General=Anzeiger Die Livvische Tageezeitung erscheint täglich außer Montags mit den Beilagen: Dao Lipperland Landwirtschaftliche Zeitung(amtl. Organ der Landwirtschaftskammer). Nachrichtendlatt des Lanobundes(amtl. Mitteilungsblatt des Lippischen Landbundes). Für unsere Frauen (Sonntagsbetlage für die deutsche Hausfrau.— Geschäftostelle: Detmold. Exterstraße 11. Fernruf 8145 und 3146. Postversand: Herford. Postscheckkonto: Hannover 9839. Drahtanschrift: Tageszeitung. für das Land Lippe eise: Monatl. RM. 2.— einschl. 30 baw. 40 #n. 5.— einschl. 30 bzw. 40 Pfg. Justellgeld. Postbezugr bei Abholen vom Postamt RM. 2.— einschl. 30 Pfg. Postgebühr, bei Lieferung frei Haus RM. 2.36 ein =Jeile 12— spreife: Monat! AM. 2.50 einschl 30 Pfg. Postgedühr u. 36 Pfg. Bestellgeld. Anzeigenpreise: Die 1sp. mm=Zeile 12 Pfg., amtl. Anzeigen 29 Pfg., Familienanzeigen 10 Pfg., kl. Anz. priv. Art 7 Pfg. d. Wort, d. mm=Zeile im Reklamelei! 50 Pfg. Beilagenged. u. Tarif— Bei höh. Gew., Streiks vo. Betriebsstör. best. f. d Verl. keine Verpflicht. z. Rückz. d. Bezugspr. Gerichtsbarkeit f. bei Teile Detmold. Zahlungspfl. innerh. 8 Tagen. Nummer 213 Letmold, Sonntag, den 10. September 1933 38. Jahrgang Mittler zwischen Staat und Volk Oberpräsident Kube vor der preußischen Beamtenschaft Politische Tageschronik Der Tod des ehemaligen englischen Außenministers Lord Grey hat naturgemäß eine ganze Reihe von Kommentaren zur Folge gehabt, die sich mit dem Ausbruch des Weltkrieges und der Rolle, die der damalige Sir Edward Grey dabei gespielt hat, mehr oder weniger eingehend befassen. In der deutschen Presse ist überall und uneingeschränkt zum Ausdruck gekommen, daß Lord Grey durch sein ganzes Verhalten und besonders durch die Zusicherungen, die er den Franzosen hinsichtlich des englischen Eingreifens gegeben hat, sich zu einem Hauptverantwortlichen für den Ausbruch des Weltkrieges gestempelt hat. Die englische Presse schlägt naturgemäß einen anderen Ton an und muß dies tun, aber immer wieder findet sich bei ihr der Gedanke, daß Lord Grey Schwäche gezeigt habe und durch eine klarere und entschiedenere Politik den Ausbruch des Krieges vielleicht hätte verhindern können. Einer, der das Räderwerk der englischen Diplomatie jahrzehntelang hat aus der Nähe beobachten können, Lord Snowden, erklärt weiter sogar, England sei letzten Endes auch dadurch von Grey in den Krieg hineingetrieben worden, weil er den deutschen Botschafter, mit dem er eine halbe Stunde vor seiner folgenschweren Unterhausrede eine Besprechung gehabt habe, mißverstanden habe. Diesen Feststellungen gegenüber ist von mehr als vorübergehendem Interesse, was der französische Außenminister Paul=Boncour dem Pariser Vertreter der Agentur Reuter erklärte:„Frankreich nimmt mit tiefer Trauer Anteil an dem Tode Lord Greys, der während seiner Laufbahn soviel für die Annäherung und Freundschaft der beiden Länder getan hat, und der in allerernstesten Zeiten den Beweis seiner glühenden Liebe zum Frieden gegeben hat...“ Das ist die typische Methode Frankreichs, alle Dinge umzukehren, die ihm nicht in seine Politik passen: Lord Grey, der fanatische Verfechter des Friedens, und das in Waffen starrende Frankreich bedroht und um seine „Sicherheit" zitternd— im Grunde gehen solche Behauptungen alle auf die gleiche Wurzel der Heuchelei zurück. * Die Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung veröffentlicht den Bericht über die Arbeitsmarktlage im Reich für die Zeit vom 16. bis 31. August. Danach ist ein erheblicher weiterer Fortschritt erzielt worden. Mehr als 200 000 Arbeitslose zählt die Statistik für die zweite Augusthälfte weniger, womit die Arbeitslosenziffer unter den Stand vom September 1931 herabgedrückt ist. Zur gleichen Zeit, da dieser Erfolg, der sicherlich nicht leicht zu erreichen war, festgestellt werden kann, ist mit größter Strenge gegen die Schwarzarbeiter vorgegangen worden und wird auch weiter vorgegangen werden, um zu verhindern, daß der Staat durch Leute geschädigt wird, die auf der einen Seite Arbeitslosenunterstützung beziehen, auf der andern dagegen Arbeit leisten, ohne amtlich eingetragen zu sein. Diese Elemente arbeiten der Regierung in ihrem Kampfe zur Entlastung des Arbeitsmarktes entgegen. Natürlich ist nicht alles Schwarzarbeit, was vielleicht als solche angesehen werden mag, und darum ist auch die Aktion gegen die Schwarz= arbeiter zentralisiert worden, so daß Eingriffe von Einzelpersonen ausgeschlossen sind Auch örtliche Eingriffe müssen unterbleiben. Der Winter steht vor der Tür. Es ist ein schwerer Kampf, der da geschlagen werden Berlin, 9. Sept. Auf einem stark besuchten Schulungsabend der NS.=Beamtenfachschaft der allgemeinen Landesverwaltung Preußens sprach am Sonnabend abend Oberpräsident Kube. Er erinnerte zunächst an die schweren Anfangskämpfe der besten deutschen Männer unter der Beamtenschaft und fügte hinzu, daß der Sieg leichter gewesen und schneller gekommen wäre, wenn sich mehr Bekennermut gerade in der Beamtenschaft im Kampfe um Deutschlands Erneuerung gezeigt hätte. Adolf Hitlers Kampf und der Kampf derjenigen, die er mir der Leitung von Reichs= oder Länderministerien oder von sonstigen Behörden beauftragt habe, gehe auch darum, daß der Beamte, der sich zum Dritten Reich bekenne, dies aus vollem Herzen und aus voller Ueberzeugung tue. Es liegt uns nicht daran, so erklärte Oberpräsident Kube, daß man lediglich um der Pensionsansprüche und um der Sicherung willen sich zu diesem Staat bekennt. Wir verlangen von dem Beamten, daß er auch nationalsozialistisch nach seiner ganzen Ueberzeugung ist, gleichviel, ob höherer. mittlerer oder unterer Beamter. In dem freudigen Bekenntnis zum Dritten Reich und im Eifer an der Mitarbeit stehen der oberste und der unterste Beamte gleichwertig in einer Reihe. Es mag manchem schwer fallen, sich zu der Totalität des Nationalsozialismus durchzuringen, aber dafür sind wir da, das dem einzelnen beizubringen, auch wenn er widerstrebt. Wenn wir Severing zum Verschwinden gebracht haben, werden wir auch Saboteuren beizubringen wissen, was Staatsraison bedeutet. Im weiteren Verlaufe seiner Ausführungen verwies Oberpräsident Kube auf die Stellung, die der Begriff der Pflichterfüllung in der preußischen Geschichte vornehmlich in der Beamtenschaft tederzeit gehabt hat. Die Demokratie habe mit ihren Demoralisierungsversuchen bei der Beamtenschaft immer größere Fortschritte gemacht. Allerdings habe sich der Kern durch die letzten vierzehn Jahre hindurch gerettet. Die Aufgabe des Beamten im Dritten Reich sei nach wie vor eine führende. Der Beamte, so betonte der Redner, ist Mittler zwischen Staat und Volk. Gerade deshalb soll er sich so zeigen, daß der Volksgenosse in ihm den Freund und nicht den Feind sieht. Beamte und Nation sollen eins werden, die Beamtenschaft soll eine der stärksten Säulen des Dritten Reiches sein. Adolf Hitler kann sein Volk nicht mit einer Beamtenschaft regieren, die innerlich teilnahmslos oder gar ablehnend seinem Werk und seiner Arbeit gegenübersteht. Beweggrund unseres Handelns muß das Verantwortungsbewußtsein gegenüber der Gesamtheit sein. Geist gegen Materie Badische Grenzlandkundgebung und Eröffnung einer Grenzland=Werbemesse. Karlsruhe. 9. Sept. Am Sonnabendmittag wurde eine auf Anregung des Reichsstatthalters Wagner ins Leben gerufene, alle badischen Wirtschaftsgebiete umfassende erste nationalsozialistische Grenzlandwerbemesse mit einer Grenzlandkundgebung eröffnet. Reichsstatthalter Wagner umriß die Stellung Badens zum Reichsgedanken.„Wir werden“, so erklärte Wagner,„den Festungen an der französischen Ostgrenze unseren Geist und unseren Glauben an Deutschland entgegensetzen. Wir wollen diesen Festungen zeistige Festungen gegenüberstellen, und daes Schicksal möge dann entscheiden, was stärker ist: die militärischen oder die geistigen Festungen.“ Die Rede schloß mit einem dreifachen Heilruf auf das geeinte Deutschland. Hundertjahrschau in Essen Eröffnung der landwirtschaftlichen Ausstellung Essen, 9. Sept. Die große landwirtschaftliche Hundertjahrschau, die der Landwirtschaftliche Verein für Rheinpreußen vom 9. bis 17. September veranstaltet, wurde am Sonnabendmitag feierlich eröffnet. Fürst zu Wied, der erste Vizepräsident des Landwirtschaftlichen Vereins, begrüßte die zahlreichen Vertreter der Reichs=, Staats= und städtischen Behörden und der Verbände. Oberbürgermeister Reismann=Grone kennzeichnete die riesige Aufgabe, die früher die Industrie zu tragen und die jetzt die Landwirtschaft abzunehmen habe: die Sorge für die Unterbringung der Volksvermehrung. Staatssekretär von Nohr überbrachte die Grüße der Reichsregierung. Er führte dann u. a. aus: Das Mittel, mit dem man eine Uebererzeugung schaffen könne, und mit dem man zugleich der Landwirtschaft am wirksamsten eine gesunde Lebensgrundlage bringen könne, sei nun einmal der Preis. Der Redner ging näher auf die Maßnahmen der Regierung in Verfolg des Fettplanes ein und betonte die Notwendigkeit, auf dem begonnenen Wege weiterzuschreiten. Wenn es gelinge, nach dem Milchpreis auch den Viehpreis in muß, und dieser Kampf wird nur dann entschieden, wenn alle am gemeinsamen Werke mitarbeiten. Der Kampf gegen die Schwarz= arbeit ist eines der Kapitel des großen Kampfes gegen die Arbeitslosigkeit selbst. Ordnung zu bringen, dann sei ein weiterer entscheidender Schritt für die Gesundung der Lebensgrundlage der deutschen Bauern getan, und wenn es weiter gelinge, die deutsche Margarineerzeugung auf deutsche Rabstoffe abzustellen, so sei damit ein ganz gewaltiger Schritt getan zur Unabhängigmachung der deutschen Ernährung überhaupt. Neben der landwirtschaftlichen Preisgestaltung solle nicht vergessen werden, was dem Landwirt sonst noch heute auf dem Herzen liege: Senkung der Unkosten überhaupt, Regelung des Zinses und die Neugestaltung des bäuerlichen Rechtes. Das Ziel gesunder Wirtschaftspolitik sei eine Schließung der Preisschere zwischen Stadt und Land. weil nur dann ein wirklich neues wirtschaftliches Leben in Deutschland zu erwarten sei. Nach weiterer Ansprache des Oberpräsidenten der Rheinprovinz, Frhrn. v. Lüninck, des Bruders des Oberpräsidenten der Provinz Westfalen, übernahm der Landesbauernführer Rheinland, Freiherr v. Eltz=Rübenach, die Ausstellung. Nach einem dreifachen Siegheil auf den Reichspräsidenten und den Reichskanzler sowie den Reichsbauernführer und Reichsernährungsminister fand die Feier mit dem Deutschlandlied und dem Horst=Wessel=Lied ihren Abschluß. Bereits am Eröffnungstage setzte ein Massenbesuch auf dem großen Ausstellungsgelände ein. Die französische Formel Wenn heute jemand schon die durchaus undankbare Aufgabe übernehmen soll, eine Geschichte der Abrüstungskonferenz und ihrer Arbeiten zu schreiben, so würde und müßte er die französische Sabotage aller Abrüstungsbestrebungen schildern. Das eine ist von dem andern nicht zu trennen, und immer wieder ist es Frankreich gelungen, auch den geringsten Fortschritt zu hindern und jeden Ansatz für eine wirkliche Abrüstung zu hintertreiben. Die französische Methodik ist dabei mit verhältnismäßig einfachen Mitteln vorgegangen. Sie hat einfach Behauptungen aufgestellt und auf Grund dieser Behauptungen Forderungen erhoben. Fand dieses allzu plumve Spiel einmal die Gegnerschaft anderer Mächte, so ließ es sich Frankreich angelegen sein, Nebenfragen in den Vordergrund zu schieben, unnütze Einzelerhebungen zu verlangen und dadurch die Dinge so zu verschleppen, bis die Lage für Frankreich wieder günstiger war oder die andern um des lieben Friedens willen nachgaben. So ist Frankreich in der Tat gelungen, nicht nur die Gefahr einer eigenen Abrüstung bis auf den heutigen Tag hinauszuschieben, sondern auch das Abrüstungsproblem derart mit anderen, an sich nicht dazu gehörigen und jedenfalls durch die Friedensverträge bereits längst eindeutig geklärten Problemen zu verquicken, daß sich nur derjenige in dem mittlerweise entstandenen Wust zurechtfindet, der wie Alexander einfach den Knoten durchhauen würde. Bisher hat sich ein solcher Alexander noch nicht gefunden, und selbst Mussolini, der wiederholt Frankreich mit einem solchen Streich gedroht hat, hält sich von einem entscheidenden Schritt zurück und schlägt lieber einen Umweg ein, der Italien bessere Erfolge als ein solcher frontaler Angriff verspricht. Frankreichs Spiel war nur deshalb möglich und wurde deshalb, mit einer einzigen Ausnahme, niemals durchkreuzt, weil es zuletzt doch immer wieder sich nur gegen einen einzigen Gegner richtete, und weil dieser Gegner nicht das Zeug besaß, ein wirklicher Gegenspieler zu sein. Als Deutschland überraschend die Abrüstungskonferenz verliek. da war sofort das französische Spiel gestört, da schrie alles nach der Feuerwehr, und da zeigte auch Frankreich selbst das erstemal eine Bereitschaft zum Einlenken. Der Erfolg dieses Vorgehens war immerhin der, daß Deutschlands Gleichberechtigung wenigstens im Prinzip festgestellt und damit eine ganz neue Basis für alle kommenden Verhandlungen hergestellt wurde. Aber Deutschland ist auf die Abrüstungskonferenz zurückgekehrt, und sofort und ohne Verzug hat Frankreich sein altes Spiel wieder ausgenommen. Die alte französische These von der fehlenden Sicherheit ist abgebraucht und ausgewrungen. Sie ist übersteigert und dient dadurch nicht mehr Frankreich, sondern kommt Deutschland zugute, dessen Wehrlosigkeit und Unfähigkeit, sich auch nur im geringsten zu verteidigen, allzu offenbar und außerdem auch von den Gegnern wiederholt festgestellt worden ist. Frankreich mußte zu einer neuen Formel seine Zuflucht nehmen. Es hat diese Formel gefunden, und es zögert nicht, mit der neuen Formel, aber mit der alten Methodik das Spiel fortzusetzen. Deutschland soll im geheimen aufgerüstet und durch militärischen Unterricht und die Militarisierung von Vereinigungen aller Art den Friedensvertrag verletzt haben. Gestützt auf diese Voraussetzung, für den es nicht einmal den Versuch eines Beweises unternimmt, verlangt Frankreich die sogenannte Investi gation durch den Völkerbund, die diesem an Stelle der Interalliierten Militärkontrollkommission als ein Recht übertragen worden ist. Diese Investigation ist davon abhängig, daß ein Mehrheitsbeschluß des Rates zustande kommt und daß ein konkrete: Fall vorliegt, auf Grund dessen eine Untersuchung des deutschen Rüstungsstandes vorgenommen werden soll. Weder die eine noch die andere dieser Bedingungen ist leicht zu erfüllen, und außerdem ist das Ergebnis einer Investigation in keiner Weise vorauszusehen, da Deutschland sich an die Verträge gehalten hat und jederzeit Beweise seiner Loyalität zu geben vermag. So greif: Frankreich zum Kontrollgedanken, der bereits seit längerem in den Erörterungen eine Rolle spielt, von Amerika und England anerkannt wurde und schließlich auch die Zustimmung Deutschlands gefunden hat. Eine wirkliche Rüstungsübereinkunft ist vielleicht in der Tat von dem Kontroll= gedanken nicht zu trennen. Aber erst muß iese Uebereinkunft vorliegen, ehe eine Kontrolle über ihre Durchführung ausgeübt werden kann. Solange Deutschland und die anderen entwaffneten Staaten einseitig abgerüstet sind, während die Ententemächte noch nicht den ersten Schritt zur Abrüstung getan haben, ist eine Kontrolle einseitig und nichts anderes als ein anderes Wort für die Investigation, die an bestimmte Voraussetzungen gebunden ist und die außerdem dem Sinn und dem Geist des Viererpaktes widerspricht. Der französischen Formel einer offenen eder versteckten Investigation setzt Deutschland sein Recht auf Abrüstung der anderen entgegen, das erst erfüllt sein muß. ehe eine Kontrolle Sinn und Zweck hat und sich mit dem verträgt, was mittlerweile als zwischenstaatliches Vertragssnstem in Europa wieder aufgerichtet worden ist. Vorkonferenz in Paris zur Schaffung einer französisch=englisch=amerikantschen Front gegen Deutschland „Oesterreich der erste Schützengraben für die Freiheit Europas“ RSBO.=Tagung in Köln Köln, 9. Sept. Am Sonnabend fand als Auftakt zu der am folgenden Tage stattfindenden großen Kundgebung der NSBO. in Köln eine Zusammenkunft der Landesobmänner der RSBO., der Gaubetriebszellenleiterobmänner und der Leiter der Deutschen Arbeiterverbände statt. Die Tagung wurde eröffnet durch den Stabsleiter Klapper. Staatsrat Schuhmann führte dann in längerer Rede, der sich eine ausführliche Aussprache anschloß, etwa folgendes aus: Diese Zusammenkunft habe den Zweck, die großen Aufgabengebiete zu umreißen, die der NSBO. auf der einen Seite und den Verbänden auf der anderen Seite gestellt seien. Er möchte vor allem einem entgegentreten: Es sei niemals daran gedacht, die NSBO. aufzulösen. Die NSBO. werde bestehen, bis die Partei und überhaupt die ganze nationalsozialistische Bewegung ihre Aufgabe erfüllt habe. Es habe sich, nachdem die Gewerkschaften durch die eauftragten der NSBO. übernommen seien, zweierlei herausgestellt: einmal, daß die NSBO. in die Aufgabengebiete der Verbände hineingegriffen habe, und ein andermal, daß die Verbände in das Arbeitsgebiet der NSBO. übergegriffen hätten. Die NSBO. habe lediglich die Aufgabe, die weltanschauliche Erziehung zu bewältigen, und könne sich deshalb nicht mit wirtschaftlichen Dingen befassen. Die RSBO. sei Schule für die Amtswalter der Verbände. Aus ihnen sollten die künftigen deutschen Arbeiterführer hervorgehen. Aufgabe der NSBO. sei ferner die schärfste Ueberwachung der Betriebe. Sie müsse verhindern, daß jemals der Marxis. mus es wage, sein Haupt wieder zu erheben Es sei zu beachten, daß alles, was an Mißstimmung etwa zwischen SA., SS. und PO gebracht wurde, bestellte Arbeit sei Der Gegner versuche immer wieder, hierdurch unsere Arbeit zu behindern. Schuhmann sprach weiter über die Mitgliederzahl der NSBO. und betonte, daß diese auf einen bestimmten Stand beschränkt bleiben werde. Paris. 9. September. Am 18. September soll in Varis eine Konserenz zwischen den Vertretern Frankreichs, Englands, Amerikas— die Hinzuziehung Italieus ist noch unsicher— stattfinden, die sich beschäftigen wird mit vorbereitenden Besprechungen über die Abrüstungskonserenz sowie über die deutsch=österreichische Frage. Sinn dieser auf Betreiben Frankreichs geplanten Vorkonferenz ist die Schaffung einer Einheitsfront gegen Deutschland. Der„Matin" behauptet am Sonnabend. daß sich in den letzten Wochen unbedingt eine wesentliche Annäberung des englischen, französischen und amerikanischen Standvunktes vollzogen habe. Wenn man uuch noch nicht von einer gemeinsamen Front gegenüber Deutschland sprechen könne, so stehe doch fest, daß der Grunosatz durch alle drei Mächte anerkannt worden sei. Auch in der österreichischen Frage sei eine wesentliche Annäherung zwischen Frankreich und England zu verzeichnen. Man trage sich ernstlich mit dem Gedanken, die deutsch=österreichische Spannung vor den Bölkerbund zu bringen. Es stehe allerdings außer Zweisel, daß man dabei auf den Widerstand Italiens stoßen werde. Aber auch in diesem Punkte könne man es begrüßen, daß hinsichtlich der Anschlußfrage zwischen Italien und Frankreich keinerlei Meinungsverschiedenheiten mehr bestünden. Auch in der Frage der wirtschaftlichen Neuorientierung der Donaustaaten sei eine wesentliche Annäherung zu verzeichnen. Die Ausführungen des„Excelsior“ verlaufen in ähnlicher Richtung. Das Blatt erklärt, daß Oesterreich der erste Schützengraben für die Freibeit Europas sei. Wenn es Frankreich. Italien und England gelänge, sich zu verständigen, um diesen Graben gegen den Ansturm des Nationalsozialismus zu verteidigen, so werde Hitler eine Niederlage erleiden, andernfalls aber werde die deutsche Welle alle Gebietsteile überfluten, in denen man deutsch spreche. Die Kontrolle allein könne nicht genügen, denn man könne nicht hofsen, daß das nationalsozialistische Deutschland sich freiwillig einer Abrüstungsüberwachung un terwersen werde. Geheimnisvolle neue Angriffswaffen Paris, 9. September. In der Gegend von Chalons fanden große französische Truppenmanöver statt, die am Freitag abend beendet wurden. Der Oberkommandierende der französischen Armee. General Weygand. äußerte sich sehr befriedigt über das Ergebnis. Die französische Presse wurde diesmal erstmalig nicht zur Kritik zugelassen. Ueberhaupt schwebt über den ganzen Manovern der Schleier eines strengen Geheimnisses. Gendarmerie und Polizei umgeben das gesamte Manövergelände und verweigerten es jedem. sich den Truppen über eine bestimmte Entfernung hinaus zu nähern. Zweck dieser strengen Ueberwachung ist es, die neuer Angriffswassen, von denen immer wieder nur höchst rätselhafte Ausführungen gegeben werden, den Blicken Unbefugter zu entziehen völlig zweifelsfrei ist, und die nicht durch Verständigung zwischen den beteiligten Personen im Betriebe oder durch die verantwortliche Entscheidung des Betriebsleiters erledigt werden können, so lange hinauszuschieben, bis eine Willensäußerung der Reichsregierung vorliegt. Eine vorsichtige Behandlung des Doppelverdienerproblems ist auch deshalb notwendig, um nachteilige Rechtssolgen für die. jenigen zu vermeiden, die voreilige und unberechtigte Maßnahmen veranlaßt haben Ehristliche Solidarität Erneuter Appell zur Hüfe für die Hungernden in Rußzland Kovenhagen, 9. Sept. Die in Kopenhagen zu einer internationalen Konferenz versammelte europäische Zentralstelle für kirchliche Hilfsaktionen erläßt einen Appell an die Christenheit der Welt, in dem er u. a. heißt: „In Rußland ist Hungersnot. Sie trifft auch die Christen in Rußland schwer. Wir sind nicht imstande, ihrem Sterben müßig zuzusehen, und rufen daher die evangelischen Kirchen der Welt nachdrücklich zur Hilfe auf. Die europäische Zentralstelle, in deren inter. nationalem Komitee die Kirchenverbände von Europa, Großbrittannien und Amerika, sowie einzelne Kirchen offiziell vertreten sind, hat schon seit 1929 notleidenden evangelischen und orthodoxen Christen in Rußland Hilfe gebracht und Ende 1930 bereits eine Hilfskonferenz von evangelischen und orthodoxen Kirchen und Hilfswerken einberufen. Wir haben zuverlässige Zeugnisse, daß unsere Sendungen die notleidenden Einzelempfänger erreichten. Der ökumenische Hilfsausschuß für Rußland ruft daher angesichts des Massensterbens in Rußland und der binnen kurzem zu erwartenden schrecklichen Not die evangelischen und orthodoxen Kirchen dringend zu einem Hilfswerk auf, das wir auf breiter Grundlage ins Leben rufen müssen. Wir laden sie ein, in ihren Ländern unverzüglich die Sammlung in die Hand zu nehmen in Verbindung mit der europäischen Zentralstelle und voraussichtlich weiterer Hilfsaktionen. Wir bitten sie um der christlichen Solidarität willen, sich der Hungernden in Rußland zu erbarmen und ihnen die tröstliche Erfahrung zu verschaffen, daß Christen einander helfen.“ Herriot verläßt Moskau Moskan, 9. Sept. Der ehemalige französische Ministerpräsident Herriot hat am Sonnabend nach einer längeren Besprechung mit Litwinow Moskau wieder verlassen. Sächsische Bauerntagung Leipzig. 9. Sept. Auf einer gegenwärtig in Leipzig stattfindenden großen Bauerntagung führte der Präsident des Reichsverbandes landwirtschaftlicher Genossenschaften, Trumpf. über das landwirtschaftliche Genossenschaftswesen im nationalsozialistischen Staat u. a. aus: Eine Genossenschaft wird nur dann dem Bauernstand dienen können, wenn das Führerprinzip zur vollen Geltung kommt. Das Genossenschaftswesen des Bauern wird von breiten Kreisen des Wirtschaftslebens als reines Erwerbsunternehmen betrachtet. Die Genossenschaftsorganisation des Bauern stellt aber ein dem Kapitalismus entgegengesetztes System dar. Die Wirtschaftsorganisation des Genossenschaftswesens ist auch in erster Linie eine dem Staat dienende Organisation. Sie ist in der Lage, staatliche Verrichtungen zu übernehmen, indem sie durch Selbstverwaltung und Selbstverantwortung des Einzelstandes verantwortlich und organisch Einzelwirtschaft in die Aufgaben der Volkswirtschaft eingliedert. Selbstverwaltung setzt Selbstverantwortung voraus. Die Rettung des Bauerntums ist die Herauslösung des deutschen Bauern aus der kapitalistischen Verflechtung. Nach diesem Redner sprach der Vizeprandent des Landhandelsbundes, Daßler, über die Aufgaben des Handels mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen. Starhemberg Reichsregierung mit Regelung des Doppelverdienertums beschäftigt. Berlin, 9. Sept. Der Reichsarbeitsminister teilt im Einvernehmen mit dem Reichs wirtschaftsminister folgendes mit: Trotz mehrfacher Erklärungen, nach denen Eingriffe nichtzuständiger Kreise in die Verhältnisse des einzelnen Betriebes untersagt sind, wiederholen sich die Fälle, in denen Stellen, die nicht durch Gesetz oder von der Regierung berufen sind, über einzelne innerbetriebliche Fragen zu entscheiden versuchen. Hierher gehört auch die Regelung des Doppelverdienertums. Die Reichsregierung beschäftigt sich zurzeit mit dieser Frage. Die Ergebnisse der beschleunigten Beratungen werden der Oeffentlichkeit bekanntgegeben werden. Bis dahin ist es erwünscht, Maßnahmen, deren soziale und wirtschaftliche Berechtigung nicht für faszistischen Totalitätsstaat. Wien, 9. September. Die Bundesführung der osterreichischen Heimwehren hielt unter dem Vorsitz von Starbemberg eine Sitzung ab. in der dieser über seine Besprechungen in Rom berichtete. Das christlichsoziale„NeuigkeitsWeltblatt“ weiß über diese Sitzung zu berichten, daß Starhemberg darin einen neuen volitischen Plan entwickelt habe, nach dem der Heimatschutz auch in Oesterreich den Gedauken des faszistischen Totalitäts= staates verwirklichen solle. Dieser Plan. der u. a. auch die Frage der vaterländischen Front und das Schicksal sämtlicher in Oesterreich noch bestehenden politischen Parteien sehr einschneidend berühren solle, wird demnächst auch Gegenstand von Verhandlungen zwischen den Führerr des Heimatschutzes und Bundeskanzler Dr. Doll fbß sowie einem Teil der übrigen christlichsozialen Führer bilden. Die Bundesführung der Heimwehren erklärt zwar die Darstellung des„Neuigkeits=Weltblattes“ für unrichtig, gibt jedoch selbst keine Darstellung über den Verlauf der Sitzung. Spätsommer Der Lattich breitet sich überm Schutte, Wo einst sie gruben nach Sand und Kies, Granatrot leuchtet die Hagebutte, Es haust die Spitzmaus im Dornverließ. Die Grillen zirpen endlose Sage, Aus feuchter Tiefe hallt Unkenklage. Zaunkönig schlüpft durch das Strauchgefieder, Elbisch entschwindend, ein flüchtiger Gnom, Spätsommersonne sinkt bald hernieder In gelben Abends metallnen Strom. Schon rührt der Igel sich in der Hecke, Schon streckt im Bruch sich die Nebeldecke. Am harzigen Stamme wimmelt und klettert Ameisenvolk wie in Zauberei, Stockende Stille— fanfarend schmettert Vom fernen Dorfe der Hahnenschrei. Es kommt ein Karren, mit Klee beladen, Er schwankt inmitten von duftigen Schwaden. Der Menschenheimkehr harrt das entfernte Gehöft, die Tore weit aufgespannt. Von allen Aeckern weht Ruch der Ernte, Und unablässig steht überm Land Wie Ton von Hummeln, wie Ton von Bienen, Das dunkle Summen der Dreschmaschinen. Jagdfieber Arvid erwachte im Hause des Vogesenförsters, noch bevor die Stallmagd ihre Ziegen nach der Dickung getieben hatte. Die Sonne stand über dem Sulzer Belchen, der Wald roch scharf wie ein Gewürzladen, denn das Harz quoll schwer aus den Rinden der Fichten und Kiefern. Der heitere Urlauber aus der Großstadt verschritt die Zeit vor dem Frühstück im Rasen des Hausgartens, seine Schuhe wurden naß vom Tau, wie lustig hüpften Kröten und Heupferde in scheuer Flucht aus dem Wege! — War Arvid dem schacherfrohen Getriebe seiner Täglichkeit nur darum entflohen, um wieder wahrhaftige Erde zu riechen? Nur der Vögel, Bäume und Sonnenstrahlen wegen?— Dieser Stadtflüchtige suchte die Fenster des Forsthauses ab, das ihm zum zweiten Male zur Herberge des Sommers geworden war: Unter der Kandel, wo die Schwalben ein Nest aus Flaum und Speichel gebaut hatten, lag das Zimmer Ingrids, und eben beugte sich die Förstertochter über die Blumentöpfe: „Ein Morgen zum Fasanenschießen, Arvid, sollen wir?“ Der Wartende nickte beglückt, er liebte diese Schwester des Sommers, denn sie wußte um alle Wunder der Natur, um jedes Mirake! der Schöpfung; diese Jahreszeit nannte sie den irdischen Brautstand Gottes. Wie schmeckten die Himbeeren aus ihrer Hand, wie verstand sie die Zwiefprache mit Tier und Blume! Da stand sie schon im kurzen Jägerrock auf der Schwelle, ihr Mund flüsterte den Morgengruß, denn der Vater schlief wohl noch, er lauerte nachts zuweilen den Wilddieben auf. „Zwei Gewehre, Ingrid?“ „Jedem eins“, lächelte sie, dann pirschten beide ins Unterholz, um bald in der Schonung zu sein, wo die Fasanen standen. Kein Wort sprachen sie, nur ihr Atem ging schnell und heiß, die Herzen klopften; aus jägerischer Unrast? Aus süßer Angst? Sie hofften auf einander und hatten sich noch nichts offen bart, doch trug der glückliche Schwärmer die Gefährtin so kühn über den Bach, daß Ingrid kaum zu danken wagte für den zärtlichen Dienst. Arvid aber, seine Last auf das Ufer setzend, faßte Mut:„Auf Händen getragen, Ingrid, welches Sinnbild...!“ Und keuchte von der Anstrengung. Aber die Schwester des Sommers senkte den Kopf. „Dort— Arvid!“ Sie starrten nach dem Tümpel in der Schonung; in der Tat, drüben schwankte das Gras, die Förstertochter witterte ihre Beute gut. Arvid entsicherte den Zwilling, wollte zielen, doch Ingrid hielt schon den Kolben an der Wange und den Finger am Hahn— scharf bellte ein Schuß in das Echo, und ein Schrei, ein verzweifelter, wilder Menschenschrei folgte. Beide rannten entsetzt an den Teich: der alte Förster lag da, den Kopf zertrümmert, das Gesicht kaum kenntlich von Blut. Das Mädchen warf sich über den Vater, der aber zuckte noch einmal, dann atmete seine Brust nicht mehr. In Arvids Fäusten zitterte das Gewehr. Ingrid sprang vor ihm auf, das zarte Gesicht von heulender Wut entstellt:„Sie haben meinen Vater erschossen!“ Und krallte die Finger. War Arvids Zunge lahm? Warum antwortete er nicht der Verwaisten? Warum half er nicht, den Toten nach dem Forsthaus tragen?— Weshalb reinigte er sich nicht vor Ingrids ungeheuerlichem Irrtum? Er biß auf die Zähne, rannte aus der Schonung, rannte, so flink ihn die vom Schreck gelähmten Beine trugen, verlor den Hut, riß sich die Finger blutig und den Rock zu Fetzen, rannte, bis er weit genug war, daß keiner den Schuß seiner Flinte hörte, die er jetzt erst mit dumpfem Knall gegen den Erdboden entlud. Dann stellte er sich der Polizei und lieferte die Waffe aus. Er duldete das Gefängnis für fahrlässige Tötung! Er duldete den ewigen Haß eines Mädchens, das er mehr liebte als die Wahrheit über den Schuß im Fasanenbruch. Die Qualitäten s1 nd gut!— Die Preise sehr niedrig! 80 cm breit, gute westfäl. Qual. 324284 Rosnnter für Bezüge, 140 cm breit 624, 130 cm breit To für Bezüge, 1 60cmbreit 1.10,1 40 breit 1.25 schwere Qualität, 150 cm breit 1.75 ROG Wäsche jeder Art wird sehr strapaziert und bezüglich der Haltbarkeit große Anforderungen gestellt Achten Sie deshalb beim Einkauf nicht nur auf billige Preise! 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Herrlicher Sonnenschein flutete in verschwenderischer Fülle über die mit den Fahnen der nationalen Erhebung prächtig geschmückte Stadt, als kurz nach 9 Uhr vormittags zum Empfang des Herrn Reichsstatthalters Dr. Meyer durch den Heern Staatsminister Riecke und Staatskommissar Keller, Abordnungen der SA. und SS., des Stahlhelm und Handwerker in ihrer Berufskleidung vor dem Regierungsgebäude Aufstellung genommen heiten. Nach der herzlichen Begrüßung des Herrn Reichsstatthalters begab sich dieser mit den Herren Staatsminister Riecke. Gaukommissar Hauptmann a. D. Steinecke, Oberregierungsrat Dr. Oppermann, Staatskommissar Keller, Landtagspräsident Helms, Abgeordneten des Landtags, den Führern der SA. und SS., des Stahlhelms, sowie dem Landesbeauftragten der Deutschen Woche und vielen Mitarbeitern zu Fuß zum Lippischen Hof. Von hier ging es die Lange Straße herunter. An beiden Straßenseiten hatten die Detmolder Schulen Aufstellung genommen. Durch das Spalier der froh gestimmten Jugend gings durch das Rosental zum Landestheater, wo sich neben den Vertretern der verschiedenen Berufsruppen die Detmolder Militärvereine, SA., SS., Stahlhelm, Hitlerjugend und Scharnhorst und Abordnungen der Innungen eingefunden hatten. Bald darauf nahm der Festakt im Landestheater seinen Anfang. Unter den Klängen eines alten Militärmarsches vollzog sich der Einmarsch der Fahnen auf die prächtig ausgeschmückte Bühne. Inmitten herrlicher Blattpflanzen stand eine überaus wirkungsvolle Büste des Reichskanzlers Adolf Hitler, darüber sah man das Hoheitsabzeichen der Bewegung und zu beiden Seiten die Fahnen der nationalen Erhebung. Vom Zuschauerraum aus sah man ein herrliches Bild.„— Nach der Ouvertüre zur Oper„Der Freischütz" von Weber, vortrefflich gespielt vom Kurorchester Bad Salzuflen unter Leitung von Kapellmeister Gößling, nahm Staatsminister Riecke das Wort, wobei er etwa ausführte: Herr Reichsstatthalter! Liebe Volksgenossen! Im Im Namen der Lippischen Landesregierung und gleichzeitig als Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Deutschen Woche heiße ich Sie herzlich willkommen. Es sind jetzt vier Monate vergangen, wo wir uns ebenfalls in diesem Raum zu einer Feier zusammenfanden. Diese Feier galt Ihrer Einführung in das neue Amt als Reichsstatthalter. Die Feier heute steht im Zeichen der Arbeitsbeschaffung. Es ist Ihre Aufgabe, deutsche Arbeit und deutschem Schaffen Geltung zu verieihen. Wir sagen Ihnen Dank dafür, daß Sie, Herr Reichsstatthalter, das Protektorat übernommen haben. Darauf trat der Landesbeauftragte der Deutschen Woche Peterison vor das Mikrophon und dankte in kurzen Zügen all seinen Mitarbeitern für das selbstlose Einsetzen für den Gedanken, für deutsche Arbeit und deutsche Erzeugnisse zu werben. Durch die Mitarbeit weitester Kreise sei es möglich geworden, hier in 12 Ausstellungshallen den Fleiß von Handwerk, Handel, Landwirtschaft und Industrie zu zeigen. Ohne die Opferbereitschaft weitester Kreise sei es nicht möglich gewesen, diese Deutsche Woche des Lipverlandes durchzuführen. Der Landesbeauftragte übergab darauf die Ausstellung dem Protektor, Reichsstatthalter Dr. Meyer. Rede des Reichsstatthalters Dr. Meyer Die Deutsche Woche des Landes Lippe, die ich die Ehre habe, zu eröffnen, gibt Anlaß zu grundsätzlichen Erwägungen. Es gilt dieser Deutschen Woche einen bestimmten Sinn unterzulegen und diese große Veranstaltung über den Nahmen alltäglicher Angelegenheiten zu heben. Man könnte geneigt sein, diese lich vom Standpunkt der Wirtschaft aus zu betrachten. Das wäre salsch. Wir wollen sie von nationalsozialistischer Warte ansehen. Viele der hier Versammelten werden die großen Tage von Nürnberg miterlebt haben. Sie werden die Reden des Führers und Volkskanzlers vernommen haben. Reden, in denen er der nationalsozialistischen Bewegung und der Nation große Aufgaben gestellt hat. Ich möchte die Deutsche Woche zum Anlaß nehmen mit der Inangriffnahme dieser gewaltigen Aufgaben zu beginnen. Die Hauptaufgabe, die der deutschen Nation gestellt ist, ist die Einheit des Volkes Wirklichkeit werden zu lassen. Diese Einheit wir dann Wirklichkeit, wenn die Masse der deutschen Menschen sich wieder ihres Blutes bewukt wird, bewußt wird, daß sie zu einer Rasse gehören. Der neue deutsche Mensch muß sich rückhaltles zu dem Gedanken bekennen, daß das Volk alles ist, daß das Indivibium losgelöst vom Volk, nichts ist. Das Volk muß ewig leben, das„Ich“ wird sterben. Alles, was geschieht, hat im Hinblick auf das Volk zu geschehen.—.—. Das sind Grundsätze, die Millionen deutscher Menschen völlig unverständlich sind. Millionen deutscher Menschen sind ausgewachsen in einer Zeit. in der das„Ich“ im Mittelpunkt alles Geschehens stand. Diese Millionen sind zum großen Teil noch heute einer materialistischen Veltanschauung verfallen. Menschen mit materialistischer Weltanschauung und egoistischer Einstellung können aber niemals zur Volkseinheit zusammengesaßt werden. Deutschland wurde so ohnmächtig, weil die große Masse seiner Staatsbürger nicht mehr das Volk als das dominierende anerkannte, sondern das liebe„Vch. Ein Volk aber, das keine Einheit bildet, ist aunenpolitisch ohnmächtig und ein Spielball und leichte Beute aller Feinde. Ein Volk, das innenpolitisch die Herrschaft des Ichs duldet, der Lehre des Materialismus Lehrfreiheit läßt, wird im Kampi aller gegen alle umkommen. Wir haben dieses Deutschland zur Genüge kennengelernt und den bitteren Kelch bis zur Neige geleert. Es erübrigt sich, das Deutschland der materialistischen Deutschen noch zu geißeln. Wir wissen, daß dieses Deutschland mit seinem Volk, wenn es in dieser materialistischen und egozentrischen, das höhere Ganze vergessenen Anschauung verharrt hätte, untergegangen, daß es rettungslos verloren gegangen wäre. Adolf Hitler aber weckte den neuen deutschen Menschen. Dieser neue deutsche Mensch denkt immer zuerst an das Volk, dann an sich. Er ist bereit, zu sterben, damit das Volk lebe. Der neue deutsche Mensch ist herrisch und heldisch. Er bekennt sich zum Idealismus. Es gelang Adolf Hitler erst in wenigen dann in tausenden, schließlich in Millionen deutscher Volksgenossen die neue Weltanschauung entstehen zu lassen. Sie haben das deutsche Schicksal gewendet. Sie stürzten die Herrschaft des Materialismus und hoben das Volk auf den Thron. Oberstes Staatsprinzip wurde der Grundsatz: Volksnutz geht vor Eigennutz. Nachdem dieses Prinzip einmal zum Staatsprinzip erhoben war, wurde es konsequent angewandt. So erlebten wir die wunderbare Wandlung der Lage Deutschlands in außenpolitischer, innenpolitischer und wirtschaftspolitischer Beziehung. Je mehr das„Ich“ sich verkleinerte, um so mehr hob sich das Volk. Jedoch, wir sind von der Einheit des Volkes noch weit entfernt. Die große Masse ist noch immer im Materialismus befangen, denkt noch im Eigennutz. Wenn es nicht gelingt, die Masse der deutschen Menschen, vor allem, die deutsche Jugend mit dem neuen Geiste zu erfüllen, dann ist der deutschen Revolution der Enderfolg. das ist die Zusammenschmiedung des deutschen Volkes, versagt. Es Aufgabe der nationalsozialistischen Bewegung, ständig Künder dieses Geistes, Vermittler der nationalsozialistischen Ideen zu sein. Auch die Deutsche Woche soll dem Ziel der Vereinheitlichung des Volkes dienen. Sie ist zunächst ein Appell an den deutschen Käufer, an den Konsumenten, nur deutsche Waren zu kaufen, proklamiert mithin, den Schutz des deutschen Warenherstellers, des Handwerksstandes, und des Vermittlers deutscher Waren. des Kaufmanns. Wenn man sich zum Gedanken der Erhaltung des eigenen Volkes, der eigenen Rasse bekannt hat, ist das eigentlich eine Selbstverständlichkeit, Waren, die man in Deutschland kaufen kann, nur dort zu kaufen. Man empfindet es dann ganz naturgemäß als eine Versündigung am Volk, mit dazu beizutragen, daß durch Kauf ausländischer, in Deutschland selbst zu beziehender Ware. Millionen ins Ausland gebracht werden, die dem Deutschen Volk verloren gehen. Man sieht dann auch ganz klar die grauenhaften Folgen eines solchen Handelns. Kapitalverlust, Erliegen deutscher Betriebe, Arbeitslosigkeit von Millionen deutscher Menschen folgen. Die Arbeitslosigkeit bringt Unterernährung der Massen, Entartung, Demoralisierung, Kindersterblichkeit und den riesenhaften Ausfall an Eheschließungen und Geburten. Das Volk wird ausgepowert und stirbt. Der volfeverbundene Deutsche will und kann nicht Totengräber des eigenen Volkes werden. Er will und kann nicht die Hand dazu leihen, daß der deutsche Mittelstand und die breite Masse des Volkes durch seine Unverantwortlichkeit und Indolenz geopfert werden. Gewiß wird man manches besser und billiger vom Ausland beziehen können, und wird deshalb mancher Kurzsichtige verleitet, ausländische Waren zu kaufen. Und doch sollten diese kurzsichtigen Egoisten aus der deutschen Geschichte der letzten 14 Jahre gelernt haben. nämlich, daß sie letzten Endes doch die Leidtragenden sind. Leidet das Volk, sie müssen mitleiden. Geht das Volk im Bolschewismus unter, trifft sie dasselbe grauenhafte Los. Der volksverbundene Deutsche wird sich dessen bewußt sein, daß er auch hier sich für sein Volk einsetzen muß. Er wird sich sagen: Unterstütz du die deutsche Wirtschaft, dann hebst du das Lebensniveau deiner Volksgenossen, dienst der Auswärtsentwicklung der Rasse und trägst an deiner Stelle zur Erneuerung des Volkes bei. Die Einstellung des deutschen Volkes auf den Kampf für die eigene Wirtschaft und gegen die ausländische Konkurrenz gibt dem deutschen Produzenten und Kaufmann aber keinen Freibrief minderwertige Waren zu liefern oder Preistreibereien zu üben. Wer das tut. versündigt sich an dem Gedanken der Volks=, Brotund Schicksalsgemeinschaft. Er sabotiert die Einswerdung des Volkes, zerstört die jungen Triebe des wachsenden gegenseitigen Vertrauens. Diese Sorte Deutscher ist den Landesverratern und Volksverderbern gleichzustellen. Keine Strafe ist hart genug für diese Volksverbrecher aus schnödem Profitgeist. Diese Elemente sind die Totengräber des deutschen Mittelstandes. Die Deutsche Woche soll helfen, wachzurnsen den deutschen Geist der Volksverbundenheit im deutschen Meuschen. Sie sei eine Mahnung für den deutschen Industriellen, Handwerker und Kaufmann, wie für den deutschen Konsumenten. Noch zittert in allen Nürnberg=Fahrern das gewaltige Erlebnis des Parteitages nach. Die ganze Macht der Bewegung und damit der deutschen Nation wurde dem In= und Auslande vor Augen geführt. Sie alle konnten sehen, wie fest der Nationalsozialismus im deutschen Volk verankert ist, wie glücklich sich das deutsche Volk unter dem Regime Adolf Hitlers fühlt. Das Entscheidenste dieses Parteitages aber sind die großen Richtung gebenden Reden des Führers gewesen. Der Führer hat Volk und Bewegung große Aufgaben gestellt. Es liegt nun an uns allen. Adolf Hitler nachzuahmen, daran zu arbeiten, daß diese Aufgaben im deutschen Volke verwirklicht werden. Die Deutsche Woche, die ich hiermit eröffne, möge zu ihrem Teil dazu beitragen. Ich wünsche der Deutschen Woche und ihren Veranstaltern einen vollen Erfolg und glaube sie nicht besser eröffnen zu können, als mit dem unerschütterlichen Treuebekenntnis zu unserem Führer. Nachdem sich über 700 Menschen im vollbesetzten Landestheater erhoben hatten, klang ein donnerndes Sieg=Heil auf den Führer und Reichskanzler Adolf Hitler durch den Raum. Spontan erklang das Deutschlandlied. Feierliche Stille trat ein, als darauf das Kurorchester aus Bad Salzuflen das herrliche Vorspiel der Oper„Die Meistersinger- von Richard Wagner zum Vortrag brachte. Noch einmal erhoben sich die Arme zum Gruß, als die feierliche Eröffnungskundgebung der Deutschen Woche mit dem Gesang des Horst Wessel=Liedes ihren Adchluß fand. Während der Feierstunde im Theater übertrugen zwei Großlautsprecher der Elektrofirma Karl Tiemann die Reden und Musikstücke auf den Theatervorplatz, wo eine große Menschenmenge eingefunden hatte. Nach Beendigung der Feier fand ein Vorbeimarsch der SA., SS., des Stahlhelms der Hitler-Jugend und des Scharnhocst vor dem Herrn Reichsstatthalter am Landestheater statt. Unmittelbar anschließend begann ein Rundgang durch die 12 Ausstellungshallen In allen Räumen wurde der Herr Reichsstatthalter und seine Begleitung kurz begrüßt. Aus allen Aeußerungen war zu entnehmen, daß der Protektor dieser großartigen Veranstaltung über das Gesehene überaus angenehm überrascht war und mit den allerbesten Eindrücken die einzelnen Ausstellungshallen wieder verließ. In 4. Nachmittagsstunde fand ein Konzert der Standartenkapelse auf dem Schloßplatz statt. Wie immer lauschte auch an diesem Nachmittag ein zahlreiches Publikum den schönen und abwechsegungsreichen Darbietungen der Kapelle im braunen Ehrenkleid. Aufmarsch der nationalen Verbände Am Abend fand der große Aufmarsch der nationalen Verbände und Kriegerverein auf dem Schloßplatz zu einer erhebenden Kund gebung für den Deutschen Gedanken und die hohen Ziele der nationalsozialistischen Revolution statt. Lange bevor die Verbände und Vereine einmarschierten, waren schon eine unübersehbare Menschenmenge zu den Toren eingeströmt. Rings um die Nasenflächen, Denkmäler. Brunnen und vor dem Schloß wurden tausende kleiner Lichtchen entzündet und strahlten in stillem, festlichen Glanz in den dunklen Abend. Und dann Trommeln und Pfeisen. Paukenschlag und Horngeschmetter, Gesang aus frischen deutschen Jugendkehlen von der Langen Straße her: In festem Schritt und Tritt zogen sie ein durch die Menschenmauern, SA., SS., Stahlhelm, Hitlerjugend, Bund deutscher Mädel. Bund Scharnhorst, die Kriegervereine, die kirchlichen Jugendbünde, mit Fahnen und Wimpeln und nahmen in langen Reihen Aufstellung vor dem Kriegerehrenmal von 1866, vor dem die Rednertribüne und das Mikrophon aufgebaut waren. Rings um das Denkmal marschierten die Sturmfahnen auf. Staatsminister Riecke eröffnete die Kundgebung und begrüßte den Reichsstatthalter Dr. Meyer mit einem dreifachen Sieg=Heil, in das die tausenden von Menschen, die zu der Kundgebung vereinigt waren, brausend einstimmten. Dann sprach Reichsstatthalter Dr. Meyer über den Sinn dieser Deutschen Woche des Lipperlandes. Wenn früher jüdische Geschäfte und Warenhäuser Weiße Wochen oder ähnliches veranstaltet haben, so waren diese Veranstaltungen nicht verbunden mit dem deutschen Volke und dienten nur eigenen geschäftlichen Interessen. Mit egoistischen Interessen hat aber die Deutsche Woche nichts zu tun, sie soll dem deutschen Volke dienen. Seit Hitler die Regierung übernommen hat, dient alles was geschieht, dem deutschen Volke. Die Zeiten, in denen nackter Egoismus in Deutschland sich auswirken und austoben konnte, sind endgültig vorbei und die Nutznießer davon sitzen entweder im Ausland und hetzen dort gegen uns oder aber befinden sich im Konzentrationslager. Gesiegt hat der Gedanke: Volksnutz geht vor Eigennutz. Die Folgen des vorherigen Zustandes haben wir gesehen, innenpolitisch zerfleischte sich unser Volk und war nach außen hin ohnmächtig. Jetzt hat Deutschland wieder Weltgeltung bekommen, das Volk ist innerpolitisch zu einer gigantischen Macht durch einen Willen zusammengeballt. Die Nation hat sich den besten Deutschen zum Führer auserkoren und die nationalsozialistische Bewegung ist ihm die treueste Stütze. Nur diese disziplinierte Bewegung kann die großen Aufgaben, die Deutschlands noch harren, losen. Der Führer hat Richtlinien herausgegeben, die für Jahrhunderte bestimmend sind, Gedanken revolutionärer Art, Gedanken der Erneuerung aus Blut und Boden, an denen auch in Zukunft kein ausländischer Staatsmann vorübergehen kann, weil se nicht nur für das deutsche Volk sondern für alle Völker der Erde die Rettung kind Die Maßnahmen des Führers kommen immer zur rechten Zeit. Die Umwälzung auf allen Gebieten wird noch groß sein. Die Revolution ist noch nicht zu Ende, sie ist erst am Anfang. Wir können sie nur vollenden, wenn wir uns immer mehr in die Ideen des Nationalsozialismus vertiefen. Am 1. Oktober feiern wir das Erntedankfest und zwar nicht weit von Hameln. Auch der Führer wird dorthin kommen und sagen, was der praktische Sozialismus bisher geleistet hat und die Parole ausgeben: In diesem Winter darf in Deutschland keiner hun gern und frieren, bereite sich jeder auf das große soziale Werk vor. Adolf Hitler hat den Grundstein gelegt zu einem Reich, das Jahrtausende dauern soll. Das Fundament dazu muß fest gegründet werden, und wir Lebenden müssen unser ganzes Leben in den Dienst der Erneuerung des Volkes stellen, erst dann bekommt dieses Leben Sinn. In diesem Gelöbnis, unser Alles daran zu setzen für unser Volk, grüßen wir unseren Führer mit einem dreifachen Sieg=Heil. Vieltausendstimmig klang dies Gelöbnis zum sternklaren Nachthimmel und wurde mit dem Deutschland= und Horst Wessel=Lied bekräftigt. Dann schloß Staatsminister Riecke die Kundgebung und unter wuchtigen alten Armee märschen marschierten die Tausende hinaus zur Langen Straße, wo schon dichtgedrängt erwartungsvolle Menschen Spalier bildeten, die nun mit dem Zug aufbrachen zum Deutschen Abend. Ein Rundgang durch die Ausstellungshallen Ueberall leuchtende Vorbilder deutscher Arbeit, deutscher Kraft und deutschen Geistes Falkenkrug Ausstellung: Deutsche Landwirtschaft. die Als auf dem Schloßplatz die gewaltige politische Kundgebung zuende gin, waren auf den Hauptverkehrsstraßen die Erwartungen Tausender und Abertausender auf das Höchste gestiegen! Endlich wurde die Spannung gebrochen, ein einziger Jubelschrei tönte vom Lippischen Hof, die Lange Straße herunter bis zum Theaterkaffee am Rosental. Vom Marktplatz durch die Bruchstraße bis zur Wallpromenade: Wunderbar, großartig, glänzend, so etwas hat Detmold wirklich noch nicht gesehen. Es waren keine Tausende mehr, nein, es waren Zehntausend Menschen und noch viel mehr, die zu Beginn der 10. Abendstunde ganz im Banne der festlichen Beleuchtung der Stadt Detmold standen. Es fällt uns schwer, mit Worten diese einzigartige Farbensymphonie herrlichster Art zu schildern. Wer kann überhaupt die Frage beantworten:„Weißt Du, wieviel Lampen glühten...?!“ Nach unseren Informationen hat Detmold eine derartige Festbeleuchtung noch niemals erlebt. Einige Zahlen mogen den Beweis antreten. Es sind 10 000 Meter Leitung für die elektrische Beleuchtung gelegt! Auf dem Schloßplatz waren unter den Kastanien 550 Glühlampen mit einem Anschlußwert von 8250 Watt angelegt. Zur Bestrahlung des Schlosses wurden 2 riesige Flutlichtlampen mit je 1500 Watt verwandt; zur Anstrahlung der Bäume auf dem Schloßplatz dienten 16 Tiefstrahler zu je 200 Watt. Schließlich benötigte man zur Bestrahlung des Springbrunnens auf dem Schloßplatz vier Strahler zu je 300 Watt. Am Rathaus brannten 340 Glühlampen mit einem Anschlußwert von 5100„Watt; die Marktkirche wurde durch 3 Flutlichtmaschinen von je 1000 Watt beleuchtet, während am Burggraben entlang an der Ameide 600 Lampen mit einem Anschlußwert von 9000 Watt glühten. Die Lange Straße hatte eine zusätzliche Beleuchtung von 12 Strahler von je 300 Watt erhalten. Es mußten allein 900 Meter Illuminationsketten verwandt werden. Die ganze Anlage ist von der Wesertal=Installations G. m. b. H. in knapp vier Tagen ausgeführt. Man darf ohne Uebertreibung sagen, daß Wesertal an dem glänzenden Erfolg dieser herrlichen Krönung des ersten Tages der Deutschen Woche des Lipperlandes einen großen Anteil hat. Wir wollen aber auch die übrigen Detmolder Installationsfirmen nicht vergessen, die die Fronten der Geschäftshäuser mit vielen tausend Lampen und Lämpchen ausschmückten und ebenfalls an dem Erfolg einen schonen Anteil haben.. Während auf der Langen Straße der Deutsche Abend im Schein der vielen tausend Lichter seinen Anfang nahm, wanderten zahllose Menschen durch den wundervoll erleuchteten Schloßpark, standen ergriffen vor der leuchtenden Fontäne, vor dem efeuumrankten Schloß, schlenderten unter den Kastanien dahin, um dann an der Ameide entlang zum Hitlerdamm zu pilgern, wo sich dem Auge ebenfalls ein farbenprächtiges Bild zeigte. Ueberall leuchtende Wunder! Ein unvergeßlich schönes Bild! Wi Während wir uns der Stunde der Mitternacht nähern, flutet stärkstes Leben und Treiben durch Detmolds Hauptstraßen, die Standartenkapelle, die am Detmolder Hof Ausstellung genommen hatte, unterhielt die Fest teilnehmer in schönster Weise. Die fliegenden Gaststätten auf den Bürgersteigen hatten in des Wortes wahrster Bedeutung aue Hände voll zu tun. Es wurde gesungen und zuguterletzt zum Janz auf dem Asphalt der Langen Straße angetreten. Selbstverständlich ließen sich unsere Letmolder Schönheiten zwischen 17 und 77 die Aufforderung zum Tanz nicht zweimal sagen und dann gings die Sache rund und nochmals Die Stunde der Mitternacht hat geschlagen. Während von der Langen Straße die Klänge der Musik in unsere nahgelegenen Redaktionsräume dringen, sind unsere braven Setzer trotz durstiger Kehlen noch an der Metteur ruft laut und vernehmlich:„Schluß machen...!“„Sehr richtig“ ruft der Chor der Setzer! Also wollen wir für heute nach einem ereignisreichen Tag Schluß machen. Nach anstrengender Arbeit wollen auch wir noch ein Berauschender Blumenduft umfängt den eintretenden Besucher in den Ausstellungsräumen des Falkenkruges, wo die Deutsche Landwirtschaft ihre heimischen Erzeugnisse zur Schau bietet. Da sieht man zunächst die entzückendsten Produkte der Gärtnerkunst und anschließend in langer Folge die Erzeugnisse des Obst= und Gemüsebaues, alles in peinlich sauberer Aufmachung, appetitbereitend, anregend für Auge und Magen. Hier ist Qualitäts= arbeit und Spitzenleistung des deutschen Bauern in wirksamster Form gezeigt. An nichts fehlt und mangelt es, Stand reiht sich an Stand, immer schönere Ergebnisse bäuerlicher Wirtschaft darpreisend. Alles, was die heimische Erde bei sorgsamer und fleißiger Pflege spendet, bietet sich dem Beschauer, nicht auf dringlich, aber in ausdrucksvollster Weise dar tuend, daß der deutsche Bauer und Gärtner längst den allerweitesten Bedürfnissen des Marktes gerecht zu werden vermag. Da liegen, wohlgeordnet, die herrlichsten Obstsorten, Kartoffeln, Eier, weiter alles Gemüse, Konserven, Honigsorten, Erzeugnisse des Zuckerrübenanbaus, des Weinbaues und des Getreidebaues. Die Kleintierzucht ist nicht vergessen, auch nicht der lachsanbau, der Werdegang von und Seide, Saatenanerkennung und Saatenprüfung. die Schaffung neuer Qualitätszweige durch künstliche Düngung und vieles andere mehr. Im besonderen Raum Statistiken und Modelle. auch Hilfsmaschinen des Bauern, die alle von der hochwertigen Arbeit der Landwirtschaft seugen. Ein kurzer Rundgang überzeugt, daß deutsche Landwirtschaft den Weg beendet schulen ihre Spitzenleistungen hochstämmigem und Buschobst. Gewinnung und Anwendung der Kalisalze in Spalier, teil an der Wirkungskraft der Deutschen Woche zu gewinnen. Zeichnungen, praktische Arbeiten, Kalisalze. Stickereien, eigene Enfwürse aller Art, sogar Die landwirtschaftliche, Auskugztekelig i Themsta, alles is eindrucksvollike Jeugnie Kalisyndikats für Westsalen und Lippe 915,iy, welcher Geist und Fortbildungssinn In den gedrängter anschaulicher„Form eine inter- Lippischen Schulen herrscht. Auszüge aus Schulesante Uebersicht über die Gewinnung un gasz, hibliotheken geben Kenntnis davon, welche Buwendung der Kalisalze, Das Modell erges, Kali, cher der deutsche Junge und das deutsche Mädel Im ganzen eine äußerst interbelehrende Ausstellung, die jeder Landwirz= Freund der Jugend besuchen sollte. Ganz beSonow### sonders anziehe d die Arveiten der Berufs schulen mit ihren verschiedenen Berufsgruppen, die die gediegene Ausbildung der jungen Zögwendung der Kulisalse. Tur u.—.„ l mer der den bergwerkes zeigt die Gewinnung der Kalisalze, die zugleich in Schaugläsern und Rohsolz= heute lesen blöcken sowie in veredelter Form„#9 hech= Treund der prozentige Kalisalze, wie sie in der Landwirtschaft immer mehr verwendet werden, ausgestellt sind. Photographien und Proben von Düngungsversuchen zeigen die gute Wirkung der Kalisalze bei den verschiedenen Kulturen. sowohl was Menge als auch was Güte der ge ernteten Produkte anbelangt. So wurde bei einem Düngungsversuch an Kartoffeln in der Lippischen Senne der Ertrag rundweg verdoppelt. Eine Statistik weist nach, daß auch der Kaliverbrauch in der Lippischen Landwirtschaft gegenüber der Vorkriegszeit rund auf das doppelte gestiegen ist. Schriften, die an Landwirte kostenlos abgegeben werden, geben Auskunft über die richtige Anwendung und Wir kung der Kalisalze. hat, um den Landwirtschaften anderer Kulturstaaten nicht mehr nachzustehen.— Vor den Hallen an der Straße zeigen lippische BaumGewerbeschule Ausstellung: Schülerarbeiten Eine Ausstellung von besonderem Reiz sind die mannigfachen Schülerarbeiten aller lippischen Schulen, die in der Gewerbeschule gezeigt werden. In zahlreichen Räumen liegen sie ausgebreitet, kleine Kunstwerke, zeugend von Fleiß und Tatkraft. Ob die höheren Schulen, ob die Volksschulen, oder die Berufs= und Fortbildungsschulen, die Schülerinnen und Schüler aller dieser Anstalten sind in einen edlen Wettbewerb getreten, um ebenfalls hohen AnWer braucht Geld? Der beteilige sich an der Abstimmung zum Schaufensterwettbewerb linge einerägsam zur Geltung bringt. Odeon und Oberlyzeum Ausstellungen: Der Einzelhandel Der Einzelbandel stellt seine Erzeugnisse im Saal des„Odeon“ und in der Turnhalle des Oberluzeums aus. Hier sprechen die ausgestellten Waren eine beredte Sprache, wie sehr der Einzelhandel heute bemüht ist, nur deutsche Ware zu liefern. Für jeden Besucher und für jede Geschmacksrichtung hat der lippische Einzelhandel hier Vorzügliches zusammengestellt. Die Hausfrau findet wertvolle praktische Winke für den Ausbau ihres Heimes, der Bücherfreund, der Radiofreund, der praktisch orientierte Familienvater, sie alle können hier in weitestgehendem Maße lernen, was deutsche Arbeit und deutsches Erzeugnis sind. Ob es die Kücheneinrichtung betrifft oder die Zimmerausrüstung, ob es die Bekleidung angeht oder den Hausputz, für alles sind wertvolle Anregungen und Winke in dieser Ausstellung vorhanden. Nähmaschinen, Herde, Waschmaschinen, Wäscheausstattungen, olzbildhauerei, Putzmittel, Mühlenerzeugnisse, Delikatessen, Radioanlagen, Küchenartikel aller Art, Bekleidungsgegenstände= nichts ist vergessen, alles deutet auf deutsche Arbeit und deutsche Ware hin, wert von jeder Hausfrau und jedem Familienvater würdig beachtet zu werden. Im Rahmen der Deutschen Woche findet von den maßgebenden Detmolder Geschäftsleuten ein Schaufensterwettbewerb statt. Das Publikum stimmt über die einzelnen Fenster ab. Die Abstimmungskarten sind in Geschäften, die sich am Wettbewerb beden m.—.— teiligen, erhältlich und nach erfolgter füllung in dem Ausstellungslokal„Odeon, Hornsche Straße, in die dort aufgestellte Urne zu werfen. Jeder darf nur eine Karte abgeben, da sonst sämtliche von ihm abgegebenen Karten ungültig sind. Die Schaufenster sind fortlaufend nummeriert und untenstehend aufgeführt. Sie sind so geordnet, daß man bei einem Rundgang durch die Stadt alle Fenster besichtigen kann. Als Preise sind Gutscheine von 30, 25, 20, 10, 5 und 3 RM. ausgesetzt, die in den Geschäften, die sich am Schaufensterwettbewerb beteiligt haben, gegen Ware verwertet werden können. Es wäre wünschenswert, wenn sich das Publikum recht ausgiebig an der Abstimmung beteiligt, damit die große Mühe, die sich die Geschäftsleute gegeben haben, auch belohnt wird. Straße 17; Kaufmann Wiese, Lange Straße 20; Hermann Knöner, Lange Straße 21; Hinrichssche Buchhandlung, Fritz Rettberg, Lange Straße 21: H. Siebürger, Lange Str. 22: Otto Meyer=Spelbrink, Lange Straße 24: E. Oberschorfheide, Lange Straße 26; Heinr. Hoever, Lange Straße 27; Th. Oble, Lange Straße 31; Wilhelm Sonntag Lunge Straße 40; Fr. Richwien, Lange Straße 51; Karl Windel, Drogerie, Lange Straße 61; Anna Lindhorst, Lange Straße 63; Emmi Arminiushotel Ausstellung der Hausfrauen. Liste der Jirmen die sich am Schaufensterwettbewerb bekeiligen: Paul Gees, Hornsche Straße 1a; Land wehr u. Schulz, Hornsche Srtaße 1a: A. Bauer, Lange Straße 2; Ernst Thalheim, Lange Straße 3; Thams u. Garfs, Lange Straße 7; E. Steller, Lange Straße 10: Meyersche Hofbuchhandlung(Sortiment) Lange Straße 59; Schnelle, Lange Straße 12. H. Grote, Lange platz 1. Was die von der NS.=Frauenschaft und dem Hausfrauenbund veranstaltete Hausfrauenlehrschau hier dem überraschten Besucher bietet, ist von solcher Fülle, daß es schwer wird, in wenigen Zeilen auch nur annähernd einen Ueberblick zu geben. Nur flüchtige Hinweise und Anregungen können hier gegeben werden, im übrigen selbst hingehen und schauen, das lohnt sich immer. Wir sagten überrascht, und das ist Anna Einonen. Snnne w::n=.:. man wirklich bei den drei ausgestellten kom Wehmeyer, Lange Straße 69; Gust. Heigsiet, pletten Aussteuern. Man darf wohl sagen, daß —. 29. Raul Beckmann, Rosen=ik“. g Lange Straße 72;—.——— thal 3: C. A. Grothe, Lange Straße 75; Seidenhaus Koopmann, Lange Str. 77; Aug. Reuter, Lange Straße 87; J. Kaul, Lagesche Straße 1; A. Bauer, Schülerstraße 6°8; Otto Mentzel, Schülerstr. 1; Rudolf Blanke, Krummestraße 9; Wilh. Brinkmann, Bruchstraße 1; Simon Röhr, Bruchstraße 8; Otto Bähr, Bruchstraße 10; Gust. Brockschmidt, Bruchstraße 12; E. Lauenstein, Bruchstraße 14: Th. Kesting, Bruchstraße 18; Wilh. king, Bruchstraße 28: H. Kühlmuß, Bruch straße 29; Peter Karbach, Bruchstr. 30; G Schmieder, Bruchstraße 35: Helene Grupe, Bruchstraße 36; S. Menze Witwe, Bruchstr 38; Konrad Hamann, Bruchstraße 39; Heinr. Hammann, Bruchstraße 40; Handel= und In dustriebedarf, Paulinenstraße 19; K. Kamp mann, Paulinenstraße 21; Fritz Möller, Paulinenstraße 34; F. W. Finke jun., Paulinenstraße 39; Fr. Burre, Hermannstraße 27; Carl Beneke, Hornsche Straße 26; Heinr. Potthoff, Lange Straße 82: H. Lülwes, .—. F. Multhaupt, Markt Der Lippische Jäger auf der„Deutschen Woche“. Fachschaft Livve Jagd und Jäger- Lippischer Jägerverein Stündchen nach Mitternachk beisammen sein! — Nur ein Stündchen (Anmerkung des Setzers alter Schwede?!)„„ Der Auftakt der Deutschen Woche des Lipperlandes liegt hinter uns. Es war mehr als ein glücklicher Auftakt. Möge der Erfolg während der nun beginnenden Woche des Lipperlandes nicht, ausbleiben! Die Fachschaft Lippe Jagd und Jäger— Lippischer Jäger=Verein— beteiligt sich an der Ausstellung während der„Deutschen Woche" in Detmold mit einer Trophäenschau. Diese wird in den Ausstellungsräumen des Falkenkruges gezeigt und ist nach den in Lippe bestehenden vier Fachgruppen aufgebaut. Die Ausstellung jedem weidgerechten Jäger viel Lehrreiches bieten. Der Fürst zur Lippe beteiligt sich ebenfalls an der Ausstellung. An beiden Sonntagen der Ausstellung zwischen 10 und 11 Uhr führt Revierförster Tiemann aus Berten Interessenten durch die Jagdausstellung und hält an Hand der Trophäen im Ausstellungsräume einen Vortrag. Zu den nachstehenden besonderen Veranstaltungen werden die Mitglieder der Fachschaft ganz besonders eingeladen. Am Sonntag, 10. September, vormittags 10—12 Uhr Pfostenschau sämtlicher Jagdhundrassen am Falkenkruge außerhalb des Ausstellungs raumes unter den Eichen. Nachmittags 3 Uhr: Versammlung sämtlicher Mitglieder der Jachschaft im Hotel Stadt Frankfurt in Detmold Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Rechtsanwalts Sonntag, Detmold, über die volkswirtschaftliche Bedeutung der Jagd. 2. Einrichtung der Fachschaft. 3. Verschiedenes. Am Sonntag, 17. September, nachmittags 2 Uhr: Großes jagdliches Kugel- und Tontauben schießen auf dem Schießstande der Detmolder Schützengesellschaft am Krummen Hause bei Detmold. Geschossen wird auf eine Entfernung von 100 Meter. 1. Kugelschießen: 2 Schuß auf Ringscheibe (angestrichen), 2 Schuß auf stehenden Rehbock(freihändig), 2 Schuß auf stehenden Rehbock(angestrichen), 2 Schuß auf 5 Sek. sichtbaren Keiler(freihändig). 2. Tontaubenschießen: 10 Tontauben mit jagdlichem Anschlag. Beide Schießen werden zusammen gewertet. Die meistgeführten Kugelpatronen und Schrotvatronen Kal. 12 und 16 sind auf dem Stande zu haben. Das Nenngeld für das Schießen beträgt 2 RM. und ist zusammen mit der Meldung bis Sonnabend, den 16. September, an Ernst Vollmar in Detmold, Leopoldstraße 14, einzusenden. Zum Gebrauch sind nur Jagdgewehre ohne Zielfernrohr und Diopter zugelassen. Es werden wertvolle Ehrenpreise vergeben; etwa ein Drittel der Teilnehmer erhalten Preise. Es wird erwartet, daß jedes Mitglied der Fachschaft diese Ausstellung und vor allen Dingen die besonderen Veranstaltungen der Fachschaft besucht. Nur dann können wir erwarten, daß es bald um die jagdlichen Verhältnisse im deutschen Vaterlande wieder besser bestellt ist. den jungen Leuten im Hinblick auf eine geschmackvolle, gediegene Wohnungseinrichtung das Heiraten nicht allzuschwer gemacht wird. Ist es nicht staunenswert, was für rund anderthalb Tausend Mark schon geboten wird? Und dabei fehlt nichts, Truhen und Fächer sind gefüllt mit allem, was ein junger Haushalt benötigt. Ja, da möchte man bald bedauern, daß man nicht erst heute geheiratet hat...!“ Die Drei= und Vierzimmerwohnungen sind natürlich im ganzen etwas reichhaltiger ausgestattet, aber wie behaglich und doch in jedem Stück vornehm! Deutsche Ware— wer illustrierte dies besser als die beiden Handweberinnen aus dem lippischen Norden, aus Brosen und Hohenhausen? Und da läßt man sich erzählen, daß die fast 60jährige Bäuerin, die hinter ihrem aus dem Jahre 1842 stammenden Webstuhl sitzt, zum ersten Mal in ihrem Leben in Detmold ist. Soweit ist es doch gar nicht von Hohenhausen bis zur Landeshauptstadt. Das Spinnrad fehlt auch nicht, das fleißig schnurrt und Faden auf Faden von gutem lippischen Flachs zum Rocken ügt. Im gleichen Raume gibt es noch saubere Maschinenstickereien und hübsche handgemalte Decken und Kissen zu sehen. Gern schreitet man weiter in das eigentliche Reich der Hausfrau, wo ein langer Speisentisch zeigt, wie man den Speisezettel für alle sieben Tage der Woche, immer wieder abwechslungsreich schmackhaft— und billig nur aus deutschen Erzeugnissen gestalten kann. Von den aufgebauten Tischen möchte man als Kabinettstück den Teetisch bezeichnen, der aus deutschem Nußbaum hergestellt mit Porzellan aus der Berliner Manufaktur gedeckt ist. Und was für ein Porzellan....! Mit viel Liebe hat der Bund Königin Luise einen Kindergeburtstagstisch aufgebaut, ganz in schönem, sattem Kornblumenblau. Vergesse niemand die Decke zu betrachten und sich über dies kostbare Stück, an dem Generationen gearbeitet haben, etwas erzählen zu lassen. Zwei Kaffeetische zeigen, wie man eine kleine Nachmittagsgesellschaft nach Lage seiner Mittel bewirten kann. Vergessen sei nicht der Diättisch und Rentnerinnentisch. Sämtliche dort ausgestellte Arbeiten sind von Renterinnen gefertigt und werden verlost. Für 40 Pfg. kann man z. B. eine herrliche Decke gewinnen. Also bitte....! Wer noch Gardinenstoffe, Wandteppiche usw. betrachten will, kann das ebenfalls in diesem Raume tun und wird dann erstaunt und befriedigt über das, was deutsche Arbeit leistet, das Arminiushotel verlassen. Tischlerfachschule Die Tischlerfachschule beherbergt zwei Ausstellungen, die des Arbeitsdienstes der NSDAP. Gruppe 203(Lippe, Schaumburg= Lippe und Schaumburg) und die der Tischlerfachschule selbst. Im Flur des Erdgeschosses ist ein sehr anschaulicher Querschnitt einer Kultivierungsarbeit aufgebaut, der die Umwandlung von kultiviertem Heideland in fruchtbares Ackerlang zeigt, wozu ein Zeitraum von zwei Jahren benötigt wird. #in. in zahlreiche dem Arbeits= und die statistischen An Arbeitsdienst dem Abzug allen Aufu 250 Millionen M. sant sind auch di schaftsbelebenden stes. Für ein La z. B. pro Monat a feln, 2160 Liter M Pfund Fleisch und Dazu kommen He usw. Ferner wir gers, Ausrüstung gezeigt. Von den ten Arbeiten faller und Hitlerbüste in willigen aus lipp brant sind. In ei Ausstellung des li gegliedert. Erwä lem eine komplett dampfmaschine un von Strömungsth Im gleichen Re des Arbeitsamter einen sehr guten tung der Arbeits mit Westfalen un Die Tischlerfac zahl von Entwür fachsten Bleiwisc ten Aquarell in hier die Entwü Innenarchitektur dene Stilarten. struktionszeichnur Grundlagen bis einen breiten R lehrreicher Quer auf der Detmol wird. Fre Die Schiffsst Wilhelmshaven neten Freiwill Reichsmarine station der No stellen. Es besteht werbern mit Erwünscht sind rige Lehrzeit torenschlosser, Metalldreher, ferschmied, Kle triker oder in nachweisen. Das vorge Einstellung li 17. und 21. des Gesuches überschritten Gesuche um die Schiffssta stellung) in B ein ausführlic lauf beizufüge Copyr sprach Wes vorbei. Ich empfahl sich „Der He Es klang fa immer so k die schöne 3 Niemand länger aufz ins Haus 1 vom dunkle auf der kna hoff dort in melte mit w ganzen Gep Frau H. bach ließ v das er die stand. Ma Mann aus in seinem 2 das man d wegt hatte, Leider muf tnung entg nur Freud erschüttert. des schöner wohl sie von ihm. Schuld. A ihn zwang schmeigen 3002 Am err gewahrte Sturm au und gar aus und Eine umfassende Ausstellung gibt dann Einblicke in den Arbeitsdienst, in seine Arbeit und dem Arbeits= und Lagerleben, Wertvoll sind die statistischen Angaben, die besagen, daß der Arbeitedient dem Staate, in, 11, Sphieia — allen Aufwandes rund 17., Miz.e illionen Mark Werte schafft. Intere 950 Millionen Mart Werne sumie. sant sind auch die Angaben über die wirt schaftsbelebenden, Wirkungen des Arbeitsdien tes. Für ein Lager von 150 Mann werden B. pro Monat allein — asen Oiter Milch, 1369 Pfund Wurst, 1405 Unterstützt das Landestheater! De emtritspreie knd wseant. Zu Heteie ter. Fur eriamntete, Bananen 25—35 Plo., Froz.rtt., 1.80 und 98—, Modarsbhuter 148, Jud 1.50 Mark, Absatz in Blumen sehr lebhaft, sonst mittleres Geschäft. B. pro Monat allein 129 ½ Zertggr. Foztzg =In 2160 Liter Milch. 1369 Pfund Lsund Fleisch und 8383 Pond Brot gebigget, Dazu kommen Heizungsanlagen, Lichtanlagen usw. Ferner wird die Einrichtung eines aers. Ausrüstung der Dienstwilligen u. a. m. gezeiat. Von den in der Freizeit, guzegechuhr: ten Arbeiten fallen besonders eine Hindepzurg und Hitlerbüste ins Auge, die von einem Dien willigen aus lippischem. Ton geformt und ge brant sind. In einem Nebenraum ist noch eine Ausstellung des lippischen Jugenonotwerkes angegliedert. Erwähnenswert ist davon vor a lem eine komplette und betriebsfertige Modelldampfmaschine und ein Apparat zur Fest Iim aleichen a, ist noch eine Ausstellung ault Weiteler. 12d. den, Besezase ezig, u. en Lauarel. Iu. Verskelisgege hlente echeinte Honrenarchieltur und Eutwilse. 1,. geischie. dene Stilarten. Daneben nehmen auch Konsnen Heiiex Kaien iht. Ale inr elen 3i3 wird. Freiwillige vor! Die Schiffsstammdivision der Nordsee in Wilhelmshaven, hat den Bedarf an geeigneten Freiwilligen für den Dienst in der Reichsmarine für den Bereich der Marinestation der Nordsee auszusichten und einzuEs besteht hauptsächlich Bedarf an Be werbern mit technischer Berufsausbildung. Erwünscht sind Bewerber, die eine dreijähriae Lehrzeit als Maschinenschlosser, Motorenschlosser,„Schseherz, Paschinenoauer, Metalldreher, Kesselschmied, Schmied, Kupferschmied, Klempner, Wechggiker und Elek triker oder in einem ähnlichen Hanowerr De, vorgeschriebene Lebensalter für die Einstellung liegt zwischen dem 17. und 21. Lebensjahre. Bei Einreichung des Gesuches darf das 20. Lebensjahr nicht Gelache um Einselung sind zu richten an die Schiffsstammdivision der„Nordsee(Einstellung) in Wilhelmshaven. Dem Gesuch ein ausführlicher selbstgeschriebener Lebenslauf beizufügen. Am 1. Oktober wied das Lippische Landestheater mit der Aufführung des Schauspiels„Schlageter“ eröffnet. Noch einmal rufen auch wir das Publikum auf, mehr als bisher den Bestrebungen unseres Theaters Interesse zuzuwenden und nachstehenden Aufruf des Lippischen Theatervereins „Im Jlammenzelchen des Rationgteze. lismus und im Ringen Nw. v/4.2- haf das neuerung des deutschen Aez##n u.##. deussche Theater mohr denn se zuner die sondere Pflegestätte deutscher Kusiur, und deutschen Geisteslebens zu„sein. In diesen Dienst will auch des„#7 Kamen menn es nis und die Hille des gesamten hppischen regem Beluche aller Vorstellungenl. Diese sie befähigt Euer ehrwürdiges Landestheaier, das 110 Jahre lang der Allgemeinheit getrittspreise sind erneut gesenkt, alle Vollsge nosen Gnnen und selen Healbrpiez, Helgange. Vorteile bietet die Dauerplatz-Miete(Abonne alle, das Spiel soll Adolf Hitler erklärt: Wie wollen unser Poist., gonge e glücken mit einer wirklich Kunst Archttekkur und Mosst, die unsere Seele wiedergeben soll. Wir damit Ehrfurcht vor der großen Tradition unserer Vergangenheit erwecken die demütige Erinnerung an die großen Männer unserer Geschichte. Livvische Volksgenossen! Ihr habt dem Führer im politischen Kampfe geholfen! Wollt Ihr im größeren Kaxupse der enendgültigen Erneuerung des deutschen Geistes zurückstehen?.... n#.: und. Nein?— Dann unter stützt und er auch die Kunststätte Eurer Heimat! dient Euch selbst. 35, Iry-Biebeiter Brot für die Künstler und ihre Mitarbeiter, Ihr helft am Aufbauwerk Adolf Hitlers! Eder ehelarg—— Aus der Landeshauptstadt „#ans Aus demselben Grunde Heute nachmittag 4 Uhr Große Bauernkundgebung im Ev. Vereinshaus in Detmold. Es sprechen die Herren und Landesobmann Kost-Münster I. w. über dos Thema: „Der deutsche Bauer im Dritten Reich in Detmold ab vormittags 10 Uhr, ein gendführer(führerinnen)=Treffen statt, wobei die kommende Winterarbeit, Beschaffung von Geld, beraten werden sollen. Als Abschluß wird nachmittags das in der Faslung, behghe st; Die Frau im neuen Staat im Licht der Bider Kein Verein oder Schar darf fehlen. * Er machte die Straße unsicher. Gegen e in Leiruntenen Zusande de Losanten belästigte. Detmold, den 10. September Das Sonntagsprogramm Sonntag, 10. September 1933: 9.30 Ankunft der RSKK. auf dem Schloß 11.00 Konzert auf dem Marktplatz. 13.00 Abfahrt der NSKK zur Werbefahrt durch das Lipperland. 16.00 Große Bauernkundgebung. 20.00 Konzert der Gesangvereine am Krum men Haus, anschl. Tanz. Montag, 11. September 1933: 20.00 NS.=Kriegsbeschädigten- Kundgebung (Vereinehaue). Eintrittskarten für die Deutsche Woche Das Städt. Verkehrsamt im Rathaus, Eingang Lange Straße, sowie das Aus kunftbüro des Verkehrsamtes und der Deut schen Woche im Bahnhofsgebäude, geben Eintrittskarten zum Besuche der Deutschen Woche heraus. Preis 60 Pfg. für Erwachsene, Kinder 30 Pfg.— Wohlfahrtserlülber. De Korten, de gjächer 65. 90 Zimmer Nr. 10, ab Montag früh in Empfang genommen werden. danan. Aus demselben Grunde stießen um dieselbe Zeit im Rosental ein Radfahrer und Motorradfahrer zusammen. Der Motorradfahrer erlitt eine leichte Kniepersetzung. Außerdem gab es auf beiden Seiten leichte Sachschaden. * Aus dem Stammbuch der Grotenburg Keiner rede von alten Helden der Vergangenheit, der nicht die Pflicht zu gleichem Wirken für die Zukunft fühlt. 25. November 1926. Adolf Hitler. * Wochenmarkt unter wehenden Fahnen f.-* B- 1RA11 P1, Vor Eintrtkt ineine„ Zwei Verkehrsunfälle in S Minuten an seine Lippische Landes-Bausparkasse In Detmold, im Gebäude der Lier Landesbank, Staatliche Kreditanstalt. Kostenl. Vermittlung u. Beratung durch deren Nebenstellen und alle öllent! lipp. Sparkassen. Der erste ereignete sich gestern abend gegen 10 Uhr auf der Langen Straße beim Gasthaus zum Stern. Als ein Motorradfahrer einen auf der linken Straßenseite fahrenden Radfahrer überholen wollte, kam es zu. einen Zusammenstoß, Dabei wurde dos, Faßgig erheblich, das Motorrad weniger beschädigt. „. Iamen mit einem blauen Auge Ein buntfarbiges Gemälde bot der Sonn abendwochenmarkt. Im Zeichen der Deut schen Woche führten viele Stände die Bezeichnung: Deutsches Erzeugnis und deutsche Ware für billiges Geld. Blumen über Blumen in leuchtenden Farhen, Reiche Anfuhren in Gemüsen und Obst. Preise: Blumenkohl je nach Qualität von 20—70 Pfg. die Köpfe, Kopfsalat von 5 Pfg. an, Weißkohl Pfd. 5 und 6 Pfennig, Rotkohl und Wirsing von 7 bis 8 und 1° Pfg. je Pfund, Bohnen 8—10 Pfgz Kohlrabi Stück von 5 Pfg. an, Zwiebel 10 bis 15 Pfg., Perlzwiebel 20—25 Pfg. je Pfd. Tomaten von 12—20 Pfg., Kaxtoffeln 3 und 4 Pfo Möhren 3 Bd. 20—25 Pfg., Rote Beeten Pfd. 10 Pfg., Schlangengurken von 10 bis 25 Pfg., Einmachegurken Pfund 10 bis 20 Pfg., Birnen in vielen Sorten von 5 Pfennig an, Aepfel von 10 Pfg. billiger, Weintrauben Pfd. 35 und 40 Pfg., große Tafeltrauben 70 und 80 Pfg., Pflaunen###.10 und Ermäßigung der Hundesteuer Wie wir vom Stadtrat hören, ist gestern der erfreuliche Beschluß gefaßt worden, die Hundesteuer von bisher jährlich 45 RM. auf 36 RM. zu ermäßigen. Nach sprochenen Ermäßigung der Hundesteper wird ein Markenzwang eingeführt. In Jukunft müssen sämkliche Hunoe Marken tragen. * * Als gefunden sind gemeldet 1 Damenschirm und 1 Paar braune Ledergamaschen. Eigentumsansprüche sind beim Amtmann in Detmold, Zimmer Nr. 8, geltend zu machen. * Wer hat den Mankel vertauscht? Am Sonntag, dem 3. September ist im Café Dettmer ein grauer Herrenmantel vertauscht. Ein nicht mehr so guter Mantel ist zurückgeblieben. Vorläufig wird angenommen, daß ein unbeabsichtigter Tausch vorgekommen ist. Der Besitzer des zurückgebliebenen Mantels wird gebeten, die Sache gehend zu regeln, da sonst Diebstahl angenommen werden muß und die Angelegenheit ein gerichtliches Nachspiel haben dürfte. Im zurückgebliebenen Mantel befand sich in erner Tasche eine Rheinisch=Westfalische Zeitung. * Wieder ein Fahrraddiebstahl. In der Nacht zum 9. September wurde aus einem Hausflur der oberen Langen Straße ein Damenfaorrad Marke„Exenter“ entwendet. Das fast neue Rad war mit einem Uhrschloß abgeschlossen und hatte elektrische Beleuchtung, Marke Lohmann. Anodenbatterten vorrtrise Landwehr& Schultz. Detmold Hornsche Str. 1e. neben dem Lipp. Hof. Altestes und größtes Fachgeschäft in Lippe hin= und hergehen hörte. Ein heiterer Roman von Marianne von Ziegler. Copyright by Georg Müller u. Albert Langen. 38. Fortsetzung. mert. Darum börte und fah es niemand, daß Martin,wieder die Treppe hinabstieg und sich noch draußen zu schaff machte. sprach We vorbei. Ich warke ncht m. enpaht sich etwnas undermiten,..1, Lräulein Feldmeiser, Der Herr Direktor ist vervöchz,„Idgre daf Westhoff sie doch nftreurdlich gnich. Sie die schöne Ruhe eines reinen v..Landen Tage mohr Lust. Niemand hatte nach be,„Hoßl'r ,9 löschte die Lichter, ging länger aufzubleiben. Man exbosy, wenig im Flur, Da kamen ins Haus und schwatzte, noch ein wenig im eu tappten vom dunklen Obergesergzp#er. und dann stand Dircktor Westan der knarrenden 2. eiu, eigenen Taschenlampe und stamhoff dort im Lichtkreis seiner, eigenen. 4.2 I tar# mit seinem ve ien Gebäck auägerückt. Er hat die Damanten gestoblen. Frau Holwpeck tat einen stand. Martin aber brach in Schmähreven„oiepzigf gz. gll sich Mann aus die zum ersten Angesgmmest kaitte. Das Brautvaar. in seinem Bulen geger, I/1., Zurufen endlich zur Heimkehr bet am glüch eben recht, um die Neuigkeit zu ersabren. weat hatte, kam auch eden haß Kurt sie mit grinsender GenugLeider muß gesagt werden, daß Frurt istt weicherer Regungen tnung entgegennahm und auch August Prat: Hostrarfe allein war nur Freube an der neuen Seusat,aiße und die Zunklen Reden erschüttert. Die Zwiesprache im Walde und Die vu: Seg, Ob. erschüttert. Die Zwiesprache im Walde und die oun des schönen Botbo, Inder. heverserinmerte nichts Schlimmes wobl sie sich ihre Prtitzast, sie keinen Augenblick an seiner schmeigen gelobt hatte, in den Bann fürchterlicher Gebeimnisse war der Direktor. Seine bisher so wohlAm erregtesten war der Dirertor..i, abrigen sich im swohrte„Iaube, e hatten, ließ ihn mit einem Male ganz Sturm aufgerichter hatten, ließ von v. und Verwänschungen aus und wollie um seden Preia sofort in Ihm war plötzlich eingefallen, daß noch ein Kutgl, diez Aülung harrte— der Spuk, von dem Gina so anschaulich hat: Vor vierundzwanzig Stunden noch hätte er seschse he s ss der unbequemen Stellung seine Knie zu schmerzen an; vorDo er paherhofig u. erhellie 14ch. P2L eine hche res in der[i eren Wand mit einem trüben Schein, der sich erst zu (Hien, dann aber av. Hrangkelt, Zag Ppichzi, Bachte ais Base Pe. Naer, de Ssezfelgstes aes Lascheher. hen Al. o), Gez, serdie ag. eseit, sich ganz offenbar an seine eigene Adresse richteren. Seschses sch Scheinwersers und blendete ihn schmerzhaft. „Was wollen Sie hier?" fragte er wütend über die Machen Sie, daß Sie berunterkonnent, anzgortete von e se else isceäise Kelige ee.. Zum Teufel!“ schimpfte er.„Was fällt Ihnen ein? Ich bin hier auf meinem eigenen Besitz und werde wohl nach dem Rechten sehen dürfen:„.Lgrhuur Karin forderte ihn Geben Sie gutwillig den Revolver her!" forverre iyn statt aller Antwort der als Wachtmeister Gekennzeichnete auf, und zugleich richteten sich die Läufe der Dienstwafsen In den Händen der zwei jüngeren Gendarmen drohend auf seine Brust. Was blieb ihm anders übrig?„So— und jetzt gehen Sie sofort mit uns!“ AA 94 den Sie sofort mit uns!" n 04 „Wer? Ich?“ Martin blieb wie angewurzelt stehen.„Ich bin der Herr dieses Hauses.“ Warum wollen Sie dann beim Fenster hineinsteigen? Haben Sie vielleicht keinen Hausschlüssel? Und wozu brauchen Sie ein Schießeisen, wenn Sie bloß vom Wirtshaus kommen? Nein, nein, Herr, das gibt's nicht! Das hat sich grad gut getroffen. Da haben wir wenigstens nicht ganz umsonst bei Nacht die Streife gemacht!“ schloß mit zufriedenem Nicken gegen seine Genossen der neue Wacht meister, dessen Diensteifer Martin noch am Nachmittag so Er fuchte ihm die Lage auseinanderzusetzen.„Sie ind Iönen sa ein Irtium paffieren. Aber da drüben in Bichelberg kennt mich jedes Kind.“ Da brauchen wir die Bichelberger gar nicht; da fragen wir einfach aleich hier im Hause an. da werden wir gleich erfahren, wer Sie find!“ Und der Herr Wachtmeister, mit der Lampe den Weg vor sich her beleuchtend, schritt der Eingangskeite 9u.(orisetzung folat.) inm De besioe Semiagaiut eugses.! Durch lippisches Land zur Schwalenburg * Der Prüfungsausschuß für Baumeisterprüfungen an der Lippischen Bauschule (Baumgarten) hat sich geändert. 1. Vorsitzender ist jetzt Regierungsbaurat Vollpracht-Blomberg. Der Stellvertreter wird noch ernannt. 4000 Der Hochspannungsmast an der Langen Straße, der für den Verkehr schon immer sehr hinderlich war, ist nunmehr entfernt. Es ist statt dessen ein Arm am städtischen Hause dortselbst angebracht. Damit dürfte auch eine Gefahr für den Verkehr beseitigt sein, auf welche wir bereits des öfteren aufmerksam machten. Aerztlicher Sonntagsdienst: Herr Dr. med. Knoch, Teleson 346. Schähmar Fahrraddiebstahl. Anfang der Woche ist in den Abendstunden vom Hof eines Hauses der Bredener Straße ein Fahrrad gestohlen worden. Von dem Täter fehlt bisher noch jede Spur. Landwehrverein. Es wird nochmals daran erinnert, daß der Landwehrverein an dem Stiftungsfest des Kriegervereins Knetterheide teilnimmt. Antreten heute nachmittag 1.45 Uhr am Vereinslokal„Odeon". Bad Salzuflen er Ein Verkehrsunfall, der glücklicherweise ohne ernstere Folgen blieb, trug sich am Sonnabend mittag an der Kreuzung Lange Straße— Herforder Straße zu. In dem Augenblick, als ein Radfahrer die Kreuzung in der Richtung Post überqueren wollte, wurde er von einem Motorrad erfaßt, das die Herforder Straße hinauffahren wollte. Da beide Fahrer keine unvorschriftsmäßige Geschwindigkeit fuhren, war der Anprall nicht so heftig. Beide Fahrer kamen mit einem Schreck davon, jedoch wurde das Vorderrad des Fahrrades vollkommen zertrümmert. Die Schuldfrage konnte noch nicht geklärt werden. dem Ein Förspiel von Im Nahmen der regelmäßigen Vortragsfolge„Wanderungen im Rhein und Westfalen des Langenberger Senders wurde gestern nachmittag eine interessante Sendung geboten, betitelt:„Durchs lippische Land zur Schwalenburg, dem künftigen Sitz des SS.=Rasseamtes", die von dem aus Lippe gebürtigen und weitbekannten Frankfurter Rektor K. Wehrhan zusammengestellt war. Das Hörspiel dürfte über die Rundfunkhörer hinaus interessieren und sei im folgenden kurz wiedergegeben: Zwei Wanderer treffen mit dem Personenzug in Schieder ein. Man hört das Fauchen der Lokomotive, die Bahnbeamten rufen den Bahnhof„Schieder“ aus. Zunächst sind die angekommenen enttäuscht, der Zug verwehrt ihnen noch den Ausblick auf das herrliche Tal. Dann aber, als der Zug aus dem Bahnhof gerollt ist, sind sie überrascht von dem Liebreiz der sie begrüßenden landschaftlichen Schönheiten. Vor ihnen liegt das Tal der Emmer, aus dem sich über fruchtbare Wiesen und Weiden ziemlich hohe und steile waldbedeckte Berge erheben. Sie sehen die Arminiusburg, in der noch heute Hermann, der Cherusker, schlafen soll, bis er einst als Held wieder hervortritt, ähnlich wie Kaiser Barbarossa. Die Wanderer finden Ausdrücke des Entzückens, die ihnen die liebliche Landschaft entlockt. Langsam gehen sie die ansteigende Straße weiter auf Brakelsiek zu und machen auf dem einst von den Fuhrleuten so gefürchteten Zollstock kurze Rast. Wieder sind sie beseistert von der überwältigenden Schönheit, die sich vor ihnen auftut. Hirtenlieder, die melodiösen Wechselgesänge, dringen zu ihnen herauf und lassen ihr Gespräch verstummen. Die Blicke schweifen weit ins Land zum 400 Meter hohen Bergzug des Moerth, zum StopDie„Deutsche Woche" in Lemgo. Schon heute werden in allen Straßen und Winkeln der Stadt die Augen des kritischen Publikums die Schaufenster betrachten, um am Donnerstag gerüstet zu sein für die Abstimmung. Vom heutigen Tage ab bis zum Sonntag, 17. d. Mts. werden die Schaufenster allabendlich im hellen Licht erstrahlen. Schon heute kann man feststellen, daß auch sehr viele kleine Ladenbesitzer sich sehr große Mühe gemacht haben. Die Stimmabgabe soll nun nicht etwa für das eleganteste und schmissigste Fenster abgegeben werden, sondern für das Schaufenster, das in der wirkungsvollsten Form für die deutsche Ware wirbt und die deutsche Qualitätsarbeit herausstellt. Es genügt nicht, das Schaufenster im bengalischen Licht erstrahlen zu lassen, sondern der Ursprung der Ware und die Qualität der Leistung muß im Vordergrund der Propaganda stehen. Denk Deutsch— Kauf Deutsch— dieses Wort muß jeder Stimmabgeber beherzigen, wenn er dem Schaufenster seiner Wahl die Stimme gibt. * Vaterländischer Frauenverein. Der Ab transport der Ferienkinder erfolgt am Montag, den 11. September, morgens 8.45 Uhr. Die Kinder müssen 20 Minuten vor Abfahrt des Zuges an der Bahn sein. Die Beratungsstunde für Säuglinge findet am Dienstag, den 12. September nachmittags 3 Uhr, im Vereinshaus Ram pendahl statt. Oerlinghausen künftigen Sitz des SS.=Rasseamtes Rektor K. Wehrhan=Frankfurt im Langenberger Sender pelderg. dem ehemaligen Sitz des Femegerichts. Und dann schauen sie auf die wie ein Schwalbennest hingeklebte Burg Schwalenberg.„Unser Führer konnte wahrlich keine bessere Landschaft auswählen, als das Schwalenberger Land, das so empfindsam für das Gemüt, so herrlich geschaffen für die Pflege der deutschen Rasse ist,“ so äußert der eine Weggenosse zum andern. Und während sie weiter schauen, hören sie ein altes Zieglerlied: „Nun ade, mein reizendes, liebes Mädchen“, ein Lied, das sich ins Ohr einschmeichelt und von der alten Heimatliebe der Schwalenberger trefflich zeugt. Und dann schreiten die Wanderer hinab zum ***:“ das persteckt liegt# teigenven geat liegt in Eichen und Obstbäumen.„Ein fleißiges Volk hier,“ meint der eine.„Der Schwalenberger Bauer kennt sein Handwerk. Er hat keine Sehnsucht nach der Stadt und mit Recht singen sie: Die Zufriedenheit wohnt auf dem Lande.“ Und dann erklärt der eine Wanderer dem anderen die Geschichte der Burg Schwalenberg, erzählt von den alten Grafen, die hier Jahrhunderte hindurch geherrscht haben. Die älteste Zeit ist sagenumwoben, und erst mit dem 12. Jahrhundert fällt das Licht der Geschichte auf das Geschlecht. Zeitweise führten berüchtigte Raubritter die Herrschaft. Das Städtchen Schwalenberg blieb lange unbedeutend, abgelegen in einem Dornröschenschlaf verweilend. Erst in den letzten Jahren ist es bekannter geworden, und zwar durch seine Heimatfeste und durch malende Künstler, die in ihm eine herrliche Fundgrube entdeckten und auswerteten. Geschichtlicher Boden trengt die Schwalenburg. Hier ist der alte Cheruskergau, hier hat Karl der Groeß geweilt und hier sind die blutigen Ereignisse des Dreißigjährigen und des Siebenjährigen Krieges besonders hart hinwegW iter wird erzählt von den herrlichen Ausflugsmöglichkeiten in den schattenreichen Waldungen, hin nach Falkenhagen, nach Elbrinxen, zum Köterberg und ins Weserbergland. Die Bewohner der Schwalenberger Gegend sind echte, bodenständige Menschen.„Die Berge dort und Auen, die Männer und die Frauen, ihr Ruf hat guten Klang...“ Sie sind heimattreu, hängen an ihrer Scholle und lieben ihr Ländchen: Wir lieben nur das eine, wo hoch im Sonnenscheine das Hermannsdenkmal steht... Ich weiß in allen Reichen kein Ländchen zu vergleichen mit unserem Lipperland. Und zur neuen Aufgabe der Schwalenberger Burg übergehend, führt der eine Wanderer aus: Die Heimatliebe ist eine der schönsten und stärksten Eigenschaften der Schwalenberger. Darum ist es freudig zu begrüßen, daß die Burg, die lange ein einsames und weltabgeschiedenes Dasein geführt hat, nun ausersehen ist, die Verbindung mit dem Boden, dem Urgrunde der Volksseele wieder herzustellen— dazu ausersehen, die ewigen Gesetze zu ergründen, nach denen sich unser echtes deutsches Volkstum forterbt, daß die Burg jetzt wieder eine Aufgabe hat, nicht nur der engeren Heimat, sondern dem großen Vaterlande zu dienen, eine Aufgabe, wie sie dankbarer und bedeutsamer nicht zu denken ist.“ Dieses Hröspiel Karl Wehrhans, das durch entzückende Heimatlieder, zur Laute gesungen, untermalt war, hat der livvischen Heimat einen groeßn Dienst getan. müsse, damit daß große Gut, das sie nun weiterzuführen hätten, getreulich verwaltet würde. In einem Vortreg erklärte die Führerin an Beispielen den Unterschied zwischen dem materiellen marxistischen Sozialismus und dem ideellen nationalen Sozialismus. Ein Jungmädchen, das seinen Urlaub in dem Erholungsheim des Bundes in Wernigerode verlebte, erzählte von der Einrichtung des Heimes. Mit dem Bundeslied schloß der Abend. Die Kameradinnen, die die Deutsche Woche besuchen wollen, fahren zusammen am 15. September hin. * Jahrpreisermäßigung anläßlich der Deutschen Woche in Delmold. Für die Dauer der Ausstellung„Deutsche Woche" in Detmold werden die Fahrpreise nach Detmold auf der Kraftpostlinie Blomberg=Detmold allgemein auf 33½ v. H. gesenkt, gleichviel ob die Reisenden die Ausstellung besuchen oder nicht. * er Mehr Licht! Es ist die Beobachtung gemacht, daß in den Abendstunden Radfahrer vielsach ohne hinreichende Beleuchtung fahren. Die polizeiliche Kontrolle wird jetzt schärfer einsetzen, nicht nur bezüglich der Beleuchtung, sondern auch auf das vorgeschriebene Rücklicht. er. Sittlichkeitsverbrechen. Der landwirtschaftliche Arbeiter S. wurde dem Untersuchungsgefängnis Blomberg eingeliefert, weil er sich an einem 14jährigen Mädchen aus Herrentrup=Reelkirchen sittlich vergangen hatte. er Dreister Diebstahl. Bei einem Landwirt in Dalborn wurde ein Fernglas, Marke „Zeie“ im Werte von 40 R.A gestohlen. Als Diebe kommen höchstwahrscheinlich 2 junge Wanderburschen in Frage, die dort um Unterkunft nachfrugen. Die Möbelindustrie in der Arbeitsschlacht Barntrup k. Den ärzklichen Sonntagsdienst versieht heute Herr Sanitätsrat Dr. Meyer, Reu terstraße, Fernruf 419. k. Zur Deutschen Woche. Heute findet der Schaufenster= Wettbewerb im Rahmen der Deutschen Woche in Oerlinghausen statt. Alle Hände regten sich gestenr unter der Geschäftswelt, um der Bevölkerung im Schaufenster die deutsche Ware zu zeigen. Nun hat die Bevölkerung das Wort, der die Prämüierung überlassen bleibt. Jedem Bürger, welcher das 18. Lebensjahr vollendet hat, ist ein Stimmzettel zugestellt, der im Rathaus in einer Urne abgeworfen wedren kann. Blomberg Bund Königin Luise. In der Pflichtversammlung am 7. d. Mts. wurde besonders begrüßt die Ortsgruppenführerin aus Dingelstedt b. Halberstadt. Es folgte dann eine Wiedergabe des Dankes der Bundesführerin für die nicht endenden Treuegelöbnisse in den letzten Wochen, wie auch die Verlesung des Bundes=Grußes an den Reichsparteitag der NSTAP. und ein Wort des Führers Adolf Hitler an die Frauen, in dem er ihnen sagt, daß das Geühl der Verpflichtung vorherrschend sein #e Anläßlich der Deuschen Woche findet heute ein Schaufensterwettbewerb statt, bei dem das Publikum Preisrichter sein soll und um zahlreiche Beteiligung gebeten wird. Neben der Prämiierung der besten Fenster sind 200 kleinere und größere Preise auf die verschiedenen Nummern der Stimmzettel ausgesetzt, sodaß auch das Publikum für die Besichtigung und Abstimmung nicht leer ausgeht. Um aber zu vermeiden, daß ohne Besichtigung irgend eine Nummer angegeben wird, sind die Fenster nicht fortlaufend, sondern nach einer bestimmten Methode nummeriert, sodaß jeder Abstimmende sich vorher der kleinen Mühe der Besichtigung unterziehen muß. Die Stimmzettel sind am Sonntag von 17—20 Uhr an der Wahlurne auf dem Adolf Hitler=Platz und Montag von 14—16 Uhr bei Kaufmann Hellwege abzugeben. Die auf die einzelnen Stimrmzettel entfallenden Preise können bei der Abstimmung gleich in Empfang genommen werden. MI S EEELT-HAITE ZILI Ein bedeutsamer Beschluß des Arbeitgeberverbandes für das Lippische Holzgewerbe e. B. zwecks Bekämpfung der Arbeilslosigkeit. Ueber die Kundgebung, die auf Veranlassung des Herrn Präsidenten des Landesarbeitsamtes Westfalen am 7. d. M. in Herford stattgefunden hat und deren Zweck eine wirksame Bekämpfung der Arbeitslosigkeit speziell auch in der Möbelindustrie ist, ist die Oeffentlichkeit durch die Tagespresse bereits eingehend unterrichtet worden. Im Rahmen der in Herford beschlossenen Maßnahmen ist auch eine Verkürzung der Arbeitszeit erörtert worden, um auf diese Weise Arbeitsplätze für arbeitslose Volksgenossen freizumachen. Der Arbeitgeberverband für das Lippische Holzgewerbe e. V. hat sich zur Unterstützung dieser Maßnahme veranlaßt gesehen, einen weiteren bedeutsamen Beschluß zu fassen. Am 7. d. M. hat in Lage eine nicht nur von Mitliedern des Arbeitgeberverbandes für das Lippische Holzgewerbe e. V., sondern von sämtlichen holzverarbeitenden Betrieben Lippes überaus zahlreich besuchte Kundgebung stattgefunden. In dieser Versammlung ist folgender Beschluß gefaßt worden: „Der Arbeitgeberverband für das Lippische Holzgewerbe e. V. beschließt zum Zwecke der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit und der Schaffung neuer Arbeitsplätze, seine Mitglieder mit sofortiger Wirkung zu verpflichten, in den Betrieben als Durchschnittsarbeitszeit die 44-Stundenwoche einzuführen. Soweit die betrieblichen Verhältnisse es erfordern, insbesondere soweit alle verfügbaren Arbeitsplätze bereits besetzt sind und neue Arbeitsplätze nicht geschaffen werden können, verbleibt es bei der bisherigen Arbeitszeitregelung.“ Der Arbeitgeberverband für das Lippische Holzgewerbe e. V. hat gleichzeitig an sämtliche ihm nicht angeschlossenen Unternehmen der holzverarbeitenden Industrie Lippes die dringende Aufforderung gerichtet, sich diesem Vorgehen anzuschließen. Der Arbeitgeberverband für das Lippische Holzgewerbe e. V. hat ferner den Herrn Präsidenten des Landesarbeitsamtes Westfalen sowie die maßgebenden Stellen der Deutschen Arbeitsfront von dem gefaßten Beschluß unterrichtet und insbesondere darum gebeten, daß der Beschluß auch seitens der Leitung der RSBO. in Lippe weitgehend unterstützt wird, damit ein praktischer Erfolg in der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit in der Holzindustrie erzielt wird. Heute, am Sonntag. dem 10. 9. 33, tritt der gesamte Standort Detmold um ½13 Uhr am Lippischen Hofe an. Es gelten nur schriftliche Entschuldigungen. Fahrräder sind mitzubringen. Standortführer: m. d. F. b. H. Grote. Kirchliches Evangelische Gemeinschaft. Sonntag nachmittag 4 Uhr: Mädchen=Jungschar. Abends 8 Uhr: Jugendverein. Montag abend 8,15 Uhr: Männerchor. 8,15 Uhr: Mädchengruppe. Dienstag abend 8,15 Uhr: Frauen=Missionsverein. Mittwoch abend 8,15 Uhr: Gemischter Chor. Freitag nachmittag 6 Uhr: Knabenjungschar. 8,15 Uhr: Vorbereitungsgottesdienst, Prediger Mohr=Hannover. Vereinskalender Kolonialer Mädchenbund. Montag, 11. September, abends 8,15 Uhr: Zusammenkommen bei Frl. v. Ludwiger. Hornsche Str. Nr. 46. Erscheinen Pflicht! Bund Königin Luise. Montag, 11. September: Beisetzung unserer Kameradin Frau Sauer in Hiddesen um 4 Uhr.— Abfahrt der Kameradinnen im Dienstkleid mit Trauerflor 3,10 Uhr am„Lippischen Hof“. Wirte=Verein Detmold und Umgegend. An der Beerdigung von Frau Sauer haben nach Möglichkeit alle Kollegen teilzunehmen. Sammelpunkt 3.45 Uhr beim Kollegen Fahrig(Waldheim). Schubertbund e. B., Detmold. Chorprobe am Donnerstag, 14. September, fällt aus.— Sonntag, 10. September, 5,45 Uhr: Probe im Gesellschaftshause und um 6,15 Uhr in der Reithalle. 6,45 Uhr: Antreten zum Propagandamarsch zum Krummen Hause. 8 Uhr dortselbst: Kundgebung.— Frauenchor: Probe am Freitag, 15. September, fällt aus. Nationalverband Deutscher Osfiziere. Mitgliederversammlung am Dienstag, 12. September, abends 8,15 Uhr, im„Detmolder Hof“. Vollzähliges Erscheinen dringend erford forderlich. Oratorienverein. Dienstag, 12. September, abends 8,15 Uhr: Uebugsstunde im Hotel „Stadt Frankfurt“. Sport=Zeitung Denkt deutsch Kauft deutsch Detmolder Sportverein. Am Dienstag, 12. September, findet im Vereinslokal für alle Abteilungen eine außerordentlich wichtige Vollversammlung statt. Anfang 8,15 Uhr. Pünktliches Erscheinen ist Pflicht. Pohlmann. Künstliche Augen fertigen F. Ad. Müller Söhne, Wiesbaden, demnächst in hiesiger Gegend an. Wir verweisen deshalb auf das Inserat in der heutigen Ausgabe. * Die Lippische Bauschule in Detmold ist in den letzten Jahren für weite Kreise die Ausbildungsstätte für Maurer= und Zimmermeister geworden. Ihre Bedeutung liegt in der Vermittlung einer zweisemestrigen Meisterausbildung, da die bisherigen Ausbildungsmöglichkeiten mit 5 und 6 Semestern an die Mehrzahl der Handwerker zu große Anjorderungen an Zeit und Geld stellten. Die Abschlußprüfungen werde durch einen Staatskommissar abgenommen, die Meisterprüfungen können anschließend an Ort und Stelle abgelegt werden. Das nächste Wintersemester beginnt am 24. Oktober. Der ausführliche Lehrplan kann beim Sekretariat der Lipp. Bauschule in Detmold kostenlos angefordert werden. Bestage Nr. 213 Lippische Tageszeitung Oetmold, Sonntag, 10. September 1933 Sonntagsgedanken Echtes Führertum. Heute ist viel vom Führerprinzip die Rede. Führertum ist Gabe und Aufgabe zugleich: Es gibt geborene Führer, und das sind die rechten Führer. Sie werden nicht von Menschen gewählt; Gott hat sie ausersehen und dementsprechend ausgestattet mit Kräften des Leibes und der Seele. Solche geborenen Führer müssen gleichzeitig den höchsten Anforderungen genügen. Ihnen ist viel gegeben, von ihnen wird viel gefordert. Ueberall im öffentlichen Leben soll heute der Führergedanke verwirklicht werden. So gibt es heute in unserer Mitte viele, die den Anspruch auf Führertum erheben. Wir können alle diese Führer nicht mit Gaben und Fähigkeiten, die sie für ihre Führung benötigen, ausstatten. Wir können nur Gott bitten, daß er es tue. Für uns kommt es darauf an, daß wir uns immer wieder auf die ethischen Grundforderungen besinnen, die an jeden Führer gestellt werden. Vor allem hat jeder Führer die Pflicht, immer wieder rechte Staatsbesinnung anzustellen und dabei sich darüber klar zu werden, wieweit er noch vom Ideal eines echten Führers entfernt ist. Das Idealbild eines echten Führers hat uns Jesus vor Augen gestellt, der das stolze Wort gesagt hat(Joh. 10, 14 ff.):„Ic bin der gute Hirte und erkenne die Meinen und bin bekannt den Meinen, wie mich mein Vater kennet, und ich kenne den Vater. Und ich lasse mein Leben für die Schafe." Jesus war der rechte Führer, und Taten und Worte stimmten bei ihm überein. Er hat seine Hirtentreue bewiesen bis in den Tod. Jesus hat aber auch das falsche Führertum gekennzeichnet:„Der gute Hirte läßt sein Leben für die Schafe. Der Mietling aber, der nicht Hirte ist, des die Schafe nicht eigen sind, sieht den Wolf kommen und verläßt die Schafe und flieht. Und der Wolf erhascht und zerstreut die Schafe. Der Mietling aber flieht, denn er ist ein Mietling und achtet der Schafe nicht.“ Solche Mietlinge sind falsche Hirten und Propheten, weil sie nicht das rechte Hirtenherz haben, sich nicht um ihre Schafe recht kümmern, sondern stets ihren eigenen Gewinn und Vorteil im Auge haben. Schon durch die kleinsten widrigen Vorkommnisse, schon durch die geringsten Schwierigkeiten, die sich ihnen in den Weg stellen, werden sie vom rechten Wege abgebracht. Ihnen fehlt die echte große Liebe. die alles opfern kann. Ihnen fehlt das todesmutige Heldentum, das für andere in den Tod gehen kann. Echtes Führertum fühlt sich verbunden mit dem himmlischen Vater, wie Jesus sagt: „Wie mich mein Vater kennt und ich kenne den Vater". Diese Gottverbundenheit hat auch das rechte Verantwortungsbewußtsein zur Folge, das sich nicht nur verantwortlich Gott gegenüber, sondern auch verantwortlich dem geringsten Volksgenossen gegenüber weiß. Dr. A. S. Landespolitik am Wochenende „„ G. i s s c h. D e u t i c h l a n d Im Zeichen der Deutschen Woche Die„Deutsche Woche des Lipperlandes“ ist ein erneutes Ruhmeszeichen des lippischen Volkes, der lippischen Heimat im Kampf um die Neugestaltung unseres deutschen Vaterlandes. War der Wahlkampf im Januar 1933 die Durchbruchsschlacht für die politische Machtergreifung durch den Nationalsozialismus, so ist die„Deutsche Woche des Lipperlandes" die Durchbruchsschlacht für die nationalsozialistische Forderung„Gemeinnutz geht vor Eigennutz“ und somit der Anfang der wirtschaftlichen Gesundung unseres Vaterlandes. Denn von dieser Forderung und ihrer Durchführung hängt so unendlich viel, wenn nicht alles für Volk und Vaterland ab Die„Deutsche Woche des Lipperlandes" un keine Angelegenheit unserer engeren Heimat allein, sondern sie wird und soll dem ganzen deutschen Volke als Vorbild dienen und aufrufen zum mus der Tat!“ Die Parole„Denk deutsch, kauf deutsch“ sollte allerdings in dem deutschen Volke eine Selbstverständlichkeit sein. Leider war aber im deutschen Volk so vieles erstorben, daß sehr viel dazu gehört, es mieder zu wecken. Die„Deutsche Woche de: Lipperlandes“ ist der große Mahner und Wecker geworden! Acht Tage lang wird der Bevölkerung immer und immer wieder eingehämmert„Denk deutsch, kauf deutsch." Das lippische Volk wird niemals mehr von diesem Gedanken loskommen und danach ran deln. Möge überall im deutschen Vaterland dieser Ruf sichtbaren Widerhall finden. * Landeswerbung- Verkehrswesen Die Ausstellung im Braunen Haus wird das besondere Interesse beanspruchen. Dort ist die Abteilung„Landeswerbung— Verkehrswesen" untergebracht. Hier werden in hervorragender Weise die Schonhe###en unserer Heimat, die Heilkraft unserer Bäder, die glänzenden Verkehrsmöglichkeiten des Lipperlandes herausgestellt. An der Ausgestaltung dieser Abteilung haben in besonde rem Maße der Dezernent des Städtischen Verkehrsamtes Detmold, Bürgermeister Dr. Droegenkamp. der Schriftführer des Lippischen Verkehrsverbandes„Teutoburger Wald" Oberlehrer Mesch und Kurdirektor Horstmann mitgewirkt. Gerade die Fremdenwerbung ist für unser von ganz besonderer wirtschaftlicher Bedeu. tung. Bedauerlich bleibt, daß die sich so be währte Fremdenorganisation nicht bestehen bleiben soll. Gerade der Lippische Verkehrs werber„Teutoburger Wald" hat unter der Parole„Deutsche! Reist in deutschen Londen!“ gearbeitet. Bereits 1926 hat er seinen gelbroten Führer dieses Geleitwort mitgegeben. Es reiht sich würdig an der heutigen Forderung„Denk deutsch, kauf deutsch. — Friedensschluß und Lutheranern Es ist ein erfreuliches Zeichen, daß auf der Lippischen Landessynode alle Fragen in so großer Einmütigkeit gelöst und besprochen worden sind. Besonders erfreulich auch deshalb, weil endlich die unglückselige Streitaxt zwischen Reformierten und Lutheranern begraben wurde. Der Friedensschluß fand sei nen sichtbaren Ausdruck darin. daß Konsitorialrat Scheumann wieder in die engere Leitung unserer Landeskirche berusen wurde. Damit sind nunmehr alle Voraussetzungen geschaffen, um die großen Probleme zu löen, die der Landessynode harren Es unterliegt wohl keinem Zweifel, daß die Landeskirche nunmehr mit aller Mocht auf einen Anschluß nach Preußen hinsteuert. Hier wird man aber in aller Ruhe und mit tiefem religiösen Empfinden zu prüfen haben. ob ein Anschluß nach Westfalen oder Hannover zu vollziehen ist. Hierbei kann und darf die Froge nicht allein ausschlaggeberd sein, et ich die politische und writschaftliche Entwick lung nach Westfalen vollzieht. * Ein deutscher Kimpser Schon vor dem Kriege, während und in der Nachkriegszeit gab es in Detmold und im Lipperland eine kleine„Hammergemeinde“. Sie lasen und verbreiteten die Zeitschrift „Der Hammer“ und die völkischen Erneuerungsschriften der bekanntesten Vorkämpier des völkischen Kampfes, des jetzt in Leipzig verstorbenen Schriftstellers Thesdor Fritsch. Einmal hatten sie Gelegenheit, ihren Theodor Fritsch in Dtemo'd in ihrer Mitte zu haben. Das war am„Dent schen Tag“ in Detmold im Jahre 1921. Die ser„Deutsche Tag“ wird allen in ewizer, stolzer Erinnerung bleiben. Es war fur damalige Zeiten die erste große Heerschau völkischer Menschen und legte den Grundstern für weitere völkische Arbeit. Auch ihrer Arbeit soll heute mal gedacht werden! Sie sind die Stillen im Lande gewesen, welche ebenfalls ein Steinchen zum anderen getragen haben, bis dann der Führer erstand und zum Sammeln blies. Theodor Fritsch, dieser herrliche deutsche Kämpfer, ist nicht m. r. Aber er konnte nach das neue volkische Deutschland schauen. Er gab uns, dem deutschen Volke viel. Auch wir im Lipperland werden seiner stets in Ehren gedenken. Doppelverdienertum Es ist gut, daß nunmehr über die Frage Doppelverdienertum“ von der zuständigen Stelle in Berlin klare Richtlinien gegeben worden sind. Damit wird endlich den lokalen Uebertreibungen im Kampf gegen das schwer zu umgrenzende Doppelverdienertum die Spitze abgebrochen. Diese Uebertreibungen haben mancher Orts zu viel Aerger und Verdruß geführt. Ueberhaupt scheint es zweckmäßig zu sein, daß die gigantische Arbeitsschlacht weiter wie bisher nach einheitlichen Gesichtspunkten durchgeführt wird. Beachtenswerte Ausführungen werden hierzu in„Der deutsche Volkswirt“ gemacht, welche wir unsern Lesern nicht vorenthalten möchten: Das Entscheidende an alledem ist aber nicht die Frage. ob durch solche lokale oder regionale Anordnungen die Arbeitslosigkeit innerhalb des betroffenen Gebietes zunächst vermindert wird oder nicht. In manchen Fällen wird die volkswirtschaftlich geschulte Ueberlegung zu dem Ergebnis kommen, daß an der einen Stelle ein Loch zugeschüttet wurde, dafür an der anderen aber ein neues aufgerissen werden mußte. Doch auch da, wo örtliche Maßnahmen grundsätzlicher Natur richtig und erfolgreich waren, obgleich sie in die Arbeitsbedingungen des einzelnen Unternehmers tief hineingriffen, müssen wesentliche Bedenken aufrechterhalten werden. Das erste betrifft den psychologischen Gesichtspunkt. Minister Dr. Schmitt hat in Köln darauf hingewiesen, daß die eigentliche Ueberwindung der Arbeitslosigkeit— soweit das Inland in Betracht kommt— vom Unternehmer. nicht vom Staat, ausgehen muß. Voraussetzung dafür sei die Wiederherstellung des Vertrauens. Aber diese Rückkehr des Vertrauens, der Zuversicht, daß man nun wieder disponieren kann, daß es sich wieder lohnen wird, etwas Neues anzufangen. diese Rückkehr der psychologischen Voraussetzung krisenüberwindender Initiative wird nicht dadurch gefördert, daß sie von der mehr oder weniger zufälligen wirtschaftlichen Sachkenntnis und Erfahrung lokaler Instanzen abhängig ist. Der private— und der öffentliche— Unternehmer muß wissen, daß die Wirtschaftspolitik— und dazu gehören auch die grundsätzlichen Methoden der Arbeitsbeschaffung— ausschließlich Sache zentraler Instanzen ist und daß es keinen Widerspruch geben kann zwischen den Reden und Taten des Reichswirtschaftsministers und den Verfügungen örtlicher Behörden, denen in der Ausführung, Ueberwachung und Unterstützung der einheitlich geleiteten Arbeitsbeschaffung ohnehin genug zu tun bleibt. Neuigkeiten aus den Aemtern Bekämpfung des Mietwuchers Außer dem preußischen Justizminister hat sich auch der bayerische Justizminister für die Bekämpfung des Mietwuchers eingesetzt. In einer amtlichen Veröffentlichung wird mitgeteilt, daß namentlich auch aus Kreisen des gewerblichen Mittelstandes Klagen darüber laut geworden sind, daß die ansteigende Nachfrage nach kleinen Wohnungen und gewerblichen Räumen in steigendem Maße dazu benutzt wird, sich auf Kosten notleidender Volksgenossen zu bereichern. Die Mittel, derer man sich dabei bedient, sind, abgesehen von unangemessenen hohen Mieten, mannigsacher Art. So werden vielfach bei den Ver handlungen über den Abschluß von Mietverträgen falsche Angaben über die Höhe der Friedensmiete gemacht, um den Mietlustigen zur Bewilligung eines Mietzinses zu bewegen, der sehr oft weit über der FriedensDer bayerische Staatsminister der Justiz Dr. Frank hat es den Strafverfolgungsbehörden zur Pflicht gemacht, diesen Vorgangen erhöhte Aufmerksamkeit zuzuwenden. Sie sind angewiesen worden, mit Sorgfalt zu prüfen, ob in solchen Fällen ein strafrechtliches Einschreiten wegen Raumwuchers(§ 49 a des M.Sch.Ges.), unter Umständen auch wegen Betruges. möglich ist, anhängige Verfahren sind mit Nachdruck zu fördern und auf die Verhängung wirksamer, der Gemeinschädlichkeit solcher Vorgehen angemessener Strafen hinzuwirken. * Hiddesen. Die von uns gemeldete Berufung des Geh. Kons.=Rats Josephson nach Rieda(Prov. achsen) ist, wie wir hören, vorläufig verschoben worden, da die Kirchenbehörde die Auswirkung des inzwischen durch die Generalsynode beschlossenen neuen Kirchengesetze noch nicht zu übersehen vermöge. =f. Hiddesen. Die Ruhrkinder abgereist. Die hier durch die NS.=Frauenschaft untergebrachten Ruhrkinder haben am Freitag morgen ihre Heimreise nach Gladbeck angetreten. Mit dankbaren Empfindungen werden die kleinen Gäste sicherlich daheim noch oft und gern an die herrlich verlebten Ferien und an den schönen Aufenthalt hier in Hiddesen zurückdenken. * Heidenoldendorf Alte Leute. Heute, Sonntag, vollenden in voller geistiger und körperlicher Frische zwei bekannte Mitbürgerinnen der Gemeinde ihr 70. Lebensjahr. Frau Henriette Budde, Waldheide und Frau Henriette Sprick, Berghaus Braunenbruch. Den beiden Gevurtstagskindern gelten unsere herzlichsten Glückwünsche. edr.= Haustenbeck. Seinen 74. Geburtstag feiert am hentigen Tage(Sonntag) der Landwirt G. Kalkreuter Nr. 56. Dem biederen Alten, der sich noch erner ausgezeichneten körpetlichen und geistigen Frische erfreut, unern herzlichsten Glckwunsch! * Wüsten. Kampf der Arbeitslosigkeit. Am Dienstag, dem 20. d. M. abends 8 Uhr, findet in Wüsten bei Gastwirt Hetland eine öffentliche Versammlung statt, in der Herr Sprenger vom Arbeitsamt Detmold einen Vortrag über die jetzt in Angriff zu nehmenden Arbeiten halten wird. Um das Gespenst der Arbeitslosigkeit endgültig zu überwinden, ist es aber erforderlich, daß die gesamte Bevölkerung mithilft. Es ergeht daher an die Bewohner von Ober und Unterwüsten die herzliche Bitte, vollzählich zu erscheinen, damit sie aus berujenem Munde hören, welche Maßnahmen von der Regierung getroffen werden sollen. Herr Sprenger ist selbstverständlich gern bereit. etwaige Fragen zu beantworten und zu klären. * Lieme. Ortsgrupven=Versa luna. Am Dienstag abend, 8,15 Uhr, findet in der Gastwirtschaft Steinmeier in Lieme eine Versammlung der Mitglieder des Verbandes der Neuhausbesitzer statt. Pünktliches und vollzähliges Erscheinen ist Pflicht. Der geschäftsführende Verbandsvorsitzende spricht zur gegenwärtigen Lage des Neuhausbesitzes. Alle Neuhausbesitzer aus Lieme und Umgegend, die noch nicht dem Verbande angehören, sind ebenfalls eingeladen. * Wüsten. Vom Turnverein. Wieder konnten in diesem Jahre mehrere Mitglieder unseres Vereins das Turn= und Sportabzeichen erringen. Es sind dies: die Turnerin L. Brand. die Turner Brune, G. Deppe, W. Friage, W. Grabera, W. Kruthöfer, A. Meise, A. Sprick, W. Kölling. Wir gratulieren herzlich zu diesem Erfolg und hoffen, daß durch diesen Erwerb der Turngedanke in unserer Gemeinde befestiat und gefördert wird. Demnächst tritt der Verein mit einer größeren Schau an die Oeffentlichkeit, um zu zeigen, daß tüchtig in den Uebungsstunden gearbeitet worden ist. Alle Mitglieder sind eifrig an der Arbeit, um das Fest würdig zu gestalten. Sabbenhausen. Versammlung legung ist nicht möglich, da an der westlichen Seite sich die Mühle befindet und ihr alsdann die Wasserkraft fehlte. Weiterhin ist geplant, die Straße Elbrinxen=Sabbenhausen geradezulegen, da der Schäferberg und die gefährliche Stelle an der Hasenbrücke ein Hindernis bieten. Im Interesse der Arbeitsbeschaffung ist die Durchführung der geplanten Arbeiten sehr zu begrüßen. * Heiligenkirchen. Die Beratungsstunde findet am Donnerstag, 14. Sept., nachm. 2 Uhr(nicht um 3 Uhr) in der Schule statt. * Bösingfeld- Alverdissen. Ortsgruppengründung. Am Mittwoch abend hielt der Verband der Neuhausbesitzer hier eine gut besuchte Versammlung ab. Nachdem der geschäftsführende Vorsitzende die Ziele des Verbandes dargelegt hatte, wurde einstimmig beschlossen, auch in Alverdissen, Bösingfeld und Meierberg Ortsgruppen zu gründen. Zum Vorsitzenden der Ortsgruppe Alverdissen wurde Herr Hermann Stork, Alverdissen Nr. 80, bestimmt, zum Kassierer Herr Wilhelm Knop, Alverdissen Nr. 41. Vorsitzender der Ortsgruppe Bösingfeld ist Herr Wilhelm Dubbert, Kassierer Herr Franz Mitzkewitz. Vertrauensmann der Gruppe Extertal ist Herr Fritz Frevert, Meierberg Nr. 91. Weitere Anmeldungen sind bei den genannten Herren anzubringen. Im Gasthof„Henke“ fand eine Versammlung der Dorfgemeinde statt, in der die Geradelegung des Wörmbkebaches zur Debatte stand. Da der betreffende Bach teilweise die Grenze zwischen dem preußischen und lippischen Gebiet bildet, waren von beiden Staa ten Vertreter anwesend. Eine TrockenUnterstützt das Handwerk Lebt Austräge! Verantwortlich für Politik. Feuilleton, Lokales. Unterhaltung und Sport. August Koch: für Anzeigen u Geschäftsnotizen: Hans Dimmek, sämtlich in Detmold. Druck und„Verlag: West älisch Lipp:she Vereinsdruckerei. G. m. b H., Detmold Sprechstunden der Schriftleitung nur vormittags von 11 bis 12 Uhr— Rücksendung unverlangter Manuskripte erfolgt nur im Falle der w une 9r1ss uns auf Erfahr des Absenders. Die Lage in Kuba London, 9. Sept. Auf Kuba hat sich die Lage verschärft. Die Regierung befürchtet, daß die Armee den neu ernannten Führern, die sich sämtlich aus dem Unteroffizierkorps zusammensetzen, den Gehorsam verweigert und erneut meutern wird. Sie hat die alten abgesetzten Offiziere gebeten. wieder die Kommandos zu übernehmen Aber diese haben sich geweigert, worauf die Regierung 500 Offiziere verhaften ließ Der Herrscher des Jrak=Staates gestorben. König Feisal vom Jrak ist am Freitag im Hotel Bellevue in Bern ganz unerwartet einem Herzschlag erlegen. Er weilte schon vor einiger Zeit zur Erbolung in der Schweiz. mußte dann aber in politischen Angelegenheiten eine Reise unternehmen. Vor zwei Tagen war er wieder nach Bern zurückgekehrt. Letzte Funkmeldungen Die„Neue Züricher Zeitung" ist in Deutschland wegen eines Artikels mit der Ueberschrift„Süddeutsche Eindrücke" bis zum 20. September einschließlich verboten worden. * Landgerichtsrat Fischer beim Landgericht Rottweil(Württemberg) wurde wegen seiner Weigerung, den angeordneten deutschen Gruß abzugeben und zu erwidern, in Schutzhaft genommen. Kapitän Paul König, der Kommandant des Handels=U=Bootes„Deutschland“ im Weltkriege, ist im Alter von 66 Jahren in Gnadau bei Schönebeck gestorben. Lorenz Schriefer, der Mörder eines SA. Mannes, wurde Sonabend früh im Zuchthaus Ebrasch durch den Münchener Scharfrichter hingerichtet. Die Umgestaltung des Kyffhäuserbundes ist vollzogen. Der Bund steht für die Aufgaben der neuen Staatsführung bereit. * Am Sonnabend sind in Arnsberg der Eleve Werner Stitz und der Glasergehilfe Herbert Kleemann hingerichtet worden. Sie waren von dem Schwurgericht in Arnsberg am 25. März 1933 wegen des am 9. November 1932 an der Ehefrau Schüler verübten Mor des zum Tode verurteilt worden. * Die Amerikaner haben in Santiago de Kuba und in der Stadt Cien Fuegos See soldaten gelandet. * Wegen versuchter Wiedererrichtung des verbotenen Notfrontkämpferbundes in Görlitz unter einer anderen Bezeichnung wur. den 20 Personen in Schutzhaft genommen. * General D'Dufsy wurde zum Präsidenten einer am Freitag gegründeten„Vereinigten Irlandpartei“ bestimmt. In einem Prozeß gegen eine kommn. nistische Verschwörung fällte ein bulgarisches Kriegsgericht Sonnabend abend in Schumla 16 Todesurteile. * Seit einigen Tagen suchen Unwetterkatastrophen die westlichen und südwestlichen Gebiete Frankreichs heim, die mehrere Menschenopfer sorderten und großen Sachschaden anrichteten. * Seit der Durchfahrt der Ostlandtreue= fahrer durch den Korridor hat eine neue polnische Hetzwelle gegen die deutsche Bevölkerung eingesetzt. * Königin Wilhelmina der Niederlande, die dieser Tage ihr 35jähriges Regierungsjubiläum begeht, stand am Sonnabendmittag im Mittelpunkt einer großen Jubiläumsfeier, die ihr zu Ehren im Amsterdamer Stadion veranstaltet wurde. * Reichsbauernführer Darré hat angeordnet, daß der erste Reichsbauerntag, die Zusammenkunft aller im Reichslandstande zusammengefaßten Vertreter der deutschen Bauern, am 21. und 22. Oktober in Weimar stattfindet. * Die Spenden für die Stiftung„Opser der Arbeit“ gehen nach wie vor in erfreulicher Stärke ein. Der Gesamtbetrag der Spenden hat nahezu die Grenze von 8 Millionen erreicht. * Nach dem letzten Reichsbankausweis sind die Deckungsbestände weiter um rund 15 Millionen RM. gestiegen. Das Deckungsverhältnis erhöht sich von 10,8 auf 11,6 o5. Wetterbericht für den 19. September 193.. Für das mittlere Norddeutschland: Trocken, teil: wolkig. teils beiter. Temperaturen wenig verändert, schwache Luftbewegung. Für das übrige Deutschland: Ueberall Fortbestand des herrschenden beständigen, herbstlichen Witterungscharakters. Oberpräsident Melcher tritt zurück. Dr. Melcher, der Oberpräsident der Provinz Sachsen, in dessen Amtszeit als Berliner Polizeipräsident im Jahre 1932 die Amtsenthebung von Braun und Severing fiel, hat um seine Beurlaubung gebeten. Ministerpräsident Göring hat dem Gesuch unter gleichzeitiger Ernennung des Oberpräsidenten Melcher zum Preußischen Staatsrat entsprochen. ordwesideutsche Wochen=Marktübersicht„ Woche vom 3. 9. bis 9.9.1933. (Rachahmung sowie Nachdrus— auch anszugemeile— verbeten!) Tendenzbericht. Schlachtvieh. Die Zusuhren zu den Rindermärkten hielten sich mit einigen Ausnahmen in normalen Grenzen. Leils konnten die alten Preise gehalten werden. teilweise gaden die Preise etwas nach. Der Kälbermarkt entwickelte sich nicht einheitlich, im Rheinland blieben die Zufuhren nahezu unverändert. hier konnten einige Gewinne erreicht werden. Im Süden und teils auch in Sachsen mußten dagegen die Preise bei starkem Auftrieb und schlechter Qualität um einige Mark nachgeben. Die westdeutschen Schweinemärkte zeigten am Montag eine Aufwärtsbewegung um einige Mark, während Sachsen uneinheitlich lag und auch die Dienstagsmärkte infolge starker Beschickung im Preise zurückgingen. Auf den Schafmärkten konnten sich trotz starkem Angebot bei guter Qualität die Preise um 2—3 Mark verbessern. Auf dem Zucht= und Nutzviehmarkt blieben die Preise ziemlich unverändert. Gesucht waren gute Tiere, die teilweise Preise über Notiz erzielten. Im allgemeinen wickelte sich der Handel langsam ab. Getreide. Der Markt hat sich in dieser Woche befestigen können. Roggen war gut gefragt, desgleichen Weizen, obwohl die gebesserten Preise schon ein höheres Angebot herausgebracht haben. Auch der Futtergetreidemarkt war fester, besonders für Gerste. Kartoffeln. In dieser Woche sind schon die ersten Industriekartoffeln auf den Markt gekommen. Die Preise für hannoversche Ware liegen zwar etwas höher als die für Zwickauer. Die Ware ist aber noch nicht völlig schalfest. Im Ganzen ist die Marktlage zur Zeit nicht unfreundlich, aber es hält schwer, die höheren Forderungen durchzusetzen. Rauhfutter. Die Marktlage hat sich gegenüber der Vorwoche nicht verändert. Butter. Bei ausreichenden Zufuhren hat sich die Marktlage bei fast unveränderten Preisen etwas beruhigt. Berlin notiert unverändert. Hannoversche Markenbutter erzielte zuletzt im Großhandel tonnenweise 122—133, ausgepfundet 1.28—1.40. Eier. Die Tendenz auf dem Eiermarkt ist wieder ruhiger geworden, während sich die Preise noch ziemlich halten konnten. Gemüse und Kartoffeln. Hamburg. Großhandelspreise in Pfennig je Pfund am entralfrucht= und Gemüsemarkt: Aepfel 5—18: Kochäpfel 3—7; Birnen 5—13; Kochbirnen 2—4; Brombeeren 25—28; Fliederbeeren 10—12; Kronsbeeren 12—18; Pflaumen 6—10; reife Pfirsiche 18—35; Zwetschen 8—10; Brechbohnen 6—10; Stangenbohnen bis 10; Schneidedohnen 6—8; Wachsbohnen 7—10; Perlbohnen 7—10; Erbsen 10—21; Gurken 5—18; Karotten 5—7; Kartoffeln. Julityp 1.6—1.9: gelde runde 1.5—1.6; Blumenkohl 8—25: Wirsing 5.—7; Weißkohl 3—4; Rotkohl 4—5; Rosenkohl 10—13; Meerrettich 5—9: Möhren 3—4: Petersilie 5—10. Petersilienwurzeln 4—8.5; Pfifferlinge 36—40; Porree 5—8.5: Radieschen 2.5—3.5; Rettich 3—12; Rote Beete 4; Salat. Kopf 1.5—2; Sellerie 3—8: Spinat 5—7; Steckrüben 2.5—3.5; Tomaten 6.5—8.5; Zwiebeln, sackweise 4—5, ausgewogen 6.5. Hannover. Kleinhandels=Durchschnittspreise für gute Mittelware je Kilogramm: Rotkohl 13; Weißkohl 9; Wirsingkohl 13: Blumenkohl 49; grüne Bohnen 32; grüne Erdsen 35, Kohlrabi mit Kraut 12: Steckrüben 9: Wurzeln mit Kraut 8. ohne Kraut 11: Spinat 19; Zwiebeln 18: Salat, Kopf 5: Kartoffeln 6. 5 kg 24; Eßäpfel, inl. 36; Kochäpfel 16; Eßbirnen 30, Kochbirnen 14: Zwetschen 22. Osnabrück. Wochenmarktpreise in Pfennig je Pfund: Weißkobl 5—8: Wirsing 10—12: Rotkohl 8—10: Zwiebeln 10); Perlzwiebeln 20; Tomaten 15; Aepfel, inl. 5—19; Fallobst 3—5; Rosenkohl 25; Steckrüben 6—8; Kronsbeeren 20—25: Stangenbohnen 10—20; grüne Erbsen 20—25; grüne Bohnen 10—20: Wachsbohnen 10—20: Rhabarber 3, 5, SPgggzi bis 20; Pfifferlinge 40—50; Aziagurken 10—20; Pfirsiche 30—40. Brombeeren 20—25; Pflaumen 5— 15; Dirnen 5—15; e Ztr. 2.60—2.80; ferner je Bund Radieschen 5—10. Wurzeln 8—10; Rüben 10: rote Beete 10: je Stück Kopssalat 3—5; Gurken 5—15: Meerrettich 5—20: Portee 3—5, Sellerie 10—20; Traubengurken, 100 Stück 70—80. Braunschweiger Gemüse= und Obstversteigerung vom 7. Septemder. Preise in Mark je 100 Pfund. Treibgurken. 100 Stück 10—15; Salat. 100 Kopf 3—4; Herbstrettich. 100 Bund 20—30; Tomaten, e 10. b S. c und d 6 je 100 Pfund; Gewürzaurken 8—10, Senfgurken 4—5, Salatgurken 4, Eisiggurken 12, Salzgurken 3—4: Krupbohnen, grüne 8—9. Krupbohnen. Wachs 9. Stangenbohnen, grüne 7—8, Stangenbohnen. Wachs 8—12 je 300 Pfund; Möhren, späte, mit Nr. 100 Bund 25; Rantaiser, ohne Kr. 2; Weißkohl, Herbst S: Wirsing. grüner, 100 Kopf 3.50; Rotkohl, früyer, 100 Kopf 3.50; Blumenkohl je 100 Kopf I. 30. 1I. 20. III. 5—10: Zwiedeln, trockene 3—3.50; Meerrettich 20: Speisekartoffeln, gelbfl. 1.50; Nieren 2.20; weiße 4: Frühkattoffeln, Nieren 1.80; frühe runde 1.50; Tafeläpsel l. 10—12: I. 6—8; Kochäpfel 3—4: Taselbirnen I. 12: II. 6—8; Kochbirnen 3—5; Mirabellen 4: Renekloden 3—4; Pflaumen 3—8; Zwetschen 5. Berlin. Kartosselnotierung im Großhandel waggonweise ab Verladestation: gelbfleischige 1.00—1.20; weiße. rote und Odenwälder Blaue je 90—1.10: Erstlinge 1.30—1.50. Mehl. Berlin notierte am 4. September: Weizenmehl mit 24—25; Roggenmehl mit 20.35—21.35. Am 7. September: 24.21—25.20 bzw. 20.35—21.35. Hamburg notierte am 4. September: Weizenmehl(deutsches, 70 Proz.) 24.50—20.—. Auszugsmehl. inl. 23.——32.50; amer. Weizenmehl 5—5½ Dollar. Am 7. September: 24.00 bis 26.00 bzw. 29.50—32.50 bzw. 5—5½ Dollar. Hülsenfrüchte. Notierungen am 7. September. Berlin: Viktoriaerbsen 31.00—35.00: kI. Speiseerdsen 25.00—20.— Hamburg: Schmalzbohnen 28.00: Langdohnen 23.00; Mittelbohnen 19.40: zrüne Erbsen 20.00: Viktoriaerbsen 16.50—18 00; geschälte Erben, grun 27.00, gelb 20.00: Splitterbsen, grun 23.00, geld 18.00. Berliner Futtermittelnotierung. Weizenkleie 9.40—9.50; Roggenkleie 8.50: Futtererbsen 13.50—15.00; Leinkuchen 13.60; Trockenschnitzel 8.50—8.60; Sojaschrot 13.60—13.70. Hamburger Futtermittelnotierung. Kokoskuchen 7.50: Rapokuchen 5.65: Leinkuchen 7.85; Palmkuchen 6.80. Butter und Milch. Berlin notierte am 5. September im Handel zwischen Erzeuger und Großhandel für Butter I. 123; II. 117; geringe 110 J2 u. Au### Anktienspreise am 6. September(Höchstnotie. rung): Butter ohne Schutzmarke 123.80—122.00; Markenbutter 127.50—124.00: Durchschnittspreis für Markenbutter 126.70, für Butter ohne Schutzmarke, 1. Sorte 123.56 ab Molkereistation, ohne Faß und 5 Prozent Auktionsgeld. Milchpreise in Hannover. Kleinhandelspreise: Kannenmilch 24 frei Haus. 22 ab Laden, Flaschenmilch 28 Pf. Wild und Geflügel. Hannover.(Durchschnitts= u. Kleinhandelspreise se Pfund): Reh, zerlegt 1.25—1.51), Kleinfleisch 0.50—0.80); Gänse 0.95—1.00. Enten 1.00: Hühner 0.80—0.85; Hähnchen 1.90.—410t ie Stück Redhühner, alte 1.00—1.20, junge 1.20—1.60; Tauben, alte .60—080, junge 0.80—1.00 RM. Osnabrück. Hühner, lebend 0.40—0.50, gerupft 0.60—0.75, Hähnchen 0.60—1.50 je Pfund: Tauben 0.40—0.50; Rebhühner 0.70—1.00 je Stück. Pferdemarkt. Leer. Arbeitspferde, Warmblut. I. 850—1000, II. 650 bis 750, III. 410—510. Fohlen, 3jähr. 650—725, 2jähr. 500— 650, 1jähr. 350—500, Absatzfohlen 200—280 RM. Ferkelmärkte. Marktort Berlin Hannover Hamburg Bremen Braunschweig. Kassel Dortmund Essen Düsseldorf Köln Frankfurt. Mannheim Magdeburg Chemnitz Elderfeld Leipzig. *s nicht nottert. 7 nur 2 notiert. die letzte Notierung angegeben. Nutzviehmärkte. Bei zweimal wöchentlichem Markt ist Marktort Osnabrua Leer Oldenburg. Dortmund Kühe 280—320 100—460 311)—365 340—375 250—280 250—400 260—310 290—330 210—250 225—300 180—250 230—280 Rinder 271.—310 340- 400 260—290 140—240 1 Gefreide. Weizen.. Roggen„ Braugerste Wintergerste Sommergerste(“.... Futtergerste Ausländ. Gerste(unverzollt) Hafer, alt!.... Hafer, neu..... Bremen: mianttoba l. 4.3, deutsche Gerste 8.20, vomm. Hafer 7.80, Mecklenburger Haser, alter, 7.75, neuer 7.35, La=Plata=Mais 8.55. Marktort sannover Stadthagen Minden Altenessen Wittingen Cloppenburg Stade Ferkel Läufer 13—17 15—30 18—22 16—23 17—23 16—18 18—26 15—22 18 R2-30 NI. 5 FII 18—30 Heu, Stroh und Futtermittel. 1.30 1.20 10 1.60 2.00 8.70 Berlin: Heu, drahtgepreßt, 40 Pf. mehr, Hamburg 60 Pf. mehr. Deutsche Frischeier(G. 1.) Das Verkehrswesen in der Ausstellung und seine Bedeutung fürdas Lippische Land Von Bürgermeister Dr. Droegenkamp. Detmold. Zum ersten Male wird in Lippe in einer 1. Abteilung: Verkehr. 2. Abteilung: Fremdenverkehrswesen. Ausstellungsgebäude ist das frühere Voltske un da## Hienkt der Deut. Klassenlampfes und Worgento suon ez samikt höheren vaterländischen Zielen und Zwecken nutzbar zu machen. Die Abteilung„Verkehr" o: Lex Eienbahnen, Vost. Pesag und Extertalkahn sich zur Schau Hier haben Eisenbahnen, Vost, Pelag v. Lauz, Mand einnehmenden gestellt., Auf einer gemeinsamen, die Bonze, schwarzem Grunde in Karte ist in weider Jorde dos„euter zu den verschienenen Farben 9. De Aier ,. Veischreise nad sher se doe Säase eiche lage des Landes zu den großen Verlehrsadern der angrenzenden GeAn anderer Stelle sind die dum. Harterens gr. eite Kutoktraßen Vergebelt.„Phag Aut, äbergegangen., Durch den Vau Jahren des Verkehrs auf das Aure AXe:=Automobilwirtschaft einen der neuen Autstroben l-“zstzupische, Hand ist an dem Verlaut der neuen Austrieb erhalten. Tosutereffiert um von dem auf diesen neuen Autokroben berndexs..hr, wenn auch nur durch einen Seitenkanal, etwas über das Treibrad der eigenen Fremdenindustrie e uen der Ston und Bpgh hder den fremden Dei giuxe und in Lippe selbst vorhanden sind, die lippische schon heute nach Lippe und in Lippe seton.-.. izrhin zu tun in. die heimatlichen schönen, Hebiete in nas Kärteren Umnsenge den Fremdenverkehr zu erschließen. Die? Abteilung„Fremdenverkehrswerbung Lande gestellt haben, hat zwei Seiten; eine ibele und eine wirtschaft. 9 Seite. Die idele Seite. Die lippische, Frendenwerhitr=mit it ex onatürlichen Reiz, wie er sich art der lippischen Landschaft, mit ihrem vatur.g. Jahrkungerte ge. “ eu ole, St, an Haug, und Stadtbid sovie mit der Geschichte wordenen Stilart von Hay..—., dessen Freiheitsliebe hier der des alten Kulturvoltes der Germoneznzd Hessen, hoßer Kulturskand in Römerherrschat ein En) ümtern der Extersteine einensichtbaren Ausspoiche. Land und damit die Gieste zur Heinat weiler. Das war und Eigenart von Segtt, und zu zeicgen. Das schönste Ausdrucksmitel dafür ist die Photographie. Von den Titelseiten der Einzelhefte der Ganz Lippe eine Sommerfrische, die die einzelnen Lozesiazestaphische, Grohauftahnen zergeptell besten charalterisieren, hno photograp.,„Je V.-p 1g, Helupiert worden. vuf groben Erofetisge Mirtung erzielt wird. Sie versetzen den eine äuberst plaktische Wirkung erz„aldeg und in die Gebiete chauer in. boz. Hicz des Ven to, 2.hasen ins schöne Bega, und nd um die Dorent, 19, bie, Lerung i, das Schwalenberger Land. tertal, ins nordlippische VBererong'.Ganze unten ab mit Darstellunn vorspringender Vrtes 131s=p., Manderleben. Es würde zu weit aus demn L.r12r agl. gi“ 2b. en Darstellungen dieser Abteilung, hren, im einzelnen alle die anderen und Erhosungggehiet darstellen, Lippe als ein bevorzugtes Reise. und Ero, Zunkmaler Kramme er aufzuführen. Zwei 1ppiscy, Künfhaßen demi Ganzen die künst. o der Kunstmaler Wittr.,—.... Abteilung bei den vielen ausrische Rote gegeben. Möse Des.„Lon Wunsch aufkommen lassen, segehen, sol ihnen daz Gelegenheilt geboten werden. Die wirtschaftliche Seite. 36 komme uu der zuzähit alg Wanderausstelung,— ersillen sol, insbesondere demnächst, al. Wandergdegt gremdenverlehr. Eine ämlich der Wirtschaftssörderung.—. don Beweis antreten, daß Verotet in de Mizischaftszrderuna ist. Wer die wirtschaftliche Grundehrsförderung Wirtschaftsförderung If., g, Die u. Lurg Auswertung age des Staates Lippe kennt, weiß, daß es nortur, v—12, Luglegungen er für den Erholungssremdenpekke) Zepziserung zu erpestern. Der te wirtschaftliche Boss de:.Hutram an Kaustraft. Der Fremde konFremdenverkehr bringt einen Zustrom an Kauftr, gepeng, und 8ul. eine allseitige Velebung der es chce dant Wbüd eltise, Milsie. ecesechese ie im Fremdenverkehr von 8—10 Millionen NDr. Vererzur ein, zür dag Handel und Gewerde hoben ihren Anter, Die vielen Dienstleitungen wichiben Jorg de wirschektisher, Hete Llesei in den Freager vollen keine Uebersponnung un inte jache und jacgemäße Vehandlung der Vertehrsiorderun g„Jeantnig, daß Verkehrskörderung doppelt nottut dieser Frogen I. M.zschland, das jeglicher Wirtschaftsförderung bein einem grmen zn allen unseren Gemeinden und Städten des lipvischen Landes, die der Belebung des Verkehrs eine Stärkung ihrer Die Pauste Alche seit euie be. ee. Diesen Grundsatz haben die Reicheinstanzen auf den Vestster ut duer Bude, ur u. eihen Gerchens.. Diesen Grundotz vil aud jeherisch auf asse Besucher der Austelung zu drosseln, den ausländies, Shlslederieishe dbe in liche deutsche Wirtschaft keinen Schaden erleidet. Lippische Presse und„Deutsche Woche“. Von Bernyard Thummel. zen sich in vollem Maße einszieter, znag, enV) Lowpesiche die Staatslichen Rotwendsgkeiten, üir Bafmaphgheiten trizt. Die„Deutsche reoierung im Sinne dieser,„At augrorer. Zeitungen Lippes in vorberste Front sch beretioliost in den Deis der Soche 81. nus weiche, Weise nun die Appich,Biche Vrzauf sezisch die danken der„Deutschen,Pgngz, denk deutsch u. nse dex„Dutschen Verfügung stellt, seigt die Ausstellung, v zippischen Zeitungen bringt die eanr Tarsellung auf weiche Bese be den Geindsth)„denk deutsch— hauf deutsch. ver hngiteg, Binichzk nur bei ers einen“=Heul. des Lipverlandes“ das Handeln jedes deutschen Volksgenossen zu jeder Zeit bestimmt. Die Ausstellung„Das Sustem“. Nicht selten fassen wir Nationalsozialisten alles das, was sich uns an Gegnerschaft entgegenstellte, zusammen unter den System“. Konnte doch nur eben unter der Herrschaft dieses„Systems das groß werden, was sich an verderblichen Einflüssen in macht= und wirtschaftspolitischer Beziehung im deutschen„Vaterlande geltend machte. Zur ganz kurze Zeit erst liegt diese Zeit des„Systeme“ ter uns. Kaum is: uns noch bewußt, wie es war zu jener Zeit. Darum soll die Ausstellung„Das System“ im Detmolder, Rathaus, die auf Veranlassung von Bürgermeister Pg. Keller wird, zeigen, wie es zu jener Zeit aussah und welche Kräfte am Werb waren, um einmal immer mehr den Niedergang unseres Volkes vorwärts zu treiben, zum anderen alles zu tun, die volklich auf bauenden Kräfte mit aller Gewalt niederzuhalten und zu verhindern, daß deutsche Menschen etwas zur Rettung des Vaterlandes, das jene als Internationalisten nicht kannten, tun konnten. Die Ausstellung im Detmolder Rathaus zeigt, wie die Mächte des Niedergangs am Werke waren, wie zerstörend und zersetzend sie wirkten im staatlichen, wirtschaftlichen und kulturellen Leben. Sie zeigt aber auch, wie trotz dieser Mächte der Dunkelheit wahres volkliches Sein lebendig blieb, weiterwuchs und kampfte und aus den Kräften des Lichtes unter dem Hakenkreuz, dem Symbol des Dritten Reiches unseres Führers, dann den Sieg errang. WEELTGESCHEHEN INTBILDE Leitende Männer der evangelischen Kirche in Preußen. Von links: Landesbischof Müller, Bischof Hossenfelder, Präsi dent Werner und Ministerialdirektor Jäger. In der ersten Sitzung der neuen Generalsynode der Altvreußischen Union in Berlin wurde Rechtsanwalt Dr. Friedrich Werner zum Präsidenten der Generalsynode. Pfarrer Hossenfelder, der Bischof von Brandenburg und ständige Vertreter des Landesbischofs Müller, zum ersten Stellvertreter des Präsidenten der Generalsynode und Ministerialdirektor Jäger zum zweiten Stellvertreter gewählt. Rettung des Abendlandes vor 250 Jahren. Schützengräben vor Wien. Die Laufgräben und Verschanzungen, die das Türkenheer im Jahre 1683 zum Sturm auf die Stadt Wien vorbereitet hatte, waren der Schauplatz erbitterter Kämpfe mit den ausfallenden Belagerten unter dem Grafen Rüdiger von Starhemberg, dem Verteidiger Wiens. Durch den Sieg der zum Entsatz herbeigeeilten verbündeten Deutschen, Oesterreicher und Polen unter Herzog Karl V. Leopold von Lothringen und dem Polenkönig Johann Sobieski am 12. September 1683 wurde Europa damals endgültig vor der türkischen Versklavung bewahrt. AS # 1 — Tretet dem Deutschon Luftschutzverband bei! Nach dem Luftangriff... In Berlin wurde den Teilnehmern eines Luftschutzlehrganges des Landesamtes für Luftschutz, Technik und Verkehr die Entgiftung eines Geländes nach einem Fliegerangriff vorgeführt. Nachdem die Straße mit Wasser besprengt wurde, geht man mit Chlorkalkwagen und Besen gegen die Reste des Giftgases vor. 600 Sportfahnen im Berliner Dom geweiht. Die Aufstellung der Fahnen Stwas ganz Neues ist am Dienstag in Berlin geschehen. Zum erstenmal haben Sportler ihre Fahnen in ein Gotteshaus getragen, um sie weihen zu lassen. Der Gau 3 Brandenburg des Deutschen Leichtathletikund Handballverbandes sammelte sich mit 7000 Sportlern und 600 Fahnen vor dem gruppe vor dem Reichstag. Reichstag und zog durch das Brandenburger Tor über die Linden zum Berliner Dom, wo die Fahnen von dem stellvertretenden Gauleiter der Glaubensbewegung Deutsche Christen, Pfarrer Loerzer, in tiefeindrucksvoller Feier geweiht wurden. Aufstellung neuer Hilfspolizei in Oesterreich. Ausgabe von Waffen an Schutzkorpsleute, 2. 13 si S0 WAR Ne 12 13 1 Vorbereitungen zum Fest der deutschen Schule im Berliner Stadion. Am 10. September findet im GrunewaldStadion bei Berlin das„Fest der deutschen Schule" statt, in dem sich 10000 Schüler beteiligen werden. Unser Bild zeigt eine Probe für die Veranstaltung, und zwar eine Aufstellung der Kinder in den Umrissen der deutschen Landesgrenzen. Die Kinder tragen schwarze, weiße und rote Kleider. Auf den Ruf„Alle Herzen vereinigen sich“ lausen alle zusammen und formen ein großes Viereck in den Farben der Reichsflagge. Geglückte Paddelfahrt um England und Schottland herum. Die deutsche Paddlerin griedel Meyer mit ihrem Boot und Chow Chow.— Die Paddlerin Friedel Meyer ist nach einer Kanufahrt um England und Schottland in Edinburgh eingetroffen und wurde vom Bürgermeister der Stadt empfangen. Im Juli 1932 war sie aus bayeriicher Heimat im Faltboot nach London gefahren. Die gute Magd Herbstbeginn im Kleiderschrank * F r o n d e a n i h n e n h a t. S e h r b e l i e b t s i n d Vor Tau und Tag weckt hell sie schon Des frühen Hahnes Morgenschrein,] Wenn der Herb': kommt, müssen wi an titt in die Fran unsere Garderobe instandetzen Das Freiluftleben des Sommers ist vorbei, der Strand"„„" Mrr Miilen Uns Und ohne Murr'n tritt in die Fron Des ewigen Tagwerks still sie ein. Die Frühe strömt aus offnem Land Zu ihr herein mit Vogelschall. Sie horcht.... Schon zieht am Halfterband Der Knecht die Rosse aus dem Stall. Er treibt sie an mit jähem Ruf. Das Ortscheit schwankt, die Peitsche knallt. Feldeinwärts stampft der Eisenquf, Verroll'n die Räder in den Walo.... Sie zaudert nicht. Wie tagwerkstren Ihr Fuß die Stiege stallwärts tappt! Wie bald ruht's Rind auf friicher Streu, Wie bald die Milch im Zuve schwappt! Nie rastet ihre fleißige Hand! Sie sichelt tief im grunen Klee. Sie wäscht die Dielen, streut den Sand Sie sammelt Kraut zu Salb’ und Tee Sie pflückt das Obst vom runden Ast. Sie spinnt den Faden winterlang Sie speist mit Milch und Vin den Gast. Wie stumm und dienend ist ihr Gang. Ihr Leben läuft im gleichen Schritt. Sie tut ihr Tagwerk ohne Klaa Sie geht durch's Jahr mit festem Tritt Und legt erst still nach letztem Schnitt Die Sichel fort am Sterbetag. anzug wird weggehängt, wir müssen uns wieder auf Straßen= und Gesellschaftstleider einrichten. Das ist bei geringen Mitteln o schmerzlich, aber bei einiger Geschicklichkeit lassen sich die älteren Kleider so leicht erneuern, daß sie uns die allerbesten Dienste Mäntel kann man durch etwas Pelzbesatz leicht wieder tragbar machen. Zum Beispiel kann man einen Pelestreifen so aussetzen, daß er wie ein kleines Cape von vorn über die Schultern geht, dadurch die moderne Schulterlinie schaffend. Auch ein kleines Cape aus Samt, dazu die Fechtmanschetten aus dem gleichen Material und eine der feschen kleinen Kappen gleichfalls aus Samt,— und man kann sich überall sehen lassen. Das alles sind Dinge, die man sich leicht selber machen kann. Wollkleider, deren Aermel nicht mehr gut sind oder die keinen guten Schnitt haben, versieht man mit seidenen Aermeln und einer gleichen Kragengarnitur, während man den Stoff der alten Aermel benutzt, um die wünschenswerte Schulterverbreiterung anzusetzen. Freude an ihnen hat. Sehr beliebt sind auch in diesem Jahre Samtjacken, und zwar mit weiten Aermellöchern und Aermeln, die mit Pelz umrandet werden. Der Rücken ist sackartig geschnitten, und die Vorderteile treffen nicht ganz zusammen. Sind die Abendk'eider dunkel, so wählt man eine leuchtende Farbe für die Jacke. Sehr beliebt sind Rüschen als Zierat. Wichtig ist, daß man dem Ausschnitt die moderne Linie gibt, und zwar so, daß das Kleid vorn höher ist, dagegen der Rücken durch den Ausschnitt betont wird. Wenn man den Ausschnitt dann mit einer dicken Rüsche umgibt, die man etwa aus Taft herstellt, so wird das Gewand sehr kleidsam sein. Man kann auch um den Rocksaum die gleiche Rüsche setzen. Sehr fein sehen diese Rüschen aus, wenn man je aus Tüll verfertigt. ist der Rahmen Individuelle BeIhre Frisur ob Kurz- oder Langhaar. des geistigen Ausdrucks. handlung in den Naarpfiegeräumen Höcker gegenüber der Post. Fernrul 3235. Wenn„Er“nach Hause kommt Nachmittagskleider, werden durch einen #I. Ian##her ihre großen und Einsatz oder einen hübschen Krogen tragbar gemacht. Auch bunte Schals, die 19se..„rrs sieht muntern Die Frau, die tagsüber ihre großen und kleinen Pflichten im Hause erfüllt, ist in Gesanken, bewußt oder unbewußt, viel mit dem Augenblick beschäftigt, in dem„sein Schlüssel draußen an der Tür zu klappernbeginnt. Sie weiß, daß der erste stille Gruß, ken sie wechseln, die kommenden Plauderstunden vorausbestimmt, und daß ihre guten Vorsätze dabei manchmal durcheinanderpurzeln können. Denn ein Mann, der die ernsten Gedanken des Tages noch nicht ganz abgeschüttelt hat, wenn er das Zimmer betritt, muß behutsam empfangen werden. Er ist dann gewissermaßen„noch nicht ganz da. Und zu diesem Hinüberfinden in die Traulichkeit des Zuhause muß ihm die Frau verstehend die Hand reichen Schlüters Helßmangel ist bekannt überall in Stadt u. Land, per Min. J 8 b. freier Zustellung „Undine“-Waschanstalt. Rul 2926 Ecke Friedrich=Meierstraße, Nähe Weerthplatz man durch Schnallen zieht, muntern ein älteres Kleid auf. Die Röcke werden meist etwas enger ge macht werden müssen, besonders gilt das fü die einfachen Haus= und Sraßenkleit r. muß sie aber immer so weit lassen, daß ma bequem darin gehen kann! Nichts sieht häßlicher und lächerlicher aus als ein allzu enger Rock. Hat man etwas Rockstoff übrig so soll man auf der einen Hüfte ein aufgesetzte Tasche anbringen; dos sieht sehr flott au Abendkleider kann man auf die verschie denste Weise so umändern, daß man wirklich kann. Dank den Rüschen kann man auch der oft mangelnden Länge abhelfen. Man kann dann nämlich ruhig einen Streifen Stoff an den Rock anstücken und diesen mit Rüschen besetzen. Denn lang muß ein Abendkleid heute unbedingt sein. Man wird in diesem Winter ziemlich viel künstliche Blumen tragen, doch soll man sie immer gut auswählen. Sehr gern werden die Aermellöcher mit einem Kranz aus künstlichen Blumen umgeben. Für diejenigen, die sich ein paar neue Kleider anschaffen können, sei der Rat gegeben, daß sie unter allen Umständen sich auch ein schwarzes Abendkleid machen lassen, und zwar ausgeschnitten und ohne Aermel. Das läßt sich dann durch allerlei Zutaten, etwa eine Jacke, Schals und Jäckchen oder Capes so vielfältig wande'n, daß man eigentlich immer etwas anzuz.hen hat. Als Materia für dieses schwarze Kleid kann man sowohl glänzende Seide wie auch Tüll nehmen, der sich im Tragen als besonders dankbar erweist und im jedem Jahr wieder zu etwas Hübschen und Kleidsamen aufgearbeitet werden Gestatten Sie, daß ich vorstelle Zu den gesellschaftlichen Vorgängen, die ungeübteren Menschen oft Schwierigkeiten machen, gehört das Vorstellen. acht gibt, wird man hierbei viele Verstöße wahrnehmen können, und doch ist die„Etikette“ hierbei so einfach, daß jeder es ebensogut richtig machen könnte, statt es falsch zu machen. Natürlich ist ein Verstoß heute nicht mehr so schwerwiegend wie früher, aber immerhin bleibt es ein Zeichen von Ungewandtheit, besonders unangenehm dann, wenn derjenige, der den Verstoß begeht, hinterher seinen Fehler bemerkt und infolgedessen verlegen wird. Ob das Festhalten an den hergebrachten Formen einen Sinn hat, mag eine Frage sein, solange diere Jormen aber noch allgemein beachtet werden. tut der Einzelne doch gut, sich danach zu richten. Bei der Vorstellung ist stets der oder die Jüngere dem oder der Aelteren vorzustellen, bezw. der niedriger Gestellte dem höher Gestellten. Abgesehen von wenigen Ausnahmefällen muß der Herr immer der Dame und die unverheiratete Dame immer der verheirateten vorgestellt werden. Bei der Vorstellung sollen die Namen deutlich gesprochen werden, denn die Vorgestellten sollen wissen, mit wem sie es zu tun haben. Die Namen herunterzuletern, ist vollkommen sinnlos. Man soll sich bei der Vorstellung Zeit lassen, denn durch sie werden Menschen, die sich noch nicht kannten, miteinander bekannt gemacht,— vielleicht ist dieses Bekanntwerden von Bedeutung für sie. Die Vorgestellten pflegen sich die Hand zu reichen, doch sollte der oder die Vorgestellte immer abwarten, bis man iym die Hand reicht. Wenn eine Dame bereits Platz STEDLUCUR S5 nur im gut Fachgeschalt Spezial-Bettenhaus M. Schierhofz Paulinenstraße 31 neben der Poei Rur 2741 0 Moderne Beltfedernreinigungs-Anlage wußten Sie noch nicht... Krückebergs- Kaffee Es ist keine Verschwendung 2.40 Mk. für ein Pfund Kaffee auszugeben. Allerdi gs muß es meine bevorzugte Lippermischung sein, der Kallee mit der ausgeprüchten Eigenart. Vereuchen Sie ihn mal Fritz Krückeberg. Defmold Leingoer Str. 2, Telefon 2025. Weinbergstr. 3. Sie muß schweigen können und warten, is er ihr innerlich wieder so nahe ist, wie ie es sich wünscht. Und dazu kann die anseimelnde Gemütlichkeit um ihn her viel beiWenn der Tisch geschmackvoll gedeckt ist, ind mit einem Biumenglase geschmückt, dann pird der Sinn des Hausherrn für das geweckt, was ihn an die vertrauten Dinge bindet. Er sieht, wie alles auf ihn wartet und das erfüllt ihn mit wohliger„Iufrighzuhen. Das Essen steht nach wenigen Minuten dampfend vor ihm, seine Lieblingsspeise sieh ihn vericgend on, und die Freude###ner Frau, die in allem lebedig ist, in ihren Vewegungen, in ihren Worten, in ihren Augen weckt sein Gefühl der Dankbarkeit immer mehr E. Rodewald das B omberger Betienhaus bekannt als gut und bi.lig. empiehlt seine lanc jährig bewährten Qualitdien in Inleits, Bettiedern und Daunen Betienkauf ist Ver rauenssache daß Handschuhe länger halten, wenn man vom ersten Tage an ein Wattebäuschchen in jeden einzelnen Finge steckt. Dasselbe trägt nicht auf, verhindert aber, daß der Fingernagel das Gewebe durchstößt. ... daß Scheuerlappen nicht so schnell reißen, wenn man sie vor dem Gebrauche heiß überbrüht. Sehr ratsam ist es auch, sie nächst mit einem alten Bandstreifen schräg zu übernähen, und zwar so, daß von jeder Ecke zur gegenüberliegenden je ein streifen geht. Wenn man dann noch darauf achtet, daß anstatt des Auswringens ein Ausdrücken durchgeführt wird, so dürfte die Garantie für bedeutend längere Lebens dauer gegeben sein! wie weißer Flanell, weiße Kinderklei; der und dergleichen, die durch Liegen gelb geworden sind, wieder aufgefrischt werden. 25 Eramm beste Seife werden in fünf Liter lauwarmem, weichem Wasser gelöst und 25 Gramm Salmiakgeist werden dieser Löjung zugesent. Man weicht die vergilbten Sachen ein und wäscht sie lauwarm aus, ip: dem man den Schmutz ausdrückt und nicht ausreibt. Vor dem Legen zum Trocknen kehre man sie auf die linke Seite und lege zum Schutze ein weißes Tuch darüber. daß man das Zerspringen von Flaschen uno Einmachslgserr, PgrPhie ezer bage, Mag .. daß es falsch ist, Zitronen vor dem Auspressen quer durchzuschneiden. Durch den S.), nitt der Länge nach werden die Zellen der Früchte viel weiter geöffnet, so daß der Saft viel intensiver abgegeben wird. .. daß man Backhefe einige Tage aufbewahren kann, wenn man sie fest in ein Wasserglas drückt, und das Glas dann umgekehrt auf eine Schale stellt, auf die man vorher etwas kaltes Wasser gegossen hat. daß Kristallgegenstände besonders blank werden. wenn man dem Abwaschwasser etwas Ammoniak zusetzt. daß man Salz vor Feuchtigkeit schützen kann, indem man 7 bis 8 Reiskörner darauf legt, die rasch die Feuchtigkeit aufsangen. Man sollte deshalb auch im Salzstreuer im mer einige Reiskörner haben. Schülermappen, Hanofaschen u. Koffer empliehlt Anns Lindberst. Detmold. Lange Straße 63 Er greift nach dem schmalen Kästchen, das it Zigaretten gefüllt, immer fur u, bereiteht, geht dann hinüber zu dem Sessel, in en er sich so behaglich hineinschmiegen kann, ind vertieft sich in die Zeitung, um zu wissen, oas„draußen“ geschieht. Wenn die Hausrau mit dem Abräumen des Tisches fertig st, setzt sie sich zu ihm und Wartet, bis er für ie bereit ist. Und dann beginnt er zu erjählen. Sie hört zu, fragt hier und da und berichtet dann von ihren kleinen Tageserlebnissen. Und dieser friedliche Austausch der Bedanken, der einen Reif der Zusammengehörigkeit um die beiden Menschen zieht, ist in seiner stillen und vornehmen Art nur möglich durch die verständniwolle Vorarbeit der Frau, die ihre Licoe hineinlegt in die Dinge, die ihn begrüßen sollen, wenn er heimkehrt. und Einmachglasern man sie auf Tücher stellt, die in heißes Was getaucht worden sind, die dann um die Gläser herumgewickelt werden. ... daß man festgerostete Schrauben sehr leicht lösen kann, wenn man ein Stemmeisen glühend macht und dieses dann einige nuten gegen den Kopf der Schraube drückt. daß man Eisblöcke am besten zerkleinert, wenn man eine Stopfnadel auf, den Eisblock stellt und ganz leicht mit einem Hammer auf die Nadel k Sie sparen viel Geld wern Sie, anslatt kostspiellger Bäderreisen. Ihre Bäderkuren hier im Hermannsbad nonmen. Miesenoleude, Fornent 2300 Durchgehen dgeöffnet von 8 Uhr morg. bie 7.30 Uhr abde „Storch“, der vierbeinige Hauplsarnner des Usaton=Lustspiels„Kind, ich freu mich auf Dein Kommen“. nommen hat und eine ältere Dame hinzu kmomt, so sollte sie immer aufstehen; dagegen bleibt sie sitzen, wenn ihr eine gleichalterige oder jüngere Dame oder ein Herr vorgestellt wird. Ein Herr hat dagegen bei einer Vorstellung stets aufzustehen. Gibt man jemandem ein Empfehlungsschreiben mit. das er persönlich überbringen soll, so muß man ihm das„eiden im unverschlossenen Umschlag einhändigen; der Betrefsende selber muß dann den Umschlag verchließen, ehe er das Schreiben abgibt. „Mutter und Kind“ in Japan Tokio hat seine große Ausstellung„Mutter und Kind“, die erne dieser Art dorzu lande. Die Kaiserinmutter hat den Ehrenvorsitz übernommen. Altes und neues Javan mischt sich in dieser Ausstellung. V Abteilungen der Ausstellung sino der dernen Erziehung gewidmet; auch der Sport nimmt einen breiten Raum ein. Wir sehen. daß die Schulmädchen eine zweckmäßigere Kleidung tragen als früher und auch mehr auf dem Boden hocken, sondern Bänke haben. Ihre Kleidung ist uniform, die jungeren Schulkinder, ob aus armen oder reichen Familien, tragen ein einjacher blaues Matrosenkleid, die älteren Roshose, und Bluse. Deutschland ist auf der Ausstellung stark vertreten, besonders in Bezug auf die Möbel. Auch wird die Art der deutschen Haushaltführung gezeigt, und die Japane rinnen scheinen gern von all dem Neuen zu lernen. Viele unserer Haushaltsgeräte sind auch in Japan schon eingeführt worden und erscheinen den Japanerinnen heute bereits ebenso unentbehrlich wie uns. Jedenfalls zeigt eine Ausstellung wie diese, daß der deutsche Einfluß in Japan auch heute keineswegs zu unterschätzen ist. Zeitschriften für die Frauen Die neuen Abendkleider. Sie wirken strahlend und festlich; neben Gold= und Silberlamee, Satin, Taft und Samt wird auch viel Spitze getragen. Man sieht Schleppkleider, griechische Stilarten und alle Formen von Abendmänteln. Eine Menge entzückender Rodelle zeigt das neue Heft von„Sport im Bild env„Süistung für Ooser der ArbeitEinzahlungen an Reichskredit. Gesellschaft A. G., Berlin W s. Behrenstraße 21/22, sowie auf deren Reichsbankgirokonto und deren Postscheckkonto Berlin 120 unter Angabe der kontobezeichnung, „Stiftung für Opfer der Arbeit“ uuer Ein Appel an die deutsche Hausfrau! Wieder geht die Werbetrommel durch das Land. Deutschland rüstet sich zur Deutschen Woche, zur großen Werbeschau für deutsche Ware! Dabei soll jeder mitarbeiten, vor allem auch die Hausfrauenvereine in Stadt und Land. Aber da erhebt sich die Frage: Was tut die einzelne Hausfrau hierbei? Genügt es, daß sie keine Auslandware kauft? Kann sie nicht mehr tun? Ja, sie kann es, sie kann und soll in ihrem eigenen Hause eine„Deutsche Woche" abhalten! Sie wird dabei merken, wieviel deutsche Waren in ihrem Haushalt für gewöhnlich noch immer nicht genügend verbraucht werden. Es kostet allerdings etwas Nachdenken, um auch das letzte Pfefferkorn zu vermeiden, Tee und Kaffee durch heimische Gewächse einzuschränken oder gar zu ersetzen, und sie doch schmackhaft zu gestalten, Reis mit Graupen und Grütze, ausländische Gewürze mit heimatlichen Gewürzkräutern zu vertauschen. Es geht! Verschiedene Landhaushalte, die ich kenne, und die es sich schon seit unserer ersten Werbung für deutsche Waren zur Pflicht gemacht haben, nach Möglichkeit Auslandsware zu vermeiden, sind ganz allmählich dazu gelangt, sie völlig entbehrlich zu machen. Und doch hat die Hausfrau eine sehr wohlschmeckende und abwechselungsreiche Speisenfolge auf den Tisch gebracht. Aber diese Hausfrauen sind noch ganz vereinzelt— es gilt ihre Zahl zu vermehren. Der erste Schritt dazu ist eine „Deutsche Woche der Hausfrau!“ Elisabeth Boehm. den verblassen und das laute Wort verhauchen will, mit verdoppelter Innenkraft aufIhre Schwestern in lichtüberfluteten Hochommertagen sind längst entblättert, ihr Duft ist verströmt, ihre Schönheit war die knappe Schönheit des rasch Vergehenden. Wie eine Erinnerung werben die späten Rosen um Beachtung, als ob sie sagen wollten: Wir ind die letzten Grüße des Sommers, die letzten Kinder der Fülle. Noch einmal pricht durch uns die ewig wandelbare Natur der auch wir unser Sein verdanken. Seht uns an, ihr umgetriebenen Men'chen, die ihr von einer Stunde zur anderen hofft, das Glück heischt und so selten wißt, was es ist. Euch zur Mahnung sind wir gegeben, wahrzunehmen die glückhafte Stunde, die euch des ens Frühling und der verschwenderische Sommer schenkt. Nur zu schnell weicht er euch im Getriebe der Pflichten und Sorgen. Nur zu schnell habt ihr verwirkt den Anspruch von des Lebens Rosen überschüttet zu werden. Ihr selbst laßt fallen, was euch an Freuden und Rosen in die Hand gegeben Späte Rosen Der frühe Abend fällt herein auf die Welt die laute, und er zwingt die Ruhelose, ihre Stimmen zu verhalten. Weicher Abglanz des Tages fließt über die Dächer, gleitet über die Gärten. Schatten bäumen sich auf, drängen aus den Winkeln hervor und aus dem Gesträuch, in das der abendliche Wind mit leisem Finger greift. Unter dem Fuße knirscht der Sand des dunklen Weges, unwillig wie ein Mensch, der aufgeschreckt wird durch Pflichten, die ihm Last sind. Aber über dem Wege leuchten die Rosen vom gereckten Stamm, weiße und rote und gelbe, keusch und werbend und grell. Es ist, als ob sie eben in dieser Stunde, da die Far wird. Dann kommen wir, die Späten, und es kommt die späte Freude, die bescheidener scheint und doch tiefer ist, die geringer scheint, und doch kräftiger leuchtet. Der kurze Weg ist um euch und das matte Licht des kurzen Tages. Eben darum leuchten wir um so mehr, und mehr auch leuchtet die späte Freude über glückhafte Fügung, die euch zufällt. Aus der gedrängten Stunde des Tages strebt es auf euch zu an Farbigkeit, die der weiten Stunde des Sommers fremd war. Auch unsere Blätter werden fallen, wenn die raschen Tage abgeklungen sind. Aber wir vermögen, euch noch einmal vorzuzaubern das Wunder der Fülle. An Euch ist es, das Herz aufzuschließen, um unsere Gaben zu empfangen. Bewußt muß es euch sein, daß dieser Nachklang letztes Verschenken ist, doppelt wertvoll, weil es bewußte Gegenwart ist und die Vergangenheit freundlich grüßt. Und der stille Abend horcht auf und lauscht hinaus in die Weite, die immer enger wird, je mehr sich der Mantel der Nacht um die Erde breitet. Mutti kauft mit Mädi ein... Mädi braucht neue Schuhe. Mit Kreppsohlen will sie sie. Und dann braucht Mädi einen Mantel und ein Nachmittagskleid. Mutti geht mit Mädi einkaufen. Wei zwei Schwestern sehen sie aus. Mutti Bubikopf, Mädi Bubikopf. Mutti Glockenrock, Mädi Glockenrock. Im ganzen ist aber Mutti jugendlicher angezogen als ihre Aelteste. Sie trägt hellere Farben, elegantere Sachen, und dann hat Mutti einen schwebenden Gang und auch schönere Beine als Mädi. Mädi trägt sich sportlicher, was sie auch betont, um neben Mutti aufzukommen. Mutti ist sehr jung. Mädi findet sie aber furchtbar alt. „Wenn sie bloß nicht wieder dauernd an den Schaufenstenr stehen bleibt, wo es Täschchen gibt“, hatte Mädi vormittags in der Gynastikstunde ihrer Freundin Gerda geklagt.„Wenn sie ein neues Täschchen will, ist kein Weiterkommen mit ihr. Und sie will doch heute für mich einkaufen... Ich ahne auch Unheil wegen eines Abendhutes, denn sie gehen ja übermorgen aus! Mädi würde sich ihre Sachen so gern allein einkaufen! Und sie könnte es auch, denn sie versteht sich anzuziehen, sie hat ihre Note bereits entdeckt. Aber darin ist Mutti ko misch. Sie muß immer mit! Zu Hause macht es ihr auch wirklich Spaß, für das große Mädel einzukaufen! Sobald aber der Zauber der Geschäftsräume sie umfangen hat, fallen alle Hemmungen von Mutti ab. Sie vergißt, weswegen sie in das Geschäft gegangen ist, und sieht nur sich in den Sachen und nie ihr Kind. So ist es auch heute. Musternd schnuppert Mutti in den Abendschuhen herum, ob es wohl zufällig ein paar billige Atlasschuhe Größe 38 gibt. Und dabei will Mädi braune Kreppsohlenschuhe Nr. 39! Es ist ein Kreuz! Aber da Mädi das gewöhnt ist, wartet es geduldig und ist froh, wenn es bei Mutti bei dem einen Paar bleibt. Sie hat nun schon fast eine Stunde sich Schuhe zeigen lassen, da fällt ihr Mädi ein, und sie ruft schnell einem anderen Fräulein zu:„Ach bringen Sie doch mal Kreppsohlenschuhe 39, braun! Aber keine teuren! Es ist nur für meine Kleine!" Mädi probiert. Mutti wirft einen Blick darauf und hebt dabei ihren rechten Fuß, an dem ein schwarzer Atlasschuh blinkt, wohl Jede hausfrau muß deutschbewukt baudeln. Sie kauft rur deuische War Hier sind Modelle, 71420. Originell im Schnitt und besonders ratsam für schmalschultrige Figuren ist diese gemusterte Seidenbluse. BobachSchnitt(60 Pf.) Größe Ound II. 70153. Eine Bluse kann man immer gebrauchen. Unser Modell 70153 mit Biesenschmuck aus weißer Seide paßt eigentlich in jedes Kostüm. BobachSchnitt(60 Pf.) Größe l u. III. gefällig in die Höhe und fragt Mädi, ob der Schuh nicht einen kleineren Fuß mache? Dabei hebt sie auch den linken Fuß, den ein dunkler Brokatschuh prall umschließt.„Der ist dir natürlich wieder eine Nummer zu klein!“ meint Mädi gottergeben. Sie kennt a all die kleinen Schwächen! Und sie möchte gern endlich weiter. So gelingt es ihr auch, die Mutter zu den Atlasschuhen zu bekehren. Die Kreppsohlenschuhe hat sie elbst ohne innere Anteilnahme anbehalten, ind so können sie nun in ein anderes Gebeide abends todmüde beimkommen, hat Mädi ihre Schuhe und Stoff für ein Nachmittagskleid, das ihr„die kleine Schneiderin" dann machen wird. Der Mantel ist im Moment weniger nötig, weil es warmer geworden ist. Mutti aber hat sich ein betörendes Abendkleid gekauft, das rasend billig war— und zwei dazu passende Hüte werden zur Ansicht nach Hause gesandt. Mädi ist gänzlich geliefert. Und chwört sie sich, mie wieder mit Mutti einIn welchen Ausdrücken sie diese Geschichte am nächsten Tage ihrer Gerda erzählt, das wäre für Mutti heilsam zu hören! Vielleicht würde sie dadurch die kleine Ueberwindung aufbringen, sich für ihr Kind einmal zu konzentrieren— über sich wegzukommen und nur die Hauptperson des Einkaufes, die ja Mädi war, Hauptperson sein zu ren... Wüßte solche Mutter, welch aufgespeicherter Haß durch solche Winzigkeiten in Kindern wachsen kann, ich glaube, Mutti würde sich doch überwinden können! Wie selbstverständlich muß hier Uneigennützigkeit sein! Ein Kind soll ja nach Möglichkeit keine Blößen an seinen Eltern entdecken. Ein Kind soll ohne Kritik lieben und die Eltern, die Mutter verteidigen können, wenn von außen Kritik auf sie fällt. Kann das aber ein Kind, das sich erhaben fühlt? — Nein! Drum nochmals, Mutti: reiß dich zusammen, wenn du auch noch so jung bist! Laß dir deine große Tochter nicht über den Kopf wachsen! Halte deine kleinen Eitelkeiten zurück! Und laß dem großen Kind sein Recht, wo es recht hat. Wieviel Töchter stünden ihrer Mutter innerlich näher, wenn diese Mutter es über sich bringen könnte, nur diese Kleinigkeit für ihr Kind zu tun: bei Dingen, bei denen das Kind die Hauptperson ist, es auch wirklich ohne viel Getue die Hauptverson sein zu lassen! E. P. Nr. 61 Qanchmal muß es Cganz schnell gehen. Einneues Kleidwird ganz rasch gebraucht, oder gar ein Mantel. Die heute gezeigten Modelle sind unter dem Gesichtspunkt zusammengestellt: einfach und schnell zu schneidern. Eine Bluse, einen Rock, eine Jacke oder ein Kinderhütchen kann man ja wirklich leicht in einem Tag herstellen. Fraglicher wird das schon bei einem Kleid oder einem Mantel. Aber wenn Sie den ganzen Tag darüber bleiben, so können Sie auch das schaffen, wenn Sie ein einfaches Modell wählen und vor allem einen gut ausprobierten Schnitt, wie das ja alle Bobach-Schnitte sind. 71419. Unter dieser Nummer erhalten Sie den Schnitt für zwei Kinderhütchen, a) aus Pilee oder Leinen für 2—6 Jahre und b) aus beliebigem Wollstoff für 8—10 Jahre. VobachSchnitt(30 Pf.) für obige Alter. 71418. Dieses Kostüm ist schlicht und doch nicht so streng, daß man dazu nicht alle möglichen niedlichen Blüschen tragen könnte. Vobach=Schnitt(90 Pf.) Größe I, III und V. Vobach=Schnittmuster sind n beziehen durch Fa. Dobarh-Schnitt G. m. b. K., Leipzig E 1, Georgiring 5e Grc Berliner Allerlei Gelegenheit, irgendwo einzugreisen. Wie gesagt. Berlin ist ganz von selber solide geworden. Weil uoeinens oben schon von„Kostümen“ die Rede war. sei hier auch gleich von der Reichstagung der deutschen Damenschneiderei die Rede, die ebenfalls dieser Tage in Berlin begann. Das Deutsche Modeschaffen" wird, wie es scheint, unter dem Zwang deutscher Evolution zu anderen Zielen führen. als man vielleicht heute noch annimmt. Schon vor Jahr und Tag hat gerade der Reichsverband für die DamenschneiHillertation Schovenhauers— Der Kampf der Pankgrafen— Wie man den Aastch ulch. Setoen die Sarier Bateatoaur— Lahhiahte Der enin uihe Poniosdot— Guaktoden um Aichenbere Rein Verul al. Schrithener beinot v, Vit Narenlaogen guf den Päaptern. Unter seier. esce eite ece de esen a a eose aee e. Bostanr. T. wetoler Schelen ungerilaust S.:###.= Luftschut. Das trot dieser ernsten sitende des Reichoverbandes, Frau Aones 813 promovierte Schopenyey;, Se.ne gg. Lan ganzen Abend über die köstlichte bat denn auch erkärt, jett, wo der Wea frei sei. Dissertation dieh:„Vhilolophiche Abtandlung Probnung den vo, g, Lazür forgten schon dielsei es die erste Auigabe der Verbandsmitglieder über die vierfacze Worte! de Sove, vom)— Stesnlzuder Auch Prinz Karneval trat salle ihre Kräste für eine deutsche Damenreichenden Srunde:...— W.1. hann noch in dieser Hochsommernacht in Er= mode eimuseten. Darunter dürse man allerSchovenbauer gab ein Eremplar leiner Mut= dann noch in vieter Bonontn... 1dinas nicht eine Rückehr zu den Trachten veroden en ge. Am Mitwoch traten dann als berusene Ver= steben, die deutsche Frau könne sich ebensowenig die Entvia, Herschaft von Paris misse unter auen Unstin m is u. hounan at uscton u. Ce. id. v., chase eestaer daenel. ealse. e ecte. e c e. e che ter. deren Romane damals in allen deutschen Landen gelesen wurden. Sie meinte ironisch: „Vierfache Wurzeln— das ist doch was für Apotheker!“ Er erwiderte:„Meine Arbeiten wird man sesen, wenn von deinen Büchern in keiner Rum velkammer mehr ein Exemplar zu finden sein wird!" Die Mutter entgegnete:„Dann wird aber Die Rutter entgeanete:„Donn vitp, ober v., Der. u.uianellen fröhliche Marschweisen denen man nicht gern sprigt, so unentbebrlich se von deinen Werten noch die gane Aullage zul die Fenerwehrtovesten Lrohroe. B.gung So auch sein mögen. Das Museum ist die Brinat. haben sein!" * Da hat dieser Tage der Kampf der Pankarasen gegen die Stadt Berlin stattgesunden. Diese Pankgrafen sind eine fröhliche Gesellschaft, die sich vor langen Jahren, vielmehr vor Jahrzehnten zusammengetan hat, um zum eigenen Vergnügen und zur Freude der Zubat ein Sroboubinee— Werbung für den Luftschutzgedanken größten Er folg gehabt. Sonst aber ist Berlin rechtsolide geworden. Seine Vergnügungsbetriebe, in der ganzen Welt bekannt, haben sich einen Rahmen gezogen, der den bummelnden Berlinern und auch den zudem nicht das Ergebnis einer müssigen Svielerei, sondern veranschaulicht in seiner Art einen winzigen Kulturausschnitt aufs trefflichste. Ob man in dem reichverzierten Metallzahnstocher aus der Zeit um Christi Geburt den Zahnstocher des Kaisers Augustus sehen darf. eigenen Veronügen und zur Freuve vr. I..(Fremden recht gut bekommt. chauer gelegentlich ein wenia Mittelg!: Iherum leeren sich ohne äuße zu mimen, und in Schlapphut und Lederkoller und mit allerlei Gewassen aus der frumben Landsknechtszeit sich selbst und den Zuschauern einige Fröhlichkeit zu bereiten, die ruhig auch ein seuchtes Ende nehmen darf. Die Pankarafen haben verschiedentlich bereits deutsche Städte. besonders hübsche, altertümliche,„eingenommen“ — diesmal richtete sich ihr Kampf gegen die Stadt Verlin selbst, und im Lunavark am Halensee wurde eine lustige Schlacht ausgesochten. Böller und Kartuschen krachten, Hellebarden und Speere blitzten, Schwerter funkelten. Barrikaden und Schanzwerk brachen unter „stürmender Hand“ zusammen, und Sieger blie ben selbstverständlich die Pankgrafen über das nach ihrer Meinung an der Panke gelegene Berlin. Ein Spiel mit vielen Zuschauern und nachfolgendem Bankett, bei dem sicher nicht weniger tapfer gekämpft wurde. Man könnte die Frage aufwersen. ob unsere Zeit, ob die gewandelte Gesellschaft von heute noch Sinn für derartige aus dem vorigen Jahrbundert überkommene Ergötzlichkeiten hat, und es mag Kritiker geben, die diese Pankrafen heute nicht mehr für besonders zeitgemäß halten. Die Berliner Bevölkerung ist der gegenteiligen Meinung, denn sie hat lebhaften Anteil an dem fingierten Kampf genommen, und die Berliner Presse hat eingehend und launig in spaltenlangen Berichten die Ereignisse von dem Tag an geschildert, da die Pankgrasen vor dem Rathaus ihren Fehdebrief vorlasen und den riesigen Fehdehandschub am Portal aufhingen. Im übrigen war das Ganze doch nicht nur ein fröhlicher Jux. sondern hatte auch einen tieferen Sinn— es war die erste Veranstaltung anläßlich der Verbewoche des Reichsluftschutz=Bundes. Auch die Pankgrasen hatten sich also in den Dienst dieser höchst zeitgemähen Idee gestellt und diese Idee war gewissermaßen die Brücke, die vom Kostümulk zum Ernst unserer Zeit, vom Mittelalter ins zwanzigste Jahrhundert führte. Am Tage darauf stellten sich die Rheinländer in den Dienst der guten Sache für den Reichsluftschutzbund. Sämtliche rheinländischen Vereine waren daran beteiligt. Wieder war, wie am Tage vorher, der Lunapark mit Menschen gefüllt. Auf dem erhöhten großen Podium war eine mittelalterliche Ratstafel aufgebaut, geziert mit den Wapven rheinischer Städte, wie Köln, Mainz, Aachen und Trier. Lebensgroß erhob sich darüber der Berliner Bär. Vor dem Podium war ein 2½ Meter hohes Weinglas, nämlich die Bütt, die närrische Red nerkanzel. des Rheinlandes aufgebaut. Schon um 8 Uhr abends setzte das Treiben ein. Um 8.11 Uhr zog unter den Klängen des Bütten morsches der Elferrat von den Terrassen hinunter. Ein„Funkenoffizier“ eröffnete den Zug Bannerträger folgten, hinter ihnen die Rats herren inmitten rotgerolir Kölner Funken, den Karnevalsoldaten des alten heiligen Kölns Dann schlossen sich dem Zuge die tollsten karnevalistischen Erscheinungen an. Der Hohe Rat war in voller Amtstracht, in roten Samtröcken n und auch denHnn 0 Um Mitternacht lbleibe dahingestellt. Er und die anderen klasPolizeistreisen aber finden kaum noch änderte, so sehr oft, daß man beinabe raten mut. R. e L Erster Publikumsbesuch auf Pauzerschiff„Deutschland“. a r c h i D e u t s c h l a n d“, d a s i n d i e s e n T a g e n i m H a f e n v o n S w i n e m ü n d e l a g, w a r z u m versen Male seit seiger Zrdiernsiteligs og, Seschsgzgs durch freigegeben. Das Photo zeigt den starken Andrang der Besucher. Ein Meisterbild van Dycks in entdeckt. Im Museum zu Birmingham wurde ein altes Porträt, das zwei Schwestern vor einiger Zeit in Stratford für 10 Schilling erworben hatten, nach der Reinigung bei einem Restaurator als ein Meisterbild des Holländers van Dyck festgestellt. schaft van Dycks wurde durch den bekannten englischen Kunsthistoriker Keynes Schmitb bestätig. was man eigentlich vor sich hat. Besonders die Renaissance schnitzte phantastische Zahnstocher mit allerlei allegorischen Darstellungen, die sehr schön aussehen, aber bestimmt sehr unhandlich waren. Es ist ein weiter Weg bis zum modernen, ganz einfachen und sachlichen Holzzahnstocher, der allen Zierat abgestreift hat und nicht mehr sein will, als eben Zahnstocher. Aber auch der gute, alte Zinnsoldat ist in Berlin Gegenstand eines beachtenswerten und sebenswerten kleinen Privatmuseums. Ein ebemaliger Offizier ist sein Schöpfer; er hat seine Sammlung vor zwei Jahren im Berliner Eurovahaus öffentlich ausgestellt und viel Lob eingeheimst. Der Zinnsoldate ist, wie man weiß, sehr alt. Man hat schon vor einem Jahrtausend Figuren aus Zinn gegossen. Ein Regiment Zinnsoldaten, in Reih und Glied ausgestellt, bietet einen äußerst schönen Anblick. Da siebt man Soldaten aus dem Dreißigjährigen Kriege. Reiterregimenter Wallensteins, friderizianische Soldaten, navoleonische Truppen. alle Uniformen, alle Truppengattungen. Soldaten aus allen Kriegen der letzten Jahrhunderte. Der Zinnsoldat hat, wie man weiß, in den letzten Jahren eine neue Auferstehung gefeiert. Nachdem man ihn nach dem letzten Kriege als Spielzeug endgültig totgesagt hatte, zeigen die Jahresausweise der deutschen Spielwarenfabriken eine ständig wachsende Produktion an Zinnsoldaten währen der letzten Jahre. Auf einem Gang durch die Friedrichstraße börte ich, wie einem Manne, dem das Schicksal eine gewaltige Nase mit auf den Lebensweg gegeben hatte, etwas nachgerufen wurde. Das erinnerte mich lebhaft an eine Anekdote um einen berühmten Mann. Lichtenbera, der bessische Satiriker, war von der Natur mit außergewöhnlich großen Ohren begabt. Eines Tages glaubte ein taktloser Mensch, ihn darauf aufmerksam machen zu müssen und sagt zu ihm:„Das für schrecklich lange Ohren Sie doch haben. Herr Professor!" „Hm“, entgegnete Lichtenberg und lächelte liebenswürdig.„nun stellen Sie sich einmal vor: meine Ohren und Ihr Gehirn; das gabe einen Esel von ganz besonderer Vollkommenbeit.“ Weihe des Langemarck=Ehrenmals in Naumburg. Während der feierlichen Weihe des Langemarck=Denkmals und ist im Freiwilligen Arbeitsdienst des Stahlhelm=Studentenringes errichtet worden. die wurden, Auch ein Trost. „Gehen solche Boote oft unter?“ „I bewahre, nur einmal!“ Nach dem Bericht von Mac Laughlin in den„Southland Nems“.(Alle erfundenen Geschichten von See-Abenteuern, Schiffbruch und Robinson-Leben reichen nie heran an das, was die Wirklichkeit oft über Seeleute verhängte.) Die Viermastbark„Dundonald" der bekannten Reederei Kerr, Newton and Calder in Glasgow, Kapitän T. Thorburn, befand sich mit einer Ladung Weizen auf der Reise von Sidney nach Falmouth. Am 25. Februar 1907 strandete das Schiff im dichten, undurchdringlichen Nebel auf einer der Uferklippen der Insel Disappointment, einem öden, unbewohnten Eilande der Auckland=Gruppe, südlich von Neuseeland. Die„Dundonald“ war sofort verloren. Die Brandung zerschlug das unglückliche Fahrzeug in so kurzer Zeit, daß es von den achtundzwanzig Personen der Besatzung nur sechzehn gelang, das rettende Gestade zu erreichen. Die Geretteten waren alle barfuß, barhäuptig und mangelhaft bekleidet. Zitternd und frierend, müde und hungrig sammelten sie sich um den Steuermann Peters, der als Führer die weitere Sorge für die Ueberlebenden zu tragen übernahm. Es erwies sich, daß die ganze Insel nichts weiter war als ein kahler, öder Felsen, buschiges Grasland und Torfmoor. von endlosen Regengüssen überschwemmt. Kein anderes Leben als brütende Seevögel, Albatrosse, Möwen und gelegentlich kleine Seehunde waren zu entdecken. Der kalte, durchdringende Regen, der unablässig herabströmte, machte es zur zwingenden Notwendigkeit, ein Obdach irgend welcher Art zu errichten. Wenn es nicht Phil Harris, einem Matrosen, geglückt wäre, am dritten Tage das in der Brandung treibende Topsegel der„Dundonald" zu entdecken und es durch eine wagemutige Heldentat zu bergen, dann hätte gewiß in kurzer Zeit keiner der Schiffbrüchigen mehr gelebt. So aber errichtete man ein Haus, man grub ein Loch, überspannte es mit dem Segel und überdeckte dieses mit Erde und Rasenstücken. Es war eine feuchte und ungemütliche Wohnung, aber es schützte doch vor der Witterung. Ein anderer Matrose, namens Luerfeld, fand in seiner Tasche drei Zündhölzer. Sie wurden sorgfältig getrocknet. man schleppte Holz zusammen und entfachte mit vieler Mühe vor der Wohnung ein Feuer. Es mußte Tag und Nacht genährt werden, denn die letzten beiden Zündhölzer wollte man für den Notfall aufbewahren. Die Vögeln waren anfangs gar nicht scheu. Gewiß hatten sie noch nie Menschen gesehen. Aber nach und nach lernten sie ihre Feinde immer besser kennen und wußten ihnen auszuweichen. Es wurde immer schwerer an sie heranzukommen, die Portionen wurden kleiner und kleiner. Trinkwasser gaben die Regenpfützen genug. SCHIEF: BRUCHIGEN „sbümdonelck Bei strömendem Regen bauten sie ein Obdach aus Segeltuch und Rasenstücken Die Offiziere wußten, auf einer der einsamen Inseln hatte die Regierung der australischen Kolonien ein Vorratsdepot mit Nahrung und Waffen errichtet, da aber keine Seekarte vorbanden war, auch kein Fahrzeug zur Verfügung stand, konnte man nicht danach suchen. Am 18. März starb der Steuermann Peters. Er war nicht mehr jung und erlag den Strapazen des Aufenthaltes auf der Insel. Man begrub ihn im Torfmoor zwischen den Felsen. Der zweite Offizier Mac Laugblin übernahm die Führung. Inzwischen besserte sich das Wetter und man sah in wenigen Meilen Abstand die größere der DisapvointmentInseln, auf der sich das Devot befinden mußte. Man wußte nun, wo die Hilfe zu finden war, bloß— man konnte nicht bingelangen.„— So verging die Zeit. Der Juli, der vierte Monat der Verbannung der Unglücklichen, brachte bittere Kälte und viel Schnee.„„— Drei der Männer, die Matrosen Pul, Ellis und Marino. machten sich schließlich daran ein Boot zu bauen. Sie wollten die Nachbarinsel mit dem rettenden Devot erreichen. Es war ein seltsames Fahrzeug. Sogar der Kiel bestand aus zwei Teilen. Nur Reisig und Zweige standen zur Verfügung. denn auf der ganzen Insel gab es keinen Baum. Endlich war das zerbrechliche Ding fertig und konnte zur Not drei Mann tragen. Es wurden mehrere Fahrten unternommen, bis es glückte, das Depot auf der Nachbarinsel aufzufinden. Dann begann die Uebersiedelung der Schiffbrüchigen nach dort. Am 19. Oktober war dieser Umzug gelungen. Die Gefangenschaft auf der unwirtlichen Klippe hatte also über sieben Monate gedauert. Nun aber trat auch eine merkliche Besserung ein. Es galt jetzt nur noch auszuharren, bis der Regierungsdampfer, der alljährlich die Depots besucht und auffüllt, nach Disappointment=Island kommen würde. Am Morgen des 16. November endlich erschien der Dampfer„Hinemona“ auf seiner Revisionsfahrt. Da hielten die Nerven der Schwergeprüften nicht mehr stand, weinend stürmten sie den Rettern entgegen und baten um— Tabak und Pfeisen, da sie seit neun Monaten nicht hatten rauchen Die Leute von der„Hinemona“ wetteiferten miteinander, den unglücklichen Schiffbrüchigen alles Gute und Liebe zu erweisen, in jeder Art für sie zu sorgen. Sie wurden im Seemannsheim Bluff=Harbour. Reuseeland, untergebracht, aber es dauerte noch Wochen, ehe man sie so weit hatte, daß man sie mit einem Schiffe in die Heimat nach Glasgom senden konnte. woic Die 9 ie Geschichte von dem Vogel, der aufsteigt, und— der Sonne entgegen — sich in unendliche, uns Menschen nie erreichbare Höhen schwingt, die klingt sehr hübsch, aber sie ist eine Sage. In der Tat geht der Vogelflug wohl niemals in jene Entfernungen von der Erde hinauf, in der die Flugzeuge der Menschen für gewöhnlich verkehren. Die Kleinvögel, auch die guten Flieger unter ihnen, steigen selten weiter hinauf als dreißig Meter. Fünfzig Meter dürfte als die Höchstgrenze gelten. Man hat gelegentlich ziehende Krähen oder Wildenten beobachtet, die sich in vierhundert Meter Höhe hielten. Aber das sind Ausnahmen, die nur bei sehr klarem Wetter gesehen wurden. Für gewöhnlich halten sich die Zugvögel auf ihrer Reise kaum höher als bundert Meter über der Landschaft. Es ist schwierig, die Höhe eines fliegenden Vogels abzuschätzen, da den wenigsten Leuten seine genaue Größe. wie sie beim Inderhandhalten des Vogels erscheint, geläufig ist. Deshalb werden die Entfernungen fast immer überschätzt. Erst die exakt arbeitenden Meßapparate, wie sie von militärischen Stellen zur Beschießung von Flugzeugen verwendet werden, gaben uns die Möglichkeit, auch den Vogelflug richtig zu beurteilen. Und die Ergebnisse waren überraschend. Selbst der stolze Adler, der König der Lüfte, geht kaum über fünfbundert Meter hinaus. Ein Flugzeugführer, der sich den Adler= flug als Vorbild nehmen wollte, würde sich gewiß bald von seiten der Luftpolizei ein Strafmandat zuziehen. Wrnn ein so Noch Dann würde Führer von Luttpolizei Strafmandal kommen der der ein beHH Die Erziebung eines Indiauerknaben ie Erziehung der Jugend bei den unzivilisierten Bölkern ist eines der unzugänglichsten und am schwersten aufzubellenden Gebiete der Forschung. Besonders schwierig wird es, wenn es sich um aussterbende Völker handelt, oder solche, die ihre ursprünglichen Lebensformen unter dem Einfluß der Zivilisation so völlig geändert haben, wie zum Beispiel die Indianer. Nur einem Zufall ist es zu danken, daß wir hier besser unterrichtet sind. als im allgemeinen und zwar haben wir unsere Kenntnis aus den Aufzeichnungen eines Siourindianers, der seine ganze Jugendzeit noch im Zeltlager seines Stammes verbrachte und erst nach vollendetem fünfzehnten Lebensjahr zu den Weißen kam. Dieser Dakota oder Siour trug den Kriegsnamen Obijesa(Sieger! und der Bericht seines Wald= und Jugendlebens beginnt in der frübesten Jugend. Als Kind hieß er Hakada, das bedeutet„der beklagenswerte Letzte". Bei den Dakotas hatten die Kinder, solange sie noch klein waren und keinen Medizinnamen erworben batten, feststehenden Namen, so hieß der dritte Knabe immer Hakada. Bier Jahre war er alt, als in Minnesota der gewaltige Indianeraufstand gegen die Regierung ausbrach. Nach der Niederlage flüchteten die geschlagenen Stämme nach BritischKolumbien. Hakadas Vater und die älteren Brüder waren von einem Mischling den Regierungsbeamten verraten worden und wurden versprengt. Zehn Jahre lang wurde der Knabe von seinem Onkel und seiner Großmutter erzogen und betrauerte den Vater als tot. Untschida(Großmütterchen) war eine sehr weise Frau. Sie war ein hervorragendes Mitglied der geheimen Schamanen, der Zauberergesellschaft vom Zeichen der Schildkröte, und von ihr erhielt der Junge seine Einführung ins Leben. Sie sang ihm die Wiegenlieder, die von Kriegs= und Jagdheldentaten erzählten, sie lehrte ihn die Sagen und Ueberlieferungen seines Volkes. Doch die Lehren für die Jagd und den Kampf gab ihm sein Onkel, der ein berühmter Krieger war. Wenn der Knabe aus dem Wald zurückkehrte, begann die Prüfung. In der Frühe stieß der Lehrmeister an seinem Lager den Kriegsruf aus „Auf welcher Seite haben die Bäume die hellste Rinde? Auf welcher Seite wachsen die Zweige am regelmäßigsten? Woher kommen die festen Gruppen kleiner Kieselsteine, die im flachen Bachwasser beieinanderliegen? Wo sind fischfressende Vögel? Haben die Ab- und Zuflüsse des Sees etwas damit zu tun?“ Manchmal weckte der Onkel Hakada früd am Morgen und forderte ihn auf, den ganzen Tag mit ihm zu fasten. Sie schwärzten ihre Gesichter mit Kohle, dann wußte jeder im Dorf, daß sie nicht aßen. Und die Spielgefährten kamen und machten dem Knaben mit Verlockungen das Leben schwer, bis die untergebende Sonne ihn erlöste. Er war noch sehr klein, als der Lehrmeister in der Frühe an seinem Lager den Kriegsruf ausstieß. Dann mußte er aufspringen, eine Waffe ergreifen und das Kampfgeschrei erwidern. War er verschlafen, oder fuhr in die Höbe, ohne zu wissen, was geschah, dann wurde er ausgelacht, es bieß. er würde seinen Skalp nie verteidigen können und man schalt ihn ein altes Weib. Auch die Spiele übten früb die Eigenschaften des Kriegers. Wo Knaben zusammenkamen, teilten sie sich in Rotten und bildeten Parteien. Einer sandte einen Pfeil in die Luft. dem sofort, ebe er niederging, die Salve aller anderen folgte. Jeder bemühte sich, Richtung und Flug des führenden Pfeils genau zu treffen, so daß er ihm beim Fallen möglichst nahe kam. Sie durften nicht lange zielen, weil das auf der Jagd und im Kampf auch nicht möglich war. " J e d e n T a g f a n d e n W e t t l ä u f e s t a t t. A m N a c h m i t t a g trafen sich die Knaben am Fluß, wenn die Ponnys zur Schwemme geritten wurden. Grasten die Tiere dann, so sagte wohl einer zum anderen: „Lausen kann ich nicht, aber fünfzig Schritt fordere ich dich heraus.“ Dann folgten Ponnyrennen. Die schnellsten Pferde wurden ausgesucht, wagte ein Knabe es nicht, aufzusteigen, so wurde er verhöhnt. Zum Schluß wurde geschwommen. Die ganz Kleinen hängten sich einfach an die Pferdeschwänze und wurden so durchs Wasser gezogen. Im Winter wurde gerodelt. Als Schlitten dienten sechs bis sieben an den Längsenden zusammengebundene Büffelrippen oder ein glattes Stück Baumrinde. Ueberhaupt war die ganze Ausbildung von frühester Jugend an auf die körperliche Ertüchtigung und die Stählung für das rauhe Leben und die Gefahren der Wiidnis gerichtet. An einem fremden Lagerplatz, vielleicht in der Nähe eines feindlichen Lagers wurden die Knaben in der Dunkelheit nach Wasser gesandt. Sich zu widersetzen, wäre feige gewesen. Dann schlich Hakada durch die Nacht, jeder knackende Ast konnte ein wildes Tier, jeder Eulenschrei in der Ferne ein feindlicher Kundschafter sein, bis er endlich, endlich mit seiner Last das Zelt wieder erreichte. Und dann nahm der Erzieher den Ledereimer, goß den Inhalt auf die Erde, wo das mit soviel Mut errungene Naß nutzlos verrann und bieß den Prüfling ein zweitesmal geben. Von allen wurde verlangt, daß sie Entbehrungen und Müben ohne Klage ertrugen. Sie mußten drei Tage ohne Nabrung und Wasser wandern können, und durften keine Ermattung zeigen. Man forderte einen vierundzwanzig stündigen Dauerlauf ohne die geringste Rubepause von ihnen Ja, die Jugend eines Indianerknaben war raub und anstrengend, aber sie erzog Männer und Krieger, wie nur irgendeine, sie schuf die Jäger und Waldläufer, von deren Heldentaten wir noch heute staunend und bewundernd in den Büchern lesen. Die Lipvische Tager Landwirtschaftliche Lanosundee (Sonntagsbetlage 8145 und 3140. Po Nummer Politist Der Sin: sischen Tr der verganger Chalons statt hin sorgfältig ausschließlich ber vorgenom Gebiete der s# ßen Truppen währen. 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