Hnzeiger für das Fürstentum Beanaspreis: in Detmoldiu. durch die Vertretungen: 50 Pfg. für 1 Monat, durch die Post: ¼ 50 Mk und 4 Die Vetellgeld, Nütr 2 Monau 1 Mr. 2 m Mia. Veselgz. sicr, — A-gon Anzeigen. 15 Pfa., auswärtige 18 Pfg., Reklamezeile 60 Pf. Geilagen(uu 2 Lipp Ziegelei=Anzeiger, B) Landwiztisch, Ratgeber, 4) Wandkalender für 2 M Lippe Ml. u. 28 12 Pfg. die Petitz Anzeigen: aus Lippe 12 P/b.———— auswärtige 18 Pfg., Reklamezeile 60 Pf. 14 Pfg. Beste Pfe., u. Verlag: in: Salzusten, Orscheten Dr Hohenhausen, Barenholz, S über 190 Vertretungen. fast allen Nr. 46. Verantwortlicher Redakteur: Willy Bruder, Detmold. Detmold, Montag, den 24. Februar 1903. Telegramm=Adresse: Tageszeitung, Detmold. 13. Jahrgang Zur auswärtigen Politik Oesterreich. Die deutschen Abgeordneten, die bisher in der österreichischen Delegation das Wort ergriffen haben, haben dem Minister Freiherrn von Achrenthal ihr uneingeschränktes Vertrauen ausgesprochen. Von slawischer Seite bat man dem Minister das Budget zwar auch nicht verweigert, allein die Votierung wurde dort mit so manchem Wenn und Aber verknüpst, denen man deutlich entnehmen Rat Frhrn. v. Steugel die nachgesuchte Entlassung aus dem Reichsdienst in(naden mit Pension und unter Bezeigung der Zufriedenheit mit seiner Dienstführung zu erteilen und ihm in besonderer Anerkennung der von ihm geleisteten Dienste das Großkreuz des Roten Adler= ordens zu verleihen geruht haben. Urkundlich haben wir diesen Abschied Allerhöchst vollzogen und mit dem Kaiserlichen Insiegel verseyen lassen. Gegeben Berlin, 20. Februar 1908. Wilhelm. Bülow. ibt ebenfalls bekannt, daß dem konnte, daß Tschechen und Polen unablässig bemüht sind,] Der„Reichsanzeiger“ gibt ebenfalls bekannt, daß dem die Grundlagen des deutsch=österreichischen Bündniffes In Staatosekretär des Reichsschatzamts, Dr. Frhrn. v. erschüttern und das Portefeuille des Aeußern einem Maun unter Verleihung des Großkreuzes des boten nach ihrem Herzen in die Hände zu spielen. So hat aussadlerordens die nachgesuchte Dienstentlassung erteilt, dieser Seite nicht einmal die Orientpolitik des Freiherru#sowie der Unterstaatssekretär im Reichspostamt, Wirkl. Gevon Aehrenthal uneingeschränkte Anerkennung gefunden, heimer Rat Sydow, zum Staatssekretär des obgleich sie den Versuch macht, mit dem strengen Festhaltenssamtes ernannt und mit der Stellvertretung des Reichs Bruhn usm. vor, daß auch die unter amt=diesen Friedensorganisationen, wie man sie bez den Antrag,liberale Forderung. Auch seine Partei sei der Ueber werden sollen bezeichnete, demokrater eine alt gen der beuligen Spertasen, dos bentiheruur, Lat reze wenige esichen. Wen Heite, Bosd un der Abge Parteien zu dem eben von Hassermann empfohlenen V.n, Etats Hes Ve. chstagest zu behandeln. Man würde die Staatssekretär Dr. o.—...... HollwealSache dann dreimal bebandeln müssen. Er bitte, den Auführte aus, die der Entwurf obne den Wbiger,. Antzrosziatent der Foarkasien, verschasten andaudehnen. Die Resskution obgleich ne den Versuch macht, mut dem strengen Henynsrenyamtes erhannt aus W..#s w.ices nach an dem Statusaus auf der Balkauhalbinsel und dem Ein=Ikanzlers in den Finanzangelegenheiten des Reiches vernehmen mit Rußland und Italien die Wahrnehmung Maßgabe des Gesetzes vom 17. März 1878 beauftragt wor der wirtschaftlichen Interessen der Monaxchie durch eingi den ist. Ferner gibt der„Reichsanzel#er###o#### Schienenstrang mit Saloniki und in wetterer Folge mit Staatssekrctar des Reichsschatzamtes, Wirkl. Aihen zu verbinden, vollkommen einverstanden. Manjcey. Rat Sodow, is zum Ftzgtsmin; ugun, fühlte, daß das nur allzulange Versäumte nachgeholt wer=zmitglied des etaatsministeriums ernunn.. den soll. Allein mit dieser freudigen Zustimmung zu den] Die Insignien des vem Frhrn. v. Stengel verliehenen Plänen des Freiherrn von Aehrenthal ist insofern nicht Ordens wurden ihm im Reichskanzlerpalais viel chian, als dadurch jene seindlichen Strömungen nichtsten von Bülow überreicht, der dabei paralvsiert werden, die sich in einem Teile der rußsischen, Bedauern aussprach, daß Frhr. v. Stengel aus der Ver italienischen und französischen Presse gegen politit der Monarchie bemertbar machen. Wohl unterliegt es keinem Zweifel, daß die verantwortlichen Leiter der russischen und der franzosischen Politik in dem Anschlusic der bosnischen Bahnen an die türkichen keine Gefahren für ihre Interessen erblicken, allein die össentliche Meinung in Rußland und Italien wird sich für die unverantwortlichen Hetzereien hauptsächlich panslawistischer Kreise um so empfänglicher erweisen, je weniger Oesterreich=Ungarn in der Lage ist, durch Ordnung seiner militärischen Verhältnisse das Gewicht seines Willens zu verstärten. Gerade in dieser Beziehung ist der Stand der Dinge aber durchaus nicht erfreulich. Die österreichisch= ungarische Armee und die Flotte sind infolge der ungarischen Krise in ihrer Entwickelung in dem letzten Jahrzehnt weit zurückgeblieben, und wenn die österreichischen und ungarischen Delegierten von dem Minister des Aeußern verlangen, daß er eine selbstbewußte äußere Politik mache, dann müssen sie ihm doch auch die Mittel hierfür zur Versügung stellen, d. h. zu einer Lösung der Armeefrage ge langen. In Ungarn knüpft man nun bekanntlich die Zustimmung zu der Erhöhung des Rekrutenkontingents und der damit in Verbindung stehenden Artilleriereform an die Erfüllung einer Reihe von nationalen Krnzessionen in der Armeefrage. In Oesterreich ist man aber gegen jedes weitere Zugeständnis. Kommt in dieser Beziehung kein Kompromiß zustande, dann werden die Pläne des Frei herrn von Rehrenthal schöne Träume bleiben, da die Par teien in Ungarn und in Oesterreich selbst dafür sorgen werden, daß die„Befürchtungen“ der panslawistischen Kreise nicht in Erfüllung gehen werden. Da die Deutschen heute in Oesterreich die führende Rolle innehaben und schon mit Rücksicht auf das Bundnis mit Armce endlich zu en., ob die u Kompromisses mit Ungarn oder aber gegen Ungarn zu lösen sei. Allerdings müßten sie dann auch ohne kleinliche Bedenken den Weg, für den sie sich entschieden haben; bis aus Ende verfolgen. Man sagt, wie der„Ostdeutschen Korresvondenz“ aus Wien geschrieben wird, daß die un gari“e Kvalition ein Armeeprogramm entworsen habe, das die militärischen Forderungen der ungarischen Mehrheitsparteien in einigen wesentlichen Punkten herabgesetzt abe. Würde durch die Erfüllung dieses Programms das einheitliche Wesen der Armee nicht berührt werden, dann wäre es allerdings nur logisch, wenn die Deutschen, ebenso wie sie die Ernenerung des wirtschaftlichen Ausgleichs ermöglicht haben, diesen durch einen militärtschen ergänzen, damit auch die Entwickelung der Wehrkraft des Reiches wieder für eine längere Zeit sichergestellt werde. Der Wechsel im Reichsschatzamt. Die von Frhru. v. Stengel erbetene Entlassung aus seinem Amt als Staatssekretär des Reichsschatzamtes ist vom Kaiser mit einem Handschreiben bewilligt worden, das der„Berliner Lokal=Anzeiger“ im Wortlaut mitteilen kann: „Wir, Wilhelm, von Gottes Guaden Deutscher Kaiser, König von Preußen usw. usw., tun kund und fügen hiermit zu wissen, daß wir im Namen des Reiches unseren Staatssekretär des Reichsschatzamtes, Wirkl. Geh die Orient=swaltung des Reichsschatzamtes ausscheide, der so hervorragende Dienste geleistet habe. sechte cie ceeeshichccc Dr. Arendt(Rot.) meinte, soweit die Spar= Schöffen und Geschworenen gemacht und für ihre vollstänstlasig, doch Rimme ihm zu, um nicht die augemeine gzeten, Aog, von Brockhausen(kons. hob die ausgezeich= sonderes Strafrecht, Strafversahren, Strafvolzugsrecht Abg. von BrouP#.1 g#### umd inrach seine erlassen. Die Hauptsache bleibe vor der Hand eine## ständnisvolle Handhabung der bestehenden Strafbesti mungen, aber da hapere es bedeutend. Redner führte hierdem Deutschen Reiche daran iuteressiert sind, daß 5½ Reicheschapamtes, wurde am 14. Januar 1851 geboren. ee wieder schlagfertig werde, warc es ihre, Piltchk, sc#r kudierte in Berlin und Heidelbers Jura, wurd: 1970 sch zu entscheiden, ob die Armeefrage im Wege eines e##rendar in Münster und nach fünf Jahren Assesior. (Seine erste Anstellung sand er 1876 als Kreisrichter in Halle a. G., wo er nach drei Jahren ans Laudgericht lam. 1882 erfolgte seine Versetzung an das Landgericht I in Berlin, im April des folgenden Jahres schied er aber aus dem Justizdienst aus und wurde als Oberpostcat ständiger Ifsarbeiter beim Reichspostamt. 1899 zum Geheimen ostrat ernannt, übernahm er dort nach Nusscheiden des Direktors Scheffler die von diesem geleitete II. Abteilung. Im Reichstag ist Sydow vielsach mit Erfolg als Vertreter des Staatssekretärs aufgetreten. Auf juristtschem(bebtet hat er sich als Schriftsteller einen Namen erworben. 1901 wurde er Unterstaatssekretär, 1905 Birkl. Geh. Rat mit dem Prädtkat Exzellenz Excellenz von Sydol, der neue Staatsiekretär des Reichoschatzamls Wirkl. Geh. Rat Reinhold Sydow, Unterstaatssekretär Reichspostamt, der neuernannte Staatssekretär des bezn Zustimmung zu dem Antrag aus. Nach weiteren Erklärungen der Abag. Mommsen Frs. Bag.), Singer(Soz.) und Nacken(Zir.) wurde der Kompromißantrag und der so gestaltete§„ ange Nach einer Abänderung im§ 16 wurde das Gesetz un verändert angenommen, das nach dem Antrag des Abg. sonderbare Auffassungen über die Sittlichkeit und Port 9B Iu. Muot, treten zump Laperzischen Kuliusminister au, der vor einigen des Etatssekreiars entgegen, daß es keine Klassenjubiz einzelnten Bundeskaaten noch für Beisptele an. Redner ging alsdann auf diejenige Presse ein, die gewisse Prozesse ausschlachte und verurteilte sie; aber neben vielem Schmutz stehe eine finstere, geradezu pathologische Prüderie. In vielen Kreisen finde man Wouer stimmte der vor einigen Tagen end in e. In Gerichtsbarkeit übergegangen Vormundschaftsgerichte bewiesen. B## daß die Justiz demokratisiert werde. Das Vertrauen i VoryEiferarur unb AungTarTnd Pr.—— „„ die Namen wie Häckel lkes in die deutsche Jusiz sei durch die letzten Pro= von Modernisten aufzustellen, wo die Namen wie it ihren Begleiterscheinungen nicht erhöht worden. und Strauß stehen. Es bestätige sich, daß in dieen Häck Kulnöti es sich darum handle, im öffentlichen Interesse Anklage zu(Beifall links.) erdeben. Die Handhabung der Untersuchungshaft spreche! Staatssekretär Dr. Nieberding ging auf die Ausvielfach allen berechtigten Forderungen Hohn. Redner gine stellungen des Voredners an dem Strafvollzug und au dann auf die Anträge der Partei ein, betresseno weg#r seine Ansichten über die Notwendigkeit einer Reform ein, gung des Zeugniszwanges, Schutz der Abgeordueten-V##wedei er einen Fall aus dem preußischen munität, Tagegelder an Schöffen und Geschworene. Der wahnte. Die Voraussetzungen beruhten auf irrtümlicher Antrag, der den Tarifvertrag regeln„wollg, sei###rens Voraussetzungen. Der Fall Feuth sei von einer Broschüre richtig. Was den gestern erwähnten Fall Wrede betresse, romanhast aufgebauscht und so dargestellt worden, als 5# zeige er jedenfalls die unterschiedliche Behandlung der ver Hn I in A. jedenen Volksklassen. Abg. Schirmer(Ztr.) führte aus, betref würfe gegen die Klassenjustiz, daß er den Eindruck vave, titen vor und fühtr, i Tumtgig, em S Reichen manchmal anders be= norausgeschickt wäre, hätte die Broschüre nicht den Anklang die Jeutschen Eheleute e e Pe gour Geutsigen Eent, schrecklich schircht von der a.# L. S.—. behandelt und ohne Grund verhaftet wären. Redner führte eisend die Ver=binn aus Grund des Aktenmaterials die beiden —— ven Eindruck babe, keiten vor und sagle, wenn dieser Tatbestand der Broschüre als ob die Mächtigen und Reichen manchmal anders be=porausgeschickt wäre, hätte die Broschür=—. Der dem Dir Im Aus dem Reichstag. Sitzung vom 21. Februar 1908. Am Bundesratstisch: Staatssekretär Dr. von Bethmann=Hollweg. Zweite Beratung des Entwurfs eines .. Scheckgesetzes. § 1(Vorschriften über den Inhalt des Schecks) wurde ohne Debatte angenommen. Zu§ 2(passive Scheckfähigkeit) lag ein Antrag der baudelt werden, als die niederen Volkskreise. Die Mis2e gesunden; dann hätte vermutlich auch der Vorredner Sor Behandlung der Fürsttn Wrede habe in weitesten Kreisen pathte mit den Leuten nicht zu erkennen gegeben.(8 Auch heute noch des Volkes scharfe Kritik hervorgerufen würde in der Gesetzgebung zwischen Menschen erster und zweiter Klasse unterschieden. Man denke nur an das Wahl recht kleiner Bundesstaaten, bei denen die Arbeiter alminderwertig betrachtet werden. Die Polenvorlage sei auch nicht geeignet, die Auffassung von der bestehenden Rechtsgleichheit zu stützen. Redner ersuchte dann um Auskunft, ob und wann die Vorlage zur Sicherung des KoaIttionsrechts an den Reichstag komme. Das Recht der Tarifverträge müsse festgelegt werden, wie es die Resoluseiner Partei und die der Nationalliberalen fordere. Vizepräsident Dr. Paasche ries hierauf nachträglich den Abg. Frank(Soz.) wegen des gegen von Maltzan (kons.) gebrauchten Ausdrucks„schnodderige Bemerkung zur Ordnung. Abg. Dr. Müller=Meiningen(Frs. Bpt.) erkl.rie, seine Partei stehe auf dem Standpunkt, daß es sehr gut wäre, wenn zwischen den Parteien Vereinbarungen getrof sen werden, um die Resolutionsflut etwas einzudämmen. Zustimmung links.) Die gestrige Erklärung des Staats sekretärs über die Resolution Albrecht(Soz.) betr. die Ge währung der Diäten an Schoffen und Geschworene habe ihn nicht befriedigt. Er selbst habe zugestanden, daß die Sache reis wäre zur legislatorischen Lösung. Was die Resolution über die Tarisverträge betrefse, stehe seine Partei 10e stimmung.) Eines sei allerdings richtig und bedauerlich lu können, daß unsere trafvollzugseinrichtungen einer gesetzlichen Verbesserung dürfen. Was den Strafvollzug selbst betrefse, habe er ters anerkannt, daß eine gesetzliche Regelung im Reiche Beihandlung der Frau im Gefängnis seien Regelwidrigkeiten vorgekommen. Die Aufsichtsbehörde aber Abhilfe geschaffen. Er glaube aus den Tatsachen, die er angefuhrt, werde niemand den Schluß ziehenn Str bedürfen. notwendig sei. Diese Frage stebe aber im Zusammenbang mit der Resorm der Strasprozeßordnung. Unregelmäßigkeiten werde man aber auch zukünftig nicht verhindern können. Abg. Prinz Schöugich Carolatb(natl.) berührte die Affäre des Liegnitzer Zweigvereins der Gesellschaft zur Verbreitung der Volksbildung. Durch lebhafte Zwischenrufe„Justizetat“ wurde eine Geschäftsordnungsdebatte hervorgernfen, worin Abgeordneter Groeber(Ztr.) bestritt, daß er Prinz oder seine Gesellschaft angegriffen hätte und Abg. Mugdan(Frs. Bpt.) darauf hinwies, daß solche Angriffe doch gemacht habe. Nach einer Erklärung des Vizepräsidenten Kaempf unter Lärm des Zentrums Dr. Fr. Frank etzte Prinz Schönaich=Carolath eine Rede fort. ri des Zentrur Albumblätter. Der Unkluge denkt über das nach, wag er gesigt hat: der Kluge aber über das was er sagen will. Jean Petit=Sena. Auf eigener Spur. Kriminalroman von Otto Hoecker. 56 (Nachdruck verboten.) Um Alaane trai la wie. 1.511, ihzt ein witgende Gefäihl, in der Keste. 3ch kanunauffällig unsere beiden Männer und beauftragte ihn, falls dies unverdächtig geschehen könnte, die Burschen zu beschatten und unter Umständen ihre Wohnadresse auszukundschaften. Ich glaube indessen, daß ich die Männer bei meiner Rückkehr noch in den Aurorasälen antreffen und dann imstande sein werde, die weitere Beobachtung selbst fortzusetzen, obwohl Sergeant Schwarz ein recht tüchtiger Mann ist! „Aübarmherziger!“ Der Rat schnellte, wie aus der Pistole geschossen, von neuem aus seiner molligen Sofaecke und stand kerzengrade vor dem Detektiv. „Das erstaunt Sie, Herr Nat“, konnte dieser sein Be remden nicht unterdrücken. „Ob michs erstaunt— da möchte man ja lang hinschlagen! wetterke Hansemann. Dieser nämliche Kundt trat heute abend unvermutet bei Witte ein, als ich in dessen Wohnung Haussuchung abhielt... mich sehen erkennen und wie Schafleder ausreißen, war bei dem Kunden das Werk eines Augenblickes .. ich hinter ihm her, wie ein geölter Blitz... uber hat sich was. Der Kerl war ausgekniffen und verschwunden, es blieb umsonst, daß ich einige meiner Leute hinter ihm herschickte.. schließlich“, brach er ab, die Schultern hochziehend,„was hätte es auch viel genützt, hätte ich ihn auch wirklich verknöpfen können... gegen dessen glatte Geschmeidigkeit ist ein Aal das reine Reibeisen. Vielleicht hätte ich ihn sogar gewarnt, denn dem Kerl ist ja keiner gewachsen!“ *.„Von derselben Vermutung ging auch ich aus, Herr Rat“, nahm Walden wieder das Wort.„Zu einer Verhaftung des ungen Eilenburg wäre ich ja schließlich befugt gewesen, ich hätte sie wenigstens auf meine Kappe nehmen können. Doch ich hatte nicht den geringsten Rechtsgrund, mich auch seines Begleiters zu versichern. Ich hielt es deohald für besser, erst Ihnen Bericht abzustatten und dann weiter zu handeln. Daß swischen Kundt und dem jungen Eilendurg irgend etwas schwebt das ihnen zu reichen Geldmitteln verholfen hat, liegt auf der Hand, denn ohne sichtbaren Nutzen befreundet sich undt mit niemandem. Da ich auch noch zufällig hörte, wie die beiden sich mit den„Damen“ für morgen abend wieder verabredeten ihr Benehmen auch ein derartig zuversichtliches war. er„Mag sein. Sie sind aber zweifelsohne ein Juwel und gar nicht genug einzuschätzen. Walden!“ rief der Rat im ersten Enthusiasmus über das zu Tage geförderte wichtige Material Dann aber, sich besinnend, trat er einen Schritt zurück, seine Mienen nahmen einen schmerzlich vorwurfsvollen Ausdruck an und er beobachtete den Detektiv mit umflorten Blicken. „Walden", begann er, die Hände zusammenschlagend warum haben Sie mir das angetan... warum muß Ihre stolze Karriere so kläglich Schiffbruch erleiden... warum! Der andere verstand ihn; eine düstere Entschlossenheit prägte sich in seinen Zügen aus. „Darf ich sprechen?“ „Aber natürlich! Ich muß sogar entschieden darum suchen!“ Wieder wollte Hermine sich leise entfernen; ihren schmerzlich bewegten Mienen war es abzulesen, wie ihr davor graute ein Schuldbekenntnis gerade von den Lippen des Mannes zu hören, der ihrem innersten Empfinden näher stand, als sie es sich selbst einzugestehen wagte. Doch mit bittender Handbewegung vertrat Walden ihr den Weg.„Bleiben Sie, es liegt mir viel daran, gerade vor Ihnen nicht in falschem Lichte stehen zu müssen!“ sagte er leise und zum ersten Mal am ganzen Abend sprach ein wärmerer Ton aus seinem Stimmenklang.„IIch will nicht sagen, daß ich mich vor Ihnen rechtfertigen kann, denn für Sie gibt es nur den geraden Weg der Pflicht.. doch vielleicht werden Sie mich verstehen... und das wird schon Wegtrost genug für mich sein.“ Er unterbrach sich u. trat wieder auf den Rat zu; wieder Ihnen nicht schiloern..—— dann stockend.„Wie ich nun vor Ihnen stehe im freundlichen Lichtbereich dieses mir so vertrauten Zimmers, in welchem ich o oft glückliche Stunden habe verleben dürfen, dämmert es mir erst, was ich eigentlich getan... und was ich auss Spiel gesetzt habe. um es nie wieder zurückgewinnen zu können“. etzte er noch leiser hinzu, indem er die Augen mit der einen Hand beschattete.„So muß es dem in der Irte verlorenen Wanderer zu Mute. sein. der in der Ferne noch Heimatslicht erschimmern sieht und weiß, daß es nie und nimmermehr erreichen kann. Und doch“, fuhr er sich mannhaft aufrassend, fort, „ich konnte nicht anders handeln, und ich würde unbedenklich ähe ich mich nochmals derselben Situation gegenüber, im Kon likt der mir aufgebürdeten Pflichten diejenigen erfüllen welche mir die menschenwürdigste zu sein scheint.“ Der Rat schaute verständnislos auf ihn; auch in Herminens Zügen, die ihren alten Platz neben dem Buffet wieder eingenommen, prägte sich unverhülltes Befremden; sie begriffen beide nicht, wohinaus d. so seltsam sich Gebende eigentlich zielte. Flackernde Röte in den bleichen Wangen wende: sich Walden wieder an sein. Vorgesetzten. Herr Nat“, sagte er in überstürzter Rede, wie um das auf den Lippen Brennende und ihn vor dem eigenen Gewissen Brandmarkende ehestens loszu werden,„ich habe mich einer groben Pflichtverletzung anzu klagen, welche mich nicht nur unwündig macht, mein liebge wonnenes Amt weiter zu bekleiden, sondern die mich auch vor den Strafrichter bringen mag.“ „Allmächtiger! Also doch!“ kam es zagend über Her minens Lippen. Ihr erloschener Blick begegnete seinem fragenden; dann wendete sie ungestüm den Kopf, als habe sie schon zu viel von dem Geheimnis ihrer Seele verraten „Ich habe mich wissentlicher Täuschung und Urkunden sälschung schuldig gemacht. Herr Nat, indem ich den Personen stand des mir wohlbekannten Opsers von neulich nicht zu ver ändern suchte und zu diesem Behufe dem Verbrecheralbum ein verleidte. Bildkarten fälschte und an Stelle der von mir per nichteten Originale andere Bilder unterschob. „Ich wußte es!“ untekbrach ihn der Rat erregt.„Mann warum sprachen Sie nicht heute früh. als ich wie ein Vater auf Sie einredete.“ „Herr Rat, es ist zu hart, sich in den Augen eines Mannes demütigen zu müssen, an dessen Achtung einem viel, wenn nicht alles gelegen ist.“ „Ja, zum Saperlot, warum machen Sie denn solche Streiche die Ihnen meine Achtung entziehen müssen!“ wetterte Hansemann.„Ich bin irre an Ihnen geworden. Da hat einer die glänzendste Zukunft vor sich, sein Kommissarpatent liegt schon unterschrieben bereit— und mutwillig bringt er sich um alles Da soll man nicht irre werden!" Das sagte ich mir schon selbst. Wie es immer so geht, einem verhängnisvollen Mißgriff folgt sogleich der zweite. ich sah, daß in dem allzu kühn von mir unternommenen Va=Banque=Spiel das Glück sich von mir zu wenden begann und die Amtspflicht mich zwang, meine eigene Spur mitverfolgen zu helsen, da hätte ich— wenigstens Ihnen gegenüber — den Mut zur Wahrheit finden sollen. So aber, wie blind und taub gegen jedwede besser Einsicht und gänzlich von der wahnsinnigen Angst unterjocht, mein Vergehen möchte ans Tageslicht gezerrt werden, versteifte ich mich auf die behaupteten Umstände... und zum erstenmal wurde ich selbst zum gehetzten Wild und hatte Qualen eines sich entdeckt sehenden Uebeltäters durchzumachen... und da erwachte ich aus diesem unmännlich verzagten Hinbrüten. Nein, ich will nicht lügen und könnte ich dadurch meine Zukunft auch retten.... wenigstens Sie und... und Fräulein Hermine sollen mich nicht verachten dürfen, müssen Sie auch gleich den Stab über mich brechen... und darum beschloß ich. Ihnen die Wahrheit zu bekennen.... also ja und wieder ja!“ rief er in immer leidenschaftlicherer Erregung.„Ich wußte, daß der Tote Gustav Schuhmacher war.“ Als ich mit Ihnen vor die Leiche trat erkannte ich sie auf den ersten Blick. Der Schreck über dieses unvermutete Wiedersehen lähmte mich, mir wurde schwach, und ia mußte gewaltsam gegen mich ankämpfen, um nicht hinauszuschreien, was mir das Herz bewegte.“ Von welchem unvermuteten Wiedersehen sprechen Sie?“ forschte Hansemann kühl.„Ich denke, Sie wollen es nicht bei der halben Wahrheit bewenden lassen?“ (Fortsetzung folgt.) — Priuz Schonaich= Carolatb(sortfahrend), der Minister habe keine Bücher auf den Inder gesetzt Dm selbst die Auswahl der Bücher überlassen. Er könne einsehen, wie man der Gesellschaft und dem Vorstande orwersen könne, daß se in unzulässiger Wesse nachgegeben ben. Er werde die Gesellschaft weiter im Geiste Rückers, von dem er sie übernommen, ———#Musen, leiten Aba. Werner(D. Rfpt.) protestierte gegen die ren Vorwürfe Sepda's gegen die hakattstischen Richter in polnischen Landesteilen. Die Gewährung von Diäten an Schössen und Geschworene müsse baldmöglichst Tatsache werden. Abg. Göring(Ztr.) wünschte eine größere Berücksichtigung des Handwerks bei Submissionen; auch die Gefängnisarbeit müsse eingeschränkt werden. Staatssekretär Dr. Nieberding erklärte, für die Regierungen und die Gefängnisverwaltungen könne es kein größeres Interesse geben, als die Beschäftigung der Gefangenen so einzurichten, daß bei der freien Arbeit der Handwerker möglichst wenig Konkurrenz gemacht werde. ber die erste Devise sei Arbeit in den Gesängnissen. Gegenüber v. Malvan(kons.) stellte Stadthagen (Soz.) fest, er habe alles getan, um ein Strafverfahren gegen sich wegen Erhebung zu hoher Anwaltsgebühren und Verschleierung des Tatbestandes herbeizuführen, das aber von allen Instanzen abgelehnt sei; es liege nur ein Ur teil des Ehrengerichtshoses vor. Ein Vorgehen der Staatsanwaltschaft sei nicht erfolgt, trotzdem durch Reichstagsbeschluß die Erlaubnis zur Strafverfolgung gegen ihn erteilt worden sei. Abg. v. Maltzan habe die Unwahrheit gesagt, wenn er behauptete, das Erkenntnis sei nicht veröffentlicht. Redner wurde dann wegen des gegen v. Maltzan gebrauchten Ausdruck„gemeine Verleumdung" zur Ordnung gerufen. Nach einer weiteren Kontroverse zwischen den Abag von Maitzan(kons.) und Stadthagen(Soz.) wurde die Weiterberatung ani Dienstag 1 Uhr vertagt. Vorher Tele suntengesetz, Scheckgesetz. Schluß 7¼ Uhr. Ver in für ländliche Wohlfahrts und Heimatpflege. Berlin, 29. Febr. Auf der Hauptversammlung des Vereins wurde der Jahresbericht vom Geschäftsführer, Prosessor SohnreyBerlin erstattet. Die Mitgliederzahl beträgt zurzeit 1209 (307 korporative und iir#rsönliche). Zu den korporativen Mitgliedern zählen: Die siedelungskommission, 9 Gene ralkommissionen, 133 Alll.- und Bezirksausschüsse, 8 Ber sicherungsanstalten, 16 weitere Behörden, 9 Landwirt schaftskammern, 71 landwirtschaftliche Bereine, 8 Vereine für innere Mission, 46 andere Wohlfahrtsvereine. Die Einnahmen und Ausgaben balanzieren nach dem Etat mit 38 818.70 A. Es wurde eine Reihe neuer Schriften herausgegeben. Die auffallende Tatsache, daß in einzelnen Eegenden die körperliche Entwickelung der vom Lande stammenden Rekruten zurückgegangen ist, veranlaßte den Verein, in Verbindung mit der Zentralstelle für Volks wohlfahrt den Ursachen dieser immerhin bedenklichen Er einung nachzugehen. Die Ergebnisse dieser Untersuchung der nächstjährigen Hauptversammlung mitgeteilt scheinung sollen in werden. Pfarrer Keil aus Wölfis(Herzogtum Gotha) sprac über die Erziehung der Landjugend u. darauf Gymnastal oberlehrer Dr. Krück=Friedenau, der Verfasser des volkskundlichen Werkes über das„Bauernleben in der Lüne burger Heide“ über das interessante Thema:„Feste und Spiele des deutschen Landvolks". Der Vortra gende ging davon aus, daß die Bestrebungen zur Erneuerung und Beredelung der Volksfeste und Jugendspiele bis her fast nur der Stadt zu gute gekommen seien, und ent warf ein Bild von den Dorffesten und Dorfspielen der alten Zeit, das bei aller Knappheit doch die Fülle unserer eigenen Ueberlieferungen anschaulich zum Bewußtsein brachte. Im Gegensatz dazu schilderte und beleuchtete er dann die weithin in Deutschland eingerissene Oede und Verwüstung auf diesem Gebiet, deren Hauptursache eine oft unwürdige und rückgratlose Ueberschätzung der Stadt kultur und eine kurzsichtige Unterschätzung der eigenen urwüchsigen Dorfkultur seien. Bei Erneuerung der ländlichen Feste und Spiele sei in erster Linie an die Rest der eigenen Vergangenheit anzuknüpsen, von deren oft überraschendem Reichtum auch ein vom Verein veranlaßtes und in Vorbereitung befindliches Werk über die Feste und Spiele des deutschen Landvolks einen neuen Bemeis ab legen würde. Bei der Resormarbeit müsse man sich einmal an den Landmann wenden und ihm beispielsweise klor machen, daß eine Wiederbelebung der Dorsseste und der Spiele auf dem wieder zu schassenden Dorsanger eng m der Gefindefrage und seinem eigenen Nutzen zusammen hänge. Bei diesen und anderen resormerischen Bestrebun gen hänge aber attes von dee Mitwirkung der ländlichen Zntelligenz ab. Geistige Führer, die unter dem Landvolk lebten, ein Herz für sein Wohlergehen hätten und ein seines Verständnis für die Dorfkultur, darauf komme es an. Zum zweiten Punkt der Tagesordnung sprach Frid Gräsin zur Lippe= Weißzenfeld. Oberschönfeld, über das Thema:„Aus der Landpflegearbei““ Es würden von allen Seiten Landpflegerinnen gefordert shalb sei die Hauptsache, Stationen zur Ausbildung zu schaffen. Es seien namentlich ältere Damen ausgebildet worden, aber noch immer zu wenig. Zur Ausbildung sei die Anstalt des Pastors Platz in Zehlendorf sehr geeignet, und es werde dankbar anerkannt, daß noch zahlreiche andere Anstalten die hilfreiche Hand zur Ar, dung geboten haben. Doch müsse systemattsch gearbeite.rden. Dazu habe man vorläusig aber noch kein Gelo. Man könne vorläufig sogar nur ganz geringe Anfangsgehälter bewilligen und deshalb finde man nur wenig Pflegerinnen. Man habe jetzt in Ostheim i. d. Rhön eine eigene Anstalt für die Ausbildung von Landpflegerinnen errichtet und hoffe nun auf einen gedeihlichen Fortgang. Auch verschiedene Verwaltungen hätten kleine Stationen für die Ausbildung dienstbar gemacht. Es müsse aber noch viel mehr geschehen. Zum Schluß des Vortrages schildert nerin die tägliche Arbeit einer Landpfl Diskussion betont Fräulein Barbn, daß pflege auf dem Lande sehr unter dem u leiden habe. Die geborenen Landpflegerin Hutsfrauen und Gutstöchter. Leider vernochlässigen viele, die als Fabrikbesitzertöchter usw. Gutsfrauen werden, ihre Aufgaben und verstehen sie auch nicht. mann D., der war. Nache sehlung des Politische Aebersicht. Deutschland. Detmold, 24. Fedr. des Kaisers ans Korfu. Eine Sonder. abordnung wird Kaiser Wilhelm im Namen des Sul— Zum Besache vird Ra Jildiz=Palaßt wird jetztf!! auf einem Kriegsschisse!“ ans auf Korsu begrüßen. Im ernsthaft erwogen, die Abordnung auf einem dahin zu senden, und das Marineministerium ist beauf tragt, sofort dem Palast entsprechende Vorschläge zu unterbreiten. — Die Oessentlichkeit im Strasverfahren. Wie wir bereit# mitteilten, wohnte der Kaiser einem Vortrage des Geheimen Justizrates p#. essors Dr. Kahl im Justizministerium bei. Der Vortrag behandelte dieseit dem Harden=Prozeß besonders akut gewordene Frage der Oefsentlichkeit im Strafverfahren. Der Kaiser, der sich für dieses aktuelle Thema lebhaft interessiert, bewies dieses Interesse daurch, daß er den Vortragenden nach dem Reserat über die Hauptpunkte in ein eingehendes Gesprach zog. Wie Herr Geheimrat Kahl mitteilte, wird der Vortrag in allernächster Zeit im Druck erscheinen. — Usachuldig im Zuchthause. Im Wiederaufnahmeverfahren wurde dieser Tage von den Geschworenen in Tübingen der Kaufmann August Michelfelder aus Reutlingen freiaprochen, der Anfang Juli v. J. wegen Mißbrauchs von Schulkindern vom Schwurgericht zu einem Jahr sechs Monaten Zuchthaus verurteilt worden war. Er wurde in der erneuten Verhandlung für nicht schuldig erkannt und nach seiner lostenlosen Freisprechung sofort auf freien Fuß gesetzt. Der Angeklagte hatte von der Strafe bereits mehr als den dritten Tei! verbüßt — Universität und Staatsanwaltschaft. Ueber einen sonderbaren Epilog zu dem Prozeß geen den Studenten Pagenstedt, der, wie erinnerlich von der Anklage des Giftmordes an seiner Geliebten freigesprochen wurde, meldet ein Telegramm aus Münster in Westsalen: Nektor, Senat und Studentenschaft der Universität in Münster bereiten eine Protestkund: gebung vor, die sich gegen die Ausführungen des Staatsanwalts im Prozeß Pagenstedt richtet, soweit in ihnen das sittliche Riveau der Studentenschaft in Münster kritisiert wurde. Der Landtag führung mit großer Mehrbeit an. Außer der Unmittelbarkeit der Wahl bringt die Vorlage verschiedene Verbesserungen gegen den jetzigen Zustand; z. B. Wahlfähigkeit und Wählbarkeit haben nicht mehr die Staatsangehörigkeit zur Voraussetzung, sondern nur eine dreijährige ununterbrochene Wohndauer im Lande. Fortan kann auch der wählen, der ohne eigenen Herd bei anderen in Kost und Lohn ist. Das entehrende Verbrechen ist nicht mehr Hinderung zur Wahl, da der Begriff des Entehrenden nicht feststeht. Eine Anzahl von sozialdemokratischen Abänderungsanträgen wurde abgelehnt, so z. B. die Herabsetzung der Wahlfähigkeit von 25 auf 21 Jahre, die Verminderung der Wohndauer von drei Jahren auf ein Jahr, die Fassung des Gesetzes, wonach das Frauenwahlrecht zugelassen wäre(das der Landtag auch für die Gemeinden ablehnte). Andererseits beschloß der Landtag einige Abänderungen der Regierungsvorlage, von denen der Minister erklärte, daß sie unanliche Aiveau der Stubentenschäft in — Das Landtagsgesetz in Oldenburg. De nahm, wie schon gemeldet, die Vorlage auf Ein des direkten Landtagsmahlrechts u Sauptr mit Geheimrat Hinzveter eng befreundet Füllter Dienstpflicht trat Autoine auf EmpHauptmanns D. in die Dienste Hinzpeter's und rückte bald zu dessen Kammerdiener auf, vinz peter scheukte Ihm unbedingtes Vertrauen und während seiner letzten Krankheit stand ihm als Krankenwärter zur Seite. Antoine war auch bei seinem Tode und beim Leichenbegängnis anwesend. Einem Gewährsmann erzählte er vor einigen Tagen, Zeuge gewesen zu sein, als nach dem Leichenbegängnisse eine unzahl Schriftstücke aus dem Nachlasse Hinzpeters verbrannt wurden. Die Familie stellte ihm die besten Dienstzeugnisse aus. Hauptmann D., der gegenwärtig bei der Schutztruppe Südwestafrika steht, hatte ihm eine Stelle als Plantagenaufseher verschafft: im letzten Augenblicke jedoch hat Antoine sich eines anderen besonnen und eine Stelle als Kammerdiener bei einem Rechzsanwalt in Metz angenommen. Zur Regelung persönlicher Angelegenheiten, die mit der gegenwärtigen Sache nichts zu tun haben, war Antoine in dieser Woche nach Bielefeld gereist. Bei der ganzen Dienerschaft Hinzpeter's sollen ähnliche Durchsuchungen vorgenommen werden. England. London, 22. Febr. Bei der Eroberung einer starken Stellung der Zakkakhels ist gestern Major Fordes Sempill von den Seaforth=Highlanders gefallen. Crient. Belgrad, 22. Febr. Die Skupschtina nahm heute den Titel betreffend die Apanage für den Kronprinzen und die übrigen Mitglieder der königlichen Familie im Betrage von 360000 Dinaren in namentlicher Abstimmung mit 83 Stimmen an, nachdem sämtliche oppositionellen Abgeordneten den Saal verlassen hatten. Darauf setzte das Haus die Besprechung des Budgets fort und die oppositionellen Abgeordneten erschienen wieder im Saale. Afrika. Tanger, 22. Febr. General d'Amade hat am 16. Februar in Kombinierung mit dem größten Teile der in Buznika stationierten Truppen einen Angriff auf den Medakrastamm unternommen. Die Buznikakolonne(Taupin) stieß nachmittags auf zahlreiche Marokkaner. Es kam zu einem heftigen Kampf, der bis zum Einbruch der Nacht dauerte und am nächsten Morgen fortgesetzt wurde. Die Franzosen ahen sich, da nach erbittertem Kampfe ihre Munition auszugehen begann, genötigt, sich am Nachmittag nach Feda lah zurückziehen. Ihre Verluste betragen nach amtlicher Feststellung neun Tote, darunter zwei Offiziere und 20 Verwundete. Nach anderen Nachrichten sollen die Verluste höher sein. Der Feind brach zweimal durch das französische Karree. das sich mit Hilfe der Bajonette befreite. Die Truppen kehrten, aufs äußerste erschöpft, und nach ernsten Verlusten, nach Fedala zurück, nachdem sie einen erbitterten Kampf um die Leichen der beiden gefallenen Offiziere, die sie schließlich mit sich nehmen konnten, ausgehalten hatten. Insolge des befriedigenden Ergebnisses der Expedition sah sich d'Amade ge nötigt, den erschöpften Truppen einige Tage Ruhe zu gönnen Casablanca, 21. Febr. Der Rückzug des Generals d'Amade scheint verursacht zu sein durch das Schicksal der Kolonne von Buznika, daß zu ganz falschen und absolut unde gründeten Gerüchten Anlaß gegeben hatte. Es werden bedeutende Zusammenrottungen in der Richtung von Azemmur ge meldet, die auch in den bisher neutral gebliebenen Gegenden eine erregte Stimmung hervorzurufen scheinen. rück. Von einem ungarischen Magnaten in Monte Carlo entlieh er 2000 Francs und wollte damtt einen letzten Versuch am grünen Tische wagen. Er nahm an einem Noulettetische Platz; links von ihm satz eine Pariser Kokotte, rechts d. Tochter eines amerikantschen Millionärs. Kardos segte und verlor ein Geldstück nach dem anderen. Als er auch das letzte verlor, griff er in seine Tasche, zig einen geladenen Nevolver hervor und[Gok lig in den Mund. Die um den Noulettetisch sitzenden Personen fuhren erschreckt von ihren Plätzen anf. die Damen brachen in verzweiseltes Schreien aus und eilten davon. Die Pariser Dame flel ohnmächtig auf ihren Platz zurück. Der Maler war nach dem Selbstmord auf ihren Schoh gefallen. Diener der Spielbank eilten herbei, entsernten die Leiche und nach einer Stunde— wurde das Spiel fortgesetzt. Eine Ironie des Schicksals wollte es, daß ein Mitspieler, ein reicher Mann, auf dem Platze des Selbstmörders in einer Tour 500000 Francs gewann. Todessprung aus einem Casee. In einem Cafee in Frankfurt a. M. spielte sich eine gramm meldet: Der Drechsler nehmhar seien: so wollte die Regierung die Hinaussetzung der Wahlpertode von drei auf fünf Jahre; aber der Landtag sah darin eine Wahlrechtsverschlechterung und beschloß die breijährige Periode. Er ersuchte die Regierung, die Frage der Wahlpflicht zu prüfen. Dann hatte die Vorlage eine neue Wahlkreiseinteilung und Besetzung der Kreise mit Abgeordneten vorgeschlagen, 18 statt 13 Wahlkreise und 44 statt 40 Abgeordnete; das sollte ein für allemal festgelegt werden. Dagegen war aber die Mehrheit des Landtages und beschloß, auf je 10000 Einwohner einen Abgeordneten in einem besonderen Kreise zu wählen, und alle 20 Jahre zu prüfen, ob diese Festsetzung änderungsbedürftig sei. Es fragt sich nun, wie sich die Regierung zu den Bestimmungen stellt, die der Landtag gegen ihre Willensäußerung beschlossen hat. Aber da das Gesetz ein Aenderung des Staatsgrundgesetzes enthält, so muß es durch zwei Landtage beschlossen werden, die durch eine Neuwahl getrennt sind. Es ist also lange Zeit zur Verständigung, und auf diese hofft man zuversichtlich, da Regierung und Landtag sich in der Hauptsache ja einig sind. — Geheimrat Hinzpeter's Briese und Memoiren. Bielefeld. 22. Febr. Die Polizei sistierte den Diener Hinzpeter's, Josef Antoine, der verdächtig erschten, Briese des Kaisers an Gebeimrat Hinzpeter sich angeeignet zu haben. Ein Brief ist bei einem hiesigen Wirtssohn am Neumarkt beschlagnahmt worden. Der Diener wurde nach eingehendem Verhör durch den Staatsanwalt wieder entlassen, da er den rechtmäßigen Erwerb des Briefes nachwies. Auf Ersuchen der hiesigen Staatsanwaltschaft sand bei den in Lesse wohnenden Eltern des Antoine eine Haussuchung statt, deren Resultat jedoch negativ war.— Hierzu wird noch aus Metz gemeldet: Das rätselhafte Verschwinden eines wichtigen Schriftstückes aus den Memoiren des verstorbenen Wirklichen Geheimen Rats Dr. Hinzpeter rust in den beteiligten Kreisen eine gewisse Bennruhigung dervor. Am vorigen Dienstag und gestern hat der Untersuchungsrichter Selme auf Ersuchen der Staatsanwaltschaft zu Bielefeld eine Haussuchung bei den in Lesse wohnhaften Eltern des Kammerdieners Josef Antoine vorgenommen, der während der letzten vier Jahre in persönlichen Diensten HinzWallenstein von Schiller. Erster Abend: Wallensteins Lager u. Die Piccolomini. Beide Stücke bilden eine große Exposition die uns auf die Tragödie vom Tode des großen Friedländers vorbereitet. Insolgedessen kommt es zu keinem Abschluß, man müßte, wenn es nicht soviel Zeit in Anspruch nähme und an das Publikum eine zu große Anforderung stellte von Ausdauer im Hören und besonders auch im Sitzen, noch Wallensteins Tod hinzufügen. Aber eine solche Vorstellung würde noch mehr Zeit in Anspruch nehmen, als wie eins der großen Werke von Wagner, wenn man es ohne Strich gibt.— Ueber den Wallenstein etwas zu sagen, erübrigt sich wohl und somit können wir dann sogleich zur Besprechung der ersten beiden Stücke überzeyen. Es hätte im Lager noch etwas lebendiger zugehen können, man staute sich zu sehr auf, anstatt ab und zu zu gehen. Ge spielt wurde sonst recht flott und interessant. Hervorheben möchten wir Herrn Nömer, der die äußerst dankbare Kapu zinerpredigt vollendet wiedergab. Bei dem Schlußlied:„Wohl auf Kameraden aufs Pferd“ hätte mehr Begeisterung auf der Bühne herrschen können. Es folgte:„Die Piccolomin!“. In diesem Stück stellte sich der Gast, welcher für die Rolle des Wallenstein ge wonnen war, vor. Es war der Königl. preußische Hoischau pieler Max Wegner vom Hoftheater in Hannover. Wir bedauerten lebhaft, daß seine Rolle in diesem Stück so kurz war, u. freuten uns auf den zweiten Abend, wo wir uns aus giebig an seiner Kunst erfreuen konnten. Denn er besinzt ein ganz wundervolles, sehr modulationsfähiges Organ und keine rscheinung ist prächtig. Dazu ein ungezwungenes, sich deßerst sympathisch gebendes Spiel, und wir haben einen Wallenst in comme II knnt. Diese vortrefflichen Eigenschaften des Künstlers traten in den kurzen Szeuen des ersten Abends schon in die Erscheinung. Die Figuren der Ge####ale des Fried länders wurden von unseren Hauptschauspielern dargestellt den Herren Wemhöfer, Diet, Bruchwin. Römer Schlüter und Fritzsch. Sie goben uns ein vollendetes Ganzes. woran ein jeder in seiner Weise hewvorragenden An teil hatte. Eine würdige Herzogin. neden Wallenstein so gar; durch ihre Gestalt am Platze, war Frl. Rhema, die auch nu Liebe zu einem jungen Obersten zusammensetzt, sand in ihr eine glücklich nachschaffende Künstlerin. Neben ihr spielte Frl Maurice die kalt berechnende Gräfin Terzky mit der ihr ür derartige Rollen eigenen Gestaltungskraft. Zwischen diese beiden Frauenfiguren stellte sich Herr Dien und zeichnete hier wie auch im weiteren Verlaufe des Stückes einen präch tigen Max Piccolomini. Der Octavio, welcher bekanntlich weniger Rückgrat besitzt, mußte natürlich hinter den Max zu rücktreten; Herr Wemhöfer schuf ihn jedoch ganz in der erforderlichen Gestalt. Für den Questenburg hatte man Herrn Bergmann herangezogen. Herr Bergmann leistet als Sänger stets Vortreffliches, aber auch als Schauspieler stellte er seinen Mann. Außer ihm war noch vom Opernpersonal beschäftigt Herr Dinger; daß auch er voll und ganz auf dem Posten war, muß ihm zu hoher Ehre angerechnet werden. Die Regie, die uns ganz vorzügliche Bilder gestellt hatte, lon dieses Mal in den Händen des Herrn Intendanzrat Berthold. Zweiter Abend: Wallensteins Tod. Das war ein schöner und ungetrübter Genuß, unsere kühnsten Hoffnungen wurden noch übertroffen. Herr Max Wegner führte, was er in den Piccolomini begonnen, in glinzo iller Weise weiter und schuf uns einen Wallenstein, wie man ihn nicht besser wünschen kann. Dabei kamen die oben erwähnten Eigenschaften erst ins rechte Licht. Das war aus einem Guß. schlechthin eine Meisterleistung. Neben ihm gaben sich unsere Damen u. Herren alle Mühe, zum guten Gelingen des Ganzen beizutragen. Und das glückte ihnen ausgezeichnet. Da brauchte man denn nur kurz sagen, daß Alle gehalten, was sie am ersten Abend versprochen. Wir müssen aber Frl. Diekmann besonders nennen, welche die durch die Liebe und chwerwiegenden Ereignisse zum Weibe herangereifte Thekla in glücklichster Weise verkörperte. Ihr Monolog im 4. Aufzuge erweckte beim Publikum eine lebhafte Beifallsbezeugung. Frl. Maurice war auch dieses Mal wundervoll als Grafin Terzky. Und dann Herr Dietz als Mar Piccolomint. Prächtig in Spiel und Sprache wußte er seine Rolle zu steigern und zum prächtigen Abschluß zu bringen. Auch Herr Fritsch gub die Figur des Buttler durch markige Striche und geftel und sehr. Endlich Herr Karlshofer, bekanntlich Opernsänger. als Gordon. Er verstand es meisterlich, die nicht leichte Rolle zu spielen, bei der sogar gute Schauspieler häufig ins Wanken kommen. Sein Organ klang sehr schön und modulierte mit Ge kurz beschäftigt war hervorragend. Diese Gll. Brelmann war als Thekla ganz!schick. Er hatte das letzte Wort. Aus dieses Mal hatte Figur, die sich aus einem Konglomerat Regie für prächtige Vilder gesorgt. Der Direktion sind Frl. Diek mann war als Thekla ganz! schick vo. kindlicher Naivität, klösterlicher Erziehungsweise und deridankbar für den erlesenen Genuß, den sie uns gebracht Tages-Meuigkeiten. Berlin, 22. Febr. Der Ulanenleutnant v. Bärensprung stürzte heute früh, von Berlin in seine Garnison Fürstenwalde fahrend, zwischen Hirschgarten und Friedrichshagen aus dem Waggon und geriet unter die Räder. Ein Fuß wurde ihm vollständig abgetrennt, außerdem erlitt er schwere Verletzungen am Kopf und an den Armens Nach Anlegung eines Notverbandes wurde er in das Köpenicker Krankenhaus übergeführt. Der Offizier war allein in dem Kupee. München, 22. Febr. Ein reicher hiesiger Großindustrieller erhielt vor einiger Zeit einen Drohbrief, worin er aufgefordert wurde, 100000 Mk. zu hinterlegen. Falls Der das nicht tue, werde er einen seiner beiden Söhne tot sehen. und falls dies geschehe, müsse man eine Million verlangen, oder auch der zweite Sohn würde getötet. Der Erpressungsversuch blieb zunächst unbeachtet. Bald darauf wurden die beiden Söhne auf dem Heimwege von der Schule von zwei 14jährigen Burschen überfallen und mit Salzsäure begossen Glücklicherweise wurden sie nur leicht verletzt. Am nächsten Tage erhielt der Großindustrielle einen weiteren Brief, worin erklärt würde, das Attentat sei nur ein kleiner Beweis der Ernsthaftigkeit der Drohung gewesen. Der Industrielle solle durch ein Inserat unter bestimmter Chiffre in einem angegebenen Blatte mitteilen, ob er zahlen wolle oder nicht. Dies geschah in zustimmendem Sinne. Die Erpresser kamen aber nicht, um das Geld entgegenzunehmen„da sie ihre Festnahme zu erwarten gehabt hätten. München, 22. Febr. Hier hat sich ein zwölfjähriger Knabe ausVerzweiflung über fortgesetzte Schulstrafen zu erhängen versucht. Da der Vater, ein städtischer Tagelöhner, sich nicht um die Haushaltung kümmerte und die Mutter krank zu Bet: lag, mußke der Junge die Wirtschaft besorgen und ist darübe: mit den Schulaufgaben in Rückstand gekommen. Er äußerte schon wiederholt Selbstmordgedanken u. hängte sich dann auch mit einem Strick im Lattenverschlag des Kellers auf. Der siebenjährige Bruder entdeckte den Unglücklichen, holte die Mutter aus dem Bett herbei, die noch rasch ihren Knaben ab schnilt, aus dessen Körper das Leben schon entflohen schien Die Wiederbelebungsversuche waren jedoch noch von Erfolg Lübeck, 21. Febr. Ein von einem Knecht eines hiesigen Kaufmanns aus der Bodenluke auf den Hof geworfener Stroh ballen traf eine über den Hof gehende Frau, die einen Wirbe! säulenbruch erlitt und alsbald verschied. Neustadt a. d. Orla, 21. Febr. Im benachbarten Steinbrücken spielte der 18jährige Alban Fötsch mit einem Terzerol. plötzlich ging der Schuß los und traf sein 4jähriges Brüderchen in die Stirn. Während sich die Familienmitglieder mit dem nur leicht verletzten Kinde beschäftigten, ging der junge Mann auf den Heuboden und machte in dem Wahne, seinen Bruder getötet zu haben, seinem Leben durch Erhängen ein Ende. Wien, 22. Febr. Sechs Münchener Skifahrer, die vom Schnalsertal aus eine Tour über d. Hochjoch nach Vent unternommen hatten, werden vermißt. Ein Lawinenunglück ist wahrscheinlich.„ Marmaroo=Sziget. 22. Febr. In Akna=Szlatina erfolgte heute vor der Grube Kunigunde des dortigen Salzbergwerks ein Erdsturz von je 60 Meter Länge und Breite und 62 Meter Tiefe. Die Landstraße, die nach Akna führt, ist entzwei geschnitten. Eine Strecke von etwa 900 Metern ist so gefährdet, daß jeden Augenblick ein neuer Einsturz erfolgen kann. Die Bewohner der auf der gejährdeten Strecke stehenden Häuser mußten diese raumen. Der Kunigundenschacht war schon seit zwei Jahren verlassen, da er unter Wasser steht. Bergleute sind nicht verunglückt, aber eine Bäuerin mit zwei die in dem Augenblick des Einsturzes auf der waren, fanden den Tod. Morgeg(Piemont), 22. Febr. Als gestern mittag eine Kompagnie des 4. Regiments Alpenjäger unter dem Kommando des Hauptmanns Bacicaluppi von Lasalle nach dem Col Serena marschierte, ging eine Lawine nieder. Korporal und ein Soldat wurden getötet, ein Soldat Der Schußz im Spielsaal von Monte Carlo. Ueber den vor einigen Wochen in Nizza verübten Selbstmord des ungarischen Malers Julius Karbos veröffentlicht ein ungarisches Blatt eine Neihe bisher unbekannter Einzelheiten. Zuerst war gemeidet worden, daß sich Kardos in einem Hotelzimmer erhabe. Nun weiß das Blatt zu berichten, daß Kardos den Selbstmord im Spielsaale von Monte Carlo angesichts zahlreicher Gäste verübt habe. In den letzten Tagen vor der Tat hatte ihm die Bankdirektion 1000 Francs angeboten, wenn er abreise und das Versprechen gebe, daß er nicht mehr wiederkomme. Dieses Anerbieten wies der Maler brüsk zuufregende Szene ab. Ein TeleFeldmater, der verdächtig war, einer der ersten Billardfirmen Bälle gestohlen und Unterschlagungen begangen zu haben, sollte im Casee verhaftet werden. Kaum hatte der Billardfabrikant mit einem Schutzmann das Lokal betreten, als Feldmaier zum Fenster des e#sten Stockes hinaus auf die Straße sprang. Mit gebrochener Wirbelsäule wurde er sterbend in das Krankenhaus gebracht. Familientragsdie in Prag. Eine erschütternde Familien= tragödie spielte sich in Prag ab. Der in der Prager Spritfabrik tätige sechsunddreißigjährige Chemiker Dr. Gilbert aus Hannover vergistete sich dieser Tage mit Zyankali. Gestern hat sich seine Witwe aus Schmerz über den Tod des Gatten gleichfalls vergiftet. Die schwarzen Pocken in Oberschlesten. Aus Lublinitz, Zawodzie und Begutschütz werden neue Erkrankungen an schwarzen Pocken gemeldet. Nach einem Telegramm aus Breslau sind im ganzen bis jetzt in Oberschlesien 48 Pockenfälle zur Kenntnis gelangt. Zehn Fälle verliesen iötlich. Die Impfungen welden fortgesetzt. Eine Münzensammlung gestohlen. Aus einem Hiuse in Frankfurt a. M. wurde eine Münzensammlung, die einen Wert von 20 000 Mark het, gestohlen. Die Eindrecher sind entkommen und dis jetzt unbekannt Kutscherstreik in München. Seit längerer Zeit herrscht unter den Münchener Fiakerkutschern und Automobildroschen= chauffeuren eine Lohnbewegung. Vorgestern sind sämtliche Münchener Kutscher und Chauffeure in den Ausstand getreten, da ihre Forderungen nicht bewilligt wurden. Der neueste Schwindel. Aus Paris wird den„M. N. N.“ berichtet: Der hiesigen Polizei ist es gelungen, eines Individuums habhaft zu werden das in ganz origineller Form das sammelgierige Publikum zum Objekt seiner betrügerischen Manipulationen machte. Die Entdeckung wurde durch einen englischen Lord ermöglicht, der folgende Angaben machte: Ein Individuum, scheinbar portugiesischen Ursprunges, hatte sich an ihn mit der Anfrage gewandt, ob er gesonnen sei, eine Flintenkugel zu kaufen, die bei dem Lissaboner Attentat abgeschossen worden war, und bot als Belege Bestätigungen von Lissaboner Bürgern an, die Zeugen gewesen sind, daß er die plattgeschlagenen Geschosse kurz nach der Tat aus k..= umliegenden Mauern, in die sie eingeschlagen waren, selbst entfernt hatte. Alle Unterschriften waren notariell beglaubigt. Als Preis jeder Kugel waren 5000 Frank angegeben. Eine telegraphische Anfrage nach Lissabon ergab, daß d. angeblichen Zeugen erfundene Personen seien und daß auch die notartellen Beglaubigungen Resultate einer geschickten Fälschung sind. Auf Grund der Personenbeschreibung, die der Lord machte, konnte man des Gauners habhaft werden. Er gestand seinen Betrug ein und erzählte, daß er schon 300 Kugeln verkauft hätte, was mit der Wahrheit so ziemlich übereinstimmen wird, denn man sand bei ihm etwa 300 000 Frank vor. Nach und nach meldeten sich zahlreiche Geschädigte. Es sind viele bekannte Sammler darunter, auch Museen, Schaubudenbesitzer usw. Es ist haratteristisch, daß sich der größte Teil aus Engländern rekruttert, deren Sammelwut ja sprichwörtlich ist. Ungetreuer städtischer Beamter. Auf Veranlassung der Staatsanwaltschaft wurde der langjährige Offenbacher Ober=Stadtbuchhalter Grebe verhaftet. Grebe war schon vor einigen Tagen vom Amte suspendiert worden, weil der Bürgermeister Dr. Dullo in seiner Kasse ein großes Manko entdeckt hatte, welches nach den nunmehrigen Feststellungen 47000 Mark beträgt. Gestern wurde abermals ein Fehlbetrag von 3000 Mark festgestellt. Grebe behauptet, es seien ihm von den Anleihegeldern des Jahres 1902 50 000 Mark gestohlen worden. Die Stadtverordneten wurden infolge dieser Verhaftung vom Magistrat schleunigst zu einer Sitzung einberusen, die Sonnabend stattfinden soll. Im Schlaf verbrannt. Eine folgenschwere Feuersbrunst hat sich in München zugetragen. Nachts brach in einer Remise an der äußeren Landsbergerstraße in München ein Brand aus. Ueber hundert Schafe, die in dem Raum untergebracht waren, sind umgekommen. In der Nemise hatten auch mehrere obdachlose Personen Unterschlupf gesucht. Zwei von ihnen wurden als entsetzlich verbrannte Leichen aufgefunden. Es wird angenommen, daß noch mehrere Tote sich unter d. Trümmern befinden. Das Feuer ist offenbar infolge von Unachtsamkeit eines dieser asyllosen Landstreicher ausgebrochen. Eine Gerichtskommission hat sich an Ort und Stelle begeben, um weitere Nachsorschungen nach Verunglückten zu halten. Kindern, Landstraße Eln verdie wir Stadt und Land. Detmold, 24. Februar. * H o f n a c h r i c h t e n. S e i n e D u r c h l a u c h t d e r F ü r s t sind heute vormittag mit dem Zuge 9.18 Uhr von der keise hierher zurückgekehrt.— Seine Durchlaucht besuchten n Bgleitung des Flügeladjutanten am 20. d. Mts. das O.fizier=Korps des 1. Garde=Ulanen=Regiments in dessen kasino in Potsdam. Das Offizier=Korps, dem z. Zt. uch Seine Königliche Hoheit der Erbgroßherzog von Mecklenburg= Strelitz angehört, hatte alles aufsboten, um den Anfeuthalt im alken Kameradenkreise so mugenehm wie möglich zu machen. Während der Tafel burden Trinksprüche auf Seine Durchlaucht und von Höchstd.mselben auf das 1. Garde=Ulanen=Regiment ausgebracht. Erst in vorgerückter Stunde verliaß Seine Durchaucht die gastlichen Räume des alten Regiments.— An der Tael hatte auch Graf Jobst zur Lippe=BiesterfeldWeißenfeld teilgenommen. * Der Landtag tritt heute nachmittag 4 Uhr im Schwurgerichtssaale des Landgerichts zu seiner ersten Plenarsitzung in diesem Jahre zusammen. Für woch abend 7 Uhr sind die Abgeorduten zur Tafel im Schlosse geladen. * Der Reichsverband gegen die Sozialdemokratie(Landesabteilung Lippe) hält seit vorigen Donnerstag in der Reichskrone in Lage einen Kursus ab, welcher den Zweck hat, Reoner zur Bekämpfung der Sozialdemokratie auszubilden. An den Vorlesungen beteiligen sich ca. 10 Personen von allen bürgerlichen Parteien aus Stadt und Land. * Gewerkverein der Ziegler. Auf das von der Heneral=Versammlung des Gewerkvereins der Ziegler in Lixpe an Se. Durchlaucht den Fürsten gesandte Hulbegungstelegramm ist folgendes Autwort=Tekegramm an Herrn Ziegelmeister Meter eingetroffen:„Ich habe mich über den freundlichen Gruß und das Treuegelöbnis der Beneral=Versammlung des Gewerkvereins der Ziegler in Lippe sehr gefreut und danke allen von Herzen. Der brave lippische Zieglerstand kann meiner wärmsten Fürsorge gewiß sein. Leopold.“ * Die Gründung eines Lippischen Schützen: bundes stand auf der Tages Ordnung der gestern nach dem Gasthof„Zur Krone“ einberufenen Versammlung, zu der 11 Vereine Vertreter entsandt hatten, und zwar aus: Detmold, Eichholz, Meiersfeld=Rödlinghausen, Basthausen ——— bei D.imole, Leopeidetal, Velleplerg bei Horr. Laudkr bei Bemgo, Wülfer bei Schle Alle Vertreter waren einstimm (F. 2) daß(i laus, un d die ra# der Komder Ansicht Schügenbund der Schüpensache nur dienlich sein wurde eine zwölfgliedrige Kommission wettere zu veranlassen hat. Die erste Sitzung mission findet bereits am nächsten Freitag im Gasthof„Z Krone" in Detmold abends 6 Uhr statt. n. Die össentliche Versammlung zwecks Besprechung errichtung eines Bandel=Denkmals eines endgültigen Ausschusses für diese Angelegend gesem nachmitlog 1 Uhr in Odem“ pait und 6 die starken Auschaffungen an neuen esichligen sind. otchote)lach drin Sohoveo„nzsgozghs, Gauesien do gnzsicgs dum Gunsdente. um 15 große Kähne von zusammen rund tvargelischen Otwem#. Hat uan der Stadt augecouste va io vrogent worr.— Da der sebrig, Wasserhand haue Paradtessche Haus an dr Vergstraße i uptsächlich auf die Herbstmonate mit ihrem regelmäßigen weiter verkauft mit de rieren Verkehr entsiel, so reichte tro9 der F zer por. funden würden, Liese ergrößerung der Oberweserflotte der vor- waiven, bit der Wahl W Erledigung der angeDie Ausgestaltung der Ber der erhablichen Steigerung der die die bremische dings auch die und Dampfern zu berüche Bremer Schleppschiffahrtse verflossenen Jahre um 15 10 000 Tonnen Tragfähig etwa 15 Prozent vergrößert hauptsächl stärteren Vergröß handene Schifforaum zur prompten sand meldeten Güter oft nicht aus. Die Ausgestatre-#####. 3 tehrsanlagen an der Oberweser ist hinter der Vergzöße “ Vu(rung des Schifsparks erheblich zurückgeblieben. Zua d i a n l a g e i n K a s s e l v e r g r o ß e r t, "— n s e l d e g e h t wenig Die steigen Sitzung mit kurzer Be=#der merrear nau#kahr in Jahr unauteicheners, ein vort grüßungsansprach becke das Wort.—— Begründungen für Errichtung eines solchen Ausdruck kamen, wurde von mehreren anderen Platzfrage eröttert. Letziere ist noch nicht erledigt. Eye—### Wahl des Denkmals Ausschusses geschritten wurde, dat Der? Länge zu zieben. Wiederholt ist Professor Dr. Thorbecke, ihn von dieser auszuschließen, oa„er die Schutzhäsen der Oberweser an e„„„ b. i m i s a i c l i n a u i n n K## meld einen Vortrag halten über„Ein Stück deutscher zur Lohre.“ Alle kansende Fublikum se getäuscht werden. alte Paradiessche Haus—.— r der Bestimmung, daß, wenn So. ge der Stadt abgeliefert werden müßten. Diese Bestimmung erweckte in der und doch war sie angebracht, denn es Schatz von ca. 5 Pfund altem lippischem Silber geld vorgefunden. Es sind 112 Silbermüazen aus dem 16. und 17. Jahrhundert. * Blomberg. 25. Gebr.(Aus der Stadtverord netensitzung.) Die Errichtung einer Freiban wurde beschlossen. Das Salzuster Statut wird dersel zu Grunde gelegt, jedoch soll Pferdefleisch mit Fleisch— —#Sestein-mir anberem i Aeeu, ustieh esie eie, Keiligen ue hsite, Vaekresleäichr u., Keseste, rde, dat Herr Lano= zu zieben. Wiederholt ist darauf hinzuweisen,########t#rgt wir' anbeim gegeben, mit dem Landrat dieser tühe g##en Prosessor Dr. Thorvege, ion von virfer auszuschließen, da er die Schutzhäsen der Oberweser an Zahl und Gröbe#guggpals zu verhandeln, damit der Bau des Krankenhauses den mit 24—30 M das Poar,#####u ure Kllo doch für diese Jubelseier im Jahre 1909 reichlich zu tun habe, stark auwachsende Weserflotte bei weitem nicht mehr au“: gstzuinlichst in die Wege geleitet werde. Der Beschluß halbjährige mit 36 c gehandelt; sette kosteten 40#4 pre n n u u M ee e e au e se en. aun. iaene uie een une. in Hofenschut engindsch stblbar„Ale gesenlg, Karl. Pir Paltien 2. Hedr. Um Donnerdig, 2 2 8. 142.de: Herstodter venn am Pate und dusten vor s 1 seinem ni burghausen berichtet mon Thäringer ehlt die Hetratslust; da hat nun der Standesbeamte im Gemeindewirtshaus folgenden Bers angeschlagen: Frauen sind des Ledens Zier, Juchheidt, Juchheide. Hast Du keine, nimm sie Dir, Juchheidt, Juchheida, Jenggeseilen allztamt., Juchheidt, Juchheida, Marsch sofort zum Standesamt. Der Standesbeamte von Harras legt in diesen Versen jedenfalls einen anerkennenswerten Pflichteifer an den Tag. Handel und Märkte. —mn, 23. Fedr. Zum Biehmarkt waren angetrieben 125 Pferde, 195 Stück Hornviech und 1547 Sgretpe. Der Lar: Die vom vorbereitenden Komm. 90 Namen hiesiger Herren und außer diesen9 auswärtige Namen enthielt, wurde fast einstimmig genehmigt. In den Ausschuß wurden mithin folgende Herren gewählt: 1. Reg.= Baurat Böhmer, 2. Amtsgerichtsrat Böckers, 3. Rendant Billerbeck Salzuflen, 4. Buchdruckereibesitzer W. Bruder. 5. Hofschlosser Cordes. 6. Geh. Reg.=Rat Gebhardt, 7. Hofzimmermeister Fr. Gehring. 8. Schuhmachermeister Conrad Grote, 9. Musiklehrer Großjohann, 10. Fabrikant Franz Hartmann, 11. Kommerzienrat Hinrichs, 12. Restaurateur Hirse, 13. Fabrikant Willy Hoffmann, 14. Fabrikant W. Kanne=Lage, 15. Hofklempner Köller, 16. A. Knauff, Prokurist, 17. Schneidermeister Möller, 19. Buchdruckereibes. Neumann=Hoser, 19. Symnasiallehrer Oesterhaus. 20. Hotelbesitzer Fr. Fachschuldirektor Reineking. 22. Obertelegraphenassistent Schelp, 23. Tapezierer Fritz Schlepper, 24. Brandkasseninsvertor Sieg. imn 20. 10 4 Dur. Kaiertgrmntig Tur. ur au. u. K. an fahrtshin fahrtsöffnungen Minden. * F ü r s t l i c h e s T h e a t e r. H e u t e f i n d e t d i e E r s t a u f f ü h r u n g von Skowronneks vorzüglichenr Lustspielneuheit„Panne statt und es joille niemand versäumen, diese Vorstellung zu besuchen.— Am Deutschen Theater zu Hannovenr „Pann=“ am rergangenen Freitag bereits zum gegeben und man schreibt, daß die Zugkreit des Schlagers damit noch nicht erschöpft sei den der allen Wiederholungen sei nach wie vor sehr groß.— Mittwoch wird die herrliche Ofsenbachsche Oper„Hoffmanns wurde 25. Male amüsanten der Andrang zu Knecht gewesen, so wäre der Selbstmord geglückt. man, daß eine verschmähte Liebe zu einem bedeutend älteren Mädchen diesen Jüngling zu * Spork bei Dörentrup, 23. Febr. Unser Konzert und theatralische Aufführungen im Saale des Gastwarts Blattgenrste hierselbst. 2# Bavenhausen, 23. Fedr. Der Fürst hat dem ###ch war. Letztere dawele B.=M.=3 L,pienescheig, Sreger Jore b. Tat getrieben Das Stück halbjährige wurde zu 36—42 M, großere—. (d. A.) Ivierteljährige wurde zu 36—42 M. größere etwa dreiviertel Gesangnertin jährige, zu 50—72 A gehandelt. Angetrieben waren 413 Stück d Guatche. m. Fedr. Bahmarck, Aagerichen 1 Auh und 1014 Schweine. 8—swöch. Ferkel kosteten das Paar 25 bis 30 A. vierteljähritge Schprtine Lrster g.e gr u. S. Der Handel in Schweinen war heute flott und binnen Brand= . Tammerdieltor Moterial. m Odersüingen vach nuicht Geiegenheit heat, do eutzilckente muslelich, Weti urner Dernstlesgongen da de, Kteshen Zeurwehe und Heuer Iit ur rat Weber=Oerlinghausen. Außerdem Auswärtige: Geh. Rat stens empfohlen.I Aus der Nachbarschaft. — Schmidt=Hannover,I 2 Im kleinen Saale des Vereinshauses hielt am Sonn=u Ds#nd 22 Tehr.(Beschwindelt.) Gestern Sprechsaal. Prosessor Schilling=Dresden, Rrektor Dr. Schmidt=Hannover,I 2 Im kleinen Saale des Vereinshauses hielt am Sonn=I Lers#nd 22. Fehr.(Beschwindelt.) Eisenbahnsekretär Hellmund=Erfurt, Chemiker Richard Gehrr= abend, den 24. Februar, nachmittags vier Uhr die Leiterin 9 9 abend erichten bei dem in der Nadew. Feldmark setzMagdeburg. Friedrich Mörs=Berlin, Vors. des„Vereins der gpangelischen Frödelseminars in Cassel, Fräule'n Pe##ng haften Arbeiter H. ein gutgekleideter etwa 25 Jahre Lipver“ in Berlin. Mecke den schon angekündigten Vortrag über Di= Erz# * Invalidenversicherung. In der lausenden Woden die Quittungskarten zur Invalidenversicherung Woche werden die Quittungskarten zur Invalidenversicherung in den nachstehend bezeichneten Straßen kontrolliert: Alle:straße, Schanze und Hornschestraße.— Quittungskarten u. Afrechnungsformulare sind bereit zu halten. * Rollekte. Der Anstalt Eben=Czer bei Lemgo ist die Genehmigung erteilt worden, im Juni, Juli und August im Fürsten Schaumburg=Lippe eine Hauskollekte zu veranstalten. * Das Lehrerexamen bestand für höhere Schulen Frl. Minna Mesch von hier an dem Seminar der Kaiserin Augusta Biktoria=Schule in Bieleseld. * Kinderball des Hoftheaters. Die bösen Buben lassen allen Kindern, die bisher keine Einladung erhalten haben, sagen, sie wollen damit niemand ärgern, das verwaren sie sich für Sonnabend. Also nur keine falsche Empfindlichkeit, je mehr„Kinder“ hinkommen, um so besser ist es, wenn auch eine gewisse Auswahl bei ren Einladungen getrossen werden mußte. Sicherlich ist aber in der Eile und im Drange der Geschäfte versehentlich mancher über gangen worden, der gewiß beim Feste mit Freuden grüßt werder wird. In diesem Falle melde man sich also elbst und zwar so bald wie möglich. * Einen wertvollen Schatz besitzt unsere LandesHeidenoldendorf, 24. Februar. Wie man vernimmt, ist es den Geme indevertritern bisher noch nicht gelungen, ein passendes Grundstück zu einem Totenhof zu finden, und wäre es daher woll angerundigten Volttug ubrt#####.#### Mann und erklärte, er habe einen geräucherten Schinken abdu: r...— Tot=nhof zu sunden, und Kult io sugle ur;. u e uis Sae us Anee eud eu ue u u. eu# iun be euge.#n ez eu eesgeadt eich eund burest Gaguslgn, un huter ese esbide eg#sutelen a du Leiden der etanten Starchter dn. 2. 2//Ttagt, P. gzteg ud bus ulschäsge Land ven Bitze * Vom Schweidnitzer Stabttheater. Die Schwcioniger den Genuß von Schweinefleisch zurückzuführen sei. H. holte, Friedhof zu verg#####%, ur 9.“— igr Greig für dag das Stadtthegter leichtgläubig genug, aus der Räucherkammer einen Schink bis auf weiteres an die Theaterdirektoren Emil Becke: und übergab ihn dem fremden Manne, derdamit v### und Fritz zu vervachten und ihnen eine Subvention von Snäter stiegen dem 5. Bedenken auf, und als er dem nächsten 6000 i für die Zeit vom 1. Oktober 1908 bis 30. September Tiarschützen sein Erlebnis mitteilte, wurde er darüber ausgezu gewähren. Der Reserent der Schweiduiher.#n### 1 1klärt, daß er einem Schwindler Glauben geschenkt habe. orduetenversammlung, Justizrat Groeger. mies auf diesklart, daß er sinen.—.—. künstlerischen **— T„LL 10- npATGTFUP Jnr. mn. aur S.——. 25 Jahre alte Verkäuferin Stadtverwies auf die ausgezeichneten künstlerischen Leistungen des Stadttheaters hin, die in allen Kreisen lebhafte und berechtigte Anerkennung gesunden haben. In gleicher Weise unterstützte diese Ausführungen Stadtv. Justizrat Bassenge, indem er zugleich einen regen Besuch der Aufführungen empfahl. Hierzu schreibt ein Blatt in Schweidnitz: Die einstimmige Annahme des Magistrats= antrages ist die beste und schönste Anerkennung für * Haunover, 23. Februar.(Der Mörder der Dora Rose geständig.) Am 6. August vorigen Jahres, abends 1.7 Uhr. wuroe die..„, gee Rose im Laden des Herrn Vaas, Marktstraße 7, Dora einen Raub die Tätigkeit und Tüchtigkeit der Direktion Becker Sie hat diese Anerkennung in der Tat verdient. Iorer unter Umständen tot aufgesunden, die auf mord schließen ließen. Der Täter wurde bislang nicht entdeckt. Vorgestern standen nun in Dortmuns zwei und von Disse anz kauen. Wenn der Preis für das Blägersche Land auch ztogs hoch i8, so ver glaczt, or Sone von Disse weniger Kosten betr. Umtausch. In dieser Weise kommt man viel billiger weg als bei einer neuen Anlage. Einen neuen Friedhof weit außerhalb anzulegen, ist nremand ywpathisch; die Wege sind undequem und bei Boutenung&8 S aien und Iapicigrg, Hur gen möalich, dem verstorbenen Freunde beim letzten Gang Geleit zu geben. Liegt doch der jezige Friedhof so und schön und wird die Anlage als eine Zierde des Dorfts betrachtet. Diesen Friedhof, wie verschiedene weil auf dem u were Verbrecher, der aus Leimathe bei IserlaehusIet.“ a. Jansten Boden, vielleicht noch nach 50 Jahren emmende Rotsclagter Henrich Scheler und ür Büchtr, Varoigungen vergenammen verden. Mögen sch die letigen Sn 1Vertreter nur persinlich bei den Siumten 16. rmndiger, dann werden sie diesen Wunsch von der Mehrheit zu bören avgerundeter Aufsührungen geboten worden.„A9...(handelt sich offenbar um zwei min......... vertoir wird mit vornehmem Geschmack und Geschick sorg= uus dem Kerdhelze haben. Reinharbt stand im Verdacht, fältig vorbereitet und zeichnet sich besonders durch zahl!*„„„ bekommen. bibliotber, von dem die Oessentlichkeit bisher kaum reicie und meist gute Novitäten aus, sodaß Schweionig sich### Leisommen, weil er fresch leugnete, hatte Hierüber mira und folgenbes geschrieben: III####E= Siahstheater gegenwartia eines Kunstinstitutes konnte ihm aber nicht beikommen, wint ke neesch dng Hierüber wird uns folgendes geschrieben: in seinem Stadttbeater gegenwartig einer aunmannstenome—...„„ n. Eianalement dee istschriftstellers Pro=rühmen darf, das in der ersten Reibe der Provinzbühnen oowohl das von Hannover aus gegekene Signalement dee Kenntnis hatte. Hierüber wird uns folgendes geschrieben: in seinem Stadttheater gegenwärtig Es ist das Verdienst des bekannten Kunstschriftstellers Pro-Frühmen darf, das in fessor Dr. Weinitz, Berlin, diesen Schatz, wenn man so sagen darf, ans Licht gezogen zu haben. E man Letzte Nachrichten. Montevideo, der in sehr stattetes Werschen aus der Feder des Verfassers ist im Verlage von Alex. Dunker, Inh. Arthur Klaun, Hofbuchhandler Gr. Majestät des Kaisers, erschienen mit dem itel:„Die Bericher Bibelhandschrift in der Fürstlichen Landesbibliothek in Detmold.“ Der Verfasser schildert zunächst das Kloster Berich und dessen Geschichte; ein eingehestetes Bild zeigt die alte gotische Klosterkirche, die das Dorf Berich im Fürstentum Waldeck überragt. Prosesser Weinitz weist nach, daß der Koder sich früher in Berich befunden habe und gibt eine Uebersicht der jeweiligen Besitzer. Im Jahre 1773 wird der Koder zum ersten Male als in der gräflich lippischen Bibliothek besindlich erwähnt, und zwar von dem Konrektor Wellner in einem Detmolder Schulprogramm; danach dürste die Handschrist cus dem 14. Jahrhundert stammen. Professor Weinitz gibt dann eine genaue Beschreibung des Kodex, des Einbanddeckels und der Malerei. Es ist ein Buch in Kleinsolio, der Einband ist aus braunem Leder auf seinem, leicht gelblichen Pergament. Die Schrift ist augenscheinlich die Arbeit eines geubten Schreibers, die Ansangsbuchstaben sind von dem Maler— wohl dieselbe Person wie der Schreiber— künstlerisch ausgeführt. Die hohe Kunst des Buchmalens kommt aber erst in den großen Initialen voll zum Ausdruck. Im Schlußwort spricht der erfasser die Hoffnung aus, daß es seiner Abhandlung gelingen möge, die Aufmerksamkeit weiterer Kreise auf eine Büchersammlung zu richten, die heute ebensolche Beachtung verdiene, wie zur Zeit des schon genannten Wellers Pro=Ixühmen dars, das in der ersten Reihe der Provinzbühnen J#dwohl das von Hannsvel aus Pgrse.„.—" Jnir. nen wan 10 frangiert und mit den Erfolgen großstädtischer Thgate## mutmaßlichen Täters ziemlich genau auf ihn paßte. Freitagsviseno### eie, 8u= beste wetteifern kann. Wir dürsen hossen, daß die Direk=.,., Schaller mun in einem Briese an seine Elern lotreien.„„ 22. Fedr. Repubkik Das Personal aller, ist in den Ausstand sernerhin bestrebt sein Fritz auch Stadttheater auf der gegenwärtigen Höhe tion Becker und künslerischer Leistung=jöhigkeit sortzuentwickeln. Ein Jahresfest seierte gestern nachmittag der Iu Kiel. 23. Februar. Wirklicher Geheimer Ret gendverein der evangelischen Gemeinschaft in der Kapelle Müblenstraße 16. Die Beteiligung war eine überaus rege. Um 4 Uhr eröfsnete Herr Prediger Teymann das Fes. Herr Prediger Warwea aus Großalmerode hielt hierauf die Festpredigt. Sodann wurde der Jahresbericht verlesen.— Als zweiter Teil folgten die Deklamationen; sie wurden sämtlich sehr gut wractragen und sanden allgemeinen Beifall. Auch die herrlichen Lieder und Gesänge des Gesangvereins trugen zur Verschönerung des Festes wesentlich bei. * S a l z u f l e n, 2 4. F e d r. B e i m B a u d e s n e u e n Thermaldadebauses ist man zur Zeit mit dem Richten des Dachstudles deschäftigt. Tietz der den Neubauten wenig günftigen Witterung des verflessenen Winters wird as Gebände zur Badesaison rechtzeitig fertig werden.(A. A.) Salzuflen, 24 F.o.(Neue Schnellzugsver sindung.)##e von iniermie er Seite mitgeteilt wird, wird oas neue Schnellzugspzar auf der Strecke Herford=Altenbeken=Warburg erst m Herbst d. Is, oor., was noch wahrscheinlicher ist, im Früpjahr nächsten Jahres in den Fahr — 1n1 fi. A.##n rzs- Iblan eingestellt werden. Der Stadt und dem Bad Salz ner, der damals die Aufmerksamkeit der Gelehrten„gegen1.##s# ise Gelegenhen gebeten sich die Bertelle der neuen eine Büchersammlung rege machte, welche aus Mangelsunten in aise wiigeny# enlürt, er önne nicht mehr länger leben, sein Gewissen sei! Arer.—... 4 ig gaute nacht im 86. Lchenszu chper blastet. Der noch vrtülnsmöhtg Erxesshenso, Isgre g...—.— 2.— 4ig 1872 un Prinzestan s vigen dur eroituun Botpoht, von z.4 g4-gep;(Henriant iu Schlaowig Holtein vermähl. iun 4 Jahren Zuctzaus vrurteilt wurse, ließ sich dann Denrtene v. Tekx, Bef dem verstorbenen Prsself. einem Richter vorführen und gestand, da# er Iw/on gzmarch trat zu der Jusluenza noch ein runge den wegen der erwagnten#te.... z.4#14 hann Heuriene zu Schleswig=Holstein ver a#gnen wrglefl# 1. zu der Jusluenza noch ein Lungenden an der Velkäuferin Dora Rose am 6. August v. J. mn elementarer Gewalt über die brittschen — S c h a u s s h i n w e g g i n g, h a t a r o ß e H ä u s e r n i e d e r g e r i s s e n. verübten Mord handeln. Es ist anzunehmen, daß Schaller in Gemeinschaft mit Reinhardt das Verbrechen begangen hal. Nach einer späteren, bisher and erweitig nicht bestätigten Mitteilung soll Schaller sein Geständnis widerrufen haben. große Häuser niederg Kirchen und Schulen abgedeckt und, des Gebrauchs weniger Achtsamkeit gewidtmet wurde, als sie in der Tat verdiene". Wellner hat damals mit Ver gnügen seine Erwartungen erfüllt gesehen.„Nicht nur einheimische, sondern auch auswärtige Kenner sind“, wie Wellner seinerzeit festgestellt hat,„seitdem begieriger geworden, den Schatz der Bibltothek näher kennen zu lernen und davon Gebrauch zu machen. Durchreisende einsichts volle Gelehrte haben sich durch den Augenschein belehrt und ganze Stunden darauf verwandt". Möge der Schrift des Herrn Professor Dr. Weinitz derselbe Erfolg beschieden sein. Die große Arbeit und Mühe, die der geschätzte Kunstkritiker, dessen Arbeiten, so zum Beispiel über die Waldeckshe Kunst und Baugeschichte, ihm weithin Ruf und hohe Anerkennung verschafft haben, auf diesen Koder verwandt hat, wird dann nicht vergeblich gewesen sein. Bemerkt sei noch, daß der Inhalt des Buches durch verschiedene Bilder veranschaulicht wird: so tritt uns der Vorderdeckel plastisch entgegen, ferner sind drei Blätter des Koder photographisch wiehergegeben.— Der Fürstlichen Landesbibliothek möchten wir den Vorschlag machen, ihre besonders schönen und interessanten Stücke in einem Schaufasten auszustellen, damit sie den Besuchern der Bibliothek bequem zugänglich gemacht werden. Es ist das in vielen Instituten dieser Art üblich. * U e b e r d i e O b e r w e s e r s c h i f f a h r t s c h r e i b t d i e H a n d e l s kammer Bremen in ihrem Bericht: Die Schiffahrt auf der Oberweser hat sich auch im verflossenen Jahre günstig ent wickelt, obgleich sie durch Niedrigwasser von ungewöhnlich langer Dauer von Ende Juli bis Ansang Dezember er heblich behindert wurde: andererseits waren die Störun gen durch Eis und Hochwasser gering. Da während der Zeit des Niedrigwassers für mehr als vier Monate die Ladefahigkett der Kühne sehr beschränkt war, und die Tal Ladung an Umfang die Berg=Ladung immer mehr über steigt, so ging viel Schiffsraum leer oder leicht beinden bergwärts, und es vollzog sich ein etwas beschleunigter Um lauf der Kähne. Dies kommt besonders zum Ausdruck in Schnellzugsverbindung rechtzeitig zu sich rn. * S a l z u f l e n, 2 4. F e b r u a r. D a s F e u e r w e h r= V e r d i e n s t Ehrenzeichen erhielten außer der Anerkennungsurkunde der auptmann der Hoffmannschen Fabrik=Feuerwehr, Herr ohonnes Müller somit der Spritzenmeister der Wehr, Hei: dagemann, ebenso auch der Maurer Brackhage von der hies. Freiw. Feuerwehr. t. Schötmar, 24. Febr. Die gestrige Aufführung des Singspiels Ruth seitens des hies. Jungfrauen vereins im Tivoli erfreute sich sehr guten Besuchs und starken Beifalls. Besonders hervorzuheben sind die Vorträge des Frl. Nage! Nachdem noch Herr Pastor Fliedner einige sehr schöne christliche Erzählungen vorgetragen, dat Herr Pastor Huneke, es möchten ich doch noch recht viele Jungfrauen dem Jungfraunberein ( Schzimor, 24. Fedr. Eine Gemeinde, Aneschubstzung findet am Dienstag, den 25. Februar. abends 8 Uhr im Hotel Korf statt. Tagesordnung: 1. Antrag auf Konzessionvertei lung an die Stadt Salzuflen zur Abgabe elektrischer Kraft fur Lichtzwecke auf 20—25 Jahre. 2. Instandsetzungsarbeiten an der Kleinkinderschule. 3. Rohrlegung und Schlammfänge in der Schülerstraße. 4. Antrag auf Straßenbeleuchtung in der Elisabethstraße. 5. Festsetzung der Haustaxen für Wasser ein schließl. Verzinsung der Wassermesser. 6. Verschiede####. p. Lemgo. 23. Febr. Wegen dringenden Verdahts der Blutschande, begangen an seinen minderjährigen Töchtern, wurde gestern nachmittag der Ziegler Simon Schw. von hier, auf der Arbeitostätte verhaftet und dem Amtogerichtsg######gnis zugeführt. Lemoo, 22. Febr. Morgen, Dienstag, abends um 8 ½/ Uhr, gedeuft der hiefige Zweigverein des evangelischen Bundes unter Mitwirkung des Posaunenchors einen Vorkrarsadend im lutherischen Vereinshause ab zu salten. Steie Atune Aotnurzeil. Bi Moin tunf. ein Schuner, dessen acht Mann starks Besatzung ertrunken sein dürste. An der Küste sind verschiedene kleine Dampser, in Gefahr geraten; ein kleines Fahrzeug wurog George=Kanal an Land geworsen. Das Feuerschift ven Grimsby ist gesanten, die Mannschaft aber Scheerneß ist ein Fischerfahrzeug gescheitet, dessen ertrunken ist. Bei Donegal wurde ein Eisenvahnzug aus den Schienen geworsen, ohne daß die Reisenden Schaden erliten hütten. In Manchester und Liverpool) mußte der Straßenbahnoerkehr zeitweisse eingestelt, werden: In mehreren Städten sind einzelne Menschen durch stürzende Trümmer erschlagen und viele Leute verletzt worden. Berlin, 24. Fedr. Am gestrigen Sonntag wurde gegen die Prostituierte Auguste Schirmeister ungen Mann, den sie mit Nisam es Saltanch, der neue persische Ministerpräsident. Vermischte Nachrichten Aus Oderhessen. Fleisch= u. Brotpreise sind gesunken. Die Preise für Schlachtschweine stehen gegenwärtig so niedrig, wie lange nicht, das Pfund Lebendgewicht kostet nur 38 J, Schlachtgewicht 52—53 J. 201e Megger haben die Preise für Schweinefleisch auf 65 3 herabgesetzt. Auch die Brotpreise sind etwas zurückgegangen, da das Getreide im Großbandel fortwährend im Preise sinkt. Die Bäckerinnung zu Lauterbach hat den Preis für den vierpfündigen Laib Brot von 58 auf 55 von einem in ihre Wohnung nahm, ein Mord versuch verüdt. Als das Mädchen laut nach Hilfe rif, suchte der Täter, das Messer, Hut und Ueberzieher, zurücklassend, das Weite. Gotha, 23. Februdr. In der nrirche res Schlosses, Friedenstein fand heute mittag die Taufe der geborenen Prinzessin statt. Die Prinzessin erhielt folgende Wurde auf der Gade. Hauer zu Fus zurückleg. Bo, den Tätern seblt vis jets Dresdeu, 24. Februrr. Infolge der bestigen Regengüsse und des raschen Schneeschmelzens im Gebirge in der Wasserstand der Elde stark gentegen. Für gutg wird amtlich gemeldet, daß der Wasserstand 19 Cm. über Bd Bachs. Metter-Nachrichten. Detmold, 23. Februar. Wetterbericht der Weiterdienst“ stelle des meteorologischen Observatoriums Fortge etzt sehr unbeständig; bieweilen Regenschauer: stark auffrischende Winde; von Wesse„„„ Hagelschauler:„ I herabgesetzt.— Ein Mevaer in Si.] Dardwest drehende Winde; kälter. zu Nachen. Schneee oder Sü west nach Ingbert hier erhielt ein Strafmandat, weil er auf seiner Preistafel Rindfleisch zum Preis von 70 4 das London: Bewölkt, kühl. Hamburg: Schön. Kaufhaus Theodor Brinkhoff, Lemgo Fernruf 99. Füllen der Betten geschieht in Gegenwart der Käufer in dem zu ebener Erde inmitten der übrigen Verkaufsräume bequem gelegenen Federnlager. Fe rtig gefüllte Betten Braß= für Oberbett Mark 18 Preis Farbig gestreift Inlett. 18.50 5 Pfund Federn. Preis für Oberbe Einfarbig rot Inlet. 6 Mark 21,10 5 Pfund Federn. Fertig gefüllte zwetschläfrig, volleis für Oberbett lte Betten Preis für Oberbett Mark 28,10 Einfarbig rot Inlet. 7 Pfund Federn. Fertig gefüllte Betten weischläfrig, volle Größe Preis für Oberbett Mark 25.90 Fardig gestreift Inlet. 7 Pfund Federn. Versand nach außerhalb franko. Fertig genähte Federn=Einschüttestoffe und Bettbezugstoffe in allen Größen stets vorrätig. TAE STESEE EE Holzverkäufe in den Fürstlichen Forsten. Oberförsterei Sternberg. während der Dienstitunden aus, und können daselbst## Prämien bis einschl. 9. März d. Is eingezahlt werden. Detmold, den 22. Februar 1908. Der Magistrat. Unil Wittze. — B e k a n n t m a c h u n g. Einstellung von Dreijährig=Freiwilligen für das III. Seebataillon in Tsingtan(China). Einstellung: Oktober 1908. Ausreise nach Tsingtau: Januar 1909, Heimreise: Frühjahr 1911. Bedingungen: Mindestens 1,65 m groß, kräftig. vor dem 1. Oktober 1889 geboren(jüngere Leute nur bei besonders guter körperlicher Entwicklung. Bauhandwerker(Maurer, Zimmerleute, Dachdecker, Tischler, Glaser, Töpfer, Maler, Klempner usw.) und andere Handwerker(Schuster, Schneider, Gärtner usw.) bevorzugt. au wird außer Löhnung und Verpflegung rk Teuerungszulage gewährt. n mit genauer Adresse sind unter zum freiwilligen Diensteiniritt an: In täglich 0.50 Me“ Sas: Ne hre zu r(Sch Mar Beifügung auf drei Kommando des III Stammseebataillons, Wilhelmshaven. Bekanntmachung Jung. Einstellung von Preijährig= und Vierjährig für die Matrosenartillerie=Abteilung Kiautscho Freiwilligen die Matroseuartillerie=Abteilung Kiautschon in Tfingtan (China.) Einstellung: Oktober 1908, Ausreise nach Tsingtau: Januar 1909, Heimreise: Frühjahr 1911 bezw 1912. Bedingungen: Mindestens 1,67 m groß, kräftig, vor dem 1. Okrober 1889 geboren(jüngere Leute nur bei besonders guter körperlicher Entwickel In Tsingtau wird außer Löhnung und Verpflegung täglich 0.50 Mark Teuerungszulage gewährt. Meldungen mit genauer Adresse sind unter Beifügung eines Meldescheins zum freiwilligen Diensteintritt auf dre bezw. vier Jahre zu richten an: Kommando der Stammabteilung der Matrosen artillerie Kiantschon, HSSE Verkauf. Todes-Anzeige. Heute morgen 4 Uhr entschlief sanft nach längeren Leiden meine innigstgeliebte Frau, unsere gute Mutter, Schwester, Schwägerin und Tante Amalie Krahn geb. Wendt im Alter von 51 Jahren. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen Theodor Krahn und Kinder. Biesen, 22. Februar 1908. Die Beerdigung findet am Mittwoch. 26. Februar. nachmittags 2 Uhr, vom Trauerhause aus statt. Für die uns beim Tode unserer lieben Mutter, Frau Geh. Archivrat Falkmann erwiesene freundliche Teilnahme sage ich hierdurch herzlichsten Dank. Detmold, den 23. Februar 1908. Im Namen der Hinterblicbenen: Falkmann Senatspräsident. 10 Hfn. Ast=Rig. Riegelfeld 22 AR=Rig.; daselbst 22g: Eichen Nr 19.10, dasecge. 22## bis 131); 28 rm Klob. u. Knüpp.; 7 Dewessiek 244: Erlen: 8 rm Klob.; 2 Am Mittwoch, 26. I. Mts., vormittags 10 Uhr, bei Gastwirt Meier in Alverdissen aus dem Schutzhezirk Alverdissen: Wittelse: Eichen: 69 rm Klob. u. Knüpp.; 8 Ofn. Ast=Rsg.; Fichten: 1,5 rm(Nr. 91—105: Lärchen: 6 rm Nutz=Knüpp.(Nr. 106—124). Kreuzbusch: Eichen: *—.—. Riegelfeld 224: Eichen: 16 Hfv. den: 8 rm Rutz=Knüpp Fichten: 25 Hfn. Dchf.= r. 126 =Rg. Bbtenig Buchen: 4 rm Klob. u. Knüpp.; 2 Hfn. Ast=Rig.; daselbst 251: Eichen: 1,5 rm Nutz=Knüpp.(Nr. 60—64). Sonnenbusch: Buchen: 86 rm Klob. u. Kr Ast=Rsg.: Eichen: 31 rm Klob. u. Knüpp.; 33 Hfn. AstRsg.; Fichten: 10 Hfn. Dchf.=Rsg. Große Cage: Eichen: 22 Hfn. Ast=Rsg. Kohlsiek: Fichten: 14 Hfn. Dchf.=Rso. II. Am Donnerstag, 27 l. Mts., nachmittags 2 Uhr, bei Gastwirt Blattgerste in Spork: a. aus dem Schutzbezirk des Försters Brakemeier: Sporkholz: Eichen: 61 rm Klob. u. Knüpp.; 59 Hfn. Ast=Rsg.: Buchen: 9 rm Klob.: 4 Hfn. Ast=Rsg. Untere Rettling: Birken: 4 Hfn. Ast=Rig.; Buchen: 2 rm Klob. Mackseld: Buchen: 13 rm Klob. Buddensiekoberg: Buchen: 12 Hin. Ast=Rig. d. aus dem Schutzbezirk Tternberg: Habichtsberg: Buchen: 2 Hfn. Ast=Rsg. Tölkenbusch: Buchen: 24 Hfn. Ast=Rsg. Grüner Auger: Eichen: Wohlfeile Schuhwaren. Von heute an findet der Verkauf von guten, billigen Schuhwaren in den im Parterre und 1. Stock neu eingerichteten, ca. 25 m großen Verkaufslokalen statt. Turn= und Gummischuhe besonders billig. Reparaturen schnell und gut. Spezialität: Plattfußstiesel. F. Meise. Verloren auf dem Wege von Hiddesen nach Detmold oldenet Siegel=Ring mit eingravierten Buchstaben B C. Gegen Belohnung abzugeben an Zahnarzt Crone, Baulinenstr. 41. Meierstratze 14. Auf suche 6 Hfn. Ast=Rig Die Eichen= und Pfählen geeignet. 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