Lippische Tageszeitung General=Anzeiger für das Land Lippe (amtl. Organ der Landwirtschaftskammer), Nachrichtenblat: des Randbundes(aum. Mittelungedlatt dio Liwpischen Landbundes). F 4: für die deutsche Hausfrau.— Geschäftostelle: Detmold, Exterstraße 11. Ferurn 3145 und 3143. Postversand: Herford. Postscheckkonto: Hannover 9839. Drahtanschrift: Publikationsorgan der Landesregierung Rummer 126 Der unfreie Bundeskanzler Enthüllungen über Verhandlungen mit Dollfuß wegen des Eintritts der Rationalsozialisten in die österreichische Regierung Wien, 39. Mai. Gelegentlich einer Pressekonferenz im Wiener Adolf=HitlerHaus setzte der Landesinspekteur der österreichischen NSDAP., Reichstagsabgeordneter Theo Habicht, die Gründe auseinander, die die Reichsregierung zur Ausreisesperre gegen Oesterreich veranlaßten. Aufsehen erregten die Ausführungen des Abgeordneten Habicht über Verhandlungen, die zwischen Bundeskanzler Dr. Dollsuß und ihm über die Frage einer Neubildung der österreichischen Regierung geführt wurden. Bei diesen Besprechungen wurde vom Abgeordneten Habicht als Bedingung für eine Mitwirkung der Nationalsozialisten in der Regierung gestellt, daß ein Wahlkabinett zu bilden wäre, für das bei der selbstverständlichen Ausschaltung der Sozialdemokraten auf Grund der Machtverhältnisse nur Christlich=Soziale und Nationalsozialisten in Betracht kommen könnten. Praktisch hätten also bei dieser Forderung der Nationalsozialisten die Landbund= und die Heimwehrvertreter aus der Regierung ausscheiden müssen und wären von Nationalsozialisten ersetzt worden. Wahlen wären dann sofort zu dem nächsten gesetzlich mög lichen Termin auszuschreiben gewesen. Nach der Wahl hätte die Bildung des endgültigen Kabinetts auf Grund des Wahlergebnisses zu erfolgen gehabt. Es zeigte sich bei diesen Besprechungen, daß weder Christlich=Soziale noch Landbündler noch Heimwehr gegen eine solche Regierungsbildung etwas einzuwenden gehabt hätten, vorausgesetzt allerdings, daß sie selbst darin vertreten wären. Da Abg. Habicht nicht die Absicht hatte, über seine Forderungen handeln zu lassen, brach Habicht die Besprechungen ab, erklärte aber, daß er jederzeit dem Bundeskanzler selbst zur Verfügung stehen werde, wenn dieser es wünsche. Abg. Habicht wurde dann vom Bundeskanzler zu einer Besprechung eingeladen, die unter vier Augen stattfand. Der Bundeskanzler erklärte hierbei, er sei überzeugt, daß mit den Nationalsozialisten als Machtsakter zu rechnen sei und daß sie nicht mehr zum Verschwinden gebracht werden könnten, weshalb— je eher, desto besser— eine Verständigung über die Form der Zusammenarbeit herbeizuführen wäre. In einer zweiten Besprechung einige Tage später hat der Bundeskanzler ebenfalls der vom Abg. Habicht dargelegten Auffassung bei gestimmt und lediglich einen Zeitausschub zur Vorbereitung der Verfassungsreform inner halb seiner Partei verlangt, obwohl ihn Abg. Habicht auf das Ungünstige eines sol chen Ausschubs aufmerksam machte. Der Bundeskanzler versicherte dann noch, daß die Besprechungen, die ihn interessiert hätten, baldigst fortgesetzt werden sollten. Kurz danach gelang es jedoch jenen Gruppen in der Regierung, die nach den Bedingungen der Nationalsozialisten weiterhin ausgeschaltet sein sollten, eine Fortsetzung solcher Verhandlungen zu hintertreiben, und unmittelbar darauf setzte die Zeit der Verfolgung ein. Die letzte Be sprechung fand vor etwa zehn Tagen statt Die erste etwa acht Tage vorher. Die Lage lasse sich also, so meinte der Abg Habicht etwa auf die Formel bringen, daß die Nationalsozialisten, wenn sie nur zwei Ministerposten verlangen, als hoffähig betrachtet werden, wenn sie aber vier oder fünf verlangen, die braune Pest seien. Gagenat deutsche Schutzmaßnahme Die Neuregelung des Reiseverkehrs mit Oesterreich. Berlin, 30. Mai. Die bereits angekündigte Regelung des Reiseverkehrs zwischen Deutschland und Oesterreich ist am 29. Mai 1933 getroffen worden. Im heutigen Reichsgesetzblatt erscheint ein Gesetz der Reichsregierung über die Beschränkung der Reisen nach der Republik Oesterreich, ferner eine hierzu vom Reichsminister des Innern erlassene Durchführungsverordnung. Das am 1. Juni 1933 in Kraft tretende Gesetz sieht die Erhebung einer Gebühr von 1000 RM. für jede Reise vor, die ein Reichsangehöriger mit Wohnsitz oder ständtgem Aufenhalt im Inland in oder durch das Gebiet der Republik Oesterreich unternimmt. Die Gebühr ist vor Antritt der Reise bei der zuständigen Sichtvermerksbehörde zu entrichten, die die Entrichtung im Pas vermerkt. Auf den kleinen Grenzverkehr, soweit er durch besondere Bestimmungen für die in den Grenzgebieten ansässige Bevölkerung geregelt ist, findet das Gesetz keine Anwendung, wohl aber trifft es auf den Ausflugsverkehr der Grenze zu. Mit Geldstrafe nicht unter 5.000 RM. oder mit Gefängnis werden die Reichsangehörigen bestraft, die entgegen den Vorchriften des Gesetzes oder der Durchführungsverordnung aus dem Reichsgebiet unmittelbar oder auf einem Umwege nach oder durch Oesterreich reisen. Aus der gleichfalls am 1. Juni in Kraft tretenden Durchführungs=Verordnung ist hervorzuheben, daß der Reichsminister des Innern eine Befreiung von der Reisegebühr nur für solgende Personengrupren zugelassen hat: Selbständige Gewerbetreibende und deren Angestellte, denen die zuständige Ortsroliteibehörde nach Anhörung der zuständigen Berufsvertretung (Handelskammer usw.) bescheinigt, daß es sich um eine geschäftlich notwendige Reise handelt: Personen, die mit Rück. sicht auf ihre dienstliche Tätigkeit oder in Ausübung bestimmter Berufe die Grenze nach Oesterreich überschreiten müssen (Beamte bei Dienstreisen, Eisenbehn=, Zoll=, Post= und Polizeibeamte, das Pecsonal von Schiffahrts=, Luftverkehrs= und Kraftwagenunternehmungen sowie von Schlafwagen= und Speisewagengesellschaften in gewerbsmäßiger Schiffahrts= und Fischerei tätige Personen); schließlich Arbeitnehmer. die sich zur Arbeitsaufnahme oder zur Erfüllung eines Dienst= oder Werkrertrages nach Oesterreich oder über Oesterreich in das Ausland begeben Deutschnationale Führer beim Kanzler Berlin, 30. Mai. Der Reichskanzler empfing am Dienstag eine Abordnung der Deutschnationalen Reichstagsfraktion, bestehend aus den Abgeordneten Berndt, Freiherr v. Freitagh=Loringhoven und v. Restorff zu einer etwa 11stündigen außen= und innenpolitischen Aussprache. Die Skagerrakwache zieht auf B.n ndnma Begrußung durch hindenburg Berlin, 30. Mai. Die ReichswehrEhrenwachen in der Reichshauptstadt vor dem Reichspräsidentenpalais, dem Ehrenmal Unter den Linden und dem Reichswehr. ministerium wurden am Dienstag zur Erinnerung an den Tag der großen Seeschlacht am Skagerrak wie in jedem Jahr durch die Skagerrak=Wachen der Reichsmarine übernommen. Schon lange vor Abmarsch der Marinetrupps hatte sich vor der Kaserne in AltMoabit eine große Menschenmenge versammelt. Unter den Klängen der Kapelle der Marine=Artillerie=Abteilung 3 aus Swinemünde begleitete eine vieltausendköpfige Menge den Marsch der blauen Ehrenkompagnie. Die Polizei hatte oft Mühe, den Matrosen den Weg durch das Spalier der Zuschauer freizumachen. Als die Skagerrak=Wache durch das Brandenburger Tor über den Pariser Platz zog. wurde sie von der Menge mit erhobenem Arm begrüßt. Vor dem Ehrenmal Unter den Linden nahm die Truppe Aufstellung Auf ein kurzes Kommando folgte die Ablösung der Wache. Dann marschierte die Slagerrak-Wache durch die Wilhelmstraße zum ReichskanzlerPalais, wo der Reichspräsident gegenwärtig seinen Wohnsitz hat. Als Reichspräsident v. Hindenburg in Begleitung seines Sohnes und des Reichswehrministers auf der Freitreppe des Palais erschien, empfingen ihn stürmische Hochruse. Nach erfolgter Ablösung richtete Reichspräsident v. Hindenburg an Kapitänleutnant v. Studnitz, den Führer der Ehrenwache. und die Matrosen herzliche Begrüßungsworte. Auch der Reichskanzler hatte von einem Seitenfenster aus dem feierlichen Akt zugesehen, ohne jedoch von den Zuschauern bemerkt zu werden. Regierung Ziehm zurückgetreten Danzig. 30. Mai. Amtlich wird mit geteilt:„ Der Senat ist heute zurückgetreten. Er führt bis zur Bildung einer neuen Regierung gemäß Artikel 31 der Danziger Verfassung die Geschäfte weiter. Um möglichst bald die Bildung einer neuen Regierung zu ermöglichen, hat der Senat den Wahlkommissar ersucht, die endgültige Feststellung der Wahlergebnisse zu beschleunigen. Mit der Feststellung der Wahlergebnisse ist frühe stens Anfang nächster Woche zu rechnen. Falschmeldungen über General von Schleicher Berlin, 30. Mai. In einem Teile der ausländischen Presse, vornehmlich der französi schen und tschechoslowakischen, wird in gro ßer Aufmachung die Nachricht einer Verhaftung des ehemaligen Reichskanzlers General a. D. von Schleicher gebracht. Wie die Telegraphen=Union von zuständiger Stelle erfährt, entsprechen diese im Ausland verbreiteten Nachrichten in keiner Weise den Tatsachen. Zum 17. Jahrestag des deutschen Seesieges. Der Skagerrak=Tag wird in diesem Bähre besonders festlich begangen werden und im Zeichen großer nationaler Feierlichkeiten stehen. Ueberall in Deutschland werden am 31. Mai, dem 17. Jahrestag der Wiederkehr der siegreichen Schlacht, die Fahnen wehen, wird man mit Stolz an jenen Tag zurückdenken, wo deutscher Heldenmut und deutsche Tüchtigkeit Triumphe feierten, wo die junge deutsche Flotte in der größten Seeschlacht aller Zeiten ihre Ueberlegenheit gegenüber dem mächtigen, seebeherrschenden England bewies. Noch vor einem Jahr hagelten die Gummiknüppel der unter marxistischer Führung stehenden Berliner Polizei auf deutsche Volksgenossen herab, als sie sich unter dem Eindruck des Schauspiels der aufziehenden SkagerrakWache zu vaterländischen Kundgebungen hin. reißen ließen. Deutsche, die das Deutschland=Lied sangen, wurden nur ihrer nationalen Einstellung wegen, rücksichtslos zusammengehauen, es wurde sogar geschossen, um die Menge auseinanderzutreiben. Der Geist von Skagerrak hat auch diese Zeit überwunden. Heute hat Deutschland innere Freiheit wiedererlangt, das Volk kann wieder seine Helden ehren, wie sie es verdient haben. Und genau so wie in diesen Tagen Millionen von Volksgenossen Schlageters Opfertod gedachten, so wird Deutschland am 31. Mai die tapfere deutsche Flotte seiern, die sich einem übermächtigen Gegner stellte und dennoch den Sieg davonkrug.„„„„„ Die Größe des deutschen Sieges wird erst richtig klar, wenn man sich die große zahlenmäßige Ueberlegenheit auf englischer Seite vergegenwärtigt. Während die deutsche Flotte unter Admiral Scheer nur etwa über hundert Fahrzeuge verfügte, war der Gegner mit rund 150 Schiffen ausgelaufen. An größeren Einheiten standen auf englischer Seite 28 Linienschiffe, 9 Schlachtkreuzer und 8 Panzerkreuzer, auf deutscher Seite 16 moderne und 6 alte Linienschiffe owie 5 Schlachtkreuzer. Erst am späten Nachmittag, gegen 17 Uhr, begann die Schlacht. Auf 18 Kilometer Entfernung wur. den die ersten Schüsse abgefeuert. Doch schon nach 1 bis 2 Minuten war die deutsche Artillerie eingeschossen und erzielte auf dieser großen Enfernung Treffer. Die###dlischen Schiffe konnten dagegen erst 5 Mnuten päter infolge ungenauer Messung das Feuer erwidern. Die Ueberlegenheit unserer Artillerie führte, noch bevor die Schlacht sich voll entwickelt hatte, zum Verlust zweier englischer Großkampfschiffe. die in die Munitionsräume der„Indefatt=. gable“ einschlugen, ließen das gewaltige englische Schiff in die Luft fliegen. Der#nde fatigable“ folgte bald bald darder neueste englische Kreuzer„Queen Mary“, der unter den deutschen Salven in kürzester Zeit absackte. Dank der Tapferkeit und Unerschrockenheit unserer chiffsbesatzungen, die vom Admiral bis zum jüngstenMatrosen das Letzte hergaben, dank de berlegenen Gefechtsführung und des hekvorragenden Materials der Flotte konnte der Sieg selbst. gegen einen zahlenmäßig überlegenen ner behauptet werden. D#ser der Engländer waren genutia. 3 Schlachtkreuzer, 3 Panzerkreuzer 1 kleiner Kreuzer und 7 Zerstörer, insgesamt 115 025 Tonnen, waren gesunken. Die deutsche Flotte hatte die kleinen Kreuzer„Wiesbaden",„Frauenlob“,„Elbing“ und„Rostock“, das alte Linienschiff„Pommern“, das in der Nacht nach der Schlacht einem Torpodobootsangriff zum Opfer gefallen war. sowie 5 Torpedoboote verloren. Ferner mußte der Schlachtkreuzer„Lützow“ versenkt werden, weil seine Beschädigungen so schwer waren, daß er nicht mehr in den Hafen gebracht werden konnte. Wie schwer der Schlag gewesen ist, den die deutsche Flotte den Engländern beigebracht hat. ergibt sich aus der Zahl der Toten. Auf englischer Seite nahmen rund 60000 Mann an der Schlacht teil. während die deutschen Schiffsbesatzungen rund 45000 Mann zählten. Die Engländer hatten davon 6049 und die Deutschen nur 2551 Tote. — Wiederholk ist von englischer Seite versucht worden, den Ruhm der deutschen Stagerral=Kämpfer durch alle möglichen Ausflüchte zu schmälern und herabzusetzen Man hat dann aber doch auf Grund eingehender Untersuchungen den deutschen Sieg zugeben müssen und dabei, wenn auch widerwillig, der deutsch deutschen Krie schen Flotte ein glänzendes Zeugnis ausSkagerral ist für jeden Deutschen der Inbegriff deutschen Siegeswillens und Hingabe an das Vaterland geworden. Der Geist der Skagerrak=Kämpfer soll und wird auch in unserer kleinen Flotte, die uns das Versailler Diktat noch gelassen hat, fortleben Das neue Panzerschiff wird den Namen des ruhmreichen Führers jener großen Schlacht, Admiral Scheer, tragen. Und der Geist von Skagerrak wird auch unser Volk zu Leistungen befähigen, die trotz aller Not dennoch ein neues, größeres Deutschland wieder erstehen lassen werden. Polonisterung der. 11614. deutschen Minderheit Volen will die deutschen Schulen ausretten kann kein Zweifel darllber bestehen, daß die —„ nahischöflich kann kein 3 Frage der Besetzung Amtes überhaupt keine sung des reichsdischöflichen rhaupt keine bessere Erledigung nte als durch die Berufung FriedAusländische Unterzeichnung des Viermächtepakts zögert sich noch hinaus. Beelin, 39. Mai. Die von einem Teil der ausländischen Presse systematisch und zu durchsichtigen Zwecken verbreiteten Nachrichten über eine unmittelbar bevorstehende Unterzeichnung oder Paragraphierung des Biermächteabkommens können in Berlin noch nicht bestätigt werden. In Berliner politischen Kreisen hat man den Eindruck, als ob es mit der Unterzeichnung nicht so schnell geht, wie das in anderen Hauptstädten vielleicht glaubhaft gemacht werden möchte. Nach deutscher Auffassung gibt es auf diplomatischem Wege noch eine Neihe von Fragen zu erörtern, bevor die Unterzeichnung erfolg Bromberg. 30. Mai. Die polnische Schulbehörde hat eine Anordnung erlassen, die den deutschen Minderheitenschulen in Polen jetzt den letzten Rest des ihr verbliebenen deutschen Charakters nehmen kann. Die Schulbehörde hat nämlich angeordnet, daß künftig in den Schulen mit deutscher Unterrichtssprache neben dem volnischen Sprachunterricht ein großer Teil der Unterrichtssächer in polnisch zu erteilen ist. Damit wird in den deutschen Schulen über die Hälfte der Unterrichtsstunden in polnischer Sprache erteilt werden müssen. Da auch die Eintragung in das Schultagebuch nur noch in polnisch zu erfolgen hat, so ist damit die Absicht einer vollständigen Polonisierung der deutschen Minderheitenschulen in Polen erwiesen. Sowohl die staatlichen wie privaten deutschen Minderheitenschulen haben die gleiche Verfügung der polnischen Schulbehörde erhalten. Diese Maßnahme wird sich an den deutschen Schulen in Polen noch insofern sehr ungünstig auswirken, als einer weiteren Polonisierung der Lehrer schaft jetzt nichts mehr im Wege steht Bernheim auf Grund sorgfältigster Vorbereitungen und mit Unterstützung des geamten internationalen Indentums vor den Bölkerbundsrat gebracht war, um die deutsche Judenfrage als international bedeutsame Minderheitenfrage darzustellen. der Umtes übe finden konnte als durchd rich von Bodelschwinghs. Es ist für das Wesen dieses Mannes, daß seiner Einsetzung erklärte, er habe das Amt nicht für sich verlangt, sondern gehe den Weg des Gehorsams. Friel ichnend er bei „ wie gemeldet, nach der Wahl Bodelschwinghs Hierzu kann mon vu: een... Z I. Geuf aus der Reichsleitung der„Deutschen Chrieine Groteoke, die angenblicklich in Genl u#n# auggetreten ist, begründe: — Siene gent. in einer längen Erklärung sein Eintreten für Bodelschwingh und erklärt u. a., daß Frankreichs Sicherheitswahn vod in seinem Wert dus Snubol für eleParis, 30. Mai. Bei der dritten Haus= das sei, was letzthin auch in den programhaltslesung in der französischen Kammer matischen Nichtlinien der„Deutschen Chrimachte die Rechte einen scharfen Vorstoß sten" gefordert werde. Das anzuerkennen, gegen den Viermächteplan. Der Angriff der sollte durch die Tatsache nicht verhindert gen kann. Rationale Zusammenarbeit Erneute Bekenntnisse der Treue für Hugenberg. Genfer Groteske Während der Völkerbundsrat gelassen zu sieht, wie sich Polen bemüht, den letzten Rest deutschen Kulturgutes in den deutschen Minderheitenschulen zu vernichten, während der hohe Rat nicht einen Finger rührt bei den polnischen Gewalttaten gegen die Deutschen in Polen, nimmt er sich gegenwärtig mit auffallendem Eifer einer Beschwerde eines Juden Bern heim über die„Lage der jüdischen Minderheiten in Oberschlesien an. Hierüber kam es in der Dienstagsitzung des Völkerbundsrates zu einer erregten Aussprache und zu heftigen Angriffen gegen Deutschland wegen angeblicher Nichteinhal tung des Minderheitenschutzes. Es erwies sich dabei, daß der Einzelsall Was wollen die„Deutschen Ehristen“? Missionsinspektor D. Weichert, der, gegen den Mussolini=Plan erreichte werden, daß Bodelschwingh der Organisation in der Rede des Abg. Marin seinen Höhe= der„Deutschen Christen" nicht angehöre. punkt, der erklärte: In dem Augenblick, in Der Einspruch gegen die Berufung Bodel dem man Frankreich in demselben Nate schwinghs stehe in Wiverspruch zu sehen werde wie Hitler und Mussolini, die der bisherigen Auffassung der Reichsleitung, überzeugte Nevisionisten seien, würden die die erst kürzlich dem Dreimännerkollegium Völker der Kleinen Entente verzweifeln. ihr vollstes Vertrauen und es als unzweckmäßig erklärt habe,„daß Ministerpräsident Do“„. Hi, Zehzt, zu aus den Reihen der Deutschen Christen ihre den Gegenstoß zu parieren und die Rechte zu and ven........„ beruhigen. Er sagte, einer Politik der Verneinung könne er nicht zustimmen. Der versälschte Mussolini=Plan. Arbeit gestört würde". Die drei Männer hätten auf Grund einer anerkannte.n Vollmacht v. Bodelschwingh berufen. D. Weichert wendet sich dann weiter. bin gegen die nach der Berufung BodelPrag, 30. Mail. Am Dienstagnachmittos scminahs erfolgten Kampfansagen der urde auf der Prager Burg die Kleine= Reichsleitung, denen sich auch Wehrkreisparrer Müller angeschlossen habe. Diese Entscheidungen hätten für ihn. O. Weichert, den Austritt aus der Reichsleitung und aus der Glaubensbewegung der wurde auf der Prager Burg Entente=Konferenz mit der feier lichen Uebergabe der Natifikationsurkunden des Abkommens über den ständigen Rat der Kleinen Entente eröffnet. Die drei Außenminister der Kleinen Die drei Außenminister der Kleinen.uzden Thristen notwendig gemacht, anEntente erklärten sich im Verleeie ger. mal der angesagte Kampf in seinen Vormen ratungen mit dem Inhalt des Biez= und Folgen die innertirchliche Durchföhrung nagtevaktes, da er jeht ber Hugzn#ag großen Resormwertes zum minbesten in sischen Denkschrift vom 10. April angeglichen g## sei, einverstanden. Sie nahmen scharfe Frage Selung aeen sot Neusten. Wäsler beim Reichskanzler Von allen Seiten gehen aus dem Lande dem Reichsernährungsminister Dr. Hufang einer Abordnung des deutschnationalen Arbeiterbundes aus dem Mansfelder Seekreis(Sitz Salzmünde). Die Arbeiterabordnung wurde durch den Abgeordn. Rüffer eingeführt, der betonte, die Herren seien gekommen, um dem Minister ihre persönliche Treue zu bekunden, eine Ehrenurkunde zu überreichen und die Ehrenmitgliedschaft der Arbeitergruppe zu überbringen. Hugenberg dankte in warmen Worten. In einem Telegramm der Deutschnationalen Front Ostsachsens an Hugenberg sehen die in Dresden zusammengetretenen deutschnationalen Führer in Hugenberg den Führer, der zielklar und erfahren in unermüdlicher Tatkraft unserem Volk seine Lebensgrundlage, Arbeit und Brot, wieder zu erringen berufen ist. Auf einer Tagung des Landesverbandes Hannover=Süd der Deutschnationalen Front in Hildesbeimerklärte Dr. v. Winterfeld. wenn die Deutschnationalen mit den Nationalsozialisten gemeinsam den Staat in die Hände nähmen, würden wir den Verhältnisser kommen. Anschließend berichtete Dr. Wienbeck über das für den Mittelstand von Hugenberg bereits GeAus der reichen Versammlungstätigkeit in Bavern und den hier stark besuchten Kundgebsgen läßt sich auch in Bayern ein erfreuliches Anwachsen der Deutschnationalen Front feststellen. Bodelschwingh über seine Mission Der neue Reichöbischof hofft auf Zusammonarbeit mit den„Deutschen Ehristen“ Berlin, 30. Mai. Reichskanzler Hitler empfing Wehrkreispfarrer Müller zu einer Unterredung. In ihr ergab sich, wie mitgeteilt wird, die völlige Einmütigk Wiir, Einmütigkeit in der Beurteilung der schwebenden Fragen Annahme der Goldklauselvorlage im amerikanischen Abgeordnetenhaus. Washington, 30. Mai. Im Abgeordnetenhaus wurde die Goldklausel=Vorlage angenommen. Danach werden alle durch Privatverträge entstandenen Zahlungsverpflichtungen aufgehoben. Es verlautet zuverlässig, daß Roosevelt Vereinbarungen dahingehend getroffen hat, Schuldnern zu gestatten, anstelle der fälligen Juni=Zahlungen Teilzahlungen zu leisten, um angesichts der bevorstehenden Weltwirtschaftskonferenz eine Zahlungsunfähigkeitserklärung der Kriegsschuldner zu vermeiden. So soll England anstelle der fälligen Zahlung von 75 Dollarmillionen 10 Millionen Dollar zahlen. Die übrigen Schuldner sollen diesem Verhältnis entsprechende Zahlungen leisten, vorbehaltlich der späteren Ratifizierung durch den Senat. Berlin, 30. Mai. Der evangelische Reichsbischof. Dr. Friedrich v. Bodelschwingh, hatte Dienstag mittag die Vertreter der Presse zu sich gebeten, um über seine Aufgaben zu sprechen. Wir sind, so führte er u. a. aus, auch in der Kirche Kinder des heutigen Geschlechts, und es hallen in unseren Ohren die Fragen und Sehnsüchte der heutigen Zeit. Wir haben die Aufgabe, an diese Fragen und Sehnsüchte heranzutreten. Daher ist es für uns selbstverständlich, daß wir in tiefer Kraft teilnehmen an der neuen Bewegung, die unserer Zeit und unserem: Geschlecht gegeben ist. Indem wir uns In diese Bewegung auch von der Kirche her hineinstellen, hoffen wir, daß die Kirche eine freie Bundesgenossin des sich erneuernden Staates und Volkes werden kann Unsere Kirche hat von ihrem Recht zu bitten und vielleicht auch hier und da einen malnenden Finger aufzuheben, Gebrauch zu machen Bei aller Ehrerbietung vor der Geschichte wollen wir aber nicht Hüter überalterter Formen sein. Dr. v. Bodelschwingh erklärte weiter, er werde seine bisherige diakonische Arbeit und das in Bethel Gelernte nicht verleugnen. Er habe in Bethel Dienst an der Neugestaltung des Volkes getrieben. Das letzte Ziel der dortigen Arbeit liege auf dem Gebiet der Siedlung. Was er dort gelernt und erlebt habe, gebe ihm für die Zukunft unseres Volkes und unserer Jugend einen frischen und sehr frohen Mut. Eine weitere Richtlinie für ihn sei die Schulung der Pfarrer und Laien entsprechend den Fragen der nwart Bei dieser Arbeit, fuhr der Reichobisch## fort, bin ich entschlossen, dafür zu sorgen, daß auch die Leitung der Kirche so gestaltet wird, daß sie den neuen Aufgaben gewachsen ist. Ich werde hier und da die Bitte aussprechen müssen, daß alte bewährte Mitarbeiter, denen wie in Dankbarkeit verbunden sind, jüngeren Kräften Raum machen. Sollte irgendwe in der Kirche sich zeigen, daß Männer, ob es Theologen oder Laien sind. den Gefahren unserer Zeit innerlich nicht gewachsen sind. würde ich rücksichtslos für Sauberkeit unseres kirchlichen Lebens sorgen. Bei der Erfüllung dieser Aufgabe bin ich entschlossen, allen Kreisen und Bewegungen, die in unserer Kirche lebendig sind, die brüderliche Hand zu reichen. sage dieses insonderheit und mit starker herzlicher Bewenung von der Bewegung der Deutschen Christen. Ich hoffe, daß über Meinungsverschiedenheiten hinweg eine Verweg ein bundenheit der Arbeit uns geschenkt werden möchte, in der Gewißheit, daß es sich hier nicht um Personen handelt, nicht um menschliche Ehre, sondern um letzte grebe Ziele, die jenseits der Grenzen iedischer Geschichte liegen. Ich habe noch gestern abend mit Wehrkreispfarrer Müller gesprochen, und er stimmte mir zu, daß diese Erneuerung unserer Kirche, sofern sie Kampf fordert, mit geistlichen Waffen geführt wird. Auf verschiedene Fragen erklärte Dr. v. Bodelschwingh, daß in dem geistlichen Ministerium die lutherische, reformierte und unierte Kirche nicht gewaltsam zusammengeschweißt werden sollten, sondern jede solle in dem nächsten Mitarbeiterkreis des Reichsbischofs ihre Vertretung haben. An der Verfassung der nationalen Synode werde bereits gearbeitet, und der Rohbau der Verfassung werde in einigen Tagen vorgelegt werden können. Bodelschwingh erklärte noch, daß er sich in seiner gestrigen Unterredung mit dem Wehr. kreispfarter Müller dahin verständigt habe, beide wollten versuchen, in Zusammenarbeit mit den Bevollmächtigten der Kirche einen Weg zu finden, der in die Zukunft führt. zevveim Auru#geleht Friedrichshafen, 30. Mai. Das Luftschif „Graf Zeppelin“ ist am Dienstag gegen 13.30 Uhr, vom Rom kommend, über Friedrichshafen eingetroffen und um 13.55 Uhr auf dem Werftgelände gelandet. Marlene in Wien Wien. Die bekannte Filmschauspielerin Marlene Dietrich ist in Wien angekommen. Sie befindet sich in Begleitung ihres Gatten, des Regisseurs Sieber und ihres Töchterchens Hede sowie ihres Bruders. Deutsch=Cbristen für Bedelschwingh Istaubul. Die Lämmer sind in der Türkei derart im Preis gesunken, daß sie schon mit andertbalb Türkpfund. also drei Mark, verkauft werden. Infolgedessen kaufen in Ankara viele Eltern ihren Kindern Lämmer als Spielzeug. da sie in der Türkei für diesen Preis kein anständiges Svielzeug erhalten können. Aus kirchlichen Kreisen wird uns geschrieben: „Es möchte nach der Rundfunkrede des Wehrkreispfarters Müller den Anschein haben, daß die„Deutschen Christen“ in ihrer Gesamtheit gegen die Berufung Dr. von Bodelschwinghs zum Reichsbischof seien. Das ist keineswegs der Fall; denn ein großer Tei! der„Deutschen Christen" bekennt sich undeschadet seines sonstigen kirchenpolitischen Programms eindeutig zu ihm. So löste die Nachricht seiner Bestätigung bei den„Deutschen Christen" in Gladbeck die spontane Absendung des nachstehenden Telegramms aus: „Die Ortsgruppe Gladbeck der „Deutschen Christen" stellt sich in vollem Vertrauen und allem Gehorsam hinter den neugewählten Reichsbischof. Wir danken Gott, daß er den Namen Bodelschwingh aufs Neue zu einem Zeichen seiner Gnade durch unsere evangelische Kirche hat werden lassen.“ Es ist bemerkenswert, daß sich„Deutsche Christen“ einmütig zu einer solchen Vertrauenskundgebung entschlossen; denn es Oehandes Eniel1## Levendes Spieizenh Behhe Die Technische Hochschule in Darmstadt is geschlossen worden. Ein Runderlaß des Preußischen ministeriums verfügt die Aushebung sämtsicher Beamtenvertretungen für alle Zweige der preußischen Staatsverwaltung. Reichopräsident v. Hindenbung begibt sich in den nächsten Tagen zu einem kurzen Pfingsturlaub nach seinem Gut Neudeck in Westpreußen. Ein außerordentlicher Genossenschaftsteg des Raifseisenverbandes zur Beschlußfassung über notwendig rungen sand am Dienstag in ** Aus den Amterw Ziun grellen Licht der Zupiterlampen Arnier bet Airts Buim- Enton Hrokiuteitungen und veletieg, kuudenlanes Vertihmmeen Hohenhausen will auch fliegen, Geslur, Ver rer. F- a.: alscter Joseizese Sasen se. bte. Se he ie uige, Seit etnige Monaten- sch schaft für—.—— anerkennenswerter Zirkus Busch— das riecht wie jeder Zirkus— nach Sägespänen, Tierduft und allen und unmöglichen„Weltgerüchen. asce herie Khrschlse lg Bbeie elac. eine aen De. Vaik, Arnieie, ses gertern alt den ottrichen Segelflugzeng gz# Anbauten und Wagen hierfür R.A Schon vor weitem Vort won usgzast und hären. dänsche Doggen sprangen kuntgebant kopel, die in einem Parilson aufspielt und voren, nandegr„gefägrlich fre,. den Leu zu dem Ohre die Richtung weist, wo der Sirtue wrcgeinand..—.— uce, die Peitsche des steht. Dann aber, em.„#lame umichtigen Dompteurs zwingt die Bestien überstraht von tausenden. Vesne,-Ariz hnng urm Ailser,„ DevZaeun des Prächige Berde. Rar konmen sell, 132. Md, stz in Def“ uld auf die Dauer weniger Tagel während. im Jeit lasgelde 2.1. ci. eiechenerisheien, Seriget benommen. Die bislang vorgenommenen Sammlungen haben schon einen schönen Erfoig grgur:. sansenete Shesiergsesten bad baesraher werden. “ Giddelen. Aus dem Turnverein Sesiache ceieie. Seihce. Keseocite: Helarid Sieil. Bils Basle un Klara Hunecke. * Hiddelen. Die Dienststunden des mito, in der Zeit on 4.30 vie 7 Uhe Rat0.20 bis 12.30 Uhr verle: Geschäftezimmer bleibt das Gemeindesitzungszimmer am Kreuzweg. Die Einwohnerschaft sei auf diese Aenderung hingewiesen. . Heiligenkirchen. Leyrerwechsel. dem heutigen Tage verläßt die Lehrerin Fel. Reindokh die biesge Schur.„irhgong. freie Detmolder Schule ihren„ver gu.,„Kenheg oiege anzutreten. Lehrer Kelle aus Haustenbeck wurde nach hier versetzt. Verlebeck. Ein Hund rettet einer Scaserfunder sot in der Wodnhobe, elszlie iu saznen Bann. Dieser Riesenzsrklus ur am sein Hund bereingekürzt und verh grganz mustergöltige Angelegenhett, die mn der Herrn von seinem Stuhle zu Lteden. Li, zu gas zen Welt von deutschem Fleiß Zeugnis abAald die ail Sshick laste er.di. ha er iter. Leiseszag etret aund 61 3 bistlos ein Schpäldchen, Pas. 54, mit Krallen in den Spitzen gefangen halts.(auf die teuersten Plupe : Rad Meinberg. Jugendlicher Reihen voll gefüllt von einer sensationSeldsmörder. Am Dienstag„De mitzus lüsternen Zuscheuerschaft, die ummer wied begeiserten Seisall spendete.. Sals ehere. egeickr i. e,=eche 48 material: Miß Lucy am galoppierenden Pferd einen Doppel=Flick: flack“ von großartigem Schwung, Clowns schießen ihre Purzelbäume, ein ro gelockter läßt auf Kommando die Haare zu Berge stehen und ein kleiner Reitersmann purzelt über die Ponys. Ein aonzendes Zeora— em merschtische macht Spaß u. ein saudummes Gesicht, Ritt meister Gautier zeigt edelstes Pferde material— 16 Rassetiere— und Asevera einen Schulreiteakt von hoher Vollendung.„Dazwischen prasseln italienische Kkrobatensokeis, soielen Lichresiere uu. raun kenden Gewändern, reißen die FacchiniClowns zu Lachstürmen hin und wird die „Hohe Schule“ geritten. In einer Pause kann man die schau besichtigen, und dann mit dem zweiten Teile des Progremms kommt erst der Clou des Abends: der Zirkus wiro wirklich unter Wasser gesetzt= aber es bleibt im Zuschauerraume trocken, dies zur Beruhigung! Die Wasserpankomime„Die Rache des Kalifen ist wohl das Großartigste, was ein„Rielen: apparat von Völkergemisch unter Assistenz frappierender Lichtvisionen zustandebringen kann. Ein Zauber wie aus tausend und einer Nacht— nicht in weninen Zeuen,## schildern, ohne Beispiel und von höchster, überwältigender Pracht!. .]. Die Tausende von Zuschauern bei der Pre grammnummern ablausen, guilt durch die miere Veisten, naz Herf Geschantzen, daß nie Eingänge ummer noch der Menschentrom, Zie hingerisen waren von dem Verlange niemand, der Reihe nach die hinnetine..—#gndeinden Wasser„Nummern“ aufgezählt zu kriegen. Auch er:] Farbenzauber der sorndeinden Wosser spart uns Werturteile darüber, welche der! zengen Künste die gefahrvollste, die, schönste, Lie wert= 14, mit Gondeln, Schwimmerinnen und ollem vollste oder die„netteste“ is: mäglichen Wassergetier belebt sind. Soer Das gebt alles wie am Schnürchen.„ was dürste Detmold selten sehen! Snloa Kantor seine gemischte Raubtier= salt:—. Eine süße Last: Fräulein Althoff auf ihrem Elesanten. Deutsche Turnerschaft Detmolder Turnverein von 1868 c. V. Turnverein Bahn=Frei. Zur gleichmäßigen Einübung der Vorführun##.I.E d#a Merbetages für die Deutnabe gelegene Ziegelei, wie dies fast täglich gescho: Gegen 10.30 Uhr wollte Jungen zum Frühstück rufen, und fand ihn Schuppen der Ziegelei erhängt vor. Sofort einWerbetag, für die DeutAals die Schater e.s S hanst e ereiter m. i. cheti e d Eibringen. Gleichschaltung.„Jum]) Wznnerahteilung: Dienstag und Freitag swece der Sleichschaltung bate bch der. Tagzs..d. 3.30 Uhr: Frauenastelung: Rontag und verein im Vereinslokal Carl Riermann 225.: Ponnerstag abend 8.30 Uhr: Alte Riege: Mit. reich verlammelt. Der gesamte Vorstand, welcher Tonnersrog v.#s J1hr: Jugendabteilung: Sonnnach dem Gleichschaltungsgesetz zurückgetreten woch abend 8.30 Uhr; Jugen-Trtzun„. var, wurde wiedergewählt... Johre., Sonnabend abend 6 Uhr: Schülerinnen. eh= Wöbbel. Eine Versammlung der/gbteilung. 10—1! Jahre: Mittwoch abend 5.30 K SBO. fand in der. Gastwirtschaft Srewe= Uhr: Knahenabteilung. 6—10 Jahre: Freitag statt, die sich eines guten Zesuches erfreute. Der gbend 5 Uhr: Mädchenabteilung. 6—10 Jahre JZellenleiter Lange sowie, der, Dorlarugpen, Donnerstag nachmittag 4.30 Uhr. leiter Schäfer: Billerbeck sprachen über Zwec Bi, gartände: und Ziele der RSBO.—— eh= Schieder. Endlich gesaßt. In den umliegenden Forsten wurden seit längerer Zeit verschiedene Forstdiebstähle ausgeführt. Nach längeren Bemühungen der Polizeiorgane gelang es, den Täte= zu überführen. Es handelt sich um einen hiesigen Einwohner. e: Hohenhausen. Gleichschaltung im klameradenverein. In der am letzten Sonnabend im Rottmannschen Vereinslokal stattgefundenen Versammlung des Kameraden= vereins nahm man unter Punkt 1 der Tagesordnung die Gleichschaltung des Vorstandes vor, die folgendes Ergebnis hatte: 1. Porsitzender: Kaufmann Fritz Rehme, 2. Vorsitze, der Lehrer Blattgerste, Schriftführer:„Rendant Rudolf Köller. Rechnunosführer: Justizwachtwachtmeister Wilhelm Flöter. Die Kameraden Blattgerste und Koch hielten dann einen Vortrag über„Aktuelles aus Genf“ und„Segelflugsport“. Im Anschluß hieran bewilligte der Verein 50.g für den in Hohenhausen erstrebten Segelflugsport. el. Talle. Unglücksfall. Von einem Unglücksfalle wurde die Ehefrau des Landwirts Heinrich Hecker in Talle betroffen. Sie war im Garten beschäftigt und zog sich durch einen Fehltritt einen Knöchelbruch am Bein zu, der die sofortige Ueberführung in das Krankenhaus in Lemgo erforderlich machte. „Wie wollen eine Presse haben, die mit der Regierung zusammenarbeitet, wie auch die Negierung mit der Presse zusammenarbeiten will: Reichsminister Dr. Soebbels in leiner Rede an die dentichen Pressevertreter am 15. März 1333. Die Vorstände: K. Ruising A. Wessel 1. Vorsitzender 1. Vorsitzender Sommerzachttebeertheigerng Dienstag. den 13. Juni 1833, halten die Rchersberuer Heichuchastelchalt, und ger. Schweinezuchtverein Paderborn in der# steigerungshalle in Paderhorn Wrgun, hunte Zuchthullen des Tieflandschlages, sowie 60 über 4 Monate alte Eher und Sauen des veredelten westf. Landschweines. ##t Die Paderborner Schweinezüchter fähiokeit und gute Mastfähigkeit größter Be liebtheit erfreut. Die Bullenauktion findet um 12 Uhr mittags “ Die sorgfältig ausgesuchten Tiere stammen aus den besten und milchreichsten Ställen des Paderborner Landes. Die Paderborner Versteigerung bietet eine günstige„Ankaufsgelegenheit besten boden tändigen Zuchtmaterials. Fur„Fruchtbarkgiz und Deckfähigkeit der Bullen und Eber wird Garantie geleistet. Es find nur„eicge, Fmiseg.ei. gelassen. deren Mütter einen Mindestmilchfettgehalt von 3 Prozent und als Erstlinge jährlich mindestens 80 Kilogramm Milchfett und sonst mindestens 100 Kilogramm Milchfett aufweisen. Eine Ausnahme ist bestimmungsgeman nur da zulässig, wo die Mutter des Bullen zwar weniger als 3 Prozent Milchfett aber mindestens eine Jahresmilchfettleistung von 150 Kilo gramm hat. Bielefeld Zentralheizungs-Kols Koßlen Brikeifs ∆ Gustar Möllmans& Co. E. à P. Stricker Chrom 33 das vielbewunderte siablie Fabrred. Spezlal-Rüder schon v. Rm 29- an. Lisig. ab Fabrik. Keine Zwischen kosten. Katalog gratis. Strioker, Fahrradtabrik Bleiefeld-Brackwode 34 Gartenmöbel näher, Gartengerdte aller Art. Wassersgiuche. Gießkannen, empfiehlt billigst in guter Ausführung zu niedrigsten Preisen. Friede. Reier öscungrenhendiung 1993. Fritz Plogstert Henny Plogstert ged Kamgmeter Vermählte Brokhausen Dehlentrup, den 31. Mai 1933 Nachruf. Am 27. d. Mts. verschied plötzlich und unerwartet das Mitglied unseres Aufsichtsrats Herr Domänenpächter Otto von Ohlen Der Verstorbene gehörte seit 1925 unserem Aufsichtsrat an. In tiefer Trauer stehen wir an der Bahre des Entschlafenen, der uns siets ein treuer Berater war und mit großem Interesse die Aufgaben der Genossenschaft fördern Sein Andenken wird bei uns stets in Ehren gebelten werden. Vorstand und Aufsichtsrat c. S. u. d. 9. Lage i. Lippe, 30. Mai 1933. In Bad Salzuflen Uindet am Donnerstag. den 1. Juni, vormittage 11 Uhr, die festliche Eröffnung des neuerbauten Hotel Luisen-Hof statt. wozu ich Freunde und Bekannte hiermit herzl. einlade. Die Leitung des Hauses habe ich Herrn Eitel Kültzau als Püchter übertragen. und bitte, letzterem volles Vertrauen und Wohlwollen entgegenzubringen. Heinrich Reibke. BUSCH der Circus unter Wasser Detmold, Kronenplats. Täglich 3½ und 8½ Uhr sämtliche Clrcus-Sensationen und das gewaltige Wasser-Schauspiel DEwiger Frieden Reeenn Ulerx Erterst. 29 Frieurieh Merz, Teisten 2749 runden von und Sürge, Leichenwäsche. 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Karotten 2 Berliner Allerlei.... 2 Pfefferlinge...... 2 Apfelmus...... 2 2=Pfd.=Dofe Für Sonnabend: Frischer Spargel, Blumenkohl, Kopfsalat, Gurken, Tomaten, neue Kartoffeln, Kirschen. Gutberlet Bellage Nr. 126 Livvische Tageszeitung Jamas. Bums. 1. 3u. 191: Festliche Vegrükung des Reichsstatthalters Dr. Meyer Ganz Lippe im reichsten Fahnenschmuck- Der Empfang an der Landesgrenze- Fahrt durch Städte und Dörfer Die Begrüßung in Detmold- Großer Staatsakt im Lippischen Landestheater Jubelnder Empfang! Die feierliche Einholung des Reichsstatthalters Dr. Alfred Meyer gestaltete sich gestern zu einem ganz großen und unvergeßlichen Erlebnis! An diesem Tage nahm die gesamte lippische Bevölkerung, besonders die Einwohner= schaft der Landeshauptstadt Detmold an dem erhebensten und größten Staatsakt seit Jahrzehnten lebendigsten Anteil! Fahnen und Bannern zur Stelle waren. Während Minute um Minute verging, vollzog sich kurz nach 1 Uhr mittags der Empfang des Reichsstatthalters an der lippischen Landesgrenze hinter Bad Salzuflen Zur Begrüßung hatten sich hier Landespräsident Hans=Joachim Riecke, Gauleiter Hauptmann Steinecke, der Pressedezernent der Landesregierung von Weltruf entwickelte, wies auf die alten Baudenkmäler hin, die Zeichen einer stolzen Vergangenheit und alten Kultur seien. Voll Vertrauen blicke Salzuflens Bürgerschaft auf den Reichsstatthalter. der ja kein Fremder sei, den wir aus mancher Wahlschlacht kennen, und der auch die Lipper kennen lernte. Darum solle Vertrauen herrschen, Vertrauen auf eine bessere Zukunft. Mit dem Gelöbnis des Gehorsams und der Pflichterfüllung und den Worten„Laßt uns ein neues Deutschland bauen“ schloß die Rede. Ein dreifaches Siegheil auf Deutschland und seine Führer Hindenburg und Hitler, auf Lipve und den Reichsstatthalter brauste durch die Luft. Mit wenigen aber herzlichen Worten dankte der Reichsstatthalter und brachte ein dreifaches Sieg=Heil auf das Lipper land aus. Nachdem die Klänge des Deutschland liedes verhallt waren, bestiegen die Herren ihre Wagen, um über Schötmar zur Landeshauptstadt zu fahren Wie hier so gestaltete sich auch die Begrüßung in Schötmar, zu der aus Stadt und Umgebung Tausende herbeigeeilt waren, zu einem eindrucksvollen Erleben. Hier sprach Bür germeister Beckmann Worte der Freude und des Dankes. Dann ging die Fahrt durch die reich geschmückten Ortschaften zur Willkommensfeier in Lemgo und Lage, wo die Bürgermeister Gräfer und Gierlichs vor dem Rathause den Reichsstatthalter begrüßten. Wenige Minuten vor 3 Uhr vollzog sich unter Glockengeläut der Einzug in Detmold Tausende und Abertausende jubelten, als Reichsstatthalter Dr. Meyer zu Fuß serankam und sichtlich ergriffen im Mittelpunkt der überaus eindrucksvollen Empfangsfeier vor dem Bahnhofsgebäude tand. Hier bemerkten wir u. a. neben dem Landespräsidenten Riecke, Oberführer Schramme=Osnabrück, den Kommandeur des Detmolder Reichswehrbataillons Maior Meyer=Rabingen: den Präsidenten des Lippischen Kriegerbundes, Generalleutnant a. D. Caesar, Landgerichtsrat Dr. Oppermann und viele SA. und SS.=Führer. Nach einer kurzen herzlichen Begrüßung und Vorstellung, überreichte ein blondgelockter Knabe dem sichtlich erfreuten Reichsstatthalter einen prachtvollen Strauß aus rotem Mohn und Margueritten. Dann folgte die Begrüßungsansprache des kommissarischen Oberbürgermeisters Keller, der den Reichsstatthalter herzlich willkommen hieß und dann ausführte, daß die Bevölkerung der Landeshauptstadt sich aufrichtig freue, einen alten Vorkämpfer der nationalsozialistischen Bewegung hier in dieser feierlichen Stunde begrüßen zu dürfen.“ Sie kennen dieses Land, das Land kennt sie!„— Wir geloben Ihnen Treue, Gehorsam und Pflichterfüllung!“ Darauf nahm Reichsstatthalter Dr. Meyer das Wort und führte u. a. aus:„Sie haben mir durch diesen festlichen Empfang eine große Freude bereitet. Es ist für mich zuviel der Ehre. Ich muß mir erst diesen Empfang verdienen. Ich bin kein Fremder, ich habe in diesem Lande mit meinem Kampfgenossen Bild oben: Die Ankunft des Reichsstatthalters am Bahnhof. Bild links: Der jüngste Hitlerjunge überreicht einen Blumenstrauß.— Bild rechts: Begrüßung des Freiw. Arbeitsdienstes. Jahnke, sowie Führer der SA. und SS. eingefunden. Nach einer kurzen Ansprache ging die Fahrt mit Kraftwagen zum Empfang in Bad Salzuflen Der Marktplatz prangt im Fahnenschmuck; Girlanden wehen; eine Kapelle in der braunen Uniform spielt. Auf der Verkehrsinsel, dem Rathause gegenüber, haben sich die Stadtverordneten versammelt; auch sie sind in Uniform die drei bürgerlichen Stadtverordneten fehlen. sie haben ihre Aemter zur Verfügung gestellt: doch sieht man Rechtsanwalt Petri an anderer Stelle gemeinsam mit den Richtern und Be hördenvertretern. Auf beiden Seiten des Markt platzes bilden die Vereine Spalier, ein buntes sestliches Bild! Um 1.13 Uhr beginnen di Glocken zu läuten; nun hat der Statthalter die lippische Landesgrenze überschritten. Fieberhafte Spannung allenthalben; man späht immer wieder die Straße herab. Das Horst Wessel=Lied ertönt, und schon beginnt die Vor beifahrt des Motorsturmes, und dann kommt der Wagen des Reichsstatthalters. Reichsstatthalter Dr. Meyer wurde be gleitet von dem neuernannten Landespräsi denten Riecke, dem Kommandeur des Reichswehrbataillons, Major Meyer=Rabinga Hauptmann e. D. Steinecke, sowie noch einigen Herren in leitender Stellung. Zunächst begrüßte ihn namens der Ortsgruppe der NSDAP. deren Leiter Hillebrenner; sodann sprach Bürgermeister Breimann, der darauf hinwies, daß Salzuflen als erste Stadt auf lippischem Gebiet es sich zur besonderen Ehre anrechne, den Statthalter und Vertreter der Reichsregierung als erste zu begrüßen. Herzlichen Gruß entbiete er aber auch namens der Stadt dem neuen Präsidenten, der ebenfalls zum ersten Male in amtlicher Eigenschaft in Salzuflen sei. Kurz streifte der Redner den Werdegang der Stadt, in der sich ein Heilbad Schon viele Stunden vor dem „Tag Dr. Alfred stand die mit Fahnen und Wimpeln überreich geschmückte Stadt Detmold im Zeichen des kommenden staatspolitischen Ereignisses. Ueberall sammelten sich auf Straßen und Plätzen unzählbare Menschenmassen, die trotz des trüben und regnerischen Wetters geduldig auf die Ankunft des Reichsstatthalters warteten. Daß an diesem vorletzten Maientag anstatt sonnigen Hitler=Wetters sich ein trüber und grauer Himmel über der festlich gestimmten Stadt wölbte, wurde allgemein bedauert. Aber die Festfreude wurde dadurch in keiner Weise gestört. Im Gegenteil!„Allen himmlischen zum Trotz nahm die Spannung und Be geisterung von Minute zu Minute zu. Vor dem Landestheater marschierten schon kurz nach 1 Uhr die Kom pagnien des Reichswehr=Bataillons auf. Bald erschienen SA.= und SS.=Kolonnen, die vor dem prächtig geschmückten Bau mit seinen ragenden Säulen Aufstellung nahmen. Aus allen Richtungen zogen die Schulklassen heran und nahmen zu beiden Seiten der Bismarckstraße, dann auf der Paulinenstraße von der Post bis zur Bahnhofstraße Aufstellung. Die Straße vor dem Bahnhof gehörte den braunen Freiheitskämpfern, dem Stahlhelm, der Hitlerjugend. dem Scharnhorst=Bund Mitgliedern des Freiwilligen Arbeitsdienstes, die sämtlich mit ihren Bild oben: Reichsstatthalter Dr. Meyer. Daneben Landberichtsrat Dr. Oppermann und Generalleutnant a. D. Caesar. In der Mitte: Abschreiten der Front der Reichswehr.— Bild unten: Parademarsch der Reichswehr vor dem Landestheater. zusammen gekämpft und es ist mir eine unendliche Freude, Hand in Hand an dem großen Werk des Aufbaues der deutschen Nation mitzuhelfen. Ich komme zu Ihnen und bringe Ihnen volles Vertrauen entgegen und bitte mir, dieses Vertrauen zuammen mit dem Landespräsidenten Riecke zu schenken. Das Werk wird uns gelingen, wenn wir die Kraft aus Ihnen schöpfen können. Wir rufen am Beginn unserer Arbeit dem Reichspräsidenten von Hindenburg und dem Volkskanzler Adolf Hitler aus unserem schönen Lipperland, daß in Freiheit und Ehre den Lohn seiner ehrlichen Arbeit ernten möge, ein Sieg=Heil zu! Die Menge stimmte begeistert mit hochgereckten Armen in diesen Gruß ein. Reichsstatthalter Dr. Meyer, gefolgt von etwa 20 führenden Mitgliedern der NSDAP. und den Vertretern der Landes. regierung, der Landeshauptstadt Detmold und der Reichswehr durch das Spalier von mehreren tausend Schülern die beim Erscheinen des Reichsstatthalters mit hochgereckten Armen und freudigen Heil. Rufen viele Blumen auf den Weg des Beauftragten des Reichskanzlers und Führers Adolf Hitlers warfen. Was wir bisher in Detmold noch nie erlebten, wurde gestern Tatsache: Jung und Alt stand ganz im Banne dieses überwältigenden Empfanges. Ein wundervolles Bild, als kleine Schülerinnen kurz vor der Post dem Reichsstatthalter herrliche Blumensträuße überreichen und immer und immer wieder Heil riefen, die Hände zum Gruß erhoben und schließlich nicht mehr zu halten waren und dem Reichsstatthalter folgten, der dann durch das Spalier des blau gekleideten Mitglieder des Bundes Königin Luise und der weiß gekleideten Mitglieder des Bundes Deutscher Frauen und Mädchen unter feierlichen Glockenklang zu einer kurzen Feier in der reformierten Kirche schritt. Nach einem Orgelvortrag verharrte Reichsstatthalter Dr. Meyer im Gebet und verließ dann das Gotteshaus, um sich von hier durch das Spalier, gebildet von den höheren Schulen und vieler Vereine mit ihren Fahnen durch die Bismarckstraße zum prächtig geschmückten Landestheater zu begeben, wo sich ebenfalls eine unübersehbare Menschenmenge eingefunden hatte. Gegen 3.30 Uhr begann darauf der Festakt im Lippischen Landestheater Im Landestheater wartete seit 2.15 Uhr ein voll besetztes Haus auf den Beginn des Staatsaktes. Die Bühne war wunderroll dekoriert, rund um das Bild Edolf Hitiets war Blattgrün aufgestellt und die Fahnen des neuen Reiches zeigten sich in der Bühnenbeleuchtung ganz besonders wirkungsvoll. Unter den Anwesenden bemerkte man den Fürsten Leopold zur Lippe, die Spitzen der Reichs=, Landes= und städtischen Behörden, die Vertreter der Reichswehr, die Vertreter der Beamtenschaft und Geistlichkeit und viele prominente Vertreter des geistigen und wirtschaftlichen Lebens. Das Kurorchester Bad Salzuflen unter Leitung von Kapellmeister Neiger eröffnete die Feier mit dem„Einzug der Gäste auf der Wartburg“ aus der Oper„Tannhäuser“ und der Ouvertüre zur Oper„Oberon". Den musikalischen Teil der Veranstaltung hatte Prof. August Weweler organisiert. Eindrucksvolle Männer= chöre des Schubertbundes unter Leitung des Pg. Karl Welle und flotte preußische Märsche des Orchesters unterhielten das mit Spannung der Ankunft des Reichsstatthalters harrende Publikum, die sich fast um eine Stunde verzögerte. Als gegen 3.45 Uhr die Klänge eines Parademarsches von draußen her die Ankunft des Herrn Reichsstatthalters ankündigten, erreichte die Spannung ihren Höhepunkt. Geleitet vom Landespräsidenten Riecke und Gaukommissar Hauptmann a. D. Steinecke, sowie der NSDAP.=Landtagsfraktion und den Führern der Par tei betrat der Reichsstatthalter die Bühne, auf der Landtagsabgeordneter Herrich ihn mit einem dreifachen„Sieg= Heil“ willkommen hieß; stehend stimmte das Haus in diesen Ruf ein. Landespräsident „Egmont"=Ouvertüre von uscht war, erhob sich Lan Nachdem die Beethoven verrauscht war,e. despräsident Riecke und widmete dem Herrn Reichsstatthalter u. a. folgende Worte: Here Reichsstatthalter! Im Namen des lippi schen Volkes, im Namen der lippischen Landesregierung, an deren Spitze Sie selbst mich be rusen haben, heiße ich Sie hier herzlich will kommen. Die Aufnahme in allen Städten, die vielen unvorhergesehenen Begrüßungen, die Begeisterung in Detmold selbst werden Ihnen bewiesen haben, mit welch großer Freude das lippische Volk Ihre Ernennung zum Reichsstatthalter begrüßt hat. Es wird Ihnen gegaugen sein wie uns allen: Und immer und immer wieder kommen uns in die Erinnerung die Tage des großen Entscheidungskampses damals im Januar; aber damals waren andere Freuten. Heute sind die letzten Bastionen ernurmt, heute geht die Frout nach innen und es gilt das Erkämpfte zu sichern und auszubauen, die Bewegung in den Staat hineinwachsen zu lassen. Wir wissen, daß Sie auch in diesem Kampf uns der rechte Führer ein werden, wie Sie es uns in dem letzten Kampfe gewesen sind. Wir wollen Ihnen geloben, wie bisher im alten Sinne Treue und Gefolgschaft bis zum Letzten walten zu lassen. Meine lippischen Volksgenossen, ich möchte Sie bitten, zur Bekräftigung dieses Gelöbnisses unserer Folgschaft einzustimmen in den Ruf: „Unser Reichstatthalter Sauleiter Dr. Mener,„Sieg=Heil“!“ Brausend verklangen die Heil=Rufe, während der Landespräsident mit dem Reichsstatthalter einen langen und festen Händedruck wechselte. Gewaltig und tief ergreifend erscholl aus vielen hundert Kehlen und, während die ganze Versammlung die Arme zum Hitlergruß erhob, das Horst Wessel=Lied. Der Gruß des Saukommissars Dann hielt Gaukommissar Hauptmann a. D. Steinecke folgende Ansprache: Graue Tage damals noch über Deutschland, aber in unseren Herzen und Hirnen glimmte ein Gedanke damals: Deutschland! Du Sauleiter, du einfacher SA.=Mann dort in der hintersten Ecke, wir reichen uns die Hand, und so schritten wir durch diese Schicksalsjahre hin. durch, so gingen wir aus dieser Nacht in das fahle Dämmern, ich und Du! Graue Wolken damals über dem Lipperland im Januar dieser Jahres, wie eine Nadel so scharf stach das Schwert Hermann des Chernoker in die Wol kensetzen. Die Stürme brausten durch die Wäl der, Eis= und Negentropsen sickerten in die Täler. Noch war die Zeit, wo uns viele Häuser verschlossen blieben, wo der Bürger die Ruhe als das erste Gebot der Bürgerpflicht ansah. Er schlief. und Du, Sauleiter, Du schrittest uns damals wie immer voran. Du verstandest wie immer die Nöte Deiner getreuen Schar, Du teiltest mit uns Kummer und Sorge, aber auch manche Freude. Nun ist Lenz geworden in Deutschland, unn ist der Frühling gekommen über das Hermanuslaud. Run sprießen Blumen und Blüten, und es muß schon so sein, daß man durch tiefes Dunkel gehen muß, um das Licht lieben und ertragen zu können. Gauleiter, wir trugen Dich aus dem Schild, wir trugen Dich durch das blühende Land, komme, was da kommen mag. Stürme oder Sonnenschein! Volksgenossen, es lebe Deutschland und sein Führer Adol Hitler! hade ich noch keine Verdienste aufzuweisen. Wo die Begrüßung besonders herzlich war, nehme ich an, daß sie dem rührigen Gauleiter Pg. Steinecke galten.“ Nach dieser Verbeugung vor der lippischen NSDAP. fuhr Dr. Meyer fort: Als Gauleiter habe ich kampfverbunden in Lippe mit der Seele des Volkes gerungen und das lippische Land lieben und schätzen gelernt. Ich habe als politischer Kämpfer die Seele des Volkes studieren müssen und glaube, sie verstanden zu haben. Tag auf Tag stand ich mit dem Führer in dem gewaltigen Ringen des Wahlkampfes. Da habe ich das Volk schätzen gelernt, den einfachen Bauern und die einfache Lipperin. Gesund in ihrem Empfinden haben sie den Führer Adolf Hitler damals verstanden und gefühlt, daß er allein Rettung, Freiheit, Arbeit und Brot bringen kann! Sie, Herr Steinecke, hoben immer treueste und zuverlässigste Gelgschaft geleistet. Sie haben ein großes Verdienst daran, daß heute auf allen Gebäuden neben den ruhmreichen Fahnen des Kaiserreiches die Fahnen des revolutionären Deutschlands flattern. Ich hoffe, daß Sie mir weiterhin ein treuer Kamerad sein werden. Ihnen, Herr Landespräsident, gilt mein herzlicher Gruß. Wir kennen uns lange und stimmen in unseren Ansichten stets überein. In dieser Verbundenheit liegt die Gewähr für eine segensreiche Zusammenarbeit für das lippische Land. Ich habe das Vertrauen, daß Ihre nie ermüdende Energie, Ihre reiche Arbeitskraft und Ihre großen Kenntnisse Sie zur Lösung der schweren Aufgaben befähigen, die auf allen Gebieten zu leisten sind. Ihre Reichskommissar in Schaumburg-C nmelten Erfahrungen werden auch dem Lande Lippe zum Segen gereichen. Sie, Herr Landespräsident, genießen mein vollstes Vertrauen und haben infolgedessen in der Politik die größte Freiheit. Ihr Verständnis für das Volk, und zwar für die Aermsten des Volkes, gibt mir die Gewißheit, daß es Ihnen gelingen wird, das Volk zu einer wahren Volksgemeinschaft zu führen. Als Nationalsozialist werden Sie die Bewegung in Lippe als treueste und stärkste Stütze hinter sich haben, Regierung und Partei werden ein unzerreißbares Band bilden! Dank der Regierung Krappe Nachdem Dr. Meyer erklärt hatte, es sei ihm Herzensbedürfnis, der Regierung Dr. Krappe für ihre großen Verdienste zu danken, die sie sich dadurch erworben habe, daß sie in schwerster Zeit das lippische Staatsschiff mit fester Hand gesteuert habe und der Erklärung, daß die Verdienste Dr. Krappes in die Geschichte des lippischen Landes eingegangen seien, fand er auch anerkennende Worte für die früheren Mitglieder der Landesregierung Klöpper und Wedderwille und betonte dann, daß seine Aufgabe als Statthalter die sei, eine Klammer zwischen Reich und Land Lippe zu bilden. Die Verschmelzung aller Deutschen zu einer Einheit sei zwar nicht leicht, aber eine Aufgabe, die allen Hindernissen zum Trotz gelöst werden müsse. Früher sei Deutschland als Parteien= staat sämmerlich zerrissen gewesen. Es sei eine Atomisierung des deutschen Volkes gewesen. Deutschland war eine Arena, in der der Kampf aller gegen alle ausgefochten wurde. Mit dem 30. Januar sei die Einheit Wirklichkeit geworden. Nun müßten auch die Organisationsformen zum Heile des deut schen Menschen verschmolzen werden. Wir müßten eine Zeit herbeiführen, in der der Bayer, der Preuße und der Lipper wohl slandesbewußte Menschen seien, aber über allem Deutschland flehe! (Bravo.) Es muß ein Angehöriger der Zentrumspartei ten und Katholiken müssen sagen: Wir sind alle Christen, aber gebt Gott, was Gottes ist und jedem Deutschen, was des Deutschen ist! (Stürmischer Beifall!) Bekenntnis zum Rationalsozialismus Wir glauben, diese Aufgabe am besten erfüllen zu können als Nationalsozialisten. Nationalismus und Sozialismus sind zwei untrennbare Begriffe. Es gibt keinen Nationalismus ohne deutschen Sozialismus, es gibt keinen Sozialismus ohne Nationalismus. Diese unsere Weltanschauung ist aus deutschem Blut und Geist entstanden, sie ist einfach, organisch und natürlich, so daß sie der primitive, gesund empfindende Volksgenosse am ehesten versteht. Es ist meine Aufgabe, jede Sache des Reiches als ein Wollen des Landes Lippe zu sehen. Reichund Land müssen in allen entscheidenden Fragen eines Willens sein. Kraftvolle Außenpolitik. Wir müssen das Reich unterstützen in der Frage der außenpolitischen Befreiung und der Wiedergewinnung unserer Lebeusrechte und unserer Ehre. die wir niemals uns nehmen lassen.(Bravo und stürmischer Beifall.) Sie mögen tun, was sie wollen, Adolf Hitlers Deutschland unterschreibt keinen Schandver: trag, kapitulieren— niemals! (Stürmischer Beifall.) Wie wir legal das schwarz=rot=goldene System gestürzt haben, werden wir auch legal den Vertrag von Versailles zerreißen. Es ist Aufgabe des Landes Lippe, diese Politik der Regierung zu fördern und zu stützen. Auf staatspolitischem Gebiet gilt es, das Reich der nationalen Ehre auch in Lippe zu festigen. Nicht die Staatsform ist das wesentliche, sondern das Blut des schafsenden Volkes. Jeder soll Jede Hand, die sich uns entgegenstreckt, werden wir dankbarergreien die Feinde des nationalsozialitischen Staates aber werden vernichtet!(Beifall.) Marxismus und Bolschewismus werden in dem Lande, in dem Hermann der Cherusker und Adolf Hitler die Befreiungsschlachten schlugen, nie wieder ihr Haupt erheben können.(Lang anhaltender Beifall.) und Kaufleute müssen sagen: wir kämpfen zwar für unser Lebensrecht, aver über allem steht der Grundsatz. Gemeinnutz geht vor Eigennutz! Und die ProtestanIm Seiste Schlageters Nachdem Dr. Meyer noch erklärt hatte, daß der Aufstieg der Wirtschaft abhängig sei von der Schaffung des Ständestaates. in dem Klassenkampf und Klassendünkel zu schweigen haben und Arbeitsfriede herrscht, gab er der Hoffnung Ausdruck, daß sich die deutsche Seele wieder wie ein Phönix aus der deutschen Asche erheben möge.„Restlose Hingabe für den Dienst am Vaterland“— diese Losung des Nationalhelden Schlageter sei auch unsere Aufgabe und Pflicht. Er bitte als Statthalter dieses herrlichen Landes: Helfen Sie alle mit, die schwere Aufgabe zu lösen und diesen Seist Schlageters, der der Seist eines Horst Wessel und jener Jugend ist, die in Flandern sterbend das Deutschlandlied sang, wachzuhalten. Seine Rede klang aus mit einem dreifachen.„Hoch“ auf Deutschland, seinen Reichskanzler und auf das herrliche Lipverland. Stehend sang die Versammlung das Lied vom guten Kameraden. Mit dem Männerchor„Vaterland“, gesungen vom Schubertbund und dem FriDer Reichsstatthalter Dr. Meyer an Lippes Volk Der Reichsstatthalter vor der Beamtenschaft im Landtag Stehend sang die Versammlung den ersten Vers des Deutschlandliedes. Nun ergriff der Herr Reichsstatthalter Dr. Meyer das Wort zu einer großen, alle Herzen packenden Ansprache, die seine Verbundenheit mit dem lippischen Land und Volk in das rechte Licht rückte. Er grüßte zunächst das herrliche Lipperland in tiefer Bewegung und teilte mit, daß der Herr Reichspräsident auf Vorschlag des Herrn Reichskanzlers ihn zum Reichsstatthalter in Lippe ernannt habe. Er habe vor dem Herrn Reichspräsidenten sol genden Eid geleistet: „Ich schwöre: Ich werde meine Kraft für das Wobl des deutschen Volkes einsetzen, die Verfassung und die Gesetze des Reiches wahren, die mir obliegenden Pflichten gewissenhaft erfüllen und meine Geschäfte unparteiisch und gerecht gegen jedermann Gott heife!“ hreu. So wahr mir Diesen Eid wolle er halten. Es sei ihm Herzenssache, den Lippern für den Empfang in Lippe zu danren.„Zuviele Ehren“, so fuhrt er fort,„haben Sie über mich ausgeschüttet. Ich habe diese Ehren für den Reichspräsidenten und Reichskanzler entgegengenommen. Als Reichsstattbalter selbst Nach dem Festakt im Landestheater und dem Parademarsch der Reichswehr, SA., SS., des Stahlhelms und der nationalen Jugendverbände begab sich Reichsstatthalter Dr. Meyer mit Begleitung gegen 5 Uhr in das Regierungsgebäude und ließ sich im herrlich ausgeschmückten Sitzungssaale des Lippischen Landtages zunächst die höheren Beamten vorstellen. Reichsstatthalter Dr. Mever nahm darauf das Wort und richtete an die im überfüllten Saale anwesende Beamtenschaft ungefähr folgende Worte: Ich danke Ihnen für die herzliche Begrüßung, die Sie mir zuteil werden ließen. Ich hoffe, daß unsere Zusammenarbeit zum Wohle des Landes und des Reiches sich auswirken moge. Wir wollen am heutigen Tage das Fest des Vertrauens seiern. Beamte und Landespräsident Niecke genießen mein volles Vertrauen. Ich bitte Sie mit ihn die Rettuna Livves durchzuführen. Wir haben schwere Zeiten vor uns, aber wir werden sie überwinden. Ihre Sorgen sind auch unsere Sorgen. In uns Kämpfern werden Sie sehen, daß Sie zu ihrem Recht in jeder Form kommen! Nur eine Bitte habe ich, daß Sie mit größter Geduld, mit Liebe und Sorgsalt in dieser schweren Zeit immer ein geduldiges Ohr haben und helsend der Bevölkerung beiseite stehen. Ich bin der festen Ueberzeugung, daß wir mit eiserner Kraft, wenn Sie mit eisernen Willen vorangehen, zur Rettung von Volk und Staat beitragen. Möge unser Werk gelingen. Deutschland und unser Volkskanzler Adolf Hitler Sieg=Heil! Dann sprach Landeopräsident Niecke: Wir geloben Ihnen unverbrüchliche Gefolgschaft. wir wollen uns alle einsetzen unsere Arbeit zu leisten im Dienste unseres Führers und in Ihrem Sinne! B## dericus Rex=Marsch erreichte der Staatsakt sein Ende. Gantzellet willhrüchet Schaulntet Vor dem Landestheater nahm sodann in Anwesenheit einer riesigen Menschenmenge, welche die Umgebung umsäumte, der statthalter mit dem Landespräsidenten und dem Gaukommissar Steinecke die Parode der Reichswehr, der SA. und SS., der Hitler=Jugend, des Stahlhelm, des freiwilligen Arbeitsdienstes und des nationasezalstschen, Sgeitäehger, korps ab. Dröhnend hallte der Stechschritt der Reichswehr und der Wehrverhände über das Pflaster— einen unvergleichlichen Eindruck hinterlassend! Imposanter Abschluß TTTR NENUIND SPORT Leichtathletischer Großt in Lippe pletz ein Großkampf geboten, wie 1 Lippe noch enadt, belst, Heritzeig eseche Priel“ malige deutsche Meister, mehrsache 2T. ““#otiche Meisterinnen und die tischen Da Inhaberin Die gro shartig verloufene feierliche Einholung des Reichostatthalters Dr. Alfred Mever und der imposante Staatsakt Landestheater waren kaum beendet, da war es wie beim Empfang des neuen Landespräsidenten Hans Joachim Riecke wieder die„Lippische Tageszeirung“, die in einer schwarz=weiß=rot umrandeten zweiseitigen Sonderausgabe über den Verlauf der Veranstaltungen als einzigste Zeitung bereits nach einer Stunde ausführlich berichtete. Diese Sonderausgab Zeitung wurde in Stadt und Land freudigst begrüßt und war bald nach ihrem Erscheinen restlos vergriffen! des enropkischen Rekorde im Weitsprung, Uür Fragen. Wir Iönnen heute schon namentlich die Ber Zum Abschluß der Veranstaltungen dieses Toges begann in 10. Abendstunde der Große Japfenstreich der Reichswehr und der Jackelzug der nationalsozialistischen Jorwationen. der zu dieser Stunde wiederum viele Detmolder Bürger auf die Straßen und den Marktplatz lockte. Nachdem Reichswehr und Nationalsozialisten auf dem Marktplatz angekommen waren. meldet Oberleutnant Kohne: Großer Japfenstreich zur Stellel“ Von der Freitreppe des Rathauses gab Bataillonskommandeur Major Meyer=Nahingen den Befehl:„Großer Japfenstreich kann begianen!“ Unter der Leitung von Obermusikmeister Mietusch intonierte die Reichswehrkapelle zunächst den Lieblingsmarsch des Reichskanzlers, den Badenweiler Marsch und nach einem preußischen Armeemarsch den Regimentsmarsch unserer 55er. Dann be gann der Große Zapfenstreich, der einen großartigen Eindruck hinterließ. Mit dem Horst Wessel=Lied und dem Deutschland=Lied ging das militärische Schauspiel des Tages zu Ende. Während die Reichswehr und nationalsozialistischen Formationen mit klingendem Spiel abrückten, verabschiedete sich„Reiche; statthalter Dr. Mever vor dem Rathaus vom Landespräsidenten Riecke, Bataillonskommandeur Meyer=Rabingen sowi den übrigen zahlreichen Ehrengästen. Erst nach 11 Uhr zogen sich die vielen Tausende langsam nach Hause. Am späten Abend, kurz vor Mittemnacht. fanden die Feierlichkeiten dieses denkwurdigen und unvergeßlichen Tages zu Reichsstatthalters Dr. Alfred Meyer toren Abschluß. ertretung der Gäste mitteilen. Es starten: Selma Grieme(Hoch= und Weitse Helene Aesf eoech gaest Sis- Pie 135 Weisenig), esich Pezerne. co. Meir Du, 23 Kesened. Ladte Gih. Sesier e e Meter, Ballweitwurf), Lieselotte Busch(Diskus, Sveer und Kugel), Thea Voß, Lisa Helmken. Diese genannten Frauen starten auch in der 10 mal ½=Rundenstaffel und in den 4 mal 100 Meterstaffeln. Ilse Wolter.(Dir.-#., S.a..; Lotte Huben(800 Reter), Marta Eils, Anni Beckröge, Irmgard Lehmkul und Lotte Flume. Hermann Bünte(100, 200 Meter, 4 mal 100 Meter und 10 mal ½ Kunde), Hermann, Wil, sers(100 Meter, 110 Meter Hürden, 4 mal 100 Meter und 10 mal ½ Runde), Franz Köhl (100 und 200 Meter, Kugel, 4 mal 100 Meter und 10 mal ½ Runde), Wilhelm Meyer(400 Meter. 4 mal 100 Meter und 10 mal ½ Runde), Alfred Meyer( 4mal 100 Meter und 10 mal ½ Runde), Kurt Franke(200 und 400 Meter 4 mal 100 Meter und 10 mal ½ Runde), Guthmann(4 mal 100 Meter und 10 ma ½ Runde), Rolf Ludwig(Weitsprung, 4 mal 100 Meter und 10 mal ½ Runde), (1000 Meter, 4 mal 1500 Meter und 10 mal Runde), Willi Albert(1000 Meter, Kugel, 4 mal 1500 Meter und 10 mal! Runde), Willi Wellmann(3000 und 4 mal 1500 Meter). Edu Meyer(1000 bezw. 3000 Meter, 4 mal 1500 und 10 mal ½ Runde), Scheidthauer(3000 Meter), Nas Becker, Karl Leyer(Speer, Diskus und Hoch), Rolf Böcklhoff(Diskus und Speer), Willi Häseler, Hans Krause, Rolf Vieth. Armin Tegnee(10 mal ½ Runde), Otto Pollack (Hoch= und Weitsprung], Heinrich Grotbeer Ernst Pfingsten(10 mal ½ Runde), Heury Rolle, Karl Solquards(1000 Meter, 4 mal 1500 und 10 mal ½ Runde), Richard Sterly (Hochsprung und 10 mal ½ Runde), Walter Lübbern und Willi Angelbeck. Kleinkaliber=Schießsport Tramhauten. Kleinkalibersport in Fromhausen. saeliterschiespverein„Dieng, bei herlichem Metter ex grobes Pokal= und Preisschieben. Es hatten sich sechs auswärtige Vereine und zahlreiche Freunve des Schießsports eingefunden. Es galt, den im Jahre errungenen Wanderpokal, gestiftet vom Jägerverein„Lubertus“, Kohlstädt, neu zu erringen. Bedingung war 8 Schühen je 3 Schuß gelegt auf 100 Meter Entfernung. Der Schiekverein Horn lag schon mit saeht von 25 in Führung. Mit gealen Sitz; der hiesige Verein ans Werk. Es schien sast den in Führung liegenden Verein nicht einholen zu konnen. Aber dem letzten Schühen Herrn Fr. Husemann gelang es, mit 3 Schußz 35 Ring den Schießverein Horn mit einem Ring zu schlagen. Sollt der Verein den Pokal im nächsten Jahre nochmals erringen, so geht er in desen dauernden eSsitz über. Feip. Preiz, schieben erhielt Herr B. Klöpper mit 36 Ring den ersten Preis. Um 7.30 Uhr war das Schießen krendet. Hiernach sand noch ein gemütliches Beisammensein im Vereinslokal statt. 1. Greie Humbold=Blomberg. 2. Else Gröne=Großenmarpe, 2. H. Mockentanz=Großenmarpe. Schülerinnen unter 12 Jahren. 1. E. Bergmeier=Barntrup 2. E. Kromc=Blomberg, 3. L. Hammerich=Barntrup. Feustball. Turnverein Blomberg— Turnverein Barntrup 62:32 Alte Herren=Großenmarpe—. Alte Herren=Blomberg 43.53. Handball. Blomberg 1— Großenmarpe 1 2:1(2:0). 50000 Meter=Lauf. 1. Sieger: Hilker=Großenmarpe. Pendelstaffel Schüler 4 mal 75 Meter. 1. Sieger Turnverein Großenmarpe. Schülerinnen 4 mal 75 Meter. 1 Sieger Turnverein Blombera. Jugendturner 4 mal 100 Meter. 1 Sieger Turnerein Alvirdissen. Turnerinnen 4 mal 100 Meter. 1. Sieger Turnverein Blomberg. Turner 4 mal 100 Meter. 1. Sieger Turnverein Blomberg. Tennis Bezirksturnfest in Großenmarpe Von herrlichem Sonnenschein begünstigt, wurde am vergangenen Sonntag das Bezirksturnkest des Ostbezirks des Lippischen Turngaues in durchgeführt. 275 Wetturner hatten den. um ihre Kräfte zu messen. Um 1.30 Uhr er folgte der Festmarsch durch die im Zeichen des neuen Teutschlands geschmückten Ortschaften GroßenmarpeErdbruch. Unter den Klängen des Liedes„O land, hoch in Ehren“, marschierte der Festzug gegen 2.30 Uhr wieder dem Wettkampsplatz zu, wo der Vorsitzende des Turnvereins Großenmarpe alle Teilnehmer aufs herzlichste begrüßte und Thr. Großkurth das Wort zur Festansprache übergab. Gegen 6,30 Uhr sond die statt. Eichenkreuz Amtliche Mitteilungen. Ta wegen des Himmelfahrtsfestes die Leistungs prüfungen aussallen mußten, werden sie am Donnerstag. 1. Juni, in Lage. wie angegeben, wirderholt. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, daß dies letzter Termin ist. Mannschaften, die trotzdem noch Pflichtspiele durchführen oder bereits durchgeführt haben, bekommen nur die Hälfte der Siegpunkte angerechnet. Dasselbe gilt für Mannschaften. in denen einzelne Spieler die Prüfung nicht abgelen: Am Sonnabend, 10. Juni, ist in Lage abende 8 Uhr in der Bürgerschulturnhalle eine Vorturnerlehrstunde. an der Mitglieder des Gauturnrates an resend sein werden. Die Vereine haben für stärkste Setchteure u.. grnbt, I. Kreisturnwert. Siegerverkündung Ergebnisse: Oberstufe: Turner(Zwölfkampf) 1. Wilhelm Hilmert=Großenmarpe, 2. WortmannHerrentrup, 3. Kienke=Brakelsick. Unterstufe Zwölfkampf. 1. Jurmühlen=Blombera, 2. H. Ahrens=Gronenmarpe, 3. H. Koppe=Blomberg, 3. H. NiagemannGroßenmarpe. Volkstämlicher Fünfkampf. 1. Uhmeier=Istrun, 2. W. Langeseld=Blomberg, 3 Fritz Kopp=Blombera. Jugend Neunkampf. 1. Otto Eikermann=Alverdissen, 2. August WienekeElbrinxen, 3. Fritz Frevert=Alverdissen. Jugend Siebenkampf 1. Strauß=Blombera, 2. August Rethmeier=Großen= marpe, 3. Wilhelm Idel=Großenmarpe. Turnerinnen Siebenkampf 1. E. Panze=Blomberg 2 W. Panze=Blomberg, 3. Frau A. Kampe=Barntrup. Schüler über 12 Jahre. 1. G. Trawe=Sonneborn, 2. L. Oerzog=Borntrup, 3. H. Redecker=Tonop. Schüler unter 12 Jahren. 1. Walter Brannolte=Grohenmarpe, 2. v. Biand. Blomberg, 3. Fr. Sprick Blombra. Schülerinnen über 12 Jahren. Tennisturnier des Lippischen Turngaues Am vergangenen Sonntag wurden auf dem Gym nasialspielplatz zum ersten Male im Lippischen Turn gau die Tennisrunden durchgeführt. Trotzdem erst in diesem Frühjahr in den einzelnen Vereinen der Tennissport neu ausgenommen worden ist, standen die ausgetragenen Spiel zum Teil auf ganz beacht: licher Höhe. Um 8 Uhr wurde der Spieltag durch die Gautenniswartin E. Sander eröffnet; dis zur Mittagspause waren die Vorrunden ausgetragen und am Nachmittag solgten die Zwischen= und Endrunden. Das interessanteste Spiel war das TurnerToppel zwischen den Herren Günther=Stein: BrandGlunz, das von Brand Glunz 7:5. 6:3 wurde. Ebenso hatte die Turnerin A. Dörth es nicht so leicht, den lippischen Meister gegen die Turnerin T. Targes zu gewinnen. Sie spielten 6:3 :5. Kathreiner i! Die Endergebnisse des Turniers sind folgende: Gaumeister im Turnerinnen=Einzel: A. Dörth. Gaumeister im Turnerinnen=Toppel: A. Törth, T Targes. Gaumeister im Turner=Einzel: W. Brand, im Turner=Toppel: W. Brand. W. Glunz. im gemischten Spiel: A. Törth, W. Brand. Die Gaumeister werden am 25. Juni an dem Tennisturnier des Kreises La in Bochum teilnehmen Rennen in Bielefeld Zum Pfingstmontag=Rennen in Bieleseld-Brackwede Nach dem zweiten Nennungstermin läßt sich bereits seitstellen, daß das vom Ravensberger Rennverein für Pfingstmontag in Bieleseld=Brackwede vorgeschene zweite dies jährige Vollblutrennen qualitativ befriedigen wird. So wirden beispielsweise kein die bekannten Pferde des Gestüts Rovensbera („Schonzeit".„Die Heide",„Büchsenspanner“ u. e.), des Stalles Telius(„Freihasen".„Müschen"). des Stalles Schlichte(„Cherland",„Snatok.„Legitimist, „Chryska"), des Gestüts Ebbesloh(„Putz“, putzer".„Graue Wolke".„Ritterkrone"). des Stalles Freih. von der Bottlenberg(Prasser,„Haudegen") und des Stalles Reinicke=Hannover Es steht zu erwarten, daß sich das Bild nach Nennungsschluß noch kaum verändert haben wird. Wir werden dann unter Zuarundelegung der ersichtlichen Ergebnisse der Trainingsarbeiten zu dem voraussichtlichen Verlauf der einzelnen Rennen Stellung nehmten. P/V. Detmold, Wehrsportabteilung. Heute abend 8 Uhr: Besprechung im Vereinslokal Frankfurt. Erscheinen Pflicht. Neue Mitglieder können noch ausgenommen werden. Nelda Dallmer Remes von 27. Fortsetzung. Schmergender mich doch aussprechen! Da, ja, da schlug Xylander u Röntdeim ins Gesicht und schrie:„Das ist eine infame Lüge! Fräulein Dallmer ist unschuldig!“ Und wenn wiß tot bleiben, Röntheim ist der beste Schütze in der Garnison. Und wenn der Hauptmann auch den anderen totschösse, hat er davon? Er kriegt Festung. Und mit der Karriere, weiß wirklich nicht, was man wünschen soll. O Gott, APIPIEFMA Siehen muß!“ isgabioe.„„ In der Xylanderschen Wohnung war es totenstill. Die Kinder saßen verschüchtert um ihren Spieltisch, sie lärmten nicht wie sonst; sie duckten sich wie die kleinen Bögel beim Gewitter, die auch nicht wissen, warum es donnert und blitzt. Herr Hauptmann war fort, schon am Morgen mit Der Hauptmann Nalp#y lag sie auf dem Bett, wühlte den blonden Kopf in die Kissen und schluchzte wie eine a bamitaog do ooder Alen, Mites, Mas. helte.: ann Kalbohorn we segangen; sen sehen, rau Hauptmann nicht hatte sich ins Schlafzurückkäme, und ob niemand wisse, wo er sei? Ob wenigstens die Frau Hauptmann einen einzigen Augenblick Getichen ließ sich erweichen und kopste an die Tür des Schlafzimmers:„Frau Hauptmann, Fräulein Dallmer möch „Ich bin nicht zu gruselig geworden bei den Augen, die Fräulein Dallmer machte, als sie nach, diesem Bescheid langsam, ganz lahm, die Treppe hinunterstieg. Nee, so ebbes!“ sagte Settchen zu ihrem Vertrauten Buschmann.„Jesses, wat die nur hatl Un se will widderkommen! Richtig, es war Nachmittag, draußen klingelte es schon wieder! Vor der Tür stand Fräulein Dallmer. Verlegen gab ihr das Mädchen Bescheid: der Herr Hauptmann noch nicht zu Haus, die Frau Hauptmann noch krank und nicht zu sprechen. Seagen, Khote ic, elseste se S=ker ieschehn: Gehloi“ Relde ar.) hestig an den Andem verbei, erstaunt sahen gel Sie stonden sch gegenüher Iv. deri. us Pisleih g, Belge keine fünf Schritt von einander. Mit tiefem Mitleld sa9 Tceioa die dick verweinten Augen der fungen, Frau, er gab ihr einen Stich durchs Herz, sie stammelte:„Verzeihen Sie, o, be eihen Sie mir Uim Gotes wile.,„open richt duelieren Mann? Ich muß ihn sprechen, er darf sich wicge, sct##gen meinetwegen!“ Sie, hatte leise begonnen, jetzt hob sich ih Stimme laut und angstvoll.„Ich muß ihn sprechen, es darf nicht sein, es kann nicht seinl. Ich wille ibm, ig,iggen,## will's ihm ja sagen, ich bin nicht unschuldig. R recht, sie haben alle recht. Sagen Sie mir, wo Ihr Mann ist, rasch, rasch, ich have Eile, es ist höchste Zeit— o bine, sagen Sie mir, wo kann ich ihn sprechen?“ „Das ist alles zu spät,“ sagte die junge lehnte gegen den Bettrand, die Arme über die Brust „Er muß sich nun schießen, er soll sich nun auch schießen und wenn sie ihn mir tot nach Hause bringen, das une 9. Schlimmste nicht!: Sie unterdrückte das Schluchzen, das ihr laut aufstieg.„Nein, ich will nicht weinen, er ist es nicht wert! Für eine Fremde setzt er sein Leben aufs Spiel, vergißt er uns! Ziebt ein leichtsinniges Mädchen der Frau vor, die ihm immer, ja immer treu war, die ihm fünf Kinder geboren hat, die—“ Die Tränen kamen ihr doch, sie weinte laut heraus. Ich habe so gespart, ich habe mich immer so gefreut, wenn ihm was recht war!“ Sie konnte nicht weitersprechen, sie hielt sich das Tasch ntuch vors Gesicht und rannte wie eine Wilde Zimmer auf und ab. lehend die Hände aus Ich bin so unglücklich!“ ließ die junge Frau das Taf kten zornig.„Sie und gt lem, was Sie angerichtet haben. n genommen, den Kindern toren sie ihn totschießen; für mich ister! haben mir meinen Mann ter! Meinetwegen sollen Ve p ze ic gghe tartz voneihm. Wit hin! Mag er tot sein oder nicht, ich gehe fort von idm. Mit den Kindern will ich mich in irgend einen da will ich, darüber nachdenken, wie glücklich ich war und wie unglücklich lich jetzt bin. Er hat mich betrogen, hundertältig, tausendfähtg. Was habe ich für ihn getanl und grirtrkt das alles weg'wie gar nichts, wegen einer verrückten Idee, wegen einer fremden Person! Ich— ich werde hintenan gesetzt! Sie gest sich mit beiden Hünden in die blonden, Hggreund wühlte darin, in wildem Schmerz warf sie sich fastkichretene über das Bett. Ein Schauspieler geht Werner Krauß hat das Staatstbeater in Berlin verlassen, um mit dem Burgtheater in Wien einen Fünfjahresvertrag abzuschließen. Dieser vielleicht stärkste deutsche Schauspieler, der gerade in Rollen nationaler Männlichkeit auf der Bühne wie im Film Ausdrucksprägungen fand, wie sie bisher noch nicht erreicht worden sind, wird dem Theater im Reich nicht ganz verloren sein. Man wird ihn noch in Gastspie. len sehen. aber Gastspiele können nie das Eigentliche geben. Daß ein Schauspieler sich der „Burg“ verpflichtet, ist nur verständlich, denn die alte Tradition. die den Burgschauspieler an die Spitzen aller Mimen stellt, ist auch heute noch lebendig, wie nur je das Kulturgefühl von der Etsch bis an den Belt lebendig gewesen ist. Aber darum ist gerade unter den obwaltenden Umständen der Verlust für das Reich besonderschmerzlich. Krieg gegen die Mäuse „Klagenfurter Tagung“ in Passan. Blick auf Bayerns alte Grenzstadt Passau a. d. Donau. Im Zusammenhang mit den behördlichen Maßnahmen zur Grenzsperre nach Oesterreich ist von der Reichsführung des Vereins für das Deutschtum im Ausland die Verlegung der Klagenfurter VDA.=Tagung nach Passau getroffen worden, da eine Gewähr für die freie, dem Grundcharakter der Veranstaltung entsprechende Durchführung der Tagung nicht mehr gegeben erschien. Den Orient=Expreß überholt Waghalsige Wettfahrt eines Aulos Sofia. Zwischen den Bahnstationen Sestrimo und Kostenetz in Bulgarien hat sich ein schwerer Autounfall ereignet. Ein von Franzosen und Spaniern besetztes Auto versuchte auf einer Strecke, wo Landstraße und Bahnlinie nebeneinander herlausen. eine Wettfahrt mit dem in gleicher Richtung fahrenden Orientexprek. Es gelang dem Kraftwagenführer, den Zug zu überholen. Unmittelbar darauf kreuzte die Straße die Gleise an einer durch Schranken nicht gesicherten Uebergangsstelle. So gerieten die Autofahrer mit dem geringen Vorsprung gerade in dem Augenblick an den Uebergang, als der Orientexvreß heranraste. Die Maschine ersahte den Kraftwagen und schob ihn eine längere Strecke vor sich ber. Als der Zug zum Stehen gebracht werden konnte, löste sich der Wagen von der Lokomotive ab und stürzte in den unten fließenden Fluß. Der Füdrer des Wagens. ein Franzose, war tot. die drei anderen Mitfahrer schwer verletzt. Groß war die Ueberraschung der bulgarischen Bebörden. als in den Taschen des Toten ein mehrere Millionen Lewa betragender Valutabetrag gesunden wurde. Offenbar haben die Reisenden versucht, die fremden Geldbeträge ins Ausland zu schmuggeln. Austritt Stadlers aus der 9RF. Berlin, 30. Mai. Der deutschnationale Reichstagsabgeordnete Dr. Stadler hat am Dienstag seinen Austritt aus der deutschnationalen Reichstagsfraktion und aus der Deutschnationalen Front erklärt und in einem Schreiben an den Fraktionsführer der nationalsozialistischen Reichstagsfraktion, Reichsinnenminister Fria, um Aufnahme in die nationalsozialistische Fraktion gebeten. Zu dem Austritt des Abg. Dr. Stadler teilt die Deutschnationale Pressestelle mit:„In der letzten Fraktionssitzung hatte die deutschnationale Reichstagsfraktion dem Abg. Stadler ihre scharfe Mißbilligung über seine parteischädigenden Aeußerungen in seiner Zeitschrift ausgesprochen. Herr Stadler war in Wort und Schrift für das Aufgehen der Deutschnationalen in die nationalsozialistische Bewegung eingetreten, nachdem er noch im Dezember die Nationalsozialisten in den schärfsten und herabsetzendsten Formen angegriffen hatte. Aus der Mißbilligung der Fraktion hat er nun die Folgerungen gezogen. Herr Stadler hat sich vor der Wahl schriftlich und ehrenwörtlich verpflichtet, beim Ausscheiden aus der Fraktion das Mandat niedemulegen. eine freiwillige Verstümmelung handelt, verständigte er die Gendarmerie, die feststellte, daß Chapel aus Furcht vor dem Militärdienst sich ein Jahr lang das linke Bein in einer Maschinerie, die er sich selbst zusammengestellt hatte, verstümmelte. Er hatte das Bein in einem Rad täglich gewaltsam gedehnt, sodaß es. als er zur Aushebung ging, länger war als das andere. Da seine Mutter von der Selbstverstümmelung wußte, wurde auch gegen sie Strafanzeige erstattet. Marga von Etzdorf tödlich abgestürzt. Marga von Etzdorf, die deutsche Sportfliegerin, die sich auf einem Fernflug von Berlin nach Australien befand, ist auf dem französischen Militärflugplatz Mouslimie in der Nähe von Aleppo(Syrien) tödlich verunglückt. Verlorenes Skiparadies Wie tschechische Blätter mit Genugtuung feststellen, hat der Klub tschechischer Touristen in Olmütz ab 1. Juli die Alfredhütte in den Sudeten auf sechs Jahre in Pacht erhalten. Die Alfredhütte liegt in einer Höhe von 1076 Metern, zwei Stunden von Karlsdorf=Kl. Mohrau und etwa drei Stunden vom Altvater entfernt. Sie besteht aus einem Schlößchen mit 20 Aus der Badewanne geraubt Neuyork. Ein tolles Wildweststück hat sich in Kansas Citv zugetragen. Dort entführten zwei Räuber die 25jährige Tochter des Stadtdirektors Me Elorn. die sich in Abwesenheit ihrer Eltern gerade in der Badewanne befand. Beim Dienstmädchen hinterlieben sie, daß sie ein Lösegeld von 60000 Dollar verlangten, andernfalls würde das Mädchen getötet werden. Gleichzeitig warnten sie dringend vor einer Benachrichtigung der Polizei oder der Presse. Der Vater und der Bruder der Entführten gehorchten diesem Besehl der Räuber und zahlten diesen auf einer einsamen Waldstraße am Sonntag 30000 Dollar aus. Zwei Stunden sväter erschien das entführte Mädchen unversehrt in der elterlichen Wohnung. Der erste deutsche Reichsbischof. Pastor D. von Bodelschwingh. Zimmern und den dazugehörigen Wirtschaftsobjekten. Die Hütte ist nun Eigentum des Staates. Sie befand sich bisher in deutschen Händen und war ein sehr beliebter Ausflugsort der deutschen Skifabrer. Skelette gefunden Bukarest. Bei Erdausschachtungsarbeiten in der Näbe der Stadt Arad wurden in einer Grube mehrere hunderte, zum Teil noch sehr gut erhaltene Skelette gesunden. Aus den„Beigaben“ (viereckige Gewehrgeschosse aus Notkupfer, Unisonnknöpfe usw.) zu schließen, dürfte es sich um ein Grab aus den Feldzügen der Jahre 1668 und 1698 handeln. Damals war es in der Gegend von Arad zu schweren Kämpfen zwischen Kaiserlichen und Türken gekommen. Niebüll(Schleswig). In den Kögen des Kreises Südtondern ist in diesem Jahre eine noch nie dagewesene Mäuseplage festzustellen. In einigen Gegenden, so im Fabretofte Koog und im Gotteskoog sowie dem Dagebüller Kooa, hat die Plage der Nagetiere einen geradezu verbeerenden Umfang angenommen. Stellenweise, besonders auf den Getreidefeldern und den Fettweiden, sind große Lücken vorhanden, weil die gefährlichen Nager auf diesen stark befallenen Flächen auch nicht eine Pflanze übrig gelassen haben. Nach Ansicht von Sachverständigen ist der Befall der Saaten von den Mäusen so schlimm. daß in diesem Jahr nach dem augenblicklichen Stand nur mit einer mäßigen Ernte gerechnet werden kann. Unter der Leitung der landwirtschaftlichen Beratungsstellen an der Landwirtschaftsschule in Niebüll unternehmen die Landwirte in diesen Tagen einen groben Generalangriff auf die Mäuse. Im Dagebüller Koog haben die Intressenten mit einer Gemeinschaftsaktion begonnen, die vom Arbeitsdienst des Stahlhelm in Dagebüll durchgeführt wird. Es werden bei starkem Befall ein Pfund Giftweizen je Demat gebraucht. Er wollte nicht zu den Soibaten Brünn. In Bostritz a. H. kam der 21jährige Schlosser Julius Chapel im Arzt und klagte über Schmerzen im Bein. Die Untersuchung ergab, daß das linke Bein auf sonderbare Art verkrävvelt war. Da der Arzt sab, daß es sich um Parlamentswahl in Danzig. Danziger Straßenbild mit Wahlplakaten und riesigen Wahlaufrufen an den Häuserfronten. Handel und Wirtschaft Berlin, 30. Mai. Die Börse eröffnete in freundlicher Haltung. Aktien lagen fester, Renten ruhig. Tagesgeld 4 7/—5 7/8. Tagesgeld 37 Prozent. Kassakurse der Verliner Ess. Börse Ohne Gewähr für Hörfehler Amsterdam Osle Helstngtoro Kovenbagen Italten Londen Newsort Wien Schweden Spanten Brüsse! Brasttien Devisenkurse(in Mark) Sreiaten Berlin, 30. Mai. Die Tendenz an der Produktenbörse war allgemein schwächer. Das Inlandsangebot trat stärker in Erscheinung. Roggen war weniger stark gedrückt als Weizen. Das Angebot in Haser ist nicht sehr groß, übersteigt aber dennoch die Nachfrage des Konsums. Gerste völlig vernachlässigt. Berlin, koi 30. Mai.(Preise in Mk. p. 1o A#eizen, märk. Roggen, märt Sommergerste Mintergerste Gert. mi c 1.00—27.21 ∆ 1,90- 9. 5 9.14—1.2 3. 0— 3.20 Webstoffe. Bremen, 30. Mai. Loko 10,46(10,40). Mechanische Weberei Ravensberg, Bieleseld=Schildesche. In der o. G.V. vertraten 14 Aktionäre mit 1699 Stimmen 1189 300 RM. AK. Bilanz, Gewinn= und Verlustrechnung wurde einstimmig genehmigt und Vorstand und Aussichtsrat Entlastung erteilt. An Stelle des freiwillig ausscheidenden Aufsichtsratsmitgliedes Karl Merfeld wurde Calow jr.(beide Bielefeld) in den Aufsichtsrat gewählt. Die Blehmärkte am Wochenbezinn Dreise se Pfund Lebendgewicht in Osennia Magerviehhof Osnabrück. Amtliche Notierung vom Nutz= und Zuchtviehmarkt am 30. Mai 1933. Auftrieb: Rindoieh 192, Pferde 60, Schweine 956. Preise in Reichsmark: 1. Rindvieh: 1. Sorte 280—320, 2. 240—270, 3. 210—240; tragende Rinder: 1. Sorte 250—290, 2, 220—250, 3. 190—220. 2. Pferde: 1. Sorte 300—480, 2. 250—300, 3. 200—250. 3. Schweine: 6—8 Wochen alte 11—15, 8—13 Wochen alte 15—18, Läuserschweine 18—20. Handel mit Rindvieh langsam, mit Pferden langsam, mit Schweinen langsam. Nächster Markt am 7. Juni. Ae ber s en Für das mittlere Norddeutschland: Ziemlich warm, teils heiter, teils wolkig, strichweise Gewitterregen, schwachwindig. Bellage Nr. 126 Livpische Tageszeitung sum uuin Aus unserm Lipverland Neuer Vorsitzender der Industrie= und Handelskammer Jum Vorsitzenden der Industrie= und Handelskammer I# der,„Tcautmasen, The Schmidt=Lemgo von der Landesregierung er nannt. Der neue Vorsitzende wird die Geschäfte im engsten Einvernehmen mit dem -undleiter für den gewerblichen MitKaufmann Kleine-Bad Salzuflen, wn bicher Geleertet wich berat inge Riech die der ben vr. ung der NSDAP. Lippe, Gau=Kommissar mann Steinecke, bedürfen, damit eine einheitliche Polikik gewährleistet ist. Reform des Fürsorgewesens L i. Bilflm besienr Umheichnmn Oberregierungsrat Corvetz in den Ruhestand versetzt- Ambesetzung bei den Kreitärzten Mitteilungen der Landwirtschaftskammer Programm des Grünlandtages. Unter nochmaliger Bezugnahme auf die Einladungsanzeige in dieser Zeitung vor einigen Tagen weisen wir kurz darauf hin, daß der Grünlandtag im Anschluß an die 8 Uhr=Züge gegen 8,30 Uhr mit Demonstrationen auf dem Versuchsfelde der Landwirtschaftskammer an der Hornschen Straße kurz vor Johannettental beginnt. Anschließend folgen auf dem Hose von Herrn Prof. Tiemann in Meiersfeld eingehende Vorführungen an Sauergruben und Heuwerbungsgeräten. Um 12,30 Uhr ist gemeinsames Mittagessen im Evangel. Vereinshaus zu einem Preise von etwa 1 RM. einschl. vorgesehen. Die Zahl der Teilnehmer am Mittagessen wird gleich morgens zu Beginn der Führung auf dem Versuchsfelde festgestellt. Detmolder Autovusbesitzer haben die Bereitstellung von Wagen zur Fahrt nach Johan nettental und weiter nach Meiersfeld sowie von da zurück nach Detmold ohne Nennung eines bestimmten Fahrpreises übernomme.. Die Omnibusse halten, mit einer Aufschrift versehen, morgens am Bahnhof. Wer mitfahren will, kann selbst Fahrpreis und Fahrtbedingung an den Wagen erfahren. Nachmittags beginnen gegen 2,30 Uhr die Vorträge im Evang. Vereinshaus. Es spricht zunächst Herr Prof. Tiemann, Tschechnitz über„Futterbau und Futterkonservierung", mit Erläuterungen durch Lichtbilder. Dann folgt der Vortrag von Herrn Dr. Schindler vom Deutschen Landwirtschaftsrat über„Gegenwartsaufgaben der deutschen Landwirtschaft". Auch dieses Referat wird Bezug nehmen auf das im Vordergrund des Interessese stehende Eiweißbeschaffungsproblem. Die Pressestelle der Landesregierung teilt mit: Zur weileren Ersparnis in der Verwaltung und ihm Rahmen der Resorm des Fürsorgewesens hat die Landesregierung verfügt: Der Oberregierungpret Dr. Corgeg, Ist. au Grund des S 9. dex, Telerher, Lur. P upar ber. stellung des Berufsbeamtenkums vom 7. April 1933 mit sofortiger Wirkung in den Ruhestand versetzt. * Dem Medizinglrat Dr. Frenzel, Kreisarzt in Detmold, ist die Kreisarztstelle in Lemgo übertragen worden. Dem Medizinalrat Dr." geuer, Kreisarzt in Blomberg. ist die“ Aezistelle in Detmold übertragen wor u. Der Medizinatrat Dr. Theopold, Kreisarzt in Lemgo, ist unter Befreiung von seinem bisherigen Amte mit Wirkung vom 1. Juni mit der kommissarischen Leitung der Stelle des Direktors der Hell= und Pflegeanstalt Lindenhaus betraut worden. Der R8BD.Leiter Rosteck abberufen Die Pressestelle der Landesregierung teilt mit: Der bisherige Staatskommiffar für das Ge werkschaftswesen in Lippe, Heinz Rosteck, ist abbernsen worden. Mit der vorläufigen kommissarischen Regelung der Gewerkschafts= und Konsumvereinsfragen wird im Einverständnis mit der Gauleitung der NSBO., Münster Pg. Grüttemeier=Detmold beauftragt. Ein Freund unserer Heimat: Oberschullehrer Wilhelm Meyer 70 Jahre alt —" hse 55 Deutsches Geld in deutsche Hand, So rettek ihr den Mittelstand! Oberschullehrer i. R. Wilhelm Meyer vollendet am heutigen Tage sein 70. ebensjahr. Diese Kunde wird in weitesten Kreisen unseres Lipperlandes lebhaften Widerhall wecken. Mit der großen Schar seiner früheren Schüler, die ihm ein gut Teil ihrer Lebensbildung verdanken, mit den zahlreichen Freunden und Bekannten, die seinen allzeit hilfsbereiten Rat erfahren haben, vereinigt sich der Kreis derer, die aus seinen Heimatforschungen Anregung und Förderung geschöpft haben; sie alle sprechen ihm zu seinem heutigen Geburtstage die herzlichsten Glückwünsche aus und rufen ihm für seine kommenden Jahre ein aufrichtiges Glückauf zu. Wenn Wilh. Meyer die verflossene Lebenszeit überblickt, so wird er sig, mit Beriedigung zu der Wahrheit des Pfalmisten bekennen, daß sein Leben köstlich gewesen, weil es Mühe und Arbeit gewesen. Rastlose Tätigkeit hat seinem Wesen den Stempel aufgedrückt; eine seltene Arbeitsamkeit beseelt ihn, ein unermüdliches Wirken aus innerem Drange, im Dienste der Allgemeinheit wie zu Nutz und Frommen aller derer, die zu ihm in Beziehung getreten sind. Wenn es ihm seine amtliche Tätigkeit gestattete, durchwanderte er sein geliebtes Heimatland, nie untätig, sei es, daß er die Natur belauschte und in ihr Wesen und Schaffen einzudringen suchte, sei es, um mit Rat und Tat irgend einem Hilfesuchenden zur Seite zu stehen. Sein ganzes Wirken aber vollzog sich in der Stille; das laute Geräusch des öffentlichen Lebens war ihm fremd; in seiner Bescheidenheit stellte er all sein Tun hinter der Sache zurück. Seine ganze Persönlichkeit wurzelte in dem gesunden Mutterboden unserer Heimaterde. Dem lippischen Bauernstande entsprossen, mit Wesen und Sprache der Bevölkerung vertraut, lebte er in engster Verbundenheit mit Land und Leuten der Heimat. In der Natur den Pulsschlag eigenen Empfindens zu verspüren, in den Menschen das Wesen deutschen Denkens zu erkennen, war ihm eine Aufgabe, der er sich alle Zeit seines Lebens treu gewidmet hat. Die Treue war überhaupt ein Grundzug seines Charakters: Durch alle Wandlungen der Zeit blieb er unwandelbar sich selher treu. Und diese Treue machte ihn rücksichtslos gegen sich selber: keine Aufgabe, die ihm zu groß, kein Dienst, der ihm zu schwer gewesen wäre; mit peinlichster Gewissenheit erledigte er alle seine Obliegenheiten, die größten wie die kleinsten. Innere Neigung hatte ihn von Jugend auf zum Lehrerberufe gezogen. 45 Jahre ist er am hiesigen Staatl. Gymnasium und der Oberrealschule tätig gewesen, zunächst an der Vorschule, dann an der Hauptanstalt. Zu seinem Berufe befähigte ihn außer großem Wissen und reicher Lebenserfahrung ein natürliches Lehrgeschick, das den Eigenheiten der jugendlichen Seele gerecht zu werden und den Schülern Lebenswerte zu vermitt:" vermochte. Sein liebevolles Versenken in die Natur, seine umfassende Kenntnis der lippischen Tier= und Pflanzenwelt machten ihn für diesen Unterrichtszweig besonders geeignet; er hat jahrelang den Hauptteil des naturwissenschaftlichen Unterrichts an der Anstalt getragen. Auf der anderen Seite war ihm von Natur ein außerordentlich praktischer Sinn verliehen; auch diese Seite seines Wesens kam an der Anstalt zur Geltung: alljährlich im Winter erteilte er freiwilligen Handfertigkeitsunterricht. Eine Fülle von befruchtenden Anregungen sind aus seinem Unterricht geflossen; besonders wußte er den Heimatsinz und die Liebe zum deutschen Vat.rlande in seinen Schülern zu wecken. Unter den Kollegen stand er in höchstem Ansehen; mit jedem einzelnen von ihnen verband idn ei. monisches Einvernehmen. Als er im Herbst 1928 infolge Erreichung der Altersgrenze aus dem Amte schied, war unter Lehrern wie Schülern das Bedauern allgemein. Das Landespräsidium aber wollte au seine Tätigkeit nicht verzichten: es übertrug ihm die Mitverwaltung des Landesmuseums unter der Oberleitung von Prof. Dr. Weerth; nach dessem Tode im Jahre 1928 hat er die Verwaltung selbständig geführt und ist erst in diesen Tagen völlig in den Ruhestand getreten. Was er mit unglaublich geringen Mitteln für das Landesmuseum geschaffen, was er allein oder zusammen mit Schwanold für die Vorgeschichtsforschung, für die Enträtselung dunkler Ortsnamen, was er mit lehrreichen Führungen durch das Lipperland für die Kenntnis der Heimatkunde geleistet hat, wird ihm unvergessen bleiben. In dieser Tätigkeit ist er zur starken Stütze des„Naturwissenschaftlichen Vereins“ in Detmold mit dessen weitgestrecktem Betätigungsfelde geworden; mit dankbarer Freude werden am heutigen Tage die Mitglieder des Vereins seine großen Verdienste anerkennen. Von allen Seiten werden also Wilhelm Meyer zu seinem 70. Geburtstage die herzlichsten Glückwünsche entgegengebracht werden. Wenn es auch seinem Wesen entspricht, in bescheidener Selbstgenügsamkeit die Befriedigung für sein Tun und Lassen einzig im eigenen Innern zu finden, so muß ihn doch das Bewußtsein erheben, daß sein Wirken nicht erfolglos geblieben ist und reiche Früchte getragen hat. Gottes Gnade und Segen noch lange Jahre über seinem Leben walten! Ev. Landesverband welbl. Jugend Lippes Uns wird geschrieben: Wie in den Vorjahren, planen wir auch in diesem Sommer ein Jungscharlager, und zwar soll es dieses Mal nach Alverdissen gehen. Das leerstehende Pfarrhaus dürfen wir beziehen, freilich müssen wir auf Strohsäcken schlafen, wo wir für 14 Tage, vom 3.—15. Juli. mit etwa 30. Kindern, dort dann ausgenommen werden können. Wir laden nun auf diesem Wege außer unsern Jungscharkindern alle anderen 10—14= ährigen Mädchen ein, denen solch ein gemeinames Ferienlehen Freude macht oder denen vielleicht eine kleine Luftveränderung gut tut. Wir leben miteinander in einer großen Familie und wollen versuchen, dieses unser Ferienleben unter Gottes Augen zu stellen. Das wird dann ein sehr fröhliches und lebendiges, aber auch straffes und zuchtvolles Zusammeisein, Die Teilnahme am Lager kostet bei einfacher, aber guter Verpflegung, für die ganze Zeit ## 11.—. Ein Teil kann auch in Lebensmitteln bezahlt werden.— Mitzubringen: Einfache Kleider, derbe Schuhe, Mantel, Mütze, warmes Kleid und warme Strümpfe für kalte Tage. 4teiliges Eßbesteck, 2 Handtücher, 1 Küchentuch, Bettwäsche, 2 Wolldecken. Es muß alles geDie Plätze sind beschränkt, darum empfiehlt es sich, sich baldigk anzumelden, seätestene aber am 15. Juni in Detmold, Lagesche Straße 11, an Fräulein Hilda Sieglin. Lippisches Landestheater Eröffnung der Sommerspielzeit. Unser Theater hat eine neue Spielzeit begonnen. Es handelt sich freilich nur um eine Gastspielzeit, ein Geschenk an die Freunde der leichten Operettenkunst; hin und wieder soll die komische Oper eingeslochten werden. Das Bad Oeynhauser Kurtheater unter der Intendanz von Ernst Strickrodt. oas schon im vorigen Sommer das Lippische Landestheater bespielte, hat mit der Operette von Künnecke„Glückliche Reise“ am Montag den Auftakt geDer nahe Ultimo, der eine Stunde vor Beginn der Aufführung einsetzende Landregen und der von der neuen Leitung des Theatervereins vorgenommene Eingriff in das umfangreiche Freikartensystem bewirkten, daß das Haus nicht einmal zur Hälfte gefüllt war. Ein wenig aussichtsreicher Anfang! Uns scheint in erster Linie die Schaffung einer straffen Besucherorganisation notwendig zu sein, wenn das Theater diese Sommerspielzeit, die ja nur alle 14 Tage eine Operette oder eine komische Oper vorsieht, durchhalten soll So, nur durch Zeitungsaufrufe und Appelle an die Bürgerschaft, ist sie nicht zu finanzieren. * Dabei hatte man mit der„Glücklichen Reise“ gar keinen schlechten Griff getan. Freilich, den Lobeshymnen der großstädtischen Blätter auf diese Schöpfung des bekannten Operettenkomponisten können wir uns nicht recht anschließen. Da hei einer uns vorliegenden Berliner Kritik „Das Libretto von Mar Vertuch, das die Brautschau zweier Südsee=Farmer in Per: lin behandelt. ist mit Geist und Witz hineelchlt Die Blihe 897 ponist, der seither dem Schlager geflissent lich aus dem Wege ging, ist von einer berlaune, die beispiellos ist. Anderen Ge chäftstüchtigeren hätte die Fülle der älle für drei Operetten genügt. Seine ryt mischen Variationen sind wert, und wir haben nur ganz wenig Operetten, die sich an musikalischem Gehalt mit dieser neuen messen können. Man sucht u.E. die besonderen musikalischen Einfälle vergeblich. Weil wir aber nicht verwöhnt sind, gefallen der Tangosti! und der ganze melodiöse und vor allem rhythmisch bemerkenswert echte und originale Schliff. Schon das erste „Drüben in der Heimat da blüht ein Rosengarten“ wirkt, und der große Tango im zweiten Akt„Nacht muß es sein“ gar umschmeichelt füß das Ohr. Ueberhaupt gibt es trotz Jazz und Saxophon viel Gemüt und e Klangfarden ges. Raffinement gemischt. Ein großer Wurf aber ist es nicht, um so weniger, als das Textbuch in nichts den Durchschnitt überragt und zuweilen sogar recht den auf einer einsamen südamerikanischen Farm lebenden Deutschen, die nach einem Jahrzehnt wieder nach Berlin kommen und dort ihre ihnen bisher nur brieflich auf dem „nicht mehr ungewöhnlichem Wege Heiratsanzeige bekantgewordenen Herzensdamen suchen und in ein Reisebüro als kleine Angestellte mit 180 Mark; Monatsgehalt(heute auch schon ganz schön!) vorfinden— gewin, es sind liebe Leute: aber was sie in Berlin erleben, ist eigentlich wenig operettenhaft, sondern sehr ernst. Künnecke mußte das haben, denn er scheint sich in den Kopf gesetzt zu haben, einen ganzen Aktteil fast overnmäßig auszubauen. Das 3. von den 7 Bildern ist daher gegenüber den 6 anderen musikalisch unerhört bevorzugt worden und stellt den Höhepunkt der Effekte dar. In den Erfolg, den die Aufführung auch hier errang, teilten sich Ensemble und Orchester redlich. Kapellmeister Fritz Karser fungierte mit seiner Standartenkapelle erstmalig als Theaterorchester. Die nicht leichte Instrumentation des Werkes brachte allerlei Schwierigkeiten mit sich, die aber einwandfrei überwunden wurden. Nur selten waren kleinere Unebenheiten im Zusammengehen zwischen Bühne und Orchester bemerkbar. Die Inszenierung von Hans Bosenius, der auch einen in Maske und Spiel ausgezeichneten Herrn Homann, gab einen ganz originellen Kauz als Lei. eines Reisebüros voll hübscher junger Mäd chen. Auffallend gelöst war das Ensemblespiel z. B. in den Bildern im Reisebüro selbst. Die eigentlichen Träger der Handlung waren mit hier aus der vergangenen Sommerspielzeit noch in guter Erinnerung stehenden Künstlern besetzt: Viktor Felix stimmlich noch mehr auf der Höhe als damals. Walter Pose immer noch der gute Bufso mit theatralischer Begabung, aber schwach bei Stimme. Dann tanzte die graziöse und anmutige Lilly Roschee über die Bretter, während Viktor Felix eine neue und mit gesanglichen Qualitäten ausgestattete Partnerin in Ilse Thomann bekommen hat. Albert K zu schneller Sprecher und bleibt deshalb meist unverständlich. Die übrigen Mitglieder des Ensembles fügten sich in kleineren NolZusammenfassend läßt sich sagen: Die „Glückliche Reise“ hätte eine glücklichere Reise verdient, als sie Montag vonstatten ging. Bei der nächsten Vorstellung— am 8. Juni mit den„Lustigen„Weihern von Windsor“, der entzückenden komischen Oper von Nicolai— muß der Besuch stärker werden. sonst ist es bald um die Gastspiele im Landestheater geschehen. Denn um bares Geld zuzusetzen, braucht die Intendanz nicht teure Gastspiele abzuschließen. Dr. R. Humar Eine Erklärung. A.:„Komisch, der alte Meyer. Beim Kartenspielen gewinnt er immer, und was er da gewonnen hat, verliert er beim Wetten auf Pferde." B.:„Das ist doch nicht komisch, sondern ganz natürlich. Oder hast Du schon mal was von gezinkten Pferden gehört? Mißverständnis. Was sagen Sie zu dieser Gemeinheit: Ein Kunde, dem ich Wein lieferte, schickt ihn mir zurück und schreibt dazu, ich sollte den Schuno selber saufen! Ganz krank bin ich! „Ja, haben Sie das denn getan? (Fliegende Blätter) Nutzanwendung So, Herr Müller“, sagte der Hausarzt,„jetzt sind wir über den Berg. Der liebe Gott und Ihre vorzügliche Veranlagung haben Sie gerettet!“ „Herr Doktor, möchten Sie bitte diese Umstände bei Ihrer Honorarforderung berücksichtigen?“ Aus der Landeshauptstadt Stadtverordnetensitzung in Barnkrup Detmold, den 31. Mai. Zwei Verkehrsunfalle Bei dem überaus starken Verkehr, der gestern anläßlich der feierlichen Einholung des Reichsstatthalters auf den Straßen herrschte, haben sich zwei Verkehrsunfälle zugetragen. Gegen 7 Uhr abends prallten auf der Joulinenstraße gegenüber der Bost zwei bant ein Wagen sche sack demeler, der andere dagegen nur leicht beschödigt wurde. a A een Berseruen Wi. eechen Verletzungen dem Landeskrankenhaus zugeführt werden mußten. Fast zur selben Zeit prallte ein Radfahrer auf der oberen Langen Straße gegen einen Kraftwogen, wobei eigentümlicherweise kaum nennenswerter Schaden entstand. * Der Marineverein Lippe, Sitz Detmold, veranstaltet am heutigen Abend im Hotel zum Hermann seine traditionelle Skagerrak=Gedenkfeier, die nach der nationalen Erhebung des deutschen Volkes einen besonders feierlichen Charakter tragen wird. * Verstärtter Straßenbahnverkehr an denl Psingstseieriagen Um an den beiden Pfingstfeiertagen eine glatte Abwicklung des Verkehrs zu ermöglichen, wird auf den Strecken: Detmold— Paderborn von 8.50 bis 18.50 Uhr, Detmold—Externsteine von 7.50 Uhr bis 18.50 Uhr 30=Minutenverkehr eingerichtet. Es wird somit jedem die Möglichkeit gegeben, auch schon in den Morgenstunden halbstünd. lich nach Bad Meinberg, Externsteine, Egge, Bärental, Bad Lippspringe und Paderborn zu fahren. * * 90 Kommunalbeamte aus Büren be suchten am Sonntag die Stadt Detmold und nahmen die Sehenswurdigkeiten eingehend in Augenschein. Bei einem Zusammensein im Neuen Kruge sprach ein hiesiger Herr zu den Gästen und schilderte die mannigfal tigen Schönheiten in und rings um Detmold Mit 2000 Mark stlüchtig Wie wir hören, ist gestern ein jüdischer Angestellter der Möbelfabrik Neugarten u. Eichmann unter Mitnahme von etwa 2000 Mark geflüchtet. Der Angestellte hat am Bahnhof einen Kraftwagen gemielet und sich nach Herford bringen lassen. Die auswärtigen Polizeistationen sind durch Junkspruch verständigt. * Der westfältsche Schachmeister Herrmann aus Bochum gibt heute Abend 8 Uhr im Rahmen der nationalen Schachwoche im „Hotel Arminius“ eine Simultanvorstellung, euf die alle Schachfreunde besonders hingewiesen werden. Der Besuch der Veranstaltung ist mit keinerlei Unkosten verbunden. * Die Uebertragung der Feierlichkeiten aus dem Landestheater nach dem Rosental, Theaterplatz und Bismarckstraße erfolgte durch 2 Großlautsprecher, die über einen 25 Watt Kraftverstärker mit 2 Mikrophonen ver bunden waren, von denen das eine im Or chester, das andere auf der Bühne aufgebaut war. Mit der Ausführung war die bekannte Radiofirma Landwehr u. Schultz beauftragt war, deren Verdienst es ist, daß die von den Fachingenieuren aufgebaute Uebertragungsanlage so vorzüglich arbeitete. Ein Geschenk für alle! Das Pressebüro des Zirkus I. Busch teilt mit: Um der Bevölkerung von Detmold und Umgebung entgegenzukommen, hat Direktor Busch bestimmt, daß die zur Premiere ausge gebenen Vorzugskarten, soweit sie am Eröff nungstage nicht mehr berücksichtigt werden konnten, auch für die weiteren Vorstellungen noch Gültigkeit behalten. Weiterhin aber finden die Leser in der heutigen Ausgabe diees Blattes ein Gutschein=Inserat des Zirkus J. Busch. Wer dieses Inserat an der Zirkuskasse vorzeigt, braucht für sich und eine Person seiner Begleitung nur die Hälfte der regulären Preise zu bezahlen. Das ist ein großzügiges Geschenk, das sicherlich anerkannt und gern benutzt werden wird. Am Montag abend fand im Rathaussitzungssoal eine öffentliche Sitzung der Stadtverordnetenversammlung statt.— Zur anderweitigen Festsetzung des Marktstandgeldes stimmte das Kolleg dem Beschlusse des Stadtrats zu, wonach für Buden usw. ein Standgeld von 10 Rpfg. je Quadratmeter, bei einem Mindestsatze von 1 RM. gehoben wird. Dem Beschlusse des Stadtrats, wonach auf den vorliegenden Antrag des Schützenvereins die Benutzungsgebühr für den Festplatz, die bisher für 3 Tage 100 RM., für 2 Tage 75 Reichsmark und für 1 Tag 50 RM. betrug, auf die Hälfte ermäßigt wird, wird zugestimmt. Bei der eventl. Abhaltung eines Schützenfestes in diesem Jahre soll der 40prozentige Zuschlag für Lustbarkeitssteuer ebenfalls nicht erhoben werden. Die Wahl von Mitgliedern zu den Steuerausschüssen fiel für die Grundbesitzerabteilung auf den Zigarrenarbeiter Fritz Wehrmann und den Maschinenarbeiter Gustav Schlüter, für die Gewerbeabteilung auf die Landwirte Gustav Sundergeld und Alois Landwehr.— Die Stadtverordneten=Versammlung nahm Kenntnis von dem Ergebnis der Jahresabrechnung 1932 der städtischen Sparkasse. Der Haushaltsplan für das Wasserwerk wird in Einnahme und Ausgabe auf 7380 RM. festgesetzt. An Wassergelb werden für 1933 18 Rpfg. je Kubikmeter erhoben, also auch hier eine Herabsetzung gegenüber dem Vorjahre um 10 Prozent. Es wurden 1932 für den Kubikmeter 20 Rpfg. gehoben. Der Haushaltsplan für die Rektorschule wird in Einnahme und Ausgabe auf 9815 RM. festgesetzt. Eine Herabsetzung des Schulgeldes konnte nicht vorgenommen werden, der Schuletat ist in diesem Jahre zum ersten Male ausgeglichen. Bürgermeister Hebrock, gab hierzu die Erklärung, daß der Lehrer Schmidts von der Regierung zum Stellenanwärter für den lippischen Schuldienst ernannt worden ist. Er wird später vom Lande übernommen und ist vorläufig zur Dienstleistung an der hiesigen Rektorschule beurlaubt.— Für die Anschaffung von je einem Bilde der Ehrenbürger v. Bismarck, von Hindenburg und Adolf Hitler wurden aus dem Pensionsfonds 50 Reichsmark bewilligt. Der Stadtrat soll zu nächst Vorschläge unter Vorlegung von Probebildern machen. e st es kumpiges Gesindel, das aus lauter gier und Dummheit sich an diesen toten enständen vergreift. Go sind zwei dieser An, die am Nagelweg und Heisterbrink aufgestellt waren, von roher Hand mittels einer Stahlsöge abgeschnitten. In beiden Fällen wurden die T=Träger entwandt und die Schilder ins Schopketal geworfen. Es wäre zu wünschen, daß die Täter dingfest gemacht werden und durch Bestrafung zur Erkenntnis ihrer schlechten Tat kommen. Irgendwelche Wahrnehmungen, die zur Ergreifung des Täters führen, wolle man dem Vorsitzenden des Vereins oder den hiesigen Sicherheitsbeamten melden. schule denkbar nahe gebracht. Die Weiherede des Gedenksteins nahm Studienrat Linden vor. Anschließend folgte die Enthüllung. Auf dem Stein ist der Name„Albert Leo Schlageter und die Zahl 1923—1933 eingemeißelt. in Gedichtvortrag und das Deutschlandlied beendeten die sinnige Gedenkfeier. Bleiche an der Adolf Hitler=Allee. Die Waschbecken auf der städtischen Bleiche an der Adolf Hitler=Allee sind vom Donnerstag, dem 1. Juni d. J. ab wegen Reparaturarbeiten gesperrt. Wiederbenutzung kann ab 6. Juni d. J. erfolgen. Schätmar Eine außerordentliche Generalversamm lung der Vereinsbank e. G. m. b. h., Schöt mar findet am Donnerstag, 8. Juni, abends 8 Uhr, auf Walhalla statt. Die Tagesordnung umfaßt folgende Punkte: Aenderung des§ 16 des Statuts: Herabsetzung der Zahl der Aufsichtsratsmitglieder von 7 auf 5; Bestätigung der Gleichschaltung im Aufsichtsrat; Abänderung des§ 30 des Statuts: Erhöhung der Anteilbeträge von 200 auf 225 RM.: Verschiedenes. Der Kampfbund des gewerblichen Mittelstandes, Ortsgruppe Schötmar, hält heute, abends 8,30 Uhr, im Junkerhaus eine außerordentliche Mitgliederversammlung ab, an der insonderheit die Inhaber von Ladengeschäften teilnehmen müssen. Zur Devatte steht u. a. die Belieferung der Arbeitslager Pivitsheide und Bad Salzuflen. Es darf darum die Erwartung ausgesprochen werden, daß diese Versammlung von jedem Gewerbetreibenden besucht wird. Bad Salzuflen Von der Schützengesellschaft. Wie bekannt wird, werden schon jetzt Teilzahlungen auf die diesjährigen Schützenbeiträge beim Oberst Blank=Dammstraße 25 entgegengenommen. Zwei SA.=Männer hielten die Ehrenwache. Als Einleitung spielte die Kapelle das Lied: „Stolz weht die Fahne schwarz=weiß=rot.“ Hierauf ergriff der Redner, Pg. Rings, das Wort und gab ein Bild von dem Leben des Kämpfers. Stehend wurde das Lied vom guten Kameraden gesungen, dem sich das Horst Wessel=Lied anschloß. Am Donnerstag indet im Ratskeller in Horn noch eine Theateraufführung des Dramas„Schlageter“ statt. Zur heutigen Stadtverordnetensitzung ist folgende Tagesordnung aufgestellt: 1. Verkauf eines Bauplatzes an den Tischler Fritz Moritz. 2. Zuschläge zur Grundwert= und Gewerb= teuer betr. 3. Umbenennung des Marktplatzes in Hindenburgplatz und die Mittelstraße in Adolf Hitlerstraße. 4. Aus tausch einer Fläche an Oberlt. a. D. Grosch (2. Beschlußfassung). 5. Eingänge und Verschiedenes. In einer vertraulichen Sitzung wird sich die Stadtverordnetenversammlung mit der für Horn äußerst wichtigen Frage der Industrieentwicklung beschäftigen. AL Lemgo Heinrich Adam s. Der Bäckermeister und Landwirt Heinrich Adam ist im 74. Lebens jahre nach kurzem Krankenloger gestorben. Adam gehörte früher dem Stadtverordnetenkollegium an und hat hier als Stadtverordneter über 27 Jahre der Allgemeinheit treue Dienste geleistet. Er hat das Vertrauen seiner Wähler, die ihn über zwei Jahrzehnte lang in das Kollegium hineingesandt haben, nicht enttäuscht und hat als guter Kenner der Lemgoer Verhältnisse wertvolle Dienste geleistet, die ihm ein ehrendes Andenken über das Grab hinaus sichern. Henn Sblageler=bedenkfeter. Am Sonnabend vormittag wurde von der Freiligrathschule zum Gedächtnis Albert Leo Schlageters ein Stein geweiht, der von dem Steinbildhauer Fritz Kubinsko in hochherziger Weise gestiftet worden war. Der Stein befindet sich in einer besonderen gärtnerischen Anlage, die vom Stadtbaumeister Graf entworsen worden ist. Der Weiheakt wurde nach Sprechchören, Gedichtvorträgen und einem gemeinsamen Lied umrahmt. Die Gedenkrede hielt der kommissarische Leiter der Anstall, Studienrat Dr. Geisler. Albert Leo Schlageter wurde in dieser Gedächtnis sunde auch den Schülern der Freiligrath Barntrup Rlamhetn Vlomberg Die RS.-Frauenschaft kommt am Donners tag abend bei Föste zu einem Sprechabend zusammen. Erscheinen aller Mitglieder ist Pflicht, da an diesem Abend im Veerin mit dem B. d. M. eine Schlagetergedenkfeier beabsichtigt ist. Deutsche Frauen, die die Absicht haben, der Frauenschaft beizutreten, können auch an diesem Abend schon als gern gesehene Gäste teilnehmen. Die NSBO., Ortsgruppe Barntrup hat für Freitag abend 8 Uhr im Hotel zum Schwan eine öffentliche Versammlung angesetzt, die ganz besonders auch die hiesigen Tabakarbeiter angeht. Aber auch allen übrigen kann der Besuch in ihrem eigenen Interesse dringend geraten werden. Als Redner kommt Kreisleiter Neudorf, Bad Salzuflen. Oerlinghausen Richts ist ihnen heilig! Der Verein für Natur= und Heimatkunde hat im Jahre 1928 an den prähistorischen Stellen unserer Gegend, d. h., wo seinerzeit Ausgrabungen stattfanden, unter großen Opfern und Mühen zur Orientierung fremder und auch hiesiger Bürger Schilder anbringen lassen, die nach menschlichem Ermessen mindestens eine Dauerhaftigkeit von 15 Jahren besaßen. Man hat sich aber leider verrechnet. Immer noch er- Achtung Pferdebesitzer. In letzter Zeit ist vielfach die Beobachtung gemacht worden, daß Pferdebesitzer ihre Pferde an Stellen grasen lassen, die seitens des Stadtrates nicht freigegeben sind. Es wird darauf hingewiesen, daß folgende Hudeplätze für Pferde freigegeben sind: Am Braunenkamp, östlich der Badeanstalt, Hohenfelderweg, nördlich des Elektrizitätswerkes, Hohlweg, beim Seckengarten am Blomberger Berg, bei der Istruperlaube, links der Lemgoer Straße, Schnullgarten und am Hohlweg nach Höhedomsen. er Weiterführung der Kraftpostlinie. Vom 1. Juni d. J. ab wird die Kraftpostlinie mit nachstehendem Fahrplan bis Bad Pyrmont durchgeführt: ab Blomberg 6.50, 13.25, 20.10 Uhr(nur bis Barntrup). Ab Barntrup 7.30, 14.30 Uhr. An Bad Pyrmont 8.02, 15.02 Uhr. Von Pyrmont ist die Rückfahrt um 9.40 und 18.30 Uhr gegeben. Der Kraftwagen 9.40 Uhr trifft 10.50 Uhr in Barntrup ein und ermöglicht die Weiterfahrt nach Blomberg. Ankunft dort 11.35 Uhr. Der um 18.30 Uhr fahrende Wagen von Bad Pyrmont fährt unmittelbar bis Blomberg durch. Außerdem findet eine weitere Kraftpostverbindung von Blomberg nach Barntrup um 20.10 Uhr statt. Eine Rückfahrt von Barntrup ist um 20.45 Uhr ermöglicht. Damit hat die Reichspost einem langgehegten Wunsche der Bewohner der Gemeinden Eschenbruch, Hiddensen, Klus, Graben und Hagen Rechnung getragen. An diesen liegt es nun, den Kraftpostverkehr reichlich zu benutzen, damit die neugeschaffene Linie der Allgemeinheit auch erhalten bleiben kann. Wie auch auf den anderen Kraftfahrstrecken werden auch auf dieser Linie Rückfahrkarten, Fünf= und Zehnfahrkarten, sowie Karten für Jugendliche mit ermäßigten Preisen verausgabt. Bächertisch Pros. Dr. Mendt:„Die Technik Krise unserer Zeit“, in Helbleder 2.90 J##. Volksverband der Bücherfreunde, Wegweiser=Verlag G. m. b. H., BerlinCharlottenburg 2. Eine der schwerwiegendsten Aufgaben unserer gegenwärtigen Zeit ist die immer dringender notwendig werdende Vergeistigung der Technik. Mit vorliegendem Werke wird der Versuch unternommen, den Sinn der Technik und ihrer unendlich mannigfaltigen Verflechtungen mit unserem Leben und unseren Röten zu erforschen. Es ergründet die seelischen und dinglichen Gefahren, das Gebiet der technischen Arbeit und der Mechanisierung von Arbeit und Leben überhaupt, um Wege ausfindig zu machen, die aus der Krise soweit sie technisch bedingt ist, herausführen können. In völlig neuartiger und sehr interessanter Form wird die Frage der Bildung aufgerollt. Hieraus entwickeln sich aufschlußreiche Perspektiven über die Einstellung der großen Techniker, wie z. B. Krupp, Siemens, Carnegie, Ford, zu den künstlerischen und allgemein kulturellen Belangen. In vier Hauptabschnitten erscheinen sie alle, die Triumphe und Nöte der Technik, ihre Hoffnungen und Gefahren. Zum Schluß sei noch darauf hingewiesen, daß dieses hochaktuelle, interessante Werk im Rahmen der Wissenschaftlichen Jahresreihe des Volksverbandes der Bücherfreunde erscheint. K #a= Auszeichnung. Auf der Landwirtschaftlichen Ausstellung(DLG.) in Berlin erhielt die Molkerei Horn für nach dorthin gesandte Butter den Siegerpreis. Die Güte der Erzeugnisse dieses Betriebes ist da durch aufs neue bewiesen. Die Molkerei Horn hat in der Zeit, in welcher sie unter Leitung des jetzigen Direktors steht, bereits sieben 1. Preise und drei Siegexpreise erworben. Ein sehr gutes Zeichen, für die Vor züglichkeit der hiesigen Produkte. ea= Schlagekerfeier der NSDAP. Am Montag Abend fand im Saale des„Hotel zur Post“ eine Mitgliederversammlung der Ortsgruppe Horn der NSDAP. statt. Den ersten Teil der Versammlung füllten Parteiangelegenheiten aus, ferner folgte eine Berichterstattung über die am Sonntag stattgefundene Amtswaltertagung in Bielefeld, durch Pg. Rinas. Der zweite Teil des Abends war dem deutschen Helden Schlageter gewidmet. Herr Oppermann, der rührige Besitzer des Hotel zur Post, hatte es sich nicht nehmen lassen, einen stimmungsvollen Rahmen zu dieser Feier zu schaffen. In der Mitte der Bühne stand das bekannte Schlageterkreuz, umgeben von Blumen und beleuchtet von Fackeln, geschmückt mit den Fahnen des alten und des neuen Deutschland. Richard Wagner=Konzert des Rurorchesters Bad Salzuslen. Leiter: Werner Gößling, Städt. Musikdir. Solistin: Hilde Wild=Geer, Bielefeld. Ein von der Kurverwaltung für Montag abend im Theatersaale des Kurhauses angesetzter Richard Wagner=Abend gab Gelegenheit, den neuen Opernleiter und städt. Musikdirektor Werner Gößling als Orchesterleiter kennen zu lernen. Werner Gößling, der seit 1930 am Stadttheater Köln a. Rh. in der Stellung eines Kapellmeisters und Chordirektors(Einstudierung der Chöre) und vorher von 1926—29 in gleicher Stellung am Nationaltheater Manneim und 1924—25 am Danziger Stadttheater als Kapellmeister der Operette und Chordirektor wirkte, bringt damit unzweifelhaft die nötigen Vorbedingungen mit, um an erster Stelle einen großen Musikkörper leiten zu können. Die überlegene Ruhe und Sicherheit eines erfahrenen Dirigenten kamen im Vorspiel des Musikdramas„Tristan und Isolde", im„Siegfried Idyll“(dem Freudenhymnus Richard Wagners anläßlich der Geburt seines Sohnes Siegfried, der im Verein mit seiner Mutter Cosima ein so treuer Hüter des väterlichen musikalischen Erbes wurde), im wuchtigen erschütternden Trauermarsch auf Siegfrieds Tod aus„Götterdämmerung“ in die Ouvertüren zum„Fliegenden Holländer“ und zu„Nienzi“, in Erscheinung. Die Aufnahme des neuen Dirigenten, den wir in größeren Veranstaltungen nunmehr öfter zu begegnen hoffen, war sehr eifallsfreudig. Einen besonderen Anreiz bekam die Vortragsfolge noch durch drei von der langjährigen jugendlich dramatischen Sängerin des Bielefelder Stadttheaters Hilde Wild=Geer gebrachten Gesänge aus„Tannhäuser"(Arie der Elisabeth„Dich teure Halle grüß ich wieder"), der Senta=Ballade aus„Fliegender Holländer“ und Isoldes Liebestod aus„Tristan und Isolde". in der die klangvolle umsangreiche Sopranstimme der Frau Hilde Wild=Geer in voller Reinheit und Leuchtkraft ertönte. Herr Werner Gößling wußte das begleitende Orchester zu feinster Zurückhaltung und Anpassung zu bewegen. Es war daher begreiflich, wenn sich Sängerin und Dirigent mehrfacher Hervorrufe erfreuen durften. Unbegreiflich war aber der so schwache Besuch dieses Richard Wagner=Konzerts. Wir haben ein Richard Wagner=Gedächtnisjahr(am 22. Mai waren 120 Jahre seit der Geburt, am 13. Februar 50 Jahre seit dem Tode R. Wagners verflossen), alle Welt ehrt das Andenken des felder städt. Orchesters vor, mit dessen Gewinnung, sowohl des Musikdirektors, als des für diesen Wagner=Abend noch verstärkten Orchesters, der Besuch des Bades unbedingt einen großen Aufstieg erleben dürfte, und das am Gedeihen und Wachsen des Bades doch in erster Linie interessierte Publikum der Stadt bleibt einem solchen Abend fern! Wo soll da eine Kurverwaltung noch den Wagemut für größere Veranstaltungen, die doch den Ruf des Bades nur erhöhen, hernehmen, wenn aus den Reihen der Bewohner, trotz niedrigster Eintrittspreise, keine Unterstützung dieser Bemühungen kommt.=lz= * 6106 S. um die gegen Zwangsversteigerungen sich zuDie Mode der langen Hälse sammenschließenden Farmer zu bändigen. Guait un den Modanichen dr Hr zur aun gschgenst de Kermnur biese enerlagt. Sarshong, 9 pe Scher el ereh hel K eschätete San bine ie Satezege. hon mancherlet ttgnitrmtichentge, zu unserer)“, Nationalgarde, der amerikanischen SicherKenntnis gelangt. Wir wissen dernpret.u.., heitzmiliz, schreiten. Im Staate Wiseonsin sind daß die Siamesin keineswegs ihre Schönbeit Lu agliu tausend Mann zur Bürgermiliz einge, dlendend geiben Zähnen Hertz„onden Lie gogen worden. Eine Schar von ewa vo0 Karmüsen lo hön brau gde., rotlich sein ry; It,) mern hatte sogar den Versuch gemacht, einige eines alten Hundes. Deshalb ergeben, Ie, 59 Faktoreien der Grasschaft Racine anzuzünden. auch dem Betel=Kauen mit aller Hingabe, vel. Vork., Gerichtobezitet trägt seinen Namen noch dadurch erst der schöne rötliche Glanz der Jähne]“ dar franzssischen Einwanderungszeit der erlangt wird. Während aber in Indoching und nach dem großen Klassiker Frankreiche, Racine). in Siam europäische Sitten, Moden und Ge: Die Farmer gaben im Abrigen ihren festen bräuche doch schon recht weiten Eingang gerun., Entschlys kund. alle Molkereien des Staates den haben, ir die Virma=Frau„'e zm In: Wisconsin gewaltsam zu schließen. Vergeblich tüssen noch sehr wenig Lugtnglighz, Ba, im I.2 blieben die Vemühungen der Behörden, durch nern dieses mächtigen hinterindischen Lande=„uterhandlungen den Milchstreik zu einem raind logar noch recht primitiv Hep xLI.Laita, schen Ende zu bringen. Die Führer des Farmerim Schwange. So gehört e. du ven, Tu-„II..— Streiks waren nicht geneigt, die Verhandlungsdealen der Virmanin, einen möglichst langen grundlagen der Regierung anzuerkennen. Hals zu haben. Oder vieleicht nogz,besser ve, Hebrigens hat der Streit gleich in den ersten agt: den Kopf recht hoch über den Schultern Iu Teuan zur Folge gehabt, daß auf dem Milchtragen. Aber wie wird das erreicht?— Man waxgt der Hauptstadt von Wisconsin Milsühlt sich dabel unwilliürlich an mittelalterlicg= wauree nur etwa 38 Prozent des täglichen BeFoltermethoden erinnert, wenn man steht, Wie, Lark, angeliefert worden sind. Es waren daher sich auf breiten henkelkannen=ähnlichen Hals= barfs ange...„„ Zwischenstromland fahrenden Autos konnten nur unter schwerer Bedeckung von einem Polizeifort sicher zum anderen geleitet werden. Wenn es seitdem anders geworden ist, so durch die moderne, fliegende Polizei, die die Engländer in der Wüste eingerichtet haben. Einige der größeren Polizeiposten in den Gebieten besonders unruhiger Nomadenstämme sind mit grozen viermotorigen Flugzeugen ausgerüstet, die einen regelrechten Patrouillendienst über den riesigen, ihrer Obhut anvertrauten Landstrichen ausüben. Ist irgendwo ein Stamm ruhig geworden, so genügt telegraphische Meldung, um alsbald ein Flugzeug aufsteigen zu lassen. Wo es möglich ist, landet dieses Flugzeug, das gleich einem modernen trojanischen Pferd ein paar Maschinengewehrbesatzungen in seinem Bauche birgt. Heute genügt meist schon das Erscheinen des Riesenvogels, um jede Unruhe zu dämpfen. Denn das wissen die Nachfahren der Horden des Lahmen Timur, daß unter Umständen eine krachende Ladung von Bomben jeden ernstlichen Widerstand überwinden kann. Die moderne Wüstenpolizei ist nur möglich mittels des modernsten Verkehrsmittels: des Flugzeugs. Universitätspolizei im Splinder kragen Ring an Ring ein bis zu zwanzig Centi meter hohes Ungetüm von Halsschmuck türmt, das den Hals wie in ein Röhrengeflecht einklemmt und den Hals soweit zuschnürt, daß diese Ringkragen bis dicht unter die Ohren reichen. Allerdings geben diese Giraffen=Hälse den Frauen ein überaus steifes und groteskes Aussehen. Einen Vorteil scheinen sie allerdings zu haben. Sie hindern nämlich erheblich am Sprechen! auch Maßnal nen zur Ueberwachung von Markt und Preis notwendig. Wüstenpolizei im Flugzeug Noch vor wenigen Jahren waren die kurdischen, persischen und arabischen Stämme in dem gewaltigen Wüstengebiet zwischen Syrien, Euphrat und Tigris und den Grenzlan—„ den der Türkei und Persiens in fortgesetzter ec aufrührerischer Bewegung. Es galt noch das Die Frauen sehen alle aus, als betrachteten Recht der Wüste: der Raud. Es war noch etwas sie von der Höhe ihrer Stelzhälse die Welt mit von der wilden Macht des Eroberers in diesen höchster Menschenverachtung. Oder sollte dieser Stämmen. Wenn ihre Weideplätze in der Weltschmerz doch vielleicht mehr Halsschmer) Trockenheit verdorrten, Kamele und Pferoe vor „ Durst und Hunger zugrundegingen und diese Die Bauernnot in Amerika hat auch dort zu einer Anzahl verzweifelter Schritte der Farmer geführt, die bei dem leicht zur raschen Selbsthilfe aufgelegten Amerikanern mitunter scharfe Formen angenommen haben. Es braucht nur daran erinnert zu werden, daß die Zentralnoch immer im Zustand der Nomaden lebenden Wüstensöhne selbst einen elenden Tod vor Augen sahen, dann erschien es ihnen ganz natürlich, in räuberischem Angriff über benachbarte Stämme herzufallen, um sich dort zu holen, was sie innerhalb des eigenen riesigen Gebiets durch die Ungunst des Klimas nicht mehr fanden. Noch vor zwei Jahren war deshalb in diesen heute unter englischer Oberhoheit stehenden Ge nur daran erinnert zu werden, daß die Zentral=sheute unter engeischeeegege. behörden verschiedentlich genötigt gewesen sind, bieten der Kleinkrieg an der Togesordgung. Truppen mit Maschinengewehren einzusetzen, Die von Damaskus in Syrien nach Bagdad im Wer Smollet's Peregrinus Pickle" kennt. erinnert sich der Universitätsschilderungen aus dem 18. Jahrhundert. Auch dort wird noch des mittelalterlichen Proctor=Amtes Erwähnung getan, einer Einrichtung, die sich im Cambridge seit dem Mittelalter fast unverändert bis auf den heutigen Tag erhalten hat. Es gibt drei Proctoren, die mit je zwei Dienern das akademische Polizistenamt ausüben. Bei aller nur möglichen Freiheit, die auch der englische Student hat und sich nimmt, müssen die Proctoren doch darüber wachen, daß akademische Zucht und gute Sitte unter den Studenten gewahrt bleiben. So ist es ihres Amts, darauf zu achten, daß alle Studenten nach acht Uhr abends sich nur noch in ihrem Studententalar zeigen. Deshalb sind die akade mischen Polizisten am Abend unterwegs und tragen auch dafür Sorge, daß kein akademischer Bürger mehr nach 12 Uhr außerhalb der Räume seines Colleges oder falls er das Recht hat, außerhalb zu wohnen, seiner Wohnung fern ist. Man würde sich irren, wollte man annehmen, daß nicht auch unter den englischen Studenten genug jugendlicher Uebermut und Aufgelegtheit zu allerlei Streichen vorhanden ist! Manch ein Bruder Lustig rechnet es sich vor den Kommilitionen zur Ehre an, dem Proctor einen Streich zu spielen. So sehr dem Studenten auch der große Lederband mit den Universitätsstatuten Eindruck macht, der von einem der akademischen Polizeidiener dem Proctor an einer Kette vorangetragen wird, so heilig ihm die Person des Proctors selbst ist,— so wenig Respekt hat er dagegen vor den Armen der Diener des Proctors. Deren feierlicher dunkler Aizug, ihr hoher Zylinderhut reizen ihn leicht dazu, sich nach Kräften mit ihnen herumzuboxen, ihnen womöglich den steifen Hut einzubeulen. Denn es ist sein gutes Recht, nach alter englischer Sitte sich mit kräftigen Faustschlägen gegen die Festnahme zur Wehr zu setzen. Andererseits riskiert er dabei, selber auch ganz gehörig mit den Fäusten der beiden Trabanten des Proctors Bekanntschaft zu machen. Denn diese Diener sind ebenso flink auf den Beinen wie fest mit der Faust. Dem Ertappten droht allerdings nicht mehr der Karzer, wohl aber sehr erhebliche Geldstrafe und unter Umständen Consillum abeundi, Verweisung, oder„Rausschmiß“ aus der Univerität. Es gibt Fälle, wo nur der College=Lehrer, der Tutor, die Relegation durch seine Fürprache abwenden kann, der Student dann aber zwanzig Pfund Strafe bezahlen muß, was auch bei abgesenktem Pfundkurs noch immer 300 Mk. ind. Man sieht, daß der eine der Diener des Proctors seinen langen Svieß nicht zu Unrecht trägt, wenn auch nur mehr als Symbol der Macht des Proctors! Humar Fahrgast:„Sie, hören Sie mal, das kann doch nicht stimmen— wir sind noch keine drei Häuserblocks gefahren und jetzt der Taxameter schon auf zwei Mark! Taxi=Chauffeur:„Entschuldigen Sie nur, Herr, aber Sie sind heute der erste Fahrgast und da hat der Apparat offenbar einen Freudensprung gemacht!“ Nicht üblich. Ein Gast des sehr vornehmen Lokals begeht den Fehler, sich die Serviette um den Hals zu binden. Der Geschäftsführer gibt dem Kellner den Wink, den Gast recht vorsichtig darauf aufmerksam zu machen, daß das in einem Lokal nicht üblich ist. Der Kellner:„Verzeihung, mein Herr, Rasieren, Haarschneiden oder Kopfwaschen gefällig?“ nen der Ards Strand= und Gartenkleidung aber auch solche, bei denen ein einfardiges Gewebe m einem buntbedruckten zusammengestellt ist. Kunstseide, Wol und Baumwollstoffe, Trikots und Leinen sind wohl d erten Gewebe gearbetter sind, häufig einfardiges Gewebe mit MI. Scmeveseie— wodl die meist verwendeten Stoffe.— von den Schnitten dieser Anzüge— die Formen der Gartenkleider welchen im großen und ganzen nicht wesentlich von denen der Strandkleider ab— fällt vor allem das sehr weite, fast rockartige Beinkleid auf. Der Oberteil beider Anzugarten unterscheidet sich hauptsächlich nur dadurch, daß der Strandpyjama sehr tief ausgeschnitten ist; er läßt oft den ganzen Rücken frei. Der Gartenanzug dagegen wirkt oben stets blusig,— bier und da ist er sogar mit kurzen glatten oder puffigen Armelchen gearbeitet.— Es ist natürlich das Wichtigste bei den Garten= und Strandanzügen, daß sie weit und bequem sitzen, daß sie nirgends beengen, dem Körper also vollste Bewegungsfreiheit lassen.— Erwas sehr Praktisches für den Strand ist das Beinkleid, das mit einem kurzen Trägerleibchen versehen ist. Unter dem Anzug trägt man das Schwimmtrikot, das in diesem Fall die Bluse ersetzt.— Das Sommerlichste für die Kleinen ist der mit ganz kurzen, weitem Höschen gearbeitete Strandvorwiegend aus Hünnen, wasch-wird. Unentbehrlich ist hier natarlich dir groge e—“ in der das Kind alle seine Habseligkeiten bergen kann. Diese Taschen werden oft mit amüsanten fardigen Applikationen oder Stickereien garniert.— Zu den hier abgebildeten Modellen sind SvonSchuttte erhältlich. A. K. 33 440 ged Garten= und trandanzug; Rock und Leidchen aus großgemusterter Kunstseide. Zersepbluse. Stoffverbrauch etwa 5.25 m gemusterter, 80 cm breit. 1.10 m einfarbig. 130 cm breit. Bvon=Schnitt, Größe 42u. 46,(Großer Schnitt). am Erhttleinungsort dieser Zeitung seine Beaugsquelle findet, wolle #ich an den Verlag diefer Blattu wenden oder an den Verlag Guflar Lpon, Berlin 50 16. 97070 Strandanzug aus gemusterter Kunstseide. Weites Bein kleid. Stoffverbrauch: erwa 4.15 m Kunstseide. 80 cm breit. Spon Schnitt für 14—16 Jahre und in Größe 30 erhältlich.(Großer Schulit). 97071 Spielanzug aus Kretonne. Droße Tasche mit appliziertem Motiv und abstechender Blende. Stoffverbraucht etwa 1.13 m. 80 cm breit. Bvon=Abplättmuster ¼ Bogen. Lvon=Schnitt, für Kinder von 1—8 Zahren hierzu r. hältlich.(Schatumuster—Kleinigk.) □ Gerun= oder Grandeid aus kariertem Baumwollstoff mit weißen Seitentellen und Armeln. Svon=Schnitt. Größe 44 und 48,(Dr. Schnitt). 97075 Dieser aus einfarbiger und gemusterter Kunstseide gearbeitet. Sehr weites Beinkleid. Svon=Schnitt. Größe 44 und 4#.(Dr. Schuin). Zum praktischen Lyon-Schnitt vorwondet man die schönen Buddeber Stoffe well sie gut und besonders preiswert sind. Muster postfrei 1 Gesundbeitspflege in Haus und Berut Was ist Hysterie? Hosteriche Beoyo g. D1, Schuid' der Eitern. der Von Dr. Else Bergen Hosterie und Nervosität sind Unerzogenheit und Bosheit.— zu dieser Erkenntnis ist man auch heute wieder gekommen. Nakürlich gibt es einige Fälle, in denen schwere Gemütserkrankungen die Ursache der Hysterie sind, aber im großen ganzen läß sich jede Hysterie durch eine genügend energische und zielbewußte Behandlung unter Leitung eines Arztes beseitigen. Ein alter Arzt erzählt von einem Krankheitsfall, den er vor dreißig Jahren erlebt hat. Er wurde zu einer Familie gerufen, deren Hausarzt er seit längerer Zeit war. Eine der Töchter des Hauses lag, krampfhaft schreiend am Boden, schlug mit Händen und Füßen um sich und war nicht zu beruhigen. Ihre Eltern klagten dem Arzt, daß das junge Mädchen solche Stenen immer aufiüähge, sehald iür einae gegen den Steich gehe. Sie hätte lange versucht, mit ihr fertig zu werden, jetzt endlich aber hätten sie sich entschlossen, den Aczt. 2 solle ihnen raten, was zu tun sei, wenn diese Anfälle sich wieder einstellten. Der alte Hausarzt betrachtete die schreiende junge Dame eine ganze Weile. Dann sagte er sehr ruhig, aber so laut und deutlich, daß die„Kranke“ ihn genau hören konnte: „Anfälle dieser Art, Ind nur durch eine regelrechte Kaltgasser, kur zu beseitigen. Wenn das Fräulein wieder so einen Anfall bekommt, so nehmen Sie ein großes Handtuch, tauchen e in kaltes Wasser und schlagen ihr damit ins Gesicht, damit sie richtig naß und abgekühlt ist. Das Handtuch darf aber nicht ausgerungen werden.“ Damit ging der Arzt. Als die Kranke den nächsten Anfall bekam, wurde die Behandlung genau nach Vorschrift durchgeführt, und sie brauchte nie wiederholt zu werden. Es war zu Ende mit den Anfällen. Ein nicht unähnlicher Fall wird von einer anderen Familie berichtet. Bei ihr wohnte eine hysterische ältere Dame, die bisweilen heftige Anfälle bekam und dann von den jüngeren Verwandten umsorgt und verhätschelt wurde, ohne daß man dadurch die geringste Besserung herbeiführte. Im Gegenteil wurden die Anfälle immer häufiger. Da beschloß man, ein anderes Verfahren anzuwenden. Die Familie nahm sich vor, sich garnicht mehr um die Anfälle zu kümmern. Als die alte Dame also eines Tages wieder sich schreiend und zappelnd zu Boden warf, nahm der Mann eine Zeitung und setzte sich in einen bequemen Sessel, während seine Frau bei ihrer Handarbeit blieb, ohne auch nur die geringste Miene zu machen, der alten Dame zu helfen. Nach einer kleinen Weile beruhigte sie sich von selbst, und damit hatte sie ihren letzten Anfall gehabt. Das, was wir für gewöhnlich unter Hysterie verstehen und was sich wie in den erwähnten Fällen in Schreikrämpfen, und ähnlichem äußert, ist am besten durch einen Wechsel der Umgebung zu heilen. In fremder Umgebung lernt die Hysterische Art S.“•* dieser Selbstbeherrschung und benimmt sich wie ein erwachnd stie sener Mensch, während sie daheim dazu neigt, sich gehen zu lassen. Wird sie dann bei solchen Anfällen von einem Frem den mit Gleichgültigkeit oder auch mit kaltem Wasser behande!:. so kann die Wirkung eine sehr gute sein. Allerdings muß jeder, der mit solchen hysterischen Personen umgeht, es gut mit ihnen meinen und sich in allem, was er gegen sie unternimmt, nur von Wohlwollen für sie leiten lassen. Bei hysterischen Kindern muß man sich, ehe man zu irgend einer Form der Behandlung schreitet, immer zuerst überzeugen, ob nicht etwa irgend eine körperliche Ursache den husterischen Anfällen zugrunde liegt. So verschulben schlechte Verdauung. Schlaflosigkeit, zu wenig Bewegung und Aehnliches häufig nervöse Störungen. Sehr oft ist die Hysterie dieser Kinder zu heilen, wenn die körperlichen Ursachen geheilt werden, was ja bisweilen sehr einsach ist. In unendlich vielen Fällen hat man die Schuld für die Hysterie der Kinder auch bei den Eltern zu suchen, die ihre Kinder falsch erzogen oder ihnen ein schlechtes Beispiel gegeben haben. Wie kann man erwarten, daß eine reizbare, nervose Mutter imstande sei, ihre Kinder zu Selbstbeherrschung und Charakterfestigkeit zu erziehen? Aber auch wenn die Kinder sich sagen, daß sie die Anlage zur Hysterie von den Eltern geerbt haben, müssen sie, sobald sie imstande sind, an sich selber zu arbeiten, alles tun, diese verhängnisvolle Schwäche zu beflegen, die nicht nur andern, sondern auch ihnen selber das Leben vergällt. dick werden! Fettansatz durch sitzende Lebensweise— Strenge Diät— Aber nicht übertreiben Das. was die Frau mittlerer Jahre mit dem größten Bedauern schwinden sieht, ist ihre Figur. Schlankheit ist nun einmal das Ideal unserer Zeit, und wir finden, daß alle Kleider nicht sitzen und passen, wenn man zu korpulent oder auch nur vollschlank ist. Eine vollendet gute Wirkung erzielt man nur bei großer Schlankheit. Selbst bei den jungen Mädchen ist diese Schlankheit nicht allgemein. Frauen sind gezwungen, Wert auf ihr Aeußeres zu da sie vielfach danach beurteilt werden, nicht nur in der Jugend im Ballsaal, sondern auch in Beruf und Heim. Man könnte sagen: jede Frau wird so behandelt, wie sie aussieht. Man mag das unberechtigt und ungerecht finden, aber es is nun einmal Tatsache. Und da keine Frau die Züge ihres Gesichts verändern kann, so muß sie schon vor allen Dingen auf ihre Figur achten, um wenigstens in diesem Punkt gut zu wir ten. Ganz abgeseben davon isr jeder Fettansatz resens säßtz und verursacht Störungen der Gesundheit. Korpulenz fuhrr hohen Blutdruck herbei und Herzbeschwerden, die sehr sind. Treppen— und Bergsteigen fällt oft in schwer, wo man solche Dinge noch spielend machen munte und machen könnte, wenn man genügend schlank wäre. In der Hauptsache ist Mangel an Bewegung Fettansatzes. Die Frau, die von früh bis spät in ihrem Haushal“ herumwirtschaftet, wird nur selten dick man sich aber keine körperliche Bewegung, fährt Auto, statt spazieren zu gehen, muß man abends im Büro sitzen, so braucht man sich nicht zu wundern. wenn man sehr schnell seine gute T=oax.-Heztier gez, T iegeece ist ein böser Feind der weiblichen Schönheit. Ein Uebermaß an Essen ist in den wenigstens Fällen an der zunehmenden Kor pulenz schuld. Ist das Unglück einmal geschehen und hat sich das Fett gebildet, so ist es nicht ganz einfoch, es wieder lozzuwerten. mit der nötigen Energie kann man doch verhältnismäßig ralch gute Ergebnisse erzielen. Natürlich muß man sich dann mit dem Essen darauf einstellen, alles Fettbildende zu vermeiden. Die Nahrungsmittel, die man zu sich nimmt, dürfen wenig Stärke und Zucker enthalten. Vor allem aber muß man es ängstlich vermeiden, zwischen den Mahlzeiten irgendwelche Lekkereien oder Süßigkeiten zu sich zu neymen. Ferner muß man täglich mindestens eine Stunde spazieren gehen, und kräftigem Schritt, ein langsames Promenieren ist wertlos. Beim Aufstehen morgens und beim Zubettgehen abends hat man je ein Glas heißes Wasser zu sich zu nehmen. Saft einer Apfelsine oder Zitrone, aber keinen Zucker zusetzen darf. Zum Frühstück ißt man einen Apfel oder noch besser eine Apfelsine und darauf am besten eine geröstete Brotscheibe ohne Butter, dazu ein Ei. Dazu trinkt man eine Tasse dünnen Tee oder Kaffee mit heißer Milch, aber ohne. Zucker. Beim Mittagessen sind dicke Suppen aller Art zu vermeiden, nur klare Fleischbrühe ist erlaubt. Beginnt man jede Mahlzeit mit einer pfelsine, so wirkt sich das sehr vorteilhaft aus. Alle Gemüse und besonders Salate sind günstig, dagegen le# e feln überhaupt aus dem Speisezettel streichen. Als Nachtisch ist immer Obst das geeignete. Zum Nachmittagstee oder Kaffee ißt man am besten eine Scheibe geröstetes Brot. Kuchen sind gefährlich für Neigung zu Korpulenz, man muß sie also für die ganz festlichen Gelegenheiten aufsparen, wo man einmal Die Nahrung darf also kein fettes Fleisch keiner. Schinken, kein Brot, wenn en Bitzt, I8. Lietzeurr S5Hhingg geröstet ist, keinen Keks und Kuchen, keine ud Süßspeisen, die mit Mehl zubereitet sind. Hülsenfrüchte aller Art, auch als Suppen, sind zu vermeiden. Selbft, Bananen müssen ausgeschaltet werden, ebenso nach Möglichkeit Butter und Käse. Makkaroni und Kartoffeln sind zu streichen, ebenso Sehr vorteithaft sind alle rohen Gemüse, zum Belspiel bene Mohrrüben. Einen Teller geriebene Mohrrüben auf nüchternen Magen zu essen, ist besonders dies das Mittel der Amerikanerinnen, die ihren berühmt schönen Teint dieser Kur verdanken, die besonders in den Früh lingsmonaten von ausgezeichneter Wirkung ist. Und d. gerie: bene Mohrrüben außerordentlich wohlschmeckend sind, braucht man sich über diese Vorschrift ja nicht zu beklagen. Hält man sich an die vorgeschriebenen Gerichte, so kann man sich ruhig satt essen, was für das Wohlbefinden des Menschen wichtig ist; eine Hungerkur zu machen, um schlank zu m ist natürlich töricht und gefährlich, denn der Körper muß dauernd seine Aufbaustoffe haben, sonst wird unsere Gesundbeit bald untergraben sein. Auch das Verbot vieler Speisen darf nicht in eine Ernährungshysterie ausarten; es soll vor allen Dingen für die Menschen gelten, die Neigung zum Dickwerden zeigen. Empfehlenswert ist es immer, bei Diätmaßnahmen einen Arzt um Rat zu fragen. Dr. Werner Zoog. Insektenstiche und ihre Behandlung Plagegeister in der wiedererwachten Natur— Der Stachel der Biene— Einsache Heilmittel Eigentlich haben Frühling und Sommer nur eine einzige Schattenseite; die lästigen Insekten, die uns oft gerade das schönste Plätzchen verderben. Und leider sind Insektenstiche nicht immer nur harmlose Belästigungen, sondern häufig treten Blutvergiftungen ein, die schwere Schädigungen für den Menschen herbeiführen. Da man Insektenstiche nicht verhindern kann, muß man schon versuchen, wenigstens die unangenehmen Es ic interesant, wie der Sich zustande, konnt, Se ein Insektenstachel ist nämlich sehr konstruiert. Vom Standpunkr der Biene aus gesehen, hat er allerdings einen großen Fehler: er bricht ab, wenn die Biene gestochen hat, und das Tier muß den Stich mit dem Leben bezahlen. Für die Biene ist also die Benutzung des Stachels Selbstmord,— merkwürdig nur, daß trotzdem gerade Bienenstiche so häufig vorkommen. Das Seltsame an dem Bienenstachel ist, daß er sich in abgebrochenem Zustand wie ein abgeschossenes Projektil weiterarbeitet. Der Stachel besteht nämlich aus zwei sehr scharfen Die Zeit der Abhärtung beginnt! Was bedeutet Abhärten? Abhärten heißt„hart machen" and damit meint man, den Körper unempfindlich machen, stählen gegen die Schwankungen der Witterung. Wir wissen zwar, daß die sogenannten„Erkältungs“=Krankheiten wie Husten, Schnupfen, Rheumatismus usw. eigentlich Infektionskrankheiten sind, d. h. durch Uebertragung von Bakterien hervorgerufen werden, aber wir wissen auch, daß— worauf ja der Name schon hindeutet— vorangegangene Abkühlungen bei der Entstehung auch eine gewisse Rolle spielen und daß manche Menschen mehr, andere wieder weniger empfindlich auf Abkühlung reagieren. Jeder hat seinen schwachen Punkt an einer andern Stelle: der eine erkältet sich leicht nach dem Haareschneiden, ein anderer bekommt regelmäßig eine Halsentzündung, wenn er nasse Füße bekommen hat. ein Dritter ist wieder gegen Zug empfindlich, und so fort. Diese Empfindlichkeit nun kann man sich abgewöhnen, allerdings um so leichter, je früher an Jahren man damit beginnt. Darum Mütter, wenn Ihr Euren Kindern für ihr ganzes Leber etwas Gutes antun wollt, dann beginnt beizeiten mit der Abhärtung! Im frühesten Kindesalter kann man beginnen, wenn man nur einige wenige Vorsichtsmaßregeln streng befolgt. Zu allererst soll man sich versichern, ob das Kind. mit dem man eine Abhärtungskur beginnt, auch wirklich ganz gesund ist. So segensreich wie diese Kur für gesunde. aber etwas schlappe, leicht ermüdbare, oder eben oft zu Erkältungen neigende Kinder sein kann, so viel Unheil kann sie stiften, wenn man versuchen will, etwa ein krankes Kind. oder eines, das gerade Rekonvaleszent von einer Krankheit ist, abzuhärten. Also am besten erst den Arzt fragen. Man kann auch nicht in jeder Jahreszeit mit so einer ur beginnen. Am besten eignet sich dazu der Sommer. Jetzt, gerade jetzt sollte man anfangen. Die dritte Vorsichtsmaßregel, die man genau beachten soll, ist: sehr langsam und vorüchtig beginnen und sehr allmählich mit der Steigerung der Abhärtungsweise vorgehen. Man heginnt zunächst mit einer Abreibung mit zimmerwaxmem Wasser, das ist Wasser, welches über Nacht in der Waschschüssel oder im Krug im Zimmer gestanden hat und geht erst nach 2—9 Wochen zu kaltem Leitungswasser über. Die Abreibung erfolgt entweder mit einem zusammengewundenen Handtuch oder noch besser mit einem Luffah=Handschuh, dessen weniger grobe Seite man zuerst benutzt. Man tränkt den Schwamm. Handtuch oder Luffah im Wasser, drückt gut aus und frottiert nun kräftig Brust, Rücken und Arme mehrere Male, jedoch ohne weh zu tun Während der ersten 14 Tage geht man nach der Abreidung noch einmal für 10 Minuten ins Bett. Späte. i diese Vorsicht nicht mehr nötig Natürlich kann man auch Oberund Unterschenkel abreiben und ein sekundenlanges zimmerwarmes Fußbad anschließen. Die Gewohnheit dieser kalten Abreibung sollte das Kind nie mehr, auch im Winter, nicht wieder aufgeben, höchstens. wenn es nach 2—3 Monaten abgehärtet ist, um die Abreibung mit der allmorgendlichen lauwarmen Dusche und nachfolgender gründlicher Frottierung mit dem Badetuch zu vertauschen. Größere Kinde., pertt den Wechsel von warmer und kalter Dusche. dieses Training ihrer Haut=Blutgefäße ist besonders gut. Jur Abhärtung gehört auch, daß man Kinder frühzeitig an leichte, luftdurchlässige Kleidung gewöhnt. Nur kein„Verpimpeln“, nur keine dauernde Angst, ein Kind könnte zu leicht angezogen sein. Im Gegenteil, lassen Sie Ihre Kinder möglichst viel im Bad anzug herumlaufen; sind sie erst ein wenig daran gewöhnt, dann können sie es auch an trüben Tagen tun. Ihre Haut übt sich dann. sich der jeweiligen Temperatur anzupassen. In manchen Sanatorien, die die Abhärtung Erwachsener zum Programm haben, wird morgens das sogenannte„Tautreten“ geübt. Alles muß sehr zeitig am Morgen barfuß antreten und barfuß in einem flachen. kleinen Bach waten oder auf der taufeuchten Wiese spazieren gehen oder Ball spielen. Die Abhärtung der Fußsohlen=Haut ist der Zweck dieser Kur. Der Sinn all dieser Abhärtungskuren ist, seine Haut=Blutgefäße an die Schwankungen der Außentemperatur sich gewöhnen zu lassen. Sie vermitteln ja durch rechtzeitiges Zusammenziehen oder sich Erweitern die Anpassung der Körpertemperatur an die Außenwelt, sie sind es, von denen die,„Wiherstande, fähigkeit eines Organismus gegen Erlältungskrankheiten zum großen Teil abhängt. Und widerstandsfähig sein gegen Erkälbedeutet ein gut Teil Gesundheit. sind doch aft harmlose Erkältungen der Beginn von schweren, chronischen Erkältungen.. Dr. med. Günter Fiebig. kleinen Messern mit Widerhaken un Giftblasen. Bei dem Stich beginnen die Blasen ihr Gift zu entleeren, das die gefürchteten Schwellungen und Schmerzen hervorruft, und die Muskeln des Stachels beginnen sich sofort automatisch und rhythmisch zusammenzuziehen und wieder zu erschlaffen, in rascher Reihenfolge. Dadurch wird das Gift unter die Haut gepreßt, und der Stachel bohrt sich tiefer und immer tiefer hinein. Diese Bewegung wird fortgesetzt, bis die Giftblasen entleert sind. Dann hört, der Stachel auf zu beiten. Aber dann ist das Gift auch da angelangt, wo es nach dem Willen der Biene sein sollte Ist man von einer Biene gestochen, so soll man keineswegs versuchen, den Stachel herauszuziehen, denn v##s.#.# Tapef; man die Giftblasen zwischen die Finger und drückt den Jnha in die Wunde, und gerade das will man doch vermeiden. Stattdessen nimmt man ein Messer und läßt die Klinge auf der Haut entlang gleiten. Man kann auch eine Nadel benutzen. Auf diese Weise kann man den Stachel entfernen, Giftblasen auszudrücken. Ist man im Gesicht gestochen worden, so. soll man einen Spiegel zu Hilfe nehmen, sehen, wo der Stachel sitzt. Hat man weder Messer noch Rade zur Hand, so kann man den Stachel auch mit dem Taschentuch herausstreichen. Tut man das gleich nachdem man gestochen wurde, so verhindert man wenigstens, daß noch mehr Gift in die Wunde kommt.— pillaf bis Bei Bienen und Wespenstichen ist ein sehr gutes Mittel, die Stichstelle möglichst sofort mit geriebener Zwiedel zu belegen. Dadurch wird in fast allen Fällen die Anschwellung verhindert. Gewöhnliche Insektenstiche, Mückenstiche u. dal. feuchtet man sogleich mit Seife kräftig an. Man soll im Sommer also mer ein Stück Seife bei sich haben. Alles Reiben der Stichstelle ist durchaus zu vermeiden, selbst wenn der Juckreiz so groß sein sollte, denn oft wird dadurch Schmutz in die Wunde gebracht und eine Entzündung hervorgerufen. Günstig wirken meist Amschläge mit essigsaurer Tonerde; selbst starke Entzündungen gehen dadurch verhältnismäßig schnell zurück, aber das Bedauerliche ist, daß man dies Mittel ja nicht immer gleich zur Hand hat. Die wohltätige Seife aber ist wirklich so leicht mitzuführen, daß man sie nicht zu entbehren braucht. Auch Arnikatinktur bewährt sich gut. Ebenso hat Eukalyptusöl schon manche Schwellung zum Weichen gebracht. Vor allem aber ist ein Einreiben mit Eukalyptusöl zugleich ein Mittel, die Insekten fernzuhalten. Wenn man Gesicht, Hände, Arme und Beine einreibt, wird man von den Quälgeistern bei weitem nicht so belästigt, weil sie den ziemlich starken Geruch nicht vertragen können. Auch Salmiakgeist wirkt oft gut.„ R. K. Nasenleiden und Verdauungsapparat. Wird beim Kauen durch den Mund geatmet. so läßt das auf Nasenstörungen schließen, und die ungenügend gekauten Speisen verursachen ein Magen= oder Darmleiden— durch Nasenleiden. Schon beim Säugling kann eine Verstopfung der Nase ihn am Saugen hindern und die Ernährung beeinträchtigen. Löwenzahl gegen Stauungen. Bei den Blutreinigungskuren im Frühjahr spielte der Löwenzahn schon immer eine große Rolle Gehört er doch zu den Salaten, die man sich am frühesten und billigsten im Jahr beschaffen kann. Ein Absurd der jungen Blätter und Wurzeln, 10 Gramm auf 1/ Liter Wasser bewähren sich besonders gegen Stauungen. Harmonie beim Essen. Nach alten Erfahrungen wird die gesundheitsfördernde Aufnahme der Sveisen am stärksten von der guten Stimmung bedingt. Man gönne dem Körper wie dem Geist einen ausgeglichenen Ruhestand und vermeide alle diskutierenden Gespräche ebenso wie das Lesen.