Lippische Tageszeitung General=Anzeiger Die Lipvische Tageszeitung erscheint täglich außer Montags mit den Beilagen: Das Lipperland Landwittschaftliche Zettung(amtl. Organ der Landwirtschaftskammer). Nachrichtendlatt Des Eanooundes(amtl Mitteilungsblatt des Lippischen Landbundes). Für unsere Frauen (Sonntagsbeilage für die deutsche Hausfrau.— Geschäftostelle: Detmold, Exterstraße 11. Fernruf 3145 und 3146. Postversand: Hertord. Postscheckkonto: Hannover 9839. Drahtanschrift: Tageszeitung. für das Land Lippe natl. RM. 2.— einschl. 30 bzw. 40 Pig. Zustellgeld.„Pokbeings Postamt RM. 2.— einschl. 30 Pfg. Postgebühr, bei Lieferung frei Hau hr u. 36 1 fg. Bestellgeld. Anzeigenpreise: Die 1sp. mm=Zeile 12 B preise: Monat! bei Abholen vom ustellgeld. Postbezugspreile: Monat! SE EEEE##bühr, bei Lieferung frei Haus RM. 2.26 einschl g. Postgebühr u. 36 1 fg. Bestellgeld. Anzeigenpreise: Die 1sp. mm=Zeile 12 Pfg., amtl. Anzeigen g., Familienanzeigen 10 Pfg., kl. Anz. priv. Art 7 Pfg d. Wor., d. mm=Zeile im Reklameteil — Pfg. Beilagenged. u. Tarif.— Bei höh. Gew., Streiks od. Betriebsstör. dest. f d Verl. keine Verpflicht. z. Rückz. d. Bezugspr. Gerichtsbarkeit f. beide Teile Detmold. Zahlungspfl. innerh. 8 Tagen. Nummer 47 Detmold, Freitag, den 24. Februar 1933 38. Fahrgang Frauen vor der Wahl Von Judith v. Gadow. Wie war es doch bei all den vielen, rasch aufeinander folgenden Wahlen, die uns wie Fieber in den letzten Jahren beunruhigt haben? Welche Rolle haben wir Frauen dabei gespielt? Denken wir zurück, vergegenwärtigen wir uns, was wir gedacht und getan haben. Da waren die Klugen und Besonnenen, die ihrer Sache— und immer ist„ihre“ Sache bei allen die richtige— so sicher waren, die den beschwörenden Flugblättern gegenüber nur achtlose Geringschätzung an den Tag legten und in kühlen Diskussionen ihren Standpunkt zu vertreten wußten. Dann die anderen in den Sphären eines leichten gesellschaftlichen Geschwätzes beheimatet, denen die zahlreichen„Rennungen“ auf dem Wahlzettel nichts anderes als ein spannendes Rennen der Favoriten bedeuteten. „Ihre“ Sache waren eben diese Favoriten. Und wiederum die große Masse derer, die unbedingt so wählen wie der Mann, dessen Einfluß ihr Leben bestimmt. Ihre Anteilnahme ist nichts weiter als eine Zugabe, ein Rabatt, der dem Begünstigten zufällt. „Ihre“ Sache ist„seine“ Sache. Zwischen diesen Gruppen läuft vieles nebenher. Manche sagen:„Was soll uns das Wahlrecht? Es ist eine Last, wir wollen es gar nicht", oder:„Mir ist alles gleichgültig, ich wähle überhaupt nicht!“ oder anatisierte Vorkämpferinnen irgendeines Programms peitschen Hohn und Verachtung, eigene glühende Ueberzeugung in die Unschlüssigen hinein. So ungefähr war es immer, und während all dieser sieberhaften Zuckungen vollzog sich unsichtbar hinter dem wogenden Nebel der tausend Meinungen ein geheimnisvolles. Spiel. Zwei Wagschalen stiegen auf und nieder und zitterten unter wechselnden Gewichten. All die Millionen von Stimmzetteln stürzten in ihre Schalen, überfluteten sie und trieben sie zu wildem Schwanken her und hin. Da war kein weiser Kaufmann, der gerechtes Gewicht verteilt und das Zünglein mit sicherer Hand zur Ruhe ausgeglichen hätte. Immer nur stürzte das eine„Mehr" über das andere her, und niemand errechnete, daß ein kleines Gewicht, wenn es nur echt ist, den hundertfach größeren Berg Masse aufzuheben vermag. An dieser unsichtbaren Waage spielten nun alle Wähler lustig mit, wissentlich oder ahnungslos. Sie warfen den Zettel hierhin oder dorthin, immer nur darauf bedacht.„ihre“ Sache — also„die allein richtige“— so vollgewichtig werden zu lassen, daß die andere. die feindliche Schale schließlich haltlos in der Luft flatterte. Aber eine Waage hält das nicht dauernd aus, denn ihr Herz ist das Gleichgewicht. der Ruhepunkt. Und eines Tages wird dies Herz zerbrechen, wenn nicht endlich der weise Kaufmann kommt und den Ausgleich findet. Die Frauen haben dies alles mitgemacht. Ein Fieber zeugte immer ein anderes. Unheil über Unheil wuchs herauf. Täuschen wir uns doch nicht! Während wir so eifrig beim Auf und Nieder der Wagschalen bechäftigt waren, fraß sich ein böses zertörendes Gift in die menschlichen Gemeinchaften ein. Ganz gleichgültig, wie die Partner hießen: Ehegatten, Eltern, Kinder, eschwister, Kameraden. Immer hieß es„Du oder ich“, niemals„Wir beide“. Unter den geheimsten Wurzeln unseres Vlkes nistete sich ein Chemiker wie ein schwarzer Magier ein, in seinem unheilvollen Laboratorium alle die Giftstoffe produzierend, die jedem organischen Leben das Plasma entziehen und nichts als tote Baustoffe zurücklassen So kam es, daß Menschen, die eben noch heiter beisammen saßen und einander gut waren. Verleumdern und Zuträgern ihr Ohr liehen und sich dann betroffen ab wandten. Denn die Sache des andern war ja nicht„ihre“ Sache und umgekehrt. Im Leben kräftig verwurzelte Beziehungen zerfielen, Kinder zuckten die Achseln über verkalkte Eltern, alte Gefährten wandten ch voneinander ab, um sich flüchtigen Ge nnungsgenossen, die der nächste Wahlkamp chon davonblasen konnte, anzuschließen eraiftet wurde jede Beziehung. Wollen wir Frauen denn das? War es uns darum wichtig. uns das Wahl Neue Forderungen in Genf Deutschland soll deutsche Truppen im Rheinland als Kriegsgrund anerkennen Gens, 23. Febr. In dem engeren Ausschuß der Abrüstungskonferenz, der den Vorschlag der englischen Regierung auf Verpflichtung sämtlicher Mächte behandelt, unter keinen Umständen in einem künftigen Kouflikt Gewaltmaßnahmen zu ergreisen, kam es zu ernsten Meinungsverschiedenheiten, die zu einer Aufhebung der Sitzung führten. Die Vertreter Frankreichs, Belgiens und Südslawiens verlangten als Ausnahme gewisse Bestimmungen, vor allem des Locarno=Baktes, die praktisch bedeuten würden, daß deutsche Truppenansammlungen in der entmilitarisierten Rheinlandzone die Locarno=Mächte zu einem Vorgehen gegen Deutschland berechtigten. Der deutsche Vertreter, Gesandter Coeppert, widersetzte sich dieser Auffassung. Schließlich wurde vorgeschlagen, daß die fünf Locarno=Mächte England, Frankreich. Italien, Belgien und Deutschland sich untereinander über die Frage verständigten. Dem widersetzten sich aber die Türkei und Sse. slawien. Die Sitzung wurde deshalb fristlosvertagt. Die Vertreter der Locarno=Mächte traten unmittelbar danach zu einem privaten Meinungsaustausch zusammen. Zwischenfall Radolny-Henderson beigelegt Geuf, 23. Febr. Der gestrige Zwischenfall am Schluß der Sitzung des Hauptausschusses ist heute durch einen Briefwechsel zwischen Butschafter Nadolny und dem Präsidenten Henderson abgeschlossen worden. Botschafter Nadolny hat in einem Schreiben Henderson auf die Unzulässigkeit seines Verhaltens aufmerksam gemacht. In einem Antwortschreiben hält jedoch Henderson seinen Standpunktaufrecht und erklärt, daß ihm bei der Behandlung des deutschen Antrages ein Vorwurf wegen geschäftsmäßiger Inkorrektheit nicht treffen könne. Der Hauptausschuß habe bereits einstimmig (1) am 13. Februar beschlossen, die französiFörderung der Landwirtschaft Pflege des Getreidemarktes— Verwendung von inländischem Käse Regelung der hopfendauftache Berlin. 23. Febr. Der Reichspräsident hat heute auf Vorschlag der Reichsregierung eine Notverordnung zur Förderung der Landwirtschaft unterzeichnet. Durch sie werden die Voraussetzungen für die Durchführung des bereits bekanntgegebenen Programms der Reichsregierung zur verstärkten Pflege des Getreidemarktes geschafsen. Außerdem enthält die Notverordnung Bestimmungen zur Förderung der Verwendung von iuläudischem Käse und Vorschriften zur Regelung der Hopsenanbaufläche. Der Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft wird ermächtigt, anzuordnen, daß und in welchem Umfange bei der Herstellung von Schmelzkäse inländischer Käse verwendet wird. Die für die deutsche Käsereiwirtschaft und insbesondere für die stark darniederliegenden Milchwirtschaftsbetriebe im Allgäu, in Ostpreußen und am Niederrhein bedeutsame Schmelzkäseindustrie ging in letzter Zeit immer mehr dazu über, billigen und minderwertigen aus. ländischen Käse als Rohstoff zu verarbeiten. Ladurch würde nicht nur der Absatz von deutschem Käse an die Schmelzkäsebetriebe beeinträchtigt, sondern in steigendem Maße auch die Betriebe geschädigt, die an der Verarbeitung deutschen Käses festhielten. Auf die Schmelzkäseindustrie als Abnehmer können die deutschen Käsereien aber nicht verzichten. denn die Jahreserzeugung der deutschen Schmelzkäseindustrie beträgt schätzungsweise 500 000 bis 600000 Zentner. Das entspricht etwa der Hälfte der deutschen Käseeinfuhr Durch die vorliegende Verordnung soll nun der Absatz deutschen Käses an die Schmelzkäseindustrie sichergestellt werden. Ferner ist der Reichsminister für Ernäb rung und Landwirtschaft ermächtigt worden, die Hopfenanbaufläche zu regeln Mit dieser Maßnahme ist ein alter Wunsch der deutschen Hopfenbauern erfüllt worden Der Hopfenbau litt in den letzten Jahren so schwer unter unzureichenden Preisen, daß die Anbaufläche ständig zurückging. Diese Anbauflächenbeschränkung ermöglichte im letzten Jahre eine leichte Erholung der Preise Damit ist aber wiederum die Gefahr einer zu starken Vergrößerung der Anbaufläche und damit eines neuen Preisverfalls entstanden. Einer solchen Entwicklung soll die Verordnung vorbeugen. recht zu erkämpfen? Diejenigen unter uns die Kinder waren, als der Suffragettenkrieg in England tobte, begreifen schon heute nicht mehr, wozu dieser Aufruhr nötin war. Wir bekamen das Wahlrecht und übten es eben aus— und wenn es überhaupt einen Sinn haben soll, so doch den, die Frauen in den Kreis geschichtlichen Denkens hineinzuziehen. Lernten wir das durch die überstandenen Wahlfieber? Die Frage mag jede Frau sich selbst beantworten. Und nun werden wir wieder gerufen. Verzweifelt recken sich die Fragen vor uns auf: Wie wird das enden? Wollen wir immer noch zusehen, wie die Lebensgemeinschaften so wunderbar vielfältiger Art wesenloser Konvention zerbröckeln? Soll das Herz der Waage noch immer unruhig hin und her flattern, oder soll es endlich das Gleichgewicht finden und mit seiner Kraft und der Zuversicht ausgleichender Gerechtigkeit die Gifte aus unseren Seelen treiben? Wenn man uns das Wahlrecht gab und die Welt dadurch ganz gewiß nicht besser oder klüger machte, so hat das vielleicht dieses eine Mal einen großen Sinn. Wir wollen wählen— um es nie wieder in dieser Weise zu tun, die uns zu Verherten machte! Es gibt nicht„meine“ oder„Feine“ Sache! Es gibt nur ein einziges: das Herz wieder ruhig schlagen zu lassen, und das Herz heißt Deutschland! Es gibt keine Sache und keine Partei, es gibt nur dies Deutschland, das uns alle trägt. Waren wir eben noch schwach und mutlos, weil es doch nie anders wurde, so kann uns der nächste Augenblick emporreißen und Riesenkraft in unsere Adern gießen. In diesem Augenblick fegt der weise Kaufmann den ganzen Wust von Mehrheiten und Massenwahn von den Skalen der Waage hinunter und legt in die eine den Glauben. in die andere die Zuversicht, prüft, wie das Zünglein noch zitternd schlägt, und hält in hauchhafter Berührung die Hand daran: Das Herz geht ruhig! Dazu wallen wir Frauen helfen! schen Vorschläge auf Vereinheitlichung der Heere als ersten Punkt zur Verhandlung zu stellen. Die Wortmeldung Nadolnys will Henderson übersehen(!) haben. Botschafter Nadolny stattete heute vormittag Henderson in seinem Hotel einen Besuch ab. Auf deutscher Seite wird erklärt, daß der Zwischenfall damit als erledigt angesehen werden könne Zurückweichen vor Japan Die Schlußsitzung des Neunzehnerausschussen in Geuf. Genf. 23. Febr. Der Neunzehnerausschuß für den Fernostkonflikt trat am Donnerstagabend zu einer Schlußsitzung zusammen, um die außerordentliche Völkerbundsversammlung vorzubereiten, auf der die Abstimmung über den Schlußbericht des Neunzehnerausschusses erfolgen soll. Es ist ein Gentleman=Uebereinkommen getroffen worden, daß keine Erklärung der Mächte abgegeben wird, da nach Aufsassung des Neunzehnerausschusses eine Verteidigung seines großen abschließenden Berichts nicht alserforderlich erscheint. In der Sitzung des Neunzehnerausschusses ist ferner vereinbart worden, nach der Abstimmung von neuem zusammenzutreten und sich als ein Beobachtungsausschuß zu erstaren. Große Sorge macht die Frage, was für eine Haltung der Völkerbund einnehmen soll, falls nach der Abstimmung der weitere Vormarsch der japanischen Truppen in der Provinz Dschehol fortgesetzt wird und hiermit die chinesische Regierung den Völkerbund auf einen neuen Bruch des Völkerbundspaktes nach Artikel 15 Absatz 6 durch Japan aufmerksam machen kann. Die Vollversammlung des Völkerbundes für den Fernostkouflikt tritt am Freitagvormittag 19 Uhr 30 zur endgültigen Abstimmung über den Japan scharf verurteilenden Bericht des Neunzehnerausschusses zusammen. Der Austritt Japaus aus dem Völkerbund wird bekanntlich nach der Annahme des Berichtes durch die Vollversammlung erwartet. Kein französischer Schritt wegen der angeblichen Flugzeuglieferung Italiens an Ungarn. Paris, 23. Febr. Das dem französischen Generalstab nahestehende„Echo de Paris“ beschäftigte sich am Donnerstag mit der Regelung der Hirtenberger Waffenangelegenheit und gibt in diesem Zusammenhang endlich zu, daß die französische Regierung nicht beabsichtige, irgendwelche Schritte wegen der angeblichen Flugzeuglieferung Italiens an Ungarn zu tun. Die in London zwischen Grandi und Sir John Simon zustande gekommene Einigung in der Hirtenberger Angelegenheit bedeute nichts anderes als die Bestätigung dafür, daß es trotz des durch den Vertrag von St. Germain festgelegten Verbotes für Oesterreich. Waffen einzuführen, jedem anderen Lande freistehe, Waffen nach Oesterreich auszuführen unter dem Vorwand, sie dort ausbessern zu lassen. Paul=Boncour sei wirklich nicht anspruchsvoll, wenn er sich mit einer derartigen Auslegung zufrieden #. Polizist von Kommunisten erschossen Dortmund. 23. Febr. In der vergangenen Nacht wurde im Stadtteil Hörde der Polizeioberwachtmeister Zieroth aus Dortmund=Hörde von einem Kommunisten von hinten angeschossen. Der Beamte erlitt lebensgefährliche Verletzungen, denen er am Donnerstagvormittag erlegen ist. Der Täter ist bekannt, konnte aber noch nicht gesaßt werden. Bauernpolitik ist auch Arbeiterpolitik Staatssekretär von Rohr über die Pläne der Reichsregierung Am Mittwoch sprach, wie wir gestern bereits kurz mitteilten, am Rundfunk der Staatssekretär im Reichsernährungsministerium v. Nohr=Demmin über die Bauernpolitik der Regierung. Er führte einleitend aus, daß die Regierung die Rettung des Bauern und die Rettung des einander Bauernpolitik seien zunäch raumungsarbeiten zu leisten. Da zu gehöre u. a. die Zuendeführung der Imschuldung und zwar nicht nur im Gebiet der Osthilfe, sondern auch darüber hinaus. Eine Umschuldung sei im übrigen keine Bereicherung des Besitzers. sondern eine Auszahlung an die Gläubiger. Es sei notwendig hierauf hinzu weisen, damit erkannt würde, daß der sogenannte Osthilfeskandal nichts weiter als ein marxistisches Wahlmanöver sei. von Nohr kündigte hierauf an, daß noch in dieser Woche die Möglichkeit geschafsen würde, dem Bauern, der eine zusätzliche Arbeitskraft einstelle, einen Barbetrag auszuzahlen, der dem entspreche, was die öffentliche Hand sonst für den Arbeitslosen oder Wohlfahrtsempfänger aufzuwenden hätte. Das, sowie der Vollstreckungsschutz und die Hopfenanbauregelung diene aber schließlich nur dazu, die Landwirtschaft vor weiterem Absturz zu bewahren. Der fundamentale Irrtum. mit dem es aufzuräumen gelte, sei, daß Deutschland an einer Ueberproduktion leide. Es bestehe vielmehr nur eine ungesunde Fehlproduktion. Wenn die Versorgung mit Gemüse, Obst, Eiern, Fasern und Wolle zum großen Teil auf der uslandseinfuhr beruhe, so komme man zu dem Ergebnis, daß die Produktionsmöglichkeit für die deutsche Landwirtschaft ungeheuer sei. Es sei nicht wahr, daß in Deutschland keine Arbeit sei. Die Scholle, die ein Volk nie verläßt, biete sie an. Es komme nur darauf an, daß das deutsche Volk dies erkenne. Aus dieser Lage ergebe sich die Richtung der Politik. Das Mittel, mit dem sie zu führen sei, sei die Preisgestaltung. Die bisherige Preisgestaltung. die vom Landwirt aus gesehen, das Getreide, vom Städter aus gesehen die Auslandsware begünstige, trage die Hauptschuld an der Fehlproduktion. Wenn man die Preise für diejenigen landwirtschaftlichen Waren, an denen es in Deutschland fehle, so gestalte, daß die Landwirtschaft ihre Rechnung finde und der Städter zur Bevorzugung der deutschen Waren veranlaßt werde, greife ein gesunder Ausgleich Platz. Aus diesem Grunde sei jede sich bietende Gelegenheit benutzt worden, um von den bisherigen niedrigen Zöllen loszukommen. Aber auch über den reinen Zollzwang hinaus würde versucht werden, die deutschen Waren an die Stelle der ausländischen zu setzen. Z. B. würden die Stoffe, die von der Reichswehr, der Schutzpolizei, der Reichsbahn und der Post getragen werden, eine starke Beimischung deutscher Wolle erhalten. Von der Leder=Industrie werde erwartet, daß sie deutsche Häute, von der Leinenindustrie, daß sie deutsche Faser, von der PapierInduurie, daß sie deutsche Zellulose, von der Seifenindustrie, daß sie deutsche Fette verwende. Wo der Weg der Freiwilligkeit nicht genüge, werde die nationale Regierung zum staatlichen Zwang schreiten. Sehr störend sei es, daß eine Fülle von Zollbindungen hätte übernommen werden müssen, u. a. das Butterkontingent, das bis November gebunden sei. Es würden also außerordentliche Maßnahmen getroffen werden, um den durch das Butterkontingent eingetretenen Druck auf die Milchpreise auf andere Weise auszugleichen. Dem Landmann werde geraten. den Bau eigener Furtermittel nachhaltig zu verstärken, da die nationale Negierung. sohald die Preise für Milch, Eier und sonstige Veredelungsprodukte in Ordnung seien, die Einfuhr ausländischer Fnttermittel in dem bisherigen Ausmaße nicht mehr zulassen werde. Der Städter möge nun fragen, wie sich das mit unserer Not vertrage. Jedes Land habe einen für seine Verhältnisse gegebenen Preis. Z. B. russische Preise seien nur möglich auf Grund russischer Zustände. Die Forderung nach Weltmarktpreisen führe auf einen Weg, der die Arbeit des eigenen Marktes zum Erliegen bringe. Bei der künstlichen Arbeitsbeschaffung würden die Mittel dafür irgendwo anders fortgenommen. Nehme man aber dem deutschen Bauern die Lebensmittel ab, anstatt dem ausländischen, so entstehe eine zusätzliche Kaufkraft in Deutschland. Das der Grund, warum die Ankurbelung der irtschaft vom Lande her alle anderen Ankurbelungsversuche übertreffe. Kostspielige Schiedsrichter Feststellungen im preußischen Landtag. In der gegenwärtigen Zeit der Theaternot. in der selbst die bedeutendsten Bühnen mit Schwierigkeiten aller Art zu kämpfen baben, ist es vielleicht ganz angebracht, einmal daran zu erinnern, welche Nebenkosten der Tdeatervetrieb manchmal erfordert. In dieser Beziebung ist eine Auskunft von Interesse, die der kürzlich verstorbene ebemalige preußische Kultusminister Dr. Becker dem Preußischen Landtag im Avril 1929 zugeleitet hat. In dieser Mitteilung gab er Auskunft über einen Streit zwischen der Berliner Volksbühne und der Berliner Krollover. Zur Schlichtung des Streites war ein Schiedsgericht eingesetzt worden. das mit den Parteien drei Sitzungen abhielt. Die fünf Schiedsrichter waren der sozialdemokratische Reichstags= und Landtagsabgeordnete Heilmann. der Schriftsteller Georg Bernbard: der Amtsgerichtsrat Dr. Hers, Rechtsanwalt Dr. Wolff und Dr. Paul Eger. Jeder der fünf Schiedsrichter erhielt für diese drei Sitzungen, die nicht allzu lange gedauert haben sollen, 10 995 Mark. Gewiß ein schönes Honorar. Von den Unkosten des Schiedsgerichts entsielen auf den Preußischen Staat 45 350 Mark und auf die Volksbühne 11 580 Mark. Kein Wunder, daß bei solchen Ausgaben sowohl der Staat als auch das Theater Not leiden müssen. bei der Reichstagn= und Landtagowahl ihr Stimmen der Kampffront Schwarz=Weiß=Rot ze geden. Den gleichen Schritt tat der bisberige rheinische Provinziallandtagsabgeordnete der Wirtschaftsvartei, Dr. Weingarten. Wermelskirchen. Ferner hat sich die bisherige Führerin der Frauengruppe der Staatsvartei im Landesverband Frankfurt Oder, Frau Oberstudiendirektorin Agnes Molthan, Neuzelle, nach ihrem Ausscheiden aus der Staatspartei der Deu nationalen Volkspartei angeschlossen. Hitler an Amerika Berlin, 23. Febr. Reichskanzler Adolf Hitler gewährte dem Berliner Chefkorrespondenten der„Asloziated Prei“, Lochner, ein Interview über schwebende politische und wirtschaftliche Angelegenheiten. Der Reichskanzler beantwortete die einzelnen Fragen folgendermaßen: „Die Einstellung der nationalen Regierung Deutschlands zu den Vereinigten Staaten von Amerika ist, wie nicht anders denkbar, aufrichtig freundschaftlich. Sie fragen mich, ob ich noch an meinem im Dezember 1931 in einem Interview mit der„Assoziated Preß“ ausgesprochenen Standpunkt festhalte, daß private Auslandsschulden unter allen Umständen bezahlt werden müssen. Ich habe in dieser Frage immer den gleichen Standpunkt eingenommen und nehme ihn heute genau so ein. Ich habe auch niemals einen Zweifel darüber gelassen, daß die Bezahlung von Schuld nicht nure des Wollens, sondern auch des nens ist, daß vor allem nicht durch politische oder wirtschaftliche Maßnahmen ein Schuldner, von dem man Geld zu erhalten hat, vorher vernichtet werden darf. Ich möchte hoffen, daß die kommende Weltwirtschaftskonferenz wirkliche Wege findet, das in Unordnung geratene wirtschaftliche Leben der Welt wieder zu sanieren. Zur Frage der Einführung einer Miliz möchte ich folgendes sagen: Im Jahre 1919 wurde von Deutschland aus die Anregung gegeben, uns eine Miliz zu genehmigen. Damals forderte man von uns die Einführung der Berufsarmee mit zwölfjähriger Dienstzeit. Deutschland besitzt daher keine irgendwie ins Gewicht fallenden militärisch ausgebildeten Reserven. Jetzt redet man plötzlich von Abschaffung der Berufsarmee und Einführung der Miliz. Ich habe die Empfindung, daß dies nur geschseht, um am eigentlichen Kein des roblems vorbeizukommen. Richt die Frage der Wehrsysteme ist entscheidend, sondern die Frage der Sleichberechtigung. Ist diese Frage entschieden, wird die Welt von selbst zu einer komvernünftigen allgemeinen Abrüstung men können, denn es wird doch nie behaupten wollen, daß die Welt etwa darunter leidet, daß Deutschland ein lächerlich kleines Berufsheer und keine Miliz besitzt. Sie leidet darunter, daß durch den Friedensvertrag von Versailles die Idee von zweierlei Recht verewigt werden soll. Diese unmögliche Aufteilung der Nationen in Siegerstaaten und damit lebensberechtigte und besiegte Nationen und damit Lebensminderberechtigte ist unerträglich, führt zu allgemeinem Mißtrauen und infolge davon wieder zu einer Ueberspannung militärischer Rüstungen. An sich ist es uns ganz gleich, welche Wehrsysteme die anderen Nationen einzuführen gedenken. Unsertwegen ruhig Berufsarmeen. Aber nicht gleich ist es, ob eine Nation 100 000 Mann ohne Reserven besitzt und eine andere mit ihren Verbündeten für den Kriegsfall mehr als 12 Millionen. Und nicht gleich ist es, ob eine Nation vollständig technisch entwasinet während eine andere durch den Besitz der modernsten Augrissswassen eine mehr als zehnsach überlegene Stellung einnimmt. Im Friedensvertrag von Versailles wurde uns auferlegt, abzurüsten, nicht damit 13 Jahre später eine Diskussion über Wehrsysteme stattfindet, sondern damit auch die anderen Völker abzurüsten in der Lage sind. Auf diese Abrüstung warten wir nunmehr seit mehr als zehn Jahren.“ * Hitler hielt in Frankfurt a. M. eine Rede, die auch durch den Rundfunk verbreitet wurde. Der Reichskanzler wies darauf hin, daß die oppositionellen Parteien 14 Jahre lang Gelegenheit gehabt hätten, ihr Programm durchzuführen. Sie sprächen immer von Freiheit, während sie selbst während ihrer Herrschaft die Nationa'sozialisten geknebelt hätten. Es komme jetzt darauf an, das ganze Volk zusammenzufassen und mit vereinter Kraft die Not und das Elend zu beheben. Der 30. Januar bedeute nicht nur einen Wechsel in der Regierung, sondern eine Wende in dem Geschick der ganzen Nation. eutschDie Badehose wieder zugelassen Abänderung des Zwickelerlasses. Berlin. 23. Febr. Die Badepolizeiverordnung vom 18. August 1932 und die zu ihrer Ergänzung ergangene interne Verordnung vom 28. September 1932, die beiden sogenannten Zwickelerlasse, werden, wie das preußische Ministerium des Innern der „Textilwoche“ mitteilt, in nächster Zeit geändert werden. Während die Brachtsche Badepolizeiverordnung die kurze Badehose für Männer in Familienbädern grundsätzlich verbot, wird nunmehr die mit einem Zwicke! versehene Badehose wieder gestattet. Ein Zwang zum Tragen eines vollkommenen Badeanzuges wird also für Männer nicht mehr bestehen. Hingegen bleiben die Vorschriften hinsichtlich der weiblichen Badebekleidung unverändert in Kraft. Tschechische Willkürpolitik Auslieferung der sudetendeutschen nationalsozialistischen Abgeordneten beschlossen. Prag, 23. Fehr. Nach einer zehnstündigen Redeschlacht, die oft von stürmischen Zuimmenstößen zwischen deutschen und tschechie schen Abgeordneten unterbrochen wurde, hat das Prager Abgeordnetenhaus am Donnerstagabend die Auslieferung der vier sudetendeutschen nationalsozialistischen Abgeordneten Jung. Krebs, Kasper und Schubert an die tschechischen Gerichte mit 120 gegen 44 Stimmen beschlossen. Sie werden ausgeliefert wegen angeblichen Verbrecheus# gegen die Sicherheit des tschechischen Staates, begangen durch Organisation militärischer Kräfte im Zusammenhang mit der SA. Hitlers, um die sudetendeutschen Gebiete von der Tschechoslowakei loszureißen. Es war vergeblich, daß die Redner der Oppositionspartei einer nach dem andern aufstanden und an Hand von Akten nachwiesen, daß viele der Beschuldigungen falsch sind, daß sie nach den Aussagen bezahlter Spitzel, abgestrafter Diebe und Deserteure erhoben worden sind. Der tschechische Berichterstatter erklärte das vom tschechischen Generalstab gelieferte Gutachten für entscheiden d. „Dieses Kabinett bleibt zusammen“ Reichkarbeitsminister Seldte in Königsberg Königsberg, 23. Februar. In Königsberg sprach im Hause der Technik zum Stahlhelm und zur Kampffront Schwarzweißrot der Reichsarbeitsminister und Führer des Stahlhelms Seldte. Er führte etwa folgendes aus: „Als Stahlhelmführer habe ich oft an dieser Stelle und überall im Reiche für die Wiedererringung der inneren und äußeren Freiheit unseres Vaterlandes gesprochen und gekämpft. Ich stehe heute hier als der gleiche Kämpfer. Unser Ziel lautet Arbeit, Brot, Friede. Aber wir meinen damit echtes Brot zum Beißen und Sattwerden, wirkliche Arbeit, die Verdienst bringt für alle und nicht nur für Funktionäre, und wahrhaften Frieden, d. h. Frieden in Freiheit. Dankbar will ich mich des Wortes erinnern, daß der Reichskanzler Hitler im Kabinett an uns gerichtet hat:„Dieses Kabinett bleibt zusammen über den 5. März hinweg, über die nächsten fünf Jahre hinweg, bleibt zusammen bis zu der Stunde. in der es sich nach dem erarbeiteten Erfolg dem Urteil der Nation stellen kann.“ Wir leben in einer schnellen Zeit, führte er aus. Manche haben das Herankommen des 30. Januar wie ein Wunder angesehen. Ich selbst habe von den ersten Morgenstunden an das Erwachen dieses Tages miterlebt. In diesem Augenblick war ein Nua vorwarts getan. Es geschah das große Wunder. Es sprang Berlius Bevölkerung auf, und es zogen Hunderttausende stundenlang an Hindenburg vorbei, der nun den unerhörten Triumph erleben konnte, in seiner Seele und seiner Art die Nation zusammengefaßt zu haben. Wenn wir jetzt am 5. März aufrusen für die beaune Frout und die schwariweibrote Front, dann denlen Sie daran, daß es gilt, jede Stimme herauszuholen. Niemand kann heute mehr sagen, er wüßte nicht, was er wählen soll. Die Front ist so weit gespannt, daß jeder sich in sie hineinstellen kann. Diese Neuwahl, schloß der Reichsminister, diese einzige Wahl hat den Sinn eines Volksentscheides für uns: Unter schwarzweibrot mit Hindenburg für ein neues Deutschland.“ Neue Ueberkritte zur Kampffront Schwarzweißrot Die„Kampffront Schwarz=Weiß=Rot" erhält Immer stärkeren Zuzug aus anderen politischen Lagern, besonders aus den Mittelvarteien. Auch die Reste der Wirtschaftsvartei lösen sich allmählich auf. So hat jetzt u. a. der bekannte frühere preußische Landtagsabgeordnete Dr Alfred Schmidt=Hoevke. Düsseldorf, seinen Austritt aus der Wirtschaftsvartei erklärt. Zur Begründung führt er an, daß die Führung der Wirtschaftsvartei es nicht verstanden habe, den Anschluß nac rechts zu halten und sich rechtzeitig in die nationale Front einzuglie. dern. Er fordert seine früberen Wähler auf. Der neue bayrische Gesandte in Berlin Ministerialdirektor Sperr wurde zum bayrischen Gesandten in Berlin ernannt und zum stimmführenden Stellvertreter der bayrischen Regierung im Reichsrat bestellt. Letzte Funkmeldungen Am heutigen Freitagabend spricht Reichskanzler Hitler über den Münchener und Vizekanzler v. Papen über den Langenberger Sender. Reichsminister Goering hat in einem Erlaß an die Oberpräsidenten und Regierungspräsidenten Preußens die scharfe Anwendung der Pressenotverordnung verlangt. In einer Rede in Hamburg richtete Reichsinnenminister Frick eine Warnung an die Länder, die sich zum Reich in Opposition stellen. Eine sozialdemokratische Versammlung in Essen mit Scheidemann als Redner konnte nicht stattfinden. In Düsseldorf wurden 500 000 kommunistische Flugblätter beschlagnahmt. An der Adria wütet der schwere Schneesturm der letzten Tage weiter. Es ist beabsichtigt, einen Reichskommissar für das Krankenkassenwesen einzusetzen, der eine Beseitigung der erheblichen Mißstände erreichen soll. Schulte wollte über die holländische Grenze Einzelheiten zur Festnahme des Dortmunder Raubmörders Dortmund, 23. Febr. Zu der bereits gemeldeten Festnahme des Raubmörders August Schulte in Gronau erfahren wir noch folgende Einzelheiten: Am Mittwochnachmittag teilte ein Fahrradhändler einem Kriminalbeamten der Hilfsdienststelle Gronau mit, daß am Abend vorher eine Person(Schulte) ihm eine Belohnung versprochen habe, wenn man ihn an die Grenze führen wolle. Dort habe er dann verlängt, auf Schleichwegen über die„grüne Grenze“ gebracht zu werden. Sein Führer brachte ihn nun zu einem andern Mann. Mit beiden veranstaltete Schulte zunächst ein Zechgelage. Seine beiden Zechgenossen brachten ihn in der Nacht gegen 2 Uhr zu einem Bahnarbeiter. bei dem sich Schulte bis Mittwochmittag verborgen halten sollte, um dann über die „grüne Grenze“ geschafft zu werden.— Auf diese Angaben hin umstellten Beamte der Grenzdienststelle das Haus und konnten so den Raubmörder ohne Widerstand festnehmen. In Gronau erregte die Festnahme des Dortmunder Raubmörders großes Aufsehen. Tausende von Menschen standen vor dem Rathaus, um den Raubmörder zu sehen. Vier Beamte der Dortmunder Mordkommission holten Schulte am Mittwochabend in Gronau mit einem Kraftwagen ab und brachten ihn gefesselt nach Dortmund. Befragt, ob er wisse, weshalb er verhaftet sei, spielte Schulte den ganzlich Abnungslosen und gab ironisch der Vermutung Ausdruck, daß es sich vielleicht um Zigaretten= oder Benzoldiebstähle handele. Es steht einwandfrei fest, daß der Festgenommene der Raubmörder Schulte ist, a man die in der Personalbeschreibung angegebenen Narben am Oberschenkel als untrügliches Kennzeichen seiner Identität festgestellt hat. Ein Unbeteiligter erschossen Berlin, 23. Febr. In der Wriecener Straße kam es in der vergangenen Nacht zwischen Unbekannten zu einer Schießerei, die ein Todesopfer forderte. Auf die Schüsse hin eilte der 29jährige Walter Pache, der in dem Hause Wriecener Straße 10 wohnt, aus Fenster, um nach der Ursache des Lärms zu sehen. Im gleichen Augenblick erhielt er einen Kopfschuk, der seinen sofortigen Tod zur Folge hatte. Allem Anschein nach handelt es sich um eine abgeirrte Rugel. Die Mordkommission hat sofort die Ermittlungen aufgenommen. Großfeuer vernichtet Gemeinde=Wohnhaus Sechs Familien obdachlos. Potsdam, 23. Febe. In der Nacht zum Donnerstag gegen 2.30 Uhr brannte das sogenannte Gemeinde=Wohnhaus in Großbeeren bei Berlin vollkommen ab. Sechs Familien sind dadurch obdachlos geworden. Das Gemeinde=Wohnhaus ist das frühere Armenhaus, das umgebaut worden ist. Der Dachstuhl ist völlig abgebrannt und das Haus innen restlos ausgebrannt. Weil in dem Gemeindehaus der Führer des Großbeerener Reichsbanners wohnt, ist das Gerücht verbreitet, daß die Nationalsozialisten dem Reichsbannerführer einen Streich spielen wollten und deshalb den Brand angelegt hätten. Diese Behauptung ist bisher ganz unbewiesen und mit größter Vorsicht aufzunehmen. Wie verlautet, wurde die Berliner Polizei zur Aufklärung der Angelegenheit hinzugezogen. Zuchthaus gegen Brolat beantragt Berlin, 23. Febr. In dem Prozeß gegen Brolat beantragte der Staatsanwalt wegen Meineides unter Anwendung des Milderungsparagraphen gegen Brolat eine Strafe von einem Jahr sechs Monaten Zuchthaus und fünf Jahren Ehrverlust. Anschlag auf Roosevelt Washington, 23. Febr. Die Geheimpolizei gibt bekannt, daß ein neuer Auschlag auf Noosevelt verhindert werden konnte. Auf dem Hauptpostamt in Washington traf ein an Noosevelt gerichtetes Paket ein. Bei der Oeffnung stellte man fest, daß das Paket eine Höllenmaschine enthielt. 14 Pioniere verunglückt Warschau, 23. Febr. Bei einer Uebung des 2. Pionier=Regiments in Sanok in Galizien ereignete sich ein schweres Unglück. Durch die vorzeitige Explosion einer Sprengladung erlitten 14 Soldaten zum größAm gleichen Tage, an dem aus Moskau die erfreuliche Nachricht kommt, daß der berüchtigte Bühnenleiter Piscator von der Sowjetregierung zum Regisseur an dem jüdischen Staatstheater in Moskau ernannt wurde, hat der preußische Kultuskommissar Dr. Rust eine Aktion eingeleitet, die nicht nur von den Berlinern mit einem Seufzer der Erleichterung und Befreiung ausgenommen werden wird. Im Rahmen dieser Aktion ist zunächst eine Säuberung im Provinzialschulkollegium in Berlin durch die Beurlaubung der Abteilungsdirektoren Dr. Israel und Kummerow sowie des Vizepräsidenten König eingeleitet worden, sodann aber soll die unrühmlich bekannte Karl=Marx=Schule in Berlin=Neukölln an Haupt und Gliedern einer gründlichen Siebung unterzogen werden. Man hat zunächst den roten Schulhelden. den Oberstudiendirektor Dr. Karsen der zugleich an der Universität Berlin einen Lehrauftrag hatte und der früher den Namen Krakauer führte, seines Amtes enthoben. Das ist ein verheißungsvoller ten Teil sehr schwere Verletzungen. Sieben Schwerverletzte mußten ins Krankenhaus nach Przemyol übergeführt werden. An ihrem Aufkommen wird gezweifelt. Eine schreckliche Tat Paris. 23. Febr. In einem Walde bei Lorient fand man die Leiche eines ermordeten neunjährigen Mädchens. Die Untersuchung ergab, daß das Kind von einem 15jährigen Mädchen ermordet worden ist, das der Ein phantastisches Projekt— das„Stromlinien=Großschiff“. Unter Anwendung des Prinzips der Stromlinien=Autos hat der amerikanische Ingenieur Norman Bel Geddas das hier abgebildete Modell eines Ozeandampfers geschaffen. Die Außenflächen dieses Stromlinienschiffs passen sich dem Verlauf der Wasser= und Luftströmungen an. Aus dem tropfenartigen Gehäuse ragt nur die Kommandobrücke heraus; sie ist der Tragfläche eines Flugzeugs nachgebildet. Anfang. Hoffentlich wird auch recht bald der Neuköllner Schuldezernent Dr. Löwenstein, dessen einzige Aufgabe in der Ausbildung der Schüler im Klassenkampf bestand, recht bald beseitigt werden. Denn Löwenstein gehörte zu denen, die im Verkehr zwischen Schüler und Lehrer„das vertrauliche Du“ einführte, der seine Schüler mit„sozialistischem Gruß" begrüßte, der sich die wüstesten Beschimpfungen gegen Hindenburg zuschulden kommen ließ und der gemeinsam mit Karsen=Krakauer die Neuköllner Schule dahin brachte, daß sie die traurige Berühmtheit erlangte, die sie heute besitzt. Die rote Karl=Marr=Schule in Neukölln war eine sogenannte Aufbauschule, die von dem„religiösen Sozialisten“ Grimme, dem ehemaligen Kultusminister, mit allen Mitteln gefördert wurde. Mag man den Charakter der Schule für Neukölln gelten lassen unter der Bedingung, daß ihre positiven Seiten entwickelt und die geistigen Fähigkeiten der begabten Arbeiterkinder gefördert werden, so war das, was ihre Leiter aus ihr gemacht haben, eine Brutstätte des Kommunismus in Deutschland, ein geistiger Herd für die Aufzucht von Leitern der Klassenkampfpropaganda und ein rotes Schulparadies, dessen Auswüchse in der Oeffentlichkeit nur allzu oft gebrandmarkt wurden. Es gibt Beispiele ohne Zahl für die Art, wie die Schulleiter ihre Aufgabe auffaßten. Der Gottlosenbeweaung wurden die Schulräume für Ausstellungen zur Verfügung gestellt, es wurden Sprechchöre ausgebildet, die zum gewaltsamen Umsturz aufforderten. und verschiedene Beispiele dafür, wie ihre Leiter zum Beispiel die deutsche Geschichte auslegten. sprachen dafür, daß diese Schule eine ständige Gefahr für unsre Jugend war Wenn Kultuskommissar Dr. Rust jetzt dazu schreitet, reinen Tisch auch im Schul wesen zu machen, so ist es nur folgerichtig, daß er seine Aufgabe unter dem Gesichtspunkt des Kampfes gegen die Gottlosigkeit auch weiter auffaßt und konkrete Maßnahmen dafür ankündigt. Vor den Studenten der Charlottenburger TH. hat Dr. Rust schon für die nächsten Tage die Bekanntgabe eines ausführlichen Programms gegen die Gottlosigkeit vorausgesagt. Wie den Kampf gegen den Schulmarxismus, so wird man auch diese Maßnahmen begrüßen können. Es war höchste Jeit! Nächtlicher Niesenbrand in Chikago. Blick auf das brennende Lagerhaus In Chikago wurde kürzlich ein großes Lagerhaus durch eine Feuersbrunst äschert. Der Sachschaden wird auf eine Million Dollar geschätzt. eingeDas Ende des Schulbolschewismus Die Karl=Marx=Schule in Reukölln und ihre Leiter— Komissar Dr. Rust kündigt der Sottlosenbewegung den Kampf an Kleinen ein Wäschepaket Rehlen wollte. Um ein Sittlichkeitsverbrechen vorzutäuschen, hatte die jugendliche Mörderin ihr Opfer bis auf das Hemd entkleidet. Erdbeben auf einer Azoreninsel. London, 23. Febr. Die Stadt Povocao an der Azoreninsel Sao Miguel wurde, wie aus Ponta Delgada gemeldet wird, am Mittwochabend von einem schweren Erdbeben erschüttert. Nähere Einzelheiten sind noch bekannt Vermißter Prokurist Merkwürdige Gedächtnisstörung. Hamburg. 23. Febr. Der Prokurist L. einer bekannten hiesigen Firma, ein 60 Jahre alter Mann, war spurlos verschwunden. Man alarmierte die Polizei und suchte an allen möglichen Plätzen nach ihm. L. war vor Jahren schon einmal verschwunden und wurde dann geistesabwesend in der Moorgegend gefunden. Alle Ermittlungen waren aber diesmal ergebnislos, und man nahm schon Unfall oder Selbstmord an, als ein Geschäftsfreund dem Verschwundenen am Dammtorbahnhof begegnete. Der Wiedergefundene wollte erst abstreiten, der Prokurist L. zu sein und ließ sich erst nach langem Zureden bewegen, nach Hause zurückzukehren. Da seine Geschäftsbücher ebenso in Ordnung sind wie seine persönlichen Verhältnisse, kann es sich nur im eine nervöse Störung des Gedächtnisses handeln. Handel und Wirtschaft Berlin, 23. Febr. Die Börse verkehrte bei ruhigen Umsätzen in freundlicher Haltung. Tagesgeld 4½—5½ Prozent. Gegen Börsenschluß war die Tendenz leicht nachgebend. Kassakurse der Berliner Eff. Börse Ohne Gewähr für Hörfedler. (Rotterung in Mark) Gr. Centr.=Bd.=poldpfdr. o. 1924 Vr.=Centr.=Bd.=Goldpfbr u. 1927 Nr. Cenr=V.=Voldpfasborele. Centr.=Bd.=Goldpfanddriefe — den=GoldCentral=Bode b-Reum.Prgesambung a 150.. Centr.=Bd.=Lign.=Coldpfd.= Briefe. Liqn.=Anteilscheine Pr. Central=Boden=Gold=Komm.= Vr. Central=Boden=old=Komm.Gr. Lopfdt AAuf. 6m Udr. Nr. Apidr.=Aust. 6# Plde. Fr. Lopfdr.=Auk. 624 Kom. 121. Berl Roggenw. 1923 fur 1 Ktr. ggenanlethedriefe 1—11 AA5Oi SSip— ollgen-Mntenbriefe 1 If. Provinzkodle 1923 für 1 Tonne Schiffahrtoaktien ra=Amertka=Paketfahrt lscher Llond Hamdurg Kordden nerz= und Privatdank=A.=O. Kädter und National=Bank sche Bank u. Disconte=Gesellsch. dner Bank 23. 2. 85 63.50 6.2 1% 53½ 71¾ 61½ 149 22. 2. 86.5 61 63½ 70 70 4.57 17¼ 17¼ 52% 71¾ 61½ (41 Devisenkurse(in Mark) Amsterdam Oslo Helfingfors Kopenhagen Italien London Newyort Wien Varta Schweiz Schweden Spanten Brüsse! Brastlien 21.* Geld Brrei 150.83 74.03 6,104 94.200 21.91 14.44 1. 200 48. 2r. 9 C.7 34 77 58. 89 0.2•39 170,17 74.17 6 416 64 51 11.55 14.51 4.217 48,55 1r90 81.93 6.58 9.01 0.241 Vorturse Geld Brief 170.23 73.78 6.4 66.14 21.51 14, 9 1 48.45 16,50 B1 92 76.22 34 77 58.94 1.10 1705 73.91 4.0 5 1C. 4.217 18.5 16,61 82 08 16. 34.83 69.06 0.241 Berlin, 23. Febr. An der Produktenbörse setzte sich eine Befestigung durch. Am Produttenmarkt mußten für Weizen 1,50—2 M., für Roggen 1 RM. höhere Preise bewilligt werden. Am Mehlmarkt besteht vereinzelt höhere Kauflust. Hafer zeiget bessere Kaufsneigung. Gerste ruhig. izen. märk. ggen, märk. mmergerste ntergerste 3.25— 26.71 0.40— 2. 60 —.45—*.5. Webstoffe., Bremen, 23. Febr. Loko 7,20(7,20). Biehmärkte Dortmund, 22. Februar. Zum Zucht und Faselviehmarkt wurden aufgetrieben: 714 Großvieh, 219 Schweine, 65 Kälber. Handel schlecht. Es kosteten: Hochtragende und frischmelke Kühe 170—345 RM., Rinder 150—241 RM. Schweinemarkt: Handel langsam. Es wurden gezahlt für Ferkel 13—32 RM., für Läuferschweine— RM. Nächster Markt: 1. März. Weiterbericht Für das mittlere Deutschland: Noch meist bewölkt, Nachlassen der Schneefälle, mäßiger Frost, schwache westliche Winde. Für das übrige Deutschland: Im Nordosten noch verbreitete Schneefälle, sonst Nachlassen der Schneefälle, überall Fortdauer des Frostwetters. Reichezuschkuß zur Malerarbeit Lt. Erlatz des Reichsarbeitsministers vom 17. 9. 1932 sind zur Belebung der Wirtschaft insbesondere der beschäftigungslosen Handwerksbetriebe, namhafte Beträge als Zuschuß zu Instandsetzungsarbeiten bereitgestellt. Es. dürfte aber in Hausbesitzerkreisen noch nicht genügend bekannt sein, daß die Mindestkostengrenze, wonach eine Reparaturarbeit bezuschußt wird, neuerdings von R.K 250.— auf R.4.100.— herabgesetzt ist; und zwar beträgt der Zuschuß bei Neuanstrich von Fassaden, der Fenster, Tachgesimse, des Treppenhauses usw. sowie die Instandsetzungsarbeiten von leerstehenden Wohnungen, für jede. Haus 1/ der Gesamtkosten. Im Hinblick auf die monatelange Beschäftigungslosigkeit der selbständigen Malermeister und deren Gehilfen, sowie auch unter Würdigung der Bereitwilligkeit der Reichs= und Landesregierung nun endlich die Wirtschaft wieder in Gang zu bringen, machen wir die interessierten Kreise nochmals besonders auf diesen Reichszuschuß aufmerksam. Wir wissen zwär, daß auch die Not der Hausbesitzer durch die, durch nichts mehr zu rechtfertigende Entschuldungssteuer und anderer Lasten außerordentlich groß geworden ist, aber dennoch bitten wir: Schicken Sie noch heute zu Ihrem Malermeister und lassen Sie sich einen Todesanzeige. Am Mittwoch, abends 11 Uhr entschlief sanft nach kurzer Krankheit im 92. Lebensjahre unser lieber Vater, Schwiegervater, Großvater, Urgroßvater, Bruder und Onkel, der Leibzüchter Friedrich Brand Veteran von 1866. Um stille Teilnahme bitten: Die trauernden Hinterbliebenen. Brüntrup, 23. Februar 1933. Die Beerdigung findet am Sonntag, dem 26. d. M., nachmittags 2½ Uhr, vom Trauerhause aus statt. Statt Karten. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bem Heimange unserer lieben Entlafenen danken herzlich. A. Horbage und Augebörige. Huxhagen, 22. Februar 1933. □0 sch Für die uns beim Heimgange unseres lieben Entschlafenen erwiesene Teilnahme dankt im Namen aller Hinterbliebenen Familie Mischer. Oberschönhagen, 23. Febr. 1933. Beerdigungen Leschenüberjügrungen von und nach auswärts. Sürge, Leichenwäsche. Gehr. Fischer, Deime’d-Alddeser, argi 2341 unverbindlichen Kostenanschlag aufstellen und übertragen Sie ihm die schon lange notwendig. gewordenen Instandsetzungsarbeiten. Wir weisen jedoch noch besonders darauf hin, daß die Anträge vor dem 1. 4. 1933 gestellt sein müssen und daß ein Zuschuß nur dort gewährt werden kann, wo die betr. Arbeiten noch nicht in Angriff genommen sind. Livver in der Fremde Der Verein der Lipper e. V. zu Berlin veranstaltet am Sonnabend, 25. 2. 1933, abends 8.11 Uhr, im Restaurant.„Franziskaner" Friedrichstraße 100(am Bahnhof Friedrichstr.). eine große karnevalistische Sitzung mit Damen. Bewährte Karnevalisten und Büttenredner. Künstlerinnen und Künstler werden zum fröhlichen Gelingen beitragen. Anzug beliebig(kein Kostüm). Landsleute und Gäste herzlich willkommen. Auskunft durch den Schriftführer Harry Schelper, jetzt Berlin N 65, Glasgowerstr. 10. Glüäck'iche Zu. älle gehören zu den Seltenheiten. Meist ist man verlassen, wenn man alles dem Zufall überläßt. Gibt es nicht viele Beispiele in jedem Haushalt. die das Trügerische des Freundes „Zutall“ beweisen? Handeln ist besser als warten! jemand kann bis an sein Lebensende auf den Zufall warten, daß einer kommt. um ihm einen gebrauchten Kinderwagen abzukaulen. Ein anderer bringt eine Kleinanzeige in die Spalten der Lippischen Tageszeitung und verkauft den gleichen Wagen in 24 Stunden! Gedenkent der hungernden Bögel! Vollendete Eislaufkunst. Die junge Wienerin Hilde Holowsky wirbelt eine tiefe Pirouette. Veremetn ender Lutherische Frauenhülfe. Freitag, 24. Februar fällt die Gemeinschaftsstunde aus(aber 4—6 Uhr Abholung der Gewinne); Freitag, abends 8 Uhr, Jahresversammlung(Jahres= und Kassenbericht; Vortrag. Tannenbergbund a. B. Detmold. Gästeabend Sonnabend. 25. Fedruar, 8.15 Uhr, Odeon. Stahlhelm Hiddesen. Am Sonnabend, 25. Febr.. abends 8. Uhr. Versammlung im Kaffee Thusnelda. Vortrag über„Scapa Flow“. Freunde und Gönner des Stahlhelm sind erzlich willkommen. Kl.=K.=Schießverein Schmedissen. Sonnabend. abends 8 Uhr, Versammlung bei Knehe. Stahlhelm Wellentrup. Sonnabend. 25. Februar. abends 8 Uhr, Pflichtversammlung im Kruge zum„alten Krieger“. in Höntrup. Pünktliches Erscheinen ist Pflicht. Freunde unserer Bewegung sind herzlich dazu eingeladen. GerantBert 11 für Reiche= und Landsopoltilk.„Kaus, und Wisenschaft: )r. Haus=Ulrto Reinige für den lokalen Teil. nie-hestune und Speit Qugun Kond(i Anzeigen und Geschäftenotizen: Hauc Dimmek sämtlich in Detmold Druck und Verlaa: Westi=Lipp Vereinedruckeret. G. m v. H., Detmold— Sprechstunden der Schriftleitung: 11—12 Uhr vormittags 6—7 Uhr abendo. Für unverlangt eingesandte Manustripte Abernima die Schriftleitung keine Verautwortung. Wissen Sie schon daß es eine Universal=Haushaltungsmaschine gibt, die alles macht? Rifisk Rilfisk das Wunder der Technik gegen den Staub— für die Wäsche!! Wir zeigen Ihnen diesen Apparat unverdindlich, kostenlos, praktisch in Ih er Wohnung. Rilsisk 6. m. b. H., Direktion Essen, Straße s““ Tel. 45379.: Tel. 45379. Landestheater. Freitag. 19.50 Uhr unt Din ui Der Lacherfolg Unter Geschüftsaufsicht Sonnabend, Sonntag, Rosenmontag Faschingstreiben im Hotel Stadt Fronkfurt u. Café Schloßwache Eine kleine Wohnung von 3 Zimmern zu vermieten. Spork Nr. 5 bei Detmold. Stangenschwein ca. 140 Pfd., abzugeben Rudelf Dietcann. Jerxen 51. Gewinnauszug 5. Klasse 40. Preuß.=Süddeutsche (266. Preuß.) Staats=Lotterie Ohne Gewähr Nachdruck verboten Auf jede gezogene Rummer sind zwei gleich bohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Rummer in den beiden Abtellungen I und II 13. Ziehungstag 22. Fedruar 1933 In der heutigen Vormittagsziebung wurden Gewinne über 400 M. gezogen 4 Cestane mn 10000 Gl. 262883 363239 8 Gewinne mn 6000 GR. 187699 228623 229200 385882 20 Gewinne in 3000 SK. 56736 63628 84361 96823 97777 160210 160174 315329 361155 363786 52 Oewinnem 2000 M. 4940 29741 39735 40487 43593 68277 58695 70451 72958 98214 133884 134496 156788 188971 221899 236125 263957 264394 267794 286102 302894 319242 326697 343288 368526 373275 92 Gewinne mu 1000 GR. 16635 32332 37032 79130 80742 97897 107101 108210 116011 130658 137019 141941 170652 171144 172417 178394 179901 182541 195665 202586 213125 218205 218257 232154 233062 233637 236351 265711 270034 279910 291696 294074 310312 324089 331116 331831 846188 861395 369414 374409 375267 376867 377074 380567 386170 396648 204 Gewinne in 600 GR. 1711 2638 11434 16369 22423 24104 25438 36373 40893 47902 50906 51174 54623 60676 64911 66743 81117 82674 92661 98140 101306 105251 111171 121499 129326 129589 747 131263 131269 134677 137209 140489 149542 17890 196153 227700 233714 237797 251078 262985 254 282383 283449 284799 2896 901961 302909 304085 308433 309944 317911 319935 320806 321756 321901 324590 329396 333827 336215 345233 346821 345902 347605 360260 363410 354641 355531 867314 337831 358376 369786 363838 367674 378720 381433 391259 392777 393955— 1307. 141399 166267 195393 223626 250947 42 181149 152224 167363 162819 07 187393 190310 191996 196121 53 196311 207679 210008 222072 In der wurden Gewinne geingen 4 Septuns mu 10000 G. 67145 392012 10 Sepinne mn 5000 S. 124306 182706 197893 233937 389629 14 Oeptune mu 3000 S. 44625 49350 104798 107104 134738 211047 224930 38 Oebinne m 2000 S. 63103 79102 163583 73075 179110 206376 218859 233266 246010 246415 248182 267265 295905 324380 331528 366894 369167 381130 398155 78 Cepinne zu 1000 Cl. 37753 44863 82074 86920 106714 107290 108918 111282 138150 142645 149340 165891 182338 201609 206385 219008 230570 246311 233974 279975 307760 330468 334151 344222 349375 350329 363618 963855 359949 362203 363632 376290 381622 384930 390736 304150 142 Geminne iu 600 S. 6032 8377 16040 20426 22835 27421 40755 43497 43819 47977 67078 64886 65579 96029 87291 87834 92076 99586 102036 105217 114772 117436 118926 —— 123451 145709 151398 181682 184063 192231 217106 217641 228067 237629 248601 2849“ 269567 276370 2948L„ 316951 321759 327298 390305 347678 349799 330724 353031 368235 363513 872 122330 78067 202141 234788 266660 305145 349311 366929 3788 19464 121168 385203 388709 Im Gewinnrade verblieben: 8 Prämien zu je 500000, 2 Gewinne zu se 200000 4 zu se 100000. 4 zu je 750011, 6 zu se 51000, 18 zu se 25000, 100 zu je 10000. 264 zu se 5000. 550 zu se 8000, 159 zu je 2r 0, 8202 zure 1000. 5352 zu je 500, 15770 zu je 400. u. 100 Schlußprämten zu je 3000 M. Lollerie-Einrahme A. Reuter. K. nder=Nähr zw.eback Fritz Burre, Hermannstraße. LICHTSPIELE Ab heute Freitag, täglich 6 und 8.15 Uhr Sonntsa auc 4 Uhr. Fritz Schulz in dem neuen Militärlustspiel aus der Vorkriegszeit Ja, treu ist die Soldatenliebe Ein Film voll humoristischer, aber liebevoll gezeichneter Karrikaturen, voll stärkster Komik, voll Liebe, Humor und Militärmusik, mit Jakob Liedke. Ida Wüst, Ursula Grabley, H. A. v. Schlettow, Hugo Zischer=Köppe, Camilla Spira, Petra Unkel, Paul Heidemann. Hotel Waldheim, Hlddesen Morgen, Sonnebend, ab 8 Uhr Konzert- Tanzabend Zwangeversteinerung. Am Sonnabend, dem 25 Februar, vormittags 10 Uhr, kommen im Auktionslokal Stein in Detmold folgende Sachen öffentlich meistbietend gegen Varzohlung zum Verkauf: Ein Klavier ein Büchersarant. eine Bitrine. ein Geloschrank. großes Ladeur: gal. StonduhrAbsten, es ärische Kronen. Bilder. Kartenstünder usw. Detmold. den 23. Februar 1933. Stötting. Obergerichtsvollzieher Für landw Haushalt. 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Dr. Oelze und Direktor Dr. Gregorius=Detmold. Wahmbeckerheide: abends 8 Uhr, bei Meierkordt. Redner: Kreiling=Detmold. Sonntag, den 26. Februar: Haustenbeck: nachm. 4.30 Uhr, bei Dreimann. Redner: Dr. Brunow=Berlin und KreilingDetmold. Hohenhausen: nachm. 6 Uhr, bei Rottmann. Redner: Ed. Meyer=Detmold. Langenholzhausen: abends 7.30 Uhr, bei Brandt. Redner Landwirt Deppe=Hellerhausen. Bad Salzufleu! abends 8 Uhr. in den Wandelhallen des Kurhauses. Redner: Dr. Brunow und ein Redner des Stahlhelm, Gau Cberuskerland. Heßloh. Sonnabend, 25. Februar. abends 8 Uhr. bei Gastwirt Brockmeier. Redner: Ed. MeyerDetmold. llungen der RSDAP. „ am 24. Februar 1933: Herrentrup. Redner: Mitglied des Landespräsidiums Pg. Ad. Wedderwille, Lage i. L. Kalldorf. Redner: Landtagspräsident Pg. Landw. Helms, Graben. Heiden. Redner: Landtagsabg. Pg. Wilh. Siegmund, Remmighausen bei Detmold. Laßbruch. Redner: Landespropagandaleiter Pg. Albert Diehl, Lemgo i. L. Cappel. Redner: Pg. Wilh. Wehrmann, Bösingfeld i. L. Sabbenhausen. Redner: Pg. Reinh. Werner, Herford i. W. Laugenholzhausen. Redner: Landtagsabg. Pa. Walter Herrich, Lage i. L. am 25. Februar 1933: Holzhausen bei Schötmar. Redner: Mitgl. des Landespräsidiums Ad. Wedderwille. Lage i. L Elbrinxen. Redner: Landtagsptäs. Helms, Graben bei Barntrup. Bissenknick=Wilberg. Redner: Landespropagandaleiter Pg. Alb. Diehl. Lemgo. Heipke=Schuckenbaum. Redner: Pg. Wilh. Amelung, Bösingfeld i. L. Brosen. Redner: Studien=Rat Pg. Betz, Lemao i. L. Istrup. Redner: Landtagsabg. Pg. Walter Herrich, Lage i. L. —9 Teutliche Ratiovalioz. I. 12, Lehrerver=gmmiung— am Sonnabend, dem 25. Jebr. 33. nachmittags 4 Uhr in Lage i. L. Lokal Stockmeier. Es spricht: Pg. Kreisschulrat Dr. Stech, Lübbecke. Thema: 1. Erziehung und Bildung auf nat.soz. Grundlage. 2. Lehrer= und Gehaltsfrogen. Eintritt 30 Pfg. Nationalsozialistischer Lehrerbund. Landwirtstochter in 3ler I in Stadt= u Landhaushalt erfahren, ucht Mirkungskreis als Haushälterin od. Stütze in gutem Hause bei bescheidenen Ansorüchen Schriftl. Angeb. unter Nr 3812 an die Geschäftsstelle d. Ztg. Hilfe gegen Rheuma, Ischias, Sicht, neuralgische Schmerzen joder Art bringt Antirheuman Aerztl'ch empfohlen, lang ahrig bewährt Versandt unter Nachnahme direkt durch den Alleinhersteller Dr. Berger, Detmold, Postfach 25. Große Flasche Ml. 2.—. Verlage Nr. 48 F; Livvische Tageszeitung Detmold, Freitag, 24. Februar 1933 Aus unsermn Lipverland Ein neuer Kampf Noch ist nicht der Frühling ins Lipper Land gezogen, und schon ist in Stadt und Land der zweite Wahlkampf dieses Jahres im Gange. Als Anfang Januar allabendlich in den Dörfern zu den Versammlungen getrommelt wurde, hat kein Mensch daran gedacht, daß so bald schon von neuem die Werbetrommel gerührt werden müßte. Galt es am 15. Januar, die Volksvertretung und das Regiment für Lippe zu wählen, so kommt es jetzt darauf an, der nach den lippischen Wahlen — und unter dem sanften Druck der lippischen Wahlen— gebildeten neuen Reichsregierung ein solches Vertrauensvotum zu geben, daß sie unbesorgt um das Toben und Schreien der Linken und der zur Linken gehörenden zentrümlichen Mitte ihre eben begonnene Aufbauarbeit an der Wirtschaft ungestört fortführen kann. Insofern hat dieser neue Kampf etwas grundsätzlich Bedeutungsvolles; es stehen sich die nationalen Gruppen nicht mehr als Gegner, sondern als Verbündete gegenüber, und für sie gilt das Strategenwort:„Getrennt marschieren— vereint schlagen!“ Die Zeiten haben sich im Lipperland seit der letzten Wahl gewaltig geändert. Sechs Wochen liegt sie erst zurück. Aber welche Wendung in diesen 6 Wochen in Lippe und im Reich! Die zum Schrecken der Gegner geeinte nationale Front marschiert ihrem Ziele zu: Dem neuen, freien, nationalen und sozialen Deutschland entgegen! „Glück ab!“ für 1933 Der Luftfahrtverein Lippe macht Bilanz- Gute Fortschritte In der Generalversammlung des Luftfahrtvereins Lippe e. V. Detmold, die am Donnerstag Abend im Hotel„Kaiserhof" stattfand, wurde vom 1. Vorsitzenden Kühlmuß zunächst der Jahresbericht gegeben, dem nur Erfreuliches zu entnehmen war. Zwar ist die Mitgliederzahl des Vereins durch Versetzungen und Fortzug etwas gesunken; sie beträgt aber immer noch 60 und die Zahl der aktiven Mitglieder ist ziemlich groß. Auch nach außen hin hat der Verein im vergangenen Jahre gewirkt und Erfolge erzielt. Wir erwähnen nur den Flugtag in Bad Salzuflen, die Rekordsegelflüge Ruhls in Oerlinghausen, den Hallenbau auf dem Segelflugplatz, an dem der Verein jetzt neben Herford und Bielefeld durch Vertragsabschluß mit der Stadt Oerlinghausen Mitpächter ist, und zwar vorläufig bis zum Jahre 1940, und schließlich die Taufe zweier neuer Segelflugzeuge„Falkenkrug" und„Bad Meinberg“ sowie die Vorführungen des Wanderzirkus des D. L. V. auf dem Königsberg bei Detmold im November. Auf Grund der Erfolge Ruhls wurden dem Verein auch seitens des D. L. V. und der Landesregierung Spenden zuteil, mit denen nun eine neue Hochleistungsmaschine gebaut wird. Diese neue Maschine, Typ Rhön=Adler ist in den Detmolder Werkstätten bereits im Bau. Anschließend gab der Kassenwart Behrensmeier den Kassenbericht, aus dem hervorging, daß die Luftfahrer nur durch die seitens der Bevölkerung bezeugte Mithilfe in Form von Spenden in der Lage sind, ihre für die Jugend besonders bedeutsame Arbeit zu leisten. Bietet doch der Luftfahrtverein die billigste Schulungsmöglichkeit für die Jungflieger in ganz Westfalen=Lippe und leistet er doch ein Stück wertvoller Erziehungsarbeit an unserer sportlich interessierten Jugend! Der Vorstand des Detmolder Luftfahrtverein wurde einstimmig wiedergewählt. An Stelle des infolge Fortzugs ausgeschiedenen 2. Vorsitzenden Dipl.=Ing. v. Bock und Polach wurde Studiendirektor Dr. Altfeld in den Vorstand gewählt, an Stelle des Kassierers Behrensmeier, dem Entlastung erteilt wurde, übernahm Herr Sassenberg den Posten d. Kassenwarts. Von den Jungfliegern werden als Beisitzer in den Vorstand entsandt die Herren Rolfs und Wölche. Zu erwähnen ist noch, daß der Weltflieger Wolfgang v. Gronau, der am 4. Februar in Detmold über seinen Weltflug sprach, zum Ehrenmitglied des Luftfahrtvereins Lippe ernannt worden ist. Ihm wurde eine Schatulle mit einer Widmung überreicht. Natürlich sind im vergangenen Jahre auch eine Anzahl A=, B= und C-Prüfungen abgelegt worden. 9 Mitglieder bestanden die A=Prüfung, 6 die B-Prüfung und 4 die C=Prüfung. Seppel Ruhl legte seine amtliche Prüfung ab. Heute Kreistag in Brake Ohne den Abg. Weisheit! Der heute Vormittag 9,30 Uhr im Schloß Brake zusammentretende Kreistag des Kreises Lemgo wird einen interessanten Verlauf nehmen. Die NSDAP. hat bekanntlich einen Mißtrauensantrag gegen den Kreisausschuß eingebracht, der aus Sozialdemokraten und Demokraten gebildet ist. Aller Voraussicht nach wird dieser Mißtrauensantrag auch angenommen werden, da sich die Nationalsozialisten, die Deutschnationalen und auch die Vertreter der drei Mittelgruppen für diesen Antrag aussprechen dürften, um der veränderten politischen Lage Rechnung zu tragen. Auf der umfangreichen Tagesordnung steht eine nochmalige Besprechung des Haushaltplanes 1932. der seiner Zeit vom Kreistag abgelehnt worden war. Landrat Gruner war darauf als Kommissar des Staates beauftragt worden, den Etat festzustellen. Dies ist geschehen. Allerdings hat sich der Fehlbetrag um rund 57.000 Mark auf etwa 216000 Mark erhöht; diese Erhöhung ist hauptsächlich durch die weiter gestiegenen Fürsorgelasten bedingt. Die Verwaltung ist daran nur mit etwa 7000 Mark beteiligt. Bei dieser Gelegenheit kommt auch der im Vorjahre gegen Mißbrauchte „dichterische Freiheit“ „Kleinstadtjugend“ von Karl Meier, Lemgo. Berlag der Meyerschen Hofbuchhandlung(Max Staercke), Detmold, 208 S., R. K 2.40. Die Lektüre dieses Buches erregt in dem Leser zwiespältige Gefühle. Der Verfasser, ein Studienrat in Lemgo und selbst Lemgoer Kind, weiß manche anmutige Genrebilder aus dem Leben einer unverdorbenen Jugend zu zeichnen, wie es sich vor etwa drei Jahrzehnten in der heimischen Kleinstadt und ihrer Umgebung entfaltet hat. erlebt man, der Entwickelung des jungen Helden folgend, Jugendspiele und Jugendstreiche, das Einfühlen in die Natur und den Verkehr mit der Tierwelt, insbesondere der Vogelwelt, wie sie dem Knaben unter der Führung unseres bekannten lippischen Vogelkenners Schacht vertraut wird, das erste zarte Liebessehnen, das Ringen um die religiöse Wahrheit, die für das Denken des heranreifenden Jünglings mit den schweren dogmatischen Sätzen des Heidelberger Katechismus belastet ist und ihn in Spannung zu der Kirche bringt.— alles das nicht gerade überwältigend und von einzigartiger Ursprünglichkeit. aber doch mit frischer Beobachtung aufgefaßt und lebenswahr dargestellt. In unerfreulichem Gegensatz dazu steht, was der Verfasser über seine Schulerlebnisse berichtet. Hier malt er in den dunkelsten Farben, die ihm zu Gebote stehn, mag sein, daß in den engen Verhältnissen des alten Städtchens nicht alles ideal war. Aber der Kritiker macht kaum einen Ansatz dazu, die Dinge zu erklären oder zu verstehen, sondern läßt uns alles in rein subjektiver Prägung mit einseitiger Verteilung von Licht und Schatten. eben vom Standpunkt des Kindes her sehen. Und so erscheint die Schule einfach als ein Hindernis für die freie Entfaltung der Individualität. Der geistige Drill, den sie ausübt, die dumpfe, langweilige Atwesphäre, die in ihr herrscht, legt dem Hochflug des geistsprühenden Zöglings Fesseln an. Und die Lehrer, deren veraltete Erziehungsmethoden er über sich ergehen die Bestellung des Staatskommissars eingebrachte kommunistische Antrag zur Beratung. Ein weiterer wichtiger Punkt der Tagesordnung ist die Frage der Sparkassenreform. Der Kreistag soll zu der Frage der Zusammenlegung der Amtssparkassen Brake, Schötmar und Oerlinghausen gehört werden. Er dürfte sich bestimmt gegen eine Zusammenlegung aussprechen. Anträge der NSDAP. auf Aenderung des Finanzausgleichs, Abbau des Behördenapparates, Nichtauszahlung von Gehältern über 700 Mark jährlich und auf Steuermilderungen dürften durch die politische Entwicklung im Lande und die Beschlüsse des Landtags überholt sein. Interessant ist, daß der kommunistische Aba. Weisheit aus Oerlinghausen, der den Kreistagen durch seine langen Reden immer eine besondere und wenig geschätzte Note gab, heute durch Abwesenheit glänzen wird, da er wegen des Verdachts des Hochverrats von der Reichsanwaltschaft gesucht wird und seit einiger Zeit den Staub Lippes von seinen Füßen geschüttelt hat! Verbandstag der Reichssteuerbeamten Der Bezirksverband Westfalen=Lippe im Bunde deutscher Reichssteuerbeamten hielt in Münster eine zweitägige Verbandstagung lassen muß, erscheinen fast durchweg als lächerliche oder unsympatbische Gestalten. Besonders gilt dies von zwei Männern, die noch im ersten Jahrzehnt dieses Jahrhunderts als Leiter des Lemgoer Gymnasiums ihre Amtspflichten verwaltet haben und noch deutlich in der Erinnerung vieler früherer Schüler fortleben. Infolgedessen ist es möglich und interessant, den Maßstab der historischen Kritik an den gewählten Stoff anzulegen, den Wirklickkeitshintergrund der Darstellung zu prüfen und damit in die Werkstatt des Schriftstellers zu blicken. Eine besonders eingehende Schilderung ist der Amtsführung des neuen Direktors gewidmet, den er als einen seiner hohen Aufgaben in keiner Weise gewachsenen Schultyrannen hinstellt. Da ergibt sich nun die erstaunliche Tatsache, daß der Verfasser des Buches schon seit einem Jahre die Schulbänke nicht mehr drückte, als derselbe neue Direktor von auswärts nach Lemgo kam. Der Erzählung fehlt also gerade in diesen wichtigen Abschnitten der unmittelbare Erlebniswwert, den sie— der literarischen Form nach— Zeile für Zeile zu haben sich den Anschein gibt. Sie ist nicht„der Wirklichkeit abgelauscht", sondern aus abbeleiteten Quellen, aus zweiter Hand geschöpft. Insbesondere ist der Verlauf der Abgangsprüfung, in der der Direktor eine geradezu klägliche, der geistvolle Zögling hingegen eine umso glänzendere Rolle spielt, nichts als ein Produkt pbantasievoller Erfindung, die sich nicht einmal die Mübe genommen hat, das Gesetz der bistorischen Wahrscheinlichkeit zu beachten. Wie sehr sich hierdurch die Glaubwürdigkeit der übrigen Erzählungen aus dem Schulleben vermindert. lieat wohl klar zu Tage. Fragt man nun, was den Verfasser dazu veranlaft haben maa, sich eine solche„dichterische Freiheit" zu erlauben, so ist aus dem Buche selbst kaum ein anderer Beweogrund zu erkennen als das Bestreben, den beroischen Lebenseang seines jugendlichen Ebenbildes dadurch abzurunden und zu krönen, daß er den Helden aus der Entscheidung des Eramers als Sieger über Parteilich= keit und Uebelwollen seiner rückständigen Lehrer hervorgeben läßt. Darf aber ein Schriftsteller. der auf unser Vertrauen Auspruch macht, sich derartig über die Wirklichkeit hinwegsetzen? Eine ab. Dieser 12. Verbandstag begann mit der Vertreterversammlung, zu der alle 50 Ortsgruppen des Bezirks ihre Vertreter entsandt hatten. Aus dem von dem Verbandsvorsitzenden, Steuerinspektor Wenking(Münster), erstatteten Geschäftsbericht zeigt sich ein günstiger Stand der Verbandsangelegenheiten. Von allgemeinem Interesse ist ein Antrag, der die Verbesserung der Besetzung der Finanzämter in Westfalen und Lippe erstrebt. Bei den Wahlen wurden der Verbandsvorsitzende und seine Mitarbeiter einmütig wiedergewählt. Budde(Bielefeld) und Spellmann(Buer) traten neu in den Verbandsvorstand ein. In der Hauptversammtung wurde beschlossen, dem Hilfswerk für Neunkirchen 100 RM. zur Linderung der Not zu überweisen. Präsident Dr. Ronge erkannte das gute Verhältnis an, das zwischen Verband und Behörde besteht, und führte aus, der Beamte habe das Recht, seine politische Meinung zu äußern. Diese Meinung müsse jedoch bei der Erledigung der Amtspflichten ausgeschaltet bleiben. Zeitungsverbet in Bie efeld Verbot der sozialdemokratischen „olkowachtt Die sozialdemokratische„Volkswacht" wurde durch den hiesigen Polizeipräsidenten auf drei Tage bis einschließlich 25. Februar verboten. oft erörterte Frage! Schreibt er einen Roman. so mag er aus der Geschichte einen neuen Muthos weben, falls dieser in den Grenzen der Lebenswahrheit bleibt. Entwirft er dagegen ein kulturhistorisches Bild aus der Vergangenheit, wie es dieses Buch will, so darf er den geschichtlichen Tatbestand nicht verschieben, ohne sich dem Vorwurf der Entstellung oder Fälschung auszusetzen. Dieses Urteil ist nicht zu scharf. Denn in jenen Abweichungen verrät sich eine bestimmte Tendenz, die den Stoff nach ihren Zwecken gestaltet und umformt. In dieser Hinsicht steht das Buch nicht allein als isolierte Erscheinung. Es reiht sich vielmehr als ein Glied ein in eine ganze Kette ähnlicher Veröffentlichungen der letzten Jahre. Man braucht nur die Namen Frank Thieß, Jakob Wassermann, Paul Alverdes und andere zu nennen. Sie alle oder fast alle haben, wenn sie das Thema des Verhältnisses von Schule und Jugend behandelten, mehr oder weniger die Absicht, mindestens die Wirkung, das Ansehen der höheren Schule in der öffentlichen Meinung berabzusetzen. Ein gemeinsames Merkmal dieser Schriften besteht in der Anwendung des abgeariffenen, bequemen und reichlich primitiven Schemas, das Verhältnis zwischen Lehrern und Schülern in grallen Kontrasten— dort schwarz hier weiß— auszumalen. Wenn gezeigt werden soll, wie eine nicht gewöhnliche Natur sich durch alle Hemmungen zu geistiger und sittlicher Selbständigkeit hindurchringt, so muß, eben die Schule und unter Umständen das Elternhaus das hemmende Element bilden. Und die Lehrer müssen sich eine entsprechende Beurteilung gefallen lassen, die im Einzelfalle einer entehrenden Verleumdung gleichkommt. In dieser Literaturaattung sind die Lehrer schon derartig zu einem feststehenden Typus der Minderwertigkeit erniedriat und erstarrt, daß das Lesepublikum sich höchlichst verwundern würde, wenn ihm in einer solchen Schrift einmal eine Persönlich'eit von dem hinreißenden Schwung und der Begeisterungsfähigkeit eines Karl Reicherdt entgegenträte. Man wende nicht ein, das hier besprochene Buch falle doch aus dem Rahmen jener Schriften heraus. Denn es rede nur von einer längst überwundenen düsteren Vergangenheit, von der der der die Aus der Landeshauptstadt Detmold, den 24. Februar. Warum keine Wettervoraussage für Lippe und den Teutoburger Wald? Vor einiger Zeit berichteten wir an dieser Stelle, daß seitens des Lippischen Verkehrsverbandees unter besonderer Mitwirkung des Städtischen Verkehrsamtes in Detmold beim Weitstischen Verkehrsverband in Dortmund der ntrag gestellt sei, bei Westdeutschen Rundfunr zu beantragen, bei der täglich erfolgenden mehrmaligen Wettervoraussage neben dem Industriegebiet, Münsterland und Sauerland auch den gerade aus dem Rheinland und Westfalen stark besuchten Teutoburger Wald zu nennen. Wie wir auf Erkundigung erfahren, haben die Bemühungen bisher zu keinem Erfolg geführt. Da die dem Westfälischen Verkehrsverband angegliederten Bezirke: Industriegebiet, Münsterland und Sauerland bei der Wettervoraussage berücksichtigt, der vierte Bezirk, unter Teutoburger Wald bisher aver nicht berucksichtigt wird, ist es Sache des Lippischen Verkehrsverbandes, bei den maßgebenden Stellen in Dortmund auf die ungleiche Behandlung mit Nachdruck hinzuweisen. Die vorliegenden Verkehrsstatistiken sind beweiskräftig genug, den maßgebenden Stellen zu zeigen, daß Teutoburger Wald verlangen kann, bei Wettervoraussage genannt zu werden. Wenn der Langenberger Sender Schneehöhe im Riesengebirge und die Sportmöglichkeiten in Oberbayern durchsagt, dann kann man wohl verlangen, daß das vielbesuchte Lipperland und der Teutoburger Wald in Zukunft nicht vergessen werden. Ueber den werbenden Wert der Wettervoraussage braucht kein Wort verloren zu werden. Wir erwarten vom Lippischen Verkehrs. verband einen erneuten Vorstoß in dieser Angelegenheit und erhoffen, daß den Bemühungen in aller Kürze ein Erfolg beschie. den sein wird.=Ko.= Es gibt wieder Arbeit Sobald die winterliche Witterung vorbei ist, man rechnet damit in etwa 8 Tagen, wird im Kuhkamp an der oberen Hornschen Straße mit der Regulierung des Flußbettes der Werre zur Landgewinnung begonnen. Die Arbeiten wurden den Firmen Merk=Detmold und Wrenger=Wehren übertragen. Es verlautet, daß etwa 60—80 Arbeitslose eingestellt werden. * Beim Rodeln verunglückt Am späten Mittwochabend ereignele sich gegen 10 Uhr beim Rodeln am Papenberg ein Unglücksfall. Ein mit mehreren Personen besetzter Rodelschlitten, auf dem auch ein junges Mädchen Platz genommen hatte, prallte am Alten Postweg in der Kurve beim Palaisgarten gegen die Mauer sich die Gegenwart um so strahlender abhebe. so daß wir befriedigt sagen können:„Wie haben wir's zuletzt so herrlich weit gebracht!“ O nein! Die bewegliche Phantasie insbesondere jugendlicher Leser, die das Buch verschlingen, wird flugs bereit sein, die puar Jahrzehnte zu überspringen und das dort gezeichnete Bild als eine Spiegelung ihres eigenen Erlebens aufzufassen, zumal da sie, was den Sinn und den Geist betrifft, zwischen jenen Schriften, die ihre Kritik gegen die jetzige Schule richten, und dem Lemgoer Buch keinen Unterschied zu entdecken vermögen; ja man muß darauf gefaßt sein, den Verfasser des Lemgoer Buches. weil er ein Schulmann ist, als besonders gewichtigen Kronzeugen für Wesen und Wort d. h. Minderwert der höheren Schulc angerufen zu sehen. Während also wir Philologen, deren Beruf wie nur irgend ein anderer„schwerer Dienste tägliche Bewährung" ist, in hartem Abwehrkampf gegen einen von allen Seiten geführten Verleumdungsfeldzug stehen, der uns wahrlich nicht gleichgültig sein kann, bricht ein Angehöriger des eigenen Berufsstandes aus unsern Reihen und hilft die Front der Angreifer verstärken, ja er scheut sich nicht, den dahingeschiedenen Amtsgenossen der eigenen Anstalt eine Charakteristik in das Grab nachzusenden, die in allen wesentlichen Zügen sich als ein häßliches Zerrbild erweist. Wenn nach Goethes bekannter Lehre die Erweckung der Ehrfurcht ein Hauptinhalt und =Mittel aller Erziehung ist, so weiß man wirklich nicht, was man zu einer solchen Entgleisung eines Erziehers sagen soll. Allen Lesern des Buches aber ist zu wünschen, daß ihnen möglichst bald„ein Bad im Tau aus Lethes Flut" vergönnt sei. Professor Dr. Hans Drüner, Frankfurt. Luis Trenker, dessen meisterhaftes Filmwer: „Der Rebell“ in fast allen Städten des deutschen Sprachgebietes mit unerhörtem Erfolg läuft, hat sich entschlossen, den„Rebell" auch in Buchform zu veröffentlichen. Die Buchausgabe erscheint im Laufe des Februar im Verlage Neufeld u. Henius, Berlin, wo auch die übrigen Trenker=Bücher herausgekommen sind. vor der Sürknerei von Abn. Das junge Mädchen flog gegen die Mauer und zog sich dabei skark blutede Verlet am Kopfe zu. Der sofort Arzt Dr. Drenkhahn leistete## und ordnete die Ueberführung in das Landeskrankenhaus an. Da die Straße stark vereist ist und die Gefahr weiterer Unfälle bestand, wurde diese Rodelbahn gestern mit Asche und Sand bestreut. * Noch ein Rodekunfall. Gestern nachmittag vergnügte sich ein in einem hiesigen Kaffee gastierender Musiker mit Schlittenfahren beim Krummen Hause. Dabei prallte der junge Mann mit seinem Schlitten gegen einen Baum, wobei er sich ein Bein brach. Der Verletzte mußte dem Landeskrankenhaus zugeführt werden. Auf dem Kaiser Wilhelm=Platz in Detmold. in der Nähe des Regierungsgebäudes, werden augenblicklich von der Stadt mehrere Bäume gefällt. Sehr schade ist es, daß diese Arbeiten ausgeführt werden. Wohl kann man hier nicht urteilen, ob wegen der Abständigkeit diese Bäume entfernt werden müssen, oder ob sie nur, um Licht zu schaffen, beseitigt werden. Immer mehr werden Bäume aus dem Stadtbild entfernt und nicht wieder angepflanzt, so an der Woldemarstr., Rosental usw. Nun hat man auch die schönen Kastanien, die vor dem früheren Zeughaus setzigen Heeresunterkunftsamt stehen, entfernt. Wenn hier nicht genug Licht und Luft dem Gebäude des Heeresunterkunftsamts zugeführt wurde, so hätte man jedes Jahr sich die Mühe machen sollen, die Bäume ein wenig zu stutzen. Immer heißt es, pflanzt Bäume an zur Verschönerung des Stadtbildes, aber in Detmold, der wunderschönen Stadt, werden sie entfernt. Auch der Luftschutz fordert mmer wieder Bäume, so viel wie eben möglich, anzupflanzen. * * Unfall bei der Arbeit. In einem Haushalt an der Langen Straße kam ein junges Mädchen auf der Trevve zu Fall und brach ein Bein. Die Verunglückte mußte dem Landeskrankenhaus zugeführt werden. * Reformierte Stadtgemeinde. Am näch sten Sonntag soll im großen Saale des Evangelischen Vereinshauses der 32. Gemeindeabend stattfinden. Im Mittelpunkt steht diesmal ein Lichtbildervortrag über die Wunder der Sternenwelt. Das Hineinschauen in diese Wunder macht demütig und erfüllt mit Ehrfurcht, läßt vieles, was uns aufregt, als geringfügig und nicht erscheinen. Chorgesang und Vortrag von Psalmen und edler Dichtung wird hoffentlich viele erfreuen. Zur Deckung der Unkosten wird ein Eintrittsgeld von 20 Pfg. erhoben. Ein zu erhoffender Reinertrag kommt der Liebesarbeit der Fauenhilfe zu gute. Der Abend wird nicht wiederholt. Er beginnt pünktlich um 8 Uhr. * L a n d e s t h e a t e r. D i e I n t e n d a n z s c h r e i b t: Alljährlich zur Faschingszeit, wenn alle Welt lustig und ausgelassen sein will, greifen die Bühnen immer wieder zu den Meisterwerken der Heiterkeit, des Humors und Ulkes von Arnold u. Bach und führen einen der immer köstlichen, von unausbleiblicher Lachwirkung verfolgten Schwänke auf. Heute, Freitag, geht daher der große Lacherfolg„Unter Der Verkehrsunfall bei Ehlenbruch Der Fahrer vor der Strafkammer- Folgen des Alkoholgenusses 1 Jahr 3 Monate Gefängnis Der Verkehrsunfall, der sich am 12. Jan. 1933 auf der Landesstraße Lage=Bielefeld, ungefähr in der Höhe der Kreuzung Eblenbruch ereignete, und dem ein blühendes Menschenleben zum Opfer fiel, fand gestern seine gerichtliche Sühne vor der Strafkammer Detmold. Der Ingenieur Wolfram Benda in Bielefeld ist angeklagt, durch Jahrlässigkeit den Tod der Anna Sundermann in Kachtenhausen und die Körperverletzung des Tischlers Fritz Westerheide verursacht zu hoben, ferner als Führer eines Kraftfahrzeuges nach einem Unfalle sich der Feststellung eines Fahrzeuges und seiner Personalien surch die Flucht entzogen zu haben; ferner durch Fahrlässigkeit die Körperverletzung weiterer dreier Personen herbei geführt zu haben. Hinzukommen noch einige Nebenpunkte, die nach dem Kraftfahrzeuggesetz der Strafe unterliegen. Der Angeklagte ist Eigentümer eines Hanomag=Kraftwagens älteren Modells. Er ist Reisevertreter und benutzte zu seinen Reisen den Kraftwagen. Am 12. Januar 1933 fuhr der Angeklagte mit seiner Cousine von Bielefeld nach Lage. In Lage hatte er eine nterredung mit dem Direktor des Technikums. Er ist dann ungefähr gegen 13 Uhr zum Kaffee Bussemeier gefahren, wo er verabredungsgemäß seine Cousine, aber auch andere Freunde traf. Hierbei wurde Bier und Wein in nicht unerheblichen Mengen getrunken. Gegen 6 Uhr abends fuhr der Angeklagte dann in Begleitung von 2 Freunden nach Bielefeld zurück. Bei Antritt der Fahrt will der Angeklagte weder angeheitert noch betrunken gewesen sein. Nun ging es im flotten Temop durch Lage. Auf der Bielefelder Straße in Kachtenhausen, gleich hinter der Kreuzung Ehlenbruch=Billinghausen, fuhr der Angeklagte rücksichtslos auf die auf der rechten Seite vor ihm gehenden Anna Sundermann und ihren Bräutigam, Westerheide zu. Das Ergebuis war furchtbar! Die Sundermann war so schwer verletzt, daß ie unmittelbar nach dem Unglücksfall vertarb und der Tischler Westerheide mußte soort in das Krankenhaus geschafft werden. Der Anprall war so stark, daß die Windschutzscheibe des Kraftwagens in Trümmer ging und die Scherben die Insassen des Wagens verletzten. Die überfahrenen Personen fand man ungefähr 8 bis 10 Meter von der Unglücksstätte entfernt. Dieser Vorgang war für den Angeklagten kein Grund zum Halten. Er fuhr weiter, rechts und links der Straße alles mitnehmend, aws ihm in den Weg kam. Ungefähr 1800 bis 2000 Meter weiter fuhr der Angeklagte auf der linken Straßenseite in eine Gruppe von 8 bis 10 Personen. Diese Personen versuchten, da sie die Schlangenfahrt des Angeklagten sahen, sich in den Straßengraben zu retten. Der Angeklagte bekam es aber doch fertig, auch hier noch 3 Personen anzufahren und zu verletzen. Auch dann fuhr er noch weiter. Da die Straße nunmehr anstieg und der Wagen durch die Zusammenstöße erheblich mitgenommen war, konnten die übrigen jungen Leute den Angeklagten anhalten. Der Vertreter der Staatsanwaltschaft beantragte, den Angeklagten wegen fahrlässiger Tötung usw. zu einer Gesamtgefängnisstrafe von einem Jahre und einen Monat zu verurteilen. Nach kurzer Beratung wurde das Urteil verkündet: Der Angeklagte wird wegen fahrlässiger Tötung in Tateinheit mit fahrlässiger Körperverletzung und in Tateinheit mit einer Uebertretung des§ 17 Abs. 2 des Kraftfahrzeuggesetzes und wegen fahrlässiger Körperverletzung in einem weiteren Falle, sowie wegen Vergehens gegen das Kraftfahrzeuggesetz zu einer Gesamtstrafe von einem Jahre drei Monaten Gefängnis und in die Kosten des Verfahrens verurteilt. Bad Salzunen Geschäftsaufsicht“ mit Arthur Ziegler als Eduard Haselhuhn neu einstudiert erstmalig in Szene. Sonntag 19,50 Uhr wird der Schwank wiederholt. Schähmar Rentenzahlung. Die Militärrenten werden in diesem Monat am Montag, den 27. in der Zeit von 7.30 bis 11 Uhr, die Invaliden= und Altersrenten am Mittwoch, 1. März, in der Zeit von 7.30 Uhr bis 12 Uhr am hiesigen Postschalter ausgezahlt. Für die Folge werden die Renten nur noch bei Vorlage der vorgeschriebenen Formblätter ausgezahlt. „Die Messing'sche Sprache". Wer diese Sprache bisher noch nicht kannte, der konnte am Mittwoch abend im Hotel Korf von dem plattdeutschen Vortragsmeister Brinkmann=Bielefeld erlernen. Herr Brinkmann erklärte eingangs in seiner humorvollen Art, was in diesem Falle unter der „messing'schen“ Sprache zu verstehen sei. Es ist das eine„eigene Sprache"— halb plattdeutsch. halb hochdeutsch, also„gemischt“! In dieser Sprache ist ein neues Werk von Herrn Schoneweg=Bielefeld entstanden und zwar„Er und seine Wochenente". Der erste Aufzug dieses Stückes wurde von Herrn Brinkmann vorgetragen. Er verstand es wieder ausgezeichnet. Mimik und Vortrag so zu ergänzen, daß auf allen Gesichtern der Zuhörer ein leises Schmunzeln lag. und daß zwischendurch auch laut aufgelacht wurde. 100e Besser lange Gesichter als Knochenbrüche. Der erneut einsetzende Schneefall wird von der Jugend natürlich freudig begrüßt. Der Rodelsport wird in diesen Tagen sehr ausgenutzt. Auf den Straßen und an abschüssigen Stellen vergnügen sich die Kinder mit ihren Schlitten. Das darf nicht sein! Die Polizeibehörde macht darauf aufmerksam, daß das Rodeln nur auf der von der Stadt angelegten Rodelbahn erlaubt ist. Die Einschränkung mag eine Enttäuschung sein, aber besser lange Gesichter als Knochenbrüche. Dies für die Sportler. Die Bürger werden ersucht, die Gehbahnen und Straßenrinnen von den Schncemassen zu befreien. Infolge der Glätte geriet an der Straßenkreuzung Steege—Langen Straße ein Auto ins Schleudern und riß einen Teil der Sperrketten glatt ab. Der betreffende Autofahrer ließ den entstandenen Schaden jedoch sofort wieder in Ordnung bringen.— In der Österstraße kam eine aus Grastrup stammende Frau so unglücklich zum Sturz, daß sie anscheinend innere Verletzungen davongetragen hat und sich ihre Ueberführung ins Krankenhaus als notwendig erwies. Einen bösen Unfall erlitt der Erwerbslose Zurmühlen aus Werl, als er im Walde in der Nähe des Schwaghofes beim Stubbenroden beschäftigt war. Die von Z. benutzte Axt. rutschte bei einem Schlag auf eine Stubbenwurzel plötzlich ab und drang ihm in den rechten Unterschenkel, dabei eine tiefe Fleischwunde verursachend. Der Verletzte mußte sofort dem Hoffmannsstift zugeführt werden. Sein 78. Lebensjahr konnte am Dienstag Schuhmachermeister Fritz Möller. Schief hofstraße 30. in vollster Rüstigkeit vollenden. Dem alten Herrn sprechen auch wir nachträglich noch unsere herzlichsten Glückwünsche aus. elz=„Im Unendlichen“ lautete der Lichtbildervortrag, den der bekannte Berliner Astronom Bruno H. Bürgel auf Einladung der Kunstgemeinde Bad Salzuflen=Schötmar im Kurtheater hielt. Der Vortragende verstand es, die sehr zahlreich versammelten Zuhörerinnen und Zukörer zwei Stunden in die Geheimnisse des Kosmos einzuführen. Somit war dieser 9. Kunstabend, in der Reihe der Theater= und Konzertveranstaltungen eine sehr begrüßenswerte Abwechselung. Erspartes Geld im Keller Ueber 408 Mark gestohlen! Während der letzten Tage wurde hier im Hause Pankoke in der Ovingstraße ein eigenartiger Gelddiebstahl ausgeführt. Die Familie P. verwahrte in einer Blechkassette, die im Keller vergraben war, die Ersparnisse des Sohnes, der seit einigen Jahren in Rußzland arbeitet und von Zeit zu Zeit das ersparte Geld nach Hause schickte. Der Betrag war im Laufe der Zeit auf 4276 R.4 angewachsen, von dem angeblich kein Mensch außer den nächsten Familienangehörigen etwas wußte. Groß war jetzt das Erstannen, als festgestellt wurde, daß eine noch nicht zu ermittelnde Person die Geldkassette ausgegraben und über 400 R.4 gestohlen hatte. Die Ermittlungen sind sofort aufgenommen. Auch dieser Fall beweist wieder einmal, wie leichtsinnig es ist, in dieser unsicheren Zeit größerGeldbeträge zu Hause aufzubewahren. * Unfälle beim Rodeln ereigneten sich am Biesterberge. Da der Schnee auf der vom Freiwilligen Arbeitsdienst angelegten Bahn schon erheblich zusammengeschmolzen war, so daß hier nicht mehr gerodelt werden konnte hatte man eine provisorische Bahn entlang dem östlichen Waldrande geschaffen. Das über der unteren Mergelgrube stehende Geländer bot den eifrigen Sportlern halt. Verschiedene junge Leute gelang es aber nicht, ihre Schlitten rechtzeitig zu bremsen, so daß sie gegen das Geländer fuhren und teilweise ihre Schlitten zerbrachen. Einige zogen sich dabei erhebliche Schrammen und Beulen zu. In den späteren Nachmittagsstunden war der Haupibetrieb auf einer ebenfalls provisorischen Bahn am Braker Gemeindewalde. Da hier erhebliche Unebenheiten im Gelände waren, kamen auch an dieser Stelle viele Rodler zu Fall und zerbrachen ihre Schlitten. Während die Unfälle in den meisten Fällen glimpflich abliefen, stürzten zwei junge Lemgoerinnen so schwer, daß die eine von ihnen erhebliche Verletzungen im Gesicht und einen Bluterguß im Arm davontrug. Zerrissene Kleider gab es in vielen Fällen. Die kleine Soa von C. Fraser-Simlon. Verlag Georg Müller=München. Printed in Germany. Zuerst wollte Rodinson nichts davon hören. „Wie soll ich denn entkommen?“ meinte Peter achselzuk„Vor der Tür ist ein Vorhängeschloß, wie ich sehe. und außerdem haben Sie doch einen oder zwei Kameraden, die Sie jeden Augenblick zu Hilfe rufen können. Und warum sollte ich denn überhaupt noch entfliehen wollen? Dazu ist's jetzt mu spät. Aber davon wissen Sie wahrscheinlich gar nichts. Der Wagen schien so gut gesichert und das Verlangen auf Peters Gesicht so groß, daß Robinson schließlich einlligte. „Ader nur zehn Minuten“, sagte er. wadreno er Peter losband. Das Zigarettenetui befand sich in seiner Tasche. Mit Geauß zog er den Rauch ein. Doch nach der zweiten Zigarette erklärte Robinson, daß es nun genug sei und er sich wieder binden lassen müsse.. „Wenn's denn sein muß“, sagte Peter,„und schönen Dank. Sie sind wenigstens kein Unmensch.“ Gehorsam hielt er die Hände hin, während Robinson nach dem Strick suchte. In diesem Augendlick geriet der Wagen auf der glitschigen Straße ins Schleudern, richtete sich wieder auf, schwankte aufs neue, legte sich ganz auf die Seite und landete mit einem Krach im Straßengraben. Peter fiel auf Rovinson, der mit aller Gewalt an die Seitenwand geworfen worden war. Für eine Sekunde verlor er das Bewußtsein. Dann tastete er sich ab und merkte zu seiner Freude, daß er nicht verletzt war. Er soh um sich. Der Anprall hatte die Tür aus den Angeln gerissen, so daß ein grobes Loch entstanden war. Der Wunsch nach Freiheit war doch noch stärker als seine dumpse Verzweiflung. Ohne sich zu besinnen kletterte er über den wie tot daliegenden Robinson ins Freie. Im Nu war er auf der Straße und durch die Jaanhecke. Vem Wagen vorn kamen Stimmen. Keine Zeit zu verlieren! Offenbar waren die andern auch heil davongekommen. „Na, lebst du noch?“ hörte er eine Stimme. „Schon, aber dieg die Stange da weg. Ich din eingeNemmt“ Peter erkannte die Stimmen von Brown und Smith Länger wartete er nicht. Er lief an der andern Seite der Hocke entlang, traf auf eine zweite, brach durch, sprang über die Straße und gelangte auf ein Feld. Nun war Eile kaum noch nötig. Die hereindrechende Dämmerung schien ihm Sicherheit genug. Bald darauf trat er auf eine Hauptstraße. Als früherer Motorfahrer wußte er gleich, daß er London in der Richtung zu suchen habe, wo die Telegraphenstangen Ruß angesetzt atten. Seine Gedanken waren voll Bitterkeit. Nun war er frei und hätte noch rechtzeitig in der Sitzung erscheinen können. Ader was sollte er dort ohne die Papiere. Am besten war's, schneil ein Ende zu machen. Aber wie? In seiner Erschöpfung und Hoffnungslosigkeit vermochte er an kein anderes Mittel als an seinen Nevolver zu denken. Er lag, stets geladen, in einer Schublode seines Schreibtisches. Das war nun wenigstens ein Ziel. Ein Ziel für einen verstörten, seiner selbst nicht mehr mächtigen Geist. Peter trottete weiter, den Revolver vor seinen Augen, als läge er wirklich dort. Bald war er riesengroß, bald winzig klein, aber da war er immer: kalt, glänzend und verheißungsvoll. Dabei vergaß Peter, daß er nicht einmal wußte, wie weit er sich von London befand. Trotzdem war er nicht im geringsten überrascht, als er mit einemmal zwischen Häusern befand und eine Vorstadt erkannte. Als er eine Autodroschke nehmen wollte, gab es einige Schwierigkeiten. So wie er aussah, schmutzig und verkommen, würde ihn kein Chauffeur, der erwas auf sich hielt, in seinen Wagen gelassen haben. Erst eine der Pfundnoten aus Peters Krawatte vermochte ihn umzustimmen. Auf der ganzen langen Fahrt dachte Peter an nichts als an den Revolver. Er war besessen von dem Bild vor seinem Geist wie ein Wahnsinniger. Endlich hielt der Wagen vor seinem Haus. Langsam stieg er die Stufen dinauf und öffnete mit seinem Hausschlüssel, den er an der Uhrkette befestigt trug, und den man ihm daber aicht weggenommen hatte. Als er sich im Haus befand wurden seine Bewegungen noch unschlüssiger. Jemand mochte da sein, um ihn an seiner Absicht zu dindern, und das fürchtete er am meisten. Darum dauerte es Minuten, bis er an der Tür seines Arbeitszmmers stand. Er drückte die Tür auf und fand es in seinem Zustand nicht weiter seltsam daß der Raum hell erieuchtet war. Alles vor seinen Augen war verschwommen. Klar war nur der Revolver. Wenn er den hatte, war endlich alles aus. An andere: vermochte er nicht mehr zu denken. Seine Blicke waren wie die eines Nachtwandlers starr auf den Schreibtisch gerichtet Leise und sorgfältig, mit einem schlauen Lächeln, schloß er die Tür hinter sich, schob sich hinüber zu dem Schreibtisch. Seine Hand suchte nach dem Knopf der Schublode, zog sie heraus. Noch immer lag das schiaue Lächeln auf seinem Gesicht. Seine Augen starten über den Schreidtisch weg auf die Wand. De war der Revolver, er nickte ihm zu. griff nach im... Noch eine Sekunde, dann würde es zu Ende sein. Es war ganz still im Zimmer. Für Eva, die, unsichtbar und selbst nichts sehend, hinter dem Vorhang kauerte, war diese Stille noch fürchterlicher als die Geräusche vorher. Was ging im Zimmer vor und wer war der Eindringling? Vielleicht hatte er eine Bewegung des Vorhanges wahrgenommen, schlich sich schon auf ihr Versteck zu. Unfähig. Spannung länger zu ertragen, schod sie den Vorhang m dem Finger ein wenig zur Seite und spähte hinaus. Sie sah einen Mann, der ihr den Rücken zuwandte vor dem Schreibtisch stehen und mit verlorenen Blicken in eine leere Schuolade hineinstarren. Und jetzt erkannte sie ihn. „Peter!“ Er drehte langsam den Kopf wie einer, der aus einem tiefen Schlaf erwacht. Was hatte er eden noch gewollt Seinen Revolver suchen. Aber der war doch seltsamerweise nicht da, wo er sonst immer lag... verschwunden... Ieder!“ Da erwachte er ganz. „Großer Gost. du hier. Eva?!“ „Peter, es ist ja wie ein Wunder! Wo kommst du ber: Wo bist du gewesen? Ach, du lieder, lieder Peter, daß du nur da bist!“ Er hielt sie in seinen Armen und suchte sie zu beruhigen Se.n Kopf war jetzt ganz klar. Aber die Verzweiflung war nicht aus seinem Herzen gewichen. Fortsetzung folgt. Horn Im Silberkranz. Das Fest der silbernen Hochzeit feiern am Sonnabend die Eheleute Schuhmachermeister August Busch und Frau Dem allerseits beliebten Ehepaare die herzlichsten Glückwünsche. Deutscher Volkskunstabend. Am kommenden Sonnabend findet im Hotel zur Post(Oppermann) ein Deutscher Volkskunstabend statt. Zur Vorführung kommen Lieder, deutsche Volkstänze. Schwertweihe etc. Oerlinghausen Ihren 75. Geburtstag feierte gestern Witwe Haverich, Wellenbruch. Herzlichen Glückwunsch!— Gleichzeitig wohnt Frau Haverich 51 Jahre in ihrer jetzigen Wohnung, die zu dem Rittergut Niederbarkhausen gehört. Ein gutes Zeichen besten Einvernehmens.— Seinen 82. Geburtstag feierte Robert Knönagel, Detmolder Str. Herzlichen Glückwunsch! Der Wintersport beherrscht jetzt bei der prächtigen Schneelage die hiesige Landschaft. Die Hänge des Tönsberges sind ein wahres Dorade für die Schneeschuhläufer, die sich täglich immer zahlreicher einstellen. In den einzelnen Straßen herrscht starker Rodelbetrieb. Es werden wohl die letzten Winterfreuden sein, denn die Märzsonne wird diesem Wintervergnügen bald ein Ende bereiten. Blomberg Vor den Schranken des Gerichts. Ein Kraftwagenführer aus Kohlstädt hatte an der Ecke Gartenstraße einen Motorfahrer angefahren und einen Strafbefehl über 10 4 erhalten. Der Einspruch dagegen war teils von Erfolg, da der Angeklagte nur mit 5# verurteilt wurde, weil er die Fahrtrichtung nicht rechtzeitig angezeigt hattc. Je 2 Knechte und Landwirte aus Sommersell sollten ein gefundenes Gewehr nicht abgegeben bezw. ein ihnen übergebenes Gewehr aufbewahrt. also Beistand geleistet und ein Militärgewehr im Besitz gehabt zu haben. 2 Angeklagte wurden wegen Diebstahls zu 6 Tagen Gefängnis oder 30. bezw. 4 Tagen oder 20 c verurteilt, zwei Tage zu je 5 und ein Angeklagter wegen unbefugten Waffenbesitzes besonders mit 5 4 Geldstrafe. Wilddiebe sollen wieder in der Stadtjagd ihr Handwerk treiben. Verschärfte Kontrolle ist veranlaßt. Einer Versammlung des Hegeringes Lippe=Ost soll es vorbehalten bleiben, schärfe; Naßnahmen zur Habhaftwerdung der Wilddiebe zu beschließen. Jahreshauptversammlung des Lipp. Jägervereinse. V. Der Lipp. Jägerverein hielt am 18. d. M. in Detmold seine diesjährige Jahreshauptversammlung ab. Die von etwa 75 Vereinsmitgliedern besuchte Versommlung wurde gegen 4 Uhr vom Vorsitzenden, Kreisinspektor Kate. Detmold eröffnet. Zu der Versammlung war der Vorsitzende des Landesvereins Westfalen des A. D. I. V., Herr Graf Merveldt aus Rinkerode, erschienen. Mit anerkennenden Worten gedachte der Vorsitzende nochmals der im vergangenen Jahre veranstalteten großartigen Jugend= und Gebrauchssuche. Die Zahl der Vereinsmitglieder ist um ein geringes durch die vom Vorstande beschsossene Streichung einiger Vereinsmitglieder kleiner geworden, da diese Mitglieder den Beitrag trotz verschiedener Erinnerung nicht bezahlt haben. Der Vorsitzende ging dann kurz auf die Hegeringbewegung ein u. hob hervor, daß der Jägerverein nach wie vor bemüht sein werde, die diesbezüglichen Bestrebungen zu fördern. Ob die Hegeringe hinsichtlich ihrer Organisation in einigen Fällen nicht über das Maß des Beabsichtigten hinausgegangen sind, darüber kann man geteilter Ansicht sein. Die Frage der Einführung der Zwangs=Jagdhaftpflichtversicherung, der Wiedereinführung des Jagdpachteinigungsamtes und des Abschusses weiblicher Rehkitze wurde in der Eröffnungsrede nur kurz behandelt, da über diese Punkte nachher noch eingehender verhandelt werden soll. Der inzwischen erschienene Landforstmeister Reier wurde vom Vorsitzenden willkommen geheißen mit Worten des Dankes dafür, daß die Landforstverwaltung es sich stets angelegen sein läßt, den Lipp. Jägerverein in allen jagdliche Belangen betreffenden Fragen zu hören. Hierfür möge die Landesforstverwaltung des Dankes des Lipp. Jägervereins gewiß sein. Gegen 4,30 Uhr wurde in die Besprechung der Tagesordnung eingetreten: Für ein aus dem Vorstande ausgeschiedenes Mitglied wurde Lehrer Hollmann aus Kachtenhausen in den Vorstand gewählt. Der den Mitgliedern rechtzeitig zugegangene Jahresbericht wurde zur Besprechung gestellt und in der vorliegenden Form genehmigt. 3. Rchenungsablage und Enklastung des Schatzmeisters. Die mit einem Bestande von 574,49 Mark abschließende Rechnung ist geprüft und als richtig befunden. Dem Schatzmeister wurde Entlastung erteilt. An Veranstaltungen 1933 sollen abgehalten werden: a) Vorträge im Lande über die Jägerwelt interessierenden Fragen.(Dem Vorstande bleibt es überlassen, das weitere zu regeln); b) Verbandsjugendprüfung am 22. oder 29. 4. 33 in den Revieren um Lage. c) Zu dem Schliefen des Detmolder Teckelklubs wird ein Zuschuß von 50 Mark bewilligt. d) Verbandsgebrauchspr.fung(Tage und Revier soll der Vorstand bestimmen.) e) Schießen auf dem Stande der Detmolder Schützengesellschaft am Krummen Hause bei Detmold.(Den Tag soll der Vorstand bestimmen. 5. Jahresbeitrag und Voranschlag 1333. Der Jahresbeitrag wird auf 5 Mark festgesetzt: der Voranschlag wird in der aufgestellten Form genehmigt. 6. Verschiedenes. Die auf der Jahreshauptversammlung des Lipp. Jägervereins anwesenden Jäger sind sich darüber einig, daß die Einführung der Zwangsjagdhaftpflicht- Versicherung unbedingt notwendig ist. Es soll nochmals bei dem Landtage ein dahingehender Antrag gestellt werden. Direktor Ehlebracht als Vertreter des „Gemeinnützigen Lipp. Landwirtschaftlichen Haftpflichtvereins" teilte mit, unter welchen Voraussetzungen die Mitglieder des Lipp. Jägervereins gegen Zahlung einer Jahresprämie von 10 Mark die Haftpflichtversicherung hier abschließen können. Bezüglich des Jagd=Pachteinigungsamtes soll unter Hinweis auf die vom Reichsjagdbund eingegangenen Mitteilungen nochmals an den Landtag herangetreten werden. Es kann nach Ansicht der Lipp. Jäger=Welt nicht länger verantwortet Die Jahreshauptversammlung des livv. Versuchsrings Eine reichhaltige Tagesordnung stand auf den darauf hingewiesen hatte, daß gerade in der für Programm der Mittwoch im Hotel„Losch“ in Lippe wichtigen Frage der Kalkuntersuchung eotl. S.D: ArK B..m:II. O-hsstahiause nrnaemltst mechen Lemgo abgehaltenen Generalversammlung des Lippischen Versuchsrings, die sehr gut besucht war und an der viele Gäste teilnahmen. Nicht nur die befreundeten Organisationen waren erschienen, sondern auch die Landesregierung war durch Herrn Klöpper=Werl vertreten. In dem Geschäftsbericht, der zu Beginn der Tagung verlesen wurde. wurde hervorgehoben, daß die Zahl der Mitglieder im letzten Jahre weiter gestiegen ist und daß weitere Anmeldungen bevorstehen. Eine große Anzahl vor Versuchen wurden auf allen Gebieten durchgeführt, so daß auch im vergangenen Jahr für die Mitglieder des Versuchs. rings wertvolle Anregungen gegeben werden konnten. Die Bilanzierung der Ctats ist trotz der gesenkten Zuschüsse von Reich und Land als günstig zu bezeichnen.— Die Mitgliedsbeiträge werden auch im kommenden Jahr in der alten Höhe erhoben, also 50 Pfg. pro Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche. Ueber die Arbeit im kommenden Jahr wurde betont, daß sich das besondere Interesse wieder auf die Düngungsversuche für die Winterfrüchte richten wird, da das Interesse der Mitglieder für diese Versuche für Sommerfrüchte nicht so stark ist. Man will zukünftig eine viel weitergehende Auswertung durch die DüngerGleichgewichtsrechnung vornehmen. Bis jetzt sind bereits 80 Düngungsversuche angemeldet, die Zahl dürfte wahrscheinlich noch gesteigert werden, da weitere Anmeldungen zu erwarten find. Die Vorstandswahl wurde ta#c erledigt. Die satzungsmäßig ausscheidenden Mitglieder Sprute, Gebring und Sültemeier wurden einstimmig wiedergerrählt. In den 3. Versuchsgruppen West. Detmold und Nord wurden einige Neuwahlen vorgenommen. Für die Gruppe Westen sind als Obleute die Herren Kronshage=Nienhagen und Schafmeister=Grastrup, für die Gruppe Detmold die Herren Kuolmann=Oettern und Hagedorn=Wellentrup und für die Gruppe Nord die Herren Devve=Schönbagen und Remmeri=Hillentrup gewählt. Der Vorstand hat sich die Organisation so gedacht, daß eine Arbeitsgemeinschaft in kleinen Gruppen geschaffen wird. In den kleinen Ortsgruppen sollen Versammlungen abgehalten und gemeinschaftliche Versuche und Furbegehungen in der Vegetationszeit vorgenommen werden. In der Frage der persönlichen Beratung durch Dr. Barkhof schlug der Vorstand folgende Regelung vor, die aue einstimmig angenommen wurde: Da es dem Leiter der Versuchsanstalt nicht möglich ist, jedes Mitglied einzeln aufzusuchen, wird in Detmold ein Sprechtag stattfinden, der entweder Dienstags oder Freitags stattfinden soll. Die Sprechstunde wird in der Landwirtschaftskammer abgehalten, so daß die Landwirte damit gleich andere Fragen in der Kammer gleichzeitig regeln können. Die Einteilung in kleine Arbeitsgemeinschaften soll so vor sich gehen, daß immer 8—10 Mitglieder zu einer Gruppe mit einem bestimmten Mittelpunkt zusammengeschlossen werden. Folgende 10 Gruppen sollen gebildet werden: 1. Extertal(Mittel= punkt Bögerhof), 2. Bösingfeld, 3. Hohenhausen, 4. Blomberg, 5. Eickernkrug. 6. Detmold, 7. Lage. 3. Schötmar, 9. Wüsten und 10. OerlinghausenHelpup. Nachdem der Vorsitzende des Versuchsrings der Freiwillige Arbeitedienst eingeschaltet werden solle, referierte Dr. Barkhof über die verschiedenen Methoden der Düngungsversuche. Eine längere Pause gab dann den Mitgliedern Gelegenheit, statistisches und sonstiges Materia: des Versuchsrings zu besichtigen. Der 2. Teil der Generalversammlung, der durch Vorträge ausgefüllt war, wurde durch eine Begrüßungsansprache des 1. Vorsitzenden eingeleitet, der Gelegenheit nahm. Herrn Klöpper von der lippischen Landesregierung und den Vorstand der Landwirtschaftskammer, des Landbundes, des Lipptschen Hauptvereins un der Lippischen Zuckerfabriken besonders willkommen zu heißen. Der Vorsitzende führte aus, daß sich der Versuchsring in den 5 Jahren seines Bestehens trotz der Not der Zeit bewährt habe. Der Versuchsring habe wertvollste Aufbauarbeit geleistet in dem Rahmen, der möglich war. Der Redner streifte dann die politische Lage und die Bildung einer neuen Regierung am 30. Januar und betonte, daß die neue Regierung auch nur dann wirkungsvoll arbeiten könne, wenn jeder einzelne auf dem Posten sei und mitarheite am Aufbau des deutschen Volkes. Der Leiter der Versuchtstelle. Dr. Barckhof. referierte dann über das Thema:„1 Jahre Versuchsergednis!“ Er gab einen kurzen Umriß über die agrar=politische Situation. Im Jahre 1932 sei es in Deutschland gelungen, das deutsche Volk infolge der guten Ernte von der deutschen Scholle zu ernähren. Diese Vollernte gebe uns die Möglichkeit, die ausländische Konkurrenz fernzuhalten. Es heiße jetzt, alles daranzusetzen, um durch die inländische Produktion voll und ganz die Ernährung des deutschen Volkes sicherzustellen. Der Redner streifte bei dieser Gelegenheit ausführlich den Weizenanbau und führte aus, daß von 1929 mit einer Anbaufläche von 1.6 Millionen Hektar dank der Schieleschen Aktion die Anbaufläche im Jahre 32 auf 23 Millionen gestiegen sei, also um fast 40 Prozent. Die Vergrößerung der Anbaufläche habe bei der guten Ernte einen Ueberschuß hervorgerufen. der auf 300. von anderer Seite auch auf 500 000 Tonnen geschätzt werde. Dagegen habe man am deutschen Markt einen starken Verbrauchsrückgang um 25 Prozent zu verzeichnen. Bei einer normalen Ernte würden wir immer in der Lage sein, den Weizenbedarf zu decken. Er müsse aber davor warnen, den Weizenanbau einzuschränken da wir bei normaler Ernte keinen Ueberschuß haben würden. Die Müller und Bäcker hätten Klage geführt, daß sich aus dem inländischen Weizen zum großen Teil wertvolles, brauchbares Gebäck nicht herstellen lasse, weil der Weizen in der Qualität nicht genüge. Es gelte also. nach der Richtung hin zu streben, daß an die Stelle der einseitigen Massenerzeugung Qualitätsarbest kommen. Das könne aber nicht von heute auf morgen geschehen, sondern bedürfe eingebender Ueberlegungen. In Lippe könne beim Anbau bestimmter Sorten mit einer guten mittleren Qualität gerechnet werden. Der Vorsitzende des Versuchsrings. Herr Sültemeier, schilderte dann, wie der Vorstand sich die„Ausgestaltung der Betriebsberatung in Lippe“ gedacht habe. Durch Zusammenarbeit mit den anderen Organisationen will man die betriebswirtschaftliche Beratung auf der Grundlage der Buchführung ausbauen. Verschiedene angeführte Beispiele trugen dazu bei, dieses für die Landwirtschaft so wertvolle Kapitel zu erläutern. Die neue Art der Buchführung. nicht nur nach finanztechnischen, sondern auch nach betriebswirtschaftlichen Grundsätzen aufzuziehen, wird gemeinsam von der Buchstelle und dem Versuchsring für die Mitglieder durchaeführt. Der Vorsitzende appellierte an alle Mitglieder, von dieser Einrichtung regen Gebrauch zu machen. Eine rege Aussprache nach den beiden Referaten zeigte, daß die Versammlung den Ausführungen mit großem Interesse gefolgt war. Brefkasten Nr. 15 H. Es handelt sich hier um ein langfristiges Darlehen, das laut Notoerordnung vom §. 12. 31 ab 1. 1. 1932 statt mit 8 Prozent nur noch mit 6 Prozent zu verzinsen ist. Dieses Darlehen fällt also auch unter den Kündigungsschutz der Notverordnung und kann von Ihnen vor dem 31. 12. 1933 nicht gekündigt werden. Sie können olso erst am 31. 12. 1933 zum 31. März 1931 das Darlehen kündigen. Vortrag im Bildungsverein „Die neue Türkei". Die Veranstaltungen im Detmolder Bildungsverein gehen zu Ende. Nachdem in der vergangenen Woche die gesang liche Einlage„Schulkinder musizieren“, den Saal des Ev. Vereinshauses nur halb füllte, ließ auch gestern das Interesse zu wünschen übrig. Schade! Dieser Vortrag hätte besseren Besuch verdient. In interessanter Weise sprach Dr. Bartsch=Hannover über„Die neue Türkei.“ Der Redner befaßte sich werden, daß im Lande Lippe diese Sonderregelung aufrecht erhalten wird. Ueber die Frage des Abschusses weiblicher Rehkitze einigte man sich dahin, in der Angelegenheit vorläufig keine weiteren Schritte zu unternehmen, da nach der Stellungnahme des Herrn Landforstmeisters Reier eine von den gesetzlichen Bestimmungen Preußens abweichende Regelung in ippe nicht zu erreichen sein wird. Es soll weiterhin bei der Regierung der Antrag gestellt werden, die weiteren Schritte bezüglich der Einführung einer Jäger=Prüfung zu unternehmen. Ein Antrag auf Gestattung der stillen Jagd an Sonn= und Feiertagen wurde als durchaus berechtigt anerkannt. Es soll eine Eingabe auf Abänderung der diesbezüglichen gesetzlichen Bestimmungen dem Landtage zugeleitet werden. Es sei hierbei hervorgehoben, daß in allen deutschen Ländern,— Württemberg und Lippe ausgenommen— die stille Jagd an Sonn= und Feiertagen erlaubt ist. Ein Antrag auf Einführung des Verbots des Fanges von Raubwild in Tellereisen soll nicht gestellt werden, da sich die Versammlung von einem derartigen Antrage keinen Erfolg verspricht. Landforstmeister Reier machte sodann noch verschiedene interessante Angaben über die Schonzeiten der Ringeltaube, das Aussetzen von Auerwild, die Einrichtung einer Schweißhundstation und die Einführung der Jägerprüfung. Die von dem Leiter der Landforstverwaltung gegebenen Anregungen wurden dankend aufgenommen und sollen im Lipp. Jägerverein verwertet werden. Nach Abschluß der Tagesordnung hielt Graf Merveldt aus Rinkerode einen Vortrag über„Hebung und Pflege der Niederjagd". der von der Versammlung mit größtem Interesse aufgenommen wurde, zumal der Vortragende es verstand, alle Fragen den Zuhörern durch glückliche Ausgestaltung seiner Vortragsweise verständlich zu machen. Reicher Beifall und der Dank des Vereinsvorsitzenden zeigten dem Redner am Schluß seiner vortrefflichen Ausführungen, daß er allen Erschienenen aus dem Herzen gesprochen hatte. Mit einem„Horrido“ auf das deutsche Weidwerk konnte der erste Vorsitzende erst gegen 8.30 Uhr die Versammlung schließen. eingangs mit der geographischen Lage des Landes und wies auf die veränderten Verhältnisse in Kleinasien hin. Aus militärischstrategischen Gründen sind jetzt im Innern des Landes die Eisenbahnlinien von Norden zum Süden stark ausgebaut und gleichzeitig die nötigen Querlinien gebaut bezw. im Bau begriffen. Da das Küstengebiet leicht Angriffen ausgesetzt ist, ist das Innere des Landes zum Aufbau des Staates ausersehen. Neben den Militärwerkstätten hat die Industrie in diesem Gebiet viele neue Anlagen geschaffen. Die alte Hauptstadt Konstantinovel hat an Daseinsberechtigung verloren. Die neue Hauptstadt im Innern des Landes heißt jetzt Angora! Mit zahlreichen schönen uid deutlichen Lichtbildern unternahm der Redner des Abends eine Reise durch die Türkei. Er führte uns zunächst in das anatolische Hochland zu den Bewohnern der Steppe, die hier unter kümmerlichen Verhältnissen Landwirtschaft treiben. Recht interessant waren die Hinweise auf die hier vorgefundenen Zeugen vergangener Jahrtausende. Amerikanische Expeditionen unter deutscher Führung förderten wertvolle Funde zu Tage. Wir lernten dann die Gegend am Schwarzen Meer kennen, sahen die Schönheiten am Bosporus, das berühmte Smyrna und schließlich das Leben und Treiben in Angora. Neben dem gesprochenen Wort überzeugten die Bilder, daß in der neuen Türkei seit einigen Jahren wertvolle Aufbauarbeit geleistet wird. Schade, daß viele industrielle Werke mit russischen Geldern errichtet werden. Der fesselnde Vortrag fand starken Beifall.=Ko.Der Wille zur Gesundheit und die Kultur des Geschmacks verlang: ten zu Beginn des Jahrhunderts eine Lösung des Kaffeeproblems. Den Geschmack, das Aroma, die Anregung galt es zu erhalten, die Autregung, deren Ursache nur das Coffein sein kann, dagegen auszuschalten. Kaffee Hag hat dieses Problem gelöst. Er wurde geschaften, weil die Zeit ihn verlangte Neuigkeiten aus den Aemtern PAIm eines Stttlichkeitsverbrechers In Lotbruch wurde ein junger Mann verhaftet, der sich in mehreren Fällen an einem 11 Jahre alten Mädchen in unsiktlicher Weise vergangen hat. Der Täter hat ein volles Geständuls abgelegt und wurde bis zur Aburteilung dem Amtsgerichtsgefängais in Lemgo zugeführt. * Suonnsstond bluten Wie wir hören, sind gestern viele Angebote ür Regulierung der Emmer zwiWöbbel und Schieder an der zukegierungsstelle eingelaufen. Bei Oeffnung der Gebote sollen wieder krasse Submissionsblüten vorgefunden sein und zwar schwanken die Forderungen für diese große Arbeit zwischen 65 000—113 000 mi.! * ma= Eichholz. Möuelwagen im Straßengraben! Gestern vormittag durchfuhr ein vollbeladener Möbelwagen aus Detmold unsere Gemeinde. Unterhalb der Kurve bei Kerkhof rutschte der vollbeladene Wagen ab und landete im Straßengraben. Nach Umladung des Inhalts auf einen anderen Transportwagen konnte die Fahrt fortgesetzt werden. * Heidenoldendorf. Unfall. Auf der abschüssigen Straße am Vietberg ereignete sich vorgestern nachmittag beim Wintersport ein Unfall. Die Schülerin Nolting fuhr mit einem Schlitten gegen die am Wegrand lagernden Feldbahngleise und zog sich eine klaffende Wunde am Bein zu. Ein Sanitäter leistete die erste Hilfe. * Heidenoldendorf. Deutsche Kriegsgraverfürsorge. Am 26. d. M., abends 7,30 Uhr, findet im Saale der Gastwirtschaft„Hesse“ unter freundlicher Mitwir kung des Gesangvereins„Thusnelda“ eine Veranstaltung des Volksbundes Deutsche ma= Schmedissen. Verkehrsunfall. Infolge der Glätte auf der Landstraße geriet am Mittwoch abend ein Personenkraftwogen aus Bad Pyrmont in der Nähe der Gastw#schaft Knehe ins Schleudern und fuhr gegen einen Baum. Die Insassen des Wagens kamen, mit Ausnahme des Chauffeurs, der sich am Kopfe Verletzungen zuzog, mit dem Schrecken davon. Der Wagen ist erheblich beschädigt. * H e i d e n. W o h l t ä t i g k e i t s k o n z e r t. Am Sonntag, dem 26. Februar 1933 findet in der Kirche ein Konzert statt. Ausgeführt wird das Konzert vom Mgv. Conerdia, Heiden, dem Schülerchor der Bürgerschule Lage (Lehrer Stolte) und einigen Sangesfreunden. Der Anfang ist auf 4,30 Uhr festgesetzt. Der Erlös soll zu wohltätigen Zwecken verwandt werden. * Helpup. Filmvorführung. Am kommenden Sonntag, dem 26. Februar, wird von ½7 Uhr abends ab in unserer Kirche durch die Evangelische Bildkammer Witten Ruhr der Film„Sprechende Hände“ vorgeführt. Dieser Film läßt uns einen Blick in das Leben der im Oberlin=Haus zu No wawes bei Potsdam untergebrachten taub. stummblinden Kinder tun. Er führt uns in anschaulicher und packender Weise vor, wie der Taubstummblinde sich mit seiner Umge bung durch die Fingersprache, ja sogar durch das gesprochene Wort verständigt, am Leben der menschlichen Gesellschaft wieder teilneh. men lernt, beruflich ausgebildet wird, in seinen Mußestunden spielt, Bücher und selbst Zeitung liest.— Die ganze Gemeinde wird zu der Vorführung herzlichst eingeladen. Zum Eintritt berechtigt ein Programm, das für Erwachsene 30 Pfg., für Erwerbslose und Kinder 10 Pfg. kostet. eh. Haustenbeck. Unfall beim Ro deln. Ein Unglücksfall ereignete sich hier am Dienstag nachmittag auf einer zwar nur kurzen, aber sehr schmalen Rodelbahn. Ein junger Mann prollte mit einem Rodelschlit ten gegen einen Baum und brach sich dabei das linke Bein. Nachdem Dr. Cammeratt die erste Hilfe geleistet hatte, mußte der Verunglückte dem Landeskrankenhaus zuge führt werden. * Haustenbeck. Aus den Vereinen Der Gemischte Chor beabsichtigt, wie im vo rigen Jahre, so auch in diesem Jahre, mit einem Konzert an die Oeffentlichkeit zu treten. * Ehrenkrup. Wieder Aroeit. Die in Aussicht genommene Regulierung der Werre in Kropmeiers Wiesen wird wahrscheinlich im Laufe der nächsten Woche in Angriff genommen. Da für die Ausführung der Regulierung des Flußbettes 7000 Reichsmark erforderlich sind, ist mit der Ein stellung einer größeren Anzahl Wohljuhrts erwerbsloser zu rechnen. eu Alverdissen. Generalversammung des Kleinkalibersportvereins. Nachdem der bisherige Vorsitzende ein Amt niedergelegt hatte, wurde der Gastwirt Bödeker als Vorsitzender gewählt. Die Wahl des Kassierers fiel auf den Maurermeister Werpup, die Wahl des 2. Schießmeiters auf den Schmied Rudolf Winter. Der Schriftführer und der 1. Schießmeister bleiben in ihren Aemtern. Es wurde beschlossen, am 1.. März 1933 eine außerordentliche Mitgliederversammlung einzuberufen. ###l= Alverdissen. Schon wieder Fen*—- lamürfe. In der Nacht zum 18. Februar sind bei dem Kaufmann Arensberg wiederum zwei Scheiben eingeworfen und zwar eine große Schaufensterscheibe und eine kleinere. eb.= Bösingfeld. Der Landwirtchaftliche Verein hielt seine Februarsitzung am letzten Sonnabend im Vereinslokal Schwabedissen ab. Nach der Eröffnung der Versammlung gedachte der stellv. Vorsitzende zuerst der beiden treuen Mitglieder, welche dem Verein durch den Tod entrissen wurden, des langjährigen Vorsitzenden Fritz Meier in Asmissen und Fritz Höfer in Schönhagen. Sodann erfolgte die Rechnungsabnahme für das Jahr 1932. Nachdem die Rechnungen durch 2 Mitglieder geprüft und für richtig befunden waren, wurde dem Rechnungsführer Entlastung erteilt. Hierauf sprach Landwirt Brand aus Bentrup über das„Lippische Anerbenrecht.“ In allgemeinverständlicher Weise besprach der Vortragende die einzelnen Punkte des Gesetzes und führte dadurch eine recht interessante Aussprache herbei. Die nächste Ver sammlung soll Anfang März stattfinden. vo.: Bösingfeld. Recht lange Gesichter soll es in Bösigfeld gegeben haben, als verschiedenen Einwohnern ein Strafbefehl in ziemlicher Höhe überreicht wurde. Be kanntlich hatten diese Helden gelegentlich ei nes Demonstrationszuges der SPD. und KPD., welcher allerdings bald der Auflösung verfiel, ihrem Zorn Luft gemacht durch den Ruf: Hitler verrecke! Nieder mit der braunen Mordpest usw. Man merkt, es weht ein anderer Wind. Wählt am 5. März Schwarz=Weiß=Rot Liste: 5 p. Schieder. Arbeitsdienpflicht und Jugenonotwerk. Nachdem die einleitenden Besprechungen über das Jugendnotwerk mit dem Arbeitsamt stattgefunden haben, sind nun die Unterrichtsstunden für den theoretischen Teil eingerichtet worden. Die jungen Leute aus dem benachbarten Glashütte haben sich den Kursen angeschlossen Die Arbeitsdienstpflicht soll jetzt ebenfalls in Schieder durchgeführt werden. Schon in die ser Woche werden die Verhandlungen abge schlossen, nach denen hier ein Arbeitslager für 150 Personen eingerichtet werden soll. Die Arbeiten erstrecken sich in erster Linie auf Flußregulierungen, Wegearbeiten und Arbeiten in der Forst. Unterbringungsmöglichkeiten für die 150 Personen sind anscheinend nach den Besprechungen zu rechnen schon geregelt, so daß wahrscheinlich alle Arbeiter in einem Haus untergebracht werden können. pe Schieder. In der Jahres= Ver sammlung des Turnvereins. die im„Deutschen Haus“ stattfand, wurde nach einem mühevollen und für den Turnbetrieb nicht sehr günstigen Jahre beschlossen, den Turnunterricht neu einzurichten und mit allen Kräften zu erstreben, daß größere Be völkerungskreise für das deutsche Turnen interessiert werden sollen. In den neuen Vorstand wurden gewählt die Herren Bruns, Wenneker und Fritz Brand. Als Turnwarte wurden einstimmig die Herren Karl Brand und Rudolf Albert gewählt. Der Turn unterricht findet jetzt geregelt jeden Montag und Freitag abend in der neu ausgebesserten Turnhalle statt. Für die Schüler ist eine besondere Abteilung eingerichtet, die jeden Donnerstag um 7 Uhr zusammentreten wird. pe Schieder. Der Männergesangverein hielt am Sonntag im„Deutschen Haus“ einen Gesangs= und Theaterabend ab, der sich eines guten Besuches erfreute. Die vielseitigen Darbietungen des Vereins unter der rührigen Leitung von Krüger=Blomberg fanden ungeteilten Beifall der Anwesenden. Kriegsgräberfürsorge statt, zu der hiermit herzlichst eingeladen wird. Der Vorsitzende des Landesverbandes Lippe des Volksbundes — Oberregierungsrat Dr. Petri— wird über die Aufgaben des Volksbundes sprechen Außerdem wird eine Lichtbildserie vorgeführt werden. Der Eintritt ist frei. Turn= und Sportzeitung der„LE3“ Fußball im Schnee Am kommenden Sonntag werden die Fußballer ihre Spiele auf den verschneiten Spielfeldern austragen müssen. Es wird unter diesen Umständen die eine oder andere Ueberraschung geben. Die erste Bezirksklasse hat wieder vier Spiele auf dem Programm, an denen die drei lippischen Vertreter teilnehmen werden. BfB. Detmold erwartet Oerlinghausen und sollte den vollständig außer Form geratenen Bergstädtern beide Punkte abnehmen. BSV. Heidenoldendorf— Spögg. Minden? Die Heidenoldendorfer sind am letzten Sonntag knapp an einer Niederlage vorbeigekommen. Dieser Umstand dürfte genügen, um sie zur alten Wachsamkeit zu veranlassen. Die Mindener überraschen gerne. Wir glauben aber an einen Sieg der Heidenoldendorfer. SuS. Gütersloh— Wittekind Enger. Hier werden die Platzherren zu Sieg und Punkten kommen Osnabröck 08— SpVag. Gütersloh. Hier gibt es wieder einmal eines jener Treffen, dessen Ausgang für den Tabellenstand von einschneidender Bedeutung ist. Die Chancen sind ziemlich verteilt, nur haben die Osnabrücker den Vlatzvorteil. Weiter aber auch nichts, denn in spielerischer Beziebung sind die Mannschaften gleich spielstark. Wir lassen den Ausgang offen. Die zweite Bezirksklasse wird in beiden Klassen ihre Serie fortsetzen. In der Gruppe 2 ist bekannt, daß Hörstmar die Sportlustigen aus Helpup erwartet und sich gewaltig strecken muß. um einen Sieg zu erringen. Wir halten es aber nicht so recht für möglich, daß sich die Sportlustigen die Punkte rauben lassen werden. Salzuflen oder Lübbecke? Die Salzestädter werden wenig Reigung haben. noch weiter hinter Schötmar zu rangieren. Nach ihrem Können haben sie es auch nicht nötio. Die Gäste werden sich mit einer Niederlage abfinden müssen. Schötmar— Löhne. Schötmar wird alles versuchen, den Vorsprung zu halten und sollte es fertig bringen, die Löhner auszuschalten. Die Gruppe 2a meldet, daß Brafe und Lage sich messen werden. Es wird einen barten Kampf geben, den aber die Gäste zum Schluß doch für sich entscheiden sollten. Heiden— Lemgo Die Hansestädter sind jetzt auch in Schwung cekommen und werden sich trotz des tückischen Geländes die Punkte nicht rauben lassen. Der Gau Lippe setzt ebenfalls in allen Klassen seine Verbandsspiele fort und meldet aus der ersten Gauklasse folgende Paarungen: Wöchel— Wahmbeck— Hiddesen, Horn— Blomberc, Diestelbruch=Vahlhausen— Klüt. Rachtenhausen gegen Hörste, Cappel— Sommersell, Waddenhausen— Voßheide, Leopoldshöhe— Entrup. Westorf— Hohenhausen. Bösingfeld— Goldbeck und Winterberg— Almena. SV. Eintracht Jerxen=Oerbke. Abfahrt der 1. Mannschaft am Sonntag nach Wöbbel 12.45 Uhr ab Gasthof Belfort. Es sind noch einige Plätze frei. Die Mannschaft spielt in folgender Aufstellung: Kamp, Schäfer, Klasing, Pardun, Meierberm. Gast, Lange. Redecker, Vogt. Schäfer, Niewald. Am Sonnabend, 25. Februar findet eine außerordentliche Versammlung statt. Um das Erscheinen aller Mitglieder bittet der Vorstand. Deutsche Turnerschaft Gau Lipve Amtliche Bekanntmachung Die Gaulehrstunde am 26. Februar findet in Lage statt. Sie beginnt für Turner um 9.30 Uhr und für Turnerinnen um 1 Uhr nachmittags. In beiden Lehrstunden werden die Wettkampfübungen für das Gaufest 1933 bekanntgegeben und geturnt. Die Beteiligung aller Vereine wird erwartet. Gut Heil! Borsdorf, Arniug, Bankoke. Der 3. Sonntag im Turner=Handball um die Westfalenmeisterschaft. Am kommenden Sonntag finden folgende Spiele statt: Gruppe 1: WV. Neheim— BfL. Hagen, 2V Lüdenscheid 61— Siegener TV. Gruppe 2: WV. Eilpe— Recklinahausen Ost. Gruppe 3: Germania Eilpe— Friesen Berg kamen, WV. Künsebeck— 1860 Detmold. Gruppe 4: TuS. Wellinghofen— W. BuerErle, Jahn Minden— WV. Soest 62. Ermittlung der Detmolder Verbandsmannschaft und des Verbandsmeisters am Sonntag. Der letzte Start um die Meisterehren. Am Sonnabend. den 25. Februar. nachm. von 3—7 Uhr und Sonntag. den 26. Februar. von 11 Uhr vorm. bis 7 Uhr abends werden im Leglerheim Müßmann die Schlußkämpfe um die diesjährige Verbandsmannschaft und den Verbandsmeister ausgetragen. Wird es Kege!bruder Raunow gelingen. die bisher durch ämtliche Vorläufe meisterhaft behauptete Spitze zu halten, um damit gleichzeitig die Würde des Detmolder Verbandsmeisters zu erringen? Wer ird von den in geringen Abständen folgenden 10 Keglern seine Tauglichkeit für die Kampfmannschaft des Kegler=Verbandes Detmold unter Beweis stellen? Sonntag werden die Kugeln ent scheiden. Jeder wird noch einmal mit Sieges willen an den Start gehen. Diese letzten Ausscheidungen werden auch am Sonnabend und Sonntag wieder einmal alle Kegelsportler in ihren Bann ziehen. Nicht materielle Erfolge winken, sondern schlichte Siegerehren. Darüber binaus mögen die Kämpfe auch in diesem Jahre ihren Hauptzweck nicht verfehlen, der Pflege und Ertüchtigung des Körpers in sportlicher Beziehung zu dienen. Gerichtssaal Dem Gerichtsvollzieher Strick und Galgen angeboten! Auf Veranlassung eines Gläubigers hatte ein hiesiger Gerichtspollzieher die dem Händler Sch. gehörende Schutzhütte auf einer Viehweide gepfändet. Sch. deckte dann durch 2 Raten einen Teil der Forderung. Als aber weitere Ratenzahlungen nicht erfolgten, wurde die Schutzhütte verteigert. Sie erbrachte ganze 15 R.c. Dieses gebnis brachte bei dem Sch. das Faß zum Ueberlaufen. Er ging wohl davon aus, daß lediglich der Gerichtsvollzieher die Schuld an allem trage. Daß dieser lediglich gesetzmäßig im Auftrage und auf Veranlassung des Gläubigers handelte, vergaß Sch. vollends. Zunächst versuchte er durch einen bitterbösen Brief, der an den Gerichtsvollzieher selbst gerichtet war, seinem Aerger Genugtuung zu verschaffen. In diesem Briefe drohte er dem Gerichtsvollzieher Strick und Galgen an. wenn er nicht umgehend Brett für Brett der Schutzhütte ihm wieder verschaffe. Eine derartige Drohung bezeichnet der Staatsanwalt„als Nötigung", das Strafgesetzbuch sieht für dieses Vorgehen eine ganz empfindliche Gefängnisstrafe vor. Der Brief brachte dem Sch. noch nicht die nötige Ruhe. Er wandte sich in einem weiteren Schreiben an den Staatsanwalt direkt und verlangte, ein strafrechtliches Einschreiten gegen den Gerichtsvollzieher. Der ersten Anzeige folgte eine zweite. Die Folge der falschen Anzeige war, daß das Rubrum umgekehrt wurde. Es wurde eine Anklage gegen Sch. wegen wissentlich falscher Anchuldigung erhoben. In der Verhandlung bleib: der Angeklagte dabei, daß ihm unrecht geschehen sei. Das Gericht geht davon aus, daß die im ersten Briefe ausgesprochene Drohung nicht ernst zu nehmen sei. Wegen der Nötigung erfolgt deshalb Freisprechung. Dagegen wird gegen Sch. wegen wissentlich falscher Anschuldigung auf Monat Gefängnis in erster Linie auf 100 R. Geldstrafe erkannt. Dieser Sache schließt sich eine zweite Sache gegen Sch. wegen Pfandbruchs an. Das Gericht stellt deshalb fest, daß der Angeklagte sich des Pfandbruchs schuldig gemacht hat und verurteil ihn zu 75 R.& Geldstrafe. Kirchliche Nachrichten Sonntag, den 26. Februar 1333. Gettesdienste. Alte reform. Kirche am Markt, Missionssonntag. 10 Uhr: Vormittagsgottesdienst. Missionsinspektor Biering=Barmen; 11.15 Uhr; Missionskindergottesdienst. Heidenoldendorf. 10 Uhr: Kindergttesdienst Jerxen-Orbke. 1.30 Uhr: Kindergottesdienst. Versammlungen. Hiddesen. Mitttoch 8 Uhr: Frauenstunde; Donnerstag 8.15 Uhr: Kirchenchor. Remmighausen. Dienstag 8 Uhr: Christl. Verein junger Mädchen. Heidenoldendorf. Sonntag 8 Uhr: C. V. j. M.; Dienstag 8 Uhr: Jungmädchenverein; Mittwoch 8 Uhr: Blaukreuzverein. 6 Uhr: Turnen der Jungschar. 8.30 Uhr: Pflichtturnen des C. V. j. M.: Donnerstag 8 Uhr: Bibelstunde des C. V. j. M., 5 Uhr: Mädchenjungschar: Freitag 8 Uhr: Kirchenchor, 8.30 Uhr: Turnen des C. V. z. M.; Sonnabend 6 Uhr: Jungschar; Sonnabend 8 Uhr: C. V. j. M. Vereinshaus Waldbeide. Sonntag 8 Uhr: Bibelstunde; Mittwoch 8 Uhr: Jungmädchenverein; Donnerstag 8 Uhr: Gemeinschaftsstunde; Sonnabend 6 Uhr: Jungschar. Klüt. Mittwoch 8 Uhr: Bibelstunde; Freitag 8 Uhr: Christl. Verein j. Mädchen. Orbke. Montag 4 Uhr: Mädchenjungschar, 8 Uhr: Jungmädchenverein; Dienstag 8 Uhr: Bibelstunde. Reformierte Stadtkirche. 10 Uhr: Vormittagsaottesdienst. Pastor van Senden; 11.15 Uhr: Kindergottesdienst: 6 Uhr: Abendgottesdienst, Pastor Brüns. Reformierte Stadtgemeinde. Sonntag 3.30 Uhr: Blaukreuzverein. Paulinenanstalt; Sonntag 8 Uhr: 32 Gemeindeabend im Festsaal des Ev. Vereinshauses: Sonntag 8 Uhr: Jungmädchenverein Frohe Jugend. Stadtküche; Dienstag 8 Uhr: Mütterabend im Gemeindehause: Dienstag 8.30 Uhr: Bibelstunde der landeskirchlichen Gemeinschaft, Gemeindebaus: Mittwoch 8.15 Uhr: Kirchenchor. Gemeindehaus: Mittwoch 8.30 Uhr: Helferkreis im 2. Pfarrhaus; Donnerstag 8 Uhr: Jungmädchenverein Vorwärts, Pausinenanstalt: Donnerstag 8.30 Uhr: Jungmädchenverein Frohe Jugend. Stadtküche: Freitag 890 Uhr: Gemeinde=Bihelbesprechstunde. Gemeindehaus. Schötmar. 9.30 Uhr: Vastor Butterweck: 1.30 Uhr: Kindernottesdienst.— Versammungen: Sonntag 290 Uhr: Jugendbund; Montag 8 Uhr: Blaukrenzverein: Dienstag 8 Uhr: Kirbenchor; Mittwoch 5 Uhr: Jungschar. Mädchen, 8 Uhr: Iugendbund. 8 Uhr: Jungvolk: Donnerstag 8 Uhr: Jungmädchenverein: Freitag 8 Uhr: Bibelstunde: Sonnabend 4.30 Uhr: Jungschar. Knaben. Bablhausen. 920 Uhr: Predigt(Sammlung): 11 Uhr: Kinderaottesdienst: Donnerstng, Nähen des Krauenvereins: Freitag. Jungmädchenabend. Lutherische Kirche. 10 Uhr: Hauptgottesdienst (Vastor Jahr): 11.90 Uhr: Kindergottesdienst: 8.15 Uhr: Musikalische Feierstunde des Kirchenchors: Mittwoch 8 Uhr: 1. Passions=Andacht mit anschl. Feier d. b. Abendmahls (Kons.=Rat Scheumann): Sonnabend 5.30 Uhr: Mochensch'uß=Andacht. Lutherische(emeinde Lage. 10 Uhr: Hauntaottesdienst(Kons=Rat Scheumann): 11 15 Uhr: Kindernottesdien“: Mittwoch 8 Uhr: Kirchenchor: Freitag 8 Uhr(abends. 1. Passions=Andacht. Kons.=Rat Scheumann). Als das Kolosseum in Rom von Kaiser Titus im Jahre 80 u. Chr. eingeweiht wurde, fanden 100 Tage lang ununterbrochen Schaustellungen statt, bei denen 5000 wilde Tiere ums Leben kamen. Das gewaltige Theater hatte einen Umkreis von einem halben Kilometer und bot für 8500“ Besucher Raum.