kippische Tages-Zeitung Ceneral-Hnzeiger, für, das Fürstentum Eippe. : i n D e t m o l d u d u r c h d i e V e r t r e t u n g e n: 5 o P f g., f ü r, 1 W o n g t, d u r c h d i e 1,80 AD unn 42 Mfa. Bestellaeld. für 2 Monate 1 Mk. u. 28 Pfg. Bestellg., für 9. lle, . ¼ Jahr Monat 50 Pfg. amtliche u. Familienanzeigen 15 Pfa, auswärige Ssy, zundwirtsch. Ratgeber, 4) Wandkalender, 5) Sommer, 6) Winterfahrplan. 2) Lipp Ziegelei=Anzeiger, 3) Landwirtsch. Retationsbruck Vertretungen fast allen Hohenh N. 38. antwortlicher Redakteun Willy Bruder, Detmold. Detmold, Freitag, den 18. Februar 19o3. Telegramm=Adresse: Tageszeitung, Detmold. (Wirtschch. Vag.) schloß sich den Aeuße= Schädigungen der dortigen Gugend empfunden. Durch die — nam 8. Januar an, dak in den Kreisen der Privatbeamten ten mehr zugenommen, als die Anzahl der Automobile. a wer Einialeit berriche. Die Freizsaigtelt Der. Ber. IDer, autes ie) siten Gesczislh, den weichstlanzler um 1908 sicherte dürse nicht angetastet werden. Betressend die Vorlegung des alten Gesetzes.(Beisall.) n, Mein unss ElAuI A mie sie vom Hauptan Staatssekretär Dr. Nieberding sprach dem AntragAus dem Reichstag. Stimmungsbild. (Von unserem Korrespondenten.) X Berlin, 1d. Febr. Ein duftiger Strauß der, ziert den Präsidententisch in der lausenden Session, die heute eröffnet mit Worten weil sie„liebenswürdig wie immer, den Plaß des Prast-yum4 Snstlsia#s#chssungen sich gaus mohl denten mit Blumen geschmückt haben“. In dritter Lefung unz.,Iua2tend zur die Lösung der Frage sei natürlich dies sälle entsielen auf Berlin. Im Oten seien die Unsalle Pewoitiate das Laus bebattelos 4odend 4 zur Vördernng Höße der Besträge. Die 5 Prozent werden die Angestellten verbältnismäßig gering. W Prozent der verunglückten der Zeppelin'schen Versuche und begann dann die zweite H###.####rzträgs, Die) Prc#g, weroer.; Aberwiegend= Automobile seien Personenwagen, 88 Prozent der schulVeratung des Postelats. Hierzu erkrebt eine Resoluttonszayleg, können. Die Unte:nebmer beten zluch ver zeutsche digen Chausseure seien ermittelt, während 9 Prozeut geder Wirtschaftlichen Vereinigung die Wiedereinführung der g#ss. Maße Au pegizug gabe diese Bewegung freudig be= flüchtet seien. Von den Verletzten entsielen 76 Prozent rüveren Ausnahmetarste für Postarten usw. im Ortb=]1.3: uu ne zau unterftüßen beschlosen. Es werde den auf das Straßenpublikum.(Lebhaftes Hörtl Hört!) Ein ind bereits den preußischen Ressorts vorgelegt tei werde einstimmig für den Antrag stimmen. Ein ein=sworden. Dieser Entwurf sieht die Haftpflicht an Leib und gungen, die Herr Droescher(kous.) auf dem weitverzweig Sozialdemotraten W##gerichzg, zu Hisereditieren. Ikeine Initiat ten Geblete der Postverwaltung gesammelt hatte. In zwei= gen die Arbeiterschaft gerichtet, zu diskreottiereg: zu, Bax, Vosarbeitet u. Lündiger. Rede, saßzte er die. Wünsche aller. Besamtcener:: 1tei werh= seinstimmia für den Antrag stimmen. Ein ein= worden. Di tragsetats betrefsend das Zeppelin'sche Luftschiff, Postetat, Schlut nag ok uhr. Preußisches Abgeordnetenhaus. Sitzung vom 12. Februar 1908 Das Haus begann die Beratung des Kultus= Etato. Abg. Dittrich(Ztr.) wünschte größeres Entgegenkimmen gegenüber den katholischen charitativen, Vesellschet ten, namentlich#### Ollen, und trat für Beibehaltung de gorien zusammen, wand diese auf postalischen Gefilden ge pflückten Blumen zu einem bunten Kranze und reichte ihn dem Staatssekretär dar mit der Bitte, den Strauß als untrennbares Ganzes zu betrachten. Den Etat kennzeichnete Herr Droescher als von außerordentlicher Sparsamkeit diktiert, die neben der Rücksichtnahme auf die allgemeine Figeistlichen Schulaussicht ein. Abg. Dr. v. Jazdzewski gelnde Marttät gegenüber den polnischen Katholiken und forderte den Religionsuntenicht in der Kullusminister Dr. Holle erwiderte, daß Ordensniederlassungen auch in katholischen Ländern, wie Oester reich, der staatlichen Genehmigung bedürften.„Die Starisit beweise, daß den charitativen Orden das größte Wohlwol len entgegengebracht werde. Allerdings müßten in bieten, wo der Nationalitätenkampf herrsche, gewisse miuasichten genommen werden, und es dürften I. Herigigng neuen Reibungsflächen geschaffen werden. Der Religionsheitliches Versicherungswerk sei notwendig, namentlich für Sache vor und Bestimmungen darüber, daß unqualifizierte nerricht werde volnischen Kindern nur hann in deutscher die Minderbemittelten. Wenn 10 Prozent zuviel sei, so Personen nicht als Führer bestellt werden dürsen und daßi gprache erteilt, wenn sie diese Sprache sollte man die Beiträge staffeln von vier bis zehn Prozent. Befähigungszeugnisse aufzuweisen seien. Die Zeuantsle#ten. Jedenfalls sei er zum Entgegenkommen gern bereit. Die Versicherung müsse sich auf das ganze Reich erstrecken, Iwerden entzogen, wenn die Chauffeure durch ihr Verhalten“ abg. Dr. Krieoverg(ntl.) wünschte schleunige sast in jedem Dorf müsse eine Vertretung der Sonderkasse zeigen, daß sie die nötigen Garagtien, nicht mehr bieten, gemeine Einführung der fachmännischen vorbanden sein. Den einheitlichen Bau der Alters= und Endlich sieht der Gesetzentwurf Strafbestimmungen vor.(Auch für die Ortsschulinspektion dürse es nicht Prinzix ohne Erfolg habe Herr Droescher die Reden studiert, die die äußerste Linke seit Jahrzehnten zu diesem Thema gehalten habe, eine Folgerung, die die Rechte mit Lachen aufnahm. Dann tadelte Herr Singer die Postverwaltung als die einen Kamm geschoren werden Abg. Handlungsgehilfen über einen Kamm geschoren werden.! uvg. v. Malvan(rons.) A#rz###n###ng e## nicht mehr möglich mache, freudig mit diesem Ministerium Bedauerlich sei, daß die christlichen Gewerkschaften mit der ständen sympathisch einer reichsgesetzlichen Regelung gegen- au arbeiten. Frage der Privatbeamten=Hinterbliebenenversicherung sich über. Die Chauffeure müßten bestens ausgebildet ugz;]“ Abg. Dr. v. Heybebrand und der Lasa(kons.) nicht haschäftigten Das Zentrum sollte sich etwas mehrden. Den Staatssekretär bitte er, seinen Einfluß dahin nicht beschäftigten. Das Zentrum sollte Redner am meisten verknöcherte Verwaltung in Deutschland, die an dieser Ben gaung ,ptag####„iu.— Wersicherungsgeletzes den Kadavergehorsam nach militärischem Muster verlange, sekretär, baldigst die Hr#npg###g veröisentlichen, mit die, hatt den Verkehrsinteressen zu dienen, lediglich Plus=Veitamrgzer zei, Sahlenpuatertat su gepisgünsgen ver macherei treibe, und was der Komplimente mehr waren. einem Vergleich sich etwas mehrden. Den Staatssekretär bilte..2111m Gfneute sen, vap dir Sonmalnge— bat den Staats= geltend zu machen, daß baldigst ein Hastpflichtgesetz vorge= ausgeübt werde, doch ege prinzipiell nichts vor,# ei eectes#(Geistliche davon ausgeschlossen sein sollten. Die Liberalen Abg. Dirasen(Rpt.) sprach seine Befriedigung mit(sßen sen, oavon uuey. Eum uur u—..“ Wünschen der der Erklärung des Staatssekretärs aus. Das Pup#####:sobald das Wort Kirche falle. Die christlichaut, an lautgeschalet werden, und dest, wenn se doch eintreiern, Oesmem pessen. Ver Grstlsche Slaube,iedse ihn zue Seigen Abinderungsantrag des Alg. Vrezusten, Viertickepg, Püse erkärte, bezäglich der De######rich der Vorschläge mit den Mehr= und Minderheit im Hauptausschuß. Abg. Lehmann=Wiesbaden(Soz.) führte and, u. Stelle des Sparens des Einzelnen wolle man jetzt das Haftpflicht voll eintrete Sparen der Gesamtheit setzen. Die verhältnismäßig schnelle] Inzwischen ging ein LI A.uAfhsn Die Ausstellungen im einzelnen, zu denen Herr Sing: ebenfalls fast zwei Stunden benötigte, hörte das Haus mi: beschaulicher Ruhe an bis zu dem Augenblicke, wo er von saldertogratischen Arleirmnschses8 rrzch grs u. warnens. Erreichung thres Zie“ verdankten die Handlungsgehil= Groeber(Ztr.) zu dem Antrage des Prinzen 3u Fihh.szentralisation der Schule sei er, noch zu keinem festen Entnen so pasen, wir sind keine Denunzlanieni: Lachen be kommen,werden. Die Arheiterschaft Iu. weltem Siune, einz siechenden. Schadez. und. Regziuge, h## Verkebrs von Trost= aufsicht sei von der Kutmisckluns Li ,. Seh., ese Aureaune Prlte auit soner Gntgonung esat Srisdenen Torcd, Fre.le. Zen zses feilasg, ist, Fertei gereseilhelen estierte er namens aller Postbeamten gegen die in der Sonderkasse bekämpfe seine Partet grundsatlich für das ganze Reich Besähigungsbedingungen für die ger iden Vertächtgung liegende schwere Beleiägung. Damir4P her Aatrassell: konstatterte Abg. Paull:[Chausseure geschassen werden. Der Reichstag müss ein aufsicht sei von der Entwilletung der Here.. sichtlich der Ortsschulinspektionen sei er für jede Anregung 5 “ss Eickboff(Frs. Bpt.) schloß sich den AusführunAba. v Ze' 1's(Freikons.) sprach sich gegen eine TeiSctasdt dr ait Vrigauendang doer doiz sosteldseneskaiselser Peshgräke. Poieitel. Losgeshesc eies Verschehriegeilene bählte, betonte der Staatssekretär, sozialdemafratisch= A= kknnten, wenn aub bezüglich der Ausführung des Ge=(Heiterkeit.) der sachlichen Schulaufsicht überzeugt habe. Die geistlich vertrüge und Irrungen und Wirrungen innerhalb Stagtszuschuß#r., 21e. PPerichrgte, iumt has chefeit a# zu mosafichß einmütig vorgehe. Die Rede des Prinzen Hein„MinistertALLitgstor.„F#PP# 5.2 Zusammensetzung der fachlichen Schulaufsicht überzeugt habe. Irrung des Beamtenkörpers zur Folge habe. Abermals billigte die Rechte die Stellungnahme des Staatssekretärs durch wiederholte Beifallskundgebungen, in die sich der Lärm von den sozialdemokratischen Bänken mischte. Mit dem Abg. Singer konnte Abg. Kopsch(Frs. Bpt.) der Haltung des Staatssekretärs in dem Falle Schellenberg nicht beiFl##czer., Dagegen setzte sich Herr Kovsch in der Frage er Nichtachtung des Briefgeheimnisses in scharsem Gegenatz zu Herrn Singer, dessen auf ungenügendem Material ußenden Vorwürse das Ausland, wie Redner bemerkte, der Kenservativen würdea mitarbeiten, um das Gesatz se zu möglichst einmütig vorgebe. Die Rede, g5, Prinzen Beig: Behauptung Friedberg's, daß die Zusammensetzung der gestalten, daß es wirklich den Wünschen der Privatbeamten rich von Preußen bei einem Automobildiner, worin, er Orisschulvorstände berechtigten Anlaß zur entspreche. lausführte, man sei in der glücklichen Lage, dem kommenden S##eln(8#4 Rag.) trat für Hebung der wirtTarauf wurde der Antrag fast einstimmig angenom= Gesetz mit aller Ruhe entgegensehen zu können, denn das..“„ und sozialen Lage der Lehrer ein und meinte, men. Damoklsschwert des früheren Entwurss schwebe nicht mehr)I“s Hautschtum werde im Osten am besten durch einen Es folgte die Beratung des Antrages des Prinzen zu über den Automobilisten, lasse darauf schließen, daß Prinz i#####gen Lehrerstand gefördert werden. Schönaich=Carolath auf baldtunliche Vorlegung eines Ge= Heinrich über die Ansichten der preußischen Regierung!“% jängeren Ausführungen des Abg. von Ditsetzes zur„.. besser unterrichtet gewesen sei, als heute der Staatssekretärl. uw wescher erklärte, das neue SchulunterRegelung des Antomobil=Wagenverkehrs. es für gut befunden habe, dem Reichstage mitzuteilen. gastungsgesetz habe sich durchaus bewährt, wurde die Wei„ Der Antraasteller begründete seinen Antrag und führte Man. hahr Allem. K2x1 22. 156., 2=5=s. 2 2.u, nermähren Hi##erberatung auf morgen 11 Uhr vertagt. mißtrauisch machten gegen die Zuverlässigkeit der dentschen aus Graf Posadowsky hätte bei Beratung des Automobil=1T:1n3sicht m isse in der unbedingtesten Form durchgeführt—.— Post. Er versicherte schließlich unter der lebhaften Zustim= hastpflichtgesetzes im Herbste 1906 die Unzulänglichkeit des Hastpflicht müsse in der unbedingtesten Form durchgesuort mung der Mehrheit: Würde Herr Singer sein Mat:“:! gegenwärtigen Zustandes anerkannt. Der günstige Mo=swerden.... c. Wieberding hob hervor, ein zur Verfügung stellen und dies als zuverlässig sich erwei= ment zur Vorlegung eines anglogen Gesetzentwurfs seil Staat“'%)1, Ausarbeitung des Entwurses sei von keien, dann würde das Haus ohne Aünterschieh der Pacter“ zesichts der Agitation in Automobilkreisen und wegen Einflutz, gu,gg. Ausarbettugs, her Fe ngnen greiie der auf Singers Seite treten. Das letzte Wort des Herrn der einflußreichen Gönner und Freunde dieses Sports vor ner Seite geüibt Worhen., Lacper, eut g eu umut umer Kovsch, die Abgeordneten seien das beste Sicherheitsventill ähorgegangen und etwas Gutes nicht mehr zu erwarten.]Verwaltung hinaus sei niemand von dem Entwurf unter gegen die Unzufriedenheit, griff Staatssekretär Krätke auf: Jedenjalls werde man mit weniger zufrieden sein müssen.]FoIT, 96 0 m—##rt sich durch die in AusSeine Beamten brauchten nicht die Intervention der Ab=(Nachdem die Vorarbeiten beendet sein sollen, nachdem iner 1#.# Abg., Wexnex,.(D. Esp.) erklärt sich durch die in nus geordneten, da der Chef für jeden einzelnen zugänglich sei. besondere die nötige Statistik fertiggestellt, dürfte der schleuter bat die Abgeordneten, recht vorsichtig zu sein, da nnigen Vorlegung eines Gesetzentwurfs nichts im Wege stedie Disziplin nicht untergraben werde in einer Zeit, Woshen. Redner fragt, was seit 1904 geschehen sei? Er wolle man allgemein von Autorltät nicht mehr viel wissen wolle.skein rigoroses Gesetz, wodurch die Automobil=Industrie Die Linke schien dieser Mahnung nicht zugängsich zu sein;ruiniert werde, kein Gesetz gegen die Autos, sondern nur Deutscher Landwirtschaftsrat. denn sie widersprach heftig. Schließlich tra: Vertagung ein. Schutz für Fußgänger, Schutz gegen Anmaßung gewisser Berlin, 12. Febr. 1900. Zur Frage der Maßnahmen gegen den Kontraktbruch ländlicher Arbeiter stellte der Reserent, Landesökonomierat Steinmeyer=Danzig, folgenden Antrag:„Der Deutsche Landwirtschaftsrat beschließt: 1. dieK S2.P ei, Lad Sshäes 2ise Aalselste anlschsele eie Kanesehisn se.ihige sice eier Frage der „„ Sitzung vom 12. Februar 1908 Fortsetzung der Beratung des Antrages Frhr. von Richtbofen, betr. die Pensions= und Hinterbliebenen=Versicherung von Privatbeamten. vorsichtiger gefahren werden.(Sehr richtig!) Ueber das Aufblühen der Automobil=Industrie freue er sich. Der bilverkehr sei nicht mehr entbehrlich, aber z. B. der Tannus Hierauf sindevermieter und Agenten, welche kontraktbrüchige Arutonobischrer und Chausteurz Ce mahe ogsteur:.2 jeser soll man st in die Heide verlegen, nicht nach dem grizung. 1, reisen un auservem ve, Bestsatungader De. Automobilverkehr sei nicht mehr entbehrlich, aber z. B. der 1. Psetun 1141, mit dem zufriebenhest der borigen Einwohne in Stad und Land,(Ztr.), eintimnig angenommen. (Sehr richtig!) Diese Rrennen wurden vielfach als schwere] Morgen nachmittag 1 Uhr: wurde der Antrag des Abg. Schönaich=(beitnehmer verleiten, ins Auge zu fassen. Antrag des Abg. Gröber] Hierauf nahm das Wort als Vertreter des Ministers des Innern, Geheimer Oberregierungsrat Dr. Heinrich: Dritte Lesung des Nach Der Minister sei wesentlich an dieser Frage beteiligt, und Albumblätter. Denn wer unter Meistern ward geboren, der hat unter Meistern den schwersten Stand. Richard Wagner. Auf eigener Spur. Kriminalroman von Otto Hoecker. 44 (Nachdruck verboten.) An der Hand unseres viele Bände füllenden Materials begann nun Walden seine Spürarbeit. Er verfuhr staunens wert geschickt. Um das Resultat kurz zu melden: er erklärte mir, daß nach seinem ganz bestimmten Dafürhalten sich im Verwahr Selkenbachs eine Anzahl Papiere befinden müßte, welche nicht nur den ganzen geheimen Geschäftsbetrieb bloß legten, sondern genugsam Material enthielten, um uns zum Einschreiten zu berechtigen. Ja, er eröffnete mir auch mit selsenfester Bestimmtheit, daß Selkenbach dies Geheimmaterial in seiner Villa aufbewahre. Woher er solche Wissenschaft hatte, wollte oder konnte er mir nicht sagen, do cher verbürgte sich für die Richtigkeit seiner Angaben und suchte mich zu be stimmen, einen entscheidenden Coup zu wagen, auf grund all gemeiner Verdachtsmomente zur Verhaftung Selkenbachs und zur Vornahme einer Haussuchung bei ihm zu schreiten; eine derartige Handlung würde das Beweismaterial und somit die angestrebte strafrechtliche Verfolgung der von uns längst als Hauptschuldige Betrachteten sichern.“ „Ein verd... kühner Anschlag!“ versetzte Hansemann widerwillig bewundernd.„Sie wagten sich aber nicht daran? Kneist nickte nachdenklich.„Doch, ich hätte es auf die eigene Kappe genommen... dieser Walden besitzt eine erstaunliche Ueberredungsgabe; er hätte mich richtig rumbe kommen, wenn der Untersuchungsrichter nicht sein entschiedenes Veto eingelegt hätte. Der bekam ordentlich Zufälle bei dem Gedanken, auf bloße Vermutungen hin einen derartigen Schritt gegen Geheimrat Selkenbach diesen Einslußreichsten unter den Einflußreichen, zu wagen. Na, er hatte ja recht— im Falle eines Mißlingens wäre es mit seiner Karriere entschieden zu Ende gewesen. Es hat ohnehin Mühe genug gekostet, ihn jetzt, wo wir das Beweismaterial mit seiner niederschmetternden Wucht wider die Rädelsführer zur Hand hatten, zu sofortigem, schonungslosen Vorgehen zu bewegen.“ „Und dieses Beweismaterial wurde Ihnen per Post zugeRat Kneist nickte.„Ja, in einem Aktenkuvert, das bis zum Besten mit Papieren angefüllt war, von denen jedes einzelne hinreicht, eines Mannes Existenz und Ehre zu vernichten — die reine Gistapotheke der Lukrezia Borgia ins Papierne übertragen.“ Den Umschlag möchte ich wirklich sehen! Walden sprach mir schon flüchtig von einem solchen, ich achtete indessen nur wenig darauf.“ „Ihr Wissendrang soll sofort befriedigt werden“ entgegnete Kneist, indem er lächelnd in seiner mitgeführten Aktentasche nachsuchte und gleich darauf dem Kollegen ein ziemlich beschmutzt und abgegriffen erscheinendes Briefkuvert größten Formats einhändigte. „Walden hat recht, die Adresse ist linkshändig verfaßt, natürlich nur, um die Anonymität des Absenders zu wahren auch der Aufgabestempel stimmt, zwischen 1—4 Uhr früh am 29. Oktober am Potsdamer Bahnhofspostamt... u. hier ist zum Ueberfluß Ihr genauer Abteilungsvermerk, Kollege“, setzte er überrascht hinzu.„Kriminalpolizei. Abt. M.“ „Das hat mich auch kolossal überrascht; auch der nicht minder betroffene Walden wußte mir keine Deutung zu geben. Wer kann der Absender gewesen sein, daß er so genau mit dem hiesigen Geschäftsgang sich vertraut zeigt... offengestanden .... darüber komme ich jetzt erst zum Nachdenken“, fuhr er lebhaft fort. Bisher drängte der geradezu verblüffende Inhalt der Sendung, der unsere kühnsten Erwartungen noch bei weitem übertraf, alles eingehende Nachdenken über die Person des Absenders zurück... es ist wie im Märchen. Waldens Scharfsinn in Ehren, doch nie und nimmer hätte ich geglaubt daß seine Vermutungen derart haarscharf zutreffen würden.“ „Es ist wirklich ein Glückszufall!“ pflichtete Hansemann nachdenklich bei.„Ohne diese so ungewöhnliche Zuschickung des im Selkenbachschen Kassenschranke wohlverwahrten Gekeim materials ständen Se noch am alten Flecke.“ „Schlimmer als das! Die Untersuchung wäre im Sande verlaufen, denn der Untersuchungsrichterwollte das Ermittelungsverfahren schon einstellen... Walden war in den letzten Tagen ganz verzweifelt. Der arme Junge konnte einem aud l eiotun! Was hatte er sich abgemüht und abgerackert— und nun sollte er die Arbeit vieler Wochen ganz für die Katz gewesen sein— und da, wo ich gleichfalls schon die Flinte ins Korn werfen wollte, langt wie ein anderer deus ex machina das Kuvert hier an und im Handumdrehen gewann unser Verahren ein anderes Aussehen. Die Schuldfrage der heute Verhafteten steht fest, sonst hätte der Untersuchungsrichter ja auch keinen solchen weittragenden Schritt gewagt... Na, das ist wieder einmal Futter für unsere Sensationspresse. Es soll mich wundern, wenn nicht schon heute abend Extrablätter erscheinen. Hansemann schleuderte die aufgerauchte Zigarre durch das Wagenfenster.„Fiel Ihnen nicht die merkwürdig gereizte Auseinandersetzung zwischen Selkenbach und seiner Tochter auf? erkundigte er sich beiläufig. „Wie kommen Sie darauf? Ja so, ich erinnere mich. Sie waren sogar in der Lage, den Anbeter des Fräuleins zu nennen.“ Ich erwähnte den Namen dieses Malers Andreas Witte auch nur, weil ich mich heute vormittag zu seiner Verhaftung veranlaßt gesehen habe.“ Nun war die Reihe, erstaunt zu sein, an Kneist.„Wir leben in einer ziemlich geschäftigen Periode!“ meinte er dann Um was handelt es sich? Merkwürdig, Selkenbach und sein Schwiegersohn in spe gleichzeitig hinter schwedischen Gardinen“ „Ein eigentümliches Zusammentreffen. Zumal wenn ich mir den seltsamen Dialog zwischen Vater und Tochter wieder vorhalte. Klang es nicht, als beschuldigte Selkenbach das Mädchen, den Eindruch indirekt veranlaßt zu haben?“ „Aehnlich klang es. Ich wußte nicht, was davon halten .. Die Verhältnisse sind überhaupt so verworren. Das Mädchen scheint sich in eine Liebschaft mit dem Maler eingelassen zu haben.“ „So scheint es. Witte ist ein für Weiber gefährlicher Mann Er hat eine Malklasse für junge Mädchen geleitet; dort hat er Fräulein eSikenbach kennen gelernt. Auch meine Tochter ge hörte zu seinen Schülerinnen.“ „Was der Tausend, dann sind Sie ja gut orientiert Vollege!„— K— Hansemann saß mit gerunzelter Stirn.„Es wäre mir lieber, ich wäre es in diesem Falle weniger. Eine ganz per zwickte Situation, in die ich da gebracht worden bin. Gestern saß dieser Farbenkleckser noch an meinem Tische und trank Bier mit mir... und heute gebot mir die Amtspflicht, zu seiner Festnahme zu schreiten.“ Tolle Geschichte!“ knurrte Kneist wieder dazwischen. „Auf das Gesicht meiner Tochter bin ich neugierig, teile ich ihr die neueste Entwicklung mit. Doch das nur nebenbei. Ich weiß durch meine Tochter, die es wieder von dem von ihr vergötterten Malermeister erfahren hat, daß zwischen Leonie Selkenbach und Witte zärtliche Beziehungen herrschen. Aus dem kurzen Rededuell zwischen Vater und Tochter scheint hervorzugehen, daß diesen einen abenteuerlichen Plan ausgeheckt hat, ihren Vater zur Einwilligung zu zwingen. Selkenbach mag sich zuhause gehen gelassen haben; er hat Frau und Tochter gegenüber vielleicht auch auf den starken Machtfaktor gepocht, der sich in Gestalt seiner sogenannten Geschäftspapiere in seinem Privatkassenschrank befand... nun hat er seine Tochter je selbst verschroben und überspannt genannt. Wer weiß, ob sie da nicht auf den abenteuerlichen Plan verfallen ist, einen Einbruch zu fingieren, um dann den Geliebten als rettenden Helden auftreten lassen zu können, mit der erfreulichen Perspektive der Verlobung.“ „Eine etwas gewagte Vermutung, Kollege,“ gab Rat Kneist zu bedenken. „Ich komme ja auch nur darauf, weil Witte sich heute in meinem Bureau einfand und unsere bekannte Droschkenleiche mit voller Bestimmtheit als seinen früheren Zimmerwirt Gustav Schuhmacher rekognosziert hat.“ „Ich denke, Walden hat auf Grund einiger Phtographien aus dem Verbrecheralbum den Toten als gefährlichen internationalen Verbrecher entlarot.“ Hat er auch. Dem Pariser Bilde liegen die genauen Körpermaße nach dem Bertillonschen System bei— sie stimmen haarscharf.“ „Das genügt zur Festst=llung. Diese Maße sind untrüglich. Es gibt keine zwei Menschen auf Erden, welche ausnahmslos ein und dieselben Maße aufzuweisen haben.“ „Weiß,“ meinte Hansemann griesgrämig.„Nun steht die Wittesche Aussage aber nicht allein, da ist ein Schutzmann Rokohl, der in dem Toten gleichfalls und mit voller Bestimmtheit den Schauspieler Gustav Schuhmacher agnosziert. Eine große, merkwürdige Stirnnarbe spielt hierbei eine große Rolle.“ 1 (Fortsetzung folgt., Die Ausgestaltung der lich dazu beitragen, wieder zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu se haben die Bestimmungen betressend den Legitimations zwang zunächst nur für die östlichen Provinzen in Aussicht genommen, obwohl wir sie für alle fremde rbeiter für wünschenswert halten. Aber da über die Pläne ihrer Wasden ländlichen von den beteiligten Landwirtschaftskreisen ein so ungeheurer Wert auf schleunige Maßnahmen gelegt wurde, hielten wir für ratsam, nicht länger als bis zum Beginn der diesjährigen Arbeitssaison zu warten. ist nicht zu verkennen, daß für die Durchführung aro. Schwierigkeiten bestehen. Wir hossen aber, daß die Kreise der Landwirtschaft mitwirken werden, um wieder Zucht und Ordnung in den Arbeitsverhältnissen zu schaffen und wir rechnen auf Verständigung, auf beiden Seiten, sowohl bei Arbeitgebern, wie bei remden=sschen Kommissars Bauamtsassessor er Vertrauen der bayerischen Regierung zur Rutzbarmachung ihrer Wasschaffen. Wir serläufe und des Dr. Nicodemus Caro über das von ihm egitimations=in Gemeinschaft mit Professor Frank erfundene Kalkstickstoffverfahren zur Gewinnung von Stickstoff aus der atmosphärtschen Luft, sowie die sich anschließende Diskussion. Als der Kaiser um 12¾ Uhr die Versammlung verließ, sprach er dem Grasen Schwerin seine Be über die gehörten Vorträge, die i ders interessiert hätten, aus. Er sei auch geblieben, als er ursprünglich beabsichtigt — Der Reichskanzler an den Landwirt## Präsidenten des Deutschen Landwirtsche gestern abend folgendes Telegramm friedigung hn ganz beson deshalb länger abe. astsrat. Dem astsrats ist vordes Reichsrbeitnehmern. Der Reserent erachtete es für wünschens wert, da auch die anderen Bundesstaaten sich den Maßnahmen anschließen. Mein Herr Chef ist derselben Ansicht, und er hat zu diesem Zweck bereits sich mit dem leichsamt des Innern und verschiedenen Bundesregierungen in Verbindung gesetzt. Einzelne Regierungen haben sich bereits in demselben Sinne geäußert, wie Mecklenburg, Oldenburg, Lippe. Mit Sachsen, den thüringischen Staaten und Braunschweig stehen wir in Verhandlung. Wir sen, daß diese Maßnahmen zu dem gewünschten Ziele ren werden.“(Lebhaftes Bravo.) Es wurde dann eine längere Diskussion eröffnet, in der auch verschiedene Abänderungsanträge gestellt wurden. Bei der Abstimmung wird zu Punkt 1 des Antrages Steinmeyer=Danzig folgender Zusatz gemacht:„Dieselben sind gleichzeitig zu ersuchen, die Kosten für die etwa erorderlichen Ausweisungen als landespolizeilich zu über nehmen und eine Regreßpflicht der Arbeitgeber nur in solchen Fällen in Anspruch zu nehmen, in denen diesen ein Verschulden den Arbeitern gegenüber nachgewiesen wird.“ Mit diesem Zusatzantrage wird Punkt 1 einstimmig angenommen, ebenso Punkt 2. Außerdem als Punkt 3 mit erheblicher Mehrheit folgender Antrag Rantzau:„Es ist dafür einzutreten, daß unter Abänderung der Reichs gewerbeordnung die Konzessionspflicht der Gesindevermittler und Agenten, soweit dieselben sich mit der Vermittelung landwirtschaftlicher Arbeiter beschäftigen, sehr stark verschärft wird.“ In der Nachmittags=Sitzung sprach Geheimer Hofrat Professor Dr. Kellner=Möckern über die Fütterungsver=.9as suche, betr. Wirkung des Nahrungssettes auf Kair die Milchproduktion der Kü wertung der Kartorseln bei zufuhr von Schweinen. Der Reserent berichtete über die Versuche, die mit 196 Kühen auf Versuchsstationen, die sich über das ganze Reich verteilten, gemacht worden seien. Es wurden jeden Tag Untersuchungen an jeder einzelnen Kuh vorgenommen, und zwar mit fettarmer und mit settreicher Nahrung, das Resultat war, daß man bei der Fütterung von Milchkühen schon mit ganz geringem Fettgehalt auskomme, und daß es nicht nötig sei, zu den teuren Ersatzmitteln, den Fettstoffmitteln, zu greifen. Im Gegenteil habe sich ergeben, daß ein zu großer Fettzusatz wertlos und eher von wirtschaftlichem Nachteil, besonders bei der Butter, sei. Ganz gute Butter werde dadurch leicht schmierig, und die Zusammensetzung der Butter bekomme solche hohe Jodzahlen, daß jeder Chemiker auf eine Versälschung schlie den würde, obwohl es sich um kein Kunstprodukt handelt, sondern um ein auf natürlichem Wege hervorgegangenes Produkt. Bei den Fütterungsversuchen an Schweinen abe man Dampfkartoffeln zum Verfüttern benutzt. Diese tten sich aber als zu eiweißarm erwiesen. Als erster Punkt steht auf der Tagesordnung des dritten Verhandlungstages die Frage der Maßnahmen für die Förderung der Biehversicherung. Referent ist Weilandt=Berlin. Er stellt folgenden Antrag: „Der Deutsche Landwirtschaftsrat wolle beschließen: 1. Die 36. Plenarversammlung des Deutschen Landwirtschaftsrats erkennt die zurzeit herrschenden Uebelstände im Versicherungswesen an und erblickt in der Förderung der Ortsviehversicherungsvereine und Bildung von Rückversicherungsverbänden die Lösung einer exakt arbeitenden Viehversicherung. Um dieses Ziel zu erreichen, werden die Landwirtschaftskammern und sonstigen Korporationen ersucht, gemeinsam an diesem gemeinnützigen Werke mitzuarbeiten Als erster Schritt zu diesem Wege Landwirtschaftsrat eine„Zentrale s# liche Versicherungswesen“ gebildet werden, welche in erster Linie alle weiteren Maßnahmen zur Förderung des Viehversicherungswesens zu treffen hat. 2. Der Vorstand wird ermächtigt, das Reichsamt des Innern zu bitten, für die Verwaltungskosten dieser Stelle einen lausenden jährlichen Reichszuschuß zu gewähren.“ immi kanzlers Fürsten Bülow zugegangen:„Schmerzlich bedauernd, meinen altgewohnten Platz nicht einnehmen zu können, danke ich herzlich für die freundliche Begrüßung. Meine Arbeit für die deutsche Landwirtschaft habe ich getan, tue ich und werde ich tun, weil ich laube, damit eine meiner vornehmsten Pflichten gegen das eutsche Volk zu erfüllen. Die auch in Ihren Verhandlungen bekundete Bereitwilligkeit, der Landwirtschaft ihre erstarkenden Kräfte in den Dienst großer neuer sozialer und wirtschaftlicher Aufgaben zu stellen, ist dafür mein Wir hof=]bester Lohn und zeigt mir aufs neue, daß ich auf dem füh-rechten Wege bin. Reichskanzler Fürst Bülow.“ Die Verlesung dieses Telegramms durch den Vorsitzenden Grafen Schwerin=Löwitz wurde von der Versammlung mit lebhaftem Beifall ausgenommen. — Podbielski Nach einstlmmiger Annahme des Antrages sprac stsraPer, dnlich können sie jetzt au chnichts mehr retten. antrag, betreffend endlich eine freiere bungen verschiedenen Inhalts, die aber in keiner Beziehung hier ausrichten chte bei der Beweiserhaltung, etwa nach zu dem Königshause stehen, sind an den Kaiser gesandt wor Mitteilungen an die Polizeibehörde ihrer Heimat richten. Die 12 im Reichsgesetz über die freiwillige dan: Um dem Rätselsniel ein Ende zu machen, wäre else amt= geden sie dann ohne weiteres an die hiesige Kriminalpolizel genügende Berücksichtigung zutei! ständige Sachverständige des Deutschen tes, Oberlandesgerichtsrat Schnelder=Stettin über die Resormder Zivilprozeßordnung. Er befürwortete folgende Resolution:„Der vom Reichsjustizamte ausgearbeitete Entwurs einer Novelle zur Zivilprozeßordnung wird in seinen Grundzügen gebilligt. Jedoch erscheint es dringend wünschenswert, daß eine besondere Amtsgerichts ordnung ausgearbeitet werde, und daß außerdem bei der Umgestaltung des Zivilprozesses den in früheren Verhandlungen des Deutschen Landwirtschaftsrates und seines Ausschusses geäußerten Wünschen betreffend Beseitigung der Eideszuschiebung und deren Ersatz durch eidliche Parteivernehmung, betreffend eine falkultative Möglichkeit wie im preußischen Verwaltungsgerichtsverfahren, betreffend die Teilnahme von Laienrichtern an der Zivilgerichtsbar keit allgemein in gewissen Streitsachen oder auch nur auf besonderen Parteiantrag, betreffend Stellung der Gerich dem Vorbilde des Gerichtsbarkeit eine werde.“ In der Debatte nahm das Wort der Kommissar des Landwirtschaftsministers Geheimrat Dr. Holtz. Er wolle nur zu einem Punkte sich äußern, weil dieser den Herrn Landwirtschaftsminister besonders interessiere, zur Ab änderung des§ 866 Absatz 8 der Zivilprozeßordnung, der bestimmt, daß aus einem Vollstreckungsbefehl eine Ein tragung als Sicherheitshypothek vorgenommen werden könne.„Ueber die Aufhebung dieser Bestimmung haben zwischen Reichsjustizamt und Landwirtschaftsministerium eingehende Erörterungen stattgefunden. Der Herr Land wirtschaftsminister hat die Landwirtschaftskammern und ländlichen Kreditvereine befragt, und sämtlich haben sie sich für die Aufhebung der Bestimmung ausgesprochen. Der Herr Landwirtschaftsminister hat daher kein Bedenken, sich diesem Antrage anzuschließen. Zweifelhafter war es da gegen bezüglich der Frage, ob eine Sicherheitshypothek zugelassen werden soll aus Forderungen unter 300 M. Hier hielten sich die Ansichten die Wage. Allerdings war die Mehrheit wohl für die Aushebung der Bestimmung, welche das heute ausschließt. Trotzdem würde der Herr Land wirtschaftsminister sich für die Beibehaltung der heutigen Bestimmung ausgesprochen haben, wenn nicht vom Justiz ministerium nachgewiesen worden wäre, daß seit der neuen Zivilprozeßordnung im Jahre 1900 die Zwangsversicherungen wegen Forderungen unter 300 A ganz erheblich ge wachsen sind. Sie haben sich nahezu um 100 Prozent ge steigert. Das ist die Folge davon, daß es seit 1900 nicht mehr möglich ist, die Eintragung von Forderungen unter 300 A vornelmen zu lassen, und daß deshalb die Gläubiger zur Versteigerung schreiten. Der Herr Landwirtschafts minister ist daher der Ansicht, daß es nicht im Interesse der kleinen Landwirte ist und er hat sich entschlossen, der Auf hebung dieser Bestimmung zuzustimmen.“ Politische Aebersicht. Deutschland. Detmold, 14. Fedr. — Der Kaiser wohnte gestern vormittag im Herrenhause der Sitzung des Laudwirtschaftsrats bei, in der Geheimrat Pros. Dr. Koch einen Vortrag über Maßnahmen zur Förderung der Vlebzucht in Deutsch=Südwestafrika und zur Bekämpfung der afrikanischen Viehseuchen hielt. Der Sitzung wohnte auch der Herzog Johann Albrecht, Regent von Braunschweig bei. Der Kaiser wohnte den Verhandlungen bis zur Mit tagspause bei und hörte außer dem Vortrage Prosessor Podbielski beim Bund der Landwirte. Für die am Montag stattfindende Generalversammlung des Bundes der Landwirte ist, der„Deutschen Tageszeitung“ zufolge, auch Staatsminister a. D. v. Podbielski als Diskussionsredner gemeldet worden. Die Reichsbeamtenvorlage. Wie dem„B. L.=A aus parlamentarischen Kreisen berichtet wird, dürfte die Reichsbeamtenvorlage in etwa drei bis vier Wochen sertiggestellt sein und dann dem Reichstage zugehen. Ueber die Art, wie. die Mittel für diese Gehaltsaufbesserungen aufzubringen sind, soll zwischen den verbündeten Regierungen und den Parteien eine Vereinbarung bereits getroffen sein. Ebenso soll die Vertagung der Reichsfinanzreform bis auf den Herbst endgültig beschlossen worden sein. — Prinz Georg Wilhelm, der älteste Sohn des Her gs von Cumberland, hatte nach Berichten, die aus Kairo nach Gmunden gelangt sind, dort eine Begegnung mit dem Prinzen Waldemar von Preußen, einem Sohne des Prinzen Heinrich. Beide Prinzen mach ten gemeinsame Fahrten in die Lybische Wüste zur Be sichtigung der dortigen Sebenswürdigkeiten. — Die ostafrikanischen Bahnvanten. Rach der„Frlf. Z1g.“ beabsichtigt die deutsche Reichsregierung die von der Ostafrika nischen Eisenbahngesellschaft gemachten Vorarbeiten für die Verlängerung der Bahn über den jetzigen Endpunkt Morogoro hinaus zu akzeptieren und die etappenweise Weiterführung der Bahn um etwa 690 Kilomerer bis Kilossa jetzt im Angriff zu nehmen. Dabei soll eine intensiue Einflußsicherung der Kolonialverwaltung auf die Ostafrikanische Eisenbahn gesellschaft herbeigeführt werden — Die Nordseeverhandlungen. Wie der Berliner Korte spondent der„Westminster Gazette“ erfährt, machen die Verhandlungen über den Statuscuo in der Nordsee befriedigent ere Fortschritte. Der Korrespondent sieht eine Entente von großem polittischen Werte voraus, da Holland und Dänemark darüber beruhigt sind, daß sie kein Angriffsobjekt für Deutschland bilden und auch in einem Kriege zwischen einzelnen Großmächten unbehelligt bleiben werden. Alle Staaten, die in der Nordsee zu haben glauben, selbst Belgien und Norwégen, die bereits neutral sind, seien für die Verhandlungen willkommen, und vollends sei dies gegenüber Frankreich der Fall gewesen, als es kein politisches Interesse daran zum Ausdruck brachte. — Vom Besuch des Prinzen Eitel Friedrich in Paris. Es wird sehr viel bemerkt, daß die Anwesenheit des Kaiserlichen Prinzen in der Hauptstadt Frankreichs ohne jede Störung verlief, und sich die Autoritäten dem hohen Gaste gegenüber äußerst zuvorkommend zeigten. So hatte ihm der Polizeipräfekt ron Paris ein Passepartout durch den deutschen Botschafter über reichen lassen. Dieses Passepartout besteht aus einer mit dem Wappen der Stadt Paris geschmückten weißen Karte, die den Namen und Titel des Prinzen trägt und besagt, daß dessen Automobil nirgends angehalten werden darf. Auch konnte der hohe Gast auf Grund dieses Passepartouts alle öffentlichen Gebäude, Museen usw. besuchen. Der Generalgouvc(neur von Paris hat ihm seinen Adjutanten beigegeben. Der Prinz besuchte auch die Montmartre=Kirche, von deren Turm aus man einen entzückenden Ausblick auf Paris genießt. In der Straße de la Paix. sowie im Louvre besuchte der Prinz mehrere Juwelengeschäfte und machte dort Einkäufe. Auch für die Sicherheit des hohen Gastes war bestens gesorgt, denn seinem Kraftwagen folgte in einiger Entfernung eine zweites Automobil, in welchem Beamte der Staatspolizei seaßen. —Hinzpeters Tagebücher doch verbrannt. Zu der Mel dung der„M. N. N.“, daß die Aufzeichnungen des Geheimrats Hinzpeter über den Kaiser nicht verbrannt seien, schreibt die „Westf. Ztg.“:„Demgegenüber sind wir auf Grund unserer Information an maßgebender Stelle in der Lage, zu erklären. daß die Tagebücher des Geheimrats Hinzpeter verbrannt sind. Die entgegenstehende Mitteilung scheint aus folgender Tatsache geschlossen zu sein: Einige Kisten Akten und Beschrei Fühen.(Lebhafter Beisall.) Das Präsidium des Landtages blieb unverändert. Italien Rom, 12. Fedr. Aus Anlaß der fünfzehnten Jahrhundertseier des Todestages des Heiligen Chrysostomus von Konstantinopel zelebrierte heute morgen in Anwesenheit des Papster Patriarch Cyrill VIII. im großen Saal der Seltesprechung des Vatikans ein feierliches Hochamt nach griechischem Ritus. Nach dem Hochamt hielt der Heilige Vater eine kurze Ansprache, erteilte den Anwesenden den Segen und ließ die Kardinäle zum Handkuß zu. Spanten. Madrid, 12. Fedr. Imparcial sagt in einer Besprechung des Vorgehens Frankreichs in Marokko, daß er dies keineswegs durch die Akte von Algeciras gerechtfertigt halte. Die Handlungsweise Frankreichs werde immer mehr d. Haß der Marokkaner erregen. Das Verhalten Frankreichs habe gezeigt, daß durch die Akte von Algeciras die marokkanische Frage sticht gelöst werden könne. Kein Artikel habe zur Ausführung gebracht werden können. Daher komme das Gefühl daß eine neue Zusammenkunft driugend notdendig sei, um das Eingreisen Europas in Nordafrika genau festzusetzen. Imparcial weist darauf hin, daß die Rechte Spaniens und Frankreichs sich keineswegs decken. Spanien wolle in Frieden leben mit der Bevölkerung, die an seine marokkanischen Plätze angrenze, beabsichtige aber durchaus nicht, seinen Einfluß durch politische Abenteuer zu vermehren.— Liberal beglückwünscht den Ministerpräsidenten Maura, daß den Aufforderungen Frankreics. wenn sie wirklich ergangen seien, nicht gefolgt set. Wenn eine solche Note Frankreichs vorhanden sei, würde sie die auseinander gehenden Absichten der beiden Länder bestätigen. Für die Signaturmächte von Algeciras sei der Zeitpunkt gekommen festzustellen, wer von Frankreich und Spanien die Bestimmun gen besser beobachtet habe. England. London, 12. Febr. In der Abendsitzung des Unterhauses brachte der Liberale George Hardy eine Resolution ein, die eine Verstaatlichung der Eisenbahnen nahelegt und Abhilfe der Uebelstände fordert, die sich in dem jetzigen Zustande besonders bezüglich der Fahrpreise ergeben. Der Handelsminister sichert eine Untersuchung der in der Reso lution erwähnten Uebelstände zu und verspricht, eine Aende rung des bestehenden Verhältnisses zwischen den Eisenbahnen und dem Staat zu erwägen. Verstaatlichung der Eisenbahnen sei nicht ein Teil des sozialistischen Programms, sondern eine Geschäftsfrage. Sie sei in der Bekämpfung der ausländischen Industrie eine furchtbarere Wafse als der Tarif. Preußen habe mit ihr einen Haupterfolg erzielt, und doch sei Bismarck, der sie dort eingeführt habe, nicht Mitglied der Arbeiterpartei gewesen.(Heiterkeit.) London, 12. Febr. Die Flottenliga sordert im blick darauf, daß über hundert Parlamentsmitglieder eine weitere Herabsetzung des Marinebudgets befürworten, in einem offenen Briefe alle diejenigen, denen das Wohl des Vaterlandes am Herzen liege, auf, geeminsam gegen ein der artiges Verlangen Front zu machen, das gefährlich und un patriotisch sei. London, 12. Febr. Der Deutsche v. Veltheim, der von dem Mitglied der Johannesburger Firma Barnato Brothers, Sa lomon Joel, schriftlich 12000 Pfd. Sterling unter der Drohung ihn ihm Weigerungsfalle zu töten, verlangt hatte, wurde heute zu zwanzig Jahren Zwangsarbeit verurteilt. Veltheim hatte im Jahre 1896 in Johannesburg den Bruder Salomons, Wolf Joel, nach mehrfachen Bitten um Geld erschossen. Velt heim erzählte vor Gericht, es habe 1896 zwischen ihm und dem Chef der Firma Barnato Brothers eine geheime Verbindung bestanden, um den Präsidenten Krüger durch Anstiftung einer Revolution zu entfernen. Lissabon, 12. Febr. Im letzten Ministerrat hat die Regierung beschlossen, keinen der von der Diktatur veröffentlichten Erlasse avzuandern, sondern nur diejenigen Ausnahmegesetze abzuschaffen, die der Würde eines freien Staatsbürgertums zu nahe treten. Lissabon, 13. Febr. Unter dem Vorsitz des Königs fand gestern ein Staatsrat statt, der seine Zustimmung Fahrgäste eingerichtet. Zunächst werden nur en zwischen Frankfurt und Berlin, Anhalter geben. Weitere Stationen, wie Hamburg, kilsen an die Fahrg Decen und Kissen nhof, ausgegeben. Weitere Stationen, wie Hamburg, Leipzig und Besel usw. sind aber erforderlich, da auch für diese Nachfrage besteht. Schon am erston Tage wurden viele Decken Kissen vermietet. Wien, 13. Fedr. Im Glocknergediete bei Bad Zusch wurden neun Skifahren von einer Lawine überralcht. Vier Personen sind von der Lawine mitgerissen und getotet worden. Unter ihnen befinden sich der Obmann der Sektion Fusch des Deutsch=Oesterreichischen Alpenvereins, Oberjäger Schubhart. und Bergführer Altenhuber. Die Geretteten wurden mit vieler Mühe aus dem Schnee gegraben. Stadt und Land. Detmold, 14. Februar. * Eisenbahn Betxiebs=Juspektion. Die Errichtung der Detmolder Inspektion ist nunmehr auf den 1. Juli d. J. festgesetzt. Die Bureaus werden in die Mühlenstraße, Haus des Herrn Hilker, gelegt. Die Wohnung des Inspektionsvorstandes ist in der Werrestraße, im Hause des Herrn Köller. * Wiedereinführung der Rücksahrkarte. In einer kürzlich stattgefundenen Sitzung des sächsischen Eisenbahnrats teilte die Handelskammer Plauen mit, daß in nächster Zeit auf den deutschen Bahnen die Wiedereinführung der Rückfahrkarte mit viertägiger Gültigkeit bevorstehe. Außerdem habe die Generaldirektion der säsischen Eisenbahnen in absehbarer Zeit die Wiederaufhebung der Fahrkartensteuer in Aussicht genommen. * Schwurgericht. Für die am Montag den 9 März deginnende Schwurgerichtsperiode wurden in öffentlicher Sitzung des Landgerichts solgende Personen als Geschworene ausgelost: Rittergutsbesitzer Frhr. v. Blomberg=Iggenhausen, Landwirt Heinrich Kuckuck=Hummersen, Kaufmann Rudolf Stichweh=Lemgo. Landwirt August Nieke=Bavenhausen, Landwirt Conrad Windmeier=Orbke, Steinbruchpächt Karl Bornemann=Salzuflen, Landwirt Heinr. Stiewe=Wellentrup, Gutspächter Wilh. Baade jun.=Waddenhausen, Landwirt Wilh. Tielker=Borkhausen, Landwirt Ernst Brede=Spork bei Dörentrup, Landwirt Friedrich Huneke=Haustenbeck, Kaufmann Alb. Schröter=Lemgo, Landwirt Simon Kordhanke=Nienhagen bei Detmold, Landwirt Wilh. Kordhanke=Brüntorf, Landwirt#A#, Lohmeyer=Oberwüsten, Maurer Heinrich Altmeier=Spork bei Detmold, Landw. Hermann Meierjohann=Holzhausen, Tischlermeister Steinhage=Hagen, Landwirt Meiercord=Farmbech Nr. 2. Kaufmann Ludwig Schönhaus=Detmold, Holzhändler Conrad Urhahn=Detmold, Rentner Karl Kahler=Detmold, Landwirt Rudolf Haverich=Wellentrup, Landwirt Gustav Kemper=Hedderhagen, Mühlenbesitzer Karl Redeker=Niedernmühle, Kaufmann Conrad Grote=Detmold, Hofmöbelfabrikanz Louis Beneke=Detmold, Landwirt Christian Sturhahn=Meinberg, Rentner Walther Tenge=Detmold, Zementwarenfahrtkant Fr. Becker=Lage. 2 &am Sein 8. Stiftungosest feiert der Kriegerverein„Deutsche Eiche“ wie alljährlich im Verein lokale des Herrn Wienete Schöne Aussicht, und zwar am Sonntag, den 16. Februar. Wie bisher, wird auch diesmal der Verein bemüht sein, seinen Gästen angenehme Stunden zu bereiten.(Siehe Inserat.)„ * D e u t s c h= K o l o n i a l e r F r a u e n b u n d. W i e w i r v e r n e h m e n, hat der im engsten Anschluß an die Deutsche Kolonial=Gesell4 schaft bestehende Deutsch=koloniale Frauenbund, engetragenen# Verein unter dem hohen Protektorat Ihrer Hoheit der Frau Herz ogin Johann Albrecht zu Mecklenburg, hierselbst einen„Zweigverein für Lippe“ gegründet, dessen Ehrenvorsitz Ihre Durchlaucht Prinzessin Carot zur Lippe, Aebtissin zu St. Mäklen huldvollst übernommen ha Der deutsch=koloniale Frauenbund bezweckt: 1. die Frauen alle ragen interessieren. V. Deutsch ch in den Kolonten niederlasse Stände für die kolonialen K Frauen und Mädchen, die sich wollen, mit Rat und Tat zu unterstützen. 3. Die Schulfrage in den Kolonien zu fördern; 4. Frauen und Kindern in den Kolc nien, die schuldlos in Not geraten sind, betzustehen. 5. Den wirtschaftlichen und geistigen Zusammenhang der Frauen in den Kolonien mit der Heimat zu erhalten und zu stärken. Jetzt, „ n a c h d e m i n d e n K o l o n i e n d i e A u f s t ä n d e d e r E i n g e b o r e n e n utsche Frau, die nur in kleiner Anzahl ehenden Guadenakte einzuleiten, entsprach.— Die Regierung will den Cortes Vorschläge machen, die Polizei in Lissabon neu zu gestalten.— Außer der Begnadigung der Meuterer von 1906 hat der Köniz eine allgemeine Amnestie erlassen, die sich auf die Deserteure aus der Armee und Marine, sowie auf die Offiziere und Mannschaften, die wegen Disz'= narvergehens bestraf sind, erstreckt. Tages-Neuigkeiten. Berlin, 13. Febr. Im Friedberg=Krach beginnt sich nun die Lage nach und nach zu klären, sehr zu ungunsten des ge wissenlosen Gründers und seiner Helfershelfer. Die Prüfungen und Vernehmungen, die gestern abend noch sortgesetzt wurden zeigen insbesondere, daß auch Depots unterschlagen worden sind Aus der Provinz und me Relche kommen jetzt viele Kunden Friedbergs hierher, um persönlich nach dem Rechten zu sehen und ihre Anzeigen zu machen. Der Andrang dieser Leute wird immer größer. Ihre Reisen aber kosten ihnen nur unnütz Geld Was sie des den.“ Um dem Rätselspiel ein Ende zu machen, wäre eine amt liche Ekklärung wohl am Platze. Die Mitglieder des Deutschen Landwirtschaftsrates vereinigten sich zu einem Festmahl, an dem u. a. Herzog Johann Albrecht, Regent von Braunschweig, die Staats sekretäre des Reichsamtes des Inneren und des Kolonialamtes. Finanzminister von Rheinbaben, der Minister für Landwirt schaft von Arnim usw. teilnahmen. Nachdem der Vorsitzende Graf Schwerin=Löwitz, einen Trinkspruch auf den Kaiser, die deutschen Fürsten und die Freien Städte ausgebracht, ergriff Staatssekretät von Bethmann=Hollweg das Wort und gab dem schmerzlichen Bedauern des Reichskanzlers Ausdruck, durch Unpäßlichkeit am Erscheinen verhindert zu sein. Der Staatssekretär führte weiter aus: Die Landwirtschaft sei groß geworden in Zeiten der Not und werde ihre Kräfte weiter stählen. Die deutsche Landwirtschaft habe eine besonders schwere Aufgabe, weil sie die Verantwortlichkeit trage für die Ernährung des ganzen deutschen Volkes. Ner Redner sprach den Wunsch aus, daß die deutsche Landwirtschaft sich immer kräftiger gestalten möge und er ihr zukommende Platz im Deutschen Reiche einnehme. An der Erfüllung dieses Wunsches würden die deutschen Reichsbehörden auch weiter mitarbeiten Der Staatssekretär schloß mit einem Hoch auf die deutsche Landwirtschaft. Rußland. Helsingsors, 12. Febr. Die ordentliche Session des Landtags wurde heute eröffnet. Der Generalgouverneur hieß die Volksvertreter im Namen seines Souverains willkommen. Der Präsident antwortete in finnischer Sprache und sagte, das finnländische Volk erwarte ungeduldig die Verwirklichung der Reformen und hoffe, daß dieselben zur friedlichen Entwicke lung des Landes beitragen werden. Seit dem Schluß der letz ten Session im vergangenen Herbst seien Ereignisse eingetreten weiter. Der Kundenkreis Friedberg setzt sich aus allen Volks schichten zusammen. Viele kleine Leute haben ein Konto von nur 100 M. dachten aber damit, auf die Anpreisungen des Schwindlers vertrauend, wunder was gewinnen zu können Jetzt sind sie ihr Geld los und verlieren vielleicht mehr als manche Kunden, deren Konto in die Zehn= und Hundert Tausende geht. Berlin, 13. Febr. Rechtsanwalt Hugo Caro wurde wegen Bilanzverschleie rung verhaftet: er war seit acht Jahren Syndikus der Firma Friedberg und juristischer Beirat der Unternehmungen Friedbergs und Bohns. Caro ist durch die Aussage des ein gehend vernommenen Kassierers Thonke schwer belastet Er soll der Bilanzverschleierung und allerlei Machenschaften im Scheckverkehr, die gegen Treu und Glauben verstoßen, schul dig gemacht haben. Eine weitere Verhaftung aus den Verwandtenkreisen des flüchtigen Direktors Bohn, die eine Frau C. aus der Stralauerstraße wegen Begünsti. gung betrifft, wurde ebenfalls heute vorgenommen. Frau C. soll Wertpapiere beiseite gebracht haben, die Bohn im Besitze hatte. Ferner sind im Laufe des Tages mehrere Sistierungen vorgenommen worden, u. a. die der Brillantenelse“, aus dem Ballhause, die ebenso wie andere Halbweltdamen ihre Geschmeide, die sie von Friedberg und Bohn gespendet erhielten, nach einigem Sträuben der Polizei herausgeben mußten. Der Friedberg=Krach wird zur Eröffnung des Konkurses führen, da nach den letzten Ermittelungen eine Masse vorhanden ist. Die Automobilrennbahn im Taunus. Berlin. 13. Februar. Am gestrigen Abend waren die Mitglieder der mit den Vorarbeiten des Projektes für eine Automobilrennbahn im Taunus betrauten Kommission vom Kaiser empfangen worden Der Kaiser hat der vorgeschlagenen Strecke Ober ursel=Gräfenwiesbach seine Zustimmung erteilt. Hagen i. W., 11 Febe. Die Stadtverordneten haben es doch gerade die deutsche Frau, die nur in kleiner Anzah dort vertreten und die dem deutschen Pionter in der zur Seite stehen müßte, wenn echt deutsches Wesen in den Kolonien heimisch werden soll. Eine Einwanderung deutschen Frauen muß zum Schutze des Deutschtums in den Kolonien gefördert werden. Hier soll die Arbeit des deutschen kolonialen Frauenbundes ensetzen. Jede deutsche Frau, jeder deutsche Mann,— wer immer an dieser nationalen Aufgabe mitwirken will, werde Mitglied dieses Bundes. Mitgliedsanmeldungen sind zu richten an die beiden Vorsitzenden des Vorstander Freifrau von Werthern. Ville Barbara, Schanze bei Detmold, Fräulein Hermine Dresel. Wall 15. Detmold. Der jährliche Mitgliedsbettrag beträgt mindestens 3 M, dafür wird die alle 14 Tage erscheinende Zeitung„Kolonie und Heimat“ in Wort und Bild, geliefert, welche Organ Bundes ist. e= Ein Unglückssall ereignete sich Mittwoch mittag auf dem Grundstücke der Lipp. Mödelfabrik(Spellerberg). Ein altes Gebäude sollte abgebrochen werden; beim Abnehmen der Dachpfannen stürzte das Gebäude plötzlich in sich zusammen und begrub einen der Arbeiter unter den Trümmern. Er wurde wie tot hervorgezogen kam nachher aber wieder zu sich. Dem Verunglückten wünschen wir baldige vollständige(## nesung. * F ü r s t l i c h e s T h e a t e r. D i e h e u t i g e A u f f ü h r u n g v o n Ibsens„Ein Volksfeind“ sei nochmals in Erinnerung gebracht— Sonntag gelangt Lehars zugkräftige Opcrette Die lustige Witwe“ bereits zum 5. Male zur Auffuhrung und dürfte auch diese Wiederholung ein volles Haus bringen.— Der Montag bringt mit Frl. Maurice in der Titelrolle, eine einmalige Aufführung von Friedrich von Schillers Trauerspiel„Marla Stuart“. #o. Die Mitglieder des Naturheilvereins mit ihren Angehörigen halten am Sonntag, den 16. d. M. im Vereinslokale Hotel„Preußischer Hof“.(Förster) eine Nachseler des Stiftungsfestes ab, welches so überaus erfolgreich und unterhaltend verlaufen ist. Der Vorstand weist auf die heutige Annonce hin. #e Grober Unsug wurde, wie schon häufiger, in der Nacht vom Mittwoch und Donnerstag in der Woldemarstraße verübt. Die Täter hatten die Baubude des Herrn Stelemann am Hamann'schen Neubau erbrochen und mit dem Inhalt die Woldemarstraße dekoriert, in einer Weise, die den Unwillen der Anwohner wie der Passanten erregte. Diese Straße war verbarrikadiert, die Laternen und der Briefkasten mit den An beitsröcken der Maurer behangen, die Eingangstür zur Gewerbeschule vollständig verrammelt. Hoffentlich ermittelt die Polizei die Uebeltäter, damit diese ihrer exemplarischen Strafe nicht entgehen. * Sängervereinigung. Um ein geeignetes Uebungs. lotal zu gewinnen, soll in verschiedenen Salen Probe gesungen werden. Die nächste Uebungsstunde findet am Mittwoch, den 19. d. M., im Hotel„Zum Hermann“(PieDie Jahl der aktiven Sänger betrug bereit## welche zu lebhaften Besorgnissen im Volke Anlaß gegeben...—.— zur Deckung des Fehlbetrages von 2 580 000 u einen per) statt.— Die Jahl der aktiven Sänger betrug berein deitten. In Verleugnung der loetalen Gesetze sei eine der Bötz, Zuschlag von 225 Prozent sühr fäntlche Steuern zu erheben. sam vergangenen Mitwoch Vl. Weiters„Aumelbunger ten Stellen in Finnland einer Versöntlichteit anvertraut! 9vse2 7. 4.2,. 13. Tep, Gestern abend ist das 1sjährige stimmbegabter, sangesfreudiger Herren sind sehr erwünlicht worden, welche aktiv dazu beigetragen habe, ein Regime im Dienstmädchen des Landwirts Giesen von einem Manne durch(Sieße Anzeige.) 1 8un ei worden, welche aktiv dazu beigetragen have, ein Regime kr' Dzenstmädchen des Landwirts Giesen von einem Manne durch Lande einzuführen, das vom Kaiser=Großfürsten durch das.... Messerstiche gerotet worden. Der Mörder ist Manifesk vom 4. November 1905 großmütig zurückgenommendrei Messerniche worden war. In gewissen politischen Kreisen des Reiches erhebe man gegen Finnland salsche Anklagen, die der politischen „ Juber Kochs auch die Vorträge des Prosessoes Dr. Wagner=Darm und wirtschaftlichen Lage des Landes Schaden zuzufügen eignet seien. Das Volk Finnlands sei sich bewußt, daß die von den Vorfahren ererbte gesetzliche Ordnung zur gleichmäßtInneren Entwickelung des Landes unbedingt notwendig und hoffe, unter dem Schutze eben dieser Gesetze auch weiterhin leben zu können. Er lege im Namen des Landtages dem Herrscher die treuen Gefühle tiefer Ehrfurcht und Ergebenheit flüchtig. Braunschweig, 12. Febr. Nach Ermittelung der städtischen statistischen Stelle betrug Ende Dezember 1907 die Einwohner= zahl unserer Stadt 140 038. Aschereleben, 12. Febr. 1000 4 Belohnung setzt die wiederholt vorbestrafte Arbeiter H Staatsanwaltschaft in Halberstadt auf die Ergreisung des Dies An Mörders der Ehefrau Wiermann, Ida, geb. Kraatz, aus. * S t r a f k a m m e r.( S i t z u n g v o m 1 8. F e b r u a r salsche Münzen(Einmarkstücke, Zweimarkstücke und Zehndsennigstück), die bei der Staatsanwaltschaft abgeliefer! waren, wurden eingezogen, nachdem sie durch Gutachten dei Münzdirenktion für falsche Münzen erklärt waren— 2) Dei des die hiers. hatte als rücksälligen Died Anfang Januar 19os aus dem Trockenschuppen dei Adamschen Ziegelet hier zwei dem Schlachter Haberdeck hier Frautsurt a. M. 12. Febr. In hiesigen Hauptbahnhef I gehörige Sücke mit 49—40 V/2. EImstene haege, er gpber Verleihung von Schlafdecken und Kopf=seinen Sack an den Jürstenmacher Neuter hiers. den ande Anshade 1e S M.o Er wulbe unter Umstände zu 5 Monaten Gefäng= is umzüch Jus Kairischupiest vuert r. geig et. net.— 3) Der Kaufmann W. aus Sch. hatte sich#. auteren Wettbewerde zu verantworten. Gr ben uch, Wehe Nergebens daurch schuldig gemacht haben, daß er am 19. Sepi. Oktober 1907 in das in Lage erscheinende reformierte anntagsblatt folgende Annonce einrücken ließ:„Keine Bsderagk uchnt bonn d Mausch, Stzehr Vaer Te. he. ford zum Preise von 55, 65, 70 und 80 Pfg. 7tie#. Neben der Annonce war ein Kübel mit der Aufschrift„Margarine“ abgebildet. Das Schöffengericht Lage hatte den geklagten freigesprochen. Die Staatsanwaltschaft hatte Berufung dagegen eingelegt. Sie findet darin eine unwahre und zur Irreführung geeignete Angabe tatsächlicher Art, daß in der Annonce von der Margarine gesagt ist, sie er: setze beste Landbutter. Die Strafkammer schloß sich dem Urteil des Schöffengerichts an und verwarf die Berufung der Staatsanwaltschaft, legte der Staatskasse auch außer den Kosten des Verfahrens die dem Angeklagten in der Berufungsinstanz erwachsenen notwendigen Auslagen zur Last.— 4) Die Ehefrau des Steinhauers D. S. in S. war vom Schöfsengericht Salzusten wegen Körperverletzung der Ehefrau Gelhardt mittelst eines Besens unter Annahme mildernder Umstände zu 75 Mk. Geldstrafe, event. zu 15 Tagen Gefängnis verurteilt. Ihre Berufung gegen das Urteil wurde verworfen.— 5) Der Gärtner Karl R. aus B. soll sich dem Gastwirt Förster im Preuß. Hof hiers. d. Zechprellerei schuldig gemacht haben indem er sich als Reisender ausgegeben und einige Tage dort logiert, dann aber unter Zurücklassung einer Teilschuld für Logis sich heimlich entfernt hat. Das Schöffengericht Detmold hatte den Angeklagten zu 2 Wochen Gesängnis verurteilt. Die Strafkammer sprach den Angeklagten auf seine Berufung frei, da sie nicht für erwiesen annahm, daß der Angeklagte, als er Logis im Preuß. Hofe nahm, mittellos gewesen ist. 14. Fedr. Am 6. Februar die Generalversammlung des stan, welche stand: eh. Heidenoldendorf, er. sand im Obernkruge hier Schweineversicherungsvereine ziemlich gut besucht war Auf der Tagesordnung Jahresbericht. Vorstandswahl. Aus dem Jahresbericht sei hervorgehoben: Es waren versichert 515 Schweine, 1 Ferkel mit einer Versicherungssumme von ca. 40 000 Mt. und einer Prämieneinnahme von 1030.50 Mk., für verwertetes Vieh wurden 898,82 Mk. gelöst, an Eintrittsgelder wurden 8 Mk. vereinnahmt und ergibt somit eine Einnahme von insgesamt 1937,32 Mk. An Entschädigungen wurden in 32 Fällen zusammen 1647,71 Mk. gezahlt, für Tierarzt und Verhandlungskosten usw. 19,60 Mt., Verwaltungskosten 60 Mt, sonstige Ausgabe 34,80 Mk. Gesamtausgabe somit 1782,14 Mk., es verbleibt aso ein Ueberschuß von 155,18 Mk., hierzu der Kassenbestand aus dem Vorjahre, welcher bei der Landessparkasse hinterlegt ist, mit 890,80 Mk. ergibt ein Vereinsvermögen von 1045,98 Mk. Die Rechnungen waren revidiert und für richtig besunden und wurde dem Rechnungsführer Decharge erteilt. Die Vorstandswahl ergab folgendes: Vorsitzender und Rechnungsführer Wirt Hille, Beisitzer für die Ortschaft Fr. Kehne und Chr. Richtermeier, Beisitzer für Waldheide und Krähenberg: Fr. Weder und H. Lehbrink. Stell vertreter S. Tigges und Gust. Rose. Die Gewählte nahmen die Wahl an. Die Gratifikation für den Vorstand wurde wie folgt festgesetzt: für den Rechnungs ührer auf 40 Mt., für die Beisitzer auf je 20 Mk. Die Prämien betragen wieder 2 Mi für Schweine, 50 Pfg. für und 2,50 Mk. für Zuchtsauen und Eder. Das Eintrittsgeld bet:ägt 2,50 Mk. Im weiteren Verlause der Ver sammlung wurde angeregt, in diesem Jahre die Schwein gegen Rotlauf zu impfen und der Vorstand deauftragt, üb.: Kosten, Anwendung usw. Erkundigungen einzuziehen. Innerhalb 4 Wochen soll d.nn eine Versammelung statt finden., in welcher das weitere beschlossen werden soll. Auch soll zu dieser Versamallung ein Fachmann als Referent geladen werden. h. Heidenoldendorf, 14 Fedr. Die Generalversammlung des Ziegenversicherungsvereins findet am Sonnabend den 15. Fedr., abends 7½ Uhr im Obernkruge statt. #o# Klüt, 14. Febr. Der Gesangverein„Germania“ feiert am kommenden Sonntag im Saale des Gastwirts Breinker hiers. sein diesjähriges Stiftungsfest. Der Verein tritt nachmittags 1¼ Uhr vor der Beiße'schen Gastwirtschaft hiers. an und marschiert dann durch Oettern=Bremke und zurück zum Veranügungslokal. Den Besuchern steht ein genußreiches Vergnügen bevor, da das Programm sehr hübsch, gesangliche und humoristische Vorträge aufweist ed. Mosebeck, 14. Febr. Der Biochemische Verein hält am Sonnabend, abends 7 Uhr im Lokale des Gastwirts Brinkmann hiers. eine Versammlung ab. Talzufleu, 14. F.n. Mit Prinz Eitel Friedrich in Lissavon zu den Beerdigungsfeierlichkeiten für den ermordeten König und Kronprinzen, war der Sohn des Fabrikarbeiters Plaß hier. Der junge Mann welcher in Potsdam seiner Militärpflicht genügt, steht in der Kompagnie des Prinzen. Die Fahrt mit dem Prinzen sowie der Aufenthalt in Lissavon und auf der Rückreise in Paris werden für den jungen Soldaten Lebenserinnerungen (A. A. Lage, 14. Februar. Der Gemischte Chor in Laggili bekanntlich am Sonntag den 16. Februar, nachmittage 3 Uhr in der„Reichskrone= zur Feier seines 50 jährigen Stiftungsfestes ein Konzert, welches auch für weitere Kreise Jiteresse haben dürfte. Es werden erheblich: Opfer gebracht, um etwas Außergewöhnliches bieten zu kölinen. Die Solopartien in der„Schöpfung“, der her#lchsten Komposition vom Allmeister Joseph Haydn, haben bewöhrte auswärtige Künstler übernommen. Die De molder Regimentsmusik wind auch mitwirken, sodaß au einen hohen Kunstgenuß gerechnet werden darf, umsomehr als die Leitung der Vortrage in den bewährten Händen der Herrn Musikdtrektors Pärs=Herford liegt, und der gemischte hor über vorzügliche Stimmen verfügt. * Lage, 13. Febr. Auf dem gestrigen Viehmarkt waren 2 Kühe und 875 Schweine angtrieben. Gegen vorigen Markt zahlte man gestern für Schweine pro Alterswoche 1 A und zwar durchschnittlich 2.50 M. Der Handel war flott. * Heiden, 12. Febr. Am Sonnabend feierte der hiesige Kriegerverein im Saale des Herrn Büngener sein diesjähriges Stiftungsfest. Nach einem Rundmarsch durch das Dors hielt der Vorsitzende des Verein, Kamerad, Büngener, eine kernige Ansprache, die mit einem Hoch auf Kaiser und Fürst endigte. Später begann d. Ball, welcher in angenehmer Stimmung verlief. Die Musik wurde tadellos von Mitgliedern der Detmolder Regimentskapelle ausgeführt. p. Lahbfruch, 14. Febr. Unser Gesangverein feiert ein diesjähriges Stiftungsfest zufolge Beschluß in einer der letzteren Vereinsversammlung am Sonntag, den 23. Februar d. J. durch Konzert, theatralische Aufführungen und nach folgendem gemütlichen Balle im Saale des Gastwirts Meier. eb. Holzhausen(Amt Horn), 14. Febr. Am nächsten Sonntag wird der Gesangverein hiers. sein diesjähriges Stiftungsfest im Saale des Herrn Gastwirts Wilh. Hattebuhr seiern. Die Feier, die bioher immer eine recht schöne gewesen ist, wird auch hoffentlich diesmal durch Gesang, gute Musik und Bedienung mit fröhlichem Verlaufe enden. eg= Bremke(Amt Sternbeurg), 12. Fedr. Der Schützenverein von Bremke und Rott beabsichtigt in diesem Winter und zwar am Sonntag, den 23. und Montag, den 24. d. M. ein Schützenfest zu feiern. Nach der uns vorliegenden Festordnung ist das Fest aufs schönste arrangiert. Am Sonntag, den 23. er. findet von nachmittags 3 Uhr ab bis etwa gegen 6 Uhr in der geräumigen Halle des Gastwirto Nieke in Bremke ein Konzert mit nachfolgendem Festballe statt. Am 2. den 24. treten die Schützen um 9 Uhr zum Marsche nach Scheibdenstunde an, woeselbst sodonn mit dem Schiechen. veguiger wird. Nach eingetretener Dunkelheit wird alsdann wieder mit dem Tanz begonnen. b. Kirchheide, 13. Febr. Der neugegründete Schützenverein für Matorf, Brüntorf und Welstorf bielt am lez; den Sonnabend das Königsschießen ab. König wurde Herr Ziegelmeister Gr. Guse, Königin Frau Kamp. Das Hauptfest ist am kommenden Sonntag und Montag. Wir wünschen einen guten Verlauf! a. Schieder, 13. Fehr. Das feltene, Feit der Hochzeit seiern am 14. Februar in voller Rüstigkeit die Ehe leute Karl Brüggemann in Siekholz. Wir bringen n Jubelpaare die herzlichsten Glückwünsche und wollen hoffen, daß ihm noch manches Jahr vergönnt sei!. rc. Schwelentrup, 13. Fedr. Am Sonnlag, den 9. d. M. feierte der Schwelentruper Kriegerverein sein Stiftungosest im Saale des Herrn Kruse. Punkt 3 Uhr trat der Vereinslokale an; die Krügersche Kapelle an der Spitze machte der Verein den üblichen Rundmarsch durch das Dorf. Dann ging es in den auf das schönste geschmückten Saal, der bis den letzten Platz gefüllt war. Konzert und Anspragen wechselten icht theatralischen Aufführungen ab, die mit großem Beifall aufgenommen wurden; um 8 Uhr begann der Tanz. Aus der Nachbarschaft. * H e r s o r d, 1 2. F e b r. D e r H a u s h a l t s p l a n d e r S t a d t H e r ford für 1908 balanziert in Einnahme und Ausgabe mit 2 268 900 J(gegen 1 493 840 M i. V.), und zwar betragt das Ordinarium 1 420 950 MA. das Extraordinarium 305 800 M. Der Gesamtfehlbetrag beläuft sich auf 659030 M, der gedeckt werden soll durch Zuschläge zur Einkommen= und zu den Realsteuern von 220 Prozent. Die vorgesehene Steuererhöhung beträgt 10 Prozent, da bisher 210 Prozent Zuschläge erhoben wurden. Die neueingeführte Wertzuwachssteuer ist mit einem Ertrag von 9000 A veranschlagt. Für Erhöhung der Gehälter bezw. für Gewährung einer Teuerungszulage an die städtischen Beamten und Bediensteten sind 6000 A eingestellt. * H e r f o r d, 1 2. F e d r. D i e B a u l u s t w i r d f ü r d i e kommende Saison äußerst rege. An mehreren Straßen werden neue Häuser erstehen, unter denen sich auch mehrere großen Projekts befinden. Der Hauptanteil der Neubauten wird jedoch wohl auf die Waltgerienstraße entfallen, in der 8—9 neue Häuser, darunter auch einige hübsche Billen, errichtet werden sollen und die auf dem Teil zwischen Schlachthofstraße und Putchermühlenbach zu liegen kommen werden.— * Herford, 12. Febr.(Vergrößerung des Bahnhofsvorplatzes.) Zu Vergrößerung des Bahnhofsvorplatzes wird jetzt der Gartn der Jacobi'schen Besitzung abgetragen Die abgetragene Fl“ fällt zum Bahnho svorplatz, der dadurch bedeutend erweitert wird und infolge der Beseitigung der Böschung auch ein besseres Ansehen erhält. Durch die Erweiterung wird auch die Richtewegstraße etwas näher dem Empfangsgebäude auf den Platz einmünden und nicht mehr so versteckt hielten. * Herford, 12. Fedr. Durch ein verlorenes Scheck formular, das in blanko unterzeichnet und vom Besitzer noch nicht ausgefüllt worden war, wurde ein hiesiger Handwerker um 300 M. geschädigt. Der unehrliche Finder des For mulars hatte dieses mit Zahlungsvermerk über 300 M. versehen und den Betrag von der Bank von dem Guthaben des Verlierers durch ein Kind abheben lassen. * Bielefeld, 13. Fedr. An der Genickstarte gentorden ist in der Nacht com Dienstag auf Mittwock der Mittwoch der vor einigen Wochen erkrankte und im Barnison=Lazarett untergebrachte Musketier Fismer von niesigen Bataillon. Weitere Erkrankungen sind glücklicher weise nicht eingetreten, und die Stubenkameraden des Verstorbenen, welche vorsichte alber drei Wochen im Lazarei soliert waren, sind bereits vor einiger Zeit wieder entlassen. w Bielefeld, 13. Fedr. Die gestrige Stadtver ordnetensitzung bewilligte gegen die Stimmen der Sozial demokratte eine 5prozentige Erhöhung der Ein kommensteuer. Der Magistrat hatte 10% Aufschla, gefordert. Der Aufschlag auf die staatlich veranlagte Einkommensteuer beträgt hier nunmehr 195 Prozent. * Dortmund, 13. Fedruar. Meldungen aus Langendreer zufolge fanden Schulkinder eine Anzahl leerer Tynamit= vatronen sowie eine mit Patronen gefullte Kiste Ein des Weges kommender Bergmann erkannte die Gefährlichkeit der Lage und verständigte schleunigst die Polizei un die Staatsanwaltschaft. Es wurde festgestellt, daß es sich um eine Kiste mit Dynamitpatronen handelt, die von einer Fabrik in Schlebusch für die Zeche Scharuhorst bei Bracke! bestimmt war. Man steht vor einem Rätsel und weiß nicht, wie die Kiste, die namenloses Unglück hätte anrichten können, auf die Chausser gekommen ist. * Düsseldorf, 12. Febr. Das hiesige Kriegsgericht verurteilte den Musketier Peter Brockers von der 5. Kompagnie des Ins.=Regts. Nr. 53 in Kalk wegen gefährlicher Körperverletzung zu drei Monaten Gefängnis. Als Truppentransporteur hatte Brockers am 7. Oktober auf der Eisenbahnstrecke Köln=Metz aus dem in voller Fahrt befindlichen Eisenbahnzuge ein Bierglas herausgeworsen und einen Stationsassistenten am Kopf getroffen und sich dann anderen Reisenden gegenüber ob seiner Treffsicherheit gerühmt. den Orten, wo sie einst inmitten ihrer als bewunderte und beneidete junge Kaiserin meisten denken: Sie besucht die Stätten ihres gerlorenen mes und trauert um ihren Verlust. Aber es ist nicht die Für stin. die ihr altes Reich besucht; es ist eine einsame Mutter, die die Pläte viedersechon vil, do üre Kius eng pielle ihr Kummer gilt ihrem verstorbenen verlorenen Reiche. Beatrice Cuvellier erzählt im Londoner Magazine von der gegenwärtigen Lebensweise der Kasserin. Als Comtesse de Pierresonds besucht sie zweimal im Jahre wo sie alljährlich den Handlanger Aug. e. Einige stille Wochen, frau Wilhelmine Paris; auf der Reise zur Riviera, Winter verbringt und auf der Rückreise. ganz der Erinnerung geweiht. Immer nimmt sie im Cont nental=Hotel Wohnung, von den Fenstern ihrer Zimmer überblickt sie den Voskspark, der früher ihr Privatgarten gewesen. Ihr Sekretär, Pietri, ihre Gesellschaftsdame Mademoiselle d'Allonville, zwei Kämmerdiener und eine Zose das in heute ihr Gefolge. Während ihres Pariser Aufenthaltes lebt sie sehr einfach und in strengster Zurückgezogenheit. Früh steht sie auf und alltäglich um die gleiche Stunde macht sie ihren Spaziergang, bei schönem Wetter in den Tuilerien, bei Regen in den Arkaden der Nue de Rivoli. Nur stürmisches Wetter vermag sie davon abzuhalten. Der Rest des Tages geht still eine Automobilfahrt, ein Besuch im Museum oder im Salon, hin und wieder der Empfang eines der wenigen alten treuen Freunde. In ihrem Heim in England übt sie noch gern und mit der ihr eigenen vornehmen Anmut die Pflichten der Gastheberin. Bei diesen Unterhaltungen wird as Zeremontell innegehalten, die Würde ihres einstigen, Fazrggnz gi gewahrt. Die Kaiserin hälk imt Strenge auf die Pünktlichkeit ihrer Mahlzeiten; mit dem Glockenschlage betritt sie das Speisezimmer, und kein Versäumnis der Dienerschaft wird entschuldigt. Ihr Heim in Farnborough gibt ein ergreifendes Zeugnis von einer Mutter, die einsam den Tod ihres einzigen Sohnes betrauert. Sie hat die Stätte, wie ihr geliebter Lulu im Kampfe mit den Zulus gefallen, besucht und eine Menge von Reliquien mit heimgebracht, die in ihrem Hause im Glaskasten verwahrt liegen. Hier liegen die Uniformstücke, die ihr Sohn trug als er seinem Schicksal erlag und man gewahrt auch die dunklen Blutspuren auf dem Tuche. An den Wänden des Mansoleums hängen Büschel von dem äppigen afrikanischen Grase, auf dem der Sohn Napoleons gefallen, und das Haus von Farnborough ist allmählich zu einem wirklichen Museum geworden. Die Kaiserin ist von Natur und durch Erziehung streng religiös; trotzdem ist sie von jeher abergläubisch gewesen und die alten spanischen Volksbräuche spielen noch heute in ihrem Leebn eine Rolle. Dabei ist sie eine begeisterte Verfechterin höherer Frauenbildung, und unter den konservativen alten englischen Damen, die mit ihr in Berührung kamen, erregte es nicht wenig Verblüffung, als d. Kaiserin ihre Nichten an die Sorbonne schickte. Ihr Vexmöge, soll sehr groß lein, aber genauere Zahlen werden zu ihren Lebzeiten wohl nicht bekannt werden. Erst kürzlich hat die Kaiserin einen langwierigen Rechtsstreit gegen die französische Regierung gewonnen, der ihr die zahlreichen Schätze zuspricht, die im Louvremuseum In Compiegne und in Fontaineblau ausgestellt waren und Eigentum Napoleons III. gewesen. Von den prachtvollen Inwelen aber, die einst den Stolz der Kaiserin bildeten, ist nichts mehr geblieben; sie wurden verkauft und die meisten kostbaren Halsketten, Die einst die Kaiserin getragen, funkeln heute Nacken amerikanischer Dollarprinzessinnen. i Knakterheldt, 4 Jahm; Hehn Kluand i beoe,2 Ehefrau Karoline Kortemeler, ged. Kronhage, in KriegerPeibe in Johre alt: Shefen Zicherih Schn er Binge. 9 Ehren, 45 Jahre alt; Schneidermeister Gochard Detmering auf Domäne Heerse, 59 Jahro alt; Fabrikarbetter Wilhelm Frodermann in Schökmar, e5 Jahre alt; boren in Hölsen, Ehefrau Wilhelmine Tölle ged. Kroos, in Werl, 65 Jahre alt; Auguste Krumme, Lindemannsheide, 14 Jahre alt; Walter Wellenbüscher, Knetterheide, 2 Tage Handlanger August Krumme in Schötmar, 70 Jahre alt; Ehefrau Wilhelmine Meter, ged. Sprick in Schötmar, 51 Jahre alt; Johanne Brokbarthold in Knetterheide, 2 Jahre alt Einlieger August Pleßmann in Werl, 77 Jahre alt; Mädchen Kerker, Heerserheide totgeboren. Standesamt Horn.— Monat Febina:. Geburten: Ein Sohn: dem Kuecht Friedrich, Möller.— Eine Tochter: dem Maurer Karl Betke, dem Maurer Heinrich Schierenberg, dem Landwixt Friedrich Kruse. Ebeschließungen: Landwirt Paul Schönlau in Gut Weißenbrunn und Charlotte Heithecker hierselbst; Sägemüller Wilhelm Klare und Dienstmagd, Wilbelming Kahrenadam hierselbst; Maurei August Ostmann und Köchin Wilhelmine Siekmann hierselbst; Dietrich Heitkämper in Heidenoldendorf und Marie Schuhr hierselbst; Sergeant Wilhelm Wrobel in Hofgeismar und Köchin Marie Hampe hierselbst Standesamt Donop.— Monat Januar. Geburten: Ein Sohn dem Landwirt Friedrich Beerdas.— Eine Tochter dem Dienstknecht Ernst Witte in Daldorn.— Eheschließungen: Ziegler, Friehrich Wilhelm Adolf Kuhlmann aus Gehrenberg und Luise Wilhel mine Friederike Amalie Wortmann a. Sroßenmarpe; Dienstknecht Ernst Wilhelm Witte aus Dolborn und Dienstmagd Emilie Luise Amalie Meierwisch a. Altendonop.— Stervefälle: Knabe Heinrich Friedrich donop, 4½ Jahr Tochter Lina Luise Sophie Riggemann aus Dalborn, 1½ Jahr; Witwe Sophie Conradine Kösting, Eickmeyer, 72 Jahre, geb. in Lüderhof, wohnhaft in be1.op. mann ged. Alten= Standesamt Lotthausen.— Dezember Geburten: Ein Sohn dem Ziegler Philipp Düe in Südheide Nr. 34.— Eine Tochter dem Ziegler Wilhelm Siekmann in Sudheide Nr. 29. Januar 1908: Ein Sohn dem Landwirt Ernst Ritter in Westervinne Nr. 1, dem Domänenpächter Friedrich Greise, Domäne Biemsen; eine Tochter dem Ziegler Hermann Führung in Lockhausen Nr. 125.— Eheschließungen: Ziegler Gustav Sundermann aus Hengstbei Lieme und Haustochter Pauline Holzhauer in Lockbeide 19 am haulon— Todesfälle: Lina Werning in Kusenbaum Tage. Maurer Friedrich Landwehr in Lockhausen, 82 Anna Bobe in Vinnen ½ Jahr, Henriette Pieper in Büxten, 25 Jahr. Ein Abenteuer des Generalseldmarschalle Häseler. Ein unliebsamer„Mißgriff“ passierte einem Hüter der Ordnung in Halensee. Gemächlich schlenderte da ein älterer Herr in Generalsunisorm über den Henriettenplatz. Da fiel es einem Passanten— man weiß nicht, ob im Scherz oder Ernst— ein, den dort stationierten Schutzmann auf die alte Exzellenz aufmerksam zu machen, da diese offenbar eine vorschriftswiorige Unisorm trüge. Der Mann der öffentlichen Ordnung glaubte, wie wir d.„Grunewaldzeitung“ entnehmen, daß es mit dem General nicht stimme, und fragte ihn nach Nam' und Art. Wohlwollend wegen des Diensteifers des Beamten meinte der General:„Sie halten mich wohl für den zweiten Hauptmann von Köpenick? Wissen Sie denn nicht, wer ich bin? Ich bin der Generalfeldmarschall v. Häseler!"— Graf Häselher weilt zurzeit in Berlin und hatte auf seinem Spaziergang einen Bekannten in der Kolonie Grunewald besicht. Der Sultan ale Automobilist. Endlich hat die Errungenschaft der Neuzeit, das Automobil, auch seinen feierlichen Einzug am Hofe von Stambul gehalten. Lange hatte sich der Sultan dagegen gesträubt, sich diesen gefährlichen Maschinen anzuvertrauen. Der geschickten Ueberredungskunst des Vertreters einer französischen Automobllfirma ist es aber gelungen, den „Beherrscher aller Gläubigen“, an seiner schwachen Seite zu packen. Er verstand es, den Sultan davon zu überzeugen, daß das schnelle Gefährt einen wirksamen Schutz gegen Attentats versuche bildet. Auch die Tatsache, daß sein Freund, der deut sche Kaiser, sich fast ausschließlich des Automobils bedient, hat Abdul Hamid bewogen, sich in dieser Beziehung fortschlrittlich zu zeigen. Nach orientalischem Verschwendungsprinzip sind vom Hofmarschallamt gleich zwanzig Wagen bestellt worden, die dem Sultan mit Gott weiß welcher Summe in Rechnung ge setzt werden dürften.— So ist es denn gar nicht ausgeschlossen, daß beim nächsten Selamik der Sultan sich im Automobil unter di eGläubiger begibt. Der Lebeneabend der Exkaiserin. Zweimal im Jahre, im Januar und im Juni, können die im Tuilertengarten lustwandelnden Pariser eine alte weißhaarige Dame sehen, die, in düsteres Schwarz gekleidet, auf einen Spazierstock gestützt, langsam durch die kiesbestreuten Wege dahinschreitet. Tiefe Schwermut hat ihre Spuren gegraben in diese edlen stolzen Gesichtszüge, deren Schönheit vor einem halden Jahrhundert von ganz Europa bewundert wurde Die Spaztergästger bleiben stehen und flüstern, manche lüften den Hut zu ernstem Gruße, und wo die einsame Spaziergängerin vorbeikommt, folgen ihr die Blicke. Maria Eugenia Ignacie Augustina, Exkaiserin von Frankreich, wandelt an Humoristische Ecke. Eine dankbare Sattin.„.. Dein Mann hat sich also erweichen lassen und Dir ein Telephon angeschafft! Hast Du es schon benutzt?“—„O ja! Ich hab mir damit sogleich ein neues Kleid. einen neuen Hut und ein Grammophon bestellt! Die moderne Mutter. Madame(zu dem vom Spaziergang zurückkehrenden Kindermädchen):„Sagen Sie mal. Anna die Kinder kommen mir so verändert vor! Sind es auch die Kammerzose:„Sie sollten dieses Kleid nicht anziehen. Es ist schmutziges Wetter, und es wird ruiniert werden.“— Die Gnädige:„Ober die Hauptsache ist, daß ich elegant angezogen bin"— Kammerzofe:„Allerdings. Aber es ist das Kleid, das Sie mir schon versprochen haben. Und ich möchte meine Sachen gerne schonen."(Pulgarctto.) Drohung. Dichter:„So! Berühmt bin ich jetzt!... Jetzt freut Euch, was ich von nun an zusammenschreib“!“(Flieg. B.) Literatur. Die Frühbeettreiberei der Gemüse auch Gurken, Salat, Radies. Von Johannes Böttner, Chefredakteur des praktischen Ratgebers im Obst= und Gartenbau. Dritte verbesserte Auflage. Mit 99 Abbildungen. Verlag von Trowitzsch u. Sohn in Frankfurt a. Oder. Preis broschiert 2 Mark. Das Verlangen die Erzeugnisse des Gartens früher zu gewinnen, als die Natur sie bietet, ist allgemein. Es sind immer nur wenige Monate, in denen wir die einzelnen Gemüse frisch und zark von den Gartenbeeten ernten können. Mit Hülfe der Frühbeetkultur sie 4—6 Wochen vor der eigentlichen Zeit, das heißt dann, wenn sie am längsten entbehrt wurden und am meisten begehrt erscheinen, haben zu können, darin liegt ein eigener Reiz.„ Der um Deutschlands Gartenbau hochverdiente Verfasser des vorliegenden Buches gibt wertvolle Anleitungen, wie man das kostbare Gartenland unter Glas auf das Beste ausnutzen und ihm durch geschickte Einteilung drei= bis fünffache Ernten abgelinnen kann. Böttner hat eine seltene Begabung dafür, das herauszugreisen, was jedem, will er ein Meister seines Faches werden, zu wissen am unentbehrlichsten ist. Eingehend sind besonders behandelt, die verschiedenen Erwärmungsmittel die Bodenverhältnisse, die Tief und Lage der Treibkästen, die Bedienung derselben u. die Anlage einer Frühtreiberei. Man darf ein Böttnersches Buch mit den hochgespanntesten Erwartungen zur Hand nehmen, was man nosst nur durch die Praxis eines Menschenalters lernen und erfahren würde, versteht Böttner meisterhaft in wenig Worten zu sagen und zu erklären. Sprechsaal. Nachrichten Standesamt Schötmar.— Monat Januar. Geburten. Ein Sohn dem Pächter Friedrich Rehberg in Bickers=Rott, dem Ziegler Karl Klauß in Retzen dem Stellmacher Heinrich Schnittger in Schötmar, dem Maurermeister Heinrich Wißmann in Schötmar, dem Ackerknecht Ernst Düe in Ribbentrup, dem Ackerknecht Friedrich Klei in Ehrsen, dem Ziegelmeister Gustav Sander in Schötmar, d. Fuhrknecht Friedrich Wellenbüscher in Schötmar, dem Fabrikarbeiter Johann auf der Heide in Schötmar, dem Fabrikarbeiter Gustav Lohmann in Werl, dem Bäckermeister Adolf Tasche in Hölserheide, dem Kaufmann Rudolf Hamlet in Schötmar, dem Sattlermeister Eduard Wind in Schötmar, dem Kutscher Fr. Löhr in Schötmar.— Eine Tochter dem Kaufmann Friedr. Nöller in Schötmar, dem Kolon Friedrich Siekmann in Hölserheide, dem Fabrikarbeiter Adolf Klei in Schötmar, d. Ziegelmeister Friedrich Rottschäser in Schötmar, dem Fabrikarbeiter August Koch in Aspe, dem Kolon Ernst Diekmeier Himmelburg in Bauerschaft Holzhausen, dem Arbeiter Bernhardus Jalink in Werl, dem Landwirt Gustav Burmeier in Retzerheide. Eheschließungen: Ziegler Wilhelm Breder in Ehrsen und Näherin Henriette Meyer in Knetterheide, Ziegler Simon Handlanger aus Nordheide und Näherin Emilie Nebel in Waddenhausen, Ziegler Ziegler Friedr. Wagner in Heerser heide und Dienstmagd Wilhelmine Fricke in Knettenrheide, ziegler Wilhelm Schrüder in Retzerheide u. Schneiderin Luise Redeker in Netzerheide, Tischler Wilhelm Stevener in Schöt mar und Marie Hildebrand in Heidenoldendorf, Ziegler W. Reineke in Heerserheide und Auguste Strate in Hagen, Amt Lage, Witwer Ziegelmeister Friedrich Heide in Leese und Pauline Hartwig in Hartwigshof a. d. Bega, Bautechniker Adolf Kochsiek in Netzen und Witwe Auguste Tholen in Detmold, Ziegler Fritz Lebrink in Ehrsen und Dienstmagd Wilhelmine Bobe in Hölsen, Ziegler Friedrich Thies in Heerserheide und Dienstmagd Lina Kochmann in Ehrsen, Kaufmann Bröker in Schötmar und Martha Heineke in Kirchhofen, Zieg ler Friedrich Klocke in Knetterheide und Wilhelm Niewöhner in Nienhagen, Fabrikarbeiter Wilhelm Pankoke in Ehrsen und Fabrikarbeiterin Minna Hasenjäger in Ehrsen. Sylbach, 14. Febr. Vor kurzem konnte man in der Tageszeitung über die Entwickelung des S Bahnhofes lesen; wir möchten nun an dieser Stelle gleichzeitig darauf aufmerksam machen, daß der Weg, welcher von und zum Bahnhose führt, sehr der Besserung bedarf. Die Steine sind schon längst geschlagen und harren nur der Auftragung auf den Weg. Es ware also ein Leichtes, den großen Uebelstand abzuändern und zu wünschen, daß dies bald geschähe, denn augenblicklich ist der Weg in einem solchen Zustand, daß es fast unmöglich is, ihn zu benutzen, da man jeden Augenblick befürchten muß, daß die Schuhe in dem Chausseeschlamm stecken bleiben Hoffentlich genügen diese Zeilen, baldige Besserung herbei Gestorben: Ww. Friedr. Disse Nr. 40 in Heidenoidendorf. 64 Jahre alt; Beerdigung: Sonnabend N. 3 Uhr.— Bruno B cker, 8 Jahre, in Lemao: Beerdigung: Sonnabend N. 8 Uhr.— Zigarrenfabrikont Karl Müller, 58 Jahre, in Lemge; Beerdigung: Sonntag N. 3 Uhr.— Magdalene Hubold, 93 Jahre, in Lage; Beerdigung: Sonnabend N. 3½ Uhr. Letzte Nachrichten. Düsseldorf, 18. Fedr. Amtliche eldung. Heute vormittag 11½ Uhr entgleisten bei der Einfahrt i# den Bahnhof Schledusch drei Personenwagen d.8 Persenenzuges 465 infolge Achebruches Personen wurden nicht verletzt, der Betrieb wurde durch Umsteigen aufrecht Frankfurt a. M., 13. Febr. Wie die Frankfurter Zeitung aus Petersburg meldet, wurde gestern abend der Brivatsekretär des Großfürsten Nicolat Nicolajewitsch, Dr. Russanow, auf offener Straße durch Messerfliche schwerverwundet aufgefunden. Er war von zwei Unbekannten überfallen worden. Die Nachforschungen der Polizei sind einstweilen erfolglos. Paris, 13. Fedr. General d'Amade telegraphiert, seine Kolonne agere in Dar Quted Fatima im Gebiete der Ouled=Said, von welchen ein beträchtlicher Teil um Gnade gedeten habe. Ihre Führer würden sich im Lagei vorstellen müssen.„ London, 13. Fedruar. Heute nachmittag suchte eine Schar von Anhängerinnen des Frauenstimmrechts zuw Unterhause vorzudringen, wurde aber von einem starken Schutzmannsaufgebot daran gehindert neun Beihaf ungen vorgenommen. Trier, 13. Febr. In Großrosseln sind die 5- und jährigen Knaben des Bergmanns Schuler stare gestorben. Ein 11jähriger Sohn Tode. Es wurden 8= an Genickringt mit dem T. W. ligenkirchen. G. K. A Wenden Sie sich an die Sophienanstalt in HeiZum Abdruck nicht geeignet. Wetter-Nachrichten Detmold, 14. Februar. Wetterbericht der Wetterdienststelle des meteorologischen Trocken und ziemlich heiter, kalt bis zu Frost. London: Kalt, trocken. Hamburg: Regen Observatoriums zu Nachen. schwache Lustbewegung, sachts Metzmers Thee 1907er Ernte das Frühstück seinster Kreise. Probepakete 45—125 J durch die bek. Verkaufsstellen. Künstl. Stundenpläne gratis. Frostbeulen die von hohen Aerzten empfohlene, im In und Auslande mit dve Dr. Werzegelte ros Dr Bose Vi. 1.—. u. alleinigen Fabrikanten Uhr. Wwenz BUNETAE STEEEEE uar ens * Belanntmachung Einstellung von Dreijährig=Freiwilligen für das 8. Seebataillon in Tsingtan(China). Einstellung Oktober 1908, Ausreise nach Tsingtau Jan 2. Hotmreise Frühjahr 1911. Bedingungen: mindestenm greß, kräftig, vor dem 1. Oktober 1889 geborene(jüngere ur bei besonders guter körperlicher Entwickelung). Bau(Maurer, Zimmerleute, Dachdecker, Tischler, Glaser, Maler, Klempner usw.) und andere Handwerker r, Schneider, Gärtnir usw.) bevorzugt. Tsingtau wird auß.r Löhnung und Verpflegung täglich 0.60 M. Teuerungszulage gewährt. Meldungen mit genauer Adresse sind unter Veifügung — Meldescheins zum freiwilligen Diensteintritt auf drei richten an Kommando des 3. Stammseebataillons, lhelushaven. Vorstehendes wird hiermit zur öffentlichen kenntnis gebracht. Detmold, den 11. Februar 1908. Der Magistrat. Gittte. Städtische Sparkasse der Residenzstadt Detmold Im Rathaus, Zimmer Nr. 7. Mündelsicher. Zinstuss 3¼ bei täglicher Verzinsung. Kostenlose Ueberweisung u. Einziehung von Spareinlagen. Kostenlose Ausgabe von Heimsparbüchsen. Chekverkehr. Rückzahlungen auch Kündigung. Ausgabe von Darichen. feielt am Sonntag, den 16. d. Mts., sein 8. Stittungstest im Vereinslokale„Schöne Aussicht"(Wieneke), wozu freundlichst einladet Der Vorstand. Antreten des Vereins 1 Uhr. Ball 4 Uhr. Atelier für Photographie Louis Brand, Schötmar, Marktplatz. Täglich geöffnet. Aufnahme bei jeder Witterung nach außerhalb ohne Preisaufschlag, Telefon 35. Drucksachen aller Art liefert schnell und swert die Druckerei der Tages=Zeitung(Willy ), Detmold, Hornschestraße 30, Telephon 10. Suche zum 1. April oder Mai ein ordentliches sires en. Frau Stahlmann, Lage Langestraße 108. Todes-Anzeige. Statt besonderer Anzeige. Heute morgen 4½ Uhr starb nach kurzer schwerer Krankheit mein lieber Mann, unser guter Vater, Bruder und Schwager der Müller Heinrich Klocke im 35. Lebensjahre. Um stilles Beileid bittet im Namen der trauernden Hinterblicbenen Frau Klocke. Steinberk bei Salzuflen, den 13. Februar 1906. Die Beerdigung findet am Sonnabend, den 15. d. Mts., nachmitlags 2½ Uhr vom Trauerhause aus statt. Suche per sofort oder später einen Lehrling für mein Barbier= u. FriseurGeschäft. W. Gerberding, Lemge um 1. April d. J. oder dater suche ich für meine handlung einen Lehrling mit guter Schulbildung unter günstigen Bedingungen. R. Natermann, Detmold I. A. Erda, Detmold Langestrasse 71— Fernsprecher 266 Eingang aparter :: Neuheiten: in Costumes u. Paletots Zwangsversteigerung. Am Sonnabend, 15. Febr. d. J., mittags 12 Uhr werde ich im Odeon eine silb. Damenuhr öffentlich meistbiet, verkaufen. Koch, Gerichtsvollzieher. Empfehle Schmaltierziemer, Keulen, junge Puter Capaunen, Enten, Poularden, Virkwild. Ch. Kate Hoflieferant. Holzverkäufe in den Fürstlichen Forsten. Oberförsterei Falkenhagen. Fischerei=Verpachtung! Am Mittwoch, den 19. Februar, nachmittags 3 Uhrsoll im Ratskeller zu Schwalenberg die Fischerei im Niesebache von der Quelle bis zur Mittel=Niesemühle, soweit der Bach im Amte Schwalenberg liegt, öffentlich gegen Meistgebot verpachtet werden. Die Bedingungen werden im Termine bekannt gemacht. Oberförsterei Berlebeck. Am Donnerstag, den 20. Februar, morgens 11 Uhr, soll im Forsthans Hartröhren nachbenanntes Holz öffent meistbietend verkauft werden: I. Aus dem Schutzbezirk des Försters Koch: 1) Kuhpfad 68 a; 79 rm Buchen=Kloben Nr. 105—137, 7 rm Knüppel Nr. 41—46, 11 rm Astreisig Nr. 54—56; 2) Kohlgrund 58 e: 87 rm Buchen=Kloben Nr. 72—104, 19 rin Knüppel Nr. 29/40, 80 rm Astr. Nr. 41—47; 3) Kohlgrind: 58 c: ca. 50 rm Buchen=Kloben und=Knüppel von 138 u. 47 an, ca. 80 rm Astr.; 4) Röschensgrund 87 h: 327 rm Buchen=Kloben Nr. 294—427, 189 rm Knüppel Nr. 96 bis 188, 189 rm Astr. Nr. 151—198; 5) Röschensschlucht 44 c: 122 rm Astr. Nr. 5—36; 6) Hartröhren 51 b: 25 rm Buchen=Astreisig Nr. 47—71; 7) Hartröhren 51 d: 38 rm Buchen=Astreisig Nr. 52—58, 60; 8) Hartröhren 510 Ein geb. Landwirt in Lippe von angenehmen Aeußeren und biederem Charakter, 45 Jahre alt, ledig, mit 75000 Mark Barvermögen wünscht zwecks späterer Heirat die Bekanntschaft einer im rassenden Alter dazu stehenden Dame zu machen und werden gefl. schriftliche Argebote unter H. 12 mit Bild und Angabe der Verhältnisse zur Weiterbeförderung an die Geschäftsstelle d. Blattes erbeten, welche im nicht zusagenden Falle gewissenhaft zurückgeschickt werden. Verschwiegenheit Ehrensache! Vermittler verbeten Annonyme Schreiben finden keine Berücksichtigung. : 8) Hartröhi 55 rm Buchen=Astreisig Nr. 61—74; 9) Liemenstuken 46 d. ——n Buchen=„*-——— 47: 35 Hausen Buchen= und Eichen=Durchf.=Reisig Nr. 1 bis 35. II. Aus dem Schutzbezirk des Försters Meier: 10) Klöppings" berg 42d: 11., Buchen=Durchs.=Hausen Nr. 1—11; 11) Triftengrund 43 b: 94 rm Buchen=Astr. Nr. 11—32: 12) Glasebrink 88 a: 76 Fichten=Durchf.=Hansen zu Rickern, ger. Pfählen usw. Nr. 3—78, 310 Bohnenstangen Nr. 79 bis 84; 13) Hohnei 31 a: 10 Fichten=Durchf.=Haufen zu Rickern, ger. Pfählen pp. Nr. 85—94. Tannen=Verkauf. Wegen Urbarmachung eines Grundstückes verkaufe eine Partie Tannen, als Ricker, Gerüstst e. Spa große Partie Tannen, als Ricker, bäume, Sparrstangen usw. geeignet. Reflektanten wollen sich bei mir melden. Aspe, den 10. Februar 1908. erüststangen, LeiterZum Verkauf der alten Schule hiers. findet zweiter, evtl. 15. Fe letzter Termin am Sonnabend, den bebruar er., nach letzt mittags 2 Uhr in hiesiger Schule statt. Tintrup, den 4. Februar 1908. Der Schulvorstand. Zwangsversteigerung! Am Sonnabend, 15. Februar d. Is. vormittags 11 Uhr sollen im Odeon dorthin gebrachte Sachen wie Vertikow, Spiegel. sachen u. ca. 40 Fl. div. Weine u. Liköre öffentlich meistbielend verkauft werden. Detmold, den 14. Februar 1908. Koch Gerichtsvollz. kr. A. Tüchtiges Personal für herrschaftliche Häuser sucht Frau A. Stecker, Vermittelung. Meierstraße 16. Durch das Stellenvermitt lungs=Bureau v. Frau Matyilde Jughardt, Detmold, Schülerstraße 17, erhält tüchtiges Dienstpersonal aller Brauche auf gleich und zum 1. April gute Stellung nach Detmold und Auswärts gegen hohen Lohn. Gesucht wird zum 15. März oder 1. April d. Is. zur selbständigen Führung eines Haus alts, wo die Hausfrau fehlt, auf ein mittelgroßes Gut Westfalens eine durchaus tüchtige und erfahrene evang. Wirtschafterin gesetzten Alters, die in Milch: wirtschaft, Einschlachten, Einmachen und Geflügelzucht Erfahrung hat. Gehalt: 400 Mk. Schriftliche Angebote unter W. R. 453 an die Geschäftsstelle d. Zig. erbeten. Köchin (evang.), in der feinen u. bürgerlichen Küche selbständig, für kinderlosen Haushalt p. 15.März oder später gesucht. Etwas Hausarbeit muß mit übernom men werden. Angenehmste Stellung bei hohem Lohne. Keine Wäsche. Nur Koch9TSchriftl. Angebote mit Alter ad Zeugnisabschr. an Frau r. Dagedorn, Elberfeld, ielerstraße. Zum 1. April ein sauberes en für kl. 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