Druck u. Verlag: Koethers& Röttsches. Herne. Bedelstr. 8. neben der Hauptpost Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn= und Feiertage. Bezugspreis wöchentlich 60 Pfg. frei ins Haus gebracht. Postscheckkonto: Dortmund 1907 Verantwortlich für den redaktionellen Teil: Di. Leo Reiners, für den Anzeigen- und Reklameteil: Carl Bartels, beibe in Herne. Kreisanzeiger für den Stadtkreis Herne Sodinger Anzeiger, Gerther Anzeiger Amtlich beglaubigte Abonnenten; ahl Jeder Abonnent ist gemäß den Bedingungen mit Mark 250.— versichert. wenn durch einen Ansall der Tod oder Ganzinvalldität eintritt. eine Unterwertung e Bürgerrecht nachu gleiligültig. denn die in einer unzu en, offiziell die kennen oder nicht. gang ist aber ch luß einer udianer #du noch im Farten und nt. VerGeneral riffsweise den Ver—819 zur Anzeigenpreise: 1 mm Raumböbe lokal 7 Pfg., auswärts 8 Pfa., Bihrten. und Wodnungsmarkt 6 Pfa. 1 mm Raumböbe, im Reklameteil 80 den Der aus die Inserate eingeräumte Nachlaß oder Kassaskonto wird Ver“ Konkursen und gerichtlicher Klage binsällig. Jernsprech=Anschlisi## Sammel=Nummer 62641# Telegramm=Adresse: Anzeiger Herer, Nr. 60(Erstes Blatt) Dienstaa. den 12. März 1929 25. Jahrgang. Reform der Organisation der deutschen Tänder. Preußens Provinzen werden Länder.— Die Landesregierungen bedürfen des Vertrauens der Volksvertretung.— Verwaltungsvereinfachung.— Die preußischen Ministerien mit den Reichsministerien vereinigt.— Preutzens Landtag wird dem Reichstag unter Verrechnung der Abgeordnetenzahl vereinigt. Die Ausschußvorschläge. 9 Berlin, 11. März.(Telegr.) Der zweite Unterausschuß des Verfassungsausschusses der Länderkonferenz hat nun seine Vorschläge über die „Organisation der Länder und den Einfluß der Länder auf das Reich“ vorgelegt. Die Denkschrift, in der diese Vorschläge niedergelegt sind, ist von allen vier Mitgliedern des Unterausschusses unterzeichnet, nämlich von Ministerialdirektor Dr. Brecht(Preußen), Ministerialdirektor Dr. Poetzsch=Heifter(Sachsen), Staatspräsident Dr. Bols (Württemberg) und Senatspräsident Dr. Petersen (Hamburg). In einer längeren Vorbemerkung vird darauf hingewiesen, daß die Lösung die Nachteile vermeiden musse, die sich aus dem Nebeneinanderbestehen einer Regierung für das ganze Reichsgebiet und einer Regierung für mehr als zwei Drittel des Reichsgebiete ergeben können. Die Reichsministerien müssen in unmittelbare Verbindung mit der allgemeinen Verwaltung treten. Ueberall mussen Verwaltungsgebiete ungefähr von der Größe der preußischen Provinzen und der größeren Länder geschaffen werden. Die eigentlichen Vorschläge, die sich auf die bisherigen preußischen Provinzen und die großen Länder alter Art beziehen, sind in vier Kavitel zusammengefaßt. Davon behandelt das erste die Organisation der Länder und siebt vor: „Die preußischen Provinzen werden— vorbehaltlich territorialer Aenderungen— Länder, a) deren Verfassung für sie gemeinschaftlich durch zentrale Gesetzgebung festgesetzt wird; K####en eine I: daindi eventueller Bereitstellung von Grenzschutztruppen sich mit den Arbeitskommandos besaßt habe. Er glaube auch. daß die einzelnen Formationen, zu denen auch die Roßz bacher gehörten, den Eindruck gehabt hätten, daß sie für den Fall von Schwierigkeiten wieder verwendet würden. Solange wie die Roßbacher in Micklenburg ihm unter: stellt gewesen seien, bis zu dem Augenhlick., wo sie in Mecklenburg aufgelöst wurden, babe er ne als eine ihm unterstellte Truppe angeseden. Auf eine Frage der Verteidigung erk’irte General von Weber. daß seiner Ansicht nach die Roßbacher nicht der Mili tärgerichtsbarkeit unterstanden Im dritten Kavitel werden Richtlinien für die Organisation der Auftragsverwaltung zwischen Reich und Ländern aufgestellt, danach kann die Reichsregierung in Auftragsangelegenheiten Anweisungen aus dem Gesichtspunkt der Gesetzmäßigkeit und der Zweckmäßigkeit geben. Die Anweisungen dürfen sich im wesentlichen nur an die obersten Landesbehörden und nur mit ihrer Zustimmung an eine ihnen untergeordnete Stelle richten. Damit ist also das sogenannte„springende“ Auftragsrecht ausgeschaltet worden, das die oberste Stelle umgehen kann. In Angelegenheiten der Auftragsverwaltung hat die Reichsregierung ein unbegrenztes Recht auf Erteilung von Auskünften, das Recht zu Besichtigungen an Ort und Stelle und auf Akteneinsicht. Das vierte Kavitel, das die Organisation der zentralen Regierung und Gesetzgebung behandelt, sieht vor: 1. eine gesonderte preußische Zentralregierung fällt sort; 2. die preußischen Ministerien werden, soweit nicht bestimmte Aufgaben durch Uebertragung an die bisherigen Provinzen als Länder fortfallen, mit den Reicheministerien vereinigt. Soweit erforderlich, wird die Zahl der Reichsministerien erhöht. Für die preußischen Länder werden zwei mögliche Wege der zentralen Gesetzgebung zur Entscheidung gestellt: Vorschlag A(für den Poetzsch=Heifter, Bolz, Petersen, bei Ablehnung des Vorschlages B auch Brecht zeichnen) ist für die Vereinigung des Preußischen Landtages mit den Angeklagten Heines. strafe, bat jedoch, non einer Aberkennunn der onrderlichen Ehrenrechte Abstand nehmen zu wollen: gegen den Angeklagten Ottow wegen Beihilfe vier Jahre Zuchthaus und gegen die Angeklaaten Grgebel, Baer. Voigt und Krüger je drei Jahre Zuchthaus wegen Beihilse. Er bat. die Untersuchungshaft anzurechnen und beantragte die Aufbebung afl. Angeklaaten mit Aus Referate zu befassen haben, so entbalten die Vorschläge doch schon nemlich konkrete Lösungsmöglichkeiten. Diese Vorschläge bewegen sich im allgemeinen in der Richtung. für die man in neuester Zeit den Begriff der disserenzierten Endlösung geprägt hat und in die auch der Bund zur Erneuerung des Reiches jetzt eingeschwenkt ist. Gemeinsam mit den Plänen dieses Bundes tritt in den Vorschlägen des Ausschusses der Gedanke von dem Schlüsselvroblem„Reich=Preußen“ in den Vordergrund. Allerdings unterscheiden sich diese Vorschläge von den ursprünglichen Plänen des Lutherbundes sehr wesentlich dadurch, daß der Gedanke eines„Reichslandes", das die vreußischen Provinzen nach dem Fortfall einer besonderen Zentralregierung weiter als ein staatsrechtliches, eindeitliches Ganzes umfassen sollte, abgelebnt wird. Die Vorschläge zielen auf eine Beseitigung des Dualismus zwischen Reich und Preußen ab. Sie seben eine Verschmelzung der bestebenden preußischen Ministerien mit den Reichoministerien vor und empfehlen nach einer zweckmäßigeren territorialen Neugliederung die heutigen Provinzen Preußeno staatsrechtlich ebenso wie die süddeutschen Länder— wenn auch zum Teil in anderen Verwaltungsformen— als„Länder“ zue behandeln und zu bezeichnen. Darin liegt der grundsätzliche Unterschied zwischen diesen Vorschlägen und den Plänen des Lutberbundes, der mit seiner Reichslandidee das norddeutsche Land in einen staatsrechtlichen Gegensatz zu den übrigen Länder#### gebracht bat. Die Vorschläge behandeln im einzelnen die Organisation der Länder, der unmittelbaren Reichsververwaltung in den Ländern, der Auftragsverwaltung zwischen Reich und Ländern, die Organisation der Zentralregierung und der Gesetzgebung. Ob der Weg, den hier für die Gestaltung der Reichsreform angegeben wird, in Wirklichkeit auch begangen werden wird, läßt sich natürlich heute noch nicht sagen. Der Plan der Reparationsbank. Noch immer keine feste Gestaltung. Aufbau und Aufgaben. Paris, 10. März ch 1929. des Haft besehls gegen alle Angeslagten, mit Ausnahme von Heines.(Er richtete im übtigen die Bitte an das Gericht daß dieses von sich aus ein Gnadengesuch höhere Instanz befürworten möge. Zu dem Plan zur Schaffung einer Bank fürinternationale Zablungen gibt die Sachverständigenkonferenz einen Bericht aus, in dem es u. a. heißt: „Wie bereits der Presse mitgeteilt wurde, ist ein rein vorläufiger Plan für die Organisation einer neuen internationalen Bank dem Sachverständigen=Komitee in seiner Vollsitzung vom 6. März unterbreitet worden. Die Besprechung dieses Planes wird in der auf Montag, den 11. März, anberaumten Vollsitzung fortgesetzt werden. Als das Sachverständigenkomitee sich entschieden hatte, die Möglichkeiten einer solchen neuen internationalen Bank zu untersuchen, hat es sich naturgemäß von dem Gedanken leiten lassen, daß es, um eine endgültige Regelung des Revarations= problems zu erzielen, notwendig sein wird, allmählich einen großen Teil der vorübergehenden Kriegsorganisationen zur Empfangnahme der Revarationszahlungen außer Kraft zu setzen und, wenn möglich, durch dauernde Friedensorganisarionen zu ersetzen. Durch die Ersetzung der volitischen Organisation durch die sinanzielle soll die Abwickelung von Deutschlando äußeren Berpflichtungen aus dem Gebiet der politischen Diekussion auf das Gebiet Dder gewöhnlichen geschäftlichen Auseinanderüber 7 Millionen Reichsmark Fiesefl. Vre. Pschrickeiee die in an die Ein Hotel abgebrannt. Hongkong, 11. März.(Telegr.) Das hiesige King=Edward=Hotel wurde heute stört. Die Zahl der Verluste an noch nicht fest, doch scheint es, daß mindesteus sieben Personen gesunden Eine Dame sprang aus dem vierten Stockwerk früh durch Feuer zerMenschenleben steht den Tod Bergwexks=A.=G. har die Anlagen zum Abbruch an Westsälische Bergbau= und Kohleverwertungs A.=G. Hörde verkauft. Hierbei handelt es sich aber lediglich um ein Vermittlungsgeschäft, denn der eigentliche Erwerber ist eine hollandische Schrotfirma, nämlich die N. V. Simons Metaalhandel in Rotterdam. Der hierfür erzielte Preis soll etwas unter 500000 RM. liegen und zum größten Teil bereits bezahlt sein. Das Objekt sei auch deutschen Abbruchfirmen angeboten worden. die jedoch den geforderten Preis nicht bewilligt hätten. Die holländische Gesellschaft hat mit der Verschrotung bereits begonnen. Die zu den JZechen„Johann Deimelsberg" und„Zentrum 4.6“ gehörenden Grundstücke. Häuser us. werden gesondert verkauft, und zwar ebenfalls durch Vermittlung der Westsälischen Bergbau= und Kohleverwertungs= G. Das Objekt wird nach dem gleichen Blatt auf etwa 2 Millionen Reichsmark geschätzt. Die Verkaufsverhandlungen schweben noch. Eine Frau in einer Laube erwürgt. Gelsenberg erhält durch die Adler=Transaktion einen — Berlin, 11. März.(Telegr.), In einer Laube der stperichiäaffge, Po# fr# Kolonie Heinrichshof, nahe der Vorniverstraße 1g 2.—. mark gezahlt worden. Kann für die ausgebotenen Ob —.— Fjekte von„Deimelsberg“ Wer: Feuer in Hongkang. Mord. berg. wurde heute vormittag gegen #glonisten etwa 29 Jahre alten Kolonistenfrau Sophie Kruger gefunden. Der Bruder des Laubenbesitzers. der Pferdeknecht Paul Krüger, ein verwachsener Mensch. wurde als des Mordes verdächtig festgenommen. Als man an seiner Unterwäsche Blutflecke entdeckte, gab er sein anfäng r•.— und„Zentrum“ nicht der vervon 2 Millionen Reichsmark erlöst wersich der Preis für die Quote entsprechend Laber, S.—————„„—„—— 1 auf die Straße hinab und war sofort tet. Ihr Gatte, ein Beamter eines britischen Marinevorratolagers, wird vermißt. Ein amerikanischer Seemann vom Kreuzer „Memphis“ verschlte beim Abspringen das Sprungtuch und war sofort tot. Ein anderer Seemann brach sich das Rückgrat und liegt in bedenklichem Zustond im Krankenhaus. Außerdem werden noch ein Franzose und zwei englische Kaufleute als vermißt gemeldet. Ein chinestscher Kuli sprang aus einem Fenster und sand den Tod. Außer der Feuerwehr beteiligten sich Matrosen der britischen Kriegsmarine an den Löscharbeiten. * Brandunglück in Berlin. en Berlin, 11. März.(Telegr.) Ein Brandunglück ereignete sic in der Racht zum Sonntag in BerlinWeißensee. Das Feuer war durch die Fahrlässigkeit eines jungen Mannes entstanden, der mit der brennenden Zigarette im Mund eingeschlafen war. Er selbst wurde bei einem Sorung aus dem Fenster letzt. Der Rauch drang in eine über dem betreffenden zimmer gelegene Dachwohnung und betäubte dort zwei Kinder. von denen eines auf dem Wege zum Krankenhause narb. Ein anderer Hausbewohner wurde. ebenfalls beim Sprunge aus dem Feuster verlent liches Leugnen auf und will in Notwehr oehandelt haben Seine Schwägerin dabe aus einer geringfügigen„Veran; lassung einen husterischen Anfall erlitten und sei mit eine Brotmesser auf ihn eingedrungen. In der Adwehr habe er sie mit einer Bierflasche niedergeschlagen und se solange gewürgt, bie sie tot war. * Greisin erstochen Mez. 11. Mäm.(Telegr.) Die 68jahrige verRtwere Venzoneinhaberig Kuppert wurde in ihrer sohnung durch Messerstiche ermordet aufgefunden. Der ater konnte noch nicht ermittelt werden. anschlagte den. so würde Gelsenberg hat in dem Ende dieses Monats ablausenden Geschäftsjahr einen starken Ausbau der Zechenanlage Monovol“ vorgenommen. Trotz der hierfur ausgewandten beträchtlichen Mittel und der Aufwendungen für den Erwerb der Adler=Mehrheit wird für das abgelaufene Geschäftsjahr, soweit sich bis jetzt ein Ueberblick über das voraussichtliche Ergebnis ermöglichen läßzt. wieder mit etwa der Voriahrsdkotdende(8 Prozent) gerechnet. Die Erträgnisse der Gesellschaft jeven#ich zu einem wesentlichen Teil aus der ihr von den Vereinigen lam den Einnahmen, der einzige nonol“. Die Kohlenverkaufsbeteiligung, betrug 1750 000 To. und die Koksbeteiligung 500000 To 24.50 bi Cinguan= inem wesenilichen Leil aus der ihr von Stahlwerken zufließenden Dividende(6 Prozent) zusammen, ferner aus den verschiedenen Beteiligungen und Einnahmen, der einzigen ihr verbliebenen Zeche„Mo74 bsteug bisher Grubenbrand auf„ Drei Todesopfer. — Streckau bei Theißen. 11. Marz.(Telegr.) Ein Brand im Koksbunker der Schwelerei der Grube„Emma“!.. bei Streckau am Freitag hat drei Ovfer gefordert. Nachdem bereits am Samstag der Arbeiter Emil Helbig seinen schweren Verletzungen erlegen ist. starben gestern im Hobanmöller Krankenhaus die beiden Arbeiter Friedr Wachtel und Artbur Eckhardt. Der Aufseher, der sich mit den drei Verstorbenen um die Löschung des Brandes bemüht und dabei auch schwere Brandmunden erlitten hatte, liegt hoffnungslos danieder 50000 Mark unterschlagen. Salzwedel, 11. Marz.(Telegr.) Der Kainierer Bein von der hiesigen Stadt= und Kreissparkasse hat im Laufe der letzten Jahre die Kasse um erhebliche Summen geschadigt. Eine Revision, die noch nicht beendet ist. ergab einen Fehlbetrag von zirka 50000 Mark. Bein bat sich selbst der Polizei gestellt * L. J. 128 im Herbst 1929 fertig? ch München, 11. März.(Telegr.) Auf Einladung der Stadt Munchen sorach am Sonntag Dr. Eckener im Phoebus=Palast über die Ziele der Luftschiffahrt. Wie Dr. Eckener dabei ausführte, wird das neue Zevpelinluftschifn# 3 128“ voraussichtlich im Herbst dieses Jadres fertiggestellt werden können. Im Sommer wür den wahrscheinlich Fahrten nach Amerika und nach dem Süden unternommen werden. Aus technischen und provagandistischen Gründen sei beabsichtigt, das Luttschiff die ganze Welt zu führen. Die regelmäßigen Ozeanfahrten sollen aber erst von dem neuen L 3 128“ durchgeführt werden. Börsenberichte. Berliner Börse. Schwächer. „ Berlin, 11. März.(Telegr.) Die Börse eröffnete infolge, ungunniger Beurteilung der Geldmarktlage in abneschwachter Haltung.„Nach den ersten Kursen war die Tendenz weiter rückläufig. Im Verlauf hielt sich das Geschäft in engen Grenzen. Der Reichobankausweis fand kaum Beachtung. Die Kurie schwankten, lo daß die Grundstimmung als nervös zu bezeichnen war. Dann trat eine Erholung ein, die bis zum Schluß anhielt. Im Nachbörsenverkehr trat jedoch ein erneuter Rücksa lag ein. Deutsche Anleihen lagen schwächer. Devisen kaum verändert. Am Geldmarkt hörte man für tägliches Geld 62—8. Prozent. Monatsgeld blieb unverändert. Der Diskont für Warenwechsel stellte sich Der Privatdiskon: bleibt ##ir beide 1:— Mai 183 Verk Gerste per Marz Juli 186 Käuter, Käufer, per Mai Tendenz: Ruhig. Deutsche Zeitung in Argentinien abgebrannt. Neunork, 11. März.(Telear.) Wie Associated Preß aus Buenos Aires berichtet, sind dort die deutsche Zeitung„Argentinisches Tageblatt" und mehrere anarenzende Häuler durch eine Feuersdrunst zerstört worden. De: Scheden wird auf 173 000 Tollat geschart. Aus dem beitten Stock gesotan. Löbau, 10. März.(Telegr.) In der Nacht zum Sonntag brach ein gefährlicher Brand in einem alten vierstockigen Hause aus. Durch Rauch und Flammen wurde lechs Familien der Weg ins Freie abgeschnitten. Obwohl die Feuerwehr sofort mit Steigleitern anrückte, ließ sich eine 38 Jahre alte Frau Liedscher anderter Preisbasis außerordentlich klein. auf Zuruse von Straßenvassanten aus dem dritten Stockwerk in die Tiefe fallen. Dabei sürzte ste einem Feuerwehrmann auf den Rücken und schlug auf das Pflaster auf. Sie erlitt schwere Verletzungen, denen sie kura. nach ihrer Einlieferung ins Arankenhaus erlag. Auch der Feuerwehrmann erlitt schwere Verlezungen. Es gelang. den Brand mu löschen. Se in dies das schwerste Brandungluck, das Löhau seit Jahrzehnten betrofsen das. Freiser: rurden Essen Heerdt. Houdenwerle und Hochtlef um= 92, 21), 30.-54, c). gesetzt, ohne daß es zu nennenowerten Kureveränderungen bis„. O) 44—46, Kuh gckommen wäre.% 8% Der Terminmarkt eroffnete Iustlos und ab.; Freiser: geschwacht. Kalt=Industrie eröffneten minus 1= bis Prozent und konnten den Verlun aug im Verlauf nicht 32 mehr aufholen. Einiges Geschaft entwickelte sich erner 76 in Rheinstabl. Gelsenberg und Goldschmidt zu leicht50 nachgebenden Kursen. Die Anfangs= bzw. Kassakurse 69. tellten sich wie folg:: Barmer Bankverein 114 G 141 G: 178 elsenbera 128 B 127°2 G. Steinkohlen—.—. Goldschmidt E 136 G. Hoelch 119. W.— terwarke 100 an Brech! annesmann Bönblerge 87 G 88¼ G. Harpener 1361: E 136 G. poc 8 Die Gläubigernationen würden ferner an Gewinne: teilhaben, die die Bank voraussichtlich machen wird. Die neue Bank kann dazu dienen, die Lücken auszufüllen, die zur Zeit in der Bankorganisation der Welt bestehen, insbesondere die Lücken, die sich infolge der durch die Revarationen und die Kriegsschulden neugeschaffenen Situation ergeben haben. Junktionen der Reparations=Bank ch Paris, 11. März.(Telear.) Ueber die Organisation der in Aussicht genommenen Revarationsbank erfahren wir von bestunterrichteter Seite noch folgende Einzelheiten: Die Bank bätte als Hauptfunktion zu erfüllen: 1. Die Funktion eines Trustee oder Treuhändero für die Revarationen; 2. die Funktion eines Clearinahouse für die Sachlieferungen, die im wesentlichen unverändert beibehalten werden dürkten, aber beweglicher gestaltet werden sollen; 3. die Funktion eines Kreditinstitute. Die letztere Funktion ist in den bjsher geführten Verhandlungen der Sachverständigen=Konserenz noch nicht völlig geklärt worden. Man denkt daran, daß dieses Kreditdepartement vor allem die zur Zahlung der Revarationen unbedingt notwendige deutsche Ausfuhr steigern und sinanzieren soll. Diese Steigerung der deutschen Aus**„ Berliner Produktenbörse. 5 Berlin, 11. März.(Telegr.) An der heutigen Borse war das Geschäft wieder sehr klein. Das Angebot von nlandsbrotgetreide ist weiter knapp. Am Lieferungsmarkt lagen Weizen und Roggen um bis zu 0.50 Mark höher. Das Mehlgeschäft ist schleopend. Die Preiso hielten sich ungefähr auf letzter Basis. Haser lag ruhig. Gerste still. Es wurden gotiert: Weizen märk. 222—225. Roggen märk. 205—208. Futtergerste 192 bis 202. Hafer märk. 199—205, Mais 244—247, Weizenmehl 26.50—30.25. Roggenmehl 27.25—29.50. Weizenklei15.50—15.75. Roggenkleie 14.75. Viktoriaerbsen 43—49. kleine Erbsen 26—34. Futtererbsen 21—23. Peluschken 25.50—26.25. Ackerbohnen 22—23.50. Wicken 29—31, blaue Luvinen 16.50—17.50. gelbe Luvinen 23—25. Seradella neue 48—54, Rapskuchen 20.40—20.60, Leinkuchen 24.80 bis 25. Trockenschnitzel 14.60—14.90. Sojaschrot 22.50 bio 22.75, Kartofselflocken 20.70—21 RM. Getreide 1000 Kilo. Mehl und Futtermittel 100 Kilo. Duisburger Getreidebörse. h Duioburg, 11. März. Es wurden notiert: Inl. Weizen 23.25—23.50, inl. Noggen 23.25—23.50. ausl. Weizen 29—32. ausl. Roggen 29—30. ausl. Haser 24.50 bie 25.50, ausl. Gerste. 22—23.50, Platamais 25.25. tinimais 28 bie 33.2 bis 19 50—— 23 RM. Tendenz: Behauptet. Hamburger Warenmärkte. h Hamburg, 11, März.(Telear.) Auf dem Kaffeemarkt lagen die Brasilosserten im Preise unverändert dis um 1 Schilling höher. Am hiesigen Terminmarkt war die Grundstimmung ruhig; die Preise haben sich nicht verändert.— Auf dem Reismarkt war die Tendenz fest. Die Umsatztatigkeit hielt sich in rubigen Bahnen. Die Preistendenz war stetig.— Auf dem Hülsenfruchtmarkt ist eine nennenswerte Aenderung in Haltung und Preisen nicht eingetreten.— Auf dem Gewürzmarkt war die Tendenz für schwarzen Lamvona=Pfeffex und Piment fost. Es notierten: Schwarzer Lampong=Pfatier 159. weiner Muntok=Pfeiser 261. Biment 121 Schilling die 50 Kilo loko transito.— Auf dem Schmalzmark: war die Tendenz fest. Gs wurden notiert: Amerikanisches Steam Lard 30.50 Dollar. Raffiniertes Schmals verschiedener Marken in Tierces 32—32.30 Dollar(in Firking zu 30 Ktlo 0.5 Dollar. in Eimern zu te 12.5 Kilo 1.5 Dollar teuter als in Tierces). Hamburger Schmala in Tritteltonnen(Marke„Kreuz“) 36 Dollar die 100 Kilo netto verzollt.— Auf dem wetreide markt notierten Gerste 18.30—18.50. Mais 20.20—20.40 RM., Leinsaa# 19.55—18 65 Gulden. Sonst blieben die Preise unverandert. Auf dem Terminmarkt wurden notiert:„Weizen per März 187.30, per Mal 193 Verk., per Juli 200.50 bz., Tendenz: Steija. Roggen per März 176.50 Käufer. per per Juli 189 Verk., Tendenz: Ruhig. 175 Käufer, per Mai 182.25 Verk.. ber Tendenz: Ruhig. Mais per März 183 194.75 Käufer, per Juli 187.50 Verk, nais 28.50. Bäckermehl 31.50—32, Roggenmehl 82.75 33.25. Weizenhollmehl 16.25—16.75. Weisenkleie 15.237 16.50. Noggenkleie 15—15.50. Zuckerschnitzel 22.30 bis auf zirka 61; Prozent. Der—. unverändert 6½ Prouent für beide Sichten. piebmärkte. Essener Termin= und Kurenbörse. Essener Biehmarkt Kohlen: d Essen, 11. März. Zum Essener Schlachwviehmarkt Lutichift zuren lagen Viergardt vereinzelt zu zut hedanptezen Poren. z1 gzn 112 Bussen, 244 Fühe, 22 Parsen. 37 nuren im Handel. Von Kohlenakisen konnten sich(davon 41 Ochten, 112 Bullen, 244 Kuhe. 37 Farten. Loihringen dehaupten. Am Braunkodlenmarki Fresser). 743 Kalder, 4 Schafe und 313/ Schweine: 5) seit — kleinem Geschäft in Bellerhammer auf unver= dem leuzten Markttan wurden dem Schlachthof direkt kam ee vu. Ugigem. V Lschäft am Kalimo= 3: acführt: 95 Stück, Hroholzb(davon 6 Bullen. 83. Aühe Einigkeit verloren 200 Mark. Von 16 Fresser). Kalder, 2 Schafe und 849 Schweine. Der Kalsaktien wurden Hallesche von interessierter Seite Handel war mittelmanig. Eo kosteten im Großgefrogt und lagen behauptet. Von Industrisaktien Jandel 100 Pfund Lebendgewicht„für Ochsen rden Eisen en: a1) 57 f e) 44—17: Bullen: a) 54—57, 9) 50 Kühe: a) 50—54, b) 44—49. c) 36 bie a 55—60. b) 48—-52. c) 40— 15 8—43: Kälder: a) 90—115. 5) 72—84. c) d) 45—55: Schafe—: Schweine: a) 81- 82. b) -Kl. c) 90- 83. 9) 78—81. 6) 75—77, 1)—. a) 72 bie 76 9M. Es wurden verkauft an Schweinen 1 Stuck 0 Kilo zu 62. 1 zu 64, 3 zu 65, 1 zu M6. 1 zu 87. 1 zu 99.— zu 70. 2 zu 71. 16 zu 72, 27 zu 73. 29 zu 74. 49 zu 75 76 zu 76.—6 zu 77. 115 zu 78. 106 zu 79, 537 zu 80. 53 zu 81. 614 zu 82, 411 zu 83. 355 zu 84 NT., zusamme 2976 Schweine. In den Preisen und enthalten, die Kouen s#m: Markte und Verlanlescbühnn ergewinn * —* —""—— Jumverschürze als mod. waschechtem Zephirstoff vollständig gron—— Jumperschürze in großer A. smusterung 78 aUs Indanthren-*—— voff... S W □ Mädchen-Hänger aus modern. Zephir an mit Bindeband 1 2 Cröse 40 S S. restreift, Zephir, hübsche Machert Gröse 40 S E Mödchen-Schürze aus mod. Trachten- 2 i= stoft, besonders billig Größe 40 Mehrere Tausend Schürzen liegen für diesen Sonder. Verkauf, der nur kurze Zeit dauert, bereit. Die Preiswürdigkeit unseres heutigen Angebotes ist erstaunlich!! 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Deshalb erscheint es wer voll. do Wesen des Werkunterrichtes kurz zu er örtern Der Werkunterricht taugt nicht blitzartig am pädagogischen Himmel auf, er blickt velmehr auf eine lange Geschichte zurück. Schon vor mehr als 30 Jahren ist er in den großen Sadten, wie Dortmund. Dresden, Leipzig eingeführt worden. Nach der Kriegszei. fand er in vielen Städten und Ländern Eingang. Ich nenne da unter den Städten Recklinghausen, Essen, Dwisburg. Düsseldorf. Köln, Hannover und unter den Ländern etwa die Freistaaten Sachsen, Thüringen, Mecklenburg, ferner Jugoslavien und Tschechoslowakei. Auch Frankreich, Schweden und England haben ihn schon längst als Unterrichtsfach eingeführ: Durch Arrikel 148 der Reichsverfossung wind Arbeitsuntericht zum Lehrsach für jede deutste öffentliche Schule erhoben, und in der nachfolgenden Zeit weist noch mancher Ministerialerlaß auf die hohe Bedeutung des Werkunterrichtes hin. So heißt es wörtlich in einem Erlaß:„Deutschland hat bei seiner weniger günstigen wirtschaftlichen Gesamtlage alle Ur sache, dafür zu sorgen, daß es seinen Vorsprung auf dem Gebiete des Erziehungswesens behält. Auch aus diesem Grunde halten wir es für notwendig, der Frage des Handfertigkeitsunterrichtes eine erhöhte Aufmerksamkeit zu schenken und die Erziehung der Jugend zu Arbeitstüchtigkeit und Arbeitsfreude auch in allen Schulen nach Möglichkeu zu fördern.“ Und in dem Ministerialerlaß vom 9 April 1921 steht zu lesen:„Nachdem sich in weitesten Kreisen die Ueberzeugung durchgesetzt hat, daß neben der geistigen auch die werktätige Arbeit in der Schule zur Geltung kommen müsse, darf uns auch die Not der Zeit nicht hindern, diese Forderung in allen Schulen zu verwirklichen.". Den Mittelschulen schreibt der M.=Erlaß vom 19. 6. 1923 Werkunterricht als ein lehrplanmäßiges Unterrichtesach vor. An den höheren Schulen, so auch an den hiesigen, ist er längst eingeführt. Diese kurzen geschichtlichen Ausführungen lassen in erwa erkennen, wie der Werkunterricht sich nach und nach jede Schule in fast jedem Lande erobert. Was ist nun Werkunterricht? Werkunterricht(auch Handfertigkeitsunterricht oder kurz Werkarbeit genann) ist nach der Regierungsverfügung vom 1. Juni 1925„gestaltende Handarbeit". Weiter heißt es in dem Erlaß: „Sie dient nicht nur der körperlichen, geistigen und sittlichen Entwicklung der Schüler. sondern auch den Bedürfnissen der Schule insbesondere durch herstellung und Instandhaltung von Lehr- und Lernmitteln. Als Lehrgebiet kommen Papp. und Metallarbeit in Betracht. Pras.isch gestaltet sich der Werkunterricht meistens folgendermaßen: In 2 Wochenstunden, die in einem besonderen Werknaume und von Werklehrern erteilt werden, beschäftigen sich die Schüler des 7. und 8. Schuljahres mit der Herstellung kleiner praktischer Gegenstände beim alleinigen Gebrauch einfachster Werkzeuge. Es werden z. B. hergestellt: Schreibunterlage, Kragenbasten, Schlipskasten, Löffelbrett, Kerzenhalter, Starkasten, Nähkasten, Setzwage, Pyramide Hebel, Blumenkästen für die Schulen unp. Daß diesen Gestalten ein wohldurchdachter Plan zugrunde liegen muß, ist selbstverständlich, alsdann erfüllt der Werkunterricht aber auch seine schon kurz angedeutete Aufgabe. Er leitet und ordnet derart den Tätigkeitstrieb des Schülers, zu produzieren, zu schaffen, zu forschen zu konstruieren und darzustellen, daß ein wertvoller Bildungsgewinn erzielt wird. Die Handbeschäftigungen bringen vorangehende geistige Tätigkeit zum Abschluß, vereinen Denken und Tun und begründen die praktische Intelligenz. Verstand, Gedächtnis, Vorstellungsleben, Anschouung, logisches Denken werden derselben kann sich aus Unwissenheit für einen bestimmten Beruf nicht entscheiden Deshald ist auch der Andrang zu ungelernter Arbeit so außerordentlich groß. Eine Folge ist dann der häufige Berufswechsel. Da könnte vor allen Dingen der Werklehrer, der die Schüler zwei Johre in der Handbetätigung ausbildet und so die praktische Tüchtigkei: derselben kennen lernt, manchem Schüler den richt gepflegt. Die den schulische Werktätigkeit knüpft an den gesamten Unter.] Wie kann nun der Werkunterricht in Herne rich an. beledt und verwirklicht abstrakte! durchgeführt werden? durch sie in Arspruch genommen und gepflegt technschr Geschicklichkeit. sordne jedem Bezirk einen möglichst zenkrat gelegenen Gerade in der heutigen Zeit soll der Werkunter: Werkraum sowohl für Papparbeit als auch für die richt die Aufgabe der Arbeitserziehung übernehmen Holzarbeit zu. Somt würden je 8 Systeme in Beund damit zu einer wertvollen(zug auf den Werkunterricht eine Einheit bilden. Jede Arbeitsgesinnung Schule hat nun den 7. und 8. Jahrgang zu entsenden. „ühras Naichtss ar.-- klind Li. Aillin, m.##—: Der eine Teil der Klasse, der keinere, hat Holzarbeit, uhren. Leichter als es durch die getstige Arbeit mog; der größere Teil Pappgestalrung. Den Unterrich eram ünmlichen## wind aus King duxch die Arbeit teiten nur geprüfte Werklehrer. Die entsendende am finnlichen Stoff zum Erkennen des Arbeitsganges Schuie in für Kin= und Rückgung der Klasse verantDer Schüler wird durch das Werk so ge= wortlich. Der führende Lehrer nimmt in der Regel saßt, das es längere Zeit im Mit elpunkt seines In= am Unterrichte der größeren Gruppe teil. Er macht teresses sicht, es findet die werdgerechten Mittel zur Vorschläge über die in der Schule fehlenden LehrmitAusführung, ringt während der Arbeit mit Stoff und tel. evtl. über die Ausbesserung verselben. Eine MehrWerkzeug, wird selbst durch den zu überwindenden Widerstard gebildet. Der stetige Fortschritt der Ar beit erweckt ständig wachserde Freude, die Beendigung führt zum Vergleichen des Erreichten mu dem Gewollten und gibt den Genuß des Erfolges eder die Enttäuschung über das Mißlingen. Das erhebende Gefühl eines wohlgelungenen Werkes erzeugt Liebe zur Arbeit und drängt zu neuem Schaffen und größerer Leistung. Eine große Bedeutung hat endlich der Werkunterfür die Berufswahl der Schüler. Eine planmäßige Betätigung fehlt eben dem Knaben, die rechte Arbeitsfreude ist ihm undekannt. Dieses zeigt sich so recht bei den Schulentlassenen. Ein Teil tel, eotl. über die Ausbesserung verselben. Eine Mehrbelastung des Stundenplanes wird bei dieser Durchführung dadurch vermieden, daß 2 Stunden (Raumlehre, Na#urrunde oder Zeichnen) in die Werkstätte verlegt werden. Die Vorzüge einer solchen Anordnung sind: 1. Sie schafft klare Verhältnisse, besonders bei Aufstellung der Stundenpläne. 2. Die Werkstütten werden voll ausgenützt 3. Sie umfaßt die gesamte Schülerzahl. 4. Diese Einrichtung stellt sich in den sachlichen und persönlichen Kosten am billigsten. Mögen diese Zeilen dazu beitragen, daß unsere Volks= und Hilfsschüller auch bald in den Genuß dieses so fruchtbringenden Unterrichtes gelangen. Franz Ammermann, Lehrer. Die Bildungsaufgaben unserer Handelsschule. Die ministerielle Anerkennung der Stadt. haudelsschule zu Herne gidt Veranlassung, die Aufgaben und Ziele dieser kaunnännischen Fachschule in Kürze darzustellen Will man ihr Bildungsziel formelhaft ausdrucken, so kann man sagen: die Handeleschule als kaufmännische Fackschule hat die Aufgabe, die jungen Menschen, die sich dem kaufmännischen Berufe widmen wollen, vor Beginn der Lehrzeit in die Welt des Kaufmanns einzuführen, ihnen in Anlehnung an die kaufmännische Praxis die berufsnotwendigen betriebs= und volkswirtschaftlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten zu übermitteln und sie zu berufstüchtigen, sittlich gefestigten und staatsreifen Persönlichkeiten zu erziehen. Welche Ursachen haben zur Entstehung kaufmannischer Fachschulen geführt? Gehen wir aus von der Stellung des Kaufmanns in der Volkswirtschaft, die gekennzeichnet wird durch seine Vermittlertätigkeit zwischen dem Erzeuger und dem Verbraucher. Die Aufgabe, die Erzeugnisse der Urproduktion und des Gewerbes sachgemäß an den Verbraucher weiterzuleiten, erfordert eine vielseitige und gründliche Ausbildung, Allgemein= und Spezialbildung, eine Tatlache, die Goethe zu dem bekannten Ausspruch in „Wilhelm Meister“ veranloßt hat:„Ich wüßte nicht, wessen Geist ausgebildeter sein müßte, als der Gerst eines ordentlichen Kaufmanns." Die Beschaffung der Waren aus dem In= und Ausland verlangt geographische, sprachliche, rechtliche und warenkundliche Kenntnisse. Die Absatztätigkeir schließt in sich die sachgemäße Lagerung der Ware, die Kalkulation des Verhaufspreises, die Kenntnis der Absatzmärkte, die Anwendung einer erfolgreichen Werdung Verkaufstö"..... wervung und die eigentliche Verkaufstätigkeit. Zu diesen Tätigkeiten tritt noch hinzu die Arbeitsleistung auf dem großen Gebiete der kaufmännischen Verwaltung, die eine genaue Kenntnis des gesamten kaufmännischen Rechnungswesens(Selbstkostenrechnung, Buchführu#ng, Statistik etc.), der Steuergesetzgebung und des Werbewesens zur Voraussetzung hat. Die Beherrschung verschiedenartiger technischer Fertigkeiten wie Stenographie, Maschinenschreiben, Bedienung neuzeitlicher Büromaschinen aller Art ist für jeden tüchtigen Kaufmann ein unumgängliches Erfordernis. Zu diesen Fertigkeiten und Kenntnissen müssen noch bestimmte Eigenschaften und Fählgkeiten hinzurreten, die im allgemeinen Sache der Veranlagung sind und deshalb nur in beschränktem Maße angeeignet werden können, schnelle Aussassungsgabe, Entschlußfähigkeit, Organisationstalent, die Kunst der Menschenbehandlung usw. Daß die moralischen Qualitäten: unbedingte Ehrlichkeit, Zuverlässigkeit, Treue und Rücksichtnahme auf die Interessen der zu versorgenden Verbraucher im Gesamtbild des Kaufmanns nicht fehlen dürfen, ist für den selbstverstä dlich, der jeden Stand, a'so auch den Kaufmannsstand, als Beruf, d. h. als Dienst am Ganzen, und nicht nur als Erwerbsquelle betrachtet. Schon diese kurze Ueberlegung zeigt die Notwendiakel: einer gründlichen, fachlich gerichteten Berufsvorbildung. Dazu kommt in unserer Zeit noch die fortschreitende Rationallsterung der Wirtschaft, insbesondere der kaufmännischen Verwaltung. Diese Rationalisierung soll erreicht werden durch zweckmäßigere Ausbildung und Verwendung der Arbeitskräfte, durch Einführung fortschrittlicher Arbeitsmetheden, sowie durch zweckentsprechende Büroeinrichtungen. Sie bezwechkt eine Verminderung der kaufmännischen Hilfskräfte und dadurch eine Verbilligung der Betriebsführung. Weniger menschliche Arbeitskräfte, aber leistungsfähigere! Dadurch wird auch der Lehrling zu einer wer vollen Arbeitskraft. Eine schärfere Berufsauslese verdrängt die minder vorgebildeten zu Gunsten besser geschulter Lehrlinge. Die Berufsvorbildung des kaufmännischen Nachwuchses übernehmen in großem Umfange die Handelsschulen. Die Lehrsächer dieser kaufmännischen Fachschule kann man gliedern in solche, zu deren Erlernung die Anschauung der kaufmannischen Praris nicht erforderlich ist, und in solche, welche der Anschauung des Geschättsbetriebes unbedingt benötigen. Zu der ersten Gruppe gehören die Sprachen, die technischen und die wirtschafts- und bürgerkundlichen Fächer, zu der zweiten die eigentlichen Handelsfächer: Handelskunde, Schriftverkehr, Buckführung und das kaufmännische Rechnen. Selbstverständlich wird eine längere kaufmännische Praxis dadurch, daß sie einen wei eren Gesichtskreis uno eine reitere Lebenserfahrung schafft, auch auf den Unterricht in den erstgenannten Fächern befruchtend einwirken. Bei der zweiten Gruppe ist es nun Sache des unterrichtenden Lehrers, den Schülern die Anschauung der Praxis zu vermitteln. Besitzt der Lebrende selbst hinreichende Kenntris derselben und stehen der Schule die notwendigen Anschauungsmittel zur Verfügung, so wird der Nachteil der fehlenden Praxis auf ein Mindestmaß beschränkt bleiben. Diesem Nachteil stehen aber auf der anderen Seite erhebliche Vorteite gegenüber. Manche Fächer, vor allem die technischen, nach der Lehrzeit zu lehren, hätte werig Zweck. Vor allem ist es zu beachten, daß der Schulunterrich nach sorgfältig ausgearbeiteten Plänen vorgeht, methodisch vom Leichten zum Schweren, vom Bekannten zum Unbekannten vorwärtsschreitet, was die Praxis durchweg nicht kann, da hier die täglich vorkommenden Geschäftsvorfälle ohne Rücksicht auf ihren inneren Zusammenhang den Lehrstoff abgeben müssen. Auch kann der Schulunterricht in den einzelnen Fächern die verschiedenen haufmännischen Geschäftszweige berücksichtigen, was wiederum der Pranis nicht möglich ist. Zudem sei darauf hingewiesen, daß die kaufmänrische Fachschule auf den Kaufmannsberuf, auch auf die Lehre. vorvereiten, nicht etwa die letztere ersetzen soll. Ohne Zweifel wird der in der daufmännischen Fachschule vorgebildete Lehr###ng sich im Betrieb rasch zurechtfinden, er wird schnell die Theorie in die Praxis umjusetzen wissen und das anwenden, was er in der Schule gelernt hat. Die Absolven#en der öfferlichen Handeleschuten (nicht der privoten) sind außerdem von der Berufsschulpflicht befreit, eine Tatsache, die den meisten Lehrherren sehr willkommen sein wird. Die Steuersätze allein kein Vergleichsmaßstab für die Finanzlage der Städte. Zu den Besprechungen der Behördenvertreter mit den Mitgliedern des Eingemeindungsausschusses des Staatsrates in Bochum und Dortmund schreibt die Wanne=Eickeler Stadtverwaltung: Vor dem erweiterten Gemeindeausschuß des Staatsrates wurden am 6. März in Bochum und am 7. März in Dortmund die Ansprüche der Stadt Wanne=Eickel behandelt. Gegenüber den Ausführungen des Leiters der Stadt Bochum, daß in den Mittelstädten die Gewerbesteuer erheblich höher sei als in der Stadt Bochum, wurde von dem Oberbürgermeister Kiwit darauf hingewiesen, daß für die Beurteilung der Finanzverhältnisse einer Stadt niche nur die Gewerbesteuerzuschläge maßgebend seien, GEN SPRODE HAUT RLCEN, WIND U. SCHNEE Roman von M. Richolson (Nachdruck verboten.) (36 Fortsetzung.) Wie bist du übrigens auf den Gedanken gekommen, den Tunnel zu bauen?“ fnagte John. Der alle Herr schmunzelte vergnügt „Ich habe ihn nicht gebaut. Er war schon vorharben, als ich das Grundstück kaufte, ebenso wie der Raum, in dem du die Schuldscheine fandest. Hier, wo das Haus steht, befand sich ursprünglich eine Oelpumpstation und der Tunnel war für die Aufnahme der Hauptrohrleitung bestimmt. Als das Bohrloch erschöpft war, wurden die Rohre entfernt, der Tunnel aber belassen. Ich habe ihn nur etwas verbreiterr und die Mauern mit Zement verputzen lassen Der Raum neven dem Tunnel war der Keller des Hauses, in dem der Leiter der Pumpstation wohnte. Ich hätte nie gedacht, daß ich den Tunnel einmal da### benutzen würde, in mein Haus zu gelangen, aber Marianne, die mich am Bahnhof abholte, erzählte mir, was hier vorging, und darum sind wir über die verborgene Treppe gekommen, die als Wendeltreppe um den Schornstein gebaut ist. Den Einlaß dazu würdest du mit einiger Mühe in dem Keller, wo sich die Kerzenleuchter definden, entdeckt haben.“ „Und wer war der Geist?“ fragte John,„da du doch in Aegypten gewesen bist?“ „Der Geist war ich,“ rief Bate lachend.„Ich benutzte manchmal die geheime Treppe, um Ihre Neugierde auszutacheln. Einmal hätten Sie mich dabe fast erwisch“. „Ich möchte dich noch etwas fragen,“ sagte John. „wenn es dich nicht erwüdet. Schuldet dir Schweste: Therese wirklich Geld?“ Bei diesen Worten wandte sich der alte Herr mit zornfunkelnden Augen Pickering zu. „Sie Schurke! Sie miseradler Schurte! Sie wir en ganz genau, daß Schwester Therese nicht einen Cent von mir geborgt hat. Trotzdem haben Sie die arme Frau bedrangt—“ Er konnte vor Wut nicht wettersprechen. Danach bedeutete er Bate, den Safe zu schließen, und sagte, als er seine Spnache wiederfand. zu John:„Wo sind Pickerings Schuldscheine?" John brachte als Antwort das Paket zum Vorschein. „Meine Herren, Mr. Pickering hat sich Schweres zuschulden kommen lassen Wieviel Morde habt ihr verübt?“ „Wir wollten eben erst damit beginnen, als Sie ankamen,“ erwiderte Donovan grinsend. „Soviel ich gesehen habe, sind die Leute des Sheriffs mehr oder weniger heil davongekommen,“ fügte Bate bekräftigend hinzu. „Schön, das freut mich,“ bemerkte Mr. Glenarm Darauf machte er einen Schritt auf Pickering zu. „Pickering. Sie sind zweifellos ein abgeseimter Schurke. Ich lieh Ihnen 300 000 Dollar. damit Sie In den Aufsichtsvat Ihrer Essenbahngesellschaft kommen konnten, und habe sogar bereitwilligst die Sperrung des Depots aufgehoben, damit Sie noch weitere Aktien kaufen konnten. Und dies war Ihr Dank," fügte er mit einem bezeichnenden Schwenken seinen Stockes durch das Zimmer hinzu.„Ihre Schuldscheine gehören John. Wenn er irgendwelche Rücksicht auf Sie beim Eintreiben nimmt, ist er nicht der Mann, den ich in ihm zu finden hoffe" 27. Ravitel. Wandlungen und Hoffnungen. Nachdem Pickering gegangen war, versammelten sich die drei Freunde mit dem alten Herrn in dem unberührt gebliebenen Zimmer neben der Bibliothek John Melvielle Glenarm war in heiterster Laune Danach kam der Ernst wieder zu seinem Rechte und die zunächst erforderlichen Maßnahmen wurden beprochen. In erster Linie wurde erwogen, was mit dem Gefangenen im Kartoffelkeller geschehen sollte. Die Freiheitsberaubung einer mit behördlichen Vollmachten ausgerüsteten Amtsperson war keine geringfügige Angelegenheit und legte augenblickliche Entchlüsse hinsichtlich Donovans nahe. „Ich muß sofert weg. das ist alles.“ erklarte dieser Das sehe ich sehr wohl ein, Mr. Donovan,“ er##iderte Der alte Herr,„odwohl ich Sie sehr gerne hier behalten hätte. Ich will, daß John bei mir bleidt, und Ihre Anwesenheit würde mir dabei geholfen haben.“— „Gott weiß, wie gerne ich Ihrer Einladung gefolgr wäre," erwiderte Donovan,„aber es ist leider unmöglich. Die Anwesenheit des englischen Detektivs ist in der ganzen Umgebung bekannt, ebenso wie die meine, und Sie können mich unmöglich länger beherbergen. Ich möche nur, daß Sie ihn so lange zurückhalten, bis ich einige Stunden Vorsprung habe.“ „Selbstverständlich, Sie müssen mir jedoch versprechen, zurückzukehren und mein Gast zu sein, wenn über Ihre Angelegenheit Gras gewachsen ist.“ Beim Früstück, das sich bis zur Mitte des Nachmittags hinzog, brachte Bate Chompigner zum Vorschein. Es war eine fröhliche Mahlzeit, trotzdem die drei sungen Männer von den Aufregungen dis Tages und den Anstrengungen des Kampfes erschöpft waren Bevor John Meloille Glenarm die Tafel aufhob, ergriff er noch einmal das Wort. „Ich möchte dir noch sagen, John, daß du unter keinen Umständen enterbt worden wärest, sechst wenn mich auf meiner Reise durch Aegypten der Tod ereil# hätte. Ich wollte nur, daß du nach Hause zurückkehrst, und das Testament, das du kennst, war nur zum Schein gemacht. In England ist mit dem Haupttesl meines Vermögens das richtige Testament hinterlegt. worin du zwar nicht als Universaleroe, aber hauptsächlich bedacht bist.“ John war bisher so verwirrt gewesen, daß er keine Zeit gefunden hatte, sich mit seinen eigenen Gedanken zu beschöftigen, die nachdem sich seine Aufregung ein wenig gelegt hatte, mit neuem Eifer auf ihn einstürmten. In die Erinnerung an die seltsamen Erlebnisse des Morgens dränge sich immer wieder das Bi#d des jungen Mädchens, das ihn mit ihrem köstlichen Lachen betört hatte, um ihn hinterher zu verraten Es war ihm nur ein schwacher Trost, daß Pickering nun Loch um den Erfolg seines schändlichen Planes, den er mit ihrer Mitwirkung durchführen wollte, gekommen war. Der Kampf war vorüber und es gab für ihn in dem Haus am See nichts mehr zu tun. Er hatte seinen Großvater, um ihm die Freude des Wiedersehens nicht zu verderben, disher im Glauben gelassen, daß er bei ihm bleiden wurde, aber sein Entschluß stand fest. Er wollte fortgehen und sich eine Unstellung als Ingenieur suchen. Vate würde fur den alten Herrn sorgen und John konnte ihm die Trennung durch häutige Besuche erleichtern Dies waren die Gedanken, die John bewegten, al: er seinem Grohvater das erstemol allein gegenübersaß. Der alle Herr hatte den Wunsch geäußert, mit John über seine Zukunft zu sprechen und schien es als selbstverständlich anzusehen, daß er ihm seinen LebensSo schmerzlich es John auch war, er konnte seinen Großnater nicht langer in seiner Selbsttäuschung belassen. Nach einer langen Gesprächspause erwiderte er endlich: „Ich würde gern alles tun, was du von mir wilht, und ständig bei dir bleiben, aber ich kann nicht. Mißverstehe mich nicht, ich habe keine Lust, zu meinem alen Wanderleben zurückzukehren. Ich beabsichtige, im Lande zu bleiben und mir eine Stellung zu suchen.“ Der alte Herr hatte ängstlich auf Johns Antwort gewartet und als sie endlich kam, war er auf das tiefste enttäuscht. „Aber, John,“ wandte er ein,„wozu denn? Das wäre ja gerodezu unsinnig. Was mir gehört, gehört auch dir, und die Wertpapiere in dem Safe sind schon heute dein Eigentum.“ „Das kann ich nicht annehmen sich habe es um dich nicht verdient" „John, ich weiß, daß ich dir ein großes Unrecht zugefügt habe. Die Lage, in die ich dich brachte, war eine schwere Prüfung für dich, aber du Darfst mich deswegen nicht so bestrafen. Komm, bleiv' bei mir und hilf mir, das Haus jertigzustellen.“ „Das ist es nicht. Großvater,“ rief John.„Die letzten drei Monate haben mich vollkommen verändert; ich vin des müßigen Lebens sett und will mir eine eigene Existenz gründen.“ „Ich weiß, es ist langweilig hier für einen jungen Menschen" erwderte der alte Mann,„aber wenn Der Frühling kommt, wirst du Zerstreuung genug finden. Die Sommergäste drüven bringen viel Leben an den See.“ Gerade daran wollte John nicht denken. Er wolti## sich nicht mehr an seine Kahmfahrten, seine Streifzüge durch den Was erinnern, und fernere Begegnungen mit Marianne Devereux erschienen ihm unertraglich Unfähig. seine Gedanken länger im Zaum zu halsen, brach es aus ihm hervor:„Miß Devereux war es allo, die dein Geheimnis mit dir teilte und dein volles Vertrauen besaß: Weißt du auch, daß sie Pickerings Mit helferin war?" (Fortsetzung folgt.) Relmehr daß auch die Zuschläge zur Grundvermögenssleuer, die Höhe der Kanalbenutzungsgebühren, wie auch der Schlachthofgebühren, sowie ferner insbesondere die Tarifpolitik mit berücksichtigt werden müßte Nur wenn alle diese Faktoren in der Gesamtauswirkung in Vergleich gesetzt würden, ergäbe sich ein vollständiges Bild. Die Vergleichung der Gewerbesteuerzuschläge allein führe zu einer einseitigen Aufsassung. Würde beispielsweise die Stadt Wanne=Eickel die gleichen Zuschläge zur Grundvermögenssteuer, die gleichen Kanalbenutzungsgebühren erheben und die gleiche Tarifpolitik wie in Bochum betreiven, so würden die Steuerverhältnisse der Stadt Wanne=Eickel denen der Stadt Bochum angeglichen werden können. Die Amgemeindungsreise des Staatsratsausschusses. Der Eindruck in Kreisen der Staatsratsmitglieder. Größere Verteiltheit der Anschauungen denn je zuvor. Die Besichtigungsreise des verstärkten Ausschusses im Preußischen Staatsrat durch das von der kommunalen Neuregelung betroffene rheinisch=westfälische Industriegebiet währt jetzt sechs Tage. Vom Ausgangspunkt Dortmund aus wurde das Gebiet von Hagen, Iserlohn, Bochum, Dortmund und am Sonnabend schließlich das Gebiet der sieben Städte umfassenden„Ruhrmündungsstadt“ bereist. Die letzten Tage brachten den Mitgliedern des Staatsratsausschusses ein Uebermaß intensivster Beanspruchung. Stundenlange Rededuelle zwischen den beteiligten Bürgermeistern, Oberbürgermeistern und Landräten wechselten mit strapaziösen Autofahrten. In den Aktentaschen mehren sich dabei die Denkschriften und Eingaben. Welches Resultat hat nun die Bereisung bei den Mitgliedern des Ausschusses, dessen Sitzungen Oberbürgermeister Antoni, Fulda, in umsichtiger und energischer Art leitete, bisher gezeitigt? Die Verteiltheit der Anschauungen ist größer denn je zuvor. Bei aller Gegensätzlichkeit der Anschauungen scheint sich bei einigen Mitgliedern des Staatsratsausschusses— nach ihren Bemerkungen zu urteilen — die Ansicht zu festigen, daß Dortmund, bedingt durch die notwendige Auflösung des Landkreises Hörde, nach Süden eine Erweiterung finden muß, daß die Bildung der Mittelstodt Langendreer-Werne einem Anschluß beider Gemeinden an die Stadt Bochum vorzuziehen ist und daß aber alle anderen Provleme der Aenderung der kommunalen Grenzen im mittleren Industriegebiet umstrittener als je sind. Als schwierigstes Problem wird einstimmig die Umgemeindung im Best Recklinghausen betrachtet, als das am leichtesten zu lösende das der„Ruhrmündungsstadt“, die durch eine gesetzmäßig festgelegte Arbeitsgemeinschaft vorbereitet werden wird. Die vestische Frage wird sowohl, wenn sie durch eine Erweiterung der Stadt Recklinghausen auf Kosten des Landkreisetz, als auch, wenn sie durch eine Wiedereinkreisung der vestischen Hauptstadt gelöst werden sollte, eine grundsätzliche Regelung für spätere Zeiten bedeuten und als Präzedenzfall angesehen werden. Bestehen schon innerhalb der einzelnen Fraktionen erhebliche Gegensätze in der Angelegenheit der westlichen Umgemeindungen, so läßt sich sagen, daß an eine einheitliche interfraktionelle Uebereinstimmung im Landtag nicht zu denken ist. Nur die sozialdemokratische Kartei stellte sich im großen und ganzen hinter die Regierungsvorlage. Daß die Veravschiedung eines Umgemeindungsgesetzes durch den Landtag erfolgt, ohne daß eine nochmalige Bereisung des fraglichen Gebietes durch den Gemeindeausschuß des Landtags vorhergegangen ist, steht, wie uns aus Regierungskreien zuverlässig mitgeteilt wird, kaum zu erwarten. Die Vorlage im Staatsrat. Der nächste Tagungsabschnitt des Preußischen Staatsrats beginnt am Montag, dem 18. März. Dieser Tag wird zur Beratung der Umgemeindungsvorlage durch die Fraktionen von Kommissionssitzungen und Plenarsitzung freibleiben. Die erste Vollsitzung findet am 19. März, um 17 Uhr nachmittags, statt. Die Tagung wird voraussichtlich die ganze Woche in Anspruch nehmen. * Herne am dichtesten besiedelt. Die Siedlungsdichte der Städte im Ruhrgebiet. Für den Gemeindeausschuß des Staatsrates, der gegenwärtig das Ruhrgebiet besichtigt, gibt die Siedlungsdichte der einzelnen Städte wichtige Fingerzeige für die Behandlung der Eingemeindungsfragen. Nach dem Stande vom 1. April 1928 entfallen auf einen Hektar in Sterkrade 11,88 Einwohner, Castrop=Rauxel 12.41; Reckling= hausen 13.50: Mülheim=R. 16.56: Gladbeck 17.11: Lünen 18.42: Bottrop 21,96; Hamm 22.83: Dortmund 23.79: Osterfeld 25,98; Wattenscheid 27.55: Witten 29.57: Gelsenkirchen=Buer 32,71; Herne 33.39; Duisburg 39,14: Düsseldorf 39,60; Bochum 42,77; Wanne=Eickel 44.16: Oberhausen 46,70 und Essen 48.60. Nach dieser Aufstellung hat also die Stadt Sterkrade die niedrigste und die Stadt Essen die höchste Siedlungsdichte aufzuweisen. Werden die Eingemeindungswünsche Essens erfüllt, dann kommen auf einen Hektar 32 Einwohner und Essen würde ungefähr die gleiche Siedlungsdichte aufweisen wie GelsenkirchenBuer, wo nach der Eingemeindung von Buer und Horst rd. 33 Einarohner auf den Hektar entfallen. Sehr günstig steht die Siedtungsdich'e im Verhältnis zu anderen Großstädten in Dortmund, wo durch die Eingemeindung von 1928 erreicht wurde, daß auf den Hektar rd. 24 Einwohner i Durchschnitt kommen. Da jetzt Dortmund weitere Gebiete zugeteilt werden sollen, wird sich die Siedlungsdichte dieser Großstadt noch erheblich vervessern Die Aufstellung zeigt aber auch Herne urd WanneEickel in der Reihe der Städte, die den größten Erweiterungsbedauf haben. Bezüglich der Großstädte Duisburg. Düsseldorf, Bochum, Essen wird das anerkannt. Herne und Wanne=Eickel sollen aber ungerechterweise die Enge ihres Lebensraumes weiter tragen. 41—6 Jahre 40 46—50 Jahre 41 51—55 Jahre 17 56—60 Jahre 6 über 60 Jahre 3 Eine Nachprüfung würde beweisen, daß die Verhältnisse an anderen Orten ganz ähnliche sind. Der Vergleich zwischen den Ziffern in Handel und Industrie zeigt gleichzeitig, daß eine relativ bessere Altersverteilung in der Industrie gar nichts gegen die Notlage überhaupt besagt. Die Not der über 30jährigen und erst recht die Not der über 40jährigen Angestellten liegt darin, daß für sie bei der bisherigen Praris durch die erhöhte Gefährdung in bezug auf Stellenlosigkeit zugleich der Sinn jeder beruflichen Entwicklung bedroht wird. Dies scheint uns eine Frage zu sein, die die gesamte Volkswirtschaft einschließlich der Arbeitgeber angeht und deren Behandlung sich nicht so leicht machen sollte, wie jene Zuschrift aus Kreisen der Eisenindustrie. Grundsteinlegung zur Kaufmanns. Gedächtniskirche St. Bonisatius. Am 4. März wurde in Leipzig=Connewitz der Grundstein zur Gedäch niskirche des K. K. V. gelegt Die Planung der Kirche und die Bauleitung liegt in den Händen des Dipl.=Ing. Theo Burlage=Osnabrück. Er bekrönt die Kirche(ein Zentralbau) mit einem Gedenkturm, der nicht nur von außen, sondern auch von innen gesehen, als ein Raum und zugleich in der Lichtführung dominierend hervortritt. Aber gerade damit löste er seine Aufgabe, der Verbindung des Gedankens des Gefallenen=Ehrenmals mit dem religiösen Charatter der Kirche in hervorragender Weise. Hunderte von KKVern aus allen Gegenden Deutschlands fanden sich am 4. März in Leipzia ein, um an der Grundsteinlegung auf dem herrlichen Parkgelände in Connewitz teilzunehmen. Am Vormittag zelebierte Bischof Dr. Schreiber in St. Trinnitatis eine feierliche Pontifikalmesse, bei der er eine längere eindrucksvolle Ansprache hiest. Am Anschluß hieran fand unter außerordentlicher Beteiligung von Katholiken und Andersgläubigen, Vertretern verschiedener Behörden und zahlreichen Fahnenabordnungen auf dem weitgeräumigen Kirchplatze die Grundsteinlegung statt. Am Grundstein sprach zunächst der Vorsitzende des Verbandes KKV. Fabrikant KrausWitten. Nach den üblichen kirchlichen Zeremonien sprach Bischof Dr. Schreiber. Er rühmte voll Freude das Werk, das nun in Angriff genommen, und, wie er hoffe, zum Ende dieses Jahres vollendet sein würde. Den Verbandsvereinigungen sprach er den herzlichen Dark aus für die großherzige Siftung. Mit den Verbandsbrüdern fühle er sich einig in der Erwartung, daß dieser Bau erstehen werde zur Ehre Gottes, zum Heite der Menschen und im Gedenken an die im Weltkriege gefallenen KKVer. Hierauf wurden die Grundsteinurkunden des Ondinariats m Bautzen und des Verbandes KKV. mit einem kurzen geschichtlichen Rückblick auf die Endwicklung der Gemeinde Connewitz mit Münzen, Zeichnungen der Kirche und der Zeitschrift„Merkuria“, des Verbandes in den Grundstein eingemauert. Drei Hammerschläge des Bischofs schallten über den Kirchplatz zum Zeichen, daß die Grundsteinlegung vollzogen. Die Geistlichkeit und die Mitglieder des Kirchenbauausschusses, sowie des Verbandsvorstandes vollzogen ihrerseits unter reichen Segenssprüchen die üblichen Hammerschläge. Architekt und Maurermeister bildeten den Schluß. Die eindrucksvolle Feier wurde durch Gesänge des Kirchenchors verschönt. Mit dem Treugelöbnis der Anwesenden an die Kirche: „Fest soll mein Taufbund immer stehn“, fand die erhebende Kundgebung ihr Ende. Weltschule Reichsbahn. 1500 Ausländer wollen lernen, wie man Eisenbahn fahren muß.— Internationaler Beamtenaustausch. Ist die Not der älteren Angestellten eine Fabel? Man sollte meinen, die Oeffentlichkeit sei jahrelang düpiert worden. Die älteren Angestellten sind gar nicht in Not. So wenigstens muß man schließen, wenn man eine Zuschrift liest, die der TelegnaphenUnion aus Kreisen der Eisenindustrie zugegangen ist. Diese Zuschrift tritt— und das ist an sich begrüßenswert— in eine Diskussion mit der vom Deutschnationalen Handlungsgehüfen=Verband veröffentlichten Denkschrift über die Not der älteren Angestellten ein. Sie tut es jedoch in einer Weise, die der Kernfrage nicht gerecht wird. Die Denkschrift versucht nämlich zu beweisen, daß die Not der älteren Angestellten in ahrheit gar nicht vorliege, indem sie den Prozentlatz der arbeitsuchenden Angestellten im Verhältnis zu den in der Rheinprovinz beschäftigten Angestellten für Oktober 1928 mu dem Prozentsatz der arbeitsuchenden Arbeiter im Verhältnis zu den in der Rheinprovinz beschäftigten Arbeiter in einen Vergleich stellt. Hieraus folge, so wird gesagt, daß der Prozentsatz der arbeitsuchenden Angestellten im Verhältnis zu dem Prozentsatz der arbeitsuchenden Arbeiter sehr gering ist. Jedoch, was beweist das? Es ist allgemein bekannt, daß in den Wintermonaten die Zahl der arbeitsuchenden Arbeiter besonders hoch ist. Daß dies in dem gegenwärtig abnormen Winter besonders in Erscheinung tritt, leuchtet ein. Andererseits werden die Angestellten inbezug auf die Arbeitslosigkeit von den Saisonverhältnissen nicht in gleichem Maße betroffen, so daß der höhere Prozentsatz arbeitsuchender Arbeiter im Winter auch ganz ohne Rücksicht auf die obsolute Höhe der Zahlen noch nicht beweisen kann, daß es den Angestellten gut gehe. Die Kernfrage wird aber durch diese Erörterung überhaupt=nicht berührt Sie liegt nämlich darin, daß wertvolle Arbeitskräfte jahrelang hirdurch auf den Arbeitsmarkt nicht untergebracht werden können, daß für die Angestellten in einem Lebensalter, wo bei den meisten Berufen Hauptleistungsfähigkeit und ansteigende Einkommen sich auswirken können, bereits die Gefahrzone der Erwerbslosigkeit beginnt. Die gleichbleibende Ziffer der arbeitsuchenden Angestellten, ebenso wie die Feststellungen der Arbeitsämter beweisen, daß über 30jährige, a über 40jährige Angestellte nur schwer unterzubringen sind. Die Bedingungen, die die meisten Arbeitgeber bei Neueinstellungen ihren Stellenangeboten hinsichtlich des Höchstalters geben, beweisen das Gleiche. Daher hat die Denkschrift des Deutschnationalen Handlungsgehilfen=Verbandes auf diese Punkte das Hauptgewicht gelegt und sie mit Ziffern belegt. Diese Ziffern sind von keiner Seite bestritten worden. Sie zeigen, daß im gesamten Reichsgebiet nach Feststellung des D. H. B. in nur durchschnietlich 10 Prozent der vorhandenen offenen Stellen Bewerber über 30 Jahre überhaupt zugelassen worden sind. Das Gleiche ergidt sich aus den Feststellungen des Gaues Niederrhein= Westfolen im D. H. V. Die Tendenz der Denkschrift war daher beschleunigte Unterdringung der alteren Angestellten zu fordern und gleichzeitig zu fordern, daß bei allen Stellenangeboten auf die Altersbegrenzungen verzichtet wird. Unrichtig ist es übrigens, wenn in der Zuschrift der Telegraphen=Union behauptet zu werden scheint, die Dentschrift der Reichsregierung vom Jahre 1927 habe die Not der älteren Angestellsen als nicht gegeben angesehen. Sie hat nur ein gesetzgeberisches Eingreifen für nicht wünschenswert gehalten und freie Initiative vorgeschlagen. Auch die Denkschrift des D. H. V. hat sich auf den gleichen Standpunkt gestellt. Sie hat nur erklärt, daß ohne die freie Initiative ein gesetzgeberisches Eingreifen nicht mehr umgangen werden kann. Den gleichen Standpunkt wie der D. H. V. haben eine Anzahl Arbeitgeber=Verbände und Handelskammer bereits angenommen. Die Berliner Industrie und Handelskammer hat im Jahre 1927 sogar einen Aufruf erlassen, in dem sie sich an die einsichtige Kaufmannschaft wendet und sie auffordert, die bisherige Praxis zu ändern, die dazu geführt habe, „daß die Stellenlosigkeit älterer kaufmännischer Angestellter erschreckende Formen angenommen hat.“ In der Zuschrift der Telegraphen=Union wird nun festgestellt, daß die Altersstaffelung der in der Eisenindustrie des Ruhrbezirks beschäftigten männlichen Angestellten folgendes Bild ergibt: Angestellte bis 30 Jahre 35.1 F, Angestellte über 30 Jahre 64,9 P. Die gleiche Zuschrift stellt dagegen fest, daß unte: den arbeitsuchenden kaufmännischen Angestellten im Bezirk des Landesarbeitsamtes Rheinprovinz die Jahrgänge bis 30 mit 41,21 T vertreten sind. Das Ergebnis ist für die Gesamtlage also noch ungünstiger als die Ziffer, die der D. H. V. über die Stellenlosigkeit seiner Mi glieder angeben konnte. Wenn in der Eisenindustrie,— und im Ruhrbergbau dürften die Verhälmisse ähnlich sein—, die prozentuale Beteiligung der Angestellten höherer Jahrgänge innerhalb der Belegschoft als einigermaßen günstig anzusehen st, so beweist das doch nur, daß die Dinge in der Eisenindustrie zwor nicht ganz so schlecht, umso schlimmer aber in anderen Zweigen, so z. B. im Hande! stehen dürften. Auf Grund der Untersuchungen, die das Landesarbeitsamt in Dortmund angestellt hat. sind gerade zur Zeit besonders songfältige Untersuchungen der Sadt Gladbeck bekannt geworden Hieraus ergeben sich aufschlußreiche Zifern über den Altersaufbau der Angestellten. Danach ergab sich für Gladbeck folgende Aufteilung der kaufmännischen Angestellten im Groß= und Kleinhandel: 14—16 Jahre 333(Lehrlinge) 139(Angestellte) 128 4 19—21 Jahre 22—25 Jahre 26—30 Jahre 31—40 Jahre 41—45 Jahre 46—50 Jahre 51—55 Jahre 13 14 9 Einer Lehrlingszahl von 333 im Alter von 14—16 Jahren entsprechen 67 über 30jährige und unter diesen ganze 29 im Alter von über 40 Jahren. Der Altersaufbau der Angestellten im Bengbau, Industcie und Banken erg di folgende Ziffern: 19—21 Jahre 36(Angestellte) 22—25 Jahre 50 26—30 Johre 64 31—40 Jahre 88 Die Deutsche Reichsbahn wurde im Jahre 1928 von 1495 Ausländern besucht, die in wochenlangen Studiengängen durch Werkstätten, Betriebe und Verwaltungen die vielerlei Fortschritte der Reichsbahn in den letzten Jahren durch eingehende Beobachtungen für ihr Heimatland zu nutzen suchten Die auslärddischen Besucherziffern sind im Verlaufe der letzten drei Jahre von rund 300 auf 741 und jetzt auf 1500 gestiegen. Im laufenden Jahre rechnet die Reichsbahn wieder mit einer Steigerung der Auslandsbesuche, da diese von der deutschen Industrie als höchst förderlich für den Wettbewerb in Eisenbahnmaterial jeder Art auf dem Weltmarkt empfunden und deshalb nicht selten angerear werden. Eine ganze Reihe ausländischer Staaten ist mit recht hohen Besucherziffern vertreten. Dabei fällt besonders auf, daß die Engländer mit 183 Besuchern allen anderen Staaten vorausgegangen sind. England lenkte seine Hauptaufmerksamkeit auf die Gestaktung des deutschen Werkstättenwesens, da die Rationalisierung der Eisenbahnwerkstätten in Deutschland zu Leistungen geführt hat, die bisher nicht für möglich gehalten wurden. Beispielsweise verfügte Deutschland früher über 4500 Lokomo= tivstände, so daß also ständig mit der Repanatur von ebenso viel Maschinen gerechnet werden mußte. Heute reichen für den vergrößerten Lokomotivenbestand 1200 bis 1500 Stände aus. Vor der Rationalisierung wurden auf die Behandlung jeder Lokomotive in den Wenkstätten 100 bis 120 Tage verwandt, während gegenwärtig schon in 17 bis 18 Tagen eine denkbar umfassende Lokomotivreparatur ausgeführt wird. Trotz der Steigerung in der Schnelligkeit der Lokomotivausbesserung laufen jetzt die ausgebesserten Lokomotiven 90000 Kilometer, während sie früher schon nach 46000 Kilometer wieder der Wertstätte zugeführt werden mußten. Diese Fortschritte Deutschlands wurden erreicht Durch ganz besonders leistungsfähige Arbeitsmaschinen aller Art, an deren Ausbildung die deutsche Industrie Jahre gearbeitet hat und Millionen über Millionen aufwandte, ehe sie zu dieser einzigar gen Leistungssteigerung in den Werkstätten der Reichsbahn angesetzt werden konnten. Deshalb ist es nicht auffallend, daß allein 376 der 1500 Besucher sich den Elsenbahnwerkstätten und ihren Einrichtungen zugewandt haben. Dabei hardelt es sich niemals um oberflächliche Besichtigungen, sondern mindestens um einen 14tägigen bis einmonatigen Aufen halt in einer Werkstätte. Außergewöhnlich zahlreich sind die Besucher von Hoch hul-Studenten aus dem Ausland geworden; so enyandte Norwegen 25, Oesterreich 30, Schweden 20 und die Schweiz sogar 60 Hochschüler nach Deutschland, zum Studlum des elektrischen Zugbetriebes in Berlin, Schlesien und Bayern. Die Schweiz stand überhaupt, im letzten Jahre, mit 163 Besuchern an zweiter Stelle vor den Vereinigten Staaten mit 140, Rußland mit 136, Ungarn mit 106, Oesterreich mit 104 und Frankreich mit 88 Besuchern. Gerade aus Frankreich sind denn auch im letzten Jahre Aufträge an verschiedenartigem Eisenbahnmater al nach Deutschland gelegt worden, die heute schon einen Wert von 30 Millionen Mark überschreiten. In der sehr langen Staatenliste der Reichsbahnbesucher aus dem Auslande ist Japan mit 51, Holland mit 39, Italien mit 31, Dänemark mit 46. China mit 34, Belaien mit 25 Interessenten vertreten gewesen. Sehr bemerkenswert ist es, daß auch aus Britisch=Indien 13 und Niederländisch=Indien 4 Besucher in Deutschland anwesend waren. Durch eine größere Zahl von Eisenbahndelegationen traten ferner hervor Australen, Kanada, die Rark staaten, Griechenland, Rumänien, Siam, Spanien, Südafrika, Brafilien und die Türkei Mit einer ganzen Reihe dieser Staaten ist die densche Reichsbahnverwaltung jetzt in einen regelrechten Beamtenaustausch eingetreten. Die Reichsbahn selbst entsandte drei Beamte zu mehrjährigem Aufenthalt nach NordameSchneeschmelze. Von Kurt Bock. Griesgrämig schlurft der Winter aus dem Land, der laue Wind pfeift ihm ein freches Lied, das mürbe Eis zerbirst in Schilf und Ried und Krokusflämmchen sind am Rain entbrannt. Schneeschmelze trommelt, tropft und rinnt vom Dach ein Wohlbehagen knistert durch das Haus, der Garten schaut noch kahl und traurig aus, auf seinen Wegen plätschert's wie ein Bach. Auf allen Zweigen aber singt der Chor der kleinen Sänger ohne Unterlaß, lockt Sonne, Blumen, Kinder, Blatt und Gras— den ganzen Lenz aus dem Versteck hervor. An unsere Schulentlassenen. Mehrere Jahre sind es her, da stattete an einen sonnigen Frühlingstag eine Schar frischer Knaben unserem Missionskolleg in Bardel einen Besuch ab. Er war für diese jungen Menischenkinder ein denkwürdiger Tag. da sie eben aus der Volksschule entlassen waren. Dieser letzte Ausflug nach unserm auf stiller Heide gelegenem Klösterlein hatte sie alle noch einmal gereinigt, dann sollte ein jeder für sich den Weg in: Leben ein schlagen und sich einem praktischen Berufe zuwenden. Froh war die Stimmung aller, doch wai es mehr eine stille denn laute Freude. Ein Junge fiel mir besonders auf. Mit frohem Interesse blickte er sich im Innern des Hauses um, in dem stillen Kirchlein, in dem freundlichen Speisesaal, den hellen Klassenzim mern, den luftigen Schlassälen. Mit Sehnsucht schienen seine Blicke nach den draußen auf weiter Heide in fröhlichem Spiel sich tummelnden Missionsschülern zu ichwerken. Und als ich ihn lächelnd fragte:„Hättest du wohl auch Lust, Franziskanerpriester zu werden und als Missionär nach Brasilien zu gehen?" da leuchtete sein Auge auf, aber wehmütig antworte#e er:„Ach, so gern! Aber ich bin ja schon zu alt, um mit dem Studium anzufangen, und mein Vater ist nur ein kleiner Beamter.“ Auf meinen Erkundioungen erfuhr ich, daß es ein braver Jung= und einer der besten in der Schule gewesen sei. Zu Beginn des neuen Schuljahres kam er zu uns. Jotzt beginnt er bereits mit dem Studium der Theologié " wer den gleichen Wunsch hegt, auch wenn er 1## Fahre a. in, kenn aus schöne Ziel noch erre#wenn er sich auf ehmen läßt umer die frohe Sauerschar des Missionskollegs in Bardel be Bentheim. rika und je einen nach England, Bvasilien, den Niederlanden, Rußlard und Schweden. Die Reichsbahngesellschaft beschäftigt in ihren Betrieben gegenwärtig an Auslandsvertretern zwei Brasilier. die bei den Eisenbahndirektionen Altona, Essen und Stuttgart tätig sind, und je einen Engländer, der in Frankfurt a. M., Holländer, der in Berlin, Russen, der in Kassel, und Schweden, der bei dem ReichsbahnZentralamt beschäftigt ist. Unter allen Ausländerzielen bei der Deutschen Reichsbahn tritt am meisten der Bahnhof Hamm hervor, weil er ebenso wie andere Bahnhöfe des Industriegebietes mit einem neuzeitlichen, von einem Reichsbahndirektor erfundenen automatischen Bremsberrieb beim Rangieren ausgerüstet ist. An Versuchsfahrten mit den neuen Lokomotiven nahmen allein 137 Ausländer teil. Ihre Berichte lassen erkennen, wenigstens soweit sie in Unterredungen und Veröffentlichungen bekannt geworden sind, daß diese Deutschlandbesuche mit den stärksten günstigen Eindrücken für den deutschen Bahnbetrieb verbunden waren, und unserer Maschinenindustrie neue Absatzmöglichkeiten vermittelten. H. L. Ar ZigarrenI Zestrale. Nerne. Bahnhostr. 59 Qualitäts- Rauchwaren Pleiten, bekannt. gut u. billo * in sämtlichen Schaufenstern, sowie in unseren Verkaufsräumen die Frühjahrsmoden für Nerren und Anaben. Edelerzeugnisse deutscher Schneiderkunst Zeitgemäßehlerren-Modeartikel Elegante Herren-Wäsche Denken Nie bitte an unsere Sreisfrage! Wi. A ISSMOHN an dasJedenanzieht N Der Kampf um die Scholle 12 Akte. Regie: HENRY ROUSSEL. 12 Akte. Blutrache ist die Triebfeder der Handlung diesesGroßfilms. Korsische Bergeinsamkeit ist In Gefahr, von der Industrie öberrannt zu werden.— Francesco, der Abkömmling eines alten Adelgeschlechtes, stellt sich mit seiner Person dem modernen Leben entgegen, doch die Technik ist stärker als aller Ideallsmus der Korsen. Die H up FRANCESCO HELENE arsteller: . R O L L A N O R M A N . R E N E E H E R I B E L ·THEATER HERNE-SODINGEN Auch in dieser Woche btingen wit Ihnen ein Kiesen-Programm. das noch großer und phantastischer ist als Wolga Wolga. Ab heute Dienstag bis einschl. Donnerstag: 12 Aute mit einer Filmänge von 3300 Metern. Liane Hald ist der Darsteller des Marquis d’Eon.— In weiteren Rollen: Mona Maris, Fillz Kortner, Agnes Esterhazy. Als 2. Hauptfilm: Richard Barthe meß und Lins Basquette In: Dieser Film sp ch für sich selbst 111 Zweitens zeigen wit en nen Lustspielschlager in dem das„rothaarige Teufelchen“, Clars Bow alles aul den Kopf stellt— such das Publlkum. „Bin ich ihr Typ?“ Rann an den Mann! Ein lalscher Auto-Untall und seine glücklichen Folgen. S. Groteske.— 4. Opelwochenschan Kulturfilm. Ab heute bis einschl. De tg! 10 Akte atemraubender Spannung, m Nachtlokal am Broadway. Der Knall eines Schusses pelischt in den Jubel der Saxophone. Ein Mann bricht zusanimen. Der Täter verurtellt. Sein letzter Morgen dammert herauf Ein junger Bursche der schwergt, tur seine Mutter, die er nie gesehen, das größte Opter zu bringen Ein Lustspiel vollknorke P Tagel Donnerstag geschlossen! Der Großtilm: 12 Akte. Fllmbandlänge 3500 Meter. Liane Haid ist der Darsteller des Marquis d’Eon des großen kätsels, den selbst der berühmte Voltalte nicht durchschaute und dessen Geschlecht nie einwandtrei festgestellt wurde, der als Mann rauflustig. kühn und siegreich, als Prau anmutig, verführerisch u. vielgeliebt, ein Leben voller Abenteuer im Dienste des berüchtigten Königsliebchens, der schönen Pomgsdour, führte. Eine Oeppelrelle von faszinlerendem Reiz Hauptdarsteller: Agues Esterhazy. Mona Marie, Fritz Kortner, Liane Hald, Nikolal Malikoff. kommen nacl Bochum ein großer Trupp ECHTE Indianes, kraftvolle Vertreter der aussterbenden roten Rasse, aus dem Stamme der SIOUX, der tapfersten Söhne der weiten Prätte. Es ist eine schwere und kostspielige Aufgabe, Ameriks seine Indianer auch nur ta: kurze Zeit zu nehmen— aber Saiasan hat es fertiggebracht. Er allein dart In Europa echte Indianer zeigen. Seine Stoux nähern sich bereits Duutschlands Küste und werden schon dieser Tage in wilden Kampfszenen u. In ihren heimstlichen Gebräuchen zu sehen sein, in jeder Vorstellung bei SARRASANT Täglich 7.30 Uhr.— Mittwoch, Samstag u. Sonntag eußerdem 3 Uhr: Gr. Premdenvorstellung. Preise bedeutend ermäßigt! Igite Brt#### Nur noch 6 Tage! Wiaterbau Castrser Str.— Siett gut gehelnt Gymnastik! Fort mit der Korpulenz, Die nur so kiank und müde mecht, Ueb’ Dich In Hell-Gymnastik ein, Wirst schlank, gesund und schon stets sein. Frau Lähndorh Marlenst. 13 2. 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März. morgens 7.45 Uhr, vom Tiauerhause, Giesenbeig, zum kath. Pr#edhof in Börnig, stait Das feterliche Levttenseelenamt ist gleich daraut in der Perrkuche zu Bornig. Sodingen. 11753 A Rundfunk Programm Rundfunk=Programm Langenbera(462.21 u. Köln(20..31. Mit Aachen(455,9) und Gleichwellensender Münster(265.5). funk. Kinderspielstunde: Achtung, Achtung, hier Schlaraffenland! e 16.10: Oscar A. H. Schmitz: Der Hundemensch.— Vergeltung o 16.40: Allen A. Guelliland: Europas Rund unk. o 17: OberKhulfet Dr. Kurte): Shulz und Rundsunk. o 17.45: Roniert. R.##„CI., Spidler,(Ploine, W. Fiedler(Cello), M. Alter 5Klavier).# 18.30: Leestunde. Paul Avel: Unordnung und frübes Leid. von Td. Mann. A 19.15: Französische Unterhaltung. B 19.40: WMeespräche über Menschentum. 20.10: Das deutsche Volkslied Lxkitw.: Len Gülland Sooran). Lie elette Mann(##lt). Fr. Tengr). Fr. Baur(Bab'; Instrumentalso#isten:#A#d. Kehl mie s!s: a„Hartung(Englisch Horn), A. Arenz(Cello), Rich „R.Bartung lunglic vorn, A. Arenz(Cello), Rich. Kunze lostagott). Das Glogauer(Bertiner) Liederbuch. O 21: Uraufführun desle.,same im D=Zug., vorspiel von O. Wessel. Musik von H. aa pert., Stmmen des Spiels: Die Frau Welt(Vorllang); Karl #er Schrankenwärter: Anne, seine Frau; Andreas, der Auswanderer; die Dame im D=Zug: ein Betrunkener. Zeit: GegenOrt:.„„— estwart. Ort: Ein Schrankenwarterhaus. o 22.30: Aus der salenhalle Dortraund: Abendwertungen des Sechstagerennens Deutsche Welle 1646. Sender Königswusterhausen und Jeesen. Deutsche Welle. Dienstag, 12. März. 12: Französisch f# Schüler. v 12.25: Dr. Rench und Stud.=Rat Dr. Leeke: Biologische und völkerkundliche Beobachlungen auf den Sundaineln. 15 Jugendbastelstunde: Bau von Flugmodellen. Gleit=und Segelfllegern o 15.40: Pros. Dr. Walzel: Ueber die neueste deutsche Dichtung e 16.30: Leipzig: Kammermusik. Oktette für Streichinstrumente Mendelssohn: Ollett Es=dur.— Svendsen: Oktett A dur.# 17.30: Dr. Raphan: Reien nach Irland. o 18: Dr. Lebede: 100 Jahre Faust au der Bühne# 18.30: Franid isch für Ananger.# 18.55 Prof Dr. Mez: Wanderungen am Oberrhein o 20: Abendunter= haltung Mitw.: Sadine Menen, Lothar Mütdel o 21: Aus der Deu Wirteverein Herne. Zur Beerdigung unser. Mitgliedes Herrn Diettich möller versammeln sich die Mitglieder det Wirte=Vereins Mittwoch nachmit. tag 3½ Uhr, im Lokale des Kollegen SpielermannBrasse, Herne=Vöde. ochschule für : Sadine Meven. Musil„Konzert. Haas: • 21: Christuslieder Be per. Auss.: Gertrud Zurek(Sopran), Magdeburger MadrGgalchor B 22.45: Bildfunk. noch eut erhalten, bestehend aus Bufett Ant chte Eimerschrank 10 2 Stahle altes mit Linoleum geeen Bu zahlung tur Großer ReklameVerkauf! Heute beginnen wir mit Extra-Augeboten in: Oberhemden, Schhlaf-Anzügen, Cravatten, SS den, Unterzeugen, Schirmen eic. die Sie In Erstaunen setzen werden. 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Nur nach ginige ane mache Italie n meldete noch in der dritten Januar woche eine geringe Zunahme der Grippefälle. Hier aber trat die Krankheit mit einem ziemlich gutartigen Charakter auf. Besondere Epidemieherde konnten nicht festgestellt werden. In Finnland begann die Grippe=Epidemie erst mit dem Beginn des Jahres 1929. Sie nahm ihren Helsingsfors und zu Ende? Dürfen wir hoffen? Nur noch einige Tage sind es ja, bis kalendergemäß der offizielle Frühling beginnt, und Petrus wird sich mit seiner Wettermacherei doch nicht so blamieren wollen, daß er diese„amtliche Bekanntmachung" Lügen straft? Also hoffen wir getrost! Auch sonst sind da so mancherlei Anzeichen des nahenden Frühlings. Nicht nur das Tauwetter und nicht nur die immer länger und immer warmer auf Ausgang in Abo, erreichte dann Helsingsfors und uns herniederlachende Frau Sonne machen uns Mut. gleicher Zeit den südöstlichen Teil des Landes. Auch in der Tier= und Pflanzenwelt beginnt sich neues] Aus Schweden wird gemeldet, daß in der am Leben zu regen. Nur ein paar Tage noch, und sie 12. Januar endenden Woche 14 Personen an Grippe werden sich vollends durch die Laubdecke hindurchge= gestorben seien gegenüber 2 in der Vorwoche. Die arbeitet haben, die lieblichen Frühlingsboten, und sie Todesfälle betrafen alle Altersklassen über 10 Jahre, werden so halb schüchtern, halb vorwitzig ihre Blüten= hauptsächlich aber die älteren Leute. köpfchen zur Sonne aufheben. In der warmen Sonne! Norwegen meldete noch am 29. Januar eine ranzt hier und da schon ein Mückenschwarm, und so Zunahme der Grippeepidemie im südlichen Teil des wenig bold man sonst diesen summenden Plagegeistern Landes, und zwar besonders in den Städten. In Oslo ist, jetzt, als„Frühlingssymptome“ sieht man sie doch wurden in der dritten Januarwoche 3300 Grippegerne. erkrankungen mit 9 Grippetodesfällen, sowie 19 ToJa, Frühlingszeichen überall. sogar in den Häuser= desfällen der oberen Lustwege angezeigt. wüsten der Stadt. Immer häufiger sieht man offene] Auch die Zahlen für Deutschland sind nach Fenster, immer häufiger klingt aus diesen offenen Fen=den Mitteilungen des Reichsgesundheitsblattes noch ler zu Darbietungen für Erwerbslose zu gewinnen. Auch sollte man Konzertunternehmungen, Theater und Kinos veranlassen, daß in der kalten Jahreszeit nicht verkaufte billigere Plätze den Wohlfahrts= und Arbeitsämtern für die Arbeitslosen zur Versügung gestellt werden. Ohne besondere Mittel, oder doch nur mit geringen Kosten wird man auf diese Weise die seelische Not der Erwerbslosen lindern können. Die Ermutigung, die sie daraus schöpfen, wird sich in ihrer geminderten Verbitterung und in ihrem gesteigerten Arbeitswillen zeigen. stern das Klopfkonzert oder das Summen des Staubsaugers, das den Beginn der großen Frühjahrs=Reinizungsaktion ankündet. Und das ist das sicherste Frühlingssymptom. **** Der Garten im März. Der Garten wird alle freie Zeit des Gartenfreundes beanspruchen, wenn die Witterung überhaupt das Arbeiten erlaubt, ist doch zu viel liegen geblieben. Obstbäume sind zu pflanzen, am zeitigsten das frühtriebige Beerenobst, aber nur bei offenem Boden: das Beschneiden soll schnellstens erledigt werden, ist ur bei frostfreiem Wetter vorzunehmen. Rinangen sind unbedingt eingetreten, die Son nicht abgeschlossen. Die Allgemeine Ortskrankenkasse Vorlinerreichte die Höchstzahl von 1643 Neuerkrankungen, das sind 3,5 auf tausend Mitglieder am 15. Januar. Dieser Tag würde also den Höhepunkt der Grippeepidemie für Berlin darstellen. Aber auch später war der Zugang an Neuerkrankungen noch immer recht erheblich und erreichte auch am 26. Januar noch fast die Zahl 900. wuch Wreglau hatte in der zweiten Januarwoche etwa den Stand der Grippeepidemie erreicht. Ebenso gibt Leipzig den 11. Januar als den Höhepunkt an. In Bremen dagegen lag der Höhepunkt der Kurve erst am 21. Januar. Süddeutschand scheint diesmal am meisten von der Grippe verschont worden zu sein. So konnte beispielsweise die Ortskrankenkasse in Stuttgart mitteilen, daß bis Ende Januar ein gehäuftes 6 gart mitteilen, daß bis Ende Januar ein gehäuftes 8 ham Frchrämden hig Iurik.,marten, das musteren von Grippeerkrankungen nicht beobachtet worden ist. □ er = S 52 S a 5 8 2 Lindert die seelische Massennot! wahr. fachmän zroße Auswahl, eigenes Atelier, tüchtige Dekorateure. S#.— Arbeitslosigkeit ist gegenüber dem Beginne des Zn“Ze:, Jahres noch erheblich gestiegen. Das bedeutet S 2„ 8-der Abhilfe der Arbeitslosenversicherung leib" 9== 4% seelische Massennot. Arbeitsämter und WohlGIpF*„hnter verdoppeln ihre Kräfte, um die Not zu 5.H1. Aber bei der Fülle der ihnen aus der gegen„. BgFSAn Arbeitsmarktlage erwachsenden Aufgaben —* geriellen Versorgnung der Erwerbslosen iritt icht das Eingehen auf die seelische Not zuist bedauerlich Ein selbst auf abgestumpfte immer ermutigend wirkendes Mittel sind nstaltungen der Kunst, vor allem des Theader Musik. Erfahrungsgemäß sind vor heute noch erwerbstätigen Künstler gern bein den Dienst der Erwerbslosenhilfe zu ste #t bedarf es nur einer Anregung, um Künst— 2 „Josef und seine Brüder" nach der Oper von Mehnl. Eine Festaufführung des Pfarr-Cäcilienchors von Herz=Jesu im Ledigenheim. Der Franzose Mehul war neben Cherubini de: bedeutendste musikalische Dramatiker der nachgluckschen Epoche. Er schrieb über 40 Opern, seine beste ist aber„Josef“, die 1807 uraufgeführt wurde. Herr Organist Sellung konnte natürlich für seinen Chor, der weltlichen Bühnendarbietungen nicht dient, die vollständige Partitur nicht nehmen. Er bearbeitete das Werk, wählte die schönsten Stellen der Oper aus und brachte sie in Einklang mit den Rezitativen, deren Gestaltung auf der Bühne sein sich stets bewährender Bruder, Herr Lehrer Sellung, mit der Musik in Harmonie zu bringen wußte. Den Klangkörper stellte ein Teil der Mitglieder der Herner Orchestervereinigung dar. Ihn wußte der Organist Sellung mit Eleganz zu dirigieren. Hier vermählten sich gesprochenes Wort und Musik. Die Musik traf alle Klarheiten des Tonausdrucks. Der Darstellung wohnte die Natürlichkeit des Pathos inne. Einmal wurde Grieg als stimmungfördernd zwischen zwei Aktschlüssen eingeschoben. Die Darstellung, von Cäcilianern gemeistert, zeichnete schlicht und eindringlich, voll Würde und tiefgeistiger Auffassung die Charaktere. Die ungeübten Stimmen fielen zwar hier und da auf, doch befriedigten die Leistungen des Josef, Jakob, Simeon, Jakob und Benjamin. Letzterer wurde von einer jungen Herner Sängerin gespielt, die fast die beste Leistung bot. Von den Brüdern sei noch Ruben genannt, der gut im Spiele war. Die selbst hergestellten Kostüme waren historisch trefflich, und die Bühne selbst traf den ägyptischen Charakter der Handlung ausgezeichnet. Der Cäcilienchor wirkte als Volk hinter den Kulissen mit und schuf erst durch seinen Gesang die Mächtigkeit der Handlung. Von den Statisten als Einzelleistung zu sprechen, erübrigt sich. dieses tiefgründige Werk vom verkauften Lieblinge seines Vaters, der als Retter Aegyptens den Brüdern entgegentritt und ihnen verzeiht, nahm das volle Haus mit Dankbarkeit und lautem Beifall auf. S. * „Jedermann im Jugendheim Börnig-Sodingen. Die zweite Aufführung von„Jedermann“ am 10. März hatte ein ausverkauftes Haus, das wohl als bester Erfolg der Spielerschar des Kath. Gesellenvereins gebucht werden konnte. Schon lange Zeit vor Beginn prangte am Eingang ein Schild„Ausverkauft!“ Und tatsächlich war kein einziges Plätzchen mehr zu haben, so daß viele, viele umkehren mußten. Das Stück, welchem man das ursprüngliche Motto Unser Wetterbericht. Das neue Tiefdruckgebiet über Skandinavien hat sich über die Ostsee, Mittel= und Ostdeutschland ausgebreitet, während das Hochdruckgebiet über Großbritannien wenig Aenderung zeigt. In Deutschland war es gestern früh ziemlich trübe und nebelig, in Mitteldeutschland und Schlesien mit Schneefällen. Die Morgentemperaturen lagen in der Nähe des Nullpunktes. Nur Ostpreußen hatte starken Frost bis zu minus 13 Grad. Wetteraussichten bis Mittwoch: Wolkig, ohne erhebliche Niederschläge bei wenig geänderten Temperaturen. Das sind billige Preise! enFenster-Borden Elternabend in Baukau. hat die kath. Volksschule an der BismarckSonntag im Backschen Saale den Eltern r einen frohen Abend geschenkt. Dieses der Schulen llassung zu Ostern Rechnung n Zwange des Schulbesuches werden diese entrinnen, aber auch sie werden einmal kommen, wo sie sich zu den Schülerbänken „O selig, o selig, ein Kind noch zu sein", in der Lortzingschen Oper. Aber bei der pischen Lehrer, Schüler und Elternhaus d alle Mutmaßungen, ob es Kinder gibt, „shule Gefängnis ist. Die psychologische #iniderbegabter Kinder ist unseren Lehrkein Fremdland mehr. Es war einmal, ir Schulbeamter war, heute will er den er ern Landhaus-Gardinen me###rad sein, und der idealste ist natürlich mit Volant, sem billig sch„3Mitvater zu werden bestrebt ist, der das *#dWVertrauen und das Herz der Schüler zu Stores wurden die höchsten Sterbezahlen seit dem großen Grippejahr 1918 festgestellt. Die allgemeine SterbeLandhaus-Gardinen sen m TAll, moderne Muster[·8 2½ letzten Platz war der Saal besetzt. andbase.Basninon###feZeilenhoff begann den Abend mit Dre Tüng un anf i lotttungeabionsKn orches ter 4½ und doch so leistungsfähigen SchüterDes spielte vollblütig den„Ungarischen ch erhergegangenen Woche des Vorjahres, auf 1000 Ein ziffer erreichte in den 78 Großstädten 19,5, in der am Marsans. 401 thubert. Zwei Schulmädel sagten dann 5. Januar 1929 endenden Woche gegenüber 18 in der in sch####*„Degmation ein Gedicht auf. Darauf ergangenen Woche und gegenüber 13,7 in der griff Segißungsansprache Rektor Neilmann das 2.. Etbegrüßte die Kollegen vom Nachbarsysten Gestlichkeit, Herrn Stadschulrat Kastner, in 107 den Vorstsenden der kath Schulorganisation Herne, Herrn Krawinkel und vor allen Dingen bet er den Etern der Schüler das„Willkommen“. Er deutete auf den 1. April als Schicksalstag hin. An diesem Tage würden die ältesten Schüler entlassen in den Ernst des Lebens, jüngere erwarteten ihre Versetzung in die höhere Klasse, und die Lernanfänger hätten ihren ersten Gang weit fort vom Elternhause zu tun. Den Entlassenen wollten die Lehrer auch weiterhin Benater sein, aber dieser und der Eltern Kommen dürfe nicht nur den Fragen: Was soll mein Kird werden? oder: Hoben Sie keine Stellung für mein Kind? dienen. Die Erern haben heute den Wert der Schulbildung erkannt, bei Nichtversetzen ist Doppelarbeit notwendig. Man komme hier ano nicht mit DrohunAnd und Wales starben nochrend der am 19. Januar 1929 enden Personen an Grippe gegenüber 122 in s. In der Stadt London wurden besongesen Leute von der Grippe hingerafft. Die ae' Sterbeziffer stieg in den Großstädten von 5.2 in der ersten Januarwoche auf 16.4 in der zweiten und 17,5 in der dritten Januarwoche In Schottland betrug in 16 Städten die Sterbeziffer in der am 19. Januar endenden Woche 23 gegenüber 24,1 in der vorhergegangenen Woche In Glasgow stieg die Sterbeziffer in den ersten drei Januarwochen von 31,8 über 45 auf 55. In dem kälteren Island herrschte nur während der Monate Oktober und November eine verhältnismäßig gutartig verlaufende Grippe, die im Dezember gen zum Lehrer. Wenn dieser den Schüler nicht verbereits schnell zurück ging. setzt, so nur aus dem einen Grunde, um keine Lücke In Spanien stieg für Madrid die allgemeine in dessen Wissen eintreten zu lassen. Auch die HirsSterblichkeit von 26 in der letzten Dezemverwoche auf schule werde verkannt. Sie sei eine Wohltärigkeitsan 34.4 in der ersten Januarwoche.1stalr für die Schüler, die normal nicht mitkommen könnten. Von einer Minderwertigkeit dieser Schüler könme gar nicht die Rede sein.„O wie lieblich ist's im Kreis“ erklang es nun im allgemeinen Gesange. Herr Lehrer Konsek, der Gesangsmeister dieser Schule, betrat mit seiner, großen Kinderschar das Podium. Hier sind die Kinder daheim; bei dem Schülerkonzert der Herner Volksschulen vor 7 Tagen im Gesellenhause fangen sie am besten, aber auf dem Backschen Podium haben sie noch schöner gesungen. Die Knaben und Mädchen waren mit dem Herzen dabei, sie sangen ja ehrenvoll vor den Eltern und zwar Silchers„Nun laßt durch Flur und Wald“ und Naglers„Tanzlied". Aus dem mächtigen Beifalle hörte man schon die gute Kritik der Gesangsleistungen heraus. Nicht nur singen, auch musizieren können die Schüler. Die„Kindersymphonie“ von Handn mit ihren Vogelstimmen rief nochmalige Bewunderung hervor. Am Klavier Känzte Fräul. Ruth Beilenhoff. Den Schulentlassenen von 1929 sollte der 23. Psalm auf Wunsch mit au den weiteren Lebensweg gegeben werden. Konsek dirigierte und Orchester und Chor schufen eine Weihestmmung wuchtigster Eindringlichkeit. Applaus nach Apphaus. Und auch eine Sensation war vorhanden. Heinz Hölscher, ein 4jähriger Knirps, Sohn des Tambours der Trommler der„Deutschen Jugendkraft“, in Oer Schule geboren, nur in Schulluft lebend, wurde Solist beim„Coburger Armeemarsch“. Der Saal voll Menschen staunte, wie präzise dieses Kerlchen zum Trommler wurde. Er setzte ein, gab keinen Takt daneben, dämmite, wo die Stimmung es erforderte und schaute seelenruhig, ja fast kalt am die Menschen, als gede es auf der Welt kein Lampensieber. Der Marsch mußte wiederholt werden. Der So list erhielt ein für ihn fürstliches Honorar, eine Tafel Schokolade. Wieder trat der Chor an und man hörte „Der Bauer und die Tauben" und„Der Jäger aus Kurpfalz", vorbildlich vorgetragen. Das Trommler= und Pfeiserkorps spielte„Weidmannsheil" und„Wandermarsch". Herr Lehrer Mertens, der Max Reinhard von Baukau, hatte nun das Wort und sein Märchenspiel„Schnck und Schmack“ und später das Schattenspiel„Die Reise ins Schelmenland" waren Höchstfreuden der Schauhungrigen. Im Verlaufe des Abends ergriff auch Herr Krawinkel das Wort an die Eltern und verbreitete sich über die Herner Schulfragen. Der„Finnländische Reitermarsch" des Schülerorchesters beschloß den freudenvollen Abend. „Der Sünden Lohn ist der Tod“ hätte geben können, erlebte wiederum eine ergreisende Darstellung, in der selbst der übergroße Reichtum allegorischer Figuren dramatisch verlebendigt wurde. Selbst einzelne Partien theologischer Diskurse, wie vor allem die Verhandlung des Teusels mit Gott über dessen Güte gegen die Menschen wirkten plastisch. Die ganze Aufführung wurde mit hinreißender Kraft gespielt, denn es ist echte Kunst, die auch heute noch durch die Wahrheit des Empfindens den Zuschauer rührt. Es muß mit Anerkennung festgestellt werden, daß die Spielerschar des Gesellenvereins von Aufführung zu Aufführung mehr und mehr in die Idee des Stückes hineinwächst, es ganz zum eigenen Erleben macht. Die einzelnen Darsteller spielten mit einer überzeugenden Wärme. Um allen Gelegenheit zu geben, das Stück „Jedermann" zu erleben, findet am nächsten Sonntag, dem 17. März, im Jugendheim die unwiderruflich letzte Aufführung statt. Da der Vorverkauf rege eingesetzt hat, versorge man sich rechtzeitig mit Eintrittskarten. *** Mädchenhandel, ein Aberglaube! Wir lesen in der Polizei=Korerspondenz: Immer wieder findet man in Zeitungen, Zeitschriften und Flugblättern Mitteilungen über Fälle von Mädchenhandel, die sich in abenteuerlichen und erschütternden Darstellungen nicht genug tun können. Einer der besten Kenner auf diesem Gebiete, Regierungs u. Krimialrat Dr. Kopp im Preußischen Ministerium des Innenn, geht nun dem wahren Sachverhalt in einem Aufsatz zu Leibe, der in der soeben erschienenen Nummer der Zeitschrift„Die Polizei“ veröffentlicht ist. Er prüft gründlich eine Reihe von solchen Erzählungen und muß dabei zu der Feststellung kommen, daß sich in Wahrheit solche oder auch nur entfernt ähnliche Fälle noch nie und nirgends ereignet haben. Wo Verurteilungen von sogenannten Mädchenhändlern stattgefunden haben, handelte es sich meist um weibliche Personen, die schon vorher der Gewerbeunzucht ergeben waren oder die Absicht hatlen, ein solches Gewerbe zu ergreisen. Es konnte zu solchen Schilderungen auch nur deshalb kommen, weil sowohl die öffentliche Meinung wie auch die Gerichte nicht den richtigen Blick für die Psychologie der Opfer hatten Wir haben in der Zivilprozeßordnung leider keine Bestimmung, daß ein Zeuge die Aussage verweigern darf, wenn diese ihm zur Unehre gereicht. Nun würde eine wahrheitsgetreue Aussage der„Opfer von Mädchenhändlern“ wahrscheinlich klar zeigen, daß es sich bei diesen sogenannten Verschleppungen meist um richtige Verträge handelt, die von beiden Seiten wohl verstanden sind und bei denen auch beide Seiten die Aussicht hatten, sie einzuhalten. Die Ausführungen Regierungsrat Dr. Kopps sind daher vollauf geeignet. mit einem Märchen aufzuräumen, das die öffentliche Meinung schon genug beschäftigt hat. Selbstverständlich ist es immer angebracht, die Augen offen zu halten und die Polizei in ihrer Tätigkeit bei der Bekämpsung von Auswüchsen der Prostitution zu unterstützen. Das darf aber nicht dahin führen, daß der an sich schon stark belasteten Polizei durch Anzeigen eine Arbeit gemacht wird, die in gar keinem Verhältnis zu dem schließlichen Ergebnis steht. * Beteranenbeihilfen. Wie der Anvliche Preußische Pressedienst aus einem Runderlaß des Ministers des Innern mitteilt, sind die auf Grund des Kriegspersonenschädengesetzes gewährten Versorgungsgebührnisse als Militärrente im Sinne Der Ausführungsbestimmung über die Gewährung von Beihilfen an ehemalige Kriegsteilnehmer nicht anzusehen. Die Veteranenbeihilfe vonn daher neben den vorgenannten Versorgungsgebührnissen bezahlt werden, sofern die Voraussetzungen für ihre Bewilligung erfüllt sind. Das gleiche gilt für diejenigen ehemaligen Kriegsteilnehmer, welche auf Grund des Reichsversorgungsgesetzes eine Elternrente oder Elternbeihilfe erhalten. * Ein sauberer Zimmerkollege. Der Bergmann Wilhelm H. stahl seinem Schlafkollegen, mit dem er in der Goethestraße 18 in Herne ein Zimmer bewohnte, am Sonnabend einen braunen Jackettanzug, eine Herrentaschenuhr(Ankeruhr) mit Kette, Nummer unbekannt, ein Paar blaugestreifte Hosenträger und 22 Mark Bargeld. Während er die anderen Sachen aus dem offenen Kleiderschrank entwendete, stahl er das Geld aus einem verschlossenen Koffer, den er erbrach. Mit den gestohlenen Sachen ist er seit dem Tattage verschwunden, sein jetziger Aufenthalt in unbekannt. Wer kann sachdienliche Angaben machen? * J a h r r a d d i e b s t a h l. Am Sonnabend gegen 19,30 Uhr wurde in der Lönsstraße in Herne, gegenüber der Schule in der Wilhelmstraße, ein Herrenfahrrad Marke Göricke, Nummer unbekannt, gestohlen. Vor Ankauf oder Inpfandnahme wird gewarnt. Sachdienliche Mitteilungen erbittet das Kriminalkommissariat 10 in Hernez Mont=Cenis=Straße 10. * Bei der Arbei. schwer verlehzt. Der in der Bismarckstraße wohnende Erdarbeiter Sch., welcher erst seit kurt bei einem hiesigen UnterUnere neus Radis-Sinene#u 5 Bg. hat sich durch den###alf. der Jenmer naich eingesüht. Ji t so aut mie die.—. besten Marken in dieser. Reislage.!###oLiehari. 0 2 * * *—— nehmer beschäftigt ist, geriet gestern in den Nachmittagsstunden au einer hiesigen Baustelle b:im Ankop von Erdwagen derart unglücklich mit der linken Hand zwischen auffahrende Wagen, daß ihm fast die halbe Hand abgequerscht wurde Seine Kollegen brach. ten den Schwerverletzten zum Arzt. * In der Schule von Krämpfen befallen wurde gestern morgen der 10jährige Sohn der Eheleute W aus der Bödestraße. Der Junge hatte zu hastig getrunken und litt seir längerem an Kopfgrippe. Der Krankenwagen schaffte ihn nach Hause. * Böser Bubenstreich. Der Lehrling F. R. stürzte gestern mittag auf der Moltkestraße dadurch sehr heftig vom Rade, daß spielende Burschen ihm einen Stock ins Vorderrad warfen. Neven einem Armbruch trug der Junge blutige Kopfund Gesichtsschrammen davon. Ein Autofahrer brachte den Verletzten zum Arzt. * Z e i c h e n d e r N o i. Ohnmächtig und von Herzkrämpfen befallen wurde gestern in den Mitagsstunden eine sehr unterernährte grou im Rathause aufgefunden. Einige beherzie Personen halsen so gut es ging. Der Krankenwagen brachte sie zum kath. Krarckenhaus. * Infolge des Nevels stießen am späten Sonntag abend auf der Strünkeder Straße nach dem Ausweichen zweier Straßenbahnen, zwei Personenautos zusammen. Beide Autos wurden beschädigt * Blutiger Hausstreit. In den späten Abendstunden des Samstags entstand unter den Geschwistern V., die sich seit längerer Zeit nicht vertrugen, ein Wortwechsel. Die Ursache darin, daß die jüngere E. Haushaltungsgegenstände einer bekannten Familie leihweise überlassen wollte, was aber die andern Geschwister nicht zulieden. Während die Jüngere sich mit einem heißen Bügeleisen bewaffnete und ihrer um einige Jahre älteren Schwester K. derart heftige Brandwunden beibrachte, daß das Augenlicht gefährdet ist, wurde sie selbst mit einer Gabel an den Armen und im Gesicht verletzt. * W e l c h e s i s t d e r s c h ö n s t e A n z u g? Besondere Beachtung werden ab heute die Fenster des Herren=Bekleidungsgeschäftes Wißmann, Bahnhofstraße, finden. Die Auslage zeigt eine ganze Reihe numerierter Anzüge, aus denen das Publikum den schönsten bezeichnen soll. 12 wertvolle Preise sind ausgesetzt. Die Preisverteilung erfolgt unter Aufsicht eines Notars. Wer will gewinnen?(Siehe Inserat.) * R a t h o l i s c h e r F r a u e n v e r e i n B ö r n i g- T o d i n g e n. Die Mitglieder werden nochmals zum Vortrag, der heute(Dienstag) um 8 Uhr im Jugendheim stattfindet. herzlichst eingeloden * Der Verein ehem. Untereoffiziere hielt am Sonntag seine sehr gut besuchte Monatsversommlung ab, die von dem 1. Vorsitzenden geleitet wurde. Drei Kameraden wurden als Mitglieder neu ausgenommen. Die Versammlung beschloß, am 14. April, 1.30 Uhr nachmittags, ein Uebungsschießen auf dem Stand Weidmannsheil, Wischerstraße, abzuhalten. Für die drei besten Schützen werden Preise Re Besscher uich uch uichr dut Gbenausgeschossen. Anschließend daran wird im islokal die Monatsversammlung abgehalten mit nachfolgendem gemütlichen Teil. Der diesjährige Ausflug ist unter denselben Voraussetzungen wie im Vorjahre nach Hullern beschlossen worden. * V e r e i n i g u n g d e r F o x t e r r i e r= u n d T e c k e l f r e u n d e. Heute(Dienstag) abend 8.30 Uhr Zusammenkunft und Besprechung im Restaurant Karl Köhlhoff, Wilhelmstraße. Mehr Familienpolitik. Der Geburtenrückgang und seine Bekämpfung— Die Lebensfrage des deutschen Volkes. Dem Amtlichen Preußischen Pressedienst wird an: dem Ministerium für Volkswohlfahrt geschrieben: Vor dem Kriege hatte das Deutsche Reich bei durchschnittlich jährlich 2 Millionen Geburten und 1.2 Millionen Sterbefällen einen jährlichen Geburtenüverschuß von rund 800 000 oder 12 bis 14 je Tausend Einwohner. Im Jahre 1927 hatten wir nur noch 1 160 000 Geburten=. 18,3 v. T. 757000 Sterbefälle— 12,0 v. T 403 000 Geburtenüberschuß= 6,4 v. T. Der jährliche Ueberschuß der Geburten über die Sterbefälle ist sonach auf die Hälfte des Vorkriegsstandes(von 800000 auf 400000 oder von 12 auf 6 v. T.) zusammengeschrumpft. So bedenklich diese Bilanz erscheinen mag, so gibi sie doch nur die halbe Wahrheit. Die rohe Bilanz täuscht über unsere wahre bevölkerungspolitische Lage hinweg. Der Geburtenüberschuß, den wir heute noch haben, ist lediglich eine optische Täuschung, die auf der Eigenart unseres gegenwärtigen Aliersausbaues beruht. In einer soeben bei R. Schoetz, Berlin(in den Veröffentlichungen aus dem Gebiete der Medizinalverwaltung) erschienenen Schrift „Der Geburtenrückgang und seine Bekämpfung Die Lebensfrage des deutschen Volkes"(192 S., Preis 5.80 RM.) hat der Bevölkerungsstatistiker des Statistischen Reichsamts, Oberregierungsrat Dr. Friedr Burgdörfer, diese Zusammenhänge eingehend dargelegt. Auf Grund neuartiger, verseinerter Untersuchungsmethoden gibt er eine von den Zufälligkeiten des Altersaufbaus bereinigte Analyse unserer wahren bevölkerungspolitischen Lage von heute Er kommt zu dem Ergebnis, daß— bei der heutigen mittleren Lebensdauer von 57,4 Jahren— die Sterbeziffer nicht, wie sie sich nach der rohen Berechnung ergibt, 12 v. T., sondern 17,4 v. T. beträgt, während andererseits die Geburtenziffer bei der Bereinigung von 18.3 auf 15,9 v. T. zusammenschrumpft. Daraus ergibt sich(statt des Geburtenüberschusses von 6,4 v. T.) ein Defizit von(—) 1,5 auf das Tausend der Bevölkerung. Mit anderen Worten: Die bereinigte Geburtenziffer bleibt im Durchschnitt des Reiches heute schon um rd. 10 v. H. hinter dem zur bloßen Erhaltung des Bevölkerungsstandes erforderl.„Min dest-Soll“ zurück. In Berlin beträgt nach den Berechnungen Burgdörfers das Geburtendefizit bereits 57 v. H (also rund 3 Fünftel), im Durchschnitt der deutschen Großstädte 42 v. H.(rd. 2 Fünftel). Die Großstädte sind nicht mehr in der Lage, ihren heutigen Bevölkerungsstand aus eigener Kraft aufrechtzuerhalten. Und selbst die Mittel= und Kleinstädte, deren Geburtenziffer im Gesamtdurchschnitt unter den Geburtenziffern der Weltstädte Paris und London liegt, haben heute schon ein Geburtendefizit von annähernd einem Drittel(31 v. H.). Nur bei der Landbevölkerung liegt die Geburtenziffer einstweilen noch über dem zur bloßen Erhaltung erforderlichen MindestSoll. Aber die aktive Lebensbilanz der Landbevölkerung reicht heute schon nicht mehr aus, um den gewaltigen Geburtenfehlbetrag der Stadtbevölkerung auszugleichen. Bei der internationalen Betrachtung kommt der Verfasser zu dem Ergebnis, daß erstens in keinem Lande Europas seit dem Weltkrieg der Geburtenrückgang ein schärferes Tempo aufweist als in Deutschland, und daß zweitens das deutsche Volk heute seine Fortpflanzung stärker einschränkt als alle anderen Völker Europas, das französische Volk eingesch'ossen Im zweiten Teil seiner Schrift behandelt Burgdörfer eingehend die wirtschaftlichen, sozialen, volkspolitischen, kulturellen Gefahren, welche sich aus dieser grundlegenden Wandlung der Bevölkerungsfrage für das deutsche Volk ergeben, und die z. T. noch durch andere Parallelerscheinungen(z. B. die Landflucht) in manchen Teilen des Reiches, besonders im Osten, erheblich verschärft werden. Der dritte Teil der aktuellen Schrift besaßt sich mit den praktischen Schlußfolgerungen, welche aus dem neuen Tatsachenmaterial zu ziehen sind, d. h. mit den bepölkerungspolikischen Maßnahmen. In den Mittelpunkt stellt der Verfasser die Forderung nach einer zielvewußten Familienpolitik zum Ausgleich der wirtschaftlichen Vorausbelastung der kinderreichen Familien, ferner die Siedlungspolitik, die Wohnungspolitik und eine unter bevölkerungspolitischeh Gesichtspunkten revidierte Steuerpolitik. Alle diese praktischen Maßnahmen müssen aber getragen sein von einer Erneuerung und Vertiefung des Volksgeistes, ohne welche wirtschaftlich=soziale Maßnahmen auf die Dauer wirkungslos bleiben müßten. nahm einen fairen Verlauf, der Schiedsrichter war gur und hatte das Spiel jederzeit in der Hand. Westfalia— T. B. Eickel 0:0. Des schlechten Platzes wegen kam hier nur e Freundschaftespiel von zwei mal 20 Minuten zur Durchführung. Man sah wohl au beiden Seiten schöne Ansätze, aber ein flüsliges Spiel kam nicht zustande. Besonders Westfalia, die bei der Wahl die schlechtere Hälste erwischte, konnten sich vor dem Tore nicht voll entfalten. Nach der Halbzeit bekam Herne festeren Beden unter den Füßen, aber das Spiel litt unter die Schärfe der Eickeler. 10 Minuten nach der Halbzeit wurde der Kampf abgebrochen. Der Mittelstürmer der Eickeler ließ sich zu Unsportlichkeiten hinreißen und wurde deshalb vom Sch edsrichter des Platzes verwiesen; darauf hin wurde das Spiel von Eickel abgebrochen. Mannschaftsmeisterschaft der Ringer. In Bochum standen sich Sonntag im Kampf um die Kreismeisterschaft un Mannschaftsringen der Amateur=Ringer Hörde 04 und Eiche Bochum gegenüber. Hörde gewann hoch mit 40:0. In Dortmund wurde der Kampf zwischen HeroDortmund und Herne 1920 ausgetragen. Heros gewann 33:7. Deutsche Turnerschaft. Sitzung des Hauptausschusses der D. T. Der Hauptausschuß der D. T. hält am 5.—6 April in Berlin in der Deutschen Turnschule seine nächste (öffentliche) Sitzung ab. Nach Erledigung der Berichte des Vorsitzenden und des Geschäftsführers sowie von Kassenangelegenheiten(wobei die Anrechung des freiwilligen Notopfers auf Beiträge der wichtigste Punkt sind) folgen Bericht und Anträge des Oberturnwarts Sie beziehen sich auf die nächsten deutschen Kampfspiele, auf das Verhältnis der D. T. zum Tennisverbardd, zum Skiverband, dem Kamrverband und auf die Veranstaltung eines Altertreffens 1930 in Königsberg. Besondere Punkte der Tagesordnung bilden die Deutsche Turnschule in Berlin=Charlottenburg, die Deutsche Turnschule in Leipzig, die letzte Bestandeserhebung, die Vorbereitung des Deutschen Turntages 1929, Turnpresse und turnfachliche Angelegenheiten sowie die Schlußberichte über das Deutsche Turnfest In nichtöffentlicher Sitzung wird über die Verleihung von Ehrenurkunden usw verhandelt. D. T. Schwimmeisterschaften! Für die Sc vinmeisterschaften der Denerschaft, die an. 17. und 18. August in Turnen= Sport= Spiel Dortmunder Schlachtviehmarkt vom 11. März. Dem heutigen Schlachtviehmarkte waren zuge führt: 890 Stück Großvieh, 720 Kälber, 13 Schafe. 2 Ziegen, 3022 Schweine Der Marktverlauf war bei Großvieh schlecht, bei Käldern mittel, bei Schweinen anfangs rege, später abflauend. Es wurden gezahlt für 50 Kg. Lebendgewicht: Ochsen: a) 1. 57—59, 53—56 M., b) 1. 50—53, 2. 46—48, c) 43—46 M., 9) 40—43 M.: Bullen: a) 54—56 M., b) 50—54 Mark. e) 45—50 M.: Kühe: a) 49—51 M., b) 44 bis 47 M., c) 38—43 M., d) 30—37 M.; Färsen: 6) 55—57 M., b) 49—54 M., c) 42—48 M.: Kälder: a)—. b) 80—88 M., c) 60—79 M., d) 45—59 Mark: Schweine: a)—. b) 80—82 M., c) 79—81 Mark, d) 78—80 M., g) 75—77 M., f) 72—74 M. e) 64—74 M. In den Preisen sind enthalten die Unkosten an Fracht, Viehhofgebühren, Umsatzsteuer, Händlergewinn. Herner Rasensportverband. Für letzten Samstag hatte der Rasensportverband die ihm angeschlossenen Vereine zur diesjährigen Generalversammlung eingeladen. Man durfte annehmen, daß zu dieser so wichtigen Versammlung die Vereine restlos ihre Vertreter entsandt hätten. Leider war diese Annahme irrig, von 9 Vereinen waren nur Germania, Westfalia, Sodingen und HerneStamm vertreten. Diese Tatsache sollte doch zu denken Anlaß geben, welche Entschuldigungsgründe auch angeführt werden mögen, fest steht, daß es bei manchen Vereinen doch noch an höherer Sportauffassung mangelt. Schuld an diesem Mißstand ist die starke Arbeitsüberlastung von 1—2 Vorstandsmitgliedern in den Sportvereinen. Gerade am Samstag, wo über die Unfallversicherung der Spieler gesprochen wurde, mußten alle Mann an Bord sein. In dieser Beziehung kann der Rasensportverband(lies seine ihm angeschlossenen Vereine) vom Stadtverband für Leibesübungen noch sehr viel lernen. Hoffentlich kann man für die Zukunft Besserung feststellen. Aus dem vom Vorsitzenden gegebenen Geschäftsbericht ging hervor, daß der Verband im vorigen Jahre zwei Städtespiele veranstaltet hatte, in Wanne verlor man 6:1, während man gegen Gelsenkirchen 3:3 spielte. Für das neue Geschäftssohr wurden als 1. Vorsitzender K. Nagel(Westfalia), als Geschäftsführer H. Thiem(Germania), als Kassierer G. Wecker (Westsalia), als Beisitzer H. Fischer(Sp. Sodingen) gewählt. Als Vertreter für den Fußballausschuß des Herner Stadtverbandes für Leibesübungen wurde Korte(Herne=Stamm) entsandt. Die Ausarbeitung des Programms für 1929 wurde dem Vorstand überlassen. Christi Himmelfahrt wurde als Termin für die Austragung eines Städtespieles bereits festgelegt Die nächste Sitzung ist am 6. April im Hotel Sassenhoff. B. s. L. Herne.— B. s. B. Börnig 0:4. Eckenr Dieses Meisterschaftsspiel, welches in Bör getragen wurde, hatte eine ansehnliche menge auf die Beine gebracht. Zum Sp' Herne stößt an, kann sich aber bei den Hintermannschaft nicht durchsetzen. Börn kommt auf. In kurzen Abständen werdd Ecken erzielt, welche aber nichts Zählbaegen. Den Börnigern gelingt es dann, era Halbzeit das erste Tor zu treten. Nachind kommt Börnig dann zu drei wetteren diel 4# stellte seine Mannschaft um, Wichernich#####%, in den Sturm, um wenigstens das len. Schmitthüser mit seinem Partnene. aber nichts durch. Börnig kommt#### fünften Treffer, welcher aber wegen wertet wird.— Bei dem Gast war beste Mann. An den vier Toren ist Läuferreihe bediente den Sturm 2 ungenauen Vorlagen. In Börnige##,### jeder seine Pflicht. Bleibt die Mannsver 7% dürfte sie noch manchen schweren Kilen„„ scheiden. B. f. L. II— B. f. B. Börs. Der Sieger hat seine Kräfte in 9l0. sowie Rechtsaußen. * Handbau Am Mittwoch. S. B. Reptun 1— Jachschi“:“, korm“s 11/66 Da einige Spieler der Fachschule berde ish beim man sich au ein Trainingspiel inw#lete Zirt Wiegmann tuns bei der Fachschule mitwirkten,*#### Heisen# t ge Spiel zu ihren Gunsten gestalten korßerer Ueberlegenheit Neptuns gebar####1 sich durchzusetzen. Der Torwart sehung 9½ sten Gelegenheiten wurden vervaßt. 15 S“„ Troh Kricken 6(f üher nengedrichstr): Aus dem Herner Gerichtssaal. Sitzung des Schöffengerichts Recklinghausen. der Sitzung des Schöffengerichts Recklinghausen am Montag in Herne führte Amtsgerichtsrat Dr Daniels den Vorsitz, die Anklage vertrat Staatsanwaltschaftsrat Dettlofs, Bochum. Zwei rüpelhafte Burschen In der letzten Zeit kann man wiederholt die Beobachtung machen, daß junge Leute nach Alkoholgenuß auf der Straße lärmen, Straßennassanten be lästigen und schließlich gegen Polizeibeamte, die sie zur Ruhe vermahnen, tätlich vorgehen. Mit einem derartigen Vorfall hatte sich das Schöffengericht zu befassen. Unter Anklage des groben Unfugs und des iderstandes gegen die Staatsgewalt hatten sich die Bergleute L und B. zu verantworten. In der ge strigen Verhandlung wollten die Angeklagten nichts mehr wissen und erklärten, sie seten völlig angetrunken gewesen. Der angegriffene Polizeibeamte bekundete, daß er, als er aus dem Rathaus gekommen sei. lauten Lärm hörte Als der Beamte näher gekommen sei, sah er mohrere Personen, die eingehalt hatten und so den Passanten den ganzen Bürgersteig versperrten. Als der Beamte sie ermahnte und auf forderte, ruhig zu sein, erwiderte L.:„Ich werde heute 21 Jahre alt, du hast überhaupt nichts zu so gen.“ Dann stürzte er sich auf den Beamten und rit, ihm das Achselstück von der Schulier. Im gleichen Augenblick erhielt der Beamte von B. einen Schlag in das Genick, so daß der Tschako zu Boden fiel Da der Beamte nun von zwei Seiten angegriffen wurde, nahm er den Polizeiknüppel und teilte nach recht: und links einige tüchtige Hiede aus, so daß einer der Burschen zu Boden stürzte. Trotzdem drangen beide weiter euf den Beamten ein. Schließlich griff der Beomte zur Polizeipfeise und gab Notsignal. Da ergriff. V. die Bluch, L ging auf Jureden eines Arterollegen schließlich unt zur Wache Nochdem man die Wohnung des B. festgestellt hatte, suchten zwe: Beamte den B. dort aus, der Vater des B erklärte ihnen jedoch, sein Sohn sei nicht zu Hause. Die Beamten sahen aber den Mantel des B. und fanden ihn selbst auch vögig angekleidet in seinem Bett liegen. Auf die Aufforderung des Beamten. aufzustehen. sprang B. dem Beamten sofort an die Brust. Der Widerstand konnte aber auch hier mit Hilfe des Gummiknüppels gebrochen werden. Der Vertreter der Anklage, Staatsanwaltschaftsrat Dettloff. betonte, daß derartigen rüpelhaften Burschen plausibel gemacht werden müsse, daß sie sich den Anordnungen der Beamten zu fügen hätten. Es sei ein übler und geradezu widerlicher Anblick, wie junge Burschen, wenn sie 2. tohol getrunken hätten, sich auf der Straße aufführ ten. Eine Geldstrafe sei nicht am Platze. Nach dem Plaidoyer des Staatsanwaltes schienen beide ihre Tat zu bereuen und baten das Gericht um Zubilligung mildernder Umstände Das Gericht stellte sich ganz auf den Standpunkt des Vertreters der Anklage. Das Urteil lautete gegen jeden der beiden Angeklagten wegen Widerstandes gegen die Staatsgewalt aus eine Gesängnisstrafe von * W o c h e n u n d w e g e n r u h e s t ö r e n d e n L ä r m s a u f e i n e Haftstrafe von einem Tag. Beide Angeklagten behielten sich die Einlegung von Rechtsmitteln vor. Die Gerichte werden in Zukunft gegen derartige Auftritte gegen Polizeibeamte eremplarische Strafen verhängen. Ein Schmutzfink. Der Invaltde Josef S. von hier war angeklagt. auf der Mont=Cente-Straße öffentliches Aergernis erregt zu haben Auf Antrag des Anklagevertreters wurde die Oeffentlichkeit ausgeschlossen. Auch hier machte der Angeklagte den Einwand der Trunkenheit. Es wurde aber in der Beweisaufnahme fest gestellt, daß S. sich in schamloser Be santen gezeigt hatte. Unter Versicht!s Trunkenheit des Beschuldigten glote# mit einer Geldstrafe von 50 M. erreichen, zumal die pekuntären Vesaltn“ geklagten keine überaus günstigen ind Buße dem Angeklagten fühlbar wid Noch zwei Widersacher der macherreparsturstat sse Saache April braves lehl zum 1. fleißiges, (11734 Karl Leuthold, Buch=, Kunst= und Schreibwarenhandl. Bahnhofstr. 27 Sohn ordentlicher Eltern, nicht über 15 Jahre, als Kellnerlehrling gesucht. Willy Finkemeier. Herne. Bahnhofstr. 88. Technikum Lemgo I. L.. Maschinendeu Elektrotechad. Tielbas Hechbau, Elseabetonbau Gelegenbeitskauf Schoner Dam.=Brillantring (5 Steine) wegen Geldmangel für 80 Mark zu verkaufen. Off. u. V. N. 142 an den Herner Anzeiger. Darichn Wer leiht jungem Mann in sicherer Stellung auf kurze Zeit 500.— Mark gegen zeitgemäße Zinsen. Sicherheit der ericht zu es Anso die Alles aus eigener Polsterei Stahldrahtmairatzen von A. 10- bis 15.Steil. Aullegematratzen mit Keil, in pruma Alpeneras von M. 20.- bis 42.mnbester Wolltall von N. 30.- bis 52.Prima Kunstleder- Solas sVerarb., 32 Fed. von M. 50.- bis 75.Prima Wollplüsch-Sofas aVesarb 52Fed von A.65.-bis1 15 Stand.groß.Lager Zwangl.Besichtig. Teizahl gestatte Lief, auch sämt! Polstermatertal. Lieferung trenko durch Auto über allhin. 11172 Herner Matratzentebrik Gust. Publmann Ho1n- nur Grabenstr. 17 29 Kemn Laden) Telgion E Vor zwei Johdrei Kinder, die sie zu versorgen hatte..ren ging sie eine neue Ehe ein mit dem Arbeiter G der sie aber nach 6 Monaten verließ und ihr den Unterhalt der Kirder allein überließ. Aus der zweiten Ehe stammte ein Kind, vas einige Monate nach dem Verlassen des Ehemannes zur Welt gekommen war. G. tat nicht das geringste zum Unterhalt dieses seines A.- Mnsm G.ella#n um— 2..——.. seigenen und der übrigen Kinder, wozu er verpflichtet Der Bergmann Julius W. von hier war des war. Die Ehefrau strengte schließlich Scheidung an Hausfriedensbruches, der Körperverletzung und des und zugleich Klage gegen den Ehemann auf UnterWiderstandes gegen die Staatsgewalt angeklagt. Es heitung seiner Familie. Trotzdem sie mit der letnen handelte sich um einen Auftritt in einem hiesigen Lo= Klage Erfola h#tte, bequemte sich G. dennoch nicht ka. W. befand sich mit seinem Schwager St. in einem seiner Plicht nachzukemmen, vielmehr griff er das Case, wo man Radau verübte. Trotz mehrfacher Auf: Urteil durch Berufungseinlegung an. In dem Pro forderung des Lokaltnhabers weigerten sich beide, das zeß un erbreitete die Angeksagte dam(RariaLokal zu verlassen. Schließlich gelang es dem Wirt, schriftliche eidesstattliche die Angeklagten in den Verkaufsraum zu drängen Unterhalt ihrer drei Kinder und des. Sins Im gleichen Augenblick erschien die herbeigerusene nicht aufkommen könne, da sie die Arf. Polizei, die von beiden die Personalien verlangte. Die gens einer Zeitung aus diesem Umstand vorane baß Beamten führten sie nun zur Wache. Auf der Straße wieder aufgeben müssen. In Wirtliche rissen sie sich los, so daß der Beamte die Gewalt bre= den sich zma#m## on Wirklichkeit aber befan chen mußte und schließlich dem W. die Knebelkette anlegte. Auf der Polizeiwache stellte W. den Vorfall so hin, als ob er aus Spaß ausprobieren wollte, wer der Stärkere sei. ei. ist bereits im Jahre 1927 abgeurteilt worden. Unter Berücksichtigung des Umstandes, daß W. noch nicht die Straftat sehr lange eine Geldstrafe von reichend. eidesstatt iche VersicheWenn die eidesstattliche Berücherung nicht stimmt. De Sie e####elt eidesstattlich versichert haben Teige vor S shrange... aduin, Sache be rich har abhüßen brang. zu die fr abe brauchen, weil ihr Bewährungsfrist Bochum&k Poc u. Gr wat, so glaube das Gerich 5 Wochen Gefängnis fur diesen Punkt der A a Vor demn Evweiterten Schöthengericht stand eine Frau aus Herne, der man ein gewisses Mi: leid nicht versagen konnte. Jahren vieles mitdurchgemicht. Die Leiden und an:. mmm— behrungen, die sie ertragen hat, waren in ihren Ge hjung igrer Verhätnisse in Erwägung.#3 sichtszügen wohl zu bemerken. Es hand#elte sich um san#.###z. L#e Angeklagte brach nach dem Verlo die Edefrau Anna G. aus Herne, weiche umter der#######uttegebank zu ammen. Sie erholte sich obe: Anklage der Adgade einer#gden eiderstattlichen e, der man ein gewisses Mü. erkennen„uni für ciesen Puinkt der##lage e. Sie hat in den letzten uug“##### mussen. Do nun der Angeklagten nochnicht. Die Leiden und En:: W#9r01 zuübiligen sei. soll durch eine * de**** MM 4.900 Thmenf insmaunt Mntmunenen Prru frzt zngresie m hn * Scherz- und Rätsel-Qure 20 öhrihgegcs Wat se segat. Denn Weg mot se alle gabn, sä de Froo, dar södr se edten Mann na'n Galgen den Mit di will is woll klat wern, sa de Bur, läßt du regen, denn sodt in Meß Licken kannst du mi woll, awer mit dien Hörn muß du mi uler Box bliewen. sä der Bur. Dat win von Dagen in bitten Daa wern, sä de ole Her, as se verdrennt wern schull. Dat kummt immer wat Nees(Neues) un, sä de Jung, dar da de beden schullt dett de Duwel sen Leewdau son krummet Brot sehn ## de Jung. dar eet de'n Zuckerkringel Wenn de Minich mit söftig Jodi keen' Verstand dett, denn trton! de ken medi De Giezknusdel kriggt den Hals nich ebr vull, as bei de em vall Ger det: Sitt en bali Stunn un fnack vertein Dag! Ick dess allns duovelt, seggt Hannes=Krischan, twee Steweln un twee Strump. Jo, se deist edr Not mit dat Studeern, sa de Bur, ick jed dat an mien Ossen, dat Koovarbeit een svor Arbeit 16. Dat io'n Muskank. s5 Asmus, do bart de en Farben in u Sad De is mi ei al lang to warm wesen, sä de Von. de #### em de Jäger den Steert af De Beste in de Mitt'. E5 de Dübel, do gung de twischen u Poer Avkaten De Klolste gilft un, sä de Ot, de toos de an Nit vor ungod, sä de Boß, de beet de den olen Ganner der Rono al. „deute nacht waren in meinem Kontor Eindrecher Geldschrank elles aufgebrochen. Ich din ein erlediater Mann" „Wieviel daden Sie eingedußt" „Keinen Pfennta. Aber ich datte meiner Frau ergablt, ich dattr diete Nacht im Kontor gearbeitet.“ * #indermans. Ja einem pause. in dem eine Wochnerin liegt, verfucht man den Straßenlärm dadurch zu dämpfen. indem Strod auf das Pflaster gebreitet wird, damit das Rassein der Wagen nicht gehört wird. Eine Frau gedi mit vorem Töchterchen vorbei. Das Kind interessiert sich sehr für die ungewödnliche Maßnadme Auf dessen Frage nach dem Grund fur das Hinlegen des Strode= erwidert die Mutter. als. Rodertson dat gestern ein kleines Bado de Denksvortausgabe. Was ist auf diesem Bilde falsch gezeichnet * Kreuzwoettätiel Nr. 10. Waaerecht: 1. Sudseeweise, I. afrikanischer Staat, 14. Fenstervorbang, 15. Sportaufstellung, 17. alter Mann, 16. mänal. Vorname, 19. Filmdiva, 20. winterl. Tummelplatz, A. Pferd, 22. Brettwiel. Senkrecht: 1. Speise. 2. Jahl, 8. Getränk, 4. landwirtschaftl. Gerät, 5. Dramenfigur, 6. abgekürzter Maochenname, 7. Zeiteintetlung. 6. kleinasiatischer Bera, 9. Bändnis, 10. Gaststätte, 11. Wild. 12. Kleiderdesekt, 13. Mädchenname, 14, nicht bungrig, 15. abgeturzter Mädchenname. * -Iataufaabe. Mittelband tourniert auf diese Karte: Des Kind siedt das Strod noch einmal an u lagt: Das int aber gut eingepackt bewesen.“ r d.: 9. r K. k 7, s O. s 3. k 9. e K. e B. k W die as und findet noch e 3. Welche Blätter sind zu drucken, was kut der Svieler, wenn Vorband# K ausspielt“ Der Baum. gleichlautend: Brasilianischer Baum. Die anderen Reiben wagerecht: Märchengestalt, Baum, westfälisches Dorf. alte Schrift, weiblicher Vorname, Muse. Auflösung der Rätsel aus Uummer 27 Auflösung des Bisitenkartenrätfels Regisseur * Auflösung der Denksvortausgabe. Ein Einbruch.— Die Tat begann mit der Zerschneidung des Fensters, wobei sich der Einbrecher die linke Hand verletzte. Mit dem Dietrich öffnete er die Schreibtischlade. Dabei wurde er von einer Frau gestört, die Blumen in die Vase brachte. Der Einbrecher versteckte sich unter dem Schreibtisch. Dann rauchte er eine Zigarte des Hausberrn und verließ den Raum durch das Fenster. Der Hausderr ist, wie die Ausschmückung des Zimmers verrät, vassionierter Reiter Reine funftährige Nichte Brigitte ist bei uns zu Logierdeluch. Um aui meinen gleichaltrigen Sohn Michdel#adagostich zu wirken, sage ich ihm:„Siebst Du. die Bregikte nudvelt nicht mehr am Daumchen." Vorauf Brlaitte:„Dafür bodre ich ader in der Immer lansian Der ungeduldige Patient konnte es nun nicht lander mehr mit anieden, wie seine Kameraden in das Mittagessen eindieden. Er rief nach der Schwester. „Der Arzt dat erlaubt, daß Sie deute ein wenig essen.“ sagte sie und brachte ihm einen Teelöffel Fleischbrüde.„Das ist ja gar nichts!“ stödnte er. „Medr dürfen Ste noch nicht. Sie mussen bei allem mi ganz kleinen Portionen antangen!“ „Gut. dann bringen Ste mir eine Brieimarke— ich will teien.“ * Schon erledin Er:„Naun ud den letzten Tanz mit IIhnen lauben* Sie:„Das baden Sir soeben getan.“ * Die Schololadentasel. Die einzelnen Blocks sind mit Buchstaden zu verjeden. Es ergeden sich dann wagerechte Worte, die folgende Bedeutung haben:: 1. Nahrungsmittel, 2 ansteckende Krankbeit, 3. berübmter Geigenbauer, 4. Stadt in Schlesien, 5. Schließwerkzeue, hat man die richtigen Worte gefunden, muß die punktierte Reide. schräg abwärts den Namen ergeben, mit dem einst die Alten die Unterwelt bezeichorten * Auflösnnn des Kreuzwortratieis. * Auflösung des Verierbildes. Die erste Kaffeeschwester findet man(Bild nach rechts dreden) im Bkumenstrauß. Die zweite(Bild nach links dreben) entdeckt man über dem Büfett. Am Herdseuer Nr. 30 Auterhaltungsbeilage zum Heener Die Unsel der fünf Palmen Roman aus der ostasiatischen Cropenwelt. Don Otwell Binns Einzig auteristerte Uedertragung ans dem Englischen von H. O. Herzog. Berlia. Ceporigdl: Feuilleton=Verlag H. O. Herzoz. Bezlin=Haleusce „Alles in Ordnung.“ flusterte er. Dann schritten sie auf der anderen Seite des Baches weiter und gelangten nach einer Weile an das Ufer jenseits des groben Felsens, den sie von idrem ersten Beobachtervosten geseden batten. Auf diesen krochen sie zu. Bei dem Felsen angelangt, trennte sie nur eine Strecke ron einigen Metern von dem Boot, neden dem die Männer am Feuer lagen. „Geben Sie mir Ihr Messer, Blake.“ flüsterte Jaou. Blake überreichte das Messer, wandte jedoch ein: „Sie wollen die Kerle doch nicht überrumpeln, Mr. Palarave? Das wäre der reine Selbstmord. Sie „Pst! Ich win sie nur erschrecken. Laufen Sie auf das Booi zu. wenn sich die Leute davon machen, was sie sicherlich tun werden" Java schlich sich im Schatten des Felsens vorwärts bis zu dessen äußerstem Rand, wo er einen Augenblick steben blieb. Dann rief er plötzlich mit dem Anschein, zemand dinter sich Befedie zu erteilen, einige Worte auf chinesisch und gleichzeitig sein Messer über den Felsen dem Feuer zu. Es war nur ein Wurf aufs Geradewobl, hatte jedoch eine sofortige Wirkung. Einer der Männer stieß einen wilden Angstruf aus. und einem anderen entfuhr in tödlichem Schrecken ein Fluch „Hölle und Verdaiomnis! Die verruchten Chinesen!“ Er sprang an und lief der Schlucht zu, aus der der Bach kam, seine Gefährten folgten ihm wie aufgeschreckte Hasen. Danach sprann Java mit einem gellenden Schrei aus dem Schatten des Felseus bervor. Er konnte jedoch keinen der Leute mehr seben und hörte nur ein Stimmengewirk, das Poltern von Steinen und das Trampeln eiliger Füße. Im Schein des Feuers sad Java einen alitzernden Gegenstand; es war das von ihn geworfene Messer. Er kannte darauf zu und nadm es an sich, dann beeilte er sich, Blake zu helfen, der damit beschäftigt war, das tief im Sand liegende Boot flott zu machen. „Schuell!“ rief er leise. Es hätte dessen nicht bedurft, um Blake anzuspornen. Mit vereinten Kräften schoben sie das Boot dem Wasser zu. Sie konnten dabei nicht vermeiden. daß sie in den Feuerschein gelangten, worauf von irgendwober aus der Schlucht ein Ruf zu ihnen drang: „Jungens, Jungeus, das sind ja gar keine Chinesen.“ Gleich darauf folgte ein zweiter:„Die Kerle nehmen das Boot!“ Ein wildes Gebeut erhob sich. Ein Stein pfiff durch das Dunkel und streifte das Boot, ein anderer traf Blake ins Krem, lo daß dieser auffuhr und den unsichtbaren Angreifern mit der Faust drobte. „Das Boot. Sie Dummkopf.“ flüsterte Jave, „schuell, schieben Sie!" Der weiche Sand bebinderte das Gleiten des Bootes, doch batten die beiden Männer es bereits bis um Rand des Wassers gebracht, als der erste Feind uus der Schlucht bervorstürmte und mit einem Messer in der Hand auf sie zulief. Er hatte es auf Java abgesehen, der dem Boot noch einen letzten Schub gab und dann zur Seite sprang, eben als der Mann zustieß. Blitzschnell schoß Javas Faust bervor und landete einen wuchtigen Hieb hinter dem Ohr des Angreisers, diesen ein paar Schritte weit weg und zu Boden schleudernd. Blake war inzwischen in das Boot geklettert und gab dem bereits halbflotten Fahrzeug mit einem Ruder einen kräftigen Stoß. so daß es vollends ins Wasser glitt, worauf sich Java über das Heck binwarf. Eine Welle drobte einen Augenblick das Boot ans Ufer zurückzuwerfen. In demselben Moment ernriff einer der Angreifer, der ius Wasser gesprungen war den Vordrand und suchte, das Fabrzeug umzustürzen. Als Blate die belden Hände an dem Vordrand sad, ließ er sein Ruder niedersausen, woraut der Mann mit einem Schmerzeusschrei losließ. Inzwischen datte auch Java einen Niemen aufgegriffen und in eine Dolle eingelegt. Unter kräftig ausbolenden Ruderschlägen kam das Boot in Fahrt und in tieferes Wasser * „Das batten wir geschafft,“ rief Blake frodledend. Begleitet von wilden Verwunschungen vom Ufer verließ das Boot den Lichtschein des Feuers, rundete die Klippe und schoß in die Dunkeldeit binaus. In lautloser Stille erreichten sie wieder die kleine Bucht, in der sich die aufregenden Vorgänge des Nachmittags abgespielt hatten und bielten dem Ufer zu. Als sie sich dem Strand näderten, erklang ein leises „Ku—4—i!“ „Sind Sie es, Callagban?“ antwortete Jach mit vorsichtig gedämpfter Stimme „Jawobl, alles in Ordnung, Jack.“ Als das Boot knirschend den Sand berührte, kam Callagbau darauf zugerannt „Ihr habt das Boot also wirklich ergattert? Ich dielt es nicht für moglich und habe inzwischen an dieser Proa berumgeflickt, so gut, wie es in der Dunkelbeit eing. Dabei fand ich etwas, das uns nützlich werden könnte, eine Art" „Ausgezeichnet, ich kann mit einer Art umgeben wie ein Holzfäller. Wo sind die beiden Mädchen?“ „Dort hinten im Gebüsch, sie daben inzwischen Küsse gesammelt.“ „Sehr gut. Holen Sie die Mädchen und die Rüsse. denn wir wollen sofort abfahren; wir daben keine Zeit zu versäumen.“ Zwanzig Minuten später stießen sie das Boot wieder vom Ufer ab, Callagban und Blate bedienten die Riemen und Palarave das Steuerruder. Er wollte in einem weiten Bogen um den Damofer herumfahren, doch schon nach kurzer Zeit gelangte das Boot in einer jener starken Strömungen, die im Inselmeer so bäufig sind. Zu seinem Schrecken erkannte er, daß sie geradewegs auf das verankerte Schiff zutrieben. „Hölle und Klavverschlangen!“ zischte Blate.„Wir werden den Damvser anrennen.“ „Rudert!" flüsterte Java.„Vorwärts! So schnell wie Ihr könnt!" Die zwei Ruderer legten sich in die Riemen, konnten jedoch gegen die Strömung nicht ankämpfen. Nachdem sie das Vergebliche idres Bemübens erkannt batten, lehnten sie sich atemlos und keuchend an ihre Niemen und ließen sich von der Strömung treiben. Lichter wurden auf dem Dampfer sichtbar, und sein Kumpf erhob sich drobend aus der sternerleuchteten See. Dann wurde das Boot vorbeigewirbelt, kaum ein Dutzend Schritte von der Ankerkette entfernt. Blake stieß einen Ruf der Erleichterung aus, Callagban lachte leise und seine Schwester murmelte aufatmend:„Gott sei Dank!“ Noch einige angstvolle Sekunden, und dann glitt das Boot in tiefes, ruhiges Wasser. Die Lichter des Dampfers wurden immer schwächer, und alsbald verschwand auch dessen Topplampe in der Dunkelbeit. Dreizehntes Kavitel. Die Insel der fünf Palmen. Etaw eine halbe Stunde später wandte sich Palgrave an Nora Callagbau mit einer#rage. Sie war jedoch fest eingeschlafen. Blake war es, der endlich das Schweigen brach. „An welcher Seite der Insel woilen Sie landen, Mr. Palgrave?“ „Ich weiß es noch nicht. Es ist auch gleichgültig wenn wir nur einen Platz finden wo wir das Boo: dergen und uns versteckt halten können, bis der Damofer kommt" „Und wie wollen Sie das Madchen finden"“ fragtBlake abermals. „Darüder habe ich mir noch keine Gedanken gemacht. Es muß aber gescheden, und zwar sofort, wen das Boot vom Dampfer gelaudet ist. Der Mann, dei auf diesem das Kommando führt, bandelt schnell und ist auch nicht sonderlich wädlerisch in seinen Mitteln.“ „Kennen Sie ihn denn?“ fragte der Seemann neu alerig. „Leider nur zu gut.“ Javas Stimme klang dart. Nach seiner Antwort verfiel er in tiefes Schweigen, das Blate nicht zu unterbrechen wagte.— Nach einer weiteren Stunde erbob sich eine dunkle Masse aus dem Meer, und das Gerausch gegen Felse brandenden Meeres schlug an idre Obren „Es ist die Insel der fünf Palmen, nicht wahr Nr. Palgrave?“ fragte Blake nach einem Blick übe: seine Schultern. „Jawohl.“ erwiderte Palgrave,„ich glaube in dessen, daß wir mit der Landung dis zum Morgen grauen warten müssen" Aus allen Richtungen kam das warnende Brausen. ausichlagenden Wassers, das auf verstreute Felsenriffe schließen ließ und eine Landung in der Dunkelbeit unratsam machte. Das Booi kreuzte langsam und bedutsam auf und ab. Eine Stunde vor der Dammerung wachte Nora Caflagbau auf und sab sich um Tiefe Dunkelbeit dielt noch die Umgebung des Boctes in ihren Bann, aber der finstere Schatten, als der die Insel erschien, war deutlich sichtbar. Bis auf das Brechen der Wellen am Strand und Felsen war alles Rill * Allmadlich begann sich der Himmel im Osten zu lichten. Die tiefdunkle Schwärze des Wassers wurde langsam blässer. Der schwarze Strich, der den Hort zont bezeichnete, wurde durch schimmernden Glanz verdrängt und das Firmament über ihnen von einen rosigen Licht übergossen. Der größte Teil der Inse lag noch in tiefem Schatten, aber die Sterue ware bereits verblaßt. Plötzlich erschienen die fünf Feder valmen auf dem Giofel der Insel wie in Feuer getaucht. Im Osten erhob sich die große Lebensspen derin, und das Meer erstrahlte wie Moriaden vo Saphiren. Mit einem Mal stand die ganze, mit unoigem Grün überzogene Insel in scharfen Umrissen vo: Augen. Ueber dem weißen Eischi der Vrandung flogen kreischend Möwen und darüber ein Schwarn von Paradiesvögeln, deren Gefieder in den ersten Strahlen der Sonne in allen Farben auf euchtete Die Insassen des Bootes hatten das Erwachen detrovischen Morgens in stille: Bewunderung verfolgt Blates raube Stimme brach endlich das Schweigen. „Dort ist ein sicherer Landungsplatz, Mr. Palgrave. dort zwischen den beiden Felsen. Wir hätten es nich besser treffen können.“ Von der Insel aus erstreckten sich zwei ungefähr gleich lange Felsbänke. Dazwischen war das Wasser ruhig und tiefgrün. Es mündete in einem grell weiten Gestade, über dem sich eine von Schlingoflan zen überzogene felsige Böschung erhob Fünf Minuten später streifte der Kiel des Boote den Sandboden des leichten Wassers. Die drei Män ner sprangen über Bord, zogen das Boot aus Ufe: und halfen dann den beiden Mädchen beim Aussteigen „Hier wären wir also.“ rief Ando Callagbat lachend.„Was nun?" Bevor Java antwortete, über blickte er Ufer und Böschung und den Wald dabinter „Zuerst ein Frühstück, und zwar ein rasches. Dan werde ich mich umseben geben; oder nein, ich werdlieber mein Frünstück mitnehmen und unterwegs verzehren □— d-"en 9 S;: O TEAEN·pTEUS T3UR, B5ÖSESSMSEPS 5SXES — 8 G 8 Weltausstellung Barcelona 1929. Die Ausstellung„Das spanische Dori“ auf der Weltausstellung in Barcelona wird viele Besucher interessieren. Dieser Teil im Freigelände der Ausstellung gehört zur ethnologischen Abteilung und wird die charakteristischen Merkmale der Bauweise und Lebensart der spanischen Dorfbevölkerung in tyvischen Beispielen zeigen. „Sie wollen doch nicht allein geben?“ wandte Callagban ein. „Doch, es ist ratsamer. Ich muß ausfindig machen, wo der Dampfer liegt. Einer allein kann sich schneller bewegen und wird nicht so leicht bemerkt, wie eine ganze Gesellschaft.“ „Aber „Kein Aber, bitte. Andv, Ihr habt hier allerlei zu tun. Ihr müßt das Boot verstecken und Euch selbst nach einem Versteck umsehen für den Fall, daß der Dampfer hierher kommen sollte. Dann wäre es zweckmäßig, bei Eintritt der Ebbe in den Tümpeln nach Fischen zu sehen. Ein ständiges Menu von Kokosnüssen ist auf die Dauer unleidlich.“ Während er sprach. nahm er eine der Kokosnüsse aus dem Boot und schnitt sie mit dem Messer auf. das er noch von der vergangenen Nacht der bei sich hatte. „Ich werde es mitnehmen, Blake,“ sagte er leichthin.„Möglicherweise kann ich es gebrauchen.“ Diese anscheinend sorglos gesprochenen Worte brachten den anderen die Gefahr, der sie vermutlich entgegengingen, in Erinnerung. Blake murmelte etwas vor sich bin, das wie ein Fluch klang, und Tallagban hielt Palgrave die gefundene Art entgegen. „Nehmen Sie lieber meine Pistole mit, Jack,“ sagte er.„Ich habe sie gereinigt, und ich glaube, daß die Munition trocken geblieben ist.“ Java schüttelte den Kopf. „Nein,“ sagte er.„Sie dürfen nicht unbewaffnet bleiben,— wer weiß, was geschieht. Sie haben die sädchen zu beschützen. Auch kann ich nur eine geiuschlose Wasse gebrauchen.“ Er winkte mit der Hand einen Abschiedsgruß und bandte sich der Böschung zu, binter welcher der Wald ag. Von da an stieg er geradewegs aufwärts, dem Gipfel der Insel zu. auf dem die fünf Palmen standen. Schlinggewächse, Dornen, ein Gewirr von farren, die dicht zusammenstehenden Bäume, zwischen enen sich Reben von wildem Wein schlangen, bebinderten sein Fortkommen. Nach einer Weile erreichte er den Gipfel der Insel. zekrönt von den fünf Palmen, deren mächtige Wedel m Morgenwind schaukelten. Dort angelangt, warf er sich nieder und hielt Umchau. Ringsum lag die See in wundervollen blauen und grünen Farbtönen. Auf den Wellen schwammen chnceweiße Secvögel. Nur flüchtig glitt sein Blick ber die Inselkette, die sich nach Osten zu in die silberlänzende See hineinzog. Seine ganze Aufmerksameit galt der Insel. von der er und seine Freunde in der vergangenen Nacht entfloben waren. Sie stieg ie ein grüner Hügel aus der See emvor. Ein weirer Blick überzeugte ihn, daß die See zwischen den eiden Inseln leer war. Von dem Dampfer war nichts u seben. Diese Entdeckung brachte ihn sofort auf die Beine Der Dampfer mußte also vor Tagesanbruch abgefahen sein, an jener Stelle der Küste liegen, die er von inem Standort aus nicht übersehen konnte. Unverweilt machte er sich in der Richtung dahin auf, befürchtend, daß er schon zu viel Zeit verloren hatte. Alsbald erreichte er eine Lichtung, von wo aus er den ihn bisher unsichtbar gebliebenen Teil der Insel überblicken konnte. In einer kleinen Bucht lag der Dampfer, eben damit beschäftigt, den Anker auszuwersen. Es war also keine Zeit mehr zu verlieren. An der Felswand entlang gebend, fand er eine Stelle, an der ein Abstieg möglich war. Danach gelangte er unmittelbar an die Uferböschung und konnte nun den Dampfer deutlich erkennen. Ein Boot wurde von diesem soeben hinabgelassen. Als es zu Wasser kam, beschleunigte" Java seine Schritte. Das Boot war etwa halbwegs zwischen Dampfer und Ufer; als er auf eine Lichtung stieß, deren Boden zu irgend einer Zeit beackert worden sein mußte. An ihrem Rande stand eine mit Palmblättern bedeckte Hütte. Sie war zweifellos die Behausung, die Ezra Robjohn sich auf der Insel geschaffen hatte. Dahinter lief ein deutlich erkennbarer Pfad dem Ufer zu * Java blieb hier einige Minuten stehen, um sich einen Plan zurecht zu legen. Er schwankte, ob er zum Ufer hinunter laufen und von dort aus, gedeckt durch Büsche, die Landung des Bootes beobachten oder bleiden sollte, wo er war, um die Ankunft des Landungstrupps, der, wie er annahm, zu der Hütte hinaufkommen würde, abzuwarten. Er war noch zu keinem Entschluß gelangt, als ihm die Worte des Mädchens, das niemand anders als Minah Robjohn sein konnte, in Erinnerung kamen. Sie hatte gesagt, daß der Schatz nur bei tiefster Ebbe zuänglich wäre. Somit mußte er sich in der Nähe des Ufers befinden. Mit diesem Gedanken verließ er die Stelle, auf der die Hütte stand und lief, sich im Schatten der Bäume haltend, dem Ufer zu. Er war nur noch etwa zehn Schritte vom Strand entfernt, als das Boot landete und ihm der Mann entstieg, den die Matrosen Brown genannt hatten, und danach das Mädchen mit der selten schillernden Kleidung. Die Mannschaft im Boote bestand lediglich aus Chinesen. Der Weiße blieb stehen, um ihnen Befehle zu geben. worauf er dem Mädchen folgte, das bereits durch das leichte Wasser ans Ufer gewatet war. Dieser galt im Augenblick Javas ganze Aufmerksamkeit. Er mußte an die Beschreibung, die der halb besinnungslose Robjohn ihm von seiner Tochter gegeben hatte, denken: sie ist wie eine Blume, weiß wie Wachs und leuchtend wie eine Magnolie. Java gestand sich, daß diese Beschreibung durchaus gerechtfertigt war. Das Mädchen glich tatsächlich einer trovischen Blume von wächserner Blässe, nur ihre Augen waren nachtdunkel. Ihre Gesichtszüge glichen einer scharf geschnittenen Kamee, ihre Arme glänzten im Sonnenlicht elsenbeinweiß, ihre Lippen waren scharlachrot. Sie bewegte sich mit der Grazie von Menschen, die niemals den Zwang von Schuhwerk kennen gelernt haden. Nachdem er kyr Bild mit einem Blick in sich ausgenommen hatte, wandte sich seine Aufmerksamkeit ihrer Kleidung zu, die ungleich irgend einer war, die er je gesehen hatte. Das Kleid siel in buntfarbigem Seidenglanz von ihren Schultern hinunter bis fast zu den Knien. Es bestand aus den Federn des Paradiesvogels, wie Palgrave, der diese Vögel auf den Aru=Inseln gejagt hatte, nunmehr erkannte. Ein Ausruf des Mannes, der an der Seite des Mädchens stand, unterbrach Javas Betrachtungen. „Und nun, Kleine, führst Du mich zu dem Platz, wo der Schatz versteckt ist.“ Die Stimme des Mannes klang nicht mehr einschmeichelnd, sondern hatte einen drohenden Klang. Das Mädchen fuhr zusammen, der Zweisel in ihren Blicken wurde durch unverkennbare Angst verdrängt. Einem plötzlichen Impuls folgend, rief Java von seinem Versteck aus dem Mädchen zu: „Minah! Minah!" Höchstes Erstaunen malte sich in dem schönen Gesicht des Mädchens, während der Mann an ihrer Seite aufschreckte, als ob dicht vor seinen Ohren eine Pistole abgeschossen worden wäre. Er griff rasch nach seiner Pistolenhalfter, eben als Java zum zweiten Male rief: „Schnell, Minah, hierher!“ Keiner Ueberlegung fähig und lediglich von Instinkt und von Furcht vor dem Mann an ihrer Seite getrieben, begann das Mädchen zu laufen. Ihr Begleiter stieß ein Wutgebrüll aus und machte sich zur Verfolgung auf, noch bevor sie die Farrenbüsche, hinter denen Java stand, erreicht hatte, im Laufen seine Pistole ziehend. „Schnell, Minah, hierher!" rief Java abermals und trat gleichzeitig aus der Deckung der Farrenbüsche hervor mit Blakes Messer in der Hand. Der Verfolger des Mädchens sab ihn und hielt einen Augenblick inne, dann schrie er fast kreischend vor Wut: „Du bist's? Du Elender—“ Fast gleichzeitig mit seinen Worten krachte ein Schuß aus seiner Pistole. Java stieß einen Schrei aus, schnellte herum und brach inmitten des Farubusches zusammen. Das Mädchen stockte einen Augenblick in ihrem Lauf und warf einen Blick zurück auf den Mann, der mit der noch rauchenden Pistole in der Hand dastand. Dann sah sie die Chinesen aus dem Boot soringen und in höchster Eile auf sie zulaufen, worauf sie wie ein flüchtiges Wild in das Gebüsch tauchte. Der Mann, der sie auf die Insel gebracht hatte, rief ihr noch einmal nach: „Zurück, Mädchen, hörst Du? Komme zurück!“ Sie hörte zwar den Ruf, lief jedoch unverwandt weiter. Der Mann mit der Pistole machte sich fluchend auf, ihr zu folgen, aber das dichte Grün des Waldes hatte sie bereits seinen Blicken entzogen. Dann blieb er lauschend stehen. Das Rauschen der Palmblätter übertönte die flüchtigen Schritte des leichtfüßigen Mädchens. Als die chinesischen Matrosen an ihn herankamen, fuhr er sie wutschnaubend an: „Ihr nach! Verteilt Euch in den Wald und treibt sie an die See! Hundert Dollar demjenigen, der sie ergreift!“ Vierzehntes Kavitel. Das Mädchen im Wald. Callaghan und Blake waren, nachdem Java sie verlassen hatte, eifrig bemübt, dessen Anweisungen auszuführen. Ohne viel Mühe fanden sie für das Boot ein Versteck, das ihnen zur Not ebenfalls als Unterschlupf dienen konnte. Bei näherer Untersuchung erwies sich die von Schlingpflanzen überwachsene Felswand an drei Stellen gespalten. Die Svalten bildeten den Eingang zu einer Höhle, von denen zwei miteinander verbunden waren. Callaghan gewahrte dies befriedigt und wollte eben mit der Art die Schlingpflanzen am Eingang auseinanderbrechen, als ihm Blake in den Arm siel. „Lassen Sie das, Herr,“ sagte er.„Wir können die Pflanzen zur Seite bringen, wenn wir hinein wollen. Sie bilden eine vorzügliche Deckung.“ Dies geschah, worauf das Boot über den Sand durch die Oeffnung gezogen wurde. Als die Schling= pflanzen in ihre frühere Lage zurückschnellten, war von dem Boot nicht das Geringste zu seben. „Im Notfall können wir den anderen Eingang benutzen,“ sagte Callaghan.„Das Versteck ist für uns wie geschaffen.“ „Sehr richtig, und nun werde ich mich auf die Jagd nach Krabben und Fischen machen,“ erwiderte Blake. Damit zog er seine Leinenschuhe ab und schritt der See zu. „Sehen Sie, ob Sie nicht im Wald irgend etwas finden können, vielleicht Rosenävfel oder dergleichen.“ „Gut, ich werde mich auf die Suche machen.“ GFortienuns telat.) Für das junge Volk Ludwig Zärtlich schloß Frau Magdalena ihren Aertesten in die Arme Der kleine Ludwig kniete auf einem Küchenschemel, , l e h n t e m i t d e m E l l e n b o g e n — den Kopf in die kleinen Händchen gestützt— auf dem Fensterbrett und sah mißmutig in den Garten hinab, auf dessen Rasen sich die Jungen der Nachbarschaft mit Freudengeheul balgten und mit breiweichen Falläpfeln bombardierten. Sechs Jahre war er alt und hatte ein Recht darauf, zu svielen wie seine Altersgenossen. Aber das untersagte ihm der Vater, der ein harter Mann war und immer nach Bier und Schnaps roch. Da eben— flog ein übers Ziel fahrendes Wurfgeschoß dicht neben das Fenster, aus dem Ludwig so sehnsüchtig hinuntersah, gegen die Hausmauer, daß es klatschte. Der Knabe beugte sich vor und rief den Jungens zu, sie sollten versuchen, ob sie ihn träfen. Und mit einem förmlichen Indianergeheul, aus dem immer wieder das Wort „Spagniol“(Spanier) herausklang, nahmen die Jungen das Fenster aufs Korn.„Svagniol“ war Ludwigs Spitzname, der ihn kränken sollte, denn er hatte eine dunklere Hautfarbe als die Milchgesichter seines Alters.„Ludwig,“ rief die Mutter. Der Knabe wandte sich um.„Sei vernünftig, mein Junge! Geb ans Klavier und übe! Du weißt, der Vater kommt gleich und schilt, wenn er Dich faulenzen sieht." Langsam kroch Ludwig von dem Schemel berunter. Der Er war noch so klein, daß er sich auf einen Schemel stellen mußte Mutter zuliebe tat er alles. Die Mutter war kränklich und schwach, und hatte es an der Lunge. Aber sie arbeitete doch immerzu, um die drei Kinder satt zu machen, ihn und Johann und Karl. Denn der Vater brachte ja nie Geld heim. Das vertrank er immer in Gesellschaft seiner Zechkumpane. Ach, es war ein bitteres Leben! Ludwig sah kummervoll der Mutter ins Gesicht.„Ich gebe ja schon, Mütterchen. Aber erst mußt Du mir einen Kuß geben.“ Zärtlich schloß Frau Magdalena ihren Aeltesten in die Arme und suchte ihn zu trösten.„Sieb, mein Junge, Du sollst doch was Tüchtiges lernen, sagte der Vater. Damit Du ein Wunderkind wirst. Wunderkinder verdienen viel Geld, und dann sind wir nicht mehr so arm, sagt der Vater. Sieh mal. jetzt muß ich wieder ein altes Stück von den Großeltern aufs Pfandhaus tragen, damit wir morgen was zu essen haben.“ Da war die Tür aufgegangen, und der Vater trat ins Zimmer. „Schmatzest Du den Jungen wieder ab, Lene, und läßt ihn nicht zum Ueben kommen? Wo soll das binführen? Hab ich Lust, mich mit ihm umsonst tagaus, tagein zu quälen? Marsch, ans Klavier!" Mit einem wehen Blick auf die Mutter, die vor Erregung zu husten begann, ging Ludwig zum Instrument. Er war noch so klein, daß er sich auf einen Schemel stellen mußte, um bequem die Tasten erreichen zu können, zitternd begann das Kind die Etüden berunterzuhasveln und fluchend begleitete der barsche kurkölnische Hoftenorist die Greiffehler seines Jungen. Aber es wollte heute gar nicht recht geben, und als der kleine Ludwig schließlich zu weinen begann, erhob Frau Magdalena schüchternen Einspruch. „Johann.“ sagte sie,„Ludwig ist ein fleißiges Kind. Du brauchst ihn halt nicht mit so brutalen Frierend im Schlatkittelchen begann er sein nächtliches Konzert Redensarten zu traktieren.“ Der Alte richtete sich drohend auf:„Lene, Du hältst den Schnabel, verstanden? Ich weiß, was ich zu tun und zu lassen habe.“ Nun begann auch Frau Magdalena zu weinen, und ärgerlich über diese Wirkung seiner Worte ergriff der alte Musikus den Hut, warf die Tür krachend ins Schloß und stapfte die knarrenden Treppen hinunter Mutter und Sohn sahen sich mit weiten, geröteten Augen an. Jetzt gebt er wieder trinken, sagten sie sich. ohne es auszusprechen. Der Tag sank, und bungernd krochen die Kinder in die Betten. Es war wirklich ein elendes Leben, ein jämmerliches, hundsmiserables Leben... Wie spät es in der Nacht war. wußte der kleine Ludwig nicht. als Lärm und Licht ihn aus dem Schlaf munterten. Der Vater wars. Taumelnd und nach eklem Fusel riechend. Er beugte sich über Ludwigs Bett und rüttelte das Kind vollends wach:„Ob Du noch fleißig geübt hast. will ich wissen" Der Knabe wand sich— geschüttelt von Grauen und Schlaftrunkenheit.„Nein? Also dann raus aus dem Bett und her mit der Violine! Wenn Du schon sonst nichts kannst, so wirst Du wohl fiedeln können!" Und im Schein des flackernden Lichtes suchte sich Ludwig das Instrument hervor und begann, frierend im Schlafkittelchen, sein nächtliches Konzert. Und nebenau lag mit wachen, vergrämten Augen die todtranke Nutter, und ihr Herz krampfte sich zusammen vor bitterem Weh.— Das war Ludwigs van Beethovens Jugend, des größten Tonkünstlers aller Zeiten. Millionen von Jahren sind Das Modellieren dieser verflossen, seitdem die drakleinen Kunstwerke iv. chenahnlichen Ungetüme der eine schwierige Arbeit. Urzeit, die gewaltigen Niesen=Echsen oder Saurier, ihr Leben auf dieser Erde beschlossen haben. Wir wissen beute, wie sie ausgesehen haben, obwohl wir nicht mehr als die Abdrücke ihrer Knochenreste im Schiefer besivzen, der ja nichts anderes als versteinerter Schlamm ist, in welchem sie einst versanken. Aber aus diesen Knochenskeletten baut sich der Naturforscher in Gedanken das ganze Bild des Tieres auf. Diese Drachen waren Ungebeuer von oftmals beängstigender Größe. Einige unter ihnen haben eine Länge von 35 Meter. Nun möchte man aber auch gern wissen, wie sie wohl gelebt haben mögen, wie sie sich ihre Nahrung suchten, oo sie krochen oder liefen oder hüpften, ob sie gefährliche Gesellen waren oder sich von anderen, stärkeren, unterkriegen ließen. Auch das haben die Naturforscher bis ins einzelne festgestellt. Und nun, da man diese Drachen mit den schwierigen griechischen Namen, Allosaurus, Jauanodon, Brontosaurus, Diplodocus, Plesiosaurus, Ichtbyosaurus und wie sie alle heiben mögen, so genau kennt, da ist es jetzt an der Zeit, sie mit dem Zauberstab des Filmregisseurs wieder ins Leben zu rufen. Das ganze abenteuerliche und fremdartige Leben der Urzeit soll— wenigstens an der flimmernden Leinwand— vor unseren Augen vorüberziehen. Aber wie macht man das? Zunächst baut man sich aus Steinen, Sand, Gräsern und kleinen Sträuchern eine recht malerische Miniaturlandschaft auf. Der Hintergrund zeigt einen seuerspeidenden Berg, aus dessen Schlund eine Räucherkerze ihren Qualm emvorkräuseln läßt. Und nun kommen die Tiere heran, die man nach genauen Angaben des Naturforschers in Plastilin knetet, natürlich um ein bewegliches Skelett aus Draht berum, denn Rump### Der Brontosaurus, ein gewaltiges Ungetüm der Urzeit und Gliedmaßen müssen sich ja in den Gelenken und Wirbeln diegen können. Sogar die fardig=gefleckte, runzlige Haut mit ihren Warzen und Stacheln muß gut erkennbar sein. Und nun soll das Tier lausen. Die Bewegung läßt sich dadurch täuschend erzielen, daß man das Ungebeuer immer um einen ganz kleinen Grad verändert, also das eine Bein erst etwas anbebt, dann langsam krummt. vorstreckt, niedersetzt, und dann das zweite ebenso und so weiter. Jeder kleinste Teil dieser Bewegung muß von der Filmkamera für den Filmstreifen festgehalten werden. Diese Arbeit ist viel mühsamer und schwieriger als man es mit Ein rienizer Stegosaurns, der außer zeinem Horaschildpanzer auf dem Rücken noch einen dornbeweirten Schwanz besaß, mit dem er lurchtbare Schläge austeilen konnte Worten ausdrücken kann. An Drähten kann man die springenden Drachen sogar hüpfen lassen, und wenn die Arbeit schließlich sertig ist und diese längst versunkene Erdevoche wieder lebendig vor unseren Augen wird, erst dann kommt es einem recht zum Bewußtsein, wie gut es doch ist, daß wir Menschen damals noch nicht gelebt haben. Allerlei Kurzweil. Uebung macht den Meister. Fordere im heiteren Kreise einen Deiner Freunde auf. mit der rechten Hand die Nase zu sassen und mit der linken das rechte Ohrläpochen. Hat er das getan, soll er schnell wechseln und mit der linken Hand die Nase halten, während die rechte das linke Obrlävo= chen ergreisen muß. Nun laß ihn in schneller Folge wechseln, und Du wirst Dich mit den anderen amüsieren, wie er immer unsicherer wird und Nale und Ohr an Stellen sucht, wo er sie niemals finden wird, 8 = □ — 5 □ ** — ** 85 85 S S. * 9 3 5 S 8 5. S 9 2 9 8 8 (0 5 —* 8 8 — * —.— Jas . * 2 =.5— 2.— ** S 5 S * 5 2 S □# T S ag * S 3 * 3 m= 6 = 8— * S S 2. 2 B a— 9* .* T s .• * ) S DIEUNS UNTERHALTEN Jadwiga daß hier die schönsten Mädchen von ganz Osteuropa zu Hause sind. Zarski konnte es nicht dulden, daß seine schöne Tochter, die er mit heidnischer Liede verehrte, auf die Almosen der Nachbarn angewiesen sein sollte. Des Novelle von Fred Westermark. der sein: someit ich mitds Jahre wirt es nun wohl Sander geran, deshalb hatte er dies Amt ubernom= gefunden worden wäre, daß also sch jetzt erzählen will eurz uaah: i das. was men, das in jener wilden Gegend wenig Idyllisches diesem See hier und dem Flüßchen greß ereignet, so um 1880 herzm........ 1 verband, bei dem er manche Gefahren, manche sohne eigentliche Quelle ziemlich breit en nicht mohr un tut aud.: Genau weiß Denn der andere, der Rumäne, trug am Gürtel draußen beschäftigt war, rückte der Rumäne dichter Zarfkis verlorengegangenen und schmerzlich beklagten an Zarski heran, zog den schiefen Mund noch schiefer. Stock. Tokuzziu soh den Blick des anderen und lä= strich sich mit der Hand über die Stirne, unter dei chelte verschmitzt. Dann gab es ein leises Geflüster tiefe Augen wild und gierig wie die eines Wolfes hin und her, in dessen Verlauf Zarski erfuhr, daß sein glühten, und sagte:„Boleslaw, Bruderherz! Ich liebe halb hatte er den schweren Gang zu dem Herrn von Stock von dem andern im Mühlenwehr hängend auf= dein Mädel, die Jadwiga. Gib sie mir zur Frau.“ Sandek getan, deshalb hatte er dies Amt übernom= gefunden worden wäre, daß also offenbar zwischen! Zarski musterte seinen Gast einen Augenblick von dort unten, das der Seite— mit einer Verachtung, unter der To## n t u r m e m l i c h b r e i t u n d b e h ä b i g a u s k u z z i u s, s o n s t k e i n e s w e g s f e i g e, z u s a m m e n d u c k t e, m u es nicht mehr es tut auch vin“. weiß man Kämpfe mit Räubern zu gewärtigen hatte. leiner Sandsteinhöhle hervortrat, irgendeine unter; sterte diesen kleinen, häßlichen Bastard aus romanifalls— es berrschte Srcustzm zu: Sache. beden= Boleslaw Zarski fuhr häusig mit seiner Tochter irdische Verbindung bestehen müsse. schem und slawischem Blut, stand dann langsam auf der südosteuronäischen Stag. Prenzen auf dem See herum, er legte Reusen und Netze aus, Jarski und der Rumäne sahen ungeahnte Mögder Ecke bei Czarnemin—.#.“. Und besonders in angelte auch zuweilen und versuchte auf diese Art in lichkeiten vor sich. Um der Sache auf den Grund zu Rmänien zusammanse: esterreich und die etwas eintönige Speisefolge, mit der Jadwiga ihm gehen, warf Boleslaw am nächsten Tage einen HamSolche Krisen äußern sich zunsa#t i.... notgedrungen aufwarten mußte, ein bißchen Ab- mel in den See— achtundvierzig Stunden später schikanen, und diese standen. n Zou= wechslung zu bringen. Einmal, bei einer solchen Ge= konnte Tokuzziu den glücklichen Empfang bestätigen. und Rumänien anbalangt...#4## Oesterreich legenheit passierte es ihm, daß ihm sein Stock, den er Zarskis Augen glühten vor Unternehmungslust. Nie eratischer Blüte crs#„„## fabelhafter, wahrhaft vor Jahren aus einer Erle geschnitten und mit einer hätte er es freilich fertig gebracht, seinen Grafen zu — Fale. Erst verbot Oesterreich die Ausfuhr grotesken kunstvollen Schnitzerei versehen hatte, über berauben— anvertrautes Gut war ihm heilig— den Bootsrand glitt Ehe er recht zugreisen konnte, aber sonst? Schmuggel war in seinen Augen und in war der Stock von dem immer ein wenig gurgelnden denen der anderen Grenzanwohner nichts Ehrenund unruhig quirlenden Wasser verschlungen und rühriges, war echtes Manneswerk; so suchte er seine konnte auch, trotz aufmerksamster Beobachtung des alten Beziehungen auf, knüpfte neue Verbindungen Wassers und der Ufer, nicht wieder aufgefunden an, und Tag für Tag wurde ihm nur die Contrebande(zes und hartes Herz besaß. Der Graf Sandek hat werden. ins Haus gebracht. Die Ballen wurden schön säuber= ihn gerade damals in seiner Brettdroschke aufgesucht Zarski fluchte mörderlich auf alle Heiligen und alle lich in Tierhäute gepackt, die kein Wasser durchließen, und später immer wieder erzählt, daß an seinem HirTeufel, acht Tage lang. Als er gerade begonnen hatte, rings herum wurde, um die Sachen leichter und ten nichts, aber auch durchaus nichts Außergewöhnsich an den Verlust zu gewöhnen, erschien eines Mor= schwimmfähiger zu machen, Baumrinde gebunden, liches zu entdecken gewesen wäre und öffnete breit die Hüttentür „Wenn Jadwiga kommt, und du bist noch da, so werde ich ihr befehlen, dich anzuspeien“, sagte er. Tokuzziu entwich ohne Gruß. Zarski aber ging über diesen Wortwechsel hinweg, als wäre nichts gewesen, und jeden Abend versenkte er seine Pakete ruhig und mit großer Selbstverständlichkeit im See. Drei Tage später war Jadwiga verschwunden. Zarski unternahm nichts, um sie aufzusuchen, nach ihrem Verbleiben zu forschen. Er mochte seine Gründe haben, wenn er so ganz ruhig blieb in einem Augenblick, da ihm das Liebste verloren ging, was sein stol: gens in seiner Hütte der Müller Tokuzziu, der auf rumäntscher Seite, ziemlich 20 Kilometer südwärts, an irgendeinem namenlosen Flüßchen eine kleine Mühle bewirtschaftete... Nur so, zum Schein der Gerechtigkeit freilich; Zarski kannte den Müller von ganz anderen, gemeinsamen und dunklen Geschäften her Kaum hatten sich die beiden wortkarg begrüßt, als Zarskis Augen vor Erstaunen groß und rund wurden und in der Dunkelheit der Nacht warf Zarski dann die Packen in den See, während der Müller sie am nächsten Morgen vor dem Staugitter der Mühle ziemlich mühelos auffing. Das ging so ohne Zwischenfall gut zwei oder drei Monate. Alle vierzehn Tage erschien Tokuzziu bei dem Hirten zur Abrechnung, und sie teilten sich den Gewinn. Einmal, als sie bei einer Flasche Schnaps wieder einmal Abrechnung hielten, und Jadwiga noch Der Selbstmord des Studenten. Ein chinesisches Märchen, nacherzählt von Wilhelm Carl. Anmerkung: Zum Verständnis unserer kleinen yin zeigen, die Sie ja aus den Abbildungen in den Erzählung möchten wir vorausschicken, daß nach Tempeln kennen.“ Tschao lehnte ab, doch Li rief be" Gist vervot Oesterreich die Aussuhr von Wolle, dann Rumänien die Ausfuhr von Getreide, dann Oesterreich die Einfuhr von Schlachtvieh. dann Rumänien die Einfuhr von Stoffen. Schließlich war ratzekahl alles verboten, auf beiden Seiten der galizisch=rumänischen Grenze standen alle fünf Meter Grenzwachen, und es konnte bald keine Maus mehr ungesehen herüberwechseln. Am schlimmsten, wie gesagt, war es südlich von Czernowitz. Das war dann freilich die glückhafte, hohe Zeit für alle Schmuggler— je schwieriger das Passieren der Grenze, je schärfer die Bewachung, desto großer der Gewinn. Und man darf ohne Uebertreibung sagen, daß in dieser Gegend auf beiden Seiten von hundert Grenzanwohnern fünfzig berufsmäßige Schmuggler waren— die anderen fünfzig trieben es nur gelegentlich als einträgliche Nebenbeschäftigung. Immerhin, bei aller Pfiffigkeit, bei aller Schlauheit und dem sprichwörtlichen Wagemut dieser tollen Gesellen ließ der immer straffer gezogene Grenskordon die Schwierigkeiten allmählich derart anwachsen, daß die Schmuggelei aufhörte, ein Geschäft zu sein. Sie wurde ein Vabanque=Spiel, wo man für eine wineige Gewinnchanze sein Leben als Einsatz geben mußte. Und nachdem erst ein paar Dutzend Leute unter den Kugeln der Grenzbeamten verblutet waren, wandten dieser mehr interessanten als ehrlichen Beschäftigung ab, harrten zähneknirschend auf bessere Zeiten und bemühten sich inzwischen, auf andere langweiligere und anstrengendere Art, nämlich durch Arbeit, ihren Lebensunterhalt zu fristen. Einer von denen die diesem bitteren Muß gehorchten, war ein gewisser Boleslaw Zarski aus Rocze am Sereth, der sich rühmte, von einem polnischen Schlachtschisten abzustammen und deshalb alle übliche Arbeit wie eine Demütigung haßte und mied. Er war ein mächtiger Geselle, annähernd fünfeig Jahre alt, groß, dunkelblond, mit der Nase eines Ad'ers und den harten, scharfen und erbarmungslosen Augen eines Falken. Die anderen Einwohner von Rocze erzählten sich Wunderdinge von all den wilden Abenteuern, die Zarski erlebt haben sollte— und es schien, wenn man mir Namen Tschao und Li. Nie bewohntanein das narbenzerrissene Gesicht dieses Mannes betrach= sam gelegenes Haus bei Fan=wu=schan, außerhalb der Schlinge heran. Er gewährte nichts von„ tete, daß die Leute nicht allzu stark übertrieben. Stadtmauern Zur Feier des 15. Tages des 8. Mo= ssondern sah nur schreckliche Teufel mit blauen und schens. Ihr Antlitz schimmerte blaß aus dem Wasser, Als es diesem Abenteurer aus Passion mit der nats, dem chinesischen Mondfest, sandten die Eltern des roten Gesichtern, die ihm ihre fußlangen Zungen ent= mat und farblos wie ein Bild im Spiegel. Ihre Schmuggelei nicht mehr recht gedeihen wollte,— eine Tschao den beiden Studenten einen Korb mit besonders gegen, streckten.„Stecken Sie Ihren Kopf ganz in gen wiren groß und weit erren und ruht Tätigkeit, mit der er ein kleines Vermögen ebenso schmackhaften Eßwaren urd Wein, damit sie sich einen die Schtm, rief der Fremde,„erst dann können Sie terlicher Drohung auf dem Rumänen. Er f## rasch verdient wie verjubelt hatte—, ging Zarsei, vergnügten Tag machen konnten. sich einen Vegriff, von der Herrlichkeit des Reiches setz:. Man hat ihn dann später ergriffen wegen drinselber stolz wie ein verrückter Graf, zu dem unermeß] Die jungen Leute sprachen dem Wein eifrig zu und Buddba's machem. Li steckte den Kopf in die Schlinge, genden Mordven#achtes und schließlich nach kurzen lich reichen Grafen Sandek, dem fast das ganze Land waren gegen die zweite Nach wache(9—11 Uhr) be= doch Tschao erdrinte rechtzeisig die, Falle und rief: Prozeß gehängt. Denn es war bekannt geworden, daß von Kiribaba bis zum Sereth gehörte, und sagte, er reits erwan ungenenter, als es plötzlich klopfte. Tschao„Zurück, Freund Li!. Verratl wiltel Gleichzeiniger Jadwega enfführt hatte un wolle bei ihm Schafhirt werden. Das ist dort unten ein öffnete und herein trat ein junger Mann in Festtags= sprang er vom Tisch hekab um rief nach der Diener= angesehener und wichtiger Posten, ein Amt, das nur kleidung.„Ich bin Student, wie Sie, meine Herren, schäft. zus er sich umwandie war der Fremde vereinem Menschen anvertraut wird, auf dessen Zuver= und habe schon viel von Ihnen gehört Wir sind schwunden, sein Freund aber Ky 2.“ 41 ihr lässigkeit man schwörte Sandek willigte mit Freuden Nachbarn, ich wohne ganz in Ihrer Nähe. Ich bin Fremde hatte ihn aufgehängt. 41/4222, itt 9 tchaftebastehrn###ssmm eihn. W.'nnntichaft u# munchen uund mich ab und rief ihn mit Hilfe der Dienerschaft ins Leben uruck. n Leute hörten, Blockhütte an einem kleinen Flüßchen mit dem schwer den Gast willkommen, luden ihn zum Sitzen ein, und daß es in dem einsamen Hause nicht mit reihten##n aussprechbaren Namen Konjurahacz, der einige drei= bald floß das Gespräch wie ein munteres Wässerlein gen zugehe, holten sie ihre Söhne zurück undi berßig Kilometer vom Sereth entfernt unerwartet auf= dahin. Man unterhielt sich zunächst über Literatur boten ihnen, noch weiterhin in dem Hausel# „„„„„ z nächtigen. chinesischer. Ansicht die Seelen der Selbstmörder erst dann in das Reich der Schatten, ihrem eigentlichen Aufenthaltsort, gelangen können, nach geistert:„Ach ja, bitte zeigen Sie mir die liebliche Göttin in ihrer ganzen Herrlichkeit!" Der Fremde stieg auf den Tisch, band seinen langen Gürtel los, dem sie einen Labenden zum Selbstmord verleitet befest gte das eine Gde an einen Deckenbalten und haben. Der„Fremde“ in unserer Erzählung.st machte aus dem anderen E. de eine Schlinge. Wähder Geist eines solchen Selbstmörders, obwohl dies rend dieser Vorbereitungen verbreitete sich ein füßer im chinesischen Origknal nicht ausdrücklich erwähnt einschläßernder Duft in dem Raum, sodaß die beiden wird. Bemerken möchten wir noch, daß unsere Studenten Mühe hatten sich munter zu halten. Erzählung von den Bewohnern des Reiches der„Schauen Sie durch dies Schlinge“, rief der Fremde, Mitte als wahre Begebenheit betrachtet und unbe=„Sie sehen die hohe Göttin in Glanz und Licht auf dingt geglaubt wird.. einer Wolke thronen.". Li schaute hindurch und erIn der Stadt Kanton lebten einst zwei Studenten staunte ob des herrlichen Bildes, welches sich ihm bor.! A id Li. Sie bewohnten ein ein- Da erhob sich auch der Sudent Tschao und tnat an die wehr #L.- Schlimge heran. Er gewahhrte nichts von einer Göhtin hing Boleslaw Zarski ging seinem Amt nach, verhandelte mit seinen Komplizen und versenkte Abend für Abend die Kontrebande in dem unruhigen und geheimnisvollen See. In der vierten Nacht nach dem Verschwinden Jadwigas heulten die Hunde vor der Hütte des Zarski, und er wußte, daß Jadwiga zurückgekommen war. Sie war noch blasser als früher— noch schöner auch, aber ihre Kniee zitterten und in ihren Adern wütete das Fieder. Zarski betrachtete sie still,— sie setzte sich in eine Ecke und schluchzte. Schließlich fand sie ein paar arme Worte, aus denen er entnehmen konnte, daß der Rumäne sie beim Reisigsammel: überrascht hatte, mit einem Knüppel betäubt, geknebelt und entführt hatte. Dreißig Kilometer weit hatte er das Mädchen auf den Schultern getragen, mitten durch den doppelten Kordon der Grenzwachen hindurch „Lebt er?“ fragte Zarski. Sie nickte traurig und wurde rot.„Ich fand nicht den Mut, ihn im Schlaf zu töten, ich fand den Mut nur mir selbst gegenüber.“ Sie schüttete mit einer harten Bewegung aus einem Tuch einige Dolden der Tollkirsche auf den Lehmboden. Zarski nickte still. Plötzlich begann er zu weinen, und während Jadwiga sich über die Bank warf und in furchtbaren Krämpfen zuckte, barg der Mann sein Haupt in ihrem armen, gemarterten Körper. Als Tokuzziu am nächsten Morgen an das Mühlum das gewohnte Paket herausgufischen, „„ ging.„„„ Er gewahrte nichts von einer Göttin, hing darin die entsetzlich entstellte Leiche des Mid lässigreit man schworte Sandek willigte mit Freuden Nachbarn, ich wohne ganz in Ihrer Nahe. Ich vin ein— man sagt, dunkle Verwandtschaftsbeziehungen gekommen, um Ihre Bekanntschaft zu machen und mich ab um sollen dabei mitgespielt haben— und drei Tage später Ihrer Gesellschaft zu erfreuen. Gestatten Sie, daß ich zuruch bezog Zarski mit seiner Tochter Jadwiga eine kleine ein wenig bei Ihnen verweile?" Tschao und Li hießen hört und in einem kraterähnlichen See plötzlich und und Geschichte und kam dann auf die Religion zu offenbar für immer entschwindet. sprechen. Li und der Fremde erwiesen sich als AnEinige Jahre später schlich sich der verträumte doch noch mittels einer Schlinge in das Reich Buddah's. machen kurzen Prozeß, wenn eine Sache so offensicht lich ungünstig für den Beschuldigten steht. Ueber seine herausgestammelten Erzählungen von Zarski und dem un erirdischen Schmuggel ging man mit einem ungläubigen Achselzucken hinweg. Schließlich hatte man nicht Zeit, solche Märchen nachzuprüfen, und auch nicht Lust. Vielleicht war es ein Glück für den Rumänen, daß er auf diese Art aus dem Leben gewischt wurde. Wäre er freigesprochen, hätte Jarski sicher noch eine andere und grausamere Art der Rache gefundden. Nun, als er sich überzeugt hatte, daß Tokuzziu am GalHier, von menschlichen Siedlungen meilenweit hänger der myst'schen Lehren des Almeisters Lao=#se's doch noch mittels einer Schlinge in das Reich Buddah-###en baumelte, versch entfernt, hütete Zarski, seit Jahren verwitwet, in völ= und Bi#ldah's während Tschao als strenger Konfuzig=er war sehr rasch vorwärts gekommen im Leven, de- Hes Kronstadt trieb dann 3 liger Einsamkeit die nach tausenden zählende Schaf= ner von beiden Lehren nichts wissen wollte.„Har je= stand kurz nach einander die Lizentiaten- und Doktor= durch# ein besonders verwege herde des Grafen Sandek. Und es darf angenommen mand von Ihnen schon einen Buddah(Mensch gewor= prüfung, wurde Unterpräfekt in Lou=kiang, erhängte scher, stey„andwerk. Bis sie iyn sch. v.#er werden, daß er es nur tat um seiner Tochter willen, denen Gott) gesehen?“ rief er leidenschaftlich, und der sich aber, als er in diesem Amt Unannehmlichkeiten zu und nach fürchterlichem Kam Ager auch ertragem hatte. Diesmal war kein guter Freund zur war von p##### Wunden zersetzt— man gab sich nicht Stelle, der ihn hätte hindern können, Buddah zu die Mühe, ihn zu identifizieren. Aber er heißt, daß die ein feines und zartes Mädchen von seltener, fremd Fremde antwortete sofort:„Gewiß, mein Herr, auch artiger Schönheit war, wie man sie von Lemberg bis Sie können einen sehen— geduden Sie sich nur einen Praila in ähnlicher Vollendung nicht zum zweiten Augenblick, ich habe nur eine keine Vorbereitung zu Male auffinden würde— obschon es doch feststeht, treifen. Ich werde Ihnen die mildtätige Göttin KuanAlso zu lesen im chnesischen Buch Sin=tsi=ssia, 2. Kapitel. dies der wesen ist. Der Der Sonntagsausgang. Novelle von Hans Georg Steiner. Herr Schottenhammel. Ich bin noch nie in ner mit der anderen Hand aß und mit deni zwei Droschke gefahren! Lassen Sie uns doch zu Fuß gehen!“ien Fuß Klavier, zpiette.— Er interessierte sagte sie,„es Geld ausgegeb Und da br „Zu Fuß?“ fnagte Heinz und sein Vergnügen sank auf annähernd fünf Grad Celsius von zwanzig.„Aber Bärbele, heute ist doch Sonntag, Feiertag, der Tag des Also, an diesem Sonntag machte sich der Glaserge, Vergnügens!“ selle Helnz Schottenhammel besonders schön, er traf sich!„Wenn auch, es kostet soviel Geld!" bald nach dem Mittagessen mit der sauberen, kleinen!„Dann mal in die Tram!“ entschied er kurzweg. Bärbele. Es war das erstemal, daß er mir ihr einen„Also gut!“ sagte Bärbele, wenn Sie schon nobel sein Sonntag verbrachte. Er hatte sie bei Kommerzienrat wollen!" Schlüter kennengelernt, als er vor einiger Zeit zwei]„Ich freue mich doch so, daß Sie gekommen sind. Gorttla, ein ganz kleiner Anf'. Was der für Kunst= Geld gebraue Küchenfenster verkittete. Und pünktlich erschien Bar: Bärbele!" tstücke macht, da werden Ihnen die Augen groß: nee geben?“ Uni bele, nachdem sie erst dem Heinz Schottenhammel das!„Ja. ich hatte es mir auch lange überlegt!“ den Tschitschibrmbula müssen wir uns anschauen, um Ganz zutiefst ehrenwörtliche Versprechen abgenommen hatte, sich Es war eine schöne Reise, vor allem für das Bär= jeden Preis!“. Ach, es war I1. kaviliersmäßig zu benehmen, was der Heinz mit einem bele. Ach. der Sonntag des Bärbeles war immer ein Und Heinz löste die Karten und schleppte die Wi. sparte.„Da beildigten„Seh' ich so aus?“ hingenommen sam und still. Die anderen Leute vergnugten sich, wa= derstrebende in die Bude. Vergeblich suchte Bärbele Abend, Herr sie nicht, ob es nun das Menschenfresserkobinett war. der Flohzirkus, die Schauderbahn, die Wasserrutsche Groll verberg# und die Shimmytreppe. Straßen, in d „Und der Tschitschibambula, Bärbele, kennen Sie! Unter dem denn schon den Tschitschibambula?“ fragte er, den leßz= dem sie die ten Trumpf ausspielend. und glattgeste „Ach,“ meinte Bärbele,„aws soll ich damit?" tenhammel," „Ader Bärbele, der Tschitschibambula ist ein junger habe ich noch K 1 ch Ihnen entous zurauihrem Perlbeutelchen. ich Silderstück und gad es ihm. Mark, aber eine sorgfältig gesie,„und sparen Sie! Guten tenhammel!“ Er sah ihr nach, er fühlte noch den Händedruck, er war ein wenig verwiert über Anmut und Soillul des hudschem Bärbeein unsympathisches Ding, solange man sie nicht sell Stadt sei, wie vornehm und wie sie sich doch wieder roten, blauen Zetteln, und da kam der Tschitschibam les, und er ging in den Händen hatte. Ach, der Geselle Heinz trostete nach dem grünen Wald in der Mark sehne, nach dem bula aus dem Kasten und riß solche Zetteln aus dem ihr noch die volle Brie sich, er hatte keine Millionen, aber doch ein hübsches, frischen Fluß und dem sommerlich weidenden Rind und Fach und verkaufte sie den lachenden Zuschauern. Auch kam nicht dazu. Er hatte ne rundes Sümmchen und er fand es wunderschon, vor dem treuen Ajax. Und nun kam sie das erstemal in den Heinz kaufte einen. Es stand allerlei Unsinn darin und der Hand. Und da aim den anderen Leuten ein wenig aufzuschneiden. großen Vergnügungspark. Alles war schön und aut, Laß er reich heiraten werde und zwölf Kinder bekäme, mal gehörig und fühlte sich plötzti O. er wußte von dem Benehmen seiner Herren; nur das schnelle Geldausgeben des Herrn Schotten=], Und dazu brauchen Sie den... den Tschi=tschi=bam=#leicht. Er ging rascher, stieg in eine Drose hatte er nicht allsogleich einen sündteuren Blumen= hammel störte ein wenig ihre sonntägliche Lust Und bula: Schad ums Geld!“ gagie sie, und er hatte Mühe in den Vergnügungspark zurück und es war ihm, als strauß gskantt und wartete nun, ihn am Rücken tra= sie faßte den Plan, energisch einzugreifen. seinen Unwillen zu verbergen. Wäre das Bärbele müßte er noch rasch ein verlorenes Vei gend, bis Bärbeie kam. Und mit Bärbele kam auch] Heinz aber dachte sich, das Bärbeie bei dem Antlick nicht so hübsch gewesen und so nett gekleidet, daß sich holen. Er saß in einem Gasthaus, bestellte sich ein allsogleich der erste kleine Krach, der erste Kampf, als der frischlackierten Karusselpferde, des Flohzirkusses, schon des otteren junge Männer nach ihr umgedreht ergiehiges Nachtmahl, trank noch zwei M Heinz den Blumenstrauß überreichte.„Aber mem der Zaubererhütten und des Tanagratheaterz oder hätten, bei Gon, aber das Bärbele war nun einmil dachte dazwischen an das Bärbele und de Güiger“. Was haben Se getan? Das soll's doch gar des Gorillas, der ein weißes Mädchen geraubt so. Und da halt kein Flohzirkus und kein Tschitsch wohl aus sein würde zwischen den zweien. Die uic ich hätte gar nicht erst kommen sollen, Herr hatte, ihren Wünschen freien Zügel schießen lassen bambule. Sie blieb auch so im Gasthaus, in welchem Liede betrübte ihn nicht. Die Musik spielte Schottenhammel, menn Sie solche Dinge machen.“ swürde. aber dem Heinz die Geduld riß urd er eine Menge die Menschen waren fröhlich. Heinz Schottenhommel Heinz war ein wenig böse, weil Bärvele seine seine! Aber was half dies alles! Was hali es, daß diese Dinge bestellte, um endlich teine Brieftasche spielen verließ das Gasthaus in gehobener Stimmung, drängManier nicht anerkannte.„Das macht man so bei den hundert Wunder für den Arbeitsmenschen, die den lassen zu können. Und er trank zwei Maß Bier, daß ie sich in die Menge. Und was tat der „Sntet nichtun hrinat einer Dame im= Heinz erregt machten, auf Bärbele nur insoweit wirk, die Augen Bärbeles immer größer wurden, und er Schottenhammel an diesem für ihn nur halb vergnügeinen Leuten, Bardete, nen= 92 gun, ich ten. ais sie vor Erstaunen manchmal vergaß, das kleine immer munterer und jauchzte auf und zog mmmer einen ten Gesellensonntag: mer Diumen, wenn ir: uuan ich meine!“ Mündlein zu schließen. Was half es, daß Heinz das neuen Geldschein hervor. I. Er ging zur Railway, zur lärmenden Berg= und #i, dach keine Dame!“ erwiderte sie.„ich bin Mädchen vor die Wunderbuden des großen Schau]„Wir sind jung, Bärbele, wir mussen leben!“ Tolbahn und legte die blinkende Silbermark auf den ein gans einfaches Mäcchen, ach die schönen Blumen!“ theaters führte, in dem die Raritäten sömtlicher Erd= sogie er. Kassenschalter:„Vor ne Mark!“ sagte er, dekam fünf ein ganz ein'aches Min. cer.... und wir wollen in teile vereinigt waren un zum Preise von zehn Pfen=] Und ohne wetteres nahm er das kleine Barbele Karten und saß zwiichen vergnügt lachen =Heige in Sonnlaß.—..## Sie zu einem nigen sich sehen liei#. Ack Himmel, das Bärbele in= und brachte sie auf die Tanzbühne und tangee mit ihr, im Zug und vergaß Len Gesellensonntog und Wes a keine zusmenge wachenen Zwillinge, es dreimal rund, bis sie ihm durchging und er Muhe kommenden Arvertemoniag hatte, sie wiederzufinden. I. Und wahrscheinlich auch darauf, Haß es die Ulberne „Heu siehen hier soviel Droschken teressierten keine zusinmengewachtenen Zwillinge, es Einspänger sagen, es stein= sinteressierte sie keine lebends Puppe, kein Mann, der Nerm.S“„ „Heifiger Himmel, da geb' ich Ihnen nicht rein, mit den Zehen schriet, mit per einen Hand matte und „Ich muß nach Hause, Herr Schottenhammel!“ Mark von Barbele war * ** eine angenchme und praktische Kopfbedeckung! Größte Auswahl in allen Preislagen bis zur feinsten Luxusausstattung! für Jung und Alt! Modernste Stotte, alle Formen zu billigsten Osterptelsen! Ich empfehle Ihnen meinen gold gelbllussigen Ia SpezialKunsthonla int ihre Backware, in 25 Plund-Eimer, a Plund 38 PI. Mein Honig ist prima im Geschmack und von mehreren Honigbäckern sehr anerkannt J.P. Norscheid, Herne, HaldenStraße 45, Honiglabrik. 324c Die fürs Leben so wichtigen Fächer: Deutsch. 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