Lipvische Tageszeitung General=Anzeiger für das Land Lippe Die Aluntiche Tageozettung erscheint täglich außer Montags mit den Beilagen: Das Lipperland Landwirtschaftliche Zeitung(amtl. Organ der Landwirtschaftskammer), Nachrichtenblatt des Uanddundes(amtl. Mitteilungsdlatt des Lippischen Landbundes). Für unsere Frauen (Sonntagsbeilege für die deutsche Hausfrau.— Geschäftostelle: Detmold. Exterstraße 11. Fernruf 8145 und 2146. Posversand: Herferd. Pokscheckonto: Hannover 9839. Drahtanschrift: Tagerzeitung Publikationsorgan der Landesregierung D. Gerbeingspreise: Monatl. Bezugspreise: Monatl. RM. 2.— bei Abholen vom Postamt RM. 2. 39 Pfg. Postgedühr u. 36 Pfa. 1 20 Ufg., Familienanzeigen 10 l Li. 2. Nüche d#. Bezugopr. Gerichtodarkeit s. beide Telle Deimold. Jahlungppfl. innerd, 8 Tagen. Rummer 125 Detmold, Dienstag, den 30. Mai 1933 Vor Abschluß des Viermächtepakts Unterzeichnung heute oder morgen London, 29. Mai. In London wird erklärt, daß eine allgemeine Einigung über den Mussolinischen Viermächtepakt zustandegekommen ist, und daß auch Deutschland seine Zustimmung zu dem letzten Textentvurf gegeben hat. Man erwartet, daß, falls die Aussprache in der französischen Kammer ohne Zwischenfälle verläuft, die Unterzeichnung des Vertrages am Dienstag in Rom statt finden wird. Englische Stellen machen nunmehr kei nen Hehl daraus, daß England sich mit der Einbeziehung eines Hinweises auf den Sanktionsartikel 16 des Völker bundsstatuts in den Mussolinipakt einverstanden erklärt hat. Die Nachricht, daß dem Pakt ein Protokoll beigefügt werden soll, in dem die französischen Vorbehalte in Bezug auf seine Verpflichtungen gegenüber seinen Verbündeten enthalten sind. scheint sich nicht zu bewahrheiten von Dr. Gereke als Nachfolger Freigangs eingesetzt worden ist. Der Zeuge gibt an, daß er sowohl von dem Aktenwerk als auch von der Schutzschrift des Verteidigers Dr. Gerekes vor Beginn der Hauptverhandlung Kenntnis erhalten hätte. Auf die Frage des Rechtsanwalts Langbehn, ob die Bücher, die der Angeklagte Freigang zu überwachen hatte, unordentlich geführt waren, erwidert der Zeuge, daß die Führung der Bücher seiner Auffassung nach nicht den kaufmännischen Grundsätzen entsprochen hätte. Es sei z. B. von den Büchern der Zeitschrift„Die Landgemeinde" kein Jahresabschluß gemacht worden. Die weitere Frage des Verteidigers, ob die Rechnungen, die dem Hindenburg=Ausschuß vorgelegt wurden, schwere Additionsfehler aufwiesen, bejahte der Zeuge Dr. Krebs. Es wird sodann der erste der beiden Büchersachverständigen, Michaelis, gehört. In seinem Gutachten erwähnte der Sachverständige Michaelis einen Bericht der verständige Michhelis einen Paris, 29. Mai. Auch in hiesigen gut= Kassenprüfer des Landgemeinde=Verbandes venvurg, Siuut anterrichteten Kreisen rechnet man mit Be= aus dem Jahre 1920, in dem es u. a. heißt, Staatssekretär z. D timmtheit damit, daß die Paragraphi########es sei bedauerlich, daß Dr. Gereke, der den ehemalige Reichsver des Viermächtepaktes spätestens Mittwoch=#n. 2 ham Gufblühen bes Ner-leaunaais Zeugen nittag erfolgen wird. Eine Stunde später ist Hauptanteil an dem bandes habe, bisher kein Gehalt erhalten habe, sondern im Gegenteil sein Privatvermögen für den Verband belasten mußte. Der zweite von der Verteidigung benannte Sachverständige, Preuschoff, schloß sich im wesentlichen den Ausführungen des ersten Sachverständigen an. Auf eine Frage, ob im Verband eine ordnungsmäßige Buchführung vorgelegen habe, erklärte er, daß aus den Büchern der Jahre 1922 bis 1925 kein klares Bild zu gewinnen sei. Der Vorsitzende beauftragte die Sachverständigen, das Konto „Landvolkbüro Dr. Gereke“ einer genauen Prüfung zu unterziehen, und fügte hinzu, daß bei vorliegender Verfolgung politischer Ziele unter Umständen die Anwendung der Amnestie in Frage kommen könnte. Der Vertreter der Anklagebehörde, v. Haake, wandte sich gegen diese Auffassung. Wie der Vorsitzende mitteilte, werden am Mittwoch nach Pfingsten die Plädoyers be ginnen. Am kommenden Mittwoch, dem nächsten Verhandlungstag, sind der Sohn des Reichspräsidenten. Oberst v. Hin denburg, Staatssekretär Meißner, Staatssekretär z. D. Kempner und der ehemalige Reichsverkehrsminister TreviAufblühen des Ver= ranus als Zeugen geladen. die Veröffentlichung des Wertlautes gleichzeitig in den vier beteiligten Hauptstädten vorgesehen. Ministerpräsident Daladier soll am Montagnachmittag in den Wandelgängen der Kammer erklärt haben, daß die Unterzeichnung des Vertrages aber nicht vor dem 9. Juni stattfinden werde. Der gleiche Ton Gens, 29. Mai. Der Effektivausschuß der Abrüstungskonferenz hat heute den Bericht an den Hauptausschuß über den militärischen Charakter der Polizei abgeschlossen. In dem Bericht wird festgestellt, daß von der gesamten deutschen Schutzpolizei die kasernierte Bereitschaft in Höhe von 34.000 Mann, die Polizeinwärter in Höhe von 4000 Mann bei der endgültigen Festsetzung der deutschen Heeresstärke in Aurechnung gebracht werden sollen. Amtsübernahmev. Bodelschwinohss Die„Deutschen Ehristen“ erheben scharfen Einspruch gegen die Wabl Berlin, 29 Mai. Der Evangelische Pressedienst teilt mit: Nach Beendigung der zweitägigen Zusammenkunft der Vertreter der Landeskirchen hat der Reichsbischof D. v. Bodelschwingh sogleich seine neue Arbeit übernommen. Montag morgen ließ sich der Reichsbischof die Mitglieder des Kirchen=Bundesamtes vorstellen. An manchen Stellen steht ein Wechsel bevor. Oberkonsistorialrat Dr. Scholz hat seine Beurlaubung erbeten mit dem Ziel des Ausscheidens aus seiner Arbeit. Wie wir erfahren, hat der geistliche Vizepräsident des Evangelischen Oberkirchenrates. Dr. Burghardt, schon vor einiger Gen. Prates. Dr. B Urghurot, schon vor Einige Jedoch ist in den Bericht auf Grund eines Zeit den gleichen Antrag gestellt. Im Evan an das reine lautere Evangelium von Jesus Christus eine neue heiße Liebe zu unserem Volk und unserer Kirche geweckt und eben darum sagen wir nein zu dieer Lösung. und nein erst recht zu dem Wege, auf dem sie gefunden worden ist. Nur vom Vertrauen des Kirchenvolkes, das ich in eigener Entscheidung zu ihm bekennt, ann der evangelische Reichsbischof auf seinen Platz erhoben werden. Aus dem gewaltigen Recht der geschichtlichen Stunde heraus weigern wiruns, die Entscheidung mit den Kirchenregierungen anzunehmen. Vorwärts mit Gott für eine neue evangelische Kirche, die frei und bereit und tüchtig ist zum Dienst im gegenwärtigen deutschen Volk. englischen Vorschlages ein gewisser Kompromiß dahin ausgenommen worden daß jeder Staat berechtigt ist, von den als militärischen Charakter erklärten Polizeistreitkräften einen Teil in Höhe von 10 v. H. in Anrechnung zu bringen. Gegen diesen von der Mehrheit des Ausschusses angenommenen Bericht ist von deutscher Seite ein grundsätzlicher Vorbehalt bezüglich der militärischen Bewertung der Polizei eingelegt worden, weil der Ausschuß sich bei seinen Entscheidungen nicht immer in gleicher Weise an die festgelegten Kriterien gehalten und einzelne Fälle nach verschiedenem Maßstab, besonders unter Berücksichtigung der besonderen Verhältnisse der einzelnen Länder, behandelt hat Der deutsche Vertreter, General Schonheinz, begründete im Effektivausschuß den deutschen Vorbehalt gegen die Anrechnung der kasernierten Schutzpolizei auf die Heeresstärke in eingehenden detaillierten Ausführungen. Gereke=Prozeß Berlin, 29. Mai. Zu Beginn des sechsten Verhandlungstages im Prozeß gegen Dr.(e reke wird der Geschäftsführer des Landbürger=Verlages G. m. b. H und der Zeit schrift„Die Landgemeinde, Dr. Krebs, als Zeuge vemommen, dar im April des Jahres gelischen Oberkirchenrat fand am Montag unter Leitung des Präsidenten D. Dr Kavler eine schlichte Abschiedsfeier für ihn statt. Der Reichsbischof hat zu seiner persön lichen Unterstützung mehrere jüngere Mitarbeiter berufen, die ihren Dienst eyrenamtlich tun. Ebenso wünscht er selbst von der Kirchenbehörde kein Gehalt zu beziehen, sondern sein Gehalt, wie bisher, von der Bethel=Gemeinde zu bekommen. deren Leitung er be hält. Die Ausgaben für das Reformwerk beschränken sich daher auf die Erstattung der tatsächlichen Auslagen für Reisen usw. Da hierfür keine Etatsmittel zur Verfügung stehen, hat der Reichsbischof die Bitte ausgesprochen, es möchten ihm aus der deutschen Christenheit für die Durchführung dieser Aufgabe freiwillige Gaben anvertraut werden. Gaben für diesen Zweak kön nen eingezahlt werden auf das Postscheck konto der Kasse des Deutschen Evangelischen Kirchenbundes Berlin 43897 mit der Bezeichnung:„Für das kirchliche Reformwerk". Rundsunkrede Müllers Berlin, 29. Mai. In einer Rundfunkrede am Sonnabend abend führte Wehrkreis pfarrer Müller u. a. folgendes aus: Die Kirchenregierungen haben den Ruf der Stunde nicht gehört. Sie haben nicht die Stimme Gattes vernommen. die durch die Bewegung in unserem Volke uns ruft zu wagender Tat, zur Erneuerung unseres Volkstums aus den Tiefen des Evangeliums In uns Deutschen Christen bat der Glaube Vollsvefragaus. Berlin. 29. Mai. Die Glaubensbe wegung der Deutschen Christen hat in einem Schreiben an den Präsidenten D. Dr. Kapler beantragt, zur Wahl des evangelischen Reichsbischofs die Zustimmung des Kirchenvolkes in Form einer Volksbefragung herbeizuführen. Die Bischofffrage für das Reich ist durch die Berufung des Pastors D von Bodelschwingh hoffentlich endgültig gelöst. Der Name Bodelschwingh ist ein Programm, er hat in der gesamten Christen. heit des In= und Auslandes einen hohen Klang. Alle, die mit Ernst Christen sein wollen und sich zur Evangelischen Kirche bekennen, sind dem neuernannten obersten Führer dankbar dafür, daß er das neue Amt übernommen hat. Die„Deutschen Christen“ sagen nein zu dieser Lösung, sie weigern sich, die gefallene Entscheidung anzunehmen und fordern eine Volksbefragung. Dieses Verhalten halten wir für äußerst bedauerlich, da sie sich, wie soll man das anders auffassen, gegen von Bodelschwingy richtet, dann das Führerprinzip verleugnet und schließlich die Lösung der Frage von einer Abstimmung der Massen abhängig machen will. Wir waren bislang der Auffassung, daß Demokratie und Parlamente jetzt keine Rolle mehr spielen sollten! Und nun soll ausgerechnet über die Besetzung der Stelle des Evangelischen Bischofs für das Reich in Versammlungen und auf Flugzetteln debattiert werden? Wie soll der einene Christenmensch sich in dem dann entpinnenden Xampf zurechtinden? Man sollte ein solches Schauspiel dem evangelischen Volksteil ersparen. Nicht Streit sondern machtvolles Zusammenfas sen aller Richtungen zu gemeinsamer und segensreicher Arbeit muß jetzt die Losung sein. Der neue Reichsbischof predigt am Pfingstsonntag in Berlin. Pastor D. v. Bodelschyingh wird am Pfingstsonntag, dem 4. Juni, vormittags 10 Uhr, in der Berliner Zionskirche predigen und damit zum ersten Male als Reichsbischof vor die evangelische Gemeinde treten. Die Wahl der in einem Arbeiterviertel des Berliner Nordens gelegenen Zionskirche dürfte dem besonderen Wunsche D. v. Bodeischwinghs entspringen, nicht in einem der repräsentativen Gotteshäuser der Reichshauptstadt zu sprechen. „Graf Zeppelin“ in Rom Ankunft des Reichsministers Soebbels Rom, 29. Mai. Am Montag vormittag Goebbels betonte, sondern auch für die Zugegen 8.30 Uhr kam Reichsminister Soebbels kunft, besonders hervorhoben. in Begleitung seines persönlichen Adjutanten Hanke, des Prinzen von Schaumburg=Lippe und mehrerer Vertreter der deutschen Presse in Nom an. Zu seiner Begrüßung hatte sich der deutsche Botschafter von Hassell mit dem gesamten Personal der Botschaft, der Botschaftsrat Klee von der Deutschen Botschaft am Vatikan, die Führer der nationalsozialistischen Ortsgruppe Nom sowie zahlreiche Mitglieder der deutschen Kolonie eingefunden. Von italienischer Seite waren der Che des Protokolls im Außenministerium sowie ein Vertreter des Gouverneurs von Rom erschienen. Reichsminister Goebbels besuchte am Montag vormittag zuerst den Staatssekretär im Auswärtigen Amt. Suvich. dann den italienischen König im Quirinal und anschließend den Chef der Regierung, Mussolini. im Palazzo Venezia. Um 13.30 Uhr fand ein Frühstück statt, das der Präsident der Konförderation der geistigen Arbeiter zu Ehren des Ministers Goebbels gab. Es wurden kurze Trinksprüche gewechselt, in denen der Präsident und Goebbels die engen kulturellen Beziehungen zwischen Deutschland und Italien, und zwar nicht nur in der Vergangenheit, wie Reichsminister Wie gemeldet, ist das Luftschiff„Gra Zeppelin" Sonntagnacht zu eiter Landungs. fahrt nach Nom aufgestiegen. Es wurde am Montag um 11.30 Uhr bei aufziehendem Sturm über Genug gesichtet und erreichte um 16.15 Uhr die italienische Hauptstadt. Nachdem„Graf Zeppelin" um 16.15 Uhr über dem Weichbild der Stadt Rom er. schienen war. traf er um 16.30 Uhr über dem Flugplatz Ciampino ein. Infolge starker Bodenwinde unterblieb die Landung jedoch und das Luftschiff zog zunächst noch einmal 2 oroße Schleifen. Unterdessen waren auf dem Flugplatz der König, der Luftfahrtminister Balbo und Reichsminister Dr. Goebbels eingetroffen. Das Feld war von einer großen Menschenmenge umsäumt darunter etwa 1000 Deutsche. Bei schönstem Wetter setzte das Luftschiff kurz nach 18 Uhr zur Landung an, die unter dem Jubel der Menge glatt von statten ging. Der König, Luftfahrtminister Balbo, Reichsminister Goebbels und der deutsche Botschafter bestiegen die Führergondel, die eingehen? besichtigt wurde. Es war inzwischen schon ie spät geworden, daß Reichsminister Goebbel: und Minister Balbo an dem vorgesehenen Rundflug über Rom infolge anderweitiger Verpflichtungen nicht mehr teilnehmen konnten. An ihrer Stelle nahm das Luftschiff andere Gäste auf. Nach etwa einhalbstündigem Fluge erfolgte um 19.15 Uhr die zweite Landung. An dem Flug nach Rom haben zahlreiche Pressevertreter, darunter auch italienische teilgenommen. Die römischen Abendblätter berichteten bereits in großer Aufmachung über den Besuch des deutschen Luftschiffes. Ergänzend ist noch zu melden, daß bei dem Empfang des„Graf Zeppelin“ auch Marine. minister Sirianni und Kriegsminister Gazzera zugegen waren. * Das Luftschiff„Graf Zeppelin“ trat kurz vor 20 Uhr die Heimreise an. Es zog zu nächst noch eine große Schleife nach Süden, kehrte um 21 Uhr nach Rom zurück und verschwand dann nach nochmaligem Rundflug über der italienischen Hauptstadt in nordwestlicher Richtung. Franzssische Pläne zur Besetzung Ruhrgebiets? London, 29. Mai. Der diplomatische Mitarbeiter der„Sunday Expretz" teilt mit, daß die französische Negierung eingehende Bläue zur sofortigen Besetzung der Nuhr und Zerstörung von dort gelegenen Fabriken für den Fall fertiggestellt hat, daß Sanktionen gegen Deutschland zur Anwendung gebracht werden sollten. Die Pläne seien bereits vor etwa fünf Monaten fertiggestellt gewesen. Die Franzosen seien in dem Augenblick, als Hitler seine versöhnliche Rede im Reichs. tag gehalten und versprochen habe, von einer Wiederaufrüstung während der nächsten fünf Jahre Abstand zu nehmen. im Begriff gewesen, diesen Plan zur Durchführung zu beingen. Französische Offiziere hätten bereits genaue Anweisungen für die Zerstörung von Fabriken und Maschinen erhalten. um auf ein Menschenalter hinaus jede industrielle Tätigkeit im Nuhrgebiet unmöglich zu machen. Diese Anweisungen seien noch nicht aufgehoben, sondern könnten jederzeit, wenn Frankreich den Augenblick für angebracht halte, durchgeführt werden. England werde voraussichtlich einen Druck ausüben, dies nicht zu tun. Fraurreich wolle die Notwendigkeit## Sanktionen damit begründen, daß erstene Deutschland seine Zinsvernflichtungen gemäß dem Vounaplan nicht ersüllt habe und zweiteus militärische Formationen innerhalb der entmilitarisierten Zone nahe der französtschen Grenze erschienen seien. D. A. 3. 5 Monate verboten Berlin. 29. Mai. Die Abendausgabe der„Deutschen Allgemeinen Zeitung" vo Montag, dem 23. Mai, ist wegen des Artikeis„Oesbertaupf- vom Berliner Polizeipräsidium beschlagnahmt worden. Die„Deutsche Allgemeine Zeitung“ ist im Anschluß an die Beschlagnahme auf die Dauer von drei Monaten verbeten worden. Abschluß der 986. Voller Erfolg der Ausstellung. Berlin, 29. Mai. Die 39. Wanderausstellung der deutschen Landwirtschaftsgesellschaft auf dem erweiterten Messegelände der Stadt Berlin ist am Sonntag um 20 Uhr nach dem Spielen eines Chorals am Haupteingang von dem Vorsitzenden des Vorstandes der DLG., Generallandschaftsrepräsentant Dr. v. Websky, endgültig geschlossen worden. Sie hat in neun Tagen bei bestem Ausstellungswetter rund 400 000 Besucher gehabt und ist damit in der Nachkriegszeit die am stärksten besuchte Ausstellung nächst der durch besondere Umstände begünstigsten Ausstellung in Hamburg 1924 geworden. Sie brachte einen besonders starken Besuch aus der Landwirtschaft auch des Auslandes und infolgedessen auch einen guten Absatz für die ausstellende Industrie. Diese Umsätze waren, besonders de r Maschinenindustrie zum großen Teil doppelt so stark wie bei der vorjährigen Ausstellung in Mannheim. Dieser Ausstellungserfolg ist als eine sichtbare Wirkung der einheitlich zusammengefaßten Wirtschaftspolitik der nationalen Regierung anwtwracher. Beginn der Transser=Besprechungen. Berlin, 29. Mai. In den Räumen der Reichsbank haben Montag 18 Uhr vormittags die Transfer=Besprechungen zwischen Vertretern der Auslandogläubiger und Vertretern der deutschen Reichsbank begonnen, in denen die Frage geklärt werden soll, inwieweit die deutschen Zahlungsverpflichtungen an das Ausland in fremder Währung abgeführt werden können. Die Nation ehrt ihren Vorkämpfer Die großen Schlageterfeiern am Sonntag Düsseldors. 29. Mai. Die SchlageterGedächtnisfeiern in Düsseldorf erreichten am Sonntagvormittag mit der Hauptgedächtnisfeier am Schlageter=Denkmal auf der Solzheimer Heide ihren Höhepunkt. Endlose Züge der SA. und SS., des Stahlhelms, der 7SBO., der vaterländischen Verbände und Vereine— über 300 000 Menschen— befan. den sich gegen 6.30 Uhr auf dem Marsch zum Denkmalsgelände. In großem Halbkreis hatten die Abordnungen mit den Fahnen, Bannern und Standarten der SA., SS., des Stahlhelmo, der studentischen Vereinigungen, der vaterländischen Verbände und Vereine um die Richtstätte Albert Leo Schlageters Aufstellung genommen, wo sich das große schlichte Kreuz emporreckt. Einen besonderen Ehrenplatz hatten die Fahnen der ehemaligen Freikorps. Gegen 10.45 Uhr trafen die Führer am Denkmal ein, an der Spitze Ministerpräsident Göring in blaugrauer Fliegeruniorm, in seiner Begleitung Staatssekretät brauert und Prinz August Wilhelm. Des weiteren sah man Vertreter der staatlichen und städtischen Behörden. Bei dem Kommado„SS., SA. und Stahlhelm tillgestanden!“ trat feierliche Stille ein. Eingeleitet wurde die Feier durch den Chorgesang„Heilig ist der Herr“ von Schubert. Kaplan Hilmer aus Osterrath bei Krefeld nahm als erster das Wort. Dann prach ein junger evangelischer Geistlicher Berg aus Burscheid. Reichswehr= und Schupokapellen spielten darauf das Niederländische Dankgebet. Anschließend hielt Minister=Präsiden! Göring ALEAE die Sedemrede Er führte u. a. aus: Kameraden Deutsche Männer und Frauen! Als vor zehn Jahren im Morgengrauen die Schüsse ausblitzten, da fuhr von dieser Stelle aus ein einziger Blitz durch Deutschlands Nacht und weckte Deutschland aus Ohnmacht und Schlaf Heute, Kameraden, da stehen wir wieder hier. Nicht Hunderttausende, sondern dieser Platz umschließt das ganze Reich, das braune Heer der Freiheitskolonnen. Heute bekennen wir uns zu Schlageter, so wie wir uns durch ein Jahrzehnt hindurch zu ihm und seinem Opfer bekannt haben. Es gibt bei einem befreundeten Volk eine schöne Sitte: Wenn die Führer der faschistischen Abteilungen die Namen ihrer Toten aufrufen, dann antwortet die Truppe:„Hier!“ Und wenn wir heute den Namen Schlageters aufrufen, dann antwortet heute ganz Deutschland: „Hier, zur Stelle!“ Ein einziger Appell, ein Appell zur Erinnerung Schlageters, um ihm zu beweisen: Ja, wir sind hier, wir stehen für Dich, wie Du für uns am Pfahl standest, als Du Dein Leben geben mußtest. Und wenn heute der alte Vater unter uns weilt und seines Sohnes gedenkt und des bitteren Verlustes der ihn traf, dann soll auch er wissen: zwar hat er seinen Sohn verloren. einen Sohn— dafür hat er heute Hunderttausende von Söhnen bekommen, die in ihm den Vater jenes Mannes ehren, der uns allen Vorbild war. Kameraden! Vorleben ist schwer, vorsterber ist gewaltig. So stehen wir heute. Das Gedenken an ihn ist heute nicht Hoffnung, nicht Ansporn, sondern ist heute Erfüllung und Zuversicht, Erfüllung dafür, daß sein Opfer so wunderbare Früchte getragen hat, Zuversicht dafür, daß dieses Opfer nicht umsonst gewesen war. Schlageter, Du magst ruhig sein! Wir haben verhindert, daß Dein Blut gestohlen wurde, so wie das Blut Deiner zwei Millionen Kameraden. Wir haben verhindert, daß Du um Deine Opfer betrogen wurdest, se wie heute zwei Millionen Deiner Kameraden einst betrogen wurden. Du bist heute das Vorbild für eine deutsche Jugend, die wieder an Deutschland glaubt. Man sagt, Du seiest der letzte Soldat des Weltkrieges und auch der erste Soldat des Dritten Reiches gewesen. So grüßen wir in Dir Vergangenheit und Zukunft, ruhmreiche Vergangenheit und schwere arbeitsharte Zukunft, aber wieDanzig gleichgeschaltet Die Volkktagtwablen am Sonntag brachten eine nationalsozialtitische Mehrbeit Danzig, 29. Mai. Auf Grund des vorläufigen amtlichen Wahlergebnisses wird sich der Volkstag wie folgt zusammensetzen: * Bei den Danziger Volkstagswahlen wurden insgesamt 215 703 Stimmen abgegeben, davon 214550 gültige, das ist bei rund 233000 Wahlberechtigten eine Wahlbeteiligung von über 92 v. H., die größte bisherige Wahlbeteiligungsquote. Das Eche im Ausland Im Ausland wird übereinstimmend der Sieg der Nationalsozialisten bei den Danziger Volkstagswahlen hervorgehoben. In der Pariser Presse wird betont, man könne gewiß sein, daß die Beziehungen zwischen Danzig und Polen sich in Zukunft dem Willen der Reichsregierung gestalten werden. Der englische„Daily Expreß“ meldet: Es ist der erste Sieg Hitlers außerhalb der gegenwärtigen Grenze des deutschen Reiches. Der sozialistische„Daily Herald“ schreibt, daß sich die Sozialisten und Juden in voller Flucht aus Danzig befänden. Die liberale „News Chronicle“ meldet, Hitlers Hand reiche jetzt von Deutschland über den Korridor nach Danzig. Es erscheine als sicher, daß die Nationalsozialisten versuchen werden, auf eine Aenderung in Bezug auf den volnischen Korridor zu bestehen. Danzigs zukünftige Politik Berlin, 29. Mai. Der Präsident des Danziger Landbundes, Dr. Rauschning, der anläßlich der Ausstellung der Deutschen Landwirtschafts=Gesellschaft in Berlin weilt, sprach am Montagmittag zu Vertretern der deutschen Presse über die Vorgänge des Wahlkampfes in Danzig und über die Auswirkungen des nationalsozialistischen Wahlsieges. Es ergibt sich die Lage, daß die Nationalsozialisten eine knap#s Mehrbeit im Volkstag haben und damit befähigt werden, die Regierung von sich aus zu bestimmen. Mit Deutschnationalen und Zentrum hätten wir eine qualifizierte Dreiviertelmehrheit für alle nötigen Maßnahmen. Es soll nicht an uns liegen, wenn diese Frout nicht zustande kommt. Ueber die nächsten Maßnahmen einer neuen nationalen Regierung äußerte sich Dr. Rauschning u. a. wie folgt: Unter allen Umständen ist es nötig, die Verfassung und die bestehenden Verträge zu halten. Wir gehen von der Voraussetzung aus, daß im Augenblick die bestehenden Verträge nicht nur ein Zwang für uns sind, sondern auch eine Rechtsgrundlage für uns bedeuten, auf Grund deren wir unsere Unabhängigkeit wahren können. Die Verfassung ist von uns in allen Punkten zu halten. Es scheiden damit alle die Maßnahmen betreffs Gleichschaltung aus, wie sie in Deutschland möglich geworden sind. Es wird alles auf dem Wege der staatlichen Gesetzgebung möglich sein, soweit das nötig ist. Judentum und derartige Probleme können für uns keine Rolle spielen. Den jüdischen Beamten müssen ihre Rechte erhalten bleiben. Der Arierparagraph kommt für Danzig nicht in Frage. Alle Maßnahmen, die in Deutschland vorübergehend als Kampfmaßnahmen nötig waren, können bei uns nicht durchgeführt werden. Wenn wir bereit sind, mit Polen eine Generalbereinigung sämtlicher schwebender Fragen vorzunehmen, so muß eine solche Bereitschaft auch auf der anderen Seite vorhanden sein. Wir erklären, daß wir zu jeder tragbaren Generalbereinigung bereit sind. Die zweite Hauptaufgabe liegt auf dem Gebiet der Wirtschaftsbelebung im Innern. Die wesentlichste Aufgabe wird sein, ein Instrument der Korporation der einzelnen Wirtschaftskreise zu schaffen, eine Art Hauptberufsständekammer. Notwendig ist weiter eine Verwaltungsreform und Verwaltungsvereinfachung. Die Leitgedanken, so stellte Dr. Rauschning zum Schluß fest, seien die großen Ideen des Nationalsozialismus und der nationalen Revolution. Dieses seien die Hauptgesichtspunkte, um Danzig deutsch zu erhalten. der eine deutsche Zukunft und eine Zukunft der Ehre. Nach der Gedenkrede Görings verharrten die Hunderttausende zwci Minuten in völligem Schweigen, während sich der Ministerpräsident zur Kranzniederlegung in die Gruft des Denkmals begab. Darauf wurde das Lied vom guten Kameraden gepielt und die Fahnen senkten sich. Nach dem gemeinsamen Gesang des Deutschland= und des Horst=Wessel=Liedes übergab der Düsseldorfer kommissarische Oberbürgermeister Dr. Wagenführ dem Ministerpräsidenten Göring das Denkmal alsnationales Heiligtum. Mit dem Schlageter=Nationalmarsch „Treu bis zur letzten Stunde“ schloß die ersebende ernste Feier. Mehrere Flugzeuge reisten um das Denkmal. Während die SA. u den großen Verpflegungsstätten marchierten, begaben sich die übrigen Verbände urück in die Stadt. Währenddessen nahm Baldur von Schirach auf der Freitreppe des Stadttheaters den endlosen Vorbeimarsch der Hitler=Jugend ab. 6A.=Schlageter=Kundgebung Düsseldorf, 29. Mai. Sonntag nachmittag and im Düsseldorfer Stadion eine Schlageter=Feier der SA. statt. Gegen 16 Uhr war der Einzug der umflorten Banner beendet. Besonders herzlich begrüßt wurde eine starke Abordnung italienischer Faschlten im Schwarzhemd. Unter den Klängen des Präsentiermarches betrat SA.=Oberführer, Oberpräsident Lutze=Hannover mit Kultusminister Rust, Gauleiter Florian=Düsseldorf, dem Prinzen August Wilhelm und einer Reihe weiterer hohen SA.=Führer die Tribüne. SA.=Oberführer Lutze überbrachte die Grüße des Reichskanzlers, des Obersten SA.=Führers, und des Stabschefs Röhm. Lutze erinnerte an den September 1925, als die SA. in noch kleinem Kreis sich zur ersten Schlageter=Ehrung in Düsseldorf versammelte. Prinz Augus Wilhelm würdigte das Leben und Sterben Schlageters. Kultusminister Rust stellte in den Mittelpunkt seiner Ansprache die beispiellose Bedeutung des Opfertodes Schlageters, dei sein ganzes Leben unter den Leitsatz gestell: habe:„Ich opfere mein persönliches Dasein, auf daß mein Volk lebe!“ Die eindrucksvolle Kundgebung beendete das Deutschlandlied und das Horst=WesselLied. Papen in Düsseldorf Düsseldorf, 29. Mai. Vizekanzler v. Papen besuchte am Sonntag nachmittag die Düsseldorfer Rennbahn, auf der das Schlagetergedächtnisrennen gelaufen wurde. Vizekanzler v. Papen hatte vorher den Vorbeimarsch des Stahlhelms Westmark, der von der SchlageterGedächtnis=Feier zurückkam, abgenommen Dieser Vorbeimarsch vor dem Vizekanzler war, wie mitgeteilt wird, an und für sich bei der Abreise von Papens von Berlin nicht vorgesehen. Als der Stahlhelm Gau Westmark erfuhr, daß Vizekanzler v. Papen nach Düsseldorf komme, hatte er ihn gebeten, diesen Vorbeimarsch abzunehmen. Weihe an Schlageters Grab Schönau, 29. Mai. Im schönen Schwarz= waldstädtchen Schönau im Wiesenthal fand in der Nacht zum Sonntag an Albert Leo Schlageters Grab eine Weihestunde statt, bei der Kultusminister Rust und der badische Kultusminister Dr. Wacker Ansprachen hielten. Das über der Stadt gelegene Schlageter=Denkmal erstrahlte im Schein von über 100 Fackeln, während auf den einzelnen Bergvorsprüngen Höhenfeuer aufleuchteten. Auf dem Friedhof hatten zahlreiche Fahnenabordnungen Aufstellung genommen. Feiern in Mncchen und Stuttgart München, 29. Mai. Die Gauleitung München=Oberbayern der RSDAP. veranstaltete am Sonntag in der Feldherrnhalle eine erhebend verlaufene Gedenkfeier für Schlageter unter Führung der SA., SS., des Stahlhelms und der Landespolizei. * Stuttgart, 29. Mai. In Stuttgart wurde am Sonnabend abend im Hofe des neuen Schlosses eine Schlageter=Gedenkfeier abgehalten, die mit einem Fackelzug der SA., 4SS. und anderer Formationen begann. Varrerichat Wie Zirkus Busch nde Cireusse die! Die Busch=Premiere in Detmol)!.. gesamt etwa 100 Personen, beschäftigt werden, mit seinem Be] Am Dienstag, den 30. Mai, werden Detmold)y der###0, organisiert sind. Der Bedar adwartenv verhalt und ein gewisses und Amgebung nun endlich Schauplatz, des lange Rohmaterial wird in Bezug auf Schlachtvieh sen gegen die erste Vortellung, hegt, serwarteten Gastspiels des Cireus J. Busch, scgliehich im Lande Lippe gedeckt, und an Steuern nicht glaubt, daß eine große Cireus= Um siebeneinviertel Uhr werden sich die Pforten werden zur Zeit monatlich etwa 6000 RM., ausge. innerhalb eines Tages aufgebaut und des eleganten Riesenzeltes— eines ver grogerss gracht, die im Lande Lippe verbleiben. Kesbt Ve. Schenr Bisk Pter Biseestmsteunihe un Boehestcesen über 200 Arttkel hergestellt) eine Sonderstellung ein, weshalb es unrichtig sein dürfte, diesen Betried mit Großfilial= Handelsunternehmungen zu vergleichen. die ganz anders gelagert sind.— Wirtschaftlich beurteilt sei noch bemerkt, daß ins. —— A schen. Dis an auf. Eine Aeußerung des Herrn Landesschulrates Dr. In Suit zen ii wnichen den Apgschen Hlersn ung deh dan Pohllichum verein und der Vereinigun, enung tsgex, Religions.) ch sich ahzwaktend verhält und lehrer in Lippe eine Vereindarung a.—.I—,.., Mikztrauen gegen die erste Vor sich auf die Zusammenarbeit von Pfarrerschaft und meik ag nicht glaubt, daß eine Lehrerschaft im Religionsunterricht und in der relt, Zeststadt innerhalb eines Tages giss=shitlichen Erzehung der Jugend beriedt. Der fextig werden könne. Um diesem Mißtrauen, das Runozeire, vie Ablas 2 dieler Vereindarung lautet: Ltxcgug nicht im Interesse der Besucher liegt, wurden!— dem Publikum öffnen. In einem ve Die Beaufichtiaung des Religtonkunterricht on zu Leaganen. Hittet uns das Pressebüro des Cir=[sonderen Musikpapillon wird die eine der bei 2o.———.—— den öfsentlichen Volksschulen wird allein durch die zug### Bulch, dessen Gastspiel heute beginnt, den Kapellen des Circus konzertieren, indes bie des Onsanterie=Leihregiments, Nr. 117 staatlichen Schulaufsichtsbeamten ausgeübt. P#ore folgendeg mitzuteilen:.. zweite innen den ersten Besuchern die Zeit bis und seiner Kriegssormationen er und Veldienichur kud ich borin enie, bosI„ Leder Grogeireus wird immer nach einem berIzum. Vorfelungshezian, verkürzt. Um egt. an 1. 2. uod 2. Juli uaus in der allen Garnssen. weder eine Beaufsichtigung des Religionsunterrich: niumten Plan aufgebaut. Nur die straffste Or=einviertel Uhr wird dann das Signal zum An sadt Mainz. e; nach eine Einicht oder üetenrachung voe, ganisation kann ein Funktionieren des Riesen= sang des grandiosesten Cireus=Doppelprogramms! 23. Eanarkeiten am Denkmak sind bereits wei Senminitnahne burch trchtieg, Stoo,„#es apparates erwirken. Der Plan, nach dem Eir: gegeben werden, das man je sah. An den soigen: worgeschritten. Der Festauschuß ist inopischen eistig kommt, da die staatlichen Behörden die Durch=### Zusch in jeder Stadt aufbaut, ist fol den Tagen dann kann man sich schon von 10 Uhr tatig, so daß die feierliche Weihe unseres Ehren führung des§ 149 der Reichsversassung zu garan= leus S. Busch in seder Stagt 8oic, vormittags an auf dem Circusplatz gut unter= mnals besimmt am 2. Juli erfolgen wird. tieren und hierfür zweckdienliche Maßnahmen zu!““ a75g: Eintreffen der Circus=Sonder= halten. Promenadenkonzert, Tierschau, Völker, Die vorläufige Festfolge ist bis jetzt wie folgt gecsten wern.. m züge auf dem Güterbahnhose; sofortiger Ent= schau bieten dazu reiche Gelegenheit. Mit Bu######ant. Zusatz: Hierbei ist für die Zustimmung des Plar: Tadebeginn und Fahrt der Circuswagen zum kommen ja ganze Scharen exot#s## Samstag, den 1. Juli 1933 Vorseier: rervereins entscheidend, daß die Staatsbehörde die###. 10 Uhr: Aufziehen des Hauptzeltes. die stündlich ihre heimatlichen Gesänge und 11.00 Uhr vormittags Kranzniederlegung an Zugehörigkeit der Religionslehrer zur Lippischen(Die Hauptmasten und das Fassadengerüst, die Tänze vorführen und ans Unglaustich dem Ehrenfriedhof, Landestirche fordert..,4——.—.— bei Busch doppelt vorhanden sind, kommen schon grenzende Fakirkünste zeigen. Großen Zustrom 4—4= 8. Uind Absatz 4. Die unterzeichneten TThoni'g tagelang vorher mit dem sogenannten Vor= dürften auch die Nachmittagsvorstellungen ha tionen verplichten sich, datin zu wirten, daß bieb#,.) Ab 12 Uhr: Aufbau der Stallungen, sben, die täglich um dreieinhalb Uhr beginnen Vereinbarung sowohl von den Pfartern und Ley, Eaxderoben=, Requisiten und Völkerschau=Zelte. und zu denen wochentags Kinder, nur halbe rern, als auch von den kirchlichen und weitlichen ab 2 Uhr: Füllung der fünf Bassinwagen mit Preise zahlen Dabei bringen diese Nachmittags Bchörden unterstätzt und anerkannt und domit..—..000 Litern Wasser. Zugleich Einbau der vorstellungen das vollständige Abendprogramm zur dauernden Grundlage eines vertrauenevollen Sitzeinrichtung in das Hauptzelt. Um 5 Uhr er= mit dem ungekürzten Wasserschauspiel! Für ausZusammenarbeitens von Kirche und Schuie folgt bereits die Abnahme der gesamten Circus= wärtige, aber auch für Detmolder Besucher be och baulichkeiten durch eine Kommission der Bau= steht die Gefahr, daß, wenn sie sich nicht rasch zu der Stsung“ nolizei. Um 7.15 Uhr: Beginn des Einlasses einem Besuch entschließen, sie zu spät kommen 1167, die guber für das Publikum. Um 8.9“ Uhr: Beginn der und vor dem Schild:„Circus I. Busch auspermacht wird. Diese Vereinbarung wurde in Pfarrervereins vom 19. Skiober 1nn..—#ffür das Publikum. Um 8.15 Uhr: Beginn der rund dor dem Smge;: gemöhnlich stark besucht war, gegen mur en.„Stimm; Eröffnungsporstellung.— kauft., landen, so daß iynen der eines jetzt im Ruhestand kefindlichen Amttbruder“! Mit der Furcht, der Cireus könne mit seinem und einmalige Genuß entgeht. angenommen. Aufbau bis zum Vorstellungsbeginn nicht fer= kann man begegnen, indem man sich des VorTer Lipvische Landettirchenrat hat durch Sch#tig werden, geht beim Publikum oft Hand in verkaufs bedient. Karten sind im städtischen Verden vom 5. Ckiober 1932 Nr. 2901 ertlarl, des““ Hand die Annahme, die erste Vorstellung sei kehrsamt im Rathaus zu haben. Auch telefonische regen diese Vereindarung unter den gezeurgize, von minderer Qualität, es könne beim ersten Kartenbestellungen werden hier entgegengenomlehenden tatsächlichen Verhältnissen keine Tecchie: Male nach der Reise noch nicht aues so gut klav= imen. Rufnummer 3151. Nach Ankunft des Circus gode. Die Lipvische Landetregierung hot ers bei n, wie in den späteren Vorstellungen usw. werden auch die Circuskassen durchgehend gerenigen Wochen lt. Zeitungsnotiz sich threrseils w!: Eine Menge Irrtümer. Erstens macht es bei öffnet sein. Auch sie haben Telefonanschluß. Rufder Vereindorung einverstanden erklärt.„.. einem auf Reisen eingestellten Unternehmen nummer 2311. So ist es also dem Puhlikum beAls gegenwärtiger Vorsitzender des Lippischen nicht viel aus, ob es heute gereist oder ange= quem gemacht, sich rechtzeitig gute Platze zu Pfarrervereins erkläre ich hiermit, daß sich bis te““ kommen ist, ob es sich um einen Aufbau, oder sichern.### eine Stimme im Pfarrerverein gegen diese Verein:#nen Abbautag handelt. Dozu ist der gewoltige] Busch zieht um! barung erhoben hat und serner im Namen der Mil: Appgrat durch das ständige Reisen viel zu Am Mittwoch, den 31. Mai, veranstaltet Deutscher, efieder der Arbeitégemeinschaft, sewweit sie der V'or. routiniert geworden. Circus I. Busch einen gronen Festumzug durch gen, ab sie rerschaft angehören, daß wir in den vergange#: Aber das wichtigste Argument gegen diese-1—-!d Untar Rarantritt einer leiner Mu# Awei Jahren mit immer steigender Freud gkeit mitI, M.114m. b., M., kfll.m. 15 bI., dem Ehrenfriedhof, 8 Uhr abends Begrüßungsabend in der Stadthalle. Sonntag, den 2. Juli 1933: Vormittags Kirchgang, 11,30 Uhr Denkmalsweihe und Enthüllung; anschließend Festzug durch die Stadt, hieras“ Mittagessen in den Kompagnie=Standquar= tieren. 4 Uhr großes Militärkonzert in der Stadthalle 8 Uhr Deutscher Abend in der Stadthalle. Montag, den 3. Juli 1933: 10 Uhr Preisschießen, 1.30 Uhr Rheinfahrt, nach Rückkehr Fackelzug durch die Stadt. Bei der Reichsbahn können Sonntags=Fahrkarten die 33½ Prozent Fahrpreisermäßigung haben und deren Gültigkeit sich für die Dauer der Veranstaltungen erstreckt, gelöst werden. Darum ergeht an alle Kameraden der Ruf:„Rüstet Euch heute schon zur Tenkmalsweihe und Wiedersehensfeier in der alten Garnison Mainz.“ Deutsche Worte zu um Miltwoch, den 51. Mal, veranstalter! Heutscher, sei eyrfürchtig deinen GroCircus I. Busch einen großen Festumzug durch gen, ob sie ihr Werk nur mühsam vermochten rerschaft angehören, daß wir in den vergangenen Aber das wichtigste Araument gegen diese Detmold. Unter Vorantritt einer seiner Mu= gegen dein träges, törichtes Herz, ob sie binzwei Jahren mit immer steigender Ereus##rrt, 11.; irrige Annahme des Publikums ist dies: der sikkapellen werden Vertreter fardiger Völker= rauschten wie Adler oder mit gläubiger Einfal den Vertretern der Lehrerschaft zusammengearbette: Ci, us wird sich wohl hüten, als erste Vor=Ischaften, Reitergruppen, Cowboys und Cowgirls, durch deine taube Genügsamkeit gingen: alle raben und geschlossen auf dem Boden deeser#ein stellung eine minderwertige zu liefern. Denn Pferde mit Gala=Geschirren und viele exotische#ind deine Väter, und alle sind gegen...#9.1 barung stehen und nicht gewillt sind, unsere Stellune l#xktens sind an diesem Tage die Kritiker der Tiere sich zu einem grandiosen Zug vereinigen, dir!.... Wilhely. S.9LSt.. ändern. Wir begrüßen, daß zwei Lehrermilglte: Zeitungen anwesend, von denen der geschäftliche der um 11 Uhr vormittags vom Kronenplatz ab] Die ganze Weisheit des Meuschen sollte darin beits gemeinschaft in führende Stellen in Exfolg nicht zuletzt abhängt, und zweitens muß geht und sich durch die Hauptstraßen der Stadt bestehen, jeden Augenblick mit voller Kraft zu Schulwesen derufen sind, von denen; doch die Mundreklame derer, die die erste Vor= bewegt,— eine Sehenswürdigkeit ersten Ran= ergreisen, ihn so zu beuntzen, gis ware es. daß sie im Religionsunterrichte im Sinne stellung besuchten, für die späteren wirken. Aus ges, die für Stadt und Umgebung eine noch nicht einzige, letzte. Es ist besser, mit gutem Willen auserer in der Arbeitsgemeinschaft übereinstimmen= diesen Gründen ist die Vorstellung des Circus dagewesene Sensation bedeutet. Um Verkehrs= etwas schnell tun, als untätig bleiben. eingenommenen Laltung wirken werden. den späteren nicht nur gleichwertig. sondern im störungen zu vermeiden, wird das Publikum geIwahrsten Sinne des Wortes eine Glanzvor=lbeten, auf den Bürgersteigen Spalier zu bilden stellung! und den Fahrdamm für den Zug freizulassen. Schiller. Hönisch. Piarrer, Lemao. Vorsitzender des Pierrervereins und der Pfarrermitglieder der Arbeitsgemeinschaft. Lippes BöA. zur Pfingst. tagung in Passau eisenbahnen und Kraftverkehrsgesellschaften. in denen ein Konital von rund 3 Milliarden Reichsmark anWrtses geleat ist und die in normalen Zeiten einen Jahres—„„„„ umsotz von rund 1 Milliarde Reichsmark aufweisen. Bekanntlich ist durch die veränderte voll, xieße 770 Verkehrkbetriebe befördern von den im tische Lage in Oesterreich die Pfingsttagung gesamten öffentlichen Verkehr seinschließlich Reichsbes ND2 in Kladenfurt unmöglich geworden bahn und Reichspost) jährlich beförderten rund 5½ - anch Rlaslan nerleat worden. Milliarden Personen rund 65 Prouent, die Straßendau# nam Landesverband bahnen allein rund 50 Prozent: soft 390 Millionen Nach den danach vom—.s Potzasd gee Fersonen entkallen auf die Krastsahrbetriebe. Auf Niedersachsen an die Ortsgruppe Detmold 9“; 2,060 Kilometer Gleisb=triebslänge— kast 39 Prolangten näheren Ausführungen wird aszent der Gesamtbetriebslänge der Reichsbahn werden Drientierung der Teilnehmer folgendes Mil- mengenmäßig jährlich rund 20 Prozent der von der geteilt: Reichsbahn beförderten Güter meist im Wechselver Es wird angenommen, daß die für Klagen= kehr mit dieser befördert. Der Fahrzcuapark der furt erfolgten Anmeldungen auch für Passau nichtreichseigenen Schienenbahnen umsaßt rund #u erhalten merden. Da die Fahrpreise 77000 Einheiten, zu denen noch rund 9000 Kraft. aufrecht erhalten werden. Do ve. gra,Pag). ahrzeuge hinzukammen. 1•0000 Ledienste sind in nag„Passau(Sonoerzug 224 Lop isegerschuß dielem wichtigen Wirtschaftszweig tätig. 11 Mark) geringer sind, wird der Ueberschup Die öientlichen Nahverkehrsmittel hoben die größte der bereits eingezahlten Fahrpreise nach Bedeutung für die merktätige Zevölkerung, aber Klagenfurt in Passau rückvergütet(in der auch für bestimmte Industrien und vor allem für Geschäftsstelle des Landesverbandes). Auch die Landwirtschaft, die von jeher ein treuer Freund neue Anmeldungen werden bei sofortiger An- der Kleinbahnen gewesen ist. zeige an Herrn Oberst von Ludwiger,#### öffentlichen Nahverkehrsmittel, die sich über Hornsche Straße 46, noch angenommen. wiegend in öffentlicher Hand der der Länder. ProAbfahrt des Sonderzuges von Hannover vinzen, Landkreise und Städte, definden, sind auch Rosahrt de Sonoe##y.. L.Kn, Frei, die Tröger eines umsongreichen Arbeitebeschoflungs. Donnerstag 13.45, Ankunft in„engleg, Ores, programms, für bas genügend durcheerechnete und tag ewischen 4 und 5 Uhr morgens. A)%#egründete Projekte, deren Wirtschaftlichkeit nachdes Rücksonderzuges: Passau, Samstag.-.nezepar ist, den Reichsbehörden vorliegen. Juni, Ankunft Hanover Sonntag gegen] E.kaat, des nunmehr vom Reichsversehrsminister Mittag. lichen Anfängen durch energisch, zielbewußte Führung der Inhaber sich zu dem jetzigen umfangreichen Gcschäft mit Weltgeltung entwickelt hat. Die Firma ervortiert ihre Produkte über die ganze Erde, und erst in den letzten Tagen ging eine größere Sendung nach China, und ebensalls konnte mit den Vereinigten Staaten von Nordamerika trotz Valutasanvierigkeiten ein längerer größerer Abschluß getätigt werden. Die in 5 Nachbarstädten unterhaltenen SpezialFhomen—— g**; Verkaufsstellen sind vorbildlich eingerichtet, mit mozent der Gesamtbetriebslänge der Reichsbahn werden##nsten Maschinen, Kühlanlagen ußv. versehen und mengenmäßig jährlich rund 20 Prozent der von der haven den Zweck, die Spezialitäten der Firma zur Reichsbahn beförderten Güter meist im Wechselver: Geltung bringen zu können, da dieses in vollem Maße nur bei solcher Einrichtung möglich ist.— Die Firma Siekmann nimmt in der Fleischwarenbranche in ihrer ganzen Struktur in der Manniasaltigkeit und der Eigenart der Produkte(es werden Dr. S4se. Ai-1e. R-42143 Ar.7 sie a. ciel Unterhaltung und Sport: Angust Kec und Geschäftonstigen: Haus Dimmek, sämtlich in Druck und Verlag: Wests.=Lipp. Vereinsdruckerei G. m. d. H., Detmoid. mold. P GHAMLT Geschäftlicher Der Herr mit 50 PS. Seine Hände sind kräftig und breit, wie sie den Bolant seines Autos umfassen und jeden Tag 8 Stunden lang Fässer und Säcke von der Bahn zum Betrieb fahren. Seine Hände sind gewohnt, kräftig zuzupacken. Am Feierabend erwartet ihn seine junge Frau— den Jüngsten auf dem Arm. Da wäscht er ganz rasch seine groben Arbeitshände.. Eins=zwei=drei, ein wenig Vim in die Handflächen gestreut, ein paarmal tüchtig durchgeknetet— und weg sind alle Arbeitsspuren von Cel und Ruß. Der Herr mit den 50 PS dar jetzt ein zärtlicher Vater sein. Putzfrau Vim ist der gute Geist des Hauses. entos.##erufenen Beauftragten für den össentDie neuen Fahrkarten zum Sonderzug, s#ssichen Nahverkehr ist es. diesem Vorschläge wie die Fahrkorten der Strecken Detmold=für den Einhau dieses Verkehrszweiges in den groHerford(Ermäßigung je nach Beteili=ven Nahmen des gesamten öfsentlichen Verkehrs zu aunal und Herford—Hannover(Ermäßigung unterbreiten. Tas Ziel ist die Umgestaltung der 80 Prazent) merden auf dem Detmolder küwerse veralieten Letkehrsgesetzgcbung und deren 0 Pravent werden auf dem Petm, get Pppasung an die Ersemdernise der heutigen Jeit Bahnhof vor der Abfahrt ausgegeben. Ab=#, Ausschaltung sches ungefunden Mettkemerbs unfahrt am Donnerstag, 10.11 Uhr. Die Dry 1te, den einglnen Trägern des öfentlichen Verkehrs nung geschieht durch Herrn Oberst von Luo, zweck, möglichster Verbilligung der Tarise für Bewiger.„„— Ivölkerung und Wirtschaft und die Motorisierung Ausfiüge und Wanderungen in den Bahe= auch dieser Verkehrsmittel in den Grenzen des wirtrischen Wald und nach Oberbayern sind vor-schaftlich Möglichen unter besonderer Berücksichtigesehen.gung der heimischen Erzeugung. Die neuen Quartierkarten werden vom! Endlich gehört insbesondere noch zu den Aufgaben Haupttagungsbüro in Bossou„Lzenhung schen Austhauest un bauch bielen Wirtschellspmeie falls nicht vorder schon eine Uebersendung in zanstigen Ständestat des netionalen Reichs den moglich sein out:. Bjat anzuweisen, der ihm gebührt und den die 150000 in diesem Berufsstand tätigen Personen verUm= und Ausbau(langen Konnu..—. des öffentlichen Nahverkehrs Auszeichnungen auf der 986. ——— rasästellung der Deut9 ur. B. u. r v.it. 4 B.ot Jioliunanucte mit e. Fha. Kenzureigen cer Liooliacdton Tesszetung vorden in gunz Lipps geiesen und finden stirckste Baschtung. Tüchtiges Lalusmacmen nicht unter 20 Jahren. welches kochen kann und über gute Zeugnisse verfügt, zu sofort oder 15. Juni gesucht. E. Neumann, Horn i. L., Apotheke. Tüchtiges, junges Mädchen das kochen kann, zum 1 Juni gesucht B. ö. Miller, Schötmar Eine Verlautbarung des Beauftragten des Reichsverkehrsministers. Auf der diesjährigen Wanderausstellung der Deutischen Landwirtschafts=Gesellschaft; die in Berlin vom Junger Landwirt selbständig, sucht Stel lung auf Hof von ca 150 bis 200 Schesselsaat. Gespann wird übernommen. Schriftl. Angebote unter Nr. 5437 an die Geschäftsstelle dieser Zta. des Rrigsortichtsanepen. L.schen Landwirisahftt Der Beun...bes, Arihversiehr geuigtog. Dr Du. 2u.,2Sf. ,ap.Le hritt,# i. dm.. bein Lage iher den öffentlichen Nahverkehr, Dr. jur. Erich Lübbert und sein ständiger Vertreter, Cherbaurat a. D. Dr.= Ing. K. A. Müller, haben der Presse folgende Veriantbarung übergeben. Durch die Berufung eines Beauftragten für den össentlichen Nahverkehr hat der Reichsverkehrsminister einen bedeutungsvollen Schritt zur Befriedigung der immer stärker hervortretenden Gegensätze im öffentlichen Verkehr und zum Aufbau einer umsassenden einheitlichen Umbildung des gesamten nationalen Böesörderungsupparates vorwärts getan. Träger des öffentlichen Nahverkehrs sind im welentlichen die Straßenbahnen, Kleinbahnen, Privai2. bis 28. Mal staliziner:. g..„„„„ waren=Feinkost=Fabrik Siekmann in Lage ihre Leistungsfähigkeit wieder einmal unter Beweis gestellt. Die Erzeugnisse sind nach einer Reise ganz um Afrika bei schärfster Konkurrenz mir 4 großen Preismünzen. 5 ersten Preisen, 22 zweiten Preisen, 12 dritten Preisen und 3 Anerkennungen ausgezeichnet worden.— Tamit erhöhen sich die GesamtDie Ansprüche waren in diesem Jahre besonders hoch, denn ein erster Preis bedingt 20 Punkte. während bei 19 Punkten nur ein zweiter Preis zu erkannt wird. Zur Ausklärung sei bemerkt, daß es sich bei der Firma Siekmann um ein Privatunter nehmen handelt, welches aus kleinsten handwerk3 Zimmer eotl. möbliert, mit Kochgelegenheit, zum 1. Juli an Einzelpersonen zu vermieten. Besichtigung vormittags. 16 3 Zimmer und Küche Schriftl. Angebote mit Preisangabe unter Nr. B 600 a. d. Geschäftsst. Drücken Dich Gorgen— Berlier nicht den Mut— Die=Kleine= macht morgen Alles schnel gut. Die„Kleine Anzeige“ in der „Lippischen Tageszeitung“ ist von großer Wirkung! Buriehn für alle Zwecke streng reell nach kurzer Wartezeit durch „Mira“, Münster l. 29. schäftsstelle: Dietrich Gröne, Rischenau. Vertreter überall gesucht. Behnung Etage. 4 Zimmer, Küche. Balkon u. Zubehör per 1. Juli zu vermieten. Hermannstr. 45. 2 großs K für Büro eotl. mit Garage 5. Tei 3120 " Raume, an ruhige Leute zu vermieten.. Berkcatt ca. 80 qm zu vermieten Itis Borre. Einen Posten neu, da überzählig preiswert abzugeben Hambruch zweie 2 Ruf 3289 Gesunde Futterkartossein solange Vorrat je Str. 1.70 J. Feinste gelbfl. Industrie=Speise, eben falls vorrätig. Beat. Telephon 2907 Orilling gebr. 90.— RM. gebr. 50.— RM. Elliaderdsr. 5. Tel. 3129 Zwei bald decksähige aus eingetragener und prämiierter Zucht verkauft Witte, Niederschöndagen b. Detmold. Tel. 2422. Saache 30000 Mt. auf 1. Hopothek, auf ca. 500 Scheffelsaat umzuleiben. Schriftl. Angeb. unter Nr. 5488 an die Geschäftsstelle d. Zig Wer erteilt Schriftl. Anged. unter Nr. 5487 an die Geschäftsst. d. Ztg. die schöne Büderüber Bückeburg. Forta usw. Abf. 8 Uhr. Preis 5.— Mk. Tel. 2630. 4 am Rhein! Am 3., 4. und 5. Juni findet eine Sonderfahrt an Rhein, Mosel und Ahr statt. Abf. 3. Juni 5 Uhr Lippischer Hof Preis 18— Mk. Anmeld. u. Näheres durch C. Brautlacht. Tel. 2630 und Erfrischungs=Stube am Lipp. Hof. Am 27. d. Mts. verschied nach kurzem Leiden der 1. Vorsitzen de unseres Verbander Herr Domänenpächter Otto v. Ohlen auf Domäne Johannettental bei Detmold. Seit der Gründung unseres Verbandes gehörte der Heimgegangene dem Vorstand an und bekleidete ununterbrochen seit dem Jahre 1921 die Stelle des 1. Vorsitzenden. Wir verlieren in dem Heimgegangenen einen, mit besonderen Gaben ausgestatteten, tatkräftigen, allzeit freundlichen Mitarbeiter und Führer, der sich mit seiner ganzen Person für die Interessen der Landwirtschaft eingesetzt hat, aber auch den Forderungen der Landarbeitnehmer das notwendige Verständnis entgegen zu bringen wußte. Die Verdienste, die sich der Verstord ne um die Landwirtschaft erworden hat, werden unvergessen bleiben und ihm ein ehrendes Andenken über das Grab hinaus sichern. Landwirtschaftlicher Arbeitgeberverband für Lippe. Miele lektro-Waschmaschine Nr. 150 Eins Maschine, über die es nur eine Stimme. des kobes gibt. verdeckres gerbuschleser Lauff. schwenkbarer wringer mit dicken, welchen Gummiwalzen. Ein Woshies mit der Mieleltr isD ist ein Sost! Zu haben in den Fachgeschäften. Mielewerkse Ak. Gütersloh lWestf. BUSCH der Circus unterWasser Antreten des Bataillons heute, 1.45 Uhr am Museum[Hornsche Straße). Fahnenabholung zum Empfang Herrn Reichsstattg: Dunkle hoppe und Ehrene zeichen. Der Oberst. Landwirt, Ansang der dreißiger Jahre, dunkelblond, 1,75 Meter groß, Besitzer eines guten Hoses. sucht auf diesem Wege, da hier fremd, die Bekanntschaft einer tüchtigen Landwirtstochter zwecks baldiger Heirat Schriftliche Angebote mit Bild. welches zurückgesandt wird. und den näheren Verhältnissen unter Nr. 5439 an die Geschäftsstelle dieser S3tg. Anonym zwecklos. Ehrenache! Undeutlich Geichriebene — Anzeigen lech einer Reichsbraucht für Fehler in einer Anzeige, weiche infolge unleserlich oder undernlich schriebenen Manuekripts entstand keinerlei Dienstag, 30. Mal. abends achteinviertel Uhr auf dem Kronenplatz in Defmold die prunkvolle Tüalich 8¼ Uhr: Die große Gala-Vorstellung mit dem Grcusprogramm der Prominenten und dem gewaltigen Wasserechgusptel: „Die Rache des Kalljen“! Tüglich 3½ Uhr nachm.: Die beliebte Familien- und Fremden-Vorstellung mit dem vollständigen Abendprogramm und dem ungekürzten WasserSchausplel! Zu diesen Nachmittags-Vorstellungen zahlen hinder wochentags auf allen Sitzplätzen halbe Preis Jeder kann alch einen Besuch bei nusch leisten! Die Preise sind zeitgemäß niedrig gehalten. Erwerbelose und Kleinrenter mit gültigem Ausweis zahlen auf allen Sitzplätzen nur halbe Preise! Täglich ab 10 Uhr vorm Die große Tier- und Völkerechau! Stündlich Vorführungen in der Exotenschau! Promenadenkonzert! Vorverkauf eröflnet! Städtisches Verkehrsamt im Rothaus, Tel. 3151.— Nach Ankunft des Circus auch an den Circuskassen auf dem Platze. Tel. 2311. Achtung! Die Reichsbahn gibt an allen Tagen des Busch Gasteplels Senstags ückfahrkarten nach Detmold aus. Nur für Cireusbesucher! selelete: Das B ging hierbei von der Ansicht aun, daß Andeutlich peesbricben sele Für teleion, übermittelte Anzeigen übernehmen wir keine Gewähr. Lippische Togeszeitung. Reisende für Ortvate von bedeutender Esige Kalle Eon aümndich. e e echee Ucher sofort bar ungezbh Schbeitc Poun hrrd Drogen erstklassige Qualilät Farben Lacke, Pinsel aller Art Arbelten sauber u. schnell Drogerie Willi Brinkmann Lage I. L Lange Straße 50 Detmelder Lichtsplele Täglich 8 und 8 Uhr Asta Nielsen in Unmögliche Liebe das blatt für menschen von geschmack — für den Lebensstil des modernen Menschen — für frauliche Eleganz ohne die irrwege der Mode — für Kunst, Reise, Literatur, Sport, Architektur die neue lide monatlich 1.— RAA Verlag Otte Beyer- Leipzig-Berlin Ichbiete an: Erbsen Erbsen m. Erhsen, Katze ... 2 HIf. Juse 52 F. ...„„ 30„ ...2„„ 74„ ...„„ 70„ ...„„ 42„ ...*„„ 45„ ..2„„ 50„ .... Kartos 25„ Gutberlet Heute Dienstag u. Dennerstag nur abends 8 Uhr Das humorvolle Doppeiprogramm Die Toehter des Regimenis mit der urkomischen Anny Ondra sowie Werner Fütterer. Adele Sandrock usw. mit Lione Hald. Fritz Hampers. Stöke Szakall, Georg Alexander. Lustspiel putz nur: Bestage Nr. 123 Lippische Tageszeitung Detmold, Dienstag, 30. Mai, 1933 Lipverland sberregtermgtegt dr. Speige beuriaust Die Pressestelle der Landesregierung teilt — dem neuen Landeppräsidenten, durch Anordnung des neuen Pelchestesthalterg, die alleinige Führung der Staatsgeschäfte übertragen worden ist, hat sich die Notwendigkeil einer grundlegenden Umgestaltung in der Führung der Geschäfte der Landesregierung ergeben mit dem Ziele einer weiteren Vereinfachung und Einsparung der Da durch die vorgesehene Aenderung die Stelle eines 1. Oberregierungs rats fortfällt, ist der Oberregierungsrat Dr. Spelge seinem Wunsche entsprechend vorläufig beur! den. Mit der Führung der Geschäifte der Abt. 1 ist für die Dauer der Beurlaubung der Landgerichtsrat Dr. Oppermann beauftragt worden. Oberregierungsrat Dr. Snelae wird auf einem anderen wichtigen Posten Verwendung finden, auf welchem er weiterhin seine Kräfte in den Dienst der nationalen Erhebung stellen kann. Beurlaubung, keine Entlassung Der Kreisinspektor Neese vom Landrats amt Brake ist nicht, wie am Sonnabend ge meldet, vom Dienst entlassen worden, sondern unter Kürzung seiner Bezüge um 25 Prozent bis zum Abschluß des gegen ihn eingeleiteten Strafverfahrens beurlaubt. Vertüngenmader schengll inr Sebbäcke Durch eine Verordnung der Landesregierung vom 29. Mai ist die eigentlich heute ablaufende Schonzeit für Rehböcke für das De. biet des Freistaates Lippe bis zum 30 Juni einschließlich verlängert worden. seute: Einholung des Reichsstatthalters * Ehren des Herrn Reichsstatthalters und u Herzlich willkommen! Eben hat der Reichspräsident die Ernennung der Reichsstatthalter abgeschlossen und der Reichswillen hat damit überall den Vorrang vor dem Länderwillen erha rüftet sich Lippe, seinen Reichsstatthalter feierlich zu empfangen. Wenn heute unter Glockengeläut mit Musik und Fahnen die Bevölkerung Lippes den vom Reichspräsidenten ernannten Gauleiter Dr. Meyer begrüßt, so verbeugt es sich damit auch vor dem greisen Reichspräsidenten und bezeugt die Ehrfurcht vor dessen Entscheidung und die Verbundenheit Lippes mit dem großen Vaterland, als dessen Repräsentant Dr. Meyer erscheint. Es ist daher selbsiverständlich, daß an allen Orten, die der neue Reichsstatthalter durchfährt, Ehrenbezeugungen stattfinden und daß am Sitz der Lan desregierung selbst eine würdige Feier veranstaltet wird. Die Bevölkerung von Lippe wird es sich hoffentlich nicht nehmen lassen, auch ihrerseits durch Fahnen= und Grün schmuck und rege Beteiligung an den Veran staltungen eine der Bedeutung des Tages angemessene freudige Anteilnahme zu bezeugen. Dem Reichsbolen ein herzliches Willkommen! Lippe im Flaggenschmuck Die Pressestelle der Londesregierung a läßlich des feierlichen Eigzuges des Herrn Reichsstatthalters Dr. Meyer am Dienstag. dem 30. Mai, hat die Lippische Landesregierung die Beslagsung alle staatlichen Gebäude(einschl. Schulen) mit der Hakenkreuzflagge, der schwarz=weißroten und der lippischen Landesfahne angeordnet. Alle nachgeordneten Behörden sind angewiesen, in der gleichen Weise zu verfahren. Von der Bevölkerung wird als selbstverständlich erwartet, daß sie zu nur sei ihm die viel zu schnelle Sprache aufgefallen, besonders, wenn einige Darsteller erregt zu spielen hätten. Der holländische Journalist sprach sich dann in lobendster Weise über das großartige Inshalatorium aus. Gegen Bad Salzuflen sei Ehren des Herrn Reichsstatthalters und un Scheweningen altmodisch. mittelbaren Vertreters des Führers in Die Luft, so erklärte Branken„ist hier leicht reichstem Maße an der Beflaggung ungund reizen, ich spüre daß umsomehr, da ich Ausschmückung der Straßen bei= bequem arme. Besonders empfinde ich es cc sehr angenehm, daß man bei Spaziergängen Ganz Lippe muß im Jestschmuck prangen, zum Schwaghof, zum Waldfrieden oder zur mit der Ehrung des Statthalters bezeug! Loose auf Wegen ohne große Steigungen das lippische Volk seine unzertrennbare Ber- zum Ziel gelangt. dundendest und=... L Weiter hörten wir, daß Bad Salzuslen in der Aussangspunkt der deutschen Erhebuno voxmittags um 11 Uhr aus ten Haag oder um e 12 Uhr mittags aus Utrecht abfahre, sei beDie ertübrungeireter imn Theater Deimold über den Vorverkauf der Platzkarten hier werden die Kurgäste mit, Kraft=Lunckzus En. A Sianiantt werden die Kurgasse. Wgl Dr Dan wagen zu den gewünschten Hotels oder Pensionshäusern gebracht). In Zukunft müsse noch mehr als bisher auf Bad Salzuflen aufmerksam gemacht werden. Ohne Ueberhebung müsse er sagen, daß ein Bad wie Salzuflen mit derart modernen Einrichtungen in den Badehäusern mit den ersten Bädern Europas konkurrieren könne! Augenblicklich sei der Schwarzwald in Holland besser bekannt als beispielsweise Bad Salzuflen und der Teutoburger Wald. ng.„Wie gesällt Ihnen das Hermannsdenkmal?“ für Angehörige von SS.= und SA.=Mannern—.„ sowie RSBO.=Mitglieder und Porteigenossen so lautete eine weitere Frage. indet an der Theaterkasse heute von 10—12 mal hat einen überwältigenden Eindruck auf Uhr vorm. und von 13—14 Uhr nachm. statt. micht gemacht. Schade nur, daß es in Der Kartenpreis beträgt 30 Pfg. auf allen Holland ganz ungenugend bekannt K I Platzen. Gegensatz zum Niederwalddenkmal bei Die Erwerbslosen werden ebenfalls hiermit Rüdesheim. nochmals aufgefordert, die Freikarten in der! M. RSBO.=Geschäftsstelle, Paulinenstraße 20, heute von 9—12 Uhr vorm. in Empfang zu nehmen. Zur Vermeidung von Störungen im Theater wird nochmals bekanntgegeben, daß die Plätze bis 14.15 Uhr eingenommen sein müssen. für den Staatsakt Zur Vermeidung von Unklarheiten weisen wir wiederholt darauf hin, daß die Amtswalter der NSDAP. aus dem ganzen Lan desbezirk noch heute, Dienstag, den 30. 5., von 9—13 Uhr im Geschäftszimmer der RSDAP.=Detmold, Paulinenstraße 20, die noch zur Verfügung stehenden Platzkarten gegen Barzahlung(30 Pfg.) in Empfang nehmen können. Der Vorverkauf aller anderen Platzkarten für Angehörige von SS.= und SA.=Männern mme Witglicher und Parteigenollen Interview in Bad Salzuflen Ein holländischer Journalist über Deutschland Die gefürchteten Rationalsozialisten sind freundlich und zuvorkommend gannt, unn rinran unmerntere ournalisten, den Musikkritiker und Schrift steller Jos Branken aus ten Haag einige Stunden angeregt zu plaudern und ihn auf der Kurterrasse in Bad über seine Eindrücke in Deutschland und speziell in Bad Salzuflen eingehend zu befragen. Jos Branken ist Kunstkritiker an einer bekannten holländischen Zeitung, die täglich in einer Auflage von 200 000 Exemplaren erscheint und nicht allein in Holland, sondern auch in England und Niederländisch=Indien viel gelesen wird. Vranken ist außerdem fester Mitarbeiter der„Berliner Allgemeinen Musikzeitung". die wöchentlich von ihm Kunstkritiken veröffentlicht. Er ist außerdem Musikdirektor, vielsach Gastdirigent am holländische: Rundfunk und Leiter des a „Palestrina" in ten Haag. Als Journalist hat er viele europäische Staaten besucht und ist jetzt nach Bad Salzuflen gekommen, um sich hier zu erholen. Bei dem Interview stellten wir an den holländischen Kollegen zunächst die wichtige Frage: Ist es wahr, daß die holländische Beoölt. rung uns überwiegend feindlich eingestellt is1? Vranken antwortet: „Ich kann Ihnen sagen, daß dies absolut anwahr ist! Nur ein geringer Teil fleht Deutschland feindlich gegenüber.“ Bevor wir die Frage stellten, wer dieser „geringe Teil" sei, erlaubten wir uns die Frage, warum die holländischen Journalisten, die in den vergangenen Jahren auf Einladung die deutschen Bäder, darunter auch Bad Salzuflen, besuchten, in diesem Jahre die Einladung nach Deutschland abgelehnt hätten. Darauf erklärte uns der holländische Jour nalist, daß die Journalisten Hollands einem Ring angehörten, der vorwiegend unter i. dischem Einfluß stehe. Aus diesem Grunde sei sicher anzunehmen, daß die Ab lage der Einladung auf die jüdische Führung holländischen Journalisten=Ring zurückAm letzten Wochenende war es uns ver: Postkaxten nach Gästen in Holland Sunt, nut einem vowboten benthpühhen, Hirnzi, zstent Zun iesen Anfragen erdoat diessein Gespröch ab und, Leuicte, ui. Ardachtsun Die Externsteine sind in Holland fast unbekannt. erklärte der holländische Journalist. Ich persönlich habe erst hier davon gehört und einen Besuch nach dorthin gemacht und die Besichtigung der altgermanischen Kultstätte nicht bereut. Besondere Freude hat dem holländischen Journalisten Alt=Bad Salzuflen gemacht. Die reichverschnitzten Giebelhäuser scheinen auf ihn einen besonders tiefen Eindruck gemacht zu haben. Bevor wir Avschied nahmen, hörten wir, daß der holländische Journalist in seiner vielgelesenen Zeitung in diesen Tagen mehrere ausführliche Reiseberichte über Bad Salzuflen und den Teutoburger Wald veröffentlicht, die hoffentlich dazu beitragen, Klarheit über die tatsächlichen Verhältnisse in Deutschland zu schaffen und nicht zuletzt den Zweck —: Für unsere lippische Heiselen, die früher in Sar Sumeie..—— geweilt hätten. In diesen Anfragen erbat die Kurverwaltung um Bescheid, ob mit eine erneuten Besuch zu rechnen sei. Bisher sind nur etwa 10 Antworten eingegangen, darunter einige in sehr unfreundlichem Ton gehalten, die Vranken vorgelegt wurden, der darauf sofort erklärte: Daß ist keine holländische Sprache, daß ist Judensprache. Die Sätze sind israelitisch. Derart frech schreibt kein eingeborener Holländer! Im übrigen erklärte der holländische Zeitungsvertreter, daß er die Antworten nur als Mätzchen bezeichnen könne. Er könne versichern, daß die hollärdischen Erholungsreisenden genau wie früher Deutschland aufsuchen würden. Bekannte von ihm führen genau wie im Vorjahre auch setzt wieler nach Wiesbaden und in den Schwarz= wald. In Holland ließe sich das reisende Publikum, daß mit den katsächlichen Verhältnissen in Deutschland genau unterrichtet sei, durch falsche Nachrichten über Deutschland nicht beirren! Wir kamen dann auf die veränderten politischen Verhältnisse in Deutschland sprechen und fragten den holländischen im zuführen sei. Von einem Vertreter der Kurverwaltung Bad Salzuflen wurde dem holländischen Journalisten während dieser Unterhaltung mitgeteilt, daß einige tausend Anfragen auf sein Gespräch ab und lauschte mit Andacht einer Fantasie über„Schumann'sche Werke die von der Kurkapelle zu unserm Tisch herüberdrang. Der alte Kunstkritiker und Mu sikkenner gab gleich darauf seine Ansicht über die Qualitäten des Kurorchesters in Bad Salzuflen bekannt und erklärte, er sei beglückt, hier ein derart schönes Orchester vorzufinden, Das Zusammenspiel sei sehr gut, die Streicher zeigten eine sehr schöne Tonfülle, die ersten Violinen seien prächtig. die Bläser auffallend schön, ebenfalls die Klarinetten und die 1. Posaune. Dagegen sei das Schlagwerk zu stark, Oboe zu scharf, während die Pauke zu fest angeschlagen würde. Im Kurtheater würde vorzüglich gespielt, Im Kurtheater wurde vorzüglich gespiell,elabiichen.* Tagung des westfäl.=lipp. Konditorenhandwerks in Detmold ArWPreur..—.—.—— Journalisten über seine Eindrücke im Zeichen der nationalen Revolution, worauf der Holländer antwortete:„Bei mei ner Ankunft in Bad Salzuflen ist mir nichts Besonderes aufgefallen. Ueberall Ruhe und Frieden. Die Bevölkerung kam mir sehr korrekt entgegen, auf Fragen erhielt ich sehr sreundliche Antworten. Ich habe aus bestimmten Gründen an einer Straßenecke er nige dort stehende Nationalsozialisten ange sprochen und erwähne speziell, daß sich die Braunhemden sehr anständig benommen haben. Ich erkundigte mich über die alten Giebelbäuser. worauf mir die Nationalsozialisten im höflichen Tone erklärten, daß die Häuser so und so alt seien und von der anderen Straßenseite noch befser zu beobachten seien: Auf eine weitere Frage: „Wie gefällt Ihnen Bad Salzuflen?“ erklärte der Befragte:„Ich wohne sehr gut. werde vorzüglich bedient und bin überrascht über diesen großartigen Kurpark, der einen mat zu werben! Ko 7. Landesturnter in Das ursprünglich für Ende Juni angesetzte 7. Landes=Reit= und Fahrturnier auf dem landschaftlich einzig schönen Turfgelände der Windmühle ist aus technischen Gründen und auf Wunsch militärischer Formationen verschoben worden. Es findet am abend, dem 8. und Sonntag, dem 9. Juli statt. Die Veröffentlichung der Ausschreibungen erfolgt im Laufe dieser Woche. Trainingsgelegenheit mit sämtlichen Hindernissen täglich auf der Reitbahn des Turniergeländes. Am Mittwoch. dem 7. Juni, hält der Konditorenverband Westfalen=Lippe in Detmold, Hotel„Odeon", seine 16. Verbandstagung ab. Die Tagesordnung sieht die Behandlung vieler ür den Berufsstand wichtiger Fragen vor, weshalb mit einer zahlreichen Teilnahme der westf.lipp. Konditorenschaft zu rechnen ist. Einen besonderen Anreiz wird auch die Tatsache bieten. daß die 16. Verbandstagung in der schönen lippischen Landeshauptstadt stattfindet, zumal der Zeitpunkt glücklich gewählt sein dürfte. Manche Berufsangehörigen werden die Gelegenheit ergreifen, zunächst die Pfingstseiriage im schönen lippischen Ländchen zu verbringen und dann an der Tagung des F####.. bandes teilzunehmen. Die Stadt Dermol. hat für das westf.=lipp. und für das deutsche Konditorenhandwerk besondere Bedeutung, weckt doch diese Stadt Erinnerungen an den allverehrten, leider viel zu früh verstorbenen 1. Bundespräsidenten Adolf Meier=Detmold. dessen unermüdlicher Trbeit das Konditorenhandwerk unendlich viel zu danken hat. Den Vorsitz auf der Tagung wird der Vorsitzende des Westf.=Lipp. Verbandes, Obermeister Termehr=Dortmund, inne haben. Der Verbandsgeschäftsführer, Dipl.=Volkswirt Kopp=Dortmund wird einen Geschäfts= und Tätigkeitsbericht erstatten. Bundessyndikus Dr Otto=Berlin wird sprechen über „Gegenwartsfragen des Konditorenhandwerks im neuen Reich“. woran sich eine Aussprache über die schweben den Probleme anschließen wird. Die bewegten Zeiten, die wir alle äußerlich und innerlich mit durchleben, stellen auch vielseitige Anforderun gen an die Berufsorganisation des Konditorenhandwerks. Der Detmolder Verbandstagung fällt die wichtige Aufgabe zu, zu zahlreichen Problemen Stellung zu nehmen, deren Lösung von einschneidenster Bedeutung für das Konditorenhandwerk ist. An der Tagung teilnehnen wird auch der Präsident des Deutschen Konditoren=Bundes, Funke=Kaiser, Düsseldorf. der eine Ehrung der Jubilare durch Ueberreichung der silbernen oder goldenen Bundesnadel vornehmen wird. Im übrigen entbehrt die Tagung den Zeitverhältnissen entsprechend jeglichen festlichen Beiwerks. Wir sind dessen sicher, daß die Detmolder Bevölkerung die westf.=lipp. Konditorenschaft in den Mauern der Stadt Detmold herzlich willkommen heißen wird. Bezirksverband lipv. Bäckerinnungen Vollversammlung zwecks Gleichschaltung. Am Donnerstag, den 1. Juni, nachmittags 3.30 Uhr, findet in Lage(Reichskrone) eine Vollversammlung der lipp. Bäckerinnungen statt, auf deren Tagesordnung u. a. die Gleichschaltung des Vorstandes und des erweiterten Vorstandes steht. Ferner werden folgende Punkte behandelt: Lehrlingsfragen und Tarifvertrag für Gehilfen, Brot und Preise für Gebäck(Fettveiordnung), unsere Forderungen für die Zukunft. Beseitigung des§ 100g. Verkauf von Backwaren in Kolonialwarengeschäften, Verwendung von Kartoffelmehr u. a. m., der Kampfbund und seine Bestrebungen, Verschiedenes und Anträgaus den Innungen der Landeshauptstadt Detmold. den 30. Mai. Der Mul gehl zu ende... .„ ohne daß uns Menschen bisher übermäßig„wonnemondlich“ dabei zumute geworden wäre. Am Sonntag machte der Mai ar eine Ausnahme. Bei recht molligem Petter lockten die Wasserkünste im Palais. arten viele Beschauer nach hier. Beim Kriegerfest am Falkenkrug mundete nach anstrengendem Marsch ein kühles„Pils“ ganz ausgezeichnet. Abends wurde vie'fach der Bag kon mit klingenden Gläsern eingeweiht... Gestern war es mal wieder recht kühl und unfreundlich. Der Mai geht mit trüben Gesicht von uns. Nun setzen wir unsere Hoffnung auf den kommenden Juni, schon der kleinen Schwälbchen wegen, die in diesen Tagen aus dem Ei gekrochen sind. * Revision verworfen Die Revision in Sachen des Bilshauers Daul Frledrichs und des Arztes Dr. Thunerk ist vom Reichsgericht als offensichtlich unbegründet verworsen worden. Friedrichs war am 23. März d. J. wegen Blutschande und Abtreibung zu einer Gesamtstrafe von einem Jahr und sieben Monaten Zuchthaus, Dr. Thunert wegen Abtreibung zu einer Gefängnisstrafe von 9 Monaten verurteilt. * * Fahrraddiebstahl. Am Sonntag nachmittag wurde aus einem Schuppen bei der Gastwirtschaft„Zum grünen Jäger“ ein Herrenfahrrad Marke„Anker“ entwendet. Sachdienliche Mitteilungen über den Verbleib erbittet die Staatl. Kriminalabteilung in der alten Schule am Markt. im 6 Wie wir hören, sind einige Detmolder Kriminalbeamte als Zeugen zu einem Spionageprozeß, der jetzt in Breslau stattfindet, als wichtige Zeugen geladen worden. * * Domänenpöchler von Ohlen f. Völlig anerwartet ist am Wochenende der Pächter der Domäne Johannettental, Herr von Ohlen im Alter von 60 Jahren an einem Schlaganfall gestorben. Er ruhe in Frieden * Ihren 89. Geburtskag kann heute die Hebamme, Frau Schröder, Mühlenstraße 7. begehen. Wir sprechen der alten Dame, die viele Detmolder betreute, die herzlichsten Glückwünsche aus und wünschen ihr gleichseitte einen ruhigen und zufriedenen Lebens* gesteie denken Ainellung des Npp. Kriegerounder Die SA.-Skandarte 55 fordert in einem igen Schreiben an den Bundespräsi ien, das auch den s Kriegervereinen Detmolds unmittelbar zugegangen ist, letztere au zur Teilnahme an der Spalierbildung bein heutigen Empfange des Herrn Reichsstalt Ich bitte die Vereine, so stark als möglich zu erscheinen, jedenfolls mit einer Jahnenabordnung. Der im Einladungsschreiben der Standarte angegebene Platz muß um 2.15 Uhr eingenommen sein. gez. Caesar. Detmolds Hitlerjugend in Düsseldorf Teilnahme an der Schlageter=Gedächtnisseier Graue Wolken bedecken den Himmel, als am Sonnabend früh um 5 Uhr die Fahrt nach Düsseldorf beginnen soll. Aus allen Straßen um den„Lippischen Hof“ strömen die Jugen herbei, die die Fahr mitmachen wollen. Die Kleinsten im Alter von 8 Jahren können es garnicht abwarten, bis das Zeichen zur Abfahrt gegeben wird. Im gemeinsamen Starechchor rufen sie immer und immer wieder„Wir wollen abfahren“. Und endlich ist es soweit. Das Abfahrtzeichen wird gegeben und eine Kolonne von 5 Lastwagen setzt sich in Richtung Lage in wegung. Es geht ohne Unterbrechung durch bis nach Beckum i. Westf., wo die erste Kontroll= telle ist, wo die Festabzeichen und die Eßkarten verteilt werden. Nach einer halbstündigen Pause seht es wieder weiter. Kampflieder ertönen, m Chor ertönt es immer wieder„Heil unserm Volkskanzler Adolf Hitler“. Ueber Hamm geht es nach Unna, von da in Richtung Hörde, Bochum, wo wieder eine Rastpause eingelegt wird. In dieser Zeit ist es 12 Uhr mittags geworden. Nun kommt die letzte Etappe. Ueber Essen, Mühlheim a. d. R., Duisburg kommen wir nach Kaiserswerth, wo die Sammelstelle für den ganzen Bannbereich Minden=Ravensberg ist. Um 2 Uhr treffen wir dort ein. Das Kommando„Absteigen“ ertönt. HJ. und Jungvolk zusammen, marschieren jetzt an den Rhein, um die Zeit bis 6 Uhr abends auszufüllen. Um 6 Uhr geht es wieder auf die Lastwagen und die Fahrt nach Düsseldorf hinein beginnt. An der Golzenheimer Heide, wo daß wuchtige Schlageter=Denkmal steht, werden die Wagen wieder verlassen und die Demolder HJ. und Jungvolkscharen reihen sich ein in die Kolonnen, die sich nun zum Denkmal begeben. Aus allen Himmelsrichtungen kommen die braunen Kolonnen heran, ein unheimliches Gedränge entsteht manchmal, aber immer kommt wieder Ordnung in die Massen. Um 10 Uhr abends ist der Aufmarsch beendet, 150000 HJ und Jungvolk, 40 000—50 000 B. D. M. sind erschienen, um die Rede ihres Führers Baldur v. Schirach zu hören und ein Treuegelöbnis für den gefallenen Albert Leo Schlageter abzulegen. Nachdem um 24 Uhr die Feier beendet war, marschieren die einzelnen Banne in die Massenquarkiere. Die Detmolder mit dem Bann Minden=Ravensberg müssen nach den Mannesann=Werken marschieren, wo sie Quartier beziehen. Am anderen Tag, am Sonntag, kommt das größte Erlebnis der Feierlichkeiten,„Der Vorbeimarsch vor den Führern“. 5 Stunden lang wälzt sich der braune Heerwurm in 12er Reihe durch die Straßen Düsselkdorfs an den Führern vorbei. 5 Stunden steht eine ungeheure Menschenmenge an den Straßen und Plätzen, um die jüngsten Kämpfer Adolf Hitlers zu begrüßen und zu bejubeln. Herrlichstes Wetter begünstigt den Vorbeimarsch, bis auf die letzte halbe Stunde. Dann kam der Zeitpunkt der Rückfahrt heran. Auf den Rheinwiesen sammelt sich alles zur Rückfahrt, aber leider sind in dem ungeheuren Betriebe die Lastwagen nicht sofort aufzutreiben. Endlich nach 3 Stunden, als sich der Verkehr einigermaßen beruhigt hat, können wir zu unseren Wagen gelangen. Um 21 Uhr wird die Rückreise angetreten. Trotz der übergroßen Anstrengung und Uebermüdung geht es mit Sang und Klang aus der schönen Rheinstadt hinaus. Daß Jungvolk ist gestern morgen um 5 Uhr wieder in Detmold eingetroffen. Die 53. dagegen erst um 11 Uhr und das aus einem besonderen Grunde. Kurz hinter Bad Lippspringe versagte am Wagen der 53. die Steuerung und der Wagen landete vor einem Baume. Daß kein größeres Unglück passiert ist, haben wir allein dem Chauffeur zu danken, denn mit großer Geistesgegenwart hat er sein Möglichstes getan, um jeden Schaden zu verhüten. Nach Zstündigem unfreiwilligen Aufenthalt an der Unfallstelle trifft auch die HJ. wohlbehalten wieder in der Heimat ein. Nichts hat die Jugens betrübt, jeder ging mit dem Gedanken nach Hause. einen großen Tag mitgemacht und erlebt hatte.1 Sch. * S c h ü t z e n g e s e l l s c h a f t d e r L a n d e s h a u p t f l a d t Detmold. Wie aus dem Anzeigenteil dieser Ausgabe ersichtlich, nimmt das Bataillon heute nachmittog am Empfang des Reichsstatthalters Dr. Meyer teil. Antreten des Bataillons 1,45 Uhr am Museum(Hornsche Straße). * Mgo.„Detmolder Liedertasel". Zur feierlichen Einholung des Reichsstatthalters für Lippe tritt der Verein am Dienstag, dem 30. Mai 1933, nachmittags 13.30 Uhr, am Vereinslokal Hotel„Zum Hermann“ an. Pünktliches und vollzähliges Erscheinen jedes Sängers ist Ehrenpflicht. Sängermütze. * I n s t a n d s e t z u n g v o n S t r a ß e n. W ä h r e n d der letzten Tage ist die stark beschädigte Teerdecke der Klüter Straße instandgesetzt und mit Basaltsplitt angeschüttet worden. Außerdem sind die Schlaglöcher am Alten Postweg von der Gartenstraße dis zur Rosenstraße ebenfalls mit Splitt zugedeckt worden. * Volks-, Berufs= und Betriebszählung Die Zöhlformulare werden den Hausbesitzern bezw. Haushaltungen in der Zeit vom 6. bis 10. Juni zugestellt. Haushaltungen, die am Zähltage, dem 16. Juni, von Detmold abwesend sind, können schon vorher die Formulare ausfüllen. Aushändigung erfolgt auf Wunsch im Zimmer 13 a des Rathauses. Arbeitsspuren an den Händen? Selbst Öl und Rußs verschwinden schnell mit Vim, der Putzfrau in der Dose * In der Werrebadeanstalt fand am Sonntag vormittag das traditionelle Anschwimmen des Detmolder Schwimmvereins statt. 60 Schwimmer tummelten sich in den Fluten der Werre und hörten durch einen Großlautsprecher der Elektrofima Karl Tiemann schönste musikalische Unterhaltung. Dieser Großlautsprecher wird während der sommerlichen Badezeit noch oft für Abwechselung sorgen. * Oratorienverein Detmold. Der für heute Dienstag abend geplante Ausflug der Mitglieder des Oratorienvereins fällt aus. * Der Straßenbahnverkehr wird heute anläßlich der Einholung des Herrn Reichsstatthalters von 14—17 Uhr in Richtung HornBad Meinberg, Blomberg, Paderborn sowie Hiddesen=Verlebeck nur ab Marktplatz durchgeführt. Während des Zapfenrreiches von 21 bis gegen 23 Uhr verkehrt die Straßenbahn in den genannten Richtungen nur ab Lippischer Hof. 4000 Der Reichsstatthalter in Lage. Wie aus der amtlichen Bekanntmachung ersichtlich ist, wird Gauleiter und Reichsstatthalter Dr. Alfred Meyer heute nachmittag gegen 2 Uhr am Rathause feierlich empfangen und begrüßt. Die Behörden, SA., SS. und HJ., Vereine, Schulen nehmen Aufstellung vor dem Rathause, um den Empfang würdig zu gestalten. Vor dem Empfang werden die Schüler der Bürgerschule einige vaterländische Lieder zum Vortrag bringen. Die Bürgerschaft wird aufgefordert, die Häuser mit reichem Flaggenschmuck zu versehen. * Gleichschaltung auch im„Männerchor Lage“. Im Anschluß an die letzte Gesangsstunde wählte der Verein nach den vorliegenden Vorschriften des Führers des Lipp. Sängerbundes seinen Vorstand. Die Wahl fiel auf alle bisherigen Vorstandsmitglieder. Es sind dies: 1. Vors. Schulleiter L. Beckmann, Lage; 2. Vors. H. Grauting, Lage; 1. Schriftführer: G. Weber. Detmold; 1. Kassenwart: M. Mrugowsky, Lage; Notenwart: Wilh. Platzmeier. Lage; Beisitzer: E. Stahlmann und Fr. Lückermann, Lage. Die Leitung des Gesangs liegt z. Zt. in den Händen von Sangesbruder Lennier, der den erkrankten ktiv=Dirigenten Großsobann vertritt. Die unentgeltliche Wahrnehmung der Stabführung durch Herrn Lennier ist bis auf Widerruf von der Lipp. Landesregierung genehmigt worden. Schätmar Nelda Dallmer 26. Fortsetzung. Meine Versetzung traf ein. Der Abend kam, der Sie in meine Wohnung führte, gerade als ich an Sie schreiben wollte; ich war gezwungen, Ihnen einen Schmerz zuzufügen, der— glauben Sie es mir,— bitterer war zu bereiten, als zu empfangen. Sie werden mich nach Jahren vielleicht milder beurteilen. Sie werden sich dann eines Menschen erinnern, dessen Herz unter den Wunden des Daseins verblutet; der nicht Muße hat, an Liebe und Glück zu denken, dem es nur gegeben ist, sein schweres Schicksal, seine geknickte Ehre zu betrauern. Haben Sie Dank für alle Ihre Freundlichkeit, und seien Sie versichert, daß in steter Verehrung Ihnen ergeben bleibt Ferdinand von Ramer. War's möglich? Da stand es, heut wie gestern und all die Tage! All die Worte drum und dran so unnötig! Brutal, nackt, überlaut schrie es aus jeder Zeile:„nicht geliebt— nicht geliebt!“ War sie denn blind gewesen? Er hatte sie los sein wollen— längst— und sie hatte nichts gemerkt! Regungslos blieb sie zusammengekauert. Der Zeiger auf der Uhr rückte langsam vor, Minute um Minute; eine Viertelstunde verging und noch eine. Von der Küche kam Geräusch. Der Suppentopf brodelte über, die Brühe zischte auf der zerdplatte. Relda fuhr in die Höhe. In allem Elend empfand sie's doch noch wie einen Schrecken: die Suppe kochte über, sie sollte ja acht geben! Die platteste Wirklichkeit rief sie zu sich selber zurück. Sie stürzte hinaus, sie riß den Topf vom offenen Feuer. Es qualmte in der Küche und roch häßlich. Eben jetzt kam Frau Rätin mit der Macd vom Einkauf eurück— wie würde sie schelten! Aber sie hatte keinen Blick für der Tochter Unachtsamkett. Einer Ohnmächtigen gleich schwankte sie in die Stube und ließ sich in die Sofaecke fallen. Ihr Mantel hatte sich verschoben, der Hut saß ihr im Genick, die Ledertasche hatte sie auf den Tisch geworfen; die Düte darin war aufgegangen. die Kaffeebohnen quollen beraus „Mein Gott, mein Gott, wie schrecklich!“ Sie sammerte laut. „Wie schrecklich!“ „Was ist dir? Was ist passiert?“ Nelda wunderte sich selbst, daß der Mutter Gebaren sie nicht mehr erschreckte. Es war traurig mitanzusehen, die kleine Frau Rätin war ganz außer sich.„Mein Gott, mein Gott!“ „Mama, was ist dir?“ Nelda neigte den müden Kopf zu dem der Mutter und legte ihr die Hand schlaff auf die Schailter „Geh nur, geh, du ungeratenes Kind!“ Frau Nätin Dallmer sprang auf und stieß die Tochter heftig zurück.„H die Schande, die Schande! Nichts wie Schande bringst du über uns! Was wird der Vater sagen? O mein Gott, mein Gott, was hab ich mich vor der Zänglein geschämt! Auf dem Markt hat sie mich gestellt, die Schmidt kam auch gerade dazu,— der arme Dallmer, es ist sein Tod! Die ganze Stadt weiß es, mit Fingern zeigen sie auf uns. Ich habe mich so geschämt, ich bin gerannt wie eine Diebin. Muß ich das erleben, ach, ach!“ Sie rang die Hände. „Mama, was ist denn?“ Die Stimme der Tochter war noch ruhig, aber auf ihrem Gesicht malte sich eine unbestimmte Angst; unwillkürlich griff sie in die Tasche— das Briefblatt war noch da unter ihren Fingern.„Was ist denn?“ „Und du fragst noch? Hast noch das Herz zu fragen? Haben wir das um dich verdient, daß du uns hintergehst mit diesem Menschen aus der heruntergekommenen Familie, dem Ramer, dem ehrlosen Lump, dem—“ „Mutter!“ Ein einziger, halbflehender, halbdrohender Blick. Reldas Hand spannte sich fest um das Handgelenk der Rätin. „Ja, das soll ich nicht sagen, du rimmst natürlich seine Partei—!“ Die arme Frau lachte bitter.„Und dabei zeigt er's dir doch deutlich genug, daß er dich nicht will! Reist ab, ohne adieu zu sagen! Mußte er sich nicht vorher erklären? Da wäre doch noch zu sprechen gewesen, es hätte sich alles — eidi fort, lä nett machen können— aber heidi fort, läßt nichts mehr von sich hören! Die Leute lachen dich ja aus. Du, sonst immer so hochfahrend, bist dem Kerl nachgerannt— ja ja, die Zänglein weiß es genau— o die Schande, die Schande, ich überlebe sie nicht!— Und noch dazu so dumm! Aber ich hab's ja immer gesagt, auf mich wurde nie gehört, das hat man davon! Er mag dich ja gar nicht— dein Mädchenstolz hätte dir das sagen müssen— aber ich hab's ja immer gesagt, du bis. nicht, wie andre Mädchen, keine Spur von Weiblichkeit, von ZartBegrüßung des Reichostatthalters In Schötmar. Zu der heutigen feierlichen Einholung des Herrn Reichsstatthalters Dr. Meyer werden alle Vereine, Schulen, Feuerwehr und sonstigen Verbände, sowie die gesamte Einwohnerschaft des Ortsgruppenbereiches, einschließlich der Ortschaften Lockhausen, Werl, Aspe, Knetterheide, Wülfer, Bexten und Holzhausen, dringlichst eingeloden. Die Ortschaften Ehrsen, Grastrup, Hölsen, Retzen haben jeweils Aufstellung zu nehmen: In Ehrsen an der Gastwirtschaft König: Grastrup und Hölsen bei Lehmeier, Grastrup; Retzen=Papenhausen bei Rickmeyer. Der Reichsstatthalter passiert Schötmar um 13.20 Uhr. Beim Ueberschreiten der Stadtgrenze läuten die gefühl. Was soll aus dir werden?!“ Sie schlug sammernd die Hände zusammen und sank wieder in die Sofaecke zurück. Nelda stand dabei ohne einen Laut, ohne ein Wort der Verteidigung. Ihr Kopf neigte sich tiefer und tiefer, als ob ihr einer mit der Faust ins Genick schlüge. „Und die armen Kinder, die kleinen Würmer,“ sammerte die Rätin weiter,„wenn sie nun keinen Vater mehr haben! Und die arme Frau! Was soll daraus werden, wenn er ihn totschießt?!“ „Totschießt?— Wen?— Wer?!“ Eine namenlose Angst spiegelte sich in Neldas Zügen, sie beugte sich weit vor, ihre Augen hatten ein wildes, irres Flackern.„Sag, wer schießt ihn tot— wen? Um Gottes willen, sag doch!“ Sie rüttelte die Mutter. „Laß mich los,“ ächzte die kleine Frau.„Ja, jetzt hast du Angst, aber dich beizeiten anständig betragen, das kannst du nicht! Du bist es nicht wert, daß ein Mann wie Xylander sich deinetwegen totschießen läßt. Es wäre lächerlich von ihm, sich zu deinem Ritter aufzuspielen, er wäre ein Phantast, ein überpannter Narr, sagt die Zänglein.“ „Sag, mit wem er sich schießt! Um Gottes wiste mach doch, gib Anwort!“ Verzweifelnd hob Nelda die Hände.“ „Gestern— beim Herrenfest im Kasino“— ächiosdie Mut. ter weiter.„Sie haben sich über dich lustig gemachtt da— aa,, wenn ich mir's überlege, ich möchte in den Boden sinken, es ist um den Verstand zu verlieren!, Dazukzieht man eine Tochter auf mit so viel Liebe! Man spart sich'slad, damit sie standesgemäß erscheint, man macht alles mit, Bälle, Gesellschaften— und sie geht hinterm Rücken und betrügt einen! Mir ist, weiß Gott, oft genug nicht nach Vergnügungen zumut gewesen, aber—“ *„ W e i t e r, w e i t e r! R a s c h, w a s w a r b e i m. H e r r r u f e s?* S i e machten sich über mich lustig und da—?“ „Da— ja, da— nein, besonders Leutnant — du weißt doch, der flotte kleine Röntheim— liche Geschichten von dir. Da— es ist nicht fangen wir an? Die ganze Stadt spricht# einfach unten durch, wir—“ „Da“— Relda packte mit eisernem Griff wieder das Handaelenk der Mutter—„besonders Röntheim. da—“ # FIr. Kirchenglocken. Am Ratheuse wird der Herr Reichostatthalter von dem Bürgermeister durch eine kurze Bei Ankunft des Herrn Reichsstatthalters vor dem Rathause wird die 1. Stroppe des Horst Wessel=Liedes und bei Abfahrt das Deutschlandlied gesungen. Konzert ½ Stunde vorher auf dem Marktplatze. Es wird Wert darauf gelegt, daß nach Möglichkeit die Betriebe am Dienstag nachmittag stillgelegt werden, damit die Belegschaften an dem feierlichen Akt teilnehmen können. Zeitversäumnisse könnten durch Ueberstunden wieder ausgeglichen werden. Flaggen= bezw. Blumenschmuck muß aus Anlaß der Begrüßung des Herrn Reichsstatthalters eine Selbstverständlichkeit sein! Gleichschaltung im Landwehrverein. Die außerordentliche Versammlung des Landwehrvereins, die am Sonnabend abend im Saale des Hotel Korf stattfand, war sehr gut besucht. Zu Beginn der Versammlung widmete der 2. Vorsitzende, Kamerad Hermann Pethig, den vor einigen Tagen verstorbenen Kameraden Carl Böttger und Gustav Kusemeier, dem bisherigen langjährigen Vorsitzenden des Landwehrvereins, herzliche Nachrufe. Nach Bekanntgabe der neuesten Verfügungen des Reichobundes Kyffhäuser und des Lippischen Kriegerbundes wurde zur Vorstandswahl geschritten, nachdem die bisherig. Vorstandsmitglieder aus Gründen der Gleichschaltung ihre Aemter zur Verfügungi gestellt hatten. Die Vorstandswahl hatte folgendes Ergebnis: 1. Vorsitzender Ferdinand Hansmeier, 2. Vorsitzender August Branding, 1. Schriftführer Ed. Otto, 2. Schriftführer Fritz Kelle, Rendant Brinkmeier, Kassierer Fritz Knie. Dem aus dem Vorstand ausscheidenden Kameraden Hermann Pethig wurde für seine bisherige Arbeit im Vorstand herzlichst gedankt und die Hoffnung ausgesprochen, daß er wie bisher tatkräftig in der Kriegervereinssache mitwirken werde. Bad Salzuflen Die Einholung des Reichsstatthalters Dr. Alfred Meyer. 60 Jahre Detmolder Kriegerverein Sürst Boovobd und Srnarallentnant Carsar betg Garksegarse, am Lanbettheauer= Emorunsvoller Festakt Das 90jährige Bestehen des gervereins Detmold wurde am Sonnabend abend mit einem eindrucksvollen Kommers im Hotel Odeon eingeleitet. Unserm Bericht über diesen Abend tragen wir noch nach, daß unter großem Beifall der Versammelten die Auszeichnung verdienter Kameraden vorgenommen wurde, und zwar wurden ausgezeichnet als Mitbegründer des Vereins und für 60 jährige Mitgliedschaft, die Kameraden Lange und Stock, für 50 jährige Mitgliedschaft Kamerad Tötemeyer, für 40jährige Mitgliedschaft die Kameraden Stölting, Burre, Deppemener und Kuske, für 25 jährige Mitgliedschaft die Kameraden Janek, Mühlenhoff. Willer, Ostmann, Sievert und Schröter. Der Vorsitzende, Oberlehrer Steaer. dankte allen Kameraden für die vorbildliche Treue. Der Festsonntag sah Detmolds Straßen im schönsten schmuck. Kurz nach Mittag versammelten sich sämtliche Militärvereine, die Kyffhäuser=Jugend, der Stahlhelm und die Marinejugend und einige Kriegervereine aus der nächsten UmJahre die Geschäfte des Bundes zu führen und sich wünsche und hosse, daß all hier einige frohe Stunden verleben. Dann folgte die Festansprache des Bundespräsidenten Generallentnant a. D. Caesar, Laite Lashie er ungen habe. Wie damals, so sei es auch heute. In den letzten Monaten habe das deutsche Volk die nationale Wendung erlebt, wie sie größer und mächtiger das deutsche Volk bisher nicht gesehen habe. Die nicht aus, um jenen Männern zu danken, die das Volk aufgerufen hätten. Immer wieder, so erklärte der Redner, wollen wir es diesen Männern danken, unserm alten, verehrten Reichssenpräsidenten v. Hindenburg und unserm geliebten Volkskanzler Adolf Hitler. Wir könWie im Programm für die EinholungsFeierlichkeiten bereits mitgeteilt ist, wird der Herr Rechsstatthalter heute Mttag gegen 1 Uhr an der Landesgrenze(dem Lindenkrug) von der Regierung und den Vertretern der NSDAP. feierlich empfangen. Er trifft alsdann um 13,10 Uhr auf dem hiesigen Marktplatze ein, wo vor dem Rathause ein kurzer Empfang durch den Stadtrat vorgesehen ist. Die gesamte Bürgerschaft, die Behörden und die Vereine werden gebeten, sich zahlreich an der Begrüßungsfeier zu beteiligen. Ab 12.30 Uhr findet vor dem Rathause ein Platzkonzert statt. Die Anwohner der Hauptdurchgangsstraßen, Herforder Straße, Lange Straße, Adolf Hitler=Straße, Rudolf Brandes=Allee, und der angrenzenden Nebenstraßen, werden gebeten, ihre Häuser zu schmücken und zu beflaggen. Ihre Silberhochzeit konnten gestern die Cheleute Hausvater Friedr. Pagels und Frau Luise geb. Ermshaus, Knobenhaus der Kinderheilanstalt, begehen. Möge ihnen der allzeit gütige Gott noch einen langen und schönen Lebensabend bescheren, damit es ihnen beschieden ist, dereinst auch das Fest der Goldenen Hochzeit in bester Gesundheit begehen zu können. Dos große Arbeitsdienstlager komml. Wie wir hören, ist es nunmehr als feststehend anzusehen, daß wir in Bad Salzuflen ein Arbeitsdienstpflichtlager erhalten. Wie schon mitgeteilt, hat die Stadt hierzu die frühere Wittenborgsche„Hermannshütte“ am scherskamp zur Verfügung gestellt, mit deren Herrichtung für ihren neuen Zweck ein Kommando Diensteilliger in Stärke von 5 Mann begonnen hat. Die Stadt hat auch Teil des Ausrüstungsmaerials wie Bettstellen usw. erworben und zwar die Einrichtung des der Auflösung verfallenen Lagers Lemgo. Sobald ein Teil des Gebäudes für seinen neuen Zweck eingerichtet ist, wird nach und nach die stärkere Belegung des Lagers erfolgen. gedung auf dem Schloßplatz. Gegen erschien Fürst Leopold zur Lippe, der mit dem Präsidenten des Lippischen Kriegerbundes Sr. Exz. Generalleutnant a. D. Caesar und den Mitgliedern des Bundespräsidium die Front der alten Kameraden abschritt. Die Veteranen wurden bei dieser Gelegenheit besonders herzlich begrüßt. Anschließend begann der Vorbeimarsch vor dem Landestheater, der einen ausgezeichneten Eindruck hinterließ. Nach einem Rundmarsch durch einige Straßen der Stadt begann kurz nach 3 Uhr nachmittags der Festakt aus dem Falkenkruge, der mit einer Begrüßungsansprache des Vereinsvorsitzenden. Oberlehrer Stecker. eingeleitet wurde. Der Redner führte dabei u. a. aus! Vor 60 Jahren, nach dem glorreichen Kriege 1870 71, haben sich 50 tapfere Männer zusammengeschlossen und unsern Verein gegründet. Sie wollten die Kameradschaft, die Liebe und das Gefühl zur Heimat weiter pflegen, sie woll**— I— 1b- Rot helnen ihnen danken, indem wir ihnen uuser unbe: dingtes und volles Vertrauen schenken, daß er ihnen mit Gottes Hilfe gelingen möge, die schweren Aufgaben zu erfüllen und zu erbauen. Stein auf Stein, ein stolzes deutsches Haus, an dem unerschütterlichen Grundstein der der Freiheit, mit einem frohen und selbsterhaltenden deutschen Volke brin, daß sich von unn ab nicht mehr unterdrücken oder gar demütigen läßt, unter dem Schutze einer Heeresmacht, die unsere Ehre und Gleichberechtigung verteidigt. Immer wieder muß vor uns der 21. März stehen, jener denkwürdige Tag, an dem sich unser verehrter Herr Reichspräsident und unser junger, geliebter Volkskanzler unter den Schutz des allmächtigen Gottes stellten. Angesichts der Ereignisse in der letzten Zeit können wir rufen:„Belch eine Wendung durch Sottes Fügung“. Diese herrlichen Worte unseres alten Heldenkaisers nach der Schlacht von Sedan, gelten sie nicht auch heute? Wer ist wohl noch unter uns, der in dem jetzigen, kaum faßbaren Geschehen im Paterland nicht die rettende, unsichtbare Hand Gottes spürte? Ihm gebührt der Dank und wir wollen es auch heute tun, nach alter Soldatenart mit dem ersten Vers des Chorals von Leuthen:„Nun danket alle Gott!“ Dann spielte die Kapelle den ersten Vers des Chorals:„Lobe den Herren“. In seiner Rede fortfahrend, gedachte Exz. Caesar dann des deutschen Freiheitshelden Albert Leo Schlageter, zu dessen Ehren in diesen Tagen in ganz Deutschland würdige Gedenkseiern veranstaltet sind. Weiter hörten wir vom Sterben der 2 Millionen Soldaten S. potan Horst Peselsz und der Hitsertirger Norkus, die ihr Leben dahingapen, Bolschewismus unser Land nicht Ihr alle seid Ausgangspuinkt und Bah zur Freiheit. Das wollen und düzfen wir nie vergessen. Ich gedenke dann der Toten des Jubiläumovereins, die seit der Gründung vor nunmehr 60 Jahren von uns gegangen sind. Wir ehren die Toten, indem wir das Lied vom guten Kameraden singen. 21— Seidaten die Schweigend hörten die alten Soldaten die altvertraute Weise.„.... bleid auch im ewigen Leben, mein guter Kamerad!" Dann gedachte der Festredner der Frontkämpfer in dieser Mitte und überbrachte die Gröhe und Glückwünsche des Landespräsidenten Asgegennenz, Bester,Leuse Eit. Cgsez elsen Anwesenden für die Anteilnahme an diesem Fest, grüßte die alten ruhmreichen Fahnen Scwakz=lbeib,=Rot und.Po,„ Sonbzlier, Pguz schen Freiheitsbewegung Adolf Hitlers, das Hakenkreuzbanner und dankte dem„Ehren vorsitzenden des Jubelvereins, Amtsgerichtsdirektors Boeckers für die anerkennenden Worte, die er am Vorabend beim Kommers und ten bedürftigen Kameraden in ihrer sen! Das war der Sinn und der Zweck der Gründung. Das war aber auch der Sinn und der Zweck der 51 Feste, die wir hier oben unter den alten prächtigen Eichen gefeiert haben. Als dann die Wirtschaftskrise immer größer wurde, haben wir Abstand genommen von der Feier res vorübergehen lassen. Ich freue mich beson= Welt, auf hoher See, in den Lüften und in den ders. das Präsidium des Lippischen Kriegerbundes hier begr szen zu dürfen. Ich weiß mich eins mit Ihnen, wenn ich der Hoffnung Ausdruck gebe, es möge unserm verehrten Präsidenten, Exzellenz Caesar, vergönnt sein, noch recht viele Welt, auf höher Ser, in Kolonien ihr Leben für Deutschland hingaben. Und dann gedachte der alte Soldatenführer jener 362 Stahlhelmer, die im Baltikum und in allen Teilen des Reiches für die Freiheit ihr Leben ließen. Wir gedenken, so fuhr der Reddem Bundespräsidium gewidmet hatte. Dann überreichte Erz. Caesar dem Jubelverein einen Fahnennagel und schloß seine Ansprache mit den Wie wollen uns in den Dienst des Reiches stellen und für seine Ehre, seine Gleichberechti: gung und Freiheit eintreten, hinter unserm Führer Adolf Hitler, den uns Sott gesandt und den er auch dazu begnadet hat. Heil Deutschland, unserm Vaterland! Heil unserm ehrwürdigen Herrn Reichspräsidenten, Sies=Heil erm geliebten Volkskanzler Adolf Hitler. Sott der Herr beschütze sie beide und behüte unser heiliges deutsches Vaterland. Anschließend erklangen von der Musikkapelle begleitet, das Deutschlandlied und Horst WesselNachdem der Vereinsvorsitzende, Oberlehre; Stecker, dem Vorredner den herzlichsten Dank für die vortreffliche Festansprache ausgespre: chen hatte, überreichte Frau Oberstleutnant Schroeder im Namen der Frauen mit den Worten„In Treue fest“ ein schön gesticktes Nach diese Feierlichkeit nahmen die alten Soldaten mit ihren Angehörigen unter den alten Bäumen Platz und verlebten hier im Kreise gleichgesinnter Menschen frohe Stunden. Für Abwechllung sorgte ein Vergnügungssetzen und später ein Festball. Die Veranstaltung stand ganz im Zeichen der natdonalen Erhebung und stärkte das Zusammengehörigkeitsgefühl alter Kameraden! —K0.— Plätzen der Stadt gesungen werden. Zum Schluß singen dann sämtliche Vereine auf dem Marktplatz. Die Mitwirkung eines Kinderchores soll angestrebt werden. Außerdem wurde beschlossen, im Laufe des Sommers ein Waldkonzert zu veranstalten und zwar in Voßheide auf dem Mühlberge. bern Zur Einholung des Reichsstatthalters für Lippe wird die Stadt Lemgo besonders festlich geschmückt werden. Auf dem Marktplatze sind Fahnenmasten aufgerichtet, um hier einen festlichen Empfang zu bereiten. Es wird erwartet, daß alle Einwohner Lemgos an den Empfangsfeierlichkeiten teilnehmen. Die Schulen nehmen an der Mittelstraße— vomn St. Johannistor bis zum Marktplatz— Aufstellung. Auf dem Marktplatz selbst, auf dem sich die Organisationen der NSOAP., der Stahlhelm, vaterländische Verbände, Berufsvertretungen und Vereine aufstellen, wird der Reichsstatthalter feierlich begrüßt. Sängergruppe Lemgo. Am Sonntag morgen fand im Gasthaus Alt=Lemgo(H. Dedert) eine außerordentliche Versammlung der Sängergruppe Lemgo statt. Der erste Punkt betraf die Gleichschaltung des Gruppenvorstandes. Der Gesamtvorstand legte keine Aemter nieder. Sangesbruder Th. Siewing übernahm die kommissarische Leitung der Versammlung. Nach kurzer Aussprache wurde auf Antrag der Gesamtvorstand einstimmig wiedergewählt. Am 29. Juni findet der Deutsche Liedertag in ganz Deutschland statt. In Lemgo soll c 5 verschiedenen Der Rotdorn blühl! Ein gar prächtiges Bild bietet der blühende Rotdorn rings um den Marktplatz und am Wege zur Krankenkasse. In jedem Jahre aufs neue erfreuen sich die Menschen zur schönen Frühlingszeit an dieser Farbenpracht. Das konnte man auch am letzten Maiensonntag wieder beobachten, als viele Fremde unsere Stadt durchzogen. Der blühende Flieder neben dem Rathause vor der alten Schule schmückt ebenfalls das Straßenbild. Reger Verkehr herrschte am letzten Maien. sonntag, der wohl dem Himmelfahrtstage gleich kam. In aller Frühe schon fuhren Auto und andere Kraftfahrzeuge unsere Stadt und so blieb es bis zum späten Abend. Hamburg, Bremen, Hannover, Braunschweig, Kassel, das Emsland und andere Gegenden batten Besucher geschickt. Störend wirkten die überaus zahlreichen Lastfernzüge Bambatg Ueberfollen wurde am Sonnabend mittag eine Schülerin auf dem Wege nach Hause. In den Tannen beim Bunerberge faßte sie plötzlich ein Mann von hinten, zeigte dem Kind Bilder und versuchte, es zu vergewaltigen. Auf Hilferufe ließ der Unhold los und lief davon. Als eine andere Mutter ihr Kind abholen wollte, soh sie anscheinend den gleichen Mann aus dem Walde kommen. Sie kehrte dann aber aus Angst um. Später wil man einen verdächtigen Mann auf Bahnho Schieder gesehen haben. Leider konnte niemand den Täter genau beschreiben. Hinzu kommt, daß die Polizei viel zu spät benachrichtigt wurde. In einer NSBO.=Versammlung im Bürgerheim sprach nach einleitenden Gedenkworten zur Schlageterfeier des Ortsgruppenleiters Blankenburg der stellv. Kreisleiter R Uhl=Detmold. Die aus allen Berufen gekommenen Arbeitskameraden füllten den großen Saal bis zum letzten Platz. Uhl sprach über„Marxismus und Nationalsozialismus" und über die„Zwecke und Ziele der NSBO.“ Die Ausführungen fanden reichen Beifall, besonders da die angeführten Beipiele deutlich die Notwendigkeit der RSBO. klarlegten und für jeden verständlich waren. Nach einem Sieg=Heil auf den großen Führer des deutschen Arbeitertums, dem Volkskanzler Adolf Hitler klang die Verammlung mit dem Horst Wessel=Lied aus. Der Markt war gestern außerordentlich stark mit Schweinen befahren. Ueber 600 Stück standen zum Verkauf. 6—8 Wochen alte Ferkel kosteten bis 25 RM., Stangen Pfund 60 Pfg. Pr ise waren nicht einheitlich, schwankend. Der Handel war mittelmäßig. Aus der Schützengilde. In einer am Sonnabend Abend in der Schießhalle abgehaltenen Versammlung der Alten Schützen wurde bekanntgegeben, daß Schützenoberst Hermann Brede jun. wegen Trauerfalls in diesem Johre sein Amt nicht ausführen kann. Als Stellvertreter wird Tischlermeister Wilhelm Schrover beim kommenden Schützenfest als Oberst das Bataillon führen. Es ging noch einmal gut. Am Sonnabend Abend wurden in der Hagen“raße ein Schüler beim Ueberqueren der e. craße von einem Kraftwagen erfaßt und mitgeschleift. Der Junge kam mit leichten Hautabschürfungen davon. August Steneberg, Stellvertreter Kaufmann Ernst Tintel, Schriftführer Druckereibesitzer Rudolf Steinmeier, Stellvertreter Sparkassenrendant Gustav Schmidt, Rechnungsführer Kaufmann August Schiebenhöfer, Kassierer Bäckermeister Fritz Schröder, Fahnenträger Sattlermeister Karl Hilker, Stellvertreter Rentmeister Jakob Noe. Neben der Bekanntgabe der Abfahrt für die Teilnehmer am 60jährigen Stiftungsfest des Kriegervereins Bösingfeld am zweiten Pfingsttage wurde noch darauf hingewiesen, daß auch für die mitfahrenden Familienangehörigen der Teilnehmer die Fahrpreisermäßigung besteht. Mit dreifachem Hurra auf unser Vaterland, auf Adolf Hitler und den Vorsitzenden des Kyffhäuserbundes wurde die Versammlung geschlossen. er.= 98er beraus. Am 1. Pfingsttage wird die Offizier=Vereinigung ehem. 98er unserm Bergstädtchen einen Besuch abstatten. Nach escscemn Mitlndhen unr beri bnt ches Haus" und anschl. Stadtbesichtigung indet in der Schießhalle ein Vergnügungschießen statt. An alle ehem. 98er und Angehörigen des ehem. 16. Armeekorps ergeht der Ruf, sich zwecks Gründung einer Vereinigung am Mittwoch, dem 31. d. M., 8.30 Uhr abends im Gasthaus W. Meyer=Marktplatz einzufinden. Es gilt, alte Tradition zu wahren. Sarntrnn *e Gleichschaltung des Kriegervereins. Am Sonnabend Abend fand im„Deutschen Haus“ eine außerordentliche Generalversammlung des Kriegervereins statt. Nach der Verlesung der Richtlinien für die Gleichschaltung stellten sämtliche Vorstandsmitglieder nach kurzer Beratung ihre Aemter zur Verfügung. Die dann erfolgende Vorstandsneubildung hatte folgendes Ergebnis: Vorsitzender Fabrikant Oerlinghausen Seinen Verletzungen erlegen. Der am Freitag morgen in Bielefeld per unglückte Kohlenhändler Martin Steinmeier aus Asemissen ist nachmittogs um 3.30 Uhr im Bielefelder Krankenhaus gestorben. Außer einem doppelten Schädelbruch hatte St. einen Armbruch erlitten. Deu schwergeprüften Eltern gilt unsere herzlichste Teilnahme. VereinKkalender Bund ehemaliger öher, Ortsgruppe Detmold. Die Ortsgruppe beteiligt sich heute an dem Einzug des Reichsstatthalters Abmarsch 13.30 Uhr pünktlich vom Vereinslokal Arminiushotel. Das Erscheinen aller Kameraden ist Kriegerverein Detmold. Zum Empsang des Reichtstatthalters am Dienstag. 30. Mai, nachmittags 1.45 Uhr, am Vereinslokal„Odeon" antreten. Vereinsmütze. Orden und Ehrenzeichen. Rameradschaftlicher Verein Detmold. Der Verein nimmt heute geschlossen am Empfang des Herrn Reichsstatthalters teil. Antreten pünrtlich 2 Uhr am Vereinslokal Gasthof zur Krone. Vollzähliges Erscheinen Ehrensache. Lippischer Ravallerie= und Artillerieverein Detmold. Bei dem Empfang des Reichsstatthalters tritt der Verein heute, Dienstag, mittags 1.45 Uhr, am Vereinslokal an. Reichsverband der Ruhestandsbeamten und Hinterbliebenen, Ortsgrupße Detmold. Nächste Vierteljahrsversammlung Tonnerstag, 1. Juni. Ort und Zeit wie bisher. Bund Köniain Luise. Mittwoch. 31. Mai, 8.15 Uhr, im„Kaiserhof": Pflichtabend. Berichte über die Potvdam=Berliner Bundestagung. Gäste willkommen! Margav. Etzdorf tödlich verunglückt Infolge fehlerhafter Landung? Paris, 29. Mai. Nach einer in Paris vorliegenden Meldung aus London soll die deutsche Fliegerin Marga v. Etzdors bei ihrer Laudung in Aleppo einen tödlichen Unfall erlit. ten haben. Ihr Apparat sei bei der Landung von einem Windstoß erfaßt und zu Boden gedrückt worden worden, wo er in Trümmer ging. Die deutsche Fliegerin habe sich selbst aus den Trümmern befreit, sodaß man ursorünglich angenommen hatte, sie sei unverletzt geblieben. Erst wenige Augenblicke später sei sie ohnmächtig zulammengebrochen und auf dem Wege zum Krankenhause verstorben. * London 29. Mai. Neuter bestätigt nunnehr durch eine Meldung aus Aleppo den töd. lichen Unglücksfall der deutschen Fliegerin Marga von Etzdorff. Die Fliegerin landete sehlerhaft auf dem Mouslimieb=Flugplatz. Marza von Etzdorff, die sich dabei schwere Verletzungen zugezogen hatte, verstarb kurz nach ihrer Einlieferung in das Krankenhaus. Die bei Aleppo(Kleinasien) tödlich verunglückte deutsche Fliegerin Marga v. Etzdorff wurde am 11. August 1907 in Spandau geboren Sie verlor ihre Eltern durch einen Unglücksfall und wurde im Hause der Grobeltern des Generals v. Etzdorff erzogen. Im März 1927 erhielt Marga v. Etzdorff ihren Führerschein. Sie wurde dann zweiter Führer bei der Lufthansa, für die sie auf der Strecke Hamburg— Berlin—Hamburg flog. Sväter erhielt sie den Kunstschein, kaufte sich ein Junkers=JuniorSoortflugzeug und machte einige Fernflüge, bei denen sie ihre ausgezeichn den fliegerischen Leistungen bewies. 3 Millionen erreicht Die„Stiftung für Opfer der Arbeit“. Berlin, 29. Mai. Am Sonnabend fand die konstituierende Sitzung der durch den Aufruf des Reichskanzlers Adolf Hitler ins Leben gerufenen„Stiftung für Opfer der Arbeit“ im Reichsministerium für Volksaufklärung und Propadanda statt. Der Abteilungsleiter Wilhelm Haeggert begrüßte die anwesenden Mitglieder des Ehrenausschusses: Walter Schuhmann(MoN.), Dr. Fritz Thussen, Dr. Emil Georg v. Strauß. Zum Vorsitzenden des Ehrenausschusses wurde Walter Schuhmann gewählt und zum ehrenamtlichen Geschäftsführer Oberregierungsrat Dr. Ziegler vom Propadandaministerium bestimmt. In der Sitzung konnte Dr. Fritz Thysson die erfreuliche Mitteilung machen, daß die Industrie des Steinkohlen= und Braunkohlenbergbaues und die eisenschaffende Industrie des Ruhrgebietes zusammen ein Kapital von 2 Millionen Mark für die Stiftung zur Verfügung gestellt haben. Demnach haben die Mittel der Stiftung jetzt bereits den Betrag von rund 3 Millionen Rart erreicht. Bestellte Arben Die Deutschnationale Frout Württemberge an den Reichskanzler. Stuttgart. 27. Mai. Die Deutschnationale Front Württembergs hat an Reichskanzler Adolf Hitler das nachstehende Telegramm gelendt. „Der umfassend organisierte Ansturm auf die Stellung des Reichswirtschaftsministers Dr. Hugenberg hat sich neuerdings auch über unser Land ausgebreitet. Dieser Kampf hat teilweise Formen angenommen, von denen wir wissen, daß sie die Billigung der veruntwortlichen Leiter der Regierung wie der RSDAP. nicht finden. In Mittelstandskreisen werden nach vorgedruckten Mustern Entschließungen gegen die Fortsetzung der Tätigkeit des Reichswirtschaftsministers gefaßt, die öffentlich verbreitet und in Telegrammen an die Reichsregierung weiter. geleitet werden. Wir bitten dringend, diese Kundgebungen entsprechend ihrem Ursprung als bestellte Arbeit zu werten und diesem Kampf ein Ende zu machen. Er stört die erfolgreiche Tätigkeit der nationalen Regierung, die wir alle mit warmem Herzen und allen Kräften unter Ihrer Führung unterstützen.“ Aktivierung der Kirche Tagung des evangelischen Ausschusser der Deutschnationalen Front in Köln. In der„Rheinisch=Westfälischen Zeitung" lesen wir u. a. folgendes: Am 16. Mai versammelte sich der epangelische Ausschuß der Deutschnationalen Front aus dem Bezirk Köln=Aachen im christlichen Hospiz„Deutsches Haus“ in Köln. Der Vorsitzende des Reichsausschusses, Präses D. Koch, leitete die Berliner Verhandlungen und referierte selbst über die kirchenpolitische Lage. Diese sei stark durch die Arbeiten an der Schaffung einer„Reichskirche" oder, wie man jetzt richtiger sagt, einer„evangelischen Kirche deutscher Nation“ bedingt. Der Wille zur Einheitskirche aller evangelischen Deutschen sei aus schon lange empfundenen Bedürfnissen und mancherle Ansätzen z. B.; im deutsch= evangelischen Kirchenbund herangewachsen; es sei lebhaft zu begrüßen, wenn der nationale Umbruch Rosting— Direktor der MinderheitenAbteilung. In geheimer Sitzung hat der Völkerbundsrat den Danziger Völkerbundskommissar, den Dänen Rosting, zum Direktor der Minderheiten=Abteilung des Völkerbundssekretariats ernannt. Rosting wird sein Amt voraussichtlich erst im Herbst antreten. hier ein lebhafteres Tempo geweckt habe, aber die Richtlinien der„Glaubensbewegung deutsche Christen“ könnten nicht in allen Punkten vom Evangelium aus gebilligt werden, und die kirchenpolitischen Maßnahmen einiger„deutschen Christer" streiften doch stark an Gleichschaltung, die staatlich in Uebergangszeiten verständlich. kirchlich aber nicht anwendbar sei. So faßte D. Koch sein Urteil über das neu aufbrechende Leden in das Wort des Psalmisten„Freuet euch mit Zittern". An der sehr lebhaften Aussprache der Berliner Tagung beteiligten sich hervorragende Vertreter des evangelischen Lebens aus der Deutschnationalen Front: Präses O. Winckler, D. Traub. Oberin D. v. Tiling, Präsident Eichler, Ministerialrat Dr. Couse, Generalsynodale v. Arnim u. a. Sehr stark trat gegenüber den Tendenzen auf stärkeres Heraustreten der konfessionellen Gruppierung in Lutheraner und Reformierte der Wunsch auf Erhaltung der Union, jenes Ausdruckes der letzten Einheit alleevangelischen Kirchen, hervor. Der Ankläger Pierponts Morgaus. erdinand Pecora, der New=Yorker taatsanwalt, der auf Grund der bisherigen Ergebnisse in der Untersuchung der Geschäftsmethoden des amerikanischen Finanzmagnaten John Pierpont Morgan Anklage gegen ihn erhob. Die Schlange als Talisman Prag. Dieser Tage wurde in einer Olmützer Gastwirtschaft ein Mädchen wegen Zechvrellerei festgenommen. Hierbei übergab sie der Polizei in einer Spiritusflasche eine schwarze Schlan= ge, die sie als ihren Talisman bezeichnete. Sie ersuchte, man möge recht vorsichtig dabei umgeben. Auf die Frage des Polizeibeamten. wozu sie die Schlange bei sich führe, gab sie an, das Tier habe ihr in der Liebe immer Glück gebracht. Seit Evas Zeiten sei die Schlange das Symbol der Liebe. Dieses Kriechtier habe sie in der Tatra gefunden und dort habe es ihr auch viele Bekanntschaften vermittelt. Kalb mit einem Hundekopf. Prag. Vorige Woche brachte bei einem Landwirt in Peterswald bei Aussig(Nordböhmen) eine Kuh ein Kälbchen mit einem Hundekopf zur Welt. Die Mißgeburt ist höchstens 30 Zenti. meter boch und 60 Zentimeter lang. Der Kovf zeigt die tyvischen Merkmale einer Hundeschnauze. Trotz des unnatürlichen Körperbaues blieb das Kalb am Leben. Die erste Volkszählung in der Arktis. Moskau. Die Sowjetregierung hat beschlossen. mit Hilfe der Akademie der Wissenschaften die erste Volkszählung in der Arktis vorzunehmen. Die Zählung soll die gesamte Bevölkerung innerhalb der russischen Hoheitsgebiete in der Arktis erfassen. Sie soll auf wissenschaftlicher Grundlage durchgeführt werden. Handel und Wirtschaft Vom Holzmarkt Unser Mitarbeiter schreibt uns: Der geschäftliche Verkehr bewegt sich in etwas stilleren Bahnen. Die meisten Platzholzhändler in Mittel= und Ostdeutschland haben dopvelt Schnittholz seit Jahresbeginn auf den Sägewerken eingekauft, wie 1932, und sie haben jetzt das Bedürfnis. etwas abzuwarten. Trotzdem waren die Sägewerke reichlich mit Verladungen beschäftigt. Die Preise für Tischlerholz sind durchaus fest. Allerdings dürfte ein weiterer Preisaufstieg, der von der Sägewerksindustrie als erforderlich bezeichnet wird. zunachst ausbleiben, da die Voraussetzungen hierfür in Gestalt eines weiter gesteigerten. regelmäßigen Absatzes von Schnitthölzern fehlen. Umgekehrt liegt auch nicht der geringste Anlaß zu der Ansicht vor, es könnten in nächster Zeit Preisermäßigungen eintreten. Die Waldwirtschaft ist der Meinung, daß sie mit den Rohholzvreisen, die sie im Winter erzielte. nicht auskommen könne. Sie erstrebt Preiserhöhungen. Weitere Kreise in Sägeindustrie und Holzhandel glauben, daß die geforderte Zollerhöhung einer Holzeinfuhrsperre gleichkäme, mit der die Holzverbraucher kaum einverstanden sein würden. Im ührigen werden schon diese Erwägungen zu einer Verankerung der jetzigen Marktvreise führen. Die Möbel=Indurstrie ist seit kurzem besser beschäftigt und zu Holzeinkäufen geneigt. Besonders gefragt ist guter 20 Millimeter Zopf und wertvolles Mittelholz. Am Bauholzmarkt sah es lebhafter aus als am Markte des Tischlerholzes. Schalware und Kantholz sind gefragt. Kassakurse der Berliner Eff.=Börse Ohne Gewähr für##. cyler Devisenkurse(in Mark) Die Nom=Reiter bei Hindenburg. Die Offiziere vor der Reichskanzlei; von links: Rittmeister Sahla, Generalmajor Frhr. von Dallwigk, Major Frhr. v. Waldensels Oberleutuant Momm, Oberleutnant Frhr. von Nagel und Oberleutnant Brandt. Berlin, den 29. Mai.(Preise in Mk. p. to) 3,25—7 18—400 1.0—1.2 Bremen, 29. Mai. Loke Mleizen, märk. märk. Sommergerar Wintergerste Webstoffe. 10,40(10.28). Dortmund, 29. Mai. Schlachtvlebmarkt. Auftrieb: Großvieh 541, darunter 40 Ochsen, 119 Bullen, 354 Kübe. 22 Färsen, 6 Fresser, 951 Kälber, 24 Schafe, 2888 Schweine. Marktverlauf: Großvieb flott, geräumt; Kälber langsam, geräumt; Schafe—; Schweine langsam. geräumt. Preise für 50 Kilogr. Lebendgewicht: Ochsen: a1 34—36, a 2—. b1 31—33. b 2 —.C 28—30. d—. Bullen: a 31—33, b 28—30. c 24—27. d—. Kühe: a 31—33. b 27—30. c 20—26. d 20—23. Färsen: a 33—35. b 30—32, c—. Fresser:—. Kälber: a—, b 40—42. c 32 bis 39. d 20—30 RM. für den 39. Mai 1933 Für das mittlere Norddeutschland: Teils heiter, teils wolkig. aufkommende Neigung zu örtlicher Gewitterbildung. Fur das übrige Deutschland: In Mittel= und Ostdeutschland wechselnd bewölkt, zunebmende Gewitterneigung. in Süd= und Westdeutschland noch einzelne Gewitterregen, sonst langsame Wetterbesserung Bellage Nr. 125 Livvische Tageszeitung Detmold, Dienstag, 30. Mai, 1933 aus den Aemtern Sahtaeie unte besien Gilckolashe aut. schsisals. Miche Blage Herchseraet ing Ger ef. Hiddesen. NSBO.=Versammlung. werbetreibende gefolgt, vor denen Herr Helt. Er entolckelte die Wden, Ausgaben und Hiddesen über die allgemeinpolitische Lage. führungen ausktrsgge##tatreug zn unserem ef. Hiddesen. Hille=Bille. Die bekannten wurde Schneidermeister Bent, zum SchriftSchläge der Hille=Bille klangen am Sonnabend führer Multhaupt, zum Propagandawart in den Abendstunden durch unseren Ort. EsSielemann und zum Kassierer Bru. in den a0r. vs##.,#########4#t un##heide bestellt. Von den Erschienenen traten fast alle dem Kampfbund bei. Mit einem dreifachen„Sieg=Heil“ auf unseren Volkskanzler wurde dann der erste Kampfbundabend ge schlossen. stehenden Wagens ein ihr entgegenkommendes Gespann und fuhr im vollsten Tempo darauf. Das Fahrrad fuhr auf die Deichsel während das junge Mädchen mit dem Kopfe vor das Pferd stieß und zur Seite geschleudert wurde. ——-. i Bewußtlos brachte man sie in das Wüstener Strecke vom Fischanger bis zur Emmerbrücke. Krax'znyaus, wo der bald darauf erschienene Wödbel. Sieben Unternehmer sind an der Aus- Arzt neben kleinen Hautabschürfungen keine führung, dieser umsangreichen Arbeiten be; schlimmeren Folgen festgestellt hat. Möge dieser teiligt. Das Flußbett der Emmer soll bis Gu glimpflich verlaufene Unsall den Radfahrern 11 Meter verbreitert werden. Insgesamt fino eine Mahnung sein, diese Stelle in Wüsten immer mit der nötigen Vorsicht zu durchfahren. konnten wieder zwei Neubauten gerichtet werden und zwar das Landhaus des Pastors Vogelsang aus Herford auf der sogenannten Faulenborn und an der von der Sternschanze zum Friedhof führenden Straße das Einfamilien= haus des Hermann Krüger. Auch die anderen Bauten schreiten rüstig vorwärts. * Heiligenkirchen. Aus dem Kriegerverein. Am Sonnabend abend 8.30 Uhr findet im„Falkenberger Hof“ eine dringende Versammlung statt. Der Vorstand wünscht vollzähliges Erscheinen. #we Verlebeck. Der Deutsche Abend. der von dem hiesigen Stützpunkt der RSDAP. veranstaltet war, verlief recht stimmungsvoll. Um 7 Uhr traten die SA. von Berlebeck, Heiligenkirchen und ein Zug der SA. Detmold, ferner die Mitglieder der NSDAP., der NSBO. und die Schulkinder zum Propaganda=Rundmarsch an. Unter frischen Marschweisen der Standartenkapelle 55 gings zunächst auf unsere Bergkuppe, die Kelle, die den Namen Hitlerhöhe erhielt. Der kommissarische Vorsteher Hilker schilderte in seiner Rede die Erstarkung der nationalsozialistischen Bewegung bis zum endgültigen Siege und gedachte der vielen Kameraden, die ihr Leben im Kampf für Deutschlands Aufstieg opferten. In den Minuten stillen Gedenkens spielte die Kapelle das Lied vom guten Kameraden. Nach dem Marsch durch das flaggengeschmückte Dorf erfreuten sich die Teilnehmer am Konzert und blieben noch einige Stunden in den Sälen der Hotels„Zur Forelle“ und„Teutoburger Wald“ gesellig beisammen. ## Heidenoldendorf. Gemeindeausschuß. Heute abend findet um 8 Uhr eine Sitzung der Gemeindevertretung im Obernkruge statt. el. Heidenoldendors. Einen gemeinen Diebstahl verübten in der Nacht vom Sonnabend auf Sonntag Diebe bei dem alten Warweg. Kärglich schlägt sich der nun 78 Jahre alte mit seiner Schwester durchs Leben. Zwei Hühner nannten die Beiden noch ihr Eigentum, und jeden Tag freuten sie sich, wenn noch ein Ei vorhanden war. Jetzt haben die Lichtscheuen die beiden Hühner und einen halben Zentner Kunstdünger, jedenfalls in der Annahme es sei Futter, mitgehen geheißen. el= Heidenoldendors. Vom Krieger= und Landwehrverein. Die für Sonnabend einberufene Versammlung war gut besucht. Der alte Vorstand legte auf Grund der Gleichschaltung seine Aemter nieder. Die Neuwahl ergab folgendes: 1. Vorsitzender Gemeindevorsteher Gustan Wächter, 2. Vorsitzender Gustav Budde, 1. Schriftführer Hubert Franken, 2. Schriftführer Fritz Windmann, 1. Kassierer Wilhelm Wehrhan, 2. Kassierer Karl Juckel. im= Eichholz. GemeindeausschußSitzung. In der letzten Sitzung, die im Dreierkruge stattfand, teilte der Vorsteher mit, daß anstelle des ausgeschiedenen Mitgliedes Adam als Nachfolger Sand=Spork in den Ausschuß eingetreten sei. Nach einem Bericht über die Abrechnung der Instandsetzung des Interessentenweges wurde ein Schreiben einiger Landwirte aus Spork verlesen, in dem eine Wegeverbesserung gefordert wird. Nachdem bekanntgegeben war, daß die Gemeinde dem Landratsamt noch einen Betrag von 1739 K.A schuldet, wurde darauf hingewiesen, daß es Pflicht jedes Gemeindebewohners sei, die Gemeindesteuern pünktlich zu bezahlen, damit die Gemeinde ihren Verpflichtungen gegenüber den Wohlfahrtserwerbslosen nachkommen kann. em= Spork=Eichholz=Remmighausen. Vom Schützenverein. Am vergangenen Sonnabend hielt der Schützenverein eine außerordentliche Mitgliederversammlung im Vereinslokal Dreierkrug ab. Der 1. Vorsitzende Barmeier gab bekannt, daß bisher 178 Personen ihre Teilnahme am Schützenfest zugesagt hätten. Es wurde einstimmig beschlossen, das Schützensest am Sonntag, den 9. und 16. Juli 1933 zu feiern. em= Eichholz=Remmighausen. In der Kriegervereins=Versammlung wurde die Gleichschaltung des Vorstandes vorgenommen und als 1. Vorsitzender Fabrikant Fritz wählt. Stelln. wurde Maurermeister Simon Krüger, Schriftführer Gawanda. Stellv. Barmcier, Kassierer wurde Mitglied Wendt. Herr Betge erklärte sich bereit, das Amt als Leiter der Sterbekasse auch weiterhin zu führen. Schließlich wurde noch bekanntgegeben, daß die nächste Versammlung am 25. diese Arbeiten vorgeBei dieser Gelegenheit sei daran erinnert, daß in Wüsten eine Ortsgruppe der Freiwilligen Sanitätskolonne vorhanden ist, die zum Abtransport stets bereit ist und gern Hilfe leistet. Unfall=Meldestellen sind eingerichtet bei Wattenberg auf dem Schweinsberge, bei Brandsmeier auf der Krutheide, bei Lehrer Behrens 30 000 Tagewerke für sehen. eh. Wöbbel. Unglücksfall. Bei den Emmerregulierungsarbeiten ereignete sich ein bedauernswerter Unglücksfall. Der Knecht des Landwirts Kr. war mit Locenfahren beschäftigt. Plötzlich lief eine mit Erde gefüllte Lore rückwärts und drückte das Pferd gegenmeiet unf er. eine Wand. Der Gauf fiel um und stürzte auf und bei Lehrer Heimbecher. den Knecht, der erhebliche innere Verletzungen davontrug und sofort mit einem Auto dem Steinheimer Krankenhaus zugeführt werden mußte. * Sonneborn. In einer Versammlung der Interessenten wurde als Einnahme ein Betrag von 900 J. angegeben, der eine Ausgabe 901„u. gegenübersteht. Es wurde beschlossen, die Diele im Dreschschuppen zu erchlossen.„„"— Bedeutsame Funde im lippischen Grenzgebiet? Große Aufregung in Aerzen hinter der lippischen Grenze! Am Rande des kleinen Ortes, am bewaldeten Verghang liegt die kleine Hühnerfarm des Kriegsbeschädigten Otto Schwekendiek, von deren Ertrag sich dieser mit seiner Familie recht und schlecht durchschlägt. Sein kleines selbsterbautes Hänschen ist zum Stelldichein vieler Gelehrter und Presselente geworden.— Der 13jährige Sohn Otto Schwekendiek, der Untertertianer ist, schauselte in den letzten Tagen mit einigen Kameraden einen schweren Lehmhügel in die Niederungen und stieß auf grünliche keuperartige Steinplatten, die zunächst achtlos beiseite geworsen wurden, bis Ottos Aufmerksamkeit auf eine geritzte Steintasel siel. Die Säuberung ergab die Zeichnung eines Mammuts in selten schöner und seiner Form. Dieser Fund wurde dem Lehrer, Studienrat Dr. Lübbe am 18. Mai mitgebracht. der dann nähere Nachsorschungen anstellte und das Prov.=Museum Hannover benachrichtigte. Die Platte hat eine Größe von 49X69 Zentimeter. Während man in Hannover den Fund prüfte, sand man eine weitere, vielleicht die wichtigste Platte in der Größe 30 49 Zentimeter, die einen Pserdekopf darstellt. Leider war die Platte gespalten, ist jedoch gut zusammengesetzt worden. Eine dritte Platte(20X35 Zeutimeter) stellt einen aufrecht stehenden Bär dar. Auch diese Platte ist gut erhalten.— Ob die Platten eine ergänzende Aufklärung in Verbindung mit den Höhlenzeichnungen von Altamira geben, wied erst die Prüsung ergeben.— Wie der Grundstücksbesitzer mitteilt, hat er zum Fundament für den Schornstein seines Hauses einen großen Block gleicher Art wie die Fundstücke, benutzt. Ob er aber seine Einwilligung zu einem Abreißen seines Hauses geben wir,, scheint neg sehr in Frage gestellt. Selbst ein Angebot, daß man ihm an Stelle seines jetzigen Hauses ein neues und besseres setzen würde, soll er glatt abgeschlagen haben.— Unendlich schwer war es schließlich, nur die Funde zu sehen zu bekommen, da Herr Schwekendiek keinem Pressevertreter gutgesinnt scheint. Ueber den Wert des Fundes läßt sich noch nichts mit sagen. Vielleicht ist er bahnbrechend für die Erkenntnis der kulturellen Höhe im Leben dieser Urmenschen. Kleinere Funde von ReuperSteinwerkzeugen aus der 1. Zwischeneiszeit lassen erkennen, daß diese Urmenschen bedeutend größere Hände gehabt haben, als der JetztMeusch. F. A. H. * d. Haustenbeck. Vom Saatenstand. Die alte Bauernregel:„Mai kühl und naß, füllt dem Bauer Scheun und Faß“, will anscheinend in diesem Jahre in der Senne nur zum Teil in Erfüllung gehen; denn obwohl der Mai kühl und naß war, läßt der Stand der wichtigsten Saaten zu wünschen übrig. Der Roggen, der in der Senne als Hauptfrucht angebaut wird, ist gegen frühere Jahre noch zurück. Die Halme weisen an manchen Stellen nur eine geringe Höhe auf, so daß mit einem geringen Strohertrag zu rechnen ist. d. Schlaugen. Kundgebung der NS8O Eine Kundgebung veranstaltete am Samstag abend die Ortsgruppe der NSBO. Schlangen, an der sich die ihr angeschlossenen Zellen Haustenbeck, Oesterholz und Kohlstädt recht zahlreich beteiligten. Unter dem Banner der NSBO. marschierte man mit Gesang durch die beflaggten Straßen von Schlangen. Nach dem Umzug nahm der geräumige Saal des Herrn Sibille, der bis auf den letzten Platz gefüllt war. die Teilnehmer auf. Kampfgenosse Schiffer übergab nach kurzer einleitender Rede Herrn Rostek das Wort. In seiner Rede, die oft von reichem Beifall unterbrochen werden mußte, schilderte er die Not des deutschen Arbeiters und führte den Klassenkampf und Klassenhaß einen jeden klar vor Augen. * J s t r u p. D e r K a m p f b u n d f ü r d e n g e werblichen Mittelstand wurde hier am Sonnabend in einer Versammlung gegründet. Leiter des Stützpunktes wurde Heinrich Körber jun. * Hohenhausen. Auszeichnung. Die Genossenschaft Molkerei Hohenhausen erhielt von der Deutschen Landwirtschaftlichen Gesellschaft Berlin die hohe Auszeichnung in Butter bei großer Konkurrenz erste A=Preise. Wir beglückwünschen den rührigen Leiter für die Erfolge. Hohenhausen. Vom Baumarkt. Die Festtage im Kriegerverein Bösingfeld Am 5. und 6. Juni(Pfingsten) feiert der Kriegerverein Bösingfeld sein 60 jähriges Bestehen. Der Arbeitsausschuß hat bereits seine Tätigkeit ausgenommen und wird für das gute Gelingen Sorge tragen, was in Bösingfeld nicht schwer fallen wird, da Bösingfeld dafür bekannt ist, daß seine Einwohner Feste zu stehen. Das Programm lautet: 4. Juni: Abends 9 Uhr Zapfenstreich. 5 Juni: Morgens 5 Uhr Wecken, 11—12 Uhr Platzkonzert(Rathausplatz), 12—1.30 Uhr Empfang der Vereine(Festplatz). Anschließend Antreten der Vereine, 2.30 Uhr Festrede des Bundespräsidenten Sr. Exzellenz Caesar und Schmückung der Fahnen, anschl. Rundmarsch; 5 Uhr, Tanz in den Festzelten. 6 Juni: 9 Uhr vorm. Antreten auf dem Rathausplatz zu einem gemeinsamen Frühstück in den Zelten; 2 Uhr Antreten beim Vorsitzenden zum Rundmarsch, anschließend Kinderbelustigung und Tanz. Der Besuch wird nach den Voranmeldungen äußerst rege werden, da bereits etwa 20 Vereine ihr Erscheinen zugesagt haben. Es ist sehr erfreulich, daß die Extertalbahn sich bereit ermo= Behenhausen. Bon. Bo.————— Aussichten am hiesigen Baumarkt sind wohl noch —„ Iniemals so ungünstig gewesen, wie in diesem besannerem Bedarf Extrazüge Jahre; man kann fast behaupten, abgesehen von besonderem Bedarf Extrazuge der Ausführung einiger kleinerer Um= und * er fast vollständig zum gekomme n..—. Neuerdings scheint in#. Manisum ab 12.95 Uhr Alnerdissen absofern eine kleine Besserung eingetreten zu sein, wird: Barntrup av 13.20 Uhr, Alverdissen ab„ Gaulustige bei der Ausschüttung der 13.35 Uhr, Bösingfeld an 13.49 Uhr und zurüg Bandarlehn vom Eigenheimbund Niedersachsen Uhr, Barntrup an 23.10 Uhr. Durch den letzt, Verücsichtigung gefunden haben und beabsichtigenannten Sonderzug, der von Rinteln in dem Plan des Zuges 28 durchgeführt wird, ist es übrigens den Touristen möglich, abends ab Rinteln Bhf. 22,06 Uhr. Exten ab 22.18 Uhr Krankenhagen ab 22.22 Uhr, Vögerhof ab 22.27 Uhr. Almena=R. ab 22.34 Uhr noch nach Alverdissen und Barntrup zu kommen. * Gleichzeitig gibt die Extertalbahn bei Gesellschaftsfahrten eine Fahrpreisermäßigung bei einer Beförderungszahl von 12 Teilnehmern 33½ Prozent und von 50 Teilnehmern 40 Proz. des normalen Fahrvreises. Bei Voranmeldung stellt die Extertalbahn besondere Wagen für die Vereinsmitglieder und deren Angehörigen zur Verfügung. * Bad Meinberg. Der Kurpark im Zeichen der Sommermode 1933. Den Ausflüglern und Kurgästen, die am Sonntag nachmittag die Frühlingspracht des Meinberger Kurparks bewundern wollten, bot sich beim Kaffec vor dem Parkkaffee Schäfermeier ein eigenartiges Bild. Schlank gewachsene Mädchengestalten bewegten sich in zierlichen Schritten und anmutigen Wendungen durch die Tischreihen, um den dort ihren Nachmittagskaffee einnehmenden Gästen die ganze Schönheit der staltungen anderer benachbarter Vereine wurde das Erforderliche beschlossen. Der Hauptpunkt Neuwahl bezw. Gleichschaltung des Vorstandes erocb die Wiederwahl des bisherigen Vorstandes. dessen sämtliche Mitglieder als aktive Frontkämpfer am Weltkriege teilgenommen haben. Bei der Wahl hielt der Kriegerverein an der alten guten und bewährten Tradition fest, für die Besetzung der zu vergebenden Aemter nicht ein Parteibuch, sondern eine einwandfreie, innerlich fest gegründete, unwandelbare Sommermode in Tages= und Abendkleidung, so=vaterländische Gesinnung maßgebend sein wie für die Reise und den Badestrand“ vorzu= zu lassen. führen. Dazu klangen von der großen neuen Musikhalle die Klänge des von Otto Erich Steeaer geleiteten Kurorchesters und aus dem Innern des Parkkaffees die leise dezente Begleitungsmusik des Duas Abel=Kestinaschäfer und der Vortrag des Modewerbers, der die Varzüge und die Preissmürdigkeit der gezeigten Modeneuheiten hervorhob. Der zweite Teil des Abendkonzerts mußte der Maienkühle wegen in die Wandelhalle verlegt werden. Hier hatten sich die Musikfreundinnen und Freunde eingefunden, die den Vorträgen großen Beifall spendeten. Die im schönsten Blumen= und Blütenschmuck leuchtenden alten und neuen Parken und als anlagen, sowie der so schön angelegte Fischteich Covei ges wurden auch am Sonntag viel bewundert und den Pfingstausflüglern bietet Bad Meinberas Anlagen, der reiche Fliederflor auf den Terrassen. mit dem herrlichen Rundblick ein unvergeßliches Erlebnis. * Dörentrun. Der Kriegernerein hielt em Sonnabend im Vereinslokal Berthold eine egeben, daß die nächste Versammlung am 2), gukerordentliche Generalversammlung ab. Nach uni, nachmittags 5 Uhr bei Sigges in Rem= Jufnahme von zwei neuen Mitgliedern wurden mighausen stattfindet * Harkemissen. Schützenball. Am zweiten Pfingstseiertag veranstaltet der hiesige Schützenverein in den Räumen des Gastwirts Adrian seinen diesjährigen Schützenball. Fußerorbentiihe. Aufnahme von zwei neuen Mitgliedern wurden mnächst laufende Angelegenheiten erledigt. Wegen Teilnahme am Abgeordnetentag in Hillentrup und der aleichzeitig damit statt findenden Feier des 52jährigen Bestehens des dortigen Kriegervereins. sowie an Veranh. Wöbbel. Von der Emmerregulierung. Seit über 10 Wochen sind die Emmerregulierungsarbeiten in vollem Gange. Ueber hundert Arbeiter sind augenblicklich bechäftigt. Die Arbeiten verteilen sich auf der neuern. Ein Mitglied des Kirchenvorstandes stellte den Antrag, für die Instandsetzung des Weges zum neuen Friedhof einen Zuschuß zu bewilligen. Für diesen Zweck wurden 100.F. zur Verfügung gestellt. eh- Bentors. Vom Kriegerverein. Am Sonnabend hatte der Kriegerverein seine Mitglieder zu einer außerordentlichen Versammlung geladen. Haupteweck war auch hier die Gleichschaltung. Der Vorstand des Vereins setzt sich nunmehr wie folgt zusammen: 1. Vorsivender Landwirt Aug. Lennier. 1. Kassierer Vorsteher Fritz Klemme. Schriftführer Ritz Glocke Weiter wurde beschlossen, den Kriegerverein wieder im Deutschen Krieger=Bund anzumelden. lo= Wüsten. Verkehrsunsall. Am Sonnabend morgen gegen 9 Uhr ercianete auf der unübersichtkichen Kurve vor Sturhahns Hof. in der sogenannten„Dicken Pöppel“ ein bedauernswerter Unglücksfall. Ein junges Mädchen aus Oberwüsten, das jeden morgen####mtt##n ihrer Herrschaft nach Salzusten fährt, Wogg ggg#: beim Ausbiegen eines an der rechten Seite! Chef: gung Prransen Garue..—.—————— gen, noch in dieser Bausaison Neubauten ausführen zu lassen. Hierdurch dürfte, wenn auch nur eine unwesentliche Besserung eintreten. mö= Talle. Schießsport. Am letzten Freitag fand in der Gastwirtschaft Austermann eine gut besuchte Versammlung statt, in der die Gründung eines Kleinkalibersportvereins beschlossen wurde. Im Beisein des Bezirksleiters Dux aus Lemgo, fand die Besichtigung des für den Schießstand geeigneten Geländes statt. Im Anschluß wies Herr Dux auf die Ziele und Bestrebungen des Schießsportes hin. In den Vorstand wurden darauf folgende Personen gewählt: Willi Osterhage als Vorsitzender. Albert Siemeling als Stellvertreter, Gustav Siekmann als Schießmeister und Theodor Köningsbrügge und Fritz Hoberg als Stellvertreter. Fritz Möller als Schatzmeister. Als Beitrag wurden monatlich 30 Pfg. festgesetzt. Um allen Interessenten den Beitritt zum Schießverein zu ermöglichen, ermäßigt sich der Beitrag für Erwerbslose und sonstige Bedürftige auf 20 Pfg. monatlich. mö= Talle. Der neugegründete Turnverein trat zu einer ersten Sitzung zusammen. um das Programm für die zukünftige turnerische Betätigung festzulegen. Der Vorsitzende machte davon Mitteilung, daß der neugegründete Turnverein unter Anschluß an die Deutsche Turnerschaft genehmigt worden sei. Es wurde serner beschlossen, die Art der turnerischen Betätigung in Anlehnung an die vom Deutschen Turnertag in Stuttgart herausgegebenen Richtlinien zu vollziehen. Die regelmäßigen Turnstunden finden Sonnabends in der Woche im Vereinslokal Krüger statt. Der Neuling „So, das Landleben gefällt Ihnen also! Mit dem Versorgen der Haustiere werden Sie sicher auch bald Bescheid wissen! Sind denn Ihre neuen Hennen gute Legetiere? bin sehr zufrieden— sie haben noch nicht ein einzges faules Ei (Anwers). Oh. frage nicht.... 84 Der Lehrer richtet Fragen an die Klasse. „Wie nennt man einen Menschen", fragte er.„der ständig redet, auch wenn seine Umgebung sich gar nicht mehr für die Sache interessiert?“ Ein Junge meldet sich:„Einen Lehrer! (Lustige Blätter). Er weiß Bescheid. Junger Mann:„Wirklich, ich war tatsächlich zum Begräbnis von meiner Groß„Und wer hat gewonnen?“ Unsere Kakteen Von Günther Schmieder. noch niemals hat die Vorliebe eine bestimmte Pflanze so weite Kreise zogen, als die Liebe zu Kakteen, die heute bis zu einer allgemeinen Leidenschaft und Sammelwut gesteigert, eine neue große Pflanzenmode geschoffen hat. Es ist daher kein Wunder, daß man sie heute bei jedem richtigen Pflanzenfreund, — sei es im Wintergarten, sei es im stübchen— antreffen kann. Ueberall sind die kleinen, anspruchslosen Lebewesen geliebt und gehegt wie kleine Kinder. Diesen Platz mußten sie sich erobern. Dafür spricht zunächst ihr ganzer Habitus, ihre eigenartige Gestalt, durch die sie sich so wesentlich von unseren einheimischen Pflanzen unterscheiden. Ferner die Mannigfaltigkeit ihrer Formen, die nech vielen Hunderten zählenden, bald kugelförmigen, blattähnlichen, dann bestachelten, behaarten und unbehoarten Sorten, und auch die ausgesprochen schönen Blüten, die es in allen Farbtönen gibt. Letzten Endes war es auch die heutige Kunstrichtung, die sich mit ihren eckigen und bizarren Formen durch die Kakteen verkörpert, und diese erst zu„gesellKrückeberas- Kaffee Es ist keine Verschwendung 2.40 Mk. für ein Pfund Kaffes auszugeben. Allerdings mun es meine bevorzugte Lippermischung sein, der Kallee mit der ausgeprüchten Elgenart. Versuchen Sie ihn mal Fritz Krückeberg. Defmold Lemgoer Str. 2, Teleion 2025. Weinbergetr. 3. schaftsfähigen, modernen Pflanzen machte Doch der richtige Kakteenfreund sammelt Kakteen nicht der Mode wegen, sondern um ihrer selbst willen. Und damit wird zugleich dem Gerede, daß die Kakteenmode vorbei sei, die Spitze gebrochen, denn nicht der Besitz, sondern die erfolgreiche Beschäftigung mit den Kakteen ist das Wesentlichste. Die Becbachtung der interessanten Wachstumvorgänge, die Kenntnis der verschiedenen Sorten und deren Heimatländer schafft nähere, ich möchte schon sagen freundschaftliche Beziehungen zu der einzelnen Pflanze. Wer eine„geschickte Hand“ hat und schon sonst in der Blumen pflege Erfolge erzielte, wird auch in der Kat teenzucht Glück haben. Ganz ohne eine Anleitung geht es in den meisten Fällen nicht, denn die Pflege der Kakteen weicht immerhin etwas von der üblichen Behandlung unserer Zimmerpflanzen ab. Und deshalb soll hier ab und zu über die der Jahreszeit entsprechende Pflege geplaudert werden. Ein Haupterfordernis für gutes Gedeihen unserer Kakteen aber ist eine abgelagerte säulnisfreie und wasserdurchlässige Erde Schwere, wohl gar fette Gartenerde ist nicht verwendbar. Daß eine Erde unbrauchbar ist, merken wir meist daran, daß das Gieswasser nicht schnell eindringen kann und in der oberen Hälfte des Topfes stehen bleibt. Ueber die Zusammensetzung der Erde soll hier jedoch nichts weiter erwähnt werden, denn es ist immer am ratsamsten, sich diese aus dem Blu mengeschäft oder vom Gärtner zu holen. Auf keinen Fall aber darf gewöhnliche Gartenerde benußt werden, denn dadurch stört man ren vornherein alle Wachstumbedingungen In der heutigen Ehe ist mehr als je die Interessengemeinschaft zwischen Mann und Frau so eng, daß der Gedanke nahe liegt, daß beide Teile keine Geheimnisse voreinander haben sollen. Dennoch gibt es gewisse Grenzen, die eine kluge Frau unter allen Umständen respektieren muß. Zunächst darf ie das volle Vertrauen ihres Mannes nicht als ihr zustehendes Recht fordern, sondern kann es nur als ein Geschenk seiner Zuneizung hinnehmen, wie ja überhaupt die Ehen die glücklichsten sind, in denen weniger von zegenseitigen Pflichten und Rechten, als von reiwilligem Schenken die Rede ist. Zu beanspruchen haben weder Mann noch Frau das volle Vertrauen ihres Ehepartners. Das ist auch der Grund, warum das Briefgeheimnis unter allen Umständen gewahrt bleiben muß. Selbst wenn eine Frau auf den Inhalt eines Briefes noch so neuggierig, und auch wenn sie überzeugt ist, daß er etwas auch für sie Wichtiges enthält, darf sie ihn ohne Zustimmung ihres Mannes nicht öffnen. Genau das Gleiche gilt natürlich für den Mann bei Briefen, die an seine Frau gerichtet sind. Das Briefgeheimnis ist streng 1 respektieren. Es ist noch selten etwas lutes dabei herausgekommen, wenn eine Frau unbefugt einen Brief geöffnet hatte! Wenn Mann oder Frau den andern Teil freiwillig an einem erhaltenen Brief teilnehmen läßt, so ist das durchaus erfreulich, aber gewaltsam eindrängen darf man sich nicht. Noch viel weniger darf die Frau von dem Mann verlangen(und ebensowenig umgekehrt), daß er ihr Berufsgeheimnisse anvertraut. Die Frau darf ein Schweigen über Pläne, von denen er in seinem Amt Kenntnis bekommen hat, nicht als Mißtrauen gegen sie auffassen, sondern sie soll es als Selbstverständlichkeit ansehen, daß die Schweigepflicht des Mannes sich auch auf sie erstreckt. Eben so ist es mit eigenen Plänen und Entwürfen Was nicht allgemein bekannt werden soll, darf man auch seinem Ehepartner nicht anvertrauen. Man mag noch so schweigsam sein lindine die Waechanstalt für tadell Unume-Starkewüsche niedrige Preise H. Schlüfer, Ecke Friedrich Meierstraße Nähe Weerthplag Fernrut 2926 „Wie oft muß ich meine Kakteen gießen?“ Eine Frage, die ich unzählige Male hören mußte, und bei deren Beantwortung mich die meisten Frager für einen Grobian halten. „So oft es nötig ist"! lautet meine Antwort stets, denn es gibt hierfür kein Rezept nach Stunden, Tagen oder Wochen. Ein jeder muß sich nach seinem Standort, nach der Jahreszeit und nach der Temperatur richten. Wie oft und wieviel, muß man selbst ausprobie ren und beobachten. Wenn die Erde im Top gerade trocken ist, was man durch Beklopfen des Topfes am Klang feststellen kann, wird bei warmem Wetter wieder gegossen. Im Früjahr und Herbst wählt man möglichst die Morgenstunden, während im Sommer der Avend vorzuziehen ist. Die gierigen Sonnen strahlen sangen dann nicht so schnell die Feuch tigkeit wieder fort, erhärten damit nicht die Erdoberfläche, und die Pflanze kann in den Nachtstunden das Wasser langsam aufnehmen. Im Winter befeuchte man,—sofern überhaupt nötig— vorsichtig in sonnigen Mittagsstunden. Etwa an der Pflanze haftende Wassertröpfchen müssen bis Sonnenuntergang bereits wieder verdunstet sein. An trüben, kühlen Tagen, auch im Sommer, vermeide man das Gießen. Zu Beginn der Vegetation und zur Blütezeit wird reichlicher als sonst gegossen. Sich stauende Nässe, auch in Untersätzen stehendes Wasser ist schädlich. Wir benutzen gerne abgestandenes Leitungs oder Regenwasser zum Gießen, auch kalthal tiges Wasser kann verwendet werden. Kalt haltiges Wasser erzielt man bekanntlich da durch, indem man Eierschalen in das Gieß wasser tut. Gut sortiert eind die-Vorrdte der Parfümerie Höcker gegenüber 1er Fest die Sie zur Körperpliege benöllgen. Geheimnisse in der Ehe Gell die Frau Briefe an ihren Mann öffnen?- Die Preitgabe von Berufsgeheimnissen — durch eine kleine Unvorsichtigkeit kann man alles Mögliche Unheil anrichten. Es kann auch sein, daß irgend ein Geheimnis auf andere Weise bekannt wird, hat aber ein Ehemann etwa seiner Frau gegenüber nicht geschwiegen, so kann sie leicht in den Verdacht kommen, schwatzhaft gewesen zu sein, selbst wenn sie gar nicht die Schuldige war. Die Frau begeht also einen großen Fehler, wenn sie ihren Mann veranlaßt, ihr etwas zu erzählen, was er eigentlich nicht weitererzählen soll. Natürlich kann sie ihn durch Ueberredung dazu bringen, sie einzuweihen, einfach mit dem Hinweis, daß sie gewissermaßen eine Einheit mit ihm bildet. Günstig ist es aber auf keinen Fall, daß sie ihn zu einer falschen Handlungsweise verleitet. Bei vielen Künstlern, die mit irgend einer Arbeit beschäftigt sind, kann man häufiger beobachten, daß es für sie einen schweren Fehler bedeutet, wenn sie von einem Entwurf vorzeitig mit ihrer Frau sprechen, denn durch dieses Mitteilen wird oft der geheimnisvolle Schöpfungsprozeß unterbrochen. Fremde Gedanken schalten sich ein, und der Künstler kann den Plan dann entweder überhaupt nicht ausführen, oder aber er fühlt deutlich, daß er von dem Wege, den er eigentlich gehen wollte, abgekommen ist. Schon mancher Künstler hat hieraus eine ernste Lehre gezogen: den Plan eines Werkes für sich zu behalten, bis alles ganz fertig war. Das ist nicht gleichbedeutend mit der Aus schaltung der Frau von der Teilnahme am Schaffen des Mannes. Aber es bedeutet, daß trotz allem inneren Zusammenhang doch Mann sowohl als Frau gewisse Bezirke der Seele haben sollen, die ihnen ganz allein ge hören. Es kann sich ereignen, daß in har monischen Ehen diese„Reservate“ mit der Zeit ganz aufgegeben werden, in der jungen Ehe aber sollten beide Teile das Recht des andern auf ein wenig Privatleben anerkennen und wirklich respektieren. Vertrauen wird sicherlich umso lieber geschenkt, je mehr das Geschenk ein freiwilliges ist. Sehr häufig werde ich gefragt:„Blüht denn dieser Kaktus auch?“ Gewiß antworte ich, alle Kakteen blühen, es frogt sich nur, wann, und auch nur bei richtiger Behandlung. Neuhetten in geteichnsten Kleidern u. Sehürzen aparte Master M. Kllage. Detmold, Hermannstraße 35. Bei der Entwicklung und Entfaltung der Blüte verdunstet der Kaktus mehr Feuchtigkeit als sonst, wir müssen ihn deshalb häufiger gießen. Wir vermeiden es jetzt ganz besonders, ihn von seinem Platz fortzunehmen, achten darauf, da er stets dieselbe Seite dem Fenster zukehrt. An jeder Pflanze läßt sich ohne viel Mühe die Südseite erkennen. Wer ganz sicher gehen will, macht an diese Seite des Topfes ein Zeichen mit Wetterfest=Ettikettenstift oder Kopierstift. Hat sich die Blüte voll entfaltet, so bedarf sie bei vielen Arten der Beschattung damit sie sich länger hält. Auch ein Kühlstellen ist mitunter gut. Ungefähr ab Mitte Mai nach dem Umpflanzen bringen wir unseren Kakteen ins Freie, an eine windgeschützte Stelle. Frische Luft ist ihnen sehr zuträglich und verhindert das Aufkommen von tierischen Schädlingen. Es gibt alle möglichen Systeme von Blumenbrettern, die vor dem Fenster anzubringen sind, ein jeder muß das für seine Wohnung Geeignetste wählen. Nur beachte man stets, daß die Pflanze auch bei starkem Wind sicher stehen muß, und nicht auf die Straße oder in den Garten hinabfallen darf. Auch das Zimmergewächshaus setzen wir, mit den kleineren Pflanzen gefüllt, gerne ins Freie. Vor Regengüssen und Nachtfrösten sollen die Kakteen natürlich geschützt stehen. Wer ein Mistbeet hat, besitzt dem Zimmerpfleger gegenE. Rodemald das Blemberger Betleshaus bekannt als gut und billig. emplichlt seine langjährig bewährten Qualitdten in lnletts, Bettiedern und Daunen Bettenkauf ist Vert über manchen Vorteil u. kann bei einer mäßig warmen Laubpackung von 40—50 cm Dicke seine Kakteen auch schon vor Monat Mai hinausbringen. Dort werden die Töpfe in Torfmull eingebettet. Viele flott wachsende Arten lieben es, direkt in die Beete ausgepflanzt, ihre Wurzeln unbehindert ausbreiten zu können. Das Auspflanzen hat viel für sich, aber im Herbst, wenn man die Pflanzen wieder ins Zimmer bringen muß, ist ein Herausnehmen sehr störend. Wir wählen daher den goldenen Mittelweg zwischen Topfkultur und Auspflanzen, und setzen unsere üppig wachsenden Arten in handhohe Holzkästen von etwa 30 bis 50 cm. Seitenlänge, einem Forguste das wir auch im Winter gut unterDienstpflichtjahr für alle deutschen Mädchen gefordert Am 10., 11. und 12. Mai tagte der ge schäftsführende Vorstand und der Gesamtvor stand des Reichsverbandes Deutscher Haus frauenvereine in Hildesheim. Auf der Tagesordnung für die Verhandlungen standen bedeutsame organisatorische und arbeitstechnische Fragen. Nachdem der Reichsverband Deutscher Hausfrauenvereine sich im März dieses Jahres bereits hinter die nationale Regierung und den Reichskanzler Adolf Hitler gestellt hat, hat sich nunmehr auch innerhalb des Ge schäftsführenden Vorstandes und des Gesamt vodstandes die Gleichschaltung vollzogen. Im Mittelpunkt der Besprechungen der vorliegenden Arbeitsaufgaben stand der Plan für die Durchführung eines hauswirtschaftlichen Dienstpflichtjahres für alle deutschen Mädchen ohne Unterschied des Standes. Die kluge Hausfrau kauft ihren h Kaffee J. K Bereits im Jahre 1924 fand auf Veranlassung des Reichsverbandes Deutscher Hausfrauenvereine eine Konferenz statt, in der nachdrcklichst die Einführung eines hauswirtschaftlichen Pflichtjahres gefordert wurde. Seitdem hat der Reichsverband Deutscher Hausfrauenvereine unentwegt, dieses Ziel, mit dem er eine grundsätzliche nationalpolitische Aufgabe erfüllt sieht, verfolgt. Leider fand er bei den damals herrschenden Regierungsestellen keine Unterstützung. Nachdem der Herr Reichskanzler Hitler vor kurzem darauf hingewiesen hat, daß auch für Mädchen die Einführung einer Arbeitsdienstpflicht vorbereitet würde, scheint der Augenblick gekommen, sich erneut an die maßgebenden Stellen zu wenden. Damit nunmehr beschleunigt die notwendigen Vorbereitungsarbeiten in Angriff genommen werden können. Der neue Plan des Reichsverbandes Deutwir bringen können. S Jetzt frinken alle leckers-Kaffee 4 PId. zu O. 80 ¼ Pld. zu 0.70 4Pd. zu O.65 ¼4 PId. zu 0.60 ¼. PId. zu 50 PNo.(Konsum-Miphung) Kaffeeröflerei Hermann Sfecker Detmold, Cange Str. 70, Tel. 2165 gegenüber dem Eichilplelbaus. cher Hausfrauenvereine unterscheidet sich von dem bisherigen grundsätzlich dadurch, daß die Durchführung des hauswirtschaftlichen Dienstplichtsahres nicht mehr ausschließlich den einigen Schulen überlassen bleibt, sondern auch die Privathaushalte, sa der Haushalt der eigenen Mutter, als Ausbildungsstätten mit einbezogen werden sollen. Dabei wird elbstverständlich im Interesse der Entlastung des Arbeitsmarktes die Zusätzlichkeit der Arbeit gewährleistet bleiben müssen. Bei Gicht, Rheumatismus, Ischlas, Nervosität usw. bringe ich meine elektrotherapeutische Stanger- u. Lichtbäder In empfehlende Erinnerung Hermannsbad Wiesenstraße. Der Reichsverband Deutscher Hausfrauenvereine wird sich mit Nachdruck und Aufbietung aller Kräfte für die Durchführung seines hohen Ideals jedes deutsche Mädchen durch Ableistung eines hauswirtschaftlichen Dienstpflichtjahres für seinen Beruf als Hausfrau vorzubereiten, einsetzen. Dank seiner über das ganze Deutsche Reich sich erstreckenden, straffen Organisation scheint die Sicherheit zur Erreichung dieses Ziels gewährleistet. Kundgebuung. Der Reichsverband Deutscher Hausfrauenvereine und der Reichsverband landwirtschaftlicher Hausfrauenvereine begrüßen die von der Regierung des Nationalen Zusammenschlusses aufgestellten Ziele des deutschen Wiederaufbaues aufs wärmste. Die Arbeit beider Verbände war stets erfüllt von dem unerschütterlichen Glauben an Deutschlands Zukunft und dem Willen zur nationalen Selbstbehauptung. Diese Zielsetzung bildet Sie finden Damenhandtaschen in hübschen, modernen Formen bei Unna Lindhers i. Detme’d, Lange Straße 63 den Inhalt unserer Hausfrauenarbeit, die allein getragen wird von der mütterlichen Verantwortung gegen Volk und Nation als Ergänzung neben der Arbeit des Mannes im nationalen Staatsaufbau nicht entbehrt werden kann. In jahrzehntelanger Arbeit sahen beide Berufsorganisationen der Hausfrauen in Stadt und Land ihr Ziel in der hauswirtschaftlichen Ausbildung der jungen Mädchen aller Stände und der Fortbildung aller Hausfrauen im Sinne einer nationalen Wirtschaft. Mittel hierzu waren die Erziehung der Stadtfrauen zur bewußten Bevorzugung einheimischer Erzeugnisse und die Ertüchtigung der Landfrauen zur vermehrten und verbesserten Belieferung des Marktes. Volkswirtschaftliche Aufklärung der Verbraucher haben beide Berufsorganisationen gemeinsam durch Veranstaltung deutscher Wochen und durch andere volkserzieherische Arbeit erstrebt und erreicht. Der gesunden Familie im gesunden Staat war und ist die Arbeit unserer Organisationen gewidmet, deshalb begrüßen wir die Erklärung der Reichsregierung zur Gesundung des Familienlebens und zur Wiederherstellung deutscher Sitte und Moral als unerläßliche Kakteen- Ausstellung mit billigem Sonderverkauf Blumenhaus Günther Schmieder, Detmold. Bruchstraße 35. Fernruf 3134 Voraussetzung deutschen Aufbaues. Der Reichsverband Deutscher Hausfrauenvereine und der Reichsverband landwirtschaftlicher Hausfrauenvereine versichern der Reichsregierung, daß sie ihr bei der Verwirklichung dieser Ziele treue Gefolgschaft leisten werden. Für die Küche Pikantes Knickebein auf amerikanische Art. Auf den Boden von vier flachen Likör= oder Cocktailgläsern legt man je ein rohes Eigelb. Hierauf mischt man 40 Tropfen Worcestersauce, den Saft einer halben Zitrone, 1 großen TeeKinder-Bettstellen nur im guten Fachgeschält Spezial-Bettenhaus M. Schlerholz Paulinenstraße 32 neben der Poest Ruf 2731 0 Moderne Bettfedernreinigungs-Anlage 0 löffel Olivenöl mit etwas Salz und ein wenig Paprika und gibt dies vorsichtig über die Eigelb, ohne sie ganz zu bedecken. Das Eiweiß der vier Eier wird nun sehr steif geschlagen und mit vier Löffeln dicken Tomatenpüree gemischt, worauf man es mit einer Spritze kranzförmig um die Eigelb gibt. Die Gläser sind am besten auf Eis zu stellen. Man gibt sie als Vorgericht bei einem Frühstück oder Abendessen. Elektr. waschmaschinen erhalten Sie im Elektrohaus Karl Tiemann, Exterstr.1 Kennzeichen der Mode am schlichten Kleid. Selten sind die Kleider, die auf den Modeschauen beklatscht werden, die gleichen, die nachher im praktischen Leben als die schönsten gelten. Jede Mode beginnt zunächst mit einer Sensation und jede Sensation wird später nur andeutungsweise angenommen. Die kleinen Einzelheiten, mit denen die diesjährige Sommermode am schlichten einfachen Kleid zur Geltung kommt, zeigt das neue Heft von„Sport im Bild“. Außerdem behandelt das Heft die Verwendung von Pelz in der Sommermode und gibt kleine Tips für den Herrn, Turn= und Sportzeitung der k bshn Auzzach em Uund un de Bochausftmn Sthnscheanhten cmn dunrd) Hellage der Alppischen Tageszeumy„ Schhler. Geuppe 3 Der Sport am Sonntag steigr unf= Cvsr..-.. Tamt anstrennten, Regte die I. Sehsies ealcha- Die Zasleischese Ker Festsonntag des Detmolder B/B. 4 5 Sach escsce eäice sececiete der genannten Vereine siegten die Gäste mit 3:1. Unter großer Spannung der zahlreichen#5# schauer betraten dann V/B. Detmold 1— BfB. Oerlinghausen 1 das Spielfeld. Man wußte. was von dem Ausmit hineingezogen zu werden und hatte evtl, die zweifelhafte Ehre, an der der Bedeutung dieses Spieles nimmt es weiter nicht wunder, daß beide Mannschaften ziemlich nervös waren. Man bekam einen regelrechten Sommerfußball zu sehen. Wenn auch die beiden Hintermannschaften mit guten Leistungen aufwarteten, so waren die beiden„Stürmchen hilflos. Es fielen keine Tore. Mit einem 0:0 teilte man sich Sieg und Punkte. Für den Detmolder VfB. genügt aber bereits dieser eine Punkt, um ihn aus der Gefahrenzorg, gu das rettende Ufer zu bringen. Für den VfB. Oerlinghausen kommt es jetzt darauf an, daß der BV. Oeynhausen in seinem letzten Verbandsspiel es fertig bringt, die SpVgg. Minden zu chlagen. Gelingt es den Mindenern aver, nur einen Punkt aus diesem Kampf zu retten, dann muß Oerlinghausen und Minden ein Aus: scheidungsspiel um den Abstieg machen.— Die so enttäuschten Zuschauer auf dem lamen aber doch noch voll auf ihre Rechnung. als Hindenburg Minden— B/B. Detmold verstärkt den Platz betraten, um im Handballspiel ihre Kräfte zu messen. Vorweg sei gleich bemerrr, die Mindener gewannen mit 9:—, nachdem die Detmolder es fertig gebracht hatten, bis zum Seitenwechsel die Partie auf 2:2 zu halten. Was man hier zu sehen bekam, war Handball im wahrsten Sinne des Wortes. Die Gäste zeigten ein bestechendes Zuspiel, wußten sich wunderbar frei zu stellen, kurz, entpuppten sich als wahre Akrobaten. Wie ein Wirbelwind gingen sie über das Feld. Die Detmolder mußten diesem Temno zum Opfer fallen. Immerhin hatten aber auch sie reichlich Torchancen jjedoch war der Sturm nicht entschlossen genug. Ein ganz grozes Spiel lieferte im Tor der Lipper Töns. Er hielt, was zu halten war, und war bestimmt besser als sein Gegenüber. Unter lebhaften Beifallbezeugungen der Zuschauer verließen die Mannschaften den Platz. Um den Aufstieg in die erste Bezieksklasse Sse, Sechec. scesce Entrup mit dem knappesten aller Neiuz, 7166e., Einen schönen und spannenden Kampf lieferte sich der R SV. Heiden 1 und der BSV. Leese 1. Schließlich endete das Spiel„mit einem 2:2, ein Ergebnis, das dem Spielverlau gerecht wird. Im anschließenden Handballspiel zwischon der LAV. Pivitsheide 1 und dem &a S P. Lemao 1 wurde der Lippische Gaumeister Pivitsheide mit nicht weniger als 10:5 von Lemgo geschlagen. Den Abschluß dieser Veranstaltung bildete dann noch ein Fußballspiel zwischen den ersten Mannschaften vom Sus Laae und SuS. Brake. Hier siegten die Lagenser knapp, aber verdient mit 2:1. der sportliche Teil dieser Veranstaltung erschöpft. Was es sonst noch gab! Die Germania aus Schötmar hatte die und stegte nach einem überlegenen, Sgiej der, emping die beider bes Detmolder SB, während sich die ersten Mannschaften mit einem 3:1 für Hiddesen trennten, schöne 4.0=Sieg des an Blomberg RSV. Dietelbrug=Bahlhausen scherte sich Blomberg die Gruppenmeisterschaft. Klombera 2 fertigte den Her. Je# Die erste 9 annschaft Fc. Teutonias spielte au. ent 9.9 849), Cder J2(.3), Blgzbech. fertigte. e Klasse der Iugend kam der SuS. Lage um die Meisterschaft muflos zu zwei weiteren Punkten, da der Gegner aus Barntrup nicht antrat. Blombergs aar mit 8.0. In der Klasse der Saue“ Barntrup von Schötmar mit 3:0 geschlagen und Klüt 2 schlug Destelbruch=Vahlhausen- mit-:0. Schüler, Gruppe 3 TG. Lage 3— Lieme 47:32. Bezirksklasse, Gruppe 4 Salzuflen 3— Lieme 2 2:0. Lieme 2 gegen etzen 2 0:2. Lieme 2— Holzhausen 2 31:43 solzhausen— Sylbach 40.94. Sulgusten“ 4 1 Sylbach 2 34:27. Lieme 2— Sylbach 2 37:37. Salzuflen 3— Holzhausen 2 46:52. Allgemeines Tennisturnier in Bad Pyrmont Die Neuordnung des deutschen Sports und die Auswirkungen für Lippe Hir unterstehen bezüglich eichssportkommissar hat vor einigen Tagen die Richtligien für die Neuordnung der Der Reig Meisterschasten, Relsenglele u.,3. e gerschnben. größeren Bundesstaate oder einer entsorechen. Diese werden dann in Kreise und die letzteren nötigenfalls nochmal in Bezirke aufgeteilt. Lippe wird also wahrscheinlich im Spitzenverband des Turnverbandes ein Nreis 95 en cbesiez, beie e seselians ias Teilen einfall und sparsam gestaltet werden soll— daran wohl nichts geändert werden brauchen. Lippe wird also auch im Sport sehr wahrscheinlich ein Krei=,gebenzug eggsten alleinige Betreuung hinsichtlich Meisterschaften und Serienspiele von Fußball, Handball und Neuordnung dieser Dinge durch den Reichssportkommissar hat erfreulicherweise die von der Lei tung des Lippischen Rasensportverbandes seit seinem Bestehen innegehaltene Linie voll und ganz bestätigt! Durch die Neuordnung wird bestätigt, daß es richtig wa., wenn danach worden ist, das Schwergewicht der Leibesübungen aus der staubigen Halle auf den grunen Rasen zu verlegen, durch die Einführung der Kampfspiele die körperliche Ausbildung e Perlks, eurshen ia. ei eshen oer Volksgenossen sein sollte.—7. Das allgemeine Tennisturnier in Bad Pyrmont, das vom Himmelfahrtstage bis zum Sonntag, den 28. Mai, gedauert hat, ist beendet. Da der Termin in die letzte„Mazwoche siel, konnte man im voraus mit gutem Wetter rechnen. Nur der Freitag war durch einen Gewitterschauer unterbrochen. Trot der hohen Jahl, von Nennungen konnten am Sonntag abend auf den nun schon traditionell gewordenen Pyrmonter Tennisplätzen vor den gedrängt vollen Tribünen alle Wettbewerbe beendet werden. Nicht nu daß die besten Namen wie Dr. Dessar., Göpfert, Pachaly, Frenz, Lund und die Damen Stuck, Hammer, v. Ende u. a. vertreten waren, sicherte den großartigen Erfolg, der das Pyrmonter Turnier zum Erlebnis machte, sondern auch die umsichtige, straffe Organisation der Turnierleitung, die in den Händen des bewährten Bremers F. Bünemann lag, ließ sich die Kämpfe reibungslos abwickeln. : Herrenmeisterschaft war dadurch, daß der letztjährige Meister Gottfried v. Cramm, vom D. T. B. nach Paris geschickt wurde und deshalb an dem Pyrmonter Turnier nicht teilnehmen konnte, der Sieger nicht im voraus zu bestimmen. Der junge berger Göpfert überraschte durch seinen Sieg über den Hamburger Dessart, den er mit 6:4, 3:6. 6:4 besiegen konnte. Walch(Pforzheim) war in zwei Sätzen über Pachaly siegreich, unterlag aber in der nächsten Runde trotz aus: deutschen Leibesübungen herausgegeben. Danach wird in den Schulen das gemeinschaftsbildende Element der Leibesübungen“ noch mehr als bisher zu pflegen sein. Fur die schul entlassene Jugend bilden Sport= und Tuxnper eine die Träger der Bewegung. In das Eigen leben der jetzt noch bestehenden Vereine soll möglichst wenig eingegriffen werden, wenn die Vereinsleitung die Gewähr dafür bietet, daß der Verein im Sinne des neuen Staates geleitet wird, was auf keinen Fall bedeutet, daß alle alten und bewährten Führer entfernt werden sollen! Die Vereine sollen möglichst zur Ausübung aller Sportarten Gelegenheit geben, also im wahrsten Sinne des Wortes Vereine für Leibesübungen werden. Die Be, ine kangen Mannschaften und Abtellungen den Veranstaltungen eines jeden Sportzweiges teilnehmen lassen. In Livve können also z. B. die Turnabteilungen von Turn= und Sport vereinen, die dem LRV. angehören, ohne weiteres an Turnfesten und Wettkämpfen des Turnverbandes(DT.) teilnehmen! Die in der Beziehung vor einiger Zeit veröffentlichten anderslautenden Mitteilungen anderslautenden Mitteilungen der DT. in „K 9.10 G.b Salzallen asgenüber. Die Salzeund BiL. Bad Salzuslen gegenüber. Die Salzestädter zeigten sich in einer lange nicht mehr erreichten Form und überspielten ihren Geguer glatt mit 4:3. Damit hat es Salzuslen geschafft. Der Tabellenstand der Aufstiegsrunde sieht so aus: SC. Rheda 4 3— 1 6•2 VfL. Salzuflen 3 2— 1 4•2 Fortuna Schlangen 3—— 3 0.0 Sonst gab es noch in Lippe einige Sportfeste und zwar war das Sportfest in Hörste ein ganz großer Erfolg für die Veranstalter. Die zahlreichen Zuschauer bekamen ausgezeichneten Sport zu sehen und kargten nicht mit Beifall. Im ersten Spiel standen sich die ersten Mannschaften des RSV. Hörste und der Sportlustigen aus Helpup gegenüber. Beide Mannschaften trennten sich nach einem slotten Kampf ult einem 3:3. Im zweiten Spiel am Sonnabend standen sich die ernen Tußballmannschaften von Hörste und Pinitsheide gegenüber. Nach einem schönem Spiel blieb hier die LAV. Pivitsheide mit 4:3 napper Sieger, Der Festsonntag wurde durch ein Spiel zwischen dem TV. Kachtenhausen 1 und den Eintrachtlern aus Jerxen=Orbke 1 eingeleitet, Jerxen=Orbke gewann mit 5:4. Im Haupttreffen des Tages standen sich die ersten Handballmannschaften von SuS. Lage und VfB. Bielefeld gegenüber. Mit 10:9 blieben hier die Bielefelder knappe Sieger. Zum Schluß gab es dann noch ein Fußballspiel zwischen Schwarz= Gelb Pivitsheide 1 und Sportlust Helpup 1, Pivitsheide gewann mit 4:3. Aber auch die Leichtathleten kamen bei dieser Veranstaltung zu ihrem Recht. Die 3000 Meter gewann Wald:(BfB. Bielefeld) Weber(RSV. Hörste) und Meier(LAV. Pivitsheide). Dagegen gewann die 800 Meter Hanning(RSV. Hörste) vor Schling(LAV. Pivitsheide) und Griemert(Schwarz=Gelb Pivitsheide). Auch bo, Wportseh in hatte einen guten Publikumserfolg zu verzeich können in Zukunft nur noch von je einem Spitzenverhande ausgetragen werder: Kenische: Leishaskeitel. band(Leichtathletik, Handball), 4. Deutscher Schwimmverband(Schwimmen, Wasserball und Lebensrettung) usw.— Die in Klammern g und nach verlorenem Satz(0:3) benötigte 3 Sätze um den während des ganzen Turniers in besonders guter Verfassung spielenden Lorenz 3:6, 6:3, 6:3 zu schlagen. Lorenz hatte vorher einen sehr schwer erkämpften Sieg „ mit 1•K 6:1. 6:4 zu verzeichnen Sommerspiele der 9T. ——.f oi.stheifel Faustball im Gau und Westbezirk Der Bahn=Frei—TV. Lemgo gegen TV. Brake 2:0. Lemgo—. Soiek 26. Lage 46•42 Punkten zu schlagen. J4. Jur, Spigle in In der zweiten Gruppe, die ihre Spiele Gruppenmeister. Die Spiele im Westbezirk beiden Orten unter muster Leitung erledigt. Die Ergebnisse Turnerinnen, Gruppe 1 in Lage *6. Lage Lage 2 42:46 Turnerinnen, Gruppe? in Detmold emgo TV. 2:0. Bahn=Frei Brake— TV. besonders hervorzuheben ist. Wie vorauszusehen, war die Damenmeisterschaft von vornherein eine Entscheidung zwischen Frau Stuck und Frl. Hammer. Siegerin blieb Frau Stuck, die während des ganzen Wettspieles die Führung in sicheren Händen hatte. Das Herren=Doppel war ein Sieg der Hamburger Kombination Dessart=Frenz, die ohne Satzverlust die Konkurrenz beendeten. Schlußrundengegner waren Lorenz=Walch, die sich im 1. Satz außerordentlich tapfer zur Wehr setzen, später aber das Rennen aufgaben. Das Gemischte Doppel brachte außerordentlich interessante Begegnungen. waren Frl. Hammer=Lorenz und Frau Rosen baum=Pachaly. Sieger blieben nach Kampf die Als letzte Konkurrenz wurde das DamenDoppel entschieden. Es brachte einen Sieg von Frau Stuck=Frl. v. Ende über Frau BremmeFrau Rosenbaum. Tv. Lemgo wieder in Hochform Ausgezeichnete Vorstellung vor eigenem W Bahlikum In Lemgo wurde ein von der Gauspielleitung angesetzte“ Werbespiel einer lippischen Auswahlmannschaft gegen den TV. Lemgo durchge: führt. Eine Auswahlmannschaft sollte es sein Aber was die Lemgoer da vorgesetzt bekamen, war ein haltloses Gefüge vieler guter Kräfte die sich zwar alle Mühe gaben, eine Einheit zu son Siel. Die Benget hobelk ses abeldat Heraizgrgest.2ie Fesel. 845 fabelhaft herausgemacht. Dress Trizter S#5d trotz des schwachen Gegners zu treffen. Schade nur, daß die Mannschaft nicht vor eine schwerere or„ Hf.ff. Buch. Die Spiele in Lage Jugend, Gruppe 2 TV. Heiden— TG. Lage 2 35:52. TV. Heiden— T6. Lage 1 21:52. TG. Lage 2— TG. Lage 1 30:39. Lage 1— Lieme 47:25, Lage gegen Lieme 36:30. Heiden— Lieme 34:56. Bezirksklasse, Gruppe 1 Loßbruch— Heiden 02. Heiden— Oerlinghausen 37:46. Heiden— Sylbach 1 35:35. Loßbruch— Oerlinghausen 0:2. Holzhausen gegen Oerlinghausen 35:50. Sylbach 1 hausen 41:47. Sylbach 1— Holzhausen 3 55:30. Loßbruch— Holzhausen 3 0., Heiden.— Holzhausen 3 45:46. Loßbruch— Sylbach 2 0.2. Bezirksklasse in Holzhausen, Gruppe 3 Wüsten— Holzhausen 3 50:52., Schötmag,? gegen Holzhausen 3 30:41. Suigul., 95.50 hausen 3 16:43. Wüsten 2— Schötmar„ 35:50. Schötmar 2— Retzen 53.69, Salzuslen.-###g Schötmar 2 46:38. Salzuflen— Retzen 20:56. Wüsten— Retzen 33:49. Holzhausen— Retzen 38:38. Wüsten— Salzuflen 2 2:0. Schüler, Gruppe 2 Lage 2— Schötmar 2 2:0. Lage 2— Holzhausen 36:33. Schötmar 2— Holzhausen 1 0:2. Holshausen 1— Rezen 60:53. Schötmar- gegen Reßen 0:2. Lage 2— Retzen 39:37 Kur, Cun k.- Pu...—.— Die Auswahlnanzschafts Wie. gegst, izse aute Kräfte, so der Tormann. Selse im Mittellauf, Seifferth als Außenläufer. Und dazu nach ein, höchstens zwei Mann im Angriff. Alles andere, auch die Verteidigung, knapper DurchDie 69 Minuten. Lemgo greift sofort an. Zwei, drei b#usheu his der erste Torerfolg Schüss knapp daneben, bis der erste Torerfolg ein harter Shoh Barelz, der, Piazsiteile gurs auf 211 stellt. Dann 3:1, und schließlich durch einen Strafwurf 3:2. Dann sieht man aber nur noch den Lemgoer Sturm. Wie abgezirkelt sind die Vorlagen, bestechend das Zuspiel. Man hat sich aber noch nicht eingeschossen. Es geht viel barüber und daneben. Und Hilgenstöhler hält ganz. ganz groß. Aber jetzt endlich klappt es. 4•2 5 6:2 und dann folgt das Halbzeitergebnis von 7:2, eine ausgezeichnete Leistung des Lemgoer Mittelstürmers Kluger, Verteidiger durch einen Scheinschuß blufft und den Ball dann seelenruhig einschießt. Nach dem Seitentausch sind die Lemgoer noch fünf mal erfolgreich. Ger Gegner kann nach redlichem Mühen jedoch nur 1 Tor erzielen. Das Spiel endete 12:3. KunS nutsche Erfolge im Fußball a#ans ins Gasiuma ahilislkanf MEr 1.. und Foriund Bihseldorf flegen 4. 9 Markstein in der Geschie deutschen Fußballs Mensch zu hossen wagte, wa nicht für ausgeschlossen h Das zweimal 4:9 vom Sonntag wird ein Markstein in der Geschichte des west: Is sein. Was kein was man aber auch —#urgeschlossen hielt, ist Tatsache geworden, daß große Duell Westdeutschland gegen Süddeutschland endete mit einem imponierenden und überlegenen Sieg Bestdentschlands, denn in beiden Spielen der Vorschlußrunde um die Deutsche Fußballmeisterschaft blieben die westdeutschen Vertreter eindentige Sieger über die süddeutschen Rivalen. Wenn hier und dort bei uns in Westdeutschland der Sieg beider westdeutscher Mannschaften nicht als ausgeschlossen betrachtet wurde, so wird es im übrigen Reich aber wohl kaum einen Menschen gegeben haben, der angenommen hat, daß in beiden Spielen Westdeutschland triumphieren und das diesjährige Endspiel eine rein westdeutsche Angelegenheit werden würde. Erstmals wird in diesem Jahre alse eine westdeutsche led in diesem Jahre.. Mannschaft Deutscher Fußballmeister! In Süddeutschland, wo man so voller Hoffnungen und Zuversicht war, wo man in Eintracht Frankfurt einen fast unbezwinglichen Vertreter zu besitzen glaubte, wehen die Flaggen auf halbmast. In Berlin wurde Süd. deutschlands Favorit, Eintracht Frankfurt, von den Düsseldorfer Fortunen klar mit 4:0 niedergekantert. Alle Erwägungen, daß Eintracht einen schwarzen, Fortuna einen glänzenden Tag gehabt habe, nutzen nichts und ändern nichts an der Tatsache, daß Fortuna sich der Eintracht klar überlegen gezeigt hat und gegen eine Verteidigung von Schütz und Dietrich 4 Tore schoß. Als bei der Pause Fortuna mit 1:0 führte. wagte man zu hoffen, als man aber die Rheinländer dann in der zweiten Halbzeit zum zweiten Treiser kommen sah, da stand es fest, daß dieses Spiel nur von Fortuna gewonnen werden konnte. Der Sieg ist in dieser Höhe nicht etwa glücklich oder schmeich=lhaft, er ist vielmehr durchaus verdient durch ein gleichmäßig überlegenes Spiel der Fortunen von der ersten bis zur letzten Minute. Und kaum anders lagen die Dinge im Spiel in Leipzig. Auch hier ein klarer Sieg unseres westdeutschen Meisters über München 1860, und zwar ebenfalls mit dem Endergebnis von 4:9. Auch hier stand die Partie bei der Pause 1:0 für Schalle. challe war den Münchenern ebense wie fortung den Frankfurtern in allen Teilen lar überlegen; und wenn die Münchener zeitweise eine bestechende Techni! zeigten, so standen die Schalker nicht zurück und vermochten unßerdem noch, neben ausgeseilter Technik mit einem ausgezeichneten Schußzvermögen der Stürmer auszuwarten, das schließlich den überlegenen Sieg garantierte. Schalke führte bis zur Pause 1:0. Bei diesem Stande verschoß München 1860 durch Pledl einen Elfmeter zwei Meter neben das Tor, womit vielleicht die Niederlage der Münchener schon endlich besiegelt war. Bejubelt von dem Publikum verließen die Schalker den Platz als verdienter Sieger und ahnten zu der Zeit noch nicht, daß ihr Endspielgegner Fortung Düsseldorf, ihr großer west deutscher Rivale sein würde. Das war ein großer Tag für den West deutschen Spielverband! Unioner wollen sich nicht überrumpeln lassen, und drängen immer wieder vor, doch der Sturm ist zu unentschlossen, läßt sich den Ball von der gegnerischen Verteidigung fortnehmen. Da endlich, der Sturm gelangt nach vorn, Zappe nimmt das Leder, umspielt die Verteidigung und kann erfolgreich einsenden. Kurz darauf gelangt eine Flanke Schlingmeyers vors Tor, Fr. Salmon war zur Stelle und kann zum Führungstreffer einsenden. Halbzeitsstand 2:1. Für den verletzten Läufer Hansen springt Kirchhoff nach Wiederbeginn ein. SU. lag weiter in Führung. Angriff auf Angriss rollt vor das Tor der Gäste, der Torwart hat reichlich Arbeit. Das Spiel wurde dann aus Anlaß des Schlagetertages 2 Minuten lang unterbrochen. In der 30. Minute macht Schlingmeyer einen seiner schräger Torläufe und kann durch schönen Schuß das Ergebnis erhöhen. Brackwede kann bis zum Schluß nichts mehr bestellen, macht im Gegenteil durch den rechten Läufer noch ein Selbsttor. Aus dem Westfalen=Bezirk Westdeutschland schlägt Ostholland 5:0(2:0). Der letzte Maisenntag brachte nach langer, langer Zeit dem Westfalen=Bezirk mal wieder ein größeres Repräsentativspiel, und eten in.-.: Das Endsptel am 11. Juni in Köln Das Finale um die meister 04 und Fortuna Düsseldorf ist vom Spiel ausschuß des Deutschen Fußballbundes für den 11. Juni nach Köln ins Müngeredorfer Stadion angesetzt worden Finale um die Deutsche Fußballrschaft 1933 zwischen dem FC. Schalle Unna war nicht erschienen SU. 08 Hersord schlägt Brackwede 4:1. Eine Ueberraschung für die Zuschauer und die Union brachte der Verein Unna 08,der Sonntag morgen das Spiel plötzlich absagte Unverständlicher Weise, da es sich doch hier um das Wohl und Wehe des eigenen Vereins handelte. SU. hat zunächst dieses erste Entscheidungsspiel kampflos gewonnen und Unna wird weitere Konsequenzen daraus zu ziehen haben. Trotz der verhältmäßig späten Absage Unnas, gelang es der Spielleitung des Herforder Vereins, einen anderen Gegner zu verpflichten, und zwar den jetzt in die Sonderliga aufgestiegenen Verein Brackwede. Bei herrlichem Frühlingswetter umrahmten etwa 2000 Zuschauer die Platzanlage an der Eisenbahnbrücke als der Schiedsrichter anpfiff. Gleich am Ansang machte sich eine technische Ueberlegenheit der SU. bemerkbar. die die Brackweder mit viel Zerstörungsarbeit und Eifer ausglichen. Ja, sie können sogar zum Führungstreffer einsenden. Die zwar spielten in Osnabrück die Auswahl mannschaften von Westdeutschland und Ostholland. Nach interessantem Kampf siegte die technisch bessere grün=weiße Elf mit 5:0(2:0) und brachte damit einen weiteren schönen Sieg an ihre Fahne. Das für Sonnabend vorgesehene Treffen zwischen Arminia Bielefeld und Westfalia Brackwede fiel aus, dafür trugen die Arminen ein Spiel in Osnabrück anläßlich einer Platzeinweihung gegen den dortigen S. C. Rapid aus. Vor einer großen Zuschauerzahl schlug der Westfalenmeister den Vertreter der Ersten Bezirksklasse mit 2:0(2:0). Union Recklinghausen trug ein Sonnabendspiel gegen den VfL. Hörde aus dem Ruhr=Bezirk aus und nahm mit 4:1(2:0) Toren Revanche für die in Hörde erlittene 1:3=Niederlage. V. f. B. Bielefeld und SuS 13 Reckling= hausen lieferten sich ihr Rückspiel in der Interimsrunde. Nach dem 3:3=Ergebnis am Himmelfahrtstage gab es diesmal einen überraschenden 6:0=(1:0)=Sieg der Reckling= häuser. Der S. C. 08 Münster beschloß seine Jubiläumsfeierlichkeiten mit einem Spiel gegen den Lokalgegner Preußen. Hoch mit 7:0 (3:0) behielten die Preußen das bessere Ende für sich. Viktoria Recklinghausen unternahm einen Abstecher zur SpVg. Erschensch Erschenschwick und ühe sicher mit 4:1 siegte ohne sonderliche (3:0). Die Sp. Vg. Herten hatte sich mit dem Duisburger Sp. V. einen starken Gegner verpflichtet, der aber an einer 2:5=(3:2)= Niederlage nicht vorbeikam. Vorwärts Gronau trotzte der Borussia Rheine mit 3:3 ein ehrenvolles Ergebnis ab. In wenigen Zeilen: Ostholland— Westdeutschland Arminia Bielefeld— Westfalia ausgef. Rapid Osnabrück— Arminia Bielefeld 0:2 0:5(0:2) Brackwede Union Recklinghausen— BsL Hörde SC 08 Münster— Preußen Münster Westsalia Scherlebeck— Sp. Fr. Essen Sp. Vg. Herten— Duisburger Sp. V. Vorwärts Gronau— Vorussia Rheine Sp. Vg. Erkenschwieck— Biktoria Reckling= hausen VfV. Vielfeld— SuS. 13 Reckling= hausen * Richt bestätigt In den Verbands=Schiedsrichter=Ausschuß waren für Fußball Welcker(Essen) und für Handball Boymann(Münster) gewählt worden. Wie die„W. Ztg.“ Bielefeld hierzu erfährt, sind diese beiden Referenten vom WSV.=Führer nicht bestätigt worden. Um die D8B.=Handballmeisterschaft Zum Voxkampf Schmeling— Baer in USA. Schmeling(links) beim Trainings= kampf. Zu seinem Kampf gegen den amerikanischen Schwergewichtler Baer. der jetzt am 8. Juni stattfinden soll, bereitet sich Max Schmeling in seinem Trainingscamp Lake Swannanoa(New Jersey) eifrigst vor. Der Ausgang wird für seine weitere Laufbahn entscheidend sein. Das Endsviel in Magdeburg. Wie aus München gemeldet wird, steigt das Finale um die DSB.=Handballmeisterschaft zwischen dem mitteldeutschen Meister Polizei Burg und dem süddeutschen Meisterschaftsvertreter S. V. Waldhos=Mannbeim am 11. Juni 1933 in der mitteldeutschen Handballbochburg Magdeburg. Süddeutsche Einwände gegen die allerdings auffallende Bevorzugung Magde. buras bei der Abwicklung der Meisterschaftsendkämpfe werden kaum von Erfolg gekrönt ein. Niedersachsen=Wasserball=Meisterschaft. Am Sonntag wurden im Bielefelder tädtischen Freibad die ersten Spiele zur Niedersächsischen Meisterschaft ausgetragen. Die drei stärksten niedersächsischen Clubs: S. V. Bielefeld 02, Neptun Osnabrück und S. V. Paderborn gewannen je ein Sviel. sodaß die Aussichten noch gleich stehen. Bericht tragen wir nach. Die Ergebnisse: Bielefelder SV. 02 — Neptun Osnabrück 5:2(2:2). Bielefelder SV. 02— SV. Paderborn 5:6(3:4). Nevtun Osnabrück— SV. Paderborn 6:2(1:0). Medenspiele in Herford Wie die„Westf. Ztg.“ Vielefeld von zuverlässiger Seite erfährt, sind die Medeusviele der Vereinsmannschaften der B=Klasse(Nordbezirk Westfalen), die bekanntlich am 17. und 18. Juni 1933 durchgeführt werden, von Münster nach Hersord verlegt worden, wo sie auf den Plätzen des Herforder Tenniselubs steigen sollen. Reiter im Sattel Hindenburg im Hoppegarten. 100000 beim Rürburgring=Rennen Soenius Sieger der Motorräder über 350 crm.— Ruvolart vor v. Brauchitsch Die einzige große Veranstaltung des Nür buraringes in diesem Jahre, das 11. internationale Eiselrennen, war gleich den Vorgängern ein ganz großer Ersola. Schon am Sonnabendnachmittaa bot die näbere Umgebung Adenaus ein überaus buntes Bild Ein Auto jagte das andere, dazu gesellten sich unzäblige Motorräder, Fahrräder usw. Weniger angenehm war dagegen die kalte Witterung. die das Uebernachten in den Zelten nicht gerade ideal gestaltete. Am Sonntagmorgen herrschte zunächst herrliches Wetter, kurz nach Beginn der Motorradrennen setzte jedoch ein leichter Negen ein, der nur vorübergehend nachließ. Eingeleitet wurde die Veranstaltung mit dem Aufziehen der SS.=Ehrenwache, beim Hissen der schwarz=weiß=roten und der Hakenkreuzslagge stimmte man das Deutschland= und das Horst Wessel=Lied an. Reichssportkommissar von TschammerOsten war am Besuch der Veranstaltung verhindert, er hatte dem Präsidenten des ADAC. Kroth folgendes Telegramm übermittelt:„Wegen Vertretung des Ministers bei Kieler Regatta ist meine Anwesenheit beim Eiselrennen leider unmöglich, werde mit größtem Interesse den Verlauf des Rennens verfolgen. Grüße sämtliche Fahrer des In= und Auslandes und wünsche glückliches Ende. ReichsTschamm=—" Hoppegarten hatte am Sonntag wieder einen seiner großen Tage. Nicht nur daß mit dem Hindenburg=Nennen und dem Rennen um das„Silberne Pferd“ zwei besonders beachtenswerte Prüfungen auf dem Programm standen, auch der Reichspräsident von Hindenburg hatte sein Erscheinen zugesagt und erschien auch pünktlich mit Gefolge in der Ehrenloge. vortkommissar von Tschammer=Osten. Um 19 Uhr wurden die vier Motorradklassen mit je zwei Minuten Abstand gestartet. Bei den Solomaschinen über 350 cem übernahm der Kölner Soenius sofort nach dem Start die Spitze. Er absolvierte die erste Runde mit einem Durchschnitt von 104 Kilometern. Dann übernahm Rosemever die Soitze. in der vierten Runde lag Ruettchen vorne, während Soenius auf die dritte Stelle zurückgefallen war. Von der fünften Runde arbeitete sich der Kölner wieder nach vorne. auf halbem Wege hatte er schon zwei Minuten Vorsprung und fuhr ein Rennen überlegen nach Hause. Mellmann hatte den Düsseldorfer Noese in der 12. Runde vom zweiten Platz verdrängt. Von den bekann teren Fahrern schied der Brite Anderson in der ersten Runde wegen Kettenschadens aus, wäh rend Rosemeyer in der elften Runde wegen Magnetschadens ausgeben mußte.— In der 350cem=Klasse fuhr der Godesberger Loof ein ganz überlegenes Rennen, während Klein und Kohfink sich fast über die ganze Strecke einen har ten Kampf um den zweiten Platz lieferten, den Klein erst in der Schlußrunde knapo für sich entscheiden konnte. In den beiden Beiwagenklassen kamen Werres=Aachen bzw. das Schweizer Ehevaar Stärkle zu ganz überlegenen Szenen. Die Wagen=Rennen. Bis zum Beginn des Rennens der Wagen hatte der Regen glücklicherweise ausgehört. Allerdings blieb das Wetter weiter unsicher und man war frob, daß es trocken blieb. Vor dem Start der Wagen verharrten Zuschauer und Fahrer zwei Minuten in andächtigem Schweigen zum Gedenken an Albert Leo Schlageter Und dann sausten und brausten die Motoren auf dem Nürburgring. Taruffi(Italien) übernahm mit seinem Alfa=Romeo=Wagen sofort die Führung. aber Chiron, Nuvolari und Manfred von Brauchitsch gingen nach kurzer Zeit vorbei. Als Erster absolvierte Chiron die Runde mit einem Durchschnitt von 108.5 Kilometern. Nach der zweiten Runde lag Nuvolari vor Chiron und Manfred von Brauchitsch. Außerordent liches Pech hatte auch in diesem Jahre wieder Chiron. Er mußte in der sechsten Runde tanken und hatte in der achten Runde erneut Ausenthalt. Brauchitsch kam dadurch an den zweiten Platz. Besorgt schaute er mehrfach nach seinen Reifen. die im Trainig nach jeder fünften Runde gewechselt werden mußten. Diesmal hielten sie eber bis zum Schluß. Gegen 15.30 Uhr erschien Justizminister Kerrl, Ministerpräsident Goering, Staatssekretär Milch vom Luftfahrt=Ministerium, Staatssekretär Römer vom Preußischen Mini terium. Ministerialrat Christiansen. Oberst von Reichenau, Freiherr von Lünningk und weitere führende deutsche Persönlichkeiten stellten sich ein Das Rennen um den Hindenburg=Preis über 1600 Meter, Ehrenpreis und 16.000 RM., sah ein verhältnismäßig großes Feld am Start. 13 Pferde gingen glatt vom Ablauf.— Das Rennen um das„Silberne Pferd“ war etwas für die Steher und ging über 2600 Meter. Unter den Zuschauern sah man auch unsere Rom=Reiter. Die einzelnen Ergebnisse: 1. Resigode= Rennen: 1. Friedheims Unkenruf(W. Printen), 2. Gregorosius, 3. Jahrhundert.— Toto: S. 21. Pl 11, 11:10. 2. Ausnahme=Rennen: 1. Frau J. v. Opels Irländer(K. Narr), 2. Ormelia, 3. Glücksstern.— Toto: S. 22, Pl. 11, 13:10. 3. Hinden bura=Rennen: 1. Stall Herzings Tantris(O. Schmidt), 2. R. Hanies Ti(H. Hiller), 3. Stall Landswerths Laotse(H. Blume), 4. E. G. Butzkes Edelknabe(E. Huguenin). Toto: S. 91. Pl. 21, 21, 27, 34:10. 4. Faustina=Rennen: 1. Stall Halmas Calva(B. Hamann), 2. Feldhüter.— Toto: S. 45, 20:10. Olevaria, 3. Pl. 13, 12, 5. Silbernes Pferd: 1. Alb. Schumanns Herodias(I. Vinzenz), 2. Wilderich, 3. Silberstreif.— Toto: S. 134, Pl. 35, 19, 20:10. 6. Kamille=Rennen: 1. O. Weinbergs Ginsterblüte(H. Hiller), 2. Lampos Sohn, 3. Mascotte, 4.-Metullus.— Tote; S. 35. Pl. 14, 16, 21, 23:10. 7. Stromschnelle=Rennen: 1. Frau Cl. Butzkes Meisterstück(E. Böhlke), 2. Emschi, 3. Kerner.— Toto: S. 50, Pl. 16. 16, 16:10. Tagesdoppelwette: 3. und 5. Rennen: 2322: 10.