Lippische Tageszeitung General= Anzeiger für das Land Lippe erscheint täglich auder Montags mit den Beilagen: Dao Lipperland Landwirtschaftliche Zeitung(amtl. Organ der Landwirtschaftskammet). Nachrichtendlatt des Landoundes(amtl. Mitteilungsdlatt des Livvischen Landbundes). Für unsere Frauen (Sonntagsbeilage für die deutsche Hausfrau.— Geschäftostelle: Detmold, Exterstraße 11. Ferurn# 3145 und 3148. Postversand: Herford. Postscheckkonto: Hannover 9839. Drahtanschrift: Tageszeitung. Publikationsorgan der Landesregierung Bezugspreise: Monatl. RM. 2.— einschl. 30 bzw. 40 Pig. Zustellgeld. Postdezugspreise: Monatl. bei Abholen vom Pokamt RR. 2.— einschl. 30 Pfg. Postgebühr, bei Lieferung frei paus RM. 2.36 einschl. 29 Pig. Postgedühr u. 26 Pig„Bestellgeld. Anzeigenpreise: Die 1so. mm=Zeile 12 Pfg., amtl. Anzeigen 20 Pfg., Familienanzeigen 10 Pfg., kl. Anz priv. Art 7 Pfg. d. Wort. d. mm=Zeile im Reklametei 50 Pfg. Beilagenged. u. Tarif— Bei höh wew., Streiks od Betriedsstör. best. f. d. Verl. keine Ven pflicht. z. Rückz. d. Bezugspr. Gerichtsdarkeit s. beide Teile Detmold. Zahlungspfl. innerh. 8 Tagen. Rummer 111 Detmold, Freitag, den 12. Mai 1933 Fahrgang Gewitterstimmung in Genf Die deutschen Wehrverbände als Verbände militärischen Charakters erklärt Genf, 11. Mai. Der Effektivausschuß der Abrüstungskonferenz hat am Donnerstag in einer ersten vorläufigen Abstimmung mit 9 gegen 2 Stimmen bei 8 Stimmenthaltungen beschlossen, die im Reichskuratorium für Jugendertüchtigung zusammengesaßten deutschen Wehrverbände nebst Stahlhelm, SA.= und SS.=Organisationen als Verbände militärischen Charakters zu erklären. Gegen den Antrag stimmten Deutschland und Ungarn, für den Antrag England, Frankreich, Polen, Tschechoslowakei, Südslawien, Rumänien, Holland, Portugal und Belgien. Die Ver einigten Staaten, Italien, Oesterreich, Spanien, Schweden, Finnland, Japan und Türkei enthielten sich der Stimme. Die Tatsache, daß sich Oesterreich bei der Abstimmung der Stimme enthielt, erregte allgemeines Aufsehen. Reichsaußenminister v. Neurath über die Abrüstungskrise. Berlin, 11. Mai. In der„Leipziger Illustrierten Zeitung“ äußerte sich Reichsaußenminister v. Neurath über die Lage in Genf. Er führte u. a. aus: Die deutsche These war während des ganzen Verlaufs der Konferenz stets dieselbe. Sie lautete: Abrüstung der hochgerüsteten Staaten und deutsche Eleichberechtigung. Im Laufe der Verhandlungen ist klar geworden, daß die hochgerüsteten Staaten, vor allem Frankreich und seine Bundesgenossen, nicht gewillt sind, dieser Forderung nachzukommen, ja, daß der Wille zu einer wirklich wesentlichen Rüstungsverminderung trotz aller schönen Reden bei ihnen offenbar nicht vorhanden ist. Diese Tatsache ist entscheidend für die Frage nach der Verantwortlichkeit für einen positiven oder negativen oder für einen wenn auch nicht negativen, so doch vom Standpunkt der Abrüstung unbefriedigen den Ausgang der Konferenz. Die Gleichberechtigung ist durch das Fünfmächteabkommen vom 11. Dezember v. J. in aller Form anerkannt worden. Zein Abkommen über allgemeine Begrenzung und Herabsetzung der Rüstungen. das diese Eleichberechtigung nicht praktisch zur Verwirklichung bringen würde, wäre für Deutschland annehmbar. Kann man noch hoffen, daß die Flugwaffe, oder auch nur, daß Bombenflugzenge künftig allgemein verboten und die bestehenden Luftflotten beseitigt werden? Sicherlich nicht. Das bedeutet, daß Deutschland zu seiner eigenen Sicherheit sich eine Militär= und Marineluftfahrt aufbauen muß. Kann man hoffen, dak Geschütze über 10.5 Zentimeter allgemein verboten und die vorhandenen zerstört werden? Zweisellos nicht. Wenn es überhaupt zu einem Verbot gewisser Geschützkaliber der Landartillerie kommt, wird die Verbotsgrenze erheblich über 10.5 Zentimeter liegen. Das bedeutet für Deutschland den Zwang, sich Geschütze höheren Kalibers ebenfalls zuzulegen. Aehnliches gilt hinsichtlich der Personalbestände. Wer sich weigert, die im Versailler Vertrag Deutschland auferlegten Rüstungsbeschränkungen für sich selbst zu übernehmen, hat kein Recht, gegen Deutschland Vorwürfe zu erheben. Die deutsche Politik wird sich von Verdächtigungen keineswegs beeinlussen lassen. Endkampf in Genf. Unerhörte Druckmittel gegen Deutschland. Genf. 11. Mai. Die von Präsident Henderson einberufene Fünfmächtebesprechung, an der die Abordnungsführer der fünf Großmächte teilnahmen, und die von beteil':“.Seite als streng geheim erklärt wi wurde um 19.30 Uhr unterbrochen und sol. noch am Abend um 21 Uhr fortgesetzt werden. Die gesamte internationale Presse verfolgt diese für das weitere Schicksal der Abrüstungskonferenz entscheidende Besprechung mit der allergrößten Spannung, da nach allgemeiner Beurteilung jetzt das Schicksal der Abrüstunngskonferenz und im Zusammenhang damit weitesttragende politische Folgen auf dem Spiel stehen. Nach französischen Mitteilungen soll der heute veröffentlichte Artikel des Reichsaußenministers von Neurath über die Grundbedingungen der deutschen Abrüstungspolitik eine große Rolle gespielt haben. Von verschiedenen Seiten sei hierbei auch die Tragweite dieser deutschen Ausführungen und deren Rückwirkungen auf die Konserenz hingewiesen worden. Wie verlautet, soll jetzt bei den Engländern der Plan bestehen, das Abrüstungsabkommen artikelweise mit Abstimmungen über jeden einzelnen Artikel durchzuberaten, dann über die deutschen Abänderungsanträge hinwegzugehen und schließlich ohne Berücksichtigung der deutschen Forderungen zur Ausarbeitung des von der überwiegenden Mehrheit der Konferenz getragenen allgemeinen Abrüstungsabkommens zu gelangen, das dann der deutschen Regierung zur Annahme oder zur Ablehnung vorgelegt werden wird. Man erwartet, daß Deutschland dadurch isoliert und schließlich gezwungen würde, das von der Konferenz ohne praktische Mitwirkung Deutschlands ausgearbeitete Abrüstungsabkommen schließlich doch anzunehmen. Eine Bestätigung dieser hier gerüchtweise verbreiteten englischen Pläne liegt jedoch nicht vor. Von deutscher Seite werden über den Stand der Dinge zunächst keinerlei Mitteilungen gemacht. Aussprache Lugenberg-Darree Erörterungen über das Berlin, 11. Mai. Die agrarpolitische Pressestelle des Amtes für Agrarpolitik bei der Reichsleitung der NSDAV. teilt mit: „Am Donnerstagvormittag fand auf Wunsch des Heren Reichsministers für Ernährung und Landwirtschaft, Dr. Hugenberg. eine unverbindliche Fühlungnahme in der Entschuldungsfrage statt. An der Unterredung nahmen seitens des Reichsernährungsministeriums teil: der Herr Reichvernährungsminister, der Staatssekretär v. Nohr sowie der für die Entschuldungsfragen zuständige Sachbearbeiter, Ministerialrat Harmening. Seitens des Amtes für Agrarpolitik der NSDAP. nahmen teil: der Amtsleiter Darré. der Sachbearbeiter für Entschuldungsfragen, Domänenpächter Backe M. d. L., der erste Adjutant des Amtsleiters, Frhr. v. Jeppelin. Die Unterredung führte zu keinem abschließenden Ergebnis. Von seiten des Amtes für Agrarpolitik wurde vorgetragen, daß die Schlüsselfrage zur Gesundung der Landwirtschaft im Zinsproblem steckt. Dies deswegen, weil der Ertrag der Arbeit nicht ausschließlich zur Befriedigung der Kapitalschuld und damit der kapitalistischen Interessen dienen darf, sondern zum Wiederaufbau der in ihren Grundlagen durch die Schäden des vergangenen Systems erschütterten landwirtschaftlichen Betriebe zu dienen hat. Das ist eben nicht gewährleistet, wenn der Ertrag der Arbeit ausschließlich oder vorwiegend zur Zinsbefriedigung des Kavitals dient. Unterstellt man nämlich die Verhältnisse in der Landwirtschaft vor dem Weltkriege, dann ergibt sich, daß selbst eine gesunde Landwirtschaft sich nur mit etwa 2% verzinsen konnte, also heute diese 2% zuzüglich einer Amortisationsquote bestenfalls die Höchstgrenze darstellen, welche man heute der Landwirtschaft zumuten kann, um neben der Vereinsung des Kapitals einen Teil des Arbeitsertrages für den Wiederaufbau und Inganghaltung des landwirtschaftlichen Betriebes zur Verfügung zu stellen, denn die Gesundung des landwirtschaftlichen Betriebes ist die Voraussetzung für die Ingangsetzung einer auf nationalen Grundlagen aufgebauten Gesamtvolkswirtschaft. Dem Ziele des Gedankens stimmte der Herr Reichsminister Dr. Hugenberg zu, glaubte aber seinerseits, aus kredittechnischen Gründen nicht unter einen Zinssatz von bestenfalls 4 Prozent und ½ Prozent Amortisation heruntergehen zu dürfen. Da nun für das Amt für Agrarpolitik im Vordergrund der Betrachtungen nict der Kredit und die investierte Kapitalsumme steht, sondern die im Interesse des Volksganzen notwendige Wiedergesundung der Landwirtschaft, die bei einem Zinssatz von 4 Prozent nicht gewährleistet werden kann, so ergab sich ein grundsätzlicher Gegensatz der Auffassungen in diesem Punkte, der zu einer Vertagung der Besprechung führte. Andere angeschnittene Probleme der landwirtschaftlichen Ent= und Umschuldung wurden aus diesen Gründen späteren Besprechungen vorbehalten.“ Die Mitteilung des Reichvernährungsministeriums. Berlin. 11. Mai. Ueber die Aussprache des Reichsernährungsministers Dr. Hugenberg mit dem Leiter des Amtes für Agrarpolitik der NSDAP.. Darré. über die Durchführung der landwirtschaftlichen Entschuldung erfolgt auch vom Reichsernährungsministerium eine Darstellung, in der es heißt: Seitens des Ernährungsministers Dr. Hugenberg wurde erklärt, daß er entsprechend seiner gesamtwirtschaftlichen Einstellung die Gesundung des deutschen Bauerntums als die wirtschaftliche Grundaufgabe ansehe, und grundsätzlich zu jeder Maßregel bereit sei, die unter dem Gesichtspunkt des Gesamtwohls zugunsten der Landwirtschaft ergriffen werden könne. Er werde die von den Herren vorgetragenen Gedanken gern einer näheren Prüfung unterziehen. Er müsse aber die Frage aufwerfen, ob wirklich vom Standpunkt der Landwirtschaft aus der Vorschlag einer Zwangsherabsetzung der Zinsen auf 2 oh. im Endergebnis einen Vorteil darstelle, besonders aber, ob die Landwirtschaft, die jetzt tatsächlich im Durchschnitt noch 6 op. zahle, ein ganz ausschlaggebendes Interesse daran besitze, eine Annität von sage 3 oH. statt sage 4,5 oH. zu zahlen. Wenn der Milchpreis auch nur um einen Pfeunig steige, wie es infolge des von ihm erlassenen Fettgesetzes bereits jetzt der Fall sei, so mache dies für die Landwirtschaft mehr aus als der erwähnte Zinsunterschied. Die von ihm mit dem Fettgesetz angestrebte und mit Sicherheit zu erwartende Milchpreissteigerung aber bedeute ein Vielfaches jenes Ziusunterschiedes, von der übrigen bereits sichtbaren Preisgestaltung aller anderer agrarischen Produkte ganz abgesehen. Vom Standpunkt der Landwirtschaft selbst aus habe es schließlich doch auch eine gewisse Bedeutung, mit ihren Forderungen nicht gerade an solchen Stellen einzusetzen, wo sich die größten Schwierigkeiten für die Gesamt. wirtschaft ergeben. Auch das Interesse der kleinen Sparer, der Geschwister und vieler mit der Landwirtschaft eng verbundener Kreise, dürfe schließlich nicht unberücksichtigt bleiben. In einer gesunden Preisgestaltung und in einer Herabsetzung der übrigen Lasten der Landwirtschaft böten sich größere Möglichkeiten der Gesundung der Landwirtschaft, als als gerade auf dem Gebiete einer Zinsgestaltung, die der gesamten augenblicklichen Wirtschaftslage durchaus wider sprechen würde. Er werde selbstverständlich, wie schon gesagt, die gegebenen Auregungen sorgfältig prüfen und, soweit möglich, auch im Reichskabinett wiedergeben. Zwischenfall in London London, 11. Mai. Rosenberg legte am Mittwoch im Auftrage des Reichskanzlers Hitler am englischen Kriegerdenkmal in der Londoner Whitehall einen Lorbeerkranz nieder, der die schwarzweißroten Reichsfarben und das Hakenkreuz aufwies. Nach der Kranzniederlegung trat er einen Schritt zurück und erhob die Hand zum Hitlergruß. Rosenberg war von dem Führer der Londoner Ortsgruppe der NSDAP., Behne, begleitet. Am Donnerstagvormittag nun ereignete sich am Denkmal ein unerhörter Vorfall." Ein Mann, dessen Personalien noch nicht, feststehen, fuhr in einem Kraftwagen an dem Tenkmal vor. beschädigte den Kranz und entfernte die Hakenkreuzschleife. Nach der Tat fuhr er in seinem Kraftwagen eiligst davon. Donnerstag mittag fuhren wieder zwei Kraftfahrer am englischen Gefallenendenkmal vor, nahmen den Kranz, den Rosenberg angebracht hatte, ab und fuhren mit diesem davon. * Als Alfred Rosenverg von der Entfernung des Kranzes unterrichtet wurde, den er am Mittwoch an dem Cenotaph niedergelegt hatte, sagte er, daß er auf das tiefste verletzt worden sei. Die Entfernung des Kranzes ist durch einen Angehörigen der Arbeiterpartei namens Sears erfolgt. Sears erschien später vor dem Polizeigericht und wurde mit 40 Schilling Strafe wegen Sachbeschädigung belegt. * Die Gerichtsverhandlung gegen den Hauptmann Sears, der den von Alfred Rosenberg niedergelegten Kranz von dem Cenotaph entfernt hatte, sand am Nachmittag in dem Polizeigerichtshof von Bow Street statt. Der Polizist. der Sears verhaftet hatte. warf ihm bei der Verhandlung vor, daß er sich des Diebstahls an öffentlichem Eigentum schuldig gemach habe. Sears erklärte, daß er unschuldig sei, weil es für die Engländer, die für ihr Vaterland gefallen seien, eine Beleidigung darstelle, wenn ein Mann wie Rosenberg, der doch ein offizieller Abgesandter Hitlers sei, einen Kranz niederlege. schuldig gemacht habe. Sears erklärte, daß er jedermann erlaubt sei, jedwede Art von Kranz oder Blumen niederzulegen. Die Verhaftung von Sears erfolgte, nachdem er den Kranz in die Themse geworfen hatte. Der Kranz wurde aber wieder herausgefischt und lag als Beweisstück dem Gericht vor. Der Angeklagte sagte, daß er im guten Glauben gehandelt habe, um seine privaten nationalen Gefühle zum Ausdruck zu bringen. Der Verteidiger wies darauf hin, daß der Angeklagte ein unbescholtener Mann sei, der sich im Kriege große Verdienste und Orden erworben habe. Er habe sich um die nationale Bewegung verdient gemacht, wobei auf seine Tätigkeit in der britischen Legion hingewiesen wurde. Er emniehle ihn deshalb der Milde des Gerichts. Der Richter verwarnte den Angeklagten, da das natürlich nicht die richtige Art sei, prinate Gefühle zum Ausdruck zu bringen. Er könne aber nicht auf Diebstahl erkennen, sondern nur auf Sachbeschüdigung, worauf er ihn mit 40 Schilling Strafe belegte. Der Angeklagte nahm das Urteil an. Bisher ist noch nicht festzustellen gewesen, wer am Morgen vor der Tat den Kranz beschädigt und das Hakenkreuz entfernt hatte Berlin, 11. Mai. Der unerhörte Vorfall in London, wo der von Alfred Rosenberg am englischen Gefallenendenkmal niedergelegte Kranz seiner Hakenkreuzschleife beraubt und päter ganz entwendet worden ist, wurde in Berliner politischen, sowohl als auch offiziellen Kreisen mit dem äußersten Befremden zur Kenntnis genommen. Wie die TU. erfährt, wird man sich auch amtlicherseits mit dem Vorfall beschäft tigen. Das sehr milde Urteil gegen den Täter bedeutet für das deutsche Rechtsempfinden einen Affront. Anleihe? Berlin, 11. Mai. Das Bundesorgan des Stahlhelm bringt ausführliche Mitteilungen über die Vorschläge des Reichsarbeits ministers Seldte für ein Arbeitsbeschaffungs programm, mit dem noch im Jahre 1933 ein entscheidender Angriff gegen die Arbeitslosig keit unternomen werden soll. Betont wird, daß es auf dem Gebiete der Arbeitsbeschaffung eines einheitlichen Planes und einer einheitlichen Leitung bedürfe. Für diese Aufgabe käme das Reichsarbeitoministerium in Frage. Damit wäre auch eine gerechte Verteilung der Mittel sichergestellt Bei einem Aufwand von etwa 1,5 Milliarden RM. in diesem Jahre könnten bis zu 700000 Arbeitslose 12 Monate lang beschäftigt werden. Gebiete für die Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen wären die Siedlung— der Reichsarbeits minister schlage vor, für 1933 mindestens 100 000 Siedlerstellen und Eigenheime vor zusehen—, weiter die Belebung des Wohnungsbaues, des Verkehrswesens, landwirtschaftliche Meliorationen usw. Die entscheidenden Schwierigkeiten lägen bei der Finanzierung. Schon vor einiger Zeit habe der Reichsarbeitsminister auf die Mög lichkeit hingewiesen, die nötigen Mittel durch eine Inlandsanleihe aufzubringen Dieser Gedanke werde in dem neuen Arbeits beschaffungsprogramm aufgegriffen, und sei zu erwarten, daß die Aufleaung einer nationalen Arbeitsbeschaffungs anleihe zu einem bedeutsamen Erfolge führen dürfte. Vor Pekings Besetzung Mukden, 11. Mai. Der Stabschef der japanischen Armee, Kaischo, teilte der japa nischen Presse mit, daß die japanischen Trup pen wahrscheinlich am 18. Mai Peking und Tientsin besetzen werden. Das Frankreich an der Donau Die österreichische Bundesregierung trifft„Sicherheitsmaßnahmen“ für den deutschen Ministerbesuch in Wien Berlin, 11. Mai. Wie die NSK. meldet, wird der Reichsjustizkommissar Staatsminiter Dr. Frank seine Reise nach Wien am kommenden Sonnabend früh antreten. Er wird als Führer des nationalsozialistichen deutschen Juristenbundes und als Vertreter der Reichsleitung der NSDAP. besonders der österreichischen NSDAP. die Grüße Adolf Hitlers überbringen. Weiter ist Minister Dr. Frank vom talienischen Justizminister zu einem Besuch n Rom eingeladen worden, der Mitte Juni stattfinden wird. * Wien, 11. Mai. Im Wiener Polizeipräsidium hat eine längere Konferenz stattgefunden, die sich mit den Maßnahmen für die Ankunft der deutschen Minister am Sonnabend beschäftigte. Der Konferenz wohnten der Minister für das Sicherheitswesen, Fey, und zeitweise auch der Bundeskanzler bei. Die schließlich getroffenen Anordnungen laufen ungefähr darauf hinaus, daß die Polizei organisierten Ansammlungen entgegen. wirken, jedoch Beifallskundgebungen, die sich unmittelbar entwickeln, nicht s in den Weg legen wird. Der große Empfang auf dem Flugfeld wird ausfallen müssen. Die Minister werden um 14.30 Uhr auf dem Wiener Flughafen von einer Abordnung der Gauleitung, bestehend aus 20 Herren, empfangen werden. Die Gauleitung mußte zusichern, daß sie alles zur Verhinderung von Ansammlungen tun werde. Von den geplanten drei großen Vorträgen wurden zwei verboten, während die ursprünglchi für Sonntag in der Engelmann=Arena geplante Kundgebung auf den Sonnabend abend verlegt wurde. Hier werden der Gauleiter, dann die Minister Kerr! und Frank sowie der Oberpräsident Kube sprechen. Jedoch muß sich diese Kundgebung „unbedingt im Rahmen einer Erinnerungs= seier für die 250jährige Befreiung Wiens von der Türkenbelagerung“ halten. Wenn die Redner von diesem Thema abgehen, wird ihnen das Wort entzogen und die Kundgebung verboten werden. Das Verbot der beiden anderen Veranstaltungen wird damit begründet, daß sie zu spät angemeldet worden seien und außerdem wissenschaftliche Vorträge nicht in dieser Form und nicht vor einem so großen Audi torium abgehalten zu werden pflegten. Dollfuß setzt Wahlen aus Wien, 10. Mai. Nach einer amtlichen Mitteilung wird in einer vom Ministerrat beschlossenen Verordnung festgesetzt, daß„zur Abwehr für wirtschaftliche Schädigungen während der Fremdensaison“ mit Gültigkeit bis zum 31. Oktober 1933 Wahlen zu den Landtagen und Ortsgemeindevertretungen nicht ausgeschrieben werden dürfen. bungen sind Neues Erbhofrecht in Preußen Ein Versuch der Verwirklichung germantscher Rechtsgedanken es Berlin, 11. Mai. Der Preußische Justiz= minister hat ein neues bürgerliches Erbhöfrecht geschaffen, das vom Preußischen Staatsministerium grundsätzlich gebilligt ist und am kommenden Montag verabschiedet werden wird. Danach wird ein häuerlicher Besitz in Preußen im Nahmen der reichsgesetzlichen Vorbehalte geschaffen, der von Hypothekenschulden unbelastet und schuldenfrei sein wird. In dem Vorwort des Gesetzes heißt es: Ein Bauer kann nur einen Erbhof haben. Ein Bauer hat nur ein erbberechtigtes Kind. Die übrigen Kinder haben ledig.!h das Recht auf Erziehung. Ausstattung und Heimatzuflucht. Latisundienbesitzer sind keine Bauern. Der neu zu schaffende Erbgerichtshof Preußen befindet sich beim Oberlandesgericht Celle. Die Anerbengerichte setzen sich aus einem Juristen und zwei Bauern zusammen. Erläuterung in einer Pressebesprechung Anläßlich einer im Preußischen Justizministerium stattgefundenen Presse besprechung an der auch die Herren Darré und Willikens teilnahmen, ver kündete der preußische Justizminister Kerr! das neue bürgerliche Erbhofrecht. Ministerialrat Wagemann führte an schließend aus, daß es sich dabei um ein uraltes germanisches Recht handele im Gegensatz zum römischen Recht, das den 100000 Mark sichergestellt Das bisherige Ergebnis der Beschlagnahmeaktion gegen die 699. Berlin, 11. Mai. Der Amtliche Preußische Pressedienst teilt mit: Ueber das Ergebnis der Aktion gegen das Vermögen der sozialdemokratischen Partei und ihrer Unterorganisationen liegen bisher aus Berlin folgende Ergebnisse vor: Es wurden beim Postscheckamt Berlin 14 Konten der SPD. und ihrer Unterorganisationen und Gesellschaften beschlagnahmt, die insgesamt einen Kontostand von 16 863,31 RM. aufwiesen. Bei der Depositenkasse der Arbeiterbank wurden die Konten sozialdemokratischer Organisationen und Gesellschaften im Gesamtbetrage von 75 959,59 RM. beschlagnahmt. In den Kassen der von der Beshlagnahme betroffenen Organisationen, die zum Teil gar nicht mehr vorhanden waren, wurde ein Barbestand von 6477,25 RM Bereits erfolgte ungültig. Ausschreivorgefunden und sichergestellt. Die Gesamt umme der sichergestellten Vermögen der lo zialdemokratischen Organisationen in Berlin beträgt danach bisher 99 300,15 RM. Die Erhebungen über die sicherzustellenden Vermögensbestände werden fortgeführt. Ueber das Ergebnis der Beschlagnahmeaktion in den anderen Gebieten kann bisher nichts gesagt werden. Zur Sicherstellung der übrigen Ver mögensbestände wurden die Geschäftsräume der sozialdemokratischen Organisationen, des Reichsbanners und der SPD.=Zeitungen geschlossen und die Geschäftsführer, soweit Per sonal angetroffen wurde, aufgefordert, ein genaues Inventarverzeichnis der vorhandenen Vermögensbestände einzureichen. Die Aktion richtete sich gegen sämtliche sozialdemokratischen Organisationen und Betriebe. die Parteizeitungen und das Reichsbanner. Die getarnten, angeblich privaten Betriebe. deren direkter Zusammenhang mit der SPD. erwiesen ist, wurden ebenfulls von den Maßnahmen erfaßt. Befreit von der Beschlagnahme blieben die Konsumgenossenschaften und deren Vermögensbestände sowie selbstve=cändlich die Gewerkschaften. Grund und Boden als Ware verkauft habe, während das germanische Recht den Grund und Boden als das Erbe der Sippe, ja des ganzen Volkes betrachte, über das der einzelne nicht verfügen dürfe. Man habe ein Anerbengericht geschaffen, bestehend aus einem Juristen als Vorsitzenden und zwe Bauern als Beisitzer. Ministerialdirektor Dr. Freisler führte darauf aus, daß die Juristen über dies Gesetz lächeln und spotten würden. Das wäre aber auch gut so. Denn der Preußische Justiz minister sei der Ansicht, daß ein Gesetz der jenige verstehen müsse, den es angehe, selbst der Bauernjunge in der Schule müsse es verstehen. Aus diesem Grunde habe man in dem Ge setz volkstümlich sein und von der Sprache des Juristen absehen müssen. Das Vorwor stellt u. a. folgende Grundsätze auf: Die un lösbare Verbundenheit von Blut und Boden sei die Voraussetzung für die Gesundheit und für das Leben des Volkes. Wenn ein Bauer eine nicht deutschstämmige Frau heirate, so würde nach dem Gesetz die Nachkommenschaft dauernd unfähig sein. Erben eines Hofes zu sein, denn der Artfremde habe keinen Sinn für die Heiligkeit des Bodens. Nur deutschem Blut dürfe ein Erbhof gehören. Deutscher Bauer sein, bedeute, einen neuen Adel, den Adel der Arbeit. Latifundienbesitzer seien keine Bauern, denn diese besäßen keine Verbundenheit mit Blut und Boden. sondern hätten ein Aktienpaket in der Tasche. Die Höchstgrenze für einen Bauernhof sei der Besitz von einer Hofstelle, die ohne Vorwerke zu bewirtschaften sei. Man habe keine Morgenzahl an einen Erbhof geknüpft. Der Latifundienbesitzer dürfe auf keinen Schutz und keine Fürsorge rechnen. Auf diese Weise würden wahrscheinlich weite Flächen von Latifundien für Siedlungen freigemacht werden können. Da der Staat den freien Bauern gegenüber auch Pflichten habe und dem Bauern keine neuen Lasten auferlegt werden sollen, so wurden die Klagen bei den Erbgerichten gebührenfrei sein. Ein deutscher Gesetzgeber habe bei diesem Gesetz auf die Zukunft hinzielen müssen. Aus diesem Grunde habe man von Kampfmaß nahmen nicht abgehen können, da das bis herige bürgerliche Erbrecht kapitalistisch eingestellt gewesen sei. Der Staat habe die Verpflichtung, ein gesundes Bauerntum sicher zustellen. Ministerialdirektor Dr. Freisler be tonte noch, daß ein mit Zuchthaus vorbestraf ter Mann niemals Bauer sein könne. Das neue Gesetz schaffe für den deutschen Bauern einen unbelasteten Besitz, den Begrif der Hypothekenschuld gäbe es nicht mehr, denn die Erde sei schuldenfrei Beisetzung Oberfohrens in Kiel Kiel, 11. Mai. Auf dem Kieler Südfried. hof fand am Mittwochvormittag die Beietzung Dr. Oberfohrens statt, die entprechend einem Wunsche der Gattin des Vertorbenen in aller Stille erfolgte. Nur die nächsten Angehörigen, Freunde und Mitarbeiter des Toten versammelten sich in der Kapelle. Konsistorialrat Nielsen wies in seiner Predigt darauf hin, wie schwer es in dieser Zeit für einen Politiker sei, den großen Ansprüchen, die an seine Nervenkraft gestellt würden, gewachsen zu sein. Die ungeheure Arbeit, die mit Dr. Oberfohrens verantwortlicher Tätigkeit verbunden gewesen sei, habe seine Kräfte überstiegen. Der Geistliche würdigte dann die Persönlichkeit Dr. Oberfohrens, der bei seinen politischen Mitarbeitern großes Ansehen genossen habe und namentlich in den Kreisen der Deutschnationalen Schleswig=Holsteins sehr beliebt gewesen sei. Nach der Trauerfeier in der Kapelle fand eine kurze Andacht am Grabe statt. Hier sprachen außer dem Geistlichen für die Deutschnationale Front Admiral Meurer und Regierungsdirektor Laverrenz (Berlin). Sitzung des Reichsrats Berlin, 11. Mai. Der Reichsrat hielt am Donnerstag nach langer Pause unter Vorsitz des Reichsinnenministers Dr. Frick wieder eine Vollsitzung ab, auf der er kleinere Vorlagen erledigte. U. a. hat er eine Aenderung der Ausführungsbestimmungen zur Gewerbeordnung angenommen. Treue zu Hugenberg Die Bezirksgruppe Klein=Machnow. Stahnsdorf=Gütergotz der Deutschnationalen Front faßte folgende Entschließung: „Die vor kurzem gegründete und in lebhaftem Ausschwung begriffene Bezirksgruppe Kl.=Machnow=Stahnsdorf=Gütergoßz gelobt ihrem verehrten Führer Reichs= und Staatsminister Dr. Hugenberg, unbeirrt durch Quertreibereien der Presse, treueste Anhänglichkeit und zielbewußte Weiterarbeit. Die Deutschnationale Front muß zum Wohle und Wiederaufstieg unseres Vaterlandes unbedingt erhalten bleiben. Heil Deutschland!“ * Nach der Umwandlung der DRBP. in die „Deutschnationale Front“ fand in Bremen ein Deutscher Abend statt, auf dem Hauptmann Schwarz erklärte, daß von einer Verschmelzung der Deutschnationalen ront mit den Nationalsozialisten nicht die ede sein könne. Die Deutschnationalen verlangten, daß ihre Arbeit anerkannt werde. Sie stellten das Vaterland über alles, und die Partei sei nur ein Mittel zum Zweck. Er schloß seine Ausführungen mit einem Bekenntnis zur Partei, zur Parteiführung und zum Vaterland. Schachts Mission beendet Washinaton. 11. Mai. Die sprechungen des Reichsbankpräsidenten Dr. Schacht mit Präsident Noosevelt haben nunmehr ihren Abschluß gefunden. In unterrichteten Kreisen verlautet, daß weitgehendste Uebereinstimmung zwischen der deutschen und der amerikanischen Auffassung über die großen wirtschaftlichen Fragen erzielt worden ist. Die Auswertung dieser Verständigung in Form von greisbaren Ergebnissen soll der Londoner Konferenz vorbehalten bleiben. Der Zeitpunkt für die Abreise Schachts nach Neuyork ist noch unbestimmt. Rückreise Schachts am Sonntag. Washington. 11. Mak. Die deutsche Abordnung hat ihre Verhandlungen mit der amerikanischen Regierung abgeschlossen. Schacht wird sich am Freitagvormittag von Präsident Rooseveli verabschieden. Er wird noch am Mittag nach Neuyork fahren, und am Sonntag an Bord der„Europa" zusammen mit den übrigen Herren der deutschen Abordnung die Heimreise antreten. Die Heldenorgel in Lemgo Die Heldenorgel in der Marienkirche geht allmählich ihrer Vollendung entgegen. Länger als man gedacht, haben sich die Arbeiten hingezogen. Das hat seinen Grund vornehmlich in dem Umstand, daß die Platzverhältnisse sehr beschränkt sind. Auf kleinstem Raum haben die Meister früherer Zeit meistens ihre Orgelwerke angebracht. Die drei Laden der hiesigen Orgel, auf welchen die Pfeifen stehen, sind nicht etwa, wie es heute allgemein der Fall ist, in einer Ebene angebracht, sondern übereinander bezw. ganz von einander getrennt. Die Pfeifen des Haupt werkes liegen über denen des sog. Brustwerkes. Erstere gehen teilweise bis unmittelbar unter das Gewölbe der Kirche. Die Pfeifen des Pedals hinwiederum sind völlig getrennt von der übrigen Orgel und auch noch in sich von einander geschieden, indem ein Teil an der einen Seite, der andere Teil an der anderen Seite des Mittelbaues der Orgel unten auf dem Fußboden der Orgelempore im Hintergrund angebracht ist. Die Pfeifen des Brustwerks stehen unter dem Hauptwerk in einem so niedrigen Raum, daß dieselben teilweise„gekröpft“ d. h. in ihrem oberen Teil seitwärts umgelegt werden mußten. Der Raum wird ferner noch mehr eingeengt durch allerlei Vorrichtungen, die eingebaut werden mutzten, um die Verbindung der Heldenorgel mit der Hauptorgel herzustellen. Da sind sog. Druck= und Zugstationen, angelegt für die Uebertragung der Register= und Tachenbetätigung von der Hauptorgel her. Ferner ziehen sich eine große Menge Bleiröhrchen durch die Orgel, die die Verbindung zwischen den elektrisch=magnetischen Stationen und den pneumatischen Relais herstellen Endlich sind eine ganze Anzahl Pfeifen in die Orgel hineingekommen. Das hat seinen Grund einmal darin, daß ein Register, welches ursprünglich nicht in der Orgel vorhanden war, neu eingebaut ist, sodann aber auch darin, daß die alten Orgeln eine Manual= tastatur von 45 und eine Pedaltastatur von 22 Tönen hatten, während die Hauptorgel deren 54 bezw. 27 hat. Lediglich für das Zusammenspiel der beiden Orgeln mußten daher bei jedem der 19 Register 9 bezw. 5 Pfeifen mehr eingebaut werden, als ursprünglich vorhanden waren, was insgesamt rund 200 Pfeifen ausmacht. Aus allen diesen Gründen macht die Beschränktheit des Raumes besonders störend geltend. Nichtsdestoweniger hat es Herr Hoforgelbaumeister Fr. Klasmeyer vortrefflich verstanden, in dem vorhandenen Raum alles unterzubringen und denselben in einer geradezu idealen Weise auszunutzen. Wenn auch, wie erwähnt, die Arbeiten durch die räumlichen Verhältnisse sehr erschwert werden, so geht doch Herr Klatzmeyer mit seinen kundigen und bewährten Fachleuten jeden Morgen wieder zielsicher an sein Werk, um dasselbe nunmehr in Kürze zu vollenden. Es ist bereits jetzt erstaunlich, wie wunderbar die Klangwirkung der bis jetzt in die Orgel einM..- hadmmamtiaom w. ganz eigenurngen entwickeln die Pfeifen eine Tongebung, die derart edel, charakteristisch und zugleich künstlerisch zurückhaltend ist, daß man über das Können und den künstlerischen Geschmack der alten Meister, nach deren Vorbild ja die Orgel hergestellt wird, aufs höchste erstaunt ist. Es ist schon jetzt festzustellen, daß das Urteil des Herrn Dr. Mahrenholz=Hannover voll und anz zutrifft, wenn derselbe schrieb, daß die Orgel mit ihrem Klang in einer theoretisch kaum beschreibbaren Weise den Kirchenraum füllen und Töne erzeugen werde, die der Jetztzeit völlig verloren gegangen sind. Ist so die Orgel auf dem Wege, ein Klangkörper von seltener Großartigkeit zu werden, so kommt dazu noch etwas ganz anderes, aber ebenfalls Großartiges hinzu. Müssen wir heute hinsichtlich der Erzielung wahrhaft orgelmäßiger Klangwirkungen und bezüglich der Anlage der Disposition einer Orgel bei den alten Meistern wieder in die Lehre gehen, so sind wir imstande, etwas zu bewerkstelligen, was ihnen gänzlich unmöglich war, ja nicht einmal als kühnster Gedanke bei ihnen auftauchen konnte. Da ist die Verbindung zweier Orgeln. Eine solche zu bewerkstelligen, ist erst möglich geworden durch die Erfindung der Röhrenpneumatik und durch die Entdeckung der elektrischen Energie. Mit einer geradezu genialen Technik, die jedem Uneingeweihten bei der Besichtigung der Anlage in Erstaunen versetzen muß, wird diese Verbindung bewirkt. Auch hier muß gesagt werden, daß Herr Klatmeyer seine schwere und äußerst komplizierte Aufgabe bisher glänzend gelöst hat. Schon jetzt sind einige Register der Heldenorgel von der etwa 35 Meter entfernten Hauptorgel aus spielbar. Sobald die Hand die Taste drückt, wird drüben der Ton hörbar und zwar mit einer solchen Prazisität, daß selbst schnellste Läufe und Triller vou zur Geltung kommen. Was sich aus einer derartigen Verbindung zweier Orgeln für den Organisten für Möglichkeiten ergeben, kann hier nur angedeutet werden. Wenn beide Orgeln abwechselnd oder zusammen gespielt werden, wird selbst auch der musikalisch ungeschulte Hörer ein mit Verwunderung gepaartes Gefühl der Freude nicht unterdrücken können. An einem der letzten Maisonntage voraussichtlich die Orgel und das ganze Werk als Gedächtnisehrung für die Gefallenen der Gemeinde seinem Zweck in einem feierlichen Gottesdienst übergeben werden können und voraussichtlich wird am Abend dieses Tages eine besondere Feier stattfinden, in welcher lediglich die beiden Orgeln der Kirche zu elner sicherlich großen Zuhörerschaft„sprechen“ werden. Eilers. Sport am Sonntag Nun sind wir so ziemlich am Ende der Verbandsserie angelangt und auch die erste Bezirksklasse hat nur noch einige Verbandsspiele auszutragen.„ Heidenoldendorf erwartet Brackwede und wird alles daran setzen, für die kürzlich erlittene Niederlage Revanche=zu nehmen. Sollte dies gelingen, dann liegt wieder einmal Bünde an der Spitze der Tabelle. Schon eine Punkteteilung würde genügen, um die Brackweder mit Bünde wieder punktgleich zu stellen und die Frage nach dem Meister wieder offen zu lassen. Voraussetzung für eine glückliche Revanche ist allerdings, daß die Platzherren mit besseren Leistungen als am Vorsonntag aufwarten. Sonst wurde noch bekannt, daß Wittekind Enger und SpBg. Gütersloh sich in Enger gegenüberstehen. Wir glauben, daß die Gütersloher aus dem Spiel in Oerling= hausen die erforderlichen Lehren gezogen haben und es daher in Enger keine Ueberraschung geben wird. Im Gau Lippe werden einige ausstehende Verbandsspiele ausgetragen. Sonst gibt es Sportfeste in Lieme und Hohenhausen, bei denen die Leichtathleten zu Wort kommen werden. Westdeutscher Spielverband Gau Lippe Amtliche Mitteilungen. Auf der am kommenden Sonnabend in Dort mund stattfindenden diesjährigen Hauptversammlung des Westdeutschen Spielverbaudes wird der Verbandsführer gewählt, der den Verband demnächst im Sinne des neuen Staater leiten wird. Anschließend werden alsdann ia der allernächsten Zeit die Führer der Bezirke und Gaue bestimmt werden. Solange in Lippe vom Sportkommissar oder vom LRV. und Gau keine andere Anweisungen erfolgen, haben sämtliche Verbaudsinstanzen und Vereine den Geschäfts= und Spielbetrieb in der bisherigen Weise fortzusetzen. Neu ins Leben gerufene Vereine, die noch keine Spielerlaubnis haben, müssen sich zunächst nuter Angabe ihrer Vorstandsmitglieder an den Sportkommissar, Herrn Hauptmann a. D. Seinecke=Lemgo, wenden. Wenn von dort keine Bedenken gegen den Vorstand vorliegen, kann eine vorläufige Spielerlaubnis im LRV. erteilt werden. Fr. M. Eifelrennen wie noch nie Am 28. Mai auf dem Nürburgring— Größte internationale Beteiligung Der Termin für das Internationale ADAC.= Eifelrennen auf dem Nürburgring liegt nunmehr endgültig fest. Am 28. Mai, acht Tage dem Anusrennen, beginnt auf der Nordschleife der größte internationale Kampf der Motoren. den Deutschland, ja, vielleicht sogar Europa jemals erlebt hat! Schon im Vorjahre war das Eifelrennen mit seinen mehr als 120000 Besuchern die bedeutendste Sportveranstaltung des Landes, sodaß man auch in diesem Jahre mit einem ungewöhnlichen Andrang rechnen muß, umsomehr, als es das einzige große Wagen= und Motorradrennen ist, daß in dieser Saison auf dem Nürburgring zum Austrag kommt. Dementsprechend sind auch die bisher eingegangenen Nennungen. Fast 150 Fahrer großer internationaler Klasse haben bereits ihre Nennung abgegeben. Unter dem großen Kampffeld, daß am 28. Mai ins Rennen geht, wird kein Fahrer großer internationaler Klasse fehlen! Und wenn der aufmerksame Besucher vielleicht die große und repräsentative deutsche Marke vermißt, so sind wir dessen sicher, daß es trotzdem nolwendig ist, die alte Tradition des Sports aufrecht zu erhalten, um so die Möglichkeit zu geben, im nächsten Jahre wiederum mit dem vollen Einsatz an Maschinen und MenschenMaterial den Kampf um die Spitzenführung im internationalen Sport wieder aufzunehmen. Es ist das 11. Eifelrennen, daß Führung des sportfreudigen Gau Rheinland zum Austrag komt. Die ersten Rennen wurden in schwerster Besatzungszeit zur Durchführung gebracht. Schon damals wehten über dem burgengekrönten Nideggen die schwarzweiß=roten Fahnen des ADAC. und unter seinen siegreichen Farben wurde der Nürburgring, der Welt schönste Renn= und Prüfungsstrecke, eröffnet.„Motorsport ist für uns die hohe Schule der Disziplin und des Wagemute“— mit diesen Worten hat der Volkskanzler die erfolgreiche Arbeit des ADAC. gutgeheißen und darf man hoffen und erwarten, daß diese „Schule der Disziplin und des Wagemuts" immer neue Anhänger und begeisterté Sportfreunde findet, so, wie es auf dem Nürburgrina schon seit vielen Jahren der Fall ist. so wird das 11. Eifelrennen wiederum der Tag sein, da sich getreu der Tradition ruhmreicher Tage in Nideggen, die ganze deutsche Sportgemeinschaft dort oben in den Bergen um die Nürburg versammelt, um ihrerseits Zeugnis dafür abzulegen, daß der alte Sportgeist noch lebt und daß ein Volk da ist, daß seine kühnsten Kämpfer und seine erfolgreichsten Pioniere zu ehren und zu schätzen weiß. Drum auf zum Nürburgring, zum Eifelrennen des ADAC.! Am Sonntag, 14. Mai, spielen in Spork die Schülermannschaften von Spork, Hillentrup und Bösingfeld. Feld 2: 4.30—5 Uhr: Hillentrup Schüler— Bösingfeld Schüler, 5—5.30 Uhr: Spork Schüler— Bösingfeld Schüler, 5.30—6 Uhr: Spork Schüler— Hillentrup Schüler. Am Sonntag, 14. Mai, finden in Lemgo (Städt. Sportplatz) die Vorspiele in Faustball für die Turnerinnen=Mannschaften von Lemgo, Bahn=Frei Detmold, 1860 Detmold, Brake, statt. Feld 1: 1.30—2 Uhr: Bahn=Frei— Lemgo, 2—2.30 Uhr: Bahn=Frei— Brake, 2.30—3 Uhr: Lemgo— Brake. Feld 2: Brake— 1860 Detmold. Lemgo— 1860 Detmold, Bahn=Frei— 1860 Detmold. Schiedsrichter für Feld 1: Schmidtmeier: für Feld 2: Klewe. Anschreiber und Linienrichter haben die Vereine zu stellen. Gut Heil! Schmidtmeier, Bezirksspielwart des Nordbezirks. Deutsche Turnerschaft Gau Lippe Amtliche Mitteilungen. Am Sonntag, 21 Mai, finden in Brake, Spielplatz Walkenfeld, die Vorspiele in Faustball für die Orte Lemgo, Voßheide und Brake statt.— Es spielen folgende Mannschaften: Turner: Gruppe 1: Lemgo 2, Lemgo 3, Voßheide 1, Brake 2.— Gruppe 2: Voßheide 2, Brake 3, Brake 4. 1. ————— Jugend: Lemgo 1, Lemgo 2, Humfeld Schüler: Lemgo 1, Lemgo 2, Brake 1. Jede Mannschaft hat einen spielfähigen Ball: außerdem Schiedsrichter und Anschreiber zu stellen. Feld 1: 1.30—2 Uhr: Lemgo?— Voßheide 1, 2.05—2.35 Uhr: Lemgo 3— Brake 2„2.40—3.10 Uhr: Voßheide 1— Brake 2. 3.15—3.45 Uhr: Lemgo 2— Lemgo 3, 3.50—4.20 Uhr: Lemgo 3 gegen Voßheide 1, 4.25—4.55 Uhr: Lemgo 2 gegen Brake 2. Feld 2: Voßheide 2— Brake 3, Voßheide 2 gegen Brake 4, Brake 3— Brake 4, Lemgo Schüler 1— Brake Schüler 1, Lemgo Schüler 2 gegen Brake Schüler 1, Lemgo Schüler 1— emgo Schüler 2. Feld 3: Lemgo Jugend 1— Humfeld Jugend 1, Lemgo Jugend 1— Lemgo Jugend 2, emgo Jugend 2— Humfeld Jugend 1. Festzeitung zum deutschen Turnfest 1933 Heft 9 Die Nummer 9 der Fest=Zeitung hat, wie ihre Vorgängerinnen. neben der Werbung für das Turnfest und Klarlegung des Werdens und Wollens der deutschen Turnerschaft, einer Aufgabe, der sie in Bild und Wort wieder voll gerecht wird, auch einen Sondercharakter: sie ist dem Wassersport gewidmet, dem Schwimmen, Paddeln und Rudern, Sportarten, die im weitesten Umfange bei der DT. eine Pflegestätte gefunden haben. Der Herausgeber hat sich auch hier wieder die Mitarbeit sachkundiger Führer gesichert. Besondere Beachtung dürfte auch ein Aussatz von Professor Dr. Hans Schwenkel finden, der den Türnfestbesuchern die Reize der alten württembergischen Reichsstädte schildert. Als farbige Beilage wird ein Bild vom Festplatz in Stuttgart geboten. Die Riesenanlage inmitten der schönen Landschaft wird durch diese zeichnerische Darstellung eindrucksvoll wiedergegeben. Der Bezugspreis der Fest=Zeitung beträgt bei Abnahme aller 15 Hefte 60 Pfg. pro Heft zuzüglich 20 Pfg. Porto und Verpackung. Einzelhefte kosten 1.20#a.K einschließlich Porto und Verpackung. Der Verlag, die Taghlatt=Buchdruckerei Stuttgart, Postfach 141, liefert zum Einbinden aller 15 Hefte eine geschmackvolle Einbanddecke zum Preis von 2.60 K.x einschließlich Porto und Verpackung. auf dem Sportplatz Der Sportkommissar der Rheinprovinz, Heinz Lohmann=Köln, hat eine weitere Verfügung erlassen, wonach die Sportvereine angewiesen werden, daß sich die Mannschaften vor dem Spielbeginn in der Mitte des Feldes dem Publikum zuwenden und neben ihrem Sportgruß auch den Hitlergruß ausbringen sollen. Das gleiche hat nach Spielschluß zu erfolgen. Aus den Vereinen Turnverein„Bahn=Frei“ Detmold. Hiermit wird zu einer dringenden Mitgliederversammlung auf Sonnabend, 13. Mai, abends 8.30 Uhr zum„Grünen Jäger“ eingeladen. Tagesordnung: Wahl des 1. Vereinsvorsitzers nach den Richtlinien der DT. Die Gleichschaltung wird Turnbruder Tegeler, als Amtswalter und Mitglied der NSDAP., vornehmen. Alle Mitglieder haben zu erscheinen. * Schülerabteilung des Detmolder Turnvereins von 1860 e. B. Am Sonnabend, den 13. Mai 1933, wird ein Wehrmarsch und eine Geländeübung der Schülerabteilung durchgeführt. Antreten um 3 Uhr nachm. an der Turnhalle. Rückkehr gegen 7 Uhr abends. Erscheinen ist Pflicht. Leitung: Tölle, Lübkemann, Griesel und Schröder. * X6V. Lüdenhausen Gruppensieger SC. Hohenhausen 8:2(5:9) geschlagen. Vor einigen hundert Zuschauern wurde am Sonntag in Hohenhausen das Entscheidungsspiel ausgetragen. Wohl selten nahm ein Endspiel einen so überraschenden Ausgang. Wer von den Zuschauern hatte wohl nicht mit einem heißen Kampf um den Meister gerechnet. Die, von ihren Anhängern angefeuerten„Schwarz= Grünen“ waren stets schneller und eifriger und haben, wenn auch nicht in dieser Höhe, den Sieg vollauf verdient, gewonnen. 10 Jahre SpBg. Höntrup Am kommenden Sonntag feiert die Spielvereinigung Höntrup ihr 10jähriges Bestehen. Am 23. Juni 1923 wurde der Verein mit dem Namen RSV.„herusrer“. HöntrupWellentrup gegründet. Im Jahre 1930 war es dem Verein gelungen, einen festen Sportplatz zu bekommen. Im Herbst vorigen Jahres wurde der Zusammenschluß mit dem Sportverein Herrentrup vollzogen, von da ab führt der Ver ein den jetzigen Namen. Zu dem nun 10jähr. Bestehen kommt nachstehendes Programm zur 12.15 Uhr: Sportverein Brüntrup 1— SpBg. Höntrup 1(Verbandsspiel) 1.45 Uhr: Blau=Weiß Istrup 1— BillerbeckBahlhausen 1.... Handballspiel: 3.15 Uhr: Turnverein Blomberg 1— Turnverein Großenmarpe 1 4.15 Uhr: Sportklub Horn 1— Spog. Cappel 1. * Detmolder Sportverein(DSB.) Am kommenden Sonntag, den 14. Mai 33, spielen unsere 1. und 2. aktive Mannschaften gegen die gleichen von Kohlstädt=Oesterholz. Anstoß 13.30 Uhr und 15 Uhr auf dem Jahnplatz. Anschließend Jugendspiel. Olympiade des Geistes Die Olympischen Spiele 1936 in Berlin au neuer Grundlage. Reichsminister Dr. Goebbels hat Dr. Wilhelm Leyhausen, der von der deutschen Reichsregierung zu den Festvorstellungen des Angelos Sikelianos" nach Athen entsandt worden ist, ermächtigt, folgende Erklärung abzugeben:. „Das junge Deutschland ist der Ansicht, daß es im Sinne des Fortschreitens des menschlichen Geistes handelt, wenn es den Gedanken der Olympischen Spiele in vollendeter Weise, d. h. nach dem Worte Friedrich von Schillers„Kampf der Wagen und Gesänge" wieder aufleben zu lassen versucht. Die deutsche Reichsregierung erklärt, daß sie die Olympiade 1936, die das Los, ihr als Gastgeberin zuerteilt hat, in diesem Sinne zu erweitern gedenkt. Sie ist entschlossen, alle beteiligten Nationen auch zu einem Wettkampf des Geistes einzuladen. Die Freundschaft unter den Nationen wird letzthin immer nur auf dem Bekenntnis jeder einzelnen Nation zu sich selbst beruhen. Darum schlägt die deutsche Reichsregierung als heistiges Kampfgebiet den Bezirk des unveräußerlichen Besitztumes einer jeden Nation der Erde vor: Der Sprache. Die letzte Kunst der Sprache aber ist das Drama. Jede mitkämpfende Nation soll Zeugnis ablegen von ihrem eigensien Geist und dessen Stellung zu den ewigen Problemen der Menschheit, zu Freiheit, Schönheit und Sott. Aufmarsch und Parade der Nationalen Reiterei beim Berliner Reichsverbands-Reitturnier während der Deutschen Landwirtschafts. Gesellschafts-Ausstellung vom 21. bis 28. Mai 1933. Die beiden letzten Tage des großen Turniers, der 27. und 28. Mai, werden einen Riesen=Aufmarsch der Reiterei auf dem Turnierplatze der Ausstellung an der Avus bringen. Zu dem großen Reichswettkampfe der ländlichen Reitervereine kommen aus den angeschlossenen Verbänden, die die Vereinigung bilden, die besten ländlichen Reiter aus ganz Deutschland nach Berlin. Außerdem findet der Provinzial=Wettkampf der Brandenburgischen Reiter=Vereine statt. An den beiden letzten Tagen des Turniers vereinigen sich zu einer Huldigung vor der Regierung ungefähr vierhundert ländliche Reiter, darunter auch Reiterstürme der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiter=Partei, ferner Hundertfünfzig Reiter der Schutzpolizei und der Maschinengewehr=Zug eines Reiter=Regiments mit dem Trompeterkorps zu einem gewaltigen Aufmarsch mit einer Parade vor den Mitgliedern der Reichsregierung. Die Deutsche Reiterei wird hier eine eindrucksvolle Demonstration ihrer Treue zum geeinten nationalen Deutschland ablegen. — Gedenke der Mutter zum Muttertage am Sonntag! Wilkommene, praktische Geschenke, die Freude bereiten, von Wiese: Damen-Strümpfe Damen-Seidenschals Damen-Handschuhe—75 Damen-Schlüpfer 1.— Damen-Schürzen Berufs- und Hauskittel Schöne moderne Kleidersioffe in allen Farben und Preislagen und viele andere Geschenkartikel in reicher Auswahl. Den geehrten Bewohnern von Detmold und Umgegend zur gefl. 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Mai abends 10 Uhr entschlief sanft nach langem Leiden unser lieber Vater, Großvater und Schwiegervater Klempnermeister Chr. Wiedemeier im 69. Lebensjahre. In tiefer Trauer: Chr. Wiedemeier Heiur. Wiedemeier u. Frau Anna, geb. Friedrichs Heirich Mors und Enkelkinder Horn i. L., den 11. Mai 1933. Die Beerdigung findet am Sonntag 14. Mai nachm. 3 Uhr vom Trauerhause aus statt. Statt Karten. Für die uns beim Heimgange unserer lieben Entschlafenen erwiesene Teilnahme sage ich im Namen aller Angehörigen herzlichen Dank. Martda Süllemeier, geb. Meyer. Sültehof, den 11. Mai 1933. Mein bekannt zarter Grauge! jeden morgen 8 Uhr frich. Am Sonnabend besonders große Sen dung auf dem Wochen markt und im Geschäft ehr billig. Günstiafte Bezugsquelle für Großverbraucher. Ed. Wilhelms Hitlerdamm 5 Teleson 3178 Jedem, der an Rheumatismus, Ischias oder Gicht leidet, teile ich gern kostenfrei mit, was meine Frau schnell u. billig kurierte. 12 Pfennig Rückporto erbeten. Müller, Obersekretär a. D. Dresden 287 Walpurgisstr. 9, IV Puntsche Angetgen) Zwangsinnung für das Elektro=Installationsgewerbe. Die Abstimmungsliste über die Errichtung einer Zwangsinnung für das Elektro=Installationsgewerbe für den Bezirk des Landes Lippe, mit dem Sitz in Detmold, liegt vom Montag, den 15. Mai 1933 ab, an den Wochentagen vormittags von 8 bis 12 Uhr auf dem Polizeiamt in Detmold, Rathaus Zimmer Nr. 14 zur Einsicht und Erhebung etwaiger Einsprüche der Beteiligten öffentlich zwei Wochen lang aus. Es wird darauf hingewiesen, daß nach Ablauf der Frist angebrachte Einsprüche unberücksichtigt bleiben. Detmold. den 10. Mai 1933. Der Abstimmungskommissar gez.: Neller, Stadtrat als kommiss. Vertreter des Oberbürgermeisters. Als weiterer Punkt der Tagesordnung der anßerordentlichen Generalversammlung ist festgesetz: Anderung des§ 11 des Statuts (Anzahl der Vorstandsmitglieder) ferner Anderung des§ 14 des Statuts (Anzahl der Aufsichtsratsmitglieder) Lippische Hauptgenossenschaft für Biehverwerlung-Bezug u. Absatz e. G. u. b. H., Lage l. k. Burgdorfer Spargel bekannt als beste Qualität, morgen####lPl. Sonnabend in großen Mengen, Pfd. von 30 an Weber, Weinbergstr. 1 Großverbraucher billigste Preise. Koffer, Handtaschen, Akten und Schülertaschen kaulen Sie preiswert bei Lindau. Nrumme Stroße 6 e---. TT-IH-H4. Arterienverkalkung Herzleidende! Niegeahnte Erfolge brachte mir ein einfaches, auch ärztlich verordnetes Mittel. Dankerfüllt teile ich Leidenden nöheres kostenlos mit. Regierungsrat i. K. Wiggers, Dömid(Medlbg. 440 Schöne, elegante Sommerschuhe Marke Salamander von 9,73 an. Bitte, besichtigen Sie unsere Schaufenster. Wir zeigen Ihnen ausgesucht schöne Modelle. 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Diese Spende besteht aus 200 Frei kuren und ist bestimmt für Geistesarbeiter, die durch den Krieg oder die Nachkriegszeit an ihrer Gesundheit besonders Schaden gelitten haben. Es handelt sich dabei um sogenannte volle Kuren, die 28tägigen Aufenthalt, Verpflegung, Kurtaxe, ärztlich Behandlung und Heilmittel einschließen. Reichspräsidenten ist es natürlich freigestellt, die Kuren zu verteilen. Diese großzügige Spende beweist, daß die deutschen Bäder bereit sind, an ihrem Teile nach besten Kräften die Not des deutschen Volkes zu lindern. Diese nationale Tat in *“ verdient Bildung einer neuen Bauerngemeinschaft wirtschaftlich besonders schwerer Zeit stärkste Beachtung und höchstes Lob. Es war selbstverständlich, daß die beiden lippischen Staatsbäder Salzuflen und Meinberg sich an dieser hochherzigen Spende beteiligten. Bad Salzuflen hat 10 und Bad Meinberg 2 Freikuren zur Verfügung gestellt. Aus dem lippischen Beamtenbund Die bisher unter der Bezeichnung„Selbsthilfe"“ erschienene Zeitschrift des L. B. B. wird fortan als„L. B. 3.“— Lippische Beamtenzeitung— herausgegeben werden. Damit wird der vom L. B. B. vorgenommenen Umgestaltung der Organisation auch nach außen hin Ausdruck gegeben. Da die Zeitschrift unter der neuen Bezeichnung aus posttechnischen erst zum 1. Juni versandt werden kann, muß die Mainummer ausfallen. Die Juninummer erscheint als Doppelausgabe. Gleichschaltung des lippischen Landbundes Am 10. Mai fand in Lage eine Sitzung des erweiterten Vorstandes des Lippischen Landbundes zum Zwecke der Gleichschaltung des engeren Vorstandes statt. Im Anschluß daran erfolgte eine Besprechung der vom Landbund gewählten Herren mit denen des agrarpolitischen Apparates der NSDAP. mit nachstehendem Ergebnis: Paussen=Nassengrund, Vorsitzender des Lipp. Landbundes, Klöpper=Werl. 1. Stellvertreter, Husemann=Wülfer, 2. Stellvertreter, Maertens= Lemngo, Geschäftsführer. Agrarpolitischer Apparat der NSDAp.: Gökeniann= Münster, Gaufachberater, Niebuhr=Hardissen, stellv. Kreisfachberater für Lippe, Petig=Humfeld, Hagemeier= Augustdorf. Zum geschäftsführenden Präsidenten dieser neu geschaffenen Gemeinschaft ist Herr Klöpper=Wert ernannt worden. Mit der Bildung dieser neuen Gemeinschaft hat der lippische Bauernstand zu erkennen gegeben, daß er auch, wie es der Reichslandbund durch die Reichsführergemeinschaft zum Ausdruck gebracht hat, gewillt ist, mitzuarbeiten am Wiederaufbau unseres Vaterlandes im unseres Reichskanzlers und Jührers Hitler! Schöpferische Revolution In der„Deutschen Selbstverwaltung" Nr. 7 - e h e i m r a t Q u a a t z u n t e r d i e s e r U e b e r alssshs homorienamert. Staatshreibt Geheimrat Quaatz unter dieser Ueberchrift u. a. folgende bemerkenswerte Sätze: „Wir brauchen eine einheitliche Stac führung wie kein anderes Volk, und diese heitliche Staatsführung kann nur in der Hand des Reiches liegen. In der Verwaltung wie in der Landesgesetzgebung kann und muß sich das Eigenleben des Landes entfalten. „War es nicht überaus bezeichnend, daß gerade in den größeren deutschen Ländern eine parlamentarische Regierung gar nicht mehr zu stande kam? Kann man den Zustand als verteidigungswert ansehen, daß die zufällig z am Ruder gewesene Regierung weiterre weil eine andere nicht zustande kommt? Beein lrächtigt es das Eigenleben der deutschen Stämme, wenn ihnen der Statthalter vom Reiche gesetzt wird? Das stolze Kaiserreich des Mittelalters ist daran zugrunde gegangen, daß die Herzogtümer aufhörten, Glieder des Reichs zu sein, und sich vermaßen, neben Kaiser und Adolf Ueber die Gleichschaltung des Landbundes teilt die Pressestelle der Landesregierung mit: Der erweiterte Vorstand des Landbundes trat am Mittwoch nachmittag in Lage zu sammen, um die Neubildung des engeren Vorstandes vorzunehmen. Der neue Vorstand besteht 1. aus dem bisherigen Vorsitzen den Paussen=Nassengrund u. den beiden Nationalsozialisten Klöpper=Werl und Husemann= Wülfer. Die Geschäftsführung liegt weiter in den bewährten Händen des Herrn Mertens. Damit ist auch in der Führung des Landbundes die Gleichschaltung im Sinne der Volksgemeinschaft durchgeführt. Landbundes wurde der Landwirt Klöpper=Werl, Mitglied der Lippischen Landesregierung, während er an der Landtagssitzung keilnahm, einstimmig als Jührer und Vorsitzender der Areitsgemeinschaft gewählt. * Aufruf des lipvischen Bauernführers Von der Führergemeinschaft der lippischen Landwirte zum Vorsitzenden gewählt, habe ich folgende Erklärung abzugeben: Den lippischen Bauern danke ich für das Vertrauen, das mir zum Ausdruck gebracht wurde. Meine Aufgabe ist es, nunmehr die lippische Landwirtschaft als geschlossene Formation in die Kampffront er nationalen Erhebung einz u. reihen und unserem Führer Adolf Hitler treue Gefolgschaft zu leisten. In diesem Augenblick halte ich es für meine Pflicht, offen auszusprechen, daß unser früheres Kampfziel gegen Internationale und Marrismus uns zum Teil in Gegnerschaft mit der deutschen Arbeiterschaft brachte. Es ist mir ein Herzensbedürfnis, hier zum Ausdruck zu bringen, daß wir froh darüber sind, daß wir nun unsere eigenen Arbeiter als treue Wegund Kampfgenossen haben und ebenso den Handwerker= und Beamtenstand neben uns sehen. Wie alle anderen Stände will auch die lippische Landwirtschaft helfen, an den großen Aufgaben, wie sie unser Führer Adols Hitler sich und uns gestellt hat. Heil Hitler! gez. Wilh. Klopper=Werl. Klöpper-Werl Jührer der lippischen Arbeitsgemeinschaft. In einer Sitzung der Führerschaft der agrarpolitischen Apparates der NSDAy. in Lippe und des Vorstandes des lippischen Der rote Sumpf Im sozialdemokratischen Volkshaus sind im Lause des gestrigen Tages neue Unregelmäßigkeiten festgestellt worden. Zunächst wurde aufgedeckt, daß ein weiterer Unterkassierer der Gewerkschaften 690 R M. unterschlagen hat. Außerdem sind in der Wohnung des Gewerkschaftssekretärz Hansen gestern Abend verschiedene Möbellücke beschlagnahmt worden, die aus dem Volkshaus mitgenommen worden sind. Bei der Vernehmung des Gewerkschaftserretärs Pinkowskl, die gegen Mitternacht noch andauerte, sind weitere Unregelmäßigkeiten aufgedeckt worden. Einzelheiten konnten wir bei Redaktionsschluß nicht mehr in Erfahrung bringen. Schließlich wird bekannt, daß am heutigen Freitag vormittag um 11,30 Uhr vor dem Verhandlung die Beiseileschaffung von Einrichtungsgegenständen aus dem Volkshaus zur Verhandlung kommen. Gleichschaltung der Hauptgenossenschaft Am Mittwoch nachmittag 5,30 Uhr, bennen in Lage die Verhandlungen zwecks Bleichschaltung der Lippischen Hauptgenossenschaft. An den Besprechungen nahmen der alte Vorstand und die Mitglieder des agrarpolitischen Apparates der RSDAP. teil. U. a. auch der agrarpolitische Fachberater Gockenjahn und der Sachberater Dr. Küsten. Landwirt Klöpper=Werl, Mitglied der Landesregierung, wurde beauftragt, die Gleichschaltung durchzuführen, welches ihm auch dann gelungen ist. Wir dürfen der Freude auch darüber Ausdruck geben, daß auch diese Aufgabe erledigt ist, ohne die Wirtschaft zu beunruhigen. Das Echo der Landtagseröffnung „Wir werden die Arbeit allein leisten“-„Ein Spiegelbild der neuen Zeit“ einheitlich geführt werden kann? Nicht um Zerstörung der deutschen Länder, sondern um ihre Eingliederung handelt es sich. Deswegen bedauere ich einen Aufsatz in der „Kölnischen Zeitung", der im Sinne des unitarischen Liberalismus von dem Ende der sind das Auffassungen der romanischen Staatstradition. Für den Romanen ist nur eine Gliederung denkbar, in der alle Glieder gleichmäßig in einem klaren Instanzenzug in der Form der Ueberordnung und Unterordnung erscheinen. Wir wollen aber nicht, daß allen deutschen Stämmen, allen deutschen Ländern, ja, wir wollen nicht einmal, daß allen Provinzen die gleiche Rinde wachse. Wir wollen überall Eigenart erhalten. Aber über der deutschen Eigenart steht der Gedanke des Deutschen Reiches, und über ihm der Gedanke der deutschen Nation. Adolf Hitler hat es am 7. April ausgesprochen, daß wir letzten Endes dem deutschen Volk verantwortlich seien. Wiedersehensfeier ehem. 81 er Das ehemalige Infanterie-Regiment Landgraf Friedrich I. von Hessen-Kassel(1. kurhessisiches) Nr. 81 in Frankfurt am Main weiht am Pfingstsonntag, 4. Juni, sein Denkmal für seine im Weltkriege gefallenen Kameraden und die seiner Kriegsformationen, nämlich des Reserve=Inf.=Regts. 81, des Landwehr=Inf.=Regts. 81, Infanterie=Regimenter 186, 365 und 390, sowie Reserve=Infanterie=Regimenter 223 und 253. Mit der Denkmalsweihe in Frankfurt a. M. wird eine Wiedersehensfeier vom 3.—5. Juni verbunden. Samstag, 3 Juni, 8 Uhr abends, Begrüßungsfeier in der Festhalle, Sonntag, 4 Juni, 5 Uhr nachmittags, Hauptfeier, ebenfalls Festhalle, vorher 3 Uhr nachmittags Festzug durch die Stadt. Baldige Anmeldungen und Anfragen an herrn Inspektor Frank, Frankfurt a. M., 26. Die kurze erste Sitzung des neuen Landtages, dem ganz andere Aufgaben als seinen Vorgängern zugewiesen sind, findet in den lippischen Blättern allgemein einen sympathischen Niederschlag. Ob die Zustimmung zu der Devise der Nationalsozialisten:„Wir wollen die Arbeit allein leisten“ allerdings allen Blättern wirklich aus dem Herzen kommt, ist z. B. bei der„Landeszeitung" ihrer ganzen Vergangenheit nach zu bezweifeln. War doch gerade Herr Staercke früher der parlamentarische Hauptmatodor, nach dessen Pfeife der ganze Landtag zu tanzen gewohnt war— außer den Vertretern der Deutschnationalen und des damals einzigen Abgeordneten der NSDAP., dem jetzigen Präsidenten Helms. Der„Lippische Kurier" stellt ganz die Totalität des nationalsozialistischen Sieges heraus und blickt mitleidig auf die zwei Abgeordneten herab, die nicht im braunen Hemd dasaßen, auf den neu in das Parlament eingezogenen deutschnationalen Abg. Petri und den einzigen von der SPD. anwesenden Abg. Kuhlemann—„beinahe als ziemlich überflüssige Museumsstücke aus der Vergangenheit.“ Das ist kraß, wenigstens soweit es den deutschnationalen Abgeordneten betrifft, der doch alles getan hat, um im Januar durch den Burgfrieden für die jetzt hinter der Reichsregierung stehenden Gruppen den Sieg zu erstreiten. Die„Landeszeitung" schreibt unter der Ueberschrift„Prompte Arbeit" u. a.: „Die geschichtliche Umwälzung, die sich nach dem 5. März im deutschen Volke vollzogen hat, kam auch bei der gestrigen Eröffnung des neuen Lippischen Landtages in eindrucksvoller, überzeugender Weise zum Ausdruck. Die kurze Episode des Januarlandtages, dessen Wahl so viele Federn im ganzen Reich und außerhalb seiner Grenzen in Bewegung gesetzt hat, ist vorbei. Die Akten über diesen Landtag, der es nur auf ein paar Sitzungen gebracht hat. sind geschlossen. Ein neuer Landtag ist an seine Stelle getreten, in dem nur noch die Partei Adolf Hitlers etwas zu sagen hat.“ „Die„Lippische Post“ in Lemgo bezeich net den neuen Landtag als ein„Spiegelbild der neuen Zeit": „Der neue Landtag hielt gestern seine erste Sitzung ab. Sie war ein Spiegelbild der neuen Zeit nach dem Aufbruch der Nation: eine geschlossene Einheit und ein eiserner, zielbewußter Wille. Wie kläglich fallen ihr gegenüber die früheren Landtagseröffnungen ab, wo nach langem Parteigezänk und eifrigem Kuhhandel hinter den Kulissen auf Grund spitzfindig errechneter Koalitionen um die Regierungsbildung lange Reden zum Fenster hinaus gehalten wurden und die Sitzungen selbst zu einer Volksversammlung herabgedrückt wurden, die nichts gemein hatten mit dem Geist, der in diesem hohen Hause walten sollte. Heute keine Spur mehr davon. Das ist alles vorbei und gehört für immer der Vergangenheit an, wo die Parteien allzu sehr ihr Eldorado feierten, sich auszankten und ihre Trümpfe in Haß und Zwietracht gegeneinander ausspielten. Heute ist nur ein Ziel maßgebend und bestimmend: sachliche Arbeit zu leisten für Volk und Vaterland im Führergedanken des neuen deutschen Reiches. Das wirkt überzeugend und hinterließ in der gestrigen Sitzung bei allen einen tiefen Eindruck.“ Die„Livpischen Nachrichten". Schötmar, und der„Allgemeine Anzeiger“. Bad Sa'z uflen, beschränken sich auf die Wiedergabe des Sitzungsberichts der„Tageszeitung.“ Volksblatt=Gebäude beschlagnahmt Im Verlauf der Beschlagnahme des Vermögens aller Organisationeen, die der Sozialdemokratischen Partei nahestehen, ist gestern auch das Verlagsgebäude des Volksblattes in Detmold beschlagnahmt und versiegelt worden. Die bisher hier noch arbeitenden Angestellten mußten das Gebäude verlassen. Ueber die zukünftige Verwendung der Räumlichkeiten für andere Zwecke ist eine Entscheidung der zuständigen Stellen noch nicht gefallen. eine Die Presse im neuen Staat Für Ehre, Freiheit, Vaterland. Die Zeitungswissenschaftliche Vereinigung München veranstaltete im Auditorium Maximum der Universität einen Vortragsabend bei dem Staatsminister Hermann Esser über„Die Presse im neuen Staat“ sprach. Nach Begrüßungsworten des Vorsitzenden der Vereinigung, Fischer, und des derzeitigen Rektors der Universität, Professors von Zumbusch, ergriff Staatsminister Esser das Wort. Er hob hervor, daß es sich in erster Linie heute darum handele, den von der Reichsregierung für die Presse aufgestellten Richtlinien Geltung zu verschaffen. Die Grundsätze, nach denen in Zukunft das Verhältnis vom Staat zur Presse sich gestalten wird, sind sehr kurz umschrieben: Die Presse hat der Wahrheit und damit dem Volke zu dienen. Sie ist das vornehmste Mittel zur solitischen Willensgestaltung des deutschen Volkes und dient damit der höchsten Aufgabe, die man einem Berufsstande des Volkes zuweisen kann. Das Pressegesetz vom Jahre 1875 hatte in der Hauptsache nur den Zweck, der Presse Freiheit zu verschaffen und zu gewährleisten, und war somit zum Teil mit schuld an dem Unglück des deutschen Volkes. Deshalb mird es auch, solange die jetzige Regierung in Bayern an der Spitze steht, und das wird voraussichtlich ehr lange sein, sozialdemokratische Zeitung nicht mehr Im übrigen aber soll bei der Behandlung dei Presse jede Willkür und jedes Unrecht, vor allem jedes Nachegefühl gegen unsere Gegner von gestern ausgeschaltet werden. Was wir antreben, das ist der Versuch, einen wertvollen Teil unseres Wirtschafts= und Geisteslebens so ür das Volk einzusetzen, daß es zu dessen Nutzen sein wird. Es soll eine staatliche Kontrolle der Presse vorhanden sein, aber diese kann so durchgeführt werden, daß sie den Aufgaben der Presse nicht hemmend entgegensteht, vor allem soll keine Vorzensur stattfinden. Das Zeitungswissenschaftliche Institut hat dabei die schönste Aufgabe, kräftig an der Durchführung dieser Idee mitzuwirken. Der Staat wird sich schon bei der Auswahl der jungen Kräfte für die Presse eine gewisse Auswahl vorbehalten. Nur wer zum Volke gehört, wer Staatsbürger ist, wird sich in Zukunft bei der Presse betätigen können. Eine ganz besonders sorgfältige Erziehung der jungen Kräfte wird nötig sein, entsprechend der von uns erkannten Bedeutung des Presseberufs. Wenn auf der einen Seite der Staat die höchsten Anforderungen in Zukunft an den Schriftleiter stellt, so muß aber auch der Schriftleite: anders dastehen, als es bisher wirtschaftlich und sozial und gesellschaftlich der Fall war. Der Mann der Presse muß vor allem in seiner finanziellen Zukunft sichergestellt sein mit seiner Familie. Was an der Mithilfe der Staatsregierung liegt, im besonderen auch in der Sorge für das Zeitungswissenschaftliche Institut, das soll geschehen. Auch bei den Verlegern muß in ähnlichem Sinne eine Aenderung eintreten. Es muß ein dem Staat verantwortliches Verlegertum neben dem verantwortlichen Schriftleiter stehen. Die neue Entwicklung der Verhältnisse bei der Presse wird erst deren Freiheit voll und ganz mit sich bringen, denn jeder wohlgesinnte Schriftleiter wird sich in Zukunft mit seiner ganzen Kraft im Sinne des Staates betätigen können. Eine sogenannte Neutralität kann es in der Presse in Zukunft nicht mehr geben. Tendenz muß sein, und wenn die Tendenz lautet: Ehre, Freiheit, Vaterland, dann muß es ein Hundsfott sein. der nicht bereit ist, mit ganzem Herzen an der Verwirklichung dieser Tendenz mitzuarbeiten. Jetzt. in den Tagen, wo die ganze Welt wiederum die Fackel der Lügenprovaganda schwingt. hat die Presse um so mehr die Verpflichtung. ein tatsächliches, wahres und wirkliches Bild der öffentlichen Meinung in Deutschland zu geben. Was die politischen Verhältnisse im Ausland betrifft. so werden sie in der Presse überhaupt und in der Provinzpresse ganz besonders viel zu wenig gewürdigt. Im Angriff liegt auch hier wie immer die beste Verteidigung. Mit der ernsten Mahnung, die Regierung ir ihren Bestrebungen zu unterstützen, schloß der Minister seine mit großem Beifall entgegengenommenen Ausführungen. 2 9 K Aus der Landeshauptstadt Detmold, den 12. Mai. es blitzt und donner!! Das„Mailüfterl“, das seit zwei Tagen über Detmold weht, ist nicht nach unserem Geschmack Auch gestern hat es unter der Herrschaft der drei Eisheiligen und gestrengen Herrn wieder geblitzt und gedonnert, wobei an verschiedenen Stellen wieder Schaden angerichtet wurde. In erster Linie haben es die bösen Buben auf die Telefonleitungen abgesehen. Man wurde gestern unterbrochen, bekam vorübergehend keinen Anschluß und sah Funken, denen man vorsichtshalber weit aus dem Wege geht. Nur noch bis morgen dauert das Regiment der Eisheiligen..„„ Es wird auch höchste Zeit! Den zarten Blütenprinzessinnen, die mit flatterdünnen Röckchen auf den Aesten und Zweigen der Bäume tanzen, wird bitterweh zu Mut. Anders waren die Träume, die sie im Schoß der Knospe träumten: Sie ahnten einen hellblauen Himmel, einen leichten Maienwind und die schmeichelnde Berührung weiche Insektenflügel. Und in Wirklichkeit? ne brummende Hummel läßt sich se„., die farbenbunten Schmetterlinge habe, sich alle verkrochen: statt dessen ist der Himmel grau und plötzlich geht ein Donnerwetter los... Empört ballen die Apfelblüten ihre rosigen Fäuste und sehen mitleidig auf die arg zerzausten feinen Blüten der Pflaumen und Kirschen, deren kurzer Frühling schon vorbei Sie aber wollen die drei Sturm= und Nlitztage der Eisheiligen überdauern! In 24 Stunden ist die große Gefahr vorüber. Dann wollen wir den Wonnemond genießen... Zum 300jährigen Jubiläum Deutschbund-Gautagung auf der Grotenburg Direkter Teubt über die Teutoburg der hiesigen Hofavotheke wurde uns ein Beitrag übermittelt, der sich auf die Matthäusstelle stützt„man zündet auch nicht ein Licht an und setzt es unter einen Scheffel. So wird es verständlich, wenn wir des hervorragenden Fachmanns namentlich gedenken der in den letzten 8 Jahren mit seltener Sach kenntnis, mit vorbildlichem Fleiße und ziel bewußter Energie die Hofapotheke zu einem Tempel der pharmazeutischen Wissenschaft ge macht hat. Herr Apothekenverwalter Köhne hat in der Zeit keine Mühe und Kosten gescheut, nicht nur den Verkaufsraum und die Schauauslagen schmuck und neuzeitlich zu gestalten, auch das große Lavoratorium ist unter seinen Händen allen modernen Ansprächen gerecht geworden. Und wenn wir noch einmal an die Hausnschrift anknüpfen, die von den Heilkräutern pricht, die aus dem Schoß der Erde wachsen, o wäre die starke Persönlichkeit Köhnes als Botaniker von Ruf nicht vollständig gezeichnet. Auch hierin sucht er seinen Meister.=n * Das Rathaus im Blumenschmuck Wenn die drei Eisheiligen von uns Abschied genommen haben, wird das Rathaus in Kürze mit vielen Blumenkästen vor den Fenstern wieder ein vortreffliches Bild abgeben. Während früher sowohl die Fenster zum Marktplatz als auch zur Langen Straße Blumenkästen zeigten, wurde im vergangenen Der Gau Ravensberg des Deutschbundes, des alten völkischen Kampfbundes, dessen Mitglieder zumeist bereits seit langem in den Reihen der nationalsozialistischen Kampftruppe Adolf Hitlers stehen, hielt auf der Grotenburg seine Gautagung ab. Der Gauwart, Oberregierungsrat Dr. Spelge, eröffnete die Tagung. Ueber die Teutoburg prach dann Direktor Teudt. Hier, wo Bandel das Hermannsdenkmal errichtet habe. ei die Stelle, bei der die große Vernichtungschlacht gegen die Römer geschlagen worden ei. Der ganze Wust von Hypothesen gewisser„Gelehrter“ könne das nicht hinwegleugnen. Erst im vorigen Jahrhundert seien die Stimmen laut geworden, die daran zweifelten. Eine bewußte Zersetzungsarbeit gegen das Deutschtum habe diese Stimmen gefördert. Als das Hermannedenkmal eingeweiht wurde, sei eine Welle nationaler Erhedung über das deutsche Vaterland gegangen. Diese Welle suchten undeutsche Elemente zu dämp. fen. Von altersher aber sei hier auf dem Teut die Teutoburg gestanden. Auch Schuch hardt habe die Befestigungen auf der Groten burg als alte germanische Volksburg anerkannt und gesagt:„Wer die Teutoburg hat, der hat das Schlachtfeld!“ Und hier und nirgends anders sei die Teutoburg! Dr. Wollenhaupt sprach dann über Rassenkunde und Rassenpflege. Er wies darauf hin, daß der Deutschbund seit Jahrzehnten schon die Rassenkunde und Rassenpflege gefordert und gefördert habe. Schon 1913 beim Völkerschlachtdenkmal habe er als Deutschbundredner die zehn Rassengebote des Deutschen Volkes gefordert. Und die gleichen Forderungen beständen noch heute. In trefflicher, klarer Weise behandelte darau Wollenaupt die drei Fragen:„Woher kommst Du?— Wer bist Du?— Wohin gehst Du?“ Ausgehend von der Herkunft des nordischen Blutes, dessen Wiege an Nord= und Ostsee stand, von wo es in den Süden kam und die Kulturen des alten Indiens, Palästinas, Griechenlands, Roms, aller großen Völker gründete, zeichnete der Redner das Bild des Zerfalls aller dieser Kulturen durch die zersetzende Rassenmischung auf. Ueberall entstanden arteigene Kulturen, die durch Rassenmischung zersetzt wurden. Das Schicksal gab uns Deutschen nicht die arteigene Kultur. Der Glaube aus Judäa, die Sprache aus Rom, das Recht aus Byzanz, die Sitte(oder Unsitte) aus Paris, der Sport aus England, der Stoffwahn aus Amerika! Wir aber müßten bewußt an die altgermanische Kulturhöhe wieder anknüpfen, die Kinder mit der deut schen Vorgeschichte vertraut machen. Wollen haupt forderte, daß Familienkunde in jeder Schule eingeführt werden müsse. Das werde vom Kinde dankbar ausgenommen; denn es knüpfe persönlich bei ihm an. So komme man zur Lehre von der deutschen Erbmasse, die uns zu Familie, Sippe, Stamm, Volk zusammenfügt. Keine Ehe ohne Gesundheitszeugnis: Forderungen der Eugenik knüpfen sich an. Mit den Worten:„Wende dich der Sonne zu, dann fallen alle Schatten hinter dich!“, schloß Wollenhaupt seine mit großem Beifall ausgenommenen Ausführungen. In der Aussprache betonte man eine enge Zusammenarbeit des Deutschbundes mit dem örtlichen Kampfbund für Deutsche Kultur, von dem er das Sondergebiet der Rassenfrage bearbeiten könne, um den Kampfbund mit seinen allumfassenden Aufgaben in wünschenswerter Weise zu entlasten. Im Anschluß daran fand unter Führung von Direktor Teudt eine Besichtigung der Reste der alten Teutoburg statt, wozu dieser die Erläuterungen gab. hatte, auch die Zelle von Höltke mit einem selbst angefertigten Dietrich geöffnet und dann Höltke unter Bedrohung gezwungen, mit ihm auszubrechen. Höltke hat dann aber die erste beste Gelegenheit benutzt und ist dem Szymanski ausgerückt. Er hat dann sofort die Polizeistation in Bad Pyrmont angerufen und somit dazu beigetragen, daß Szymanski so schnell wieder verhaftet werden konnte. * Grober Vertrauensbruch. Vor dem Schöffengericht hatte sich ein 50 Jahre alter Bürovorsteher zu verantworten, der das Vertrauen seines Arbeitgebers in gröblichster Weise mißbrauchte und nach und nach Reichsmark aus der Kasse entnahm und für sich verbrauchte. Um die erste Unterschlagung zu decken, folgten neue Verfehlungen. Da der Angeklagte unter diesem seelischen Druck litt und vergeßlich wurde, kam eines Tages die Unregelmäßigkeit durch eine Vergeßlichkeit ans Tageslicht. Der Angeklagte legte ein Geständnis ab und wurde nach längerer Verhandlung wegen Unterschlagung, Untreue und Urkundenfälschung zu einer Gesamtstrafe von neun Monaten Gefängnis verurteilt. * Fahrraddiebstahl. Gestern morgen wurde ein Fahrrad, Marke Dürkopp, das vor einem Hause in der Exterstraße stand, gestohlen. Sachdienliche Mitteilungen erbittet die Kriminalpolizei in der alten Schule am Markt. * Besuch aus Sibirien! Gestern mittag wurden beim Falkenkruge sieben sibirische Schneegänse, niedrig fliegend, beobachtet. Diese hier selten zu sehenden Schneegänse haben eine Flügelspannweite von 80 Zentimetern. * Ein vergeßlicher Weltenbummler. Vor einigen Tagen fuhr ein Arbeitsloser aus Hamburg mit einem Schiffsmodell durch die Straßen Detmolds. Die Kriminalpolizei interessiert sich für diesen Mann, da er scheinbar vergessen hat, einen Akkumulator, den er sich von einem hiesigen Bürger geliehen hat, wiederzugeben. Jahre nur die Hausfront zum Marktplatz mit Blumenkästen geschmückt. Wir hörten, daß diese Maßnahme mit der schlechten Finanzlage der Stadt zusammenhänge. Rechtzeitig möchten wir die zuständigen Stellen bitten, in diesem Jahre die vorhandenen Blumenkästen wieder vor allen Fenstern anzubringen. Das ganze Rathaus im Blumenschmuck macht auf den fremden Besucher einen sehr vorteilhaften Eindruck. Da die Kosten für die Mehranschaffung von Blumen kaum ine Gewicht fallen, hoffen wir gern, daß unserer Anregung stattgegeben wird. Rund um den alten Friedhof Auf dem alten Friedhof an der Weinbergstraße ist die große Säuberungsaktion nunmehr beendet. Nachdem hier viele verwahrloste Grabstätten entfernt und zahlreiche Querwege angeschüttet sind, werden in Kürze Rasenflächen dem Friedhof ein parkähnliches Aussehen geben. Augenblicklich wird von der Beneckenstraße aus ein zweiter Zugang zum Friedhof angelegt und durch eine Mauer eingefriedigt. Auf dem Friedhof ist die Grabstätte unseres Dichters Christian Dietrich Grabbe seitens der Stadtgärtnerei mit Rosensträuchern bepflanzt. Nur die alten Detmolder dürften wissen, daß sich auf diesem Friedhof noch jetzt Grabdenkmäler befinden, die hier vor etwa 130 Jahren aufgestellt wurden. Der Friedhof ist jetzt täglich bis 8 Uhr abends geöffnet und wird gern von alten Leuten aufgesucht, umsomehr, da an verschiedenen Stellen Ruhebänke zur Aufstellung gekommen sind. Spende für die Hitler=Stiftung In der Geschäftsstelle der NSDAP., Orts gruppe Detmold, Paulinenstraße 20, liegt eine Sammelliste für die Opfer der Arbeit (Hitler=Stiftung) aus. Wir bitten alle Volksgenossen, durch zahlreiche Spenden den edlen Zweck der Stiftung unseres Reichskanzlers zu fördern. Die Ortsgruppenleitung. gez. Pieper. * In das Untersuchungsgefängnis eingeliefert wurde gestern der Arbeiter Höltke aus Brake, der wegen Verdachtes der Anstiftung zum Meineid im Gerichtsgefängnis in Lemgo in Untersuchungshaft saß. Höltke, der bekanntlich in der Nacht zum Montag mit dem Arbeiter Szymanski ausgebrochen war, hatte sich im Laufe des Dienstags im Untersuchungsgefängnis Lemgo aus freien Stücken wieder eingefunden. Szymanski hatte, nachdem er seine eigene Zelle erbrochen 4000 Frau Marie Irerk feierte am Mittwoch in voller geistiger Frische und körperlicher Rüstigkeit ihren 80. Geburtstag. Der luth. Kirchenchor und die luth. Frauenhilfe machten Frau Frerk eine ganz besondere Freude, indem sie überraschend einige Choräle und Lieder sangen und ihr einen schönen Rosenstrauß überreichten. Unser Wunsch geht dahin, daß ihr noch weitere recht schöne Lebenjahre beschieden sein möchten. 90 Jahre alt wird heute Frau Witwe Minna Schmidt im Altersheim. Die hochbetagte Mitbürgerin ist gewiß vielen in der Stadt Lage bekannt. Lange Jahre hindurch hat sie ffrüher die Kantine der Zuckerfabrik Lage geführt. Wir wünschen ihr noch weiterhin einen ruhigen Lebensabend. Das Freibad Werreanger wird z. Zt. für die demnächst vorzunehmende Eröffnung neu hergerichtet. Die Becken werden einer gründlichen Reinigung unterzogen. Die Wasserfilteranlage wird mit neuem Filtermaterial gefüllt. Am Wassereinlauf in die Werre ist das Wehr gegen die Vorjahre geändert, namentlich wurde das stehende Wasser durch Uferbefestigung und Anschüttung beseitigt. Die Wasserverhältnisse in den Badebecken sind damit gegen die Vorjahre bedeutend verbessert worden. Im Bade selbst hat man im Kassen= und Wirtschaftsraum eine elektrische Nelda Dallmer Romas von Seoricht in „Dige“ * 12. Fortsetzung. Dann trat sie vor den Spiegel und blickte unbeweglich mit weit geöffneten Augen hinein. „Bin ich das?“ fragte sie langsam und laut, und eine glübende Blutwelle schoß ihr in die Wangen. Sie schloß die Augen halb und lächelte.„Ich glaube, er mag mich— ja, ja!“ Sie nickt dem Bild im Spiegel zu.„Ja du, ja!“ Mit einem Ruck sprang sie ins Bett. Da saß sie halbaufgerichtet, sie sah aus wie ein Kind. Eine Stunde verging; mit großen verträumten Augen blickte sie auf einen Punkt. Die Brust hob und senkte sich in kräftigen Atemzügen; es war Relda unendlich wohl; endlich wurden ihr die Lider schwer, ihre Gedanken verwirrten sich. Die Zunge gehorchte nicht mehr, der Traum kam und jagte bunte Bilderreihen vorüber. Und alles wob sich um eine Gestalt. * Ramer saß im Schnellzug. Neben ihm lagen ein Tüte und ein kleiner Veilchenstrauß, sorgfältig in Seidenpapier gehüllt. Blumen, der Sohn brachte sie der Mutter. So geschah es jedes Mal; im Frühjahr waren es Veilchen, im Sommer Rosen, im Herbst leuchtende Astern. Und jedesmal steckte die unglückliche Frau die feine Nase in die Blumen, kicherte und reichte dann mit huldvoller Gebärde dem Spender die Hand zum Kuß:„Wir geruhen sie anzunehmen. Wir danken! So würde es auch heute sein.. Ramer seufzte, als er allein im Coupé saß; mit einem müden gleichgültigen Blick schaute er durchs Fenster auf das wechselnde Landschaftsbild. Ein unsagbar bitteres Gefühl beklemmte ihm die Brust, erischmeckte die Galle auf der Zunge. Warum war er denn auserlesen zu allem Mißgeschick? Und was hatte die arme Frau in Sinzdorf verbrochen, daß sie hinter Schloß und Riegel in geistiger Nacht saß? Ihr Leben war untadelig gewesen, eigastetes Opfer für Mann und Kinder— gut, sanft, fromm Etwa zwei Stunden später schritt Ramer hinter einer Wärterin über den langen Gang im zweiten Stockwerk der großen Irrenanstalt. Auf dem doppelten Läufer von Kokosfaser versingen sich die Tritte unhörbar; es hatte etwas Unheimliches, dieses Nichthören des eigenen Schritts. Lautlos glitt die Führerin voran. Der Gang war endlos; Tür auf Tür, Nummer nach Nummer. „Wie geht es meiner Mutter, Frau Müller?“ „O danke, recht gut! Ne, das is ne liebe Dame. Wenn se all' so wären! Ne, wirklich so nett und auch ganz gesund, die kann uns beide noch überdauern, Herr Leutnant!——— So, da wären wir!“ Sie steckte den Schlüssel ins Schloß der letzten Tür und klopfte dann.„Se freut sich so, wenn man vorher klopft!“ Sie traten ein Das Fenster war vergittert, doch fiel das Licht freundlich in die Stube, auf das flache Bett in der Ecke mit dem grünen Schirm davor, auf die Chaiselongue, auf den kleinen Tisch und die wenigen Stühle. Die grau tapezierten Wände blickten kahl und nüchtern; kein Spiegel, kein Bild. Am Fenster saß Frau Constanze von Ramer. Sie war mit peinlicher Sorgfalt gekleidet, die spärlichen Falten des einfachen Wollkleides waren so sorgfältig ausgebreitet, als spreizte sich schwerer Damast oder Brokat. Sie saß kerzengerade und hielt den Kopf mit der kleinen Spitzenhaube über dem grauen Scheitel aufrecht. Beim Oeffnen der Tür wendete sie sich langsam, so steif und hölzern, als drehe sich ein Automat. „So, Madam, hier is Ihr Sohn! Sagen Se mal guten Tag, Madam!“ „Was— Madam—?!“ Gereizt fuhr die Frau am Fenster auf; ihre unstet flackernn Pupillen bekamen plötzlich einen starren Blick, ihr den plötzlich einen starren! zog sich hochmütig. die sich?“ kreischte sie in eben noch sanfter Mund verzo...... „Was unterstehen Sie sich?“ kreischte sie in den höchsten Tönen.„Madam— ich bin keine Madam! Wissen Sie nicht, daß ich die Kaiserin von Deutschland bin?“ Ihre zarte Gestalt zitterte vor Wut, ihre Lippen verzerrten sich, sie krallte die ausgestreckten Hände. Namer prallte entsetzt zurück. Die Wärterin blieb gelassen stehen, sie knixte nur mehrmals hintereinander und gab ihrer Stimme einen kriechend unterwürfigen Klang. „Majestät, verzeihen Se, ich habe mich ja versprochen— na natürlich: Majestät.“ „Ah— ab!“ Die Kranke war sofort ruhig, ein geschmeicheltes Lächeln glättete ihr wutverzerrtes Gesicht.„Das wollte ich ihr auch raten! Wir wollen diesmal gnädig sein— gnädig sein,“ setzte sie in völlig verändertem Ton hinzu.„Aber weißt du auch, daß ich dich köpfen lassen kann, ja, köpfen lassen kann?— Oder,“— sie machte eine lange Pause, ihr Sprechen wurde ein Flüstern, wichtig, vertraulich, sie riß die Augen weit auf und ließ sie scheu im Zimmer umherrollen—„oder soll ich dich erschießen lassen— erschießen lassen?! Hier in den Kopf!“ Sie fuhr mit beiden Händen an die Schläfen.„Er hat sich erschossen! Huh, erschossen— schossen— schossen—!“ Sie wiederholte lallend die letzten Silben und schüttelte sich dabei, als würfe sie ein innerer Kampf hin und her. Ramer lehnte sich dumpf stöhnend gegen die Tür; er glaubte es nicht mehr anhören zu können, er mußte fortstürzen, nie wiederkehren,— und doch war es seine Mutter, die da wahnsinnig schwatzte. „Huh erschossen— huh huh— erschossen!“ Dumpf hallten die leeren Wände wieder. Es war nicht meyr zu ertragen. „Majestät!“ Die Wärterin legte der Unglücklichen die Hand auf den Mund und schob sie mit Gewalt auf ihren Sitz zurück. „Still!“ Frau Müllers Druck wurde ziemlich unsanft.„Keine Fisematenten, Majestät!“ Sie erhob drohend die Finger.— Die Wahnsinnige duckte sich geschwind. „Keine Fisematenten, nein, nein,“ sagte sie ängstlich. „Na, das is ja schön. Aber nu kucken Se mal, hier is ja Ihr Sohn, der is weit hergekommen, der will Sie besuchen!“ „Ah!“ Frau Constanze von Ramer erhob sich feierlich, faßte ihr Kleid mit zwei Fingern und machte eine tiefe abgemessene Verbeugung.„Seien Sie gegrüßt!“ Sie reichte ihm voller Hoheit die Hand zum Kuß. Mit einer unbeschreiblichen Pein im Herzen ergriff er site. So standen sie eine Weile und starrten sich, an; angstvolleforschten die Augen des Sohnes im Gesicht der Mutter. Sie kannte ihn nicht, keine Spur; leer, fremd war der Blick der einst so liebe. vollen Augen. „Mutter! Kennst du mich nicht, Mutter?“ Seine Stimme verging fast vor Erregung, Tränen der Verzweiflung füllten seine Kehle; er schluchzte auf, ein gepreßtes, trockenes Schluchzen. ——ug folgt.) * 99. Lichtanlage angebracht. Eine zweite Brausenanlage soll noch angelegt werden. Die Umgänge am Becken werden durch einen Ausgabezeiten für Verbilligungsscheine Steinbelag verbessert werden, sodaß die im Vorjahre auftretenden Uebelstände ebenfalls beseitigt sind. Mit der Anbringung von weiteren Sitzbänken ist zu rechnen. Schätmar Schützenfest am 20. und 21. August! In der Hauptversammlung der Schützengesellschaft wurde einstimmig beschlossen, in diesem Jahre wieder Schützenfest zu feiern und zwar am 20. und 21. August. Das Fest soll wieder auf der Wisch stattfinden.— Die Versammlung der Schützen, die im Hotel Korf statt fand, zeichnete sich ganz besonders dadurch aus, daß keine großen Debatten geführt wurden, sondern daß kurz und bündig einstimmige Beschlüsse gefaßt wurden. Die Abwurde 5 rechnung wurde bhne Aussprache zur Kennt nis genommen und dem Kassierer Entlastung erteilt. Während einer kurzen Pause wählten die Kompagnien ihre Hauptleute und Feldwevel. Nach Wiedereröffnung der Versammlung konnten folgende Beschlüsse der Kompagnien mitgeteilt werden: Hauptmann der 1. Kompagnie Robert Neuper, Feldwebel Wilhelm Rönne; Hauptmann der 2. Komp. Fritz Grefe jr., Feldwebel Gustav Stahlmann; Hauptmann der 3. Kompagnie Willi Quest, Feldwebel August Branding. Die Wahl des Hauptmanns und des Feldwebels für die 4. Kompagnie ist noch nicht erfolgt. Vom Vorstand wurde mitgeteilt, daß die Beiträge so niedrig wie eben möglich gehalten werden sollen; Arbeitslose zahlen gar keinen Beitrag. Wenn die Kassenverhältnisse es eben ermöglichen, sollen den Arbeitslosen noch Biermarken verabfolgt werden. Der Vorstand wurde beauftragt, mit den Vorständen der hiesigen Militärvereine sowie dem Vorstand der Turngemeinde wegen Errichtung eines Dauerscheibenstandes in Verbindung zu treten. Am Schluß der Versammlung betonte Major Dröge, daß am siesjährigen Schützenfeste die ganze Bürgerteilnehmen müßte. Vom Wohlfahrtsamt Detmold wird uns geschrieben: Zum Zwecke der Fettverbilligung hat die Reichsregierung Mittel zur Verfügung gestellt, durch welche der hilfsbedürftigen Bevölkerung für die nächste Zeit der Bezug zu verbilligtem Preise ermöglicht werden soll. Der verbilligte Bezug erfolgt auf Grund von Reichsverbilligungsscheinen, die aus mehreren Abschnitten bestehen und gleich für die Dauer von drei Monaten ausgegeben werden. Auf den Reichsverbilligungsschein können bezogen werden: Butter, Käse, Schmalz, Rohsett, Speck, Talg, Speiseöl, Margarine, Kunstspeisefett und gehärtetes Pflanzen= oder Tierfett. Andere Waren dürfen nicht abgegeben werden. Auf geringere Mengen als ½ Pfd. Butter oder Käse und 1 Pfd. der übrigen Fette darf eine Verbilligung nicht gewährt werden. Die Verbilligung beträgt je Pfd. 25 Pfg. Bei der Ausgabe der Verbilligungsscheine werden vom Wohlfahrtsamt Detmold die folgenden Fürsorgegruppen und zwar an den festgelegten Ausgabetagen berücksichtigt: 1. Klein= und Sozialrentner Montag, 15. 5. 33, vorm. von 7.30—10 Uhr im Zimmer 20; 2. Zusatzrentenempfänger nach dem Reichsversorgungsgesetz, Elternbeihilfe= und allgemeine Fürsorgeempfänger Dienstag, 16. 5. 33, vorm. von 7.30—10 Uhr im Zimmer Nr. 20; 3. Emp fänger von Unfall=, Invaliden=, Angestelltenund Knappschaftsrenten Mittwoch, 17. 5. 33, vorm. von 7.30—10 Uhr im Zimmer Nr. 20; 4. Wohlfahrtserwerbslose Mittwoch, 17. 5. 33, nachm. von 2—5 Uhr im Rathausflur(Eingang Polizeiwache). Für pünktliche Abholung ist Sorge zu tragen. Es wird ausdrücklich darauf verwiesen, daß die Wohlfahrtserwerbslosen nur dann Anspruch auf die Scheine haben, wenn die Kontrollkarte, die vorgezeigt werden muß, in Ordnung ist. nofänger von Invaliden= usw. Renten müssen Rentenbezug durch Vorlage von Ausweisen Zu Annahme der Reichsverbilligungsscheine sind berechtigt alle diejenigen Geschäfte, die die vorgeschriebenen Fettarten führen. Ausgenommen sind jedoch im Interesse des gewerblichen Mittelstandes durch Verfügung der Landes. regierung der Konsumverein einschl. sämtlicher Verkaufsstellen und alle ortsfremden betriebe, und zwar Clemens Gutberlet, Kaisers Kaffee=Geschäft, Thams u. Garfs, Heinr. Siekmann, Lange Str., die Filialen des Konsumvereins. Im übrigen haben diejenigen Geschäfte, die die Verbilligungsscheine einzulösen bereit sind, dieses durch Aushang kenntlich zu machen. Die Abtrennung der einzelnen Abschnitte darf nur durch den Verkäufer erfolgen. Der abgetrennte Abschnitt duß durch Aufdruck des Firmenempels und Hinzufügung des Datums von der Zerkaufsstelle entwertet werden. Die Einlösung der Verbilligungsscheine erfolgt durch das Finanzamt(Finanzkasse). Die einzelnen Abschnitte sind der Finanzkasse jeweils sortiert und in Bündeln oder Päckchen von nicht über 50 Stück verschnürt zur Zahlung vorzulegen. Die Einlösung der abgelieferten Abschnitte geschieht bei Beträgen bis zu 10 c.K, wenn Steuern rückständig sind, durch Verrechnung mit diesen. Bei Beträgen über 10 KR.K und wenn keine Steuern rückständig sind, kann Barzahlung verlangt werden. Gleichschaltung im Wirteverein. In der außerordentlichen Generalversammlung des Wirtevereins von Bad Salzuflen, Schötmar und Umgegend, die im Hotel Korf stattfand, wurde auf Grund der Gleichscholtungsbestimmungen folgender Vorstand gewählt: Wilh. Pivit 1. Vorsitzender, Paul Hetland, Wüsten, 2. Vorsitzender, Heinrich Frigge und Ehlebracht, Salzuflen, Kassierer, Schmeißer und Weschky, Salzuflen, Schriftführer, Eigenrauch und Menz, Salzuflen, und Böttger, Schötmar, Beisitzer. Von der Reichsregierung sind zugunsten in Not befindlichen Bevölkerungskreise elz= Die Stadtkapelle Lemgo auf der Kurterrasse. Vor Beginn der ständigen Kurkonzerte, zu deren Ausführung in der am Sonnabend beginnenden Hauptsaison des städt. Orchesters Bielefeld(36 Künstler) verpflichtet wurde, erschien am Mittwoch die Stadtkapelle Lemgo im Kurpark und erzielte mit zwei Konzerten, von denen sich besonders das Nachmittagskonzert eines schon recht ansehnlichen Besuches erfreuen durfte, einen schönen Erfolg. Kapellmeister Baule erbrachte aufs Neue den Beweis der Pflege alter bewährter Musikertradition in seiner Truppe. FE REP PRsst—"—— Verbilligungsmaßnahmen beschlossen. Demzufolge werden von den Fürsorgestellen an die Empfänger laufender Unterstützung aus Mitteln der Sozial= und Kleinrentner, Allgemeinen= und Wohlfahrts=Erwerbslosen=Fürsorge, sowie an alle Empfänger von Renten der Unfall=, Invaliden=, Angestellten= und knappschaftlichen Pensionsversicherung und von Zusatzrente und Elternbeihilfe Reichsverbilligungsscheine für Spesefette ausgegeben. Die Ausgabe für den Stadtbezirk Schötmar erfolgt am Montag, dem 15. 5. 1933, in der Zeit von 8—12 und am Dienstag, dem 16. I. 1933. in der Zeit von 9—10 Uhr. Im Interesse des gewerblichen Mittelstandes ist bestimmt, daß die Konsumvereine einschl. ämtlicher Verkaufsstellen und alle ortsfremen Filialbetriebe nicht berechtigt sind, die Verbilligungsscheine in Zahlung zu nehmen. Bad Salzuslen Schmiedemeister Peter 1 Nach erst kürzlich vollendetem 87. Lebensjahr ist jetzt einer unserer ältesten und bekanntesten Mitbürger, Herr Schmiedemeister Heinrich Peter, plötzlich verstorben. Wieder einer von den guten Alten, deren Reihen sich in diesen Tagen so bedenklich schnell lichten, wieder einer, der als Mensch und Meister in seinem Beruf von allen geachtet und geehrt, nichts höheres kannte, als die Pflicht. Ein Veteran der Arbeit, dessen Leben köstlich gewesen ist, weil es Mühe und Arbeit gewesen ist. In den letzten Jahren war der Vorstorbene infolge eines Oberchenkelbruchs ans Zimmer gefesselt, aber sein interesse am öffentlichen Leben unserer alten Vorstädtische Kleinsiedlung. Auf dem Gelände, das zur Besiedlung durch Kleinsiedler an der Detmolder Straße, dem Laubkerweg und hinter der Dux'schen Fabrik am Detmolder Weg bereitgestellt war, sind jetzt weitere 10 Kleinsiedlungshäuser im Bau, nachdem vor längerer Zeit bereits die zuerst zugeteilten 10 Bauten fertiggestellt und bereits bezogen sind. Im Rohbau ist jetzt das zweite os der vorstädtischen Kleinsiedlung mit weiteren 10 Siedlungsbauten fertiggestellt. Die Bauten liegen am Laubkerwege und an dem Wege, der als Zugang zu den Siedlungsbauten vom Laubkerwege abzweigt. Die Bauten werden voraussichtlich am 1. Juli bezugsfertig sein. Für die Stadt Lemgo waren außer diesen bereits vorhandenen 20 Bauten noch weitere 6 Siedlungsbauten genehmigt, jedoch steht die Genehmigung der Reichsregierung für die im ganzen Reichsgebiet bewilligten Siedlungsbauten dieser Serie noch aus. Sobald die Genehmigung der Reichseingeht, sollen die Si nicht gestört. Am anderen Morgen verließ er sein Quartier wieder, ohne etwas zu nehmen. ea. Festgenommen. Der Koch W. F. aus Bad Meinberg wurde hier am Mittwoch durch die Gendarmerie festgenommen und nach Bielefeld überführt. Wie man hört, soll sich F. des Betruges schuldig gemacht haben. Die Schneider=Zwangs-Innung gleichgeschaltet. Am Dienstag nachmittag hielt die Zwangsinnung für das Schneiderhandwerk in Stadt und Amt Horn im Ratskeller eine ordentliche Generalversammlung ab, um die vorgeschriebene Gleichschaltung vorzunehmen. Als Beauftragter der Regierung nahm der Vorsitzende des Kampfbundes für den gewerblichen Mittelstand, Herr Kreissparkassenrendant Köller an der Sitzung teil. Der Vorstand wurde nach kurzer Aussprache gewählt, und zwar zum 1. Vorsitzenden Friedrich Lahme jr., zum Kassierer Karl Betke, zum Schriftführer Lohann Donner. Stellvertr. Vorsitzender wurde Schneidermeister Büxe aus Bad Meinberg. Die neuen Vorstandsmitglieder gehören der jüngeren Generation an und sind sämtlich Mitglieder der NSDAP. bezw. des Kampfbundes für den gewerblichen Mittelstand. Somengebräute Haut Ac e Aufträge nur an orksansässige Gewerbetreibende vergeben. 4. Besuche von Reisenden und Sammeln von Aufträgen sind in den städt. Gebäuden zu verbieten. 5. Die städt. Sparkasse hat den für den Mittelstand bewilligten Kredit zum äußersten Zinssatz bereit zu stellen. 6. Hausiererlaubnig mit Lebensmitteln sind aus hygienischen Gründen nicht mehr zu erteilen. 7. Bei Vergebung städtischer Aufträge soll eine gerechte Verteilung an die hiesigen Gewerbetreibenden vorgenommen und mehr Gewicht auf Wertarbeit gelegt werden. Schmutzkonkurrenz ist auszuschalten. 8. Jeder Beamte und Angestellte der Stadt hat sich bei Verhandlungen und Besprechungen mit den Einwohnern einer höflichen und anständigen Form zu befleinigen.— Die Mitglieder wünschen eine gründlichere Aufklärung über Zweck und Ziel des Bundes.— Auf Anregung des Schuhmachermeisters Richter soll an den Landesleiter eine Eingabe gemacht werden, damit der Ueberzahl an Organisatonsformen und der Zersplitterung ein Ende gemacht wird.— Oberschelp, Pälike, Töpser, Richter und Witzel wurden zum Ehrenrat gewählt. — Ersatzwahl des Vorstandes wurde verschoben, da der NS.=Ortsgruppenleiter verhindert war.— Zum Schluß gedachte Kaufmann Ernst Tintel der Gefallenen des Regiments 55, das am 9. Mai 1015, also genau vor 18 Jahren, in der Schlacht bei La Bassee schwerste Verluste erlitt. Allein Barntrup hatte an diesem Tage 12 Gefallene zu beklagen. regierung Siedler ausgeBlomberg Der Theaterverein Thalia ist jetzt ebenfalls gleichgeschaltet worden. Vorsitzender ist der Tächter des Bürgerheims Haensch, langjähriges Mitglied der NSDAP., 2. Vorsitzender und Kassierer Invalide Brand, Schriftführer H. Niere. wählt und die Bauten vergeben werden. Als Bauplätze für diese 6 Häuser sind Plätze am Detmolder Wege zwischen der Nonenstelle und der Dux'schen Fabrik vorgesehen. Die Gleichschaltung in den Junungen der Stadt Lemgo und des hiesigen Bezirks ist bis auf einige Ausnahmen fast restlos durchgeführt. Die vom Kampfbund bestimmten Kommissare für die Gleichstellung haben den Versammlungen der Innungen beigewohnt und die Vorschlge der Innungen entgegengenommen. Diese Vorschläge bedürfen jedoch noch der Zustimmung der für Gleichschaltungsangelegenheiten zuständigen Stelle in Münster, sodaß die von den Innungen gewählten Vorstände erst dann als solche angesehen werden können, wenn sie von Münster bestätigt sind. Horn 9 Klempnermeister Christian Wiedemeier 1. Im Alter von 69 Jahren ist am Mittwoch abend der stadtbekannte Klempnermeister Christian Wiedemeier von seinen Leinaym er am Werden dieser neuen. Bez:, ae vorhildli“ Trzug gedient und war troß aller Anfeindungen vor Jahren der Mitbegründer der hiesigen Ortsgruppe der NSDAP. Zu seiner Freude war es ihm kurz vor dem Tode noch vergönnt, den Sieg der nationalsozialistischen Bewegung zu erleben. nahm er am Welven ome% dem alten Mitkämpfer von 1870=71 die Gewißheit einer besseren Zukunft seines geliebten deutschen Vaterlandes hrachte. Lange leidet Jahre bekleidete er bei den Schützen unserer Stadt das Amt eines„Oberst“ und wenn er hoch zu Roß mit langwallendem Bart in schmucker Uniform den Ausmarsch der Schützen anführte, dann war er wahrlich der rechte Mann am rechten Platze. An seiner Bahre trauern mit den nächsten Angehörigen alle jene, die„Schmied Peter“ kannten, und über das Grab hinaus ist ihm ein bleibend und ehrend Andenken für alle Zeiten gewiß. Personalien. Justizinspektor W. Jakob, der seit langen Jahren am hiesigen Amtsgericht tätig ist, ist, wie wir hören, mit Wirkung zum 1. Juli an das Amtsgericht Oerling= hausen versetzt. An seine Stelle tritt Herr Justizinspektor H. Kaufmann vom Amtsge richt Oerlinghausen. ea. Ein ehrlicher ulgast". Vor einigen Abenden kam ein fremder Wanderer hier an und wollte sich noch einige Pfennige zusammenbetteln. Er kam dabei in eine hiesige Pension. Als er einen Augenblick im Flur gestanden hatte und sich niemand sehen ließ, öffnete er die ihm zunächst liegende Tür. Als auch dort niemand zu sehen war und er nur die schönen Betten des Fremdenzimmers sah, bekam er wohl Sehnsucht, einmal gut zu schlafen. Kurz entschlossen machte er die Tür hinter sich zu und legte sich zu Bett. Da niemand mehr ins Zimmer kam, wurde er Oerlinghausen Das Fest der Alten im Rathauskaffec, zu dem der hiesige Vaterhändische Frauenverein Einladungen hatte ergehen lassen, war am Dienstag nachmittag von 51 über 75 Jahre alten Männern und Frauen besucht und hat einen alle Teilnehmer sichtlich befriedigenden Verlauf genommen. Die Fülle der Torten und Kuchen fand bei der Kaffeetafel das verdiente Lob. Sie ließ eine behagliche, wohlige Stimmung aufkommen, die durch die Begrüßungsworte der Vorsitzenden, durch eine Ansprache des Ortspfarrers, sowie durch Darbietungen der Kleinen aus dem Kindergarten und durch Lieder einiger Mitglieder des Christl. Vereins j. M. noch erhöht wurde. Bei zeutweinig rechtlebhafter Unterhaltung und eifrigem Gedankenaustausch, der von Zeit zu Zeit durch gemeinsamen Gesang von Chorälen und Volksliedern unterbrochen war, gingen die Stunden von 7—7,30 Uhr nachm. nur zu schnell dahin. Freude lag auf den Gesichtern und leuchtete aus den Augen der Teilnehmer. Mit beweglichen Dankesworten gab einer der Aeltesten zuletzt dem Ausdruck, was alle empfanden. Aus der Nachbarschaft 55000 Mark sichergestellt Parteigelder der SPD. Bieleseld. 11. Mai. Zu der von uns gestern bereits gemeldeten Aktion gegen die SPD., die im Zusammenhang mit der Leipartschen Korruptionsafsäre im ganzen Reich durchgeführt wurde, erfahren wir hinsichtlich der Bielefelder Unternehmung noch folgendes: Die gesamten Vermögensstücke der SPD. in der Volkswacht, dazu gehört auch die Druckerei und Setzerei mit allem verfügbaren Maschinenpark, wurden beschlagnahmt und die Räume versiegelt. Ebenso wurde mit dem Reichsbannergebäude und dem„Rütli“ verfahren, das durch SA. besetzt wurde. Die Bieleselder Aktion förderte 55 000 Mark Partei= und andere Gelder zu Tage, die sofort sichergestellt wurden. 36 000 Mark werden eingespart Die Vereinigung des Metallarbeiterverbandes. Bieleseld. 11. Mai. Die Untersuchung beim Bielefelder Metallarbeiterverband hat zunächst eine Aufblähung des Personalbestandes ergeben, die einen Abbau unbedingt notwendig werden ließ. Den Augestellten des Verbandes Gubatz, Dörfler, Rothen wurde die ordnungsmäßige Kündigung zugestellt. Aus dem gleichen Grunde ist die Zahl der Beitragskassierer erheblich vermindert. Die Beitragskassierer, die bisher in 5 Tagen ihre Arbeit getan zu haben glaubten, werden in Inkunft wie andere Leute 8 Tage in der Woche arbeiten müssen. Jeden Monat wurden bisher an die Angestellten etwa 6300 Mark Gehälter ausbezahlt. Nach der Einsparung wurden kaum mehr als 3300 Mk. im Monat zur Auszahlung kommen. Die neuen Maßnahmen ersparen aber dem Verband und damit dem Arbeiter, ohne daß der Geschäftebetrieb auch nur in etwa gehemmt würde, allein an Gehältern das nette Sümmchen von 36 000 Mark im Jahr. Barntrup Kampfbundversammlung. Am Dienstag abend fand im Deutschen Hause eine Mit Segelflieger tödlich abgestürzt Haltern(Westf.), 8. Mai. Der Berliner Flieger und Flugzeugkon strukteur Dr. Meyer ist bei einem Segelflug in den Barkenbergen tödlich abgestürzt. Kurz nach dem Start wurde er durch den starken Sturm von einer Boe erfaßt, die die Maschine auseinanderubrach. Das Segelflugzeug trudelte ab. Dr. Meyer war sofort tot. Der Sparkassenskandal Bad Oeynhausen. 10. Mai. Rund 70000 Mark Unterschlagungen sind nach dem bisherigen Ergebnis der landeskriminalpolizeilichen Untersuchungen bei der Sparkasse vorgekommen. Der verhaftete Abteilungsdirektor Tacke ist geständig. abeno sand im Beulschen hause enn„ En gliederversammlung vom Kampfbund des ge] Göring und Geebbeis kommen werblichen Mittelstandes statt. Zunächst Morig 8 m wurde festgelegt, daß künftig die Monatsver sammlungen an jedem ersten Montag im Monat abgehalten werden sollen. Dann wurde ein Schreiben des Vorstandes an die Stadtverordnetenversammlung verlesen, worin gefordert wurde, an maßgebender Stelle die Durchführung der nachstehend kurz aufgeführten Punkte zu erwirken: 1. Für alle Beamten und Angestellten der Stadt ist jeglicher Warenhandel zu verbieten. 2. Alle Angestellten, auch Pensionäre, sollen ihren Warenbedarf nur in ortsansässigen Geschäften decken und Konsumvereine und Filialbetriebe meiden. 3. Alle hiesigen Behörden sollen ihre Porta, 8. Mai. Anläßlich der Wiederkehr des 10jährigen Todestages von Leo Schlageter soll die Grundsteinlegung des Schlageterkreuzes am 28. Mai auf dem Jakobsberge an der Porta stattfinden. Wie wir erfahren, sind bereits Einladungen an Reichsminister Göring und Goebbels ergangen. Mit der Absteckung des Denkmalplatzes ist bereits begonnen worden. Es soll versucht werden, daß 23 Meter hohe Kreuz. das nachts elektrisch erleuchtet werden soll, bis zum 12. August fertigzustellen, so daß es dann am Geburtstage Schlageters eingeweiht werden könnte. Die Geschichte einer Blumenstadt Erfurt soll ein Gartenbaumuseum bekommen In der Blumenstadt Erfurt soll ein Gartenbaumuseum errichtet werden, das die weltwirtschaftliche Bedeutung Erfurts in der Blumenwirtschaft und Samenzucht und ihre Jahrbunderte lange Tradition aufs neue dokumentieren und der ganzen Gartenindustrie einen neuen Antrieb geben soll. Es wird angeregt, in einer besonderen Schau die Entwicklung des Erfurter Gartenbaus, der mit der geschichtlichen Entwicklung der Stadt eng verknünft ist, darzustellen und außerdem den gegenwärtigen Stand der Blumenzucht usw. durch immer neu zu ergänzende lebendige Anlagen in seinen charakteristischen Formen anschaulich zu machen. Daneben dürfte auch eine besondere Abteilung der Entwicklung aller gärtnerischen Handwerkszeuge und Maschinen sowie den immer weiter fortschreitenden Zucht=, Kreuzungs= und Veredelungsversuchen gewidmet sein. Ferner soll eine Sonderabteilung als Lehrschau ausgebaut werden. Im Frühling und Herbst sollen besondere Blumenmessen veranstaltet werden. Famientragodie Halle. Der 25 Jahre alte Arbeiter Martin Stephan fand, als er von seiner Arbeit aus dem Leuna=Werk in die elterliche Wohnung in Halle zurückkehrte, seine Mutter mit durchschnittener Kehle auf dem Sofa vor. Der 56 Jahre alte Vater hatte sich an der Türklinke erhängt. Der alte Stephan. der seit zwei Jahren arbeitslos war. war in den letzten Monaten stark überreizt gewesen. Es war schon wiederholt zu schweren Auseinandersetzungen zwischen ihm und seiner Frau gekommen, bei denen die Polizei eingreisen mußte, um die Frau zu schützen. Offenbar hat er seine Frau in einem Wutanfall getötet und sich dann selbst erhängt. Der 2500jährige Sangerhausen. In der Nähe von Einzingen wurden beim Umpflügen eines Ackers in geringer Tiefe Schlackenreste festgestellt. Der bekannte Altertumsforscher Svengler=Sangerbausen hat den Fund untersucht und ermittelt, daß es sich um Reste eines Schmelzosens aus der ältesten Steinzeit handelt. Die Funde haben ein Alter von mindestens 2500 Jahren. Durch Zusammensetzung der Schlackenreste konnte die ursorüngliche Form des Ofens einigermahen rekonstruiert werden. Er ist in das Svengler=Museum in Sangerhausen gebracht worden und bildet eine überaus wertvolle Bereicherung dieser Sammlung. A AAAEA Der ehrliche Bagabund Mibglückter Selbstmordversuch. Paris. In Vordeaux versuchte ein russischer Schauspieler, sich das Leben zu nehmen. Ein Vagabund, der seine Schlafstelle unter einer Brücke aufgeschlagen hatte. war ganz erstaunt, als er einen Mann auf sich zukommen sab. der ihm ein Bündel Banknoten in die Hände drückte und erklärte, daß er dies als sein Eigentum betrachten möge. Der Unbekannte verschluckte zwei Zehnfrankstücke, band sich die Hände zusammen und sprang ins Wasser. Zum Glück breitete sich sein Gabardine=Mantel wie ein Rettungsring aus, sodaß er nicht untergeben konnte. Während er noch verzweifelte Anstrengungen machte, sich trotzdem unter Wasser zu halten, hatte man am Ufer ein Boot flottgemacht, um den Lebensmüden wieder an Land zu bringen. Der Vagabund, der vielleicht schon lange nicht mehr eine solche Summe sein eigen genannt hat. beeilte sich, sie dem diensttuenden Hasenoffizier auszuhändigen. Das beste Volkslied Dresden. Der Staatssekretär der Reichskanzlei hat der Leitung der Deutschen Musik=Premieren=Bühne e. V., Sitz Dresden, mitgeteilt, daß Reichskanzler Hitler ihr einen Ehrenpreis zur Verfügung gestellt hat, der an den deutschen Komponisten verliehen wird, der das beste neue deutsche Volkslied schafft. Mit diesem neuen Wettbewerb. der durch die Preisstiftung des Reichskanzlers Hitler besondere Bedeutung erhält, werden alle deutschen Komvonisten zur Einreichung neuer deutscher Lieder im Volkston aufgefordert, die in Ton und Text der deutschen Art. dem deutschen Gemüt und der neuen Zeit gerecht werden. Bedingungen zur Teilnahme versendet die künstlerische Leitung der Deutschen Musik=Premieren=Bühne e. V., Dresden, Zinzendorfstraße 25. Gistschlangen gefällig? Istaubul. Auf die Nachricht, daß sich die Istanbuler Handelskammer mit dem Plan der Ausfuhr von Giftschlangen für die Gewinnung von Serum befaßt, haben sich bereits etwa 25 Lieferanten bei der Handelskammer vormerken lassen, darunter ein gewisser Hadschi Ibrabim, der 150 Giftschlangen jeden Tag liefern will. Die„goldige“ Greta Stockholm. Wie„Allehanda“ aus Amerika meldet, ist Greta Garbo von ihrer Europareise nach Hollywood zurückgekehrt, wo sie in einem Film„Königin Christina" die Titelrolle spielen wird. Dem Telegramm zufolge soll Greta Garbo für diesen Film eine Gage von 250 000 Dollar erhalten. legt. Der englische Kavttän war fehr erfrent. als er von dem Finder der Flasche verständigt wurde. Sport unter Polizeiaussicht Bukarest. Die gesamten Temesvarer FußballKlubs haben einmütig einen Beschluß gefaßt, wonach die Schiedsrichter nach Beendigung der Spiele unter sicherer Bedeckung bis zur Straßenbahn oder dem Autobus begleitet werden müssen. Außerdem dürfen Sviele nicht eber beginnen, bevor nicht mindestens drei Polizisten anwesend sind.— ein Beschluß, dessen tiefere Hintergründe nur der verstehen wird. der einmal einem frisch=fröhlichen Fußballspiel in Temesvar beigewohnt hat. Ein Topf voll Silber wertvoller Münzensund entdeckt Weimar. Vor einiger Zeit ist es einem Einwohner von Mechterstädt gelungen., in seinem Besitztum einen groben irdenen Topf aufzudecken, der mit Silbermünzen, vornehmlich aus dem 18. Jahrbundert. angefüllt war. Dieser nach vielen Hunderten Einzelstücken zählende Münzenfund ist der bedeutsamste in Mitteldeutschland in den letzten Jahren. Es handelt sich um Gulden. Taler. Franken preußischer, österreichischer, baverischer, französtscher Prägung. Sehr interessant sind die friderizianischen Silbermünzen, die auch Stücke aus der Zeit des siebenjährigen Krieges ausweisen. Eigenartig sind die französischen Münzen. die noch auf der einen Seite das Bildnis Ludwig XVI., auf der Rückseite die Zeichen der französischen Revolution mit den Worten:„liberté. égalité. fraternité“ zeigen. Leider ist es bisher nicht gelungen, den Finder und Besitzer des bedeutsamen Fundes zu bewegen, den Münzenschatz einem Thüringer Museum oder dem bekannten berzoglichen Münzkabinett in Gotha zu überweisen. Ein Ausgrabungsgesetz in Thüringen gibt es noch nicht und so besteht bei diesem großen Mechterstädter Münzenfund die Gefahr der Zersolitterung eines solchen kulturwichtigen Fundes. Wie wir hören, hat das Anerbieten des berzoglichen Münzkabinetts in Gotba. den Fund fachmännisch zu reinigen und wissenschaftlich zu ordnen und einzelne für die Landesforschung w btigen Stücke für das Münzkabinett durch Kauf zu übernehmen, einen Erfolg bislang noch nicht gezeitigt. Es besteht immer noch die Gefahr, daß der große Münzenfund von Mechterstädt unter der Hand verkauft wird und so in Der Mann, der sich selbst spielte Gas Guftties eines Silmhellen Der Aufnien eines Fünheiden Wenigen Künstlern war ein derart wechselvolles Schicksal beschieden, wie dem amerikanischen Schauspieler Tearle. In den Zeiten der Stummfilms zählte er zu den volkstümlichsten Darstellern Amerikas. Als er dann nach Hollywood übersiedelte, geriet er in leichtsinnige Gesellschaft. begann zu trinken und kam schließlich so tief herab, daß ihn keine Filmgesellschaft mehr engagieren wollte. Als der Tonfilm auch die Hollywooder Ateliers eroberte, hatte Tearle bereits den Anschluß an die neue Filmzeit verpaßt. Er war völlig herabgekommen und lebte nur noch davon. was ihm ehemalige Freunde und Bekannte schenkten. Sein Schicksal hatte in Amerikas Künstler=Kreisen allgemeine Teilnahme erregt. Zwei bekannte Schriftsteller, Kaufmann und Ferber. schrieben ein Bühnenstuc, zu dessen Hauptfigur Tearle wurde. Der Held dieses Stücks ist ein zum Trinker gewordener Bühnenchauspieler. Aber schon bei der ersten Probe tellte sich heraus, daß für die Rolle des Filmchauspielers kein geeigneter Darsteller vorhanden war. Entschlossen machten sich die Verfasser auf die Suche nach Tearle und fanden ihn schließlich in einem erschütternden Zustande vor. Man studierte mit Conway Tearle die Rolle des herabgekommenen Schauspielers ein. und Tearle bekam eine Gage von 200 Dollar wöchentlich. Die Erstaufführung brachte dem einstigen Star einen derart stürmischen Erfolg, aß der Direktor ihm auf der Stelle seine Gage auf das Doppelte erhöhte. Das Stück erzielte monatelang ausverkaufte Häuser und läuft seit einem Jahre in Newyork noch immer mit unverändertem Erfolg. Er selbst hat sich seit seinem ersten Wiederauftreten von Grund auf gewandelt. Seine Gage hat bereits die respektable Höhe von 1000 Dollar wöchentlich erklommen und dieser Tage wurde ein Vertrag mit einer Filmgesellschaft unterzeichnet, der dem Künstler eine der höchsten Filmgagen Amerikas, 4000 Doliar in der Woche, sichert. Trotz dieser glückhaften Wendung des Schicksals kann Conwony Tearle die furchtbaren Jahre des Elends. die er durchcht batte, nicht vergessen. Er hat seinen Schwur. keinen Tropfen Alkohol mehr anzurühren. gehalten und zählt heute zu den anspruchlosesten Bühnenkünstlern Amerikas. Wieder vertragen. Paris. Zwischen der Prinzessin Charlotte von Monaco und ihrem Ebegatten, dem Prinzen von Polignac. sollte vor kurzem ein Scheidungsprozet ausgetragen werden. Er wurde in letzter Stunde verschoben. Jetzt verlautet, daß die beiden Parteien sich geeinigt hätten, sodaß dieser Ebescheidungsprozeß hinfällig geworden ware. alle Winde verweht— eine Gefahr. die immer wieder bei derartigen Anlässen auftaucht, solange keine gesetzliche Handhabe besteht, Finder und Besitzer von Ausgrabungsobiekten an die Pflicht dem Volke und dem Staate gegenüber zu binden. Der Onkel aus Amerika Rann an der Save(Untersteiermark). Eine alte Bäuerin, die nur mehr von dem sogenannten Ausgedinge lebt, bat vom amerikanischen Konsulat in Agram die Nachricht erhalten, daß in San Franzisko vor drei Jahren ein Verwandter gestorben ist, von dem sie schon gar nichts mehr wußte. Nun meldet er sich auf diesem Amtswege mit einer Hinterlassenschaft von 16 Millionen Dollar, die auf nur fünf Erben zu verteilen ist. von denen einer die alte Auszüglerin ist. Schwarze vor dem Wasbington, 11. Mai. 2500 Neger, geführt von Kommunisten, veranstalteten eine Kundgebung vor dem Weißen Hause und forderten die Freilassung der wegen angeblicher Belästigung von zwei weihen Mädchen zum Tode verurteilten acht Neger. Die Abordnung wurde von Roosevelts Sekretär Howe empfangen, der erklärte. daß Noosevelt gerade mit fremden Divlomaten über Wirtschaftsfragen verhandele. Der Abord nungsführer, der letztjährige Neger=Präsident schaftskandidat James Ford, erklärte, daß Roosevelt in erster Linie amerikanischen Bürgern seln Ohr leiben sollte. Eine Flasche macht eine Weltreise Paris. Eine Flasche mit dem Brief eines englischen Schiffskapitäns, die von diesem vor etwa vier Jahren auf der Fahrt von Colombo (Ceylon) nach Australien ins Meer geworfen wurde, wurde bei Toulon gefunden. Die Flasche hat, wie man sieht, einen weiten Weg zurückgeDer Reichskanzler in Nönigsberg. Die Ankunft Hitlers im Königsberger Flughafen. Von links: der SS.=Führer von Ostpreuzen bei der Begrüßung des Reichskanzlers: dabinter Reichswehrminister v. Blomberg. Museum Großes Sountonarttatt Bad Kreuznach. Im hiesigen Kurhaus wird demnächst ein„Museum Großes Hauptquartier 1917/1918“ eröffnet werden. Das Große Hauptquartier des deutschen Heeres und der verbündeten Mittelmächte besand sich bekanntlich vom Frühjahr 1917 bis März 1918 in Bad Kreuznach. Viele Erinnerungsgegenstände sind zurückgeblieben, die zu einer Sammlung vereinigt werden sollen. Dieses eigenartige und in der Welt einzig dastehende Museum wird ein Denkmal werden, in dem Deutschlands schwerste Zeit einen sichtbaren Ausdruck finden wird. Zuden ist der Zutritt verboten Bukarest. An der Universität Klausenburg ist den jüdischen Studenten der Medizin das Betreten des Gebäudes für zunächst eine Woche verboten worden. Die Mehrzahl der jüdischen Hörer hat sich damit abgefunden, ein Teil wollte jedoch gewaltsam eindringen. Es kam zu einem Zusammenstoß, bei dem es zwei Verwundete gab.... Die Ursache des Verbotes war ein jüdisches Rundschreiben an die Apotheker von Klausenburg. nach Möglichkeit nur jüdische und keine rumänischen Praktikanten einzustellen. Handel und Wirtschaft Kassarurte der Berimner Ess.Borse Ohne Gewähr für Hörfehler Devisenkurse(in Mark) Wor bure Amsterdam Osle Helstngtore Kopenbagen Jalten London Wien Parto Schwet: Brüsfe! ien I. 3. Breef 10 72.23 6.254 22.15 14.17 3.581 45.43 18. N1.7 3.03 35 96 1.57 72.37 6.265 4 21.6 14.21 3.589 E5 16,60 81 43 73.17 8 36 88.71 0.231 169.23 72.33 5.4 55. 14,195 1.5 45,.45 1535 91.17 13. 35.95 20 169.57 72.47 6.276 63 41 24,19 14.235 S 604 4X 16.00 81.34 73.57 36,04 16.05 0.241 168—178 132—135 Berlin, don 11. Mai.(Preise in Mk. p. to) —— Mais(lok. Bln.) # Roggenmed! Weizenklete Weizen, märk. Roggen, märk. Sommergerste westpr. Hafer, märk. 197—199 154—136 Toggenklete Kartoffelflocken 8.28—27. 10.8— 2 8,70— 9.0 8.80— 9.00 13.10—13, Bergmann Elektrizitätswerke A.=S., Berlin. Der Aussichtsrat beschloß, der H.=V. am 13. Juni vorzuschlagen, das Aktienkapital von 44 Mill. RM. im Verhältnis 5:1 auf 8.8 Mill. RM. berabzusetzen und den Buchgewinn von 35.2 Millionen RM. zur Deckung der Jahresverluste von 1931 und 1932 mit zusammen 21.9 Mill. RM., sowie zu Sonderabschreibungen von 8,4 Mill. RM. gegen 21,5 Mill. RM. im Vorjahr zu verwenden. g. H. Hammersen A.=E. Osnabrück. Die Gesellschaft, die für 1932 wieder dividendenlos bleibt, weist in ihrer Ertragsrechnung einen Verlun von 37319 RM. aus. Es wurde ein Ueberschuß von 7081 099 RM. erzielt. Weitervericht für den 12. Mai. Für das mittlere Deutschland: Bewölkt und kühler, zeitweilig Niederschläge, nordöstliche Winde. Für das übrige Deutschland: Ueberall kühl, besonders im Osten und Süden. Regenfälle, im Norden wechselnd wolkig ohne nennenswerte Niederschläge, im Nord. westen zeitweise heiter. Bellage der Lippischen Tageszeifung Wasser ist das Beste! Von Ober=Med.=Rat. Dr. Vollmer Die Haut des menschlichen Körpers ist nicht nur ein schützender Ueberzug. sondern sie vermittelt vor allem den Wärmeausgleich und die Ausscheidung unbrauchbarer oder gesundheitsschädlicher Abbaustoffe des Körpers. Gar nicht zu reden von der Haut als Bildungsstätte innerer Abwehrkräfte gegen besonders gegen Tuberkulose. Je mehr wir daher die Haut vernachlässigen durch Tragen zu vieler und oft genug unzweckmäßiger Kleidungsstücke, durch Entwöhnung vom Einfluß anregender Außenreize, wie Licht. Luft und vor allem Wasser, umso mehr verliert die Fähigkeit. sich rechtzeitig und schnell dem Wechsel von Licht, Luft, Wärme und Kälte anzupassen. Erlältung und vermehrte Anfälligkeit sind unvermeidliche Folgen. Die Haut erfüllt ihre Aufgaben durch die, bis dicht unter die oberste Zellschicht sein verteilten Schweißdrüsen und haarseinen Blutäderchen, die von noch feinerem Nervennetzwerk uminannt sind. Namentlich bei äußeren Reizen wie Licht. Luft und Wasser werden die Drüsen zu erhöhter Tätigkeit angeregt und die Aederchen unter der Haut erweitern oder verengern Das reat die Schutzstoffbildung an und wirkt günstig auf den Blutkreislauf und die Versorgung der inneren Organe im Darum müssen wir regelmäßig dafür sorgen, daß die Haut rein und funktionstüchtig ist, d h. die Hautoberfläche und die Ausgänge der Talg= und Schweißdrüsen dürfen sich nicht durch Stauch und Schweiß zuseten, die seinen Hautäderchen müssen lebhafteren Reizen ausgesetzt werden, als es unter der Klei Dazu verhilft uns nichts besser und wirksamer als lich regelmäßig ein warmes Wannenbad Brausebad mit warmem Wasser und Seife. Richtig temperiert und nicht zu lange ausgedehnt verschafft uns das Bad das Gefühl des Neugeborenseins, weil der ganze Körper besser durch Nach erhöht wird der gesundheitliche Wert des Badens, wenn man nach gründlicher Reinigung der Haut unter der warmen Dusche sich 10—15 Minuten iu Schrifumbad, turppoeit, Das verstärkt die Wirkung des Wassers im Sinne einer besseren Durchblutung und Durchatmung des Körpers. Daß man natürlich gesund sein muß, je kärker und je mehr man sich Körper= und Hautreizen aussetzt, ist klar. Aber wom i s t d e r A r z t d a. E r w i r d A e l t e r e n, B l u t a r m e n o d e r Schwächlichen, besonders Nervösen oder sonst sich nicht kräftig Fühlenden oder mit irgend einem Fehler Behafteten Also hinein ins Wannenbad, unter die Dusche, ins Schwimmbad! Wir wollen die, durch unsere Lebensgewohnheiten verloren gegangenen Fähigkeiten und Werte unsere Haut nicht nur wiedergewinnen und erhalten. sondern sie wo möglich zu höherer Leistungsfähigkeit steigern. Was sagt doch ein altes griechisches Sprichwort?„Das Bestc ist das Wasser. Der Frühling in der Küche Wie in den Kleiderschrank so sollte jetzt auch in die Küche der Frühling seinen Einzug halten. Das ist umso notwendiger. als unsere Ernährung im Winter zwangsläufig eine mehr oder minder unzweckmäßige gewesen ist. Vor allem haben uns frisches Gemüse und frisches Obst gefehlt. Dieser Mangel, der sich bei vielen Menschen in Gestalt der sogenannten„Frühsahrsmüdigkeit“ mit all ihren unangenehmen Begleiterscheinungen bemerkbar macht, muß jetzt möglichst bald ausgeglichen werden. Vor allem gilt es. die in der Winterkost fehlenden Vitamine und Salze jetzt dem Körper zuzuführen Da sind zunächst die verschiedenen Maikräuter, die uns die Natur für diesen Zweck zur Verfügung stellt. Zu ihnen gehören Schnittlauch. Petersilie und ähnliche, die sich besonders als Zutaten zu Suppen. zu Soßen, zu Käse und Butter eignen. Das junge Gemüse, dessen gesundheitlicher Wert natürlich besonders hoch zu veranschlagen ist, wird seines hohen Preises wegen vieler Hausfrauen noch zu teuer erscheinen, wenngleig sich eine solche Ausgabe durch die Verbesserung der Gesundheit wohl bezahlt macht. Es stehen aber auch für Minderzahlungskräftige genügend Wildgemüse zur Verfügung, die man z. B. von einem Frühlingsspaziergang mit heimbringen kann. Die ersten Triebe des Löwenzahns können zu schmackhaftem Salat oder feinem Gemüse verarbeitet werden, aus Kresse. Sauerampfer und Feldsalat lassen sich ebenfalls gut schmeckende und der Gesundheit dienliche Gerichte herstellen. Von weiteren Gaben des Frühlings sei besonders uno mit besonderem Nachdruck auf Milch und Butter aufmerksam gemacht. Die Maibutter erfreut sich nicht nur wegen ihres guten Geschmackes allgemeiner Beliebtheit, sondern sie ist, ebenso wie die Milch, um die jetzige Jahreszeit pitaminreicher, als sors. da das Vieh bereits auf die Weide kommt und hier FrischSehr wichtig ist es nach, darauf hinzuweisen, daß man vom Markt oder aus dem Gemüseladen nur deutsches Gemüse, das dem ausländischen in keiner Weise nachsteht, nach Hause bringt und so nicht nur sich selbst und seiner eigenen Familie, sondern auch dem deutschen Volksvermögen einen wertvollen Dienst erweist. Beruf und Tuberkulose, Von 2ea.=Red.=Ra l. T. Dr. Deuter Schutz vor den Gefahren einer Tuberkuloseansteckung muß man wissen, wie diese Krankheit übertragen mird Der Krankheitserreger, der Tuberkelbazillus, kann aus Lunge eines Schwindsüchtigen auf belst. De Loim. Heig, Aer are: Stserei. Sisete cheit. auste uc Sialaust Mie keien Kisce eichen. eni indirekt dadurch, daß die versreuten Bozilen Terrongggrgant Staub aufgewirbelt werden und so in die Atmungsorgane anderer Menschen gelangen. Schließlich kommt noch eine Uebertragung der Krankheitskeime durch Hände. Kleidungs stücke. Geräte und dergl. in Frage. die stoff beschmutzt sind. Der erwähnte Sprühkegel und damit der unmittelbare Gefahrenbereich erstreckt„sich beim„Huften bi etwa 1 Meter, beim Niesen bis etwa 3½ Meter vom Munde des Kranken. Diese Uebertragungsweise hat praktische Bedeutung nicht nur für die Tuberkulose, sondern auch für zah reiche andere Infektionskrankheiten: Schnupfen, Grippe, Masern, Scharlech. Keuchhusten usw. Will man sich gegen die Ansteckung schützen, so sind entsprechende Vorsichtsmaßregeln notwendig. Der Kranke soll anderen Personen mindestens 1 Meter Abstand halten, beim Husten und Niesen die linke Hand oder halten und soll für seinen Auswurf geeignete Spuckgefäße benutzen. Im übrigen ist für ihn und seine Umgebung größte Sauberkeit der beste Ansteckungsschutz. Die unmittelbare Gefährdung durch einen tuberkulösen Arbeitskollegen richtet sich ganz nach den Verhältnissen des De cashere. Ais ce. esertige eien Se e e. Aseit as enie haite lce e. i Vorsichtsmaßregeln sorgsam beachtet, bietet er nur oder gar keine Gefahr für erwachsene Mader Aetreger, Won de Arketlogso, sis heilbielgraise, ist es natürlich, wenn der Tuberkulöse in einem Raum fur sich allein arbeiten kann und auch sonst seinem Frahheltze Sauberkat in den Arbeitorkumen und Peachtung versönlicher Hoaiene durch die Arbeiter muß gefordert werden. Der Kampf gegen die Tuberkulose darf nicht zu einem Kampf gegen den Tuberkulssen ausarten. Der erzlage, und andere. Kar bei shoeren, Kranchetezusänden dürste beine Entlastung mit Rücksicht auf die en brsder Die Lu. Pehesceige isd ier Scheier ersdhe echesmgers, Bostad die Ahescast ain Dbenen gestärkt wird. Die häufigsten Schulkrankheiten###### 9. Belaun "„.„ 6f.flin bes Rädenmarkes führt oft zum Für die Verhütung der Verbreitung übertragbarer Krankheiten durch die Schulen kommt im allgemeinen eine verhältnismäßig kleine Anzahl epidemischer Erkrankungen in BetrachtDie Masern verursachen die meisten Klassenepidemien und werden fas anschließlich durch die Srygl, Shritzege###stege, Sie befallen die Kinder meist im 1. oder 2. Schuljahre. In Groß städten haben 50 bis 60 Prozent der Son. 11„.Lie, Siage heit bei der Einschulung schon hinter sich. meistens weil## durch ältere schuloflichtige Geschwister angestect gerden waren welche die Krankheit in der Schule erworben hatten. Hierin liegt die Hauptgefahr der Masern. die für Kinder von ein bis zwei Jahren durch das häufige Hinzutreten einer Lungenentmanchen e Tage, die Kanskaeit ür seduach schon genen Eade Zeker Jekt. ele 14t ehe Krankheitserscheinungen aufgetreten sind, ansteckend. Des halb sind bei ihr auch Vorbengungomittel, wie Isolierung Er krankter und Klassenschließungen zwecklos, sie kommen zu spät und können eine Epidemie nicht verhüten. Im Gegensatz zu dem schleichenden Krankheitsbeginn der Masern erfolgt der Ausbruch der Krankheit beim, Scharlg# plötzlich mit hohem Fieber. Erbrechen und Halsschmerzen, die durch eine eitrige Entzündung der Mandeln verursacht sind. Der Verlauf ist oft recht schwer und hat häufig Eiterungen des Gehörorgans. Herzklappenfehler oder Nierenentzündung zur Folge: es kommen jedoch auch ganz leichte Fälle mal übersehen und erst durch die. nach einigen tretende Hautabschuppung entoeat werver. Diese unbeachteten Fälle begünstigen die Ausbreitung der Krankheit sehr. Für die Erkennung der Diphtherie, die mit im Halse einhergeht, ist der Nachweis des Diphteriebazillus im Nachenabstrich entscheidend. terricht darf erst erfolgen, wenn sich im Nachenabstrich keine Bazillen mehr finden. Die sehr ansteckenden Windvocken verlaufen meist leicht. ebenso die mit einem masernähnlicher Ausschlag ginhergeherge den Röteln. Dasselbe gilt für den Mumos(Ziegenpeter). der durch eine Entzündung der Ohrspeicheldrüse verursacht wird. Der Reuchhusten, dessen Erreger bekannt ist, verursacht im 1. Lebensjahre die meisten Todesfälle von allen Infektionskrankheiten. Für ältere Kinder ist er nicht mehr so gefäh lich, dauert jedoch meist mehrere Monate an. Das gehäufte Auftreten der spinalen Kinderlähmung an manchen Orten Deutschlands hat im letzten Jahre viel Beunruhigung hervorgerufen. Einzelne Fälle pflegen in jedem Sommer vorzukommen. Besonders bedroht sind die ersten drei Lebensjahre. jedoch erkranken auch ältere Kinder und Erwachsene. Die Zu wenig und zu viel Gewürz Von Dr. meo. Klaus Hofer Unsere Zeit mit allen ihren verschiedenartigen Ernähkungstbeorien hat das Interesse an den Bestandteilen der menschlichen Nahrung wach gerufen. Ein Gebiet allerdings wurde immer etwas stiefmütterlich behandelt, obwohl es in medizinischer Hinsicht besonders wichtig ist, nämlich die deutung der Gewür Der Zusatz gewisser Würzstoffe ist keine ist keine moderne Errungenschaft. Man hat schon im Altertum würze gekannt. Viele Völker haben den Zweck der Gewürze, nämlich die Erhöhung der Schmackhaftigkeit und Bekömmlichkeit der Speisen, übertrieben und die Grenzen überschritten. Wie auf jedem anderen Gebiet ist ein Uebermaß auch hier gefährlich. Zu scharfe Speisen beanspruchen die Nieren aufs äußerste. Das gesamte Blutkreislaufsystem muß eine vermehrte Arbeit leisten. Eine kurze Zeit hindurch ist dies durch die verschiedensten Ausgleichsmöglichkeiten, die im menschlichen Organismus verankert sind durchaus möglich. Auf die Dauer jedoch wird die vermehrte Arbeit auch eine vermehrte Abnutzung nach sich ziehen. Es darf niemand behaupten, daß er alle Gewürze vertragen könne und nichts Nachteiliges bemerke. Die Rechnung für seine Unvernunft wird ihm vielleicht erst nach vielen Jahrzehnten vorgelegt. Trotzoem benötigen wir für eine bekömmliche Nahrung ein gesundes Maß an Gewürzen. Die meisten Würzstoffe nämlich bestehen aus pflanzlichen Zellen und enthalten chemische Körper wie Eiweiß. Fette und Kohlehndrate, also die Grundsteine unserer Nahrung. Als marakteristischer Bestandteil kommmen nach die sogenannten ätherischen Oele hinzu. Sie machen sich beim Genuß allerdings weniger durch die Geschmacksnerven als durch die Geruchsnerven bemerkbar. Die wichtigste medizinische Folge dieser Nervenwirkung ist eine Anregung der Produktion von Speichel und Magensaft. Diese Flüssigkeiten, die die gerschiebegartigsten chemischen Spaltstoffe enthalten, vermögen es nun. die Speisen besonders gur zu verdünnen und vorzuverdauen. Auf der Magenschleimhaut wird außerdem eine bessere Durchblutung erzielt, welche die Zerlegung der Speisereste wirksam erleichtert. Im Darm wird die innige Berührung von Körperflüssigkeit, nämlich Blut und Lymphe. mit dem Darminhalt gefördert. Diese Förderung ist besonders wichtig. Wir müssen dazu wissen, daß der innere Darm aus den sogenannten zylinderförmigen Darmzotten besteht. Sie haben die Aufgabe. die Nährstoffe aus der zerkleinerten Nahrung in die Körpersäfte hineinzupumpen und auf diese Weise unsere sämtlichen Gewebe und Organe richtig und ausdauernd zu ernähren. Von der Schnelligkeit und Intensität dieses Vorganges hängt unser gesamter Ernährungszustand ab. Es ist nun der interessante Versuch gemacht worden, ein Stück Darm mit einer Zuckerlösung in Berührung zu bringen und verschiedene Konzentrationen einzelner Gewürze hinzuzusetzen. Das Ergebnis war überraschend. Ein normaler Gewürzzusatz ließ 25 Prozent Zucker mehr aufsaugen als vorher. Hohe Gewürzkonzentrationen erreichen aber das Gegenteil: es wurde vom Körper weniger Zucker aufgenommen. Dieser Versuch zeigt uns also. daß wir uns sowohl davor hüten müssen, die Gewürze vollkommen zu vermeiden, als auch eine gewisse Grenze zu überschreiten. Krankheit, eine Infektion des Rückenmarkes, führt oft zum Tode ader zu schweren Lahmunge„„Le gser urter iher, Schul. Erwähnt werden müssen auch noch die, unter der Schul jugend sehr verbreitete Infektion mit Madenwürmern (Oxvuren), die durch eine Milbe hervorgerufene Krätze, und die durch Kopfläuse verursachte Entzündung der Feushagt. In Zeiten. in denen Epidemien herrschen, sollten folgende Vorschriften allgemein hygienischer Art den Kindern immer vermeiden, keine fremden Trinkgefäße benutzen, nicht Frühstück des Schulkameraden abbeißen, sich nicht anhusten lasund beim Husten selbst ein Taschentuch vor den Mund halten; kein fremden, Taschentuch. und Lezg., eigeren, Kamm, a. Bürste benutzen. Die Hände häufig, besonders vor den Mu# zeiten, gründlich mit Seife waschen, häufig den Mund senlen und gurgeln; besonders morgens, abends und nach der Heim kehr aus der Schule. und die Zähne gut pflegen!!! Mahlzeiten mit oder ohne Getränke? Von Dr. Paul Becker. s in. el e k. ihe ie ie Eriaef L.eit Sinret Aadere halten e als mnbediagt säcdlich, Lein Fien v. 1rig: welcher Form sie ihm am besten zugeführt wird. Um diese Frage richtig beantworten zu können, muß man auf den Ge samtorganismus etwas näher eingehen. Bekanntlich werden etwa 70 Prozent des Körpergewichte aus Flüssigkeit gebildet. Wenn also ein Mensch 70 so macht die Flüssigkeitsmenge annähernd 50 Kilo, d. h. alf ebensoviel Liter. aus. Die Verteilung der Flüssigkeit in den verschiedenen Geweben und Körperteilen ist den: so enthält zum Beispiel das Email der Zähne nur 2 Pro zent Flüssigkeit, während der Speichel aus 99 Prozent Flüssig keit besteht und das Blut 30 Prozent Flüssigkeitsmenge muß immer in ungefähr gleicher. 25. halten werden, damit der ganze Lebensvorgang sich abspielen kann. Es ist errechnet worden, daß ein erwachsen Mensch täglich durch Haut und Nieren etwa 33/8 Liter Wass absondert, eine Menge, die natürlich schwankend ist, je nach Nahrungsaufnahme. Temperatur. Bewegung usw., doch muß immer die entsprechende Flüssigkeitsmenge wieder zugeführt An sich soll der Mensch also eine Flüssigkeitsmenge von 3½ Liter täglich zu sich nehmen aber es wäre unklug, diese Menge nun etoa in Form von Waser zu trinien. sonders an heiben Tagen Leoft, wigr oene g. werd ew.###u. 1# mehr wir trinken, umsomehr schwitzt der Körper, was durchaus nicht angenehm ist. Eine Vorsichtsmaßnahme sollen wir beim Trinken stets anwenden: nichts sehr kaltes Kaltes trinken. Der Magen ver: langt eine gewisse Temperatur, um richtig arbeiten wenn die Amerikaner großenteils magenleiden, sind, so be ruht das teilweise darauf, daß sie bekanntlich Eisgetränke und Eis an heißen Tagen im Uebermaß zu sich nehmen. Wenn man beim Essen trinkt, soll man es nicht tun, um damit das Essen hinunterzuspülen, weil man dadurch dazu verleitet wird. die Speisen nicht kommt wohl die Ansicht vieler, daß es schädlich sei, beim Essen zu trinken. Wenn man aber zwischen den Bissen einen Schluch trinkt, wird es einem nicht schaden. Besonders günstig ist es. am frühen Morgen vor dem Früh. stück ein Glas frisches Wasser zu trinken; zen Organismus durch und hat sich schon oft als beste Arzu erwiesen. Daß wir es nicht nötig haben, 35 Liter täglich zu trinken, lehrt uns die Erwägung, daß wir ja durch Kaffee, Tee. Suppen und durch die Nahrung selbst große Flüssigkeit zu uns nehmen. Jum Beispiel enthält eine Gurke Wasser, ist also ein guter Durststiller im Sommer. Auch gel. Kohl, Radieschen, Rhabarber, Tomaten versehen uns mit reichlich Flüssigkeit, die außerdem mit Vitaminen angereichert ist, so daß wie uns bei ihrem Genuß besser stehen, als wenn wir uns nur an Wasser oder andere Getränke halten müßten. Jedenfalls erreichen wir durch ausgiebige Gemüse= und Oostnahrung, daß unser Organismus regelmäßig richtig durchgespült wird; das ist lebenswichtig für uns, und bei solcher Diät werden wir uns wohl fühlen. Königswusterhausen und Langenberg senden: 20.00: (1633) Wiederholung — Tagerspruch. Der Tag des Liedes. orhersage. Dichtungen. danken dir, Herr. Das niederRich. Grille. Seewarte. Berlin: Kund. Jungens vom Kap zum Engem Wbigen. Nr und Maientanz. Wrr 8. l=Gavotte(Brounege(Wöhlert). Zusammengestellt von Suite, Brief der Frau Konzert. Ausf.: 17.00: K“&c. Wheiß: Wirschaftowandlungen der Dasaner Streichanartakt. Semmurde Perrsgrichr Uinger## Boschrbee — Da.: R. Richter, J. Eibenu. A. Secker. Mitw.: Helene Lange. Eva Schlee. E. Bolt. Leonorenoven). Ouv. —. aus: Meisternberg. Tannhäuser(Wagner). zu: Tell(Rossini). Aus: Rigoletto(Verdi). piel: Hänsel und Gretel(Humperkinc), e Ade(Berdü. Zweite ungar. Rhavsodie(Liszt). 100: Wetter=, Tager„ Svortnachrichten. Gi Fe gi. Bgielgue und Tunmust dur 5.45: Hamburg 6.15: Berlin: : Watr 14. Mai für die Landwirtschaft. jastik.— 6.30: Wiederbis für die Landwirtschaft Wetter für die Landwirshaft. Abendnachr.— Tagerspruch aus G#a Vobizggch, Vemueste, Rachrichten. 10.10: Schulfunk: Auf Schneeschuhen von Anschl. Deutsche Heimat, deutscher Klang(Schallpl.) A#nchl. Wetter für die Landwirtschaft. 12.55: Jeitzeichen der Deutschen Seewarte. 13.45: Nachrschter.— 14.00: Schallolattenkomert 15.00: Künstlerische Handarbeiten: Vorschlag far ein neues Sommerkleid. 15.30: Wetter= und Börsenberichte. 15.45: Bücherstunde: Werke der„Niersche-Tericungg 16.00: Märsche des neuen Deutschland.(Schallpl.) 16.30: Berlin: Nachmittagskonzert. 17.00: Dr. Schoh: Zeitung und Schule in der 17.35: Lebende Tonseher: Lieder v. Schattmann. A. M. Tovitz(Gesang). Der Komponist(Flügel) 18.00: Das Gedicht. 2. 18.05: Reg.=Rat Bartling: Baskische Ballspiele. 18.30: Musik für Streichorchester: Drei Bagatellen (Kann). Serenade(Reznicek). Kammerorchester d. Anschl.: 19.00: Stunde der Ration:, Rostschsd„sezt bei Waterloo. Funkspiel von E. W. Moeller. 20.00: Leinzig: Auch kleine Dinge können uns ent ##cken, Ein bunres Programm. Beethoven=Komert. Das Funk— Rosband. Solist: Prof. Kempff. k=, Tages= und Sportnachrichten. der Seewetterbericht. Pasturrsik des Stufonieorchesters. .13: Pp Ie Schecdhen Wiecdaide. u. Tagelsen Rse e Sermnacht üer ve vre. 22.15: 22.45: 88.30: Dir.: 4 ): Leipzig: 17.00: Für die 2.00: Werter für die Lanow ttenmelo dien.(Schallplatten.) er für die Landwirtschaft. ichen der Deutschen Seewarte. für geni Ratz: Bierte ee für die Landwit 1900 Stwd, ber. Nator, Sxelaen: ergland. Landschaft, Menschen, Bo Chor. Ausf.: idsenders. Dr Gnsal: Sendung Langenberg(422.4) es KammerLindner. Lig.: E. Wilcken. 17.35: Kammermnust: Sertett für 9 M-en Schen eeier! 3.(O Seche, Te geae e 22.00: Wetter=, Tages= u 22.45: Deutscher Seewett 23.00: Königsberg: Nach Donnerstag, 18. Mai 5.45: Hamburg: Wetter für die Landwirtschaft. sohiene die Merlaikerichte he du. Lopioikhscheft Wolf. nternat. Tennisturnier des sen. 8.— 9.45: Baul Schurek: Plattdeutsche Geschichten. 10.00: Nachrichten.— 10.10: Schulfunk: Der Flughasen Berlin, das Luftkreuz Europas. Hörbericht. Wih chetun Persterche Scalel!? 13.45: Rachrschten.—. 14.00; Schelplattenkowst. 14.45: Kinderstunde: Die Buddelkiste. 15.10: Jugendstunde: Hörbericht: Aus dem Raubtierhaus des Berliner Zoo. 15.30: Wetter= und Börsenberichte. 15.45: Aus: Die kleine Welt am Strom, von Georg Britting.— 16.00: Schallplattenkonert. 16.30: Berlin: Nachmittagskonzert. 17.00: Esse Binder: Das Gesicht der berufstätigen Frau.— 17.10: Verbrechen u. Erbanlage. Dr. Köhn: Schluß mit der Milieutheorie. —rer Leit. Trio 6=Moll f. KlariKlavier. von Wilh. Berger. Laute(E. Kühne). 17.35: Musik unserer Zeit. Trie E.Moll f. Klari nette, Cello und 18.00: Das Gedicht. 18.05: Heitere Volk 18.30: Stunde des Landwirts 18.50: Wetter für die Landwirtschaft.— Anschl.: Kurzbericht des Drahtlosen Dienstes. 19.00: Stunde der Nation. Berlin: Neurode. Ein 21.15: Stuttgart: Jum Schwäbischen Heimattag 1933: Deutsche in aller Welt. 22.10: Wetter=, Tages= und Sportnachrichten. 22.45: Deutscher Seewetterbericht. 23.00: Köln: Nachtmusik und Tamz. Lig.: Evsoldt. Freitag, 19. Mar 13: holung des Wetterberichts für die Landwirtschaft bolung S.— u. d. wichtigsten Abendnachr. Anschl.: Berlin: Frühkonzert. — Tagerspruch. 1— Miinun n 8.35: Königsberg: Somnastik für die, Frau. 9.45: Tiersabeln von Gellert und Gleim. Anschl. Von Wien durch die Welt,(Schallplatten). Anschl. Wetter für die Landwirtschaft. 12.55: Zeitzeichen der Deutschen Seewgrte. 13.45: Nachrichten.— 14.00: Schallglattegeggt. 15.00: Junamädchenstunde: Freiwilliger Arbeitsdienk?(Gelipröc), Zezsh, Peper. Börse. Richard M 6.35: Bremer Hafenkonzert.,— 8.15: Landwirtschaftl. Rundschau.— 8.30: U. Hösel: Aus der Mappe eines Fotoliebhabers.— 8.40: Für d. Kleingäotner: Dipl.=Garteninsp. Johnsen: Die letzten Nachtfröste im Gartenland.— 9.00: Geläut a. d. Trinttatioülrche.— 9.05: Epang, Morgenfeler.— 11.00: Univ.=Pros. Dr. Naumann: Moderne eddische Dichtung.— Ernst Vertram. 11.30: Bochsanlute: Wir danken dir, Herr. 12.05: Königsberg: Wissenschaftl. Kundgebung der Notgemeinschaft der deutschen Wissenschaft. 13.00: Mittagskonzert. Ltg.: E. Eysoldt. 14.30: Volk erzählt. F. Häker: Die Pferdekur. 15.00: Für d. Landwirt: Tierzuchtinsp. Dr. Gröper: Bedeutung und Erfolge der Leistungszüchtung bei Schweinen." 1.n annn 15.30: Herrgott, dich loben wir. 400 Jahrfeier der Reforma 16.30:——• 17.00: Rochusklubs. 18.00: Unsere Städte in Rheinland u. Westfalen: Detmold.„„„ 2 18.30: Der große König. Einakter v. H. v. Stein. 19.00: V. Deutschlandsender: Der deutschen Mutter. 20.00: Sportvorbericht. 20.15: Volkskonzert des Funkorchesters. 21.00: Chiemgauer Vokksmusikfest. Dorfkapellen, u. Musikgruppen a. Chiemgau u. Oberhayern: die Sängergruppe Siegsdorf. Sorecher: O. W. Gail. 22.20: Letzte Meldungen. Bericht über das geistige Leben. 22.40: Nachtmusik u. Tamz. Lig.: Eysoldt. Montag, 15. Mai 7.03: Morgenruf.— 7.10: Morgenkonzert auf 6.45: Leibesübungen.— 7.00: Wetter. Zeit.— Schallplatten.— 8.00: Wetter, Zeit, Wasserstand — Anschl.: Funkwerbung mit Schallplatten. — 9.45: Gymnastik für Frauen.— 10.00: Mel1015: Mensch u. Welt. Gemeinschaftsempsang für Arbeitslose. — Detta Hoff erzählt Märchen von 20 05: Aus Biomarcs Rcden. Einfükernde chaftsempfang si 22.00: Letzte Meldungen, Bericht über das gehstige 245: Nachtmusite. Ltg.: Woll Donnerstag, 18. Moi 6.45: Leibesübungen.— 7.00: Wetter, Jeit.— 7.03: Morgenruf.— 7.10: Morgenkonzert auf Schallplatten.— 8.00: Wetter, Zeit. Wasserstand 900: Hamburg:. SPezlier#., Kossestrohr# Schiffen. Aus der Arbeit der Hochseefunkstaton Norddeich. Hörbild. 9.45: Gymnostik für Frauen, 10.00: Meldungen, Zeit, Wasse 10.15: Mensch u. Welt. Gem Arbeitzlole.. Ai-derturnen mit Maftk. Westfälische Schickselswege. —5. Frankfurt: Unterhaltungskonzert. 12.50: Wetter, Zeit, Meldungen, 13.00: Mittagskonzert. Ltg.; Eosoldt. Solynn. Fr. Schröder(Sopran). Begleitung: E. Grape. ca. 14.00: Meldungen. 14.30: Funkwerbung mit Schallplatten. 15.00: Kinderstunde. Kleine Helden. 15.30: Wirtschaftsmeldungen, Zeit 15.50: Mitteilungen„gus dem„Schulfunk. smantel: Erg. tungspädagogik hausmusik. Angela Littersti(SoSteinkrüger(Klavier). Voul Snmen— Moderne Werke von Jos. Hens, Heur, Kalvor Shud, Mor Peur. 0:. Junge deutsche Dichtung. Johannes Büchner: 18.00: Dr., Grosse Dresselbaus: Fritz Neutars wesfälischer Freund Hermann Grashof. 1345: Wetter, Jeit, Wirschaftomellungn. 1° 00 Berlin: Stunde der Ration. Neurode. Hör15.50: Mitteilungen aus dem Schulfunk. kunde als Lehrfach von der Gestaltungspädagogi 1650: 12.00: Unterhaltungskonzert. Lig.: Wolf. 12.50: Wetter, Zeit, Meldungen. 13.00: Mittagskonzert. Lig.: Eysoldt. ca. 14.00: Meldungen.— 14.30: Schlachtviehmarktberichte.— 15.30: Wirtschaftsmeldungen. 15.50: Jugendfunk: Unser deutsches Volk. 16.30: Besverkonert d. Funkorchester. Der fröh17.50: Deutsche Erzähler. Ludw. Aurbacher: Anekdoten 18.00: Dr. Brosch: Rhein. Volkstum in der deut18.25: Esternstunde. Ed. Reinacher: Erinnerungen eines Dichters an seine erste Schulzeit. 18.45: Wetter, Zeit. Wirtschaftsmeldungen, Sportvorbericht. 19.00: Vom Deutschlandsender: Stunde der Nation. Rothschild siegt bei Waterloo. Hörspiel von E. W. Möller. 20.00: Abendmeldungen.„„„ 20.05: Bunte Musik. Das kl. Funkorchester. 21.00: Worüber Völker lachen. Ungarn. Szenen, Verse, Prosa, Musik ungarischer Autoren. 22.05: Letzte Meldungen, Bericht s. d. geist. Leben, Spor 22.30: Nochtmusik. Lig. Wolf. Schule.— 17.25: 17.35: Lieder Nastennflege Aire:— Schumann, Brabus. Strauß, Trunk. Else Hinkel(Gesang). Egon 18.25: Iusturat Dr. Luetgebrune: Römisches Recht? 13.50: Weiter für Die Laxdoktschaft.— Anschl: 1900: Stude der Nation. Köl: Der Rölur Mlbt aih- Ser Biht en f. S un Eduard Künneke. 22.15: Wetter=, Tages= und Sportnachrichten. 22.45: Deutscher Seewetterbericht. Frankfurt: Nachtkonzert des Funkorchesters. 23.00: Fr — 14.00: Schallplattenkonert mk: Vorsicht beim Freibaden. und Börsenberichte. Gotterseind, von Gerhard Klose. Fran: W sind Kinder babsch u. angnziehen?— 17.10: Warum sol! die Stadtfrau für die D86.=Aus– 17.25: u. BlasSonnabend, 20. 18.05: Schrammelmussk. Das Dietrich=Quartett. D5 Bechr ier. de. Setreiguage.— unlt. Kurzbericht des Drahtlosen Dienstes. 19.00: Stunde der Nation. Leipzig: Die Thomaner ingen. Lig.: Pros. D. Dr. Karl Straube. 20.00: Die Hochzeitsreise, nach dem Roman von de Coster. Von Klaus Herrmann. 21.10: Odendurg: Blaskonzert des Musikkorps des sten. Spätkonzert. Lig.: H. Blaten. Nittuso, 17. Mai .E5: Hamburg: Wetter für die Landwirtschaft. .15: Berlin: Funkgumnastik.— 6.30: Wiederholung des Wetterberichts für die Landwirtschaft Mittwoch, 17. Mai 5.45:—"— 6.15: holung des Wetterberichts u. d. wichtigsten Abendnachr.— Tagesspruch. Anschl.: Berlin: Frübkomert. 8.35: Röniasberg: Gymnastik für die Frau. 9.00: Schulfunk: Ausschnitte aus den Feierlichkeiten am Tage der nationalen Arbeit. 9.45: Clara v. Wedelstaedt: Heitere Geschichten. 20.00: Nachrichten.— 10.10: Schulsunk: Rönigsberg: Ostpreußisches Gold.(Bernstein). Hörfolge. 11.15: Deutscher Seewetterbericht.— 11.30: Jeitkunk.— 12.00: Wetter für die Landwirtschaft. karia v. Weber(Schallvlatten). für die Landwirtschaft. Zettzeichen der Deutschen Seewarte. 5.45: Hamburg: Wetter für die Landwirischaft. 6.15: Berlin: Funkgumnastik.— 6.30: Wieder5 ∆ 925 11.15: Deutscher Seewetterbericht. 12.55: Zeitzeichen der Derngr.## 3c, Sche Krz, Di. Geschichte: Wo die alten Germanen wohnten. 15.30: Wetter= und Börsenberichte. 15.45: C. von Bremen: Schwarzer Stei= in der burg: Nachmittagskomert. 17.30: Schicalmgeiten einer F0hjchrigen Stodt&ap. Jubiläum der Stadt Salzwedel). 8 c5: Italiensche Gestage: Laroode Felichoek 1.30: De. Innokawo: Dramatser etus Böhne: Otto Brues. 18.50: Wetter für die Landwirtschan.— Anschl.: Kurzbericht des Drahtlosen 19.00: Stunde der Nation. Symphonie der Arbeit. a) Lieder der Berglente, Bauerz. und Seieerten. b) Somphonie der Arbeit. Worte: Haus=Jürgen Vierent,„Fahar,. Krr gz, Windt. Dienstag, 16. Mai 6.45: Leibesübungen.— 7.00: Wetter, Zeit.— 7.03: Morgenruf.— 7.10: Morgenkonzert auf Schallplatten.— 8.00: Wetter, Zeit, Wasserstand — 9.45: Gymnastik für Frauen.— 10.00: Mel1015: Measc u. Wel. Gemetnscestounosene füir Arbeitslose. 10.10: Schulfunk: Eine alte Indianerstadt wird ausgegraben. 11.10: Schulfunk: Kinderturnen mit Musik. 11.30: Funkwerbung mit Schallplatten. 12.00: Frankfurt: Unterhaltungskonzert. 12.50: Wetter, Zeit. Meldungen. 13.00: Mittagskonzert. Lig.: Wolf. Solistin: M. Langer(Sopran), Begleitung: Grave. ca. 14.00: Meldungen. 14.30: Funkwerbung mit Schallplatten. 15.00: Kinderstunde: Kasperl bekämpf d. Bazillus. tekrichts. Univ.=Prof. und Schulgeometrie. ): Besperkonzert. Dr. Beck: natischen UnGruppenkheorie Arbeiter dichtet. Heinrich Lersch: Schmidt: Die Freilichtbühne eit, Wirtschaftsmeldungen, Sport16.30: D##— 17.50: Der den Gedichte. 18.00: Intendent&E der Gegenwert. 18.20: Italienisch. 18.45: Wetter, Zei vorbericht. 19.00: Leipzig: Stunde der Nation: Die Thomaner singen. Lig.: Prof. Dr. K. Straube. 20.00: Abendmeldungen.„„ 20.05: Die Mainacht. Hörfolge. Musik v. L. J. Kauffmann. 20.40: Kammermusik. Junge rheinische Komponisten. 21.15: Station D. im Eismeer. Hörspiel H. Braun 22.05: Letzte Meldungen, Bericht u. d. geist. LSport. #n. 20.00: Funk=Ka 20.30: Kas 2..00: 22.45: 23.00: Die Brennessel. sernenhofblüten. etter=, Tages= und 6 inchen: Nachtmussk. Lig: E. Klot. ortnachrichten eutsche gran). M. lichart(Violine). spiel von Kurt Heynicke. 20.00: Abendmeldungen. 20.05: Rekrutenvereidigung 20.05: Rekrutenvereidigung b. Wehrkreiskommande Münster. Hörbericht(Wachsplatten). 20.30: Konzert mit Edwin Fischer. Das Funkorchester. Lig.; Buschkötter. 22.05: Letzte Meldungen, Bericht über das geistige Leben, Sport. 22.30: Nachtmusik und Tanz. Lig.: Evsoldt. Freitag. 19. Mai 6.45: Leibesübungen.— 7.00: Wetter, Jekt.— 7.03: Morgenruf.— 7.10: Morgensouert.#n Schallvlatten.— 8.00: Wetter. Zeit. — 9.45: Gymnastik für Frauen. -and. 10 Mittwoch, 17. Mai 6.45: Lelbesübungen.— 7.00: Wetter. Zeit.— 7.03: Morgenruf.— 7.10: Morgenkovzert, auf Schallplatten.— 8.00: Wetter, Zeit. Wasserstand 8.05: Kinderstubensorgen im Sommer. Gespräch. — 9.45: Symnastik für Frauen.— 10.00: Mel1040: Menk“, Wes: Gemeinschaftsemosang für Arbeitslose. 10.10: Königsberg: Schulfunk: Ostpreußisches Gold. Eine Hörfolge von Bernstein. 11.25: Schulfunk: Bedeutsame Formen des musikalischen Schaffens.— Das Quodlibet, eine ver1200: Unterhaltungskonzert. Ltg.: Ensoldt. 12.50: Wetter, Zeit. Meldungen. 13.00: Mittagskonzert. Ltg.: Wolf. ca. 14.00: Meldungen. 14.30: Funkwerbung mit Schallplatten. 15.10: Vortrag von Prof. Edm. Jos. Müller: 15.30: Wirtschaftsmeldungen, Zeit. 15.50: Jugendfunk: Was der deutsche Frühling blühen und werden läßt. 16.30: Besverkonzert. Lig.: Ensoldt. 17.50: Die Welt im Buch. J. Kirschweng: Neue deutsche Erzählungskunst.— Gerh. Hauptmann: #est auf Buchenhorst.“— Richard Bildes Fegefeuer.“— Hermann Morgenlandfahrt.“ 18.00: Aus der Welt des Tieres. Dr. Heinen: Die 18.25: Lektor Dr. Jesse: Italienische Unterhaltung. 18.45: Wetter, Zeit. Wirtschaftsmeldungen, Sport19.00: Breslau: Stunde der Nation: Das Glatzer Bergland. Landschaft. Menschen. Volksbräuche. Hörtol dungen, Zeit. Wasserstand. 10.05: Mensch u. Welt. Gemeinschaftsempfang für 10.10: Hamburg: Schulfunk: Lotsen auf der Elbe. 11.25: Englischer Schulfunk für die Mittesstose höherer Lehranstalten. 241— 12.00: München: Unterhaltungskonzert. Leitung: E. Kloß. Solist: H. Recker(Bioline). Lortig, R. Strauß u. a. 12.50: Wetter, Zeit, Meldungen.. 13.00: Mittagskonzert. Lig.: Ersoldt. Schubert, Tschaikowski u. a. ca. 14.00: Meldungen. 14.30: Funkwerbung mit Schallplatten. 15.30: Wirtschaftsmeldungen. Jekt. 15.50: Jugendfunk: Leben und Treiben in Arbeitslager. 16.30: Vesverkonzert. Lig.: Wolf. 17.50: Deutsche Erzählen.— Otto Stoeffl: Die Vogelfarm.— Wilhelm Schmidtbonn: Die 1800: Univ„Prof. Dr. W. Brandt: Die bielogischen Grundlagen der menschlichen Erblehre. 18.25: Englische Unterhaltung. 18.45: Wetter, Zeit, Wirtschoftsmeldungen, Sportvorbericht. 19.00: Stunde der Nation. 20.00: Abendmeldungen.„ H— 20.05: Wenn Liebe erwacht. Operette in drei Aufzügen von Ed. Künneke. Tert nach Schönthaus und Koppel=Ellfelds.— Lustspiel von Herm. Haller und Rideamus.— Musikalische Leitung: Kühn. Spielleitung: Paul Heinr. Gehly. Chöre: Maier.— Die Handlung spielt in Itelien um die Mitte des 19. Jahrhunderts. 22.15: Letzte Meldungen, Bericht über das geistige Leben, Sport. 22.30: Nachtmusik. Lig.: Wolf. Samstag, 29. Mai 6.45: Leibesübungen. Atmungs= und Hoktungs gymnastik.„ 7.00: Wetter, Zeit.— 7.03: Morgenruf. 7.10: Morgenkonzert auf Schallplatten.(SchoSchmalstich, Mozart u. a.) 8.00: Wetter, Jeit, Wasserstand.„ — Anschl.: Funkwerbung mll Schallplatten. 9.00: Funkpädagogische Arbeitzgemeinschaft der Lehrer an Berufs= und Fachschulen. Flieharbeit. — Dr. Schliever: Die Bedeutung der Packungen für den Einzelhandel. 9.45: Gymnastik für Frauen. 10.00: Meldungen, Zeit, Wasse. 10.05: Mensch u. Welt. Gemeinse Arbeitslose.„„—— 10.10: Franfurt: Schulfunk: Die Hobe Rhön. Ein Landschaftsbild. 11.25: Deutschkundlicher Schulfunk. Oberstudienret Dr. Wiegand: Bildnisse deutscher Dichter: Clemens Brentano. 12.00: Berlin: Eröffnungsfeier der 30. Grohen Landwirtschaftl. Wanderausstellung. 13.00: Mittagskonzert. Lig.: Ensoldt. ca. 14.00: Meldungen. 15.00: Kinderstunde. Singen und Soringen. 15.30: Wirtschaftsmeldungen. Zeit. 15.50: Wanderungen in Rheinland und Westfalen. O. Brües: Wanderungen an der Lahn. 16.10: Oberstudienrat Prof. Hase: Englische Lesestunde.„——— 16.30: Vesverkonzert. Lig.: Wolf. Solist: OttWetzel(Klavier).„„„„„ 17.50: Menschen im Beruf. August Büssel: Der Briefträger. 18.15: Die Welt auf der Schallplatte.— Jonnz Behm: Westöstlicher Spaziergang durch Balgarten. 18.45: Wetter, Zeit. Wirtschoftsmeldungen. Svort vorbericht. 19.00: Vom Deutschlandsender: Stunde der Nation. Sinsonie der Arbeit. 20.00: Abendmeldungen.„ 20.05: München: Bunter Abend.— Bunter Teil — Bei der Wirtin zum weißblauen Kranzerl Kurzoperette von B. Paul Althaus und Otto Willner. Musik von Willy Richard. Spielltg.: V. Paul Althaus. Musikalische Laitung: Erich Kloß. 22.20: Letzte Meldungen, Bericht über das geistioLeben, Sport.„„—„ 22.45: München: Nachtmusik. Lig.: E. Kloß erstand. inschaftsempfeng für