A * 5 90 Notationsdruck und Verlag: Herne, Bahnhofftr. 71. Erscheint 13 Bezusepteis Mr.— ##. Post bezogen viertelj. Mi 8 60. “ m i t A u s n a h m e d e r S o a u 90 monatlich frei is Haus deckto Amtliches Publikations=Organ für den Stadtkreis Herne. Zugleich:„Anzeiger für das Amt Sodingen“(Amtsblatt) und„Gerther Anzeiger I Jeder uvonnent des„Herner Anzeigers“ ist mit 100 Mark gegen tödlichen Unfall gebrucht: u## Postscheckkonto Cöls 26657. 14. Jahrgang. Telegramme: Anzeiger Herne. Fernsprecher 961. „chen Unsau gemaß den bekannt gegebenen Bestimmungen versichert. Verautwortlich: Für den redaktionellen Teil: H. Jugmanns, für den Anzeigenteil: J. Röttsches. Herne. Der auf die Anzeigen eingeräumte Nachlaß kommt bei Konkursen und gerichtlicher Klage in Wegfoll Anzeigen werden die 1 spaltige auswarts mit 20 Pfg., Reklamen die Datum= und Plapzvorschriften Petitzeile mit 15 Pfg., für Zeile mit#0###g. berechnet. ohne Verbindlichkeit. Nr. 204 Montag, den 2. September 1918. Bündnis und Dölkerbund. Mit der Gründlichkeit, die ein Wesenszug des deutschen Charakters ist, beschäftigt sich unsere Presse mit dem Gedanken eines Völkerbundes, der durch die Reden des Staatssekretäts Dr. Solf und des Prinzen Max von Baden neu belebt worden ist. Wenn auch einer Liga der Völker grundsätzlich von Blättern aller Parteirich tungen fast rückhaltlose Zustimmung erteilt wird, so stellen sich die Zeitungen je nach ihrer volitischen Gesinnung und der von ihnen vertretenen Weltanschauung der praktischen Durchführbarkeit eines Völkerbundes doch recht verschiedenartig gegenüber. Der von der Entente verbreiteten Idee einer Völkerliga gegenüber ist Vorsicht und Zweifel jedenfalls auch sehr gesund und ratsam, aber nebenher läuft auch das Bestreben, Mittel und Wege zu weisen, wie einem Völkerbund am ehesten Gestalt und Leben verliehen werden kann. Es würde zu weit führen, wollte man jeden in deutschen Blättein geäußerten Vorschlag und jede Warnung vor einem Völkerbund eingehend prüfen, aber die Aufjassung, die in einem Aussatz des Reichstagsabg. Gothein im „Berl. Tagebl.“ zum Ausdruck gelangt, verdient doch eine nähere Beleuchtung und, um es gleich zu sagen, eine entschiedene Zurückweisung. Herr Gothein ist der Meinung, daß es dem Frieden dienen würde, wenn man die Zuversicht haben könne, daß er ein daueender sein werde. Bündnisse und Koalitionen aver gefährden den Frieden, auch wenn sie zu rein defensiven Zwecken geschlossen seien. Er sagt weiter wörtlich:„Es muß einmal offen ausge sprochen werden, daß der Versuch eines politisch, militä rich und wirtschaftlich geeinten Mitteleurova ein Rück sall in jene alte. gefährliche Politik der Koalitionen und der Rivalität der Machte ist, deren unvermeidliches Resultat der jetzige Weltkrieg ist.“ Herr Gothein ist also offenbar gegen den geplanten Ausbau und die Ver tiefung des deutsch=österreichisch=ungarischen Bündnisses. weil dasselbe seiner Ansicht nach dem Zustandekommen ines Völkerbundes nur hindernd im Wege stünde. Der sortschritttiche Abgcordnete muß der Meinung sein, daß der Völkerbund bereits eine beschlossene Sache ist und wir am besten täten, ruhig zu warten, bis er uns fix und sertig von einer gütigen Fee beschert würde. Wir be sürchten nur sehr, daß diese Fee eine ganz verzweifelte Aehnlichkeit mit der Entente haben würde, und wogegen wir uns gerade mit Händen und Füßen sträuben mussen, ist, daß uns ein Völkerbund von der Entente Gnaden geschenkt werde. Um bei der Schaffung einer Liga der Nationen ein gewichtiges und krästiges Wort mitsprechen zu können, können wir und unsere Verbündeten ung nicht stark genug machen, denn es ist doch ein ofienes Gebeimnis, dau die Entente nur einen Völkerbund wünscht, der zu ihrem Wirtschaftsbund paßt und seinen höchsten Zweck in der möglichst vollständigen politischen und wirt schaftlichen Ausschaltung Deutschlands und seiner Ver bündeten erblicken soll. Vor einem solchen Völkerbund müssen wir uns sehr bedanken und wir haben allen Grund, jede Möglichkeit auszunnitzen und alles in unsern Kräften Stehende zu tun, um einem solchen Völkerbund, der niemals ein Friedensbund der Völker sein könnte, wirksam entgegen zu arbeiten. Als der Beschluß einer Vertiefung und eines Ausbaues des deutsch-österwichisch ungarischen Bündnisses gefaßt worden ist, ist einmürig allseits darauf bingewiesen worden, daß unser ver stärktes Bündnis durchaus kein Hindernis für das Zustandekommen eines Völkerbundes sein würde; er ist es auch in den Augen seiner mißgünstigsten Beurteiler jedenfalls weit weniger. als der von unsern Gegnern beschlossene Wirtschaftsbund. dessen ausgesprochenes Ziel unsere wirtsachftliche Erdrosselung ist. Wir sind vielmehr überzeugt, daß unser Bündnis dem Völkerbund, wie wir ihn uns denken und erstreben, keineswegs wesensscemd ist und sich organisch in ihm eingliedern ließe. Der Völkerbund kann im Großen auch nichts anderes sein, als was unser Bündnis im Kleinen ist: ein Bund von Völkern. der begründet ist aus gegen seitiger Achtung. Förderung und Verteidigung. Wenn in der Liga der Völker die militärischen Abmachungen unseres Bündnisses hinfällig würden, so wären darüber sicherlich niemand mehr erfreut als die Völker der verbündeten Kaiserreiche. Wollte man die Anschauung und Forderung des Abg. Gothein aber bis zum Ende durchdenken, so müßte man das Verlangen stellen, daß auch jeder Friedensschluß und jeder Friedensvertrag zurückgestellt werden müßte. bis alle Völker sich wieder friedlich einigen. In solch ein Wolkenkuckucksheim haben sich die verbündeten Regierun gen glücklicherweise nicht begeben, als sich ihnen die Mog lichkeit bot, im Osten dem Kriege ein Ende zu setzen. Ueber die Träume und Wunsche, die vielleicht eine nahe oder fernere Zukunft verwirklichen wird, haben sie die Erfordernisse der Gegenwart nicht vergessen; und so klug sie damn gehandelt haben, so unklug würden sie ver fahren, wenn sie die Vertiefung unseres Bündnisses in der Hoffnung auf das Zustandekommen eines Völker bundes umgehen wollten. Zusammentreffen Kaiser Wilhelms mit Zar Ferdinans. II. Großes Hauptquartier, 31. Aug. Amtlich wird nemeldet: Der Kaiser wurde am Donnerstag bei seiner Ankunft in Nauheim von dem König der Bulgaren und dem Prinzen Kyrill am Bahnhof begrußt. Die Mo narchen blieben bis zum Mittagessen allein und nahmen sodann die Mahlzeit gemeinsam mit den Kindern des Königs ein. Nach Tisch setzten sie ihre Besorechung unter vier Augen fort. Um ½4 Uhr begaben sie sich im Kraftwagen nach Schloß Homburg v. d. Höhe, von no der Kaiser die Rückreise antrat, bis Nauheim von König Ferdinand begleitet. Die mehrstündige Aussorache der beiden Monarchen erstreckte sich auf die gesamte militärische uno politische Lage. Si= war getragen von dem sesten Entschluß zum gemeinsamen Ausbarren in dem Verteidigungskampf des Vierbundes und von dem Geiste treuen Festhaltens an dem bewahrten Bündnissystem. Sie bestatigte auss neue die Uebereinstimmung der beiden Monarchen in der Auffassung aller schwebenden Fragen. Der Kaiser hat dem König seine Bildnisstatuette, den Tochtern des Konigs, den Prinzessinnen Eudozie und Nadeschda von Bulgarien, den Lutsenorden überreicht Dem Militarbevollmächtigten Bulgariens im Großen Hauptquartier und General à in zun des Königs. Ge naral Gantschew. verlieb der Kaiser die Brillanten zum Kronnorden zweiter Klasse mit Stern und Schwertern zwischen Arras=Cambrai zu unseren Gunsten entschieden. WI8 Großes Hauptquartier, 31. Ang. 1918.(Amtlich.) Kriegsschauplatz. Heeresgrupven Kronvrinz Ruvvrecht und Boehn. Vorfeldkämpfe beiderseits der Lys. Feindliche Erkundungsabteilungen, die über die Lawe vorstießen, wurden zurückgeworsen. Auf dem Schlachtfelde jüdöstlich von Arras suchten die Engländer erneut den Durchbruch zu erzwingen. Unter starkem Einsatz von Panzerwagen brachen am frühen Morgen auf einer Frontbreite von 20(zwanzig) Kilometer englische und kanadische Divisionen zwischen der Straße Arras— Cambrai und südöstlich von Bavaume zum Angriff vor. Wücttemberger schlugen südlich der Straße den Feind vor ihrer Linie ab. Im Verein mit rheinischen Bataillonen warfen sie den nördlich von Hendecourt vorgedrungenen Feind zurück. Südlich von Hendecourt brachten Kavallerie=Schützenregimenter den feindlichen Ansturm zwischen Baulx— Braucourt und Fremicourt zum Scheitern. Sie nahmen Hendecourt wieder, das vorübergehend verloren war, gingen nach Abwehr des Feindes selbst zum Angriff vor und warfen ihn beiderseits von Bullecourt und über den Westrand des Ortes zurück. Südlich von Ecoust schlugen westvreußische Regimenter in erbittertem Kampf mehrsache Angrisse des Feindes ab. Selbständiges Eingreisen des Oberleutnants Mann mit Komvagnien des Infanterieregiments Nr. 175 ermöglichte die Wiedernahme des vorüberaehend verlorenen Ortes Ecoust. Beiderseits von Bavaume brachten preußische, sächsische und bayrische Regimenter den feindlichen Ansturm zum Scheitern. Am Nachmittag warf der Feind beiderseits der Straße Arras— Cambrai frische Divisionen in den Kampf. Erneuter Masseneinsatz von Panzerwagen und Insanterie sollte die Entscheidung herbeiführen. Am späten Abend war die Schlacht zu unseren Gunsten entschieden. Die aus dem Seusee=Grund heraus über Entervigny, Baucourt und südlich der Straße auf Vis— Cherisy anstürmenden dichten Linien des Feindes brachen in unserm Feuer und in erbittertem Nahkampf zusammen. Seine Panzerwagen wurden zerschossen. Die Infanterie des Jeindes erlitt außergewöhnlich hohe Verluste. Nördlich der Somme wurden englische Angriffe zwischen Morval und Clery abgewiesen. Wo der Feind unsere Linien erreichte, warf ihn unser Gegenstoß in seine Ausgangsstellungen zurück. Nördlich der Oise griffen die Franzosen den Kanal= Abschnitt zwischen Libermont und nordöstlich von Nonon mit starken Kräften an. Ihre Angriffe kamen meist schon auf dem Westufer in unserm Feuer zum Stehen. Aus Cbevilly auf dem Ostufer wurde der Feind nach hartem Kampf wieder geworsen. Mehrfache aus Nonon geführte Angrisse scheiterten im Feuer und durch Gegenstoß. Heitiger Artilleriekampf und Insanteriegesechte an der Ailette. Nördlich von Soissons nahmen wir den zum Pasly=Kopf vorspringenden Frontabschnitt in die kürzere Linie Juviann— Brucn—Le— Long zurück. Juvigny blieb bei den gestrigen Angrissen des Feindes in seiner Hand. Wir schossen in den beiden letzten Tagen 52(zweiundfünfzig) seindliche Flugzenge ab. Oberleutnant Loerzer errang seinen 32. und 33., Leutnant Koennecke seinen 32. und Leutnant Laumann seinen 28. Lufisicg. Der Erste Generalquartiermeister: Ludendorsl. U=Boot= Arbeit. UTS Berlin, 31. um England wurden B=R.=T. versenkt. Der Chef des Aug.(Amtlich.) Im Svertgebiet durch unsere U=Boote 10.900 Admiralstabes der Marine. Wiederbeginn der Infanterieschlacht zwischen Oise und Aisne. II Großes Hauptquartier, 1. Sept. 1918.(Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Hecresgrupven Kronvrinz Rupprecht und Boehn. Zwischen Bvern und La Bassee verkürzten wir unsere Front durch Aufgabe des auf Haiebrouck vorspringenden Bodens. Wir überließen dabei den Kemmel dem Feinde. Die vor einigen Tagen ausgeführte Bewegung blieb ihm verborgen. Gestern stieß der Engländer mit stärkeren Kräften gegen unserr alte Linie vor. Unsere im Vorgelände der alten Stellung belassenen gemischten Abteilungen stehen mit ihm in Gesechtsfühlung. Der Feind hat den Kemmel besetzt und ist über Bailleut, Neuf, Berquin und über die Lawe gefolgt. An der Straße Arras=Cambrai brachen englische Insantericangriffe vor umeren Linien zusammen. Starke, bis zum Abend mehrfach wiederholte Angrisse des Feindes zwischen Heudecourt—Vault—Braucourt scheiterten. In wechselvollem Kampf blieben Bihucourt und Ecoust in Feindeshand. Zwischen Morval und Peronne grissen englische und australische Divisionen nach heftigem Feuer an. Bei Morval und südöstlich von Bancourt wurden sie abgewiesen. Bouchavesnes wurde durch Gegenangriff gehalten. Weiter jüdlich verläuft unsere Linie nach Abschluß der Kämvie an der Straße Bouchaveones—Peronne. Ueberganasversuche des Feindes über die Somme bei Brie und St. Christ wurden vereitelt. Starke Angrisse der Franzosen zwischen Somme und Oise gegen die Kanalstellung und den Höhenrücken nordöstlich von Noyon. Französische Divisionen, die am Abend beiderseits von Neole vorstießen, blieben im Feuer vor unserer Linie liegen. Bei Nouy wurde der Feind im Gegenstoß zurückgeworsen. Gegen Mittag zwischen Bcaulien und Morliucourt einheitlich geführte Angritse brachen unter schweren Verlusten für den Feind zusammen. Am Abend erneut einsetzende Angriffe zersplitterten sach in einzelnen Vorstößen, die überall abgcwiesen wurden. Starke feindliche Krane, die no dostlich von Baresues und über die Oije bei Bretigny vorstietzen, wurden zurückgeworsen. Zwischen Oise und Aione hat gestern abend nach stärkstem Artilleriesener die Insanterieschlacht von neuem begonnen. Südlich der Oise kamen Angrifse des Feindes im Artillerie= und Maschinengewehriener nicht vorwarts. Beiderseits von Chama stieß der Feind mit starken Kräften in der Ailette=Niederung ror. Durch Gegenangriff wurde die alte Lage wieder hergestellt. Zwischen der Ailette und Aisne gengen den Angrissen Teilvorstöße des Gegners voraus. Hierbei setzte Vizefeldwebel Haas der Maschinengewent lompagnie Ersatz=Regiment 29 vier seindliche Panzerwagen außer Gesecht und nahm ihre Besatzung gefangen. Am Abend brach der Feind mit starken Kräften zu. einheitlichem Angriff vor. Südlich von Crecy au Mont schlugen wir den Feind teilweise im Gegenstoß zurück. Oestlich von Juviany stieß er bie Ternn—Sornn vor. Dort brachten ihn ortliche Reserven zum Stehen. Südlich anschließend bis zur Ajene sind die mehrfach wiederholten Angrisse des Feindes vor unseren Linien gescheitert. Abensbericht. 11. Berlin, 1. Sept., abends.(Amtlich.) Kampf zwischen Scarve und Somme. Englische Angrifse sind hier im großen gescheitert. An einzelnen Stellen druckten sie unsere Linie örtlich zuruck. Zwischen Oise und Nisne wurden Teilangriffe der Franzosen abgewiesen. Der Erste Generalquartiermeister: Ludendorsl. nunmehr bald drei Jahren ein Manifest des Königs von Bulgarien Volk und Heer zur Verteidigung des von den Serben bedrohten Bodens und zur Befreiung der unter dem Belgrader Joche schmachtenden mazedonischen Stam mesbrüder aufrief. An der Seite seiner Bundesgenossen schritt Bulgariens tavfctes. tüchtiges Volk zu Sieg und Größe, so wie Serbien an der Seite seiner es übel be ratenden Freunde in den Untergang zog. In den drei Jahren des Krieges haben der Zar der Bulgaren und seine Staatsmänner eine politische Meisterschaft entfaltet, die ibresgleichen sucht. und sich durch nichts aus der klar er kannten Richtlinie gebotener Interessenoolitik abdrängen lassen. Bulaariens berechtigte Ansprüche hat sich auch das deutsche Volk zu seiner Sache gemacht, nicht nur sei nes Herzens, sondern auch seines Schwertes. Wir erblicken in dem bulgarischen Frrunde nicht nur den Kampf erfährten von heute, sondern einen uns auch in Zukunft eng v#. bundeten Genossen fur spätele Friedena#eiten. Ein großes unabhängiges Bulgarien wiro ninr nur die beste. sondern auch die einzige Gewähr für einen gesunden und deshalb gesicherten Zustand aus dem Balkan, 8888. Der 75. Geburtstag des Reichskanzlers Graf Hertling. krarft de k beiden eng defreundeten Mo Tag= zu gedenken, wo nor Berlin, 31. Aug. Auf Graf Hertlings besonderen Wunsch war von allen Festlichkeiten und offiziellen Empfängen Abstand genommen worden. Im Reichs kanzlervalast waren schon in den frühen Morgenstunden viele Glückwünsche eingetroffen. Der Kaiser hatte eine wertvolle Oniorvase mit einem Glückwunsch telegramm gesandt. Auch die Kaiserin sprach draht lich ihr: Wünsche aus. Ferner hatten drabtlich gratu liert: König Ludwig von Bayern. der Herzog von An halt, viele preußische und bayerisch= Minister. General feldmarschall von Hindenburg und der Erste General quartiermeister Ludendorff hatten gleichfalls in herz lichen Worten ihre Wünsche übersandt. Die Herren der R ichskanzlei erschienen unter der Führung des Unter staatssekretärs von Radowitz, der den Reichskanzler in einer Ansprache namens der Beamten der Reichskanzlei beglückwünschte. dr Glückmunsch des Kaisers. #7I Berlin. 31. Aug. Der Kailer richtete an den Rendekanzler folgendes Telegramm „ Zur Voll udung Idres 75. Lebensjahres sende ich Ihnen meine derzlichsten Gluck. und Segenzmunsche Gott der Herr gebe Ihnen Gesundheit und Kraft fur Ihr verantwortungsreiches Amt das Sie aus lauter Vaterlandsliebe in schwerster Zeit übernommen haben. Mein warmer Dank ist Ihnen gewiß. und mit mit wird sich heute das gesamte deutsche Volk vereinen in dem Wunsche. daß Ihr Lebenswerk alsbald gekrönt werde durch einen das Vaterland sichernden Frieden mit unseren Feinden, denen unsere unbesicabare Armee in unermüdlicher Ausdauer die blutigsten Wunden ge schlagen hat. die aber noch immer darauf beharren un zu vernichten. Starker Wille und klarer Zukunitssinn sollen uns und unser deutsches Volk mit Gottes Hilfe durch die Not der Zeis leiten Mit meinen treuen Wünschen gebt Ihnen als äußeres Zeichen meiner Dankbarkeit eine Vase zu : au Wilhelm I. R.“ K 13 Berlin, 31. Aug Der Reichskanzler aniwortete auf den Glückwunsch des Kaisers wie folgt „Eurer Maiestat spreche ich für die gnädigen Glück wünsche und die Uebersendung des mich boch erfreuen den Geschenkes meinen alleruntertänigsten Dank aus. In dem stolzn Bewunisein. von dem Vertrauen Eurer Majestat getragen zu sein. will ich mit Gottes Hilfe all meine Kraft daran setzen, dem Vaterlande den wrieden zu erstreiten, den es braucht. Unter Erer Majestät weiser Leitung. im Vertrauen auf das im üb rmensch lichen Ringen stets wunderbar bewährte Heer und seine Fuhrer, sieht das deutsche Volk. zu unerschüttetlichem Ausbarren trotz Rot und Entbehrung entschlossen, mit Zuversicht dem Tag entgeg m. der das Ende des Welt trieges bringen wird. An diesem Tage vor Gett und der Welt sagen zu dürfen ich habe meine Pflicht gegen Kaiser und Vaterland erfüllt wird mir der schönste Lohn sein. Diesem St#ben wird meine ganze Kraft ge widmet sein gez. Reichekanzler Graf von Hertling Hindenburgs Forderung an die Heimat. uI Berlin, 31. Aug. Von dem Generalfeldmarschall von Hindenburg ist dem Reichskanzler Grafen von Hertling folgendes Telegramm zugegangen „Euer Exzellenz bitte ich. meinen aufrichtigsten Glück uunsch zum Eintritte in das neue Lebensjahr entaegen nehmen zu wollen. Indem ich bei dieser Gelegenheit dankbar der vollen Uebereinstimmung bei unserer gemern samen Arbeit gedenke. spreche ich die Hofinung aus. daß es Ener Erzellenz beschieden sein möge. in ganzer Frische noch lange als Kanzler des Deutschen Reiches zu wirken Deutschland stedt in schwerem Kampf. In immer sich erneuernden Anstürmen versuchen die Feinde den entsche denden Durchbruck zu erzwingen, der ihnen dieber miß lungen inl sie werden es wetter vergeblich verluchen Noch steden schwere Kamnfe devor. Das deutsche Volk weik, um wae ee gcht E= wein, dah es ans den Schlacht feldern Frankreichs und Flanderns den heiligen Boden der Heimat verteidigt. Die jüngsten Kundgebungen der feindlichen Staatsmänner zeigen den nackten Vernichtungswillen und bringen einem jeden von uns zum Bewußtsein, welches Schicksal Deutschland erwartet, wenn es diesen Kampf nicht siegreich besteht. Ich habe das Vertrauen, daß die Heimat in ihrer nationalen Geschlossenheit hinter der kämpfenden Truppe steht, um dem Uebermut unserer Feinde eine Niederlage zu bereitem gez. Generalfeldmarschall von Hindenburg.“ K I3 Berlin, 31. Aug. Der Reichskanzler erwiderte dem Feldmarschall von Hindenburg: „Eurer Exzellenz sage ich für die so warmen und herzlichen Glückwünsche zu meinem Geburtstage meinen ausdas deutsche Volk auf seinen Kaiser und sein Heer. Es weiß, daß es unter der Führung seiner großen Feldherrn allen Anstrengungen der Feinde trotzen wird. Voll Zuversicht und Dankbarkeit erinnert sich das deutsche Volk daran, daß Eure Exzellenz und General Ludendorff schon ernstere Lagen während des Krieges glücklich für unser Vaterland gewendet haben. Es weiß aber auch, daß nur eine geschlossene Front in der Heimat, dem Heere die Kraft und Opferbereitschaft gibt, deren es in dem heißen Ringen bedars. In rastloser Arbeit. in opfermutigem Ausbarren. wird unser Volk den Feinden beweisen, daß seine Hoffnungen auf unseren inneren Verfall trügerisch sind und daß Deutschland fester, denn je entschlossen ist. dem in übermütigen Reden feindlicher Staatsmänner ausgesprochenen Vernichtungswillen die Stirn zu bieten. Alle meine Kraft werde ich daran setzen, das deutsche Volk wenn endlich der Feind die Aussichtslosigken seiner Blane Zukunft sichert und inm für alle Zeiten einen Platz im Rai der Völker gewährleistet. gez. Reichstanzler Graf Hertling. cchte(Klückwünsche des Reichstags. #I# Berlin, 31. Aug. Die Glückwünsche des Reichs tags sprach der Präsident in folgendem Telegramm an den Reichskanzler aus: „An diesem so bedeutungsvollen Tage entbiete ich Enter Exzellenz namen- des Reichstages die aufrichtigsten m DUTG einen baldigen ehrenvollen Frieden gekrönt werden. gez. Fehrenbach. Der Reichskanzler erwiderte: Euret Hochwohlgeboren sage ich für die mir namens des Reichstages übermittelten Glückwünsche meinen herzlichsten Dank. Eine ehrenvolle Beendigung des Krieges zum Heile unseres geliebten Vaterlandes ist das Ziel meines Lebens. Das Vertrauen auf die Kraft und Eintracht unseres Volkes läßt mich hofsen, dan es bald erreicht werde. Ich rechne hierbei nach wie vor auf die tatkräftige Mitwirkung des Reichstages ges. Graf Hertling. Der Reichskanzler über die Aufgaben der Heimat. Die militärische Lage von unserer Heercsleitung zuversichtlich beurteilt. 113 Berlin. 31. Aug. Der Reichekaniler empfing heute Vertreter de- Verbandes katholischer Studentenvereine Deutschlands. welche ihm anläßlich seines 75. Geburtstages eine Glückwunschadresse überreichten. Nachdem er den Herren gedankt und einige Worte der Erinncrung an die katholischen Studentenvereine. deren Mitglied er gewesen int. gsproch u hatte. fuhr der Reichskanzler sort: Welchr Anforderungen der furchtbare Welikrica im Lause der verflossenen vier Jahre an den Verband ge stellt hat, wie viele Mitglieder der Aktivitas und alten Herren bereits den Held.ntod erlitten, ist mir bekannt. Sie konnten und wollten nicht zurückbleiben hinter den Tausenden von Söhnen unseres Vaterlandes. die freudig ihr Leben opferten. Aber nicht nur mit der Waffe gilt es. das Vaterland zu verteidigen und den Sieg er ringen zu helsen, auch in der Heimai sind große und gebildeten Kreise sind in erster Linie dazu be rusen. Die Last des Krieges liegt drückend auf uns rem borke: ich will sie nicht durch Worte zu verkleinern suchen. Zu den Opfern von Blut und Leben. wovon kaum eine Familie ganz verschont blieb kommen die Schwierigkeiten der Ernährung und B-kleidung alle mannigfachen Entbehrungen in der Gegenwart und der sorgende Ausblick in die Zukunft. Der Krieg ist das größte Gesamterlebuis für ein Volk. Er befähigt zu ungcahnten Leistungen. aber er stellt auch gewaltige Anforderungen an die Nervenkraft. Nicht umsonst spricht man von einer Kricoersrchese und be eichnet damit seelische Erscheinungen, welche der Kriec auszulösen pflegt. Die Kriegsvsychose zeigt sich daher bei sämtlichen am Kriege bet iligten Völkern. Aber sie tritt je nach der Eigenart der letzteren verschieden auf. Bei unseren Feinden tritt sie in der Form eines an Wahnsinn grenzenden wasses gegen die Zentralmächte. vor allem gegen Deutschland. auf. ein Han. der durch eine ununterbochene Kette der ungeheuerichsten Verleumdungen gezehrt wird und sich in unerhör ten Schmähungen all s dessen Luft macht. was uns wert und heilig ist Bei uns dagegen äußert die Kriegs vinchose ihre Wirkung vor allem nach iinen. in der Ver stärkung der Reigung zur Kritik. die nun einmal dem Deutschen eigen ist die sich mit Vorliebe gegen die Negierung und ihre Maßnahmen uendet und in der Verschärfung der Parteigegensätze. Darin. meine Herren. liegt zweif llos eine Gefabr. Nicht. daß von da eine wirkliche Erschütterung im Staatsleben zu be sürchten wäre, dazu ist das deutsche Volk in seinr überwiegenden Mehrheit zu einsichtsvoll und verständig wohl aber durch den Eindruck der bei unser 1 eindden hervorgerufen wird. Sie träumen von dem bevorstehenden inneren Zusammenbruch. bauen darauf ihre Siegcshoffnungen und verlängern um deswillan den Krieg. Hier ist darum ganz besendere Abbilfe notwendig Was wir brauchen. ist ein einheitliches. fest:= Zu sammenstehen von Kaiser und Reich. Regierung und Volk. und zwar so daß es auch nach außen dieutlich an die Erscheinung uritt und nicht durch den Rebel der Meinungsverschiedenheit ihre Acußerungen in Wort und Schrift verbüllt wird. rzu beizutragen durch Beispiel und Belehrung ist die Pflicht eines jeden, der durch Beruf. Bildung und Stel lung dazu in der Lage ist Nun noch zum Schluß ein ganz kurzes Wort über die militärische Lage. vor allem ein Wort rückhalt leser Bewunderung für die fast übermenschlichen Leistungen der Armee in der vergangenen Woche. So dann aber darf ich sagen, daß unsere Oberste H ercsleitung die Lage mit voller Ruhe und Zuversicht ansienj, auch uenn sie sich aus strate#schen Gründen veranlaßt sieht unsere Linien an mehreren Stellen zurückzuverlegen. Wir führten den Kriea vom ersten Jage an als Verteidigungskrieg: wir trugen ihn in Feindesland. um dort unsere Grenzen zu verteidigen und die heimatlichen Fluren zu schützen. Wir werden dort weiterkämpfen und unsere herrlichen Trup ven werden fortfahren, den gewaltigen Ansturm seind licher Massen zurückzuschlagen, bis die Gegner einsehen. daß sie uns nicht vernichten können und daher auch ihrerseits zu einer Verständigung beneit sind. Dieser Tag wird kommen, wen er kommen muß soll nicht Eurona verbluten und die europaische Kultur in Elend und Bardatei versinken. Mir flehen zu dem Allmachtigen der uns bisder so hichtbar beistand, daß dieser Lag nicht allzu lange mehr auf sich warten lassen mag — Die feindliche Offensive im Westen. 5 Was Foch vermutet. Berlin, 31. Aug. Laut„Berl. Lok. Anz.“ be richtet„Berner Intelligenzblatt" aus Paris: Oberst leutnant Rousset. der Militärkritiker des„Petit Parisien“ hatte eine Unerredung mit Marschall Foch. der erklarte. er glaube, daß die Deutschen die von den alliierten Truppen versetzten Stöße auffangen und dann ihre alten Hindenburalinien wieder gewinnen wollen. Eine Gegenofsensive der Deutchen sei immerhin au erwarten. Französische Wutausbrüche. *. Von der schweizerischen Grenze. 31. Aug Der„urcelsior“ ist wütend über den deutschen" Rück zug. dem überall„eine vlanmäßige Zerstörung" vorausgehe. di= auf deutschem Boden selbstverständlich nicht möglich gewesen wäre. In höchster Raserei über die Wertlosigkeit der von den Franzosen so teuer über nommenen eignen Gebiete schreit das Blatt wieder einmal unter wildem E schimufe nach Gerichten vor die nach dem Kriege alle deutschen Generale gestellt werden müßten, die für die Zerstörung französischen Bodens ver antwortlich zu machen seien. Nur durch die amtlich: Prohung mit Geld= und Gefängnisstrafen, wie man sie Banditen gegenüber anzumden pflege, könne man weitern„teuflischen Taten" dieser Art vorbeugen. So tobt der Ercelsisor in pharisoerhafter Verlegenheit und unter Verdrehung der tatsächlichen Verhältnisse und militärischen Notwendigkeiten Es kommt weniger auf zertrümmerte Ortsreste an m. Berlin. 31. Aug. Im„Vorwärts" heißt es: Es kommt jetzt weniger darauf an. ob einmal die Trüm mernatte eines Dortes verloren geht. Die deutsche Leitung hat jent die Aufgabe mit ihren Truppen hauszuhalten und die verfügbaren Kräfte aufzu aren fur ein Schlußringen. Der Kampf geht um die letzte Reserve. Wer sie in den Strudel der Schlacht zweite Kugei drana in die linke Schulter. zeischmetterte den Knochen und blieb unter der Haut der linken Schu ter stecken. Sie rief innere Blutungen bervor. Der Kranke befindet sich bei vollem Bewutzttein. Zur Behandlung wurden die besten Ebirurgen derangesogen. Die „Prawda“ veröffentlicht einen von Swerloif unterzeichneten Aufruf an die Arbeiter, sich rubig zu verhalten. Es heißt darin:„Wir zweiseln nicht daran, deß die Spur des Rordanschlages aus die Rechtsrevointionare, sowie auf die Lieblinge der Anglo Franzesen führt. Die Anschläge auf ihre Führer wird die Arbeiter klasse mit schonungslosem Terroi gegen alle Leilnehmer beantworten.“ FTA Kiew. 1. Sedt. Das Attenkat aus Lenin per übte die aus Kiew kommende bekannte Terrcristin Dora Kaplan. Sie hatte 1907 in Untersuchungshaft bei einer Vernehmung durch den allgemein gefürchen und bei den Revolutionären verhaßten Gendarmeriechef Nowitzki auf diesen mit einem Taschenmesser einen mißglückten Mordanschlag gemacht und wurde dufür zu 13 Jahren Zwangsarbeit verurteilt. ano wenn moglich auch auf dem Kontinent mit dem Losungswor::„Kein Friede ohne vollständigen Sleat. Die Berichte der Verbündeten. Oesterreichisch=ungarische Berichte. England und Frankreich die Schürer neuer Verschwörungen. WII3 Moskan, 31. Aug. Die heutige„Prawda“ meldet: Zwischen dem 24. und 26. August hat die außer ordentliche Kommission uver 100 Teilnehmer an einer genrevolutionären Verschwörung verhaf Menge von Dokumenten und Kor S•„ tet. Es wurde eine Menge—. Semmenun a. respondenzen aufgesunden. Aus dem Unterinhungsmale rial geht vervor, daß die Weißen Gardisten von den mit jalschen Pässen verumreisenden Agenten der engglischen und französischen Regierung große Summen erhalten. Die Teschecho=Slowaken in kritischer Lage. * Moskau, 31. Aug. Die Lage der Tschecho Slowalen ir Sibirien ist kritisch und in Samara. dem Haupt WIR Wien, 31. Aug. Amtlich wird verlautbart: Italienische: Kriegsschauslag. In den Indicarien erfolgreiche Erkundungs#esechte. Der Monte Raio(oitlich des Pasubio) war gestern vorübergepend im Besitz des Feindes. Mehr als zweistündiges ArUslerie= und Minenfeuer verschüttete unsere Besatzung, woraus es den Iialienern gelang, in unsere Gräben einzubrechen. Unsere Abssaittoreserve. Abteilungen des dritten Regiments der Tiroler Kaiserjäger und Kaiserzeiger=Starmbataillone brachen sosort zum Gegenangrif vor und warsen, durch Batterien der Kaiserjägerdivisionen und der 49. Herver-Artilleriebrigade trefflich unternunt, den Feind nach kurzem erbittertem Ringen wieder hinaus. Das 29. Versaglierie=Regiment bäßt seine Schlappe mit einem Verlast von mehr als 207 leten und etwn 198 Gefangenen.— Albanien. Richts Neues. Der Chef des Generolstabes. 4IR Wien, 1. Sest. Amtlich wird verlautbart: Keine besonderen Ereignisse. Der Chef des Generalstubes. wer lein chen M en kann. wird schließlich Sieger sein. der dem Gegner Gesetz aufswingt Hindenburg wird's schaffen. Berlin. 31. Aug Hindenburg sagl am Schlasse Antworttelegramms an Getrene, die ihn begrüßt n:„Wir werden es schon schaffen.“ Der Heidenmut der deutichen Soldaten. Genf. 31. Aug. Mit welchem Heldenmut die deut Soldaten im Westen kämpfen. beweist eine kurze ig des„Petit Parisien“, die die erbitierten Kämpfe Bulgarische Berichte. VT3 Sofia, 29. Aug. Mazedonische Front: Im oberen Skumbi=Tale zerstreuten wir durch Feuer im Chamvignongebölz schildert. Das Blatt sagt Hier aufgestellte Batoillone uc! en ihte unter ander sich sich zu ergeben und fuhren fort zu renern Runition erschönft oder sie selbst gefallen waren. Tankverlufte der Engländee in den Kämpfen südlich der Scarve. V7B Berlin, 31. Aug. Bei den großen Kämpfen der letzten acht Tage sind vor der Armee Otto von Below vieder große Tankmassen' von den Englänet worden. Nach bisherigen Meldungen der ein sind in der Zeit vom 21. bis 28. August nicht weniger als 253 Tanks einwandfrei quartier der Bewegung. berrscht ein offener Zwist swischen der dort eröffneten, meist aus radikalen Sozialrevolutionären bestehenden Rumpssobrenie und der Onster übirischen Regierung. Die Tschecho Slowaken gelten als kriegsmüde: sie stellen außerdem nur einen Tcil der gegen die Räteregierung kämpfenden Armee dar. deren Hauptkraft aus russischen Elementen gebildet ist und trotz aller Ententebebaustungen nicht daran denkt. den Kries gegen die Bolschewisten zugleich als neuen Krieg gegen Deutschland zu führen. Tietz der schwierigen Lage im Innern trotz der sich mehrenden Aufstände. in den Gouvernements, die es bisber noch immer zu unterdrücken gelang. und obwohl die Wieder kehr der deutschen Gesandtschift nach Morkau sich per zögerte. trägt man in Sowjetkreisen eins zuversichtliche Haltung zur Schau. Gelingt es der Sowietregierung und den energischen Maßnahmen Trotzkis. die tschecho anz zu beschworen, lo en die Exrnenz der bolschewistishen Herrschaft fürs nächste gesicher: und Friedensfragen. ner hie allein usamme üdlich d osfen wo: en Löwenanteil hat das 131 Tank* durch d je Scarve kämpfende Korvs mit ren melden 70 und 52 Tanks. In der Haupt n sie von unserer Artillerie. viele aber auch zilfswassen der Insanterie erledigt. Vergebliches Anrennen des Feindes zwischen Arras und Soissons. Berlin, 1. Sept. Wie vorauszusehen war, ließ der Feind an der ganzen Front zwischen Arras und Soissons seine Divinonen entweder zu starken Teilvorstößen oder zu einem einheitlichen Großangriff zusammengefaßt gegen unsere Front anrennen. An keiner Stelle der Front brachten ihm seine Anstrengungen den zewünschten großen Erfolg. Rehrsache Wiederholungen der seindlichen Sturmanläufe bis in den Abend hinein mußte der Feind ernzut mit schweren Opfern bezahlen. die ihm unser erfolgreiches Abwehrfeuer und unsere bei ligen Gegenstöße zufügten. Die unentwegte Fortsetzung der durch die deutsche Frontverkürzung zum sast reinen Frontalangriff gewordenen Ententeoffensive laßt klar er tennen, daß der Feind den Kamof um die Ent scheidung noch nicht ausgegeven hat. und daß mit weiteren Grotzangriffen gerechnet werden muß. Die Tage in Rußland. Attentat auf Tenin. In Berlin, 31. Ang. Nach hier vorliegenden Meldungen aua Wlsterahura wurden gestern nacht auf Lenin mehrere Schüsse abgeseuert, die ihn leicht verlenten. Der Volkskommissar für innere Angelegenheiten. Uritzki, wurde ermordet. Die Täter sind verhaftet. Moskau, 1. Sept. Nach der„#rawda“ wu de da 1 Attentat aus Lenin Freitag abend gegen 9 Uhr ver Er hatte in einer Arbeiterversammlung der Michel ionschen Fabrik in dem jenseits der Moskwa gelegenen Stadtviertel von Moskau gcredet. Als er die Versamm lung verließ wurde er von zwei Frauen angehalten. die ihn in ein Gespräch über den letzten Erlaß bezüglich der nemitteleinfuhr in Maskau verwickelten. Wädrend dieses Gespräches fielen drei Schüsse, durch die Lenin am Aim und Rücken verletzt wurde. Die Schüsse wurden von einem den intellektuellen Kreisen angehörenden jungen Mädchen abgegeben. Dieses wurde festgenommen. Der Zustand Lenins. der in den Kreml gebracht wurde. verursacht nach Meinung der Aerzte keine Befürcht. 11 Uhr ausgegebenen en. in die Kriegsziele, die im Monde liegen. * B e r l i n. 3 1. A u g. D e r„ K ö l n. Z t g.“ w i r d v o n h i e r gemeldet: Aus den Reden englischer und französischer Staatsmänner und Politiker lassen sich gerade in der letzten Zeit eine Fülle von Belegen für ein rednerisches Jesthalten an gewissen Kriegszielen zusammenstellen. deren wir uns aus der erften Zeit des Krieges aus eng lischem und französischem Munde erinnern, und deren utovische Unmöglichkeit inzwischen durch die auf allen Schaudlätzen des Krieges gelieferten Kraftbeweise Deutschlands klar erwiesen ist. Die Anertraner sorechen neute im Rausch der frischen, Kriegspsychose nach. was Englander und Franzosen im Uebermut der ersten Kriegsseit in die Welt geschrien-haben. Engländer und Fran i#en haben in der barten Schule des Krieges gelernt daß es für alle Zeiten unmöglich sein wird Deutschland aufzuwingen, was ihm bei Kriegsbeginn angedroht wurde Daß die englischen Staatsmänner nenerdings wieder zur ganz wilden Tonart greisen, nat seine Gründe in der Vorbereitung der Wahlen, die Lloyd George am Ruder halten sollen, ferner in der trügerischen Hoffnung, daß damit vielleicht heute auf die Stimmung Deutschlands gewirkt werden lonne Der Bewearund. militärische Erfolge. die für die Entscheidung des Krieges bedeutungslos sind, moralisch auszunutzen und das Kabinett des Krieges bis zum Aeußersten am Ruder zu erhalten, veranlaßt die Regierung Clemenceaus ebenfall wieder, die stärksten Formen heroorzubolen und in der Presse. die innethalb und außerhalb Frankreichs dessen Kriegsvolitik unterstützt, heute wieder dem Publi kum vorzuretzen. Man will die Stimmung dadurch aufveitschen. deinnen und draußen eine Kraft vortäuschen, die längst nicht mehr vor handen ist. und die in dem ungebeuern Blutstrom der jetzt tobenden Kämpfe unaufhaltsam versiegen muk. So sprach denn in diesen Tagen ein den franzäsischen Interessen dienendes Genser Blatt an leitender Stell= davon. eine bervorragende französische Persönlichkeit habe vor zwei Jahren erklart. Frankreich werde eine militärische Be setzung fester demicher Plätze am Rbein von der hol ländischen dis zur schwetzerischen Grenze als Friedens bürgschaft fordern. Das Blatt fegt hinzu. dieser Gedanke sci sicher auch jetzt noch nicht aufgegeben. und es bezeichnet Mainz. Koblenz und Köln als künftige Garnisonen des Verhandes. Etwas so Torichtes sagen heute vielleicht noch Amerikaner und englische Kolonialstaatsmänner: die Engländer selber sind doch zu klug. den Mund so voll zu nehmen. Bei den Franzosen schlägt der Wunsch. Kraft und Entschlossenheit vorzutäuschen, ins sinnlos Lächer liche um. Es man genügen, diesen neuesten Beitrag zur Tattik der negierung Clemence#ns den fronzösische Erkundungsabteilungen. Zwischen Ochrida See und Prespa=See drangen unsere Sturmtrupos in seindliche Stellungen ein, aus welchen sie mit französischen Gefangenen zurückkehrten. Oestlich der czerna bei den Törfern Gradioschu#a und Tarnava, sowie weitsich des Depropolje, kurze Feueraugriffe auf beiden Seiten. Von Huma bis zum Pardar lebte das Artilleriesener abwechselnd auf beiden Seiten auf. Feindliche Abteilungen versuchten zweimal, sich unseren Posten bei Altschal Mahle in Nabern, murden aber blutig abgewiesen. Auf dem Oituser des Wardar südlich der Dörfer Bogorodina und Ssoyatevo war das feindliche Artilleriefener ziemlich heitig. Bei Motchonkovo machten unsere Erkundung:truppen mehrere enslische Hennurne. Auf dem Pgelande westlich von Serres waren Vatrouillenanter= nehmengen für uns günstig. 6I3 Sofia. 31. Aug. Bericht vom 36. August. Nazedonische Front: Westlich des Ochrida=Sece verjogten wir durch Feuer feindliche B#teilungen, die b mnseren Pesten zu nayern versuchten. Im Cernabogen war das Artilleriesener beiderseits zeitweise ziemlich heitia. In der Moglenagegend wurden verschiedene seindliche Stormebteilungen abgewiesen. Stdiich von Fuma und bei Altscholmale auf beiden Seiten lärger andauernde Feuerüberfälle. Eine englisce Kompagnie versachte sich zweimal unseren Pesten bei Alschalmal: zu nühern wurde aber durch unser Feuer zurückgeschlagen. Auf dem öttlichen Ufer des Wordar war die Feneriätisleit aus beiden Seiten von Zeit zu Jeit beitiger. Bei dem Torke Matschukovo zerstreuten unsere Posten eng lische Erlandungsabteilungen. Die feinslichen Heeresberichte. Franzssischer Bericht vom 30. August nachmittags: Ar der„Somme und in der Gegend des Nordkanals kein Wechsel im Lause der Nacht. Zwischen Ailette und Aisne schlugen die Franzosen mehrere deutsche Gegenangrifse östlich von Paaln zurück und hielten ihren Gewinn auf recht. An der Vesie und in der Champagne erzielten deutsche Handstreiche kein Ergebnis. Auf der übrigen kreut war die Nacht ruhig.— Abendbericht. Im Laufe des Tages warfen wir auf dem Oftuser des Nordkanals seindliche Abteilnnbgen zurück, die noch Widerstand le steten. Catiano und Sermaize sind in unserem Besitz In Verfolgung ihrer Fortschritte überschritten unsere Truppen den Kanal an swei Stellen gegenuber Catiany und Beaureins. nahmen Chevilln und die Höhe 89 und drangen in Genorn ein. Weiter fudlich sanden erbitterte Kampfe in der Gegend nordöstlich und östlich von Novon statt. Wir halten Hannlincourt und St. Simeonbere Bei diesen Gefechten machten wir mehrere 100 Gefangene Zwischen Oise und der Atsne war der Kamof nicht weni ger lebhaft. Aus dem Nordufer der Ailette eroberten wir das Dorf Chamos. Nördlich von Soissons bemächtigten wir uns der Orte Chaviany und Cufftes und schoben unsere Linien an den Westrand von Conov(?) herau Englischer Bericht vom 29. August abends: Die erfols reichen Angritfe der 1., 3. und 4. englischen Armee seit dem 8. August haben die seindlichen Stellungen auf dem alten Sommeschlachtfelde unhaltbar gemacht. Auf der ganzen Front von Bavaume südwärts wurde der Feind gezwungen das von ihm mit so bedeutenden Kosten im März und April d. J. gewonnene Gelände mit großen Verlusten an Gefangenen. Geschützen und Kriegsrat. Boden während des Tages beiverseits des Lawebaches. nördlich Bethune sowie ostlich des Niepvewaldes. Englischer Bericht vom 30. August nachmittags. Trotz der Zerstörung der Brücken überschritten unsere Vortrupben die Somme südlich und westlich Peronne. Wir nahmen Ciery fur Somme und Combles. Allein auf diesem Abschnitt machten wir gestern über 200 Gejangene und erbeuteten einige Geschüne. Nördlich Bapaume machten Londoner und West Lansphire-Truppen gestern nachmittag östlich des Sensee=Flusses einen bedeutenden Fortschritt, sie nahmen Bullecourt und Hendecourt bei Cagriecourt nach hartem Kampf und trotz des mächtigen deutschen Grabennetzes. welches diese Dörfer schützte. Von dem wischen vendecourt und der Straße Arras—Cambrat heute frühmorgens durch kanadische. Truppen ausgeführten Angriff wird berichtet, daß er sich günstig entwidkelt. Rittlings der Scarve setzten englische und schottische Divisionen gestern nachmittag ihren Pormarsch fort; sie gewannen beträchtlich Boden in nichtung Etervegny. Damblain. Leupres und Flonvain. Das Dorf Remy wird von uns gehalten. In den Tälern der Lawe und des Lus Flusses setzten unsere Truppen ihren Vormarsch fort. Abendbericht. Oestlich und nördlich Bavaume schreiten unsere Operationen gunstig vorwarts troß des wachsenden seindlichen Widerstandes. Ein erbitterter Kampf sand auf dem aronten Teil dieser Front statt: der Feind machte eine Anzahl heitiger wegenangriffe. Unsere Truppen drangen in Riencouxt les Bavaume und Bancourt ein, wo sie in heftige Kämpfe mit dem Feinde während des ganzen Tages verwickelt waren. Sie nahmen Fremicourt und Vaulr-Vrancourt. wobei sie eine Anzahl Gefangene machten. Bei Bullecourt und Heudecourt wurden seindliche Gegenangriffe mit großer Entschlossenbeit unternommen. Starte Kräfte zwangen unsere Truppen bis an die Westränder dieser Dörfer und das deutsche Grabensestem zwilchen ibnen zurückzugeben, wo die seindlichen Angrisse durch unser Feuer aufgehalten wurden. Nördlich von diesen Dörfern wurden heute morgen von kanadischen Truppen heiderseits der Straße Arras Camorci erfolgreiche Angriffe angesetzt. Die Verteidigungslinien zwischen Hendecourt und Haucourt wurden genommen und im letzten Dorfe einige bundert Gesangene gemacht. Südlich Bavaume übten nniete Truppen weiter einer heitigen Druck auf den. Feind aus. und gewannen Boden. Wir machten Fortschritte östlich und nordestlich Clerv. In diesem Abschnitt machten wir 300 Gerangene. Im Lus-Abschnitt setzte der Feind seinen Rückzend fort, dicht gefolgt von unseren Truppen. Die Stadt Bailleul ist wieder in unserem Besitz. Englischer Bericht vom 31. August vormittags. WäbNam vertrieben australische Truppen den Feind seiner Stellung östlich von Clerv und brachten viele Gefangene und eine Anzahl Maschinengewebre ein. Unsec Vordringen bei diesem Ort dauert an. Gestern nachmittag führten englische Tuppen eine erfolgreiche Unternehmung nördlich der Straßen Arras Cambrai aus und nahmen einen wichtigen befestigten Punkt ein, bekannt Sternk'n(?). Auf dem Ostufer des Senscebaches an der Lorfront halten unsere Trurven Lacouture und die Linie des Laweflusses bei Vicille Chatelle bis Lestratohl welches Dorf in unseren Händen in. Wir nabern uns Poulien uno haben von Bailleul den Bahnhof und den Hügel östlich davon eingenommen, der unter dem Namen Mont de Lille bekannt ist. Unsere Truppen rückten in Dranoetre ein und gewannen nördlich des Kesselberges an Boden. Italienischer. Bericht vom 30. August. In einzelnen Gebietsabschnitten und langs der Piave lebhaftes Norungsseuer der Artillerie. In den Hochtälerik von del Rosso und in der Gegend von Grappa versuchten feindliche Sturmpatrauiller Einfälle und pandstreiche. Sie wurden überall angehalten und von unteren vorgeschodenen Poi#en in die Flucht geschlagen. Sie ließen Tote auf dem Vorfelde und einige Gefangene in den Händen umerer zu ihrer Verfolgung verausgegangenen Abteilun zurück. Eine eneluc mnaung, die südülich ino in die gegn#r##den Linten eindrang, ingte der Begewehre und brachte einige Gesangene zurück Von den Kriegsschauplätzen. Der Krieg Jialiens. Toten und Verwundeten aufzugeben. Wir haben das Westufer der Somme gegenüber von Brie und Peronne deutschen Lesern vorzusetzen, diese Aeußerung mit den Be schlüssen der manzsssischen die Frage aufzuwerfen, wie den Krieg fortsetzen müßte zialisten zu vergleichen. und lange wohl Herr Clemenceau wenn er diesem Ziele näh Schuf er linke Schulter oderen Teil der Pieura(Brustim Halse über ürchtungen Wach einem um Krankheitsbericht bat er zwei Eine Kugel drang glatt durch die Brusthöhle ein und verletzte den Lunge. indem sie einen Bluterauß in die Rionentan) hervorriet. Die Kugel blieb dem rechten Schlusselbein stecken. Die kommen wollte. Diese Frage sollten lich doch auch die französischen Sozialisten stellen. In Frankreich ist das Sprichwort entstanden, daß das Lächerliche tötet. Die französische Pressevolitik scheint die Wahrheit, die in diesem Sprichwort steckt gänzlich vergessen zu haben. Kein Frieden ohne vellizendigen Sieg bh Genf. 31. Aug. Rach einer Washingtoner Meldung der Pariser Blätter zelt der enator Lodae ans a. Ner anstaltung öffentlicher Umzüge in Amerika erreicht und viele Orte genommen. Nördlich von 1 Orte geben wir an der allgemeinen Linie Combles Morval Beaulencourt Frendicourt vor Ein scharfer Kampf fand im Laufe des Tages an dieser Kront statt und viele Verluste wurden den deutschen Insanterietrunvenkördern zugefügt, die unsere Fortschritte auszuhalten suchten Heute morgen nahmen neuseeländische Truppen Besitz von Bavaume, aus dem sie feindliche Nachhuten hinaus trieben. Im Abschnitt nördlich von Bavaume bemüht sich der Feind noch immer seine Stellungen m halten Unsere Truppen machten in der Gegend von Braucourt Ecoust St. Menin und Hendecourt kes Cagnicourt Fortschritte und brachten zahlreiche Gefangene ein. Nörd lich der Scarpe setzte eine erfolgreich durchgeführte Unter nehmung unsere Truppen heute in die Lage in den Stellungen auf den Greenlandshügeln Fuß zu fassen. we sie durch die feindlichen Gegenangrisse am 27. August zu lückgeworfen worden waren. Wir gewannen weiterhin Mangelnde Vervflegung und Bekleidung der italienischen Truppen. 5 Lugano, 31. Aug. Nach dem„Cortiere della Sera“ wird bei der Verpflegung der Soldaten bis in die vordersten rinten vor dem Feinde in unerbörter Weise gestoblen. Die italienischen Soldaten erbalten angenugendes und schlechtes Essen. während die Zivilversonen dinter der Front sich an dem den Soldaten gerandten Essen gütlich tun. Dasselbe geschehe mit den für die Soldaten bestimmten Kleidern. Wäsche and Schuhzeug. Die Magazine würden in schmählicher Weise ausgerandt und die Sachen verkauft. Militärische Kleidungsstücke und andere, Sachen jeder Art. die jedermann sofort als von militärischer Herkunst erkennen könnte. werden massendaft von Zivilversonen getragen und denntt und stehen öffentlich zu billigsten Preisen zum Verkauf. In der Provinz Vizenza könne man ein Paar Militarstiefel für 6 Lire kausen Der Krieg Amerikas Der wahre Grund. Bern. 31. Aug. Warum Wilso nicht nach Frankreich und England kommt. verschweigt die Presse des Verbandes. Aber es sickern doch einige interessante Angaben über dieses merkwürdige, einstweilen unausgeführte Reiserrojekt durch. Die Reise erschien aus mancherlei gewichtigen Gründen nützlich und angebracht. Kraft der dem Präsidenten verliebenen außerordentlichen Vollmachten konnten die entgegenstehenden Verfassungsschwierie##ten kein unüber windliches Hindernis bilden. Unvermeidlich war es dagegen. während der Abwesenheit des Präsidenten die Regierungsgewalt in die Hände des Vizepräsidenten zu leden. Wilson verlangte und vertrat die Ansicht, daß die außcrordentlichen Vollmachten übertragen werden konnteen, daß dader dieser während der Stellvertretung nur die leusenden Geschäfte. uno zwar unter der Aufsicht eines von Wilson bestimmten Beirates zu erledigen habe. die eigentliche Regierungsgewalt jedoch in seinen Im Bann der Berge Roman von C. von Luckwald.(21 Er hielt atemlos vom langen Sprechen inne und trocknete die seuchte Stirn Gertrand sah ihn teilnehmend und fragte Und was wurde dann „Ernüchterung kam über mich lose Leere— stumnfe. hoffnungslo eine große. trostu n g s l o s e T r a u e r. I c h e r kannte, daß dieses schöne Geschöpf kein werz keine Seeie besitzt. Ich hatte ein Renschenbild zur Gottheit er hoben. ihm einen Altar in meinem verzen errichtet. und sah nun plötzlich daß mein Götze tönerne Füße hatte. Da fragte ich mich: wie war es nur möglich daß ich so blind sein konnte!— Langsam sehr lanesam nur heilte die Wunde— donvelt schwer. weil ich den Gegenstand meiner einstigen Liebe dauernd vor Augen hatte. weil ich täglich durch kleine. seine Radelstiche neue Wunden emofine" „Aber schließlich ging es doch?“ „Ja"— allein ware ich freilich nicht so bald mit mir fertig geworden aber ich orbielt Hilfe. und sie kam mir gerade von dort, wo ich am wenigsten darauf rechnen durfte." Abendessen. Wissen Sie auch. warum ich Ihnen mein: kleine unbedeutende Liedesneschichte erzählte. Bis weilen können andere aus unseren schmerzlichen Erleb nissen Nutzen ziehen— ich bin nicht blind— und ich habe an mir selbst erfahren, wohin ein vaar schöne Augen einen Mann führen können. Vielleicht— viel leicht könnte ein anderer vor ähnlichem Schicksal behütet werden. wenn er rechtzeitig gewarnt würde. Und nun leben Sie wohl.“ Gertraud schüttelte ihm herzlich die Hand: „Ich danke Ihnen. Herr Detz. und alles Glück für die Zukunft.“ Der Hauslehrer rief die Knaben herbei. sie verab schiedeten sich rasch von der jungen Frau. der Kandidat trieb zum Aufbruch. Bald verklangen die Stimmen in der Ferne. das Lachen und Schwatzen der Kinder tonte nur noch in abgerissenen Lauten durch dir klare stille Abendluft. Zuler erstarb jeder Ton. feierliches Schweigen sank über die Berawelt graue Dämmerung breitete ihre Schwingen über die Höhen andsam wandte sich Gertrand. den Rückweg anzu Worte führtrn Gertrand die — treten. Das 14007“ Her: war ihr schwer, die sonst so kellen Augen blickten ernst. ein tiefer Seufzer hob ihre Brust Armer Freund— armer Ralte!“ „Wohl von der kleinen Braut aus Jena? Der Kandidat nickte eifrig: Siebentes Kavitel „Si haben es erraten. gnädige Frau— mein Gret chen ließ mich nicht im Stich. Ich gina zu ihr in meiner Herzensnot. reuig. zerknirscht, ein schuldbelade ner Sünder. Ich schämte mich vor ihr— wohl da: unangenehmste, Gefühl. das ein Mann einem Mädchen gegenüber haben kann. Sie schonte mich nicht sie las mir gewaltig die Leviten— sie vergab nicht aleich Aber als ich sie zuletzt ganz verzagt fragte, ob ich nun gehen müßte. ob wirklich alles aus sei zwische da wissen unc ie mir sagte! „Nein— wie sollte ich Sie legte mir ihre runden festen treuer Arme Augen a den und fröhlich hals. sah mich mit ihren liebe „Johannes. Du bist ein großer Giel!" Gertrand lachte bell auf. und er stimmt ein: „Ja— das sagte ste, und sie hatte recht" S„Nun. Ihr Greichen schelnt ein verständiges, resolutes Mädchen zu sein und arbt gewiß dereinst eine tüchtige Frau— aber das Regiment wird sie führen: — denken Sie an mich." „Das schadet nimo— ich werdr doch den Taa segnen, an dem ich sie heimführen darf.“ Er erhob sich und Gertraud folgte seinem Bersviel., Ich muß mit den Knaben nach dem Hotel zurück lebren, anädige Frau wir remmen sonst zu spät zum Ueber die weiten Eisfelder der Ortlergrupve strich der Föhn. Er umbrauste die zersagten Grate. daß der Schneestaub hoch emvorwirbelte. Die Köniacsoitze rauchte wie ein senersoeiender Berg. In den Lüften tobte es. als zöge der wilde Jäger auf schwarzem. rauhmähn gem Roß mit Hussaruf vorüber.„Wunschwind“ und „Wolle" im Gefolge. Die Wolken ballten sich drobend zusammen. über dem Ortler stand eine schwarze Wand. aber immer wieder trieb der bariche Döbenwind sie auseinander. Wie Riesen der Vorzeit schossen sie auseinander los. rangen und kämpften in ohnmächtiger Wut. Noch teilte sie kein Blitzstrahl. bein Donner rollte. kein erlösender Trovsen fiel zur ErdDie Menschen blickten vorwurfsvoll gen Himmel. die Entladung ersehnend aber noch brannte die Sonne heiß erbarmungslos auf Sulden hernieder Untätig standen die Führer umber und warteten auf Touristen. aber niemand traute dem Wetter. keiner dachte daran. im Föhnsturm berawarts zu steigen Vor der Tür der„Alvenrose“, saßen beinz und Malte. die Gesichter dunkelrot vom Gletscherbrand, die wegmüden Füße in weichen Lederschuhen und genossen mit Behagen eine Stunde süßen Nichtstuns nac dem gestrigen beschwerlichen Tage Gektraud lehnte neben ihrem Mann und wurde nicht müde nach Einzelheiten der Tour zu fragen. Malte war der Erzäblende: er schilderte mit beredten Warten den Zauber das nächtlichen Ganges. den Auf stieg zum Hochjoch. Seine narre. schweigende Eiswelt so deutlich vor Augen. daß es ihr fast schen, als sei sie dadet gewesen: tiefste Ein samkeit— nöchtliches Dunkel— nur das geheimnisvolle Gurgeln verborgener Gletscherwasser— sonst Schweigen in der Runde— nicht Eisuurz noch Steinfall Sie vergaß den Erzählenden. sie fühlte nur die Schauer der großen gewaltigen at# der er dort oben ins unerbittlich strenge Antlitz geschaut Malte sprach gut— er aab das Erlebte so wieder we es sich seiner Seele eingemant wie er es selbst gefühlt. Er kümmerte sich nicht um Ramen oder Marschrgute. hielt sich nicht an Zeitbestimmungen und äußere Dinge— da wußte Heinz besser Beschrid. Wurde der jüngere Freund zu vhankastisch begann er zu schwärmen. verlor er sich ins Aferlose. so stellte der Hauptmann ruhig das Falsche. Angenaue der Angabe richtig „Du irrst. Ralte—. rechts sind wir gegangen.“ oder„Die Randkluft wurde links auf der Schneebrücke überschritten—“ oder er verbesserte:„Nicht um steben erst um acht Uhr waren wir auf der Thurwieser Spitze“ Aber die junge Frau achtete kaum auf die Zw'schenreden, sie kannte ihres Mannes Hang zur Pedanterie. Ihre strahlenden Augen bingen an Maltes Livven. atemlos lauschte sie seinen farbenfrohen Schil derungen.- Ihre leichtbeschw ngte Phantasie. der eigene bewegliche Sinn ffolgte seiner lebendigen Darstelkung lieber, als den etwas trockenen. sachlichen Berichten ihres Mannes Aber schließlich schwieg auch Malte. und als es nichts meor zu erzählen gab. als Gertraud die Begeisterung des Tburwieser. dr. Ueberschreitung des Großen Eis Kögekes so genau kannte. als ob sie selbst dabei ge wesen begann sie von ihren Erlebnissen zu sorechen. Zum Schluß sagte sie: „Denkt nur. Bressels haben ganz unerwartet Besuch bekommen. Als ich gestern abend von der Lagerwand zurückkam und von Euch noch immer nichts zu sehen war, gina ich auf einen Sprung ins Grand=Hotel hinauf. Es war zu öbe hier, so ganz allein— ohne Euch!“ Heinz strich ihr freundlich über die rosigen Wangen: Ich hatte Dir doch gleich gesagt. Kind es könnte spät werden bis zu unserer Rückkehr— es gab hatte Stufenarbeit, die uns länger aushielt. als wir gaubten.“ "„Ja.“ siel Malte ein.„wohl an die tausend Stufen haben wir geschlagen" Etwa vierbundert. Malte.“ verbesserte pernz.„aber gleichviel— es beanspruchte doch mehr Zeit als ich in Anschlag gebracht. Verzeih, ich unterbrach Dich. Trand Du wolltest von dem neuen Ankömmling erzählen Er soll enorm reich soln, wie Frau von Biessel sogte: sie nannte ihn den Schlefischen Kohlenkönig „So. so. und war er nett. gefiel er Dir" Gertrand verzog ein wenig den Rund „Ich weiß wirklich nicht recht— ich sah ihn nur einen Augenblick. Er scheint ganz liebenzwürdig zu in. auch in er anime#n# ein gescheinr esch dat er Welt gesebenl. kennt sich in Paris ebenso viel von der—. gut aus wi in London und Neugork— aber für meinen Geschmack spricht er mviel von seiner eigenen Perfon. und betont seine Millionen m nachdrücklich das mag ich nicht. Ich glande er in ein Proz. Und Männer, de Brillantringe tragen kann ich überhaupt nicht leiden" Die beiden Herren lachten uno betrachteten unwillkürlich ihre braungebrannten Hände. die nervia und aus gearheitet, jedes Schmuckes entbehrten. Heinz meinte: „Na. Trand, davor bist Du bei uns beiden sicher nicht wahr. Malte Der junge Offizier nickte und fragte interessiert: „Bleibt dieser Rabob längere Zeit hier?" „Ich glauhe wohl— er kam jedenfalls mit drei großen Rohrrlattenkoffern an und hat, wie ich hörte Salon und Schlaftimmer nebst Badeknbinett telenra phisch vorausbestellt. In seinem Gefolge befndet sich sogu ein Kammerd ener. wie mir Fräulein Renate erzählte, ein waschechter Pariser, der sich Monsicur Jacques titulieren läßt. Ist das nicht lächerlich“ einz sagte belustigt sergstiefeln einfetten und die wer ist es?“ „Ein Herr Berlow. Hüttenbesitzer aus Schlesien. Der soll wohl die Eisvickel polieren!“ Berkow sieht mir nicht so aus. als ob er die Absicht hätte. Hochtouren zu machen.“ Was w'll er denn aber hier?" Das weiß ich nicht. Uebrigens könnt Ihr heute abend seine Bekanntschaft machen, wenn Ihr nicht zu müde seid. Um acht Uhr ist im Sulden Hotel eine Art. Reunion: es soll sogar getanzt werden! Mehrere Offirere von den Landesschützen, die hier auf Sommer station sind. haben ihr Erschenen in Aussicht arstellt auch für Musik ist gesorgt. Frau von Bressel bat wir möchten sväter beraufkommen. Hast Du Lust. Heine— oder ist er Dir zmel nach der gestrigen Anstren „Natürlich geben wir. kleine Spaß. und ich brauche za als zu tanzen. Du sollst nicht um D Gertrand blickte Malte fragend an: „Sie kommen doch auch! „„. Selbstverständlich— ich lege mich nach dem Mittagessen ein bischen aurs Obr. dann bin ich am Abend wieder ganz frisch. Ich hitte um die erste Quadrilke" Traud versprach sie ihm und als Heinz sich bald darauf ins Haus begab. fragte Malte ungeduldig: (Fortsetzung folgt.) a 25 macht Dir Ebekrüpvel nicht gnügen kommen“ Hänben ble der angeblic verlangte s# Vollmachten Eine Weoh Stockbe von„Stockh Telegramms „Times“. de Blätter als den englisch um eine Ur Erklärun Es ist# Männer der einer mili glänzende E erschönflichen Ententeregi allen Grun keinen Wun oder Deutsch als Nation Deutschland vor alliin übrigen wir den Tag gel machtvolitik kussioner bleiben kön Krieg un auch. koste bleibt bis Auch we Frieden err kampf zwisch nur eine zu denen. die 1 die ihren A und denen freundschaft! ein internat aufrichten w zivilisierten Zwischen icht man al Gefühle eine verständigen die es verst zunehmen ur Die Taise sachen in 2 deutschen ihr klärt Verhandlung Solange die Mittelal Volke, das nur in Wort es die Misse ware. ein g Bunde der einen ehrlich mit denen. d auf Macht g las Recht zu Nugnen. tan +. 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D e r L o n d o n e r K o r r e s r o n d e n t von„Stockholms Tidningen“ hatte auf Grund eines Telegramms des Stockholmer Korrespondenten der „Times“. der die Friedensartikel zweier hiesiger Blätier als von deutscher Seite insviriert bezeichnete. den englischen Außenminister Lord Robert Cecil um eine Unterredung ersucht. Lord Cecil gab folgende Erklarung ab: unrichtig, zu behaupten, die leitenden Männer der Entente glaubten nicht an die Möglichk:t einer„militärischen Niederlage Deutschlands. Fochs glänzende Erfolge und das ständige Zuströmen der un erschönflichen amerikanischen Verstärkungen gibt den Ententeregierungen und ihren militärischen Natgebern allen Grund. Vertzauen zu begen. Die Entente hat keinen, Wunsch. sicr an dem deutschon Volke zu rachen oder„Deutschlands künftige Eristenz und sein Gedeihen als Nation zu bedroben. Sie ist aber der Hoffnung, daß Deutschland vollständig das Schlimme. das es getan hat. vor allem in Beleien wieder gutmachen wolle. Im übrigen wird die Entente. bis das deutsche Volk klar an den Tag gelegt hat, daß es die Rüstungen und die Weltmachtvolitik verwirft, keine Zeit mit Dis’ussionen verschwendden, die nur unfruchtbar bleiben können. England ist der letzte Staat der den Krieg unnötig verlangern will. aber der auch. koste es was es wolle. seinen Grundsätzen treu bleibt bis sie vötlig durchgeführt sind Auch wenn wir jetzt durch Verhandlungen den Frieden erreichten, würde es bis dahin nur den End kampf zwischen Recht und Macht aufschieben, wir würden nur eine zufällige Waffenruhe zusammenflicken, zwischen denen. die meinen. die Weltherrschaft gehöre der Macht. die ihren Willen mit Blut und Eisen erzwingen kann und denen die glauben, daß die Nationen friedlich und sreundschaftlich in einem Verband leben können. der ein internationales System von Recht und Ordnung aufrichten will, wie ienes, das unter den Individuen der zivilisierten Völker herrscht. " Zwischeu beiden gibt es keine Verständigung. Das icht man auch in Deutschland ein. wo die Gedanken und Gefühle eine tiefe Kluft zwischen den Alloeutschen und verständigen Teilen des deutschen Volkes hervorviesen die es verstanden haben, am Geiste der Zeit teil zunehmen und die die mittelalterlichen Ideen verwersen Die Tatsachen sind beredter als Worte und al'e Tat sachen in Deutschland beweisen, daß überall die All deutschen ihre Wünsche verwirklichen konnten. Solf er klärte, daß Deutschlands Feinde keinen Frieden durch Verhandlungen wünschen. Er hätte hinzufügen sollen: Solange die deutsche Politik vom Geiste des Mistelalters dittiert wird. Mit dem deutschen Volke, das sich von den Allbeutschen gereinigt und nicht nur in Worten. sondern auch in Taten bewiesen hat, daß es die Missetaten der Vergangenheit beieut und bereit ware. ein gesundes und friedliches Leben in einem Bunde der Nationen zu leben, könnten die Alliierten einen ehrlichen und ehrenhaften Frieden schließen, aber mit denen, die daran festhalten, daß die nationase Politik auf Macht gegründet sein müsse und die die Möglichkeit las Recht zur Erundlage der Weltverhältnisse zu machen krugnen. kann es keine Verhandlungen geben. * a. Ohne uns auf die anderen von Cecil geäußerten verkehrten Anschauungen und schiefen Urteile einzulassen seien nur zwei Punkte berausgegrifsen: Cecil begründet seine Zuversicht auf den militärischen Endsieg mit dem ständigen Zustrom en amerikanischer Truppen. Abgesenen von onmnen Bekenntnis zum Militarismus, den uns der Verband nun Kriegsbeginn vorwirft, erinnert dieses Hoffen an die vergangenen Jahre des Krieges. in denen zuerst das treu lose Italien und dann Rumänien den Endsieg bringen sollte. Cecil vergißt aber dabei, daß wir inzwischen mit Rußland und Rumänien Krieden geschlossen haben und somit unsere Streitkräfte im Westen ganz erbeblich stär ken konnten. Der andere Punkt ist die Behauptung Cecils. der Verband könne nicht Frieden schließen. so lange Deutschland von den Alldeutschen regiert werde. In Deutschland regiert bekanntlich der deutsche Kaiser im versassungsmäßigen Zusammenwirken mit Bundesrat und Reichstag. Für die Beschlüsse des Reichstags war noch niemals eine einzelne Partei maßgebend, sei es die all deutsche oder eine andere Partei. Lord Cecil weiß auch genau, daß nur ein geringer Teil des deutschen Volkes sich zu alldeutschen Anschauungen bekennt. aber indem er die Politik der Alldeutschen als die des gesamten deut schen Volkes binstellt, findet er den Grund für die Fort setzung des Völkermordens. nach dem England sucht. um die Schuld von sich abzuwälzen. Wenn Cecil allerdinge schon den Willen jedes Deutschen. die Unversehrtheit des Deutschen Reiches m verteidigen, und das berechtigte Streben des gesamten deutschen Volkes. seinen Anteil an den Schützen der Erde zu erlangen. als„all deutsch" bezeichnet, dann wird das ganze Volk die aus Cecils Munde wie eir Schmahruf sich anhörende Bezeich nung„Alldeutsch“ gern auf sich nehmen. Nicht um all deutsche Anschauungen auszurotten, führt England den Krieg weiter sondern um sehr materieller machtvoliti scher Ziele willen, um dem„Allbritentum"“ die Weltherr chaft zu sichern. Gerichtliches. * Köln. 31. Aug. Das Kölner Kriegsgericht verur keilte den Lackiermeister August Hartmann wegen versuchten Landesverrats zu 9 Monaten Gein„ Leiter des Reklamationsbüros der Firma Humboldt Perionen vom Heeresdienst reklontiert zu nanen in d Absicht, sie nicht oder nicht genügend. zu beschaftigen und ihnen zu ermöglichen, ihrem bürgetlichen Beruf nachz geben. Der Leiter des Reklamationsbüros wurde fre gesprochen. * S c h e d t( O d e r). 3 1. A u g. E i n e e m p f i n d l i c h e Strafe verhängte das Schofsengericht über einen ehemaligen Polizeibeamten. der wiederholt an die Militärbehörde Beschwerdebriefe werichtet hatte. in denen er allerhand Beschuldigungen erhob und die er sämtlich mit dem Namen Müller unterz sichnete. Mehrere der in den Denunzitationen genannten Personen erstatteten Anzeige bei der Staatsanwaltschaft. und die Nachforschungen ergaben, daß der vensionierte Schutzmann B in Schwedt der Briesschreiber war. Gegen ihn nurde Anklage erhoben und B. der ein Geständnis ab legte, zu drei Monaten Gesänanis verurteilt Letzte Nachrichten Staatssekretär von Hintze begibt sich nach Wien Berlin 1. Sept.(Telegr.) Der Staatssckr des Auswärtigen Amtes von Hintze begibt sich, wie wir erjahren. am Montag zu volitischen Besprechungen nach Wiien. Die Freigebe von Bavaume und Croifilles. 70 Berlin, 1. Sept.(Telegr.) Die planmäßige Jurückverlegung unserer Front beiderseits Bavaume war seit längerer Zeit gründlich vorbereitet worden Während unsere Truppen zwischen Lonzuenal über Ba raume und Croisilles hinaus bis zur Somme den großen Angrissen des Gegners seit dem 21. August einen eisernen Wall entgegensetzten, so daß es ihm nicht gelang. unsere Linie auch nur an einem Punkte zu durchbrechen. wurde im alten Sommegebiet alles durchgeführt, um unsere alte Hauptkampflinie zurückverlegen zu können. Die Los lösung vom Feinde, die Aufgabe. von Bapaume und Creisilles ist bejedlsgemäß und ohne Einbuße von Ge fangenen und irgendwelchen Materials vor sich gegangen. Noch am 29. August vormittags wurde Bavaume vom Feinde, der die Räumung nicht bemerkt hatte. beschossen. Schon seit vielen Tagen wurden die Devots in aller Stille nach rückwärts verlegt, um dem Feinde in dem flachen nercüsteten Sommegebiet nichts zu überlassen. was ihm in keiner Kriegführung von Rutzen, sein könnte Wir gaben einen Geländestreifen auf. der für die Som merzeit trotz der Verwüstung während der früheren Sommekampfe durch neu angelegte Eisenbab#linien durch Umladebahnen. durch die Anlage von großen Ma gazinen. Munitionsdepots. Artilleriewerkstätten. Wagen parks. Wasser= und Elektrizitätswerken, durch rastlose Mühe und eisernen Fleiß in ein Operationsgebiet verwandelt worden war, in dem unsere Truppen den Som mer über fechten konnten. Seit Tagen ist mit dem Ab bau dieser Anlagen begonnen. Der Feind wird für die Winterzeit einen vollkommen verwüsteten und verlassenen Landstrich vorfinden. in dem er sich einrichten muß. Eine Hauptrolle in diesem verwusteten Gelände spielte die äußerst schwierige Wasserversorgung Aus den großen von uns angelegten Wasser= und Pumowerken bei Bapaume und Croisilles. Mory Favreuil. Savignies und Ervillers sind die deutschen Lokomobilen zurückgeschafft worden. Die großen Schacht brunnen wurden gesprengt. Auch di= elektrischen Maschinen und Motore aus den Elektrizitätswerten welche die Truppen bis zu sechs dis ocht Kilometer vor der Front mit Licht versorgten, sind zurückgeführt und weiter rückwärts ausgebaut worden. Seit 14 Tagen sind ferner die umfangreichen Munitionsdevots und das Material der Amladebahndöfe zurückverl gt worden. So sind z. B. die Devots Belucauiere. Frenicourt usw ent rert. Die Benzinvomräte sind ausgelankt und der wert volle Inhalt ist nach rückwärts geschafft worden Die wohlgefüllten Verpflegungsmagazine wie Rocanigne u. a sind geräumt. alle Lazarette abtransrertiert, die Baracken abgebaut. Die Dörfer Bavaume und Crolsil les. welche in den letzten Tagen unter schwerem feind lichen Feuer lagen. bestehen nur noch aus Schutt hausen. in denen der Feind kaum mehr Deckung findet Heute licgt dieser Ort im Bereich unserer schweren Ar tillerie. Die Aufgabe des zerschossenen und zerstörten Fiontgelandes, das in seiner gronten Tiefe etwa 5 Kilo meter beträgt, stellt nun eine gerodlinige Froni dar. Neben einer Kräfteersparnis an Truppen durch diese Frontverkürzung liegen unsere rückwärtigen Stellungen nmmehr in einem für die Unterbringung der Tiuppen vor allem inanbetracht des kommenden Winters günsti gen Gelände. Virgeblich fragt man sich. warum der Engländer seine unendlich schweren Blutopfer gebracht hat. Der blutgctränkte Boden eines schmalen. voll kommen verwüsteten Gel.indestriches. in dem auch nich: mehr ein Stein auf dem anderen leegt. ist sein einziger und noch dazu ein ihm aus freien Stücken überlassener Gewinn Zum Mordanschlag gegen Lenin. WII Noskan, 2. Seot.(Telegr.) Ueber die Täterin bei dem Mordversuch gegen Lenin glbt die außer ordentliche Kommission bekannt, daß sie sich weigere, ihre Mitschuldigen anzugeben und zu sagen, wober sie das Geld habe, das bei ihr gefunden worden ist. Sie sei 1917 anläßlich einer Explosion in Kiew afs Anarchistin zu Zwangsarbeit verurteilt worden und habe sich im Ge sängnis den rechten Sozialrevolutionären angeschlossen Sie war kürzlich aus der Krim in Moskau eingetroffen. Nach weiteren Zeugenaussagen ist an dem Anschlag eine ganze Gruppe von Personen beteiligt gewesen. Zuerst vertrat ein Gymnasiast von 16 Jahren. indem er Lenin einen Zettel überreichte. diesem den Weg. dann näherten sich die beiden Frauen. Die Täterin floh auf die Straße und wurde dort festgenomnten und in das Kriegs kommissariat gebracht. Man sand bei ihr vergiftete Zigaretten. Massenterrer in Moskau. #I Noskan. 2. Sept.(Telegr.) Der stellvertretende Chef der außerordentlichen Kommission Peters gibt fol gendes bekannt: Die verbrecherischen Umtriebe unserer Feinde nötigen uns. mit dem Massenterror zu antworten. Wer mit den Wassen in der Hand ohne Er laubnis ergriffen wird, wird sofort erschofsen We: gegen die Rätegewalt agitiert, wird verhaftet und in ein Konzentrationslager gebracht. Alle Vertreter des räuberischen Kavitals und alle Spekulanten werden zu öffentlichen Zwangsarbeiten herangezogen, ihr Eigen zum wird konfisziert. Aus dem Stadtkreile Herne. erne, den 2. Geptember x Auszeichnung. Dem Kal. Schutzmann wwrora Dietrich ist in Averkennung besonderer Verdienste um die Werdetätigkeit für die achte Kriegsanleihe das Berdienstkreuz für Kriegs hiise verliehen worden Zieburgs„Gewiteerwind“. wurde vom Stadt heater in Saarbrücken zur Aufführung angenommen.— Das Stück wurde als Manuscript gedruckt. Eine beschränkte Anzahl von Exemplaren gelaugt in der Buchhaudlung von Stück zum Preise von 1,50 M Verkanf. d. Ehejubiläum. In geistiger und körperlicher Rästigkeit degingen am Freitag die Ebeleute Wribelm Platte und Wibelmine ged. Kirchhoff das Fest ihrer goldenen Hohzeit. Nach einem seierlichen Hochamte gad Herr Pferrer Ofwes dem Jubelpaare den Ehesegen; in einer zu Herzen gehenden Ansprache wies er hin auf die 50 Jahre, die eine Zeit voller Arbeit, Sorgen und Leiden, aber auch mancher Freude gewesen seien. Er wänschte dem Indelpaare einen langen, glöcklichen Lebensebend. Der kirchlichen Glückwünschen schlossen sich in der Wohnung die der Kinder, Verwandten und zahlreichen Bekannten von nah und fern an. Heir Pfarter Däwell übermittelte die Glückwünsche unseres Stadtoberhauptes, des Herrn Oberbürgermeisters, und überreichte dem In#eipaare die ihm von Sr. Majestät, dem Kaiser, verliedene Ehejubilkomsmedaille mit einen huldvollen Anschreiben. Dem Ehebunde sind 9 Kinder entsprossen, von denen 5 bereies im jugendlichen Alter gesiorden sind. Bon den 4 lebenden Kindern ist eins Priester Leider war es ihm wegen der Kriegsverhältnisse nicht moglich, am Ehrentage seiner Eltern aus dem sernen Texas, woselbst er seit 12 Jahren als eifriger Missiogar wirkt, zurückzukehren und persönlich seine Glückwünsche darzubrinren. Eine schöne Familienseier beschloß das seltene Fest Möge das Judelpaar sich noch viele Jahre voller Gesundheit und Geistesfrische erfreuen! s. Verein zur Wahrung geschäftlicher Interessen. Konzentration! Dies Wort herrscht heute in der Tet auf den meisten Gedieten, sei es iu politischer, kommunaler eder wirtschaftlicher Hinsicht. Im Zeichen der Konzentration seht z.Zt. auch das gesamte Kleinhandelsgwerbe. Den Austakt zur engeren, geschlosseneren Organisation des Kleinhandels im Handelskammerbezirk Bochum haben Bochum und Beisenkirchen gegeben, wo dieser Konzentrati ons gedanke bereits festen Fuß gesaßt hat. Der erste Schritt in Herne ist bereits vor einiger Zeit getan worden, indem man auch hier der Frage der Errichtung von Fachgrux pen innerhalb der bestehenden Organisetionen näbertrat. Die Gründung einer Fachgruppe der Tertil=Detas geschäfte ist beretes erfolgt, worüder in der Freitag=Stzung des Vereirs zur Wahrung gesch. Interessen vom Vorsigzenden, Kaufmann Ruthendeck, Mitteilung gemachtm Bei der Gründung weiterer Fachgruppen sollen jetzt zunächst die Lebensmittelgeschäfte folgen. Die Bor arbeiten hierfür wurden den Kaufleuten Aug. Rochol und Richard Kraushaar übertragen. Dann werden andere Berufsgruppen solgen, die in ihrer Gesamtheit den jegigen Verein umschließen. Die Vorsitzenden der einzelnen Fach gruppen sollen den Vorstand des Vereins zur Wahrung gesch. Interessen bilden. Jede Berufsgruppe wird dann in Zukunft gesondert tagen, während bei allzemein interessierenden Fragen aum gemeinsame Besprechungen sämticher Gruppen vorgesehen sind. Durch Auschluß jeder Fachgruppe an ihre entsprechende Provinz'al= bezw. R: organisation ist eine wirksame Vertretung der Interessenfregen aller Branchea bei den Zentralstellen im Reiche genährleistet. So wird sich die bereits gebildete Herner Textilsachgruppe zunächst der noch zu gründenden Bereinsgung der Textilwaren=Händler im Handelskammerbezirk Bochum und dann darch diese einem großen Zentralfochverband anschließen. Wie erwähnt, stehen wir ern an den Ansängen dieser Zusammenschlußbewegung, deren erfolgreiche Durchführung für die Zukunst des gesamten Kleinhandels zewerdes von ausschlaggebender Bedeutung sein dürste. Die Führung der umsangreichen Geschäfte der nenen Organisation soll einem gemeinsamen Geschäftsführer übertragen werden. Zur Auswendung der Mittel sind bereits greifbare Vorschläge entworsen, die in Rärze weiterbehandelt werden.„ Zur Lage der Maschinenfabriken. * Man schreibt: Während es Ansangs des schien, als ov im allgemeinen schon eine Vorbereitung für den Frieden stattfinden wärde und infolgedessen an die Maschinenfabriken zahlreiche diesbezügliche Anfragen, sowie zuch vereinzelt Aufträge ergingen, hat die meitere Entwicklung des Jahres wieder ein absolutes Festhalten an der Herstellung von Kriegsmaterial aller Art gebracht, das iich durch den Fortschritt der technischen Waffen immer umsang reicher gestaltet. Die Maschinenfabriken dürften u# bessen, soweit sie über geeignete Maschinen und Personal verfügen bis zur Grenze ihrer Leistungsfähigkeit in### Artikeln beschäftigt sein. Rebeuher nehmen speziell die Bergwerksmaschinen aller Art infolge der Wichtigkeite ausreichenden Befried gung des Breunstoffsbedarfs eine erste Stelle ein. Die Preise, welche im allgeneinen im lausenden Jahre kaum eine Erhöhnng erfahren haben, sino mit Rücksicht auf die in der gleichen Zeit außerordentlich gesttegenen Löhne und bedeutend erdöhten Unkosten aller Art darchschnittlich nicht mehr als günstig zu bezeichnen. Hinzkommt die Umständlichkeit des Abrechnungsversahrens mit den Behöcden, die vielsach erst im Lause oder nach Beendigung der Fertigung die entgültigen Preise festlegen wollen, was natärlic im Rahmen einer gerezelten Buchfährung und besonders auch noch wegen des beschränkten Personals außerordentliche Schwierigkeiten macht. Meldepflicht von Elektromotoren. Von seiten des stellvertretenden Genetalkommandos VII. Armeekoops geht uns folgendes zu: Bei den verschiedentlich in legter Zeit vorgenommenen Revisidnen hat es sich gezeigt, daß vielsach beschlagnahnte und meldepflichtige Glektromotoren beim Wumba RIlI nicht angemeldet worden sind aus Unkenntnis der Bekanntmachung des Kriegsamtes Nr. 9090. 3. 17. R. III 1 vom 15. 6 17. Alle Elektromoteren mit einer Leistung von 2PS an aufwärts, welche sich nicht deuernd in kriegswichtigen Betrieben in Benutung definden, sind auf amtlichen Melde####drrcker beim Wumda R III anzumelden. Von der Melbepfl##t sind aus genommen die in Fahrstählen(Aufzügen) eingebauten Elektromsteren, sofern sich die Fahrbühlemn Betrieb befi##en, sowie solche Maschinen, die regelmäßig in einem Betriede benatzt werden, der unter§ 2 des Gesetzes über den vaterländischen Hilfsdienst vom 5 12. 16 sällt(Betriebe, die ür Zwecke der Kriegsführung oder Volksversorgung unmittelbare oder mittelbare Bedentung haden Es wird hiermit nochmals Gelegenheit gegeben, ein versäumte Meldungen nachzuholen. Sollten bei den weiterhir vorzunehmenden Revisionen noch meldenflichtige elektrische Maschinen, deren Anmeldung nicht bewirkt is, vorgefunden werden, so haben die Meldepflichtigen die ae lichen Strafen zu gewärtigen. Etwa erforder#cde Meldekarten sind in der benötigten Anzahl und unter Angabe der Stromart(ob Gleich= oder Wechselstrom) bei den technischen Bezirksdienststellen oder beim Wamba R!, Berlin W. 15, Kurfürstendamm 193.194 mittels erzusordern. Schuhe zu mieten gesucht. Im„Wochenblatt für Durchlach“(Großherzoginn Baden) befand sich kürzlich eine eigentümlidde Anzeigr. Jemand suchte für drei Wochen ein Paar Herrenschuhe, Gl## 48. Jau leihen. Der Inserent und Interessent rer eine wöchentliche Schuhmiete von fün Mark an.(Ob der Mann auf Freiersfüßen geht und darauf wartet, daß ihn seine Zukünftige neu auestafftert?) Gemahlene Graupen. Es ist teim Kriegswirtschaftsamt angeregt worden, einen Teil der zur Ausgabe gelangenden Grauvene(S üge mahlen zu lassen. Der gut gemeinten Anregung kann indenen zur Zeit keine Folge gegeben werden, dar alle ng#en für andere Zwecke in Anspruch genommen sind und die maßgebenden Stellen eine Genehmigung zum Mahlen von Graße gegenwärtig nicht erteilen können. Uebrigens sind on dr## Kriegswirtschoftsamt in letzter Zeit eine Menge Zuschrien gelangt, worin Beschwerde geführt wird, daß der ver#####schene Zucker nicht restlos zur Verteilung gekommen sei. Die Beschwerdeführer sind im Unrecht. Als Ersag zur Brot sind vom 15. Juni vis 15. Juli 750 Giemm Zucker zur Verteilung gekommen, genau die Menge, die zur Ausgeze gelangen sollte. + Ausdehung der Versicherungspflicht in der Augestelltenversicherung. Der Bundesrat hat eine neue Verordnung über die Ausdehnung der Versicherungspflicht in der Angestelltenversicherung erlassen. Danach bleiden Angestellte, die eus der Versicherungspflicht wegen Ueberschreitung der Genattsgrenze von 5000 Mk. ausgeschieden sind,## auf weiteres versch:rungspflichtig, solange ihr Jahresarbeitsverdienst 7007. M' nicht übersteigt. Angestellte, die nach dem 1. Auaust 1911 versicherungesrei wurden, weit ihr Jahresarbeilsverdienst über 5000 Mk. betrug, werden im Anfang der M der auf die Verkündigung folzt, wieder versicherungspfl.##n. sofern ihr Jahresarbeitsverdienst nicht über 7000 Mt hinausgeht. Von den Rechten der freiwilligen Versicherung für die zurückiiegende Zeit kann Gebrauch gemacht werden Diese Beiträge werden unter gewissen Voraussetzungen als Pflichtbeiträge im Siure des§ 48 des Versicherungsgesetzes angesehen. Außerdem besteht für Angestellte die Berechtiguns, sich auch dann freiwillig weiter zu versichern, wenn sich ihr Jahresarbeitsverdienst auf über 7000 Mk. erhöre oder erhöht hat Aus dem Amte Sodingen. Börnig=Todingen, 2. Sept. In der amtliche Verkaufssteke werden heute Montag nachmittag prtma Pornen ausgegeben und zwar an die Nummern 1013—1350. A Bei Fliegeralarm Haustüren zum Schutz D Mitmenschen offen halten! Dies ist nicht allein militärische Vorsa sondern Gebot der Nächstenliebe! Im Bann der Berge. Roman von C. von Luckwald.(20 Leidenschaft ist auch nicht Liebe— ich glaube. Si: verstenen mich nicht" Traud griff zaghaft nach der schmalen. schlanken Madchenhand und brückte sie leif: „Wurden Sie es nicht können— Rmate““ „Ich wein wirklich nicht— ich glaube, ich geböre nicht zu den Starken. Lochhereigen. Wenn ich denke. ich sollte mein Leben in den ena gesteckten Grenzen einer kleinen Garnisen verbringen— min Entbehrungen auserlegen. waren sorgen und rechnen— schanderhaft! Sie könnten es vielleicht. Frau Gertraud, aber ich!— Ich brauche einen glänzenden Rahmen: Licht Dust. edle Steine schöne Kleider. Reisen. den Trubel aroßzügiger Gesellig keit—. kurz. lachenden. lockendes Leben alles sönde. ware ich in meinem Element. könnte ich mich frei entfalten und auch andete beglücken. Ab-- am Kochberd stehen. für Mann Kinder und Haushalt sorgen. wohl gar öngstlich rechnend vor dem Wirtschaftsbuch sitzen— unmöglich!“ Sie schüttelte sich förmlich bei dem. Gedanken und „Das schwatzen wir doch zur tolles, ungereimtes Zeug— gut. daß wir keine anderen Zuhörer haben als die Lärchen und Zirben— die sagen es nichtt werter kommen Sie Fiau ren Enckstätt wir wallen umkehren Eva wird gewiß bereits mit dem Tee auf un- warten“ Renate legte ihre Finger leicht auf Trand= Arm und zog sie mit sich fort Sie plandert. lustig und unbe sangen. als ware nie von Zukunft. Liebe. Lebensglück und Schicksal gesprochen werden Traud llieb still und in sich gekehrt, sie mochte nicht auf den leichten Ton eingebeie Uhre Gedanken meilten be Malte— das perz tat ihr weh. Sie hörte nicht den leisen Unterton aus des Mädchens oberflächlichem Gevlauder beraus der bieweilen eine wärmere Klingfarbe annahm. von leiser. verborgener Sehnsucht sprach siefaßte nur die kalte Zurückweisung in Renatens Worten. Vor dem Sulden=hotel trennten sie sich. Fan schroff klang Gertrands Ablehnung mit hinauf zu kommen Tanke— ick. gebe nod. soazieren— ich mag kainen Tees„ Renate zuckte gleichmütig die Schultern Also dann auf Wiedersehen ein andermal. und grüßen Sie Ihre Girfelstürmer von mir wenn sie beim lehren. Trand neigte leicht den Kopf und eilte fert Ohne auf die Nichtuna zu achten schlug sie den ihr wohlbekannten Rettsteig ein det zur Schaubachhütte binanführt. Sie sab erst au als sie unterhalb der Leoerwand stand die breit und massig das Tel aner absperrt. Zu der schwarten Felsgestalt emreiblickend. ergriff sie. olötzlich der und bahnte sich durch Steintrümmer und Gestrüpp einen P'ad bis zum Fuß der Felsens. Nach wenigen Minuten leichter Kletterei stand sie auf der abgeplatteten Kunve Die Fortsetzung hiervon besinde und ließ sich auf einer moosbewachsenen, sonnedurch glühten Steinvlatte nieder Plotzlich erklangen Stimmen. lachende Zurufe wurden laut. Von der anderen Seite schienen mehrere Personen zu nahen. Man kört: dae Scharten von Nagelfiefeln am Fels. das Aufsoben der Stöcke. Jetzt rier eine Männerstimme „Guß hier an. Job Wilhelm. Gib acht, daß Du nicht ausgleitest. Joachim Nun wußte Gertraud Bescheid; allem Anschein nach unternahm Kandidat Diez mit seinen Zöglingen auf eigene Faust eine kleine Klettervartie. Sie lauschte lachelnd und beobachtete mit Interesse. wie verständig und sachlich der junge Hauslehrer die Knaben anlestete Eben sagte er „Hier lleibst Du jetzt stehen. Job Wilhelm. Nimm einma! an. Du wärs: der Führende und ich ginge hinter Dir: was würdes: Du in diesem Falle tun?" Ichichlinge da Seil um den Zacken hier veranker: mich und wenn ich sicheren Stand habe laste ich Sie langsam nachkemmen" „Richtig!“ Joachim fiel ein: „Dort müßte man auer durch geben. dann wird das Band beschritten.“ Gertrand lachte und rief laut: Bravo!“ Ueberrascht blieben die jugendlichen Bansteiger stehen und blickten emvor. Nach wenigen Schritten hatten sie die Kuppe erreicht and standen neben der jungen Frau. die sie freundlich begrußte: „Do: ist Recht. Herr Kandidat, ich war soeben unbe merkte Zuhörerin Ihres hochtouristischen Anterrichts und habe mich gefreut: über den Lehrer sowohl als die Schüler" Die beiden Knaben verstummten bei dem unerwarten Anblick der Dame und zogen etwas verlegen die Kappen aber lange hielt die anfängliche Besangenheit nicht vor Sie turnten und lärmten auf dem breiten Felsrücken umher. suchten nach Steinen und Moosen, fingen Schmetterlinge. Der Hauslehrer ließ sie gewahren. er mahnte nur zur Vorsicht und nanm dann. einer Handbe megung Gertrands folgend. neben ihr Platz. Er meinte mit einem kleinen. nachsichtigen Lächeln: „Die Jungen müssen sich doch mal austoben. Die Sazergänge mt den Eltern genügen nicht für die über schüssigen Kräfte An Ihnen. Herr Kandidat haben sie zedenfalls einsich auf der Seite gegenüber. erbitten, um das Ortlergebiet. das ihm neu war. kennen zu lernen. hörte ihm aufm im zu. und einer augenblick lichen Eingebung folgend. schlug se vor „Kommen Sie doch einmal mit uns. Herr Diez— auf unserm Programm steht noch allerlei. was Sie vielleicht locken würde" Seine blauen Angen strahlten. Gern— ach wie gern— wenn Sie erlauben, gnädige Frau. vorausgesetzt, daß Herr von Bressel mich beurlaubt“ „Daß tut er gewiß. Wenn er uns Hochtouristen auch alle miteinander fur nicht ganz zurechnungsfähin hält so. glaube ich. ist er vier zu gutherzig. um andern ihre Freude zu stören. Er buldigt wohl dem Grundsatz: Leben und leben lassen. Ihre Zöglinge sind doch auch keine kleinen Kinder, die nicht einige Tage ohne Sie fertig werden könnten" „Es sind liebe Burschen. aber wild— sie bedürsen der Aussicht und die Eltern verziehen sie gar zu sehr.“ Gertrand antwortete nicht. ihre Angen ruhten mit stillem Entzücken auf der hohen Eisgestalt der Königsspitze. de sich schlank und weiß vom Abendhimmel abhob. In blau grünem. durchsicht gem Licht glanzten die Eismassen des Suldenferners im Schein der sterbenden Sonne. Der Himmel brannte in verblassender Glut. rot schwand in rielett. Jarte. seegrüne Töne verschwammen mit de: matten Himmelebläue. goldumrandete Wolken segelten langsam vorüber— leiser Dunst verwischte die scharfen Umrisse der Berge Auch der junge Hauslehrer war verstummt. In Andacht versunken schaute er dem flammenden, allmählich ersterbenden Farbenspiel zu. Tief ausatmend sagte er endlich: „Wie schön— wie groß ist doch Gottes Welt! Und zu denken, daß es Menschen gibt. die keinen Blick. kein Empfinden dafür haben! „Das ist doch kaum möglich— wer sollte kalt und ungerührt bei solchem Anblick bleiben!" Wer?. Ich könnt= Ihnen gleich jemand nennen onädige Frau— Fräulein Renate von Streckwitz zum Beispiel" Gertrand borchte auf. Der halb spöttische, halb bittere Ton der Antwort ließ sie stutzen Vielleicht haben Sie Recht. Herr Odz— ihr fehl: wohl jeden Naturfnn.“ Ja#— denn sie hat nur Verständnis fur die eigene Scheuheit alles andere berührt sie nimt oder doc nur verständnisvollen Pe Liebe zu dem Bergenoch einmal und nick Bei Gertrauds er seine Schüchternheit nlanderte er unbefan Bekannten. Er erzä solchen, die er plante ton Sie lehren den Kindern die Das freut mich.“ wiederholte sie te dem jungen Mann freundlich zu jacher herzlicher Art überwand er Damen gegenüber rasch. und bald gen mit ihr wie mit einer alten nte von früheren Bergfahrten und denn einige Tage Urlaub wollte er erflächlich Eindruck di dachte grokar ihr fiel ei wilde Schön eit Ich geringen der Hochge biegam Gipfel wie sie selbst auf dem cht gewesen, zuerst das 11 It dem Mädchen gemacht des Ortlers darauf beda Haar zu ordn tiefe Männerstimme neben ihr ist so—ich weiß es. Ich weiß auch, daß ne ebenso und eitel, wie schön ist.“ eder klang die „Ein hartes Urteil!“ „Aber es in begründet. Sie sind ernavet enäh##### Frau. nicht wahr? Meine Offenderzigkeit übermscht# vielleicht— ich tenne Sie ja erst so kurze Zeit### denken wobl auch dem Manne in abhängiger Stell nn neml es nicht. über die Nichte des Brotherrn zu sprecten— aber wenn ich auch nur ein armer Hauslehrer bin. so habe ich doch auch ein Herz und meinen Stolz. B####co bar se m.1 Futzen getreten." Ruckweife stieß der junge Mann die Worke bervor sen blasses, hageres Gesicht glübte der#m Rensch mit dem flatternden blonden Haus und den kurzsichtigen dlauen Augen hinter den Be=Uenglasern kam Gertrand fast komisch vor in seiner Crrezung. Aber sie hütete sich wodl. ihrer Lachlust die Zu#el schießen zu lassen. Sie legte die Hand begütigend auf seinen V## „Was hat Ihnen Renate angetan, dan Sie aa: 10 hart über sie urteilen?"... Zum Narren hat sie mich gehalten— gespielt hal sie m.t meinem ehrlichen dummen Herzen. und als sie mich soweit gebracht, wie sie wollte— als sie mich endlich zu ihren Fußen sah da stieß sie mich lachend beiseite. Ein Zeitvertreib für ein vaar müßige Wintermochen in der Einförmigkeit des Landlebens war i# ihr-- nichtanderes. Sie wußte, daß ich verlobt war— selt Jahr und Tag— eine Studentenliebe. An Heirat war nicht zu denken, für absehbare Zeit. Das alles wußte ne. ich hatte ihr das Bild mener Braut einmal geze###t Sie fand mein Greichen hausbacken und gewöhnlich freilich eine Schönbeit wie Fraulein Renate int sie nicht. Es machte ihr Spaß, mich zu locken, mich m nem fernen kleinen Schau absvenstig zu mechen— nun es glückte ja auch. Ich hörte. sah und dachte bei Tag und bei Nacht nichts anderes als sie. Ihre schwar sen Augen ließen mich nicht kos. Ich schrieb meinem armen Madel in Jena und kränkte das beste treueste Herz.— Verachtet. gehaßt hab ich mich selbst dafür aber io konnte nicht anders, ich war wie verbert. Blind flatterte die Motte ins Licht. obaleich sie wußte daß sie verbrennen würde. Denn als Renate den ver erhten T=Dch zu hren###### sah- war ihr das Sviel verleidet da sie gebort, daß ich um ihret willen an einer anderen wie ein Lump gehandelt hatte war ihr Ehreeis gestillt. Als ich später zu ihr kam und menen Loh.##rwerte, wurde ich mit einem wöttischen Achselzucken argeign. Sie setzte ihre hoch müt gste Miene auf. Da hieß es: Sre träumen wobl Herr Kandidat— was bilden Sie sich ein! Sie haben mein freundliches Interesse überschätzt, meine Teft nahme falsch aufgefaßt. Ich bege nicht den Wunsch dereinst als Frau Pestor Diez moin Leden in einer armseligen Landpfarte zu beschließen. Heiraten Sie ruhig Ihr bsondes Greichen oder Lieschen in Jena ich wünsche Ihnen Glück dazu!“ Und sie lachte übermütig. spöttisch, grausam wie nur Renate lachen kann— es klingt mir noch heude im Obr.“ —„„„—„„— VII. Armeekorps. Stillv. Generalkommando. Buunster, den 31. August 1918 Abt. 1cR Nr. 38 300 a. u. b. Bekanntmachung. Am 31. August 1918 sind zwei Nachtragsbekanntmachungen erschienen: Nr. IcK 38300 a(W. M. 1000/8. 18. K. R. A.) zu der Bekanntmachung Nr. W. M. 1000/11. 15. K. R. A. vom 1. Februar 1915 betr. Beschlagnahme und Bestandserhebung von Web=, Wirk= und Strickwaren und Nr. IcR 38300 b. (N. W. M 1300/8. 18. K. R. A.) zu der Bekanntmachung W. M. 1300/12. 15. K. R. A. vom 1. Februar 1916, betr. Beschlagnahme und Bestandser hebung von Bekleidungs= und Ausrüstungsstücken für Heer, Marine und Feldpost, Die Nachtragsbekanntmachungen sind zurch Anschlag veroffentlicht und können auch bei den Landratsämtern, Bürgermeisterämtern, Polizeibehörden, und Handels kammern eingesehen werden. Stellv. Geueralkommando VII. Armeekorps. VII. Armeekorps. Stellv. Generalkommando. Münster, den 16. August 1918. Abt 1b Nr. 21914. Verordnung. Die Bestimmung unter III Zisser 2 der Verordnung vom 27. 11, 1914 lb Nr. 37895 erhält folgende Fassung: Verboten ist usw.: 2. Der Verkauf von Wassen, Schießpulver und Munition an zum Tragen von Wassen nicht berechtigte Zivilpersonen, soman Militärpersonen mit Ausnahme der Offiziere und oberen Militärbeamten. Der Verkauf an andere Militärpersonen ist nur gegen Ausbändigung eines auf die Person lautenden, vom zuständigen Truppenteil oder der zuständigen Militärbehörde ausgestellten, vom Kommandeur unterschriebenen und mit dem Dienststempel versehenen Erlaubnisscheines zulässig. Der Er aubnisschein ist rom Verkäufer zurückzubehalten und dem ausstellenden Truppenteil oder der betreffenden Militärbehörde mit einem Vermeik über die erfolgte Lieferung zuruckzenden. Bei aus dem Felde beurlaubten Militärpersonen ist das zuständige Garnisonkommando zur Ausstellung des Erlaubnisscheines nach gehöriger Legitimierung der Person und Prütung der Bedürfnisfroge ermächtigt. Diese Verordnung tritt mit dem Tage der Bekanntmochung in Kraft. Der kommandierende General: Frhr. v. Gayl. 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Die abgeschlossene Abstimmungsliste über die Errich tung einer Zwangsinnung für das Damenschneiderinnen Handwerk im Bezirke der Stadt Herne liegt dom 2. September 1918 ab während 2 Wochen im hiesigen Rat haus, Zimmer 55,(Versicherungsamt) werktäglich von 9—1 Uhr vormittags zur Einsicht um Erhebung etwaiger Einsprüche der Beteiligten offen. Nuc Ablauf der Frist angebrachte Einspruche bleiben unberücksichtigt. Herne, den 29. August 1918. Der Oberbürgermeister: I. V.: Dr. Sudkamt betreffend Verbrauch und Ablieferung von Getreide aus der Ernte 1918. Aus der Ernte 1918 dürfen zur Ernährung des Viehes in der Zeit vom 16 Uuaust 1918 verbraucht werden: I an Haser oder Gemenge aus Hafer und Gerste 1. für Pferde und Manitiere durchschnittlich 3 Pfund für den Tag, für schwerarbeitende Zugpferde mit Zustimmung des Kommnualverbandes vom 16. August bi 15. November 1918, vom 1. März dis 31. Mai 1919 und vom 16. Juli bis 15. August 1919 daneben eine Zutage bis zu 4 Psund durchschnittlich für den Tag 2. für die zur Feldarbeit verwendeten Zugochsen vom 16. August bis 15. November 1918 und vom 1. März bis 31. Mai 1919 durchschnittlich 1% Pfund für den Tag, 3. für die in Ermangelung anderer Spanntiere zur Feld arbeit verwendeten Zugkühe unter Beschränkung auf zwei Kühe für den einzelnen Betrieb vom 16. August bis 15. November 1918 und vom 1. März bis zum 31. Mai 1919 durchschnittlich 1 Pfund für die Zugkuh und den Tag, 4. für die zum Sprunge verwendeten Zuchtbullen durch schnittlich 8. Pfund für den Taa, 5. für zum Sprunge verwendete Ziegenböcke auf die Dauer von 200 Tagen durchschnittlich Pfund täglich, 6. für zum Sprunge verwendete Schafböcke auf die Dauer von 100 Tagen durchschnittlich 1 Pfund täglich; II. an Hafer, an Gemenge aus Hafer und Gerste oder an Gerst für zum Sprunge verwendete Eber vom 16 Auaust 1918 bis zum 15. August 1919 durchschnittlio# Pfund für den Tag. Außerdem düren Unternehmer landwirtschaftlicher Betriebe, deren Zuchtsauen gedeckt sind und die dem Kommunalverbande dies angezeigt haben, an die Zuchtsauen aus iyren selbstgebauten Früchten an Hafer, an Gemenge aus Haser und Gerste oder an Gerste bis zu 1 Zentner für den Wurf verfüttern Zur menschlichen Ernährung dürsen verbraucht werden von den als Selbstversorger gemeldeten und anerkannten Personen 1. 9 kg. Brotgetreide(Roggen oder Weizen pro Kopf und Monat für die. Zeit vom 15. August 1918 bis zum 15 September 1919. 2. Pro Kont und Monai an Gerne oder Hafer 1 kg verstellung von Graupen oder Haferslocken. Jeder Landwirt kann danach selbst ausrechnen, welche Menge der angegebenen Fruchtarten er, außer dem erforderlichen Saat gut, zurückbehalten darf. Die Mehrmenge in abzuliefern. Es wird dabei darauf hingewiesen, daß die amch abgehaltenen Probedrüsche ein sehr gutes die Ernte des Vorjahres nicht un wurde pro Morgen eine Ernte von 15 Centner, an Roggen bis zu 13 Centnern festgestellt. Es wird darauf hingewiesen, daß die Anmeld wirtschaftlichen Pferde. kur die besondere beantragt wird, umgehend, Rathaus Zimmer 5 spätestens bis zum 10. September ds. Is. zu Ebenso sind in dem genannten Zeitraum die gel sauen anzumelden. Verspatet eingehende Anmeldi keine Berücksichtigung finden. Herne, den 31. August 1918. Der Magistrat: 7 VII. Armeekorp#. Stellv. Generalkommando. Münster, den 25. Auann 1918 Abt. 1d Nr. 9854. Meine Verordnung über Schrotmühlen vom 30. Auril 1918— Abt. Id Nr. 3340— in Verbindung mit der Abänderung bezw. Ergänzung vom 10. Juli 1918—. Abt. 14 Nr 7274— wird dahin abgeändert bezw. erganzt Im§4a wird hinter den Worten Octspoln#z#####b#rden and Ortspolizeibesörde eingeschalte: Fur Lippe nur die Lippische Wirtschaftsgemeinschaft zu Schloß Brake bei Lemgo für das Fürstentum Schaumburg=lppe nur die Ministeriasabteilung für Gemeindeangelegenheiten in Bücke 811 Der kommandierende Geueral: gez. Unterschrift. Wird hiermit veroffentlicht Herne, den 28. August 1918 Die Stadt Polizei=Verweltung Der Ober Bürgermeister: I. B: Dr. Sudkamp Städtische Bücherei Herne. Geössnet im Rathaus: Dienslags, Donuerslags und Freitaus von 5—6½ Uhr nachmittags Sonalaus von 10% 12 Uhr vormittagDie Nebenstelle in der Schule an der Friedtichstraße für die Stadtteile Bankan und Horsthausen ist geöffnet: Mittwochs von 2—3 Uhr nachmittage und Sonntags von 11—12 Uhr vermittage Der Magistrat Palast-Theater 4664 Herne. Hohenzollern= Theater:: Herne □ Bahnhofstraße 72. Teleson 906. Die Lieblingslichtspiele der Herner. JUgSbblich werden eingestellt. 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