Lippische Tageszeitung General=Anzeiger Ainnische Tageozeitung erscheint täglich außer Montags mit den Beilagen: Dao Lipperlauo. Landwirtschaftliche Zeitung samtl. Organ der Landwirtschaftskammer). Nachrichtendlatt de Pesdeter oechtg, Den u n„Mitellungslant dos Lippschen Landbandes). BUr BpItTe, NEaus! Sanntaasbeilage für die deutsche Hausfrau.— weimastostelle: Detmold, Exterstraße 11. Fernrut 8145 und 3146. Postversand: Herford. Postscheckkonto: Hannover 9839. Drahtanschrift: Tageszeitung. für das Land Lippe # 4 Rue d Bzugsp: Gerichtodarkeit f. beide Teile Detmold. Zahlungopfl. innerh, 8 Tagen. pflich Nummer 176 Detmold, Sonnabend, den 29. Juli 1933 „Wir wollen ins Vaterhaus“ Große Saarkundgebung auf dem Deutschen Turnfest in Stuttgart Politische Tageschronik Die junge deutsche Fliegerin Elly Beinhorn ist nach einem fast viermonatigen Flug, der sie rund um Afrika führte, wohlbehalten in der Reichshauptstadt in ihrer roten Sportmaschine angekommen, vom Jubel der Berliner auf das herzlichste empfangen. Elly Beinhorn ist in den ehemals deutschen Kolonien gewesen, und sie hat den Eindruck mit nach Hause gebracht, daß sich die Deutschen des schwarzen Erdteils über diesen Gruß aus der Heimat sehr gefreut hätten. Elly Beinhorn kündigte reiches Bildmaterial als Ausbeute ihres afrikanischen Fluges an, und man kann hierauf gespannt sein. Denn der schwarze Erdteil führt nicht umsonst seinen Namen„trotz dauernder Erkundungen und Expeditionen von Forschern und kühnen Wagehälsen bleiben für den Europäer doch noch ausgedehnte Gebiete Afrikas ein dunkles, unerschlossenes Buch mit sieben Siegeln. Der kühnen jungen deutschen Fliegerin gebührt Dank und Anerkennung für ihre fliegerische Leistung und für den Teil Forschungsarbeit, den auch sie hier sicher geleistet hat. Die mutige Elly hatte die Blumen wohlverdient, die ihr auf dem Tempelhofer Feld bei ihrer Landung am Donnerstag überreicht wurden. Stuttgart, 28. Juli. Im Rahmen des Deutschen Turnfestes wurde am Freitag eine große Saarkundgebung auf dem Festplatz veranstaltet. Die Kundgebung begann mit einer Ansprache des bekannten Wirtschaftsführers aus dem Saargebiet, Kommerzienrat Röchling. Unbedingte Sauberkeit und moralisch einwandfreie Gesinnung verlangt der neue Staat von seinen Beamten, gleichgültig, welchen Rang sie bekleiden. Der Behördenleiter muß mindestens dieselben moralischen Qualitäten aufzuweisen haben wie der letzte Laufbursche. Bis zum 30. Januar war es auf diesem Gebiet noch sehr un vollkommen bestellt. Wieviel haltlose Cha raktere mögen wohl der laxen Moral des Novembersystems zum Opfer gefallen sein! Uns scheint ihre Zahl schwer zu ermitteln zu sein; sicher ist, daß es sehr viele solcher Opfer gibt. Zu dieser wenig erfreulichen Gattung gehört auch Herr Dr. Mulert, der frühere Präsident des Deutschen Städtetages. Gegen Mulert war Ende Mai bei der Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsver fahren anhängig gemacht wegen Vorwurfs der Untreue und des Betruges zum Schaden des Deutschen Städtetages. Dies Verfahren ist jetzt aus formalrechtlichen Gründen eingestellt worden, es wird aber ausdrücklich die moralische Minderwertigkeit Mulerts hervorgehoben, der sich trotz seines bis dahin die Bezüge eines Reichsministers übersteigenden Gehalts um etwa 11000 RM, bereichert hat. * Die deutsche Revolution ist be endet, wir befinden uns jetzt im Stadium der Aufbauarbeit auf allen Gebieten. Diese Aufbauarbeit braucht Ruhe und verträgt keine selbstherrlichen Eingriffe irgendwelcher Eiferer. Besonders ein Gebiet, das der Wirtschaft, ist sehr empfindlich gegenüber solchen Einzelaktionen, denn sein Mechanismus ist derart fein, daß er eine ausnehmend pflegliche Behandlung verlangt. Nachdem nun in diese Richtung gehende Erlasse über das Verbot von Eingriffen in die Wirtschaft der Reichskanzler, der Reichsinnenminister, der Reichswirtschaftsminister, der preußische Ministerpräsident verkündet haben, schließt sich jetz! Reichsarbeitsminister für sein Ressort mit dem gleichen Erlaß an. Der Minister hebt zwei Punkte aus den Ausführungen des Reichskanzlers vor allem hervor: Jede Nebenaktion, möge sie herkommen, woher ne wolle, muß zurückgewiesen werden, und keinerlei Organisationen oder Parteistellen irgendwelcher Art dürfen sich Regierungsbefugnisse anmaßen. Personen absetzen und Aemter besetzen. Der Umstand, daß dergleichen Erlasse immer wiederholt werden, ist ein Zeichen dafür, daß ein solches Vorgehen den zuständigen Stellen eben immer noch notwendig erscheint. Er begrüßte mit herzlichen Worten die versammelten Turnerinnen und Turner, die Freunde aus dem Saargebiet und führte dann etwa folgendes aus: Wir stehen vor der Tür des Vaterhauses und wollen hinein. Gleichviel, wie es auch mit der Hausordnung bestellt sein mag. Wir wollen zurück ins Vaterhaus. Es haben sich bei uns im Saargebiet Raben niedergelassen, die krächzen. Im Vaterhause herrsche Unordnung und geschehe sehr vieles, was nicht recht sei. Wir im Saargebiet haben uns daran gewöhnt, alles unter großen Perspektiven zu sehen und wenn die 3000 Saarlän der hierhergekommen sind ins Reich, so bitte ich Sie, sehen Sie sich die Dinge hier an. Sehen Sie, welche ungeheueren Fortschritte im Vaterhause zu verzeichnen sind: Keine Parteien mehr! Ein einheitlicher Wille, die Nation neu zu formen und ihr ihr Lebensrecht zu erkämpfen. So wie die Arbeitslosigkeit zu einem wesentlichen Teile überwunden wurde, so wird im Reich viel gesunden, was heute noch krank ist. Die Saarländer werden aus dem Reich zurückkehren In ihr Saarland als Zeugen der großen Entwicklung, die sich im Reich vollzieht und sie werden dann die Raben drüben auf den Schnabel schlagen können. Es gelte für die Saarländer nur eine kurze Zeitspanne noch auszuhalten. Unser liebes Saarland wird dann mit dem deutschen Vaterland auf ewig verbunden sein. Der nächste Redner, Staatsrat Spaniol aus dem Saargebiet, grüßte mit Begeisterung die herrliche Stadt Stuttgart, dankte ihr, was sie an den Brüdern und Schwestern aus der Saar Gutes tat und wandte sich dann gegen die Lügen und Verleumdungen, die sich draußen dem großen Deutschland gegenüber breit machten. Die Turnersänger gaben der Kundgebung durch ihre Liedervorträge einen prächtigen Schwung und es sprach dann zu der Menge noch der Führer der Deutschen Turnerschaft, v. Tschammer=Osten, der die Saarländer aufrief, auszuhalten, ob dunkle oder schöne Tage kommen. Parlamentarismus erledigt! Kopenhagen, 28. Juli. Der englische Journalist Morton vom„Daily Expreß“ hält sich zurzeit in Kopenhagen auf und hat sich mit hiesigen Pressevertretern über die Strömungen unserer Zeit unterhalten. Er erklärte u. a., daß überall in der Welt die junge Generation zur Macht gelange, wie man das nicht nur in Italien und Deutschland, sondern auch in anderen Ländern beobachten könne. Die jungen Kräfte kämen ans Ruder, und der Parlamentarismus sei vollkommen erledigt. Das gelte auch für England. Der beste Beweis dafür sei die Tatsache, daß beim britischen Volk eine vollkommene Wahlmüdigkeit und Wahlgleichgültigkeit herrsche. Die Oeffentlichkeit bringe dem Parlament kein Interesse mehr entgegen. Gömbös aus Rom abgereist Mit den Ergebnissen zufrieden Rom. 28. Juli. Unmittelbar vor seiner Abreise gab der ungarische Ministerpräsident Gömbös einigen auswärtigen Pressevertretern in deutscher Sprache eine kurze Erklärung ab, in der er sagte, er habe mit dem italienischen Regierungschef ausführlich über die Lage Europas gesprochen und sei außerordentlich zufrieden mit den Ergebnissen seines römischen Aufenhaltes. Man habe in allen Fragen vollkommen übereingestimmt, sowohl im Politischen wie im Wirtschaftlichen. Er freue sich, beim Abschied aus Rom sagen zu können, daß es lohnend erscheine, im Sinne einer Friedenspolitik für die Interessen Ungarns zu arbeiten. Gegen 20 Uhr hat Ministerpräsident Gömbös am Freitag Rom verlassen. Zum Abschied hatte sich Unterstaatssekretär Suvich eingefunden. Der italienische Re gierungschef hatte sich bereits am Vor mittag zu einem kurzen Urlaubsaufenhalt in seine Heimat nach der Romagna begeben. Der ungarische Ministerpräsident Göm bös und Außenminister Kanya hatten am Vormittag dem Papst ihre Aufwartung gemacht und anschließend den Kardinalsstaatssekretär Nacelli besucht. Drei Verteidiger für die Reichstagsbrandstifter. Leipzig, 28. Juli. Von zuständiger Stelle wird zum Reichstagsbrandprozeß folgendes mitgeteilt: Nach den Bestimmungen der Strafprozeßordnung ist in Sachen, die vor dem Reichsgericht zu verhandeln sind, einem Angeklagten, der noch keinen Verteidiger gewählt hat, ein Verteidiger von amtswegen zu bestellen. Da die Angeschuldigten bisher noch keine Wahlverteidiger haben und die Zustellung der Anklageschrift unmittelbar bevorsteht, hat ihnen der Präsident des vierten Strafsenats des Reichsgerichts schon jetzt Verteidiger von amtswegen beigeordnet. Die Auswahl dieser Verteidiger hatte nach gesetzlicher Vorschrift aus der Zahl der am Sitz des Reichsgerichts in Leipzig wohnhaften Rechtsanwälte zu erfolgen. Mit Rücksicht auf die Bedeutung der Sache hat der Vorsitzende des Gerichts zwei Verteidiger aus der Zahl der beim Reichsgericht zugelassenen Rechtsanwälte ausgewählt, nämlich die Rechtsanwälte Seuffert und Huber, die infolge ihrer Bedeutung in Strafsachen besonders geeignet erscheinen. Außerdem ist Rechtsanwalt Teichert bestellt worden, der gleichfalls als besonders tüchtiger Strafverteidiger bekannt ist.“ Beruhigung der Wirtschaft Berlin. 28. Juli. Der Reichsarbeitsminister hat nunmehr der Anregung des Reichswirtschaftsministers entsprechend die Mitglieder des Aussichtsrates der Deutschen Bau= und Bodenbank, Dr. MoserSchuckel und Oberingenieur Teske, aus dem Aufsichtsrat der Bank abberufen. Ebenso ist Hauptmann a. D. Cordemann abberufen worde 38. Fahrgang Ende und Anfang S—r. Auf der Schlußsitzung der Londoner Weltwirtschaftskonferenz am Donnerstag klang aus den Phrasen selbst des beflissensten Schönredners die Erkenntnis, daß die Konferenz gescheitert ist, so endgültig gescheitert, daß Macdonalds Hoffnung auf einen Wiederzusammentritt in einigen Monaten nicht in E füllung gehen dürfte. Für den Konferenzpräsidenten Macdonald war die Situation auf der Schlußsitzung recht peinlich, denn er hatte als Hausherr von Kensington die undankbare Verpflichtung, einer verlorenen Sache einen hoffnungsvollen Anstrich zu geben. Als der eigentliche Vater der Konferenz vor allem aber wollte und konnte er nicht daran glauben, daß sein Sorgenkind an der eigenen Schwäche als eine früh Unvollendete eines vorzeitigen Todes gestorben ist. Herrn Macdonald fällt verständlicherweise diese Erkenntnis schwer, da mit dem Scheitern der Konferenz sein Prestige als Weltschiedsrichter stark zurückgegangen und seine eigene Ministerstellung mit diesem Mißerfolg von London, der im besonderen Sinne sein Mißerfolg ist, belastet wor en ist. So bot Macdonald den Delegierten, die schon alle an die Heimreise dachten, in der letzten Sitzung den Eindruck eines versorgten alten Mannes, dessen guter Wille schmählich enttäuscht wurde. Das negative Ergebnis der Weltwirtschaftskonferenz hat gezeigt, daß man heute mit dem internationalen Konfe renzsystem nicht mehr weiterkommt. Man hat dies System der Resolutionen und Empfehlungen jahrelang geübt mit immer dem gleichen Erfolge, daß es bei Entschließungen blieb, ohne daß praktische gebnisse erzielt wurden. Das Interesse der Weltöffentlichkeit an diesen Ansammlungen von Diplomaten ist überdies auf seinen tiefsten Stand gesunken, und uns kommt bereits alles, was mit„Konferenz“ zusammenhängt, ehrlich zum Halse heraus angesichts dessen, was wir auf derartigen Begegnungen erreicht" haben. Noch keine Konferenz hat Deutschland etwas eingebracht, noch keine Konferenz vermochte in den anderen Ländern an der politischen und wirtschaftlichen Auffassung etwas zu ändern, noch keine Konferenz förderte bisher die Nationen in ihrem gegenseitigen Verständnis. war schuld die internationale Unaufrichtigkeit derjenigen, welche kratie in den Konferenzsälen mit phrasenreichem Pathos von Vertrauen, Völkerversöhnung, friedlichem Zusammenschluß und opferbereiter Mitarbeit jedes einzelnen Landes an der Wohlfahrt der Welt sprachen, während sie in stillen Hinterzimmern Geschäfte und Abkommen zustande brachten, die das Vertrauen brachen, die statt söhnung Völkerhaß, statt friedlichen Zusammenschluß Kriegslüsternheit und Beutegier, statt opferbereiter Mitarbeit an der Wohlfahrt der Welt die Weckung nackter Begehrlichkeit bei den Staaten zur Folge hatten. Ein solcher Widerspruch zwischen Worten und Taten kennzeichnete jede der unzähligen Nachkriegskonferenzen. Und jedesmal war Deutschland das Opfer seiner Gutgläubigkeit. Dieser Methode hat, so hoffen wir, das Scheitern der Weltwirtschaftskonferenz— wenngleich es im Hinblick auf das fehlende Ergebnis auch zu bedauern ist— ein Ende gemacht. Ohne uns in die Angelegenheiten eines fremden Landes, die uns nicht interessieren, einmischen zu wollen, bleibt doch die Feststellung, daß das parlamentarisch=demokratische System in seiner Anwendung au den zwischenstaatlichen Verkehr restlos versagt hat. Die Staatsmänner werden sich daher nach besseren Mitteln umsehen müssen, die wirksamer zum gegenseitigen Verstehen führen. Worin diese Mittel zu suchen sind, darauf hat Dr. Schacht in der Schlußsitzung unmißverständlich hingewiesen, als er sagte: Internationale Zusammenarbeit wird erst dann zur praktischen Wirklichkeit werden, wenn sich nicht mehr der eine auf den anderen verläßt, sondern wenn jeder zunächst aus eigener Kraft alles daran setzt, um der wirtschaftlichen Krise Herr zu werden." Dis ist der Schlüssel zu einem neuen Anfang. Deutschland hat an sich selbst erfahren, daß es falsch ist, auf Hilfe von außen zu warten, daß allerdings die Weimarer Demokratie diesem Irrglauben huldigte und daß sie dies aus Schwäche tat. Das neue Deutschland unter dem Volkskanzler Adolf Hitler, das sich stark fühlt, gibt sich nicht Illusionen von fremder Rettung hin, sondern schreitet zur Selbsthilfe und räumt zielbewußt und entschlossen im eigenen Hause auf. Deutschland hat die Wandlung vom unfruchtbaren Internationalismus zu einem schöpferischen Nationalismus gerade durchgemacht, womit Italien uns zehn Jahre voraus ist, während Amerika unter seinem tatkräftigen Präsidenten Roosevelt starke Neigung zu einem wirtschaftlichen Nationalismus zeigt. Dieser junge Nationalismus, der Mittel= und Südeuropa erfaßt hat und dessen helle Flammen schon hier und da über die Grenzen zucken, bringt der alten Welt einen neuen politischen Glauben und ein neues wirtschaftliches Vertrauen. Dem kann und darf sie sich auf die Dauer nicht widersetzen. Ist doch nach einem Hitlerwort eine Verständigung zwischen bewußten Nationalisten viel leichter zu erzielen. Denn ihre Stärke ist der Bürge ihrer Ehrlichkeit. Nationalis mus bedeutet dagegen nicht Abschließung von der übrigen Welt, wohl aber glaubt das neue Deutschland, daß der Nationalismus am besten das Ziel erreicht, welches nach den Worten Dr. Schachts besteht in der Bereiniung der Welt von den wirtschaftlichen und inanziellen Schlacken des Krieges, d. h. in er Gewinnung eines neuen Startes für eine bessere Zukunft. Ein Kanzlerbild für opferbereite Stifter. # 277 Für jeden, der fällt— zehntausend, die helfen. Die von dem Reichskanzler angeregte„Stiftung für die Opfer der Arbeit“ hat bis jetzt ein ausgezeichnetes Ergebnis gehabt— fast fünf Mil lionen RM. sind eingegangen. Als Anerken nung für die in den Spenden zum Ausdruck ge brachte soziale Gesinnung hat sich der Reichs kanzler entschlossen, sein neuestes Bild zur Ver fügung zu stellen mit einem besonderen, von ihm stammenden und geschriebenen Denkspruch Rote Unterwelt in Westfalen 40 Kommunisten festgenommen— Waffen= und Spreugstoffunde Recklinghausen, 28. Juli. Staatspolizeistelle für den Regierungsbezirk Münster beim Polizeipräsidium Recklinghausen hat in den letzten Tagen eine große Aktion gegen den Rotfrontkämpferbund in Dorsten und Hervest=Dorsten unternommen. Im ganzen wurden 34 Personen estgenommen. Die Ortsgruppen Dorsten und HervestDorsten des Rotfrontkämpferbundes hielten planmäßig Gelände= und Exerzierübungen ab, auch wurde Unterricht in der Verwendung von Handgranaten erteilt. Dabei wurden entsprechend hergerichtete Keulen als Wurfgeschosse verwendet. Die militärische Schulung der Notfrontkämpfer erstreckte sich auch auf die Ausbildung für den Straßenkampf. Auswärtige Kommuniten sorgten für die Bewaffnung der Ortsgruppenmitglieder. Bei einem Funktionär wurde eine gebrauchsfähig hergerichtete Stielhandgranate im Garten ausgegraben. Eine weitere Stielhandgranate hatte der rote Funktionär in eine Jauchegrube geworfen Bei einem anderen ist eine 8 Millimeter Pistole und zwei Armeerevolver beschlagnahmt. Diese Waffen waren sorgfältig in Motorradschläuchen verpackt und in einem Garten vergraben. In einem freien Felde fand die Staatspolitzei zwei Karabiner, zwei Infanteriegewehre und 1919 Schuß Infanteriemunition eingegraben. Die Waffen und die Munition waren sorfältig in Säcke eingewickelt. Die Gewehrschäfte waren, um sie gebrauchsfähig zu erhalten, dicht eingepackt. Bei den Mitgliedern des Rotfrontkämpferbundes in Dorsten wurde auch eine Ersatzzeitung des verbotenen Ruhr=Echos gefunden. Gevlanter Anschlag gegen den Polizeipräsidenten von Wuppertal. Wupvertal. 28. Juli. Von der polltischen Polizei Wuppertal wurden, wie die „Volksparole", berichtet, 6 Männer fest genommen, die zusammengekommen waren, um über einen Anschlag gegen den Polizeipräsidenten, SA.=Brigadeführer Veller, zu beraten. Eine Person wurde bereits bestimmt, die notwendigen Handgranaten zu besorgen. Eine weitere Person wurde bestimmt, die den Anschlag ausführen sollte. Die Untersuchungen sind noch im Gange. Im Laufe der nächsten Woche werden die festgenommenen schuldigen Personen dem Sondergericht vorgeführt werden. Rote Geheimorganisation in Essen Bochum. 28. Juli. Unter irreführen den Namen hatten sich Tausende von Kommunisten im Ruhrgebiet zusammengeschloss sen. Der Sitz der Organisation war Essen. Der dortige Vorsitzende ist ein übel beleumundeter Kommunist. Die hiesige Ortsgruppe umfaßte 35 Mitglieder, die zum größten Teil festgenommen werden konnten. Die gesamte Kartothek konnte sichergestellt werden. In Verbindung hiermit wurde die Geschäftsstelle in Essen festgestellt und die gesamte Einrichtung beschlagnahmt. Dabei wurden 4 bis 5000 Mitgliedskarten aufgesunden. Weiter wurde der Leiter der kommuni stischen Geheimorganisation im Ruhrgebiet verhaftet. Es handelt sich um den berüchtigten kommunistischen Funktionär Heinrich Hülsmann aus Essen. Die Spuren der Geheimorganisation erstrecken sich über das gesamte Industriegebiet. Am Donnerstag wurden weitere 14 Kommunisten festgenommen, die der bolschewistischen Wühlorganisation angehören. Hier bei wurden neben kommunistischen Hetz schriften auch einige Ausgaben der dritten Juninummer der„Roten Fahne" beschlagnahmt. In dieser Nummer strotzt es von Hetzüberschriften; auch in Greuelprovaganda macht das Organ. Ferner wird zu einem Massensturm für die verurteilten Antifaschisten aufgefordert Sorengstoffunde in Darmstadt Darmstadt, 28. Juli. Die hessische Staatspolizei ist nach längerem Suchen in Darmstadt einem großen Sprengstofflager der Kommunisten auf die Spur gekommen. Es wurden 40 Pakete Sprengstoff, 2.000 Schuß Munition und mehrere Schußzwaffen, die in einer Kiste verpackt und in einem Garten vergraben waren, gefunden. 14 Kommunisten wurden in Untersuchungshaft genommen. Flugbereitschaft Shoal=Harbour(Neufundland), 28. Juli. General Balbo hat infolge günstiger Wetterberichte die sofortige Flug bereitschaft für sein Geschwader angeordnet. Die Staffeln wurden in Startposition manöveriert. Jedes Flugzeug erhielt 4000 Liter Benzin und 60 Liter Oel. Balbo hat sich endgültig für die direkte Flugstrecke von Shoal=Harbour nach Va lentia(Irland) entschieden. Er hofft, die 1 800 Meilen betragende Strecke in 13 Stunden zurückzulegen. Balbo überwachte die letzten Vorbereitungen seines Fluggeschwader persönlich und war infolge der starken Hitze nur in Hemdsärmeln und ohne Kragen zu sehen. Deutschland gratuliert Mussolini Der Duce 50 Jahre alt. Berlin. 28. Juli. Am 29. Juli begeht der Führer des faschistischen Italiens Benito Mussolini, seinen 50. Geburtstag. Mussolini wurde am 29. Juni 1883 in Predappio in der Provinz Romagna als Sohn eines Dorschmiedes geboren. Die unzähligen segensreichen Maßnahmen— es sei nur an die Urbarmachung der pontinkschen Sümpfe erinnert— tragen alle den Stempel der überlegenen Persönlichkeit Mussolinis. * Aus Anlaß des 50jährigen Geburtstages Mussolinis sandten Reichsausßenminister v. Neurath und Reichsminister Dr. Goebbels Glückwunschtelegramme. Umsatzsteuersenkung für die Landwirtschaft auf 1 vH. Berlin, 28. Juli. Nach einem Bericht des „Völkischen Beobachters“ über die Arbeit des Staatssekretärs Reinhardt im Reichsfinanzministerium plant dieser ein weiteres Gesetz zur Verminderung der Arbeitslosigkeit für den kommenden Herbst. Es sei darüber hinaus bereits ein großzügiger Plan für Verminderung der Arbeitslosigkeit in Vorbereitung, mit dessen Verwirklichung im frühjahr 1934 begonnen werden soll. lußerdem soll Statssekretär Neinhardt im Frühjahr 1934 mit einer grundlegenden Vereinfachung des gesamten Steuerwesens herauskommen wollen. Schon für den Herbst sei eine durchgreifende Steuererleichterung für die Landwirtschaft geplant, die wahrscheinlich in einer Herabsetzung der Umsatzsteuer für die Landwirtschaft von 2 auf 1 vH. bestehen werde. 34 Kreise arbeitslosenfrei Königsberg, 28. Juli. In Ostpreußen sind jetzt auch die Kreise Goldap, Rastenburg und Gumbinnen ohne Erwerbslose. Danach sind in Ostpreußen Arbeitslose nur noch in den Stadtkreisen Königsberg, Allenstein, Insterburg, Elbing und Tilsit und in den Landkreisen Königsberg, Allenstein und Fischhausen vorhanden. Jeder Gesunde kann heiraten Erweilerung der Bestimmungen über die Gewährung von Ehestandsdarlehen Beamtenschaft und 6PD Mitgliedschaft ist unvereinbar. Eine Bekanntgabe sämtlicher bayrischer Staatsministerien besagt, wie die„Wandelhalle“ meldet, folgendes: „Auf Grund des Verhaltens der sozialdemokratischen Partei Deutschlands im Inund Ausland, insbesondere nach dem in letzter Zeit gefundenen Material, liegt der landesverräterische Charakter der sozialdemokratischen Bestrebungen offen zutage. Damit ist die Zugehörigkeit zur Sozialdemokratischen Partei Deutschlands mit der Stellung eines Beamten, Angestellten oder Arbeiters, der aus öffentlichen Mitteln Gehalt, Lohn oder Versorgung erhält, unvereinbar. Das gilt für alle Beamten, Angestellten und Arbeiter des Staates, der Gemeinden, Gemeindeverbände und Körper schaften des öffentlichen Rechts sowie der diesen gleichgestellten Einrichtungen und Unternehmungen.“ Berlin, 28. Juli. Der Schöpfer des Gesetzes über Förderung der Eheschließungen. Staatssekretär Reinhardt, hat eine große Anzahl von Briefen von Volksgenossinnen erhalten, die mitteilen, daß auch sie einem Arbeitnehmerberuf angehören und daß auch sie gern heiraten möchten, daß sie jedoch den Bestimmungen des Gesetzes über Förderung der Eheschließungen gemäß zu ihrer großen Enttäuschung ein Ehestandsdarlehen nicht erhalten könnten, weil sie entweder bereits länger als zwei Jahre arjenigen Volksgenossinnen nicht einverstanden, die zwar einem Arbeitnehmerberus angehören, aber bereits seit länger als 1. Juni 1931 arbeitslos sind. Diese Volksgenossinnen haben den Wunsch ausgesprochen, den Beginn des für die Arbeitnehmertätigkeit maßgebenden Zeitraumes auf einen früheren Zeitpunkt zu verlegen. Dem ist durch§ 1 der soeben erschienenen Verordnung entsprochen worden. Der Zeit. raum, in den die mindestens sechsmonatige — Arbeitnehmertätigkeit fallen muß, umfaßt beitslos seien oder schon einige Monate vor nunmehr nicht mehr zwei, sondern fün dem Inkrafttreten des Gesetzes über Förde: Jahre, namlich die Zeit vom 1. Juni 1928 rung der Eheschließungen geheiratet hätten. bis 31. Mai 1933 § 2 der zweiten Durchführungsordnung sehle jedoch an den Mitteln zur Beschaffung entspricht dem Wunsch derjenigen Volkseiner Wohnungseinrichtung. Die Wünsch, genossinnen, die sich zwar noch in einem dieser Volksgenosinnen werden erfüllt durch Arg tnehmerverhältnis befinden, aber be “ reits innerhalb des letzten Jahres vor dem Inkrafttreten des Gesetzes über Förderung eine zweite Durchführungsverordnung die Gewährung von Ehestandsdarlehen, die Staatssekretär Reinhardt herausgebracht hat. § 1 dieser Verordnung entspricht dem Wunsche aller derjenigen Volksgenossinnen, die bereits länger als zwei Jahre arbeitslos sind. Nach den Bestimmungen des Gesetzes vom 1. Juni 1933 war eine der Voraussetzungen für die Gewährung eines Ehe der Eheschließungen geheiratet haben. § 4 ist bedingt durch die Bevölkerungs politik des neuen Staates. Es soll die Verheiratung nur solcher Volksgenossen und Volksgenossinnen gefördert werden. deren Gesundheitszustand gesunde standsdarlehen, daß die künftige Ehefrau Nachkommen verbürgt. in der Zeit vom 1. Juni 1931 bis 31. Mai] 85 regelt die 1933 mindestens sechs Monate inlärztlicher einem Arbeitnehmerverhältnis gestanden nossen und Volksgenossinnen, die ein hat. Mit dieser Bestimmung waren die= standsdarlehen beantragen. rage der Beibringung eugnisse der VolksgeEgeLetzte Funkmeldungen Donnerstag abend fand in Düsseldorf eine Riesenkundgebung der Deutschen Arbeitsfront statt, auf der der NSBO.= Reichsleiter, Staatsrat Schuhmann, sprach. Das englische Unterhaus vertagte sich am Freitag nachmittag für die Sommerferien. Die Wiederversammlung ist auf den 7. November festgesetzt. Der österreichische Bundesrat hat sich in seiner Freitagsitzung bis zum 19. September vertagt. Es ist vorgesehen bis Mitte Augus keinen Ministerrat abzuhalten, falls nich außerordentliche Ereignisse es erforder: sollten. * Durch Großfeuer in einem pommerschen Dorf wurden vierzehn Gebäude vernichtet. * Als Ersatz für die am 27. Juli zerstörte Hindenburg=Eiche auf dem Tempelhoser Feld ist am Freitag mittag durch das Gartenamt Tempelhof eine neue Eiche gepflanzt worden. * Der Vorstand der Anwaltskammer Berlin hat der Stiftung der Opfer für Arbeit einen weiteren Betrag von 10000 RM. zur Verfügung stellen können, so daß die Gesamtsumme der der Stiftung überwiesenen Beträge jetzt 25 000 RM. ausmacht. * Aus Anlaß des ersten Jahrestages des „Niobe“-Unterganges im Fehmarn=Velt fand am Grammersdorfer Strand auf Fehmarn gegenüber der Stelle, wo das Schulschiff gekentert war, eine schlichte Totengedenkfeier statt. * Die Fraktion der NSDAP. des früheren preußischen Staatsrats hat der Stiftung für Opfer der Arbeit 1375 RM. überwiesen. * Die Kammer für Arbeiter und Angestellte in Tirol hat an Bundeskanzler Dr. Dollfuß ein Schreiben gerichtet, in dem sofortige Hilssmaßnahmen für die Privatbahnen in Tirol gefordert werden, die vor dem Zusammenbruch stehen. * Am Montag, dem 31. Juli, von 20.30 bis 21 Uhr spricht über den Deutschlandsender Legationsrat. Dr. Schwendemann über „Deutschlands Anspruch auf gleiche Wehr und gleiche Sicherheit". * Deutsche Flotteneinheiten befinden sich gegenwärtig aus der Ausbildungsfahrt in den nordischen Gewässern. 50000 Blumen für einen Kurpark Wie sich Salzuflen in einem Jahrzehnt verschönte— Es rückte in die vorderste Front der deutschen Bäder—„Frühlingserwachen“ in der Salzestadt III. Es hat sich viel geändert in Salzuflen in den letzten acht Jahren. der kümmerliche kleine Holzvavillon vor dem Kurhaus hat einem weitgedehnten und bei aller Schlichtheit doch einladenden Hallenbau Platz gemacht, in dem eine Schar geschulter Kellner jeden Wunsch des Gastes befriedigen. Ueber Küche, Keller und Kurterrasse wachen mit aufmerksamem Auge und freundlichem Wort der Wirt, Herr Jürgens, und sein Sohn. Dem Gast die volle Behaglichkeit zu schaffen, ist für sie eine Ehrensache. Für die Unterhaltung sorgt die von dem Bielefelder städt. Orchester gestellte Kurkapelle, die unter der Leitung von Edgar Neiger und Musikdirektor Gößling steht und immer gute Musik bietet. Sie steht weit über der oft üblichen„Kaffeemusik“, und oft sind gerade die von Werner Gößling dirigierten Konzerte geradezu eine künstlerische Feierstunoe. Hier ist gegenüber den letzten Jahren ein gewaltiger Schritt nach aufwärts getan worden! Ueber Obermusikmeister Emil Mietusch mit seiner Detmolder Reichswehrkapelle braucht nicht viel gesagt zu werden. Er gehört seit wohl einem Jahrzehnt zur Salzufler Saison wie der Kurgast selbst. Seine Zuhörer strahlen genau so wie das Gesicht von Mietusch— und sie wissen auch, warum. Schmiß ist in seiner Kapelle, und im Zugeben hat er eine lockere Hand. Darum klatschen wir noch ein wenig... * Die Zeit vergeht schnell. Wer weiß darum noch, wie die Trink= und Wandelhalle vor wenigen Jahren aussah? Der Wind pfiff durch die offenen Holzhallen, und es war zuweilen recht ungemütlich. Jetzt aber kann der Sommer ruhig mal unfreundlich werden, der Kurgast ist sicher geborgen und trinkt seinen Brunnen, ohne naß zu werden. Und im Winter ist die von hellem Licht durchflutete Halle sogar mollig erwärmt. Ein Rätsel taucht hierbei auf: Die Mädchen an der Gläserausgabe! Sind es Gedächtniskünstlerinnen oder sonst geheimnisvoll begabte Wesen? Es hat mir schon mancher Kurgast bestätigt, dieses eine: Wie kommt es, daß diese Mädchen schon nach wenigen Tagen genau wissen, welche Glasnummer der einzelne Kurgast hat? Meist braucht er seine Nummer gar nicht mehr zu sagen, sondern schon beim Kommen des Kurgastes hat die Ausgeberin das richtige Glas in der Hand. Wer es nicht glaubt telle sich einmal eine Weile neben der Glasausgabe hin. Offen gestanden, ich selbst würde wohl prompt jedem das falsche Glas n die Hand drücken. * Daß der Kurvark rund 250 Morgen groß ist, daß rund 32000 Stiefmütterchen in der Badegärtnerei hinter der oberen Gradierwand großgezogen werden, daß rund 11000 Narzissenknollen in die Rasenflächen verteilt und 5000 Tulpen, Hyazinthen, Goldlack und Primeln eingepflanzt wurden, daß die Gärtnerei ein grozes Warmhaus, ein Palmenhaus, vier Gewächshäuser, 3 heizbare und 20 kalte Mistbeetkästen sowie 300 Mistbeetfenstern aufweist, das alles spricht für die Arbeit, die der Gartenoberinspektor Wiese mit seiner Schar zu leisten hat. Mit welcher Meisterschaft er es tut, davon legen die wahrhaft künstlerischen Beetlanlagen lebendiges Zeugnis ab. Sie sind oft Farbenspiele von überraschender Schönheit und Freudigkeit. Um auch die Vogelwelt wieder heimisch zu machen, wurden vielfach Maßnahmen getroffen. Der Erfolg blieb nicht aus, etwa 15—20 Nachtigallenpärchen sind allein im Kurpark zu finden. Selbst für einen kleinen deutschen Tiergarten ist der Anfang gemacht worden. Für den Sportliebenden sind vier beste Tennisplätze vorhanden, dazu ein Uebungsplatz. Weiter soll am Schwaghof noch ein Golfplatz entstehen, und an einen Flugplatz in dieser Gegend hat man auch schon gedacht, um dem modernen Verkehr auch in Salzuflen Raum zu geben. Am Wege zum Forsthaus hin soll außerdem bald das lange geplante große Familien=Luftbad zur Wirklichkeit werden. Der Freiwillige Arbeitsdienst hat am Rande des erweiterten Kurparks zwei Baracken errichtet und wird hier mit 120 Mann eine Stätte finden, um allerlei Arbeiten auszuführen. So soll der Kurpark noch erweitert werden unter dem Gesichtspunkt der Flachsheideausnutzung. Recht nett ist es, wenn in Bad Salzuflen „Frühlingserwacher“ gespielt wird. Das heißt, wenn man anfängt, in der Badestadt sich zu rüsten für die neue Kurzeit. Dann hängen mit einemmale aus allen Häusern die roten Betten zum Fenster hinaus, in den Gärten stehen die Polstermöbel und werden mit allerlei Schlagwerkzeugen bearbeitet, und in den Häusern wird alles schmuck gemacht. Ganze Straßenzüge werden auf diese Weise in den Frühjahrsaufruhr versetzt— und dies zu sehen, stimmt immer heiter, denn man weiß, daß es bestimmt bald Frühling wird. Im Kurpark findet man ähnliche Spuren eines wilden Tätigkeitsdranges. Auf hohen Karren fährt ein Gärtner an der Allee entlang und schneidet den Bäumen die Bubiköpfe und frisiert sie nach Schnur und Lineal. Dann werden die Beete umgewühlt, neue Bäume mit großen Wurzelballen werden auf Eselkarren herbeigeschleppt und an die Stelle von alten Bäumen ins Erdreich gesetzt. Eines schönen Tages aber sind die Beete mit einem Schlage bunt geworden, und am Eingang hat sich ein Palmen= und Agavenhain aufgetan. Nun ist der Früh ling wirklich und endgültig erwacht und alle Frostgeister sind in ferne Weiten verbannt! * So strebt Bad Salzuflen unter zielbe wußter Leitung durch Badedirektor Horstmann immer weiter vorwärts. Schon hat es im besten Jahr fast 30 000 Kurgäste gehabt— eine Zahl, mit der das Bad in die vorderste Reihe aller deutschen Kurbäder getreten ist. Auch in den letzten Krisenjahren war die Kurgastzahl mit 17—18000 so hoch, daß damit der Beweis erbracht wurde, wie stark Salzuflen seine Stellung behaupten konnte. Es mag ältere Bäder geben als Salzuflen, es mag pompösere Kurstätten geben — aber in seinem anheimelnden Charakter, seiner Gepflegtheit, seiner unvergleichlichen Lange und vor allem in der Heilkraft seiner Quellen liegt die Stärke der Salzestadt, die ihr niemand streitig machen kann und die ihr immer neue Scharen von Ercholungs= und Heilungssuchenden zuführen wird! Georg Heese. Bad Salzuflen(Kurhaus) Täglich 3 Kurkonzerte bend, 29. Juli, 8½ Uhr: Tanz im kl. Kureaale und Fürstenhof. tag, 30. Juli, mittags 12 Uhr: Taufe eines Sogeld nachm. 4½ Uhr Tanztee l. Hotel Fürstenhof. 8½ Uhr Tanz im kl. Kursaal u. Fürstenhof Montag, 8.15 Uhr im Theatersaal: Einziges Gastsplel:„Die 6 von der Staatsoper“ Das Ballett der Solisten. Karten zu Mk. 1.—, 1.50, 2.—. ab Sonnabend an der Theaterkasse. Dienstag, 8 Uhr: Kurtheater.„Der Wildschütz“ Oper von Lortzing Mittwoch, 2 Militärkonzerte.— Tanz. Donnerstag, 8 Uhr: Kurtheater,„Wenn der Hahn krüht“. 8½ Uhr Hausball im Hotel Fürstenhof Freitag, morgens 7 Uhr: Rundfunkübertragung des Frühkonzertes. Nach längerer Tätigkeit an der zahnärztlichen Klinik des Allgemeinen Krankenhauses Hambura-Eppendorf habe ich mich in Deimold. Fürstengartenstraße 11, als praki. Zaßnarzt niedergelassen. Dr. R. Schneebers. Fernrul 2844. Sprechstunden 9-1. 3-6 Uhr, außer Sonnabend nachmittag. sonst nach Verabredung. ubend, 5. August. 8 Uhr Deutscher Abend 8½ Uhr Tanz im kl. Kureaal u. Fürstenhof Montag, 7. August: Sinfoniekonzert, Solist: Hans-Martin Theopold. Mittwoch, 9. August: Große Parkbeleuchtung. Anzeigen in der Lippischen Tageszeitung sprechen nicht nur zu Lesern, sondern zu Käufern! Weliensillig grün, entro en. Bitte melden: Mühe str. 10. Darlehen von 300 bis 30000 RM. Bed. u. kostenl. Ausk. durch Fa. M. Jaeger. Herford. Bäckerstr. 13. erste Etage, mit Wasserleitung, zu sofort oder später abzugeben. Wo sagt die Geschäftsstelle d. Zig. Heu, Stroh sel Speise= und Juttertart ab Lager und Gespann liefert preiswert Otto. Lage ernruf 824 Heuie. Lamstag. 8.30 GarienKonzert im Caieé Thuspelda Eintritt frei. Verlängerte Pollzeistunde. Heute, 3.30 Uhr ab Lipp. Hof. Lopshorn. Kreuzkrug. Externsteine Preis 2.— Mk. Carl Brautlacht. Tel.2630 Stätte 2½ ha, einschl. Ernte, zu verpachten. Schriftl. Angebote mit Angabe der Verhältnisse unter Nr. 6264 an die Geschäftsstelle d. Zig. LICHTSPIELE Täglich 6 und 8.15 Uhr Sonntag auch 4 Uhr. mit Karin Hardt, Helmuth Kionka, Theodor Loos. Dazu die staatspolitisch wertvoll anerkannte Emeika-Ten-Woche und Beiprogramm. Besucht das pp Abeingolch Inhaber: Paul Menz Bad Salzuflen Eäglich ab 4 Uhr Nassee-Nouzerte " Bierbar Wglich ad 1 u belellicheltolenn * Bad Pyrmont + Herz, Blut, Frauen, Rheuma lend, den 29. Juli Nachmittags und abends Konzerte des Kurorchesters(Dresdner Philharmonie) 9 Uhr abends: Ball der Kurverwaltung im Konzerthaus. v. den 39. Juli 1933: 3 Konzerte des Kurorchesters(Dresdner Phülharmonie). 9 Uhr abends: Tanz im Konzerthaus. den 31. Juli 1933: .30 Uhr abends im Kurtheater: „Cocktall„, Operette von Karl möller. Dienstag, den 1. August 1933: 8 30 Uhr abends im Kurtheater: „Politik der Weiberröcke“. Komödle von Grant. Vesten Volllon 2. Aunust 1933: 8.30 Uhr abends im Kurtheater: Gastspiel„Die 6 von der Staatsoper Ballett). Dennerstag, don 3. Jusust 1933: 8.30 Uhr abends im Kurhaus: Heiterer Vortrag Erwin Eckersberg. den 4. August 1933: 8.30 Uhr abends im Konzerthaus: Sinfoniekonzert der Dresdner Philharmonie. Sennabend, den 5. August 1933: Nachmittags und abends: Konzerte des Kurorchesters(Dresdner Philharmonie]. 9 Uhr abends: Goldene Reunion im Konzerthaus. den 6. Angust 1933: Goldener Sonntag. 3 Konzerte des Kurorchesters(Dresd ner Philharmonie). 9 Uhr abends: Goldener Ball im Konzerthaus. Abends: Festbeleuchtung des Kurparks, der Hauptallee des Brunnenplatzes und der Wandelhalle. für Landwirte! Wenn Sie wissen wollen, welche Möglichkeiten das Entschuldungsgesetz bietet und ob auch Sie entschulden können, so wenden Sie sich vertrauensvolln a Syndikus Broese, Gütersloh, Berlinerstr. 57. Danksagung. Für die überaus zahlreichen und wohltuenden Beweise liebevoller Teilnahme beim Heimgange meines innigstgeliebten Mannes sage ich, da ich nicht jedem einzelnen dank sagen kann, auf diesem Wege meinen innigsten Dank. Frau Auguste Bobe und Kinder. Pillenbruch, 28. Juli 1933. Danksagung. Für alle Beweise der Teilnahme beim Heimgange unseres lieben Entschlafenen danken Luise Steinmeyer geb. Schlehmeier und Kinder Nienhagen b. Leopoldshöhe, im Juli 1933. alb atehte TEEEESSEIEE ETSETTEEEE BZ ee reeteele Teele ee HNAAT I EEIEIATIIL TUL m Schützengesellschaft der Landeshauptstadt Detmold e. V. Schützenjest auf dem Festplatz Krummes Haus. Königsschießen am 30. Juli. Kommers am 3. August. Hauptfesttag am 6. August. 2. Festtag um 7. August. Konzert. Tanz.— Treis- und Vergndgungsschleßen— Kinderbelustigung und Vergndgungspark. Alles Nähere s. Aushangplakate. Um zahlreichen Besuch unseres Volkslestes aus Stadt und Land bittet Der Vorstand u. Festausschuß. Hotel und Pension„Zur Eiche“ H. Steding, Holzhausen=Externsteine Sonntag, den 30. Juli: Kaffeekonzert mit Tanz Anfang 3½ Uhr. Eintritt frei. Speisen u. Getränke billigst. la Tanzkapelle Siekkrug bei Lage Sonntag, 30. Juli, 4 und 8 Uhr Zwei Millior- Konzerfe Reiterkapelle 15 Paderborn spielt. Konzert— Festball Parkbeleuchtung— Feuerwerk Es ladet freundlichst en. N. Radtke. „Deutsches Haus“, Schieder. Eröffnung der neuen Kegelbahn. Großes Preiskegeln von Sonntag, 30. Juli, 3½ Uhr an bis Sonntag, Karl Hölting jun. 6. August einschl. E T7 Lose sind zu haben in der Geschähsstelle der Lippischen Tageszeitung Landvirte! Für Eltern und Kinder ist das bei uns erschienene, a11genein verständliche Verk Antsgerichtsrat Dr.. Corvey Das Lippische Anerbenrecht von großer Vichtigkeit. Es unterrichtet eingehend über die Erbfrage und gibt klaren Aufschluß über alle Einselfragen Das Lippische Anerbenrecht wird durch das neue preuß Anerbenrecht nicht berührt PREIS 2.- Mk. susüglich 30 Prg. Porto Zu beziehen durch alle Buchhandlungen und durch den Verlag LTPPTSCHE TAGESZETTUNG Detmold, Exterstr., 11 Junger Landwirtssohn zur weiteren Ausbildung (wegen Erkrankung des jetzigen) sofort gesucht. 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Der Spender muß also den Spendenbetrag bei der Kasse des Finanzamts einzahlen oder durch Zahlkarte, Postschecküberweisung oder Banküberweisung auf das Postscheckkonto des Finanzamtes überweisen Arbeiter und Angestellte können ihren Arbeitgeber bitten, bei der nächsten Lohnoder Gehaltszahlung einen bestimmten Betrag einzubehalten und für sie als freiwillige Spende zur Förderung der nationalen Arbeit an das Finanzamt abzuführen. Die Spende wird verwendet zur Beschaffung von Arbeit. Es sollte kein Angestellter und kein Beamter unterlassen, sofort zu veranlassen, daß von seinem Gehalt ein bestimmter Betrag als freiwillige Spende einbehalten und für ihn an das Finanzamt abgeführt wird. Wo die Berücksichtigung dieses Wunsches aus technischen Gründen nicht mehr möglich sein sollte, ist es Sache des Angestellten oder Beamten, den Spendenbetrag durch Zahlkarte, Postschecküberweisung oder Banküberweisung dem Konto des Finanzamtes zuzuleiten. Volksgenossen und Volksgenossinnen, spen det, spendet alle, spendet sofort! Auswärtiger Besup, seumle auf dem Segelflugplatz Auf dem Segelfluggelände Oerlinghausen traf gestern eine Hochleistungsmaschine neuer Konstruktion ein, die Angehörige des Oldenburger Technikums gebaut haben und nun auf dem bekannten lippischen Fluggelände einfliegen wollen. Das Flugzeug ähnelt denjenigen vom Typ„Fafnir“ und hat in der Detmolder Halle Unterkunft gefunden. Anläßlich des am Sonntag nach der Taufe des neuen Detmolder Segelflugzeuges im Kurpark Salzuflen auf dem Fluggelände Oerling hausen stattfindenden Treffens der lippischen Segelflieger wird man auch die Oldenburger Maschine in der Luft sehen können, falls der Wind dies erlaubt. Neuordnung der ländlichen Reitervereine Nach dem Vorbild des Reiterkorps der NSDAP. Der Begründer und Vorsitzende des Reichsverbandes ländlicher Reit= und Fahrvereine Deutschlands, der unlängst zum Oberlandstallmeister ernannte bisherige Geschäftsführer des Reichsverbandes für Zucht und Prüfung deutschen Warmbluts, Gustav Rau, teilte mit, daß eine Umorganisation der ländlichen Reit= und Fahrvereine nach Art des nationalsozialistischen Reiterkorps bevorstehe. Die gesamte ländliche Reiterei wird in einer besonderen Organisation mit eigener Gliederung und Einteilung zusammengefaßt werden. Führung an den Erternsteinen Zu einer Führung an den Externsteinen, dort um 9,30 Uhr beginnend, und weiter durch die germanischen Heiligtümer am Montag, 31. Juli, laden alle Holländer in Lippe ein die Freunde germanischer Vorgeschichte uno het Nederlandschtrio= Germaansch Genootschap. Die Inhaber von Hotels und Frem denheimen werden gebeten, ihre Gäste hier auf aufmerksam zu machen. Bekanntgabe des Treuhänders der Arbeit Der Treuhänder der Arbeit für das schaftsgebiet Westfalen Dr. Klein, erläßt olgende Bekanntmachung: „Wie ich festgestellt habe, sind in den letzten Tagen verschiedentlich Versuche gemacht worden, Arbeiter und namentlich Angestellte zum Beitritt zu einem der in der Deutschen Arbeitsfront zusammengeschlossenen Verbände zum Teil unter Setzung eines bestimmten Termins und Androhung von Gewaltmitteln zu veranlassen. Durch diese Einzelaktionen, die in keiner Weise den Verlautbarungen der Reichsregierung entsprechen, wird der Arbeitsfriede erheblich gefährdet und Bennruhigung in die Belegschaft getragen. Ich weise Ueber das Unglück am Bahnübergang Lindemannsheide wird von der Staatsanwaltschaft folgende Pressemitteilung herausgeIn der Presse fand sich die Nachricht, der Schrankenwärter habe zu seinem großten E setzen in letzter Sekunde feststellen müssen, daß der Mechanismus der Schranke versagt habe und deswegen der Schrankenwärter die Schranke nicht habe schließen können. Diese von dem beschuldigten Schrankenwärter tatsächlich aufgestellte Behauptung erschien der Ermittlungsbehörde von Anfang an unglaubwürdia und hat sich durch die angestellten Ermittlungen als unwahr herausgestellt. Auf Grund des vorliegenden Be weismaterials ordnete die Staatsanwaltschaft dbe. vorläufige Festnahme des Schrankenwärters wegen dringenden Verdachts der fahrlässigen Eisenbahntransvortgefährdung in Tateinheit mit berufsmäßiger fahrlässiger letzung an. Unter dem Druck des Beweismaterials hat der Schrankenwärter dann zugegeben, daß er das Lastkraftwagens bemerkt habe, als er dabei gewesen sei, die Schrankenbäume herunterzulassen. Er habe dann damit innegehalten, so daß die Schrankenbäume schräg in die Luft standen und sei dem Lastkraftwagen entgegengegangen, um dem Führer zu sagen, daß er noch durchfahren möge. Nur durch dieses grob fahrlällige Verhalten, nicht durch ein Versagen des die Schranke viel zu wpät schlieben gung.“ Mehr als 1.2 Millionen KriegsbeGotten. schädigte und Kriegerhinterbliebene sind unter mit Menschen besetzt gewesen ware. Ein ge=sordnete Hanns O#erlinggo dem Umstand zuzuschreiben, daß der fragliche opferversorgung. Zus zwei schwere Lokomotiven hette und mit] Es bricht eine neue Ze1, für, die, deutschen erhöhter Geschwindigkeit fuhr, daß eine Entgleisung mit allen ihren Foigen vermieden worden ist. Es bricht eine neue Heil sor Kriegsopfer an. Reichspräsident von Hin denburg, Reichskanzler Adolf Hitler und Reichsleiter Oberlindober haben in den Führer gungen der letzten Monate erklärt:„Die deutschen Kriegsopfer sind die Der Sctrantenworteziäsitziest vor Gerchtl sohie Richter wiederhot hatte. Gesunggeuz, unsere Führer. Wir Kriegsopfer lspüren es, daß dem Wollen auch die Tat folWie wir hören, hat der Schrankenwärter I., wil., Schon hat der ReichsarbeitsBeber, der seit 16 Jahren Dienst kut, bei'g inister unseren Reichsleiter Oberlindder gerichtlichen Vernehmung zugegeben, dab g bex heaustragt, sofort das neue Versorer vergelsen habe, die Schran“; gungsrecht in Gesetzesform zu entwersen.„es zu schließen. Er habe domit Zeschwigt,) i, nicht mit Bürokratentinte, sondern mit daß der Sonderzug, der mit D.Jug=3e1“ uund Soldatenblut geschrieben,“ sagte Oberlindober digkeit fuhr, auch in Bad Salzuflen Uns in der großen Führertagung am 12. Juli im Schötmar halten und so erst später den Stra=]„ 9•90: M###1 Mir schreiben unser ßenübergang passieren würde. Hebung der Rachlese zu den Bezirksschauen der Landwirtschaftskammer im Juli 1933 II.tefammer nol Herrenhaus in Berlin.„Wir schreiben unser Gesetz mit eigener Hand,“ setzte „Meine Person ist nichts. Was die 2000 000 toten Kameraden befehlen, das wird von uns gemacht!“ Fürwahr, das sind Worte, die alle Kämpfer des Weltkrieges aufhorchen lassen. Das neue Versorgungsrec., mit Nachlese zu den Bezirkrschauen der Sandwilsschaferemrnrer.* bers begonnene Rundsang der auhährlschen ipe Lzelem. Jahre 150 Stuten. Odwohl die Land= Kriegsopfer., Diese Gliederung zeigt, schon Verantaltungen von Kreiaterschauen im Londe) in, be, I, Lammer wesentligh böhere Mitel i iden Unterschied zu dem bieherigen VersorPereite des mit Schotmot,(aI, Ende ereua., etat engekelt hatte, mußte die Supesgungerecht. Bslang mußten Kriegsbeschsue Ae er die Be un Aune#e## ashe ggan entechisheng enst ihrn Resiten. betrug nicht mehr 10.— bis 15.—. 48.—,-Zuct, spruch nachweisen, ehe eine Anerkennung ermaterial., Eehenso hat sich die Inanspruchnahme folgte. Oberlindober sagte von dem neuen de Kleingeur bsitz wesentlich geseigert, sodaß„Jeder Einzelne hat Anspruch auf Dank. auch hier ein Zuschuß von 1.— bis 3.— K.s im! Die Behörden sollen untersuchen, wer den Höchstfalle festgesetzt werden mußre..] Danr noch nicht bekommen hat. Wenn sich auch die Auswirkung dieser...] Wir Kriegsopfer sind viel zu vernünftig, gebot, so mußte 1928 die Landesschau in Lemgo einen gewisen Ersatz bieten. Gesork.arös, Sse: gestellt werden, daß die das Gesamtgebiet der Land= und Forstwirtschaft umfassende Veranstaltung von 1928 wenig Anstoß zur terung oder Spezialisierung des landwirtschaftlichen Ausstellungswesens gegeben hat. Aus Kreisen der Herdbuchzüchter kam dann die An regung, zur alljährlichen Musterung des Vatertiermaterials nach dem Vorbild der meisten deutschen zuchtgebiete. Etwa gegen Ende des Winters vor Beginn der Hauptdeckperiode, wurde seitens des Vorstandes der Landwirtschaftskammer, diesem Vorschlag für die übrige Landesrierzucht stattgegeben und wir sahen am 4. 3. 1933 die 1. Lippische Landesbullen= und Eberschau getrennt für Herdbuch= und Nichtherdbuchzüchter die 1933 bereits die 3. im Gefolge hatte, da 1932 wegen Maul= und Klauenseuche die Veranstaltung ausfallen mußte. Um den— ob berechtiat oder unberechtigt bleibe dahingestellt— Klagen über all zu hohes Deckgeld der Bullenhalter die Spitze abzubrechen, vergibt die Land wirtschaftskammer seit 1927 für Kühe des Klei grundbesitzes bei Benutzung besonders hochwer tiger Bullen Deckgeldzuschüsse von 1.— bis 5.— R.s je nach dem Zuchtwert der Vatertiere. Während anfangs das weibliche Material für diese Beihilfen ausgesucht wurde, wird seit drei Jahren das Vatertiermaterial bewertet und der Zuschuß für jedes weibliche Rind aus dem schaftskammer im Sommer diese Besichtigungen der sich um Deckgeldzuschuß bewerbenden Bullen im ganzen Lande. Hiermit verbunden wird die Vergebung der Deckgeldzuschüsse für Stuten deren Besitzer dem Pferdezuchtverbande nicht ingeschlossen sind, und infolgedessen an den angeschlossen sino, und Staatsmitteln zur Hebung der Pferdezucht nicht teilhaben. Hier will die Landwirtschaftskammer die Lücke in der Maßnahme. deren Erfolg die Pr. Gestütsverwaltung längst nachgewiesen hat, ausfüllen. Während in den ersten Jahren diese Unter Wenn sic num u...## Wir Kriegsopfer sind dier auu. gg# Mahnahme zur Hebung der Landestierzung. als daß wir annähmen, das arme, im Auferst nach längeren Jahren, vielleicht erst nach bau begriffene neue einem Jahrzehnt sichtbar ist, so ist heute die Dautschland könnte uns nun sofort die Renten Tatsache festzustellen, daß der.„riedliu,„„Rang verdoppeln oder verdreifachen. Wir wissen, den Vu, orhzung der Nachtrliegszeil erietz, wied durch ut: Hebung der Landeszierzsacht von Vornibezein eine einfache, ausreichende und gerechte in den Kreisen, in welchen sie am dringendsten sorgung. Wir gehörten von 1914 bis 1918 erschien, strengste Ablehnung erfuhr. hundertprozentig dem Der Kommission, der die Vergebung von gehören auch heute ganz dem deutschen Volke, Deckgeldzuschüssen oblag, mußte u. a. auffallen, pollen mit ihm arbeiten und kämpfen und dab der wenn nötig, für den Aufstieg der Nation erlippische Osten starkes Interesse für die neut Opfer bringen. Pserrchun.] Der große westdeutsche Kriegsopfermarsch an den Tag legte, in dem er trotz Mangels an der Westfälinger und Lipper in Dortmund Hengsten daselbst die benachbarte Vr. Deastg##: am morgigen Sonntag ist ein sichtbares Zeiin Lügde sozusagen mit unterhielt. Es sollte Lan dafür, daß eine neue Zeit für die dies für den Verband He..s., izuc,:. Iu. Kriegsopfer anbricht. Die rheinischen Kriegskunft für die Auftellung bezw. Vermehrung sei= opfer treten mit 60.000 in Köln an, wir mit ner Hengste ein Hinweis sein, zumal sich im 50.000 in der Westfalenhalle in Dortmund lippischen Osten eine erstklassige Stutbuchzucht Aus dem Bezirk Lippe fahren auf Domäne Barntrup vorfindet, wo z. It.[Sonderzüge nach Dortmund. Alle ronvier 2jährige Hengste eigener Aufzucht von eine; nen hinfahren, ob arm, ob reich, sie sind alle Ausgeglichenheit und Typtreue zum Verkauf eich!“ Für die Kreise Detmold und Lemgo stehen, wie sie kein deutsches Hochzuchtgebiet 9“, 3i, s der RSOAP. auf der großen besser ausweisen dürfte..— Amtswaltertagung in Lemgo die politischen Den Abschluß der diesjährigen. Bezirksschauen Or' gruppen angewiesen, das Fahrgeld für verbands=Stutenschau für Warm= und Kaltblut, preußischen Kreisen sind schon wovei auch hier das Streben der Züchter, selbst ausgelegt. So hilft auch die NSDAP. den unter den schwierigsten Verhältnissen der Jetzt= Kriegsopfern. Manche Mitglieder können zeit, zu einem ausgeglichenen Gebrauchspferd zu werden nach der Tagung gern 2as Fahrgeld kommen, so recht zum Ausdruck kam. bezahlen; die es nicht können, für die wird es anderweitig aufgebracht. Keiner soll wemit besonderem Nachdruck darauf hin, daß diese Aktionen mit den Bestrebungen zur Herstellung des Wirtschaftsfriedens in Widerspruch stehen und unter allen Umständen zu unterbleiben haben. Die Androhung von Gewaltmitteln, der Aushang von Anschlägen oder das Verteilen von Flugblättern, die den gekennzeichneten Inhalt haben, sind unzu88s Wer:.'I zum Arbeitsdienst? In die“ heitsdienstlager können für die Bildung der Stamm=Mannschaften NSDAP.= Mitglieder(unter 25 Jahren), die bereits vor dem 30. Januar 1933 zu der Partei gehörten, eingestellt werden. Meldungen beim Arbeitsamt Detmold, Zimmer 15, von 15—16,30 Uhr, außer Sonnabends. Bekanntmachung des Arbeitsamtes Die Gastwirte, Kurbetriebsinhaber, Hotel besitzer werden dringend gebeten, alle freien Stellen von Kellnern, Köchen, ZimmermädInderweilig aufgebracht. dern. i g e n M a n g e l a n G e l d a m S o n n t a g z u r ü c k chen, Hausburschen, Betriebspersonal jeder stehen Art unter genauer Angabe der gewünschten) g. mird eine gewaltige Tagung werden. Fachkenntnisse beim Arbeitsamt Detmold an.„. wird ein Ruhmestag der Nationalsozializugeben. Das Arbeitsamt arbeitet in engler stischen Kriegsopferversorgung. Es wird aber Verbindung mit den Verufsorganisationen 114 ein Ruhmestag fur die nationalsozialiten Fülen in der Lage, alen Diesbezäglichen Higsgsartet und des ichen Anruf rann auchin persönliche Rücksprache an Ort und Stelle er folgen. Noch gut abgegangen Jeuer durch Blitzschlag. Dortmund begibt, ist das wertvollste Stück des deutschen Volkes aus großer Kampfzeit: Hinterbliebene, die ihre Ernährer, Beschädigte, die ihre Gesundheit geopfert. Wenn unsere Kriegsopfer am Sonntag marschieren Jeuer burchen..und fahren, dann möge unser Volk, insbesonfrüh um 9.22 Uhr wurde die dere unsere Jugend, nicht abseits stehen. ein Pilal Gilt sie mir oder git sie dir? Sesinkel Pise. Im Wophaus bez. Zegie.: SPseagt vor weisen Fühen. Einneweber war durch einen Blitzschlas.„ig wars ein Stück von mirl“ war, als die Feuerwehe in Mosebeck eintras. Aus euren Taten entsteht setzt der Dank Sie brauchte nicht mehr in Tätigkeit zu treten. des deutschen Volkes. Aus euren Gebeinen Größerer Schaden ist nicht entstanden. der Rächer! Aus der Landeshauptstadt Detmold, 29. Juli 1933. Die Ferien gehen zu Ende Die großen Ferien gehen ihrem Ende entegen. Nur wenige Tage noch. und Schule und Berufsarbeit werden wieder aufgenommen werden. Wo es in den Ferien still war, da wird sich neues Leben entfalten. Wer zurückblickt, genießt noch einmal die Freuden der schönen Ferienzeit. Schöne Tage und Stunden hat es gegeben, mannigfache Gelegenheit zum Ausruhen und zur Einkehr. Und jeder hat sie genutzt und Erholung gesucht. Viele haben es neu gelernt, sich an Wenigem zu freuen. Sie sind durch viele kleine Freuden neu beglückt worden. Jeder Mensch braucht Atempausen in seinem Leben. Atempausen für den Körper und für die Seele. Wir wünschen allen, daß sie gestärkt und mit neuer Frische an ihre Arbeit herangehen können. Noch lange werden Urlaubs= und Ferientage nachklingen. * Todessturz von der Leiter Am Dienstag war der verheiratete Tischler Otto Kaiser, der in der Lageschen Str. wohnt, von einer Leiter gestürzt. Bei dem Sturz zog er sich einen Schädelbruch zu, so daß er in das Landkrankenhaus gebracht werden mußte. Dort ist er Donnerstag an den Folgen des Sturzes gestorben, ohne das Bewußtsein wiedererlangt zu haben. * Erfolgreiche Detmolder Turner Den Stuttgartfahrern des Turnvereins von 1860 ist ein voller Erfolg zuteil geworden. Trotz der Schwere des Wettkampfes konnten alle drei Teilnehmer mit einem Siegeskranz zeschmückt werden. Die Sieger sind: Gunther kuising im Zwölfkampf der Männer, Edith Sander und Emmi Jäger im Siebenkampf der Turnerinnen. Die Erfolge beweisen wieder einmal, wie vielseitig diese Mitglieder durchgebildet sein müssen, um in einem solch schweren Ringen erfolgreich bestehen zu können. Detmold zur Westfalen=Lippe=Fahrt gerüstet heute treffen die Teilnehmer ein- Begrüßungsabend im Gesellschaftshaus Die Westfalen=Lippe=Fahrt, verbunden mit der traditionellen Zielfahrt wird auch in diesem Jahre eine außerordentlich starke Beteiligung aufweisen. Bis jetzt haben sich etwa 100 Teilnehmer für die WestfalenLippe=Fahrt gemeldet. Dazu kommen dann noch die Zielfahrer, die aus allen Teilen des deutschen Vaterlandes nach Detmold kommen werden. Sogar aus Marienburg und Eydtkuhnen liegen Anmeldungen für die Zielfahrt vor, ebenso haben ganze Klubs zu der Zielfahrt gemeldet. Sehr stark ist die Beteiligung der Reichswehr, die mit über 30 Fahrzeugen erscheinen wird, während natürlich die SA.= und SS.=Motor=Stürme nicht fehlen werden. Ab heute Sonnabend werden von 4 Uhr ab die Westfalen=Lippe=Fahrer und Zielfahrer in Detmold erwartet. Die Zielkontrolle und Abnahme der Fahrzeuge findet wie immer auf! dem Schloßplatze statt. Ein Begrüßungsabend im Gesellschaftshaus bildet den Abschluß des Sonnabends. Am Sonntag starten dann die WestfalenLippe=Fahrer. Genau wie im Vorjahre ist die Strecke in drei Schleifen eingeteilt, die vorwiegend lippisches Gebiet berühren. Morsens von 6.30 Uhr bis 8 Uhr erfolgt der Start in Detmold zu der ersten großen Schleife, die rund 261 Kilometer lang ist und von Detmold über Schieder— Schwalenberg — Höxter— Beverungen— Peckelsheim— Scherfede— Brilon— Belecke— Erwitte— Lippstadt— Wiedenbrück— Gütersloh— Bielefeld— Lage und Detmold führt. Um 11,40 Uhr werden die ersten Fahrer bereits in Detmold erwartet, während der letzte um 12,30 Uhr wieder in Detmold sein muß. Um 13 Uhr erfolgt dann der Start zu der zweiten und dritten Strecke. Die zweite Strecke führt von Detmold über Hiddesen— Hartröhren * Gegen den Gartenzaun. In der Nacht zum Donnerstag fuhr ein ortsunkundiger otorradfahrer an der Woldemarstraße in die neben der Bahnüberführung gelegene Sackgasse gegen einen Gartenzaun. Der Fah rer flog die Eisenbahnböschung hinunter und mußte mit einer schweren Knieverletzung in das Landkrankenhaus übergeführt werden. * Ein leichtes Wärmegewitter überzog Freitag vormittag in der zehnten Stunde die Landeshauptstadt, ohne Abkühlung zu bringen. Auch die Niederschläge waren nur sehr gering. * Die Einführung und Verpflichtung des lutherischen Kirchenvorstandes in Detmold wird am Sonntag, 30. Juli, am Schluß des Gottesdienstes stattfinden. Die Wahl der Photoarbeiten Photo-Zentrale Ludwtg Römerap; Co. Wall 16, gegenüber„Lippischer Hol“ — Triftengrund— Düsterlau— Bastern— Kreuzkrug— Nassensand— Externsteine— Horn und Detmold und ist 38 Kilometer lang und, die dritte Strecke, die 85 Kilometer beträgt, führt von Detmold über Kreuzkrug— Oesterholz— Truppenübungsplatz— Fliegerturm— Kottmannshof— Diebesturm— Argonnerkreuz— Tankstelle— Kommandantur— Paderborn— Buke— Altenbeken— Horn und Detmold. Die beiden letzten Strecken werden von 13,30 Uhr bis 16 Uhr von den Fahrzeugen durchfahren. Während die Westfalen=Lippe=Fahrer auf der Reise sind, werden in Detmold die Zielfahrer auf dem Schloßplatz erwartet. Um 6 Uhr nachmittags veranstalten dann alle Fahrzeuge eine Korsofahrt. Die Fahrzeuge nehmen im Rosental Aufstellung und dann geht es durch die Bismarck=, Paulinen=, Bahnhor-, Hermann=, Bruch=, Schüler=, Exter=, Leopold=, Woldemar= und Lange Straße über den Hitlerdamm nach dem Neuen Kruge, wo die Preisverteilung und Siegerverkündigung stattfindet. Als Preise winken dem strafpunktfreien Fahrer goldene Plaketten und eine künstlerisch hergestellte Ehrenurkunde. Für die Zielfahrer steht die bronzene Staatsmedaille zur Verfügung. Außerdem hat die Detmolder Wirte=Innung einen Ehrenpreis und der Detmolder AutomobilClub zwei Ehrenpreise gestiftet. Schließlich stehen noch zwei goldene ADAC.=Becher vom ADAC. München gestiftet, zur Verfügung. Wir hoffen, daß diese Veranstaltung wie immer auch diesmal vom schönsten Wetter begünstigt wird und erwarten, daß die Bevölkerung durch reichen Flaggenschmuck ihre Sympathie für die Motorsportler zum Ausdruck bringt. In diesem Sinne: Töff=Heil! in Herford zur Zeit Ausbauarbeiten vorgenommen werden. Die Umleitung erfolgt von Bad Salzuflen nach Herford über Ahusen Der Lastkraftwagenverkehr wird über Schötmar und Werl umgeleitet. Ein Maulwurf! Eingesperrt wurde ein früherer KPD.=Mann, der es sich anscheinend zur Aufgabe gemacht hatte, in systematischer Weise unter den Arbeitern der Salinen=Verwaltung und den Angehörigen des freiwilligen Arbeitsdienstes politische Wühlarbeit zu verrichten. Bei seiner Festnahme erlaubte er sich noch die freche Aeußerung:„Es wird doch wieder anders kommen.“ Lemgo SS.=Aufmarsch. Am Sonnabend und Sonntag steht Lemgo im Zeichen der schwarzen Kämpfer Adolf Hitlers. Ein interessanter Kameradschaftsabend am Sonnabend leitet das Treffen ein. Reichhaltige Darbietungen umrahmen den Abend, der mit einem deutschen Tanz abschließt. Am Sonntag vormittag tritt der gesamte Sturmbann zur Besichtigung durch Oberführer Heißmeier und Standartenführer Brinkmann an. Um 11,15 Uhr Propagandamarsch durch die Stadt. Kurz nach 12 Uhr wird die SS. auf dem Marktplatz angetreten sein, wo Staatsminister Riecke den Vorbeimarsch abnimmt. Am Nachmittag folgen in bunter Reihenfolge spannende Wettkämpfe. Die Standartenkapelle wird das Publikum durch musikalische Darbietungen erfreuen. Ein Abschiedstanz im Schützenhaus beschließt das Treffen der schwarzen Scharen. Jahnen wehen vom Technikum. Anläßlich des Deutschen Turnfestes hat die Vereinigung deutscher Turner am Technikum Lemgo, die seit zehn Jahren alle Zweige der Leibesübungen, wie Turnen und Leichtathletik, Schwimmen, Fechten und Wehrsport pflegt, um dem Studierenden einen gesunden Ausgleich zu seiner geistigen Arbeit zu geben, seine Sturmfahne mit den vier F der Deutschen Turnerschaft und der rot=weiß=goldenen Gösch, den Farben des Vereins, gehißt. Klassenvertreter soll erst in der Sitzung am Dienstag, 1. August, vorgenommen werden. * Wasserwärme in der Werrebadeanstalt: 24 Grad Celsius. Ange Vom Freibad Werreanger. Mit dem Einetzen des wärmeren Wetters erfreut sich uner herrliches Freibad eines zunehmenden Beuches. In den letzten Tagen wurden durchweg täglich über 1000 Besucher gezählt. Bad Salzuflen Segelflugzeugtaufe. Der morgige Sonntag steht im Zeichen der feierlichen Taufe des Hochleistungsflugzeuges im Kurpark. Die Feier beginnt um 12 Uhr, sie wird umrahmt von einem Konzert unter Leitung des Musikdirektors Werner Gößling. Der eigentliche Taufakt wird von Staatsminister Riecke vorgenommen. * „Die Sechs von der Staatsoper“, die am Montag, 31. Juli, abends, im Theatersaal gastieren, werden ihre schönsten Tanzschöpfungen darbieten, die ihnen den Erfolg und sieghaften Beifall der Welt gebracht haben, so den in seiner Symbolik sehr eindrucksvollen Tanz „Mensch und Maschine“, die mit köstlichem Humor durchsetzte Parodie„Auf der Reeperbahn". Die Sechs tanzen das alles mit bezaubernder Anmut. Ihre Kostüme sind Gedichte in Farbe und Phantasie und es sind wohl die schönsten Menschen, die je ein Ballett zusammenstellten. Sie haben ein Ganzes geschaffen aus einem Guß. Beifallssorgen belohnen Abend für Abend die hervorragenden Leistungen der sympathischen Künstler Ein Abend für jeden, der wieder einmal ungetrübte Stunden eines festlichen Erlebnisses sich zu eigen machen möchte. Die Zahl der Kurgäste betrug bis einschließlich 26. Juli 10 828. Bis zum gleichen Tage wurden 126 214 Kurformen verabfolgt. Die Kunstausstellung Lippischer Künstler hat wirklich großes Interesse gefunden. Die Ausstellung wird täglich stark besucht. Aus diesem Grunde hat die Ausstellungsleitung beschlossen, die Ausstellung um 8 Tage zu verlängern. Straßensperrung. Die Herforder Straße ist ab gestern für den gesamten Durchgangsverkehr gesperrt, da in der Salzufler Straße Oerlinghausen Die Ruhrkinder sind da! Die von der hiesigen NS.=Frauenschaft angeforderten 45 Kinder trafen um 14,36 Uhr in Oerlinghausen. ein. Es wird darauf hingewiesen daß den Kindern während der Zeit ihres Hierseins Süßigkeiten nicht überreicht werden dürfen. Außerdem ist der Besuch der Eltern nur mit Genehmigung der Leiterin der NS.=Frauenschaft gestattet. Etwaige Beschwerden über die Kinder sind ebenfalls der Leiterin, Frau Dr. Lohmann, zu melden. Blomberg Obstdiebstähle. Nachdem es den Fiurschützen gelungen war, durch wiederholte nächtliche Streifen die Feld= und Gartendiebstähle verringern zu helfen, sind jetzt zu Beginn der Reifezeit des Obstes wieder zahlreiche Diebstähle an der Tagesordnung. Die Polizei wird jeden, der dabei ertappt wird, Oberweser-Personen-Dampfscbiffabrt Genußreiche Dampferfahrten entlang den herrlichen Wäldern und Bergen Münden- Carlshalen- Höxter- Holzminden Hameln. spult im Seebaus Ein heiterer Roman von Mariaune von Ziegler. Copyright by Georg Müller u. Albert Langen. 1. Fortsetzung. Da ging die Flurglocke. Gina fuhr in die Höhe und hätte fast die Kaffeekanne fallen lassen, aus der sie Martin eben einzuschenken im Begriff war. Aber es erschien nur Dr. Mohr, der treue Freund des Hauses, der zu dieser Stunde auf dem Weg nach seiner Anwaltskanzlei des öfteren bei Hollwecks vorzusprechen pflegte.„Nur rasch heraus mit der Sprache!" rief er und schwang die Morgenzeitung wie ein Banner.„Ich brenne vor Neugier. Was ist das wieder für eine neue Hollwecksche Unternehmung, von der man hier lesen kann? Seit wann seid ihr Landbesitzer?“ Gina setzte ihm eine Tasse vor.„Besitzer ist zuviel gesagt. Aber Wirtsleute werden wir ein paar Monate lang ein. Sie erinnern sich doch an das Seehaus?“ Dr. Mohr sah ziemlich verständnislos drein. „Er war doch nicht dabei,“ mahnte Hollweck. „Na ja, aber ich bin sicher, daß ich ihm oft genug davon erzählt habe. Es war doch das Schönste, was wir im vorigen Sommer auf unserer Reise sahen. Stellen Sie sich einmal vor: eine uralte Baumgruppe, ganz schwarz gegen einen durchsichtigen Abendhimmel— davor der See wie flüssiges Gold — war es so, oder nicht?“ wandte sie sich mit plötzlicher Strenge an ihren Gatten. „Ohne Zweifel." bestätigte dieser. Vogels „Erlaubt einmal,“ unterbrach Mohr,„was für ein Obdach außer dem Abendhimmel, der ja wohl auch manchmal nächtlich oder mittägig sein wird, gedenkt ihr euren Gästen denn zu bieten?“ „Dies hier,“ erklärte Martin, und wies mit der Pfeise an die gegenüberliegende Wand auf eine Skizze. Zwischen verwilderten Blumenbeeten und dichtem Gesträuch sah man das graue Gemäuer und das dunkle Steildach eines altertümaEe ist wie ein Gedicht von Eichendorft,“ fuhe die begeisterte Gina fort.„Ein kleines Herrenhaus, früherer Klosterbesitz,— die Straße von Seehausen nach Obermühl führt in der Nähe vorbei; aber man sieht sonst keine menschliche Ansiedlung weit und breit, es ist einfach ein Traum! Und nun denken Sie sich, welche Fügung! Vor einer Woche lesen wir plötzlich im Morgenblatt, daß dieses Traumschloß für den Sommer vermietet werden soll! Erst hatten wir natürlich Bedenken. Es ist ja immerhin ein großer Besitz,— und überflüssiges Geld, das wissen Sie ja, Franz, haben wir immer noch nicht, wenn es uns auch, gottlob, viel besser geht! „Aber da Gina von Anfang an entschlossen war...“ „Ach was, entschlossen! Ich wußte doch, wo sehr es dich gefreut hätte, Martin, obwohl du erst meintest, wir sollten ie Hände davon lassen. Nein, es schnitt mir einfach ins Herz. Warum sollten wir eigentlich immer auf alles Wünschenswerte verzichten müssen? Eine schlaflose Nacht— und mein Plan war fertig!". 47.— „Nächstes Mal bekommst du rechtzeitig Adalin!“ „Spotte nur! Du wirst mir schon noch danken. Sagen Sie, Franz, hab ich recht oder nicht? Wenn man ein paar zahlende Gäste aufnimmt, lebt man doch einfach umsonst mit, die Verpflegung kostet dort draußen ja ohnehin fast nichts, und Wild und Fische werden wir immer genügend haben...“ „Wer soll denn dieses Getier erbeuten?“ „Nun, unsere Gäste. Die sind doch sicher froh um eine Beschäftigung. Und schließlich wird Martin ja auch nicht von früh bis spät malen wollen, wenn er auch natürlich sehr fleißig sein wird!“ „Und ihr seid also wirklich entschlossen? Martin zeigte lachend auf seine Frau.„Du fragst noch? Es ging einfach hopp, hopp. Ich mußte mich hinsetzen und schreiben, dann kam ein komischer kleiner Mann in einem viel zu großen Anzug, der das Objekt in den höchsten Tönen pries. Der Inhaber, ein Herr Rante, sei nur durch eine dringende Reise abgehalten, den Besitz, an dem er mit ganzer Seele hänge, in diesem Jahre selbst auszunützen. Die geehrten Herrschaften möchten sich die Gelegenheit ja nicht entgehen lassen, es seien bereits mehrere ernsthafte Interessenten da. Ehe ich recht wußte, wie mir geschah, war der Vertrag perfekt, das gute Geld einbezahlt, und das Seehaus ist für die nächsten Monate mein Eigen. Mannhaft kämpfte ich nun alle nachträglichen Zweisel nieder und vertraue auf Gina, die schwört, es würde alles glänzend gehen.“ „Dem Mutigen gehört die Welt,“ sagte Mohr, sich vor Gina verneigend.„Sie wollen sich also wirklich diese Mühe machen?“ „Von Mühe kann keine Rede sein. Es ist nur billig, daß ich meine Zeit einmal nutzbringend anwende. Sie werden sehen, wenn wir nun das Haus ordentlich vollbekommen, verdienen wir sogar ganz nett dabei. Und abgesehen davon, welch günstige Gelegenheit für Gutrune, sich einmal gründlich eines größeren Hauswesens auszu gründe bilden!" in, dieser Mann. Er verschließt einfach seine Tatsachen. Ist das Kind verlobt oder nicht?“ i Anfang an erklärt, Gutrune ist noch zu Führung eines Pr## „Das hätte schon noch Zeit,“ warf Martin mißmutig ein. „So ist er nun, dieser Mann. Er verschließt einfach seine Augen vor den „Ich habe von jung." „Sie wird aber doch mit jedem Tag älter. segen Kurt läßt sich nichts einwenden, sie haben sich gern, vassen zusammen— so reden Sie ihm doch vernünftig zu, Mohr. Es sieht ja sonst rein aus, als hätte ich Eile, das Kind loszuwerden.“ „Wir kennen nicht einmal seine Familie,“ wandte Martin eigensinnig ein. Der Gedanke, sich über kurz oder lang von seinem Liebling Gutrune trennen zu müssen, wollte immer noch nicht recht in seinen Kopf. „Die können wir nirgends besser kennenlernen, als wenn wir sie einladen, uns im Seehaus zu besuchen. Das macht auch einen viel stattlicheren Eindruck als unsere Künstlerwirtschaft in der Atelierwohnung hier...“ Martin seinerseits erklärte, Herr und Frau Reichenbach könnten ihm im Mondschein begegnen; sie interessierten ihn nicht und seien sicher ganz fürchterliche Spießbürger. Es schien, als ob sich ein häuslicher Streit entspinnen wolle. Da horchte Gina plötzlich auf. Die Flurglocke tönte wiederholt und eindringlich. Es stand aber niemand draußen, und darum wurde die dicke Zenzi abgesandt, unten auf der Straße nach dem Rechten zu sehen. Ganz atemlos kehrte sie bald zurück und berichtete ebenso b ein Wilder in einem Auto sei unten; zu ihm hinunterkommen, es sei wegen Alle sahen sich sprachlos an.„Soll ich?“ fragte Gina zögernd.„Ein Wilder... ich weiß doch nicht...“ „'s ist nur der Schafför," erklärte Zenzi.„Der andere ist schon weiß, aber eigentlich ist er ganz rot und blau, weil der Schutzmann sagt, er ist falsch angefahren. Und einen noblen Wagen hat er.“ Gina hatte schon die Türklinke in der Hand. „Laß mich hinunter!“ rief Martin.„Ich 1 Manieren beibringen.“ „Ob er dann noch einmietet?“ fragte Dr. Mohr mit lächelndem Zweifel. Aber Gina war schon weg. Sie flog die vier Treppen hinunter, nur das letzte Stück schritt sie langsam und würdevoll und trat hoch erhobenen Hauptes aus dem Haustor. „Was ist denn los?“ fragte sie streng. (Fortsetzung folgt.) will ihm erst * unnachsichtlich zur Anzeige bringen.„Gleichzeitig werden die Anwohner der mit Obstbäumen bepflanzten Straßen gebeten, auf Obstdiebstähle zu achten und besonders Kinder, für die bei der Entwendung des größten teils noch unreifen Obstes allerlei Gefahren drohen, davon abzuhalten. Abgebauk. Für diejenigen Haushaltungen und Betriebe, die das Wasser durch die Wassermesser beziehen, ist das Wassergeld erma ßigt. Die Tarife sind gestaffelt und zwar je 200 Kubikmeter, steigend bis zu 600 Kubikmeter bei Abnahme innerhalb eines Jahres. Der Wasserpreis schwankt zwischen 15 und 20 Pfg. pro Kubikmeter. Oerlinghausen hat einen neuen Bürgermeister Komm. Bürgermeister Möller für 12 Jahre einstimmig gewann- Der Elat einstimmig angenommen Am Donnerstag wurde die kommissarische Verwaltung der Oerlinghauser Bürgermeisterstelle abgetan. Der Kommissar, Kreissekretär riedrich Möller, der seit März in unserer Stadt die Dienste wahrnahm, ist endgültig für 12 Jahre einnimmig von der Stadtverordnetenversammlung zum Bürgermeister gewählt. Bürgermeister Möller geht aus dem Verwaltungsdienst hervor und gibt somit die beste Gewähr für einen geeigneten Fachmann. Der Rathaussaal war von Soldaten der braunen Armee gefüllt. Um 8.30 Uhr wurde die Aus den ei. Hiddesen. Versammlung der NS.= Frauenschaft. Am Donnerstag abend fand im festlich geschmückten Saale des Hotels „Waldheim“ eine Versammlung der NS.= Frauenschaft statt, die von ungefähr 80 Versonen besucht war. Nach Eröffnung durch die Ortsgruppenleiterin Frau Stolze sprach Frau Irene Seydel=Bielefeld in einem einstündigen Vortrage über etwa die Notwendigkeit des Kampfes der Frauen um die Wiederherstellung echten Deutschtums. Weiter behandelte sie die Frage der systematischen Zerstörung des Deutschtums schon aus der Zeit vor dem Kriege, während des Krieges und während der Nachkriegsseit durch das internationale Judentum, Kapital und die Presse. Nach Frau Seydel sprach noch der Landtagsabgeordnete und Ortsgruppenleiter Klöpper über die Verdienste, die sich der Volkskanzler Adolf Hitler während seiner 5 monatlichen Regierung bereits erworben hat. Beiden Vorträgen wurde reicher Beifall zuteil. e: Hiddesen. Kinderschützenfest. Am morgigen Sonntag steigt nunmehr das Kinderchützenfest, das alle Beteiligten schon mit großer Ungeduld erwarten. Um 12.45 Uhr treten die Schützen beim Spritzenhaus an und, nachdem die Fahne von Lohmannshof geholt ist, marschieren sie zur Franz Seldte=Straße, um den König und die Königin abzuholen. Dann wird vom Hiddeser Berge(Haus der Königin) ein Festzug durch das Dorf stattfinden. Auf der Festwiese am Lohmannshof wird der Zug gegen 3.30 Uhr eintreffen und der Hofstaat und die Schützen werden erst mit Kaffee und Kuchen bewirtet. Weiter findet ein Konzert, große Kinderbelustigung, Volkstänze, Preisschießen usw. statt. Wer noch Gaben stiften will, sei es nun Kuchen für die Kaffeetafel oder Preise für die Kinderbelustigung und das Preisschießen, der möge sie bei Landwirt Lohmann, Lohmannshof, abgeben gendes aus: Unsere heutige Tagesordnung besteht aus 3 Punkten, die sehr wichtig sind. Heute heißt es, den neuen Bürgermeister zu wählen, die Zuschläge zur Grundwert= und Entschul dungssteuer festzulegen und den Etat zu beraten und evtl. zu verabschieden. Sie alle wissen, daß unsere Stadt seit dem 20. März 33 von einem Kommissar verwaltet wurde. Dieser Zustand ist auf die Dauer nicht haltbar. Von einem Kommissar verwaltet zu werden heißt, wie man im Volksmunde sagt, man schwebt zwischen Tür und Angel. Niemand konnte sagen, behalten wir den Kommissar als Bürgermeister oder bekommen wir einen andern. Aber dessen ungeachtet ist feste gearbeitet worden, wie Sie nachher aus dem aufgestellten Etat ersehen werden. Aber endlich wünschen wir doch wieder geregelte Ver hältnisse. Die Regierung hat auf unsere wieder holte Vorstellung die Bürgermeisterwahl frei gegeben. Stadtrat Diekmann betonte, daß, nachdem Bürgermeister Reuter seines Amtes enthoben ;— f f l.. O a t i s g s f l a s i e l i s t e e V l a r n e m e l e n sel. baß er Niche mehe garauteher. Hests..—, Möller sei dann als Kommissar nach Oerling= hausen gekommen. Bei ihm handele es sich nicht um einen Parteibuchbeamten, sondern um einen Beamten, der von der Pike auf gelernt habe. Die Erfahrung habe in der Zeit des Hierseins des Herrn Möller gelehrt, daß es sich m einen tüchtigen Beamten handelt. Er sei überzeugt, daß der neue Mann arbeiten werde im Sinne unseres großen Führers. Ueber die Personalien führte Herr Diekmann etwa folgendes aus: Friedrich Möller ist am 26. Dezember 1893 als Sohn des Polizeidieners Möller zu Erdbruch, Bauerschaft Kleinenmarpe in Lippe, geboren. Am 14. Dezember 1908 trat er beim ürstlichen Verwaltungsamt in Detmold ein. Am 1. Jan. 1913 wurde er zum Kanzleigehilfen ernannt. Ende 1914 berief man M. zum Heeresdienst. Ostern 1917 geriet er in englische Geangenschaft. Mit dem 1. November 1919 wurde M. aus dem Heeresdienst als Unteroffizier entlassen. Am 31. Aug. 1923 erfolgte seine Ernennung zum Kreisassistenten und später zum Kreissekretär. Ferner sollte Möller am 1. 4. 33 zum Obersekretär befördert werden. M. ist seit dem 12. Oktober 1920 verheiratet. 1932 wurde M. zum Amtmann von Blomberg gewählt. Seine„roten“ Kollegen und Vorgesetzten wußten diese Wahl zu hintertreiben, und Drake lehnte dann die Bestätigung ab. Der Grund dieser Ablehnung war wohl, daß M. als einziger lipp. Beamter es wagte, Stahlhelmmann und schon 1923 Mitbegründer der ersten lippischen Stahlhelmortsgruppe zu sein. Bürgermeister Möller übernimmt neben seiner übrigen Tätigkeit auch die Arbeiten des entlassenen Stadtsekretärs Niemeier. Herr M. hat auf die Eingruppierung in die ihm zustehende Gehaltsgruppe 4, in der Bürgermeister Reuter besoldet war, verzichtet und sich in Gruppe 5 einstufen lassen. Trotz der Pensionierung des Bürgermeisters Reuter tritt für die Stadt Oerlinghausen durch diesen Verzicht und die Uebernahme der oben erwähnten Arbeit eine nennenswerte Ersparnis in Erscheinung. Da sich niemand mehr zu Wort meldete, wurde zur Wahl geschritten. Das Ergebnis war die einstimmige Wahl des Kreissekretärs Möller aus Blomberg zum Bürgermeister der Stadt Oerlinghausen. Mit folgenden Worten wurde der Bürger meister vom Stadtverordneten=Vorsteher Wind empfangen: Herr Bürgermeister Möller, ich kann Ihnen mitteilen, daß Sie von der Stadtverordnetenversammlung einstimmig zum Bür germeister der Stadt Oerlinghausen gewählt sind. Im Namen der Stadtverordnetenversammlung gratuliere ich Ihnen zu dieser Wahl. alle geben uns der angenehmen Hoffnung hin, daß wir weiter so zusammen arbeiten werden, wie bisher zum Wohle unserer Stadt. Wir alle wollen unser ganzes Können hergeben, zum Aufbau der Finanzen unserer Stadt und tüchtig mitarbeiten an dem großen Aufbau unseres deutschen Vaterlandes. Weiter habe ich den Auftrag, Ihnen als alten Kämpfer und Parteigenossen im Namen der Fraktion der NSDAP. einen Strauß hellroter Rosen zu überreichen. Wir freuen uns ganz beonders, daß Sie gewählt sind. Mit folgenden Worten antwortete Bürgermeister Möller: Ich danke Ihnen für das Vertrauen, das Sie mir durch diese Wahl entgegen gebracht haben. Herzlichen Dank sage ich auch für die dargebrachte Blumenspende. Ich gelobe Ihnen, daß ich das Amt voll und ganz im Sinne Adolf Hitlers führen werde. Damit sind wohl weitere Worte überflüssig. Wie schwer die Aufgaben sind, die uns bevorstehen, ist uns allen klar. Sie, meine Herren, möchte ich deshalb bitten, mit mir zusammen Ihr Alles herzugeben zum Wiederaufbau unserer schönen Bergstadt Oerlinghausen. Nur wenn wir alles daran setzen, wird es uns gelingen, geordnete Verhältnisse zu schaffen. Auch von der Bürgerschaft erwarte ich, daß man mit uns arbeitet und uns nicht verantwortlich macht für das. was das andere Regiment verfehlt hat. Wir fühlen uns lediglich als Konkursverwalter eines zusammengebrochenen Systems, aus dem wir retten werden, was noch zu retten ist.„ Ich erwarte, daß jeder seiner Pflicht nachkommt, daß niemand durch falsche Angaben durch Drückebergerei oder auf sonstige Weise sich Vorteile zu verschaffen sucht auf Kosten anderer, denen es vielleicht noch schlechter geht. Ich würde ihn in aller Oeffentlichkeit zu brandmarken wissen. Auch den Nörglern und Besserwissern möchte ich noch einmal sagen, sie sollen ruhig sein, wir wissen schon, was wir wollen und werden uns auf alle Fälle durchsetzen. Sie werden später bei der Etatberatung sehen, daß wir bereits den Weg der Gesundung beschritten haben. Dann erfolgte die Festsetzung der Zuschläge zur Grundwert= und Gewerbesteuer. Um den Etat zu balanzieren, sollen 120 Prozent erhoben werden. Der ausgeglichene Etat für 1933 wurde darauf einstimmig angenommen. * Bahlhausen. Einführung der Kirchenältesten. Der Gottesdienst am Sonntag, in dem die neugewählten Kirchenältesten in ihr Amt eingeführt werden, beginnt um 8 Uhr. Der Kindergottesdienst fällt aus. #we Schlangen. Der nächste Gerichtstag des Amtsgerichts Horn findet für die Ortschaften Schlangen, Kohlstädt und Oesterholz am kommenden Montag, 31. Juli, morgens ab S Uhr, in der Heinrich Poppeschen Gastwirtschaft hierselbst statt. #w. Schlangen. Die außerordentliche Hitze am Donnerstag schien zwei hiesigen Bewohnern schlecht zu bekommen. Jedenfalls waren ihre Köpfe so erhitzt, daß die aufgeregten Gemüter in den Abendstunden zur Entladung kamen. Dabei waren es ausgerechnet noch zwei Schwäger, die sich nach Strich und Feden verprügelten. Erst die herbeigerufene SA. konnte die Kampfhähne auseinanderbringen, nachdem sich beide die Köpfe blutig geschlagen hatten. * Bega. Bei der Kirchenwahl am vorigen Sonntag wutden folgende Personen gewählt: Landwirt Fr. Krop, W. Begemann, H. Mühlmeier, Aug. Riekhof, Fr. Petig. * Bega. Eine große NSBO.=Kundgebung findet am kommenden Sonntag, 30. Juli, nachmittags 3 Uhr, auf dem Sportplatze statt. Alle Ortsgruppen der NSBO. aus dem Begatal und der Umgebung werden an diesem Aufmarsch teilnehmen. Gleichzeitig wird die Fahne der Ortsgruppe Bega eingeweiht. Abends findet bei Gastwirt Dittscheidt ein gemütliches Beisammensein mit Tanz statt. Auch Herr Staatsminister Riecke wird an dieser großen Kundgebung persönlich er scheinen. des Sennesturms 15/55 in Schlangen Am Sonntag, 30. Juli, veranstaltet der Sennesturm 15/55 in Schlangen ein großes SA.= Sportfest. Das Programm sieht folgendes vor: Ab 12.30 Uhr Wehrsportkampf auf dem Sportplatz, Hindernislauf, Keulenwurf; ab 15.30 Uhr Faustballspiel von der SA.; ab 16 Uhr Hanbballgroßkampf Sturm 13/55 Lage gegen Sturm 15/55; ab 17 Uhr im Saale des Gastwirts Fr. Sibille Deutscher Tanz mit vaterländischen Aufführungen. Ein solches Sportfest zieht die SA. hier zum ersten Male auf. In der letzten Zeit hat auch hier die SA. einen riesenhaften Aufschwung zu verzeichnen und ist aus der einst kleinen Schar Schlangen jetzt ein großer Sturm entstanden. Immer neue Mitglieder treten hinzu und es ist geradezu eine Freude, wenn man beobachten kann, daß langsam aber sicher immer mehr von dem Geiste unseres Volkskanzlers Adolf Hitler beseelt und erfaßt werden. Die gesamte Bevölkerung ist zu der Veranstaltung am Sonntag herzlichst eingeladen und die Bewohnerschaft Schlangens #rd gebeten, reichen Flaggenschmuck anzulegen. Grüße aus Stuttgart Die nach Stuttgart Gefahrenen gedenken in der Ferne der lieben Heimat und grüßen in sonderheit die Turnerinnen und Turner, die in Gedanken bei uns hier aus dem herrlichen 15. Deutschen Turnfest weilen. „Wer die Deutsche Turnerschaft angreift, greift Deutschland an!“ So sagte unser Führer, der Reichssportführer von Tschammer=Osten gelegentlich der Eröffnung des 15. Deutschen Turnfestes. Solche Worte geben uns den alten Glauben an die hohe Sendung der deutschen Turner zurück. Turnerinnen und Turner des Lippischen Turngaues! Freut Euch mit uns. und jubelt es hinaus, daß die Deutsche Turnerschaft durch nichts zu zerschlagen ist, im Gegenteil, wir haben in ganz besonderem Maße die Aufgabe, in jedes deutsche Herz den Gedanken zu pflanzen, daß es nur noch ein deutsches Volk und eine deutsche Volksgemeinschaft gibt. Gut Heil=Hitler! Dröge, Bezirksvertreter * Die Sieger des Lippischen Turngaues am Donnerstag. 7=Kampf(Turnerinnen): Knipschild=Lage, Selse=Lage, Jäger=Detmolder TV. v. 1860, Sander=Detmolder TB. von 1860. 5=Kampf(Turner): Mühlenhof= Schötmar, Winkelhake= Lemgo, Albrecht=Bad Salzuflen und der Senior der lippischen Sieger Karl Borsdors=Lage. 12=Kampf(Turner): Ruising=Detmolder TV. von 1860, HunoldHeidenoldendorf. Detmolder Lichtspiele „Erste Mädchenliebe“. „Acht Mädels im Boot“ hat man den ursprünglich und besser betitelten Terra=Film „Erste Mädchenliebe“ umbenannt, und wahrscheinlich aus dem Grunde, damit mehr auf die sportliche Note zu verweisen, die dem Film die Anziehungskraft sichert. In der Tat weht ein frischer Wind von würzigem Wasserduft um die Nase des Zuschauers. Licht, Luft, Sonne und Wasser begleiten die acht Mädels im Boot, frische, fröhliche Jugend. Für die Rollen aller Sportmädels hat man junge, noch nicht bekannte Darsteller genommen und mit ihnen einen guten Erfolg erzielt. Vor allem die blonde Karin Hardt in der Rolle der innig=verhaltenen Christa stellt sich in die erste Reihe des filmischen Nachwuchses, Theodor Loös als ihr hilfloser Partner vermag neben ihr nicht ganz gleichwertig zu bestehen. Die Handlung geht zuweilen allzu sehr in die Breite, vor allem dann, wenn sie den Stoff auf den§ 218 hinzutreiben scheint, was aber(leider erst im letzten Augenblick) vereitelt wird, so daß der Ausgang weniger tragisch ist als man annehmen muß. Die Regie Erich Waschnecks trifft das Milieu im Bootshaus“ des Ruderklubs„Seeschwalben“ ausgezeichnet. Ueberhaupt können Bild und Rhythmus in diesem Film mehr An spruch auf Anerkennung erheben als Hand lung und Stoffinhalt. Kirchliche Nachrichten Sonntag, den 30. Juli 1933 Gottesdienste Alte res. Kirche am Markt. 8 Uhr: Geläut vorher, Frühgottesdienst, Pastor Kramer; 10 Uhr: Vormittagsgottesdienst, Pastor Kramer, mit Einführung der Kirchenältesten: 11.15 Uhr: Kindergottesdienst. Reformierte Stadtkirche 8.15 Uhr: Frühgottesdienst, Pastor i. R. Herbrechtsmeier; 10 Uhr: Vormittagsgottesdienst, Pastor van Senden, Einführung der Aeltesten. Landkrankenhaus. 9 Uhr: Pastor Stursberg. Katholische Kirche. Hl. Messen 7.30, 9 und 10.15 Uhr, Andacht 8 Uhr. Lutherische Kirche. 10 Uhr: Hauptgottesdienst, am Schluß Einführung des Kirchenvorstands(Pastor Jahr): Kindergottesdienst fällt aus; Sonnabend 5.30 Uhr: Wochenschluß=Andacht. Reformierte Gemeinde. Sonntag 8.30 Uhr: Blaukreuzverein, Paulinenanstalt: Sonntag 8 Uhr: Jungmädchenverein Frohe Jugend, Stadtküche; Dienstag 8.30 Uhr: Bibelstunde der landeskirchlichen Gemeinschaft, Gemeindehaus; Mittwoch 8.15 Uhr: Kirchenchor, Gemeindehaus: Donnerstag 8 Uhr: Jungmädchenverein Vorwärts, Paulinenanstalt; Donnerstag 8.30 Uhr: Jungmädchenverein Frohe Jugend, Stadtküche: Freitag 8.30 Uhr: Gemeinde=Bibelbesprechstunde, Gemeindehaus. Immannelkirche der Evangel. Gemeinschaft Detmold. Sonntag vorm. 9 Uhr: Gebetsversammlung: 10 Uhr: Gottesdienst, Prediger Schaffner: 11.30 Uhr: Sonntagschule: 1.30 Uhr: Sonntagschule Pinneichen. Gottesdienste der Neuapostolischen Kirche. Detmold: Sonntag vorm. 9.30 Uhr, nachm. 16 Uhr, Mittwoch abend 20.30 Uhr. Lemgo: Sonntag vorm. 9.30 Uhr, Mittwoch abend 20.30 Uhr. Lage: Sonntag vorm. 9.30 Uhr, Mittwoch abend 20.30 Uhr. Blomberg: Sonntag vorm. 9.30 Uhr, Mittwoch abend 20.30 Uhr. Bad Salzuslen: Sonntag vorm. 9.30 Uhr. nachm. 16 Uhr, Mittwoch abend 20.30 Uhr. Schötmar: Sonntag vorm. 9.30 Uhr, nachm. 16 Uhr, Mittwoch abend 20.30 Uhr. Holzhausen: Sonntag vorm. 9.30 Uhr. nachm. 16 Uhr, Mittwoch abend 20.30 Uhr. Sylbach: Sonntag nachm. 15.45 Uhr, Donnerstag abend 20.30 Uhr Schwelentrup: Sonntag nachm. 16 Uhr. Hiddesen. Der Lutherische Gottesdienst fällt aus. Heidenoldendorf. 10 Uhr: Kindergottesdienst. Jerxen=Orbke. 10.30 Uhr: Kindergottesdienst. Vahlhausen. 8 Uhr: Predigt und Einführung der Aeltesten; Kindergottesdienst fällt aus. Lage. Reformierte Gemeinde Lage. 8 Uhr: Frühkirche, Pastor Müller: 10 Uhr: Hauptkirche, Pastor von Szalatney, Einführung der Kirddenältesten. Breitenheide. 4 Uhr: Pastor Pollem. Vereinshaus im Gerstkamp, 8 Uhr: Bibelstunde. Lutherische Gemeinde Lage. 8 Uhr: Frühgottesdienst (Pastor Jahr): Kindergottesdienst fällt aus: Mitt woch 8 Uhr: Kirchenchor. Schötmar. 8 Uhr: Pastor Dassel: 10 Uhr: Pastor Lohmeyer, am Schluß des Gottesdienstes Einführung der Kirchenältesten.— Versammlungen: Sonntag 2.30 Uhr: Jugendbund: Montag 8 Uhr: Blankreuzverein: Mittwoch 5 Uhr: Junaschar, Mädchen: 8 Uhr: Jungvolk; Donnerstag 8.15 Uhr: Junamädchennerein; 8 Uhr: Jugendbund: Freitag 8.30 Uhr: Bibelstunde; Sonnabend 4.30 Uhr: Jungschar. Knaben. Sylbach. 9.30 Uhr: Pastor Dassel. Nersammlungen Lutherischer Konfirmandensaal. Sonntag 8 Uhr Jungmädchenverein: der Kirchenchor am Montag fällt aus: die Bihelstunde und die Veranstaltungen der Frauenhülfe fallen aus. Jugendbund für entsch. Christentum Detmold(Neues Gemeindehaus). Sonntag abend 8 Uhr: Jugendbundstunde(für alle); Dienstag abend 8.30 Uhr: Gemeinschaftsbibelstunde: Mittwoch nachm. 3.30 Uhr: Kinderbund: abends 815 Uhr: Lautenchor; Donnerstag abend 8.15 Uhr: Singen. Immanuelkirche der Evangel. Gemeinschaft Detmold. Sonntag abend 8 Uhr: Jugendverein; Montag abend 7 Uhr: Mädchenjungschar, 8.15 Uhr: Männerchor, 8.15 Uhr: Mädchengruppe; Dienstag abend 8.15 Uhr: Frauen=Missionsverein: Mittwoch abend 8.15 Uhr: Gemischter Chor; Donnerstag abend 8.15 Uhr: Bibelstunde, Prediger Schaffner: Freitag nachm. 6 Uhr: Knobenjungschar, 8 Uhr: Jungmännergruppe. Hiddesen. Sonntag 8 Uhr: Jungmädchenstunde: Mittwoch 8.15 Uhr: Frauenstunde. Remmighausen. Dienstag 8.15 Uhr: Christl. Verein junger Mädchen. Heidenoldendorf. Montag 7 Uhr: Sportplatz C. B j. M.; Dienstag 8 Uhr: Jungmädchenverein; Mittwoch 8 Uhr: Blaukreuzstunde, 6 Uhr: Turnen der Jungschar, 8.30 Uhr: Turnen des C. V. j. M.: Donnerstag 8 Uhr: Bibelstunde des C. V. j. M.; Freitag 8 Uhr: Kirchenchor, 5 Uhr: Mädchenjungschar, 8.30 Uhr: Turnen des C. V. j. M.; Sonnabend 6 Uhr: Jungschar, 8 Uhr: C. V. j. M. Vereinshaus Waldheide. Sonntag 8 Uhr: Bibelstunde: Mittwoch 8 Uhr: Jungmädchenverein; Donnerstag 8 Uhr: Gemeinschaftsstunde; Sonnabend 6 Uhr: Jungschar. Klüt. Mittwoch 8.15 Uhr: Bibelstunde; Freitag 8.15 Uhr: Christl. Verein j. Mädchen. Orbke. Montag 4 Uhr: Mädchenjungschar, 8 Uhr: Jungmädchenverein: Dienstag 8 Uhr: Bibelstunde. Lutherische Frauenhülfe. Sämtliche Veranstaltungen fallen aus. Aus der Nachbarschaft Neues Quäkerhaus in Bad Pyrmont. Bad Byrmon.,—8. Die deutschen Quäker besitzen hier seit über hundert Jahren ein Grundstück. Es liegt an der Klosterallee und ist ein Friedhof, zu dem vor Jahren auch ein Versammlungshaus gehörte, das aber veräußert wurde, nachdem es verschiedenen Zwecken, zuletzt sogar als Pattersall gedient hatte. Die preußische Regierung hat nun vor kurzer Zeit aus menschenfreundlichen Gründen den Quäkern neben dem Friedhof ein Stück Land in Erb und Zins überlassen, damit sie wieder ein Versammlungshaus bauen können. Das ist inzwischen geschehen. Das alte Haus konnte auf Abbruch gekauft werden und im Lauf des Sommers wurde genau in den Maßen des alten Hauses ein neues errichtet, das zwar gemäß den Grundsätzen der Quäker nicht prunkvoll wirken soll, aber doch der Gegend am Ende des Kurparks zur Zierde gereicht. Es enthält nur einen Versammlungsraum nebst Sitzungszimmer und Ablegeraum. Im Untergeschoß befinden sich noch ein Speisezimmer mit Küche und die Wohnung des Hausmeisters. Vor dem Hause liegen Gärten und der schmucklose Friedhof. Der Erbauer ist der monter Architekt Heinrich Mogk. Das Richtefest wurde schon im vorigen Jahre im Beisein von vielen Gästen, Quäkern des In= und Auslandes gefeiert. Die Einweihung des fertigen Hauses soll am 30. Juli vonstatten gehen. Eine Quäkergemeinde besteht in Pyrmont nicht mehr. Der letzte Quäker, der einst am Ende des 18. Jahrhunderts blühenden Ansiedlung, verzog vor 50 Jahren nach Amerika. Verantworil1ch für Reichs= und Landespolltik, Kunst= und Wissenschaft: dr. Hane=Ulrich Reinicke: für den lokalen Teil, Unterhaltung u Sport. i. V. Dr. Reinicke; für Anzeigen u. Geschähtsnorig. n.. i. V. Will1 Manns, sämtl. in Det. mold Druck und Verlag. Wests.=Lipp, Vereinsdruckeret w. m. d H., Detmold.— Sprechstunden der Schriftleitung 11—12 Uhr vormittags. 6—7 Uhr abende. Rücksendung unverlangter Manuskripie erfolgt nur im Falle der Beisügung des Rückportos und auf Gefahr des Absendere, Großkampftag in Stuttgart AT•AT Die ersten Sieger worden. Der Fluß dat seidem setgez Lazi ver, Pfändung mit Hindernissen e. Seches elschen. in. Kechel eiehe liches Grab in den Fluten der Moldau gehabt hat. 27. Juli. Vor vielern uter sezte ersolgt wischen dem 16. und 18. Lebensjahr auf Stehtamolteg do Vrsche; Larnsehr der: Bai ldz in. Lestodhrieheinen en Ssin. at Goms Stutoart vor: Lul. z.8 auenlen. Insgesamt werden 17 Vliegerschulen der Rätselhafter Scheintod Srobkampstes des Deuischen, Turnsenen##.: HöP, und in Lustfahrtlehrgängen an Schu=] Ein, Zeggkemnet. Ein 24jähriger Buchbandstatt. Sanz Stuttgart war auf den Beinen, sen Iuggesamt werden 17 Fliegerschulen der s0 l“ List““war gestorben. Man batte ihn Dazu kamen die ungezählten Gäßte... 2.41#53. rm ganzen Reich eingerichtet. Gür sp 7 bereits in einen Sarg gelegt und wollte ihn Teilen des Deutschen Reiches. Allein die Jabl P. und Lippe ist das Fliegerlager in den Ean zu Frabe tragen, als er plötzlich auf. Letuus Aber zaum[Borkenbergen bei Haltern als Flieger=IVon Zu Otzr„unn nichts gescheben wäre. ins eese bebiter unz un u.# aaun un und dunr ds un Guns ahaiet. Kurt Krötzsch=Neurössen wurde Zwölf= Dann kam er heim, aß zu Abend und legte sich kampffieger vor Ernst Winter=Frankfurt a. M.„ ins Rett. Am nächsten Morgen gelang es trotz Sieger des Fünfkampfes wurde der Stettiher H##ticktands Reiter stegten vieler Bemühungen nicht, den Leichum vor Stöck=Universität Greisswald, im Deutschrands Bostee## wecken. Der Mann war diesmal wirklich tot. Frae Zigeauer na veer= weate ür Stntur eet Stetumeu zl der Reiten Birsenon. Fihahigen unlberis, hadter“ deir 81. St. Gallen vor Walter Bettermann=Leipzig. Im—"„ Baccarat“, Oberleutnant Hasse auf der tschechlschen„„#ug der Slowakei. Er hat Seier Sit Asfalseiie Veeusteutcrhe uid Airiatun Bacon uu leztuhe Bechaest Vi. chtüsk die vohte ans der Kaunen, Hent. Pezle Poslen. danbum vor Scmiti-blioben, Den Pe6ae. 444448 Böra. Der Sarg Attilas? kampf der alterskarner gewanne burger Turnerschaft, Brosch=Hannover und JörgAugsburg. Den Zwölfkampf der Männer der Klasse II holte sich der Schweizer Müller vor Kupke=Görlitz. abgelegr und bann dir E zogen. Eegenwärtig absolviert er seine Mili tärdienstzeit. Homolek wiro voraussichtlich a. H o Ider erste Zigeuner sein, der den Rang eines Ein eiserner Sarg. der ein Skelett mit dem Reserveoffiziers erwerben wird. Koof nach Osten g.tPatz,Aur)#., Fchechg# 4-4 28 18 Paris. In dem Städtchen Laval spielte sich Mlsiein der Verichse, Sonerialler Velchl. sich gegen den unbeliebten Fiskus zu wehren. bezahlen, sollte gepfändet werden. als der Ge richtsnollzieher an der Garagentür klopfte, er aoß sch aus dem, obersten Stock ein Regen von Wasser, in das Benzin gemischt war, aus den überraschten Beamten. Obwohl Polizei herbeigerufen wurde. gelang es nicht. in die Garage vorzudringen, da jedesmal eine Flut und Lenin berabslck. Sciebsch, Biche 56 der Verband der Steuerzahler des Ortes ein und binterleste für der, Hie gepzisehengerieier schuldete Summe, worauf die Behördenvertreter sich zurückzogen und die Steuerzahler eine Art Sieg feierten. Feuer mit Wein gelöscht von einem Strozstagel au Die umliegenden Gebäude übergrifi, Da, Walgengn: gel herrschte und man eine Ausdehnung des Feuers verbindern wollte, bevor Zie, Sepergeh eintraf, goß man 10 Fässer leichten Avfelweines auf das Feuer. Der tote Rennfahrer wird Sieger Bei dem Brookland=Rennen ereignete sich ein grausiger Zwischenfall. In einem privaten Kopf nach Wien enthatt, Waler... .4as iopeiset eusegzurcer. Wie. Hger, Pläte ner, Westfsalen=Lippe erfolgreich! Eizehanet dri, Saete kurrenz für den Wektsalen=Meister NerR Min= Bacher. 1.an(pächten Konkurtenten durch das Ziel, brenste den uu schwer. Im Haustall der Turner I Pax] Man bringt diese Entdeckung mit einer alten na.— genisetzen der Zuschauer nicht ab, sonüie den Tornmrein 45 Lochum die Geoanerihaft Beshreibung von Grabe des Attila ulan= saber zum Erlsetes, e,ist etrcge weiter vi. ebenfalls zu groß. Von drei Spielen wurven men. des berühmten Hunnenkön!"#der Meagen schließlich langsam zum Stillstand pei verionren und nur eine gemennen. In um 450 u. Cdr. berichte und desen Grabsäte tam. Suligan blieb bewegungslos am Steuer Faustball der Turner III ging es der Dort= niemals festgestellt worden ist. Erpr.9:####iten Man untersuchte ihn und mußte feststelmunder Turngemeinde nicht besser.— Aehnlich chenchronik behauptet, daß König Attilo in sei s#ee...######wg., Er hatte, höchstwahrscheinblieben auch die Turnfestsiege im Faustball der ner Hochzeitsnacht getötet wurde, nachdem er##len, daß er rorwat...2, einhog. einen Turnerinnen für die Bielefelder Turn= Gallien erobert hatte, um die schöne Kriemhilde Turner!n#####i. Gerliner Tur-l##. k.:s###n Die Leiche lei dann in einen eiserblieben auch die Turnfestsiege im Fauswoan ber ner Dochei###ggt#x i. 74118 Srsembilde Turnerinnen für die Bielefelder Turn= Gallien erobert hatte, um die schöne Kriemhilde gemeinde 48 aus, die gegen die Berliner Tur= zu beiraten. Die Leiche sei dann in einen eisernerschaft 31.37 perlor, dann gegen die Turn= gemeinde 1861 Landsbut mit 28:47 unterlag. Im Tennis=Wettstreit war die Westessen Musolini 50 Jahre alt Runde über Frl. Bahrs(Stettin) überlegen. Nach der zweiten Runde. in der sie die Stuttgarterin Frau Woern in einem Dreisatzkampf mit 4:6, 6:3. 6:3 erledigte, rückte sie als Erste unter die„letzten 8“ im Turnerinneneinzel ein. Im Turnereinzel scheiterte der Westfalenmeister Ludwig Brunswiek in der ersten Runde an dem Münchener Munz, dagegen konnten die Geschwister Brunswiek im Gemischten=Doppel die erste Runde überstehen. Beim Fechten zeichneten sich in den Damen= Wettkämpfen Frl. Glowienka(Bochum) aus, mit der zusammen für Westfalen auch noch Frau Keidel(Bochum) und Frl. Severin(Hagen) antraten. Frau Keidel und Frl. Severin ronnten die Vorrunde nicht überstehen, sodaß sich allein Fräulein Glowienka für Westfalen bis zur Zwischenrunde durchsetzte. Bei den Spielen des Donnerstag ton im übrigen noch der Westfalenmeister im Schlagball (Jahn Westerbauer) in seinem ersten Kampf den Turnverein Mikultschütz mit 26:32 schlagen. „Unser Stolz ist die deutsche Heimat“ Ein auslandsdeutscher Turnerführer über das deutsche Turnfest. Stuttgart. Paul Merz, der Führer der LaPlata=Turner, hat seine Eindrücke vom Deutschen Turnfest in Stuttgart u. a. wie folgt wiedergegeben: Unser Eindruck geht dahin, daß wir von der Heimat und namentlich von unseren Turnfreundinnen und=freunden auf das herzlichste empfangen worden sind und daß überall eine!. 1 M n der echte Freude über unser Heimkommen gezeis! Am 29. Juli wird Benito Mussolin..„ wird. Das 15. deutsche Turnfest in Stuttgart Diktator und Retter Italiens. 50 Jahre alt. erscheint uns außerordentlich gut durchorgani Mit 39 Jahren, am 1. November 1922, ergriff siert. Besonders fallen uns die Laufhabnen##er, damals nur gefolgt von einer mit den automatischen Zeitmebvorrichtungen straff organisierten und begeistgrten„Schar auf. Die Vielgestaltigkeit des Festvlatzes mit Schwarzhemden, die Führung des Landes und den Tausenden zur gleichen Zeit turnenden Menschen, die in vorbildlicher Ruhe und! Diszivlin ihre Uebungen erledigen, ist für uns ein überwältigender Eindruck. Die Wirkung der Massen ist für uns außerordentlich und bestärkt uns in unserem Vertrauen und unserer Hochachtung für das gewaltige Gebäude der deutschen Turnerschaft. Das deutsche Turnfest in seiner Gesamtheit in uns zu erfassen, wird monatelang dauern und die Eindrücke werden ein Leben lang in uns fortleben und wir werden sie unseren Freunden drüben in Vorträgen und Gesprächen überall vermitteln. Unser Stolz ist die deutsche Heimat. kam. Sulllban bileb bewedunde=— sitzen. Man untersuchte ihn und mußte feststel len. daß er tot war. Er hatte, höchstwahrscheinlich als er in die Zielgerade einbog, einen Herzschlaa erlitten. Handel und Wirtschaft Berlin, 28. Juli. Die Börse eröffnete überwiegend freundlich. Das Geschäft war nach wie vor sehr klein. Die Kurse stiegen allgemein um ½—1%. Tagesgeld 4 3—5½ 7. Im Verlauf blieb die Börse bei stillem Geschäft freundlich. Kassakurse der Berliner Ohne Gewähr für Hörfehler Sachwert=Anleibe (Notierung in Mark) 67/ Pr. Ld Pfbr.=B. GPfBr. 17/18 6% do. R22 6% do. Komm. Obl. R. 20 67 Pr. Centr. Bd. GPfBr. 1924 6% dito 1927 67 Pr. Ctr. Bod. Komm. 1926/28 6% Pr. Psdbr. Gpf. 41.. 6% dito Serie A 47. 6% dito Kom. Em. 17/19. 5% Getr. Rentenbk. K. 1—3 5% Rogy. Rentenbk. Bln.1—11 5% Verl. Roggenw. 1923 f. 1 Z. Wests. Prov.=Kohle 1923 f. To. Schiffahrtsaktien Hamburg=Amerika=Paketfahrt Norddeutscher Lloyd Bankaktien Commerz= u. Privat=Bk.=A.=G Deutsche Bank u. Disconto=Ges Dresdner Bank Reichsbank 28. 7. 127. 7. Devisenkurse(in Mark) Geld Briei Amsterdam Oslo Helsingfors Kopenhagen Italien London Newyork Wien Paris Schwetz Schweden Spanten Brüsse! Brastlien 28. 7. Geld Brief 169.57 70.32 6.206 62 46 22.15 13,99 3 153 47.05 16.14 81 23 72.12 35.04 68.50 0.236 169.23 70.18 6.194 62,34 24.11 13.95 3.147 44.75 16.40 81.07 71.99 34.96 18.8 0.234 169,18 70.80 6,164 S 22.09 13.93 3.047 46.95 16.41 R1.17 1.88 35 02 58.50 0.234 169.52 70.22 6,176 62.41 22.13 13.9 3.053 47.18 16.45 81 33 72,02 35, 10 58.62 12 hob Italien aus dem beginnenden Chaos des Bolschewismus heraus. Er machte sein Vaterland in elfjähriger zielbewußter Arbeit wieder zur Weltmacht und zu einem heute auch von den Gegnern anerkannten musterhaft regierten Staatswesen. Hllerhaggbh— Deutscher Fliegernachwuchs Bedeutsame Vereinbarung zwischen 5J. und D8B. Zwischen der Hitlerjugend und dem Deutschen Luftsport=Verband ist eine Vereinbarung getrofsen worden, die von größter Bedeutung für die künftige Gestaltung des deutschen Flugwesens insofern ist, als sich hier fortan nur noch der wird betätigen können. der durch die Schule des jungen Nationalsozialismus. d. h. eben durch die Hitlerjugend gegangen ist. Die Vereinbarung sieht zunächst eine sportliche Vorbereitungszeit für Jugendliche zwischen dem 12. und 16. Lebensjahre vor. vinzu tritt noch ein Unterricht im Flugzeugmodellbau sowie die Teilnahme an Modellwettbewerben. Oretakton Berlin, 28. Juli. Das Angebot von Inlandsgetreide verstärkte sich. Die Tendenz der Getreidebörse war schwächer. Die Gebote lauteten 2 Ro niedriger als am Vortage. Weizen= und Roggenmehle haber kleines Bedarfsgeschäft. Die Offerte in hafer hat sich kaum verstärkt. Wintergerste chwächer. Berlin, den 28. Juli.(Preise in Mr. p. to) Weizen, märk. Ein Bild aus dem Frühjahr 1915: Mussolini wird in Rom wegen aufwiegelung verhaftet. VolksRoggen, märk. Sommergerste Wintergerste Ner: wäck“: 157—157 133—140 134—140 Mais(lok. Bln.) Weizenmeh! Roggenmehl Weizenkleie Roggenkleie Kartoffelflocken 22,60— 26,30 0.50— 42.19 9,30— 9.40 9.30—9.40 3.20— 19.0 Bremen, 28. Juli. Weizen: Manitoba I 5,20. Gerste: Dt. Gerste 8,15. Hafer: Dt. vomm. Weißhafer, 52—53 Kg., 7,80, Mecklenburger Weißhafer, 51—52 Kg., 7###. Mais: La Plata ab Bremen verkehrsfrei 10,00, do. ab Brake verkehrsfrei 10,00, Donau=Galfox verkehrsfrei 9,75. Tendenz stetig. Webstoffe. Bremen, 28. Juli. Loko 12,39(12,13). Wetterbericht für den 29. Juli 1933. Für das mittlere Norddeutschland: Nach verbreiteten Gewittern in der Nacht zum Sonnabend tagsüber wieder aufbeiternd, aber merklich kühler als am Vortage. Mäßige. etwas böige westliche Winde. Für das übrige Deutschland: In der östlichen Hälfte Deutschlands Uebergang zu kühlerem Wetter mit Gewittern. Im übrigen Reiche wieder wolkig bis heiter, aber nur mäßig warm. Beilage Nr. 176 Livpische Lageszeitung Entscheidungsschlacht gegen die Arbeitslosigkeit P eue### hnen uer Bchrieecieht unh belien dirh entscheidenden Beratungen über den Generalangriff auf die Arbeitslosigkeit fanden am Donnerstag nachmittag im Lanbeggrbeie amt Westfalen in Dortmund statt. Der Ein ladung des Präsidenten des Landesarbeits: amtes. Dr. Ordemann, waren u. a. gefolgt: Der Oberpräsident von Westfalen, Freiherr von Lüninck, Staatsminister Riecke die Regierungspräsidenten von Stockhau en(Arnsberg) und Freiherr von Deynhausen(Minden), der Regierungsvizepräsident Bachem(Münker), Gauleiter„Was; ner. Gauinspekteur Hartmann als Vertreter des Reichsstatthalters und Gau leiters Dr. Meyer der Bezirkskommissar jur den Arbeitsdienst Zimmermann,„ezzcser Feante(Rinster),„sener. Lerteigk n.e: RS8O.=Hauleitungen Westsalen=Süd und Wesfalen=Nord und der Landwirtschaftskammer Münster. Zweck der Beratung war die Festlegung des Kampfplanes gegen die Arbeits- Josigkeit in Westsalen=Lippe. Präsident Dr. Ordemann begründete den von ihm vorgelegten Plan mit folgenden Ausführungen: Ostpreußen ist im Entscheidungs kampf gegen die Arbeitslosigkeit vorangegangen. Die in Ostpreußen erfolgreich angewandten Methoden können in Westfalen nicht zum Ziele führen. Ostpreußen ist ein entvölkertes Agraxland, Westfalen ein übervölkertes Industrieland. Für uns kann nicht das Entschei#en sein. einige gering belastete landwirtschaftliche Bezirke freizubekommen von Arbeitslosen. Für uns ist das Entscheidende, das Gesamtniveau der Arbeitslosigkeit in der ganzen Provinz, d. h. also auch in den schwer belasteten Industriebezirken, erheblich zu senken. Vor muß es gelingen, den seit diesem Frühjahr errungenen Vorsprung im Winter zu behaupten, den unvermeidlichen Rückschlag so gering wie möglich zu halten. Dieser Kampf kann nicht allein durch künstliche Arbeitsbeschaffung geführt werden. Selbstverständlich muß auch auf diesem Gebiet alles Menschenmögliche geschehen. Aber durch Arbeitsbeschaffungsprogramme, durch Notstandsarbeiten, Fürsorgearbeiten, Arbeitsdienst und Landhilfe finden nur einige zehntausend zusätzliche Beschäftigung. Die Zahl der unterstützten Arbeitslosen in WestsalenLippe beträgt aber immer noch rd. 330 000. Die Arbeitslosigkeit kann bei uns in Westfalen Lippe nicht durch einen kurzen, kühnen Gewalt angriff niedergerungen werden. Sie muß in zähem, systematischem Kampfe Etappe für Etappe bezwungen werden. Die Folgen der wirtschafts=, arbeitsmarkt= und sozialpolitischen Fehler, die jahrzehntelang gemacht sind, sind nicht mit einem Schlage zu beseitigen. Wenn der Führer als notwendigen Zeitraum für einen auf die Dauer erfolgreichen Kampf 4 Jahre bezeichnet hat, so geschah das sicher im besonderen Hinblick auf die Industriezentren, in denen die Masse der Arbeitslosen zusammengeballt ist. Zu diesen am schwersten zu berennenden Bollwerken der Arbeitslosigkeit gehört Westfalen, gehört insbesondere das Ruhrgebiet. Der Fluß der Wirtschaft wird erst dann wie der ruhig in seinem Bett dahinströmen, wenn aller Schutt und Unrat beseitigt ist, der heute seinen Lauf behindert. Die Wirtschaft hat wieder Mut und Vertrauen gefaßt, seit Hitler Reichskanzler ist. Jetzt kommt es darauf an, möglichst schnell bessere objektive Voraussetzungen für ein größeres Produktions= und Absatzvolumen, d. h. für eine organische Wirtschaftsbelebung zu schaffen. Die Betriebe müssen schrittweise von den gewaltigen Steuer= und Soziallasten herunter, deretwegen so viele Betriebe stillgelegt sind, deretwegen Millionen von Arbeitnehmern entlassen worden sind. Das ist aber nur auf dem Wege einer organischen Arbeitsmarktpolitik, einer dauernden Umgestaltung der Arbeitsmarktverhältnisse zu erreichen. Aufgabe dieser Arbeitsmarktpolitik ist es, die Kluft zwischen Bevölkerungsentwicklung und Wirtschaftsentwicklung, die in den letzten Jahrzehnten aufgerissen wurde, zu überbrücken. Auf diesem Wege kann die Reichsregierung. kann die Arbeitsverwaltung nur die Führung übernehmen. Die Ausführung selbst ist Sache des ganzen Volkes. gewiesen sind. Die Wirtschaft muß wieder ein sehen, daß sie mit diesen kurzsichtigen betziehe. egoistischen Methoden niemals von den hohen Lasten herunterkommt, niemals eine volle Senkung der Steuer= und Soziallasten er reichen kann. Aus dieser Erkenntnis müssen die Fehler der vergangenen Jahre wieder gut ge macht werden. Daß Schwarzarbeit in diesem Zusammenhang ein Verbrechen an der großen Aufbauarbeit unseres Volkes ist, ist selbstver ständlich. Auch diese in die tausend„gepen een Arbeitsmöglichkeiten werden, dringlichst be nötigt, um die öffentlichen Lasten zu senken. Die Betriebe müssen von sich aus alles tun, um diese Auswechselung so schnell wie möglich vorzugegmen Die Arbeitsämter werden sie mit allen Mitteln darin unterstützen und ihnen auf Anforderung geeignete, aber sozial bedürftige Unterstützungsempfänger vermitteln. Wenn dabei für arbeitsentwöhnte langfristig Erwerbslose eine gewisse Anlauffrist bis zur vollen Leistungsfähigkeit notwendig ist, so muß dieses Opfer im Bewußtsein der Größe und Notwendigkeit der Aufgabe getragen werden; nur dadurch ist auf die Dauer eine wirksame Entlastung möglich. Für Westsalen ergeben sich zwei große Kampfzonen. Einmal die glücklicher strukturierten Tei, arbeitsmärkte des münsterländischen Textilbezirks. des Minden=Ravensberger gemischtwirtschaftlichen Bezirks und des Landwirt schaftsbezirks, in denen die Voraussetzungen fü einen schnellen und durchgreifenden Erfolg vorhanden sind, sofern alle Beteiligten ihre Auf gabe erkennen und zum Gelingen beitragen. Daneben bleibt aber das große verdringliche Problem der drei industriellen Teilarbeitsmärkte bestehen, auf denen die Arbeitslosigkeit besonders groß ist(Ruhrgebiet, märkischer Bezirk, Siegerland). Wenn auch der dauernde Menschenüberfluß, insbesondere des„Ruhrgebietes, nur burch Miemg has(gege e Wte geit. hoben werden kann, wenn das Gros der losen nur im Zuge vermehrter Arbeitsgelegenheiten eines natürlichen wieder Arbeit findet, so muß doch schon heute daran gearbeitet werden, daß durch Kurzarbeit und Krümpersystem die vorhandenen Arbeitsplätze einer möglichst großen Anzahl vo.„Ar beitnehmern zugänglich gemacht werden. Neue oder freiwerdende Arbeitsstellen dürfen nicht mehr willkürlich besetzt werden, sie müssen den sozial Bedürftigsten vorbehalten bleiben. Die Zahl der unterstützten Arbeitskräfte im besten Mannesalter ist so groß, daß die Betriebe vom Standpunkt der Leistungsfähigkeit keine Bedenken zu haben brauchen. Im übrigen gilt es auch hier, besonders für die Großindustrie, manche Fehler der vergangenen Nationalisierungsperivde bildigst wieder auszuraumen. In eingehender Aussprache wurden die Einzelheiten des Vorgehens in den einzelnen Be zirken besprochen. Der Schlachtplan für den Entscheidungs= kampf ist sertig: auf allen Fronten soll mehr der Kampf entbrennen, die A beitslosigkeit muß unter diesem konzentrischen An griff Schritt für Schritt aus den von ihr jahrelang zäh behaupteten Stellungen herausgeworsen werden. Erst dann dürfen wir zufrieden sein, wenn uns das gelungen ist. Detmold, Sonnabend, 29. Juli 1933 deckten Geländes durch die Ergebnisse des bewerbs, von denen sogar die Fachleute überrascht wurden. In acht Tagen wurde insgesamt 256 Stunden an den Hängen oder thermisch geegelt. In 17 Streckenflügen wurden Enternungen bis zu 100 Kilometer und Höhen bis zu 2300 Meter erreicht.„ Der mitteldeutsche Segelflug= Dauerrekord wurde während des Wettbewerbs durch Fremd (Bad Frankenhausen) auf 12 Stunden 5 Minuten gebracht, die Leipziger Czech und Ziller logen gleichfalls länger als 10 Stunden. Den weitesten Streckenflug von 100 Kilometer bis Torgau machte der alte Kriegsflieger Oelzschner aus Merseburg, der auch die größte Flughöhe verzeichnen konnte. 14. Rhönwettbewerb Bisher 63 Meldungen. Zu dem in der Zeit vom 16. bis 24. August des Jahres stattfindenden 14. Rhönsegelflugwettbewerb sind beim Veranstalter, dem Deutschen Luftsport=Verband, nunmehr 63 Meldungen eingegangen, von denen bisher 54 zugelassen wurden. Wie zu ben sich fast alle„Kanonen" zu werb gemeldet, darunter auch Wolf Hirtb. Peter Riedel. Dittmar, Kentsche. Deutschmann und Goebels. Die bekannte Reitsch wird ebenfalls am Wettbewerb teilnehmen. Unter den Flugzeugen werden interessante Neukonstruktionen erwartet. So hat z. B. die Akademische stadt ihr neues Segelflugzeug„Windspiel gemeldet, das bei einer Svannweite von 12 Meter ein Gewicht von nur 55 Kilo aufwent; eine neue Maschine„Sturm“ von Bräutigam mit einer Spannweite von 25 Meter wird ebenfalls zum ersten Male am Start sein. Von den bekannten Segelflugzeugen des vorjährigen Wettbewerbes sind u. a.„Fafnix" und„Thermicus, mehrfach„Rhönadler" und„Grunau Babo gemeldet worden. aude Erienne—.— Suduhtrte und Bozun ,aedhersachsen im 2. Bierteljahr 1933— Zielbewußte Konsunkturpolitik verbürgt weitere günstige Entwicklung Kurtheater Bad Salzusten „Der Biberneies Gerhart Hauptmanns bekannte Diebskomödie unterhielt und belusigte gi. Denuerstes gbene Jeder Betrieb, jede Belegschaft muß zu ihrem Teile daran mithelfen und aus eigener Aktivität die Absichten der Führung unterstützen. Durch eine richtige, den sozialen Verhältnissen angepaßte Arbeitsverteilung sind von den Betrieben zahlreiche Arbeitsplätze freizumachen für Familienväter, die durch ihre Unterstützung den Staat und damit die Wirtschaft am stärksten belasten. Die Bevorzugung der billigen jugendlichen und weiblichen Arbeitskräfte in Industrie und Handel muß aufhören. Es geht nicht länger an, daß aus vielen Familien zwei oder mehr Personen in Arbeit stehen, in anderen garkeine, so daß sie auf Unterstützung anWenn die Lage von Industrie und Handel im Wirtschaftsgebiet Niedersachsen=Kassel auch im Vierteljahr 1933 bei der großen Mannigfaltigkeit der niedersächsischen Wirtschaftszweige noch kein einheitliches Bild ist doch der belebende Einfluß, den der politische Umschwung und die Maßnahmen der Regierung zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit auf die Wirtschaft im allgemeinen ausgeübt haben, unverkennbar. Vertrauen in die Stetigkeit der Entwicklung und lust sind wiedergekehrt; die Kaufkraft hat sich infolge der Verminderung der Zahl der Arbeitslosen gehoben, sodaß vielfach bisher zuruakaehaltener Bedarf gedeckt werden konnte. Die Beschäftiauna in den Produktionsmittelindustrien und zum großen Teil auch in den Verbrauchsgüterindustrien hat sich nicht nur durch jahreszeitliche Einflüsse, sondern vor allem infolge einer zielbewußten politik wesentlich gebessert; es konnten daher mehrfach Arbeitskräfte in erheblichem Maße neu eingestellt und auch einzelne Betriebe seit langer Zeit wieder voll ausgenutzt werden. Der Inlandsabsatz war im allgemeinen nicht immer befriedigend, doch sind die Aussichten auf weitere Absatzsteigerung nicht ungun stig, da neben den großen staatlichen auch be reits eine große Anzahl Aufträge für Ersatz beschaffungen durch die Industrie vergeben wor den sind. Der Auslandsabsatz war nach wie vor gehemmt und hat sich nur vereinzelt gunstiger gestaltet. Man erwartet zuversichtlich, daß das Arbeitsbeschaffungsprogramm der Regierung, besonders das große Straßenbauprogramm mit seinen Auswirkungen auf die beteiligten Wirtschaftskreise, die Steuerfreiheit für Ersatzbeschaffungen und die durch die Pegierung gepflegte Förderung der privaten Initiative eine weitere Belebung des Geschäfts und eine ungestörte Entwicklung der Wirtschaft herbeigeführt werden. Im übrigen sei aus dem soeben erstatteten Bericht des Industrie= und Handelkammerverbandes Niedersachsen=Kassel(Sitz Hannover) für das zweite Vierteljahr 1933, der etwa 200 Wirtschaftszweige umfaßt, über die Verhältnisse einiger in Niedersachsen typischer oder besonders stark vertretener Industriezweige folgendes hervorgehoben:....„„ In der Kaliindustrie ist nach Beendigung der Frühjahrsdüngezeit der Versand wie alljährlich Absatzmöglichkeiten in der Erdölindustrie haben sich etwas gebessert; dem Vernehmen nach ist die Ebag, Erdölbergbau A.=G., Celle, mit ihren Bohrungen 119 und 121 erneut fündig geworden. Die Geschäftsbelebung in der Asphalt: industrie ließt von Mitte April bis Mitte Juni stark nach; erst Mitte Juni trat wieder eine Besserung ein; die Absatzmöglichkeiten im Inlande waren insoweit unbefriedigend, als nicht schon Aufträge durch die öffentliche Hand ver geben wurden. Der Absatz einzelnen Bezirken infolge der Wiederinbetriebnahme zahlreicher Klinkerwerke und Ziegeleien wesentlich gestsegen.—, Trot einer gewisen äßigen Ge saisonmäßigen Geschäftebelebung blieb die Au en Zu Der Heliankerinrbusteie wuede die Arbeit voll aufgenommen; stilliegende Werke wurden wieder in Betrieb genommen und in anderen Werken konnten neue Arbeitskräfte in nicht unerheblichem Maße eingestellt werden. Die Industrie der landwirtschaftlichen Maschinen war durchweg besser als im 1. Viertel; hr beschäftigt; eine allgemeine Belebung läßt ich jedoch noch nicht feststellen. Die Fahrradabriken waren infolge beschäftigt.— In der Chemischen Industrie konnten nur in einzelnen Zweigen und Ausnutzung der Betriebsanlagen„befriedi: gen.— Der Absatz in der Düngemittelindustrie war gegenüber der gleichen Zeit des Vorjahres etwas gesteigert, ließ aber bald nach; nach Auslande konnten nur unbedeutende Mengen ausgeführt werden.— Die Lage der Textilund Bekleidungsindustrie war nicht einheitlich, doch machte sich vielfach eine gewisse Belebung bemerkbar. Die Lage der Papierindustrie und des Vervielfältigungsgewerbes hat sich nur wenig geändert; Beschäftigung und Absatz waren, mit wenigen Ausnahmen, unbefriedigend. Die Beschäftigung in der Linoleumindustrie erfuhr eine leichte Belebung, so daß die Arbeitszeit teilweise erhöht werden konnte; die Absatzmöglichkeiten sind jedoch noch immer nicht zufriedenstellend.— Der Auftragseingang in der Gummiindustrie war ungenügend, wenn auch die saisonmäßige Belebung angehalten hat. Für die Möbelindustrie brachte das 2. Vierteljahr erstmalig wieder eine Belebung, so daß die Beschäftigung durchweg besser war. Die Lebens= und Genußmittelindustrie war im allgemeinen unbefriedigend beschäftigt; nur stellenweise haben sich Absatz und Beschäftigung etwas gebessert. Dauer= und Höhenflüge an der Unstrut Ein neues Segelflug=Gelände in Mitteldeutschland spielensemble hatte für dieses Stück eine ganz hervorragende Besetzung aufgebracht. Unter Spielleitung von Hermann Kruger, der das Milieu ausgezeichnet traf und selbst den Schif fer Wulkow trefflich charakterisierte, kam eine künstlerische Spitzenleistung zustande. Neben der Mutter Walffen, mit der Frau Gautsch= Büchel alle ihre bisherigen Leistungen übertraf, und dem von Ludwig Anschütz trefflich vertretene Amtsvorsteher standen noch Horst Bredensteiner als Ehemann Wolff und Willy Minauf mit seinem Rentier Krüger an erster Stelle. Die Adelheid Wolff wurde durch Juanita Anbuhl die waschechte Berliner Range. Walter Gelmar, Heinz Kottkamp, Manfred Voß und der Amtsdiener von Willy Fidora seien ebenfalls hervorgehoben. Dorle Dreysch hatte als Frau Moles leider wenig Gelegenheit, hervorzutreten. Karin Vesta gab die gebildete ältere Tochter Leontine, der auf ihre Kindererziehung so stolzen Mutter Wolffen. Das Publikum nahm die Vorstellung mit dankbarem Beifall auf. 771 Rundfunk Abgeändertes Programm. Langenberg: Sonntag. 30. Juli 6.15: Hamburger Freihafenkonzert. Ein Seemannsgruß aus dem Hamburger Hafen. Die Gloden vom Großen Michel. 8.15: Wiederholung der Abendmeldungen u. landIuFalr C. nin 9.20: Stuttgart: 15. Deutsches Turnfest Stuttgart 1933. Der Festzug der 150000. 10.30: Peter Rosegger, des deutschen Volkes groher Bauernsohn. Zn seinem 90. Gehurtezage. eine Hörfolge von Th. Zenker.— 11.15: Lotte Lehmann singt(Schallplatten). 11.30: Tierschutz— so oder so. Für praktischen Tierschutz im Sinne der Erziehung zum Volkatum. Gegen falsche Sentimentalität. das Segelfluggelande an der Unstrut nicht nur ideale Hangmöglich keiten bietet, sondern auch für MotorflugWinden= und Autoschlepp geeignet ist. Ein 3 Kilometer langer, von Nord nach Süd sich er streckender Hang, 130 Meter über dem Unstrutbett, von den westlichen Winden aggge i## ergibt eine ungebrochene, bis auf 600 k. 70 Meter reichende Aufwindwalze. Am sinnfälligsten wird aber die Bedeutung des erst im Herbst 1932 für den Segelflug enthalle.— Einlage: Voll erzühll, Malhlen Rang: E löstig Verzällche us der Zaldatezick. 13.00: Klaviermusik. Hans Haaß. 13.30: Das Große Funkorchester. Lig.: Köhn. 14.45: Was kann d. Städtebauer a. d. heutigen Großstädten bessern? Von der Traumvorstellung zum Sofortprogramm. Eine Plauderei von E. Hermanns.„„„„— 15.00: Prof. Dr. Bombe: Woher stammen Europas Nationalhymnen? Eine Folge m. Schallpl. 15.20: Graziöse Musik auf Schallplatten. 15.45: Siedler und Nationalsozialist. Zwiegespräch. 16.15: Alter und Jugend. Ein Reigen. 17.00: Vom Brühler Schloß: Vesperkonzert. 18.00: Aachen: Internationales Aachener Reitturnier. Ein Hörbericht vom Aufmarsch der Nationen und Barrierenspringen.(Aufn.) 18.30: Stuttgart: 15. Deutsches. Turnfest Stuttgart 1933. Höhepunkt und Ausklang. 20.00: Sportvorbericht. 20.15: Vom Deutschlandsender: Tanzabend mit heiteren Einlagen. 22.00: Letzte Meldungen, Bericht über das kulturelle Leben, Sport. 22.30: Nachtmusik. Das Westdeutsche Kammerorchester. Ltg.: Breuer. Unterbaltung Isheemsel Träumende Heide weit umher, Fern hinter Klippen träumt das Meer. Ueber dem grauen Urzeitgestein Liegt verblassend des Abends Schein. Aus Gestrüppe und falbem Nied Raunt und harft's— ein verwehtes Lied. Und durch das Schweigen mit Geisterschritten Kommt es wie bleiche Schwermut geglitten.— Träumende Heide weit umher— Fern hinter Klippen träumt das Meer. Gert Asmus. Unvorsichtige Ruderer Daß auch auf der See und an der See viele Unglücksfälle lediglich auf Unvorsichtigkeit der Betroffenen zurückzuführen sind, ist eine Tatsache, auf die nicht oft genug hingewiesen werden kann. Wenn Leute unmittelbar nach dem Essen ins Wasser gehen, wenn sie weit in die See hinaus statt an der Küste entlang schwimmen und wenn sie sich albern benehmen, so daß sie, wie es oft vorkommt, die Zuschauer durch erheuchelte Hilferufe erschrecken, so daß ihnen im Augenblick wirklicher Gefahr niemand zu Hilfe eilt, so haben sie sich die schlimmen Folgen selber zuzuschreiben. Ein hochzeitsreisendes junges Paar hielt sich in ernem englischen Seebad auf und fuhr eines Abends mit einem Ruderboot auf die See hinaus. Als sie ein beträchtliches Stück vom Lande entfernt waren, wollte der junge Ehemann seine Frau photographieren, aber als er sich mit dem Apparat zu schaffen machte, entglitt ihm das eine Ruder und er konnte es nicht wieder auffischen. Er versuchte nun, mit dem zweiten Ruder an die Küste zurückzuge langen, aber das erwies sich als unmöglich. Das Boot wurde immer weiter abgetrieben, und als sie erst weit draußen auf dem Meer waren, verloren die beiden bald jedes Gefühl für Richtung. Sie konnten von Glück sagen, daß sie am folgenden Abend von einem Kü stendampfer aufgefrischt wurden, nachdem sie 27 Stunden lang ohne Essen und Trinken ge wesen waren und während des Tages entsetzlich unter der Hitze gelitten hatten. Diese bei den haben sich nun das Rudern ein für alle mal abgeschworen. Zu einem bedauerlichen Unfall kam es auch kürzlich an einer Schleuse. Fünf junge Leute hatten sich ein Boot gemietet, und als sie an dem Wehr ankamen, kletterte der eine von ihnen auf ein Brett, das an dem Wehr entlangführte. Aber als er gerade über dem sprudelnden; schäumenden Wasser war, glitt er auf dem glatten Brett aus und stürzte in die Tiefe. Seine vier Kameraden vermochten ihn nicht zu retten. Schlimm erging es auch sieben nicht mehr ganz jungen Damen, die davor gewarnt wurden, sich, so lange sie noch nicht ganz abgehärtet seien, um Mittag der Sonne auszusetzen. Sie taten es aber doch und nahmen gerade um die Mittagsstunde ihr erstes Sonnenbad. Sie mußten ins Krankenhaus gebracht werden und liegen in einem bedauernswerten Zustande da, da die Haut on Brust und Armen fast ganz abgeschält ist. Sie werden an ihr unvernünftiges Sonnenbad lange denken. Schiffsjungen Lustige Anekdoten. Erstens kommt es anders... Schiffsjunge Mikoleitis vom Schiffsjungenschulschiff„Hertha“ soll mit seinen Kameraden Sand vom Strande holen zum Deckscheuern. Unterwegs gerät das Boot hart an einen Stein und erhält ein Leck. Die Aufregung unter den Schiffsjungen ist groß, denn es dringt ein schenkeldicker Wasserschwall herein. Mikoleitis als Bootssteurer kommandiert seelenruhig:„Blusen aus!" und läßt dann das Leck mit den Blusen verstopfen. So kommt er noch glücklich an Bord des Schulschiffes zurück und kann das Boot kurz vor dem Versacken noch heißen lassen. Sodann wird Mikoleitis auf das Steuerbord=Achterdeck zum„Alten“ befohlen. Seine unter dem Schiffsdeck versammelten Kameraden befinden sich im regen Meinungsaustausch darüber, was er wohl„kriegen“ wird. Allgemein werden ihm mindestens drei Tage Arrest prophezeit. Mikoleitis kommt vom„Rapport“ zurück. Man bestürmt ihn:„Was hat er gesagt? Wieviel hast du gekriegt?“ Mikoleitis läßt sich eine Weise befragen und sagt dann mit Würde:„Er hat mirr beförrderrrt!“ * Die Zuckerzange. Frau Kapitän Bradhering machte auf der schneidigen Klipperbark ihres Mannes alle Reisen mit. Auf der Reede von Batavia hatte sie einst Gäste von Land zu einem gemütlichen Kaffee eingeladen. Der Schiffsjunge Krischan Dünnebacke muß aufwarten. Plötzlich entdeckt Frau Bradhering, daß einige der Gäste keine Kaffeelöffel erhalten haben. Sie fragt Krischan, ob denn keine Löffel mer da seien. „Ja,“ lautet die Antwort,„dor sünd wohl noch twee, de sitt aber tausammen.“ Das Wunderkind von Lübeck Universalgenie mit vier Fahren- Aber Säugling bis zum Tode- Abneigung gegen Musik Vor jetzt zweihundertzehn Jahren lebte in Lübeck ein Kind namens Christian Heineken, das eines der merkwürdigsten Geschöpfe gewesen sein muß, das überhaupt zemals zur Welt gekommen ist. Alles, was man heute noch von diesem Kinde, das überhaupt nur vier Jahre und vier Monate alt wurde, weiß, ist so seltsam, daß man sicher mit diesen Erzählungen keinen Glauben finden würde, wenn nicht unumstößliche zeitgenössische Beweise vorlägen. Es gibt sogar mehrere Bilder von dem Wunderkind Christian Heineken, und zwar vor allem einen Kupferstich, der im Jahre 1726 von dem Hamburger Christian Fritsch gestochen wurde. Unter diesem Bild stehen ein paar Verszeilen von dem Kapellmeister Georg Philipp Telemann, die zum Ausdruck bringen, daß die Nachwelt es schwer haben wird, an das unbegreifliche Genie dieses Knaben zu glauben, da schon seine Mitwelt vor einem ungeheuren Rätsel stand. Auf dem Bild ist ein Kind mit regelmäßigen Gesichtszügen, hellem Haar und großen Augen dargestellt. Während andere Wunderkinder eigentlich immer nur auf einem bestimmten Gebiet Erstaunliches leisten, war dieser kleine Christian sozusagen auf allen Gebieten weit über seine Jahre beschlagen, und so war es nicht verwunderlich, daß er mit seinen vier kurzen Lebensjahren die ganze Gelehrtenwelt in Erstaunen versetzte. Der Vater Christian Heinekens war Porträtmaler, die Mutter eine nicht sehr gebildete Frau, es ist also nicht anzunehmen, daß die besonderen geistigen Gaben des Kindes eine Vererbung von den Eltern gewesen wäre. Mit zehn Monaten konnte der Knabe schon fließend sprechen, und nachdem man ihm nun die biblische Geschichte vorgelesen hatte, konnte er im Alter von elf Monaten auf alle Fragen antworten, die auf die fünf Bücher Moses Bezug hatten. Als er vierzehn Monate alt war, wußte er in der ganzen Bibel Bescheid, und nun ging man weiter und lehrte ihn die Geschichte der Assyrer, Meder, Perser, Aegyp ter und Griechen. Mit anderthalb Jahren konnte er Lateinisch, und als man ihm nun ein menschliches Skelett zeigte, lernte er ganz schnell dessen sämtliche Teile richtig benennen. Er nährte sich nur von Milch, und zwar hatte er eine Amme, da ihm Kuh= und Ziegenmilch nicht bekam, und als man den Versuch machte, ihn an andere Nahrung zu gewöhnen, schob er diese mit allen Zeichen des Unwillens von sich. Aber er fragte interessiert nach dem Na men der Speisen, die auf den Tisch kamen. Mit einem Jahr und acht Monaten wurde er krank, und man glaubte, er werde sterben, doch erholte er sich wieder, und nun stürzte er sich mit großem Eifer auf das Lernen; und zwar lernte er Kirchengeschichte und Theologie und begann auch die Rechtswissenschaft sich anzueignen. Als Dreijähriger konnte er hun Drei Kollegen Von Kurt Wolgast Allmählich war der gemeinsame Besuch der populären Konzerte eine feststehende Gepflogenheit geworden: die drei Kollegen trafen sich pünktlich an der Kasse— sie kamen in schweigender Vereinbarung jeder einzeln, als wollte jeder von ihnen betonen, daß es sich hier um den freiwilligen Zusammenschluß dreier Menschen handelte, deren Beziehung untereinander völlig ungebunden war. Da aber zwei der Teilnehmer Frauen waren, so konnte auf die Dauer nicht vermieden werden, daß Lehnhoff— Erich L. genannt, weil er seine Artikel so zeichnete—, daß dieser männliche Partner Erich L. nach mehreren Wochen seine Neutralität bedroht sah. Eingespannt in den Riesenbetrieb eines Zeitungsverlags, traf Erich L. seine beiden Kolleginnen aus der Mode=Abteilung täglich in der Kantine, wo sie gemeinsam aßen. Bisher hatte Erich L. es vermieden, mit einem der Mädchen allein auszugehen. Gelegentliche Sonntagsausflüge fanden ebenso zu dreien statt wie der Besuch eines Kinos oder einer Ausstellung. Es schien, als bestünde ein stummes Einverständnis, diese ruhige Freundschaft nicht durch Bevorzugung eines Partners zu gefährden. Mascha war reizend; der leise romantische Hauch russischer Schwermut, der ihr von mütterlicher Seite anhaftete, das etwas gebrochene Deutsch, das so oft zu lustiger Kritik herausforderte, die sprühenden Augen— dies alles mußte Gefallen erregen. Und daneben Dörthe, märkische Blondheit, Zurückhaltung ohne Prüderie, logisches Denken ohne Trockenheit, Temperamentsausbrüche, die zu denken gaben, eine adlige, schmale Hand, die Zuverlässigkeit ausdrückte — war diese Dörthe nicht auch ein Prachtmädel? Erich L. begrüßte dankbar die Beziehung zu Mascha und Dörthe— es war ganz das, was er brauchte: weibliche Wärme, ein wenig Anregung, verständiges Zuhören und das Bewußtsein, daß er erwartet und geschätzt wurde. Er konnte völlig zu frieden sein. Nicht so die Mädchen. Vom ersten Moment an erstrebten beide eine Zweisamkeit— das hieß in diesem Fall: sie wollten jede von diesem famosen, klugen Menschen Erich L. begehrt und auserwählt sein. Es gab kleine bedrohliche Symptome, die aber vorerst nur von den Mädchen aufgefaßt wurden. Erich L. fühlte zwar eine leise Spannung anwachsen; ein Blick, ein Tonfall, ein schärferes Wort machten ihn aufhorchen und brachten eine steigende Unruhe in sein bisher so harmonisches Dasein. Aber er war fest entschlossen, sich auf keinen Fall zu einer Entscheidung drängen zu lassen. Was galt es im übrigen zu entscheiden? Er stand ja glücklicherweise vor gar keiner Frage. So gewappnet, begab er sich an diesem Dienstag in das Konzert. Er hatte nicht daran gedacht, daß man einen Mozart=Abend besuchte— vielmehr, daß Mozart eine ungeheure Gefahr für ihn bedeutete. Mozart war sein Gott— Erich wurde wehrlos, verlor alle Widerstände seines energischen und gescheiten Kopfes, wenn er Mozart hörte. Vom ersten Ton an geschah Unvorhergesehenes: seine rechte Hand— er saß wie gewöhnlich zwischen den Mädchen— faßte mit heftigem Druck nach der von Dörthe. Sie ließ ihm die ihre, ohne daß ein Blick diese Tatsache bestätigte. Dennoch schienen die kühlen Finger sich mit zartester Hingabe an die sei nen zu schmiegen. Erich L. fühlte Triumph, Belebung, ja ein beglückendes Entzücken, als habe er lange um diese Hand gekämpft. Mascha stieß ihn an— ihre dunklen Augen strahlten Begeisterung über das Adagio, das Erich L. noch wehrloser machte. Er ertappte sich dabei, daß er dem fragenden Blick zustim mend antwortete, ohne jedoch Dörthes Hand loszulassen. In Verwirrung durch dieses Doppelspiel, dessen er sich sofort bewußt wurde, zog er brüsk seine Hand fort und sah mit gerunzelten Brauen auf den Dirigenten hin, als weise er jede Ablenkung zurück. Ab und zu freilich streifen seine Augen heimlich das flimmernde Blond von Dörthes geneigtem Kopf, um dann flüchtig zu Maschas dunkler Haarfülle hinzuirren. Die Mädchen zeigten in der Pause ein un gewohntes Wesen: Dörthe war auffallend leb haft und Mascha nachdenklich still. Erich wäre am liebsten fortgegangen, hätte sich selber gern am Schopf gepackt: Das also war seine innere Festigkeit? Furcht war es vor Endgültigem— nichts anderes— er liebte je längst——— Jetzt kam sein Lieblingswerk, die Jupiter Sinfonie mit dem herrlichen Finale=Satz in C.=dur. Krampfhaft schloß Erich die Augen. Verrat an Mozart! dachte er. Denn ich höre ja gar nicht zu. Seit Wochen träume ich immer dasselbe—— nur Feigheit hat mich zurückgehalten, mir selber klar zu werden—— Er legte seine Hände fest übereinander, als wolle er ein Abirren verhindern, ein Suchen nach diesen fremden, schon ein wenig vertrauten kühlen Fingern——— Konzert zu Ende. Beifall, Durcheinander, Drängen an den Garderoben, gemeinsamer Weg durch den Regen— kleine Weinstube, ein etwas gezwungenes, abgebrochenes Gespräch, hastige, fragende Blicke. Man legt ab — der Kellner hilft den Damen aus den Mänteln. Erich schüttelt seinen triefen Hut; er trägt nie einen Schirm; da steht er jetzt in einer plötzlichen Befangenheit, während beide Mädchen sich eben an den Tisch setzen wollen und ihn erwartungsvoll ansehen. Noch immer hält er seinen Stock in der Hand. Vor ihm an der Wand hängen Dörthes und Maschas Schirme— er kennt beide genau: der von Mascha hat einen feuerroten Griff und ebensolche Streifen am Rand. Dörthes Schirm ist schwarz mit einer grauen Krücke. Zwei Augenpaare verfolgen Erichs Bewegung. Dörthe errötet— Mascha ist sehr blaß geworden. Erich hängt seinen Stock an den Haken, an dem der Schirm mit dem grauen Griff hängt. Und dann starrt er selber in einer verlegenen Glückseligkeit auf diese stumme, hölzerne, selbstverständliche Gemeinsamkeit— Als Dörthe sehr spät mit glühendem Gesicht ihr Zimmer betritt, scheint der vertraute Raum auf das heiterste verändert. Noch in Hut und Mantel setzt Dörthe sich hin und beginnt, die letzten Stunden zu überdenken— Plötzlich überfällt es sie: Wenn es nun aber ein„Richard Strauß=Abend" gewesen wäre? dert Psalmen und andere geistliche Lieder auswendig. Für alles dieses liegen die bestimmten Versicherungen glaubwürdiger Zeitgenossen vor. Als Christian Heineken das dritte Lebensjahr vollendet hatte, begann er Geographie zu lernen und machte sich nun auch an die fremden Sprachen; er lernte Französisch, Englisch und Italienisch. Auch das Rechnen fiel ihm unglaublich leicht. Nur mit dem Schreiben wollte es nicht gehen, denn- seine kleinen Hände waren zu kraftlos, einen Griffel oder eine Feder zu halten. Allmählich hatte sich der Ruf von diesem Wunderkind durch ganz Deutschland verbreitet, und die Menschen kamen von weither, um ihn zu sehen, und zwar mußten sie Geld bezahlen, um von den Eltern zugelassen zu werden. Nachdem dann im Mai 1724 der Knabe abermals so schwer erkrankte, daß niemand mehr an seine Genesung glaubte, hatte er sich doch im Juli so weit erholt, daß die Eltern mit ihm auf eine Gastspielreise gehen konnten, auf der sie ihn vornehmen Leuten zeigten. Der dänische König Friedrich IV. schenkte dem Kinde in Kopenhagen 20 Dukaten. An Gelehrsamkeit stand der Knabe jetzt einem durchschnittlich gelehrten Manne nicht nach. Er kannte mehr als dreihundert lateinische Zitate und wußte sie richtig anzuwenden. Wenn man ihm eine geschichtliche Begebenheit erzählte, ließ er sich immer eine Landkarte zeigen, um zu sehen, wo sich die Begebenheit abgespielt hatte. Mit seiner Gesundheit aber war es schlecht bestellt. Erst als er vier Jahre alt war, konnte man ihm die Amme nehmen, er hatte aber noch immer keine Zähne, und man mußte ihn mit Milchbrei ernähren. Er konnte auch nicht gehen, sondern mußte fast immer getragen werden, und erst mit vier Jahren konnte er anfangen, schreiben zu lernen. Aber je schwücher er wurde, umso lernbegieriger wurde er. Er studierte Astronomie und kannte bald die meisten Sterne am Himmel. Es wird erzählt, daß er äußerlich ganz normal war und wie andere Kinder seines Alters aussah, nur Handgelenk und Beine waren sehr dünn. Als er endlich gehen lernte, fiel er oft hin. Er liebte es sehr, sauber und ordentlich angezogen zu sein, aber eine merkwürdige Eigenschaft hatte er: er hegte eine wirkliche Abscheu gegen Musik. Wenn er Soldaten mit Musik vorbeimarschieren hörte, bekam er krampfähnliche Zustände. Im Alter von vier Jahren drei Monaten überkam ihn ein Vorgefühl seines nahen Alters. Er verlor plötzlich die Lust am Lernen und äußerte, daß er dieses alles ja doch nicht brauchen könne, da er bald sterben müsse. Wirk. lich erlosch sein Leben am 27. Juni 1725. Und nun verdienten seine Eltern das letzte Geld mit ihm. Sie kleideten die Leiche schön ein und stellten sie aus, und es kamen Tausende, um das merkwürdige Kind wenigstens im Tode noch zu sehen. Jedenfalls war er noch viele Jahre lang der dauernde Gesprächsstoff in seiner Vaterstadt Lübeck, und vielerlei wunderbare Geschichten wurden von ihm erzahlt. Werner Helling. Rätselecke Kreuzworträtsel Bedeutung der einzelnen Wörter. a) von links nach rechts: 1 germanisches Volk, 7 Kopfbedeckung, 8 Abfluß, 9 nordische Gottheit, 10 Zuneigung, 12 Stadt in Finnland, 15 Pökelbrühe, 16 Landungsbrücke, 19 französischer Schriftsteller, 21 Nebenfluß der Aller, 24 Portal, 26 Stadt in Estland, 27 Erdart, 28 Stadt in Schweden; b) von oben nach unten: 1 Kirchenlied, 2 böhmischer Reformator, 3 weiblicher Vorname, 4 Küchengerät, 5 Rebenfluß des Reckars, 6 pommerscher Küstenfluß, 10 Gastwirtschaft, 11 weiblicher Vorname, 13 Kurort, 14 Rauhfutter, 17 Schiffsgeländer, 18 Duftblume, 20 Haufabfall, 22 Haushaltsplan, 23 Papstname, 25 chemischer Grundstoff. 24815