Msirnonspres! Seitzelle oden darun Raod dragart. Kelauggelle 45 vl. Anfträge für Anzeigen werben bei der Oeschäftestelle, von unseren Vertretungen und — ellen größeren Unnensen-Expebitionen entgegengenommen. Komplizirter Oet wird mit 50% Aufschlag berechnet. ertretungen in: Alperdissen, Darntrup, Bega, Verledeck, Blomberg, Bösingfeld, rakelsitek, Gibrlagen, Heiden, Heideneldendort, Heiligenklrchen, Helpup, Herrentrup, " v#g, Wüsten. Lippische Die 2 Landwir e Landes Zeitung“ Bezugopreis mit ben unent seitlichen Bellagen:„D#t Btand.“„Der rtienlaub=- und„Blütter für kippische Heimalhkunde“ nahme der Gonn= und Feßtag, tägllch. elle: Legpoldstraße 19.— Herusprecher Nr. 23. dis„igtag. eischet# mit Ausnahme be.——„ Leitung und Orschaftostelle: Lespoldstraße 12.— Ferusprech Abenucmentspreif:: bei der Geschäfteßtelle und unseren De für 5. Jaht M. 4.—. für 2 Mionate M. 1.20, fur 1 bei der pes"%„„ 1.90„*„„ 1.20.„ 1„„ Postdestellgeld„%„„ 042„*„„—„„„„ 6 Manustripte weüe man an bie Rebaktien der Lipp. Landes#tg- und nicht persönliche Adressen richten. Unauferferdert eingesaubte Menufkripte werden rückgeschickt, auch übernimmt die Redaktion für dieselben keine Verantwortung. ugen: 0. Landes Altenes und verbreitetstes Blatt des Fürstenthums und der angrenzenden Vezirke. Ne 4. Detmold, Sonnabend, 5. Jannar 1901. 132. Jahrgang. Hierzu: Blatt 4a und Gut Brand Nr. 1. Bestellungen auf die Lippische Landeszeitung für das neue Vierteljahr, werden von unserer Geschäftsstelle und sämmtlichen Vertretern zum alten Preise von 2 Mt., frei ins Haus, entgegengenommen. Der Postbezug unseres Blattes hat sich leider durch am 1. Januar in Kraft getretene Steigerung der Postgebühr etwas vertheuert. Der Bezugspreis durch die Post beträgt vom 1. Januar ab 1,80 Mark vierteljährlich, wozu bei Zustellung ins Haus noch eine Postbestellgebühr von 42 Pfennigen erhoben wird. Da wir aber jetzt fast in allen Orten des Landes eigene Vertreter haben, so haben wenigstens die meisten Abonnenten im Lande Gelegenheit, die Zeitung zum alten Preise von 2 Mk. zu beziehen. Wir bitten unsere Leser, das Abonnement schleunigst zu erneuern. Anzeigen * Landeszeitung die weiteste Verbreitung und Gig i# Verhautniz zum Eerfoige von unübertrossener Die Landes=Zeitung ist in 10000 im ganzen Lande verbreitet. Die von gewisser Seite kolporlirten Gerüchte, die Lundes=Zeitung hätte in Folge des Wahlkampses an Abonnenten verloren, beruht auf völliger Unwahrheit. Im Gegentheil hat die Landcszeitung jetzt bereits eine größere Abonneutenzahl als am Ende des Vorjahres, d un die paar Dutzend Gegner, die abgegangen sind, werden um das Vielfache überirvffen durch die neuen Freunde, die sich unser Blatt erworben . gerichtliche Bescheinigung unserer Abonneutenzahl, die wir demnächst wieder vornehmen lassen werden, wird das ja erweisen. Wir heben ausdrücklich hervor, daß es sich bei unserer Angabe durchweg um wirkliche Abonnenten und nicht um anne nebelhafte„Auflage" handelt, die bei gewissen Blättern täglich— bis zu 30, ja 40%— schwankt und durch unlautere Manipulationen, wie Bestellung von Exemplaxen durch lden Zeitungsbesitzer selbst(vergl. Hiddesen) künstlich hinaufzuschrauben versucht wird. Die Geschäftsstelle. Frankreichs auswärtige und innere Politik im Jahre 1900. (Nachdruck verboten.) Nächst der Berücksichtigung der im Dreibunde vereinigten Staaten ist die Verfolgung der französischen Politik vom deutschen Standpunkte aus vom größten Interesse, weil nun einmal Frankreich seit Jahrhunderten derjenige Staat ist, von dem sich Deutschland am ehesten einer Störung des wünschenswerthen Friedens zu versehen hal. Die auswärtige Politik Frankreichs zeigt, so weit Deutschland dabei in Frage kommt, einen Januskopf. Während der Weltausstellung war das Verhalten der Franzosen gegen Deutschland und die Deutschen ein wirklich freundliches, ja fast freundschaftliches. Einmal gefiel den Franzosen die Liebenswürdigkeit und Ritterlichkeit, mit der der deutsche Kaiser aus seinem Privatbesitze gerade solche Gegenstände in Paris ausstellte, die der Eitelkeit der Franzosen wohlthaten; zweitens kamen die Deutschen in großen Massen zur Pariser Weltausstellung und wußten sich als gut zahlende und taktvoll auftretende Gäste beliebt zu machen; schließlich aber mußten die hervorragenden Leistungen gerade der deutschen Industrie auf der Weltausstellung den Franzosen imponiren. Und es sei auch bei dieser Gelegenheit hervorgehoben, daß die Franzosen ehrlich und anständig genug waren, die Bedeutung der deutschen Leistungen nicht nur unumwunden anzuerkennen, sondern dieser Anerkennung auch durch zahlreiche Verleihung hoher Auszeichnungen an deutsche Aussteller sichtbaren Ausdruck zu geben. Bald aber sollte sich die Stimmung gegen Deutschland wieder ändern. Schon im Sommer bereitete sich dieser Stimmungsumschlag durch die der französischen nationalen Eitelkeit wenig genehme Ernennung des Grafen Waldersee zum Oberbesehlshaber in China vor. Der Richtempfang des Präsidenten Krüger durch den deutschen Kaiser vollendete diesen Stimmungsumschlag, trotzdem doch diese Handlung Deutschlands weder der nationalen Ehre Frankreichs irgendwie zu nahe trat, noch auch die französischen Interessen berührte. Gerade darum aber ist er charakieristisch dafür, daß im Grunde die Franzosen heute noch eine ähnliche Abneigung gegen Deutschland besitzen wie vor einem Menschenalter. Fast noch stärker aber als Deutschland hat England in der letzten Zeit die Abneigung der Franzssen empfinden müssen. Schon während der Ausstellung fehlte es nicht an Reibereien zwischen Franzosen und englischen Ausstellungsbesuchern. Auf das stärkste aber kam die Antipathie gegen England bei dem demonstrativen Empfange des Präsidenten Krüger zur Geltung. Tragen doch die französischen Rationalisten unmittelbar nach dem Besuche Krügers ihren Haß gegen das Inselreich so offen zur Schau, daß sie bezüglich der Vermehrung der Wehrmacht unter Vorbereitung des Krieges Anträge stellten, die nur für einen Krieg mit England einen Sinn haben konnten. Sind nun die inneren Zustände Frankreichs so konsolidirt, daß die Franzosen mit dem Gedanken eines Krieges nach zwei Fronten spielen;dürften? Wir möchten diese Frage bestimint verneinen. Hält man sich nur an Aeußerlichkeiten, so könnte man ja eine gewisse Konsolidirung darin sehen, daß am Ende des Jahres noch dasselbe Ministerium— im Großen und Ganzen wenigsiens— am Ruder ist, wie zu Beginn des Jahres; denn das ist eine für französische Verhältnisse sehr seltene Thatsache. Blickt man aber tiefer, so muß man bekennen, daß trotz dieser Thatsache und trotz der kurz vor Jahresschluß endlich durchgedrückten Amnestie für alle mit dem Dreysus=Handel in Beziehung stehenden Versehlungen die Gegensätze zwischen den überzeugten Republikanern und den verkappten Lepublikanern alias Nationalisten in alter Schärfe fortbestehen. Ja, diese Gegensätze haben sich im letzten Jahre bei einer Organisation, die gerade für den Fall eines Krieges von der allerersteu Bedeutung ist, noch verschärft: nämlich beim Heere. In Folge des zwar nothwendigen, aber doch recht zweischneidigen rücksichtslosen Vorgehens des gegenwärtigen Kriegsministers gegen reaktionäre Umtriebe in der urmee hat sich die Kluft zwischen republikanischen und monarchistisch=pfäsfischen Offizieren zur Unüberbrückbarkeit erweitert. Daß Angesichts des fortdauernden erbitterten Kaupfes der Parteien in sozialer und wirthschaftlicher Hinsicht in dem letzten Jahre wiederum recht wenig geleistet worden ist, ist nur zu erklärlich, und dieser Uebelstand wird dadurch nicht gerade gebessert, daß die Weltausstellung wirthschaftliche Vortheile nur Wenigen und in beschränktem Maaße gebracht, hingegen zahlreiche Existenzen ruinirt hat. Der Krieg in Suo-Afrika. Von Neuem wird das Interesse des Zeitungslesers jetzt wieder auf die Kämpfe in Südafrika gelenkt, und die Burenfreunde haben dabei die Genugthuung, konstatiren zu können, daß die für Heimath und Herd kämpfenden Buren wieder in sehr bedeutendem Vortheil den Engländern gegenüber sind. Es ist das Wehren der Verzweifelten, die alles zu verlieren haben und deshalb diese heldenmüthige Ausdauer. Wie die Dinge heute liegen, so ist es nicht unmöglich, daß England, des grausamen Spieles endlich satt, jetzt geneigt ist, auf Grund eines Vertrages, der den Buren Selbstständigkeit garantirt, Frieden zu schließen. Das ware eyrenvoll für England, und die übrigen Mächte sollten es dem meerumschlungenen Albion nat legen.„ Inzwischen kommt die Meldung der Kapregierung, daß die westliche Burenabtheilung ihre Marschrichtung geändert habe. Fraserburg sei von tischem Truppen besetzt, Mehrere Burenabtheilungen tauchten in Betschuanaland aus deren Ziel wahrscheinlich Griquatown und Kuruman sei beide Plätze hätten britische Besatzungen. Der Korrespondent des„Daily Mail“ fügt hinzu, die Vorhut der im Osten eingedrungenen Buren sei unter Führung von Rebellen) nur vier Tageritte von Kapstadt entfernt. Vom Wachtschiff „Monarch“ wurden schwere Kanonen in Kapstadt gelandet. 2000 gefangene Buren wurden von Kapstadt, andere von Simenstown weggeführt. Die Anwerbung von Freiwilligen für die Vertheidigung der Kapkolonie mache Fortschritte. Allenthalben würden Freikorps zusammengesetzt; aus allen Ständen würden sie gebildet.„ Es liegen heute die folgenden weiteren Nachrichten Kapstadt, 3. Januar. Eingeweihte Kreise befürchten, daß in der Kolonie ein allgemeiner Aufstand der Holländer nahe bevorstehe. Die Panik hält an. Alle eutbehrlichen Truppen werden nordwärts gesandt. Ein großes Gesecht ist nabe bei Sutherland, nur 110 englische Meilen von Kapstadt entfernt, im Gange. Kitchener erklärte öffentlich, daß die Randminen auf militärischen Schutz nicht rechnen können. Kapstadt, 8 Januar. Die Kolonialbehörden treffen Maßregeln, um für alle Fälle vorbereitet zu sein. Es sind Schritte gethan worden, damit die Gefangenen von den Lagern in Green Point und Simons Town auf Transportschiffe gebracht werden können. Haag, 4. Dezember. Präsident Krüger erläßt eine Erklärung, die Sir Drummond Wolfs Vorschlag wegen Bildung eines südafrikanischen Staatenbundes unter Englands Führung, worin die Burenstaaten eintreten sollen, zurückweist. Das Befinden Krügers bessert sich langsam. Melvourne, 4. Januar. In der Kolonie Vittoria werden zur Zeit Leute ausgehoben für das neue Kontingent, das die Kolonie nach Südafrika entsenden will. Bisher sind tausend Meldungen eingegangen. Man hofft, daß bis Ende Januar 400 Mann vollständig ausgerüstet und zur Abreise bereit sein können. In Südaustralien hasen sich 600 Mann, in Neuseeland 2000 Mann gemeldet; Queensland ist im Stande, jede gewünschte Zahl Mannschaften zu entsenden. Politische Aebersicht. Deutsches Reich. Detmold, 6. Januar. — An den Sohn des verstorbenen Geueral= feldmarschalls Grafen v. Blumenthal hat der Kaiser nachstehendes Telegramm gerichtet: Die großen Prüfungen. Ein Kulturbild aus China. Von Rudolf Langenbach. *( N a c h t r u c k v e r b o t e n.) Ungeachtet der Zuckungen und Unruhen, die das himmlische Reich im Norden wie im Süden heimsuchen, soll in dieser Woche im ganzen Staate ein friedlicher Wettkampf vor sich gehen, der das Interesse der Mehrheit der Chinesen weit lebhafter beanspruchen dürfte als die Thaten der Boxer und die Siege der Verbündeten, der über das Schick sal von Hunderttausenden von inen entscheidet und für die Zukunft des Reiches von hoher Wichtigkeit ist. Denn die großen Weltprüfungen— um diese handelt es sich— sieben aus den Millionen Chinesen die kleine Zahl der Erlesenen aus, die Anspruch auf die bedeutenden Aemter haben. Wem es in diesen Tagen gelingt, die enge Pforte zu passiren, der— und der allein— kann nach der vielhundertjährigen Organisation des Reiches Mandarin, kann Minister, General, Gesandter werden. So bildet sich jetzt eine neue Mandarinengeneration, und wohl haben wir ein Inicresse daran, zu erfahren, was von den Männern dieser Generation verlangt wird, da wir unmenschlichem Ermessen nach sicherlich, sei es im Guten, sei es im Bösen, mit den Zopfträgern zu thun haben werden, die heute in Examensnöthen zittern und nach einer Reihe von Jahren viclleicht den Mandarinenlnopf tragen. Bekanntlich ist es in China allein die litterarische Bildung, die den Weg zu Amt und Würden eröffnet. Die chinesische Cultur ist eine versteinerte, ästhetische Cnttur. Der Unterricht kennt keinerlei Realien, nicht Geschichte, Geographie, Naturwissenschaften oder Sprachen; er kennt nur die chinesische Kalligraphie, den Stil und die Klassiker, deren Lehren in Sprüchen und Distichen in mehreren Handbüchern zusammengestellt sind. Mit diesem Lehrstoff beginnt der Bube, wenn der Privatlehrer sein wohlgesetztes Gesuch, sich seiner Unwissenheit anzunehmen, bewilligt hat; mit diesem Stoffe ringt der Jüngling und der Mann in einer ganzen Reihe von Prüfungen. Denn viele sind berufen, aber wenige sind auserlesen= dies Wort hat hier volle Geltung. Wer den ersehnten Mandarinenrang erwerben will, der muß durch eine Prüfung nach der andern hindurchgehen: erst durch das Distrilts= dann das Departements= und schließlich das Provinzial=Examen. Und schon bei den bescheidenen ersten dieser Prüfungen sind es von der großen Schaar der Bewerber nur 5 Prozent, die man diese unterste Stufe erklimmen läßt; das zweite Examen lichtet dann wieder die Zahl der Anwärter für die nächste Station ganz erheblich. Dennoch sind es in diesem von Menschen wimmelnden Riesenreiche noch immer viele Zehnkausende, die, der Szylla der Distriktsprüsung und der Charybdis der Departementsprüfung glücklich entgangen, sich nun auch in den Höllenrachen des Provinzialexamens wagen wollen. Denn erst die Ueberwindung dieser Feuerprobe macht den Kandidaten zu etwas. Wohl hat er schon vorher als „Sin=p=al“, das Recht der Befreiung von körperlicher Strafe erlangt, aber erst wenn er in dieser großen Prüfung zum Kiüschen avancirt, eröffnet sich ihm der Zugang zum Amte, wird er ein hochangesehener Mann, braucht er vor dem Richter nicht zu knicen. Alle drei Jahre finden diese großen Prüsungen stalt, und ihre Wichtigkeit ist schon dadurch gekennzeichnet, daß die Prüfungskommissare eigens vom Kaiser ernannte Ritglieder der Haulin=Akademie in Peting sind, und daß auch die Vieegonverneure und die höchsten Beamten der Provinz dem Eramen beiwohnen. Mit fieberhafter Spannung nimmt die ganze Provinz(die mit ihren 30 Miltionen Einwohnern einem europäischen Staate gleich tommt) an dem Verlaufe dieser Prüfungen Theil: bringt doch jeder einzelne Sieger in diesem Kampfe seiner Familie, seinem Dorse, ja, seinem ganzen Distritte hohe Ehre. Bedenkt man, daß sich zu den großen Prüfungen im Allgemeinen elwa 8—12000 Menschen in jeder Provinz melden, so kann man sich unschwer vorstellen, daß für dies Monstreexamen ganz besondere Vorkehrungen getrofsen sein müssen. In seinem bei J. I. Weber in Leipzig soeben in neuer Auflage erschienenen Werke„China und Japan“, das sich durch die Anschaulichkeit seiner Schilderungen und den Reichthum seiner illustrativen Ausstattung gleicher Weise auszeichnet, giebt Ernst von Hesse=Wartegg eine lebendige Beschreibung der großen Prüsungshalle in Kanton, dem die in den anderen Provinzialhauptstädten, in Nanking, Hangtschau u. s. w. in allem Wesentlichen gleichen. Er glaubte zuerst in einem großen Viehparke zu sein, als er diese von einer hohen, alten Mauer umschlossene“, mit Gras und Unkraut überwucherte Fläche von etwa 16 Morgen Ausdehnung betrat. Verfolgt man den Weg, der mitten durch dieses Areal führt, so sieht man von ihm ungefähr alle 5 Schritte sich lange, niedrige, stallartige Gebäude abzweigen, die bis zur Umfassungsmauer reichen. So entsteht eine Art Schennen= oder Gassenstadt. Durch etwa 100 kleine Queröffnungen in jedem dieser Ställe sind ebenso viele Zellen gebildet. Jede Zelle hat ungefähr den Umfang eines Schilderhauses oder eines Schweinestalles; sie trägt eine Nummer. Fenster und irgend wech innere Einrichtung hat sie nicht; dafür starrt sie von Schmutz und dient allerlei Ungezieser zur Behausung. Das sind die Zellen der Prüflinge. Freilich werden sie zur Zeit der großen Prüsungen ein wenig renovirt, das will sagen: sie werden gesegt und durch zwei Bretter wird ein Sitz und ein Tisch primitivster Art hergestellt. Auch das Hauptgrundstück selbst wird gereinigt. Ein reges Leben kehrt nun in diese Räume ein, die drei Jahre öde und leer gewesen sind. Aus allen Theilen der Provinz treffen die Bewerber, gewöhnlich von ihren hangenden und bangenden Angehörigen und Freunden begleitet, in der Provinzialhauptstadt ein, stellen sich der in einem Hofe des Grundstücks residirenden Prüfungskommission vor und legitimiren sich bei ihr. Jetzt wimmeln die Prüfungshallen., von Mandarinen, Schreibern, Wächtern, Soldaten, und tausend Vorbereitungen sind zu treffen. Endlich ist der große Tag gekommen, an dem das Examen beginnt. Welch ein Anblick, wenn am Morgen all die Tausenden von Bewerbern mit ihrer theilnehmenden Begleitung, mit Kleidungsstücken, Decken, Kochgeschirren, Theetöpfen u. s. w. schwer beladen, am Thore erscheinen! Sie nehmen Abschied von den Ihrigen, treten einzeln durch die Pforte ein, werden streng auf etwaige verbotene Hilfsmittel untersucht und erhalten ihre Zelle angewiesen. Schließt sich deren Thür hinter ihnen, so sind sie auf neun Tage von der Welt abgeschieden. Denn nur zweimal während des neun Tage währen den Examens wird der Prüfling zu seiner Erholung hinausgelassen. Die ganze übrige Zeit hockt er in seiner engen, fensterlosen, schmutzigen Zelle, in der es bei heißem Wetter fast unerträglich ist, in der der Rauch des Feuers und der Dampf des kochenden Essens, der keinen Abzug findet, sich ansammeln. So ist das Examen auch physisch eine schwere Pein. Und da so mancher durchgefallene Kandidat sein Glück zum zweiten oder gar zum dritten Male versucht, und daher nicht selten selbst Greise in diese schrecklichen Zellen einziehen, so sind Todesfälle durch Erschöpfung nicht ungewöhnlich. Dann wird ein Loch in die Umfassungsmauer hineingebrochen und die Leiche hinausgeschafft; den Verwandten des Opsers bleibt es anheimgestellt, für seine Bestattung zu sorgen. Drei Serien von Arbeiten müssen die Examinanden liefern; zwischen je zweien liegt eine Nacht der Erholung In der ersten Serie haben sie drei Arbeiten und ein Gedicht über die ihnen zugetheilten Themata zu verfassen, wobei keine Arbeit mehr als 400 und weniger als 300 Schriftzeichen enthalten darf. Die zweite Serie besteht aus fünf Arbeiten über klassische Gegenstände; in der dritten stellt der kaiserliche Prüfungskommissar selbst die Themata zu weiteren fünf Arbeiten. In dieser letzten Serie sollen sich zuweilen auch Fragen über Staatswissenschaften, Geographie, Mathematik u. dgl., befinden. Von der Natur der anderen geforderten Arbeiten giebt uns folgendes Examenthema, Kunde:„Ein Mann studirt von seiner Jugend an acht Gkundsätze, und wenn er zur Mannheit gelangt, wünscht er sie auszuüben.“ Ein anderes, für die Heuchelei und Scheinhöflichkeit der Chinesen übrigens sehr bezeichnendes Thema lautet:„Fähigkeiten besitzen und doch bei denen nachfragen, denen es daran sehlt, viel wissen und doch ohne Besitz scheinen, voll sein und doch für leer gelten wollen.“ Die kritischen neun Tage sind vorüber; die Prüflinge, soweit sie nicht auf der Wahlstatt der Gelehrsamkeit geblieben sind, entrinnen ihrer Haft. Jetzt beginnen die chlimmen Tage für die Examinatoren, die mit Grauen des Berges von 10000en von Arbeiten denken mögen, durch den sie sich hindurcharbeiten müssen. Diese Riesenarbeit ist folgendermaßen organisirt. Nachdem die Namen der Verfasser auf den Schriftstücken überklebt und die Arbeiten mit Nummern versehen wurden, werden sie alle mit rother Tinte abgeschrieben. Dann nimmt eine Beamtenklasse die erste Prüfung vor; die besten Leistungen etwa 10 Prozent, also noch immer 2—3000 Arbeiten, gehen dann an den kaiserlichen Kommissar. Dieser darf aber im Ganzen nur die bestimmte Anzahl von Bewerbern als auszeichnungsfähig bezeichnen, die auf die betressende Provinz entfallen. Das sind z. B. für Kwangtung 70—80. So klein ist die Zahl der Glücklichen, die von 8—12000 Anwärtern das erwähnte Ziel erreichen. Ihre Arbeiten unterwirft dann schließlich noch ein kaiserlicher Zensor einer Superrevision. 25 Tage hat der Prüfungsausschuß für seine Arbeit Zeit. Zur gegebenen Frist besteigt dann um Mitternacht ein Ausruser den höchsten Thurm der Stadt und theilt die Namen der Glücklichen der harrenden Menge mit. Mit Blitzesschnelle verbreiten sich diese Namen durch die ganze Stadt, am nächsten Morgen zirkuliren gedruckte Listen der Promovirten, Eilboten tragen sie in alle Theile der Provinz. Große Freude bringen sie den Familien der Ausgezeichneten. Diese schlagen mächtige Plakate mit der Nachricht an, übermitteln sie ihren Freunden und veranstalten große Feste. Der ganze Ort nimmt an ihrer Freude theil. In der Hauptstadt selbst werden die Namen an die Wände der Prüfungshalle geklebt, Geschützsalven begleiten diesen Vorgang und der Präsident der Kommission verneigt sich dreimal tief vor diesen geehrten Namen. Auch giebt die Stadt den Glücklichen ein Bankett, bei dem Mandarinen sie bedienen.„„ Und nun hat der neugebackene Kiüschen Anspruch auf alle Aemter des Reiches. Anspruch— nicht Recht. Vielleicht erlangt er gleich, vielleicht in Jahren, vielleicht nie eine Staatsstellung. Alle Ehren schützen nicht vor Hunger.“ Um sein Leben zu fristen, wird er Privatlehrer, Wahrsager oder etwas dergleichen. Jedes Kilschen=Examen vermehrt so die Zahl des Kiüschen=Proletariats, des Fluckes China's um mehr als 1000 Personen. Nur wer das Vermögen hat, um nach Peking selbst zu reisen, dort vor dem Kaiser selbst oas letzte Examen zu bestehen und zum Tsenise zu promoviren, darf seiner Zukunft ziemlich sicher sein. So ist eine Organisation, deren ursprüngliche W.isheit man selbst noch in ihrer heutigen Mißbildung in Seu#en erkennen kann, zu einem verhäugnißvollen Hemnis der Entwickelung des chinesischen Reiches geworden. von dem schweren, unersetzlichen Verlust, den Sie durch den Tod Ihres Herrn Vaters erlitten, spreche ich Ihnen und den Ihrigen meine allerherzlichste Theilnahme aus. Schmerzlichst bewegt, trauere ich mit Ihnen an der Bahre eines der größten Söhne unseres Vaterlandes, eines der letzten Paladine aus der Zeit des großen Kaisers, dem mein Haus und die Armee unendlich viel verdanken. Insbesondere war der nunmehr Verewigte meinem Herrn Vater ein so treuer Be rather und Freund in den großen Kriegen, die zur Einigung unseres geliebten Vaterlandes führten. Seien Sie vrsichert daß ich, mein Haus und die Armee niemals den tapseren Soldaten, den Feldmarschall Graf BIumentbal vergessen werden Wilhelm, R. Auch die Kaiserin, der Kronprinz, die Kaiserin Friedrich, die Könige von Sachsen und Württembe Irinz Albrecht, Erbprinz und Erbprinzessin von Sachsen u, der Erbprinzessin von Hessen, Prinz Leopold Meiningen, on H von Baiern und viele andere Fürstlichkeiten drückten telegraphisch ihr Beileid aus. — Ueber das Befinden der Kaiserin Friedrich waren wieder ungünstige Gerüchte verbreitet. Wie aus Cronberg depeschirt wird, werden dieselben jetzt von best unterrichteter Seite als absolut unbegründet bezeichnet. In dem jetzt guten Befinden der Kaiserin ist eine Aenderung nicht eingetreten — Die Zahl der Einwohner Vayerus. Die Volkszählung ergiebt für Bayern eine Einwohnerzahl von 6150000 Seelen. Gegenüber der Zählung im Jahre 1895 mit 5818544 Seelen ist dies eine Zunahme von 331 000 Scelen oder von 5,7 Prozent. " Die Wirren in China. Englische Blätter verbreiten in tendenziöser Fassung die Meldung, daß Graf Waldersee sich geweigert habe, dem Wunsche des chinesischen Hofes auf Einstellung der Feindseligkeiten zu entsprechen. Es ist selbstverständlich, daß über die Einstellung der Feindseligkeiten kein Beschluß gesaßt werden kann, bevor nicht die Forderungen der Mächte von der chinesischen Regierung angenommen sind. Zunächst handelt es sich darum, für die zustimmende Erklärung zu der gemeinsamen Note der Mächte die Unterschriften der beiden chinesischen Bevollmächtigten zu erlangen. Rom, 4. Januar. Der Zar Nikolaus richtete der „Pol. Corr.“ zufolge an den Papst ein Telegramm, in welchem er nebst Glückwünschen seine Befriedigung ausdrückt über die durch russische Truppen vollzogene Bereiung des apostolischen Vicars nebst vieler Christen aus eer Gefangenschaft chinesischer Aufwiegler. Berlin, 4. Januar. Generallentnant von Lessel meldet aus Tienlsien: Beim Salutschießen um die Jahreswende m Peitang=Fort wurden von der 2. Batterie schwerer Feldaubitzen und der 3. Pionir=Kompagnie 6 Mann getödtet and 15 verwundet. Washington, 3. Januar. Nach einem Telegramm aus Peking vom heutigen Tage hat heute eine Versammlung der Gesandten stattgesunden. Es wurde mitgetheilt, Li=Hung=Tschang und Tsching seien bereit, das Friedensabkommen zu unterzeichnen, sobald es wirklich fertig vorliege. Li=Hung=Tschang wünsche an den Verhandlungen bis zum Schluß persönlich Theil zu nehmen. Die Aerzie seien der Ansicht, daß er nach der spanischen Gesandtschaft geschafft werden könne, wo die Konferenzen abgehalten werden sollten, wenn das Wetter günstig sei. Belgien. Antwerpen, 4. Januar. Vockurbeiter dischlossen in einer gestern übend abgehaltenen Versammlung, die Arbeit unter den neuen von den Arbeitgebern zugebilligten Bedingungen von heute ab wieder aufzunehmen. Britisches Reich. London, 4. Januar. Aus Hongkong wird vom 3. Januar gemeldet: Peinliches Aufsehen erregt die Unzufriedenheit der Mannschaft des englischen, zehntausend Tonnen großen Schlachtschiffes„Balfleur.“ Sie meuterte, verwundete den Wachtoffizier und die Untero warf Geschütztheile über Bord. Die Mannscha Schiffe und Landtruppen griffen ein. Ueber fl wurden in Eisen gelegt; über das Schiff wurde das Standrecht erklärt. Die Verweigerung des Urlaubs zu Weihnachten und die unbillige Vertheilung der in China gemachten Beute werden als Gründe der Meuterei bezeichnet. Spanien. Madrid, 4. Januar. Trotz der amtlichen Ableugnung gilt die Ministerkrise als sicher, doch wird geglaubt, daß das Cabinett Azcarraga bis zur Hochzeit der Prinzessin von Asturien, die auf den 23. Januar festgesetzt ist, im Amte verbleibt. Türkei. Konstantinopel, 4. Januar. In Stiplje in Vilaje! Kossovo kam es zu einem blutigen Zusammenstoß zwischen den bulgarischen Einwohnern und türkischen Gendarmen und Truppen. Auf türkischer Seite wurden mehrere getödtet, eine Anzahl Personen wurde verhaftet. Der Vali, der Gendarmerie=Kommandank und andere Beamte aus Uesküb, sowie Truppenverstärkungen sind in Stiplje eingetroffen. Als die Unruhestifter gelten Mitglieder des macedonischen Comités, die angeblich den Zweck verfolgen, die demnächst erwartete Weihe des serbischen Metropoliten von Uesküb, Firmilian, zu ve rhindern. Die Dockarbeiter befiziere und ten anderer Ueber fünfzig Mann Aus dem Fürstenthum Lippe und Umgegend. 5 Januar. Delmeld. — Das Lippische Allerlei bleibt heute Umstände halber fort und erscheint dafür am Ansang der nächsten Wache. — Der Wand=Kalender wird der Montag Rummer beigelegt. = Einführung der Rathsherren. Am 3. d. Mis sand die Einführung der neuen Rathsherren seitens des Herrn Bürgermeister Petri statt. Generalajor von Rodewald hatte sich entschuldigen lassen. Zugegen war ein Theil der Stadtverordneten. Runmehr hat auch der neugewählte Rathsherr, Herr Dr. Kuckuck, seine Thätigkeit am hiefigen Platze ausgenommen. — Fürstliches Theater. In der morgen Sonntag stattfindenden einmaligen Aufführung der beliebten romantischen Zauberoper„#kvine- von Albert Lortzing wirken die Damen Techow, Hübbe, Reston und die Herren Wilke, Dramsch, Hungar, Baumann, Benda in Ha parthien mit. Der musikalische Theil liegt in den bewährten Händen des Herrn Kapellmeister von Tempsky, während Herr Hungar die Regie leitet.— Ohne Zweisel wird das melodienreiche Werk auch in diesem Jahre das Thealer bis auf den letzten Platz füllen.— Der Dienstag bringt uns die Erstaufführung der vortrefflichen Lustspielneuheit„Die strengen Herren“ von Blumenthal und Kadelburg; dieses Werk, welches an allen namhaften Bühnen mit durchschlagendem Erfolg aufgeführt wurde, d sicher auch bei uns großen Anklang finden. — Die diesjährige Abendunterhaltung der Freiwilligen Feuerwehr findet heute Abend im Saale des„Odeon“ statt. Das aufgestellte Programm verspricht einen genußreichen Abend. Wir wünschen der Freiwilligen Feuerwehr einen vollen Saal und einen gemüthlichen Verlauf der Feier. Der Abendunkerhaltung solgt ein Tanzkränzchen. — 10 Futterkästen hat der Thierschutz=Verein in diesem Jahre in der Allee, Schanze und Bücheuberg aufgestellt. Einige Futterkästen hat derselbe noch leihweise abzugeben Lange=Straße 26. — Verlustliste des 8. Oftasiatischen Inauterie=Regtments Nr. 8. Musketier Heinrich Knoche I aus Bielefeld(3. Kompagnie) todt. — Für Schlittschuhläufer. Da die Badeanstalt abgelassen worder, weil bei Thauwetter durch Eisblöcke die Brücke beschäligt wird, so ist dadurch den Schlittschuhläufern hier ein chöner Platz genommen. Der Burggraben wird hoffentlih heute oder morgen bis zur kessouree den Schlutschuhläufern freigegeben werden. — Kälte. Heute Morgen um 8 Uhr waren in der Stadt 15 Grad Kälte.— Verschiedene kleine Vögel wurden erstarrt aufgesunden. — Kur unsere„Oftasiaten“ wurden bei Herrn Henning(Carl Meiers Restaurant) 1 Mk. 42 Pf. gesammelt. — Selbstmord. Wie wir schon gestern berichteten, hat der Bauschüler Borgel aus Leopoldsthal am Donnerstag durch einen Revolverschuß seinem jungen Leben ein Ende gemacht, und wie wir ebenfalls schon meldeten, ist dieses in einem Anfalle von Schwermuth und Geistesumnachtung geschehen, denn nach den angestellten Ermittelungen lag sonst nicht der geringste Grund vor, der solche That hätte veranlassen können. B., welcher die Bauschule jetzt bereits im vierten Semester besucht, und demnächst ssein Meisterexamen ablegen wollte, war ein sehr stiller, zur Schwermuth geneigter, fast abgeschlossener Charakter, dabei äußerst fleißig und solide; da er ferner sehr zuvorkommend und gutmüthig war, so hatte er sich die Liebe aller seiner Lehrer und Mitschüler in hohem Grade erworben, wofür die reichen Kranzspenden und das ihm zugedachte letzte Geleit seitens der Baugewerkchule Zeugniß ablegen. Das Begräbniß wird, wie wir hören, am Sonntag Nachmittag 3 Uhr in Leopoldsihal stattfinden. An die Luft. Es ist leider bei vielen Menschen mit der Idee der Kälte die des nachtheiligen Einflusses auf die Gesundheit vorhanden, und daher bleiben viele im Winter möglichst im Zimmer, um sich gegen Erkältungen und deren Folgekrankheiten zu schützen, sie übersehen dabei aber ganz und gar, daß vielfach dergleichen Krankheiten nicht die Folge vom Genuß der Winterluft, sondern von deren Entbehrung sind. Der einfache Umstand, daß in den nördlicheren Ländern die Sterblichkeit geringer ist, als nach dem Aequator zu, und daß die Menschen deren Thätigkeit auch im Winter vielfach im Freien ist, wie Holzarbeiter, Förster, Landwirthe, als durchaus wetterfest gelten, sollte doch überzeugend wirken. Auch kann nicht in Abrede gestellt werden, daß z. B. Kranke, welche Monate lang der frischen Luft entwöht sind, eine Verschlechterung ihres Zustandes erfahren und daher für die Einwanderung von Keimen ansteckender Krankheiten sehr empfänglich sind. Durch ärztliche Untersuchungen ist ferner festgestellt, daß die Temperatur auf den Stoffwechsel im menschlichen Körper in bestimmter Weise wirkt, und zwar wird bei niedriger Temperatur mehr Fett zersetzt, als bei hoher, was darauf zurückzuführen ist, daß bei niedrigen Temperaturen stärkere Zusammenziehungen der Muskulatur stattfinden, die einen vermehrten Stofswechsel eführten Muskelthätigkeit wird daher eine tiefgreisende aen eia. is esch ie Seisishen Beir icher gnusantes Vergudgn. u9 aise Perur Nachnitlag emn K Wdant Ci.#1.8; Ju der hiesigen Gemeindejagd sanb ver g, äbend die diesjährige Treibsagd stat. Ge wurben sind demnach die nothwendige Folge energischer Bewegung in der Winterluft und haben als Endergebniß ruhige Nerven, gesunden Schlaf, guten Appetit, geregelte Ver dauung und somit eine wesenttliruhige tit, gere#####e Ver tliche Steigerung der Leidiesjährige Ganzen 39 Hasen erlegt. Vom Stammtisch der Burenfreunde im Rathskeller war dem Staatspräsidenten der Südafrikanischen Hm ume Min- a####### bepublik Paul Krüger ein Neujahrsglückwunsch nach bentich süte Herz, Luigen und Rerenkeanse Auchige san u. A. de Bislelaene Kelag ult ainem Dasian, um 14. August v. J. wurden dem Zimmermeister Gehring den vom Rathskellerwirth gern gezeigt werden. n Jerxen aus seinem Comptoir verschiedene Gegenstände! Lorn gestohlen: ein Markenkästchen mit Marken im Werthe von I B—„ 4,45 Mk., ein Vergrößerungsglas, 2 Brieswaagen, 2 Zoll=.— Stenogradnen=Verein„Gabelsberger.“ stöcke, eine Wasserwagge stehende Fen Tischen und vollere Sache schaft siel auf den aroenes.— laken, der vom 8. bis 21. Juli 1900 bei Gehring gearbeitet hatte. Baßseld gestand die That ein. Er wurde wegen Verbrechens gegen§§ 212, 243 Abs. 2 St.=G.=B. unter „„. W F E G R erhard Baßseld aus Dins= Kursus nimmt Bezirks=Redakteur Schweitzer gern entgegen — Empfindliche Kälte. Gestern Morgen 7 Uhr zeigte das Thermometer an freien Stellen 18 Grad Reaumur Kälte. Heute Morgen waren 19 Grad zu verzeichnen. Warntrup. — Gewerbe=Ausstellung. Mit herrlichen, schönen Erwartungen sind wir ins neue Jahr getreten, wissen wir doch, daß es uns die Gewerbe=Ausstellung des Lippischen Handwerkerbundes bringen wird. Hoffen wir doch, daß sich die Kollegen des Landes stark an der Ausstellung, elche von Mitte Juni bis Mitte Juli dauern wird, be-IITER TTPI„„„„ 10 Annahme mildernder Umstände zu einer Gefängneßstraf von 4 Monaten unter Anrechnung von 1 Monat Unter suchungshaft verurtheilt. 2) Der Arbeiter Joseph Zagon aus Natel wurde wegen Beleidigung des Polizeidieners Müßmann in Oerlinghausen zu 6 Wochen Gefäugniß, wegen Führung eines salschen Namens in zwei Fällen zu je 2 Wochen Haft, wegen groben Unsugs zu 1 Woche Haft und wegen Bettelns zu 4 Wochen Haft verurtheilt — Eine Versammlung der Ziegeleibesitzer der Unterelbe, der Kreise Stade, Lauenburg, Wandsbeck, swelche von wiilne Jum e An= um eumn= Pinneberg, wie der Besitzer in Hamburg sand in Hamburg theiligen und dieselbe steis von gutem Wetter begünstigt zum Zweck der Gründung eines Syndikats statt wird, denn nur dakurch kann der guten Sache, welche dem Es wurde von dem Einberuser der zahlreich besuchten zanzen Handwerkerstande von Nutzen ist, gedient werken. Versammlung, Lachmann=Hamburg, Besitzer der Friedrichs= Die Vorbereitungen zu der Ausstellung als auch zu ruher Thonwerke, darauf hingewiesen, daß unter den hohen an dieselbe anschließenden Verloosung sind in vollem Gange. Löhnen und Kostenpreisen die Preise für Mauersteine so Die Baulichkeiten, welche neben der großen Festhalle auf sehr heruntergegangen soien,“ daß die Fabrikationskosten dem Schützenplatze noch vorgenommen werden sollen, werden nicht mehr gedeckt würden. Es dürfte jetzt der geeignete dieser Tage vergeben, ebenso ist das Gesuch zur Abhaltung Zeitpunkt sein, mit einem Syndikat vorzugehen, da Ham-lder V rloosung vor einiger Zeit an Hochfürstliche Regierung bura wegen seiner Eisenbahnumgestaltungen vor einer abgegangen, so daß auf baldige Genelmigung des Vergroßen Bauperiode stehe. Vom Kreise State haben bereite loosungsplaues gehofft werden darf. Die Ausstellungs160 Ziegeleibesitzer sich zum Beitritt bereit erklärt. Der Bestimmungen, welche vom Vorsitzenden des Lippischen Vorschlag wurde einstimmig angenommen und eine Kom= Handwerkerbundes, Herrn Schmiedemeister F. Lüdeking, zu mission von 14 Mitgliedern gewählt, die mit einem Rechts= beziehen sind, schreiben vor, daß Anmeldungen nur lis zum anwalt in Stade die Satzungen ausarbeiten soll, damit als=I1. April berücksichtigt werden. Größere Gewerbebetriebe bald eine konstitutionelle Versammlung einberufen werden können ebenfalls an der Ausstellung theilnehmen, und ist kann. I. Lachmann=Hamburg und Bickel=Brunsbüttelles wünschenswerth, daß die Anmeldungen bald recht zahlwurden beauftragt, mit einer größeren Hamburger Bank reich einlaufen. zwecks Betheiligung in Verbindung zu treten.:— Theater. Wenn in Barntriip von der und in der Klubgesellschaft Theater gessielt wird, dann freuen sich Kemgo.[nicht nur alle diejenigen, welche dazu gehören, sondern — Stadtverordneten=Versammlung. Amsauch alle Anderen, welche mit einer Einladung beglückt Donnerstag Abend trat die Stadtverordneten=Versammlung werden; denn es wird sein, saneidig gespielt. Schauzusammen und beschästigte sich mit der Wahl des Bureaus,]spiele, Lustspiele und Operetten gehen über„die Bühne“. das in seinem alten Bestande wiedergewählt wurde, näm=#F#### und Regigen., Hrrr wpoihrker Wiegrebe lich: Vorsitzender: Stadtv. Reihmeyer, stellvertreiender Vor. ½eht die Kunst, er ist ein geborener Theaterdirektor und sitzender: Stadtv. Heynemann, Schriftsührer: Siadtv.]Küustler; vorzügliche Kräfte der Klu“esellschift stehen ihm Schley. Der Letziere, der nicht gesinnt war, noch einmal auch zur Verfügung. Es wird nun ber nicht nur um als Schristführer zu sungiren, ließ sich dennoch durch den#####„ und zu gewähren gespielt; die guten allgemeinen Wunsch bewegen, die Wahl anzunehmen;# nrn ihtr Kunst auch in den zienst der Liebeswucde sost einstimmig gewählt. Darauf erstattele der Vor= lhätigkeit, sobald es nur gewünscht wird. Im großen sitzende Bericht über die Thätigkeit des verslossenen Jahres, Sigen wirkt seit einigen Jahren eine Eemeindeschwester n welchen 29 Sitzungen abgehalten wurden. Von 1831i Barntrup und Umgegend; etwa die Hälft; der Kosten in do Soge„ lfür die Unterhaltung derselben stehen uns zur Verfügung, für den Rest sorgt unser Thealeidirektor. Am 18. und eiggelausenen Sachen sind 151 erledigt worden, sodaß von den eingelaufenen Sachen noch 32 unerledigt sind. Für die Zukunft will man, so weit thunlich, die Versammlungen am Donnerstag anstalt Montag abhalten. — Wir leben angenblicklich in festreiche Zeit, und oft hört man— und das nicht mit Unrecht,— daß eigentlich überreichlich in dieser Beziehung gebolen würde Tretzdein aber ist es uns Bedürfniß, auf eine Veranstaltung des hiesigen Turnvereins hinzuweisen. Der Lemgoer Turnverein feiert am kommenden Sonntag, den 6. Jannar, sein Winterfest. Die Feste unserer Turner erfreuten sich steis allgemeiner Beliebtheit, denn einen nachhaltigen Eindruck ließen sie steis zurück. Das ist ja auch ganz natürlich! Sie sind keine rauschenden Feste im Stile der heutigen Zeit, sondern sie sind ernster Arbeit im Dienste der Jugend gewidmet, und dadnich erhalten sie eben ihre Weihe. Die Erkenutniß des hohen erzieherischen und gesundheitlichen Werthes geregelter Leibesübungen hat sich immer mehr Bahn gebrochen und viele Freunde aus allen Ständen erworben. Das wird, daran zweiseln wir nicht, auch am kommenden Sonnlag zum Ausdruck kommen. Wir wünschen unseren Lemgoer Turnern ein volles Haus. Landkarte von Lippe ist in Schötmarschestraße 8a! in Augen — Die neue unserer Geschäftsstelle, schein zu nehmen, und bei unserem Vertreter zu dem be kannten Preise zu haben. — Ein Eisfest sindet heute Nachmittag auf## Eisbahn in der Bruchpfuhlwiese statt. Die Krügersch Kapelle führt die Musik aus, während Herr Restauraten Henning die Restauralion übernommen hat. Für all Theater. * Das vielleicht beim großen Publikum heute noch beliebteste Bühnenwerk des Dichterkomponisten, wenngleich noch„romantische Oper“ genannt, kennzeichnet jedoch in allen Zügen den zukünftigen Schöpfer des„Musikdramas". — Dies am allermeisten in den Momenten, die in dem Musikdrama ausgemerzt wurden, in den festen, liederartigen Nummern und in den Ensembles. Ueberall sprengt, dem Meister vielleicht selber unbewußt, der Inhalt die Form und dies ebensowohl in der Ouverture als in der Einleitung zum driten Akte. Wie dem recitirten Drama, so sind jedoch auch dem musikalischen Drama— oder sagen wir lieber Trauerspiel— feste Formen unentbehrlich, wie wir es bei Sheakespeare, Gluck und Mozart sehen; man darf sogar weiter gehen und behaupten, daß gerade die starren Grenzen der Form erst dem Drama die einschneidende tragische Wirkung verleihen. Die Ausdehnung der Form ist nicht als dramatisch sondern als episch zu begeichnen, aus welchem Grunde wir nicht anstehen, die etzteren Werke Wagners sowohl, als auch den Tannhäuser als„Musikepos“ zu bezeichnen. Die Verwendung der Leitmotive zur Consequenz erhoben vermag nichts an dieser Thatsache zu ändern und hat mit dem Wesen des mufikalischen Dramas so wenig zu thun als etwa ein jeweilig eine Person charakterisirendes Stichwort Einfluß auf den Begriff des recitirten Dramas ausüben kann. Zu bedauern leibt es immerhin, daß Wagner sich die finfonische Form sogar in den Ouverturen hat entgehen lassen; hier kann kein technischer Grund vorliegen, da das poetische Moment sich ebensowohl in dieselbe bannen läßt; wie neben andern Meistern vor allem auch Weber bewiesen hat. Die rein musikalische Wirkung jedoch wird durch die gesestete Form perr D#non#o#..—..— m.— nur noch erhöht und präzisirt, trotz aller hypermodernen größeren Rolle, was er zu leisten vermag. und trotz aller Programmmusik. Nach dieser vielleicht schon sitzt in der Höhe außerordentlichen Glanz, die Mittellage zu lang gewercnien###### manche verdrießende Vor= trägt ausgezeichnet; soweit man bei dieser Parthie bebeuekung wollen#wir nun sogleich„Medias in res“ gehel uno zuvörderst unsere vollste Zufriedenheit über die Aufführung der Oper aussprechen, die, wie ich weiß, wohl von Allen getheilt wird. In erster Linie seien heute Herr Kapellmeister Ernciger sowie das Orchester erwähnt, da beiden die schwierigste Aufgabe zugefallen war. So ein Kapellmeister muß Augen, Ohren und Hnäde überall haben; ein Moment der Unsicherheit, das Verfehlen auch nur eines einzigen Einsatzes kann die übelsten Folgen nach sich ziehen. Daß bei diesem schwierigen Werk nichts dergleichen vorkam, beweist am besten die Ueberlegenheit Herrn Crucigers und die musikalische Sicherheit unseres Orchesters. Eine gleichfalls sehr schwere Aufgabe war dem Träger der Titelrolle, Herrn Wilke zugefallen, mit deren Lösung er hohe Ehre eingelegt hat. Sein Organ klang am Ende noch so frisch wie zu Anfang, das will viel bedeuten, da wir schon berühmte Tannhäuser hörten, deren Organ sich nach der Romreise nur noch mit Mattglanz präsentirte, den sie sich jedenfalls im ewigen Schnee der Alpen geholt hatten. Herr Wilke hatte ganz vorzügliche dramatische Momente, vor Allem in der Erzählung von Rom. Die rein lyrische Parthie des Wolfram fand in Herrn Dramsch einen Vertreter, dessen sich keine Bühne zu schämen hätte. Für sein singhaftes Organ kann er nichts, er möge sich bei der gütigen Mutter Natur dafür bedanken, daß er aber mit so warmer Hingebung und Innigkeit sich in seine schönen Gesänge hineinlebte, das ist sein eigenes Verdienst. Es hat uns besonders erfreut, daß er sich sichtlich Mühe gab, unserem Rathe, manchmal etwas haus hälterisch zu sein, zu folgen; es wird ihm nur zum Vor theil gereichen. Herr Benda zeigte uns in dieser seiner ersten rößeren Rolle, was er zu leisten vermag. Sein Baß beurtheilen konnie, ist jedoch die Tiefe auch ausreichent geuug. Die Erscheinung des Darstellers war durchau edel und würdig. Eine etwas zu starke Belonung der End silben, in der Thatsache begründet, daß Herr Benda Auländer ist, wird sich mit der Zeit geben. Der Walthei des Herrn Windmüller sowie der Vilerolf des Herri Hungar waren durchaus zufriedenstellend; Herr Baumann und Herr Rapmund schlossen sich vervollkommnend dem Ensemble an. Erst jetzt bemerken wir, welchen Mangel an Galanteri. wir uns schuldig machten, indem wir zuletzt des schönen Geschlechts Erwähnung thun, doppelt verzeihlich, als hier die Göttin der Schönheit und Liebe mit in Betracht kommt. Frl. Techows Elisabeth bot wieder eine brillante Leistung, ein Ergebniß des musikalischen Feinsinns wie des darstellerischen Talentes. Man weiß nicht, durch welches dieser beiden Qualitäten Frl. Techow am meisten wirkt. Frl. Berna, das erste Jahr an der Bühne, war noch einen gewissen Mangel an darstellerischer Noutine bedingt, führte sich mit vielem Glück ein. Wir empfehlen ihr ein stärkeres Aus=sich=herausgehen; ihr Organ, sehr wohlklingend, läßt das schon zu, ihr Mienenspiel an einigen Momenten auch schauspielerisches Talent vermuthen. Frl. Hübbe sang und blies den Hirtenknaben sehr hübsch mit anmuthigem Organ. Ihres Schalmeiansatzes wegen könnte so mancher Hautboist beneiden, indem häufig schon der Tou erklang noch bevor die Lippen des jungen Hirten in Verbindung mit dem Instrument traten. Im Verein mit den Damen Gänge, Schöttle und Neston bildete sie sodann vier reizende Pagenquartetts. Die Chöre waren, mit Ausnahme des ersteren, der in der Sopranhöhe unrein klang, sicher und korrekt..-. Da wir uns bei der letzten Besprechung einer Unter lassungsfünde schuldig machten, so wollen wir dieselbe heute wett machen und nochmals für Tieferlegung des Orchesters und Zurücklegung des Dirigentenpultes plai biren.„ 20. Januar kommt der preisgekrönte Schwank von Schönthan„Der Raub der Sabinerinnen“ zur Aufführung; in allen großen Theatern gespielt, ist dies herrliche Stück in Berlin 200 mal über die Bühne gegangen. Wer sich darum einen schönen Kunstgenuß verschaffen und zugleich unserer Diakonissensache dienen will, versäume nicht, die Vorstellung zu besuchen. Allen unsern Frcunden und Bekannten von Nah und Fein rufen wir am 20. Jannar u: Auf nach Barntrup, herbei, herbeil Durch ein Inserat werden wir nochmal daran erinnern. Amt Lage. — Der Lehrer Hermsmeier in Hörstmar ist u Stelle des Landwirihs Hüsemann das. zum Standesscamten für den Standesamtsbezirk Amt Lage IV ernannt worden. Leopoldsthal, 4. Januar. Der Schützenverein at seine Bibliothek am 1. d. Mis. crössuet. Dieselbe benet sich in der Wohnung des Herrn Heinrich Winter, velcher vom Vorstande für das lausende Vereiusjahr zum Bücherwart ernannt wurde. Jedes Mitglied, welches im B sitze eines Leihzettels ist, erhält Bücher unentgeltlich geliehen. Die Bibliothek ist in kurzer Zeit auf ea. 110 Bärde ingewachsen, worunter sich auch eine Reihe äußerst werthvoller technischer Wrie b.fi#det. In Aussicht genommen t noch zunächst die Anschaffung der wichtigsten besetzbücher nebn den ausführlichen Erläuterungen kazu. Die verlautet, wird die Bibliothek bereits rege benutzt. Die Turnstunden des Vereins haben am 2. d. M hreu Anfang genommen und es hatten sich trotz des tiefen Schnees am ersten Abend ungefähr 25 Theilnehmer ein. gesunden. Die nächste Turnstunde findet Sonnabend, Abends 7½ Uhr, statt. Hoffentlich finden sich zu derselben auch die Mitglieder, welche Soldat gewesen sind, recht hleeich ein. Veldrom, 4. Jannar. Unser Ziegler=Verein(BezirksVerein des Gewerk=Vereins der Ziegler) hielt heute Abend ine gut besuchte Versammlung ab, zu der auch der Geschästsführer Ellerkamp aus Lage erschienen war.— Der cutigen Zusammenkunft werden hossentlich noch mehrere olgen, damit unser Verein immer mehr an Boden gewinnt. Amt Plomberg. Cappel, 4. Januar. Der hiesige Bezirksverein des Gewerkvereins der Ziegler erössnet seine Versammlungsund Vereinsabende am nächsten Sonntag Nachmittag 4 Uhr mit einem Vortrage des Herrn P. König. Auschließend daran findet noch eine Sitzung zur Erledigung geschästlicher Angelegenheiten statt. Amt Parenhokz. Langenholzhausen, 4. Januar. Zum Schluß des elten Jahres, am vergangenen Sonnabend, den 29. Dezember, warer die Milglieder der Oriskrankenkasse ür den Amtsbezirk Berenholz zu einer Gencralversammlung in das Richtersche Gasthaus eingeladen. Es waren aber nur etwa ein halves Dutzend erschienen, in der größten Mehrzohl Vorstandkmüglieder. Ob der schwache Besuch seinen Grund hatte im ungüustigen Weiter, in der Art der Einladung, oder weil der Versammlungstag ein Werktag war, entgegen dem Beschlusse einer vorjährigen Versammlung, mag dahingestellt bleibenz einer vorjährigen Versammlung, mag dahingestellt bles#en jedenfalls hatten die Erschienenen einen vergeblichen Weg gemacht, da keinerlei bindende Beschlüst: gesaßt konnten. 15 Jahren wi Schweicheln# Der Volksmun schlagen und die Bahngeleis rücht auf, ein Streit gerathei daß ihr Gatte scheint eines obwohl die Le Bielesel Müllerknecht p# mit seinem G der Siegfriedst angehalten un jugendlichen# zweite mit ei Uebersallene u suchten. In d sondern nur d Vlotho, Weser ist gegen ist ab. während der stärker geword Stehen komme die beiden# „Helgoland“ n Rehme ungesch Rintelner Haf schwer mit de letztere von d Ein interessante ll: hat berei Bauernbursche dem Nachbarot einer Festlichkei der Nacht verin Wege liegen i Derses erstoren Haunool osenberg ach der„Gne ht begleitet Kommandeur d Grusiszynekt, hier ein. Der gegen die Felser geringfügige Be nächste Sturzsee in Sicherheit. Vern Unheimlich erscheinende„# geschichte, die, w Ein Herr hatte i angetroffen, mit Bäuerlein einsti nachdem er eine einen mit Papiei seinem Platz, the untergebracht hal recht bequem, vei hatte, wischte sich sog seine Pseise rauchen. Der H Findringling. 3 um das junge# später plötzlich un biß sich auf die schluchzen.„Abe ich etwas für Si danke,“ sagte sie brach sie in laute trostlos über ihre letzt that sie wie stürzte, jeden Bei Station aus den Lange noch saß seine Reisegefähr los werden, als steigen. Schon n draußen, als er n der Hand, dessen auf die Bank, kr Ecken.„Aber wa Herr.—„Was i Hafe, und die Lud Berlin, um sich späte billiger angebot aber weiterhin t##s sprach sich Anstellungen a wieder ruhiger. Central=Not Fill inländ Uckermark Neumark Lausitz Magdeburg Altmark Merseburg Erfurt Steitin Danzig Thorn Breslau Posen Brombera Kiel Hannover Süd „ Elbe, We " West Münsterland Westf. Ind.=BeziPaderbornerl. Kassel Privat=Ermittel Berlin Steltin Wulgeberg 1.# Breslan Posen Haunover Kens Mannheim Hemburg " Hamburg *.3 Hamburg, ab Letzte Nachrichten. Haag, 5. Januar. Herzog Heinrich, der Verlobte der Königin, ist nach Schwerin abgereist, um sich unter Leitung des Prosessors Kramer ernstlich dem Studium der holländischen Sprache und der Geschichte der Niederlande zu widmen. Haag, 5. Januar. Falls sich der Zustand des herzogs von Sachsen=Weimar verschlechlert oder hoffn los werden sollte,9 dürfte die Hochzeit der Königin dem Herzog Heinrich auf unbestimmte Zeit vers werden. London, 5. Januar. Daily Mail glaubt, daß Beendigung des Krieges die Zahlung der Kriegs große Schwierigkeiten machen würde. Englische Of und Soldaten sind berechtigt, Quittungen über reg Pserde und Lebensmittel auszustellen. Es wird h Aus den Machbarseoine. Gerford, 4. Jannar. Gerücht. Vor ungefähr 15 Jahren wurde auf dem Bahnkörper zwischen hier und Schweicheln die Leiche eines jungen Lehrlings gesunden. Der Volksmund raunte damals davon, der Knabe sei erschlagen und dann, um das Verbrechen zu verdecken, auf die Bahngeleise geschleppt. Jetzt kaucht plötzlich das Gerücht auf, eine Frau, die mit ihrem Manne in hestigen Streit gerathen, habe in Folge des Zerwürsnisses bekannt, daß ihr Gatte der Mörder des Knaben sei. Das Gerücht scheint eines wirklichen Hintergrundes nicht zu entbehren, obwohl die Lesart, in der es austritt, unrichtig ist. (Herf. Krsbl.) Bielefeld, 8. Jannar. Straßenraub. Ein Müllerknecht passirte am 31. Dezember, Abends gegen 8 Uhr, mit seinem Gefährt die Jöllenbeckerstraße. In der Nähe der Siegfriedstraße wurde er plötzlich von zwei Personen angehalten und zur Erde gestoßen. Während der eine die jugendlichen Begleiter des Knechtes abhielt, schnitt der zweite mit einem Messer die lederne Tasche, welche der Uebersallene um halte, ab, worauf beide Personen das Weite suchten. In der Lederlasche befand sich indeß kein Geld, sondern nur das Auschreibebuch. Vlotho, 4. Jannar. Das Hochwasser der Weser ist seit gestern um 50 Zentimeler gesallen, da gegen ist aber der schwere Eisgang in Folge der Kälte während der letzten Nacht— 17 Grad Celsins— noch stärker geworden, so daß jedem Augenblick das Eis zum Stehen kommen kann. Heute Nachmittag passirten noch die beiden Mindener Schleppdampser„Bremen" und „Helgoland“ mit zwei beladenen Schleppschisfen, welche bei Rehme ungeschützt in Eis lagen, den Strom aufwärts, dem Rintelner Hasen zu. Die Dampfer mußten zwar recht schwer mit den großen Eisschollen kämpfen, doch wurden letztere von den Schauselrädern zu Schaum zerschlagen. Ein luteressantes Schauspiel. Kassel, 3. Januar. Erfroren. Die grimmige Kall= hat bereits ein Menschenleben gesordert. Ein junger Bauernbursche aus Hachborn im Kreise Marburg war in dem Nachbarorte Ilschhausen zu Besuch gewesen und hatte einer Festlichkeit mit beigewohnt. Auf dem Rückwege in der Nacht verirrte er sich in dem Schneetreiben, blieb am Wege liegen und wurde am anderen Morgen unweit des ries erstoren als Leiche aufgesunden.„zu berlreiven.“ 8 Ennlander wurden Verwöuner. , Hannover, 3. Jannar. Der Seekadet von zog sich in der Richtung nach Bethesda zurück osenberg= Grusiszynsky, welcher beim Unter=!“ Loudon, 5. Januar. von 150—180 MI. zum 1. April] Sonntag, den S. Januar: 1901 zu miethen gesucht. Angebote mit Preisangabe unter Nr. 2156 bes. die Geschäftsst. d. Bl. und vielfach sälschen. Kapstadt, 5. Januar. In den Distrikten Fraserburg ist das Kriegsrecht erklärt worden. Loudon, 5. Januar. Im Orangefreistaat ist ruhig. Die Buren, die sich in den Kapkolonien besi haben eine Bewegung nach Nordwesten begonnen. Fiume, 5. Januar. Durch große Borastürmei Parasiekanal die Segelbarke„Domonik=" umgekippt. Matrose ertrank dabei. Lübeck, 5. Januar. Wegen Eishindernisse is Schifffahrt im Travekanal gestört und daher vollst eingestellt worden. Berlin, 5. Januar. Berlin erhält nun wirklich Oberpräsidenten. Die Stelle ist im Staatshaushalt geworfen. den König gerichtet hat. Kapstadt, 4. Januar. position bei Misdelburg an. Seine Streitkräfte wart jedoch nicht genügend, um den Feind aus seiner Stellu zu vertreiben. 5 Engländer wurden verwundet. Der Fein Kommandeur der 39. Iufanterie=Brigade von Rosenberg= Grusiszynskt, der ihn von Wilhelmshaven abgeholt hatte, neur von Ratal ernannt. London, 5. Januar. „" emnsarpivon Transvaal und gegen die Felsen geschleudert, wobei er jedoch nur ganz als Kommissar von Süd=Afrika ernannt worden. geringfügige Verietzungen im Gesichte davontrug. Ehe die! Brüssel, 5. Januar. Köl nächste Sturzsee kam, war er jedoch bereits auf der Mo“.!.—.— in Sicherheit. Vermischte Tagesneuigkeiten. Unheimliche Fahrgäste. Die in Rottweil am Neckar erscheinende„Bürger=Ztg.“ veröffentlicht eine Schauergeschichte, die, wie es sich herausstellt, auf Wahrheit beruht. Ein Herr hatte in einem Coupee eine hübsche Reisegefährtin!... angetroffen, mit der er sich aufs beste unterhielt, als ein!“ Bäuerlein einstieg, das neben dem Mädchen Platz nahm, Leopoldordens verlieh. London, 5. Januar. Lord Roberts erließ e mit Papier verschlossenen Topf, theils unter und über für den u seinem Platz, theils unter und über den beiden Reisenden ausspricht. untergebracht hatte. Auf seinem Platz machte er sich's dan= recht bequem, verzehrte ein paar Würste, die er mitgebrach hatte. wischte sich hernach bien Waf Kiel, 5. Januar. Im Nordostseekanal herrscht Treibsog seine Pseise heraus und fing an, seinen Knaster zu rauchen. Der Herr war erbost über diesen unangenehmen Eindringling. Aber sein Zorn wandelte sich in Besorgniß um das junge Mädchen, als dieses sich einige Stationen später plötzlich unwohl zu fühlen schien. Es—— Nach Klüt. v g fahlen schien. Es wulde vleich,#itheilung, daß der Ernrr. P½h au; die Livven und sing endlich an, krampfhaft zu dort erklärt hat, die Auflage schluchzen.„Aber mein Fräulein, was ist Ihner 00 ich etwas für Sie thun? Soll ich...— danke,“ sagte sie und wurde wieder ruhiger. Briefkasten. Besten Dank für Ihre ist natürlich des letzteren ter der Lande Unwahrheit. 1 letzt that sie wie berzweifelt, riß ihr Köfferchen herunter, seh“ stürzte, jeden Beistand des Herrn ablehnend, bei dr nächsten kurze Heine Station aus dem Wagen und verschwand im Gedränge.##. Seine Beiscgesährin dud daum ienne vie Pevanten an Aodacteur: Emil Neumann. Bür ven 9 steigen. Schon war er mit seinen sieben Sachen glücklich alle Zusendungen# Uebrigens haben ja Lügen Dr. Adelf Neumann=Hoser. Keklame= und Anzeigenthei alle drei in Detmold der Meyer'schen Hofduchdruckerei in Detmold * schste sleigen. Schon war er mit seinen sieben Sachen glücklich alle Zusendungen sind an die Leitng oder die Geschlftestelle, praußen, als er noch einmal zurückkam— mit dem Topf in versönlich zu adresiren. der Hand, dessen Papierverschluß eingedrückt war. Er stieg .40, dessen Papierverschluß eingedrückt war. Er stieg auf die Bank, kroch darunter, spähte brummend in alle Fcken.„Aber was suchen Sie den, zum Kuckuck?“ rief der exr.—.Ras suach?, Blutegel haun' i g'het in dem afe, und die Luder send mer alle durchganga!“ Schutz gegen Asthma. rat erbietet sich, allen an Asthmg Schutzmittel gegen diese Krank Leidenden in Detmold ein heit angedeihen zu lassen. Marktberichte. Berlin, 4. Janaur. Weizen stellte sich 0.75—1 Mark hitliger, daß es gegen diese höchst läsige Krankheit überhaupt kei um sich später zu erholer Große Walla=Kadungen waren 3 3] 91.9:: Diese Annahme ist falsch. Ge hat vielmehr eine angetbeten. Roggen gob auch 0.15 Wie. nach, bsesigte sa Au.state ge du Aidslud Schllingnn, dur woitz.! Hafer sill, aer# n Jahren glanzende Erfolge erzielt. Dieses Mittel,„Dr. R. Schiff Haser stin, aber sest. Mais schwächer. Meyiz manns Asthma=Pulver“ besteht aus 34.90 Proz. Salpeter 51,10 Proz wieder ruhiger. Central=Notirungsstelle d. Preußz. Landwirthschaftskammer. Uckermark 143.Neumark 145— Lausitz 148— Magdeburg 140— Altmark 142— Merseburg 140— Erfurt 140— Steitin(Bez.) 140— 154— Thorn 142— Breslau 136— Posen 142— Brombera 150— Kiel 143— Hannover Süd 142— „ Eibe, Weser 145— „ West 140— Münsterlaud 151— Westf. Ind.=Bezirk 156— Paderbornerl. 14n— Lassel 154 rivat=Ermittelung 755 Berlin Steltin Wulgeberg i. Pr. Breslan Posen Haunover Keuz Mannheim He mburg Hamburg. 4. Hamburg, 4. Jani Januar=Fedruar 17.50 C., Gerste. 146 135—145 142—145 140—182 140—156 142—161 145—180 135—140 135—136 128—135 132—150 129—140 140—145 145—180 143 125 Hafer. 142—150 138—150 145—150 140—152 135—148 185—150 125—132 128—133 120-122 128—134 127—132 128—140 138—141 128—155 127—166 120—126 145—152½ 180—138 121—129 180—138 132 573 gr. p. 140 150 140 123—131 136 450 10 138 125 132 134 142 128 142 138 südamerikanischer Stechapfel, 14 Proz. riechender Kugelkelben. Pulver in ein Präventiomittel, weiches die behaupteten vorzügliche Eigenschaften aufweist. Hierfür soll sofort ein praktischer Beweis ge liefert werden. Es wird nämlich hiermit bekannt gegeben, daß Di Schiffmann Willens ist, jeder an Asthma leidender Person ein unent geltliches Probe=Packet seines Mittels zugänglich zu machen. Bi diesem Zwecke werden hiermit alle Leidenden dringend ersucht, ihr Namen und Adressen per Postkarte aufzugeben. Es wird ihnen als dann sofort ein absolnt kostenfreies Prode=Packet zugesandt werden Herr Dr. Schiffmann geht nämlich von der Ansicht aus, daß ein persönliche Probe mehr überzeugt und den Werth des Mittele besse beweist, als die Veröffentlichung vieler tausender Zeugnisse solcher Personen, welche durch den Gebrauch dieses Asthma=Schutzmittels vo den lästigen Anfällen jener Krankheit bewahrt worden sind.„Dr Schiffmann's Asldma=Pulver= ist bereits seit Jahren in den meisten Apotheken Deutschlands verkauft worden, wenn auch viele Personen dieher nie davon gehört haben mögen. Um jetzt alle diese Personen hiervon zu benachrichtigen und in der Absicht, dieses Mittel allgemein u machen, wird vorstehende Bekanntmachung erlassen. Es ist dies icherlich ein liberales und ehrliches Auerbieten, und Alle, welche mit dem oben erwähnten Leiden behaftet sind, sollten unverzüglich end Chiffre:„Dr. R. Schiffmann“ an die Annoneen=Expedition O.? Daube& Ko., Berlin W., Leipzigerstraße 26, zur Weiterdeförderung chreiben und die ihnen gebotene Gelegenheit, ein Prode=Packet kosten rei zugesandt zu erhalten, nicht unbenngt vorübergehen lassen.— Da nur innerhalb der nächsten fünf Tage unentgeltliche Broden versandt werden können, ist es nochwendig, sofort zu schreiben. Ausdrücklich wird gebeten, nichts weiter als den vollständigen Vor= und Zunamen, den Orstimmungsort mit genauer Wohnungsangabe und den Postbezirk auf eine Posiarie recht deutlich zu schreiben und diese einzusenden. 8407 anuer. Spirilus Kill, Januar 17.50 C, Februar=März 17.50 G. " Oele und Fettwaaren. Köln, 4. Januar. Rüböt loko 67.00, Mai 65.00. Hamburg, 4. Januar. Rüdsl fost, leko 61.50. ###mburg, 4. Jannar. Petroleum seß. Standard white loko ace 70h ur..“ Jrnnav. Vekrolaum. Jas zolfrel. Standerd wtite 9. Vorstellung. Serie I. Undine. Romantische Zauberoper in 4 Aufzügen von Albert Lortzing. Dienstag, den 9. Jannar: 10. Vorstellung. Gerie I. Lustspielnenheit I. Rauges! Die streugen Uerren. Lustspiel in 3 Aufzügen von Blumen2466 thal und Kadelburg. Naturheilverein. Montag, 7. Januar 190., Abends 8½ Uhr, m Preußischen Hose(Sauer) Allgemeinversammlung 1. Rechnungeablage 1900. 2. Wahlen. 3. Verschiedenes. 2472 Ein Schwan klogen. Eigenthümer kann eenselben bei Vergütung der entsendenen Unkosten wieder in Empfang nehmen. 2461 Schmiedemeister Johanning, Schuckendaum bei Leopoldshöhe Bekanntmachung. A#ls unanbringlich lagern bei der hiesigen Oder=Postdirektion: 1) ein gewöhnlicher Brief aus Telmold vom 29. Ang. 1900 an L. P. 18 postlagernd Detmold mit einem Reichslassenschein zu 5 M.: 2) ein Packei aus Teimeld vom 31. Mai 1900 an Dr. Lehmann i Köln(Rhein). Die unbekannten Absender werden aufgesordert, sich innerbalt vier Wochen vom Tage des Erscheinens dieses Biattes ab zur Empfangnahme zu melden, andern alls werden die Gegenstande zum Besten der Postunterstützungslasse rer ertbet werden. Minden, W sf. 3.Jzu. 190 Der Kai#erl. Oberpostdirektor Nempie. 2142 Füttert dielVögel! Holzverkäufe in den fürstlichen Forsten. Oberförsterei Schieder. Holzverkauf. Am Freitag, den 11. Jayua Morgens 10 Uhr, kommen im Tegeder'schen Gastbause 1# Belle a. d. Forstd. Hurbagen 451 und Steinberg 51g, össentl Verkauf an Buchen u. Birken 18 Sick. Nutzh. zu 12,00(m, 212 rm Kl. u. Ku. 2452 4% Grossherzogl. Badische Staatsanleihe vomJahrei90.. Subscription: 8. Januar. Preis: 100 1% Zeichnungen auf diese Anleihe, über welche der Prospekt bei uns zur gefl. Einsichtnahme ausliegt, nehmen xcovisionsfrei entgegen Detmold. 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Rückzahlung des Betrags bei Nichtersolg Angabe des Alters erwünscht. Nlele Sankschreiben. UI. a. schreibt #er H. B. aus Schwerte a. Ruhr:„Ihe Präparat hat sich bei mir glänzend dewührt, bin dadurch jetzt im Besitz eines schönen und kräftigen Schnurrbaris.“— Ferner schreibt pr. Th. W. aus Königslitt seit 2 Jahr an kolossalem Haarausfau, so daß ich heinahe eine voll ständige Glatze harie. Seit zweimonatlich. Gebrauch Ihres Präparats habe ich mein Haar vonlständig stark wieder. Spreche aus diesem Grunde meinen best Dank aus.“ Zu bezlehen in Dosen à Ml. 8.— von A. Schnurmann, Frankfurt a. M. entgegen und vergüten zur Zeit auf Checkkonto(jederzeit ohne Kündigung rückzahlbar) 8% auf Depositenkonte(Spareinlagen) bei einmonatlicher Kündigung 4% bei kürzerer und längerer Kündigungsfrist und grösseren Beträgen nach Vereinbarung. Die Verzinsung geschicht vom Tage der Ein zahlung bis zum Tage der Abhebung. Ueber die Einlagen wird in Contobüchern quittirt. Contobücher stehen an unserer Kasse zur Verfügung. Wir halten uns zur Vermietbung von eisernen, unter Mitverschluss der Miether, in einer Stahlkammer stehenden Schrankfächern (Safes), wie zur Ausführung aller das Bankfach betreffenden Geschäfte empfohlen. Detmold, 2. Januar 1901. Westfälisch-Lippische Vereinsbank Aktiengesellschaft. 2426 Todes-Anzeige. Unsern Mitgliedern die traurige Nachricht, daß unser treues Aufsichtsrathsmitglied Für meinen Ringofen mit Maschinenbetrieb(Stang= presse) suche pro 1901 einen tüchtigen erfahrenen Carl Hilbig Meister, am Donnerstag Nachmittag 3½8 Uhr nach schwerem 2 Leiden sauft entschlafen ist. Ein ehrendes Andenken bewahrt ihm Der Consum=Verein Detmold u. Umgegend. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 6. d. Mis., Nachmittags 3½ Uhr vom Tranerhause Meierstr. aus stalt. Um zahlreiche Betheiligung bittet Der Vorstand. der die Produktion in Accord übernimmt. Nur solide, nüchlerne Leute mit besten Zeugnissen wollen sich melden. Gust. Möller, 2405 Hohenlimburg i. W. Dank! Todes=Anzeige. Es hat Gott gefallen, heute Morgen 4% Uhr unsern guten Vater und Schwiegervater 2418 aus Tintrup, welcher bei uns zum Besuch weilte, nach kurzen schweren Leiden zu sich in die Ewigleit zu rusen. Um stilles Beileid bitten die trauernden Hinterbliebenen. Vahlhausen, den 4. Jannar 1901 Hierdurch spreche ich öffentlich orn. C. B. F. Rosenthal, specialbehandlung nervöser Leiden, Nünchen, Bavariaring 33, inen liefgefühlten, herzlichsten ant aus für die überraschend chuelle Heilung; denn die Kopf chmerzen, Kreuz= und Brust chmerzen, das Drücken auf Ven 1. Magen sowie alle anderen nerösen Erscheinungen, an welchen neine Frau berits 4 Jahre u. neine Tochter 2 Jahre litt, n en welchem Leiden hier niemand selsen konnte, sind nun infolge ter ortüglichen, brieflichen Be sandtung des Dru. Rosenthal in winigen Wochen gänzlich ver twunden, u. meine Frau 1. neine Tochter können nnn mit 2189 Die Sartenlaube eröftnet den* Jahrgang 1901 e mit den beiden *##* hervorragenden erzühlenden Werken: 99 Felix Hlotvest“ von J. C. Heer „San Digilio“ von Paul Beyse. Abonnementspreis vierteljährlich(13 Hummern) 2 Illark. Zu beziehen durch die Buchhandlungen und Postämter. Dr. Oetkers 15, 30 u. 60 Pf., macht seinste Puddings Saucen und Suppen. Mit Milch gekocht, bestes lnochenbile#ndes Nahrungsmittel für Kin der Millionenfach bewährte Rezepte gratis. 3279 23. Meyer zu (28. Willms Nachslgr). Meyer. Die Beerdigung findet am Montag, den 7. Jannar, Mittags 1 Uhr. in Bahlhausen statt. u. Freude ihrer Beschäftigung, vieder nachg hen, u. rathe ich de halb jedem Kranken, sein Leiden em Hru Rosenthal in einem Briefe vertranensvoll zu schildern. Krumau, 58 Post Krumau. 3. Mai 1900. Anton Reschl. Sichere bei Lungen= und Halelelden, Husten, Hebserleit, Lungen- und Lust rohrentatarrh, Asthma 2c. durch Emi Gördel's Ktänterihee Hla.pold gonan Knoterich). Nur von der be kannten Kirma temit Gordel, Kolberg, bei armen Kranken ohne Gschen angesehen und beliebt rsehe die Arteste und Dankschreiben Packet nur 50 Pfg. zu haben in Detmold: E. Steller. 9937 Heute Nachmittag 3 Uhr entschlief plötzlich unser lieber Sohn und Bruder, — Thüringisches Technikun Jlmenau der Bauschüler Es hat Gott dem Anmächtigen gefallen, heut. früh 1 Uhr unser innigstgeliebtes Söhznchen fur Maschinen- u. Eleotro Ingenleure, Iechniker und Werkmeister. Drector Jentzon 2130 im 21. Lebensjahre. Um stilles Beileid billen Hermann Borgel u. Kinder. Leopoldsthal, den 3. Januar 1901. im zarten Alter von 3 Mon. nach langen Leiden in sein Himmelreich zu nehmen Um stille Theilnahme bister Die Beerdigung. findet Sonntag, Nachmittags 3 Uhr, statt. 2459 1901. Lieme, 3. Jan. Die Beeidigung findet am Sonntag Nachmi“taa 3 Uhr Kalt. VE Tschnikum Strelitz (Mechleaburg) ng mirur., Tpchnis.- u. Meisterkeres Orssamt Nech- und Tleibau, Tischler ei - Taglicher Eintritt.— 3 Ein Fudergutes Wiesen heu und 30 bis 40 Ctr. Esparsette, Häcksel, sowie ein Fuder gutes Pferdehen kaust 2415 Fr. Flake Fleischermeister. Verlobungs ringe in massiv Gold mit Reichsstempel 585 und 333 in jeder Größe und Breite zu konkurrenzlos billigen Preisen. Eingraviren von Namen gratis. Phil. Burkhardt #otd, 14 Bruchstr. 14. Achtung! Von jetzt ab wieder jeden Dienstag Morgen Zusammenkunft von Zieglern Detmolds und Umgegend. NB. Für das mir bisher geschenkte Vertrauen sag ich meinen besten Dank und bilte dasselbe mir auch fernerhi bewahren zu wollen. 2308 Achtungsvol Theodor Hirse Restaurant„Markthalle“ Ziegler=Agentur. Achtung! Vereine—Saalbesitzer! 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Diejenigen Militärpflichtigen, welche sich zum zweiten, dritten usw. Male zur Stammrolle melden, haben den im ersten Gestellungs. jahre ertheilten Loosungsschein vor wlegen, auch etwa eingetreiene nderungen in Betreff der Wohnsitzes, Gewerdes, Standes 2c. wauzeigen. Sind Militärpflichtige vorübergehend von hier abwesend(auf Reisen befindliche Handlungsehülfen usw.), so haben ihre kitern, Vormünder, Lehr=, Brododer Fabrikherren die Verpflich tung, sie innerhalb des oben angegebenen Zeitraums zur Stammroue anzumelden. Wer die vorgeschriebene Meldung zur Stammrolle oder zur Berich. higung derselben unterläßt, wirt mit Geldstrafe bis zu 30 Marl der mit Haft bis zu 3 Tagen bestraft. Die Aufnahme von Reklama tionen findet an denselben Tagen — Nachmittags— statt. 2416 Detmold, den 3. Jan. 190 Der Magistrat. Petri. Herrschaftliches Landgut m Holstein W Bahnstation, nahe bedeut. Stadt, groß 207 Morg. gut. Weizen= u. Gerstenbod. inkl. 36 Morg, schöne Wiesen, gute Gebände, reichhaltiges todt u. lebend. Inventar, Ernte und Futtervortäthe soll insgesammt für 60000 Mf. mit 20000 Wk. Aus zahlung verkauft werd. Auskunft ertheilt A. Teschner, Hamburg, Steinst. 131. 2487 Eine gutgehende Bäckerei und Conditorei in bester Lage Detmolds teht Umstände halber zu verkaufen. Schriftl. Augebote u. Nr. 2314 befördert die Geschästsstelle d. Bi Eine freundliche Wohnung ist auf sofort oder 1. April billi zu vermiethen. 243 Fr. Loth, lig 2436 Bruchstr. 25. Herrschaftliche Wohnung, der 1. Etage, Fürstengarten traße 14, ist zum 1. April 1901 anderweit zu vermitthen. Ausk ust ertheilt Herr Rob. Golkrich doris. 2390 Mehrere herrschaftliche Wohnungen sowie eine Ladenetage auf sofort oder zum 1. Apriil d. J. zu vermiethen. Näheres bei 2383 Danjes Oberestr. 9. Der seit 5 Jahren von Herrn Buchbinder Moritz innegehabte Laden Wohnung n zum 1. April anderweitig zu ermiethen. 2438 Fr. Priester, Bruchstraße. 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Die Famili den polnischen Al leibt und führte blauem Felde, na des Schildes zus drei goldenen St 00 Glücklich in gesprungen,— st Vor laut Vor lau Sie pfle Das G Roman Frei nach dem „Und Sien Gerold?“ *„Von da a ihn in meine 9 unter, wobei e schwamm ich in Lola ist n bald blaß gewe von der größe noch nicht geüb Manfred „Lola, der an ihn zu den „Ich will es ist so schwer Hastige St die Terrasse zu Lola's Her elwas passirt# Vor sich se inne „Was brin „Der frem — ist— Ihr ganze die fürchterlich „ist soeben den Herrn Ba# Der Mann, zwei Meuschen richteten Lager 5 Sanren an iem B. B., Br. Ass-##. un####. De berechurt. In Oerli Verledeck, Blomberg, Bösingseld, Lippische erschei t mit Ausnahme der Gonn= und Behtan en. Leitung und Geschaftestelle: Leopoldstraße 12.— gern Abennemen: Spreise: bei der Geschälteftelle und unser ür ½ Jayr M. 7.—, für E Monate M. 1.31, Gaeben..: Nr. 28. #.ben Bes..#.. In„I„ 11""„ 440 Postdestellgeld:„ 9,„„ 0.42„*„„ 0.20„1„„ 0.14; Mannstripte wellt man an die Redaktion der Lipp. Laube##ta und nlcht an vers#gliche Adressen richten. Anaufgefordert eingesandte Mannskripte werden nicht 8uc überzimmt die Rebaktion für bitselben keine Berautwertung. N 0.70, 0.903 Landes 1„ Altestes und verbreitetstes Blatt des Fürstenthums und der angrenzenden Vezirke. Ns 4• Detmold, Sonnabend, 5. Januar 1901. 134. Jahrgang. 125. Geburtstage Ferdinands v. Schill schreibt eine Berliner Correspondenz: Ueber die Herkunft des am 31. Mai 1809 in Stralsund gefallenen deutschen Patrioten Ferdinand v. Schill befinden sich im Familien= archive des Freiherrn v. Eberstein auf Leinungen interessante Daten, die bisher noch unbekannt geblieben sind. Ein Böhme, Johann Geora Schill, der während des 7jähr. Krieges im Corps des Feldmarschall=Leutnants Baron von Luczinsky gedient hatte, hatte sich im Jahre 1760 erboten, der sächsischen Regierung 100 Dragonerpferde zu liefern, wenn er bei den Dragonern den Rang und Gehalt eines Kapitäns erhielte. Der damalige sächsische Major v. Eberstein, Stabsoffizier der Kavallerie, empfahl das Anerbieten Schills mit Wärme seiner Regierung. Als Schill es mit der Zusage wiederholte, im Falle seiner Anstellung sogleich mit einer 40 Mann starken, vollständig berittenen und ausgerüsteten Abtheilung beim sächsischen Heere einzutreffen, wurde er noch im Jahre 1760 mit Leutnantsrang eingestellt und rückte später zum Rittmeister vor. Die Truppe, die er organisirte, führte den Namen „Freihusaren“ und verrichtete mit den französischen Volontairs d'Haynault und de Flandre den Vorpostendienst beim Corvs des Prinzen Xaver. Nach dem Hubertusburger Frieden wurde das Freicorps unter das Regiment Chevauxlegers vertheilt, bei dem Schill eine Compagnie erhielt. An dem einträglichen Werbegeschäft in den Kriegszeiten fand er ein solches Vergnügen, daß er es auch im Frieden nicht ruhen ließ. Es wurde deshalb segen ihn die Anklage erhoben,„sich gegen die eingechärften Landesverordnungen und Militärgesetze in remde Werbegeschäfte eingelassen zu haben.“ Der Untersichung kam er durch ein Abschiedsgesuch zuvor, das vom Kurfürsten Friedrich August bewilligt wurde, worauf Schill 1772 in preußische Dienste trat und bis zum Oberstleutnant vorrückte. Späler kaufte er ein Gut Wilmsdorf zwischen Dresden und Dippoldiswalde, wo er 1780 starb. Vor seinem Eintritt in den preußischen Dienst war er in den polnischen Adelsstand ausgenommen worden. Von seinen vier Söhnen war der älteste Oberstleutnant in preußischen, später in österreichischusdiensten; der zweite Sohn starb 1810 als pensionirter##eußischer Rittmeister; der dritte schied 1817 als Oberstleutnant und Kommandeur des 1. schlesischen Landwehrregiments aus dem aktiven Dienst und lebte auf seinem Gute Neudorf am Gröditzberg in Schlesien. Der jängste Sohn war Major Ferdinand v. Schill, der in Stralsund den Heldentod starb. Obgleich eine edlere Natur als der Vater, erinnert der Sohn doch durch den gewaltigen Drang zum Kühnen und Abenteuerlichen, der ihn nur zu früh seinem Verhängniß entgegenführte, an seine Abkunft von dem Freischaarenführer des siebenjährigen Krieges, der, wie so viele Parteigänger seiner Zeit, ohne Ruhm und Andenken der Vergessenheit anheimsiel. Die Familie Schill wurde bei ihrer Erhebung in den polnischen Adelsstand dem Stamme Trzywder einverleibt und führte als Wappen drei goldene Grabkreuze in blauem Felde, nach Art eines Schächerkreuzes in der Mitte des Schildes zusammengestellt und in den Winkeln von drei goldenen Sternen begleitet. Glas an Glas geklungen— und der Freude Ueberschwang — half der Zeiten Uebergang— den wir schwankend unternommen,— angenehm zu Stande kommen!—— Brave Menschen feiern brav— unter Scherzen unter Lachen,- doch des Jahres erster Schlaf— bringt ein häßliches Erwachen.— In dem Kopse geht's herum— wie ein Mühlrad, das ist dumm— und die Glieder sind so bleiern,— das kommt vom Sylvester feiern?— Rosig ist der erste Tag— hoffnungsfroh der Neujahrsmorgen, — aber balde ruft er wach— mannigfache schwere Sorgen.— Ist der Hausherr noch so zäh— schmaler wird sein Portemonnaie,— denn es nahn die sogenannten — treuen Neujahrsgratulanten.— Aller Anfang ist stets schwer,— das gilt auch vom neuen Jahre.— Anfangs ist die Börse leer— und es schmerzen alle Haare!— Anfangs weiß man selbst nicht wie,— und man glaubt man trüg' es nie,— doch bald schwindet alles Zagen— und man hat es doch getragen!!— Neujahrsfreuden giebt es viel— aber ach auch Neujahrsleiden— und um letzteres Gefühl— ist der Mensch nicht zu beneiden.— Schön ist der Sylvesterpunsch,— angenehm der Neujahrswunsch,— doch die Neujahrs=Rechnungslegung— bringt oft mißliche Erregung!— Doch der Stern der Hoffnung strahlt— der verbessert seine Güter!— Freunde, schenkt mir drum Gehör,— wird's Euch auch im Anfang schwer — müßt Ihr auch zunächst noch dulden:— O bezahlet Eure Schulden!— Schwer ist aller Anbeginn,— was mich weiter gar nicht wundert— und nun sind wir gründlich drin— in dem zwanzigsten Jahrhundert— und die Zeit, die flüchtge Zeit,— sie erledigte den Streit,— Jeder spricht in ernstem Sinnen:— Alle, alle sind wir drinnen!— Mancher hat zur Sicherheit— zweimal die Jahrhundertwende— froh geseiert, und der Streit,— wie gesagt, ist nun zu Ende!— Das Jahrhundert selbst erfuhr— schwer ist aller Anfang nur,— jetzt ist's da, und nicht ein Streiter— wehrt ihm seinen Platz!— Ernst Heiter. Zeitgemäße Betrachtungen. (Nachdruck verboten.) „Aller Anfang ist schwer.“ Glücklich in das neue Jahr— sind wir nun hineingesprungen,— frisch und fröhlich, hell und klar— haben Vermischte Tagesneuigkeiten. Ein Kriegszug gegen das Küssen, den die Newyorker Abtheilung der Womens Christian Temperance Union eingeleitet hat, erregt gegenwärtig in New=York große Heiterkeit. Die Führerin der neuen Bewegung, die Aerztin Dr. Anna Hatfield, wurde natürlich sofort interviewt. Sie erklärte feierlich, daß das Küssen ein barbarischer, ungesunder Brauch wäre, schlimmer als das Trinken, und deshalb erbarmungslos abgeschafft werden müßte. Niemand sollte wenigstens einen Menschen küssen, ohne zuerst den Mund— antiseptisch zu waschen, um die Bakterien zu zerstören. Gefährlicher aber noch als die Ansteckung wäre die moralische Infektion durch den Kuß, meinte die gestrenge Dame.„Die Mädchen werden heute nicht mehr wie früher gelehrt, einen Kuß mit heiliger Scheu zu betrachten. Verlobten sollte nur ein Kuß in der Zeit der Verlobung gestattet sein. Die Mütter von heute sind tadelnswerth, weil sie ihren Kindern das Kußlaster angewöhnen. Viele Kinder werden buchstäblich zu Tode geküßt. Das Küssen anter Frauen ist ebenso ungesund. Es ist Zeit, einen Krieg gegen das Küssen zu führen, und ich bin willens, den ersten Schuß abzufeuern.“ Natürlich werden die Fortschritte des Kreuzzuges gegen das Küssen mit großem Interesse verfolgt. Aber dieser Kußbazillus wird wohl noch schwerer zu bekämpfen sein als die andern unheimlichen Gesellen. Die Hochzeit einer vornehmen Türkin. Das Ereigniß der vergangenen Woche in Konstantinopel war die Trauung der ältesten Tochter von Memduh Paschah, des Ministers der inneren Angelegenheiten, mit ihrem Vetter Djemal Bey, einem der einflußreichsten türkischen Staatsmänner. In der romantisch am Bosporus gelegenen palastartigen Residenz des Ministers fanden die Feierlichkeiten statt. Hier konnte man so recht beobachten, in welchem Maße die alten orientalischen Gebräuche bereits europäischen Sitten Platz gemacht haben. Die Toiletten der türkischen Aristokratinnen bei dem schon früh Morgens begonnenen Empfang repräsentirten fast ohne Ausnahme Meisterwerke der Pariser Kleiderkünstler. Die Wirthin selbst trug eine Robe von blaß malvenfarbenem Moiree. Wundervolle Handmalerei zierte das Devant des Rockes, dessen Saum ein breiter Volant gelblicher Spitzen über mattlila Chiffon umgab. In ihrer Haarfrisur wiegte sich ein Tuff weißer Federköpfe. Auf einem schräg über das Corsage sich spannenden weißen Seidenband prangten die ihr verliehenen Orden. Die jüngere Schwester der Braut, Madame Rudschi Pascha, Schwiegertochter des Marineministers, die, ungeachtet ihrer 15 Lenze, schon seit zwei Jahren verheirathet ist, erschien in einer Toilette von schwerem Pompadour=Brokat mit Blumenapplikation in Spiegelsammet und einer riesigen Schleppe aus demselben schimmernden Stoff. Die einer wunderschönen Wachspuppe gleichende junge Türkin hatte ihre Lockenfrisur mit einem Diamantendiadem geschmückt, um das eine Fürstin sie beneiden könnte. Kaffee, Cigaretten und Süßigkeiten wurden beständig herumgereicht. Gegen 1 Uhr bildeten zehn Khalfas, von denen je zwei in rosa, grünem, blauem, rothem und gelbem Brocatatlas kostümirt waren, auf der Marmortreppe Spalier, und zwischen ihnen schritt in Begleitung ihrer zwei Lieblingsdienerinnen langsam die bildschöne Braut die Stufen hinab. Ihr lang schleppendes Gewand von zart lachsfarbenem Atlas war verschwenderisch mit handgestickten Blumen in winzigen Silberpailettes ausgestattet. Der reizende zierliche Kopf wurde durch das Gewicht der Brillanten und das Gewirr der langen Silberdrähte, ohne die der Ausputz einer orientalischen Braut niemals vollkommen ist, förmlich niedergebeugt. Unten angelangt, hüllten die beiden Mädchen ihre bräutliche Herrin in einen tangen Schleier echter Rosenpoints. Dann ging die Braut ihrem Verlobten entgegen, der in einem entlegenen Corridor auf sie wartete, reichte ihm ihren Arm. Von einem Ennuchen geführt, stieg das Paar nun zu dem Hochzeitssaal empor, wo der Bräutigam zum ersten Male den Schleier der Auserwählten lüften durfte, um ihr Antlitz zu erblicken. Zehn Minuten später schritt er allein wieder die Treppe hinab, wobei er sich der Sitte gemäß bemühle, die Augen nicht aufzuschlagen. Mit vollen Händen streute er Silbermünzen unter die weniger distinguirten Gäste aus. Dann verschwand er, um während der ganzen Festlichkeiten nicht mehr gesehen zu werden. Für die Braut aber fing das sogenannte„Schausitzen“ an. Sechs Stunden hindurch mußte sie unter ihrem Blumenbaldachin ausharren und sich von der unaufhörlich aus= und einströmenden Volksmenge bewundern lassen. Bei Sonnenuntergang wurde sie endlich erlöst. Die Neugierigen zogen sich zurück, und die Familie setzte sich mit den intimsten Freunden zu dem aus vielen Gängen bestehenden Hochzeitsdiner nieder. Kunst und Wissenschaft. Das Schicksal Sven Hedins. Bekanntlich hatte man seit einem halben Jahre keine Nachrichten von dem schwedischen Asiensorscher Sven Hedin. Deswegen wurden Befürchtungen gehegt, daß ihn und seine Expedition irgend ein Unglück getroffen haben könnte, etwa auf chinesischem Gebiet. Soeben ist jedoch, nach einer Meldung des Berliner Tageblatts, an König Oskar von Sven Hedin ein Brief gelangt, der mittelst Eilbote von Temirlik in Tjimentagbergen, südlich von Lop=nor, am 30. Oktober abgesandt ist, und aus dem man ersieht, daß Hedin und seine Expedition wohlauf sind. Sie waren eben von einer sehr interessanten, ergebnißreichen, dreimonatigen Reise nach ihrem Winterquartier zurückgekehrt. Literarisches. „Der Stein der Weisen,“ dessen erfolgreiches Wirken auf dem Gesammtgebiete der papulären Wissenschaften längst allgemein anerkannt ist, eröffnet mit seinem soeben erschienenen 13. Hefte den 26. Band. In letzterer Ziffer allein schon ist die außergewöhnliche Leistung dieses Unternehmens gekennzeichnet. Das vorliegende, reichlich illustrirte Heft enthält, wie man dies seit jeher seitens der trefflichen Revue gewohnt ist, viel Jnteressantes aus verschiedenen Wissensgebieten. Sparen, sparen! So heißt bei den heutigen theuren Verhältnissen die Loosung jedes geordneten Hausstandes, jeder soliden Hausfrau.„„u, wo aber damit anfangen? Für Alles ist ein bestimmter kuapper Etat ausgesetzt.“ Nun, ich will es Euch sagen, liebe Hausfrauen! Schon bei der Wäsche könnt Ihr enorm sparen!„Ja, die ist aber doch gerade am theuersten!: Wenn Ihr sie kauft, gewiß! Aber Ihr scheint nicht zu wissen, daß Euch ein Blatt zur Verfügung steht, mit dessen Hilfe Ihr Euch jede Art Wäsche selbst aufs Billigste herstellen könnt. Es ist dies die„Illustrirte Wäsche=Zeitung.“ Verlag John Heury Schwerin, Berlin. Dieses reichhaltige, auf jeder Seite illustrirte Spezialblatt für Wäsche giebt den Damen Gelegenheit, alle nur möglichen Gegenstände der intimeren Bekleidung mit Hülfe des jeder Nummer beiliegenden Schnittmusterbogens sich selbst anzusertigen Ohne jede Preiserhöhung ist der an und für sich sehr reichhaltige und gediegene Inhalt jetzt um zwei Seiten Handarbeiten für die Wäsche vermehrt worden. Man sollte daher keine Wäschegegenstände kaufen oder anfertigen lassen, ohne vorher Einblick in die„Illustrirte WäscheZeitung“ genommen zu haben. Für nur 60 Pf. vierteljährlich ist das Blatt von allen Buchhandlungen und Postanstalten zu beziehen. Gratis=Probenummern durch erstere und den Verlag John Heury Schwerin, Berlin W. 35. Standesamtliche Tegenber. 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Verautwortlicher Redacteur: Emil Neumann. Für den Reklame= und Anzeigentheil verantwortlich: Louis Heisterhagen, alle drei in Detmold, Druck und Verlag der Mever'schen Hofduchdruckerei zu Tetmold. alle Zusendungen sind an die Leitug oder die Geschäftestelle, nicht persönlich zu adresstren. Albumblätter Vor lauter Liebe sich nicht Liebe gönnen, Vor lauter Liebe hassen können: Sie pflegen': Eifersucht zu neunen. Feuchtersleben. Das Geheimniß des Glücks. Roman aus der Londoner Gesellschaft. Frei nach dem Amerikanischen von Erich Friesen. (Nachdruck verboten.) (Schluß., „Und Sie wollen mich trotzdem retten, Baron Maufred Gerold?"" „Ja!“ *„Von da ab sprachen wir kein Wort mehr. Ich nahm ihn in meine Arme und kletterte mit ihm am Wrack hinunter, wobei er sich an meinem Hals festhielt. Dann schwamm ich mit meiner Last dem Ufer zu.“ Lola ist während Manfreds Erzählung bald roth, bald blaß geworden. Sie hat soeben gelernt, das Leben von der größeren, edleren Seite zu betrachten und ist noch nicht geübt im Großmuthüben und Entsagen. Manfred liest ihr die Empfindungen vom Gesicht ab. „Lola, der Arme ist sehr krank. Versuche, ohne Haß an ihn zu denken! Willst Du?“ „Ich will es versuchen“, entgegnet sie leise.„Ach, es ist so schwer!“ Hastige Schritte nahen. Der Diener Luigi eilt auf die Terrasse zu. Lola's Herz koyft zum Zerspringen. Wenn dort oben etwas passirt wäre!... Wenn der Tod— Vor sich selbst erschreckend, hält sie in ihren Gedanken inne „Was bringen Sie, Luigl?“ fragt Manfred freundlich. „Der fremde Herr dort oben ist—“ ist—“ schreit Lola auf. Ihr ganzer, etwas nach vorn geneigter Körper drückt die fürchterliche Spannung aus, in der sie sich befindet. „ist soeben zur Besinnung gekommen und wünscht den Herrn Baron zu sehen.“ XXXI. Der Mann, der solch' unaussprechliches Leid über zwei Meuschen gebracht, liegt aus einem schnell hergerichteten Lager der Baronin Gerold.***= Unruhig kratzen seine, Hände auf der Bettdecke herum. Sein Gesicht trägt den Ausdruck tödtlichster Angst und Spannung. An seinem Kopfende sitzt die Baronin und beobachtet ihn. Die allte Dame war nicht wenig erstannt, als man ihr den Mann, den sie nach dem, was er gethan, aus dem Grunde ihrer Seele verabscheute, ins Haus brachte. Ihr edles Herz verbot ihr, den Hilflosen von ihrer Thür zu weisen. „Wir wollen vergessen, daß er ein Betrüger, ein Verbrecher ist und nur den Nächsten in ihm sehen, den wir lieben müssen“, hatte sie sanft gesagt und für ihn ihr Wohnzimmer zurecht machen lassen. Dann übernahm sie selbst die Wache an seinem Lager. Der Schwerleidende ächzt und stöhnt. Sein flackernder Blick irrt unstät im Zimmer umher. Jetzt öffnet sich die Thür. Manfred tritt ein. Die Augen des Kranken scheinen sich zu erweitern. Angstvoll keucht er: „Wissen Sie— wo— sie— ist, Lola— meine— Frau?“ „Sie ist nicht weit von hier“, erwidert Manfred ernst. „Haben Sie irgend einen besonderen Wunsch?“ Die Züge des Kranken verklären sich. „Sie ist— nicht weit— von hier?“ murmelt er. „O, laßt sie mich— noch einmal sehen! Ich— ich liebe sie— so— sehr. Ich habe gehungert— und gedürstet — nach einem Blick— von ihr. Um des Allmächtigen willen— sagt ihr— bittet sie— beschwört sie, daß sie — zu mir kommt! Ich kann nicht sterben, ohne sie— noch— einmal— gesehen zu haben—“ Sein Kopf sinkt in die Kissen zurück. Ein Krampf schüttelt den ganzen abgezehrten Körper. Manfred schweigt. „Holen Sie Lola! Holen Sie mein Weib!“ schluchzt der Todtkranke wieder.„Haben Sie Barmherzigkeit!“ „Ich— ich werde es ihr sagen.“ Manfred wendet sich zum Gehen. „Und was glauben Sie? Wird— sie— kommen? Sie haßt mich—“ „Sie irren. Lola haßt Sie nicht mehr. Sie befinden sich in ihrem eigenen Hause.“ „Ah Mit leisem Stöhnen fällt Orlowsky in die Kissen zurück. Das Bewußtsein ist wieder geschwunden. In diesem Augenblick tritt der Arzt ein. Als er den Schwerverwundeten untersucht hat, macht er ein bedenkliches Gesicht. „Hm, hin, eigenthümliche Wunden“, meint er kopfschüttelnd.„Soviel steht fest: vom Felsen gefallen ist der Herr da nicht. Ich mag mich in kein Geheimniß drängen, aber—“ „Sie haben Recht, Herr Doktor. Wozu es leugnen“, unterbricht ihn Manfred ernst.„Doch— wie lautet Ihre Entscheidung? Wird er am Leben bleiben?“ „Unmöglich, ganz unmöglich, mein Herr. Sein Leben zählt nur nach Stunden. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird er noch einmal zum Bewußtsein kommen— das letzte Aufflackern des Lebenslichtes. Dann ist es vorbei.“ „So lassen Sie das Geheimniß mit ihm sterben, Herr Doktor!“ Der alte Arzt nickt. Er, der Zeuge so vieler Geheimnisse, der unfreiwillige Mitwisser so manchen in Fieberphantasien ausgeplanderten Verbrechens— er trägt kein Verlangen darnach, den Schleier eines neuen Verbrechens zu lüften. „Es ist nichts mehr zu machen“, sagt er, sich zur Thür wendend.„Ich komme heute Abend wieder, um den Todtenschein auszustellen.“ „Sind Sie so sicher?“ „Ganz sicher.“ Der Arzt nickt mit dem Kopfe einen Gruß und geht. Jetzt erhebt sich die Baronin, die sich bis dabin ganz still verhalten, von ihrem Stuhl am Kopfende des Krankenagers. „Manfred, mein lieber Sohn“, sagt sie weich,„rufe sofort„Lola! Jede Minute Verzögerung könnte zu spät Geb“!“ „Und wird sie kommen, Mutter?“ Sie wird kommen. Sie ist nicht mehr die Lola von früher.“ „ Schon nach wenigen Minuten tritt Manfred wieder ein. Lola, bleich, aber ruhig und gefaßt, folgt ihm. „Stellen Sie sich so, daß sein Blick auf Sie fällt, sobald er die Augen aufschlägt!“ gebietet die gütige alte Dame liebevoll.„Vielleicht währt seine Bewußtlosigkeit nur eine Sekunde“ Und Lola thut wie ihr geheißen. Unendliches Mitleid ergreift sie. Der Mann da mit den eingesunkenen Augen, den fahlen Wangen, den tiesen Schrammen und Wunden auf der noch immer edel geformten Stirn gleicht so wenig dem„Fürsten Orlowsky“, dem glänzenden Cavalier, um dessen Gunst sich noch vor wenig ahren die ganze Londoner Damenwelt bemühte. Wäre er ihr gesund, mit Glücksgütern gesegnet, entgegengetreten — sie würde sith mit Abscheu von ihm gewandt haben. Jetzt, verfolgt, verachtet, hilflos, hat er Anspruch auf ihr ganzes Mitleid. Zum ersten Male seit ihrem Hochzeitstag regt sich in ihr eine sanftere Empfindung für ihn. Ob Fürst, ob Abenteurer, ob ein von der Polizei verfolgter Nihilist— er ist ihr Gatte. Sie hegt den brennenden Wunsch, daß er noch einmal zum Bewußtsein kommen möge. Sie will ihm sagen, daß sie ihm verzeihe. Vielleicht würde er dann ruhiger sterben. Und als ob ihr sanfter Blick magnetische Kraft besäße, öffnet er plötzlich die Lider. Einen Augenblick rührt er sich nicht. Alles Leben scheint aus dem still daliegenden Körper gewichen. Nur die Augen blicken groß und starr auf Lola, wie auf eine überirdische Erscheinung. Dann streckt er die Arme aus.“ „Lola... Lola!“ Wie ein Jubelruf springt es von den bleichen Lippen. Doch die namenlose Erregung ist zu viel für den schwachen Körper. Die Arme sinken nieder; der Kopf fäll zurück. Er kann sich nicht mehr bewegen, kann nicht men: sprechen. Lola tritt leise an ihn heran. Sauft legt sie ihre kühle Hand auf seine fieberheiße Stirn. So= den sterbenden Blick fest auf das Weib gerichte das er getäuscht, das er tief unglücklich gemacht, dase geliebt und nie besessen— so entschlummert er sanf noch im Tode glückselig lächelnd. Schlaf' wohl!“ sagt Lola leise, ihre Hand von erkaltenden Stirn zurückziehend.„Möge Gott Dir bei zeihen, wie ich es thue!“ 6 Eine große Thräne schimmert in ihrem Auge. Da faßt eine starke Hand die ihre mit kräftigem Druck „Lola!“ Feuchten Auges blickt sie zu Manfred empor. „Jetzt kenne ich das wahre Glück,“ flüstert sie tie bewegt.„Du hast es mich gelehrt: Liebe Deinen Nächste wie Dich selbst!“ Zwei Augenpaare strahlen in einander im innigste Einverständniß Zwei Menschenherzen haben es gesunden= bi hehre Geheimniß des Glücks. Ende. Horn I. L, 4411 Wir beabsichtigen, unser 2.Köck., mass. Wohn= u. Geschäftshaus m. Hofraum u. Garten, a. d Ecked. Mittel= u. Burgstr., gegenüber der Kirche gelegen, preiswerih zu verkaufen. Wegen s. vorzügl. Lage eignet sich das Haus zu jedem Geschäfte u. ist durch geringe bauliche Aenderungen leicht dazu einzurichten. 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