Ceneral-Anzeiger für das Fürstentum Lippe. Bezugsprei!: in Detmoldlu. durch die Vertretungen: 50 Pfg für 1 Monat. durch die Post:" Jahr 50 Mk. und 42 Pfg. Bestellgeld, für 2 Monate 1 Mk. u. 28 Pfg. Bestellg., für 1 Monat 50 Pig n. 14 Pfg. Bestellgeld. Anzeigen: aus Lippe 12 vin die Petitzeile, amttsgh gin, F ganigzennzeigg 15 Vfg., auswärtige 18 Pfg., Reklamezeile 60 Pf. Veilagen(umsonst): 1) Lipp Familienfreund 2) Lipp Ziegelei=Anzeiger, 6) Landwirtsch. Ratgeber, 4) Wandkalender, 5) Sommer, 6, Winterfahrplan. u. Verlag: Willy Biuder, Deimold. Hornschestraße 30. Fernsprecher 10 !: Salzuflen Lemgo, Lage. Blomberg, Horn, Barnirup. Schwalenberg; ferner in haften der Aeinter Detmold, Schötmar. Oerlinghausen, Lage, Horn, Brate, Rotationsdruck Vertretungen in Hohenhausen Barenholz, Sternberg=Barntrup, Blomberg, Schieder, Schu über 100 Vertretungen.— Die„Lippische Tages=Zeitung" erscheint je walenberg den zusammen sentag. Ne 224. Verantwoltlicher Redakteur: Willy Bruder, Detmold. Detmold, Mittwocb, den 23. September 1993. Telegramm=Adresse: Tageszeitung, Detmold. 13. Jabrgang. KT Vaterländische Arbeitervereine * D i e z w e i t e H a u p t v e r s a m m l u n g d e s„ B u n d e s v a t e r ländischer Arbeitervereine“ zu Waldenburg in Schlesien wurde in glücklichster Weise eingeleitet durch einen Begrüßungsabend, verbunden mit Sedaufeier in der Gorkauer Bierhalle. Vertreten waren 75 Vereine mit 10000 Mitgliedern. Der Vorsitzende betonte in seiner einleitenden Rede, daß auch bei dieser Gelegenheit wohl der Eindruck gewonnen würde, daß bei den Mitgliedern des Bundes und allen Vereinen sich Worte und Taten decken, und daß es dem Bunde tatsächlich um einen aufrichtigen, wirt schaftlichen Frieden, um eine vertrauensvolle Vereinigung zwischen Arbeit und Kapital zu tun sei. Herr Heuer erstattete einen Bericht über die Wohlfahrtsbestre bungen und andere Einrichtungen im Bunde. Bei dem Punkt der Tagesordnung:„Stellung zu anderen Arbeiterberufsverbänden“, kam es zu einer lebhaften Aussprache, die aber schließlich einmütig zur Annahme der folgenden Resolution führte:„Die Hauptversammlung billigt das bisherige auf den Frieden unter antisozialdemokratischen Arbeiterberufsvereinen gerichtete Bestreben des Vorstandes und der Geschäftsstelle, erwartet aber auch, daß der besondere Standpunk des Bundes stets entschieden gewahrt werde.“ Eine weitere Kundgebung richtet sich gegen die Unterstellung, daß der Bund die kirchliche Gleichgültigkeit begünstige, vielmehr wird ausdrücklich betont, daß der Bund nach Zusammensetzung und Bestrebungen eine Ge meinschaft von Männern darstellt, die es nicht nur mit ihrer Treue zu Kaiser und Reich, sondern auch mit der Stellung der Kirche ernst meinen. Als ein ganz besonders wichtiges Ereignis dieser Tagung möchten wir anführen, daß durch einstimmigen Beschluß der Vorstand veraulaßt wurde, bei unserer Gesetzgebung Schritte zu unternehmen, daß endlich dem herrschenden Koalitionszwang, ausgeübt durch den Druck der Sozialdemokratie, ein Ende gemacht werde und an dessen Stelle eine wahre Freiheit der Vereinigung trete, unter der jeder einzelne nach seiner Ueberzeugung sich einem Arbeiterberufsverein anschliekann. Bei dieser Gelegenheit kam auch die Rede auf die Stellung des Bundes zu den Arbeitgebern. Generaldirektor Regierungsrat a. D. Keindorff nahm Gelegenheit, zu äußern, daß er den Bund von seinem Anfang an mit In teresse beobachtet und nun die feste Ueberzeugung gewonneu habe, daß diese Organisation wesentlich zum Frieden in unserem Gewerbe beitragen werde. Selbstverständlich liege es auch dem Bunde gegenüber nicht in der Absicht der Unternehmer, in das Selbstbestimmungsrecht der Arbeiter irgendwie einzugreisen. Mit Bezug auf die Jugend wurde den Vereinen dringend aus Herz gelegt, hier nicht etwa die Arbeit der Sozialdemokratie zu überlassen, sondern selbst ständig oder in Verbindung mit anderen nationalen Ver einen dafür zu sorgen, daß unsere Jugend im vaterläu dischen Sinne aufwachse. Sätze zusammen:„Die große Mehrheit will nicht triumphieren über besiegte Kameraden und die gewiß auch uurliche Minderheit will nicht rebellieren, sie will rung ihrer Ueberzeugung in der Gesamtpartei stehen und mit ihr marschioren!" Die süddeutschen sozialistischen Leitungen teilen nati lich die Zufriedenheit ihrer norddeutschen Bruderblätter nicht. Der„Karlsruher Volksfreund“ gibt seinem Bedauern über die Annahme des Parteivorstandes lebhaft sten Ausdruck. Nichts habe der Parteivorstand getan, um eine Verurteilung der Süddeutschen zu vermeiden; nichts habe er getan, um in einem großen Augenblick die sozial demokratische Partei Deutschlands von einer schweren Erschütterung zu bewahren; deshalb klage er(der„Volksfreund“) den Parteivorstand an. Generalversammlung der Deutschen Mittelstandsvereinigung. zum roten Nürn berger Eine Art von resignierter Zufriedenheit mit dem Par teitage in Nürnberg bekunden die norddeutschen sozialisti schen Blätter. Der„Vorwärts“, der„Ruser im Streite“ ist plötzlich sanft geworden. Er hat nicht einmal gemerkt daß man sich in Nürnberg nicht gerade sehr zart bekämpft hat. Sein Artikel beginnt mit folgenden Worten:„Nicht wüsten Krafeel und Parteischädigung hat uns der Nürn berger Parteitag gebracht, sondern innere Festigung, die unerläßliche Einheitlichkeit der Aktion.“ Der„Vorwärts“ ist also mit Nürnberg zufrieden ebenso seine Lieblingsschwester, die„Leipziger Volksztg.“ die allerdings noch einiges Tadelnswertes in Nürnberg ge sunden hat. Sie schreibt, nachdem sie ihrer Zufriedenheit mit den Ergebnissen der Nürnberger Tagung im allg: meinen Ausdruck gegeben bat:„Der Parteitag hat an erkannt, daß die Budgetdebatte eine Debatte, über die Grundauschauungen der Parlei war, und dadurch erhält die Nürnberger Resolution erst ihre wahre Bedeutung. Zu übersehen ist hierbei freilich nicht die charakteristische Tatsache, daß fast alle Gewerkschaftsbeamten wie v. Elm, Legien, Schmidt, Huc, Bömelburg, Pacplow, Reichel, Sachse Bren usw., sowie der größte Teil der anwesenden Reiche tagsfraktionen gegen die Resolution des Parteivorstand gestimmt haben.“ Auch die„Frankfurler Volksstimme“ bekundet ihre Zu friedenheit. Bemerkenswert ist serner, daß die etwa revi sionistisch angekränkelten norddeutschen Blätter auch ihrer seits scheinbar nichts an den Ergebnissen des Nürnberge Parteitage auszusetzen haben. So faßt die„Dresden: Volkszeitung“ ihr Urteil über den Parteitag in solgende Unter sehr zahlreicher Beteiligung, namentlich aus Rheinland=Westfalen, trat in Düsseldorf die v. Gene ralversammlung der Deutschen Mittelstandsvereinigung zusammen. Zahlreiche Parlamentarier aus fast aulen burTerlichen Parteien wohnten ihr als Gäste bei, u. a. die Reichstagsabgeordneten Nieseberg(Wirtsch. Vag.), Dr. Pieper(Ztr.), Linz(Rpt.), Hausmann(ntl.), Malkewitz(kons.), Pauli(kons.), Roeren(Ztr.), Herzog(Wirtsch. Vag.), Dr Potthoff(Freis. Vag.); die Landtagsabgeordneten Sievers Hildesheim(kons.) und Marx(Ztr.) Die Reichs= u. Staats regierung hatte den Regierungsrat Erbslöh=Düsseldorf das Ministerium der öfsentlichen Arbeiten Assessor Kraft der Internationale Mittelstandsbund den Geh. Rat Lampert=Beigien, die österreichische Regierung den Sektionsrat Dr. Better entsandt; die Stadt Tüsseldorf vertrat Bei geordneter Ottermann. Die Versammlung eröffnete der Vorsitzende der Ver einigung Landtagsabgeordneter Rahardt=Berlin mit einem Hoch auf den Kaiser. Nach einer Reihe Begrüßungsreden sprach Obermeister Rahardt=Berlin über Lage u. Aus sichten der deutschen Mittelstandsbewegung Der Entwurf über den kleinen Befähigungsnachweis sei nun Gesetz geworden. Aber man dürse nicht annehmen daß damit den Handwerkern eine Wohltat erwiesen sei Denn Lehrlinge zu halten sei alles andere eher als ein Vorteil. Die Handwerker akzeptierten den Gesetzentwur als eine winzige Abschlagszahlung, müßten aber verlan gen, daß zu den Kosten der Lehrlingsausbildung nicht al lein die Handwerker heraugezogen werden, sondern auch die Großindustrie. Der gegenwärtige Zustand sei ein bit teres Unrecht.(Sehr wahr!) Der Gesetzentwurf uver den Schutz der Bauhandwerker solle Zustände beseitigen die an die Zeit des Raubrittertums erinnern. Es habe wohl niemals an dem bösen Willen der bürgerlichen Par teien gelegen, daß sie uns nicht helfen wollten, wenn un sere bescheidenen Wünsche nicht beachtet worden sind, son dern nur an dem Mangel an Sach= und Fachkenuinis. Lebhafter Beifall.) Aus diesem Gefühle heraus sei die Deutsche Mittelstandsvereinigung entstanden. Niemals habe sie die leiseste Absicht gehabt, eine politische Parie zu sein, schon aus Klugheit und Vernunstgründen nicht Denn bei der politischen Parteizersplitterung in Deutsch land sei es ein Verbrechen, eine neue zu gründen. Aber auch aus Selbsterhaltung nicht, um nicht die dem Hand werk freundlich gesinnten Parteien abzustoßen. Außerdem sei der Mittelstand in keinem einzigen Wahlkreise stark genug, um für sich allein einen Kandidaten durchzubringen. (Sehr wahr!) Er erkläre ausdrücklich, daß die deutsche Mittelstandsvereinigung eine rein wirtschaftliche Bewegung sein solle.(Lebhafte Zustimmung.)„Wir haben natürlich ein Interesse daran, daß in den Frattionen unsere Wünsche zur Geltung gelangen.(Sehr richtig!) Es wäre zu wünschen, daß wir möglichst viele Anhänger unseres Standes in den Frattionen der einzelnen Parteien haben. Es mogen bei uns Gegensätze bestehen, aber sie können gemildert werden. Wir stehen für die Interessen der Beamten ein, wir hossen aber auch, daß der Beamtenstand sich erinnern werde, daß Handwerker und Kaufmann ein Recht auf Eristenz haben.(Lebhafter Beifall.) Wir wollen nicht eine reine Berufsvereinigung werden, denn damit würden wir den Vertretern des Kausmannsstandes und des Handwerks keinen Dienst erweisen.(Sehr richtig!) Wir be trachten uns als eine Vermittelungsstelle zwischen Hand werk, Naufmanns= und Beamtenstand. Wenn es uns gelingt, in die verschiedenen Fraktionen Mittelstandsvertre= ter hineinzubringen, dann wird es auch gelingen, die Wahrung der Interessen des Mittelstandes bei den verschiedeneu Parteien durchzusetzen.(Lebhafter Beifall.) Fritsch=Leipzig ergänzt die Ausführungen unter Hinweis auf die sächsischen Verhältnisse, wo die Mittelstandsbewegung ein Machtsaktor geworden sei. Postsekretär Stockmann=Berlin sprach über den Gesetzentwurf betr. die Abänderung des Gesetzes zur Bekämpung des unlauteren Wettbewerbes. Er empahl eine Resolution, die die schleunige Vorlegung eines derartigen Gesetzes erhofft. Sowohl der reelle Kaufmannswie Handwerkerstand als auch das Publikum würden ohne Verschärfung des Gesetzes fortgesetzt namentlich durch betrügerische Ankündigung und Ausverkäufe geschädigt. Beonders bedürfe auch dringend§ 20 des Gesetzes einer Abänderung dahingehend, daß in allen Fällen öffentliche Klage erhoben wird.„ Generalsekretär Eisenträger=Berlin sprach über die Versicherung der Privatangestellten. Er empfahl eine Resolution dahingehend:„Die Generalverammlung erkennt die Bestrebungen der Privatbeamten auf Schafsung einer staatlichen Alters= und Witwenversorgung als berechtigt an und gibt der Hoffnung Ausdruck, 1d daß durch einheitliches Zusammenwirken von Regierung und Reichstag in absehbarer Zeit ein brauchbarer Gesetz entwurf zustande kommen werde.“ An die Vorträge knüpfte sich eine längere Debatte, in der die bestehenden Gegensätze der Berliner und der sogenannten Düsseldorser Richtung zur Geltung kamen. Die Düsseldorfer Richtung will die Vertretung der Berufsinteressen des Kaufmanns= und gewerblichen Mittelstandes und die Vertretung der Standesinteressen des deutschen Mittelstandes. Die Politik soll den Parteien überlassen werden. Die Berliner Richtung will den Zusammenschluß des gesamten Mittelstandes. Die Berufsinteressen sollen den bürgerlichen Organisationen überlassen bleiben. Die Düsseldorfer Richtung befürchtet, daß das Berliner Programm im letzten Grunde zur Bildung einer politischen Partei führen werde.— Der Wortführer der Düsseldorfer Richtung, Assessor Stocky=Düsseldorf, wendet sich gegen das namentlich von Fritsch entwickelte Programm. Er widerspricht der Ansicht, daß der Mittelstand auch die Beamten und Handlungsgehilfen umfassen müsse. Er solle nur die selbständigen Kaufleute u. Gewerbetreibenden organisieren Die Wahlrechtsfrage müßte ausscheiden, ebenso alle politischen Fragen; nur wirtschaftliche Fragen dürften bebandelt werden.— Dr. Wegener=Steglitz verweist darauf, daß der Vorsitzende bereits ganz unzweidentig den unpolitischen Charakter der Bewegung begrenzt habe.— Aus der Versammlung, namentlich von verschiedenen rheinischen Dele gierten wird vom Vorstand eine präzise Klarstellung der Frage der Sonderkandidaturen verlangt.— Der Vorsitzende protestiert gegen diese Debatten, da der Vorstand einstimmig den Beschluß gesaßt habe, diese Fragen in der geschlossenen Versammlung zu halte hier und in anderen Städten Deutschlands nur a genehme Eindrücke und schöne Erinnerungen mitnehn und bewahren werden. 00#fl Wenn mir heute die Ehre zuteil wird, mit einem Will kommengruß vor Sie zu treten, so habe ich das ermuttgende Gefühl, Ihnen nicht fremd gegenüberzustehen. Mein Beruf hat mich mit manchem Vertreter der internationalen Presse zusammengeführt, mich manchen lehrreichen Blick in das Gefüge und Getrieb der Presse tun und den Frunt des oft un scherzhafe geäußerten Sat#2,# lassen, daß die Presse eine Großmacht darstellt, eine Macht von immer wachsendem Umsang und Einfluß, v immer steigender Bedeutung im Leben der Nationen und für das Walten der Staatskunst. Diplomatie und Presse können ans eine Strecke geschichtlichen Zusammenarbeitens zugückblicken. Mehr wie je stellt die Neuzeit an beide die enger Berührung, gegenseitigen Verstehens u. der Ueberbrückung von Gegensätzen. Denn solche bleiben bestehen, bei aller Achnlichkeit des Wirkens, bei aller Gleichheit der letzten Ziele. Vollkommener Freiheit sich die Presse sich und ihre Leser in ideale, 18.er Figrnger## Phantasie in gewagte Höhen erheben— der den festen Boden nüchterner Wirklichkeit und kühler Er Urteils bäufig. en gu Quellen schöpfend, als die Presse, gebunden durch selte Regeln und Gebote, kann die Diplomatie nicht immer mit der öffentlichen Meinung gehen, auch dr..####ur 8i matie nicht. Aber immer muß sie wwünschen, Zaß, ior„#ie Fühlung mit der Volksseele nicht verloren gebt oder rasch niedervergestellt wird. Her leistet die Presse unschätzbate Hilfe. Durch ihre rastlose Arbeit im Dienste der Oefseniichkeit erwirbt sie das Recht, im Namen der Gesamtheit zu Noblesse oblige! Aus dem Recht folgt die Pflicht. In der Rede Ihres Herrn Präsidenten glaube ich den Hinweis zu finden, daß dieser Kongreß wie von berechtigtem Selbstgefühl über die Macht der Presse auch von dem Bewußt sein ihrer Verantwortlichkeit erfüllt ist. Jo b Sie, überzeugt zu sein, daß Ihre Bestrebungen, die internationalen Vorurteile zu mildern und in der öffentlichen Behandlung politischer Dinge Lindigkeit, Gerechtigkeit und Richtigkeit zu vermehren, von unseren wärmsten Sympathien begleitet werden. Nehmen Sie für das, was Ihre Vereinigung erreichen will, den Ausdruck unserer aufrichtigen Wünsche und Hoffnungen entgegen.„„ „Je demande encore la permission de m’adresser plus particulièrement à ceux d’entre vous Messieurs, qui ne sont pas au courant de la langue allemande. Je tiens à vous souhaiter, en vous saluant arec sympathie dans cette enceinte, Ia bienvenue de la part An Gonvernement Impérial. J’exprime le voeu sincère ous Versammlung zu erörtern. Der national an'en quittapt cette capitale et d’Allemangne v literale Parteisekretär Köster=Düsseldorf tritt der Ansicht).auu; ung des impressions et des sonvenirs entgegen, daß die Düsseldorfer Richtung eine Zentrums mache sei. Er selbst sei nicht Zentrumsmann.(Lebhafte Zustimmung.) Der Vorsitzende verweist dann auf das Pro gramm der Vereinigung, dort heißt es:„Zweck der Vereinigung ist die Förderung der Wahrung der Standes interessen des deutschen Mittelstandes, besonders bei politischen und Gemeindewahlen.“ Dieser letzte Passus sei bisher nicht gestrichen. Er hoffe, daß es zu einer Verständigung kommen werde. Die Fröffnung des internationalen Pressekongresses. Berlin, 22. September 1908. In Gegenwart sast sämtlicher Staatssekretäre und preußischen Staatsminister fand die Eröffnung des 12. Internationalen Pressekongresses im Sitzungssaale des Reichstages des internationalen Pressekongresses statt. Staatssekretär v. Schön begrüßte den Pressekongreß mit folgenden Worten: Geehrte Herren! Der Herr Reichskanzler hat mich beaustragt, im Namen der Kaiserlichen Regierung den XII. Internationalen Pressekongreß, als dessen Stätte Sie zum ersten Male seit dem Bestehen Ihrer Vereinigung die deutsche Reichshauptstadt erwählt und zu dem Sie sich in so stattlicher Zahl versammelt haben, herzlich will kommen zu heißen. Mir persönlich ist es eine Ehre un eine Freude, Sie an dieser Stelle begrüßen und die Hoff nung ausdrücken zu können, daß Sie von Ihrem Aufent n’emporterez que des impressions agréables Jespère que, venus et regus en bons amis, vous nous, quitteres en meilleurs amis encore. Die Rede des Staatssekretärs wurde meorfach vom lebhaften Beifall und Händeklatschen begleitet. Uebersicht. Deutsches * Detmold, 23. Sept. 1908. — Der Kaiser und die Kaiserin sind Hubertusstock nach Rominten abgereist. — Simon Copper. Zu der Meldung der KabelgrammGesellschaft, daß sich Simon Copper abermals auf dem Kriegsfuß befinde und daß deshalb der ganze Osten des südwestafrikanischen Schutzgebietes für Weiße gesperrt sei, wird der„N. Pol. Korr.“ von zuständiger Seite mitgeteilt, daß über ein erneutes offensives Vorgehen Simon Coppers nichts bekannt sei. — Die deutsche Antwortnote auf die identischen französischspanischen Noten in der Marokkoangelegenheit wurde gestern vom Staatssekretär v. Schön, dem französischen Botschafter Cambon und dem spanischen Geschäftsträger übergeben. Die Antwortnote bringt, wie das„B. T.“ hört. keine definitive Entscheidung, sondern bezeichnet nähere Aufklärungen über einige Punkte der französisch=spanischen Note noch als erwünscht. Die Bemerkungen der Antwortnote dürften sich auch auf die„authentische Interpretation“ erstrecken, mit welcher die„Agence Havas“ am 14. Sept. die französisch spanische Note begleitete. Man geht schwerlich ISS * Die Pflicht Erzlehung. Albumblätter. ist die innere Seele, ist das Leben der Michelet. Theaterblut. Roman von Reinhold Ortmann. (Nachdruck verboten.) „O, das— das ist ein Vielliebchen Geschenk des Herrn von Stetten. Ich wollte den Ring erst nicht nehmen, weil er mir zu kostbar schien für eine kleine Aufmerksamkeit. Aber dann tat ich es doch, um— um meine Mutter zu ärgern. Es war gewiß sehr unrecht.“ „Wenigstens erklärt es zum guten Teil die Freiheiten. welche dieser Herr sich später gegen Sie herausnehmen zu dürfen glauote. Doch es war nur Ihre Unerfahrenheit, die Sie so handeln ließ, und ein Unrecht würden Sie erst begehen, wenn Sie diesen Ring noch länger trügen.“ Ohne ein Wort des Widerspruchs streifte sie den Reif von ihrem Finger. „Es fällt Ihnen hofsentlich nicht schwer, ihn dem Spender zurück zu geben?“ „Nein.“ sagte sie leise „So bitte ich Sie, es noch heute zu tun. Oder wollen Sie, daß ich ihn in Ihrem Namen dem Herrn übersende?“ *„ W e n n S i e e s e r l a u b e n, m ö c h t e i c h s l i e b e r s e l b s t t u n. E s würde ihn doch wohl zu tief verletzen, wenn er den Ring von einem anderen Herrn zurück erhielte. Er hat sich bis auf diesen einen Fall immer sehr zartfühlend und ritterlich gegen mich benommen und— und—“ „Und Sie möchten nicht, daß er sich gekränkt fühle. Gut es steht selbstverständlich ganz bei Ihnen, weld Form Sie für die Rückgabe wählen, wenn sie nur unverzüglich erfolgt.“ ..„Ich verspreche Ihnen, daß es noch heute geschehen soll Es war etwas rührend Demütiges in der Art, wie sie es sagte. Und doch blieb es in Erich Gernots Herzen noch immer kalt und still. Aber er war in einer bestimmten Absicht hier her gekommen und war unwiderruflich entschlossen, sie auszu fähren. „Sie versprechen es. Fräulein Lilli, ohne zu fragen, wober ich ein Recht nehme, solche Forderungen an Sie zu stellen?"aufgehoben! „Nein.“ erwiderte sie einfach.„Ich glaube, daß Sie cs gut mit mir meinen und daß Sie klüger und besser sind als alle anderen Monschen. Darum werde ich immer tun, war Sie von mir verlangen.“ „Immer, Fräulein Lilli?— Ist Ihr Vertrauen zu mir wirklich so groß?“ „Weshalb soll ich Inen wiederholen, daß er so ist! Seit dem ich mich zu Ihnen geflüchtet und mich ganz unter Ihren Schutz gestellt habe, müssen Sie es doch wissen. So kindisch und unerfahren bin ich doch nicht mehr, daß ich mich dazu ent schlossen haben würde, wenn ich nicht unbeschränktes, grenzenloses Vertrauen zu Ihnen hätte. Verfügen Sie über mich— stellen Sie mich auf die Probe! Sie können mit mir machen. mas Sie wollen.“ „Sie würden also auch einwilligen, meine Frau zu werden, wenn ich es von Ihnen begehrte?“ Ihr Gesicht brannte, und die langen seidenen Wimpern senkten sich so tief, daß es aussah, als hätte sie die Augen ge schlossen. „O. das hätten Sie nicht tun sollen! Was habe ich ge sündigt, daß Sie so grausam gegen mich sind?" flüsterte sie wie in schmerzlichem Vorwurf. Ihre Mundwinkel hatten sich ein wenig herab gezogen, wie bei einem Kinde, dos dem Weinen nahe ist, und der Ausdruck ihres lieblichen Gesichts war auch ganz der eines bangen, gescholtenen Kindes. Erich Gernot, der unverwandt auf sie niederblickte, sah all' ihre Holdfelig keit und doch kam ihm kein Verlangen, sie in seine Arme zu nehmen und die Betrühnis von ihren Lippen wegzuküssen. „Hier ist von keiner Grausamkeit die Rede.“ sagte er.„und der Himmel bewahre mich davor, daß ich mit solchen Dingen Scherz treibe. Im n zu keinem anderen Zweck hierher ge kommen, als um in allem Ernst diese Frage an Sie zu richten.“ Nun hoben sich langsam ihre Lider und in dem Blick, mit dem sie ihn ansah. war etwas, das ihm blitzartig den Argwohn durch den Kopf schießen ließ: „Sie spielt eine Komödie! Sie ist in Wahrheit garnicht überrascht, sondern sie war vollständig vorbereitet auf das, was du ihr da sagtest.“ „Und Eva?— Ihre Braut?“ „Eva ist meine Braut nicht mehr. Sie ist gestern ohne hied von hier abgereist und ihr Vater hat das Verlöbnis sie gegangen. Genug, daß sie jetzt in einen zusammenflicßen. Und ich habe Sie doch recht verseinden, Lilli? Es sträubt sich doch in Ihrem Herzen nichts gegen die Vorstellung, mir anzuMein Gott— darum also habe ich sie nicht wieder geehen! Und es geschah um meinetwillen— nicht wahr?" „Zerbrechen Sie sich darüber nicht den Konf! Aus wel chen Gründen immer es geschah. Sie haben jedenfalls keinen Anlaß. sich deshalb mit Vorwürfen zu quälen. Wäre es nicht bei dieser Gelegenheit gewesen, so würde Eva wahrscheinlich bei irgend einer anderen diesen schimpflichen Verdacht gegen mich gesaßt haben. Nicht das, was zwischen Ihnen und mir vorgefallen ist, sondern der Mangel an Achtung und Vertrauen den Eva mir durch ihr Benehmen bewiesen hat, ist es, was uns scheidet.“ Lilli schien Sekunden lang ganz in Nachsinnen verloren. „Wo kein Vertrauen ist, ist auch keine Liebe,“ murmelte sie.„Eva selbst hat es mir einmal gesagt, als ich sie fragte gehören?“ Sie hatte den Kopf auf das Kissen zurücksinken lassen, und überzeugender als das gesprochene Wort sagte ihr beglücktes Lächeln: „Nein!"—— Er aber nahm ihr Schweigen doch noch für ein Zögern, oder vielleicht auch folgte er nur dem Bedürfnis, alles auszusprechen, was zu sagen er sich vorgenommen, wenn er fortfuhr: „Ich begreife ja vollkommen, daß es etwas Verwirrendes, wenn nicht geradezu Verletzendes für Ihr Empfinden haben muß, daß ich mit meinem Antrag fast in dem nämlichen Augenblick an Sie herantrete, wo das Band, das mich an eine andere fesselte, gelöst worden ist. Und ich würde gewiß ob sie garnicht eifersüchtig sei. Aber ich kann— ich win es einen schicklicheren Zeitpunkt gewählt haben, wenn es einzig noch nicht glauben. Sie müssen sich wieder mit ihr versöhnen" „Läge Ihnen wirklich so viel daran, Fräulein Lilli, daß ich es täte? „Wie mögen Sie das fragen! Wäre es nicht schändlich von mir, wenn ich mir die Gelegenheit Ihres Zerwürfnisses zu Rutzen machen, wenn ich mir ein Glück erkaufen wollte um solchen Preis?“ „Wenn Sie als ein Glück ansehen, was ich Ihnen da biete. so haben Sie mir damit die verlangte Antwort schon gegeben. Und ich wiederhole, daß Sie sich nichts vorzuwerfen haben. Nein Bruch mit Eva ist unwiderruflich. Sie selbst und ihre Angehörigen aber erwarten nichts anderes, als daß ich Ihnen meine Hand biete. Man würde dort sicherlich nicht besser von uns denken, wenn diese Erwartung sich nicht erfüllte.“ Lilli legte ihre Hand an die Stirn. Wenn sie wirklich eine Komödie spielte, so spielte sie sie mit vollendeter Meister schaft. „Das alles ist mir noch so unbegreiflich. Haben Sie Nach sicht mit mir. Herr Doktor! Es ist mir, als wäre es nur ein Traum.“ Für einen Traum mögen Sie all das Häßliche und Schmerzliche nehmen, das dieser Stunde voraufgegangen ist.“ sagte er. und jetzt zum ersten Mal war ein herzlicher Klang in seinen Worten. Es waren seltsame Wege, auf denen wir bis hierher geführt worden sind, aber wir wollen nicht fragen. in wieweit es eigener Wille oder Schicksalsfügung war, daß wir von meinem freien Willen abhängig gewesen wäre. Aber die Lage. in der wir uns befinden, fordert gebieterisch eine rasche Entscheidung. Ob Sie meinen Antrag annahmen oder ablehnten—, unter allen Umständen mußte sofort etwas geschehen, um der Lästersucht der Welt den Mund zu verschließen. Daß es dazu allerdings kein besseres und sicheres Mittel gibt, als unsere Verlobung, brauche ich Ihnen wohl nicht erst zu Mit so seltsam verträumtem Ausdruck hingen ihre schönen, in feuchtem Glanze schwimmenden Augen an seinem Gesicht, daß er wohl zweifeln mußte, ob sie überhaupt gehört hatte, was er sagte. Und da sie noch immer lächelnd schwieg, auch als er geendet, wurde er sich mit einer gewissen Beschämung der Sonderbarkeit seiner Brautwerbung und dieser ganzen Verlobungsszene bewußt. Wenn er nur dem Gebot einer Pflicht gefolgt war— gleichviel, ob diese Pflicht nun eine wirkliche oder eingebildete war— wenn es sich für ihn lediglich um Unterwerfung unter eine eiserne Notwendigkeit gehandelt hatte— diesem armen jungen Geschöpf, das vertrauensvoll bereit war, sich ihm hinzugeben, weil es ihn wirklich liebte, durfte er seine Handlungsweise doch nicht in solchem Lichte zeigen. Sie erwartete ohne allen Zweisel in solcher Stunde etwas ganz anderes als nüchterne Auseinandersetzungen— und sie hatte ein Necht, anderes zu erwarten. (Fortsetzung folgt). 1 Bericht über die Sitzung der Handetskammer für das Isestentum Lixpe am 19. September 1003, nachmittags 3½ Uhr. Anwesend sind die Herrei Kleeberg, Kottmann, Krüge: Weber.— Entschuldigtumen di zehl, wenn man annimmt, daß sie in erster Linie die von Frankreich zu fordernde Entschädigung betressen und die Frage aufwerfen, ob Frankreich bis zur Zahlung der Entschädigung einer besonderen Garantie zu bedürsen glaube. — Zar Landtagswahl im Großherzogium Oldenburg. Bekanntlich hatten im Fürstentum Lübeck Bund der Landwirte und Freisinnige ein Kartell für ie oldenburgischen Landtagswahlen abgeschlossen. Bei den Wahlmannerwahlen hat nun die agrarisch=freisinnige Liste mit großer Mehrheit gesiegt. — Der französische General Pedoya, der Kommandant des XVI. französischen Armeekorps in Montpellier, richtet im„Matin“ einen offenen Brief an den deutschen General von Pelet=Narbonne, in welchem er letzterem vorwirft, in einem deutschen Blatt einen ungerechten und beleidigenden Artikel über den Niedergang des französischen Heeres verössentlicht zu haben. Pedoya schreibt:„Es mißfällt une übrigens garnicht, wenn wir sehen, wie Sie das deutsche Volk in den sützen Traum einschläsern, daß wir Geaner ohne Wert seien, die man mißachten könne. Verachtet nicht rure Gegner von gestern, die eure Gegner von morgen sein können. Nach Roßbach hatten wir Jena, nach Jena hattet Ihr Sedau. Was nach Sedau kommt, wird die Zukunft lehren.“ — Hauptversammlung der deutschen Gewerbevereine and Handwerlervereinigungen. Darmstadt, 21. Sept. Derund Deutscher Gewerbevereine hielt heute im städtischen Saalbau seine 1. Hauptversammlung ab. Vor sitzender Rogierungsrat Noack=Darmstadt berichtete über die Erhebungen über die Wirkungen des Haudwerkergesetzes. Justizrat Dr. Fuld Mainz sprach über den Geseventwurf zur Bekämpfung des unlauteren Wettbewerbes. Er legte folgende Resolution vor:„Die 15. Hauptversammlung des Verbandes Deutscher Gewerbevereine hält den Gesetzentwurf über die Abänderung des Wettbewerbsgesetzes für eine wohigelunjene Arbeit, die wohl geeignet erscheint, eine in der Hauptsache befriedigende Lösung der Frage zu bieten. Sie ertennt mit Dank, daß in dem Entwurf eine Reihe von Forderungen berücksichtigt sind, welche die deutschen Gewerbevereine seit Jahren erhoben haben.“— Ueber die Besteuerung vou Gas und Elektrizität sprach oer frühere Reichstagsabgeordnete Becker=Sprendlingen. er legte folgknde Resolution vor:„Die 15. Hauptversammlung Deutscher Gewerbevereine erlennt die Nonendigkeit einer baldigen und geundlichen Reichssinanzresorm als eine Vorbedingung gesunder wirtschaftlicher Entwidelung an. Er betrachtet sie als eine nationale Frage, deren Lösung nur möglich ist, wenn alle Erwerbsstände entsprechend ihrer Leistungsfähigkeit Opfer für sie zu bringen bereit sind. Die nach Zeitungsmeldungen geplante Besteuerung von Gas und Elektrizität stellt aber unter allen Umstanden einer einseitigen Leistungsfähigkeit nicht entsprechende Belastung des Gewerbes dar, sosern dabei die Regierung die Besteuerung der elektrischen Kraft beabsichtigt.“ .—##per Armec=Musik=Juspizient. Der am 1. Okt. mitgeteilt, in der Person des Musitdirektors Grawert, des bisherigen 2. ArmeeMusik=Inspizignten, seinen Nachfolger erhalten. Schon im Vorjaher in Hannover und Münster und am 29. August d. J. in Straßburg hat Herr Grawert, der früher Kapellmeister der 12ex, war, in Vertretung des älteren Kollegen militärischen Zapsenstreiche vor dem Kaiser — Die Betriebstinnahmen der preußisch=hessischen Staatseisenhahnen haben im Angust d. J. im Personenwer sekr S. d.9 Millionen== 7,0 v. H. mev., im Güter— 5.77 v. 1. weniger, insgesamt einder sonnigen Einnahmen 3,2 Millionen Mark weniger als im gleichen Monat des Voraus dieses Ergebnis der Up land, daß der diesjäbrige Mo em Bericht Uher enze get August einen Sonntag mehr und einen Arbeitstag engegangen, die deren Vorbilbung weniger hatte, als der vorjährioe..6 gungenügend gezeigt hat. Der Ber — Aus Hessen. Der Großherzog hat, der„Darmstädter Leitung“ zusolge, den außerordentichen Gesandten und bevoll nächtigten Minister am königlich preußischen Hose, Wirkl. 0 eb. Rat Dr. Karl v. Neidhardt,(der auch stellversetender Bevollmachtigter beim Bundesrate für 9# ppr war) auf sein Ansuchen in den Ruhestand verletzt und den Generaldirrttor der Provinz Rheinhessen, Ge helnmt Freiher: v. Gagern, unter Verleihung des Cha reners eines Wirkl. Geh. Rates mit dem Prädikat Exzellenz z##einem Nachfolger ernannt. Zum Provinzialdirek Provinz Rheinhessen wurke der Kreisrat des Kreises (####l##ch, von Hombergh zu Vach, ernannt. Ferner hat der Oeon##erzog den stellvertr=tenden Bevollmächtigten zum Bun deerat des Deutschen Reiches, Minister des Innern Braun zum Beoollmächtigten zum Bundesrat ernannt und die Er 1Alung des Kommissoriums als stellvertretenden Bevollmüch tigten zum Bundeorat an den außerordentlichen Gesandter Freiherrn v. Hagern genehmigt. Rußland. Petersburg, 22.. Heute sind 417 neue Erkrankungen e) 170 Todesfälle an Cholera zu verzeichnen. Die Zahl de eu ckranken beträgt jetzt 1461. lien. Hinrichs, Fauth, Heffmann her. Schaerff. Steneberg und ie Herren: Lenzbeig u. Müller dnung: 5 0 1. Festsetzung der Beiti# 2. Ersatzwahlen zur Jandelslammer. 3. Kaufmännische Fortbildungsschulen. 4. Anträge für den Sommerfahrplan. 5. Verschiedenes. Vor Eintritt in die Tagesordnung wirv der Bericht über letzte Sitzung genehmigt. 1. Die Hebelisten für das Jahr 1908 sind fertiggestellt bis auf diejenigen Personen und Firmen, welche keine Gewerbe steuer zahlen. Die Einschätzung dieser wurde in der Sitzung vorgenommen. Die Listen müssen der gesetzlichen Bestimmung genäß 8 Tage lang ausliegen, und es wird bestimmt, daß dieses wie früher in dem Geschäftszimmer der Handelskammer erfolgen soll. Im rorigen Jahre war von einer Seite der Wunsch ausgesprochen, daß die Listen auch bei den Magistraten der Städte ausliegen möchten. Die Handelskammer hält dies aber weder für zwcamäßig noch für notwendig, da diese Ein richtung doch nur immer einem Teile der Beitre####lichtigen die persönliche Einsicht in die Listen erleichtern würde, wäh rend die jetzige Einrichtung, wonach eine Postkarte an die Handelskammer genügt, um die gewünschte Auskunft zu er halten, allen gleichmäßig zugute kommt. Da die Bekann: machung bestimmungsgemäß im Amtsblatt erfolgen muß. so sollen die Lippischen Zeitungen gebeten werden, im redaktio nellen Teile auf das Ausliegen der Listen hinzuweisen Nach§ 3 Absatz 2 des Handelskammergesetzes gehören zur Handelskammer auch diejenigen, nicht in das Handelsregister eingetragenen, in Lippe ansässigen Personen, die sich mit den Berriebe von Handelggeschäften besassen und aus diesem ein jährliches Einkommen von mindestens 2000 Mark haben. Di Kammer hat nun eine Liste von handelstreibenden Personen aufgestellt, bei denen nach ihrer Ansicht die vorstehende Be stimmung zutressen wird. Um darüber Gewisheit zu erlangen. hat die Kammer an Fürstliche Regierung das Ersuchen ge richtet, ihr Einsicht in die Eintommensteuerlisten zu gestatten oder die Vorsitzenden der Veranlagungskommissionen anzu weisen, ihr die gewürschten Auskünfte machen zu dürsens 2. Das für die 2. Abreilung im 1. Wahlbezirk gewählte Handelskammermitglied, Herr Bankdirektor Zimmermann, hat seinen Austritt aus der Kammer wegen Fortzugs von hier angezeigt. Aeber eine etwaige Ersatzwahl soll erst in der nächsten Sitzung entschieden werden. 3. Kaufmännische Fortbildungsschulen. Für die Lehrer an diesen Schulen hat ein zweiter Aus bildungskursus In Lage stattgefunden, der kürzlich beendet ist Wünschenswert ist nun aber, daß die Lehrer noch einen prak tischen Anschauungskursus durchmachen und zwar dadurch, daß sie 4 oder 5 Tage lang dem Unterricht an der kaufmännische Schule in Bieleseld beiwohnen. Es würde den Herren der Aufenthalt in Bieleseld vergütet werden müssen, was etwa 400 Mark Kosten verursachen würde. Die Kammer beschließt, da die zur Verfügung stehenden Mittel für 10 schon erschüpft sind, diesen Unterrichtskursus auf nächstes Jahr zu verschieben. Von dem technischen Dirigenten der Schulen, Herrn Ilse ist ein Bericht über eine stattgehabte Prüfung der Schüler sung als sehr mangelhaft unt Der Bericht soll im Jahresbericht veröffentlicht worden. An die Stadt Dedmold soll erneuert das Gesuch gerichte! werden, die in Detmold bestehende kaufmännische Fort bildungsschule den Handelskammerschulen anzugliedern, wobei der Stadt mitgetcilt werden soll, daß der bisherige Zuschu keinenfalls weiter gewährt weiden kann, du die Schulen in den größeren Orten des Landes sich selbst unterhalten n.üssen. 4. Anträge für den Sommerfahrplan Vorsitzender berichtet zunächst über die Sitzung des Be zirkseisenbahnrats in Münster. Im Anschluß daran wird be schlossen, bei der Königlichen Eisenbahn Direktion Hannover anzufragen, ob sie die Einlegung des beanttagten Eilzuges Hersord Cuslel oder Hersord War bura aus eigenem Antriebe in die Wege leiten wird andernfalls aber den Antrag zur nächsten Sitzung wieder ei: übringen. Von mehreren S.#en ist beantragt, den um 1034 vor, Detmold abgehenden Zug 585 von Horn=Bad Meii Ferg abgehen zu lessen. Die Kammer beschließt zu bean tragen, ihn bis Himmighausen zu verlängern, um hie ur die östlichen Lan#desteile ven so dringend notweneigen schluß an den Zug 50! von Hameln herzustellen. Mehreren Anregungen, zu veranlassen, daß iecke Hersord-Detmold etwa 25 Minu#er die Lemgoer Wünsche in bequemer Weise befriedigen wird Ueber eine von Anwohneen der Strecke Lage=LemgoBarntrup gewünschte allgemeine Beschleunigung der Züge auf der genannten Strecke soll mit den verschiedenen Interessenten noch direkt nerhandelt werden. Schließlic wurde noch die Frage ausgeworfen, ob bei dem Ambau des Bahnyefs Biele#se#ld vohl eine Ueberdachung der Bihnsteigs der Sirecke Bieleseld=Lage vorgesehen sei sollle dies nicht der Fall zein, so wied die Kammer dies bean trge C. L#rschiedenes Lippische Brandversicherungsanstalt. Durch das Gesen vom 81 April 1906 sind für die gewerb ichen Betriebe, sowent ne bei der Landesbrandkasse versiche. sind, besondere Zuschinge eingeführt und zwar ron 1 bis 2 Psennig für je 100 Mt. Versicherungswert je nach der Feuc#### gefahr. Die Landwirtschaft ist aber bisher in diese Bestim nung nicht einbe##gen. Da diese dadurch gegenüber alle anderen Versichertei ungerecht bevorzugt ist, so beschließt die Kammer. an Fürstliche Regierung das Gesuch zu richten dem nächst auch für die Landwirtschaft Zuschläge, wie sie der er höhten Feuersgefahr dieses Betriebes entsprechen, einzu führen. Holländischer Konsul. Der Teutoburger Waldverein hat sestgestellt, daß in diesem Sommer in Detmold und den benachbarten Sommer rrischer sich über 1000 Holländer meist längere Zeit anige alten haben. Bei der zunehmenden Zahl der Besucher an Holland hält er die Anwesenheit eines holländischen Konsul in Detmold für sehr wünschenswert. Die Kammer beschließ. das Material Fürstlicher Regierung zu überreichen. Sprintler=Anlagen. Von der Vereinigung der in Deutschland arbeitenden Privat=Feuerversicherungsgesellschaften ist ein Schreiben einge gangen, worin auf die in Amerika schon lärgere Zeit einge führten Sprinkler=Anlagen hingewiesen wird. Bei Einrich tung solcher Anlogen werden die Prümien für die Feuerver sicherung um 40bis 50% ermäßigt. Verordnung betr. die Bekämpfung der Pserde-Jnfluenza. Gegen den von Fürstlicher Regierung der Nammer zu gutachtlichen Aeußerung übersandten Entwurf einer Verord ung. betr. Dse Betämpfung der Pferde=Infkuenza fand nichts zu erinnern. 11 , d a ß i n d e r el zu en Prinzen ch leierten am Schlusfe n#as Schwer: and die Prinzendie gänzlich erverrdruck. Jetzt, gar nichts wichlbrigen ganz auf n unbegründeten Snrsste. In den schien“ Lesen wir: i0 ages=Neuigkeiten. Berlin, 22. Sept. Die Beschlußkammer des Berliner Land gerichts I hat den gegen den Fürsten Eulenburg bestehenden Hustbefehl auf Antrag des Verteidiger: Justizrat Wronler, der sich auf ein medizinisches Gutachte stützte, entgegen dem Antrage des Oberstaatsanwalts aufge hoben. Runmehr hat der Fürst das Recht. hinzugehen, wo hin er will.— Das Besinden des Fürsten Eulen burg ist heute so ungünstig, daß trotz der heutigen Haft entlassung an eine Uebersiedelung des Patienten nach der Privatwohnung vorläufig nicht gedacht werden kann. Kiel, 22. Sept. Heute früh ist die auf einem Neubau zu liegende Seitenwand der alten Ratsapothele, die anscheinend nicht genügend abgestützt war, eingestürzt. Ein 12jähriger Mädchen wurde mit in die Tiefe gerissen und getötet. Ludwigsburg, 20. Sept. Gestern wurde eine 19jährige Ladnerin und ihre Mutter als Leichen aus dem Nedar gezogen. Sie waren wegen umsangreicher Warendiebstähle die die Tochter begangen hatte, flüchtig geworden. Paris, 22. Sept. Von den öffentlichen Telephonkabinen aus ist der Telephonvertehr mil London und Brüssel bereits wieder heigestellt.— In der vergangenen Nacht ist der Güterbahnhof in Suresnes abgebrannt. London, 21. Sept. In dem kleinen portugiesischen Städichen Moita sollte gestern anlaßlich eines Jahrmark tes ein Stierarsecht algehalten werden, wuzu sich un gefähr 2000 Menschen vor dem Eingenge zum Zirtus per sammelt hatten. Da tamen, noch ehe die Vorstellung be gann, einige betrunkene Männer auf den Gedau len, die Tür zu dem Ininger mit den Stieren zu öfmnen und sofort stürzten sich die wütenden Stiere auf die Men schenmenge, unter der ratürlich eine fürchterliche Panit ausbrach. Schreiend und treischend Alohen die Menschen. Viele lamen davei zu Fall und wurden von den S####en auf dar Graßlichste zugeriallet. Schließlich lam Militär zu Hilfe, das eine förmliche Jagd an; die Stiere unternahm. 14 von diesen wurden erschossen, 10 treiben sich noch in den Straßzen herum. Sieben Perionen wurden gelötct. 10 meyr noer minder schwer verwundet und in die Hospitäler geschafft. Der älleste Unterollizter der dereichen Armee tritt nach jähriger Diens#eeit um 1. Ottaner in den Ruhenand. Eg zu der 74s#l Renimentehandwerksmeiner Mi- seld ur. inn 300 Ge noch keine Folge gegeben werden. Einerseits ist führung des Zuges Altenbelen geplant, ande: slen und Schormt ug für Erheby: eesen F 1 ——*„ kabgehe, damit er Anschleß erhält an D. Z. 4. soll „ Rom, J. Si“#a gest zur Erinnerung an denk##n Einzug der italieniscen Truppen in Rom zum Protest gegen die Zurückweisung der Trilolore aus dem Vatilau von den Bewohnern de ninischen Stadt, dem segenannten„Borgo“, besonders fest lic begangen. Die grün=weißervten Jahnen nehten aus allen Fenstern sund abends leuchteten überall Lamvions in grün weiß=roten Farben auf. In die Fenster des vatilanischen Palastes hinein hallten die Klänge der en seillaise und der Garibaldi wymne. Um etwaigen Dem strationen auf dem Pelersplatz vorzubengen, waren Mann Truppen ausgebeten worden, die jedoch keine legenheit zum Einschreiten sanden dieser Zug für So Schülerzug. und es: en er bei Spiterleg wird. son Lenge wor Eisenbabnrr=Tolte n.; eines Zunmmerschin aul Lage=Lemgo it bis nach Ei##len ang 592 de u Herso vorläuf Durch 6 dien: auch alwerden ngünstig. webel Strupat, vin dem in Nün utartriereain ont Nr. 1 er ud drei Kaisern oedient. In( instalteren das Otfizier= und dasearments einen Pyschied.nmmerem Al bilar von dem Ostiziervertrolle Gaben unerreie erg garnisonierenden unter zmei Kunigen deseteranen der Untero#tizierkorps des zumluß wurden und Unteroffizierlarps beontragt, al gekehnten Züge 0 Kleines Feuilleton. Permer dis Tun Stecke Herford. Al: 755 T TTab„ vorheben ließen.“ Der marck=Denlmal in den. Anli 583 #len. geplant lienbeken Nam: en Eilzug dieser wi. * s fragte Minz. ob er burg kenne. Uls dieser e. daß Sie seit Aufstelln: einen Oester: eicher zum Fkir ist ge 77* 49 * meinte der Fürst Jntmals. das, g hat, nicht in Hambuig gewesen sind. Denlmal besonders lieb. Es stellt eb #marcks dar. deren Zergen wir alle sind. Nies zu sehen Höhe ragt dieses Venlinai. Von weit ner sieht: Münz,] Hafen und am Strom. Es winkt aus der Ferne all Wasser Hamburg nahen. Es ist, als ob dies #tschland unter seine Fürtiche nehme. Der Künf ihm den Schutzgeist des Vaterlandes verewigt. schwebte ihm der Gedenke vor, wie er einst mi Prwirtlicht wer. Den Se##fern, die vom Vorgebirge: her auf Athen zustererten, zeigte sich schon ars de: der Akropolis aus, Ama beherrschend, die Statuct l# Athene Promachos, der Santzgeist der Stadt Rede kommt er Parlamentarier wer lamentarische Leh# bisenbar arstrengend oder Bolschafter. Sch hannt alle Kräfte a den en b 1. 0 9.0 1•7 3 in d i es n. die si Wismar ler he: Vielle 1heon 1r Sunio eine no der Palicherag. Der Fürn##gt:„Die uis durchschnittlich nichl alt. Der k eben sehr aufreibend. Es ist Gesandter Ein Tischgespräch beim Fürsten Bülow. Einer der ständigen Güste, die der Reichskanzler während seines Norderneyer Aufenthaltes in seinem Hause pflegt, der bekannte österreichische Publizist Sigismun setzt in der Wiener„Neuen Freien Presse“ seine Mitteilungen über die Gesprüche an der Tafel des Fürsten fort. Er erzählt, daß dieser dem russischen Musiker Sapekleikow kürzlich ein Buch zum Geschenk gemacht und darauf die Widmung geschrieben: „Dem Meister des Klaviers, der unmusikalische Reichelanzler.“ Der Fürst sprach von dieser Wendung und sagte, daß er tat sächlich unmusikalisch sei; er versicherte scherzhaft, daß die Dreh orgel eigentlic sein Liel tingsinstrument sei. Neben ihr schätze er aber auch preußische Militärmärsche. Es ist, so berichte Münz weiter, der Jahrestag der Schlacht von Sedan. Der Kanzler kommt auf den Fürsten Viemarck zu sprechen und sagt „Er war auf keinem Gebiete Dilettant, er war kein Resteht und doch in Wirklichkeit ein großer Dichter, nicht nur ein Kenner vom Shatespeare wie wenige, sondern eine Sha#speare vern#ndte Natur, nur daß er das, was seine Phantasie schaute in Wirklichkeit nicht nur in Verse zu verwandeln wußte.“ Und dann fährt der Kanzler fort:„Wir alle sind Jeugen des Prozesses gewesen, wie da ein Mann, den wir noch genern unter den Lebenden gesehen, in das Reich der Uns###blichkeit eingeht. Ich habe schon als Knabe in Frankfurt, den dama ligen Herrn v. Vismarck in meinem Elternhause gesehen. Mein kurx.—, Vater war sein Kollege beim Bundestag. Es mögen ja schon dort dazu beitragen damals einige wenige geahnt haben, welch ein Geist er war.] Schaden nehmen.“ Der qurse meint. Freilich nicht die damalige Großherzogin von Hessen=Darmstadt sehr— aber wohl meyr die Unregelmäßsigleit der Sie pflegte von ihm zu sagen:„Ich mag Herrn von Bismarck) welche die parlamentarische Arbeit mit sich nicht, er sieht aus, als ob er sich für klüger hielte, als den Großherzog.“ Dann haben wir Bismarck als Minister gesehen groß und immer größer— gewaltige Kämpfe, unvergleichliche Erfolge. Dann sein Rücktritt, und wie Bewunderung und Liebe für ihn nur noch steigen. Schon bei Lebzeiten schien Bismarck in die Walhalla einzugehen. Jetzt weilt er dort für immer, und nicht nur in der Regensburger Walhalla. Es vollzieht sich an Bismarck vor unseren Augen, was die Griechen meinten, wenn sie den Zeus einen Herakles in den Olymp emon einmal von d ; z u r H e r b e r f ü h r u: ford er beschle auf derscheinlich rohl dar verneln diese Schör diese 5 Letmold, 23. Sept. e1 die Sch. verabre unser mehr, * ingebre rechnet: leben als ich Komm erwas kampfren keinemn Freraus.“ n. 10n 11 geordneter zu sein, als on die Arbeit in den Ko Lieder. Reventlow. Sal#lCngen Richter, der Enzialdemokret Schönlan! alle verhältnismäßig sehr ftüh gestorlen. Nicht zu meines lieben Freundes. des Prinzen Arenberg. nu gleichtitig das Reserendareramen abgelegt## giment in Bonn und snater in Metz zusan men war. ist mir sehr nahe gegangen. Die Fürstin bemertt: nohl auch die Ist schlechte Luft im Sitzungssaale u deß die Herren an Fürst meint ihrer D missionen Klinkom sie s1 „* vergessendem ich im N. Sein Tod „Es megn die Hitz: sund nicht so ebensweise. „„„„ b r i r a t. G eine schwere Aufgabe, das parlamentarische Leben und die bote der Hygiene miteinander zu vereinigen. Unregelmäßig leben, mit Hast das Mahl hinuterschlucken, um im Sitzungs saale nichts zu versäumen, wie soll das gesund sein? Dazu kommt, daß der Parlamentarier alle Nerven anspannen muß. um im gegebenen Augenblick schlagfertig in die Diskussion ein zugreisen, die nicht seltene selbstlose Verschwendung von Tem perament an große Dinge. doch auch an Nichtigkeiten... an das zehrt am Mark des Daseins. Die Jahre, im Parlament darum Schwamm drüber!— Nur einen Irrtum der L.=Z. müssen wir richtig stellen, damit niemand in salschen Verdacht gerät. Sie schreibt irgend einer Persönlichkeit, die sie nur dunkel andeutet, das Verbrechen zu, den Artikel„Für Kaiser und Reich“ für die Tageszeitung geschrieben zu haben. Sie irrt, wie gesagt. Der Redalteur der Tageszeitung hat den Artikel von A bis 3 seinst geschrieben. Wenn's not tut, ist er auf dem Posten und holt die altbewährte Streitseder aus dem Schuloch. Tas ist keine schlechte Nummer!— Sehr zu bedauern ist aber, daß die Landeszeitung nicht offen und ehrlich rinz Vernhard=Assäre der Kaiser ganbleiben hatte und daß gewisse andere E: zum Abschiedsgesuch bewogen. Einen: Rückzug tritt die Landeszeitung sa ihrer gestrigen Ausführungen sagt ur. gewicht ha##en wir auch durchaus u Affäre allein gelegt.“ Dabei erzählten sundene„Prinzenassäre“ in auffälligem aibt sie, wenn auch wiverwillig, zu, dai tiges passieurt ist. Die anständige Presse steht im unserem Standpunkte und verurteilt Vorstoß gegen Se. Majestät auf's „Münchener Neuesten Nachrimte„“leien wi.. „Die Darstellungen aus Lippe über den neuen„Zwischensall“ begegnen hier vielen Zweiseln. In Kassel, bei dem 1a. Husaren Regiment, befehligte Prinz Bernhard die 2. Eskadron; sein Regimentskommandeur war Graf Beroldingen(nicht von Plettenberg, dus ist der Divisionär), eine von Berlin aus bekannte Persönlichkeit 2. Garde=Ulanen). Graf Beroldingen in die personifizierte Liebens würdigkeit; im Dienst freilich in er ernst und außerordentlich gewissenhaft. Wenn eine Schwadron nicht gut abtschneidet, so int es eben preusische Tradition, daß die Meinung unversälscht zum Ausdruck kommt, gleichviel, wer die Schwadron oder den Truppenteil besehligt. Wir glauben auch, daß bei den preußischen Prinzen hierin keine Ausnahme gemacht wird; menigstens hat der Kaiser den Kommandeuren des 1. Gar####hlegiments, bei dem ja doch alle Prinzen ihre Ausbildung emyfangen, wiederholentlich eingenächärft, auf die kleinsten Fehler seiner Söhne genau zu achten. Von einer Animosität der söchsten Stelle gegen den Prinzen Vernuard kann absolnt leine Rede sein. Die Streitart mit###e=Biesterfeuld ist euraben: Fürst Leopold IV. dürfte leinen Grund haben, Beschwerden irgendwelcher Art zu erhenen. Die Beziehungen zwischen ihm, der preustischer Oberstlentuant 1 la snite der Armee ist, und Berlin sind korrekt; warm und herzlich können sie freilich nicht genannt werden" Wie nnsinnig die neuerdings verbreiteten Erzählungen von„Uufreundlichkeiten“ des Kaisers gegen unsern Fürsten sind, difür nur ein Beispiel. Durch die Blatter geht folgende aus Detmold verbreitete Nachricht und wird überall gedaukentos nachgrirnckt: lischon sich dus l#rpische Kontingent, wenn aut nur passiv an diesen Uebungen beteiligte, es diente zu Abiverrungen, und obschon sich die Uebungen selbst nicht auf lippischen Boden abspielten, w erging an den Kontingentsherrn ganz gegen alle Gewohnheit dennoch keine Einladung.“ Nun handelte es sich um Kavallerie=übungen; das lippische Insanteriebataillon war lediglich nebensachlich beschäftigt. An den Kavallerie=Uebungen in der Senne beteiligten sich schon seit Jahren Oldenburger, Braunschweiger, bauerische und bessische Ravallerie=Regimenter. Noch niemals war einer dieser Kontingentsherren dazu in die Senne geladen voer erschienen. Schadet nichts. In Detmold haben sich einige Unwissende oder Böswillige das Gegenteil in den Kunf gesetzt und der Speitakel ist sertig. Ein wirklich trauriges und erbärmliches Spiel! * H e r b s t a u s a n g. H e u t e, a m 2 5. S e p t b r. 1 2 U h r m i t t a g s hält der Herbst seinen Einzug, die Sonne tri#t in das Zeichen der Wage und macht im Niedersteigen wiederum Tag und Nacht gleich. Die Punkte, in denen die Sonne steht, wenn Tag und Nacht gleich sind, werden die Acquinoktialpunkte genannt. Man unterscheidet einen Tag= und Nachtgleichenpunkt des Frühlings und des Herbstes. An diesem Tage beträgt die Dauer des Tages wi der Nacht zwölf Stunden. Die=onne geht um 6 Uhr des Morgens auf und um 6 Uhr des Abende unter. Vielfoch ist auch die Ansicht verbreitet, saß um die Zeit der Aequinoktiendie Stürme häufiger seien als sonst, und man pricht deshalb von Aequinoktialstürmen indes haben die Beobachtungen für Europa keinerlei Anyalt für die Annahme ergeben. Der Herbst ruft eine clegische St##mung herror, die man kaum abzuschütteln vermag, denn des fallende Laub bereitet uns langsam cuf die Oede des langen Winters vor. Der Herbst ist ja der Anfang vom Ende alles Schönen. was Frühling und Sommer schufen, und unwill#ürlich ersellt den fühlenden Menschen der Gedanke an einer Acsied, ein Scheiden mit Wehmut. Aber trotzdem kann der siunio: Naturde trechter die Hände nicht dankbar genug zusommensalten zum Gebet. Nicht nur, daß der allgütige Schufer die in diesem Jahre ganz Lesonders reiche Getreiveerne#nenen, ven gol denen Schnitt am Buche der Natur mit den mundervell sarbigen Vildern von Himmersbläue. Morgen und Abe##### rot. er verleiht ihm auch die schwellende saft er in ostarten, die ihn n schöner Hochu. dem Altdich. im Angelsächst,und dieses " n e u h o h d e u t Won in einer eine Antaet am schwermütig vei blut, sich zu llärtigen und sein Herz zu:: Pomonas herrliche Fülle von unzählich anlachen in Llauen und rötlichen Farbe sommermorgen. Das Wort Herbst ston: schen, wo es sich als Heirist wiedersind: sischen besteht eine ännich. Wortform bedentet Ernte oder Ernlfest. Ader au sche Sprache hat eine A#dsche Erklärung poeriicen Koim gereren. die n. uns die Frage gibt, warum der Herbst stimint: ... denn weil Vergehen Das Herbste ist von onen Scheiden. Sterben Hert Massenansertigung der Aluminiumteile eines Luftschiftes nicht meyr als ein halb wird. in charalteristisches Schreiben sand „Oenabr. Zeitung“, die über 20 000 Er mißt derr #eyrelin der mmelt hatte. Fried: fertig ginne eehree Sppeiin im He: Beuran Pläne sich do! ganzen ichen müssen Gelünd vorherrschenden Windrichtung Sühmen Nordost liegend, an beiden Schmalsciten gröffnet werden lönnen. Mit dem Bahn hof werden Rie Hallen durch Anschlußgeleise in Verbindung gebrackt. Es wird alles derart beschleunigt, daß im Herbst 1000 mit der Eröffnung des Retriebes im großen beoonnen werden kann. Ueber die künftige Leistungsfähigkeit der Werst darf mit Bestimmtheit gesagt werden, daß nach Beginn der „Die Durchsicht der Geberliste hat mich einen Tinblick in die Seele der veröllerung von Ornabrücknn lnen, der mich tief bewegte. Alle Allers= und P-#n angehtängt, um den gungen nenon schinr von neuem erstigen zu lossen, dur#e förbern, bis berunter zu dem achen nenendete Beitrag ein saneres Omer benrden Kindern, deren Spackasseninhalt das gen ausmachte, alle sind vertreten, umn mene sind es. die in großer Pescheiden schwiegen und sich beerngten mit demn u erslein auf den Alter des Vaterle Es in eine erhebende Kundgebung echt vr. und treuer deutscher Ouferwilligheit. die ick uine die geehrte Redattion, allen derei beieiter Weise zur Se##e getreten sin Ver zu übrmitteln. Ich hofse, mich in Onrendigleit würdig erweisen zu ke dentichen Nemens. len sich her, m e i n L u f t B#ag zu für den der , b i s h e r a b z u kleine Vermöhelsen. Und nicht kemen per bemußtsein, ihr * zu haben.— an 11 2nns 117) mir in so hilfs991 untten oschen ( re des Gras Zeppelin. i Vom Grafen Zepretin gehr nner aus: Nachdem es mir k Volles ermäglicht wurd terer Grundloge w. Namen: Luf:schiff beschränkter aftungg sensanst errichtet, und deren Go#aäfte in Geschäftsführer der Gesellschaft habe ich ernannt. Er übernimmt die Geschäft 1998. Ich bitte, das bisher meinem Herrn E. Uhland gescheiikte Vertrauen auf Herrn Colsmann übertragen zu wollen. Herr Uhland verdleibt für die Verwaltung der Volksspende sowie meines Privatvermögens nach wie vor mein treubewährter Generalbevollmächtigter. ##de Mitleilung ten des deutschen nehmen auf brei* i c h, u n t e r d e m Gesellscheft mit # eine Geeter ich bleibe inne erlen n werden Zum in A. Colemann ung am Al. Sept. rch die Or mein ; z u e n t w i c k e l n hun=Zeonel: u Friedrichta eren geistiger neinem 91 # D e r K r o u p r i n z i n H e r s o r d. U e b e r d i e R ü c k k e h r des Kronprinzen aus dem Manövergelände am vo: gestrigen Abend schreibt das„Herforder Kreisblatt“: „Rasch nähern sich die Automobile— das des Kronprinzen von ihm selbst gelenkt— vom Gehrenberg her, aber am Alten Markte kommen sie nur langsam voran, so dieht hat sich die Menge dort geschart. Sie läßt nicht nach mit ihren stürmischen Ovationen, bis sich der Kronprinz, nach dem er um 6¼ Uhr in seiner Wohnung im Hotel Rhod: abgestiegen, verschiedentlich am Fenster gezeigt. Freundlich dankt der hohe Gast für die inm erwiejene Vegrüßung bittet dann aber, ihm bis acht Uhr Riche zu gönnen. Ge duldig harrt die Menge, die immer mehr anschwillt, auKaum aber hat es acht Uhr geechlagen, da bricht ein ge waltiges Hurra über den weiten Platz. Und die Audauer des Publitums, unter dem sich zahlreiche Schütler befinden, wird belohnt. Immer wieder erscheint der Kronprinz dankend am Fenner seiner Wohnung. Ihrer * Unser Bataillon trifft heute abend 9¾ Uhr aus dem Manöver auf dem hiesigen Bahnhofe ein.— Die Reservisten— einschließlich der eingezogenen Uebungs mannschaften— werden in Detmold am Freitag, den 25. d. Mts. vormittags entlassen. * In das Handeso=Register Abt. B ist zu Nr. 18 Oetmolder Möbelwerke(Geseuschaft mit beschränkter Ha'tung) eingetragen: Turch Beschluß der Gesellschafter vom 15. September 1908 ist die Auslötung der Gesellschaft beschlessn. Der b.sherige Geschätt=rührer Josef Henr ci zu Otmold und der Kaufmann Paul Mtzentin das. sind zu #gurdatoren bestellt. 7 * F a l k e n h a g e n, 2 2. S e p t. D e m L e h r e r J u n k e r hierselbst sind die hiesigen Standesamtsgeschäfte vom 1. On. d. Is. an übertragen.— Der dem Herrn O. v. Ohlen auf hiesiger Domäne durch die Feuersbrunst am 18. d. Mts. entstandene Schaden beläuft sich nach dem „Blomb. Anz“ auf ungefähr 25000 Mark. * S c h i e d e r, 2 2. S e p t. W i e h o c h d i e A e p f e l v r e i s e in diesem Jahre sind, ist daraus ersichtlich, daß der Erlös aus dim Verkauf auf der Strecke von Borkhansen bis Kuhdusch(123 Nummern) 1040 Mark betrug. . Alverdissen, 22. Sepiemker. Erhängt hat sich sich in einem Anfall von Schwermut ein: Zieglerfrau; sie Diebstahl. In der Nacht vom 17 /18. d. Mis. shatte vor längerer Zeit ihre 15 Jahre alt: Tochter durch sind aus dim linter dem Wohrause des Bumats Petri, den Tod infolge Influenzaerkrantung verloren und konnte Lemzoerstraße 19 hier, belegenen Garten folgende Wäsche „Deutschland, Deutschland über alles“ und verschiedenen anderen Vaterlandsliedern Ausdruck. Erst in später Abendstunde zerstrenen sich allmählich die Massen, und Ruhe tritt ein. Vermißt wird mancher die Militärmusik haben, doch entsprach das ganz dem Charakter des heutigen Kronprinzenbesuches. Alles Offizielle sollte von vorn herein bei ihm ausgeschaltet werden. Deshalb wurde der Kronprinz am Eingange seines Absteigequartiers auch nur von Herrn Rhode, dem Besiver des Hotels mit einigen Worten begrüßt und in seine Wohnränme geleitet * Ortskrankenkasse der vereinigten Fabrisarbeiter. Auf die heute abend 8½ Uhr in der„Zentralhalle“ stattfindenden außerordentlichen Generalversamlung seien die Vertreter und Kassenmitglieder hier mit nochmals aufmerksam gemacht. Die wichtig Tages ordnung sollte die Vertreter und Rassenmitglieder voll zählig versammeln. * Postagenten=Verein. Sonntag. den 27. d. M. nachm. 2 Uhr wird in Altenbeken im Hotel Höschen eine Versammlung der Postagenten behufs Gründung eines Postagen ten Vereins stattfinden. * Die Postschalter. Vom 1. Oktober ab bis zum Früh jahr werden die Postschalter für den Verkehr mit dem Pub likum erst um acht Uhr Vormittags geöffnet. * B e i d e r V e r p a c h t u n g d e r A e r s e l a n d e r H a r d i s s e r Chaussee wurde der Zentner durchschnittlich mit 2. bezahlt wahrend an der Chaussee Lage=Sylbach der Zentner auf 4—5 Mark zu stehen kam. * Der Verein für Fürsorge an Gesangene für das Fürstentum Lippe hielt am Dienstag rach mittag im Hotel„Lippischer Hof“ unter dem Vorsitz de Majors Frhr. v. Biedermann eine Generalversammlung ab. Dieser erstattete den Jahresbericht, aus welchem hervor ging, daß die Mitgliederzahl auf 185 gestiegen ist. Di Tätigkeit des Vereins ist im letzten Jahre eine reger gewesen, obwohl die Kepfzahl der Straigtsangenen bedeuterd herabgegangen ist. Die Hauptsache des Vereins sei nack wie vor, tätige Mitglieder zu haben, ob diese nun zahlend. oder nichtzahlende Mtglieder seien. Jnsbesondere sei die tättge Mutarbeit der Geistlichen erwünscht. Einen di# bezüglichen Vorsch'az, wie sich die Ortszeistlichen in den Dienst des Vereins st.llen sollten, hat der Vorsitzinde de:### der Regierung zuzehen lassen. Die Tätigket dis Ber## hat sich in der Hauptsache auf Arbeitsvermittlung gerichte. 14 Personen konnten in Arbeitsstellen untergebrackt werder, während di.s bei 2 unmöglich war. Ene von diesen konn#e krankheitshalber nicht untergebracht werden. Der Blau Kreuz=Verein und das Diakonissen=Haus zu Detmold haben versch edene Arbeiten ermittelt. Der Vorsitzende sprach beiden den Dank der Versammlung aus. Dem Diakonisser= Haus wurden auch in diesem Jahre 25 Ml. bewillig. Die Erfolge, welche der Verein bei der Fürsorge gehabt hat, sind sehr gute gewesen.— Der Versammlung lag die Tages ordnung der Generalversammlung der Rheinisch=Wesifälischen Gefängnis gesellschaft am 15. und 16. Oktober vor. An dies e Generalversammlung wird der neue Direktor der Für stlichen Strafanstelev, Major v. d. Lancken, teilnehmen. Lehrer Schierenberg reserierte sodann über die 79. JahresVersammlung der Rheinisch=Westsälischen G.fängnisgesellschaft, wicher vom hiesigen Vereine delegiert war. Für ih# stien die Verha durgen, da er selbst Lehrer im Nebenamte an der Strafanstalt sei, sehr interessant gewesen, zumal de Berichterstattung über die Tätigkeit der Schule in den Strafanstaiten auf dr Jahres Versammlung ein breitet Raum gelassen war. De Versammlung sprach dem Berichterstatter ihrn Dank fü: den Vortrag aus. Die Rechnun des Vereins ist von dem De ser in bester Ordnung be funden; sie schließ: mi ei: m Bestande von rund 3 Marf Die Einnahmen beirusen#nd 1902 M“. Diese setzen sick wie folgt zusammen: Bstand vom Vorjahre(80.46 M“., Beiträge 291 M'., Gescherk 100 Me. und Zinen. 1 Ausgaben betrugen rund 100. Mt. Dem Rechrungefü er wurde Eatlastung erteilt. Dee Einzielung der nich e stehenden und in einer gewssen Zeit nicht eingegangen: Beiträge soll durch Pestaustras erfolgen. Für den aus dem Vere ne nich: denden Majer Frhr. v. B. dermann wurd. Majei v. e. Lancken gewäh.t. Die Amtsdauer des Vei standes, wliche bis jeit noch nicht sestgelegt ist, soll in der nichten General=Busemmlung festgesitzt werden.— chluß dr Versammlung wurde dem iche'denden Vorsitz n din dr##ank für seine Tät- keit ausgesproch n. Dien dankte in betonle, daß er Mitglied des Bere ns bl. bei wolle. E sprach iodenn allen seinen Mitarbeitern in be: Fürsorge ache seinen h.rzlichsten Dank aus, die es vermes hätten, daß der Beeen ins Leben geiuen sei und ersstiere. Major v. d. Laucken erklärte, daß er sehr gern deu Pest eines Vorsteudsmitgliedes annehme. Er verbreitete sic. über die Freud g= u.d Tätigkeit der Racinisch=Weitfältsen Gefängnisgesellschaf, der auch er angeröre. R dder u n srift voll und anz einenen zum Wohle des Lippisch“ Vereins. In erster Linie müsse dafür gesorgt werden, de die Geldgullen b.sser für den Verein fließer. un de die itzung, na hdem sich Major Frbe. v. Viedermann von den Mitgliedern verabeai det hatte, geschleisen. Im san, Anschluß an die Vursammlung sand dann noch eine B: sprichung des Vorstendes stat“. * Lateinlose Realschule. Gestern und vorgestern wurde umer Leitung des Herrn Geh. Rer.=N.t G.bha o an der Luteinlosen Realschule die Schlu prisung abgehaltt Nachfolgende Freude hierüber gibt die Menge durch das Absingen vonsücke mitels Ensteigens gestohlen worden: etwa 25 bis 130 Herren= und Damenkragen, etwa 25 bis 30 Taschentücher(weiß) und eine Herrenunterhose. Lotterie. Dem Probstei=Kirchenvorstande zu San# Beter in Worms ist die Erlaubnis erteilt worden, 100 Lose, urd zwar die Nummern 6501 bis 7500, der vo: ihm veranstalteten Lotterie zum Besten der Wiederherstellung des Woimser Dems zu vertreiben..“ * Jalzusen. 23. September. Das Herbsifest der Schützeugesellschaft hat bei dem schönen Herbstwetter einen prächtigen Verlauf genommen. Unter Vorantritt der Kapelle zog das O fizierkorps vin der Wohnung des Obeist Heren Fannb. na, zum Festplatze, wo sich bald das f.öhlichste Treiben entwickelte. Dis Schießen nach der Preisscherb ergab folgendes Resultat: 1. August Diekmann 30 Ring 2. Robert Vormagen 30 Ring, 3. Cail Bornemann 30 Rinz, 4. C. Janendruck 28 Ring, 5. W. E genruuch 28 Rug, 6. Fr. Geesmarn 27 Ring, 7. Joh. Sieckmarn 26 Rirg. Daneben wurde fleißig nach den Kartenscheiden gechossen. Der Vall, der sich, wie immer, ener lethaften Bete ligung erfreute, bildete den Schluß des Fistes.(A. A. * Salzuflen, 23. Sept. An der Realschul anden gestein urter Vorsitz des Provinzial=Schulraes Prei. Dr. Cauer die Herbstprüfungen stett. Sämtliche Abtturienter bestanden. Die Namen derselben sind: Bessl=Salzufler, Franke=Blomberg, Mayer zur Heyde=Eisbeigen, Noltirz Blotho, Schaeiff Salzuflen, Schuidt=Salzufler, SüllwaldBlotho.„ et. Schötmar, 23. Sept. Einen Automobil=Unfall erlitten am vergangenen Sonntag nachmittag zwei Offiziere aus dem Manövergelände in der biesigen Feldmart am We rlerwege. Am Auto brach plötzlich das Steuer. Der Lenker verlor die Gewalt über das Fahrzeug infolgedessen durchfuhr es den Chausseegraben und sauste quer feldein und konnte in einem Rübenfelde zum Stehen gebracht werden. Die Insassen kamen mit dem Schrecken da von. et. Schötmar, 23. Sept. Am Sonntag nachmittag sand auf dem Hose des Kolletteurs Hüttemann in Hölser heide ein Erntedautsest statt. Nachdem das Fest durch Gesang und Gebet eröffnet war, hielt Herr Pastor Thelemann=Wüsten die Festpredigt, deur er den 92. Pfalm zu Grunde legte. Danach hielt der Evangelist Wolt aus diesen Verlust nicht überwinden. =p. Helpup, 22. Sept. Unter dem 16. d. M. veröffent waltungen des Krieges und der Marine, ihre Vertreter entsandt. Berlin, 23. Sept.(Zur Freilassung des Fürsten Eulenburg.) Der Gerichtsbeschluß stützt sich auf das Gutachten des Geh. Medizinalsrats Dr. Krause von der Charitee und des Gerichtsarztes Dr. Störmer, das besagt, daß der Fürst in absehbarer Zeit nicht verhandlungsfähig sein werde und daß die Haft lebensverkürzend wirke. Der Gesundheltszustand der Fürsten habe sich sortdauernd verschlechtert. Bemerkenswert daß Oberstaatsanwalt Isenbiel sich dem Antrag widersetzt hewie das erste Telegramm zweisellos mit Absicht hervorheb. Vermutlich wollte er von vornherein allem müßigen Gerede vorbeugen. Wenn man zwischen den Zeilen der Auslassung liest, erkläert sich die Sache wohl so, daß Fürst Eulenburg so krank ist, daß seine Auflösung binnen naher Frist bevorsteht. Die Voraussetzungen des Haftbefehls. Fluchtverdacht und Kollisionsgefahr, sind demnach nicht mehr gegeben, Hoffnung auf eine Wiederanberaumung der Hauptverhandlung ausgelicht das Fürstliche Amtsgericht in Oerlinghausen einenzschlossen, und man will dem Unheilbaren die letzten Wochen Freiwilligen Verkauf“ zum 7. Oktober, an dem im alten anz Menschlichkeit frei machen von der seelischen Deorcssion, #eipuper Kruge die„Gebäude Währentrup—-“si, die gerichtliche Ueberwachung und Festhaltung an einem Bielefeld eine zu Herzen geyende Predigt, dem er das Tertwort Psalm 126 Vers 5 und 6 zu Grunde lecze. Der Zungfrauenverein Schütmar sang einige Lieder. i. Blomberg, 22. Sept. Ein bedeutendes Lager von Kalksteinen befindet sich im sogenannten Florkenberge bei Schieder vor. Das betr. Grundstück, ein Teil des Ritter gutes Vorkhausen, ist im vorigen Jahre durch Kauf an Herrn Gutsbesitzer Dietmann in Istrup übergegangen. Wie verlautet, ha Herr Tiekmann verschiedentlich von die, sen Kalksteinen Proben brennen lassen. Das Resuitat hat ergeben, daß ein vorzüglicher Bau. wie Düngerkalk vor handen ist. Wie man hört, hat Herr Diekmann die Absicht, noch diesen Winter mit dem Bau eines Kalkosens zu beginnen. Sollte dieses zutreffend sein, so wäre das für die Aemter Blomberg und Schieder von größtem Nutzen, Hünser mit 1 Hektar 16 Ar 98 Kubikmeter Land verkauft werden sollen. Der Schulvorstand plant nähmlich den Bau einer neuen Schule in der Nähe der Kirche und will deshalb die jetzige Haupt= und Nebenschule mit etwa 7 Schefselsaat Fläche zum Verkauf bringen. p. Barenholz, 22. Sept. Eine Sizung des Ge meinderats des Antes Varenholz fand gestern in der Lohmeschen Gastwirtschaft hierselbst statt. Die Amtsgemeindelassenrechnung über Polizei= und Armenzflege für 1907/08 hat eine Einnahme von 15 320.09 Mk., eine Ausgabe von 15444.85 Mk., und einen Vorschuß von 124.76 Mark aufzuweisen; sie wurde genehmigt, ebenso die Rechnung über den Kommunalwegebau. Diese Rechnung wein eine nnahme von 15706.67 Alf., eine Ausgabe von 14871.43 Nark und einen Bestand von 835 24 Mk. auf. Als kemitermitglieder für das Eisenbahnprojekt Lemgoenteln wurden Oberförster Schmidt zu Langenholzhausen ud der Vorstcher Krüper zu Stemmen gewätlt. Die Juchtstier Kürungs Rechlung vom Jahre 1907/0S wurde bekannt gegeben und die Zahlung des Vor###aes von 57.50 Mark genehmigt. Den Bauerricktern wurden für die Auf stellung der Reichs= und Landtagswählt#l sten eine Ver ütung von 2 Pfennigen für jeden eingetragenen Wähler bewillizt, jedoch unter der Bedingung, daß sie die Listen afür in dzppelter Ausfertigung aufstellen. Betr. Versicherung der Flurkarten, Grundsteuer=Mutterrollen und der Gemarkungska#ten wurde beschloss n. zunächst bei einer Versicher ungsgesellschaft wegen der Höhe der Kosten Erkundigungen einzuziehen. Bezüglich der Silixer Gemeindejagd wurde die Erhebung einer Klage gegen einen früheren Jagdpächter auf Zahlung einer Konventionalstrafe einstimmig abgelehnt. Der Amtsgemeinderat halte sich in einer früheren Eingabe an Fürstliche Regierung um Uebernahme des Kommunalweges von Niedernmühle über Kalldorf nach der Bokemühle als Landeschausste zewandt, wurde aber mit seiner Eingabe abgewiesen. In der gestrigen Sitzung wurde der Beschluß gesaßt, sich an Fürstliches Staatsministerium zu verwenden und dieses um Uebernahme des Kommunalweges in Landesunterhaltung zu bitten, da sich der Weg als Landesstraße eigne und einen zroßen Verkehr aufzuweisen abe. Wegen der Bekämpfung des Stachelbtermehltaues übernahmen is die Vorsteher, sich mit den Blutlaus=Kontrollbeamten in Verbindung zu setzen. Dem Amtsgemeinderat wurde bekannt gegeben, daß die Fürstlich: Regierung eine Umarbe tung des Projektes für den Kommunalweg Heidelbeck=Heidelbeckerholz dem Wunsche des Amtsgemeinderats gemäß angeerduet habe. Aus der Nachbarschaft. * Bonn, 22. Spidr.(Niederrheinischer Verein für Lustschiffahrt.) Bei der Wettfahrt am Sonntag von Barmen gerichtliche Ueberwachung und Festhaltung bestimmten Orte hervorbringen. erlin, 23. Sept. Gegen die Haftentlassung des Fürsten Culenburg hat die Staatkagwaltschaft Berufung eingelegt, da die Entlassung ohne Stellung einer Bürgschaft erfolgt ist. Die Beschlußkammer ließ sich von der Ueberzeugung keiten, daß bei dem Fürsten, infelge seiner Krankbeit, kein Fluchtverdacht vorliegt. Berlin, 23. September. Staatssekretär v. Schön begab sich gestern abend nach, seiner Besitzung in Berchtesgaden, woselbst er am Freitag den russischen Minister des ußern empfangen wird. Berlin, 23. Septdr. Reichskanzler Fürst Bülow hat sich gestern abend wieder nach Nordermy begeben und wird am 8. Oktober zurückreisen. Toulon, 23. Septbr. Auf dem Kreuzer„Latonche Trevlle", ereignete sich gestern eine Geschutzexplosion. Die Zebl der Toten soll groß sein. Die Opfer wurden b's zur Unkenmlichkett verstümmelt. Tenlon, 23. Sept. De Geschützexplosion auf dem Kreuzer„Latouche Treville“ hat sich bei Salins L'#cyeres ereignet. Es wurden 9 bis 13 Personen getötet und 2 lötlich verletzt. Paris, 23. Septbr. Aus Anlaß der Explosion auf dem Kreuzer„Latouche Treville“ hat sich der Marinc= innister sofort nach Toulon begeben. da im Umkreise von mindestens 25 bis 30 Kilometern keinsans ist der Bonner Ballon Prinzeß Viktoria Sieger Kalkofen vorhanden ist. Dieses Unternehmen würde ge=geworden unter Führung von Herrn Bergassesser Schulte wiß von jedem Landwirt wie Bauunternehmer mit! Die geplante Weitfahrt wurde wegen der Richtung aus nahMeer in eine Zielfahrt umgewandelt. Bocholt wurde al: Freuden begrüßt werden. enden deg! (: Blomberg, 22. Sept.(Schöffengericht.) der heutigen Sitzung des Schöffengerichts kamen 8 Sachen zur Verhandlung. 1. Die Eheleute Gastwi t Heinich F u S. waren wigen Vergehens gegen das Kinderschutz gesetz angeklagt. Der Ehemann hatte in der Zeit vom 10. 5. bis 14. G., die Elefrau am 21. 6. 1908 einen noch Ziel gestellt. dem Zier. Prinzeß Vtiocia“ landete 400 Meier Letzte Nachrichte: Die lippische Prinzenassaire. Das anläßlich der Jubiläumsseierlichkeiten in Oesterrreich von dem Radfahrer Bund für Deutsch Bölnnen ausgeschriebene 125 km Straßenrennen Karlsbad=Eger=Marienbad-Karlsbad, fund am letzten Sonntag eine internationale Besetzung. In diesem Rennen kam um seinen sicher. Erfolg infolge Reisendenabor den 2. und 3. Preis. Der aussichtsvolle Bewerber in diesem Nenen kam um seinen sicheren Sieg infolge Reisendesettes, wodurch er gezwungen war, eine große Strecke mit luftleeren Pneumatiks fahren zu müssen. Trotzdem konnte er sich als zweiter Sieger plazieren. Familien=Nachrichten. Genorben: Wilhelmine Sander, g.b Strohmeier, 68 Jahre, in Holzhansen bei Horn; Bee i ins: Donnerétag nachmitteg 4 Uhr.— Leibzüchter Kar! Kreiemeier, 5½ Jahre, in Suwalenberg; Veerdigung: Mittwoch nachmittag 5 Uhr. Wetter=Narhrichten. Detmold, 23. Sept. Wetterbericht der Wetterdiensttelle des meteorolegischen Obseroateriums zu Nachen. Wechselnde B wölkung, strichweise Regenfülle, mild London: Dunstig u. kühl. Hamburg: Schön. Im Sommer bedarf die Ernährung der Sänglinge besonderer Sorgfalt, weil die Darmkatarrhe in dieser Zei. durch die Gälrung der Rahrung im Darme leichter verursacht werden. Durch die Ernährung mit„Aufeke“ und Mich beuat man in wirksamster Weise den gefürchteten Darmerkcantungen vor. gegen ngehsrenden angeblichen Talsach Bem:e speerien Wig m Ferstorte Biunenberg gefohrens=Cvangen:e#: Mit dem Antrag: anf gerichtliche Entsch. dun.(ennellt, die baran gemüpsten Vemeelungen und kuran., nite Fl. den##nfele###zogenen Schlußfolgerungen sind fulsch, die in volizeilch ein selte. gegen die polizeiliche Stiafvetsügung varte Fl. den ineneenenen Schrugforgerungen Postenlo'er Freitprechung.— 4. Eire Aneige wegen Ver#dem Artikel sich wiederspiegelnde Tendenz i vergehens gegen die Geweide=Ordnung bruchte dneche# mehrfach bestraften Hänsler und 7. in Perzhause: bei Prrment auf die u legeben'. Esries soltte cm 13. Juli d. J. bei Anenbung seines V##,###n Kreisen Joem und Inhalt dieses gewerb's einen Mann mit sich geführt haben, der nicht u######rt auf das schärfste verurteilt und Wandergew beschein eingetragen war. Gegen den Sua ehl hat: T. Eispruch erhoben. Das Gericht hielt duung bruchternehnwerflich. Der Artikel erregt den Anschein, als cv er vom Perde cleter V.,##in Hofe oder von diesem nahestehender Seite inipiriert weire. unrich“ig. Sell stverständl.h s##en letztren für unbegrnt den st #uch nur sorübergeheude, Irrefsnzung auf wird auch . .r U... hres aArr-K. Beraymte Ungarin, L#ig ungenheit uno t Damen und Herren Auskunft über d 1 #uch=, wus die Zukunft bringt am nach Pheregrar. t u einr Geldstre von 6 onn geu des Landwirtaate 4 r! 95. da t und vernrteilte ern Ang k. oder 2 Tagen Kil—5 R. in Lothe wa. am 16. Os ui einer Mähmaichine über die Wiee des La T. damerbst gefahren und ollte dieses unberecht#t getan: Iim hertigen Termine bebauptete stdoch der Angellagt=, dem Knionate seines Vaters das ausgen!. Rect fahren seit unverdenklicher Zeit zustehe. Das nericht getzte die#nt cheidung aus und gab dem Beichn innerbalb 6 onateu Kloge auf Anerkenguro gegen den Landwitt T. zu erneren.— G. Die En leute zencht Wiieelm T., früher in Borthausen, h####en si. wegen Diebstahls zu vrrnmwerten. Bei##e sollten Mit. Jonrar 1108 aes dim#ller auf dem Nitterante hauen Auttff.ln, und d.r Elemann nech aus dim S##ll tT Berlin, 22. Sent. Unter dem Verd Veraerkanlung sind heute nachmitlag. eisant. vier meitere Personen in das Ri i Krantenhars eingeliefert werren, da:: ussen. Im Hinblick auf die vermehrte G. ahr # p p u n g d e r E r u c h t i# e n s i c h d i e S t a a t s gesehen, energische Naßnahmen im #reiten. Im Reichsamt des Innern ist heute vorn 1 #i wen ###eilagt. * 5 Heme zum lenten Male in Hisbesen Julis. Szente, Eiddesen, Privateingang, 1 Treope, 4. Tür. Snnechetundon: nachmien gs 2— 10 Uhr. Sprscilst.invon. megen 2—1 Uhr. Von Dounerstag ab in Lemgo, Mitle'straße VirEein 110 f. V. anlaßt d i Dauerbrand- Oefen, #ch nf.Sgulierofen. Kochöfen, Kocnherne Kessel#es#öfen, Ofenrohre und Kleiseisonwaren IRuusministetis###n der Geh. Obetregierungsrat empfichlt zu biltigen Pr. isn Kirchner. Es hauten seiner das Auswärtige Amt sowie säm: 1FA Sur liche beieiligte Ressort ministerien, vor allem auch die Ver 11 Uhr zu diesem Zwece eine Kommission zur emnmengetreten. Den Vorsitz in der aus erwa 10 evenden Kommist#n Führte der Direktor im R rn Ministerialdi#kter v. Jonquieres. Als der Geh. Wissmann Bretter wandt haben. Schuld der Argestagten. Die Beneisaufnahne ergab de Der Enmann wurk: Nachfolgende Schüllr bestanden die Prurung und erhie#ten damit die wissenschaftliche Reise für den einjährig freiwillezer onst: Er'ch Ermung(Kauimanr), Eduard Kate(Kam=1Gefärgn einate von 3 Wech n, die Ehe rau zu einer n), Binhard Letzenberg(Kaufmann) aus Deimeld,svon 2 Tagen ve#urieilt.— 7. Um Mai de. J“. h 9 Kugel(Kufmann) aus Lüdenscheid, Walter Möner! Gecha ernsende S. aus Sü#erschiei(Sldenbu — Donst man Erich (Postsach) aus Kreuekrug, Heinrich Otttermann(Raufmann Schieder, Siekhof und Umzczind Waren im Umbe Walter Ereyer(Machinenbau ach), Fritz Reineke(Postach) ziehen bei Peu##en angebeten und verkauft, onne B.sit :n eine selcher tte der 15 im Umher: und Heinrich Shäfer(Postfach) aus Detmold. benes lippischen Wandergewerbeschenes geweinn zu ser. De: * Jahresfest. Das am vergangenen Se#tage vomsvon ihm en g legte Enpruch wurde veiwor##en und die in Bielefelder Altstädter Junglings= und Männerverern uneridem Siafbefehle festgesetzte Stiae von 48 Mk. oder 6 zahlreicher Beteiligung geseierte Jahresnst ist in jeder Hu##sagn Hait alftecht erhalten.— 8 Zulig####eschäftigte de# sicht als wohlgeluigu zu bezeichner. Durch einen Posanmn#####ngericht ene Privatklage des Bauunternehmers K. gruß vom Lurm der Altstädter Kirche wurde der Tag em Vin B. eenen der Tischler 8. M. in Elbrinxen wegen Be geleitet. Nach einer kurzen Andatt im Vereinslokal sanefleidigung. Letzterer hat diese mit 25 Mk. Geldstrafe zu um 10 Uhr in der Altstädter Kircke der Festgettesdienstlbüßen und die## unerhblichen Kosten zu trag v. statt, wo perr Generalsuperintendent messelI#warnteup, 22. Sept. Es sind in letzter Zi# Detmold urter Zugrundelegung d.s Bibelwo tce Phrt. 3. Uhter menach Conotebstähle vorgekommen, onne daß einer ergreifenden und herzandriugenden Feu Lleider die Tüter zu ermitteln waren.— Am Montag wurd: S Ses 1 55 F 1 1 Damen- und Verren-Ssiefein hiernit an. Dürfen wir Sie ganz ergebenst c, bitten, uns bei eintret nden Bedarf c) 0 mit Ihrem Bennen zu boehren* predigt die Aufgaben, Zwecke und Ziele sowie die Losung eines Jünglingsvereins— vorwärts, einn äits, auf wärts“— behandelte. Die vom Gesangchor zu Gehör ge „brachten Lieder„Tagl Jehovah hoch erheben“ und„Fahre sort“, sdwie die Vorträge des Posaunencho##s tugen zur Verschönerung der Feier wesentlich bei. Nachmittags 8 Uhr „versammelten sich nun die Festteilnehmer im großen Saal des Hotel Vereinshaus zu einer Nachseier.###### das städtische Obst vertantt. Man erzielte hohe Preis Ee wunde für 478 M. verkauft.— Der Magistrat dat### ezirke für Trichineuschau, welche vergangenes Jay eingesührt wurden, wieder ausgehoben. * H e i d e n o l d e n d o r f. I n d e r Z e i t v o r d e m 2 4. J u l i 1908 ist der Frau Hellwig Nr. 1 in He denoldendorf aus einer Nachttischschublade in ihrer Schlafkammer ein goldeues Kettenarmband im Werte von 95 Mk. gestohlen worden I'm Platz zu behammen, gebnn nirenen Posten fchunnaren# unte: Preie ab. 10 bis 25% ag Tonnn Langestr. 1(Ecke Hornsche- und Lungestr.) 9— lieter Bächtinge uus Spretten empfng und emp#'chlt R. Watermann. Kinematographen= Theater Pholographien teb. Bilder! Am Marktplatz D Ecke Schülersteine Jede Woche Programmwechsel! Stets die uinesten Schlager der Welt Geöffuel: Wochentags von 6—11. Sonntags von“,12 bis I, nachmittags von 8—11 Uhr. Es ladet freundl. ein Die Direktion. 3 AAESEEE Pekanntmachung. Schulhausneubau. Für den Neubau des hiesigen Schulhauses mit Turnhalle und Abortgebäude sollen die Anstreicherarbeiten in sechs Losen vergeben werden. Die Bedingungen können während der Dienststunden im hiesigen Rathaus=Sitzungszimmer eingesehen und daselbst Angebotsformulare gegen Erstattung der Schreibgebühren in Empfang genommen werden. ng 9 Verschlo . verschlossene, mit entspr. Aufschrift versehene Augebote sind bis 30. d. Mts., mittags 11 Uhr, auf dem hiesigen Rathause im Sitzungszimmer abzugeben. Zu dieser Zeit findet die Eröffnung der Angebote in Gegenwart etwa erschien Reflektanien statt. Horn, 21. September 1908. Der Magistrat. Spelge. Freiwilliger Verkauf. den 7. Oktober d. J. nachmittags 4 Uhr sollen im alten Helpuper Kruge die Gebäude und Län dereien der Schulgemeinde Wärentrup— 2 Häuser und 1 ha 16a 98 qm Land am Wege gelegen Effentlich verkauft werden. Bedingungen können eine Woche vorher auf der Gerichtsschreiberei des unterzeichneten Gerichts eingesehen werden. Oerlinghausen, den 10. September 1900. S. 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