** enter. Juli, n des ubaues lung des ins. leur. in 4 Akter Johl. 3. Juli, Hiühel. üdermann. uerwehr Id. 15. Juli. 8 Uhr ing Wehr. Immando. rug. 12. Juli: nilienfest mit Mnzert. eine komische itis.— 4½ r Kinder zur 6½ Uhr: Fuß Jupiter", Alhirm. KinderKindertan.. ber=Theater ise bei bengal. zen Etablissef. an d. Kasse ntree 20 Pf. Pfg. der Kaiser esen 12. Juli 5 Uhr - u n d Abend onzertsängers wie Zithervirlrstlichen HofDetmold. Kapellmeister vom Theater in=Charlotten= fspreis: latz 40 Pfg. Zigarrenläden Holzkämper, Paul Mesch, die im Gasthof en Kaiser. ster Platz 50 Pf., Pfsefrische stein“. und sahne 40 Pfg. ner Ruchen. keller trup. en 12. Juli fest. der Dunkelheit nation. Bedienung bannen „Größen— m FutzwanRabntt. Badewannen zu Sandmunn ngestr. 63. Stück Fahrräder Dr Paz.“ Vum Mk., abzureive Langestr. 49. es Obst er Auswahl g und billig in is Obstständen. ∆ kippische Tages-Zeitung General-Anzeiger für das Fürstentum Eippe Rezuasdreis: in Detmoldin durch die Vertretungen: 50 Pfg. für 1 Monat, durd für 2 Monate 1 Mk. u. 28 Pfg. Bestella..#### u. 14 Pfg. Besicug. Anzeigen: aud Lhhte g# P%, big n umfans): 1) Linp. Familienfreund 2 Lipp Ziegelei=Anzeiger, 5) Landwirisch, Ratgeber, 4) Wandkalendur, 5) Sommer, 6) Winterfahrplan. allen 60. Fernsprecher 10 Schwalenberg; ferner in Ortimaften der Aemter Detmold, Schormar, Oerlinghausen, Lage, Horn, Brate, Barenholz, Sternberg=Barntrup, Blomberg, Schieder, Schwalenberg; zusammen O Vertretung.— Die„Lippische Tages=Zeitung“ erscheint jeden Wochentag. Rotationsdruck u. Verlag: Willo Bender, Detwold, schasften der Aemter Nr 167 Immer noch Marokko Verantwortlicher Redakteur: Willy Bruder, Detmold. Telegramm=Adresse: Taceszeitung, Detmold. 13. Jahrgang. Detmold, Montag, den 13. Juli 1903. Als vor von Tschudi tans Abdul Verstimm vorhe f anzösische und englische Offiziere nach Ges B“.1Handel kommen, und ein Einfluß des Verteiters auf Wregen sanger waren. Eine abnliche Verktiumit.w,Krigte KCz.32. Qualitct muß zur Unmöglichkeit werden. Das Vgel. es smcslurg lie im e. ei eate Wiate uch, als1 Penget, kommen, U 32.27.=21222t.—2deu, Das Adeal, slwickelung dieses werivollen deutschen Besise liegende Vo, Lesit, Autmersamfeif zuwendet“ Resolution:„Der 24. Deutenosfenschaftstag erachtet es für Reichsverhand der überaus der ländlichen ArWege seine fortweiche Mahnahmen genosenschaftlicher Art demitunten.,. L:. L.tu,L; Haudmirtschaft während der Haupt400 000 bis 500000 ausländische Arbeiter, meistens beschäftigt. Wenn eines Tages durch irgend eine Maßnahme verhindert wird, daß diese Arbeiter nach Deutschland kommen, dann entsteht für die deutsche Landwirtschaft eine folgenschwere Krisis. Also sind notwendig. Die Vorschläge, die der Referent gemacht hat die Arbeiter von der Wohnstelle abhängig zu maPlau besteht, Abdu! Asis von Rabat nach Casavlanen, V#####wir erst unsere Ställe und die Fütterung unter vonzeichnen unnnin„ üchen, sind jedoch wurde de ui. Ven. Neae 12ch. Mhlshenl Geusteal dKade 9lritchel, oungoeben. Vl. el, usetr. er2.= 1a) Hhautdl Khaise weit muast den eltbester dieics zun. Beitzer de) Der Arueigetuer vur ugleis Gaustaster, und mann en nn un, Au u n n#, s gae de erete. hchie, die Leheike i. üehigerten une Friz es dag wor en ur ve..4, in die Stadt trieb. Weng man —. Often Berlins sieht, wie der einem kleinen Stückchen Land hat kann man nicht glauben, daß es den Arbeiter in die Stadt zog. in der Hauptsache nur aus zu. Bacht wird für die Genostenschasten nur Leug v. Hresir ebensg gut babr.(Heiterkek.) Eo hanbell sach Fer aus. desloan Nos ocimnen geut en laut berngseate seie. ese hiese i8 aich ber. s12. zuwachs bleibt. Der Hauptvortel, MerZ., ugrgang fee gan selbst lieber abdanken, als weiter als Gilsloses frungstsw# stände in der Milchverteilung(Muchhandet, vesenige weteroieret GVtpig###ig####enächat# ihrerfest müssen ergreisen, die den Arbeiter—— Nes due Bridcen uuden un ue. Benez ue Paaen de Belieherantes usatisg euns berange Map e che sehele echescige Persiche Wier aun. Kchien in bicte Laur. aich ie Busautshalste, esgretaschele sce beisen Geaschelchel sb elson Land eagsht Ainn useiten hasse=ei zcs eiken beis Alche it ist. Die nachste Wirkung eines deutschen Einspruchs Mürs Pentschland, Dr. Nolden(Neuwied). Er berichtete, daß im dem Erbbaurechte auch noch nicht überall gute Erfolge“ machen wird. Die Genossenschaften können direkt vordensale, daß Freunde und Geganer der Moroltovolitl earigen Jadie in Deuisch=Südwesafrita ein Genosen=Lzielt worden sind, so dar une 932. /ge, gesgar- sizerpsrmmt. geben, da nach den neuen Betimmungen die Landschaften in Frankreich bald wieder einig sein würden, während ein: schaftovervand gegründet worden ist, der sich dem Reichs;ja gar kein großes Risikze, das eine Gemein.. zgrrg bis zu 75 Prozent beleiben können. Die Sache gebt also kühl abwartende Haltung Deutschlands die französischen nerband angeschlossen hat. In den Kolonien ist derselbe wenn sie eine Aue an Arveiter in Erbbaure#### Fiel ohne Staatsdotationen zu machen. Natürlich müßten die - woten für de genosenihaltlich, Venenurg,. eeihen. Ue Kräil. ia immer wod, Arz.= 92h.im in Ventengltern iu. Lenosten haen den Arkeitern. de Genossenschaftensschen, am besten dadurch, daß zu jever###l128 emig westafrika bat sich mehr noch als in. Teutschland das Salt; ganz gxbeblichs, Ritel zur Berigung stellt. Es fragt sich Sina rano zur Srezugung gruent witn,(oernung— dag un u u e de e. nt Am##### man sicht vielmehr, es nur sebr schwer, gelingen werde, aus derr, Auslande und Generationen, eine unzufriedene haben sich wie im Mutterlande, so auch in den Koiomenrumnurzterischen Jocen zugängliche Arbeiterschaft damit Mmmaichaiten iu einzelnen Anteressentenaruppen heranzüichtet. Es fragt sich weiter, ob diese Maßnahmen wo er arbeitet. Es wäre zu bedauern, wenn der des Verlegenheiten nur vergrößert. Ein großer Teil französischen Voltes hat das marokkanische Abenteuer satt. Das Drangen also, die deutsche Regierung möge sich zum Beschützer Mulay Hasids auswersen, scheint uns nicht klug zu sein, es sei denn, daß man eben nicht absichtlich einen Haritätsgefühl unter den Genossenschaftlern entwickelt. Imsnun, ob es möglich ist, auf neuen deutsch französischen Streit schaffen won.[Gegensatz zum Mutterlande hat serner die genossenschaft=Arbeiterschaft zu schaffen, o Schlächterei in den Kolonien gute Aussichten. Dochswenn auch ern für spätere Ge 24. Deutscher Landwirtschaft= haben sich wie im Mutterlande, so auch in den Kolonien sumstürzlerischen Ideen zug licher Genossenschaftstag. Mainz, 11. Juli. Als zweiter Reserent sprach bandsdirettor Landesökonomierat Dr. Havenst über die gesetzliche Grundlage und prattische Durchführung der Revisionspflicht der Verbände. Die Selbständigkei“ Selbstverantwortung der Genossenschaften mühten. nrzmann,Mindaut Voraussetzung ihres Gedeihens unter allen Umständen er=[Erdmann=Windhuk Er schilderte den Entwickelungsgang lich ist, eine nahe Industrie zu erreichen. Wo aber Eigen und teilte mit, daß man auf allen Ge=tumsstellen angeschafft werden, da soll man auch den ArQualität der Milch. Viel größere Uebelstände aber be stehen im Handel und Verkehr mit Milch. Vielfach muß man sagen, daß die Art, wie der Milchhandel mit der Milch umgebt, geradezu unter aller Würde ist. Von der Möglichkeit des Falschens der Milch soll gar nicht gesprochen werden, wenn sie auf dem kleinen Karren zur Stadt gefahren wird. Aber auf die Verteuerung der Milch, die durch den Handel verursacht wird, muß aufmerksam gemacht werden. Hannover entfällt zum Beispiel ein Drittel des Preises auf den Milchhandel, was pro Jahr ungefähr 2 Millionen Mark ausmacht. Wenn wir hier mit unserer genossen schaftlichen Arbeit einsetzen, dann werden wir einen gropen Einfluß auf die Milchverteilung erlangen können. Eine Kontrolle der Ställe ist gar nicht so notwendig, wenn die Selbstzucht der Landwirte und die Einwirkung der Genossenschaften das ihrige tun. Wir können allerdings die Nachdem Präsident Haas beiden Rednern für ihre Mitteilungen den Dank des Kongresses ausgesprochen hatte, wurde folgende Resolution angenommen:„ Der 24. Deutsche Landwirtschaftliche Genossenschaftstag ertlärt: 1. Südwestafrika eignet sich als Besiedelungskolonie zur genossenschaftlichen Organisation seiner weißen Ansicdler. (Farmer, Gewerbetreibende, Handwerker usw.) 2. Diese Organisation erstreckt sich in einer den besonderen Verhältnissen des Landes angepaßten Weise, sowohl auf das Kredit=, Depositen= und Bankgeschäft, wie auf die gemeinsame Verwertung der Wirtschaftserzeugnisse; zwingendenfalls auch auf den gemeinsamen selbständigen Einkauf der Bedarfsartikel. 3. Diese Organisation ist in hohem Maße geeignet, die zu lassen. Wo übrigens wirkliche Versuche daß die Einwohner und Strandgäste des kleinen däniaus den Städten Arbeiter aufs Land zu bekommen. Vom heutigen Geschlecht sei wenig u erwarten, das Hauptgewicht müsse darauf gelegt werden, daß die Jugend durch die Schule zur Liebe für die heimatliche Scholle erzogen wird. Politische Uebersicht. Deutsches Reich. * Detmold, 13. Juli 1908. — Ueber eine Begegnung der auf der Nordlandreise befindlichen Schisse des Kaisers mit der eng—„ Berl. Lok.= Kurs Travewar, und Kap Skagen englischen ließ deren Salut Mannschaften feuern hergebrachten ert werde. Hoffent=(Honncuro.— Iu der Biinegnung des Kaisers Wilhelm niger regieren undlmit dem britischen Kanalgeschwader telegraphiert der Koreaieren erboben worden. Die Arbei, jühlen sich als dies schieben der, 72 britischen Kriegsschisse in der Nalheabar Schoßkinder der Verwaltung sehr gut. Man muß nurtin große Aufregung versetzt wurden. Tausende von einen Druck auf die Gesetzgebung ausüben, denn von der Fensterscheiben gingen durch den gewaltigen Luftdruck, den Gemeinde ist in Bezug auf die Arbeiter=Ansiedelung nurl das Geschützseuer verursachte, in Trümmer, Kinder singen ig zu erwarten. Auch die Arbeiterorganisationen sind an zu schreien und zu weinen, und die ungeheuren Rauchals ausführende Organe hierzu ungeeignet, ebenso die In=swolken, die das riesige Geschwoder ausstieß, versetzten auch Zeischsverband g““ einen geeianeten Vermittle..—.2 dus Schtoben der anglichen Klotte in Plshobe wird auch selnv, De. Candpirt, Gr Lrtaket„Aleei. als erikelchen, Gerschite Venen inr ünleut. Bes kers sagen. Dl. snit hieter genonemimalticen Taltaten eiwaonemn Triencumm=ag. m—#— sich um ein bloßes Albumblätter. Das ist die wahre Liebe, die immer und immer sich gleich bleib: wenn man ihr alles gewährt, wenn man ihr alles versagt. Ebgeihe Dei Türkisenring. Erzählung von P. Redlich. (Nachdruck verboten.) „De Sie Not uns armen Ueber Herzchen! Wußte ich es nicht, daß kommen würden?“ rief sie gefühlvoll.„Denn wenn die am größten, ist die Hülfe am nächsten. Ach, bei Leuten wird's bald heißen: Kein Brot im Schrank, kein Geld im Haus! Die Mtete fehlt, man jagt uns hinaus! Elisabeth setzte sich an den Tisch und warf einen ausdrucks vollen Blick auf die Grogkanne. Frau Pocheike seufzte „Ach, ich hatte s. Zahnschmerzen. Sie sagen ja, da soll man Grog trinken, soviel man irgend vertragen kann. Wie ist es denn, Kindchen, darf ich Ihnen ein Gläschen anbieten?“ „Danke. Zahnschmerzen vabe ich nicht. Warum ich komme, ich habe ein paar Mandel Eier übrig. Würden Sie vtelleicht morgen auf dem Gute anfragen, ob haben will?“ „Aber natürlich! Und Mamsell wird sie Freuden nehmen. Ich bin ja, das kann sells beste Freundin.„Wenn ich Sie nicht sagt sie. Sie sind die einzige Seele, auf die ich mich verlassen kann!“ Elisabeths Augen musterten wieder und wieder das arm selige Gerät des Zimmers. Zwei morsche Bettstellen, einige Stühle, der wackelige Geschirrschrank,— das war neben der Truhe dae ganze Mobiliar. Im kleinen Verschlage nebenan schlief wahl der Junge. Weitere Räumlichkeiten standen den Pocheikes nicht zur Verfügung Eine große Verzagtheit wollte sich des jungen Mädchens bemächtigen.: Wie hatte sie nur denken können, daß man hier wage, Dinge auszubewahren, deren Vorhandensein eine große Gefahr für die Leute bedeutete! Mamsell sie mit tausend ich wohl sagen, Mam ht hätte, Frau Pocheike 0 Frau Pocheike beobachtete ihren Gast mit schlauem „Und das Geld für die Eier, das holen Sie wohl morgen abend selbst, Kindchen? Elisabeth errötete. Die Frau dachte offenbar, daß sie sich ohne Wissen des Vaters durch den Eierverkauf ein kleines Taschengeld verschaffen wollte! Nun. was kam es darauf an, was die Frau dachte. Sie hatte auf diese Weise aufs neue Veranlassung, die Pocheikes aufzusuchen. „Schön, ich werde kommen,“ sagte sie ie Leute wie Ihr, die haben immer die Hilfstruppen, wenn sie Gyld brauchen. Da gibt's Eier, da gibt's junge Hühner, junge Tauben—.— Aber unsereins, du lieber Gott! Was sollte denn unsereins wohl verkaufen! Da gibt es weiter kein Jungvieh als Fliegen.“ Elisabeth betrachtete sinnend die alte Truhe. Wenn sie die Frau bewegen könnte, sie vor ihren Augen durchzukramen Wer weiß!“ sagte sie.„Haben Sie nicht irgend etwas Hübsches, Altmodisches— ein geschnitztes Nadelbüchslein etwa, eine Granatenkette oder so etwas? Ich mag so etwas so gern. Ich würde es Ihnen gut bezahlen.“ Die Frau schüttelte den Kopf „Ach, was sollt' ich wohl haben! Höchstens— aber nien das hat wohl keinen Wert für Sie! „Was ist es denn?"— „Na, so'n komisches Kästchen— noch von meiner Großmutter stammt es her. Aber es ist wohl nichts „Zeigen Sie es doch mal her, Pocheiken „Na ja, zeigen kann ich's ja mal.“ Mit klopfendem Herzen sah Elisabeth, wie die Frau Deckel zurückklappte. Ach, nicht einmal verschlossen war die Truhe! Wie sollte sie da Geheimnisse bergen? Kleidungsstücke aller Art waren in wirrem Durcheinander darin aufgestapelt. Die Frau riß sie heraus und warf sie einfach auf die Diele. Endlich brachte sie ein ziemlich großes Halzkistchen hervor, das mit bunten Blumen reich bemalt und mit Messingdeschlägen hübsch verziert war „Ei wie hübsch!“ rief Elisabeth.„Wie sieht es denn in wendig aus?"„*„— „Es ist ganz mit blauem Samt ausgepolstert und hat viele kleine Fächer. O ja, hübsch ist es wohl „Aber es Elisabeth machte sich am Deckel zu schaffen. geht ja nicht auf!“ „Ich habe es zugeschlossen. Der Junge braucht mir nich alles durchzuschnüffeln. Weiß nicht gleich, wo ich den Schlüssel Ich möchte das Kästchen haben,“ rief Elisabeth mit leuchtenden Augen.„Wunderhübsch ist es. Was meinen Sie? Sechs Mark gebe ich Ihnen dafür.“ Die Frau überlegte. Ihre Augen glänzten. Sechs Mark sechs Spickale. Schon für zwei hätte sie das Kästchen fortgegeben. „Es ist ein Andenken an meine alte Großmutter,“ sagte sie seuszend.„Ich weiß doch nicht— und überhaupt, mein Herz chen, solche alte Sachen sollen ja sehr teuer sein.“ „Mehr als sechs Mark gebe ich nicht“ Frau Pocheike suchte einige Tränen auszudrücken, was ihr infolge des reichlich genossenen Punsches auch ziemlich gut „Ach, wenn man arm ist— wenn man arm ist! Das letzte gibt man hin, um die Seinigen nicht hungern zu sehen! Dann kann ich es wohl bis morgen abend für Sie zurechtstellen? „Nein, ich nehme es heute schon mit. Ich kann es doch auch nicht kaufen, bevor ich weiß, wie es inwendig aussieht. Die Frau bekam unruhige Augen. Wenn ich nur gleich den Schlüssel wüßte. Mein Mann kann jeden Augenblick kommen. Lässen wir es doch bis morgen.“ Elisabeth schien zu überlegen. „Lassen wir es lieber überhaupt.„Wer weiß, ob Vater über den Handel nicht ärgerlich wird.“ Frua Pocheike stand auf und ging unruhig auf und ab „Aber warum denn. Kindchen? Warum sollte er Ihnen die unschuldige Freude nicht gönnen? Wo Sie doch sonst auch man bloß Aerger haben—“. Eifrig schien sie zu suchen, im Spind. im Bett, und endlich brachte sie ein kunstvoll geschnörkeltes Schlüsselchen herbei Na, nun wollen wir mal sehen.“ Sie zog das Kästchen dicht heran. machte den. Deckel au und legte den Inhalt mit hastigen Fingern auf den Tisch: Knöpfe, ein Halsband von Glasperlen, eine wertlose Brosche und Nähutensilien. Einen in Seidenpapier gewickelten Gegenstand legte sie so, daß er von den andern Sachen bedeckt war Elisabeth blickte nach diesem Gegenstande mit heißen Augen Plötzlich beugte sie sich weit über den Tisch, wie um besser ehen zu können, und stieß dabei mit dem weiten Kleiderärmel gegen die Sächelchen, daß sie herunterkollerten und zum Teil auf die Erde fielen. Das Seidenpapier des eingewickelten Gegenstandes riß dabei und ließ das matte Gold einer seingliedrigen langen Kette durchschimmern O wie hübsch!“ rief Elisabeth.„Was haben Sie da? Die Frau griff hastig zu und warf die Kette in die Truhe. „Ich— ich glaube, mein Mann kommt,“ sagte sie verwirrt.„Er— schenkte mir mal die Kette, als wir Brautleute waren. Sie hat ja natürlich keinen Wert— eine Jahrmarktskette!"—„ Es wurde Elisabeth nicht ganz leicht, so zu tun, als ob je den Worten der Frau Glauben schenkte. Deutlich hatte sie gesehen, daß die sehr dünne Kette von seiner Arbeit und feinem Golde war, sehr unähnlich den glänzendem Tand, den die Mädchen sich auf Jahrmärkten zu kaufen pflegen. „Wenn Sie meinen, daß Ihr Mansi'kommt, so will ich lieber gehen,“ sagte sie.„Aber das Kästchen nehme ich mit.“ Sie legte sechs Mark auf den Tisch. schob das Kästchen unter ihr Tuch und schlüpfte grußend hinaus. In der Haustür blieb sie zögernd stehen. Auf der Straße hörte sie die gröhlende Stimme eines Angetrunkenen. Es war offenbar Pocheike, der einzige Säufer des Ortes. Ehe er in Doblin seinen Einzug gehalten hatte, war die Stimme eines Betrunkenen auf der Dorfstraße eine Seltenheit gewesen. Elisabeth schreckte davor zurück, dem widrigen Menschen zu begegnen und trat schnell hinter das dichte Gestrüpp von Fliederbüschen, das sich vor einem der Fensterchen ausbreitete. Ein durchdringender Fuselgeruch machte sie fast übel, aler in der Dunkelheit nahe bei ihr vorüberstolperte. Sie hörte, wic er polternd in die Stube trat, und sah durch einen Riß des schlechten Fenstervorhanges, wie die Frau die Kette, die sie eben in ein Pappschächtelchen gelegt hatte, zu verbergen suchte.— He. was ist denn hier für'n Trödelkram! Willst wohl zum Maskenball?“, schrie der Mann lachend. Plötzlich aber wurden seine Blicke stirr und tückisch. Er riß an ihrer Schürze, daß Schachtel und Kette auf die Erde rollte. Hastig bückte sich die Frau und steckte sie in Tdie Tasche. (Fortsetzung folgt.) Salu dem vor Kaiser beifuhr Armsetuauer Verordnungsbiett „Mein Geue Freiherr von Loc, u gehandelt habe, weil die„Hohenzollern“ mit diese Gefahr an Bord an dem britischen Kanolgeschwader tressen, daß r folgenden Armeebesehl ut. der Gevera Jeldmarse am 4. Juli d. J. aus einen Tief bewegt bebesonders ngen rkdmiteest bewährten Mannes. hervorragenden Dienste, die er mir und meinen Vorfahren und dem Vaterlande in mehr als sechztgjähriger aufopfernder Hingebung im Kriege rote im Frieden geleistet hat, werden unvergessen bleiben. Ach erfülle mit meiner Armee eine Pflicht des schutdigen Dankes, indem um das Andenken des heimgegangenen Generalfeldgesegneten Leden abberusen worden. Tief 5 klage ich das Hinscheiden dieses in so vielen wichtigen Stellungen rähmitest bewährten Ma bervorragenden Dienste, die er mir und mei — KrIkkass nas SHisa. X ter der Ueberschrift„Deutscher veröffentlicht die„Morning=Post“. king, in dem es heißt: Der deu tömärtigen Aader Si Sür T. Deer stattfindendon kirchlichen T sit- und Schauspiele und nachstehendes bestimme: jee legen auf fünf Tage lage“ Unich, um das Andenken des hei marschalls zu ehren, hierdurch 1. Sämtliche Offiziere der Armee Trauer an: 2. füx die Offiztere meines Hauptquartiers, sowie für diejenigen des Gouvernements von Berlin und des 4. Armeekorps währt diese Trauer acht T Deutschland und China. London, 11. Juli Einflus in China“ ein Telegramm aus Beking, in dem es heißt: Der deutsche Gesandte hat dem chinesischen auswärtigen Amte mitgeteilt, daß alle in China wohnenden Türken, die früher unter französischem Schutz gestanden, von nun au von der deutschen Regierung geschutzt würden. — Das Braunschweigische Staatsministerium hat aus Anlaß des Ablebens Ihrer Hoheit der Frau Herzogin mit fter Genehmigung eine Landestrauer von drei ochen angeordnet. Dieselbe beginnt am 10. d. Mis. und endet am 30. d. Mts. Am Tage der in Schwerin r sind alle öffentlichen Musonstigen Aufführungen verboten. .— Generalmajor Keim schreibt der„Rhein.=West ahr abgewendet werden müsse. Es sei Vorsorge zu die großen und kleineren Brennereien durch geweiche Mohnahnen zegenüber der gandeuschen Bochruen# ützt werden, und deh diejenigen Brennereien, die zu 2 Ueberzeugung gelangen sollven, daß unter den neuen Verhältnissen eine Fortführung der Betriebes unmöglich sei, durch Abfindung ihres Kontingents ein Teil ihrss durch steuerliche n verloronen Unlagekapitals ersetzt werde. 4ch Ztg.“:„Bei der Sachlage— ich glaube namlich nicht, weitere Verbände dem Beispiel Schwarzburg=Rudolstadts und Mülheim=Ruhr solizu werden— halte ich es für zwecklos, noch viel zur Esche zu reden oder zu schreiben. Sollte es Herrn Köster gelingen, den Flottenverein nach dem alten Kurse wirklich zu steuern, so würde mich das äußerst freuen. Ich mace jedenfalls nicht weiter mit, nachdem Fürst Salm abgelehnt hat. Go ein bischen Treue muß man doch noch haben.“— In einem von Geweral Keim unterzeichneten Artikel in der„Täglichen Rundschau“ heißt es zum Schluß:„Hic Rhodus— hie salta. Wird gesprungen, d. h. gehandelt, so werden die Reihen des Flottenvereins sich wieder füllen, und ich hin der erste, der zum Flottenverein zurückkehrt. Aber vorläufig kann man enjenigen, die beitotte getreten sind, nach den seitherigen Erfahrungen das nicht verübeln. In einer Zeit, voll von Halbheiten und Enentschlossenheiten, von tausend Bedenk ichkeiten und ewigen Rücksichten auf alle möglichen Dinge soll man dieser bedentalls unerfreulichen Richtung nicht noch Vorschub leisten, indem der einzelne nicht den Mut einereigenen Meinung, ofsen betätigt. Das intscheidende für jeden selbständig und innerlich unabhängigen Mana mus sein, nach seiner Ueberzeugung zu haneln, ohne Menschenfurcht.“ — Vom Flottenverein. In Weimar war, wie die „Tägliche Rundschau“ hört. eine Reibe von Führ deutscher Verbäude des Ilottenvereins sammelt, welche der Richtung des alten Kurses angehören; runter der thüringische Verband, der Landesverband von Hessen=Darmstadt, von Hessen=Rassan, Frankfurt a. M., Oldenburg, Braunschweig und den Rheinlanden. Man nahm nach längeren Verhandlungen folgende Erklärung an:„Die Versammlung gewann mit Rücksicht auf das Rundschreiben des Prästdiums vom 9. M. und die jüngsten Vorgänge, die zur Uebernahme des Präsidiums durch Exgellenz von Köster geführt haben, die Ueberzeugung, daß das neue Präsidium für die Weiterarbeit des Bereins die Danziger Resolutton ansieht und damtt entschlossen ist, den alten Kurs beizubehalten. Die Versammlung ist dader der Ansicht, daß der Klottenverein zusammengehalten werden muß, und gibt der Zuversicht Ausdruck, daß keine weiteren Austritte der Gesiunungsgenossen er folgen.“ Deleassee als sdanzösischer Botschafter in London? In der deutschen Presse, schreibt die„N. V. C.“, ist eine Notiz der „Pall Mall Gazette“ unbemerkt geblieben, wonach das Gerücht, Herr Decassee solle französischer Botschafter in London werden, von großem Interesse fur die Tausende sein soll, die in diesem Staatsmans— wir zutieren wörtlich nach der„Pall Mall Gazette“— den arökten Minister des Auswär rigen erblicken, den Frankreich semalo besessen hat. Unter richtete Persönlichkeiten seien überzeugt, daß perrn Delcassee“ üngster Besuch in London mit seiner küaftigen Mission am Hose von Sr. James in Verbindung gestanden habe, so da die ungewöhnliche Gunst, sbomit man Uhn in London behandelt, ein Anzeichen dafür abgebe, daß er persona grata im Körig und beim brittschen Volle sein werde. :— Jugendgerichtohöse. Nach den Mttteilungen der Deuter Zutuh fie Spondkürkeng beiiehen Inderiche in genden Städten: Nachen, Altona, Barmen, Berlin=Mttte, Beuthen, Bielefeld, Broolau, Danzig Düffeldorf, Eien. Frankrt a. R., Hamm, Kaktowitz, Kiel, Köln, Königshätte, nep, Pankow, Posen, Potsdem, Atxdorf, Schöneberz, lingen, Spandau, Stuttgart, Weding, Weißensoe, Weißen#le, Werden. In Awoscht genommen und ste in Bochun, harlottenburg, Dortmund, Lübeck, Mainz, Mühlheim uhr. In Baiern#nd Vorschriften für das ganze Land in gaher Zeit zu etwarten, in Württemberg sind seit dem 1. Juni I. besöndere Vorschriften für die Behandlung Jugendlicher das Leben gerufen. In Hessen sind solche in Vorberettung — Eine Versammtung der badischen Brenner, der Ver treter der landwirtschaftlichen und gewerblichen Brennereien. swie der kleinen Materialbrennerei betwohnten, erhielt eine ganz besondere Bedentung durch die Anwesenheit von Vertretern der Regierung, sowie mehrerer Reichs= und Landtagsabgeord neter. Gegenstand der Tagesordnung war die Stellungnahme m der bevorstehenden Aenderung des Reichsbrannt weinsteuergesetzes gelegentlich der Reichsfinanzreform Einstimmigleit herrschte darüber, daß das Brennereigewerbe durch den bevorstehenden Gesetzentwurf geführdet sei, und dast — Bebel in der Sommerfrische. Ein Bildchen aus Bebels Sommerfrische zeichnet in den Deutschsozialen Blättern„Einer, der dunch Arbeit von nichts zu etwas gekommen ist". August Bebel befindet sich, heißt es da u. a., gegenwärtig in Rauheim; er sah wegen eines Herz= und Leverbeidens eine zeitlang leidend aus, indes scheint es ihm jetzt wieder besser zu gehen. Wer den kleinen Herrn, Verzeihung„Genosfen", nach setnen manchma! wilden Reden beurteilt, und sich einen großen Tyrannen mit blutdürstigen Blicken vorstell, der täuscht sich, er täuscht sich auch, wenn er glaubt, der Mann melde die seinem Ausspruche nach durch und durch versumpfte bürgerliche Gesellschaft. Weit davon entfernt, er, der wohthabende Proletarierhäuptling. scheint sich in dieser sehr wohl zu fühlen. Er wohnt, man denke, im Fürstenhof, bei der Tochter eineo früheren Aareriers(eines mecklenburgischen Gutsbesitzers). Wer wird es im übrigen dem alten Herrn übel nehmen, sich in guter bürgerlicher Gesellschaft behaglich zu fühlen, ich, der Sohn eines Sozialisten am allerwenigsten. Ist es doch auch zu eintönig, zu Einseitig, zu viel mit einseitigen Menschen zu tun zu haben die weder menschlich denten noch menschl. fühlen können. Bebel ier in Gesellschaft von Arbeitern mit der schwieligen Faust oder sonstigen„Genossen" zu sehen, war mir noch nicht versonnt, sein Verkehr ist in der Hauptsache ein früherer Fabrikdirektor und Stadtrat(also früherer„Aus beuter") nebst Damen. Vielleicht gewöhnt sich der alte Herr unter diesem Einfluß manches av. war die„Genossen“ an ihm bewundern. Ich aber möchte ihm zurufen:„Denke an die Bilanz deines Lebens", vielleicht läßt sich noch manches Ver äumte nachholen und wieder gut machen. des ReligionsRomo. Der demo unter Bürgermeister Italien. Rom, 12. Juli. Abschaffung un terrichts in den Schulen krattsche Gemeinderat. Noms Nathan, beschloß mit 57 gegen 3 Stimmen die Ab chaffung jedweden religiösen Unterrichts in den Schulen. Die Minorität wünschte wenigstens die Beibehaltung des religtösen Unterrichts für Kinder, deren Väter ihn ansdrucklich begehren würden, wure aber an der bloßen Darlegung dieses Standpunktes durch Uebergang zur Abstim mung gehindert. Der demokratische Hauptredner führte aus daß ordentliche Wohnungsverhältnisse und hygienische Schul räume den Katechiomus und die religiöse Erziehung vorzüglich zu ersetzen geeignet seien. Der Beschluß des Gemeinderats ist nach dem neuen Schulgesetz unanfechtbar, somit ist d. Papst stadt eine Stätte gröbster materialistischer Weltanschauung ge worden. Belgien. Brüsser, 10. Juli. Die Kongodebatte in der belgischen Kammer. In der heutigen Kammersitzung wurde die Debatte über die Angliederung des Kongostaates fortgesetzt. Von liberaler Seite wurde mit großer Entschiedenheit befürwortet, daß die Negierung dem Parlamente noch ein weiteres Zugeständnis machen solle, nämlich den König dazu zu bewegen, für die Verwendung der 50 Millionen, die ihm zur Verfügung gestellt wurden, die Kontrolle des Parlaments an zunedmen. Außerdem soll die Regierung darein bewilligen daß die Kammer, bevor sie sich endgiltig für die Uebernahme der Kolonien entscheidet, genaue Kenntnis nehmen dürfe von allen Forderungen Englands. Amerika. Schlangenindianer sich nahebei von Heurietta versammelt haben und scheinbar boabsichtigen, auf d. Briegspfad zu gehen. Newyork, 11. Juli. Indianer auf dem Kriegspfade. Ein Telegramm vom 9. Juli aus Guthrie(Okla=] Im oo#n—... homa) meldet: Der Gouverneur von Oklahoma hat eine Kom= Offiziere und eine Dame, die pagrte Die amerikanischen Sünger im Nouen Palaie. Petsdam, 10. Juli. Heute vormittag 10 Uhr 17 Minuten trafen mittels Sonderzuges von Beilin der amerikan Männergesangverein„Arion“ aus Brooklyn, auf Statien) Wildpark ein, woselbst sich der Vorstand des Potsdamer Männergesangvereines zur Begrüßung eingefunden hatte. Um ¾10 Uhr wureden die Sänger und die passiven Mitglieder r. den Muschelsaal des Neuen Palais geleitet und vom Oberhofund Hausmarschall Exzellenz Graf zu Eulenburg und dem königlichen Kammerherrn v. Bismarck=Bohlen empfangen. Um 11 Uhr betrat der Kronvrinz den Saal und wurve von den Süngern mit dem Liede„Arions=Gruß" begrüßt. Nach dem Gesang ließ sich der Kronprinz den Dirigenten, welcher schon 18 Jahre den„Arion" lettet, vorstellen und drückte seine Freude aus, daß auch in Amertka das deutsche Lied gepflegt wird. Um 2 Uhl fand ein Essen und um 4 Uhr eine Dampfer fahrt mit dem Potsdamer Männergesangverein statt. Franksurt a. M., 11. Juli. Heute mittag kurz vor 12 Uhr entgleiste auf dem Opernplatz der Anhänger eines elektrischen Straßenbahnwagens. Die 51 Jahre alte Frau Rosa Weiß aus Chicago erlitt erhebliche Verletzungen am Kopfe. Der Schaffner trug gleichfalls erhebliche Verletzungen am Hinterkopfe davon. Außerdem erlitten verschiedene Insassen Kontusionen und Hautabschürfungen. Darmstadt, 11. Juli. Generalleutnant v. Wachter, Generaladjutant des Großherzogs von Hessen, ist heute vormittag gestorden. Innsbruck, 11. Juli. Die seit gestern vermißte Arztwitwe Emmy Kretschy ist heute nachmittag in einem Walde bei Innsbruc ermordet aufgefunden worden. Prag, 11. Juli. Bei dem heutigen Blumenkorso in der Jubiläums=Ausstellung wurden, als die Wagen vor dem In dustriepalais vorbeifuhren, einige Pefrde infolge des Blumen werfens scheu und rannten in die Menge. Eine Frau blieb sofort tot. 16 Personen wurden ziemlich schwer, manche davon lebensgefährlich verletzt. Chur, 11. Juli. In dem. Dorse Bonaduz. einer Station an der Eisenbahnlinte Chur=Thusis, brach heute nachmittag Großfeuer aus, welches in drei Stunden fast die ganze Ortschaft einäscherte. Ueber hundert Gebäude sind zerstört, nur die Kirche, das Schulhaus und ein Hotel blieben unversehrt. Zum Fall Eulenburg. Eine kleine Episode zum Fall Eulenburg, die aber mehr als genug besagt, wird jetzt bekannt. Es war Eingeweihten nicht unbekannt, daß sich im Berliner Schlok ein lebenogroßes Oelbild des Fürsten zu Eulenburg und Hertefeld befindet. Dieses Bild ist nunmehr während der Abwesenheit des Kaisers stillschweigend aus dem Schloß entfernt worden.— Die„N. G. K.“ meldet: Als die Versehlungen des Grasen Edgar Wedel durch Vorlegung des Münchener Protokolls bekannt geworden waren, sagte der Kaiser(auf einem zu Ehren des Königs von Schweden gegebenen Fest) in sichtlicher Erregung:„Denken Sie, unser Edgar ist auch solches Schwein!“ Wir müssen der „N. G. K.“ natürlich die Verantwortung für diese Mitteilung überlassen Die deutsch=amerikanischen Turner trasen, wie ein Telegramm aus Koblenz meldet, mit dem Salondampfer„Helgoland“ von Köln dort ein und wurden von Abordnungen der Koblenzer Turnerschaft an der Landungsbrücke empfangen Von dort aus ging es zum Kaiserdenkmal, wo der Sprecher der amerikanischen Turner eine Ansprache hielt. Mit einem Hoch auf Deutschland und die Vereinigten Staaten, das be geistert aufgenommen wurde, schloß der Redner. Am Abend sand in der städtischen Festhalle ein Kommers zu Ehren der amerikanischen Gäste statt. Im Ballon von Prag an die Ostsee. Zwei österreichische rag aufgeEntmündigung eines sächsüschen Prinzen. Der Leutnank im erften Ulanenregiment Prinz Hermann von SachsenWeimer=Eisenach, Herzog zu Sachsen, Sohn doo Prinzen Wilhelm und der Prinzessin Isenburg=Büdingen=Wächtersdach, geboren am 14. Fedruar 1893 ist auf Autrag unter Vormundschaft gestellt worden. Zum Vormund wurde der großherzogliche Oberstallmeister und Kommerherr v. Eichel in Weimar bestellt. New=York in einer Glutwelle. Wayrend in Deutchland ne erträlgiche Sommertemperatur herrscht, ist New Zork wieder von einer jener sommerlichen Hitzewellen detroffen, in deren Bann alles Leben erschlafft. Aus New=Yort wird uns berichtet: Seit einem Jahrzehnt haben die Oftstaaten keine Sommerglut erdulden müssen, die der furchtbaren Hitze gleichkommt, die in diesem Jahre Menschen und Tiere erschlaffen läßt und aklein in Newyork in wenigen Tagen mehr als 30 Opfer gefordert hat. Das amtliche Thermometer zeigte kürzlich am Dache eines Wolkenkratzers 34 Grad Celsius, während unten in den Straßen 38 Grad im Schatten und 47 Grad in der Sonne gemessen wurden. Gans Newyork erwartet das Trostzeichen einer grauen Regenwolle. Die Kindersterdlichkeit hat eine furchtdare Höhe erreicht. Die Mehrzahl der Einwohner sucht in der Nacht auf den Dächern. in den öffentlichen Anlagen, in den Hausfluren oder unten am Strande Zuflucht, um der lastenden Schwüle einige kümmerliche Stunden unruhigen Schlafes abzuringen. An der Küste kann man jetzt diese Freischläfer zu Hunderten beobachten, die den weißen Seesand zum Bette wählen. In einigen Distrikten hat man die Gratisverteilung von Eis eingeführt. An einem Tag allein erlagen 14 Menschen der Hitze, und achtzig kamen mit Hitzschlägen davon. Alle Augenblick sieht man auf der Straße Pferde fallen, die so geschwächt sind, daß sie nicht wieder aufzustehen vermögen. Mit hellem Geläut rasseln die Ambulanzwagen die Fahrstraßen hinab, die Krankenhäuser sind überfüllt, und die Gerzte stehen dem Massenandrang hilflos gegenüber. In den vornehmsten Restaurants bricht die Hitzwelle alle Gesetze des guten Tones, und die Herren setzen sich in Hemdsärmeln zu Tisch. Die Perlen der Sängerin. Ein neuer Kriminalroman wird von den Pariser Zeitungen erzählt. Er ist zwar weniger blutig als die Mordgeschichten Nemy u. Steinheil, aber vorläufig nicht weniger geheimnisooll. Der bekannten Sängerin d'Alencon, die vor einiger Zeit den Trainer Percy Woodland geheiratet hat, ist ein Perlenkollier im Werte von 100 000 Francs und ein Täschchen mit 5000 Francs in bar gestohlen worden, während sie in der Villa einer Bekannten, der Schaupielerin Arosa in Maison Laffitte zum Frühstück war. Madame d'Alencon hatte das Kollter, von dem sie sich angeblich niemals trennt und das Tüschchen mit dem Gelde in einem Zimmer des ersten Stockwerks zurückgelassen, als die Gesellchaft sich auf der Terrasse zum Frühstück niedergelassen hatte. Einige Zeit später sand die Wirtin, Madame Arosa die Türen des ersten Stockwerkes geöffnet, der Schmuck und das Geld waren fort, und in dem Gang lag das leere Täschchen. Madame d'Alencon sand es verdächtig, das die Wirtin Madame Arosa sich dreimal während des Frühstücks entfernte und in den ersten Stock hinaufstieg. Madame Arosa ist über diese Verdächtigung aufs äußerste empört und hat ihrerseits die Köchin im Verdacht, die sie sofort entlassen hat. Die Polizei hat sich der Angelegenheit bemächtigt, ohne daß es ihr getungen ist, bisher Klarheit in die Sache zu bringen. der Miliz requieriert, die sofort von Chandler nach stiegen waren, sind, wie aus Rostock gemeldet wird, in der dem Gebiete der Schlangenindianer marschteren soll. An= Nähe von Wittenburg i. M. gelandet. Mit Hilse von Landruhen sind dort ausgebrochen. Noch andere Kompagnien sollen leuten ging die Landung glatt von statten. Der Ballon mobilisiert werden. Berichte von Canton melden, daß 2000 wurde sofort verpackt und nach Hamburg verladen. Zum Brückeneinsturz in köln Stadt und Land. Detmold, 13. Juli. * Der heißeste Tag dieses Sommers rur der gestrige Tag. Auf 28 Grad Celsus zeigte das Thermometer. Am Nachmittag und gegen Abend brachten einige Gewitter Abkühlung. aber auch starke Negengüsse, die den Sonntagespaziergängern recht ungelegen kamen. Die schönen Kleider wurden arg mitgenommen. Viele Aeste ritz der Sturm ab. Die Obstbude am Hornschen Tore mußte ihr Dach hergeben, das der Sturm hübsch daneben hinsetzte. Auf der Allee wehte der Sturm einen der großen Lindenbäume um und legte ihn über den Kanal: die langen Aeste hinderten kurze Zeit den Verkehr der elcktrischen Bahn. In Salzuflen wurden in der Nähe des Kurparkes etwa 20 Bäume entwurzelt. * O b e r v e r w a l t u n g s g e r i c h t. S i t z u n g v o m 1 1. J u l i 1 9 0 8 Vorsitzender: Geh. Ober=Reg.=Rat Pustkuchen; Beisitzer: Landgesichtsräte Dr. Rosen und Valentin, Gutsbesttzer SchemmelWüsten und Oekonomierat Krieger=Blomberg. 1) Der Generalmajor 1 D. Delius in Berlin klagte gegen den Magtstrat der Stadt Detmold und en Steuerrat Rothe zu Detmsold wegen Verletzung der Baupolizetordnung. Letzterer hatte an seinem Hause in der Kleinen Palaisstraße einen Anbau ausführen lassen, von dem der Kläger behauptete, daß das Dach und die Fensterflügel überragen, und daß das Gebäude nicht den Bestimmungen der Baupolizetordnung gemäß ausgeführt sei, da der bestimmte Raum zwischen den beiden Ge bänden nicht innegehalten soi. Die beiden ersten Beschwerdegründe sind beretto beseitigt. Kläger wandte sich an den Magtstrat der Stadt Detmold mit einer Bescherde, und als diese zurückgewiesen wurde, wandte er sich an die Regierung, die ebenfalls die Beschwerde zurückwies. Er beschritt nun den Klageweg. Steuerrat Rothe erklärte, daß es sich bei dem Gebände nicht um einen Neubau, sondern um einen Anbauhandle. Vor der Ausführung des Anbaues sei übrigens Generalmajor Delius benachrichtigt und dieser habe keinen Einspruch erhoben. Der Magistrat der Stadt Detmold betonte in der Klageerwiderung, daß eine Bestimmung nicht existiere, wonach bei Anbauten ein Raum von 50 Zentimeter freigelassen werden müsse. Diese Bestimmung beziehe sich nur auf Neubauten und nicht auf Anbauten. Beide Beklagten bitten. die Klage kostenpflichtig abzuweisen. Der Kläger beantragte die Aufhebung der Entscheidung der Regierung. Diese solle veranlaßt werden, der Beschwerde abzuhelfen. Die Baupolizeibehörde sei nicht berechtigt gewesen. Bestimmungen der Baupolizeiordnung außer Kraft zu setzen. Dies sei aber ge schehen und bedeute somit eine Gesetzesverletzung und Rechte Kleines Feuilleton. Sturm auf dem Jupiter. Die Atmosphäre des Jupiter wird häufig von Umwälzungen befallen, die der Beobachtung von der Erde aus zugänglich sind. Die starke Wolkenbildung im südlichen Tropengebiet des. Planeton ist eine veriodisch wiederkehrende Erscheinung, über deren letztes, besonders merkwürdiges Auftreten Philipps in der Britischen Astronomischen Gesellschaft berichtet hat, die dunklen Massen, die als Wolken bezeichnet wurden, zogen um das südliche Ende des berühmten „Roten Flecks“ herum und ließen ein unscharf umrissones Oval unbedeckt. in dessen Mitte der„Note Flock“ sichtbar blieb; doch war er verschwommen und undeutlich, als zögen Wolkenschleier über ihn fort. Die letzten Beobachtungen seit 1901 haven jedesmal ein Vorrücken des„Roten Fleck“ in der Richtung der Rotation des Planeten erkennen lassen. Eine eigenartige und anerkennenowerte Bekanntmachung hat jüngst der Oberamtmann in Haigerloch(Hohenzollern) in seinem Bezirk erlassen:„Es ist zu meiner Kenntnis gekommen, daß gegenwärtig ein Aufkäufer von sogenannten Altertümern die hiesige Gegend unsicher macht. Zwar haben bereits frühere Jahrzehnte unsere engere Heimat derart ausgeraubt, daß der Mann nicht mehr viele solcher Schätze finden kann; allein die wenigen übrigen sollten ihr denn doch erhalten bleiben. Was hat der Bauer für einen Gewinn davon, wenn er viekleicht ein schön aus Holz geschnitztes Kruzifix um 10 A verkauft? Der Aufkäufer bekommt ja dafür vom Kunsthändler 100 K. und dieser läßt sich von den schier heutzutage unersättlichen Ameri kanern 1000 A zahlen. Schämen sollte sich der Bauer, Gegenstände der Verehrung oder sei es auch nur— wie z. B. zinnenes Ttschgerät— des täglichen Gebrauches seiner Vorfahren für ein Lumpengeld zu verschleubersl. Ich habe das Vertrauen zu meinen Bezirkseingesessenen, daß sie im Grunde genommen zu solz darauf sind, und daß es nur dieser Warnung bedarf, um sie vor etwalgen übereilten Entschlüssen zurückzuhalten.“ 3900 verschiedene Rosen. Der Rose, der Königin der Blumen, allt die holdigung, die jetzt in dem Botanischen Sunder, dem Zeichner Friedrich Günther, dem Maurer August Schröder, dem Gärtner Wilhelm Heise, dem Holzhändler Julius Krome; eine Tochter: dem Fabrikanten Karl Juckenack, dem Konditor Friedrich Föste, dem Bäcker Joseph Vorwerk, dem Klempner Richard Teichmann, dem Kaiserl. Banknorsteher Karl Frevelich, dem Gastwirt und Kaufmann Konr. Tintelnot. dem Bürstenfabrikanten Ferdinand Reuter, dem Bildhauer Hans Sobek, dem Tischler Heinrich Vahle, dem Möbelfabrikanden Albert Uhe.— Ebeschließungen. Landwirt Julius Sünkel aus Heesten und Auguste Arendo von hier; Ober=Postassistent Arthür Hering und Elsa Richter; Rrechsler August Rheinländer und Elise Hummerich; Knappgroße Ziel, der Gipfel alles Ehrgeizes, trotz vierzig=schafts=Assistent Arno Schubert aus Bochum und Helene Arbeit noch nicht erreicht: Die blaue Rose. Auch Schröder von hier: Postassistent August Luttmann aus Köln Garten in London veranstaltet wird. Die britische Rosen gesellschaft veranstaltet eine große Ausstellung, und in ihr werden nicht weniger algs 2000 verschiedene Rosenarten dem erstaunten Blumenfreund von dem Eifer u. von den Erfolgen der Rosenzüchterei eine Vorstellung geben. Denn in den letzten Jahren ist die alte Vorliebe für die Züchtung der edlen Blumen neu erwacht und in der Veredelung des vorhandenen. in der„Erfindung“ neuer Varietäten versuchen sich Tausende Blumenliebhabern. deren sachkundige geduldige rastlose Arbeit überraschende Resllltate hervorgebracht hat; allein in den letzten drei Jahren ist die Rosensamklie um nicht weniger als 450 neue Varietäten bereichert worden. Allein noch immer ist das Ahriner diese Ausstellung wird nicht die langgesuchte blaue Blume and Katbarina Contzen von bringen, aber doch eine Ermutigung für die Blumenzüchter. Dettmer aus Bückeburg und Em einen neuen Schritt zu dem hart umstrittenen Ende. Man wird das Exemplar einer fast schwarzen Rose sehen können, die nach zahrelangen Versuchen von einem glücklichen Züchter durch Kreuzung hervorgebracht worden ist und die dem Erfinder wohl auch ein Vermögen einbringen wird. Sie ist nicht völlig schwarz, aber von einem außerordentlich dunklen Karmin, daß einen tiefen warmen Bronzeton zeigt. Was der Erfinder dieser Rose verdienen wird. oo. was gar d. erwartet, dem es gelingen wird, der Welt die blaue Rose zu schenken, ist schwer abzuschätzen; in den letzten Jahren hat es nicht an Beispielen gefehlt, daß für neue Rosenvarietäten 10 000, 15 000 und 20 000 Mark bezahlt wurden. Voraussichtlich wird dem Parlament eine Petition eingereicht werden, die ein Gesetz anstrebt, das den Züchtern neuer Rosen seine Rechte sichern soll. Es ist allo nicht eusgeschlossen, daß man in England noch ein Patentgesetz für Blumen erhalten wird. bie e Standesamtliche Nachrichten. Standesamt Detmold.— Monat Mai. Geburten: ein Sohn: dem Voktechteldwebel dem Schreiber Otto Rödger, dem Kaufmann zer; Kaufmann Friedrich Tölle von hier; Tischler Heinrich Schlüter und Amalie Stock: Lagerarbeiter Friedrich Kamp in Badenhausen und Wilhelmine Schild von hier.— Sterbefälle(außer Landkrankenhaus): Frau Witwe Maria Honerla, geb. Erdmann, 94 Jahr. Ernst Kruse, 5 Jahr. Ziegler Wilhelm Busse, 47 Jahr, Frau Witwe Minna May geb. Schneider, 65 Jahr, Kaufmann Theodor Storch, 69 Jahr, Adele Radau, 2 Jahr. Ehefrau Bertha Gees, geb. Obermann, If Jahr, Ehefrau Mathilde Lentz, ged. Fette, 58 Jahr, Fräu: Erna Rauter, 64 Jahr, Frau Witwe Marte Curse, geb. Corr## 87 Jahr, Frau Witwe Amalie Posteher, geb. Hanke, 78 Jahr, Pauline Teichmann, 14 Tage, Ernst Koch, 4 Jahr, Emilie Vögeler, 7 Mon., Frau Witwe Elise Heitkämper, geb. Schinidt. 66 Jahr. Handelsmann Heinrich Klöppner, 75 Jahr, Ehefrau Anna Gretzmann, geo. Tütemeyer, 50 Jahr. Stiftodame Frl. Therese Groskopf, 78 Jahr, Schneidergehilse Adolf Hundertmark, 18 Jahr. Standesamt Stadt Blomberg.— Monat Juni. Geburten: ein Sohn: dem Fabrikarbeiter Atfhelm Heinrich Konr. Siekmann; eine Tochter: dem Bäck er Karl Reinele, dem Drechsler August Meier, der Heinrich Friedrich Christian Christoph Wilhelm Gei Ziegler Wilhelm Westerheide, dem Fabrikarbeiter Konrad Heinrich Ernst Meier. dem Arbeiter Alexander Belling.— Eheschließungen: Maurerpolier Wilherm Flügge und Klara Berkenfeld, Stuhlbauer Alfred Lässig und Luise Fasse, Mühlenpächter Friedrich Frevert und Marie Müller, Kreislandmesser Richard Nouz und Elisabeth Schmidt.— Sterbefälle: Ehefrau Louise Elise Charlotte Auguste Koch geb. Kublemann, 41 Jahr alt; Amalie Friederike Sophic Vögting, 77 Jahr alt; Heinrich Karl Wilhelm Burgdorf, 1½ Jahr alt; Baurat Ludwig Knoop. 55 Jahr al. Standesamt Amt Blomberg III. Geburten: ein Sohn: dem Landwirt Heinrich Hundertmark zu Eschenbruch, dem Ziegler Heinrich Behermeier zu Riechenberg, dem Schmied und Wirt Ernst Köster zu Maspe. Eine Tochter: dem Tagelöhner Hermann Blome zu Klus, dem Tierarzt Gustav Bicker zu Burg Blomberg.— Sterbefälle: Ein Mädchen(ohne Vornamen) des Tagelöhners Hermann Blome zu Klus, 5 Stunden alt. Ecke. Nache. Oberst(aus der Provinz, der zum erstenmal die Hauptstadt besucht):„Zum Donnerwetter, Kutscher, was ist denn das? Jetzt kommen wir schon zum sechsten Male am Brandenburger Tor vorbei!“— Kutscher:„Entschuldigen Se. Herr Oberst, ick wollte bloß den Posten ärgern— er hat mir meine Braut wegieschnappt! Nu' muß er jedesmal prasentieren wenn ick Sie vorbeifahre."(Fliegende Blätter.) In unserer Zeit. Millionär(der im Walde von einem Räuber angefallen wird):„Na, mein Lieder, ich finde das ein wenig plötzlich.“— Strolch:„Wissen C'. 1 bin nämlich kein Freund von langen Erpressungsbriefen.“ Slaublich.„Mir Innen die neuen Zehnmartscheine in ihrer unkünstlerischen Ausf osus:„Jn, mir gefallen die inen die neuen Zehnmartscheine in (Meggend. Bl.) Steuerrat Rothe eren keine nach der neuen Bauordnung gebaut gevabt, auf die Grenze der Grundstücke zu Kläger unangenehmer gewesen, sowohl wie der Magistrat habe den Kläger von dem Bau zu beer von dem e hade er das Recht uen und das wäre für den als der jetzige Zustand. Er sowo keine Veranlasung gehobt, den auf Hie, Greng, gcdaut habe. Shnwsicheg, Ver Leosgse, Nl. Je Lasechez, vier 2 des Rasdoem kne Alcger. Aaherden der de; abreihen, um diesen 3 letzen. Das Oderverwaltungsgericht wies die des Generalmajors zuruck und legte diesem die Kosten Der Wert des Streitgegenstandes wurde auf Das Oberverwaltungsgericht ging von der Minden=Ravensberg u dm draitz VIlI.—####rich un e unrnmn uslasan un 10 un Prod=., daparsternz sch ase dade Unarsachzugtzstangent uo zum Gatst 135 Fünftämpfer, dapen## P### T. E Diel° Lage, 12. Juli. Festgenommen werden konnte Schl., ein gebärtiger derselbe geflüchtet und hinterlassen. Die seinem Vater, einem angesehenen Hamburger Geschäftsmann, angestellten Versuche zur Auffindung seines Sohues, der turnen wird Montag sein. Für Mittwoch abends ist im Anschluß an die Kranzverteilung ein alenadend vorgesehen, näheres darüber findet jeder Festteilnehmer auf dem Merkzeitel des Kreises VIlla ihm von seinem Sonderzugführer übergeben wird. * Der Steckbrief gegen din urb.iter Keeb, der aus dem hesigen Untersuchungsgefängsnis entwich, ist erledigt, denn K. ist in Wesel verhaftet worden. Das Detmolder Opernpersonal wird i5 Oktober und November in Herford einr Anzahl Opero Gauio in kechtescrence aber aucd in den beil Gedränge bis das Zeichen zur Eröffnung des Abge tages gegeben wurde, über dellen Verhandlungen morgiger Nummer wegen Ranmtma des Abgeordnetenwir i tanget verichten. iin Vermischte Nachrichten Verfahrens auf 500 A Heute, Montag, Aufführung von im Winkel“, Schauspiel von Sudermann in tade! loser Besetzung. Mittwoch, den 15. Juli geht auseitigen Wünschen entsprechend, nochmals„Der Tugendhof, Lun piel von Skowronneck in Szene.„Der Tugendhof“ wurde ver gangene Woche hier mit so stürmischem Beifall aufgenommen daß allgemein der Wunsch ausgesprochen wurde, dieses komische Stück nochmals aufzuführen nöberg und Lippe. Das Gausest obenge. du berwaltungstritorscheng.., zulost V. b. 9 meisten sich die Beturner im Lokal des Hritlichen Vereins nieat um eine polizeiliche Knordnung hondelt..— Lehter. lunger Männer zu einem gemütlichen Begrütungsabend. * Kommero. Nach dem Konzert des Dortmunder Lehre, I, Der Morgenstunde des Sonntags traten dann 80 Wettpsangvereins fend zu Ehren der Gäste, tr,„Hotel, Odoon, nie turner, bei dem berrlichsten Wetter zum Turnstreit an. Kommers statt, an dem eine große Sängerschar, gs# Trotz der Schwierigkeit der Uebungen wurden einige Damen und viele Freunde des edlen Gesanges teil=#ultate erzielt. Im Anschluß daran sand dann im na dante den Vertnunder Lehrgtangeretn, u. d.„—ousdien esanost. Parden dunschst ds algemeinten Euadlbunte chtigen Eindruck machten. 1 Abteilungen führte unsere Det Erfelg genabt. In Berlin hat man das saubere Bürschchen egriffen und seinem Bater in Hamburg zugeführt.(L. k X. Barntrup, 13. Juli. Heute, Montag, abende 8½ Uhr findet in der Schlingmannschen Gastwirtschaft eine öffentliche Stadtverordnetenlitzung mit nachstehender ordnung statt: 1. Ortsstatut, Unterbringung für die bewaffneten Mannschaften betr. 2. Aug. Dröge, Pachtung des vor seinem Hause gelegenen Straßengeländes detr.. Acbetver trag über die zwei Saulzimmer für die Rektorschule im Le mannschen Hause derk. 4. Anzeige gegen den früheren Bürgermeister Brinken. #4. Barntrup, 13. Juli. Die gegen den früderen Bürgermeister Brinken erstattete betr. den§ 246 des Strafgesetzbuches ist vom Staatsanwalt nach Prüfung der Sachlage niedergechlagen worden. * B l o m b e r g, 1 2. J u l i. D e r M a g i s t r a t m a c h: kannt: Es ist zu unsrer Kenntnis gelangt, baß in de: Blomberger Gemarkung wiederum die sogenannte Schol ar'sche Wucherblume auftritt, weshalb wir unveranlaßt sehen, die Grundbesitzer dierauf exfmerksam: machen, und alle Beteiligte in ihrem eigenen Interesse an fordern, die Blumen sofort von ihren Grundstücken z entfernen, damit eine Weiterverbreitung dieser schädlich Pflanze verrütet wirn. 1— m Arvitodeide. 12. Juli. Heute nachmittag sand auf dem Kolonate des Herrn Reinecke das hier Sonntags Die Schleisung der Pariser Gestungswerke. Paris die einzige Stadt Europas sein, die die sicht bewahrt hat, sich gegen den Feinde durch eigne Mauerwerke zu schühen. Eine hobe Schutmaner mit einem tiefen Walldraben umgürtet die französische Hauptstadt in einer Ausdehnung von zirka 34 Kilometer. Diese Besestigung wird nur zweimal durch den Lauf des Seineslusseg unterbrochen. Di, Strgrseu. Stehen#gte dem Verbindung mit den Vororten ermöglichen, stehen unter dem Schutze miktärischer Abteilungen, welche in kleinen, Kasernen, außerhalb der Festungsmauern untergebracht sind. Längs dieser hust auderhalb der Smdt eine 200 Meter breite Miltkrzone. auf der weder Baumansslanzungen noch Hänserkonstrustignen algsüchrt macden Büchen. Sdgleich die modenne Wllisge — dinl### der Besestigung von Paris längst als übere, flüssig erklärt hat, da die Stadt durch den doppelten Gürtel i Seedcn dern. Grn. Aeur eleie Ber ie. Aerche Keiegeletung dio setzt nie bereit, die Feftungenauern,. der Setingt. Dur sotgen se doch gnic Plen. Sgikzrge meinde und der Kriegsverwaltung ist es nämlich zu Konvention geloumen, dempselge die Manem und pee oge arenzende Militärzone von der Stadt angekauft werden. Es Perden aber nur de Tetzthouger Pe Ha eistzen und nordwestlichen Stadtgrenze Fallen. Es ist dies jener Teil der von Saint=Denis Rinzieden. uno die ungrch: zu Hhr, Schukgürtels bilden. In die Demolierung des östlichen Teiles der Schutzwehr will das Kriegsministerium unter keiner Bedingung einwilligen. Dieser bleibt erhalten. Für das in den # der den Detmoldern durch das Konzert zuteil geworden gelangt, wurden zunächst die e. dam Rarein in Detmolde Mauern ein Wilkommen zu ausgeführt, die einen mächtigen tei dem Verein in Vermeu. 2#4 in das kräftig einge: Vorführung verschiedener Abteill und brderte m enem dreifsachen Zeg, m das trafrg eng- umgl#e, Turnabteilung wurde auf. Hierauf wechselten gemeinschaftlich ge vom seine, Grokiobann wurde an diesem Ehrung zuteil. Nach einer längeren Rede wurde ihm Vorsitzenden des Dortmunder Lehrergesangvereins für an dem Geliagen des Konzerts geleistete Arbeit ein sehr weriBeethoven darstellend, überreicht. dann volleo Bild, Beethoven darstellend, uort. T.#tern war der offizielle Teil des Kommerses zu Ende. Gestern ... a breilung die angekündigten Pura miden auf, welche einen stürmischen Beifall ernteten von den Bielefelder Turngenossen mit einem begeisterten dreifachen„Gut Heil“ auf die Detmolder Turnabteilung belohnt wurden. Um 6 Uhr abends fand die Verkündigung der Sieger durch den Gauturnwart Herrn Neuenbäumer statt. Es waren 15 Preise in der ersten und 28 in der zweiten Stufe ausgesetzt. Die Detmolder Turnabteilung machte hierbei der herrlich aufblühenden unserer Stadt alle Ehre! Von den Detmold statt. Das Fest war sehr zahlreich besucht. einem gemeinschaftlichen Kaffeetrinken begannen die Spiele verschiedenster Art. Auch brachte der Gesangverein der Evang Gemeinschäft mehrere Lieder zum Anstelle werden der mit einem grünen wahrscheinlich ZinsTurnsache Wetturnern in erasice hen u. peodu d Mastieg Han chnrtant erseige heiseges Gestest Bleshienge büihe ee Rosctt vücc. mis grahe Festhalle, diel 19. Kranz), August Brunwinkel(13. Kronz), August Nie * Vom Turnset in Fraukfart. Die Vrope Vesthuur, 1.1:) wann /14: Krang). In der zweiten Stuse: Karl Helver 5oao Versouen zn sasten vermag, beigre be 9..— ghenz s14. Krang), Edward Strate(24. Kranz), Ludwig Hanecke zum ersten Mala= im Zeichen der Vollendung. Gegen Abendl(I4. Krano), Vnu.: zuch dieer scone Erfolg dazu dienen, wurde an der mächtigen Fahnenstange im Top beg.—kerigen haß herrliche Erbe Vater Jahns unserer Jugend immer Karoelrundung die deutsche Flago. und uoo, Dis Gnßzlegos mehr vertraut zu mager.. navillon die der Frankfurter Farben gehißt. Bei eindrechen:! Das Unterossizierkorps des Sian 4 d a n n z u m e r s t e n m a l e d i e g l ä s e r n=, u n t e r n a h m a m v e r g a n g e n e n S o n n a b e n d n a c h D e c k b e r g e n, DE# des Standortes Deimold der Dunkelheit erstrahlte dann zum erstenmale die gläserne unternahm am vergangenen Sonnabend nach bud o###lektrischen Vogenlampen, Dies Steinberge., Bad Eilsen und Bückeburg einen Ausslug in Betrt““ gesetzt worden waren. Albmählich nimmt auc die Tour aufs angenehmste in Vertro gebeo; v... Straßen ihren Ansang.] 2 Das I. Konzert, wel ner die Flaggenmasten und vor dem Carlion=Horei ines Triumphbogens begonnen worden. Am "“ U e b e r z w e i war das Fest deendet., worauf die Detmolder Teiln Rückfahrt mit der Bahn antraten. * H a u s t e n b e c k, 1 2. J u l i. A m F r e i t a g v o r 8 T a g e geg.n Abend wurde ein 10½ Jahre altes Schulg##dche aus Höveldof auf dem Wege von Haustendeck nach Hövelbo von einem nubekannten Manne überfallen, der an ihn ein Stttlichkeitsverbrechen verübte und es zudem der giholten Waren und des Geldes beraubte.„Alle sofort ang stellten Recherchen sind dis jetzt fruchtlos geblieben. Alverdissen, 12. Juli. Der Lippische Turngan unternimmt um 16. August durch die Lemgoer Mark und die Sternbeiger Berge nach Alverdissen eine Turnfahrt. Der Alverdisser Turnvereio verbindet hiermit gleichzettigen Sommerfest. Aus der Nachbarschaft. * R i n t e l n, 1 1. J u l i. W i e d e m O b e r n k. A n z w i t g e t e i l t wird, soll auf der hiefigen Glashütte noch in diesem mit der Aufstellung der patentierten SleschenPatent) begonnen werden. Auf der die erste Flaschen schine alle ärar 64 Millionen zu zahlen “ gemeine Sicherheit in den Straßen wird sich verbessern, doch wird damtt auch vieles von seiner Räuherromantik und seiner pitoresken Misere zugrunde gehen. Die Mauern waren det gewöhnliche Aufenthalt der Apachen. Auf ihnen die Verschtigen Grsellen, ader Bieloen ihren, Trrezeuot lit: nächtliche Raubzüge ab. Der Wallgraben diente ihnen Ablagerungsstätte. So manches ausgeraubte Opfer wurde von ihnen von der Mauer in die Tiefe des Grabens gestürzt. Auf der Militärzone hatten sich die Pariser Lumpensammler bildeten ganze Kolonien. zu denen sich noch die Ansiedelungen der„fahrenden Leute“ gesellten. Sich nach Dunselheit in die Militärzone zu ein ratsames Wagnis. Das alles soll jetzt le vieur Parie qui gen var wird mancher mütig ausrusen. mit in a der Aufstellung chine(Ovens anc tung in Betrieb gesetzt worden waren. Aummmtin...#.g#. Konzert, welches von der gesamten Kapelle masgn# cnr—. Pie#4 d#r Stadt zu ist schon mit unserer hiefigen Regimentsmusik in den Anlagen des 1r91:(Gerresheimer Glashütte K dieser Tage Ve Bodereuhen gin#.. d un Lalionhauatsenfreuges ausgesitzet wiet, iunder woren, Dien 8163. maschae terets in. Vertas giszt und en. u... Wste„„„„„„ eden vurwartungen weit übertreffen. Die Maschine fabriziert Prothausen, 11. Juli. Der zu dem neu anzrlegevden einem Tage 15.000 Flaschen. unalwege Dehlentrun=Brotdauten eriorhertlige. 3eil ber]“.. Bisckeburg, 12. Juli.(Hoftrauer.) Wegen der Wiwe Kolona Karoline Kruel Nr. 12 iu Vrowauten. v. /. I— Fresag erfoigten Adiebeng Ihrer Hobett der Hern Parzelle 1 Kartenblatt 4 ist in Gemäßheit der Verord= des am Freitag erfolgten Molrveus Iulei Homn W. mung, dang Chaustubaunsen, begxeleg.. 2,. sn. J. 12 P1ge 1.1 Sacien=Weamen Ssenac, in; an bschten Humoristische Ecke. Der neugebackene Temperenzler.——„Dös is schon dritte Wirtohaus, bei dem i' vorbeigehn muß; viel derten nimmer kommen." eh Ausstellung der mit dem Bau eines Abend fand die große Sängerprobe statt tausend Sänger des Frankfurter Sängerbundes u. der vereinigung waren gestern abend in der Festhalle um in gemeinsamer Probe die Vorträge durchzunehmen, die während des Turnsestes an d. Konzertabenden dem Publikum dargeboten werden sollten. Sie erbrachte den Beweis von der herrlichen Akustik der Festhalle. Von auen jenigen, weiche glauben, auf dir un on A#me. kam das garteshte Blanistmo und bas mächtigste Forge zur Gen, nächst auszuzahlende Geldvergütung für die enteignete tuus Harmonsch füllten die Thue den magt 1g.,ALuug, un ,läche Ansprüche erheben zu können, werden hierdurch derm Rebengerkusche derintrgteten, die derliche„Klang, sgrdert,. solche spätestens im Termine am Montag, den 27. Ju virtung, Gesurn wucde das Deutsche, Tyrrisaep, Tagleng b. F. vormittags 10 Uhr, bei dem Enteignungskommif Festzug der Frankfurter Turnvereine mit einigen Tauseno#L„ Turnern eingeleitet. Der offizielle Beginn ist am kommenden Sonntag.— In Vertretung des Verhinderten Krouprinzen vird Prinz Oskar von Preußen an du dertschen Turnfeste teilnehmen. Nach den endgültigen Feststellungen und Märkte. ur bezw. der Verordnung, den Bau der Kommunalwege dr: Prinzessin von Sachsen=Weimar=Eisenach, treffend vom 28. Februar 1843, enteignet worden. Alle die=I#esehl Seiner Hochs. Durchl. des Fürsten der Fürstlich Schule). Nach neue VolksKonzert Lehrergesangvereins Detmold, 12. Juli 1908. Der Chor weist recht gutes Stimmenmaterial auf. Der Reigen wurde eröffnet durch Faßbänder's„Das deutsche Lied, ein schwungvoller Sang, der aber etwas schwungvolleren Vortrag verdient hätte. haupt war die Intonation zu Anfang etwas getrübt, was man auf die trovische Hitze und die gedrängte Aufstellung zurückführen dürfte. Meines lieben Lehrers wundervollen Chor„Vom Rhein“ haben mir die Dortmunder nicht zu Dank gesungen, er war wohl technisch einwandfrei, entaber der Vertiefung. Hegar's„Katser Karl in der „Komm, Kupferstich 35. Abgeordneteutag an! Johannisnach“ war trotz einiger leichter Schwankungen eine prächtige Leistung. Ebenso die beiden nächsten Gefänge:„Nur wer die Sehnsucht kennt“ von Schubert und Rietz„Morgenlied“. Letzteres rißz infolge seiner samosen Steigerung das Publikum zu entbusiastischem Beifall bin. Die volkstümlichen Lieder waren recht gut gewählt, die schönsten waren die beiden letzten:„In killer Nacht“ von Brahms(ursprünglich für gemischten Chor, von Hegar für Männerchor bearbeitet) und das kleine Liedchen o komm“, das sich auf einem Rembrandt'schen vorsand. Auch wi in einem Männerchor ders„Lützow's wilde arbeitung sehr gut. Einen Böllner's„Wanderschaft". Dazwischen sang der Opernsänger, Herr Fritz Stein, zunächst zwei Wagner'sche Gesange„Die Winterstürme und das„Preislied“. Er verfügt über ein wohlklingendes Organ, das namentlich eine prächtige Höhe ausweist. Die Tiese ist etwas reichlich schwach. Bei diesen Gesangen fehlte die Begeisterung, was mich bei Herrn Stein als Opernsänger wunderte. Später sang er noch zwei Lieder von Langs. Dem ersten„Zur Neige ging der Sommertag konnte ich keinen Geschmack abgewinnen. Es ist nicht stilrein. Man hört da Strauß Reger, aber die lieben guten Mendelosohn=Schumann sind auch nicht vergessen, obwohl sich die hypermoderne Musikwelt über diese mit leichtem chselzucken und leisem Lacheln hinwegsetzt. Die Begleitung artet stellenweise direkt in Spieluhrgeplärr aus. Zum Schluß ist„des Tages Lärm längst verweht",„ich aber stand wie im„Gebei“, so heißt es im Gedicht,„und dachte nur an dich.“ Aber mit einem Lärm, der gänzlich onverständlich ist. Das zweite Lied„Vagautenlied“ war besser, aber nach bekanntem Rezept gemacht. Bei weitem besser geftel uns das Chorlted„Im Gaden“ von Laugs, sehr schön und wirkungsvoll war es gemacht. Weitere Abwechslungen boten Soloquartette von Mit gliedern des Vereins unter Mitwirkung von Herrn Stein. Das„Landsknechtsständchen“ fand lebhaften Applaus, nur wegen des Refrains: Don, don, don, divi, dini, don. Noch heute wundert man sich über diesen mandoltnenartigen Klang, es ist aber nichts wetter, als eine recht stark an gewandte Nasenresonanz, für die das Wort„don" sehr gut Kruel dem Grund auge un ar Amtsgerichtsrat Boeckers anzumelden. * S a l z u s t e n, 1 2. J u l i.( N e u e Beendigung der Sommerferien wird die schule bezogen werden können. Leider ist uns durch das Scheitern des neuen Schulgesetzes die Hoffnung zerstört, demnächst eine neue Lehrkraft zu erhalten. Einer unierer Lehrer wird also fernerhin noch 125 Kinder zu unterrichten * S a l z u f l e n, 1 2. J u l i. D e m O d e n w a l d t K o n z e r t wohnte auch Ihre Hoheit die Fürstin Bertha zur Lirte bei. Frau Alma Brunotte war leider durch Krankheit an der### itwirkung verhindert, an ihre Stelle sang Frl. Lenzberg, eine Nichte Frau Odenwaldts. Dem herrlichen Klavierspiel der Letztern lauschen zu dürfen, war uns ein langentbehrter Genuß. Frl. Lenzberg, eine junge Dilettantin mit wirklich gutem Stimmmaterial führte ihre Aufgabe in treff licher Weise durch. Ihre Lieoer sanden freudigsten Beifall. (A. A.) * C a l z u f l e n, 1 2. J u l i.( V o m B a d e.) I m L a u## der vorigen Woche sind 1020 Kurgäste hier eingetroffen; die Nr. 9 der Badezeitung weist bis zum 8. Juli Kurgaste auf. Es wurden 42438 Bader verabiolgt, an manchen Tagen dieser Woche 1500.— Zur Adschiedsfeie die höchsten Herrschaften wurde am Sonnabend abend nung des anwesenden Kreistierarztes geschlachtet. Der Markt war recht lebhaft Bergen, 12. Juli Rard S. M. Jacht Hohenzollern ein. Seine im Kurpark noch einmal ein Feuerwerk veranstaltet Am Donnerstag nächster Woche ist wieder Militärkonzert, ausgeführt von der Detmolder Regimentskapell Salzusten, 13. Juli.(Schützensest.) Das dies jährige Schützenfest begann am vorgestrigen Abend mi einem Zapsenstreich, der sich fast durch sämtliche Stra enen# eine rege Beteiligung aufwies. Hof auf 8 Tage Trauer an, und zwar vom 11. bis einhließlich 18. Juli d. Js.(Schanmdg. L. B. ° H e r f o r d, 1 2. J u l i. D l e S t a d t v e r o r d n e t e n w ä h l ten an Stelle des am 1. Oktober in den Ruhestand tretenden Oberbürgermetsters Quentin den bisherigen zwen. Bürgermeißer Busse zum ersten meiner auf die gesetzliche Dauer von 12 Jahren. Herf. Kreisdl.“ schreibt dazu: Die Bevölkerung dürste es urchweg mit Genugtuung erfüllen, daß das Kolleg sich für Herrn Busse entschied, der in seiner bisherigen Tätigkeit als zweiter Bürgermeister sich die allgemeinen Sympathien erward. Wir beglückwünschen das Stadtverordnetenkolleg zu der gestrigen Wahl und begrüßen herzlich und aufrichttg der neuen Ersten Bürgermeister. * M e e r b e c k. 1 1. J u l i.( P l ö t z l i c h e r T o d i n e i n e r b e g a n n e n a u f d e m F e s t p l a t z e Mindener Heilanstalt.) Heute nachmittag wurde hier der Maurer F. Duhmsen aus Stemmen beerdig, dessen plötzlicher Tod allgemeine Teilnahme findet und großes Aufehen weit über unser Kirchsptel hinaus erregt. Seit ungeähr 2 Monaten suchte D. wöchentlich etwa zweimal eine Naturheilanstalt in Minden auf. So reiste er auch am Montag dieser Woche wiederum dorthin in der Absicht darauf die Kur für einige Zeit auszusetzen. Es sollte für immer das letzte Mal sein. Die Frau erhielt nämlich noch in der Nacht eine Depesche, nach welcher ihrem Manne in der Anstalt ein Unfall zugestoßen sein sollte, der leider, wie unmehr feststeht, durch ein großes Verschulden verursacht ist O. ließ sich elektrische Bäder verabreichen. In Abwesenheit des Eigentümers hat nun dessen Gehilfe am Montag den elektrischen Strom durch irgend ein Versehen so stark eineschaltet, daß der angenblickliche Tod des ungläcklichen Blotho.(Viehmarkt.) Auf dem Viehmarkto, und 1600 Schweine angetrieben und umstahgen. i under dom Plodnieh sod andauerch und zür ge. ahtiühe muchen die vud. auch uud M. ger. zahlt. Die Pr###e unter den Schweinen sind etwas gesunken. Schermachentriat Sshrun 10 Nte 101 u wo Siüc. wlonger 2 bie 45 k. alte Schweine und Sauen 60—120 K. Ein„awetc Sprechsaal. Gestern früh traf der erste * se M Kurter ajestät d und hörte 15 Kaiser verbrochte den Tag mit Arbeiten Vortrag des Gesandten v. Treutler. Frankfurt a. M., 12. Juli. Turnsest. Heute nachmittag 3 Uhr nahmen die 16 Voretne, die d. Franrfurter Turngau bilden, mit ihren Bannern und Musikkorpe am Joologischen Garten Aufstellung und marschierten in geschloffenem Zuge durch die Altstadt nach dem Festplatze. Um 5 Uhr Regannen auf dem Festplatze die turnerischen Vorführungen. F. E. in K. Briefkasten. Lassen Sie es ruhig auf Klage ankommen. Wetter=Nachrichten. Detwold, 18. Juli. Wetterbericht der Wetterdienststelle des meteorologischen Observatoriums zu Fachen. Warm, wechselnd: Bewölkung, Gewitter, später Abküriun London: Schon, warm. Hamburg: Bewö Freiwi“ Verkauf. 9 lkt Am Dienstag, de ##en beigeführt wurde. anfangend, sollen im ichte“—— o Pageten Nachdem das Bataillon Austel, genommen fand seitens des Magistrats und zwar hatte, fand seitens des Magistrats und zwur an Stelle des erkrankten Bürgermeisters Klappert durch den Ratsherrn Warrentrup die Bestätigung des Vorstandes und Offizierkorps statt. Nach Wiomung einer kernigen Ansprache wurde das Hoch auf die Schützengesellschaft ausgebracht. Oberst Fanenbruck brachte danach das Hoch auf Kaiser und Fürst, sowie auf den Magistrat aus. In zwischen hatte sich das alte Königspaar nebst Hofstagt ein aefunden, um die Parade abzunehmen. Darauf erolgt; der Ahmarsch aum Festplatze, auf dem sich bald ein frohes Treiben entwickelte as gegen 6 Uhr ein Heute findet Königsschießen Leider wurde das schöne Fest durch das gegen 6 Uhr eintretende Unwetter erheblich gestört feier statt. Salzusten, 13. Juli lange Jahre nicht über unsere und die Haupten- Kirchheide, 12. Juli 1908. Am gestrigen Tage(Sonnabend), nachdem die letzten# Handgriffe an den Ausschmückungsarbeiten gemacht waren, konnte man nach einem Rundgange sehen, daß die hiesigen Bewohner unter Mithilfe derer, der benachbarten Orte alle Kräfte aufgeboten hatten, den Straßen und Hausern einen festlichen Schmuck zu verleihen. Haus an Haus hängen fahnen in den Reichs= und Landesfarben und Girlanden verbinden die Häuser. Tannenbäume an den Seiten der Straßen und Ehrenbogen mit Willkommensprüche geben dem Orte ein festliches Gepräge. Man konnte aber auch an den Gesichtern der VorüberEin Gewitter, wie es wohll gehenden jeden Alters, Stolz und Seldstbewustsein ablesen liebe Salzestadt gekommen Leider in die Abendstunde des Zeltes wurde unter den Trummern begaben hierbei ein Unglück passierte. Die Vorräte der Verkaufs buden webten wie Staub über den Plat und fanden. dem strömenden Regen bald ihr Verderben. Auch in der Stadt wutete.Pep.;t ganze eu hablich. Die Langestraße, Stroode der erse Baßz Lumotigen Lar. Weler paßt. Die„Waldeinsamkeit auch drängte sich am Schluß jeder Stropyc ver errr.„enschiete der Sturm den größten Teil der soone etwas stark vor. Das„Spielmann's Testament“ von Pigl#n heix Hexmapi'c ve. A; in der Mitte wie abwurde gut vorgetragen. Ebenso das„Stilleben“ von Aitw,mmcen. Ein Teil des Daches der Realschu wenngleich der zweite Baß etwas stack übertrieb. Daswin#ug abgedeg.. Wie weit das Haaeli Lied mudte wiederbolt werden. Isen geisrschten##n n i Alles in allem war das Konzert wirklich etwas Großes den u den Feldfrüchten nicht überseben. Schaden angerichtet Leider verönen Akazien abgeschnitten le wurde Haaelwetter an hat, läßt sich noch für Detmold. Das wußte das Publikum zu schätzen,## 9# 19 Juli. Wie die L. Bz. bört, in Latts, se### gablreich einaefunden und geizte mit(einem Serassach, Ruhaff Gsoppei noch nicht so weit gefördert, doß Ein solch reges Leben, wie es bis spät dauerte, hatte man nur bei der hier zuletzt stattgefundenen Einquartierung gesehen. In den beiden Gastwirtschaften wurde nur von dem kommenden Tage mit seinen voraus sichtlichen Ereignissen und vom Wetter gesprochen. Bei den #emden Kriegern und Gästen wird die Tätigkeit des Aus schusses, sowie die Opferwilligkeit der Bewohner, die wir besonders hervorheben wollen, gewiß volle Anerkennung finden. Heue(Sountag) früh begann dier ein Leben, man es hier wohl noch nie gesehen hat. Nach 8 Uhr trafen die ersten Vereine ein und fast jede Biertelstunde brachte neue Schaaren Krieger und Gäste zu Fuß oder mit Wagen, die von einer besonderen Empfangskommission herzlich und empfangen wurden. Die Unterdringung der Wagen und Pferde war sehr gm erganisiert und klappte vorzüglich. Die Zahl der fremden Kameraden deltef sich auf en. 400 Mann, da außer den Delegierten noch viele Kameraden an dem Feste teilnahmen und weite Wege nicht gescheut hatten. Gegen 11 Uhr vormittags waren io ziemlich alle Vereine vormittags 10 Uhr r im E.„Preußischer Hof" dorthin gebrachte gut erhaltene Sachen als: Tische, Stühle, Betten u. Bettstellen mit Matratzen, 1 Kinderbett, Kleiderschrank, Küchenschrank, Kochmaschinen, 1 großer antiker eichener Kleiderschrank, div. Bilder u. sonstige stände gegen Barzahlung öffentlich meistbietend verkauft werden. Detmold, den 11. Juli 1908. Gerichtsvollzieher Koch. Verdingung. Zum Reubau einer fünfklassigen Schule sollen die 2. aurer=, Zimmerer=, Dachdecker=, Klempner= und Schmiedearbeiten,#o## wie die 7 Träger=Lieferung und die Anlage der Zeutralheizung nergeben werden. Die erforderlichen Unterlagen liegen im M surhause des Unterzeichneten aus. Abschriften können gegen Veanitung der Schreibgebühnen dertselbst, bezogen werden Die OOfferten sind verschlossen und mit Aufschrift versehen bis zum 22. d. Mts., vormittags 11 Uhr, beim Vorsitzenden einzureichen. H. Kenter Vorsitzender des Schulvorstandes Bösingfeld. Aprikosen! Dieses Jahr sohr geringe Ernto; ompfehle Bedarf frühzeitig Epriss ten. 4had bete Brücht.... 1 Su. Br. 35.88 Reiuneianden„: An Unbekannte per Nachnahn Sutte Prüchtmuer Otragsburg. Grosser Gelegenheitskauf! 500 Meter Kattune und Mousseine zu Kleider und Blusen Meter###chpfg. Wert bis 1 Mi. 300 Meter Moussellne Leine Wolle und Organdis, hochaparte Muster, Meter S# Pfg. Wert bis 1.75 Mi. 500 Meter Kleiderstole Laumwolle, doppelt, waschecht und prima Qualität, Meter GOpfg. Wert bis 1.10 900 Meter Kleiderstonreste schwarz und farbig, in reiner Wolle und prima Qualität Meter 95—1“, Wert bis 3 Mi. 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Klärbeckenschlamm, welcher von der Klärstation abzufahren ist, wird für 1 Mk. pro cbm. abgegeve.####n## Entsprechende Anweisungen sind auf dem Stadtbauamt, Rathauszimmer 14, erhältlich Spril 1908. Der Magistrat. Wittie. Detmold, 22. April 1908. Es wird hiermit darauf aufmerksam gemacht, daß die nächsten Staatosteuer=Hebetermine wie folgt im RathaussaalVorzimmer stattfinden: Haus Nr. 1—140: Montag, den „ 141—250: Dienstag, den 14. d. Mts., von„. Bi an: Mittwoch, den 15. d. Pz.,— Hierbei wird auch daran erinnert, daß von Mitte Juni bis Mitte Juli d. Is. ein Monatsbetrag steuer und ½ Jahresbetrag der Grundsteuer als Gemeindesteuern bei der Stadtkasse hierselbst entrichtet werden müssen und diese Zahlung daher zweckmäßig an obigen Steuerzahlungs terminen geschieht. Horn, 6 Juli 1908. Spelge Für die die in reichem Masse erhaltenen Glückwünsche und Gratulationen zu unserer Silberhochzeit können wir nicht jedem einzelnen danken, sprechen deshalb an dieser Stelle unseren herzlichen Dank aus Währentrun. den 10. Juli. F. Itölting und Frau. TYYTYTT Danksagung. Für die mir und meiner Familie beim Heimgang meines liehen Mannes erwiesene Teilnahme, die reichhaltige Kranzspende und die trostreichen Worte des Herrn Pastor Werdelmann, spreche ich hierdurch im Namen aller Hinterbliebenen meinen tiefgefühlten Dank lus. Detmold. den 18. Juli. Frau Marie Wöstenhöter geb. Hagemeister. Danksagung! Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei der Beerdigung meines lieben Mannes, unseres guten Vaters, Schwiegervaters und Grossvaters sagen allen Verwandten und Bekannten, sowie Herrn Pastor Müller für seine trostreichen Worte herzlichen Dank. Währentrun. den 12. Juli. Amalle Zecher und Kinder. gen Wen's Juckt, JungesRädchen Storch mer durch Hautiucken zur Verzweistung ge= welches Lust hat, die seineren— wer durch Hautjucken zur Verzweislung ge= welches Lust hat,— dracht wird, gebrauche Zucker's Pateut= und bürgerl. Küche gründlich (leine Packung, 15% 10) und Mi.1.5 große vervollk., zum bald. Antritt Backung, 35% ig. ven stärkster Wikung) gesucht. Rest.„Zum grünen Wunderbare ErfOIge, Winden en.E. 35 W., Obermarkt= zumal bei gleichzeitiger Anwendung von Zuchvon(Creme, dem herrlichsten und einzigarngsten, aller Hauieremes. Preis **—. Probetude 75 Pfg., sowie der nach vom Zur Aushilfe 15. d. M. ab auf 8 bis 10 ist mir heute entflogen. Der Wiederbringer erhält Belonnung. Erkennungszeichen: Flügel gestutzt und schmutziges Gefieder. H. Hartmann Hoflieferant Lage 1. L. Monlag, den 13. Juli, „ m Schauspiel von Sudermann. Mittwoch, den 15. Juli: Größter Lacherfolg! 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