Lippische Tageszeitung General=Anzeiger .—— Eiihm: Daa Rinpetlenb. Dur Stpih: Togtrzetu, erhehn, Ggag dur Lauopirsachtsaumert. Herfera Venschallaute: Hauaouer nmm. Drahtauschrit: Taguptung für das Land Lippe Ar Ahae uer Schen. chce Monatl 29 Bsr., Fauilienanze 1r, 25, V#,„ei, böh dew, Streite. 20, Vetrsed=#., irk.,„Jn.“ tanerh. 9 Tager. I. 2.36 einsch! Anzeigen I. GEil. Sulten le im Reklametei! d. Verl. keine VerRummer 224 Sentamber 1988 38. Jahrgang Sitzung des Reichskabinetts Ein Reichskulturkammergesetz sowie andere Gesetze verabschiedet * B. EM März 1934 zu E Frankreichs Wille —*„„„1„.%„ MRi S—r. Es ist Frankreichs Wille, niemals abzurüsten, Deutschland in dauernder Wehrlosigkeit zu halten und zu diesem Zweck den Versailler Vertrag mog. lichst zu verewigen. Dies ist die Wayr heit, wie sie seit dem deutschen Zusammendua Beichakabinett zum 31. März 1934 zu Ende zu bringen.. hruch im Jahre 1918 bis auf den heutigen Peste. T Sut un Aee Weterhe Aihzichz de Aesierus eunzjrag sestand und agernmäeitg bsteht ui verabschiedete in seiner Sitzung am„Fartigg#### Schutze der deutschen Waren= de beachtlichen Unterschied allerdings, des bn Ane ebent ce he. ie her schesestece eicesce shishchcce ns ue e ue autz ue n#e bu#. besie buiche Gerguase Gascheselngrstene ein veizeisheiler Bien.ie un. ese Ke eleriente de. enche. die Pedachst. Kelte mienmenmsasea, Grichtel murdan: Pgor.n, Baschahaentamntalter wraelante Krialer Pricke hes gersenen Raltenglaugn9 K. 582# hon Reichstagsbrand in glaublich und unerhort sino die gungen, die übre den Reichstagsbrand in der ganzen Welt gegen Deutschland verbreiFI a Kan der Beschuldigung. die let worden sind, Von der eishzelseiguggeo Nationalsozialisten hätten diesen Brand selbst angelegt, bis zu der Behauptung, daß der— natürlich völlig unschuldige— van der Lubbe im Gefängnis gemartert würde, ja überhaupt schon getötet worden eine Reichsschrifttumckammer, eine Reichspressekammer, eine Reichsrundfunkkammer, eine Reichstheaterkammer, eine Reichsmusikkammer und eine Reichskammer der bildenden ebenfalls Einfuhrbeschränkungen on: aiten Deutschland kam Frankreich mit seinen „ Ibrutalen Forderungen in der heuchlerischvom Reichsjustizminister vorgetgte sanften Sprache des anwaltsgesetz wurde am Freitag fängers Briand, der damit der Eitelkeit de Das vom Reichsjustizminister win######sanften Sprache der„stLxgitefteit der Ratentanwaltsgesetz wurde am Freitag fängers Briand, der damit der Eitelkeit de ebenfalls verabschiedet. Dieses sieht nach deutschen Systempolitiker geschick, 3. schm. dem Vorbild der Rechtannaltsordung dies cheln wußtr Verszasche Gefälel niches mehr dürde, js überhaupt schon getötet worden] Die vorläufige Filmkammer gih#lt D#e# anwälten, weitgehend der Handhabung durch Hesprechungen zu der am 16. Oktober in Ger i. fehlt nichts in dieser Skala der Deuti Namen Reichsfilmkammer. Alle diese Kör die Patentanwälte selbst. wieder beginnenden Abrüstungskon De La. etchehe den selen Se hersistuen enin ershet 9).-H Kadoieshast Gatgeadoie esath de Khusche Pegroseue eieselacel usländischen Berichterstattern über, Igse wodurch Zweifelsfragen geklärt Verzenze geg und zut rüßeren entwurf Stellung zu neh=sentmilitarisierten Zone des Lineingresse, Frozeß ihre Arbeit zu erleichtern und#### sich aus der bisherigen Fassung des Gesetzes zu dem fruherer.: zug die Besiedlung des Sehr bezeichnend war auch eine Presse her die gültigen Bestimmungen und den!.kan Die Vorschriften des Gesetzes men. Dieses Gesetz so....2.— Mahn= meldung über die Ueberreichung einer eutsche Gericht kat zuich gader zeherre zme ise und nur seinem Gewissen—.## vortlich. So wird sich dieser große, Prozeh charf abheben von Sensationsprozessen, se in anderen Ländern gelegentlich vorge kommen sind. Die Welt aber moge errennen, daß Deutschland ein Hort von Recht und Gerechtigkeit ist. einer Lerosten, Scheriet,;ue. icähihe ven Gipfelpunkt seiner Unverschämtheit triten Kant, Vekanntig hest der Vier, AerkzeLjendg, u.d=egetast her Herüichtigten Auftakt in Gens nächtenatt ansdrüclich den Zusammenrit3Gamitionen Gens. 22. Sept. Die 62. Tagung des der vier vertragschließenden Staaten für den!## entmilitarisierte Zone des Rheinene en un u che. Ale. v. Eisichr Pishianeite eltestehent selszeihe stellung zu, sind in ihm doch die Heimwehk Sitzung ist der Danziger Völkerbundskom ZryTatzug bewertet. Insbesondere sollen sich ent bestehen. Diese der Welt als gerecht: nde- Retenedbute be e ne bue, behetate die Gegzeische woichel ur emschen usentat eichenten u asen vur stenr un. inem Minister und einem Staatssekrerar heitenabteilung des Völkerbundssekretat!. zäähen Auffassung in der Kontroll= und beiden genannten der dritte Franzreig rtreten. Der ehemalige Vizekanzler Wink= ernannt worden..— Sanstiansfrage zunächst als unüberbrückbal Pressekampagpe, S(gCriitungelanferenz. in er ist ausgeschift worden, aber die Stellung] Von deutscher Seite Auszine, sangfjahrs, erwiesen haben. Henf eine für sland seindselig er Heimwehr hat sich doch als zu stark er- stings begrüßt werden. In, heifegretarsat ale[Atmosphare zu schaffen. n- u. u e. An, nbAu u n##e,# en i. een galf Sesele r maenn bebeneun an u u ee ee e e eeeee eree e. e e bue aune, aude, een buune geue beue Gehahe uauden und ue. Smenunb baechealsgeins e ber egggger e Resteals antlis enn. praktisch wenig einflußreichen Po#.####rade ein für Genfer Verhältnisse seltenes arauf die Besprechungen über die Ab= daß Deutschland unverändert auf der Iut: ende nue u, aun e a aee ae e eaae eageen ere e, t, slss. tüheren. 2.1— hurste heute an dem geitsresfort lag, in dem ein großer Teil der“ Fnichließend trat der Völkerbundsrat zu an denen sich auch Rorman Davis be'el 9“ zrgendwelche Demütigungen, wie man sie relutiogewalt zusammengebalt I. Letztseiner Ifentlichen Sitzung zusanmen, in dei Simon erlärte am Freitagabend vor dersf, eixen, schpacheg. Perichen,. 350 Sem se. ber konzentriert sich alle Gewalt bei dem nur nebensächliche Fragen behandelt wurr.- englischen Presse über die Besprechungen.—. ZugP1n, gwiderstand des ganzen Volkes nbsedaudter Baig fur un Bueg„ 55 8 De Sanpzscge, Brtiche und enent Kaien geicher ure. Jaiche Denitgung n eeseteier ii Seteten, L.n Geniche Reiernung an Die Beritclung brs gauchendse nir uch Reate Mere. Sicherhtet er beteaue vuniche dung), Vo. iern hug euschen geidernv. Reu. Tdrstung auf wui Jeiaschnite von dreilur dir Talsashe zur sehzen, vein beshe iu, vin, osh de, Aalich boten, gnd ihem Präsbernten der Abriktunge ois dier Jahren geinigt häten, Sten iunzrgkagstentralle anden Beutch. eseeu uds Gu u u. eee benderlen, bult eun de Ie jesten Ashnik folen greihonr Vhriunge 3.3 Htashen eichen. Verhäische Iite. en ebebue Aune e. eg esgen den Lebiuchiche unshuhgnen duscheschet werten, und zutzmiaster dat enter ale stangsichen Siaer e u n# s e e. Kontrolle ein Ergäbe sich die lückenloße Bexsa 116g. Auf der, gleichen ommt. Neuwahlen möchte er unter lmständen vermeiden, weil er befürchtet, aß sie ihm einen Strich durch seine Rech tung machen würden. schärfste widerlegt und zurückgewiesen. NeuCharakter, sie galten den!milisneer nach dem Vorschlage Mac=raths Ausführungen lassen sich dahin zu der nächen Motze erarteten Biteren donadg Shon während dieser Zeit setzt desonmenselen.„#k höitn gegen Verhandlungen übe: die. 1o:3anttolleein Ergibe sich die lückenloß gexigisleg. Auf der gleichen Edene rüstungsfrage mit den Außenministern„#. L#ührung der Verpflichtungen aller be= liegt eine Auslassung de„Reichsinnenmini— au dasleunschu abshnt„Massivabrüktungen auc.. zeurigsge Hiersagend, vo er sagte, p Wahr im Ruhelland] Wie verlautet. 10 gemügungen des französischen Heeres bringen. Von fran daß wir es ablehnen, weiter die Paria: v. Rohr int Rühestatts„ Seite bereits jetzt eingehende Erwägungen#Räjhen Abrüstungsverpflichtungen im ersten! 6/1e zu spielen wie in de: vergangenen Berlin, 22. Sept. Der Staatsselrei#t angestellt, in welcher Weise der Biermächte Abschnitt ist also bezeichnenderweise nicht die 15 Jahren, und daß uns kein Mensch hinReichsministerium für Ernährung und..nst.— Talle eines ergebnislosen Rede. Demnach würde der französische oern könne, dies Spiel nicht ebricet v. v. vv L. Auganan der kenmenten Aberntunge= Siandpualt imn vesenlichen durcgedrungen gaßet und uns aus 27. 841e1.):: Das ist die amtdeutsche Haltung zur AbNach solchen beiderseitigen, durch unüberbrückbare Gegensätze gekennzeichneten Erklärungen treten sich jetzt die deutschen und französischen Vertreter in Genf gegenüber. Hier wird Frankreich seiner alten Verhandlungstaktik treu bleiben: In Situationen, in denen die Beratungen an den gegensätzlichen Auffassungen zu scheitern drohen, wird es die Schuld Deutschland zuschieben. Damit müssen wir rechnen. Frankreichs Ziel ist ja nichts anderes, als die Abrüstungskonferenz durch seine Maßlosigkeit und seinen Sicherheitskomplex zum Scheitern zu bringen, Deutschland als den Schuldigen hinzustellen, um dadurch den gesuchten Vorwand zu Sanktionen zu erhalten. Eine gefährliche Taktik, deren Gewissenlosigkeit Widerpart zu halten nicht leicht ist. Indessen kann auch Frankreich nicht machen, was es will, will es sich nicht einer schweren Vertragsverletzung schuldig machen. Der Locarnovertrag von 1925 verpflichtet nämlich Frankreich und Deutschland und Belgien und Deutschland als an den Rheingrenzen beteiligte Staaten, nicht mit Angriffskrieg oder anderen Gewalttaten gegeneinander vorzugehen. Diese Verpflichtung wird durch England und Italien, und zwar durch jeden Staat besonders, gewährleistet(Garanten des Locarnovertrages). Solange also keine Verletzung des Versailler Vertrages durch Deutschland in der entmilitarisietten Rheinlandzone vorliegt, verbietet der Locarnopakt Frankreich einen Einmarsch ins Rheinland. Wenn England auch fast immer im Schlepptau Frankreichs gewesen ist, so ist nicht anzunehmen, daß es gemeinsam mit dem anderen Garanten des Paktes, Italien, stillschweigend über einen derartig schweren Rechtsbruch, wie ihn eine zweite Rheinlandbesetzung darstellen würde, hinweggehen könnte. Auf diesen Geist von Locarno, der sich als höchst unzuverlässig erwiesen hat, dürfen wir uns aber nicht allein verlassen, sondern in erster Linie auf unser klares Recht und die Stärke unserer nationalen Regierung. Den Frieden wollend, eine gerechte, gleichmäßige Abrüstung erstrebend, aber auch auf alles gefaßt, gehen wir im Herbst 1933 nach Genf, das in diesen Wochen die gesamte Weltpolitik überschattet. „Er hat die Tat begangen Der zweite Tag in Leipzig Leipzia, 22. Sept. Der zweite Tag im Prozeß gegen die Reichstagsbrandstifter wurde eingeleitet durch Verlesung eines Telegramms des SA.=Obergruppenführers Heines(Breslau) durch Oberreichsanwalt Dr. Werner. Das Telegramm lautet: „Im Braunbuch und in ausländischer deutscher Presse werde ich der Brandstiftung im Reichstagsgebäude verdächtigt. Ich war vom 26. Februar 1933 bis 1. März 1933 in Gleiwitz und habe dort im Hotel „Haus Oberschlesien“ gewohnt und wurde in Gleiwitz von vielen Personen gesehen. Ich bitte das Gericht mich gegen diese Verdächtigungen zu schützen. gez. Heines, Obergruppenführer, Polizeipräsident und Preußischer Staatsrat.“ Nach Verlesung dieses Telegramms überreicht es der Oberreichsanwalt dem Gericht zu den Akten. Professor Dr. Bonhoeffer, der den Angeklagten van der Lubbe im Auftrage des Untersuchungsrichters auf seinen Geisteszustand geprüft hat, teilt über das Ergednis dieser Prüfung im Rahmen eines Sachverständigengutachtens im wesentlichen mit: Ich habe van der Lubbe vom 25. März ab mehrsach eingehend gesproches und untersucht. Damals war van der Lubbe ein körperlich kräftiger Mensch. Das Bild, das er uns bot, weicht wesentlich ab von dem, was man in der gestrigen Verhandlung sah. van der Lubbe führte die Unterhaltung gelassen, selbstbewußt, ja manchmal übermütig Die Möglichkeit, sich mit ihm über seinen Lebensgang und über den in Frage stehen den Tatbestand zu unterhalten, war voll ge geben. Er antwortete auf die an ihn gestellten Fragen zum Teil lebhaft, ja sogar geschickt. Ueber die Gründe seines Handelns machte er ebenfalls Angaben. Er meinte, es handele sich um einen Akt, der aus kommunistischen Gedankengängen hervorgegangen sei. Ich habe ihm vorgehalten, es sei doch eigentlich nicht glaubhaft, daß er so etwas allein gemacht habe. Er antwortete, es gebe da verschiedene Methoden des Vorgehens. Es könne eine Gesamtaktion der Partei eintreten, es könnten einzelne Trupps arbeiten, es könne aber auch nur von einzelnen Personen etwas geleistet werden. Diese Tat, so sagte er, sollte Vorbild werden für das, was an anderen Stellen ähnliches getan werden sollte. Das Sachverständigengutachten gipfelt in dem Satz:„Psychisch bedeutsame Momente haben sich bei diesen Untersuchungen nicht ergeben. Es war kein Anlaß, anzunehmen, daß eine psychische Störung vorlag. van der Lubbe war ganz schlagfertig und auch in formaler Beziehung sehr geschickt Eine Frage des Landgerichtsdirektors Parisius, ob bei dem Angeklagten irgendeine geschlechtliche Anomalie zu beobachten gewesen sei, verneint der Sachverständige. Der Verteidiger Torglers, Rechtsanwalt Dr. Sack, fragt, ob eine ungewöhnliche Bestimmbarkeit durch fremden Einfluß bei van der Lubbe vorliege. Geheimrat Bouhoef fer: Ich habe eher den Eindruck eines siche ren, als eines bestimmbaren Menschen.— Sack: Sie haben den Angeklagten gefragt, welche kommunistischen Führer er kennt.— Bonhoeffer: Er antwortete: Thälmann — Sack: Hat er gesagt, daß er am Vor abend des Reichstagsbrandes mit Torgler zusammengewesen sei?— Bonhoeffer: Auch diese Frage hat er verneint. Als nächster Zeuge gibt Kriminalkommissar Haisig eine eingehende Schilderung der Ermittlungen, die er im Auftrage der Untersuchungsbehörde in Holland, vor allem in Leyden, durchgeführt hat Um einen Brief Senatspräsident Dr. Bünger fragt im weiteren Verlauf den Kriminalkommissar Haisig: War der Angeklagte bei der ersten Vernehmung niedergeschlagen? Kriminalkommissar Haisig: Niedergeschlagen war er keinesfalls. Er gestand frei und offen, daß er die Tat begangen habe. Senatspräsident Dr. Bünger: Haben Sie damals schon irgendwelche Momente festzustellen vermocht, aus denen hervorgeht, daß van der Lubbe Kommunist ist? Kriminalkommissar Haisig: Ich hatte während der Unterredung den Eindruck, einen Kommunisten vor mir zu haben. Auf meine Frage, wie er denn auf die Tat gekommen sei, sagte er mir, er habe darauf aufmerksam machen wollen, daß die Arbeiter die Macht bekämen. Die Arbeiter sollten sich auflehnen und. sollten merken, daß der Reichstagsbrand ein Symbol für den gemeinsamen Aufstand sein soll. Die Arbeiter hätten zum Losschlagen gebracht werden müssen, um das ihnen nicht genehme System zu stürzen. Oberreichsanwalt Dr. Werner macht dann die Mitteilung, daß nach einer Information der Telegraphen=Union in der holländischen Presse die Nachricht erschienen sei, van der Lubbe habe einen Brief seiner Fa milie, in dem ihm die Annahme des Rechts anwalts Stomps zum Verteidiger empfohlen sei, nicht erhalten. Der Brief sei ihm nicht ausgefolgt worden. Er frage nun van der Lubbe, ob ihm der Brief ausgehändigt worden sei. van der Lubbe antwortet mit Nein, gleich darauf aber mit Ja. Der Oberreichs= anwalt beantragt dann, daß der Vorsteher des Leipziger Gefängnisses als Zeuge geladen werde, um auszusagen, daß er selbst van der Lubbe diesen Brief ausgehändigt habe. van der Lubbe gibt auch zu, daß der Brief sich im Gefängnis befinde. Dann tritt eine Pause ein, in der sich der holländische Verteidiger Stomps mit van der Lubbe unterhalten darf. Er wollte ihn nicht als Verteidiger Nach Wiedereröffnung der Verhandlung teilt der Berichterstatter Reichsgerichtsrat Rusch mit, daß sich bei den Akten ein vom 15. September aus Leyden datiertes Schreiben befindet, in dem die Familie van der Lubbes bittet, ein beigefügtes Schreiben an van der Lubbe, das sich auf die Verteidigerfrage beziehe, dem Angeklagten weiterzuleiten. Das bei den Akten befindliche Protokoll besagt, daß das beigefügte Schreiben dem van der Lubbe ausgehändigt worden ist und daß dieser nach Kenntnisnahme ausdrücklich auf eine Verteidigung durch Rechtsanwalt Stomps verzichtet habe. Gefängnisdirektor Dietze erklärt, daß dieses Schreiben dem Angeklagten ausgehändigt wurde. Danach habe van der Lubbe erklärt, er wünsche nicht, von dem Rechtsanwalt Stomps vertreten zu werden. Der Vorsitzende fragt nun van der Lubbe: Haben Sie in der Pause mit Herrn Stomps gesprochen?“ van der Lubbe: Nein. Rechtsanwalt Dr. Seuffert: Herr Stomps hat zusammen mit dem Dolmetscher und mit mir den Angeklagten gesprochen und hat ihm vorgestellt, daß es der Wunsch der Familie sei, daß er(Stomp) die Verteidigung übernehme. van der Lubbe habe sich aber vollkommen abschlägig gezeigt. Der Oberreichsanwalt beantragt, den im Saal anwesenden holländischen Anwalt Stomp als Zeugen zu vernehmen. Rechtsanwalt Stomp=Hemstede, Rechtsanwalt in Haarlem, legt den Eid in deutscher Sprache ab und gibt seine Antworten auch in fließendem Deutsch. Er bestätigt, daß bei der Unterredung mit dem Angeklagten van der Lubbe der Verteidiger und der Dolmetscher anwesend waren. Der Offizialver teidiger habe ihn schließlich allein in Gegenwart des Dolmetschers mit van der Lubbe sprechen lassen. Er, Stomp, habe auf verschiedene Art und Weise versucht, etwas aus dem Angeklagten herauszubekommen, der sich aber geweigert habe, irgendeine Antwort zu geben. Er habe ihn schliglich gefragt, warum er ihn, Stomp, nicht als Verteidiger wünsche. Darauf habe van der Lubbe keine Antwort gegeben. Zu Beginn des letzten Verhandlungsabschnittes wendet sich Rechtsanwalt Dr. Sack in einer Erklärung gegen die unwahrhaftige Berichterstattung eines Teiles der ausländischen Presse und bittet den Vorsitzenden. Vertreter dieser Presse von den Verhandlungen auszuschließen. Senatspräsident Dr. Bünger antwortet mit der Erklärung, daß er es ablehne, noch einmal die absolute Unabhängigkeit des Reichsgerichts zu versichern.— Die Verhandlung wird sodann auf Sonn abend vertagt. Der Stahlhelm in Hannover Der Kernstehlhelm wird der Obersten SA#. Führung unterstellt horst“ in die Hitler=Jugend nunmehe auch zu der endgültigen Einordnung des Kernstahlhelm unter die Oberste SA.=Führung geführt, symbolisiert durch das Anbringen des Hoheitsabzeichens der SA. an die Stahlhelmmütze und der roten Hakenkrenzbinde an die Stahlhelmunisorm. Darin liegt au seiten des Stahlhelmbundesführers, Reichsarbeitsministers Franz Seldte, das aufrechte, soldatische Anerkenntnis der größeren Leistung der nationalsozialistischen Führung und auf seiten der SA.=Führung der ebenso offene Wunsch aus vollwertige Mitarbeit gerade der frontsoldatischen Kräfte des Kernstahlhelm. Der Kernstahlhelm(in Zukunft nur noch„Stahlhelm“ genannt, da der Wehrstahlhelm ab 1. Oktober 1933 in die SA. aufgeht) ist von nun an unter die Oberite SA.=Führung in gleicher Form wie die SS. unterstellt. Innerhalb ihrer engeren Organisation sind die Frontsoldaten genau wie am Anfang ihrer Bewegung unter sich. Aber sie werden nicht in die Gefahr kommen, auf einem toten politischen Gleise auf vereinsmäßige Erinnerungsfeiern beschränkt zu bleiben. Die Einordnung unter die Oberste SA.=Führung bedeutet Einspannung in das politische Leben.“ Das Programm der Tagung Das genaue Programm der Stahlhelmtagung in Hannover am Sonnabend, dem 23., und Sonntag, dem 24. September, liegt jetzt vor. Die Verhandlungen beginnen am Sonnabend um 10.30 Uhr. Um 12 Uhr indet ein Empfang der Presse statt. lm 14 Uhr nimmt die Reichsführertagung ihren Anfang. Am Abend ist ein großer Zapfenstreich mit Fackelaufmarsch und Beleuchtung des Rathauses vorgesehen. Der Sonntag bringt um 8 Uhr den Anmarsch zum Reichsführerappell. der um 9 Uhr mit dem Eintreffen der Führer besinnt. Nach dem Einmarsch der Fahnen olgen Ansprachen und werden Fahnenhänder verliehen. Eine Gefallenenehrung und Fahnenweihe schließen sich an. Darauf olgt der Vorbeimarsch, der den Abchluß der Tagung bildet. An dem Aufmarsch am Sonntag beteiligen ch etwa 25000 Stahlhelmführer, einige ausend Wehrstahlhelmführer sowie mehr als 5000 Fahnenträger. Im Mittelpunkt der Tagung, die zum Teil vom Rundunk übertragen wird, stehen die Anprachen der Führer. Hannever i geschmaüchkt 78 Sonderzüge. Hannover rüstet zum Empfang der Zehntausende von Stahlhelmführern, die zu ihrer diesjährigen großen Tagung hier eintreffen. Schon jetzt begegnet man allüberall den Trägern der feldgrauen Uniform mit dem Hakenkreuz. Nicht weniger als 78 Sonderzüge sind im Aurollen, um aus allen Teilen Deutschlands die Stahlhelmer nach Hannover zu bringen. Der erste wird nachts 2.35 Uhr, der letzte morgens 7.57 Uhr einlaufen. Hannover sieht ihnen mit Freude und Spannung entgegen. Die Landeshauptstadt schmückt sich. Auf dem Ernst=August=Platz gräbt man riesige Tannenbäume ein. Ein Meer von Fahnen grüßt die kommenden Stahlhelmer. Die um den Bahnhof herumliegenden Hotels sind über und über mit Tannengrün und Fahnen geschmückt. In der Adolf=Hitler= Straße steht Fahnenmast an Fahnenmast. Die von Mast zu Mast geführten doppelten Girlanden, die geschmückten Häuser in allen Straßen, unter denen kaum eines ist, das nicht Grünschmuck und nicht mehrere Fahnen zeigt, erhöhen das festliche Bild. In der Aegidienmasch, wo sich der große Aufmarsch abspielen wird, gehen die letzten Arbeiten ihrer Vollendung entgegen. Stahlhelmührer geben noch die letzten Anweisungen. Die riesige Tribünen= anlage ist im wesentlichen fertiggestellt. Berlin, 22. Sept. Am Sonnabend und Sonntag findet bekanntlich die Reichsführertagung des Stahlhelms in Hannover statt. Anläßlich dieser Tagung veröffentlicht der Bundesführer, Reichsarbeitsminister Franz Seldte, ein„Bündnis der Treue" überschrie. benes Geleitwort. Darin heißt es u. a.: „Ich als Gründer und Führer des Stahlhelms will keinen Bruderkampf, ich will kein zweites Königgrätz. Und deshalb führe ich die alten Frontsoldaten nicht zum Bruderkampf gegen Adolf Hitler, den nationalen und politischen Sieger, sondern ich führe nach dem wir ausgeschaut hatten, numehr gehorchen wir dem Befehl unseres eigenen Gesetzes und dienen dem deutschen Schicksal. Wir tun dieses in ehrlicher Treue, in freudiger Gefolgschaft und Mitarbeit und ohne Vorbehalt. Wir marschieren unter Adolf Hitlers Führung hin auf das große deutsche Freibeitsziel.“ Bemerkenswerte Ausführungen macht im Stahlhelm=Pressedienst unter dem Titel „Der Stahlhelm vor neuen Auf gaben". Dr. Walter Hammesfahr. Im Hinblick auf die Tagung in Hannover heißt es dort u. a.: „Das Aufgehen des Wehrstahlhelm in die SA. und der Scharnhorstjugend in die Hitlerjugend, dem am Tage von Hannover seine feierliche Form gegeben wird, beweist, daß die Heranildung einer jederzeit zum Staatsdienst bereiten Jugend und Jungmannschaft nicht mehr als Sonderaufgabe des Stahlhelm angesehen wird, sondern als Gesamtaufgabe des deutschen Volkes, das seine Einigung in der nationalsozialistischen Bewegung gefunden hat. Die Erkenntnis, daß sich politisches und soldatisches Element in engster Arbeit zusammenfinden müssen, wen wir die bisher erzielten Erfolge nicht nur sichern, sondern auch weiter ausbauen sollen, hat neben der Eingliederung des Wehrstahlhelm in die SA. und der Eingliederung des Neuer Direktor der Hermann, Voß, der durch den Reichominister Dr. 10 rufene kaufmännische Direktore der Mordverschwörung der Kommunisten in Stockholm aufgedeckt. Meldorf(Holstein), 21. Sept. Durch eine am Mittwoch und Donnerstag durchgeführte Aktion gegen die Kommunisten ist eine kommunistische Mordverschwörung größten Stils aufgedeckt worden. Nad den Aussagen verhafteter Mitglieder der kommunistischen Kampfstaffel sollten u. a. der Standartenführer Schröder, der nationalsozialistische Führer Herwig, der Kreisleiter Matthießen und der Polizeioberwachtmeister Wachsmuth gewaltsam beseitigt werden. Die Vernehmung der verhafteten Kommunisten ergab sensationelle Enthüllungen über einen bei Wöhrden erfolgten blutigen Zusammenstoß zwischen SA. und Rot=Front, die sog Wöhrdener Schlacht, bei dem zwei SA.= Männer erdolcht worden waren. Sturmführer für die einzelnen Stadtteile waren bereits ernannt, und auch Zusammenkünfte sind schon in Blankensee und anderen Vororten der Stadt abgehalten worden. 20 Reichsbannerleute wegen Vorbereitung zum Hochverrat festgenommen. Lübeck, 21. Sept. Nachdem schon Anfang Mai in der Wohnung eines hiesigen Reichsbannerangehörigen geheime Zusammenkünfte abgehalten worden waren und dabei beschlossen wurde, wieder Fünfergruppen des Reichsbanners zu bilden, hat jetzt die Poli zei zugegriffen und 20 Reichsbannerleute fest genommen, gegen die ein Verfahren wegen Hochverrats eingeleitet worden ist. Unter den Festgenommenen befindet sich auch ein ehemaliger Polizeibeamter. Die Beck in Paris Paris, 21. September. Der polnische Außenminister Beck traf Mittwoch mittag in Paris ein und hatte am Nachmittag Besprechungen mit Paul Boncour und Daladier. Hierüber wurde eine amtliche Verlautbarung berausgegeben, in der es heißt: „Beide Minister waren sich einig, durch die geeignetsten Mittel möglichst beschleunigt eine vernünftige wirtschaftliche Organisierung der Donauländer zu begünstigen. Sie haben sich zu dem glücklichen Einfluß beglückwünscht, der in Osteurova und besonders auf die Beziehungen zwischen Polen und Rußland durch den Abschluß eines Nichtan griffsvaktes ausgeübt worden ist, sowie zu der Besserung der Beziehungen zwischen Polen und Danzig. Ein Riesenapfel strobsbhaum besidt der. Hildebrandt im benachbarten Lürschau.„Unter der Ernte befand sich ein Apfel. der nicht we nigre als 650 Gramm. also mehr als 1¼ Pfund vog. Außerdem waren verschiedene Aevfel dabei, die auch schwerer als 1 Psund waren. geld unverändert. Im Verlauf de. börse traten durchweg weitere Abschwächungen an den Aktienmärkten ein. Kassakurse der Verliner Ess.=Börse Ohne Gewähr für Hörfehler 22. 9. 121. 9. Beitorbericht für den 23. September. Für das mittlere Norddeutschland: Vorwiegend bewölkt. Nachlassen der Regenfälle. Temperatur wenig verändert. Für das übrige Deutschland: Im ganzen Reiche vorwiegend bewölktes Wetter, im Nordosten verbreitete, anhaltende Regenfälle, nach Südwesten mehr in einzelnen Schauern über gehend, Temperaturen wenig verändert. Handel und Wirtschaft Berlin, 21. Sept. An der Börse verkehrten Aktien lustlos, Renten sehr fest. TagesDie Banditen mit den guten Herzen Ir. Hun Ia. Sabamamb Sachwert=Anleibe (Notierung in Mark) 67 Pr. Ld Pfbr.=V. GPfBr. 17/18 6% do. R. 22 6% do. Komm. Obl. R. 20.. 62 Pr. Centr. Bd. GPfBr. 1924 6% dito 1927 6% Pr. Ctr. Bod. Komm. 1926/28 628 Pr. Psdbr. Gpf. 41.. 6% dito Serie A47.. 6% dito Kom. Em. 17/19.. 5% Getr. Rentenbk. R. 1—3 5% Rogg. Rentenbk. Bln. 1—11 5% Berl. Roggenw. 1923 f. 1 Z. Wests. Prov.=Kohle 1923 f. To. Schiffahrtsaktien Hamburg=Amerika=Paketfahrt Norddeutscher Lloyd Bankaktien Commerz= u. Privat=Bk.=A.=G Deutsche Bank u. Disconto=Ges Dresdner Bank Reichsbank ** Sie rettelen eine Karawane Ungefähr 65 Kilometer von Shahbah in Indien entfernt mußte ein Passagierflugzeug mitten in der Wüste notlanden. Tagelang warteten die Verunglückten, daß eine Karawane vorbeikäme oder daß man sie suchen wurde, wenn das Flugzeug überfällig war. doch nichts rührte sich. Die Passagiere sahen sich geswungen, zu verschmachten oder nach Shahbah zu wandern, wobei wohl auch manch einer von ihnen zusammenbrechen würde. Schlieblich erboten sich der Mechaniker, der Flugzeuges und ein Passagier, nach der Stadt zu marschieren und Hilfe zu bolen. Nicht lange. so kehrte der Passagier zurück, da er schon nach 25 Kilometer Fußmarsch nicht mehr weiter konnte. Der Mechaniker indes hielt durch bis Sbabbah. von wo sofort eine Rettungsexpedition aufbrach. Als die Expedition das Lager erreichte, sand sie zu ihrem Erstaunen alle Verunglückten wohl und munter, außerdem fand sie aber noch 20 Männer vor, die unleugbar einer Räuberbande angehörten. Bald erfuhr sie dann auch, daß die Räuber gerade von einem Beutezug kamen und dabei auf die Halbverschmachteten trafen. Sie reichten ihnen Nabrungsmittel und Wasser und erwiesen sich so einmal als Menschenfreunde. Fische, die nicht richtig schwimmen Der Zoologe Dr. Reid entdeckte im Quellge biet des James River in Virginia einen kleinen Fisch. der zur Familie der Sviegelkarvsen gehört. Dieser Fisch kann sich nicht wie andere Fische im Wasser treibend halten. Er sinkt sofort zu Boden, wenn er nicht unentwegt Schwimmbewegungen macht. Die Untersuchung ergab, daß dem Tierchen die Schwimmblase fehlt. die die Fische brauchen, um sich im Gleichgewicht zu halten. Das Gewässer ist im Bereich der Quellen besonders reißend, der Fisch aber sehr klein. sodaß er von der Strömung fortgerissen würde, wenn er im Rubestand nicht den Boden aufsuchte. Da das Tier sich infolgedessen immer am Grunde aufhält, wird es auch kaum gefunden. Zm erstenmal wurde es 1896 entdeckt, und jetzt erst nach 40 Jahren hat man das dritte Exemplar gefangen. Devisenkurse(in Mark) Geld Brief Amsterdam Oete„ geitagten.. Kopenbagen Italten London Rewyork Barts Schmet Spar: Bruse Brastiien 22. 9 Geld Brie 100.33 65.18 5.•34 57.94 2747 12.47 2,712 47.90 10,41 Fl. 2 15.7 35 1: 54.48 W 16 1.87 65.82 5.746 58.05 22,11 13,01 2.718 4885 16.45 81.38 67.02 35.19 18.61 1.235 169.38 ür 5.744 58.19 2..3 14.02 2,737 47.95 16 K1.32 67.13 3: 11 B 0.23 160.72 6½ 5.756 58.31 22,07 48.05 18.. 81 38 67.27 33,19 28.-9 1.36 Berlin, 21. Sept. Die Umsatztätigkeit an der Getreidebörse hielt sich in mäßigen Grenzen. Das Angebot war sehr knapp. Mehle hatten weiter ruhiges Bedarfsgeschäft. Die Kauflust für Weizen= und Roggenkleie hat angehalten, die Preise konnten wiederum anziehen. Hafer war am Lieferungsmarkt besser gefragt. Gerste fand in feiner Qualität Nachfrage. 24,75—25.73 0.50— 11 0.15— 11.00 9.60—9.80 4.60— 13,00 Beginn des Reichstagsbrandstifter=Prozesses in Leipzig. Rlick in den großen Saal des Reichsgerichts. Im Vordergrund die Verteidiger, dahinter zwischen Polizeibeamten in der zweiten Reihe die Angeklagten Toraler und van der Lubbe, in der hritten Reibe die Angeklagten Dimitroff, Povoss und Taness. Alpine Großtat Mittenwald. Die beiden Innsbrucker Hochalvinisten Matthias Auckenthaler und Hans Schmidhuber vollbrachten eines der letzten alvinen Probleme. indem sie die direkte Lalidererwand im Karwendelgebirge bei Mittenwald an der Falkenhütte der Münchner Alvenvereinssektion Oberland in einer Kletterei von 20 Stunden bezwangen. Merkwürdiges Raturereignis Tokio. Zur Zeit des Erdbebens in China hatte ein japanisches Kanonenboot im Stillen Ozean ein merkwürdiges Erlebnis. Nach einem Bericht, der bei der japanischen Admiralität von Bord des Kriegsschiffes vorliegt, wurde das Kanonenboot, als es südöstlich von den Karolinen in einer Lagune einer Koralleninsel vor Anker lag. plötzlich von einer ungeheuren Flutwelle ersaßt und losgerissen. Als das Schiff, das von der Welle mehr als 30 Meter in die Höhe geschleudert worden war, herunterkam, ware es beinahe gekentert. Es gelang aber noch mit Volldamof die hohe See zu erreichen. Später konnte das Kriegsschiff feststellen, daß die ganze Insel, vor der es geankert hatte, vollständig verschwunden war. Die See war meilenweit mit toten Fischen. Tang und Holmen, behest. Schüler erschießt den Lehrer Sosia. In Philippovel hat der 16jährige Gymnasiast Kantaroff seinen Klassenlehrer durch zwei Schüsse aus der Pistole in den Rücken getötet. Der Schüler war bei den üblichen Vorprüfungen durchgefallen, sodaß seine Zulassung zur Hauptprüfung unmöglich war. In dieser Lage stellte der Schüler seinen Lehrer zur Rede und verlangte von ihm eine Aenderung. Der Lehrer verweigerte dieses, der Schüler schlich dem Lehrer nach und feuerte zwei Schüsse ab. Danach versuchte er sich selbst zubringen, ritzte sich jedoch nur die Gesichtshaut Der Lehrer ist verbeiratet und Vater zweier Kinder. Nach dem Bekanntwerden des Verbrechens hat die Polizeibehörde in Philipvovel sofort eine Durchsuchung der Schüler aller Schulen angeordnet, wobei bei einer Anzahl von Schülern Handfeuerwaffen aller Systeme und Kaliber gefunden wurden. Es werden nun die chärfsten Strafen gegen waffentragende Schüler angewendet werden. weil einige Male schon Lehrer auf solche Weise Opfer rabiater Schüler geworden sind. Eine Kellnerin spricht 16 Sprachen Durch einen Zufall entdeckte ein ungarischer Lehrer, der in einem einfachen Speisehaus in Budapest in Begleitung eines Kollegen Mittag as. daß die Kellnerin seiner spanisch geführten Unterhaltung folgen konnte und selbst spanische Bemerkungen einflocht. Er kam darauf mit der Frau in ein Gespräch, bei dem sich berausstellte, daß die Frau außer ihrer Muttersprache noch fünfzehn Sprachen beherrschte. Anna Ragan. ein Sprachgenie. hatte abends ihre Sprachstudien betrieben, wie andere Menschen Detektivromane lesen. Durch Vermittlung des Lehrers hat sie jetzt einen Dolmetscherposten erhalten. Weizen, mar Roggen, märk. Sommergerste Mutergerse Hafer, westpr. Haser. märk. Bremen, 22. Sept. Weizen: Manitoba 4,85. Gerste: Dt. Gerste 8.95. Hafer: Dt. pomm. Weißhafer 53—54 Kg. alt 8,30, lenburger Weißhafer 50—51 Kg. alt 8.20, do. 52—53 Kg. neu 8,20. Mais: La Plata ab Bremen verkehrsfrei 9,20, do. ab Brake verkehrsfrei 9.20. Tendenz fest. Webstoffe. Bremen, 21. Sept. Loko 11,02(11,32). Mehrheitswechsel bei Conrad Tack& Cie. Die Aktienmehrheit der Conrad Tack& Cie. AG. Berlin=Burg b. Magdeburg, hat ihren Besitzer gewechselt. Die bisherigen Majoritätsinhaber. vor allem Konsul Krojanker und die von ihm vertretenen Familienmitglieder, haben ihren Majoritätsbesitz an der Conrad Tack& Cie. AG.(AK. 5 Mill. RM.) an die Freudenberg & Co. G. m. b. H., Frankfurt a. M. veräußert. Die Frankfurter Freudenberg G. m. b. H. verwaltet die Familieninteressen von Freudenberg und darunter auch die bekannte Schuhoberleder= fabrik Freudenberg G. m. b. H. in Weinheim an der Bergstraße. Damit tritt wohl zum ersten Male in der deutschen Schuhwirtschaft eine bedeutende Lederfabrik im Detailverkaufsgeschäft mit ein. Von der Tagung des Generalrats der Wirtschaft. Links: Reichsernährungsminister Darré(links) im Gespräch mit Bankier v. Schröder. Rechts: der Kanzler begrüßt Mitglieder des Generalrats(von links): Erster Bürgermeister von Hamburg Krogmann, Staatssekretär Posse, Generaldirektor Diehn(Kalisyndikat), Reichsbankvizepräsident Dreyse, Reichsbankpräsident Dr. Schacht. Albhrasden, abebegeichen be Pehnr icben Nann. Aier guter Vater und Großvater, der Töpfermeister Leopold Heldke im 76. Lebensjahre. Die trauernden Hinterbliebenen: Frau Louise Heldke, geb. Werner nebst Kindern und Angehörigen. Detmold, den 22. September 1933. Die Beerdigung findet auf Wunsch des Entschlafenen in aller Stille statt. Zugedachte Kranzspenden herzlich dankend verbeten. Traueranzeigen in Brief= u. Kartenform schnell und preiswert Lippische Tageszeitung Detmold, Exterstr. 11 Suche zum 1. 10. oder später für einen Geschäftshaushalt sauberes zuverlässiges, junges Beerdigungsinstitut Möllerjriedrich Meierstraße 1, neben der Hofspotheke Aeltestes Geschäft em Pletze Gegr. 1867 Uebernahme von Erd- und Feuerbestattungen Leichenüberführungsauto Reelle Bedienung Fernspr. 3062 OlsbergG Asee das kochen kann und Hausarbeiten verrichtet. Schriftl. Angeb. unter Nr. 7097 an die Geschäftsstelle d. Ztg. Wegen Verheiratung meines jetzig. Mädchens suche zum 1. Oktober ein älteres kräftiges Sandmihüchen vom Lande bei gutem Gehalt u. Fam.=Anschluß Frau M. Winkler Herford l. W. Konzert=Haus Osnabrücker Hof. Suche zum 1. oder 15. Okt. einen ev. Landwirtssohn zur Erlernung der Landwirtschaft auf einen 240 Morgen großen Hof i. Kr. Herford. Familien= anschluß. Schriftl. Angebote unter Nr. 7098 a. d. GeschäftsStatt Karten Heute verschied nach schwerem Leiden mein inniggeliebter Mann, unser lieber Vater und guter Großvater Amtsgerichtsrat i. R. Gustav Huxholl im fast vollendeten 76. Lebensjahre Elise Huxholl, geb. Wachsmuth, Gustav Huxholl, Margarete Piderit, geb. Huxholl, Elisabeth Müller, geb. Huxholl, Franz Henriette Huxholl, geb. Müller Hauptmann a. D. Hermann Piderit und 7 Enkelsöhne Lemgo, Detmold, Remmighausen, Berlin, Oerlinghausen, den 22. September 1933. * Die Beerdigung findet am Montag, 25. September 1933, nachmittags 16.30 Uhr von der Kapelle der Wolff'schen Stiftung aus statt. Trauerfeier ¼/4 Stunde vorher. Von Beileidsbesuchen bitten wir höflichst abzusehen anz- und Anstands-Schule J. Scheffer u. Frau Unsere diesjährigen Kurse beginnen: Lage Bad Saizuslen=Schötmar Rosened Villa Roseneck) Dienstag, 26. Sept. abends 8 Uhr. Oetmald(Hotel Arminius) Mittwoch, Delmold 27. September, abends 8 Uhr. Oamag(Gasthaus zur Krone F. Röding) Trugd Donnerstag, 28. Sept, abends Hotel Deutsches Haus MittBarutrup woch, 27. Sept, abende 8 Uhr. Wir lehren sämtliche Neuheiten sowie Turniertänze, die in Bad Kissingen vom Einheitsverband deutscher Tanzlehrer festgelegt wurden. Wie jedes Jahr, legen wir großen Wer“ auf den deutschen Walzer. Besondere Kleidung wird nicht vorgeschrieben. Einzelstunden auf Wunsch. J. Scheffer u. Frau, Defmold Sachsenstraße 23. Telefon 2593. Café-Restauraut Pension „Thusnelda“ schönst gelegenes Lokal mit herrlicher Fernsicht Besten Kaflee und Kuchen Räume in verschied. Größen für alle Feste Schattiger Garten Ge per Zentralheizungs=Kols Koßlen Briketts A Gustar Möllmann& Co. Wotanstraße 4/6 Telef. 2070 Wertarbeit! Jedes Stricker-Rad in Quallist. Preise niedrig. de Lieferung ab Fabrik. Katslog 33 gratis., Nicht kaufen, erst Katzlog enfordern. Spezial-Räder v. Rm. 29.-an E. a P. Strieker Fahrradtabrik Bleiefeld-Brackwede 84 2 neue Schlafzimmer Eiche, soide Arbeit, dußerst preiswert zu verkaufen. 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Aus Dausbarseit kann jeder, der an mich schreibt, vollständig kostenlos erfahren, wie ich meine Schuppen, Haarausfall und Kahlheit los wurde und wieder mein volles schönes Haar erlangte. Karl Glöggler, Riedlingen Nr. 101 M. bei Donauwörth Verlosung zur Förderung des Staatlichen Arbeitsdienstes in Lippe veranstaltet v. der Lippischen Landesregierung, Staatlicher Arbeitsdienst Detmold. I. Sougepesu Personenkraftwagen, 6=Zylinder Limousine mit Führerschein— Zulassung— Steuerfrei. und weitere 4000 wertvolle Gewinne. Ziehung am 16. Oktober 1933 in Detmold. Preis des Loses 1 Reichsmark. Lose sind zu beziehen durch: Staatl. Arbeitsdienst, Detmold, Regierung. Zimmer Nr. 68. oder durch die Geschäftsstelle dieser Zeitung. Meisterprüfung noon:sancr. lanbten Lipp. Bauschule, Detmold 10 Inhaber W. Baumgarten. Lehrplan frei Tochnikum Lemno I. 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September: Kalfeekonzert mit Tapz Anlang 8 Unr Eintritt frei. Speisen u. Getränke billigst la Tanzkapelle Sommeririschen Gezerisr kres. sowie alle anderen Drucksachen in der Buchdruckerei der Lippisch. Tageszeilung herstellen Veilage Nr. 224 Aus unserm Lipperland Herbst zog ins Land Mit der Herrlichkeit des Sommers ist's vorbei. Ueber Nacht zog der Herbst in's Land! Schon ziehen die Rauchschwaden flackernder Kartoffelfeuer über die Felder, im Holderbusch sind die Beerendolden schwarz, in der Eberesche aber die Früchte rot geworden. Und schließlich: zahlreiche unserer lieben Freunde aus dem fernen Süden sind längst dahin zurückgekehrt. Kein Schwälblein zwitschert mehr auf dem Dachrand und kein Starmatz singt uns das neueste Pfeiflied. Es ist stiller draußen im Wald und im Ferg., Lillergug. öder. Schon fällt langsam monches Blatt vom Baum, noch bevor die Natur sich das bunte, leuchtende Herbstkleid angelegt hat. Es ist Herbst geworden; denn nun verzeichnet's auch, das Kalenderblatt vom 23. September. Der Sommer hält seinen Auszug. Wir sehen ihn diesmal ungern scheiden, denn er brachte uns Sonne und Wärme, eine reiche Ernte auf den Feldern, und er hinterläßt seinem Nachfolger noch reiche Früchte an Baum, Strauch und Rebe zu sachg mäßer Nachreife. Und wir sollen und wollen uns der schönen Tage freuen, die uns Sele ganz wollrinten lasen mie der Freide Sais dicsh din se. Bate Kre e ie zehren können. Wir wollen aber auch diese Wochen des sonnigen, bunten Herbstes recht ausnützen, wollen uns naturverbunden mit ihm fühlen, da dieser Herbst in den flammenden Farben des Waldes und der Gärten die Eigenheit der deutschen Heimat ist. Blut und Scholle gehören zusammen". dieses Wort unseres Kanzlers Adolf Hitler hat symbolische Bedeutung. Es weist auf die Heimatverbundenheit des deutschen Menschen hin. Und sie kann besser erweisen, als wenn wir der deutschen Heimat treu bleiben in guten und in schwe ren Tagen. Jetzt sind die Tage des farbenfrohen Herbstes, die uns die Schönheit der Heimat offenbaren und uns die Gewißheit vermitteln, daß alle aner die natürliche Schönheit das Zeichen lehender Kräfte ist. Der Herbst ist das Ende des Sommers, aber gleichzeitig der Hinweis auf den kommenden Frühling. Lippische Tageszeitung num emm Eine Verlosung zur Föcderung des lipvischen Arbeitsdienstes 1 imimnsanessnnnen— Bod Raß Faftet nur eine# 23. September 1933 Kauptoepim: emn P Ziegung am sge. grtober 193, Kostet ur eine Der freiwillige Arbeitsdienst hat in Lippe bereits erfreuliche Fortschritte gezeitigt. In Pivitsheide ist das Stammlager schon errichtet. Bad Salzuflen wird in Kürze folgen, und in Bösingfeld sind die Vorarbeiten in Angriff genommen. Vielen jungen Leuten, die durch die Arbeitslosigkeit völlig deprimiert u. seelisch zerrüttet waren, hat der Ar: beitsdienst wieder Halt gegeben, hat ihnen die Freude an der Arbeit, als Urquell de Lebens, zurückverschafft. Man sieht heute bei den jungen Menschen, die früher nutzlos an den Straßenecken umherstanden, wieder frohe Gesichter. Sie sind wieder Menschen geworden. Und das ist für die Allgemeinheit aut so. Abgesehen von den vielen Arbeiten, die durch den Arbeitsdienst erledigt werden, ist die moralische Seite gerade für die Jugend nicht hoch genug zu bewerten. Von der wirtschaftlichen Seite wollen wir ganz schwergen, trotzdem diese ebenfalls nicht zu unter Wir haben in Lippe auch auf diesem Ge biete vorbildlich gearbeitet; das muß jeder anerkennen, der offene Augen hat. Aller dings erfordert die Einrichtung der Stamm lager zunächst Geld. Vieles ist noch erforder lich, um den jungen Meuischen volle Befriedi gung zu geben. Die staatlichen Mittel sind erschöpft. Die Landesregierung hat daher eine Verlosung zur Förderung des staatlichen Arbeitsdienstes in Lippe veranstaltet. Das Los kostet eine Mark, ein Preis, der noch erchwinglich ist. Durch den Kauf eines Loses fördert man die Bestrebungen des Arbeitz dienstes und hilft damit unserer heranwachenden Jugend. Dabei braucht die Mark nicht einmal ohne Gegenleistung geopfert zu werden; denn es sind günstige Gewinnchancen vorhanden. Die Hauptgewinne etzen sich wie folgt zusammen: 1 Personenkraftwagen, 3=sitzige mit Führerschein und Zulassung, steuer frei, im Werte von 300 RM.: 1 Motorrad,„BMW“, komplett, steuerfrei, im Werte von 800 RM.; 1 Zimmereinrichtung, Eiche, im Werte von 1 Kücheneinrichtung im Werte von 300 20 Herren= und Damenfahrräder, chromvernickelt, mit Ballonreifen und elektrischer Beleuchtung, im Gesamtwerte von 1700 Für manchen winkt also das Glück. Darum: Nicht lange überlegen, sondern erwerbt Lose zur Förderung des Arbetisdienstes! Ihr helft damit am Aufbau des Dritten Lose sind in der Geschäftsstelle unserer Zeitung zu haben. Aufruf des Staatsministers Der I. Oober ist. von der Reicherent, rung zum beutschen Erntedanktag bestimmt Wie der 1. Mai ein überwältigendes Bekenntnis des gesamten deutschen Volkes zum deutschen Arbeiter und zur nationalen Ar beit darstellte, so muß der deutsche Erntedanktag die Verbundenheit aller Volksgenossen zum Bauerntum zum Ausdruck bringen. Wir Lipper haben das Glück, daß die große Erniedank-Kundgebung in nächster Nähe auf dem Bückeberg bei Hameln stattEs ist deshalb eine Ehrenpflicht für alle lippischen Volksgenossen, an dieser Veranstaltung teilzunehmen, um damit der Vorehung, dem Führer und dem deutschen Bauern dafür zu danken, daß wir in den kommenden Winter hineingehen, ohne daß das Gespenst des Hungers und der Kälte am Wege steht. Die 75 Prozent Fahrpreisermäßigung ereinem jeden die Teilnahme. möglicht einem jeden die Teilnahme. Das Lippische Volk, selbst ein Bauernvolk, muß in vorderster Front marschieren. Heil Hitler! gez. Riecke, Staatsminister. Eie Centoesen.-* Beschäftigung ausländischer Arbeitnehmer mitasteist: bis 30. Juni 1933 anstelle eines Befrei Amtlich wird folgendes mitgeteilt: Die Bestimmungen, die zum Schutze des Ob dir das gleich ist, wehrlos das Reich ist Und dir droht der Tod? Nein! Luftschutz tut not! Landestheater=Lichtspiele „Ein gewisser Herr Gran“. Gestern abend sahen wir in Detmold einen in der Tat einzigartigen Tonfilm, ein in der in den Landestheater= Lichtspielen wie eine Bombe eingeschlagen! Wenn wir versuchen, im kleinen Rahmen auf die sensationelle Handlung dieses fabelhaften, Films einzzugehen, so betonen wir ausdrücklich, das es sich dabei nur um eine kleine Schilderung handelt, da dieses Meisterwerk der Kameraund Darstellung nur schwer zu schilder ist. Man kann dieses Filmthema schlecht schildern, diesen Film muß man sich ansehen und erleben! Es geht in dem„gewissen Herrn Gran eine sensationelle Erfindung, die auf eine Entfernung bis zu 10 Kilometer die Zündungen jedes Flugzeuges lahmlegt in es so z Landung zwingt. Die ungemein wichtige Erder einen Seite. kämpst dieser gewisse Herr Gran für die Wiedererlangung der Papiere, die von einem schleppt und versteckt werden. Hingerisen in dieses abentenersche, Geschehen wird eim zunzur Schluß nicht nur die Täter, sondern auch dieses Mädchen erobert! handlung. Dieser geniale gud der Tat eim Tausendkünster. Lanz gleich, Bestimmungen, dir zum deutschen Arbeitsmarktes für die ausländischer Arbeiter erlassen sind, finden vom 1. Juli d. Is. ab auch aus die ausländischen Angestellten Anwendung. Arbeitgeber dürfen ausländische Arbeiter und Angestellte(mit Ausnahme der Lehrlinge, der Arbeitnehmer in der See= und Bignegsczffahrt und der Angestellten mit mehr als 8400 R.s Jahresarbeitsverdienst) nur noch beschäftigen, wenn der ausländische einen Befreiungsschein besitzt oder der Arbeit geber eine Beschäftigungegenehmigung und der Arbeitnehmer eine Arbeitserlaubnis erhalten. a) Ausländische Arbeitnehmer, die bisher einen Befreiungsschein besessen haben. Die Ausstellung des neuen„Bezzgzungzscgine bis 30. Juni 1933 anstelle eines Befreiungs cheines ausgestellt hat, ist dem Antrage beizuügen. Die erforderlichen Antragsvordrucke den den Polizeibehörden durch die Deutsche Arbeiterzentrale zugestellt werden. b) Genehmigungspflichtige ausländische Arbeit nehmer. (Arbeitnehmer, die bisher weder einen Befreiungsschein, noch eine dem Befreiungsschein entsprechende Bescheinigung des Landesarbeitsunverzüglich bei dem stelle liegt, einen Antrag auf Erteilung der Veskosgesdorskrick ie Peins Krdeilant 2r. schein besessen haben, einen solchen erhalten können oder ob für sie eine Beschäftigungsgenehmigung des Arbeitgebers und Arbeitserlaubnis des Arbeitnehmers notwendig ist, ist bei dem zuständigen Arbeitsamt(am zweckmäßigsten persönlich) anzufragen. Bis zur Entscheidung über die Antrage oder bis zur Erteilung eines vorläufigen Befreiungsscheins oder einer vorläufigen Beschäftigungsgenehmigung und Arbeitserlaubnis behalten die bisherigen Befreiungsscheine und die ihnen entsprechenden Bescheinigungen der Landes arbeitsämter, sowie die Beschäftigungsgenehmt: gungen und Arbeiterlegitimationskarten(Ar beitserlaubnis) ihre Gültigkeit. aländische Angestellte. die bis Antragsvordruck ist 2. Der ausländische Arbeitnehmer ob der Kinnhaken verstreut, Treso,e knackt, an steilen Häuserwänden herauf klettert und wenige Minuten ur Lo, mach, lonlöwe schönen Frauen Hans Albers ist ein ganzer Kerl, ein Mann, der sich alle Herzen im Sturm erobert! Als ganz großer Gegenspieler steht llbert Bassermann vor uns. Ueber Sonnige Fahrk am Lido. Hans Albers und Karin Hardt. Der ausländische urbeitnehmer oder sein Arbeitgeber hat bei der Ortspolizeibehörde, in deren Bezirk die Arbeitsstelle des ausländischen Arbeitnehmers liegt, einen Antrag auf Erteilung der Arbeitserlaubnis zu stellen. Der Antragsvordruck ist gleichfalls bei dem Arbeitsamt erhältlich. Falls Zweifel bestehen, ob ausländische Arbeitnehmer, die bisher noch keinen Befreiungsdie Darstellung brauchen wir kein Wort zu verlieren. Man kann der Ufa nur Dank dafür sagen, daß dieser geniale Menschen gestalter, der in diesem Film als Kunfthändler eine dämonische Rolle hervorrageno spielt, endlich vor das große Publikum gestellt wird, während ihn bisher nur Wenige auf den Bühnen der Großstädte bewundern durften. Ein unschuldig in den Wirbel der Geschehnisse hineingeratenes Mädchen wird von der bezaubernden Karin Haro:, ger,„Jung sten Stern am Tonfilm=Himmel, dargestellt. Diese Künstlerin verkörpert bei aller Zarrheit und Weichheit, die wir am deutschen jungen Mädchen lieben, das junge Mädchen von heute: sportbegeistert, willensstark und zukunftsfroh! Als Spionin gefiel uns besonders das kluge Spiel von Olga Tsche chowa, während Hermann Speelmanns wieder eine seiner volkstümlichen Typen lebensecht mimt. In den weiteren führenden Rollen sahen wir Theodor Loos, Hans Adalbert von Schlettow. Walter Rilla und Fritz Odemar. Im Ganzen genommen, die Elite der Schauspielkunst! Neben der Darstellung verdient die Proauktionsleitung von Bruno Du day höchste Anerkennung. Der Kameramann Eduard Hoesch entführt uns aus den Ateliers in Neubabelsberg nach dem sonni gen Süden, nach der ewigen Stadt Rom und Venedig. Mit Hans Albers in seinem Achtzylinder=Kompressor Alfa Romeo aben wir die bezaubernden Plätze und Wasserkünste herrlicher Städte, die blaue See in gleißender Sonne, Bilder, die man nie vergißt! Und so kann man diesen Film, wie schon eingangs betont, nur als Standartwerk bezeichnen. Die Ufa eröffnet mit diesem gewissen Herrn Gran die Wintersaison mit ernem Triumpf der Sensationen, der Liebe und Schönheit! Vor diesem Hauptfilm sahen wir ein wert genehmigung und Arbeitserlauonis nicht nötigten, dürfen gleichfalls bis zur Entscheidung über ihren Antrag oder bis zur Erteilung eines vorläufigen Befreiungsscheins oder einer vorläufigen Beschäftigungsgenehmigung und Arbeitserlaubnis weiter beschäftigt werden. Arbeitgeber und ausländische Arbeitnehmer, die gegen die zum Schutz des Arbeitsmarktes geltenden Bestimmungen verstoßen, machen sich b Vexmeidung von Irrtümern in der Oeffentlichkeit wird darauf hingewiesen, daß es sich bei den zur Zeit noch in Deutschland befindlichen ausländischen Arbeitern und Angestellten fast ausschließlich um solche Ausländer handelt, die schon seit Jahren, zum Teil schon seit Jahrzehnten, in Deutschland ansasug sind — meist Deutschstämkmige— ode zum soicgheigug. taten in erseblicher Anzahl deutsche Aebeite, beren Veimastaat Gegensekigteit vereindat worden ist. volles Beiprogramm. Die Ufa=Tonwoche bringt packende Szenen vom schen Turnfest. Wir sahen Meister am Reck. Das Detmolder Publikum klatschte Sehr interessant waren auch die Aufnahmen, die der Ufa=Kameramann an Bord des Schulschiffes Gorch Fock gemacht hat. 18 Quadratmeter Segel im Winde sieht nicht alle Tage. Schließlich erleben wir den großen SA.=Appell in Berlin. Ein Ufa=Kulturfilm zeigt uns grüne Vagabunden". Es handelt sich dabei um hochinteressante Naturaufnahmen, die uns in die Fortpflanzung von Pflanzen und Bäumen zeigen. Belehrende Filme dieser Art gefallen dem Publikum entschieden besser als seichte und blöde Lustspiele aus Amerika! Gestern abend sah man am Schluß der Vorführungen im Landestheater nur hochbefriedigte Gesichter. Diesen„gewissen Herri Gran“ muß man kennen lernen!=Ko. Eine geschlossene Theatergemeinde bedeutet CDolkwerdung! Jeder, der dazu Imstande ist, muss in diesem Wbinter unser Bandestheater besuchen. Dauerplätze sind billig! „Viktor und Viktoria“ wird besetzt. Hauptrollen des neuen Ufa=Tonfilme Vik= und Viktoria“.(Herstellungsgruppe Alired Zeisler) spielen Renate Müller, Haus Brausewetter, Friedel Pisetta und Adolf Wohl; brück. Die Spielleitung hat Reinhold Schünzel inne. Die Bauten stellt Benno von Arent. Die Musik stammt von Franz Doelle. Der Film be: ginnt in den letzten September=Tagen mit den Aufnahmen. Aus der Landeshauptstadt Detmold, den 23. September. Süterkloher R6RK. besucht Detmold Am Sonntag, dem 24. d. M., veranstaltet das RSKK. Gütersloh eine Werbefahrt, verbunden mit einer Ausfahrt der Kriegsbeschädigten. Die Fahrt berührt gegen 10,30 Uhr auch Detmold. Die Fahrer des Korps Detmold treffen sich um 10 Uhr am Lipp. Landestheater zur Begrüßung der Durchfahrenden. Anschließend erfolgt die Weiterfahrt über Horn, Meinberg nach Bad Hermannsborn. Die Mitglieder des RSKK. Detmold können sich an der Fahrt beteiligen. Nach dem Mittagessen in Bad Hermannsvorn, Weiterfahrt über Bad Driburg, Paderborn nach Lippspringe; dort verabschieden wir uns und treten die Heimfahrt nach Detmold an. Ich erwarte, daß eine große Anzahl RSKK.=Fahrer sich an der Begrüßung und an der Fahrt nach Bad Hermannsborn beteiligen wird. Antreten im Dienstanzug für den Fahrer. Meldung bis Sonnabend abend 8 Uhr im Büro, Freiligrathstr. 2, Fernruf 3095. gez. Weber, Korpswart. Töpfermeister Leopold Heldke f. Nach längerem Kranksein ist gestern der stadtbekannte Töpfermeister Leopold Heldke im Alter von 76 Jahren verstorben. Heldke war in vielen Häusern in Stadt und Land bekannt. Wer diesem schlichten Menschen näherstand, wird ihm ein treues Andenken bewahren. Er ruhe in Frieden! * Zwei Jahrraddiebstähle. Donnerstag abend wurde vom Hausflur einer Gastwirtschaft an der Langen Straße ein Fahrrad, das wie üblich, nicht angescholssen war, gestohlen. Marke Bolros Original Sport, schwarzer Rahmen, graue Bereifung, Boschlampe ohne Dynamo.— Ein zweites Fahrrad wurde ebenfalls am Mittwoch abend vor einer Gastwirtschaft in der Schülerstraße gestohlen. Dem Dieb war das Rad anscheinend nicht gut genug, denn er ließ es in Remmighausen vor einer Gastwirtschaft stehen, nahm sich dort vom Hausflur ein neues Rad und setzte damit seine Reise fort. * Eine Stunde nur hielt er's aus. Am Freitag morgen wurde bei einer Razzia auf Bettler Detmold einmal ordentlich von der Polizei„durchgekämmt". Dabei erwischte man 26 Ritter von der Landstraße, von denen ein Teil, der sich nicht mit einem Wanderbuch ausweisen konnte, den Weg zum Gericht antreten mußte. Man war dort sehr erstaunt, unter diesen Herren einen alten Bekannten wiederzusehen, den man erst vor einer Stunde aus der dreitägigen Haft entlassen hatte, in die er ebenfalls wegen Bettelns geraten war. Der jetzige Aufenthalt hinter den ihn so anziehenden schwedischen Gardinen dürfte wohl etwas länger bemessen werden. Einer der FestgenomPhotoarbeiten Photo-Zentrale Eudwig Rönere Co. Wall 16. gegenüber„Lippischer Hol“ Interessante Versuche bei der Feuerwehr Großer Delbrand in 10 Sekunden gelöscht Das lobenswerte Bestreben der lippischen Feuerwehren, sich technisch immer meyr zu verbessern, kam in einer interessanten Uebung zum Ausdruck, die gestern vormittag auf dem Detmolder Kronenplatze hinter dem Bahnhofe stattfand. In Gegenwart des Landesbranddirektors Günther, des Detmolder Brandmeisters Habne und des Vertreters des Reichsluftschutzbundes, Polizeimajor a. D. Jaeckel sowie des Polizeinspektors Krüger wurden durch einen Vertreter der Rheinmetallwerke neuartige Löschversuche unternommen. Vor einer ansehnlichen Zuschauermenge wurden größere Mengen Oel und Benzol mitten auf dem Kronenplatze in Brand gesetzt. Während die Flammen 15 bis 20 Meter hoch schlugen und dicker schwarzer Qualm in Kirchturmhöhe stieg, ging der Zertreter der Rheinmetallwerke diesem gewaltigen Flammenmeer mit einem 75 Millimeter Strahlrohr zu Leibe. Am Kopf des Strahlrohres befand sich eine neuartige Düse, aus der die Wassermengen gleich einem Sprühregen herauszischten. Was angesichts des großen Feuers niemand erwartet hatte, trat ein. Im Verlauf von genau 10 Sekunden wurde der Oelbrand auf einer Bodenfläche von etwa 12 Meter Länge und 6 Meter Breite restlos gelöscht. Das Feuer wurde in des Wortes wahrster Bedeutung einfach weggeblasen! Der Strahlrohrführer merkte hinter dem Sprühregen kaum etwas von der großen Hitze, die fast auf dem ganzen Platze während des Oelbrandes verspürt wurde. Nach dieser wirklich interessanten Unternehmung wurde ein zweiter, kleinerer Oelbrand mit einem 55 Millimeter=Strahlrohr ebenfolls in wenigen Sekunden gelöscht. * Anschließend erfolgte eine Vernebelung des Platzes. Auch hierbei gelang es mit dieser neuzeitlichen Düse vor dem Strahlrohr, mit den Sprühwassermengen, den Platz innerhalb kürzester Zeit zu lichten. Bei einer Erklärung dieser Erfindung wies der Vertreter der Rheinmetallwerke darauf hin, daß sich die Konstruktion bei der Gasabwehr ebenfalls gut bewähren würde. Wir nehmen an, daß nach diesen interessanten Versuchen im Laufe der Zeit alle Feuerwehren des Landes diese wirklich wertvollen Düsen vor den Strahlrohren erhalten, zumal der Anschaffungspreis garnicht hoch ist. Unsere Feuerwehren technisch immer mehr zu verbessern, kann nur begrüßt werden.=Ko.menen hatte sich übrigens im August d. J. aus dem Arbeitsdienstlager Merseburg entfernt unter Mitnahme seiner Dienstkleidung, die er dann hinterher fortgeworfen hat. Nur ein Paar Sportschuhe aus dem Lager hielt er für wert, mit ihm die Reise durch die Lande zu machen. * Aerztlicher Sonntagsdienst. Sonntag, den 24. d. M.: Dr. Rodewald, Wiesenstr. 14. * Das alles darf und soll man nicht. Es ist in der letzten Zeit des öfteren beobachtet u. sind deswegen auch Leute zur Anzeige gebracht worden, weil sie zu zweien auf einem Fahrrade fuhren. Wer Geld sparen will, merke sich: Fahrräder dürfen nur dann von zwei Personen benutzt werden, wenn die mitzunehmende: Person unter sechs Jahren isi. Für den Fall einer Mitnahme muß dann auch eigens ein Sitz angebracht sein. * Blaukreuzverein. Am Sonntag, dem 24. September, nachmittags ½4 Uhr, findet in der Paulinenanstalt das 29. Jahresfest statt, zu dem Pastor Kramer die Festansprache halten wird. Jedermann ist herzlich dazu eingeladen. * Verlängerung der Bandelausstellung. Die Ernst von Bandel=Ausstellung, die in den weitesten Volkskreisen großen Anklang gefunden hat und die in klarer Schau einen Ueberblick über die verschiedenen Seiten des Schaffens Bandels gibt, soll noch weiterhin der Oeffentlichkeit zur Verfügung stehen. Die ungeheuer große Besucherzahl, die die Bandel=Ausstellung aufzuweisen hatte, hat gezeigt, wie groß das Interesse ist, das man dem Schöpfer des Hermannsdenkmals entgegenbringt. Die vorläufige Verlängerung geht bis zum 1. Oktober. Besichtigung von 8—13 uno von 14—18 Uhr, Eintrittskarten verbunden mit der Besichtigung des gesamten Museums 30 Pfg. Ange Zur Reichshandwerkerwoche Sitzung des Ausschusses für die Durchführung der„Deutschen Handwerkerwoche" in Lage Am Montag kommender Woche, 25. d. Mts., abends 8.30 Uhr, im Hotel„Deutsches Haus“ (Schuster) beginnend, findet eine Sitzung der für die Durchführung der„Deutschen Handwerkerwoche", in Lage gewählten Ausschußmitglieder statt, in welcher über alles, was hiermit im Zusammenhang steht, Beschluß aefaßt werden soll. Insbesondere soll über die Ausstellungsfrage, über den Umzug, über sonstige Werbemaßnahmen usw. gesprochen werden. Alle in der letzten Sitzung gewählten Herren des Ausschusses erhalten hiermit die Bitte ausgesprochen, zu dieser Versammlung unbedingt zu erscheinen, da hier alle grundlegenden Fragen über die Organisation durchgesprochen und festgelegt werden müssen. Grober Unfug. Bei den Ausbesserungsarbeiten am Kirchturm der reform. Kirche stellte man fest, daß die auf der Spitze des Kirchturms befindliche Kugel als Zielscheibe von Vergnügungsschützen benutzt ist. Die Kugel ist durchlöchert wie ein Sieb! Abgesehen von der Sachbeschädigung war es auch ein gefährliches Spiel, das der Schütze da getrieben hat. Schötmar Winterhilfe. Der Geldverwalter der NSWohlfahrt, Sparkassendirektor Hermann Pethig, hat auch bei der hiesigen Nebenstelle der Lippischen Landesbank und der Vereinsbank eEmbH. Konten eingerichtet, auf die Zahlungen für das Winterhilfswerk geleistet werden können. Es wird der Bevölkerung so bequem wie eben möglich gemacht, Einzahlungen und Ueberweisungen für das große Hilfswerk vorzunehmen. Verboten! In den letzten Tagen sind in mehreren Häusern unserer Stadt von einem auswärtigen Hausierer Sicherungspatronen mit 4fachem Ersatz angeboten worden. Diese Patronen tragen jedoch nicht das BDE=Zeichen und dürfen daher nicht verwendet werden. Wenn wieder einmal Sicherungspatronen angeboten werden, dann muß jeder darauf achten, ob sie das oben erwähnte Zeichen tragen. Fehlt das Zeichen, dann kaufe man die Patronen nicht, weil sie in diesem Falle trotz des„günstigen“ Preises teuer sind— denn sie dürfen, wie oben schon ausgeführt, keine Verwendung finden. Im übrigen sind die vorschriftsmäßigen Sicherungspatronen in jedem Installationsgeschäft am Platze zu haben. Landwehrverein. Am Sonntag findet bekanntlich die große Kundgebung, verbunden mit Fahnenweihe der Nationalsozialistischen Kriegsopferversorgung, Ortsgruppe Schötmar, statt. Hierzu ist auch der Landwehrverein eingeladen worden. Der Verein nimmt geschlossen vormittags an dem Feldgottesdienst und nachmittags an der Fahnenweihe mit anschließendem Durchmarsch durch die Stadt. Antreten vormittags 8.30 Uhr und nachmittags 2.30 Uhr jeweils am Vereinslokal„Odeon“. Blaukrenzjahresfest. Am kommenden Sonntag feiert der hiesige Blaukreuzverein sein 26. Jahresfest. Um seine Verbundenheit mit der ganzen Gemeinde zu bezeugen und um seinen Dienst immer wieder allen innerlich Belasteten, besonders allen Alkoholgebundenen und ihren Angehörigen und Freunden anzubieten, wird in beiden Gemeindegottesdiensten in besonderer Weise seiner Arbeit gedacht. Abends um 8 Uhr findet im Gemeindehause noch eine Feier statt, wobei Pastor Tölle=Bad Salzuflen die Ansprache halten wird. Auch zu dieser Abendfeier ist jeder herzlich eingeladen. Bad Salzuflen #in: Umberto Urbano im Kurtheater. Nach Schluß der großen Konzertsaison erlebte man am Donnerstag im Kurtheater noch einen ganz großen Abend, den uns die hohe Sangeskunst des italienischen Baritonisten Umberto Urbano vermittelte. Die Schönheit, dieser von vollendeter Sangeskultur zeugenden Stimme, kam in italienischen Opernbruchstücken(Bellini. Die Puritaner, Leoncavallo, Zaza, Auftrittslied des Figaro aus Rossinis Barbier von Sevilla, Ave Maria aus Mascagnis Cavalleria) Liedern von Tosti und Broggi und dem Ständchen: „Horch auf den Klang der Zither“ aus Mozarts Don Juan voll zur Geltung. Ein Glanzstück der Vortragskunst wurde Schuberts mit innigster Zartheit gesungenes:„Du bist die Ruh', der Friede mild", ebenso wie Rich. Strauß „Zueignung" in deutscher Sprache gesungen. Der anhaltende Beifall entlockte dem Künstler zwei Zugeben. Der schwierigen Aufgabe der Begleitung am Flügel unterzog sich der Pianist Foersterling mit gutem Gelingen. Bereits über 14.000 Kurgäste. Die Besucherzahl unseres Bades hat sich auch in der vergangenen Woche wieder erheblich erhöht, trafen doch vom 14. bis 20. d. Mts. 454 neue Gäste hier ein, so daß die Gesamt=Besucherzahl bis zu diesem Tage 16 110 betrug, Kurformen wurden bis zum gleichen Tage 208 426 verabfolgt. Umzug der Kriminalpolizei und des Einwohnermeldeamtes. Mit dem gestrigen Tage hat die hiesige Kriminalpolizei ihre Diensträume in das Verwaltungsgebäude am Markt, Zimmer Nr. 10, verlegt. Das EinwohnerMeldeamt befindet sich ab gestern im gleichen Gebäude, Zimmer Nr. 13. Getreidehändler Friedrich Tellmann f. Aus dem Kreise unserer alten Salzufler ist wieder einer, der Getreidehändler Friedrich Tellmann, Lange Straße 11, im 71. Lebensjahre Ein heiterer Roman von Marianne von Ziegler. Copyright by Georg Müller u. Albert Langen. 49. Fortsetzung. „Es int nur, well sie mir verboten hat, die Göckel zu begraben. Aber ich hab's doch getan, heute früh, wie ihr beim Kaffee wart. Da drüben, im Schuppen. Den Hühnerill hab' ich weggerückt, damit ich ihn nachher wieder draufllen kann und sie es nicht merkt. Da war schon ein frisches rab drunter. Da hab' ich auch nachgegraben und da war das Säckchen drin. Dann hab ich das Loch noch größer gemacht, hab' die Göckel hineingetan, hab' wieder alles zugeschauselt, den Stall wieder drauf— es merkt's kein Mensch, wenn du nichts sagst.“ „Kind, Kind,“ sagte der Alte mit plötzlichen Tränen in den Augen. ralb mir einen Kuß.“ Aus Zärtlichkeiten machte sich Frieder nun eigentlich gar nichts. Aber wenn der kranke Mann es haben wollte: immer geran, als sei dies ein Menschenfresser. Und er war dumm genug gewesen, es zu glauben. Der Mann aus Afrika war ja ganz freundlich— oder kam das vielleicht nur, weil er krank war? Mutter sagte ja auch manchmal von ihm oder heute so artig; ob ihm wohl was die blinkt. leider. ruhig ein bißchen behalten. Piet hatte die Decke zur Seite gestrampelt, die Beine auf die Erde gestellt und sing an, im Uebermaß seines Glückes die Kissen in weitem Bogen um sich zu werfen.„Dabei stieß er ein Jubelgeheul aus, in das Frieder begeistert einstimmte. „pliert lom Gutrune and der Küche gelauten.„Kkrieder! rieder, du nichtsnutziger Junge! Mach, daß du fortkommst. erzeihen Sie, Herr van Dongern...“ Piet sah sie strenge an.„Warum hat man mir nie gesagt, was das für ein Junge ist?" 2—.7 „Mein Gott,“ stammelte das Mädchen.### weiß schon, er ist sehr schlimm— aber ich kann nichts dafür. Wir geben uns alle Mühe... der abscheuliche Bengel....— „Ein Prachtjunge, ein Teufelsjunge, ein wahres Wundersind ist das! Und so gescheit, viel gescheiter als die ganze Polizei. Ich konnte das nicht wissen; aber Sie! Sie müssen es doch bemerkt haben!“ Nein, das hatte die wester bisher wahrlich nicht. einar lieblich, kand gänzlich überrascht, sah dabei zwar lie ehr geistreich aus und bemerkte kaum, daß Frie seit benutzte, um ihr mit einem lauten„Bä Sie lieblich, aber nicht Frieder die Gelegen„Bäh!!“ die Zunge rauszustrecken. „Meine Diamanten,“ fuhr Piet fort, holte das Säckchen wieder hervor, schwenkte es herum und drückte es ans Herz, „ich habe sie wieder. Er hat sie gefunden. Die Diebe haben sie versteckt, aber der Goldjunge da hat sie wieder ausgebuddelt und mir hierhergebracht. Sag, was möchtest du dafür haben, Frieder, mein lieber, kleiner Engel? Du bekommst, was du willst. Sag's nur Onkel Piet, sag es ihm, mein Lamm!“ Frieder riß Augen, Mund und Ohren auf, und selbst seine Nasenlöcher weiteten sich...„Was ich möchte? Eine Gartenspritze, für die Leute, die vorbeigehen, weißt du, daß sie dann recht schimpfen!" „Großartig! Großartig!“ lobte Piet.„Sollst sie haben, gleich morgen haben. Ich helfe dir spritzen.“ Inzwischen hatte Frau Mariechen im Hause das Regiment angetreten, dem sich Zenzi und Fannerl nach kurzem Sträuben seufzend gefügt hatten. In alle sernen Winkel drang ihr Blick, keine noch so versteckte Spinnwebe entging ihr— überall mußte sofort nachgesehen und nachgeschruppt werden. Die Vorräte in der Speisekammer waren aufgeschrieben und neu eingeräumt, das Geschirr gezählt worden— alles damit Gutrune einen Begriff bekäme, wie die Sache eigentlich anzupacken sei. Dann war das Mädchen davongestürzt, um nach em Geschrei um Piet zu sehen. Für den Augenblick war nichts mehr zu tun, denn in der Küche, das sah Frau Reichenbach selbst angesichts der drohenden Haltung, die Zenzi einnahm, wäre ihres Bleibens nicht länger gewesen. Also stieg sie wieder hinauf ins Dachgeschoß, um hier Musterung zu halten. Die Kammer, die Frieder beherbergte, enthielt nichts als das Gitterbett, einen Koffer mit seiner Wäsche und das improvisierte Nachtlager Augusts. Dann öffnete sie das Zimmer ihres Kurts; auch der konnte, gottlob, nicht viel Unordnung verbreiten, weil er für die paar Tage nur etwas Waschzeug bei sich hatte. Immerhin legte sie dieses gefälliger zurecht, hängte seinen Mantel von einem Haken auf den nächsten und sah sich nach weiteren Behältnissen um, die allenfalls ihrem Herrscherblick etwas entziehen konnten: vergeblich, denn das Gelaß, ursprünglich für August bestimmt, enthielt nichts außer dem Feldbett und einem primitiven Waschtisch.— Da, ein Wandschränkchen? Nein, die kleine eiserne Tür führte durch eine Art einfachster Feuerstätte in den Kamin. Aber mißbilligend sah sie in dem dunklen Schacht eine kleine Anhäufung von ausgekämmten Haaren und Paviersetzen, die wohl seit längerer Zeit, vielleicht von irgend einem Dienstmädchen her stammend, hier lagerte. Kurt war selbstverständlich nicht dafür verantwortlich zu machen. Pfui! Wie konnte man so etwas so lange hier dulden! Neben Kurts Zigarettenschachtel lagen entzündete sie ein Streichholz, hielt es Streichhölzer. Ritschl entzündete sie ein Streichholz, hielr es an das Abfallhäuschen und sah mit Genugtnung, wie es zu einer hohen Flamme aufzischte und bald in Asche zusammen: sank. Dann eilte sie, sich die Hände zu säubern, fuhr mit Kamm und Bürste über den Scheitel und begab sich wieder in die unteren Regionen, wo ihre Anwesenheit doch wohl noch nötiger war. Die Landstraße nach Obermühl wurde einstmals von Leuten angelegt, die es nicht eilig hatten. In gefälligen Mäandern windet sie sich rechts um ein Stück Moos, links um eine Waldparzelle, folgt dem eigensinnigen Zickzack, mit dem bäuerlicher und staatlicher Grundbesitz aneinandergrenzen; nur den Dachsbuckel, eine gefürchtete Steigung, überwand sie früher in geradem und steilem Anstieg, erst seit einigen Jahren dient dieser alte Weg, auf dem sich schon Gras und Unkrant breitzumachen beginnen, nur mehr den seltenen Fußgängern, während dem zunehmenden Wagenverkehr zuliebe die neue Straße in sanften, weiten Kurven hinauf und wieder hinabführt. In eine dieser Kurven bog das mit Lärm und üblem Geruch daherrasende Kraftrad, dem auf seiner eiligen Flucht so mancher Fuhrknecht und Herrenfahrer kopfschüttelnd nachgeblickt hatte; ob die durchaus unsportgemäß gekleidete Frauensperson, die mit wehenden Haaren und gebauschtem Rock auf dem Führersitz hockte, bei dieser verrückten Fahrt heil ans Ziel kam? Aber Fräulein Mathilde Feldmaier kannte keine Furcht, und sie war gerade in der Stimmung, mit dem Teufel um die Wette zu fahren. Westhoff, den Mann der Vorsicht, mußte sie über kurz oder lang einholen. Ihre scharfen Augen spähten voraus, so weit sich die Straße überblicken ließ: nichts—— sonderbar, viel weiter konnte er doch nicht gekommen sein? Da— sie zog die Bremse so stark an, daß das Rad sich querstellte und sie selbst Mühe hatte, nicht kopfüber zu schießen — am äußersten Winkel der Kurve, den Baum und Buschwerk ihren Blicken verborgen hatten, stand der bellgrane Daimler: er stand ein wenig schief, als habe er eben begonnen zu sinken; von einem lebenden Menschen aber war nichts zu stattlichen Paar grauer. Flanellheine. Alles übrige steckte angestrengt arbeitend unter dem Wagen. s## sagte„Mathilde Feldmeier, indem sie abstieg und die woylbekannren Kreppgummisohlen spöttisch betrachtete.„Aha! Natürlich Bruch!“ Die Beine bewegten sich lebhaft und versuchten, den zu lhuen gevorigen Rump), unter dem Wagen hervorzuziehen: zugleich ertönte ärgerliches„Crunzen; es währte einige Minuten, bis Direktor Westhoff seine ganze Person gesammelt und wieder aufgerichtet hatte. Mit hochrotem Kopf und verschohener Kleidung stand er vor dem grauen Fräulein, das ihn spöttisch musterte.(Fortsetzung folgt.) von uns gegangen. Alle. die den stets freundlichen alten Herrn kannten, werden ihm auch über das Grab hinaus ein ehrendes Gedenken bewahren. Lemgo Amtsgerichtorat i. R. Gustav Huxholl f. Für viele völlig unerwartet, ist gestern nach einem schweren Leiden, der im ganzen Lipverlande hochverehrte Amtsgerichtsrat i. R. Gustav Huxholl im Alter von 76 Jahren gestorben. Wir werden das Leben dieses hochichteten Juristen noch eingehend würdigen. Den Angehörigen gilt unser herzlichstes Beileid. Die Vorbereitungen für die 8. Jahresseier des Verbandes Cvangelischer Kirchenchöre in Lippe sind fast vollendet. Am Sonntag werden 500—600 Sängerinnen und Sänger in der Kirche St. Marien zusammentreten, um unter Herrn Baules Leitung in dem Gesamtkonzert mitzuwirken. Neuigkeiten aus den Blomberg r. Bestätigung. Der zum Rendanten der Städtischen Spar= und Leihekasse gewählte Diplom=Kaufmann, Herr Heinrich Diekmann, ist seitens der zuständigen Behörde in seinem Amt bestätigt. er= Wieder neue Arbeit. Im Interesse der Belebung des Arbeitsmarktes hatte der Stadtrat vor einiger Zeit beschlossen, den Sandkuhlenweg weiter auszubauen, die Bürgersteige in der Hagenstraße mit Deckplatten zu versehen, sowie in der Rektorschule und Fortbildungsschule eine Dampfheizungsanlage zu schaffen. Die Vorarbeiten sind nunmehr soweit gediehen, daß sie verwi klicht werden. Barntrup Obstverkaus. Am Sonnabend, den 23. d. M. soll das städtische Obst gegen Barzahlung verkauft werden. Käufer wollen sich nachmittags um 1 Uhr im Hellwege beim Friedhof einfinden. Preisschießen. Am Sonntag, den 24. Septbr. d. J. findet vom Kriegerverein und vom Schützenverein ein gemeinschaftliches Preisund Vergnügungsschießen statt. Antreten 1.30 Uhr auf dem Adolf Hitler=Platz in Mütze bezw. Schützenhut. Um zahlreiche Beteiligung wird gebeten. Oerlinghausen ef. Hiddesen. Von der Kleinkinderchule. Im Oktober werden es 25 Jahre, daß die hiesige Kleinkinderschule ihrer Betimmung übergeben wurde. Aus Anlaß dieses Jubiläums soll am 15. Oktober ein Festgottesdienst stattfinden. f. Hiddesen. Ortsgruppe der Neuhausbesitzer. Am Donnerstag abend fand im Gasthof„Hiddeser Hof"(G. Kligge), eine Versammlung der Ortsgruppe der Neuhausbesitzer statt. Es wurden 2 Delegierte gewählt, die bei Verhinderung des Vortandes an Tagungen usw. teilnehmen. p. Heiligenkirchen. Vollendet das Werk. Wir berichteten vor kurzem über die in Angriff genommenen Arbeiten zur Verschönerung des Dorfbildes. Mancher Bürger hat sich lobend über diese unbedingte Notwendigkeit ausgesprochen. Leider ist diese Säuberungsaktion nicht in allen Teilen ge lungen. Die Umgebung des Spritzenhauses auch in fröhlicher Weise Ausdruck geben, und zwar in den üblichen Erntefesten und Erntebieren. Wie wir bis jetzt feststellen konnten, haben in diesem Jahre alle stattgefundenen Hoffeiern einen würdigen Verlauf genommen. o. Hornoldendorf. Ein kleiner Hinweis. Wenn im Herbst der Blattabfall beginnt, werden auch an Bäumen die Vogelnester sichtbar. Viele sind noch immer der Meinung, das das Hängenlassen der Nester zum Wiederkommen der Vögel einladet. Das ist nicht der Fall. Die Nester müssen entfernt werden, da sich das Ungeziefer darin festsetzt und so den Bäumen Schaden bringen. p. Berlebeck. Die Hirschbrunft beginnt. Der plötzliche Witterungsumschlag hat den König der Wälder heraus an die Brunfstätte gelockt, wo er jetzt an den kalten Tagen, besonders abends zu hören ist. Manns nachträglich die herzlichsten Glückund Segenswünsche auszusprechen. Brake. Einstellung des Strafverfahrens. Wie uns mitgeteilt wird, ist das gegen den Kreisinspektor Neese vom Landratsamt in Brake anhängig gemachte Strafverfahren eingestellt. Das Dienststrafverfahren ist noch nicht beendet.— ue dohdebocoor Deutsches Geld in deutsche Hand So rettet ihr den Mittelstand! Erntedank Reich war die Ernte in den deutschen Gauen, und liebend streicht zum Abschied der Sonne Glanz über die dankbare deutsche Erde. Schon zieht der Bauer wieder mit nimmermüdem Schritt und neuem Hoffen Furche um Furche hinter seinem Pflug. Er denkt zurück an das verflossene Jahr, in dem als Knecht auf seiner Scholle das Saatkorn in die Erde fiel— im Zweifel wer die Ernte barg Wie sonderbar all dieses Sinnen— das Jahr wo deutsche Erde wieder ward. Sein Gleichschritt stockt— die Rosse stehn— der Pflug hält stille. Er fühlt des deutschen Führers starke Hand, die ihm gebietet: „Halt ein, Du deutscher Bauer!" Zusammen woll'n wir steh'n: Wir Bauern, wir Arbeiter, wir Bürger. Wir alle wollen bringen unseren Erntedank. Vortrag über Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen. Ueber dieses Thema sprach am Donnerstag abend Pg. Schmengler vom Arbeitsamt Detmold im Rathaussaal. Auch der stellvertretende Staätsminister, Pg. Wedderwille, war anwesend. Nach allgemeinen Ausführungen über das Arbeitsbeschaffungsprogrammging der Redner auf die Verhältnisse in Oerling= hausen ein und führte aus, daß es bisher sehr schwer für Oerlinghausen gewesen sei, Arbeit zu beschaffen, da durch den Kanalbau der Stadt große Lasten entstanden seien. Durch das Arbeitsbeschaffungsprogramm der könne aber nun auch Oerlinghausen seinen Wohlfahrtserwerbslosen Arbeit geben, ohne daß diese Maßnahmen der Stadt einen Pfennig kosteten. Jeder, der eine Arbeit auszuführen hätte, müsse damit herauskommen und sich so an dem Aufbauwerk beteiligen. Nachdem Pg. Schwengler noch über die Beseitigung des Doppelverdienertums und die planvolle Arbeit Adolf Hitlers gesprochen hatte, schloß Bürgermeister Möller den Abend mit einem dreifachen Sieg=Heil auf den Führer. Aus der Nachbarschaft Vaderborn spart die Oberbürgermeisterstelle ein. In der letzten Stadtverordnetensitzung wurde darüber Beschluß gefaßt, ob die Stelle des am 1. November in den Ruhe stand tretenden Oberbürgermeisters Haer ten wieder neu zu besetzen ist. Die Stadt verordneten entschieden auf Einsparung der Stelle. Die Geschäfte sollen Bürgermeister Voys übertragen werden, der einen unbesoldeten Beigeordneten als Stellvertreter zur Seite bekommt. Aus den Vereinen 1. Lippischer Polizei= und Schutzhund=Verein * i m R e i c h s v e r b a n d f ü r P o l i z e i= u n d S c h u t z hunde e. V. Detmold. Die Mitglieder, deren Hunde keinen Stammhaum besitzen, müssen sich sofort mit dem Schriftführer, Dekorateur F. Strogies, grathstraße, in Verbindung setzen, damit die mit seinen Schuttbergen hat man übersehen. Oder sollte es sich hier um„Privatsache handeln? Es ist ein Gebot der Menschlichkeit und der Hygiene, diesen„Berg des Anstoßes" zu beseitigen. =p. Heiligenkirchen. Kein Uebertritt des Kameradschaftl. Vereins zum Kriegerverein. Wie verlautet, ist der Uebertritt des aufgelösten Kameradschaftl. Vereins zum Kriegerverein gescheitert. Der Verein hat sich aufgelöst. p. Heiligenkirchen. Das Obst an der Landstraße ist am Mittwoch verkauft. Es hatten sich sehr viele Kauflustige eingefunden, die nicht alle befriedigt werden konnten. Es wurden teilweise sehr gute Preise erzielt. Während in hiesiger Gegend die Birnen und Zwetschen reichen Behang tragen, bleibt die Apfelernte weit hinter der des Vorjahres zurück. p. Hornoldendorf. Die Zeit der Erntefeste ist gekommen und mithin die Zeit, in der die Landwirtschaft etwas auf atmet von der Fülle der Arbeit. Man gönnt es daher den Landwirten und allen, die an den Erntearbeiten teilgenommen haben, wenn sie ihrem Dank über die gute Ernte * Remmighausen. Kartoffeldiebstahl. Ein Mieter benutzte die Abwesen heit seines Hauswirts dazu, aus dessen Keller Kartoffeln in den eigenen Keller zu transportieren. Man kam ihm jedoch au die Spur und konnte ihn der Tat überführen m., Eichholz. Seinen 70. Geburtstag feierte vor einigen Tagen in voller körperlicher und geistiger Frische der überall geachtete Einwohner Christian Manns, der weit über 30 Jahre im Detmolder Straßenbahn=Debot gearbeitet hat und das besondere Vertrauen seiner Vorgesetzten und Mitarbeiter besaß. Unter den Gratulanten befand sich auch die Pesag, die dem früheren braven Mitarbeiter besonders ehrte. Gern nehmen auch wir Veranlassung, Herrn m.= Gr.-Marpe. Aus der Gemeindevertretung. Am Montag abend hatten ich die Gemeindevertreter versammelt, um nach der Rechnungsablage über den Voranchlag zu beraten. Der Haushaltungsplan chließt in Einnahme und Ausgabe mit 7903,93 RM. ab. Die durchgeführte Kassenprüfung gab zur Beanstandung keinen Anlaß. Unter Punkt Verschiedenes wurde beschlossen, daß die an den Dorfwegen stehenden Aepfelbäume geleert werden und die Aepfel zu Weihnachten an bedürftige Kinder zur Verteilung gelangen sollen. Bad Meinberg. Kirmes. Zu der am 24. und 25. 9. hier stattfindenden Meinberger Kirmes haben sich bereits eine große Anzahl Schau= und Kirmesbuden eingefunden. Die Ziehung der Meinberger Verlosung findet am Montag nachmittag statt. Die Gewinne sind in diesem Jahre bei Gastwirt Stille(Lindenhof) untergebracht und können ab Sonntag dort besichtigt werden. Wiembeck. Erntedankfest. Am Sonntag, dem 24., nachm. 3,30 Uhr ist auf dem Meyerhofe Nr. 6 Erntedankfestfeier, wozu hierdurch herzlich eingeladen wird. * Siekkrug. Erntedankfest. Am Sonntag, dem 24. September findet in den Räumen des Siekkruges ein großes Erntefest statt. Die Baulesche Orchester=Kapelle sorgt für eine gute Tanzmusik. em=Istrup. Fahnen heraus! Am Sonntag wird das neue Spritzenhaus eingeweiht, zu gleicher Zeit feiert auch die Wehr ihr 41. Bestehen. Darum ist es Pflicht und Aufgabe der Einwohnerschaft, olles zu tun, um zur Verschönerung der Feier heizutragen. Das geschieht am besten durch Fahnenschmuck. eb. Lothe. Versammlung der NSHago. Hier fand vor einigen Tagen eine Versammlung der nationalsozialistischen Handwerker=, Handels= und Gewerbeorganisation im Gasthof Weber statt. Ortsgruppenleiter Pg. Caspari=Schieder legte die neuen Richtlinien der NS=Hago klar. Kirchliche Nachrichten grathstraße, in Vervindung egen, ge; Tiere in die Gebrauchshundliste eingetragen werden können. Falls die Leistungsbuchurkunden in Verlust geraten sind, sofort Duplikat tragen. Es soll nämlich für die Hunde alsbald ei Reichsrahmensteuergesetz geschaffen werden. Da auch noch weitere Anordnungen bekanntgegeben werden müssen, ist de besuch, Krünen as. 3 MeiersGeschäftliches Die bekannte Tanzschule J. Scheffer und Frau beginnt ihre diesjährigen Kurse am Montag, den 25. September. Wir bitten um Beachtung des in der heutigen Ausgabe erscheinenden Inserates. Das Festabzeichen für den„Deutschen Erntedanktag": zwei Aehren mit Mohnblume. Sonntag, den 24. September 1933. Gottesdienste Alte resorm. Kirche am Markt. 8 Uhr: Geläut vorher, Frühgottesdienst, Pastor Schreck; 10 Uhr: Vormittagsgottesdienst, Pastor Kramer; 11.15 Uhr: Kindergottesdienst Reformierte Stadtkirche. 8.15 Uhr: Frühgottesdienst, Pastor van Senden; 10 Uhr: Vormittagsgottesdienst, Pastor Brüns; 11.15 Uhr: Kindergottesdienst(wir lernen neue Lieder). Lutherische Kirche. 10 Uhr: Hauptgottesdienst (Kons.=Rat Scheumann); 11.15 Uhr: Kindergottesdienst; Sonnabend 5.30 Uhr: Wochenschluß=Andacht. Landkrankenhaus. 9 Uhr: Pastor Lohmeier Immanuelkirche der Ev. Gemeinschaft Detmold Sonntag vorm. 9 Uhr: Gebetsversammlung: 10 Uhr: Gottesdienst, Prediger Handt; 11.30 Uhr: Sonntagschule; 1.30 Uhr Sonntagschule Pinneichen. Gottesdienste der Neuapostolischen Kirche. Detmold: Sonntag 9.30 und 16 Uhr, Mittwoch 20.30 Uhr. Lemgo: Sonntag 9.30 Uhr, Mittwoch 20.30 Uhr. Lage: Sonntag 9.30 Uhr, Mettwoch 20.30 Uhr. Blomberg: Sonntag 9.30 Uhr, Mittwoch 20.30 Uhr. Bad Salzuflen: Sonntag 9.30 und 16 Uhr, Mittwoch 20.30 Uhr. Schötmar: Sonntag 9.30 und 16 Uhr, Mittwoch 20.30 Uhr. Holzhausen: Sonn tag 9.30 und 20.30 Uhr, Mittwoch 20.30 Uhr. Sylbach: Sonntag 15.45 Uhr, Donnerstag 20.30 Uhr. Schwelentrup: Sonntag 16 Uhr. Ev. Gemeinschaft Pivitsheide(Reinekenhof). Sonntag vorm. 8.30 Uhr: Sonntagschule für Knaben; 10.30 Uhr: Sonntagschule für Mädchen, nachm. 6.15 Uhr: Gottesdienst. Heidenoldendorf. 9.45 Uhr: Erntedank=Gottes dienst, Pastor Schreck; 11 Uhr: Kindergottesdienst. Jerxen=Orbke. 10.30 Uhr: Kindergottesdienst. Vahlhausen. 8 Uhr: Predigt; 9.30 Uhr: Kinder gottesdienst; 3 Uhr: Erntedankfest, es spre chen: Pastor Hülsemann=Lipperode und Pastor Hülsemann=Kanada. Lutherische Gemeinde Lage. 9.30 Uhr: Beichte; 10 Uhr: Hauptgottesdienst mit Feier des hl. 11.30 Uhr: KirAbendmahls(Pastor Jahr); Kindergottesdienst; Mittwoch 8 Uhr: hencher. Reformierte Gemeinde Lage. 8 Uhr: Frühlirche, Pastor von Szalatnay; 10 Uhr: Hauptkirche, Pastor Pollem; 1.30 Uhr: Kindergottesdienst. Vereinshaus im Gerstkamp. 8 Uhr Bibelstunde. Schötmar Reformierte Gemeinde. Sonntag 8 Uhr: Pastor Dassel; 10 Uhr: Pastor Lohmeyer; in beiden Gottesdiensten wird des Jahresfestes des Blaukreuzvereins gedacht und eine Sammlung erhoben werden; 1.30 Uhr: Kindergottesdienst.— Versammlungen: 2.30 Uhr: Jugendbund, 8 Uhr: Nachfeier des Blaukreuzjahresfestes im Gemeindehause, Pastor Tölle=Bad Salzuflen; Dienstag 8 Uhr: Kirchenchor; Mittwoch 5 Uhr: Jungschar, Mädchen; Donnerstag 8 Uhr: Jungvolk, 8.15 Uhr: Jungmädchenverein, 8 Uhr: Jugendbund; Freitag 8 Uhr: Bibelstunde; Sonnabend 4.30 Uhr: Jungschar, Knaben. Sylbach. Sonntag 9.30 Uhr: Pastor Butterweck, mit Abendmahlsfeier. Ev. Gemeinschaft Blomberg(Gasthof zur Burg) Sonntag abend 8.15 Uhr: Gottesdienst, Prediger Handt. Versammlungen Reformierte Gemeinde. Sonntag 3.30 Uhr: Blaukreuzverein, Paulinenanstalt; Sonntag 8 Uhr: Jungmädchenverein Frohe Jugend, Stadtküche; Dienstag 7.45 Uhr: Mütterabend im Gemeindehause: Dienstag 8.30 Uhr: Bibelstunde der landeskirchlichen Gemeinschaft, Gemeindehaus; Mittwoch 8.15 Uhr: Kirchenchor, Gemeindehaus; Mittwoch 8.30 Uhr: Helferkreis im 2. Pfarrhaus; Donnerstag 8 Uhr: Jungmädchenverein Vorwärts, Paulinenanstalt; Donnerstag 8.30 Uhr: Jungmädchenverein„Frohe Jugend, Stadtküche; Freitag 8.30 Uhr: GemeindeBibelbesprechstunde, Gemeindehaus. Lutherischer Konfirmandensaal. Montag 8 Uhr: Kirchenchor; Dienstag 4 Uhr: Jungscharstunde, 8 Uhr: Jungmütterabend der Frauenhülfe; Mittwoch 8.30 Uhr: Bibelstunde; SP I Im einfachen wie im feinen Haushalt leistet MAGGl- Würze vorzügliche Dienste ie. den Geschmack von Suppen, Soßsen., Gemülen, Sakaten uaur— — Wenige Roplent Freitag 4 Uhr: Gemeinschaftsstunde und 8 Uhr: Singabend der Frauenhülfe, 8.15 Uhr: Jungmädchen=Verein. Christl. Verein junger Männer Detmold. Sonntag 20.15 Uhr: Rüststunde,„Deutsche Ritterlichkeit": Montag 20 Uhr: Turnen Jungmannschaft; Dienstag 20.15 Uhr: Rüststunde,„Die Bibel trotz aller Angriffe Gottes Wort“, Pastor Kramer; Mittwoch 17.30 Uhr: Jungscharstunde, 20 Uhr: Turnen des Jungvolks, 20.30 Uhr: Frauengruppe; Donnerstag 17.30 Uhr: Turnen der Jungschar, 20.30 Uhr: Posaunenübungsstunde: Freitag 20.15 Uhr: Jungvolkstunde,„Achtung! Ostmarkenrundfunk", Sonnabend 20.30 Uhr: Jungmannschaftsabend, Adolf Hitler:„Mein Kampf“, Sekretär Hartkopf. Versammlungen der Ev. Gemeinschaft Detrreld Sonntag nachm. 4 Uhr: Mädchenjungschar, abends 8 Uhr: Jugendverein: Montag 8.15 Uhr: Männerchor, 8.15 Uhr: Mädchengruppe; Dienstag 8.15 Uhr: Frauen=Missionsverein; Mittwoch 8.15 Uhr: Gemischter Chor; Donnerstag 8.15 Uhr: Gebetsversammlung; Freitag 6 Uhr: Knabenjungschar, abends 8 Uhr: Jungmännergruppe. Jugendbund für entsch. Christentum Detmold (Neues Gemeindehaus). Sonntag abend 8 Uhr: Jugendbundstunde: Dienstag 8.30 Uhr: Gemeinschaftsbibelstunde; Donnerstag 8.15 Uhr: Singen. Nemmighausen. Mittwoch 8 Uhr: Bibelstunde. Heidenoldendorf. Sonntag 8.15 Uhr: Rüstzeit Vereinshaus; Montag 6 Uhr: Ev. Jungmännerwerk Sportplatz; Dienstag 8.15 Uhr: Rüstzeit Vereinshaus; Mittwoch 8 Uhr: Blaukreuzverein, 6 Uhr: Turnen der Jungschar, 8 Uhr: Turnen d. EIMW.; Freitag 8 Uhr:. Kirchenchor, 5 Uhr: Mädchenjungschar; 8 Uhr: Turnen d. EIMW.; Sonnend 6 Uhr: Jungschar; Sonnabend 8 Uhr: Ev. Jungmännerwerk. Vereinshaus Waldheide. Sonntag 8 Uhr: Bibelstunde; Mittwoch 8 Uhr: Mädchenjungschar; Donnerstag 8 Uhr: Gemeinschaftsstunde; Sonnabend 6 Uhr: Jungschar. Klüt. Mittwoch 8 Uhr: Bibelstunde; Freitag 8 Uhr: Christl. Verein junger Mädchen. Jerxen=Orbke. Montag 4 Uhr: Mädchenjungschar, 8 Uhr: Mädchenjugendschar; Dienstag 8 Uhr: Bibelstunde. Vivitsheide V. L. Am kommenden Sonntag, morgens 8 Uhr, ist Gottesdienst im Gemeindehause. Deutsche Arbeitsfront Achtung Friseure! Deutscher Arbeiterverband der öffentlichen Betriebe. Wir erinnern an die am Sonntag, dem 24. September, nachmittags 4 Uhr im ehem. Volkshaus in Detmold stattfindende Versammlung der Arbeitnehmer des Friseurgewerbes. Wegen der Dringlichkeit der zu behandelnden Angelegenheiten wird allen Arbeitnehmern des Friseurgewerbes in Lippe zur Pflicht gemacht, an dieser Versammlung teilzunehmen. Heil Hitler! Verbandskreisverwaltung Detmold. Brandes, Verbandskreisleiter. Kein Livper darf in diesem Winter hungern oder frieren Große Kundgebung für das lippische Winterhilfswerk in Schwalenberg ir die gettern abend angesechte giche Kucdebung hatte das kleine Malerstädtchen Schwalenberg, das„lippische Rothenburg" reichen Flaggenschmuck angelegt. Schon früh herrschte reges Leben und Treiben auf den Straßen. Gegen acht Uhr erschien Staatsminister Riecke(der Reichsstatthalter war leider am Erscheinen verhindert) mit seiner Begleitung in der sich u. a. Gaukommissar Hauptmann a. D. Steinecke. Sturmbannführer Koch, Polizei=Major a. D. Jaeckel als Vertreter der Standarte 55, SS=Sturmbannführer Stroov als Vertreter der SS., Landtagsvizepräsident Paelike, der ehemalige komm. Bürgermeister von Schwalenberg, Pg. Wedderwille und der neue Bürgermeister von Schwalenberg, Münzner, als Ehrengäste befanden. Vom Stadteingang bis zum Marktplatz war ein Fackelspalier gebildet. Nach flotter Marschmusik und einem Chor der Schulkinder unter der Leitung von Lehrer Liesemeier, begrüßte Ortsgruppenführer Begemann den Staatsminister und die Ehrengäste. Dann nahm Gaukommissar Steinecke das Wort. Staatsminister Riecke schilderte in seiner Ansprache die für Deutschland verhängnisvolle Politik der letzten 14 Jahre und den Kampf der NSDAP. gegen die herrschenden roten Gewalten und ram dann auf die Winterhilfe zu sprechen, für die jeder, der dazu in der Lage sei, Opfer bringen müsse. Auch für Lippe gelte sinngemäß das Wort des Führers: In Lippe dars in diesem Winter niemand hungern und frieren. Der Staatsminister ging im weiteren Verlauf seiner Ansprache auch auf die letzthin aufgedeckten Korruptionsfälle ein und schloß mit einem Gelöbnis zu Führer und mit einem dreifachen Sieg=Heil. der Belegschaft der Reichsbank In der außerordentlichen Generalversammlung der Reichsbankbeamten am 16. 9. 33 teilte der Führer der Reichsfachgruppe Reichsbank, Oberkampf, unter lebhaftem Beifall der Versammlung die Ergebnisse der Sammlungen unter der Belegschaft der Reichsbank mit: Es haben gesammelt: 1. Für die„Stiftung für die Opfer der Arbeit“ die Beamten K.4 11 939,91; 2. erstmalige Sammlung zur Svende für die nationale Arbeit: die Beamten, Angestellten und Arbeiter den Betrag von 12287 Für die gleiche Spende sind von August 1933 bis März 1934 monatlich 33392,15 J.# gezeichnet, so daß das festgestellte Gesamtergebnis der Sammlung für die nationale Arbeit 279 424.20 K.k beträgt. Daneben leisten eine Anzahl von Beamten, Angestellten und Arbeitern laufend direkte Zahlungen an ihr zuständiges Finanzamt, die mit etwa 50000 R.K geschätzt werden. Um auch bei der vom Volkskanzler Adolf Hitler eingeleiteten Winterhilfe nicht an letzter Stelle zu stehen, wird von den Angehörigen der Reichsbank ein Betrag von 11000 ### sofort überwiesen. EnersNachrichten Verbandsspielaustakt in der 2. Kreisklasse. In der Gruppe 2 der 2. Bezirksklasse, zu der die Vereine Brake, Sommersell, Voßheide, Lieme, Lüdenhausen, Hohenhausen, Bösingfeld, Westorf, Matorf und Entrup gehören, steigen am Sonntag die ersten Verbandsspiele. Es stehen sich gegenüber TuS. Lüdenhausen— RSV. Bösingfeld in Lüdenhausen, Lieme— VfB. Matorf in Lieme und Brake— Sommersell in Brake. Das Spiel Lieme— Matorf ist jedoch unwahrscheinlich, da Matorf am Sonntag Sportfest hat und wohl kaum in Lieme antreten wird. in Blomberg das erste Verbandsspiel aus. Anstoß: 3.30 Uhr. Die Abfahrt wird noch durch Anchlag im Vereinskasten bekanntgegeben. Die 1. Schülermannschaft spielt, gegen die gleiche der Spielvereinigung Kohlstädt=Oester: holz auf hiesigem Platze um 1 Uhr. Anschließend daran die 1. Jugendmannschaft gegen die gleiche desselben Vereins. Anstoß: 1.30 Uhr. Heute abend um 8.15 Uhr findet die bereits angekündigte Monatsversammlung statt. Deutscher Landarbeiter=Verband im Gesamtverband der deutschen Arbeiter. Verbandskreisleitung Detmold. Zwischen dem Bauernführer Pg. Niebuhr des Bauernstandes für das Land Lippe und dem Landarbeiterführer Pg. Focke wird folgendes Abkommen getroffen: Der Landesbauernführer verpflichtet sämtliche Bauern, daß sie ihre Arbeiter in den Deutschen Landarbeiter=Verband eingliedern mussen. Die Eingliederung muß bis zum 1. Oktober 1933 erfolgt sein. Heil Hitler! gez. Focke Verbandskreisleiter des Deutschen Landarbeiter=Verbandes. gez. Niebuhr Landesbauernführer. Das Arbeitsamt vermittelt nur solche Landarbeiter an die Bauern=Arbeitgeber, welche dem Deutschen Landarbeiter=Verband eingegliedert g. Hiller gez. Steinecke kommissarischer ständiger Stellvertreter des Arbeitsamtsvorsitzenden Detmold. Eschartich schichte zur Erkenntnis deutschen Wesene. Monatlich ein Heft bei K. F. Koehler, G. m. b. H., Verlag in Leipzig. 1933, Heft 9, vierteljährlich 3 Hefte 3 Mark, Einzelheft 1.20 Mark.„ Das Septemberheft der deutschen Vorgeschichtszeitschrift„Germanien“ bringt als Leitaussatz eine Arbeit von Wilhelm Teudt,„Verratene Heimat“. Hier setzt sich Teudt mit Werner Jansens Roman„Verratene Heimat“ ausTurnverein Bahn=Frei, Spielabteilung. Am Sonntag, den 24. September 1933, spielt unsere 1. Handballmannschaft im Freundschaftsrückspiel gegen die gleiche des Turnvereins Holzhausen. Das Spiel findet vormittags 11 Uhr auf dem Jahnplatz in den Pinneichen Detmold statt. * Sport=Club 1912 Horn Die 1. Mannschaft trägt am kommenden Sonntag gegen die gleiche des RSV. Blomberg die mit der Berechtigung zur endgültigen AnWettbewerk Es besteht ein Verbot, Warenverkaufsstellen bis zum 1. 11. 1933 neu zu errichten. Ich bitte um genauen Bescheid, ob es auch verboten ist, eine Verkaufsstelle zu erweitern, weil dies durch Neuaufnahme eines Artikels notwendig wird.— Ebenso wie die Neuerrichtung von Verkaufsstellen ist bis zum 1. 11. 1933 auch die Erweiterung einer Verkaufsstelle durch bisher nicht dazu benutzte Verkaufsräume verboten, sofern diese mehr als den zehnten Teil des am 14. Mai 1933 vorhandenen Verkaufsraums ausmachen. Beträgt sie raum; liche Erweiterung nicht mehr als ein Viertel des am 14. Mai 1933 vorhandenen Verkaufsraums und steht der neue Verkaufsraum in unmittelbarem Zusammenhang mit den bisherigen Verkaufsräumen, dann dürfen Ausnahmen von dem Verbot zugelassen werden. Erstreckt sich jedoch die räumliche Erweiterung auf mehr als ein Viertel dieses Verkaufsraumes oder steht der neue Verkaufsraum mit den bisherigen Verkaufsräumen nicht in unmittelbarem Zusammenhang, so steht die Erweiterung der Neuerrichtung einer Verkaufsstelle gleich. Es gelten dann also nur die allgemeinen Ausnahmevorschriften. R. V. in O. Gibt es Futtermittel, welche die Butterhärter machen?— Als Futtermite#,, welche die Butter härter machen, sind bekannt viel Erbsen= und Wickenschrot, Trockenschnitzel und besonders Kokos= und Palmkernkuchen. Bei der Zufütterung des letzteren beginnt man mit etwa einem Kilo täglich je 100 Kilo Lebendgewicht. Ks. 991. Meine Kakteen sind seit einiger Zeit mit kleinen roten Tierchen(rote Spinnen) befallen. Wie sind die Schädlinge wirksam zu bekämpfen?— Die„Rote Spinne“ ist keineswegs ein spezieller Schädling der Kakteen, sondern tritt bei trockener Luft und bei Ballentrockenheit der Pflanzen aller Art im Zimmer und im Freien auf. Die Kakteen dürfen also in den Sommermonaten nicht zu trocken stehen. Außerdem empfiehlt sich eine Bespritzung mit Erysit oder Florgevit der Pflanzenschutzmittelfabrik Schacht in Braunschweig. Eine Bekämpfung mit Tabakbrühe ist auch möglich, wenn auch nicht so wirksam. Konkordat. Sind nicht vor dem Reichskonkordat auch mit deutschen Ländern Verträge abgeschlossen worden, wenn ja, sind diese noch gültig?— Mit Bayern wurde 1924, mit Preußen 1929 und mit Baden 1932 ein Konkordat abgeschlossen. Die in diesen anerkannten Rechte der katholischen Kirche werden durch das Reichskonkordat nicht berührt. Allerlei Wissenswertes Da kommen neuerdings Leute daher, die behaupten, man könne neunzig werden, wenn man von Wasser und Haselnüssen lebe. Wir haben es versucht und wirklich, nach drei Tagen fühlten wir uns schon wie neunzig. Wissen Sie schon... ... daß die Zahl der Konkurse unter dem Einfluß des wiedererwachenden Vertrauens wieder auf den niedrigsten Stand seit der lichen Dingen werden in dieser Auorir veantwortet, wrnn Währungsstablisierung zurückgegangen ist 416 ae) 2i. e Lieitestelug lite3. isrfsg 6 und die, Joh,. der, Vergleichsgerfahren kaum Ohne jede rechtliche Verdindlichkeit für den Verlag. noch größer ist, als zur Zeit der Ho- konjunktur im Jahre 1927. Humar Gefahren des Alkohols. „Du, Christoph, bist du nicht auch der Meinung, daß das viele Trinken das Leben verkürzt?" „Ja, ich will gerne zugeben, daß die Zeit dabei schneller vergeht!“ Haus Nüßlein, der neue Weltmeister der Tennislehrer. Briefkasten Anfragen in sachlichen Angelegenheiten, mit Ausnahme von ärztlichen Dingen werden in dieser Ruhrik heantwortet, wenn die Anfrage bie nall. MotastAnt ders N. K. in L. Wie ist der Ausbildungsgang des Volksschullehrers?— Voraussetzung für das Studium des Volksschullehrers ist die Reifeprüfung. Ferner muß der Nachweis ausreichender gesanglicher und instrumentaler Vorbildung mit entsprechender Prüfung erbracht werden. Die Ausbildung erfolgt in einem zweijährigen hochschulmäßigen Bildungsgang auf einer pädagogischen Akademie. Sie wird abgeschlossen durch die erste Prüfung für das Lehrfach an Volksschulen. Nach einer 2jährigen praktischen Vollbeschäftigung wird die 2. Prüfung abgelegt, Miele Kleinmolkerei ner Jansens Roman„Irhmrur, Prtrct umte. einander und findet auch hier wieder ein unbefriedigendes Ergebnis, dessen Schuld nicht der Dichter, sondern allein die große Geschichtslüge trägt, an deren Ausrottung sich Dichter und alle Vorgeschichtsfreunde beteiligen sollten. Die übrigen wertvollen und guthebilderten Arbeiten führen uns ins Saargebiet, in die Pfalz und nach Zevern bei Bremen. Vereinskalender Vereinigte Detmolder Einheitsstenographen. Absahrt zum 6. Gründungsseit des Stenagraphen=Vereine Lage, heute Uhr ab Bahnhofsallee per Auto(Fahrpreis Biochemischer Verein Detmold. Montag, den 25. September, abends 8 Uhr, Versammlung Mieterschutzverband Lippe. Am Dienstag, den 26. 9. 33, 8.15 Uhr abends, im„Odeon Hornsche Straße. Versammlung. h. Betriebssicher Dauerhaft. Preiswert: Die Merkmeie aller Miele-Erzeugnisse. Zu haben in den Fachgeschäften. Mielewerke A.G. Gütersloh/ Westfalen AD MEINBERG Park-Eais- tägl. Unterhaltungskonzerte abends Tanzeinlagen Staatl. Kurhaus zum Stern Auserlesene Speisen und Getrünke Garagen— Stallungen Undeutlich Geichriebene Anzeigen Nach einer Reichsgerichtsentscheldung braucht für Fehler in einer Anzeige, welche infolge unleserlich oder undeutlich geschriebenen Manuekripts entstanden sind. keinerlei Ersat geleistet zu werden. Dae Reichsgericht ging hierbei von der Ansicht aus, daß Anzeigen, welche man einer Zeitung auwendel, deuflich geschrieben sein müssen. Für telefon, übermittelte Anzeigen übernehmen wir keine Gewähr. Lippische Tageszeitung. Ich war grau! Jugenofarbe habe ich durch ein wahres Wundermittel, ohne zu färben, wiedererlangt. Auskunft kostenlos. Frau Elsa Helbig, Berlin=Friedenau 142. EI9 neE Betten Schlafzim, Polster, Stahlmatr. Jugendherberge Röbel(Müritz) Gau Mecklenburg. In glücklicher Weise vereinigen sich hier die Bestrebungen des Heimatschutzes und des Jugendwanderns. Die Windmühle mit ihren traulichen Räumen erfreut sich lebhaften Besuches. Verantwortlich für Politik, Feuilleton, Lokales, Unterhaltung und Sport August Koch: für Anzeigen u. Geschäftsnotizen: Hans Dimmek, sämtlich in Detmold. Druck und Verlag: Pesttälisch=Lippische Vereinsdruckerei, G. m. b. H., Detmold Sprechstunden der Schriftleitung nur vormittags von 11 bis 12 Uhr.— Rücksendung unverlangter Manuskripte erfolgt nur im Falle der Beisugung dee Ruckportos und auf Gefahr des Absenders. N. 223 RUNDFUNK Beilage der Lippischen Tageszeitung Sonnavend, den 23. Sepl. 1933 (1633) Deutschlandsender: Conntag. 24. Septemder 4.00: Berkn: Furkgomnastik.— 6.15: kolung der wichtigsten Abendnachrichten. Tagesspruch. Morgenchoral.— Anschl: Hamburger Hafenkomert. Die Glocken vom Großen Michel. 15: avp Padet= Weo gese hachte aun N. kolskoe: Morgenfeier der Potsdamer Jugend. Stundenglockenspiel der Potsdamer GarnisonKrrche.— 10.05: Berlin: Wetter.— 10.10: Sperrzeit.— 11.00: Paul Ergst: Beten und Arbeiten.— 11.15: Deutscher Seewetterbericht. 11.30: Leipig: Was Goft, zrt, dag. V. Poßiggen Jedem Hörer zu jeder Stunde genehm Progrommwandel im deutschen Rundfunk. Hans Hermann Wilhelm liest aus seinem Koman:. Dde Früches.— 15.20. Aebermülige Paunmag;, Wiserbise de, Oeske. r. 8P ie boit, eineg Faegelk.Von De Bage, Mbeler. 14.50: Sport des Sorntags. Schau vieler— Große Hörspieler. Aufnahmen aus unl. Schallarchiv. Verb. Worte: G. Fricke. 20.00: Volkskonzert, Solisten:„ Apzelh#r — In der Paute.(20.40): Hörbericht vom Tag HKERA Bafahrere Der Deutsche Rundfunk soll sich nach den Wünschen der Regierung zu einem wahren Volksfunk entwickeln. In einer großen Rede vor den Intendanten und Sendeleitern der deutschen Rundfunkgesellschaften entwickelte Reichssendeleiter Eugen Hadamowsky die Programmarbeit aus dem Begriff der Propaganda. Propaganda, so führte er aus, sei eine nach außen gerichtete keit, ohne auch nur den Schein der Gewalt Propaxanda im tiefsten und letzten Sinne sei ebenso die Arbeit des Rundfunks. Auch ie müsse darauf bedacht sein, niemals gewaltsam zu wirken. Schmieasam un biegsam habe sie sich den Wünschen des Volkes anzupassen. Der Rundfunk müsse gesucht werden von dem geistig Schaffenden wie vom körperlich Arbeitenden, auch dann noch, wenn man nach harten Arbeitsstunden zu großer Sammlung nicht mehr fähig sei. Nur so könne der Rundfunk jeden Deutschen zum Hörer gewinnen, nur so könne er jedem Hörer zu jeder Stunde genehm sein. Zeiten der Entspannung müßten dem Hörer die Kraft verleihen, um Stunden und Tage der Hochspannung voll bewußt und ungekürzt miterleben zu wollen und miterleben z können. Damit sei die Aufgabe der Intendanten angedeutet. Sie hätten auf dem wunderbarsten Instrument der Propaganda, als vollendete Propagandisten zu spielen, als genaue Kenner ger Seele ihrer Hörer. Nur als große Psychologen würden sie in der Lage sein, das gesamte deutsche Volk aus innerem Muß heraus an den zu bringen. Sie seien nicht nur Programmleiter, sondern müßten zugleich auch Sozigl: psychologen sein. Diese volkspsychologische Aufgabe könnten die Intendanten nicht lösen ohne genaueste Kenntnis der Struktur und Lebensgebieten, ohne Kennt nis der Menschen bis hinein in ihren Alltag. So und nur so werde man endlich das hohe Ziel erreichen: dem Führer das Instrument zu schaffen, das er fordern müsse, das Volk. 6.15 Sendung Langenberg(422.4) Langenbeang: Sonntgz. 2/, Se. Pie gi. vom Grob“, Miche) g, Fhgrel; Har, wanA Drichen— Ensrul: Burtr, fstn. Seele— 8.15: Wiederbolung der Abendmeldungen und landwirtschaftliche Rundschau. Ae Ailen Scence Peche. e Das musikalische Programm der Woche der Woche vom 24. bis 30. September 415: Meter iur. Die dez Heirscheschun, uun. Anschl. Tagesspruch.— 6.20: Hamburg: Frühkonzert.— 8.00: Sprr Frübkomert.— 8.00: Sperrzeit. 8.35: Leibesübung für die Frau. funk: Was das Jungvolk singt!— 9.45: Mar Dauthendey: Den Nachtregen regnen hören.: 10.00: Neueste Nachrichten.— 10.10: Schulfunk: a; Schusgule, Turn= und. Srg=chrizge u 11.15: Deutscher Seewetterbericht. 11.30: 20: Pper und= Ooereite(Schaliplatzenl.— W-Spre.— Mie“ Wachlichten. 14.00: Fortsetzung des Mittagskomertes.(Schallplatten. 15.00: E. Steup: Neue Frauen=Bücher. 15.15: Künstlerische Handarbeiten: Die deutsche Herbstmode.,— 15.30: Wetter, Börse. 19.45: Bücherstunde: Bücher von der Liebe. 18.00: Breslau: Unterhaltungskonzert der FunkKapella. Ltg.: G. E. Rischka.— 17.00: Dr. Bubenden: Ich geb mit meiner Prazz,Iaz,; Film=Allerlei aus Berlin für Deutschland. Dhr, Klamermalt der Nomanik: Werhagen. 25. Todestag Pablo Sarasates. 18.00: Das Gedicht.— 18.05: UnterhaltungsD2 Tecmilte, darli, Gr- giser Beest: Landwirischaft.— Anschl: Kurzbericht des 1900: Stunde der Raton: We. IT, Tersioignee Von Edwin Erich Dwinger. Spielleitung: Werner Blücker.(Aufnahme.)— 20.00: Kernspruch. — Anschl: Frankfurt: Volksmusik. 21.00: Ingeborg. Eine Komödie von Kurt Götz. und Sportnachrichten. Der Sonntag vormittag bringt wieder eine Bachkantate, die in bekannter Weise in Leipzig aufgeführt und von dort aus übertragen wird. Anschließend bis zum Mittagskonzert sendet der Westsun..1nd zwischendurch Musik“, eine Folge kleiner Gedichte, Sprüche und Erzählungen, die von passender Musik umrahmt werden. Inner salb des reichlich mit Musik ausgestatteten mittags=Programms wird u. a. im Vesperkonzert um 18 Uhr Nicolais Oper Die lustigen Weiber von Windsor" als Kurzoper gesendet. Um 21,30 Uhr dirigiert Dr. Wilhelm Buschkötter die Sechste Sinfonie von Beethoven. Das Mittagskonzert am Montag, 25. Sep. tember, wird ausgefüllt mit Blasmusik, die das Blasorchester des Westdeutschen Rund funks spielt Die beliebte Sendung„Mit dem Schifferklavier auf dem Tanzplatz“ ist im ersten Teil des Vesperkonzerts(um 17 Uhr) angesetzt, und anschließend folgt allerlei„Bunte Musik“. „Heiter Chör=“ singt der Kammerchor des wohlgetan. Münster. 5cb: Böitgr ianr Gagse C dce he 1500: Erlebnis in Rordafrila. Bericht m. SchallGarimonie.- PBig.:“ Zimar PhilWestdeutschen Rundfunks September, 17 Uhr, denen sich leichte Kam mermusik anschließt. Die Kölner Violen=Vereinigung und das Streichquartett des Westfunks spielen am Mittwoch, 27. September, in der Nachtmusik ab 22,45 Uhr„Deutsche Tanzmusik vergangener Jahrhunderte"; in ei#er Einlage singt der Bassist Wilhelm Streu, klassische Lieder und Balladen. Die Stunde der Nation am Donnerstag, 28. September bringt von Hamburg ein großes Brahms=Konzert, das von der Hamburger Philharmonie unter Leitung von Generalmusikdirektor Eibenschütz ausgeführt wird. Im Unterhaltungskonzert am Freitag, 29. September, 12 Uhr, wird in„Frisch gespielt und froh gesungen“ eine Folge heiterer Volks= und Tanzweisen zu hören sein, die vom Kammerchor, den„Sechs frohen Sängern“ und einigen Solisten vorgetragen werden. Die vor einiger Zeit verlegte heitere Hörfolge„Operette ist Trumpf“ wird um 20,05 Uhr gesendet. 30: Komert des. Städtischen Orchesters, Münster. cs aiele Sehr führer Ortmann spricht zur Westdeutschen 17.45: Frgendwo bein Sport. 1800: Bewverkonzert:„Die lustigen Weiber von Windsor“ von Otto Nicolai, als Kurzoper. Auf Schallplatten. 931 18.40: Internationales Flugturnier in Köln. 1900: Die Wallfahrt zum Hl. Rock in Trier Mach: Ddenbal: Erntedansest ei Vergsche, Lan. 2.35: Nacht-— und Tam. Lig.: Leo Epsoldt. 600: Morgenruf.— 605: Morgenkonzert Schallnlatten.(1. Teil.) 6.40: Wiederholung des(Spätberichts.— 6.45: Leibesübungen. 7.00: Wettervorhersage und Zeitangabe. 0; Morgenkonzert auf Schallplatten. 2. Tel. Ald: Wetter, Zeit. Wassersandsmeldungen. R.03: Für die Frau.— 8.15: Frauengymnastik. Seses ece sscece v. Roten Kreuz. latten sucher durch 11 i. Hörbericht v. mel Schallplatt soch als Schwammtau Bereit lein ist alles. 15 Käise. De Baru“- Wafe Te. DeutKorn vum. Verliner Brot.(Hörberictz). , Eerieitgzeice gan eit le elie äee -e 12.55: Zeitzeichen der 400: Verühnte Opern=Figale.(Schalbolatten.) 15.00: Die Kinderkapelle„Rasselbande“, spielt. 16.00: Leipig: Nachmittagskowert. Das 2. 17 ggeggen Dir.: Th. Wünschmann.— 17.00: Musik unserer Zeit. Zum Gedächtnis von Eduard Schütt. — Hugo Rasch: Lieder nach Terten von 17.40: Für die Landfrau: Vorschlege zur führung d. deutsch. Woche.— 18.00: Das Gedicht. 18.05: Heinr. Römer und Dr. Fr., Bubendey: Sese cheich e e eisteiche se e. für die Landwirtschaft.— Sand vu watse, Sodezerzgeheseden dni eum dder Bord, Aderr:. Die gerkrachte Sendung. Von den sportlichen Ereignissen des kom menden Sonntags ist vor allem das internationale Flugturnier in Koln zu nennen, das am Sonntag nachmittag seinen Höhepunkt erreicht. Rudolf Rauher wird am 24. 9. in der Zeit von 18,40 bis 19 Uhr über die interessantesten Wettbewerbe berichten. Der Tag des deutschen Radfahrers gibt dem Westdeutschen Rundfunk Gelegenheit, den deutschen Radsportführer Orthmann einmal vor das Mikrophon zu bitten.„Oie. bekannte Fachmann wird in den 5 Minuten von 17,40 bis 17.45 Uhr sicher manches Wissenswerte und Neue vom Radsport sagen können. Da sich im Sport manchmal erst spät die Bedeutung der einzelnen Ereignisse erkennen läßt, macht der Westdeutsche Rundfunk am Sonntag einen neuartigen Versuch, indem er 15 Minuten für eine Uebertragung Irgendwo beim Sport“ freiläßt. Die Hörer werden also von 17,45 bis 18 Uhr„irgendwie überrascht werden. htung und Unterhaltung e ee me VHerbst Von herbstlicher Landschaft, von dem Se gen der herbstlichen Ernte und von der Stim mung herbstlicher Wehmut berichtet am 28. September, 20,05 Uhr, eine Hörfolge, die Else Pfaff zusammengestellt hat, und in der Dichtungen und Musikwerke von hohem Rang zu einer schönen Einheit zusammenge fügt werden. Dichtung Am 27. September, 18,45 Uhr, wird eine Reihe von Dichterstimmen de.„venwart von der Schallplatte gesendet. Es gerechen: Wilhelm von Scholz, Rudolf G. Binding, Hans Carossa, Ina Seidel, Josef Oberkofler, Hanns Johst und Schäfer. Der Hörer wird somit in der Lage sein, ganz verschiedene Temperamente und Veranlagungen bedeutender Schriftstelle unserer Tage schon rein dem Gehör nach zu vergleichen. Die verbindenden und erklärenden Worte zu den einzelnen Rezitationen spricht Eduard Schröder. In der Reihe„Volk erzählt“ liest am 25 September, 15,15 bis 15,30 Uhr, dre Kölner Schriftsteller Heinz Magrge „Der Schötzekünning“. Die Geschichte hat ihren Spaß daran, wie ein Geizkragen wider Willen zum flotten Schützenkönig gemacht wird. Von den Meistern der Dichterakademie, die in der Reihe„Dichter des ganzen Volkes im Westdeutschen Rundfunk zu Wort kom men. lernt der Hörer c 30. September 16,10 Uhr, den nordde Lyriker und Erzähler Hermann Claui kennen. Clau dius, der sich mit seinem Lied„Wenn wir schreiten Seit an Seit“ in den#######. deutschen Jugend unsterblich gemacht hat. liest eine hübsche und beschauliche„Schusteridylle“. Die Reihe„Ungedruckte Dichter“, in der sich junge Talente einer breiten Oeffentlichteit zum ersten Male vorstellen, läßt am 26. September, 18,20 Uhr, einen süddeutschen Erzähler, Wilhelm Kohl, mit einer humorvollen, besinnlichen Novelle zu Wort konmen. Es handelt sich um die Geschichte eines eigensinnigen Menschen:„Eigenbrot“. Geschichten aus Wilhelm Leibl's Kölner Jugendzeit erzählt in volkstümlicher Form Goswin P. Gath am 28. September, 18,15 Uhr. Heimat und Wissen Aus unserer Heimat. Die Anleitung zum Wandern führt in dieser Woche in ein Naturschutzgebiet, fast noch in Sehweite der Schlote und Fördertirme und doch schon in paradiesischer Abgeschlossenheit und Reinheit— ein herrliches Erholungs= und Wandergebiet für den Ar beitsmenschen: nämlich in den großen Naturpark um Hünxe am Niederrhein. Das Manuskript schrieb der Dichter Erich Bockemühl. Die Sendung ist am Samstag, den 30. September, 16,30 Uhr bis 17 Uhr. Die Prachtstücke unserer westdeutschen Tiergärten, die meist nur wenigen als solche bekannt sind, sollen in einer Reihe von Berichten(mit Aufnahmen von Tierstimmen usw.) einem weiteren Kreise von Tierferunden vorgestellt werden. Den Anfang macht die berühmte Vogelsammlung des Kölner Zoologischen Gartens. Die Leitung der Sendung hat Heinz Kohlahas. In weiteren Abständen werden auch die g Garten. Horbilb. 80 Sicshes ec e. e i unde. Sirie 18 45; Wetter. Sport, Wirtschaft. Kinder.—######chlandsender: Stunde der Nascor: Abs ist Derutschland? Von&E. E. Dotnger. —= Ane.) 21.40b, Der alte Fris 1. e Feisi, Bäse eiane uen Dur 608 Morgersonert, aub 600: Wuo#prn... T) 6.40; Wiederholung 3.00: Morgenruf.. 6.40: Wiederholung Schallplatten, G. To., g... Lesbesäbungen. 7.0h. Fiettervordersage und 7.05: Wiederholung, des, PLosspsatten. 2. oer Aer ie be. er che e ee 505 Frishergk. Seck. Meserken Whechl.“ 1010: Shuifgri. 8. 10.30: Mensch, un für Arbeitslose: Irland. Bericht Tefl. ungen. ren Zoologischen Gärten Westfalens und Rheinlands mit ihren Besonderheiten und Seltenheiten an die Reihe kommen. Auch diese Reihe von Veranstaltungen verfolgt den Zweck, dem Volksgenossen in Rheinland und Westfalen den wertvollen Kulturbesitz seiner Heimat nahezubringen und steht unter dem eindeutigen Motto: „Lerne deine Heimat kennen". Die Darbietung geht am Montag, dem 25. September, 16,30 bis 17 Uhr über den Sender. Irlang Seeu:— 11.30: Funkwerbung m.„Schallpl.— 11.58: 12.00: Unterhaltungsmusik des Städtischen Orche115: Plitzsozhrsr.,—.1355, Alick Mast. 1340: Kinderszsohe, Ere Voor= Garhiebe derei mit Munr von Exich Rauch. ald fnr Criger: Dr. Bohizäecle HSeselelein) Naer ing des Bchtere Deler Sgambattr. Simgagla Schumann. Solistin: Erdmuthe Fiebiger(Alt). 18.20: Ungedruckte Dichter.„Wilh. Kohl; brot die Geschichte eines eigensinnigen Menschen. 18.30: Lektor Dr. Jesse: Italienische Unterhaltung. Leipzig: Stunde de Nation: Soldatische Balladen.— 20.00: Abendmeldungen Gouert und Werpotek, Hörfalge, 2. odi. Wotlerchilseper! der RS.=Volinositahet sender Unerdastung Wen Sanzlug mli. Grnk hona, Schriftlezn...; dentschen 22.40: Westdeutsche Wochenschau. Das literarische Programm „.... und zwischendurch Musik“ Die Folge„.... und zwischendurch Musik“ bietet am 24. September, 12 bis 13 Uhr, heitere Anekdoten aus vergangenen Zeiten dar. Auch die Musik der Veranstaltung ist heiteren Charakters. VERKEIIRTECHNIK Zehn Jahre Tonfilm Eine zunachn verrannte deutsche Erfindung Am 24. September jährt sich zum zehnten Male der Tag, an dem im Schubertsaal in Berlin die Uraufführung des ersten für das Publikum gedrehten Tonfilms stattfand. Der Erfolg der Vorführung in bezug auf Qualität der Wiedergabe von Ton und Bild war so vielversprechend, daß trotz der dem Film noch anhaftenden kleinen Mängel mit einer Revolution im gesamten Filmwesen gerechnet werden konnte. Der ausgezeichnete Gesamteindruck auf die Oeffentlichkeit wurde jedoch nicht geteilt von der deutschen Filmindustrie und ihrer Fachpresse, die nach der ersten Vorführung verkündete, daß nur der stumme Film künstlerische Geltung habe, der niemals durch den akustischen Film verdrängt werden könne. Damit war das vorläufige Werturteil über eine so große Leistung deutschen Schaffens und deutschen Erfindungsgeistes gesprochen und eine Weiterentwicklung der Tonfilmtechnik in Deutschland auf Jahre hinaus gehemmt. Die Idee des tönenden Films ist nicht erst nach dem Kriege entstanden, sondern hatte schon vor 1914 mehrere Erfinder beschäftigt. Neben den Physikern Berglund und Poulsen war es auch der deutsche Physiker Ernst Ruhmer, der beachtliche Vorarbeiten auf dem Tonfilmgebiet leistete. Allen diesen Entwicklungsarbeiten lag die Idee zugrunde, den Ton auf dem Filmstreifen photographisch mit aufzeichnen zu lassen, um dadurch Ton und Bild völlig gleichzeitig wiedergeben zu können. Während bis dahin die Verwirklichung des Problems an den ungenügenden technischen Hilfomitteln scheiterte, weil es noch keine elektro=akustische Industrie im heutigen Sinne gab, setzte der ausbrechende Weltkrieg den weiteren Entwicklungsarbeiten ein Ende. Wie auf so vielen Gebieten der Technik schuf jedoch erst die rapide fort schreitende Entwicklung der Nachrichten technik und seiner Hilfsmittel, wie Mikro phone und Verstärker, während des Krieges die Voraussetzungen für eine erfolgversprechende Weiterarbeit am Tonfilm. Der Physiker und Ingenieur Hans Vogt, der sich schon vor dem Kriege mit dem Problem beschäftigt hatte, gründete 1918 die Triergon=Erfindergemeinschaft und begann zusammen mit seinen Mitarbeitern Dr. Engl und Josef Masolle in einem kleinen Laboratorium in Berlin=Wilmersdorf mit den grundlegenden Versuchen. Von vornherein stellten sich die Erfinder die Aufgabe, einen Tonfilm nach dem Lichttonprinzip zu schaffen. Da seinerzeit alle zur Verfügung stehenden Hilfsmittel der elektroakustischen Industrie infolge ihrer mechanischen Trägheit für den beabsichtigten Zweck nicht verwendbar waren, mußte in erster Linie daran gearbeitet werden, gänzlich neuartige elektrische Steuerungsorgane zu schaffen, die in ihrer Wirkungsweise auf rein elektrischen, also völlig trägheitslosen Vorgängen beruhten. In zielbewußtem Schaffen entstanden nacheinander die Arbeiten, die als Deutsche Reichspatente die Grundlage der Tonfilmtechnik der ganzen Welt werden soll ten. Dabei sind zu nennen die Aufzeichnungsglimmlampe, die sogenannte Ultrafrequenzlampe, mit der es gelang, die Stromschwankungen praktisch trägheitslos in Lichtschwan kungen umzusetzen. Ferner das Schwung massenpatent, durch das es gelang, eine völlig gleichmäßige Geschwindigkeit des Filmstreifens bei der Aufzeichnung und bei der Abtastung der Töne zu erreichen. Nach lang wierigen Untersuchungen gelang auch die Lö sung schwierigster photographischer Fragen durch das sogenannte Entwicklungspatent, welches sich später als so bedeutsam erwies, daß die beiden sich in Deutschland bekämpsenden Patentgruppen Tobis und Klangfilm zu einer Einigung gezwungen wurden. Ein weiteres wichtiges Triergon=Patent ist die Photozelle für die Tonfilmwiedergabe. Nach Ueberwindung aller grundsätzlicher Schwierigkeiten waren brauchbare Aufnahme= und Wiedergabegeräte geschaffen worden, die nunmehr der Filmindustrie vorgeführt wurden. Wie schon anfangs erwähnt, lehnte jedoch die Fachindustrie den Tonfilm ab und zwang dadurch die in Not geratenen Erfinder zur Abtretung ihrer Patentrechte an einen Schweizer Rechts anwalt, der damit allein die Triergon=Ton film=Produktion kontrollierte. Der erste publikumreise Tonfilm wurde dann am 24. September 1923 im Berliner Schubertaal uraufgeführt und vom Publikum mit Beiafll ausgenommen. Nach weiteren erfolgreichen Vorführungen des Tonfilm= programms im Marmorsaal und auf einer Rundreise durch Deutschland erschien der kommerzielle Erfolg auch ohne Hilfe der deutschen Filmindustrie gesichert zu sein, als in der Leitung des Schweizer Konsortiums ein Wechsel eintrat, der zur Einstellung der Tonfilmproduktion führte. Die Filmindustrie wollte jetzt selbst Tonfilme herstellen. Der erste Tonfilm der Usa,„Das Mädchen mit den Schwefelhölzern", blieb jedoch weit hinter den von Vogt, Dr. Engel und Masolle erreichten Ergebnissen zurück und wurde ein voller Mißerfolg. Damit kam in Deutschland die Tonfilmproduktion bis zum Jahre 1929 zum Erliegen. Zur Wiederaufnahme eigener Fabrikation kam es erst wieder durch die Tobis= und Klangfilm=Gesellschaft, als die Amerikaner mit großem Erfolg die Herstellung von Tonfilmen nach den Triergon=Patenten aufnahmen, die sie durch die Vox=Toufilmgruppe von dem Schweizer Konsortium für den lächerlichen Preis von 200000 Schweizer Franken erworben hatte. Es liegt für die drei deutschen Erfinder in der Tatsache eine große Tragik, daß erst die erfolgreichen amerikanischen Tonfilme, darunter„The Sing ing Fool“, in Deutschland bahnbrechend für die Idee wirken sollten. Nach 10 Jahren deutscher Tonfilm wollen wir uns am 24. September daran erinnern, daß der Tonfilm trotz aller Verdienste der Amerikaner in seinen grundlegenden Arbeiten fast durchweg von deutschen Erfindern geschaffen worden ist. Der verstellbare Propeller Die Konstruktion eines verstellbaren Flug zeugprovellers beschäftigt schon seit langer Zeit die Konstrukteure. Das Ideal ist ein Proveller. der die Steigung seiner Flügel selbsttätig der jeweiligen Belastung anpaßt und auf diese Weise binsichtlich des Brennstoffverbrauchs, der Motor. und sonstigen Flugzeugbeanspruchung die gün stigsten Verhältnisse schafft. Dieser Stellenein richtung fällt genau dieselbe Rolle zu. wie dem Schaltgetriebe, mit dem man den Gang eines Automobils ändert, wenn es z. B. einen Berg hinauffährt. Auch das Flugzeug fährt einen Der drahtlose Fernschreiber Eine neue Epoche auf dem Gebiete des Fernschreibwesens Berg hinauf, nur daß er eben aus Luft besteht und daher nicht sichtbar ist.„ In letzter Zeit hat man sich vor allem in England mit dem Problem des selbsttätig verstellbaren Provellers beschäftigt, besonders die Gloster Company hat eine Konstruktion entwickelt, deren erste Entwürse auf den Physiker Professor Hele=Shaw zurückgeben. Auf Grund umfangreicher Versuche ist es gelungen, die Wirksamkeit des Provellers erheblich zu verbessern. Ein großer Nachteil der bisherigen Konstruktionen war ihr großes Gewicht. Die neue Konstruktion ist soweit verbessert, daß sie den Wettbewerb mit festflügligen Provellern aufnehmen kann. Bei dem Gloster=Modell befindet sich in der Mitte des Provellers an der Nabe eine Stellvorrichtung, die die Steigung der Proveller selbsttätig der Belastung des Motors anpaßt. Diese Vorrichtung besteht im wesentlichen aus mit Oel gefüllten Zylindern, die nach dem bydraulischen Prinziv arbeiten. Mit diesen neuen Provellern sind bereits Hunderte von Flugstunden zurückgelegt worden. Im praktischen Gebrauch hat sich noch ein besonderer Vorteil dieser selbsttätig verstellbaren Flugzeugproller ergeben: sie wirken als ausgezeichnete Bremse beim Landungsmanöver, für das man durch Verstellung der Flügelsteigung sehr viel weniger Platz gebraucht als bisher. Da die Proveller den Motor sehr schonen. bewirken sie eine erhebliche Verlängerung seiner Lebensdauer. außerdem kommen bei ihm Motorvannen durch Ueberanstrengung des Motors, wie sie besonders im Luftkampf vorkommen, sehr viel seltener vor. Der Flugzeugführer kann seinen Proveller auf eine bestimmte Höchstumdrebungszahl einstellen, die dann nicht überschritten werden kann. Beim Steigen hat er dann unter allen Umständen die günstigsten Verhältnisse, da die selbsttätige Einstellvorrichtung die Provellerflügel in die günstigste Steigung einstellt. Die Technik des Fernschreibers hat sich in der Stille soweit entwickelt, daß sie nunmehr zur allgemeineren Einführung reif erscheint. Am 1. Oktober wird. bekanntlich von der Reichspost ein öffentliches Fernschreibnetz, zunächst für den Verkehr zwischen Berlin und Hamburg in Betrieb genommen. Deutschland ist damit das erste Land der Welt mit öffentlichem SelbstanschlußFernschreibverkehr über eigene Vermittlungszentralen. Genau wie beim Fernsprecher kann sich in Zukunft jeder mit einer Fernschreibmaschine als Teilnehmer an dieses Netz anschlieben lassen.— Der neue Apparat für drabtloses Fernschreiben ist der Siemens=Hell=Schreiber, benannt nach seinem Erfinder Dr. Heli. Bisher herrschte im Funkbetrieb noch das Morse=Alphabet. Alle Versuche, die Arbeitsweise auf einen besseren Stand zu bringen. machten große Schwierigkeiten, weil wir mit Faktoren zu rechnen haben. die wir nicht beherrschen, ja, dessen Natur noch nicht einmal vollkommen ersorscht ist: mit atmosphärischen Störungen und Fadings. Mit dem Siemens=Hell=Schreiber ist es nunmehr gelungen, einen Apparat zu schaffen, der auf einfache Weise fernschreibt. d. h. Tastatursendung und Druckbuchstabenempfang auf drahtlosem Wege gestattet. Der Siemens=Hell=Schreiber ist ein sehr vereinfachter Bildtelegraph. Da es sich bei der Uebermittlung von Buchstaben und Satzeichen stets um eine gleichbleibende. beschränkte Zahl unkomolizierter Bilder handelt. kann die Avparatur sehr einfach gestaltet werden. Der Sender besteht im wesentlichen aus einer Schreibmaschinentastatur und einer Sendewalze, die durch einen Motor mit konstanter Geschwindigkeit gedreht wird. Auf der Walze ist für jedes Schriftzeichen als Schablone eine kreisförmige Nockenscheibe angeordnet. Wird nun ein Buchstabe, z. B.„E“, angeschlagen, so greift ein Kontakt den Umsang der Scheibe„E“ ab Durch die Nocken wird der Kontakt geschlossen; es entsteht also für jeden Buchstaben eine be stimmte Folge von Stromstößen und Unter brechungen, die als Stromimpulse über die Antenne in den Aether geschickt werden. An der Empfanastenne werden diese Impulse ausgenommen und verstärkt einem Magneten zugeleitet. Der Magnet drückt mit Hilfe eines Ankers einen mit gleichmäßiger Geschwindigkeit bewegten Papierstreisen gegen eine rotierende Scheibenschraube, wodurch die Schriftzeichen Punkt für Punkt abgedruckt werden. Es ist zwar nicht möglich, den Einfluß der atmosphärischen Störungen ganz zu beseitigen; deshalb kann auch der Siemens=Hell=Schreiber nicht frei vom Empfang der Störungen sein. Das Verfahren ist aber so durchgebildet, daß sich auch bei erheblichen Störungen stets ein befriedigender Empfang ergibt, der anhand von wochenlangen Proben festgestellt worden ist. Der Siemens=Hell=Schreiber läßt sich auf allen Wellen betreiben; für Postzwecke und für den privaten Verkehr wird man lange Wellen bevorzugen, besonders in störanfälligen Gebieten. Auch das Zusammenschalten mit anderen Fernschreibsystemen durch Zwischenschalten eines sogenannten Lochstreifen=Umsetzers ist möglich. Ein besonderer Vorzug ist es, daß die mit dem Schreiber gesandten Nachrichten von Unbe fugten auch mit dem Kopfhörer nicht angehört werden können. Der Siemens=Hell=Schreiber kommt sowohl für Gegensprechverkehr, vorzugs weise aber da in Betracht, wo von einer Zentralstelle aus an eine größere Zahl von Empfängern Nachrichten zu übermitteln sind, also für Zeitungen. Nachrichtenbüros. Banken. größere Firmen mit Zweigniederlassungen. Bahn. Post usw. Photographiedes Unsichtbaren Sensation der Berliner Photoausstellung. Auf der Ausstellung„Die Kamera". welche vom 4.—13. November in den Ausstellungshallen am Funkturm stattfindet, wird man Lichtbilder sehen können. die eigentlich keinen Anspruch mehr auf diese Bezeichnung erheben dürfen, da sie durch die Wirkung von Strablen entstanden, welche das menschliche Auge nicht mehr als „Licht" empfindet. Dicke Dunstschichten werden erfahrungsgemäß nur von roten Strahlen durchdrungen, deshalb erscheinen uns die untergebende Sonne und der Mond am Horizont rot. Neueste Forschungen haben photographische Schichten entstehen lassen, die eine starke Rotempfindlichkeit besitzen und sogar durch die dem Rot benachbarten infraroten und Wärmestrahlen verändert werden. Mittels solcher Schichten kann man die den Dunst und Nebel durchdringenden, dem Auge nicht mehr wahrnehmbaren Strahlen in der Photokamera festhalten und Bilder nebelbedeckter Landschaften oder im Dunst verlorener. weit entfernter Gebirgszüge herstellen. Und wenn man ein völlig verdunkeltes Zimmer mit solchen dem Auge unsichtbaren Strahlen erfüllt, so geben diese uns ein getreues„Lichtbild“ aller uns unwahrnehmbar gebliebenen Vorgänge. So können Flugzeuge durch natürlichen oder künstlichen Nebel hindurch photographieren und dabei selbst ungesehen bleiben, spiritistische Sitzungen können unbemerkt überwacht werden und der Astronom vermag die entferntesten Nebelgebilde des Weltalls zu erschließen und Sterne zu registrieren, die niemals ein menschliches Auge sieht. TENDENZEN DER ANERI KANI SCHEN POL 1T 1K UND TENDENZEN DER ANER I KANI SCHEN POL TTIK UND Mit dem neuen Siemens=Hellschreiber dauert ein Brief von Berlin nach Buenos Aires oder nach Japan kaum 10 Minuten. Jeder Buchstabe wird von der Maschine in etwa 90 Punkte zerlegt, und diese rennen als elektrische Stromstöße mit der Radiowelle über den Ozean. Am fernen Empfangsort steht ein Radioapparat, der die empfangenen Stöße an eine Art Buchdrucker abgibt mit einer komplizierten Nockenwelle, die jeden Buchstaben aus einzelnen Punkten wieder richtiggehend druckt. Umwälzung im Briefverkehr der Geschäftswelt Links: Die gefunkten Nachrichten quellen, zu deutlich lesbaren Druckbuchstaben geformt, aus dem Empfangsapparat hervor. Rechts: Der Siemens=Hellschreiber druckt den drahtlosen Brief immer zweimal, damit er auf jeden Fall sicher lesbar bleibt. Ständiger Rückgang der Polsterklassenbenutzung. Der Anteil der 2. Klasse am Fernverkehr hat nach amtlichen Feststellungen einen weiteren fühlbaren Rückgang erlitten. Wie der Parlamentsdienst der TU. berichtet, ist hinsichtlich der beförderten Personen der Hundertsatz des Anteils der 2. Klasse von 3,3 im Juli 1929 auf 2,4 im Juli vergangenen Jahres und 2.3 im Juli dieses Jahres gesunken. Der Hundertsatz der Personenkilometer ging von 7,88 über 5,43 auf 4.69 zurück. Bei den Einnahmen hat sich diese Entwicklung dahin ausgewirkt, daß der Hundertsatz von 14,63 auf zunächst 8,61 und dann weiter noch auf 8,19 zurückfiel. Neue Wege im Kolbenbau. 1950. Von Divl.= Ing. Ernst Mahle. Stuttgart. Verlag„Deutsche Motor=Zeitschrift“ G. m. b. H., Dresden=A. 12. Preis RM. 1.50(Voreinsendung) bzw. RM. 1.80 (Nachnahme).— Der Leichtmetallkolben hat schon mehr als 25 Jahre Entwicklung hinter sich. Die zahlreichen Probleme, die dabei auftraten, konnten befriedigend gelöst werden. Einen Nachteil im Vergleich zum Graugußkolben mußte man allerdings noch bis vor kurzem in Kauf nehmen: die geringere Lebensdauer in der Kolbenringpartie. Warum? Diese Frage wird in der oben genannten Schrift aus der Feder des ersten Kolbenfachmannes Deutschlands ausführlich beantwortet. Darüber hinaus wird gezeigt, welche Wege im Kolbenbau neuerdings beschritten worden sind, indem der Leichtmetallkolben mit einem besonderen Kolbenringträger aus Grauguß versehen wird. Auf diese Weise wird die gute Wärmeleitfähigkeit des Leichtmetalls mit der großen Verschleißfestigkeit des Graugusses vereinigt. Die vorliegende Schrift ist sehr reichhaltig illustriert. Dipl.=Ing. Hellmut Droscha