Telegramm=Adresse: Volkszeitung. Fernsprech=Auschluß 7•40 Pser ASm 4. Gelsenkirchener Volkszeitung. Das Abonnement für die Gelsenkirchener Volkszeitung nebst den Pratis=Beilagen:„Der Erzähler" und„Sonntagsfreude" beträgt direkt ins Haus bestellt pro Monat 60 Pfg., un voraus zahlbar; durch die Post bezogen mit Bestellgeld pro Quartal 2 M. 22 Pfg. Verlag der Märkischen Vereinsdruckerei. Nr. 230. k Politische Wochenrundschau. Hinter den Coulissen und zum Teil auch vor denselben war in den letzten Wochen eine e#frige Tätigkeit im Gange, um den Reichskanzler Grafen Bülow zu stürzen. Die Scharfmacher sind unzufrieden mit dem leitenden Minister, weil er iynen oder richtiger den radikalen Sozialdemokraten nicht den Gefallen tun will, mit Gewaltmaßnahmen gegen das rote Gespenst vorzugehen. Man verwies auf Dresden, wo doch der revolutionäre Charatter der Sozialdemokratie unverhüllt hervorgetreten sei, und kann nicht begreifen, daß die Regierungen hiergegen nicht mit dem Polizeisäbel vorgehen wollen. Gegen diese Auffassung hat sich nun jüngst in einer Rede, die erst nachträglich Beachtung findet, gerade der Polizeiminister Preußens, Herr v. Hammerstein gewendet, der dabei sicherlich der Ansicht der gesamten preußischen Regierung oder mindestens doch des Ministerpräsidenten und Reichskanzlers Ausdruck gegeben hat. Er sprach nämlich die bestimmte Hoffnung aus, daß es der deutschen Bürgerschaft aus er Kraft gelingen werde, die Umsturzgesell Jaft von sich abzuschütteln; sollten aber wirklich revolutionäre Bestrebungen zum Ausdruck kommen, so habe die Regierung genügende Machtmittel in den Händen, um sie sofort zu unterdrücken. Andererseits würde sich die Regierung durch derartige Bestrebungen keineswegs in der Fortführung der Sozialreform beirren lassen. Diese Sätze#s#nd sehr erfreulich, und man darf ihnen um so mehr Gewicht beilegen, als kürzlich der Kaiser in Danzig, wie unsere Leser wissen, ebenfalls den Ton ruhiger Zuversicht angeschlagen und dem Vertrauen Ausdruck gegeben hat, daß die deutschen Arbeiter sich die Freude am Vaterlande nicht rauben lassen werden. Die Zeiten, wo gewisse Scharfmacher das Ohr des Kaisers hatten, und ihren Einfluß auch mancher kaiserlichen Rede aufzuprägen vermochten, sind offenbar vorüber. Und das ist ein wahres Glück, gerade angesichts der Dresdener Kämpfe und der weiteren Auseinandersetzungen, die sich im Schoße der Sozialdemokratie daran angeschlossen haben uud noch immer fortspinnen. Es ist unmoglich im Rahmen einer Wochenschau all' diesen hitzigen Gefechten in Wort und Schrift zu folgen. Erwähnt sei nur, daß Bebel und seine Gefolgschaft nicht nur die Mandatsniederlegung Göhres, sondern auch ein vorzeitiges Ende der von dem Revisionisten Heinrich Braun gegründeten Zeitschrift„Die neue Gesellschaft" bewirkt haben, und daß Bebel, der in Dresden den Herausgeber der„Zukunft", Marimilian Harden, wie einen Abschaum der Menschheit behandelt hat. jetzt vor Herrn Harden den Hut abzieht, weil dieser— durch Mitteilungen aus Privatbriesen der Nevisionisten, die für seine Zeitschrift geschrieben hatten, diese Verhaßten arg bloßgestellt hat. Wir von unserem Parteistandpunkte können nur froh darüber sein, daß nicht die Revisionisten, die mit den Liberalen liebäugeln, in Dresden gesiegt haben. Die Liberalen dagegen sind vorläufig um eine Hoffnung armer. Die Nationalliberalen haben dies auch eingesehen und deshalb auf ihrem Parteitag in Hannover ein Wahlbündnis mit den Sozialdemokraten abgelehnt; die Trauben waren eben inzwischen sauer geworden. Dagegen hält die Freisinnige Vereinigung in ihrem theoretischen Politisieren an dem Traumbild einer liberal sozialdemokratischen Verbrüderung fest. Auf ihrer Generalversammlung in Berlin ist Herr Dr. Barth mit dieser seiner Auffassung mit großer Mehrheit Sieger geblieben: nur etwa 40 Vertreter, meist aus den Seehandelsstädten stimmten gegen die betreffende Resolution.. Diese waren teilweise auch gegen den Anchluß der Nationalsozialen, der dann aber als vollendete Tatsache betrachtet wurde. Die national sozialen Führer Naumann und v. Gerlach wurden in den Vorstand der Freifinnigen Vereinigung gewählt. Weniger erfreulich als die eingangs erwähnte lede des Ministers v. Hammerstein war eine Rede besselben Ministers, sowie des Finanzministers v heinbaben bei Gelegenheit der Enthüllung eines Bismarckdenkmals in Posen. Es zeigte sich, daß die preußische Regierung ihren verkehrten Polenkurs Arm in Arm mit den Hakatisten, weiter zu steuern g oenkt. Und doch könnte sie wissen, daß diese „ungsvolitir nur zu einer Stärkung der Polen fuhrt. Man sieht es ja auch in Oberschlesien wo durch die hakatistische Politik das polnische Nationalgefühl unter den sogenannten„Wasserpolacken“ erst geweckt wurde. Die Folge ist, daß diese jetzt einen Teil der polnischen Partei bilden, und daß sie ihre inneren Gegensätze— zwischen Radikalpolen und Katolikpartei— überwunden und sich zusam mengeschlossen haben. Das bedeutet zwar zunächst einen Schlag gegen das Zentrum, das übrigens den Abfall der Katolik-Gruppe längst erwartet und ihre komödie durchschaut hat; aber zugleich bedeuren Vorgänge eine Stärkung des Polentums und ine Schwächung des Deutschtums. Das sollte r Regierung doch zu denken geben. eer Ne Tageblatt und Insertionsorgan für Gelsenkirchen und Freitag, 10. Oktober Geschäftsstelle in Gelsenkirchen: Ahstraße 10, gegenüber der Insertionspreis beträgt für lokale Anzeigen 15 Pfg. pro einspaltige Petitzeile; für auswärtige Anzeigen 20 Pfg. pro Zeile. Reklamen 50 Pfg. pro Zeile. größeren Aufträgen und Wiederholungen entsprechender Rabatt. Verantwortlicher Redakteur F. Z. Knapve, in Bochum. Im bayerischen Landtaa hat nach ledigung von Interpellationen über die pfälzische Ei. senbahnfrage, über die Automobilgefahr auf Ueberzeugung das Richtige getroffen habe. Eine In Baden ist nun auch das Zentrum mit seinem Wahlaufruf hervorgetreten. Das Zentrum verfolgt die gleiche Wahltaktik wie seither: vor allem ist eine nationalliberale Landtagsmehrheit zu verhindern; bei Stichwahlen zwischen Nationalliberalen und Gegnern derselben sind daher die letzteren zu unterstützen, ausgenommen sozialdemokratische Bewerber, die das Zentrum ihren Kampf mit den Nationalliberalen allein ausfechten lassen wird. Die äußere Politik der Woche wird gegenwärtig von drei großen Fragen beherrscht: der mazedonischen, japanisch=russischen und der marokkanischen. An diesen Fragen sind vornehmlich Rußland, England und Frankreich, in zweiter Linie auch Oesterreich=Ungarn interessiert. Ueber die Richtung der offiziellen Politik Rußlands kann kein Zweifel bestehen: sie sucht mit allen ihr zu Gebote stehenden Mitteln die Ruhe im europäischen Orient aufrecht zu erhalten und trifft alle Vorbereitungen, um einen von Japan her erwarteten Angriff abzuwehren. Den Anlaß zu einer Aktion Japans aber könnte der Entschluß Rußlands geben, unter keinen Umständen die Räumung der Mandschurei, die am 8. Oktober fällig war, zu vollziehen und ebensowenig seine neue Position am Jalufluß aufzugeben. Kommt es aber zu einem russisch=japanischen Kriege, oder auch nur zu einem länger andauernden Zustande der Kriegsgefahr, dann werden für Rußland alle anderen politischen Interessen, auch das Interesse an der Erhaltung des status quo auf der Balkanhalbinsel in den Hintergrund treten. der marokkanischen Frage hat zwischen Frankreich und England eine Annäherung stattgefunden, die auch auf die Verhältnisse in Ostasien von Einfluß sein wird. Daß zwischen der englischen und der russischen Politik in Ostasien tiefgehende Interessengegensätze bestehen, darüber gibt man sich in Rußland selbst keiner Täuschung hin. Schon die bloße Tatsache, daß Frankreich sa augenfällig eine Annäherung an England sucht, bedeutet eine Minderung der idealen Machtstellung Rußlands. Der ungeheure Eindruck, den die Ausdehnung der russisch=französischen Allianz auf den fernen Osten, in China wie in Japan, machte, wird dadurch abgeschwächt, und wird aller Wahrscheinlichkeit. noch schattenhafter werden, wenn Frankreich im Einvernehmen mit England sich in die marokkanischen Schwierigkeiten vertieft. An sich ist die marokkanische Frage vornehmlich interessant als Symptom der politischen Strömung in Westeuropa; wir glauben nicht, daß sie einer baldigen Lösung entgegengeht, glauben aber auch andererseits annehmen zu dürfen, daß die ungeheure Mehrheit des französischen Volkes von einem marokkanischen Krieg nichts wissen will. Wie schon oben angedeutet, werden die ostasia tischen Vorgänge auch auf die Entwickelung der Balkanverhältnisse zurückwirken müssen, und das beeinträchtigt einigermaßen die günstige Beurteilung der Lage, die nach den Entschlüssen von Mürzsteg und den neuesten Nachrichten aus Bulgarien und Konstantinopel berechtigt erschien. Mit absoluter Sicherheit läßt sich heute nur sagen, daß Rußland und Oesterreich den Frieden auf dem Balkan wollen. Oesterreich wohl auch aus Gründen der inneren Politik, denn es ist noch immer nicht dahin gelangt, im eigenen Hause durch Konstituierung eines lebensrrastigen ungarischen Ministeriums Ordnung zu schaffen. Felilische Deutsches Reich. Ablenker braucht die Sozialdemokratie und ihre Presse, um im eigenen Lager möglichst viel zu vertuschen. Und um neue Mittel und Mittelchen ist sie nicht verlegen. Der „Vorwärts“ hat auf diesem Gebiete seine Spalten um eine neue Erfindung bereichert, nämlich um einen„Agitationskalender“, den er alle Vierteljahre veröfsentlichen will. Den Anfang hat er in seiner letzten Mittwochs=Nummer gemacht und spricht sich einleitend über die Idee des Kalenders also aus: „Die Erfahrungen der letzten Reichstagswahl haben uns den Gedanken nahegelegt, die Unsummen des Agitationsmaterials, das uns unsre Gegner mit so freundlickher Bereitwilligkeit liefern, durch vierteljährliche Zusammenstellungen einigermaßen zu bewältigen. Nicht um einen Gerachtelalender handelt es sich, sondern um die Zusammenstellung eines Vilderbuches aus der * fallige und unauffällige Ereignisse der Oefentlichkeit, die Eine mit einander gemeinsam haben, daß sie für Sehrntung sund von symptomatischer oen Inna dieses„Bilderbuches" bilden einzelne 0 g. Totum geordnet. Die erste gabe dieses Kalenders umfaßt die Monate Juni, Juli, zu und Sexieuzder und zählt 93„Fälle“ auf :„Gegen das Reichsra##wahlrecht,„uus dem bü gerlichen Lager“,„Wozu man cheld hat und wozu man keins hat",„Gericht liches“,„Gendarmen und Poliziste „Aus Heer und Flotte“,„Wilhelm II= „Aus der Chronik der Majestätsbe leidigungs Prozesse“,„Soziale treiflichter". Dieser Kelender ist eine neue Art der sozialdemokratischen„Martyrer=el“, auf welcher peinlichst genau registriet wird, wenn ein„Genesse" irgcge gm Ftrase zudiktieg bekommen hat. Ueber mussen wir der„vvermanie" Recht 190° der eigenen Türe zu kehren? Haben doch die letzten Pochen über die Sozialdemokratie so viele„große und kleine, auffällige und unauffällige Ereignisse der Oeffentlichkeit preisgegeben, die alle das Eine mit einander gemeinsam haben, daß ne für die bestehenden Zustände in der Sozialdemokratie von symptomatischer Bedeutung sind und fernerhin auch einen lehrreichen Ausblick auf den sezialdemokratischen Zukunftsstaat eröffnen! Und wie viel von diesen verrotteten Zuständen in der Sozie demokratie wird trotz der Ankündigung Beveis, kein Vertuschen mehr bulden zu wollen, verheimlicht. Wenn sogar Bevel, der sa Nach seiner eigenen Behauptung noch viel mehr weiß, dies aber selbst„vertuscht“, in die entrüsteten Worte aus bricht, man solle mit der Keule dreinschlagen, daß die Fetzen fliegen: Wie schlecht und erbärmlich muß es da erst in der Sozialdemokratie aussehen! Der„Vorwärts" tate wohl besser daran, zuerst den Augiasstall der Sozial demokratie zu säubern, bevor er vor fremden Türen Schmutz zusammenfegt, um damit den großen Misthausen der Sozialdemokratie zu verdecken. Denn oas ist doch der Hauptzweck dieses„Agitations=Kalenders". Die„Genossen“, die über die Zustände in der Sozialdemokratie nach zudenken beginnen, werden auf die Splitter in den Augen der bürgerlichen Gesellschaft hingewiesen, damit sie den Valken in den Augen der Sozialdemokratie nicht mehr sehen. Und die geistige„Elite“ der Sozialdemokratie? Man kann ein ganzes Schimpfwörterlerikon aus den der ächtlichen Ausdrücken zusammenstellen, mit denen die „Obergenossen“ sich gegenseitig regalieren, und wenn man die gegenseitigen Verdächtigungen ansieht, so muß man zu dem Schlusse kommen, daß die Spitzen der sozialdemokratischen Gesellschaft sich gegenseitig als das betrachten und behandeln, was man gewöhnlich als Lügner und Lumpen bezeichnet. Und der„Vorwärts" kann immer noch nicht nachweisen, daß der Eine oder der Andere Unrecht habe.“ Die Liberalen der Reichslande haben sich am letzten Sonntag in Straßburg zusammengefunden; 9 Vereine entsandten 33 Vertreter, um zu beschließen, daß es gelte,„ein von entschieden liberalem Geiste durchwehtes, gegen den Klerikalis mus scharf Stellung nehmendes Programm zu schaffen.“ Diese offene Kriegserklärung an die Katholiken muß diese naturnotwendig dazu führen, daß sie sich politisch noch enger organisieren und dem Zentrum nähern. Alle Parteien haben schon in den Reichslanden Mandate geholt, nur das Zentrum nicht. Ist es doch sogar am 16. Juni der sonst ganz unbekannten„Deutschen Volkspartei“ gelungen, ein Mandat zu erhaschen. Wie lange soll in den katholischen Reichslanden das Zentrum noch boykottiert werden? tt Die Börsengesetzreform. Wie wir bereits meldeten, ist bestimmt zu erwarten, daß dem Reichstage in seiner nächsten Tagung eine Novelle zum Börsengesetz zugehen wird. Aus glaubwürdigen Kreisen erfährt die„D. Warte“, daß in der Vorlage einige Veränderungen hinsichtlich der Auslegung des Börsentermingeschäftes geplant sind, daß ferner in Zukunft auch solche Personen, die ge werbsmäßig Bank oder Börsengeschäfte betreiben, bei der Börse zugelassen oder als Kaufleute im Handelsregister eingetragen sind, eine rechtsgültige Ver pflichtung bei Börsengeschäften eingehen können. Außerdem soll eine zeitliche Begrenzung bei Anfech tung von Geschäften auf Grund des Differenz= und Registereinwandes angesetzt werden. I Die Schulfrage wird in der bevorstehenden Legislaturperiode des preußischen" Abgeordnetenhauses im Vordergrunde der parlamentarischen Erörterungen stehen. Anknüpfen werden dieselben an die Forderung eines Gesetzes über die Unterhaltung der Volksschule. Für das Volksschulwesen maßgebend ist im Gebiete des preußischen allgemeinen Landrechtes vielfach noch die aus der Mitte des vorigen Jahrhunderts stammende Gesetzgebung; neben derselben aber kommen allerlei alte und veraltete Provinzial= gesetze Verordnungen und Gerichtsentscheidungen n d i o v i r l s a c h a u f gar nicht mehr passen. Das gilt namentlich vorn flachen Land; in den östlichen Provinzen, wo neben den Gemeinden auch noch besondere Gutsvezirke in Betracht kommen, in denen der Gutsherr bei gänzlicher oder fast gänzlicher Freiheit von Abgaben für Schule ein Patronat besitzt, das zur Anstellung der Volksschullehrer berechtigt. Es gibt in den östlichen Provinzen noch 12000 solcher Privatpatro= nate. Zur Steuerfreiheit der Gutsherren kommmt # enerfreiheit der Forensen gegenüber den Schullasten: Große industrielle Unternehmungen Steinbrüche, Fabrikanlagen und dergleichen führen die Ansiedelung von Arbeiterschaaren herbei, ohne daß die auswärtigen Unternehmer zu den Schullasten herangezogen werden könnten. In den Provinzen Ost= und Westpreußen gilt ein beser Schulgesetz aus dem Jahre 1845, welche“ wiederum den dortigen Gutsherren außerordentlich hohe Bei tragslasten auferlegt, namentlich für die besonderen in den Gutsbezirken eingerichteten Schulen. Die Verhältnisse in diesen beiden Provinzen sind der Hauptgrund, warum sich jetzt nuch die Konservativen für ein Schulunterhaltungsgesen interessieren. Als setzung einer zeitgemaßen Reforni der Nollaaltung gilt nam Mn sen fährlich 90½ Millionen M. Davon entfallen auf 995 Elen, karschulwesen im engeren Sinne, also ungen#et die Serntnarien und dergl., 76½ Mil# Bat, Von dieser Summe kommen 28 Millionen Mark auf die allgemeine Erleichterung der der Volksschullasten, 13 Millionen auf an die Schutverbande für die Schulunterhaltung, 23 Millionen Mark auf Zuschüsse zu den Alterszulagen und 8 Millionen Mark auf Zuschüffe vus Pensions und Reliktenwesen. Von den 78 Millionen dieser Staatszuschüsse entfallen, wie MiStur bei der vorjährigen Etatsberatung im Landtage mitteilte. 50 Millionen Mark auf das achxe Lano und 14 Millionen Mark auf die Städte; # der Summe läßt sich nicht mit Bestinrnt## ungeben, inwieweit sie auf die Städte und das flache Land entfällt. * Die Prügelstrafe. Mit der Prügelstrafe ist es eine eigene Sache;: wenn jemand sich einmal recht entrüstet über irgend eine besonders große Nichtswürdigkeit, so entschlüpft ihm wohl im Zorn der Ausruf: Da wäre die Prügelstrafe doch wahrhaftig angebracht! In der Regel fehlt dann aber auch nicht der„Ausgeklärte“, der aus Gründen der Humanitätund Aesthetik die Verwerflichkeit der Prügelstrafe in salbungsvollen Worten darzutun weiß. So erging es auch seinerzeit einem bekannten Zentrumsparlamentarier, als er einmal in bedingter Weise bedauerte, daß es für manche Roheitsverbrechen keine Prügelstrafe gebe. Das wurde ihm mächtig übelgenommen, sa man hat sein Wort sogar noch nach Jahren als Beweis gegen die„Humanität“ des Ultramontanismus verwertet. Doch jedem schlägt seine Stunde, so auch den echt liberalen„Münchener Neuesten Nachrichten“, die sich dazumal gar nicht zu lassen wußten vor sittlicher Entrüstung über die Aeußerung Dr. Schädlers, er war nämlich der Unglückliche. Heute ist in demselden Blatte folgendes zu lesen über den Fall Dippold: „Zarte und milde Frauen haben das Bedauern ausgesprochen, das es den ergrimmten Volksmassen nicht möglich gewesen ist, den erbärmlichen Menschen mit Funsten und Kmitteln nach Verdienst zu bearbeiten, und daß das drutsche Strafaeses nicht gestalte, den Zuchthäusler in regelmäßigen Zwischenraumen durch eine ausgiebige Züchtigung daran zu erinnern, daß das Zuchthaus keine— Ferienkolonie ist.“ weit ist Dr. Schädler nie gegangen und doch zogen damals die M R. N.“ so maßlos über ihn her. Vielleicht wird dem konservativen Dr. Oertel noch einmal eine ähnliche Geungtuung bereitet von sozial demokratischer Seite. Wer erinnert sich nicht die in dem früberen Wahlkreise Dr. Oertels von sozialdemokratischer Seite mit dem Worte„Knuten Oertel" getrieben worden ist. Einen sozialdemokratischen Abgeordneten haben wir ja schon, der es sehr bedauerte, daß in Deutschland keine Prügelstrafe gebe,— es ist der Vertreter unseres Nachbarwahlkreise. Dortmund. Allerdings wollte dieser wackere Genosse die Prügel strafe nicht für Roheitsvergehen angewandt wissen, sondern bei widerspenstigen Genossen, die nicht nach seiner Pseife tanzen wollten. Ausland. Das italienische Königspaar in Paris. Die Begrüßung des Konigs durch den Präsidenten im Elisee war, wie uns in Erganzung unseres gestrigen kurzen Telenramm aus Paris gedrahtet wird, überau rzle## schüttellen sich die Hand, auch der##onigin Mme.“onbet die Hand. En Unterbaltun beiden Staatsoberhäupter währte etwa 15 M. ten. wonach die hohen Gäste ous Nachdem der König seine# präsidenten abgegeben hatte, fuhr er zum H präsidenten, wo er ebenfalls seine Karte abne nach der Rückkehr des Könige in#ne nin des Auswärtigen begann sich in der Unngebung des Elysecs, Fahrt der Herrschaften zum Di zu er n puci ter 10e der TI1en. Bald 71 ders die see und Reform de dem flachen 9 müssen graßAnzahl Lande### werden, um di Tragung der fähigkeit hier: vativen,i chilt erfa nur zu viel auf Seiten „ wa; dieser ein willeter hatte der lan. vor ifen eine ung auf ten, so sagt man, aus einer * M a i r t e g e b i l d e t ren Ausgleich in der eine größere Leistungs mühren. Die Konser i s h e r v o n d e r B i l d u n g s o l c h e r # inge nichts wissen wollten, neigen mehr zu ner Verstaatlichung des gesamten Volksschulwesens, d. h. Uebertragung cher Kosten auf die Staatskasse. Der freifonservatipe lbgeordnete Freiherr v. edlitz befenn: grren iu diesem Programm, welche allerdin an# säckel ganz außerordentliche Arf.-d würde. Schon jetzt betragen die#10 gaben Gefuh a beiddem## bearn Ames Freud erhede ich I.. Numen Flanklenhe und feiner megierung mein Glas zu Ehren Eurer Majestät, und trinle auf Nuhm Ihrer Regierung, auf Ihr#, wie auf das Woh. Nusestat der Ronmen, Haler Ansestal der Königin=Mutter und der ganzen toniglichen Familie, sowie auf die Größe und Wohlfaher Italieus Der Könia von Italien antwortete mit folgendem Trinkspruch, der gleichfalls stebend angehört wurde: chen wie des enngr#m. In der Gewißheit, daß beegel mit enseitigem Vertrauen und mit llen ihre nand, ale Aufgabe verfolgen können, eich mit alfrichtiger, durch die huldreiche Ihrer Majestat der Königin noch verdor###etter kunft Eurer Majestät. Von ganzem Heizen m Namen Frankreichs und seiner Regi derr Fräsident! Die so liebenswürdigen Worte, die s#e sochen an mich gerichtet haben, erm#n die lebhafte uneinung, die ich in diesem Angenblicke empfinde. Der Emrsang, welchen die Stadt Paris und das kant im cer Nönigin und mir bereitet haben, f gerührt. Wie Sie, Herr Präsident, sehe ich oicen empsange eimas mehrals einfache ebung der ausgcsuchten Hoflichleit, der traditionellen Eigenschaften der eolen französischen Nation ist. Mit Redn neht Frantreich menn Gheeones des zwi * genn debin, enthn hat mel! in einem Kundae die genwart in Paris als ein naturliches schen unseren beiden##ndern alual der Auna#ung an.## Zmrresen daß r. mit seinen Kraften die Erha Mnnopa it es in die vage. durch seine Haltung zur Verwir der Aibilnalion-Kienenden Nach diesem gen.#4 arten sich rung. Dck 11 her doppelt glü zu befinden, gl Königin und in Gesundheit. Her sahr! Nach dem Musik den italienisch Diintspruch des Nör We nühn it geteilt wer heute aufs r die Herzlich glücklich, mein l, und auf die nzosisch i1. die Tanger, AufstandI 100 SuI ser ruhig ih Han rinkspruch des Präsidenten spi inigsmarsch und ne ie Marseillaise. Aus Marotto. Okt. Die Nachrichten üb en immer ungünnige anc in den Küstendistrikt ieben waren, erhebt die Ri esche immer mehr und meh er annimmt. Der Umstan hohem tragen. Regiech und in daBoden zu der lte die ch dem n r lion einen daß listen. 1330 zu en rrschets sel oße Geldu# enern nicht mit Gema Anse 41007 stir 11 1d wer den ben, hätte igen geführt. Da Sultan selbst 60 wozu ferner die Aus Unterhalt der in kommt noch eine en konnten die denn jeder Beruch. zur Ern#iterung rt. Dagegen sind fahrung zeigt, nicht mehr als ein Scheinrecht, und man im Ministerium des Innern es so will. 1 velbstverwaltungskörper nichts anderes durchsetzen 15 Wie schon gesagt, nicht gegen die Person des Herr Laer an sich soll eiwas gesagt werden, sondern geger 1 amtenstellen in kathplischen Gegenden mit sroienan Ruhrort, 15. Okt.(Telegr aus lde## Der euerte in ufmal m bei ihm beschaftigten Arbeiter ie ab, ohne jedoch zu trefsen. Ehi, sich des Rasenden, der sich in chlossen hatte, zu bemächtigen. Nach plötzlich aus einem Fenster ige gelegenen Zimmers auf die och fonder m Todsuchtsaufen wenn der onen 814 M. auf mehrere gelang rauf, daß im Zentrum alles mit dem Mantel der itenliebe“ zugedeckt wird. Doch ehren wir den schen Schmerz!— Ueber die Sache an sich ist wen ; H u c. d e r R e v i s i o n i s t. u n d S a c h s e, d e r eide schenkten sie etwas ein und zum . Hand zum Bundel) wurde die Mesolution angenommen, auf die a Hue in der vorigen Woche über die nen soluion sagte, sie ist weder Fi zte meidli zutrif ersamm! ritärt sie einverstanden, bede einandersetzungen wodnuich wichtisMit dem mit der 0 die sachlich er hal ist JesuSachseig mehr Unent= Schluß lussen ß die Au1 die Ingenuctte Erfindungen Zentrumspresse längst beszichnet worden sine, neomen wir als unrichtig zuruck und bedauern insbesondere in Bez Person des Herrn Sachse von und politischen Schmutzfinken“ Neues von Hüssener. #usseldorf, 14. L - Stiuldemotra Boll svereins 100 i 1 per Tag erforderlich ten, welche durch di verteilten Truppen entstehen. Außerdem noch rund eine Million Mark gebraucht, um di sen der neu ausgenommenen Anleihen zu bez Dabei ist zur die Zivilverwaltung und für d tr 011 dürfnisse des# schlag gebracht schaßze= erlandt die lausendend und da rs nicht tan gelingen in schaffen, so iste mUständige 90 1 überhaupt noch nich r jetzige Bestand de edoch nur noch wenig endsten Ausgaben zu heinlich ist, daß in Auslande sich(6 taatsbankcrott und nur noch die Frag das ist jedoch der Ange et. um sich einzumisch 5 in An s Staats * Wochen bestreiten dem Sul Ad zu be damit die einer kn ublick, auf u. indem en machen wird inn die nmnnnBormschießen, sich natitrlich für das Necht vorhe##alt, die Finanzen zu kontrolli# ren wa an allgemeinen Meinung hier 1 Finanzkontrolle der Anfang eines wirkli tettorats der französischen Repubsik über Marollo sein Frovinzielle 11. Hier mach 3. Annen, 14. 4 U. Hier machte sich ein etwa fünf „inte nner Aunr= an einer Brotschmeidemaschine zu schaf0 Mrfer hernnterster und demn Jungen viri Zinger der rechten Hand mlan abtrennte. Dorimund, 11. Ockt. Einen bezeichnenden Veitrag zu dem Gapttel„Anwaltshonorare“ liefert die Vergutung. die Inmma Send int sein Auftreten im Prozen Wulff Fmen nn u die ernen drei Tage waren 5000 aueyedungen, Iul jeden weileren Tag je 1000 Mall. 2a dei Prozetz 12 Tage gernmert hat, so beträgt das GemihondrarIain Mart. Lortmund, 15. 1#1 Mit dem Umban des biesigen Hauptbahnhofe wiro im nächnten Kruhjahr benonen eiren. Wnberten und auf etwa funf Zahre berechmet. Nach dem endgnltigen Projelt, oas gestern der städtischen egt wurde, wird der ganze Bahnkörper alle Stianenübergange vom Westen bis straße einschließlich schenenfrei werden. 1 der Bahnkörper wieder im Aivean, mi.. zu Beginn des Umbaues nach dem Jalmim verlegt und dort bleiben. lungen, die aus der Adoptierung der Vnretun hochgelegt der Gm nn 1 Siinf san je vem Staat oder der Stadt erwachsen, herrnom schwerwiegende Meinungsverschiedenheiten Hornn. Ein Ungludesall ereignete sicn heute miiing an der Zech„erone". Der 17jährige Schlep= Belmer lam unter einen scheren Stein aus dem enden und war sofort to1 Prensteinfurt, 14= u Die urnahme der Kohlen= M sundee Inte tigte ein unrsan Flotz lagert in St selbst, wi iir Wege von Au Beleche wurded der ohrte Rohle vor hendie m Gegenwart der Direkt sohrgesellschaft am Montag erso günstiges Resultat. Das an ärte von 1.60 Meter und wird! fahren, als gut bezeichnet II. Von einem gräßlichen Unaluck mittag eine Seilkünstlertruppe auf dem u nach Belecke heimgesucht. Kur Wagen der Truppe von Vorüber den ungebalten. va ein bininerniomter Mann Zruchrett#r Zmens festhing und neven, dem Rad schleifte. Dao Rad mar dem Bedauernowerten uber den Hale gegangen, und aunerdem der au#f so graßlich zugerichtet, daß kein Gesicht mehr zu erkennen war Aerztliche Hulfe uunr sofort zu. Stelle, und wurde der Mann, welcher wobl laum mi. Bavonlommen und. in dao Krankenbaue nam Warstein ubrigesnert.en Rusen in VEn den Insatten des Wanens mann nommen worden und ei mun beim Fall wobl mende Anecht des Besigere sein. daß sei Genossen sei ahlte Gri einer Art sich noch kunstemusel St. Johann, Uwald in leute verschuttet der dritte gereitet Telegr. konnte nbruck 151 0 drei Bera t, nährend Aus Leisenkirche: und Umgedung. Gelsenkirchen, 16. Okt. Der Lehrer= und Leh verinnenperein von Gelienkirchen hatte am Mittwoch im Saale des wr#. Imiicher. Alter Markt, einen rich Erschienenen herzlich begrüßt, inen ngen u 10 bringt die„Saale: folgende Meldung: 1 nachmittags* Uhr al auf dem Breitenweg promenieren s er seine freien Stund Ein schwerer An von Langensalza g.“ über * in Begleitung ei oder sonst einer en. Hin und u cie gemeinen Mitteln prochen zu haben.“ bagdebura n auch nobiln N Enle saust adchen. bie: 0 ncen. Wahl en kon ie ant blick Pr Nitzve biet der## unsere das A grisser Also gegeben hat, idnissen und Mißdeuevisionismus ist denn ungeeigneiste Boden. und gemeinen Bekämpfung, die im Ruhrgebiet zu teil wird, von * schen Klassenbewußtseins nicht bemit 1 ntion e S 18. blick der Jahr Bild, Zeit noch sch be stamMunster, hiesigen Aerzieh#rein die jenigen Rollegen.n letzten Versammlung Antrag vor, nach ne ale Spezialisten für n eden nur in diesem Wie verlautet neht die 1 nnge sympathisch gen war sein wird, den Spezi zu bezeichnen, mussen die die Praxis lebren von einem Unglücksfau Abbeck die zah helt Herr Professor Spannagel aus Münster Vortrag uber die geschichtlichen Ereignisse de Jahrhunderte. Redner gab zuvor einen Uel über die Konstellation und Wehrverhältnisse neren umopaischen-taaten im 16. und 17 hundert. und gab nachher ein anschauliches mie die einzelnen Staaten, welche in dieser zu den Großzmächten Curopas zählten, durch kriegeniiche Aktionen anderer Staaten zu Mächten zweiten Ranges degradiert worden seien. So gehe 16. unn nrnundert Spanien, die Ni und Schurden noch zu den Großmächten Europas. Bhlipy der Iweile von Spanien habe in der Glanz keines Lander die Macht der spanischen Nation zu sehr überschätzt, sein Wunsch, ein großes Welt reich zu schaffen, sei nicht in Erfüllung gegangen. Spanien sei durch seine verunglückte Kolonialpolitik und durch den spanischen Erbfolgekrieg zurückgegan gen. Die Niederlande seien hauptsächlich durch die Handelspolitik Englands, welches durch seine maritimen Erfolge groß geworden sei, zurückgedrängt worden, wogegen Schweden durch Rußland, das die westeuropäische Kultur allmählich angenommen hätte, hauptsächlich durch den nordischen Krieg in den Jah ren 1719 bis 1721 starke Schädigungen erlitten hättt. Redner schildert nun die kriegerischen Erfolge Oesterreiche gegen die Türken. Dieses Land habe wieder einen starken Rivalen m dem preußischen Staate erhalten. Durch den siebenjährigen Krieg, welchen Friedrich der Große gegen Oesterreich ae führt habe, sei Preußen in den Besitz Schlesiens ge langt. Redner beleuchtete nun noch weiter, wodurch die##arität Preußens resp. Deutschlands über Oesterreich entstanden sei. Der Vortrag sand allge neinen Beifall. Gelsenkirchen. 16. Okt. Mittwoch Nachmittag sand im Lokale des Herrn Bremm eine Besprechung der Vertreter der einzelnen Wirtevereine der Groß stadt Gelvenkirchen statt. Es wurde beratschlagt, auf welche Weise man die schon früher besprochene Insion der Vereine in die Wege leiten kann. Gelsenkirchen Schalfe, 15. Okt. Der vor eini ger Zeit in einem Restaurant aufgetretene, zwei Me ter große Neger. mußte gestern in einer Wirtschaft wegen Skandalierens verhaftet werden. Da der Name nicht festzustellen war. wurde er der Polizei bebörde überbiesert. Gelsenkirchen, 15. Okt. Polizeilichee. Zwei Dirnen wurden wegen Umbertreibens festgenommen. Deealeichen ein Neger. Ferner wurden zwei Per sonen festgenommen, die sich der Körperverletzung w. Schidin Gema# hatten. Nachdens nie ihre die den L% mögliche sein der„Genossen" die Revisionisten am weisen, daß Sachse Wolf sogar manche: mus roch“. Und de nen lasser die Hofgäng üder. wer ter kraß pr5 Regierung erat und Direktor der inster, in der usw. verschied c. wie gesagt. sreng an der die An M ne die den che 11 n. n zialfach vornehmen dürsen zabl der Aerzie diesem An Ob es allerdings durmeuhrta ihren Wirkunger: teren Verhandinn * H e n g s e n, 1 vor kurzem der Oclonom Zlunkert dierselbst ge Klunkert, welcher bei den Dieschatbeiten seins tätig. wurde von den Vorrichtungen der####esch gesaßt und ern vergetm schwere Verser dem Uunger Kiantenlamfe überwiesen wurde, wovorgestern seinen Vernbungen erlegen ist. * Padervorn, 12 11 Die Bnnian. daß des Landratenmeee in Pivertorn ernanm sei. hit ten Kreisen nicht erstenenn Verührt. ir ennern Besabigung dieses Herrn— für oder gegen dies hier nichts bekannt—. sondern deshalb. nen man d. offene Absicht vermntet, das„ wiederum mu einemplolenanten zu besetzen. und z1 einem solchen, der aus einer kraß protenantt# milie stammt; der ist Landesokonomrat und Direktor der Landschaft ovinz Westt sich durch Ber Pastoren, übe: testantisch, latb einen kathona früher in Pad dei konfessionel besen entsprich wissen, allgeme Beamte genan vorner Stelle keine Bernant schen Landtal Prackel kam im Kulturkampfe der Protenan J. nunmehr 28 Jahl. an der Spit# hr Wienes und in seiner Verwaltung mit Recht anm kathe. große Anerkennung gesunden bat. er dai es berna für den Frieden unter den Konsessionen einzunten die Katdoliken sind ihm für sein Verhalten im a. kampfe aufrichtigen Dank schuldig, der ihm ungesan bleiben soll. Ater wahrend seiner Amtezen sind n verschnndenden Anonahmen im landratlichen Vn' Protenanten, die zum Dausboten hinnnter, angenen beschaftigt gewesen, so daß das Landratchimt P#adervorn einen ausgesprochen protestantischen onnakter hatte. Darauf scheint auch fur die Zukunft Weni ge#em zu werden, indem man einen alteren. verbeirateten Regierungsanevor nach Padervorn schickt, mit der Abicht ihn dor: detinet## als Landrat einzusepen Zwar bat der Nreeetae enn 10 nanntee Wah##recht, aber das ist. wie bundett#ache erbr. 0. ch der tanden seits nden und Ktur alert nunz nur und eschlafen hatten und ihre Namen u. orden waren, wurden sie aus der Ein Stubenbrand entstand in( r bei einem Bergmann. Der Sche 100. daft den 1 Rausch ausg festgestellt n entlassen. kirchen Heßl ist unerheblich. Im Polizeibezirk I. wurde einem jungen Mann ein Anzug aus seiner Wohnung gestohlen. Die angestellten Nachforschungen waren er folglos.— Ein Heerespflichtiger versuchte am dem hiesigen Bahnhofe einen Automat, welcher Bahnsteigkarten enthielt, zu erbrechen. Als ihm dieres von einem Bahnbeamten untersagt wurde, bedrohte er diesen noch. Er wurde zur Anzeige gebracht. " muchen gestohlen. Die Nachsorichungen war folglos.— Ein Schuhmachergeselle machte sichk Nachteile seines Meisters der Unterschlagung dig. Seitdem ist er verschwunden.— Ei mann machte sich dadurch der Sachbeschädign dig, daß er seinem Hauswirte Türen und einschlug. Anzeige ist erstattet. Gelsenkirchen Schalle, 16. Okt. Die er pflasterung in der ursprünglichen Gemeinde seit Eintritt in die Großstadt ist gestern mo gonnen worden. Der Marktplatz wird mi pflaster, wie die frühere Gemeindevertretung noch beschlossen hat. versehen. Der Wochenmarkt wird deshalb bis auf weiteres teilweise auf der nördlich Marktplatzes gelegenen Wiese abgehalten werden. * D e r S t a m m t i s c h d e r s o z i a l d e m o k r a t i s c h e n B i e r b a n k pmlister unterhielt sich am Mittwock man„zufrieder", weil er für gestimmt hat und ebenso ist man„zufrie- der oggegen ummte. Und wer diese nicht fassen kann, nun dem fehlt eben das ch machende proletarische Klassenbewußtdie Säte der Resolution über genügt es wohl, darauf hinzuin den Ausführungen des Genossen fand.„was bedenklich nach Revitionisder„unentwegte". Lückel mußte sich von en, daß er doch noch in Linden sogar für ewesen sei. Ja. zum Schluß meinte Sachse resigniert, es wäre am besten, die Debatte abzubrechen, da sovicl Revisionismus zu Tage treie, daß man schließlich glauben solle, es gäbe außer den Revisionisten keine Sozialdemotraten mehr Auszeichnung. Wie uns telegraphisch aus Berlin berichtet wird. verötfentlic der„Reichsanzeiger“ die Verleihung des Romialichen Kronenordens 2. Klasse an den Geheimen Vergrat Larenz zu Wiesbaden, bisher Mitglied des Oberbergamtes Dortmund. k Herne, 15. 11 Der#ahnikbesiter Stegmeier besitzt hier eine Anzahl Hausgrundstücke. Nach§ 22 des Eintommensteuergesetzes vom 27. Juni 1891 ist jeder Besiver eines bewohnten Grundstückes verpflichtet, der mit der Aufnahme des Personenstandes betrauten Behörde die auf dem Grunonucke vorhandenen Personen mil Namen, Bernss- oder Erwerbsau anzugeben. Wer diese von ihm erforderte Auskunst verweigert oder gar nicht oder unvollständig oder unrichtig erteilt, wird mii einer Geldstrafe bis zu 300 Mart bestraft. Der Polizeisergeant Neulaß überbrachte im Ottober 1902 Herrn Siegmeier auf dessen Kontor die Hauslisten für seine sämtlichen Grundstücke mut dem Auftrage, dieselben bie zu einem festgesetzten Zeitpunkt ausfüllen zu lassen und zur Abholung bereit zu halten. In den früheren Jahren hatten die Polizeibeamten die nusfüllung der rinen selbn bewirkt. Siegmeier gar dem Beamten die Listen unausgefüllt und mit dem Lemerken zurück, daß er auch nicht einen Strich an den Listen machen werde: früher sei ihm so was nicht zugemutet worden. Später hat Siegmeier die Listen von dem Polizeiamte abholen lassen und ansgefüllt zurückgeliefert. Dies befreite ihn aber nicht von einer Anklage wegen Vergehens gegen die§§ 22. 68 des Eintommenstener gesetzes. rrae Schöffengericht verurteilte den Angeklagten zu 50 Mark. Hiergegen legte derselbe Berufung ein. Dem Staatsanwalt war aber die Strafe nicht boch genug, deshalb ergriff auch er das Rechtomittel an das Landgericht. Und die dritte Straflammer des Landgerichts zu Bochum verwarf die Berusung des Angeklagten und erböhte auf die des Staatsnnmalte die Strafe auf 100 Mart eventl. zehn Tage Gefängnis. Dieses Urteil socht der Angeklagte mittelst Revision an und machte geltend, daß der Bamte verpflichtet gewesen ware, die Listen in jedes seiner Häuser zu bringen. In seinem Kontor hätte er mit den Listen gar nichte zu schaffen. Im Uebrigen habe er ja auch schließlich die Listen rechtzeitig ausgefülli und ab geliefert. In Uebereinstimmung mu dem Antrage des Olernaatsanmalts erkannte der Strafsenat des Kammergerich ts am Zurückweisung dei Revision, da das a#gesochtene Urteil auf der einwandsfreien Feststellung der Strafssammer bernht, daß sich der Angetlagte dem Beamten gegenüder geweigert hat, die Listen auszufullen. 11 dem Kraftwagen zusamt traf, daß das unglückli die Luft geschlei Stelle rot war. Geh. Meinnmnalate Pre hause Moabit, der ind seinem Sohne, zwei Töc Fahrt nach Sondersbar —* an einen Prellstein, schlug un herausgeschleuderten Insassen um letzt, zum Teil schwer, am sohm Hüssener täglich vo PTizier intstra eder brin ant zu. so mit Anprall 10 Nrafti und dem Be 9 er111 chulsul ster * Nenchalfe Klein= Ehnauerinik des(veronen Hues von seinem#n Nol legen Leimpeters zuzutreffen, von dem er sagte, daß er riete watr# er dann mana mal das Herz auf der Zunge trnge und ermas sage, nas er„nicht so gemeint" habe. Day unn S###r das in sich amf irgendwelde gen volle jesnnnge Tenfelekunne zurückfuhren mochte, darf uns wenter nicht wunder nehmen: beim er das nicht nur Sachse, sondern in auch ein„heller Sachse". Und in Sachen wittert man bekanntlich sehr leicht zesuniche Schliche. Trondem er sich vor acht Tagen darnder freute, dau die Sozamotraten so viel schmutzige Wasch vor der Oeffentlichten gemischen häatten, war Sachse denh au##rordentlich ergrimmt daruber, daß wir gesagt hatten, eine andere Partei habe eine solch schmunige Ma##t nicht Wenn im Zentrum nicht so viel schmunige Warche gewaschen wird. so ist das nach Herrn Sachse nur auf das jesntische Vernsck ungeiynem zura###nfudren, sowic daVermiechtes. Kassel, 14. Okt. Veim Eimenen dee westfalischen Schnellzuges heute Nachmittag 3.28 Uhr sand man, wie schon kurz gemeldet, in einem Klosenlaum die Leiche eines elenamaen mit einer Fahrkarte erner Alane#e. In; bestiegen und sich auf dem Kloset die Pulsadern durchschnitten und eine Augel in den Koni geschossen. Der Gerotete in der Bankdirektor Fischer aus Burmen. Karthaus, 1n# k1. Telegr.: Im Dorse Mirchau wurde dem 9jahrigen Schulknaben Neumüller durch eine ernlodietende Dynamitvombe der Leib aufgerissen. Die nahren Umstände sind unaufgeklärt. Breslau. 15. Okt.(Telegr.) Unter Vergiftungs erscheinungen erkrankte anf dem Dominium Zobten bei Loewenberg die ganze Familie eines Viehwärters nach nn wer Kinder sind bereits gestorben h. Breslau, 15. Okt.(Telegr.) In Rothschloß bei Nimrtsch tötete der Ar Ohnesorge seine Ebefran indem er ihr mit einem Rastermesser den Hals durchschnitt. Der Mörder wurde verhaftet „ München. 15 Okt.(Telear.- neuerna preußische Armecvischof Vollmar leistete beute Vormittag in der Napche der Runniatur den Huldigungseid vor dem Aunnius Macchi Als Zeugen fungierten der Pfarrer der Si Michaelenar in Berlin Jaika, und der Kapitular Nenacker Munchen Ale päpstlicher Protonar fungierte Udifore Vasallo di Torregrossa Mastricht, 15. Okt. Klosterschwestern, die aus von Jesniten bewohnt Schloß und Landgut des Grasen Hoensbrocch zu Afferden auf sechs JahrBudapest, 15. Okt.(Telegr.) In einer Kunnbiumenfabrik am Josefring brach infolge einer Gaserp.osion Feuer aus, das sich sehr schnell vervreitete#nd das ganze Gebände vernichtete. Eine Arbeiterin vervranmte, fünf wurden verletzt, zwei davon tötlich London, 14. Okt. Nach einer Llondmeldung ist der Dampfer„Hercnnia“ der Hamburg AmerikaLinie, der bei Vort Ronal auf Grund geraten war wieder flott geworden. Er hat keinen Schaden erlitten. London. 15 Okt. Telegr.) Das Projckt der Wen cheier Livervooler Schnelldahn wurde als„naner aufgegeben. Wahlnachklänge. Als im Frühling dieses Jahres die Wogen der Reichstanswahlbewegung besonders boch gingen veröffentlichten wir nach einer uns aus Wiemelbausen zugesandten Information einen Artikel, durch welchen sich der Reichstagsabgcordnete Herr Sachse beleidigt fühlte. Er strengte deshalb gegen den rerantwortlichen Redakteur Knanve, eine Beleidigungsklage an die vor einigen Tagen zum Aus trag kam. Die Verhandlung endigte mit einem Vergleich, als sich Redakteur Knappe bereit sand, folgende Erklärung abzueeden und zu veröffentlicen: Die in unserer Zeitung vom 25. Mai 1903 aufgestellte Behauptung daß der Reichstagsabgcordnete Sachse in seiner Rede in Wiemelhausen die katholische Geistlichkeit in geradezu vöbelhafter Weise verdächtigt und verleumdet und seinen leich:###ubigen Zuborern Matzchen aufactischt habe, die von der Telegraph. Deveschen. (Nach Schluss der Reurten e Bundesrat= Beschlüsse. Berlin, 15. Okt. der Bundesrat stimmte seiner heutigen Sitzung den Antragen des 4. und 6 Ausschusses über den Antrag Preußens auf späteres Inkrafttreten der Kranknversicherungs novelle vom 25. Mai 1903 für die preußischen Knappschaftskassen sen den Antt des 3. und 4. Ausschum üder die Vorlage der prägung von uronen zu. Arbeiterbewegung. W Lille, 15. L standigen in Armentieres erfolnt am nachsten Sonntag. Die Stimmung der im besonderen durch den sozialistischen Bürgermeister in Houplines und mehrere aus Paris eingctroffener Agitatoren aufgereizten Ausständigen ist noch immer sehr er reat. Es kam wiederholt zu Imammennonen den Truppen. Die Banken in Lille wernen l risch bewacht. Das Zuchtpolizeigericht vernrten: 3 Ausständige zu Gefängnisstrasen von 1 bis 0 naten. n Parie, 15. Okt. Die kon führen Beschwerde darnver, daf gen 10000 Ausständige plündern und ein ar anzünden konnten, ohne dan nur ein ziger festgenommen wurde, obwohl 4000 Soldaten befanden. Erst gestern wurden dort Ruhestörer verhaftet, darunter zwei werPriester überfallen und durch Mess verwundeten. Parlamenterisches aus Oesterreich. V Prag, 15. Olt. Im böchmischen Lai tag setzten die Deutschen die Obstrultion fort. Verschiedene Redner der Opposition bemän gelten das Protokoll der letzten Sitzung und bean tragten über die dazu vorgeschlagenen Aendernm namentliche Abstimmung und Innehaltung einer Pause von 10 Minuten vor jeder Abstimmung. Dem Antrage wurde stattgegeben und darauf nach mer na mentlichen Abstimmungen die Sitzung geschlossen und auf morgen vertagt. Der„Köln. Volkszeitung“ zufolge wird Prälat Wilpert am Freitag vom Kaiser empfangen, um ihm sein neuestes Werk„Die Malereien der Katatomben Roms“ im Auftrage der Papstes zu überreichen. I Leipzig. 15. Sept. Die dritte Strafkammer verurteilte wegen Majestätsbeleidigung nach mehrstündeger, nichtoffentlicher Verhandlung den Redakieur der Leipziger Volkszeitung, Lüttich, zu sechs, den Redakteur der Altenburger Volkszeitung. Hellmann, zu drei. den Redakteur der Volkszeitung für das Muldental, Reichstagsabg#orde neier Schäpflin, zu vier Monaten Gesangae. Der mitangeklagte Meiteur Schmidt wurde freigesprochen Hirschberg i. Schl., 14. Okt amolfrau ane mineverg. die auf ihren Mann aus eisersucht mit einem Revower#richossen und ihn verlett hatte, wurde heute von den Geschworenen freigesprochen. W Versailles, 15. Okt. Das Konigenaar von Ftulien und Präsident Loubei trafen heute Vormittag 10. Uhr hier ein und wurden von der zahlreich anwesenden Menge lebhaft begrüßt. h Rom, 15. Okt nardelli nach der Rückkehr des Königs eeine De mission geben werde. und zwar wegen der Absage des Zaren. Madrid. 15. Okt. Bei einem Stiergcrecht wurde der Torero, als er einem sterbenden Stier seinen Degen aus dem Nacken ziehen wollte, von dem Stier tötlich verletzt. V Port Said. 15. Okt. D „Admiral Gucydon", der kürzlich her einactroffen ist, setzte die Fahrt nach Ostasien fort. a „ t a r D i e H a u r n u n d t e c h e s e n e- I I k o m A#rrholin-Seno Glanzende Begurantung von ciks 1000 Preress##en und A u.n. 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Dazu kommen im Sommer menrere Tausend auf den umliegenden Gütern beschäftinte katpoltsche Saisonarbeiter. Aber noch ist unser Baugrundstück mit 26200.00 Mt. Schulden belastet. Die Gemeinde ist arm, und hat trotz ihrer Ovserwilligkeit ers 150.0 Mt. für den Bausonds sammeln konnen. Aus eigenen Kräften ist uns in absehbarer Zeit der girchenbau unmöglich. Und doch in derselbe bei dem Mangel einer katholischen Schule, die uns bereit= dreimal abgelehnt wurde, doppel notwendig. irum. Katholiken Deutschlands! helit uns, in der großten Stadt Meskienvurgs die Kirche bauen, welche den sos ehr gefährdeten Katholisen hier die Erfüllung ihrer religiösen Pflichten ermöglicht. Restock, den 5. August 1903. Das Kirchenbaukomitee: I. V.: W. Lessers. Psarrer. Der Bau einer entsprechend großen Kirche für die kathol. Gemeinde in Rostock darf nicht länger hinausgeschoben werden. Daher empfehle ich die Bitte des Baukomitees dringend einer freundlichen Verücksichtigung. 9 Cenabrück, den 5. August 1903. Der Apostolische Provikar + Hubering, von Osnabrück. Die altrenommirie Verliner as Jachheohn Berlin N. 24. Nahmaschinen= Greßfirma m. JACOUSUHN, Linienstrass- 126. ####scht mit der Schutzmerke Beruhmt durch langjährige Lieserungen für Post=, Werkmeiner. Meltar#regere, K∆ gor er., Lehrerayn und nen• Vereine, versendet die neuene####utsche, KRONE“ 9— For er=, Lehrer Bahn= un Vereine, versendet die neuen hocharmige Familien= A Ss ** macher und enchneider arie nähers. Nähmaschine Inc verbeberte####ger derei und Ha####rbett narker schoner Ansnattung. iu Verschiugkasten, ###betried fnr 42.# 50 Dir 4 wochtl, B##ebezeit, 5 jaur. Gera#tie. Wasch und Nrumangeln Maminen füur SchubKu#nisimaschinen, bill Preise Pracht Katal, Anerkennungen #en„on aro; raner nicht zu vergnichen it and om Anprehungen Toosten 1. Wenf., 5. 2. 03 Fahrräder Dr. Londer, Kgl. Gei v.mpektor. . 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