General=Anzeiger Lippische Togeozeitung erscheint täglich auher Moutags mit den Beilagen: Landwirtschaftliche Beilage der Lippischen Tageszeitung, Sport und Spiel. Vilder aus aller Welt, Anterhaltungsbeilagen. Für unsere Frauen(Sonntagsbeilage für die deutsche Hausfrau). Jugendbeilage: Junge deutsche Maunschaft.— Geschäftostelle: Detmold, Exterstraße 11. Fernruf: 3145 und 3143. Postversand: Deimold. Drahtanschrift: Togeszeitung. für das Land Lippe bei Abholen som Be # Pir. Vongedühr beginn. en höherer Gewalt, 2.— Die Apaltige mm=Zeite 1 Betrieb=störung für Perbezugepreise: Monatlich Postgebühr, dei Lieferung frei Haus AN. 2.36 einschl. mindestens 5 Toge vor Monatsr1 7 Pfa. das Wort.— Bei für den Verlag keine Verpflichtung zur RücTeile Detmold. Zahlungspflicht innerhald 8 Tagen. Die Parole in Frankreich: „Richtung nicht Berlin, sondern Genf Ministerbesprechungen und andere Verhandlungen in Paris Stellungnahme der französischen Neues französisch-italienisches Regierung Konkingentierungssyftem Die Minister der nationalen Verteidigung waren Dienstag abend unter dem Vorsitz von Ministerpräsident Chautemps zu einer Beratung zusammengetreten, an der auch Außenminister Paul-Boncour teilnahm. Von gut unterrichteter Seite wird mitgeteilt, daß Gegenstand der Beratungen die deutsch=französtschen Beziehungen, besonders die Rüstungsfrage, gewesen seien. Die Minister hätten gegen direkte Besprechungen, das heißt solche von Regierungschef zu Regierungschef, Stellung genommen und seien für die Fortsetzung der„Informatorischen Besprechunger" durch Vermittlung des französischen Botschafters in VerUn eingetreten. Das französische Kabinett ist Mittwoch nach mittag in einem Ministerrat zusammengetreten, der sich über den mit Deutschland zu pflegenden weiteren Meinungsaustausch schlüssig werden soll. In politischen Kreisen in Paris wird allgemein erwartet, daß Frankreich direkte Besprechungen avlehnen wird, wohl aber auf diplomatischem Wege und im Rahmen von Geuf den Meinungsaustausch fortsetzen wolle. Der Ministerrat veranlaßt„Paris Soir“ in seiner bereits vor Beendigung des Ministerrates erschienenen Ausgabe zu folgenden Feststellungen: Mau wird also mit Berlin verhaudeln. aber nicht in Das französische Schiff uimmt Richtung nicht auf Berlin, sondern auf Genf. „Intrausigeant" bemerkt, die Aussicht auf di rekte Besprechungen mit Deutschland scheine die rührigsten Elemente der Regierungsmehrheit etwas erschreckt zu haben. Man sehe nicht recht, welchen Rutzen man aus dem offenen Bruch mit den seit Geuf eingeführten diplomatischen Methoden ziehen könne. Man wolle Deutschlands Vorschläge anhören, aber nicht über sie verhaudeln, als ob Frankreich allein Stellung zu nehmen hätte. Frankreich könne nicht den Block ***— vernichten, nur um den Die französisch=italienischen Kontingentierungsverhandlungen sind, zum Abschluß gekommen. Vom 1. Januar ab soll das neue Kontingentierungssystem versuchsweise in Kraft treten. Könige sagen sich an Laut Matin wird das südslawische Königspaar im Januar zu einem offiziellen Besuch nach Paris kommen. Auch König Carol von Rumänien und Außenminister Titulescu werden im Januar zu einem Besuch der französischen Regierung erwartet. seiner Freundschaften vernichten, Schein seiner Sicherheit zu retten. Hymaus' Pariser Besprechungen Der belgische Außenminister Hymans hat seinen Meinungsaustausch mit der französischen Regierung durch eine einstündige Besprechung mit Ministerpräsident Chautemps und Außenminister Paul Boncour begonnen. Hymans äußerte sich über den Verlauf sehr befriedigt. Er wird mit Kriegsminister Daladier, mit dem Handelsminister und wahrscheinlich auch mit dem Arbeitsminister sowie erneut mit Außenminister Paul Boncour und Donnerstag vormittag wieder mit Ministerpräsident Chautemps zusammenkommen. Am Freitag wird Hymans vom denten der Republik empfangen werden. In Pariser diplomatischen Kreisen erklärt daß die französisch=belgische Aussprache einer Klärung der französisch=belgischen Beziehungen diene. Ueber die außenpolitischen Fragen, namentlich das Abrüstungsproblem, könnten Frankreich und Belgien nur dieselbe Ansicht hegen. Auch in Belgien sehe man einer eventuellen „deutschen Aufrüstung“ mit Sorge entgegen, wie bereits die Bewilligung eines 759-MillionenBelga=Kredites für den Ausbau der nationalen Verteidigung beweise. Die Maßnahmen einer gemeinsamen Verteidigung würden wahrscheinlich zwischen Außenminister Hymans und Kriegsminister Daladier besprochen. Was das Völkerbundsproblem anlange, stehe auch Belgien auf dem Standpunkt, daß Genf der Mittelpunkt des gesamten internationalen Lebens bleiben müsse unter Wahrung des„demokratischen Grundsatzes der Gleichheit aller Staaten“. „Gerüchte, die schließlich komisch wirken Geheimrat Duisherg über unsern Friedenswillen Der Leiter des I. G. Farben=Konzerns, Geheimrat Dr. Duisberg, hat einem Mitarbeiter des großen französischen Wirtschaftsblattes 8Information eine Unter redung gewährt, in der der Friedenswille der deutschen Nation in all ihren Schichten beredt zum Ausdruck kommt. Auf die Frage, ob er an die Möglichkeit eines unmittelbar bevorstehenden Krieges glaube, erklärte Geheimrat Dr. Duisberg, er finde, daß diese Gerüchte schließlich komisch wirkten. Ein Volk, das sich ehrlich und restlos bemüht habe, abzurüsten, könne nicht an Krieg denken. Mit den Kreisen im Auslande, die noch an kriegerische Absichten Deutschlands glaubten, könne man nichts anfangen. Der Reichskanzler habe wiederholt öffentlich klar betont, daß wir den Frieden wollen. Auch die nationale Wirtschaft wünsche den Frieden, denn sie wolle arbeiten, Erzeugnisse herstellen und ihre Menschen ernähren. Das deutsche Volk habe sich geschlossen hinter den Kanzler gestellt. Wer nicht daran glaube, beweise nur, daß er nicht glauben will. Alle Gerüchte über die Möglichkeit einer Krieges seien traurige Narreteien. Wir Deutschen glaubten, daß der neue Nationalismus der Völker die Nationen einigen aber nicht trennen müsse. Zum Schluß betonte Geheimrat Dr. Duisberg, der Wiederaufstieg Deutschlands unter Adolf Hitler werde auch der übrigen Welt zugute kommen. Je früher die Welt uns begreifen lerne und Vertrauen zu unseren guten Absichten gewinne, desto besser werde es für alle sein. Der deutsche Rechtsstand Aus Anlaß des Abschlusses der organisatorischen Arbeiten des Aufbaues der Dentschen Rechtsfront und des Bundes Nationalsozialistt= scher Deutscher Juristen versammelte der vom Führer Adolf Hitler eingesetzte Reichsjuristenführer, Reichsjustizkommissar Dr. Frauck, die Reichsgruppenfachleiter der sämtlichen Berufsgruppen des deutschen Juristentums im Hause der Deutschen Rechtsfront in München. Nachdem Dr. Franck seinen Mitarbeitern seinen Dank ausgesprochen hatte, proklamierte er, gestützt auf die vom Führer Adolf Hitler am 30. Mai 1933 schriftlich erteilte und wiederholt bestätigte Vollmacht, den nunmehr einheitlich organisierten, gleichberechtigt neben die anderen Stände des deutschen Volkes tretenden und als solchen reichswie parteiamtlich anerkannten Deutschen Rechtsstand. Abschiedsgesuch des Chefs der Heeresleitung General von hammerstein Der Chef der Heeresleitung General der In fanterie Freiherr von Hammerstein=Equord hat sich im Einvernehmen mit der Reichsregierung entschlossen, zum 1. Februar 1934 seinen Abschied zu erbitten. Der Reichspräsident hat das Abschiedsgesuch genehmigt und den General Freiherrn von Hammerstein mit dem Tage seines Ausscheidens zum Generalobersten befördert. Freiherr von Hammerstein=Equord ist im Jahre 1878 in Hinrichshagen in Mecklenburg geboren. Als Hauptmann und Adjutant des General= quartiermeister beim Chef des Generalstabes zog er 1914 ms Feld. In dieser Eigenschaft war General von Hammerstein der Verfasser der be kannten ersten Berichte des Großen Hauptquar tiers. Im Verlaufe des Krieges war General von Hammerstein dann in den verschiedensten Generalstabsstellen tätig. 1917 wurde er zum Major und im Jahre 1920 zum Chef des Stabes des Gruppenkommandos II Kassel und zum Oberst leutnant befördert. 1929 erfolgte seine Beförde rung zum Generalmajor und zum Chef des Aufruf an die politisch Leiter und Amtswalter Eine Anordnung der Obersten Leitung der PO besagt, daß die Leiter der politischen Organisationen in Zukunft nicht mehr Amtswalter, sondern Politische Leiter heißen. Dagegen heißen alle, die mit einem Amt in den gleichgeschalteten Verbänden, wie Deutsche Arbeitsfront usw., betraut sind, Amtswalter. Diese Trennung wird deshalb durchgeführt, um jede Verwechslung zu vermeiden und um den Charakter des politischen Führers der RSDAP klar zum Ausdruck zu bringen. * Der Stabsleiter der Obersten Leitung der PO., Dr. Robert Ley, erläßt, wie die Reichspressestelle der RSDAP. mitteilt, folgenden Aufruf: Politische Leiter! Amtswalter! Ein Jahr des Sieges liegt hinter uns. Adolf Hitler hat die Macht. Das Jahr 1933 bedeutet den Beginn einer Weltenwende. Ihr politischen Leiter der NSDAP. und Ihr Amtswalter der gleichgeschalteten Verbände habt durch Eure Opferbereitschaft, Euren zähen Arbeitswillen und Eure unerschütterliche Disziplin dieses Werk mit zum Erfolg geführt. Euer Ringen verdient Dank und Anerkennung. Was seit 2000 Jahren in der Geschichte Deutschlands als unmöglich erschien, nämlich die Schaffung einer politischen Führung, ist jetzt Tatsache geworden. Diese Tat unseres Führers wird einst zu den größten Leistungen der Geschichte gehören. Erst dadurch, daß wir den politischen Unteroffizier und Offizier geschaffen haben, wird der Erfolg der nationalsozialistischen Revolution für alle Zukunft gesichert sein. Politische Leiter! Ihr seid ein Typ geworden, der Typ des Predigers und Soldaten zugleich. Arbeiten wir weiter in dieser zähen Verbissenheit um die Vollendung unseres Wollens. Dem Schicksal danken wir, daß es uns auf diesen Platz gestellt hat, und unseren Führer Adolf Hitler lieben und verehren wir. Mit ihm vorwärts in ein neues Jahr! Heil Hitler! „Schutz den Gesunden!“ Bevölkerungspolltische Hufgaben der Krankenkassen In dem„Zentralblatt" der Kran kassenspitzenverbände erörtert der liner Frauenarzt Dr. Fritz Heinsius Aufgaben. die den Krankenkassen bevölkerungspolitischem und rassenh nischem Gebiet gestellt sind. In dem„Zentralblatt“ der Krankenkassenspitzenverbände erörtert der Berliner Frauenarzt Dr. Fritz Heinsius die mu, die den Krankenkassen auf #politischem und rassenhygienischem Gebiet gestellt sind. Seinem Artike!„Schutz dem Gesunden" stellt er den Grundsatz voran, daß die Mittel, die wir anwenden, um den einzelnen gesund zu erhalten, nicht zur Schädigung des ganzen Volkskörpers führen dürfen. Wie das VdZ.=Büro meldet, verweist Dr. Heinsius dann auf die erbbiologischen Bemühungen der Reichsregierung, die insbesondere im Erbhofgesetz und in dem Gesetz zur Veritung erbkranken Nachwuchses zutage treten. Die Krankenversicherung in ihrer jetzigen Form könne jedoch den Zielen einer eugenischen Wirkung auf unser Volksganzes nach keiner Richtung hin entsprechen. Zunächst einmal dürfe die„Sozialneurose“ nicht als Krankheit anerkannt werden. Des weiteren wäre der Gedanke eines allmählichen Ueberganges aus der Arbeitsunfählgkeit in Erwägung zu ziehen. Einem Selbständigen falle es gar nicht ein, bis zu einem bestimmten Tage als Kranker nichts zu tun und dann plötzlich zu arbeiten anzufangen. Der Uebergang sei vielmehr allmählich. Schließlich sei der Gedanke einer Gesandheitagramte in Erwägung zu ziehen, um einen Anreiz für die Schonung der Kasse zu schaffen. Zum ge nauen Kennenlernen der Kranken werde vie leicht auch das alte Institut des Hausarztes wenigstens dem Sinne nach in die Krankenver sicherung in irgendeiner Form wieder einzu bauen sein. Vor allem werde aber eine Bevorrechtung der kinderreichen, erbgesunden Familien und besonders der Mütter auch in der Kranken versicherung zu erstreben sein. So sei es als er freuliches Zeichen zu bewerten, daß bei der Neu ordnung des deutschen Soizalversicherungswesens die Erhöhung des Krankengeldes als Regelleistung bei Verheirateten mit einem Kind au 60 v. H. und bei mehr Kindern auf 75 v. H. folgen soll. Truppenamtes im Reichswehrministerium. Seit dem 18. Oktober 1930 ist General von Hammerstein, der an diesem Tage zum General der Infanterie ernannt wurde. Chef der Heeresleitung Besondere Verdienste hat sich General von Hammerstein um den Aufbau der Wehrmacht erworben. Im Heere rühmt man ihm seine außerordentliche Ruhe und Kaltblütigkeit nach und sein nüchternes und klares Denken. Mustergültig waren immer seine kurzen und klaren Befehle, deren Stil schon in den, wie erwähnt, von ihm verfaßten ersten Kriegsberichten zum Ausdruc kam. Planwirtschaftliche Bestrebungen der Sozialistischen Partei Belgiens An den Weihnachtsfeiertagen hielt die Sozialistische Partei Belgiens ihren Jahreskongreß in Brüssel ab. Der einzige Hauptpunkt der Tagesordnung war der sogenannte de Man=Plan. de Man, ein früherer Universitätsprofessor, erstrebt eine Erneuerung der Aktion der Partei. Sein Plan, der sich in der Hauptsache gegen Vorherrschaft der Banken richtet, zielt auf eine Nationalisierung des Kredits ab, um dadurch die durch die gegenwärtige Finanzpolitik gefährdete Industrie und das Gewerbe zu retten und dadurch die Arbeitslosigkeit zu beenden. In Kreisen des Kongresses hofft man, einen Teil der bürgerlichen Parteien, namentlich den christlich=sozialen Flügel der katholischen Partei, für diesen planwirtschaftlichen Gedanken gewinnen zu können. Jedenfalls wurde beschlossen, daß die Partei eine große Aktion entfalten soll mit dem Ziele, auf Grund des Planes an die Regierung zu kommen. Der Kongreß hat den Plan mit starker Mehrheit gutgeheißen. Die Wahl Vanderveldes zum Präsidenten und de Mans zum Vizepräsidenten durch den Generalrat wurde vom Kongreß bestätigt. Der Todes-D-Zug Die Katastrophe bei Lagny zahl der Toten stieg über 200— Die Signale wirkten schlecht Ein Deutscher berichtet Der Augsburger Ingenieur Georg Müller, der sich im Auftrage der MAN. auf einer Dienstreise befand, ist Augenzeuge der Eisenbahnkatastrophe bei Lagny gewesen. Müller, der mit dem D=Zug Paris— Straßburg um 19.18 Uhr von Paris abfuhr, berichtet der„Neuen Augsburger Zeitung" u. a.: Unser Zug war außerordentlich stark besetzt und mußte mit einem Vor= und einem Nachzug gefahren werden. Ich fuhr mit dem ersten Zug und hatte von vornherein ein Gefühl veinlichen Unbehagens. Nach halbstündiger Fahrt gab es einen furchtbaren Knall, das Licht erlosch und das Gepäck stürzte herunter. Die Passaziere taumelten durcheinander und wurden zu Boden geschleudert. Ich hatte den Eindruck, als sei ein Bombenanschlag auf den Zug verübt worden. Angstschreie durchdrangen die Finsternis. Niemand wußte, was geschehen war. Es herrschte starker Nebel, auf zwei Meter Entfernung schon nichts mehr zu erkennen. Allmählich flammten Leuchtfeuer auf. Wir sahen uns inmitten eines Trümmerfeldes. Die Wagen des Eilzuges, auf den unser Zug aufgefahren war, waren vollkommen zerschmettert. Es dauerte zwei Stunden, bis der Hilfszug kam, der das notwendige Rettungsmaterial herbeibrachte und die unverletzten Passagiere weiterbeförderte. Der Hilfsdienst war sehr schlecht organisiert. Verschiedene Anordnungen kreuzten sich; keiner der Verantwortlichen wußte aus noch ein. Mir wurde nicht erlaubt, nach Hause zu telegraphieren. Anstatt vormittags 10.50 Uhr kam ich erst um 8 Uhr abends in Augsburg an. Die Angehörigen Müllers erfuhren zuern von dem Unglück nurch Rundfunk. Die Gattin wußte, daß ihr Mann mit dem Zuge von Paris abgefahren war. Vergebens wartete sie mit ihren beiden Söhnen am Augsburger Bahnhof. Furchtbare Angst packte die Frau, die Stunden des Wartens waren von unendlicher Qual. Noch nie hatte die Familie einen so traurigen Heiligen Abend zu erwarten wie diesmal. Um so größer war die Freude, als der Gatte und Vater um 8 Uhr abends zu den Seinen zurückkehrte. Immer mehr Opfer Der„Matin“ meldet, daß Dienstag abend 201 Tote als Opfer der Zugkatastrophe gezählt worden seien. Darunter befänden sich auch 15 Fahrgäste, die im Krankenhaus Lagny ihren schweren Verletzungen erlegen seien. Die Beamten des D-Juges aus der hast enklassen Der Untersuchungsrichter in Meaux hat Dienstag abend die Freilassung des Lokomotivführers und des Heizers des 9= Zuges Paris— Straßburg angeordnet. Nach Zeitungsmeldungen hat die Probefahrt eines besonders zusammengestellten Zuges mit Eisenbahnsachverständigen zu der Feststellung geführt, daß die Sianale auf der Strecke tatsächlich schlecht funktioniert haben. Zwei bei dem Eisenbahnunglück getötete Frauen sind auch jetzt noch nicht identifiziert. Frühere große Eisenbahnunglücke Die furchtbare Eisenbahnkatastrophe bei Lagny, die über 200 Todesopfer gefordert hat, ist, wie schon erwähnt, bei weitem die schwerste Katastrophe, die den Eisenbahnverkehr der ganzen Welt in diesem Jahrhundert betroffen hat. Die bisher höchste Zahl von Todesopfern bei einem Zugunglück seit 1900 erforderte, worauf wir schon hinwiesen, der Absturz eines Zuges mit Fremdenlegionären bei Turenne in Marokko am 15. September vor. I., wobei 120 Fremdenlegionäre ihr Leben einbüßten. Von den übrigen schweren Eisenbahnkatastrophen seit 1900 sei erinnert an das Pariser Untergrundbahnunglück am 11. August 1903, bei dem zwei Züge zusammenstießen und in Brand gerieten, und das 90 Todesopfer forderte, den folgenschweren Zusammenstoß zwischen einem Expreßzug und einem Militärurlauberzug vor dem Bahnhof Mülheim=Ruhr am 30. März 1910, bei dem 23 Soldaten getötet wurden, den Zusammenstoß zwischen dem Berlin— Stockholmer D=Zug und einem Güterzug in Südschweden, bei dem 21 Tote zu verzeichnen: waren(am 16. Juni 1912:, den Zugzusammenstoß auf der Strecke Wien— Budapest am 1. Dezember 1916 mit 68 Toten, die Entgleisung eines D=Zuges bei Landsberg am 30. Juli 1918, die durch einen entgleisenden Güterzug verursacht worden war und zum sturz des D=Zuges führte und bei der 40 Personen zu Tode kamen; am 22. September des gleichen Jahres fuhr der Leipziger D=Zug in Dresden=Neustadt auf den Berlin—Wiener D=Zug auf, 33 Personen wurden getötet. Bekannt ist auch der schwere Zusammenstoß der beiden Gotthard=Züge bei Bellinzona am 23. April 1924, bei dem sich unter den 30 Todesopfern Dr. Helfferich und seine Mutter befanden. 1925 entgleiste am 1. Mai im Weichselkorridor der D=Zug Eydtkuhnen—Berlin, wobei 28 Reisende ums Leben kamen, und am 17. Juni in Amerika auf der Fahrt nach Hoboken ein Vergnügungszug mit Deutsch=Amerikanern, wobei 48 Tote zu verzeichnen waren. Noch ein Unglückszug in Frankreich Drei Streckenarbeiter getötel Der Schuellzug Baunes— Paris ist am Mittwoch morgen in eine Gruppe von Streckenarbeitern gefahren, von denen drei gerotet und einer schwer verletzt wurde. Der dichte Nebel, der immer noch in ganz Frankreich herrscht, hatte es dem Rottenführer unmöglich gemacht, den Schnellzug heraunahen zu sehen. 1926 fuhr am 25. Mai im Münchener Ostbahnhof ein Perionenzug auf einen haltenden Zug auf; die Zahl der Todesopfer betrug 27. In aller Erinnerung ist auch der verbrecherische Anschlag auf den Berlin—Kölner D=Zug am 18. August des gleichen Jahres bei Leiferde, der 25 Todesopfer forderte, sowie die Siegelsdorfer Eisenbahnkatrophe am 10. Juni 1927, bei der der München—Frankfurter D=Zug entgleiste und 24 Personen ums Leben kamen. Auf der Strecke Chamonix—Montanvert ent gleiste am 25. August 1927 ein Wagen der Zahnradbahn, riß die anderen Wagen mit in eine 15 Meter tiefe Schlucht. 21 Tote und 33 Verletzte wurden unter den Trümmern begraben. Im Jahre 1928 fuhr am 10. September in Mähren auf dem Bahnof Zajecei ein Schnellzug auf einen Güterzug, wobei 27 Personen, und am 26. Oktober der aus Bukarest kommende Simplon=Erpreß infolge falscher Weichenstellung auf einen Schnellzug, wobei 33 Reisende getötet wurden. Von den Eisenbahnkatastrophen des Jahres 1931 seien dann weiter erwähnt der Zugbrand am 29. April auf der Strecke Alexandrien— Kairo, der 61 Todesopfer forderte, und die Sprengstoffattentate Matuschkas bei Jüterbog und Bia Torbagy. Während der Jüterboger Anschlag am 9. August glücklicherweise nur ein Todesopfer forderte, kamen durch den Absturz des Budapester D=Zuges auf dem Viadukt von Bia Torbagy 25 Personen ums Leben. Schließlich ereigneten sich im vergangenen Jahre außer dem oben erwähnten Eisenbahnunglück bei Turenne in Marokko noch folgende Zugkatastrophen: am 16. Oktober eine Zugentgleisung bei Lublinow in Rußland mit 36 Toten, ein Zugabsturz am 17 Oktober bei Temesvar mit 24 Toten und die Entgleisung eines Expreßzuges am 17. Oktober vor der Einfahrt in den Hauptbahnhof Moskau, die etwa 100 Tote for derte. Dieses Unglück wurde erst durch den Pro zeß gegen die beteiligten Beamten bekannt, da die russische Presse nichts berichtete. In diesem Jahre entgleiste am 4. Juni ein Ausflüglerschnellzug Paris—Rantes, wobei 14 Personen getötet wurden, und in der chinesischen Provinz Kiangst ein Zug mit Offizieren am 21. August, wobei 60 Insassen den Tod fanden. Die Sicherung der Reichsankobahnen Der Deutsche Reichsanzeiger veröffentlicht die Begründung des Gesetzes zur Aenderung des Gesetzes über die Errichtung eines Unternehmens „Reichsautobahnen“ vom 8. Dez. 1933. Darin heißt es u. u., vaß für eine spätere Verbreiterung der Kraftfahrbahnen schon jetzt die Möglichkeit geschaffen werden muß, um den Verkehr nicht dadurch zu gefährden, daß durch Bauanlagen in unmittelbarer Nähe der Kraftfahrbahnen die freie Sicht behindert wird. Es ist deshalb vorgesehen, daß Bauanlagen jeder Art in einer Entfernung bis zu 10 Meter, auf der Innenseite von Kurven in einer Entfernung bis zu 15 Meter vom äußeren Rand der Kraftfahrbahnen nur mit Genehmigung des Generalinspektors für das deutsche Straßenwesen errichtet werden dürfen. Die Berufsliste für Schriftleiter Der Reichsverband der Deutschen Presse teilt mit: Angehörige des alten Reichsverbandes der Deutschen Presse, die die Erfordernisse des Schriftleitergesetzes völlig erfüllen und die darum annehmen dürfen, daß sie infolgedessen von ihren Landesverbänden für die Berufsliste angemeldet worden sind, brauchen sich nicht noch einmal für die Berufsliste und damit für den neuen Reichsverband anmelden. Auch diejenigen Kollegen, die die Voraussetzungen des Schriftleitergesetzes nicht voll erfüllen und die darum vermuten müssen, daß sie von ihrem Landesverband bestenfalls mit Vorbehalt für die Berufslisten angemeldet worden sind, brauchen sich nicht noch einmal anzumelden. Ihre Fälle werden auf Grund der durch das Schriftleitergesetz und die Durchführungsverordnung gegebenen Vorschriften zur Zeit beim Reichsverbearbeitet. Die Kollegen, die daraufhin irgendetwas zu veranlassen haben, werden einzeln vom Reichsverband benachrichtigt. Anmeldungen für die Berufslisten und damit für den Reichsverband bei den Landesverbänden des Reichsverbandes kommen in diesen Tagen also nur für solche Personen in Frage, die zum bisherigen Reichsverband keine Beziehungen gehabt haben, aber ein Anrecht auf Eintragung in die Berufsliste zu haben glauben. * Der Vorsitzende des Verbandes der RheinischWestfälischen Presse ersucht alle Mitglieder des Verbandes, von einer erneuten Anmeldung zur Aufnahme in die Berufsliste unter allen Umständen abzusehen, da ihm dadurch die in diesen Tagen sich außerordentlich zusammendrängende Vorarbeit für die Aufstellung der Berufslisten vollkommen unmöglich gemacht werden würde. Eine Weihnachtsfeler unter freiem himmel Eine einzigartige Weihnachtsfeier veranstaltete am Heiligabend die SA-Standarte 16 in dem früher durch und durch roten Moabit, wo sie unter freiem Himmel, in der Rostocker Straße, 1 200 der ärmsten Kinder jenes Stadtteils bescherte. Jedes Kind erhielt ein Lebensmittelpaket, dessen Inhalt durch Sammlung innerhalb der SA aufgebracht worden war. Die Rostocker Straße und die Wittstocker Straße waren während der Feier durch fackeltragende SA=Männer flankiert. Auf der Straße standen unzählige kleine Tische mit Weihnachtsbäumen, unter denen die Geschenke für die Kinder lagen. Musikvor träge der SA=Kapelle umrahmten die eindrucksvolle Feier, die ihren Höhepunkt erreichte, als gegen 18 Uhr Minister Dr. Goebbels erschien und zu einer kurzen Ansprache das Wort ergriff. Er wies darauf hin, daß früher die Rostocker Straße kaum ohne Lebensgefahr von SA-Männern hätte betreten werden können. Am ersten deutschen Weihnachtstage wollte der National sozialismus seinen ehemaligen Feinden den echten Sozialismus durch die Tat beweisen. Nur ein Gedanke beseelte heute das ganze deutsche Volk: die Verwirklichung und Erreichung der großen Ziele des Dritten Reiches. Wieder ein großes Werk vor der Vollendung Am 29. und 30. Dezember findet in München öffentlich die Ziehung der„Zweiten Geldlotterie für Arbeitsbeschaffung“ statt. Reichsschatzmeister Schwarz wird den Ziehungsakt, der als Abschluß der Lotterie wieder Millionen für Arbeitsbeschaffung bringt, mit einer Ansprache eröffnen. Diese Lotterie wird nicht nur symbolisch das alte Jahr abschließen und Mittel für Arbeitsbeschaffung im neuen Jahr zur Verfügung stellen, sie wird auch noch im alten Jahr über 280000 glückliche Gewinner schaffen, denn schon am Silvestertag kann man durch Presse und Rundfunk erfahren, auf wen das Große Los gefallen ist. In wenigen Zeilen Der Reichopräsident verlieh dem Altertumsforscher Professor Dr. Dörpfeld den Adlerschild des Deutschen Reiches. Reichspräsident von Hindenburg hat dem ehemaligen Verwalter der Handzeichnungen und Stiche des Britischen Museums Campbei! Bodgson die Goethe=Medaille verliehen. Der Vorsitzende des Vorstandes des Norddeutschen Lloyd, Bremen, Dr. Rudolph Firle, ist zum praktischen Mitglied des auf Anordnung des Führers der Akademie für deutsches Recht, des Reichsjustizkommissars Dr. Frank, gebildeten Seerechtsausschusses ernannt worden. Die britische Abteilung des Evanelischen Weltbundes hat an den eichsbischof Müller eine Botschaft gesandt, worin sie die protestantischen Kirchen Deutschlands zu ihrem treuen Festhalten an den Grundsätzen der Reformation beglückwünscht. In der Nacht zum zweiten Feiertag starb in Berlin infolge eines Schlaganfalles Oberregierungsmedizinalrat Professor Rudol Lennhoff im Alter von 67 Jahren. Professor Lennhoff war ein entschiedener Vorkämpfer für Sozialhygiene und bis vor kurzem Vorsitzender der Berliner Aerztekammer. In Braunschweig starb nach kurzer Krankheit die Mutter des preußischen Justiz= ministers Kerrl im Alter von 87 Jahren. Der Tierarzt Bauer in Stade erschoß. während sich seine Frau bei ihrer Mutter aufhielt, seinen zehn Jahre alten Sohn und tötete sich dann selbst. Als man Vater und Sohn fand, gaben sie zwar noch Lebenszeichen von sich, doch sind sie kurze Zeit später im Krankenhaus gestorben. Der Tierarzt dürfte die Tat in einem Anfall nervöser Zerrüttung vollbracht haben. Aus Anlaß des zennjährigen Todestages des Freiheitsdichters Dietrich Eckart wurde am Sterbehause des Dichters in Berchtesgaden eine schlichte Gedenktafel im Beisein von Vertretern der Reichsleitung der N. S. D. A. P. und der Ortsbehörden enthüllt. In Prag ist im 55. Lebensjahr Alexander Prinz zu Hohenlohe=Walden: burg=Schillingsfürst= Kannitz, Graf von Heimbach, an einer Herzkrankheit gestorben. Der Sowjetbotschafter Trojanovski ist nach Washington abgereist. Wie Prager Blätter melden, richtete starke: Rauhreif in Verbindung mit einem Schneesturm in der Nacht zum Sonntag im Warnsdorfer Bezirk(Nord=Böhmen) starke Verwüstungen an. Die Stadt Warnsdorf und eine große Zahl von Industrieorken der Umgebung waren fast während des ganzen Sonntags ohne Licht und elektrischen Werkstrom. Die Post mußte bei Kerzenlicht arbeiten, Telephongespräche mit dem Innern des Landes mußten über Deutschland geführt werden. Der starke Frost, der in den letzten Tagen in ganz Frankreich herrschte, und erst seit Dienstag einer allgemeinen Erwärmung Platz gemacht hat, hat in der Gegend von Toulouse großen Schaden angerichtet. Eine erst kürzlich angelegte Ueberlandleitung für elektrischen Strom ist vollkommen zerstör: worden. Die Drähte sind infolge des Frostes gerissen und die Betonpfeiler geplatzt. Der Sachschaden wird auf über 5 Millionen Franken geschätzt. Der französische Schlepper„lhon“ stieß bei Nouen infolge ungenauen Manövers mit dem Dampfer, den er im Schlepptau hatte, zusammen und sank. Zwei Mann der Besatzung des Schleppers ertranken. Der Direktor der städtischen Kreditgesellschaft Tissier in Banonne wurde verhaftet, weil er gefälschte Wertpapiere von über 800 Millionen Franken ausgegeben hatte. Reuter meldet aus Wellington(Neuseeland): Der amerikanische Forscher Admiral Byrd hat das Land, das er in den antarktischen Gewässern zu finden erwartete, nicht entdecken können. Er startete in seinem Flugzeug von dem Expeditionsschiff„Jacob Ruppert" am 26. Dezember um 10.53 Uhr und kehrte zwischen 15 und 16 Uhr zurück. Auf seinem Fluge folgte er dem 150. Längengrad bis zum 70. Breitengrad. Aber das in der dortigen Gegend erwartete Festland wollte sich nicht zeigen. Der diesjährige Fehlbetrag im Staatshaushalt der Bereinigten Staaten beträgt eine Milliarde Dollar. Der vorjährige Fehlbetrag belief sich auf 1594 Millionen Dollar. Schnellere Flugzeuge im deutschen Die Deutsche Lufthansa hat das 12. Großflugzeug vom Typ Junkers Ju 52 in Dienst gestellt. Der Ankauf dieser dreimotorigen Großflugzeuge, die einen Reisedurchschnitt von etwa 240 Stundenkilometer gestatten, war notwendig geworden, weil die Deutsche Lufthansa in den vergangenen Jahren kaum nennenswerte Beschaffungen an Flugzeugmaterial vorgenommen hatte. Die Indienststellung der neuen Junkersflugzeuge, die sich im regelmäßigen Streckendienst außerordentlich gut bewährt haben, liegt in der Linie der planmäßigen Entwicklungsarbeit der Deutschen Lufthansa, die stets bemüht war, nur die leistungsfähigsten, zuverlässigsten und schnellsten Verkehrsflugzeuge einzusetzen. hohenzollern-Bilder und-Büsten dürfen wieder angebracht werden Nachdem das preußische Staatsministerium am 16. Juni 1933 beschlossen hat, daß die seit 1920 aus den Amtsräumen entfernten Kaiserbilder und monarchischen Hoheitsabzeichen wieder angebracht werden können, hat nunmehr der preu ßische Wirtschaftsminister die gleiche Anordnung auch für seinen Amtsbereich getroffen. Wie das BDZ.-Büro meldet, können etwa noch vorhan dene Bilder, Büsten usw. wieder angebracht oder aufgestellt werden, soweit Kosten dadurch nicht entstehen. Luuesen- Sucer- Steiel helmut Körnig außer Lebensgefahr Der frühere deutsche Meisterläufer Hellmuth Körnig war außerordentlich schwer an Tyohus erkrankt Sein Zustand galt bereits als hoffnungslos Jetzt kommt von seinem Krankenlager in Greifswald die erfreuliche Kunde, daß Körnig dank seines sehr widerstandsfähigen Herzeus die Krise überwunden hat und sich erfreulicherweise anf dem Wege der Genesung befindet Werdesport Der Fall Grabsch-Viaduct in Baden-Baden Das Preußische Ministerium des Innern hat die Antersuchung gegen den Jocken E. Grabsch wegen seines verdächtigen Rittes auf Lord Nelson im Preis der Stadt Baden am 3. September abgeschlossen. Das Rennen gewann der Stallgefährte Lord Relsons. Viaduct. unter N. Schmidt überlegen mit zwei Längen gegen den favorisierten Lord Nelson. Grabsch wurde seinerzeit beschuldigt. Lord Nelson absichtlich verhalten zu haben, da hobe Beträge auf Viaduct gewettet worden sein sollten. Eine Umfrage bei sämtlichen Buchmachern Deutschlands hat ergeben, daß in Baden=Baden 452 und im Reiche 214 Mark auf Viaduct angelegt worden find. so daß Grabsch also kein Vorwurf gemacht werden kann, zumal Viaduct auch in wväteren Rennen noch zur Genüge bewiesen hat, daß er unbedingt besser ist als Nord Nelson. Winterssert Weihnachtsspringen in Schreiberhau Die einzige Wintersportveranstaltung im Riesengebirge fand am zweiten Weihnachtsfeiertage auf der bekannten Himmelgrundschanze bei Schreiberhau statt. Unter den 20 Teilnehmern befanden sich auch einige Deutschböhmen. die aber keine besondere Rolle zu spielen vermochten. Deu weitestgestandenen Sprung erzielte Haus Gebert=Schreiberhau mit 49 Metern. der auch das Springen mit Note 236.8 gewann. Die nächsten Plätze belegten Georg Franke=Schreiberhau mit Rote 223.1 und Sorüngen von 43 und 46 Metern vor Fritz SchierSchreiberhau. Note 215.6. Sorünge zweimal 44 Metern. In der Klasse 2a war der Deutschböhme Dreßler mit Note 215.2 und Sorüngen von 41 und 42 Metern der Beste. Bei den Jungmannen erreichte Wagner die Note 223.3 und Sprünge von 41 und 43 Metern Weite. Rekord auf der Koppenschanze Das erste Skispringen auf der Kovvenschanze bei Krummhübel brachte ausgezeichnete Leistungen. obwohl die Schneeverhältnisse nicht günstig waren. Die Anlaufbahn konnte nicht ganz ausgenützt werden. trotzdem stellte der bekannte Hirschberger Hubert Hering außer Konkurrenz mit einem Sorung von 44. Metern einen neuen Schanzenrekord auf. Hering gewann auch den Svrunglauf mit Note 224 und Strüngen von 35 und 37 Metern Weite vor Ernst Ermel=Brückenberg Note 222.6(34. 35.5 Meter). In Klasse 2 war Heilmann=Waldenburg mit Note 204.8(31.5. 32 Meter) der Beste. Bei einem Uebungsspringen in Bad Reinerz auf der Hainwiesen=Schanze konnte Hans StrischeckBad Reinerz trotz vereister Anlaufbahn Weiten von über 30 Meter erzielen. Glänzende Skisprünge in St. Moritz Auf der Olympiaschanze in St. Moritz trafen sich am zweiten Feiertag die besten Skiläufer der Schweiz. während die angekündigten Oesterreicher in letzter Stunde absagten: bei herrlichem Winterwetter und vorzüglichen Schneeverhältnissen kamen die Teilnehmer der 70=Meter=Marke bedenklich nabe. Den weitest gestandenen Sprung erzielte Marcel Raimond mit 68.5 Metern. der auch durch zmei weitere Syrünge von 65 und 66 Meter Weite die beste Note mit 344 erhielt. Den zweiten Platz belegte Adolf Badrutt mit Note 328(61.65. 67 Meter vor dem Einheimischen Arthur Giavanoli mit Note 307.2(52, 54.5 und 63 Meter). Olympiakursisten in Gudiberg Die Teilnehmer des Trainingskurses in Partenkirchen nahmen am zweiten Feiertag an einem Stispringen auf der Gudiberg=Schanze teil, wo die Schneeverhältnisse die denkbar besten waren. Unter den 90 Teilnehmern erzielte Franz Kemser=Partenkirchen mit 50 Meter den weitest gestandenen Sprung, was ihm nur der außer Konkurrenz startende norwegische Trainer Kaarby nachmachte, der außerdem noch zwei Sprünge von 44 und 47 Meter durchstand. Toni Bader hatte einmal Pech, als er bei 51 Meter im Aus lauf zu Fall kam. Die beste Note des Tages er hielt der in Klasse 2 gestartete Mechler(Bad Tölz mit 314,8 und Sprüngen von 41, 49 und 44 Meter. Weihnachts-Skispringen in Garmisch Bei herrlichem Sonnenschein und hervorragen den Schnceverhältnissen begann mit dem Weihnachtsspringen auf der Hausbergschonze am ersten Feiertag die eigentliche Wintersaison in Garmisch. Die Veranstaltung war mit 2000 Zu schauern gut besucht und stand auf sportlich be achtlicher Stufe, denn unter den Teilnehmern befanden sich auch die Olympiakursisten mit dem norwegischen Trainer Kaarby. Die beste Note des Tages erzielte der junge Eisgruber vom Skiklub Partenkirchen mit Note 211 und Sprüngen von 40 und 35 Meter. Erfreulich war die Feststellung, daß die Läufer der Klasse 2 den Größen in Klasse 1 nichts nachstanden. Ergebnisse: Klasse 1: 1. Hans Bertl(München) 193,7(35, 33 Meter), 2. Fr. Fischer(Partenkirchen) 187(32, 33 Meter), 3. Martin Wärndle(Partenkirchen) 181(31, 33 Meter), 4. Dahlmaier(Partenkirchen) 159,4(29, 27 Meter). Klasse 2: 1. Eisgruber (Partenkirchen) 211,6(beste Note des Tages, 40, 35 Meter), 2. Mechler(Tölz) 202,4(37, 34 Met.), 3. Kemser(Partenkirchen) 182,3(32, 32 Meter). Jungmannen: 1. Gustav Adolf(Schlesien) 133.3(22, 24 Meter). Norweger gefallen in Berchtesgaden Auf der großen Meisterschaftsschanze in Berchtesgaden fand am zweiten Weihnachtsfeiertag ein Trainingsspringen statt, an dem sich rund 35 der besten Springer aus der Umgebung und dem Chiemgau beteiligten. Die Schanze bewährte sich ausgezeichnet und gibt die sichere Gewähr für eine einwandfreie Durchführung der diesjährigen Deutschen Meisterschaften. Die besten Leistungen zeigten der norwegische Trainer Raabe und sein Landsmann Hoff, die beide je 56 Meter gut standen. Naabe brachte es sogar auf 60 Meter, stürzte aber. Die durchschnittlichen Weiten lagen zwischen 45 und 50 Meter. Von den deutschen Teilnehmern erreichte W. Stoll(Berchtes. gaden) mit 42 Meter die größte Weite. Eröffnungsspringen in Johanngeorgenstadt Die größten Weiten auf allen deutschen Sprungschanzen wurden am ersten Feiertag bei dem Eröffnungsspringen auf der Hans=Heins. Schanze in Johanngeorgenstadt erzielt. Die Schanze läßt Sprünge von 80 Meter Weite zu, doch mußte die Anlaufbahn um 20 Meter verkürzt werden, da die Sprungbahn eisartig und glatt war. Der beste Mann war der Norweger Birger Rund, der aber außer Wettbewerb startete, da die Genehmigung seines Verbandes noch nicht vorlag. Rund führte in vorbildlicher Haltung Sprünge von 60, 62 und 66 Meter Weite aus und erhielt mit 341,9 die beste Note. Den ersten Platz in Klasse 1 belegte Max Meinl(Aschuerg) mit Note 306(54, 60, 53 Meter) vor Hans Leonhard(Mühlleiten) 288,1(54, 55, 54 Meter) und Walter Herberger(Johanngeorgenstadt) 277,5(47, 54, 55 Meter). Der sieggewohnte Norweger Knud Kobberstad(Dresden) stürzte beim dritten Sprung und kam daher mit Note 272,4 (58, 63, 61 Meter gest.) nur auf den vierten Platz. In Klasse 2 siegte Paul Krauß(Johann= georgenstadt) mit Note 265,3(44, 50, 54 Meter), (Johanngeorgenstadt) mit 252.2(54. 45, 44 Met.) und bei den Jungmannen war Hans Günde! am erfolgreichsten. Handel und Wirtschaft Berüiger Börsenbericht Freundlich Berlin, 27. Dez. Obwohl die Feiertage zu Beginn des heutigen Verkehrs noch nicht restlos überwunden waren, zeigte sich deutlich ein weiteres Anziehen des Kursniveaus. Die Festigkeit der Samstagbörse hatte beim Publikum etwas größere Kaufneigung ausgelöst, zumal ungünstige Nachrichten aus der Wirtschaft nicht vorlagen. Die Auslassungen Dr. Schachts über Deutschlands Währungspolitik hatten dagegen einen guten Eindruck hinterlassen. Da die vorliegenden kleinen Kaufaufträge verschiedentlich schon auf Material= knappheit stießen, waren, besonders auf Spezialgebieten, Kursbesserungen bis zu 2 Prozent und vereinzelt sogar bis zu 3 Prozent feststellbar. So konnten Reichsbankanteile, Deutsche Kabel, Stöhr e zwei Prozent, Bubiag und Elektro Schleuen e 3 Prozent gewinnen, Orenstein zogen sogar um 3¼ Prozent an, während Tarifwerte, Gelsenkirchen, Farben, Chemische von Hyden und Accumulatoren um 1¼ bis 1¾ Prozent stiegen. Lediglich die Kalinebenwerte Westeregeln und Aschersleben fielen mit einem Verlust von 1 resp. 2 Prozent aus dem Rahmen, auch Conti Gummi chwächten sich um 158 Prozent ab. Bemerkenswert ist, daß heute auch Schiffahrtsaktien erstmalig wieder freundlicher tendierten und bis zu % Prozent gewannen. Trotz der Abschlußhoffnungen bei den Deutschen Atlanten war dieses Papier nur unwesentlich verändert. Im Verlaufe wurde die Kursgestaltung an den Aktienmärkten dann zwar etwas uneinheitlich, die Grundstimmung blieb aber durchaus weiter freundlich. Für festverzinsliche Werte war ebenfalls zunehmendes Interesse der Kundschaft festzustellen, die im Hinblick auf den näherrückenden Cupontermin aus ihrer Reserve herausgeht. Von deutschen Anleihen zog die Altbesitzanleihe um ½ Prozent, Neubesitz um 10 Pfg. gegen Samstag an. Reichsschuldbuchforderungen gingen zirta ½ bis ¼ Prozent höher um. Späte Fälligkeiten wurden mit 92½ gehandelt. Lebhafteres Geschäft hatten wieder Reichsbahnvorzugsaktien, die mit 107½ Prozent zur Notiz kamen. Industrieobligationen hatten Besserungen bis zu ¾ Prozent aufzuweilen. Auslandsrenten lagen völlig vernachlässigt. Am Berliner Geldmarkt trat im Hinblick auf den bevorstehenden Jahresultimo eine wettere leichte Versteifung der Tagesgeldsätze auf 4% Prozent ein, nur noch vereinzelt war mit 4½ Prozent anzukommen. Aus dem erwähnten Grunde kam auch größeres Wechselangebot heraus, das jedoch untergebracht werden konnte. Düsseldorfer Börsenbericht Düsseldorf, 27. Dez. Die Börse eröffnete fest. Von variablen Werten wurden Hösch, Köln=Neuessen, Mannesmann, Rheinstahl, RWE. und Wintershallaktien zu höheren Kursen umgesetzt. Größeres Geschäft bei steigenden Kursen hatten von Kohlenaktien wiederum Dahlbusch zu verzeichnen. Lothringen waren ebenfalls leicht gebessert. Hallesche Salz setzten ihre Aufwärtsbewegung fort. Burbach blieben unverändert. Von Kohlenkuxen wechselten Carolus Magnus auf niedriger Basis ihre Besitzer. Am Braunkohlenkuxenmarkt war großer Umsatz in Bruckdorf=Nietleben bei leicht nachgebenden Kursen. Am Kalikuxenmarkt wurden Habighorst und Wintershallkuxe auf ungefähr letzter Basis gehandelt. Der Verlauf der Börse war still bei leicht nachgebenden Kursen. Der Schluß war gut gehalten. Kölner Börsenbericht Köln, 27. Dez. Nach der dreitägigen Verkehrsunterbrechung konnte sich die Tendenz zu Beginn der Börse weiter befestigen Das Geschäft kam nur langsam in Gang, doch konnte man von Publikumsseite und auch von der Spekulation Kaufinteresse feststellen. Da andererseits Material kaum herauskam, traten Besserungen bis zu 1 Prozent ein. Einige Spezialwerte konnten darüber hinaus anziehen. I. G. Farbenindustrie plus 1½ Prozent und Reichsbankanteile plus 2 Prozent. Am Montanmarkte lagen Gelsenkirchen 1¼ Prozent, Buderus 1 Prozent, Phönix, Stahlverein je plus 7 Prozent, Klöckner 3/8 Prozent, Deutsche Erdöl, Hösch, Mannesmann und Rheinstahl je# Prozent höher. Von Elektroaktien blieben Siemens unverändert. Schuckert zogen um 7/8 Prozent und Felten um 2/ Prozent an. Recht fest waren auch Tietz mit plus 7/8 Prozent. Interesse zeigte sich auch für Renten, von denen Altbesitz um ½4 Prozent und Neubesitz um 0,10 Prozent anzogen. Im Verlaufe traten bei ruhigem Geschäft noch kleine Besserungen ern. Am Einheitsmarkt waren die Beränderungen gering. Von Pfandbriefen gaben Rheinboden bis ¼ Prozent nach, während Westboden um ¾ Prozent anzogen. Späte Reichsschuldbuchorderungen man mit 91½ bis 92½. Die Börse schloß gehalten. Kölner Börse Köln, 27. Dez. Heute notierten: Basakt Bonner Berg 62½, Braunkohle Zukunft Kalker Brauerei—, Kabel Rheydt 135, Kölr Dampf—, Rhein. Braunkohlen 195 1/8, werck—. Weitere Preissenkung in der Messing-Industrie Zu den verschiedenen im Laufe des Jahres 1933 bereits vorgenommenen Preissenkungsmaßnahmen über die kürzlich in der Mitgliederversammlung der wirtschaftlichen Vereinigung deut scher Messingwerke berichtet wurde, ist jetzt eine Reihe neuer Ermäßigungen getreten, die das Bestreben der Reichsregierung, die sich entwickelnde Mengenkonjunktur in der weiterverarbeitenden Industrie von der Preisliste her zu unterstützen, zweifellos erheblich fördern werden. Mit Wirkung vom 22. Dezember sind die Grundpreise für Messingbleche, Draht und Stangen um 2 RM. je 100 Kg. herabgesetzt worden. Es wurden die Staffeln der Grundpreise sowie der Umarbeitungspreise und der Umsatzvergütungen derart vereinfacht bezw. umgebaut, daß in erster Liniz die mittleren und kleineren Weiterverarbeiter wesentlich besser gestellt werden. Die Pflege des Ausfuhrgeschäftes der verarbeitenden Industrie läßt sich die Messingindustrie nach wie vor angelegen sein. Neuregelung der Einzelorganisationen in Westdeutschland Auf einer Reise in das rheinisch=westfälische Wirtschaftsgebiet hat der Präsident der Hauptgemeinschaft des deutschen Einzelhandels, Pau# Freudemann, auf Grund der ihm in der neuen Satzung der Hauptgemeinschaft zufallenden Be fugnisse und Aufgaben eine regionale Neuregelung des Einzelhandels in Westdeutschland getroffen. Er hat zum Landesführer der Landesgruppe Rheinland der Hauptgemeinschaft den bekannten Einzelhandelsführer Dr. h. e. I. van Norden bestellt. Zum Landesführer der Landesgruppe Westfalen wurde der Kaufmann Zarnitz aus Bielefeld bestimmt. Damit ist im RheinischWestfälischen Bezirk der organisatorische Reubau der Hauptgemeinschaft eingegliedert. Märkte Berliner Metallnotierungen Berlin, 27. Dez.(Amtlich.) Elektrolytkupfer (wirebars), prompt, eif Hamburg, Bremen oder Rotterdam 49,75, Original=Hütten=Aluminium, 98—99 Proz., in Blöcken 160, desgl. in Walzoder Drahtbarren 164, Reinnickel, 98—99 Proz. 305. Antimon=Regulus 39—41 RM. für 100 Klg. Silber i. Barr. ca. 1000 sein per Kla. 38.25—41,25 RM. Amtliche Berliner Devisenkurse Berliner Börsenkurse vom 27. Dezember 1933 27.1212212 Ges. f. el. Unt. Goedh. Gebr. Goldschmidt Neuessen Kali Aschersieben Klöcknerw. Köln. Gas u. Elek W. Krefft Kromschröder G. Kronprinz Metall Küppersbusch Lahmeyer Manneem.-Röhren Mansfeld Maschb.-Untern. Mülh. Berzw. Pbönix Bergw. Rbein. Braunk. Rh. Elektrizität Rhein-Spiegel Rhein-Stahl Rh.-Westf. Elektr. Rhein-West Kalk Roddergrube Salzdetfurth Schött. Herm. Schwelm-Eisen Siemens u. Halek Stolb. Zinkh. Stollwerck Tietz Ver. D. Nickel Ver. Glanzst. Elbf. Ver. Stahlwerke Waretein Gruben Wasserw. Gelsenl —.+) bedeutet: ohne Angebot und Nachfrage. Dis sohlenden Dividenden sind noch nicht festdesetzt S 27.12/22.12 Westfälische Landesbankanl. % Prov. Feing. 2 * d t o. 2 6 * Komm. Obl. 28/29 2—3 # dto. 30 R. 4 2 Goldpfdbr. R. 1 Vestf. Provinzialanleihe-Auslosg. Festverzinsliche Werte # Preuß. Ld.-Br anstalt R. 19 dta. 4 dto. 13/18 dto. 17/18 dto. 21 6% dto. Komm. 20 dto. 16 5 dto. 6 5 dto. 8 5 Pr. Centr.-Bod. u. Pfdbr. Em. 1 5 dto. Komm. Obl. 1 urchschnittak, d. Steuergutscheine 87.— 87½ 84.— 84.— 88 ¼ 851/2 —.—117 72½ 92.— 92.— 92.— 92.— 80. 88 1/2 80.— 89 ¼ 89.— 851: 95.4 87.— 87.— 83 8 864 85½ 92.— 92.— 92.— 92½ 92.— 8½ 89.— 89.— 99.— 88 ½/ K5½ 95.4 4 e# 3 Aus der Bewegung Deutsches Jungvolk. Allen Jungbann=Geldverwaltern ist es zur Pflicht gemacht, jeden Monat die einzelnen Stamm. und Fähnleingeldverwolter zu kontrollieren. Da ich mit meiner Arbeit als Kassenund Geschäftsführer des Jungbannes Lippe sehr in Anspruch genommen bin, habe ich von ab meinem Mitarbeiter Fähnleinführer Rolf Geringer mit der monatlichen Prüfung der Stamm= und Fähnleingeldverwalter für den Jungbann Lippe bevollmächtigt. Alle Stammund Fähnleingeldverwalter sind hiermit vergiichtet, sederzeit meinem von mir eingesehten lontrolleur Einsicht in ihre Bücher halten zu lassen. Selbstverständlich werde ich auch von Zeit zu Zeit eine plötzliche Revision der Kassen vornehmen. Ich mache gleichzeitig darauf aufmerksam, daß alle Geldverwalter von jetzt ab eine vorschriftsspiel Belege nummerieren und dieselben genau so im Kassabuch eintragen. Ferner muß ein Portobuch vorhanden sein, in denen die täglichen Buchungen der Briefausgennge verzeichnet sind, damit eine schnelle Kontrolle ermöglicht ist. Heil Hitler! Willi Kelle, Kassen= und Geschäftsführer des Jungbannes Lippe. * Deutsche Arbeitsfront Gh6. Jeder selbständige Kaufmann, Handwerker und Gewerbetreibende wird hierdurch aufgefordert, sich mit seinen Gehilfen, Arbeitern und Lehrlingen in die Deutsche Arbeitsfront GHG. bis zum 31. 12. 33 aufnehmen zu lassen. Aufnahmen nimmt entgegen: in Hohenhausen: Gastwirt Pa. W. Güse, in Borsen: Tischlermeister Pg. Rehme, in Bavenhamsen= Niedermein: Tischlermeister Luhmann, in Westorf: Schneiderm. Meierkord, in Talle: Maurermeister Arning, in Bentors,iemissen, Eichholz: Tischlerm in Lüdenhausen. Asendorf, Henstorf: Tischlermeister Heinr. Schauf, in Langenenholzhausen, Tevenhausen. Heidelbeck: Pg. Meierhenrich, Langenholzhausen. Heil Hitler! gez. Güse, Orastgruppen=Amtsleiter der NS.=Hago Hohenhausen. * RS.-Hago und G. h. G., Ortsgruppe Heidenoidendorf. Eine äußerst wichtige Vollversammlung findet am Freitag, 29. d. M., um 20 Uhr, bei Gastwirt Sievert statt. Es wird darauf hingewiesen, daß jeder schaffende Deutsche der Arbeitsfront anzugehören hat. Auch haben sich alle Gesellen, Angestellte und Lehrlinge der bestehenden Betriebe Heidenoldendorfs und Jerxen=Orbke bei obiger Ortsgruppe, spätestens in der Versammlung am 29. d. M. anzumelden, um dadurch in der Deutschen Arbeitsfront eingereiht zu werden. Unmittelbar nach die'em Termin tritt für alle, ob selbständig oder nicht, die Aufnahmesperre ein. Deutsches Junzvolk. Heute nachmittag 3 Uhr tritt der gesamte 2. Jungzug des Fihnleins Blücher an der Knabenbürgerschule an. Erscheinen ist Pflicht. Humar Wachtmeister:„Warum muß der Kavallerist sein Pferd liebhaben?“ Rekrut:„Das gefällt dem Gaul und den Staat kostet es nichts!“ Verantwortlich: für Reichs= und Boumgarten Landespolitik für Lokales. und Feuilleton: arren, fur Lotules, Spork: i. V. Frit Hagemann: für Anzeigen und Geschäftsnotizen: Josef Benndorff, sämtlich in Detmold. Druck und Verlag: Lippische Tageszeitung Ernst Münnich, Detmold. Sprechstunde der Schriftleitung nur vormittags von 11 bis 12 Uhr. Rücksendung verlangter Manuskripte erfolgt nur im Falle der Beifügung des Rückportos und auf Gefahr des Absenders. Der derr hat Großes an zür gen meine Psalm 12 SAKTEIT Krankheu barfte Schwafter Frau Ida Jakoby Reitervereine rden hierdurch nochmals auf die laut Anzeige vom 21. ds. Mts. schon bekanntgegebene Genevalversammlung gewiesen. Da Beschlüsse zur Besprechung nmen, die jedes Mitglied angehen, so ist das Erscheinen Pflicht! Kilometer 15 Pfg. Beförderung bis 3 Personen. aI Beiaria Meis. Detmold. Tel. 3132 Um stille Teilnahme bittet: Auguste Renner. Detmold, 24. Dezember 1933. Die Beerdigung findet am Donnerstag. dem 23. Dezember, nachmittags 2 Uhr, vom Trauerhause, Paulinenstr. 6a aus statt. Trauerfeier vorher. Lichtanlagen erhalten 29% Zuschuß Wir geben ihnen gern und kostenlos Angebot über Neuenlagen. Erwelterungen, Trep beleichtunger uune. Landwehr Schultz neben dem Lipplechen Hof Aeltestes und größtes Fechgeschäft in Lippe Rheuma, Gerne teile ich kostenlos mit, welches reelle, bewährte Mittelmir und vielen anderen Patienten half Ueber 5000 Anerkenn,(ich verkaule nichts N 53 Burtehn von 200 RM an i. f. Höhe für alle Zwecke zu äußerst günstigen Bedingungen unkündbar, begeme monatl Ratenrückzahlung. Kasse steht Reichsaussicht. Geschäftsst. in Lage Lemgoerstraße 70. Konzert-Café Ulinge Detmold, Hornsche Straße Ste sind wieder dal Zum 4. Male angaglert! Die beliebte Konzert- u. 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Bi Nr. 1340— 3rm Klob. Knpl. ungek. Ei Nr. 1341— 4 rm:“abih. Distr. Steinberg 54 d. b= Bu Nr. 2151/2188. 2312·2349 a. 2361/2368— 8 bich. Wagendeich seln. 6 rm Alb., 20 rm Hnpl., 53 Df. Hin. Ei Ndr. 2342/2360. 2369/2386, 2189— 37 Dl.-Hin. 0.5 rm Knpl. ungek. Verpachte meinen 6ei ca. 80 Scheffeisaat groß. 5000 RM. dar erforderl Schriftl. Angebote unter Nr 8594 an die schäftsstelle d. Ztg. mit erwas Stallung von alleinstehend. Frau umn Damab er Schriftl. Angebon unter Nr. 8683 en due e schäftsstelle dieser Ste . Zum Haus putz nur: Bel Haut- und Beinleiden (Prampfodorbruch) 54 Beinen, echlecht heil Ausschlag oder Flechte. qußlendem Jeckreiz, be Entründungen, Frost(Frost Ia allen Apotheken zu Mlk. 1.39, 2.27 u. 3.77 Oberivzeum. Heute abend 8 Uhr in der Loge Tretten der Aitschülerinnen. Rußbaumstämme kauft gegen Kasse Liov. Matratzen-Wert Herm. 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Als Dank für fleißige Sammeltätigkeit in schwerer Zeit erhalten sie alle eine Urkunde. Sie wird ihnen in den nächsten Tagen ausgehändigt. Presse der Heimat Für das deutsche Zeitungsleben bedeutet das Jahr, das wir nun beschließen, die größte Umwälzung, die je auf diesem Gebiete zu nen war. Die pazifistische und marxistische Presse aller Schattierungen ist durch die nationalsozialistische Revolution kurzfristig liquidiert worden und hat damit das Schicksal erlitten, da sie längst verdiente. Auf der einen Seite erleben wir den Aufstieg einer jungen neuen Staatspresse in der Form der nationalsozia listischen Parteizeitungen. Gleichzeitig hat sich der Kompler, den man als farblose„Leschäft presse zu bezeichnen pflegte, gleichgeschaltetz. Ein Teil davon ist untergegangen. Alle aber haben Der Vorstzende der Reichspressekammer, Alche e hase eae i. ehsche es cheche che ies ese niemand den Rang streitig als revolutionärer Vortrupp des lismus verdient hat. Auf dex anderen Soieg#e scheint es jedoch notwendig, den Sammelbegriff bürgerliche Presse" etwas aufzugliedern. Denn in ihm finden sich Blätter sehr Vergangenheit zusammen.„Ratziengtitisee Kampfblätter, gesinnungslose Geschaftsonnn:, harmlose Nachrichtenzeitungen Zentrumsorgane alten Stils. Die Gerechtigkeit Anordnung des Gauleiters Mit Rücksicht auf das Ansehen der NSDAP. ind ihrer Angehörigen in der Oeffentlichkeit verbiete ich mit sofortiger Wirksamkeit sämtichen Parteigenossen.. als Angeklagten vor Gericht die Parteiuniform oder Uniformteile oder auch nur Parteiabzeichen zu tragen. Diese Anordnung gilt sinngemäß auch für alle ibrigen Personen, die in irgendwelcher Beziehung zur RSDAP. stehen, ohne Parteigenossen zu sein. Es fallen also unter das Verbot auch sämtliche Angehörigen der NSBO., die Mitglieder der Kampfbünde, der Frauenschaften, der 5J. und BdM. Ich werde jeden, der diesem Gebot zuwiderhandelt, rücksichtslos zur Bestrafung heranziehen und gegebenenfalls aus der Bewegung ausschließen lassen. gez. Dr. Meyer, Sauleiter. Kameradschaft deutscher Künftler auch in Detmold? der Vorstzende der Teich= gie Tshumger, worigngt dader die Feststellung, daß es zwischen Kmann, dat nun dieser Loge vi, Lutn ge: Pei=Presse und dem lcberal=bürgerlichen Komnäßige Vilanz des vergangenen Jahres ge. 38.=Prene u. Der schwere Raubüberfall in Bad Salzuflen Weitere Einzelheiten- Den Tätern auf der Spur? Der Oberstagtsanwalt keilt mit: 99=.— au2i 91 Cmp. Lederart Boxkolf. Verorbeids dm spmuren Naubibersal in 3od Johfr,„Dar=Aurse. vzgch, gagernummer 11e. Dann Wien an 2u. Devember,“ 2. u. z.„i. 2, o, 1. W. iep aunf dem Zeitel aufgerühte die Jahls gende Einzecheiten versstentlicht, u., P.= Lohon W, Lam Larunter Rlebenden Wort: Schawrz Duch Asbende Garenstände abe g. Am Donnerstag, dem 2I. Dexender 13. nachträglich noch foigener Wey# u##ia um Toge nach der Tat, wurde am Bahlraubt gemeldet: 1 goldene Brosche, goldplattiert, also am Uud, Le8., ziue bei dem Raube enf. in Clerblat darsfeilend. 1 siberne Damenbele= damm bei Abbetisen une un..... -Aonem deidullkette mit Anhänger und lilafarbenem geschlif fenen Stein, 1 silberne Damenhalskette ohne Anhänger, 1 silberne Vorstecknadet mit lila Stein, 1 silberne Vorstecknadel mit rorem Stein. 2. Möglicherweise kommen noch folgende Gegenstände in Frage, die von den Gesawistern hölter nachträglich vermißt den damm des Aborvissen eimr. 7I# Der wendete schwarze Geldbörse, in der sich eins entwendeten 20 Martstücke befand, gufgefunden Bei späterem Perphe## barer Nähe der Fundstelle der Geldbörse die ge tobte bomare Beg#e u. Serdten un mit sehr wahrscheinlich, wer- Abend des 29. Dezember 1933 oder am Aior 8 bie 10 Kopffisen ohne Veiige, 8 Plu. ven vep 21, 7225mde,. unde m. 3 S,. fgetun. meam, 1 Umschlagtuch von bräunlicher Arsarde Ahddoeri)/u.Lin gug dem fahrenden Ime gr. ud Serritch aide u. 8c. Autiundf. 1. Sohr.n ue betlicht eruer die. Blench. eidene brduul“, Vorstezi. 2 Lhe g,.1, Tugeg, Leiz. daes die, Täter am 20. Dezeuder 1333 #d 1.. ieuie Blst Peisr Lalge Gnis haisn, iur ur2 19. Uhr De kann jehzt wie folgt naher#7##e L 2### Die N.wölkerung wird nanmals aufgesordert, 565, rem. 13 hg. Cyl. 3 Ruda, einsat Detor,„Zienftchen Augahen dem Oberstaclsan. Jaetnumnger 113458, cur. in Boden,#.: wast in Deimold(Teleson 3048 bis 51), dem Vor ungefähr zwei Jahren gründete in Verin der Kapellmeister Hans Trinius vom Theater in Weimar, den„Bund nationalozialistischer Bühnenkünstler“. Aus ihm wurde nach der durch Trinius ins Werk gesetzten Jerchlagung des verjudeten„Deutschen Bühnenklubs“ der„Neue deutsche Bühnenklub". Dieser, der anfangs im„Haus der Presse", Tiergartenstraße, tagte, hat nun als Heim die einstige Rathenausche Villa, in der sich ein reges künstlerisches und geselliges Leben entfaltet. Die Vereinigung zählt heute in Berlin etwa 1000 Mitglieder. und zu ihrem Ehrenvorstand gehören u. a. Furtwänaler, Intendant Dr. Ulbrich und auch Hans Trinius, der seit dem Herbst dieses Jahres in Dortmund Kapellmeister an der Städtischen Bühne ist. In dankenswerter Weise hat nun Trinius seinen in Berlin zur Tat gewordenen Gedanken auch in Dortmund verwirklicht. Am 20. Dezember hatten sich im„Nordstern“ etwa 32 Herren versammelt, Vertreter der verschiedenen Kunstgattungen, darunter die führenden dortmunder Köpfe der einzelnen Kunstgebiete. Bürgermeister Schüler=Dortmund. ein für Kultur und Kunst äußerst begeisterter Förderer des Gedankens der Kameradschaft, hat bereits Räume für diesen Zweck. also für Ausstellungen. Gesellschaftsabende und Vorträge seglicher Art in Aussicht gestellt. Wahrscheinlich wird daselbst auch das immer größer werdende GauArchiv des Gaues Westfalen im Reichsverband deutscher Schriftsteller Unterkunft finden. Der Vorstand dieser„Kameradschaft deutscher Künstler“ wurde wie folgt gebildet: Kanellmeister Hans Trinius, 1. Vorsitzender; Intendant Bruno Beramann, vom Städt. Theater in Dortmund. 2 Vorsitzender: Schriftstefler und stellv. Gauführer im RTS.. Fritz Miefert. Schriftführer; Dramaturg Bernd Wohle. Dortmund. für die Verbindung mit de: Presse; Helmut Schlieper, Kassenwart. Außerdem wurden als Vertreter der Kunstgebiete gewählt: Bühne: Intendant Berg mann. Musik: Chordirigent Wilhelm Sie ben. Schrifttum: Fritz Mielert. Archit-ktur: Architekt Ott. Bildbauerei: Bildhauer Gerwing. Malerei: Kunstmaler Schoedder, Graphik: Aurich. Mit dieser Neugründung, nach Berlin die erite überhaupt in Deutschard, eröffnet sich für de Künstler ein eußerordentliches Feld gemein amer künstlerischer Betätigung. kat Ingold I a. 4. Vor der Haustür ist ein Dietrich mittlerer Größe gefunden offenbar von den Tätern ter haben ein Kellerfenster mit einem weißen Kartondeckel zugestellt, der von ihnen mitgebracht worden war. Größe: 60 Zentimeter lang. 32 Fentimeter breit. 1% meter hoch. Auf dem Deckel befindet sich ein (Rleicher Jerarns), der Frimirr#ahellung in Bad Salzuflen oder irgendeiner Polizeibehörde teiemich mitpirten. Es wird nochwals darauf hingewiesen, daß für Mitteilungen, die zer Entdeckung der Täler führen, unter Ansschluß des Rechtsweges dem Unterz=ickmeren Belohnungen bis zum Betrage von 500 RM. ausgezahlt werden. Aber die Selbstachtung dersenigen Zeitzngen, die viele Jahre hindurch angefeindet und botsbedroht gegen do Nux, räherden gatzigaf. stem kämpften und der aum zb, De zie ungg bsialistschen Vemoozugichon Fracgen in Widerpruch grieten, selbzücse Der ie, Se sihet verlangt es, dies gerade am Ende ge: Jg. 1933 unumwunden auszusprechen: Es 9 Deutschland neben der RS.=Presse Zeitungen. denen mon mox Heregt Piorn. uer henet de. mit Organen in einem Atemzuge nennt, o keinerlei Verdienste für die Sache der deutschen Erhedung auf ihr Konto schreiben konnen. Hut ab vor den nordenbedeckten alten mapgragistgn, listischen Zeitungen mit Hut ab z. B. vor dem„Völkischen Beooachlr. Aber auch Gerechtigkeit für die Plätter, die sich auch heute noch keine Vorwürfe hinsichtlich ihrer pollüschen Vergangendeit pe In den Mittelpunkt des neuen tritt nun überall wieder der freie der Leistung für Volk und Staat— und für den Leser. Der Stil der revolutionären Plakatpresse, der auf die Dauer den Ansprüchen, die Staat und Leserschaft billigerweise an eine Zeitung stellen könne, ist unwiderruflich voruver. Eine Art Zwangsbewirtschaftung der Leserschaft ist nach den neuen strengen Bestimmungen ausgeschlossen. Die Rückkehr zum Prinzip der deutschen Wertarbeit auch auf diesem Gebiete ist bindender Befehl. Zwangsmethoden sind unter strenge Strafen gestellt. Es wird nicht mehr vorkommen können, daß sich Formen der Zeitungswerbung entwickeln, die von den breitesten Bevölkerungskreisen gleichsam als Landplage empfunden wurden. Nachrichtenprivilegien gibt es nicht mehr. Niemand ist in Zukunft noch befugt, einen Zwang auf den einzelnen Zeitungsleser auszuüben, je niemand hat darüber hinaus ogar das Recht, eine Kontrolle darüber zu veranlassen, welches Organ der einzelne Staats. und Volksbürger lieft. Denn es gibt nur noch eine Presse, eine Staatsvresse mit ganz bestimmten Pflichten und Rechten. Das neue Schriftleitergesetz, das am 1. Januar 1934 in Kraft tritt, läßt ja nur Männer zum Presseberuf zu, die bestimmte staatsnotwendige Voraus. etzungen erfüllen. Der deutsche Blätterwald, durch den der reinigende Gewittersturm der deutschen Zeitwende gefahren ist, wird hinfort nicht mehr ächzen und stöhnen. Er wird wieder rauschen in ruhiger Selbstverständlichkeit des Dienstgedankens, geschützt und geschirmt von der festen Hand des Staates. Bevölkerungsbewegung in Lippe Die Landes regierung schreibt: Die Statistik der Bevölkerungsbewegung soll vom Jahre 1934 ao im Deutschen Reiche einheitlich in erweiterter Form durchgeführt werden. Diese Statistik soll der Reichsregierung u. a. das Material für die Maßnahmen der zukünftigen Bevölkerungspolitik liefern. Es ist ständlich, daß dies Material durchaus einwandfrei und zuverlässig sein muß, wenn es seinen Zweck erfüllen soll. Durch die Erweiterung der Statistik wird nicht nur den„Aufbereitmgr. stellen sondern besonders und den Aerzten eine wesentliche Mehrarbeit entstehen. Diese Mehrarbeit kann nur dann im Interesse der Soche geleistet werden, wenn die Bevölkerung den fraglichen Stellen. besonders den Standesbeamten, über die einzelnen Vor gänge bei besonderen Familienereignissen ge naue Auskunft erteilen kann. Es soll hier unsre Aufgabe sein, darüber Aufklärung zu geben, welche Merkmale bei einer Eheschließung, bei einer Geburt oder bei einem Ftexhefall von dem Standesbeamten für die statistische Er hebung erfragt und festgestellt werden müssen. Bei einer Ebeschließung werden die zusätzlichen statistischen Fragen nach der Religionszugehörigkeit der Eheschließenden, nach der Muttersprache und nach der Berufsstellung bei unehelichen Kindern der Mutter und der Beruf und die Berufsstellung des Vaters bzw. der Mutter. Ferner ist zur Ergänzung und Kontrolle der Berufsangaben das Gewerbe oder der Betrieb anzugeben, in dem der Vater oder die Mutter tätig ist. Die Anmeldung eines Sterbefalls erfordert folgende besondere statistische Angaben: Neben dem Geburtsort ist auch der Geburtstag anzugeben. Bei Verbeirateten ist auch die Angabe des Tages der letzten Eheschließung und die Zahl der in dieser Ebe geborenen Kinder (einschl. totgeborener und legitimierter Kinder) erforderlich. Bei verheirateten Männern ist der Geburtstag der überlebenden Ehefrau anzugeben. Sterbefälle bei Kindern unter 5 Jahren erfordern eine Angabe, ob sie beim Tode ehelich oder unebelich waren(legitimierte Kinder sind als ebelich anzusehen). Schließlich ist noch die Religionszugehörigkeit. die Muttersprache, und der Beruf des Verstorbenen anzugeben. Eine besondere Beachtung erfordert die genaue Angabe der Todesurfache. Wurde der Verstorbene ärztlich behandelt, ist es zweckmäßig, die Todesursache vom behandelnden Arzt schriftlich ausstellen zu lassen. Alle Angaben werden streng vertrauleicht beantwortet werden können Bei Anmeldung einer Geburt ist bei ehelichen Geburten Tag und Jahr der Eheschließung anzugeben. Ferner ist zu vermerken, das wievielte Kind dieser Ehe geboren wurde (einschl. totgeborener und legitimierter Kinder). Geburtstag und Geburtsort der Mutter, die lich behandelt. sie dürfen nur zu statistischen Zusammenstellungen verwandt werden. Eine wesentliche Erleichterung aller Angaben würde * Bai Geaifllafam Ein edler, würdiger Wettstreit tritt nun an die Stelle oft unerfreulichster Bekämpfung. Die besten Federn und die besten Köpfe sind aufgerufen, an diesem Wettstreit mitzuwirken. Die erzieherische Aufgabe der Presse ist keine grobschlächtige Angelegenheit, deren Wert an der Saftigkeit der Ausdrücke und an der Stimmenkraft gemessen werden kann. Die kluge Abschätzung psychologischer Gegebenheiten, die liebevolle Durchdringung geistig und seelisch noch unerschlossener Menschenschichten—, das werden in Zukunft in der Hauptsache die Methoden sein, mit denen der Wille des Führers die Schaffung der Volksgemeinschaft. Erfüllung finden kann. Die Zeitung unterscheidet sich wesentlich vom Plakat oder Flugblatt. Als Gemeinschaftsarbeit im Dienste des Staates und der Idee gleicht sie mehr einer Chronik. Sie hat auch ihre eigenen Gesetze, die durch die primäre Aufgabe der Nachrichtenübermittlung und Nachrichtenerläuterung gekennzeichnet sind. Die deutsche Zeitung, die Bestand haben will, wird auch in Zukunft Kampfpresse sein. Aber die Formen des Kampfes verlangen eine Abwandlung. Zum neuen Jahr ist diese Wandlung als Aufgabe gestellt. Rücktritt Hossenfelders Wie es nicht anders zu erwarten war. Neue Reichsleitung der Deutschen Christen Nachdem Bischof Hossenfelder schon vor einigen Tagen sein Amt als geistlicher Vizepräsident des Evangelischen Oberkirchenrats und Stellvertreter des Landesbischofs der altpreußischen Union niedergelegt hat, ist er, wie verlautet, nunmehr auch von seinem Amt als Bischof von Brandenburg zurückgetreten. Infolge der Neubildung der Reichsleitung der Deutschen Christen hat Hossenfelder auch sein Amt als Reichsleiten niedergelegt. die Führung eines Familienstammbuches die=. ten. Allen Familien kann die Anlegung eines! Die Reichsleitung der Deutschen Christen in Familienstammbuches nur dringend empfohlen; mir dem 21. Dezember von Dr. fur. Rinder milesubends Teststellungen be. ühernammen maches di. En ii. ann.. Famtiienmrmmbuches Kur Brindens werden. Viele zeitraubende Feststellungen bezüglich der Familienverhältnisse würden den Standesbeamten und den Familienangehörigen im Laufe der Zeit erspart bleiben. überno leiteten——. Umbildung nmen worgeu. Die in die Wege geMaßnahmen lahen erkennen, datz eine unn der Glaubensbewegung Deutsche Aus der Landerhaupistaol den 26. Dezember. Wechnachten dann vorüber M. Run ist das schönste Fest des Jahres wieder vorbei. Ueberall herrschte eitel Freude und Wonne und die Arbeit wollte am Mittwoch noch garnicht so recht schmecken. In den Geschäften herrschte Hochbetrieb, denn die Tage nach dem Fest gehören dem Umtausch. Hier hatte Mutter für Vatern die Hausschuhe eine Rummer zu klein gekauft, dort die Tischlampe hatte einen kleinen Fehler und die Verlobten wurden mit Tortenhebern und=Tellern so beglückt, daß sie sie beim besten Willen nicht alle unterbringen können und die schönen Aussteuergeschenke gegen anderes Hausgerät umtauschen. So können sich also die Geschäftsleute auch nach dem Fest nicht beklagen und genau so zuvorkommend wie beim Einkauf wird man auch beim Umtausch bedient und beraten. Sonst verliefen die Festtage, abgesehen von einer kleinen Magenverstimmung, in schönster Harmonie. Vater spielte mit seines Sohnes Eisenbahn und der Sohn schaute begeistert zu! Beim Dunkelwerden versammelte sich dann die ganze Familie um den Weihnachtsbaum. Aber auch die, die durch ihren Beruf gezwungen waren, ihren Dienst zum Wohle der Allgemeinheit zu versehen, hatten in ihren Diensträumen. die sonst nüchtern und kahl sind, einen kleinen geschmückten Tannenbaum. Gewiß, es konnte nur ein kleiner Ersatz sein, für den Baum, der zu Hause stand, aber es war doch weihnachtlich. Wir denken da an die Polizeibeamten, an die Postbeamten, die Arbeiter auf dem Gas= und Elektrizitätswerk. die Feuerwehr, die Beamten der Eisen= und Straßenbahn, kurz an alle, die zum Wohle des Ganzen stets bereit sein und ihren Dienst versehen müssen. Das Ereignis des Tages spielte sich in der Langen Straße ab, wo bis jetzt unbekannte Burschen die Scheibe eines Schaukastens bei dem Elektromeister Grothe eindrückten. Von den Tätern fehlt bis jetzt noch jede Spur. * Der Besuch der diesjährigen Weihnachtsausstellung der Lippischen Landesbibliothek hat die gehegten Erwartungen weit übertroffen. Es ist damit gelungen, zahlreichen Volksgenossen in unserer Landesbibiliothek eine der wertvollsten kulturellen Einrichtungen unserer engeren Heimat nahe zu bringen und sie zu veranlassen, deren reiche Schätze an Büchern aller Art für sich nutzbar zu machen. So liegen insbesondere auf die in der Weihnachtsausstellung gezeigten Werke aus dem Bereiche germanischen VorHE POAAATB uns Der forschung bereits zahlreiche Ausleihbeungen vor, sodaß zwecks Verkürzung der artezeit einige Werke in mehreren Exempiaren angeschafft werden müssen. Um nun auch denjenigen Volksgenossen, die in den Tagen vor dem Feste keine Zeit zu erübrigen vermochten, Gelegenheit zum Besuche der Ausstellung zu geben, hat sich die Lippische Landesbibliothek entschlossen, die Ausstellung bis Freitag, den 5. Januar 1934(für Schulen bis Sonnabend, den 6. Januar 1934) zu verlängern. Besuchszeit außer Sonnabend und Sonntag von 16 bis 19 Uhr, für Schulen nach besonderer Vereinbarung. Lippisches Landestheater Die goldene Harse Schauspiel von Gerhart Hauptmann. Am 1. Weihnachtstage hatte uns das Landestheater die Gerhart Hauptmann=Neuheit „Die goldene Harse“ beschert, die in Frankfurt mit großem Erfolge zur Uraufführung gelangte. Ein seltsames Werk, schwankend zwischen Traum und Wirklichkeit! Drei sporenklirrende junge Reitersleute zogen hinaus in den Krieg er Freiheit gegen Napoleon. Jeder trug eine Locke der kleinen Komteß auf der Brust. Der Bruder fiel, die beiden Freunde, Zwillingsbrüder, zogen hinaus in die Welt. Die Komteß, deren Inbild und Sinnbild alles Lichten und Schönen der Bruder gewesen war, beginnt auf dem alten Waldschloß ihrer Eltern ein eingezogenes Leben und widmet sich nur noch der Musik. Sie spielt die goldene Harfe. Da, nach Jahren— und hier beginnt die eigentliche Handlung— kommen aus weiter Ferne die Freunde des Toten zurück und treten als blutvolle fordernde Jugend in den weltfernen und fremden Lebenskreis der Komteß. Zwei Welten treffen aufeinander! Dies Ereignis wählt Hauptmann zum Schürzen des Knotens der Handlung. In beiden Brüdern entsteht eine übermächtige Liebe zu der Komteß, die ebenfalls beide Brüder liebt. ohne sich für einen entscheiden zu können. Ueber allem aber geistert das Antlitz des verstorbenen Bruders Heinz=Herbert. und nimmt jegliche Freude, jeglichen Ueberschwang, und jede Ruhe. ie beiden Brüder werden von dieser merkwürdigen Stimmung ergriffen. Aus zwei freien lebensfrohen Naturen werden gedrückte. unfreie, sich in der Liebe zu dem gleichen Weibe hassende Menschen. Die Verhältnisse fordern eine Entscheidung. Der eine der Brüder will sie Rach dem Weihnachtsfest Rach Tagen der Sammlung ins neue Jahr Nun sind die Festtage der heiligen Nacht vorüber und mit ihnen der Reiz des geheimnisvollen, der den Tagen vorher zu eigen war. Der alte Zauber des deutschen Familienfestes hatte uns wieder für Tage umfangen. Es war das 1. deutsche Weihnachtsfest im neugeeinten Reich Adolf Hitlers, das ja die Familie und die Blutsbande wieder in den Mittelpunkt deutschen Lebens und Geschehens stellt. Der deutsche Christbaum mit seinem hellen Kerzenschein hat wieder die ganze Familie und ihre Angehörigen um sich versammelt und die Herzen erleuchtet und erwärmt. In den Alten sind manche Erinnerungen an frohe und schicksalsschwere Feste wachgerufen, in den Jungen sind Wünsche und Hoffnungen für die Zukunft geweckt. Jubel und Freude über die Gaben, die in diesem Jahre dank des großzügigen Winterhilfswerkes allen zuteil geworden sind, wirken noch nach. Söhne und Töchter, die noch im Arbeitsverhältnis standen und draußen, fern vom Lipperland weilten, waren in die alte liebe lippische Heimat geeilt. Wie viele konnten die Heimat und die Jugendfreunde wieder grüßen. In den Straßen der Landeshauptstadt herrschte bis in die letzten Stunden des Heiligabends ein lebhaftes Treiben. Dann aber wurde es still. Wie ausgestorben waren die Straßen der Stadt. Alles war zum Familienherd geeilt. Auch die Festtage boten stille Straßenbilder. Besonders die Geschäftswelt, die seit Wochen ununterbrochen in den Wirtschaftsbetrieb eingespannt war, konnte sich einmal stiller Ruhe hingeben. Deutsche Weihnachten 1933 brachten eine neue Verinnerlichung deutschen Familien= sinnes. Heiligabend mit den Gottesdiensten, mit den Weihnachtsliedern der Chöre und den Darbietungen der Bläser von den hohen Kirchtürmen bildeten einen stimmungsvollen Auftakt. Wie viele haben in diesen Tagen wieder den Weg ins Gotteshaus gefunden. Die Kirchen waren teilweise überfüllt. Die alte wundersame Botschaft der Geburt des tagen der bekannt, üdte ihren Glauz und ihre Kraft auf alle aus. Die vielen schweren und ehnluchevolen Seutzer der Veisgegitiese der letzten Jahre, die aus dem deutschen Volke banger Sorge auf das Vaterland gerich waren. sind nicht ungehört verhallt. Ein neues Deutschland ist da, geeint in P#nen.—. Mislen von einer Hand geführt. Mit eisernem geht das geeinte Volk neuen, großen Hoffnungen und Zielen entgegen. I 86681 Eins hat im Bilde dieses 1. deutschen Weihnachtsfestes gefehlt. Wie wunderbar hatte die deutsche Natur sich vor Wochen angeschickt, den weihnachtlichen Zauber in der Natur zu schaffen. Wie trugen die Tannen des Waldes schon ihren herrlichen Winterschmuck von Schnee und Reif! Wie schaute der Hermann als der getreue Wächter des Cherusker: landes in das schöne winterliche Land, das sich rings ausbreitet bis zum Köterberg, ins Schwalenberger Land und ins nordlippische Bergland bis zur Weser. Leider wurde dieses Wintergemälde kurz vor den Festtagen zerstört und alle Hoffnungen der Naturfreunde auf Wanderungen im Winterwald und auf den Wintersport schwanden dabin. Um so mehr kam dafür der Aufenthalt in der warmen. traulichen Stube mit dem Plauderstündchen zu seinem Recht. antag Nun sind die Tage verronnen. der Alltag kommt wieder mit seinen Ansprüchen. Doch ist die Mitte der letzten Jahreswoche schon überschritten. Die geruhsame Feiertagsstimmung will noch nicht recht weichen. Denn schon stehen zwei neue Feiertage bevor. der Sonntag— Silvester und Neujahr. Die Tage zwischen Weihnacht und Neujahr sind so recht Tage des Besinnens und der Sammlung. Mit frischem Mut und neuer Kraft dann ins neue Jahr hinein! Hochzeit. Das seltene Fest der goldenen Hochzeit feierte vor einigen Tagen das Ehepaar Rentner Wilh. Laukamp, Grünstraße. Auch wir gratulieren dem greisen Jubelpaar recht herzlichst. * Die drei großen„S“. Im Café=Restaurant Klinge, Hornsche Straße, gastiert bis auf weiteres die bekannte Konzert=, Stimmungsund Tanzkapelle„die drei großen S“ Solf, Schmidt, Schwarz. Die auf vielseitigen Wunsch weiter verpflichtet wurden. Ein Besuch ist zu empfehlen.(Siehe auch heutiges Inserat). * Vor der Prüfungskommission der Handwerkskammer im Tischler=Gewerbe bestanden die Meisterprüfung die Herren Otto LukasDetmold und Johannes Elsebusch=Detmold. 1„ Die kluge: uefrau kaußt ihren nur in dem altbekannten Geschäft J. Kaul * Oberinzeum, Bund der Altschülerinnen. Wir möchten nochmals darauf hinweisen, daß heute, Donnerstag abend um 8 Uhr, ein Treffen der Altschülerinnen des Oberlyzeums in der Loge stattfindet. Der Abend wird durch musikalische und andere Darbietungen verschönt werden. Freundinnen und Freunde der Schule sind ebenfalls willkommen, besonders würde das Erscheinen von möglichst viel Jugend erfreuen. * L o n d e s v e r b a n d L i p p i s c h e r R e i t e r v e r e i n e. Alle Mitglieder des Landesverbandes Lippischer Reitervereine werden hierdurch auf die laut Anzeige vom 21. d. M. schon bekanntgegebene Generalversammlung nochmals hingewiesen. Diese wichtige Versommlung findet heute, Donnerstag, den 28. Dezember, um 5 Uhr nachm. im Arminiushotel, Detmold, statt. Da Beschlüsse zur Besprechung kommen, die jedes Mitglied angehen, so ist das Erscheinen Pflicht. * Invalidenversicherung. Das Büro der Versicherungskontrollstelle Detmold, Doktorweg 8, ist am 30. Dezember 1933 geschlossen. in der Abreise finden. Aber ihm gelingt es nicht, fern zu bleiben. Er kehrt zurück. Die Komteß soll die Entscheidung treffen, sie, die beide liebt! Graf Günther!" der Erwählte, Alexis muß fahren. Doch in der letzten Stunde der Abfahrt am nächsten Tage erkennt die Komteß ihre wahre Liebe zu Alexis. Da kommt die Nachricht, daß Graf Günther in dieser Nacht den Tod gesucht hatte, weil er das Opfer, das der Bruder ihm und der Komteß gebracht hatte. nicht annehmen wollte. Hiermit beschließt Hauptmann die Irrungen und Wirrungen dreier Seelen. Ein besonderes Kennzeichen dieses Stückes ist das Fehlen einer besonderen äußeren Handlung. Hauptmann hat diese vielmehr in das Innere seiner Personen verlegt. Somit werde ich in einer gewissen Weise an Goethes Tasso erinnert, natürlich nicht inhaltsgemäß. Wie Goethe stellt uns Hauptmann in einen abgeschlossenen, fern jedwegen Lebens sich vollziehenden Geschehniskreis. nimmt er rein seelische Konflikte— im Gegensatz zu äußerer Handlung— zum Ablauf der Ereignisreihe. Die Entwicklung vollzieht sich also nicht unter dem Anstoß äußerer Ereignisse, sondern aus dem Grunde der unergründlichen menschlichen Seele heraus. In der Art wie Hauptmann das Stück anfaßt, wirkt es auf den Zuschauer wie ein wirklich unwirklicher Traum. Die Sprache. die musikalische Untermalung mit Beethovenscher (Adelaide) und Mozartscher Musik, die traurig stimmende Resignation der Komteß. der Kult mit einem Toten. der die lebendige Wirklichkeit zu erdrücken droht, alles zusammen ergibt ein ergreifendes, aber zwiespältiges Erlebnis. Man mag schon aus diesen Zeilen ersehen. vor welche Aufgaben die Kräfte unseres Theaters gestellt waren. Umso höher muß man daher auch die Spielleitung und die schauspielerischen Leistungen bewerten. as Deinen Bruder niehl bungern! Arbeie mdt au WAD Wir haben hier in Detmold in Willibald Mohr einen Spielleiter gefunden, der es in äußerst geschickter und geschmackvoller Art versteht, sich den gewiß nicht einfachen Verhältnissen unseres Theaters anzupassen. Ich hatte schon bei der Aufführung der Räuber Anlaß genommen, seine Spielleitung besonders hervorzuheben. Auch diesmal kann ich nur mein voriges Lob wiederholen. Sparsam und zweckmäßig in der Ausstattung, optisch äußerst wirksam waren die Szenenbauten. Dort, wo ein Mangel an Mitteln— unser altes Leiden— auftrat, brachten geschickte Beleuchtungseffekte darüber hinweg. Die Stellung der Personen in den einzelnen Bildern durchdacht und inhaltsgemäß wahr und richtig. Eine besondere Note wurde den Bildern dadurch verliehen, daß man zum größten Teil die Beleuchtung aus dem Raume vornahm und daher ein in sich geschlossenes Bild auf der Bühne erschien. Die Hauptrolle lag in den Händen Ursula Neumanns. Sie bot unbedingt die beste Leistung des Abends. Ich sage nicht zuviel, wenn ich behaupte, daß mit ihrer Leistung der Erfolg der Aufführung steht und fällt. Sie hat ihre eigene Weise, seelische Stimmungen und Qualen zu gestalten. Aber gerade diese stark persönliche Note verlieh ihrer Komteß größte Wirkung. In ein Wort will ich meine Ansicht zusammenfassen: lebenswahr! Das möge genugen. Ludwig Hayn als Graf Alexis war gut und überzeugend, besonders sein modulationsfähiges Organ trug viel zu der Wirkung bei. Die ihm gestellte Aufgabe erfüllte er voll und ganz. Auch Kurt Heide als Graf Günther konnte gefallen, wenn ich ihn mir auch ein bissel weicher und gelöster gewünscht hätte. Otto Will=Rasing als Erlaucht. Else Hähnel als Anna und Elfriede Meurer als Hausdame fügten sich in bekannter sicherer Weise in dem Rahmen der Aufführung. Heinz Klink hatte mit seinen 8900 Konzert zum Besten der Winterhülse Der Männer= und Frauenchor Lage veranstalten am 7. Januar 1934, abends 8 Uhr, in der Turnhalle am Jahnplatz, ein Besten der allgemeinen Winterhilfe. Außer Pachionen Sitren Dr, agt Sche chor von Beethoven, Schubert. Händel, Richte u. a. wird zum Schluß„Der„Thoral Leutben“ für gem. Chor, von Fr. T#### kotten, zum Vortrag gebracht. Im zu diesem Werke schreibt der Komponist: Vater ländische Ehrentage sind es von dere. Glo. ze wir wiederum hinaussingen möchten in alle Welt. Selten ist deutscher mit deutschem Gottvertrauen wohl erheben.r in Erscheinung getreten, als an jenem denk würdigen Tage von Leuthen(5. Dez. 1757). Ein deutscher Choral war es, der die Frieger mit den Worten:„Gib, daß ich tu mit Fleiß zum Kampfe begeisterte, und wiederum in einem deutschen Chorale faßten sie am Abend ihren Dank gegen den Lenker der Schlachten zusammen in dem niemals ausgesungenen deutschen Tedeum von unerreichter Kraft und stolzer Siegesfreude:„Nun danket alle Gott“. ein unvergänglicher, heiliger Klang aus Vorzeit, unter dem sich das deutsche Volk immer wieder zusammenscharen kann in dem stolzen Gelübde: Ein Volk, ein Führer, ein Gott. Eine besondere Note erhält das Konzert durch die Mitwirkung unserer einheimischen Sängerin Frau Gertrud BenndorffMünnich. Nach längerem Aufenthalt in Amerika, wo sie in großen Konzerten und im Rundfunk als Solistin mitwirkte, wird sie nun zum erstenmal wieder in ihrer Vaterstadt auftreten. Die Begleitung am Flügel hat Paul Schlina=Lage, übernommen. An alle Sangesfreunde und Volksgenossen ergeht die Bitte, das Konzert zu besuchen, da der Ertrag restlos der Winterhilfe zugeführt wird. Da das Konzert schon am 7. Januar stattfindet, werden alle Sänger und Sängerinnen gebeten, am Freitag zu gewohnter Zeit zur Probe zu kommen. Den 85. Geburtstag konnte vorgestern Herr August Schröder. Freiligrathstraße, begehen. Nachträglich herzlichen Glückwunsch! Die Wasserleitung wird gebaut Das Angebot der Fa. Schewen in Düsseldorf wurde von der Stadt angenommen. Das Angebot sieht die Fertigstellung des in Frage stehenden ersten Abschnittes für 132000 R.4 vor. Die Firma wurde verpflichtet, die Arbeiten und Lieferungen im Betrage von 105 000 R.A den hiesigen Handwerkern zu übergeben. Schätmar Eröffnung der Lichtspiele Nach wochenlangen Vorarbeiten sind nunmehr am Weihnachtsnachmittage die Lichtspiele eröffnet worden. Innenausstattung und Beleuchtung sowie Wand= und Deckenschmuck verdienen in ihrer Mustergültigkeit alle Anerkennung. Die Bild= und Tonwiedergabe der technischen Apparate ist einwandfrei. Möge in gleicher Weise das Programm unsere Einwohnerschaft zufriedenstellen. Bad Salzuflen Grober Aufug In der Nacht zum 26. Dezember wurde an einem Hause in der Heidestraße eine KellerFensterscheibe eingeworfen und zu wiederholtem musikalischen Fähigkeiten die Rolle des Geradini übernommen, die ihm auch gut gelana. Gertrud Angerstein als Jutta — sehr niedlich— und Erwin Stutzke als Diener vollendeten den Kreis der Personen. Es war sehr schade, daß dieser Aufführung kein größerer Besuch zuteil wurde; sie hatte es bestimmt verdient. Zum Schluß will ich an die Mitglieder unseres Landestheaters die Bitte richten, mir dieser Beegisterung und diesen Leistungen, die alle Anerkennung verdienen, weiterhin bei der Sache zu sein. Sie werden dann das anvertraute Erbe aufs Beste verwalten und ihren Aufgaben, die ihnen die neue Zeit stellt, wahrhaft gerecht werden. F. Hagemann. Spielrlan des Landestheaters Freitag, den 29. Dezember, 19.45 Uhr, letzte Wiederbolung der Gerhart Hauptmann=Neuheit„Die goldene Harse“. Die 12 Bilder dieses wundervollen Schauspiels stellen eine tiefe. schöne Dichtung dar, und übermittelten am 1. Weihnachtstag dem dankbaren Publikum ein herrliches Erlebnis und stärksten Eindruck. Am Neujahrstage. Montag. den 1. Januar, 19.45 Uhr, geht Hermann Bahrs Meisterlustspiel„Das Konzert", erstmalig in Szene. Hermann Bahrs Lustspiel ist eines der weniger Stücke, die allen Stürmen der Zeit standgehalten haben. Seit mehr als 20 Jahren erfreut es sich der besonderen Gunst des Publikums Und das mit Recht. Denn sein Witz ist gefällig dramatischem Geschick und künstlerischer Ueberlegenheit durchgeführt. Mit dieser Aufführung wird gleichzeitig eine Dankespflicht erfüllt. für en österreichischen Dichter, dessen deutsche Gesinnung durch die Berufung in die preußische Dichterakademie geebrt wurde. Male der Briefkasten„verunreinigt“. Ferner wurde in der Ahornstraße eine Ruhebank quer über die Straße gestellt. Die Täter konnten leider bislang nicht gestellt werden. Lemge 80. Geburtstag Der Flurschütz a. D. Herr Hermann Brinkmann, der allen Bürgern aus seiner Tätigkeit als städtischer Beamter in freundlicher Erinnerung ist, feiert heute seinen 80. Geburtstag. Möge ihm weiterhin ein schöner Lebensabend beschieden sein. Das ist unser herzlicher Wunsch zu seinem 80. Geburtstage. Silberne Hochzeit Am 1. Weibnachtsfeiertag feierten die Eheleute Richard Weida und Frau das Fest der silbernen Hochzeit. Nachträglich herzlichen Glückwunsch! Zum Baumeister ernannt. Die Lippische Landesregierung dar den kechnischen Stadtinspektor, Herrn Fritz Schäfer, zum Baumeister ernannt. Die Ernennung erfolgte auf Grund der Verordnung vom 1. 4. 31. Ein mißglückter Einbruch. In der Nacht zum ersten Feiertage wurde in dem Pavillon des Frl. Meierkordt eine Fensterscheibe eingedrückt. Der Täter, der jedenfalls einen Einbruch verüben wollte. ist wahrscheinlich bei seiner Tat gestört worden. Er konnte bis jetzt noch nicht ermittelt werden. Oerlinghausen E G Töbllcher Anglakssall Ein hartes Geschick traf die Familie Schlach= termeister Puckert. Welschenweg. Frau P. war am Freitag vor Weihnachten damit beschäftigt, die gesäuberten Gardinen wieder vor die Feuster zu häugen. Von der Fensterbank trat sie auf einen Stuhl, der zerbrach. Frau P. schlug rückwärts ins Zimmer und verletzte sich ernstlich das Rückgrat. Die Ueberführung in das Bieleselder Krankenhaus wurde sofort angeordnet und vollzogen. Schon am Sonnabend ist Frau P. ihren Verletzungen erlegen. Den Hinterbliebenen gilt unsere aufrichtige Teilnahme. Seinen 76. Geburtstag feierte am 26. Dezember Herr Bernhard Heumann. Detmolder Straße. Nachträglich herzlichen Glückwunsch! Bergstadt Blomberg Nach den Feiertagen. Die Feiertage sind vorbei, zu denen soviel gerüstet und vorbereitet wurde. Am Nachmittag des Heiligen Abends zeigte sich in den Straßen ein bewegtes Bild; galt es doch, noch die letzten Einkäufe zu tätigen. Die Lichterkirche war sehr gut besucht und nach beendetem Gottesdienst fand sich auf dem Marktplatz eine große Menschenmenge zusammen, um gemeinsam das Christfest einzuleiten. Hell erstrahlte die auf dem Marktplatz aufgestellte Tanne, als die Mitglieder verschiedener Gesangvereine und ein Kinderchor Weihnachtsweisen erschallen ließen. Umrahmt wurde die Feier durch die Mitwirkung des Posaunenchors. In den Häusern sah man alsdann auch bald hinter verhängten Fenstern die ersten Weihnachtsbäume brennen und mancher Jubel der Kleinen war vernehmbar. Am ersten Feiertagmorgen erfreute abermals der Posaunenchor die Einwohner mit Chorälen und Weihnachtsliedern. War der erste Festtag hauptsächlich der Familie“ gewidmet. so ging es am zweiten bedeutend lebhafter zu. Außer dem traditionellen Ball des Männergesangvereins „Teutonia“ fand im„Bürgerheim“ ein großer Weibnachtsball statt. Auch der Schlusball der Tanzschule Schulte zog manchen Tanzlustigen an. Die Evangelische Gemeinschaft veranstaltete, im Gasthef„Zur Bur“ eine sinnvolle Feier. Würdig und in aller Ruhe verliesen die Feiertage und nichts störte das allgemein harmonisch verlaufene Weihnachtsfest. Schwerer Antozusammenstoß Unmittelbar am Kassee„Waldhaus“, dort. mo die Straße Klus mit der Landeschaussee Oesteroden—Sevinghausen zusammentrifft. kam es zu einem folgenschweren Zusammenstoß. Ein von Blomberg kommender Essener Bersonenwagen rammte einen von Klus kommenden Personenwagen. Der Anvrall war so gewaltig, daß einer der Insassen direkt durch die vordere Scheibe slog und sich erheblich verletzte. Auch die übrigen Insassen des Essener Wagens erlitten größere Verletzungen. Im nabegelenenen Kassee„Waldhans sanden die Verletzten Aufnahme und wurden in den Abenditunden mit einem telephonisch herbeigerusenen Auto aus Essen in ihre Heimat trausvortiert, wo sie Aufnahme im Krankenhaus sanden. Reutenzahlungen. Die Militärrenten werden am 28. Dezember, die Unfall=, Alters= und Invalidenrenten am 29. Dezember bei der hiesigen Postanstalt ausgezohlt. Run sind's der Worte geung! Wohl kein Stand hat unter dem Vorgunwesen so stark zu leiden als gerade die Handwerker und von diesen hauptsächlich wieder die Schuhmacher. Es ist hier absolut keine Seltenheit, daß ein gewisser Kundenkreis gekaufte oder reparierte Schuhwaren bis zu 2, mitunter bis zu 3 Jahren anschreiben lassen. Daß Handwerker unhaltbare Zustände mit sich bringt, in verständlich. In der letzten Sitzung der Schuhmacher=Innung wurde dies Thema eingehend behandelt und beschlossen, ab 1. Januar eine schwarze Liste anzulegen, in der alle faule Kunden erscheinen sollen. die es in der Gewohnheit haben, nachdem ihr Kredit bei dem einen Handwerker erschöpft, sich einem anderen zuzuwenden. Die schwarze Liste wird sicherlich manchen Handwerksmeister vor Schaden schützen. Weihnachten für die Arbeiter. Ein Zeichen wie im Gegensatz zu früher sich Arbeitgeber und=nehmer zusammenfühlen, zeigte die Weihnachtsfeier in einem hiesigen Fabrikbetrieb, wo im Maschinensoal ein großer Weihnachtsbaum aufgestellt war, der früh morgens hell im Lichterglanz erstrahlte. Flegeleien. Einem Gartenbesitzer. Am Lehmbrink wurde während der Nachtstunden sein Gartenzaun vollkommen demoliert. Für die Täte= wore es anbracht, ihre überschüssige Kraft ern.: Rützlicherem zur Verfügung zu stellen. Vom Husschlag getroffen. Beim Holzabfahren war ein Landwirt mit dem Anschirren der Pferde beschäftigt, als plötzlich eines der Tiere ausschlug und dem Betreffenden einen Hufschlag gegen den Kopf versetzte. Ein vorbeikommender Personenwagen fand den Verletzten. der ohnmächtig war, auf der Straße und nahm sich seiner an. Stellvertretender Bürgermeister. Während der augenblicklichen Beurlaubung des Bürgermeisters Dr. Bargob übernimmt der Stadtrat Wilhelm Schröder die Geschäfte. Verschwundene„Zuuft“. Auch in diesem Monat läßt sich die erfreuliche Feststellung machen, daß die„Ritter der Landstraße" bald einem anderen Zeitalter angehören. Während in früheren Jahren der Monat Dezember die Höchstbelastung mit Obdachsuchenden brachte und sich bis zu 400 meldeten, hat die Zahl einen derartigen Tiefstand erreicht, daß die Landstreicher heute ein seltenes Bild geworden sind. Nur 10 Personen haben in diesem Monat um Obdach nachgesucht. Hierbei handelt es sich jedoch meist um reisende Handwerkgesellen. jährige Stiftungsfest des Mannerz. „Deutsche Eiche" unter Mitwirkung des 5.. chors„Freya“ statt. Das Konzert vollen Erfolg für den Verein aufzuweisen, der unter der Leitung des Dirigenten Otto sehr gut eingeübte Lieder zum Vortrog Auch die beiden Theater=Aufführungen Heiratsstellvertreter“, und„AFC# Försterhaus“ fanden sehr großen schließend fand dann ein gemüttite kränzchen statt. Sehr zu begrüßen ist, daß 20 Reichsmark von der Einnahme an die Winterhilfe abgeführt werden konnten. Anfell. Einen bedouerlichen Unfall erlitt vor einigen Tagen der Waldarbeiter Hermann Sölter, Hagenstraße. Beim Fällen eines schlug ihm ein Ast so unglücklich in den Rücken. daß er sich erhebliche innere Verletzungen zuzog. Nachbarschaft Barntrup Stiftungsfest des Männergesangvereinz „Deutsche Eiche“. Im vollbesetzten Saale des Deutschen Hauses fand am zweiten Weihnachtsfeiertage das dies„Der Kampf um die Weser“. einer kommuniftischen ergenitalten. Bückeburg. 27. Dezember. ach längeren Beobachtungen ist man hier der Bildung einer kommunistischen Geheimorganisation auf die Spur gekommen, die von einem inzwischen festgenommenen KBD.=Junktionär aus dem Minden=Ravensberger Land ausgezogen worden war. Für die Leitung der hiesigen Bezirksgruppe wurde der Steinhauer Kon Meier bestellt, der es verstanden hat, in mehreren Orten Fünfergruppen zu bilden. Durch einen Kurier wurden die Mitglieder der neugegründeten KPD. von Meier zu geheimen Zusommenkünften in tiefer Waldeinsamkeit einberufen. U. a. wurde eine Hetzschrift unter dem Titel„Der Kampf um die Weser“ herausgebracht. Bei den Haussuchungen der 12 verhafteten Kommunisten, die zum Toil im Privatleben den Anschein zu erwecken versuchten, als seien sie Nationalsozialisten, wurde Nateriel hochverräterischen Inhalts sowie Gewehrschlösser und Diebesgut zutoge Die Polizei fahndet noch nach dem größerer Sprengstoffmengen, die von einem der verhafteten Kommunisten bezogen Qeben dem ganz schlichten keinen A II. Xc hleidchen für Haus und Beruf braucht sede Frau ein etwes angezogener wirkendes Tageskleid aus leichter Wolle oder Samt. Solche Kleider können von vormittags bis abends zu vielen Gelegenheiten getragen werden, im Winter unter dem Woll= oder Pelzmantel, im Frühjahr als korrektes Straßenkleid. Strenge Linienführung, sorgfältig durchdachter Schnitt und interessante modische Details sind die tyvischen Merkmale. Jumper= oder Jackeneffekte betonen den angezogenen Charakter. Nichts ist geeigneter, diese Kleider zu komplettieren, als ein wenig Fast jede Frau hat kleine Pelzreste, die man dazu verwenden kann, aber auch der Anschaffungspreis ist sehr niedrig. Und gerade die Pelzgarnitur gibt dem einfachen Kleit eine besondere Note! Unsere Modelle zeigen die vielen Möglichkeiten. 72575 ist eine sehr hübsche Kombination: ein Wollkleid mit einem Samibolero. Pelzstreisen begrenzen das kleine Cape und garnieren die Aermel. Wie elegant ein schlichtes Wollkleid durch die Pelzgarnierung wirken kann, zeigt unser Modell 72579. Dieses Kleid würde in Beige mit braunem Pelz oder in Marineblau mit Silbergrau besonders gut aussehen. Leopard ist die große Mode! Modell 72577 ist mit einer losen Leopardenkrawatte u.:d Aermelgarnitur gedacht, aus dunkelgrünem Stichelbaarwollstoff wäre es besonders schön. 72576 wirkt durch die reiche Biesenstepperei und die kleidsame Pelzverarbettung. Auch hierzu würden wir einen leichten Wollstoff empfehlen und den Pelz vielleicht abstechend dazu wählen. Ein sehr elegantes Kleid für den Nachmittag ist 72581. Es ist aus dunklem Samt mit Hermelinkragen(der nicht unbedingt echt zu sein braucht!) und weist einen sehr guten Rockschnitt und eine aparte Aermelpartie auf. 72575 ist ein avar8 Strahenkleid aus Wollstoff mit aufgeknöpftem Bolero aus Samt. Die kleidsame Pelzgarnierung an Kragen und Aermeln ist besonders zu erwähnen. Vobach= Schnitt (90 Ps.) Größe 0 und 11. Erforderlich für Größe O: etwa 3 m Stoff 130 cn breit und 0,90 m Sam: 90 cm breit. 72579. Ein besonders schönes und brauchdares Mantelkleid aus Wollstoff mit Schulterkragen und Pelzgarnierung. Vorn verbreitert sich die eingesetzte Biende und wird aufgcknöpft. BodachSchnitt(90 Pf.) Große 1. 1I und 111. Eriorderlich fur Große l: etwa 3 m Stoff 130 cm breu. 725::. Dieses bübsche Jumverkleis aus Weilöeft fällt besonders durch seine Biesenverarbeitung auf. Der kleine Velzkragen ist immer wieder sehr Meid. sam. Bobach=Schnitt(90 Pf.) Größe I und III. Ers. für Größe l: etwa 3,40 m Stoff 190 cm brett. 72579 72577 72577. Ein elegantes Tageskleid e Wollstoff mit Lecpardensellkrawatte. Vorn wird der jumverartige Effelt durch abstehende Taschen= telle erzielt. Bodach=Schnitt(90 Pf.) Größe 0 und III. Ersorderlich für Größe 11I: Stoff 130 cm breit. Vobach=Schnittmuster sind zu beziehen durch Ja. Dobath-Schnitt G. m. b. K., Leipzig&a 1, Georgiring 5e Weihnachtsfest liegt hinter uns I] Es ist ein Fest der VolksgemeinO schaft gewesen, wie es noch nie zuvor von irgend einem Volke der Welt begangen worden ist. Das ganze Volk ist eine große Familie geFreiwillige Helfer haben sich der Notleidenden und Bedürftigen angezommen; durch unendlich viele große und kleine Opfer ist es dem Winterhilfswerk aöglich gewesen, Weihnachtsfreude in jedes deutsche Haus zu tragen. Das Bewußtsein dieser Leistungen darf iber nicht darüber hinwegtäuschen, daß die schwersten Wintermonate noch vor aus liegen. Nach dem Siege binbet den Helm fester! Soll der steile Aufstieg andauern, den das deutsche Volk seit der Uebernahme der Macht eurch Adolf Hitler genommen hat, dann gilt es, auch weiterhin alle Kräfte anzumannen, um die Bedürftigen vor Hunger und Kälte zu bewahren. Darum richtet das Winterhilfswerk an das deutsche Volk zum Beginn des Neuen Jahres die Aufforderung, weiter zu ämpfen gegen die Not. Die hervorragendsten Männer der deutschen Nation haben diesen Aufruf unterstützt. Wenn am Silvesterabend und am Neurstag die selbstlosen Helfer des Winilfswerkes mit der Bitte um weitere pfer an Euch herantreten, dann seid bereit! Das Neue Jahr soll nicht mit Böllerei und ausgelassenem Toben begrüßt werden, sondern mit dem frohen Bekenntnis zur Volksgemeinschaft. Diesem Bekenntnis müßt Ihr durch freudige Opfer Ausdruck geben. Wenn das Neue Jahr so beginnt, dann wird und muß es froh und glücklich werden. Der Neujahrstag soll zeigen, daß das ganze deutsche Volk sich zu der Devise bekennt:„Aufwärts aus eigener Kraft!“ Der Stellvertreter des Reichskanzlers. In seinem erbitterten Kampfe gegen Hunger und Kälte ist das deutsche Volk allein auf sich selbst angewiesen. Von Sieg oder Niederlage hängt das Schicksal von 6 Millionen notleidender Volksgenossen ab. Der Sieg aber ist nur dann zu erringen, wenn wir geschlossen im Sinne echter Volksgemeinschaft bekennen: „Keiner für sich— Jeder für alle!" und im wahren Der Reichspräsident Berlin, den 19. Dezenber 1933. Das Vinter-Hilfsserk des deutschen Volkes hat in seiner bisherigen Arbeit Hillionen notleidende Deutsche vor Hunger und Kälte geschütst. Aber die Not des Vinters ist noch nicht übervunden. Bs nuss veiter geholfen verden. In Geiste der Nächstenliebe, in Gefühl nationaler Verbundenheit nuss jeder nach besten Kräften den hilfsbedürftigen Volksgenossen beistehen. So nie Deutschland in den schweren Jahren des Vel tkrieges in der Verteidigung des Vaterlandes einnütig zusannenstand, so vollen vir auch jetst vieder in Kanpfe gegen die Not uns nie e 1ne Panilie zusannenfinden in den festen Villen: Virhe1 fen nettex 9 Der Reichsminister des Innern. Das deutsche Volk hat in den vergangenen 14 Jahren erkannt, daß es auf sich selbst gestellt ist, und daß es sich selbst helfen muß, wenn es wieder hochkommen will. Deshalb hat es den Austritt Deutschlands aus dem Völkerbund am 12. November in so überwältigender Volksabstimmung bestätigt. Das Wahlergebnis bedeutet den Entschluß des deutschen Volkes, sich auf allen Gebieten selbst zu helfen. Ganz besonders gilt das für die Ueberwindung von Hunger und Kälte in diesem Winter.„Einer für alle, alle für einen“, dieser alte Wahlspruch muß jetzt verwirklicht werden. Das ganze Volk steht fest und treu zusammen, damit nach dem Wort des Führers in diesem Winter kein Volksgenosse zu hungern und zu frieren braucht. Eine gigantische Anstrengung zeigt der Welt den festen Willen Deutschlands zum Leben. Jetzt müssen wir das Letzte aufbieten, um das Winterhilfswerk glücklich zu vollenden. Vieles ist erreicht, worauf wir stolz sein können, jetzt müssen wir durch Opfer, nicht durch Almosen den endgültigen Sieg im Kampf gegen Hunger und Kälte davon tragen und in nationaler Solidarität die wahre Volksgemeinschaft begründen. Wer jetzt für das Winterhilfswerk gibt, schützt damit sein Volkstum und hilft den hungernden und frierenden Volksgenossen. „Keinerf Frontgeist danach handeln. Der Reichswehrminister. Das deutsche Volk ist unter Adolf Hitlers Führung wieder zu einer Schicksalsgemeinschaft zusammengeschmiedet worden, wie sie schon einmal in den ersten ahren des großen Krieges alle Deutschen verband. Damals war Deutschland im Kampf gegen eine Welt auf sich selbst gestellt.„Aufwärts aus eigener Kraft! lautet auch heute die Parole Der Geist der Kameradschaft und Hilfsbereitschaft, der sich einst in den Schützengräben und in der Rot der Heimat bewährte, möge auch heute in allen, auch dem letzten Volksgenossen wieder lebendig sein, damit das harte Los der Aermsten gelindert werden kann Die Opferbereitschaft für das Winterhilfswerk ist Dienst am Volk, Dienst an der deutschen Zukunft. Reschoftnanzminister. Im Kampf gegen Hunger und Kälte haben sich Bauern und Städter die Hand gereicht und stehen schicksalsverbunden in der gemeinsamen Opferfront. Möge auch in dem zweiten Abschnitt des Winterhilfswerks, in den wir am Jahreswechsel eintreten, bei jedem deutschen Mann und jeder deutschen Frau der Wille lebendig bleiben, für hungernde und frierende Volksgenossen zu sorgen, auf daß wir auch im neuen Jahr dem Ziele näherkommen, das das deutsche Volk sich gesteckt hat: Aufwärts aus eigener Kraft! Der Renchspost= und Verkehrsminister. Viel hat das deutsche Volk in treuer Verbundenheit mit seinem Führer schon getan, um den notleidenden Volksgenossen ihr bitteres Geschick zu erleichtern. Aber wir dürfen nicht nachlassen in diesem Tun. Schwere Wintermonate stehen noch bevor. Die bedürftigen Volksgenossen sollen ihnen mit der Zuversicht entgegensehen können, daß ihnen auch weiter gern und ausreichend geholfen wird. Gebe jeder, der noch Arbeit und Brot hat, nach Kräften. Wer sich in gesicherter wirtschaftlicher Stellung befindet, spende nicht, sondern opfere! Dann handelt er im Geiste des Führers in nationaler Solidarität, indem einer für den andern eintritt. Der Reichsminister des Auswärtigen. Die schönen Anfangserfolge im Kampf um den Sieg über Hunger und Kälte müssen uns auch in den bevorstehenden schweren Monaten zu nicht erlahmender Opferbereitschaft für das große Winterhilfswerk des deutschen Volkes anspornen. Sein volles Gelingen wird ein beredtes Zeugnis von dem auf friedliche Ziele gerichteten Geist des Neuen Reiches ablegen. Fofr- uurae Hhnsrife Der Reichsminister der Justiz. Nichts offenbart das neu gewonnene Gemeinschaftsbewußtsein des deutschen Volkes so eindringlich, wie sein umfassender Kampf gegen Hunger und Kälte im Winterhilfswerk. Auch in der zweiten Hälfte des Winters wird es für jeden Deutschen, der in der Lage ist zu helfen, Ehrenpflicht sein, die zahlreichen Volksgenossen, die unverschuldet Not leiden, vor dem schlimmsten zu bewahren B AS Der Reschabankpräsident. Der Grad des Opferwillens zeige die Größe des Dankes an den Führer für die Wiedererweckung der Nation Der Reichsarbeitsminister. Im Kampf gegen Hunger und Kälte ist es Pflicht jedes Deutschen, für seine notleidenden Volksgenossen Opfer zu bringen. Wie im Felde müssen wir für unsere Mitmenschen und Mitkämpfer um Deutschlands Wiederaufstieg auch heute eintreten im Sinne aufrichtiger und herzlicher Kameradschaft und fester Volksverbundenheit. Bellage Nr. 302 Lipvische Tageszeitung Aus den livvischen Bauerschaften Luftkurort Hiddesen Für die Winterhilfe. Die Belegschaft der hiesigen Polstergestellfabrik K. und E. Gausmann hat nunmehr aus ihren Reihen eine Fußballmannschaft aufgestellt, um mit dieser Spiele zu Gunsten der Winterhilfe auszutragen. Am kommenden — Spiel gegen die bekannte Temde=Mannschaft austragen, das in Detmold stattfindet. In der Hiddeser Mannschaft wirken u. a. mehrere Spieler des Sportvereins„Arminia“ mit.(11) Weihnachtsfeier des Männergesangvereins Tealonia“. Wie alljährlich, sand am 1. Weihnachtstog im Hotel„Waldheim“(Fahrig) die Weihnachtsfeier des Männergesangvereins„Teutonia“ statt, die einen guten Besuch aufzuweisen hatte. Neben Musikstücken der Hauskapelle, gemeinsamen Liedern, Gedichten und Liedern der Kinder, sang der Gesangverein einige Weihnachtschöre. Es erschien auch der Nikolaus, der für jedes Kind eine Tüte mitgebracht hatte. Zum Schluß fand dann noch eine Verlosung statt, womit die stimmungsvoll verlaufene Weihnachtsfeier ihr Ende fand.(11) Versammlung der Deutschen Arbeitsfront. Am Freitag, 29. Dezember, abends 8 Uhr, findet im Hotel„Teutoburger Wald"(Schucken= böhmer) eine Versammlung der Deutschen Ar beitsfront statt. Es ist Pflicht aller schaffenden deutschen Arbeiter der Stirn und der Faust, sowie der Gewerbetreibenden und Handwerker der NS.=Hago, zu dieser Versammlung zu erscheinen. Es wird über Zweck und Ziele der Deutschen Arbeitsfront gesprochen werden.(11) Beihnachtsseier des Krieger- und Landwehrvereins. Am letzten Sonnabend hielt der hiesige Krieger= und Landwehrverein im Vereinslokal Hotel „Teutoburger Wald"(Schuckenböhmer) seine Weihnachtsfeier ab, zu der sich die Kameraden mit ihren Angehörigen recht zahlreich eingefunden hatten. Gedichte und Lieder der Kinder und gemeinsame Lieder wechselten in bunter Reihenfolge miteinander ab und ließen bald die richtige Weihnachtsstimmung auskommen. Der Vorsitzende des Vereins. Lehrer Lohmann hielt einen Vortrag über das Julfest der alten Germanen und über das in dieselbe Zeit gelegte Weihnachtsfest der Christenheit, das reichen Beifall fand. Auch erschien der Nikolaus, der von den Kindern mit Freude begrüßt wurde. Ebenfalls bekam jedes Kind eine Tüte. Eine Verlosung schloß sich an. Autoschwindler! Berlebeck. Ein aus München-Gladbach stammender Kaufmann wollte in sehr großzugiger Weise sich zu Weihnachten einen Kraftwagen schenken. Er besuchte eine Düsseldorser Firma und„kaufte“ hier einen schönen Personenkraftwagen, mit dem er dann in lung seiner Ehefrau eine Reise ins Lippische unternahm. In Düsseldorf hatte man aber inzwischen Bedenken bekommen und verständigte die Polizei, die die Fahndung aufnahm. Am heiligen Abend wurde dann der frischgebackene Aulobesitzer in Verlebeck verhaftet und in das Deimolder Untersuchungsgefängnis eingeliefert, Der Wogen wurde beschlagnahmt. Jestestell wurde, daß der Autobesitzer für 24 Stunden sich beim Kauf des Wagens eines falschen Namens bedient hat. Die Ermittlungen gehen weiter. Sprechtage des Landrats und der Amtmänner im Kreise Detmold Die Sprechtage des Landrats und der Amtmanner in Detmold und Blomberg im Jahre 1934 werden wie folgt feittgesetzt: 1. in Schlangen in der Gastwirtschaft H. am 12. Januar, 9. Februax, 9. März, 8 Anril. 4. Mai. 8. Juni, 6. Juli, August, 7. September, 12. Oktober, 9. Nobember, 7. Jezember, von nachm, 3,5 Uhr 2. in Lipperode. vormittags von 10—12 Uhr, am 9. Januar in der Gastwirtschaft Butterwer am 10. Aprsl in der Sohpirige Pensel, am 10. Juli in der Gastgärtiche Butterwek. am 9. Oktober in der Gastwirtchaft Bonsel: 3. in Falkenbagen(Klosterkrug) am 11. Jannar. 8. Februar, 8. März. 5. April, 3. Mai, 7. Juni. 5. Juli. 6. September, 11. Oktober, 8. zember, von 9 Uhr vormittags bis 12.30 Uhr nachmittags: 4. in Schwalenberg im Rathaus am 11. Januax, 8. Februar, 8. März. Avril. 3. Mai, 7. Juni, 5. Juli. 6. Septamber, 11. Oktober, 8. November und 6. Dezember, von 3—5 Uhr nachmittags. * Diestelbruch. Das älteste Gemeindemitglied wurde zu Grabe getragen. Am 1. Weihnachtsfeiertage wurde unser ältestes Gemeindemitglied, der Invalide W. Kamp meier, zu Grabe getragen. Daß er geschätzt und beliebt war in der ganzen Gemeinde, zeigte der lange Zug der Leidtragenden. Kriegerverein und Gesangverein gaben ihm den letzten Gruß. Der Entschlafene war diesen beiden Vereinen ein reges und förderndes Mitglied. Daß er als 84jähriger noch die Einigung aller Deutschen unter unserem großen Führer miterleben durfte, war seine größte Freude. Er war ein Mann der Arbeit, der Liebe und des Glaubens. Sein Glaube machte ihm das Sterben leicht. Diestelbruch. Zur ewigen Ruhe gebettet wurde am 1. Weihnachtstag unter großer Beteiligung der Bewohner der älteste Einwohner unseres Dorfes, Hermann Kamp meier. Herr Kampmeier war noch ein Veteran von 1870=71. Herr Pastor Menges=Vahlhausen hielt im Trauerhause eine tief zu Herzen gehende Trauerrede. Der Kriegerverein sowie der Männergesangverein nahmen geschlossen an der Beerdigung teil. Der Männergesangverein widmete dem Toten einige Lieder und über der offenen Gruft krachten 3 Salven des Kriegervereins. Alle, die den wackeren Alten gekannt haben, werden ihn nicht vergessen. Liebe und Ehre seinem Andenken.(1) Beim Wildern gefaßt! Siliren. In den Waldungen der Heidelbecker Forst bemerkte ein Waldarbeiter drei verdächtige Männer, die er verfolgte und die darauf Reißaus nahmen. Der verständigte zuständige Gendarmeriebeamte nahm die Verfolgung auf und als die Drei nach mehrmaligem Anruf nicht stehen blieben, gob der Beamte mehrere Schreckschüsse ab, worauf der eine, der Arbeiter Friedrich K. aus Siliren festgenommen werden konnte, während die beiden andern im Dickicht verschwanden. Nach den weiteren Ermittlungen wurden auch die beiden Flüchtigen ermittelt und zwar handelt es sich um den Arbeiter B und den Schwiegersohn des K. Bei B. fand man im Stiefelschaft den Schaft eines Alle Drei leugneten entschieden, gewildert zu haben und wildern zu wollen. Eine Haussuchung förderte nichts Belastendes zu Tage, jedoch wurde im Wald der zu dem Schaft gehörende Gewehrlauf gefunden. Die deri Wilderer wurden darauf in das Amtsgerichtsgefängnis in Alverdissen eingeliefert. Die Ermitt lungen gehen weiter. * nachtsfeste verteilt werden konnten. An dieser Stelle sei dem Spender herzlichst gedankt. * Holzhausen=Externsteine. Die Hauptverkehrsstraße Horn—Paderborn bildet an der kleinen Egge in Winter den Kraftwagenfahrern manche Gefahren. Die Straße in von den Externsteinen bis durch Kohlstädt hindurch stark vereist. Ueber mehrere Verkehrsunfälle auf dieser Strecke haben wir in der letzten Zeit schon berichtet. In den letzten Tagen sind diese wieder um einige erhöht. So raste am letzten Sonnabend abend ein 2=Sitzer Hanomag, unterhalb der Schlüsselgrund, die Böschung herunter. Die Räder standen nach oben, die Karosserie wurde total eingedrückt, die Windschutzscheibe ging in Trümmer. Die beiden Insassen, ein Herr und eine Dame, erlitten Schnittwunden. * Holzhausen-Externsteine. Eine schöne Weibnachtsfreude wurde den Hilfsbedürftigen unserer Gemeinde zuteil. Der Gemeinde wurde vom Kreis und Reich ein Betrag von 480 RM. als Weihnachtsgabe zur Verfügung gestellt. Die Freude war groß, als diese Summe teils in bar und Gutscheinen kurz vor Weihnachten zur Verteilung gelangte. Waldheide. Gestohlene Geschenke unter gestohlenen Weihnachtsbäumen. Gewissenlosen Menschen sagt scheinbar auch die heilige Weihnachtszeit nichts. So hörte man in diesen Tagen wiederholt von Waldbeitzern Klagen über das Stehlen von Weihnachtsbäumen.— Der Eisenwarenhandlung Karl Weber wurde kurz vorm Fest ein vor seinem Geschäft ausgestellter neuer Rodelschlitten gestohlen. Die Spitzbuben haben die Gelegenheit wahrgenommen, als der Inhaber sein Geschäft für 5 Minuten allein ließ. Hoffentlich haben die Diebe keine Freude an dem unrechten Gut. Haustenbeck. Winterhilfswerk. Im verflossenen Monat konnten die Kohlenscheine der Serie B und in den Tagen vor Weihnachten auch die Gutscheine der Serie C verteilt werden. zige Hände der NS.=Frauenschaft hatten die vom BdM. und der Frauenschaft mit großem Fleiß gesammelten Wäsche= und Kleidungsstücke in Ordnung gebracht, sodaß auch diese schon vor einiger Zeit an die Bedürftigen abgegeben werden konnten. Besonderer Dank gebührt an dieser Stelle auch den hiesigen Geschäftsleuten, die es durch besondere Spenden möglich machten, daß an die Bedürftigen neben Bedarfsdeckungsscheinen eine große Zahl von Lebensmittelzuweisungsscheinen verteilt werden konnten.(8) Haustenbeck. Hartes Los. Von einem schweren Schicksalsschlage wurde die Familie des Landwirts Wilhelm Hagemeier Nr. 142 getroffen. Zwei Tage vor dem frohen Weihnachtsfeste wurde die Mutter und Seele des Hauses, die für immer die Augen geschlossen hatte, über die Schwelle des Hauses getragen. Eine schwere heimtückische Krankheit hatte sie nach kurzem Krankenlager hingerafft und damit einem arbeitsreichen und freudigen Leben ein Ziel gesetzt. Allzufrüh mußte Frau Hagemeier, die ihrem Gatten eine gute Lebensgefährtin und ihren Kindern treusorgende Mutter war, im besten Lebensalter von 40 Jahren von ihren Lieben scheiden. Sechs Kinder standen an der Bahre ihrer lieben Mutter und mußten schon in ihren jungen 8ahren den bitteren Ernst des Lebens erfahren. Außer dem Verwandtenkreise hatte sich eine große Trauergemeinde eingefun den, um der Verstorbenen die letzte Ehre zu er weisen. Herr Pastor Held fand tröstende Worte für die trauernden Angehörigen, denen man allseits herzliche Teilnahme entgegenbringt.(8) * B r o t h a u s e n. I m S i l b e r k r a n z. A m gestrigen Mittwoch feierten die Eheleute Oberlehrer S. Hünefeld und Frau, geb. Kuhlmann, das schöne Fest der Silberbochzeit. Etwa zwei Jahnzehnte führt Herr Hünfeld nun schon sein Amt in der hiesigen Schulgemeinde aus und ist während dieser Zeit den Bewohnern ein lieber Berater in allen Fragen geworden. Und so gelten dem über die Grenzen des Dorfes weit hinaus bekannten und beliebten Ehepaare auch unsere herzlichsten Glückwünsche und hoffen, daß das geschätzte Paar noch viele Jahre in ihrem Wirkungskreis verleben möge. * K l ü t. D i e W e i h n a c h t s f e i e r d e s G e sangvereins„Germania“ Klüt nahm bei vollbesetztem Hause einen guten Verlauf. Der Chor wartete mit 6 Weihnachtsliedern auf, davon wurden zwei gemischt mit den Kindern der Schule gesungen, die alle gut zu Gehör gebracht wurden unter der Stabführung des bewährten Dirigenten Direktor Müller=Daube, Detmold. Die Schulkinder trugen alte und neue Weihnachtsgedichte vor und dann erschien der gute Weihnachtsmann, der einige kleinen Knaben und Mädchen auf die Bühne rief, wo sie ihm etwas hersagen mußten und dann auch einmal in den Sack greifen durften. Daran schloß sich eine Verlosung an und dann folgte ein Weihnachtslustspiel, welches von den Mitwirkenden flott heruntergespielt wurde und oft zum Lachen anregte. Zum Schluß hatte dann der Weihnachtsmann noch für jedes Kind eine Tüte verteilt. * Klüt. NS.=Volkswohlfahrtshilfe Zum Weihnachtsfeste hat der Bauer Midden dorp der Winterhilfe noch 27 Zweipfundsbeutel Mehl überweisen lassen, die noch zum WeihFamilientragödie in Brake In Brake spielte sich am heiligen Abend eine entsetzliche Familientragödie ab. Die Witwe M. ging in einem Anfall von geistiger Umnachtung in das Schlafzimmer und schnitt ihren beiden im Bette liegenden Kindern mit einem Küchenmesser die Pulsadern am linken Arm auf. Dann ging die Anglückliche wieder in die Küche, wo sie ich ebenfalls beide Pulsadern öffnete. Durch das Schreien der Kinder wurden die Hausbewohner wach und drangen in die Wohnung ein, wo sich ihnen ein entsetzlicher Anblick bot. Man band den Anglücklichen sofort die Arme ab und verständigte einen Arzt, der nach Anlegung von Notverbänden die Ueberführung in das Krankenhaus anordnete. Die Frau wurde dann in die Heil- und Pflegeanstalt Lindenhaus überführt. * Retzen. Meisterprüfung. Vor der Prüfungskommission der Handwerkskammer im Tischler=Gewerbe bestand die Meisterprüfung Herr Friedrich Claus. * Billerbeck. Straßenausbesserung. Die Verkehrsstraße nach Steinheim wird im Steinheimer Feld gründlich ausgebessert. Die Straße erhält hier teilweise eine neue Decke. Die Walzarbeiten sind augenblicklich im Gange. Zu wünschen wäre, wenn auch die sehr schlechte Strecke hinter der Grenze mit in Angriff genommen würde. * W ö b b e l. E i n V e r k e h r s u n s e l! nete sich unter der Ressenberg,„wo#e#z sonenwagen plötzlich bremsen wollte, dabei in: Schleudern geriet, einen Berg, hinanfuhr, znd wieder zurück in umgekehrter Haltung auf der Straße landete. Der Wagen erlitt nicht die geringste Beschädigung. * Wöbbel. Kriegerfest. Am zweiten Weihnachtstage feierte der Kriegerverein sein diesjähriges Kriegerfest. Mittags Vorriggsgge ten sich die Kameraden vor dem Berr.— Aug. Meier. Alsdann begann ein Durchmarsch durch das mit zahlreichen Ehrenbogen und Fahnen geschmückte Dorf. Voran schritt, die Musikkapelle Krüger=Blomberg. Bei der denseiche machte der Zug halt.„Pieg.öektz der langjährige Vorsitzende des Herr Karl Meier eine kernige, von starkem vaterländischen Geist durchglühte Ansprache. Im Gasthof Meier fand dann ein deuticher Tanz statt. In gemütlicher Stimmung blieb jung und alt noch lange beisammen.(1) * Fütig. Meisterprüfung. Vor der Prüfungskommission der Handwerkskammer im Tischler=Gewerbe bestand die Meisterprufung Herr Gustav Homann. * Schieder. Weihnachtsfeier der Schule. Die diesjährige Weihnachtsfeier der Schüler, die im„Deutschen Haus"(Besitzer Hölting) stattfand, erfreute sich eines guten Besuches. Nachmittags war die Feier für die Jugend. Abends wurde die Feier für die Großen wiederholt. Gedichte, Lieder und Theatervorträge wechselten miteinander ab. Die fleißigen Schüler ernteten lebhaft en Beifall. * Belle. Weihnachtsfeiern der Schüler und des Vaterländ. Frauenvereins. Die diesjährige Weihnachtsfeier der Schüler fand im vollbesetzten Saal des„Beller Kruges (Eimterbäumer) statt. Die Darbietungen der Schüler legten ein Zeugnis von Fleiß und gutem Können ab. Den Besuchern wurde viel geboten— die Weihnachtsfeier des Vaterländischen Frauenvereins fand im Gasthof„Zur Post“(Krohne) statt. Ein umfangreiches Programm wickelte sich reibungslos ab. Auch diese Feier verlief auf das Beste.(1) * Wöbbel. Von den Emmerarbeiten. Die Emmerregulierungsarbeiten sind bis zum Bahnhof Wöbbel vorgeschritten und sind somit die Erdarbeiten in Kürze beendet. Bei dem Oelemann'schen Wohnhause wird augenblick. lich eine etwa 40 Meter lange und einige Meter hohe Bruchsteinmauer gebaut, um die Wassermengen bei Hochwassergefahr von den Wohnhäusern abzuhalten. Infolge des Frostes mußten die Maurerarbeiten abgeorochen werden, ollen aber, sobald die Witterung günstig ist, ortgesetzt werden. Das Höherlegen der Emmerbrücke, über die der Weg zum Bahnhof ührt, bildet den Abschluß der Emmerarbeiten. jedoch will man hier erst im Frühjahr mit beginnen.(1) * Wöbbel. Weihnachtsfeier. Am letzten Sonnabend abend fand im Gasthof Meier eine Weihnachtsfeier der Schule statt, die durch die Mitwirkung des Männergesangvereins unter tützt wurde. Von den Schulkindern wurden Reigen, Theaterstücke usw. aufgeführt. Erwähnt seien die Stücke„Die Sternensucher“ und „Der Weihnachtsmann in Nöten". Der Männergesangverein erfreute die Besucher durch die innvoll vorgetragenen Lieder:„Stille Nacht, heilige Nacht".„Es ist ein Ros' entsprungen und durch das zum Schluß vorgetragene Lied: „Heil'ge Nacht, o gieße du, Himmelsfrieden in dies Herz“. Allen Mitwirkenden sei auch an dieser Stelle gedankt. * Billerbeck. Weihnachtsfeier und Werbeabend des BdM. Im großen Kuhlmannschen Saal veranstaltete am letzten Sonnabend abend der BdM., unterstützt durch die Ortsgruppe der SA., eine Weihnachtsfeier verbunden mit einem Werbeabend. Nach einigen Bandonium=Vorträgen hielt Pg. Kaufmann Wilh. Köster eine kernige Ansprache. Er folgte dann das Gedicht„Die 4 Männer“. Das dann folgende Theaterstück„Der Ehemann unter dem Weihnachtsbaum“ wurde sehr schön vorgetragen. Nach weiteren Gedichtvorträgen wurde ein lustiges Soldatenstück„Die beiden Musketiere“ aufgeführt. Bei diesem ulkigen Stück wurden so recht die Lachmuskel in Bewegung gesetzt. Die von dem BdM. aufgeführten Volkstänze und Reigen gefielen sehr gut, auch das Spiel„Jugend von gestern und Jugend von heute“ verfehlte seine Wirkung nicht. Zum Schluß gelangte dann das Stück„Germanias Erweckung" zur Aufführung, wobei eine SA.=Abordnung mit Fahne und Fackel auf der Bühne Aufstellung genommen. Anschließend wurde das Horst Wessel=Lied und das Deutschland=Lied gesungen. Die nun durchgeführte Verlosung erweckte große Freude. Zahlreiche schöne Gewinne gelangten zur Verteilung. Kumor Sophie hat eine schwere Hand. Da zerbricht denn allerlei. Heute kommt sie strahlend und sagt:„Da hab' ich aber Glück gehabt, das Dings ist nur in zwei Teile zerbrochen.“ „Glück, wieso?“ „Haben Sie eine Ahnung. was das sonst für Arbeit ist, all die Splitter aufzuheben.“ Weihnachten bei den Sportlern Die Spitzengruppe der ersten Kreisklasse gesprengt- Salzuflen und Schlangen Sieger Ueberraschungen bei den Handballern Der Spielbetrieb auf den lippischen Sportplätzen war an den Feiertagen recht dünn, und das war gut so, denn auch die Sportler sollen an diesem Fest nicht aus dem Kreis der Familie gezogen werden und sich mit der Jagd nach den Punkten abplagen. Leider ließ sich eine restlose Spielruhe nicht durchführen und man hatte einige Spiele angesetzt, um in etwa mit dem Terminkalender wieder ins Reine zu kommen. Die Spiele selbst konnten unter den günstigsten Witterungsverhältnissen ausgetragen werden und die erste Kreisklasse, die zwar nur zwei Spiele absolvierte, die aber für die Gestaltung der Spitzengruppe von eminenter Bedeutung waren, meldet folgende Ergebnisse: BsL. Bad Salzuflen— BSV. Heidenoldendorf 2:1 Fortung Schlangen— Hermania Schötmar 3:0 Da ist zunächst die Begegung in Bad Salzuflen zu nennen, wo die dort beheimateten Leute des VfL. eine böse Klippe zur Meisterschaft umschifften und dem BSV. Heidenoldendorf durch ein knappes 2:1 beide Punkte abnahmen. Dadurch sicherten sich die Platzherren erneut die Tabellenführung. die sie für 14 Tage an dem ViB. Detmold abtreten mußten. Im zweiten Spiel gab es eine Bombenüberraschung und zwar vermochten die Schlangener Fortunen nau einem rassigen Spiel der Germania aus Schötmar durch ein eindeutiges 3•0 beide Punkte abzunehmen. Schon beim Seitenwechsel lagen die Fortunen mit 3:0 in Führung. Durch dieses Ergebnis, bei dem der VfB. Detmold der lachende Dritte ist, hat sich die Tabelle nun verändert und folgendes Aussehen erhalten: Neige auskosten und mit 9:3 geschlagen die Heimreise antreten. Beim Seitenwechsel stand die Partie bereits 6:1. Durch die Ereignisse hat sich das Bild der Tabelle Seitenwechsel mit 2:1. Nachdem die Detmolder dann den dritten Treifer erzielt hatten, holte der Gegner zwei Tore auf und stellte die Partie wieder pari. Dann erst zogen die Detmolder davon und in regelmäßigen Abständen sielen die Tore, bis dann das Endergebnis zustande kam. Wie gesagt, ein schönes, flottes und saires Spiel, das bestimmt eine größere Zuschauermenge verdient hätte. Was es senst noch gab Programmäßig waren dann noch in der zweiten Kreisklasse Gruppe 1 zwei Spiele vorgesehen und zwar sollten RSV. Wahmbeck— Eintracht JerxenOrbke und Arminia Hiddesen— LAV. Pivitsheide spielen. Beide Spiele, die bereits am 24. Dezember ihre Erledigung finden sollten, wurden aber nicht ausgetragen. In der Gruppe 2 dieser Klasse gab es am zweiten Feiertag ein Spiel zwischen dem RSV. Lieme und dem TuS. Lüdenhausen. Die Gastgeber aus Lieme liefen hier zu ganz gro ger Form auf und schlugen ihre Gäste mit nicht weniger als 5:2. Der FC. Union Entrup veranstaltete ein kleines Spielerfest, das bereits am Heiligen Abend seinen Anfang nahm. Hier siegte die erste Elf des veranstaltenden Vereins über die gleiche Mannschaft des FC. Lüerdissen mit 411. während im folgenden Spiel der BSV. Leese 1 zu kämpfen hatte, um dem VfB. Matorf mit 4:3 das Nachsehen geben zu können. Den Ab schluß dieses Festes sollte dann ein Treffen zwischen Union Entrup 1 und BSV. Leese 1 am zweiten Weihnachtstag bilden. Die Leeser sagten aber in letzter Stunde ab, so daß das Spiel nicht mehr stattfand. In der Klasse der Ligareserven war eine ganze Reihe von Verbandsspielen angesetzt, aber einige davon wurden schon vorher abgesagt und bekannt wurde nur, daß die Begegnung zwischen BSP Lemgo und Sportlust Helpup bei einem Stande von 0:0 vom Unparteiischen abgebrochen wurde. Damit wäre das Programm der Fußballer an den Feiertagen erschöpft und nun kommen die Handballer, die mit Hochdruck in der Bezirksklasse ihre Verbandsspiele am„weiten Feiertag fortsetzten. Knecht Ruprecht sorgte auch für einige recht nette Bescherungen, wie man aus den nachstehenden Ergebnissen ersieht: SuS. Lage— TV. Lügde 6:6 XV. Lemgo— TV. Eichholz 6:3 LAV. Pivitsheide— TS. Lage 6:7 TV. Spork BSV. Lemgo 9:3 Das wäre es also. Der SuS. Lage konnte sich trotz des eigenen Geländes nicht über den TV. Lügde hinwegsetzen und mußte sich mit einem 6:6 begnügen und büßte dadurch einen kostbaren Punkt ein. Beim Seitenwechsel lagen die Platzherren noch mit 3:1 in Führung. Ein kleines Pflästerchen auf diese Wunde erhielten die Lagenser aber, als sie erfuhren, daß der TV. Lemgo zu ganz großer Form auflief und dem TV. Eichholz glatt mit 6:3 das Nachsehen geben konnte. Bereits bis zum Seitenwechsel lagen hier die Platzherren mit 5:1 in Führung und beschränkten sich in der zweiten Halbzeit im wesentlichen damit, de Vorsprung zu halten. Weiter ist zu melden. daß die TG. Lage bei der LAV. Pivitsheide weilte und nach einem torreichen Treffen schließlich mit 7:6 die Oberhand und damit beide Punkte behalten konnte. Im letzten Spiek standen sich der TV. Spork und der BSV. Lemgo gegenüber. Hier mußten die Gäste aus der Hansestadt den bitteren Kelch der Niederlage bis zur Jetzt ist also kein Verein mehr ohne Verlustpunkte und die vier Tabellen führer liegen noch alle mit gleichen Aussichten im Rennen um den Meistertitel. Sonst hatten sich die Handballer in den Dienst der Winterbilfe gestellt und in Detmold spielte auf dem Jahnplatz eine Kombination aus den Detmolder Vereinen gegen eine Kombination aus den umliegenden Kreisklassenvereinen. Die Detmolder siegten hier im Endergebnis mit 8:5 Toren, ein Ergebnis, das dem Spielverlauf entspricht. Leider war der Besuch nicht so. wie man es im Interesse der guten Sache gewunscht hätte. denn der gesamte Betrag ohne jeden Abzug soll dem Winterhilfswerk zur Verfügung gestellt werden. In dem Salzuilen=Schötmaraner Bezirk wurde ein gleiches Spiel ausactragen. dessen Ausgang aber leider nicht in Erfahrung zu bringen war. Im Dienste der Winterhilfe Ein Handballspiel in Detmold Auf dem Dermolder Jahnplatz standen sich am zweiten Feiertag nachmittags zwei Auswahlmannschaften gegenüber und zwar hatte man auf der einen Seite die Detmolder Vereine zu einer Mannschaft zusammengestellt, während auf der anderen Seite eine kombinierte Elj der Vereine Augustdorf. Heidenoldendorf und Pivitsheide kämpften. Der gesamte Ertrag wird der Winterhilfe zugeführt und es ist daher sehr bedauerlich. daß nicht mehr Zuschauer diesem Spiel beiwohn ten. das von Anjang bis Schluß in einem äußerst flottem Tempo durchgeführt wurde und einige sehr schöne Situationen brachte. Die Detmolder siegten im Endergebnis mit 8:5. ein Resultat, das dem Spielverlauf gerecht wrd, denn die Residenzler waren besser. Vor allem war die Fünferreihe entschlußträftiger und wurssicherer. Es sah zwar zunächst noch einmal garnicht nach einem so eindeutigen Siege aus, denn der Gegner ging zunächst in Führung und hielt die Partie bis zum Leutscher Fußballbund Kreis Lippe Führer. Die für den 7. 1. 34 von der Gauleitung vorgesehenen Spiele für die Winterhilfe sind von dort verschoben worden. Wenn keine andere Anordnung erfolgt, können an diesem Tage weiter Verbandsspiele ausgetragen werden. Für den Nachmittag dieses Tages ist für Lippe eine Versammlung der Vereinsführer und Jugendleiter in Aussicht genommen. Eine endgültige Nachricht darüber erfolgt Anfang Januar. Bis zum 7. 1. ist von jedem Vereinsführer festzustellen, ob sich die aktiven Spieler für das kommende Jahr in der Anfall=Zuschußkasse des LRV. versichern wollen, da von der Beteiligung das Weiterbestehen dieser Einrichtung abhängig gemacht werden muß! Die vom DFB. von Monaten angekündigte Versicherung ab 1. 1. 34 tritt noch nicht in Erscheinung und es ist auch in den nächsten Monaten noch nicht damit zu rechnen. Von dort sind nur bei ganz schweren Fällen besondere Zuwendungen vorgesehen! Aus diesen Gründen wird allen lippischen Vereinen dringend geraten. ihre Spieler für das kommende Jahr nochmal bei der A.3K. zu versichern. Der genaue Abschluß der Kasse von 1933 wird den Vereinen in nächster Zeit bekanntgegeben werden. Wenn sich jedoch nicht mindestens 60 Prozent der lippischen Vereine beteiligen, muß leider die Liquidation erfolgen. Darüber soll nach Eingang der oben geforderten Mitteilung am 7. 1. entschieden werden! Ich erwarte daher von jedem Vereinsführer, daß bis dahin seine Meldung beim Leiter der A.K., Herrn Lehrer Heimbecher=Salzuflen, am Stadtpark, eingegangen ist. Daselbst sind auch die Satzungen zu haben. Ich mache auch hiermit alle Vereine nochmal auf die Bekanntmachungen betr. Sportgroschen aufmerksam und bitte um genaue Befolgung— Ab 1. 1. 34 müssen alle Spieler, auch die der Gastmannschaften. im Besitz der neuen Pässe sein. Die namentliche Liste der Spieler muß der Geschäftsstelle des Gaues 9 in Duisburg. Postfach 1. unter gleichzeitiger Einzahlung von 0.30 m pro Paß auf das Postscheckkonto des Gaues(Dortmund 2308) eingereicht werden. Bis zum 2. 1. 34 bin ich verreist. In dieser Zeit erledigt der Fußballwart G. Hüls=Detmold, Heldmannstraße, alle dringenden Angelegenheiten für mich! Zum Jahreswechsel übermittele ich allen lippischen Sportlern und meinen Mitarbeitern die besten Wünsche. Für die im alten Jahr, besonders nach der sportlichen Neugliederung von allen Beteiligten im Interesse der deutschen Jugend und der Volksgemeinschaft geleisteten wertvollen Dienste sage ich aufrichtigen Dank. Ich hoffe, daß der Sportkreis Lippe auch im kommenden Jahr ein gutes Stück zum gesunden Neubau.von Volk und Vaterland beitragen wird! Fr. Mahlmann Gan Niederrhein Während der Weihnachtsseiertage wurben im Gau Niederrhein drei Meisterschaftsspiele der Gauliga ausgetragen. Zwei der Spiele wurden schon am Vormittag des Heiligabendtages durchgeführt. In Essen standen sich Fortuna Düsseldorf und der BV. Preußen Essen gegenüber. Das Sviel hatte 5000 Zuschauer angelockt, die einen sicheren Sieg des Deutschen Meisters erlebten. Der Düsseldorfer Sieg mit 6:2 ist eigentlich etwas zu hoch ausgefallen. denn die Essener waren nicht so schlecht. wie es das Ergebnis besagt. In Gladbach svielte der BfL. Benrath gegen den SC. Vornssia Gladbach unentschieden 2:2 und mußte so einen sehr kostbaren Punkt abtreten. Der Vorsprung der Düsseldörser Fortunen erhöht sich dadurch auf 2 Punkte. Auf eigenem Platz seierte Schwarz=Weiß Essen am 2. Weibnachtstag einen 1:0=Sieg über den Fortung=Bezwinger Duisburg 68. Die Tabelle: BV. Preußen Essen— Fortuna Düsseldorf SC. Borussia Gladbach— VfL. Benratb 2:2 Schwarz=Weiß Essen— FV. 08 Duisburg 1•0 Sensation in Schalke FC. Schalke 04— VfL. Benrath 5•0 Germania Bochum— Spielvgg. Barmen 3:3 Alemannia Dortmund— SV. Höntron 0:3 Viktoria Recklinghausen— Westsalia Herne 1:1 Spielvgg. Herten— Homberger Svielverein 3:2 In Westfalen wurden nur Privatspiele ausgetragen. Das interessanteste Sviel innerhalb des ganzen westdeutschen Weibnachtsfußballs war wohl das Zusammentressen von Schalle 04 und BiL. Benratb am ersten Weihnachtstag. Das Sviel endete mit einem in der Höhe nicht erwarteten Sieg der Schalker. Die Benrather. die am Tag zunor noch ein schweres Meisterschaftsspiel ausgetragen batten, traten mit 2 Ersatzleuten an. Benrath enttäuschte stark. Hohmann und Rasselnberg kamen sast gar nicht zur Geltung. Bei den Schalkern war Czevan als Mittelläufer der überragende Mann. Ueberbaupt kann man sagen, daß es in der Schalker Els. die mit Ersatz für den verletzten Zaions svielte. keinen Versager gab. Kuzorra war als Mittelstürmer in seinem Element. Uebrigens wohnten auch die Führer des DFB. dem Spiele bei. um Erjabrungen für die Mannschaftsaufstellung gegen Ungarn zu sammeln. Mit Arminia Hannover machte einer der traditionsreicsten Vereine Niedersachsens am zweiten Festtage beim VfB. Bielefeld seine Auswartung. 3000 Besucher saben ein fesselndes Spiel. in dem das technisch gefeilte Sostem der Gäste gegen die Wucht und den Elan der Gastgeber reizvoll kontrastierte. Hannover siegte mit 2:1. Die Bochumer Germanen versuchten sich mit Ersatz gegen die immer noch spieltüchtige SSvag. Barmen aus dem alten Berg=Mark=Bezirk und kamen dabei etwas zu kurz. Sie hatten allerlei Mühe. mit dem gepflegten Spiel ihrer Gäste mitzukommen und mußten sich schließlich mit einem Remis von 3:3 bescheiden. Viktoria Recklinghausen und Westfalie Herne zeigten sich ebenbürtig. Vor allen Dingen die Hintermannschaften waren es. die ein höheres Ergebnis für die eine oder andere Partei verhinderten. Das Spiel endete unentschieden 1:1. Bei der Spielvag. Herten gab der Homberger SB. einen recht spielstarken Gegner ab und erzwang ein ehrenvolles Resultat. Dieser 3:2=Ersolo kostete den Platzberren sehr viel Mühe und war nur mit einigem Glück zustande gekommen. Alemanais Dortmund hatte den Mut gefunden. den SL. Höntron. den schärfsten Widersacher des Westdeutschen Meisters Schalke 04. der noch vor kurzem den Kampfgeist der Rothosen zu spüren bekam. zu einem Spiel zu verpflichten. Obwobl das Sviel keineswegs einen einseitigen Verlauf nahm. mußten die Platzberren das bessere Können der Höntrover anerkennen. die 3•0 fiegten. Höntrove Stein zeigte große Ruhe und machte die gefährlich sten achen unschädlich. Westfalia Bochum gab ihre Besuchskarte bei den klassenhöheren Gegner Deutscher SC. Hagen al und man muß sagen, daß sie dort einen sehr guten Eindruck hinterließen. Die Platzbesitzer batter allerband Mübe. um zu ihrem 3:2=Siege zu kom men. Erst kurz vor dem Abpfiff stellten die Ein beimischen durch einen Handelimeter den knaover Sieg ber. Spfr. 95 Dortmund— Borussia Dortmund 0•2 Als klassenniedriger Verein boten die Besucher ein großes Spiel, dem die Platzbesitzer sich nich immer gewachsen zeigten. Zwei Treffer für die Borussen gaben den Spielverlauf richtig wieder In einem Lokaltreffen standen Preußen Mün ster und Münster 08 sich gegenüber. Um es vor weg zu sagen, die Preußen zeigten sich im ganze: Treffen als die entschieden bessere Partei. Voallem war es ihr Mittelläufer, der immer wieder saubere Vorlagen an den Sturm gab und mi zwei erzielten Toren den größten Anteil zun 3:2=Siege für sich in Anspruch nehmen konnte. Sonstige Privatspiele Sportfreunde Dortmund— Borussia Dortm. 0:1 Preußen Gladbeck— Schwarz=Gelb Gladbeck 0:4 Germania Herne— Westfalia Scherlebeck 2:: Deutscher SC Hagen— Westfalia Bochum 3:2 Preußen Münster— SC 08 Münster 3:2 Borussia Rheine— Gelsenkirchen 07 4:1 BV Stoppenberg— Langendreer 04 6:4 dorst=Emscher— Karnap 07 3•2 Erle 08— Borussia Dortmund 10:2 Union Herford— Armina Bielefeld 0:2 Hronau 09— Eintracht Trier 1:5 Hammer Spielogg.— Hüsten 09 1:2 Stadtelf Castrop— Stadtelf Dortmund 3:1 Castrov 02— Union Hamborn 2•2 am Niederrhein Hamborn 07— Stade Francais Paris 2#0 VfL. Pr. Krefeld— Stade Francais Paris 33 Stadtmannschaft Aachen— FTC. Budapest 2:2 Fortuna Düsseldorf— Dresdner SC. 123 Rheodter SoV.— SV. Feuerbach 3•0 Hamborn 07— VfB. Speldork 622 Preußen Essen— TuS. Bochum— 0•1 Schw.=W. Barmen— Saar 05 Saarbrücken 5:3 Bornssia Gladbach— Odenkirchen 05/07 2:2 Das Hauptereignis der Weihnachtsfeiertage im Fußball war am Niederrhein das Zusammentrefsen des Deutschen Meisters Fortuna Düsseldorf mit dem mitteldeutschen Meister. Dresdener Sportklub. das mit etwa 10000 Zuschauern einen starken Publikumserfolg aufzuweisen hatte. Die Düsseldorfer konnten ihre Revanche nicht verwirklichen. da auch diesmal die Dredener mit 2:1 das bessere Ende für sich hatten. Trotz der knappen Niederlage lieferten die Düsseldorfer. die ohne Janes. Bornefeld und Wigold antreten mußten. ein weitaus besseres Spiel. als an den voraufgegangenen Sonntagen. Für die Ueberlegenheit der Düsseldorfer spricht auch das Eckenverhältnis von 5:1, Kreß im Tor des Dresdener Sportklubs war schwer zu überwinden und den Schlußangriff der Düsseldorfer vonnten die Gäste durch starke Verteidigung abwehren. Der ausländische Gast am Niederrhein. Stade Fraucais Paris. bezoa in seinen beiden Spielen empfindliche Niederlagen. Die Franzosen wielten am Sonntag gegen die ausstrebende Mannschaft von Hamborn 97. Die 4000 Zuschauer wurden stark enttäuscht, denn außer großem Eiser hatten die Gäste den Platzbesitzern nichts Gleichwertigeentgegenzusetzen. Die Hamborner waren in großer Form und siegten ganz überlegen mit 7•0.— Am l. Feiertag behielt Preußen Krefeld mit 3:2 die Oberhand. ohne aber zu überzeugen. Immerbin spielten sie technisch besser und auch im Sturm durchschlagskräftiger. Uenjahrsgrüße des Reichssportführers Das Jahr 1933. das in der Geschichte der Nation als das Jahr der nationalsozialistischen Revolulion ewig verankert bleihen wird. neigt sich seinem Ende zu. Neues Hofsen. neuen Glauben gab es dem deutschen Volk. non revolutionärem Wollen. von ungestümem Vorwärtsstürmen war es erfüllt. Adolf Hitler gab der Nation und ihrer Zeit das Gepräge. Groß war auch der Umbruch auf dem Gebiete der Leibesübungen. Ovserbereiter Einsatzwille— SA.=Geist— hat sich durchgesetzt und alles. was gleichen Willens ist. zu einer Einheitsfront zusammengeschlossen, um die Leibeserziehung im Sinne des nationalsozialistischen Staates zu gestalten. Bedeutende Aufgaben stehen bevor. die die Kräfte aller voll in Anspruch nehmen werden. Die Worte des Führers in seinem Erlaß vom 14. Dezember über die olymvischen Sviele und die Ausgaben des Reichssportführers zeigen uns Turnern und Svortlern den Weg im neuen Jahr: „Eine nicht weniger wichtige Aufgabe ist die dauernde und nachhaltige Pflege der Leidesübungen im ganzen deutschen Volke als eines der wichtigsten Kulturgüter im nationalsozialistischen Staate. Wir werden dadurch dem Geist des neuen Deutschlands in der Kraft seines Volkes eine dauernde Grundlage schaffen" Heil Hitler Der Reichsiportführer Gelseinneis un Ger## Rieltelern ErEK HI URONAN voR DR G. RECHTSSCHUTZ: DREI GUELLEI-VERLAG, KOIIGSBRUCK# Inzwischen glitt Li=Sing wie ein Schatten im Zimmer umher. Er hatte die gleiche Lampe wie Gerry auf dem Kopfe und öffnete mit erstaunlicher Behendigkeit Schränke und Läden. Den Inhalt derselben warf er heraus. Was er an Papieren fand, legte er auf ein Rauchtischchen Die drei arbeiteten rasch und energisch und vermieden jedes unnütze Geräusch, obwohl ihnen keine Gefahr drohte; denn außer Suschin lebte nur eine alte Haushälterin im Hause. Sie schlief in einer Dachkammer und war halbblind und beinahe völlig taub. Gerry hatte den Safe ausgeräumt. „Einen Augenblick völliger Ruhe, bitte!“ Dann klopfte sie die Rück= und Seitenwand ab. „Aha, das dachte ich mir! Den Brenner, LiOnals Sie drehte die Glühbirne aus der Ttschlampe und schaltete eine Schnur ein, an deren anderem Ende eine Art spitzer Lötkolben zu hängen schien. Im nächsten Augenblick bildete sich an der Spitze des Kolbens eine kleine Flamme. Wie Wachs schmolz vor ihr das Metall der linken Seitenwand des Safes. Bald darauf fiel leise klirrend ein rechteckiges Stück Stahlplatte heraus. Gerry steckte ihre Hand in den Hohlraum und zog heraus, was sie darin fand. Es waren eigentümliche Dinge. Zuerst kam eine lange Perlenschnur, dann zwei prachtvolle Diamantringe, dann ein Diadem mit Erdbeerblättern und ein Poar Ohrgehänge heraus. Eine Reihe anderer Schmuckgegenstände folgte. Neugierig sahen Hulberry un Li=Sing auf den glitzernden Reichtum. „Lady Irvindale wird sich freuen, wenn sie diese Sammlung sieht“, bemerkte Gerry. Dann zog sie noch eine Reihe Papiere ein Buch aus dem Geheimfach. Unbesehen steckte sie alles ein. Hierauf ging sie die Papiere Stück für Stück durch, die Hulberry und Li=Sing gesammelt hatten. Einige davon nahm sie zu sich Dann deutete sie auf den Rest. „Zerreißen und verbrennen. Einige Fetzen auf den Boden streuen!“ Hulberrn und Li=Sing machten sich an die Arbeit. In der Zwischenzeit beschäftigte sich Gerry auf eine ganz eigentümliche Weise. Sie schlitzte mit einem Dolchmesser, das sie aus dem Aermel ihres Kimonos zog, das Leder der Klubsessel auf, riß Stücke von der Tapete herunter, sprengte eine Seitenwand des Schreibtisches heraus, drückte die Glasscheiben eines Schrankes ein, schnitt Fetzen aus dem Bodenbelag, kurzum, wohin das Auge blickte, bot sich ein Bild wüstester und rohester Zerstörung. Schwach beleuchtete das Kaminfeuer das Schlachtfeld. Hulberry traute seinen Augen nicht, aber schon börte er Gerrys Stimme. „Wir sind fertig. Es ist nun ein Uhr, und Suschin kann jeden Augenblick kommen. Sie müssen verschwinden, Hulberry. Gehen Sie bis zur nächsten Kreuzung links. Dort steht ein geschlossener Wagen, in dem ein Führer sitzt. Sagen Sie ihm nur das Wort„Dacia". Dann läßt er Sie einsteigen. Warten Sie im Wagen auf und Nun begann Hulberry zu begreifen. eia hatte die Sache in der Hand. Darum hatte man ihm abgewinkt, als er sich heute angeboten hatte. Aber bei aller Hochachtung vor der Dacia begriff er es doch nicht, wie der junge Chinese zu dem goldenen Erkennungszeichen kam. Nachdenklich wanderte er die Straße hinunter bis zur ersten Kreuzung links. Leise surrend stand dort ein großer, geschlossener Kraftwagen, dessen Lichter so gedämpft waren, daß sie nur ein wenig glühten. Er blieb vor der Scheibe stehen, hinter der der Führer saß. Dann tickte er an das Glas, die Scheibe fiel schnell und lautlos herunter, ein scharfgeschnittenes Ledergesicht mit buschigen, schwarzen Augenbrauen schaute fragend heraus. Hulberry murmelte das Wort„Dacia", und der Mann zeigte wortlos mit seinem Daumen über die Schulter. Hulberry stieg ein und dachte sich, daß der Lenker auch kein Mann von vielen Worten war. Dann erst sah er im Halbdunkel, daß um das Haupt des Mannes ein Kopftelephon hing, und begann langsam einzusehen, daß der Dienst mn der Dacia doch moderner arbeitete als Scotland Plötzlich ertönte ein leises Summen. Leicht preßte der Kraftwagenlenker die Hörer des Kopftelephons an seine Ohren. Das Summen ging in deutliche Morsetöne über. Der Lenker ließ die Meldung ablaufen und preßte hierauf mehrmals in verschiedenen Abständen einen Taster auf dem Gerätebrett des Wagens nieder. Dann schaltete er den Motor ein und fuhr an Suschins Haus vorbei. Dort ließ er eine eigentümliche Doppelhupe zweimal kurz ertönen. Hierauf stellte er sich mit abgeblendeten Lichtern etwa zweihundert Meter weiter auf.„ Gerry und Li=Sing hörten das Zeichen und richteten sich auf.„ 41— E.:„ „In sechs Minuten kann er hier sein.“ Totenstille senkte sich über das Haus. Die Minuten vergingen. Von ferne kam das Geräusch eines starken Wagens. Vor dem Hause hielt er URHEBEI still. Jemand öffnete das Gittertor und fuhr in die neben dem Hause angebaute Garage. Dann stapften schwere Schritte auf der Treppe, die Zimmertür ging auf und der Lichtschalter klickte. Einen Gedanken lang stand der Mann im europäischen Abendanzuge mit dem brutalen Mongolengesicht wie festgebannt auf der Schwelle und sah die Verwüstung, sah auch, wie ein junger, schlanker Chinese sich blitzschnell vom offenen Feuer aufrichtete. Ein Wutschrei erklang aus heiserer Kehle, ein Zusammenziehen der Muskeln zum Sprung, da lenkte ein schriller chinesischer Ausruf des Jungen seinen Blick zur Seite. In der gegenüberliegenden Zimmerecke stand ein anderer Chinese, der eben sein Messer zum Wurf hob. Noch als es durch das Zimmer schwirrte, warf Suschin sich auf den Boden und Aber wo er hinschoß, stand niemand mehr. Der Augenblick, in dem er sich niederwarf, hatte genügt. Die beiden Eindringlinge waren über ihn hinweg in den Gang gesprungen und ihre Schritte verklangen im Dunkel. Wie betäubt richtete Suschin sich auf. Seine erste Regung war, den beiden nachzueilen. Dann bezwang er sich. Wozu? Sie waren weg. Es galt zu sehen, was sie angerichtet hatten. Langsam überflog sein Blick den verwüsteten Raum. Noch lagen Papiersetzen auf dem Boden, Banknoten dazwischen. Im offenen Herde verglühten die letzten Reste seiner Papiere. Sein Kopf wirbelte. Da erklang schrill von unten die Glocke und riß ihn heraus. Wer war da unten? Barhäuptig eilte er hinunter. Am Gartentor stand ein gutmütiger, grobknochiger Polizist und sah ihn besorgt an: Er n Zähnen. Dann sogte er so ruhig wie möglich: „Nein. Konstabler. Der Wind hat mr eine Tür aus der Hand geschlagen.“ Der Schutzmann grüßte und ging fort. Suschin atmete auf. Nur kein Aufsehen. wollte keine Polizei in seinem Hause... Schritt für Schritt untersuchte er nun sein Zimmer und fand nichts als Verwüstung. Keine Spur, die ihm gesagt hätte, welches Ziel die zwei verfolgten, die bei ihm eingedrungen waren. Was war von seinen Papieren gestohlen, was verbrannt?„„ Er eilte zum Fenster. Nur kleine Eckchen Pa vier waren unversehrt. Darunter auch solche von Banknoten. Was sollte das bedeuten? Sie hatten die Banknoten verbrannt, statt sie mitzunehmen? Raub konnte also nicht ihr Ziel gewesen sein. Was dann?" Zwei Chinesen in seinem Hause. Sie mußten also etwas gesucht haben. Aber was? Hatte England die Hand im Spiele? War man seiner Werbearbeit auf die Spur gekommen? Oder gar noch anderem? Nein! Wozu dann Chinesen? Unter den Papierfetzen auf dem Boden lag auch eine Ecke des Bogens mit der Liste seiner politischen Agenten in England. Daß Gerry diese Ecke abgerissen und sorgfältig hingelegt hatte, wußte er ja gar nicht. Suschin zermarterte sein Gehirn und fand keine Antwort auf alle Fragen, die ihn bestürmten. Sein Blick fiel auf das Messer, das noch im Türrahmen steckte. Er riß es heraus. Es steckte tief, war also ernst gemeint gewesen. Daß LiSing, der mit dem Messer eine Fliege an die Wand spießen konnte, sorgfältig daneben gezielt hatte, wußte Suschin ja auch nicht. Nur eins wußte er. Das Messer war echt, kam von drüben. Er wog es in der Hand. Vor seinen Blicken tauchten Bilder auf. Von Tschita bis Wladiwostock und hinunter bis Mukden. Von den Raubzügen aus der Umsturzzeit, da er selbst solche Messer bis zum Heft zwischen Rippen hatte sitzen sehen. Wo er selbst... Der Safe! Beinahe hätte er es herausgeschrien. Er ließ das Messer fallen, stürzte zur Wand, faßte den Knopf... die Tür gab nach. Leer! Leer Seine Hand flog zu der Geheimtür in der Seitenwand. Dort gähnte ein Loch. Zitternd tastete er hinein. Leer! Leer... Er taumelte, als or er einen Schlag erhalten hätte. Der amtliche russische Geheimcode war weg. Seine privaten Aufzeichnungen waren weg. Adressen von... Geschäftsfreunden in fernen Ländern, wohin Ware ging... lebende Ware. Wohl hatte er alles in Geheimschrift geschrieben, zu der kein Schlüssel bestand, weil er die Zeichen im Kopfe hatte. Aber alles war weg. Weg war auch der wertvolle Schmuck, das Ergebnis von schlau und mühsam aufgebauten Plänen. Noch einmal tasteten seine Finger den Hohl raum ab. Richts! Doch... ein Streifen Papier. Weiches Pa vier. Er zog ihn heraus. Es war Reispapier, wie es der Chinese verwendet. Und mit dem Pinsel waren Worte darauf gemalt. Richt Chinesisch! Schlechtes, fehlerhaftes Russisch. Wie es der mandschurische Chinese schreibt, der russisch nach dem Gehör buchstabiert. „Denk' an Charbin!“ Er starrte auf die Worte. Warum sollte er an Charbin denken? Er hatte dort doch mat mehr geraubt und gemordet als in anderen Orten der Mandschurei! Und doch sollte er an Charbin Er dunchpflügte sein Gehirn, bis es brannte. Er suchte und kramte fieberhaft in der Vergangenheit. Er ging vom letzten Urlaub aus, als er, der Unteroffizier der kaiserlich=russischen Armee, in sein Heimatsdorf der Mandschurei zurückgekommen war. Ganz im Anfang hatte ihm der Krieg gefallen. Da gab es noc ern Reite, durchs eigene und durch Feindesland. Man schlug sich und lebte als Herr. Wenn man in ein Dorf kam, plünderte man es. Gleichgültig, ob es em russisches oder ein feindliches war. Man raubte, was man wollte. Ob es eine Frau war oder ein goldenes Kruzifix. Im eigenen Lande war man ja doch immer der Tiegen#emard Aber dann war der Krieg schmal geworden. Kein Pferd, kein Dorf mit Frauen und goldenen Kruzifixen. Oeder Schützengrabendienst, den Suschin haßte.— Und so wie er dachten die anderen. Herumziehende Agitatoren hielten Reden voll Haß und Brand. Suschin begriff. Die Gelegenheit war da. Die neue Freiheit winkte. Sie mußte erkämpft werden. Die Freiheit war ein loser Begriff für ihn. Den Kampf hate er kennengelernt. So wie er ihn kämpfte, befriedigte er ihn. Ihn befriedigte das ungebundene Nachgeben an jede Leidenschaft. Schon als Kind war er zügellos gewesen Seinem russischen Vater, der Wodka wie Wasser trank und seine chinesische Frau bis aufs Blut prügelte, war er mit acht einem Lastwagen der transsibirischen Eisenbahn hatte er sich zwischen langen Holzblöcken versteckt und war halb verhungert nach sechs Tagen i Wladiwostock angekommen. Dort begann sein Abenteurerleben. Er schlug sich durch, wie das Raubtier im Walde. Er stahl, wo und was er konnte. Dann kam ihm die Erkenntnis, daß ihm noch manches fehle. Er sah gutgekleidete Menschen und beneidete sie. Wie kam es, daß sie gur gekleidet waren und keine Sorgen hatten? Das mußte untersucht werden. Er pirschte sich an das Leben jener heran und wurde Laufjunge in einer englischen Exportfirma. Sechs Monate lang hielt er es dort aus. Dann stahl er den bereitgelegten Lohn der Angestellten und verschwand auf einem französischen Dampfer. Beinahe ein Jahr hindurch war er Schiffsjunge. Auf einem englischen Dampfer kam er zurück. In Schanghai desertierte er und nahm Dienst als Diener bei einer Familie. Rirgends blieb er lange, und wo er wegging, begleiteten ihn Stucke aus dem Eigentum seiner Dienstgeber. In Tientsin erwischte ihn die französische Polizei, und er bekam sechs Monate. Begierig sog er die Weisheit der älteren Gefangenen in sich ein. Um Jahre älter und viele Kniffe reicher, kam er zurück in die Mandschurei, seinen Dorfgenossen weit überlegen an Erfahrung und Kenntnissen. Da brach der Krieg aus und riß ihn mit. P 2133 Und nun der Umsturz. Suschin hatte ein Stück Führernatur in sich. Um ihn scharten sich willig Abenteurer. Statt zur Front zurückzukehren, nahm er das rote Banner auf. Er verstand nicht einmal, was es bedeutete. Für ihn war es ein Zeichen der Ungebundenheit. Erst dreißig, dann achtzig und endlich dreihundert Mann zählte seine Bande. Suschin requirierte einen Eisenbahnzug und brandschatzte Transbaikalien, das Amurgebiet und die Mandschurei. Er sorgte für seine Leute, weil er klug genug war, die Notwendigkeit davon einzusehen. Widerspruch machte ihn bösartig. Einmal schoß er zwei Mann seiner Bande wortlos nieder. Dann verstanden die anderen, daß sie zu gehorchen hatten. Gold und Frauen waren sein Ziel. Ob er es bei Russen oder Chinesen fand, war ihm gleichgültig. Ebenso war es ihm gleichgültig, ob die Leute sagen wollten, wo sie ihre Wertsachen versteckt hatten oder nicht. Wenn sie es nicht sagen wollten, gab es eben eine Zeitlang eine gute Unterhaltung. Suschin hatte ein Mittel erfunden, um sie zum Sprechen zu bringen. Er ließ sie nackt ausziehen und auf eine Bank festbinden. Auf den Bauch stülpte er ihnen eine umgekehrte Bratpfanne und setzte eine ausgewachsene Ratte hinein.— Dann ließ er Spiritus daraufgießen und dieson anzünden. Es konnte auch Petroleum oder Wodka sein. Der brannte ja auch. Wenn die Ratte die Wärme fühlte, wurde sie toll. Durch die Eisenwände der Pfanne konnte sie sich freilich nicht durchbeißen. Die waren ihr zu hart. Aber der Boden des Gefängnisses war aus Fleisch. Dort suchten sie ihren Weg zur Freiheit. Da begann auch der Zäheste zu o Und Suschin lachte und hotte sich, was er war Suschins ostosiatische Lurfbahn. Bald aber sah er ein, daß es so gehen konnte. Er fühlte es in den Knochen, daß selbst in der Mandschurei wieder einmal etwas wie Ordnung einziehen müsse. Aber der Machthunger in ihm war erwacht. Und die Macht log im Westen. Also zog Suschin dorthin. Seine Erfahrung und seine Anpassungsfähtg: keit halsen ihm. Er lernte rasch begreifen, daß sich hier ein neuer Staat formte, und schloß sich eng an die nunmehrigen Machthaber. Um Macht zu haben. Er lernte ihre Schlagworte und war humrchbar, sowohl wenn es galt, rasch und rücksichtslos zuzuschlagen, als auch bei der Propaganda; denn Suschin war ein geborener Volksredner. Man wollte ihn, der inzwischen großen Beispielen gefolgt war und einen anderen Namen angenommen hatte, in Rußland verwenden. Aber dazu hatte er zuviel von der großen Welt kennengelernt. Dort wollte er hin und mächtig werden. Sein Ziel und seine Methoden hatten sich verschoben. In Rußland war es keine Kunst, ein Gewaltmensch zu sein. Im raffinierten und kultivierten Westen schon eher. Und es war ihm klar, daß man dort auch die Früchte der Gewalt ruhiger genießen konnte. Freilich mußte man sie klüger pflücken. Dieses Spiel zog Suschin an. Er wies bei der neuen Regierung auf seine Sprachkenntnisse hm und verlangte einen Auslandsposten. Man sandte ihn noch England und gab ihm besondere Aufträge. Suchin war eifrig, geschickt und völlig skrupellos. Er stand bei seinen Vorgesetzten in hohem Ansehen. Daß er daneben ebenso eifrig, geschickt und skrupellos am Aufbau seiner eigenen Machtstellung arbeitete, war ihnen natürlich unbekannt. Für ihn war Geld und Macht gleichbedeutend. Er dachte aber nicht daran, seinen eigenen Staat gebeiiehlen. Der wor vorläuftg wei zu nühltch r ihn. Gab es denn für seine Zwecke etwas Schöneres als die diplomatische Unverletzbarkeit? Die war Harnisch und Mantel zugleich. Sein Geld aber mußte aus anderen Quellen kommen. Was macht es aus, wenn diese noch so trüb waren? Und solcher Quellen besaß er einige. Sie flossen ergiebig, und für den Geruch war Suschin unempfindlich. Frauen lockten ihn, jedoch immer nur für kurze Zeit. Dann warf er sie aber keineswegs fort. Man wirft doch nichts fort, was Geldeswert hat. Schön und ungestört hatte er bis jetzt gearbeitet, und nun mußte die Vergangenheit auftauchen. Denk an Cparbin!“ Er dachte und dachte. Und er war sich dessen bewußt, daß er nicht einmal imstande war, alles in seine Erinnerung zurückzurufen, was er in Charbin getan hatte, als er es eine Woche lang brandschatzte. Wieviel davon hatte er im Wodtarausch getan! Was hatten nicht alles seine Leute getan, wovon er nicht einmal etwas wußte! Der junge Chinese konnte recht gut der Sohn eines Vaters sein, den die Ratte zum Reden gebracht hatte. Vielleicht hatte der Alte nur den kleinsten Teil gesagt, und die wirklichen Schätze waren nun m der Hand des Jungen. Er wußte, wie unerbittlich und raffiniert der Chinese hassen konnte. Das erste Morgengrauen fand ihn noch in feinem Stuhl sitzend. Hohläugig und übernächtig. Aber des Rätsels Lösung hatte er noch nicht gefunden. Nur eines wußte er sicher. Das stand felsenfest. Die Gefahr kam aus der Vergangenheit, aus dem Fernen Osten. Sie hatte nichts mit dem zu tun, was er in den letzten Jahren in Europa getrieben hatte. Gerrys Schlag war genau so niedergefallen, wie sie es beabsichtigt hatte. In den Panzer der kalten, heimtückischen Bestialität Suschins hatte sie mit kalter, raffinierter Härte eine Bresche geschlagen. Wie groß, das mußte sich noch zeigen. Und durch diese Bresche zog mit grauen Schwingen die Furcht vor dem Unbekannten ein. Suschins Selbstsicherheit war erschüttert. (Fortsetzung folgtl) Kugpfe gepark! Heinz Sauerkatz hat sich beim Sportspiel einen Knopf abgerissen. Diensteifrig greift Base El zu Radel und Faden und repariert den Schaden. Heinz schaut ihr verzückt zu und frogt plötzlich: „Möchtest du mir nicht immer meine Knöpfe annähen?“—„Nur zu gerne“, haucht sie und sinkt ihm in die Arme. Aufgaben der deutschen Wirtschaft Aufgaben warten auf die deutsche Wirt schaft im kommenden Jahre. Erstaunlich viel ist im jungen nationalsozialistischen Deutschland auf wirtschaftlichem Gebiete geleistet worden. Das, worum uns die anderen Nationen wohl am allermeisten beneiden werden, ist, daß es unserer zieldewußten Regierung gelungen ist, die Arkeitstosigkeit erfolgreich zu bekämpfen. Man denke; was es heißt, daß noch vor neun Monaten über, 6 Millionen keinen Anteil am Arbeitsprozeß der deutschen Wirtschaft fanden, und daß heute nahezu die Hälfte von ihnen wieder dem Arbeitsprozeß einverleibt worden ist. Dabei kommt besondere Bedeutung der Tatsache zu, daß sich die Weltwirtschaft im Laufe dieser neun Monate in keiner Weise gebessert hat, und daß die Weltwirtschaftskrise noch weiter besteht, obwoht; zweifellos Anzeichen für eine kommende Befferung vorhanden sind. Um nur einige Gebiete und Zweige des Wirtschaftslebens herauszugreifen, die eine Besserung erlennen lassen, sei die Binnenschiffahrt genannt und das Verkehrswesen. Auch die Neugliederung der deutschen Wirtschaft, die gemäß dem großen Programm des Volkskanzlers auf der ganzen Linie eingeleitet worden ist, konnte soweit vorangebracht werden, daß auf dieser Basis im neuen Jahre der Neubau unseres gesamten Wirtschaftslebens zu dem endgültigen Ziele herangeführt werden kann. Unwillkürlich fragen wir uns, warum und auf welchem Wege ist dies alles möglich gewesen? Und däfür gibt es wohl in erster Linie nur die eine Antwort, daß das neue nationale Ethos „Gemeinnutz geht vor Eigennutz“ unser deutsches Volk immer tiefer durchdrungen hat und so Gedankengut jedes Einzelnen geworden ist. Allerdings stehen noch große Aufgaben bevor. Die Belebung des Binnenmarktes, die erreicht worden ist, muß noch weiter ausgebaut werden, i der Proouttion Unterzuotingen. Neben dem Binnenmarkt spielt aber auch der Export eine große Rolle. Gerade hier gilt es, die Auslandsmärkte wieder in größerem Maße für uns zu erschließen, was andererseits einen weiteren. Ausbau der Zusammenarbeit der Völker zur Voraussetzung hat. Der Reichswirtschaftsminister hat kürzlich in einem Aufsatz„Die Aufgaben für 1934“ von dem Geiste, der das deutsche Wirtschaftsleben ergriffen hat, gesprochen und dabei seine Einstelung und Auffassung mit folgenden Worten zu erkennen gegeben:„Ich sehe meine vornehmste Aufgabe und meine Verpflichtung dem Führer Adolf Hitler gegenüber darin, diesen Geist zu vertiefen", und er spricht dann weiter davon, daß charaktervolle Männer dazu notwendig sind, dieses Streben erfolgreich werden zu lassen. „Märner, die aber auch aus der praktischen Schule des Wirtschaftslebens zum Führer herangereift sein müssen.“ Gauleiter Leopold aus dem Konzentrationslager entlassen Der österreichische Pressedienst der RSDAP. teilt mit: Der Gauleiter des Gaues Niederösterreich der R3OAP., niederösterreichischer Landtagsabgeordneter und Landesrat Hauptmann a. D. Josef Leopold, wurde am Sonntag, dem 24. Dezember, aus dem Konzentrationslager Wöllersdorf entlassen. Gauleiter Leopold wurde im Juni d. Is., knapp nach dem Verbot der NSDAP. in Oesterreich unter dem Verdacht des„Hochverratz" verhaftet und bis zum Sonnabend, 18. November d. Is. im Wiener Landesgericht in Haft behalten. Da die Untersuchung des gegen ihn eingeleiteten Hochverratsverfahrens ergebnislos verlief, eine Anklage daher mangels jeden Tatbestandes nicht erhoben werden konnte, sollte Gauleiter Leopold am 18. November entlassen werden. Er wurde jedoch ohne Angabe von Gründen dem Konzentrationslager Wöllersdorf zugewiesen, von wo er nun entlassen wurde. Er steht unter polizeilicher Aufsicht. Enadengesuch der holländischen Regierung für van der Lubbe Der niederländische Gesandte Graf Limburg= Stirum hat im Auftrage seiner Regierung an Reichsaußenminister Freiherr von Neurath ein Schreiben gerichtet, in dem er die Reichsregierung bittet, die im Reichstagsbrandstifter=Prozeß gegen van der Lubbe ausgesprochene Todesstrafe in eine mildere Strafe umzuwandeln. Mussolini über seine innere Politik Mussolini erklärte einem Vertreter des Eczelsor in einer Unterredung, daß der Kampf, den J#alten gegen die Krise führe, gleichzeitig der Wiederherstellung des Haushaltsgleichgewichtes, der Abschaffung der Arbeitslosigkeit und einer sgeglichenen Handelsbilanz diene. Die Städte #cen mit kleinen Handwerkern überfüllt, die nur niham ihr Leben fristeten. In Italien werde man versuchen, sie der Landwirtschaft zuzuführen. Der Haushalt werde im kommenden Jahre roraussichtlich vollkommen ausgeglichen sein. Der stalienische Staat komme den gefährdeten Industriennternehmungen durch finanzielle Unterstützung zu Hilfe. Diejenigen, die trotzdem der Weitkonkurrenz nicht standhalten könnten, müßten verschwinden. Der deutsche Zollverein Zum 100. Jahrestage seiner Gründung am 1. Januar 1834 Von Hans Soltau In eine Zeit, in der mehr oder weniger alle Stoaten durch die Errichtun: von Handel und Verkehr erschwerenden Schranken sich voneine..= der abzuschließen suchen, fällt die hundertste Wiederkehr des Tages, an welchem dem zielbewußten Streben Preußens nach der Schaffung vernünftiger handelspolitischer Zustände im damaligen Deutschland der erste arore Erfolg beschieden war. Der Neujahrstag des Jahres 1834 brachte für cie wirtschaftsvolitische Lage unseres Vaterlandes eine neue Zeit herauf, denn an dieem Tage wurde der Deutche Zollverein gegründet. Die handelspolitischen Zustände waren im ersten Drittel des neunzehnten Jahrhunderts im Bereich des Deutschen Bundes denkbar traurig. Der Bundestag versagte auch auf dem Gebiete des Handels und Verkehrs vollständig; gegenseitige Ausfuhrverbote der einzelnen Staaten führten zu den unleidigsten Zuständen. Richt weniger als 38 Zollinien, zu denen in den einzelnen Ländern noch Binnenzölle traten, zerrissen Deutschland. Während der Bundestag nun nichts tat. um aus diesen Zuständen herauszukommen, gewann im Volke der Gedanke immer mehr Raum, durch eine Aufhebung der Zölle und einen Zollverband der deutschen Staaten eine Besserung anzustreben. Der unermüdliche Vorkämpfer der Idee war der junge Friedrich List, der bereits 1819 als Bevollmächtigter des Deutschen Handels= und Gewerbevereins dem Bundestag eine Denkichrift, die auf Gründung eines Zollvereins abzielte, überreichte. So gut diese Eingabe theoretisch begründet war, die in ihr enthaltenen Vorschläge der praktischen Durchführung mußten auf Widerspruch stoßen. Der Gedanke beispielsweise, die Zölle an eine Aktiengesellschaft zu verpachten, konnte unmöglich den Beifall der Regierungen finden. Die Eingabe wurde denn auch ohne weiteres abgelehnt. Angesichts der Unhaltbarkeit der Zustände und des völligen Versagens des Bundestages nahmen nunmehr die einzelnen Regierungen die Sache selbst in die Hand. Führend war auch in dieier Frage Preußen gewesen, das bereits 1818 seine Zollstellen an die Landesgrenzen verlegte und Ein= und Ausfuhrverbote aufhob. Preußen war es denn auch, das mit einer Anzahl benachbarter Länder in den Jahren 1819 bis 1828 Verträge abschloß, kraft deren jene— als größtes unter ihnen Hessen=Darmstadt— mit dem preußischen Zollgebiet vereinigt werden sollten. Für die Zolleingänge wurde ein gemeinsamer Schlüssel unter Zugrundelegung der Einwohner= zahlen festgelegt. Das preußische Beispiel machte Schule. Allerdings, zu einem Zusammengehen mit dem führenden preußischen Staate konnten die übrigen Länder sich noch nicht entschließen, aber sie folgten ihm wenigstens auf handelspolitischem Gebiete. So entstand 1828 der Süddeutsche Zollverein zwischen Bayern und Württemberg, der im Jahre darauf mit dem Preußisch=bessischen einen Handelsvertrag schloß. Gleichfalls im Jahre 1828 trat der Mitteldeutsche Handelsverein ins Leben, dem Sachsen, Kurhessen, die meisten thüringischen Staaten, Braunschweig, Oldenburg, Rassau und die Freie Reichsstadt Frankfurt angehörten, der aber nur vorübergehenden Bestand hatte. Immerhin erzielte er die wenig erfreuliche Wirtung, eine gesamtdeutsche Einigung auf zollpolitischem Gebiet zu verzögern. Erst als Kurhessen dem Preußisch=Hessischen Zollverein beigetreten, der Mitteldeutsche Zollverein damit aufgeflogen war, zeigte sich der Weg für eine Einigung frei. Zunächst schlossen sie im März 1833 der preußisch=hessische und der süddeutsche Verband zusammen, noch im gleichen Monat erklärte Sachsen seinen Beitritt, und wenig später folgten die acht kleinen thüringischen Staaten. Am 1. Januar 1834 konnte dann die amtliche Gründung des preußisch=deutschen Zollvereins als endgültig vollzogen erklärt werden. Damit war der wichtigste Schritt zu einer Regelung der zoll= und handelspolitischen Beziehungen der deutschen Staaten untereinander erfolgt. Allerdings fehlten noch wichtige Länder wie Hannover, Oldenburg; vor allem Oesterreich stand abseits. Verhandlungen über seinen Beitritt schlugen fehl; im Gegenteil, es kam zu allerlei Streitigkeiten zwischen den beiden größten deutschen Staaten, die erst im Jahre 1854 durch den preußisch=österreichischen Handelsvertrag beigelegt wurden. Der Krieg von 1866 führte dann zum Ende des Zollvereins. Der Norddeutsche Bund, innerhalb dessen Grenzen es verständlicherweise keine Zollgrenzen gab, schloß zunächst Verträge mit den vier süddeutschen Staaten ab, durch welche die früheren Zollabrommen bis 1877 verlängert werden sollten. Noch vor Ablauf dieser Frist brachte der Krieg von 1870/71 eine tief einschneidende Veränderung. Das Deutsche Reich entstand, seine Verfassung räumte mit allen Zouschranken, soweit sie noch bestanden, restlos auf. Betrachten wir rückblickend die Geschichte des Zollvereins und seine Bedeutung für die Entwicklung unseres Vaterlandes, so sehen wir in ihm einen wichtigen Baustein für die spätre Einheit des Reiches. Der Fortfall der Zollschranken, die in so unerträglichem Maße Handel und Verkehr gehemmt hatten, führte zu einer Beledung des Waren= und Reisendenaustausches. die allen Beteiligten in gleicher Weise zugute kam. Nord und Süd lernten einander nun besser kennen und verstehen; die bald nach der Gründung des Zollvereins einsetzende Entwicklung des Eisenbahnwesens hätte schwerlich den gewaltigen Aufschwung genommen, wenn die alten Zustände noch bestehen geblieben waren. Zu der jetzt endgültig erfolgten Einigung aller Deutschen auf allen Gebieten hat auch der Zollverein sein Teil beigetragen. Gewaktige nat enale Kraft.. Ungarns Regierungsorgan über das Dritte Reich Das ungarische Regierungsblatt Fueggetleuseg widmet dem Dritten Reich, seiner Entstehung, Gegenwart und seinen Zukunftsaussichten einen ausführlichen Artikel seiner Weihnachtsnummer. Das Blatt stellt die alles umfassende gewaltige nationale Kraft fest, die die Volksbewegung der RSDAP darstelle. Hitler habe die Theorien und Parteikämpfe durch organische Arbeit ersetzt, die er zum Ausgangspunkt seines Programms gemacht habe. Für Hitler sei die innere Erstarkung des deutschen Volkes weitaus wichtiger als alle leichtfertigen politischen Abenteuer. Wenn das deutsche Volk in 10 Jahren seelisch und wirtschaftlich gekräftigt sein werde, und es ihm inzwischen voll und ganz gelungen sei, die eigenen inneren Probleme zu bewältigen, so werde auch die Wirkung seiner in jeder Beziehung friedlichen politischen Aktionen stärker sein. Die Geschichte hat wiederholte Male gelehrt— schreibt das Blatt zum Schluß— daß es Epochen gibt, in denen der Glaube der Völker mehr bedeutet als alles andere. sorgnis erregen. Gerade die Furcht vor wirklich normalen Beziehungen zwischen der Sowjetunion, den Vereinigten Staaten von Amerika und China treibe kopflose Abenteurer zur Erfindung zumindest törichter Meldungen. Eine dem japanischen Blatt Asahi gleichfalls aus Tschangtschun zugegangene Meldung, wonach die Sowjetunion angeblich damit einverstanden sei, Sachalin an die Vereinigten Staaten für dreißig Jahre zu verpachten, wird von der Iswestija als Lügenmeldung bezeichnet, die offenbar von russischen Weißgardisten in Charbin ausgehe. 1000 Tole in Julschau? Aus Schaugbai wird gemeldet: Bei der Beschießung Futschaus sollen 1000 Keine Ruhe im Fernen Osten Die Sowjelpolitik im Fernen Osten nach Prawda und Iswestisa Zu der von einer japanischen NachrichtenAgentur verbreiteten Meldung aus Tschangtschun über eine angebliche Verstärkung der antijapanischen Politik der Sowjetunion infolge der Wiederaufnahme freundschaftlicher Beziehungen mit den Vereinigten Staaten von Amerika und mit China schreibt die Prawda, nur diejenigen Elemente, welche mit allen Kräften und Mitteln bestrebt seien, den Frieden zu zersetzen, nur die reaktionärsten japanischen Militärkreise könne eine etwa erfolgende Annäherung der Standpunkte der Sowjetunion, der USA. und Chinas in Fragen der Politik im Fernen Osten mit BeMitglieder des Handwerkerbeirats Wie das Bö3-Büro meldet, ist der beim Reichswirtschaftsministerium gebildete Handwerkerbetrat bereits vollständig zusammengesetzt worden. Der Reichswirtschaftsminister hat führende Persönlichkeiten des deutschen Handwerks in den Beirat berufen, und zwar Meister wie Gesellen, die nunmehr, zumal sie gleichzeitig auch bedeutende Funktionen innerhalb der Berufsstände und Fachverbände einnehmen, das geeignete Gremium für die Beratung des Ministeriums in allen handwerklichen Fragen sein können. Die Fleischerverbandszeitung nennt die Namen der zehn Personen, aus denen der Handwerkerbeirat besteht. Danach sind berufen worden als Vertreter der Meisterschaft die Handwerksmeister Verbandsvorsitzender des deutschen Fleischerverbandes Willy Schmidt, Elektromeister Hermann Gamer(Worms), Vorsitzender des Reichsverbandes des Elektro= und Installateurgewerbes, Bäckerobermeister Karl Grüßer(Berlin), Vorsitzender des Germania=Zentralverbandes deutscher Bäcker=Innungen, Maurer= und Zimmermeister Franz Hat(Munchen), Vorsitzender des Bayerischen Gewerbebundes, Schreinermeister Karl Heidemann(Bielefeld) und Schuhmachermeister Arthur Heß, M. d. R.(Plauen). Als Vertreter der Gesellenschaft wurden berufen: Haus Friedel(Berlin), Vertreter der Handwerksgesellen im deutschen Metallarbeiterverband; Franz Schindler(Berlin), Fachwart der Friseure; Gustap Tiska(Berlin), Reichsfachschaftswart für Bäcker und Konditoren; Kurt Ullmann (Berlin), Verbandsleiter des deutschen Arbeiterverbandes im Baugewerbe. Persouen den Tod gefunden haben. Das Wolffbüro meldet aus Paris, 27. Dezember: Zu den am Dienstag verbreiteten Meldungen über die Beschießung Futschaus ist berichtigend nachzutragen, daß die Beschießung nicht durch japanische Flieger, sondern durch Flieger der chinesischen Rauking=Armee vorgenommen wurde. Lieferauto fährt in die Spree— Die Insassen tol— Wahrscheinlich Helbstmord Passanten beobachteten Mittwoch früh gegen 8 Uhr in der Hermann-Göring=Straße in Berlin, unweit des Reichstagsgebäudes, wie ein kleines Lieferauto plötzlich in vouer Fahrt von der Fahrbahn abwich und in die Spree hineinfuhr. Der Wagen versank sofort in den Fluten. Eine Frau, die sich aus dem Wagen hatte befreien können, und schwimmend im Wasser umhertrieb, wurde von der Feuerwehr gerettet. Erst nach längerer Zeit konnte das Auto gehoben werden, und der Führer des Wagens der ertrunken war, geborgen werden. Es handelt sich um einen 28 Jahre alten Gemüsehändler und seine 32 Jahre alte Ehefrau Die Frau ist kurz nach ihrer Einlieferung in das Krankenhaus einem Herzschlag erlegen. Es konnte weiter ermittelt werden, daß wahrschetn. lich Selbstmord vorliegt. Der Händler war in erhebliche geschäftliche Schwierigkeiten geraten und lebte mit seiner Frau in sehr zerrütteter Ede. Erdrutsch in Aizza S S 1 S Sv. Eines der zerstörten Häuser In Nizza wurde ein Abhang durch die schweren Regenfälle der letzten Tage so stark unterspült, daß er ins Rutschen geriet, wodurch zahlreiche Häuser zerstört wurden,