kippische Tages-Zeitung General-Hnzeiger für das Fürstentum Lippe. 15 Pfg., auswärtige 18 Pig., Reklamezeile 60 Pf. Beilagen(umsonst): 1) Lipp. Familienireund 2) Lipp Ziegele=Anzeiger, 3) Landwirtsch. Ratgeber, 4) Wandkalender, 5) Sommer=, 6) Winterfahrplan. Detmold, Hornschestraße 30, Fernsprecher 10 Se eee## Blomberg, Horn, Barnirup, Schwalenberg; ferner in tschaften der Aemier Deimold, Schötmar, Oerlinghausen, Lage, Horn, Brate, Varenholz, Sternberg= Barntrup, Blomberg, Schieder, Schwalenberg; zusammen ertretungen.— Die„Lippische Tages=Zeitung" erscheint jeden Wochentag. Rotationsdruck u. Verlag: Willy Bruder, Vertretungen in: Salzuslen, Lemgo, Lage, Blomberg fest allen Ortsch Hohenbausen über 100 Vertretungen. N 250. Verantwortlicher Redakteur: Willy Bruder, Detmold. Detmold, Freitag, den 23. Oktober 1903. Für den Inseratenteil: August Boberg, Detmold. 13. Jahrgang. Die Prinzen Hochzeit. Berlin, 22. Okt. 1908. Die Feierlichkeilen zur Vermählung des Prinzen August Wilhelm mit der Prinzsiin Alexandra Viktoria zu Schleswig=Holstein=Glücksburg begannen nach mittags 4 Uhr. Zur Beobachtung der großen Anzahl von Fürstlichkeiten und geladenen Gäste hatte sich trotz des kalten und trüben Wetters eine große Menschenmenge vor dem Schloß eingesunden. Um 4½ Uhr sand im Kurfürsten zimmer die standesamtliche Eheschlietung durch den als Minister des löniglichen Hauses zungierenden Oberhosmarschall Grasen zu Eulenburg in Gegenwart der Mitglieder der engeren Familie des Brautpaares statt. Alsdann ordnete sich ner große seierliche Zug zur Kavelle. Oberküchenmeister Freiherr von Pückler und Schloßhauptmann Graf v. HohenthalTölkau führten das Brautpaar. Der Prinz trug die Uniform des 1. Garde regiments, die Prinzessin ein weißes Kleid mit Silberstickereien und alten holsteinischen Spitzen. Dann folgte unter Vortritt der Hof=, Oberhof= und obersten Hoschargen der Kaiser mit der Herzogin Friedrich Ferdinand zu Holstein=Glücksburg. Der Kaiser trug die Unisorm des ersten Garderegiments zu Fuß. Der Herzog Friedrich Ferdinand zu Holstein=Glücksburg führte die Kaiserin, welche ein Kleid in Lita mit Silberstickereien angelegt hatte. Die anwesenden Fürstlichkeiten schlossen sich an. Die Kronprinzessin wurde vom Großherzog von Oldenburg geführt, der Kronprinz geleitete die Großberzogin von Oldenburg und die Prinzessin Eitel Friedrich. Oberhosprediger Dry ander mit der Hof= und Domgeistlichkeit erwartete den Zug am Eingang der Kapelle und geleitete das Brautpaar zum myrthengeschmückten Altar, wo Prinz August Wilhelm sich zur Rechten der Braut ausstellte. Der Kaiser mit der Mutter der Braut trat rechts neben den Altar, die Kaiserin mit dem Vater der Braut links. Die gelodenen Gäste schlossen sich im Halbkreise an. Unter den Geladenen besanden sich der Reichskanzler, eine große Anzahl Minister, Staats sekretäre, Botschafter und Gesandte. Nach dem Gemeinde gesang vollzog Oberhosprediger Dyrander die Tranung Seiner Ansprache legte er das Bivelwort zu Grunde: „Seid fleißig, zu halten an der Einigkeit im Geist durch das Band des Friedens usw.“ In dem Augenblicke, in dem das Brautpaar die Ringe wechselle, donnerten von der Im Lustgarten aufgestellten Leibbatterie des 1. Garde=Feldartillerieregiments 36 Kanonenschüsse herüber. Das Kai serpaar beglückwünschte das Brautpaar mit Kuß und Handdruck. Während Innsaren die alte Weise„Wilhelmus von Nassauen“ schmetterten, verließ der Zug in seierlicher Ordnung die Kapelle und es solgte die große Gratulatlonscour im Weißen Saale. Nach der Gratulationscour begaben sich die Fürstlichkeiten wiederum in feierlichem Zuge nach dem Rittersaal zur Zeremonientafel. In der Mitte der Tafel nahm das Brautpaar unter einem Throuhimmel Platz, rechts neben der Braut der Kaiser und neben ihm die Mutter der Braut, links neben dem Prinzen August Wilhelm die Kaiserin mit dem Vater der Braut. Die übrigen Fürstlichzeiten reihten sich zu beiden Seiten an. Der Kaiser brachte die Gesund heit des Brautpaares mit folgendem Trinkspruch aus „Ich spreche Cuch in unserem Namen und im Namen melues Hauses den herzlichsten Glückwunsch aus. Meine liebe Alice, Du kommst vom meerumflossenen Lande zu uns, nicht als Unbekannte, denn Du hast viele Wochen Deiner Jugend bei uns verlebt, in verschiedenem Alter In der frühesten Zeit hat sich zwischen Euch das Band geknüpft, das zu dem heutigen glücklichen Tage geführt hat. Ich nehme Dich mit offenen Armen bei uns auf und mögest Du bei uns der schönen Heimat wenigstens etwas vergessen. Ihr werdet nun Euren Hausstand be gründen und das Leben zusammen beginnen. Leben heißt arbeiten, arbeiten heißt schafsen. Schaffen bedeutet wirken für andere, für das Vaterland, für unser Volk. wirken in unserem Hause. Nach den frohen Stunden der ersten Tage und Monate wird an Euch der Ernst des Lebens herautreten, die Pflichten, wie sie in unserem Hause geübt werden. Wir sehen auf Euch als auf unsere Helfer in unserem Wirken. Du, mein Sohn, hast unserem Hause Ehre gemacht mit Deinem Eramen, welches Dir zu Deiner Zivillaufbahn den Weg geöftnet hat, und Du wirst Deiner Frau hilfreich zur Seite stehen in den Werken der barmherzigen Liebe. Möge für Euch auch das Bild maßgebend sein, welches für uns Menschen von oben gezeichnet ist, der Strom, der sich zwiejach teilt, ter eine Arm, der belastet wird, der die Schiffe trägt dem Meere zu, als Vorbild dafür, daß einem im Leben von oben Lasten auferlegt werden, die gemeinsam getragen werden sollen, und daß die Kraft zum Tragen aus dem festen Vertrauen auf dort oben erwächst, und der andere Arm, der Arbeit verrichtet, ani dieses Bild weisen wir zurück, als ein Bild dafür, daß wir stetig wirker sellen in Worten der Liebe zu den Brüdern und wirken in stetiger Arbeit für das Wohl des großen Cauzen und zur Ehre unseres Hauses. In diesem Sinne erheben wir die Gläser und trinken jetzt auf das Wohl Sr. Kgl. Hoheit des Prinzen August Wilhelm und der Prinzessin August Wilhelm von Preußen.“ Das Fest schloß nach althergebrachter Sitte mit einem Fadel=Tan, im Weißen Saale. Der Oberstmarschall Fürst Fürstenberg lud das Brautpaar zum Beginn des Tanzes ein. Nach dem Rundgang durch den Saal, wobei zwölf Pagen mit Fadeln folgten, machte die Braut mit dem Raiser, der Bräntigam mit der Kaiserin einen Rund gang. später die Braut mit den anwesenden Prinzen, der Bräutigam mit den Prinzessinnen. Sodann erfolgte die Berteilung des Strumpfbandes. Der Prinz und die Prinzessin August Wilhelm reist en darauf nach Schloß Hubertusstock ab. Der Kaiser begleitete das Paar zur Bahn. Budapest, 22. Okt. Freiherr von Achrenthal stattete gestern abend dem Klub der Unabhängigkeitspartei einen längeren Besuch ab und ließ sich bei dieser Gelegenheit in ein Gespräch über die Lage ein. Er meinte, wic die Zeitungen berichten, daß eine Störung des Friedens nicht zu besurchten sei, doch müsse man angesichts der jüngsten Ereignisse in Servien doch erwägen, ob nicht die südliche Grenze der Monarchie stärker besestigt werden sollte. Berlin, 22. Okt. Der„Temps“ erneuert die bereits zurückgewiesene Verdächtigung des„Matin“, daß der deut sche Botschafter in Konstantinopel die Türkei zum Kriege ausheve. Demgegenüber ist nochmals mit aller Schärfe zu betonen, daß die deutsche Regierung im Sinne des Friedens wirkt, und besonders am vergangenen Sonnabend, als die Kriegsgefahr nähergerückt zu sein schien, sowohl in Konstantinopel wie in Sosia energisch und erfolgreis für den Frieden eingetreten ist. Der kriegerische Kronprinz von Serbien. Aus Paris wird telegraphiert: Es vergeht fast kein Tag, ohne daß nicht Belgrader Korrespondenten der Pariser Presse die Ehre widerfährt, von dem serbischen Kronprinzen empfangen zu werden, der sich dann ausfragen läßt wobei er seinem Hasse gegen Oesterreich mehr oder minder geschmackvoll Aucdruck gibt. Was er aber dem Bericht erstatter des„Jvurnal“ erzählte, übersteigt alle bisberigen Interviews. Er betonte zuerst, die großen Symratbien, die er für Frankreich hege, und erinnerte daran, daß sein Bater 1870=71 als französischer Soldat gegen die Deutschen gesochten habe. Dann saatc er wörtlich:„Nur Frankreich kann unseren Schmerz versteyen, denn es int durch den Frankfurter Vertrag um zwei Provinzen gekommen! Gleich den Franzosen verlieren wir auch zwei Provinzen! Bir leiden unter der österreichischen Gemaltpolitik derart physisch, als ob man uns die Godärme ausrisse!"— Der Kronprinz wies Hann darauf hin, daß der größte serbische Nationaldichter Karadjitsch in der Herzegowina geboren wurde und behauptete, daß aus allen Teilen der otkupierten Provinzen Protestkundgebungen gegen die Annerion einliefen. Serbien werde also aczwungen sein, Krieg zu führen.„Wir werden,“ fuhr der Kronprinz sort,„250.000 Mann Soldaten auf die Beine bringen, wir haben mit den Türken gesochten und werden es auch mit den Oesterreichern müssen, wenn die Konserenz unsere Wünsche nicht erfüllen sollte. Serbien hat uiemals auf dem grünen Tep pich der Diplomatie gewonnen, es sehe sich daber gezwungen, sein Glück auf dem roten Teppich des Schlachtfeldes zu suchen, und es werde bis zum letzten Blutstrorsen kämpfen!“— Zum Schlufse kam der serbische Thronfolger auf verschiedene öfterreichische Angelegenbeiten zu sprechen und meinte, daß es notwendig sei, ein stärkeres Serbien zu schafsen, um der Germanisierung des Orients, die von Berlin ausgem, eine feste Barriere entgegen zu stellen. Uebersicht. * Telmold, 23. Okt. 19918. — Der Kaiser und die Berliner Biomarckwarte. Der Erfolg des Bismarck-Konzertes, das am letten Sonnabend unter Anwesenheit des Kaisers in Berlin in der Aus stellungshalle am Zvolrgischen Garten stattfand, ist nicht nur in künstlerischer und gesellschaftlicher Hinsicht, sondern auch, wie Generalmajor Becker dem Arbeitsausschuß berichten konnte, in sinanzieller Beziehung ein erfreuliche: gewesen. Der gesamte Reinertrag fließt dem Fonds zur Errichtung einer Bismarck=Warte zu. Daß die Warte vor den Toren der Reichshauptstadt, auf dem Spandauer Berg bei Westend errichtet werden soll, fand den vollen Beifall des Kaisers, der hervorhob, daß auf diese Weise der Kaiser Wilhelm=Turm auf dem Karlsberg im Verein mit der Bismarck=Warte die ganze schöne Havel= und GrunewaldGegend beherrschen würde. Der Kaiser meinte, die Reichshauptstadt müsse ein wuchtiges Bismarck=Wahrzeichen erhalten, und schlug die Aufschichtung mächtiger Findlings= blöcke vor, die ja in der Mark zahlreich vorhanden seien. Der Bismarckausschuß hat diese kaiserliche Anregung freudig aufgegriffen und die Ausarbeitung des Entwurses für ein solches Mouument in Angriff genommen. Weitere Beiträge zum Fonds der Bismarck=Warte werden in allen Filialen der Deutschen Bank entgegengenommen. — Der russische Minister Iswolski trifft Freitag in Berlin ein u. wird Sonnabend vormittag die erste Unterredung mit dem Reichskanzler haben. — Vom Borcbend der Walhallaseier erhält das„Bayr. Vaterland“ von seinem Regensburger Vertreter folgendes reizende St'mmungsbild:„Morgen in Donaustauf Aufsellung des marmernen Bismarckschädels in der Walhalla. Sie wollen wissen, wie sich die Bevölkerung zu diesei Feier verhält? Mein Gott, surchtbar gleichgültig. Ich bitte Sie, morgen ist„Kirta“. Da bleibt man zu Hause, statt droben vor den Toren der Walhalla einen Reichsmaulassen zu imitieren. Kann sein, daß sich etliche radelnde Burschen„dö Gaudi v'schaua", aber von Reichshurraschplerei keine Spur. Unsere Bauern hier am Fuße der Walhalla sind viel zu vernünftig, um sich wegen eines marmornen Bismarckkopfes in ihren Kirtafrenden stören zu lassen. Sie meinen, der Reichskanzler könnte für die Neugierde ein Köder sein? Ach was! Der Mann mit dem Reichszitaterich interessiert unsere Bauern verteufelt wenig. Dazu ist der Mann zu sehr Reichsbyzan,diener“ seines Herrn. Das Werkeln an der Reichsphrasendrehorgel, die ganz oben am Eingang in die Wallalla aufgestellt wird und an welcher der bayerische Ministerpräsident als Drehorgelspieler ga stieren wird, interessiert die Bauern auch nicht. Freilich. Leut' wirds trotzdem schon viel geben". Regensburg ist in der Nähe, und mit 2000 Reichsmaulassen, um die Walhalln gruppiert, kann man das„deutsche Volk“ schon mimen, da bei„Daitschland, Daitschland, lüberales“ brüllend. Für den nationalen Massendurst mit darauffolgendem Reichs rausch ist von den Bräuern der Umgegend auch hinr:: chend gesorgt. Kurz, die Geschichte ist so arrangiert, daß die liberale Presse hernac ein paar Tage den Reichs Suahelitanz nationaler Begaischterung hüpfen kann. Denn das Potemkinsche Dorf der Reichsbegeisterung„im Süden Bayerns“ ist zu den Füßen der Walhalla ganz hübsch grup viert. Der Reichszitaterich wird daran seine helle Frende haben, zumal als im Regensburger Rathaus auch noch für einen massiven„Reichs=Kirtafraß“ gesorgt ist. So weiter ohne Grazie bis zum Ende.“ — Die Reichserbschaftostener. Im Herrenhause ist ein Autrag des Grasen von Mirbach eingegangen, der, unter stützt durch eine große Anzahl Mitglieder der Fraktion der Rechten, verlangt, das preußische Herrenhaus wolle beschließen, die königlich preußische Staatsregierung zu ersuchen, gegen jeden weiteren Ausbau der Reichserbschaftssteuer Stellung zu nehmen. Dem Antrage ist eine kurze Begründung beigegeben. Sie lautet: Die Erweiterung der Reichserbschaftssteuer steht im Gegensatz zu der bisherigen Stellungnahme der königlichen Staatsregierung. Sie rust ernste und begründete Befürchtungen in den weitesten Kreisen der Bevölkerung hervor. Das Herrenl aus hat bereits in der Sitzung vom 3. Juni 1905 gegen jede Reichserbschaftssteuer Stellung genommen. — Ein deutscher Staatsbahnwagenverband. Es ist in Kürze eine Verständigung zwischen den deutschen Eisen bahnverwaltungen auf nachstehender Grundlage zu erwarten: Alle deutschen Staatseisenbahnen einschließlich der Bahnen der Reichslandes und der Pfalz gestehen sich, nach einer Meldung der„K. Z.“, gegenseitig die vollkommen freie Benntzung ihrer Güterwagen zu. Die Vergütung für die gegenseitige Wagenbenntzung wird nach Pauschal sätzen beglichen werden, bei deren Festsetzung der leitende Gesichtspunkt sein soll, sinanzielle Verschiebungen in der Mietelast der einzelnen Bahnen zu vermeiden. Der Aus gleich zwischen Bestand und Bedarf an Wagen wird einheitlich durch das Hauptwagenamt in Berlin geregelt werden. Auch wird eine Verständigung darüber eintreten, daß der gssamte Wagenpark auf eine dem Verkehrsbedürfnis entsprechende Höhe gebracht und dauernd auf dieser Höhe erhalten wird. — Die Zusammenlegung politischer Tageozeitungen der Reichshauptstadt macht weitere Fortschritte. In näch ster Zeit werden die bisher im Deutschen Verlage erscheinenden„Berliner Neuesten Nachrichten“, deren Schicksal im letzten Jahrzehnt recht wechselvoll war, nach der LindenDruckerei verlegt werden und sich als Drilling zu dem Zwillingspaar„Post" und„National=Zeitung" gesellen. Ueber das weitere Schicksal der Zwillinge„Reich" und „Staatsbürgerzeitung“, die bis dahin im Deutschen Verlage neben den„Berliner Neucuen Nachrichten“ standen, verlautet noch nichts näheres. — Einnahmen der Staatsbahn. Die Betriebseinnahmen der preußisch=hessischen Staatseisenbahnen haben im September d. J. im Personenverkehr rund 1.2 Millionen — 2,53 v. H., im Güterverkehr rund 0.9 Millionen+ 0,85 v. H., insgesamt mit Einschluß der sonstigen Einnahmen rund 2,9 Millionen A— 1,75 v. H. meor als im gleichen Monat des Vorjahres betragen. Bei der Beurteilung dieses Ergebnisses ist zu beachten, daß der diesjährige Monat September einen Sonntag weniger und einen Arbeitsta mehr hatte, als der vorjährige. — Die Oldenburger Stadtvertretung beschloß einstim mig, die Regierung zu bitten, im Bundesrat gegen die Gas= und Elektrizitätssteuer zu stimmen. — Die Handelsgärtner und die Gewerbeordnung Der Verband der Handelsgärtner Deutschlands hat im Vereine mit anderen Verbänden selbständiger Gärtner der Bundesrate und neuerdings auch dem Reichstage eine Ein gabe übersandt, in der auf frühere Beschlüsse von Handelsgärtnertagen hingewiesen wird, die bekundeten, daß#### Handelsgärtner zwar grundsätzlich nicht gegen die Unterstellung der gärtnerischen Arbeitnehmer unter die Reichsgewerbeordnung seien, daß sie aber eine allgemeine, gleichmäßige Lösung dieser Frage und volle Wahrung der Eigenheiten des gärtnerischen Berufes für nötig hielten,— des gärtnerischen Berufes, der sich nach wie vor durchaus als zur Landwirtschaft gehörig betrachte. — Der Rheinisch=Westsälische Parteitag der Freisinnigen Volkspartei, der am Sonntag in Hagen tagte und auch von Livve aus besucht war, besaßte sich eingebend mit der innerpolitischen Lage, insbesondere der Reichssinanzreform. Nach einem Referat des Reichotagsabgeord. neten Cuno und einer mehrstündigen Debatte wurde folgende Resolution angenommen:„Der Rheinisch=Westfäl Parteitag der Freisinnigen Volkspartei weist nachdrücklich darauf hin, daß die weitere Mitarheit der Freisinnigen Volkspartei an der Blockpolitik abhängig gemacht werden muß von der bedingungslosen Anerkennung der Gleichberechtigung aller Staatsbürger. Die gerade in letzter Zeit in bedentlicher Häusung aus politischen Gründen vorgenomenen Maßregelungen von Beamten und Lehrern sind unvereinbar mit dem Gedanken der Blockpolitik. Der Parteitag spricht sich im besonderen für die Mitarbeit ar einer durchgreisenden Regelung unseres Reichsfinanzwesens seitens der Freisinnigen Volkspartei aus, obwohl diese jede Verantwortung für die herrschende Finanznot des Reiches ablehnen muß. Voraussetzung für diese Mitarbeit ist die Berücksichtigung entschieden liberaler Forde rungen: Resorm der Branntweinsteuergesetzgebung u. Aufhebung der Liebesgaben, Ausbau der Erbschaftssteuer, Einführung einer Reichsvermögenssteuer und Beseitigung der Steuerprivilegien. Der Parteitag fordert strengste Sparsamkeit im Reichshaushalt und verlangt, falls weitere stnanzielle Matnahmen notwendig werden sollten, entsprechend dem Programm der Partei, daß keine Mehrbelastung notwendiger Lebensmittel n. unentbehrlicher Verbrauchsgegenstände erfolgt. Sollte die Bewilligung von weiteren Verbrauchssteuern sich als unvermeidlich erweisen, so muß außer der Rücksicht auf die Konsumenten auch die Rücksicht auf bestehende Produktionsverhältnisse der beteiligten Erwerbszweige maßgebend sein.“ Weiter trat der Parteitag für Aufrechterhaltung der linksliberalen Fraktionsgemeinschaft, für eine Resorm der Landgemeindeordnung, für Sicherung des Koalitionsrechts der Privatbeamten und für Einführung der geheimen Stimmabgabe für politischen u. kommunalen Wahlen ein. — Deutschland und die französisch=spauische Marokkonote. Der französisch=spanische Entwurf betr. die Anerkennung Mulen Hafids findet nicht vollständig die Zustimmung Deutschlands. Frankreich. Pario, 22. Ottbr. Der neue Morineminister Picard ist gleich dem Kriegsminister Picquart in Straßburg geboren. Er hat sich schon in jungen Jahren als Ingenieur ausgezeichnet und wurde 1880 zum Präsidenten der Sektion für öffentliche Arbeiten ernannt. 1889 war er Berichterstatter der Weltausstellung, 1900 wurde er Generalkommissar für die Jahrhundertausstellung. Auch an der Ausstellung von St. Lzuis nahm er im Auftrage der Regierung in besonderer Mission teil. K Albumblätter. Ein kräftiges Alter mit Kopfeshelle und Gewissensruhe ist die angenehmste Epoche des Lebens. Da sieht man fest zurück, der Täuschungen entledigt, ledig aller Hoffnungen, auf den bunten Regenbogen der Jugend. Benzel=Sternau. Regina. Roman von J. Jobst. (Nachdruck verboten.) 16 Zitternd verklang der Ruf im weiten Gemach, auf dessen Schwelle, von ihr ungesehen, der Mann stand, dem dieser galt. „Iegiua! „Wolf Dietrich!“ Er stand da, von ihr durch die ganze Weite des dämmernden Raumes getrennt. And sie hatte sich erhoben und starrte zu ihm hin, als sei er ein Gespenst. Es war ihr unheimlich, als hätten ihre Gedanken ihn hergezaubert. Wolf Dietrichs Augen sogen das Bild der geliebten Frau in sich ein, es sollte ihn begleiten auf der weiten Fahrt, er nahm es mit sich als ein unverlierbares Eigentum. Nein, der Mann vergaß nicht. Regina spürte es an ihrem wild klopsenden Herzen, der blieb ihr treu. „Wo kommst du her?“ „Aas Berlin.“ „Und wo sind deine Reisegefährten?“ „Zum Teil schon weit von hier. Das Auto hat uns einen Streich gespielt, es versagte, und eine Reparatur, die nicht vor vier Stunden beendet sein dürfte, hält mich in Kaltenbruch fest. Der Prinz ist mit dem Gepäckauto vorausgefahren, er hat in Strelitz noch Wichtiges zu erledigen, und ich benutzte die Wartezeit, um dir noch persönlich Lebewohl zu sagen. Der Zufall, daß die Unterrechung der Fahrt sich so nahe der Heimat zutrug, schien mir ein Wink des Schicksals, und so siehst du mich hier. Ich nahm den Weg über die Terrasse und sand zum Glück die Tür von Wilhelms Zimmer unverschlossen. Alter Zeit gedenkend, hatte ich die Dreistigkeit, hier ungemeldet zu erscheinen. Regina zürne mir nicht, bedenke, daß es vielleicht unser letztes Wiedersehen ist. Wie heißt es in dem Liede der Margarete:„Nun ist er hinaus in die weite Welt, hat keinen: Abschied genommen.“ Hältst du mich dessen nicht mehr für wert, daß ich ein gutes Wort von dir als Wegzehrung erbitten darf?“ Die junge Frau war durch den unerwarteten Ueberfall so erregt, und die flehenden Blicke. die Worte, die begleiteten, eischütterten sie derart, daß die Nerven versagten, sie sank auf ihren Sessel zurück und brach in fassungsloses Weinen aus. „Regina!“. Er war in raschen Schritten neben ihr und faßte ihre Hände.„Geliebte Frau, ich habe unbedacht gehandelt: Ich dachte nur an mich, und daß es mir plötzlich ganz unmöglich erschien, ohne ein Wort, einen Blick von dir von de: Heimat zu scheiden. Sieh, mehr will ich ja gar nicht von dir. Ich will dich nicht beunruhigen, ich will nicht auf heilige alte Rechte pochen, nur bitten will ich. Laß mich dir noch einmal in dein geliebtes Antlitz sehen, noch einmal dich an meiner Brust halten wie einst. Wie seine lieben Augen bettelnd auf sie niederblickten und seine Arme mit sanfter Gewalt sie zu sich emporzuheben versuchten. Es war iht, als habe sie keinen Willen mehr als den seinen. Schon beugte er sich zu ihr nieder und schlang den Arm fester um ihre Glieder, als ihr die Besinnung wieder kehrte und damit die Furcht, daß sie sich verlieren würden. „Richt so, Wolf Dietrich, es wäre Verrat an meinem Mann, Verrat an seinem Kinde, das ich unter meinem Herzen trage. Gib mir die Hand als Freund und laß uns scheiden.“ Im Kamin prasselten die flammenden Scheite, die vor kurzem noch hoch getürmt waren, in glühende Asche zusammen, ein Funkenregen stob zur Oeffnung hinaus. Er weckte die beiden stillen Menschen aus ihren schmerzlichen Gedanken, so mußte auch ihre Liebe zu Staud„stieben. „Leb wohl. Wolf Dietrich, mein Trautgesell!“ Regina ließ den Tränen ruhig ihren Lauf. Und Wolf Dietrich beugte sich tief über ihre zitternde Hand und preßte sie mit einem irren Laut an seine Lippen. Die Liebe fiel ihn an mit wütenden Schmerzen, daß er daran zu vergehen meinte. Doch er sah in ihr stolzes, stilles Gesicht, das ihn bezwang, er entsagte allem ungestümen Begehren. „Leb wohl. Regina! Die Liebe, die du mir einstens gegeben, die kann mir niemand rauben. Ich werde dich nie vergessen und diese Stunde auch nicht. Du warst die Stärkere und hast uns vor Schuld bewahrt. Werde so glücklich, wie du es verdienst. Leb wohl!“ Er ging. und sie blieb einsam wie zuvor. Wie ein Traum erschien ihr sein Kommen, wie ein Traum sein Scheiden. Anbeweglich lag sie in ihrem Sessel, die Tränen versiegten, die wilde Sehnsucht zerflatterte, der Schmerz starb dahin, eine wohltätige Apathie bemächtigte sich ihrer— die Reaktion trat ein. Der klingende Schlag der alten Standuhr, die auf dem Kamin stand und die zehnte Stunde kündete, entriß sie dem seelischen Schlaf. Withelm konnte jeden Augenblick eintreffen. Sie ging in ihr Schlafzimmer und badete ihre Augen, sie sah jammervoll aus. Sie überlegte, ob sie das weiße Gewand, das sie so geisterhaft aussehen ließ, mit einem lichtgrauen, das Wilhelm so liebte, vertauschen sollte, aber sie fühlte sich zu mude dazu Sie suchte ihr Zimmer wieder auf, ließ die hohe Stehlampe mit dem rotseidenen Schirm aufflammen. Die würde schon den nötigen Refter geben, dann erwartete sie mit großer Nervosität das Erscheinen ihres Gatten, der sie sicherlich sofort aufsuchen würde. Sie sollte sich nicht geirrt haben. sie hörte den Wagen an der Seitentreppe vorfahren u. bald darauf Wilhelms Schritte auf den schneelosen Fliesen der Terasse, er hatte den kürzesten Weg eingeschlagen. Nun wußte sie auch. warum die Tür un verschlossen geblieben war. er wollte sie überraschen. Er sollte den Willen haben, sie schloß die Lider, mochte er denken, sie sei eingeschlafen. Es fiel ihr so namenlos schwer, ihm jetzt in die Augen sehen zu müssen, in die Augen, die von einer unbarmherzigen Schärfe sein konnten. Jetzt stand er wohl vor ihrem Fenster still und versuchte, durch einen Spalt sie zu belauschen. Sie kannte ja seine mißtrauische Art. Unwillkürlich blinzelte sie#den Vorhängen hin und entdeckte mit nachträglichem Schrecken, daß sie einen Teil der Scheiben unbedeckt ließen. Ob sie ein neugieriges Auge mit Wolf Dietrich belauscht hatte. so wie es jetzt der eigene Gatte tat? Ihre Spannung wuchs bis zum Unerträg lichen, warum verweilte er dort so lange? Ah. jetzt ging er weiter, nun öffnete sich mit kaum hörba rem Knarren die Glastür seineo Zimmers, das sicherlich, wie üblich. durch en Djener taghell erleuchtet war. Wilhelm konnte dunkle Zimmer nicht leiden. Lauschend hob sich ihr dunkler Kopf höher aus den Kissen ihre Füße glitten von dem Ruhebett zur Erde, sie vermochte dieses Warten nicht mehr zu ertragen, sie wollte ihm lieber entgegengehen. Schon hatte sie sich erhoben und hatte zögernd einige Schritte gemacht, als eine grelle Detonation in ihrer unmittelbaren Nähe sie erbebend zusammenfahren ließ. Die unheimliche Stille, die darauf folgte, ängstigte sie namenlos. Was war geschehen? Hatte Wilhelm eine Schußwaffe in der Hand getragen, die sich von selber entlud? Regina lauschte und getraute sich nicht, einen Schritt weiter zu tun. Es mußten doch Menschen kommen, die den Knall gehört hatten. Warum blieb Wilhelm, der ihn verschuldet hatte, so still? Warum kam er nicht zu ihr, sie zu beruhigen? Die junge Frau bedachte nicht, daß die Dienerschaft sich auf der anderen Seite d. Schlosses befand, wo man wohl kaum den Knall vernommen hatte, und daß hier niemand erwas zu suchen hatte, es sei denn, daß der Kammerdiener befohlen wurde. Und das war selten genug, denn ihr Gatto brauchte sehr wenig Bedienung. Ein unerklärliches, scharrendes Geräusch drang aus ihres Mannes Zimmer, dem ein dumpfes Aufschlagen folgte, als ob ein schwerer Körper auf den Boden fiele. Dann dieselbe unheimliche Stille wie zuvor. Der Lauschenden gerann das Blut in den Adern zu Eis, und mit bebenden Gliedern tastete sie sich an den Möbeln entlang bis zur Tür, hinter der etwas Furchtbares geschehen sein mußte. Vielleicht einer der grausigen Zufälle, die eine Selbstentladung einer Waffe zu begleiten pflegen. Die schwere Eisentür bewegte sich langsam, wie widerwillig in ihren Angeln, doch solange es auch dauerte, jetzt gab sie den Einblick in den blendend hell erleuchteten Raum frei. Reginas Augen fielen gleich auf die weit offenstehende Glastür, auf deren Schwelte et. stiller Mann lag, es war Wilhelm, noch im Reisepelz, wie er den Schlitten verlassen hatte. Er lag auf dem Gesicht, die Arme weit vorgestreck.. Ein irrer Schrei entrang sich Reginas Brust, er verklang dumpf im weiten Gemach, dann zog es ihr zu der stillen Gestalt — sie wußte es genau, es wo; ein Toter, neben dem sie kniete. und dennoch rief sie seinen Namen. „Wilhelm!“. Wie erstickt würgte es sich aus ihrer Kehle: „Wilhelm, du bist nicht tot! Du willst mich nur erschrecken. So blicke doch auf. sage ein Wort. Wie hat das geschehen können?"„ (Fortsetzung folgt.) England. London, 21. Okt.(Unterhaus.) Premierminister Asguith führte heute in einer längeren Rede mit Bezug auf das Problem der Arbeitslosigkeit aus, er wolle legislativen Vorschlägen, welche die Regierung zu Beginn der nächsten Session hinsichtlich der dauernden Ursachen der Arbeitslosigkeit zu machen beabsichtige, nicht vorgreisen. Augenblicklich habe sie es nur mit denjenigen Notstandsfragen zu tun, die ein sofortiges Einschreiten erheischen. Die Regierung sei nicht geneigt, die Lage weniger ernst darzustellen, als sie es in Wirklichkeit sei. Obgleich Anzeichen dafür vorhanden seien, daß die Not nur von kurzer Dauer sein werde, sei es dennoch nicht zweiselhaft, daß im Winter zahlreiche Personen beiderlei Geschlechts keine Arbeit erhalten würden. Es sei Pflicht des Parlaments ihnen etwas mehr zukommen zu lassen als ein bloßes Mitgefühl. Der Premierminister zählte alsdann eine Reihe von Maßnahmen auf, welche Regierung und Orts behörden zur Steuerung der Not getroffen hätten, so Be Gemeinschaftliche Sitzung des Magistratsmarktsordnung. Der Magistrat schlägt vor, einige und der Stadtverordneten am Donnerstag, 22. Ok. Aenderungen vorzunehmen. Nach§ 2 soll der Markt schon um Vor Eintritt in die Tagesordnung mimmt Oberbürgermeister##.##r. hatt bieher um 2 Uhr geräumt sein. Der§ 11 bestimmt, Witige das Wort und widmet dem Beestorbeuen Stadt= ga#lise eic. nur in Papiez eingeschlagen werden dürsen, das verordneten Cordes einen warmen Nachrak, indem er aus kand.. vie falas. m. In§ 13 werden die Maxttjührt, daß der Verstordene von allen Stadtverordueten vom werk hat für den angesangenen Herzensgrunde geschätzt und geehrt sei, und der Berstorbene her 3 J zu bezahlen. Ein einpsänniges Furhrwerk bezahlt 20 stets bereit gewesen, an dem Wodle der Stadt mitzuarbetten; statt bisher 15 8, ein zweispänniges Fuhrwerk 40 statt bisher es werde ihm ein ehrendes Andenken bewahrt bleiden. Die 30 J. Die Stadtvv. Fröhlich, Schulz, Kettmann Mitglieder der Kollegien erhoben sich zu Ehren des Verstor= und Meier sind gegen die Erhöhung der Marktgelder, da die benen von ihren Sitzen. Verkäufer die Mehrbelastung den Konsumenten aufbürden 1) Wahl eines Feldgeschworenen für den nürden.— Stadtv. Bogt kann sich dem nicht anschließen und Bezirk der Stadt Detmold. Es wird anstelle des#n#ur die Erhöhung der Marktgelder, da die Bauern auch auf Herrn Mergelmann, der das Amt abgelehnt hat. Herr lonte Preise halten.— Stadto. Priester fragt, wieviel mehr Schmiedeme ster Wismann aumdern.. du: Oerrseinkommt durch die Magistratsvorlage.— Oberbürgermeister D Sne e. ah Senich. Wittze: Es ist ausgeschlossen, im Voraus zu sagen, wieviel 2, Wahl von Einschätzungsdeputierten für mehr eingeht. Weil die Bauern auch hohe Preise nehmen veyorden zur Steuerung der Not getrosfen hätten, so Be=I. 1,#7 Pensche hunksorburkerten furgmehr eingehr. Weil die Bauern auch hohe reitstellung größerer Mittel für die notleidenden Bezirkes9!e Gebäudesteuer=Veranlagungs=Kommission.shaben wir die Gebühren heraufgesetzt. Fü una BL.iAIZNGIMLPEPELMLE 1 Cr4 meshen mann Sein ai.fm und Beschleunigung der Schiffsbauten. „4ngesgommission. haben wir die Gebühren heraufgesetzt. Für einen Zentner Es werden neu resp. wiedergewählt die Herren Z mmermstr. Kartoffeln fordert man 4#, das ist unerhört.— Natsherr Schmidt, Schuhmachermstr. Pieper, Maurermstr. Bau=[Watermann äußert sich kurz zu der Vorlage und empfiehlt mann, als Stellvertreter die Herren Zimmermste. Kuhl= die unnahme der Magistratsvorlage.— Stadtv. Sieg stellt mann, Maurermstr. Langewort. 1#n untrag, die Vortage der Finanzkommision zu überweisen 8) Wahl eines Mitgliedes des Schulvor=znommeehni und die Magstratsvorlage ange Friedrichshufen. 22. Ott., 5 Uhr nachm. In der####ndes der höberen Mädchenschule. Es wird! 4) Eingabe betr. die Andreasmesse. Eingaben Grasen Zeppelin wird erklärt, daß der für#### p#roron. priester mit 19 von 20 Stimmen gewählt. sind von 2 Seiten eingegangen, vom Handwerkerverein und Tages=Neuigkeiten. Zeppelins Aufstieg aufgeschoben. Umgedung des heute beabsichtigte Aufstieg mit Rücksicht auf die Witterungs. verhältnisse unterbleibt. Probefahrt des Parsevalballons. Berlin. 22. Olt. Der heutige Probeausstug des Parsevalballons verlief, wie gemeldet, ausgezeichnet. Der Ballon= stieg gegen einen vier Meter starken, aus Osten wehenden Wind glatt auf. Er suhr zunächst gegen den Wind, drehte dann nach links, nach Teges, umkreiste den Schießplatz, fuhr dann in der Richtung auf Spandau zu, wendete über Charlotteuburg und dem westlichen Beilin und 4) Wahl eines Mitgliedes des Kuratoriums der gewerblichen Fortbildungsschule Es wird Stadtverordn. Kanne mit 15 von 20 Stimmen gewählt. Stadtverordn. Korf erhielt 5 Stimmen. 5) Wahl von Vertrauensmännern für die Wahl der Schöffen und Geschworenen. Es werden die Herren Zimmermstr. Schmidt und Stadtrentmeister a. D. Remming gewählt. aus Kaufmannskreisen, die darum ersuchen, das Abhalten der Andreasmesse einzuschränken. Der Magistrat hat zu den Ein gaben Stellung genommen und seine Beschlüsse in einer Aenderung der Marktordnung wie folgt festgelegt: Der Aufund Abbau der Buden etc. hat innerhalb der 3 Meßtage zu ge schehen, bisher galt es 1 Tag vorher und 1 Tag nachher. Die Andreasmesse wird am Dienstag. Mittnach. Donnerstag der Woche abgehalten, in die der Andreastag fällt; der Tag des Schweinemarktes(Donnerstag) gilt als Haupttag. Die S este. ie esite e ie etesh, Pesesagel 6) Abnahme der Kämmereikasse=Rechnunal Märkte im Mai. Juni. Ottober werden auf dem Marktplatze von 1906/07. Die Kommission die die Rechnung geprust#en der Langenstraße abgehalten, der Juli=Markt auf dem Marktplatze bei Braunenbruch und die Andreasmesse außer auf den beiden Marktplätzen an der Langenstraße und Pau vorzüglich und erxeichte eine bedeutende Schnelligkeit. Die Erderschütterungen im Vogtlande. Plauen, 22. Ottoder. Die hestigen Erdstöße im oberen Bogtlande haben sich seit gestern mittag fast ununter brochen wederholt. Von mittags 1 Uhr bis abends 10 Uhr wurden in Brambach dreißig starke Erderschütterungen verdazu, daß alle Unterlagen da sein Jcüfung ordnungsgemäß geschehen sol! Stadtv. Sieg verlangt auch die Vorlegung der B.le.e zur Revision.— Oberbürgermeister Wittie erklärt, daß die Belege zur Verfügung stehrn.— Die Kommission empfiehlt, die Accise in das Rathaus zu legen, und empfiehl bei den Ausgaben größere Sparsamkeit; es wird die Ars c h a f f u n g v o n 6 5 K a l e n d e r n a l s z u w e i t g e h e n d b e m ä n g e l t, spärt. Die Erdstöße sind mit explosivartigem Knall und außerdem die Ausgabe von 6 Mk für die Renigung des mit nachfolgendem dumpsem Rollan verbunden. Erdstöße#athauses nach der Reichstagswahl.— Stadtv. Sieg stellt wurden, dem„Vogtl. Anz.“ zufolge, aus Klingenthal, Unter= den Antrag, Nr. 22 des Etats beir. Kanalkosten, Straßersachsenberg und anderen Orten des nordwestlichen Böhmens kosten 2c. an die Kommission zurück zu verweisen, da die gemeldet. Das Erdbebengebiet ist größer als sonst. Gestern Rechnung kein klares Bild gibt über die Berage, die von abend kurz vor 10 Uhr wurde auch in Plauen ein hestiger den Anwohnern der Straßen wieder eingezogen werden, und Erdstoß verspürt. Dieser Erdstoß wurde im oberen Bogt= lande als der bisher stärkste empfunden. Die Nacht bisher ruhig verlaufen, doch wurden ununterbroch Schwankungen oder Stöße verspürt. Heute morgen begann wieder ein starker Erdstoß. Altona, 21. Olt. Heute abend ist die Korndamp, mühle von Lembcke vollständig niedergebrannt. Schaden ist durch Versicherung gedeckt. linenstraße, auf der Bruch, Grabbe= u. Paulinenstr.— Oberbürgermeister Wittie: Der§(3 der Gewerbordnung bestimmt, daß die Ortsbehörde die Bestimmungen über die Aus führung des Gesetzes zu erlassen hat. Es wird deshalb der Verkauf in den Häusern als Wanderlager angesehen und dem entsprechend versteuert werden. Die Stadtv. Köller und Vos ersuchen den Magistrat, den Budenbesitzern das Abbrechen des Nachts zu untersagen, da das die Anwohner des Marktplatzes in der Nachtruhe stört. Die Magistratsvorlage wird darauf angenommen. 5) Vorlage über die Reorganisation der Schutzmannschaft. Die Kommission, der die Vorlage überwiesen war, äußert sich darüber folgendermaßen: Als auf sichtführender Beamter ist ein Kommissar anzustellen und das Gehalt von 1800—zu zuzüglich 300 AA Kleidergeld und l PR-Unangaaslhaihn Sf Ar.- 22.11 korps, General der Insanterie Exzellenz Kluck. Sie können sich mein Erstaunen denken. Ich antworte: Besuch morgen nachmittag willkommen. Und so kam Ge. Exzellenz in Begleitung seiner Fräulein Tochter gegen 2¼ Uhr dier im Wagen an und verweilte bis etwas nach 5 Uhr, und haben uns auf das angenehmste unterhalten, wozu die Liebenswürdigkeit des gnädigen Fräuleins nicht wenig beitrug. Wie Sie sich denkon können, drehte sich die Unterhaltung hauptsächlich um das Erlebte im Feldzuge. Seine Exzellenz war äußerst liebenswürdig und leutselig.— Es ist doch etwas Großes um treue Kameradschaft im Heere, in keinem anderen Stande sindet sich auch nur annähernd etwas Aehnliches; es ist doch auch etwas Außerordentliches, daß ein so hoher Vorgesetzter des einfachen Füsiliers nicht vergißt. Freilich war ich ja auch Zeuge der außergewöhnlichen Bravour meines damaligen Leutnants in der Schlacht bei Colombey sund auch an anderen Orten), wo ich fast Schulter an Schulter mit ihm an jeuem beißen Schlachttage gestanden, wo wir zum ersten Male und gleich in ein so surchtbares Feuer kamen. In der Waldung, in der unsere 12. Kompagnie stand, war es auch zu schrecklich und mancher brave Füsilier fiel. Und das schlimmste war, daß man den Feind nicht sehen konnte. Da fragte unser Leutnant Kluck nach dem Mlowebel[Moores), ob ihn niemand gesehen. Von uns konnte keiner Auskunst geben. Da kam ein Füsilier heran und meldete, er glaube, den Feldwebel verwundet gesehen zu haben. „lun gge dann der junge Offizier mit größter Ruhe,„das glaube ich schon, der hatte auch Mannsbreite genug.“(Feldwebel Moores war nämlich ein recht breitschultriger Mann.) Später erfuhren wir, daß auch Leutnant Kluck leicht durch einen Streifschuß verwundet worden. Sein Wassenrock war viermal von Augeln burchlöchert und seine Uhr von einer Augel getrossen, die darin stecken geblieben. Auch mir riß ein abgeschossenes Steinstück einen Finger der rechten wand blutig. Daß mir der Mantelriemen abgeschossen wurde, und ich infolge dessen den Rautel nicht behalten konnte, veranlaßte mich nach beendeter Schlacht dazu, einem am Colombeybache liegenden Toten vom Insanter#eregiment Nr. 3, den Mantel abzunehmen. Ein alter Kamerad, der schon 66 mitgemacht hatte, riet mir dazu, diesen Schritt zu tun, weil es an die Nacht gehe. Mich schauderte doch, als ich diesen Rat befolgte und dem toten Kameraden seinen Mantel abnehmen mußte.— So habe ich Ihnen nun von dem mich hochbeglückten kameradschaftlichen Besuche meines ehemaligen Leutnants und etwas von meinen Erlebnissen vom 14. August 1870 geschrieben. Wenn Sie es für gut befinden, so teilen Sie gelegentlich den alten Kriegskameraden davon weiter mit. Dann wollte ich Sie noch gebeten haben, den mir versprochenen Besuch nicht zu vergessen. Mit kameradschaftlichem freundlichem Gruß Ihr ergebenster Otto. In einer Nachschrift wurde noch mitgeteilt, daß General Kluck nach Detmold gekommen war, um hier der Hochzeit einer Nichte beizuwohnen. Der Besuch des Kriegskasse war insofern nicht richtig, als die Wertpapiere uch zum Tageskurs eingesetzt waren und dadurch ein Ueber fich ergab, der in Wittlichkeit nicht vorhanden war Schließgesellschaften, und bittet die Magistratsvorlage anzu nehmen.— Stadtv. Kanne erklärt, daß er persönlich kein 9aln n Dee Gi,— nug. vorhanden wul Igreund der Kommissionsvorschläge ist, die ihm zu weit gehen sich dier behildet due due Senacr sehe.=Tominset zu#### schließt die Rechnung dishalb jetzt mit einen erheblichen und dittet auch, es bei der Magistratsvorlage zu belassen sich hier gebildet, die den Zweck hat, vor dem Dome einen! Oesizit ab.— Stadtn Schul= kaiane das= 74 Ratsherr Pieper: Lange hat sich der Magistrat mit der Veilage beschäftigt und reiflich erwogen. monumentalen Prachtbau zu errichten. Der Häusercom=Ii.: das i.#..Gutz beton, daß es bedauerlia plex zwischen Domkloster und Untersettenhennen ist durch daß ein Stadtverordneter erst hütte darauf aufmerkscm die neue Gesellschaft angekauft worden. Das Millionen= machen müssen und dem vereidigten Bücherrevisor dieser men will hier, den Blättern zufolge, vor den Fehler durchgeschlüpft sei. Die Rechnung wird darauf ab schönsten Türmen der Welt etwas Eigenartiges, dem archi= genommen.— Schluß der gemeinschaftlichen S#n tektonischen Gesamtbilde Rechnung Tragendes schassen. Der gemeinschaftlichen Sitzung Neubau soll enthalten: Im Erdgeschoß hochelegante Läden, im oberen Teile ein Hotel allerersten Ranges, sowie ein freiliegendes Case. Auch ist vorgesehen, daß die Insel von einer geräumigen Passage durchschnitten wird. Neu ist die Idee, oben auf diesem Bau ein Dachrestaurant zu er richten, zu dem Aufzüge führen und das einen Ueberblick über die Stadt gewähren wird, wie er bis jetzt in Stadt Deutschlands besteht. Frankfurt a. M., 22. Okt. Da sich dem Taunus=Renn bahnprojekt unüberwindliche Schwierigkeiten entgegenge stellt haben, ist nach verschiedenen Besprechungen maßge bender Faktoren das Projekt nunmehr fallen gelassen wor den. Es ist ein neues Projekt ausgestellt worden, nach dem die Straße statt 50 Kilometer nur etwa 25 Kilometer lang, jodoch etwas breiter als der frühere Entwurf vorsah, werden soll. Da sich hierdurch die Kosten, die hauptsächlich das Scheitern des ersten Projekts verursacht haben, bedeutend verringern würden, scheint die Durchführung des neuen Projekts, das in der Nähe der Saalburg zur Ausführung gelangen dürfte, gesichert. Eine Kommission aus Mitgliedern des Kaiserlichen Automobilklubs und des Vereins deutscher Motorfahrzeugindustrieller ist mit der Beratung der Einzelheiten beschäftigt. Verschiedenes aus dem Rheinland. Die Darlehnskasse zu Burg=Neuland in der Eisel ist durch einen betrüger: schen Rendanten um über 100000 Mark geschädigt worden, wofür jetzt die Mitglioder der Kasse, meist kleinere Landwirte, haftbar gemacht werden. Durch Prozesse, die sämtlich verloren gingen, ist das Defizit inzwischen auf 190 000 bis 140000 M gestiegen. Man erhebt gegen die #e. Stadtverordneten=Versammlung vom Donnerstag, 22 Eintritt in die Tagesordnung gedenkt der Stadtv.=Vorsteher des verstorbenen früheren langjährigen Stadtverordneten und Magistratsmitgliede Ehlerding mit Worten und bittet das Kolleg, sich zu Ehren des zeiner Verstorbenen von den Plätzen zu erheben. Dies geschieht Wahl eines Mitgliedes der Gas= und Wasserwerks= Kommission, der Kommission für die Veranlagung der Kommunal=, Klassen und Einkommensteuer. In die Gas= und Wasserwerk. in die Schlachthof Kom Stadtv. Meier. in die Veranlagungskommission Stadtv. Vogt gewählt. 2) Vorlage betr. Brücke über den Mühlen ranal. Es wird vom Magistrat mitgeteilt, daß es sich vor erst um die Verteilung der Kosten handelt, da die Ver teilungsart erst der Regierung unterbreitet werden muß.— Stadtv. Priester: In der Wiesenstraße hat die Stadt ein Interesse an der Brücke, weshalb ist das gleiche Interesse an der Kissingerstraße nicht vorhanden?— Stadtv. Dr Schemmel fragt, wie weit das Recht des Müllers geht Wir müssen nachts Schutz haben. Ich warne vor den Wach= und Schließgesell schaften. Nehmen Sie die Magistratsvorlage an. Erhöhen Sie die Kosten nicht mehr, denn die Steuerzahler müssen es aufbringen.— Stadtv. Oekonomierat Theopold steht auf dem Standpunkte der Magistratsvorlage und ersucht, diese anzunehmen.— Stadtv. Priester: Die Magistratsvorlage ist gand goch der 0 für mich unannehmbar. Wenn des nachts 10 Schutzleute und am 12. Aug. 1870 ins Avancement eingerückte Maximilian am Tage 4 tätig sind, würde ich zustimmen, aber nicht jetzt, wo von Engelbrechten, mit auszuzählen sein würde, ist mir nachts nur 4 Schutzleute tätig sein sollen.— Stadtv. Frot=Ibente nicht genau erinnerlich. Alexander Kluck(der Obengenannte), General der Insanterie, eingetreten 13. Oktober 1865, 1870=71 Sekondeleutnant bei der 12. Kumpagnie. Friedrich von Bock und Polach, General der Insanterie z. D., zuletzt kommandierender General des 9. Armcekorps(Altona), eingetreten 1866, 1870 71 Regimentsadjutant. Okto Emmich, Generalleutnant und Kommandeur der 1. Division (Königsberg), 1870=71 Sekondeleutnant und Adjutant des 1. Bataillons. Marimilian v. Schwartztoppen, Generalleutnant irgendwo, eingetreten 1868, 1870=71 Adjutant des Füsilier=Bataillons. Ob die Reibe der Erzellenzen dieser Kategorie hiermit schon erschöpft ist, ob nicht auch noch der 1869 eingetretene, nach schwerer Verwundung lich: Es ist richtiger, wir geben dem Magistrat die Vorlage nochmals zurück.— Oberbürgermeister Wittie: Die Vor schläge der Kommission gehen zu weit. Der Magistrat hat nur das notwendigste gefordert, stimmen Sie dem zu, damit endlich die vielen Klagen aufhören. Sollte die Prazis ergeben, daß das vom Magistrat geforderte nicht reicht, dann wird der MaStrafkammersitzung vom 22. Oktober Am 8. Jan. 1908 erschien die Ehesrau des Zieglers Sch. aus R. b.i dem Pastor Brüns hierselbst und bat ihn um ein Darlehn von 100 Mk. unter dem Vorgeben, sie sei die Ehefrau Tiemann, geb. Reineke aus Oberschönhagen, ihr gistrat schon mit Nachsorderungen kommen.— Stadtv. Mann, der fruvet„zgler gewesen sei, habe für dieses Jahr Kanne: Es müßte der Magistrat erst einmal mitteilen, wie in Ziegllmeistersteule angenommen und habe ihr, da er eine Baume über die Sruae zu ziehen, wodurch der N.“ ganz genommen. weit die Angesegenheit G.s 29 m hält aus die Anftage, wiel 1. April 1900 1 Wachlmester weit d. Angelegenheit„Priester=Bruchstraße gediehen ist, die fügung. Antwort, daß am 30. Oktober ein Termin stattfinden werde.! 6 Ratsherr Watermann: Wir müssen erst mit der Regie rung Verhandlungen pflegen über die Art der Kostenver er sich die Verteilung der Schutzleute denkt.— Oberbürger meister Wittie: Das können wir nicht machen.— Der Stadtv.=Vorsteher führt aus, daß die Magistratsvor lage annehmbar sei und bittet um Annahme, damit etwas ge schehe, denn in den 30 Jahren, die er in Dermold wohne, habe er noch keinen Nachtwächter gesehen(Heiterkeit). Nachdem die Stadtvv. Kettmann, Meier, Tenge, Theopold und Ratsherr Watermann die Annahme der Vorlage nochmals empfohlen, wird die Magistratsvorlage an genommen. Es sind also zur Schaffung der Ordnung ab und 12 Schutzleute zur Ver Raisseisensche Zentrale in Neuwied den Vorwurf, daß ihre teilung, da die Rentkammer Interessentin ist. Wird die Brücke ist AI. Arfl. i. P.. ff.f 0„.-Ilnäter aueneruhrt int es nmi. o- 2.1f. 5 6) Einer Aenderung der Fluchtlinie der Seminarstraße wird zugestimmt.— Stadtv. Kanne rügt daß der Platz vor dem Seminar immer noch nicht in Ordnung Leben haben, sind dem Ruine ausgesetzt, wenn eine schunende Behandlung und Erleichterung der Zahlungsverpflichtungen nicht erreicht werden kann.— In dem Handel mit Futtermitteln wird viel Bauernsängerei getrieben. Besonders wird das Leinmehl verfälscht, und zwar mit Reisspelzen, Erdnußhülsen, Mohnkuchenmehl u I#. Anrskr.— hat vor Jahresfrist die Bachstraße offen gelegt, und das genügt dort für den Ver kehr.— Ratsherr Pieper: Die Stadt wollte in der Kissingerstraße eine Brücke bauen, zuvor aber den Knochenbach begradigen. Die Kosten wurden damals abgelehnt, und die Brücke deshalb nicht gebaut.— Stadtv. Kanne: Der Kreidepulver. Interessenten weisen wir daher auf die Jruckenbau in der Wiesenstraße ist eine Notwendigkeit, denn Schrift hin: Warnung der Versuchsstation Bonn vor einer Winter sind die Vorträge des Bildungsvereins im Evang neuen Scheingarautie im Handel mit Leinmehl n „ Leinmehl von Dr. H. Neubauer.— Das schöne Herbstweter mit seiner ungewöhnlichen Wärme hat besonders günstig auf den Zukkergehalt der Rüben gewirkt, so daß auch für diese Frucht eine durchaus befriedigende Ernte erwartet werden kann. Budapest, 21. Ol. In der Ortschaft Fakert im Arader Komitet war gestern Kirchweib. Abends wurd im Wirishause einem ungarischen Burschen der Bauch aufgeschlitzt. Sichs Gendarmen drangen ein und wollten die Altentäter, rumänischen und deutsche Burschen, verhaften. Diese leisteten aber Widerstand, sodaß die Gendarmen sich unter Anwendung des Bajonetts auf die Gasse zurückzogen ihr Haus für überwiesen. 8) Der Stadtv. Kettmann hat 2 Anträge schrift lich dem Stadtv.=Vorsteher zugehen lassen, die auf die Tages ordnung der nächsten Versammlung gesetzt werden und folgendermaßen lauten: 1) Die Veteranen der Kriege 64, 66, 70=71 und die Chinakrieger sind. soweit sie nicht ein Einkommen von 96 un haben, von der Kommunalsteuer zu befreien. 2) Alle Einkommen bis zu 1400 k sind von den Abgaben zum Zwecke der Armenverwaltung erc. zu befreien. Schluß der bauen zu lassen, und von Priester 500 M dafür zwangsweise einzuziehen. Redner bezweiselt, daß der Magistrat gesetzlich sich so etwas erlauben kann.— Stadtv. Korf ist der Ansicht, daß dem Müller gegenüber nichts zu machen ist, da schon 50 Jahre die Bäume über die Straße geholt werden.— Stadtv. Dort wurden site von der angesammelten Menge mit Steinen dann zst der Gau u.. ae Verhältnisse nicht andern lassen. Leworsen, wobel zwei Gende men verwundet wurden. Trotz, genau geprüst werden. Sig. us worher ale; Vereinshaus, an denen ca. 500 Personen teilnehmen. Was die Brücke in der Kissingerstraße betrifft, so sind die Stirnwände ja noch nicht einmal angebracht, und die Brücke ist trotz=18¼ Uhr Is ist angebracht, daß die Beschlüsse 2 Gencral Kluck und Otto=Hedderhagen. Ein treues Stadtverordneten besser respektiert werden.— Stadtv. Soldatenherz schlägt im Busen eines jeden Soldaten, Priester verliest ein Schreiben des Magistrats, aus dem namentlich bei einem alten Krieger, der sich seiner Sol hervorgeht, daß, wenn Priester die Brücke nicht gebaut hätte daten= oder Kriegszeit mit innerer Zufriedenheit erinnert. innerhalb 6 Wochen, der Magistrat ihm gedroht, die Brücke Dies ist vorzugsweise der Fall, wenn ein ehemaliger dim die Gendarmen nun schossen, wurden sie neuerdinge mit Steinen beworsen. Die Minge wurde immer drohender. De gaben die Gendaimen aus Notwehr noch drei Salven ab, bis endlich die Minge flüchtete. Sämtliche Gendaimen erlitten Verletzungen. Von den Angreifern wurden ver tötlich, vier schwer und zahlreiche leicht verlitzt. Im Dorfe werden Haussuchungen vorgenommen, um de Leichtverletzten zu eruieren. Ene streige Untersuchung ist eingeleitet. New York, 21. Okt. Durch einen Wolkenbruck, der die Stadt Shawnee in Oklahoma heimsuchte, sind über säufzie Personen ums Leben gekommen. Stadt und Land. Detmold, 23. Olt. * Se. Majestät der Kaiser hat as Anlaß des Jeburtstages der Kaiserin die Rote Kreuz=Meoaille 8: Klasse verliehen: dem Oberbürgermeister Wittse in Dr. Klasing: Einen Beschluß, die Brücke in der Kissingerstraße zu sperren, können wir nicht fassen, da das eine Ueberschreitung unserer Kompetenz sein würde. Es in lediglich Sache der Polizei, in der Sache einzugreifen.— Stadtv. Tenge hält es für notwendig. die Vorlage an die Justizkommission zu verweisen.— Ratsherr Pieper: Ein Versuch, etwas zu erreichen, kann gemacht werden, aber der Müller wird nicht gezwungen werden können — Stadtv. Schulz: Die Justizkommission kann sich mit der Sache nicht befassen, da kein Material vorliegt, das der Magi strat erst herbeischaffen müßte.— Stadtv. Schmidt: Ein Recht existiert, aber es wird ein Abkommen möglich sein, daß die Stämme des Nachts an die Mühle geschafft werden Stadtv. Landgerichtsrat Theopold ist auch der Ansicht, daß die Justizkommission mit der Sache nichts anfangen kann. Terrain zu beiden Seiten des Kanals muß erst Eigentum der Stadt geworden sein, dann kann weiteres geschehen.— Stadtv. Dr. Schemmel fragt an, wie es mit der Offenlegung des Doktorweges sei.— Stadtbaumeister Schuster: Der Doktor weg kann nicht geschlossen werden, da es ein öffentlicher Weg geworden ist. Die Rentkammer hat noch kein Interesse an der Offenlegung des Doktorweges. Es wird darauf der Antrag auf Ueberweisung an die Justizkommikommission abgelehnt Detmold. dem Fräulein Karoline Brandes in Lemgo und der Frau Regierungspräsident Constance v. Oertzen, gev. und der Magistrat vorlage zugestimmt Freiin v. Senardens=Brancy, in Lünburg(früher Detmo d).]. 3. Vorlage betr. Aenderung in der WochenKrieger während der ganzen Zeit seiner Inaktivität sich eines Schriftwechsels mit seinen früheren Vorgesetzten erfreuen darf. Solche Fälle sind nicht sellen. Ein sellenes Vorkommnis aber war in diesen Tagen zu verzeichnen, als der frühere Sekondelentnant Kluck der 12. Kompagnie des mobilen Regiments Nr. 55, setzt General der Insanterie und kommandierender General des 1. Armeekorps(Königsberg) einem seiner früheren Füstliere, dem Landwirt Otto in Hodderhagen, ganz unerwartet einen Besuch abstattete. Diese beiden Genannten hatten wohl seit 1871 im Brieswechsel gestanden und nun nahm der frühere, inzwischen zur höchsten militärischen Stufe emvorgestiegent Leutnant eine Gelegenheit wahr, seinen durch einen Unglücksfall auf das Kranlenlager geworfenen alten Kriegskameraden mit einem Besuche zu erfreuen. Weich innige Freude dem alten Krie ger durch diesen Besuch geworden, geht aus dem hier wört lich folgenden Brief hervor, der dem Schreiber dieser Zei len heute zuging: Hedderhagen, den 2. Ottor Sehr gcehrter Herr werr werden freundlichst entschuldigen, wenn ich so frei bin, Ihnen heute zu schreib u. Seit Jahren haben Sie manch schenen Artikel geschrieben von den früheren Vorgesetzten, von Erlebnissen des Feldzuges von 1870=71, und in den letteren Jahren leider auch berichten müssen, wie die Zeugen aus der großen Zeit nach und nach abscheiden. Nun habe ich gedacht, Ihnen auch zu schreiben von einem Besuch, der mir gestern nachmittag gemacht wurde. Sonntag abend erhielt ich eine Depesche mit folgendem Wortlant: Ist Besuch morgen erwunscht und wann? Der die Anfrage stellte, war kein Geringerer, als der Kommandierende General des 1. Armecgrößere Kaution habe stellen müssen, nur wenig Geld gelassen. Sie versprach, das Geld bis zum 1. April 1908 mrückzuzahlen. Der Pastor B. gab ihr 60 Mk. und entwarj einen Schuldschein, den sie mit„Frau Pauline Tiemann, geb. Reineke" unterschrieb. Am 13. Februar 1908 erschien die Frau Sch. abermals und bat um ein Darlehn. Sie erhielt dieses Mal 10 Mk. und unterschrieb den ihr dar über vorgelegten Schuldschein wiederum mit Frau Tiemann. Später stellte sich heraus, daß Pastor B. einer Schwindlerin in die Hände gefallen, und daß die Darlehnssucherin garnicht die Frau Tiemann war. Die Schwindhir#n wurde von der Strafkammer wegen Urkundenrälschung, begangen in ideeller Konkurrenz mit Betrug in 2 Fällen unter Annahme mildernder Umstände zu einer Gesamtstrafe von 2 Monaten und 2 Wochen Gesängnis Prnrteilt. 2. Der Landwirt K. aus H. hatte sich ebenfalls wegen Urkundenfälschung zu verantworten. Um eine Zwangsvollstreckung abzuwenden hatte er unter einer Rechnung des verstorbenen Meier=Kohlemiyer in Haustenbeck über 269.45 Mk. die Quittung gefälscht. Das Gericht ersannte aus§§ 267, 268° St. G. B. unter Annahme mildernder Umstände auf eine Gesamtstrase von 2 Monaten. 3. Dir Maurergeselle Karl H. aus W. war aus dem wecke Gefängnis in Vechta entsprungen. Am 26. Febr. 1908 Sitzung wurde in Detmold ein Mann wegen Bettelns festgenommen, der sich Johannes Maier nannte und als solcher auch verurteilt wurde. Später stellte sich heraus, daß der Verurteilte identisch war mit dem Entwichenen H. In seinem Besitze fand sich ein auf„JJohannes Maier" lautendes Quittungs= latte 1 Fermular der Versicherungsanstalt Hannover, Ausgabestelle: Magistrat Lemgo mit dem Magistratsstempel versecen. Der Angeklagte H. behauptet, in der Herberge in Limzo habe er einen Fremden getroffen, der im Besitze von mehreren leeren Formularen gewesen sei. Elns davon habe di s.r auf seinen Wunsch mit dem Namen Johannes Maier falschlich ausgefüllt. Von dieser fätschlich ausgeführten Urlunde hat dann der Angeklagte dem Schutzmann gegenüber Geb auch gemacht, als er wegen Bettelns festgenommen wurde. Er wurde auf Grurd des§ 270 i. V. mit§ 267 St G. V'. zu 6 Wochen Gefängnis verurteilt. 4) Die Ehefrau des Buchdinders A. in D. hatte sich wegen Freiheitsberaubung und Körperverletzung zu verantworten. Sie soll am 15. Juli 1908 die vierjährige Elisabeth Strätner in Detmold dadurch körperlich mißbandelt haben, daß sie das Kind in den Arm kaiff, sodaß es blutcte. Auß rdem soll sie es widerrechtlich in einen Ziegenstall eingesperrt haben. Der Gerichtehof hielt die Freiheitsberaubung weder in objektiver noch in subjektiver Beziehung für genügend bewiesen und sprach die Angeklagte von diesem Vergehen frei. Dagegen wurde die Angeklagte wegen Körperveilitzung zu 10 Mk. Geldstrafe, evr. zu 2 Tagen Gefängnis verurteilt. 5) Die Stia sach: gegen den Schüler D. aus S., der wegen schweren Diebsruhls angeklagt war, wurd: ausgesetzt, da eine Zeugin nicht erschienen war. 6) Zum Schluß war zu verhandeln gege“ den Reisen den Paul H. aus S., der sich wegen Untreue zu verantweiten hatte. Er reiste früher für den Fahrradhändler Hagemeier in Bielefeld und soll als dessen Bevollmächtigter Gelder im Betrage von 30.45 M., die er einkassiert hatte, veruntreit 1908. haben. Die Straskammer 2 Wochen Gefärgnis. * Vom Wetter. 12 Grad Kälte gov es in der Nacht vom Dieustag zum Mittwoch im Thüringer Walde.— Der erste Schnee ist vorgestern in Danzig gefallen. Das Thermometer zeigte 8 Grad unter Null.— Die Kälte scheint für diesmal den Höhepunkt überschritten zu haben; es wird wo.l bald wieder gelinder werden. * D i e V a r u s s c h l a c h t b i l d e t e d a s T h e m a d e s g e strigen, dritten Vortrags im Bildungsverein. über den wir aus Raummangel erst morgen referieren werden. * Im Historischen Verein für Niedersachsen zu Hannover hielt der Geheime Regierungsrat Dietrich Schäfer, Professor der Berliner Universität, einen sehr interessanten Vortrag über das Thema.„Niedersachsen und die See“. Der Vortra gende führte nach dem„Hann. Courier“ etwa folgendes au: Die ältesten Sachsen kamen aus Holstein nach Niedersachsen und landeten zwischen Weser und Elbe. Als tüchtige Seefahrer sind sie schon lange vor ihrem Zuge nach England bekannt gewesen. Auch vom Lande Hadeln aus unternahmen sie Seezuge. Neben ihnen saßen die Friesen die sich aber nur auf die Küstenschiffahrt beschränkten. Erst nach der Einführung des Christentums und der Gründung des Bistums Hamburg wurde durch die Mission mit Erfolg die Berührung mit dem Norden, gesucht. Die ältesten Nachrichten über den hohen Norden, die wir Adam von Bremen(11. Jahrhundert) verdanken, lassen erkennen, wie weit die Handelsbeziehungen schon damals reich ten. In Tonsberg bei Christiania saßen deutsche Kaufleute in Jütland friesische, aber man kannte auch Island und Grönland. Bis zum 11. Jahrhundert gab es keine Deutschen an der Ostsee. Erst unter dem letzten sächsischen Kaiser und unter den Staufern wurde die Kolonisation des Ostens vorgenommen und dem Handel ein neues Gebiet erschlossen. Tätig konnten hierbei besonders die Niedersachsen sein, und bis in die zweite Hälfte des 13. Jahrhunderts finden wir bis Danzig tatsächlich eine rein niedersächsische Bevölkerung, erst über Danzig hinaus einen westfälischen und mitteldeutschen Einschlag. Bis tief nach Rußland hinein(Nowgorod) und nach Westen au dem Wege nach Holland bis Flandern treffen wir Nieder sachsen, und nicht nur solche aus den Küstenstädten, auch Be woyner von Salzwedel, Paderborn, Hannover, Einbeck Höxter, Lemgo und andere sind unter ihnen. Es fragt sich, ob diese Binnenstädte ihre Waren direkt Us in die sernen Gegenden sandten oder nur bis an die nächste Seestadt ob sie Schiffsverkehr oder nur Handelsverkehr trieben. Seit dem 15. und 16. Jahrhundert waren die Seestädte nachweisbar die Vermittler der Binnenstädte, nur selten wurde der ausländische Handel vom Binnenlande aus gemacht. Die Entdeckung Amerikas hat nicht, wie man meist annimmt, den Handel ab gelenkt, vielmehr wuchs der Austausch zwischen der Ostsee und dem Westen und umgekehrt ganz bedeutend, weil nach Spanien und Portugal viel Geld floß, wodurch die Bedürfnisse gesteigert wurden und die Erzeugnisse des Ostseegebietes, vor allem alles, was zum Schiffsbau gehörte, und Getreide eine erhöhte Nachfrage hatten; besonders in den Jahren 1530 bis 1550, in denen Mexiko erobert wurde, war d. Ausschwung ganz enorm. Im 17. und 18. Jahrhundert kamen neue Betriebe auf die in die Seefischerei einen Umschwung brachten, die Hochsce fischerei. Sie geht aus von bäuerlichen Siedelungen, nicht von den Städten, und schuf eine seemännisch tüchtige Landbe völkerung. Mancher bisher kaum genannte Ort wuchs jetzt durch Fischerei und Schiffbau(Glückstadt, Vegesack, Flensburg während die eigentlichen Hansastädte zurückgingen. Der Verkehr zwischen Deutschland und Amerika begann erst nach der Losreißung der nordamerikanischen Staaten von England und ging von der Nordsee aus, dann folgte der nach Südamerika und den australischen Gewässern; allen voran standen dabei Hamburg und Bremen. Aber auch das Binnenland nimmt wieder regen Anteil an der Schiffahrt und dem Handel. Der überseeische Handel ersordert Schiffe für den Verkehr und zum Schutze. So bricht sich immer mehr die Anschauung Bahn, daß ein großes Land nicht ohne große Flotte sein kann. Das zahlreich erschienene Publikum spendete dem Vortragenden am Schlusse reichen Beifall. * G e f l ü g e l a u s s t e l l u n g i n L e m g o. I n d e n T a g e n v o m 6.—8. November veranstaltet der Lippische Geflügelzuchtverein eine Verbandsausstellung in Lemgo. Dem Anschein nach wird dieselbe den Beweis liefern, daß wir in Lippe mit der Geflügelzucht vorangekommen sind. Hoffentlich wird unser Volk durch recht zahlreichen Besuch der Ausstellung den Beweis liefern, daß es die wichtigen Bestrebungen des Vereins zu würdigen versteht. Die Geflügelzucht bietet den nächsten Weg die nötige Fleischnahrung zu beschaffen trotz der ge um steigerten Fleischpreise. Die meisten Bewohner des Landes sind in der Lage, sich einen Teil des Fleischbedarfs selbst zu ver schaffen durch Geflügelhaltung. Es gibt allerdings Hühner rassen, die nur gedeihen bei freiem Auslauf, aber es gibt auch Rassen, die in kleinen Höfen sich wohl befinden, wenn ihnen dort nur die nötige Pflege zuteil wird. Die notwendige Fleischnahrung läßt sich durch künstliche Futtermittel ersetzen ebenso kann ein kleiner Grasplatz im Garten das nötige Grünfutter liefern. Das Gras wird geschnitten und dann mit dem Messer in Fingerbreiten Stücken zerkleinert d. Tieren vor geworsen.— Noch ist Deutschland in der Geflügelzucht hinter anderen Ländern, z. B. Frankreich, bedeutend zurück. Die Ge flügelzuchtvereine haben bereits Gutes gewirkt und werden das sicher auch ferner tun. Empfehlen möchten wir zu nächst, die Sache dadurch zu unterstützen, daß jedermann Lose kauft. Der Ertrag der Verlosung dient in erster Linie zur Deckung der Unkosten der Ausstellung. * Von der Lippischen Gewerbeausstellung. Man schreibt der„Lipp. Post“: Da bei Verlesung der Preise der Lippischen Gewerbeausstellung dieselben nicht ihrer Wertung nach verlesen wurden und es daher zu irrtümlichen Auffassungen geführt hat, so diene folgendes zur allgemeinen Kenntnisnahme. Nach dem Beschlusse des Hauptkomitees vom 12. August lausen die Preise in folgender Reihenfolge: 1. Staatsmedaillen, 2. Silberne Ausstellungs= und Handwerkskammer=Medaillen, Bronzene Ausstellungs=Medaillen, 4. Ehrenpreise, 5. Diplome. er Heidenoldendorf, 23. Okt.(Erntedankfest. Am nächsten Sonntag, den 25. d. M., nachm. 4 Uhr wird unser diesjähriges Erntedankfest in der Kapelle geseiert. Die Festpredigt wird Herr Pastor Dassel aus Hillentrup halten. er Heidenoldendorf, 23. Oktober.(Kinder gottesoienst.) Am nächsten Sonntag, den 25. d. M. nachm. 2 Uhr, beginnen in unsrer Kapelle die angekündigten Kindergottesdienste, zu denen diejenigen Kinder unsrer Ortchaft eing=laden sind, die das 7. Lebensjahr überschritt und die gelvillt sind, die Gottesdienste regelmäßig zu besuchen. et: Schötmar, 23. Oktober. Am Mittwoch abend feierte der Blau=Kienz=Verein in der Kleinkinderschule sein erstes Jahresfest. Es sprachen die Herren Pastor Huneke, Heuwinkel, Schröder und Pastor Tölle=Salzuflen. §. Meinberg, 23. Oktober. Die vor kurzem durch Herrn Kaufmann B. Franksen gekaufte Besitzung ging heute durch Kauf in den Besitz des Wissenschaftlichen Instituts(Dir. Dr. L. Heinrichs) über zur Erweiterung Anstalt. Blomberg, 22. Okt. Vor einiger Zeit wurde beschlossen, den im Jahre 1901 aufgeführten Teil des Rat hauses mit einer Inschrift zu versehen. Bürgermeister zur An:“ vom Magistrat genehmigt wurde. 1901. „Altes und Neues, vereint zu harmonischem Ganzen, eine Zierde der Stadt. Es regierte die Rose Grafregent Ernst, mannhaft im Kampf um sein Recht. Rose, sie blüht, Palme des Friedens, sie grünt, Siege: im Streit Biesterfeld. Treu ist, war und wird sein der Bürger der Stadt.“ Es ist der Wunsch ausgesprochen, kaß noch andere schriften vorgelegt werden möchten, die dem Magistrat einzu reichen sind. Für die Inschrift steht nur ein Raum von höchstens 210 Buchstaben zur Verfügung. m. Blomberg, 22. Okt. Der Vorstand unseres Turnvereins wurde in der gestrigen Hauptversammlung fast einstim mig wiedergewählt. Die Jahresfestrechnungen schlossen gün tig ab. * W a d d e n h a u s e n, 2 2. O k t. W e r e i n N a t u r w u n d e r s e h e n will, möge sich nach Herrn Wilh. Mügge in Waddenhausen be geben; dortselbst liegt eine Runkelrübe, welche auf sandigem Boden gewachsen ist, 22 Pfd. schwer u. 80 Zentimeter lang ist * Ehrentrup, 22. Okt. Am 10. Sept. d. J. brannte ein im Felde stehender Kornschober der Witwe Gutsbesitzers Lohmeier in Ehrentrup, von Kindern angezündet, auf. Das nicht unbedeutende Objekt war für einen Monat bei der„Union“, Allgemeine Versicherungs=Aktien=Gesellschaft in Berlin versichert für die Zeit vom 5. Aug. bis 5. Sept. Die ungünstige Witterung hatte wohl das beabsichtigte frühere Ausdreschen des Kornes verhindert, und so war die Versiche rung abgelausen und Frau Lohmeier hatte keinen Anspruch auf die ihr sonst zustehende Entschädigung von 1900 Mk. Der Vertreter der Gesellschaft, Herr W. Brune=Lage. befürwortete aber bei der General=Agentur in Hannover nachdrücklich eine wenigstens teilweise Berücksichtigung, zumal Frau Lohmeier stets versichert gewesen sei. Auf weiteres Bemühen der genann ten Agentur in Hannover hin hat sich denn auch die„Union“ bereit finden lassen, die Hälfte des Betrages mit 950 c zu übernehmen als Liberalitäts=Entschädigung efe Grastrup, 22. Ottoder. Am Sonntag, den 25. d. Mis., veranstaltet der Männergesang=Verein Grastrup Retzen einen Kommers im Saale des Herrn Lehmeier in Grastrup, verbunden mit Gesangsvorträgen, einigen Solo liedern und Vortrag. m= Großenmarpe, 22. Okt. Als Trichinenschauer für den hies. Bauernschaft ist der Landwirt Heinr. Trachte hier ange stellt. Derselbe ist auch als Fleischbeschauer für den Beschau bezirk Amt Blomberg I, bestehend aus den Bauerschaften Gro ßenmarpe, Kleinenmarpe, Kappel, Altendonop und Kirchdonop sowie den Rittergütern Hofdonop und Lüdershof angestellt. em= Falkenhagen, 22. Okt. Der Schafstall auf der hiesigen Imkerei wurde gestern nachmittag ein Raub der Flammen Wie das Feuer entstanden, ist bislang unbekannt. p. Barenholz, 22. Okt. Gestern sand im Dohmeschen Gasthause eine Sitzung des Varenholzer Amtsgemeinde rats statt. 1) Beschaffung des zum Bahnbau Lemgo Rinteln erforderlichen Grundes und Bodens betr. Der Amtsgemeinderat beschloß einstimmig, den zum Bau der Bahn im Amtsbezirke Varenholz erforderlichen Grund u Boden— ctwa 11 Hektar 7,91 Ar— auf Kosten der Amts gemeinde Varenholz zu erwerben. Von der Heranziehung einzelner Gemeinden zu den Zuschüssen zu den Grunderwerbskosten wurde abgesehen, doch sollen die Zufuhrwege zu den Bahnhösen von den Dorfsgemeinden und Inter essenten angelegt, ausgebaut und unterhalten werden. Der Amtsgemeinderat erklärte auch noch, daß er sich außerstande sehe, weitere Opser für den Eisenbahnbau zu bringen.— 2) Der Beitritt zum Verein„Kinderheim Cecilienstift" zu Lippspringe wurde abgelehnt.— Der Kommunalweg von Niedernmühle über Kalldorf nach der Bokemühle ist ein außerordentlich verkehrsreicher und eignet sich deshalb zur Uebernahme in Landesunterhaltung. Der Amtsgegemeinderat hatte sich dieserhalb an Fürstliche Regierung gewandt und um Uebernahme des fraglichen Weges gebeten, wurde aber abgewiesen, weil derselbe weder nach Lage noch nach Einrichtung geeignet sei, als Landeschaussee zu dienen. Auf diesen Bescheid wurde eine Eingabe an Fürstliches Staatsministerium gerichtet und dieses um Ent scheidung gebeten. Das Staatsministerium hat aber in ähnlichem Sinne wie die Regierung entschieden. Es wurde beschlossen, die Sache dem Landtage mit der Bitte vorzu legen, dem Kommunalweg aus den früher hervorgehobenen Gründen die Eigenschaft einer Landeschaussee beilegen und die Uebernahme in Landesunterhaltung genehmigen zu wollen.— 4) Die Pserdebesitzer von Brosen hatten sich mit einer Eingabe an den Amtsgemeinderat Hobenhausen gewandt und gebeten, die schmalen Kommunalwege für den Verkehr mit Automobilen mit Ausschluß der der Aerzte und Tierärzte zu sperren. Wenngleich sich der Amtsgemeinderet Hohenhausen für die Sperren ausge sprochen hatte, so wurde der Antrag von dem Amts gemeinderat Barenholz abgelehnt.— 51 In einer früheren Sitzung wurde angeregt, die Regierung um Erhöhung der Gebühren für Spritzenleute, sowie für den Transport der Spritzen bei Bränden zu erhöhen. Auf ein an Fürstliche Regierung gerichtetes Gesuch war von dieser Behörde eine andere Abänderung der Gebührensätze vor geschlagen, welcher Vorschlag bekannt gemacht wurde. Der Amtsgemeinderat war jedoch der Ansicht, daß der von ihm ihm in der Sitzung vom 26. März d. J. gemachte Vorschlag den Vorzug verdienen, da die schon längst nicht mehr zeitgemäßen Gebühren um mindestens die Hälfte erhöht wer den mune und ermächtigte das Fürstliche Verwaltungsamt, diesen Wunsch der Fürstlichen Regierung zur Berücksichtigung zu unterbreiten. Aus der Nachbarschaft. * B ü c k e b u r g, 2 2. O k t o d e r. S. H. D. A#dolf zu Schaumburg=Lippe und Gemahlin sind zur Hoch zeit des Prinzen August Wilhelm von Preußen mit Prinzessin Alexandra Viktoria von Schleswig=Holstein in Berlin eingetroffen und haben im Königlichen Schlosse Quartier genommen. Das Gefolge bilden Hofdame Fräulein von Blücher, Hoschef Kemmerherr v. Salviati, die im Hotel Adlon Wohnung genommen haben. Zum Ehrendienst ist Hauptmann Freiherr v. Braun beim Stabe des GardeJäger=Bataillons befohlen. * Bieleseld, 22. Okt. Verirrt hatte sich hier ein 2jähriges Mädchen. Es wurde endlich auf dem Scheibenstand am Kahlenberge aufgesunden und den Eltern wieder zugeführt. Das arme Kind hat zwei Tage und zwei Nächte ohne Nahrung unter freiem Himmel zubringen müssen. Es wurde schlafend und halberstarrt aufgefunden. * Haunover, 22. Okt. Der Oberpräsident hat die Verwaltungsbehörden ersucht, auf die Erhaltung und Belebung einer gesunden heimatlichen Bauweise mit möglichstem Nachdruck hinzuwirken. Dazu gehöre u. a. die Errich tung von Ortsausschüssen, die in vielen Orten gewünscht werde in anderen dagegen auf Schwierigkeiten stoße. Am wichtigsten zur Erreichung des erstrebten Zieles sei eine sachgemäße Aufklärung des Publikums und der Bauhandwerker und ihre allmähliche Erziehung zur Anwendung guter und geschmackvollet Formen. Oeffentliche Vorträge mit bildlichen Darstellungen würden besonders für die Bauunternehmer von Nutzen sein. Vor allem aber kämen für diese Aufklärungsarbeit die Kreisbauinspektoren und Stadtbaumeister in Betracht. Sammlungen von Musterentwürfen für ländliche Bauten seien zu Die Gewährung von Zuschüssen zu den Varkosten uon preisen, Diplomen und dergleichen, für besonders ansprechende und dabei praktische, der heimischen Bauweise Rechnung tragende Bauten, durch die Kreise oder Städte, ware ebensalls zu erwägen, um das Interesse der Beteiligten zu wecken und zu beleben. Ueber das Geschehene soll bis zum 1. Juli 1910 berichtet werden. * C e l l e, 2 2. O k t. L a n d g e s t ü t. B e i d e r a m N a c h m i t t a g des 28. d. M. stattfindenden Hengstparade beim hiesigen Landgestüt wird u. a. ein Fahren gezeigt werden, das bisher noch nicht an solchen Tagen gesehen wurde, nämlich ein Zehnerzug Zwei Hengste laufen an der Stange, dann zweimal drei nebeneinander und vorne wieder zwei. Alle zehn werden vom Bock aus von einem Oberwärter gefahren * Hann. Münden, 22. Okt. Seine letzte Fahrt von Kassel zu Tal nach Hameln unternimmt in diesen Tagen der Hinterrad=Frachtdampfer„Kassel“. Er hat 30 Jahre auf der Oberweser verkehrt und war einer der ersten Hinterrad=Flußdampfer. * Sishorn, 22. Okt. Erfroren sind in vorletzter Nacht einem hiesigen Plantagenbesitzer 300 Zentner Kartoffeln, die in Säcken auf freiem Felde standen. Max Blank&8mp DETMOLD Stuttgart 225(+2½)" 222(— 1) 1 Weltmarktpreise: +2½ —) 120 7 174 Weizen: Berlin Dezember 205.—(— 1.—), Budapest Oktober 203.40(+ 2.30), Paris 184.55(— 2.05), Liverpool Dezember 171.95(— 1.50) Chicago Dezember 152.60(minus 3.75): Roggen: Berlin Dezember 176.75(— 1.50); Haser: Berlin Dezember 165.25(——.50) 4 Familien=Nachrichten. Gestorben: Ww. Wilhelmine Niederkrome, geb. Grote, u Klüt; Beerdigung: Sonnabend nachm. 3 Uhr. Detmold, 23. Oktober. Wetterbericht der Wetterdieuststelle des meteorolegischen Observatoriums zu Rachen. Fortgesetzt trocken, ziemlich heiter, kalt. London: Schön, kalt. Hamburg: Bewölkt. Sport. Treptow=Berlin. Der speziell auf kleinen Bahnen ge fürchtete Zehlendorfer Dauerfahrer Adolf Schulze war auch am letzten Sonntag wieder erfolgreich, indem er ein 30 Kilometer=Rennen sicher gegen Schadebrodt, Wolf etc. auf Brennavor gewann. Ein zweites zum Austrag gebrachtes 30 Kilometer=Rennen sah indessen den Brandenburger G. Schadebrodt als Sieger, welcher mit ganz geringem Abstand als Erster vor Schulze passierte. Vermischte Nachrichten Der Operetten=Kronprinz. Es wollte der tapfere Kronprinz Gar gerne für sein von Serbien Vaterland sterbien. Drum hielt dem Volk er eine hochgradige, Blutige mutige, schnutige Tiradige. „Ich hoffe, daß ich, der Kampfbegierige, Schon morgen auf das Schlachtfeld marschierige. Daß mit Hurra ich schon morgen das hitzige Blut, das die Adern durchbraust mir., verspritzige, Daß ich durchbohrt werd' von einer findigen Kugel von vorn oder von hintigen, Ruhmreich sterbend als patriotischer, Echter Serbe, als mausetotischer!“ Beifall klatschte das Volk dem Wütericht. Und der Kronprinz verschwand befriedericht, Prügelte mit Gebärden, mit grantigen, Seinen wehrlosen Adjutantigen, Legte sich auf den Divau, den pompigen. Und verschlief seinen Rausch, seinen bombigen. Dies ist die Mär vom Kronprinz von Serbien, Der gern wollte fürs Vaterland sterbien.— Karlchen in der„Jugend“. Wer Kraft und Stärkung bedarf, lese diesen Brief. Köln a. Rh., den 1. September 1908. Seit einem Jahre litt ich an Rückenmarksleiden, und mein Arzt sagte, daß ich mich tüchtig stärken müßte, sonst könnte leicht Rückenmarksschwindsucht daraus entstehen. Ich war jung, erst 88 Jahre alt und versuchte alles, doch nichts half, bis ich schließlich auf Ihr„Bioson“ aufmerksam wurde. Ich kaufte mir erst ein Paket, nach dessen Verbrauch ich mich schon besser fühlte. Nachdem ich das zweite Paket genommen hatte, ließen die Rückenschmerzen bedeutend nach und ich nahm an Körpergewicht zusehends zu. Heute geht es mir wieder sehr gut und das verdanke ich nur Ihrem vortrefflichen„Bioson". Ich habe und werde es überall warm empfehlen und sage Ihnen iermit nochmals meinen besten Dank. Achtungsvoll Frau oh. Schaaf, Im Ferkulum Nr. 60, I.— Bioson ist ein Kraftspender für alle Schwache und Elende, Kinder in der Entwicklung usm., dessen belebende, erfrischende Wirkung auf Körper und Geist sich meistens nach wenigen Tagen bemerkbar macht. Erhältlich ½ Kilo 3 Mk., für einige Wochen ausreichend, in Apotheken, Drogerien usw. Man lese die Urteile der Professoren und Aerz“; und beachte die Billigkeit. Meßmer. #dee Humoristische Ecke. Enttäuschung. Dame des Hauses:„Sie waren auf Ihrem letzten Platze vier Jahre? Das gefällt mir, da werde ich Sie engagieren. Weshalb gingen Sie denn dort weg?“— Stellensuchender:„Ich wurde begnadigt, Madame.“ Handel und Märkte. Kurzer Getreide=Wochenbericht der Preisberichtstelle des Deutschen Landwirtschaftsrats vom 13. bis 19. Oktober 1908. Mit der ruhigeren Beurteilung der politischen Lage nahm der Getreidemarkt zu Beginn der Berichtswoche eine durchaus matte Haltung an, zumal Amerika eine weitere starke Zunahme der Weizenbestände und niedrigere Preise meldete, während Rußland gleichzeitig mit billigeren Weizenangeboten herauskam. Außerdem sah man in der Herabsetzung der argentinischen Forderungen eine Bestätigung der bis dahin günstigen Auffassung hinsichtlich der Ernteaussichten dieses Landes. Neben diesen Umständen trug Mangel an neuer Exportgelegenheit dazu bei, die ohnehin schwierige Lage des Warengeschäftes zu verschärfen. Die Stockung im Ausfuhrgeschäft macht sich um so empfindlicher bemerkbar, als sich auch das Inland infolge ungünstiger Mehlabsatzverhältnisse zurzeit wenig aufnahmefähig erweist Wohl bekundet Italien weiter Interesse für deutschen Weizen, aber die Gebote von dort waren meist so niedrig, daß trotz der merklichen Ermäßigung der inländischen Forderungen neue Abschlüsse nicht zu erzielen waren. Noch unvorteilhafter gestaltete sich der Absatz im Roggenhandel, für welchen Artikel zurzeit weder an der Küste noch bei den Mühlen Neigung zur Aufnahme prompter Ware vorhanden war. Auf dem Lieferungsmarkte vollzogen sich unter dem Einfluß dieser Verhältnisse Preisrückgänge von 2—3 Mark, die aber zum größeren Teile wieder eingeholt wurden, als aus Argentinien Nachtfröste gemeldet wurden und die politischen Nachrichten wieder weniger günstig lauteten: vor allem aber erweckte der plötzliche Umschwung zu kalter Witterung Befürchtungen wegen der durch die andauernde Trockenheit ohnebin schwach entwickelten Saaten. Hafer ist infolge der Feldarbeiten immer noch mäßig angeboten und der Einkauf durch hohe Wasserfrachten sehr erschwert, zumal die Forderungen ziemlich fest geblieben sind. Dagegen zeigte sich von Rußland vermehrtes Angebot, wonon in vereinzelten Fällen Gebrauch gemacht wurde. Wesentlich billiger war zeitweise russische Gerste angeboten, doch lauteten die Forderungen zum Schlufse wieder höher. Mais ist bei knappem Material nach wie vor preishaltend. Es stellten sich die Preise für inländisches Getreide am in feinen und seinsten Qualitäten. Bevorzugte Mischungen a Mk. 2.80 pro Pfund, kräftig und ausgiebig und a Mk. 3.50 pro Pfund, mild und aromatisch. Bei G. Stuckmann, Werner Theopold Fernspr. 100 und A. Watermann Gottesdienste in Petmold. Sonntag, den 25. Oktober 1908. Reformierte Stadtkirche. Vormittags 9¾ Uhr. Pastor Lohmeyer. Vormittags 11¼ Uhr. Kindergottesdienst. Abends 5 Uhr. Kindergottesdienst. Alte reformierte Kirche. Frühkirche 8 Uhr. Pastor Theopold. Vormittags 10 Uhr. Pastor Brüns. Lutberische Kirche Vormittags 10 Uhr. Konsistorialrat Engel. Nachmittags 2 Uhr. Konsistorialrat Engel.(Kindergottesdienst). Landkrankenhaus. Vormittags 9 Uhr. Pastor Meyer. Herberge zur Heimat. Nachmittags 3½ Uhr. Verein Blaues Kreuz. Versamml. Evangelisches Vereinshaus. Mittwoch abend 8½ Uhr. Bibelstunde. Natholische Kirche. Vormittags 8 Uhr und 10½ Uhr. Nachmittags 2 Uhr. In der alten reformierten und in der lutherischen Kirche wird am 1. November das heilige Abendmahl geseiert. Die Vorbereitung in der alten reformierten Kirche findet am selben Tage, vormittags 9½ Uhr, statt. Die Landesstraße von Friedrichshöhe bis Heiist wegen Pflasterungsarbeitengesperrt Für leichtes Fuhrwerk steht der Heiligenkirchener Dorfsweg oder sog. Untere Weg, bei Friedrichshöhe abzweigend, zur Verfügung. Detmold, 23. Okt. 1908 Bauamt. Böhmer. Frische Hausmacherwurst und Karbonade pro Pfd. 75 Pfg. schöne rote Speise- und Winterware à Zentner 2.50 Mk. hat Sonnabend um 11 Uhr an der Bahn Gärtner Wortmann. Für unsere Leser liegt der heutigen Nummer ein Prospekt, betreffend die Original=Unter richtebriefe zur Erlernung der deutschen, englischen, französisch., italienischen, niederländischen, rumänischen, russischen, spanisch. und schwedischen Sprache nach der Methode Toussaint Langenscheidt bei, worauf wir alle diejenigen aufmerksam machen, welche sich die Kenntnis dieser Sprachen sicher, bequem und ohne große Kosten durch Selbststudium(ohne Lehrer) aneignen wollen.— Die Langenscheidtsche Verlagsbuchhandlung(Professor G. Langenscheidt), BerlinSchöneberg, Bahnstr. 29.30), sendet auf Wunsch Probebriefe der einen oder anderen Sprache kostenlos zur Ansicht. Bei Benutzung der obigem Prospekte beigefügten Bestellkarte bitten wir den Titel unserer Zeitung anzugeben. Die Redaktion: he zum der 1 Lehrling S. Krähe Hausschlachtermeister. Eichholz Nr. 13. Freibank auf dem städtischen Schlachthofe. Sonnabend, den 24. Oktober morgens von 7½—9 Uhr Verkauf von Rindfleisch. Preis pro Pfund: 50 Pfg. Die Schlachthaus-Verwaltung. Beiß. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Hinscheiden unserer lieben Entschlafenen sagen wir auf diesem Wege unseren heral. Dank. Detmold. den 21. Oktober 1908. Familie Frickel. Federn und Daunen Aussteuer-, Tisch-, Küchen- u. Bett-Wäsche. Versand nach Auswärts franko.° Muster und Anstellung bereitwilligst. 7 Bekanntmachung. Kontroll=Versammlung im—.*- Herbst 1903 2. 3. 4. Es haben zu erscheinen: 1. Die Offiziere, Sanitätsoffiziere und oberen Militärbeamten der Neserve. Alle Jahresklassen der Reserve 1901—1908. Die zur Disposition des Truppenteils Beurlaubten. Die zur Disposition der Ersatzbehörden wegen Untanglichkeit und Reklamation Entlassenen. Diejenigen Mannschaften der Landwehr 1. Aufgebots, welche in der Zeit vom 1. April bis 30. September 1896 eingetreten sind. Die als zeitig Invalide anerkannten Mannschaften der Jahresklasse 1901—1908. Die Ersatz=Reservisten brauchen nicht kommen. Fürstentum Lippe. I. Im Bezirk des Meldeamts Lemgo. 4. Nou., 9.39 Uhr vormittags, Lemgo(Kastanienwall). Sämtliche unter 1 bis 6 Bezeichneten. Stadt Lemgo, BauerEntrup, Kluckhof, Leese, Lieme, Loßbruch, Lüer und Wiembeck nebst den dazu gehörigen Untergemeinden. Am 5. Nov., 19 Uhr vorm., Hohenhausen,(Saal der Wirtschaft Rottmann). Sämtliche unter 1 bis 6 Bezeichneten. Früheres Amt Hohenhausen. Am 5. Nou., 2.30 Uhr nachm., Langenholzhausen,(im Saale der Wirtschaft Müller). Sämtliche unter 1—6 Bezeichneten. Früheres Amt Varenholz ausschließlich der Bauerschaft Almena. Am 7. Nov., 19,30 Uhr vorm., Wendlinghausen,(im Saale der Wirtschaft Tegeler). Sämtliche unter 1—6 Bezeichneten. Bauerschaft Hasebeck, Hillentrup, Lutte, Sommersell, und Wendlinghausen nebst den zu diesen Bauerschaften gehörigen Untergemeinden des Amtes Brake. *: II. Im Bezirk der Bezielolompognie Blomberg. ..— Ivo., 11 Uhr vorm., Ralhof, vor der Jürgensmeierschen Wirtschaft. Sämtliche. Flecken Bösingfeld, Bauerschaften Bremke, Göstrup, Laßbruch, Ralhof, Rott und Almena sowie den zu diesen Bauerschaften gehörigen Untergemeinden ferner von der Bauerschaft Asmissen, aus den Untergemeinden Asmissen, Exter, Brakenberg, Homelei, Jägerborn, Linderdruch, Steinegge und Vallentrup und von der Bauerschaft Schönhagen aus den Untergemeinden Dicken, Heinebüchenbruch, Kleindieke, Schönhagen, Sickberg, Sickhof, Strange und Twelen. Am 6. Nov., 3 Uhr nachm., Alverdissen, uf das der heutigen Ausgabe beiliegende außergewöhnlich billige Angebot der Firma Ernst Spanier, Bielefeld machen wir unsre Leser ausdrücklich aufmerksam. Es liegt im eigensten Interesse des kaufenden Publikums, bei Bedarf von Winter Garderoben in erster Linie obige Firma zu berücksichtigen. Selbst der weiteste Weg macht sich lohnend. Je 3e Jer 3e5 3es dee MIINE E Bekanntmachung. Am Sonnabend, 24. d. M. Vormittags von 10 Uhr ab, auf dem Wochenmarkte die Fische aus den städtischen Fischteichen verkauft. Detmold, 14. Oktober 1908. Der Magistrat. Wittie. am Senntag, den 25. Okteber, abends 8 Uhr im Hotel zum Hermann. Ausgeführt von Mitgliedern der Regimentskapelle. Entree 25 Pfg. Bei genügender Beteiligung findet nach dem Konzert ein Tanzkränschen statt. Bekanntmachung. Steuerpflichtige, denen auf Grund der Entscheidungen der öisen Ranerschast, dissen, Bauerschaften Bega, Humfeld, Schwelentrup und Sonne= Nr. 1, in Empfang nehmen. vorn somie den zu bieien Rauerschaften anbj-inn s1.1.— I Detmold, 21. Oktober 1908 born, sowie den zu diesen Bauerschaften gehörigen Unter gemeinden; ferner von der Bauerschaft Asmissen aus den Untergemeinden Hohensonne, Hummerbruch, Lindenhofe, Schorb te, Sternberg und Uhlenhausen, von der Bauerschaft Bösing= jeld aus den Untergemeinden Hohenasch und Hummerbruch u. von der Bauerschaft Schönhagen aus den Untergemeinden Dorotheenthal, Dudenhausen, Lütchenberg, Reine und Uhlenthal. Am 19. Nov., 11 Uhr vor#., Blomberg.(auf dem Pideritplatze). Sämatliche. Stadt Blomberg und den Aemtern Blomberg und Schieder. Am 19. Nov., 3,30 Uhr nachmittags, Schwalenberg,(an der Kirche). Sämtliche. Stadt Schwalenberg, Bauerschaften Brakelsiek, Lothe, Ruensiek, Weißenfeld, sowie den zu diesen Bauerschaften gehörenden Untergemeinden. . Am 11. Nod., 11,30 Uhr vorm., Rischenau,(an der Wirtschaft Trompeter). Sämtliche. Bauerschaften Wörderfeld Sabbenhausen, Elbrinxen, Falkenhagen, Rischenau, Biester, feld, Niese, Köterberg und Hummersen, sowie den zu diesen Bauerschaften gehörenden Untergemeinden. Der Magistrat. Wittje. Bekanntmachung In der hiesigen Volkobibliothek erfolgt die Ausleihung von Büchern von jetzt ab bis auf weitere“ am Mittwoch und Sonnabend, nachmittags von 1—3 Uhr. Horn, 21. Oktober 1908. Der Magistrat Spelge. Weltbekannt! ist Echte Thüringer Wurst! achen S. pitte el. en Versuch mit einem 10 Pfd.-Postkolli für 10.35 Mk. franko Nachnahme, enthält Leberwurst Presswurst, Rotwurst, Knackwurst und Zervelatwurst. Nleine Ware ist prima hochfeine und vorzüglich im Geschmack, dieselbe ist das ganze Jahr durch zu versenden R. Grübel, Thüringer Wurstwaren-Geschäft C’abarz Nr. 51 bei Gotha(Thür.) N Gust. Deppendorf, Salzuslen 3 empfiehlt Göpeln, Häckselmaschinen, Wehemühlen, = Rübenschneider usw.— in allen Größen und Preislagen. Große Auswahl. III. Im Bezirk des Hauptmeldeamts ∆ Detmold. „„ nvv., 9.30 Uhr vorm., Detmold,(Hof Kaserne 1). Jahresklasse 1901—1903 der Res. und sämtliche unter 1, 3—6 Bezeichneten. Stadt und dem früheren Amte Detmold, ausschließlich der Bauerschaft Haustenbeck. Am 29. Nov., 2 Uhr nachm., Detmold,(Hof Kaserne 1). Die Jahresklassen 1904—1908 der Reserve. Stadt und dem früheren Amte Detmold, ausschließl. der Bauerschaft Haustenbeck. Nov., 11 Uhr vorm., Schlangen,(im Saale der Wirtschaft Sybille). Sämtliche unter 1 bis 6 Bezeichneten. Bauerschaft Schlangen und Kohlstädt, des Amtes Horn und Bauerschaft Haustenbeck des Amtes Detmold. Am 29. Nov., 3 Uhr nachm., Horn,(Rathaussaal). Sämtliche unter 1 bis 6 Bezeichneten. Stadt und dem früheren Amte Horn ausschl. der Bauerschaften Schlangen und Kohl städt. IV. Im Bezirk des Hauptmeldeamts 13 Detmold. Am 24. Nov., 9,30 vorm., Schötmar,(auf dem Marktplatz). Jahresklassen 1901 bis 1903 der Res. und sämtliche unter 1, 3—6 Bezeichneten. Stadt Salzuflen und dem Amte Schötmar. Am 24. Nov., 2 Uhr nachmittags, Schötmar,(auf dem Marktplatz). Jahresklassen 1904—1908 der Reserve. Stadt Salzuflen und dem Amte Schötmar. Am 25. Nov., 9.15 Uhr vorm., Lage,(im Saale des Hotels Reichskrone). Jahresklassen 1901—1903 der Res. und sämtliche unter 1, 3—6 Bezeichneten. Stadt und dem früheren Amt Lage, ausschließlich der Bauerschaften Augustdorf, Hörste, Vi vitsheide. V. H., und Pivitsheide, V. L. Am 25. Nov., 11,30 Uhr vorm., Lage,(im Saale des Hotels Reichskrone). Jahresklassen 1904—1908 der Res. Stadt und dem früheren Amt Lage, ausschließlich der Bauerschaften Augustdorf, Hörste, Pivitsheide, V., H., und Pivitsheide V. L. Am 25. Nov., 2.30 Uhr nachm., Helpup,(im Saale der Hastwirtschaft Waldhecker). Sämtliche unter 1—6 Bezeichneten. Flecken und den früheren Amt Oerlinghausen. Am 26. Nov., 11 Uhr vorm., Augustdorf.(im Saale des Dörenkruges). Sämtliche unter 1—6 Bezeichneten. BauerAugustdorf,(Augustdorf, Dörenkrug. Dörenschlucht und Senne.) Hörste(Ehberg vom Hellweg. Hessel, Hiddentrup. gärste, Hörsterbruch. Brawinkel, Schapeler, Stapelage. Südwest und Uekenpohl). Pivitsheide V. H.,(Vollerbruch, Kohlpott, und Pivitsheide V. H und Pivitsheide V. 1 (Zussel, Pioitsheide V. L. und Retlager Mühle). Anmerkung. 1. Den Offizieren Sanitätsoffizieren und oberen Militärbeamten geht eine besondere Aufforderung zur Teilnahme an den Kontrollversammlungen nicht zu. 2. Militärpaß und Führungszeugnis, sowie Kriegsbeorde.. rung oder Paßnotiz sind mitzubringen. 3. Ausbleiben ohne Entschuldigung oder unpünktliches Erscheinen zur Kontrollversammlung wird nicht nur mit Arrest bezw. Beorderung zum Standort des Melde amts oder Bezirkskommandos bestraft, sondern es erfolgt auch auf Grund der§§ 11,4 und 12,8 der Wehrordnung Versetzung in die nächstjüngere Jahresklasse 1. Begründete Befreiungsgesuche sind unter Beifügung amtlich beglaubigter Atteste rechtzeitig bei den Meldeämtern bezw. Bezirksfeldwebeln anzubringen, widrigenfals sie unberücksichtigt bleiben.(Für Offiziere s. Dienstanweisung Seite 8 VIII. Ziffer 5). o. Nach Beendigung der Kontrollversammlung werden An= und Abmeldungen, sowie Gesuche und protokollarische Vernehmungen auch von denjenigen Mannschaften entgegen genommen, welche bei der Kontroll= versammlung nicht in der Front stehen. Den Mitgliedern von Kriegervereinen wird das An legen von Vereinsmütze und Vereinsabzeichen gestattet. Die Zivilbehörden werden ersucht, hinsichtlich der Veröffentlichung der bezüglichen Termine nach den Verfügungen Fürstlicher Regierung vom 25. 1. 1874 Nr. 61 bezw. vom 5. 3. 1906 Nr. 1868 zu verfahren 28. Oktober habe ich im Schaufenster nur Beerdigungs-Institut W. Merz Detmold, Wehmstrasse 13. Lager aller Art Sofas mit Preisangabe ausgestellt. Verkauf nuter Garantie. Bitte um gefl. Beachtung. Möbellager Krummestraße 9 Empfehle meinen Leichenwagen zur gefälligen Benutzung. R. Blanke, Ständige Reklame führt zum Erfolg. 3 Brief bogen, Couverts und Postkarten liefert preiswert die Druckerei Willy Bruder (Lippische Tageszeitung) Detmold, Hornschestrasse A 30. G 21. Oktober 1008 königliches Bezirtokommande # gez Major von Basse, D. und Kommandeur. A Ant-kanme Erste Marke Deuerbrenner Nr 291.c8 und e. eetefes eilse Syeie.e. OriginalSicherheits-Requlster Cotepestr#vs zon une #ssienen..„ hiees:* zuliert ar ven 6r 24 zu 2724. Wrunon-: Soer. sere 4: Aaaho!! 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