LLLR 13 LLAmeäce, Veraft, Setedcnf. u. 2 Fursgaher Nr. K. Abennement ebvelfe: bei der Seschafteßelle und unseren Vertretungen: für ½ Jahr M. 8.— für 2 Meuate M. 1.85, für 1 Menat N. 0.50; bei der Boß„#.„„ 1.80„„„„ 1.90,„1„" 0.00 Postbestelligen:„„„" 6.42,„„„„ 0.20,„„„„ 0.14, Anleigen werden für Lippe mit 15 Pf., für Auswärte mit 90 Bf. bie Heinigaltige Betitzelle oder deren Raum berechnet. Reklamezeile 50 Pf. Kompllzirter Gaz 50% Vertretunge a in: Uhmien, Nimena, Alperdissen, Asemissen, Asenberf, Gemissen, Auguß#ert, Ogratrup, Bavenhausen, Beaa. Belle, Bentors, Bentrup, Verledeck, Bexten, Villerdes, Sikllugbausen, Olember a. Döllusleid. Brats Draisläst. Orstlenbeibe. Meafhanfen Brüntrun Lippische ##. Seper, Hetiuntr###helteng, Keatreteites, Leieibe e. Peinrten. . Serc cece Scheimar, Louendaum, Schwalegbrrg, Soprlentreh. dern, Spork, Siepelaze, Stemmen, Gudheide, Spitzeg. 2. Wadden hausen, Währentrup, 59 eide Hörste, rren, 5dtr. r. ra. Latzbruch, usen, Masene K. F. LNienTeie Ae.ig.2 Aesie kalle, Tevenhausen, Lintrup. Bahlhevseg. Luenbolz, Wadden sausen, Währentinp, Wahmdeckerbeide, Wehreg, Wellentrng ul. O. Uensrnp b. B Dal, Willberg„Wistentrup, Möbdel Wörderseld ,O.=Wüßen Landes Altestes und verbreitetstes Blatt des Fürstenthums und der angrenzenden Bezirke. Ne 149. Detmold, Freitag, 28. Juni 1901. 134. Jahrgang. Hierzu die Lippische Gartenlaube Nr. 26. Bestellungen auf die Lippische Landeszeitung mit den unentgeltlichen Beilagen„Gut Brand,“„Der Landwivth,“„Lippische Gartenlaube“ und„Blätter für lippische Heimathkunde“ werden für das dritte Quartal von unserer Geschäftsstelle und unseren Vertretungen zum Preise von 2 Mk. frei ins Haus, sowie von allen Postanstalten zum Preise von 1,80 Mk. exkl. Bestellgeld entgegengenommen. Anzeigen finden in der Landeszeitung die größte Verbreitung; sie werden für Lippe mit 15 Pf., für Auswärts mit 20 Pf. die kleingespallene Petitzeile oder deren Raum berechnet. Die Geschäftsstelle. Die Wirren in China. Bremerhaven, 27. Juni. Heute Morgen traf der Lloyddampfer„Wittekind“ mit den Leichen des Generalmajors v. Schwarzhoff und des Oberstabsarztes Kohlstock und 200 Verwundeten an Bord hier an. Soeben findet die Leichenparade statt. London, 27. Juni. Dem„Standard" wird aus Shanghai von gestern gemeldet: Nach Berichten, die aus Lantschon=fu, der Hauptstadt der Provinz Kanzu, in Ranking eingetroffen sind, passirte Prinz Tuan mit mehreren tausend mongolischen Reitern auf dem Marsche nach Peking Hendscheng(90 englische Meilen von Ring=hsia=su). Es heißt, daß Tung=Fu=Hsiang ruhig in Ku=yün=tschau(150 englische Meilen östlich von Lan=dschou=su) bleibt und auscheinend nicht die Absicht hat, zu den Prinzen Tuan zu stoßen oder auf Tai=yllan=tu zu marschiren." " Lendog, 27. Juni. Eine Lopenbagener 2 der„Daily News“ meldet, daß zwischen Rußland und Japan Unterhandlungen über ein Abkommen, betreffend Korea, schweben, Rußland wolle angeblich alle seine Ansprüche auf Korea zu Gunsten Japans aufgeben unter der Bedingung, daß Japan Rußland gestatte, kleine Besatzungen in den Städten der koreanischen Küste zu halten und ein Fort an dem Südpunkte der Halbinsel zu bauen. Japan scheine nicht geneigt zu sein, den Vorschlag anzunehmen. und ub und Politische Aebersicht. Deutsches Reich. . Detmold, 28. Juni. feierliche Enthüllung des Kaiser Friedrich=Denkmals hat gestern Mittag in Oels auf dem Kaiserplatze statigefunden. Das vom Bildhauer Johannes Böse aus Berlin hergestellte, 3,45 Meter äußerst gelungene Standbild stellt den Kaiser Friedrich als Feldherrn in der Uniform seines schlesischen DragonerRegiments dar. Die rechte Hand hält den Krimstecher, die linke ruht auf dem vergestellten Säbel. Das Standbild steht auf über 4½ Meter hohem Sockel aus Granit. Der Oberpräsident von Schlesien, Herzog zu Trachenberg, und der Flügeladjutant des Kaisers, Oberst Graf Moltke, letzterer als Vertreter des Kaisers, wohnten der Feier bei. — Virchows Auszeichnung. Die Verleihung der Friedensklasse des Ordens pour lo mérite an Rudolf Virchow ist eine um so größere Auszeichnung, als sonst kein Professor der medizinischen Fakultät in Berlin diesen Orden besitzt. Von den Juristen hat ihn bisher nur Brunner erhalten. Verhältnißmäßig groß ist die Zahl der Ritter aus der philosophischen Fakultät, unter denen neben dem Vizekanzler Theodor Mommsen der greise Philosoph Eduard Zeller, der Nätionalökonom Schmoller, der Botaniker Schwendener, der Sauskritsorscher Albrecht Weber, der Chemiker van'! Hoff genannt seien. Auch dem jüngst verstorbenen Hermann Grimm war der Orden verliehen. Die Auszeichnung Birchows erregt wohl besondere Aufmerksamkeit, weil sie einem politisch freisinnigen Gelehrten zu Theil wird.(Bülows Hand?) Der Kanzler des Ordens ist jetzt Adolf v. Menzel als Nachfolger Rankes. Der Orden pour le mérite wird nur im Original vererbi, weil die Zahl der Ritter auf 30 beschränkt ist. Der berühmte Meteorologe Pros. Doye erbie den Orden, welchen vor ihm Alexander v. Humboldt getragen hatte. Er pflegte zu sagen, dieses blaue Emailkreuz sei der einzige Orden, auf welchen er stolz sei. — Der am 12. Oktober d. J. stattfindende Geburtstag des Geh. Rath Virchow wird von seinen Verehrern, den Aerzten und Naturforschern, besonders festlich gefeiert werden; einen Hauptpunkt dieser Feier wird die Ueberreichung der zur Vergrößerung der am 60. und 70. Geburtstage Virchows gegründeten Virchow=Stiftung gesammelten Gelder bilden. Beiträge zu letzteren sind an das Bankhaus Mendelssohn u. Co., Berlin W., Jägerstraße 40 50, zu schicken. — Unter dem Titel„Die Zeit“ wollen die National=Sozialen am 1. Oktober d. J. eine läglich erscheinende Zeitung herausgeben. Bekanntlich erschien vor 5 Jahren eine Zeitung unter dem gleichen Titel, die aber, weil die Bewegung noch zu schwach war, wieder einging. Der Abonnementspreis beträgt vierteljährlich 3 Mk. Die „Hilfe“ wird als politisches Volksblatt weiter erscheinen 60 Wt. kosten.— — Auf der kürzlich in Berkin abgehaltenen Rechtschreibungskouferenz ist die Schweiz nicht vertreten gewesen. Sie hat nach der„Straßb. Ztg.“ erklären lassen, daß sie mit der Puttkamerschen Orthographie zufrieden sei, doch soll sie keineswegs abgeneigt sein, sich einer allgemeinen Einigung anzuschließen. Das neue Wörterbuch wird von dem Gymnasialdirektor Dr. Duden in Hersfeld bearbeitet werden, der damit das Ziel seiner orthographischen Einheitsbestrebungen erreicht sieht. Ueber die Einführungsmethode der neuen Rechtschreibung schreibt das Straßburger Blatt, das Konferenzprotokoll werde nach seiner endgültigen Feststellung noch einmal den Mitgliedern der Konferenz zur Durchsicht zugehen und dann werde es den Bundesregierungen, der Schweiz und Oesterreich übersandt werden. Die Einführung der neuen Rechtschreibung in Schule und Verwaltung könne eventuell schon am 1. Januar n. Is. erfolgen. In der Schule dürften jedoch noch fünf Jahre auch Bücher gebraucht werden, die der alten Pultkamenschen Orthographie folgen. — Ruderkommando. In einer gestern in Bremen stattgehabten Versammlung von Vertretern Bremischer Dampf= und Segelschiff=Rhedereien wurde, wie„Boesmann's Telegraphisches Bureau“ meldet, einstimmig beschlossen, vom 1. Juli 1902 ab das Ruderkommando der Kaiserlichen Marine einzuführen und bis zu diesem Zeitpunkt als Uebergangskommando das bisher vom Norddeutschen Lloyd und von der Hamburg=Amerika=Linie eingeführte Kommando„Rechts" und„Links“ in Kraft treten zu lassen. Ferner wurde beschlossen, sämmtliche deutschen khedereien aufzufordern, in gleicher Weise vorzugehen, um ein einheitliches Ruderkommando für die gesammte deutsche Schifffahrt zu erreichen. — Der internationale Vogelschutz wurde gestern im Rosenausaale in Nürnberg eröffnet. Auf Grund erstatteter Referate über eine„nationale Regelung des Vogelschutzes“, über ein„internationales Vogelschutzgesetz“ wurden zahlreiche Anträge eingebracht, sodann wurde die Debatte eröffnet. — Schritte behufs Herabsetzung der Kohlenpreise. Eine große Anzahl fester Abnehmer fiskalischer Werke Oberschlesiens hat sich an die staatlichen Grubenverwaltungen gewandt mit der Bitte um Herabsetzung der nicht zu haltenden, den Zeitverhältnissen nicht entsprechenden hohen Kohlenpreisen, da sie anderweit bessere Bedingungen gestellt bekämen. Die Verwaltung antworteten, daß sie nicht gewillt sind, eine Herabsetzung der Kohlenpreise jetzt eintreten zu lassen, da die staatlichen Werke die Kohlen leicht absetzen und event. die Abnehmer aus den Konlrakten entlassen werden können. — Verschiedenes. Die„Rhein.=Westf. Zig.“ läßt sich aus Kiel melden, dort verlautet, daß die Nordlandreise des Kaisers wegen des schlechten Zustandes Kaiserin Friedrich in Frage gestellt sei.— Zur Theilnahme an der Nordlandreise des Kaisers ist der Marinemaler Professor Hans Bordt eingeladen worden. — Prinz Eitel Friedrich wird am 5. Juli in Plön sein Abiturienten=Examen machen.— Pastor Weingart in Osnabrück, der seinerzeit vom Konsistorium in Hannover seiner Lehre halber gemaßregelt wurde, ist jetzt in der lutherischen Gemeinde Nida (Sachfeu=Weimar) zum Geistlichen gewählt worden. Oesterreich=Ungarn. Wien, 26. Juni. Der Kaiser kehrte heute zurück aus Bruck, woselbst er zwei Tage die Truppen inspicirt hat. Im Gegensatz zu früheren Jahren wurden zur Bewachung des Monarchen außerordentliche Vorsichtsmoßregeln gerroffen. Zwei Individuen, die sich nicht legitimiren konnten, wurden verhaftet. Bei einem der Verhasteten wurden Briese von einem notorischen Anarchisten vorgefunden. Er verweigert jede Auskunft über seine Person und sagt bloß, daß er früher in der Schweiz, im Canton Tessin gearbeitet habe. Der Verdächtige befindet sich bis auf weiteres in Neusiedl am See in Gewahrsam.— Dem gegenüber meldet ein späteres Telegramm: Alle über einen angeblichen Attentatsversuch gestern und heute in den Blättern verzeichneten Gerüchte gehen auf das Eintreffen einer offenen Schweizer Postkarte in Bruck zurück, wo Kaiser Franz Josef vorgestern und gestern verweilte. Auf dieser Karte wurde mitgetheilt, ein Auarchist sei auf dem Wege nach Bruck. Thatsächlich wurde ein dort angelangter italienischer Arbeiter festgenommen, jedoch alsbald wieder freigelassen, nachdem sich herausgestellt hatte, daß er vollkommen unverdächtig sei. Auch ein zweiter Verhasteter wurde gleich wieder freigelassen. Frankreich. Paris, 27. Juni. Zum Besten der Versailler Armen veranstaltet heute ein vornehmer Pariser Damenkreis im Versailler Trianonpark ein Taa= und Rachtfest unter dem Tite!„Maria Antoinetténs Glanzzeit.“ Einzelne Gestalten zeigen überraschende Aehnlichkeit mit Portraits markanter Persönlichkeiten. Britisches Reich. London, 27. Juni. Eine Rede Salisbury#. Bei dem jährlichen Festessen des United=Klubs in London führte Lord Salisbury den Vorsitz und hielt eine Rede, in der er erklärte, die Unionisten seien jetzt auf einem Punkte angekommen, wo, falls dies möglich, Zweifel darüber aufkämen, ob sie nicht allzu erfolgreich gewesen. Sie hätten die Kraft der Opposition in einer Weise gebrochen ,daß die Waage der Konstitution nicht mehr mit der gewöhnlichen Regelmäßigkeit arbeite. Er sehe auf diesen Stand der Dinge nicht mit völliger Befriedigung, ziehe vielmehr vor, die Konstitution in der hergebrachten Weise arbeiten zu sehen. Ein wichtiger Punkt in der großen Krisis, die England jetzt durchmacht, sei der: Wenn England nicht der Sprache gemäß handle, die es unablässig geführt habe, wenn es nicht Das erfülle, was es in entschlossener angekündigt habe, so würde es jeden Theil seines Besit standes Angriffen Derjenigen preisgeben, die es hassen und seit Langem gelernt haben, Engkand nicht zu fürchten. Loudon, 27. Juni. Von der Republik Cuba. Die„Times“ meldet aus Havanna von gestern, daß für die Präsidentschaft der künftigen Republik Cuba drei Kandidaten vorgeschlagen sind, nämlich Estrama Palmo, General Maximo Gomez und Bartolomé Maso. Der Erstgenannte wird allgemein unterstützt. Gomez geht heute nach Amerika, um wegen der Präsidentschaft mit Palma zu unterhandeln.“ London, 27. Juni. Erloschene Seuche. Der „Times“ wird aus Buenos Ayres von gestern gemeldet, die Maul= und Klauenseuche in Argentinien sei erloschen; seit mehreren Monaten sei bei dem dem Verbrauche zugeführten Vieh kein Fall mehr vorgekommen. Spanien. Madrid. 27. Juni. Wie die Correspondeucia de Espatia meldet, ist in Oporto die Pest ausgebrochen. Von zwölf Fällen, die vorkamen, seien vier tödtlich verlaufen. Portugal.] Lissabon, 25. Juni. Der mit so großen Erwartungen eingeleitete Feldzug gegen die religilsen Orden kann schon als völlig gescheitert angesehen werden. Von den vierzehn Ordensniederlassungen welche in Lissabon geschlossen wurden, hat auch nicht en Ordensmitglied das Land verlassen, sondern alle betroffener Mönche und Nonnen haben es verstanden, unter offenbarer Billigung der Regierung, in andere Niederlassungen des Landes unterzukommen. Auch sagt man, daß sehr bald einige der geschlossenen Anstalten wieder geöffnet werden sollen. Rußland. Petersburg, 27.Juni. Der„Regierungsbote" veröffentlicht das Zeremoniell für die am 30. d. M. stattsindende Taufe der jüngsten Tochter des Kaiseroaares. Als Tauspathen werden genannt: Die Kaiserin=Wittwe, Prinzessin Heinrich von Preußen, Großfürst Sergei Alexandrowitsch und Großfürstin Olga Alexandrowna. Amerika. Cambridge(Massachusetts), 26. Juni. Ehrung des deutschen Botschafters vor Holleben: Die Ha=vard=Universität hat heute dem deutschen Botschafter in Washington Dr. v. Holleben den juristischen Doktorarad in feierlicher Weise verliehen. Bei dem Zuge zu dem Theater, in dem die Verleihung ausgesprochen wurde, war Dr. v. Holleben Gegenstand großer Ehrenstand großer Ehrenbezeugungen, er schritt neben dem Albumblätter. Nur der verliert Alles, der den Muth verliert. Mißtrauen. Roman von H. Waldemar. (Nachdruck verboten.) (44. Fortsetzung.) „Aber er muß doch wissen, wo er zu jener Stunde gewesen?“ —„Das weiß er und das ist der Punkt, über den ich mich nicht einigen kann mit ihm, Fräulein Hedwig! Er behauptet, eine dritte Person hineinziehen zu müssen, wenn er sein Alibi beweisen wolle, und dies würde er niemals thun, selbst wenn sein Leben auf dem Spiel stände; der Ruf jener dritten Person, wahrscheinlich einer Dame, sei ihm heiliger, als sein bischen Dasein!“ „Daran erkenne ich meinen Raimund,“ rief Hedwig unter Thränen, ohne zu ahnen, wie sie mit den wenigen Worten ihr füßestes Herzensgeheimniß preisgegelten.„Ich will mit Ihnen gehen, Herr. Baron, vielleicht gelingt es mir, etwas zu erfahren, wenn ich auch— leider— ihn in der Rücksicht, die er nimmt, nur bestärken kann!“ „Ja, gehe, mein Kind, ich vertrete Dich bei Valentine, damit sie nicht zu lange allein bleibt.“ Dadurch hörte Eherhard zum ersten Male von des jungen Mädchens Erkrankung, welche ihn jetzt nicht mehr erschreckte, da die schlimmsten Wochen bereits hinter ihr lagen. Er bat Frau Berns, dem jungen Mädchen seine Grüße und sein Bedauern darüber auszusprechen, und em pfahl sich dann, weil er fühlte, wie seine Kräfte ihn mehr und mehr verließen. Halb besinnungslos lehnte er in der Wagenecke, nach dem er glücklich unten angekommen war, während der Stabsarzt, der ihm kräftige Essenzen unter die Nase hielt, murmelte: „Sagte ich es nicht?— War zu viel für den kranken Körper!— Morgen Rückschlag; und ich habe die Verantwortung!“ „Beruhigen Sie sich, Doktor, ich mache keine solche dummen Streiche— wo fährt der Kutscher hin? wollen ja zur Kaserne! Dottor, bitte rufen Sie es dem Menschenkind zu.“ „Was wollen Sie in der Kaserne, jetzt, wo Sie der Ruhe bedürsen?“ „Ich nicht, Fräulein Berns will dorthin. Wird es Ihnen nicht unheimlich werden dort in dem großen Gebäude?“ fragte er das junge Mädchen, welches still und in sich gekehrt neben ihm saß. „O nein, ich war schon einmal da, ganz allein, aber der Schließer ließ mich nicht ein.“ „Sie— Sie wollen den— den— besuchen?" stammelte der Stabsarzt, mit lächerlicher Verwunderung das Mädchen anstarrend. „Warum nicht, glauben Sie, er würde mir etwas thun? Beruhigen Sie sich, er ist— mein Bräutigam.“ HHedwig erröthete doch, als sie zum ersten Mal sich so herzhaft zu ihm bekannte, aber sie hatte auf der Fahrt bis hierher sich klar gemacht, daß sie dies thun müsse, wollte sie ihren Besuch glaubwürdig erscheinen lassen. Nach kurzer Zeis hielt der Wagen. Hedwig und Eberhard, der es sich nicht nehmen ließ, entstiegen und wen deten sich direkt nach dem Arrestlokal. Der Wachtmeister, der Hedwig das erste Mal abgewiesen hatte, schloß heute, ohne ein Wort der Einwendung die schwere Thür auf und ließ die Besucher eintreten. Eberhard sah noch, wie Raimund sein Lieb mit festem Arm umschlang, dann zog er sich zurück und fuhr nach Haus, dem Wachtmeister bedeutend, er habe dafür zu sorgen, daß das Fräulein in jeder Weise unbehelligt davon gehen könne. Die beide; geprüften jungen Leute vermochten lange wig auf den einzigen Stuhl niedergelassen hatte, kein Wort zu reden, als sie sich endlich faßten und Hedkniete Raimund vor sie hin und sah fast andächtig zu ihr empor. „Mein Lieb, wie soll ich Dir daulen für diese Stunde? Du ahnst wohl garnicht, wie sehr ich mich nach Deinem Anblick gesehnt, der allein mich trösten und aufrecht halten kann in der Prüfung, die über mich verhängt ist. Du weißt Alles? Hast Du meinen Brief gelesen?“ „Noch nicht, ich sand keine Zeit mehr dazu, trotzdem weiß ich Alles— Alles, Raimund, durch Eberhard. Er zeigte sich wieder als wahrer, aufrichtiger Freund. Trotzdem er selbst kaum genesen, kam er zu uns, brachte Deinen Brief und die nähere Kunde und begleitete mich hierher, durch seine Persönlichkeit diese Unterredung erwirkend. Raimund,“— hier schlang Hedwig ihre Arme um des Geliebten Hals,—„muß es sein?“ „Ja, mein Lieb, es muß sein,“ erwiderte er fest.„Du bist mein herzhaftes Mädchen, Hedwig, und weißt, daß nur die unerbittliche Nothwendigkeit mich schweigen heißt. Es kostet mich ja nur ein Wort— und ich bin von allem Verdacht gereinigt, aber— ich darf dies Wort nicht reden, um einer Anderen willen, Hedwig, ich kann nicht ehrlos sein. Ich darf nicht.“ „Auch mir, Deiner Braut, vermagst Du es nicht anzuvertrauen, Raimund? Bedenke, daß ich Anspruch habe auf Alles, was Dich betrifft, so wie mein Inneres, mein Denten und Fühlen klar vor Dir liegen,“ sagte sie ernst. „Auch Dir darf ich es nicht sagen, denn es ist nicht meine Sache allein. Hedwig, hast Du kein Vertrauen zu mir, fehlt Dir der Glaube?“ rief er schmerzlich. „Nein, o nein, Raimuid, Du verstehst mich falsch. Wäre ich hier, wenn ich an Dir zweifelle? Deine Standhaftigkeit ersültt mich mit Bewunderung, sie vermag meine Liebe aber nicht mehr zu erhöhen. Ich gehöre Dein in alle Zeit und Ewigkeit, Raimund!“ Der junge Mann richtete sich auf und zog auch das junge Mädchen empor an seine Brust.„Meine. Hedwig, es wird das letzte Mal sein, heute, daß wir uns allein sehen, für lange, lange Zeit. Lasse mich Dich anschauen, damit kein einziger Deiner holden Züge mir entschwebt; sie sollen mich, vor mich hingezaubert, wenn ich einsam in meiner Zelle sitze, ersevzen, was das unerbittliche Geschick mir entrissen. Du bist frei, Hedwig, von dem Augenblick an, da ich verurtheilt werde, so schrieb ich Dir, und so sei es. Nimmermehr darfst Du Deinen reinen, fleckenlosen Namen mit dem von Schuld beladenen in Verbindung bringen. Mir aber gestattest Du, Dich immerfort treu in meinem Herzen zu bewahren, Dich ewig zu lieben und wenn Du nicht einem anderen Gatten folgst, dann weihe mir, der ich unschuldig leiden muß, einen einzigen lieben Gedanken. Mein Liebling, wir müssen Abschied nehmen, Abschied für das ganze Leben!“ Seine Stimme bebte und er hatte Mühe, seine Fassung zu bewahren. gen Da brach Hedwig das momentan eingetretene SchweiSie können Dich verurtheilen, Raimund, sie-können aber mir, uns, die Liebe nicht nehmen; sie können uns trennen, unsere Herzen werden aber stets beisammen sein!“ rief sie fest mit begeistert leuchtenden Augen.„Höre mich an, Raimund, was ich beschlossen habe. Wenn Du mich wahrhaft liebst, wirst Du meinem Thun nicht hinderlich ein. Leider sind die Zeiten vorbei, da eine Frau ihrem Gatten in das Gefängniß folgen durfte, das kann und darf ich nicht, aber der größte Trost, den ich Dir zu geben im Stande bin, soll Dich begleiten, Dich muthig und standhaft erhalten in den langen Jahren der Trennug.“ „Was meinst Du?“ rief Raimund, voll glücklicher Ahnung in das selig verklärte Antlitz des Mädchens blickend. „Hier an dieser Stelle, mein Geliebter, in dem Raum, da Du so schweres gelitten, wird am Tag Deiner Verurtheilung der Geistliche ein glückliches, aber schwer geprüftes Paar zusammengeben. Nur als meinen Gatten lasse ich Dich zurück.“ „Hedwig, meine Hedwig, bedenke, was Du thun willst.“ „Ich habe es bedacht, Raimund, und trage den Ent schluß schon lange mit mir umher.“ „Und Deine Eltern?“ „Sie lieben mich zu zärtlich und sind von Deine Unschuld allzu sehr überzeugt, als daß sie meinem Vor haben Hindernisse in den Weg legen solltek. Willigs Du ein, Geliebter?“ Ob ich einwillige? Hedwig, Du erfüllst mein Leben mi neuem Hoffen! Für Dich, wenn ich mein Weibchen meiner wartend weiß, kann ich die Schwermuth bezwingen, die schon jetzt ihre Krallen nach mir ausstreckte. Und wende sich die ganze Welt von mir, dann überwinde ich all Schwierigkeiten, alle Unannehmlichkeiten. Aber, Hedwig darf ich denn auch das Opfer annehmen? Darf ich Die Deiner frohen Jugend berauben, indem ich es gestatte daß Du Dich mir, einem verurtheilten Verbrecher, ver bindest?“ „Das darfst Du nicht allein, Du mußt es sogar, den wir haben uns Treue geschworen an jenem Gesellschafte abend, Treue nicht nur für die Zeiten des Glückes, sonder auch für die unglücklichen, trüben Tage, da erst zeigt sic die wahre Liebe, die echte Treue. Nur wenn Du anderen Sinnes geworden, Raimund, stehe ich von meinem Vor haben ab.“ (Fortsetzung folgt.) Sschend dn stchrichen dant leihung der Doktorwücbe ver Anwesenden ase aus. einher, neben dem er auch dlung saß. Als die Ber verkündet wurde, brachen die Dr. u. Holleben war der ug erwiesen wurde. „.. 27. Juni. Von der Harvard=Universitcht in Cambridge wird berichtet, daß nach der Verleihun des Ehrendoktors an den deutschen Botschafte v. Holleben ein Diner stattfand, wobei v. Holleben als Strerges, vom Senator Hoar eingeführt wurde. Hoar die traditionelle Freundschaft zwischen amerikanischen Ration hin, worau einer Rede auf die traditione der deutsch die An chafter veranstalteten. Dieser hielt darauf eine kurze Anprache in englischer Sprache, die mit folgenden Worte utschen und der zwesenden eine große Demonstration für den Bot sammengehören. Der Krieg in Süd=Afrika. Rotterdam, 26. Juni. Nach der Frühstückstase unternahm Präsident Kruger einen Sxazierritt, bei dem ihm zahlreiche Ovationen dargebracht wurden. Um 4 Uhr sand große Ovation statt, an den sich eine Menge von Deputionen betheiligte. Der Präsiden“. Erschienenen seinen herzlichsten Da sprachen wurde die Politik nicht berührt. Präsident Krüger betonte nur, England habe seit dem Zuge Jamesons sich zum Kriege vorbereitet. . Harrhsmith(Oranjefreistaat), 25. Juni. Zwei englische Truppenabtheilungen machten, gemeinsam vorgehend, lische Truppenabtheilungen machten, gemeinsam vorgehend, einen Beutezug durch das Gebiet Harrysmith und Beihlehem. Sie erbeuteten 43 Wagen und Karren, 182140 Pfund Fourage, 598900 Pfund Korn und Mehl, sowie eine Menge landwirthschaftlicher Gerüthe und Munition auf dem Wege nach Beihlehem und außerdem 37 Ladungen Fourage auf dem Rückwege. " uvon, 27. Juni. Der Korrespondent der„Times.“ der sich bei General Blood befindet, beschreibt die plötzlichen Aenderungen der Pläne Bloods, die vorgenommen wurden, um Bothas Streitkraft, sowie die Burenregierung, die sich 20 Meilen südöstlich von Carolina verborgen hielten, gefangen zu nehmen. Blood entsandte eine Kavalleriebrigade unter Bahington zur Verfolgung Bothas, aber leßterer entkam nach Zurücklassung seines Wagenparks und Richtung auf Bethel; seitdem habe er sich wahrscheinlich nach Osten gewendet. Kenhardt, 26. Juli. Aus Kakamas sind den Engländern ergebene Farmer hier eingetroffen und berichten, daß nach einem Gefecht in der Nähe von Narvegas, das zwischen Grenzschützen und dem Kommandauten Conroy vorfiel, die Buren sich nach Kakamas zurückgezogen hätten, von wo aus sie den Oranjefluß in größter Unordnung überschritten hätten. Conroy habe sich mit einem Kaprebellen Ramens Vickers aus Brandvlei auf deutsches Gebiet begeben, um mit den deutschen Behörden zu verhandeln. Die Deutschen hätten es abgelehnt, bewaffnete Buren aufzunehmen. Schließlich seien 38 Familien nach Deutsch=Südwestafrika gezogen, wo die deutschen Behörden Frauen und Kinder in einem Lager nahe bei Schmidtdrift unterbringen, die Männer interniren ließen. Richmond(Kapkolonie), 26. Juni. Eine große Syrettmacht der Buren unter Malan und Smit griff Richmond am 25. d. M. bei Tagesanbruch an. Der Angriff dauerte bis gegen Abend, wo die Buren sich zurückzogen, wahrscheinlich, weil sie gehört hatten, daß die unter unds Besehl stehende Truppe sich nähere. Diese Truppe traf heute früh hier ein. legen zu können. Stadtverordneten=Vorsteher Sieg glaubt, üsse, daß sich zunächst das Kollegium entschließen der Erweiterung der Schule den Direktor Heufer als müsse, ob es bei der Erweiterung der Schule den Leiter haben wolle oder nicht. Stadtv. Cronemeyer bereit, dem Leiter der Baugewerkschule die Räume des neuen Gewerbeschulhauses zur Verfügung zu stellen, namentlich, da die eigentliche Gewerbeschule nur wenige Stunden pro Tag die Räume benutze. Er hält es für an gebracht, der Eingabe Heufers näher zu treten. Stadtv riester will erst den Abschluß der Verhandlungen des Magistrats abwarten. Die Eingabe Heusers könne dem agistrat hierzu zur Berücksichtigung überwiesen werden Ma Aus dem Fürstenthum Lippe und Umgegend. 28. Juni. Detmold. Semeinscsizrgen Stadtverordnetensitzung ging eine gemeinschaftliche Sitzung der städtischen Behörden voraus, auf deren Tagesordnung verschiedene Wahlen und eine Rechnungsabnahme standen. Die Neuwahl von zwei Mitgliedern zum Kuratorium der Gewerbeschule ergab die Wiederwahl des Möbelfabrikanten Beneke und des Maurerweisters Sielernann. Ebenso wurden die Mitglieder der Voreinschätzungskommission und deren Stellvertreter glatt wiedergewählt. Das Feuerherrn=Kollegium besteht aus 24 Mitgliedern, deren Vorsitzender Maurermeister Danies ist. Das Stadtverordnetenkollegium hatte vor einiger Zeit Feuerherrnkollegium aufzulösen und die Befugnisse desselben der Freiwilligen Feuerwehr zu übertragen. Der„Magistrat beantragt nun aber, genanntes Kollegium bestehen zu lassen und sämmtliche Mitglieder Seie##ie, ere### für das verstorbene Mitglied in Neese Hoftischlermeister Begemann an der Neustadt. Dieser Shitauntasfonda ss aurdan=s. Rechnung des städtischen Stiftungsfonds ist zurückgekommen und zwar ohne Be„“##eselbe wird daher als abgenommen angesehen. Damit ist die gemeinschaftliche Sitzung beendet. In der sich daran anschließenden Stadtverordnetensitzung wird zunächst noch einmal über die in der vorigen Sitzung vorgekte abgestimmt, da jene Versammlung bekanntch beschlußunjähig war, Dem Verkauf einer Grundfläche Hofkürschner Hasenclever auf dem Hambruche zum Stadtv. Pieper bemerkt, daß dabei auch auf die Tischler fachschule des Herrn Reineking Bedacht genommen werden müsse. Diese Schule habe sich kolossal entwickelt und da mit gezeigt, daß sie lebensfähig sei. Stadtv. Korf ist der Ansicht, daß es besser sei, wenn das neue Gewerbeschulhaus in Benutzung genommen würde, als daß das große'Haus leer stehe. Stadtv.=Vorsteher Sieg betont, daß die Stadt bei dem Ausbau der Schule jedenfalls am billigsten weg komme, wenn die Baugewerkschule nach den Vorschlägen des Direktors Heufer mit ihr vereinigt würde und dann dem Genannten ein Zuschuß etwa bis 5000 Mark gewährt werde. Im anderen Falle würde die Anstellung anderer Lehrer usw. einen ganz anderen Zuschuß erfordern. Zu dem habe man Heuser ja schon seit Jahren einen Zi gegeben, was doch als ein Beweis dafür anzusehen sei, daß man mit ihm zufrieden sei. Er sei ev. bereit, Reineking eben falls einen Zuschuß zu gewähren. Stadtv. Köller will nicht entscheiden, ob Direktor Heufer der rechte Mann sei, jedenfalls sei er aber der Ansicht, daß der Zweck des Baues der Schule doch ein höherer sei, als nun das Haus dem Ge nannten zu überlassen. Er hegt die Zuversicht, daß der istrat schon das Beste erkennen wird und will daher die Verhandlungen des Magistrats abwarten. Stadtv. Winkelsesser ist derselben Ansicht wie Vorredner. Die Frage, ob Herr Heufer als Direktor der Schule angestellt werden solle, bedürfe erst noch sehr der Erwägung. Heute könne er sich unter keinen Umständen darüber entschließen, dazu sei die Frage viel zu schwierig. Stadtv. Priester hält es für angebracht, den Magistrat zu ersuchen, die angeknüpften Verhandlungen möglichst zu beschleunigen und dann über deren Ergebniß zu berichten. Redner hat Gelegenheit genommen, mit dem Direktor Lange über den Ausbau der Schule zu sprechen, der sehr für die Errichtung einer Handelsschule eingetreten sei. Bürgermeister Petri bemerkt dazu, daß der Direktor Lange auch zu den Verhandungen des Magistrats zugezogen sei, derselbe habe sich hier bei als ein ausgezeichneter Kenner der kaufmännischen Lehrfächer gezeigt, was die ebenfalls zugezogenen Stadtverordneten Cronemeyer und Mever bezeugen würden Lange habe derartige Schulen auch schon geleitet. Stadtv. Binkelsesser ist der Ansicht, daß Direktor Lange als Leiter der Höheren Mädchenschule mit dieser Aufgabe vollauf zu zhun habe, und sich daher nicht noch neebnbei mit der ng der Gewerbe= oder der Handelsschule befassen könne. Stadtv.=Vorsteher Sieg hält dies schon um deswillen für ausgeschlossen, weil die ev. zu errichtende Hanzelsschule eine Tagesschule werden müsse, während Direktor Lange günstigsten Falles doch nur eine Abendschule eiten könne. Stadtv. Meier regt die Frage der Errichtung eines Technikums an, doch weisen die Stadtvv. Winkelesser und Sieg auf die damit verbundenen ungeheuren kosten hin. Münster habe für sein Technikum ein Gebäude ür 260000 M. errichten müssen, zahle einen jährlichen Zuschuß von 12000 M., während der Staat 60000 M. zuchieße. Ferner dürfte die Besucherzahl höchstens 300 betragen. Darauf wird der Antrag angenommen, den Magitrat zu ersuchen, möglichst bald eine Vorlage wegen der Verwendung der Gewerbeschule zu machen.— Bezüglich des Baues der Brücke im Zuge der Emilienstraße hat sich der Eigenthümer Oppenheimer bereit erklärt, zu den Kosten derselben beizutragen, wenn auch die Anwohner u denselben herangezogen würden. Demgegenüber hat er Magistrat beschlossen, den Bau möglichst zu beschleunigen,d aß aber die Kosten von dem Eigenthümer zu tragen ind. Das Kolleg schließt sich diesem Beschlusse an.— leber die Vertheilung der Kanalbaukosten ist eitens des Magistrats ein Statut entworfen, welches zunächst der Straßen= und Wegebau=Kommission überwiesen wird.— Wegen des Kanalbaues über den zum Rittergute Zraunenbruch gehörigen Grundbesitz bis zur Einmünsung in die Werre beim Wellenbade sind mit den werren Merkel und Scharenberg Verhandlungen gepflogen. Der kagistrat wird nun ersucht, auf Grund der vorliegenden Verhandlungen mit dem Rittergutsbesitzer Merkel einen Vertrag abzuschließen.— Unter„Verschiedenes“ werden mehrere Rechnungen den betr. Kommissionen überwiesen und sodann ein Bericht über die Revision der Kämmereikasse mitgetheilt.— Der Wirtheverein wendet ich in einer Eingabe gegen die einseitig vom Magistrat erlassene Verfügung wegen der höheren Besteuerung Tanzlustbarkeiten. Da abe er aber die Stadtveran Preise von 2 Mar' pro Quadratmeter und dem Verkauf Ma FFrs Bo### der Bruchnraße zum Preise von 20 Mark pro Quadratmeter wird auch in zweiter bezw. dritter sälischen Städtletages aun. Beschickung des westfälischen Städtetages durch den Stadtv. Priester und die für Feuerschutz in Berlin nur ###o Pieper wird genehmigt. Darnach wird in die Tageserdrung eingetreten. Der Rennverein ersicht darum, fül 48, diesjährige Rennen den sog. Rennplatz wieder zur Verfügung zu stellen. Das Gesuch wird gmezer Se ckerner hittet der Verein, in diesem Jahre von der Stiftung eines Ehrenpreises abzusehen, dafür aber den Paarpreis von 300 Mk. auf 500 Mk. zu erhöhen. Der Magistrat schlag. dazu vor, zu den diesmaligen Rennen, wert 100 Spttg. ax einem Tage stattfinden, einen Ehrenpreis von 100 Mk. und 100 Mk. in baa., zusammen also 200 Mk. vir. Serlugung zu pellen, womit sich die Stadtverordneten einverstanden erklären. Für die Baugewerkschule wird sabann Se###uren. Für die Baugewerkschule wird soLann F. 19, in Höhe von 162 Mk. nachbewilligt. Bei Sslen, Punkie, verliekt der Vorsitzenoe eine Eingabe des s Heusel, die dieser im März an den Magistrat die jetzt auch in Abschrift dem Kollegium zugegangen ist. In dieser Eingabe macht der Petent Vorschläge bezüglich der Vereinigung der Gewerbe= und Fortbildungsschule unter seiner Leitung und Verlegung beider Schulen in das neue Gewerbeschulhaus sowie über die dann vorzunehmende Erweiterung der Schule unter Hinzufügung einer Handelsschule, einer Zieglerschule, einer kunstgewerblichen Abtheilung usw. bei Gewährleistung eines zlustbarkeite ordnetenversammlung der höheren Besteuerung zugestimmt hat, kann das Kolleg nicht auf die Eingabe eingehen.— Der in der Lageschenstraße angelegte Kanal hat einen Kostenaufwand von 10 721,50 M. verursacht oder pro laufendes Meter rund 15 M., wozu von den Anwohnern ein Drittel, also 5 M. pro Meter, eingezogen ist. Die Anwohner Kanne, Knöner und Ernsting petitioniren nun einer Eingabe auf Rückerstattung der Gelder, da der Kanal zur Aufnahme der Hausabwässer nicht tief genug gelegt und daher überflüssig gewesen sei. Stadtbaumeister bemerkt dazu, daß der Kanal 3 Meter tief liege und mit Rücksicht auf die Mündungsstelle nicht tiefer gelegt werden konnte. Daß der Kanal zur Auf mahme der Hausabwässer nicht tief genug liege, sei vielleicht bei einem Hause zutreffend. Das sei aber nicht zu vermeiden gewesen. Eine Kanalanlage geschehe nicht für den Einzelnen, sondern sei für die Gesammtheit nothwendig; zu den Kosten habe daher auch jeder Anwohner beizutragen, ganz gleichgültig, ob er etwas davon habe oder nicht. Uebrigens seien die Anwohner der Lageschenstraße bei der damaligen Berechnung noch billig weggekommen; zu den neuen Anlagen müsse bedeutend mehr gezahlt werden. Verschiedene Stadtverordnete bestätigen, daß die Anlage nicht tiefer gelegt werden konnte. Darauf wird die Eingabe abgelehnt.— Der Leihekassenkontrolleur Jakob als Anwohner des Wallraben hat eine Eingabe gemacht, da der Magistrat auf die ntervention zweier Interessenten hin, den letzthin geaßten Beschluß des Kollegs bezüglich der auf dem Wallgraben von der Bruchstraße bis zur Freiligrathstraße anzulegenden Gehbahn einer Prüfung unterzogen habe, und nunmehr gewillt sei, dieselbe mit sogenannten Kopfsteinen herstellen zu lassen. Nach kurzer Berathung bechließt das Kolleg, bei seinem früheren Beschlusse zu bleiben und die Gehbahn mit gelben Platten herzustellen. Vor dem Hause des Frl. Melm soll die dort schon gen Zustande bestehen Stadtv. Köller wegen om wird vom Bürgermeister dahin geantwortet, daß ein diesfezügliches Statut vielleicht schon in allernächster Zeit vorgelegt werde. Selbiges solle nur noch dem Wasserwerksdirektor Diekmann in Magdeburg zur Prüfung vorgelegt werden. Stadtverordnetenvorsteher Sieg: Dann ist der Magistrat also im Prinzip für die Abgabe? Bürgermeister Petri: Ja.— Stadtv. Pieper fragt wegen des Verlaufes des Prozesmit Deutschlander an. Bürgermeister Petri erdaß der Prozeß zu Ungunsten der Stadt entschieden steiten. Vor dem Häuse des Fri. Meim befindliche Gehbahn in ihrem jetzigen bleiben.— Auf eine Anfrage des Sta Abgabe von elektrischem Stro es n Härt, worden würe, es sei aber noch kurz vorher ein Bergleich zu Stande gekommen. Stadtd.=Vorstehen Sieg weist da ich den Stad ra in de dtverordneten noch dieser Vergleich den Stadtverordneten noch zur Genehmigung vorzulegen sei.— Schluß 7% Uhr. Aerztliche Studienreise in die deutschen Nordseebäder. Um den Aerzten, Sanitätsoffizieren und Studirenden der Medizin Gelegenheit zu geben, mit Aufwendung geringer Mittek die Heilsaktore der deutschen Badeund Kurorte aus eigener Anschauung kennen zu lernen, hat sich aus den hervorragendsten inneren Klinikern Deutschlands und Oesterreichs und aus den Medizinalreferenten sämmtlicher deutschen Bundesregierungen und des österreichischen Ministeriums ein Komitee gebildet, das im Auschluß an die alljähr d stattfinder Versam cher jährlich stattfindende Versammlung deutscher Naturforsrcher und Aerzte eine Reihe von Studien. reisen in die deutschen und die österrei,chischen Badeorte veranstalten wird. Die Pflichten des ausführenden Komitees haben der Geheimrath Prof. Dr. E. v. Leyden und Geheimrath Prof. Dr. Liebreich übernommen. Die erste dieser ärztlichen Studienreisen wird von Hamburg aus, wo der diesjährige Naturforscherkongreß am 22. Septem. ber zusammentritt, unternommen. Für die auf elf Tage berechnete Studienfahrt hat die Nordscelinie einen erstklassigen Salondampfer zur Verfügung gestellt. Die F geht nach Sylt, Wyk, Helgoland, Wangeroog, Spieker Norderney, Inist, Borkum und Kuxhaven und kostet ein schließlich Wohnung und Verpflegung nur 100 M. An meldungen sind bis spätestens 20. August an den Schriftführer des Komitees, Dr. W. H. Gilbert, Baden=Baden, und Dr. P. Meißner, Berlin W., Kurfürstenstraße 81, zu richten, von denen auch jede gewünschte weitere Auskunft über Zweck und Programm der Studienreisen bereitwilligst ertheilt wird. — Commertheater. Mit dem besten Werke Paul Lindau's, dem vorzüglichen, geistreichen Schauspiel„Ma ria und Magdalena“ wird am kommenden Sonn tag die diesjährige Spielzeit des Sommertheaters eröffnet. Neben den beiden Damen Pichon und Ravenau, die wie bereits erwähnt, die Titelrollen spielen, ist auch den anderen Mitgliedern Gelegenheit geboten, ihr Können aufs Beste zu zeigen. Die reizende Rolle der„Elli“ ist durch Frl. Schiller vertreten, während die Herreurollen sich in den Händen der Herren Rudolph(Laurentius), Rönz (Werren), Kämmerer(Fürst Bernd) und Ebert(Gelz von Gelsinnen) befinden. Herr Direktor Becker, der die Rolle des Schelmann spielt, hat das Werk selbst inszenirt und für gute Einstudirung und beste Ausstattung Sorge getragen.— Am Montag gelangt als zweite Vorstellun Grillparzers Meisterwerk„Sappho“ zur Aufführung un war mit Frlg. Pichon in der Titelrolle. Wir können, nach siesen beiden Vorstellungen zu urtheilen, schon heute konstatiren, daß uns genußreiche Theaterabende in Aussicht stehen und empfehlen hiermit nochmals den Besuch der ersten Vorstellungen angelegentlichst. — Bildungsverein. In dem seit einigen Jahren im Bildungsverein bestehenden Lesezirkel, welcher bestrebt ist, seinen Mitgliedern stets das Reueste an Zeitschriften su bieten, sind einige Mappen frei geworden. Da der Lesezirkel gegen früher an Zeitschriften zugenommen hat— es befinden sich jetzt in jeder Mappe 7 Hefte; so z. B. Fliegende Blätter, Zur guten Stunde, Daheim, Garten laube u. s. w., so möchten wir denselben den Mitgliedern des Bildungsvereins in Erinnerung bringen. Der Preis st äußerst billig und beträgt pro Jahr 4 Mark. die Abonnenten den Umtausch der Mappen nicht selbst besorgen wollen, kann solches gegen eine Vergütung von Mk. pro Jahr durch den Vereinsdiener Hermann ge chehen, es müßte dieses jedoch bei Bestellung des Abonnements gleich bemerkt werden. Indem wir auf die Annonce in der heutigen Nummer Bezug nehmen, laden wir zum Abonnement auf den Lesezirkel hierdurch ein. — Zu dem Ausfluge des Bildungsvereins sind gestern im letzten Augenblicke noch so viele Anmeldungen eingegangen, daß ein neuer Wagen engagirt werden mußte, auf dem jetzt noch vier Plätze frei sind. Wer sich daher dem Ausfluge noch anschließen will, möge sich umgehend n der Geschäftsstelle der Landeszeitung melden. — wur die durch Hagelschlag Geschädigten n Wörderfeld gingen ferner bei uns ein: Von einem Schüler der Tischlerfachschule 1,50 Mk. Dazu die bisher gesammelten 198,25 Mk. sind zusammen 199,75 Mk. Dem Geber herzlichen Dank. Wir bitten um weitere Gaben. — Kavallerie=Manöver in der Senne. Es dürfte gewiß jetzt für jeden Soldatenfreund von großem Interesse sein, die sechs im Sennelager befindlichen Kavalleriekegimenter exerzieren zu sehen. Zum ersten Male befinden ich das 23. hessische Garde=Dragoner=Regiment und die 24. Dragoner aus Darmstadt in der Senne. Das vornehme Königs=Husaren=Regiment aus Bonn ist seit längeren Jahren mal wieder in der Senne anwesend, ebenso die rünen Düsseldorser Husaren, die 5. Ulanen aus der Kunstladt am Rhein und die 8. Panzerreiter aus Deutz=Köln. — Preisschießen am 30. Juni. Die jungen Zürgerschützen werden im Anzeigentheile aufgesordert, zu em am Sonntag Nachmittag stattfindenden Preisschießen mit Konzert und Tanz pünktlich 2½ Uhr im Sonntagsanzuge(ohne Schärpe und ohne Mütze) auf dem Marktplatze recht zahlreich zu erscheinen. Sämmtliche Milglieder erhalten ihre Damenkarten gratis oben an der Kassabnde. — Die C.=Kompagnie der Bürgerschützen zielt am gestrigen Abend beim Wirth Rettelstroht eine gut besuchte Versammlung ab. Der Hauptmann S. Kate gab dem Wunsche Ausdruck, daß sich die Schützen recht zahlreich am Sonntag Nachmittag, pünktlich 2¼ Uhr, auf dem Narktplatze zum Ausmarsch nach dem Schützenberge eininden möchten. Die Versammlung nahm einen sehr emüthlichen Verlauf, so daß man annehmen darf, daß die .=Kompagnie am Sonntag voll und ganz auf dem Posten ein wird. Kommers. Gestern Nachmittag hatten wohl 50 Studirende des katholisch=theologischen Semtnars in Zaderborn mit einigen Lehrern eine gemüthliche Bierneipe im Theatersaale des Neuen Kruges. Es herrschte von Anfang bis zu Ende bei vorzüglichem Neuenkrüger Stoff die größte Fidelitas. Absingen von Liedern wechselten mit Reden u. s. w. Die jungen Leute hatten am Tage eine Partie durch den Tentoburger Wald gemacht. — Strafkammersitzung. 1) Die Ehefrau M. M. aus Brake war vom Schöffeugericht in Leingo wegen Betrugs zu drei Wochen Gefängniß verurtheilt, weil sie sich am 22. Februar 1900 unter der falschen Vorspiegelung, hr Sohn Hermann Büsing sei für die Ziegeleikampagne 900 noch nicht verdungen, von dem Ziegelmeister Grabbe n Leese einen Vorschuß von 30 Mk. erschwindelt hatte. In Wirklichkeit war der Junge damals von ihr an den Ziegelmeister Wilmsmeier in Leese verdungen. Die Berufung der Angeklagten gegen dies Urtheil blieb ohne Erfolg. 2) Der Arbeiter L. J. aus Seulingen hatte als ckfälliger Dieb am 22. Dezember 1900 dem Dienstkuecht hottlieb Hosmeister zu Neuenthurm Lemgo einen Geldbetrag von 30 Mk. gestohlen. Er wurde unter Annahme mildernder Umstände zu einer Gefängnißstrafe von sieben Monaten verurtheilt, welche er als Zusatzstrafe z# einer vom Landgericht Hannover wegen Diebstahls im Rü verhängten achtmonatigen Gefängnißstrafe zu verbüßen hat. war vom Schössengericht Salzuflen zu einer Gesängniß. strafe von 3 Wochen verurtheilt, weil er am 21. April 1901 den Arbeiter Friedrich Mosbach in Werl mittelst eines dicken Knüppels vorsätzlich körperlich mißhandelt hatte. Er sung eingelegt, um eine Herabsetzung der erzu erwirke ken. Die halte Berusung eingelegt, um kannten Strafe auf einer Geldstrafe Strafkammer verwarf indeß das Rechtsmittel. Lemge. — Das 1. Abonnements-Garten=Concert am gestrigen Abend bei Herrn W. Röding hatte sich eines nur mäßigen Besuches zu erfreuen. Die ausgezeichneten Leistungen der Kapelle fanden jedoch reichlichen Beifall. Es ist schade, daß das Unternehmen des Herrn Röding keine dessere Unterstützung gesunden hat. Hossen wir im Interesse der Frau Musika, daß gestern nur die Witterung und nicht mangelndes Interesse an den Bestrebungen, gute Musikvorträge in unserer Stadt zu veranstalten, Schuld an der schwachen Betheiligung war. — Die Listen für das Adreßbuch werden nur noch bis Sonnabend Abend ausliegen. Wir bitten also, versäumte Nachschlagungen noch schleunigst vornehmen zu wollen, damit etwaige eingeschlichene Fehler noch richtig gestellt werden können. Sage. — Die Lippische Zuckersabrik zu Laze(Aktienkapital Mk. 825 000) begann die Kampagne 1900/01 am 1. Oktober und beendete sie am 3. Dezember 1900. Es wurden rend dieser Zeitt, welche 58¼ Arbeitstage umfaßte, 4485 Ztr. Rüben verarbeitet, pro Tag also 7696 Ztr. Im Voritung 447072 B1 Ztr. und die jahre betrug die Rübenverarbeitung 447 ung 7708 Ztr. Für das im letzten Jahre übenquantum stellt sich der Preis auf Mk. 451 646,84, mithtn rund Mk. 1 pro Zentner. Die Verarbeitungskosten betrugen einschließlich der Abschreibungen pro ner Rüben 52,56 Pfg. gegen 51,01 Pfg. in der Voragne. Zurückzuführen sind diese Mehrkosten auf höhere Löhne und höhere Preise für Kohlen und sonstige Betriebsmaterialten. Sodann ist im letzten Jahre die stellung von Torfmehlmelasse in größerem Umfange betrieben worden, wodurch ebenfalls größere Ausgaben an Löhnen verursacht wurden. An trockenen Schnitzeln sind 28822 Ztr. hergestellt worden und dabei gleichzeitig 4 500 Ztr. Melasse verwendet. Bei den erzielten Preisen, über kk. 4½ pro Zentner Trockenschnitzel, ist auch die Melasse gut verwerthet. Die Produktion an Torfmehlfutter betrug 5400 Ztr., die theils an Rübenlieferanten, theils an Händler abgesetzt wurden. Die Gesammteinnahmen des 691959 erzielt. beliefen, so wurde ein Gewinn von Mr. 59943,72 Horn. — Frühzeitige Ferien erhielten die Schüler der unieren Knabenklasse in Folge der Erkrankung ihres Lehrers, Herrn Krome. Hoffentlich bessert sich das Leiden des Herrn recht vald. Hummerbruch Diebstähle im Rückfalle, begangen mittelst Einbruchs und Erbrechens von Behältnissen, wegen zweier einsecher Diebkähle im Rücksalle, wegen vollendeten wegen Betrugsversuchs in schla vollendeten Betrugs in 3 Fällen, einem Falle und wegen Unterchlagung in einem Falle zu einer Gesammtstrafe von sechs Jahren Zuchthaus und zum Verlust der bürgerli rechte auf die Dauer von sechs Jahren verurtk dem wurde auf Zulässigkeit von Pos' 4) Der Pferdeknecht Heinrich F. aus Verl Barntrup. — Gewerbeausstellung. Das Hauptkomitee hat ich aus dem Umstande, daß sich für nächsten Sonntag chon eine ganze Reihe Vereine zum Besuche der Austellung angemeldet haben, entschlossen, mehrere Konzerte u veranstalten, zu welchem Zwecke die sich eines guten Rufes erfreuende Krüger'sche Kapelle aus Leugo engagirt worden ist. Konzerte finden daher am Abend vorher, am Sonntag früh, Mittags und während des ganzen Nachmittags statt; sie dürften sehr geeignet sein, einen günstigen Einfluß auf den Besuch auszuülben. Bei eintretender Dunkelheit wird ein großes Feuerwerk abgebrannt werden. Amt Schötmar. Wüsten, 27. Juni. Mit dem Wiederaufsan des vor kurzer Zeit abgebrannten Wüstener Kruges st bereits begonnen. Der Bau wird im Renaissance=Stile aufgeführt. Die Bauleitung liegt in den Händen des Herrn Irchitekten Schulze zu Herford. Amt Sternberg-Barntrup. Bega, 27. Juni. Ein großes Unglück hälte gestern Nachmittag entstehen können. Es fuhr der Kalkvagen des Herrn Geise unterhalb Bega von der Chaussee sie tiefe Böschung in der Nähe des Staues hinunter. Wunderbarer Weise ist der Lenker mit den beiden Pferden ohne jegliche Verletzung davon gekommen. Selbeck, 27. Juni. Der am vergangenen Sonnabend vom Boden gefallene Schweinehirt des Landwirihs D., Beckmann, ist dem Vernehmen nach mit einer glücklicherweise nur ungefährlichen Verletzung davon gekommen. Anfangs sah es aus, als wenn er innerlich schwer verletzt ei, da ihm Blut aus Rase und Mund kam. Es ist zu jewundern, daß der Junge bei dem Falle so glücklich siel, wodurch er vor größerem Schaden bewahrt blieb. Der Arzt hofft ihn schon in kurzer Zeit wieder herzustellen. Alverdissen, 26. Juni. Gestern Vormittag zeigten ich hier für unsere Gegend ganz seltene Gäste: Zwei beiße Störche(Ciconia alba). Dieselben suchten, angsam weiter gehend, auf dem v. Kerßenbrockschen Lande, Reierscher Kamp in der Holle, ihre Nahrung. Diese beteht aus Feldmäusen, Wasserratten, jungen Hasen, jungen Vögelchen, Insekten und deren Larven, Schnecken und Regenwürmern. Aus dieser Aufzählung erhellt, laut L. V., daß der Storch sowohl Schaden als Nutzen verursacht; doch dürste der Schaden den Nutzen übersteigen, weil der Storch viele nützliche Singvögel vertilgt, während seine Mäusenahrung nicht viel zu bedeuten hat, da in den Niederungen, in denen er sich aushält, gewöhnlich nicht viele Mäuse vorkommen. Amt Hohenhausen — Adreßbuch für das Fürstenthum Lippe. Die öffentliche Ausleaung der Hausverzeichnisse wird morgen in den Bauerschaften Asendorf und Brüntorf beginnen. Wir bitten, die Verzeichnisse genau auf ihre Richtigkeit zu prüfen und etwaige Fehler am Rande zu bemerken. Bestellungen auf Annoncen, Extrazeilen und Vorherbestellungen auf Adreßbücher können noch jederzeit emacht werden. Kus den Nachbargebieten. Schloß Holte, 27. Juni. Heute Abend annte die dem Herrn Meier hie cksalle Sägemühle fast vollständig nieder. Die Feuers ist bislang unbekannt. Der Besitzer sichert haben. Blotho, 27. Juni. Der Bischof Dr. Wilhelm Schneider aus Paderdorn traf hier mittag gegen 5 Uhr im vierspännig gleitung von Oeyuhausen aus, wo der latholischen Gemeindeglieder gefirmt schon unterweas vom hiesigen Kirchenvors## empfangen, direkt nach der katholischen Kirche, wo die Begrüßung der versammelten Gemeinde stattsand. Gegen 7 Uhr fuhr der Bischof unter dem Gekeite der hiesitzen Gemeindevertreter nach Hausberge weiter. Blotho, 27. Junl. Wegen der Grunds#ickkankäuse für die Kleinbahn Blotho=Salzusten weille Ehren Außererkannt. Schhingr heute Nachvörgestern der unserer Stadt einen Erfolg in erzielt. Die Kle meter Grundslä10 Mark.— 2 bei der Arbeit. dem Arbeiter E 50 Mark Baarg erwischt. Ist der oder nicht? 2 springenden Pu milltärgericht. nemnann vom H fahren wegen jährig-freiwillig schluß des Krie virung eingeste williger Arzt se Dr. Bugge erg setzen und die Das Kriegsgert frei. In der T gehoben und vier Wochen wurde von dem gericht eingeleg vorinstanzlichen der Verordnung einjährig=freiwi daher zweisello wurde in der g Entscheidungen auditoriats und Revision wurde freiwillige Arz der Mannschaft Der BiDer Gerichtsse gerichts bot am gegen Earl Ru man ihn bei L Der Angeklagte hatte sich pünk namentlich star setzten Auditori geschiedene Mri sie die Anklage einfach, aber el hübsch und sy einen der ersten Charles Matthe schaft war durck Die Verhandlus stellung des zu Thatbestandes. Ehe von John Edith Scott wu wiesen. Der Se dete alsdann,# und dort den Au mit Mrs. Som Nevada festgeste zeugniß mit Bei langen des Ver Dekrets, durch n hof von Nevade erregte es, als Franklin Curles das Dekret sei Recht ungiltig. Dekrets und der Gesuchs um das Tagen. Im gee 1900 erlassen, u April stattgefur ersten Lady R Bühnenengagem ren angenomme in Millhanger gerichtshof von stellung der Sch Russell enthielt Erwiderung. D ton verwies die Session des Cen Earl Russell wei Kaution in Höhe Ein eiger durch eine Kreuz dem Bahnhof H laden einer Bah eine Kreuzotter den 26jährigen straße 8 wohnha tische Krankenhal nissen entspreche im Walde bei Unt sendung kam, in Die Angewo ernnter zu dle Isfiziers das Le M., war von Ha ist, in Hannover ereignete sich in das Mädchen mi hatte. Beim Ab letzungen, daß er nächsten Morgen Das Testam Rom verstorbene das Vermögen, wie folgt verthei halten 370000 Li der Verpflichtung, auf der römische enische Kunstwer Museum und für Außerdem hinterl für das deutsche K Akademia S. Luc tiger Mitglieder, eines alljährlich den Erblasser un Eduard Müller, dem enthält das gate, so 30 000 Lir Heirath unte (Provinz Galizien dinnen, Marcela eines Kapitäns, ur lischen Sprachleh: heirathet. Zu die richte dürften sich sassen. Der Sechse eine Zierde des### neuer nur unterhieit Thir veru vörgestern der Direktor der Herforder Kleinbahnen hier in unserer Stadt. Wie man darüber hört, hat derselbe aber einen Erfolg mit den beireffenden Grundstücksbesitzern nicht erzielt. Die Kleinbahngesellschaft will 4 Mark pro Quadratmeter Grundfläche zahlen; gefordert werden aber bis zu 10 Mark.— Die Diebe sind in hiesiger Gegend wieder bei der Arbeit. Im nahen Hollwiesen wurden dieser Tage dem Arbeiter Seeger in seiner Wohnung aus einem Koffer 50 Mark Baargeld gestohlen. Den Dieb hat man nicht erwischt. Vermischte Tagesneuigkeiten. Ist der einjährig=freiwillige Arzt Vorgesetzter oder nicht? Die Entscheidung dieser Frage bildete den springenden Punkt in einer Verhandlung vor dem Reichs militärgericht. Angeklagt war der Husar August Thor nemann vom Husareuregiment Nr. 14, gegen den das Verfahren wegen Achtungsverletzung, begangen an dem ein jährig-freiwilligen Arzt Dr. Bugge, anfänglich auf Be schluß des Kriegsgerichts der 22. Division mit der Motivirung eingestellt worden war, daß ein einjährig= freiwilliger Arzt kein Vorgesetzter sei. Auf die Beschwerde des Dr. Bugge erging der Bescheid, das Verfahren fortzusetzen und die Anklage gegen Thornemann zu erheben. Das Kriegsgericht der 22. Division sprach den Angeklagten frei. In der Berufungsinstanz wurde dieses Urtheil au gehoben und der Husar wegen Achtungsverletzung vier Wochen strengen Arrests verurtheilt. Hiergegen wurde von dem Angeklagten Revision beim Reichsmilitärgericht eingelegt. Der Reichsmilitäranwalt schloß sich dem vorinstanzlichen Urtheil an, da laut 8S 15 und 19 Abs. der Verordnung für das Sanitätskorps der dienstthuende einjährig=freiwillige Arzt als Unterarzt zu betrachten und daher zweisellos Vorgesetzter sei. Diese Bestimmung wurde in der gestrigen Verhandlung durch eine Reihe vo Entscheidungen und Verfügungen des Preußischen Generalauditoriats und des Kriegsministeriums erhärtet. Die Revision wurde verworfen und die Frage, ob der einjährigfreiwillige Arzt im dienstlichen Verhältniß Vorgesetzter der Mannschaft sei, bejaht. Der Bigamie=Prozeß gegen Lord Russell. Der Gerichtssaal des Londoner Gow=Street Polizeigegerichts bot am Sonnabend beim Schluß der Verhandlung gegen Earl Russell wieder den bewegten Anblick dar, wie man ihn bei Londoner Sensationsprozessen gewohnt ist. Der Angeklagte, welcher gegen Caution freigelassen war, hatte sich pünktlich eingestellt, und unter dem eleganten, namentlich stark aus weiblichem Element zusammengesetzten Auditorium bemerkte man seine zweite Frau, die geschiedene Mrs. Sommerville, oder Mollin Cooke, wie sie die Anklage mit ihrem Mädchennamen nennt. Sie war einfach, aber elegant gekleidet, und ihre Erscheinung hübsch und sympathisch. Lord Russell hatte diesma einen der ersten Vertheidiger Londons, den Barrister Mr. Charles Matthews an seiner Seite, und die Staatsanwaltschaft war durch den Earl of Desart in Person vertreten. Die Verhandlung bestand nur in der formellen Fest stellung des zur Verweisung vor die Assisen nöthigen Thatbestandes. Die am 6. Februar 1890 geschlossene Ehe von John Francis Stanley Earl Russel mit Mabel Edith Scott wurde durch Vorlegung eines Trauscheins be wiesen. Der Staatsanwalts=Assistent Mr. Brown bekun dete alsdann, daß er im Mai nach Amerika gereist sei und dort den Aufenthalt und die Trauung des Angeklagten mit Mrs. Sommerville in Reno bei Washon im Staate Nevada festgestellt habe. Auch er produzirte ein Trauzeugniß mit Bezug auf diese Ehe und schließlich auf Verlangen des Vertbeidigers auch eine beglaubigte Kopie des Dekrets, durch welches die erste Ehe durch den Ehegerichtshof von Nevada für geschieden erklärt wird. Sensation erregte es, als der Richter dieses Tribunals Benjamin Franklin Curles als Zeuge aufgerufen wurde und erklärte, das Dekret sei selbst nach dem in Nevada herrschenden Recht ungiltig. Es verlange zwischen dem Erlaß des Dekrets und der letzten öffentlichen Bekanntmachung des Gesuchs um dasselbe das Verstreichen einer Frist von 40 Tagen. Im gegenwärtigen Fall sei es aber am 14. Apri 1900 erlassen, während die letzte Publikation erst am 11 April stattgefunden habe. Ein Kammermädchen der ersten Lady Russell beschrieb noch die verschiedenen Bühnenengagements, die ihre Herrin in den letzten Jahren angenommen hatte, und erklärte, sie habe niemals in Millhanger gewohnt, wie Earl Russell vor dem Ehe gerichtshof von Nevada angegeben, sodaß sie also die Zustellung der Scheidungsklage nicht erhalten konnte. Earl Russell enthielt sich im gegenwärtigen Verfahren jeder Erwiderung. Der Polizeirichter Sir Franklin Lusching ton verwies die Verhandlung des Falles vor die nächste Session des Central=Criminal=Gerichtshoses und gewährte Earl Russell weiter die Freiheit gegen Belassung derselben Kaution in Höhe von 2000 Lstrl.(40000 Mk.) Ein eigenartiger Fall von Blutvergiftung durch eine Kreuzotter ist in Hannover vorgekommen. Au dem Bahnhof Hainholz waren Arbeiter mit dem Aus laden einer Bahnsendung Reiser beschäftigt, als plötzlich eine Kreuzotter aus einem Reisigbund herausschoß und den 26jährigen Arbeiter Friedrich Sanblowsky, Werder straße 8 wohnhaft, in die Hand biß. S. wurde ins städ tische Krankerhaus I geschafft, wo es ihm, den Verhält nissen entsprechend, gut geht. Das giftige Reptil muß im Walde bei Unterlüß in der Heide, von wo aus die Bahnsendung kam, in ein Reisigbund sich verkrochen haben. Die Angewohnheit der Kinder, das Treppengeländer lernnter zu gleiten, hat der achtjährigen Tochter eines Offiziers das Leben gekostet. Die Kleine, Hildegard von war von Hamburg aus, wo ihr Vater Oberleutnant ist, in Hannover zu Besuch. Der beklagenswerthe Fall ereignete sich in einem Hause der Hermannstraße, wo das Mädchen mit Freundinnen auf der Treppe gespielt hatte. Beim Absturz erlitt das Mädchen so schwere Verletzungen, daß es, trotz sofortiger ärztlicher Hilfe, am nächsten Morgen verstarb. Das Testament eines Malers. Der kürzlich in kiom verstorbene Maler Professor Gustav Müller hat das Vermögen, das er hinterlassen, nach der„Fr. Z. wie folgt vertheilt: Die Verwandten in Deutschland erhalten 370000 Lire, das deutsche Reich 300 000 Lire mit der Verpflichtung, aus den Zinsen jedes Jahr abwechselnd auf der römischen Kunstausstellung deutsche und italienische Kunstwerke anzukaufen, die für das Berliner Museum und für die Akademie S. Luca bestimmt sind. Außerdem hinterließ er 100000 Lire an das deutsche Reich für das deutsche Hospital in Rom; des Weiteren erhält die Akademia S. Luca 60000 Lire zur Unterstützung bedürftiger Mitglieder, sowie 18000 Lire zur Veranstaltung eines alljährlich abzuhaltenden Gedächtnißbanketts für den Erblasser und dessen Bruder, den Bildhauer Prof. Eduard Müller, der 1896 in Rom gestorben ist. Außer dem enthält das Testament noch eine Reihe kleinerer Legate, so 30 000 Lire für die Stadt Koburg u. s. w. Heirath unter Mädchen. Aus Corunna in Spanien (Provinz Galizien) meldet der Imparciel: Zwei Freundinnen, Marcela Gracia, eine Schullehrerin, die Tochter eines Kapitäns, und Elisa Sanchez, die Tochter eines englischen Sprachlehrers, haben sich mit einander verheirathet. Zu diesem Zweck kleidete Elisa sich als Mann und verschaffte sich felsche Legitimationspapiere. Die Gerichte dürften sich demnächst mit dieser Angelegenheit besassen. Der Sechserzug von Isabellen war beknantlich eine Zierde des Marstalls des königlich hannoverschen In neuerer Zeit waren so schreiben die„Gr. Anz.“, die Isabellen nur noch im Marstall zu Weimar vertreten. 5 Zol unterhiell einen Biererzug, von dem vor einiger Zeit ein Thir verunglückte. Dies gab Anlaß zur VerAubßerung der anderer, hrei Isaveulen. Es haben sich um die mehrere Marställe vergeblich bemüht: die Thiere wurden vielmehr dem in Brauschweig weimarischen Hoflieferanten Koch überwiesen, geführt worden sind, wohnenden, Leipzia, 27. Juni. dem ste gu. Ziel, Schbnau bei Leipzig Der Musik=Steward Magers, der unter dem Verdachte, den Golddiebstaul an Bord von„Kaiser Wilhelm der Große" begangen zu haben, verhastet war, ist gestern Abend aus der Hast entlassen worden. Der Verdacht gegen ihm hat sich, wie Bösmanns Bureau erfährt, als unhaltbar erwiesen. Ein internationales Diebespaar, das sich als Mann und Frau ausgab und wahrscheinlich der großen, gegenwärtig in ganz Europa thätigen Juwelen=Diebesgesellschaft angehört, wurde in München verhaftet. Während der Vernehmung der hoch eleganten bildhübschen Frau auf der Polizeidirektion entwischte der Mann und entkam. Kleine Nachrichten. In weiterem Verfolg des Kölner Sternbergprozesses erhalten der Kölner Zahntechniker Lutter und seine Braut wegen desselben Verbrechens gegen§ 156 sechs Monate Gesängniß. Ein Kölner kentner erhielt neun Monate. Buntes Allerlei. Das Berliner Bismarck=Denkmal und der Volkswitz. Der„B. Lok.=Anz.“ schreibt: Lange hat es ja nicht gedauert, da mußte auch unser Bismarck=Denkmal daran glauben, und zwar daran, daß dem Berliner Witz kein Denkinal zu hoch in— es kommt doch dran. Da steht, so schreibt uns der„bekannte alte Abonnent,“ ein den besseren Kreisen angehöriger Vollblutberliner vor dem Denkmal und erklärt seinen aufhorchenden Freunden: „Seht mal, der Kerl hier vorn mit dem Jlobus auf dem Nacken, der ist der Schneider, der Bismarckn den miserabel sitzenden Anzug gemacht hat. Er schämt sich so, det er keenen sein Jesichte zeigt. Bismarck hat ihm in der Wuth über den schlechtsitzenden Anzug raus= und den Jlobus, den er jrade neu eintheilen wollte, an den Kopp jeschmissen. Die Hhäne rechts hat über Bismarck seine Wuth vor Verjnüjen jeheult, weshalb ihr det Meechen uff den Hals jetreten. Am ruhigsten ist noch die Sphinx links, der die Sache aber auch räthselhaft vorkommt, wie eener sich s'one Hosen bauen lassen kann.“ Ob sich wohl Begas das gedacht hat? Coquelin als Handlungsreisender. Ein drolliges Abenteuer aus seinem Leben erzählte, wie eine englische Zeitschrift berichtet, jüngst Coquelin, der berühmte französische Schauspieler, der bekanntlich zur Zeit mit Sarah Bernhardt in Her Majesty's Theatre in London Triumphe feiert:„Ich war überarbeitet und beschloß daher, eine Zeit lang das Theater zu verlassen, um in einem einsamen Ort auf dem Lande zu vegetiren. Ich fand denn auch in der Mitte Frankreichs ein Plätzchen, wie ich es wünschte, und war bald in einem einfachen, aber doch bequemen Hotel für Handlungsreisende gut untergebracht. Da ich nicht bekannt zu sein wünschte, trug ich mich in das Fremdenbuch als„Frédéric Febure, Reisender für Weine, Spirituosen 2c.“ ein. An der Table d’hote wurde ich bald mit den anderen im Hotek weilenden Fremden bekannt Mein Nachbar rechts reiste für eine Firma, deren Spezi alität„Delikatessen“ waren; mein Nachbar links gehörte der Tuchbranche an, ein anderer befaßte sich mit Oelen, ein vierter mit einer Neuheit in Säuglingsflaschen. Diese Herren wurden bald mit mir vertraut und fragten mich nach dem Namen des Hauses, für das ich reiste.„Für Cla rette und Molière," antwortete ich. Da ich bereits gesagt hatte, daß ich in dem Geschäft noch nicht recht eingearbeitet wäre, wurde ich sogleich mit Winken, Rathschlägen 2c. über die Güte und die Art der Weine, mit denen ich mich befassen sollte, überschwemmt. Ich notirte mir sorgfältig alle diese Winke, in der Absicht, sobald ich allein war, ebenso sorgfältig damit meine Zigarre anzuzünden. Alles ging während des Diners gemüthlich zu. Dann begann ein kleiner Reisender, der sehr lebendig und witzig war, uns einige Sachen zu rezitiren, zum Theil ganz geschickt wie ich zugeben muß. Er fand ungeheuren Beifall, und da nun sein Zutrauen wuchs und er überdies viel Wein getrunken hatte, sagte er:„Jetzt werde ich einige berühmte Schauspieler nachahmen.“ Er kopirte also Monnet=Sully als Hamlet, Sarab Bernhardt in„La Tosca“ und sagte dann schließlich:„Jetzt werde ich Coquelin kopiren. Passen Sie gut auf, und Sie werden alle schwören, daß es Coquelin selbst ist.“ Als er uns diese Kopie aber vorgemacht hatte, stand ich auf und sagte:„ ga. Sie haben es ziemlich gut gemacht. Aber wenn es auch eingebildet scheinen mag, so glaube ich wirklich, ich kann Coquelin noch besser kopiren; ich will es jedenfalls versuchen.“ Ich fing an. Ich spielte etwas aus einem meiner Lieblingsstücke und übertraf auch, wie es mir schien, wirklich selbst. Glauben Sie, daß meine Zuhörer mir Beifall klatschen? Ganz und gar nicht. Sie lächelten und sagten:„Danke,“ und es schien, als ob mein lächerlicher Versuch ihnen ganz traurig vorgekommen wäre Später, als sich außer dem kleinen witzigen Reisenden alle zurückgezogen hatten, kam dieser auf mich zu und sagte Darf ich Ihnen einen kleinen sreundschaftlichen Rath ertheilen? Sie sind noch jung im Reisen, wie man leicht sieht, und wünschten vielleicht, sich heute Abend angenehm zu machen. Versuchen Sie es jedoch niemals, einen großen Schauspieler zu kopiren, den Sie nie gesehen haben. Um Coquelin zu kopirren, muß man ihn haben spielen sehen Sie thaten ja Ihr Möglichstes, wirklich; aber— wissen Sie, Bester!.. Sonnenwärme— ein Ersatzmittel für Kohle. Die Versuche, die Sonnenwärme für mechanische Arbeitsleistun gen nutzbar zu machen und damit ein Ersatzmittel für die Kohle zu schaffen, dessen größter Vortheil darin besteht, daß es nichts kostet, sind nicht neu und haben auf einigen Gebieten gewerhlicher Thätigkeit, besonders zu chemischen wecken Anwendung gefunden, wenn auch eine praktische erwendung dieser Methode in größerem Umfange bisher nicht belangreich erschien. Neuerdings in Süd=Kalifornien angestellte Versuche haben die praktische Bedeutung des Verfahrens durch den Nachweis in das rechte Licht gestellt, daß es möglich ist, die Sonnenwärme in bewegende Kraft umzusetzen. Es gelang, mittels der in einem Reftektor auf gefangenen Sonnenstrahlen in einem Kessel eine Dampfpannung von 150 Pfund Druck auf den Quadratzoll zu erzeugen und damit einen 15pferdigen Motor zu treiben, was einer Arbeitsleistung von 1125 Meterkilogrammen in der Sekunde entspricht. Der Motor setzt eine Pumpe in Bewegung, welche aus einem Schöpfbrunnen die für die Berieselung eines größeren Geländes nöthigen Wasser mengen fördert. Man hofft, durch eine Verallgemeinerung dieses Verfahrens die dürren Bodenflächen Süd=Kaliforniens der Kuktidirung zu erschließen. Als ein Maßstab der surch die Sonnenstrahlen erzeugten Temperaturhöhe versient noch die Thatsache Erwähnung, daß im Brennpunkt des Reflektors Kupfer schmilzt und ein starker Holzpfahl wie ein Streichholz verbrennt. Somit kann man sich der Mög ichkeit nicht verschließen, daß weitere Versuche die praktische Verwendung der Sonnenwärme für mechanische Ar beitsleistungen größeren Umfanges bestätigen, um früher oder später ein zeitweiliges Ersatzmittel für die Kohle an die sand zu geden. Handel und Verkehr. Wie die„Frankfurter Zeitung" aus Konstantinopel meldet, haben stark=, andauernde Hagelschläge den größten Theil der Ernte in der europäischen Türkei vernschtet. Auch im Vilajet Smyrna ist mehr als die Hälste der Ernte namentlich Weinkulturen, erg mitgenommen worden. In den übrigen anatolischen Vilajets, wo die Ernte glänzende Resultate versprach, sind durch Hagelschläge, wenn auch nicht se bedeutende, so doch immerhin wesentliche Schäden angerichtet worden. Touristen=Automobilfahrt. hatten sich heute Hunderte von Zuschauern eingefunden. Es war dort eine Tribüne erbaut, die mit deutschen und französischen Fahnen geschmückt war. Das Wetter war prächtig. Als erster traf ein der Wagen 210(Katzenstein) 10 Uhr 46 Min. Reims, 27. Juni. Das Automobil Nr. 163 überfuhr heute Vormittag in der Nähe von Reims ein zehnjähriges Kind. Das Kind, dem das Rückgrat gebrochen wurde, starb bald deranf. Aachen, 27. Juni. Im Lause des Nachmittags traf General von Kleist auf der Kontrolstation ein und stellte auf Wunsch des Komitees eine Anzahl Hornisten zum Signalgeben zur Verfügung. Unter den Anwesenden befand sich u. A. Regierungspräsident Hartmann sowie viele Offiziere der hiesigen Garuison und zahlreiche Honorationen. In Folge des Gedränges wurde der 64 jährige Wirth Formanns aus Aachen von der Kleinbahn überfahren und sofort getödtet. In den Straßen und am Startplatz hat sich das Gewoge der Menschenmenge gegen Abend noch vermehrt. Brandwunden schmerzlos und rasch zu heilen. Wenn man sich bei der Wäsche durch Dampf oder durch kochendes Seisenwasser verbrüht hat, wickelt man den verletzten Körpertheil schnell in ein mit Terpentin getränktes Tuch vollständig ein und behält ihn ungefähr eine Stunde verpackt. Man spürt alsdann keine Schmerzen mehr, entfernt das Tuch, reibt den verbrühten Körpertheil mit Glyzerinöl ein, und auch nicht eine Blase oder ein rother Fleck werden am anderen Tag zu sehen sein. Standesamtliche Nachrichten. Monat Mai. Stadt Horn. Geburten: Ein Sohn: Ziegelmeister Ludwig Winter, Maurerpolir Gustav. Busch, Hülfsbahnsteigschaffner Friedrich Huneke. Eine Tochter: Ziegler Heinrich Beermann, Schmiedemeister Ernst Harte, Schuhmachermeister August Höffelmann, Tischlermeister Heinrich Mörs, Lohgerbermeister Conrad Capelle. Eheschließungen: Landwirth Heinrich Beinemeier(Bröker) zu Horn und Anna Erke zu Kölkebeck. Cigarrenfabrikant Adolf Garnjost und Charlotte Schierenberg, beide zu Horn. Maurer Heinrich Weber und Dienstmagd Karoline Möller, beide zu Horn. Sterbefälle: Ehefrau Friederike Beermann, geb. Blanke, 19 J. 5 M. 7 T. alt. Spork. Nachen, 27. Juni. Antomohilwettfahrt Paris=Berlin. 4 Mors(Fournier) kam heute ½3 Uhr Nachmittags (deutsche Zeit) als erster durch das hiesige Ziel. Heiteres. Wie die Thiere zitiren. „Verstand ist steis bei wenigen nur gewesen", tröstete sich der Esel.— „Schön bist Du, doch gefährlich auch!“ sprach der Floh zu dem Mädchen und hüpfte von dannen.— „Jetzt gieb mir einen Menschen, gute Vorsicht!" brüllte der hungrige Tiger.— „Am Rhein, am Rhein, da wachsen unsere Reben!“ frohlockte die Reblaus.— „Nicht geboren werden, ist das Schönste", dachte der Fuchs und verspeiste die Eier aus dem Reste des Kibitzes.— „O, was ist Menschengröße!“ spottete die Giraffe.— „Der Tod hat eine reinigende Kraft", dachte der Karpfen, als der Koch ihn abschuppte.— (Münch. Jugend.) Oeffentlicher Sprechsaal. Rubrik stellen wir unseren Lesern zur Erörterung allgemein interessirender Fragen zur Verfügung und werden uns freuen, wenn dieselben recht häufig benutzt wird. Für diese Einsendungen übernehmen wir natürlich lediglich die preßgesetzliche Verantwortung. Detmold(Rödlinghausen), 27. Juni. Eine große Enttäuschung wurde den Bewohnern von Rödlinghausen zu Theil, als sie am Sonnabend in der Landeszeitung lasen:„Verdingung der Wasserleitung" Dachten sie doch ganz sicher, daß nun endlich auch die Leitung nach Rödlinghausen gelegt würde. Aber die An wohner sollten sich täuschen, denn nicht nach Rödlinghausen, sondern nach dem Papenberge, wo bis jetzt nur wenig Häuser stehen, soll die Leitung gelegt werden. Gönnen wir auch den Leuten auf dem Papenberge von Herzen die Wasserleitung, so müssen wir uns doch sagen, daß es woh richtiger gewesen wäre, erst die Leitung nach Rödlinghausen weiter zu bauen, zumal vor 2 Jahren schon mehrere Be wohner von Rödlinghausen sich zum Anschluß an die Wasserleitung gemeldet haben. Ein ziemlicher Wassermangel herrscht in Rödlinghausen und derselbe würde sich jedenfalls bei einem ausbrechenden Brande unangenehm fühlbar machen. Der alsbaldige Ausbau der Wasserleitung würde auch die zwecks Ankaufs eines größeren Länderkomplexes zum Bau von Familienhäusern gepflogenen Verhandlungen beschleunigen. Es könnten die unnöthigen Ausgaben für Brunnen und Pumpen gespart werden. Wir geben uns nun der Hoffnung hin, daß wir noch in diesem Herbst die Wasserleitung erhalten. Bis zum Endpunkte der Woldemar. straße(im Schoren) befindet sich die Leitung ja schon und es wären ungefähr noch 1700 m zu bauen, wovon ca. 700 m in den Schoren zu liegen kommen. Wir haben dieselben Verpflichtungen der Stadt gegenüber zu erfüllen, wie die Bewohner direkt in der Stadt, wollen aber auch die gleichen Rechte haben, denn was dem Einen recht ist, inr dem Andern billig. Eine zweite Bitte haben wir noch an den Magistrat“ den Sprengwagen auch hier hinauf fahren zu lassen, wenn auch nur wöchentlich 3 Mal(in der Stadt sieht mau trotz des vielen Staubes seit drei Tagen allerdings auch keinen Sprengwagen, warum nicht?). Der Sprengwagen fährt jetzt bis hinter das Flurschütz Krügersche Haus im Schoren. Der Magistrat würde sicher unsere Bitte erfüllen, wenn er nur einmal sähe, wie verstaubt alle die schönen Vorgärten sind. Zum Schluß wollen wir noch darauf hinweisen, daß seit 3—4 Monaten der Steinschotter hier am Wege lagert und in erster Linie den Wagenverkehr, der hier hinaus sehr stark ist, sehr beeinträchtigt; können sich zwei Wagen doch nur mit knapper Roih ausweichen, und auch nur dann, wenn der eine Wagen über den Steinschotter fährt. Zweitens werfen die Kinder die Steine auf das Land und n die Gärten. Es wäre richtiger, wenn das Anfahren er Steine im Winter geschähe, wo Arbeitskräfte genug zu haben sind, wenn sich der Lieferank dann auch Fuhrwerk u Hilfe nehmen müßte. Hoffentlich tragen diese Zeilen dazu bei, daß hier etwas Wandel geschaffen wird. Mehrere Bewohner in Rödlinghausen. ehaltenen Artikel. Das Blatt erklärt, die kunft der militärischen Gesandtschaft, sei ein neuer Deuschland sei dei setnen englischen Lareiabungen allnt. halben ehrlich und diene keinen englischen Zwecken. Die Friedenspolitik Kaiser Wilhelms dokumentire einen offenen nschluß an das mit Rußland verbündete Dies müsse als die Grundlage des europäischen Friedens betrachtet werden. Auruhen in Südamerika. Valparaiso, 28. Juni. Gestern fanden anläß der Präsidentenwahl in Antofagasta Unruhen stalt. Polizei machte von den Waffen Gebrauch. wurden getödtet, eine große Anzahl verwundet. Wer Polizeipräsident, welchen die Meuge lynchen wollte, wurde in das Gefängniß gebracht. That eines Wahnstunigen. Kobleuz. 28. Juni. Ein hiesiger Privatier verwundete seine Frau lebeusgefährlich und tödtete sich dann selbst. Die That geschah im Verfolgungswahnsinn. Eisenbaßnübersaf. Moskau, 28. Juni. In der Nähe einer Station der Kasau=Eisenbahn bei Moskau sprangen 3 Männer in den Zug, um denselben zu berauben. Das Dienstpersonal brachte den Zug zum Stehen und griff die Räuber an. Diese feuerten mehrere Revolverschüsse auf die Beamten und wandten sich dann zur Flucht. Ausstand. 4 New=York, 28. Juni. Der Streik der Bauhanbwerker in Rochester veranlaßte einen Straßenkampf, bei dem 31 Personen verwundet wurden. Kiel, 28. Juni. Die Dacht des Kaisers„Meieez“ ist hier gestern Abend von England eingetroffen zur Theilnahme an der morgen stattfindenden Regatta zuischen und Travemünde. Automebis-Wetlfahrt Paris-Berlin. Duisburg, 28. Juni. Der erste Fahrer traf heute früh 813 Uhr ein. Der dritte Fahrer war so schla daß er nicht mehr unterzeichnen konnte, es war der deutsche Fahrer, ein Herr aus Deutz. Gottesdienste. Sountag, den 30. Juni 1901. Fürstliche Schloßkapelle: Vormittagskirche 10½ Uhr: Hilsoprediger Hossius. Resormirte Kirche: Frühkirche 7½ Uhr: Theopold. Vormittagskirche 10 Uhr: Pastor Werdelmann. kirche 6 Uhr: Hilfsprediger Richardt. Lurderische Kirche: Vormittagskirche 10 Uhr fistorialrath Engel. Am Sonntag, den 7. Juli, wird in der resormirten lutherischen Kirche das heilige Abendmahl geseiert. Katholische Kirche. Sonnabend, den 29. Juni 1901 Peter und Paul) und Sonntag, den 30. Juni 1901. Vorm. und 10¼ Uhr; Nachmittags 2 Uhr. Konund 15 Wetterkarte der Lipp. Landes-Zeitung. richten. London, 28. Juni. Bodrick erllärte gestern im Unterhause, daß die Zahl der in Südafrika englischen Soldaten noch etwa 60000 Mann ein der Kranken und Richtverfügbaren betrage. Weitere lei zur Zeit nicht nothwendig. Aussand und Deutschland Petersburg, 28. Juni. Dem Eintreffen der deutschen Deputation widmet die Birshewy=Wjedomoste einen überaus PPache Barometer We Gestr. Stand Heutg. Stand Sland vom 28. Juni 9 Uhr vorm. Gestriger Stand 761 mm. Wasserwärme 16° C. Niedrigster Thermometerstand in vorigerNacht: 6½ Grad R. Höchst. gestr. Stand: 14° R. Allgemeine Wetterlage Bedeckt. London: Prachtvoll. Chefredakteur Dr. Adolf Neumann=Hofer. Verantwortlicher Redakteur Emil Neumann. Für den Reklame= und Anzeigentheil verantwortlich: Louis Heisterhagen, alle drei in Detmold. Druck und Verlag der Meyer'schen Hofbuchdruckere; zu Detmold.— Alle Zusendungen sind an die Leitung oder an die Geschäftsstelle, nicht persönlich zu adressiren. Aus dem Lande der sammt das beste aller Putzmittel, der auf gezeichnete Mezers American Putz=Cream. Dieseo verzügliche Präparat verleiht allen Metallgegenständen bei einfachster Handhabung schnell einen prachtvollen, haltbaren Glanz und is außerdem bei großer Ausgiebigkeit das billigste aller derartigen Butzmittel. In Dosen d 10 Pfg., in Flaschen à 15, 30 und 30 Pig. 2c. zu haben in allen einschlägigen Geschäften. 5806 Freibauk Briektaube ungellogen u dem Rüdtischen Schlachthofe. zeige die R. Erstattung der Unkosten abzuholen v. Meise, Thiergarten b. Detmold. Sonnabend, den 29. d8. Mie von Morgens 7 Uhr ab: Verkauf von Rindfleisch. Preis d Pfund: 45 Pfg. Die Schlachthaus=Verwaltung. — Beig. 7388 Schlerenberg. 7395 5Möbel, i 7329 Sofas, Tische, Stühle, Betten, Spiegel, Kochherd u. s. w. fortzugshalber zu verkaufen. Näh. i. d. Geschst. Makulatur Todes=Anzeige. Heute früh entschlief sanft nach kurzem, schwerein Leiden unser liebes Töchterchen Erica im zarten Alter von 9 Monaten, was wir Hiermir betrübt anzeigen. 7890 Detmold, 28. Juni 1901. Schaefer und Frau. — : Capes, Umhänge, Jaquettes A. W. Bxuggensamm„a Gardinen, Tischzeuge, Weisswaaren. Dresdner Bank. Aktien-Kapital 130 Millionen Mark. Reservesonds 34 Millionen Mark. Berlin— Dresden— Bremen— Bückebura— Chemnitz— Detmold —. — Hamburg— Hannover— London— Mannheim Nürnberg— Lübeck— Altona. Annahme von Geldern au Sparbücher — vone Kündigung, mit ¼ jährlicher und jährlicher Kündigung, gegen Verzinsung bis zu An- und Verkauf von Effecten, Devisen, ausländischen Noten und Geldsorten. Discontirung von Wechseln. Einlösung von Ceupons und Diridendenscheinen. Conto=Corrent und Check=Verkehr. Uebernahme von Werthpapieren in sichere Aufbewahrung und Verwaltung(offene Depöts). Die Werthpapiere liegen auf den Namen der Hinterleger als deren ausschließliches Eigenthum. Vermiethung einzelner Tresor=Fächer(Safes) unter Verschluß der Bank und gleichzeitig eigenem Verschluß der betreffenden Miether. Versicherung gegen Coursverluste im Falle der Ausloosung. Ausstelung von Credit=Briefen auf alle Haupt= und Badeplätze des In- und Auslandes. Wechselstube u. Depositenkasse 7376 der Dresdner Bank in Detmold. Alle Bürgerfrauen und Bürgertöchter, welchen die Liste noch nicht vorgelegt ist, sich aber gern einzeichnen möchten, werden gebeten, die Einzeichnung im Arminius=Hotel, woselbst die Liste ausliegt, vornehmen zu wollen. Das Comité. Gnr# Lin# g# don 30. Juni, findet auf dem Schützenplatze das diesjährige für 195000 Mk. bei 85—40000 Mk. ablung zu verkaufen. hülfe zugesichert. Das Grundstück ist 1 Morgen gross, nach wei Strassenfronten gelegen..:: 6761 Grosser Tanzsaal. Selbst-Reflektanten wollen sich unter Anzabe der näheren Verhältnisse schriftlich melden inter Nr. 60 bei der Geschäftsstelle der „Westfällsch-Lippischen Wirthe-Zeitung“ in Detmold. 12. große Verloosung Sommer=Theater. Sonntag, den 30. Juni er., Eröffnungs-Vorstellung. FMaria u. Magdalena. Schauspiel in 4 Akten v. Lindau. Montag, den 1. Juli er., Sappho. Schauspiel in 5 Akten v. Grill7381 parzer. Sappho— Frl. Pichon. Aufang 8 Uhr. Preise der Im Vorverkauf der Hinrichs'. schen Hofbuchhandlung: I. Parkett, nummerirt Mk. 1,25. II. Parkeit, nummerirt Mk. 0,75. Parterre Mt. 0,50. Abends an der Kasse: I. Parkett, nummerirt 1,50. II. Parkett, nummerirt 1,—. Parterre Mr. 0,60. Stehplatz Mi. 0,80. Dutzend=Billets I. Parkett, nummerirt Mk. 12.—. II. Parkeit, nummerirt Mk. 8,— sind im Vorverkauf, Hinrichs Hofbuchhandlung, sowie im Neuen Kruge und in Borgmann's Buchhandlung zu haben und werden im Vorverkauf, Hinrichs Hofbuchhandlung, und an der Abendkasse gegen feste Nummern umgetauscht. 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