Lippische Tageszeitung General=Anzeiger Die Livvische Tageezeitung erscheint täglich außer Montags mit den Beilagen: Dao Lipperlaub. Landwirtschaftliche Zeitung(amtl. Organ der Landwirtschaftskammer). Nachrichtendlatt des Landbundes(amtl. Mitteilungsblatt des Lippischen Landbundes). Für unsere Frauen Sonntagsbeilage für die deutsche Hausfrau.— weimastestelle: Detmold. Exterstraße 11. Fernrut 3145 und 3145. Postversand: Herford. Postscheckkonto: Hannover 9839. Drahtanschrift: Tageszeitung für das Land Lippe Bezugspreise: Monatl. RM. 2.— einschl. 30 bzw. 40 bei Adholen vom Pokamt 7M. 2.— einschl. 30 Pfg. ustellgeld. Postdezugspreise: Monat! sostgebühr, bei Lieferung frei Haus RM. 2.36 einsch! reise: Die 1sp. mm=Zeile 12——— lbholen vom Postamt M. 2.— einschl. 80 Psp. fa. Postgedühr u. 36 Pfg. Bestellgeld. Anzeigenpreise: Die 1sp. mm=Zeile 12 Pfa ss., Familienanzeigen 10 Pfg., kl. Anz priv. Art.; Pig. d. Wort. d., im=Jeili sa. Beilagengeb. u. Tarif.— Bei höh. Gew., Streiks od Betriebsstör. dest. f. d Rückz d. Bezugspr. Gerichtsbarkeit s. beide Teile Detmold. Zahlungspfl. amtl. Anzeigen e im Reklametei! Nr. f." Verl. keine VerZahlungspfl. innerh. 8 Tagen. Rummer 232 Detmold, Dienstag, den 3. Oktober 1933 38. Fahrgang Der Bauer ist des Reiches Grund Der Erntedanktag des deutschen Volkes— Feiern im ganzen Reich— Der Tag von Hameln „Ehrt den deutschen Arbeiter“, so hieß am 1. Mai die Parole des nationalsozialistischen Deutschland.„Ehret den deutschen Bauern". das ist das Kennwort des 1. Oktober, des Erntedanktages. Die Ernte ist eingebracht, die Scheunen gefüllt. Der Dank gilt nun dem Allerhöchsten, der den reichen Segen auf den Feldern wachsen ließ, aber es gilt auch der unermüdlichen Arbeit der fleißigen Bauern zu gedenken, die diesen Segen in ihre Scheunen brachten. Bei strahlend blauem Himmel an einem ungewöhnlich warmen und heiteren Oktobertage wurde der Erntedanktag in ganz Deutschland unter einer Massenbeteiligung der Bevölkerung gefeiert. Ueberall veranstalteten die örtlichen Organisationen der NSOAP. ihre Feiern, in denen auf die Bedeutung des Tages hingewiesen wurde. In den Vororten der Großstädte sah man zum ersten Male in großen Massen die zahllosen Kleingartenvereine mit Festwagen und Blumenschmuck aufmarschieren. Zugleich war dieser 1. Oktober auch der erste Sonntag. der der Winterhilfe geweiht war. In allen deutschen Familien gab es zu Mittag ein Eintovfgericht als Zeichen der Verbundenheit der Menschen aller Stände mit den Opfern der Arbeitslosigkeit. Von Haus zu Haus eilten denn auch die Beauftragten des Winterhilfswerkes. um jeweils die am Eintopfgericht ersparten Gelder einzusammeln. So trug dieser Tag auch in dieser Hinsicht den Stemvel des neuen besseren, von Gemeinschaftsgefühl erfüllten Deutschland Adolf Hitlers. Morgenfeier im Rundsunk Auf die Bedeutung des Tages hatte sich auch der Rundfunk eingestellt. Um 7.45 Uhr sandte er eine Ansprache des Reichsministers Dr. Goebbels, der wir folgendes entnehmen: Zum ersten Male in unserer Geschichte feiert das ganze deutsche Volk den Erntedanktag. Dieses Fest aeht alle an, und alle werden danon erfaßt. Wenn in früheren Jahren im dörflichen Kreise der Bauer sein Erntedankfest feierte, so mußte die Stadt nur wenig davon. Aber die Parole von Blut und Boden hat im ganzen Lande die tiefen Zusammenhänge zwischen Stadt und Dorf neu aufgedeckt und damit eine andere Haltung zum Bauerntum im deutschen Volke hervorgebracht. Der Nationalsozialismus als staatsgestaltende Idee umfaßt alle Berufe und Gewerbe in einer wirtschaftlichen Einheit. aeht dabei aber aus vom bäuerlichen, Urgewerbe, das die Grundlage für die ursprüngliche und dauernde Lebenskraft des Gesamtvolkes bildet. Bauernnolitik ist somit die Grundlage einer gesunden Volkspolitik. Es muß daher gefordert werden, daß besonders im Stadtvolk die Maßnahmen der Regierung, die dem Bauernstand helfen sollen. Unterstützung finden, daß nicht durch böswillige und zersetzende Kritik. die lediglich dem großen Aufbauwerk Schaden zufügen kann. die Hilfe zunichte gemacht wird, die dem Bauern nach festem Willen der Regierung zuteil werden soll. Nur schwer wird gerade im Stadtvolk Verständnis dafür aufgebracht, daß der Bauer anein durch eine gerechte Entlohnung für seine Erzeugnisse am Leben erhalten werden kann. Er ist Wahrer und Mehrer völkischer Art. Nur wenn alle erkennnen, daß der Bauer der Blutsquell des deutschen Valkes und der Garant seiner Ernährung ist, wird es möglich sein. Stadt und Land endgültig zu versöhnen. Empfang der Bauernführer in Ber'in Den Auftakt für die amtlichen Feiern bildete der Emyfang der Bauernführer in Berlin. In sieben Flugzeugen trafen gegen 10 Uhr vormittags gegen 100 Bauernabordnungen auf dem Tempelhoferfeld ein, wo sie vom Reichsbauernführer Darré. Provaganda=Minister Dr. Gocb“als, den Staatsräten Görlitzer und Engel und der gesamten Polizeibereitschaft 8. h. V. Wecke begrüßt wurden. Im historischen Kongreßsaal der alten kanzlei bauten die Bauern und Bauernführer zunächst ihre Gaben auf einen großen Tisch auf: die Westfalen Schinken. Schmarz= hrot und eine Flasche Dovvelkorn, sowie zmei Paar gestrickte Hand* schuhe, die Lüneburger ein großes sein gegerbtes Schaffell, die Kurmärker einen Riesenkorb mit Früchten, Kohl und Kürbis, die Danziger ihren Werder=Käse und ein Fäßchen Danziger Goldwasser, und die Sachsen. Anhalter Tomaten. Rüben, verschiedene Samenkörner, Bohnen, Rebhühner und anderes mehr. Alle Gaben waren künstlerisch in den Landesfarben mit Aehren, Kornblumen und Klatschmohn ge schmückt. Punkt 11 Uhr erschien der Führer, Reichskanzler Adolf Hitler, begleitet vom Minister für Volksaufklärung und Provaganda, Dr. Goebbels. dem Reichsernährungsminister Darré und Staatssekretär Lammers. Der Landesbauernführer von Pommern, Bloedon, überreichte hierauf nach einer kurzen Ansprache eine Svendenliste der Bauern zur Behebung der Not. Darauf ergriff der Führer das Wort, dankte den Vertretern der Bauernschaft und führte u. a. aus“ Die Tatsache, daß die Vertreter der deutschen Bauern heute hier so versammelt sind und als Devutationen an dieser Stelle in die Erscheinung treten, zeigt ihnen selbst, daß sich in Deutschland eine Schicksalswende vollzogen hat. Wir sind nicht wurzellos und volksfremd. sondern wir fühlen uns mit der deutschen Scholle Gegen 15 Uhr traf das Großflugzeug mit dem Reichskanzler auf dem Flugplatz Hannover ein. Schon eine Stunde vor Eintreffen des Führers waren in regelmäßigen Abständen die großen dreimotorigen Junkersmaschinen gelandet, die weitere Mitglieder der Reichsregierung und die Bauernführer aus dem Reich nach Hannover brachten, von wo aus die Herren in Kraftwagen nach Hameln zum Erntedankfest auf dem Bückeberg weiterfuhren. Der Aufmarsch. Inzwischen waren auf acht Anmarsch= straßen in endlosen Kolonnen neben den uniformierten Verbänden die Ehrengäste des Tages, die Bauern aus allen Landesteilen, ferner viele Angehörige und Frauenschaften und fröhliche Jugend, außerdem Tausende von schaulustigen Privatpersonen zum Bückeberg marschiert.— Um 15 Uhr war die SA. in Stärke von 70000 Mann geschlossen auf dem Platz versammelt. Eine Stunde später hatte sich auch der übrige Teil dieses Massenaufmarsches planmäßig und reibungslos vollzogen. Fast eine halbe Million Menschen aus Stadt und Land hatten sich zu dieser größten Bauernkundgebung zusammengefunden, die die Welt je gesehen hat. Die Diplomaten treffen ein. Der Sonderzug mit den 23 Vertretern der iswärtigen Mächte und ihren Gattinnen traf gegen 16 Uhr unmittelbar unterhalb des Bückeberges ein. Geführt von dem Chef des Protokolls, stiegen die Diplomaten unter Vorantritt einer Schutzpolizeiabteilung durch das Spalier den Damm hinauf und nahmen auf der Tribüne ihre Blätze ein. Dann kam eine Abordnung der Danziger Bauern an. mit einem Schild„Wir Danziger Bauern bleiben deutsch“. Heilrufe und Händeklatschen grüßten sie. Ihnen folgt: Bauern aus dem Saargebiet, aus dem Sudetenlande, aus Siebenbürgen. aus allen Teilen Eurovas, wo deutschstämmige Bauern wohnen, fast alle in ihren schönen Trachten. Sie alle erhielten Ehrenplätze zugewiesen. In ununterbrochener Falae trafen weitere Ehrengäste ein. Die Führer der SA. und SS. sowie des Stahlhelm, die Leiter der politischen Organisationen, die Bauernführer aus dem ganzen Reiche, hohe Offiziere der Reichswehr. der Reichsmarine und der Schutzpolizei. 1500 Fahnen nahmen ihre Plätze ein. verbunden, wir hängen an ihr und damit auch am deutschen Bauerntum. Ich danke Ihnen, daß Sie auch draußen auf dem Lande sich in dieser schweren Notzeit der Städter erinnern. Das wird die Bande festigen. die Stadt und Land miteinander verbinden müssen zu einer lebendigen Volksgemeinschaft. Der Führer ließ sich darauf vom Reichs=Ernährungsminister Darré die Landesbauernführer vorstellen, die dann ihrerseits die einzelnen Abordnungen dem Kanzler vorstellten. Der Reichsbund deutscher Diplomlandwirte überreichte die Schreibseder Bismarcks, einen Gänsekiel Bismarcks, die sich in einem etwa 70 Zentimeter hohen historischen Schmuckkasten aus Eichenholz aus dem Sachsenwald befindet, dem Kanzler. Zwei Mädchen überreichten als Dank der schlesischen Bauern mit einem kleinen Gedicht dem Reichskanzler eine mit Bändern in den Landesfarben geschmückte künstlerische Erntekrone. Die Bauernabordnungen wurden dann wieder mit 50 Privatkraftwagen in geschlossener Fahrt zum Tempelhoferfeld gefahren, wo sie in zehn Flugzeugen über Hannover nach dem Bückeberg befördert wurden. Der Führer naht. Die Ankunft des Führers aus Hannover verzögerte sich bis nach 17.15 Uhr, als auf der neuen Chaussee von Hameln her eine große Staubwolke das Herannahen des den Führer eskortierenden Reiterregiments anzeigte. Eine große Anzahl Kraftwagen folgten der Kapelle. Lautlose Stille trat ein. Der Badenweiler Marsch ertönte. Ihm folgte der Präsentiermarsch. Brausende Heilrufe erschütterten die Luft. als der Führer den Wagen verließ und mit seiner gesamten Begleitung die Front der im Tal aufgestellten SA., SS., Stahlhelm und des Arbeitsdienstes abschritt. Unbeschreibliche Begeisterung brandete ihm ent. gegen, als er an der Svitze der Reichs= und Staatsminister, der Oberpräsidenten und durch das Spalier der bäuerlichen Trachtenabordnungen, den Hunderttausenden deutlich sichtbar, den Berg emporschritt. Die letzten Sonnenstrahlen schwanden. Ein leichte: Abendnebel breitete sich über das Feld. Der Führer begrüßte auf der Ehrentribüne die diplomatischen Vertreter und die Ehrengäste und ließ sich die Abordnungen der auslandsdeutschen Bauern vorstellen. Fanfaren schmetterten vom Bergaipfel ins Tal hinab. Eine Batterie des Artillerieregiments 6 aus Minden feuerte den Ehrensalut von 21 Schuß. Dann begannen Reiterspiele des Reiterregiments 13 aus Hannover. Dunkelheit war inzwischen hereingebrochen. Riesige Scheinwerfer und Lichtanlagen wurden in Tätigkeit gesetzt. Der Eindruck des großartigen Bildes steigerte sich bedeutend. Gegen 18.30 Uhr ergriff dann der Reichsernährungsminister und Reichsbauernführer Darré das Wort. Minister Darré führte in seiner Rede im wesentlichen aus: „Der Nationalsozialismus Adolf Hitlers sieht in einem blühenden Bauerntum den ewigen Garanten einer gesicherten Zukunft von Volk und Nation. Sollte der Bauer gerettet werden. mußten wir ihn ohne Hemmungen und Bedenken einer zu Ende gehenden Epoche durch entscheidende Schritte energisch aus den Klauen des Liberalismus befreien. Unser Bauerntum war unter dem Einfluß der liberalistischen Politik und der zerstörenden Wirkung einer kapitalistischen Wirtschaftsordnung zu einem ungesunden Spekulantentum gezwungen worden. Ueber den Gesetzen von Blut und Boden triumphierte die nackte Wirtschaftlichkeit, triumphierte als Richtchnur allen Handelns eine mißverstandenRentabilität! Hier mußte der Nationalsozialismus einsetzen. Wir schufen das Reichsnähr*= a d s e t z, d a s d a s g e s a m t e B a u e r n tum aus dieser Struktur herauslöste und es erst einmal wieder auf eigene gesunde Beine tellte. Mit unseren Marktgesetzen, mit der Bildung fester Preise. die wir vorerst für unser täglich Brot bestimmt haben, haben wir unserem Bauern wieder die Möglichkeit gegeben, auf seinem Hofe disponieren zu können. Ich ergreife aber die Gelegenheit, den Bauern eindringlich ans Herz zu legen, den Ratschlägen der Führung freiwillig und vertrauensvoll zu folgen. Sollte es jemandem einfallen, im Hinblick auf die festen Preise für Weizen und Roggen die Anbauflächen dieser Getreidearten zu vergrößern, so wird man entschlossen gegen ihn vorgehen müssen! Dem Bauern ist die Möglichkeit gesichert, eine fühlbare Ausweitung der Ackerflächen von Oelfrüchten, Gespinst= und eiweißreichen Futterpflanzen vornehmen zu können. Wir wollen unserem Bauerntum wieder ein deutsches Bauernrecht schaffen Wir stellen der pessimistischen Geisteshaltung einer abendländischen Untergangsstimmung den unbeugsamen Lebensmut eines gesunden Bauerntums als Rückgrat unseres Volkes entgegen. Das ist der eigentliche Sinn der Schaffung unseres Reichserbhofgesetzes. Wir treffen durchgreifende Maßnahmen, um die Scholle dem Bauerngeschlecht zu erhalten. Das Reichserbhofrecht soll die verderbliche Verschuldung und unheilvolle Zersplitterung durch Erbgang verhindern und die Höfe aus den Zufälligkeiten des wirtschaftlichen Geschehens herauslösen. Aug der Erkenntnis unserer Aufgaben heraus habe ich den Herrn Reichskanzler gebeten, uns zu gestatten, mit dem Reichsnährstand, dem geeinten Selbstverwaltungskörper unseres Bauerntums, hinaus aufs Land zu wandern. Im Herzen urdeutschen Bauernlandes am Nordhang des Harzes werden wir uns eine Heimat suchen. Wir gehen wieder in das Herz des alten deutschen Reiches der sächsischen Kaiserzeit, als noch ein Bauernherzog, König Heinrich, die deutschen Lande regierte. Wir gehen in die Nähe der Stammlande des Bauernherzogs Heinrich des Löwen, der— ein Symbol für uns— Herzog von Niedersachsen und Bayern war. Wir nationalsozialistischen Bauern freuen uns, daß wir heute an unserem Ehrentage, dem Tage des Erntedankes, diesen Entschluß bekanntgeben dürfen. Der deutsche Bauer weiß, daß alles, was heute für ihn geschafft wird, ohne diesen Bauernkanzler Adolf Hitler nicht möglich ist. Damit weiß aber der deutsche Bauer auch, daß sein Schicksal mit Adolf Hitler steht und fällt. Wer diesen Mann antastet, tastet gleichzeitig an die heiligen Güter des deutschen Bauerntums und läuft Gefahr, das deutsche Bauerntum zu entschlossenstem Widerstand bereitzufinden. Darum fordere ich alle Bauern und die hier Versammelten auf, mit mir einzustimmen in den Ruf: Unserem Führer und seinem Kampf ein dreifaches Siegheil!“ Der Staatsakt auf dem Ein einzigartiges Erlebnis für eine halbe Million Teilnehmer Hitler ans Bauerntum „Der Bauer ist der Garant der deutschen Zukunft schwere Entschlüsse zu treffen. Wir wissen, sollen, dann ist dies nur müalich—4— wie groß die Not im ganzen deutschen Volke Mitarbeit de Ralsag farget 2 eies ee ist. Wir sind entschlossen, mit allen Mitteln 1ch daute u Oetes selbst. Das iR en, was Nach der mit brausendem nommenen Rede des bestieg der Reichska..— pult, um das Wort zu ergreifen. In einer großangelegten Rede sagte der Führer: „„*geessen walde, der das Pra#eselntion bewugl zu ihm. als dem sicher= standen wird. Seuern zende Fundament unseres Vol= sten Träger der Gegenwart, den einzigen! Ich mun aner an dieler Stella— sdanb=“.— s. Moge uns dies aber nur bestärken in unles Is. Dern der Nationalsezialionus hat Caranten süe die Zutunst. Wie wisser daß was ich vor der letten Reichotaaamahs eiern seren Entschluse, ehne Wanten und Zagen peder in Tpotvodum nach in der Mernschz= der Auin, des denischen Bauern das Endel und auseichig den ganen Volte erlärte herknuichten in der fredlichen Arbeit an Vetrach= ves veniscgen Voltes sein wüiede. Der Sinn Wenn Jahrzehnte lana in einer Sache ue. ausren: Velt. Denn sein Unglück ist unser heit den Ausgangspunkt seiner Betrach, des deutschen Volkes sein würde. Der Sinn Wenn Jahriehnte lang i:„Heiu ae klärtei unserem Volk. Denn sein Unglück ist unser tungen, leiner, Stellungnahmen und Ent= unseres politischen Kämpfens und Ringens sündigt wurde, kann man nicht in anar, Le Teid, seine Rot ist unsere Rot. Seine Freihuüsse. Er ruck bepußt in den Mitelpunit ist aber nicht die Sewinnung over gar Ere den Schaden beheben. Jeder Las Liguuenl beit und sein Glüc aver kund unsere einise Rase ie ot# den Denkens, das Volk. Dieses eberung frender Völker, sondern die Erhal= langjährige Mißwirtschaft ruiniert wurde, I# unferen Semmen e#.#. Polt.ik für ihr eine blutmäsia bedinate Er.= tung up, Sicherung unseres eigenen Volleg, Praucht Jahre, um wieder in Oednung zu“ un unseren Hexsott aber richten vir in 45 532 Seise Beibens gr Vee Peaseheiten Loupeamisse und uch beine Wiensel wehr adr ain Stere.—. u cert un dus ticice Brat“ „ Aeivend. Es i. bamir überisstcheiten. 1 an—„„ ee Suwen De sich langsam] Der Blic auf unsere Vevölterungstalnein Acht Monate nan haben wie mit Mlair. Ich unbedentend ik gemesen am Sein deslhelte anaschletich gsihznet e. L.9 2. 9on Kuns. Dit aletse. Leutbeitet. 179 Wönen unbedeutend ist gemessen am Sein des heute aussati##::Jutunst der Nation schon nung aller Kraft gearbeitet und! ganzen Volteg, daß daher dis Stestona heut, au=Khlieblich abhängt, von der Erhal=Heute mit Stoli das eine seltstelen: bie Stallung Lmn####. diich abhangr von der Erhal=sheute mir Stolz das eine feststellen: Wir guschneslich bedineckl de Tstagsaue i daher die Aufgabe haben dem denischen Versal Einhalt ve. ie durch die Intereslen der Gelamtheit das der Statzsührung, zuvördert dieses Ele, boten. Dauk dem gläubigen Vertrauen der Volten, daß daber die neberheblschleit dielorut von dessen Leben Fortdauer oder Ver= überwältigenden Millionenmasse unsereEinbilhung der Eigen= und Standedänder vshtugs unseres Voltes abhängen, unter! Voltes it es uns gelungen, die Entwiclung Nach der Rede des Führers, die mit brausendem, nicht endenwollendem Beifall ausgenommen wurde, folgten das Horst=WesselLied, der Zapfenstreich und das Deutschlandlied. Die spalierbildende SA. hatte bei Beginn des Zapfenstreiches ihre Fackeln angezündet. Nach dem Deutschlandlied erfolgte die Abfahrt des Führers, gleichnicht nur lächerlich, sondern auch schädlich erhalten. Mie sind daßet ve...=Ku a.......“ eine solche die Abfahrt des Führers, gleichsind für die Eristenzeiner Voltegemeinschaft. Einscht was„ und dahei, bewegr von derl nach oben zu wenden. Niemand kann unsern zetig mit einem Riesenseuerwer! Ssscee ee esesce easce ersee eicie, Blshice sge halse s e. Ael. di. Lal don Ne. sdher K.st. als die Geistes= und Willensfreiheit des ein zelnen, daß das höhere Lebensinteresse der werden kann, daß eine ruinierte Industrie wieder aufzubauen ist, daß entvölkerte Gesamtheit den Interessen des einzelnen Städte eines Tages sich mieder halab escgee ereie diehen und Pflichten Reke nacdz Paltziaueu, vicd Aeberheb= Leben geruse werden kann, aus wenn gelichkeit und Anmaßung der einen Seite ge dankenlose Staatsführungen vielleicht später nau so wenig dulden wie die der anderen. ihre früheren Fehler erkennen sollten. Der Kopf= und Handar, t sind beide gleich ge Städter, der sein Geschäft verliert, mag sich sie der Erhaltung einer Volks= immer wieder ein neues gründen können. gmst Sslam Ssmm.[Der Bauer, der erst einmal von seiner Mit diesem Bekenntnis aber will die Scholle vertrieben, geht als Bauer dann nationalsozialistische Revolution nicht nur eine Glorifizierung der Arbeit an sich, sonauch meist für immer zugrunde. Das Schicksal hat uns in eine schwere Zeit er3 auch siue bergeste Verteidigung derer, hineingestellt und uns daher den heiigen die durch ihre Arbeit unser Volk erhalten. Auftrag gegeben, wenn notwendig, auch Ssziggu Snsictun, uue re- Mut, die dafürischen Tages bildete. Anschließend begann nötigen Entschlüsse zu treffen. Wenn wir der Abmarsch der Teilnehmer zu den Bahnaber auch in der Zukunft Erfolg haben höfen. Reichserbhof=Gesetz in Kraft Die Grundgedanken des neuen Gesetzes— Außerkraftsetzung des preutzischen Erbhofrechts Berlin, 2. Jn. J. Reichsgesetzblatt ist Im übrigen ist eine DurchführungsFe, Imn übtigen ist eine Durchruhrung nunmehr das neue Reichserbhofgesetz ver=lverordnung angekündigt, wodurch die öffentlicht worden, das am 1. Oktober in Z.wangsvollstreckung in die ErzeugKraft netreten 314(Pox M.l.l in L.I nille hea(Erhhafas and Btl.aifln, Hitler in Neudeck Der Verlauf des 2. Oktober auf Hindenburgs Landsitz A EilddertnTase-Wpe-Sesseeruung in die Erzeud. Kraft getreten ist. Das Gesetz will die nisse des Erbhofes auf öffentliche Abgaben Bauernhöfe unter Sicherung alter deutscher und sonstige öffentlich=rechtliche GeldfordeErbsitze vor Ueberschuldung und Zersplitte, rusgen beschränkt wird, so daß private G l ä u b i g e r d e n E r b h o f u n d s e i n e rung schützen. Die Grundgedanken des Ge„ läubiger, den Erbhof und seine setzeg sind folgende: Erzeugnisse überhaupt nicht mehr der Land= und forstwirtschaftlicher Besitz ingreisen konnen. Gegen die EntscheiGröße von mindestens 1 Ackernahrung an das Erbhofaericht zulaste id von höchstens 125 Hektar ist Erhhafan das Erbhofgericht zulässig. Oberste Instanz wird das Reichserbhofgericht. ist“ uug W####mnich wird mitge; haver und die Führer der an dem Japfentages des Herrn Reichspräsidenten hat der nahmen. Jewe tages des Herrn Reichspräsidenten hat der Herr Reichskanzler sich zu einem kurzen Besuch nach Neudeck begeben, um dem Herrn Reichspräsidenten persönlich seine und der Reichsregierung Glückwünsche zu über bringen. In Neudeck sowie auch im Berliner Palais des Herrn Reichspräsidenten sind im Laufe des gestrigen und heutigen Tages eine außergewöhnliche Fülle von Telegrammen und brieflichen Glückwünschen eingegangen. Neben den Glückwünschen der offiziellen Persönlichkeiten, der Reichsminister und Staatsminister der Länder, der Vertreter von Heer und Marine, von Reichsbahn und Reichsbank, der Spitzen der Provinzialbehörden, der Städte und Gemeinden sowie der Vertreter der deutschen Wirtschaft, sind dem Herrn Reichspräsidenten aus allen Kreisen und von Deutschen im Auslande zahllose Bekundungen der Treue und Verehrung zugegangen. Im Hause des Herrn Reichspräsidenten zeichneten sich im Laufe des Montagvormittag eine große Anzahl von Persönlichkeiten des öffentlichen und gesellschaftlichen Lebens der Reichshauptstadt, insbesondere die Vertreter des Diplomatischen Korps, in die Besuchslisten ein.“ * Zum Besuch des Reichskanzlers in Neudeck erfahren wir weiter: Reichskanzler Adolf Hitler traf um 13.40 Uhr auf dem Flugplatz in Marien= burg ein. Der Führer ist aber infolge Nebels erst im Laufe des Montag spät nachmittags in Neudeck eingetroffen. Er wurde um 18.20 Uhr vom Reichspräsidenten empfangen. Der Führer verbringt den Abend in Neudeck und wird erst am Dienstagmorgen zurückfliegen. Nach dem Empfang des Führers wurden die übrigen in Neudeck weilenden Gäste vom Reichspräsidenten empfangen. Anschließend fand ein Zapfenstreich statt, der von den Kriegervereinen, der SA, der SS. und dem Stahlhelm ausgeführt wurde. Am Abend fand dann ein kleines Essen statt, an dem neben den Gästen und einigen Gutsnachbarn auch der Oberpräsident der Provinz Ostpreußen, der Regierungsprästdent, der Landrat, der Reichswehrbefehlsnahmen. Am Montagvormittag war Reichspräst und von höchstens 125 Hektar ist Erbhof, wenn er einer bauernfähigen Person gehört. Der Eigentümer des Erbhofes heißt Bauer. Der Eigentümer oder Besitzer anderen land oder forstwirtschaftlich genutzten Grund eigentums heißt Landwirt. Der Anerbe ist im übrigen von der Erbschafts= oder Grunderwerbsteuer befreit. Das Reichserhofgesetz findet Anwendung auf alle Erbfälle nach dem 1. Oktober 1933. dent v. Hindenburg auf seinem Gut in. kann nur sein, wer deutscher Gleichzeitig sind die landesgesetzlichen VorLangenau, wo er die Glückwünsche Stagtgue at i. e schen schriften, auch das prenßische Erbhofrecht, seiner Arbeiter und Angestellten entgegen Seits und ehrbar ist. Der Erbhof geht un= außer Kraft gesetzt worden nahm. Der Reichpräsident verbracht im geiezt auf den Anerven über. Die Rechte] 2“:. B.1, 6769, 46ch übrigen den Tag in Neudeck im engsten g#r Miterven beschränken lich auf das übrige sichrtetr ateimserpgotgeseh trägt die übrigen den Tag in Neudeck im engsten Familienkreise. Reichskanzler Adolf Hitler weilte am Montagnachmittag bei dem Grafen zu Dohna=Finckenstein, wo sich die gesamte Bevölkerung des Darfes und der Umgebung eingefunden hatte, die in einem großen Viereck vor dem Schloß Finckenstein aufmarschiert war. Der Führer schritt die Front der SA., SS. und der Arbeiter ab. Manch einem schaute er ins Auge, und dem der Miterben beschränken sich auf das übrige Vermögen des Bauern. Nicht als Anerben berufene Abkömmlinge erhalten eine den Kräften des Bauernhofes entsprechende Berufsausbildung und Ausstattung. Geraten sie unverschuldet in Not, so wird ihnen die Heimatzuflucht gewährt. Das Anerbenrecht kann durch Verfügung von Todes wegen nicht ausgeschlossen oder beschränkt werden. Der Erbhof ist grundsätzlich unveräußerlich und unbelastbar. Die Erbhöfe werden schrift des Reichskanzlers selbst, des Reichsjustizministers und des Reichsernährungsministers. Letzte Funkmeldungen Montag mittag verunglückte bei Warne. münde der Sportflieger Wirth auf einem Uebungsflug mit einem Klemm=Flugzeug. Er stürzte mit seiner Maschine in den Breitling und ertrank. * einen und dem anderen reichte er die Hand. allgemein von Amts wegen in die Erbhöse Unter brausenden Heilrufen verließ der rolle eingetragen. Wer unter seinen VorVolkskanzler in Begleitung des ES.=fahren väterlicher= oder mütterlicherseits Brigadeführers Lorenz=Finkenstein das jüdisches oder farbiges Blut hat, kann nicht! In Budapest sand ein allgemeines Front. Dorf und begab sich nach Neudeck, wo er Bauer sein. Als Grenze für Nachforschungen kämpferfest statt, an dem etwa 20 000 ungagegen 18 Uhr eintraf. Von der hier auf= in dieser Hinsicht ist der 1. Januar 1800 rische, deutsche, österreichische marschierten Vevölterung und von den Ver= gewählt worden. rnae, bentighe, Vterreichiche, steltenice bänden wurde er wiederum voller Begeiste:] Der Bauer muß fähig sein, den Hof ord= aninistan=un: npser keilnahmen. rung begrüßt. In dem großen Park vor dem nungsmäßig zu bewirtschaften, wobei man= Mininerpräsident Sömbös beionte, daß eSchloß marschierten die Verbände mit gelnde Altersreise allein keinen HindeFackeln auf. Reichspräsident v. Hinden=rungsgrund bildet. Ist der Bauer nicht burg nahm am Zapfenstreich in Feld=sehrbar oder nicht zur Bewirtschaftung fähig, m„ Jallsuniform teil. SS.=Bri= so kann das Anerbengericht auf Antrag des jadeführer Lorenz überbrachte im Namen Landesbauernführers die Verwaltung und der aufmarschierten Verbände und der Be= Nutznießung des Erbhofes Bauern oder auf völkerung die herzlichsten Segenswünsche, Zeit auch den Ehegatten oder Anerben überworauf Reichspräsident v. Hindenburg mit tragen. Ist ein Ehegatte oder Anerbe nicht ein paar kurzen Worten dankte. Darauf vorhanden, oder sind diese nicht bauernfähig celte, in Zukunft noch mehr den Frontkämpfergedanken auf allen Gebieten in den Vordergrund zu stellen. Rezen Wörten bänkte. Daraufs vorhanben, ober sind diese nicht bauernfahig. ang die Menge das Deutschlandlied und das so kann das Anerbengericht das Eigentum Horst=Wessel=Lied. Dann marschierten dies am Erbhof auf Antrag des Reichsbauernechhoh. eer.. ol. 4111.„ Das preußische Innenministerium gibt bekannt, daß Hilfsmaßnahmen für Vollblutund Rennsportwesen eingeleitet worden seien. Seex,Gessel=Lieb. Bann murschierten vierum Erbhof auf untrag des Reichsbauern Verbände mit entzündeten Faeckln vorbei,]führers auf eine andere bauernfähige Pervorauf sich der Reichspräsident mit einem son übertragen. Falls geeignete Verwandte reundlichen„Guten Abend“ verabschiedete. Lebhafte Hurra=Rufe wurden ihm von der Menge dargebracht. Auf der Terrasse des Schlosses wohnten neben dem Wohnten neven Ben 11.5 ge fernein Ränten Den Holnamter Reichskanzler und seiner Begleitung führt. Veräußerung und Belastung des Erb zahlreiche Familienmitglieder des hofes ist nur mit Zustimmung des Anerben dom orohen Treuchalssat. nerichtes aulällie monn.3 UMWVenmrenieneT De. Reichspräsidenten dem großen Treuebekennt nis für den„Vater des Volkes“ bei. Das Internationale Arbeitsamt in Gen veröffentlicht einen Bericht über die internationale Arbeitslosigkeit, in dem festgestellt wird, daß die Arbeitslosigkeit in zahlreichen #eenme. Eah der Enerbr u.n, Ländern im Sinken begriffen sei. Besonders seinem Namen den Hofnamen anerkannt werden die deutschen Erfolge bei unerung und Belastung des Erh= der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit. vorhanden sind, soll der Reisbauernführer einen von diesen vorschlagen. Der Erblasser kann stets bestimmen, daß der Anerbe als Zusatz zu•— gerichtes zulässig, wenn ein wichtiger Grund vorliegt.— Der Erbhof steht unter Vollstreckungsschutz, wurden am Montag bei den ordentlichen s Soigerare. Slrser z, Vi. Sosrs.2 Telstsuühekand. Law Frmächist st, diel weanen Irand urs 2., Kateriche Ver der Nathenoner Straße eine Parade des Berliner Wachregiments statt. de an dl. Sier de. Gläasiaere trich. zeier der an die Stelle des Gläubigers teitt. tinien und Voncour redet gegen Deutschland, aber für Oesterreich. Genf, 2. Okt. Der französische Außenminister Paul=Voncour hielt am Montag vor der Vollversammlung des Völkerbundes eir: große Rede. Der traditionelle Beisall, mit dem jeder Vertreter Frankreichs im Völkerbund begrüßt wird, blieb selbstverständlich auch diesmal nicht aus. Paul=Boncour begann zunächst in gleicher Weise wie Simon mit der betonten Ablehnung jeder Vertagung der Abrüstungskonferenz. Er kam dann unmittelbar auf den Viermachtepart zu sprechen und suchte in längeren Ausführungen die kleinen Staaten, vor allem die Gruppe der französischen Anhänger, zu beruhigen. Auffallend stark unterstrich Paul=Boncour hier auch die Bedeutung des Locarnopaktes für den europäischen Frieden. In einem besonders heiklen Punkt Europas sei damals eine grundsätzliche Regelung geschaffen worden. In der gleichen Linie liege jetzt der Nichtangriffspakt zwischen Polen. Sowjetrußand und den Nachbarstaaten. Der Abschuß des Viermächtepaktes sei nur die Folge und praktische Durchführung des Locarnopaktes. Der Locarnopakt bleibe dadurch am Leben und werde somit bekräftigt. Er sei heute immer noch die Garantie für den eurovätschen Frieden. Die zahlreichen jetzt abgeschlossenen regionalen Verträge müssen jedoch im Völkerbund zusammengefaßt werden. Letzten Endes entscheide immer wieder der Völkerbund. Aber der Völkerbund müsse jetzt handeln. Die Völker hätten zu sehr dur* Gewaltlösungen gelitten, in einzelnen Ländern seien Elemente der Gewalt entfesselt worden. Der Völkerbund wolle aber keine Gewaltlösungen, sondern Vertrauen in den Völkerbund. Paul=Boncour versicherte den kleinen Staaten erneut, daß Frankreich mit ihnen sei. Dann wandte er sich direkt an Oesterreich und erklärte, daß Frankreich auch weiterhin der österreichischen Regierung im Kampf um ihre Unabhängigkeit Unterstützung zusage. Die internationale Sicherheit werde jedoch vor allem gewährleistet durch die genaueste Einhaltung des Völkerbundspaktes, und eine internationale wirksame und automatische Kontrolle der Rüstungen müsse jetzt geschaffen werden. E er h Geescend Zeppelin=Marken zur Chilagosahrt 1933. Das Luftschiff„Graf Zeppelin" tritt am 14. Oktober seine Neise zur Weltausstellung in Chikago an. Die Deutsche Reichspost läßt aus diesem Anlaß die bekannten ZeppelinMarken versehen. Der Abschlußdamm der Zuidersee für den Verkehr freigegeben. Blick auf den Damm kurz nach Eröffnung. Nachdem in langen Jahren mühevoller Arbeit das Meer von der Zuidersee abgeschlossen wurde, ist nun die Krastwagenstraße über den Abschlußdeich, der die holländischen Provinzen Nord=Holland und Wagenverkehr freigegeben worden. Handel und Vom Holzmarkt wird uns aus Fachkreisen berichtet: Die Lage ist fest geblieben, soweit es sich um die Preisgestaltung handelte. Das Geschäft selbst war ungleich. In Sachsen und Thüringen war der Absatz etwas lebhafter als in Norddeutschland. Dagegen berichtete man aus dem Rheinland und aus Westfalen über befriedigende Verkaufsmöglichkeiten am Tischler= und Bauholzmarkt. Mit Spannung erwartet man in Fachkreisen die bevorstehende Entwicklung der Rohholzvreise. Ein sicheres Bild kann man einstweilen nicht gewinnen, da der preußische Forstfiskus und der Privatwaldbesitz einstweilen im Verhältnis zur gesamten Holzernte nur wenig Rohstoff verkaufte. Neuerdings ist man in weiten Kreisen der Holzwirtschaft zwar auf unvermeidliche Preissteigerungen für Rohholz eingestellt. Man will sich aber in der Sägewerksindustrie unter allen Umständen von jeder Preistreiberei in den Forsten fernhalten, weil Ausschreitungen dieser Art durchaus unerwünscht und geeignet sind. in der Holzwirtschaft, die sich gerade der Auswirkungen einer lange erwarteten Konsoldierung zu erfreuen beginnt. Rückschläge zu verursachen und dem hohen Ziel der Arbeitsbeschaffung zu schaden. Zum gleichen Ergebnis kam auch der Holzhandelsausschuß des Reichsforstwirtschaftsrates bei seinen in diesen Tagen stattgefundenen Beratunggen. Man verlangte zwar im Hinblick auf die Wirkungslosigkeit der am 23. Februar d. J. in Kraft getretenen Holzeinfuhrzollerhöbungen eine Beschränkung des Holzimportes und vor allem erhöhte Waldpreise, vertrat aber den verständigen Standpunkt, daß solche Preissteigerungen nur allmählich und nicht sprunghaft eintreten dürften. Etwas lebhafter wurde der Absatz von Stammkiefer nach Westdeutschland. Die Auslandsmärkte liegen fest. Stockend wurde nur der Absatz von Faßholz. da der Kaufeiser der amerikanischen Einfuhrhäuser sich geleat hat. nachdem der Bedarf in Eichendauben fürs erste gedeckt murde. Die Preise für Rotbuchen steigen. Die Autoindustrie ist. soweit Kleinwagen hergestellt werden, gut beschäftigt, und es hatten alle Arten von Wagenbauhölzern regen Absatz bei langsam steigenden Preisen. Berlin, 2. Okt. Das Geschäft an der Börse ließ zu wünschen übrig. Die Grundstimmung war durchweg freundlich. Tagesgeld 5% und höher. In Privatdiskont findet das Material zumeist Aufnahme. Im Verlauf setzten sich überall kleine Kursbefestigungen durch. Kassakurse der Berliner Eff. Börse Ohne Gewähr für Hörfehler Ein technisches Wunderwerk vor der Vollendung. Das Schiffshebewerk in Niederfinow. 9 Meter Gefälle ausgleichen soll, liegen mit je 70 Meter Länge und einem Zwischenraum von je 200 Meter hintereinander. Die Gesamtlänge der Schleusentreppe beträgt weit über 1000 Meter. Die Passage der Treppe dauert 3 Stunden. Die gewaltige Schleusentreppe bei Niederfinow am Großschiffahrtsweg Berlin—Stettin geht jetzt seiner Fertigstellung entgegen. In einem„Fahrstuhltrog“ werden die größten Flußdampfer und Kähne eine Gefälledisserenz von 36 Meler überwinden können. Vier Schleusen, von denen jede Amsterdam Oie Helsingtors Kovenhagen Italien London Nowvort Wien * ta Schweden Spanten —„„ 1 5.:24 57.89 22,02 12.86 2.1: 48.06 16,395 FI. 15 60, 83 33 01 58.•9 0. 3 61.32 65,27 5.738 58.01 21.00 13,00 2, 18 48.13 16.4 5 81.31 16.7 35,09 18.:1 1.292 169.06 F 9.754 58,14 22.08 40 2.747 48.05 16.40 91.17 67.13 3: 01 58,42 0.290 169.42 6% 5.7 6 58 26 22.12 1%06 2 753 48.15 1n.44 81 33 67 27 15.0 88.54 0.132 eretaten Berlin, 2. Okt. Im Getreideverkehr war die Geschäftstätigkeit unbedeutend. Der Mehlabsatz hat keine Belebung erfahren Weizen war besser beachtet als Roggen, gegen Wochenschluß konnten teilweise 1 höhere Preise erzielt werden. In Hafer gleichen sich Angebot und Nachfrage ziemlich aus, die Preise waren behauptet. Für Gerste in Industriequalitäten sind Angebot und Nachfrage nicht immer in Einklang zu bringen. Berlin, den 2. Okt.(Preise in Mk. p. to) Weizen, märk. Roggen, märk. Sommergerste Wintergerste Hafer. westpr Hafer. märk. 2.00— 20,75— 21,75 7. 10— 11,39 10.00— 10.20 3.10—11,90 Bremen, 2. Okt. Weizen: Manitoba I 4,50. Gerste: Dt. Gerste 8,90. Hafer: Dt. Wirtschaft vomm. Weißhafer, 53—54 Kg., alt 8,10, Holsteiner Weißhafer, 53—54 Kg., 8,00. Mais: La Plata ab Bremen verkehrsfrei 9,00, do. ab Brake verkehrsfrei 9,00. Tendenz stetig. Webstoffe. Bremen, 2. Okt. Loko 11,.24(11,19). Die Lage des Viehhandels im September. Vom Reichsverband des nationalen Viebhandels Deutschlands e. V. wird uns geschrieben: Im Handel mit Schlachtrindern machte sich ein großes Ueberangebot von geringer Ware bemerkbar, da der Landwirt nicht genügend Kraftfutter verfuttert. Hierzu kommt das vermehrte Weideangebot, sodaß das Geschäft sich im Berichtsmonat ganz erheblich verschlechterte. Halbsette Kühe und geringe Bullen waren direkt unverkäuflich. Ueberständer fast an allen Märkten an der Tagesordnung. Die Preise gaben bei guten Qualitäten um RM. 2.— bis RM. 3.—, bei geringeren um RM. 3,— bis RM. 5,— nach.— Auch das Geschäft in Kälbern ließ sehr zu wünschen übrig und bröckelten die Preise hier besonders gegen Schluß des Monats ab.— Die Preise für Hammel und Schafe bewegten sich ungefähr auf der gleichen Höhe des Vormonats. Das Geschäft war mittelmäßig. Die Preise für Schweine zogen im September erheblich an. Schwere fette Schweine waren gesucht, magere vernachlässigt, das Geschäft in letzteren sehr gedrückt, was am besten aus den großen Notierungsspannen bei fast allen Märkten hervorging. Gesucht ist bei allem Schlachtvieh sette Ware(Auswirkung des Fettplanes), jedoch dürfte bei Fettschweinen die Preishöchstgrenze bereits überschritten sein. Die Aussichten für Schlachtrinder sind trostlos. besonders, wenn einsetzende schlechte Witterung eine schnelle Räumung der Weiden notwendig machen sollte. Der Handel mit Ferkel= und Läuserschweinen gestaltete sich ohne nennenswerte Preisänderungen im allgemeinen ruhig, das gleiche ist von dem Handel mit Nutz= und Zuchtvieh zu melden. Allenthalben wird über große Trockenheit geklagt, ein Zustand. der das Geschäft nicht günstig beeinflußt. Dortmund, 2. Oktober. Dem heutigen Schlachtviehmarkt waren zugeführt: Großvieh 776 Stück, darunter: 112 Ochsen, 168 Bullen. 93 Kühe, 92 Färsen, 14 Fresser; Kälber 371 Stück; Schafe 20 Stück. Schweine 2241 Stück. Der Marktverlauf war bei Großvieh schlecht mit Ueberstand; Kälbern schlecht. geräumt; Schafen—; Schweinen schleppend, geräumt. Es wurden gezahlt für 50 Kilogramm Lebendgewicht: I. Rinder: A. Ochsen: a1) 30 bis 32. a2)— b) 27—29. c) 23—26. d)—. B) Bullen: a)—. b) 25—27, c) 21—24, d) 18 bis 20. C. Kühe: a) 27—30, b) 23—26, c) 20 bis 22, d) 15—19. D. Färsen(Kalbinnen): a) 29—32. b) 26—28. c) 22—25. d)—. F. Fresser:—.— II. Kälber. A) Sonderklasse:—. B. Andere Kälber: a) 46—48. b) 40—45, c) 31 bis 39, d) 25—30.— III. Lämmer, Hammel und Schafe:—.— IV. Schweine: a)—. b) 49—52. c) 47—52. d) 43—46, e) 40—43, 1)—. a) 42 bis 48 RM. Wetterbericht für den 3. Oktober. Für das mittlere Norddeutschland: Ver änderlich und kühl, mäßige nördliche Winde, vereinzelt Schauer. Für das übrige Deutschland: Ueberall veränderlich und kühl, besonders in bergigen Gegenden Schauer. Autobrille mit Scheibenwischern. Eine bekannte englische Motorrad=Rennfahrerin hat sich für das meist regnerische Wetter in England eine besondere Auto- und Motorradbrille anfertigen lassen. Die Brillengläser sind mit Scheibenwischern ausgerüstet, die durch einen kleinen Propeller auf der Stirn in Tätigkeit gesetzt werden. Der Propeller wird durch den Gegenwind beim Fahren bewegt. 8 ei si Statt besonderer Anzeige. Nach einem Leben voller Liebe und Treue wurde gestern plötzlich und unerwartet mein heißgeliebter, treusorgender Vater Dr. Adolf Neumann im Alter von 68 Jahren durch einen sanften Tod zu Gott gerufen Sein Leben war selbstlose Güte, treueste Arbeit und Pflichterfüllung. Lotti Neumann. Herford, den 2. Oktober 1933. Steintorwall 15. Die Beerdigung findet statt am Mittwoch, dem 4. Oktober, nachmittags 3¼ Uhr, von der Kapelle des alten Friedhofes(Friedhofstraße). Trauerfeier 3 Uhr. Beileidsbesuche dankend verbeten. Nach einem überaus arbeits= und erfolgreichen Leben verschied am letzten Sonntag der langjährige Vorsitzende unseres Aufsichtsrates Herr Professor Dr. Neumann im 69. Lebensjahre. Der Heimgang dieses ausgezeichneten Mannes bedeutet für uns einen außerordentlich schweren Verlust. Bis in die letzten Tage hinein bekundete er sein lebhaftes Interesse für unser Unternehmen, dem er selbstlos diente, Jahr um Jahr, in schlichter Treue. Sein Leben war ausgefüllt mit Arbeit, er war ein unermüdlicher Diener des Gemeinwohls. Der Dienst an Land und Volk war seines Lebens Inhalt. Der Name unseres Vorsitzenden wird mit der Geschichte unseres Unternehmens unzertrennbar verbunden sein, wie ihm sein lauterer und edler Charakter und seine vornehme Gesinnung in unsern perzen ein bleibendes Gedenken sichern. Wir danken über das Grab hinaus dem Freunde und Kämpfer für das, was er uns gegeben hat. Detmold. den 2. Oktober 1933. Aufsichtsrat und Geschäftsleitung der Westf.=Lipp. Vereinsdruckerei G. m. b. Detmold. Gestern abend 6½ Uhr erlöste Gott der Herr durch einen sanften Tod nach einem arbeitsreichen Leben, nach kurzer, schwerer Krankheit, meine innigstgeliebte Frau, meine treusorgende Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Luise Betke geb. Brand im 67. Lebensjahre. In tiefer Trauer: Familie Friedrich Betke nebst Angehörige. Horn i. L., den 4. Oktober 1933. Die Beerdigung findet am Mittwoch nachmittag, 3 Uhr, vom Trauerhause, Burgstraße, aus statt. Traueranzeigen in Brief= u. Kartenform schnell und preiswert Lippische Tageszeitung Detmold, Exterstr. 11 OlsbergOfen ee Werrichtig füttert, füttert billig das echt deutsche Fabrikat für Geflügel, Schweine und Hunde NAGUT-Kr! G. m. b. M. Lage I. L. 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Der Erntedank des deutschen Volkes 500000 im Banne der gewaltigsten Bauernkundgebung der Welt wir auf der Fahrt zum Bückeberg erlebten- Von Bad Pyrmont nach Hameln an der Weser- Aberall dasselbe Bild: Ein rauschender Fahnenwald- Grenzenloser Jubel umbrandet den Führer- Heimfahrt mit unvergeßlichen Eindrücken Ein Sonntag hell und klar Der erste Oktobersonntag im Jahre der aationalen Erhebung des deutschen Volkes wird für alle Zeiten unvergeßlich bleiben! Des deutschen Volkes Erntedank auf dem Bückebera bei Hameln gestaltete sich zu einem grandiosen Erleben. Das deutsche Volk ehrte und feierte den deutschen Bauern und legte einen Treuschwur ab, mit dem deutschen Bauern ein neues und schöneres Vaterland aufzubauen! An diesem herr. lichen Sonntag wurde dem ganzen 65 Millionenvolk durch den Mund des Führers eindeutig klar gemacht: Stadt und Land, Hand in Hand! * Noch stehen wir ganz im Bann der gewartigsten Bauernkundgebung, die die Welt jemals erlebte und sprechen es ganz offen aus, daß das Erlebnis auf dem Bückeberg mit all den gewaltigen Eindrücken, mit Worten kaum zu schildern ist. Als am frühen Sonntag morgen die ersten Strahlen der Sonne die dichte Nebelwand über dem Weserbergland sprengten, begann der Anmarsch der Massen. Es waren Hunderttausende, die mit weit über 200 Sonderzügen, vielen tausend Kraftomnibuswagen und Autos, mit buntgeschmückten Leiterwagen uno zu Fuß nur ein Ziel hatten: Bückebera. Wenn aus allen Teilen Deutschlands die Bauern zum Erntedankfest pilgern, dann war es nur zu verständlich, daß auch aus unserer Gegend die Bauern zu Tausenden dabei waren. Als wir am frühen Morgen mit dem Kraftwagen zur ersten Etappe Bad Pyrmont fuhren, trafen wir unterwegs auf schön geschmückten Leiterwagen Bauern aus Westfalen und Lipve in alten Trachten. Wir sahen aus dem Minden=Ravensberger Lande kernige Gestalten, Herforder Biuerslui, aus Lippe die Schwalenberger in ihren leuchtenden Kostümen, die Schlachtschwertierer aus Horn und nicht zu vergessen die Reiter von der Standarte Während die Erntedankgottesdienste zu Ende gingen, trafen wir im überaus festlich geschmückten Bad Pyrmon: ein. Zu Ehren der am Abend hier weilenden Vertreter der Reichsregierung machte der an sich schon herrliche Badeort an diesem Sonntag den allerschönsten Eindruck. Da bei dem gewaltigen Anmarsch der Menschenmassen die Straßen für jeden Autoverkehr im weiten Umkreise rund um den Bückeberg gesperrt waren, fuhren wir mit einem Sonderzug von Bad Pyrmont nach es da auf abgesehen hat, das am schönsten geschmückte Haus zu haben. Ganze Häuserfronten sind mit Tannengrün bedeckt, immer und immer wieder leuchten dazwischen die roten Banner der deutschen Freiheit auf. Vor dem Abschied überzeugten wir uns davon, daß die Bäckermeister der Rattenfängerstadt sehr fleißig gewesen sind. Es ist ja eine bekannte Tatsache, daß man aus Hameln eine„Ratte“ aus Brotteig mit nach Hause bringen muß. Die Fahrt zum Bückeberg. Viele hundert Pressevetrreter fuhren darauf mit Postautos durch ein Spalier von Ein grandioses, unbeschreiblich packendes Bild vor uns: Eine halbe Million Menschen Kopf an Kopf. Dieses Bild kann man nicht beschreiben! Unten in der Talsohle sieht man den Anmarsch der SA. 84000 Männer und Jünglinge im braunen Ehrenkleid, 6000 Angehörige der Hitlerjugend marschierten auf und standen viele Stunden wie eine Mauer vor und neben der riesigen Rednertribüne, die von zwei riesigen Türmen flankiert war. Ein riesiges Hoheitszeichen leuchtet über sich kreuzenden Aehren. Im Hintergrund marschiert die Reichswehr auf. Gegen 4 Uhr nachmittags begann die Korsofahrt auf der nahen Weser. Der Führer auf dem Bückeberg Hameln an der Weser. Die sonst stille und verträumte Ratten fängerstadt war nicht wiederzuerkennen. Hier, wo die Weser, Deutschlands deutschester Strom leise vorüberfließt, trafen wir auf Hunderttausende, die an diesem Sonntag auf dem Bückeberg, die gewaltigste Bauernkundgebung, ein Stück Weltgeschichte, miterleben wollten. Die Stadt ist nicht wiederzuerkennen, die alte Residenz der welfischen Herzöge erlebte den größten Verkehr seit ihrer Gründung vor vielen Jahrhunderten. Wer mit sehenden Augen durch die alten Straßen mit den Renaissancehäusern wanderte, der mußte ergriffen sein; denn was hier die Bevölkerung getan hatte, um ihre Stadt in ein festliches Kleid zu hüllen, kann mit Worten unmöglich ausgedrückt werden. Man mußte immer und immer wieder staunen. Wo soll man anfangen, wo soll man aufhören? Alles, aber auch das kleinste Fleckchen, ist einge hüllt in ein Meer von Fahnen und Tannengrün! Schon vor dem Betreten der eigentlichen Stadt grüßte am Bahnhofvorplatz ein gewaltiger Erntekranz auf einem 10 Meter hohen Mast. Blaue Bänder und die Hokenkreuzfahne verzieren ihn. „Dem Volk Brot, dem Führer Treue. Der deutsche Bauer Deutschlands Stärke", so steht es in riesigen Lettern auf dem Erntekranz, und diese Worte sind symbolisch für die ganze Kundgebung. Und dann die Stadt selbst. Eine Symphonie von Farben und Tannengrün, so bietet sie sich dem Beschauer dar. Ehrenpforten über Ehrenpforten mit auf die Bedeutung des Tages hinweisenden Sprüchen beherrschen das Straßenbild. Die Adolf Hitler=Straße, Hamelns Hauptver kehrsader, ist in ein einziges Meer von Fah nen gehüllt. Es gibt kein einziges Haus, das nicht geschmückt wäre. Es gibt ober Häuser, die 10 und noch mehr Fahnen zeigen. Und sollte es jemanden einfallen, in Hameln ein ungeschmücktes Haus zu suchen, es wäre vergebliche Mühe. Man hat den Eindruck, als ob jeder Hamelner Bewohner SA.=Männern zum etwa 8 Kilometer entfernten Bückeberg. Zu beiden Seiten der Straße stand die SA. Kopf an Kopf, um dem Führer zu huldigen. In nächster Nähe der Straße lag das Feldlager der SA. in zahllosen Zelten werden hier zwei Nächte verbracht. Vorbei gehts an vielen Schankzelten, Kuchenbuden, Würstchenständen und Buden mit deutschem Obst. Dann kamen wir dem Ziel näher, ein Fahnenwald umsäumt den lebenden Berg! Ein unbeschreiblich herrlicher Anblick: Tausende von Fahnen an 12 Meter hohen Masten wehen am Bückeberg. Schon 5 Stunden vor Beginn der großen Feier waren 300000 Menschen anwesend. Und immer neue Menschenmassen kommen heran. Durch ein Spalier von SA.= und SS.=Män nern wurden die über 2000 Ehrengäste und Pressevertreter auf den neu angelegten Weg zur Höhe geführt, wo eine riesige Tribüne aufgebaut war. Dieser Weg auf die Höhe des Bückeberges wird allen Teilnehmern unvergeßlich bleiben. Zu beiden Seiten standen Hunderktausende Kopf an Kopf. direkt hinter dem Spalier der SA. und SS. Bauern aus allen Teilen des Reiches in bunten Trachten, Bauernfrauen mit Früchten des Feldes, Obst, Weintrauben und Aehrenbündeln. Dazu Erntekränze, Hochzeitskronen, Butterfässer, Spinnrocken und leuchtende Herbstblumen. Der Blick von der Ehrentribüne auf die 500 000 Viele hundert Boote steuerten dem Bücke berg zu. Auf der ganzen Breite des Flusses wimmelte es auf einer Länge von mehreren hundert Metern von Paddelbooten. Und über uns Flieger in den Lüften, die mit ihren Kunstflügen Staunen und Begeisterung auslösten. Immer neue Marsch musik klingt auf, die Fahnen der Bewegung werden bergaufwärts getragen. Ein buntbe wegtes Bild voll einzigartiger Pracht. Die Spannung steigerte sich, als wenige Minuten nach 4 Uhr nachmittags die Ankunft der Diplomaten durch die Lautsprecher bekanntgegeben wurde. Als die hohen ausländischen Gäste den Sonder=D=Zug an der eigens dafür ange legten Rampe in nächster Nähe des Fest platzes verlassen hatten, wurden sie unter Führung des Gesandten Graf von Bassewitz von SS.=Männern und führenden Persönlichkeiten der Bewegung durch das Spalier der SA. und SS. zur Ehrentribüne auf der Höhe des Berges geleitet. Daß dabei auch die Herren Diplomaten sich den Schweiß von der Stirn wischen mußten, konnte nicht ausbleiben, wenn man bedenkt, daß der Tag des Deutschen Erntedankes am 1. Oktober 1933 bei 29 Grad Wärme gefeiert wurde! Bald darauf nahmen auch die Bauernabordnungen Wogende Menschenmassen, wehende Fahnen aus allen Teilen des Reiches auf der Tribüne der Ehrengäste Platz. Viel beachtet wurde eine Gruppe mit dem Schild: „Wir Danziger Bauern bleiben deutsch!" Die Bauern aus dem Frankenlande, kernige Männer, saßen direkt vor uns. Ein Bauer sprach laut und vernehmlich die Worte: „So a Hitz' und koa Bier!" „Sehr richtig“, hörte man ringsumher. Durst hatten sie alle, die da oben stundenlang in der Sonne saßen. Viele Stunden wurden trotzdem ausgehalten, da bei der schier unerträglichen Spannung von 5 Uhr nachmittags an kein Mensch daran dachte, den Sitzplatz aufzugeben. Endlich ein einziger Jubelschrei: Der Führer kommt! In der Ferne tauchten Kraftwagen, die den Führer und fast sämtliche Reichsminister zum Bückeberg brachten, auf. Durch die braune Mauer der SA. fuhr der Wagen mit dem Führer Adolf Hitler, von einer Abteilung des Reiterregimenis 13 eskortiert, zum Fuße des Bückeberges, wo unter den Klängen des Präsentiermarsches das Abschreiten der Fronten der Ehrenkompagnien, der SA., SS., des Stahlhelms, des Arbeitsdienstes und der Schutzpolizei erfolgte. Etwa 20 Minuten vor 6 Uhr reckten 500 000 Menschen den Arm zum deutschen Gruß. Gleich einem gewaltigen Orkan brausten dem Führer immer und immer wie. der Heilrufe entgegen. Hinter dem Führer, der sich auf dem Wege zur Ehrentribüne verschiedentlich mit Trachtenabordnungen unterhielt, schritten die Reichsminister, die Reichsstatthalter, Länderminister, Staatssekretäre, Vertreter der Reichswehr und Reichsmarine, sowie fast sämtliche hohen Führer der SA. und SS. Als der Führer auf der Tribüne angekommen war, wollte der Begeisterungssturm kein Ende nehmen. Minutenlang herrschte unbeschreiblicher Jubel! Nachdem der Führer und Reichskanzler die Vertreter des Diplomatischen Korps begrüßt hatte, trat kurze Stille ein. Dann das große Ereignis: Fanfaren kündeten den Beginn der Kundgebung. Nachdem eine Batterie vom Artillerieregiment 6 aus Minden den Ehrensalut von 21 Schuß gefeuert hatten, nahmen unten im Tale die Reiterspiele ihren Anfang, an denen sich außer dem Reiterregiment 13 aus Hannover, Artillerie und Infanterie beteiligte. Prachtvoll sprengten die Reiter über das weite Feld. In weit ausladendem Bogen formierte sich das Reiterregiment zu einem großen lebendigen Hakenkreuz. Und dann drehte sich das Symbol des neuen Deutschlands gleich einem riesigen Windmühlenflügel. Anschließend folgte eine zackige Kavallerieattacke. Nach stürmischen Beifallskundgebungen sang die Riesenmenge den Choral: Nun danket alle Gott. Dann nahm Reichsminister Darré das Wort. Die Ausführungen sowie die große Rede des Führers veröffentlichen wir an anderer Stelle dieser Ausgabe. Nach den Reden erlebten 500 000 eine Farbensymphonie einzigartiger, noch nie dagewesener Art! Während der Führer bei beispiellosem Jubelsturm den Festplatz verließ, flammten riesige Scheinwerfer, mehrere Hundert an der Zahl, mit bunten Lichtern auf. Im selben Augenblick nahm das gewaltige Höhenfeuerwerk seinen Anfang. Wahrend die Luft dröhnte, flammten rings auf den Weserbergen große Feuer auf, auf der Weser schwammen viele hundert Boote mit roten Lanmpions. Der Große Zapfenstreich und das Deutschlandlied beschlossen die einzigartige, die gewaltigste Erntedankfeier, die die Welt jemals erlebt hat. Dann kam die Stunde der Heimfahrt Ueber das Leben auf den Abmarschstraßen könnte man Bände schreiben! Viele Pressevertreter erreichten erst kurz vor Mitternacht Bad Pyrmont. Hier beschlossen frohe Erntebälle in allen Hotels und Gaststätten den denkwürdigen Tag. Der Tag des Erntedankes des deutschen Volkes liegt hinter uns. Wer diesen Tag auf dem Bückeberg miterleben durfte, wird die einzigartige Ehrung des deutschen Bauern niemals in seinem Leben vergessen! + Aus der Landeshauptstadt Detmold, den 3. Oktober. Wer will Kultur mißhandeln? Fraglos kein Mensch in unserer Stadt, in unserem schönen Land! Der Beweis wird von allen, die sich als Lipper fühlen, in unLand beheimatet sind, unter allen Umständen angetreten! Lippe rettet sein Landestheater! „Viemand wird in kurzer Zeit an dieser unumstößlichen Tatsache rütteln können. Zahlreiche Bürger, die den Werbeabend des Theabesuchten, haben ihrem Versprechen die Tat folgen lassen und ihre Anmeldung als Dauermieter vollzogen. Alle beteiligten Stellen zweifeln nicht daran, daß jeder Lipper, der am vergangenen Mittwoch seine Zustimmung und Bereitwilligkeit erklärt hat eine Dauermiete zu erwerben, oder auf die Sondervorstellungen der Deutschen Bühne zu ahon ren, schon in den nächsten Tagen seine Anmeldung vollzieht. Alle diejenigen, Bozsc der# em vergessen sollten, werden den Besuch der Vertrauensleute der NSDAP. erhalten, die die Anmeldungen vollziehen und entgegennehmen. Auch die Mitglieder des „T#ters werden sich an dieser Aktion beteiLippe rettet sein Landestheater! „Vorstellungen heginnen. Stadt und Land sollen daran teilhaben. Eine Massenbewegung von nie geahnten Ausmaßen wird einsetzen, wenn es gilt, Lippe an die Spitze aller Theaterstädte zu bringen. Kein Lipper versäumt seine Pflicht! Lippe reitet sein Landestheater! * Jugendlicher Leichtsinn Gestern nachmittag ereignete sich in der Scesimintge de, ein unglucksfal, der leicht schlimme Folgen haben konnte. Ein junges Mädchen befand sich in einem Garten. Plötzlist fiel in der Nähe ein Schuß. Die Kugel aus einem Terzerol drang dem Mädchen in die niescheive. Wie sofort festgestellt wurde, hatten„Jungens leichtsinnigerweise mit der Waf,„antiert. Das verletzte Mädchen wurdSahrschte d Rugel sofort zum Arzt deutsche Handwerk im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit #er Vizepräside. der Reichsstandes des deutschen Handwerks, Karl Zelenn=Berlin nimmt in nachfolgendem Aufruf erneut Stellung zur Veranstaltung„Seger der Arbeitsbeschaffung im Kleinen. Gerade auf den Einzel.„komi, es an.(19. bis 21. 1b. 1933.) Schrlinz: Dandwerk. Meiste., Gesellen und . 10 einm 1g in der Woche vom 15. bis 21, 19 933 um die Gunst des deutschen Volkes wirbt, dann will es auch beweisen, daß es ein zusammengehöriger Stand ist und eine feste Säule im gritten. Reich lein will und sein kann Es wird in dieser Woche den Beweis erbringen, daß es dem Willen des Führers gemäß in Sestishen git seinen Geselen und Lehrlingen praktischen Nationalsozialismus vorzuleben. „In dn verflossenen Jahren hat das Handwerk, das muß anerkannt werden, mit in seigise Reihe kämpfend die nationallozialistische,„Revolution mit vorbereitet und seinen Klaften dazu beigetragen, daß Su., kare nationat und sozialistisch geführtes Deutschland Befriedigung aus Wirtschaftsnot Handwer“ selbrg. u bigaug sollte auch im pandwerk selbst der gesunde Boden für seine wirtschaftliche, kulturelle, soziale und ethische Funktion vorhereitet werden. Die Lebenskräfte ####ndwerts sind nun zum neuen Wirken entfacht und werden weiter wirken. denn es sichten F.=# sein„Doseinsberechtigung versichten. Zahei in es sich klar darüber, daß sein Ssleinaaben an geder Rechte noch Ansprüche B5t, londern, daß diese immer wieder aufs worben sein wollen ginne unseres Führers erau Fbumgeste:: em Politische(rorm von Grund auf umgestaltet wurde und mit der praktischen schaftsleben fortan unter die„Herrschaft einsachster, aber naturgegebener Regeln des Lebens und des Kampfens gestellt werden müsse. dae bandw„#woche will das Handwerk gen d#chen Volkt, gagen, daß es noch Lebensir9lt h.; es will für seine Arbeit, seine Betriebe, seinen Stand und seinen Beruf. für deutsches Wesen und deutsche Art und für wahren Sozialismus werben. „55„Orgazisatignen im Reichsstand des deutschen Handwerks, voran die HandwerksIunu#####mmegn, die Fachverbände und ihre ganze Kraft in den Dienst der Sache und werden in würdiger. aber eindringlia,„Form die gesunde Tradition des Handwerks, die nun neues Leben bekommen 4 frei letz n. Sie werden beweisen, daß jede Zelle des handwerklichen Organismus mit Blut und Leben erfunr in und in ihrer Verbindung mit dem Volksganzen dem deutschen stärkste„wirtschaftliche und ethische mägen im weitesten Umsang zu geben verEbenso aber wie das Handwerk in seiner Handwerkswoche sich in geschlossener Einmütige. in Denten und Fühlen dem deut„##. Polte,geig kann von der Gesamtheit ersampf des Lan: 981 sie n1, dieser Woche den Hand, errs um seine Existenz unterstützt und auch durch die kleinste Auftragserteilung dafür sorgt, daß der Wille des Führers wahr werde, die von Arbeitsnot beG###en und bedrangten Volksgenossen möglichst bald wieder in Brot und Arbeit zu bringen dem Bückeberge hier kurzen Ausenthalt nahm. In seiner Begleitung befanden sich u. a. der Gauführer des F. A. D Westfalen=Nord, Bezirkskommissar Zimmermann und der Leiter der Bezirksführerschule Staumühle, Gruppenführer on del. Staatssekretär Hierl sprach sich Sn#g selame Einrichtung des Lagers „Schwaghof" und auch insbesondere über die durch den Abteilungs=Führer, Feldmeister Bornemann, sehr lobend aus. Die letzten Militärkonzerle standen am von herrlichstem Herbstwetter begünstigten Sonntag noch einmal im Zeichen eines ausgezeichneten Einvernehmens zwischen den Ausführenden und dem Publikum. Obermusikmeister Mietusch hatte für d. Vortragsalge die bei den Hörern besonders beliedStücke herausgesucht und so blieb es nicht aus, oaß dem immer wieder gezollten Beifall durch, zahlreiche Zugaben entsprochen werden mußte. Ganz leicht wurde der Abschied daher nicht, und so ausdrucks= und gefühlvoll .# die zulet gesjelten Abschiedslieder ermaren de frählict:8 sie auch gemeint waren, der=fröhlichen Stimmung taten sie keinerlei Abbruch, denn Detmold liegt nun einmal nicht allzuweit von Bad Salzuflen epeid, daß Meister Mietusch mit gern nach hier kommt und daß man im Kuxparr ohne ihn schon garnicht mehr fertig werden kann. Lemgo Helft aus der Not, gebt Wärme und Brot! Wenn jeder gibt, wird jeder haben! macher=Gewerbe bestanden die Meisterprüfung: Herr Heinrich Beckmann, Barntrup; Steinbeim). Wede: Herr Heinrich Pon., „* der 86. Geburtstag des Reichspran.#esreurer im Plt,5 2, aber doch wirdger Bese ger feiert. Neben den öffentlichen Gebäuden Privathäuser zu Ehren des Feldmarschalls Flaggenschmuck angelegt. Das gewaltige Erntedankfest auf dem onnten nicht alle Detmolder veriärig.##even und auch nicht jeder nennt ein Hörgerät sein eigen. Darum waren an verschiedenen Stellen der Stadt am Sonntag Lautsprecher aufgestellt. So hatte auch vor der Geschäftsstelle der„LippiElektrofirma Karl Tiemann eine GroßLautspercheranlage aufgebaut, vor der Hun derte und Aberhunderte in den Nachmittagsstunden den Uebertragungen vom Bückeberg und besonders der Rede des Führers lauschten. So wurde auch den Volksgenossen, denen sich sonst keine Gelegenheit dazu bot auf diese Weise ein in etwa lebendiger Einruck von dem Ernte= und Bauerndank der deutschen Nation zuteil. * * L a n d e s t h e a t e r. A m M i t t w o c h, d e m 4. und Freitag, dem 6. Oktober Wiederholung des so überaus günstig aufgenom sienen Schauspiels„Schlageter". Karten zu den Vorstellungen sind in der Zeit von 10 bis 13.Uhr uno von 19 bl, 21 Uhr an der Theaterkasse zu haben. fGünstige Plätze für Dauermieter sind zu beiden Dauermietertagen noch zu haben. Anmeldungen werden täglich entgegengenommen. Sonntag, den 8. Oktober„Krach um Jolanthe“, ein tolles Lustspiel von August Hinrichs. Diese urkräftige, überaus witzige Bauernkomödie W####e der größten künstlerischen Erfolge * Wer ist der Eigentümer? In der vergangenen Woche erschien in einem Hause an der Lemgoer Straße ein Mann von mittelgroßer Figur und einem grauen Regenmantel unter dem Arm und bat den Hauswirt, ob er sein Fahrrad nicht unterstellen konne. Turauf verschwand der Unbekannte und hat sein Rad bis heute noch nicht wieder abgeholt, sodaß angenommen werden muß, daß das Rad aus einem Diebstahl herrrührt Das Rad wurde bei der staatlichen Kriminalpolizei in der alten Schule am Markt sichergestellt. Eigentumsansprüche können bei der genannten Behörde geltend gemacht werden.end bemacht * Grober Unfug. wurde in den Nachtstunden von bis jetzt unbekannten jungen Leuten verübt, die in der Hornschen Straße ein Freudenfeuer anzündeten. Anscheinend hatten die Burschen einen über den Durst getrunken und zündeten in diesem Zustand einen Berg Papier an. Zum Glück ist kein nennenswerter Schaden entstanden. Angg Der Erntetag im Schaufenster. be., Erntedankfestes haben viele Geschäfts, 1. Jusschmückung ihrer Schaufenster gedacht. Große Sträuße aus Aehren und ro tem Mohn zierten viele Fenster. Schötmar sonzesson nur noch für größere Veranstaltungen! Wie wir hören, hat der Stadtrat den Beschluß gefaßt, den Ausschank. von Getränken in der Turnhalle nur noch bei größegenehmigen. Dieser Beschluß ist herbeigeführt worden, damit die übrigen Säle der Stadt nicht immer leer stehen. Vereinsfeiern usw. können für die Folge daher nicht mehr in der Turnhalle veranstaltet werden. Bad Salzuflen „Sinsn aut gelungenen Propagandamarsch veranstaltete am Sonntag die Belegschaft des Acbeitedienstlagers„„Schwaghof“. Unter stramme“ Peite ,egerfahne zogen die strammen Arbeitsdienst=Freiwilligen, geführt von dem Abteilungsführer Feldmeister Diläinlin Z. 2 Li. Stues bewundernswerter Disziplin durch die Straßen der Stadt. Die Bürgerschaft, begrüßte immer wieder auf das lebhafteste die jungen Freiwilligen, die, ihre Schaufeln und Schüppen tragend, das hohe deutsche Arbeit sangen. Die exakte Marschweise sowie das disziplinierte Pöcheten der g# n Jungen auf dem Marsche, zeigte den Wert der bisher erzieren Erziehung der Jugend. Es wäre daher im Interesse der Heranbildung der heranwachsenden Jugend im nationalsozialistischen Sinne nur zu begrüßen, wenn solche Propagandamärsche wiederholt durchgeführt werden kannten. Mittags gegen 1 Uhr fand eine Besichtigung des Lagers durch den fur den Freiwilligen Arbeitsdienst. Oberst Hierl, statt, der auf der „Infolge eines Unglücksfalls entlud sich am Abend des 30. September auf der Mittelstraße, abends gegen 10 Uhr, die Pistole des SA.=Sturmführers Krumme aus der Breiten Straße, Krumme brachte sich dadurch einen Bauchschuß bei, der seine Ueberfühwach 1. da. Krankenhaus erforderlich machte. Er mußte sich einer sofortigen Opeartion unterziehen, da das Geschoß die B###wan., mehrsich zerrissen hatte. Das Befinden ist, den Umständen entsprechend zurzeit zufriedenstellend. 25jähriges Dienstjubiläum. Herr Buchhalter Hermann Hausmann war gestern 25 Jahre bei der Allgem. Gas=Aktien=Gesellchaft gehörigen Werken tätig. Die Angestellten und Arbeiter waren gestern früh zu einer kurzen schlichten Feier versammelt, bei de„en. Juljlar der Dank der Gesellschaft und des Werkes ausgesprochen wurde. Viele Glückwünsche gingen ein. Auch der Stahlhelm hatte seines Kameraden gedacht. Auch wir schließen uns den Gratulanten an. Horn Deutscher Abend. Der am Sonntag ausgefallene Deutsche Abend der Hitlerjugend Blomberg Wohlfahrtsbriefmarken der Deutschen Reichspost Süitig bis 30. Juni 1934 Preise, der landwirtschaftlichen Vrodukte. Die Angebote in landwirtschaftlichen Erzeugnissen ist zur Zeit dermaßen stark, daß teilweise sich der Absatz schwierig gestaltet. Erschwerend hierfür fällt ins Gewicht, daß die Transportkosten im lippischen Südosten ur die auswärtigen Händler vielfach sich zu hoch stellen. Es sind Fälle bekannt, wo Fallobst und Zwetschen infolge fehlenden Absatzes als Schweinefutter Verwendung finden. Reichlich ist das Angebot an den Markttagen. Es wurden gefordert: Weiß=, Rot= und Wirsingkohl 5—6 Pfg., Blumenkohl bis zu 45 Pfg., Kohlrabi 5 Pfg., ToZwiehel. 8. Pfg, Möhren 6 Pfg., Steckrüben 6 Pfg., Bohnen 10 bis 13 Pfg., Kartoffeln 3 Pfg., Ztr. 2.30 RM., Aepfel bis zu 15 Pfg., Birnen bis zu 18 Pfg Zwetschen 4 Pfg., Landbutter 1,35 RM Molkereibutter 1,55 RM., Eier 11 Pfg., Künftig das erste Geburtstagsgeschenk von der Sparkasse. Seitens der Städtischen Spar= und Leihekasse wird in Zukunft jedem neuen Erdenbürger ein Geburtstagsgeschenk in Höhe von 3 RM. sichergestellt. Der klingende Geburtstagsgruß wird allen denjenigen Neugeborenen gewährt, die innerhalb der Standesämter Blomberg, BlombergLand, Cappel, Wöbbel und Brakelsiek geboren werden, ohne Rücksicht, ob die Eltern des Kindes im Geschäftsverkehr mit der Sparkasse stehen oder nicht. Oerlinghausen Eine Ueberraschung erlebte ein hiesiger Gertenvesitzer, der in seinem Garten eine mit 20 Liter Karbolineum gefüllte Kanne vorfand. Dazu fand er einen Pinsel und einen Spaten. Die Sachen dürften vermurlich aus einem Diebstahl herrühren. Neue Meister. Vor der Prüfungskommission der Handwerkskammer im SchuhWohlsahriobriefmarken der Deutschen Reichspost 1933. Die am 1. November zur Ausgabe gelangenden Wohlfahrtsbriefmarken der Deutschen. Reichspost mit Darstellungen aus den Werken Richard Wagners werden wie in den früheren Jahren mit einem geringen Zuschlage verkauft, der bei den kleinen Werten n.r 2, 3 und 4 Rpf. beträgt. Die Wohlfahrtspostkarte zu 6 Rpf. mit dem Bildnis Wagners im Freimarkenstempel wird mit einem Zuschlage von 4 Rpf. verkauft. Der aus den Zuschlägen fließt der Deutschen Nothilfe zu und bildet einen Teil des m iH Pinterhilfs gertr. Auch Heftchen mit Marken zu 4, 6, 8 und 12 Rpf. zum Preise von 2 RM. wird die Deutsche Reichspost ausgeben. Der Vertrieb der Wohlfahrtsmarken dauert bis Ende Februar 1934, en Lüchiskeit der Wertzeichen endigt am 30. " Personalie. Herr Hillebrenner, der 13 Wochen die hiesige Arbeitsamtsnebenstelle leitete, ist am Sonnabend abberufen, um den Innendienst der Arbeitsamtsnebenstelle in Schötmar zu übernehmen. Sein Nachfolger ist Obertruppführer Hofmeister, Lemgo, vom Arbeitsamt Detmold. Versinsolonder —Vereinskalender t. Unsere Mitglieder beute 20 30 u5: ume c. Hauptversammlung heute 20.30 Uhr im„Lippischen Hof“ „##igin Luise. Mittwoch, 4. 10., Gesellschaftshaus, 8.15 Uhr, Pflichtabend. Hindengurgseie., erntedagkfest. Vortrag:„Altes sommen Jauerntew::— Gäste sehr will. Ortegrugge Detmold des Reichoverbandes der nd en. Versammlung am Donnerstag, 5. Oktober, nachm. 3.30 Uhr. im Hotel Kaiserhof. U. a. Bericht über die lgung des Provinzialverbandes am 9. Neuigkeiten aus den Aemtern Motorrad gegen Auto Ein folgenschwerer Verkehrsunfall ereignete sich am Montag vormittag in Varenholz, wo aus bis jetzt ungeklärter Ursache ein Motorradfahrer mit einem Personenkraftwagen zusammenstieß. Bei dem Zusammenprall wurden beide Fahrzeuge erhed lich demoliert und der Motorradfohrer erlirt so schwere Verletzungen, daß er sofort in das Krankenhaus nach Rinteln geschafft werden mußte. * ef. Hiddesen. Aus dem Krieger= und Landwehrverein. Am letzten Sonnabend fand im Hotel„Teutoburger Wald(Schuckenböhmer) eine Versammlung des Krieger= und Landwehrvereins statt, in der eine außerordentlich reichhaltige Tagesordnung erledigt wurde. In feierlicher Weise wurden die vom bisherigen Kameradschaftlichen Verein übergetretenen Mitglieder in den Kyffhäuserbund aufgenommen und dur 00 verpflichtet. itglieder in die Ziele en Propaganda eingeersammlung war eine Reichspräsidenten von weck war im Ver genschmuck ange Sodann wurden die der bevölkerungs weiht. Der 2. Teil der Geburtstagsfeier des Hindenburg, Zu diesem Zwe sammlungsraum reicher Fla bracht. In längeren Ausfül der Vorsitzende ein Lebensbild des greisen Ge burtstagskindes. In das dreifache Hurra stimm ten alle Mitglieder begeistert ein f. Hiddesen. Bestandene Prüfung. Vor dem Prüfungsausschuß bestand der Malerlehrling Fritz Günther, der bei seinem Vater, dem Malermeister Fritz Günther in der Lehre stand, seine Gesellenprüfung mit dem Prädikat 1“ p. Heiligenkirchen. Der vergangene Sonntag stand ganz im Zeichen des Erntedankes und des Winterhilfswerkes. Unser Gotteshaus war bis auf den letzten Platz gefüllt und alle folgten der tiessinnigen Dorfpredigt des Herrn Pastor Voget in andächtiger Teilnahme. O, daß ich Tauseno Zungen hätte..., so klang es aus vielen Kinderkehlen, die auf dem Chore der Kirche unter Leitung des Herrn Lehrer Wendt die Feier verschönten. Am Nachmittag begann dann die Sammeltätigkeit für die Winterhilfe. Manches Scherflein wurde zusammen. getragen und ergab den ansehnlichen Betrag von 114 Mark. Allen, die sich für das Einsammeln zur Verfügung gestellt haben, auch an dieser Stelle aufrichtiger Dank. p. Heiligenkirchen. Aus dem Kriegerverein. Die winterlichen Vereinsabende nehmen am kommenden Sonnabend abend 8 Uhr im„Falkenberger Hof“ ihren Anfang. Im Anschluß an die Ehrung unseres allverehrten Reichspräsidenten wird Kamerad Mark über die Entstehung und Bedeutung der Ostmark sprechen. p. Berlebeck. Silberhochzeit. Das schöne Fest der silbernen Hochzeit feiert heute der frühere Straßenbahnführer Fritz Tappe und Frau, Auguste geb. Rolf. Dem allseits bekannten Ehepaar die herzlichsten Glück= und Segenswünsche. p. Berlebeck. Zu Grabe getragen. Sonntag wurde unter großer Beteiligung der Gemeinde der so plötzlich aus dem Leben geschiedene frühere Besitzer und spätere Pächter der Gastwirtschaft„Teutoburger Wald“, Herr Gastwirt Budde zu Grabe getragen. Der Kriegerverein gab ihrem treuen Kameraden das letzte Geleit. elz= Bad Meinberg. Schluß der Konzertsaison. Mit dem 1. Oktober beginnen die letzten Wochen der um die Monatsmitte schließenden 33er Badesaison. Das staatliche Kurhaus„Zum Stern“ und das Parkkaffee haben am Sonntag abend die Pforten geschlossen, und am Sonntag fanden die„Abschiedskonzerte des Trios Abel, Kestingschäfer und Kottmeier statt. Am Nachmittag gestattete das sonnige, warme Nachsommerwetter den Kurgästen und Ausflüglern noch den Aufenthalt im Freien und es genossen noch viele Gäste den schönen 1. Oktobertag und ihren Sonntagsnachmittagskaffee vor dem Parkkaffee, und hörten aus den geöffneten Fenstern der Wandelhalle die Musik herübertönen. Am Abend fanden sich Kurgäste und Einwohner zum Abschied von der Musik ein und die Herren Abel(Geige) und Kottmeier(Cello) erfreuten mit Solovorträgen. Es gab Blumer. und Beifall in Menge. ##ca Klüt. Konzert und Theateravend des Gesangvereins Germania Klüt. Am Sonntag abend fand die Veranstaltung im Saale des Jägerkruges statt. Unter der Stabführung des Dirigenten Direktor MüllerDaube=Detmold sang die Germania einige Jäger=, Heimat= und Vaterlandslieder, die gen Tage ist die neue ld nach Klüt(Ziegelei) freigegeben. Auch das vielen Anklang fanden. Ein Einakter sorgte für die Lachmuskeln der Zuschauer. Ein gemütliches Tanzkränzchen, welches die Sänger mit ihren Gästen recht lange in fröhlicher Stimmung beisammen hielt, bildete den Abschluß dieser Veranstaltung. #ca= Klüt. Straßensperre ausgehoben. Mit dem heutigen Tage ist die Klinkerstraße von Detmo für den Verkehr wieder Postauto verkehrt wieder über Klüt. * Ehrsen. 25 Jahre Milchfahrer! Herr Fr. Langejürgen konnte am Sonntag auf eine 25jährige ununterbrochene Tätigkeit als Milchfahrer auf dem Nackeschen Gutshofe zurückblicken. Zu diesem Jubiläum auch unsererseits herzliche Glückwünsche! * K n e t t e r h e i d e. Z w e i U n g l ü c k s f ä l l e. Die Straßenkreuzung der Adolf Hitler= und Bollenstraße war in den letzten Tagen der Schauplatz zweier Unglücksfälle. In dem einen Fall erlitt der 4jährige Junge des Herrn S. nicht unbedeutende Verletzungen am Bein. Im anderen Falle lief ein vierjähriges Kind der Familie V. vor ein Motorrad und erlitt erhebliche Verletzungen am Kopf und am Bein. etr. Bögerhos. Forellendiebe an der Arbeit. In der Nacht zum Sonntag stahlen bis jetzt unbekannte Diebe aus den Forellenteichen des Bögerhofes mehrere Forellen und zwar deutsche Bachsorellen mit roten Punkten und amerikanische Regenbogenforellen im Gewicht von ¼ bis ¼ Pfd. Man ist den Tätern bereits auf der Spur. etr= Hagen b. Lage. Seinem Leben freiwillig ein Ende gemacht hat der 65 Jahre alte Ziegler Friedrich D., der nach einem voraufgegangenen Familienstreit auf den Boden ging und seinem Leben durch Er hängen ein Ende machte. Die verfluchte„Schwoba“. Nachstehendes Geschichtchen, das von der „Politika“ berichtet wird, legt Zeugnis für die unbegrenzte Hochachtung ab, die der einfache Serbe vor den Deutschen, ihren Leistungen und Fähigkeiten hat. Sehr Gegensatz zu den intellektuellen Kreisen, die doktrinär teils französischen, teils marxistischen Schlagworten huldigen und kaum ern gutes Wort für uns finden, glaubt der Bauer daß dem„Schwoba“ einfach alles möglich ist. Wurde da kürzlich eine kleine Stadt im Innern Serbiens an das internationale Telephonnetz angeschlossen. Um festzustellen, wie die Verbindung arbeite, wurde ein Ferngespräch mit Berlin eingeleitet. In Berlin saß an dem einen Ende des Drahtes ein Beamter der Telephonzentrale und im tiefsten Serbien saß am anderen Ende der Kreisvorsteher. Er war nämlich„Sachverständiger“ für die deutsche Sprache in dieser Gegend. Trotzdem konnte sein Deutsch in Berlin nicht verstanden werden und die Zentrale verband ihn daher mit einer anderen Berliner Stelle, von der aus dem Kreisvorsteher plötzlich im reinsten Serbisch gewählte Worte der Zufriedenheit über das tadellose Gespräch ins Ohr klangen. Der Kreisvorsteher war natürlich der Meinung, mit der südslawischen Gesandtschaft verbunden zu sein und war maßlos erstaunt, als er hörte, daß er mit dem Reichsaußenministerium spräche. Und zwar mit dem Direktor der südslawischen Abteilung des Auswärtigen Amts, Gesandtschaftsrat Busse. Als der Kreisvorsteher nach längerem Ge plauder endlich den Hörer hinlegte, verharrte er in tiefem Schweigen. Irgend etwas schien ihm an der Angelegenheit rätselhaft zu sein und mußte jetzt durch scharfes und logisches Denken geklärt werden. Plötzlich schnellte er empor, denn er hatte die Lösung dieses schier unheimlichen Falles gefunden:„Diese verfluchten Schwobas“, schrie er,„können einfach alles! Kaum haben sie die telephonische Verbindung mit uns hergestellt, als sie auch daran gingen, unsere Sprache zu lernen. Und— Himmeldonnerwetter— kaum stecken sie die Nase ins Buch, da können sie — ein— zwei— perfekt Serbisch.“ Wenn die„Politika“ nicht selbst die Geschichte berichten würde, könnte sie behaupten. das Histörchen sei von einer geschickten deutschen Propagandastelle erfunden werden. 2ca= Billerbeck. Die Stare kamen nicht! Sehr enttäuscht wurden am Sonntag, den 1. Oktober, die vielen Besucher des Norderteiches, um die Stare bei ihren herbstlichen Flugübungen bewundern wollten. Denn die Meister Stare erschienen einfach nicht. Ein Witzbold meinte, sie wären sicher nach der großen Kundgebung zum Bückeberg abgerückt, um dort ihre Künste zu zeigen. Vermutlich hält die sommerliche Witterung die Stare noch von ihren Flugübungen am Norderteich zurück. * Brokhausen. Hohes Alter. Am heutigen Dienstag feiert der Landwirt Friedrich Kampmeier von hier seinen 70. Geburtstag. Der betagte Jubilar steht auch heute noch mitten im schaffenden Leben und ist unermüdlich, wenn es gilt, das Wohl der jahrhunderte alten väterlichen Scholle zu fördern. Er war auch zur Stelle, wenn es galt, der Gemeinde Dienste zu erweisen. Jahrzehntelang hatte er wichtige Ehrenämter inne, er war Mitglied des Gemeindeparlaments und des Schulausschusses, und erfreut sich allgemeiner Beliebtheit und Wertschätzung. So nehmen wir gern Anlaß, dem alten Herrn, der treuer Leser unserer Zeitung seit ihrer Gründung ist, herzliche Glückwünsche zu übermitteln, und wünschen ihm gleichzeitig noch viele frohe Jahre im Kreise seiner Angehörigen. Tödlicher Unglücksfall Gestern durcheilte Hohenhausen Trauerkunde, daß der Schornsteinsegergehilfe Karl Grevel bei einem Motorradunfall tödlich verunglückt sei. Grevel soll in voller Jahrt zum Sturz gekommen sein und ist dann an den Folgen dieses Sturzes kurz nach seiner Einlieferung in das Krankenhaus gestorben.— Grevel wr bis vor kurzer Zeit bei einem Schornsteinfegermeister in Hohenhausen beschäftigt. Er war Vorkämpfer der NSDAP. und alter SA.-Mann. Zuletzt war er im Kreise Osnabrück Sturmführer der SA., wo er auch beschäftigt war. mö= Hohenhausen. Freiwillig gestellt. Wir berichteten von der Flucht des im hiesigen Untersuchungsgefängnis inhaftierten Seemanns K. aus Talle, der wegen Diebstahls verhaftet war. K. hat es nun vorgezogen, sich selbst wieder zu stellen, nachdem er Wind bekommen hatte, daß ihm die Polizei auf den Fersen war. emö Talle. Einen schweren Verlust erlitt der Landwirt Wilhelm Hupe. Am Sonntag morgen mußte er nach dem Weiden auf jungen Klee eine seiner besten Milchkühe notschlachten. Es ist dies das zweite Mal, daß Hupe in kurzer Zeit zwei Kühe notschlachten mußte. Ein Unglück kommt selten allein! Denkt deutsch Kauft deutsch 9 9 Die Brüder vom blauen Mond“ (Die Achillesdose) Roman von Franz Karl Wagner. Copyright by Langen=Müller, München (2. Fortsetzung.) Der General lachte laut auf. „Ich wollte Sie nicht beleidigen, wollte nur wissen, wie weit sich der ehemalige Major Porten in der Gewalt hat.“ „Sie kennen mich, Hoheit?“ stammelte der mit Major Angesprochene fassungslos Mein Gedächtnis läßt mich selten im Stich. Ich habe Sie gleich erkannt, als ich hierher kam. Aber wozu diese Komödie vor mir...? Sie kämpfen doch ebenfalls für meine Sache? „Gewiß, Hoheit!" Der General fuhr sich mit der Hand über die Stirne und sann vor sich hin.„Ich habe einen anderen Major Porten in Erinnerung, einen feschen, blonden Reiteroffizier, mit einem frechen, kleinen Schnurrbart. Heute sind Sie glattrasiert, schwarz und verdrossen... Nicht einmal Ihr Regimentskommandant würde Sie wiedererkennen. Nun... sind Sie es: „Jawohl, Hoheit.“ Der General blickte Porten schweigend ein paar Sekunden en, dann sagte er mit Betonung: „Und jetzt tragen Sie den„Blauen Mond“?“ „Ja... doch es wäre mir lieber gewesen, Sie hätten mich aicht erkannt, Hoheit.“ „Haben Sie Schwierigkeiten, wenn Echagüe erfährt, daß ich weiß, wer Sie sind?“ „Ortiz ist unberechenbar“, war zögernd die Antwort. „Also dann werde ich schweigen“, sagte der General freundlich und streckte dem Major die Hand entgegen. „Ich danke Ihnen, Hohelt!“ Mit diesen Worten verließ Porten rasch und sichtlich niedergeschlagen das Zimmer. Der Major schritt einen Gang entlang. auf den verschiedene Türen mündeten. Hier befand sich noch eine Reihe von Räumen, die aber in unbewohnbarem Zustand waren. Am Ende des Ganges lag sein Zimmer, das ebenfalls für den kurzen Aufenthalt nur notdürftig hergerichtet worden war Porten wußte, daß Echagüe noch vor seinem Besuch bei dem General mit ihm sprechen wollte, aber er ließ sich aus einem bestimmten Grunde Zeit, dem Spanier Bericht zu erstatten. Er betrat sein Zimmer und drehte das elektrische Licht an. Nur einen Augenblick dauerte es, bis er sich gefaßt hatte Sie warteten hier alle auf ihn... Echagüe, der ihn mit ruhiger, kühler Verächtlichkeit maß, die Rechte nachlässig in der Hosentasche. Cäsar Monti der ihn neugierig anstarrte, ein zynisches Lächeln auf den Lippen. William Noef, mit einem Blick, der deutlich Feindschaft und Haß verriet, und Markus Franckenstein, der kleine Bankier, der sich in die letzte Ecke des Zimmers zurückgezogen hatte. Auch Philippa Monti war zugegen, Cäsars schöne Schwester. Sie wandte sich ab, als Porten sie überrascht ansah. Neben ihr stand Bill Smal, der Chauffeur. „Was wollt ihr von mir?“ fragte Porten und senkte seine rechte Hand.„ „Laß die Scherze,“ warnte ihn William Roef.„Wir sind fünf gegen einen, du hättest keine Chancen. Leg den Revolver weg und laß uns die Angelegenheit in Ruhe besprechen.“ „Das sieht verdammt feindselig aus, gab Porten zur Antwort, und reichte Noef seine Waffe.„Ihr seid mir eine Erklärung schuldig!". Echagüe trat auf den Major zu:„Warum hast du dem Prinzen deinen Namen gesagt?“ „Er hat mich erkannt,“ verteidigte sich der Major. Natürlich ahnte er sofort, daß man sein Gespräch mit dem General belauscht hatte. Wahrscheinlich hatten sie irgendwo in dem Bibliothekzimmer ein Mikrophon eingebaut, mit dem sie Wort, das gesprochen wurde, gehört hatten. Echagüe schien seine Gedanken zu erraten und deutete auf Noef:„William war schon von jeher ein guter Elektriker! Ihr seid Idioten,“ antwortete Porten erregt.„Habt ihr mich vielleicht im Verdacht, daß ich meine eigenen Wege gehen will?“ Das würde deiner Gesundheit wenig zuträglich sein," bemerkte Franckenstein.„Du bist ein Dreckkerl...! Glaubst du. ich will meine Millionen wegen dir aufs Spiel setzen?“ Franckenstein war nicht darauf gefaßt, daß Porten sich für diese Worte sofort revanchieren würde. Der Major machte einen einzigen Sprung, packte den Bankier am Rock, hielt ihn fest und versetzte ihm mit der flachen Hand ein paar Hiebe ins Gesicht. „Das ist für den Dreckkerl, und ob es deine Millionen sind. das erzähl“ einem anderen!“ „Er bringt mich um... helft mir... brüllte der Bankier. Aber niemand von den Anwesenden kam Hilfe. Nur Bill sagte besänftigend:„Laß ihn doch!“ Der Major gab seinem Gegner einen Stoß, und dieser zog sich knurrend wie ein verprügelter Hund in die Ecke zurück. Philippa Monti sandte ihm einen schadenfrohen Blick zu. „Also bringt eure Anklage vor... aber Franckenstein soll still sein.“ „Charles.“ sagte Echagüe sehr ruhig,„wir haben dich vor einem Jahr von einer Brücke weggeholt, als du ins Wasser springen wolltest. Uebrigens keine sehr vornehme Todesart für einen ehemaligen Offizier. Damals warst du am Hund, und wir haben wieder einen Menschen aus dir gemacht. Als wir dich dann fragten, ob dur dich uns onschließen wolltest, warst du einverstanden. Ich nehme an, du gibst zu daß wir dich in keiner Weise gezwungen haben.“ „Gewiß, es war mein freier Wille“, bestätigte Porten. So bist du zu den„Brüdern vom Blauen Mond“ gekommen und du hast gewiß keine Ursache gehabt, es zu bereuen. Wir haben weder von dir verlangt, du sollst betrügen, stehlen oder töten, im Gegenteil, die Sache, für die wir kämpfen, gilt einem edlen Ziel. Gerade du als Offizier warst immer mit Begeisterung dabei. In letzter Zeit aber scheint dies anders zu sein. Habe ich recht...?“ Es entstand eine Pause, und fünf Augenpaare richteten sich vorwurfsvoll auf Porten. „Ja, es ist so, wie Ortiz sagt,“ bestätigte Bill Smal.„Auch mir ist es aufgefallen, Charles, du bist in letzter Zeit nicht mehr ganz ehrlich gegen uns“ „Wir sollten es einfach dem„Großen Chef“ melden", rief Noef.„Der würde schon wissen, was mit dir anzufangen ist.“ Aus dem Munde Philippas klang ein leiser Aufschrei: „Porten ist gewiß kein Verräter!“ warf sie ein. Dann wandte sie sich an den Major:„Sag es ihnen doch selbst, Charles...!“ „Ich habe meinen Eid bis heute nicht gebrochen,“ sagte der Major fest.„Niemand von euch kann mir eine Unverläßlichkeit beweisen!“ „Gut,“ gab Echagüe zur Antwort.„Wir wollen es diesmal bei einer Warnung belassen. Aber hüte dich, du weißt, was dein Schicksal ist, wenn du gegen uns bist. Gib ihm den Revolver zurück, William!“ „Ich bin überzeugt, daß ich verschwinden würde wie die anderen, wenn ich den Versuch mache, euch zu verraten,“ entgegnete Porten scharf. Echagüe fuhr auf. „Beschuldigst du den„Großen Chef“ des Mordes an seinen eigenen Leuten?“ Er ist doch ein Spitzel!" rief Franckenstein dazwischen. „Aber ihr seid alle blind...!“ Cäsar Monti legte dem Major schwer die Hand auf die Schulter:„ „Erkläre, was du damit sagen willst,“ forderte er Porten in drohendem Ton auf. (Fortsetzung folgt.) Der deutsche Erntedanktag im Bilde Ehrenurkunde zum deutschen Erntedanktag Hitler=Jugend unter dem Erntekranz Einzug der Reichswehr in das festlich geschmückte Hameln ArSehuser Sa osge Mam S Vasrepfad untrr tanen Vrrombrah S##oten u Se##eln Gahth ahch### Shrsthn S#Ehirhat btchenben die den als Gast nach Berlin geladenen Bauernvertetern sowie den bäuerlichen Gastgebern der 1000 erwerbslosen Berliner überreicht wurde. Der Rattenfänger von Hameln beim Erntedanksest Ein riesiger Erntekranz vor dem Bahnhof Hameln Empfang der Bauernverireter in der Reichshauptstadt Reichsminister Dr. Goebbels mit dem Bauernführer Darré(links neben ihm) und Staatsrat Goerlitzer(rechts neben ihm) beim Empfang der Bauernvertreter auf dem Berliner Flugplatz Tempelhofer Feld. Links sieht man oldenburgische Bauern in ihrer kleidsamen Heimattracht. ** Bella Kein Am berd ve ler, zu RassePrinzes schlag Reichsl an die Projekt bekannt roohner Lippe, fremd keiten b hat. Es i in dem zessin 2 tretbar kann ni umschrä die das gerähr! bungslo legung ordnet, Schauade daß die Boden nis ein führer zessine im Rah sind. Anläß Reichsba Fahrpre Teilnehn eilnehn zur Ann der Zug Fahrtzie In An werden nächsten legenheit Die F an den Die F den Teil (d. h. v stationen steller vo eholt u ierüber Danack für Lipp sonderzug Anmel gruppenl Telegrap Lelegrap Lemgo: amt; Ba meier: 1 Man die Erös ein volle war, so weniger großen&E zu dem waren. 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Schwierigkeiten bei der Hissung der Fahne gemacht hat. Es ist fernerhin festzustellen, so heißt es in dem Schreiben wörtlich, daß die Prinzessin Bedingungen, die in keiner Weise vertretbar sind, gestellt hat. Die Schutzstaffel kann nur dort Schulen einrichten, wo sie unumschränkt Herrin ist. Die Art und Weise, die das Verhalten der Prinzessin nun zeigt, gewährleistet nicht einen anzustrebenden reibungslosen Betrieb. Nach reiflicher Ueberlegung hat der Reichsführer der SS. angeordnet, daß die Angelegenheit der Burg Schwalenberg nicht weiter verfolgt wird und daß die geplante Schule auf einen anderen Boden gelegt werden soll. Ohne Anerkenntnis einer Rechtsgrundlage hat der Reichsführer der SS. angeordnet, daß der Prinzessin etwa entstandene tatsächliche Schäden im Rahmen des Vertreibaren zu vergüten sind. Gaubeamtentagung am 14.15. Oktober 1933. in Münster i. W. Anläßlich des Gaubeamtentages gewährt die Reichsbahndirektion Münster eine 75prozentige Fahrpreisermäßigung, wenn mindestens 1000 Teilnehmer für einen Verwaltungssonderzug zur Anmeldung gelangen. Es ist möglich, daß der Zug auch von sonstigen Reisenden, deren Fahrkziel Münster i. W. ist, benutzt wird. In Anschluß an die bisherigen Pressenotizen werden alle Beamten gebeten, innerhalb ihrer nächsten Umgebung auf die äußerst billige Gelegenheit aufmerksam zu machen. Die Fahrkarten an diese Fahrgäste werden an den Schaltern freihändig verkauft. Die Fahrkarten für die nach hier zu meldenden Teilnehmer dagegen werden von hier aus (d. h. von der RBD. Münster) den Abfahrt= stationen zugestellt und müssen seitens der Besteller von dieser Abfahrtstation im ganzen abgeholt und bezahlt werden. Benachrichtigung hierüber folgt noch. Danach erscheint es möglich, für den 15. Okt. für Lippe und Umgebung einen Verwaltungssonderzug zum Einsatz zu bringen. Anmeldungen sind, sofort bei den Ortsgruppenleitern der NSBA. in Detmold: Pg. Telegraphenoberinspektor Kotzenberg, Postamt; Lemgo: Pg. Obersteuersekretär Sieker, Finanzamt; Bad Salzuflen: Pg. Stadtsekretär Beckmeier; Lage: Pg. Stadtkassenrendant Bente; Personalveränderungen in Lippe Der Amtsgerichtsrat Theopold in Lemgo ist auf Grund des§ 4 des Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums zum 1. Okt. d. J. aus dem Staatsdienste entlassen. Der Schulrat Geise in Lage ist auf Grund des§ 6 des genannten Gesetzes in den Ruhestand versetzt. Des weiteren sind infolge Erreichung der Altersgrenze bezw. zur Vereinfachung der Verwaltung in den Ruhestand getreten: 1. Rechnungsrat Regierungsamtmann Lahmann, Detmold 2. Landesgartendirektor Strate in Detmold 3. Kreisobersekretär Hinder in Detmold 4. Kreisobersekretär Gebhard in Detmold 5. Oberwegemeister Wind in Lemgo 6. Strafanstaltsoherwachtmeister Hummel in Lemgo 7. Lehrer Adamus in Lemgo 8. Lehrerin Fräulein Margarete Schoß in Detmold 9. Die Regierungsinspektoren Hellemann und Kuhlemann in Detmold sind zur Vereinfachung der Landesverwaltung in den Dienst des Kreises Lemgo überführt. Hellemann ist für die Stelle des Amtmannes in Schötmar vorgesehen. Im Interesse des Dienstes sind folgende Versetzungen vorgenommen: 1. der Rechnungsrevisor Bruns in Detmold ist als Kasseninspektor an die Landkasse versetzt; 2. dem Kreissekretär Rabe in Brake ist die bisher von dem Regierungsinspektor Brand versehene Stelle bei der Personalabteilung übertragen; 3. der Regierungsinspektor Brand wird an anderer Stelle der Landesregierung verwandt; 4. der Regierungssekretär Ehlert erhält die bisher von dem Regierungsamtmann Lahmann versehene Stelle; 5. der Regierungssekretär Sundergeld übernimmt die bisher von dem Regierungssekretär Ehlert verwaltete Stelle bei der Schulabteilung; 6. dem Amts Dr. Corvey in Bad tsgerichtsrat Salzuflen ist die durch die Entlassung des Amtsgerichtsrats Theopold freigewordene Richterstelle beim Amtsgericht in Lemgo übertragen; 7. der Staatsanwaltschaftsrat Schlingmann in Detmold ist zum Amtsgerichtsrat in Oerlinghausen ernannt; 8. Lehrerin Fräulein Margarete Schoos in Detlinghausen ist an das Amtsgericht in Bad Salzuflen versetzt; 9. der Gerichtsassessor. Hagemeister ist der Staatsanwaltschaft in Detmold zugeteilt: 10. der Gendarmeriemeister Reich in Silixen ist auf seinen Wunsch aus dem Gendarmeriedienst ausgeschieden und zur Staatlichen Schutzmannschaft in Detmold übergetreten; 11. dem Gendarmerieoberwachtmeister Hesse in Detmold ist die Gendarmeriestation in Silixen übertragen; 12. der Gendarmeriemeister Koch in Langenholzhausen ist zur Verwendung im Kriminaldienst an die Gendarmeriestation in Detmold versetzt; 13. der bisher beim Kreise Detmold beschäftigte Polizeimeister Wilkenloh in Detmold ist als Gendarmeriemeister in den Staatsdienst übernommen. Ihm ist die Gendarmeriestation in Langenholzhausen übertragen. 14. der im einstweiligen Ruhestand befindliche Polizeimeister Brinkmann in Detmold ist zur Wiederverwendung im Polizeidienst in den Dienst des Kreises Detmold übergetreten. Mit der Führung der Geschäfte des Direktors an den drei höheren staatlichen Schulen sind beauftragt: 1. Studienrat Betz in Lemgo an der Aufbauschule in Detmold; 2. Studienrat Schulte in Detmold am Gymnasium in Detmold; 3. Studienrat Hobinder aus Mörs a. Rhein am Gymnasium in Lemgo. Horn: Pg. Sparkassenvorsteher Köller oder Pg. Ortsgruppenleiter Jürgens; Blomberg: Pg. Amtsobergehilfe Brand, abzugeben. Umgehende Weiterleitung der Anmeldungen an die NS.=Beamtenabteilung Detmold ist erforderlich. Letzter Termin: 4. 10. 1933. Weitere Mitteilung erfolgt durch die Presse, Heil Hitler! Ehlert. Deutscher Baumeister Bei der Eingliederung in den nationalistischen Wirtschaftsaufbau, Arbeitsfront, ständischer Aufbau, Berufsgemeinschaft versuchen immer und immer wieder Architektenverbände das Aufgabengebiet des Baumeisters zu verwässern und der Oeffentlichkeit Darstellungen zu geben, die mit den Tatsachen durchaus nicht überein stimmen. Hierzu teilt der Reichsverband Deutscher Baumeister, Geschäftsstelle Berlin W. 9, Schellingstr. 6 folgendes mit: In Anerkennung der Wichtigkeit und der Bedeutung des Baumeisters für die Bauwirt= schaft und damit für das gesamte Deutsche Wirtschaftsleben hat die Reichsregierung durch Verordnung vom 1. 4. 1931 die Berufsbezeichnung damit die Es steht olventen der Hochschule nach zweijähriger Praxis und dem Absolventen der anerkannten Höheren Fachschule für das Bauwesen nach fünfjähriger Praxis und Ablegung einer besonderen Baumeisterprüfung das Recht zur Führung der Berufsbezeichnung„Baumeister“ zu. Die Aufgabengebiete sind durch die Prüfungsordnung fest umrissen: 1. Der planende Baumeister(Architekt und Bauingenieur), 2. Der Baumeister als Unternehmer, 3. Der Baumeister als technischer Beamter oder Angestellter. Niemals ist dem Handwerk die Berufsbezeichnung„Baumeister“ gegeben, sondern unterscheidet man hier nach wie vor Bauunternehmer, Maurer= und Zimmermeister. Der Reichsverband Deutscher Baumeister (R. D. B.) fordert in der nationalsozialistischen Wirtschaftsgestaltung eine Aufteilung der verschiedenen Aufgabengebiete. Er unterscheider. den Baumeister als Architekt, den Baumeister als Ausführenden, den Baumeister als Beamten oder Angestellten. Der Baumeister als Architekt erhält das alleinige Recht der Planung und der Einreichung von Baupolizei=Zeichnungen.(Damit ist sogenannten Architekten, Unternehmern, Beamten und Angestellten die Einreichung von Baupolizei=Zeichnungen untersagt). Das Aufgabengebiet des planenden Baumeisters ist Neubauten der öffentlichen Hand zu erweitern. Dem Baumeister als Unternehmer sind auf Der„Alobische Kurter stem sein Erscheinen em Der„Lippische Kurier“ hat sein Erscheinen mit dem 30. September eingestellt. Die Verhältnisse haben den Verleger zu dieser Maßnahme gezwungen. Grund seiner vorzüglichen technischen Vorbildung nur allein die Arbeiten der öffentlichen Hand zu übertragen und hat nur der Baumeister das Recht. Baubetriebe verschiedener Art(Mauerer=, Zimmerei= und Bautischlereibetriebe) in einer Hand zu vereinen. Das Recht der Planung soll ihm nicht genommen werden, doch kann die Einreichung von Baupolizei=Zeichnungen nur durch den planenden Baumeister erfolgen. Inwieweit diese Maßnahmen auf kleinere und kleinste Bauvorhaben wirtschaftlich durchführbar sind, muß späterer Regelung vorbehalten bleiben. Dem beamteten Baumeister sind entsprechend seiner Verantwortung auch größere Rechte im Verwaltungsdienst einzuraumen. Der deutsche Baumeister ist und bleibt, ob als Beamter oder führender Angestellter, als planender Baumeister oder als Baumeister mit der Ausführung betraut, der geistige Träger der Deutschen Bauwirtschaft. Spende für die Winterhülfe Grotzeinkaufsgesellschaft deutscher Konsumvereine spendet ¼ Million zur Winterhilfe und 1½ Million für Instandsetzungsarbeiten dem deutschen Handwerk. Die Konsumentenkammer Hamburg, eine Einrichtung der Hamburger Verbrauchergenossenschaften und der Großeinkaufsgesellschaft deutscher Konsumvereine, Hamburg, jetzt Reichsbund der deutschen Verbrauchergenossenschaften Hamburg, hat ihr Vermögen in Höhe von rund 250000 R.4 dem Winterhilfswerk zur Verfügung gestellt. Außerdem werden im laufe der nächsten Monate von obengenannten Unternehmen 1½ Millionen Reichsmark für Instandsetzungsarbeiten dem deutschen Handwerk zufließen. Gleichzeitig teilt der Reichsbund der deutschen Verbraucher Genossenschaften folgendes mit: Betr. Verpachtung der Verteilungsstellen. Zu dem von dem Führer der Deutschen Arbeitsfront, Dr. Ley, veröffentlichten Plan teilen wir mit, daß der Plan zunächst bei einer Verbrauchergenossenschaft versuchsweise zur Durchführung gelangen soll. Inwieweit dann der Plan tatsächlich verwirklicht wird, hängt von Ausfall dieses Versuches ab. Vorerst ändert sich also in der Geschäftsführung und Organisation nichts, und wir bitten, in diesem Sinne bei allen Mitgliedern von Mund zu Mund aufklärend zu wirken und dieselben zu ermuntern, ihrem Verein die Treue zu halten, denn auch der Plan Dr. Leys sieht ausdrücklich vor, daß die Rechte der Mitglieder in keiner Weise beeinträchtigt werden sollen. Alle Maßnahmen der Regierung und besonders des Führers der Deutschen Arbeitsfront gehen nur darauf hinaus, den Arbeiter in seinen Verbrauchergenossenschaften und deren Produktivbetrieben das zu erhalten und zu sichern, was er sich geschaffen hat. Dieckmann Beauftragter für das Lipp. Konsumwesen. Deutsches Geld in deutsche Hand So rettet ihr den Mittelstand! Lippisches Landestheater Schlageter Man hätte eigentlich erwarten dürfen, daß die Eröffnungsvorstellung des Landestheaters ein volles Haus gehabt hätte. Wenn es nicht so war, so dürfte es seinen Grund hoffentlich weniger in mangelndem Interesse als in dem großen Erntedankfest auf dem Bückeberg haben, zu dem viele Detmolder und Lipper gefahren waren. Der etwas dünne Besuch war aber auch der einzige Schönheitsfehler im äußeren Rahmen der Eröffnungsvorstellung, die eine gute künstlerische Leistung war und das Drama „Schlageter“ von Hanns Johst zu überwältigender und ergreifender Wirkung hob. Ganz Deutschland hat sich in diesem Jahre in einem einzigartigen Bekenntnis auf der Golzheimer Heide zu dem Opfer bekannt, das Albert Leo Schlageter seinem Volk und Vaterland vor zehn Jahren brachte. Hanns Johst's Drama führt in äußerst lebendiger Form in jene schicksalsschweren Tage des Jahres 1923, wo französische Truppen den Rhein überschritten und über ganz Deutschland ein banger Schatten fiel. Deutschland war entwaffnet, wehrlos und mußte blutenden Herzens und in ohnmächtiger Wut zusehen, wie sein Volk an der Ruhr an Leib und Seele geschunden wurde, wie die Industrie vernichtet und die Bergwerke ausgeraubt wurden. Die Regierung entschloß sich und konnte sich praktisch vielleicht auch nur zum passiven Widerstand entschließen. Aber in den Herzen der vaterlandsgläubigen Jugend, die den Niedergang Deutschlands nicht erfassen konnte, ihres Deutschland,= für dessen Freiheit sie in Not und Tod an der Front gestanden hatte, für dessen letzte Güter sie im Baltikum und in Oberschlesien ihre Leiber den Bolschewiken und Polen entgegenwarf, brannte die Flamme der Liebe zu heiß. als daß sie sich dämmen ließe. Sie loderte heil auf, riß diese Jugend wieder in den Kampf — und verzehrte sie. Deutschland verstand in seiner Ganzheit damals seine Helden nicht. Der Taumel der Inflation, schnöde Ichsucht des Einzelnen und gewisser Parteien führten zu einer Würdelosigkeit der Gesinnung, wie Johst sie in der Gestalt des Willi Klemm, M. d. R., zum Ausdruck bringt. Der Fluch des Marxismus lastete dunkel auf der deutschen Seele und verhinderte ihr Entflammen. So geschah es, was ein deutsches Mädchen am Ende des Dramas bitter anklagend hinausruft:„Deutsche liefern Schlageter an das Messer, Deutsche fangen seine Kameraden wie streunende Hunde. Ich hatte eglaubt, Taten würden Deutschland wie risanz aufreißen. Aber Deutschland läßt selbst über seine Heldentaten Frankreich zu Gericht sitzen.“ Erst das Deutschland von heute begreift, warum jene starben und trägt die Schuld des Dankes ab. Würdig leitete ein Vorspruch, ein Hymnus auf die deutsche Kunst, verfaßt von Prof. August Weweler und gesprochen von Lucia Fehrmann, die Aufführung ein. Jugend mit heißem Herzen und gläubiger Liebe für ihr Vaterland, die sich nicht abfinden kann mit der Schmach, die voller Zweifel, ja Verzweiflung und Unruhe steckt, die sich als Soldat fühlk, solange ihr Deutschland in Not ist, die sich nicht hineinfinden kann in den gewissenlosen Taumel der Zeit, stellt Johst an den Anfang seines Dramas und zugleich an die Schwelle des Ruhreinbruchs, der ihrem Impuls neuen Auftrieb geben mus der Frontsoldat, Baltikum= und kämpfer, müht sich in zäher Energie ins Zivil, ins bürgerliche Leben zu finden. Seine Freunde und Kameraden, deutsche Soldaten wie er, rauh, ehrlich und von flammender Vaterlandsliebe durchglüht, finden diesen Weg ungleich schwerer. Zweifelnd, ringend, oft voll Verachtung stehen sie vor der Pforte, die ihn erschließt. Sie suchen seinen Sinn zu ergründen und finden ihn nicht zu einer Stunde, wo neues Unheil über das Reich heranzieht. Schwer und doch auch erlösend fällt die Kunde von dem französischen Raubzug in diesen Kreis. Ungestüm drängen die Kameraden— ernst hält sie Schlageter zurück, denn ist verantwortungsbewußter Füh rer. der sein Gewissen rein haben muß:„Wo ist die Befehlsstelle, die mir meinen Posten gibt?“ Er sucht diese Befehlsstelle, erwirkt die Unterredung mit dem alten General, die eigentlich der psychologische Angelpunkt des ganzen Dramas ist. Hier erfährt er, daß das offizielle Deutschland nicht zu ihm und seinen Kameraden steht. In hartem Kampf ringt er der alten Exzellenz aber das Wort ab:„Gut oder böse, richtig oder unrichtig, ich würde mit dreißig Jahren zu euch stehen.“ Nun weiß Schlageter, daß es noch Herzen mit Haltung gibt, die für Deutschland einstehen. Das gibt ihm Rückhalt und den Glauben: seine Taten werden dies Deutschland, das noch Ehre hat, entflammen und emporreißen.„Es wird gesprengt.“ Jetzt entwickelt sich das Drama schnell zum Höhepunkt. Schlageter, geliebt von seinen Kameraden und verehrt von der nationalen Jugend, die in ihm nicht den letzten Soldaten des Weltkrieges, sondern den ersten Soldaten des dritten Reiches sieht, übernimmt die Führung der Sabotage=Kolonnen. Jugend, verfemt vom offiziellen Deutschland, zieht in den Kampf— und kehrt nicht mehr zurück. In Düsseldorf steht sie vor dem französischen Kriegsgericht. Die Wirkung der le läßt uns Johst in einer packenden Szene im Lesezimmer des Prof. Tiemann erleben, einer Szene, welche die furchbare Verzweiflung jener Tage grell widerspiegelt. Dunkel über der Szene, aus dem geisterhaft der Richtplatz auf der Golzheimer Heide herauswächst. Schlageter am Pfahl, ein Held, der vor den todbringenden Gewehrläufen den letzten Gruß an sein Deutschland hinausschreit: „Deutschland, erwache, entflamme, brenne ungeheuer.“ Dann endet ein Heldenleben. Die Aufführung des zeit, und geistkoloristischen gelungenen und in seiner knappen FormIntendanzrat Emil Becker und war flott und wirkungsvoll. Nur eine Frage:„Warum zerriß man den letzten Akt?“ An den Aufschrei Alexandras muß sich, wie es Johst selbst will, unmittelbar die Szene auf der Golzheimer Heide schließen. Die große dramatische Spannung, die von der 5. Szene ausschwingt, dar nicht durch ein Erleuchten des Zuschauerraumes gelockert werden. Nun zu den Darstellern. Ludwig Hayn als Schlageter war überzeugend und erreichte seine schönste Gestaltung vielleicht in der Szene mit Alexandra am Ende des 1. Aktes, wo ihm seine Partnerin Kan Bolton in nichts nachstand. In schlichter, warmer und feiner Art gab sie das in das Ruhrschicksal mit hereingerissene deutsche Mädel und fand sich auch gut in die dramatische Schlußsteigerung der Rolle. Eine prächtige Gestalt, treuherzig, derb=natürlich und aufrecht schuf Heinz Klinc als Bursche Fischer. Kurt Heide wußte als Friedrich Tiemann den offenen, rauhen und geraden Jugen, der nichts als nur Soldat ist, temperamentvoll zu geden. Willibald Moor, der seine Monologe im 4. Akt eindringlich gestaltete, verlieh zusammen mit Else Hähnel dem Ehepaar Prof. Tiemann warme elterliche Züge. Vornehm=überlegen war die Exzellenz General von Otto WillRasing, dem Robert Meißen in dem Bonzen MdR. Willi Klemm ein vortreffliches Widerspiel entgegenstellte. Alois Verrmann als Werkmeister=Regierungspräsident konnte anfangs gut gefallen, in den Schlußszenen störte eine leichte Uebertreibung. In weiteren kleinen Rollen waren beschäftigt Georg Born, Hein Scheepers, Ernst Deitmann, Karl Anders, Walter Klein, Helmuth Haienhoff und Erwin Stutzke. Der Gesamteindruck des Abends war packend und erschütternd und wir möchten dem Landestheater bei den Wiederholungen von„Schlageter“ das verdiente volle Haus wünschen. amp.. TURNENUND SPORT Briefkasten Ausschreibung und Bedingungen zum Seländehindernis=Lauf und zum Gepäckmarsch am 15. Oktober in Hiddesen b. Detmold. 1. Der Gelände Andernislauf und der Gepäckmarsch finden statt am 15. Oktober 1933 in Hiddesen und sind eine amtliche Veranstaltung im Kreis Lippe, Gau 9 des DFB. Zur Teilnahme verpflichtet sind alle Vereine des Kreises Lippe, außer den nordlippischen Vereinen, teilnahmeberechtigt aue lippischen Vereine der DT., die SA., SS., und HJ. und der Stahlhelm. 2. Der Geländelauf wird in fünf Klassen durchgeführt und zwar: a) Seniorklasse(Alterüber 32 Jahren) b) Klasse 1(Erwachsene 18—32 Jahren) c) Klasse 2(Jugend 16—18 Jahren) d) Klasse 3(Jugend 14—16 Jahren) e) Klasse 4(Frauen) 3. Die Laufstrecken sind: a) für Seniorklasse und Klasse 1: Start Sportplatz Bent, Sternschanze, Reitweg, Krebsteich, Schießstand, Soldatenweg, Sportplatz(Länge 5000 m). 5) für Klasse 2(Jugend 16—18 Jahren): Start Sportplatz Bent. verkürzte Laufstrecke der Senioren(Länge 3000 m). ür Klasse 3(Jugend 14—16 Jahren): Start Sportplatz Bent, Soldatenweg, Schießstand, Moorstraße, Sportplatz (Länge 1000 m). 0) für Klasse 4(Frauen): Start Sportplatz Bent, Bentstraße, Butterweg. Soldatenweg, Sportplatz(Länge 800 m). 4. Gewertet werden Mannschafts. und Einzelleistungen. Für eine Mannschaft können 4 Mann gemeldet werden, von denen die drei ersten gewertet werden. Bei Mannschaftsmeldungen müssen die Namen der zur Mannschaft gehörenden Läufer in der Meldung angegeben sein. 5. Der Gepäckmarsch über 10 Kilometer wird am gleichen Tage und Orte durchgeführt. Ueber Teilnahmeberechtigung gilt das unter 1 Angegebene. 6. Der Gepäckmarsch wird in einer Klasse durchgeführt vom Sportplatz Bent über Heidental, Hülsenweg, Adolf Hitler=Straße. Heidenoldendorfer Str., Friedhofstr., Bentweg, Kupferberg, Donoperteich. Lopshorner Straße, Soldatenweg zum Sportplatz. 7. Jeder Teilnehmer hat einen Tornister oder festen Rucksack selbst zu stellen. 8. Für Mannschaftswertung gilt das unter 4 Angegebene. 9. Für Schüler wird eine 10X75=MeterPendelstaffel ausgeschrieben, die auf dem Sportplatz Bent gelaufen wird. 10. Vor dem Lauf ist ein kurzer Werbemarsch, an dem sämtliche Läufer und Geher teilnehmen müssen. Die Vereine sind verpflichtet, mit mindestens je 10 Mann in Sportkleidung am Werbemarsch teilzunehmen. Wimpel sind mitzuführen. 11. Die Sieger in den einzelnen Wettbewerben und Klassen erhalten Auszeichnungen. 12. Das Meldegeld beträgt: a) für den Geländelauf Einzelmeldungen der Seniorenklasse und Klasse 1: 0.30 J.A Einzelmeldungen der Klassen 2 bis 4: 0.20 R.# Mannschaftsmeldungen aller Klassen: 0.50 b) für den Gepäckmarsch Einzelmeldungen: 0.30 K. A Mannschaftsmeldungen: 0.30 e) für die 10X75=Meter=Pendelstaffel für Schüler: 0.50 R. K. 13. Meldungen sind, unter Beifügung des Meldegeldes bis zum 8. Oktober zu richten an: Heinrich Schlepper, Hiddesen 325. Der Termin ist unbedingt innezuhalten. 14. Umkleidegelegenheit und Startnummernausgabe ist in der Schule in Hiddesen. 15. Die Zeitfolge ist: 13.30: Werbemarsch und Begrüßung 14.15: Start zum Waldlauf 14.25: Start zum Gepäckmarsch 15.00: Handballspiel 15.45: Schüler=Pendelstaffel 16.00: Fußballspiel 17.30: Siegerverkündung. Eichenkreuz Verbandsamtliche Mitteilungen. Am kommenden Sonntag. den 8. Oktober, findet in Lage ein Handballschiedsrichter=Lehr= gang statt. Derselbe beginnt morgens 7 Uhr mit der theoretischen Prüfung im Vereinshaus Gerstkamp in Lage, diese wird gegen Mittag beendet sein. Am Nachmittag beginnt dann die praktische Prujung, auf dem Sportplatz Eichen allee. Zu diesem Zweck finden folgende Handballspiele stat: 2 Uhr: Heidenoldendorf 1— Detmold 2; 2.20 Uhr: Lage 1— Lemgo 1. Anschließend spielt der Sieger aus der ersten Begegnung gegen Hölserheide 1. Der aus diesem Spiel hervorragende Sieger spielt gegen den Sieger aus der ersten Begegnung(Lage gegen Lemgo). Dann ist das Nachmittagsprogramm und damit die Prüfung beendet. Die oben genannten Vereine müssen zu diesem Lehrgang unbedingt zwei Schiedsrichteranwärter entsenden. Sollte ein Verein dieser Pflicht nicht nachkommen, so wird sie betr. Mannschaft am Nachmittag von den Spielen ausgeschlossen. Sollten außer den oben genannten noch weitere Vereine Interesse am Handballspiel haben, so können dieselben ebenfalls einen Vertreter als Schiedsrichteranwärter nach Lage entsenden. Die gesamte Leitung des Lehrganges hat der 1. Gauspielwart, Herr Hoffmann aus Bielefeld, übernommen. Sieg=Heil! W. Wieneke, 1. Kreisspielwart. Terminkalender der Fußballer 8. 10. Hörstmar— Oerlinghausen. Mölling= Heßlob; Schlangen— Helpup. NeeseOesterholz; Leese— Heidenoldendorf, Meise=Lieme; Schötmar— Heiden, Meierhenrich=Waddenhausen; Detmold — Lemgo, Schnitger=Diestelbruch=Vahlhausen: Lage— Salzuflen, MeierSylbach. 22. 10. Heiden— Detmold, Markwart=Detmold; Lemgo— Schlangen, Hilker=Voßheide; Oerlinghausen— Leese, A. Mölling= Kachtenhausen; Lage— Schötmar, Wedegärtner=Waddenhausen. Hüls. Fußballbannerwettspiele der lippischen Schulen 2. Jahresklasse. Vorrundensieger: Gruppe 1: Brake. Gruppe 2: Oerlinghausen. Gruppe 3: Volksschule Salzuflen. Grupe 4: Realschule Lage. Gruppe 5: Waddenhausen. Von der Gruppe 6 und 7 (Spielleiter Nöhr) fehlt mir die Angabe der Vorrundensieger. Ich bitte um sofortige Nachricht, damit die Zwischenrunde gleich nach den Herbstferien angesetzt werden kann. Hogrese. Anfragen in sachlichen Angelegenheiten, mit Ausnahme von ärztlichen Dingen werden in dieser Rudrik deantwortet, wenn die Anfrage die volle Unterschrift und Adresse des Einsenders trägt und die letzte Abonnementsquittung beigefügt in Ohne jede rechtliche Verbindlichkeit für den Verlag Landwirt aus L. Ich habe über zurückgehenden Milchertrag bei meinen Ziegen zu klagen. Was kann ich hier gegen tun? Darf ich gekochte Kartoffeln beifüttern?— Wenn der Milchertrag bei Ihren Ziegen zurückgeht, so geben Sie vor dem Füttern eine lauwarme Tränke, in der eine Handvoll Kleie oder Schrot und einige gequetschte, gekochte Kartoffeln, Abußwasser von Gemüsen und Salzkartoffeln entalten sind, und sorgen Sie für möglichste Abwechslung. Auch öftere Beimischung von einigen Wacholderbeeren ist nützlich. Gewiß können Sie gekochte Kartoffeln beifüttern, aber nur zerdrückt und in mäßigen Mengen. Aus den Nachbargebieten Leichenfund tot im Schaumburger Wald. Minden, 2. Oktober. Zwischen dem einsam im Schaumburger Wald gelegenen Forsthaus und dem Dorfe Pollhagen wurde von Waldarbeitern eine männliche Leiche im dichtesten Wald gefunden. Der junge Mann hatte sich erschossen. Wie die Nachforschungen ergaben, handelt es sich um den Schlosser Watermann aus Dankersen, der bei einem Mindener Schlossermeister in Stellung war und seit dem 17. Mai spurlos verschwunden war. Die Leiche hat also vier Monate unentdeckt im Schaumburger Wald gelegen. Ende einer Schwarzfahrt Schweker Motorradunfall. Hücker=Kreuz, 2. Oktober. Der 17jährige Buchdruckerlehrling H. Klemme aus Herford war mit einem Bekannten auf dem Motorrad nach Spenge gefahren. Als dieser Bekannte in einem Hause zu tun hatte, setzte sich Klemme auf das Rad und fuhr damit weg. Schon in der nächsten Kurve verlor er die Gewalt über die Maschine und stürzte in einen Graben. Mit schweren Brustverletzungen und einem doppelten Schädelbruch wurde der Leichtsinnige in ein Krankenhaus nach Herford gebracht, wo er abends seinen Verletzungen erlag. Reichsstatthalter Dr. Meyer Ehrenbürger von Gelsenkirchen. Gelsenkirchen, 2. Oktober. Bei der Einführung des neuen Oberbürgermeisters Böhmer beschloß das hiesige Stadtparlament einstimmig, den infolge Verzuges nach Münster ausgeschiedenen Stadtverordneten und jetzigen Gauleiter und Reichsstatthalter Dr. Meyer in Anbetracht seiner hervorragenden Verdienste um Gelsenkirchen zum Ehrenbürger der Stadt zu ernennen. Dr. Meyer dankte mit warmen Worten. Das nutzt doch nichts mehr. Herford, 2. Oktober. Vor dem hiesigen Strafrichter war ein 64= jähriger Tippelbruder angeklagt, der Zeit seines Lebens noch nicht gearbeitet hat. Nicht weniger als 42 mal hat ihn der Kadi schon verurteilen müssen. Neuerdings kamen wieder sechs Wochen Haft wegen Bettelei hinzu und Ueberweisung an ein Arbeitshaus. Als der alte, bärtige Angeklagte das hörte, rief Paderborn, 2. Oktober. Ein Zusammenstoß zwischen Lastauto und Motorradfahrer ereignete sich am Sonntag vormittag auf der Eisenbahnbrücke am Liboriberg. Dort fuhr ein von der Liboripromenade her kommender Motorradfahrer gegen einen Lastkraftwagen, wurde von dieem erfaßt und gegen das Brückengeländer gedrückt. Der Motorradfahrer erlitt schwere Beinverletzungen und liegt im Krankenhaus; sein Sozius konnte sich durch rechtzeitiges Abspringen retten. Das Brückengeländer wurde stark beschädigt. Die Schuldfrage des Unglücks ist noch nicht geklärt. sülberne und grüne an einem Tage! Solingen, 2. Oktober. Die im nahen Ober=Gönrath wohnende Fa milie Storsberg begeht Anfang Oktober ein wohl sehr seltenes Fest. Zunächst feiert einmal das alte Ehepaar goldene Hochzeit, ferner am gleichen Tage eine Tochter silberne Hochzeit und ebenso zu gleicher Zeit deren Tochter das Fest der grünen Hochzeit.— Na, Ben Akiba? er aus:„Das nutzt doch nichts mehr! Da bin ich schon dreimal drin gewesen!" Warnung vor einem Scheckbetrüger. Dortmund, 6. Okt. Die Kriminalpolizei warnt vor einem Betrüger, der seit einigen Wochen in den verschiedensten Städten Westdeutschlands„arbeitet“. Unter wechselndem Namen mietet er leerstehende Geschäftsräume und stellt als Anzahlung für die Mieten Schecks aus einem gestohlenen Scheckheft aus. Außerdem erschwindelt er kleine Barbeträge von den Vermietern. Der Betrüger sucht sich vornehmlich Malermeister als Opfer aus, denen er die Erneuerung der gemieteten Räume überträgt. Auch diese werden um kleine Beträge geschröpft, denen später Verrechnung versprochen wird. Die Handwerksmeister richten vereinbarungsgemäß die Räume her. Der Auftraggeber läßt sich nicht wieder sehen und die Beteiligten erkennen, daß sie einem durchtriebenen Schwindler auf den Leim gegangen sind. Der Betrüger ist etwa 32—35 Jahre altt etwa 1,72 Meter groß, hat blondes Haar und blasses ovales Gesicht. Schwaghof Hart an der preußischen Grenze, nach Herford hin, liegt inmitten eines prächtigen Buchenwaldes das idyllische Waldgut„Schwaghof“. Es war eigentlich nur den Salzuflern bekannt. Der weiteren Oeffentlichkeit wurde der Name erst geläufiger, als die bekannte Baronin Grete von Gietencron, eingeladen von dem damaligen Vesitzer, Herrn Schloßhauptmann von Lengerke, einen Ruheort für ihren stolzen Schmerz dort fand. Es war einsam auf Schwaghof, bis plötzlich die Handwerker ihren Einzug hielten. Die Badeverwaltung Bad Salzuflen hatte„Schwaghof“ erworben. Der Landtag hatte seine Zustimmung zum Ankauf gegeben und damit zum Ausdruck gebracht, daß er bereit war, den engen Rahmen des Kurparks zu sprengen und den erholungsbedürftigen und heilungsuchenden Gästen die Möglichkeit zu geben, auch des unendlichen Naturreichtums der Salzufler Umgebung teilhaftig zu werden. Wie hat sich seitdem„Schwaghof“ verändert! Man kennt das„Gut“ überhaupt nicht wieder. Wundervolle gärtnerische Anlagen, dem Ganzen angepaßt, umgeben das Wirtschaftsgelände, welches zu einem modernen Gebäude mit einer wunderbaren Veranda ausgebaut ist. Man hat wiederholt die Frage aufgeworfen, ob es richtig war, hier nicht„kleine Kapitalien" zu investieren. Heute kann man bereits sagen: es war ein großer Wurf, er ist gelungen! Man kann sich das Bad Salzuflen ohne „Schwaghof“ eigentlich nicht mehr denken. Er ist ein Walfahrtsort nicht allein für die Kurgäste geworden, er übt seine Anziehungskraft auch auf die weitere Bevölkerung aus. Wie herrlich sitzt es sich dort bei schönstem Sonnenschein unter den bunten Schirmen! Man wird hier sogar zu einem Schwärmer. Die herrliche Fernsicht, der Ausblick auf die Fischteiche mit den Schwänen, das Kommen und Gehen der frohgestimmten Menschen lassen einen für Augenblicke die Schwere der Zeit vergessen Hier findet man Ruhe von der Hast des Lebens. Freundliche Bedienung sorgt dafür, daß auch das leibliche Wohl nicht zu kurz kommt. Wenn man dann bei einer wohlduftenden und gutschmeckenden Tasse Kaffee und einer „Brasil“ sich seine nähere Umgebung ansieht, die frohen Menschen, das fröhliche Treiben einer sorglosen Jugend, wenn schön angezogene Frauen mit ihren farbenprächtigen Kleidern das ganze Bild dieses einzigartigen Fleckchens Erde umrahmen— dann ist man glücklich! Man kann hier stundenlang sitzen, man vergißt, daß es inzwischen Abend geworden ist.— Langsam, aber ungern bricht man dann auf, um auf bequemen Wegen zurückzueilen; der tiefe, schwarze Wald umfängt einen, ab und zu hört man stilles Lachen und Geflüster glücklicher Menschen. Plötzlich tauchen die grellen Lichter des Kur parks auf. Man ist wieder mitten drin im Ge triebe. Meister Mietusch schwingt den Stab „Lippe=Detmold, eine wunderschöne Stadt!“ Die Menge summt begeistert mit. Jawohl, ihr Detmolder, ihr könnt stolz auf eure schöne Stadt mit ihrer schönen Umgebung sein! Aber einen„Kurpark Salzuflen“ gibt es nur ein. mal! Und das schönste Juwel dieses großen unendlich weiten Parkes ist der„Schwaghof“. Jetzt, im Herbst, wenn die Blätter der Bäume sich färben, ist es auch herrlich dort draußen; es ist ruhiger geworden. Aber in der schöngeheizten Veranda läßt es sich gut sein. Jetzt, alltags, kommen die Pensionsinhaber von Salzuflen, um nach dem schweren, arbeitsreichen Sommer hier einige Stunden Erholung und Ruhe zu finden. Sonntag kommen dann aus naher und weiter Entfernung nach wie vor die Gäste. Sie werden nicht enttäuscht! „Schwaghof“, wird seine Anziehungskraft weiter ausüben! Büchertisch Jugend unterm Hammer. H. Messerschmidt. 192 Seiten, Ganzleinen 3 K.c, kart. 2.40 K.c.(R. Voigtländers Verlag, Leipzig.) Jungens, vom Hunger der letzten Kriegsjahre ausgedörrt, ohne Erziehung des Vaters aufwachsend und in der Verfallszeit nach dem Kriege vor ihre Lebensaufgabe gestellt, schildert dieses Buch. Der Ruhrkampf hämmert aus dieser Jugend die Männer, mit denen Deutschland innerlich wieder erobert, reingewaschen wurde von der Schmach des Zusammenbruchs 1918. Die Mundraubzüge und Bauernkriege dieser Jungens, ihre Liebe zur kargen Heimat, ihr Kampf gegen Arbeitselend und Berufsaussichtslosigkeit, schließlich ihre Neuansiedlung im Osten Deutschland, sind so einfach wie erwärmend geschrieben. Aus solchen Büchern wächst eine gesunde, tapfere Gesinnung in der Jugend. Ehefrauen ohne Litel Bemerkenswerte Verfügung des Kölner Oberbürgermeisters Der Oberbürgermeister der Stadt Köln, Dr. Rieser, hat eine bemerkenswerte Verfügung an die städtischen Beamten, Angestellten und Lehrpersonen erlassen. Es heißt darin:„Die tädtischen Beamten, Angestellten und Lehrpersonen ersuche ich, ihre Ehefrauen zu veranassen, daß sie sich nicht mit der Amtsbezeichnung, dem Titel oder dem akademischen Grad des Ehemannes anreden lassen. Die den Beamten usw. verliehenen Amtsbezeichnungen, Titel und akademischen Grade stehen nur ihnen persönlich an. Wenn die Ehefrauen der städtischen Beamten in dieser Hinsicht mit gutem Beispiel vorangehen, ist zu erwarten, daß auch in anderen Volkskreisen der bei den Ehefrauen vielfach bestehende, der Zeit nicht entsprechende Brauch schwindet, sich mit der Berufsbezeichnung oder dem Titel ihres Mannes anreden zu lassen.“ Humar Hervorragendes Mittel. „Hatschie!!!“ nieste der Mann im Eisen. bahnabteil, und einen Augenblick später noch einmal„Hatschi!!“ „Heufieber!“ sagte er zu dem ihm gegenübersitzenden älteren Herrn. „Kenne ich!“ nickte dieser teilnehmend und zog eine Schachtel mit einem weißlichen Pulver aus der Tasche:„Probieren Sie doch das mal!" Der Niesende sah etwas mißtrauisch in die Schachtel:„Ist denn das auch wirklich gut?“ „Gut, fragen Sie? Mein Herr, ich habe eit achtunddreißig Jahren Heuschnupfen und benutze niemals ein anderes Mittel als dieses! 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