Lippische Tageszeitung General=Anzeiger täalich ander Montage mit den Betlagen: Dae Bippetlene Pandmirtichattliche 1881— Organ der Landwirtschaftskammerl. Rechtichtenblat: de Wer ecrrbee dend mhimetiumngstlich iun Wanichm Kenshunnnt. Zer aptete Mteg. „——#imftostelle: Dermeld. Exterstraße 11. Ferurn# (Senntagsbetlege für die deutsche tord. Postscheckkonte: Haunover Drahtanschrift: Tageszeitung für das Land Lippe ie Sesse.e. B.ie, Pi. de l. d. an i ae. r. Se oe de Alz, Vellagengas: Tart.— Bei did Dew., Streite ao. Betriedssdr. Les. k. d, Varl, keine Ver vor. Gerichtsdarkeit I. beide Teile Detmold. Zahlungspfl. innerd. 8 Rummer 259 Detmold, Freitag, den 3. Rovember 1933 Neuer Terror in Oesterreich? Vor einem Teilboykott nationalsozialistischer Geschäfte— Weitere Konzentrationslager Wie alte Papyri entdeckt werden Politische Tageschronik Mit allen Mitteln suchen die Engländer unser schönes Deutsch=Ostafrika, das zurzeit unter dem Namen Tanganyika englisches Völkerbundsmandat ist, ihrem englischen Ostafrika anzugliedern. So hat jetz wieder der englische Gouverneur von Tanganyika, Sir Stewart Symes, vor der gesetzgebenden Versammlung in Daressalam dienge wirtschaftliche Verschmelzung Tanganyikas mit dem englischen Gebiet empfohlen Es ist klar, was damit bezweckt wird. Diwirtschaftliche Verschmelzung soll nur der unauffällige Vorläufer der politischen Verschmelzung sein. Ist der wirtschaftliche Prozeß erst einmal vollzogen, dann wird man pathetisch erklären, es sei ein Wahnsinn, so eng miteinander verbundene Gebiete wieder trennen zu wollen. Eine solche Trennung müsse dem deutsch=ostafrikanischen Gebiet selbst schwere Wunden schlagen und sei daher vom Völkerbund nicht zu verantworten. Das ist die Linie, auf der die englische Taktik sich bewegt. Sie erfordert die allergrößte Aufmerksamkeit, damit nicht eines Tages nicht wieder gutzumachendes Unheil sich ereignet, denn unheilvoll würde der Verlust DeutschOstafrikas für Deutschland unter allen Umständen sein. Erst vor zwei Monaten hat sogar die Ständige Mandatskommission des Völkerbundes erklärt, daß die Durchführung einer solchen Politik der„Closer Union“ mit der Tatsache des Mandats unvereinbar sei. Bisher besteht bereits eine Zollunion, jedoch ohne gemeinschaftliche Verwaltung. Die Postverwaltungen stehen unter gemeinsamer Leitung, wogegen von Deutschland Einspruch erhoben worden ist. Ueber die Eisenbahnverwaltungen schweben noch Erwägungen. Deutschland aber muß alles aufbieten, um dieser gefährlichen Entwicklung Einhalt zu tun. Der Reichsbankausweis für die letzte Oktoberwoche zeigt, was die Deckungsbestände anbelangt, ein ähnliches Bild wie in den letzten Wochen: Rückgang des Bestandes an deckungsfähigen Devisen einerseits und Steigerung des Goldbestandes in etwas größerem Umfange andererseits, so daß der Gesamtbestand an Deckungsmitteln weiter um eine Million gestiegen ist. Der Zuwachs an Gold um rund 6,3 Millionen ist fast gänzlich im Depot der Bank von Frankreich geblieben. Der Zuwachs an Deckungsmitteln wäre größer gewesen, wenn nicht in der vergangenen Woche einige Millionen für den Dienst der Dawes=Anleihe hätten bereitgestellt werden müssen. Die Inanspruchnahme der Kapitalanlage mit 277,3 Millionen ist verhältnismäßig gering. Im einzelnen stieg der Wechsel= und Scheckbestand um 176,5 Millionen auf 3146,9 Milliones, der Bestand an Lombardforderungen um 89,3 auf 143 Millionen und der Bestand an Reichsschatzwechseln um 12.3 auf 15,3 Millionen. Der Notenumlauf nahm um 244,9 auf 3571.4 Millionen zu, während andererseits 91,6 Millionen Scheidemünzen in den Verkehr flossen. Eine Zunahme der sonstigen Aktiven um 63.4 Millionen hängt mit Inanspruchnahme des Betriebskredites durch das Reich zusammen. Das Deckungsverhältnis des Notenumlaufs ging von 12.4 auf 11.6 vo. zurück. Der gesamte Zahlungs. mittelumlauf betrug 5635 Millionen. Er liegt um etwa 100 Millionen unter demjenigen des Vormonats sowohl wie in der gleichen Zeit des Vorjahres. Wien, 2. Nov. Das cheistlich=soziale Kärtner Tagblatt, dessen Chefredakteur der christlich=soziale Abgeordnete Paulitsch ist, erklärt, es werde demnächst eine Verordnung erscheinen, die es allen Bundesangestellten einschließlich der Angestellten der Bundesbahnen verbieten werde, in Geschäften einzukaufen oder in Saststätten zu verkehren, deren Besitzer oder Angestellte sich der staatsfeindlichen NSDAP. zur Verügung stellten. Man solle, sagt das Blatt, ich den Kopf nicht über die Durchführungsmöglichkeit einer solchen Vorarbeit zerbrechen. Es sei bereits gute Vorarbeit geleistet, und es werde Sorge dafür getragen werden, daß die Beamtenschaft künftig ihre Einkäufe bei vaterländischen Geschäftsleuten besorgt. * Sicherem Vernehmen nach sollen in Oesterreich weitere Konzentrations= lager geschaffen werden. In der amtlichen Verlautbarung über die Errichtung des ersten Konzentrationslagers in Wöllersdorf wurde bekanntlich angekündigt, daß nötigenfalls weitere„Not=Arreste“ errichtet würden. Nun heißt es, daß bereits Arbeiten im Gange seien, um im ehemaligen Militärlager in Bruck an der Leitha Gebäude für diesen Zweck herzurichten. Hier sollen besonders Marxisten untergebracht werden. während Wöllersdorf ausschließlich für Nationalsozialisten bestimmt ein soll Aus einer amtlichen Nachricht aus Innsbruck, in der die polizeiliche Bestrafung von 34 Nationalsozialisten wegen Anzündens von Hakenkreuzfeuern und dergleichen mitgeteilt wird, ist zu entnehmen, daß auch sie in ein Konzentrationslager gebracht werden sollen, jedoch ist noch nicht bekannt, in welchem Orte Tirols es sich befindet. Weitere Inflationsvollmachten will Noosevelt vom Kongreß fordern. Washington. 2. Nov. Von unterrich. teter Stelle wird zugegeben, daß Noosevelt den Kongreß im Januar um weitere Inflationsvollmachten ersuchen werde, um den Soldwert des Dollar auf 33½ oH. zu senken. Gleichzeitig verlautet, daß Noosevelt den Kongreß um die Vollmacht ersuchen will, den Soldbesitz der Federal Reservebanken, der etwa 3550 Dollarmillionen beträgt, durch die Regierung wahrscheinlich im Austausch gegen Schatzamtswechsel ankaufen zu lassen. Der Zweck dieser Maßnahme wäre die direkte Soldkontrolle durch die Negierung. Falls diese Mitteilungen zutreffen, dürfte dieser Plan einen Rampf auf Leben und Tod zwischen den internationalen Bankiers und den Parteien des Nepräsentantenhauses, besonders angesichts der Wahlen zum Nepräsentantenhaus im nächsten Jahr, einleiten. Goldkäufe der amerikanischen Regierung. Neunork. 2. Nov. Die amerikanische Regierung hat unter dem neuen NooseveltProgramm ihre ersten Soldkäufe auf dem internationalen Soldmarkt getätigt. Die ersten Käufe wurden durch die Neuyork Federal Neserve Bank und eine französische Bank in Paris ausgeführt. Die französischen Beamten haben jede Angabe über die Höhe des Betrages abgelehnt. Zusatzliche Silberwährung in den Vereinigten Staaten? Washington. 2. Nov. Wie verlautet. beabsichtigt das amerikanische Schatzamt, in nächster Zeit Banknoten im Betrage von 10 Millionen Dollar auszugeben, die durch Silber gedeckt sein werden. Autobahn=Bau Berlin, 2. Nov. Der Generalinspekteur für das deutsche Straßenwesen, Dr. Todt. hat am 1. November die Bauvorbereitung der Reichsautobahn Köln— Düsseldorf— Duisburg—Dortmund freigegeben. Es handelt sich um ein Arbeitsvorhaben von 60—80 Millionen RM., das Tausenden von Arbeitern für 2—3 Jahre Beschäftigung bringt Damit sind insgesamt 560 Kilometer Reichs. autobahnen für den Bau freigegeben. Auf der Jagd in Ruinen und Mumien= särgen.— Die ersten Bibelhandschriften, Von Dr. h. c. H. Ibscher, Kustos am Neuen Museum, Berlin. Der Verfasser, einst ein einfacher Buchbindergeselle, ist als Restaurateur alter Schriften weltbekannt. Erst kürzlich gelang ihm die Wiederberstellung eines alten, soeben teilweise bekanntwerdenden Bibeltextes sowie der ersten bisher gefundenen Manichäer=Schriften. Es ist unverständlich, weshalb die Menschen in der Regel das Wort„Papyrus“ und alles, was damit zusammenhängt, für schrecklich langweilig halten, während sie stundenlang Kreuzworträtsel raten können. Die zwei Jahre seit 1931, die ich auf die Herstellung eines Teils der ältesten bisher gefundenen Bibelhandschrift verwendet habe, boten mir dauernd die schwierigsten und interessantesten Kreuzworträtsel. Aus kleinsten Teilen mußte da in wochen= und monatelanger Arbeit ein Blatt nach dem anderen zusammengestellt werden, und doch ist vei weitem noch nicht die ganze Arbeit getan Dafür stellt ein vollständiges Blatt der Bibelhandschrift auch einen hohen Wert dar. schätzungsweise rund 10.000 RM. Für die theologische Wissenschaft bedeutet der Funk sehr viel— die Handschrift ist ja schon 21# Jahre nach dem Tode Christi entstanden, sie ist wohl eine der ältesten Bibelaufzeichnungen überhaupt und knüpft unmittelbar an eine noch überall im Volke lebendige Ueberlieferung der Lehren Christi In Bamals mögen noch viele Leute gelebt haben, die den Jüngern Jesu von Angesicht zu Angesicht gegenüberstanden! Selbst wenn sich bei näherer Erforschung der Papyri nur die Richtigkeit unserer bisherigen Bibelterte bestätigen sollte, so wäre doch damit schon viel gewonnen. Die Herkunft des Bibelfundes ist nicht geklärt worden. Die Fellachen und die ägyptischen Händler lieben es. ihre Fundorte mit doppelten und dreifachen Geheim. nissen zu umgeben, damit kein Unberufener der Stätte naht— und ihnen das Geschäft verdirbt. Früher haben die Ferlachen alle Papyrusrollen, die sie beim Umgraben des Landes fanden. in Hausen geschichtet und angezündet, um sich an dem harzigen Duft des jahrtausendealten Papiers zu ergötzen Jetzt sind sie aber gewitzter und wissen, daß ie mit Papyrusfunden mear verdienen als nit ihrer Landarbeit. In Syrien und Palätina ist der Boden zu feucht, um die alten Papyri vor der Verwitterung zu bewahren: Aegypten und die Länder am Euphrat haben deshalb ein Monopol für derartige Funde, und wahre Detektivgeschichten spielen ich dort ab, um einerseits den Wert größerer Funde vor der Oeffentlichkeit zu verbergen. damit die Händler den Preis nicht zu unverchämt in die Höhe zu treiben, um anderereits den neugierigen Europäern die besten Fundorte zu verheimlichen, und um schließ: lich die Regierung, an die eigentlich alle gefundenen Papyrusrollen abgeliefert werden müssen, zu täuschen. Endlich suchen auch die europäischen und amerikanischen Sammler und Museen einander den Rang abzulaufen. Bei dem heftigen Konkurrenzkampf leiden natürlich die eigentlichen Objekte. Von Fellachen im Zank zerrissen, dann unter ihren Kittel gequetscht, von Händlern untereinander aufgeteilt und notdürftig aus verschiedenen Teilen zusammengeflickt, um sie ansehnlicher zu machen, sind die Papyri oftmals nicht mehr als solche zu erkennen. Vor wenigen Jahren wurde von Fellachen, die in Häuserruinen am Nil die salzhaltige, fruchtbare Humuserde aushoben, eine Holzkiste gefunden. Die Kiste zerfiel beim Oeffnen, und als der Inhalt endlich nach Europa gelangt war. hielten ihn einige für abgenützte altägyptische Fußzmatten, andere für Ballen Torfmull. Ein einziges, kaum noch lesbares Wort am Anfang hatte einem der besten Koptologen, Prof. Schmidt, genügt, um in dem„Torfmull“ Schriften Mani's und seiner Anhänger zu entdecken— also Dokumente von unschätzbarem Wert Die Manichäer, eine christliche Sekte, waren Richt Befehle, sondern Leistungen Eine Bekanntgabe von Rudolf heß #erlin. 2. Nov. Die RSK. meldet: Der Uvertreter des Führers gibt bekannt: ner des Nationalsozialismus versuchen und dort, den starken Eindruck, den die be Disziplin der nationalsozialistischen volution hinterlassen hat, dadurch abzubachen, daß sie durch Provokateure Natiosozialisten zu Uebertretungen oder sonstiHandlungen verleiten, die Mißstimmung der Oeffentlichkeit erzeugen sollen. Um Provokateuren das Handwerk zu legen, rden künftig durch Nationalsozialisten beigene Gesetzesübertretungen unabhängig 1 Gerichtsstrafen noch strenger als bisher rch Parteistrafen geahndet. Das Bild der nationalsozialistischen Nevoion— das Werk der alten Kämpfer— nicht durch Versehlungen und Taktlosig! Uebereifriger getrübt werden. die ohenteils sich erst in jüngster Zeit zum stionalsozialismus gesellten. Demgemäß rd ausdrücklich jede Anwendung kleinlicher hikanen untersagt. Dies bezieht sich auch den Versuch, bei der Hissung von Fahnen er bei der Anwendung des„deutschen ußes“ außerhalb offizieller Veranstalngen gegenüber Nichtparteigenossen einen ruck auszuüben. Der Tag wird kommen, an dem jeder zutsche es als selbstverständliche Ehrensache almlieklich den„deutschen Gruk" zu verwenden. Der Tag wird um so früher kommen, je weniger in der Oeffentlichkeit der Eindruck entsteht, daß der Gruß ausgezwungen werden soll. Richt Befehle, sondern Leistungen gewinnen für die Sache des Nationalsozialismus. Die Entwicklung der letzten Monate, in der Miillonen sich neu zum Nationalsozialismus bekannten, ist der Beweis. München, den 1. November 1933. gez. Rudols Heß. Einheitlicher Nachrichtendienst? Unzutreffende Meldung eines westdeutschen Blattes. Berlin. 2. Nov. Zu einer Meldung eines westdeutschen Blattes, daß zwischen den beiden großen deutschen Nachrichtenbüros (WTB. und TU.) eine Verständigung über die Vereinheitlichung des Nachrichtenwesens in Deutschland zustandegekommen sei, wird von zuständiger Stelle mitgeteilt, daß zwar Verhandlungen nach dieser Richtung hin schweben, daß aber die hierüber verbreiteten Nachrichten unzutreffend sind. „Graf Zeppelin“ wirbt für Deutschland in der Welt Abschluß der diebfährigen Fahrtenveriode in 3. und 4. Jahrhundert n. Chr. auf dem Höhepunkt ihrer Macht, ihre Lehren verbreiteter als die der katholischen Kirche hier lagen nun die ersten zusammenhängenden Zeugnisse über ihren Glauben, von Jesus, Zarathustra, Buddha ist darin aus einer ganz neuen, zeitlich viel näheren Perspektive die Rede! Glücklicherweise genossen die Handschriften bei den Manichäern eine fast göttliche Verehrung, sie wurden auf allerbestem, seidenschimmerndem Papyrus mit feinster Tusche— einer sehr haltbaren Mischung aus Lampenruß und Fischleim, wie sie noch heute in China gebraucht wird— hergestellt. Und trotzdem wären die Schriften. die in einem feuchten Keller lagen und von Salzkristallen durchsetzt waren, nach wenigen Jahren nicht mehr zu retten gewesen. Mit größter Sorgfalt mußte an die Wiederherstellung gegangen werden. Ich war selbst erstaunt, als sich aus einer dünnen Lage von etwa einem halben Zentimeter nach und nach 50 vollständige Blätter herausschälten. Es war mir lieb. vor Beginn der Arbeit auf kurze Zeit nach London abgerufen zu werden, weil mir vor ihrer Mühsal angst und bange wurde— aber in London trat mir Chester Beatty, ein bekannter englischer Sammler alter Papyri, mit einem anderen Teil desselben Manichaer= jung von Vost uns Wonantrren u.. fundes entgegen, und nun gab es kein Aus Ergänzung von Wasser= und Brennstoffweichen mehr. Jetzt ist der ganze Fund in vorräten vollzog sich glatt die Küstenfahrt meinem Arbeitszimmer vereinigt, und in nach Nio de Janeiro, ebenso verlief zehn Jahren wird alles Rettenswerte ge= die Rückfahrt von Rio de Janeiro nach rettet sein. Daneben laufen noch vie:- Pernambuco ohne Zwischenfälle. Das ältere Arbeiten. An einigen größeren Tem= Luftschiff startete nun nach Miami. Nach velfunden wird seit 1897 und 1901 gear= kurzem Aufenthalt erfolgte die Weiterfahrt beitet.„ nach Akron. Von hier aus besuchte das Mit Säuren und Salzen kann an eine Luftschiff als Repräsentant Deutsch. derartige Arbeit nicht herangegangen wer= sands unter dem Jubel der Bevölkerung den. und das Quarzlicht ist dabei nur be die Weltausstellung in Chikago schränkt verwendbar. Reines Wasser, eine Bei der Rückfahrt über den Nordsichere Hand und ein geübtes Auge, das in satlantik nach Sevilla und Friedrichsanscheinend zusammenhanglosen Fetzen durch hafen überquerte das Lustschiff zum 50. Male die Faserung des Papyrus und die Form den Ozean. #.zn.L. Qusammenhänge entdeckt Friedrichshafen, 2. Nov. Das Luft schiff„Sraf Zeppelir“ ist nac glücklicher Vollendung seiner Dreiecksfahrt(Europa— Südamerika—Nordamerika) am Donnerstag früh ½8 Uhr unter Führung Dr. Eckeners nach Friedrichshafen zurückgekehrt und 7.13 Uhr auf dem Werstgelände bei strömendem Regen glatt gelaudet. An Bord besanden sich 24 Passagiere und 330 Kilo Post. Das Luftschiff„Graf Zeppelin“ hat dank seiner bewährten Führung und Mannschaft während dieser Fahrt wieder harte Proben seiner Leistungsfähigkeit bestanden. Auf großen Teilen seiner Fahrt hatte das Luftschiff mit heftigen Stürmen zu kämpfen. Die diesmalige Großfahrt verlief in sieben Etappen. Die erste Teilstrecke, Friedrichshafen—Pernambuco. wurde in der Rekordzeit von rund 2½ Tagen ohne Schwierigkeit zurückgelegt. Nach Auswechslung von Post und Passagieren und nach des Buchstabens Zusammenhänge — das sind vorläufig die einzigen mittel, wenn auch an dauernd gearbeitet wird. Die Photographie kann höchstens dazu dienen, durch mehrfache Aufnahmen übereinander die Schriftzüge leserlicher zu machen. Selbstverständlich muß man die in Frage kommenden 14 verschiedenen Schriftarten beherrschen. Etwas ein. facher ist die Aufgabe bei der sogenannten „Cartonnage“: Die ägyptischen Särge seit der Zeit um Christi Geburt bestehen aus einem Holzkern, um den nasse L.,wan und dann mehrere Lagen von Makulaturpapyrus aus Staatsarchiven. Rechtsanwalts büros usw. gelegt wurden, worauf das Ganze mit Stuck bestrichen und bemal! wurde. Dieses Makulaturpapier gibt uns die besten Aufschlüsse üoer das Leben der alten Aegypter, und da es meist besser erhalten ist als die ohne Scutz in der Erde ruhenden Papyrusrollen, so kann man sie mitunter mit verdünnter Säure behandeln. um den Stuck zu entfernen. Lesebuchgeschichten, Schularbeiten längst toter Schul knaben tauchen da neben Totenbüchern oder Soldlisten auf und geben uns ein lebendigen Bild vom Fühlen und Denken vor mehr als 2800 Johren. Um Deutsch=Ostafrika London, 2. Nov. Die Engländer gehen seit längerer Zeit mit dem Plane einer engeren wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen dem englischen Mandat Tanganyika(früher Deutsch=Ostafrika) und den ostafrikanischen Kolonien um. Zu diesem Gegenstand sprach der englische Gouverneur von Tanganyika. Sir Stewart Symes, vor der jesetzgebenden Versammlung in Darestalam. Die Rede rief, wie die englische Presse meldet, angesichts des deutschen Widerstandes gegen diese Absicht großes Interesse hervor. Der Gouverneur sagte, daß eine Beteiligung Tanganyikas an Maßnahmen, die den freien Handel und die wirtschaftlichen Möglichkeit erleichtern, nich durch Erwägungen imperialistischer Politik oder geheimen politischen Druckes diktiert seien, sondern weil dadurch die beste Entwicklung der natürlichen Quellen Tanganyikas sichergestellt und die Wohlfahrt der Bevölkerung gefördert werde. Sie haben es sich zur Aufgabe gestellt, das Erbe des alten Grafen Zeppelin als heiliges Vermächtnis zum Wohle des Vaterlandes zu erhalten und allen Widerständen zum Trotz zu immer größerer Höhe zu führen. Ihrec kühnen Entschlossenheit und Ihrem zähen Willen ist es wesentlich zu danken, daß die zahlreichen Fahrten des einzigen Luftschiffes mit einer Gesamtleistung von über 700 000 Kilometer erfolgreich durchgeführt werden konnten. Diese Fahrten haben dazu beigetragen, dem deutschen Namen in aller Welt wieder Klang und Inhalt zu geben und im deutschen Volk den unerschütterlichen Glauben an das eigene Können lebendig zu erhalten. Ich gebe mich der Erwartung hin, daß die Luftschiffbau Zeppelin EmbH. unter Ihrer bewährten Führung in gleichem Sinne weiter wirken und. die Zeichen der Zeit verstehend. wie bisher am Aufbau des neuen Deutschland Anteil nehmen wird. Ich wünsche Ihnen, Ihren Mitarheitern und dem unter den Farben des alten Reiches sowie dem stolzen Symbol des Hakenkreuzes fahrenden Luftschiff weiterhin große Erfolge und danke Ihnen besonders für das, was Sie für Deutschlands Weltgeltung geleistet haben. Heil Hitler!(gez.) Göring.“ Mit Vollendung der Dreiecksfahrt hat das Luftschiff eine Gesamtstrecke von rund 30 000 Kilometer zurückgelegt. Mit dieser Fahrt ist die diesjährige Fahrtenperiode abgeschlossen Eöring donkt Eckener Berlin, 2. Nov. Der Reichsminister der Luftfahrt, Ministerpräsident Göring, hat die Dreiecksfahrt und 50. Ozeanüberquerung des Luftschiffes„Graf Zeppelir“ zum Anlaß genommen, dem Führer Dr. Eckener und allen Mitgliedern der Besatzung in besonderer Form seinen Dank und seine Anerkennung auszusprechen. Er hat an Dr. Eckener folgendes Schreiben gerichtet: „Ich benutze den Anlaß der 50. Ozeanfahrt des„Graf Zeppelin“, um„Shger,„ig he erprobten Vorkämpfer der Verkehrsluftschiff. fahrt, meine warme Anerkennung für Ihre erfolgreiche Tätigkeit auszusprechen. Ein weiteres Anerkennungsschreiben, das jedem Mitglied der Besatzung. mit der eigenhändigen Unterschrift des Ministers versehen, nach der Landung ausgehändigt wurde, hat folgenden Wortlaut: Aus Anlaß der 50. Ozeanfahrt des Luftschiffes„Graf Zeppelin“, zu deren Gelingen Sie wesentlich beigetragen haben, spreche ich Ihnen meine warme Anerkennung aus. Die hervorragenden Leistungen dieses ein. zigen deutschen Luftschiffes werden für alle Zeiten ein Ruhmesblatt der Geschichte der Luftfahrt bleiden. Sie haben mitgeholfen. die Kunde von dem unerschütterlichen deutschen Unternehmung geist in alle Lande zu tragen und dem deutschen Volke den Glauben an die eigene Leistungsfähigkeit lebendig zu erhalten. Ich erwarte, daß die Besatzung des mit den alten deutschen Farben schwarzweißrot und dem stolzen Symbol des Hakenkreuzes geschmückten Luftschiffs auch auf ihren weiteren Fahrten am Aufbau des neuen Deutschland tätigen Anteil nehmen wird. Heil Hitler!(gez.) Göring.“ Hitler und Papen in Essen Essen, 2. Nov. In den Ausstellungshallen in Essen sprachen am Donnerstagabend der Führer und der Vizekanzler. Vizekanzler v. Papen ergriff vor dem Führer das Wort. Er sagte u. a.:„Es ist der Wille des Führers, die ganze deutsche Nation, alle Klassen und Stände mit seiner Bewegung zu umfangen und sie zu einer volklichen und politischen Einheit zusammenzuschweißen. Der beste Beweis dafür ist, daß er den Kirchen die volle Freiheit ihres hohen geistlichen Amtes garantierte, daß er bereit war, ihnen mehr zur Ausübung ihrer hohen Mission zu geben als jemals irgendeine liberale Regierung des vergangenen Jahrhunderts, aber daß er im gleichen eine Trennung der Kirche von der Politik verlangt. Hier im Herzen einer in der Mehrzahl katholischen Provinz richte ich die dringende Bitte an meine katholischen Mitbürger, dieses großzügige Bekenntnis des Führers zu dem christlichen Fundament des Dritten Reiches zu belohnen mit der Hingabe ihres ganzen Vertrauens in die Zukunft und mit der Abgabe ihrer Stimme für ihn.“ * Dann sprach der Reichskanzler. Er legte seine bekannten Gedankengänge zu der großen außenpolitischen Entscheidung der Regierung dar und den Willen, dem Ausland am 12. November zu zeigen, daß das ganze deutsche Volk in dieser Ehrenfrage hinter seiner Regierung steht. Der Führer erklärte dann weiter:„Es schien mir weiter notwendig, daß dabei auch ein Reichstag gewählt wird, der sich mit seinen Kandidaten verpflichtet auf ein Programm, welches besagt: Wir wollen den Frieden, wir wollen die Zusammenarbeit mit allen Völkern, wir wollen Aussöhnung, Verständigung. Wir fordern dann aber auch für uns das gleiche Recht. So trete ich jetzt wieder vor die Nation hin, nicht für mich, nicht für die Regierung, denn wir können vier Jahre regieren, auch nicht um uns zu stützen, denn ich fühle mich sehr stark, auch nicht um innere Schwierigkeiten zu überwinden. Wenn je die deutsche Regierung einig gewesen ist, dann ist es heute der Fall. Wir stehen zusammen in Treue miteinander verbunden, kämpfen gemeinsam für unser deutsches Volk. Wir benötigen also diese Wahl nicht. Nur das deutsche Volk hat sie notwendig.“ Neues Verständnis für die Bibel Aufruf des Reichsbischofs zur Kirchensammlung am Luthertage Hans Westmar“ „iner von gielen“. Berlin, 2. Nov. Zu der Meldung über die Umänderung des früheren Horst=WesselFilms erfährt der Preußische Pressedienst der NSDAP. ergänzend das folgende: Der Bildstreifen wird nunmehr mit Genehmigung des Reichsministers Dr. Goebbels unter dem Titel erscheinen„Hans Westmar, einer von vielen. Ein deutsches Schicksal aus dem Jahre 1929“. Manuskript nach dem Buch „Horst Wessel“ von Hanns Heinz Evers. In der Presse wird vielfach die Auffassung vertreten, als habe der Reichsminister Dr. Goebbels das bestehende Zensurverbot des Horst=Wessel=Films aufgehohen. Das ist nicht der Fall. Reichsminister Dr. Goebbels hat lediglich seine Auffassung dahin kundgegeben, unter welchen Umständen und Voraussetzungen eine Umarbeitung des Berlin. 2. Nov. Das Kirchliche Gesetzund Verordnungsblatt vom 1. November veröffentlicht nachstehenden Aufruf Reichsbischofs zur Kirchensammlung am Luthertage, 19. November 1933: Der heutige Tag ist ein Tag des Dankens für das, was Gott durch Martin Luther unserem Volk und unserer Kirche gegeben hat. Es ist aber zugleich ein Tag heiliger Verantwortung und Verpflichtung. Martin Luther hat unserem Volke das alte Evangelium in deutscher Sprache und deutscher Art von neuem verkündigt. Martin Luther hat die Bibel ins Deutsche übersetzt, so daß jede: deutsche Mann und jede deutsche Frau ihre Bibel lesen können. Wir wissen, daß unser geliebtes deutsches Volk nicht ohne die tiefsten Kräfte des Evangeliums leben kann So rufe ich die Gemeinden der Deutschen Evangelischen Kirche am heutigen Tage zu doppelter Treue und zum Gehorsam gegen das Wort der Heiligen Schrift, das uns durch Martin Luther neu geschenkt worden ist. auf. Unserem Dank und unserer Verantwortung wollen wir sichtbaren Ausdruck geben durch den Ertrag der heutigen Kirchensammlung. In allen deutschen evangelischen Gemeinden soll„Luthers Bibel fur die evangelischen Deutschen im In= und Auslande“ verbreitet und lebendig gemacht Luthers Bibel ist zahllosen evangelischen Deutschen im Inlande fremd geworden. Darum bedarf es neuer Wege und neuer Formen, um die dem Evangelium Entfremdeten wieder zu gewinnen. Der Ertrag der Kollekte soll diese kirchliche Arbeit stärken Uns= Blick geht aber an diesem Tage über die Grenzen unseres Reiches zu den evangelischen Volks= und Glaubensgenossen. die im Ausland zum Teil schon seit Jahrhunderten ihrem Volkstum und ihrer evangelischen Kirche die Treue gehalten haben. Wenn ihnen Luthers Bibel lebendig erhalten bleiben soll, so bedürfen sie evangelische: Kirchen und evangelischer Schulen. Der Ertrag der heutigen Kollekte soll auch diese Arbeit stützen und kräftigen. Unser Opfer soll ein sichtbarer Ausdruck dafür sein, daß auch wir denen. die im Kampf für Glaube und Volkstum stehen, die Treue halten. Unser Dank und unsere Verantwortung am heutigen Tage klingt zuletzt aus in dem heißen Gebet:„Erhalt uns Herr bei deinem Wort.“ Der Reichsbischof: gez. Ludwig Müller.“ verbotenen Films möglich ist. ständlich wird die herstellende Firma, die Volksdeutsche Filmgesellschaft, wenn Richtlinien bei der Umarbeitung des Films berücksichtigt hat. den Film erneut der Zensur vorlegen müssen. D. Korow Bischof von Berlin D. Weirich Propst von Merseburg. Berlin. 2. Nov. Auf Grund des von der Generalsynode beschlossenen Bischofsgesetzes ist, wie der Evangelische Pressedienst mitteilt, der bisherige Generalsuperintendent D. Karow zum Bischof von Berlin ernannt worden. Zum Propst von Merseburg ist der bisherige Generalsuperintendent von Westsalen, D. Weirich, berufen worden. In Bischof D. Karow tritt an die Spitze des Bistums Berlin eine Persönlichkeit, die besonders eng mit dem Leben der Berliner Kirche verbunden ist. Unter den schwierigsten äußeren Verhältnissen übernahm Dr. Karow vor zwei Jahren die Leitung des Zentralausschusses für innere Mission. Seine Verdienste um die Neuordnung der inneren Mission in einer Zeit allgemeinen wirtschaftlichen Niederganges wurden kürzlich dadurch geehrt, daß der Zentralausschuß ihn zu seinem Ehrenpräsidenten ernannte. Die Universität Halle=Wittenberg verlieh ihm 1926 den theologischen Ehrendaktor. Die neue Ullstein=A6. Neuer Aufsichtsrat und Vorstand. Berlin, 2. Nov. In der Generalversamm. lung der Ullstein=AG. wurden, da im Zusammenhang mit der Veränderung in den Besitzverhältnissen des Aktienkapitals der gesamte bisherige Aussichtsrat seine Mandate niedergelegt hat, in den Aufsichtsrat neu gewählt: Dr. Ferdinand Bausback, Berlin=Charlottenburg, Vorsitzender; Dr. Hugo Debach, Geißlingen=Steige; Generalmajor a. D. Professor Dr. Karl Haushofer. München; Paul Knoll, Wiesbaden: Heinrich Pferdmenges, Gelsenkirchen; Fritz Roß, Berlin=Grunewald; Professor Dr. Martin Spahn. Berlin=Lichterfelde: Dr. Franz Ullstein, Berlin; Günter v. Wulffen, WüstenJerichow bei Burg. Der Vorstand besteht aus den Herren: Richard A. Müller, Vorsitzender: Otto Krüger. Dr. Georg Sydow, Karl Ullstein. Gustav Willner. Die politische Leitung liegt in den Händen von Dr. Eduard Stadtler. Letzte Funkmeldungen Norman Davis, der Donnerstag in Pari: eintraf, erklärte Paul=Voncour, Amerika hätte den Wunsch, daß die Abrüstungskonserenz möglichst bald zu einem praktischen Ergebnis kommen möge. Berlin wie Moskau erklärten ihre Zustimmung zu der Abhaltung einer internatio nalen Konferenz in Tokio. Die amerikanischen Gewerkschaften drohen in der Kohlenindustrie Pennsylvaniens mit einem Streik von 150000 Arbeitern. Am Donnerstag sprachen Ministerpräsident Göring in Beuthen in Oberschlesien, Dr. Goebbels in Karlsruhe, Reichsernährungsminister Darré in Düsseldorf. Auf Grund des Gesetzes zur Wiederherstel. lung des Berufsbeamtentums ist entlassen Oberpräsident i. e. R. Gronowski in Münster. Reichswehrminister v. Blomberg besichtigte am Donnerstagvormittag das Hauptgebäude der Kavallerieschule in Hannover Die Reichsbahn beruft zum 1. Januar 1934 1400 technische Dienstansänger ein. Dabei werden Angehörige der nationalen Verbände bevorzugt berücksichtigt. Am Donnerstag fand die feierliche Eröffnung der Staatsmedizinischen Akademie in München statt. Dabei kündigte der Reichsführer der deutschen Aerzteschaft, Dr. Gerhard Wagner, ein Gesetz an, durch das die gesamte Gesundheitsverwaltung im Reich vereinheitlicht werden soll. Reichspräsident v. Hindenburg empfing Donnerstag den Reichsminister des Auswärtigen, Freiherrn v. Neurath, zum trag. Bauerntum im Dienste der Nation Staatsrat Meinberg sprach in Bielefeld vor den westfälischen und lippischen Bauern Bielefeld, 2. November. Die Bauern aus Minden=Ravensberg und Lippe waren heute nachmittag zu vielen Tausenden nach hier gekommen, um in der Ausstellungshalle und den anschließend errichteten Zelten ein Bekenntnis zum neuen Reich abzulegen. Nach dem feierlichen Einmarsch der SA.= Fahnen sowie dem Einzug des Landesbauernführers Meinbera mit seinem Stabe ergriff zunächst Bezirksbauernführer Ernst Haddenhausen das Wort zu turzer Begrüßung. Nach ihm sprach Oberbürgermeister Prieß(Bielefeld), der alle in Bielefeld willkommen hieß und betonte, daß Bielefeld gerade durch seine Industrie immer enge Verbindungen mit dem Lande gehabt habe. Er gab seiner Freude darüber Ausdruck, daß heute auch die Stadtleute wieder stolz darauf seien, daß ihre Ahnen von Bauernhöfen stammen. Regierungspräsident Frhr. von Oeyn hausen(Minden) brachte zum Ausdruck, daß überall das Vertrauen zum Führer und zur Regierung sowie zum Aufstieg des Vaterlandes vorhanden sei. Darum müsse sich am 12. November jeder hinter Adolf Hitler stellen. Dann betrat Staatsrat Meinberg das Rednerpult und sprach folgendes zu den Tausenden: Es gab eine Zeit, und das ist noch kein Jahr her, in der man vom Bauern höchstens in den Witzblättern der Asphaltpresse lesen konnte, in denen er als dumm und rückständig hingestellt wurde. Wenn jetzt in Deutschland der Begriff vom deutschen Bauerntum zu einem Ehrbegriff geworden ist, so haben wir dies nur unserem Führer Adolf Hitler zu verdanken.(Starker Beifall.) Wenn man als Bauer gezwungen ist, in Berlin zu arbeiten, dann ist man froh, wenn man wieder einmal herauskommt aus der Großstadt und andere Menschen sieht, und für mich ist es ein ganz besonderes Erlebnis, wieder in unserer Heimat Westfalen sein zu können. Wir sind dort in Berlin niemals das ungeheure Heimweh nach der Heimat losgeworden. Das ist auch der Grund dafür, warum wir mit der Leitung des Reichsbauernstandes aus Berlin herausgehen und uns draußen auf gesundem Boden eine neue Heimat schaffen. Früher mußten die bäuerlichen Organisationen in Berlin sitzen, weil sie die Interessen des Landvolks wahrzunehmen hatten, weil es nur Interessenvereine waren Bauerntum und Großstadt sind aber innere Gegensätze. Wir wollen unsere Organisation nicht be treuen lassen von Menschen, die nach ihrer ganzen inneren Einstellung dem Bauern fremd sind, sondern wir wollen sie führen lassen von Menschen, die den inneren Kontakt zum deutschen Bauerntum haben. Unsere Organisation gehört nicht zwischen Asphalt, Stahl und Zement oder in den Lärm einer Weltstadt, sondern dorthin, wo der deutsche Bauer mit seiner Hände Arbeit sein Brot verdient. Wenn man die Agrarpolitik unserer Regierung verstehen will, muß man den Werdegang unseres Volkes betrachten. Man hat uns immer gelehrt, daß die SteinHardenbergsche Bauernbefreiung uns den deutschen Bauern wiedergegeben hat. Das ist aber eine geschichtliche Unwahrheit, denn es hat nur eine Steinsche Bauemnbefreiung gegeben, die dann von dem Schwächling Hardenberg ins Gegenteil verwandelt wurde. Was ist Bauer? Bauer und Landwirt unterscheiden sich nach ihrer eigenen inneren Einstellung. Dem Landwirt ist der Boden reine Handelsware, er besitzt nur einen Gewerbebetrieb landwirtschaftlicher Natur. Der Bauer aber hat mit einer solchen Einstellung nichts zu tun. Was Bauerntum heißt, findet man in seiner reinen Art nuin Westsalen oder Niederdeutschland. Bauerntum ist das Hängen an seiner Scholle, der Bauer weiß, hier, wo du arbeitest, hat dein Vater, Großvater und Urgroßvater schon gearbeitet. Der Bauer wird mit seiner ererbten Scholle nicht zum Landhändler, er hat nur seine Pflicht zu tun, damit der Hof nicht verludert. Wir Bauern haben unsere Scholle von den Vorfahren übertragen bekommen nicht nur damit wir auch Brot und Arbeit haben, sondern damit wir die Ernährung des deutschen Volkes sicherstellen und damit wir die Scholle unseren Kindern genau so in treue Hut geben, wie unsere Väter sie übergeben haben!(Stürmischer Beisall.) Das ist der Sinn des Bauerntums. Man kann überall feststellen, daß dort, wo das Bauerntum verschwindet, wo aus dem Bauern ein Landhändler wird, der Untergang der Nation eingeleitet worden ist. Seit hundert Jahren ist auch bei uns diese Entwicklung gewesen, nachdem das Steinsche Werk durch Hardenberg verdorben worden ist. Stein hat den Bauern an den Boden gebunden, durch Hardenberg ist er gelöst worden, und so sind allein in Brandenburg 150000 Bauernhöfe vom Grundbesitz aufgekauft worden, und die Bauernsöhne gingen in die Stadt, in die Industrie oder nach Amerika. Ihre Söhne oder Enkel aber haben uns als amerikanische Soldaten an der Westfront den Todesstoß versetzt. Wenn wir hier eingegriffen haben, dann ist es nicht geschehen des deutschen Bauern wegen, sondern der Erhaltung der ganzen deutschen Nation wegen. Nichts wäre leichter gewesen, wenn wir unsere Agrarpolitik so gestaltet hätten wie es früher der Fall war, indem wir in einer Preispolitik die Zukunftssicherung der deutschen Landwirtschaft gesehen hätten Aber Bauerntum und Kapitalismus sind Gegensätze, und wo sich der Bauer verkapitalisiert, da geht er zugrunde. Unsere Aufgabe ist es, dem deutschen Bauern ein neues Bauernrecht zu geben. Wir müssen dort wieder anknüpfen, wo Freiherr vom Stein aufgehört hat. Das Reichserbhofgesetz liegt in dieser Richtung Heute weiß jeder deutsche Bauer, daß nicht nur sein Sohn oder Enkel auf seinem Hofe sitzen werden, sondern daß er auf Jahrhunderte hinaus die Grundlage seines Geschlechtes bilden wird. Früher gab es den Rentabilitätsfimmel, alles mußte„rentabel“ sein. Fragte man aber danach, ob das Heer rentabel war? Nein, da war es selbstverständlich, daß es da sein mußte. Und so soll es auch mit dem Bauerntum sein. Es muß so gestaltet werden, daß es leben kann, denn wir brauchen es um der Nation willen, und die übrige Volkswirtschaft hat sich dieser Grundlage der Nation zu richten! (Stürmischer Beifall.) Durch die Beschneidung der Freiheit des einzelnen Bauern wird es uns gelingen, das deutsche Bauerntum zu einem Ehrenbegriff der ganzen Nation zu machen und durch ihn die Freiheit des ganzen deutschen Volkes wiederherzustellen. Es ist das erstemal, daß der Bauernstand jetzt geschlossen dasteht. Aber niemals wird die große Bauernorganisation ihre Macht dazu mißbrauchen, um auf Kosten anderer Schichten der deutschen Bevölkerung Interessentenpolitik zu treiben!(Starker Beifall.) Wir wollen unser deutsches Vaterland so einrichten, daß jeder deutsche Volksgenosse darin Lebensmöglichkeiten hat! Weil wir unser Haus aber neu einrichten wollen. brauchen wir Ruhe und Frieden, und wir wollen und dürfen keinen Krieg haben! Wir wollen auch mit den anderen Ländern in Frieden leben, aber es muß ein Friede der Ehre und des Anstandes sein! (Stürmischer Beifall.) Hitler hat bei der Machtübernahme gesagt, daß wir das Volk nie beschwindeln wollen. Darum sei es auch offen gesagt, daß der Horizont dunkel ist, und sie heyen da draußen, um die wiedererstehende deutsche Nation in einem Blutbad zu ersticken. Aber ich bin sicher, daß wir uns dennoch durchsetzen. Ich aber wünsche, daß nach der Wahl am 12. November Hitler sagen kann: Diesmal hat das westsälische Landvolk am treuesten zu mir und meiner Idee gestanden! Heil Hitler! Gemeinsam sangen dann die Tausende das Deutschlandlied und das Horst=Wessel=Lied. Mit kurzem Mahnwort schloß Bezirksbauernführer Ernst Haddenhausen die Riesenversammlung: Wir wollen Hitler durch die Treue danken und diese durch die Tat beweisen! groschen wird ein Gutschein ausgegeben, der zum Eintausch eines auf dem Gutschein bezeichneten Sportbildes berechtigt. Eine vollständige Sammlung dieser Sportbilder wird den Besuch der Olympischen Spiele im Jahre 1936 in der Weise erleichtern, daß der Sammler 40 oH. des für die Bilder gezahlten Betrages zurückerstattet erhält. 42,6 Millionen Italiener Für Ende September gibt das Statistische Amt die Einwohnerzahl von Italien mit 42592000 an. Das bedeutet gegenüber der letzten Volkszählung vom 21. April 1931 einen Zuwachs von sast ½ Million. Von den Städten hat Rom nunmehr eine Einwohnerzahl von 1075 000 erreicht, und auch Mailand hat die Million bereits um 30.000 überschritten. Es folgen der Größe nach Neapel mit 863.000, Genua 626 000, Turin mit 609.000 Einwohnern. Die übrigen Städte bleiben unter einer halben Million. Handel und Wirtschaft Berlin, 2. Nov. Bei ziemlich kleinem Geschäft war der Grundton freundlich. Nach ruhigem Beginn besserte sich das Geschäft und die Kurse zogen an. Tagesgeld bzw. 4½##. Kassakurse der Verliner Eff.Börse Ohne Gewähr für Hörfehler Sachwerd=änleihe (Notierung in Mark) 67 Pr. Ld Pfdr.=B. GPf Br. 17/18 6% do. R. 22 6%5 do. Komm. Obl. R. 20 67 Pr. Centr. Bd. GPfBr. 1924 6% dito 1927 6% Pr. Ctr. Bod. Komm. 1926/28 678 Pr. Pfddr. Gpf. 41.. 6% dito Serie A47. 6% dito Kom. Em. 17/19 5% Getr. Rentenbk. N. 1—3 5% Rogg. Rentenbk. Bln.1—11 5% Berl. Roggenw. 1923 f. 1 3. Wests. Prov.=Kosle 1923 f. To. Schiffahrtsaktien Hamburg=Amerika=Paketfahrt Norddeutscher Llood Bankaktien Commerz= u. Privat=Bk.=A.=G Deutsche Bank u. Disconto=Ges Dresdner Bank Reichsbank 2. 11. 1. 11. 85% 88 84½ 5 86. 88 87 87 83 6.10 9% 10 39“ 41“ □ 153% 87½ 88 841 *6 87 43 88. 661 18 6.10 9 10½ 1% 41½ 50% 152¼ Devisenkurse(in Mark) Zwölfjahresfeier des Marsches auf Rom. Könls von Stalten g.#tag sc#en W#e#. Die Wurst als Waffe Der Sohn eines Bauern aus Partenkirchen. der sich von einem Nachbardorse aus auf dem Heimwege befand. wurde während der Dunkelheit von einem unbekannten Individuum angefallen. Der Fremde forderte mit einem Messer in der Hand den Burschen zur Herausgabe seiner Habseligkeiten auf. Der junge Mann war aber gleichsalls„bewaffnet". er hatte eine Dauerwurst bei sich, und die Wurst schlug er dem Räuber um die Obren. sodaß dieser zu Boden fiel. Er raffte sich dann auf und ergrift die Flucht. Der Sportgroschen Errichtung eines Hilfssonds für den Sport. Berlin, 2. Nov. Der Reichssportführer v. Tschammer=Osten hat einen Aufruf erlassen, in dem er die Errichtung einer Stiftung„Der Hilfsfonds für den deutschen Sport“ bekanntgibt, durch den die finanziellen Voraussetzungen für den Aufbau des Sports geschafsen werden sollen. Der Reichssportführer erwartet, daß einmal alle bisherigen Förderer des deutschen Sports dem neuen Hilfsfonds in verstärktem Maße Mittel zukommen lassen. Ferner soll der Hilfssonds durch die Erhebung eines sogenannten „Sportgroschens“ gesteift werden, der von allen Besuchern von Sportveranstaltungen in Höhe von ungefähr 5 vH. des Eintrittsgeldes erhoben werden soll. Die dem Hilfsfonds für den deutschen Sport zufließenden Sportgroschen kommen ausschließlich der deutschen Sport= und Turnbewegung zugute, so z. B. zur Vorbereitung der Olympischen Spiels und zur Unterstützung bei schweren Sportunfällen. Für jeden gezahlten SportAmsterdan Ool ARtugiors wenbagen Italten Newvork Wien Barto Sowen Spanter Brüße! Brasklien - 11 Geld Brie 169.03 65. 38 6.754 51.0 3.005 1. K1.14 67.08 9•:1 0.227 169.37 66.52 5.706 58 21 13,1145 2 70 48.15 16.14 81 28 67 72 35.19 O. e-9 Vorkurse Geis Brief 109.13 66.18 5.819 58.—4 22.07 13,155 2.747 48.05 15.40 NI. 12 6..83 35 11 0.727 263.47 16.7 5.88 1 22.11 13.193 2.73 48.15 16.44 81.28 88.7 35,19 58.50 0.329 Getreiemank Berlin, 2. Nov. Die Umsatztätigkeit der Getreidebörse hielt sich weiter in Grenzen. Mehlabsatz ist schleppend. Weizenund Roggenausfuhrscheine auf gestrig Grundlage angeboten. Hafer zu behaupteten Forderungen ausreichend angeboten, de Verbrauch zeigte weiter Kauflust. Industrie. gerste stetig. Berlin, den 2. Nov.(Preise in Mk. p. to) Meizen, ma Roggen, märk. Semmergerße Wintergerste Dater, westpr Haser. märt. 190 154 139—106 188—166 138—143 Mats(Iek. Bln.) Weizenmebl„ Reizenkleie Roggenkleie Kartoffelflocken 2“.19—25,13 20,90— 21,99 1.10—11 10.00—19-#0 15. 40— 13.50 Bremen, 2. Nov. Weizen: Manitoba I 4,40. Russen=Gerste 8.50, dt. Gerste 8.60. vomm. Weißhafer, 53/54 Kg., Ernte 1933 8.00, Holst. Weißhafer, 54/55 Kg., 8.00 Mais: La Plata ab Bremen(verkehrsfrei) 8.90, desgl. ab Brake(verkehrsfrei) 8,90. Tendenz stetig. Webstoffe. Bremen, 2. Nov. Loko 10,86(10,84). Wetterbericht für den 3. November 1933. Für das mittlere Norddeutschland: Etwas kühler, veränderlich, bewölkt. nur noch einzelne Regenschauer, frische Nordwestwinde. Für das übrige Deutschland: Allgemein etwas kühler bei veränderlichem Witterungscharakter, noch einzelne Regenschauer besonders im Osten, im Westen mehr aufheiternd Sii Ss, BaUC LICHTSPIELE Täglich 6 und 8.15 Uhr Sonntag auch 4 Uhr Die entzückendste, melodienreichste Tonfilm=Operette Keinen Tag ohne Dich #darzilsls sans! Böben son det Schordstein-kunmer.) Parry. Paul Hördiger Schlager: Richt nur im Himmel, nein, auch auf Erden. kann unsereiner glücklich werden. Belanntmachung. Wir machen darauf aufmerksam, daß der Werber Dietrich Hackemack, Hörstmar, nicht mehr für uns tätig ist und keinerlei Berechtigung hat, Verträge in unserem Auftrage abzuschließen, Beträge für unsere Firma zu kassieren oder ähnliche geschäftliche Handlungen für uns vorzunehmen. itung. Detmele. Jeder spendet auf Pestscheckkonte Haunover 6112 der NS.=Volkswohlfahrt und des Winterhilfswerkes des Landes Lippe oder auf Bankkonto 528 der Städtischen Sparkasse in Detmold. 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In allen deutschen Haushaltungen, in allen Gaststätten und Hotels, wird man dem deutschen Volksgenossen nur das Eintopfgericht vorsetzen und die Tatsache, daß vom Führer herab bis zum einfachsten Volksgenossen alle in der gleichen Weise beköstigt werden, zeigt so recht die Volksverbundenheit. Die moralische Wirkung einer derartigen Volksaktion kann eine ungeheure sein, wenn alle Volksgenossen sich voll und ganz dafür einsetzen, nur von dem Gedanken beseelt, dadurch den notleidenden Volksgenossen helfen zu können Um die Sammelfreudigkeit und damit auch das Ergebnis zu steigern, hat die Reichsführung des WHW. eine neue Art der Haussammlung eingeführt, die bei der Bevölkerung volle Zustimmung finden wird. Die mit der Einholung der Beträge aus dem Eintopfgericht beauftragten Samm ler erhalten diesmal eine besondere Lautsammalliüte für die Spende vom Eintopfgericht. Diese trägt auf der Vorderseite neben der lausenden Nummer und dem Ortsgruppenstempel das bekannte Schutzzeichen des Winterhilfswerkes: den Adler über dem Hakenkreuzsymbol mit dem Schriftband hilfswerk des deutschen Volkes 1933=34 Außerdem trägt diese Haussammelliste auf der Vorderseite die genauen Bezeichnungen des Gaues. Kreises, der Ortsgruppe. Zellen und des Blockes, sowie Straße und Haus. für das die Sammelliste ausgestellt ist. Das Innere der Liste weist verschiedene Unterteilungen auf. Einmal werden sämtliche Haushaltungen vorher eingetragen und ferner ist für die Monate November bis März je eine besondere Rubrik eingeschaltet. in der die jeweiligen Spenden aus dem Eintopfgericht eingetragen und durch die Unterschrift des Spenders bestätigt werden. Alle Spenden aus dem Eintopfgericht werden also durch diese Haussammelliste erfaßt.. Für die Gaststätten und Hotels ist ein Quittungsblock herausgegeben worden, der in den Gaststätten und Hotels aufliegt. Der Block ist eigens perforiert und derart unter teilt, daß einerseits dem Gast eine mit der Unterschrift des Gastwirts versehene Quittung über den Spendenbetrag ausgehändigt wird, daß aber andererseits dem Wirt die Gegenquittung über den Spendenbetrag mit der Unterschrift des Gastes verbleibt. Das Eintopfgericht wird in den Gaststätten nur bis 17 Uhr ausgegeben. Außerdem wird durch die Sammler die dritte Wahlbroschüre der Reichsregierung„Dich ruft Deutschland“ kostenlos verteilt. Im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit ist es eine Ehrenpflicht der Behörden wie der Wirtschaft, gerade den Volksgenossen Arbeit und Brot zu verschaffen, denen das deutsche Volk eine ganz besondere Dankesschuld abzutragen hat. Es muß nunmehr in kürzester Zeit gelingen, allen arbeitsfähigen Kriegsbeschädigten, die dem Vaterlande ihre Gesundheit zum Opfer gebracht haben, eine für sie geeignete Beschäftigung und ein ausreichendes Einkommen zu sichern. In allen Kreisen der Bevölkerung und der Oeffentlichkeit macht sich Verständnis und Einsicht für die Not der Kriegsopfer bemerkbar. Man besinnt sich überall auf die rechtliche und moralische Verpflichtung gegenüber denen, die alles für uns getan haben. Auch hier in Lippe wird erwartet, daß sich nach Möglichkeit jeder Betrieb zur Einstellung von Kriegsbeschädigten, insbesondere Schwerbeschädigten über die gesetzliche Pflichtzahl hinaus bereit findet. Als Arbeitsvermittler für den Bezirk Detmold wurde von der nationalsozialistischen Kriegsopferversorgung Pg. Karl Baltin, Detmold, Woldemarstraße 6, bestellt. Er wird sich mit allen in Frage kommenden amtlichen und privaten Arbeitgebern ins Benehmen setzen, um das Ziel, die Beschaffung eines angemessenen Arbeitsplatzes für alle Kriegsopfer zu erreichen. „Einer für alle, alle für das Vaterland!“ GE#EE Appischen Feuerwehrverbandes Landesbranddirektor Am Sonntag, dem 29. Oktober, hielt der Lippische Feuerwehrverhand seinen Führertag in Lage ab. Um 3.45 Uhr eröffnete der Verbandsvorsitzende. Oberbrandmeister GronemeierLage die Sitzung und begrüßte die Kameraden, insbesondere Herrn Landesbranddirektor Günther und sprach ihm die herzlichsten Glückwünsche des Verbandes zu seinem Geburtstage aus. Sodann wurde in die Tagesordnung einBericht von der Beiratssitzung der Vereinigten Krankenversicherungs=A.=G. in Berlin. Die Kasse ist als sehr gut zu bezeichnen und soll weiter empfohlen werden. 2. Bericht von der Ausschußsitzung des Deutschen Feuerwehrverbandes am 23. Oktober in Jena. In der nicht öffentlichen Sitzung wurde der Vorsitzende des Deutschen Feuerwehr= verbandes Landesbranddirektor Eckert=München zum Reichsführer des Deutschen Feuerwehrverbandes gewählt. In der öffentlichen Sitzung hielt der neugewählte Führer einen Vortrag über das Thema:„Das Führertum der Freiwilligen Feuerwehren." Der sehr beifällig aufgenommene Vortrag soll im Druck erscheinen. Der Vorsitzende machte bekannt, daß der Deutsche Feuerwehrverband folgende Entschließung angenommen bot:. L.duxt Eleichberechtigung. Frieden und Arbeit. Die Einmütigkeit im Wollen und Trachten aller Deutschen, rückhaltloses Vertrauen zum Führer und unerschütterliche Gefolgschaftstreue zu bekunden, ist der Sinn der Volksabstimmung am 12. November. Wir Feuerwehrleute haben ganz besondere Ursache, in einem einigen, starken und friedvollen Deutschland uns entwickeln zu können und die Ehre, deutsche Kämpfer zu sein, zu beDer Tag der Volksabstimmung gibt uns dazu Gelegenheit, weshalb jeder Kamerad ermahnt und aufgesordert wird, dem Führer Sefolgschaft zu leisten. Der Führertag des Lippischen Feuerwehrverbandes stellt sich geschlossen hinter diese Kundgebung, die in Abdruck zur weiteren Verbreitung an alle lippischen Feuerwehrleute, an die Brandmeister verteilt wurde.“ Sodann nahm der Landesbranddirektor Gunther das Wort zu seinem Vortrag: S GEIrsötseir en-, P— D Wg. feuerwehrtechnischen Ereignisse in Lippe Bevor er auf das Thema des von ihm gewähl ten Vortrages einging, fand er herzliche Worte der Anerkennung für den verstorbenen Landesbanddirektor i. R. Winkler. Die Versammlung erhob sich zu Ehren des Verstorbenen von ihren Plätzen. Im weiteren streifte er kurz die seit dem diesjährigen Verbandstag vorgekommenen feuerwehr=technischen Ereianisse im Lande. Die Gesamtzahl der Brände hat eine außerordentliche Verminderung gegenüber dem Vorjahre erfahren. Organisatorisch sind für die Feuerwehren und das Feuerlöschwesen des Landes keine nennenswerten Veränderungen seit dem Verbandstag vorgenommen worden mit Rücksicht auf das in Bälde zu erwartende Reichsgesetz über das Feuerlösch= und Feuerwehrwesen. Das Feuerlöschwesen wird im Reich unter der Leitung des Reichsluftfahrtministeriums zusammengesaßt werden. Ohne auf den Entwurf des neuen Gesetzes, das noch durchberaten werden muß. näher einzugehen, kann bereits jetzt gesagt werden, Mit Hitler für Frieden, Ehre, Arbeit gegen die Weltrüstung Der Kuffhäuserbund zur Volksabstimmumg am 12. Rovember der Artillerie a. D. von Hork, erlätzt zur Volkastimmung an ih, selbütverkändliches„Ja“ für die Politik der Reichoregierung abgeben. Ich ihr selbstverstandligee E i, soldatischer Pflichtauffassung dafür sorgt, Frieden. Ehre und Arbeit gegen die Weltrüstung— das ist der Ruf der alten Soldaten!“ Wer will in den Stahlhelm? ——— bis 5. Nevember Aufnahme für geeignete Anwärter vom 1 Zum Gedenken des 10. Jahrestages rhebung vom 9. November 1923 hat ver Stabschef die Aufnahmesperre für die SA. unter besonderen Voraussetzungen aufgehoben. Die Aufhebung der Mitgliederperre gilt sinngemaß helm für die Zeit vom 1. bis 5. N. pemper. Die Aufnahme erfolgt zunächst wärter; deutschstämmige Männer, die tatkräftig an dem Aufbau des neuen Deutschland mitarbeiten und in die Reihen des Stahlhelm B. d. F. eintreten wollen, können sich täglich auf der Geschäftsstelle Benekenstraße 5, melden. Aufgenommen werden nach besonderer Prüfung nur Mä ner. die folgende Voraussetzungen erfüllen: 1. Von jedem Antragsteller ist ein schriftliches Aufnahmegesuch mit polizeilichem Führungszeugnis, das laut ministerieller Verfügung stellt wird, beizubringen. 2. Die steller müssen den Aufnahmegrundsätzen de: Bundes der Frontsoldaten in jeder Be ziehung entsprechen. 3. Jede. Anwarter in der Zeit vom 14. November bis 14. Dezember 1933 an einem abendlichen Kursus teilnehmen, der dazu dienen soll. festzustellen, ob der Anwärter die Gewähr bietet. der daß er sich in die Gedankenwelt des Stahlhelm und der nationalsozialistischen Staatsidee voll und ganz einzufügen vermag. Das Presseamt des Stahlhelm. B. d. Fz., hat bereits die Oeffentlichkeit davon unterrichtet, daß der Führer Adolf Hitler und der Chef des Stabes Röhm nach Rücksprache mit dem Stahlhelmbundesführer Franz Seldte sich mit einer vorübergehenden Aufhebung der Aufnahmesperre im Stahlhelm vom 1. bis 5. November 1933 einverstanden erklärt haben. Der Vertkauensbeweis, den die nationalsozialistische Führung hierdurch dem Stahlhelm erteilt, wird der Stahlhelm durch vorsichtige Auswahl der Anwärter zu rechtfertigen wissen. Konjunkturjäger und Mitläufer kann der Stahlhelm in seinen Reihen nicht gebrauchen!.#G. Die Anwärter haben ein schriftliches Aufnahmegesuch mit Lebenslauf an den Ortsgruppenführer zu richten. Das Gesuch wird mit Stellungnahme des Ortsgruppenführers auf dem Dienstwege dem zuständigen Landesführer vorgelegt. der die endgültige Entscheidung über die Aufnahme fällt. Daß die Anwärter einer ernsthaften Prüfung auf ihre politische Eignung unterzogen werden, sei schließlich nochmals besonders erwähnt. daß das Feuerwehrwesen einer tiefeinschneidenden Veränderung unterworfen wird. Aufbauend auf der Grundlage der Feuerwehr als eine Gemeindeeinrichtung wird vor allem eine straffe, örtlich und regional gegliederte Leitung unter amtlicher Aufsicht zu schaffen sein. Durch einheitliche Ausbildung der Feuerwehren und der für den Luftschutz erforderlichen Verstärkungskräfte, sowie die Vereinheitlichung der technischen Ausrüstung und Einrichtung muß die bisherige Unterstützungsbereitschaft besser als bisher gewährleistet werden. Die sonstige Organisation des zivilen Luftschutzes, die unter anderem eine finanzielle Unterstützung des Feuerlöschwesens durch das Reich nötig macht und demnach eine Verbesserung der Feuersicher= neit schon im Frieden zur Folge haben wird, erfordert endlich allgemeine Oberaussicht des Reichsluftfahrtministeriums. Unter diesen Umständen wünscht dasselbe die in Angriff genommenen landesrechtlichen Regelungen vorläufig bis zum Erlaß des Entwurfes des neuen Gesetzes zurückzustellen. Künftig muß der Vereinscharakter der freiwilligen Feuerwehren stark eingeschränkt und zusammengestellt werden. Die Aufgaben der Feuerwehr im zwilen Luftschutz Nach einer kurzen Pause, in der Brandbomdensätze vorgeführt wurden, nahm Herr Landesbranddirektor Günther das Wort zu seinem Vortrag:„Der zivile Luftschutz und die Aufgaben der Feuerwehr in demselben." Beginnend mit der Frage der Aufrüstung der anderen Mächte und die Abrüstung Deutschlands stellte er an die Spitze seiner Ausführungen die Aufforderung an alle Feuerwehrkameraden, am 12. November sich der gewaltigen Willensäußerung des deutschen Volkes bewußt zu sein und obersten Führer Reichskanzler Adolf Hitler durch Abgabe der Stimme aller lippischen Feuerwehrkameraden die Treue zu ihm und unserer Reichsregierung erneut zu bekunden. Der Vortrag gliederte sich unter Beifugung von zahlreichen Lichtbildern in die Abschnitte: Notwendigkeit des Luftschutzes, das Luftschutzprodlem, Schäden und Wirkungen von Luftangriffen mit besonderer Beschreibung der Kampfgase in Gasbomben und der besonders gefährlichen Brandbomben, die Organisation des zivilen Luftschutzes in seinen Hauptteilen; den bebördlichen aktiven zivilen Luftschutz und den passiven zivilen Selbstschutz und die Mittel des behördlichen Luftschutzes mit besonderer Berücksichtigung des Sicherheits= und Hilfsdienstes. In diesem Hauptteil wurden die zahlreichen Aufgaben der Feuerwehr behandelt und zwar organisatorischer und technischer urt unter Berücksichtigung des für das Land bereits aufgezogenen behördlichen Luftschutzes in den Städten Detmold, Lemgo, Lage und Bad SalzZum Luftschutz erläuterte Herr Landesbranddirektor Günther die Organisation des Reichsluftschutzbundes und seiner Aufgaben. die sich gliedern in Erziehung des Volkes zur Erkennung der Notwendigkeit und Zweckmäßigkeit der Luftschutzmaßnahmen, in Vorbereitung und Durchführung der Selbstschutzmaßnahmen. d. h. die Vorbereitung des familiären Luftschutzes, des Hausluftschutzes, die Bildung von Luftschutzgemeinschaften, Bestellung von Hausschutzwarten. Ausbildung der Bevölkerung und endlich die personelle Ergänzung des behördlichen Sicherheits= und Hilfsdienstes. Branddirektor Günther schloß seine zweistündigen vielseitigen und umfangreichen Vortrag. dem die anwesenden ca. 120 Brandmeister und Führer mit großem Interesse folgten, mit dem Hinweis: Von der Einsicht und Erkenntnis jedes einzelnen und von seinem Bekennen zum Gedanken der Selbsthilfe und der aufopfernden Hilfe seines Nächsten hängt es ab. ob der feindlichen Waffe Erfolg beschieden oder versagt sein wird. Jedem Einzelnen muß der Wahlspruch unserer pflichtbewußten, aufopfernden Feuerwehren zum eigenen Geleitwort werden: Einer für alle, alle für unser deutsches Vaterland“ Hierauf wurden durch Schwelversuche und Riechproben die modernsten Kampfstoffgase vorNach einigen internen technischen Anfragen wurde der Führertag durch den Verbandsvorsitzenden Gronemeier gegen 8 Uhr abends geschlossen. viel Staatskommissar Keller zum Bürgermeister gewählt Aus der Landeshauptstadt Detmold. 3. November 1933. Der Gruß aus dem Sommer Gestern guckte noch einmal der Sommer bei uns herein, nämlich in Form eines sehr hübsch zurecht gemachten Blumenstraußes, der aus vielen herrlich blauen Kornblumen bestand. Es war ein Stückchen Erinnerung an die angenehm warme Zeit der Blüten. Es war einmal! Diese Worte batte auch der Finder auf ein Kärtchen geschrieben, das mit einem rosa Bändchen am Strauß befestigt war. Wahrscheinlich standen diese blauen Blüten an einer geschützten Stelle, die der rauhe Herbstwind bisher verschon: hat. Aber immerhin sind diese Blumen im November eine Seltenheit. Jetzt ist der zarte Strauß, der Gruß aus dem Sommer, bereits verwelkt... Schade! * Reiterverein Detmold An unsere Mitglieder und Freunde! Das Ausb.=(Lipp.) Bataillon 18. Inf.= Regt., veranstaltet am 3. November d. I. (Freitag) in Gemeinschaft mit dem ReiterVerein Detmold die diesjährige HubertusJagd, zu deren Teilnahme Sie hierdurch ergebenst ausgefordert werden. Die Jagd soll so einfach und leicht wie möglich durchgeführt werden, damit alle Reiterinnen und Reiter daran teilnehmen können. 14.20 Uhr: Stelldichein am Krummen Haus bei Detmold; 14.30 Uhr: Beginn der Jagd. Die Jagd geht vom Krummen Haus über den Büchenberg. Königsberg in Richtung Bahnhof Remmighausen und führt dann in großer Schleife über den Königsberg zurück Halali am Krummen Haus gegen 15.15 Uhr. Anschließend gemeinsame Kaffeerast mit Militärmusik. Die Zuschauer begeben sich am besten auf den höher gelegenen Teil des Königsberges, von wo aus sie dann die Jagd am besten verfolgen können. Anmeldungen zur Teilnahme an der Jagd sind spätestens bis zum 1. Nov. d. Is. an den Unterzeichneten zu richten. Mit deutschem Reitergruß. Heil Hitler! Reiter=Verein Detmold gez. Königs. * In einer kurzen Stadtverordnetensitzung erfolgte gestern abend die Wahl von Herrn Staatskommissar Keller zum Bürgermeister der Stadt Detmold. Anwesend waren 16 Stadtverordnete und die Stadträte Brandt. Klingenberg und Keller, der wegen der Wahl später zur Sitzung kam. Stadtverordnetenvorsteher Studienrat Friedrichs eröffnete die Sitzung und gab den einzigen Punkt der Tagesordnung. die Wahl des Bürgermeisters bekannt. Alle Vorfragen der Wahl seien eingehend in den Fraktionssitzungen besprochen worden. Stadtv.=Vorsteher Friedrichs verlas dann den einschlägigen Paragraphen über die Bestimmungen zur Wahl des hauptamtlichen Gemeindevertreters und gab bekannt, daß das Stadtv.=Kollegium beschlossen habe, Bürgermeister Keller nicht auf 12 Jahre, sondern zunächst 1 Jahr zur Probe zu wählen, da diese Regelung bei leitenden Beamten heute größtenteils so getroffen werde. Was die Gehaltsfrage anbelange. so solle die Bürgermeisterstelle nach Gruppe 2a bezahlt werden. Die nun folgende Abstimmung ergab die einstimmige Wahl von Herrn Staatskommissar Keller zum Bürgermeister der Stadt Detmold. Stadtv.=Vorsteher Friedrichs führte weiter aus, daß nach der Wahl noch die Bestätigung durch die Landesregierung eingeholt werden müsse. Die Bestätigung würde sicher erfolgen, da die Anregung zu dieser Wahl von der Landesregierung ausgegangen sei. An den inzwischen erschienenen Bürgermeister Keller richtete Stadtv.=Vorsteher Friedrichs herzliche Worte der Pegrüßung: Herr Bürgermeister! Mit dieser Anrede bitte ich Sie meine und der Stadtverordneten Glückwünsche zur Wahl entgegenzunehmen und die besten Wünsche für eine erfolgreiche Amtsführung. Sie übernehmen mit diesem Amt eine große Verantwortung und eine große Bürde. Siehen Monate haben Sie diesen Posten schon als Kommissar ausgefüllt. Schon in ruhigen Zeiten verlangt dies Amt ein großes Mai an aufopferungsvoller Tätigkeit und ist gerade in mittleren Städten mit viel Arbeit verknüpft. Besonders in Detmold dürfte Ihre Arbeit sehr vielseitig werden, da unsere Stadt unter den Städten gleicher Größe ein umfangreiches Arbeitsgebiet darstellt. Sie übernehmen dies Amt nun in einer stürmischen und bewegten Zeit und werden die Geschicke der Stadt Detmold leiten in einer Epoche, wo von Grund auf Neues auf uns hereinstürzt. Vieles muß neu organisiert werden, darum wird es viel Verwältungsarbeit geben. Ich freue mich, daß Sie jetzt aus der kommissarischen die endgültige Verwaltung der Stelle erhalten haben. Wir wissen, daß Sie diese Arbeit schaffen werden. Etwas leichter werden Sie es dadurch haben, daß Sie nicht mehr wie in früheren Zeiten mir einer Vielheit von Parteien im Parlament zu kämpfen haben. Die Arbeit konzentriert sich jetzt mehr auf den Stadtrat. Aber die ganze Verantwortung ruht auf Ihren Schultern. Stadtv.=Vorsteher Friedrichs schloß seine Ansprache mit den Worten: Im Namen der Stadtverordneten gelobe ich treue Gefolgschaft zum Wohle der Stadt Detmold. Bürgermeister Keller dankte dann in schlichten kurzen Worten für die Wahl.„Meine Kameraden! Ich nehnte die Wahl an und ich gelobe das Amt auszuüben als politischer Soldat meines Führers. Gehorsam übend. aber auch Gehorsam verlangend. Ich danke Ihnen für die bisherige Mitarbeit und bitte Sie, mir auch weiterhin in dieser Arbeit treu zu sein.“ Mit einem dreifachen Sieg=Heil auf den Führer wurde die etwa viertelstündige Sitzung geschlossen. * Mit dieser Wahl hat die Detmolder Bürgermeisterfrage ihre endgültige Erledigung gefunden. Wir wollen hoffen und wunschen, daß diese Entscheidung zu Nutz und Frommen der Stadt Detmold sich auswirkt. Die Versönlichkeit unseres neuen Bürgermeisters bietet uns die Gewähr dafür. Am Sonnabend von 6—7 Uhr findet das zweite Winterhilfekonzert, am Sonntag von 11.30—12.30 Uhr das zweite„intime Konzert“ im Landeskonservatorium statt. Hubert hielemann spielt in beiden Konzerten Werke von Brahms und zwar: Variationen und Fuge über ein Thema von Händel, Intermezzo op. 76 Nr. 2 und die Rhapsodie in Essdur op. 119 Nr. 4.— Karten zu 25 und 75 Rpf. sind im Vorverkauf in der Buchhandlung Schnelle und vor den Konzerten an der Kasse erhältlich. Mitgliedokarten haben nur am Sonntag Gültigkeit. Wir erinnern nochmals, daß kommende Woche in allen Fächern mit einer Klasse Gemeinschaftsunterricht begonnen wird. Das monatliche Unterrichtshonorar beläuft sich dafür auf 4 RM. bei 4 Unterrichtsstunden. Anmeldungen mündlich oder schriftlich im Konservatorium. * Bestandenes Examen. Herr Kurt Priester. Sohn des verstorbenen Hofapothekers Franz Priester, bestand an der Universität Kiel sein Apotheker=Examen. Herzlichen Glückwunsch. * Landesbibliothek und Lutherausstellung. Aus praktischen Gründen können die sehr kostbaren Drucke der Lutherzeit, die augenblicklich in der Ausstellung der Buchhandlung Schnelle gezeigt werden, nur noch kurze Zeit dort belassen werden. Ein recht baldiger Besuch der Ausstellung und damit die Ansicht der Leihstücke der Landesbücherei ist zu empfehlen. * Landestheater. Heute Freitag. den 3. November. Erstaufführung des Lust piels „Des Königs jüngster Rekrut", von Andreas Andermann. Die Spielleitung hat Willibald Mohr. In den Hauptrollen sind beschäftigt: Friedrich Wilhelm I.: Willibald Mohr Die Königin: Else Hähnel. Prinzessin Wilhelmine: Ursula Neumann. Der Erbprinz von Bayreuth: Heinz Scheepers. Ritter Hotham: Ludwig Hayn. Graf Sackendorf: Heinz Klinck. Fräulein von Sonnsfeld: Kay Bolten. Am Sonnabend, 16.30 Uhr, Kindervorstellung zu ganz kleinen Preisen„Hänsel und Gretel“. * Wahlliste einsehen! Sie liegt bis zum 6. November 1933 im Zimmer Nr. 15 des Rathauses zu jedermanns Einsicht aus. Wer am 12. November seine Pflicht gegenüber dem Vaterlande erfüllen will, muß sich davon überzeugen, daß er in der Wahlkartei aufgeführt ist. In der letzten Zeit vorgenommene Wohnungswechsel sind, soweit es nicht schon geschehen ist, unverzüglich dem Einwohnermeldeamt anzuzeigen. Stimmscheine erhalten auf Antrag auch Stimmberechtigte, wenn sie infolge eines körperlichen Leidens oder Gebrechens in ihrer Bewegungsfreiheit behindert sind und durch die Stimmscheine die Möglichkeit erhalten, einen für sie günstiger gelegenen Abstimmungsraum aufzusuchen. Der Weg zum Abstimmungsraum bleibt ihnen also nicht erspart. Stimmscheine werden in Detmold ausgestellt bis zum 10. November 1933, nachmittags 1 Uhr. * Vom Hausfrauenbund „Wenn gute Reden sie begleiten, dann geh die Arbeit munter fort." Das haben wir heute im Hausfrauenbund gemerkt. Tüchtig wurde geschafft und wenn wir Freitag noch einmal tseißig sind, haben wir hoffentlich die nicht unerhebliche Arbeit für die Winterhilfe geleistet. Wir bitten alle Getreuen. Freitag nachmittag noch einmal ins Gesellschaftshaus zu kommen. Es sei darauf aufmerksam gemacht, daß die nächste Mitgliederversammlung am Dienstag, 7. November, nachmittags 4 Uhr. im Gesellschaftshause ist. Frau Lettinger=Vogel, die schon zum sünften Male zu uns kemmt. hat uns schon manche anregende Stunde gebracht.„Wochentag und Wochenende". eine Plauderei über die täglichen Sorgen und Freuden der Hausfrau heißt diesmal ihr Thema, das durch zum Te:! forbige Lichtbilder erläutert werd Ganze Frachtsendunger von Warenproben sind für uns unternegs, dorunter auch einige besonders hübsch: Suiben. Dies hat uns veranlaßt, ein Eer.= tritesgeld von 10 Pfg. zu erheben; dasselbe all aber als Los und jedes Los gewinnt! Gäste und jeue Mitglieder sin herzlich willkommen der Mitgliedsbeitrag oon jährlich 250.2.8 läuft erst ab 1 Januar 1031. 15. Norember, 4 Uhr nachmittags und 8 Uhr obends. findet im Gesellschaftshause je ein Kursus im Anrichten von kalten Blatten statt. Ein Herr Schweitzer aus Mittweida wird in jedem Kursus 40 verschiedene kalte Platten uns vorführen. Die Kosten eines Kursus sind für unsere Mitglieder, deren Angehörige und Hausangestellten für die Person 60 Pfg., Richtmitglieder zahlen 1.. Die Listen zum Einzeichnen der Teilnehmer liegen im Geschäft von Frau Richwin. Lange Straße 51. aus. Wir hofsen, mit diesem Kursus auch bei unseren jüngeren Mitgliedern Freude und Interesse zu erwecken. „Die Brüder vom blauen Mond“. (Die Achillesdose) Roman von Franz Karl Wagner. (Betdruß vribeten) Copprioht bo Langen=Müller, Mäochen (29. Fortsetzung.) Der Inspektor war mit dem, was er erfahren hatte, vollkommen zufrieden. Es war zwar nur ein kleines Verbindungsglied in der Kette der Ereignisse, aber eo fügte sich in den Ideengang seiner Theorien vorzüglich ein. Nur die Wassen paßten ihm nicht ganz zu dieser Geschichte. Wozu rüstete Echagüe 230 landfremde Menschen aus? Dieser Spanier war doch viel zu klug, um sich zu einem unüberlegten Handstreich hinreihen zu lassen. Außerdem war sich Fan keineswegs darüber klar, gegen wen sich die bewoffnete Aktion dieses Häufleins richten sollte... Als der Detektiv in sein Büro zurückgekehrt war, erhielt er schon nach kurzer Zeit Besuch. Sergeant Braun, den man inzwischen aus dem Spital entlassen hatte, meldete sich bei ihm. „Guten Tag. Inspektor, ich bin wieder im Dienst!“ Fan erwiderte den Gruß nicht und unterließ auch, Braun einen Sessel anzubieten, wie es sonst seine Gewohnheit war. Rochdem eine Weile Schweigen geherrscht hatte, fragte der Gergeant etwas peinlich berührt: „Was ist denn los. Inspektor?“ „Sagen Sie mir einmal, Braun“, so lautete die Gegenfrage,„wie lange sind Sie schon bei der Polizei?“ „Sieben Jahre“, entgegnete der Gefragte verwundert. „Warum wollen Sie das wissen?“ „Weil ich gerade darüber nachgedacht habe, daß Sie eigentlich kurz vor der Beförderung zum Inspektor stehen. Sie haben doch eine gute Dienstbeschreibung, und ich glaube, man ist dieher immer mit Ihnen zufrieden gewesen.“ „Ich denke schon..“ Braun fühlte sich keineswegs durch diese Feststellung geschmeichelt, sondern überlegte voll Unruhe, worauf sein Vorgesetzter mit dieser Frage hinauswollte. Fan sah Braun seltsam an. Endlich sagte er, jedes Wort besonders betonend: „Schade, daß diese vielversprechende Korriere eine jungen Polizisten nun ein so unrühmliches Ende finden wird.“ Sergeant Braun trat einen Schritt zurück.„Was soll das heißen. Inspektor, das ist ein ziemlich geschmackloser Witz.“ Fan sprang auf. Run klangen seine Worte nicht mehr spöttisch, sondern wie Neulenschläge trafen Braun die Anklagen des Inspektors. „Richt einen Augenblick habe ich Ihnen die verdam Lüge von dem Ueberfall in der Zelle geglaubt. Ueber Mike Jonas war ein Todesurteil verhängt worden, und Sie haben es vollzogen. Jawohl, Braun. Sie haben Mite in den Rücken geschossen, als Sie diesen Schurken in die Zelle führten, weil Sie und Ihre Komplicen gefürchtet haben, daß er sprechen werde. Es war eine gewagte Sache, aber es blieb euch scheinbar keine andere Möglichkeit, um euch rasch dieses Zeugen zu entledigen. Geschickt haben Sie diesen Mord angestellt, aber nicht geschickt genug. um mich zu täuschen. Es ist kein Kunststück, sich selbst ein Tuch mit Chloroform auf den Mund zu legen und das Bewußtsein zu verlieren. Sie haben einen Mord begangen, Braun, das werden Sie wie jeder andere Verbrecher büßen müssen!“ Das Gesicht der Sergeanten war vor Wut verzert. „Ich werde Sie wegen dieser lächerlichen Anschuldigung zur Verantwortung ziehen“. schrie er seinen Vorgesetzten an. „Sie sind in eine Sackgasse mit Ihren Nachsorschungen geraten, und weil Sie wahrscheinlich fürchten, daß es mit Ihrer berühmten Unfehlbarkeit zu Ende ist, wollen Sie sich um jeden Preis ein Opfer suchen. Doch da sind Sie bei mir an den Unrichtigen gekommen. Inspektor, ich werde meine Unschuld beweisen, und dann wird sich herausstellen, wessen Karriere eher zu Ende ist, die Ihre oder die meine.“ „Ich habe nicht erwartet, daß Sie ein Geständnis ablegen werden, dazu sind Sie ein viel zu kaltblütiger Schurke. Sie wollen bluffen, um Zeit zu gewinnen, aber das soll Ihnen wenig nützen" Fan beobochtete den Sergeanten scharf und war bereit. sich bei der geringsten verdächtigen Bewegung auf ihn zu stürzen. Aber Braun unternahm nichts, sondern begnügte sich mit der in hämischem Ton gestellten Frage: „Sagen Sie mir doch, worauf Sie Ihre Behauptung stützen, wie wollen Sie dies beweisen?“ „Die meisten Verbrechen scheitern, wenn Frauen im Spiele sind. Frauen sind zu impulsiv und denken viel zu wenig! Auch ihre Logik läßt sie in den meisten Fällen im Stich. An Ihrer Stelle hätte ich mich gehütet, Ihrer Frau nur das Geringste zu erzählen.“ „Was wissen Sie von meiner Frau“, fragte Braun, diesmal sichtlich betroffen. „Sie machte mir gestern einen Besuch, und wir hatten eine ganz interessante Unterredung. Besonders merkwürdig war. daß sie von Ihrem angeblichen Unfall so rasch unterrichtet worden war. Die gute Dame hat sich dabei aber ein wenig in der Zeit geirrt oder scheint Ihre Instruktionen nicht ganz genau ausgeführt zu haben. Ja, mein Lieber, schon manches Todesurteil wurde deshalb gesprochen, weil es sich um ein poar Minuten gehandelt hat, ein paar zu früh... oder ein paar zu spät... Nun, es ist jedenfalls ein Trost für Sie, daß Sie nicht allein auf der Anklagebank sitzen werden.“ Braun ballte die Fäuste, er beherrschte sich nur mit Mühe. Gewiß. der Inspektor schien manches zu wissen und vielleicht noch mehr zu ahnen, aber für ihn blieb noch immer die Möglichkeit eines Ausweges, solange Fan nicht konkretere Beweise anführen konnte. Braun mußte sich hüten, eine Blöße zu zeigen, und blitzschnell überlegte er, daß es im Augenblick das beste ware. seinen Vorgesetzten nicht unnötig zu reizen. „Es ist ein großes Mißverständnis, Inspektor“, gab er mit erzwungener Ruhe zur Antwort,„und ich beantrage selbst, daß eine strenge Untersuchung gegen mich eingeleitet wird. Verzeihen Sie, wenn ich heftig war. aber wenn man des Mordes bezichtigt wird. so ist es begreiflich, daß man in Aufregung gerät. Ich gebe zu. daß die Umstände Ihnen Grund geben, mich zu verdächtigen, aber bedenken Sie. die ganze Untersuchung birgt so viele Geheimnisse, daß auch Sie sich irren können.“ „Sie waren für mich die größte Ueberraschung", bemerkte Fan sarkastisch. Dabei wunderte er sich im stillen über die plötzliche Sicherheit Brauns. „Ich nehme an“, bemerkte der Sergeant,„daß Sie mich auf der Stelle verhaften werden." Inspektor Fan sog bedächtig an seiner Zigarre und paffte ein paar kräftige Rauchwolken vor sich hin. Dann zeigte er mit einer gebieterischen Geste auf die Tür. „Im Augenblick wünsche ich nichts anderes, als daß Sie mich so rasch wie möglich von Ihrer Gegenwart befreien.“ Auf diese Antwort war Braun nicht gefaßt, und als er wie mechanisch seine Hand nach der Türklinke ausstreckte, nahm er mit Gewißheit an, daß der Inspektor ihm nur irgendeine Falle stellen wollte und ihn zurückhalten werde. Aber er irrte sich, Fan kehrte ihm den Rücken zu und ließ ihn gehen. XV. José Ortiz Echagüe zog seine Uhr. „Wir haben noch zehn Minuten Zeit", bemerkte er sichtlich unruhig. Auch Markus Franckenstein war diesmal in der Villa anwesend und gebärdete sich wie immer höchst aufgeregt „Wozu immer diese lächerlichen Vorbereitungen“, sagte er. „alles würde besser gehen, wenn diese geheimnisvolle Komödie wegfiele. Wenn ich mit jemand zusammen arbeite, dann wil! ich mit ihm persönlich verhandeln. Mir gefällt dieses Theater gar nicht, besonders wenn mein Geld dabei in Gefahr ist Ich möchte endlich einmal wissen, wer dieser Mann ist, der sich der „Große Chef“ nennt. Warum zeigt sich dieser geheimnisvolle Unbekannte, von dem du deine angeblichen Besehle empfängst, nicht? Wer garantiert inir, daß dieser Mann überhaupt existiert!“ (Fortsetzung folgt.) Anordnung des Gaukommissars für den Wahltag am 12. November. 1. Die Ortsgruppenleiter bestimmen sofort ihrerseits einen Wahlleiter und geben ihm für den 12. November die geeigneten Hilfskräfte an Wahlhelfern u. Wahlschleppern an(es ist ratsam, daß Ortsgruppen= und Stützpunktleiter, welche für ihr Bereich voll verantwortlich sind, an diesem entscheidenden Tage selbst die Geschäfte des Wahlleiters übernehmen.) 2. Die Ortsgruppenleiter setzen sich sofort mit ihren Gemeindevorständen in Verbindung und legen ihrerseits genaue Wählerlisten an. Aus Bad Calzuften In jedem Wahllokal findet eine genaue Wahlkontrolle seitens der NSDAP. auf restlose Wahlbeteiligung statt.(Hilfe durch SA., SS., 5J. und BdM.) Kein Deutscher, keine Deutsche darf der Wahl sern bleiben!“ Säumige Volkogenossen und s##muur genossinnen sind auf ihre Pflicht aufmerksam zu machen! Am Wahltage(12. Novemher) stehen un allen lipvischen Bahnhöfen Wahl posten der NSDAP., welche die ankommenden und abfahrenden Volksgenossen auf ihre Wahlpflicht aufmerk am machen. Das RSKK. hat sich für den Wahltag restlos in den Dienst der Ortsgruppen und Stützpunkte zu stellen zur reibungslosen Beförderung von Kranken. Kriegsbeschädigten, Fußkranken und Altersschwachen. Schon jetzt sind den Einwohnern. welche am Wahltag aus den oben genannten Gründen abgeholt werden wollen. die Adressen(Telefon) anzugeben. an welche sie Abholungszeit und vort bekannt geben können. l. RSKK=Lemgo stellt für die Ortsgruppe Humfeld und Kirchheide je ein Fahrzeug. NSKK=Detmold stellt für die Ortsgruppe Augustdorf und Pivitsheide je ein Fahrzeug. RSKK=Horn stellt für die Ortsgruppe Cappel je ein Fahrzeug. RSKX= Lage stellt für die Ortsgruxpe Heipup je ein Fahrzeug. NSKK=Bad Salzuflen stellt für die Ortsarupre Leopoldshohe je ein Fahrzeug.(RSKK. nimmt bis 10. 11. mit den Ortsgruppenleitern der angegebenen Orte die Verbindung auf.) 5. Für den 11. und 12. November sind alle Ortschaften dem Ernst der Stunde und der Würde der deutschen Entscheidung gemäß zu beflaggen und mit den angeordneten Transparenten an Häusern und über die Straße hinweg zu versehen. „Ganz Deutschland steht auf für Frieden für die Gleichberechtigung, für Arbeit und Brot!“ gez. W. Steinecke, Gaukommissar. Die Kurtaxe wird ermäßigt Ab 15. November wird die Kurtaxe für die Winterkur weiter beträchtlich ermäßigt. Es empfiehlt sich, bei Berz=, ven=, Frauenleiden Bad Salzuflen. Nord deutschlands größtes und erfolgreichstes Heilbad, auch im Winter aufzusuchen, da die Abgabe der Kurmittel genau wie in der Hochsaison ihren Fortgang nimmt. Bad Salzuflen ist vor rauhen Witterungseinflüssen durch seine Lage inmitten eines Talkessels, umgeben von den Höhen und Wäldern des Teutoburger Waldes, hervorragend geschützt. Daß Bad Salzuflen das modernste und besteingerichtete Inhalatorium Nordwestdeutschlands besitzt, bedarf besonderer Erwähnung. Hohes Alter. Sein 85. Lebensjahr vollendete Herr Paul Kranz, Lange Str. 40), bei noch verhältnismäßig guter Gesundheit. Dem Hochbetagten wünschen auch wir einen weiteren reichgesegneten Lebensabend! Unfall eines Salzufler Autos. In der Nacht erlitt ein mit vier Personen besetztes Salzufler Auto auf der Straße Hohenhausen—Lemgo einen Unfall, der glücklicherweise noch glimpflich abgelaufen ist. Das Auto hat sich aus uns noch nicht bekannter Ursache mehrere Male überschlagen, doch sollen wie durch ein Wunder sämtliche Insassen unverletzt davon gekommen sein Nachdem alle vier Personen das verunglückte Fahrzeug bereits verlassen hatten, ist dieses dann noch bei dem Veruch es wieder auf die Räder zu stellen, eine Straßenböschung herabgestürzt. Unfall. In der zurzeit durch Straßen arbeiten stark beengten Lange Straße, vor dem Geschäftshause der Firma H. Kölling, ereignete sich ein Unfall, der zum Glück noch ehr glimpflich abgelaufen ist. Als ein auswärtiger Viehtransportwagen die enge Stelle passierte, kam aus der Richtung ein Schüler mit seinem Fahrrade, der, um den breiten Lastwagen vorbeizulassen, sich an dem Absperrbalken der Bautelle festhielt. Das Fahrrad wurde hierbei jedoch trotzdem von dem Lastwagen erfaßt und mitgerissen. Infolge der geringen Geschwindigkeit konnte der Führer den Last wagen sofort anhalten, so daß der Schüler mit dem Schrecken davon kam; das Fahrrad geriet jedoch noch unter die Hinterräder des Lastwagens und wurde schwer beschädigt. Das städtische Fundbüro weldet: Zugelaufen ist ein wertvoller brauner Dackel. Falls derselbe nicht innerhalb 8 Tagen abgeholt ist, wird über ihn anderweitig verfügt werden. nahmen der Stadt zurückzuführen. Gleichzeitig ist auch die Zahl der Wohlfahrtserwerbslosen um 25 Personen gefallen. Es ist damit zu rechnen, daß im November noch eine größere Anzahl Arbeitsloser in Arbeit gebracht werden, da die Genehmigung weiterer Arbeiten in sicherer Aussicht steht. — Die Zahl der weiblichen Arbeitslosen ist von 25 auf 19 gesunken. Sarnirug Der tägliche Diebstahl. Vorgestern abend gegen 5.30 Uhr wurde wiederum ein Fahrrad gestohlen, welches vor einem Restaurant in der Langen Straße ausgestellt war. Diesmal handelt es sich um ein fast neues Herrenrad. Fabrikat Dürkopp, mit engl. Lenker. gelben Felgen und roter Ballonbereifung. Ein sehr aufdringlicher Chinese hielt sich dieser Tage in unserer Stadt auf. Der Sohn aus dem fernen Osten wurde bei mehreren Einwohnern. die ihm keine Ware abkaufen wollten, derartig frech, daß er„vor die Tür gesetzt werden mußte. Leider hat man unterlassen, die Polizei auf diesen Mann aufmerksam zu machen. Die Verbesserung unserer Straßen, die im Rahmen des Sofortprogrammes durchgeführt wurden, ist nunmehr fast beendet. So wurde neben dem Ausbau der Meierhofstraße die Obere Straße vom Spritzenhaus bis zur Adolf Hitler=Straße und die Bellenbruchstraße vom Triftweg bis zum Bahngleis mit einer neuen Decke versehen. Die Obere Straße hat außerdem zur Herstellung der Bürgersteige Bordsteine erhalten. Die Adolf Hitler=Straße hat eine wesentliche Verbesserung erfahren, indem die Strecke von Richter bis zur Bahnhofstraße an der östlichen Seite Bürgersteigplatten erhalten hat. Die Gesamtkosten im Betrage von rd. 12000 R.A wurden durch eine zinslose Anleihe aufgebracht, die durch eine Rente von 6 Prozent getilgt wird. Bei den Arbeiten wurden in erster Linie langfristige Erwerbslose und Wohlfahrtserwerbslose der hiesigen Fürsorgestelle beschäftigt, während die Arbeiten selbst hies. Unternehmern übertragen wurden. Die Hagenstraße wird ebenfalls ausgebaut.(10) Lage die im Laufe der Jahre immer wieder bewiesen hat, wie festgefügt sie, dasteht. Es wurden am ersten nationalen Spartage rund 18000 RM. Spargelder eingezahlt. Die Sparkasse kann mit diesem Ergebnis wohl zufrieden sein. Kirchenkonzert für die Mittwoch abend fand in der Marienkirche die Wiederholung des Konzerts vom Jahres: fest der Kirchenchöre statt, dessen Ertrag fur die Winterhilfe bestimmt war. Die Erwartung, daß auch Dis, Wiengrhelugg, srigze Anziehungskraft ausüben würde, hat nicht getäuscht, denn das Konzert war sehr g# besucht. In musikalischer Beziehung schloß sich das Konzert der Erstaufführung gleichwertig an. 70 Jahre Lemgoer Turnverein. Der Turnverein Lemgo begeht am kommenden Sonntag, den 5. November, sein Stiftungsfest und verhindet damit die Feier seines 70jährigen Bestehens. wodurch die Veranstaltung besondere Weihe erhalten wird. Derlinghausen Staatliche Berufsschule. Der Unterricht für die in der Landwirtschaft beschästigten jugendlichen Arbeiter der Stadt und der angeschlossenen Gemeinden beginnt am heutigen Freitag. 3. November, in Klassenzimmer 1 der Berufsschule, Schulstraße Nr. 3. um 3 Uhr nachmittags. Dazu haben gemaß Verfügung der Lippischen Landesregierung auch die Berufsschulpflichtigen der Gemeinden Heiden. Trophagen, Heßloh, Nienwald und Hedderhagen in Zukunft zu erscheinen. Blomberg Es spricht Pg. Rechtsanwalt SemmlerBielefeld. Unsere Alten. Frau Dorothea Helming Im Bocksiek 19. feierte ihren 85. Gebirtstag: ebenfalls beging Frau Witwe Henriette Eeimke. Detmolder Straße. ihren 82. und Fräulein Karoline Bischof, Friedrichstraße, ihren 79. Geburtstag. Allen Gebu.##5 kindern unseren herzlichsten Glückwunsch! Personalien. Mit dem 1. November wurde Herr Aktuar Jakob vom hiesigen Amtsgericht an das Amtsgericht Lemgo versetzt und Herr Aktuar Vehmeier vom Amtsgericht Lemgo an das hiesige Amtsgericht. Standesamtliche Nachrichten vom Monat Oktober: Geburten: 3 weibliche. 6 mannliche: Eheschließungen: 9: Sterbefälle: Knabe Butenholz. Detmolder Str.: Günther Heißenberg. Adolf Hitler=Straße; fabrikant Carl Adolf Reuter. Detmolder Straße, 83 J. Jahre alt: Julie Friederik: Johanne Kovvmann. Asemissen. 49 J. alt; Arbeiter E. Menze. Senne I, 21 Jahre alt. Arbeitsmarktbericht. Die Zahl der Arbeitsuchenden bei der hiesigen Arbeitsamts; nebenstelle ist von 343 im Sevtember auf 365 im Oktober gestiegen. Die Arbeitslosen zahl hat sich jedoch von 262 auf 228 ermäßiat und ist diese Verminderung in der Hauptsache auf die ArbeitsbeschaffungsmaßStimmen aus dem Leserkreis Ohne andere als die preßgesetzliche Verantwortung der Schriftleitung Beqneme Lage der Wahllokale. Bei der am Sonntag, 12. November, kattfindenden Wahl ist es dringeno er daß die Wahllokale, in denen die Wahl und Abstimmung vorgenommen werden sollen, für die Wähler, besonders für die älteren Leute und Kranken, die am Gehen stark behindert, nd b# quem und ohne Beschwerden zu erreichen sind. Das Wahllokal Landgericht(Schwurgerichtssaal) müßte nach unten und zwar in den Schofsengerichtssaal verlegt werden. Ebenfalls müßte der Wahlraum im Rathaus in das Erdgeschoß übersiedeln. Am 12. November sollen sich nach dem Willen des Führers alle Wahlderechtigten ohne Ausnahme an der Wahl und an der Ab stimmung beteiligen, daher dürfte es als selbst verständlich anzusehen sein, daß kommenden Stellen fur bequeme Erreichbarkeit der Wahllokale Sorge tragen. Es darf wieder vorkommen, daß am Gehen behindert Wähler und Kranke die Ersteigung de hoden Treppen in den bezeichneten Wahllokalen als unmöglich bezw. gesunoveitsschadlichz, epsehen. Auch eine genügende Anzahl Autos, die bei der letzten Wahl viel zu wenig vorhanden waren, muß zur Stelle sein. Mehrere Wähler. Schgludgt Die Dummen werden nicht einigen Tagen hatte in unserer Stadt ein junger Mann aus der Nachbarschaft die Be kanntschaft mit einem jungen Mädel, gemacht. Nach einigen Stunden wurde vereinbart, wann man sich wieder treisen wollte! Als Pfand ließ der Mann seine Geldbörse mit 18 NV. Suzg. Und als er dann wievertam,###g natürlich die holde Schöne! Die 18 RM. ist der junge Mann los. Transparente sieht mon an mehreren Stellen der Stadt; sie alle weisen auf die Bedeutung der Abstimmung am 12 vember hin. Vor dem Rathause ist ein großes Transparent angebracht, das des Abends beleuchtet wird. Lemgo Das Ergebnis des nationalen Spartages In Lemgo hat wieder einmal wiesen, wie wertvoll solche Spartage sind und was für ein unbeschränktes Vertrauen die Sparer der Sparkasse entgegenbringen, Eine Propagandafahrt für die Wahl am 12. November unternimmt die hienge RSKK. durch ihren Bezirk in 2 Kolonnen. Zum Bezirk Blomberg für das WHW sind noch Tintrup und Eschenbruch hinzugekommen. Neue Arbeitsmöglichkeiten sollen auch hier geschaffen werden. Es wird versucht, genigend. Austräge Per.aden Brd de 9. einige Arbeitslose zu erhalten, durch die sie einen Teil ihres Lebensunterhaltes uinde: können. In erster Linie kommen Schausenster in Frage und schwierig zu putzende andere Fenster. Die Sammlung zur Winterhilfe ergab über 1200 Kleidungsstücke. Geldspenden gingen bis jetzt 1441# ein. Diese und auc die Kleidersammlung sind noch nicht endgültig. Starker Rückgang der WorZahrteer„ losen. Am 1. Juli betrug die Zahl der Wohl fahrtserwerbslosen im Amtsbezi##, am 1. Rovemder nur noch 106. Im Lause der nächsten,7 geosogge weitere Notstandsarbeiten in Rischenan u. a. hierder werden weitere Wohlsahrtserwerbslosen belastet: Lothe Elhrinren 12. Großenmarpe 12. Wöbbel 9. Tast frei End folgende Gemeinden: Wellenkrog 2 Hummersen 2, Donop z.—.„ und Ruensiek 1. 33 Aus der Einwohnerstatistik. Im Oktober hat die Einwohnerzahl zugenommen. 57 Abmeldungen stehen 79 Anmeldungen gegenüber. 2 Geburten un 2 Sterbefälle sind verzeichnet. Die Ein wohnerzahl betrug am 1. November 4½37 (im Vormonat 4775) Der Sport am Sonntag Nach den Ueberraschungen des letzten Sonntags ist es nun gerade nicht sehr angenehm. für den kommenden Sonntag einen Tip zu zumal die Witterungsbedingungen bis jetzt nicht sehr günstig sind und auf den schmierigen und durch den Regen aufgeweichten Plätzen die so beliebten Ueberraschungen noch leichter moglich sind. In der ersten Klasse sollte es aber trotz aller Bedenken den Salzestädtern möglich sein, beim BfB. Oerlingbausen zu beiden Punkten zu kommen, während wir * Helnun den dort beheimateten Sportlustigen gegen den Sus. Lage die größeren Chancen einkäumen. Der Ausgang des Tressens zwischen dem BV. Leese und seinem Namensvetter aus Lemgo ist zu ungewiß, wie überhaupt die anderen Spiele, Heiden—Hörstmax, Schlange## Schötmar und Heidenoldendorf„Detmold, so unklar liegen, daß wir uns hierbei jeder Vor aussage enthalten möchten. Da auch die unteren Mannschaften am Sonntag wieder spielen, so gibt es also auf den Sportplätzen und hinzu kommen dann nech die Spiele der handballer wo es in Lemgo zwischen dem dortigen TV. und dem Sus, Lage ein Lemgo erwartet den TV. Lugde und sollte ihm die ersten Punkte abnehmen können, während die TG. Lage gegen die LAV. Pivitssch aastiert der 2 P. Elchholz bei m Bf5. mols und der TB.„Bahn=krei“ bei dem 23 Spork. Lippischer Svortkreis Führer: Alle Anträge auf Spielberechtigung von enemaligen Arbeitersportlern. die bis zum 31. Oktober mit den nötigen Unterlage i meinem Besitz waren, sind an, diesem, Tage nach Duisburo weitergeleitet worden. Die de tressenden Spieler können an Verbandsspielen mache darauf aufmerksam, daß für die Weiterleitung Porto beigelegt werden muß Alle Vereine, die bisher dem WSV. nicht an gehörten, brauchen ihre Spieler für die Rest monate dieses Jahres nicht mehr auf den dreiteiligen Meldekarten zu melden, die Spieler sind spielberechtigt, wenn sie dem Fußballwart na mentlich gemeldet sind. Dagegen müssen auch diese Vereine sofort alle Spieler auf den in Duisburg. Pestsach 1. zu beziehenden Formularen für den ab 1. Januar 193; gültigen neuen In allen Terminangelegenheiten, muß sich jeder Verein zunächst mit dem betreffenden Grupvenleiter in Verbindung setzen. Fr. Mahlmann. Aus den Vereinen SV. Cappel. Am Sonnabend, 4. November, abends 8 Uhr. findet die Monatsversammlung im Vereinslokal statt. Erscheinen ist dringend erforderlich. * RSR. Billinghausen. Unsere Anschriften haben sich wie folgt geändert: Vereinsanschrift: Lehrer Deppe, linabausen, Post Kachtenhausen.— 1. Fußball mannschaft: Adolf Plöger, Billinghausen, Nr. 81. Post Kachtenhausen.— 1. Jugendmannschaf Willi Melliers, Billinghausen, Nr. 53, Pos Kachtenhausen.— Schülerabteilung: A. Begemann, Billinghausen Nr. 79, Post Nachtenhausen. Reiohe PIE aus den Aemtern * Eichholz=Nemmighausen. Der Kriegerverein hält am Sonntag, den 5. November, nachmittags 4 Uhr, bei Sigges in Remmighausen eine Versammlung ab. Es wird angestrebt, daß die Mitglieder, welche dreimal hintereinander unentschuldigt fehlen, als Mitglieder gestrichen werden. Abgesehen davon wird erwartet, daß die Mitglieder pflichtgemäß die Versammlungen besuchen. Weiter wird nochmals darauf hingewiesen, daß laut Beschluß des Abgeordnetentages, die Mitglieder auch zu den Versammlungen in Vereinsmütze erscheinen müssen. Außerdem soll das Kyffhäuserabzeichen täglich getragen werden.(12) s. Hiddesen. Ausbau des Bent= und Frieohofsweges. Ein lange gehegter Wunsch unserer Gemeindebewohner wird demnächst in Erfüllung gehen. Das letzte Stück des Bentweges, das sich an die vor Jahren fertiggestellte Strecke vom Gasthof„Sternschanze" bis zur Abzweigung des Weges zum Heidehof(früher Adams) anschließt, und der Friedhofsweg, der bekanntlich die Verbindung zwischen Heidenoldendorfer Straße und Bentweg herstellt, sollen ausgebaut werden. Dem Gemeindevorstand ist es gelungen, dieses Projekt sicherzustellen. Im Rahmen des Arbeitsbeschaffungsprogramms werden diese beiden Wege ausgebaut werden. Eine Anzahl Erwerbsloser wird hier wieder eine Zeitlang Beschäftigung finden. * Pivitsheide B. L. In der Versammlung des Ziegenzuchtvereins wurde das Deckgeld für das Jahr 1933=34 für Mitglieder auf 1.25 K.a und für Richtmitglieder auf 1.50 festgesetzt. Der Betrag ist bei der Deckung zu entrichten. Es ist zu wünschen, daß die Ziegenhaiter ihre Tiere restlos der Deckstation zuführen, da nur hier die Gewähr für eine reinrassige Nachzucht gegeben ist * Heiden. Die Wahlversammlung am Mittwoch abend im Saale des Gastwirts Oberkrome war von etwa 200 Personen besucht. Die RS=Musikvereinigung Heiden trug zur Ausgestaltung des Abends bei. Nach Begrüßungsworten des Ortsgruppenleiters Pg. Dröge sprach Verlagsleiter Pg. Jahnke über den Kampf der RSDAP. bis zur Machtübernahme durch Adolf Hitler und die Niederringung der bolschewistischen Gefahr. Er würdigte dann in eingehenden Ausführungen die Arbeiten der Regierung Hitler auf den verschiedenen Gebieten und kam zum Schluß auf die Ereignisse in Geuf und die Notwendigkeit unseres Austritts aus dem Völkerbund zu sprechen. Mit der Aufforderung, am 12. November geschlossen zur Wahlurne zu gehen und der Regierung das Vertrauen auszusprechen, schloß Verlagsleiter Pg. Jahnke seine Rede. Der Abend klang mit einem dreifachen Sieg=Heil auf den Führer und dem Gesang des Deutschland= und Horst=WesselLiedes aus. * Lieme. Pastor Hossius trat in den Rubestand. Am Dienstag trat der langjährige Seelsorger der Gemeinde Lieme, Pastor Hossins, in den wohlverdienten Ruhestand. 32 Jahre währte seine treue Amtstätigkeit in unserer Gemeinde. In einer von tiefer Ergriffenheit durchwehten Predigt nahm der Pfarrer am letzten Sonntag Abschied von seiner Gemeinde. Am Nachmittag vereinte eine Kaffeetafel die Pfarrfamilie und den Kirchenvorstand im Gasthaus Wilhelm Steinmeier. Im Namen des Kirchenvorstandes überreichte Bauer Obermeier Pastor Hossius eine Bibel als äußeres Zeichen der Anerkennung für die lange Amtstätigkeit und Lehrer Senke legte in längeren Ausführungen die schöne Verbundenheit von Kirche und Schule während der verflossenen 32 Jahre dar. Am Sonntag hatte auch der Gemischte Chor Herrn Pastor Hossius durch einige Lieder erfreut. * Bega. Schulvorstandssitzung. In der Schule fand eine Sitzung des Schulvorstandes und des Schulausschusses statt. Zunächst wurde über die Pflasterung und Einfriedigung des Platzes vor der Schule beraten. Da die Straße mit Dörentruper Klinkern versehen und dadurch erhöht ist, werden die vorgesehenen Arbeiten unbedingt erforderlich. Der Kostenanschlag der in Frage kommenden Baufirma wurde einstimmig angenommen. Die Umbauten am Schulhaus wurden an Hand der von der ausführenden Firma eingereichten Zeichnung erörtert und ihre Durchführung einstimmig beschlossen. Der Vorsitzende des Ausschusses, Niederbeckmann, und Vorsteher Stapperfenne wurden beauftragt, mit dem Landrat in Brake wegen der Finanzierung der Arbeiten zu verhandeln. Die Arbeiten sollen sofort in Angriff genommen werden. Unter Punkt„Verschiedenes“ wurde noch eine Bekanntgabe betr. Klage Schule gegen Kirche zur Kenntnis genommen. * Bösingseld. Ihre goldene Hochzeit feiern heute die Eheleute Hermann Reichholz. Der Jubilar ist 74 Jahre alt, während die Jubilarin 69 Jahre zählt. Den lieben Alten die herzlichsten Glückwünsche und einen weiteren frohen Lebensabend. * Oberschönbagen. RSV.=Winterhilfe. Auch in unserem kleinen Landbezirk hat das nationale Winterhilfswerk bestens eingesetzt. Mit regem Schaffenseifer haben altgediente Kämpen die erste Kartoffel=„Lese" durchgeführt und 122 Zentner dieser unentbehrlichen Erdfrüchte der Bahn zur Verfrachtung ins notleidende Industriegebiet übergeben. Eine zweite Sammlung hat bereits begonnen. Zwischendurch wurde am Sonntag ein kleiner Hausbesuch unternommen— Straßensammlung ist in dieser Enklave des Friedens kaum möglich—, die nicht übermäßig viel, aber den erhofften Teil gut erbrachte. Wir kommen gelegentlich mal wieder mit dem Motto: Wer gibt, wählt richtig, nämlich die Uneigennützigkeit und die nachbarliche Tatliebe. Losbruch. Straßenbesserung. Nachdem die Walzarbeiten in Dehlentrup abgeschlossen waren, hat man hier ein weiteres Stück der Haf“een Landstraße Detmold—Lemoo zur Besserung in Angriff genommen. Und zwar ist zunächst die Strecke vorgesehen von der Gastwirtschaft„Waldesluft"(D. Becker) bis nach Bentrup, wo die umgebaute Straße ihren Anfang nimmt. * K o h l s t ä d t. E i n U n g l ü c k s f a l l e r e i g nete sich dieser Tage beim Holzspalten. Der Maurer Viehmeister war mit einem Bekannten in den Wald gegangen, um einen umgewehten Baum zu zerkleinern und als Brennholz zu verwenden. Dabei wurde auch eine sogenannte Holzschlage gebraucht, die aber, da sie längere Zeit unbenutzt gestanden, sich auf dem Stiel gelockert hatte. Bei einem besonders kräftigen Schlag flog sie vom Stiel und Viehmeister, der dem Schlagenden gegenüber stand. ins Gesicht. Der Getroffene brach auf der Stelle bewußtlos zusammen. * K o h l s t ä d t. D i e F e t t k a r t e n m ü s s e n u n verzüglich beim Gemeindevorsteher abgeholt werden. da der Bestellschein von der Verkaufsstelle abgetrennt und eingeschickt werden muß. ehe die Margarine dafür geliefert wird. * K o h l s t ä d t. D i e e r s t e W a h l v e r s a m m lung findet hier am heutigen Freitag. abends 8 Uhr. im Saale des Gastwirts Schiffmann statt. * Kirchheide. Kleidersammlung. Die in den letzten Taaen stattgefundene Kleidersammlung für die Winterhilfe hatte einen schönen Erfolg. Wurden doch neben getragenen auch ein großer Teil neuer Sachen gespendet. Allen Spendern herzlicher Dank! * Großenmarve. Vater Sieker 90 Jahre alt! Der älteste Einwohner unseres Dorfes. Herr Wilhelm Sieker, feiert heute seinen 90. Geburtstag. Diesen Tag begeht er noch in körperlicher und geistiger Frische. Ein arbeitsreiches Leben liegt hinter diesem braven Alten. Von der frühen Jugend bis ins hohe Alter ist die Arbeit sein bester Weggenosse gewesen. Lange Jahre ist er als bis über die Grenzen Deutschlands hinausgewandert. Möge es ihm vergönnt sein, im Kreise seiner Verwandten und Bekannten ein recht frohes und gesegnetes Wiegenfest zu feiern. Auch wir sprechen dem Jubilar unsere besten Glückwünsche aus und verbinden damit den Wunsch, daß ihm noch fernerhin ein gesegneter Lebensabend beschieden sein möge. * Billerbeck. Bissiger Hund. Hier riß sich ein bissiger Kettenhund los und biß einer Frau in den Arm, dabei wurde ihr der Arm ein ganzes Stück aufgerissen. Der sofort verständigte Arzt schoß den Hund nachher tot. Besitzer von derartig gefährlichen Hunden tun gut, wenn sie von Zeit zu Zeit nachsehen, ob Kette, Halsband usw. auch noch fest sind.(1) * Billerbeck. Der Norderteich wird gefischt. Wie verlautet, wird nun am ommenden Montag der Norderteich gefischt. Schon vor 17 Tagen sollte der Teich gefischt werden, aber infolge Wassermangels in den Fischteichen beim Entenkruge wurde das Fischen zurückgestellt. Somit wird am Montag morgen am Norderteich Hochbetrieb herrschen. Am Mittwoch werden dann die Fische aus den Fischteichen am Entenkrug, in die sie Montag gefahren werden, verkauft.(1) * Kirchheide. Aus dem Baugewerbe. Trotz der einsetzenden schlechten Witterung ist hier noch eine rege Bautätigkeit zu verzeichnen. Nachdem der Schmiedeneubau des Herrn Nolting und der Umbau des Herrn Güse bereits fertig sind, findet jetzt noch ein größerer Umbau bei Herrn Schuhmachermeister Möller statt. Ebenso hat Herr Gärtner Koch den Bau eines Gewächshauses in Arbeit gegeben. Durch diese Aufträge stehen die im Baugewerbe beschäftigten Leute noch längere Zeit in Arbeit. * K i r c h h e i d e. F o r t b i l d u n g s s c h u l e. A m heutigen Freitag, 3. November, beginnt hier wieder der Unterricht der Fortbildungsschule für alle in der Landwirtschaft Beschäftigten. Beginn des Unterrichts ist nachmittags 3 Uhr. * Lieme. Standesamtliche Nachrichten vom Monat Oktober. Geboren wurde ein Knabe. Eheschließungen und Sterbefälle waren nicht zu verzeichnen. eb: Leopoldstal. Einen schönen Erfolg kann die biesige Ortsgruppe der RS.=Volkswohljahrt der Landesleitung für die Winterhilfe verbuchen. Die Belegschaft der Leopoldstaler Möbelfabrik Brandt hat für die notleidenden Volksgenossen den Betrag von 261,96 J.4 für den Monat Oktober aufgebracht. Für den Monat Wie wähle ich? Für die Volksabstimmung: Grüner 6t Billigst Du, deutscher Mann, und Du, deutsche Frau, diese Politik Deiner Reichsregierung, und dist Du bereit, sie als den Ausdruck Deiner eigenen Auffassung und Deines eigenen Willens zu erklären und Dich feierlich zu ihr zu bekennen? Bei dieser Wahl erhält jeder Wahlberechtigte einen grunen und einen weihen Stimmzettel. Der grüne Wahlzettel ist für die Volksabstimmung und der weiße für die Reichstagswahl bestimmt. Der Wähler hat bei der Volksabstimmung auf dem grünen Stimmzettel in den Kreis unter dem vorgedruckten„Ja“ sein Kreuz einzusetzen. Der Kreis unter„Rein" bleibt frei. Auf dem Stimmzettel für die Reichstagswahl wird in den Kreis hinter dem Namen der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei ein Kreuz eingetet. ide Stimmzettel werden in einem Umschlag abgegeben. Für die Reichstagswahl: Weißer Stimmzettel Reichstagswahl Wahlkreis Uhmnehnn Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (Hitlerbewegung) Adolf Hitler Rudolf Heg. Dr. Wilhelm Frick, Hermann Söring. Dr. Joseph Goebbels. Ernst Röhm. R. Walther Darré, Franz Geldte. Franz von Papen, Alfred Hugenberg. So seben die Stimmzettel aus, wenn Du richtig gewählt hast! November ist bereits dieselbe Summe in Aussicht gestellt. Leopoldstal. Ein ungewöhnliches Verkehrshindernis versperrte in den Nachmittagsstunden den durchfahrenden Fahrwerken und Autos den Weg. Der Fuhrmann eines mit Langholz beladenen Wagens nahm die Kurve vom Neuen Teich zur Hauptstraße zu weit und geriet mit dem linken Vorderrade in den Straßengraben. Erst nach langen Bemühungen konnte der Wagen seine Fahrt fortlegen. Rationolsozialistische Kriegsopferversorgung (RSROV.) auch für die Offiziere. Zu diesem Artikel unserer Zeit vom Septem ber d. J. wird uns heute mitgeteilt: Die Organisation der„Abteilung OffizierVersorgung" bei der Bezirksstelle der REROV. für das östliche Westfalen und Lippe ist jetzt durchgeführt. Die ehrenamtlichen Bearbeiter sind folgende ehemalige Offiziere: Bezirksstelle in Detmold und Ortsgruppe Detmold: Oberstleutnant a. D. Pittenstein in Detmold, Alter Postweg 12. Bad Salzuflen und Umgegend: Leutnant a. D. Dr. med. Isbert in Bad Salzuflen, Roonstraße 18. Paderborn und Umgegend: Oberarzt d. R. a. D. Dr. med. Schöler in Paderborn. Am Bogen Nr. 2. Ortsgruppe Höxter und Umgegend: Leutnant d. N. a. D. Rechtsanwalt Dr. Recken in Höxter, Gartenstraße 7. Ehemalige Offiziere und Offizierwitwen des aktiven und Beurlaubtenstandes, welche Klärung ihrer Versorgungsverhältnisse(z. B. wegen sog. Kannbezüge) mit Hilfe der NSKOV. anstreben, wenden sich unmittelbar an den zunächstwohnenden Bearbeiter, aus den Kreisen Büren und Warburg zweckmäßig sogleich an die Bezirksstelle in Detmold. Freiumschlag für die Antwort stets beifügen. Wichtig ist, daß der Beitritt zur RSKOV. bis spätestens 1. Dezember bei der zuständigen Ortsgruppe der RSKOB. erklärt wird; der Obmann ist eventuell bei der RKDAP. des Wohnortes zu erfragen. Wer nicht bis 1. Dezember eintritt, hat wenn älter als 63 Jahre, trotz gleichen Beitrages keinen Anspruch auf Sterbegeld und muß sich— angesichts des fortschreitenden berufsständischen Aufbaues im Deutschen Reich — hinterher bei einer Zwangserfassung für die RKOV. vielleicht erschwerten Aufnahmebedingungen unterwerfen. Zwischen den Reichsführern der RSKOV. und des Deutschen Offizierbundes(DOB.) ist vereinbart worden, daß die versorgungsberechtigten Offiziere und Offizierwitwen bei beiden Organisationen Mitglied sein sollen. Die zuständigen Ortsgruppen des DOB. befinden sich in Detmold, Bad Salzuflen, Paderborn und Höxter. Geschäftliches Dr. med. H. Schulzes„Fregalin“ führt den Blut hochwertige Nährstoffe zu und bewirkt dadurch eine Blutreinigung und eine hervorragende Nervenstärkung. Wir verweisen auf die Anzeige in Ihrem Interesse genauestens, da Sie auf Wunsch von Dr. med. H. Schulze EmbH., Berlin=Charlottenburg 2, umsonst und portofrei eine aufklärende Broschüre und eine Probeschachtel dieses ausgezeichneten Mittels erhalten. Gesunder Sinn in altem Brauch. In früheren Jahren war der Gebrauch des Mantels noch nicht so verbreitet als heute, aber— jeder trug in der rauheren Jahreszeit einen Schal. Instinktiv erkannte man, daß in erster Linie die empfindlichen Atmungsorgane geschützt werden müssen und dies war richtig. Der Schal allein schützt natürlich die empfindlichen Schleimhäute der Atmungsorgane nicht gegen Erkrankungen, sondern man braucht dazu noch die wärmebildenden Kaisers Brust=Caramellen mit den„3 Tannen“, die neben reinem Malzextrakt eine Reihe anderer wertvollster Extrakte enthalten und so ein ausgezeichnetes Vorbeugungsmitte! gegen Husten. Heiserkeit und Katarrh bilden. Ismayr schuf neuen Weltrekord. Dem Münchener Gewichtsheber Rudol Ismayr, der seit einigen Jahren Weltrekord im beiderseitigen Reißen der Mittelgewichtsklasse hielt, gelang es jetzt, im Zirkus Krone zu München einen neuen Weltrekord aufzustellen. Ismayr brachte im beidamrigen Stoßen 144,5 Kilogramm zur Hochstrecke, womit er die bisherige Welthöchstleistung des ägyptischen Mittelgewichtlers Arafah von 143 Kilogramm übertraf. Nr. 259 Lippische Tageszeitung 1933 Aumelbäungen un Saüchschemgtertchren sehsen aid fetaltg, der, Gerichte durd Fgr es den, Kechen-Lers K, Cernicheckeune entüschen Bickealsgong, u.Erisaeshrue, inhaber der im Eröffnungsbeschluse geletz: ten Frist ihre Forderungen micht, ange: haben. Soweit in den vor dem zu. September 1933 eröffneten Verfahren die Eröffnung des Entschuldunganerfahrens in Ev. Jugend im neuen Deutschland sum Hannffes ket Sbeumtüchen Lonomöunernertef Artmeh Im Freiheitskampf- Christen erwacht! habe. Das Gericht ermäßigte den Strafbescheid auf 5 J.c. Konservenfahrikant„hatts e über 25#.8 erhalten, weil Auch ein trafbescheid Stra ahne igung in der d in seinem Betriebe, über 48 Stu der diesjährigen Saisen der 48 Stunden hatte areingehender Verhandlung bei dem Strafbescheid über 5. November, ist der Kampftag sen Jungmännerwerkes. Was dem Blatte„Amtliche Mitteilungen in EntAm Sonnta des Evangelischen Jungmannsmser—— will die evangelische Jugend im neuen Deutschland? Die Führung im Reiche, welche Reichsführer D. Stange vom Baldur von Schirach übertragen ist, hat ihre be stimmten Aufträge in den Richtlinien des Reichsbischofs Müller. Evangelische Jugend hat im neuen Deutschland den Auftrag trupp für den volksmissionarischen Kampf um die Seele des Volkes zu kämpfen. Im ernsten und 5il— Mallon rinat sie daheiligen Wollen ringt sie dawerde, daß durch die Kraft Pes des Christentums der innere sittliche Aufbau huldungssachen“ noch nicht bekannt 9: unseres Volkes durchgeführt werde. Als bedie Gländger in den ver den M. Sep, seist die. Sutgesch, Jagend, iur. Larelrte. Ie eronmeten Entschuzungugen zliäglich hinter uns ltegenden Zeit des Libere. sches Volk soll wieder nach dem Willen des Führers ein ehrliches, wahrheitsliebendes, kersche: Volk sein.„Ja“ soll wieder„Ja" und„Nein wieder„Nein“ werden und sein. Die neue He neration des Volkes kann und darf nicht weiter en, 9ab sonders Beauftragte, mit beso 9. Sep=, steht die Evangelische Jugend tamher d. F. eröffneten Entschuldungsver= die inneren Feinde des Volkes, un shren Die Krnteldurgen. ir:„lda ertglagte: Konuts.nd Martians,(Gotashel Bekanntnachung in jenen Plate nach.„ z8 Denten unseren u.. guriel; (S 11 Abs. 1 des Schuldenregelungsgesetzes vom 1. 6. 1933. RGBl. 1933 1 S. 331 in Verbindung mit Art. 9 der 3. Durchführungsverordnung zu diesem Gesetz vom 15. September 1933, RGBl. 1933 1 S. 641.) Diese Gläubiger wollen ihre Anmeldungen dem Gerichte oder der Entschuldungsstelle umgehend einreichen. gottsernen Denken aufwachsen, denn im Glauben an Gott liegen die grörgenige lichen Schranken gegenüber volksschädlicher Unmoral. Jedoch ist die Grundlage für ein reines moralisches Denken nur im lebendigen biblischen Christentum zu finden. Darum will Evangelische Jugend bewußt Träger dieses Christentums sein, um Gottes Willen in die Tat umzusetzen, um den Willen unseres Volkskanzlers Adolf Hitler Wirklichkeit werden zu lassen und um nach dem Willen des Reichsbischofs um die Seele des Volkes zu kämpfen. Alle evangelischen Männer und jungen Män ner, welche bereit sind, sich für diesen Dienst zu opfern, rufen wir auf, am Kampftage des 2r, e. ge d. E. Mauni 2a. Se S ie. s Evangelischen Vereinohaus, der Jugendsekretär Hartkopf spricht über das Nar I. lshen eun ae ae dn der Stadt mit Blättermission. beließ en bas Gericht dei 25 J.4. Schließlich erschienen noch—— hrer, die gegen die Kraftfahrzeugordnung verzen und einen Strafbescheid von je 5 J.4 erhalten hatten. Während ersten Angeklagten die gleiche Strafe hatte der andere mit seinem Einspruch wenig Glück, denn das Gericht ging noch, Hder dern isr. trag des Amtsanwalts hinaus und verurteilte ihn zu einer Geldstrafe von 20 J. Kosten des Verfahrens. Im Nichtheitrein falle treten an Stelle von je 5#. ein Tag Haft. gret MotorradWinterfest des Detwolder Turnvereins von 1860 *#n eingeleitet mit Bildern, die den Untergang as Deinen Bruder piebl hungern! rbeis mi an Werl Allgemein wird noch darauf Die Anmeldungen haben in doppelter Ausfertigung zu erfolgen; die Schuldurkunden sino beizufügen. Versäumt ein Gläubiger, dessen Forverun Grundbuche nicht ersichtlich frist und wird aus diesem Grunde seine Forderung im Entschuldungsplan nicht derückhsichtigt, so ist die Zwangsvollstreckung wegen dieser Forderung in Grundstücke des Betriebsinhabers nebst Inventar und Zubehör, den zur angemessenen Lebensführung erforderlichen Hausrat und in die Forderungen, die aus der Betriebsführung ent standen sind, nach§ 11 Abs. 2 des Schulden regelungsgesetzes unzulässig. weittellungen der dantethommichelt Mit Anerkennung denken wir wohl noch alle an die Winterfeste des Detmolder von 1860 der vergangenen Jahre zurück. Waren es nicht immer erhebende Stunden, die wir verleben durften und die uns fur einigg 3 all die Not und das Elend vergessen ließen, von dem wir auf Schritt und Tritt umgeben waren. Wenn wir jetzt auch in einer Zeit leben. in einer Zeit, in der wir uns wieder stolz als Deutsche bekennen dürfen und in der all der Hader und die Zwietracht dank der zielbewußten Führung unseres Volkskanzlers Adolf Hitler ausgeroter sind, s glauben wir 266 daß diese Winterfeste auch heute noch eine Daseinsberechtigung haben, da hier echt deutsches Wesen und Wollen allen vor Augen gefuhrt wird. aus denen sich jeder neuen Mut und Glauben an Deutschlands Wiedergeburt, holen kann. Deshalb begrüßen wir es, da große Detmolder Turnverein auch in diesem Jahre keine Arbeit und Mühe gescheut hat, um mit einer auserlesenen Vorführungsfolge, aufzuwarten. Treu dem Sinn und dem Geist, der der Deutschen Turnerschaft eigen ist, wird das Fest eingeleitet mit Bildern, die den Untergang und den Wiederazstieg, deu Pgietzen, Vateraich den iemteien Menicen Lehloigung u geben. Die Vorführungen der einzelnen Abteilungen X######ur auf die Ausbildung des Körpers, Kreis Detmold Nächste Gruppenwaltertogung der NS.. Volkswohlfahrt des Kreises Detmald am Freitag, den 3. November, 15.30 Gasthof Huneke(„Friedenseiche“) m Loge. Wegen der Wichtigkeit der Tagung erwarte ich das Erscheinen aller Grunven= und Zellenwalter der NSB. meines Kreises. Heil Hitler! Gierlichs, Bürgermeister Kreiswalter. Briestasten sind nicht nur auf die Ausbildung des Körpers, sondern auch auf die Erziehung zu frohen ernsten Menschen gerichtet. Bei den Kindern wirkt noch bei leichtem, fröhlichen Spiel das undeschwerte Leben, während bei den Darbietungen der reiferen Jugend eine ernstere Lebensauffassung sich eingeflochten hat. Die Darbietungen der höheren Turnkunst sind Erfolge, die die ernste Arbeit der Frauen und Männer an Körper und Geist erkennen lassen. Wir dürfen schon heute sagen. volle und erhebende Stunden bevorstehen und sprechen hierdurch nochmals die Bitte aus. die Arbeit des Vereins durch zahlreichen Besuch zu belohnen. Aufragen in sachlichen— 52 Ter. 2. J. Jalt. Lausarst u. uu.; Betr. Steuergutscheine. Die scheine werden nur auf die in menden Steuern, die bis einschl. tember gezahlt sind, ausgegeben. Aus der Bewegung 2Irauenscheft Be##erchen Der Hauptabteilungsleiter der uptabteiII der Landesbauernschaft Westfäl len erVor der großen Strafkammer in Detmold hatte sich am Donnerstag vormittag ein Hausschlachter aus Bad Salzuslen zu vezegtp#rter. Der Angeklagte, der 45 Jahre alt und bis heute noch nicht mit dem Strafgesetzbuch in laßt folgende Bekanntmachung: I28, geraten ist, wurde am 14. August d. J. ploslich Die Inhaber eines landwirischaftlichen, forst verhaftet und in das Detmolder Untersugung virtschaftlichen oder gärtnerischen Vettiebes vbe, gesänguts eingeliefert, Nach eiggekerden. Erdürfen bei der Beantragung der Eröffnunz, des mittlungsverfahren wurde gegen ihn Anklagee Entschuldungsverfahrens beim zuständigen hoben und zwar wurde er in mehreren Fallen Amtsgeric keiner besonderen Vermittlungs= beschuldigt, sich an Frauen, Mädchen und Kinitigteit Trotden besasen st gewiss Steln derz in unsitlicher Weise vergangen 77u.. gegen eine hohe Gebühr mit der Bearbeitung In der heutigen unter Ausschluß der OeffentDer Ertif-hhnggerntegrzschaffenden Antersich des Eindrucks nicht erwehhier um eine aufgebauschte ise. BeE 6 in der heutigen unter Ausschluß 2g.— von den Schuldners Ee.eschesserpeslen Pr schierte 59ge den Ze. gger. Amzegisie, eie er nes ur Hierfür werden Gebühren von 2.50 KK.s je Mor gen oder etwa 200 R.g je Betrieb verlangt, die zu der Arbeitsleistung in keinem Verhältnis stehen und eine sehr wohl vermeisp#rt S### Beratung verrundete vann— lastung der fraglichen landwirtschaftlichen Be= s., urteil: Der Angeklagte wird freigesor I-.n— d— Abtishrens fallen der Si Es muß daher vor der überflüssigen und kostpieligen Inanspruchnahme derartiger Vermittungen nachdrücklichst gewarnt und den Entschuldungsbetrieben dringend empfohlen werHenfalle auch mit! Sache, Hendeilt, Der Partrer g).3, Ael g 15 dann die Anklage in seinem Platdoyer in## sen Punkten bereits fallen. Nach eingehender Beratung verkündete dann hielt vom Schöffengericht eine Gefängnisstrafe von drei Monaten. Das Gericht hob das Urteil erster Instanz auf und verurteilte den Angeklagten zu einer Gefängnisstrafe von 2½ Monaten. in erster Linie aber zu einer Geldstrafe von 250 KK.K. und in die Kosten des Verfahrens. Vor dem Amtsgericht Kleine Sünder vor Sericht. Am Mittwoch vormittag hatten mold eine ganze verantworten. Zunachst des Urteil: Der Angellagte Sier! Die Kosten des Verfahrens fallen der Staatskosse zur Last. Der Haftbefehl wird sofort aufgehoben. am Montag, den k. November, bei Gastwirt Schnittger in Bahlhausen. Die Gründung#ir#erge nommen durch Kreisleiterin Pgin. Frau Kracht. Alle Frauen, die die Absicht haden, der RS.=Frauenschaft beizutreten, werden aufgefordert, zu erscheinen. ebend, den 4. November 3. abende 8 Uh: vor dem kleinen Sündern zu verantworten datte sich das Gericht mit einem gewissen v.#— beschäftigen, der wegen Betruges und Betrugsversuchs einen Strafbesehl uder drei Gefängnis erhalten hatte. Der Angeklagte datte gegen, diesen Strafbesehl Einspruch erhoben, war aber in der heutigen Haup Horst Wessel=Haus statt und wird um pünktliches Erscheinen, ersuht. Er.# z. p drücklich ersucht, die Beitragspflicht in der Versammlung zu tätigen. Die heutigen HauptverhandDas Gericht beschloß geAmtsanwalts, den Einlung nicht erschienen. Das Ger mäß dem Antrage des Amtsanwal#s.—— spruch zu verwerfen und dem Verurteilten die Kosten des Verfahren zu seinem Strafbescheid aufzuerlegen. Dann erschien ein Medizinalpraktikant, der wegen ruhestörenden Lärms und groben Unfugs Strafbescheid über zehn Reichsmark erEinspruch eingelegt und lung dabeteiligt Wichurdemminng am 4. November, 8 Uhr abends, im Ver einslokal. rechsichebesrunde und Serantwert 11* L t eins ie Pa. Juk. ase für Politik, Feuillete Haus Himn=“„Hutlich in P er. Sie teune uu er elen ernr 1.5. 12 Uhr— Räckseadung unverlangter rei. wäre es, wollte ——— v i e l e n J a h r e n Schlen von eslbost über die ote Pichung die dn derch uns ewsterten#ungen Je üburn dug. u Apethehm mn bahre. man nicht halten kann. Geld herauslocken. Ueber stionamittel„Fregalin“ brauchen wir nicht viel zu sagen. Die nier A%g,# vohl die besten Beweise. Gaus bezonger, v..u:: Tr. unbreiden, die Sie Jederzeit r z.ustellumng erfolgt unter winsenschaftlicher Ueberwachung. den 18. S. 22. Beit vielen Jahren litt ich an Kopfschmerzen u. Schlafloeigkelt. Jetat nach einer Fregalin-Kur fühle ich mich wie nen geboren, die Schmerzen eind günslich verschwunden. Hersl. Dank. berg. N. R. Land. den 14. 7. 32. Aleine Kopfschmersen sind durch Pregalin gans verschwunden. Ich bin 67 Jahre alt u. verrichte wieder meine Arbeit wie fruher. Spreche Ihnen für den guten Exfolg meinen beral. Dank Helar. Christ. Blechte. Bürgermeist. Ober-Florstadt. 30000 den a. 12. 22. Sahr 85 Perpleiaet. Verfeaunb gäche Dr Fregalin, hat mich vollständig gesund gemacht. Sprsche hnen meinen berzl. Dank aus. Marte Steinhanser. Oberhausbech. P. Avollständig Auf Bunsch senden wir Ihnen umsonß und ehne 1 Hrobepattung Seit 10 Jahren im ganzen deutschen Reich und auch im Anslaube Jahren im ganzen bestens eingeführt und bellebt. den 30. 5. 22. Mein Allgameinhe Ssterkt. Bere; worden. Ich halte es für meine Ehrenpflicht es allen meinen Bekannten au empfehlen. Danke Ihnan von Herzen. Paui Trohabensarntr.— den 7. 16. 22. Ich litt seit Jahren an Rheuma und Schlaflosigkeit. Nach Gebrauch von Pregalln bin ich wieder 8ch ersuche ned. N. Schulze, C. m. b. M. Berlin-Cbarlettenburg 2/322 Rücksendung dieses Schetnaß n eine kostenlose Probese Falls een— vollkommen stellt. N.imen hergeMeinen herzl. stellt. Dank Marie Grau. Schönew. P. Casckow, Kre. Randow Pom. Name: Stand: tte mit Olelnift an TOreiben VERKEHRTECHNIK Wie steht dem Fernsehen? Die bicherigen Versuche der Deutschen Reichspost Es ist wohl der Wunschtraum jedes Rundfunkhörers, das Fernsehen endlich in seiner ganzen Vollkommenheit verwirklicht zu sehen, dergestalt, daß man bei Uebertragungen und Reportagen nicht nur das gesprochene Wort vernimmt, sondern gleichzeitig auch das bildliche Geschehen, das der elektrische Funke uns zuträgt, verfolgen kann. Die auf der letzten Berliner Funkausstellung von der Deutschen Reichspost veranstaltete Fernsehschau, auf der Geräte aller deutschen Fernsehfirmen zu sehen waren, hat bewiesen, daß die praktische Anwendung des Fernsehens bereits in greifbare Nähe gerückt ist. Darüber hinaus wird unentwegt an der Weiterentwicklung dieses neuesten technischen Wunders gearbei tet. Die erste Fernsehausstellung konnte die Reichspost bekanntlich unter Mitwirkung verschiedener an der Entwicklung dieser Erfindung beteiligten Firmen auf der Funkschau im Herbst 1929 veranstalten. Zur praktischen Erprobung wurde dann die Fernsehsende=Einrichtung für den Rundfuntsender Berlin=Witzleben geschaffen, die zu Anfang des Jahres 1930 in Betrieb genomirde, und die reeu durchführte. sendungen gesender 30 Zeilen regelmäßig Versuchs„fuhrre. Es wurde damals mit einer Zerlegung der Bilder in Zeilen bei 12¾ Bildwechseln in der Sekunde und unter Aufteilung des 3 mal 4 Zentimeter großen Bildes in 1200 Bildpunkte. Eine gleichartige Anlage wurde später auch für den Deutschlandsender in Königs=Wusterhausen bereitgestellt. Diese Anlage ist noch heute im Betrieb und dient den Bastlern zur Prüfung ihrer selbstgebau ten Fernsehempfänger. Da die 30zeiligen Bilder mit ihrer geringen Bildpunktzahl höheren Ansprüchen nicht gerecht werden konnten, verbesserte die Deutsche Reichspost in langwierigen und schwierigen Verzuchen das Fernsehen durch Erhöhung der Bildpunktzahl und Steigerung des Bildwechsels Diese Bestrebungen hatten schließlich den Erfolg, daß man befriedigende Bilder mit 90 Zeilen und 10000 Bildpunkten erzielte. Da Bilder mit so vielen Bildpunkten nur auf Ultrakurzwellen verbreitet werden konnten. wurde in Berlin=Witzleben ein 15 Kilometer= Ultrakurzwellen=Sender für die 7 MeterWelle errichtet. Dieser Sender überträgt seit August 1932 Bilder, die eine im Funkhaus von Witzleben aufgestellte Fernkinoanlage liefert. Im Laufe des letzten Jahres ist diese Fernsehanlage bedeutend verbessert worden, sodaß die drahtlos aufgenommenen Bilder schon recht befriedigend sind. So wurden auf der letzten Funkausstellung Bilder mit 180 Zeilen, das sind 43000 Bildpunkte, vorgeführt. Ferner ist unter Mitwirkung der Deutichen Reichspost der Fernsehverein gegründet worden. der den Mitgliedern aus Industrie= und Bastlerkreisen wertvolle Anregungen gibt. Die Reichspost wird natürlich, um die Rundfunkteilnehmer vor Enttäuschungen zu bewahren, von einer überstürzten Aufnahme des Fernsehens in das allgemeine Rundfunkprogramm absehen. Die Eingliede. rung des Fernsehens in das Rundfunkprogramm würde auch keine Schwierigkeiten bereiten, da die technischen Erfordernisse des Senderaums und die Anforderungen an die bildlich zu übertragenden Personen und Gegenstände bereits eingehend untersucht worden sind. Es handelt sich lediglich darum die Frage des Fernsehens selbst und die Herstellung einwandfreier Fernsehempfangsgeräte zu lösen. Aber auch hier sind, wie gest. in letzter Zeit so große Fortschritte erzielt worden, daß sehr bald mit einer allgemeinen Lösung dieses Problems zu rechist. lassung des Reichspostministeriums die erste öffentliche Vorführung des Rundfunks statt. Kurz danach wurden die telephonischen Rundfunkversuche der Deutschen Reichspost in Königs=Wusterhausen eingeleitet. Am 8. Juni 1921 wurde zum ersten Mal versuchsweise eine Opernübertragung aus der Staatsoper Berlin(Madame Butterfly) über Königs=Wusterhausen ausgesandt. Ausländische Hörer bestätigten den Erfolg. Im Mai 1922 wurde die Gesellschaft„Deutsche Stunde für drahtlose Belehrung und Unterhaltung", die Vorgängerin der heutigen Rundfunkgesellschaften gegründet. Am 1. August 1922 wurde der kommerzielle Vorläufer des Rundfunks, der„Drahtlose Wirtschaftsrundspruch“ eröffnet. Am 11. April 1923 erschien die erste deutsche Funkzeitschrift„Radio", und am 14. Oktober 1923 das erste Heft der Zeitschrift„Der Deutsche Rundfunk“ mit einem Geleitwort zur Eröffnung des Rundfunks. Verglichen mit der heutigen Begeisterung für den Rundfunk war damals, d. h. noch vor 10 Jahren, wenig Vertrauen zu einem Unternehmen vorhanden, das heute als lebenswichtig und staatsnotwendig gilt und das niemand missen möchte. Außer einem kleinen Kreis von„Radio=Amateuren“ und technischen Sachkundigen, die gute Erfahrungen im Funkwesen und seinen Anwendungsmöglichkeiten aus dem Weltkrieg und von der Marine mitbrachten und die Fortschritte der drahtlosen Telephonie in Amerika und England mit brennendem Interesse verfolgten, fand sich niemand, der in der Sache des Rundfunks mehr gesehen hätte als einen entbehrlichen Unterhaltungsbetrieb oder eine technische Spielerei. Die Fachindustrie war technisch zwar auf der Höhe und keineswegs hinter der Entwicklung des Funkwesens im Ausland zurückgeblieben. Sie lag aber wirtschaftlich sehr darnieder, und die beginnende Inflation raubte ihr und der öffentlichen Wirtschaft den notwendigen Unternehmergeist. Fünf Jahre rastloser Vorbereitung bis zur Eröffnung des Rundfunkbetriebs beweisen die Schwierigkeiten, mit denen die Deutsche Reichspost vor seiner Einführung zu kämpfen hatte; sie beweisen aber auch ihren vorausschauenden Geist und das Organisationstalent ihrer Funkfachleute. bietet, die Strecke Moskau—Berlin in rund 8½ Stunden reiner Flugzeit zurücklegen kann. Für Deutschland ist diese russische Neukonstruktion von Interesse, weil dieser Flugzeugtyp wahrscheinlich auch künftig auf der von den Russen zu befliegenden Teilstrecke Moskau—Bathty(russ.=chinesische Grenze) der geplanten großen Fernostverbindung nach Schanghai eingesetzt wird. Die Linie Moskau—Bathty soll den Anschluß zwischen dem„Deruluftverkehr" Berlin—Moskau und der von der deutsch=chinesischen Luftverkehrsgesellschaft Eurasia betriebenen Linie Schanghai—Tschugutschak herstellen. Mit 99,3 v5. Regelmäßigkeit! Die Lusthausa im Sommer 1933— Kein tödlicher Anfall Eine Uebersicht über den deutschen Luftverkehr im Sommer 1933 zeigt einen erfreulichen Anstieg der Beförderungsergebnisse der Deutschen Lufthansa. Die mitgeteilten Zahlen beziehen sich auf die Zeit vom 1. Mai bis 31. August 1933, verglichen mit denen im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Es sei besonders darauf hingewiesen, daß nur die Rutzlast erfaßt ist. Die Kilometerleistung im gesamten stieg um 6,2 vH. auf 4 586 402 Kilometer. Unter den Beförderungsergebnissen sind zunächst die sehr günstigen Zahlen über den Anstieg der beförderten Fluggäste zu erwähnen. Es wurden 56 584 gesen 45 055 im Vorjahr befördert. Das entpricht einer Zunahme von 25.6 vH. Es wurden 94.3 Tonnen Gepäck befördert gegenüber 90,7 Tonnen, was einer Steigerung von 4 vH. entspricht. Sehr günstig entwickelte sich der Luftexpreßgutverkehr. Die beförderte Menge betrug 459,7 Tonnen, entsprechend einer Zunahme von 12, 4 oH., da im Sommer 1932 nur 408.9 Tonnen Luftexpreßgut geflogen wurden. Die beförderte Luftpost menge weist gewichtsmäßig mit über 240 Tonnen etwa die gleiche Höhe wie im Vorjahre auf. Die Regelmäßigkeit im Gesamtplanverkehr stieg auf 99.3 vH. Schließlich sei auch noch darauf hingewiesen, daß in der ganzen Berichtszeit kein Anfall mit Personenschaden eintrat Lufthansa wird erstmalig alle großen zwischenstaatlichen und innerdeutschen Flugstrecken auch während des Winters ohne Einschränkung in Betrieb halten. Damit geht eine seit Jahren erhobene Forderung in Erfüllung: Der Ganz=Jahresverkehr zwischen allen großen Wirtschaftszentren des In= und Auslandes ist geschaffen. Die tägliche Flugleistung der LufthansaFlugzeuge im Winter erhöht sich daher nicht unwesentlich. 24 Fluglinien, von denen zwei dem zwischenstaatlichen Post= und Expreßgutverkehr dienen, vermitteln ausgezeichnete Schnellverbindungen zwischen 22 deutschen und 18 ausländischen Großstädten. Ein weiterer Fortschritt gegenüber dem vorjährtgen Winterplan liegt in der erheblichen Erhöhung der Reisegeschwindigkeit durch Einsatz schmellerer Flugzeuge auf den meisten Strecken. Von der Geschäftswelt wird vor allem die ganzjährige Durchführung der Nachtpost=Linie Berlin—Hannover—Köln— London begrüßt werden. 24500 Verkehrsstraßen Das Ergebnis der Hamburger Verkehrserziehungswoche. Während der Hamburger Verkehrserziehungswoche sind von der Polizei insgesamt 24 500 Quittungen über sofort gezahlte Beträge für Uebertretungen der Verkehrsordnung ausgestellt worden. Der Löwenanteil an den Verkehrsvergehen fällt auf die Fußgänger. Im übrigen konnte festgestellt werden, daß am ersten Tage der Woche naturgemäß die meisten Verkehrsstrafen verhängt wurden. Im weiteren Verlauf war dann zunächst ein Absinken der Ahndungen zu verzeichnen, während sich darauf die Strafen ungefähr auf gleicher Höhe hielten. Am Montag, dem letzten Tage der Erziehungswoche war dann ein erheblicher Rückgang der Verkehrsverstöße namentlich bei den Fußgängern und den Radfahrern festzustellen. An Verkehrsstrafen sind in Hamburg einschließlich Stadt und Landherrenschaft Bergedorf insgesamt rund 37.500 RM. vereinnahmt worden. In Zukunft werden für Verstöße gegen die Verkehrsordnung nicht mehr die verhältnismäßig geringen Beträge von 1—3 RM. erhoben, sondern es wird in jedem Einzelfalle von den Polizeibeamten Meldung gemacht, worauf das Strafmandat ergeht. Die schnellsten deutschen Züge Wesentliche Verbesferungen im Winterflugdienst Am 1. November trat für sämtliche curopäischen Luftverkehrs=Gesellschaften der Winterflugplan in Kraft. Die Deutsche Woskau-Berlin in 8 Stunden Neues russisches Verkehrsflugzeug in Betrieb. Im planmäßigen Dienst der„Deruluft" auf der Strecke Moskau—Königsberg landete in Berlin zum ersten Male ein modernes russisches Verkehrsflugzeug vom Typ„Ant 9“, ein Ganzmetallhochdecker, der die deutsche Zulassungsnummer D 2831 trägt. Die „Ant 9“ ist ein freitragender Hochdecker mit Spannweite von fast 24 Meter und einer Länge von 17 Meter. Sie entwickelt eine Reisegeschwindigkeit von rund 200 Stdkm., so daß das Flugzeug. das in seiner bequem ausgestatteten Kabine 10 Fahrgästen Platz Zehnfähriges Bestehen des deutschen Rundfunks Im Oktober dieses Jahres konnte die Deutsche Reichspost auf eine 10jährige, ununterbrochene Tätigkeit im deutschen Rundfunk zurückblicken. Am 29. Oktober 1923 wurde der erste Rundfunksender in Berlin(im Voxhaus in der Potsdamer Straße) in Betrieb gesetzt. Seitdem ist in Deutschland kein Tag ohne Rundfunksendung vergangen, und die Zahl der Sender hat sich allmählich auf 27 erhöht. Wer die Entwicklungsgeschichte des Rundfunks in Deutschland verfolgt, wird jedoch erkennen, daß die Entstehung des Rundfunks nicht nur 10, sondern 15 Jahre zurückliegt.(Gemeint ist der für alle aufnehmbare, telephonische, nicht der noch ältere telegraphische Rundfunk.) Folgende Daten sind dasur eindeutige Beweise: Am 16. November 1919 sand in der„Urania“. Berlin. auf VeranIn 3½ Tagen von Amsterdam nach Vatavia. Monats von Amsterdam nach Batavia, Niederländisch=Indien fliegen. Durch die hohe Geschwindigkeit soll es möglich sein, Postsachen in dreieinhalb Tagen nach Batavia zu befördern. In Holland ist eine dreimotorige PanderFlugmaschine erbaut worden, welche eine Stundengeschwindigkeit von 365 Kilometer erreichen soll. Diese Maschine, der„Postjäger“, soll voraussichtlich gegen Ende des Ständiges Wachsen der Reisegeschwindigkeit. Die Reisegeschwindigkeit der deutschen Eisenbahn ist, wie die„Wandelhalle" amtlichen Zahlen der Reichsbahn entnimmt in ständigem Wachsen begriffen. Vor allem trifft das für die Schnellzüge zu, deren durchschnittliche Reisegeschwindigkeit auf der schnellsten deutschen Strecke. Berlin— Hamburg. von 70,5 Kilom. in der Stunde im Jahre 1927 auf 93.4 Kilom. im Jahre 1930 gestiegen ist. Noch stärter ist die Erhöhung der Durchschnittsgeschwindigkeit des jeweils schnellsten Zuges in Deutschland, der ebenfalls auf der Strecke Berlin— Hamburg verkehrt. Hier konnte durch die Inbetriebstellung des„Fliegenden Hamburgers“ die durchschnittliche Stundenleistung von 82 Kilom. im Jahre 1927 auf gegenwärtig 124, 7 Kilom. gesteigert werden. Auch auf den übrigen deutschen Schnellzugstrecken wurden erhebliche Steigerungen der Geschwindigkeiten erreicht. Gegenwätig beträgt die durchschnittliche Reisegeschwindigkeit der Schnellzüge auf der Strecke Berlin— Halle 85(1927 71.5) Kilom., auf der Strecke Osnabrück—Bremen 79,6 Kilom., Berlin—Hannover 79 Kilom.(diese beiden Strecken bestehen in der jetzigen Form erst seit dem Jahre 1932). Hamm—Hanno= ver 76,2(68.9) Kilom., Berlin—Breslau 76,1(62.4) Kilom. usw. Die gerinste Durchschnittsgeschwindigkeit wird gegenwärtig auf der Schnellzugstrecke Frankfurt—Mannheim mit 61,6 Kilom. gegenüber 58 Kilom. im Jahre 1927 gefahren. Die Reisegeschwindigkeit der deutschen Schnellzüge liegt erheblich unter der in Frankreich und England. In England legt der gegenwärtig schnellste Zug, der auf der Strecke London—Swindon verkehrt, 114,5 Kilometer in der Stunde zurück. In Frankreich verkehrt der schnellste Zug zwischen Paris und St. Quentin; er erreicht eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 105 Kilometer. Ueber das Wesen der Elektrizität berichtet im Oktoberbeft der Zeitschrift„Technik für Alle“ Diplomingenieur V. Pantenburg. Das Wesen der Elektrizität ist uns immer noch reichlich unbekannt. Aus diesem Grunde gestalten „#uch Untersuchungen über die Vorgänge in elektrischen Anlagen so auberordentlich schwierig Nun„wird mit Hochdruck gearbeitet, um die Rätsel zu klären, und über diese Arbeit berichtet Pantenburg in seinen interessanten. reichbebilderten Ausführungen. Noch einige Titel mögen einen Begriff geben von der Reichhaltigkeit des Sioteit eoeFt=Sag, C.-Kilometer Fabraeschwindigkeit für D=Züge betriebsmöglich. Spannungserscheinungen. Die Maschine rechnet besser als der Mensch, Elektrotod. Die Zeitschrift erscheint monatlich und kostet im Vierteljahr nur RM können sie unsern Lesern, die für Technik Interesse haben, sehr empfehlen.