über die Beschräntung des Heeresmaterials der Landstreitkräfte. Deutschland hatte bereits bei der 1. Lesung vor zwei Jahren die direkte Beschrankung des Materials der unter den Fahnen stehenden Truppen und des lagernden Kriegsmaterials durch Festlegung von Höchltnuckzahlen vorgeschlagen, vor allem für die Wassengattungen, die— wie Tanks, Bombenflugzeuge, weittragende schwere Geschutze— für die Augrifismöglichkeiten eines Staates entscheidend sind. Die deutsche These wiro von Sowietrußland, Schweden. Holland und der Turkei unterstunt. Da die Meinungsverschiedenheiten zwischen der franzosischen und der amerikanischen Auffassung noch nicht überbrückt werden konnten. m Aussprache auf morgen vertagt Graf Bernstorff erklärte mit Nachdruck, daß der Vorbereitungsausschus am kritischen Wendepunkt seiner Arbeiten angekommen ik. Man habe erklärt, daß die deutschen Anträge nicht verwirklicht werden können. Aber dos Beispiel einer vollkommenen Abrüstung, wie es von Deutschland auf Grund des Friedensvertrages gegeben worden sei, zeige deutlich, daß die deutschen Anträge durchaus verwirklicht werden können, ganz abgesehen davon, daß die deutsche Abruitung als Muster für die allgemeine Abruitung gelten sollte. Andererseits geve es keinen Grund, warum die besondere Lage der Kleinstaaten nicht berückichtigt und ihnen dementsprechend nicht so viel lagerndes Kriegsmaterial zugestanden wurde, als sie bedurften. Unerläßlich sei vor allem die Festlegung der Watfengattungen, ohne die bei der modernen Kampsesweise ein Angriff zum mindesten außerordentlich erschwert werde Var allem müßten aus diese Weie beschränkt werden Tanks, Bombenflugzeuge und weittragende schwere Geschütze... Nur an der zadlenmätzigen Festsetzung des Rüntungsstandes in den einzelnen Wafsengattungen werde schließlich der Mann auf der Straße die Bedeutung der Abrüstungskonvention abmessen. Der sowjetrussische Hauptdelegierte Litwinow schloß sich der Argumentation des Grasen Vernstorft voll kommen Es kann natürlich keine Rede davon sein, dab Reichsbankpräsident Dr. Schacht ein solches Angebot machen wird, das in keinem Verhältnis zu der deutschen Leistungsjählgkeit stande. Man wird gut daran tun, alle aus Paris eintreffenden Meldungen mit größter Vorsicht zu behandeln. Die beiden nächsten Tage werden übrigens voraussichtlich darüber Aufschluß bringen, ob das Ende der Konferenz ein allgemeiner Zusammenbruch ist. Dr. Schacht wieder in Paris 2. Paris, 2. Mai.(Telegr.) Reichsbankpräsident Dr Schacht i deute nachmittag wieder in Paris eingetrorsen. Die drei Delegierten, Dr. Vösler, Melchior und Kastl. waren ihm bis zur belgischen Grende entgegengefahren und haben die Rückreise mit ihm gemeinsam unternommen Der„Temps“ g'-ubt berichten zu können, daß Dr. Cagung des Unterausschusses — Baris. 2. Mai.(Telear.) Heute nachmittag da. eine Situng des früderen Ausschusse, gxestatt, zn iet unter dem Vorsitz von Sir. Addis steht. statigesunden Als Vertreier Deutschlands haben Geheimrat Kastl und Dr. Melchior daran teilgenommen. Im Verlaufe der Sitzung wurden noch einige ungeklarte Fragen erörtert. odne daß eine Entscheidung getrossen wurde. Es handelt sich in der Haupffache um Fragen, die bereits in den früheren Beratungen des Revelstoke=Ausschusses ofen geblieben waren und deren Regelung im großen und ganzen von einer Verständigung über die Regelung der Zitfern abhängen dürfte. Um 17.30 Uhr haben Dr. Schacht und Dr. voaler im Hotel George V. eine längere Untetredung mit Owen Young gehabt Leon Blum für Räumune des Rheinlandes K Paris, 2. Mai.(Telegr.) Der lozialdemokratische Abgcordnete Leon Blum tritt im„Pooulaire" für bedingslose Raumung des Rheinlandes ein und erklärt, das Rheinland besetzen oder raumen, sei. vor allem eine voltkische Entscheidung. Jetzt solle die Entscheidung schließlich von Anleibekombinationen, von Modilisterungsmöglichkeiten und von Diskontfragen abhängen, also von dem guten Willen der internationalen Hochfinanz. Die Rheinlandbesetzung sei für die Alltierten keineswegs ein Zahlungsgarantie. Die Räumung hatte keineswegs an Zahlungsmodalitäten gebunden werden dürsen. Die Frage müsse lauten: Läuft die Räumung den Interessen der deutsch=franzäsischen Verständigung und der Pazifuierung zuwider? Ueber diese Frase bätten allein die Regierungen. oder desser gesagt, die Völker zu urteilen an Doce billigt Gibsons Zugeständnisse Das wankende Gebäude der Kriegsschuldlüge 2. Washingten, 2. Mai.(Telegr.) Amtliche Kreise sind sehr überrascht, daß die von einigen europäischen Zeitungen ausgesprochenen Vermutungen, daß Gibson in Genf aus eigene Faust vorging, als er das Zugeständnis machte, ausgebildete Reserven sollten bei der Bewertung der militärischen Streitkräfte in Friedenszeiten nicht berücksichtigt werden können. Wie der Vertreter des Reuterbureaus von autorisierter Stelle im Weißzen Hause erfährt, hat Gibson im Vorbereitungsausschuß in völliger Uebereinkimmung mit den Instruktionen des Präsidenten Hoover gehandelt, der die Haltung des amerikanischen Delegationsführers in der Abrüstungsfrage in jeder Beziehung billige 2 Neue Kombinationen über das Reparationsproblem Pariser Gerüchte u. Versuchsballons— Dr. Schacht wieder in Paris Immer noch auf dem toten Punkt Neuer Vorschlag Doungs? — Berlin, 2. Mai.(Eig. Drahtder.) Die Arbeiten des Redaktionsausschusses, der von der Pariser Sachverständigenkonserenz mit der Abfassung des öffentlichen Berichtes beaustragt worden ##t, geden, wie aus Paris gemeldet wird, nur langsan vorwärts. Offenbar besehen noch weitgehende Meinungsverschiedenheiten. die sich in der Hauotsache auf die Frage der Kommerzialisierung beziehen düriten. Immer wieder müssen einzelne Punkte ausführlich diskuliert werden. Abänderungsanträge werden gestellt und beraten. Es war daber notwendig, eine Unter kommision zu bilden, um verschiedene Fragen, über die man sich im Redaktionsausschuß nicht einigen konnte, vorzuberaten. Da die deutichen Unterhändler in Paris nicht anwesend sind, ist es begreiflich, daß bedeutsame Entscheidungen im Augenblick nicht getrossen werden können. Es verlautet jedoch, daß Owen Pouna. der Vorsitzende der Revarationskonserenz, einen neuen Vermittlungsverschleg gemacht habe, der sich auf die Gesamtlumme der deutschen Zahlungen und auf die Verteilung der deutschen Jahresleistungen beziehen soll. Einige Pariser Morgenblätter weisen auf die Möglichkeit hin, daß hierbei unter Amständen ein brauchhares Ergebnis erzielt werden könnte Jedenfalls mißt die Pariser Presse dem Vorschlag Owen Doungs recht große Bedeutung bei. Um die neue Anregung des Revarationskonserenz Vorsitzenden bat sich, wie es heißt, auch die Beprechung gedreht, die der Revarationsagent Parker Gilbert und der Reichsbankvrandent Schacht in Berlin Das Auslans urteilt! Nanches auf Granitauadern rubende Bauwerk mit wuchtiger Außensassade mag dem Auge des Laien als für die Ewiskeit gedaut erscheinen, während das fachmannische Auge des Architekten Risse und schadhafte Stellen entdeckt, die den Zusammenbruch des stolzen Gebändes über kurz oder lang bewirken werden. Einem olchen Gebäude m die„Versailler Kriess. schuldthese“ in ihrem heutigen Entwicklungsstadium zu vergleichen. Aeußerlich steht sie scheinbar unerschüttert da, die Regierungen der Ententestaaten halten an ihr fest und im Bewutztsein der von der Presse beeinflutzten öffentlichen Meinung seht immer noch der vor bald 10 Jahren gesällte Urteilsspruch„Deutschland ist der Schu dige am Kriege!" Das ist der äußere overflächliche Eindruck. Aber im Innern des stolzen von der Entente errichteten Kriegeschuldgebäudes da knistert es im Gebälk und bröckelt im Nauerwerk. Wer sich von dem Umfang überzeugen will, den dieser innere Zerfall bereits angenommen bat, der nehme das Buch „Das Ausland urteilt!"(Verlag Georg Stille, Berlin RW 7) zur Hand und sein Staunen wird von Seite zu Seite wach en, wenn er liest. welche nambafte ausländische Politiker. Gelehrten, Publisisten, Militärs sich bereits gegen das Dogma der„Versailler Kriegsschuldtbese" ausgesorochen haben. Das Buch enthält 75 solcher ausländischen Urteile, die von Alfred Wegerer. dem Leiter der„Zentralstelle für Ersorschung der Kriegzursachen" und Verfasler des im In= und Ausland viel beachteten Buches„Die Witerlegung der Versailler Kriegs. schuldtbeie“ mit größter Genauigkeit zusammengestellt worden sind. Die Urteise sind in deutscher, en=ischer und franzksicher##rache wiedergeneben, so dan der Verbreitung und Wir###keit des Buches im Ausland keine Grenzen gesetzt sind. Greisen wir nen aus der Fülle der Urteile einige Veispiele herars. Da schreibt der amerikanische Professor Sidnen B. Fay in seinem Standardwerk über die KriegeschuPfrage folgendes, von uns schon einwal mitgeteilte Verdi“: „Das Urteil des Versailler Vertrages, dah Dertschlard und seine Verbündeten eklein verantwortlich sind, müsse- wir sallen lassen. E war een dem Besiegten nem Sieger unter dem Einsluß der Rtiegepsochofe. der Verelendung, der Unwissenheit, des Hasses und der propagandistischen Wahnvorstellungen absesrebten Singekändio. Go gründete sich aus aubellkändige und nicht immer vernünftige Beweise. E. wird allgemein von den besten Historikern aller Länder anerkannt, daß es nicht mehr zu halten und en verteidigen sei.“— Der englische Professor Nasmond Beazlev urteilt: „Die deutsche Regierung ist von dem Vorwurf, den Krieg mit Vorbedacht angezettelt oder gewollt zu haben. reizusprechen.“ Auch Javaner kommen zu Wort, so z. B. Professor Minorn Maida: „Deutschland hat den Krieg nicht im geringsten gemoll!“ Enthalten die vorstehenden Urteile nur eine Zurückweisung der Behauptung der deutschen Schuld. so finden wir in dem Buch auch Aeußerungen, die den Sietz umdrehen und die Rriegsschuld nur auf der anderen Seite sehen. So schreibt der bekannte bistoriker der Sowjetrerublik Prosessor M. N. Pokrowiki: „Man(Rutzland) bereitete einen Angritiskrien gegen Oelterreich und Deutschland vor. den man moralisch demit rechtfertigte, daß Deutschland„angreifen wolle".“ oder der Norweger Hermann Harris Aall: „Der Krieg war von seiten der Ententemachte ein Croberungs= segar ein Vernichtungskrieg. von seiten der Zertralmächte ein Verteidigungsfrieg.“ Die wenigen angeführten Beisviele zeigen, welche Wirkung von dem Buch„Das Ausland urteilt!“ ausgehen wird, wenn es draußen in der Welt die ihm gebührende Verbreitung finder. Zu dieser Verbreitung muß jeder Deutsche das in seinen Kräften Stebende iun. Wer Freunde und Besannte im Ausland bat, sollte es ihnen zuschichen zur Weiterarbe an Vuständer, die dann erkennen werden. welche Risse das Krieas#chuld=ebäude beretts durchziehen. Wer aber einwal die B#älligkeit eines Banwerkes erkannt hat, verlätzt es meilt. bevor es zusammenbricht. Die letzte Feste kapitulier Die merikanische Regierung bietet Umnestie an Dougkas(Arizona), 2. Mai.(Telear.) Die 1500 Mann starke Belatzung von Agua Prieta, der lezten KerbertCodebrechts Sendung jahrsage mache Wiederseben. Wol Von Georg Jultus Petersen (Radornt nerboten) (3. Fortietzung.) Die erne Aufforderung wurde ausgeschlagen, die sweite befolgt; der Kavellmeister hörte gelvannt zu. „Und Du bist ganz sicher, daß die Tochter dieses Althändlers und Hehlers dieselbe war, mit der Du am beiligen Abend zusammen warst,“ äußerte er endlich „Ganz sicher. „Und Du hast die Polizei nicht davon verständigt?" „Nein. Zudem fehlt mir jeder Beweis, daß das junge Madchen eine Taschendiebin ist.“ „er läßt sich erbringen. Leute dieses Schlages stehlen nicht zum ersten Male, sie sind der Polizei bekannt, and wenn Du Uhr und Pelz auch eingebüßt hast und nie wiederbekommst, ist es nicht Pflicht, seine Mitmenschen vor ahnlichen Verlusten zu schützen, indem man die Diebe beim Kragen saßt"... Hier wäre Schweigen Unmoral.“ „Das habe ich mir auch schon mehr als einmal gelagt. Und ich denke auch nicht daran, mit gekreuzten Armen zuzusehen.“ „Wie ist das zu verstehen?" „Daß ich die Tochter des Althandlers zum Reden bringen will.“ Bindewald verzog wortisch die Lippen. Herbert sah en„Die ist keine abgeseimte Diedin.“ setzte er erregt hinzu.„Wie sie mich durch die Portiere ansah, das hat mich bewegt: ich möchte glauben, daß hier irgend eiwas nicht stimmt.“ „Ach. Herbert. Dein gutes pel. und Deine nicht unbedeutende Phantasie führen Dich wal wieder auf den falschen Weg. Du witterst wohl gar ein Geheimnis.“ „So etwas Aehnliches vielleicht“ „Und wenn Du es enthüllt hast— was dann?“ Herhert zuchte die Achieln.„Erlaubs: Du, daß ich Nuth von dieser Geschichte erzahle?" fragte Bindewald nach kurzem Ueberlegen „Gewiß. Und wenn Du durchblicken lassen wolltest. daß die Teilnahme mr die Tochler des Althandlers nichte mtt dem gemein habe, was ich...“ Herdert wurde olon lich rot und jad vor sich hin. Was?" fragte nach einem Abwarten der Navellmeister. Statt eine Antwort zu geben, erhob Herbert sich fost ungestüm.„Grüße Deine Eltern und Ruth von mit." lgae er, ohne den anderen dahei anzusehen.„Am Neumuce ich ihnen den üblichen Besuch. Auf Wiederseben, Wolter“ Bindewald hatte den Scheidenden dis an die Haustür gebracht, nun sah er ihm so lange nach. bis ihn der wirbelnde Schnee unsichtbar mante. Koofschuttelnd ging der junge Kavellmeister wieder nach oben; er wohnte bei fremden Leuten, seine Mutzer konnte das ewige Klaviersvielen nicht vertragen Viertes Kavite! In der Gildengasse lieferten die Kinder sich eine Schneedallschlacht. Das war ein Gekreische und eine Gelärme, daß die Erwachlenen stehen blieben und der Schuno, ein langer, junge: Mensch, zu überlegen schien, ob dies Treiben sich wohl mit der Straßenordnung in Uebereinstimmung bringen lasse; ein mildes Gefühl in ihm slegte, denn er setzte leine Runde fort, bis ein Klirren und Solittern ihn ausschreckte. Er drebte sich ans dem Adlar herum, im elden Augenblicke sab er die gesamte Jugend nach allen Richtungen davonfliegen. Im Umieben war die Straße von Kampflustigen gesäubert. Der Schuvo machte kehrt. Da lagen die Zeugen eines verfehlten Wurtes, und da stürzte auch schon zeternd der alte Händler vor seine Tür. Die Straßenlaterne warf. ihr volles Licht auf das von Wut verzerrte Gesicht. Ein Hagel von Schimpfworten ergoß sich über die getlohene, aber in ihren Verstecken(den Hauseingängen) lauschende und kichernde Straßenjugend und schreckte selbst vor der heiligen Ordnung, die sich in dem, lein Notizduch zückenden. Schuvo verkörverte, nicht zurück „Nun man sachte" begürigte dieser den Erbosten. „Wir werden den Tatbestand deinnen aufnehmen,“ letzte er hinzu, als sich ein Kreis von Neugierigen zu bilden begann. In dem kalten, unireundlichen Laden nanin er dann den„Tatbeitand“ auf, dabei ergab sich, daß die Ladenscheibe nicht verschert war. Wozu laufen Sie denn eigentlich herum?“ kreischt. der Althandler in neuentfachter Wut.„Warum verdieten Sie der Bande nicht das Schneeballwersen?— Ich werde mich an Sie halten, für die Ladenscheibe kommen Sie mir auf.“ „Reinen Sie, ich kann jedem Jungen, der mit Schneehallen wirkt. nochlauten?" erwiderte der junge Beamte. Ehenso zui könnte ich Sie fragen, weshalb Sie Ihre Ladenscheibe nicht versichert haben" „Das gehr Sie nichts an.“ Aber vielleicht geht es mich eiwos an. wenn 2 abends nicht punktlich schließen. Wenn Sie Gewicht darauf legen, daß ich in Zukunft ein aufmerksames Auge auf Ihren Laden werse, dann soll es gern geschehen: darauf verlassen Sie sich. Diese Sprache machte Eindruck. „Thea!“ rief der Handler noch kurzem Schweigen. Die Portiere in Hintergrunde teilte sich, die Geruten: wirde sichtbgr, nawme sich aber nim 0 „Weshalb bint Du nicht im Laden geblieben, so lauge die Bengels da draußen mit Schneehällen warsen?— Artmerne!“ „Es war hier so kalt. Vater.“ Kalt— du wirt jer: das ganze Fenster ausraumen, und über Nacht wirkt Du Wache halien. Meinetwegen schlag' Dir hier ein Bett auf. aber gnade Dir, venn morgen früh etwas gestohlen ist.“ Er richtere seine wimverlosen geroteten Augen seindig, fon gekaing auf den Beamten, der unschlüsstg ichen Beiehl mit angehör: hatte. Ich werde meinen Kameraden, der heute nacht Straßendienst hat. sagen, daß er hier jedesmal klovit, wenn er vorbeigeht,“ sagte der junge Mann. „Das lassen Sie nur sein,“ bemerkte der Althändler rasch. „Strafe muz sein.“ 3Tgernd und mit einem mitleidigen Blick auf das tunge Mädchen entsernte sich der Schuvo. Die Ausgescholtene machte sich daran, das auszuräumen. Zweimal rinte ste sich die ausgearbeitete. aber auffallend schön geformte Hand an den Glasschei. ben, die bis in den Laden geflogen waren „Na. Fräulein. bei Ihnen hat's wohl geblitzt und gedonnert.“ ließ sich olötzlich von drauben eine Stimme vernehmen. „Ja Herr Schumann." „Stöten Sie meine Tochter nicht bei der Arbeit." rief der Handler der sofort aus dem Nebenraum, wohin er sich zurückgezogen hatte. in den Laden eilte. „Stören?— Ich störe sie ja gar nicht. Aber gut daß Sie da sind. Roberts, ich kann Ihnen einen billigen Glaser emrfehlen" Damit kam Schumann die Steintrevve herauf und betrat den Laden. „Billig?“ fragte der Alte mit einem argwöhnischen Blick.„Wo wohnt er denn?“ *„ Z i e m l i c h w e i t v o n h i e r. I c h h e b e a b e r m o r g e n i n der Gegend zu tun und bin gern bereit, die Bestellung auszurichten.“ „Das lassen Sie nur, dabei kommt nichts beraus.“ Schumann lachte gemütlich auf.„Ach lo. Sie meinen, ich kriege Prozente. Rann ja auch sein, daß der Sloier mir eine Mark in die Hand drücken würde." „Sehen Sie wohl...!“ Dann nich:!“ Demit machte der aställige Schumann langsam kehrt. „Und Sie wollen mir nicht sagen, wie der Gloser heißt und wo er wohnt?“ Na, wei! Sie es sind, sollen Sie's wissen" Schumann nannte allo Namen und Wohnung eines Glasers, den er fluchtig kannte, von dem er aber durch aus nicht wuzte, oo er billig arbeitete, und entsernte sich. Auf der odersten Steinstuse blieb er horchend stohen, und da borte er durch die zerschlagene Scheibe dn J#ndter ganz deutsich lagen: „Gleich morgen früh gebst Du bin und bestellst der Claier. Thea.“ a. Vater,“ antwort##e das junge Mädchen demütig * Schumann nickto befriedigt vor sich bin. Was sein Aufmerbamkeit in den letzten Tagen nicht zuwege de bracht datte, war durch die Straßentugend bewerktellig worden. Thea hatte sich eine Schlafstatt im Laden hergerichte. und sich gegen elf Uhr unausgekleidet hingelegt. In Nebenzimmer, hinter der Portiere, brannte noch Licht Mitunter wurde ein leiser, schlursender Schritt laut durch einen schmalen Svalt der Lider sah das Madchen das sich schlasend stellte, einen Aoof zwischen den Vor häugen auftauchen, hörte dann wieder einen schleichende Schritt und bald darauf ein bedeutungsvolles Knistern der Vater wühlte in seinem Geld. Er besatz eine ganz Kasseite voll davon sogar rundes, gepragtes Gold wa dabe. er besaß auch blitende Edelsteine: sie datte er einmal, alo der Vater sich unbeobachtet wahnie— mit ten in der Nacht— gesehen. Heute dauerte das Geldzählen und das Auskoften deBesines bis gegen ein Uhr. * Der Schuno, der die Nachtwache hatte, hatte na wenigen Minuten an die Scheibe geklooft, scheinde schlaitrunken hatte Thea geantwortet, da wurde an de Ladentür gerüttelt. Es dauerte geraume Zeit, bis Ro berts erschten. Er schloß auf. zwei Gestalten folgten ihn schattengleich durch den Laden und verschwanden binte der Portiere: Thea fühlte ihr Herz klovfen. „Die Ladenscheibe ist ja entzwei,“ sagte eine Stimme die se nur allzugut kannte,„ich getraute mich gar nich verein. sondern wariete, dis der Schuvo vorbei war.“ „Nicht so laut. Thea schläft nedenan.“ „Thea?— Im kalten Laden?— Bist Du verrscht! „Schweig!— Sage mir was Dein Begleiter will. Die Stimmen senkten sich zu einem Blüstern heral aver so niel konnte Thea doch beraushören, daß es si# handelte. Um schmutzige, strafwürdige Ge k.„ erhob sich ganz vorsichtig von ihrem Lage und schlünfte geräuschlos bis an die Portiere. und nu gewahrte sie außer dem Vater und dem Mann. den veradscheute, und dessen seltlamem Einfluß sie sich nich entzieden konnte. so bald ste im Bann leiner Auser nand. einen Fremden. der mit großer Eleganz gekleide war. Sie prägte sich sein Eslicht ganz fest ein, als si# dorte, daß er— außer anderer Wertgegenständen. Bril lanten. Uhren und so weiter— auch um einen Pei setlichte. Es war der Pelz des jungen Herrn. den## am beiligen Abend kennen gelernt. und dem sie selbst di geldene Uhr aus der Tasche gesogen datte; für Sekunder füblze sie den Fußboden unter sich wanken (Postievung folgt.) * — hat sich heute den Bundestrupven ergeben. Die mexikanische Bundesregierung nat General Caraveo, dem Führer des letzten bedeutenden Aufhandischenkorns in Mexiko, Amnestie angeboten Sachlicher Uotenwechsel zwischen China und Japan X Ranking, 2. Mai.(Telegr.) Das Ministerium des Nleußern hat den Wortlaut zweier Noten veröffentlicht die am Samstag zwischen dem javanischen Gesandten und dem chinestschen Minister des Aeußern gewechselt wurden. Die tapanische Note besagt, nuch Ansicht Javans bleibe der Handels= und Schiffabrtsvertrag von 1896 in Kraft, bis ein neuer Vertrag abgeschlossen sei. Wenn die nationalistische Regierung aufrichtig einen neuen Vertrag in demselben freundschaftlichen Geiste abzuschließen wünsche, in dem der alte abgeschlossen wurde, dann sei Javan hierzu bereit... Die chinesische Antwort besagt, die nationalistische Regierung habe den japanischen Standpunkt zur Kenntnis genommen. Sie sei bereit, in sehr kurzer Zeit Verhandlungen wegen der Revision auf. zunehmen. die auf der Grundlage der Sleichheit, der Gegenseitigkeit und der beiderseitigen Achtung vor Souveränitätsrechten beruben mußten 14=Stunden=Fahrt Wiener Reise des„Graf Jeppelin“. Schwieriger Aufst eg. Friedrichshafen, 2 Moi.(Teleer.) währand der ersten Nach stunden starke R.gengüsse üb.: dem Todenseegebiet niedergegangen waren, klärte sich das Wetter in den frühen Morgenstunden zusehends auf. Da zugleich Windstille eingetreten war, enisch oß sich die Schiffsleitung dazu, die Fahrt nich Oesterreich zu unternehmen. Die 25 Passagiere, unter denen sich auch der Chekkonstrukteur des Luftschiffbaues, Dr. Dürr, befand, gingen um 4.30 Uhr an Bord. Im Luftschiff befinden sich einschließlich der Besatzung 75 Peronen. Um 3.05 Uhr wurde das Luftschiff nach einer kleinen Verzögexung durch das Ost.or der Halle auf das tannasse Gelände gebracht. Während die ersten Strablen der auf ehenden oune die Bugsvitze trafen, wurde der offensichtlich etemlich schwere Schiffsrumpf noch einmal kurz ausge: wogen. Unmittelbar darauf wurden gleichzeitig mit dem Hochwersen des Schifbes einzelne Mooren angeworen, anscheinend um den Sch.ffskörper rascher hoch zu bringen. Die Belastung schien aber immer noch zu groß zu sein. denn erst nah Enleerung meh nerer Wasserhallastjache ging das Schiff allmähl'ch in die Höbe. Zunoch: datte er den Anschein, als ob es nicht gelingen w#rde über die bart am Ostrund des Geländes stebenden Hausergrunden hirwegzukommen, da der rückwartize Teil des Schiffes sich nur lang'em von Boen abliste. Schlieblich glitt aber„Graf Zeppelin“ doch noch glücklich über das Zevoelindor hinweg und entfernte sich in langsamer Fahrt mit Istlch·m Kurg. Bei diesem unter Liemlich scwierigen Verhältnissen vollzogenen Austeg machten sich die Nachteile des kleinen und deschränkten Geländes sehr fühlbar Bezeisterter Empfang in Oesterreich. Wien, 2. Mai.(Telegr.) Zehn#cusinde Radioabonnenten wurden heute in frü er Morgerstunde durch die Nachricht geweckt, daß„Graf Zepp lin“ seinen Sonderslug nach Oesterreich enzetreten dabe. Trotz des trüßen Wetters mit leichtem Neoen sommelie sich al bald auf. Höhen im Wiener Wa'd, auf allen Plazen, in Straßen und auf den Dächern der Häuser die Ber, rung Wiens, um den Anblick dee stolgin deu schen es nicht zu versäumen. Das österreichische Großlugzeu A 20 mit den Beamten der Nivag an Bord hatte weitlich St. Pölten den„Graf Ztpo lin“ im Nebel veraßt, drebte aber bald um und michte alle Anstrengungen. um dag mit ungeb urr G'chw####gkeit fliegende Luftschiff nom vor Wien einzubolen Um 9.15 Uhr erschten Grai Jeppelin“ tänes der Wstfahnstr ce on der Grenz= Wiens, überflon denn in etwa 300 bis 400 Neter Hobe den wistlichen Stadtreil. um in grod#m Bogen von Novden berübe kommend den Stephensdom enuusteuern. Wahrend das Lrfschff sich not über der Stadt, lanesam nach Süden wenden auf###elt, vin das Flugzeue* 20 an und gan dem„Gr-f Zppeli=“ der aus seinem Fluge über Wien m#i Heilrufen und Tüchschwenken beeeistert begrüßt wurde, das Geleite auf einer Weiterfahrt. Beim ersten Uebersliegen von Wien nahm„Graf Zeppelin“ seinen Kurs auch unmittelbar über die zu seinen Ehren geflaggie deurche Gesandtschaft, von deren Balkon Graf Lerchenfeld das Luftschf gruse. Ein Vertreter der Ravag richtete durch Funksoruch an Dr. Eckener, die Besatzung und die Passe giere, insbesondere auch an den im Lufschiff befindlchen Vertreter der ötterreichischen Regierung. Muster Dr. Schürff, herzliche Begrüßungswort:. Ferner übermittelte er die Grüße des Landeshauo minns von Steiermark, Dr. Rintelen, und des Graser Bürverme sters sowie des österreichischen Flugtechnischen Vereins und des österreichischen Aeroklubs. Im Nemen der Ravag erklärte der Sprecher, daß die Oesterreicher nicht nur dem Riesenwerk deutscher Technik und Schaffenskraft zuiubeln, sondern auch stols auf dieses Werk sind, an welchem sie das Sinnbild einer gemernsamen deu schen Zukunft erblicken. Bei dem Fluge über Wien heute morgen wurden drei mit rot=weih=roten Schlei'en versehene Postsäcke abgeworfen. die non der Polizei ausorsammelt und dem Postamt übergeben wurden. In einer bei der Uebemrazung sehr schwer verständlichen Ansprache von Bord des„Graf Zeppelin“ an die österreichischen Nen funkteilnehmer sagte Dr. Eckener: Sehr verrhrte Hörer und Hör rinnen! Es ist mir eine aufrichtige Freude, daß es mir bei dem zweiten Besuch des„Graf Zeppelin“ möglich ist zu Ihnen zu sprechen. Es war auch bei mein m ersten Besuch nicht meine Absicht, zu so ungünstiger Z kt nach Wien zu kommen und jetzt bei dem schlechten Wetter. Aber Sie wissen ja selbst, daß der beutige Stand der Technk leider noch nicht die Mittel gefunden hat, das Werter nach einem Belieben zu machen. Wir haben vor einigen Stunden die Sterreichische Srenze übersorn. Aber ich glaube, keiner von uns hatte die Emp##ndung, daß wir üder fremdes Land fliegn. Wir sprchn ja die gleiche Sorache, haben die gleche Kultur, lauschen der gleichen Musik und haben die gleichen Hoffnungen und Wünsche, über die ich hier nicht näber zu sorechen brarche. Wir haben auf unserer Fahrt Ihr schönes Land gesehen, sind an der ganzen Alvenkette entleng, vom Bodensee bis Wien und weiter dis Graz geflogen, und haben entzückt die Pracht Idrer Beree geschrut und freuen uns über das schöne Wien zu kommen. und es wü de auch uns eine Genugtuung sein, zu erfahren, daß Sie sich freuen, uns wiederzusehen Salzburg, 2. Mai.(Telegr.) Um 15,10 Uhr signalisierten Kanonenschusse von der Feste Hobensalzburg die Ankunft des Luftschifses„Graf Zevvelin", der um 15.15 Uhr bei hellem Songenschein das Zentrum der Stadt und die Festung überflog Auf den ersten Kanonenschuß hin hatten sich aus den Plätzen der Stadt immer dichtere Menschenmassen angesammelt, die das Luftschiff mit Hoch= und Hurrarufen und mit Tücherschwerrken begrüßten.„Graf Zeppelin“ beschrieb in langsamer. niedriger Fahrt einen Halbkreis über der Stadt. Von der.eitung dröhnten, solange das Luftschiff über der Stadt fuhr, Salutschüsse. Friedrichshafen, 2. Mai.(Telegr.) Nach beinahe 14stündiger Fahrt ist das Luftschiff„Graf Zeopelin" heute abend um 6,50 Uhr ans dem Werftgelände wieder glatt gelandet. bilden. Für die Anlage der Halle dat man sich für einen Platz in der Nähe des Bahnhofes Bonntor entschieden. Die Gesamtkosten der Markthalle werden mit etwa 12 Millionen Mark angegeben. Die Halle wird 150 Meter breit und 100 Meter lang. Sie wird den neuesten Erfahrungen entsprechend ausgenattet werden. Sie wird mit einer großen Anzahl von Ladebuhnen versehen, um die Guter direkt aus den Eisenbahnwaggons in die Halle zu befördern. dierzu wird ein umfang. reicher Ausbau der bereits zum Teil bestehenden Gleisanlage erforderlich werden. Schweres Autounglück bei Jülich eh Julich, 2. Mai. Der Kaufmann Evenschor besand sich mit seinem Sohne und dessen Freund auf einer Autofahrt nach dem Orte Mersch. In voller Fahrt vlaute ein Reisen und der Wagen geriet ins Schleudern. Evenschor, der das Auto steuerte, verlor die Gewalt über den Wagen und fuhr mit aller Wucht gegen einen Baum. Alle drei Insassen wurden aus dem Wagen geschleudert. Der Sohn des Besitzers war sofort tot. Sein Freund erlitt einen dopvelten Schädelbruch und dürfte kaum mit dem Leben davonkommen. Der Kaufmann selbst kam mit leichteren Verletzungen danon. Autostraße Bonn=Köln=Düsseldorf Bonn, 2. Mai. Ueber die geplante Autostraße Bonn— Köln—Düsseldors, die wäter nach dem Industriegebiet weitergeführt werden soll, erfahren wir, daß das Landesbauamt Bonn damit rechnet, daß die Arbeiten im Auguft für die Straße in Angriff genommen werden können. Der Beginn der Arbeiten ist abhängig von dem Fortschritt des Grunderwerbs. Bevor der Grunderwerb auf der ganzen Strecke nicht restlos getätigt ist, soll auch nicht mit den Arbeiten begonnen werden. Wenn das Landesbauamt auch das Recht der Enteignung erhalten hat. so ist man doch bestrebt, mit den Grundstückseigentümern auf friedlichem Wege einig zu werden. Auf der Strecke Bonn—Köln mussen mehrere hundert Parzellen erworden werden. Für die Strecke Köln—Düsseldorf sind vorerst nur die Mittel zum Grunderwerb bereitgestellt worden. Die Vorbereitungen werden auf das sorgfältigste getrofsen, da es sich bei dem Straßenbau um ein Projekt von über 10 Millionen Mk. handelt. Man hofft, die Kraftwagenstraße in zwei Jahren, also Ende 1931 oder Anfang 1932. fertigzustellen. 60 Jahre wirkte er in rastloser Seelsorssardeit in unserer Stadt, zuerst als Kaplan und später 1887 a's Pfarter an Sr. Lambertus. Der ehrwürdige Priestergreis baute die Lambertuskirche, schuf bezw erweiterte das große Rochus=Hospital und das katholische Gesellenhaus und pfarrte siehen Filialzemeinden aus. Im vergangenen Jahre wurde dem bei allen Burgern der Stadt ohne Unterschied der Konfeslion beliebten Seellorger von# Stadt das Ehrenbürgerrecht verlieben. K. i. v. Nachener Heiligtumsfabrt 1330. “ A a c h e n. 2 M a i. M i t R ü c k s i c h t d a r a u f, d a ß i n d e r Kriegs= und Nachkriegszeit der siedenjährige Turnus der Aachener Heiligtumsfahrt unterbrochen werden mußte hat das Aachener Stiftskavitel beschlossen, im Jahre 1930 eine Heiligtumsfahrt zu veranstalten. Im Jahre 1930 ist nam dem alten Turnus eine Hiligtumsfahrt fällig Grundsteinlegung für einen Paou=Geschenk=Altar. “ R o m, 2. M a i. I n d e r K i r c h e v o n C a r l o a l C o r s o wurde am Dienstag der Grundstein zu dem von# Katholiken der ganzen Welt dem Parst zu seinem n den 72 läum zum Geschenk gemachten Marmoraltar gelegt. Zeremonie wurde vom Kardinal Locatelli vorgenommen. In dieser Rirche hat Pius XI. im Jahre 1879 als junger Priester seine erste Messe gelesen. Aus Westfalen und Rheinland MunktionsgräberinRheinland Alle Restbestände sollen vernichtet werden er Kohlenz, 2. Mai. Aehnlich wie auf der Wahner Horde bei Köln Blaukreuzbestände vorhanden sind, sind in Mülheim bei Koblens seit 1919 deutsche Granaten, Fliegerbomben ulw. vergraben. Bei einer dieser Tage vorgenommenen Besichtigung durch Vertreter der Reichsbehörden ist die Notwendigkeit erkannt worden, diese gefährliche Munition sobald wie möglich zu vernichten. Ein weiteres Munitionsgrab befindet sich bei Monlingen an der Nabe. Dort liegen vornehmlich Glasslaschen mit Arsensäure und russische Handgranaten vergraben. Auch diese Munitionsbestände lollen vernichtet werden. Paratuphus auch in Barmen ch Barmen, 2. Mai. Nach einer Mitteilung der erwaltung Elberfeld, monach in letzter Zeit in Elberfeld gebeimnisvolle Darmerkrankungen aufgetreten sind, deren Entstehungsursache bisher nicht aufgeklärt werden konnte, wurde heute ausdrücklich erklärt, daß Unterleibstophus in Elberfeld nicht festgestellt wurde. Trotz dieser Mitteilung scheint aber heute kein Zweisel mehr darüber zu bestehen, daß es sich in Elberfeld um Paratovhus handelt. Aehnliche Erkrankungen sind in Barmen beobachtet worden. Es handelt sich hier um etwa zehn Fälle, die offen als Unterleibstyphus bezeichnet werden. Die Krankheit nimmt einen gutartigen Verlauf. Es liegt deshalb zur Beunrubigung kein Anlaß vor. Wie in Elberfeld, so hat auch hier die Entstehungsursache noch nicht gefunden werden können. Wie weiter bekannt wird, sind in Elberfeld insgesamt fünseig Personen erkrankt, von denen bisher eine gestorben ist. Ein groges Markthallenprojekt für Köln er Köln, 2. Mai. Das Projekt der Errichtung einer groben Markthalle für Köln, das bereits seit Kriegsende sehr dringend wurde, aber aus mancherlei Gründen bisber aufgeschoben werden mußte, dürfte nunmehr in Kürze Gegenstand von Beratungen im Stadtrat 10jähriges Jubiläum des Verbandes der Kreiskommunal= beamten der Provinz Westsalen. * Bad Salzuslen, 2. Mai. Der Verband der Kreiskommunalbeamten in der Provinz Westfalen hielt bier seine Jahreshauotversammlung ab, die im Zeichen einer Jubiläumstagung stand. Vor 10 Jahren wurde der Verband in Münster gegründet. Die Tagung wurde vom Verbandsvorsitzenden Hölterhoff=Bochum eröffnet. Zur Feier des 10jährigen Bestehens sprach Bureaudirektor Weber=Recklingbausen. Er gedachte in warmen Worten der Begründer. Rich dem Geschäftsbericht gehören dem Provinzialverband jetzt 31 Kreisgruppen an. Zum Verbandspräsidenten wurde Direktor Hölterhoff=Bochum wiedergewählt und als Schatzmeister Kreisrentmeister Skaruoke=Bochum. Die nächste Hauptversammlung findet in Lippstadt statt. * Dortmund, 2. Mai. Auf dem Königswall ereignete sich heute ein schwerer Verkehrsunfall. Dort geriet der Personenkraftwagen IX 415 23 durch Funkensorung des Motors in den Benzintank in Brand und im Ru stand das Automobil in hellen Flammen. Von der Polizei wurde die Feuerwehr alarmiert, die sofort mit zwei Löschzügen heranrückte und den Brand in kurzer Zeit löschte. Der Chaufseur des Wagens trug aber so schwere Brandwunden davon, daß er den Städtischen Krankenanstalten zugeführt werden mußte. Der Wagen wurde fast vollständig zerstört und mußte abgeschleopt werden 4 Essen. 2. Mai. Im Kleinbau 1 der Firma Krupp ist infolge Rückganges der Aufträge eine Betriebeeinschränkung notwendig geworden. Die Firma hat vorsorglich einen Antrag auf teilweise Stillegung gestellt. wodurch bis zu 100 Mann der Belegschaft von der Entlassung betroffen werden können. h Hattingen, 2. Mii. Der Haushaltsolan der Stadt Hätlingen für 1929 der soeben aufgest=llt wordn ist schließt in Einnahmen und Ausgaben mit 2292 500 Mark ab. Der durch Steuern zu deckende Fehlbeirag stellt sich auf 481971 Mark. Er soll durch 240 Prozent Grundvermogenesteuer, 680 Proz mi G we beerer##gsteuer(Filialsteuer), 575 Prozent Gewerbee####gesteuer, 2280 Prozent Gewerb=lohnsummensteuer(Filialsteuer) und 1000 Prozent Gewerbelohnsummenstuer gedeckt werden h Kreseld, 2. Mai. Heute früh gegen 2 Uhr bemerkten Straßenvassanten, wie aus dem Dachrudl des Hauses St.=Antonstraße 225 starke Nauchwolken drangen. Nach längerem Klovfen konnte der Hausb sitzr gewickt werden. Als dieser den Brand, der in seinem Zimmer ausgebrochen war, ersticken wollte, erlitt er so ch vere Brandwunden, daß er dem Krankenbaus zugeführt werden mußte. Die herbeigeeilte Feuerwehr konnte ein weiteres Umsichgreisen des Feuers verbindern. Das Dachzeschoß des Hauses brannte vollständig aus. Des Fruer war weithin sichtbar, denn die Flommen schlugen haushoch. Die Brandursache ist noch unbekannt. Vermischtes Giftmörderin! Arsenik in die Milch geschüttet. Berlin, 2. Mai.(Telegr.) Die 50jährig Hofbesitzerin Frau Anna Lu tenberger aus Schwab münchen wurde unter dem dringenden Verdacht, eine gane Reihe von Gistmorden und Mordversuchen begangen zu haben, in das Augsburger Untersuchungsgefängnis eingeliefert. Vor einiger Zeit starb ihr Vater und acht Wochen später ihre Mutter, ohne daß sie vorder krank gewesen waren. Durch den Tod ihrer Eltern kamen Frau Lutzenberger und ihre vier minderjährigen Kinder in den Alleinbesitz eines Gutes und eines Barvermögene von 25000 Mark, über das nach kurzem der Konkureröffnet wurde. Zu Ostern starben vlötlich elle vier Kinder der Lutzenberger angeblich an einer Darmkrankheit, warauf sie selbst einen Selbstmordversuch unternahn. Da ste fürchtete, dah bei einem zezen sie schwebenden Entmündigungsverfahren der Stadtobersekretär Schrott, bei dem sie kleine Hausarbeiten verrichtete, zum Kurator bestellt werden wurde, versuchte sie. diesen und seine aus vier Personen bestehende Familie zu vergisten, indem sie ihnen Arsenik in die Milch schüttete. * Abberufung des Polizeipräsidenten von Ovveln. + Berlin, 2. Mai. Die preuß. Staatsregierung bat den Polizeipräsidenten von Ovpeln, Mai. von leinem Posten abberufen und mit Wirkung vom 2. Mai 1929 in den einstweiligen Rubestand versetzt. Die beiden leitenden Polizeioffiziere der Ovvelner Schutzvolizei sind mit sofortiger Wirkung versetzt worden. Wirbelstürme in Amerika 2 Neuvork. 2. Mai.(Telegr.) In dem Städichen Wheatley im Staate Arkansas richtete ein Tornado große Verheerungen an. Sieben der Einwohner wurden getötet und mehr als 20 verletzt. Auch im Fort Smith erlitten infolge des Tornados einige Personen Verletzungen. Aus dem Staate Georgia werden gleichfalls mehrere Wirbelstürme gemeldet. Hier wurden drei Neger getötet und zahlreiche Personen verletzt. * Explosion auf einem Tanksampfer X Fort Muers(Florida), 2. Mai.(Telegr.) An Bord eines Tankdamfers explodierten erwa 30000 Liter Benzin. Von der Besatzung des Dampfers wurde ein Mann getötet, während andere mehr oder minder schwere Verletzungen erlitten. Einer der Verletzten wurde durch die Explosion etwa 50 Meter doch in die Luft geschieudert und stürzte ins Meer. konnte sich jedoch, obgleich er beide Augen verloren hatte, schwimmend so lange über Wasser halten, bis er gerettet wurde. 8 Boxen Kirchliche Nachrichten Ehrendechant Newelob gestorben. * C a s t r o n= R a u z e l, 2. M a i. G e i s t l i c h e r R a t u n d E h r e n dechant Franz Keweloh ist gestern morgen nach längerem Stechtum entschlafen. Der Verewigte wurde zu Westönnen 1841 geboren und emofing 1967 in Paderborn durch den Bekennerbischof Konrad Martin die hl. Priesterweihe. Baymann nach Punkten geschlagen Eine große Enttänschung. Vor fast ausverkauftem Hause sand Donnerotag abend in London die Begegnung des englischen Meisterz im Schwergewicht. Vbil. Scott, mit dem deutichen Meister Hanmann statt. Phil. Scott konnte gleich die ersten 10 Runden des über 15 Runden gebenden Kampfer für sich buchen. Hanmann kontte lediglich in der 5., 7. und 11. Runde einigermaßen gefallen. Trotzdem Haymann die Hoffnungen die man auf ihn gesetzt batte nicht erfüllie. wurde er vom Publikum stürmisch gefeiert. Der doh# Punktsieg Phil Scotts war wirklich verdient. 5 Manbei= WrmErDF 4 Industrte Börsenberichte Berliner Börse. Schwächer. Mai.(Telegr.) Die Berliner Börse eröffnete in besenigter Haliung auf angeplich bessere Aussimten in Paris. Auch lagen Auslondsauftrage vor Geschäft, Bessere Nachfrage erhielt sich für Burbach Kali namentlich für die alten, die 1 Prozent gewannen. Leicht bejestigt eröffnete der Terminmarkt. KaliIndustrie eröffneten 1 Prozent, fester, gingen im Verlauf 1 Berlin, 2. in beie Nach den ersten Kursen trat ein allgemeiner Rückgang ein, der sich auch im Verlauf noch fortsetzig, und zwar auf salechten Reichsbankausweis hin. Im allgemeinen war sarlechten Reichsbankausweis hin. Im allgemeinen das Geschäft sehr ruhig und beschrankte sich auf wenige Werte. Bis zum Schluß der Börse trat eine nennenswerte Aenderung nicht ein. Die Nachhörse verkehrte in weiter abgeschmäcter Haltung. Deutto.,-#lethen lagen karker befestigt. Ausländer eber abgeschwächt. Devisen bei kleinem Geschöf: kaum verandert. Am Geldmarkt hörte man für Tagesgeld 8½; 100. F. für Monatsgeld Sy—92.3., Der Privatdiskont bleibt unverändert mit für beide Essener Termin= und Rugenbörse. Eisen, 2. Mai. Die Börte zeigte gegen gestern keine nennenewerte Veränderung. Das Geschäft war erwas rudiger. Von Auhlenkuxen wurden Diergardt ver##naft eu lotzten Pretien aus dem Markt genommen. Die übrigen Werte blieben gehalten. Von Kohlenaktion wurden Lothringen weiter in größeren Beträgen von lereetter Seie vlus 1 Prosent ausgenommen. Niederheinische und Dahlbusch lagen unverandert. Am Markt für Prannkohlegwerte busten Pruchorf, Nieileden bei vereinzeltem Umsatz 250 Mk ein. Am R.911734.11 erdielt sich Ineresse für die Werte des Nichersieoegschnachten Kursen, Sehr v,(6gev., Beie Celähzst blus Warenmärkte Berliner Produktenbörse. Berlin, 2. Mai.(Telegr.) Die Lendenz der Produkten= bötse war ab prolgetreide geschwücht. Das Angevor von Inlandsbleib: weiter ren: klein. Die Breise für Roggen und Weizen gaben nach. Mehl war gut gefragt. Haser aber abgeschwämt. Gerste ohne Geschäft. Es wurden notiert: Weizen, märk., 225—227. Roggen, mark.. 20 Furtergerste 192—202. Haser, märk.. 200—206, Mais—. Weizenmehl 25.25—29.50. Roggenmehl 27.00—28.60. Weizenkleie 14.30. Roggenkleie, 14.10—14.30, Bikioriaerben 43—50. kleine Speiseerbsen 28—34. Jutiererbsen 21—29. Puluschken 25—26.30. Acerbohnen 22—24. Wicken 28—30. blaue Lupinen 16.50—17.50. gelbe Luvinen 22 bis 24. Seradella, neuc. 56—62, Rapskuchen 19.00—19.20. Leinkuchen 21.80—22.00. Trockenschn vel 19.40—13.60. Seigchrot 20 40—21.20. Kartoffelflocken 16.00—18.40 RM Getreide 1000 Klg., Mehl und Futtermittel 100 Klg. Hamburger Warenmärkte. Hamburg.? Mai.(Telegr.) Auf dem. Kaffer.= markt lagen die Pranloffecton im Preise unverändert, teilweise bis um s d höher. Am hiesigen Termiumark Shi i esc ruhigen Bahnen.— Auf dem Reismarkt entwickelte sich reguläres Inlandsgeschäft. Auch das Exvortgeschäft nahm ruhigen Verlauf. Die Preise haben eine wesentliche Aenderung nicht erfahren.— Auf dem oülsenfruchtmarkt hält sich das Geschäft in engen Grenzen. Die Preise hielten letzten Stand.— Auf dem Gewürzmarkt war die Tendenz stetig. Bei kleinem Bedarfsgeschäft blieben die vvorderungen unverander:. Kümmel weiter fest und notterte 25 fl. die 50 Klg. loko transito.— Auf dem Schmalzmarkt war die Tendenz ruhig. Es wurden notiert: Amerilanisches Steam Lard 29.00 Dollar. Raffiniertes Schmalz verschiedener Marken in Tierces 30.25—30 7n Dollar Firkins zu 50 Klg. 05 Dollar. in Eimern zu je 12.5 Klg 1.5 Dollar teurer als in Tierces). Hamburgex Schmalz in Drittelkonnen. Marke Kreuz, 34.25 Dollar die 100 Kla. netto verzollt.— Auf dem Getrei de markt verlief das Geschäft ruhig. Leinsaat notierte 18.60—18.65 fl. Im Terminhandel wurden notiert: Weizen per Mai 178.00 bz. ner Juli 189.50 bz. per September 181.00 Verk. Tendenz: stetig. Roggen per Mai 167.50 bz. per Juli 176#00 Verk., per September 17600 Perk. Tendenz: ruhte Gerste per Mai—. per Juli 163.50 Verk., per September 164.50 Verk. Tendenz: ruhig. Mais per Mai 161.00 bz. per Juli 165.00 Verk. Tendenz: ruhig. * Reichsbankauswer: vom 30. Avril. Berlin. 2. Mai.(Telear.) Der Ausweis der Reichedanl vom 30. April zeig; in der Ultimowoche ein Anwachsen der gesamten Kapitalanlage der Bank in Wechseln und Stheckz. Zeichoschatzwechseln. Lombards und Efiekten um 831.5 Mllionen auf 8 291,6 Millionen RM. Im einzelnen#ind die Bestände an Wechleln und Stea= um 5509 RM. und die Lombardbestände um 221.1 Millionen auf 262.1 Millionen RM angewachsen. An Reichsbanknoten und Rentenbankscheinen zusammen sind 760.3 Millionen RM. neu in den Verkehr geflossen. und zwar hat sich der Umlauf an Reichsbanknoten um 712.6 Millionen auf 4 631.5 Millionen RM., derjenige an Rentenbankscheinen um 47.7 Millionen auf 489.1 Millionen RM. erboht. Demgemäß ist der Bestand der Reichsbank an Rentenbankscheinen auf 8.8 Millionen RM zurückgegangen. Die fremden Gelder zeigen mit 585.1 Millionen RM. eine Abnahme um 184.2 Millionen RM Die Bestande an Gold und deckungsfähigen Devisen insgesamt haben sich um 227.9 Millionen auf 1 990.2 Millionen vermindert. Die Abnahme entfällt auf die Goldbestände, die sich um 287.3 Millionen auf 1 891.6 Milionen KM verringert haben. Die Bestände an deckungsfähigen Devisen haben um 59.1 Millionen auf 99.4 Millionen RM ugenommen. Die Deckung der umlausenden Noten durch Gold allein stellt sich auf 408 Prozen: gegen 55.6 Prosen! in der Vorwoche. diejenige durch Gold und deckungsfähige Denisen auf 1d. Prosen: gegen 56.6 Prozent der Vorwore AUlgemeine Nachrichten Auchel=Rothmann. Gellenkirchen. Die Glaupigerausschunnitzung beschloß: Die Konkursverwaltung in mit der Fortführung der Vergleichsverhendlungen an sich einverstanden, wobei sie aber in jedem einzelnen Fall gegenüber dem Konzernkunden den Eigentamevorbebalt geltend macht. Sie stellt jedoch die Zu: stimmung zu dem Vergleichsverfahren in Aussicht, follder Erlös aus diesen Vergleichen zu Rechnung dessen den es angeht, sichergestellt wird. Von diesem Beschluß sind mil#che Aonzerntirmen lomte die Momedlungstelle der anken in Konntnis gesetzt worden. Herren-Anzüge zwetreihig. modenn gemustert 64.00, 44.00, 36.00, Herren Anzüge gute Kammgarn- und CheviotQualitäten 8900, 82.00, 76.00, Herren-Anzüge guter Sitz und Verarbeitung. 2 Teil a engl Stotten, 126 U, 1 15.00. 88.C0, Sportanzüge mit zwei Hosen, modern gemust., 92.00, 79.00, 64.00, Blaue Anzüge in dea bewährten Stamm-Quall tAten 108 00, 93.00, 65.00, Jünglings-Anzüge aus modem gemusterten Stoffen Sport- und Sakkolormen, haltbar gearbeitet.. 45.00, 38.00, 34.00, Sommerulster zweitelhig. mit Rund- od Rückengurt SS 00, 79.00, 54.00, Sommerulster apart verubeitet. teils aus eng Stoilen 125.00, 108.00, 95.00, Lodenmäntel aus impfägniertem Strichloden 39.00, 32.00, 2200, Regenmäntel gabardineartige u. andere moderne Stoffe, wasserdicht gummiert. tadelloser Sitz, 3600 25 00, 1875, Trenchcoat-Mäntel mit Plaidtutter und Oeleinlagen 54.40, 49.00, 45 00, Lederjacken braun, in guten Nappa-Qualltäten 108 00, 89.00, Windjacken wasserdicht imprägniert, aus eigener Klei erfabrik, daher besonders preiswert. 19.79, 13.50, 10.75, Werktagshosen aus kammgamartigen Stoffen. in schonen Streitenmustern 875, 6.50, 4.75, Kammgarn-Hosen schöne, moderne dunkellarbige Streiten 1950, 16.60, 12.75, Sporthosen Breeches und Knickerbockers, besonders haltbare Stoffe, vorzügliche Ausführung, 16.75, 12.80, 8.50, K 8 Damen-Mode-Schuhe □ sandtarbig, neue Modelle Sr Damen-Mode-Schuhe Trotteur-Absatz, sandinbig Damen-Mode-Schuhe 411 hellbraun, Trotteur Damen-Mode-Schube 1l4. echt Chewiesux, henz. Absatz. vorzügl. Quelitat RUDOLF KUNTZ, HERNE Behrensstraße 6 und Bahnhotstraße 34, neben der kafholischen Kirche. Herren-Halbschuhe 4h EN breun Boxcall, emer kanische Form Herren-Halbschuhe neue breite Form Herren-Halbschuhe braun Boxcalt, Rahmenarbeit....... 3□ Herren-Helbschuhe 111, 80 braun Boxcali., hochmodern scharfson..... 6 T.30 a. VII. Volkswohl-Lotterte ur so#sle und kulturelle Zwecke ist für 15 Ptennig zu haden dei: Koethers& Röttsches Herne, neben dem Postamt Mehrere wenig gebrauchte Nähmaschinen Darkopo, Ortizner, Anker und Plalt, mit langjähriger Garantie. billig zu verkaufen gegen bequeme Ratenzahlung bei R. Neumann, Herne von der Heydtstr. 1. Teleion 52228. Die gute, bewährte Sperrholzplatte in allen Größen, Starken u Holzarten kaufen Sie bei Hermann Schäfer 6. m. b. K. Recklinghausen S 2, Jochung St. Elektro-Haus Wilhelm Pott Fernrul 50783 Herne i.W. Pernrut 50783 Korführung elektr. Licht-, Kraft-, Teletos-&u.; Siopalanlagen Ankerwickelei Große Ladestation für Radio und Aufobatterien. Bürgerliche Privat-Pention dietet guten Erbolungs-Aufenthalt. sowie Diätkur bei reich! Vervflegung Erbolungskur 5 N Drätkur 6 M Keine Redenkosten Bad Hegenabr Mittelstr. 3. Bille Andres. (12380 Privat-Pension Haus Brann Alken, Mosel lertliche Lage, difekt am Wasser. Beste Verpliegung. Gatten. Bed l. Hause Preis 5.— Mk Reparaturen an Meterrädern, Fahrräde: a, Näh= und Sprechmaschinen werden sachgemäß prompt und billig ausgeführt bei Rod. Neumann Herne von der Heydtstr. 1, Tel 52228. Reinigen Umändern Umfüllen von Betten tSzlich nach vorheriger Anmeldung Bettenhaus Köster Herne, Steinweg 9 Piano gebraucht, jedoch noch sehrr gu erhalten. preiswert und günstig zu verkanfen. 19576 Pianohaus Hohrath Dortmund. Burawasl 21 Schwelkoks, Briketts, Kohlen Kofs empfiehlt Heinrich Schlenkhoff G. m. ö. H. Heine, Grabenstraße An unsere Aitglieder! Wil machen hieiduich unsere Mitglieder daraul aufmerks m. daß Frau Louise Spiekermann, Flottmannstraße 72, zur unsern Bund ncht mehr tatig ist. Die Beirellende lst dabei nicht briechtigt, Antisge zu tätigen dezw. zu kassieren. 12035 Volkswohl-Bund Berlin, Geschähtsstelle Marienstraße 8. Freiwillige Feuerwehr Herne JahresHauptversammlung am Montag, dem 18 Mai 1929 um 20 Uhr bei dem Kameraden Hirdes(Ostentor). Tagesordnung: 1. Erstattung des Jahresberichtes 1928. 2. Kassenbericht, Bericht über die Sterde= und Unterstützungskasse, Wahl von Kassenprüfern. 3. Verschiedenes. Eine halde Stunde vorher Vorstandssitzung. Sollte die Versammlung um 20 Uhr nicht deschlußfähig sein, so findet innerhalb einer balden Seunde eine 2. Bersammlung statt, die unter allen Umständen beschlußfähig ist. Frisch auf! Die Branddirettion. Kneop Oberdrandmeister. Harmonium beste Nausmusik 2 Latsleg umz Lioselleicht 8 n1 621 Sptel un Appartt.— Mern-Sodingen. Was wu bringen, ist steis dac Richtige! Wieder ein Progiamm von heivorragender Güte. Charies Farreil und Grets Mssen Hinter Haremsmauern! Kauo. Venedig. Parts, die Sahara das sind die terbenpischngen Schauplatze des Fums Der kontliktreiche Eheroman eines Alaberscheichs und einer jungen Dame der besteu Paiser Gesellschaft Als zweiter Haupttllm: Vagabundenlichchen. Ein duntes Dutcheinander in 7 Akten. Reginald Denny, bekannt aus dem Fum:„em Papi“, erseneint nach langer Pause wieder au der Leindand. Ais seine neue Pattneiin lungier# Imogene Robertson, berann aus dem Film:„Die Holle der Heimatlosen.“ 3. Das beksnnt gete Uriorognan Neues Piano (Feurich) mit kl. Schönbeitsfehler 400.— PIK. unter Preis abzugeden. 12°25 Pianohaus Rating Gelsenkirchen, Hindendurgstraße 3. re geche n — B 4 B S Nummer 103, Zweites Blatt Herner Anzeiger Freitag, den 3 Mai 1929 Das Amgemeindungsgesetz soll verfassungswidrig sein. Stier=Somlo und Bühler vertreten diese Aufsa ssung— Jellinek behauptet das Gegentei Drei Verwaltungsrechtslehrer urteilen Die Umgemeindungsvorloge der preußischen Staatsregierung für die kommunale Neugestaltung im Ruhrbezirk, die gegenwärtig den Landtag beschäftigt, hat die grundsutzliche Frage in den Vordergrund gerückt, ob durch ein preußtsches Landesgesetz Gemeinden und selbst Großstädte zwangsweise, d. h. gegen den erklärten Willen ihrer Einwohner, mit anderen Gemeinden vereinigt werden dürfen. Die Frage wird in der letzten Nummer des„Reichs= und Preußischen Verwaltungsblatts“ von zwei bekannten Verwaltungsrechtslehrern, Prof. Dr. Bühler(Münster) und Prof. Dr Stier=Somlo(Köln) unbedingt verneint. Beide Autoritäten aus dem Gebiet des Verwaltungsrechts kommen zu dem Ergebnis, daß Zwangseingemeindungsgesetze sowohl gegen Artikel 70 der preußischen Versassung, wonach den politischen Gemeinden und Gemeindeverbänden das Recht der Selbstverwaltung ihrer Angelegenheiten unter der gesetzlich geregelten Aufsicht des Staates gewährleistet, verstoßen, als auch gegen Artikel 127 der Reichsverfassung, der besagt: Gemeinden und Gemeindeverbände haben das Recht der Selbstverwaltung innerhalb der Schranken des Gesetzes. Prof. Dr. Bühler betont, daß die Aufhebung der eigenen Selbstverwaltung sehr wohl mit Selbstverwaltung etwas zu tun habe und wendet sich gegen rühere Ausführungen des Regierungsrats Dr. Mosheim im Reichsverwaltungsblatt, der zu dem Schluß kam, daß es sich bei Aufhebung einer Gemeinde nicht um eine Selbstverwaltungsangelegenheit, sondern „um einen reinen Akt der Staatshoheit“ handle. Demgegenüber führt Dr. Bühler aus: Beide Verfassungartikel sollen gewährleisten, daß jede Gemeinde über ihre Geschicke selbst entscheiden könne. Wenn die preußische Verfassung von der„gesetzlich geregelten Aufsicht des Staates“ und die Reichsverfassung von dem Recht der Selbstverwaltung„innerhalb der Schranken des Gesetzes“ sprechen, so bedeutet der Vorbehalt von Schranken der Selbstverwaltung nicht den Vorbehalt ihrer gänzlichen Aufhebung — dies umso weniger, als Artikel 70 der preußischen Verfassung ganz deutlich mache, daß eben nur Beschränkungen von der Art, wie sie das Aufsichtsrecht des Staates nötig mache, vorbehauten sein sollen. Auch verwaltungspolitisch ständen der Regelung, wie sie durch die große Umgemeindungsvorlage der preußischen Regierung im Zwangswege angestrebt wird, die schwersten Bedenken entgegen. Ihr Ergebnis wäre weitgehende Austilgung von Gemeinwesen, die noch eine gewisse Tradition haben, und ihre Ersetzung durch künstlich geschaffene, neue, sehr weiträumige Gebilde.„Man möchte meinen, daß die Erfahrungen, die man mit Groß-Bersin gemacht hat, in dieser Beziehung zu denken geben, zumal, da sie durch die bisher im Ruhrgebiet vorgenommenen Eingemeindungen, nicht zum wenigsten die jüngste in Dortmund, bestätigt werden: Solche künstlichen Zusammenfassungen unter rücksichtsloser Zerstörung aller Traditionen führen unfehlvar dazu, daß die beiden Hauptfeinde echter Selbstverwaltung in den neuen Großstadtverwaltungen gefördert werden: die Bureaukratisierung und die Politisterung.“ Proi. Dr. Stier=Somlo hat eine ähnliche Ansicht bereits in seinem bisher noch nicht veröffentlichten Rechtsgutachten über die Vereinigung der Städte Rheydt und M.Gladbach ausgesprochen. An Hand von historischen Darlegungen über die Entwicklung des Gemeindeverfassungsrechts weist er darauf hin, daß der früher bei Zwangseingemeindungen mitspielende Gegensatz von Krone und Landesvertretung weggefallen sei. Heute stehe der Landtag als oberstes Organ des preußischen Staates den Interessen der widerstreitenden Gemeinden gegenüber. Das durch Reichsverfassung gewährleistete Recht der Selbstverwaltung einer bestehenden Gemeinde schließe ihre durch Landesgesetz erfolgende zwangsweise völlige Aufhedung unter allen Umständen aus. Ein solches Recht der zwangsweisen Vereinigung von Stadtgemeinden galt nicht vor der neuen Reichsverfassung und preußischen Verfassung, es sei auch nach deren Inkrafttreten vollkommen rechtswidrig. Das„öffentliche Wohl“, das nach Ffreiem Ermessen" ausgeübt werde, sei nichts als ein verschleierter Parlamentsabsolutismus, der vermeint, über jede Art von Berücksichtigung der Interessen der Beteiligten hinweggehen zu können. Der Vollständigkeit halber sei mitgeteilt, daß ein anderer bedeutender Verwaltungsrechtslehrer. Prof. Dr. Walter Jeslinek, von der Universität Kiel, in der neuesten soeben erschienenen Auflage seines„Verwaltungsrechts", das Senatspräsident Dr. Lindenau im„Reichs= und Preußischen Verwaltungsblatt" bespricht, im Gegensatz zu Dr. Bühler und Dr. StierSomlo den Standpunkt vertritt, daß Gesetze über Zwangseingemeindungen keine Verfassungsänderung bedeuten. Finanzfragen der deutschen Stadte. Im Städtehaus in Berlin tagten am Dienstag die Vorstände des Deutschen und des Preußischen Städtetages unter dem Vorsitz von Oberbürgermeister Dr. Boeß. Sie beschäftigen siek mit wichtigen allgemeinkommunalpolitischen Fragen. Im Vorstand des Deutschen Städtetages reserierte Präsident Dr. Mulert über Finanzfragen im Reich. Auf seinen Vorschlag nahm der Vorstand eine Entschließung en, in der es u. a. heiß: Obgleich auch im letzten Jahr die Losten der Städte weiterhin angewachsen sind, ist es der überwiegenden Zahl der deutschen Städte durch besondere Maßnahmen gelungen, die diesjährigen Etats unter Vermeidung neuer steuerlicher Belastungen zu verabschieden. Eine geordnete Fortführung der kommunalen Finanzwirtschoft ist für die Zukunft nur dann gewährleistet, wenn auch die Gesetzgebung des Reiches und der Länder auf die überaus gespannte Finanzlage der Gemeinden Rücksicht nimmt und von jeder weiteren Belastung absieht. Die Sparsamkeitspolitik im Reich bedarf durch die Inangriffnahme der Verwaltungsreform dringend der Ergänzung. Ein neuer Finanzausgleich ist unaufschiebdar. Die Besteuerung der öffentlichen Unternehmungen wird entschieden avgelehnt, da sie nicht nur eine weitere Aenderung des Finanz= und Lastenausgleichs bedeutet, sondern auch durch Erhühung der Realsteuer oder Abänderung der Werkstarife Wirtschaft und Verbraucher in erheblichem Umfange mehr belasten würde. Der Vorstand des Deutschen Städiereges empfiehlt seinen Mitgliedern nachdrücklichst, die Ausgaben nach Möglichkeit einzuschranken Nach dem Bericht Dr. Mulerts über die Ergebnisse des Internasionalen Gemeindekongresses in Spanien beschäftigte sich der Vorstand in erster Lesung mit dem Entwurf einer Reichsstädieordnung. Nach einer grundsätzlichen Aussprache über die verschiedenen Formen städtischer Verfassungen wurde beschlossen, für die Reichsstädteordnung eine einheitliche Städteverfassung, und zwar in der Form des Einkammerinstems vorzuschtagen. In der Vorstandssitzung des Preußischen Städtetages fand die erste Aussprache über die Denkschrift der preußischen Regierung über den Finanzund Lastenausgleich statt. Erheblicher Rückgang der arbeitsuchenden Bergarbeiter. Wann werden die Bergarbeiter zur Krisenfürsorge zugelassen? Die Zihl der arbeitsuchenden Vergarbeiter im Ruhrgebiet hat wiederum erheblich abgenommen. Während noch Mitte März 15017 arbeitsuchende Bergarbeiter vorhanden waren, senkte sich die Zahl Mitte April auf 11 699. Somit ist eine Abnahme von 3318 gegenüber Mitte März zu verzeichnen. Eine gewisse Anzahl von Arbeitsuchenden hat infolge der günstigen Konjunktur im Ruhrbergbau wieder Arbeit finden können und mit der eintretenden Belebung auf dem Baumarkt zeigte sich auch eine gute Aufnahmefähigkeit auch für arbeitsuchende Bergarbeiter. Erwähnt werden muß noch die Abwanderung von Ruhrbergleuten, namentlich Facharbeitern, in andere deutsche Bergbaureviere. Von den 11899 noch vorhandenen arbeitsuchenden Bergarbeitern fallen lediglich 7857 der Arbeitslosen= versicherung anheim, während der übrige Teil sich noch in Arbeit befindet, aber als Arbeitsuchende verzeichnet werden. Da bisher die arbeitslosen Bergarbeiter nicht zur Krisenfürsorge zugelassen sind, haben sowohl die Gewerkschaften als auch die davon betroffenen Kommunen beim Reichsarbeitsminister Vorstellungen erhoben, um eine Einreihung der arbeitslosen Vergarbeiter auch in die Krisenfürsorge zu erwirken. Bis heute sind diese Vorstellungen noch fruchtlos geblieden. Noch zuletzt hat im Namen der Städtevereinigungen des Ruhrgebietes, Oberbürgermeister Bracht(Essen) beim Reichsarbeitsminister dahingehende Schritte unternommen. An der Spitze sämtlicher Bezirke des Ruhrkohlenbergbaues steht immer noch der Bezirk Essen mit 3444 arbeitsuchenden Vergarbeitern gegenüber 4 384 im Vormonat. Die Abnahme beträgt hier 940. Auf die Arbeitslosenversicherung entfallen im Arbeitsamtsbezirk Essen 1 581 arbeitslose Bergarbeiter. Ein großer Teil entfällt auch auf die kommunale Wohlfahrtspflege. Die zweite Stelle nimmt der Arbeitsamtsbezirk Gelsenkirchen=Buer ein mit 1531 arbeitsuchenden Vergarbeitern gegenüber 2184 im Vormonat. Hier ist also eine Abnahme von 653 arbeituchenden Bergarbeitern zu verzeichnen. Auf die Arbeitslosenversicherung kommen hier 887 Bergarbeiter. Der Arbeitsamtsbezirk Bochum folgt mit 1199 arbeitsuchenden Bergarbeitern an dritter Stelle. Im Vormonat waren noch 1607 vorhanden, so daß die Abnahme 408 beträgt. In der Arbeitslosenversicherung sind hier 1345 Bergarbeiter. An vierter Stelle steht Herne. Hier sind 932 arbeitsuchende Bergarbeiter vorhanden gegen 1141 im Vormonat, so daß die Abnahme sich auf 209 stellt. Der Arbeitslosenversicherung fallen 913 Bergleute anheim. Der Arbeitsamtsbezirk Recklinghausen hat eine Abnahme von 277 arbeitsuchenden Vergarbeitern festzustellen. Mitte April waren 836 Arbeitsuchende vorhanden gegen 1113 im Vormonat. In der Arbeitslosenversicherung befinden sich hier 590 Bergarbeiter. Im Duisburger Arbeitsamtsbezirk sind noch 708 Arbeitsuchende vorhanden gegen 721 im März. Der Rückgang ist hier nur sehr mäßig, und zwar nur 13. In der Arbeitslosenversicherung waren 512 Bergarbeiter Günstiger ist dagegen die Lage im Arbeitsamte bezirk Dortmund, wo sich die Zahl der Arbeitsuchenden um 100 verringerte, und zwar von 736 au 636. In der Arbeitslosenversicherung befinden sich 606 Eine Steigerung hat der Arbeitsamtsbezirk Oberhausen aufzuweisen, und zwar stieg hier die Zahl der arbeitsuchenden Vergarbeiter von 505 im März auf 562 im April. Von letzteren befinden sich 317 in der Arbeitslosenversicherung. Dann folgen die Arbeitsamtsbezirke Wesel mit 389(384 i. B.) Gladbeck 294(576). Im letzteren Bezirk beträgt der Rückgang 282; von diesen entfallen 164 auf die Arbeitslosenfürsorge. Der Bezirk Lünen zahlt 218 arbeitsuchende Bergarbeiter gegen 238 im Vormonat. der Bezirk Bottrov 179(311)— auch hier ist der Rückgang sehr erheblich. Wesentlich zurückgegangen ist auch die Zahl im Arbeitsamtsbezirk Hattingen, und zwar von 282 auf 145 im Monat Aprtl. Dann folgt der Bezirk Kamen mit 134(184), Schwerte 126(217), Witten 102(138). Hamm 88(101), Mörs 67(69), Ahlen 52(67), MülheimRuhr 49(44). Geringe Zahlen weisen die Arbeitsamtsbezirke Hagen und Schwelm mit je vier arbeitsuchenden Vergarbeitern auf Was die einzelnen Berufsarten angeht, so ist die Zahl der Kohlenhauer von 4705 Mitte März auf 3738 Mitte April gesunken. Die Zahl der arbeitsuchenden Lehrhauer senkte sich von 2092 auf 1439 Mitte April, die Zahl der Reparatur= und Zimmerhauer von 1910 auf 1504. Die arbeitsuchenden Schlepper verringerten sich von 3303 auf 2454 und diesenige der Tagesarveiter von 3007 auf 2566 Mitte April. Von den 11 699 arbeitsuchenden Vergarbeitern sind 4140 ledige und 7559 Familienväter Die Vermittlungstätigkeit der Arbeitsämter hatte auch im Monat April zur Folge, daß wiederum eine Anzahl Bergarbeiter, besonders Fachkräfte, in andere deutsche Bergbaureviere übergeführt werden konnten. Da sich aber hier der Wohnungsmangel stark bemerkbar macht, kommen überwiegend nur le dige Bergarbeiter für die Unterbringung in anderen Bergbaurevieren in Frage Die rheintsch=westsälischen Betriebs. krankenkassen. Der Verband rheinisch=westfälischer Betriebskrankenkassen(Sitz Essen) hielt in Siegen sein aus allen Teilen der beiden Provinzen gut besuchte diesjährige Hauptversammlung ab. Der Vorsitzende der Verbandes, Geh. Regierungsrat Dr. Cung, Direktor der Friedr. Krupp=A.=G., Essen, wies in dem Geschäftsbericht darauf hin, daß der Verband in diesem Jahre auf eine 25jährige erfolgreiche Tätigkeit zurückblicken könne. Der Verband umfaßt mit Ausnahme einiger kleiner Kassen sämtliche Betriebskrankenkassen in RheinJer allen T.sesechet weiß man die gesundheitlichen Vorzüge des coffeinfreien Kaffee Hag zu schätzen Venn Sie ihn noch nicht kennen, versuchen Sie ihn und trinken Sie die erste Tasse am Abend. Sie werden von der hervorragenden Qualität überrascht sein und keine Schlafstörungen empfinden. Kaffee Hag schont Hers und Nerven. Das große Paket kostet RM 1.90, das kleine 95 Pfg. Des Lebens seltsames Spiel. Roman von Elisabeth Ney 9.(Nachdruck verboten.) Christas Blondkopf war bei des Vaters Worten schwer auf die Brust gesunken. Tränen umflorten ihren Blick, als sie ihn jetzt mit flehendem Ausdruck noch einmal zu dem allen Mann erhob. „Vater, ist das dein letztes Wort?“ fragte sie mit bedender Stimme. „Mein letztes“ klang die dumpfe Antwort Da wandte sich Christa Wald langsem, und ging mit müden Schritten zur Tür. Hinter ihr ertönte das bittere Auflochen des alten Mannes, der ihr in den langen Jahren ein guter Vater gewesen war. Sie aber konnte nicht anders handeln. Der Vaer hatte es nicht anders gewollt. Die Liede zu Matthias Brecht war stärker; sie mußte das Vaterhaus verlassen, ete sie den geliebten Mann verlor Die Tür war ins Schloß gefallen. Christa sah sich noch um, und schritt langsam die Treppe hinad Unten sank sie, leise aufschluchzend, auf die Treppenstufen nieder. So fand sie der alte Portier des Hauses, der Punk: fünf Uhr die Haustür aufschloß. Der alte, gutmütige Mann fragte nicht lange, und nahm sie mit in seine Wohnung. Christa folgte ihm willenlos, sie kannte den olten Wendelln von Kindesbeinen an, und er war schen oft der Vertraute ihrer Kinderschmerzen gewesen. A.so schüttete sie dem alten Manne auch heute ihr übervolles Herz aus Gotthold Wendelin schüttelte wohl ab und zu bedächtig den Kopf. als wenn er nicht so rech: an die Ehrlichkeit des Doktors glauben könne: in dieser Hinsicht gingen seine Ansichten un; denen des alten Wald überein. Aber freilich, es gab auch Ausnahmen, und Christa Wald war so ein besondere hübsches Mädchen. Weshalb also sollte sich nicht auch ein Reicher für sie interessieren? Bleiben Sie vorläufig ruhig hier bei mir, Fräulein Christa“, sagte er dann gutmütig.„ich werde Ihnen jetz erst einmol einen starken Kaffee brauen, damit Sie wieder Farde ins Gesicht bekommen. Sie sehen ie aus, als wollven Sie jeden Moment umsinken. Und das mit dem Vater, das will ich mir inzwischen durch den Kopf gehen lassen. Eine dumme Geschichte ist es natürlich, venn ich kenne seinen eisenbarten Schädel. Was er einmal gesagt und sich in den Kopf gesetzt hat. daran läßt er nicht rürteln, und wenn er selbst dabei zugrunde ginge" Gotthold Wendelin schlürfte dovon und erschien noch einer Weile mit einer Kanne dompfendem Kaffee. „So, Kind. nun trinken Sie erst einmal, ich rauche dabei eine Pleise, und überdenke nochmals alles“, sogte er aufmunternd. Schon die ersten Schlucke des heißen Getränkes durchwärmen und belebten Christas kalte, erstorrte Glieder. und allmöhlich kehrte auch die natürliche Farbe in ihr Gesicht zurück „hm", ließ sich der Portier nach einer Weile hören, „ich habe es mir anders überlegt, Fräulein Christo Velleicht ist es desser. Sie und ich unternehmen vorläufig nichts, sondern Sie fahren so bald wie möglich in die Wohnung Ihres Bräutigams, und schicken?i#en zu Ihrem Vater. Wenn er dann erst den Dokor wirklich und wahrhaftig vor sich sieht und merkt, daß die Sache ernst gemeint ist, so wird er bestimmt umschwenken. Meinen Sie nicht, daß dies der einzig rich. tige Weg ist?“ „Ich habe auch schon daran gedacht“, entgegnete Chrita nachdenklich.„Nur— es paßt sich doch nicht. daß ich Doktor Brecht in seiner Wohnung aufsuche.“ „Na. na. nur nicht so überempfindlich, wenn es gilt. aus der Patsche herauszukommen. Aber die Olaa soll sich gratulieren; ich werde ihr bei allernächster Gelegenbhei; gehörig den Marsch blosen. Ist scho; früher ein döses And gewesen imme voller Heimtücke und Hinterlist. Was anders als der pure Neid konnte sie zu dem Kleisch veranlassen?“ Christa antwortete nicht und bsickte nur nachdenklich vor sich bin. „Emi Wald ist eigentlich gar nicht mein Vater“ sagte sie nach einer Weile.„Ich habe es erst später erfahren. Meine tote Mutter hat mit mir nie darüber gesprochen. Wer mag eigentlich mein Vater sein?“ Gotthold Wendelin räusperte sich etwas verlegen. „Das ist so eine Sache", antwortete er, sich nachdenklich den Seoppelbart streichend.„Damalo, als Emil Wald heiratete, hörte ich, daß die Frau Tänzerin gewesen sei, na, und da ist eden wohl mal etwas vorgekommen, was nicht ohne Folgen blieb. Na. und nicht wahr. Fräulein Christa, so sehr traurig sind Sie doch schließlich gar nicht, daß Sie auf der schönen Gotteswelt herumlausen dürfen, und den Vater haden Sie doch nicht vermißt, denn Emil Wald kannte sonst nie einen Unterschied zwischen seinen beiden Töchtern. Jetzt allerdings scheint Olga die Oberhand bekommen zu haben. Schlafen Sie setzt ein paar Stunden, es ist kaum sechs Uhr, und ich habe das Haus in Ordnung zu bringen. Ich werde Sie, wenn es Zeit wird, schon wecken.“ Christa schlief denn auch wirklich auf##alten Wachstuchsofa einige Stunden fest und traumlos. * Doktor Matthias Brecht bewohnte in der Ansbacher Straße bei einer alten Offizierswitwe zwei Zimmer. Es mochte so gegen ein halb zwölf Uhr mittags setn. als Christa Wald schüchtern an dieser Wohnungstür klingelte. Ihr Herz klopfte dabei zum Zerspringen, und fast war es ihr, als müsse sie noch im letzten Moment davon aufen Aber da öffnete sich bereits die Tür und eine feine, alte Dame fragte nach ihrem Begehr. während die bebrillten Augen befremdet und mißtrauisch auf der ärmlich gekleideten, zitternden Mädchengestalt ruhten. Auf Chrittas Frage wurde ihr der kurze Bescheid. daß Doktor Brecht noch nicht vom Ministerium zurückgekehrt sei, wohin er eilig berufen worden war. Auch das noch! Der Geliebte war nicht zu Hause! Christa stand unschlüssig. All das Furchtbare der letzten Nacht stürmte aufe neue mit allem Ungestüm auf sie ein, und sie fühlte nlötzlich in allen Gliedern eine lähmende Schwäche. Die Beine versagten ihr den Dienst, und sie drohte umzusinken. Hatte die alte Dame das alles bemerkt? War ihr plötzlich die seltsame Schönheit und Anmut des jungen Mädchens, aus dessen Gesicht tieses, schmeres Leid leuchtete, klar geworden?—— Ihre Stimme klang setzt warm und beinahe herzlich, als sie mit einladender Bewegung sagte „Kammen Sie doch einstweilen verein, liebes Kind. Sie können sehr gut bei mir auf Doktor Brecht warten. Nicht wahr, es ist etwas Wichtiges. was Sie ihm persönlich sagen müssen? Es scheint Ihnen auch nicht recht wohl zu sein.“ Christa vermochte nur noch stumm zu nicken, die Stimme versagte ihr den Dienst. Mübsam erreichte sie das Zimmer, in das man sie führte, dann umsing sie eine tiefe Ohnmacht. Die alte Dame war noch immer bestürzt damit beschäftigt, das junge Mädchen wieder zu sich zu bringen, als Doktor Brecht, der unerwartet heimgekehrt war, das Zimmer betrat. „Frau Alvens!“ rief er freudig erregt und gar nicht auf seine Umgebung achtend.„Sie können mir gratulieren, ich bin zum Professor ernannt und zu archöologischen Ausgrabungen nach Aegypten beordert worden!" Da erst gewahrte er, daß sich die alte Frau nicht allein im Zimmer befand. Erschrocken hielt er inne und starrte auf die Mad chengestalt, die noch immer wie leblos auf dem Soia log. „Christa, um Himmels willen. Christa!“ rief er dann aus, entsetzt zu ihr eilend.„Wie kommt sie hierher? Was ist geschehen?“ wandte er sich an die Wirtin. „Ich weiß nicht, wer die junge Dame ist, Herr Doktor“, entgegnete diese ebenfalls erregt.„Sie fragte vor kaum 10 Minuten sehr ängstlich nach Ihnen, und als ich ihr sagte, daß Sie nicht zu Hause wären, ist sie schneeweiß geworden. Da hielt ich es für richtiger, sie ins Zimmer zu bitten, und hier fiel sie mir dann duchstäblich ohnmächtig in die Arme.“ „Sie ist meine Braut", stieß Matthias Brecht aufgeregt hervor. Frau Alvens sah ihn erstaunt an. „Sie sind etwas verb’üfft", fuhr Brecht nervos fort,„wie gesagt, ich bin schon seit Ostern mit Fräulein Wald heimlich verlobt und nur der Tod meines Onkels verzögerte die Veröffentlichung. Gerade heute wollte ich zu ihrem Vater gehen, und nun finde ich sie hier bei mir, und ohnmächtig. Was mag ihr zugestoßen sein?“ „Ob wir nicht lieber einen Arzt herbeirufen?" fragte Frau Alvens ängstlich. Doch noch ehe Doktor Brecht eine Antwort zu geden vermochte, schlug Christa Wald die Augen auf, und sad verständnislos um sich. Da fiel ihr Blick auf den Geliebten, und ein heller Schein des Glücks huschte über ihr blasses Gesichtchen. „Du bist gekommen, bist bei mir, nun ist alles, alles gut“, flüsterte sie Dann aber faßte sie in aufkeimender Angst nach einer Hand und bat: „Verzeih', Liebster, daß ich zu dir kam. Ich weiß, daß es sich nicht schickt, aber ich wußte mir in meiner großen Not keinen anderen Rat mehr. Der Weg zu dir war das einzige, was mir übrig dlieb. Hilf. mir! Mein Vater hat mich davongesagt, um meiner Liebe willen!“ Diskret war die alte Dame aus dem Zimmer gegangen. Matthias Brecht hatte sich auf das Sofa gesetzt und hielt das geliebte Mädchen fest in seinen Armen. (Fortsetzung folgt.) land und Westkalen, und zwar 935 Betriebskrankenkassen mit rund 1.2 Millionen Versicherten. Die gute Entwickelung, die die Krankenversicherung im Jahre 1927 infolge der damals verhältnismäßig günstigen Wirtschaftslage genommen hat, habe sich nicht fortsetzen können. Den Krankenkassen seien seit Beginn dieses Jahres durch die starke Inanspruchnahme ihrer Mittel infolge der Grippeepidemie erhebliche Schwierigkeiten entstanden. Wenn festgestellt werden müsse, daß die Betriebskrankenkassen diese Schwierigkeiten im allgemeinen leichter als andere Kassen überwinden konnten, so ergebe sich auch daraus, daß die BeUniv.=Pros. Dr. Besserer, Münster l. W., sprach in einem längeren Vortrage über die Mitwirkung der Krankenkassen bei der Bekämpfung der Rheuma=, Krebs- und Herzkrankheiten. Während im Kampfe gegen die Tuberkulose erfreuliche Erfolge erzielt worden seien, zeige sich bei anderen Krankheiten eine Zunahme der Erkrankungen. Die Mittel der Krankenkassen würden in ständi wachsendem Maße in Anspruch genommen dur Rheuma=, Herz= und Krebserkrankungen. Der Vor triebskrankenkassen nach ihrer ganzen Versassung als tragende betonte, daß vor allem der stark veränderte Träger der Krankenversicherung besonders geeignet Altersaufbau der deutschen Bevölkerung diese Verund in der Lage seien, die Krankenversicherung in je=sschlebung des Krankheitsbildes bedinge. der Hinsicht gut durchzuführen.—— und für Herne Der ewige Pfennig. Im Postraum, auf dem Fußboden lag ein einzelner Pfennig. Gerade an einer Stelle lag er, an der alle Menschen vorbeieilten, die von der Straße hereinkamen oder von den Schaltern wieder zum Ausgang strebten. Vielleicht hatte ihn jemand aus einem versteckten Winkel der Börse fallen lassen oder— was einem lumvigen Pfennig schon passieren kann— ihn als lästiges Ueberbleibsel aus vergangener Zeit fortgeworfen. Damen kamen vorüber und schauten ihn überrasch: an. Eine elegante Dame sagte zu ihrer Freundin: „Nein— sieh nur, ein Pfennig!“ Zwei Großbaufleute schritten in Gespräch dem Ausgang zu. Sie kamen aus der Fernsprechzelle. „Zwanzigtausend Emm Chance und dann das Risiko — wie werde ich solche Pfenniggeschäfte machen!“ entrüstere sich der eine und stieß unabsichtlich den Pfennig beiseite, ohne ihn zu beachten. Ein paar Laufburschen traten ein, 16jährig, die Hände in den Hosentaschen, die Zigaretten wegen des Rauchverbotes in der Handhöhle versteckt.„Kiek mal". lagte einer,„da liegr'n Pfennio! Zehnmarkscheine schmeißen je nicht weg aber für'n Pfennig krieg'ste nich mal'ne Zigarette. Höchstens kann dir noch'n Hosen(nopp reißen, wenn de dir danach bückst!" Eine Frau, Alltagsleid in den Zügen, in bescheidenem Kleidchen, naht. Sie sieht den Pfennig— stutzt und blickt sich um, ob sie wohl jemand beobachten würde. Nur ein Pfennig— aber immerhin Geld. Sie will sich bücken, aber sie har Handschuhe an. Die müßte sie erst noch ausziehen. Umstände! Sie geht weiter. Eine alte Frau bleibt überrascht vor dem Pfennig stehen. Sie hebt ihn auf. Ja, er ist wirklich echt. Die Laufburschen kommen vom Schatter zurück.„Kiek mal die bück sich um einen Pfennig!" Die Alle sieht die Beiden an und sagt ernst:„Ist denn ein Pfennig kein Geld? Wer den Pfennig nicht ehrt, ist der Talers nicht wert— das sollten sich junge Leute merken!" Da trat ein Herr auf die Alte zu.„Sie haben recht, Mürterchen, der Pfennig ist doch immer noch ein Bruchteil einer Mark— und auch der Million. Wir Abstellung der Uebel und gerechter Entschädigung der bauen. Dank seiner unermüdlichen Arbeit folgten das St.=Rochus=Hospital, das Kath. Waisenhaus und das Kath. Gesellenhaus 1925 trat er dann in den wohlverdienten Ruhestand. Damals schrieb der Bischof von Paderborn: „Ihrer Bitte um Enthebung von dem Pfarramte in Castrop=Rauxel zu willfahren, gebietet mir die Rücksicht auf Ihr ehrwürdiges hohes Alter und die Rücksicht auf die von Ihnen bisher verwaltete große und schwierige Industriegemeinde. Ihre Verdienste im Amte sind aber so groß, daß ich Sie nur mit Bedauern aus ihm scheiden lassen kann und nur unter ausdrücklicher Hervorhebung meiner oberhirtlichen Anerkennung und Dankbarkeit. Der Allgütige lohne Ihnen Ihre treue Pflichterfüllung in zeitlicher und ewiger Vergeltung. Caspar Nun hat der Allgütige seinen treuen Diener heimgeholt in den ewigen Frieden. Tiefe Trauer aber erfüllt seine ehemaligen Pfarrkinder und seine Mitbürger, für die er der lebendige Zeuge einer ganzen geschichtlichen Entwicklung vom Dorf zur Industriestadt war. R l. P. Der Gaskrieg in Sodingen. Es wird ernst.— Achtung! Anwohner der Kirchund Castroper Straße. Am Samstag, dem 4. Mai, abends 8 Uhr, findet beim Wirt Lülf, Kirch= und Castroper Straßen=Ecke, eine Versammlung statt, zu welcher alle durch die Gasausströmungen der„Gaveg“ und der Zeche MontCenis Geschädigten und Interessenten eingeladen sind. Durch eine Aussprache soll dem anwesenden Landtagsabgeordneten Otter, Bochum, die Möglichkeit gegeben werden, die Leiden, Abstellwünsche und Forderungen kennen zu lernen, damit er sich im Preußischen Landtog und beim Preußischen Minister für Handel und Gewerbe für die leidende Bevölkerung der betroffenen Gebiete einsetzen kann. Zu dieser Versammlung sind auch die Vertreter der„Gaveg" und von„Mont=Cenis“ eingeladen. Nach allen bisherigen vergeblichen Versuchen zur alle sollten uns mehr um die Pfennige bücken...! Sprach's und schenkte der alten Frau zu chrem Pfennig ein funkelnagelneues Füntmarkstück. „Kiek“, sagte einer der Laufburschen,„ohne Arbeit und dann noch fünf Mark...!“ Ehrendechant Geistl. Rat Keweloh t. Mittwoch morgen verschied in Castrop=Rauxel im Alter von beinahe 88 Jahren der auch in Herne gut Betroffenen soll noch dieser Versuch gemacht werden. Es wird daher ein zahlreicher Besuch erwartet Bergens Klage über Bochum. Gehörten sie doch auch zum Postamt Herne! Wie viel eher Bergen zu Herne als zu Bochum ehört, bestätigt folgende Zuschrift an den Bochumer lnzeiger: Im„Bochumer Anzeiger“ vom 27. April 1929 wird bekannte und weit über Castrop=Rauxels Grenzen unter der Ueberschrift:„Wo liegt Bochum?“ die kuhinaus angesehene Priestergreis Ehrendechant Geistl. riose Anschrift: Bochum, Post Herne, erwähnt. Rat Franz Keweloh. Noch im April vor. Jahres So unglaublich es klingen mag, so besteht doch diese wurde ihm als erstem das Ehrenbürgerrecht Anschrift zu Recht, wenn auch nur für einen Teil der verlangt dieses gemeinnützige Instltut von seinen Mitgliedern: 1. Ueber den erfolgten Austritt aus der Kirche, 2. Die Abmeldung der Kinder vom Religionsunterricht. 3. Die Bezugs=Quittung der sozialdemokratischen 4. Einen Nachweis über die an die Gewerkschaften geleisteten Beiträge. Alle Mühe, die sich Gesetzgeber, Gerichte und Schriftsteller gemacht haben, eine umfassende Definition für die Gemeinnützigkeit zu finden, erweist sich als vergebens angesichts dieser samosen Begriffsbestimmung. Gemeinnüßige Einrichtungen sollen grundsätzlich der Allgemeinheit und darunter vorwiegend denjenigen dienen, die bei den auf Gewinn angewiesenen Unternehmungen ihren Bedarf zu decken nicht in der Lage sind. Das Ziel des gemeinnützigen Wohnungsbaues ist demnach, der minderbemittelten Bevölkerung unter Ausschaltung des Unternehmergewinns Wohnungen zu besorgen. Nach den samosen Bedingungen von Magdeburg bedeutet aber Gemeinnützigkeit Versorgung des Parteiduches und des Atheismus. Nur der ist würdig. ein durch Mittel der Allgemeinheit, insbesondere durch Hauszinssteuergelder verbilligtes Heim zu beziehen, der sich als radikaler Sozialist auszuweisen jederzeit in der Lage ist. Ueber mancher Haustür auf dem Lande und in der Stadt steht der schöne alte Spruch:„Dieses Haus steht in Gottes Hand.“ Diese gemetnnützigen Beugenossenschaften wünschen keine Häuser, die in Gottes Hand stehen, sie wünschen auch keine Mitglieder, die noch mit religiösen Empfindungen belastet sind. * 27* Auftreten des Kartoffelkäfers stellt auf dem Gebiete des Pflanzenschutzes die weitaus größte bekannte Gefahr dar. Wenn es nicht gelingt, den Schädling bei seinen Einbrüchen zu vertilgen, bevor er eine größere Verbreitung erlangt hat, ist eine dauernde Einbürgerung unabwendbar. Damit würde der Ertrag der Kartoffeläcker für immer um etwa ein Drittel gemindert sein. Der Kartoffelkäfer lebt auf Kartoffelkraut und allen anderen Nachschattengewächsen, besonders auf Tomaten, aber auch auf Kohl, Disteln, Knöterich, Melde, Hederich und Johannisbeersträuchern. Die Bekämpfung muß daher ohne Rücksicht auf den vorhandenen Pflanzenwuchs der befallenen Grundstücke die restlose Ausrottung des Schädlings anstreben Die Größe der Gefahr macht allen bei der Bekämpfung Beteiligten die äußerste Sorgsalt und Ausopferung zur gebieterischen Pflicht. Die Nutzungsberechtigten von Grundstücken werden daher nochmals darauf aufmerksam gemacht, gemäß§ 2 der Polizeiverordnung des Ministers für Landwirtschaft, Domänen und Forsten vom 30. November 1926 den Verdacht des Vorhandenseins des Kartoffelkäfers begründende Erscheinungen binnen 24 Stunden der Gemeindebehörde(Stadtpolizeiverwaltung) anzuzeigen, damit die erforderlichen Maßnahmen zur Vertilgung des Schädlings getroffen werden können. *** * Schonzeiten. Der Bezirksausschuß zu Münster hat bezüglich der Schonzeit für Rehböcke und für Birk=, Hasel= und Fasanenhähne im Jahre 1929 für den Regierungsbezirk Münster beschlossen: Die Schonzeit für Rehböcke endet mit Ablauf des 26. Mai 1929, so daß für die Jagd auf Rehdöcke der 27. Mai 1929 der erste Jagdtag ist. Der Beginn der Schonzeit für Hasel= und Fasanenhähne wird für das Jahr 1929 auf den 1. Juni 1929 festgesetzt. Wegen der Schonzeit für Birkhähne wird auf die Polizeiverordnung des Regierungspräsidenten zu Münster vom 2. April 1928, die völlige Schonzeit bis zum 1 Oktober 1930 einführt, verwiesen. * Im Silberkranze. Die Eheleute Johann Nowak und Frau Valeska, geb. Rogou, Bömkestraße 17, feiern Sonntag, den 5. Mai, das Fest ihrer silbernen Hochzeit. Unsern Anser Wetterbericht. Es wird doch Mal. Das Tiefdruckgebiet über der nördlichen Nordsee liegt fest, während über den britischen Inseln und dem Nordmeere der Luftdruck wieder etwas ist. Schwache Störungsgebiete bringen Süddeutschland Regen. In den übrigen Gebietsteilen Deutsch= lands ist die Witterung teils wolkig, teils heiter bei Temperaturen zwischen 3 und 8 Grad. Das schwache Hochdruckgebiet im Nordwesten wird für die rung unseres Bezirks weiterhin ausschlaggebend sein. Neigung zur Trockenheit wird anhalten. Wetteraussichten dis Samstag: Wechselnd bewölkt und vorwiegend trocken, Tagestemperaturen etwas ansteigend. 0 der Stadt Castrop=Rauxel für seine Verdienste um die früheren Gemeinde Bergen. Dort gibt es auch noch Allgemeinheit, um das gemeindliche Leben, die Seel= die wohl ebenso interessante postalische Bezeichnung: langjährigen Abonnenten herzl. Glückwunsch! sorge, Karitas, Kunst= und Wissenschaft verliehen.[Bochum, Post Gerthe. Unglaublich aber wahl! Der neue Sondikus der Westsälischen BäckerRegsten Anteil nahm man noch im August vor. Jah= Die Häuser an der Wischerstraße, der Grenze zwischen“ Der neue Synoitns der Westsattschen Haget eneriubilä= Bochum, Herne und Gerthe, gehören nämlich postalisch 9 res an seinem 60jährigen Pri um. Seit 1 nachdem er 58 gehol zember 1925 lebte er im Ruhestande, zu Herne, bzw. zu Gerthe. Daß sich hieraus für die Jahre lang seine ganzen Kräfte der Bewohner dieser Straße ganz unhaltbare ZuSeelsorge gewidmet hatte. Der Verstorbene war ein stände ergeben, liegt auf der Hand. Im übrigen echter Westfalensohn, schlicht und aufrecht, voll Güte Bochum weiß man natürlich nicht, daß Bochum, Wiund Tatkraft. Er war geboren am 12. Mai 1841 in scherstraße, auswärts liegt, daß also kein OrtsWestönnen, Kreis Soest. Am 14. August 1867 ge=sporrosaß zur Anwendung kommt. Es trägt also weiht, kam er bereits am 1. Februar 1868 nach Ca= fast jeder Brief, den die Anwohner der Wischerstraße strop, und zwar zur St.=Lambertus=Pfarrkirche. hier aus Bochum erhalten, einen Strafportovermerk. Und hat er dann 57½ Jahre gewirkt, zunächst nahezu doch beneiden die Bewohner des übri20 Jahre als Cooperator bei dem früheren Dechanienigen Bergens diese Außenseiter: denn sie Lohmann, dann vom 1. Sept. 1887 ab als Pfarrer, erhalten ihre Post zweimal täglich, sie bekom1892 wurde er Dechant. Als er nach Castrop kam, men ihre Pakete ins Haus gebracht. Im übrihatte dieses etwa 3000 Einwohner, zum Pfarrbezirk gen Bergen, das von Bochum V aus bedient wird, gehörten Holthausen, Börnig=Sodingen, Horsthausen, sieht man den Briefträger nur einmal, Paund das Dekanat reichte von Herne bis einschließlich kete müssen von der Postagentur Bochum=Riemke abDortmund und Hörde. Mit dem Anwachsen der Be=sgeholt werden. Das ist ein Weg von 35 Misiedlung kam die Auspfarrung von Börnig=Sodingen, nuten, ein Feldweg, der bei Regenwetter nicht zu Horsthausen und Holthausen, die Errichtung der Filialkirche von Rauxel=Bahnhof, Merklinde, Frohlinde und Schwerin. In den 90er Jahren gelang es ihm begehen ist. Da muß der Bergmann, um sein Paket zu erhalten, für 45 Pf. mit dem Autobus nach Herne fahren, dann mit der Straßenbahn für 30 Pf. nach für das kleine, fost 900 Jahre alte baufällig gewor= Riemke, so daß das Abholen eines Paketes 1.50 M dene Kirchlein eine neue große Lambertuskirche 31 GOi deutochen nnc D. Oetke. und mindestens drei Stunden Zeit in Anspruch nimmt. da der Autobus nur alle zwei Stunden fährt. Sind das nicht Zustände, wie man sie im Herzen des Industriebezirks für ganz unmöglich halten sollte? anbeiten zeit über 30 Jahnen dusammen an der Vervollkommnung der Hausbäckerei Unzählige wertvolle Rezepte werden lausend aus Hausfrauenkreisen eingesandt, geprüft, erganzi— und die bestgeeigneten in Form der bekannten„Dr. OetkerRezept-“ wieder herausgegeben. Die millionenfache Verbreitung dieser Bücher beweist am besten die Güte und Beliebtheit der Dr. Oetker'schen Backzutaten, wie Vanillinzucker.„Gustin“, Backöle und-Aromen, vor allem aber vor. Dr. Oetkers Backpulver das für alle deutschen F.„I... Hausfrauen unersetzlich geworden ist. Bächlein„Dr Oette- Resepte“. Dr. Oetter: Schalbechbed“# Prete 99 Pfs) eind in ellen Laben=mitteigrechüffen eu heben. Wen, kann das Bauen beginnen... Wenn das andere Geld da ist. In der am vergangenen Dienstag unter dem VorBekanntlich schied der Reichstagsabgeordnete Nientimp als Syndikus beim Zweigverband Westfalen im„Germania" Zentralverband Deutscher Bäckerinnungen aus. Jetzt ist dieser Posten neu besetzt worden. Unter etwa 130 Bewerbern entschied man sich für den bisherigen 2. Syndikus des Handwerks= und Gewerbeamtes Iserlohn, Herrn Tubbeing. * Verschwundener Schönheitsfehler. Die Plakatsäule, die auf der Ecke Neu= und Bebelstraße seit vielen Jahren stand, dort aber seit Errichtung des schönen Hansahauses nicht mehr in dem Gesamtbild paßte, ist gestern beseitigt worden. Mit Rücksicht auf ein gutes Straßenbild und die richtige Fernwirkung bei Schaufenstern ist diese Maßnahme, für die wir mehrmals eingetreten waren, durchaus zu begrüßen. * Gautagung der katholischen Kaufmannsjugend in Werden. Am nächsten Sonntag, 5. Mai d. J., trifft sich in Werden die gesamte katholische Kaufmannsjugend des Ruhrgebiets, zusammengeschlossen im Jung=KKV., zu einem Gaujugendtag. Dieses Treffen soll eine imposante Kundgebung für die KKV=Idee, für das Wollen des Jung=KKV. werden. Die Tagung beginnt mit einer hl. Messe um 9 Uhr in der Abteikirche. Danach ist um 10 Uhr die Eröffnung der Tagung. Es werden sprechen zu den Junggehilfen Herr Dr. Dr. Emmendörfer, Essen, über„Der katholische Kaufmann im Wirtschaftsleben“ und Herr Dipl. Handelslehrer Dr. In der am vergangenen Dienstag unter dem Vor= Thies, Köln, zur Jugend über das Thema„Wert der sitz des Beigeordneten und Stadtbaurats Knöll statt= Persönlichkeit im heutigen Leben“. An diese Vorträge gefundenen Sitzung des Ausschusses zur Vergebung schließt sich eine Aussprache. Nach dem gemeinsamen von Hauszinssteuerdarlehen wurde von den durch die— städtischen Körperschaften zur Verfügung gestellten Mitteln zur Bewilligung von Hauseinssteuerdarlehen ein Betrag von ro 400 000 R M. und Zinszuschüsse in Höhe von rd. 38 000 R M. vergeben sowie einige Hauszinssteuerdarlehen zur Intandsetzung von Alt=Wohnungen bewilligt legung beider Brauereien zu der Schlegel=Scharpen###el-Brauerei A.=G. Mit ihr verschmolzen wurden im Laufe der Jahre die Recklinghäuser Aktienbrauerei, die Ruhrtalbrauerei in Herbede, die HohensteinBrauerei in Werden, die Brauerei Dönhoff in Crengeldanz, das Bürgerliche Brauhaus in Herne und im vergangenen Jahre noch die Viktoria-Brauerei=A.=G in Bochum. * Eine auffallende Propaganda konnte man im Laufe des gestrigen Tages in den Straßen unserer Stidt bewundern. Er war ein drei Meter großer gespornter Stiefel. welcher auf einem Flachwagen stehend, umhergefahren wurde und in der Reichswerbewoche der Schuhmacher für Maßarbeit werden wollte. * S c h u l k i n d e r s e t z e n e i n s c h w e r e s I n d i o n= M o t o r rad in Gang. In der Landwehrstraße wurde um die gestrige Mittagestunde von zwei Schulkindern durch Herumhantieren an einem Motorrade mit Beiwagen dieses in Bewegung gesetzt. Der Motor raste mit Vollgas auf ein Haus los, grub sich mit dem Hinterrad buchstätlich in den Boden ein und geriet in Brand. Durch Hinzukommen des Besitzers, eines Herrn aus Stuttart, konnte das Feuer schnell gelöscht werden. Das ad wurde erheblich beschädigt. * K i n d l i c h e r U e b e r m u t hate gestern nachmittag schwere Folgen. Ein Fuhrwerk, an das ein Handwagen gekoppelt war, befuhr die Shamrockstraße. Hinten auf demselden hatten mehrere Kinder, u. a. ein etwa 10jähriges Madchen und ein 8jähriger Junge Platz genommen. Bei einer Biegung riß plößzlich das Verdindungstau, die Karre schlug um und die Kinder gerieten darunter. Hierbei erlint das Mädchen einen tinken Unverarmbruch und Gesichtsverletzungen, der Junge trug erhedliche Verletzungen im Gesicht und an den Händen davon. Paslanten nahmen sich der Kinder an. Das Mädchen kam zum kath. Kronkenhous. * Um eine hose bestohlen wurde Mirwoch nachmittag ein Geschäftsmann der Behrenostraße. Noch im Lanie des Abends konnren die Diebe von der Kriminalpolizei ermittelt werden. Die Burschen hatten das Beinkleid dereits verpfändet und wollten den Pfandschein in einer Wirtschoft der Bahntofftraße an den Mann bringen, als die Polizei Wind davon erhielt. * Ein neuer Mantel, gezeichnet W. F., wurde Dienstag abend einem Stammgast in einem Case der Bahnhofstraße gestohlen. Der Dieb hatte seinen alten Mantel am Kleiderhaken zurückgelassen. * D u r c h e i n e K a f f e e f l a s c h e v e r b r ü h t wurde gestern auf einer Baustelle an der Ecke Bochumer= und Riemker Straße, ein junger Bauhilfsorbeiter. Er sollte eine Kaffeeflasche, die auf einen Osen gestellt war, holen. Als er sie entkorken wollte, sprang plötzlich der Korken aus der Flasche heraus, wodurch sich der glühend heiße Koffee über das Gesiche des jungen Mannes ergoß. Hierbei wurde die rechte Augenpartie gänslich verbrannt, ebenso die rechte Hes= und Brustseite. Unter surch voren Schmerzen mußte der Verletzte einem Arzt übergeden und dann dem ev. Krankenhaus zugeführe werden. * Manteldiebstahl. Am 12. 3. 29 gegen 20 Uhr wurde einem Gast des Hotels Schmitz in Herne sein dunkler, blaugrüner Ueberzieher aus englischem Duvvelstoff im Werte von 200 M. gestohlen. Personen, die den Täter beobachtet haben, werden gebeten, ihre Wahrnehmungen dem Kriminalkommissariat 11, Herne, Mont=Cenis=Str. 10, mitzuteilen. * Versuchter Taubendiebstahl. Am Dienstag gegen 21 Uhr versuchte ein undekannter Täter einen Einbruchsdiebstahl in den Taubenschlag des Schlossers Anton R., Herne, Auf der Insel 9. Er wurde jedoch beobachtet und verscheucht. Gestohlen wurde nichts. Wer kann über den Täter nähere Angaben machen? * V e r k e h r s u n f a l l. Am Mittwoch gegen 18,55 Uhr wurde der Radfahrer Herbert M. auf der Straßenkreuzung Bahnhof= und Neustraße von einem Motorradfahrer angefahren. Personen wurden nicht verletzt; das Fahrrad wurde leicht beschädigt. * Schlägerei. Am Mittwoch gegen 19.52 Uhr wurde das Ueberallkommando nach einer Wirtschaft in der Wischerstraße gerusen, wo eine Schlägerei im Gange war. Die Ruhe konnte wiederhergestellt werden. * Verkehrsunfall Am Mittwoch 2 14.50 Uhr wurde der InMittagessen im„Deutschen Haus“ findet eine Besich tigung des ehem. Zuchthauses statt, sowie nach der Marienandacht um 15,30 Uhr eine eingehende Führung und Besichtigung der Abteikirche und deren Schätze. Um 17 Uhr beginnt sodann die Schlußkundgebung und die Festfeier anläßlich des 10jährigen Bestehens des Jung=KKV.„Nerethina“ Werden in der Städt. Jugendhalle.— So wird diese Tagung in der altehrwürdigen Stadt des hl. Ludgerus ein machtvolles Bekenntnis zum Wollen des Jung=KKV. wer„„„ den. Mögen darum recht viele Jung=RKVer der EinDer Begriff der„Gemeinnützigkeit“, eines Unter= ladung folgen. nehmenz ist vom Gesetzgeber, von der Literatur, von—... der Rechtsprechung des Reichsgerichts, der Oberver= s 75 Jahre Schlegel-Scharpenseel-Brauerei. waltungsgerichte, des Reichsfinanzhofs in langen Jah Die Schlegel=Scharpenseel=Brauerei konnte am ren der Vorkriegs= und Nachkriegszeit herausgearbei= 1. Mai d. J. auf ihr 75jähriges Bestehen zurückblicken. tet worden. Man sollte danach annehmen, daß der Von Joachim Schlegel gegründet, hat sie sich im Laufe Was ist heute„gemeinnützig“ Begriff einer gemeinnützigen Baugenossensgaf; für alle Beteiligten, d. h. sowoyl für diejenigen, die Mitglieder werden wollen, als auch für die amtlichen Stellen, die die Gelder hergeben sollen, feststünde. Man wird aber eines Besseren belehrt, wenn man die Bedingungen liest, die eine gemeinnützige Baugenossender Jahre zu dem bedeutendsten Unternehmen des rhein.=westf. Brauereigewerdes entwickelt. Im Jahre 1899 wurden die Schlegel-Brauerei und die 1852 von Moritz Scharpenseei gegründete Brauerei in eine Aktiengesellschatt umgewandelt und als am 31. Juli 1903 Wilhelm Schlegel stard, übernahm der heutige Geegel staro.— n. a.... n n.„„„ schaft in Magdeburg denjenigen vor###re; die bei ihr neraldirektor Hans Harrer die alleinige Leitung der Dr. August Geiker, Dielejeia. eine Wohnung beziehen wollen. Vier Bescheinigungen Brauerei. Im Jahre 1918 erfolgte die Zusammen) g e g e n valide Hermann Sch., Herne, an der Ecke Strünkeder und Auguststraße von einem Kleinkraftrad angefahren. Sch. erlitt eine Verstauchung am linken Fuß und leichte Hautabschürfungen am rechten Unterarm. * Im Central-Cafe ist heute nachmittag 5 Uhr großes Sonderkonzert unter Leitung des Kapellmeisters Ellersiek. Anschließend vaterländischer Abend mit historischen Märschen. Samstag ab 5 Uhr Tee. ab 8 Uhr Gesellschaftsabend mu Tanz. Sonntag von 11 bis 1 Uhr Morgenkonzert ohne Konzertaufschlag, ab 4 Uhr Familienkonzert. SCoch Schöner wird Ihr Itaar wenn Sie es jede Woche einmal waschen mit dem bewährten Schaumpon(Hoorglonz-Polver liegt gratis bei!! *** Sie sollen billiger kaufen und doch bequem! — ais, IN Arbetter, Angestelltle Beante.kauch eis Zahlungs! Anzchlung u. 15 Nochenraten „ bei Kauf über 100 RN 7 Anzahlung u. 20 Wochenraten Tme Größtes Spezialgeschätt dieser Art am Platze. Herne, Bahnholstraße 62, Eche Wilb-lmstraße Dem Henn über Leben und Tod hat es in seinem unerforschlichen Ratschlusse getallen, Dienstag morgen meine liebe Prau, unsere gute Mutter, Schwester, Schwägerin und Tante, geb. Wohlgemuth nach kurzer Krankheit, im 49. Lebensjahre zu sich in die Ewigkeit zu nehmen. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Wilhelm Kuhweide. Herne, den 2 Mai 1929. Die Beerdigung findet statt am Samsiag, dem 4. Mei, nachmittags 3.20 Uhr, vom Sterbehause, Ludwigstraße 22 a 13 Allen, denen aus Versehen keine besondere Nachricht zuging, diene diese als solche. 1266b Am I. Mal morgens 7.30 Uhr, starb plötzlich und unerwartet, inlolge Altersschwäche unsere liebe Mutter und Großmutter, die wohlschtbare Frau Wilwe geb. Drabinski im Alter von 76 Jahren, wohlvorbereitet durch einen echt christlichen Lebenswandel. In tielem Schmerz: Die trauernden Angebörigen. Herne, Cöthen, Recklinghausen, Münster, Wartenburg. den 2. Mai 1929. Die Beerdigung tindet statt am Samstag. dem 4. Mei. nechm 3.80 Uhr, vom Sierdehause. Steinmerz-Straße 1 aus Das Seelenami ist em gleichen Tage morgens 745 Uhr in der St. Ma ien Piar kiche Allen, denen aus Veisehen keine besondere Nechricht zuging, diene diese ais soiche. Veinet nicht an meinem Grabe Gönnet mir die ew'ge Ruh Denkt was ich gelttten habe, Eh' ich schloß die Augen zu. Dem Herrn über Leben und Todhat es getallen, heute morgen 10.30 Uhr meine liebe Prau, unsere gute, treusorgende Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tanie, die geb. Kleinhubbert Im Alter von 62 Jahren zu sich in die Ewigkeit zu nehmen. Sie starb wohlvorbereitet durch den Empfang der hl. Sakramente. Um stille Teilnahme bitten: Die trauernden Binterbliebenen. Herne-Sodingen, den 2. Mai 1929. Die Beeidigung findet statt am Montag, dem 6. Mai, nachm. 3.30 Uhr vom Steibe hause, Herne-Sodingen, Am Kricken 19. aus. Das Seelenamt ist am Montag moigen um 7 Uhr in der Pfarrkliche zu Börnig-Sodingen. 0 Krieger- und Land vebr-Verein Rerge gegr. 1865 Vereinslokal: H. Knapp. Herne, Bahnhofstr. 1. Pür die vielen Beweise herzlicher Teilnahme anlaßlich des Hinscheidens unserer lieben Verstorbenen sagen wur allen, besonders dem Ksthollschen Prauenverein unsern innigsten Dank. Familie Fraur Wieschermann. Herne-Börnig, Im Mai 1929. Zur Beerdigung unseres Kameraden treten die Mitglieder am Sonnabend, dem 4 Mai nachmittag 3 15 Uhr im Vereins okal H. Knapp. Bahnhofftr 1a. an Die Gewehrgruppe triit um 3 Uhr nachmit ags an. Dunkler Anzug. Müte. weine Handschude, Orden und Eorenzeichen Punktliches und vollzähliges Erscheinen Ehrenpflicht. Der Vorstand Wer will erlernen? Gründliche Aus. bildung in kürzester Frist und zu jeder Zeit. Gefl Angeb unt B. W. 251 an den Herner Anzeiger. Kath. Frauenverein Bornig-Sodingen. Freitag. nachm 3½ Uhr. ist die Beerdigung unseres Mitgliedes(12706 Witwe Elisab. Jaskowck vom Sterbehause, Castrover Str 289 zum Friedhof in Holtbausen Die Verstordene war Mitglied der Sterbedülfe. 700 Mark zu leihen gesucht gegen 10 Prozent Zurückerstattung Zu erfragen im Herner Anzeiger. (617c) Gut erbaltener Herd zu verkaufen(616c Schulz Herne, Eckstraße 7. Am Samstag, d. Mar 1929 vormitt. 11.30 Uhr. werde ich beim Wirt Wiegmann in Herme- Sodingen. Am Kricken 6: 1 Klavier, 1 Kominosen, 2 Büfetts. 1 Credenz 1 Tisch. 4 Lederstühle 2 Sessel und 1 Sosam Umbau öffentlich meistd wanasw gegen Barzahlung versteigern. Castrov-Raurel I. den 2 Mai 1929 Hermert. Obergericht svoll; (1773a) Suche ein Halbtagsmädchen für sofort. Frau Luda Heine=Sodingen Freiheitsstraße 69 ZwangsVerlteigerung Am Samstag, dem: Mai 1929. vormittags 10 Uhr. werde ich an Ort und Stelle: 1 Laden=Einrich. tung(126#9#5 öffentl meistbietend gegen bar versteig. Zusammenkunft der Käufer deim Wirt Emil Biermann, Bahnhofstraße 136 Herne. den 2. Mai 1929 Seiff. Oder=Gerichtsvollz Gebrauchte sehr gut erhalten, von 475.— Mk an Gebr. Schmebl. Herne. Bahnhofftr. 121. Ecke Manteuffelstr (12835 Für sofort einen tüchtigen(12465 Fuhrmann gesucht H. Rinkamp H.=Sodingen, Friv= Ebertstraße 11 Für sofort ein properes gesucht. Haus Vitsch. Josefinenstr. 8 Junges Mädchen. 20 Jahn, sucht Stellung. Nähkenntnisse vord Zu erfragen: Herne= Börnig. Weichselstr. 18 (613c) Existenz! Kleine Lebensmittelfabrik, umständebalber sehr billig zu verkaufen.(607c Zu erfragen im Herner Anzeiger. Schöne 3 ZimmerWohnung mit Stall, kleines Gärtchen, billige Miete, gegen eine 4=Zimm.=Wohnung abgeschloss. zu tauschen gesucht Zu erfragen im Herner Anzeiger. Möbl. in ruhigem Hause z1 vermieten Straßdurgerstr. 37, 1. Stage. Nähe Siepenstraße. 4 7 8 5 Möbl. Zimmer mit 2 Bett. zu vermieten.(6140 Zu erfragen im Herner Anzeiger. Separates schönes Zimmer möbliert auch teilweise leer zu vermieten.(6030 Näberes bei: F. Schuhl, Herne, Schulstr. 17, 2. Et. Freundlich möbl. Zimmer mit zwei Betten zu vermieten Separater Eingang(6108 Lönsstr. 53 III Separates möbl. Zimmer (Parterre), zu vermieten. 60 Gradenstraße 13. Freundl.(590 möbl. Zmmer sofort zu vermiet Wilbelmstr. 20. 2 Etoge, linke Schlafstelle zu vermieten. Bahnhofstraße 118. Et rechte(6064 Gut erhaltener Presnzber-Lre und elektr. Kafferkocher zu verkaufen Lönsstraße 24, 3 Et rechte(615c Ein gut erhaltenes Damen=Fahrrad billig zu verkaufen. C. Fengler, Herne, Huestraße 28. Technikum lage INSENIEUR-SCHULE ue: Maschingnbeu Elegire MOCR Pfoninausirfe m A#. Die große Neuheit: Miele Staubsauger 1929 Modell EEEE gebaut nech den Servus-Petenten Heln Erd- oder Körperschluß, de alle stromführenden Telle von dem Isollergehäuse eingeschlossen eind. Hassepreis R M.140.Preis bei 12 Monetsreten R. M. 150.Mielewerke A. G. Gütersloh Westfalen Ober 2000 Beamte und Arbeiter. IITT SAIH Hn TA ET EN N Empfohlen im Kirchlichen Anzeiger: Andachtsbüchlein für die Maiandacht von Pfarrer Dr. August Wibbelt je Stück 50 Pfennig Zu haben bei Koethers& Röttsches Herne, neben dem Postamt unsere Botinnen nehmen Bestellungen entgegen — Werbe-Preise“gusen“- Strümpfe Der guts Gebreuchs-Strumof a0 Die sollden Herren-Sochen 05 m. verstärkter Ferse u. Spitze, in schwarz ZII mit verstärkter Ferse und Spitze Paar LU: gamn. We eschn Karenun. u 15, und Hochterse, enorm bilig... Paar 103 Sians Sperzial-Sochen— Ein Sonderposten aus erstd Seidenfio Kunstseide plattiert, eine besonders bemit unbedeutenden Schönheitsichlern. weit U5 währte Opalist. sehr bili... Paur J06 s Aaahste 6...... Pest 903 gings duastäts Socken„ a Sinns uualitäts-Strumpf„Tram'ssa—: aus anerkannt guter und fester Kunstseide 1 AH aus feinstem Seidenflor, sehr elegant und 1#1. und vorzüxlichem Flor..... Paar l. 70 Enas Lume. Grmmaf Priuraceg. Plescarserte Kinder-Stümpte 90 Sthns Luxus-Strumpf„Frizesse Par krättige, zlanzreiche Qualität. Gr. 1 Paar LU; aus anerkannt guter. feinmaschiger 1 UI.) jede weitere Größe 5 Pix. mehr. Perl Waschselde Paar 1.00 Wacn, um Der spamst Bembern-Galr..— Kröttge Kinder-Strmpte 10 #chgter visses„Dembeig-DoNd„IE die beliebte Strapazierqualltät, aus star AR der elegante Strumpf aus edel- HI.l kem Materlau.... Größe 1 Paar 104 ster Waschseide Paar L. 10 jede weitere Größe 7 Pfa. mehr. Besuchen Sie unsern Eririschungsraum 1 Tasse feinsten Bohnenkattee an 1 Sina-Platte n0 mit Milch und Zucker" 4UD mit einer Tasse vorrüglichem Bohnenkaffee 300 1 Tasse leins on Gohnenkattee gn 1 Reslauralons-Platte 1 00 005 mit 1 Tasse erstklassizem Bohnenkaffee. 1.00 und 1 Stück Obsttorte. zusammen Herne Bahnhofstraße 37-39 für Betten. Soias asu Dreil. Inlett, Plüsch, Ledartuch Hapok. Roßhaar Werg. Seegras, Soring edern. Gurte. Schnüraden. So’c- u. ChaiselonqueGestelle. Strohsöcke, Schonerdecken. Schlafdecken. Fertige Matratzen, Solas. Chalselong. nlertert konkanenslos billig Lieferune durch eigene Autos Berner Sächebaus Fr. Spies Abteilung Polstermalertal, Herne. Gortenstrasse 24 Nähe Altmarkt), der weueste Wer lohnt sich nach hier. * Calé Berkey Die gute Tasse Kallce 25 Pig Der neue, schöne Hanomag 2800 Mark in 18 Monatsraten Kostenlose Probe— satzt durch Stahlhacke&8mp; Trenczek, Neustr. 18 HypothekenKapitalien für Gescha ts- und Wohnhäuser. Sied ungen eie. vermittelt nachweislich schnell und unter günstigen Be dingungen. Zusage in 4—5 Tagen Lodwig Gorgels, Bankvertreter Herne, Bahnhofstraße 125, Teleion 501 18. 13412 Beizen. Polieren u.Modernisieren Emnzemöbeln, venzen Wohnung. Ledenen schtungen. Dtros- und ngen in alen Farb tönen. Sämt iche Schreinerrepereturen Miax Thumernicht Herne. Kirchholettaße S. Telelon Nr 31178 und. Wanobekle S 2Der“ RadiOmmel. ohne besondere Aurahlung an Beante, Angestellte und Arbeiter. Auf Wunsch Vertreterbesuch. Otterten unter K S. 177 an den Herner Anzeiger. auzschule Diel Rosenstr 10. am Alten Markt. Rur 31116 Privat= und Gesellschaftszirkel. Einzel=Unterricht zu jeder Zeit für Kinder und Erwachsene: Gymnastik in unseren eigenen Räumen Anmeldungen zu Kursen Rut und Sprechstundnachmittags von 5—8 Uhr. 14365e hatte die Einkautsvereinigung deutscher Schuhwarenhändler. Jeder mag sich selbst sagen, wie billig dadurch der Ein- und tolglich der Verkaut jedes einzelnen Paares werden muß. Wer sehr gut und vorteilhaft bedient werden will, kaute deshalb seine Frühjahrsschuhe in dem angeschlossenen leistungsfähigen Spezialgeschäft Schuhhaus Rudolf Köller Bahnhofstr. 107 Herne em Behnhof Rundfunk=Orogramm Laugenberg(462.2) u. Köln(263.2). Mit Aachen(455.9) und Gleichwellensender Münster(265.5). Gleichbletdendes Werktags=Programm. 10.15: Sendungen für Versuche und die Industrie o 11.15: Schultun!(Do. u. Nr. 11.35 O 12.50: Wetter, Zeit. 6 13.30: Programm. S 15.30: Wirtscha“; berichte. c 18.50: Vom Tage la. Sa.). Wirtschaftsm. Wetter. Unser Spielolan in dieser Woche ist unerhört stark. denn er bringt zwei Werke, von denen man nicht sagen kann, welches das Größere, Schönere oder Sensationellere ist. Der neue Henny PortenGroßfilm Das Tagesgespräch der Weltstädte!! Freitag. 3. Mai. 10.15: Schallvlatten.# 11.55: Schulfunk Französische Unterhaltung# 12.20: Schallptatten# 1305: Kontert o 13: Kindersvielstunde. Aus dem Leben eines Arbe S 15.45: Christa Riesel=Lessenthen: Fahrt durch Urbastal. v 16.10: H. v. Wedderkov: Neue kranzd üche Literatur. 16.50: Irgendu č 17: Jug Westdeutschland üche Literatur. gendfunk. Pros Heagen liest Er zählungen aus alten Chroniken.— H. Holwe sinat alte Volkslieder zur Laute— Maria Virnich erzählt zwei Großstadtmarchen von Pr. Schönlant. 17.45: Konzert, Ausf.: E. Koldeweier Bariton, „. Urad Cellos. G. Bunk(Klavier o 18.30: Pros Dr. 1 Seitene Bücher o 19.15: Englische Unterhaltung. o 19.40: Land gerichtsrat Schniewind: Das Recht des Zwilprozesses. O 20: Abend musik des Kl. Funkorch. Verdi: Melodien aus„Othelle".— Lorzing: Ballettmusik aus„Undine“.— Dchaikowski: Romanze Kaiserwa zer o 21: Die deutsche Sinionie. Romant! Sintonie D=dur.— Spohr: Fünfte Sinsonie 8 Darauf: Nachtmustk. Tan— Strauß: Rai Funkorch. Schubert: Sintonie D=du Cmoll.— Weber: Sinionie C-dur Deutsche Welle 1646 Sender Königswusterhausen und Jeesen Deutsche Welle. Freitag. 3. Mai. 12: Pros. Dr. Lampe und Freiherr von Autenried Biologischee vom Indo Malanischen Archioe! Frr. Antenried: Biologischee vom Inso Malarischen Archtoel S 14.30. Mitteilungen der Berd der Bieud Landgemeinden o 12.55: Nauenei zeit c 14.30: Kinderlieder Kruhling überal! S 15: Dr. Gotistern: Die gesundbeitlichen Gesahren und idre o 15.30: Wetter und Börse. o 15.60: Krauenstunde: Hedwig Gomoll Ein Beiuch deim Giasblaser S 10 Irof. Hr Valentin Fürh Büloe sum 30 Geburtsteg C 16.30 Pro:. Dr Mersmann. Einjübrung in Sonale und Sumpbome n 17: Ronzert dei Ravelle Gebi Steiner# 18. Diei D## Brudl: Die deutiche#ischinduutrte 18.31) Enaliich##i Forlgeich: " 18.55: Ober=Ing Huedner Gloßsenerschun S 19.20: Hant detterieden S 20 Bildrunk Aus dei Philharmome: Sinionielonzer! Milo: Wladimti Horowit Aarter Konzertgedoum=Orchester. Amsterdom. O 22.45: Bildsunk Einen Monat stand Berlin Kopf bei diesem Film Die schwache Stunde einer Frau. Ein Film von der Frau, die sich vergaß UNIVERSAL nach der am meisigelesensten Novelle des modernen Autori Stefan Zweig. Lebenswahrheiten, allerdings bittere. Le ist das. was täglich um uns vorgebt— ohne daß wir es sches— erkennen— wal jedem von uns beate— morgen— passieren kann. Einlage 4 Lustspiel# Wochenschaum Kultur Saa. Nummer 103 7 Drittes Blatt Herner Anzeiger Freitag, den 3. Mai 1929 Die alemlose Jagd. Im vorigen Jahre mußte das Bahnpersonal an den Bahnhöfen in Castrop und Herne häufiger die Wahrnehmung machen, daß nächtlicherweile Stückgutwaggong geptündert wurden. Trotz erhöhter Aufmerksamkeit war es lange Zeit nicht moglich, den anscheinerd recht vorsichtig zu Werke gehenden Dieb zu ertappen. Erst in der Nacht zum 22. Dezember vorigen Jahres glückte der Fang eines Eisenbahndiebes. Ein Aushilfslademe ster bemerkte, wie wir dem C.-R Stortanzeiger entnehmen, beim Revidieren der Wagen im Bahnhof Herne einen Mann, der mit einer Kiste unter dem Arm das Weie suchte. Der Lademesster rief Hilfe herbei, und man nahm gemeinsam die Verfolgung des Diedes auf. Das war eine aufregende Jagd quer durch den Güterbahnhof und dann über Stock und Stein. Der Diev hatte die Kiste fortgeworfen, um besser kaufen zu können. Dann sorang er pötzlch in einen Wassergraben und sicherte sich dadurch, daß die Verfolger erst eine seichte Stelle suchten, einen größeren Vorsprung Den Verfolgern und auch dem Verfolgten ging jetzt die Luft aus, sie fielen allesamt zu Boden. Als der Verfolgte das merkte, raffte er sich mit letzer Kraft zusammen, um nun doch noch zu entkommen; aber auch die Bahnbeamten hatten sich schnell wieder erholt und eilten wieder hinterdrein. Sie sahen gerade noch, wie der Dieb in einem nahen Haus verschwand. Als man dort überall nachsuchte, fand man den Dieb im Dunkeln platt auf dem Erdboden liegend total erschöpft vor. Er war anfänglich nicht fähig, auch nur ein Wort herauszubringen. Später sagte er nur:„Behandelt mich wie einen Menschen, das übrige werde ich schon verantworten.“ Der gesaße Eisenbahndieb war der im Jahre 1893 gevorene Bergmann Heinrich St. aus Castrop=Rauxel, durch dessen Verhaftung dann auch noch zwei andere Diebstähle auf dem Bahnhof Castroo zum Teil wenigstens aufgeklärt werden konnten. St. hatte nämlich einige Zeit früher dem ihm bekannten Kolonialwarenhärdler K. aus Herne eine Hose und einen Posten Aufnehmer verkauft, die ebenfalls aus Eisenbahndiebstählen stammten. Andere Dnge, die St. dem K. auch noch zum Kaufe anbot, wie eine Wringmaschine, Lederwaren u. a. m., hatte K. abgesehnt. All diese Sachen, von denen noch eine Reihe bei einer Haustuchung in St's. Wohnung vorgefunden wurden, waren aus Stückgutwaggonz gestohlen worden. Jedoch wollte St. der Died nicht gewesen sein. Die bei ihm vorgefundenen Gegenstände habe er von einem gewissen Moritz Sr. gekauft, hatte er mal gesagt, später sprach er von einem Zigenner, den er immer en der Nähe des Bahnhofs getrofsen haben will. * Vor Gericht ließ er es darauf onkommen, daß man ihm die Diebstähle nachwies; er machte nur ganz wemiae Einwendungen. Das Gericht war daher auch nicht imstande, ihm die beiden Diebstähle auf dem Bahnhose Castrop nachzuweisen, so daß er in diesen Fällen nur wegen Hehlerei bestvaft werden konnte; dagegen war der Fall auf dem Herner Bahnhof klar. St. wurde zu insgesamt 8 Monaren Gefängnis verurteilt. Während der wegen Hehlerei angeklagte K. freigesprochen wurde. Konzert des M.=G.=V.„Freundschaft". Am kommenden Sonntag veranstaltet der M.=G.=B „Freundschaft" in Herne=Süd ein Konzert im Saale des Ledigenheims. Der Verein zählt zwar nicht zu den größten unserer Stadt, aber er verfügt über wervolles Stimmenmaterial und hat seit 1899 in rühriger Weite dem deutschen Liede gedient. Es war ihm sters vergonnt, sangeskundige Dirigenten zu haben, die ihn vortrefflich förderten. Das jetzt gur vorber##e##e Konzer weist in seiner Vortragsfolge Chorwerke von tiefer Musikalität auf. Es seien genannt:„Frühlingslardschift“ von Otto,„Sängermarsch“ von Münkes, „Sonntagsfrühe“ von Adenhofen, u. a. Der Eintrittspreis(0.60 Mark) ermöglicht es jedem Gesangesfreund, einige genußreiche Stunden zu verleben. Der Anfang des Konzertes ist auf 6 Uhr abends angesetzt. Liederabend des M. G. V.„Arion“ Herne=Baukau. Am Sonnabend, dem 4. Mai, veranstaltet der M. G. V.„Arion“ in den Räumen W. Koop(Inh. Hermann Schneider), La-Roche=Straße, seinen diesjährigen Liederabend. Der Verein, der im vorigen Jahre zu seinem 50jährigen Jubiläum den Emscher=Ruhr= Gau des Westf. und Deutschen Sängerbundes begrüßen durfte und seinen Gönnern und Sangesbrüdern ein auserlesenes Programm darbieten konnte, ist wohl allen noch in Erinnerung. Auch zu ihrem jetzigen Liederabend haben die Sänger des M. G. B.„Arion“ sich ein hüvsches Programm zusammengestellt. Es gelangen Chöre von Schubert, Hega und Lieder einiger anderer Komporisten zum Vortrag. Zur Verschönerung des Abends wird die Kapelle Heinrich Biermann mitwirken. Herr Biermann wird einige Piston=Soli zum Besten geben. Der Liederabend verspricht recht genußreich zu werden. Anschließend Tanzkränzchen. * Der Barbara-Arbeiter= und Knappenverein seierte am Sonntag nachmittag 5 Uhr im vollbesetzten großen Gesellenhaussaale sein diesjähriges FrühlingsFamilienfest. Der Präses, Vikar Eggenwirth. eröffnete die Feier mit herzlichen Begrüßungsworten Die Kapelle Stegemann sorgte für gute Unterhaltungsmusik. Dann ging unter der Oberspielleitung von Cl. Spies ein Volksstück„Bettel=Heini“, ein anspruchsloser Dreiakter von Herm. Marcellus, über die Bühne. A. Dubis war als Gemeindeältester mit seiner kräftigen Stimme wie geschaffen für seine Rolle. Leni, seine Tochter, dargestellt von Frl. Ikemann, gab gut die leidgeplagte Tochter des gestrengen Vaters, Frau Lingenau spielte recht remperamentvoll die Krugbäuerin, während H. Kröger ihren Sohn Franz darstellte. H. Kowalski gab einen prächtigen jüdischen Handelsmann, Fr. Grona den alten abgedankten Kriegsinvaliden. Die immer fröhlich gelaunte Bärbele, Lenis Freundin, spielte Frl. K. Diegen. Frau Bernarding verkörperte schauspielerisch recht gut die Pflegemutter des Heini, während dieser selbst in sicherer Weise von Cl. Spies selbst dargestellt wurde. Auch die übrigen Spieler taten ihr Mögliches, um den guten Verlauf zu sichern. Nach der Aufführung des Stücks blieb man noch einige Stunden bei Spiel und Tanz in fröhlicher Stimmung beisammen. * Der Gardeverein Herne veranstaltet morgen abend 8 Uhr ein großes Militärkonzert, ausgeführt von dem Musikkorps des Kölner Gardevereins unter Mitwirkung des weltbekannten schwarzen Paukenschlägers des ehem. Potsdamer Leib=Garde=Husaren=Regiments. * Der Krieger= und Landwehrverein Herne=Horsthausen hatte seine Mitglieder für Sonntag vormittag 11 Uhr in das Vereinsheim H. Krawinkel zu einer Monatsversammlung eingeladen. Eröffnet und geleitet wurde diese durch den Kameraden Ehrenvorsitzenden Kocks. Zwei Mitglieder konnten neu ausgenommen werden. Der 1. Schriftführer gab Kenntnis von den Eingängen, unter denen eine Einladung zur 25jährigen Jubelseier, verbunden mit Regimentstag der 131er Herne am 15., 16. und 17. Juni, eine Einladung des Gardevereins zum Militärkonzert am 4. Mai im Katb. Gesellenhaus zu Herne, eine Einladung des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. B. für das am 5. Juni in Gelsenkirchen stattfindende große Militärkonzert zum Besten der Kriegerfriedhöfe und eine Einladung des Kriegervereins„Kaiser Friedrich“ Hochlarmark zur Fahnenweihe mit 40jährigem Bestehen des Vereins zu finden waren. Den Mitgliedern wurde rege Teilnahme an allen diesen Veranstaltungen empfohlen. Zu dem am 25. Mai in Minden stattfindenden Abgeordnetentag des Westf. Prov.=Kriegerverbandes wählte die Versammlung Abgeordnete. Ferner gelangte die zweite Kundgebung gegen die Kriegsschuldlüge zur Bekanntgabe, die Kameraden zeichneten sich in eine zu diesem Zwecke aufgelegte Liste ein. Im Laufe der Aussprache über den am 14. Juli stattfindenden Ausflug wurde beschlossen, daß die Fahrtkosten der Verein tragen soll und für die Verpflegung jedes Mitglied selbst aufkommen muß. * Ehem. 98er, Ortsgruppe Herne und Umgegend. Am Sonntag, dem 21. April, wurde diese Ortsgruppe beim Kameraden Daniel Busen, Schul- und Wilhelm=Straßen=Ecke, gegründet. Kameradschaftspflege, Austausch alter Erinnerungen sowie geschlossene Beteiligung an den Wiedersehensfeiern soll Zweck der Vereinigung sein. Politik wird ausgeschlossen. Die diesjährige Wiedersehensfeier findet vom 3. bis 5. August in Düsseldorf statt. Kameraden des ehem. Inf.=Reg. und Res.=Inf.=Reg. 96 und der Masch.=Gew.=Abt. 14, welche der Ortsgruppe beitreten wollen, werden gebeten, sich im Verkehrslokal Busen in die dort aufliegende Liste einzutragen. Die nächste Versammlung der Ortsaruppe wird dann noch im Vereinskalender dieser Zeitung bekanntgegeben. * Der Verein ehem. Pioniere und Verkehrstruppen hält am morgigen Samstag, abends 7,30 Uhr, beim Kameraden H. Wiegmann, Am Kricken 7, seine Fahnennagelung, verbunden mit Fesikommers ab. Der Gruppenführer, Hauptmann d. R. a. D. Küch, hat die Festrede übernommen. Zur Hebung der Feierlichkeiten sind die Zimmeriche Kapelle und ein Gesangsquartett verpflichtet worden. Eine aus Kameraden des Vereins gebildete Theatergruppe wird mit einem lustigen Pionierschwank aufwarten. Auch die Jungpioniere in Uniform werden wieder eine Rolle spielen. Schauburg Die Direktion schreibt: Der neue Henny PortenFilm„Liebfrauenmila“ erlebt nun auch in Herne seine Aufführung. Es ist ein lustiger Film vom Wein und vom deutschen Rhein und die große Gemeinde der Henny Porten=Freunde wird es mit Freuden begrüßen, ihren Liebling in einer Rolle zu sehen, die ihr besonders gut liegt. Um es vorweg zu sagen, man kommt auf seine Kosten. Unsere Henny ist so richtig in ihrem Element, übermütig, frohsinnig, frisch und voll Temperament. Für die Regie zeichnet Carl Froehlich. Der Kenner weiß: dann gibt es was Besonderes. Verraten sei noch, daß ein richtiges Winzerfest in Bacharach geschickt in die Handlung eingeflochten ist, wie überhaupt die Szenerie mit seltener Geschicklichkeit zur Umrahmung dieses prächtigen Filmes verwendet wurde. Aktuelle Fragen des Kanal= und Eisenbahnbaues. In der letzten Vollversammlung der Industrie= und Handelskammer Münster behandelte in einem längeren Referat stellvertretender Syndikus Stoppenbrink die aktuellen Fragen des Kanal= und Eisenbahnbaues und des Eisenbahnfahrplans innerhalb des Handelskammerbezirks. Ausgehend von dem noch in diesem Jahre in Betrieb zu nehmenden Lippeseitenkanal, der neue Kohlenabfuhrwege für die am weitesten nach Norden vorgeschobenen und zur Kammer gehörenden Zechen schaffen soll, der gleichzeitig aber auch für die Getreidetransporte von Rotterdam nach Münster und Saerbeck in Betracht kommen dürfte, ging der Berichterstatter in längeren Darlegungen auf die Bestrebungen auf Erweiterung des Dortmund-Ems-Kanals zu einem den heutigen Ansprüchen genügenden Großschiffahrtswege ein und gab der Versammlung ein Bild über die Gesichtspunkte, die eine alsbaldige Bewilligung der für den Ausbau erforderlichen Mittel durch den Reichstag zu einer gebieterischen Notwendigkeit machen. Auf dem Gebiete der Erweiterung der Eisenbahn= anlagen sei für den Kammerbezirk das sogenannte Ausbauprogramm der Reichsbahn für das Ruhrgebiet von besonderer Bedeutung, da hierdurch die Verkehrsverhältnisse in einem der wichtigsten Teile des Bezirks, dem sogenannten Vest Recklinghausen, aller Voraussicht nach namentlich durch den Bau der Nord=Süd=Strecken Essen— Haltern und Bochum— Herne— Recklinghausen eine wesentliche Verbesserung erfahren dürften. Besonders hervorgehoben wurde eine in einer letzthin bei der Reichsbahnhauptverwaltung stattgefundene Besprechung gemachte Zusage, wonach diese beiden NordSüd=Strecken so rechtzeitig in Angriff genommen werden sollten, daß sie gleichzeitig mit der Eröffnung der neuen Bahnhöfe Essen und Bochum in Betrieb genommen werden könnten. Von sonstigen aktuellen Fragen auf diesem Gebiete wurde noch der Ausbau der Strecke Dortmand— Münster zu einer zweigleisigen Vollbahn hervorgehoben. Auf dem Gebiete des Eisenbahnfahrplanwesens müßten die Verhältnisse wesentlich einfacher liegen, da zur Erfüllung der hier vorhandenen grundsätzlichen Wünsche keine großen Kapitalinvestierungen vorgenommen zu werden brauchten. In diesem Zusammenhange wurden besonders die Forderungen behandelt. die Münster in seiner Eigenschaft als Hauptstadt der Provinz Westfalen mit Recht stellen kann und die namentlich eine beschleunigte Verbesserung der Verbindungen nach Ost= und Südwestfalen verlangen. Auch einer Verbesserung der Verkehrsbeziehungen zwischen dem Münsterlande und dem benachbarten Holland wurde besorders Erwähnung getan und angedeutet, daß gemeinsam mit allen in Betracht kommenden Kreisen auf deutscher wie auf holländischer Seite binnen kurzem eine besondere Aktion eingeleitet werden soll, um durchgehende Eilzüge von und nach Amsterdam zu erreichen, die in Gronau geteilt werden und von dort einmal über Burgsteinfurt nach Münster bzw. darüber hinaus nach Hamm und Kassel und andererseits über Coesfeld und Lüdinghausen nach Dortmund verkehren sollen. Eine gan, selbstverständliche Forderung der Handelskammer sei außerdem die von Jahr zu Jahr erneut und immer weitergehend zu stellende Forderung auf bessere Einbeziehung des Vestes Recklinghausen sowohl in den großen Durchgangswie auch in den inneren Verkehr des rheinisch=westfälischen Industriebezirks. Bergassessor Stein(Recklinghausen) machte noch eingehende Ausführungen über die Lage im Bergbau und den am Vortage gefällten Schiedsspruch im Lohnkampf. Herr Guthmann(Münster) berichtete über die Pläne von landwirtschaftlicher Seite, ein Getreidehandelsmonopol zu schaffen, legte sehr eingehend den Standpunkt des Getreidehandels zu dieser Angelegenheit dar und verlangte energisch eine tatkräftige Unterstützung dieser Gedankengänge durch die Kammer. Es wurde beschlossen, die ganze Frage in kürzester Frist mit aller Tatkraft aufzugreifen Noch viel größeres Interesse wird aber der zweite Großfilm erwecken.„Angst!“ Eine Verflmung von Zweig's Novelle, der bekanntesten und meistgeleensten dieses modernen Au ors. Das Bemerkenswerteste an diesem Film ist das Feingefühl, mit dem der Regisseur Steinhoff die Figuren plastisch herausgehoven hat. Das sind wirklich Menschen, die ein Schicksal erleben. Auch anspruchsvolle Zuschauer werden an diesem Filme Entgleiungen und Oberflächlichkeiten nicht entdecken können. Mit einer sich zwangsmäßig ergebenden Selbstverständlichkeit gehr alles vor sich. Wunderbar ist, wie kleinste Handlungen, sche nbar nebensächliche Momente, Gesten zum Erlebnis werden. Man erlebt die Furcht, man fühlt die Angst, man bangt mit den Darstellern urd vergißt darüber, daß es ein Spiel ist. Ein Stück Leben, wie es jeden, jeden Tag packen kann— vielleicht heue— vielleicht morgen. Sie— wir alle sind in diesem Film Akteure— es kann Ihnen genau so gehen. In der Tat ein Film voll Wahrheit. Jeden geht dieses Thema an. Capitel „Auf der Rceperbahn nachts um halb eins" Die Direktion schreibt: Sieh da: Eddie Polo einmal nicht Wild=West, sondern Hamburg— So. Pauli, das nicht minder wild sein kann. Aus einem Stoff, darin ein Dreizentnerschwein die Hauptrolle spielt, ist eine ebenso lustige wie bewegte Schwankhandlung entstanden, die reichhaltig ist an wilden Verfolgungen, Keilereien, halsbrecherischen Klei ereien auf Hausdächern und im Hafen. Tanznächte im Hamburger Trichter(Original), Aufnahmen vom Dom und auch von den seineren Partien der schönen Hansestadt. Eddie Polo ist ja ein alter Bekannter. Sein„Bizeps“ ist zuverlässig wie immer, seine gutmütige Derbheit ist beliebt. Dann noch Lydia Potechina, Harry Nestor und die hübsche kleine Inge Borg.—„Der sellsame Jall eines Arztes“ mit Conrad Beidt. Mit diesem Film geben wir dem Herner Publikum eine große Kostprobe von der Qualität unserer unübertrefflichen Spitzenfilm=Abschlüsse. Der Film behandelt den Verzweiflungskampf eines unschuldig verurteil#en Arztes um die Wiederherstellung seiner Ehre, es ist Conrad Veidts erster Amerikafilm.— Der bunte Teil wie üblich: Groteske, Wochenschau, Kulturfilm. Spätvorstellung im Capitol. Heute(Freitag), Sonnabend und Sonntag, abends 10,30 Uhr, finden drei Sondervorstellungen sturt. Zur Vorführung gelangt der Aufklärungs= und Serualfilm„Der Fall der Sonja Petrowa“, der mit wissenschaftlichem Ernst das Thema der Abtreibung behandelt. Seine Wirkung wird durch die volstümlich schlichte und darum so ergreifende Spiekhandlung noch verstärkt. Keine Frau sollte es versaumen, ihn zu sehen.— Vorher Aufklärungsvortrag des Herrn Dr. Hunold, Herne. Ueber diesen Film schreibt das Berliner Zentrumsblatt, die„Germania":„Russische Sexuakfilme erfreuen sich in Deutschland keines besonders guten Rufes, und das mit Recht, denn die Moralanschauung des bolichewistischen Rußlands sind abgrundtief von umeren eigenen christlichen entfernt. Um oo überraschender ist es, daß dieser in Rußland entstandene und... daselbst mit Erfolg aufgeführte Film von uns nicht abgeleyn## werden braucht. Wir können nicht beurteilen, welche Arbeit, die Schere an diesem Film geleistet hat, bevor man ihn einem deutschen Publikum vorsetzte. Uns kümmert nur der Film, wie er jetzt gezeigt wird. Dieser ist ein Aufklärungsfilm, der über dem Durchichnitt der sonstigen Produkte steht. Die Sexualfragen werden mit Ernst und Wissenschaftlichkeit behandelt und die Tendenz ist unanfechtbar. Die Fabel, welche die aufklärenden Bildstreifen einrahmen, erzählt von einer russischen Arbeiterin, welche einer Winkeläre in zum Opfer fällt. und einem Gericht, das diese Kurn#uscherin zu fünf Jahren Zuchthaus verurteilt. Die schemat'schen Darstellungen sind streng und sachlich und vermeiden unnütze Pikanterien. Sehr reizvoll, wenn auch nicht zum eigentlichen Film gehörig, ist ein zweiter Teil, welcher von Kinderfrenden und Kinderpflege erzählt. Welcher Akzent freilich dieser Vorführung durch einen tendenziös gefärbten Begleitvorttag gegeben werden kann, braucht nicht näher erörtert zu werden...“ Vereinskalender Krieger. und Landwehrverein Herne, gegründet 1865. Vereinslokal H. Knapp, Herne, Bahnhofstraße 1. Sonntag, den 5. Mai, vormittags 11 Uhr. im Vereinslokal H. Knapp: Kameradschaftl. Beisammensein. Pünktliches und vollzähliges Erscheinen erwarter Der Vorstand. Verein ehem. Dioniere und Verkehrstruppen Amt Sodingen. Samstag, 4. Mai 1929, abends 7,30 Uhr, im Pionierheim Heinrich Wiegmann Fahnennagelung und Feitkommers. Teilnahme ist Ehrensache. 12795 M. G. V.„Arion“ 1878. Herne-Baukau. Sonnabend, den 4. Mai 1929, abends 8 Uhr, Liederabend mit anschließender Tanzunterhaltung in den Räumen W. Koop, La=Roche=Straße. Der Vorstand. Oh Juit Site Eit verderine butterjein ½2 P6.5O PE 1— **—**— Deutsche Jugendkraft. Die Landballer eröffneten die Zubiläums. woche der Sportfreunde 19. DIK. Herue-Süd— Arwinia Eickel 2:4. Die Jubiläums=Diplom=Spiele haben begonnen, anf dem Platze der Blau=Weißen nahmen sie mu dieem Spiele ihren Anfang. Mancher wird erstaum gewesen sein, ein solch klassiges Spiel vorgeführz zu sehen. Es war foir vom Anfang bis zum Schluß Die fest gleiche Reidung beider Mannschiften brachte orel Irrtumer. Der Herner legen gleich mit mächtiTempo los und setzen sich gleich in des Gegners 5 Ken! sie fest, man alaub: an einen Sieg der Herner, doch Gegner, der im Feldspiel überlegen war, Die Fangtechnik, das Abdecken und der Ausbau der Angriffe waren bei Arminia um vieles besser. Beispielloser Eifer und Siegeswillen zeichneten Süd aus, dessen Sturm den Sieg verscherzte durch zu langsames Spiel der Halbstürmer, die auch heute ihre Läufer in keiner Weise unterstützten. Der Haldinke stand fost immer gedeck und rührte sich kaum von der Selle. Man muß sich auch mal Bälle holen und sich nicht nur auf eine Kameraden verlassen. Die Läufer waren eifrig, vergaßen aber das Abdecken. In der Verteidigung war der Linke der Bessere. Der Torwart war HerneSüds bester Mann. Eickel datre seine besten Leute im nner des Hantbollsports sahen gleich Herne=Süds Niederlage voraus, die hervorgerufen wurde durch zu weites Aufrücken der Läufer. Einen Sturm wie densen gen der Arminin ungedeckt zu lassen, rächte sich bitter. Bold naht auch das Verhängnis, ein Durchdruch Arminias bringt ihnen den 1. Erfolg durch Halbrechts. Herne=Sud sieh den Fedler nicht und läßt sich weizer in Arminias Hälfte locken. Der Arm nenSturm bricht abermals durch, und der Halbrechte sendet zum zweitenmal unhaltbar ein. Durch einen dritten Durchbruch holt sich Arminia Nr. 3. Die Hinterreihe Arminiag wird durch diese Erfolge ziemlich iis Nune den brns- Sid und Sonr aie schon glaubt man on ein Unentschieden, da bricht ninias Sturm vor, und der halbrechte wirft das 4. Tor. Dann ist Schluß. Die bessere Technik und Taktik brache den Arminen den Sieg über einen Torwart. in den Verreidigungen, dem linken Läufer und dem Helbrechen. Der Schiedprichter leitere einwandfrei und auf * Auch am heutigen Tage ein Diplomspiel Blau=Weiß Herne— Wottenscheid-Neustadt. Dieses sind die Gegner für den heurigen Freitag. B-Meister gegen Gau=Klassenmeister. Blau=Weiß steht vor einer großen Aufgabe, die zwar durch das eigene Gelände gemildert wird. Warenscheid=Neust#dt schnitt zwrr in den Punktespielen nicht gerade günstig ab urd nimmt den vorletzten Platz ein, doch stellen sie eine ausgeglichene kamrFreudige Eli ins Feld, die der Mannschaft von„Blau=Weiß" das Leben sauer machen wird. Unser B=Reister besitzt jedoch die gleichen Eigenschaf en. so daß wir sogar mit einem Sieg rechnen. Anstoß 6.30 Uhr Worüber man in Sportkreisen spricht... Rachbetrachtungen zu dem Länderiviel Deutschland- Italien. Der große Fußballkampf, der schon wochenlang die Sportherzen in Deutschland und Inalien höher schlagen ließ, ist vorbei. Der Kampf endete mit einem nicht erwarteten 2:1=Siege der deutschen Länderelf, die damit ganz heroisch abschnitt. Zwar war der Sieg der deutschen Mannschaft während des ganzen Spiels stets gefährdet und er kann von rein fußballsportlichem Standpunkte aus als glücklich bezeichnet werden. Wenn man aber bedenkt, daß Deutschland auf dem gefährlichen italienischen Boden nicht nur gegen die wuchtigen Italiener, sondern auch gegen den Sieg verlangenden Willen von fast 40 000 Italienern spielen mußte, so kann man sich über den Sieg der deutschen Mannschaft herzlichst freuen. Es war vielleicht die erbittertste Abwehr, die in Turin eine deutsche Deckung mit Weber, Beier und Stuhlfauth ausbrinmußte. Es war sicher das größte Spiel, das der Frankfurter Läufer Knöofle je in seiner Fußballzeit geliefert hat. Daß unser Sturm gegen die starken Itanener sich körperlich nicht durchsetzen konnte, war zu erwarten, daß er aber doch noch Gelegenheit fand, seine fußballtechnischen Fähigkeiten und sein taktisches Denkvermögen wirkungsvoll und erfolgreich zur Geltung zu bringen, ist ohne Zweisel lobenswert zu nennen. Die Italiener, die nach der Niederlage in Wien auf dem Turiner Feld wieder wettmachen wollten, haben verzweiselt bis zur letzten Minute gekämpft und sast alle Zuschauer sind betrübt und enttäuscht über die Niederlage ihrer Nationalmannschaft vom Platze gegangen. Der 28. April 1929 ist für Italien em nationaler Trauertag... für Sportdeutschland ein Tag des Erfolges! * Wie Ausländer über das Spiel urteilen Mr. Gray, der Schiedorichter: Ich war sehr überrascht über die Qualizat von Fußball, die einige Spieler beider Mannschaften zeigren. Die besten Spieler auf dem Felde waren nach meiner Meinung der deutsche Torhüter und der rechte italienische Verteidiger. Das Spiel wurde m sportlich sairem Geiste durchgeführt, ziemlich ausgeglichen umnd hätte wohl ein unentschiedenes Ergehnis zeitigen sollen * Zanettl, Generalsekretär des italienischen JußvollVerbandes: Ich bin vor allem sehr zufrieden un der Organisatton und mit der Haltung des Publikums. Das ist der beste Beweis dafür, daß sich der italienische Verband nach dem Wiener Spiel zurecht beschwert hat. Italien hat verloren, hat schlecht gespielt, aber das Lublikum verhielt sich ganz ausgezeichnet. Zum Speie leiblt will ich bemerten, daß der Scheberichter r gut war, daß mich der Sieg der Deutschen nicht überzeugt und die italienische Mannschaft mich sehr enttäuscht hat. Deutschland hat Italien in einem Moment der Krise angetrossen, denn das Spiel von Turin traf zu rasch nach der Wiener Karastrophe ein. Man hatte hier zu wenig Zeit, um eine neue Nationalmannschaft vorzubereiten. Von der deutschen Mannschaft haben mir die drei Schlußleute und der Mittelläufer am besten gefallen. Italien hatte eine starke Verteidigung zur Stelle, aber keinen Sturm. der Tore schießen konnte. Im Angriff war nur ein Mann, der seine Sache gut machte: Della Vale. Mein Wunsch ist nur. daß Deutschland uns bald Gelegenheit zur Revanche gebe, und es würde uns noch ganz beionders freuen, wenn das Rückspiel in Nürnberg stattfinden würde. Ich hoffe, daß das Spiel den DFB davon überzeugt hat, daß es eine Notwendigkeit für ihn ist, mit Italien und seinen österreichischen, tschechischen und ungarischen Freunden in engeren Kon nex zu kommen. Es ist der Wunsch Italiens, Deutschland in diesem Bunde zu haben. * Cargnell!(Oesterreichischer Internationaler, jetzt Trainer des ilalienischen Meisters. JC. Torino). Die deutsche Mannschaft war sehr nervös, was wohl aus die ermüdende Reise zurückzuführen ist. Sie ist erst nach etwa 50 Minuten aufgetaut, dann wurde chr Spiel plan= und systemvoll, und das gab den Ausschlag für den Sieg. Die Itoliener waren nur durch ihre Schnelligkeit gefährlicher. Es war ein schwer erkämpfter Sieg, der in der Hauptsache den beiden deurschen Verteidigern und Stuhlfauth zuzschreiben ist Die„Gazena dello Sport“ schreitt, die deutsche Nationalmannschaft habe ei Spiel geliefert, das man in Italien ein Reaktionsspiel nenne Es war unerhört einsach, aber doch so taktisch. daß hierdurch das ikalienische Spiel nicht so recht durchgesetzt werden konate. Die deutsche Elf habe die italienischen Angriffe geschickt unterbunden und daraus Gegenangriffe konstruiert, die wiederum bestimmt und genau durchgeführt wurden. Der italienische Sturm griff zwar mehr an, aber das deutsche Stürmerquintett war besser. Die elf italienischen Spieler bilderen ein zusammenhangloses Etwas, demgegenüber brachte es die deutsche Mannschaft fertig, sich gegenüber der Angriffstätigkeit der Italiener durchzusetzen und dieser Tatsache immer im rechten Augenblick Ausdruck zu verleihen. Der Sieg der Deutschen sei ohne weiteres verdient. Auch die Haltung des Turiner Publikums wird anerkannt In demselben Sinne schrieden„Littoriale" und „Corriere della Serra“. Selbst die römischen Blatter erkennen neidlos den deutschen Erfolg en und detonen die ritterliche Haltung der Deutschen, denen das Publikum den wohlverdienten Beifall spendete.„Giornale d' Italia“ fordert aber gar keine Aenderung der disherigen Spielweise, eine Aenderung bei der Auswahl der Mannschaften. In den Spielen gegen Oesterreich und Deutschland habe es sich gezeigt, daß die Aufstellungsmethoden nicht die richtigen seien. Außerdem beweise dan Ergebais des Länderkampfer deutlich, daß der Ualienische Fußball eine gefährsiche panne der Depression durchund es sei norwendig, enrsprechende grundlegende Vorkehrungen zu treffen. Weiter schreibt das Blatt: die Deutschen hätten nicht durch die Ueberlegenheit ihres Spieles, sondern durch die Wirkungslosigkeit des italienischen Sturmes gesiegt.(Also doch durch das große Kämpfen der deutschen Mannschaft, die doch erst das italienische Spiel wirkungslos machte.) Der Sieg Deutschlands wäre unverdient, weil die Azzuris technisch überlegen waren * Der Sport wird biskreditiert. Das Spiel mit Menschenleben. Wieder ist einer der besten deutschen Automodilrennfahrer, der Baron von Wentzel=Mosen bei einer motorsportlichen Veranstaltung ums Leben gekommen. Zwei weitere Fahrer sind 1ötlich verunglückt, andere schwer verletzt worden. Der Sport hat wieder einmal Menschenleben gefordert und mit Grauen denkt man an einen Ueberschlag der beiden letzten Jahre mit seinen Opfern. Junek, Heuter. Kolmsperger, Parry Thomas Maserati— das ist ein winziger Bruchteil, willkürlich eben herausgegriffen. Die besten Köpfe und Sportsleute sind darunter. Flugsport, Motorsport, Autosport fordern Menschenopfer. Was gilt ein Menschenleben eigentlich? Es gibt genug Einwände, gewiß Jede Idee. jede Bewegung erfordert Ovfer. die Waahalsigen und Tollkühnen sterben nie aus und Unfälle sind nicht auseurotten. Die sportliche Idee brauat nicht verantwortlich gemacht zu werden, wenn Lee Bibles mit einem Rennwagen in den Tod fährt. Man muß hart sein können im Dienste einer Sache, heißt es dann vielleicht. Und es gibt kein Mittel dagegen, heißt: es weiter, weil die Wogemutigen eden nie aussterben. weil die Unfälle niemals aus der West zu schaffen sind, mag man noch so viel Maßregeln treffen. Aber sollte das alles den Verlust so vieler Menschenleben rechtfertigen, wie sie der Metorsport gefordert hat? Läßt sich das auf den sportlichen Renner bringen? Der Sport steht sehr hoch. aber dennoch niemals so boch, daß er diese Simme von Menschenleden ertragen dürfte. Die Zeiten, wo man glaubte, daß eine Idee nur noch mu Blut lebensfähig b’eiben kann. sollten in diesem Jahrhundert eigentsich vorbei sein. Diese Unfälle, deren letzter den Baron v. WenvelMosau sowie zwei anderen Menschen das Leben kostete, kommen auf das Konto der Sportbemegung. Der Sport wird diskreditiert. Das vorige Jahr hatte eine Lehre gegeben und es find speeiell in Deutsch'and verschiedene Matnahmen getroffen worden. Sie haden nichts gevalsen oder nur wenig, die Liste der Toten wird nom vermehrt. Wenn Leute mie Segrave und Campbell noch leben, so haben sie Glück gehabt, wie Segrane selbst eugibt. Die Jäge nach Rekorden fordern ihr Schicksal selbst heraus. Aber es sind noch die viesen anderen, denen die Gefahr nicht so immittelbar droht. Jedes kleine Rennen bildet eine Gefahr. Die Oberste Nationale Sportkomnmission hat manches getan; es ist nur zu verständlich, das sie glaubt, nicht agnz auf die Rennen vereichten zu können. Das ist gemiß zu verstehen, und es hört sich auch schön an, daß Sport ohne das Streben nach Höchstseistung unter Einsetzung der Person nicht bestehen kann. Was aber mag wohl em nenschenleben wert sein und wieviele Menschenleben ist der Sport wert? Und wo 17. August: Deu schland— Schweden, Belgien— England, Ungarn— Frankreich. 18. August: Deutschland— Ungorn, Frankreich— Belgien, England— Schweden. 19. August: Ruhetag. 20. August: Deutschland— England, Beigten— Ungorn, Frankreich— Schweden. Es spielt jeder gegen jeden, das Spiel Deutschlank gegen Ungarn fällt zufällig auf einen Sonntag und ist auch am vorletzten Spielmg. was sein Interesse als Revanchekampf für die Ungarn zweifellos noch steigern wir Man kann das Turnier zweifellos als eine Welmeisterschaft bezeichnen, da neben dem Olympiasieger Deutschland die stärksten Wasserballnationen der West vertreten Die Ungarn werden sich für den Besuch der fün Länder im August auch ihrerseits revanchieren, indem sie im Jahre 1930 eine Tournee mit ihren besten Schwimmern und Wasserballspielern durch Deutschland. Belgen, Frankreich, Englond und die Tschecholovakei unternehmen. Ungaras Wasserballer in Deutschland. Berlin, Leipzig und Dresden. Die ungarische Wasserball=National=Mannschaft wird im Mai eine Fahrt durch Deutschland machen und an drei Orten spielen. Am 24. Mor starten die Ungarn zunächst in Prog. dann am 26. Mai in Verlin, am Tage darauf in Leipzia und am 28. Mai in Dresden. Auf der Rückreise halten sie am 30. Moi in Wen und am 31. Mai in Graz Es ist demerkenswert, daß die Ungarn weder in Mandeburg noch in Hannover spielen, was sie von vornherein ablehnten. vielleicht um die Krafprobe mit Leutschlands Wasserdallelite bis zum August in Budapest aufzusparen * Der Amateurbegriff erhält langsam klare Linie. Olympiascher Verdienstausfall bewilligt? Wie man setzt erfährt, soll der Exekutiv=Ausschuß des Internationalen Olympischen Komitees bei seiner Tagung in Laufanne kürzlich eine sehr wichtige Entscheidung in der Amateurfrage getroffen hoben, die nur deshalb nicht bekannt wurde, weil sie gegenüber der Oeffentlichkeit streng geheim bleiben sollte. Es hande!“ sich darum, daß nach dieser Entscheidung den Olympischen Teilnehmern in Zukunse offiziell eine Geldgewährung unter der Bezeichnung„Vendienstausfall“ gewährt werden kann. Ueber die Art dieser Geldzuwendung sowie über die sonstigen Einzelheiten hätte der Berliner Olympische Kongreß 1930 zu bestimmen sind die Grenzen Sport nennen? Auslosung zum Sechsländerturnter. Deutschland gegen Ungarn fälll auf einen Sonntag. Obwohl bis zu dem großen interna ionalen Sechsländer=Wasserballturnier in Budapest noch einige Monate sind, ist doch jetzt schon die Auslosung vorgenommen worden. Die Spiels werden une folgt stattfinden: 14 August: Deutschland Ungam, Frankreich— England 15. August: Deutschland— Frankreich. Schweden gegen Belgien, England— Ungarn, 16. August: Ruhetag. Man wird zunächst abwarten müssen, wie sich des Komitee selbst zu dieser Frage stellt, zumal in England und Amerika wenig Neigung besteht, von dem dishersgen konservativen Standpunkt abzugehen. Im letzten Herbst, als das Neukosystem in der Versammlung des westdeutschen Spielverdardez zur Debitte stand. prägte der Rheinbezirksvorsitzende Zündorf das Wort: Scha#ft die teuren Amateure ob. Wie recht er mi dieser Mahnung hatte, zeigt folgender Vorfall: * Die„Neueren Amateure“! Wer ist billiger? Prosi.. oder... Amateur? Recht interessant ist dies. Es gibt uns eine schöne Blitzlicht=Aufnahme vom deutschen Fußballsport, vom Amateursmus urd Prosessionalismus. Der Berliner Verein Vik oria 89 wird im August sein 40jähriges Bestehen seiern. Der Verein wird ein Fußballturnier veranstalten. Einceladen wurden Hertha BSC. Berlin und 2dmira Wien. Der Admira, die wohl gemerkt eine Professionilmannschaft ist, werden als Entschädigung 7000 Mark bezahlt werden. Am Piingstsonntag wird Hertha BSC. gegen den 1. FC. Nürnberg spielen. Nebenbei... Nürnberg erhäl auch eine Entsch'digung. Nürnberg bekomn „nebenbe““ 10 000 Mark.!!! Von Wien nach Nürnberg ist entschieden länger zu Belgien, Schweden— fahren! Die Nürnverger sind Amateure.— die Wiener Profis!. Die Wiener erhalten 7000 Mark.. die Nürnberger 10.000! dieser Vewegung, die wir Kurze Informationen. Eine heiliome Mahnung für Vereinsionatiker und verwandie Berufe. Aus Suddeutschland wird uns folgender Vorfall gemelder: Wegen Tätlichkeiten, begangen am Schiedsricher urd den Gästespielern, mußre ein Wertsviel ab. gebrochen werden. Die Gaubehörde gab alsbald auch ein Urteil heraus, demzufolge der Platzverein nur einige Wochen Raßsperre und Disqualifikation von 7 Spielern auf 2—8 Wochen erhielt. Nun hat der 33 das Urteil rividiert und den ganzen Verein auf sechs Monate disqualtfiziert. Außerdem erhielten die beeiligten Spieler Sperre bis zu einem Jahr und zwei Hauptbeteiligte wurden aus dem SFB. ausgeschlossen. Wenn wir auch dieses Urteil als hart bezeichnen, da unter diesen Umständen der Verein unbedingt zugrunde gchen muß, so sind harte Strafen bei den heutigen vielen„Fällen“ nich mehr zu umgehen. Offiziell Meister Hertha BSC.— Minerva Berlin 2:0(0:0). Am Mittwoch abend liefer en sich Hertha Berliner SC. und Minerva Berlin das rückständige Meisterschaftstreffen, das von Hertha BSC. mit 2:0(0:0) gewonnen wurde und ihr jetzt auch offiziell die Gruppenmeisterschaft brachte. * Stuhlfauth rettete Nürnberg. Sporta Prag— 1. JC. Nürnberg 2:2(1:1). In der tschechischen Hauptstadt standen sich om Mittwoch nachmittag vor etwa 20000 Juschauern Sparta Prag und der suddeu eche Meister, 1. FC. Nürnberg. im Rückspiel gegenüber. Am 30. Dezember des veraunpenen Jahres konnte der„Qlud" bebanntlich in Nürnbera in einem sogenannten„Lehriviel" Die sche. chischen Prosis knapp unt 3:2 Toren schlagen. Dies= Stürmerreihe. mal häue es aber kaum zu einem Unentschieden gereicht, wenn nicht Heiner Suhlsauth in Nürnberger Tor keine Turiner Form mitgebracht und einsach die tollten Sachen gehelten hätte. Stuhlsaund War der Spiel Biktoria Forst gegen Preußen JZaborze ston. Ein Fusballskandal im Südesten. Schwere Anklagen gegen Preußen Zavorze. Der FC. Kondue 98 eritt setzt mit schweren Anklagen gegen den neuen Südost=Fußballmeister, Preuken Zaborze hervor. Vorstandsmitgliedern und Spieern sollen von off ziellen Persönsichkeiten des Preuhen Zadorze inanzielle Angebote dahingehend gemacht wo den sein. der Meisterschaft der Oberschlester keine Hinddernisse in den Weg zu legen. Die Sachlage ist folgende: In Forst sand vor einigen Wochen das überragerde Mann dei Südden schland, die übrigen 2., dizlam Ani,, auch dar frühere Rarsinend 10 Spieker waren alle nacht schumach. Die Snarin=Gs#“ diesem Spn, war auch der frühere Vorsitzende von 10 Spieler waren alle rec sarrich. De Sparta=Els sg: bus 98. ein Herr Kilian zugegen Wie vertante lieferte wieder ein sehr gutes Spiel, wag vor allem wohl auf die Formverbesserung des bekannten Mittelläufers Kada zurückzuführen war Borskandal in Leipzig. Der italienische Riese Primo Carnera ist durch den Leipziger Veranstalter bei der IBU. zur Bestrafung angezeig worden. außerdem erhielt er bekenntlich nicht die Börse. Es steht kaum in Frage, daß Carnera nach einem unglaubtichen Verhalten im Kampfe gegen Diener von der 5BU. für langere Zeit disqunifizier“ we den wird. Uebrigens hat Diener wieder einmal den Beweis erbracht, daß ein technisch guter Boxer selbst einen körperlich erheblich überlegenen Gegner nicht zu fürchten hat. Und Herr Carnera bestärigte die Auffassung, daß ein„Riese borer ist. Wahlversammlung am 21. Juli. Der Westdeu sche Spielverbard macht bekannt, daß die außerordentliche Wahlversammlung des WSV am Sonntag, 21. Juli stattfinden wird. Der Tagungsort wurde noch nicht festgesetzt. Der bekannte Repräsentative helmchen, der von Cottbus zur Polizei=Chemnin kam, ist jetzt nach Dresden übergesiedelt und dem D. S.C beig treten. Nach Hofmann(Meerane) erhalten die Dresdner in Heimchen ein weitere wertwalle Versthrtung ihrer Kot bus 98. ein Herr Kilian zugegen. Wie versautet. trat an diesen Herrn ein Vorstandsniitglied von Preußen Zaborze namens Morin heran urd machee ihm den Vorsch'ag, gegen eine Vergütung von 250 RM. datingehend auf die Kottbufer Spieler einzuwirken, daß der Sieg in dem Spiel des Preußen Zaborze gegen den Fe. Koitbus 96 am 21. Aoril den Oberschkeer überlassen würde.(Uebrigens sehr billig!) Dieses Ansinnen wurde von Herrn Kilian natürlich sofort schroff abgelehn“, außerdem cab er das ganze Gespräch sofort zu Protokoll. Am 21. April, am Tage des Spie'es wiederhol'e Herr Moritz sogar sein Angebot nochmal: We er von Herrn Kilian abermals einen ablednenden Belmed erhielt wandte er sich direkt an die Spieler. Für tätige Mitarbei; an einem rr Carnera ven gte die S#ea von Preußen Zaborze versprach man dem Kottnoch sange kein Meister= busser Torverteidiger, den man in seiner Wohnung aufsuchte. 50 Mark Besohnung, jedoch auch hier war alle Mühe umsonst. Um das Maß voll zu machen, unterbrette#e Herr Morin in der Pruse des Spieler. als eine Niederlage wahrscheinlich war. wioder mit negativen Erfe'g sein Angebot. Kortdus 98 hat nunmehr die ganze Angeleoerbei: dem Verbard übermtielt, der sich mit der Sache befassen wird. Preußen Zaborze ist'a nun auch inzwischen durch den Sieg über Bres'au 06 am vergangenen Sonntog im Besitze des Meistertitels. in südost##eutschen Fußbalskreisen nimmt man aber vielleicht nicht zu Unrech; an. daß die Oberschiesier vielleicht krüber derartige Manöver gemacht haben. Jedenfells wird dies die eingeleitete Unter suchung ergeben. Fahrräder Sämiliche Ersatz- und Zubehörtelle Reparatur-Verkeintl— Zahlungs-Erleichterung Heinr. Heiland Herne. Bahnhofstraße 3b 144 Kirchlicher Anzeiger Nr. 18 Kleine Nachrichten. Katt Gesellenverein. Herne Am Soantag, 5. Mai feiert der kath. Gesellenverein Bochum=Weitmar sein Gründungsfest mit OandoverkerDa uns der Handeverkerfestzug vielleicht manche Anregung geden wird, wir aber auch zu unserem Jubelfest zahlreiche Vereine degrußen möchten, in es eines jeden Mitgliedes, an dem Gründungsfest des Vereins in Weitmar teilzunehmen. Wir trefson uns um 1 Uhr am Gesellendaus und fahren mit der Straßendahn. Gleichzeitig weisen wir auf das Fest der Fahneneide unseres jungsten Brudervereins in Herne, des Gesellenvereins Herne=Holtbausen hin Dashelbe findet am 12 Mai statt, und wir detrachten es als Shrensache mit einer stattlichen Mitgliederzadl angutreten. Wir bitten auch unsere Herren Ehrennitglieder, sowett es ihnen möglich ist, an dieser Veranstaltung urcherer Brudervere ne teilzunehmen Jum Feste Christi Himmelfahrt. Jesus steigt in den Himmel auf. Von Gertud Maaßen, Berlin Die langgestreckte Kuppe des Oelderges im Rosenschimmer des Morgens. Taufrisch die Blu inen un duftenden Grase, jauchzend die Bögel im medren Gezweig. Alles in Wahrheit und frohem Erwachen, alles in Andacht und setigverklänt Jesus inmitten der Schar der Apostel, mah nend und lehrend und segnend voll Huld. Glanz strahlt sein Auge und Glanz seine Hände und sonnige Schönheit sein göttliches Sein Ja, tausendmal schöner als Sonne und Sterne, millionenmal heller als himmlisches Licht, so steht er inmitten der ihm Vielgetreuen und spendet den Segen mit göttlicher Hand. Und jetzt— welch ein Wunder! Ja, Jesus schwebt auswarts noch spendend die Gabe erbarmender Huld Und jetzt— Wolkenschleier verhüllen sein Anttitz. und Wotken verhüllen sein leuchtend Gewand, und Wolken verhüllt die göttliche Schonbein. Entschwunden ist Jefus dem Auge der Seinen.— Da slammt's in den Herzen der Bielgetreuen, da dangt sich die Seele, da quält sich das Herz, da drückt die Sehnsucht, da quält das Verlangen, und Tranen leuchten im bangenden Auge Doch Engel belehren die harrenden Jünger, ind Freude und Wonne entzückt nun ihr Herz Und wer ist beim Heiland und gibt ihm Geeite?— Achd tausendmal und tausend der Grotzen und Treuen, der Stillen und Frommen, die wordem gelebt. Propheten und Lehrer und Führer des Bolkes, gesepzestreue und Männer der Pflicht. Und Frauen und Kinder in leuchtenden Gewändern und alles in Karheit und Schönheit und Licht... Und Jubelgesange der seligen Scharen, Trompeten= und Zymdeln= und Flötengetön. Und Harsen dazwischen und jauchzende Lieder, und alles voll Reinheit und wonnigem Klang. Da deugt der Gestirne gewaltige Größe in Andacht und Schweigen sich tief vor dem Herrn. Denn was sind der Sonne gewaltige Gluten, wenn Ströme des Lichtes vom Heiligsten fluten, vom Großen und Reinen, der alles gemacht. wder sich setder kennt, ist strenge gegen sich selber, Jedem Schwachen gelind und richtet ungern den n Lovater. Die geistigen Uebungen der Pariser Sindenten. (Inf.) Paris. Die jahrt#chen geistigen Uebungen der französischen kath. Studentenverbindungen wunden mit großem Erfolge beschossen, wie sie begonnen hatten. Modr eis 1300 Studenten besuchten mit vollkammener Regetmnäßigkeit, jeden Abend die Predigten des Paters Janoler. Bel der Schlußfeter der dl. Messe, hielt der Priester eine begeisterte Anspnoche über die Größe des Musteriunes der Guchartstie mehr als 1000 Studenten empfingen die hl. Kommunion. * 554 000 Pllger im Jahre 1928. (Inf.) Lourdes.„Die Annoten uferer lieden Freu von Lourdes" veröffentchen folgende interessante Satistik über den großen Zustram von Pilgern während des Jahres 1928. Die Zahl der Pilger ist auf 655 906 gestiegen, von denen 196 806 in Pilgerzügen ankamen, 60 051 bzoon aus dem Auslande. Es kamnen 15000 Kranke nach Loundes. Mit den Pilgern kamen 5 Kandmnale, 20 Erzbeschöfe und 111 Bischöse. Von diesen waren 2 Kardenäle und 69 Btschote Ausländer. Im Heiligtum der Grotte wurden 70000 Messen gelesen. 784 Aerzte aus allen Ländern studierten und constatierten die Heilungen. Die Prusung der Akten von 1926 und 1927 ergoden 12 große Heilungen und 87 bemerkenswerte Besserungen, von denen eine große Anzahl zur endgültigen Heilung führen wird Kardinal Bourne über die Pflichten der Briten. (Inf.) Beim Missionstag in Presion sppach Kardinal Bourne von Westmintster,(Londo.) daß die brittschen Untertanen besondere Wflichten hätten, den vielen Millionen Heiden gegenüber, die unter derseiden Flagge leben.„Es ist doch wayrscheinlich, daß sie sich leichter beeinflußen lassen von Leuten, die englisch sprechen, ais 0.91 anderen. Von Zeit zu Zeit kommen an mich Anfragen, ob ich Rlicht englisch sprechende Missionen, Priester oder Brüder beschaffen könnte, für Indien, Aegypten, China. Afrika und andere Länder, bald ist es die Regierung, die anfragt, bald hervorragende Katholiken aus jenen Gegenden, bald der hl. Stuhl selber, aber leider muß ich immer wieder zurückschreiden, ich sehe wohl die Notwendigkeit ein, aber die Leute, die man von mir fondert, gäde es leider(noch) nicht * Der kleine Herder an der Spitze! beantwortet alle Fragen von bis Prüfen Sie ihn in unA7 serer Buchhandlung Nur das beste Nachschlagewerk ist das billigste. 50000 Artikel mit 4000 Bildern und Karten. Praktisch, handlich, zuverlässig, jedem verständlich. kurzum; Das Buch für Jedermann! Preis: M. 30.- Teilbeträge nach Wunsch. Kocthers& Rötlsches, Herne neben dem Postamt! Sammel-Nr. 52541 Kirchlicher Anzeiger für die katholischen Pfarreien in Herne, Wanne=Eickel und Riemke Herausgegeben von der Pfarrgeistlichkeit 7 Verantwortlicher Schriftleiter: Vikar Lob. Herue. Marienstraße 1; Fernsprecher 51784 9. Jabrg. Der Kirchliche Ameiger erscheint jeden Freitag. Schluß der Redaktion: Dienstaa 1? Abr mittags. Sonntag. 5. Mai 1929 Nachdruck der Origtnal=Artikel in nicht grtlattet. Druck: Koethere& Röttiches. Derne. Bedeistr. 8 Nr. 16 Schulsonntag. Unsere katholische Schule. Zu stater. nachdeiklicher Besinnung auf das hobe Gut unserer kathotischen Schule will alle Jahre der Schulsenntag enregen. Schule und Schulfrage: das ist nicht nur eine Frage der Politiker und der Lehrer, das ist ureigenste Angelegenheit jedes einzelnen Elternpaares. Und äubige Bäler und Mütter spüren es instinktio, daß es in der Schutfrage nicht um irgendwelche Paragraphen, Gesetze oder juristische Streitigkeiten geht, daß hier vielmehr um die Seete des Kindes gerungen wird. Kein Land ist heute heiper umstritten als dos Kinderland, keine Stätte, kein Haus so bitter umkämpft als die Pflegestätte unterer Jugend, die stille Schule. Immer ist die Schulfrage dem batholischen Botke eine Herzeusfrage gewesen. Es ist eine wellgeschichtliche Feststellung, daß das gläu. Eige katholische Volk aller Staaten und Länder init dem Etnsatz aller Kraft gegen jene sich zu wehren wußte, die ihren Kindern die katholische Schule und Erziehung vorenthalten wollten. Mit starker Anteilnahme und Ergriffenheit las ich vor kurzem von dem Kampfe der irischen Kathaliken und ihre„Heckenschule". Im 18. Jahrhundert verbot die englische Regierung den Katholiken Irlande katholische Erziehung in jeder Form. Alle Vorkehrungen wurden getroffen, die Katholiken ihrer religiosen Erziehung zu berauden. Ader Priester, Lehrer und Volk standen zusannnen. Unter größten Gefahren wurden kaholische Schulen errichtet. Droven in den Berhen oder inmetten weiter Sümpfe in einfachen, mit Spaten geschaffenen Kafüten und Unterständen, im Schutze von Hecken, Wällen und Waldern. Und für ganze Geschlechter hielten diese„Heckenschulen“ aus und erhielten das Licht des Glaudeus in einer Zeit des Sturmes und der Dunkekhett. Die Iren blieben das gläubig-fromme Lork der grünen Insel. Kathakische Schule, das ist uns even mehr als das tote Gebäude, mehr als die Anstalt zum Schreiven= und Lesenlernen, als die„nüchterne Einrich ung des Staates“. Uns ist die katholische Schule mit Kruzifix und Schulgebet mit Religionsunterricht und treu katholischem Lehrer unersetzliche Keimzelle und Pfiegrstatte relegeosen Lebens, unersetzliche Helferin in der retigiössittlichen Ertüchtigung unserer Kinder für den Levenskampf. Der Weg zu Golt, der Weg zum Himmel soll sichtbar bleiden für Kinder und Kindeskinder: das ist uns der letzte Sinn des Kampfes um die katholische Schule. Darum stehen wir seit Jahren in erregter Sorge inn ihren Bestand, um ihre Sicherheit und ungeschmälerte Zukunftsentmicklung. Wir haben den Kampf um die Schule nicht gewollt. Schule brauch Frieden, Rude und Stille zu ihrer köstlichen Arbeit. Erziehungsarbeit gedeiht nicht in Sturm und Streit. Aber der Kampf ist uns aufgezwungen und seige und verantwortuigslos wäre es von uns, müßig die Arme zu verschränken. wo die Zukunft unserer Schule noch immer unter dunklen Wolken versteckt liegt. Immer wieder bestätigt es uns die Gegenwart, daß das zähe Ringen um die Seele des Kindes und um den Besitz der Schule weitergeht. Aus der offenen Fe. dschlacht der Pariamente ist das Kampffeld in die Vorposten. und Schützenerabenstellungen verlegt. Planmäßig und zielstrebig sucht heute der Sozialismus in seiner Kinderfreundebewegung ein unfassendes sozialistisches Erziehungssystem auszubauen und an der völligen Verweltlichung des Bewußtsenns, an einer ausgesprochenen Diesseitserzietzung des Volkes von morgen zu arbeiten. Der Kommunismus gibt seine Paroten aus für die Aushöhlung und Unterminierung der christlichen Schule von innen her durch die Bildung kommunistischer Zellen im Rahmen der Bekenntnisschule. Der Liberat#smus rüstet zur Ofsenswe und verkündet von seinen Ranzeln und Lehrstühlen das Ideal seiner#imultanen Bildung und Schule. Unsere konfessionelle Lehrerbildung ist nach wie vor in jedem Augenblick gefährdet. Alle unsere Versuche, den Religionsunterricht in die Berufsschule einzubauen, erfahren stärkste Widerstände von der sozialistischen und liberalen Verwaltungsbürccratie. Unverontwortlich wäre es heute, stil schweigend die Hände in den Schoß zu legen und zu schweigen, wo ette Wettanschauungen ihre Gruppen einieben und exerzieren für den Kampf um den Besitz der Schule Der Schutsonntag est ern eindringlicher Mahncuf zur Wachsamkeit. Nur nicht müde werden! Der Kampf um die Schule der Kindes: das war die rufende und führende Anfangoidee der Katdotischen Schilorganisation. deren wir am Schulsonntag besonderz gedenten, die in weitschauender Voraussicht ein Wilhelm Marx vor vielen Jahren ins Leben rief als der Sammel= und Arbeitsmittelpunkt der deutichen Kathaliken zur Förderung und Sicherung ihrer kattolischen Erziehungoideale. Am Schutsonntag gilt ihrer Arbeit das treue Gedenken und tätige Opfer des katholtschen Volkes. „Schulkam“" und„konfessionelle Schule" sind uns nicht politisches Schlagwort, etwa nur Parole und Fahne für den Wahlkampf. Katholische Schule ist Ausgabe, ist Verantwortung und Verpflichtung für das katholische Elternhaus. Der beste Schutz, den wir unserer Schule erweisen, sind die helfenden Hände des Vaters und der Mutter, denen ihre Schule aus Herz gewachsen ist, die die Schule ihrer Kinder pflegen und föndern, die sie immer besser zu verstehen suchen in ihrem Wert, in ihrem Wirken und in ihrer Arbeit. Eltern, die nich denken: was geht uns die Schule an, dofür mögen Staat und Gemeinde sorgen, Eltern, die vielmehr mit ihren Lehrern und Seetsorgern einen schützenden Ring, einen Kreis um die Schule bilden. Je mehr Eltern und Schile auch innerlich und tateg in gemeinsamem Arbeiten und Denken in gegenseitigem Ergänzen und Heifen sich tinden und zusammenwachsen um so tiefer und ernster wird unser Volk auch im Kampf zu seiner Schule stehen wie zu einem kostbaren Lebensgut höchster Ordnung Katholische Schule muß in den Herzen der Eltern einen Ehrenplatz baven neden der Rirche. Eltern und Schule, das müßten überall. in allen Gemeinden, in Dorf und Stadt treue Gefährten und Freunde sein. Nur wenn unsere Eltern ein warmes Herz haven für die Schule ihrer Kinder, wenn sie die Arbeit der Schule begleiten und unterstützen, wenn sie Anteil nehmen Bezirksdelegiertentag der kath. Arbeiter- und Knappenvereine des Bezirks Herne-Wanne. Christi Himmelfahrt im kath. Gesellenhauss 91 216 66 Miatue Macc Seite 138 Kirchlicher Anzeiger an den Freuden und Leiden des Schullebens, an den Fortschritten und Schwierigkeiten der Kinder, wenn sie vor allem durch Vorvild und Beispiel die retigiöse Aufgabe der kathokischen Schule erganzen und förder, nur dann kann die kahallsche Schule ihr hohes Ziel verwirkichen. Und das Vertrauen und die Liebe des Volkes zu seiner Schule bedarf der starken Erwiderung durch unsere Lehrer und Lehrerinnen. Das batholische Volk will in seinen Lehrern und Lehrerinnen nicht die„bezahlten Beamten“ sehen, sondern die mit ihnen„kämpfenden und opfernden Genossen des Gaubens und der Arbeit". Die wahrhaft volkstümliche katholische Schule: das ist unser Ziel. Hier warten unserer Elternverei nigungen, die mit liebender Seele und hingebender Teilnahme die Schule ihrer Kinder pfiegen und die Erziehungsgemein. chaft von Elern, Schule und Kirche sestigen und vertiefen, große und wesenrliche Aufgaden. Hier können die Elternbeirdte, die nicht rechttaberisch besehlen und streiten, sondern prakrisch unserer Schule heisend unter die Arme greifen wollen, wertvollste Aufdauardeit leisten. Der Schulsonntag sollte eine eindringliche Mahnung zur Erziehungsgemeinschoft sein. Dann wird unser gläubiges Volk auch in entscheidenden Stunden sich mit Leib und Leben schützend und entschlossen vor seine katholische Schule stellen und alles einsetzen, daß sie frei und ungeschmälert auch späteren Geschlechtern erhalten bleibe. * Was lassen sich die deutschen Katholiken ihre Schulen kosten? Gedanken zum Schulsonntag. Daß die katholische Schule eine wichtige Sache ist, wurde so oft gesagt, daß es kaum notwendig ist, noch weitere Worte darüber zu vertieren. Unser glorreich regierender Heiliger Vater, Papst Pius XI., hat zu wiederholten Malen die ka holische Schule als eine Lebensfrage der Katholiken bezeichnet. Und in der Tat, die Schule hat den stärksten Einfluß auf die Bildung unserer Jugend. Der Geist, dem sie dem jungen Geschlecht einstößt, ist nachhaltig wirksam und aus den Jungen wird die neue deutsche Generation. Sie wird einmal entscheiden, ob wir ein christliches Volk bleiven oder dem modernen He dentum verfallen. Mon sollte meinen, es wäre einleuchtend, daß eine so wichtige Angelegenheit von allen recht geschätzt wird. Die Schätzung einer Sache aber zeigt sich nicht so sehr im lauten Reden über sie, sondern vor allem in den Orfern, die man für sie zu bringen bereit ist. Und da darf man wohl einmal die ernste Frage stellen, welche Opfer denn die Deutschen Katholiken für ihre Schule bringen. Auf den ersten Blick soltte man meinen, die Antwort müßte lauen: gar keine. Wir empfangen ja die Schule aus der Hand des Staates. Er stellt sie uns hin, wir brauchen für die Volkshule kein Schulgeld zu bezahlen, der große Vaer Siae zahlt alles aus seinem vollen Beutel. Nun ist das ja wohl nicht ginz richtig. Denn einmal müssen wer deutschen Katholiken ja auch durch unsere Steuern zu den Aufwendungen des Staates für die öffentlichen Schulen beitragen. Darüber hinaus aber haben wir auch eigene Schulen, die wir zum großen Teil aus unserem Latholischen Geld noch über die Steuerleistungen für die allgemeine Staatsschule bezahlen müssen. Es sind unsere katholischen Volksschulen in der Diaspora, deren es heute etwa 100 gibe. Von den Einnahmen des Bonisatius= und Schutzengelvereins, die 1926 zirka 2,8 Millionen Mark betrugen, kann nur ein kleiner Teit für die Schulen verwandt werden, oo diese Gelder für alle Aufgaben der Katholiken in der Diaspora beansprucht werden. Vergleicht man diese Zahl mit den gewaltigen Geldern, die in Preußen für das Volksschulwesen ausgegeben werden,— für 1929 sind die persönlichen Lasten (also unter Ausschluß der Kosten für Gebäude usw.) mit 722,8 Millionen Mark veranschlagt worden,— so muß man sagen, daß die Opfer, die wir für unsere katholischen Schulen bringen. verhättnismäßig klein sind. Nicht alle Katholiken der Welt sind in der Lage, daß ihnen der Staat das Schulwesen zum großten Teil hinstellt und unterhält. Die amerikanischen Katholiken z. B. müssen, wenn sie ihre Kinder in dathotische Schulen schicken wollen, neden den allgemeinen Aufwendungen für die Staatsschule, die sehr groß sind,— im Jahre 1920 waren es 950 Millionen Dollar oder pro Kind 40 Dollar, die der amerikanische Saat für seine Schule ausgab— die immerhin sehr erkleckliche Summe von wenigstens 75 Millionen Nr. 18 Doller im Jahr aufdringen, das ist pro Rop der kathotischen Bevölkerung 3.65 Dollar oder in deutsches Geld umgerechnet mehr als 15 Mark pro Kopf der Bevölkerung, also eine ganz erhed. liche freiwillige Aufwendung für die kethotische Schule. Das sind ganz gewaltige Leistungen, die zeigen, wie sehr unsere amerikanischen Brüdei den Wert der katholischen Schule schötzen. Demgegenüber verschwindet das, was wir an freiwilliger Leistung aufbringen. Gewiß, man kann sogen, wir brauchen uns nach einer anderen finanziellen Regelung der Schulfrage wahr. haf ig nicht zu sehnen, so lange der Steat uns die wirklich datholische Schule gibt. Ader im Laufe der Jahre gewöhnen wir uns daran und meinen, die jetzige Ordnung der Dinge müsse so sein und bleiben. Der Gedanke, daß der Staat für die Schule sorgen muß, geht uns so in Fleisch und Blut über, daß wir den Bück für die Wirklichkeit verlieren. Wir vergessen, daß in unserem Vaterlande auch einmal eine poliische Entwicklung kommen bann, in der wir um der Seelen unserer Kinder willen neven der Staatsschute unsere eigenen katholischen Schuten aus unserem eigenen Ged aufbauen müssen. Was dann, wenn wir verlernt haben, für die Schute Opfer zu bringen? Werden wir es dann vermögen, unseren Kindern die Schule zu schafsen, die unser Gewissen von uns verlangt? Oder wird das an die Fürsorge des Saates gewöhnte katholische Volk dann nicht peinlich überrascht sein? Wird es nicht sogar auf den G.Lanken kommen, es sei ganz unenöglich, zu einer solchen Regelung der Schulfrage zu gelangen? Und doch sollte man, wenn man ruhig die Zeichen der Zeit beobachtet, nicht sagen, eine solche Entwicklung sei unmöglich. Wir könnten im Laufe der Jahre tatsächlich in die Notwendigkeit versetzt werden, ein großes katholisches Privatschulwesen aus eigenen Mitteln ernichen zu müssen. Dann müssen wir gerüstet sein. Es ist eine, so scheint uns, der providentiellen Aufgaben, die der Schullsonntag in jedem Jahre hat, die deutschen Kasholiken immer wieder eindringlich daran zu erinnern, daß sie auch über das hinaus, was sie vom Staat empfangen, selber bereit sein müssen, Opfer für die kothotische Schule zu bringen. In der Kollekte am Schulsonntag sollen sie durch die Tat beweisen, daß in den deutschen Katholiken die Ueberzeugung lebendig ist: die katholische Schule, die Schule unserer Kinder, ist der größten Opfer wert. Die Schulsonntage sollen in uns immer wieder den Willen wecken, diese Opfer, wenn sie von uns verlangt werden, auch zu bringen. Was wir am Schulsonnag spenden, ist meyr als die kleine Summe, die wir für die Katholische SchulorgaSchulsonntag. Der katholischen Schule gilt unser Besinnen, ihr erzeigen wir unsere Liebe, ihr gewähren wir unseren Schutz. Sie erhalten und fördern ist unsere dringliche Aufgabe. = Darum unterstützen wir die katholische Schulorganisation! Sorge für die Schule ist Sorge für die Jukunft. Erhalten wir uns die katholische Schule, so sichern wir den Fortbestand des deutschen Katholizismus. Sehen wir zu, daß unsere deutsche Schule aus unseren katholischen Kindern ein katholisches Volk macht. Das ist grundlegende Aufgabe der katholischen Aktion. Die heutige Kirchenkollekte für die Schulorganisation gibt jedem Gelegenheit zur Erhaltung und Förderung katholischer Jugenderziehung beizutragen. 91 21 u E# anag) Nr. 18 Sonntag, den 5. Mai, nach der 2 bl. Messe ist Vertrauens männerversammlung im Jugendheim. Sonntag, den 5. Mai, nach der Nachmtttogsandacht um 3 Uhr Versammlung im Jugendheim Gesellenverein Weil der Lenz mit seinen Herrlichkeiten noch zögert, verschieben wir unsere Wanderung auf das Fest Christi Himmelfahrt. Jungfrauenkongregation. Am Sonntag, 12 Mai machen wir nachmittags unsere erste Frühlingswanderung über Bladenborst durch das Brandholz nach Henrichendurg. Rückfahrt mit dem Motordoot. Alle Mitglieder werden nochmals auf unseren Handarbeitsabend am Montag jeder Woche im Jugendheim aufmerksam gemacht. Jünglingssodalität. Wandergruppe. Heute. Freitag abend nach der Maiandacht, in der von uns keiner sehlen darf, Versammlung im Jugendheim. Vorstandesitzung. Dienstag, den 7. Mai, abends nach der Masandacht. An alle Vorstandsmitglieder und Bezirksleiter gehi die Bitte, pünktlich zu erscheinen. Tagesordnung: Ausgabe der Kommunionkarten und der Zeitschrift Erste Abrechnung über die dereits verkauften Programme für die Aufnahmeseier. Zu Gunsten der 2JK. veranstalten wir auf unserm Aufnahmesest eine Verlosung. Die Gewinne stellen wir selbst in Form von Ueberraschungspaketen. Tut was Tolles und auch mal was Vernünftiges hinein. Bringt jeder eins mit. Es wird ein großer Spaß werden DJK. Arminie. Am Sonntag, dem 5. Mai nach dem Hochamte wichtige Vollversammlung im Jugendheim Pfarrei Holthausen Gottesdienstordnung. 7 Uhr hl. Messe mit Predigt; 8.30 Uhr dl. Messe mit Predigt; 9.15 Uhr hl. Messe mit Predigt für die Polen; 10.30 Uhr Hochamt mit Predigt; 290 Uhr Andacht Polen Seeisorge. Freitag nachm. 5 Uhr ist Andacht für die Polen, danach ist Gelegenheit zum Beichten, Sonntag nachm. ist von 4 Uhr ab Gelegenheit zum Beichten, ebenso Sonntag morgen. Sametag abend und Sonntag morgen deichten die Männer und Junglinge. Die Frauen und Jungfrauen wollen soviel als möglich Freitag und Samstag nachmittag beichten Aus den Vereinen Mütterverein Der in Aussicht genommene Ausflug unseres Vereins zum Rhein findet am Donnerstag, 4. Juli statt Die 2 Rate für die Fahrt wird von den Vertrauensdamen Anfang Juni entgegengenommen, im Betrage von 2.50 Mark. Rußer den Henkel=Werken wird auch noch die Plangermühle besichtigt. Am Sonntag, nach der Andacht, ist Versammlung des Vorstandes im Vinzenzhause Vollzähliges Erscheinen wird dringend erwünscht. Kirchenvorstand und Arbeiterverein. Am nächsten Sonntag, 12 Mai ist nach der 2. hl Messe eine gemeinsame Versammlung des Kirchenvorstandes und des Arbeitervereins, zu der alle Mitglieder erscheinen mösen zciechlicher Anzeiger Seite 143 Jungfrauenkongregation. Eucharistische Abteilung: Die Mitglieder geben Sonntag zur hl Kommunion. Die Malandacht am Freitag abend benutze mar als Anbetungsstunde Der heutige Sonntag ist ein Festtag für unsere Kongregation. Eine stattliche Zahl schulentlassener Mädchen will sich heute der Mutter Gottes weihen und ihr das Gelöbnis zu Füßen legen, allezeit als echtes Marienkind zu leben. Die Aufnahmeseier findet in der Nachmittagsandacht statt. Um 2.15 Uhr mögen alle vor der Kirche sein. Nachdem die Aspirantinnen in die Kirche geführt sind, ist die Ansprache und die feierliche Aufnahme und Waihe an die Gottesmutter.— Nach der Andacht ist in Schwesternhause gemütliches Beisammensein. Bei Kafsee(Tassen müssen mitgebracht werden) und Kugen und Unterhaltung wollen wir einige schöne Stunden verleben. Am Kaffeetrinken können nur die teilnehmen, die sich angemeldet haben. Vielleicht wird der hochw. Herr Bezirkeprätes uns mit seinem Besuche beehren; deshalb darf in der Versammlung niemand sehlen. Bei der kirchlichen Feier werden doch sicher alle Jungfrauen zugegen sein.— Dienstag abend ist Handarbeitsstunde. Donnerstag abend Rusckstunde. Jünglingssodalität Wandergruppe„Felke". Mittwoch nach der Maiandacht, die alle besuchen, Heimabend. * Gesellenverein. Die letzte Versammlung vor unserer Fahnenweihe st da. Alles rüstet sich, das Fest so schön wie möglich zu gestalten. Man kaufe ein Programm zur Veranstaltung, um sein Interesse zu bekunden. Nach Ankunft der Fahne wird dieselbe im Schaufenster der Firma Gößling ausgestellt. Sonntag nachmittag nehmen die Gesellen an der Gründungsseier des Brudervereins in Bochum-Weitmar teil. Alle müssen zeilnehmen, sie treffen sich um 1 Uhr am Kasino Teutoburgia. Dienstag abend nach der Maiandacht: Gesang und Versammlung Grabeshilfe. Für den Sterbesall„Jatzkowski“ sind 50 Pf. einzuziehen. Die Beitragshefte sind in der Sakristei abzuholen. Haus Nazareth, Wanne=Eickel. Gottesdienstordnung. 7 Uhr dl. Messe mit Predigt, gemeinschaftliche hl Kommunion der Männer und der Knaben der Oberkassen; 9 Uhr bl. Messe mit Prodigt; 10.30 Uhr Hochamt mit Predigt; 2.30 Uhr Raiandacht mit sakrament Segen. Rontag, Dienstag und Mittwoch sind die sogenann. ten Bittag. Vor der bl. Messe wird in den Tagen die Allerheiligen=Litanei gebetet. Ritwwoch nachmittag von 4 Uhr ab ist Beichgelegenheit. Donnerstag, 9. 5., Fest Christi Himmelfahrt: 7 und 9 Uhr hl. Messe mit Predigt; 10.30 Uhr feierl Hochamt; 2.30 Uhr Maiandacht Nächsten Sonntag ist gemeinschaftliche hl Kommunion der Jünglinge und der Knaben der mittleren Klassen. St. Franziskus, Wanne=Eickel Sonntag, den 5. Mai, 5. Sonntag nach Ostern. 7 Uhr: erste hl. Messe und gemeinsch. dl. Komm des Männerapostolates; 9 Uhr: Hochamt mit Pred.; 10,30 Uhr: letzte hl. Messe mit Predigt Die Andacht 2½ Uhr fällt aus. 3 Uhr: Taufgelegenheit 1.20 Uhr Rasandacht und Segen. Donnerstag, den 9. Moi, Christi Himmelsahrt. 7 Uhr: erste dl. Resse, 9 Uhr: Hochamt mit Aussetzung, Predigt und Segen; 10,30 Uhr: letzte hl Wesse mit Predigt. 3 Uhr: Tausgelegenheit 7½ Uhr: Maiandacht mit Sege: Am letzten Donneretag spendete der dochw Herr Weihdischof Dr Johannes Hilledrand, 375 Firmlingen unserer Pfarrkirche das hl. Sakrament der Firmung Noge der Segen dieses Tages sich in unserer Gemeinde und Familien recht fruchtbringend auswirken. Sonntag nach Christi Himmelfahrt geht die österliche Zeit zu Ende in welcher alle Kathollken unter schwerer Sunde verpflichtet sind, die dl. Sakramnte der Buße und des Altars zu empfangen. Mögen noch alle, die noch zurück sind, diese kurze Frist benußen, um ihre Pflicht zu erfüllen. Es ist zum eigenen Besten. Binzenz Konserenz. Donnerstag, 8 Uhr abends, bei Lansing, St. Frau ziekus Arbeiter Verein. Um 4,30 Uhr(alse eine halde Stunde früher wie sonst wegen der Masandacht) Monatsversammlung bei Klaas. Der Vorttag verspricht recht interessant zu werden. Pfarrei Riemke. Gottesdienstordnung Sonntag, den 5. Mai: 6.15 Uhr dl. Messe, gemeinschaftliche hl. Kommunion dee polnischen Rosenkranzvereins; 7.15 hl. Resse mit Predigt, gemeinschaftliche hl. Kommunion der Alten Schule, deegl. des Männerapostolates und des Gesellenvereins. Abt Niemke; 8.30 Uhr dl. Messe mit Predigt; 9.30 Uhr Hochami mit Predigt; 11 Uhr hl. Resse mit Predigt.— 2.30 Uhr Maiandacht; 3 Uhr Taufen; 4 Uhr polnische RosenKanzvereinsandacht mu polntscher Predigt Christi Himmelsahrt. Die Gotteedienstordnung ist wie an den Sonntagen. In der 1. dl. Resse ist gemeinschaftliche dl Kommunion der Jungfrauenkongregation; nachmittags 2.30 Uhr ist kirchliche Aufnahme in die Kongregotion, danach Saalfeier bei Vordoff Aus den Vereinen Jungirauenkongregation: Die Neuauzzunehmenden mussen sich in den ersten Tagen im Pfarrhaute anmelden. Jünglingsverein: Aufnahme in den Verein am 12 Mai Anmeldung deim Präses. Montag liter. Abend. Mittwoch Turnen und Leivesndung der DON. Ruck Uebung der Rusckabteilung. Freitag Leseadend. Sonntag und Christi Himmelfahrt nach dem Hochamt bei Others Uebung deo liter. Zirkels Bergmannsverein. Am Sonntag nach dem Hochamt ist Monateversammlung dei Vordofs. Nachrichten für alle Pfarreien. Katdolischer Beamtenverein Am Sonntag, dem 5 Mai 1928, findet um 20 Uhr im Gesellenhause unsere Monatsversammlung statt zu der wir hierdurch fteundlichst einladen U. a. wird uns Herr Studienrat Jaeger einen Vortrag hatten. Auch unsere Damen sind, freundlichst eingeladen. Am Himmelsfahrtstage 9 5. 29 unternehmen wir einen Morgenspaziergang ins Dingertal bei Castrop. Um 7.0 Uhr desuchen wir die hl. Messe in Börnig. Anschließend gemeinsamer Abmarsch. Unsere Damen und auch die erwachsenen Kinder sinz hierzu freundlichst eingeladen. Auf den am 2 6. 29 stattfindenden Weinabend weisen wir jetzt schon hin. et Me M 91 2 Geite 192 Kiechlicher Anzeiger Nr. 18 gemeinschaltliche dl. Kommunion Mögen sich alle Ritglieder am Sonntag ihrer schönsten und höchsten Vereinspflicht erinnern, besonders aber diejengen, welde ihren Ostern noch nicht gehalten haben Jungfrauenkongregation. Dienstag abend. nach der Maiandacht, ist eine kurze, ader wichtige Sivung des Verstandes und der Beförderinnen. Das Erscheinen aller ist unbedingt erforderlich. Unterrichtskursus: Donnerstag abend 7.30 Uhr. Gesangableitung: Freitag abend nach der Maandach Vom 25. bis 29. Juni und vom 30. Juli bis 3 August finden in Essen=Borbeck die Exerzitten für unsern Bezirk statt. Anmeldungen nimmt jetzt schon der Präses entgegen. Hoffentlich wird die Teilnehmerzahl von 45 aus dem Vorjahr in diesem Jahre überschritten. Kirchbauverein(Konßantin). Nachsten Sonntag nach der hl. Messe im Stift ist Abgade der gesammelten An lbeiträge. Aus bestimmten Grunden werden die Samaler gedeten, vollzählig zur Abgabe der Gelder zu erscheinen. St. Marien=Pfarrei. Gettes dien stordnung 5. Sonntag nach Oßtern: 6.30 Uhr dl Resse mit Volksgesang; 8 Uhr#l Resse mit Predigt und gemeinschaftliche bl. Kommunion der Madchen der Bismarckstraßen=Schule, des St JJosephs-Arbeitervereins und des Männerapostolates; 9 Uhr dl. Resse mit polnischer Predigt und gemelnschaftlicher dl Kommunion der polnischen RosenKanzdruderschaft und des St Kasimirvereins; 10 Uehr Hochamt mit Predigt Die Kinder der Bismarkstraßen=Schule besuchen die A. Resse um 8 Uhr, die Kinder der ForellstraßenSchule das Hochamt Nachmittags 2.30 Uhr ist Andacht„Zum sterdenden Heiland“ für die Kinder, abends 8 Uhr Maiandacht für die Erwachenen Aus der Gemeinde Bittprozessienen Am Montag. Dienstag und Mittwoch finden die Bittprozestionen um die Kirche statt, und zwar zieht die Prozession jedesmal 6.45 Uhr aus. Die erste### Resse ist um 6.15 Uhr, eine Viertelstunde früher als sonst. Nach der Prozession ist die Bittmesse. Die Glaubigen werden zu den Prozessionen und Bittmessen herzlich eingeladen. Die 3. hl. Messe ist wie gewöhnlich Am Mittoch ist von 4 Uor an Gelegenheit zur hl. Beschte Am Donnerstag. Fest Christi Himmelfahrt, ist um 10 Uhr feierliches Levitenamt Sonst ist die Gottedienstordnung wie am Sonntag Am Freitag beginnt in der Schulmesse die Novene gum dl. Geiste den Vereinen Männerapostolat Die Rilglieder des Männerapostolats werden zur gemeitschaftlichen dl. Kommunion nächsten Sonntag in der hl. Resse um 8 Uhr freundlich eingeladen. Nach der Achtuhrmesse ist kurze Versammlung mit Vortrag em Schwesternbau" Nor. Jünglingssodalität. Sonntag nach dem Hochamte Abholung der Wacht und der Kommunionkarten beim Prases. An die Ablieserung der ruckständigen Beiträge wird erinnert Einzahlungen in die Sparkasse werden jeden Sonntag nach dem Hochamte entgegengenommen Exerzitten Bei allen Freuden, die den Sodalen gegönnt werden, dars die Seele nicht verkümmern. Ihr das innere Gluck zu gewähren, geden Exerzitien die beste Gelegenheit. In diesem Jahre sind passende Zeiten für Sodalenexerzitten. Viele können sich bei gutem Willen dafür freimachen. Um nun einen solchen Kursus auszusuchen mögen sich die Interessenten am Sonntag nach dem Hochamt beim Präses einfinden. Insbesondere werden die älteren Sodalen eingeladen. Die Geldfrage wird mit dem Präses leicht gelöst. Also auf in die Exerzitien! Blasorchester. Sonntag nachmittag macht unsere Blasmusik einen kleinen Ausflug nach Bulmke und wird daselbst u. a. auch ein Fußballspiel gegen die Bulmker Sodalenkapelle austragen. Wer sich diesem Ausflug anschließen will, möge auf die näheren Angaben achten, die Sonntag morgen durch Anschlag bekanntgegeben werden Streichorchester. Jeden Dienstog abend 8 Uhr Probe im Vereinslokal. Neuanmeldungen können jederzeit erfolgen. D. J. K. Jeden Freitag abend 8—10 Uhr Turnstunde in der Turnhalle. St. Josephs=Pfarrei. Gottesdienstordnung. Freitaa abend um 6.30 Uhr Herz=Jesu= und Maiandacht Sonntaa: 6.45 Uhr erste hl. Messe mit Ansprache für die Männer; 8 Uhr hl. Messe mit Predigt; 9.15 Uhr hl. Messe mit polnischer Predigt; 10.15 Uhr Hochamt mit Predigt; 2.30 Uhr Muttergottes= und Maiandacht Gemeinsame hl. Kommunion für die Mitglieder des Männerapostolates, des St.=Antonius=Arbeiter= vereins und der Knaden der Schule 8. An unsere Männer ergeht die herzliche Bitte, sich an der Vereinskommunion geschlossen zu beteiligen. Versaget eurer Seele die Himmelsfpeise nicht, an welche der göttliche Heiland die beglückende Verheißung knüpft:„Wer dieses Brot isset, der wird leben in Ewigkeit, und ich will ihn auserwecken am jüngsten Tage“ Aus der Gemeinde Oeßterliche Zeit. Am Sonntag vor Pfingsten schließt die österliche Zeit. Noch sehr viele Pfarrkinder haben ihre bl. Osterpflicht nicht erfüllt. Es wird am Samstag nachm ein fremder Priester im Beichtstuchle aushelfen. Mögen besonders unsere Männer und Jünglinge diese Gelegenheit zur Ablegung der Osterbeichte fleißig benutzen Fest Christi Himmelfahrt. Am nächsten Donnerstag wird das Fest Christi Himmelfahrt geseiert, die Gottesdienstordnung ist wie an den Sonntagen Aus den Vereinen St.=Antonius Arbeiterverein. Am nächsten Sonntag ist um 5 Uhr nachm Vorstandssitzung bei Korte, an wel#### auch die Vertrauensleute teilnehmen wollen. Um 6 Uhr ist Mitgliederversammlung; die Mitglieder werden gebeten, techt zahlreich sich zu beteiligen Der Stenographenkursus welcher in der letzten Versammlung angeregt und besprochen wurde, hat Anklang gefunden. Die Mitglieder welche daran teilnehmen wollen, werden gedeten, sich am kommenden Sonn. tag(5. Mai) vormittags 11 Uhr bei Gastwirt Krawinkel einzufinden. Da die Vorbesorechung bereit## stattgefunden, wird am Sonntag der Kursus entgültig beginnen, möge deshalb keiner sehlen, der an demselben teilnehmen will. Jünglingssodalität. Zur Zeit findet auf Anregung des St.=Antonius= Arbeitervereins ein Kursus für Einheitskurzschrift statt und zwar bei Krawinkel(Roonstraße) Jungmänner welche am Kursus teilnehmen wollen, mögen sich am kommenden Sonntag morgen um 11 Uhr im genannten Lokal einfinden. Die Kursus=Unkosten werden sehr gering sein. Ausflug der Jünglingssodalität. Wie in früberen Jahren werden die Jünglinge auch diesmal wieder am Christi Himmelfahrtoseste hinauswandern in die schöne Frühlingsnatur. Voraussichtlich geht es ieder Suderwich, wo gemeinschaftlich die hl. Resse bessucht wird, zu Mutter Wehner in die Hardt, wo dann unter besonderer Mitwirkung der„Kreuzsahrer“ der Tag mit Spiel und Scherz verbracht werden wird. Auch die Schulentlassenen sind herzlich willkommen Nähere Mitteilungen über Abmarsch usw ergehen noch Der St. Vinzenzverein hält seine nächste Versammlung bei Krawinkel am kommenden Dienstag abend 8 Uhr ab. Pfarrei Börnig=Sodingen Gottesdienstordnung. 6.15 Uhr hl. Messe mit Predigt; 7.30 Uhr hl. Messe mit Predigt; 8.30 Uhr hl. Messe mit polnischem Gesang und polnischer Prodigt; 9.30 Uhr Hochamt mit Predigt; 11 Uhr hl. Messe mit Predigt; 2.30 Uhr Christenlohre; 7.30 Uhr Moiindacht. Montag, Dienstag und Mittwoch 6.45 Uhr ist Bittprozession Donnerstag, Christi Himmelfahrt Nachm. 2.30 Uhr Andacht; 7.30 Uhr Maiandacht. An den Sonn= und Werktagen ist abends 7.30 Uhr Maiandacht. Die österliche Zeis schließt am Sonntag, dem 12 5. Die Gläubigen, die ihrer Osterpflicht noch nicht nachgekommen sind, werden an das Gebet der Kirche erinnert. Es sehlen noch viele. Betet in diesen Tagen öfter und innig um die Bekehrung der Sünder. Sind in deiner Familie alle ihrer Osterpflicht nachgekommen? In der 2 bl. Messe ist gemeinschaftliche hl. Kommunion des Männerapostolates. Ihr Männer kommt und bekundet Eure Treue zum Heilande. Nicht nach Lust und Laune kommen, sondern aus Pflichtbewußtsein und Liebe zum Heilande. Die Männer werden auch auf die Bittprozession hingewiesen. Wo waren die Männer am Markustage? Binzenzkonserenz: Montag 8 Uhr im Jugendheim. Frauenverein. Donnerstag, 20. Juni ist der Ausflug nach Düsseldorf. Es haben sich 250 zur Teilnahme gemeldet. Damit ist die Höchstzahl erreicht Fernere Anmeldungen können nicht mehr angenommen werden. Das Nähere üder Abjahrtszeit u. a. wird frühzeitig bekannt gegeben 91 216 Wru Nr. 18 Kirchlicher Anzeiger Seite 139 nisation geben, die in unserem deutschen lande umsere datholischen Schulinteressen betreut, und schon so unermeßlich viel Gutes für die kathotische Schule gestiftet hat. Das Opfer, das wir bringen, ist der Ausdruck unserer echt katholischon Gesinnung. Wir beweisen damit unumnseren klaren Rüick für die großen Aufgaben der Gegenwart und unsere Opferberei schaft für das kostbarste, was wir haben, unsere katholische Jugend. Schütze dein Kind! Zwei vorgestreckte schmale Hände halten hütend und schützend ein Kind. Und darunter war in auDringlichen Farben und Lettern zu lesen: „Schütze dein Kind! Schick es in die Weltliche Schule!“ Ihr erinnert euch gewiß dieses Bildes, das im vergangenen Jahre auf den Plabatsäulen unserer Großstädte prangte:„Schütze dein Kind!“ Schck es in die Weitliche Schule!" Seiten ist brutate Wirklichkeit in solch gleisnerisch=verführerischen Farden uns entgegengetreten wie auf diesem Bilde. Das Wirklichkeitsbild der weltlichen Schule hebt sich immer klarer und deutlicher ab und hat heute allen wissenden und sehenden Gtern längst die Augen geöffnet. Weltliche Schule ist nicht nur die Schule ohne Gott, ohne Religionsunterricht, ohne das Kruzifix über dem Pult und ohne den Lehrer, der das Gebei spricht. Weltliche Schule will mehr sein als Schule ohne Dogma, als Schule im Dienste einer bloßen Diesseitse ziehung der Jugend. Einflußreiche Kreise der weltlichen Schulbewegung kämpfen und ringen darum, die weltliche Schule bewußt zur proletarischen Kassenschule zu gestallen, zur Schule im Dienste des Klassenkampfes. Im Kind sehen sie den brauchbaren Bundesgenossen im großen Heere der Klassenkämpfer, den„Genossen von morgen“. Der Charakter der weltlichen Schule als der einer bewußt politisch eingestellten KlassenkampfLohntüte". Weltliche Schulen Neuköllns hatten einen Vorführungsabend geboten. Sprechchöre aus dem„Kreuzzug der Maschine", Wort und Spiel als„Ausdruck und Bekenntnis weltlicher Menschen“. Und der Krikiter schreibe nieder, was er beobachtet:„Kinderschritt, dem das Kindliche genommen; Kindevarme, die sich in drohender Gebärde recken: Kinderlippen, die unfrohe, dem Kinderland entrückte Worte, formen. Das schafft set same Beklemmung.“ Auch das Spiel der Kinder„Maiseier im Grünen" fältt dem Kritiker schwer auf die Seele:„Die Kinder ziehen nämlich nicht nach Kinderart harnkos und ungerübt hinaus, nein, sie schleppen meit sich— eine Tendenz. Man hat beinahe das Gefühl, daß sie eigenttich nur der Tendenz wegen in den grünen Wald pilgern. Und jetzt das sich bare Symbol der weltlichen Schule in ihren Kirderhänden: die rote Fahne. Dabei stets die krampfhaft unterstrichene Versicherung:„Das ist das, was uns Freude macht!“ Und der Kritiker bemerkt grundsätzlich dazu:„Hier handelt es sich um bewußt aktives Kämpfen für ein bestimintes politisches Programm. Hier wird deutlich ausgesprochen, daß die Kinder in dem engen Stall, der ihnen durch das häusliche Milieu gegeben wurde, belassen und festgehalten werden sollen. Nur ja nicht über Zäune, Mauern und Grenzen hinwegsehen lernen! Ja nicht in die Lage versetzt werden, später einmal als Gereifte den eigenen chule erhellt am besten aus den unversänglichen Seven, im volitischen Leben seltst zu Dokumenten und Quellenstücken weltlicher Schularbelt, die von Lehrenn der weltlichen Schule in Gestolt von freien Schülerarbetten, Kindergedichten und Aufsätzen veröffentlicht werden. Wie sie z. B. ein Lehrer der weltlichen Schute zu Krefeld in der Zeitschrift:„Junge Menschen“ veröffentlichte als Arbeiten 11= und 12jähriger Kinder. Da kehren immer diese Verse wieder: „Proleden, habt keine Angst, geht drauf und stürmt das Kapital“. oder: „Bnüder, bekämpft den Kapitalismus, Brüder, bekämpft das Reich.“ oder: „Wir wollen stürmen die Fabrik, bis sich der Kapitalist ergibt.“ Weicher Abgrund von Aufstachelung, Vergiftung und Vevbitterung qualvollverhetzter, armer Kinder tut sich hier auf.„Schütze dein Kind!" Wo bletben die elementarsten Grundsätze eines pädagoglschen Kinderschutzes, wenn man die Kleinen schon in die seindsetige Gehässigkeit des Parteipserches einspannt und den Stachel des Hasses tief in die jungen Kinderherzen eindrückt, daß sie bluten! Wer kann solche Rie senschuld verantworten? Eine offenherzige Kritik und Verurteilung weitlicher Schularbeit aus jüngsten Tagen— noch dazu aus Kreisen, die an sich der weltlichen Schule nahestehen, aus den Kreisen des Bundes der„Entschiedenen Schulreformer"— bringt das eben erschienene Heft 4(April 1929) der von Paul Oestreich herausgegebenen„Neuen Er ziehung" unter der Ueberschrift:„Pädagogik der wählen. Diese Art der Erziehung muß jedem Unbefangenen und gerade jedem fortschrittlich Eingestellten als ein falscher und gefährlicher Weg erscheinen, der in eine unglaublich enge Denkweise führen muß.“ Und der Kritiker hat recht, wenn er zum Schluß schreibt, daß man mit demselben Rechte wie diese Kreise an anderer Stelle auch wohl eine Schuie für lebensberechtigt halten würde, in der die deutsch=völkische Gesinnung das einigende Band abgäbe und wo die Schulkinder recht rüchtig mit Hackenkreuzen an langen Stangen herumsuchteln; was dem einen recht sei, sei dem anderen billig. In einem Nachwort sagt der Führer der Ent schiedenen Schulreformer, Paul Oestreich, selbst: „Klassenkampfschule ist Unsinn.“ Schule dürfe nie Parteidogmen, Haßlieder, Kampffansaren der Alten in die Kinderköpfe hämmern. Klassen kampf als„Vermenschlichungsringen“ werde nicht durch die Kinderscharen, die dramatisch alt klug im Wort übersteigern, was sie erlitten Oestreich stelld fest:„Die„sozialistischen“ Feiern und mit ihnen die der Jugendlichen und Kinder drohen reiner Worteprunk, reiner Verbalismus, reine Antibeteuerung zu werden.“ Weitliche Schule als bewuße proletarische Klassenschule ist pädagogisch gesehen eine Un geheuerlichkeit. Und zynisch=frivot ist der Anruf:„Schütze dein Kind! Schick es in die Weltliche Schule!“ Weltliche Klassenschute ist Sünde wider das Kind, ist geistige Vergewaltigung und Versklavung des Kindes, weil sie dem Kinde das Beste, das eigentliche Kindsein, die Kindlichkeit, die Frische und Ursprünglichkeit, die Naivität und Unberührtheit der Seele raubt, weil sie das reine Kindestum mit Partei= und Klassengift verseucht. Der Dichter War Jungnickel hat Recht, wenn er einmal von der welllichen Schule schreibt:„Wollt ihr die weltliche Schule, wollt ihr die Kinderseelen vom Wagen eurer Partei zerschleifen lassen? Wenn ihr das wollt, dann geht die Sonne über Deusschland unter, und nimmermehr wird ein neuer Frühling kommen. Gott muß in der Schule bleiben. Er ist ja der Stav, der grünende, blühende Wanderstab, der mit den Kindern durchs Leben geht." Wer auch nur einen Funken Kindesjina und ein wenig Verstehen der Kindesseele sich bewahrt hat. wird niemals den himmeltraurigen thoden der Verhetzung und Vergiftung sein Kind überantworten.„Schütze dein Kind!" Jawohl: „Schütze dein Kind vor seinen pädagogischen Vergewaltigern. schütze dein Kind voi der weltlichen Schule!" Am Schulsonntaa aber sollten wir derer denken, die abseits gelangt sind, der Kinder der Weltlichen Schule und ihrer irregeleiteten Eltern und unserer Verontwortung auch für sie. Und den Glauben erneuern an die altes überwindende Krafe des Vorbildes und Beispiels, der apostolischen Rede und Tat, die den Weg zu den andern findet, zu den Abseitsgelangten, zu den Entfremdeten und Schwankenden. Und die im engsten Kreis, in stiller Zwiesprache unter vier Augen, mit Vaer und Mutter ruhig, sachlich, verschwiegen und aufrichtig-brüderlich Worte der Klärung, der Besinnung und der Wahrheit spricht. Schon ast ist der stälen, eindringlichen, brüderlichen Aussprache der reichste Ge winn, die Heimkehr zur verlorenen Kirche und die Zurücknahme eines oft in der Erregung und Verärgerung getangten Beschrusses beschieden gewesen. In einer Vorortgemeinde von Köln wurden à. B. durch solche Apostelarbeit von 33 der weltlichen Schule angemeldeten Kindern 18 für die katholische Schule zurückgewonnen. Hiei wird es sich erweisen, ob der Geist des Vaienapostolates in unseren Elernberzen lebendig ist, od„Katholiscke Aktion“ ein tönendes Wort bieiben oder ernsthafte Tat wedden soll. Apostola sarbeit ist brüderliche Hilfe und Liebe dem irrenden Bruder, den Kindern, denen das Himmelreich ist. Aber entschiedener Kampt denen, die diese Kleinen ärgern, Kamrf ihren pädagogischen Vergewaltigern! Muienkönigin. Der Mai ist gekommen. Die Blumlein blühen all. Des freu'n sich alle Frommer Wohl in Gevirg und Tal. Des Maien höchste Wonne Das ist die Jungfrau hold Sie ist die Gnadensonne. Ihr' Tugend glänzt gleich Gold Sie will das Leid verfüßen. Das uns auf Erden drückt. Drum laßt uns sie recht grußen. Die uns der Herr geschickt. Mit Blumen und mit nerzen Laßt schmücken uns ihr Bild. Preist sie aus frohem Herzen: Die Jungfrau hehr und mild! C. Fürst * 99 Ein Gottesfürchtiger Jur Epiftel des 5. Sonntags nach Ostern. 64 Im Leden der lieden heitigen Elisabeth von Thuringen, desonders seit der Zeit ihrer vökligen Hinwendung zu Jesus, zeigt ein Zug in hervorregender Weise: ihre heitige ehrerdietige Gotbesfurcht. Nie fürchtete sie die Menschen oder deren Urteil. Ihr ganzes Ziel war der Heiland allein. Und sonder Zagen gab sie Wohlleden, Eltern und Kinder her und ledte in Armut und Elend— nur um ihren heiligen Ledenszweck nicht aus dem Auge zu lassen, und um den Herrn ganz zu besitzen. Ihrem Vater, der sie wollte heimholen kassen, ließ sie sagen, sie sei gtücklich in Jefus und wolle bei ihm ausharren. In ihrer gottesfürchtigen Art erreichte sie durch Gehorsem, Abtötung und Liede die Krone der Heiligkeit Die heitige Furcht Gottes war in jedem Hei ligenieden wirksam. Sie muß man nennen„den Ansang der Weisheit, die dem Herrn dienen will“. Sie degleitet das fromme Streden der gotfliedenden Seete und stärkt es, wenn Sturme des Seetenschifflein dedrohen. Im letzten Stünd lein spendet sie dem Geistesauge Licht und läßt es frohgemut in das ewige Leden hineinschauen. Gottessurcht ist nicht Angst vor Gott. Gewiß gidt es auch Menschen, die Gott dienen, weil sie keine Strale oder den ewigen Lohn zu verlienen fürchten; und wohl in jedem Christenieden gibt es Augendlicke, wo die Anast vor der göttlichen Gerechtigkeit die Versuchung überwinden hilft oder nach der Sünde zur Buße treidt. Ich leugne den Rußen dieser Angst vor dem gerechten Gott nicht od. Ader das ist nicht jene stürkende Jurcht Gottes, die Heitige schafft. Diese desteht vielmehr in der Liede zu Gott, die eine jede Sünde scheut, weil sie dadurch den lieden Heiland Känkt, das höchste Gut der Secte. Die echte Liede Gottes fürchtet jede Sünde, auch die kleine, weil sie den Allerhöchsten nicht beleidigen will. Sie slieht, wo sie Gefahr einer Gesetzesübertretung wittert. Aengstlich meidet sie alles, was Gelegenheit zur Sünde werden könnte. Die Liede zu Jesus läß: die Seele vor jedem Unrecht, je vor jedem freiwilligen Fehler zurückleden. Und so zart, so innig, so treu ist diese Liede, daß sie nichts so sehr fürchtet als den guten Jesus zu betrüden. Sie will lieder alles leiden, alles erdulden als auch nur einen einzigen Dornschmerz des bitteren Erlöserlei dens zu verschulden. Diese Liebe, das ist die heilige Jurcht des Herrn. So sehr besteht die Gottessurcht in der Liebe, daß die M. Schrift en vielen Stellen tu gendhafte, fromme, gottjetige Menschen gottessurchtig nennt.„Die den Herrn fürchten,“ spricht Sirach,„suchen nur, was ihm wohlgefällig ist und sie lieden ihn und erfüllen sich mit seinem Gesetz. Die den Herrn fürchten, bereiten ihre Herzen und heiligen ihre Seelen vor seinem Angesicht. Die den Herrn fürchten, halten seine Gedote und haden Geduld, dis er sie erlöst" (Sir. 2.) Der Gottesjürchtige hei ernen unüberwindlichen Abschen vor dem Bösen. Darum hütet er seinen Seelengarten, daß er nie ein Zweiglein einer Blume breche. So geht der Gärtner durch den Blumengarten und schützt ihn vor Schaden. Und der Förster wird nie in seinem Walde auch nur ein kleines ledendiges Zweiglein knicken, we! er den Wald zu sehr liebt. So bewahrt die getterfurchtende Seeie alles, was Gott in ihr hineingepflanzt hat und schutzt sich vor Schaden;„denn die Furcht des Herrn hasset das Böse".(Spr. 13.)„Und wer den Herrn fürch. eet, unterläßt nichts.“(Pr. 7.) Die heilige Furcht des Herrn hat einen starken, lebendigen Eiser für das Gute. Die Treue im Kleinen, diese im ganzen Leden so inentbehrliche Tugend, übt keiner mehr als der Gottesfürchtige. Denn gerade hier zeigt es sich, ob du wirklich die Sünde ängstlich meidest. Die Treue im Kleinen ist der gottesliebenden Seele der sicherste Weg, ihm treu zu bleiden, Sünden zu meiden, Fehler und döse Gewohnheiten abzulegen, immer gettwohlgesälliger zu werden. Hier liegt detn Prüfstein deiner Gottesliebe. Gottesfurcht macht stark und unüverwind lich.„In der Furcht des Herrn ist feste sicht,“ lagt der hl. Geist;„wer den Herrn fürchtet, zittert vor nichts und erschrickt nicht, denn der Herr ist seine Hoffnung.“(Sir. 14 u. 34.) Darum kennt er keine Menschenfurcht. Man erlebt es so oft. die Gott nicht irchten und ihn beleidigen, kassen est genug in hundert und tau send Fällen von schwacher Rücksicht und eitter Furcht vor Menschenmeinung sich wie Halme im Winde hin= und hertreiben. Seelen aber hade ich kennen gelernt, die in ihrer Gottesfurcht und Jesusliebe so groß und stork sind, daß sie alles vermogen! Nur um Je us nicht zu beleidigen, bringen sie alles zum Opfer: Had und Gut, und irdische Anteile und Ansehen vor den Menschen und Erdenglück— kurz alles gibt die gottesfürchtige Seeic dem Herrn hin. Wenn es kein muh auch Heimat und Eltern! Alles für Gesus! Ohne Rücksicht auf die Menschenfurcht.— Wie manche Märtyrer heden, als sie alle Versuchungen überwunden, schon viele Qualen standhaft ertrogen, in der schwersten Prode bestanden: bei den Tränen und Bitten und dem bitteren Harm und Leid der andersdenkenden Eltern. Da kämpft das Herz einen schweren Kampf— und siegt leicht in der Kraft der Gnade und heitigen Furcht Gottes!— Auch heute noch gibt es solche Märtyrerseelen, die überwinden und für Jesus sie gen, weil sie nichts mehr fürchten, als ihn zu beteidigen und dadurch zu verlieren. Und wer den Heiland findet,„findet das Leden und schöpset das Heil aus dem Herrn“.(Spr. 8.) Gottesfurcht vergeistigt, macht vollkonnnen, macht innertich.„Wer Gott fürchtet geht in sich“, agt der A. Geist.(Sir. 21.) Es ist auch ger nicht anders denkvar. Die heitige Furcht des Herrn mocht aufmerksam auf sich seibst, leitet die Gedanken nach innen. Führt zum Seldsterkennen und Gotterkennen.„Die Jurcht des Herrn ist gottjelige Erkenntmis.“(Sir. 1.) Beie viel um diese heilige Gattesjurcht. „Die JFurcht dee Herrn,“ und darin besteht ihr Lohn,„wird mit Freude und Frohlocken ge krönt; sie erfreut das Herz und gidt Lust und Wonne. Wer den Herrn fürchtet, dem wird'e wohlergehen an seinem Ende; er wird gesegnet am Tage seines Hinscheidens.“(Str. 1.) Willst du nicht in der heiligen Furcht der Herrn leden, damit du all ihres Segens teilhaftig werdest? Beherzige St. Peulis Wort:„Do wir solche Verheißungen haben, so kosset uns von allem Fehl des Fleisches und des Getstes uns reinigen und die Heiligung vollenden in der Furcht Gottes.“(2. Kor. 7.) Johannes Rechmann, Bochum Gelöste Fragen, erhörte Gebete. Zum Cvangelium der Wie in einem kunstvollen Gewede verschlingen sich zwei verschiedene Antiegen im heutigen Cvangelium mit einander. Bold ist des eine oben, bald das andere. Aber beide Fäden lausen auf ein Ziel los. Der eine Faden hat mit Gedet zu kun, der andere mit der Rätsethaftigkeit der Worte Jesa Ich hebe den zweiten Faden zuerst aus. Denn wenn er in unserem Lesestück auch nicht zuerst hervorschimmert, se gibt er doch besser die Richtung an, die das heutige Cvangetium überhaupt die jezige Jeit im Kirchenjahr einhält. Es ist ohnehin eine besondere Frege, wieso das Gebet hier in die Rede Jesu hineinkommt. Neulich haben wir gesehen, wie erschrocken die Jünger waren, els der Herr sein dunkles Wort von der kleinen Weite sprach. Sie hatten nicht zu fragen gewogt. Es war ein Gleichnis, ein Rätselwort. „Dieses habe ich in Gleichnissen zu euch gesagt.“ Aber ganz nahe ist der Augendlick, wo alle Hüllen fallen werden. Schon ist jo der Geist verkündet, der die Apostel in alle Wahrheit einführen soll. Jo, gleich nach seiner Auferstehung wird Jesus das Wort wahr machen:„Es kommt die Stunde, da ich nicht mehr in Gleichnissen zu euch rede, sondern unverhüllt euch vom Bater Kunde geden werde.“ So berichtet jo Lukas (25. 45):„Dann erschloß er ihnen den Sinn. daß sie die Schrift verständen.“ Ein Tag der Klarheit also, ein Tag, wo die Gleichnisse aufhören, we der Vater enthüllt wird, steht zu er 5. Sonnlags nach Ostern. warten. Doch siehe! jetzt schon dricht Jesus seindunkten Anspielungen ab und spricht ein eftenes Wort. Aber diese Enthüllung ist so schmerzlich, daß sie an unsere Kreuzenthüllung am Kar freitag erinnert. Und doch ist sie wegen ihrer Offenheit eine Beruhigung für die geängstigten Jünger. Ja, wehmütig leuchtet nach der Dunkeiheit der Abschiedsworte das letzte Wort auf: „Ich din vom Vater ausgegangen, und in die Weit gekommen; wiederum verlasse ich die Welt und gehe zum Vater.“ Und die Jünger danken ihm in gefaßter Ergedenheit und bekennen ihren Glauben. Doch verfolgen wir den anderen Faden. Mit ihm beginnt der heutige Abschnitt:„Wahrtich, wahrlich, ich soge euch, wenn ihr den Vater um einmas bitten werdet in meinem Namen, so wird er es euch geden.“ Von diesem Worte hat wohl der ganze Sonntag den Namen Bittsonntag de kommen. Ader dieser goldene Faden vom Ge dete taucht nicht bloß auf und unter in unserem Gewebe. Man kann auch kaum seine Richtung versolgen. Er scheint sich zu verwickeln. Denn höre, betrachtender Christ!„Bioher dabt ihr um nichts gedeten in meinem Namen.“ Das war also eine Zeit, wo die Apostel nedon Jesus der liefen und neden Jesus herbeteten. Ein from mes Gebet, aber kein sonderlich mit Jesus vereinigtes, oder besser verschlungenes Gedet. Nun kommt der Tag, wo die Gleichnisse eusdören#o len. Das soll auch der Tag sein, wo die Apostel ** ——* 3 SAMREES:5E Stt HMT AEARO„MEMGSMANUSE „ SE„* BeÖER a E 5 Nr. Seite 161 das neue Gedet im Namen Jesu üben werden. „An jenem Tage werdet ihr in meinem Namen beten.“ Bis dahin, nicht wohr, findest du gar keine Schwierigkeit. Daß man nach der Auferstehung den verklärten Heiland zu seinem M ler beim Vater nimmt, ist sehr verstandlich. Doch nun kommt die Verwicklung:„Ich lage euch nicht, daß ich den Boter für euch bitten werde.“ Wie reimt sich das mit der Forderung, in Christi Namen zu beten? Lehnt er da nicht eb, unser Mittler zu sein? Schau den Gärtner, der das Bäumchen dindet. Solange es in seinen Händen ist, ist es wohl geborgen. Aber auch wenn es nicht mehr seine ledendige Hand fühlt, steht es aufrecht. Denn der Stad ist das Werk des Gärtners. In einem bestimmten Sinne ist Jesus den Aposteln entbehrlich geworden, nachdem er sie zu Kindern seines Vaters gemacht hat. Er draucht ihnen nicht mehr gewisse Hilfsgnaden zu vermitteln, deren sie im Zustande der Knechtschaft bedursten. Sie hatten ja als wahren Enadenquell die heitigmachende Gnade in ihrer Seete. Aber diese bedeutet nicht etwo eine Trennung, sondern die innigste Vereinigung mit Jesus. Und so bekennt denn Jesus:„Der Voter selbst liebt euch, weil ihr mich geliedt und geglaubt habt, daß ich von Gott ausgegangen din.“ Die Liede des Voters haden sie nur Jesu wegen. Wenn sie nun mit dem Vater in Vervindung treten, zu ihm deten, so geschieht es immer im Namen Jesu. Ader Jrsus draucht ihnen nicht erst das Wohlgefallen des Boiere zu erflehen. Sie sind a seine Kinder Da hat der Ausdruck:„Beten im Ramen Jesu“ einen ganz tiesen und umsassenden Sinn. Er bedeutet ein inniges Venwachsen und Ber wurzeltsein in Jesus. Nicht umsonft hatte Jesus kurz zuvor die Apostel als die Reden dezeichnet. die in ihm, dem wahren Wemstock. Leben em: sangen. Dieser Zustand aber ist so recht die große Freude, die ihrer wortet nach Christ Auferstehung. Und nun lausen beide Jäden leuchtend nedeneinander her. Ein Tog iste verkundet, wo die Geheimnisse schwmden und alle Bitten beim Bater zartlichste Aufmerksamkeit finden werden Beides ist Osterglück, beldes Hei#igen Geistes Wehen. Da rusen die Jünger zum Schlusse aus:„Jetzt wissen wir, daß du alles weißt und nicht nötig hast, daß semand dich frage; darum glauben wir, daß du von Golt ausgegangen dist.“ Die Kirche schneidet ab dei diesem frohen, zuversichtlichen Worte. Denn sie schaut über die Bedrängnis hinweg, die vor der Tür des Abendmahls steht, und schaut in die Sonne des Ostermorgens und in die Fiammenzungen der Pitnaststunde. P Langer, Breeten Kirchliche Nachrichten. Schott's Kalender So, den 5. Mai: 5. Sonntog noch Ostern 412. 2. Gedet: Hl. Pius 669. Cr. 11. Präs. von Ostern 40. Mo., den 6. Mai: Hl. Johannes vor der let. Pforr 669(21) 2. Gedet: Rogationsmesse 417. Cr. 11. Präs. von den Aposteln 46. Letztes Cogl. aus der Rogatonsmesse 417 Di., den 7. Mai: Ml. Stamslaus 660(21), 2. Gedet: Rogationomesse 417. Olterpratation 40. Mi., den 8. Mai: Erscheinung des Erzengels Michaet 670. 793 2. Gedet: Vigil von Himmelahrt 419. 3. Gedet: Rogotionsmesse 417. Cr. 11. Letztes Evangetium: Bigil: 419. Do., den 9. Mai: Chrisn Himmeljahrt 422. Cr. 11. Präs. und Kommernicantes in der ganzen Oktav 41. Fr., den 10. Mai: Hi Ahtonins 670(25). 2. Ge det: Oktov(Himmeljahrt) 422. 3. Geved: 54 Gerdianus und Epimachus 670. Cr. 11. Sa., den 11. Mai: Oktoo(Hammeljahrt) 421. 2. Gebet: Gib, wir bitten 401. 3. Gedet: Für Kirche oder Papst 402. Cr. 11 St. Bonisatius=Pfarrei. Bottendienferbuugg. 5. Sountag nach Opern 6 Uhr A. Messe; 6.30 Uhr A. Messe mit polnischem Gesang; 7.30 Uhr Frühmesse mit Predigt; 8.30 Uhr A. Messe für die höheren Lehranstalten mit Predigt; 9.15 Uhr Schulmesse mit Predigt; 10.15 Uhr Hochamt mit Predigt; 11.30 Uhr letzte bl. Meise mit Predigt; 2.30 Uhr Rosenkranzdruderschaftsandocht mit Prozession; 8 Uhr Maiandacht mit sakt. Segen Gemeinschaftliche hl. Kommunion der Kinder der Schule Wilhelmstraße, Osterkommunion des Gesellenverems, des Kreuzbunder und des polnischen RosenLanpperdes Moutog, Dienstag, Mittwoch— Bittage. An diesen drei Tagen deginnen die beiden ersten hl Messen 5 Minuten früher, also um 5 Minuten vor 6 Uhr und 6.25 Uhr. Um 5 Minuten vor 7 Uhr beginnt die Bittprozession durch die Kirche unter abAngen der Allerbeiligen-’ttenei, daran schlietzt uch dor Rogatcamt. Mittwoch, den 8. Meist von nachmittage 4 Uhr an ein fremder eus#tischer zur Rushilfe im Beichtstuhle anwesend Donuratztag, Christi Himmelfohrt: 6 Uhr hl. Messe; 6.30 Uhr hl. Messe mit poln schem Gesang; 7.30 Uhr Frühmesse mit Predigt; 8.30 Uhr Al. Messe für die höheren Lehranstalten mit Predigt; 9.15 Uhr Schulmesse mit Predigt; 10.15 Uhr Levitenhochamt mit Ausjetzung und Segen; 11.30 Uhr letzte 91. Messe mit Predigt; 2.30 Uhr deutsche Vesper; 8 Uhr Maiandacht mit sokramentalem Segen An den Wochentaden ist jeden Riend um 8 Uhr Maiandach Die Krankenncor hal Vikar Egerrer rih A Nus den Vereinen Die seierliche Aufnahme der Ostean aue der Schule Entlassenen ist om Sonntag nach Pfingsten.— Der Spieladend fällt im Monot Mai wegen der Masandacht au:— Frcitag, den 10 Mai, ist ebende 8 Uhr Vortrag für die Euchartstische Arteiung in der Kapclie des Krankenhause: Hüfewerk für Prieperberute Dienetag adend 7.30 Uhr Rdl#eserung der Beitrage i Verhenenzoimmer am Ziozendtas! Züngtngstebalteht Am Donnerotog nächster Woche(Chrisn Himmel= fahrt) findet noch der Schulmesse eine Versommlung des Vorstandes und der Bezirkskeiter im Jugendsaale statt. Alle Vorstandsmitglieder und Bezirksleiter mussen zur Stekte sein. Gleichzeitig wind dir neue Nummer der Wacht ausgegeden. Ueber die Aufnahme der neuen Mitglieder in die Sodalität findet ihr näher Nachricht in einer der nächften Nummern des Kirch Angeigere D. J. 8 Am Sonntag kurn wir das 10. Stistungssest. Der Herner Anzeiger wird alles Nädere über den Verlauf des Festes dringen. An dieser Stelle wird nur noch darauf hingewiesen, daß alle Mitglieder der DUK gemeinsam der dl. Messe um 7.30 Uhr in der St.=Bonisakinskirche deuvonnen. Erst kommt für uns die Soige für die Seeie dann die Soroe für den Rdrper und das Veranigrn Herz=Jesu=Pfarrei. Beitredtensterbsung Um 6.30 Uhr stikle hl. Messe; 8 Uhr Frühmesse und Predigt; 9.15 Uhr Schulmesse und Predigt: 20 15 Uhr Hochamt und Predigt: 2.330 Uhr Andacht für die Schulkinder; 5 Uhr Herz Jesu=Bruderschaft mit Picdigt, Prozession und Segen; Be andacht Im Konstentinstite zst um 7.45 Uhr#l. Meise und Predigt. Gemeinschaftliche dl. Kommuuion fur das Bhnacs. zpostolat und die Kinder der Schule Kronenstraße Die Kollekte ist für die kathol. Schulorganisatton bestimmt. Aus der Gemeinde Bittage. Am Moutag, Dienetag und Mittwoch zindet um 7 Uhr die Bittprozession um die Kiche statt, im Anschluß daran bl. Messe. Am Mittwoch nachm von 4 Uhr ab ist Beichtgelegenheit. Am Dounerstag wird das Fest Christi Himmelfahrt gefeiert. Die Gottesdienstordnung ist wic en den Sonntagen. Aus den Vereinen Volksverein. Zu einer am Sonntag abend um 6 Uhr im Vereinshause stattfindenden Sitzung werden die Beitraucnsmänner des Volkevereins hierdurch fmundticht eingeloden mit der Bitte um alseitiges Erscheinen. Zangtingetebellct A##woch 7 Uhr Speelabend der jungrnen Sodo### Jungmanurbund Am Himmelsfahrtstoge machen Wit unseren ersten Ausflug, und zwar nach Kupferdreh. Wir verhantmeln uns Punkt 11.30 Uhr im Veremshaus. Mofohrt Bochum=Htf 12.32 Uh Arbeiterverein S4. Joseph Am vergangenen Sonntag veronstattete der Arbeiterverein ein Frühlingsjest, verdunden mit der Remenstagefeier des Pröses. Rusik und Theater warcn in bester Ordnung. Frohsinn und Gemütlichkest machten dak Fest zu einer wirklichen Famitienseier. Za bedauern war der geringe Besuch seitens der Mitetieder— Am Sonntag in der bl. Resse um 6 90 flhr“ Fur 3 ung Beilage zum Heener Anzeiger =Reckische“ uns spielerische[Alle Fernrohre blitzen nach dem Merkur die Sbilsa. Aerden se. wie*“ Jazlgzise Pärten. In diesem Jahre enthüllt er sich auch unseren Augen— Merkur beseidigt tehrte die Brau ins, Elternbaus anrüc, ohne Der, wie den Blasilngen au Tist Ter Kaerhiset zin wird Abendstern, ein seltenes Himmelsereignis— Der arglistige ai# ve,.Lwstich, se sette is buch, Gute FreundI*„ Stm.„ P LEVIAIPEZ 1NIA LIERIP Wort viel nie. Seine dritte Braut war Maria Todd. eine sehr energische Dame. Nach einer mehrjährigen Verlobungszeit wurde der Hochzeitstag auf Anfang 1841 feltgesetzt. Alle Gäste waren schon anwesend. Doch wer erschien nich? Die Hauptverson, Abraham Lincoln. Tief covl in den Federn verbergend, so schleicht sich der Ibis bald an ihn heran und vickt so lange an den Schwimmhauten des Schläfers herum, bie dieser aus seinem Lickerchen auffährt. Erschreckt äugt er nach dem übermütigen Plagegeist, sucht sich ein anderes Rubevlätzchen und verfällt von neuem in den sützen Schlummer. Dann ist aber auch der Ibis wieder zur Stelle und treibt abermals mit dem Dahindämmernden seinen Schabernack. Recht necklustig sind auch die Nachtreider. Sitzen Planet der Astronomen— Wird man in diesem Jahre seine Geheimnisse entschleiern können?— Der Rummer des Ropernikus 1 In diesem Jahre ereignet sich der überaus seltene festzuhaltenden Punkt bietet, der für die ersorderliche Foll, daß der kleinste aller Planeten und der sonnennächste unser Abenditern ist. Die strahlende Venus, die wegen der Fülle ihres von einem weißen Wolkenmeer zurückgeworfenen Lichtes, von den Himmelsguckern am mehrere Männchen zusammen auf einem Aß, lg dauert meschiig 9.,eobc, es nicht lange, bis das eine seinen Nachbar in die Stän Jupitex, die sonst in duntem Wechsel uns der oder in die Zehen zwickt. Dieser versucht Gleiches—1#####, 90 bendstern erfreuen, werden in dem mit Gleich=; vergelten, und unn demüen sich beide, ereisten Tell deg. Ral, aus dieter, Dost uns io Bechauten sich von dem Ast derunterzadrängen. Man sverrt zwar Stellung am anendligen und nächtlichen Himmel ver: die Schnäbel auf, schreit sich an, sträubt die Scheitel= und“ Geu#ciedern, derührt sich aber kaum, sondern ist lo=!] Verkur erstrahlt in feuergelber Helle Steic perupigt, venn endlich die eine Partei das Gletc= fast zwei volle Wochen dindurch dis zu zwei Stunden Auch junge Pferde, die auf der Weide gehalten werden, lieben das Necken. Naht sich ihnen ein Wande= Klauate= al. Acherdstern schimmern#4. rer, dann kommen sie derangalovviert, betrachten ihn ge Planeten als Abendtern schimmern sehen. nau, sprengen auf ihn ein, feuern hinten aus. traben! Etwa drei Wochen hindurch haben wir begründete zurück, kürmen wieder auf die fremde Erscheinung ein. Aussicht, diesen Planeten überhaupt mu lehen. Das häumen sich vor ihr, umkreisen sie fröhlich wiehernd und müssen wir schon als besonderes Ereignis werten, wenn„ 68 springen endlich übermütig davon.. wir uns erinnern, daß Kovernilus, der große Ent= lautzeit um die Sonne mit& Tagen Bewegungsberechtigung genutzt werden könnte. Auch ein Mond fehlt ihm, ist er selbst doch gar nicht niel größer, als unser braver Mond. Dieser mint 3480 Kilometer im Durchmesser. Die gleiche Ziffer beim Merkur ist mit 4700 Kilometer errechnet worden. Während wir unseren Mond auf zehn Kilometer genau schätzen können, weichen die Angaben über den Merkur um bundert und mehr Kilometer voneinander ab. Augenblicklich gilt es als„große Mode“ unter den Astronomen, auf einen Merkurdurchmesser von 4800 Kilometer zu schwören. Das ist das Neueste. Dennoch gidt es trotz dieser die Astronomen, die an genaue Rechnungen gewöhnt sind. Es gibt auch schon Merkurlandkarten. Sie verraten aber nicht allzuviel. Zu ihren Urbebern zählt auch Schiavarelli, dessen Marskanalsystem in breiteren Schichten bekannt geworden ist. obwohl es heute schon als unhaltbar betrachtet wird. Die Merkurkarten zeigen uns ein wolkiges Etwas, mit dem man herzlich wenig anfangen kann. Sicherer ist die Errechnung seiner UmUnsicher sind alle Ebenfalls neckisch veranlagt ist das Wiesel Mörddecker unseres Planetensnstems, noch auf dem Totenbette Angaben scher seine vichte, die halb so groß wie die —"—„„„*„„— der Erde sein soll und über seine Atmosohäre. Der der Bothkamver Sternwarte linger beobachtete eine Neckerei zwischen einem Wiesel geklagt haben soll, daß er betrübt in den Tod gehe, weil,####m Vagef der aus und einer Kräbe. Das Wiesel hatte seinen Zufluchtsort er den Merkur niemals gesehen habe. Der Planet er L.! gie Hofamdern günftag Gelegenheiten zur Förde Straßengraden. Mit Plitzesschnelle fuhr es scheint nur wenig über dem Horizont, weil ihn die Sonne dei Kiel besonders guninge Gelegenheiten zur Fordean einem veraus, raschelte durch das welke Laub und stieß auf die Kräbe vor. Es zwang diese, sich etwas über den Boden zu erheben, und führte nun, sich wie ein Fisch auf dem Lande bin= und herwerfend. die gewandtesten und tollsten Sorünge aus, bei denen ebenlooft der weißgelbe Bauch als der braune Rücken zum Vorschein kam. Dann kehrte es wieder zu dem Graben zurück, jedoch nur. um sogleich wieder den Vorderleib derauszustrecken und auf dem Tummelplat zu erscheinen. Die Krähe ging offenbar auf in allzu große Nähe hannt und ist deshalb in Gegen= rung der Merkurkunde wahrnehmen konnte, dat auf ihm den mit reichsichem Bodennebel so gut wie niemals sicht, nicht zur Flecken entdeckt, sondern in durch lektroskobar, weil er längst untergezangen ist, wenn die Abend= rische Zeobachtungen zu der Ueberzeugung gelangt, daß nebel weichen. Kovernikus wurde in Thorn geboren er Wasserdampf auf dem Merkur ermittelt hat. Diese und starb in Frauenburg, allo im Weichselbereich. Heute kann dort der Merkur ganz sicher beobachtet werden, auch mit bloßem Auge, obwohl die Gegend reich an starken Abendnebeln ist. Vielleicht haben sich ihre klimatischen Verhältnisse selt Kovernikus aber auch nicht unwesentdiese Reckerei ein, denn sie hüpfte zwar gelegentlich lich verändert. Jedenfalls ist es bezeichnend, daß Kogegen das Wiesel vor, unternahm aber keinen irgendwie ernsthaften Angriff. Auf Neckereien im böchsten Grade versessen sind die Affon. Benett brachte einen Siamang, der der größte und vlumoste unter den Gibbons ist, von Indien mit. Auf dem Schifi befanden sich noch andere Aften, die aber den Siamang möglichst mieden. Dafür erkor er sie sich zu Opfern seiner Necklust. Sobald er nur immer konnte, ergriff er einen der anderen Affen und trieb mit dessen Schwanz Unsug. Er zog den armen Gesellen oft über vernikus sich über den Merkur und seine Sprödigkeit beschon erwas zurückliegenden Untersuchungen sind aber angezweifelt worden, weil dabei doch die Erdatmospbäre Fehler hineingetragen hat. Merkur ist eben der eide: dolosus, der„arglistige Planet“. Im Verlauf des Mai werden alle Fernrohre der Erde zu ihm aufblitzen. Nach Mitte Mai lohnt es sich an klaren Abenden auch klagt haben soll und sich nicht über Luther beschwerte, fur den Laien, ihn durch ovtische Instrumente, wenn Aer nau rhm soldrv#enen aat: Nes UTrv mait nis Annan——„„„—„—„ der von ihm geschrieben hat:„Der Narr will die ganze Kunst Astronomie auf den Kovf stellen.“ Der Merkur aber ist seit Kovernikus bis heute das große Sorgenkind der Astronomen geblieben. Sehr selten lohnt sich seine Beobachtung am Abend oder nachts weil er zu wenig aus der vorgelagerten Erdatmosobäre berauskommt. Die Astronomen suche auch ihn am Tage zu beobachten. Dabei läßt sich so gu das ganze Schiff hin und her oder trug ihn an der einen wie gar nichts über ihn enthüllen, wenigtens nicht durch Rabe emvor und ließ ihn von dort kaltblütig herabfallen Menschenfressende Wale Du allgemein verbreitete Ansicht, daß sich die Walkisch nur von kleinen Aerbtieren ernahre. trifft nicht auf alle Arten der Wale zu. Gerade in den Polargezen-, den ist eine Art verbreitet, die unersättlich ist und auc dem Menschen wegen ihrer Schnelligkeit und Körverkraft gefährlich werden kann. Ihr Maul enthält nicht die bei anderen Walen so geschätzten Barten. londern scharfe Zähne. Außerdem treiben sich diese Meerwölfe in großen Rudeln umber. Im Winterhalbjahr, wo sich das regste Leben der Antarktis in der Näde der Küste absvielt, sind diese furchtbaren Räuder dort zu finden. Ihre Geiräßigkeit kennt keie Grenzen. Im Magen eines einzigen Wales, der etwa 6,5 Meter lang war. fand man die Ueberreste von 13 Delobinen und 14 Seebunden! Eine döse Erfahrung machte ein Begleiter des Kamdas Auge. wenn er nicht einmal eine Sonnenfinsternie macht. Die ist aber so unbedeutend wegen seiner Kleinheit, daß sie mit blotzem Auge niemand wahrnehmen kann, während das Vernrohr ihn als schwarzen Punkt über die Sonne gleiten sieht. Sehr schwankend sind deshalb asse Angaben, die über den Merkur gemacht werden. Wir wissen wohl nicht einmal sicher, ob er außer der Umdrehung um die Sonne, sich wie die Erde auch noch um sich selbst dreht. oder aber der Sonne immer nur die gleiche Seite zukehrt. Für diese Feststellung dietet er Schwierigkeiten, weil seine Oberfläche keinen sie auch einfach sind, zu beobachten. Man kann dann miterleben, wie der Merkur eine sichelförmige Gestalt als unendlich verkleinerter Mond annimmt. so wie man ruch die Sichelform der Venus oft beobachten kann. leber die Bewohnbarkeit des Merkur herrsch: illgemein die Vorstellung, das er Lebewesen kaum Entnicklungsmöglichkeiten dietet. Wenn amerikanische kechenkünstler die Wahrheit ermittelt haben. schwankt eine Tagestemveratur zwischen 270 und 420 Grad Celius lo daß Blei und leichtere Metalle auf ihm nur in flüssigem Zustande anzutreffen wären. Möglichkeiten der Bewohnbarkeit wären gegeben, wenn er nicht um ich selbst eine langsame oder rasche Bewegung ausführt, sondern nur immer eine Seite der Sonne zuwendet. Dann könnten sich auf der Schattenseite, die man sich nicht als undurchdringliches Dunkel vorzustellen hat. lebensermöglichende Bedingungen denkbar sein. Darüber wird man aber selbst mit den mactigsten Fernrohren der Erde auch in diesem günstigen Mai keine Beobachtungen machen können. Pantoffelhelden In jedem Rang und Stand kommen Pantofielbelden vor und die Geschichte kennt manches Beisviel großer Männer, die in ihrem eigenen Hause nicht viel die Feinde erzitterten und der lo geniale Feldzüge ersonnen, daß man ihn mit Recht den größten Feldherrn seiner Zeit nannte. war in seinem Hause geviß nicht Nr. 1. In jugendlichem Alter verheiratete er sich mit 2 täng Scott. Eines Morgens svielten zwei der Hunde zu sagen hatten. Der General Malborougb. vor dem hinter dem hea des Schisses auf dem Eise. Der Photo= die Reinde ertitterten und her ia gentale##e#n#une rgranb der Ervedition. Herbert Ponting. hatte in der Nähe fünf oder sechs der Wale keobachtet, die zu wielen schioren. Ponting begad sich an den Rand des etwa dreiviertel Meter dicken Eises. um einige Aufnahmen der Wale zu machen. Plötzlich tauchten diese unter das Eis Anna—.— wer en sich mehrmals mit vos'er Wucht dagegen, daß schonen Charakte.. Selb es solittente! Ein g'ücklicher Zufall wollte es, daß sowohl handelte sie ihren Mann Ponting als auch die beiden Hunde nicht ins Wasser Wenn sie gut gelaunt war, behauptete sie, tielen, son ern auf kleinen Gieschollen standen. als die grobe Liebe se so torannisch mache. Wale die Kövie aus dem Wasser hoben und noch ihrer] Der Erfinder der Damofmaschine. James Watt, en Teute Ausschau hielten. Die Hunde beulten hatte in seinem Hause gar nichts zu sagen. Seine Frau der italienischen Armee ernannt wurde, hatte ihn unterm Pantoffel. Von John Wesley, der Gründer der Methodistischen Gemeinden. wird erzählt, daß seine Frau ihm sein Heim zu einer Hölle machte. Er war schon älter, als er den Schritt unternahm. den er tausendmal bereuen sollte. Doch mit einer außergewöhnlichen Gelassenheit ertrug er alles. Dazu kam noch, daß Frau Wesley sehr eisersüchtig war. Sie öffnete alle Briefe, die für ihren Mann bestimmt waren. Wenn ihn jemand besuchte, horchte sie am Sarah Jennings, einer schönen Hofdame der Königin Swtusettoch. Iwanzig Jahre lang ertrug Wesley sein Nung nan Enaland. Doch die schöne Sarah besaß keinen Nreus dann starb seine Frau. führten eine Versohnung herbei, der Hochzeitstag wurde wiederum jestgesetzt und jetzt weigerte Lincoln sich nicht mehr. Als er am Morgen seines Hochzeitstages, festlich gekleidet seine Wohnung verließ, frug ihn das Töchterchen seiner Haushälterin neugierig. wohin er gebe: Schlagfertig erwiderte er:„Ich glaube, in die Hölle!" Und er hatte Recht damit. Sein bäusliches Leben war eine Hölle. Und dies war gewiß die Veranlassung daß er seine ganze Kraft seinem Vaterlande weihte, das ihm so unendlich viel zu danken hat. M N. Kleinigreiten Das Sewvice Jonson hatte Freunde eingeladen Als die zweite Flasche Whisky leer war, fragte er: Wer von euch kann eine Tasse so auf die Kante eines Tisches stellen, daß sie zur Hälfte genau überragt und noch nicht hinunterfällt. Nun, Wasa?“ Wala schüttelte die Mähne und gähnte. „Du bis denkfaul. Wasa. Ich will es euch vormachen" Jonson nahm eine Tasse. Es war eine sehr schöne Tasse mit einer zarten Blume und Goldrand. Er stellte sie auf den Rand des Tisches, versuchte, ihr Gleichgewicht zu geben, nahm Augenmaß und wog ihr Gewicht mit der Hand. Endlich lag die Tasse am Boden. „Das hast du dumm gemacht, Jonson. Laß mich mal versuchen.“ Wasa war warm geworden. Jonson öffnete den Geschirrschrank und nahm eine neue Tasse heraus. Nun legte sich Wasa zunächst vlatt mit dem Rücken auf die Erde um den Tischrand von unten zu betrachten. Als dies geschehen war, sorang er elastisch auf und ging mit jugendlichem Feuer ans Werk Die Tasse aber lag nach einer Minute in Scherben am Boden. Wettergreen legte den Zeigefinger an den Mund. Wir hatten mal einen Professor Bahn auf der Schule. Der sagte immer... „Latzt mich mal versuchen.“ Jonson holte eine neue Tasse, und Wettergreen versuchte. Harmsen mußte laut lachen, denn die Stellungen, die Wettergreen einnahm, sahen sehr komisch aus. Nachher beschwerte sich Wettergreen. Aber es gelang ihm ebensowenig wie Kuant und Lundström. „So,“ meinte Jonson,„jetzt darf jeder von euch noch einmal versuchen.“ Endlich waren alle Tassen verbraucht. „Die Sache ist nämlich die,“ sagte Jonson,„daß ich die 12 Tassen. die ihr zerschlagen habt, von einer alten Dame zum Verkauf bekommen habe. Die Tasse kostet zehn Kronen. Darf ich euch wohl bitten, ich verdiene nur eine Kleinigkeit daran.. Auf dem Heimweg sagte Wettergreen: „Schade, daß Professor Bahn nicht mehr lebt, sonst hätte ich es mir von ihm erklären lassen 5. M. 1— Selbst in Gegenwart anderer bewie einen dummen Jungen. daß nur ihre Anna von England. Doch die schöne Sarah besaß keinen„„ Der belgische Komiker Bechmann, galt auch als ein Pantofselbeld. Einst passierte es bei einem grosen Diner. daß Bechmann, der immer einen ausgezeichneten Apvetit besaß, zum so und sovielten Male eine Schüssel gereicht wurde. Da erhob sich Frau Bechmann von ihrem Platz und sagte laut zu dem servierenden Diener:„Rein Mann dankt! Lincoln, der frühere amerikanische zur Gilde der Pantosselbelden Von zu nöhern und sle ganz lie taub: Besen und Putzeimer waren ihr Lebensinhalt. Natur aus besaß er nicht allzu viele männliche Vorzüge. James Watt flüchrete in ein kleines Dachbodenzimmer. Lange hat er es sich überlegt, ob er beiraten sollte, oder ich und gaben nicht eber Rube, ehe sie nicht vom war ein Putteufel, die ihrem Manne auch nicht den Raas a.g ihrar nugengenehmen Lare defreit waren. Den kleinsten Roum gönnte wo er sich mit seiner Erlindung Auch Abraham Naghacktungen nach scheinen sich diese gesährlichen Wale beschäftigen konnte. Allen Vorstellungen gegenüber blieb Präsident, gehörte er Sute ftofs#om hinten zu nöhern und ste ganz sie taub: Besen und Putzetmer waren ihr Lebensinhalt. Natur aus besaß ster P##s Jg## 2fl. ihrer Ovser geben sie. James Watt flüchtete in ein kleines Dachbodenzimmer. Lange hat er es sich überlegt, ob er beiraten sollte, oder Araier,4## nak diesen Meerwölken das auberhalb des Bereichs von Schrubber und Bürste nicht. Einsam durchs Leben gehen wollte er nicht, und T## dnec hartnäcige Ausratrung zu segen aber lag. jdarum nahm er denn eine Frau. Er war jedoch in # V. meder Tran noch Sneck, und da der Esenbeiner=] Auch Navoleon, der große Feldherr, gehörte zu den Herzenssachen sehr unerfahren und seine Mühen auf ii nerenh in gering märe, um die Kosten Pantofselbelden. Die Kreolin, Joseohine Beaubarnais, diesem Gebiete waren nicht sehr erfolgreich. Wiederholt iu, decken, läßzt man die Bestien in Ruhe. mit der er sich vermählte, als er zum Oberbefehlshaber knüpfte er Bekanntschaften an, doch das entscheidende Unerschrockener Foricher:„Schrecklich, mie das Sahnen ankeckt!“ von Die Cante aus Bomst von Th. R. ir Oherschaffner Schulze begleitete den D=Zug over. Knapp hatte er am schlesischen Bahn nen Liense angetreten, da eilte euue u1w: umsangreiche, beschnurrbartete, mit einer Anzahl n und Köfferchen bewaffnete Dame auf ihn zu. err Schaffner, Herr Schaffner!“, rief sie schon i s.„fahren Sie nach Hannover awohl,“ antwortete Herr Schulze. * murden Sie mir wohl mein Geväck in den Zug n2 Bitte einen Fensterplav im Frauenabteil!“ rr Schulze kannte seine Vorschriften. Er war beiFicht uuntlichten uen Nans ur Barrtrchern tucke in den Zug zu tragen. Aber er besc; auch cht geringes Mat Neusheutezamiz und wuste lo. an die Dame den Dienst gut bezahlen würde. Im aren Dame und Geväck untergehracht. err Schaffner. wann fährt der Zug?" 532 Uhr.“„„ u. 15,82 Uhr. Und wann ist er in Hannover 1911 Ubr. In Honnover mus ic Ich komme nämlich von Vomst und möchte Richte in Hameln besuchen. reilsch, dann müssen Sie in Hannover so, habs ich denn da gleich Anschlus Bann i der Jus un ür Schulze grisf zu seinem Fahrolanduch. so. um 20.56 Uhr.— Waren Sie schon mal in 15: □A Herr Schulze enteilte, denn andere, wichtigere Dienst. obliegenheiten harrten seiner. Kaum jedoch ließ er sich wieder in der Näde des Fensterplates der Tante aus Bomst seben, da winkte ihn diese aufgeregt heran. „Herr Schaffner. Herr Schaffner! Ich denke. der Zug soll 15,32 abjahren? Nun sind es ja schon 15.35“ „Ja. der Zug muß noch einen Anschluß abwarten.“ „O Gott. o Gott, das ist ja entsetzlich! Wenn ich nun den Zug nach Hameln nicht mehr bekomme?!“ Herr Schulze beruhigte die Tante nach Kraften. „Ja, das sagen sie so“, meinte sie.„Hat denn die Lokomative auch genügend Dampf?“ „Doch. reichlich sogar.“ „So. Hören Sie: perr Schaffner, hat die Strecke viete Kurven?" „Bewahre sozusagen keine.“ „So. Und passieren wir viele Brucken?“ „Rein, nur ganz weniga.“ Die Tante aus Bomst zeigte nicht übel Lust, dem fteundlichen Herrn Schaffner noch etliche Dupend ähnlicher Fragen vorzulegen, aber zum Glück für dessen Geduld und Nerven gab der Fahrdienstleiter in diesem Augenblick das Abfahrzeichen und so nahm die Unterhaltung vorerst ein jädes Ende. Auf dem Bahnbof Friedrichstraße jedoch winkte die Gnädige Herrn Schulze wieder beran. „Ach, Herr Schaffner, ich habe vorhin ganz vergessen, Schokolade zu kaufen. Würden Sie mit wohl einen Riegel besorgen? Für zehn Pfennig bitte.“ Jeder andere an Herrn Oderschaffner Schulzes Stelle hätte vielleicht der Dame eine nicht gorade schmeichelhaftoo Komoliment gesagt, aber Herr Schulze war ein gowiegter Menschenkennner und hätte desbald um seinen oof gewettet, daß sich auch dieser Dienst bezahlt machen wurde. Un, zwar in Form eines nicht geringen Trink###des. Allo raste er wie der Wind davon und kaufte der Tante aus Bomst für sehn Pfennig Schokolade. Vecsteht sich, daß Herr Schulz# auch auf jeder nachfolgenden Station mit Fragen die von Faheplon, die Beren, Surmeder Lokomotive, Fahrgeschwindigkeit des Zuges und etliche Duvend andere hochwichtige Angelegenheiten betrafen, nicht verschont blieb. Wäre jeder Reisende des Zuges so wissensdurstig gewesen wie unsere Freundin aus Bomst, so hätte die Reichsbahn eine ganze Komvagnie Schaffner zur Begleitung des Zuges beordern müssen und ihr Profit wäre bestimmt zum Kuckuck gewelen. Herr Schulze jedoch trug alles mit dem bewunderungswürdigen Gleichmut, den die sichere Aussicht auf ein gutes Trinkgeld verleiht. In Charlottenburg gab es zwischen der neunundvierzigsten und fünfzigsten Intervellation eine Abwechlelung „Herr Schaffner, Herr Schaffner," rief die edle Dame, „mir ist etwas ins Auge geflogen. Bitte, machen Sie mir oben mein Taschentuch naß.“ Herr Schulze raste wie der Wind davon und feuchtete das Taschentuch an. In Stendal harrte seiner neue Arbeit. Kaum, daß er sein„Stendal! nach Wittenberge und Magdeburg umsteigen!“ gerufen hatte, winkte ihn die wohlbeleibte Dame aus Bomst eilig heran. „Ach, Herr Schaffner, mir tun die Füße wehe würden Sie mir wohl die Schuhe auszieben?“ Es ist hinglänglich bekannt, daß Zugschaffner nicht verpflichtet sind. den Reisenden die Schuhe auszuzieben Doch Herr Heinrich Schulze—-zog sich recht gern dieser Arbeit. wußte er doch auf Grund seiner genauen Menschonkenntnis, daß sie nicht umsonst getan set.— Trotz ausreichenden Damofdruckes und aller sonstigen bereits erwähnten günstigen Umstände langte doch der Zug erst mit zehn Minuten Versvätung in Hannover an. Die Tante aus Bonst war in heller Aufregung „Herr Schaffner, nun bekomme ich meinen Iug nach Hameln nicht mehr!“ Herr Schulze beruhigte sie noch Kräften. Doch. doch, es wird noch langen. Warten Sie, ich delke Ihnen das Geväck tragen.“ Sraach's und tat's und nach einer guten Mruute saß die gur Tante aus Bomst richtig in ihrem Juge nach Sreg Prrr Sump, Poc Bh be## fielen wollte er nicht Schulze beißen. Und richtig, de griff sie schon in die Handtasche. Doch nicht ein Zweimarkstück brachte sie zum Vorschein sondern ihr Schnupftuch, das führte sie an die Nase, darauf sagte sie ein „Recht vielen Dank auch, Herr Schaffner!“ und gab ihm — einen schallenden Kuß! Im selben Augenblick zog die Lokomotive an und der Zug fuhr gen Hameln. Herr Schulze aber war wie zur Salzsäule erstarrt.— Seit diesem Tage rühmt er sich nicht mehr seiner Menschenkenntnis. Schlechtes Gewissen. Es freut mich. Sie kennen zu lernen. deer Wene# ich habe schon so viel von Ihnen gehört" Bitto lehr. znadiges Frculein, man kann ans abar wehhts Bame##en Garde-Verein Herne Heute! Heute! Nun ist er da der land erwartele, neue Grossfilm! EDDIE POLO der Könls der Sensalienen in: Am Sonnabend, dem 4. Mai 1929, findet in sämtlichen Rlumen des kath Gesellenhauses, Neustraße 20, großes Aun an 2 statt. Ausgeführt von dem Musikkorps des Gaide Vereins Köln unter Leuung des Obelm is kmeisters a D. Klein und Mitwirkung des letzten Paukenschlägers des Potsdamer Leib-Garde-Husaren-Regta. (Sambo aus Ostalrika) Anfang punkt 8 Uhr abends. Anschließend Tanz. chtslum I. 5• lbzein: Eie ganz famoser Sensat ons- und Abenteurer. silm, der In Span uns und Handlung ein Kabnettstück EDOIE POLO’S da sielit. CAPITOL-HERNE Schauplaiz der Handlung: Hamburg, der Haten, der Dem. St. Pauli Die Reeperbahn, die interes Heute Freitag, Sonnabend und Sonntag santeste Strasse Europas!!! Die Darsteller: EDDIE POL0 Marry Mester, Inge Berg. Lydis Potechmna mit ihrem DrezentnerReklame- Schweln welches in diesem Flim eine gewichtige Rolle spielt TEMPOI Und selbstverstandlich: TEMPO Original! Abends 10.30 Uhr Abends 10.30 Uhr Tanznächte im Hamburger Trichter Eine besondere Ueberraschung für unsere Besucher ist die zweite Darbietung mit: Conrad Veidt in der Hauptrolle: Ein Kampffilm gegen das Kurpfuschertum, dem alljährlich noch 7000 Frauen zum Opter tallen. Vorher Aufklärungsvortrag des Herrn Dr. Hunold-Herne. Der Kampf eines Arztes um die Wiederherstellung seiner Ehre. Mitwirkende: Barbara Bedford, George Siegmann, Karl Huszar. A. E. Carew. ### Ein Film voll unerhörter Spannung □ Dazu im bunten Teil: Groteske Wochenschau, Kulturfilm. BEBE DANTELS T 1ES— HARRISON FORD Deutsche Welle 1648. Sender Konigswusterhausen und Beesen. Deutsch: Welle. Sonntag. 5. Mat. 8.55: Stundenglockenspie der Potsdamer Garnsonkiiche. S 9: Morgenseter. Ansor. Bfarre Siegert, Berlin. 9 Anschl.: Glockengelaus des Berliner Domo 1130. Großes, Schausptelbaus, Berlin: Blazorchester=Konzert ktor Carl Woitschach o 13.15: Schach S 13.45 Bildsunk. 14.30: Besuch des Wirtschaftsberaters auf einen Bauernhof. Zwiegespräch zwischen Divl.=Landwirt Hilmar, Deichmann und Divl.=Landont Tröscher. v 14.50: Marktlage und Wettervorhersage. o 15: Dr. Kramer: Die Bedeutung der Saaten anerlennung. c 15.30: Görlitz: Reichstagung des Bundes der Kolomalfreunde.# 16.30: Unterhaltungsmusil. Kavelle Löwenthal o 18: Pros. Dr. Brunstäd und Staatsminister a. D. Heine: Der Kampf um die Zensur. o 18.45: Pros. Waovenschmitt: Ist eine Versohnung der modernen Musik mit der überlieferten Musik möglich? o 19.10: R. Boßhart: Der Religionsohilosoph Robert Saitbid. 0 19.35: C. Meißner: Franz Lendach zum 25. Todestage. Lagesdorse der Audms. O 20: Bldfunk. O 20.05: Wovon man pricht! o 20.30: Heitere Lieder. Auss.: Franz Baumann(Tenor) Konzertmeister Fram von Szpanoweh sodl. Violine) Th. Mackeben (Flügel o Anschl.: Unterhaltungsmusik der Kavelle Geza Komor. o 21.30: Beethoven: Trio Cmoll N. 3. Ausf.: Pros. Merlz Maner=Mahr Flügel). Alfred„Wittenberg(Bioline). Prof. Heinr. Grünsel. CCelle. 5 Anschl.: Presse=Umschau des Drahtlosen DienVer.# Danach: Tammusik der Kavelle Dajos Béla. Deutsche Welle. Donnerstag. 9. Mai. 8.55: Glockenspiel der Potsdamer Carnisonliche o 9: Morgenteier. Ansprache: Pfarrer D. Habicht, Berlm. o Anschl.: Geläut des Berliner Doms. O 11.30: Vormittagskonzert. Blasorchester des Deutschen W#e:vandes. o 15: K. Foerster: Der Steingarten in den sieden Jahreszeiten. o 16: Dr. med. Marcuse: Moden und Methoden in der Heilkunde. o 16.30: Unterhaltungsmujik. Kapelle Emil Rooß. 19: Dr. Als Hindumönch verkleidet zur Grenze Tibets o 19.30: Reichsbahnda. Baumgarten: Neues vom Sommerfahrvian. S 20: Bunter Chor=Abend mit Soli und Orcheiter. Dirigent: Prof. Rüdel. Solisten: Hete Mer, Moja Petritowski, M. Kuttner, Jos. Schmidt, — uhsst r„—„ HARRISON FORD REGIE: FRANK TUTTLE Durchgegangen und eingetangen, eine Komonle E. Schubert. Cornelius Brousgeest. Berliner Funlchor und FunkOrch. D Danach: Tanzmusik. Kapelle Otto Kermbach. Deutsche Welle. Freitag, 10. Mai. 12: Pros. Dr. Lampe und Frhr. von Autenried: Indien. Anpslanzungen und Siedlungen un Indo=Malanchen Archipel c 12.30: Mitieilungen des Verbaudeder Preuß. Landgemeinden. S 12.55: Nauener Zeit. S 14.30: Kinderlieder o 15: Landesschulrat Dr. Schwarz: Die veränderte Gestalt der deutschen Schule. 15.30: Wetter, Börse. c 15.40 Frauenstunde. Dr. med Lotte Schutz: Einiges über den Begriff der Eugenik. o 16: Stadt. Med.=Rat Pros. Dr. von Drigalski: Die hogienische Forderung an das Schulhaus o 16.30: Prof. Dr Mersmann: Einführung m Sonate und Sintonie. S 17: Berlin: Konzert. Ausf.: Alice Schäler=Kuzizky(Sopran), Marga Henatch Flügel o 18: Dr. Kuhn: Kunst und Wirtschalt. 18.30: Englisch o 18.55: Pros. Dr. Hoffmann: Der Vallan nach n O.3.20: Wissenschaltl. Vortrag für e 20: F. Stossinger: Der Inteslektuelie und der Arbeiter.# 20.0: Von„Bruder Straubinger“ dis zur„Goldenen Meisterin“. Werke von Edm. Ensler. Fun'orch. Dirig.: Der Komronsst. Mitw.: Rein Wergonz und Rudolf Sulzer o 22.45: Bildsun Deutsche Welle. Montag, 6. Mai. 12: Englisch für Schüler. o 12.25: Maoir a. D. Schlee: Funktechnische Planderei. O 12.55: Nauener Zeit o 13.45: Bildfunk. von Gertrud oan Enleren o 18.30: Börse o 15.40: Frauenstunde. Helene Wulff: Deutschlands Liebrichte o 16: Englisch(literarische Skunde). Demetriesen: Von Beethoven dis zur„Jetztzeit. S 17: Berlin: Konzert. Spanische Stunde.# 18: W. Möbus: Pioniere der Funktechni“ c 13.30: Englisch für Anfanger o 18.55: Ober=Reg.= u. Bet. Rat Dr. Müller: Die Bekämpfung der Dasselfliege. 19.20: Pros. Dr. Zimmer:„Amerikanische naturhistorische Museen und Volkserziehung o 20: Sonderveranstaltung. Einakter:„Der Hund im Hirn.“ Von C. Goetz. Vers.: Herr Professor: Frau Professer: Herr Tittort: Johann. o 20.30: Klaviervorträge. Alcan: Le Tombour bat aus chamos.— Chabrier: Scherzo=Walzer.— Haberbier: Bier Etüdes poesies.— Chovin: Ecossaisen: Tarantelle: Rondo. Es-dur. Ausf.: Th. Demetriescn(Flülgel c 21.30: C Iunkorch. Smetang: Ouo. zu„Die verkaufte Braut“.— Atterberg: intonie m Cdur o Danach: Tanzmusik. Jörg Zinne und das Schwarz=Weiß=Jan= und Tangs=Orchester. (Im Kampf mit Luftpiraten) Eis Fliegersensaronstilm in 6 spannenden Akten. * Groteske. Central-Café Herne, Bahnhofstraße 11 e 1. Et Heute großes Sonderkonzert Einige norn sehr gut erhalt. gebrauchte Damen- und Herren-Fahrräde: oillig abzugeben gegen bequeme Teilzantung mit einjahniger Galantie. Robert Neumann, Herne von der H-ydisti. 1- Telcion 52228. Deutsche Welle. Dienstag. 7. Mat. 12: Französssch für Schüler. R 12.25: Rektor A. Karselt und Rektor Erin Weitermann: Prakkisches Rechnen. o 12.55: Nauener Zeit# 14.30: Oberschulrat Hilker: Wege zur Bildbetrachtung. O 15: Jugendstunde:* Henseling: Die Wunder des Hemmels. o 15.30: Wetter und Börse. O 15.40: Käthe Grader: Frauengestalten der Bibel. o 16: Oberschulrat Hilker: Was ist das Zentralinstitut für Ernehung und Unterricht" c 16.30: Elfred Einstein: Neuzeitliche Violinmusik. o 17: Berlin: Nachmittagskannrt:amn der Kavelle Ilia Lioschaloff 18: Proi. Dr Mersmann: Volkskiedanalusen18.30: Französisch für Fortgescht 18.55: Pros. Dr. Utiz: Lüge und Verstellung. O 20: Staatsoper. Berlin:„Der Barbier von Senilla“. Komische Over in zwei Akten von Rossini. Während einer Pause: Bildfunk. O 22.45: Bildfunk. unter Leitung des Kepellmeisters Ellerstek Progiamm ab S Uhr 1. Unter dem Stegesbanner, Masch. Blon 2. Hotdall anz Jos Lammer 3. Oberonoovertüe Weder 4 Aus Mozmts Reich.... Urbach 5. Vlolinsolo, gespielt v. Herrn Heinz Ellerslek a) Faustlanfase bi Capricch Vals Wienlawsh 6 Der Vogelhandler. Potponni Zeile: 7. Rosen aus dem Süden, Walzer.. J. Strauß 8 Pudi ng. Potpou iI. Morena 9. Untei dem Steinenbanner. Marsch Souea Anschließend: Großer Vaterl. Abend mit histor. Mürschen. Morgen Samatag 5 UhrTee. Ab 8 Uhr Gesellschaftsabend mit Tanz Sonntag von 11—1 Uhr Matine ehne Konertiautschlag. Nechmittags an 4 Um großer Fsmilienkonzert. Haus-Standuhr IDirebt an Sperie slerth- ohne WVE. Zwiechenbande Anerbsante Que net und Preie: dreighat. von M. 70.- an L Anfen Ted#an# Pichrl Gerentie Teusende Dach o Aperbensunge. * S c h r e i b e n.- K s t e l e s b o s t e n l o s E. L.AUFFER Fabrik moterner#asslandubren Schwenninzen a. N.(Schverzwald Deutsche Welle. Mittwoch, 8. Mai. 12: Rektor Mehlan: Naturkundlich. Beobachtungen# 12.55: Nauener Zeit# 13.45: Bildunk. o 14.45: Rinderibealer: Der kleine Däumling. O 15.30: Wetter und Börse. O 15.40: Olga Keiser: Was muß die Hausfrau vom neuen Reichemilchgesetz wissen? 16: Dr. Frankel: Ueber Heusieber. c 16.30: Ober=Studten=Dür Dr. Leisson: Das Vermächtnis der Brüder Grimm: Marchen.# 17: Hamburg: PfitznerGedenk=Konzert. Mitw.: Jos Dealer(Bariion). 9 18: Dr. Henmann Die Kosten unserer Landstraßen.# 18.30: Soanisch für Anf e 16.55: Min.=Rai Gut: Wie die Reichspost den Zeitungsverkede bewältigt. o 19.20: Gerd. Schulte=Viaelzer: An der Druchlachen aller Art liefert in einfacher u. feinster Ausführung Koethers& Röttlches. Herne